solitaireThemenstarter1'947 Beiträge · seit 201107. Feb. 2024 ·
So, nun bin ich wieder auf den Beinen (oder zumindest vor dem Laptop) und es geht weiter.
Bevor ich zum Camp Dik-dik aufbreche, nutze ich die Morgenfrische für eine kleine Wanderung entlang des Steenbok-Trails. Er schlängelt sich am Rande des (natürlich nicht wasserführenden) Leadwood River. Dunkle Wolken lassen die zaghafte Morgensonne kaum durchdringen, das Farbenspiel ist wunderschön.
Ständig höre ich ein helles, melodisches "tu-tu-tu-tu", ich suche nach dem Verursacher und entdecke in einem kahlen Baum einen emsig rufenden Perlkauz, der mich genauso neugierig beäugt wie ich ihn.
Auf der Anfahrt zum Camp Dik-dik schüttelt es das Auto ordentlich durch und ich büße meine Schlampigkeit 😗 . Mein Camper verfügt über eine Vielzahl an Fächern und Stauräumen, die mit Klett- und Drehverschluss gesichert sind. Wenn man aber - so wie ich - nur den Klettverschluss schlampig schließt, findet man - so wie ich - schließlich den Inhalt sämtlicher Fächer in absolutem Chaos auf dem Boden des Wagens verstreut 🙄
Camp Dik-dik habe ich ausgesucht, weil mich die Fotos auf der website von Erongo Rocks so beeindruckt haben. Und ich muss sagen, meine Erwartungen wurden bei weitem übertroffen. Kaum sichtbar zwischen den riesigen Bouldern ist nicht nur Platz für meinen Camper und Zelte, sondern auch ein 2flammiger Gaskocher, Campingtisch und -stühle und eine Überdachung, die mich vor Sonne und Regen gleichermaßen schützt. Und das Beste: das Outdoor-Badezimmer mit Eimerdusche, WC und Waschbecken. 2 weitere Wasserhähne sorgen dafür, dass ich meinen eigenen Wassertank nicht aktivieren muss.
Die Hitze macht mich faul und schläfrig. Eine der besten Investitionen für diese Reise ist die Hängematte. Ich genieße die Ruhe, beobachte die Felsenagamen bei der Brautschau, höre die Klippschliefer knurren und träume den letzten Sonnenstrahlen entgegen.
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Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari
Hallo Solitaire, ich freue mich über Deinen Bericht. Wir waren 2022 auf DIk Dik und fanden es auch grandios. da hieß es noch ganz unromantisch Camp 4. Dieses Jahr werden wir Omandumba the Cave ausprobieren. Ich bin gespannt, ob the Cave mithalten kann. Liebe Grüße Kirsten
Hallo Solitaire, hier ein kleiner Nachtrag zu Devil's apple. Der Name wird nicht nur auf Solanum angewandt. Überwiegend wird damit aber Solanum linnaeanum Hepper & P.-M.L. Jaeger gemeint. Diese Art ist im südlichen Afrika weit verbreitet, wurde aber auch nach Australien und auf etliche pazifische Inseln verschleppt. Gilt als extrem giftig. Dank an Konni für die Vorlage. Beste Grüße Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
solitaireThemenstarter1'947 Beiträge · seit 201109. Feb. 2024 ·
Hallo Kirsten, Terry und Didi arbeiten unermüdlich und mit viel Liebe und Gespür daran, neue Campsites zu schaffen. Mir hat es auf Erongo Rocks so gut gefallen, dass ich am Ende meiner Reise nochmal kam. Da war ich zuerst am Camp Mountian View.
Das war allerdings eine Nummer zu groß für mich, das ist ideal für große Gruppen. Ich bin dann ins Camp Petit übersiedelt.
Mit netten Nachbarn.
Grandios war auch meine Wanderung am Neujahrsmorgen zum Aussichtspunkt Okambahe.
Das Video dazu lässt sich leider nicht hochladen.
Als weiteren Service für ihre Gäste haben sie einen kleinen Laden eingerichtet, in dem man nette Souvenirs und auch Lebensmittel bekommt. Dieses Angebot soll zukünftig auch noch ausgeweitet werden. Für Selbstversorger eine willkommen Möglichkeit, die eigenen Vorräte zu ergänzen.
Terry mal wunderschöne Natur-Bilder, die man als Notizbuch oder Karten dort erwerben kann.
