Namibia & Botswana im August als Neulinge

25 Antworten · 8'355 Aufrufe · gestartet 08. Jan. 2017 von Gasse
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Themenstarter57 Beiträge · seit 201708. Jan. 2017 · #1
Hallo,

ich bin absolut neu hier und stelle mich erst mal kurz vor, bevor ich euch mit Fragen überflute..
Ich heiße Marcel, bin 25 Jahre alt und plane im Moment mit meiner Freundin eine Selbstfahrertour durch Namibia und Botswana im August 2017 für ca. 3 Wochen.

So dann fange ich mal an.
Wir wollen 3 Wochen selbstständig eine Tour durch Namibia und Botswana machen.
Flüge sind noch keine fest gebucht, allerdings wirds um den 11.8. rum los gehen, bis ca. 2.9.

Zur geplanten Route:
- Windhoek
- Etosha NP
- Caprivi Streifen
- von Kasane aus Tagestour zu den Vic-Falls
-Khwai
- Maun
- evtl. Nxai Pan NP und/oder Makgadikgadi
-evtl. Naukluft NP
- Windhoek

nun zu meinen Fragen:

da die Campsites im Chobe-NP anscheinend sehr schnell ausgebucht sind, und uns auch die 50$ p.P. auf den privaten Campgrounds ehrlich gesagt zu teuer sind, wollen wir wenn möglich auf den staatlichen campen.
Hier habe ich jetzt als Station zwischen Kasane und Maun nur Khwai gefunden. Ist die Strecke von Kasane nach Khwai an einem Tag ohne zu viel Stress machbar oder muss man noch einen Zwischenstopp einplanen? Wenn ja, wo wäre das möglich?
Savuti habe ich hier noch gefunden. Ist es realistisch dort noch was so "kurzfristig" zu bekommen?
Fährt man von Kasane nach Khwai dann überhaupt direkt durch den Park?

kann man von Khwai aus dann einen Tagestrip ins Moremi Reserve machen?
Wenn nicht, würden wir dann von Maun aus einen 2-Tagestrip oder sowas machen wollen.

Wenn möglich, hätten wir gerne Campsites, die an eine Lodge angeschlossen sind.
Hier tue ich mir allerdings schwer, Preise/infos über die Stellplätze zu finden. Muss ich da direkt nachfragen? Meistens finde ich nur Infos über die Lodge selbst (zb. Savuti Camp)

Wenn noch genug Zeit wäre, wäre ein Abstecher von Maun nach Nxai Pan noch empfehlenswert? Oder der Naukluft NP am Ende vor der Rückkehr nach Windhoek?

Ein Auto haben wir bis jetzt auch noch nicht gemietet. Ich habe schon mehere Anfragen für einen Toyota Hillux mit Dachzelt versendet und bekomme da hoffentlich bald Antworten.
Ist ein 4x4 überhaupt notwendig? Meiner Ansicht nach, wäre der bei unserer geplanten Route nur für die Strecke Kasane - Maun nötig, aus dem was man sich so erlesen kann.
Wir haben auch beide noch keine Erfahrung in 4x4, ist es machbar, so eine Strecke zu fahren?
Auf der ersten Hälfte der Strecke durch Namibia, hätte man ja Zeit sich an alles zu gewöhnen.
Außerdem ist ja irgendwann immer das erste Mal und nur so kann ma das lernen oder?

Falls ihr komplett von der direkten Fahrt Kasane - Maun abraten würdet und wir besser außen rum fahren, wäre ein 4x4 trotzdem ratsam oder ginge das auch mit einem normalen PKW bzw. ein SUV?
Wir müssen beide auch ein bisschen aufs Geld schauen und können/wollen uns nicht jeden Luxus leisten.

Ist das eine realistische Route für 3 Wochen oder eher zu viel/wenig?

Habt ihr sonst noch irgendwelche Tipps, was man sich so anschauen könnte auf der Route oder Verbesserungsvorschläge?

Wir freuen uns auf eure Antworten und hoffen, dass ihr ein bisschen weiterhelfen könnt..

Schönen Gruß und danke schonmal!
zuletzt bearbeitet 08. Jan. 2017
4'984 Beiträge · seit 201608. Jan. 2017 · #2
Hallo Marcel/Gasse,
erstmal herzlich willkommen hier!

