Kenya ist nicht nur Masai Mara

30 Antworten · 6'776 Aufrufe · gestartet 25. Aug. 2020 von Tommy54
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Themenstarter155 Beiträge · seit 201825. Aug. 2020 · #1
Da Reiseberichte im Moment Mangelware sind und ich wegen meines ausgefallenen Kanadaurlaubes etwas Zeit habe, hier eine kurze Zusammenfassung meiner Kenyareise vom letzten Jahr mit ein paar Bildern. Weil ich keinen Strandurlaub in Kenya machen möchte und ich im Tsavo und Amboseli bereits war, ging es mit LH-Flug nach Nairobi und von dort in das Samburu Nationalreservat.
In der Grassavanne und trockenem Buschland findet man sonst eher seltene Tiere wie Grevy Zebras und Netzgiraffen. Die häufigen Elefanten waren sehr friedlich und ließen uns bis auf wenige Meter, manchmal fast Armlänge, herankommen.

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527 Beiträge · seit 201325. Aug. 2020 · #2
Endlich mal einer, der nicht Samburu Nationalpark schreibt, sondern Samburu Nationalreservat (das von den Samburus
selbst verwaltet wird). Samburu, Shaba und Buffalo Springs Nationalreservat zählen zu den schönsten und tierreichsten
Wildschutzgebieten Ostafrikas - sofern man Dornbusch und Halbwüsten mag.
Schöne Bilder, Tommy
Themenstarter155 Beiträge · seit 201826. Aug. 2020 · #3
@Mzeekenya: Danke für das Lob, ich gebe mir alle Mühe.
Untergebracht waren wir im Elephant Bedroom Camp, das seinem Namen alle Ehre machte, denn nachts kommen die Elefanten zum Übernachten zwischen die Zelte. Absolutes Top-Camp mit nur 12 Zelten, super Verpflegung, sehr freundliches Personal und mit Blick auf den Uaso Nyiro Fluß. Mit weitem Abstand die beste Lodge bei bisher 4 Reisen nach Kenya und Namibia.
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Themenstarter155 Beiträge · seit 201827. Aug. 2020 · #4
Endlich, nachdem auf den bisherigen Reisen nur aus der Ferne, weglaufend oder schlafend im Gebüsch erlebt, freie Sicht auf einen Leoparden. Und dann gleich eine Leopardin mit zwei halbwüchsigen Jungen. Zunächst noch auf dem Baum, fotografisch herausfordernd, dann mit den Resten des Abendmahls. Alle drei zusammen ist mir nur auf einem Foto gelungen. Wer allerdings gedacht hat – wie ich – hier wäre touristisch nicht so viel los wie in der Masai Mara, muss sich eines Besseren belehren lassen. Es waren bestimmt etwa 10 bis 15 Safarifahrzeuge, die den Leoparden folgten.
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Themenstarter155 Beiträge · seit 201828. Aug. 2020 · #5
Fazit Samburu: Hier hat es mir sehr gut gefallen. Für mich eine echte Alternative zur Masai Mara außer Migration und Crossing. Ein Gerenuk habe leider nicht gesehen, ich weiß aber nicht, ob es sie in dieser Region der Samburu gibt. Bei einer nächsten Reise würde ich länger bleiben und alle Teile der Samburu besuchen. Besonders eindrucksvoll fand ich die vielen relaxten Elefanten und natürlich die Begegnung mit den Leoparden.
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Nun ging es weiter in den Aberdare Nationalpark.
1'624 Beiträge · seit 201528. Aug. 2020 · #6
Tommy54 schrieb:Ein Gerenuk habe leider nicht gesehen, ich weiß aber nicht, ob es sie in dieser Region der Samburu gibt.
Hallo Tommy
im Juni 2018 gab es zahllose Gerenuks rund ums Elephant Bedroom Camp.
Danke für die schönen Fotos, die mich allerdings etwas traurig stimmen. Ob ich da noch einmal hinkomme?
Poste fleißig weiter! Der Aberdare NP ist einfach wunderschön.
Viele Grüße
Elisabeth
Reiseberichte/ Fotos im Namibiaforum: Namibia, 2x Kenia, Äthiopien/Djibouti, Südafrika, Marokko, Ecuador Festland Reiseberichte/Fotos in Ingrids Forum: Baja California, Delta und Krüger, Simbabwe, Réunion, Ecuador/Galapagos, 2x Indien, Milos/Santorini, Kanada "Viele sagen, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, aber ich finde, man soll lieber dahin gehen, wo´s am schönsten ist." Das Känguruh
Themenstarter155 Beiträge · seit 201829. Aug. 2020 · #7
@ Elisabeth: Warum sollst du nicht mehr hinkommen? Allein das Elephant Bedroom Camp ist Grund genug, nochmal in die Samburu zu reisen. Man soll die Hoffnung nie aufgeben.