Vor der Abreise rät mir Didi noch, mir den Erongo-Krater anzusehen. Über die 2316 kann man weit reinfahren. Eine beeindruckende Fahrt.
Ich freue mich schon auf meine nächste Reise, Erongo Rocks steht definitiv wieder auf dem Plan 🙂
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solitaireThemenstarter1'947 Beiträge · seit 201123. Feb. 2024 ·
Sorry Leute, der Alltag hat mich wieder voll im Griff. Aber jetzt geht's weiter.
Ich mag nicht lange Strecken fahren, muss außerdem bei einem Optiker meine verbogene Brille richten lassen und mache daher in Windhoek eine Nacht Zwischenstopp. Meine Campsite auf Arebbusch ist nicht sehr vertrauenserweckend. Sie liegt direkt am Flussbett und es hat in den letzten Tagen einige Male geregnet.
Umso erfreulicher sind die sauberen, hellen Sanitäranlagen. Damit hab ich garnicht gerechnet. Und ich habe die Möglichkeit, umfassenden "Hausputz" zu machen.
Meine nächste Campsite ist die Kalahari Anib Lodge. In der Palme neben der Rezeption sitzt eine Schleiereule, die mich neugierig beäugt.
ENDLICH spüre ich den roten Sand der Kalahari unter meinen Füßen. Die Campsite verfügt über Dusche und WC, eine Abwaschmöglichkeit und eine große Schattenveranda mit Grill, Tisch und Bänken.
Duschen ist nur am Morgen möglich, ab dem späten Vormittag verbrennt man sich am Kaltwasserhahn die Finger. Alles scheint zu glühen, so heiß ist es.
Wie üblich krieche ich früh aus dem Bett und mache mich auf zu einer 10 km-Wanderung. Die Lodge bietet 3 markierte Wanderwege in unterschiedlicher Länge. Wer es nicht so weit mag, nimmt den Ostrich-Trail, 6km, oder den Zebra-Trail, 7,5 km.
Um 6 Uhr hat es 27 Grad. Es ist bewölkt, ein bisschen düster - eine spezielle Morgenstimmung. Lerchen, Namaqua-Flughühner, ein Gackeltrappen-Hahn, ein Mausvogel und ein Ameisenschmätzer begegnen mir.
Auch ein Kaphase kreuzt meinen Weg.
Den Eland-Bullen und seine Weibchen habe ich anscheinend beim Frühstück gestört. Auch wenn sie mich mit ziemlicher Sicherheit nicht angreifen, ist mir doch wohler, wenn genügend Abstand und ein Busch zwischen ihnen und mir ist.
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solitaireThemenstarter1'947 Beiträge · seit 201123. Feb. 2024 ·
Hm, warum das eine Bild trotz "einfügen" nicht eingefügt ist, kann ich mir nicht erklären.
Ah, geschafft.
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Sehr schöne Bilder und eine spannende Reise. Ich finde auch all deine Vogelbilder toll. Kann ich mit Recht behaupten, dass du auch zu den Bird-Nerds gehörst? (Ich wurde in Südafrika von einer sehr netten Dame in den Kreis aufgenommen 🤩 ) Freu mich schon, deine Reise weiter zu verfolgen. 😉
solitaireThemenstarter1'947 Beiträge · seit 201124. Feb. 2024 ·
Hallo LilaEule, ja, das kannst du mit Recht behaupten 😄 Leider bin ich keine gute Fotografin, deshalb lässt die Qualität meiner Bilder manchmal zu wünschen übrig. Ich hatte viele Tage geschlossene Wolkendecke. Das war zwar bei der Hitze angenehm, das Licht war aber natürlich nicht so toll.
Das Bestimmen vor allem der Lerchen stellt mich allerdings vor so manche Herausforderung 😐 Weiß jemand, welche Lerche ich da auf der Kalahari Anib Lodge fotografiert habe?
Liebe Grüße Solitaire
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Hach, seeeehr schön. Ich freue mich auch immer über Vogelbilder und dann wirds von dir ja noch mehr geben. Ich finde deine Bilder aber sehr schön. Und viele Vögel sind auch wahnsinnig schwer aufzunehmen. Die Kleinen vor allem. Erst setzen sie sich dekorativ auf den Ast, gucken einen an und sobald die Linse auf sie geht: Husch, weg sindse. 🤨 🤪 😄
Merlin Vogel App sagt: Sabota Lark, also eine Sabotalerche. (Falls du die Lerche im Strauch von deinem letzten Beitrag meinst.)
solitaireThemenstarter1'947 Beiträge · seit 201124. Feb. 2024 ·
Ja, die Lerche meine ich. Ich denke auch, dass es eine Sabota ist, bin aber unsicher. Hab das Bild auch in den Vogelbestimmungs-Threat gestellt.