Etwas stressig liest sich eure geplante Tour für mich schon, stellt man sie der verfügbaren Zeit gegenüber.
Du wirst mWn nach in Moremi und Chobe keine campsite unter US$ 50,00 finden;
die Parkeintrittsgebühren kommen dann noch dazu.
Das 4x4 Fahren erst vorort zu erlernen, ist wohl kein so guter Plan!
Gruß Gina
828 Beiträge · seit 201608. Jan. 2017 · #3
Macht doch in Ruhe Namibia besonders auch den Caprivi. Dort hat es auch sehr schöne Parks und vor allem bezahlbar.

Das Okavango ist nur noch überteuerter Turi Rummel, wo dich schon das reservieren eines Camps zum Wahnsinn treiben wird... Ohne 4*4 Erfahrung würde ich sowieso nicht dorthin fahren. Wenn ihr das Auto dort schrottet wird es sehr teuer...keine Versicherung zahlt.

lg A
Themenstarter57 Beiträge · seit 201708. Jan. 2017 · #4
Danke euch 2 schonmal für die Antworten!
Wir haben unseren Plan gerade überdacht und sehen das jetzt auch so, dass wir unsere Route etwas ändern und uns auf Namibia konzentrieren.
Ist es zeitlich dann drin, zb. den Fish River Canyon noch mitzunehmen? Würde uns schon sehr reizen.

Außerdem würden wir, wenn wir nur in Namibia bleiben, gerne auf den 4x4 Hillux verzichten, da der ja schon sehr ins Geld geht.
Habt ihr Tipps, wo man evtl. ein abgespeckteres, geländetaugliches Auto leiht, das nicht ganz so teuer ist?

Campingausrüstung würden wir dann teilweise selbst mitnehmen bzw. vor Ort leihen. Denke da gibt es genug Möglichkeiten?
Allzu viel sollte ja nicht nötig sein, da man ja doch nicht ganz so abseits der Zivilisation ist.

Gruß
Marcel
4'984 Beiträge · seit 201608. Jan. 2017 · #5
Weißt du Marcel, ich denke ihr solltet mal Grundsätzliches überlegen:
ein günstiges, geländegängiges Auto zu mieten ist ja nicht das Thema,
Campingausrüstung mitzubringen ist schon schwieriger, sie vorort zu mieten,
macht dann wohl keinen preislichen Unterschied mehr zu einem 4x4 mit Campingausrüstung.
Noch ein Problem sehe ich beim Kühlschrank. Klar kann man den auch mieten,
aber der günstige 4x4 hat dann keine 2. Batterie mit dem du den KS auch außerhalb der Fahrzeit betreiben kannst,
und nicht jede campsite bietet einen Stromanschluss.
Mein Tipp an euch: entweder ein 4x4 mit Campingausstattung, oder,
da ihr ja sowieso in Lodgenähe sein wolltet, Selbstversorgerunterkünfte buchen.
Ihr habt dann ausgestattete Küchen, und für die Kühlung eures Essens + Getränke besorgt euch 2 cooler boxes vorort.
Eiswürfeln gibts an jeder Tankstelle und in jedem Supermarkt oder bottle store dafür.
Kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass das problemlos klappt!
Gruß Gina
Themenstarter57 Beiträge · seit 201708. Jan. 2017 · #6
Ok also wegen dem Auto werden wirs uns noch überlegen wie wir das machen. Hat beides Vor- und Nachteile.
Habe gerade auch mal einen Toyota Condor Camper bzw. Avanza, jeweils mit Campingausrüstung angefragt. Die sind dann schon deutlich günster als ein Hillux.
Nochmal wegen der Route:
also den Caprivi-Streifen bis Kasane wollen wir sicher machen, da wir auf jedenfall die Vic-Fälle sehen wollen.
Wegen der Rückfahrt nach Windhoek:
Ist es da nicht sogar leichter, durch Botswana zu fahren über Nata und Maun, anstatt wieder durch den Caprivi zurück?
So umgeht man den direkten Weg von Kasane nach Maun durch den Chobe und ist somit schneller, könnte aber von Maun aus noch eine 2-Tagestour ins Delta machen zb. bevor man sich auf den Weg zurück nach Windhoek macht.
Das man hier mal einen Fahrtag dabei hat, an dem man Strecke machen muss, ist uns durchaus bewusst, würde uns aber bei 3 Wochen nicht allzu sehr stören.
Hatten wir bis jetzt auf unseren Rucksacktrips auch immer wieder mal.

