Trinkgeld in Tansania

41 Antworten · 7'426 Aufrufe · gestartet 08. Sept. 2014 von UDi
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2'338 Beiträge · seit 200709. Sept. 2014 · #21
Hallo Bongolander schrieb:
Die Trinkgelder sind je nach Zufiredenheit. Aber aus meiner Erfahrung (da habe ich nur ganzwenig, aber doch ein bisschen) werden manche Fahrer aggressiv, wenn das Trinkgeld nicht ihren Erwartungen entspricht. Ich habe im Moment Gäste, wo sich der Fahrer geweigert hat, sie zu uns zurückzubringen, wenn sie ih nicht mehr geben.
Merkwürdigerweise ist das ein speziell deutsches Problem, andere Länder habe das nut in ganz geringem Mass. Ich weiss von Fällen amerikanischer, japanischer und russischer Gruppen, wo Gelder fliessen, die jenseits von Gut und Böse sind. Und wie es halt so ist, irgendwann wird das dann auch erwartet.
Allerdings sollte man nach einer schönen und gelungenen Tour den Leuten auch zeigen, dass man mit ihren Bemühungen zufriedenwar. Was sind 100 Dollar pro Gruppe im Verhältnis zum Reisepreis. Das gibt so mancher für einen Volksfestbesuch aus (von einem Besuch des Münchner Oktoberfestes will ich erst gar nicht reden), da ist das nicht zuviel.
Das ist ja richtig abschreckend. Wir sind ja glücklicherweise nicht betroffen, aber für mich tönt das fast nach Nötigung oder gar Erpressung. Nein, so würde mir das geführte Reisen keinen Spass machen. Wir haben sonst schon ab und zu den Eindruck, dass die Afrikaner glauben, wir hätten eine Gelddruckmaschine dabei.

Viele Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
3'700 Beiträge · seit 200909. Sept. 2014 · #22
Hallo Melanie,
Ist das Tansania-spezifisch oder allgemein auch in den anderen afrikanischen Ländern bei Reisen dieser Art so Usos und damit eigentlich ja schon quasi Prostitution der eigentlich freiwillig-belohnenden Leistung Trinkgeld durch den Veranstalter?
Auf jeden Fall ist das Thema in Ostafrika präsenter, da die überwiegende Zahl an Touristen geführt reist. Selbstfahrer in Ostafrika gehören im Moment noch zu einer exotischen Spezies.

Aber es soll ja auch Fomis geben, die im südlichen Afrika geführte Reisen gemacht haben. Mich würde schon sehr interessieren, wie das Trinkgeldthema hinsichtlich Driver-Guides und/oder Koch dort gehandhabt wird.

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
zuletzt bearbeitet 09. Sept. 2014
1'794 Beiträge · seit 201309. Sept. 2014 · #23
Hallo Fomis, interessantes Thema!

Ist das Trinkgeld in der Höhe nur typisch für Tansania, kann ich mir gar nicht vorstellen 😉 !?

Es sind doch hier schon Leutchen privat geführt oder in Gruppe durch Uganda gereist...wie ist es denn dort?

Oder wer hat schon mal eine Gruppenreise durch Namibia gemacht oder privat geführt...gibt's dort kein Trinkgeld 😁 😠 😮 ?

In den privaten Reserve in SA ist es doch ähnlich hoch oder im Okavangodelta, meist gibt's es einen Umschlag für den privaten Guide und eine Tippbox für den netten "Rest" 😎 !

Klar springt dir Keiner an die Gurgel,wenn du nichts gibst oder weniger als üblich oder reist in deinem Beisein den Umschlag auf und wird böse!

...und natürlich sind 7-15$ pro Nase/Tag-wie wir bisher erfahren haben-bei ca. 3Tagen Delta oder Park und guter Leistung völlig in Ordnung!

Bei 21Tagen lepperts sich natürlich zusammen, aber bloß weil der Reisepreis für die Zeit oder generell hoch war, kein Trinkgeld zu geben, finde ich auch nicht gut!

Viele vergleichen das Trinkgeld geben mit einem Game Drive in Namibia wo viele nichts oder max. 1-5NA$ geben aber ganz klar NÖTIGUNG darf nicht sein!

LG NOGRILA
2'398 Beiträge · seit 201109. Sept. 2014 · #24
Hallo,
nur um mal einen Vergleich zu haben: Weiß jemand, wieviel ein Lehrer heutzutage in Tansania pro Monat verdient?
(1992 waren es umgerechnet etwa 25 US$ im Monat 🤩 !)

LG aus dem regnerischen HH,

Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
3'700 Beiträge · seit 200909. Sept. 2014 · #25
Hallo Karsten,

dein Vergleich hinkt allerdings ein wenig, denn die meisten Lehrer sind fest angestellt und beziehen nachhaltig monatlich ein regelmäßiges Einkommen. Üblicherweise sind Driver-Guides in Ostafrika als Freelancer unterwegs und arbeiten mal für dieses und dann wieder für jenes Unternehmen. Nur ganz wenige können sich über eine Festanstellung freuen.

Außerhalb der Saison verfügen Driver-Guides oftmals über keinerlei Einkommen, ev. farmen sie noch ein klein wenig.

Gerade die kenianischen Fahrer-Guides hat es wegen der politischen Situation sehr hart getroffen.

Und wenn in Uganda gerade mal wieder ein Ebola- und/oder Marburg-Ausbruch zu verzeichnen ist, sich in Grenznähe zum Kongo oder Südsudan die Konflikte mehren, bricht der Tourismusbereich rasend schnell ein und viel Personal wird entlassen bzw. nicht mehr für Aufträge angefragt. Ist echt blöd, nicht zu wissen, wie und mit was man seine Großfamilie in der nächsten Woche ernähren soll.

