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THEMA: Reiseroute mit normalem Pkw
25 Jul 2006 16:27 #20616
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  • curitiba am 25 Jul 2006 16:27
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Hallo, Namibia-Spezialisten,

bestimmt hat jemand von euch eine Ahnung, ob man die folgende Strecke mit einem normalen Mietwagen im Dezember (wegen des möglichen Regens) machen kann? Zeit haben wir 5 Wochen (bis Mitte Januar).

Geplante Route: Windhoek - Fish-River - Tirasberge (via 707) - Sesriem - über C 14 nach Swakopmund - Cape Cross - via Hentiesbaai über die D 1918 zur Spitzkoppe und nach Ameib - weiter zur Vingerklip (welches wäre da die beste Route, könnte man evtl. von Ameib aus ohne größere Umwege quer hochfahren?) - Twyfelfontein - falls möglich über die C 43 nach Opuwo - von dort über die C 41, C 35 und die B 1 zum Bereich Lindequist-Tor des Etosha NP - via Grootfontein und Rundu nach Katima Mulilo (in der Hoffnung im Caprivi nicht auf einen verrückten Local mit Knarre zu stoßen) - via Ngoma-Bridge und Kasane zu den Victoria Falls - und letztlich über Kasane - Nata - Maun zurück nach Windhoek.

Ausflüge zum Sossousvlei und von Opuwo aus ins Outback sind eh nur mit geländegängigem Gerät geplant.

Heisse Ohren kriegen wir vor allem bei der Vorstellung, in den Tirasbergen auf den ellenlangen Farmwegen rumzufahren und bei der Strecke von Twyfelfontein nach Opuwo...sind diese Sorgen eurer Meinung nach berechtigt?

Außerdem lesen wir immer wieder, dass man sich nicht ohne einen 2. Reservereifen auf den Weg machen sollte. Ist es wirklich sinnvoll, sich das wegen des enormen Platzverlusts bei einem normalen Pkw anzutun?

So - jetzt sind wir mal gespannt, ob sich jemand von euch auf dieser - zugegebenermaßen etwas langen Route - auskennt, bzw. sie schon mal selbst gefahren ist?

Viele Grüße aus München und Vielen Dank für eure gutgemeinten Ratschläge...
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25 Jul 2006 16:35 #20620
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  • African Traveller am 25 Jul 2006 16:35
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Ich fasse mich kurz: Wenn vermeidbar, nimm keinen \"normalen\" PKW. Aus folgenden Gründen:

Tirasberge kann sehr heikel sein, insbesondere die Farmzufahren z.B. Landsberg.
Auf der Strecke nach Opuwo und weiter sind -abhängig von der Regensituation- einige Passagen durch Flussbetten und Senken zu bewältigen.
In einem höheren Wagen hast Du eine bessere Rundumsicht.
Ein höherer Wagen veringert die Gefahr von Beschädigungen am Unterboden und am Kühler, z.B. bei Revierdurchfahren. Derartige Beschädigungen sind durch KEINE Versicherung gedeckt !
Ferner hast Du mehr Platz für das wichtige 2. und teilweise sogar 3. Reserverad.
Versuche daher, einen Vermieter zu finden, der vielleicht noch einen Toyota Condor 2x4 im Angebot hat, damit wirst Du auf der von Dir geplanten Route keine Probleme haben. Besser, allerdings auch teurer, sind natürlich ein Toyota Hilux DC oder NISSAN HARDBODY DC 4x4 o.ä..

Leider habe ich zuwenig Fotos von meinen Versuchen, Namibia zu unterschiedlichen Jahreszeiten per PKW zu bereisen. Es wäre garantiert eine lustige Sache geworden - nur nicht, wenn man in der Situation \"steckt\" :sick:

Viel Spass bei der weiteren Planung !<br><br>Post geändert von: African Traveller, am: 25/07/2006 16:59
Gruss A/T

AUCH DIE LAENGSTE REISE BEGINNT MIT DEM ERSTEN SCHRITT...(chinesisches Sprichwort)

Namibia-die Perle Afrikas
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25 Jul 2006 16:46 #20622
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  • wüstenfee am 25 Jul 2006 16:46
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da muss ich african traveller Recht geben.
Ich würde diese Strecke in dieser Jahreszeit auf keinen Fall mit einem normalen PKW fahren.
Man muss immer damit rechnen dass einige Reviere voll sind. Meistens sind sie so tief, dass ein PKW nicht durchkommt. Außerdem sieht man nicht, wie sandig der Boden ist.
Auf dieser langen Strecke auch unbedingt einen 2.Ersatzreifen mitnehmen.
Bei einem double cab ist das auch kein Platzproblem.
Auch wenn es wesentlich mehr kostet, man fährt übersichtlicher, bequemer, sicherer und hat mehr Platz.
Viel Spaß
Wüstenfee
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25 Jul 2006 17:03 #20624
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  • BikeAfrica am 25 Jul 2006 17:03
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curitiba schrieb:
Außerdem lesen wir immer wieder, dass man sich nicht ohne einen 2. Reservereifen auf den Weg machen sollte. Ist es wirklich sinnvoll, sich das wegen des enormen Platzverlusts bei einem normalen Pkw anzutun?
... ich hatte mal 'ne Glücksträhne und innerhalb von 5 Tagen 3 Reifen platt gefahren und war froh drum, daß in dem VW Golf ein zweiter Ersatzreifen lag. Der zweite Reifen ging nämlich bereits kaputt, bevor ich die Gelegenheit hatte, den ersten flicken zu lassen.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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25 Jul 2006 21:03 #20634
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  • Armin am 25 Jul 2006 21:03
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Hallo \"curitiba\",

ein zweites Ersatzrad halte ich bei einem normalen Pkw noch für wichtiger, als bei einem 4x4, da die breiteren, grobstolligeren Reifen eines Geländewagens erfahrungsgemäß weniger anfällig für Schäden sind.