Hier mal die von uns gedachte Route. Die genauen Stationen stehen noch nicht, ist nur mal beispielhaft gemacht. Ist klar viel Strecke, denke aber schon, dass man auch immer genug Zeit hat, um auch mal ein paar Tage in einer Ecke zu bleiben.

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zuletzt bearbeitet 08. Jan. 2017
1'003 Beiträge · seit 200808. Jan. 2017 · #7
Hallo Marcel,

Ich stimme Dir zu. Die Tour ist in 3 Wochen gut machbar, wenn man immer mal wieder einen langen Fahrtag macht. Dann hast Du eine Rundtour, was ich persönlich abwechslungsreicher finde.
Du kannst von Maun auch einen Abstecher in den Moremi machen und von Kasane in den Chobe. Dafür brauchst Du 4x4, oder Du buchst einen geführten Gamedrive vor Ort.
Sonst brauchst Du für die Strecke nicht unbedingt 4x4, ist fast alles Teerstrasse
Ob mit oder ohne Dachzelt ist Ansichtsache, aber auch eine Kostenfrage. Wir mischen gerne beides, Zelten und dann wieder eine schöne Loge. Oder man kann auch immer wieder an einer Lodge zelten und dort dann Essen.
Wenn die Route mal steht kann ich Dir Dir auch Unterkunftstipps geben.
Mit den Etoshabuchungen solltest Du Dich sputen, August ist sehr gefragt.
Gruss
Doro
4'984 Beiträge · seit 201609. Jan. 2017 · #8
Guten Morgen Marcel,

ein paar Worte zum Avanza:
Wir hatten so ein Teil mal "unabsichtlich" für ein paar Tage weil bei unserer Buchung etwas falsch lief...
Ich kann dir aber sagen, dass dieses Auto unserer Ansicht nach ausschließlich für geteerte Straßen geeignet ist.
Unserer hatte sich im Tuli Block nach etwa 2 Std auf Schotterpiste angefangen in seine Einzelteile zu zerlegen.
Auf der Strecke zw Nata und Maun könntet ihr einen Zwischenstop bei Planet Baobab einlegen,
die haben sowohl campsites als auch Zimmer, und von dort an einer Tour in die Makgadikgadi Pan teilnehmen.
Wäre schade die nur links liegen zu lassen!
Gruß Gina
zuletzt bearbeitet 09. Jan. 2017
2'240 Beiträge · seit 201109. Jan. 2017 · #9
Hallo
Ich wuerde Euch raten nur Namibia zu machen. Botswana ausserhalb der Nationalparks hinkt meiner Meinung nach Namibia um einiges nach. Die Parks sind super- aber kosten halt auch was. Ich wuerde diese Gebuehr bezahlen oder Botswana sein lassen! Wenn es Euch um Landschaften geht seid ihr Namibia besser/ preiswerter unterwegs.
Gruss M.
Nächste Reiseziele: ab Mai 2025:Zentralasien https://www.polarsteps.com/marimariontour https://www.instagram.com/marimari_on_tour/
173 Beiträge · seit 201409. Jan. 2017 · #10
Hallo,

machbar sollte die Tour sein. Ich würde aber marimari trotzdem im Großen und Ganzen zustimmen. Von der "typischen" Landschaft, die den Reiz von Namibia ausmacht, bekommt ihr bei eurer Tour so gut wie nichts von mit. Und Botswana fanden wir auch außerhalb der Nationalparks eher eintönig. Man könnte es so ausdrücken: In Namibia ist der Weg das Ziel, in Botswana ist das Ziel das Ziel 😉 . Und bei eurer Tour hättet ihr mehrere, lange Strecken, wo es eher wenig zu sehen gibt. Ein weiterer Punkt pro Namibia wären die Kosten. Es ist insgesamt günstiger als Botswana. Das sollte man bedenken, gerade wenn man, wie ihr ja scheinbar, sehr aufs Budget achten muss.
Aber nicht falsch verstehen: Ich will euch Botswana nicht ausreden. In den Parks (wir kennen nur Chobe und Moremi, aber ich gehe mal davon aus, dass es in den anderen Parks genauso ist) ist es wirklich toll. Aber es ist halt nicht günstig und man muss wissen, worauf man sich einlässt.
Ob man sich die Parks in Botswana als "Ersttäter" auf eigene Faust zutraut, muss wohl jeder selber wissen. Wir haben es gemacht und nicht bereut. Wenn man sich dazu entschließt, sollte man aber definitiv mit dem nötigen Respekt (aber keiner Angst!) an die Sache herangehen und sich auch möglichst gut vorbereiten. Die Frage, ob 4x4 oder nicht, hätte sich in dem Fall auch von allein erledigt.
Themenstarter57 Beiträge · seit 201709. Jan. 2017 · #11
Ok und was würdet ihr dann sagen zu caprivi? Hin fahren bis kasane und wieder den fast selben weg zurück? Sowas mache ich eigentlich nicht gern sondern habe eher eine Rundreise lieber. Caprivi wollen wir Wie gesagt auf jedenfall bis Vic-falls.

