THEMA: Südafrika, die Vierte: Garden Route und KTP
13 Jan 2017 10:59 #458988
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Hallo liebe FoMis

Unserer 4. Reise ins südliche Afrika ging eine planungstechnische Zangengeburt voraus. Mein Mann konnte sich sehr lange nicht dazu entschliessen, schon wieder nach Südafrika zu fliegen. Ich aber wollte unbedingt in den KTP. ;) Da ich um die Schwierigkeiten weiss, im KTP eine Unterkunft in den Wilderness Camps zu ergattern, habe ich im August 2016 kurzerhand gebucht: 10 Tage KTP im Januar 2017.
Kurz darauf bekam mein Mann ein tolles Jobangebot ab Januar 2017. :woohoo: :whistle: Sollte er wirklich den Job wechseln, hätte er infolge massenhaft vorhandener Überzeit etwa ab Oktober gar nicht mehr arbeiten müssen. Also habe ich bei SANparks mal nachgeschaut, wie es im Dezember im KTP aussieht. Und tatsächlich konnte ich immerhin in Urikaruus noch 2 Nächte ergattern. Nun hatten wir also im Dezember 2016 und im Januar 2017 2 komplette Wochen KTP gebucht, ohne zu wissen, ob wir (bzw. mein Mann) überhaupt runterfliegen. :laugh:

Als es dann mit dem Job konkret wurde und der Vertrag unterschrieben war, beschlossen wir gemeinsam, im Dezember nach Südafrika zu reisen (was will man schon 10 Wochen lang allein nur zuhause rumhocken... :whistle: ). Und zwar in den KTP, in Verbindung mit der Garden Route. Diese hatten wir 2013 infolge widriger Umstände im Eilzugstempo (*siehe Reisebericht 2013) absolviert und wollten sie nun mit etwas mehr Zeit vervollständigen.

Unsere Reiseroute sah zu diesem Zeitpunkt folgendermassen aus:

Flug mit SWISS von Zürich nach Johannesburg
Weiterflug gleichentags nach Port Elizabeth
1 Nacht Conifere Beach House, Port Elizabeth
Auto fassen, Einkaufen und Fahrt zum Addo NP
2 Nächte Matyholweni Rest Camp (Addo)
2 Nächte Storms River Rest Camp (Tsitsikamma NP)
5 Nächte zur freien Verfügung (keine Buchung)
3 Nächte Kapstadt (Mouille Point Appartements und 1x Flughafenhotel)
Frühmorgens Flug von Kapstadt nach Upington, Auto fassen, einkaufen und Fahrt nach Twee Rivieren
1 Nacht Twee Rivieren
2 Nächte Nossob
2 Nächte Urikaruus
1 Nacht Twee Rivieren
2 Nächte Augrabies Falls
2 Nächte Upington
Flug nach Johannesburg, abends Weiterflug nach Zürich

Immerhin bis Tsitsikamma haben wir die Route so eingehalten. :silly: Aber dazu später.

Als Einstieg gibt es ein Video mit den Highlights unserer trotz allen Abänderungen, Verschiebungen und Umbuchungen wundervollen Reise. Unsere technischen Gerätschaften (eine Canon-Kompaktkamera, GoPro Hero4 und die Kamera des Samsung Galaxy S6) sind bescheiden und es ist unser erster Versuch, eine Reise in bewegten Bildern festzuhalten. Ich bitte also um Nachsicht hinsichtlich der Qualität. :whistle: B)

Damit ihr wisst, mit wem ihr es zu tun habt: Das sind wir - Karin & Mathias



Und nun geht es los! :woohoo:


Den Reisebericht in Worten und ergänzende Bilder werde ich nach und nach einstellen.
Wir freuen uns auf viele interessierte Mitreisende! :)

Liebe Grüsse,
Karin (& Mathias)
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14 Jan 2017 11:38 #459115
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Sa/So, 26.+27. November 2016
Abflug und Ankunft

Dieses Mal verlief der Tag der Abreise um einiges entspannter als letztes Jahr, da Samstag - die Gefahr, mich im Büro auszuschliessen, bestand somit nicht. :silly: Wieder brachte uns unser lieber Freund Patric zum Flughafen Zürich, den wir staufrei und pünktlich erreichten. Im Flughafen konnten wir überall einfach durchmarschieren, so spät abends waren nicht mehr viele Leute unterwegs. Pünktlich um 22.45 Uhr hoben wir ab Richtung Johannesburg. Der Flug verlief ruhig, einschlafen taten jedoch abwechselnd nur meine Glieder, da ich mit meinen langen Beinen viel zu wenig Platz vorfand. :pinch:  Irgendwann am nächsten Vormittag erreichten wir Johannesburg und ich freute mich über die grüne Landschaft unter uns. Scheinbar hatten die schweren Regenfälle ein paar Tage zuvor schon das Gras spriessen lassen.



