THEMA: Mom&Daughter die 6. - gemeinsam durch Höhen&Tiefen
07 Jul 2019 20:19 #561126
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Hallo ihr Afrika-Verrückten,

ich starte unseren diesjährigen Reisebericht nun ganz spontan, wo ich hier mit meinem Malawi Shandy sitze und endlich mal weiter Fotos sortiere und bearbeite. Wer mich kennt, weiß, dass das normalerweise viel schneller geht. Wir sind jetzt seit über einer Woche wieder wohlbehalten zurückgekehrt und leider hat sich in den ersten Tagen eine Art dunkler Schleier über meine schönen Erinnerungen gelegt als ich direkt nach der Landung vom Tod Voortrekkers erfuhr. Langsam allerdings bekomme ich wieder Lust, die schöne Zeit Revue passieren zu lassen und auch Petra die Freude zu machen, endlich anzufangen, denn die sitzt schon auf heißen Kohlen. Und wie kann man sich schöner an alles erinnern als in einer Gemeinschaft wie euch, die dieses Land genauso lieben und Fernweh haben oder deren Urlaub kurz bevor steht und die sich die Zeit damit ein wenig verkürzen können. Genauso geht es mir nämlich, wenn ich Reiseberichte lese und genau deswegen macht es mir so einen Spaß, einmal im Jahr selbst in die Tasten zu hauen. Aber jetzt genug Vor-Geschwafel!

Dieses Jahr meisterten wir sozusagen noch einen Teil der eigentlichen Ersttätertour, und das während unseres bereits 6. Trips nach Namibia. Unglaublich, wie die Jahre ins Land ziehen! Endlich durften wir nun die rote Kalahari mit ihren wunderschönen Dünen kennenlernen und das Sossusvlei entdecken. Von diesen Tagen nahmen wir dieses Jahr die intensivsten Eindrücke mit und beinahe hätte ich es tatsächlich nicht geschafft, das Dead Vlei zu sehen und fast hätte ich vorher noch das diesjährige (doppelte) Highlight in der Kalahari verpasst! Der Titel verrät es, es gab auch ein paar Tiefs, die wir gemeinsam bewältigt haben und ich kann denke ich mit viel Stolz sagen, dass ich die beste Mama an meiner Seite habe. Ich könnte mir nicht vorstellen, mit jemand anderem drei Wochen auf engstem Raum so viel Spaß zu haben und so eine tolle Zeit zu erleben. Was ebenfalls noch lange im Gedächtnis bleiben wird, sind die vielen netten Begegnungen von Mitreisenden oder Einheimischen und das Wiedersehen mit bekannten Gesichtern, die man mittlerweile Freunde nennen kann.

Unsere Route im Detail:
07.06. Ablug Frankfurt am Main
08.06 Farm Heimat
09. + 10.06. Bagatelle Ranch
11. + 12.06. Desert Camp, Sesriem
13. + 14.06. Swakopmund
15. + 16.06. Madisa Camp
17. - 19.06 Farm Robyn, Kamanjab
20. - 22.06 Okaukuejo
23. + 24.06. Halali
25. + 26.06. Namutoni
27.06. Out of Africa Lodge, Otjiwarongo
28.06. Rückflug abends

Unser Mietwagen war diesmal zum Glück ein Renault Duster, wie wir ihn gebucht hatten (letztes Jahr hatten wir das Pech, einen Kadjar zu bekommen). Wir waren sehr zufrieden und er hat uns nicht einmal im Stich gelassen. Ab und zu war es sehr angenehm, den 4x4 zuschalten zu können und wir bleiben bei unserer Meinung, für eine solche Tour kein größeres Auto zu brauchen.