In Botswana würden wir wahrscheinlich nicht selbst in die Parks fahren sondern Ausflüge machen. Zumindest den Chobe. Den direkten Weg durch den Park nach Maun haben wir jetzt eigentlich gestrichen, sondern, wenn die Tour wie auf dem Bild. Haben auch ein ganz gutes Angebot für einen Nissan Camper 2×4 das ist im Moment unser Favorit und denke damit sollte das alles schon gut fahrbar sein?
99 Beiträge · seit 201613. Jan. 2017 · #12
Botswana spielt (gewollt) preislich eine Liga höher. Aber ich würde als Ersttäter eher entweder NAM oder BOT machen. jedes Land gibt 4 Wochen her. Und dann ist auch die Mietauto-Frage von selbst beantwortet, weil man dann alle großen Ziele in einem Land anfahren kann, wozu man m. E. ein 4x4 Fahrzeug braucht. Natürlich kann man auch WDH-Rundu-Divundu-Kasane rein auf Teerstraße mit einem normalem Kleinwagen fahren, aber um's mit Captain Kirk zu sagen: Where's the fun? 😄
Aber auf jeden Fall würde ich nicht an den Mietwagenkosten sparen, um noch ins Delta zu kommen 🙂
Wir sind im Sommer über Caprivi nach Kasane hin und zurück gefahren. Gesamt-BOT, Delta und Salzpfannen machen wir beim nächsten Mal.
LG, Tommy
zuletzt bearbeitet 13. Jan. 2017
Themenstarter57 Beiträge · seit 201722. Jan. 2017 · #13
Hallo,
wir haben jetzt endlich einen passenden, günstigen Flug gefunden und gebucht. Mitte August bis Anfang September gute 3 Wochen. Somit können jetzt konkrete Pläne ausgearbeitet werden.
Wir haben einen Nissan 2x4 Minicamper angefragt. Man kann im Auto schlafen.

Hier mal unser Plan:

Tag 1: Ankunft Windhoek, Übernahme Mietauto, Einkaufen, Windhoek anschauen - Chameleon Backpackers (gebucht)
Tag 2: Fahrt nach Sesriem - NWR Campsite (gebucht)
Tag 3: Sesriem - NWR Campsite (gebucht)
Tag 4: Fahrt nach Swakopmund - Unterkunft/B&B?
Tag 5: Swakopmund - Unterkunft/B&B?
Tag 6: Fahrt zum Brandberg - White Lady Lodge Campsite (gebucht)
Tag 7: Brandberg - White Lady Lodge Campsite (gebucht)
Tag 8: Fahrt Etosha NP - Okaukuejo Campsite (gebucht)
Tag 9: Etohsa NP - Halali Campsite (gebucht)
Tag 10: Etosha NP - Namutoni Campsite (gebucht)
Tag 11: Fahrt in den Caprivi - Ngepi Campsite (gebucht)
Tag 12: Caprivi - Ngepi Campsite (gebucht)
Tag 13: Fahrt Mudumu NP - Camp Kwando Campsite (gebucht)
Tag 14: Mudumu NP - Camp Kwando Campsite (gebucht)
Tag 15: Fahrt nach Kasane - The big 5 Chobe Lodge (gebucht)
Tag 16: Ausflug von Kasane zu Victoria Falls - The big 5 Chobe Lodge (gebucht)
Tag 17: Ausflug von Kasane in Chobe NP - The big 5 Chobe Lodge (gebucht)
Tag 18: Fahrt Gweta - Gweta Lodge, Ausflug mit Übernachtung in Ntwetwe Salzpfanne (gebucht)
Tag 19: Fahrt nach Maun - Unterkunft? Evtl. beim Anbieter der Mokoro-Tour?
Tag 20: Okavango - Mokoro - Tour mit Übernachtung im Delta - Anbieter?
Tag 21: Okavango Delta
Tag 22: Fahrt Maun - Gobabis
Tag 23: Fahrt Gobabis - Windhoek, Rückgabe Auto, Heimflug

