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THEMA: Namibia: 20 Tage / 4.000 km
24 Jan 2022 19:19 #635445
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Liebe Fomis,
wir kommen gerade zurück von 20 wunderbaren Tagen in Namibia. Nachdem wir unsere Reise mehrfach verschieben mussten, hat es jetzt endlich geklappt und wir hatten eine fantastische Zeit fernab vom ganzen Trubel und den täglichen Nachrichten.

In den kommenden Tagen werde ich euch hier von unserer Tour genauer berichten und versuchen euch mit vielen schönen Bildern nach Namibia (zumindest gedanklich) zu entführen.

Für alle die lieber gucken statt lesen, hier gibt's das Ganze auch auf YouTube:


>>> ZUM VIDEO

Mit dem Mietwagen sind wir von Windhoek aus zuerst Richtung Süden in die Kalahari gestartet. Von dort weiter nach Lüderitz und anschließend über den Sossusvlei nach Swakopmund. Bevor es für mehrere Tage in den Etosha Nationalpark ging, haben wir noch an der Spitzkoppe übernachtet. Auf dem Rückweg nach Windhoek haben wir einen Zwischenstopp nahe Otjiwarongo eingelegt.



In den kommenden Tagen werde ich euch hier von unserer Tour genauer berichten und versuchen euch mit vielen schönen Bildern nach Namibia (zumindest gedanklich) zu entführen.

Liebe Grüße und viel Spaß,
Tim
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Letzte Änderung: 29 Jan 2022 21:27 von timpeiler.
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24 Jan 2022 22:10 #635458
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Ankunft in Windhoek

Nach einem sehr angenehmen und ruhigen Flug mit Ethiopian Airlines (von Frankfurt mit Zwischenstopp in Addis Abeba) werden wir noch in der Luft am Hosea Kutako International Airport mit einem leichten Regenguss (der in Windhoek gar nicht so leicht ausgefallen ist, wie sich später herausstellen wird) begrüßt. Die Einreise funktioniert mit negativem PCR-Test ohne Probleme und nimmt auch nicht mehr Zeit als sonst in Anspruch. Nachdem wir unser Gepäck haben, machen wir uns im Terminal auf die Suche nach unserem Mietwagen. Bei Tempest Car hire haben wir uns einen Renault Duster mit Allrad für unsere Rundreise gebucht. Am Schalter von Europcar werden wir dann auch fündig. Da unser Rückflug von der Airline genau um 24 Stunden verschoben wurde, fragen wir bei der Abholung nach, ob wir auch den Mietwagen einen Tag länger behalten können. Was von Deutschland aus per E-Mail und über die Hotline nicht möglich war, ist hier am Schalter überhaupt kein Problem und wird einfach von Hand im Mietvertrag vermerkt - und das ganze auch noch ohne Zusatzkosten! - .



Nach dem unkomplizierten Start in den Urlaub sind wir also schon nach kurzer Zeit unterwegs nach Windhoek. Je näher wir der Stadt kommen desto stärker wird der Regen. In Windhoek kommen wir dann nur noch sehr langsam voran, denn viele Straßen stehen unter Wasser, dazu kommt relativ viel Verkehr an diesem Freitag Mittag. Dass sich der etwas höher gebaute Renault Duster schon so früh auszahlt hätten wir nicht gedacht!

In Windhoek kommen wir im urban camp unter, einer kleinen Oase inmitten der Stadt. Das Camp besteht aus einigen gut ausgestatteten Zelten und Stellplätzen um selbst zu campen. Als der Regen nachgelassen hat überzeugen wir uns auch noch von der Barbereich, wo ab dem frühen Nachmittag auch viele Besucher hinkommen, die nicht im Camp übernachten.





Um den ersten Tag abzurunden gehen wir zum Abendessen noch ins Joe's Beerhouse, das ungefähr 10 Minuten zu Fuß vom Camp entfernt ist.



Am nächsten Morgen zeigt sich Windhoek dann wieder wolkenlos, heiß und sonnig. Bevor das Abenteuer beginnt und wir zu unserem nächsten Ziel aufbrechen, nutzen wir den Morgen um noch ein bisschen durch die Stadt zu touren und ein paar Besorgungen zu machen.



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Letzte Änderung: 24 Jan 2022 22:13 von timpeiler.
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25 Jan 2022 08:53 #635477
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Etappe 1: Kalahari (bei Mariental)

Auf der B1 fahren wir mit unserem voll gepackten Renault Duster Richtung Süden.



Ziel unserer ersten Etappe ist die Kalahari Anib Lodge in der Nähe von Mariental. Nach ca. 250 km verlassen wir kurz vor Mariental die B1 und fahren auf der C20 einige wenige Kilometer Richtung Osten, bis wir die Kalahari Anib Lodge erreichen.

Die Lodge macht einen sehr gepflegten Eindruck, ist tip-top sauber und die Angestellten hier sind super freundlich. Wir haben uns für Camping2go entschieden, das heißt, dass wir etwas abseits der Lodge in festen Zelten mit Betten und Badezimmern übernachten. Das ist zum einen sehr viel günstiger als ein Doppelzimmer in der Lodge, man kann trotzdem den ganzen Komfort nutzen und hat absolut seine Ruhe.





