THEMA: Malawi: Acht Tote nach Elefantenumsiedlung
11 Feb 2024 11:14 #682212
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Schlecht umzäunter Nationalpark – Elefanten durchstreifen auch das dicht besiedelte Umland

Im Jahre 2022 hat die amerikanische Tierorganisation IFAW 264 Elefanten aus dem malawischen Liwonde in den Kasungu Nationalpark umgesiedelt. Angeblich sollte dies den Tourismus fördern. Auch die vom britischen Prinz Harry geleitete Naturschutzorganisation African Parks war beteiligt. ...

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11 Feb 2024 12:40 #682222
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  • Ebi am 11 Feb 2024 12:40
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Da gab es leider schon vorher Unfälle, und zwar im NP.

Als wir 2019 dort waren, gab es etwas Aufregung. Danach hat sich herausgestellt, dass ein junger Engländer, der Elefanten schützen sollte, von einem Tier getötet wurde. Der gern gefilmte Prinz hat dann irgendwann recht medienwirksam einen Kranz niedergelegt.

Schöne Grüße
Ebi
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11 Feb 2024 13:47 #682228
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Gibt es eine unabhängige Quelle für die 8 Toten oder nur diese Jägerseite? Weil die Meldung ist zumindest in Teilen Müll. Prinz Harry hat African Parks nie geleitet. Er war 6 Jahre President. Das ist die Rolle des "Grüßaugust" und Maskottchen ohne exekutive Funktion. Geleitet wird African Parks von einem CEO und strategische Entscheidungen trifft das Board of Directors - am ehesten vergleichbar mit einem Aufsichtsrat in Deutschland. Nach 6 Jahren als Grüßaugust ist Harry seit 2023 (einfaches) Mitglied im Board of Directors von African Parks.

Wenn die Meldung stimmt, dann ist das Horror und nicht der Sinn von (Wild-)Tierschutz. Man muss das dann aufarbeiten, die Angehörigen entschädigen und Lehren daraus ziehen. Im Allgemeinen hat African Parks aber einen exzellenten Record und Ruf, was Tier- und Naturschutz sowie Einbindung der lokalen Anwohner anbetrifft.

Die werden jedes Jahr von einigen reichen NGOs und Milliardären mit zig Millionen beworfen und machen mit dem Geld in Sachen Natur- und Tierschutz viel Sinnvolles. Kritisieren kann man African Parks meines Erachtens am ehesten dafür, dass sie zwar die Umsatzgenerierung in den Parks und die Förderung des Tourismus in ihren Statuten zu stehen haben, das aber in der Praxis anscheinend kaum machen. Rund 90% von deren Einnahmen stammen aus (Groß)Spenden und nur rund 10% werden in ihren Parks erwirtschaftet. Bei so einem Verhältnis werden die Parks wirtschaftlich nie auf eigenen Füßen stehen können und African Parks für alle Zeit unentbehrlich.

Grüße
Letzte Änderung: 11 Feb 2024 13:48 von mitglied19210.
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11 Feb 2024 15:12 #682239
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Hinter der Paywall ist zu lesen, das kurz nach der Umsiedlung Elefanten ausbrachen und da bereits 3 Menschen ums Leben kamen. www.theguardian.com/...ill-three-malawi-aoe

Und noch ein Artikel zum Thema, dieses Mal frei lesbar: Villagers in Central Malawi Face Attacks From Elephants


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Letzte Änderung: 11 Feb 2024 15:16 von Logi.
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11 Feb 2024 16:00 #682242
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Nur zur Klärung, um Missverständnissen vorzubeugen. Der Kasungu-Nationalpark, wo die Elefanten ausgebrochen sind, wird NICHT von African Parks gemanagt. African Parks war nur insofern beteiligt, als die Tiere aus dem Liwonde-Nationalpark, der von A.P. geleitet wird, umgesiedelt wurden.

Hier ein etwas fundierterer Artikel zur Problematik
africageographic.com...hant-translocations/
Letzte Änderung: 11 Feb 2024 16:08 von Hans-Wolf. Begründung: .
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