Khaudum und Caprivi - offene Fragen

13 Antworten · 450 Aufrufe · gestartet 07. Sept. 2026 von dergnagflow
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Themenstarter2’559 Beiträge · seit 200707. Sept. 2026 ·
Hi,

wir fahren im Jänner wieder mit zwei Landcruisern von Windhoek los. 

Plan A ist wieder der Nordwesten, diesmal wirklich wirklich gemütlich, Damaraland und Kaokoland aber maximal bis Purros.

Aber wir haben - aufgrund der (für's Land leider) zu erwartenden ausbleibenden Niederschläge - einen Plan B ins Auge gefasst, der den Khaudum mit einschließt. Falls es Dezember und bis zu unserer Abfahrt keine großen Niederschläge dort gegeben hat, wollen wir gerne folgende Route versuchen:

Danach machen wir es uns noch 10 Tage im Hoanib und Damaraland gemütlich.

Nachdem wir da noch nie im Nordosten waren:
1.) Ich hab im Reisebericht von Carsten aus 2024 gelesen: "Die C44 von Tsumkwe bis Gobabis ist wirklich sehr gut zu fahren.". Er ist damals von Nyae Nyae bis Gobabis in 5 Stunden gefahren (https://www.namibia-forum.ch/forum/beitrag/687950). WDH-Gobabis ist ja Asphalt.

Schafft man das in dieser Richtung in einem Tag? Uns ist klar, dass das eine ordentliche Strecke ist.

2.) Diesel in Tsumkwe: wie sind da die letzten Erfahrungen? Kann man sich drauf verlassen?

3.) Ist die Nacht in Sikereti Camp gut oder sollte man die zusätzliche Nacht im Khaudum Camp verbringen? Von wo sind denn gute Wasserlöcher besser anfahrbar? Wir haben geplant, von Sikereti in einer vorgeschlagenen Tagestour im Khaudum Booklet, das auf Bwanas Seite verlinkt ist, zu fahren (https://www.bwana.de/namibia/namibia-info/khaudom-game-park.html):

"Entering Khaudum Park from the South (again, you have enough time to see Dorslandboom) and visit of Tsoanafontein, and overnight in Sikereti. Drive to Baikiaea, Tari Kora and via Little Fontein to Omuramba, sundowner in Soncana; then back to Sikereti for a second night there. Drive via Elandsvlakte, Tsau und Burkea to Khaudum, night in Khaudum Camp, leave the park via Katere." 

4.) Nach dem Khaudum möchten wir gerne ein Stück in den Caprivi reinfahren und dort einen Tag entspannen. Also zwei Nächte und ev. an dem "Rasttag" eine Bootstour machen. Da liegen zwei Lodges/Camps nahe beieinander: Mahango Safari Lodge und Ndhovu Safari Lodge. Gibt's da Erfahrungen, welche besser ist? Oder ganz was anderes in dieser Region? Viel weiter östlich wollen wir da eigentlich ned reinfahren, weil wir das alles ja auch wieder zurück müssen ;-)

5.) Die Fahrt dann rüber in den Westen ist wieder heftig, wir wissen's. Aber ohne geht's nicht. Irgendwelche Ideen für die Übernachtung zwischen dem Lodge/Camp und dem Hoanib? Zuerst dachten wir, wir fahren über Grootfontein und Outjo, aber oben ist mehr Asphalt-Anteil und damit berechenbarere Strecke. Liegen wir da falsch?

lg Wolfgang

Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
zuletzt bearbeitet 08. Sept. 2026
94 Beiträge · seit 202208. Sept. 2026 ·


dergnagflow schrieb:

2.) Diesel in Tsumkwe: wie sind da die letzten Erfahrungen? Kann man sich drauf verlassen?