Nun nochmal ein paar Fragen:

- Wir haben wahrscheinlich keinen 4x4, sondern den oben geschriebenen Nissan 2x4 Camper von Pegasus Car Hire, in dem wir auch schlafen können. Wir wollen nicht unbedingt ein Bodenzelt, aber trotzdem Campen. Die 4x4 mit Dachzelt sind uns einfach zu teuer... Den Camper finden wir eine gute Alternative.

- Ist es möglich, gerade im Caprivi auch selbst mal durch zb. das Mahango Reserve zu fahren oder braucht man zwingend einen 4x4?
Wollen nicht unbedingt überall eine geführte Tour machen.

- sollte man so eine 2-tägige Tour durchs Okavango-Delta besser im Vorraus buchen oder geht das auch noch gut vor Ort in Maun?
Gibt es hier Tipps für gute Anbieter?

- einige Campsites sind schon gebucht und bestätigt. Für die, bei denen noch nicht "gebucht" steht, bin ich noch am Suchen. Hier nehme ich gerne den ein oder anderen Tipp an.. 😉

schönen Gruß
Marcel
zuletzt bearbeitet 13. Feb. 2017
Themenstarter57 Beiträge · seit 201713. Feb. 2017 · #14
Hallo,
nachdem wir jetzt stundenlang recherchiert und gelesen haben, ist unsere Tour so gut wie fertig geplant.
Nur 2 Dinge fehlen noch.

- Hat jemand einen Tipp für ein B&B in Swakopmund? Im Moment ist mein Favorit die Desert Sky Backpackers. War dort schon mal jemand?
- Außerdem sind wir noch auf der Suche nach einem Anbieter für eine Mokoro-Tour ins Okavango Delta von Maun aus, mit Übernachtung. Hier habe ich bis jetzt "The Old Bridge Backpackers" und das "Audi Camp" gefunden. Hat hier jemand Erfahrungen mit denen oder noch einen anderen Tipp?

Schönen Gruß und Danke für eure Hilfe!
Marcel
145 Beiträge · seit 200613. Feb. 2017 · #15
Hallo Marcel

Es ist zwar schon eine Weile her, dass wir im Desert Sky waren, aber wir haben es als sauber, ordentlich aber einfach in Erinnerung. Wir hatten ein Zimmer mit eigenen Badezimmer (Dusche).

Es ist allerdings kein B&B, du musst dir dein Frühstück bzw. überhaupt dein Essen in der vorhandenen Gemeinschaftsküche selbst zubereiten.

Wenn ich es noch richtig weiß, dann sind es zur Strandpromenade knapp 10 Minuten zu Fuss.

VG
Grit
Themenstarter57 Beiträge · seit 201717. Feb. 2017 · #16
Hallo Grit,
danke für deine Antwort. Wir haben jetzt auch das desert sky gebucht.

Nun fehlt uns nur noch unsere letzte Station. Hat jemand Erfahrungen mit der Mokoro Tour mit Übernachtung von den old bridge backpackers? Habe schon email Kontakt der sehr gut ist und überlege das jetzt auch fest zu machen. unschlüssig sind wir nur ob "self catered" oder "catered" ist ja schon ein gewaltiger Preisunterschied. Können uns aber nicht wirklich vorstellen, wie groß der Aufwand ist, seine Sachen alle selbst mitzubringen.
Oder hat jemand noch einen anderen Tipp, wie man das delta am besten kennen lernt? Wir haben 2 Tage/1 Nacht von Maun aus zur Verfügung.

schönen Gruß
Marcel
566 Beiträge · seit 201317. Feb. 2017 · #17
Gasse schrieb:
Nun fehlt uns nur noch unsere letzte Station. Hat jemand Erfahrungen mit der Mokoro Tour mit Übernachtung von den old bridge backpackers? Habe schon email Kontakt der sehr gut ist und überlege das jetzt auch fest zu machen. unschlüssig sind wir nur ob "self catered" oder "catered" ist ja schon ein gewaltiger Preisunterschied. Können uns aber nicht wirklich vorstellen, wie groß der Aufwand ist, seine Sachen alle selbst mitzubringen.
Oder hat jemand noch einen anderen Tipp, wie man das delta am besten kennen lernt? Wir haben 2 Tage/1 Nacht von Maun aus zur Verfügung.

schönen Gruß
Marcel
Hallo,

also ich sehe da jetzt nicht so einen wahnsinnig großen Unterschied, denn Du hast ja sicher gesehen, dass Du bei self catering zum einen ein separates Mokoro für das Equipment anmieten musst und zum anderen auch das Equipment selbst (Zelt, Kochutensilien usw.) ebenso anmieten musst, sofern ihr nicht mit Camping-Equipment sowieso durch das Land reist.