Der Aberdare NP ist für seine großen Herden an Elefanten und Büffeln bekannt. Wir wohnten im Treetops Hotel, das 1932 als Baumhaus mit 2 Zimmern eröffnet wurde. Heute hat es 36 Zimmer. Berühmt wurde es 1952, als die britische Prinzessin Elisabeth und Prinz Philip eine Nacht hier verbrachten und der britische König Georg VI. in dieser Nacht verstarb. Eintrag im Gästebuch: „Das erste Mal in der Weltgeschichte stieg ein junges Mädchen eines Tages als Prinzessin auf einen Baum und stieg am nächsten Tag … als Königin herunter – Gott segne sie.“


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Themenstarter155 Beiträge · seit 201829. Aug. 2020 · #8
Fazit Aberdare/Treetops: Hier macht man keine Safarifahrten, sondern beobachtet die Tiere, die zur Wasser- und Salzleckstelle kommen, von der Dachterrasse und vom Unterstand aus. Nachts kann man sich bei bestimmten Sichtungen wecken lassen. Die Zimmer sind klein und einfach, das Essen als Buffet okay. Hier muss man einfach das Flair der Geschichte geniessen.


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Nun ging es weiter zum Lake Nakuru.
Themenstarter155 Beiträge · seit 201830. Aug. 2020 · #9
Unsere Station in der Region Nakuru war die Sunbird Lodge. Toll gelegen mit Blick auf den Lake Elementeita mit seinen Flamingos, die das Ufer rosa säumten. Sehr zu empfehlen, hier würde ich auch länger bleiben nur zur Erholung, zum Lake Nakuru NP etwa eine halbe Stunde zu fahren.
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Themenstarter155 Beiträge · seit 201830. Aug. 2020 · #10
Die hier angesiedelten Nashörner konnten wir nur aus sehr großer Entfernung sehen. Leider gibt es diese Massen an Flamingos, die ich 1990 hier erleben durfte, am Lake Nakuru wohl nicht mehr. Dadurch hat dieser NP für mich viel von seiner Attraktivität verloren.
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Nun ging es schon zum letzten Punkt unserer Reise, der Masai Mara.
8'054 Beiträge · seit 200831. Aug. 2020 · #11
Hallo Tommy,

Ich komme auch noch mit. Hoffentlich hat es noch ein Plätzchen für mich. 🙂

Tolle Bilder hast du da geschossen. 🙂

Samburu muss ich auch noch einmal besuchen.......

