BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201429. März 2024 ·
Hallo liebe Foris
Ich melde mich mal wieder und wünsche Euch allen Frohe Ostern.
Wie öfters bei mir, kurzfristig entschlossen und weg. Ausschlaggebend war ein Foto auf FB und mit dem Birder war ich dann auch unterwegs auf Lamu und Manda Island. Dann Dakatcha Woodland und am Ende Watamu mit einigen Ausflügen und Schlangen Handling Kurs. Also keine Grosstiere, sondern gefiederte, 8-beinige, 6-beinige und beinlose.
Zur Geografie: Lamu und Manda Inseln liegen nördlich von Malindi, Watamu südlich. Diesmal flog ich vom Wilson mit Safarilink, da die an meinen Flugdaten die besten Preise hatten und der Wilson von mir aus näher liegt als der JKIA Flughafen. Mein Fahrer brachte mich hin und er hatte dann noch eine Diskussion mit einem Polizisten, der meinte, er hätte dem Deputy Präsidenten den Platz versperrt. Dem war nicht so, aber als der Polizist ihn nach rechts rein winkte, war da keine Chance, das mit dem Landcruiser zu schaffen. Irgendwie hat es mein Fahrer geschafft.
Der Flug war ruhig und entgegen dem Wetterbericht sonnig. Vom Flieger aus sah man, wie sich der Galana oder Sabaki Fluss durch die weite Ebene schlängelt. Die Tsavo Gegend hatte auch gut Regen gehabt und somit sieht es recht grün aus.
Wir nähern uns Manda Island und die Kanäle sehen schon mal toll aus!
Der kleine Flughafen. Ich gehe durch und finde auch gleich James und Juma am Ausgang. Dann mein Gepäck holen und es geht zum Bootssteg. Im Hintergrund sieht man die Kulisse der Stadt Lamu. Es ist nun 16.10 und das Licht wird schon deutlich schwächer. Auch die Hitze ist momentan erträglich, wenn auch sehr feucht.
Lamu mit seinen vielen Moscheen – es ist Ramadhan (Fastenzeit) also hört man sie auch ständig
Auf Lamu gibt es keine Autos, keine Motorräder – es heisst zu Fuss oder mit Esel durch die sehr engen Gassen, in denen kaum 2 Menschen kreuzen können. Geschweige denn mit einem Esel, der bepackt ist. Die Esel bekommen Mais Mehl zu fressen, da es ja kein Gras hat. Wir gehen nur kurz zu unserer Unterkunft. Ein mehrstöckiges Haus in einer engen Gasse. Treppen führen zu den Zimmern, die um den Innenhof, der sich bis oben hinzieht, angelegt sind. Das Zimmer und Bad sind fein gemacht. Es gehört einer Deutschen, die an Gäste vermietet. Ein Koch, der auch die Zimmer betreut, ist permanent angestellt.
Es geht nun mit Kamera wieder über den Kanal. Auch hier, entweder gehen oder sich auf ein Motorrad setzen. Das habe ich seit Jahrzehnten nicht mehr gemacht, denn in Nairobi ist es höllisch gefährlich. Die Motorradfahrer halten sich an kein Gesetz, an keine Regel und an keine Sicherheitsmassnahme. James sagt dem Motorradfahrer, dass er wegen meinem Rücken ganz langsam und über Unebenheiten ganz vorsichtig fahren soll. Das macht er auch.
Zum Hoch- und Runterklettern helfen mir James oder Juma. Am Anfang ging es sehr harzig, aber morgen ging es bis am Ende schon ganz gut.
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BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201431. März 2024 ·
Wir erspähen den gesuchten Vogel auch bald. Und nun kommt die Herausforderung – ein schwarzer Vogel und wenig Licht…. Fotos sind also mehr Belegbilder. Wie oft hat der Vogel etliche Namen: Black Boubou, Manda Boubou, Somali Boubou, Erlanger’s Boubou, Coastal Boubou, zu Deutsch Reichenowwürger. Er kommt lokal im Süden von Somalia, dann lokal Nordostkenia bis zum Tana Fluss. Doch der beste Ort, ihn zu finden, ist die Manda Insel.
Wieder vorsichtig fährt mein Motorradfahrer. Halt – Stop. Da sind Krabben. Ich weiss noch nicht welche Art es ist, doch sind es Landkrabben. Mit Blizlicht geht es, wenn man grade eine erwischt, die nicht schnell im Loch verschwindet.
Auf dem Boot
Vom Steg aus sichtet Juma 2 Hunde inmitten des Kanals, der ca. 1.3 km breit ist. Juma macht sich Sorgen, dass die ertrinken. Also ins Boot und zu den Hunden. Sie schwimmen auch gleich auf uns zu. Die kleine schwarze Hündin packe ich am Nacken und unter dem Bauch. Sie ist so leicht, dass es kaum eine Anstrengung ist, sie ins Boot zu hieven. Nun schaut sie gemütlich um sich. Den braunen Rüden fischte Juma raus. Den hatten wir früher am Steg auf Manda gesehen und uns wurde gesagt, dass die oft durch den Kanal schwimmen – wow! Nahe beim Ufer sprangen sie raus und wussten genau, wo sie hin wollten. Es scheint, sie haben ein Zuhause.
Wir fahren dann zu einem schwimmenden Restaurant und trinken eine Limo. Eine der vielen Moscheen.
Duschen und aufs Abendessen warten. Es gibt Huhn, Reis mit Sauce. Schmeckt sehr gut. Ab ins Bett. Schlafen? Das wäre was anderes. Es ist zu heiss und Kinder toben bis um Mitternacht in aller Lautstärke vor meinen geöffneten Fenstern. Die musste ich offen haben, um wenigstens ein Lüftchen zu bekommen.
21.3. Aufwachen vor 5 Uhr, Frühstücken und um 6 sind wir am Steg und setzen nach Manda Island über. 6.30 Uhr und die Sonne kommt hoch.
Mein Motorradfahrer von gestern ist nicht am Steg. Also instruiert James einen anderen. Wir fahren ein Stück und dann wird von hinten gehupt. Sie haben einen Platten. Es dauert nicht lange, dann ist der Reifen irgendwo geflickt worden und wir fahren weiter. Es ist eine schmale Naturstrasse, die aber recht eben ist, also ohne viele Hüpfer fürs Motorrad. An vielen Orten werden die abgestorbenen Korallen zum Häuser bauen abgebaut. Tiefe, grosse Gruben sind überall. Ob das dann mal ins Auge gehen wird, wird sich zeigen.
