Reiseerfahrung Große Namibiatour im Bushcamper Sommer 2026

Reisebericht 7 Antworten · 675 Aufrufe · gestartet 15. Sept. 2026 von Bob17
Themenstarter11 Beiträge · seit 202515. Sept. 2026 ·
Route in zebramap.com geplant, Stand 15.09.2026Route auf Zebramap öffnen ↗


Liebe Forumsmitglieder,

nachdem ich in den letzten Monaten viel Zeit hier im Forum verbracht habe, um unsere Namibiareise vorzubereiten und von Eurem Wissen profitiert habe, möchte ich hier folgend einen kurzen Bericht über unsere Tour mit einigen praktischen Erfahrungen schreiben, weniger als großer Reisebericht mit vielen Bildern gedacht. Vielleicht nützt es ja weiteren Reisenden in dieses schöne Land.

Hintergrund: Erste große Fernreise mit unseren Kindern, 9 und 12 Jahren. USA schieden zum jetzigen Zeitpunkt aus. Natur und viele Tiere, etwas Abenteuer = Namibia.

Wir wollten drei Wochen verreisen, damit sich der lange Flug auch lohnt. Die Planung begann im letzten Frühjahr. Die initiale Streckenführung erfolgte anhand einiger Angebote und der großen TfA Route, wir wollten möglichst viel vom Land sehen. 

Eine reine Lodgetour fiel aus Kostengründen raus, dementsprechend dann hoher Campinganteil. Zwei Dachzelte waren von meiner Frau nicht gewünscht, deshalb fiel die Wahl, auch nach Beratung hier im Forum, auf den Bushcamper Hilcam von Bushlore, damit alle in einem Abteil sind (dazu später mehr). Die Unterkünfte und Campingplätze haben wir bereits im letzten Jahr gebucht.


Hinflug ab Frankfurt mit Discover über München, durch den Zwischenstopp auf dem Hinflug war es deutlich günstiger. 

Günstiges Vallet Parking über Parkos.de hat gut funktioniert.

Leider war über München ein starkes Unwetter, sodass die Maschine verspätet gestartet ist uns es mit dem Umstieg etwas knapp wurde (dann hätte sich die Ersparnis nicht wirklich gelohnt....).

Problemloser Flug nach Windhoek, mit langen Beinen aber etwas unangenehm.

Die eVisa haben bei mir problemlos geklappt. Auf dem Marsch zur Einreisekontrolle haben wir einige überholt und waren dann weit vorne in der Schlange. Der Flug aus München war auch der erste des Tages, dementsprechend ging es recht zügig.

Geld abgehoben am ATM, Ausgabe in Rand Da der MTC Schalter ziemlich voll war, haben wir erst einmal auf die eSim dort verzichtet und sind vom Fahrer abgeholt worden. Gebucht über Welwitschia Shuttles aus Deutschland für 300 Dollar pro Person.

Fahrt über die Autobahn mit dutzenden Radfahrern nach WHK zum

1. Windhoek Gardens Boutique Hotel.

Da wir aber schon gegen 10Uhr dort waren, war das Zimmer noch nicht fertig. Gegen einen kleinen Aufpreis wurde unser Zimmer aber als erstes gereinigt und wir konnten es dann zeitnah beziehen. Das Hotel war ordentlich, wir hatten ein Familienzimmer, gebucht über Booking, der Pool aber leider ziemlich schmutzig. Nach einem Mittagsschlaf ging es zu Fuß (10 Minuten) ins Wernhill Park Shopping Centre. Dort haben wir dann bei MTC die eSim geholt und uns mit einer kleinen Essensration versorgt. Windhoek selbst war eher unspektakulär, Samstag nachmittags hatten aber auch die meisten Geschäfte außerhalb der Mall geschlossen. 

Zurück zum Hotel und abends natürlich zu Joes Beerhouse. Transfer über die Lefa App gebucht, ca. 30 Dollar, nette Fahrer und problemlos.

Nach einem ordentlichen Frühstück pünktliche Abholung um 8.15 Uhr durch Bushlore und Transfer zur Filiale. Sehr ausführliche Einweisung in den Bushcamper bis ca. 11 Uhr mit Demonstration sämtlicher Tools und Wagenhebern mit selbst Ausprobieren. Sicherheitshalber hatten wir auch ein Sat Telefon dazugebucht (es wurde natürlich nie benutzt... zum Glück). Das Fahrzeug war ein Hilux 2.8 mit 150tsd KM, drei Jahre alt.