Direkt vor den Camping2go Zelten (von denen es hier 4 Stück gibt) liegt eine Düne von der man einen wunderbaren Ausblick über das Areal der Lodge hat.

Nachdem wir uns am Pool etwas erholt haben, machen wir eine Sundowner Tour mit einem Guide. Er fährt mit uns über das Gelände der Kalahari Anib Lodge und erklärt uns einiges über Flora und Fauna der Kalahari. Während der Tour sehen wir auch schon einige größere Tiere, wie Marabus, Giraffen, Zebras und jede Menge Strauße.





Nach ca. 2 Stunden steuern wir dann zum Sonnenuntergang eine Düne an. Oben angekommen tischt uns der Guide einige Snacks und Drinks (Bier, Wein, Gin & Softrdrinks) auf. Bei der Kulisse schmeckt es auf jeden Fall extrem gut.







Nachdem die Sonne untergegangen ist, wird es trotz Sommer relativ schnell ziemlich frisch und wir sind froh als wir nach einer halben Stunde Fahrt wieder in der Lodge zum Abendessen sind. Beim nächsten mal wäre ein Pullover sicherlich angebracht.

Das Abendessen wird als Buffet angeboten und ist richtig lecker. Anschließend lassen wir den Tag noch vor unserem Zelt abseits der Lodge unter dem fantastischen Sternenhimmel ausklingen.

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Letzte Änderung: 25 Jan 2022 09:43 von timpeiler.
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26 Jan 2022 20:54 #635642
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Lüderitz

Am nächsten Tag steht uns die längste Etappe unserer Rundreise bevor. Wir fahren von Mariental nach Südwesten bis an die Küste nach Lüderitz. Auf unserem Weg machen wir einen kleinen Zwischenstopp in Keetmanshoop und sehen immer wieder am Straßenrad die für diese Gegend typischen Köcherbäume.



Je weiter wir Richtung Südwesten kommen desto einsamer und trockener wird das Land. Unsere einzigen Begleiter sind ein paar Oryxe, und einige verlassene Posten entlang der Bahnstrecke.



Nach mehreren Stunden zuerst auf der B1, dann auf der B4 taucht wie aus dem Nichts dann auf einmal der Atlantische Ozean und das Städtchen Lüderitz vor uns auf. Auch in Lüderitz selbst ist nur sehr wenig los, was aber auch daran liegen mag, dass Sonntag ist.



Wir übernachten auf Shark Island in Kairos Cottage. Eine herrliche kleine Unterkunft direkt am Meer mit fantastischem Blick auf den Sonnenuntergang.





In Lüderitz verbringen wir 2 Nächte. Wir schlendern durch die Stadt, schauen uns die alten Kolonialbauten an und gehen im Portuguese Fisherman und der Essenzeit direkt im Hafen von Lüderitz lecker essen.

Vom Hafen aus machen wir eine Bootstour zu einer Pinguinkolonie nicht weit von der Stadt entfernt. Auf dem Weg dorthin begleiten uns immer wieder Delfine und viele Robben. Auch Wale gibt es hier hin und wieder in der Bucht. Unser Guide ist Südafrikaner und vor vielen Jahren hier in Lüderitz gestrandet.



Lüderitz, gefühlt abgeschottet vom restlichen Namibia und eingeklemmt zwischen Wüste und Atlantik hat auf jeden Fall einen ganz besonderes Flair. Wir hatten vorher kein Bild zu Lüderitz und sind auf jeden Fall positiv überrascht, wie die Stadt irgendwo im Nirgendwo den Naturgewalten trotz.
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Letzte Änderung: 26 Jan 2022 20:56 von timpeiler.
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Kolmannskuppe

Nur wenige Kilometer von Lüderitz entfernt liegt landeinwärts die mittlerweile verlassene Stadt Kolmannskuppe. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Stadt hier mitten im Sand entstanden, als beim Bau der Eisenbahnlinie die ersten Diamanten gefunden wurden. Der dadurch ausgelöste Boom sorgte für ein schnelles Wachstum und Reichtum der Stadt Kolmannskuppe. So schnell wie die Stadt entstanden ist, wurde sie auch wieder verlassen. In den 1930er Jahren wurden hier die letzten Diamanten gefördert und seit den 1960er Jahren ist die Stadt nicht mehr bewohnt.





Seither erobert sich die Wüste die Stadt Stück für Stück zurück. Einige Häuser werden täglich aufwändig vom Sand befreit, andere sind dem Verfall ausgesetzt. Wochentags gibt es hier informative Führungen immer um 9:30 Uhr und um 11:00 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.





Auf der Führung bekommt man einen Eindruck wie luxuriös hier zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelebt wurde. Die Diamanten machten Kolmannskuppe zur reichsten Stadt Afrikas und einer der reichsten Städte der Welt. Da es hier mitten in der Wüste kein Wasser gibt und nichts angebaut werden kann, musste alles was zum Leben benötigt wurde importiert werden. Das Trinkwasser kam beispielsweise aus dem über 1.000 km entfernten Kapstadt mit dem Schiff und wurde dann mit einem Rohrleitungssystem von der Küste bis in die Wüste gepumpt.