Nun hatten wir eine mühsame Wartezeit von 6 Stunden am Flughafen zu überbrücken. Es gab zwar einen früheren Flieger nach Port Elizabeth, aber die Transferzeit von 2 Stunden erschien uns im Vorfeld etwas knapp. Als unsere Koffer aber als erste auf dem Band erschienen, wollten wir versuchen, den Flug noch umzubuchen. Als wir den internationalen Ankunftsbereich verlassen hatten, erwartete uns jedoch eine ellenlange Schlange am Ticketschalter von SA Airlink. Wir stellten uns an, gaben jedoch nach einer halben Stunde wieder auf, als wir merkten, dass es kaum vorwärtsging. Also zügelten wir in den Domestic-Bereich und warteten… warteten… warteten… :whistle:
Wir hatten beide etwas Respekt vor diesem Flug, da wir vor 3 Jahren auf dieser Strecke und zur gleichen Flugzeit ein sehr unangenehmes Erlebnis hatten (sehr starkes Gewitter, Flughafen P.E. unter Wasser und Notlandung in Kapstadt). Am heutigen Tag war es zwar bewölkt, der Himmel schien aber ruhig. Als wir endlich boarden konnten und unsere Plätze eingenommen hatten, teilte der Pilot mit, es werde unterwegs infolge Gewitter etwas „bumpy“ werden. :woohoo: Hallelujah… mein Herz rutschte in die Hose. Die Turbulenzen unterwegs hielten sich jedoch glücklicherweise in Grenzen – scheinbar war das Gewitter extra für uns etwas zur Seite gerückt. :P Ich sah von meinem Fensterplatz aus jedenfalls beeindruckende Wolkenformationen, an denen wir knapp vorbei flogen.



Der Landeanflug über die Küste mit den Dünen war spektakulär!



Nach der Landung war ich so erledigt und erleichtert, endlich am Ziel zu sein, dass sich mein Magen sofort mit Hunger meldete (Fliegen schlägt mir immer auf den Appetit). Also mussten wir zum Ärger von Mäthu als erstes in ein Café sitzen, wo ich mir eine sehr leckere Tomaten-Avocado-Pizza einverleibte. Mmmmhhh…. :laugh: Satt nahmen wir uns danach ein Taxi, welches uns zu unserer heutigen Unterkunft ganz in der Nähe brachte. Der Taxifahrer schwärmte von Port Elizabeth als die „friendly City“ und wir vereinbarten, dass er uns am nächsten Morgen um 8.45 Uhr wieder abholt, damit wir am Flughafen unser Mietauto fassen können.
Im Guesthouse wurden wir herzlichst von Nicky empfangen. Sie zeigte uns unser Appartement, welches uns schier aus den Socken haute! Eigentlich hatte ich ein Doppelzimmer gebucht, aber das hier war eine ganze Ferienwohnung! :woohoo: Nun denn… viel hatten wir nicht mehr davon. Schnell unter die Dusche und danach schlafen… Gute Nacht! ;)

Unterkunft: B&B «Conifere Beach House», Port Elizabeth
Tageskilometer: 4 km (mit Taxi)
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19 Jan 2017 15:34 #459898
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Mo, 28.11.16
Addo Elephant Park

Voller Tatendrang sind wir aufgestanden, haben unsere Sachen zusammengepackt und uns danach an einen Frühstückstisch im Haupthaus gesetzt. Besser hätte es nicht anfangen können, es war reichhaltig und lecker und Mäthu's Omelette schmeckte ihm hervorragend. Wir erzählten Nicky, wo uns die Reise überall hinführen wird und sie beneidete uns sehr um den KTP. Sie schwärmte richtiggehend davon und meinte, es sei ihr Lieblingspark.