Eine gute Übersicht über das Fahrzeug bietet dieses Video:  https://www.youtube.com/watch?v=Q5e-miIk4R8

Im Anschluss zum Superspar in der Maerua Mall, Großeinkauf. Der Parkwächter war das Einpackspektakel schon gewohnt.

Da sich alles dann doch ziemlich gezogen hat erst gegen 13 Uhr Weiterfahrt gen Süden den Kalahari.

Morgen schreibe ich weiter, ich hoffe es ist einigermaßen interessant. Ein paar Bilder ohne Personen werden auch noch folgen...


68 Beiträge · seit 202216. Sept. 2026 ·
Wir gehen nächstes Jahr mit einem Bushcamper von Asco auf Tour in Namibia. Ist noch ein Platz frei, damit ich hier dabei sein kann?


Gruß

Karsten

1’964 Beiträge · seit 201116. Sept. 2026 ·
Hi, das klingt sehr interessant, bin auch dabei.


Liebe Grüße

Margit

www.margit-noehrer.com FB und Insta: reisende.autorin Buch: Der glühende Atem der Wüste Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari
Themenstarter11 Beiträge · seit 202516. Sept. 2026 ·
2. Bagatelle Kalahari Campsite

Ankunft dort erst gegen 16.30 Uhr, unterwegs die erste Gravel- und Wellblecherfahrung auf dem letzten Stück D-Road zur Lodge. Sichtung der ersten Giraffen. Netter Empfang an der Lodge, sogar mit Begrüßungsgetränk, dann Fahrt zum Campingsite. Sehr schöne Plätze mit eigenem Waschhaus, große Abstände und toll gelegen. Jetzt erstmal die Reisetaschen auspacken. Wir sind mit kleinem Gepäck unterwegs, zwei 80l Dufflebags und vier Handgepäckrucksäcke. Eigene Schlafsäcke haben wir auch dabei, wir sind eher Frostbeulen. Letztendlich waren die Schlafsäcke von Bushlore aber sehr gut und wir haben sie natürlich auch nicht benötigt.... Das tolle am Bushcamper sind die vielen Fächer, wir haben alles unterbekommen. Der Aufbau des Campers ging auch schnell vonstatten, ca. 2 Minuten. Sonnenuntergang von der nahen Düne angeschaut, der schöne Pool ist zu weit weg gewesen, leider auch keine Zeit dafür. 

Am nächsten Morgen war noch keine Abbauroutine vorhanden, deshalb erst Abfahrt um 9Uhr. Vorher erstes Outdoorfrühstück mit Sicht auf Strausse und Impalas. 




Fazit: schöner Platz, eine Nacht länger wäre nicht verkehrt gewesen.

Fahrt weiter gen Süden Richtung Fish River Canyon. 

Die Strecke zieht sich, zudem Abstecher zum Köcherbaumwald. Eintrittspreis recht hoch, aber doch empfehlenswert.


Beim Einsteigen nahmen wir einen komischen Geruch nach faulen Eiern wahr. Dies sollte sich noch als großer Spaß entpuppen.

Zwischenstopp in Keetmanshoop zur Besorgung weiterer Vorräte im SuperSpar. Nicht viele Touristen, bettelnde Kinder. An der Tankstelle wurden wir durch einen Angetrunkenen angepöbelt. Lieber schnell weiter. Der Geruch, Gestank im Campingaufbau nimmt zu, die Fahrerkabine ist unauffällig.  Überprüfung des Kühlschrankes, hier ist nichts. Weiterfahrt über Gravel zum 

3. Canyon Roadhouse Campingsite

Zieht sich auch, ist aber gut fahrbar.

Eigentlich wollten wir nachmittags direkt zum Canyon, dafür waren wir mal wieder zu spät und die Lichtverhältnisse sollen dann auch nicht optimal sein. Deshalb Verschiebung auf den nächsten Morgen. Zuteilung eines schönen Platzes, leider sind wir wegen des Gestankes sehr unruhig. Mittlerweile stinken auch die Klamotten und die Matratze, es ist kaum auszuhalten. Überprüfung der Elektronik, eine der beiden Zusatzbatterien für Kühlschrank und Pumpe ist sehr heiß, ein Wechselrichter der PV Zelle müffelt. Anruf bei Bushlore: Batterie abklemmen, morgen beim nächsten Stop in Klein Aus zur Werkstatt, wir bekämen eine neue Batterie. 