Nach ca. 40 Minuten haben wir die knapp 8 km zurück gelegt. Da steht ein Haus und wir alle grüssen einander. Dann geht die Jagd los – klar, nur mit der Kamera und den Augen. Es wird anstrengend – Ihr seht das gleich. Es hat so viele Vogelarten, man weiss kaum, welchen zuerst!
Es startet schon mit wie sich beim Anschauen der Bilder zeigt, mit einer Knacknuss. Heisst mal wieder tief in Lektüren versinken und wie so oft sagen nicht alle Autoren das Gleiche. Es ist ein Fahlschnäpper und zwar der Ostküsten Fahlschnäpper / East coast (pale) Flycatcher / Malaenornis pallidus subalaris.
Der Kurzflügelweber / Black-necked Weaver lebt in trockenen Gebieten, wo er nicht häufig ist. Das hier sind Weibchen.
Wer kennt sie nicht die grössten Sukkulenten? Baobabs oder Affenbrotbäume sind Nahrung und Unterschlupf für viele Tier- und Vogelarten, aber auch für Menschen. Die grossen, weissen Blüten werden nicht nur von Vögeln sondern auch von Flughunden bestäubt.
Eine neue Art für mich, der Graunektarvogel / Mouse-coloured Sunbird / Cyanomitra verreauxii fischeri. Das ein nicht häufig zu findender Vogel im Buschland an der Küste von Somalia bis Natal.
Einer der Gründe, weshalb wir hierher gefahren sind, ist der Mangrovenliest / Mongrove Kingfisher. Mein Guide wusste, dass hier ein Pärchen brütet. Noch eine neue Vogelart für mich. Nun müssen sie sich nur noch ganz toll hinsetzen. Da einer ihrer Lebensräume Mangrovenwälder sind, nimmt ihre Zahl leider ab. Das Pärchen ist immer in Rufkontakt oder sitzen beieinander. Letzteres leider immer im Schatten. Das Nest ist in einem Loch in der Hausmauer.
Das ein Ausschnitt von unserem Vogel Gebiet – Baobab und Akazien
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BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201431. März 2024 ·
Und wieder zeigt mir James eine neue Vogelart. Waldweber / Dark-backed oder Forest Weaver / Ploceus bicolor kersteni. Dies eine Art, die man in Waldgebieten von 0 – 2.400 m findet. Da gelegentlich schon Regen gefallen ist, hat die Brutzeit begonnen und sie sind fleissig am Nest ausbauen.
Keine neue Art für mich, aber immer wieder schön anzusehen – Palm Weber/ Golden Palm Weaver / Ploceus bojeri. Eine Küstenart, die auch entlang des Tana Flusses vorkommt.
Nicht häufig zu finden ist der Strichelstirn Honiganzeiger / Scaly-throated Honeyguide / Indicator variegatus. Er flog auch lange rum, bis er sich endlich mal im Schatten hin setzte
Wir sitzen auf der Mauer einer Zisterne und James versucht die Vögel zu rufen. Als grade die Sonne hinter einer Wolke verschwindet, taucht der Kenia Würger / East Coast Boubou / Laniarius sublacteus auf. Der ist endemisch im Süden von Somalia, Kenia Küste, Nordost Tansania und Sansibar. Wi oft hatte ich den schon versucht zu erwischen und immer noch kein gutes Bild…. Er wuselt meist im Unterholz herum, wo kein Licht und viele Zweige und Blätter sind.
Die am meisten von mir gewünschte Vogelart, der Reichenow Würger / Manda Boubou / Laniarius nigerrimus zeigt sich. Sogar ein Pärchen! Aber nun das Foto, denn sie sind sehr quirlig und wenn sie sich setzen im Schatten und im Gegenlicht. Gar nicht ideal, um einen schwarzen Vogel zu fotografieren. Doch nicht aufgeben…. Schweiss läuft nur so runter….
Als ich einigermassen ein anständiges Bild hatte, rennt James herum, um auch noch ein gutes zu bekommen. Jumaa und ich sitzen gemütlich im Schatten. Da kommen 2 Raubfliegen, auch Jagdfliegen an und ich versuche sie aufs Bild zu bringen.
Was ich nicht wusste, es hat hier auch Ruinen! Die Stadt gebaut aus abgestorbenen Korallenfelsen, war eine lebhafte Handelsstadt im 15. Und 16. Jahrhundert. Sie wurde im 17. Jahrhundert verlassen. Gründe waren, dass das Süsswasser versalzte und die Takwa und Pate Leute nie aufhörten zu streiten. Wie Gede Ruinen sind Moscheen und andere Einrichtungen in der dicht besiedelten Stadt auffällig. Es ist zu heiss, um rein zu spazieren, aber von aussen bekommt man einen Eindruck.
Das Männchen des Graunektarvogel / Mouse-coloured Sunbird / Cyanomitra verreauxii fischeri präsentiert sich! Das Weibchen ist im Nest
Das Birding Team – James rechts, Jumaa in der Mitte
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BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201431. März 2024 ·
Wenn man sich am Rande des Indischen Ozeans bewegt, kann man den Mangroven nicht ausweichen. In Kenia kommen 8 Arten vor. Alle haben andere Anforderungen an Salzgehalt und Bodenstruktur. Sie schützen den Boden vor Erosion, bilden Kinderstuben für Fische, Krabben usw. Lokal sind sie zum Glück wieder am Aufforsten dieser wichtigen Biotope
Weisse Mangrove – sie gehört in die Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae). Mangroven sind in verschiedenen Familien. Diese Art verträgt einen hohen Salzgehalt und im Gegensatz zu anderen Arten viel Sonne. Die Wurzeln wachsen horizontal und bilden ein Netz.
Meine Birding Guides haben schon bemerkt, dass ich nicht nur Federn suche. Hier eine Braune Landkrabbe / Brown Land Crab / Cardisoma carnifex
Die Motorradfahrer kamen und meldeten heftigen Regen in der Mitte der Insel. Als wir dort ankamen, sahen wir nur riesige Wasserpfützen. Viele Esel ziehen zu schwere Lasten, die Karren sind mit Korallensteinen beladen. Mehr sage ich nicht zu dem Thema….
Kurz vor 12 Uhr setzen wir über nach Lamu
Das Mittagessen ist bald fertig. Und ich auch, ich schlafe den ganzen Nachmittag
Der Blick aus meinem Schlafzimmer Fenster um 18.46
22.3. Frühstück um 5 und vor 6 Uhr sitzen wir im Boot. Diesmal bringt es uns weiter weg nach Mokowe. Dort wartet der Taxifahrer, den James organisierte auf uns. Die Strasse, die wir nun fahren, galt lange als sehr unsicher. Somali Shiftas griffen des öfteren an. Nun wurde die Sicherheit verstärkt. Dennoch, sie ist mit Vorsicht zu geniessen.
