BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201424. Sept. 2019 · #1
Liebe Foris
Da dies fast die selbe Tour ist, wie im August, war es nicht leicht, einen Titel zu finden... 10.9. Abends am Flughafen begrüsste ich die Gäste und als erstes bekam ich einen dicken Drücker. Dieser wurde mir von einem Deutschen Ehepaar geschickt, mit denen ich 1993 meine erste Kenia Reise im Zelt schlafend, unternahm. Wir blieben in Kontakt und reisten 1994 zusammen nach Botswana.. da begann der Weg nach Afrika. Das Ehepaar hat meinen Reiseweg per Mail mitverfolgt und bis heute haben wir einen sehr herzlichen Kontakt. Es war wenig Verkehr und bald waren wir im Boulevard Hotel. Ein Bier und ab ins Bett. 11.9. Da mein Fahrer Joseph noch auf Safari war, holte uns Simon ab und kurze Zeit später waren wir beim Eingang des Nairobi Nationalparks. Das Ziel war Nashörner zu finden, denn diese werden wir in den nächsten Parks nicht mehr antreffen können. Wir fahren nach der Elfenbeinverbrennungsstelle nach rechts, denn in der dortigen Ecke findet man öfters Nashörner. Doch erst die Vogelwelt am Damm betrachten
Autos.... und wir erblicken einen Löwenmann. Zu weit weg und kaum Licht drauf. Ein Büffelbulle steht nicht weit davon. Erst meinen wir, er sei verletzt, doch dann sehen wir das hässliche Geschwür. Es ist zu hoffen, dass er nicht mehr allzu lange leiden muss.
Wir kommen an Augurbussard, Kampfadler, Zwergbienenfresser u.a. vorbei und finden Autos um einen Baum. Doch der Löwe ist schon weg, während das Ranger Auto noch stehen blieb.
Von hinten tönt eine Frauenstimme, da Vogel am Boden. Mal richtig hinschauen und siehe da ein für mich neuer Vogel, das Shelleyfrankolin. Endlich mal eins gefunden. Es scheint das Ehepaar bringt mir Glück.
Wir fahren so ziemlich am Rande des Parkes und so sieht die Eisenbahn dort aus.... aber von Nashörnern keine Spur.
Bald gelangen wir am Hippopool an und geniessen unser gepacktes Mittagessen. Mit einem Maasai Guide und einem bewaffneten Ranger machen wir uns auf den Spaziergang entlang des Flusses. Da zeigt er auf einen winzigen Vogel in einer Akazien. Ich versuche ihn zu fotografieren, doch er wuselt und wuselt. Es gelingen nur Fotos mit viel Blättchen und wenig Rostkehlmeise. Auch dies ein neuer Vogel für mich. Ich staune immer wieder, was der Nairobi Nationalpark noch alles verborgen hält. Die Zeit ist nicht auf unserer Seite und wir müssen los. Am Fluss entlang, wo wir ausser Antilopen kaum was finden zum Athi Damm. Und da ist was los - Mohrenklaffschnabel
Masken- oder Schmuckflughuhn
Auch wenn das Wasser noch so ruhig aussieht, es hat hier drin Nilpferde und Krokodile
Rötelpelikan
Afrikanischer Löffler
Kongonis am Damm
Es wird später am Nachmittag und wir haben immer noch kein Nashorn gefunden. Wo wir gewohnt sind, sie zu finden, sind sie nicht... Also weiter und die Hoffnung nicht aufgeben. Doch der Gleitaar mit Mausbeute können wir nicht unfotografiert lassen.
Simon schlägt vor, das wir in der Nähe der südlichen Umfahrung noch nach den Nashörnern schauen. Und siehe da, er hatte eine sehr gute Nase und wir finden 4 Breitmäuler.
So herrliches Licht auf der Trauerturteltaube.