Der Gestank nahm leider nicht ab und war zum Schlafen nicht zumutbar. Erneuter Anruf bei Bushlore, nach etwas verhandeln durften wir uns ein Lodgezimmer buchen und dort die Nacht verbringen. Kostenübernahme durch Bushlore (Erstattung steht noch aus). Also alle Klamotten zurück in die Taschen damit sie nicht noch mehr einmüffelnd und ab zur Lodge. Glücklicherweise gibt es noch zwei Doppelzimmer mit Verbindungstür. Wir haben uns schon in der Fahrerkabine schlafen sehen. 

Eine unruhige Nacht in schönen Zimmern folgte, nochmalige Nachricht an Bushlore, dass das Fahrzeug nicht mehr zum übernachten taugt.

Nach einem zeitigen Frühstück (als Lodgebewohner am Buffet) Fahrt zum Fish River Canyon. nur drei Autos da, toller Anblick. Die Fahrt hat sich gelohnt, ob am Ende noch mehr Zeit nötig gewesen wäre, mag ich nicht beurteilen. Dann Anruf von Bushlore: Ein neues Fahrzeug wird nach Klein Aus gebracht. Große Erleichterung.


Ursprünglich hatte ich die Route über Ais Ais und Rosh Pinar nach Aus geplant, in Anbetracht der Situation und der unterschätzten Fahrzeiten Fahrt über die B4.

Fazit: Schöner Campingplatz, nette Lodge. Durch die Autoumstände aber wenig Zeit zum Genießen.

3. Klein Aus Vista Desert Horse CampingSite

Wie sollte es auch anders sein, auch diese Fahrt zog sich etwas. Vor dem Einchecken noch Fahrt zu den Wildpferden, ca. 30 km hinter Aus gen Lüderitz, für unsere Pferdefan Tochter ein Muss.


Einchecken im Desert Horse. Schöne großzügige Anlage. Direktes Bad im Pool am Haupthaus, dann Fahrt zum Campingplatz, der etwas abseits sehr schön gelegen ist. 
Irgendwie mussten wir jetzt die eingestunkenen Klamotten wieder tragbar bekommen. Deshalb alle Taschen wieder leeren, Aufhängen der Klamotten und Einsprühen mit dem "entliehenen) Raumspray des Canyon Roadhouses. Hat erstaunlich gut funktioniert... 
 

Die zehn Plätze waren alle belegt. Amüsant, aber auch etwas nervig war die Invasion einiger Wildpferde, die das Waschhaus besetzt haben und sich gerne über unsere Vorräte hergemacht hätten. 

Gegen 18.30 erreichte uns dann das Ersatzfahrzeug mit einem müden aber sehr freundlichen Fahrer. Er war gegen 10.30Uhr in WHK losgefahren und würde dann noch möglichst weit wieder zurückfahren. Nun wieder ein neuer Hilux Bushcamper 2.8, ca. 170tsd KM.

Wieder einpacken der ganzen Klamotten in die Fächer... Schlafen im Bushcamper ist sehr angenehm. Die Kinder schlafen auf dem Dach, die Erwachsenen quer zur Fahrtrichtung im Auszug. Eine 10cm längere Liegefläche wäre mir mit meinen 190cm noch etwas angenehmer gewesen. Der Kühlschrank macht ein paar Geräusche, ein Konstruktionsmangel ist, dass man ihn nachts nicht ausgezogen lassen kann, da an der Innenseite des Auszugs kein Fliegengitter ist, sodass Viecher hineinkommen können.

Am nächsten Morgen zeitiges Aufstehen, unser Zeitmanagement wurde immer besser, und vorsichtiger Blick zu den wieder anrückendem Wildpferden. Sie ließen uns aber diesmal in Ruhe. 

Fazit: empfehlenswerter schöner Platz, eine Nacht ausreichend. Mit etwas mehr Zeit, die nicht zum Kleider reinigen benötigt worden wäre, wäre auch noch eine kleine Wanderung möglich gewesen. 