Bei unserer Kameraausrüstung hat sich auch noch eine kleine Änderung ergeben, denn Petra hat von ihrer Panasonic Lumix fz1000 aufgerüstet auf die fz1000 ll, aufgrund der 4K Funktion. Leider kam sie gar nicht viel zum Knipsen, da ich meine Sony RX10 M4 direkt am Anfang des Urlaubs ganz neu für mich entdeckt habe und sie sich auf mich verlassen hat, was die Motive anging. Im Vorfeld habe ich mich sehr über das Anwenderbuch geärgert und hatte vor, weiterhin auf Programmautomatik zu fotografieren. Allerdings hat mir ein super netter Journalist (Helge, solltest du das hier tatsächlich mal lesen, DANKE DANKE DANKE!!!!!) direkt am Anfang auf Farm Heimat das erste Mal diese Kamera "für Blöde" erklärt und es hat "Klick" gemacht. Den gesamten Urlaub über habe ich auf manuellen Einstellungen fotografiert und die meisten Bilder muss ich nun noch nicht mal nachbearbeiten. Endlich habe ich große Freude an diesem Teil! Ihr könnt mir also gerne Fragen zu den Einstellungen stellen, denn ich weiß, wie viele von euch auf diese Kamera gewechselt haben und, wie ich vorm Urlaub, ein wenig verzweifelt sind. So einen Spaß am Fotografieren hatte ich noch nie!

Es folgen ein paar Fotos für einen kleinen Vorgeschmack und wir freuen uns sehr, alles nun noch einmal erleben zu können - nicht alleine dank euch! Mama Petra hat seit einigen Wochen endlich ihren eigenen Account und kann unter "Mama Flash2010" nun auch mitmischen!

















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08 Jul 2019 19:22 #561241
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Hallo Elke und alle anderen Sony-Interessierten,

wenn es gewünscht ist, kann ich gerne dann genauer drauf eingehen wegen den Einstellungen. Nur noch einmal dazu: Ich bin absoluter Amateur und habe keine Ahnung, ob ein richtiger Könner diese Einstellungen wählen würde! Ich möchte damit auch nicht prahlen oder klugscheißen, sondern denen helfen, die mit eben diesem Modell noch Anlaufschwierigkeiten haben.

Das Buch ist mehr für Profis geeignet, das setzt viel Fachwissen voraus - zumindest nach unserer Einschätzung. Petra glaubte mir nicht und ist ebenfalls dran verzweifelt. Im Buch über ihre Kamera sind Einstellungen viel besser und auch für Anfänger beschrieben.

Wir hatten im Vorfeld Matthias alias Fotomatte gefragt, mit welchen Einstellungen er knipst und so wollte ich das dann auch mal probieren. Ich hatte besagten Journalisten auf Farm Heimat dann noch etwas dazu gefragt und er riet mir, alles manuell einzustellen.

An einem tropfenden Wasserhahn habe ich nun ausprobiert, was es ausmacht, die Zeit einzustellen. Einmal war der Tropfen verschwommen, also Zeit nach oben und er wurde brillant erfasst. Das war klasse zum Üben und nach nur 10 Minuten hatte ich raus, wie ich Zeit und ISO anpassen kann. Da wir am Anfang eh viel Landschaft vor uns hatten, hatte ich genug Gelegenheiten, zu üben.

Ich hatte also den gesamten Urlaub über die Blende so offen wie es geht und habe mit der Verschlusszeit und ISO gearbeitet und mich durchprobiert. Hast du helles Licht und zB ein Motiv, was sich bewegt, stellst du die Zeit höher, dadurch wird das Bild aber dunkler, also musst du ISO erhöhen. Je niedriger die Zeit eingestellt ist, desto eher kann das Bild verwackeln (ist mir auch ein paar mal minimal passiert).

Ich habe außerdem den Kreativmodus auf "lebendig" gestellt und dort auch nochmal den Kontrast um eine Stufe erhöht, dadurch wirkt alles nicht so farblos.


ISO 100 - Zeit 1/80 sek


ISO 640 - Zeit 1/800 sek


ISO 400 - Zeit 1/1000 sek


ISO 400 - Zeit 1/640 sek
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08 Jul 2019 19:26 #561243
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7. und 8. Juni 2019 // Abflug und Farm Heimat - Zurück im Seelenland!

Das Kofferpacken läuft diesmal ein wenig anders ab. Damit meine Katzen so gar keinen Verdacht schöpfen, nimmt Petra alle Sachen von mir mit zu sich nach Hause - am liebsten schon eine Woche vorher. Auf zwei Tage vorher können wir uns letztendlich einigen, aber ich habe trotzdem keinen Überblick mehr. Dann endlich - Freitag Mittag. Es folgt ein schneller Abschied von den Katzen und wir warten bei Petra auf unsere liebe Freundin, die auf die Minute pünktlich ist. Kein Stau, kein allzu langes Warten am Schalter und keine besonderen Vorkommnisse am Flughafen. Man könnte meinen, wir wandern aus bei so viel Gepäck, aber der dritte Koffer ist vollgestopft mit Klamotten, die wir samt Koffer unten lassen. Wir hatten bei Air Namibia noch gebucht als zwei Gepäckstücke pro Person erlaubt waren.