Zudem musst Du Essen/ Getränke ebenso dazu kaufen, was auch noch oben drauf kommt. So gerechnet ist der Unterschied nicht so wirklich riesig. Vorteil bei fully equipped: ihr müsst Euch um gar nichts kümmern und braucht noch nicht einmal Eurer Zelt allein aufstellen.

Übrigens würde ich persönlich - sofern die Zeit es zulässt - eher 3 Tage/ 2 Nächte buchen, denn sonst seid ihr an beiden Tagen komplett mit An- und Abreise ins Delta beschäftigt. Wenn Ihr also das "Delta kennenlernen" wollt, dann nehmt Euch Zeit, denn es stehen weniger spektakuläre Sichtungen auf dem Programm, sondern vielmehr Genießen von Ruhe und Gelassenheit beim Sich-Treiben-Lassen inmitten der Wildnis.

LG Mogambo 🙂
Themenstarter57 Beiträge · seit 201705. Juli 2017 · #18
Hallo Leute,

nachdem es nun in 5 Wochen los geht und auch das meiste geklärt ist, ist die Vorfreude groß.
Ein paar Kleinigkeiten tauchen aber immer wieder auf, wo wir noch Fragen haben.

Wir verbringen unter Anderem 2 Nächte auf der Campsite der Brandberg White Lady Lodge. Gibt es hier die Möglichkeit, neben der kleinen Wanderung zur White Lady, eine Halbtageswanderung (wenn möglich ohne Guide) am Brandberg zu machen? Oder evtl. direkt von der Lodge aus los zu laufen? Oder noch andere Empfehlungen/Tipps für Unternehmungen in der Gegend?

Schönen Gruß Marcel
570 Beiträge · seit 201105. Juli 2017 · #19
Hi, hab gute Erfahrung gemacht vor Ort mit den netten Führern am Eingang zu sprechen.

Kann mich an den normalen Preis für die Tour zur White Lady nicht mehr errinnern (ca 10€?). Für knapp das Doppelte hat er uns angeboten dass wir eine extended Tour machen können. So sind wir ca. einen halben Tag mit Ihm gelaufen und haben somit nicht nur eine Halbtageswanderung gehabt sondern auch noch einige versteckte Paintings gesehen die es als dreingabe gab 😉.

Gab dann natürlich ein gutes Trinkgeld und wir hatten ihm recht viel Nahrungsmittel dagelassen die wir entbehren konnten.

Mit der OSM Karte und GPS ist Wandern auf eigene Faust aber nicht ausgeschlossen. Die Bergbesteigung sei wohl möglich. Sind selbst aber auch gute Alpinisten.
LG
Amos
5 Wochen Namibia - Caprivi und Zurück http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/260644-there-and-back-again.html?rb=0
Themenstarter57 Beiträge · seit 201707. Jan. 2018 · #20
Hallo liebes Forum,
auch wenn unsere Reise jetzt schon ein bisschen her ist, wollte ich mich nun nochmal ausdrücklich bei euch allen für die vielen Tipps und Hilfestellungen bedanken! Es hat uns bei unserer Planung wirklich viel geholfen und einiges erleichtert, was man, trotz stundenlanger Eigenrecherche, nicht selbst raus gefunden hat.
Schon krass, wie sich so ein Plan von den ersten Anfangsüberlegungen bis zum Ende hin dann entwickelt (Wenn ich meine ersten Posts hier so sehe... 😄 )
Da ich bis jetzt in meinen Urlauben auch eher spontan mit dem Rucksack durch die Gegend gereist bin und auch mal während der Reise erst die nächste Station gesucht habe, war es schon eine Herausforderung, eine ganze Reise so "durchzuplanen". Es hat sich am Ende aber definitiv gelohnt und war ein wunderschöner Urlaub!

