THEMA: Unterwegs in den 1970er Jahren
25 Jul 2011 06:27 #197371
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  • Volker am 25 Jul 2011 06:27
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Hallo Werner,

auch ich möchte mich für diesen außergewöhnlichen Reisebericht bedanken. Kaum zu glauben, was sich in 35 Jahren verändert hat. Wie so einige andere Fomis hätte ich nichts gegen weitere Impressionen, sei es Text oder Bild.

Vielen Dank.

Volker
Bye bye Forum
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26 Jul 2011 15:37 #197597
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  • wernerbauer am 26 Jul 2011 15:37
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Guten Abend, mit den diversen buttons zu „antworten“ und „bedanken“ kenne ich mich (noch) nicht aus. Ich bedanke mich also hier „pauschal“ bei allen Lesern für das Interesse und besonders bedanke ich mich für die freundlichen Kommentare.
Mit der Fotoqualität bin ich ehrlich gesagt überhaupt nicht zufrieden, irgendetwas habe ich falsch gemacht. Die Diascans waren eigentlich gut und nach Komprimierung auf ca. 300 bis 500 kb haben sie auch noch passabel ausgeschaut. Beim Einfügen haben Sie dann aber stark an Auflösung und Farbqualität verloren und sie passen auch nicht in den viewer. Keine Ahnung wie man das richtig/besser macht. Was passiert eigentlich, wenn man Bilder als Word-Grafikobjekt direkt im Editor einfügt? Mal sehen.....geht also nicht.

Auf einige der Kommentare möchte ich gerne antworten und mache das hier, anstelle jedem einzeln zu schreiben; ich kopiere auch keine Zitate herein, damit das kompakt bleibt:
An Carl, der das alles „angezündelt“ hat: Es hat schon ein bisschen gedauert, aber es war keine Mühe sondern Spaß, weil ich dabei viele schöne Erinnerungen aufgefrischt habe.
An Jambotess: Wir hatten schon ungefähre Informationen, was sich in 20 Jahre verändert hatte und wollten das einfach (nochmals) sehen. Dann verdirbt uns auch (fast) nichts die Laune, das schmälert nur das Erlebnis, es ist so wie es ist. Wir Europäer nehmen Afrika als ein Naturparadies wahr, für die meisten Afrikaner ist das zwar eine Einnahmequelle aber ansonsten haben sie andere Sorgen. Und es war schon ein Erlebnis und spannend die großen Veränderungen der letzten Jahre zu erleben. Das „Postapartheit“ SA, das selbstbewusste Auftreten der Menschen, die Modernisierung, insbesondere in Botswana etc….
An jaw: Die damaligen Plastikkanister waren, wie Du sagst, eine Plage und auch gefährlich. Blechkanister waren aber teuer und die praktischen roof-racks für eine Kanisterbatterie am Dach gab es damals nicht. Für den LC gab es damals auch keinen Zusatztank. Für die langen Aufenthalte in Moremi habe ich am Schrottplatz zwei schön rechteckig/kompakte 80l Bedford-Tanks gekauft und stabil am Dach befestigt. In 3rdbridge habe ich die Tanks dann unter einem Baum mittels Flaschenzug heruntergelassen, damit waren dann auch die Galerieplätze für die Ausfahrten frei.
Herzliche Grüße
Werner
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26 Jul 2011 20:22 #197632
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  • joli am 26 Jul 2011 20:22
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Hallo Werner,
irgendwie erinnern mich Deine Schilderungen schon fast an den "ollen Vedder" - wunderschön, so etwas zu lesen. Und dann auch noch von einem, der das alles selbst erlebt(und überlebt !!) hat.Zu einem gewissen kleinen Teil kann ich das von Dir Geschilderte auch noch in mein eigenes Afrika-Erleben einordnen und damit eigene Erinnerungen an das "erste Mal" wiederbeleben.Aber eines gefällt mir an Deinem Bericht überhaupt nicht - er stößt mich mit der Nase drauf, wie alt ich inzwischen selber geworden bin.:laugh:
Gruß Joli
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28 Jul 2011 16:34 #197938
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  • wernerbauer am 26 Jul 2011 15:37
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Guten Abend Joli, danke für den Kommentar. Hier ein Tipp für später betr. altersbedingte Reiseeinschränkungen (der in einem „Selbstfahrerforum“ vielleicht verpönt ist): Wegen Rückenproblemen verunsichert, haben wir uns zuletzt entschieden nicht selbst zu fahren und haben mit Hanspeter Meier aus Upington (siehe www.magicdesert.com oder www.kalahari-safari.de ) eine wunderschöne zwölftägige KTP- und Mabuasehube-Tour erlebt und diese „Privatsafari“ sehr genossen. Neben den Kalaharitouren macht er auch jede andere gewünschte Tour in der Region, von Camping light bis zünftig, Lodges, gemischt. Eine echte Alternative für Leute, denen es hauptsächlich um das Erlebnis geht und die nicht unbedingt selbst fahren können oder wollen; weil es ihnen nicht (mehr) so wichtig ist, oder weil es an Erfahrung oder Zeit fehlt (kein Kümmern um Buchungen, Proviant, Auto und Ausstattung mit notwendigen Extras etc.). Die, die als Bonus zum spartanischen Buscherlebnis auch etwas abspecken wollten, muss ich allerdings warnen: Keine Chance, Hanspeter war in seiner ersten Karriere Gastwirt und Koch.
Grüße, Werner
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13 Aug 2011 15:46 #200383
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  • wernerbauer am 26 Jul 2011 15:37
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Guten Abend, ich habe nun einige Zeit über Reiseerlebnisse zu Plätzen nachgelesen, die wir aus den 1970er Jahren kannten. Doppelt interessant zu erfahren, wie sich einerseits die Plätze selbst verändert haben und wie diese anderseits heute wahrgenommen und geschildert werden. Reichlich Stoff für einige ….ologische Studien über modernes Reisen, das ist aber nicht mein Thema. Gerade habe ich im Mozambiqueforum über den Gorongoza NP nachgelesen und zu einigen Beiträgen betr. „Gorongoza-Neu“ möchte ich etwas loswerden:
Wir waren 1973 in Gorongoza, in der Rückschau leichtsinnigerweise, weil eigentlich bereits Frontgebiet im Befreiungskampf. Das ist aber ein eigenes Thema. Nach meiner Erinnerung gab es keinen Campingplatz, sondern nur Bungalows und Verköstigung im Restaurant, alles über dem Preisniveau in SA oder Zim (Erika weiß vielleicht noch präziser). Der befahrbare Teil des Parks war zwar nur klein, die Tierbeobachtungen und –vielfalt aber erstklassig. Nach der Unabhängigkeit ist die Infrastruktur dann aus Geldmangel verfallen, später wurde der Park durch Renamo zerstört und ausgewildert und war dann eigentlich nicht mehr existent. Ab Mitte der 1990-Jahre begann die Rehabilitation mit internationaler Hilfe und später mit Mitteln der Carr Foundation. Dass es den NP wieder gibt und weiterhin geben wird, ist nicht zuletzt und vor allem den Millionen von US$ von Carr zu verdanken, wobei dieses Projekt nicht bloß als Freizeitpark für Europäer, sondern viel breiter angelegt ist. Vor diesem Hintergrund zu bedauern, „dass dort ein steinreicher Ami das Sagen hat“ (Zitat Erika) ist schon starker Tobak. Den jetzigen Stil von Gorongoza kenne ich nicht aus eigener Anschauung und sicherlich gibt es einiges zu kritisieren (hamwi), aber genauso gut kann/sollte man hinterfragen, warum es im afrikanischen Busch überhaupt 4-Sterneunterkunft, Pool, Restaurant und Bar geben soll. Andererseits trägt aber gerade dieser Hochpreistourismus zum Erhalt der NP bei. Ein echtes Dilemma (?).
Einschränkungen für Selbstfahrer bis zu Sperren in der nassen Jahreszeit machen m. E. unter bestimmten Umständen schon Sinn. Sie sollen in erster Linie die Wege schonen, weil teure Wegereparaturen nicht eingepreist oder möglich sind. Diese aufgewühlten Schlachtfelder sind ja auch Wunden in der Landschaft. Die Pisten liegen auch nach jedem Mal Hobeln ein paar Zentimeter tiefer, das geht auch nur für ein paar Jahre, der nächste Schritt ist dann Asphaltieren. „Guided Tours“ sind eine von mehreren Möglichkeiten, das zu verhindern und beschäftigt auch Leute.
Grüße Werner
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13 Aug 2011 19:23 #200395
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  • DummiYummi am 13 Aug 2011 19:23
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Hallo Werner,