Schönen Tag
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
5'479 Beiträge · seit 200931. Aug. 2020 · #12
Tommy54 schrieb:Fazit Aberdare/Treetops: Hier macht man keine Safarifahrten, sondern beobachtet die Tiere, die zur Wasser- und Salzleckstelle kommen, von der Dachterrasse und vom Unterstand aus.
Meiner Meinung nach ist es ein schwerer Fehler im Aberdare NP auf Fahrten zu verzichten. Das besondere in dem Park sind nicht die Tiere, die zur Tränke an der Lodge kommen. Das hat man in vielen Parks.
Das besondere am Aberdare NP sind die verschiedenen Klima- und Vegetationszonen, die man hier ganz einfach mit dem Fahrzeug erleben kann. Vor allem die Wasserfälle und die Hochmoor-Landschaft in über 3000m Höhe sind einzigartig.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter155 Beiträge · seit 201805. Sept. 2020 · #13
@ Annick: Klar kommst du mit. Das war auch meine Absicht, den einen oder anderen darauf zu bringen, mal eine andere Region in Kenya zu besuchen. Samburu ist toll.
@ Topobär: Das mag sein, dann müßte man aber länger hier bleiben, nicht nur einen Nachmittag und eine Nacht wie ich.
Themenstarter155 Beiträge · seit 201805. Sept. 2020 · #14
Die Masai Mara erfüllte wieder die Erwartungen, die man im August mitbringt. Ich hatte etwas Pech mit dem Licht, immer morgens und nachmittags war es eher bedeckt, über Mittag, wenn man es nicht braucht, blauer Himmel.
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Themenstarter155 Beiträge · seit 201806. Sept. 2020 · #15
Was mich abschreckte, war diese autorennenmäßige Aufstellung der Fahrzeuge am Mara River. Ist wohl jetzt so vorgeschrieben, um die Tiere nicht vom Crossing abzuhalten, das habe ich vor 3 Jahren noch nicht erlebt. Die Masai Mara wird scheinbar immer mehr zur Massenveranstaltung, was schade ist, aber man kann ja niemand vorwerfen, was man selbst macht. Ich weiß nicht, ob ich mir das nochmal antue oder auf andere Regionen ausweiche. Bilder vom Crossing gibt es leider nicht, weil ich gefilmt habe.
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Themenstarter155 Beiträge · seit 201809. Sept. 2020 · #16
Nun ging es zurück nach Nairobi.
Den Besuch des Elefantenwaisenhauses fand ich sehr interessant. So schön, wenn die kleinen trompetend angerannt kommen, weil sie wissen, jetzt gibt’s Schoppen. Sie kommen in verschiedenen Altersgruppen. Gut finde ich, dass von jedem sein Schicksal erzählt wird, und es wird deutlich, wieviel Zeit und Mühe darin steckt, bis sie ausgewildert werden können. Der David Sheldrick Wildlife Trust, der diese Einrichtung betreibt, existiert bereits seit 1977.
Themenstarter155 Beiträge · seit 201814. Sept. 2020 · #17
Weiter ging es zum Giraffencenter. Es wurde 1979 zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Rothschildgiraffe gegründet und kümmert sich um Nachzucht und Aussiedlungsprogramme. Das Füttern muss man nicht mögen, aber es ist nur gepresstes Heu. Schön, den Tieren so nahe zu kommen. Wenn man solche non-profit-Organisationen mit seinem Besuch unterstützen kann und so auch etwas für den Schutz der Tierwelt tut, mache ich das gern.
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Themenstarter155 Beiträge · seit 201822. März 2021 · #19
Ich bin noch das Ende meiner Reiseempfehlung für Kenya schuldig, hab zwischendurch den Faden verloren.
„Ich hatte eine Farm in Kenya, am Fuße der Ngong Berge“, so beginnt der Film „Jenseits von Afrika“ nach dem autobiografischen Roman „Out Of Africa“ der Dänin Karen Blixen. Heute ist die Mbogani Farm ein Museum, dessen Besuch für mich als großer Fan des Films natürlich ein Muss war. Für ca. 10 Euro Eintritt bekommt jede(r) Besucher(-gruppe) einen Führer zugeteilt, der einem die Räume zeigt und Einiges dazu erzählen kann. Ich fand es sehr interessant, leider darf man innen nicht fotografieren.

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Fazit Nairobi: Als Startpunkt für Safaris gut geeignet, wenn man nicht an den Indischen Ozean möchte oder direkt zum Kilimandscharo fliegt. Elefantenwaisenhaus, Giraffencenter und Blixen Museum lassen sich wunderbar als Halbtagesausflug kombinieren, hierfür gibt es viele Veranstalter vor Ort. Leider nicht geschafft habe ich den Nairobi Nationalpark und das Nationalmuseum, die auch sehr lohnenswert sein sollen. Diese stehen bei der nächsten Reise auf dem Programm.
Fazit der Reise: Es war sehr schön, aber zuviel Fahrerei. Das würde ich so nicht mehr machen. Entweder würde ich länger in der Samburu bleiben, alle drei Teile des Reservates besuchen und mit privaten Schutzgebieten kombinieren, z.B. Ol Pejeta, Solio oder Lewa, oder die Strecke in die Masai Mara mit dem Flugzeug zurücklegen.
Schließen möchte ich mit einem Satz von Karen Blixen, die nach ihrer Rückkehr nach Dänemark nie mehr nach Kenya kam: „Wenn es etwas gibt, das ich nochmals erleben wollen würde, dann wäre es eine Safari.“ Lasst uns träumen.

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6'369 Beiträge · seit 201123. März 2021 · #20
Hoi Tommy54
Tommy54 schrieb:...leider darf man innen nicht fotografieren.
Das kann ich so nicht bestätigen, unser Führer hat das Fotografieren sogar ausdrücklich gestattet!
Siehe hier (klick mich, dann etwas runterscrollen)

Danke für Deinen Reisebericht, vor allem dafür dass Du Dich wieder drangemacht hast ihn zu beenden!
So halbfertige Reiseberichte wirken halt immer so nicht ganz fertig....
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 23. März 2021