Ab jetzt geht es wieder gen Norden.

Nächstes Ziel: 

4. Sesriem Oshana Campsite.

Ab jetzt fast nur noch Gravel Straßen. Wir entschieden uns zur Fahrt über die D707, diese war in gutem Zustand, andere Autos sahen wir kaum. Der Umweg hat sich gelohnt. 



 Die folgende C27 war dann allerdings sehr anstrengend zu fahren, viel Wellblech.

Ankunft in Sesriem, Fahrt in den Park, Wächter mit diversen Listen und Nummern. Bezahlung am Gate 2 in bar. Erster Eindruck vom ganzen Ort: Oh mein Gott so viele Touristen, so viel los. Was für ein Massentrubel.

Zunächst Fahrt zum Sesriem Canyon und Abstieg. Die Touristenmenge verliefen sich schnell. Sehr empfehlenswert.


Einchecken für den Campingplatz über die sehr schicke Dead Valley Lodge. Leider stehen Pool und Restaurant den Campern nicht zur Verfügung, die NWR Einrichtungen können mitbenutzt werden. 

Der Campingplatz ist eher ein großes Feld ohne Vegetation, dafür mit eigenen Waschhäuschen pro Platz und schönem Blick und nicht groß. 


Es fehlte nur das Waschbecken für den Abwasch.



Anruf bei der Lodge. Der (weiße) Manager kam mit vier Leuten und sie bauten es innerhalb von 10 Minuten ein. Als Ausgleich gab es noch eine Flasche Wein.

Abends noch ein schöner Sonnenuntergang. 


Fortsetzung folgt...

zuletzt bearbeitet heute 15:45
Themenstarter11 Beiträge · seit 202517. Sept. 2026 ·
Am nächsten Morgen frühes Aufstehen, um pünktlich bei Toröffnung dort zu sein. Um 6:00 waren wir auf Platz 5. Start der Karawane mit Öffnung, Tempolimit 60 wurde eher als unteres Limit angesehen, wir wurden etliche Male überholt und haben uns dann angepasst. Ankunft am 2WD Parkplatz, ordnungsgemäße Reduktion des Reifendrucks und spaßige Fahrt durch den Sand bis Sossusvlei. Die befürchteten Menschenmassen waren nicht dort, alles hat sich entspannt verteilt. 



Mit der Zeit füllte es sich doch noch weiter, viele Gruppen, teils laute Chinesen, aber angenehme Atmosphäre. Rückfahrt durch den Sand, wieder Erhöhen des Reifendruckes mit dem Kompressor und noch Stop an der Düne 45. Dort waren nur noch zwei Autos. In Sesriem kurze Fahrt zur Tankstelle mit sehr schönem Shop mit großer Auswahl und ATM, kein Vergleich zum NWR Shop. 

Vom Campingplatz dann kurzer Fußmarsch zum Pool des NWR Platzes. Ordentlich gepflegt und eine gelungene Abkühlung. 

Am nächsten Morgen wurden wir durch die neuen Fahrer zu den Dünen geweckt, erstaunlich, was für eine lange Kolonne nach Öffnung des zweiten Gates unterwegs ist.

Fazit: Im Verlauf des Tages habe ich mich mit den Touristenmassen versöhnt, (man selbst ist ja nie Tourist :-) )alles hat sich verlaufen, die Atmosphäre war sehr angenehm. Ein Highlight der Reise. Der Campingplatz etwas karg aber gepflegt und ruhig.

Fahrt weiter nach Swakopmund. Obligatorischer Stop in Solitaire. Der Apfelkuchen und die anderen Backwaren waren sehr gut. Sehr schlechter Streckenzustand, plötzlich war die C14 dann frisch saniert. Beinahe lautloses gleiten, ein Segen...

Die Termperatur sank von 38°C auf 18°C mit nassem Nebel als wir im

5. Secret Garden Guesthouse 

ankamen. Sehr schöner Innenhof, großes Familienzimmer in zentraler Lage. Etwas Flanieren durch die Stadt, die Einheimischen waren teilweise im Meer schwimmen.  Abendessen im Lighthouse Restaurant. 