Da wo die Strasse im Dezember 2023 total zerstört wurde, wird nun heftig gebaut. Der Schaden ist immens und der Lamu Archipelago war länger von der Umwelt abgeschnitten. Und an der Stelle tummeln sich auch viele Reiher und Nimmersatte in dem Restwasser.
Nach ca. 2.5 Stunden Fahrt und nach dem Finden einer Tankstelle mit Benzin geht es auf einer Naturstrasse Richtung Dakatcha. Die Strasse ist neu gemacht. Dennoch wird ein Stück zur Herausforderung. Nach dem Regen hat ein Lastwagen 30 cm tiefe Fahrrillen hinterlassen, die wir mit dem niedrig gelegenen Fahrzeug nicht überwinden können. Also muss der Taxifahrer schlängeln. Einmal gibt er zu viel Gas und das Auto schlingert toll. Na ja, er fährt normalerweise nur auf Teer.
Nature Kenya hat ein Stück Land gekauft, damit der Golandweber / Clarke’s Weaver / Ploceus golandi nicht ausstirbt. Er kommt nur in einem sehr kleinen Gebiet vor und die Nachfrage nach Holz wächst (leider). Brüten tut er im Sumpfgebiet.
Und bei dem Sumpfgebiet suchen James und ein Mann, der auf das Land aufpasst, nach dem Weber. Ich fotografiere Käfer und Grille. Mir hatte es im Auto den Rücken verklemmt und das versuche ich nun wieder gerade zu biegen.
Auf einem kleinen Busch sitzen gepanzerte Buschgrillen. Sehen schon sehr urtümlich aus, sind aber harmlos.
Leider lassen sich die Weber nicht blicken. Langsam fahren wir die Strecke zurück und halten immer wieder, so dass die beiden Männer nach dem Weber suchen können. Dabei stechen immer wieder blühende Wüstenrosen ins Auge.
Kleinere Vögel sind immer zu weit weg….. doch dann hört James die Braunstirn-Brillenvanga / Chestnut-fronted Helmetshrike / Prionops scopifrons kirki mit denen sich die Golandweber gerne zusammen tun. Also aus dem Auto und an den Fotos habe ich echt Freude, denn normalerweise sind sie immer weit oben in Bäumen und in schlechtem Licht.
James fragt, hast Du den Grünerzkuckuck / Whistling Yellowbill / Green Malkhoa/ Ceuthmochares australis schon mal gesehen? Nein! Also wieder eine neue Vogelart.
Das die 6. Neue Vogelart für mich. Wenn man die Unterartart des Schnäppers dazu zählt, 6.5. Halsband Bartvogel / Black-collared Barbet / Lybius torquatus irroratus. Das Licht wurde nun echt mies….
Wir starten die Fahrt nach Watamu und werden noch auf einem Teil der Naturstrasse von heftigem Regen erfasst. Es sind nun noch 100 km nach Watamu, wo ich um 17.00 Uhr ankomme.
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BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201403. Apr. 2024 ·
Am Abend von meinem Zimmer im Turtle Bay Resort aus
23.3. Um 06.25 von meiner Terrasse im Turtle Bay Resort. Wenn man die Gegend kennt, merkt man, dass die Fluten immer höher steigen. Wie lange Zimmer in Meeresnähe noch gehalten werden können, wird man sehen. Das Nachbarhotel Hemingway hat eine riesige Mauer, die umstritten ist, und auch die Strömung ändert (habe ich selber beobachtet), gebaut.
Heute ist nicht viel Tun angesagt. Erst mal Frühstücken. Doch als die Ebbe kam, zog ich meine Plastikschuhe an und ging an den Strand. Wohlweisslich gut gegen die starke Sonne geschützt. Ein Seidenreiher ist am Jagen… Die stehlenden Indischen Hauskrähen sind überall. Leider dezimieren sie die einheimischen Vogelarten
An einem der pilzförmigen Felsen aus toten Korallen, treffe ich auf Männer. KWS und Community steht auf dem T-Shirt. Ich muss sagen, vor allem einer, hat ein sehr gutes Wissen. Hut ab! Wohl gemerkt, das sind keine Beach Boys, sondern können Leuten wirklich was über die Tierwelt am Strand und in der Umgebung erklären. Hier die Mottled Crab, die weit verbreitet ist. Die hellere ist eine andere Art.
In einem Tümpel schwimmen diese niedlichen Fische. Mit Fischen kenne ich mich gar nicht aus und habe den Namen vergessen 🙁
Dann hoch zur Terrasse beim Haupthaus mit genug Batterien. Toll, die Palmweber / Golden Palm Weaver und der Goldweber / Eastern Golden Weaver (rote Augen) sind nach wie vor hier und liefern die Schau. Die beiden Arten brüten bei den Teichen und sind Menschen gewohnt.
Danach unterhalte ich mich mit der Managerin über dies und das. Wir kennen uns seit vielen Jahren.
Die hatte ich gesucht und zwar eine, die gutes Licht drauf hat. Zu Deutsch heissen die Seidenspinnen. Der Englische Name Red-legged Golden Orb-weaver Spider (Nephila oder Trichonephila inaurata). Die Weibchen sind gross, die Männchen winzig. Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass die Fäden einen goldenen Schimmer haben.
Ich will mir das Kobe Resort ansehen und rufe Nicholas, meinen Taxifahrer in Watamu an. Die Zimmer sind auf 2 Etagen, schön grüner Rasen mit Liegen, Swimmingpools, hohe Bäume, schöner Strand mit viel Wassersport. Auch Saltos bekomme ich zu sehen. Die Bäume links und rechts sind Casuarina equisetifolia. Diese Art wird oft gepflanzt, um zerstörte Vegetation wieder herzustellen. An den Wurzeln hat es kleine Bläschen mit Stickstoff fixierenden Bakterien und das macht Böden wieder fruchtbar. Casuarinas wurden im Haller Park zur Wiederherstellung gepflanzt.
Ich bestellte mir Risotto mit Meeresfrüchten – LECKER!