Wie meine Vorredner empfehle ich euch bei der geplanten Reiseroute und der Reisezeit auch dringend einen 4x4. In der Route stecken zu viele Problembereiche, als dass ich das Risiko mehrfacher Umplanungen eingehen würde. Ich würde sogar soweit gehen und die Reise um einige Tage kürzen, um die Mehrkosten für einen 4x4 einzusparen (falls erforderlich).

Auf jeden Fall sollte euer Wagen eine Klimaanlage haben, denn insbesondere die Region Fish River Canyon und der Norden dürften im Januar ein Glutofen sein - im Norden kombiniert mit hoher Luftfeuchtigkeit.

Viel Spaß
Armin
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26 Jul 2006 12:11 #20656
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  • joli am 26 Jul 2006 12:11
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Hallo Curitiba,
Regenzeit in Namibia heißt ja nun nicht, dass es ständig und im ganzen Land heftig regnet. Vielmehr gibt es gelegentlich kräftige, kurze Regenschauer ( 2006 war da sicher eine Ausnahme ). Die aber können dazu führen, dass Sandpads kurzfristig so \" verspült\" werden, dass man u.U. selbst mit 4x4 nicht mehr durchkommt - und zwar auch in Gegenden, wo es gar nicht geregnet hat !! Dann muss man eben warten, bis das Wasser zumindest soweit wieder abgelaufen ist, dass man eine Durchfahrt wagen kann. Mit 4x4 ist das eher möglich, mit einem höheren 2x4 Fahrzeug ( z.B. VW-Bus oder Condor) dauert es etwas länger und mit einem \"normalen\" PKW dauert es am längsten. Probleme aber bekommen die meisten nicht wegen eines \"falschen\" Autos, sondern wegen ihrer eigenen Ungeduld. Egal mit welchem Fahrzeug - man sollte Pads meiden, die sehr selten befahren sind. Und wenn man sichs partout nicht verkneifen kann, dann wenigstens Vorsorge dafür treffen, dass man mal auch einen Tag irgendwo ohne Hilfe liegen bleiben kann, d.h. immer ein 2. Reserrad dabei haben, pro Person mindestens 4-6 lt. Wasser und pro Person eine Fleece-Decke ( gegen Kälte und Wärme ). Da Ihr Erstbesucher seid, besteht nun wirklich kein vernünftiger Grund, unbedingt die abgelegensten Ecken und Pads zu befahren. Bleibt auf den Standard-Pads und fragt vor der Weiterfahrt Eure Gastgeber nach der Befahrbarkeit der angedachten Wege. Dann seid Ihr auf der sicheren Seite. Ein höheres Fahrzeug aber und vor allem das 2. Ersatzrad - beides ist in jedem Falle sehr zu empfehlen. Eure Reiseroute erscheint mir für 5 Wochen etwas zu lang; wir haben jetzt 6 Wochen vor uns und schaffen es - mit ähnlicher Streckenführung - nicht, auch noch den Süden Namibias einzubinden; in Windhoek ist für uns Schluss. Im Dez./Jan. würde ich aber auch bei mehr Zeit sehr gerne auf den Süden verzichten - wäre mir einfach zu warm. Aber das muss jeder selbst einschätzen und entscheiden.
Zur Strecke: muss es unbedingt Opuwo sein ? - Das bedeutet eine sehr große, zeitfressende Nord-Schleife mit einem etwas \"verunglückten\" Etosha-Aufenthalt: von Twyfelfontein/Khorixas könntet Ihr schön Richtung Etosha/Okaukuejo fahren und dann mit Ruhe über alle 3 Etosha-Camps zum Lindequist-Gate wieder raus und weiter wie gedacht. Wenn Ihr es bei Euer jetzt geplanten Route belassen sollt, dann würde ich von der B1 kommend nicht zum Lindequist Gate fahren, sondern nördlich von Etosha den neuen Eingang - das King Nehale Gate - benutzen; ist deutlich kürzer und führt auch nach Namutoni - und Ihr könnt unterwegs schon ein bisschen Tiere beobachten. Aber wie soll es nach Namutoni weitergehen ? - Nur Namutoni wäre etwas wenig für Etosha; die anderen beiden Camps liegen westlich von Namutoni - Ihr wollt aber im Osten wieder raus aus Etosha.
Ganz abgesehen davon: Ihr solltet Euch ziemlich schnell über die Route einig werden, denn ein paar Sachen müsst Ihr unbedingt vorbuchen. Eure Reisezeit ist Hauptferienzeit in Südafrika/Namibia und manche Lodges usw. sind dann geschlossen oder ausgebucht.
Gruß Joli
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