Danach geht es zum Gate. Oh Schreck, niemand mehr da, um die Karten auszuchecken. Da es kurz nach 18.00 Uhr ist, hatten die schon Feierabend gemacht. Doch für die Nashörner, war es das Wert und zudem ist ja noch Tageslicht. Ich finde jemanden, der hilfsbereit ist und er gibt mir eine Nummer. Der sagt mir dann, dass es beim Nairobi Nationalpark kein Problem ist. Da es innerhalb des Parkes keine Unterkunft hätte, würde keine Ueberzeit gerechnet. Dennoch mir ist nicht wohl, da wir erst in ein paar Tagen wieder in einen Nationalpark reinfahren und die eine Karte an einen anderen Fahrer übergeben werden muss. Also meinen Taxifahrer anrufen, er solle doch bitte morgen um 05.30 Uhr die Karten im Boulevard abholen, zum KWS bringen und sie mir wieder ins Boulevard bringen. Klappt super! Und er war schnell, da es noch keinen Verkehr hatte.
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picco6'369 Beiträge · seit 201124. Sept. 2019 · #2
Hoi Elvira
Schon wieder was von Dir, schön! Da bin ich doch wie immer dabei! 😁
Bushtruckers schrieb:Da es innerhalb des Parkes keine Unterkunft hätte, würde keine Ueberzeit gerechnet.
Das stimmt aber nicht...oder gibts das Nairobi Tented Camp nicht mehr?
BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201425. Sept. 2019 · #3
Hoi Picco
ja, dieses Jahr darf ich 4x im Busch sein! Herrlich, wenn auch dadurch mehr Arbeit im Buero ist. Zudem starb kurz vor meiner Safari die Flash Disk mit allen Safariberechnungen und anderen Daten... darf nun also langsam aber sicher diese wieder herstellen.
Das Nairobi Tented Camp betrachten sie als in der angrenzenden Conservancy liegend - war noch nie dort.
Liebe Gruesse Elvira
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201425. Sept. 2019 · #4
12.9. Joseph ist zurück vom Amboseli und holt uns um 07.00 ab. Die Fahrt in den Samburu ist lange. Wir stoppen in Nanyuki und haben gelegentlich Blicke auf den ziemlich freien Mount Kenia. Doch man sieht, dass von Nanyuki bis nach Timau Regen gefallen ist. Es ist toll grün und stellenweise noch nass. Als wir durch das Tor von Buffalo Springs fahren, ist es schon fast 13.00 Uhr. Also mit geschlossenem Dach durch, über die Brücke des Ewaso Ngiro Flusses zum Tor, wo ich die Tickets abgebe und uns eintrage. Dann zur Lodge. Wir bekommen die hintersten Zimmer direkt am Fluss! Es geht nun zum Essen, das lecker schmeckt und dann kurze Pause, bis wir auf Pirsch fahren. Joseph fährt unweit des Flusses und klar hofft er auf eine Katze. Da, ich sehe den Leoparden und sage Joseph, dass er gleich um den nächsten Strauch ist. Er staunt, denn es kommt nur alle paar Jahre mal vor, dass ich eine Katze vor ihm sehe... Die Leopardin läuft vor uns durch in Richtung Antilopen. Dann kommen andere Autos und blockieren ihr die Sicht. Also setzt sie sich erst hin und legt sich dann nieder. Also die Autos zu viel wurden, spazierte sie in die Gebüsche, gefolgt von den Autos. Leider immer wieder ein hässlicher Anblick.... weder meine Kunden noch ich mochten dies und zogen ab, denn wir wollten sie von hinten beobachten und schauen, was sie machen wird.
Es ist schon bedeutend trockener und brauner als bei unserem letzten Besuch im August. Beisa Oryx vor den Samburu Bergen und mit Staub Licht Spiel
Das Licht wird golden und gerade zur richtigen Zeit spaziert eine Netzgiraffe und ein Elefantenbulle vorbei.
Tüpfelhyänen sieht man selten im Samburu, doch es spaziert eine Richtung Fluss. Wir müssen nun in die Lodge und das Licht ist auch weg. Auch hier werden wie im Larsens die Krokodile mit Küchenabfällen gefüttert. Sie wissen das auch und warten geduldig.
Nach dem Abendessen werden wir von Wächtern mit Taschenlampe zum Zimmer gebracht. Die Lodge ist nicht ganz eingezäunt. Im Zimmer erstmal die Vorhänge aufmachen und die Klappfenster mit Moskitonetzen draussen aufmachen. Ich kann nicht in einem Raum schlafen, wo ich mir wie im Gefängnis vorkomme. Auch das Moskitonetz ums Bett schlage ich hoch. Am nächsten Tag sage ich am Empfang tut einfach nichts zu... grosse Augen, aber es klappt.