Im Flieger haben wir großes Glück und können jeweils eine Mittelreihe ergattern. Im Laufe des Fluges biete ich allerdings einer älteren Dame einen der Sitze an, da ihrer und die restlichen freien nicht zurückzuklappen gehen. Dieses Problem sollte man noch dringender beheben als die nicht funktionierenden Bildschirme, obwohl es davon erstaunlich wenige gibt. Als die Getränke verteilt werden freue ich mich auf einen Amarula, werde aber enttäuscht als man sich dafür entschuldigt, keinen mehr auszuschenken. Egal, Schlaftablette in de Kopp und Augen zu.

Nach der Landung beeilen wir uns und marschieren strammen Schrittes um die menschlichen Pylonen herum gen Einreise. Wer kennt das nicht?! Diese freundlichen, strahlenden Gesichter, die ihr Land repräsentieren und sich über jeden Besucher freuen... Hoppla, das war in einem anderen Land..! Die Einreiseformulare hatten wir wie immer schon zuhause ausgefüllt und ich reiche der Dame meinen Pass. Sie schaut mich nicht an, macht ein paar Kreuze und gibt mir den Zettel zurück. Ich habe noch nie eingetragen, wie viel Geld ich im Land lassen möchte und habe keine Kontaktperson angegeben. Die Dame besteht drauf und scheint nur noch mürrischer, dass sie ihre Fließbandarbeit nicht fortsetzen kann. Ich trage irgendetwas ein und sie scheint zufrieden. Wobei - ob sie zufrieden damit war, kann ich in dem eingefrorenen Gesicht quasi nicht erkennen, aber wir dürfen durch gehen.

Die Koffer lassen ein wenig auf sich warten, aber wir sind immer noch die ersten am Europcar-Schalter. Ich schicke Petra los, schon mal eine SIM Karte gegenüber zu besorgen und sie wirkt ein bisschen überfordert. Nach gutem Zureden traut sie sich alleine und die Englisch Kenntnisse reichen aus, um zu erklären, was sie möchte. Der nette Herr aktiviert die Karte noch und ich bin mittlerweile bei Europcar auch so gut wie durch.



Uns erwartet ein Duster, der wahrscheinlich erst eine, höchstens aber zwei kurze Touren gefahren ist, Start-Kilometer: 4.640. Die Reifen gefallen uns auch, selbst auf den zweiten Blick und der Radschlüssel passt. Läuft alles einfach immer noch wie am Schnürchen? Egal, nix da mit Hinterfragen, lieber freuen!

Erster Halt ist die Puma Tankstelle für ein paar Getränke und dann geht es auch schon los! Als wäre es gestern gewesen fügen wir uns dem Linksverkehr und sehen die ersten Tiere auf der Fahrt Richtung Dordabis: Hartebeest, Paviane, Wasserböcke, Oryx und einige Donkeys. Wir sind sehr froh, nicht durch Windhoek zu müssen und als wir Richtung Farm Heimat abbiegen, begrüßen uns nach ein paar Kilometern die ersten Giraffen einer dortigen Game Lodge - wir sind angekommen!













Die Vegetation wird immer weniger und auf Farm Heimat hat die Dürre gefühlt am härtesten zugeschlagen. Von Weitem erkenne ich einen großen Reisebus an der Farm und wir wundern uns sehr. Wir dachten wirklich, hier blieben wir vom größten Tourismus verschont. Als wir durchs Tor fahren, begrüßt Rainer, der Besitzer uns herzlich und erklärt, dass wir diesen einen Tag im Monat erwischt haben, an dem eine Busgruppe die Farm besucht. Sie sind fully booked und wir bekommen daher die Ferienwohnung, da wir zuerst gebucht hatten.