Jein. Diesel war noch nie ein Problem, aber Strom und Mobilfunk ist manchmal so eine Sache. Und ohne beides keine Kartenzahlung. Ich habe schon mal einen Tank in drei verschiedenen Währungen beim extrem netten und entgegenkommenden Tankwart bezahlt, weil ich aus Bots kommend nicht genug N$ dabei hatte. Beim nächsten Besuch ein Jahr später hab ich mich dann revanchiert und hab ihm die MTC-Karte für die card machine aufgeladen - auch das hätte die Kartenzahlung ansonsten verhindert.

Ansonsten bin ich immer auch immer wieder von Mahango und Buffalo Core Area fasziniert, gerade in der Regenzeit. Bin jetzt schon mehrmals aufgrund von wirklich schönen Sichtungen dort ein paar Tage hängen geblieben, und habe nach bestimmt 6 Caprivi-Durchquerungen für die östlichen Parks noch nie wirklich Zeit gehabt. Bootsfahrt von Ngepi oder einer der Nachbar-Lodges/Campsites war auch sehr schön - der Büffel-Riß durch ein Löwenrudel nahe dem nördlichen Ufer bleibt einfach unvergesslich. Die neue Campsite/Lodge auf dem alten Kasernengelände (Buffalo) finde ich auch recht schön. 

Siriketi: noch nie probiert - dafür ist m.E. Khaudum Camp einfach zu schön. Im Süden campe ich immer vor dem Park - letztes Mal beim Aufbruch im Morgengrauen ca 10 km vor dem Eingang ein großes Rudel Wildhunde direkt auf der Gravel Road.

zuletzt bearbeitet 08. Sept. 2026
1’698 Beiträge · seit 200708. Sept. 2026 ·
In der Divundu-Gegend gefällt uns Nunda Lodge und Campsite am besten.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
65 Beiträge · seit 202308. Sept. 2026 ·
Hi Wolfgang, 

sofern es der Khaudum wird, würde ich auf jeden Fall auch im Khaudum Camp übernachten. Das hübsche Camp liegt luftig und mit guter Aussicht auf einem Hügel. Sikereti hat mir persönlich bei weitem nicht so gut gefallen. Das Camp ist stark eingewachsen und zumindest bei meinem Besuch war es brüllend heiß. Elefanten und andere Tiere habe ich ausschließlich im Norden gesehen, dies wird sich aber sicher immer verändern.

Im "vorderen" Caprivi übernachten wir eigentlich immer im Ngepi Camp. Nette Stellplätze am Fluss und wenn man möchte ordentliches Essen. Zur Mahango Core Area ist es nicht weit, der kleine Park lohnt sich immer!

Grüße

Jan

65 Beiträge · seit 202308. Sept. 2026 ·
Nachtrag: Die Strecke Gobabis-Tsumkwe war sehr ordentlich, allerdings hat es sich auch sehr gestreckt und war in meiner Erinnerung ohne jede Abwechslung. Aber dafür wird es dann ja im Khaudum spannend.😀
133 Beiträge · seit 202408. Sept. 2026 ·
Wenn es viel geregnet hat, kann der Khaudum anspruchsvoll zu fahren sein. Aus teils tiefem Sand wird dann teils tiefer Matsch. Der südliche Teil bleibt dann meist besser fahrbar. Tiere sieht man dann auch nicht mehr, weil die Tiere nach viel Regen nicht an die Wasserlöcher kommen müssen, aber das weißt Du ja selbst. Nur ist der Park ansonsten sehr buschig. Es gibt abseits der Wasserlöcher kaum offene Flächen. 5-10 Meter neben der Piste sieht man nur noch Busch. Insofern ist der Khaudum in der Regenzeit eine Wundertüte.  Kann supertoll oder superenttäuschend sein.  Ob 1, 2 oder 3 Nächte Sikereti würde ich vor Ort entscheiden, je nachdem wie die Sichtungen sind.