Morgen gehts weiter in den KTP, da gibt's dann auch eine geballte Ladung Vögel 🙂
Schönes Wochenende Solitaire
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solitaireThemenstarter1'947 Beiträge · seit 201106. März 2024 ·
Lange hat's gedauert, aber jetzt geht's tatsächich weiter.
Das Camp bei der Kalahari Anib Lodge bietet die Annehmlichkeit, dass man auch den Pool benutzen kann. Das ist wirklich eine tolle Erfrischung. Und auf der einen Seite kann man die Felsenschwalben, auf der anderen Seite die Marabus beim Trinken beobachten, während man sich selber auch was gönnt.
Nachdem ich beim Grillen immer zähe Schuhsohlen produziere, gibt's Steak aus der Pfanne und ein gemütliches Abendessen auf der großen Terrasse.
Beim Abräumen stoße ich mir (an der gut sichtbaren Kabelabdeckung am Boden 😊 ) eine Zehe blutig. Ich bin froh, dass ich die nächsten Tage in kein festes Schuhwerk muss, das hätte ich mit der dick angeschwollenen Zehe nicht geschafft. Ich mache mich auf den Weg in den Kgalagadi Transfrontier Park, da darf man das Auto ohnehin kaum verlassen und ich kann mit Slippern fahren.
Obwohl die C23 nicht sonderlich ansprechend ist, fahre ich doch schon bei Stampriet Richtung Grenze. Rechts und links weiden Schafe, Ziegen, Rinder und Pferde am kargen Grün der abgebrannten Flächen und es wird Luzerne und Gemüse angebaut.
Die Fahrbahn ist mal ganz gut, mal fürcherliches Wellblech. Wenn der Grader kommt, schiebt er in der Mitte der Fahrbahn einen ca. 30 cm hohen Wall aus losen Steinen und Sand zusammen, in den man besser nicht reinfährt. Vorbei an einigen Farmfriedhöfen direkt neben der Fahrbahn geht es Richtung Mata Mata.
Endlich erreiche ich den Grenzübergang und erledige im Zollhaus meine Grenzformalitäten. Auch bei der Ausreise muss ich das Namibia-Visum ausfüllen. Ich trage alles genau ein und übergebe es der jungen Zollbeamtin, die gleich darauf mit prüfendem Blick und gerunzelter Stirn mein Visum mit meinem Pass vergleicht. Sie macht mich nett darauf aufmerksam, dass in meinem Pass als Ausreisedatum der 20. Dezember reingestempelt ist, im Visum habe ich aber 12. Jänner angegeben, was der Realität entspricht. Es sei ein Glück, dass sie das bemerkt habe, meint sie, ich könne ansonsten beim Abflug Probleme bekommen. Sie sagt, ich müsse am Flughafen immer alle Stempel auf ihre Richtigkeit kontrollieren. Auf die Idee wäre ich nie und nimmer gekommen. Das habe ich noch nie irgendwo gemacht. Zum Glück versichert sie mir, dass ich, wenn ich aus dem KTP wieder nach Namibia einreise, einen neuen Einreise-Stempel mit dem richtigen Datum bekomme. Nach diesem Schreck und der Anmeldung in der Rezeption von Mata Mata bin ich endlich in Südafrika und werde gebührend begrüßt.