Als wir zur Reisegruppe stoßen, erkennen wir ein bekanntes Gesicht vom Frankfurter Flughafen und stellen direkt fest, alles nette Leute. Rainer erklärt nun, was er heute mit uns vorhat: Zuerst eine kleine Runde ums Farmhaus, danach gibt es einen Brunch mit anschließendem Ruhe-Päuschen. Um 15 Uhr würden wir zu einer Farmrundfahrt aufbrechen, kurze Toilettenpause auf der Farm, ab zum Sundowner, Abendessen, Sternenkunde. Wow, straffes Zeitmanagement.

Der Brunch kommt sehr gelegen, denn von den kulinarischen Genüssen von Air Namibia lebt man gewissermaßen so gut wie von Luft und Liebe... Es gibt unter anderem selbstgemachtes Rauchfleisch und Boerewurst und die Milch und Eier stammen alle vom Farmbetrieb. Während wir essen, hat Mucki ihren großen Auftritt. Die kleine Erdmännchendame macht das, was Erdmännchen am besten können und betet die Sonne an auf dem Rasen. Alle eilen hin um sie zu fotografieren und als sie fertig sind, hält es mich auch nicht mehr. Ich kann gerade noch ein Foto schießen, da tapst sie schon grunzend auf mich zu und möchte gekrault werden. Sobald ich aufhöre, wird sie sauer und fordert immer mehr. Petra stößt dazu und wir sind hin und weg.









In der kurzen Mittagspause entscheiden wir uns dagegen, uns hinzulegen, sondern packen lieber rasch die Koffer um und setzen uns gemütlich auf die Terrasse. Pünktlich um 15 Uhr fahren wir mit zwei kultigen alten Wagen zu Rainers Rindern. Er erklärt uns sehr viel über die Haltung und wie schwer aktuell die Dürre zu schaffen macht. Wir lernen außerdem viel über Rinderfarmen in Namibia und die Natur und wir würden ihm auch wirklich gerne konzentriert zuhören, aber die Sonne setzt uns ganz schön zu und die Müdigkeit macht sich breit.







Wir überlegen wirklich, ob wir danach mit zum Sundowner fahren sollen, aber als wir zurück auf der Farm die Donkey Karre sehen, bekommen wir doch wieder Lust. Das gehört auf Farm Heimat zum Standardprogramm und darauf hatten wir uns ohnehin schon gefreut. Die kleinen Donkeys sind gut genährt und geben ihr Bestes, uns zum Sundownerplace zu bringen. Ab da dürfen die anderen auch noch eine Runde durch den Busch fahren. Wir erleben einen wunderschönen Sundowner mit netten Gesprächen, dem besten Biltong, das wir je probiert haben - natürlich auch selbstgemacht - und mit einem ersten tollen Sonnenuntergang.







Später zum Abendessen gibt es ausgezeichnet gegrillte Zebra- und Hartebeeststeaks. Wir hauen ordentlich rein und die Atmosphäre ist so familiär, wie Marianne, Rainer und deren Tochter Mareike es auf ihrer Homepage beschreiben. Man kommt als Gast und verlässt die Farm als Freund.

Die anschließende Sternenkunde schwänzen wir, weil wir einfach nur noch platt sind und morgen fit sein wollen für die Fahrt nach Bagatelle. Im Zimmer erschrickt Petra plötzlich ganz arg und der Grund dafür ist eine riesige flache Spinne an der Wand. Ich erinnere mich, dass diese Tierchen absolut harmlos sind, soll sie aber trotzdem "wegmachen". Als ich "auf die Jagd" gehe, verschwindet sie flugs hinter einem der Betten und Petra ist wirklich zu müde, um sich weiter zu ekeln. Ich glaube, wir liegen ungefähr eine Minute im Bett, da schnarcht es auch schon neben mir wir schlafen erschöpft von den vielen Eindrücken schnell ein.

