THEMA: Uganda - von Affen und Vögeln
21 Jun 2020 17:46 #590711
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Hallo Konni,

freut mich dass dir Bericht/Bilder gefallen! Vielen dank für deine Bestimmungs-Hilfe - das könnte gut hinkommen!

Hallo Biggi
ich habe deinen Bericht auch sehr genossen, gerade weil ihr mehr gemacht habt als nur Tiere gucken. Ihr hattet definitiv mehr Probleme durch den Regen als wir (jedenfalls so mein Eindruck aus deinem Bericht). Ich halte auch Uganda für eines der auch jenseits von Tieren bereisenswertesten und interessantesten Ländern Afrikas.

Gleich gehts weiter mit der letzten Etappe. Es tut mir leid, dass es zwischendrin hier etwas einschlief, leider musste ich mich in letzter Zeit beruflich und privat um 500 andere Dinge kümmern, da blieb das Forum (auch mangels absehbarem Afrika-Urlaub in absehbarer Zeit) leider auf der Strecke.

Viele Grüße

fidel
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21 Jun 2020 17:53 #590713
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Tag 17 10.03. Rückflug
Gefahrene KM: 269



Heute stand für uns die lange Rückfahrt nach Entebbe an, in der Hoffnung ohne Probleme rechtzeitig zum Flughafen zu kommen. Da unser Flugzeug planmäßig erst um kurz vor Mitternacht starten sollte, erschien es uns durchaus vertretbar, die letzte Nacht noch fast 300km entfernt zu verbringen.

Da wir unseren gestrigen Game Drive vorzeitig abbrechen mussten und noch etwas mehr Tierwelt des Parks sehen wollten, standen wir früh auf für einen letzten Game Drive für diesen Urlaub. Es hatte aufgehört zu regnen, jedoch war es überall noch sehr nass.
Wir sahen wiederum Zebras



..sowie Wasserböcke.



Auf einem Baum saß ein Gaukler, leider war das Licht nicht auf unserer Seite.



Dort, wo die Wege nicht steinig oder sandig, sondern lehmiger waren, hatte der Regen ganze Arbeit geleistet und es fuhr sich wie auf Schmierseife. So rutschig wie hier was es bisher noch nirgends auf der Reise gewesen. Man musste sich sehr konzentrieren, nicht von der Straße zu rutschen.. Da hatten wir also bisher mit dem Regen noch verdammt viel Glück gehabt, aber so immerhin einen Vorgeschmack darauf, wie sich Fahren auf nassen und schlammigen Lehmpisten anfühlt.

Wir sahen noch einige Mangusten und eine Horde Geier an einem nicht näher identifizierbaren toten Tier.






Schließlich verließen wir den Park auf der entgegen gesetzten Seite und waren froh, als wir wieder Teer unter den Rädern hatten. Nun ging es schnurstracks, unterbrochen nur von einer kleinen Shoppingtour in den Souvenirläden am Äquator, Richtung Entebbe. Um die Durchquerung von Kampala zu vermeiden, hatte ich anhand eines hier einmal geposteten Tracks einen Schleichweg in Basecamp vorbereitet. Auf diesem Weg gelangten wir gegen Nachmittag schnell und einfach nach Entebbe.

Da wir bereits wussten, dass wir viel zu früh ankommen würden (und das aus Puffergründen natürlich auch mussten), hatte ich im Vorfeld beim 2Friends Beach Hotel angefragt, ob es möglich wäre, auf ihrer Anlage den Nachmittag und Abend zu verbringen, unser Gepäck sicher zu verwahren und uns Abends einen Transfer zum Flughafen zu organisieren. Uns wurde mitgeteilt, dass wir gerne ihren gesicherten Parkplatz und die Gepäckaufbewahrung nutzen können und die Zeit in der angegliederten Strandbar/Restaurant verbringen könnten, ein Transfer war selbstverständlich auch gegen geringe Kosten möglich. Dies erwies sich als großer Glücksgriff.
Die Gegend um das Hotel ist deutlich gehobener als andere Ecken von Entebbe, hier gingen ersichtlich die wohlhabenderen Uganda und Expats gerne aus.



Wir konnten unser Auto in Ruhe ausräumen und unsere Taschen abstellen, anschließend entspannten wir in der schön angelegten Strandbar, die auch von wohlhabenden Einheimischen gut besucht wurde.





Wir warteten in durchaus angenehmer Atmosphäre und aßen schließlich zu Abend. Als es langsam Zeit wurde, zum Flughafen zu fahren, gingen wir zurück zur Rezeption. Nachdem wir gefragt wurden, welchen Flieger wieder nehmen würden, hieß es, es gäbe ein Problem mit dem Flieger. Ein anderes Ehepaar, das anwesend war, erzählte, dass sie bereits mittags von Brussel Airlines die Info erhalten hatten, dass der Flieger nicht geht und sie auf den nächsten Tag umgebucht worden seien. Sie hätten jedoch telefonisch erreicht, dass sie einige Stunden später mit Egypt Air fliegen können.