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solitaireThemenstarter1'947 Beiträge · seit 201120. Apr. 2024 ·
Meine erste Station im KTP ist Mata Mata. Am Campingplatz sind nur mehr Stellplätze in der prallen Sonne frei. Die ersehnte Rast in der Hängematte im Schatten fällt aus, ich mache mich am späten Nachmittag auf, die ersten Wasserlöcher zu erkunden. Zurück im Camp, will ich mich im Shop noch mit frischem Gemüse eindecken. Allerdings gibt es nur mehr eine Zwiebel und zwei Zitronen, die Regale sind leer. Am Platz brennen schon überall die Braai-Feuer und verbreiten einen verführerischen Duft. Ich begnüge ich mit einem Brot und statte dem Hide noch einen kurzen Besuch ab. Unter lautem Gekreische jagen die Glanzstare an der Lampe nach Insekten, hin und wieder tauchen Ziegenmelker auf, die sich auch einen Happen aus der Luft holen. Tagsüber hatte es 36 Grad, ich lasse die Tür und die Fenster mit dem Moskitonetz offen, in der Hoffnung, dass es ein bisschen durchzieht. Allerdings ist das Moskitonetz so grob, dass kleine schwarze Mücken locker durchschlüpfen und mir das Lesen vermiesen. In der Nacht tappe ich irgendwann nach meiner Decke, weil ich eine Gänsehaut habe. Als ich am Morgen aus dem Camper klettere, wundere ich mich, warum meine Nachbarn mit einer Fleece-Jacke herumlaufen. Das Thermometer zeigt 12 Grad, jetzt ist alles klar. Auch meine nächtliche Gänsehaut.
Durch das Auob-Tal geht es Richtung Rooiputs. Bereits am 13. Bohrloch ist der erste längere Beobachtungsstopp angesagt. Kaum sichtbar lagert im Schatten ein prächtiger Löwe neben einem Riss. Gestern haben die Löwen-Weibchen ein Eland zu Strecke gebracht, der Pascha ist wohl gleich neben seinem Abendessen eingeschlafen. Von den Weibchen ist heute nichts mehr zu sehen, das Männchen hingegen lässt sich wunderbar beobachten.
Wenn vom üppigen Mahl der Bauch zwickt, muss man mal "austreten" ...
... und wird von allen Seiten beglotzt.
Auf dem Rückweg zu seinem "Snack" kommt er ganz nahe an meinem Auto vorbei und ich sehe, dass lange Akaziendornen in seiner Haut stecken.
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zu deiner Geschichte mit dem Stempel im Pass: etwas ähnliches ist uns letzten Oktober passiert. Allerdings war das Problem der Grenzbeamte in Mata Mata. Bei der Wiedereinreise aus dem KTP stempelte er fälschlicherweise mit dem “departure”-Stempel. am Flughafenin Windhoek dann ein kurzer als der Beamte uns fragte, wie und wann wir denn nach Namibia wieder eingereist seien. wir hatten also zwei aufeinanderfolgende departure-Stempel. Zum Glück kannter er die Anlage in Mata Mata und dachte sich schon das der eine Beamte den falschen Stempel nahm. Seit dem werde ich die Stempel immer sofort kontrollieren.
solitaireThemenstarter1'947 Beiträge · seit 201128. Apr. 2024 ·
Hallo Jens, ja, für mich war das auch total neu, dass man einen Passtempel kontrollieren muss. Wir hatten beide Glück, aber man kann auch an einen Beamten kommen, der nicht so hilfsbereit ist.
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solitaireThemenstarter1'947 Beiträge · seit 201128. Apr. 2024 ·
Von Mata Mata geht es weiter über das Auob-Tal und Twee Rivieren nach Rooiputs. Mein Traum-Camp stellt eine veritable Herausforderung dar. Ich komme am späteren Nachmittag an, das Thermometer hat 38 Grad im Schatten erreicht. Der A-Frame auf Platz 5 spendet zwar bei meiner Ankunft noch ein bisschen Schatten, aber die Sonne erobert nach und nach meinen "Ruheraum". Die Plane, die ich in Windhoek gekauft habe und mit Schnur und Kabelbinder befestige, tut nun gute Dienste.
Mein Magen knurrt und ich brauche unbedingt etwas zu essen. Der Löwe heute Morgen hat mir Gusto gemacht und seit Stunden schon denke ich an mein Eland-Steak, das ich in der Kühlbox habe. Dazu muss ich aber den Bushcamper mit meiner "Küche" aus dem spärlichen Schatten der Akazie holen und neben dem Betonpodest positionieren. Etliche Male reversiere ich, damit ich wenigsten ein kleines Stückchen Schatten beim Kochen abbekomme.
Der Schweiß rinnt in Strömen, weil ich das Auto leider nicht direkt ans Podest stellen kann, sondern zwischen Gaskocher und Kochutensilien jedes Mal 2 Meter hin und herklettern muss. Mein Windhoek Lager ist in Minutenschnelle lauwarm, was meine Laune auch nicht gerade hebt.