Hier nochmal unsere Route, wie wir Sie schlussendlich durchgeführt haben:

Tag 1: Ankunft Windhoek, Übernahme Mietauto, Einkaufen, Sparziergang Windhoek - Chameleon Backpackers
Tag 2: Fahrt nach Sesriem - NWR Campsite
Tag 3: Sesriem - NWR Campsite (Morgens bis Mittags Sossusvlei, Nachmittags Canyon)
Tag 4: Fahrt über Solitaire & Walvis Bay (ca. 2 Std an der Bucht Vögel anschauen) nach Swakopmund - Desert Sky Backpackers
Tag 5: Swakopmund - Desert Sky Backpackers (Living Desert Tour)
Tag 6: Fahrt zum Brandberg - White Lady Lodge Campsite (kurzer Gamedrive, leider ohne Wüstenelefanten, aber herrliche Landschaft)
Tag 7: Morgens Besuch der White Lady, danach Fahrt über Vingerklip nach Outjo - The Farmhouse B&B
Tag 8: kurze Fahrt in Etosha NP - Okaukuejo Campsite
Tag 9: Etohsa NP - Halali Campsite
Tag 10: Etosha NP - Namutoni Campsite
Tag 11: Fahrt in den Caprivi - Ngepi Campsite
Tag 12: Caprivi - Ngepi Campsite (halber Tag Gamedrive durch Mahango GR)
Tag 13: Fahrt Richtung Kongola - Camp Kwando Campsite (Abends Fahrt mit dem Boot über den Kavango? glaube ich)
Tag 14: Nähe Kongola - Camp Kwando Campsite
Tag 15: Fahrt nach Kasane - The big 5 Chobe Lodge
Tag 16: Tagesausflug von Kasane zu Victoria Falls - The big 5 Chobe Lodge
Tag 17: Ausflug von Kasane in Chobe NP - The big 5 Chobe Lodge (Morning-Gamedrive, Bootsfahrt Riverfront abends)
Tag 18: Fahrt Gweta - Gweta Lodge, Ausflug mit Übernachtung in Ntwetwe Salzpfanne, Besuch bei den Erdmännchen
Tag 19: Fahrt nach Maun - The Old Bridge Backpackers (Nachmittags 1 Std Rundflug mit AirShakawe übers Delta)
Tag 20: Okavango Delta - Mokoro-Tour mit Übernachtung im Delta
Tag 21: Okavango Delta - Mokoro-Tour Rückkehr zu Old Bridge Backpackers am späten Nachmittag
Tag 22: Fahrt Maun - Windhoek - Campsite Cardboard Box Hostel
Tag 23: Morgens Rückgabe Auto und Heimflug gegen Mittag
Tag 24: Ankunft Frankfurt

Zusammenfassend sind wir am Ende fast 5000km in gut 3 Wochen gefahren. Fahren durfte, aufgrund des Alters, nur ich. Hier hatten wir auch 2 fast reine "Fahrtage" dabei. Einmal von Namutoni nach Divundu zum Ngepi Camp und einmal von Maun bis Windhoek. Beide Male sind wir so gegen 7 los gefahren und waren ohne Probleme gegen Nachmittag schon am Ziel. Somit fand ich das eigentlich auch nicht zu viel für so einen Fahrtag.
Wir hatten einen Nissan 2x4 Singlecab mit Schlafkabine, kleinem Kühlschrank und Campingausrüstung von Pegasus Car Hire (Bild im Anhang). Waren damit auch größtenteils zufrieden und empfangen es auch als sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Fazit: Wir würden oder werden auf jedenfall wieder eine Selbstfahrer-Campingreise in Namibia machen. Das nächste Mal evtl. noch ein bisschen entschleunigter, da man sich jetzt durch so eine Rundreise einen sehr guten ersten Überblick verschaffen konnte.
Nun stehen aber wahrscheinlich erst mal noch andere Teile der Welt (wahrscheinlich Mittelamerika) auf dem Plan.

Da ihr mir alle sehr geholfen habt und ich dafür dankbar bin, bleibe ich hier auch weiterhin aktiv und lese mit Freude die Berichte. Ich versuche auch (oder habe es teilweise schon) Fragen Anderer zu beantworten oder Tipps zu geben, auch wenn mein Gebiet da wahrscheinlich noch sehr begrenzt ist.
DANKE nochmal!

Gruß und schönen Sonntag noch!
Gasse
zuletzt bearbeitet 10. Apr. 2018