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201425. Sept. 2019 · #5
13.11. Man gewöhnt sich daran um 05.30 Uhr aufzustehen. Das eine herrliche Zeit des Tages, wenn auch das Licht noch schwach ist. Kroki liegt noch da und ein Nilwaran und Kappengeier haben sich dazu gesellt. Es könnte ja noch ein winziges Fleischstückchen übrig sein.
Nach dem leckeren Frühstück geht es los und als erstes posiert ein Rotschnabeltoko im Salvadora persica Busch, wo es rote Früchte hat.
Auch hier kommt das Maskenflughuhn vor
Wir kommen an eine Stelle, wo eine Gerenukfamilie am Fressen ist. Sie füllen die Nische zwischen Giraffen und anderen Antilopen, die nicht auf die Hinterbeine stehen können.
Wer kann einem so toll stehenden Ellipsenwasserbock widerstehen?
Wir sehen ein paar Autos stehen. Also die Frage, uns da dazugesellen oder nicht, da wir alle Massenversammlungen nicht mögen. Doch, Joseph hat da recht, wenn wir was sehen wollen, dann werden wir selten alleine sein. Also mal hin und schauen. Erstmal sehen wir nur ein frisch getötetes Impala. Doch der Besitzer kommt bald zurück. Wir stellen unser Auto an den Hang auf dem Weg. Von hier ist es zwar etwas weiter, doch haben wir den Leo auf Augenhöhe und stören auch nicht (wie ein Selbstfahrer leider später tut und den Leo verjagt mit zu nahem Hinfahren.
Der Beutebesitzer ist zurück - juhui! Er schaut gelegentlich hoch, denn es fliegen Raubadler und Kappengeier über ihm und Autos verschieben sich. Dennoch beisst er wieder herzhaft zu. Dies war eine meiner besten Leopardensichtungen!
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201427. Sept. 2019 · #6
Als der Leopard dann verschwand, widmeten wir uns anderen Tieren und auch wieder der Vogelwelt.
Der Dornbuschweber ist im Samburu Gebiet fast endemisch. Einer der hiesigen Vogelarten, die von Ornithologen gesucht werden.
Natürlich dürfen die Grevy Zebras nie zu kurz kommen. Diese gefährdete Zebraart verdient alle Beachtung.
Es sieht irgendwie komisch aus diese grossen Paviane auf einer Schirmakazie Blüten und Blättchen zu fressen. Aber scheinbar schmeckts.
Was wäre Samburu ohne Elefanten? Diese Dickhäuter hinterlassen viel Nahrung für andere Tiere und Vögel, da sie nur ca. 40% verdauen. Zudem braucht die Frucht der Palmen die Passage durch den Elefantendarm, um zu keimen.
Der Rüssel muss zum Milchtrinken hochgehalten werden
Einen Kampfadler zu finden ist immer toll. Noch viel schöner und mein erstes Mal, dass ich ein Junges sehe und dann wird es auch grade noch gefüttert.
Wir kehren ins Camp zurück und bereiten uns aufs Mittagessen vor. Ruhen und um 4 Uhr das Nachmittagslicht geniessen. Auch Tauben sind schöne Vögel! Wie diese Brillentaube oder der Von der Deckens Toko
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201427. Sept. 2019 · #7
Und da hüpft Meister Lampe weg und glaubt wir sehen ihn/sie im Gebüsch nicht mehr
Wie meist fahren wir weg von den oft benutzten Wegen. Doch neugierig sind wir halt dennoch und fahren hin, als wir 2 Autos stehen sehen und Geier landen. Ein Grevy Zebra ist eines natürlichen Todes gestorben und nun versuchen die Geier die zähe Haut aufzureissen. Am einfachsten geht das beim Auge und beim After. Ich habe ja im Titel geschrieben, Fressverhalten und da gehören für einige vielleicht gruselige Bilder dazu.