Früher gab es 3 Wetterstationen um den Khaudum herum und dann konnte man abschätzen, wie viel Regen da runtergekommen ist und ob sich die weite Anreise aktuell lohnt oder nicht. Aber die sind alle kaputt oder geklaut. Es funktioniert jedenfalls keine mehr.  Du kannst höchstens auf Wetterseiten mit Regenradar 10 Tage vorher anfangen, täglich mal draufzuschauen. Wenn da kein Regen zu sehen war, dann machen. Wenn da viel Regen zu sehen war, dann vielleicht noch mal überlegen, ob das lohnt. Ist dann meines Erachtens nur Quälerei für Mensch und Maschine, für die man keinen passenden Gegenwert bekommt – außer man mag Schlammschlachten. 
546 Beiträge · seit 201408. Sept. 2026 ·

Moin,


von mir auch eher eine Stimme gegen 'zu viel' Sikereti, da man dort einfach mitten im Busch steht. Die zusätzliche Nacht würde ich auf jeden Fall im Khaudum Camp verbringen. Ihr steht dort wirklich toll auf der Anhöhe, Sicht in die Ebene hat aber nicht jede Campsite gleich gut. Wir standen auf der CS 2 und die war perfekt.

Da Ihr vermutlich wieder mit Bushcampern unterwegs seid, nur der Hinweis, dass der Vermieter hoffentlich kulant ist. Die Wege sind wirklich eng und die Äste kratzen ständig links und rechts am Fahrzeug. Sollte man zumindest vorher wissen, worauf man sich einlässt. ;)


Im Raum Divundu haben die Camps alle ihre Vor- und Nachteile, zumindest die drei, die wir dort kennen. Mahango Safari Lodge (CS 1 bis 6) und Ngepi steht Ihr direkt am Fluss, habt aber zum Teil keinen überdachten Platz, was in der Regenzeit ja auch ein Argument sein kann. Shametu ist absolut 'schlechwettertauglich' und hat betonierte Flächen fürs Auto ... aber da steht man wiederum nicht ansatzweise in der Nähe des Wassers.


Gruß

Henning

Themenstarter2’559 Beiträge · seit 2007gestern 09:16 ·
Hi,

vielen Dank für eure Tipps!

Ich fasse zusammen:

#) In Tsumkwe zum Tanken am Besten Bargeld mithaben. Das wird kein Problem sein, wir sind am Anfang der Reise und haben immer genügend Reserven mit.

#) Besser die Nächte in Khaudum Camp als in Sikereti verbringen. Dann würden wir einen Tag von der Baobab Tree Campsite über Tsumkwe nach Sikereti und am nächsten Tag dann über den Osten nach Khaudum und dort zwei Nächte bleiben. 

#) Sowieso geplant ist, von Anfang Dezember an täglich meine bevorzugten Wetter-Seiten (Windy und Ventusky) zu checken, ob es dort regnet. Wir haben ein wenig insektenscheue Gruppenmitglieder und große Käfer oder Heuschrecken abends sind nicht so ganz prickelnd (Carstens Fotos waren da eher abschreckend 🫣). Von dem was ich gelesen hab, ist das wenn's trocken ist, kein so ein Problem, aber wenn's geregnet hat sehr wohl (abgesehen von den schwierigeren Bedingungen). Wenn's im Dezember bzw. Jänner bis zu unserem Abflug dort nennenswerte Niederschläge gibt, lassen wir das sein und fahren gleich nach Nordwesten. Wir sind zum Glück da sehr flexibel und können das auch am Abfahrtstag noch (um)entscheiden. Schlammschlachten brauch' ma ned, wir sind diesmal auf Erholungsurlaub 😅.

#) Die Camps sind alle mehr oder weniger tauglich, ich nehme an, es werden auch an allen Bootstouren angeboten. Wenn wir die Durchquerung machen und es kommt dann Regen, hauen wir gleich nach Westen ab. Plätze direkt am Fluss sind daher eher die Wahl.