Gefahrene Kilometer: 134

Fazit Farm Heimat:
Wirklich ein kleiner Geheimtipp, den Logi da für uns vorgeschlagen hatte! Klar hatten wir wahrscheinlich auch durch die Biusgruppe das volle Programm, aber ein Besuch dort lohnt sich immer! Besonders die erwähnte familiäre Atmosphäre spürt man sehr und es wird mit Erzeugnissen der Farm gekocht. Hat uns super gefallen, absoluten Daumen hoch!
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10 Jul 2019 18:46 #561495
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9. Juni 2019 // Ab in die roten Dünen - und Petras Schnappatmung...... :ohmy:

Sehr erholt wachen wir heute Morgen auf. Der Schlaf tat unheimlich gut und wir fühlen uns fit für unser nächstes kleines Abenteuer. Guten Morgen Namibia :)



Ein leckeres Frühstück wartet auf uns und wir verabschieden die Busgruppe. Danach unterhalten wir uns noch ein wenig mit Rainer und Marianne und Helge, ein Journalist, der momentan durch Namibia reist, erklärt mir, mit welchen Einstellungen der Kamera ich mal üben und probieren soll. Gesagt, getan und siehe da, es hat "Klick" gemacht! Der Abschied von Farm Heimat ist sehr herzlich und wir gehen wirklich als Freunde.

Über Dordabis und Uhlenhorst haben wir eine sehr schöne Strecke zu fahren und ab und zu halten wir bei einem schönen Baum und ich tüftle ein wenig mit der Kamera.















Plötzlich - ich weiß leider nicht mehr auf welchem Streckenabschnitt - muss Petra durch mein lautes "Stooooopp" abrupt bremsen. Naja, bis zur Etosha üben wir das nochmal. Auf jeden Fall hänge ich an mein "Stooooopp" noch "Löffelhunde!!!!" dran. Ich kann es kaum glauben, diese kleinen fuchsartigen Wesen mit den überdimensional großen Ohren einfach so neben der Straße zu sehen. Und das zur Mittagszeit! Nachdem ich aus dem fast noch rollenden Auto gesprungen bin und ein paar Fotos geschossen habe, kommt es mir in den Sinn, dass dies natürlich auch ein Zeichen der extremen Dürre ist, wenn dämmerungs- oder nachtaktive Tiere am hellichten Tag auf Nahrungssuche gehen.





Immer wieder sehen wir Pferde oder Rinder am Straßenrand stehen, wo ich besonders die Pferde am liebsten schnappen, nach Deutschland verschiffen und ordentlich füttern würde. Als Pferdeliebhaber ist das ein trauriges Bild.



Ein paar Oryx und Springböcke treffen wir auch noch unterwegs und je näher wir Bagatelle kommen, desto öfter fahren wir an Abschnitten mit kleinen roten Dünen vorbei. Die Kalahari erstreckt sich zwar bis hoch zur Etosha, allerdings freuen wir uns riesig auf den wunderschönen roten Sand hier im Süden. Die Landschaft um uns herum begeistert uns mit jedem Kilometer mehr und wird nicht langweilig.
Am Eingangstor von Bagatelle werden wir herzlich willkommen geheißen und direkt nach der Einfahrt schalten wir das erste mal den 4x4 zu. Es gilt einen sehr sandigen Weg bis zur Lodge zu fahren und wir würden sogar sagen, dass man an manchen Stellen besser nicht anhalten sollte, denn dann könnte man stecken bleiben. Petra macht es sichtlich Spaß diese paar Kilometer Sandpiste bis zur Lodge zu fahren. An der Lodge werden wir mit kühlen Getränken und feuchten Tüchern empfangen und als ich der Angestellten den namibischen Handschlag gebe, ist sie völlig aus dem Häuschen und der Empfang fällt bei allen nun noch herzlicher aus. Außerdem werden meine Nägel, wo ich auf jeder Seite eine namibische Fahne aufgemalt habe, zum ersten Mal bewundert. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, wie viele mich unterwegs darauf ansprechen sollten und es war mir schon fast peinlich.
Im Vorfeld war ich durch Silkes (Superfanti) Bericht ein wenig verunsichert wegen der negativen Erfahrungen, die sie dort gemacht haben, aber das war ganz schnell vergessen. Wir checken ein und buchen einen Sundowner Game Drive ohne Cheetah Feeding für den nächsten Tag, wollen aber bevor wir zum Chalet gefahren werden, an der Bar erstmal was Kühles zischen. Na, was wird das wohl sein? Na klar, unsere ersten Malawi Shandys! B) Jetzt gerade beim Schreiben zische ich übrigens auch wieder einen - ich glaube, das wird jetzt mein Ritaul beim Reiseberichtschreiben. Ich frage nach, ob momentan Erdmännchen in der Gegend sind und die Angestellte sagt mir, sie kämen wahrscheinlich so um 17 Uhr zum Pool. Eine der "zahmen" Elands schaut noch vorbei und wir genießen unsere Shandys.