Mäthu wollte eigentlich nicht unbedingt in den KTP reisen und war der Meinung, wir wären am Schluss sicher enttäuscht (er und die Wüste sind etwas auf Kriegsfuss :whistle: ). Die Aussage von Nicky hat ihn dann doch etwas neugierig gemacht. Ich selber war nach all den gelesenen Reiseberichten hier im Forum ja überzeugt, dass wir begeistert sein werden! ;)

Mit dem gestrigen Taxifahrer hatten wir vereinbart, dass er uns um 8.45 Uhr abholt. Mitten in der Unterhaltung klingelte es plötzlich, und der Taxifahrer war schon da! Eine Viertelstunde zu früh! :blink: Also beeilten wir uns mit Essen und holten dann unsere Koffer aus dem Zimmer. Als wir zurückkamen, meinte Nicky ganz aufgeregt, das Taxi sei wieder weggefahren. :huh: Ratlos sahen wir uns an. Kurzerhand holte sie ihre Tasche und wollte uns gleich selber zum Flughafen bringen. Gerade als wir in Nickys Auto steigen wollten, kam wieder ein Taxi angefahren. Der uns unbekannte Fahrer sah etwas verärgert aus, als er da seine Kunden woanders einsteigen sah. Eine unangenehme Situation… :unsure: Wir entschieden uns dann, mit dem Taxi zu fahren, denn Nicky hat sicher noch andere Dinge zu erledigen. Wir bedankten uns herzlich bei ihr und fuhren zum Flughafen um unser Auto zu fassen. Am Schalter bei Bidvest empfing uns eine etwas unmotivierte Dame, mit der wir die Formalitäten erledigten. Bewusst hatten wir uns für den Garden Route-Teil für einen Kleinwagen entschieden. Nun standen wir vor einer roten „Knutschkugel“ (ein Kia Picanto) – die Elefanten im Addo werden sicher ihre Freude an diesem Spielball haben! :whistle: :laugh:

Nach einem Grosseinkauf bei Pick’n’Pay fuhren wir zum Addo Elephant Park. Schon vor dem Mittag trafen wir am Gate ein und man erklärte uns, dass unser Häuschen noch nicht bereit sei. Eigentlich wollten wir zuerst unsere Einkäufe dort deponieren und dann in den Park fahren. Aber anstatt zu warten, fuhren wir halt mit dem ganzen Proviant los. 

Schon nach wenigen Metern ging es los: Wir sahen Elefanten mit Babies, Kudus, eine riesige Büffelherde und viele andere Tiere.







Bei Jack’s Picnic Spot machten wir eine Pause und verpflegten uns. Dabei besuchte uns ein frecher Vogel (meine Vogel-App meint, es war ein Southern Boubou), der sich fast in unser Essen setzte. Auch viele andere, etwas scheuere Vögel hofften auf ein herunterfallendes Häppchen.



Später fuhren wir bis ganz nach Norden, in die Region des Main Camps. Dort standen sämtliche Büsche in voller Blüte, ein violett-grünes Farbspektakel, welches sich über alle Hügel bis zum Horizont zog - ein wunderschöner Anblick! :kiss:





Auf dem Rückweg fuhren wir durch eine riesige Grasfläche, wo im Abendlicht Dutzende von Antilopen, Gnus und Zebras weideten. Als Krönung lief in weiter Ferne auch noch ein Black Rhino durchs Bild. Es sah aus wie im Paradies und wir standen mittendrin und genossen die herrliche Stimmung. :kiss: :kiss:









Ein Blick auf die Uhr sagte uns dann, dass wir uns beeilen müssen, denn wir brauchen noch den Schlüssel von unserer Unterkunft. Also rissen wir uns los. Vor dem Tor hielten wir an und rannten zur Reception. Diese war aber schon geschlossen. :pinch: Leicht verzweifelt fragten wir den Mann am Gate, dieser lachte nur und streckte uns den Schlüssel entgegen. Warum er denn vorher nichts gesagt hätte, fragten wir. Er dachte wir müssen dringend auf die Toilette. :laugh:

Das Matyholweni Camp liegt in einem grünen Tal mit Blick auf einen buschbewachsenen Hügel. Unser Häuschen stand ganz zuhinterst. Wir waren ganz begeistert, es war rustikal aber praktisch eingerichtet und sehr romantisch!