Nicholas holt mich ab und wir gehen einkaufen – 6 Stück dieser langen Kleider, die die Muslim Frauen tragen. Wenn man die viel kürzer macht, sind die sehr angenehm zu tragen und pflegeleicht. Meine Hausmädchen wollten auch welche. Zurück ins Turtle Bay, schwimmen im Ozean, ausruhen, Abend essen und das Leben geniessen
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vielen Dank für den netten Bericht der anderen Art aus einer anderen Gegend. Tolle Vogelsichtungen hattest Du ja jetzt schon. Ich bin gespannt, wie es weiter geht!
BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201403. Apr. 2024 ·
Hallo Carsten
Forstsetzung kommt, langsam aber sicher.... 😄
ist halt mal wieder etwas ganz anderes und es freut mich, wenn er Dir gefaellt.
Viele Gruesse Elvira
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BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201405. Apr. 2024 ·
24.2. Gemütlich Frühstücken und auschecken. Dann bringen wir mein Gepäck ins Ocean Sports und fahren zum Mida Creek. Nicholas muss an den Flughafen, eine CH Kollegin abholen, die auch ins Ocean Sports kommt.
Mit Juma spaziere ich erst ein bisschen rum. Wir suchen nichts gezielt, sonden freuen uns, über alles was uns über den Weg fliegt oder kriecht.
8-Beiner bieten sich gradezu an – Marsh Krabbe - Chiromantes ortmanni. Die lebt mehr da, wo die Flut kaum hinkommt.
Und eine weitere tolle Spinne (solche Bilder sind gut für die Behandlung der Spinnenphobie 😄 ) Hermit Spider - Nephilingis cruentata. Das ein Weibchen, die Männchen sind nur ca. 4 mm lang
Kinnfleckschnäpper Männchen / Pale oder East Coast Batis. Das Weibchen hat eine braune Kehle. Einer der typischen Küsten Vogelarten
Juma sagt, schau und ich muss ganz schnell machen, bevor der Trauerdrongo / Fork-tailed Drongo den riesigen Ameisenlöwen verschluckt hat. Diese Insekten werden fast 10 cm lang! In Nairobi sehe ich nur kleine Varianten.
Sie sind klein und wuseln überall rum. Mit der grossen, weissen Schere winken die Männchen die Weibchen heran. Inversed Winkerkrabbe – Cranuca inversa inversa
Die kleinen, braunen Vögelchen halt… aber der Zimtspornpieper / African Pipit (former Grassland Pipit) – hier die Unterart an der Küste Anthus cinnamomeus annae – seit getrost, es gibt Ornis, die sind noch pedantischer als ich. Ich mache es für die Webseite
Ich weiss nicht, wie oft man in Mida Creek unterwegs sein kann, ohne etwas neues zu lernen. Diese Strandschnecken entfliehen dem Wasser und leben auf Mangroven, an den Stämmen, Ästen und auf Blättern. Hier fressen sie Algen, Bakterien, Fungis und Mikroalgen. Das hält die Oberfläche der Mangroven sauber, so dass Poren nicht verstopfen und sie Salz absondern können. Auf Deutsch heissen sie Strandschnecken, auf English Periwinkle und wissenschaftlich Gattung Littoraria.
Sie sind klein und machen riesige Netze. Sie kommen in den Tropen und Subtropen vor und das in etlichen Arten. Sie gehören zu den echten Radnetzspinnen. Ich finde leider keinen Deutschen Namen… Scimitar-horn Kitespider - Gasteracantha falcicornis. Entweder sind sie ganz rot oder rot gelb, weshalb, weiss ich auch nicht
Mombasa Haftschwanzgecko / Zwerggecko / Taggecko– Lygodactylus mombasicus / Mombasa Dwarf Gecko. Man sieht, wie wichtig knorrige Stämme, Pflanzen, Wurzen und andere Versteckmöglichkeiten nicht nur im Mangrovenwald, sondern generell, sind.
Und nun geht es zum Mittagessen. Nicholas ist auch wieder hier. Juma darf leider nicht essen, da er Muslim ist und den Ramadhan strikt einhält. Auf Sansibar wurden 3 Leute verhaftet, die die Regel gebrochen haben. So streng ist man in Kenya nicht. Der gebratene Fisch, der Reis mit Kokosnuss-Sauce schmecken wieder lecker!
Und nun kommt der Stress…….
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BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201406. Apr. 2024 ·
Juma sagt, jetzt aber los zum Wasser. Die Flut wird extrem schnell rein kommen! Wir haben 2 Phänomene, die aufeinander treffen. Vollmond und der Windwechsel. Kaskazi, ist der Trade Wind und weht von Nordosten nach Südwesten von Dezember bis Mitte März. Kuzi bringt stärkere Winde von Südost nach Nordost und oft bringt er auch Regen mit sich. Er weht von Juni bis September. Der Wechsel erfolgt langsam nach der Sonnenwende am südlichen oder nördlichen Wendekreis. Die Übergangsphase nennt man Matalai und in der sind wir nun.
Der Sichelstrandläufer / Curlew Sandpiper wechselt ins Brutkleid bevor er nach Norden zieht.
Der Kiebitzregenpfeifer zieht auch schon sein Brutkleid an. Wasser hat es schon an einigen Stellen…
Es wimmelt nur so von verschiedenen Vogelarten. Die meisten sind eifrig am Futter suchen.
Kiebitzregenpfeifer und Reiherläufer
Da haben Juma und ich etwas übersehen – zwischen Reiherläufer und Regenbrachvögel versteckt sich ein Austernfischer – eine neue Art für mich! Nun sind es 7.5 Lifers!
Die Flut kommt echt rasant! Als ich mich umsah, floss Wasser überall und somit hiess es die Hinterbeine nach vorne nehmen. Man sieht im Wasser die Unebenheiten nicht und das ist für mein Knie nicht die richtige Therapie.
Und dann fangen sie an wegzufliegen und zwar nicht wegen den Fischern. Die Zeit war knapp 30 Minuten. Die Vögel wussten, dass sie vor der Flut weg mussten und dann sah man kaum mehr einen Vogel.
Es geht zurück ins Ocean Sport und ein Hüpfer ins Meer. Meine CH Kollegin treffe ich, da sie auch meine Zimmernachbarin ist. Es kommt eine SMS und ruft zum Apéro. Chris ist ebenfalls CH und lebt an der Südküste. Ich lernte ihn vor ganz vielen Jahren, durch das hier anwesende Forummitglied Picco kennen. Seit da haben wir immer Kontakt.
Den Grund warum Chris und ich hier sind, folgt…..
Übrigens die Regenzeit hat angefangen und in Nairobi Nähe bekommen wir toll Regen, auch um Malindi, wie ich vernehme. Super!