Als wir mit unserem Gepäck mit dem Elektrocar nach oben zu den Dune Chalets gefahren werden, sind wir direkt hin und weg von dem Ausblick. Mir egal, ob die Häuschen vielleicht ihren Charme verloren haben, von der Terrasse aus sieht man sowieso wenig vom Haus. Auch im Inneren können wir nur staunen und freuen uns, diese Kategorie gewählt zu haben und zwei Nächte hier zu verbringen. Ich glaube, dies ist die bisher schönste Lodge für mich, gleichauf mit der Desert Breeze, wenn man hier die fehlende Tür zur Toilette mal außen vor lässt. Ich frage mich ja bei sowas immer, wie das frisch verliebte Paare bewerkstelligen. Man könnte denjenigen, der auf Toilette sitzt sogar im Bett liegend zusehen.







Als wir gemütlich ausgepackt haben und ein wenig auf der Terrasse relaxed haben, überrede ich Petra, spontan noch an einem Nightdrive später teilzunehmen, falls das noch geht. Es geht. Als wir gegen halb 6 zum Pool gehen, natürlich mit zwei Malawi Shandys, sehe ich keine Erdmännchen, nur Erdhörnchen. Schade! Ich laufe ein paar Meter an den Gärten entlang und werde etwas enttäuscht fündig. Die ganze Rasselbande wird von den Angestellten dort gefüttert und ein bisschen geknickt laufe ich zurück, vorbei an diesem jungen Elandbullen.......



Wir relaxen im Hängesessel am Pool als der Barmann vorbei kommt und uns fragt, ob wir die Cheetahs weit weg im Gehege sehen würden. Sie schlendern auf und ab und warten wohl auf ihr Futter. Ich bejahe, bringe aber im gleichen Satz anscheinend wirklich etwas enttäuscht klingend hervor, "aber leider keine Erdmännchen". Der Barmann schnappt uns und wir sollen ihm folgen. Wir laufen mit ihm an den Gärten vorbei an dem jungen Elandbullen, den ich eben noch fotografiert habe, wohl bemerkt im Abstand von nur einigen Metern. Im Augenwinkel sehen wir nur, wie er den Kopf senkt, Petra ins Visier nimmt und einen Angriff startet. Reflexartig rufen wir laut "hey!" und er führt seine Attacke zum Glück nicht zu Ende. Der Barmann reagiert schnell und scheucht ihn aggressiv weg. Jetzt weiß ich auch, warum er wohl so reagiert hat. Wir waren zwischen ihm und dem Garten, wo er sich gerne etwas Grünes stibitzt... Super, zweiter Tag und schon die erste Schnappatmung! Jetzt hat Petra neben den Elefanten und NH wohl auch noch Angst vor Elands. :laugh: Wir dürfen in eine Art Hinterhof, wo die Erdmännchen anscheinend ihre Schlafgemächer haben. Die Tatsache, dass sie gefüttert werden stört mich zwar, allerdings sind sie zumindest nicht eingesperrt. Sie scheinen übrigens keine Angst vor Elands zu haben....













Wir sind hin und weg von den süßen kleinen Tierchen mit dem ulkigen Grunzen und bedanken uns ganz herzlich beim Barmann. Er führt uns diesmal sicher wieder zurück zum Pool und wir laufen zurück zum Chalet, um uns fürs Abendessen umzuziehen und nehmen Jacken und Petras Kamera für den Night Drive mit.