Unser Häuschen, am nächsten Tag aufgenommen

Das Begrüssungskomitee bestand aus einer Vervet-Monkey-Mama mit ihrem Baby, welche frech auf unserem Terrassentisch hockte. :silly:



Nach dem Einräumen machten wir uns daran, das Abendessen zu kochen (Reis mit Erbsen, Karotten und Tomatensalat), welches wir dann draussen genossen. Die Stimmung mit all den afrikanischen Geräuschen und Gerüchen war herrlich – glücklich fielen wir später todmüde ins Bett!

Unterkunft: Selfcatering Cottage (No. 15) im Matyholweni Restcamp, Addo Elephant Park
Tageskilometer: ca. 160 km
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23 Jan 2017 19:36 #460556
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Di, 29.11.16
Addo Woody Cape Section

Wie es sich im Urlaub gehört, standen wir in aller Herrgottsfrühe auf, packten ein paar Knabbereien ein und fuhren los zum Game Drive. Es war recht frisch, alles war feucht vom Morgentau und es duftete würzig-herb. Als erstes sahen wir zwei stattliche Kuduböcke am Wegesrand, später begegneten wir auf dem Harvey’s Loop zwei riesigen Elefantenbullen, die hinter uns auf die Strasse traten und uns danach ganz „verfolgten“. Gleichzeitig kam die Sonne zum Vorschein, was eine wirklich fantastische Stimmung und tolle Bilder ergab. Vor uns in der Ferne entdeckten wir weitere Elefanten und wir hofften nur, nicht plötzlich mit unserer roten Kugel zwischen die Fronten zu gelangen. :unsure:


Unser Kügelchen (an einem anderen Tag aufgenommen)




Auch die Mädels waren unterwegs... :kiss:













Irgendwann trafen wir auf eine grosse Büffelherde, die auf eine Senke zu lief und sich dort versammelte. Inmitten der Büffel stand ein alter Elefant und der Fahrer eines entgegenkommenden Autos nuschelte irgendwas von einem Löwen. Tatsächlich war die Herde etwas unruhig und die mutigsten Büffel starteten plötzlich einen Scheinangriff Richtung Hügel. Einen Löwen konnten wir aber nirgendwo entdecken. Jedes Mal wenn wir dachten, DORT läuft einer, entpuppte es sich durchs Fernglas als vorwitziges Warzenschwein. :lol:





Zurück im Camp frühstückten wir, danach legten wir uns kurz hin. Zumindest war das unsere Absicht. Als wir erst um 12.30 Uhr erwachten, mussten wir uns sputen, denn wir wollten noch in die Woody Cape Section ans Meer fahren. Die Fahrt dauerte länger als erwartet (ca. 1 Stunde) und als wir am Gate eintrafen, entschieden wir uns, einfach zu den Dünen zu fahren für einen Strandspaziergang, denn für eine mehrstündige Wanderung auf einem der Trails war die Zeit bereits zu knapp. Nochmal mussten wir ein Stück fahren, die holperige Strasse führte durch eine wunderschöne Landschaft mit Wäldern, danach grüne Hügel mit Kühen (es sah fast aus wie zuhause im Emmental) und zum Schluss entdeckten wir die grossen Dünen. Es war nicht ganz klar, wo wir unser Auto abstellen sollten, ausserdem meldete sich der Hunger. Wir Deppen hatten in der Eile ganz vergessen, Proviant einzupacken. :pinch: Zufälligerweise standen wir plötzlich vor einem „Restaurant“-Schild. Wir stiegen aus und sahen uns um. Die paar Häuser waren einfach, es hatte einen riesigen Garten mit einem Pool und diverse Fleckchen mit Bänken, Grill und Hängematten zum Verweilen. Es sah sehr gemütlich aus. Aber es war kein Mensch zu sehen. Eines der Gebäude war mit „Woody Cape Backpackers“ angeschrieben, was uns schon beinahe zum Rückzug bewegte. :S