Das alles kann ich hinnehmen, ich hab's mir ja selber ausgesucht. Aber so wirklich in Rage bringt mich ein Schakal, der mich schon die längste Zeit beäugt und den ich immer wieder mit meiner Steinschleuder abwehre (ich schieße ihn nicht an, sondern vor die Pfoten). In einem unbeobachteten Moment, als meine ganze Aufmerksamkeit meinem köstlichen Steak gilt, zischt er hinter meinem Rücken zwischen Auto und Podest durch und schnappt sich einfach irgend etwas, das er erwischt. Seine Beute ist eine Gewürzpackung, die er gleich nebenan im Gebüsch zerlegt. Natürlich schmeckt ihm das nicht und ich kann dann auch noch die zerfetzte Packung zusammesuchen, damit kein Müll zurück bleibt.
Auf's Duschen verzichte ich, ich hab keine Lust, den schweren Duschsack bis zum Duschhäuschen zu schleppen. Die Toilette benötige ich zum Glück nicht, sie ist von einer Unzahl an Motten belagert.
Aber die Nacht ist wunderbar. Die barking geckos übertreffen sich heute mit ihrem Konzert und der Sonnenuntergang ist wieder einmal faszinierend. Nicht zuletzt auch deshalb, weil es endlich kühler wird 😗
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solitaireThemenstarter1'947 Beiträge · seit 201108. Mai 2024 ·
Als die ersten grauen Streifen am Horizont den neuen Morgen ankündigen, wache ich auf. Auch wenn ich in manchen Nächten vor lauter Hitze kaum schlafe (da ich es allein nicht schaffe, das Dach hochzustemmen, um für Durchzug zu sorgen), wache ich jeden Morgen vor Sonnenaufgang auf. Es ist wunderbar, wenn sich das Licht durch die Dunkelheit stemmt und aus den Grautönen der Dämmerung die goldenen Farben der Kalahari zaubert. Noch ziemlich verschlafen klettere ich aus dem Bushcamper, und als ich hinter das Auto blicke, stockt mir der Atem. Schlagartig bin ich hellwach, vergessen sind der freche Diebstahl von gestern und die schweißtreibende Nacht. Jetzt weiß ich wieder, warum ich mir das alles antue. Warum ich schwitze, mich plage, mich verteidigen muss, mich ständig irgendwo verletze und anstatt auszuschlafen, mit den Hühnern aufstehe. Oder mit ... Zwei Löwen marschieren einige Meter hinter dem Auto vorbei Richtung Wasserloch, das sich in unmittelbarer Nähe befindet. Ich schnappe meine Kamera, verziehe ich mich in die Fahrkabine und beobachte die Szenerie aus dem Fenster. Es ist noch ziemlich dunkel, zudem bewölkt, daher sind die Bilder leider nicht gut.
Danach verschwinden sie Richtung Lodge, das Wasserloch ist verwaist und nur ihr kehliges Gebrüll ist noch eine zeitlang zu hören.
Als die Sonne aufgeht, scheint alles wie ein Traum.
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Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari
solitaireThemenstarter1'947 Beiträge · seit 201122. Mai 2024 ·
Gleich nach dem spannenden Löwen-Besuch und einem malerischen Sonnenaufgang geht es durch's Nossob-Tal Richtung Norden. In der Morgensonne marschiert kurz nach Rooiputs ein Gepard Richtung Wasserloch, nach der Labung muss noch schnell das Revier markiert werden.
Die Dünen leuchten in wunderbaren Rot-und Goldtönen.
Für einen Frühstücks-Stopp ist keine Zeit. Es gibt so viel zu beobachten und zu bestaunen.
Ich esse während des Fahrens, da ich ohnehin fast nur im Schritttempo unterwegs bin. Es geht ganz gut, wenn ich mir das Brot zwischen Mittelfinger und Ringfinger und die Wurst zwischen Zeigefinger und Daumen klemme. Und wenn ich beide Hände brauche, wird alles schnell "verstaut" 😉
Bald brennt die Sonne wieder vom Himmel, ein paar Wölkchen bringen keine Abkühlung.
Um die Mittagszeit suchen alle wieder den begehrten Schatten.
Animiert von den vielen Faulenzern, raste auch ich am Campingplatz in Nossob.
Anscheinend störe ich einen Glanzstar, im Einschlafen höre ich noch sein Gezeter.
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