Ein Casino, eine Schule, eine Eisfabrik, ein Theater, eine Turnhalle, eine Kegelbahn, ein Salzwasserschwimmbad und ein fortschrittliches Krankenhaus sorgten für einen angenehmen Luxus in dieser lebensfeindlichen Umgebung. Heute schiebt sich der Sand durch die Häuser. Damit ist Kolmannskuppe ein Freilichtmuseum, in dem sich die Geschichte hautnah erleben lässt. Wer in der Gegend unterwegs ist, sollte auf jeden Fall vorbeischauen.



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Sossusvlei & Deadvlei

Wir lassen Lüderitz und Kolmannskuppe hinter uns und steuern heute die Sossus Dune Lodge an. Kurz hinter Aus biegen wir von der B4 auf die C13 und kurz vor Helmeringshausen dann auf die C27 ab. An der Kreuzung C13 / C27 kurz vor Helmeringshausen staunen wir erstmal nicht schlecht, das Straßenschild zeigt hier entspannte 100 km mehr bis nach Sesriem an, als die tatsächliche Strecke ist. Der kleine Rückschlag löst sich aber schon beim nächsten Schild wieder in Luft auf.





Am frühen Nachmittag kommen wir dann in der Sossus Dune Lodge an. Die Lodge besteht aus einzelnen luxuriösen Chalets, die über einen Holzsteg miteinander verbunden sind. Außerdem gibt es einen schönen Pool und ein Restaurant. Die Übernachtung hier hat schon einen stolzen Preis, aber der lohnt sich. Der große Vorteil der Sossus Dune Lodge besteht darin, dass Sie im Nationalpark liegt. Das heißt, man ist nicht abhängig von den Öffnungszeiten des Gates (von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang) und kann jeder zeit zum ca. eine Stunde entfernten Sossusvlei und zum Deadvlei starten.





Nachdem wir uns noch am Pool etwas erholt haben starten wir am Nachmittag zur Düne 45 und wandern bei ziemlich starkem Wind und trotzdem glühender Hitze den Dünenkamm hoch. Von hier oben hat man einen fantastischen Ausblick über das rote Dünenmeer der Namibwüste.



Am Abend zum Sonnenuntergang fahren wir wieder zurück zur Lodge. Zum Sossusvlei und zum Deadvlei soll es erst am nächsten Morgen gehen.



Um kurz nach 4 Uhr in der Früh ist die Nacht für uns auch schon wieder vorbei, denn wir wollen zum Sonnenaufgang im Deadvlei sein. Gegen 4:30 Uhr sind wir dann im stockdunkeln schon wieder unterwegs auf der Straße. Im Mondlicht sehen wir links und rechts von uns die mächtigen Dünen vorbei ziehen und hin und wieder tauchen im Scheinwerferlicht ein paar Oryxantilopen auf. Außer uns ist noch niemand unterwegs.

5 km vor dem Sossusvlei endet die geteerte Straße. Ab hier geht es nur noch für 4x4 Fahrzeuge weiter und unser Renault Duster wird zum ersten mal so richtig gefordert. Da wir vergessen hatten die ASR auszuschalten sind die ersten Meter etwas spannend und wir bleiben sogar kurz stehen im tiefen Sand, aber nachdem der Fehler behoben ist geht es ohne Probleme weiter. Da wir keinen Kompressor dabei haben, belassen wir es auch bei den 1,8 bar in den Reifen. Im Nachhinein muss man auch sagen, dass es mit ausgeschalteter ASR überhaupt kein Problem war die Strecke zu fahren.

In der Morgendämmerung kommen wir dann als erste am Parkplatz zum Deadvlei an. Ein kurzer Fußmarsch durch den Sand führt uns dann zur vermutlich bekanntesten Ton-Pfanne der Welt. Eingeschlossen von Dünen stehen hier Jahrhunderte alte Kameldornbäume, die wegen der extremen Trockenheit hier nur sehr sehr langsam verrotten. Als wir im Deadvlei ankommen beginnt langsam die Sonne aufzugehen. Es ist ein magisches Erlebnis wie wir ganz alleine im Deadvlei stehen, die Sonne die Dünen langsam in ein orangenes Licht taucht, während es im Vlei noch schattig ist. Es herrscht eine Totenstille, keine Vögel, keine Insekten, kein Wind. Nur die aufgehende Sonne, die roten Dünen und die abgestorbenen Bäume in der hellen Ton-Pfanne, wie aus einer anderen Welt.









Wir genießen hier jede Sekunde und als die Sonne so hoch steht, dass es im Vlei keinen Schatten mehr gibt wird es auch gleich richtig heiß und wir machen uns wieder auf den Rückweg.



Als wir zurückkommen hat sich der Parkplatz mittlerweile gut gefüllt. Beseelt von diesem wundervollen Morgen fahren wir überglücklich zurück zur Lodge.
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