Am nächsten Morgen Living Dessert Tour mit Chris. Preis: 3100 Dollar für uns vier, zahlbar in Cash. Ein großer empfehlenswerter informativer Spaß. Das Wetter war kalt und bewölkt, was dem ganzen aber keine Abbruch tat. Toll, wie die versteckten Tiere gefunden wurden. Ein weiteres Highlight.



Samstag Nachmittags waren die meisten Geschäfte geschlossen. Es fand aber ein Fest des örtlichen Karnevalvereins statt. Deshalb weiteres Flanieren und Abendessen im Jetty 1905. Sehr gutes Essen, für Namibia gehobene Preise. Mit unseren Outdoorklamotten waren wir etwas underdressed, es hat sich aber niemand dran gestört. 





Nach gutem Frühstück im Hotel, Einkauf im Superspar und Fahrt via Henties Bay auf ordentlichem Gravel zur Spitzkoppe. 

zuletzt bearbeitet heute 15:44
Themenstarter11 Beiträge · seit 202518. Sept. 2026 ·
6. Spitzkoppe Community Camp

Gegen 11.30 Uhr Ankunft an der Spitzkoppe nach passieren vieler bettelnder Kinder mit ihren kleinen Verkaufsständen. Schnelles Einchecken dort und Fahrt zu den bereits avisierten Plätzen im Westen. Plätze 10 und 11 waren bereits belegt, aber 9a war noch frei und wurde dann von uns bezogen, schön zwischen großen Kletterfelsen gelegen, nicht zu nah an der Straße.

Zum ersten Mal Benutzung der Markise des Fahrzeugs, bei relativ starken Windböen wurde diese aber schnell wieder zusammengebaut. Jetzt erwies sich auch der eingebaute Wassertank des Bushcampers als nützlich. Wir waren so ziemlich autark. Die Plumpsklos waren ordentlich, kein Gestank, kein Vergleich zu Deutschland. Toilettenpapier mitbringen. 

Wir waren etwas zögerlich unseren belegten Platz nur mit dem Tisch zu markieren und dann mit dem Auto noch einmal weiterzufahren, da noch sehr viele Suchende vorbeikamen, deshalb zu Fuß zum Rock Arch. Außer einem Influencer Pärchen mit kompletter Ausstattung war keiner dort.

 

Abends zum Sonnenuntergang auf den Felsen gegenüber. 

Am nächsten Morgen neblig bewölkt und ziemlich kalt. 


Abfahrt weiter gen Norden.

Fazit: Top 1 unserer Übernachtungsspots. Sehr sehr empfehlenswert. 

7. Marisa Camp. 

Fahrt mit Tankstopp in Uis zum Madisa Camp. Fahrt Die D2612 war übelstes Welchblech. Die Fahrtstrecke diesmal überschaubar. Ankunft dort gegen 11.30Uhr. Beim Abstellen zischt irgendetwas am Auto...

Wir hatten ein Familienzelt gebucht. Da es noch nicht fertig war, ausspannen am schönen Pool. Die Anlage ist sehr toll zwischen großen Felsen gelegen.


Dann Bezug des Zeltes bzw zwei Doppelzelte.

 


Das Bad samt Dusche war Outdoor zwischen den Felsen.

Abends konnte man hinter dem Pool auf den Felsen zum Sundowner Klettern. 



Abendessen und Frühstück hatten wir dazu gebucht, es gab Oryxlende vom Grill. Sehr lecker.

Im Zelt dann Massacker an Dutzenden Mücken und gut geschlafen ohne Stiche. Morgens waren Elefantenspuren neben dem Zelt, gehört haben wir nichts.

Fazit: Ein Nachmittag am Pool hat sehr entspannt, toll gelegene Anlage. Der Campsite wäre aber sich auch in Ordnung gewesen. Das Outdoorbad war aber ein Highlight.

Nach einem guten Frühstück bei kühlen Temperaturen weiterfahrt gen Khowarib. Giraffen an der Straße. Die Luft auf die Felsenzeichnungen hielt sich spontan in Grenzen, deshalb wurden sie weggelassen. Vielleicht ein Frevel, stellte sich dann aber als richtige Entscheidung heraus. Nach ca. einer halben Stunde wurde es heiß im Auto. Die Klimaanlage funktionierte nicht mehr...