Das tolle Licht des Samburu und das mit friedvoll vorbei spazierenden Elefanten und den Nyambene Bergen im Hintergrund
Ein herrlicher lauer Abend mit dem Mond. Ein gutes Abendessen und eine gute Nacht
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201428. Sept. 2019 · #8
14.9. Leider heisst es schon packen und auf dem Weg über die Brücke ins Buffalo Springs Reservat nochmals die Augen offen halten. Aber zuerst den Sonnenaufgang aufnehmen. Keine Angst, es brennt nicht... und dann herzhaft frühstücken, bevor das Gepäck zum Auto wandert.
Wir sind schon auf der Buffalo Springs Seite und ganz in der Nähe, wo wir das letzte Mal den Kampfadler mit Beute fanden. Da werden von den wachsamen Augen oben diese Löffelhunde gesichtet. Diese niedlichen Beutegreifer ernähren sich von allem was kreucht und fleucht und zu überwältigen ist. Dies mein erstes Mal, dass ich sie im Samburu sichte.
Bei Termitenbauten sollte man immer genauer hinschauen - Flammenbartvogel
Kronenkiebitz - hat von uns den Namen Klodeckelkiebitz bekommen
Ein aktueller Elefant und ein Wegweiser zu einer Lodge, die schon vor vielen Jahren weggespült wurde und nie wieder aufgebaut wurde. Die Brücke, die der Ewaso Ngiro Fluss auch schon weggeschwemmt hatte, ist derzeit intakt.
Es gibt friedliche Elefantenbullen, doch sollte man immer wachsam sein
Und nun verlassen wir das Gebiet. Fahren hoch zum Laikipia Plateau, vorbei an einem etwas verhängten Mount Kenia und zum Aberdare Country Club. Es ist stahlblauer Himmel und wir geniessen erstmal das Mittagessen, bevor wir auf Vogeljagd gehen.
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201430. Sept. 2019 · #9
Mit Blass-Schnäppern fängt es an, dann Azurblauer Schmetterlingsfink und man sieht, dass es hier hohe Luftfeuchtigkeit, die Flechten in allen Formen wachsen lässt.
Brillenschnäpper. Totes Holz ist nicht tot, es ist Nahrung für etliche Insektenlarven
Und mal ein Kronentoko, der nicht auf der Baumkrone sitzt
Bergspint
Wir fahren nun zum The Ark Parkeingang. Und siehe da, wir treffen die Rangerin, die dabei war, als Joseph den umgefallenen Baum zerhackte. Diese schwarzen Riesenwaldschweine sind einfach nicht leicht zu fotografieren, obwohl das Licht gut war. Sie waren aber auch recht weit weg.
Langsam und auf Vögel achtend, bewegen wir uns zur The Ark Lodge. Glück hatten wir mit den Vögel keins. Als wir in der Lodge ankamen, nur kurz das Gepäck aufs Zimmer und das letzte Licht des Tages nutzen. Der Goldschwingennektarvogel... aber leider wird auch diesmal nichts. Distanz mit zu wenig Licht passt einfach nicht, obwohl er super sass. Und das war der Mond, der ganz schnell wie ein glühender Ball hochkam
Die nachtaktiven oder diejenigen, die nachts gerne salzleckenden Tiere zeigen sich, Tüpfehlhyäne, Büffel, Elefanten. Das Abendessen schmeckt wieder lecker. Die haben einen ganz guten Chefkoch hiere. Es ist viel wärmer als im August und die Wärmflasche im Bett tut dem Rücken gut, doch frieren würde ich auch sonst nicht.
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201401. Okt. 2019 · #10
15.9. Um 6.00 sitze ich schon am Frühstückstisch und gehe dann auf den Laufsteg. Es ist kühl, aber nicht neblig.
Und dann kommt die Sonne hoch - wau!
Das Goldschwingennektarvogel Weibchen kommt besser raus als das dunklere Männchen. Es mangelt halt immer noch an etwas Licht.
Pünktlich kommt Joseph und wir starten die Fahrt durch den Wald. Bei einem Flüsschen sind grade die Nutria am Schwimmen. Diese sind vor etlichen Jahrzehnten aus Pelzfarmen entweder entwischt oder frei gelassen worden, als das grausame Pelzgewinnen sich nicht mehr lohnte.