In diesem Moment kam ein älterer, indisch aussehender Herr auf uns zu und stellte sich als Besitzer vor. Wir fragten, ob wir etwas essen können und er schickte uns in die Bar, worauf schnell ein gutaussehender, junger Mann angetrabt kam, der uns mit den Worten „Hey Guys, do you want something to drink?“ begrüsste. Wir bestellten Wasser und Cola, was er ganz verwundert erst im Haupthaus holen musste, denn in der Bar gab es nur groben Stoff. :whistle: :laugh: Die mitgebrachte Menukarte sah etwas „verbraucht“ aus und ich hoffte, dass sich dieser Besuch nicht als Fehler entpuppt. :sick: Wir bestellten Sandwiches, welche kurz darauf von der weissen, ebenfalls etwas verbraucht aussehenden Köchin serviert wurde. Das Essen sah aber überraschend gut aus und es schmeckte auch so. :P
Wir kamen ins Gespräch mit dem Angestellten (wie war bloss sein Name?? :whistle: ), der ursprünglich aus dem flachen, staubigen Kimberley stammt und es immer noch nicht fassen konnte, dass er seit 3 Wochen an diesem schönen Ort arbeiten darf. Er erzählte uns von seinen indonesischen Wurzeln und dass er zusammen mit seiner Schwester (die ihm so gar nicht ähnlich sah :whistle: ) da ist. An den Wochenenden sei es hier immer voll mit jungen Partygästen. Thank God it's Tuesday! :silly: Allmählich merkten wir, dass der Junge einiges auf dem Kasten hat und wir redeten sehr lange mit ihm über die Natur, unsere Länder und die Politik in Südafrika. Nach etwa 2 Stunden rissen wir uns los, denn den Strand hatten wir ja immer noch nicht gesehen! ;) Vom Anwesen aus gab es einen direkten Zugang und nach einem kurzen Marsch auf einem Holzpfad mitten durch den grünen Busch standen wir zuoberst auf einer Plattform mit einem fantastischen 180°-Blick auf den riesigen Strand. :woohoo: Wir rannten die Düne runter und liefen eine halbe Stunde den menschenleeren Strand entlang. Danach kletterten wir mithilfe eines befestigten Seils wieder die steile Düne hoch. Kurz verabschiedeten wir uns noch vom netten Backpackers-Team, danach fuhren wir eiligst zurück.













Gleich hinter den Dünen sah es so aus




In Colchester wollten wir noch kurz tanken und unsere Vorräte ergänzen. Als wir an die Zapfsäule fuhren, rannten uns 10 Angestellte, bewaffnet mit Lappen und Wasserkübeln, fast über den Haufen. Alle wollten sich um unser Auto kümmern, den Staub runterwaschen und des Kias durstige Kehle mit Diesel füllen. :laugh: Bei so einem kleinen Auto ist die Arbeit aber schnell erledigt. Alle lachten, wir auch. :silly: Dazu gaben wir ein grosszügiges Trinkgeld, welches dann gleich vor Ort gerecht aufgeteilt wurde (dabei hatten die Frauen das letzte Wort) ;) Im Kwikspar kauften wir unter anderem die unterdessen liebgewonnenen knochentrockenen Rusks, die sich so hervorragend als Vor-Frühstück im Auto eignen (abgesehen von den Bröseln). Zuhause im Camp empfing uns wieder die Affenmama, die sich sogleich daran machte, die Rusk-Brösel vom Terrassenboden zu klauben. Auch weitere Mitglieder der Affenfamilie hockten in der Nähe in den Bäumen auf der Lauer.
Etwas später wollte Mäthu die Kartoffeln zum Abendessen schälen und setzte sich dazu mit der Plastiktüte an den Tisch auf die Terrasse. Innert Sekunden sprang einer der Affen vom Dach aufs Geländer auf den Tisch, packte den Kartoffelsack und verschwand damit im Gebüsch - Mäthu laut zeternd hinterher. :evil: Ich rannte hinaus und sah gerade noch, wie sich die Affenmama mit dem Baby die bereits geschälte Kartoffel in der Schüssel schnappte. Ich lachte mich schlapp, aber Mäthu, der nur eine einzige Kartoffel retten konnte, war stocksauer. :whistle: :evil: :pinch:
Unser heutiges Menü enthielt nicht viele Kohlenhydrate. Es gab Kartoffel-Rüebli-Peperoni-Eintopf und für Mäthu noch Boerewors vom Grill. Zum Glück liessen sich die Affen bei Dunkelheit nicht mehr blicken. Dafür störte uns heute Abend ein Bär im Nachbars Cottage mit seinem tiefen Gebrumme. Ich dachte immer, in Afrika gibt’s keine Bären… :dry: :laugh: :laugh:

Unterkunft: Selfcatering Cottage (No. 15) im Matyholweni Restcamp, Addo Elephant Park
Tageskilometer: ca. 190 km
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01 Feb 2017 21:50 #461953
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Mi, 30.11.16
Abschied vom Addo - Hello Tsitsikamma

Da wir bis 10 Uhr auschecken mussten, fuhren wir heute zum frühstmöglichen Zeitpunkt los, um noch möglichst viel Zeit im Park verbringen zu können. Infolge weniger Sichtungen landeten wir rasch ziemlich weit im Norden des Parks.



