was für wunderbare und andersweltliche Bilder! Vielen lieben Dank für deine Mühe, uns teilhaben zu lassen! Auch wenn ich dieses Wetter dort so gaaar nicht mag, aus der Ferne im kuscheligen Bett bereist sich das ja ganz bequem 😊 ich hoffe auf noch viel Feuerspucken
casimodoThemenstarter4’583 Beiträge · seit 200709. Okt. 2026 ·
20.05.2026 Herridarhol 4. Tag Quarantäne
Heute ist der letzte ereignislose Tag. Mit etwas bangen Gefühlen
denken wir an den morgigen Corona Test in Selfoss. Bedingt durch die
Mitternachtssonne ging ich gestern wieder viel zu spät ins Bett. Kerstin ist da
konsequenter.
Es ist wieder ein herrlicher Tag. Der Himmel ist zwar etwas
bedeckt, aber der glatt vor uns liegende See ist ein perfekter Spiegel.
Unser täglicher Spaziergang bietet uns die einzige
Abwechslung.
Aber genau deswegen genießen wir ihn so sehr.
Der Northern Diver ist auch noch da.
Am frühen Abend fliegt sogar eine Eule vorbei.
Danach gibt
es eine Restepfanne und wir verbringen einen weiteren ruhigen Abend.
Morgen kommt
der entscheidende Test. Und der nagt ein wenig an unseren Nerven!
casimodoThemenstarter4’583 Beiträge · seit 200710. Okt. 2026 ·
21.05.2026 5. Tag Quarantäne Herridarhol und Corona Test in
Selfoss
Heute ist der Tag der Wahrheit. Und der empfängt uns mit
strahlendem Sonnenschein.
Gegen 14:30 Uhr brechen wir mit dem Auto zum Covid Test auf.
Dabei kommen wir uns fast ein wenig illegal vor, was wir ja gar nicht sind.
In Selfoss erreichen wir das Open Air Testgelände. Es liegt
an der Einfahrt in eine Tiefgarage. Die Tester haben Ganzkörper- Schutzanzüge
an und testen uns im Auto sitzend. Uff, das ist geschafft. Eigentlich müsste
der Test ja gut gehen, denn wir hatten ja keinen Kontakt zu irgendjemanden.
Aber man weiß ja nie! DAnn geht es auf direktem Weg zurück.
Bei tollem Wetter setzen wir uns auf die Terrasse und
frischen die getroffenen Reisevorbereitungen auf.
Wenn das Testergebnis
rechtzeitig kommt, werden wir morgen zum Vulkan fahren. Trotz aller Recherche
gibt es da einige Ungewissheiten. Der Weg dorthin soll steil und anstrengend
sein. Wenn es warm und windstill ist, ziehen sofort Millionen von nichts stechenden Mücken auf.
Nervös schauen wir immer mal auf unsere Handys. Ist das
Testergebnis da? Nein, noch nicht! Irgendwann brummt mein Handy dann. Welch
Freude ist es, als ich diese Nachricht lesen darf. Leider kommt Kerstins
Testergebnis aber nicht.
Das macht meine ungeduldige Kerstin zum Nervenbündel. Ich
muss allerdings zugeben, dass mir die Warterei auch nicht egal ist. Dann checkt
sie ihre Angabe und bemerkt einen Fehler in der Handynummer. Und siehe da, nach
der Korrektur und einer weiteren Wratezeit kommt auch ihr Testergebnis.
Negativ! Die Freude kann man ihr ansehen, oder?
Nun herrscht Gewissheit. Morgen geht es zum Vulkan und
Übermorgen erkunden wir Island! Ich kann mich noch gut an unsere Hochstimmung
erinnern. Das waren schon irre Zeiten! Aber man war auch Dankbarer…… Island,
wir kommen!
casimodoThemenstarter4’583 Beiträge · seit 200710. Okt. 2026 ·
22.05.2021 Erster Tag ohne Quarantäne und was für einer!
Vulkan…..
Wir stehen heute etwas früher auf und frühstücken voller
Vorwerwartung. Die Spannung steigt. Unser heutiges Ziel ist der gerade aktive
Vulkan im Reykjanes Geopark.
