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THEMA: Infos über die Geschichte von Farmen
30 Dez 2022 13:56 #658425
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  • solitaire am 30 Dez 2022 13:56
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Liebe Formis,
kann mit jemand Infos zur Geschichte von Farmen in Namibia geben? Also allgemeine Dinge wie
- Wie und wann entstand die heutige Farmeinteilung
- Wie die Zuteilung zu Besitzern
etc.
Es gibt zwar eine Website zu Farmen in Namibia, da steht sowas aber nicht drin.
Vielleicht kennt sich jemand aus oder kann mir Literatur empfehlen.

Danke schon mal
Solitaire
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30 Dez 2022 15:40 #658430
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  • Hanne am 30 Dez 2022 15:40
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hallo solitaire,
ein sehr interessantes Buch: Die Naukluft und die Farmen am Namibrand -Die Gästefarm Abababis- von Wolfgang Tuschmann
Verlag Schreibwerkstatt Probeer --- soweit ich informiert bin gibt es dieses Buch aber nicht mehr - versuchs einfach mal vielleicht hast Du Glück.
Empfehlen kann ich auch noch Traumland Südwest von Hans otto Meissner - Südwest-Afrika: Tiere - Farmen - Diamanten
Ich denke, die besten Informationen bekommst Du auf den jeweiligen Farmen selbst, oftmals liegt dort auch eine Chronik aus.
Schau doch auch mal beim Namibiana Buchdepot nach, da wirst Du sicher auch fündig werden.
Einen guten Ruscht wünscht Dir
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
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31 Dez 2022 10:52 #658480
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  • Buitepos am 31 Dez 2022 10:52
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Im Detail kann ich dir das leider nicht beantworten, generell ist mein Verständnis allerdings, dass zunächst Gesellschaften wie die
Deutsche Kolonialgesellschaft für Südwestafrika oder Minengesellschaften (siehe auch die Karte im verlinkten Wikipedia-Artikel) große Teile des Landes "erwarben".
Diese haben Sie dann parzelliert an private Farmer verkauft.
Typische Verkaufspreise lagen um ca. 1900 wohl zwischen 1 und 10 Goldmark pro Hektar, nach heutiger Kaufkraft also etwa 7 bis 70 Euro. (Zum Vergleich: laut eigener Historie der Farm Ondekaremba wurde das Land seinerzeit zu 2,60 Mark erworben.)
Auch Carl Schlettwein spricht in seinem "Leitfaden für den Anfänger" Der Farmer in Deutsch-Südwest-Afrika (ca. Seite 66 ff.) von vergleichbaren Preisen und dem Erwerb entweder direkt vom Staat, Gesellschaften, oder in eher selteneren Fällen "aus zweiter Hand".
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31 Dez 2022 11:17 #658482
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  • solitaire am 30 Dez 2022 13:56
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Danke Hanne für die Tipps. Namibiana hab ich schon durchsucht, Infos auf konkrete Farmen bezogen gibt es. Ich suche aber zudem Infos zur Landverteilung generell, wie es abgelaufen ist, wer warum welches Land bekam etc.

Liebe Grüße
Solitaire
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31 Dez 2022 11:25 #658483
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  • solitaire am 30 Dez 2022 13:56
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Danke Buitepos, da komme ich der Sache schon näher.
Ich habe zwei Farmkarten des "Directorate of Survey and Mapping", da sind die Farmen einmal mit Namen, einmal mit Nummern verzeichnet. Das ist ein ganz enger Raster, fast ganz Namibia ist in geometrische Felder eingeteilt. Das ist eine schier unüberschaubare Anzahl an Farmen. Und dann gibt es Bereiche, da ist nichts.
Zudem interessiert mich, ob nur weiße Siedler oder auch die einheimische Bevölkerung Farmen gekauft hat bzw. wie die Besitzverhältnisse jetzt sind. Hast du eine Ahnung, wo ich da Infos bekommen kann?

Liebe Grüße
Solitaire
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31 Dez 2022 11:53 #658486
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  • jaw am 31 Dez 2022 11:53
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Hallo Solitaire,
alle Farmen haben Nummern und ich habe irgendwo in meinen Unterlagen auch eine historische Farmkarte dazu. Die Nummern für die kommerziellen Farmen müssen wohl vor dem 1. Weltkrieg von der deutschen Kolonialverwaltung vergeben worden sein. Spätere Farmen wurden dann wie im deutschen Grundbuch mit /-Trennung als 250/1 und 250/2 etc. registriert. Die Nummern gelten bis heute. Ich habe dazu auch mal was gelesen, kann aber jetzt nicht auswendig sagen wo das stand. Die freien Flächen in deiner Karte sind die "Kommunalgebiete" und auch die ursprünglichen Naturschutzgebiete. Diese waren eben kein Privatbesitz und "eigentlich" ist auch bis heute ein Erwerb nicht zulässig, du kannst nur Nutzungsrecht pachten.
Meine Unterlagen sind derzeit alle in Umzugskisten verpackt und die Namibiasachen kommen erst wieder zum Vorschein wenn der Umzugscontainer in Windhuk entladen wird. Das wird allerdings noch einige Monate dauern....
Wenn du mich im Februar mal per pm erinnerst, dann kann ich evtl. mehr dazu sage.
Ansonsten empfehle ich dir, wenn du mal in Windhuk bist die Bibliothek der Namobia Wissenschaftlichen Gesellschaft in der 110 Robert Mugabe Ave. (Parken hinter dem Haus im Hof). Die haben die sichter die entsprechenden Quellen und sind sehr hilfsbereit.

Viele Grüße
jaw

P.S. Habe ich eben beim Googeln gefunden, aber bei der NWG auch schon mal was darüber gelesen:
webdoc.sub.gwdg.de/e...resden/Moser2007.pdf
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Letzte Änderung: 31 Dez 2022 13:03 von jaw.
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