Leider unscharf geworden.. :dry:





An einem mit Schilf gesäumten Wasserloch stand eine grosse Herde Büffel, die alle zum Wasser schauten, aber keine Anstalten machten, sich dem Ufer zu nähern. An der Schildkröte, die sich das steile Ufer hinaufkämpfte, konnte es nicht liegen. :silly: Als wir ein paar Meter weiter fuhren, entdeckten wir hinter dem Schilf einen stattlichen Löwen. Wie ein Wächter lag er vor dem Dam und es machte ihm sichtlich Spass, dass die Büffel seinetwegen nicht trinken konnten. 2-3 mutige Büffel schritten ein paar Meter auf den Löwen zu, machten aber immer wieder kehrt. Eigentlich hätten sie ihn locker auf die Hörner nehmen können. Nach einiger Zeit bemerkten wir den Grund: Hinter dem Löwen befand sich noch ein weiteres Exemplar! Der zweite Löwe stand auf und lief vom Wasser weg, kurze Zeit später folgte ihm auch der erste. Als die beiden Jungs weit genug weg waren, konnten die Büffel endlich trinken. B) Die stille Interaktion zwischen den beiden Tierarten zu beobachten war faszinierend.

Die Büffelherde

Das Wasserloch (wer findet den Löwen?)

Die Schildkröte

Weitere Zuschauer :laugh:

(Eigentlich guckt er eher wie ein Kuscheltier... :silly: )





Endlich können sie trinken!

Wir mussten dann weiterfahren, die Zeit drängte bereits. Wir wählten deshalb für den Rückweg die schnellste Route auf der geteerten Strasse. Doch wir hatten nicht mit einem tierischen Roadblock gerechnet! :woohoo: Plötzlich standen wir vor einer grossen Elefantenfamilie mit mehreren Babys. Die Tiere knabberten gemütlich an den Büschen am Strassenrand, während die Kleinen mit den fallengelassenen Ästen spielten und ausgelassen Ohren und Rüssel schüttelten. Es war herrlich anzuschauen! :kiss: Allerdings machten die Elefanten keine Anstalten, die Strasse bald zu verlassen. Also mussten wir notgedrungen umkehren und einen Umweg fahren.





Auf der Gravel Road ging es dann zügig vorwärts, aber auf der Zielgeraden, als wir die Dünen von Colchester schon in der Ferne erblicken konnten, standen erneut 2 grosse Bullen auf der Strasse. :ohmy: Hier gab es keine alternative Route und wir waren zum Warten gezwungen. Glücklicherweise wuchsen die besten Büsche wohl etwas abseits der Strasse, denn die Bullen verzogen sich relativ schnell.



Zurück im Camp packten wir in Rekordzeit alles zusammen und verliessen den Addo Elephant Park und unser Cottage mit Bedauern! Vom Park und der Unterkunft waren wir positiv überrascht und da die hiesige Ferienzeit noch nicht begonnen hatte, war es von der Menschenmenge her sehr überschaubar.

Auch in Südafrika gibt's mittlerweile nachhaltige Energiequellen! B)

Unser nächstes Ziel war der Garden Route National Park und wir hatten ein Chalet im Storms River Mouth Restcamp für 2 Nächte gebucht. Wir freuten uns sehr auf die Zeit dort (und auch aufs Restaurant!). Da wir noch zu früh dran waren, statteten wir unterwegs dem Big Tree einen Besuch ab. Eindrücklich fand ich aber weniger die Grösse des Baumes, als vielmehr die Tatsache, dass sämtliche anderen Riesenbäume rundherum schon vor langer Zeit gerodet wurden und (bis auf die 2-3 Bäume) nichts mehr vom Primärwald übrig geblieben ist. :dry: Zwei israelische Paare baten mich um ein Erinnerungsfoto mit dem Baum und freuten sich, dass ich ihre Sprache (berufsbedingt) erkannt hatte. :P