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Bushtruckers schrieb:Chris ist ebenfalls CH und lebt an der Südküste. Ich lernte ihn vor ganz vielen Jahren, durch das hier anwesende Forummitglied Picco kennen. Seit da haben wir immer Kontakt.
Jaja, jetzt bin ich wieder schuld, schon gut....pfffft!!! 😗 😛
BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201407. Apr. 2024 ·
Hoi Picco
man kann doch auch fuer gute Dinge schuldig gesprochen werden 😁 😮
Musst also keine schlaflosen Naechte wegen Schuldgefuehlen haben 😄
Viele Gruesse aus dem nassen Kenia Elvira
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BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201407. Apr. 2024 ·
25.6. Gemütlich Frühstücken und um 08.10 holt mich Nicholas ab. Pünktlich erreiche ich die Schlangenfarm und treffe auf den Deutschen Florian Finke und seine Freundin Rebecca, Aary aus Indien und Kyle der Manager der Schlangenfarm. Chris ist auch schon da. Andere sind neue Gesichter für mich.
Wie letztes Jahre geht es um Wissen über Schlangen und Schlangenbisse, aber auch, das Handhaben von Giftschlangen. Was immer am Wichtigsten ist, die richtige Identifizierung und etliche sehen sich halt schon sehr ähnlich. Der Raum, in dem die Einführung und Vorstellung der Anwesenden statt findet, ist auf Frieren runtergekühlt. Temperaturschock. Sie passen es etwas an. Florian Finke hat enorme Erfahrung mit Schlangen und auch mit der Behandlung von Giften. Er ist einer der Administatoren auf Facebook “East African Snakes and other reptiles”. Aary lebt in Indien und handhabt und rettet dort Schlangen, auch die riesige Königskobra.
Ich kann es doch nicht lassen und sehe eine grosse Libelle an der Wand. Horned Rockdweller, frei übersetzt, da ich mal wieder keinen Deutschen Namen finde – gehörnter Felsbewohner / Bradinopyga cornuta.
Es geht zum praktischen Teil mit harmlosen Schlangen.
An der Küste gibt es 5 grüne Schlangen! Boomslang, Grüne Mamba, samtig grüne Nachtotter, gefleckte Buschnatter oder Buschschlange, gesprenkelte Buschnatter und südöstliche Buschnatter. Klar führt das zu Verwirrungen und oft sagen die Leute einfach Grüne Mamba.
Dies eine gefleckte Buschnatter / Speckled Green Snake / Philothamnus punctatus. Es gibt sie in grün, halb türkis oder ganz türkis. In allen Formen mit schwarzen Zeichnungen. Buschnattern sind harmlos. Sie fressen Geckos und Frösche.
Welches Ende ist der Kopf? Kenya Sand Boa – Eryx colubrinus. Die einzige Boa in Afrika. Sie hat keine Giftdrüsen sondern würgt die Opfer zu Tode. Die schaufelförmige Nase erlaubt es ihr im Sand, wo sie vorkommt, nach Nagern zu wühlen. 2 Farbvarianten existieren. Sie ist endemisch in Kenia – Ost- und Nordost und extrem NO Tanzania.
Tiger Snake / Telescopus semiannulatus ruht in Verstecken, sogar in Vogelnestern. Sie frisst fast alles, was ins Maul passt, liebt aber Geckos und Chamäleons. Sie hat die Giftzähne hinten. Das Gift ist mild, wenigstens für Menschen.
Ägyptische Katzennatter / Egyptian Cat Snake / Telescopus obtusus (wird auch unter Large-eyes Snake / Telescopus dhara in der Literatur gefunden). Gift ist für Menschen harmlos. Wenn sie warnt, macht sie den Kopf flach.
Es geht wieder in den Kühlraum und das Thema ist, was tun, wenn man von einer giftigen Schlange gebissen wird. Die Wunde sein lassen, also kein Abbinden, kein Ausbrennen, kein Elektroschock, kein Schneiden – Patient und gebissene Gliedmasse ruhig stellen. Der schwarze Stein ist Aberglauben und nützt nichts! Ausser den Patienten zu beruhigen und wenn es eine nur leicht giftige Schlange war, dann hilfts….
Schlangenbisse sind nicht nur in Afrika ein Thema, sondern in ganz Afrika, Indien, Amerika, Australien und Südamerika. Weltweit kommen ca. 100.000 Leute pro Jahr durch Schlangenbisse ums Leben, andere werden verkrüppelt. Betroffen sind vorwiegend Leute in ländlichen Gebieten und dort hat es oft keine oder ungenügend trainiertes Spitalpersonal. Gegengift ist in Afrika Mangelware, was heisst Bisse müssen oft symptomatisch behandelt werden, was aber nicht bei allen Giften hilft. Zum Vergleich, weltweit sind über 1 Million Verkehrstote pro Jahr.
Menschen dringen immer mehr in den Lebensraum von Schlangen ein, was Konfrontationen erhöht. Zudem vermehrt sich durch den vielen einfach irgendwo weggeworfenen Abfall die Rattenpopulation. Z.B. in Durban in Südafrika ist das der Fall und die Schwarze Mamba profitiert. Zudem sind Häuser mit vielen Löchern in den Wänden ausgestattet und im Haus hat es Wasser, Hühner und Ratten – der Tisch für Schlangen ist gedeckt. Nachts laufen viele mit Schlappen und ohne Licht, so dass sie Schlangen nicht sehen können und plötzlich ist es zu spät.
Im Unterschied zu Südafrika, wo es etliche professionelle Schlangenfänger gibt, ist Kenia schwer hinten nach. Diejenigen in der Nähe von Watamu haben Glück. Die Leute von der Watamu Schlangenfarm reagieren sofort und fangen die Giftschlangen. Die werden manchmal eine gewisse Zeit in der Farm gehalten und dann wieder ausgesetzt, wo es weniger Menschen hat. Häuser werden nach wie vor mit Makuti – Riedgras bedacht. Da fühlen sich Geckos und Nager völlig wohl, aber halt auch deren Fressfeinde, harmlose und giftige Schlangen.
Wer mehr wissen will, kann auf Youtube “Living Zoology” Dokumentarfilme schauen. Super toll gemacht und sehr lehrreich.
Hier ein Ratschlag – obwohl Bisse von Boomslang und Vogelnattern / Twine Snake sehr selten sind.
Als Tourist kommt man relativ selten mit Schlangen in Berührung – also keine Panik. Dennoch heisst es in Camps und Lodgen mit offenen Augen gehen und nachts mit Taschenlampe. Man weiss nie…. Und Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.