Fahrt bis Palmwag, Anruf bei Bushlore. Mit dem Mitarbeiter  am Telefon war ich mittlerweile ja schon gut bekannt. Wir sollten in der Palmwag Lodge den GasFüllungszustand der Klimaanlage überprüfen lassen. Nette Mitarbeiter dort haben dies getan, Gas war leer. Wahrscheinlich eine Leitung gebrochen. Wieder Anruf bei Bushlore, eine Reparatur wäre auf unserer Route in Opuwo möglich. Super...

Zunächst dann Weiterfahrt mit offenem Fenster und viel Staub. Wir wollten uns aber noch den Ongongo Wasserfall ansehen, deshalb zunächst Fahrt an Khowarib vorbei und rechts durch ein Dorf mit bettelnden Kinder über eine sehr steinige Straße zu dem Wasserfall. Fahrtdauer auf dem Steinstück ca. 30 Minuten one way. Ein Parkwächter kassiert ca. 250 Dollar Eintritt, natürlich musste auch wieder ein Formular ausgefüllt werden. Eine kleine Oase in einer Schlucht mitten im trockenen Nichts. Auch ein kleiner Campingplatz ist vorhanden.


Steinige Rückfahrt dann weiter zur 

7. Khowarib Lodge CampSite

Auf Empfehlung aus dem Forum hatte ich vorher einen Platz direkt am Flussbett reserviert. Das wäre aber nicht nötig gewesen. Wir waren zunächst die einzigen Gäste, immerhin wurde gegen Abend noch ein weiterer Platz belegt.

Der Platz war sehr gepflegt mit eigenem Restaurant und Pool, die Plätze am Flussbett sind aber definitiv die schönsten. 

Am Flussbett waren sehr viele Tierspuren zu sehen, lebendige waren leider nicht zu sehen. 



Fazit: Khowarib, netter komfortabler Platz, schön gelegen, eher was für die Durchfahrt als für länger. 

Am nächsten Morgen folgte die Etappe, über die ich mir zuvor die meisten Gedanken gemacht habe, die lange Fahrt zu den Epupa Fällen. Hoffentlich ist es der Ort wert. Nach der Erfahrung mit den unterschätzten Entfernungen (steht natürlich überall hier im Forum) hatte ich zwischenzeitlich auf der Reise schon halbherzig nach Alternativen, die in den Streckenverlauf passen, gesucht, aber nichts freies und passendes gefunden. Jetzt leider auch noch mit verlängerter erzwungener Pause in Opuwo durch den Reparaturstopp. Na toll.....

Themenstarter11 Beiträge · seit 2025heute 15:40 ·
Am nächsten Morgen dann mit Sonnenaufgang start, um früh in Opuwo zu sein und noch nicht die große Hitze abzubekommen. Die Gravel nach Norden war in gutem Zustand, sodass wir nach weniger als 3h dort ankamen. Erstmal volltanken, es sind die letzten Tankstellen bis Angola. Der Ort selbst für deutsche Verhältnisse ziemlich chaotisch. Den Spar Markt schien es nicht mehr zu geben, deshalb ein Einkauf im großen OK Foods. Davor viele bettelnde Kinder, die nur Öl und Reis wollten, kein Geld. Man wurde ziemlich bedrängt. In unserer Hilflosigkeit haben wir dann auch einen Sack Reis und zwei Flaschen Öl gekauft und verteilt. Und dann schnell weiter. Die Werkstatt, die Bushlore für uns vorgesehen hatte, war nur Dank der T4A App zu finden (sehr empfehlenswerte App), eigentlich war es nur eine größere Garage. Der Mechaniker wusste sofort, wo er suchen sollte und holte mit wenigen Handgriffen ein gebrochenen Röhrchen heraus, wo das Kältegas entwichen ist. Ein Ersatzteil habe er nicht, reparieren auch nicht. Wir müssten weiter zu einem anderen am Ende des Ortes, der könne es reparieren. Also weite zu einem Vorgarten voller defekter Autos, wo jemand einen Zaun geschweißt hat. Der "Werkstatt" Inhaber hat das Alu Rohr dann geschweißt, wiederum ein anderer Mechaniker kam vorbei und füllte da Gas wieder auf. Nach insgesamt einer Stunden war alles erledigt... In Deutschland undenkbar. Die Kosten von 1200 Dollar musste ich ersteinmal vorstrecken.