Beim Storms River Gate herrschte das Chaos: Infolge einer Baustelle fehlte die Übersicht und es war niemandem so ganz klar, wohin man sich wenden muss. :pinch: Als wir die Schranke passiert hatten, fuhren wir direkt runter ins Camp. Die Reception fanden wir nirgends, dafür massenweise Autos und Busse von Tagestouristen am Strassenrand. :sick: Ein Mitarbeiter schickte uns zurück zum Gate, also fuhren wir die kurvige Strasse wieder hoch. Dann endlich fanden wir das Büro und bekamen unseren Schlüssel und den Plan. Doch oh Schreck: Unser zugeteiltes Chalet liegt genau oberhalb der zugeparkten Strasse! :blink: Wir fragten nach einer Alternative, doch scheinbar waren die Seafront-Chalets alle ausgebucht. :pinch:
Noch mehr haderten wir mit unserem Schicksal, als wir das Chalet betraten. Es schien kürzlich frisch lackiert worden zu sein, denn es stank fürchterlich nach einem Gemisch aus Farbe und modriger Feuchtigkeit. :sick: Wir beschlossen, eine Erkundungsrunde durchs Camp zu laufen, denn auch die Terrasse war enttäuschend. Nebst dem vielen Autos verdeckte uns ein grosser Baum den Blick auf das Meer. Unsere Stimmung erreichte den Tiefpunkt, als wir anstelle des Restaurants nur einen riesigen Haufen Schutt und Asche fanden. :woohoo: Es war vor 4 Tagen zusammen mit dem Shop angebrannt! :blink:

Die Reste vom Restaurant

Spontan beschlossen wir, direkt den Trail zur Suspension Bridge zu laufen, obwohl wir beide nur Flipflops trugen. :whistle: Sämtliche Touris kamen uns mit sportlichen Wanderschuhen oder zumindest Sneakers entgegen und wir fühlten uns wohl so ähnlich wie die dämlichen Chinesen mit Sandalen auf dem Jungfraujoch! :lol: :whistle: Als wir die Hängebrücken jedoch ohne Probleme erreicht hatten, kamen uns die anderen „overdressed“ vor :silly:, denn der Pfad war (in trockenem Zustand) nicht mehr als ein Spaziergang.









Zurück im Camp setzten wir uns ins Gras vor dem felsigen Strand, beobachteten die Dassies mit ihren vielen süssen Babys und genossen den Sonnenuntergang inkl. Delfinen und Walfontänen in der Ferne. Mangels Brennholz gab es nur Spaghetti aus dem Vorrat zum Abendessen, da wir ja eigentlich ins Restaurant gehen wollten. Danach legten wir uns widerwillig ins feucht-muffelnde Bett.

Dassie-Kindergarten :kiss:

Gegen Abend zeigte sich auch hier die Sonne wieder! B)



Unterkunft: Selfcatering Chalet (Nr. 13B) im Storms River Mouth Restcamp, Garden Route NP
Tageskilometer: ca. 220 km (ohne Pirschfahrt
)
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Do, 01.12.16
Waterfall-Trail

Zum Frühstück fuhren wir heute ins Storms River Village, ich brauchte mal wieder einen richtigen Cappuccino. Zuvor hatte ich mich auf Tripadvisor erkundigt, ob es dort überhaupt so was zu finden gibt. Die Nr. 1, das «Tsitrus Café» fanden wir per Zufall gleich auf Anhieb. :) Das Café bietet gleichzeitig auch Souvenirs und Spezialitäten wie Wein, Marmelade und Honig aus der Region an. Während die Ladies unser Frühstück zubereiteten, schauten wir uns im Lokal um. Die Einrichtung war wirklich sehr originell und kreativ. Bald servierte man uns ein total lekkeres Müesli mit Früchten und Yoghurt sowie den gewünschten Cappuccino (der ebenfalls super schmeckte). :P