Die Fahrt dauert knapp 1 ½ Stunden. Dabei sehen
wir alle paar Minuten eine gewaltige Dampfsäule aufsteigen.
Und da wollen wir
wirklich ganz nah hin? Schon etwas verrückt!
Dann erreichen wir einen inzwischen von den Isländern
errichteten Schotterparkplatz. Wir sind beileibe nicht alleine, aber die
Mehrheit der Besucher kommt wohl erst später. Also Wandern wir einer lockeren
Karawane folgend los.
Nach einem bequemeren Stück beginnt der erwartete steile
Anstieg.
Wir nehmen uns Zeit und hören dabei erstmals das Grollen des Vulkans.
Ein gewaltiges Geräusch, das wir so noch niemals vorher gehört haben. Langsam kommen wir der Sache keuchend näher. Permanent sind
Hubschrauber unterwegs.
Dann erreichen wir ein dampfendes Lavafeld. Hinten
rechts ist der Vulkan zu sehen. Momentan ist er ruhig.
Doch dann kommt das
Grollen zurück und es ist Lava zu sehen. Schon hier sind wir nach unserem
Gefühl recht nah dran, aber es sollte noch viel besser kommen.
Die Karawane
zieht einen Trampelpfad entlang weiter und wir reihen uns ein.
Schon vorher hatten wir gehört, dass die Einheimischen die
Lava von einem Tal fernhalten wollen, dass in Richtung Grindavik verläuft. Nun
sehen wir das live. Man hat Erde zusammengeschoben. Dahinter liegt ein weit
reichendes, schwefelig riechendes, dampfendes Meer aus erstarrter Lava.
Es ist sehr stürmisch und die Dämpfe werden quer verweht.
Insgesamt sind die Konditionen schwierig und Kerstin fühlt sich ob der
Gesamtsituation sehr unwohl.
Nun geht es den letzten steilen Anstieg hoch noch näher an
den Vulkan heran.
Die Erde bebt und grollen steigt immer wieder Rauch auf. Die
Situation wirkt auf uns wirklich besorgniserregend aber zugleich auch faszinierend.
Als wir oben ankommen, verschlägt es uns die Sprache.
Tosender Wind, querwehender Rauch und wir sind (ich habe es in Google Maps
versucht abzuschätzen) ca. 300 – maximal 500 Meter entfernt von einem Vulkan.
Rund um den Hügel herum haben sich weite Lavafelder gebildet.
Die Fotos musste ich wegen der Rauchentwicklung extrem
nachbearbeiten.
Dann beginnt eine Eruption. Die Erde bebt, wie wir es noch
nie erlebt haben.
Dann schleudert der Vulkan etwas Lava in die Höhe.
Unmassen
von Lava fließen durch einen unterhalb des Hügels entlang laufenden Fluss aus
Lava. Es ist die totale Reizüberflutung.
Die Eruptionen wiederholen sich in Abständen von wenigen
Minuten.
Wir setzen uns hin, denn Kerstin fühlt sich im Sturm auf dem
bröseligen Abhang nicht wohl. Im Sitzen spüren wir die Erdbeben noch
deutlicher. Was tun wir hier eigentlich?
Dann beginnt ein besonders heftige Eruption! Die Lava wird
laut tosend hoch in den Himmel geschleudert! Irre! Völlig Irre!
Einige Male schauen wir uns das völligst fasziniert an, dann
beschließen wir die Position zu wechseln.
ich bin dabei, nach unserem Urlaub ein wenig aufzuholen im Forum und reise natürlich virtuell noch einmal mit nach Island. Was für eine Zeit das war, wirkt wie ewig her (zum Glück). Aber mit Island habt ihr ja viel richtig gemacht - nicht nur wegen der Pandemie, sondern auch mit Blick auf den spuckenden Vulkan. Das haben wir seinerzeit leider nicht hinbekommen. Aber nach Island reisen wir bestimmt auch noch mal - irgendwann.
ich bin dabei, nach unserem Urlaub ein wenig aufzuholen im Forum und reise natürlich virtuell noch einmal mit nach Island. Was für eine Zeit das war, wirkt wie ewig her (zum Glück). Aber mit Island habt ihr ja viel richtig gemacht - nicht nur wegen der Pandemie, sondern auch mit Blick auf den spuckenden Vulkan. Das haben wir seinerzeit leider nicht hinbekommen. Aber nach Island reisen wir bestimmt auch noch mal - irgendwann.