Die Strasse steigt stetig an und wir entdecken den Silberwangennashornvogel
An einer Stelle, wo man aussteigen darf und gelegentlich Mt. Kenia sieht, findet man die Gelbscheitelgirlitze immer. Salz könnte der Anziehungspunkt sein.
Bald sind wir oben am Chania Wasserfall. Die fitten Kunden gehen den steilen Weg runter und natürlich wieder hoch. Man sieht schon ein Teil des Hochmoors und ganz deutlich den Rosenholzwald.
Einige der alpinen Pflanzen - Helichrysum sp. (Familie Asteraceae /Compositae / Korbblütler) u.a.
Den Bergbussard sehen wir leider nur von Weitem... Bei den Fishing Lodge Hütten essen wir unseren Picknicklunch. Gesellschaft kommt auch, Moorlandschmätzer und Oliven-/Bergdrossel
Danach geht es auf den Hauptweg zurück und zum Karuru Wasserfall zweigen wir ab. Ich war schon länger nicht mehr dort und bin schockiert, wie schlecht der Weg geworden ist! Aber halt stop... da der Malachitnektarvogel!! Auf den habe ich gehofft. Bisher hatte ich ihn nur kurz auf der Augusttour gesichtet.
Und dann geht es auf einem schmalen Fussweg mit Stufen runter zu den Fällen. Hier passe ich nicht.
Auf dem Weg zu der anderen Plattform laden diese Blüten zum Fotografieren ein. Die Aberdares haben einen unglaublichen Pflanzenreichtum. Gladiolus watsonoides
Crotolaria sp.
Der Wasserfall auf unserer Seite mit Regenbogen und seinen vielen Stufen
Nun wieder den miesen Weg hoch und da kommen uns etliche Studenten zu Fuss in Rangerbegleitung entgegen. Den Rosabus und den ruhenden Fahrer treffen wir auf dem Hauptweg. Der wagte es nicht und das ist auch richtig so. Wir fahren zum Mutubio Gate und runter in den Grabenbruch. Bis zum Highway kommen wir gut voran, doch dann verlangsamen uns die vielen Lastwagen, obwohl es Sonntag ist.
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Sadie1'835 Beiträge · seit 201502. Okt. 2019 · #11
Hallo Elvira, Du, der Kampfadler mit chick gefällt mir am Besten. Sehr schön aufgenommen. Danke! Und schon wieder auf Safari im Samburu. Danke fürs Zeigen und Mitnehmen. LG, Katrin
BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201402. Okt. 2019 · #12
Hallo Katrin
darfst auch gerne mit. Schon wieder Samburu - ich kann von Samburu nicht genug bekommen. Werde im November wieder dort sein.
Liebe Gruesse Elvira
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201402. Okt. 2019 · #13
Leider kommen wir erst so um 17.00 Uhr in der Sentrim Elementaita Lodge an. Tanken musste ja auch noch sein. Mit dem Lied Jambo Bwana werden wir begrüsst. Einchecken, Gepäck aufs Zimmer und Rumlaufen.
Da kommt der Manager Kioko angelaufen und wir freuen uns, uns nach doch recht langer Zeit mal wieder zu sehen. Er zeigt auch gleich auf einen Vogel und ich täusche mich wirklich nicht, es ist ein Hemprichstoko. Dieser kommt nur an wenigen Orten vor und einer davon ist am Elementaita See.
Es hatte mal kurz etwas geregnet, dafür ist nun eine schöne Abendstimmung
16.9. Wiederum bin ich um 6.00 beim Frühstück und danach gleich auf Vogelpirsch. Es ist ein traumhafter Morgen! Der See ist rosa gefärbt durch die so vielen Flamingos. Sieht gigantisch aus. Seit einer Weile ist die Zahl hier sehr hoch. Glücklicherweise war die letzte Brut am Natronsee sehr erfolgreich.
Guineataube
Rosenköpfchen, die durch Käfigvögel nach Kenia kamen. Sie brüten unter dem Dach eines Bungalows in der Sentrim Elementaita Lodge
Leider haben meine Gäste die Zeit gestern falsch verstanden und hatten so kaum Zeit noch ein paar Vogelaufnahmen zu machen. Denn um 07.30 starten wir die Fahrt zum Amboseli. Diese zieht sich, obwohl wir trotz Lastern relativ gut vorwärts kommen. Bei einem Souvenirshop in Emali essen wir unser gepacktes Mittagessen und fahren danach direkt auf Pirsch. Als erstes begegnen uns ein paar stattliche Grantgazellenböcke. Man sieht gut, wie staubig es ist und dieser feine Staub in der Luft macht der Kamera das Leben schwer, sie hat Mühe zu fokusieren.
Doppelbandrennvogel
Das Licht wird schon recht gut und die liegenden Gnus sind fotogen
Und so sehen die Staubbilder aus... Witwenenten und einige Elefanten
Nilpferde in dem nach wie vor existierenden Sumpf
Braunrückenpieper
Wo immer Tiere gehen, bläst der Wind den feinen Staub hoch und weg
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201402. Okt. 2019 · #14
Wo Leben ist, ist auch Tod... Büffelgerippe
Nilpferd mit Kuhreiher
Dank dem Wasser in den Sümpfen hat es noch Futter für die doch einigen Elefanten, die nicht weggezogen sind
Nein, das ist nicht die Masai Mara, das ist Amboseli, wo auch eine Wanderung vom Westkilimanjaro stattfindet. Betrachtet man die Gnus im Amboseli und der Masai Mara genauer, dann sieht man, dass diejenigen in Amboseli heller sind. Es sind tatsächlich 2 Unterarten (Connochaetus taurinus albojubatus - Amboseli / mearnsi - Masai Mara)
Wo Gnus sind, können Zebras nicht weit sein. Die sind wohl zu tief eingesunken, der Sumpf kann auch tückisch sein.
Im Moment sind so viele Tiere hier... ein Traum, trotz des Staubes
Wir fahren aus dem Tor und die 3 km zur Sentrim Amboseli Lodge. Ich rede kurz mit dem Manager und gehe in sein Büro. Ich traue meinen Augen nicht, da sitzt mein früherer Mitarbeiter aus dem 680 Hotel als ich dort Manager war. Jared war meine rechte Hand und wir haben Stunden Probleme, Aufgaben und Herausforderung diskutiert und gelöst. Er ging dann nach Mauritius zur Weiterbildung. Die Wiedersehensfreude ist gross auf beiden Seiten. Er löst den Manager Joel ab, damit er mal in Urlaub darf. Ein gutes Abendessen und etliche Stunden Schlaf.
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201404. Okt. 2019 · #15
17.9. Morgenstund hat Gold im Mund oder der Weissbauchlärmvogel die Frucht des Persian Lilac (Melia azedarach). Der Cousin des alles heilenden Neembaumes wurde aus dem Himalaya eingeführt.
Am Morgen ist der Kili meist wolkenlos. Erschreckend, kaum mehr Eis auf seinem Haupt und das ist eine der Wasserresourcen für das umliegende Savannenland
Schon bald fahren wir in den Park, Gepäck und Picknicklunch eingeladen. Heute ist mehrheitlich Vögel und das heisst zum See
Kleine Streifenschwalbe
Zwergfalke, Weibchen. Sie mieten sich bei den Starwebern in Kenia unter.
Wir kommen am See an und man kann sich vorstellen, dass wir hier eine Weile verbleiben... Gnu, so dass man die Tiefe des Wasser sehen kann
Zwergflamingos filtern mit Lamellen Algen aus dem Wasser
Es ist einfach ein idyllischer Platz und wir haben Glück mit dem Licht.
Grünschenkel sind Zugvögel aus dem Norden und etliche Wattvögel sind schon angekommen. Hier hat es die Insekten, die sie benötigen
Der Stelzenläufer versucht mit dem langen Spitzen Schnabel Kleingetier aus dem Wasser zu picken
Auch einen Silberreiher juckt es mal
An den verschiedenen Rosaschattierungen sieht man, dass es noch fast ganz graue Junge dabei hat
Rotschnabelente
3 Zugvogelarten - Zwergstrandläufer, Kampfläufer und Bruchwasserläufer
Es geht zur Buschpiste, da wir alle eine Toilette besuchen möchten. Und wer sitzt da auf dem Mast? Ein Pärchen Steppenfalken. Es scheint, man sollte einige Hochsitze für Greife in die baumlose Ebene stellen
Vom Silberreiher lässt sich der Edel- oder Mittelreiher anhand der Grösse aber vorwiegend an der Linie unter dem Schnabel, die nicht bis hinters Auge reicht unterscheiden
Rallenreiher, einer der kleinen Reiher. Den grössten, den Goliathreiher sehen wir auch. Scheint also recht viele Frösche und Fische zu haben.