Garten des Tsitrus Café in Storms River Village

Nach dem Frühstück wollten wir uns im Dorf erkunden, ob man irgendwo Fahrräder mieten kann, um am Nachmittag eine Tour zu fahren. Wir fanden schnell einen entsprechenden Shop, aber der Inhaber dort entpuppte sich als echt "kompliziert". :S Es war ihm scheinbar nicht möglich, uns für den Nachmittag 2 Räder zu reservieren. Wir sollten einfach nochmal vorbei kommen und nachsehen. Damit wir nicht umsonst nochmal herfahren müssen, fragten wir ihn nach seiner Telefonnummer. Das begriff er aber nicht. 3x wiederholten wir die Frage, 3x erklärte er uns, er komme gut aus mit der Konkurrenz, aber deren Telefonnummer gebe er nicht heraus. Nun denn… :pinch: Wir gaben es auf und suchten stattdessen (das hat er nun davon :evil: ) die Konkurrenz. Da man uns auch im Infocenter des Dorfes keinen weiteren Anbieter angeben konnte, entschlossen wir uns, stattdessen ein bisschen zu wandern. Also fuhren wir zurück ins Camp und studierten die Trail-Map. Wir entschieden uns für den Waterfall-Trail. Dieser startet beim Parkplatz zum Otter Trail und führt zuerst als schöner Spazierpfad mit herrlichem Ausblick der Küste entlang. Dabei duftete es unbeschreiblich gut nach Wildkräutern. Schade kann man Gerüche nicht mit der Kamera festhalten. :(







Später wurde es holpriger, der Weg führte rauf und runter, über Wurzeln und Steine, Leitern und Holzbrücken. Ganz am Schluss war der Weg nicht mehr als solcher zu erkennen und man folgte kletternd den Markierungen an den grossen Steinen. Der Trail wollte gefühlt kein Ende nehmen und es war heiss! Schliesslich erreichten wir erschöpft den Wasserfall. Das Wasser fiel über mehrere Stufen hinab und ergoss sich in einem vom Tannin rötlich-braun gefärbten Pond. Von da aus rann es in mehreren Rinnsalen über die Felsen herunter ins Meer. Ein paradiesisches Fleckchen Erde! :kiss: Obwohl ich sonst überhaupt nicht der spontane Wasserhüpf-Typ bin, überkam es mich hier und ich sprang mitsamt Unterwäsche in den «Tee». :woohoo: Ein Bad in dieser Kulisse wollte ich nicht verpassen! :lol: Mäthu sprang natürlich auch rein, er hatte selbstverständlich seine Badehosen dabei! :laugh:





Wir verbrachten etwa 2 Stunden im und am Wasser und konnten dabei mehrmals im Meer vorbei schwimmende Delfine beobachten. Den Rückweg empfanden wir als nur noch halb so anstrengend, obwohl uns langsam das Trinkwasser ausging. Mitten in den Wildkräutern hüpfte ein Duiker über den Weg und auch ein hühnerähnliches Tier mit Küken konnten wir im Busch entdecken.

Zurück im Camp duschten wir, danach setzten wir uns wieder zu den Dassies am Felsstrand, relaxten und tauschten uns lange mit unseren Chalet-Nachbarn aus. Das deutsche Paar mit Kind kam von Kapstadt her und war auch nicht sehr erfreut über den üblen Geruch in ihrem Chalet (Anmerkung: Die Kleider, die wir unterwegs nicht gewaschen hatten, rochen noch zuhause nach dem Tsitsikamma-Mief! :sick: )



Oystercatcher

Als die Sonne im Meer versunken war, liefen wir zurück und kochten uns zwecks Resteverwertung wieder Spaghetti zum Abendessen.

Unterkunft: Selfcatering Chalet (Nr. 13B) im Storms River Mouth Restcamp, Garden Route NP
Tageskilometer: ca. 30 km
Next destination:
VicFalls, Zambesi-Region + Botswana: 6 Wochen im Südwinter 2020

Reiseberichte:
Auf vielseitigen Wunsch - Costa Rica 2019: namibia-forum.ch/for...html?start=30#551052
Caprivi, Chobe, VicFalls 2018: wird nachgeholt
Kruger, Mapungubwe, Tuli Block 2017/18: namibia-forum.ch/for...botswana-2017-8.html
Gardenroute & KTP 2016: namibia-forum.ch/for...n-route-und-ktp.html
KwaZulu-Natal, Swaziland, Lesotho 2015: www.namibia-forum.ch...ho-afrika-zum-3.html
Kapstadt, Western Cape und Namibia 2014: www.namibia-forum.ch...t-dem-crueueser.html
Honeymoon Südafrika 2013 (Kurzbericht): www.namibia-forum.ch...mit-afrikavirus.html
Letzte Änderung: 04 Feb 2017 10:33 von Carinha.
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