Wieder viel gelernt und es geht zurück ins Ocean Sports. Eigentlich möchte ich etwas ausruhen. Doch meine CH Kollegin stürmt um 18.30 Uhr. Komm, der Vollmond geht um 18.50 Uhr auf! Also gut und so sieht er aus. Der Strom ist ständig wieder weg und kommt wieder und es sieht viel schöner aus, wenn nur der Mond leuchtet.
Vielleicht versteht man mich, wenn ich sage, ich liebe den Ort! Abendstimmung um 18.45, das Rauschen der Wellen im Ohr…..
18.49 Uhr
18.54 Uhr
18.57 Uhr
Danach geniessen wir ein gemütliches Abendessen mit Blick aufs Meer.
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Elvira Wolfer
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Hallo Elvira, ich kann den Bericht sehen! (Du weißt warum!) So viele neue schöne Vögel machen Appetit, aber mein Favorit ist: Scimitar-horn Kitespider Das ist vielleicht ein "geiles" Vieh! 😄 😄 😄 (Entschuldigung, sonst nicht meine Wortwahl! 😉 😉 Mach weiter, LG Burschi
BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201407. Apr. 2024 ·
26.3. Wieder bin ich um 08.30 Uhr bei der Schlangenfarm. Nach kurzen Erklärungen im Kühlraum, geht es zum praktischen Teil.
Zange oder Haken? Bei schweren Schlangen nimmt man Haken, denn die Zangen würden sie verletzen. Wenn das Rückgrat verletzt ist, ist das ein qualvolles, langsames Ende der Schlange. Zangen bei kleineren Schlangen. Grosse Haken für grosse Schlangen und Minihaken für kleine, giftige Schlangen. Das richtige Handhaben muss gelernt werden!
Die Eröffnung macht eine Puffotter. In die Röhre und in den Eimer. Im Busch hat man ja selten eine Röhre mit passendem Deckel und Luftlöchern mit dabei. Einen grossen Eimer mit Deckel findet man in Lodgen. Bei beiden Arten werden je 2 Tiere verwendet, da sie müde werden.
Puffottern sind eher faule Schlangen oder besser gesagt, Hinterhaltsjäger. Wenn sie gespannt sind, ist es eine der am schnellsten zuschlagenden Schlangen, so schnell, dass das Auge es kaum wahrnimmt. Das Gift ist zytotokisch, das heisst es zerstört Gewebe. Alle Otternbisse haben starke Schwellungen zur Folge – auch das der Kreuzotter. Abbinden ist deshalb sehr gefährlich, da der Druck Nerven abtöteten kann. Gegengift ist bei Puffottern oft notwendig und daneben noch viele andere Behandlungen, wie zuführen von Flüssigkeit. Die Fangzähne werden nach hinten geklappt und von einer Haut geschützt. Bricht ein Zahn ab, dann stellt sich wie bei Haifischen, der nächste auf.
Puffottern sind extrem gut getarnt! Je nach Gegend sind sie der Umgebung entsprechend gefärbt. Dies ist das gefährliche an der Art. Zudem sind sie nachtaktiv, wenn auch die Ratten rum rennen.
Nie eine Öffnung, wo eine Schlange ist oder sein könnte, gegen sich richten. So passieren beim Feuerholz sammeln etliche Unfälle.
Und in die Röhre muss die Puffotter rein. Bevor man den Deckel drauf tut, schauen, wo der Kopf der Schlange ist. Dann Deckel drauf, mit dem Deckel immer zwischen Schlange und Fingern.
Nun aus der Röhre raus. Immer unter dem wachsamen Blick von Florian, der auch korrigiert, wenn man was falsch macht. Nächster Schritt, in den Eimer rein. Sie ist nicht so leicht und am Ende der Haken, wirkt die Hebelwirkung. Also Unterarme zur Hilfe nehmen, nur mit den Handgelenken halten, schaffe ich nicht.
Wegen mir wurde die Bank rein gestellt, um über die Mauer zu kommen, aber andere nutzen sie auch gerne
Den einen kommt vielleicht bei dem Anblick das Gruseln. Für mich ist das höchste Eleganz mit totaler Körperkontrolle. Sie spuckt auch sehr gezielt auf 3 m Distanz in die Augen! Rote Speikobra. Die kleinste Kobra Art in Ostafrika, aber verantwortlich für viele Bisse. Das Gift von Speikobras ist Gewebe zerstörend. Spuckt sie in die Augen, 20 Minuten lang ausspülen und gut ist. Auf der Haut hat das Gift keine Auswirkung. Wir tragen Brillen zum Schutz. Für mich ist die rote Speikobra eine der schönsten Schlangen und mit denen zu arbeiten, ist einfach toll.
Ich musste lachen, wie die Kobra die Zangen anschaute….
Sie will nicht in die Röhre…., doch am Ende ist sie drin. Sie in den Eimer zu tun, geht ganz schnell.
Und das ist Chris. Er hat Interesse an Schlangen bekommen und zwar, weil er oft durch ein bebuschtes Gebiet spaziert. Je mehr man weiss, desto sicherer ist man.
Die Institution TAAF – Taylor – Ashe – Antivenom – Trust tut sehr viel. Sie melken Schlangen, um irgendwann Gegengift zu produzieren. James Ashe war der Gründer der Schlangenfarm. Royjan Taylor etliche Jahre der Direktor nach James Ashe's Tod. Leider verstarb er 2019 im Alter von nur 44 Jahren an Leukämie. Nun leitet Kyle Ray die Farm und leistet ebenfalls super Arbeit. Die braune und grösste Speikobra in Kenia wurde nach James Ashe benannt. Er hatte sie beschrieben und auch begründet, weshalb es eine eigene Art ist. Es ist eine Organisation, die vielen Leuten hilft und durch die Eintritte und auch Spenden finanziert ist.
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Elvira Wolfer
Zubucher- und individuelle Safaris
Danke Elvira, für den interessanten Bericht. Ich werde die Schlangenfarm definitiv wieder besuchen und beim nächsten Mal vielleicht eine Schlangensafari machen. Die Jungs und Mädels dort machen einen tollen Job.
BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201408. Apr. 2024 ·
Hallo Burschi
tja, vom Spinnenphobie Mensch zum Spinnenliebhaber - mein Werdegang. Du weisst ja, dass mich das riesig freut, dass Du mir nun wenigstens digital wieder folgen kannst. Es waren schon ein paar "leckere" Vogelarten drunter! und von einigen, habe ich das erhoffte Foto schiessen koennen.