#) Enge Strecken und Äste sind notiert, danke. 

lg Wolfgang

Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
617 Beiträge · seit 2024gestern 11:40 ·
Hallo, 

Wenn ich vor der Wahl stehen würde, dann würde ich bei nördlicher Ausfahrt Kaudom gar nicht nach Divundu fahren. Du hattest ja nur einen Tag dort eingeplant. 

Ich würde mir eher für einen Tag ein Camp am Fluss Richtung Rundu suchen. 

Es sei denn, man fährt super gerne eine unspektakuläre Asphaltstraße hoch und runter. 

Man kann natürlich auch die parallele Gravelroad nehmen, da fährt man ab und an durch ein kleineres Dorf und begegnet einigen Kühen. Dafür benötigt man aber noch mehr Zeit. 

VG 

Themenstarter2’559 Beiträge · seit 2007gestern 11:58 ·
Hi,

wir dachten halt schon, dass der Bwabwata National Park bzw. die Mahango Core Area ein bisschen mehr an Tieren bieten könnte, als ein Camp am Kunene Kavango Richtung Rundu. Aber könntest du da etwas empfehlen? 

lg Wolfgang

Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
zuletzt bearbeitet gestern 16:08
617 Beiträge · seit 2024gestern 13:09 ·
Hi,

Naja, das die beiden Parks etwas mehr Tiere bieten hast du natürlich recht. 

Nachdem du die 70 km Tiefsand aus dem Khaudom geschafft hast, ist es noch ein Stück bis Divundu. Wenn du Glück hast und alles läuft, kannst du am Abend noch eine Sundowner Tour auf dem Fluss machen. Nächsten Tag Mahangu und Buffalo, nächsten Tag die Strecke wieder zurück. 

Ich meine machbar ist das schon, nur macht das Spaß? Aber das ist eine persönliche Entscheidung. 

Empfehlen kann ich da eigentlich nichts oder alles. Wenn man an einem Fluss steht, sind für mich alle Camps schön.  Kuvira Rivercamp oder Mukuku Oasis Camp oder Camp Hogo nahe Rundu vielleicht. 

Du hast es sicher verwechselt, zwischen Rundu und Divundu fließt der Kavango und nicht der Kunene.

VG 

zuletzt bearbeitet gestern 13:12
Themenstarter2’559 Beiträge · seit 2007gestern 13:17 ·
Hi, 

geplant ist gemütlich vom Khaudum in eines der Camps dort. Und ein Rasttag in dem Camp. Nachmittags/Abends dann die Sundowner Bootstour. Oder sogar die imn der Mahangu Safari Lodge angebotene "Midday Cruise Experience". 

Aber ich schaue mir deine genannten auch mal an. 

lg Wolfgang

Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
617 Beiträge · seit 2024gestern 18:11 ·
Hallo, 

Also falls ihr doch die Richtung Divundu einschlagen solltet und ihr einen wirklichen Ruhetag einlegen wollt und ihr zur Mahangu Lodge fahrt, würde ich am freien Tag versuchen, die Frühstücksbootstour zu buchen (falls diese den Tag angeboten wird) und nachmittags eine "einfache" Bootstour unternehmen. Diese bieten die Möglichkeit, Tiere entlang des Buffalo uu entdecken. Die Boote fahren parallel am Buffalo entlang, aber nicht in den Mahangu NP. 

Bei dieser Variante könnt ihr das Auto tatsächlich mal ruhen lassen und habt doch entspannt die Chance von Tierbeobachtungen. 

VG 

Themenstarter2’559 Beiträge · seit 2007gestern 18:28 ·
Hi,

danke für den Tipp!

Hab heute noch ein bisschen recherchiert. Also eine kleine Runde durch die Mahango Core Area würden wir dort drehen wollen, aber rüber in die Buffalo Area sicher nicht. Dann lieber relaxen und mit dem Boot fahren. Ich schaue mal genauer, was es da gibt und schreibe die Lodges an. 

LG Wolfgang 

Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026