Jetzt weiter nach Norden zu den Epupa Fällen. Die Fahrt war ziemlich unproblematisch, die Straße in gutem Zustand aber ziemlich einsam. Viele Ziegenherden am Straßenrand, sehr viele Senken mussten durchfahren werden, die Klimaanlage lief.

Gegen 15Uhr dann Ankunft im 

8. Omarunga Epupa Falls Campsite.

Die Gegend hatte sich auf einmal sehr verändert, ein grünes Band mit Palmen mitten in der kargen Landschaft. Der Campingplatz liegt direkt am Fluss, wir hatten einen Platz in erster Reihe reserviert. Dies war auch nicht nötig gewesen, lediglich 3 Plätze waren belegt und in der Lodge ein paar Gäste.


Die Wasserfälle sind in 5 Minuten zu Fuß zu erreichen und beeindruckend.


Die Anlage ist sehr gepflegt und es gibt einen schönen Pool. Auffällig ist, dass viele Einheimische das unbewachte Gelände betreten, aber nur um ihre Wasservorräte aufzufüllen. Bei Ankunft wurden wir jeweils nur einmal auf unserem Platz angesprochen, ob wir Holz, eine Tour oder schöne Haare haben wollen. Danach wurden wir dort komplett in Ruhe gelassen. Die Tour am nächsten Morgen am Fluss entlang, haben wir dann auch über Tom, den Local, gebucht und nicht über die Lodge. Kosten uns vier 1050 Dollar. 

Am nächsten Morgen pünktlicher Treff mit unserem jungen Führer., einem Himba Es ging Flussaufwärts. Er hat uns viel gezeigt und viel über die Lebensweise vor Ort erklärt. 

Einige Krokodile waren sichtbar. 


Die tropische Landschaft unterschied sich sehr vom Rest der Reise. Die Tour war sehr empfehlenswert. Den Rest des Tages konnten wir am Pool verbringen, es waren einige Reisende da, die weiter ins Kaokoveld und zum Van Zyls Pass wollten. Die Gäste hier waren insgesamt abenteuerlustiger (außer uns). 

An der Straße zu den Wasserfällen, sind einige Stände mit Souvenirs. Die Damen sprechen einen lautstark an, sind aber sehr freundlich und nicht aufdringlich gewesen. An den Wasserfällen wuschen sie ihre Wäsche. Eine insgesamt sehr arme Gegend, aber mit sehr freundlicher gelassener Stimmung. 

Am nächsten Morgen Retour auf der gleichen Strecke über Opuwo zum Etosha West. Wir hatten kurz überlegt, ob wir am Kunene aufwärts und dann ab Ruacana nach Süden fahren sollten, haben uns dann aber aus Strecken - und Tankgründen dagegen entschieden.

Fazit Epupa Falls: Die lange Strecke war weniger beschwerlich als gedacht, die Straße gut fahrbar und der Ort samt Campingplatz lohnenswert. Wir haben es nicht bereut.

Auftanken in Opuwo, gleiches Spiel mit den Kindern am Supermarkt. Leider waren alle ATMs entweder defekt oder mit einer Schlange von 30 Leuten, sodass wir unsere Bargeldreserven nicht aufstocken konnten. 

Auf guter Teerstraße ging es weiter zu Etosha West. Fleisch hatten wir nicht mehr, einige angefangene Milchprodukte haben wir versteckt. Die Kontrolle am Vet-Fence dann auch ziemlich oberflächlich.

Kurz danach ging es ab zur 

9. Hobatere Lodge.

16km ging es zunächst durch das Reservat zur Lodge. Hier hatten wir mal eine Lodgeübernacht gebucht, den Campingplatz schien es nicht mehr zu geben. Außer uns war nur noch eine Familie dort, sonst keine weiteren Gäste.

Die Lodge ist schön am Wasserloch gelegen, man konnte vom Pool den Tieren zusehen. Das Personal war extrem freundlich, das Abendessen sehr gut. 



Auf Empfehlung der anderen Familie haben wir noch den nächtlichen Game Drive gebucht, was ein lohnenswertes Erlebnis war. Im Stockdunklen über Stock und Stein, viele Katzentiere inklusive Löwen und sogar ein Stinktier.


