THEMA: Reise nach Uganda im Juni
18 Mai 2026 21:32 #725553
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  • MaLu am 18 Mai 2026 21:32
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Hallo zusammen,

wir haben ab Ende Mai eine 3-wöchige Reise (Selfdrive mit Lodges und Campsites) nach Uganda geplant (Details findet ihr bei Interesse hier). Die aktuelle Situation bzgl. des Ebola-Ausbruchs stellt uns vor eine schwierige Frage: Sollen wir diese Reise wirklich unternehmen? Mir ist klar, dass uns diese Entscheidung niemand abnehmen kann... Trotzdem würde mich eure Meinung interessieren. Was spricht aus eurer Sicht dafür? Was dagegen?

Hier noch ein paar Infos zur Reise:
- Dauer: 3 Wochen
- Unterkünfte: Lodges und Campsites
- Flüge habe ich direkt bei den Fluggesellschaften gebucht (blöderweise über Dubai / Doha :( )
- Beim Reiseveranstalter (Uganda / Niederlande) habe ich Mietwagen, Unterkünfte und Permit (Gorilla-Tracking, Chimp-Tracking und Habituation, Private Nil Bootstour, Ausritt zu Pferd im Mburo NP) gebucht und auch bereits gezahlt.
- Eigentlich freuen wir uns riesig und mit den Flügen über Dubai / Doha könne wir umgehen. Ich möchte aber weder uns, noch andere unnötig / leichtfertig in eine gefährliche Situation bringen...

Danke für eure Meinung.
Marc
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18 Mai 2026 22:22 #725555
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  • Christian66 am 18 Mai 2026 22:22
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Puh, das ist eine nicht ganz einfache Entscheidung. Dir dazu Tipps zu geben ist aber kaum einfacher, denn die Entscheidung hängt vor allem von Deiner Riskotoleranz und von Deinem Zeithorizont für die Entscheidung ab. Zeitgeist wäre es gewiss, die Reise zu verschieben. Immerhin nimmst Du ja die Zwischenlandungen am Golf als akzeptabel hin (würde ich persönlich auch). Es gibt viele, die bereits damit Probleme hätten.

Ebola ist keine wahnsinnig ansteckende Krankheit. Bei einer Selbstfahrerreise fällt schon einmal eine Menge enger Kontakt vor Ort in einem Auto weg. Das Risiko in Lodges vor allem beim Essen und evtl. auch Campsites (Sanitäranlagen!), sowie bei der An- und Abreise (z.B. Flughafentoilette) bleibt.

Auf alle Fälle würde ich mich mit einem Tropenmediziner unterhalten. Es gibt ein Mitglied hier, von dem ich vermute, dass er dazu etwas medizinisch Qualifiziertes sagen könnte. Er ist unter dem Namen Daktari hier registriert.

Überhaupt nicht einschätzbar ist aber vor allem die Entwicklung in den nächsten Wochen. Frühere Ausbrüche haben sowohl Wochen als auch in einem Extremfall Jahre angedauert. Ich denke, niemand kann heute eine vernünftige Prognose abgeben, ob der Ausbruch Ende Mai beendet sein wird oder noch ein ganzes Jahr dauert und welches Ausmaß er haben wird. Man scheint ja noch nicht einmal genügend Verdachtsfälle überprüft zu haben.

Musst Du eine Frist einhalten, bis zu der eine Entscheidung stehen muss (z. B. wegen einer Versicherung)? Falls nicht, würde ich die Sache auf mich zukommen lassen und ganz kurzfristig entscheiden. Ohne jedes Risiko wird ein Reiseantritt Stand heute gewiss nicht sein. Aber welche Reise ist das schon?
Letzte Änderung: 18 Mai 2026 22:32 von Christian66. Begründung: Ergänzung
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19 Mai 2026 07:05 #725559
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Hoi Marc

Wir standen 2012 vor einer vergleichbaren Situation mit einem Ausbruch in Uganda selbst.
In meinem Reisebericht kann man da nachlesen wie ich die Situation beobachtet habe, vor allem kongo-kinshasa.de/ und www.wuestenschiff.de waren da sehr hilfreich!
Beobachte vor uns während der Reise und halt Dir die Möglichkeit des sofortigen Rückzuges offen!
Im schlimmsten Fall verlierst Du so Geld und nicht das Leben, im besten Fall erlebst Du Uganda (fast) ohne Touristen.
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19 Mai 2026 12:20 #725561
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Hallo
Nur meine Nebenüberlegung bzw. frage ich mich, ob die Auslandskrankenkasse eintritt, wenn eine Epidemie vor Reiseantritt bekannt war.
Mal abgesehen davon, was dss AA dazu sagt.
VG
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19 Mai 2026 18:41 #725582
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  • BikeAfrica am 19 Mai 2026 18:41
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R51 schrieb:
Nur meine Nebenüberlegung bzw. frage ich mich, ob die Auslandskrankenkasse eintritt, wenn eine Epidemie vor Reiseantritt bekannt war.

Die Frage ist nicht uninteressant, dürfte sich aber nur durch Die Bedingungen der jeweiligen Krankenversicherung beantworten lassen. Interessant wäre in dem Zusammenhang auch noch, ob eine Rückholoption enthalten ist. Bei einer Rückholung per Flugzeug in medizinischen Notfällen bewegt man sich nämlich üblicherweise im sechsstelligen Bereich.
Ebola kommt in der Region so ungefähr alle drei Monate vor. Die meisten Fälle schaffen es gar nicht in die deutschen Medien. Wenn das passiert, scheint ein gewisses Ausmaß überschritten zu sein.

Weiterhin ist zu bedenken, dass es bei einer weiteren Ausbreitung zu Grenzschließungen kommen kann und man plötzlich nicht mehr das Land verlassen kann. Bei dem großen Ausbruch vor einigen Jahren in Westafrika war das der Fall, als einige Länder wie Burkina Faso die Grenzen dichtgemacht haben.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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19 Mai 2026 21:47 #725591
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......Ich glaube, das alles ist wichtig vor Reiseantritt zu wissen.
Ein hermetisch abgesicherter Krankentransport wird wohl das Mehrfache eines normalen Krankenfluges kosten.
Auf jeden Fall würde ich mich da nicht auf die AGB verlassen, sondern mir den Versicherungsschutz explizit von der Versicherung bestätigen lassen.
Ich glaube gelesen zu haben, dass aktuell bereits Landgrenzen geschlossen wurden.
Echt schwierig die Ausgangssituation, zumal Juni nun nicht mehr so lange hin ist.
VG
Letzte Änderung: 19 Mai 2026 21:48 von R51.
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