Hallo Thorsten
Ja, die machen einen super Job. Wir haetten auch auf eine Exkursion gehen koennen, aber ich hatte so ziemlich viel Programm und wollte meine Kraefte schonen. Florian hatte auf FB einen Kurzvideo gepostet, wie sie eine schwarze Mamba von der Dachunterseite runter holten. Das immer ein gewagtes Unterfangen, egal wie erfahren man ist.
Liebe Gruesse aus Sonne nach dem tollen Nachtregen Elvira
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BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201411. Apr. 2024 ·
Florian Finke führt uns noch das Handeln einer Ägyptischen Kobra / Naja haje vor. Man kann sehen, dass lange, recht schwere Schlangen am Schwanz gehalten und mit dem Haken der Kopf vom Menschenkörper fern gehalten wird. Braucht natürlich Übung!
Ägyptische Kobra sind keine Speikobras! Das Gift ist neurotoxisch und zytotoxisch. Das heisst Nerven lähmend und Gewebe zerstörend.
Auch sie muss in die Röhre…
Ein Baumskink rennt schon längere Zeit in der Grube rum. Natürlich völlig harmlos aber die sind schnell und nicht so leicht zu fangen.
Wie gestern auch schon, gehts zum Mittagessen zu Papa Remo und wieder ist ein leckerer Salat mit Meeresfrüchten und Mangos angesagt. Der Ort ist nicht weit von der Schlangenfarm. Das Essen super und der Blick ein Traum – da muss ich mal hin, wenn ich wieder in Watamu sein werde. Der Ort heisst 7 Inseln. Letztes Jahr schlief ich in Palm Resort, das am gleichen Strand ist, aber die Moschee, von der stundenlang zu lautes Geschrei kam, hatte mich vertrieben.
Was in den Felsnischen wohl alles verborgen ist?
Wenn ich nicht zu müde und es nicht so heiss wäre, würde ich zu den Hemprichmöven / Sooty Gulls hin gehen und bessere Fotos versuchen
Der Rest des Tages klingt sanft aus mit einem gemütlichen Abendessen mit meiner CH Kollegin.
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BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201411. Apr. 2024 ·
27.3. 4.45 Uhr morgens, das Handy klingelt. Auf gehts. Im Restaurant bringt mir der Nachtwächter das gestern bestellte Sandwich und heisses Wasser. Ein Gemisch aus Kaffee und Schockoladepulver habe ich selber mit dabei. Nicholas holt mich um 05.45 ab und um 06.00 Uhr treffen wir Juma beim Eingang zum Arabuko Sokoke Wald. Ziel – keins oder nur wenige. Die fast endemischen Sokoke Zwergohreule will ich nicht suchen, denn ich habe tolle Bilder. Es reicht, wenn sie von Leuten, die sie noch nie gesehen haben, gestört werden.
Hier ein Bild von einem früheren Besuch als David Ngala noch lebte – in Gedanken wandert er mit mir durch den Wald…. So eine Person vergisst man nie!
Wir fahren durch den noch dunklen Wald ohne zu stoppen zur Lichtung. Dann gehen Juma und ich zu Fuss. Nicholas bleibt beim Auto. Entlang des Sumpfes mit seinen Wasserlilien, immer vorsichtig, um ja keinen Fehltritt zu machen. Der Boden ist nicht eben.
Das Licht ist genial, die Landschaft ein Traum. Es hat Libellen und Wasserjungfern. Da könnte man Stunden verbringen….
Einen Zielvogel haben wir gefunden. Keine neue Art, aber ich brauche ein einigermassen anständiges Foto. Küstenzistensänger / Coastal Cisticola / Cisticola haematocephalus. Der ist endemisch an der Küste von Somalia, Kenia bis Tansania. Quirlige Vögel in viel Grünzeug sind nicht die leichtesten Fotoobjekte.
Der nächste Zielvogel fliegt rum…. Aber erst die Treiberameisen, die in Kenia Siafu genannt werden aufnehmen. Wer das Zwicken kennt, weiss warum man besser auf Distanz bleibt. Malindi Pipit / Malindi Pieper / Anthus m. melindae. Endemisch von Somalia bis SW Kenia an der Küste
Dieser schönen Blüte kann man doch nicht widerstehen - Sweet pea - Vigna vexillata var. vexillata, Familie Hülsenfrüchtler
Eine tolle Libelle – Schlüsselloch Gleiter / Keyhole Glider / Tramea limbata
Ob sie die Heuschrecke erwischte? Speke’s Sandlizard. Captain John Hanning Speke (4. Mai 1827 – 15. September 1864) war ein bekannter Forschungsreisendender. Er suchte nach der Quelle des Nils und war der erste Weisse, der den Viktoria See erblickte. Nach ihm sind einige Tierarten benannt und somit bleibt die Geschichte am Leben.
Uns fehlt einfach ein gutes Spinnenbuch, das unter anderem! Eine recht grosse Radnetzspinne mit Beute. Juma hat sie erblickt
Wieder eine Libelle – Bold Skimmer / Orthetrum stemmale, ein junges Männchen. Die Gattung Orthetrum heisst auf Deutsch Blaupfeile. Libellen sind wunderbare Kreaturen, wenn man ins Detail schaut.
Als wir fast zurück beim Auto sind, sagt Juma ganz ruhig, da oben sitzt dein Vogel…. Schwarzbauch Ganzstar / Black-bellied Starling. Ich versuche das Foto, denn letztes Jahr habe ich vergeblich geübt. Einigermassen gelingt es. Doch ich zeige noch keins.
Wie bestimme ich Libellen und Wasserjungern? A) ich habe ein echt tolles Buch (da blättere ich manchmal recht lange) und b) es gibt Leute auf Facebook, die ein gutes Wissen haben und mit der Identifizierung helfen oder sie bestätigen. Little Scarlet – Crocothemis sanginolenta. Ach, es gibt mal wieder keinen Deutschen Namen, aber sie gehört in die Familie der Grosslibellen.
Wir fahren noch ein Stück weiter, aber ich erinnere mich, auf der dortigen Seite des Waldes hatten wir weniger gefunden. Also wendet Nicholas aber nicht bevor ich noch den Schwarzbauch-Glanzstar endlich mal etwas anständig aufnehmen kann.
Im dichteren Wald schlägt Juma vor, lass uns etwas zu Fuss gehen. Nicholas bleibt mit dem Auto zurück. Und hier schon ein Fund – Speckle-lipped Skink / Trachylepis macullabris. Skinke sind Echsen mit glänzenden und feinen Schüppchen. Man sieht, totes Holz ist nicht tot. Es bietet Nahrung, Unterschlupf und Versteck.