Beim Abendessen kann man hier eine Vorspeise und eine Nachspeise auswählen und den Hauptgang gibt es in Buffetform. Das Fleisch wird frisch gegrillt, so wie man es gerne hätte und es gibt leckere Beilagen und auch noch frischen Salat dazu. Nach dem Essen wird es auch schon Zeit, sich vorne zum Drive einzufinden. Wir haben Glück und nur ein Paar fährt noch mit und wir ahnen schon, dass dieser Drive ruhiger sein wird als der In Okaukuejo damals. Unser Guide Markus stellt sich vor und erklärt, wo wir lang fahren werden und was wir vielleicht sehen können. Leider benutzt er einen sehr hellen Strahler, der nicht gedimmt ist, wie es bei NWR gemacht wird. Ich habe während des Drives manchmal ein schlechtes Gewissen, wenn die Tiere so angestrahlt oder aufgescheucht werden und überlege, ob es wirklich so eine gute Idee war. In den nächsten zwei Stunden sehen wir etliche Springhasen und Löffelhunde, aber dieses eine Augenpaar ist anders und es platzt aus mir heraus "Erdwolf!". So schnell, wie ich es ausgesprochen habe, sind die Augen auch schon im Busch verschwunden und wir nähern uns der Stelle. Markus sagt noch nichts zu meinem Verdacht und wir sehen das Tier nun von hinten weghuschen. Nochmal denke ich mir "Erdwolf", will aber nicht klugscheißen, weil Markus es für einen Löffelhund hält. Erst als sich die Gestalt nochmal zeigt, kann man deutlich am Gang und an den Streifen erkennen, um was es sich handelt - ich hatte tatsächlich Recht, Rodney wäre stolz auf mich. So, hätten wir die diesjährige Erdwolfsichtung auch abgehakt - Sarkasmus, da wir bis jetzt jedes Jahr einen Erdwolf gesehen haben. Trotzdem freuen wir uns immer noch wie am ersten Tag über solch eine Sichtung.

DAS Highlight des Abends folgt prompt, nämlich ein rosiger Nackedei, der im Boden herum wühlt. Wir können es kaum fassen und Petra drückt noch irgendwie den Auslöser - wir haben es hier tatsächlich mit unserem ersten Erdferkel zu tun! Die Freude darüber überwiegt die Tatsache, dass es immer kälter wird beim Fahren. Mit einem Amarula wärmen wir uns auf und fahren überglücklich zurück zur Lodge.





Als Markus uns absetzt vollführt Petra auch noch einen Abgang vom Wagen, nämlich rückwärts mit dem Allerwertesten in den weichen Sand. Meine Schadenfreude und der Marsch hoch zum Chalet wärmt ein bisschen auf und wir setzen uns noch kurz auf die Terrasse um der Stille zu horchen und den Sternenhimmel zu bewundern.

Morgen erwartet uns einer der besten und für mich leider der schlimmste Tag dieser Reise..... Das weiß ich aber beim Einschlafen zum Glück noch nicht.

Gefahrene Kilometer: 231
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So, ich glaube, jetzt ist es an der Zeit, dass auch Mama Petra sich mal zu Wort meldet:
Erstmal ein ganz liebes Hallo an alle Mitfahrer und Mitleser :)
Ich hoffe, in unserem voll besetzten Duster ist bis jetzt ist keinem übel geworden :sick: (noch bin ich der Fahrer), ich gebe mir wie immer große Mühe, uns mit meinem sicheren Fahrstil durchs Land zu bringen.
Wenn dann natürlich aus heiterem Himmel, noch weit vor der Etosha und ganz unerwartet ein lautes „Stooooooop“ ertönt :woohoo: , setzt die erste Schnappatmung ein.
Liebes Kind: Und jetzt behaupte nicht wieder, ich sei empfindlich!
Man sollte meinen, Laura fand die Eland-Attacke lustig - ich nicht! (2. Schnappatmung) ABER: Laura hat auch einen sehr eleganten Sprung zur Seite hingelegt :P
Und…….es ist nicht witzig, wenn die Mutti aus dem Auto fällt. OK - in Zeitlupe und mit dem Allerwertesten in den weichen Sand - naja, so schlimm wars ja gar nicht.
Die zwei Sichtungen waren natürlich das super Highlight während dieses Game-Drives.
ABER, da kommt ja noch was!!! Leider darf ich nichts verraten. :laugh:
Liebe Grüße von der Mama Petra :)
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Sicheres Fahren hin oder her, das Einparken üben wir nochmal, Mama. Wie du sicherlich weißt, kam die Diskussion ums "nochmal vor und zurück"-Fahren während des Parkvorgangs des Öfteren auf ;) immerhin hatten wir genug Platz zum Aussteigen und der ein oder andere Besucher musste eben in der Sonne stehen.

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