Schwarzhalsreiher
Vorbei an Elefanten, Zebras, Gnus, Nilpferden u.a. geht es aus dem Park raus und in einem Zug bis nach Emali, wo wir wieder unser gepacktes Mittagessen essen. Einige fragen sich, ob es sich wirklich lohnt, für eine Nacht die Strecke zum Amboseli unter die Räder zu nehmen. Es lohnte, aber 2 bis 3 Nächte wären schon bedeutend besser. Wieder auf den Highway, vorbei an Nairobi und nach Limuru. Im Brackenhurst checken wir ein. Schreck, Rauchverbot im ganzen grossen, aber wunderschönen Garten. Baptisten haben hier Schulen für Erwachsene und Kinder. Am Empfang sage ich der Dame, keiner hat was geschrieben, dass in der ganzen Anlage Rauch- und Alkoholverbot ist... sie begriff die Konsequenzen nicht. Die Zimmer sind in Ordnung, klein, aber es hat alles, was man braucht, auch Internet. Irgendwann spaziere ich halt zum Tor, um meine Zigaretten zu rauchen. Später ist es ja dunkel... Als wir in den Speisesaal kommen, möchten wir eine Limonade. Der Kellner, das gibt es nur in der Cafeteria. Grrr, ich meine nur, hier sind wir zum letzten Mal. Da plötzlich zeigt er sich bereit uns Sodawasser und Bitter Lemon zu bringen. Die Lehrtochter sagt, das Trinkwasser in der Flasche sei abgekocht - dann könne sie es gleich wegnehmen. Später erfahre ich, dass es gefiltert ist, aber keiner weiss, was für eine Filteranlage benutzt wird. Das Essen ist gut, da können wir uns überhaupt nicht beklagen. Zum Glück war mein Bett gross, denn die Wärmflasche hat geleckt. Schlafen tue ich gut. Ich beklage mich dann auf E-Mail und die Antwort ist: Entschuldigung und wir hoffen, dass ich wieder Gäste bringe. Meine Antwort klar und deutlich, solange sie solche Regeln haben, dass man nicht mal sein Bier mitbringen könne, nein.
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201405. Okt. 2019 · #16
18.9. Joseph holt uns um 08.00 Uhr ab und es geht in die Masai Mara ins Basecamp. Wie gewohnt eine herzliche Begrüssung. Meine Gäste bekommen ein Zelt am Fluss, ich eins inmitten des Grundstücks, ein Platz, den ich sehr mag. Und siehe da eine Afrikanische Grasmücke kommt auch schon zu Besuch. Dem Campzebra gefällt es auch hier. Es ist Zeit zum Mittagessen und wir beschliessen nicht auf Pirsch zu fahren, da die Fahrt auf immer noch einem guten Stück arge Holperpiste ist und wir noch 3 volle Tage haben werden. Die Fotos sind leider nicht toll, dienen aber, um sicher zu sein, dass ich keine Fehlidentifikationen für die Kenya Bird Map mache.
19.9. Frühstück um 6 und los um 7. Durchs Tor, wo die Ranger wie gewohnt Mikado spielen und von nun an jedes Mal die Tickets anschauen.... Die Clowns der Savanne beim Kampf. Da es nicht Paarungszeit ist, ist es nur halb ernst.
Eine tolle Herde von Elandantilopen, die grösste aber nach wie vor eine der scheuesten Antilopen
Keine Sorge, wir lassen die Vogelbeobachtungen wegen den vielen Säugern nicht links liegen - Rotnackenlerche
Es geht zum Hippopool am Talekfluss, wo wir uns mit Onesmus, der unsere Kunden aus Mexiko fährt, treffen. Das jung verheiratete Paar geniesst die Safari in vollen Zügen! Und es ist herrlich ihnen zuzuhören. Von hier werden sie ins Ocean Sports in Watamu fliegen, dann in den Amboseli mit Joseph und dann mit einem Kollegen eine Tour in Nordtansania machen.