Ja liebe Betti, da hatten wir wirklich großes Glück! Ich nehme es vorweg und Du weißt es ja sowieso schon. WIr hatten so eine schöne Reise ohne MAssenturismus und mit schönem Wetter, dass eine zweite REise niemals so schön wie die erste werden könnte
casimodoThemenstarter4’583 Beiträge · seit 200714. Okt. 2026 ·
22.05.2021
Erster Tag ohne Quarantäne und was für einer! Vulkan Teil 2
Wir laufen an dem Lavafeld entlang und schauen nun etwas
genauer als vorhin hin.
Unter erstarrten Oberfläche kann man durch Aufbrüche
tatsächlich Lava sehen.
Das ist schon cool.
Ich könnte meine Hand dort
reinhalten!
Der Wind wird immer schlimmer.
Teilweise fliegen uns die
Moosbrocken um den Kopf. Und inzwischen wälzt sich eine ansehnliche
Menschenmenge den Hang zum Aussichtspunkt hoch.
Wir laufen etwas weiter und glauben unseren Augen fast
nicht!
Die Lave muss vor wenigen Minuten die Sperren durchbrochen haben und fließt
nun wie ein Wasserfall ins Tal hinunter.
Dabei entzündet sie trockenes Moos und
Gras.
Ich schnalle total ab! Das sieht alles total abgefahren aus!
Die Lavazunge
sieht mit ihren unterschiedlichen Rot- Tönen super aus!
Untermalt wird das von den Geräuschen
der herumfliegenden Helikopter und dem Sturm.
Das ist hier eine echte Reizüberflutung!
Nun wechsen wir noch einmal zu dem Punkt, von dem aus wir
den Vulkan das erste Mal beobachtet haben. Trotz Warnschilder steht ein Paar
direkt an der Kante der Lavazunge.
Wir bauen das Stativ auf und packen unsere mitgebrachten
Brote aus. Währenddessen bricht der Vulkan weiter aus.
Letztendlich filme ich zufällig die heftigste Eruption.
Alle
herumstehenden Leute schreien vor Phaszination! Die Lava schießt mit dunklem
Grollen hoch in den Himmel und fließt in großen Flüssen den Hang herunter. Wir
sind uns einig, dass das oben am Aussichtspunkt wahrscheinlich beängstigend gewesen
wäre.
Dann treten wir den Rückweg an. Unsere Unterhaltungen drehen
sich um dieses unglaubliche Erlebnis. Und dankbar sind wir! Sehr, sehr dankbar!
Auf dem Rückweg halten wir noch kurz an der blauen Lagune
und einer kleinen Kirche.
Das wiedergewonnene Gefühl der Freiheit fühlt sich gut an,
wir können es noch kaum Realisieren.
Den Abend verbringen wir mit einem guten Tropfen. Und nun
freuen wir uns auf unsere Rundreise durch das uns noch unbekannte Land.
Absolut faszinierend - ein unglaubliches Erlebnis live bei einer Eruption dabei zu sein!
(wir können es seit kurzem auch "richtig" nachvollziehen, da wir im August auf Hawaii auch das Erlebnis hatten, wobei ihr glaub ich noch näher dran ward)
Ich habe den Bericht und die Bilder nochmal anschauen / lesen müssen. Du hast dies so anschaulich und spannend berichtet, das gibt eine Gänsehaut und das Gefühl dabei zu sein.
Danke
Andrea
solitaire1’994 Beiträge · seit 201117. Okt. 2026 ·
Danke Casimodo für den interessanten Bericht und die spannenden Bilder und Videos. Soooo beeindruckend.
Liebe Grüße, Margit
www.margit-noehrer.com
FB und Insta: reisende.autorin
Buch: Der glühende Atem der Wüste
Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari