THEMA: Züri-Dakar
22 Feb 2018 21:34 #511359
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  • marimari am 22 Feb 2018 21:34
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BikeAfrica schrieb:
... was spricht denn eigentlich gegen Sukuta?
Wolltet ihr ursprünglich nicht so weit fahren?

Joe von Sukuta ist ein netter und hilfsbereiter Kerl. Ich habe damals dort auch einen Deutschen getroffen, der kurz vorher seinen dort länger abgestellten Lkw wieder in Empfang genommen hatte und zufrieden war.

Gruß
Wolfgang
Hi Wolfgang - genau, Banjul ist ne ganze Strecke weiter...und es gibt unterwegs noch viel zu sehen.
In max 3 Wochen wird's knapp (mehr Zeit bekommen wir von den Arbeitgebern im Moment nicht hin).
Banjul wäre eigentlich dann schon die übernächste Station...
Daher der Gedanke einer Zwischenstation. In den Niokolo wollten wir auch..
Mal sehen vielleicht ergibt sich in der Mercedes B. Garage in Dakar was...ansonsten organisieren wir uns von Sukuta aus (irgendwie sicherlich machbar).
Für weitere Ideen u. Tipps bin ich dankbar.
LG
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22 Feb 2018 21:47 #511361
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  • BikeAfrica am 22 Feb 2018 21:47
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... schreib doch Joe von Sukuta trotzdem mal an und schildere ihm das Problem.
Er hat früher, als man noch Geld damit verdienen konnte, Autos von Europa nach Afrika überführt und unterwegs natürlich auch immer mal übernachtet. Vielleicht hat er ja einen Tipp und hilft euch, wenn es dazu führt, dass das Auto im Folgejahr bei ihm 'ne Weile steht.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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22 Feb 2018 22:04 #511364
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  • marimari am 22 Feb 2018 21:34
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BikeAfrica schrieb:
... schreib doch Joe von Sukuta trotzdem mal an und schildere ihm das Problem.
Er hat früher, als man noch Geld damit verdienen konnte, Autos von Europa nach Afrika überführt und unterwegs natürlich auch immer mal übernachtet. Vielleicht hat er ja einen Tipp und hilft euch, wenn es dazu führt, dass das Auto im Folgejahr bei ihm 'ne Weile steht.

Gruß
Wolfgang

Hallo, das werde ich auf jeden Fall machen.
Vorfreude herrscht - wir holen den Bobby aus Namibia zurück -bekommen die Sahara und machen uns auf ins neue Abenteuer!
Mal sehen, vielleicht schaffen wir es noch vor unserer Pensionierung in 14 Jahren :laugh: (mandatory minimum age) bis zu den rollenden Köpfen - Timbuktu...ein lang ersehnter Traum ;) :P von mir... B)
LG
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Letzte Änderung: 22 Feb 2018 22:22 von marimari.
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22 Feb 2018 22:09 #511365
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marimari schrieb:
Mal sehen, vielleicht schaffen wir es noch bis zu den rollenden Köpfen - Timbuktu...ein lang ersehnter Traum ;) :P von mir... B)

... hatte ich auch mal vor. Mit dem Rad von Nord nach Süd durch die algerische Sahara nach Niger und von dort nach Timbuktu.
Wird wohl nichts mehr in diesem Leben ...

Gruß
Wolfgang
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22 Feb 2018 22:13 #511367
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BikeAfrica schrieb:
marimari schrieb:
Mal sehen, vielleicht schaffen wir es noch bis zu den rollenden Köpfen - Timbuktu...ein lang ersehnter Traum ;) :P von mir... B)

... hatte ich auch mal vor. Mit dem Rad von Nord nach Süd durch die algerische Sahara nach Niger und von dort nach Timbuktu.
Wird wohl nichts mehr in diesem Leben ...

Gruß
Wolfgang

ja so manche Träume sollte man nicht so schnell aufgeben.. ;)
Wie war eigentlich Guinea - Bissau?
Werde mich morgen mal während der täglichen Zugfahrt einlesen...Danke u. Grüsse, M.
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22 Feb 2018 23:15 #511373
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marimari schrieb:
ja so manche Träume sollte man nicht so schnell aufgeben.. ;)

... das Problem ist, dass ich eigentlich schon jetzt nicht mehr fit genug bin, um einen Anhänger mit 40-50 Litern Trinkwasser auf dem Rad über Wüstenpiste zu ziehen. Und das wird sicherlich Jahr für Jahr nicht besser. Die Sicherheitslage in der Region hält mich derzeit davon ab, so etwas mit dem Rad zu machen. Also bleibt nur abwarten ...

Wie war eigentlich Guinea - Bissau?

... von Anfang bis Ende alles total schräg und abgefahren.
Es war anfangs ja gar nicht klar, ob ich von Gambia in die Casamance im südlichen Senegal fahren könnte, weil die Rebellen der MFDC seinerzeit phasenweise sehr aktiv waren. Das war dann möglich und ich bin nach Ziguinchor geradelt. Dort bin ich relativ spontan in das Konsulat von Guinea-Bissau und habe mir gegen Jahresende das 25. Visum des Jahres dort besorgt. Während des Ramadan und an einem Wochentag, an dem normalerweise sowieso geschlossen gewesen wäre. Da ich nicht drauf geachtet hatte, dass das Visum erst ab dem nächsten Tag galt, bin ich direkt los zur Grenze.
Es gab vier Baracken von Zoll, Militär, Polizei und Geheimdienst. In jeder musste ich einen Einreisestempel einholen, einmal wurde das gesamte Gepäck kontrolliert und immer der gesamt Pass von Anfang bis Ende aufmerksam durchgeblättert. Nur das eigene Visum wurde nie beachtet. Ich habe jetzt vier Einreisestempel im Pass mit einem Datum, das vor Gültigkeit des Visums liegt. ;-)
Habe ich auch selbst erst nach meiner Rückkehr gemerkt.

Ich hatte keine Landkarte und keine Infos über Guinea-Bissau, außer den Hinweisen des Auswärtigen Amtes zum Zeitpunkt meiner Abreise. Keine Bedenken ...

Nun ist Militärputsch offenbar schon Pflichtfach in der Grundschule und das passiert dort wohl alle paar Jahre mal. Es passierte auch, als ich noch in Gambia oder in der Casamance war und nichts davon mitbekam. Ich wunderte mich dann nur über die zahlreich bewaffnete Zivilbevölkerung auf dem Land und den ein oder anderen zerschossenen Panzer am Straßenrand. Ich dachte, die stammten noch vom sechs Jahr zuvor beendeten Bürgerkrieg (vielleicht war es auch so). Als ich zurück in Deutschland war, stand auf der Seite des Auswärtigen Amtes, dass man das Land wegen Unruhen meiden solle und ganz besonders Überlandfahrten und wenn nicht vermeidbar, dann nur im Konvoi. Und ich bin ahnungslos fröhlich pfeifend alleine mit dem Rad unterwegs gewesen ... ;-)

Ich bin also einfach drauflos geradelt. Die zunächst gute Straße wurde schmaler, die Markierungen verschwanden, sie wurde einspurig, ging in eine Piste über und endete an einem Fluss. Fischer im Einbaum brachten mich auf die andere Seite.



Ich bin da völlig planlos unterwegs gewesen auf Trampelpfaden und kleinen Wegen durch Busch und Wald und wusste die meiste Zeit nicht, wo ich eigentlich bin. Ich habe ausschließlich gezeltet und bei irgendwelchen Dorfchefs oder Leuten gefragt, ob ich mein Zelt neben ihrer Hütte aufstellen darf. Ich habe Wasser von den Leuten bekommen und gefiltert und wurde von den Leuten zum Essen eingeladen. Trockener Reis ohne Beilage, aber auch das ist toll, wenn man Hunger hat. So leb(t)en die Menschen dort ...
Es ist auch durchaus üblich, dass Frauen mit einem Tablett auf dem Kopf mit drei mickrigen halbreifen Tomaten und einer schrumpeligen Paprika sechs Kilometer zum nächsten Markt gelaufen sind in der Hoffnung, das zu verkaufen oder zu tauschen.

Es waren ungewöhnliche Erlebnisse dabei und ich erinnere mich noch an viele Details, aber ich kann Dir rein gar nichts zu irgendwelchen Sehenswürdigkeiten oder Nationalparks sagen. Du wirst aber ein ganz anderes Afrika als im Süden Afrikas erleben. Zumindest ging es mir als Radreisender so ...

Gruß
Wolfgang
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Letzte Änderung: 22 Feb 2018 23:16 von BikeAfrica.
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