Im Internet war der Flug als gecancelt angezeigt, also riefen wir die Brussel Airlines Hotline an. Dort versicherte man uns jedoch, dass der Flieger gehen würde und wir einfach zum Flughafen fahren sollten. Auf den Hinweis, dass im Internet der Flug als gecancelt ausgewiesen werde und andere Fluggäste eine entsprechende Info erhalten hätten, hieß es, das müsse eine Fehlinformation sein. Wir überprüften nochmals alles und versuchten erneut unser Glück, wieder mit dem selben Ergebnis. Der Flieger fliegt und wir sollen zum Flughafen. Nun hatten wir schon relativ viel Zeit mit telefonieren verbracht, dass es langsam verdammt eng wurde, noch rechtzeitig zum Flughafen zu kommen.

Wir beschlossen also, so schnell wie möglich zum Flughafen zu fahren – etwas anders blieb uns wohl auch nicht übrig.
Dort angekommen, war das Ergebnis wie zu erwarten. Der Flug stand als gecancelt angeschrieben, es gab jedoch keinerlei Mitarbeiter in der Abflughalle, die uns Auskunft über unserer weiteren Möglichkeiten geben konnten. Irgendwann fanden wir heraus, dass es im ersten Stock ein Buchungsbüro geben soll. Während die Damen das Gepäck bewachten, machten die Männer sich auf, das Büro zu suchen und Informationen zu erhalten.

Das Büro war tatsächlich vorhanden, darin mühten sich 2 Mitarbeiter sichtlich ab, alle wartenden Passagiere an ihre Zielorte auf dem ganzen Globus zu verfrachten – jedoch alles irgendwie nicht so einfach.. nach über einer Stunde Wartezeit erhielten wir die Auskunft, dass wir auf den Flug am nächsten Tag umgebucht worden seien. Da es nun bereits mitten in der Nacht war, einige von uns aus Arbeitsgründen nicht so spät fliegen konnten und wir wussten, dass auch über Kairo eine Verbindung nach München ging, fragten wir vorsichtig nach, ob wir nicht doch mit Egypt Air fliegen könnten – so würden wir wenigstens in einigen Stunden wegkommen.. Dies zog weiteren unendlich langen Aufwand nach sich, irgendwann hatten wir jedoch 4 Tickets für Egypt Air in der Hand und sogar einige Verpflegungsgutscheine für einen Kiosk, den es im Wartebereich gab.

So verbrachten wir also die nächsten Stunden bis ca. 3.00 Uhr wartend mit einigen anderen Betroffenen im Warteraum..
Der Flug mit Egypt Air war eigentlich recht angenehm, nach Sonnenaufgang war es sehr schön, immer exakt dem Nil entlangzufliegen und seinen Lauf zu beobachten.

In Kairo selbst stand dann das nächste Drama an. Wir mussten erneut durch eine Sicherheitskontrolle, dabei fiel dem Sicherheitsmenschen das Fernglas im Rucksack auf. Ein in Ägypten im Handgepäck verbotener Gegenstand, wie uns auf einer Schautafel gezeigt wurde. Wir diskutierten und ich ersann im Hinterkopf verschiedene Lösungsoptionen. Irgendwann hatten die Beamten sowie der herbeigerufene Vorgesetzte offenbar keine Lust mehr und ließen uns gehen (das ca. 4x so teure Fernglas im Rucksack meines Vaters hatten sie im Übrigen nicht entdeckt..).

Irgendwann kamen wir schließlich auch noch in München an, leider blieb uns sowohl bei An- als auch bei Abflug ein Blick auf die Pyramiden verwehrt. Auch wenn die Rückreise alles andere als entspannt war, kamen wir so immerhin nur mit einigen Stunden Verspätung an (für die wir übrigens von Brussel Airlines nach Geltendmachung relativ unkompliziert jeweils 450 € Entschädigung erhielten). Hätte die Kommunikation bei Brussel Airlines im Vorfeld etwas besser funktioniert, hätten wir nicht stundenlang in Entebbe darauf warten müssen, zum Flughafen zu fahren um da nochmal stundenlang zu warten und sich zwischendrin zu stressen.. (in Summe von ca. 15:00h bis 03:00h..).

Das war die Geschichte unserer Tour durch Uganda - es wird noch ein kurzes Fazit zu den Unterkünften und Parks folgen.

Viele Grüße
fidel
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