Folgend eine etwas unruhige Nacht, da ich befürchtet habe, am Galton Gate nicht mit Karte zahlen zu können und unser Bargeld knapp war.

Am nächsten Morgen nach einem guten Frühstück dann weiter zum Etosha.

Fazit Hobatere Lodge: Schöne Lodge, freundlich, nicht posh, willkommene Abwechslung zum Camping, preislich aber leider auch eine andere Hausnummer als Camping.

Kurze Fahrt zum Galton Gate. Kein weiteres Auto außer uns. Kontrollen, Zettel, viele Listen und Bezahlung mit Karte möglich!! Ich war erleichtert. Am Kiosk noch die tolle Etosha Map mit Karte und tollem Tierverzeichnis gekauft. 

Fahrt via Olifantsrus zum 

10. Okaukuejo Campingsite

Unterwegs viele Tiere an den umliegenden Wasserlöchern. Die Piste war teils in schlechtem Zustand. Irgendwann wurde es im Auto immer wärmer, die Klimaanlage pustete warme Luft. Oh nein, nicht schon wieder....

Ankunft dort, viele Leute. Die Stellplätze sind eng, wie bereits zuvor gehört, das Waschhaus war aber sauber. Mal wieder Anruf bei Bushlore, in Namutoni könne die Klimananlage repariert werden allerdings erst nach dem Wochenende, (also in zwei Tagen)  jemand bringt uns das Ersatzteil vorbei. 10 Minuten später brachte tatsächlich jemand schonmal ein neues Alu Röhrchen.

Abends Sichtung vieler Tiere am Wasserloch im Sonnenuntergang. Das so viele Besucher so still sein können.... Toll. Auf Grund des lästigen Umleitung zwischen Okaukuejo und Halali und der großen Distanz zu Etosha Ost entschieden wir uns, unsere zweite Nacht in Okaukuejo verfallen zu lassen und die nächste Nacht in Halali zu verbringen. Nach Kämpfen mit dem neuen Buchungssystem war dies auch möglich, es gab noch freie Plätze.

Nach einem zeitigen Frühstück Weiterfahrt gen Osten. 

Fazit Okaukuejo: letztendlich wie überall beschrieben. Enge Stellplätze, famoses Wasserloch.

An einem der ersten Wasserlöcher Sichtung mehrerer Löwen an einem Elefantenkadaver, in zweiter Reihe Schakale, dann die Geier.


Weiterfahrt über die schlecht fahrbare Umleitung nach Halali ohne AC. Fenster auf, Gegenverkehr, schnell Fenster wieder zu, usw. Es wurde staubig im Auto.

Ankunft Halali, zuvor noch Abstecher zum Etosha Lookout (lohnt sich).

Freie Platzwahl auf dem großen Areal. Riesiger mäßig gepflegter tiefer Pool, Waschhäuser in mäßigem Zustand. Kleiner Marsch zum Wasserloch unterhalb eines Felsens. Schön gelegen, wilde nervige Mäuse laufen herum. Als Tier leider nur ein großes Nashorn. 


Fazit Halali: Stellplätze sehr schön, mäßig gepflegt, am Wasserloch hatten wir eher Pech.

Am folgend Morgen Anruf von Bushlore: Der Mechaniker ist leider in WHK, ein neues Fahrzeug könnte uns gebracht werden. Nicht schon wieder umräumen. Dies haben wir letztendlich abgelehnt, dann lieber den Rest der Reise ohne AC und dafür ggf. eine Preisreduktion. Fahrt zum Ostausgang, hierbei noch der Wunsch Leoparden zu sehen. Abklappern der letzten Wasserlöcher. Keine Leoparden, dafür Klappern am Auto. Aussteigen nicht erlaubt. Weiterfahrt bis Namutoni: Die Hinter Befestigung der Markise war abgebrochen. Zum Glück hielt noch die vordere, sonst wär sie uns mitten im Etosha abgefallen... Fixierung mit Wäscheleine, hielt besser als vorher.


Verlassen des Etosha NP über das von Lindequist Gate zum Onguma Taboti Campsite. Am Gate check der Kühltruhe und Formulare. Ein toller Nationalpark, viele Tiere. Die  Zeit dort hat uns dann aber auch gereicht.