Bald danach finden wir eine Gepardin. So wie sie in die Gegend schaut, wäre sie bereit eine günstige Jagdgelegenheit wahr zu nehmen
Wenn Strausse tanzen, kann das heissen, dass Paarungen nicht mehr weit weg sind. Wir treffen auch einige paarende Paare während der Safari und vor allem im Nairobi Nationalpark auf einer späteren Tour.
Elefanten haben einfach eine Anziehungskraft und es freut, wenn man sieht, wie sie ruhig an uns vorbeiziehen
Mir schwebt ein Bild vor Augen, ganz viele Thommies im Rennen. Das hier ist nur ein paar % von was ich möchte - irgendwann wird es wohl klappen
Wir suchen einen Baum, was gar nicht so einfach ist, da wo wir sind, um unser Picknick zu essen. Wir teilen ihn mit anderen Gästen.
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201405. Okt. 2019 · #17
Kurz nachdem wir losgefahren sind, stoppt Joseph das Auto und fährt zurück. Eine Gepardin frisst an einer Thomson Gazelle. Ich habe nun die Qual der Wahl, denn ich schoss sooooo viele Bilder uns weiss nun nicht, welche soll ich posten. Eine volle Stunde standen wir da. Einige andere Autos kamen, blieben ein paar Minuten und jagden weiter... so treffen wir die Szene an.
Erst im Stehen. Wir können nicht sehen, wieviel sie schon gefressen hatte. Sie wechselt gelegentlich die Position, so dass sie besser Fleisch abbeissen kann. Manchmal schaut sie sich um, um sicher zu gehen, dass sie sicher ist. Solange wir da standen, hatten die Geier sie und die Beute nicht gesichtet.
So nun fahren auch wir woanders hin und lassen sie in Ruhe das Mahl zu Ende bearbeiten. Es liegt noch einiges an Arbeit vor ihr.
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picco6'369 Beiträge · seit 201106. Okt. 2019 · #18
Hoi Elvira
Mal wieder ein herzliches Danke fürs Weiterschreiben! Hab mal wieder die RB-Liste mit Deinen diversen RB's der letzten Monate aktualisiert.
Bushtruckers schrieb:Ich habe nun die Qual der Wahl, denn ich schoss sooooo viele Bilder uns weiss nun nicht, welche soll ich posten.
Ja, das Problem hatte ich beim Uganda-Zanzibar-Reisebericht mit der Löwein und dem Kob-Jungen auch, mehrere hundert Bilder und nur wenige davon kann man zeigen ohne dass es langweilig wird. Und dann kommt noch dazu dass man nicht alle Bilder zeigen kann weil nicht jeder so was verträgt...es ist gar nicht so einfach über so was zu berichten! Hast Du aber sehr gut gemacht, bi schtolz uf Du! 😎
BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201406. Okt. 2019 · #19
Hoi Picco
Danke fuers Kompliment. Habe mit Absicht im Titel - Fressgewohnheiten - geschrieben. Eine kleine Vorwarnung, dass es blutig werden kann, schliesslich hat Kenia einige Beutegreifer!
Das Auswaehlen ist wirklich oft ein kleines Kopfzerbrechen.....
Liebe Gruesse und Danke, dass Du mit Deinem Regentanz Regen nach Kenia geschickt hast - die Kueste bekam schon seit einigen Tagen, aber wir im Inland sahen nur Wolken
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201406. Okt. 2019 · #20
Ein stattlicher Rietbock präsentiert sich uns.
Wir finden das Löwenrudel mit den Jungen. Doch sie sind zu arg hinter Gras und Gebüsch auf der anderen Seite eines kleinen Flüsschens. Aber schön sie zu sehen ist es dennoch. Mami gähnt und was Mami macht, kopiert man
Der Graurückenwürger ist der meist angetroffene Würger in der Masai Mara
Gemütlich geht es zurück ins Basecamp. Eine herrlich heisse Dusche und dann ist Abendessenszeit. So verwöhnt werden wir. Es sieht nicht nur toll aus, sondern schmeckt auch ausgezeichnet
Die Maasai tanzen heute
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