Juma zeigt auf den Boden, ich schaue dann, was er gesichtet hat. Mottled green Nymph / Euryphura achlys. Admirale sind in der gleichen Familie. Er sitzt auf dem Boden und macht die Flügel auf und zu. Sicherlich möchte er ein Weibchen anlocken.
Man staune, aber wir erblicken doch noch Säugetiere! Weisskehlmeerkatzen / Cercopithecus miti albogularis. Sie sind aber recht scheu. Je nach Gebiet findet man eine andere Unterart.
Sie flattern sehr unsicher und setzen sich dann hin. Ameisenlöwen / Antlion. Für diejenigen, die sie nicht kennen. Die Larven buddeln sich im Boden ein und zwar lassen sie einen Trichter im Sand. An dem rutschen andere Insekten aus und landen in den Zangen der Larve die mit dem Kopf nach oben unten am Trichter sitzt. An vielen Orten sind die sehr dicht gedrängt und der Sand ist voll mit kleinen Trichtern. Diese delikaten Adulten sind weit verbreitet, doch diese riesigen findet man an der Küste. Die hier ist etwa 10 cm lang
Der Abschluss im Wald macht ein Schwertschwanz Schmetterling.
Dann geht es zum Ausgang und da als wir reinkamen, noch niemand da war, bezahlt Nicholas jetzt. Auch das ist nun auf E-Citizen und ich mit Handy…. Ich werde da verrückt mit diesen winzigen Zeichen.
Wir treffen auch auf Willies, der letztes Jahr mit dabei war. Er wartet auf Leute, die nun zur Mittagszeit im Wald trekken wollen…. Ich zergehe ohne was zu tun. Ab ins Ocean Sports, wo ich den 2. Teil meines Sandwich verspeise und dann schlafen… meine CH Kollegin fliegt vor dem Abendessen nach Nairobi und dann in die CH.
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Elvira Wolfer
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BushtruckersThemenstarter1’589 Beiträge · seit 201412. Apr. 2024 ·
So nett war mein Zimmer im Ocean Sports dekoriert
Gegen 16.00 Uhr zieht es mich ins Restaurant. Aufs Meer blicken, den Wellen zuschauen, sie hören und es hat weit weg auf den Korallenfelsen Vögel – also Foto versuchen…. Unscharf halt
Den Rüppelseeschwalben / Lesser Crested Tern schaue ich auch beim Jagen auf Fische zu. Sie tauchen nicht, sondern schnappen Fische an der Oberfläche.
Auch die Kiebitzregenpfeifer / Grey Plover nutzen die Felsen zum Ruhen und warten auf die Ebbe
28.3. Nicholas holt mich um 9 Uhr ab und wir gehen ins Dorf, einkaufen. Müll, Müll, Müll und davon profitieren die alles vernichtenden Indischen Hauskrähen. Für Ziegen und Kühe kann Plastik durch Darmveschluss tödlich enden. Wann werden sie mal aufwachen?
Nicholas beim Gemüsekauf – er macht das super.
Nun geht es nach Lmagiro (Adler in Samburu). Wir werden herzlich begrüsst und das Essen geht gleich in die Küche. Silvia führt uns kurz rum und zeigt uns die vielen Wasserstellen für Vögel und andere Tiere. Ein Trauerhabicht / Great or black Sparrowhawk nähert sich einer, sitzt aber total im Gebüch. Silvia und ich quatschen über was auch immer, Themen gibt es immer! Nicholas muss weg, einen Transfer erledigen.
Die Leute bereiten die Ziege, Gemüse und Kartoffeln sehr gut zu und sie freuen sich riesig über die nicht so übliche Mahlzeit.
Bidi, einer von Silvia’s Angestellten kommt mit einem Vogel in der Hand. Ein Fitis / Willow Warbler. Zum Glück hat er nur eine leichte Schürfung unter dem Flügel. Sofort gibt ihm Silvia Wasser in einem kleinen Deckel und mit einer Spritze. Bidi bringt kleine Insekten. Der Vogel kommt in eine Schachtel mit Tuch drüber. Am nächsten Tag flog er davon. So ist Silvia – sie hilft, wo sie kann und ich hoffe, dass sie das noch sehr lange kann, denn sie ist nicht mehr jung.
Nicholas kommt um 15.00 Uhr zurück und isst nun. Er bekommt noch das unausweichliche Ugali mit dazu. Dann müssen wir los, an den Flughafen.
Safarilink kommt pünktlich. Die hatten an meinen Flugdaten sehr gute Preise! Der Flieger war in beiden Richtungen voll. Ich schlafe im Flieger. Nach 1 Stunde 10 Minuten Flug landen wir in Nairobi. Oh, endlich mal wieder etwas niedrigere Temperaturen! Sam, einer meiner 3 Taxifahrer erwartet mich und nach kurzem Einkaufen, bin ich zuhause.
Die Tour hat mir mehr gebracht, als ich erwartete! Ende März ist eine sehr gute Reisezeit, wenn man es auf Vögel abgesehen hat, denn die Brutzeit beginnt und die Zugvögel wechseln ins Brutkleid bevor sie in den Norden fliegen. Aber es ist auch sehr heiss und feucht! Sogar die Leute dort, sagten das. Ausschlaggebend meines Termins war der Schlangenkurs. Der nächste Kurs wird Oktober oder November sein, aber ich vermute, ich werde dann nicht weg können.
Ich hoffe, dass einige von Euch auch Gefallen an der kleinen Tierwelt fanden. Grosstiere kommen ja im Forum sehr oft vor und zwar mit teils super Aufnahmen.
Was ich noch anstelle, bevor ich im August 1 Woche Gnuwanderung Safari leiten werde, steht noch in den Sternen. Oft entscheide ich sehr kurzfristig. Klar ist, Büroarbeit und Webseite weiter machen sind angesagt.... Irgendwann müssen ja alle ostafrikanischen Vogelarten drauf sein. Ach und meine junge Cora (16 Monate alte Mischlingshuendin) will auch ausgebildet werden 😄
Euch allen wünsche ich gute Gesundheit, tolle Reisen und einen erfreulichen Frühling Viele Grüsse Elvira
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Elvira Wolfer
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Vielen Dank für diesen schönen Bericht von Kenyas Küste! Mal was Anderes als Beachboys und Touristenmassen, wie ich es ja auch schon kennen und hassen gelernt habe...