ich war seit 2008 mehrfach im Gorongosa. Im Prinzip bin ich deiner Meinung, was das Engagement der Carr Stiftung angeht. Ohre die gäbe es Gorongosa NP nicht. Es sind aber auch Millionen aus der EU im Spiel, 2009 warne wir zufällig im Park, als Verhandlungen über 50 Mio EU Gelder stattfanden.

Die Strassensperrungen machen auch Sinn. Dieses Jahr durften wir nicht selbst fahren und machten notgedrungenermassen eine Tour mit einem angeblich FGASA gschulten Guide. Was ja auch ok wäre, wäre der Gute nicht genau so gefahren, wie du es oben geschildert hast. Wirklich jeder gesichtete Vogel flog davon bedingt durch den Speed. Von den anderen Tieren ganz zu schweigen.

Er war auf der Jagd nach einem längst entschwundenen Elefanten, da die anderen Gäste im Wagen bereits drei Tage da waren, sich langweilten und er ihnen etwas bieten wollte, was fast unmöglich ist. Was wir wollten, war ihm sch... egal.

Nahcdem er sich völlig idiotisch und kräftig festgefahren hatte und den Weg somit um 5 Zentimeter vertieft hatte, war unsere letzte Hoffnung dahin, am nächsten Tag eventuell doch noch die Erlaubnis zu bekommen, die befestigte Straße am Rio Musikadzi slebst zu befahren.

Der Straßenzustand liess doch nicht nur uns vermuten, dass man versuchte, die Touristen so lange als möglich in die teuren Game Drives zu bekommen. Während pitschnasse Pisten bereits meterweit an beiden Seiten gemäht waren (Man konnte also sehen, aber nicht hineinfahren), war die einzig befestigte und trockene Piste entlang des Rio Musikadzi bis zum Casa de Leoes nicht gemäht, man konnte also fahren, aber nichts sehen.

Wir trafen zufällig noch einen weiteren Guide aus SA, der genauso enttäuscht war und nach einem Drive einen Tag nach uns völlig empört ob der Qualität des Guides. Wir hatten 8 Tage geplant und gingen nach 2, der Südafrikaner nach einer Nacht.

Ob man bei der Carr Stiftung davon weiß? Ich glaube nicht.

Dennoch ist der Gorongosa NP von Juni bis Oktober ein lohnendes Ziel.
Ich kann aber allen nur raten, vor der Anreise die Webseite des Parks genau zu studieren, die nächste Campingunterkunft ist 150 - 200 km entfernt.

Viele Grüße,


Hans

PS Das Camp im Gorongosa NP ist meilen weit entfernt davon eine 4 Sterne Location zu sein. Die Facilities verfallen bereits wieder.
Reisen können, ist eine der schwierigsten Künste.
Eigentlich müßte man es im Hauptberuf betreiben.
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