Unsere Trinkgeldsätze für Ostafrika wenden wir allerdings auch im südlichen Afrika an.

Wie hoch ist denn das Gehalt eines tansanischen Lehrers aktuell?

Herzliche Grüße
Marina
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2'462 Beiträge · seit 200609. Sept. 2014 · #26
Hallo Karsten,

in Sambia wurden seinerzeit ähnliche Trinkgelder aufgerufen und da wurde mir gesagt, dass Lehrer an staatlichen Schulen rd. 150 bis 250 USD bekommen würden (je nach Region).

Ist nicht Tansania, aber die Diskrepanz sicher die selbe...

Ich bin gern bereit, Trinkgelder zu geben, dann muss ich aber auch eine überdurchschnittliche Leistung erhalten haben, zumindest solange ich davon ausgehe, dass es Löhne gibt 🙁

Und wenn ich höre, dass Touristen nicht weitergefahren werden sollen, weil das "Trinkgeld" nicht hoch genug war, schockiert mich das ganz schön. Und da spielt es für mich auch keine Rolle, ob irgendwelche Russen oder Asiaten ganz viel zahlen und ich als deutsche Touri dann wohl das "Problem" bin... 😗

Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
3'700 Beiträge · seit 200909. Sept. 2014 · #27
Hallo Sanne,
Und wenn ich höre, dass Touristen nicht weitergefahren werden sollen
Diesen Verhalten ist sicherlich nur ein Einzelfall und nicht an der Tagesordnung. Wenn die Kunden (der Tourist) dieses Gebaren an den Tour-Operator weitergeben, erhält der Driver-Guide keine Aufträge mehr vom entsprechenden Reiseunternehmen.

Uns ist so etwas noch nie passiert!

Im Grunde kann man sich doch in etwa anhand der in diversen Reiseführern empfohlenen Trinkgeldsätze orientieren. Außerordentliche Leistungen kann, aber muss man nicht honorieren und wenn jeder gibt was sein Geldbeutel verträgt, ist das doch auch keine Schande.

Herzliche Grüße
Marina
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324 Beiträge · seit 200909. Sept. 2014 · #28
@ Sanne: ich seh es wie Du.
Über die Höhe eines angemessenen Trinkgeldes kann man ganz bestimmt lange diskutieren und die individuellen Faktoren eigener Geldbeutel, eigenes Empfinden von viel oder wenig, persönliche Einwertung der erhaltenen Leistung, etc. machen das Ganze im Zweifel zu einem mehr als abendfüllenden Thema.

Aber es besteht für mich ein gravierender Unterschied zwischen Trinkgeld gern und freiwillig geben und Trinkgeld in bestimmter Höhe erwarten/verlangen.

Diesbezüglich finde ich "Vorgaben" von Reiseveranstaltern ebenso befremdlich, wie das empörende Verhalten von im Zweifel inflationär verwöhnten Guides.

Als ebenfalls deutscher "Problem"-Touri werde ich diesbezüglich wohl auch weiterhin meinem eigenen Gefühl je nach Lage der Dinge folgen....

Viele Grüße
Melanie
Die Strasse gleitet fort und fort, weg von der Tür, wo sie beginnt, weit überland, von Ort zu Ort. Ich folge ihr, so gut ich kann. Ihr lauf ich raschen Fusses nach, bis sie sich gross und weit verflicht mit Weg und Wagnis tausendfach. Und wohin dann? Ich weiss es nicht. J.R.R. Tolkien, Der Herr der Ringe
5'480 Beiträge · seit 200909. Sept. 2014 · #29
Bei meiner grundsätzlichen Einstellung zum Thema Trinkgeld stimme ich zu 100% dem von Leona gemachten Statement zu.

Darüber hinaus sehe ich es so, dass es ein vernünftiges Gehaltsgefügfe zwischen den Berufen geben muss. Ein Arzt oder Lehrer muss mehr verdienen, als ein Guide. Der Guide muss mehr verdienen, als ein Hotelangestellter oder Arbeiter. Ich habe aber den Eindruck, dass Guides durch die Nähe zum Geld der Touristen und der ausufernden Trinkgeld-Thematik inzwischen weit überdurchschnittlich verdienen. Mich würden da mal Vergleiche der Jahresgehälter interessieren.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1'366 Beiträge · seit 201109. Sept. 2014 · #30
Wirklich ein interessantes Thema.
Eins vornweg, ich gebe auch immer Trinkgeld und meiner Meinung auch genug.
Bei der Summe orientiere ich mich an den Löhnen, die zum Beispiel Bedienungen oder Sicherheitsleute in den Hotels bekommen, laut deren Auskünfte beträgt deren monatl. Einkommen um die 70-100€. Bei den Safariunternehmen wo ich bisher gebucht hatte, waren die Guides fest angestellt. Der Lohn war ~20$/Tag. Einmal war ich in der Mara unterwegs, dort hatte sich unser Guide noch einen einheimischen Masai dazu geholt, dieser hat 1000KSh pro Tag erhalten von dem Safariunternehmen bekommen, bei dem ich gebucht hatte. Wir hatten dann den gleichen Betrag nochmals obendrauf gelegt.
Ich bin der Meinung, dass man es mit den Trinkgeldern nicht übertreiben sollte, aber man gute Leistung natürlich auch honorieren sollte.
Ich handhabe es meistens so, dass ich pro Tag ~10€ gebe und der Guide natürlich auch Getränke und Essen bezahlt bekommt, sofern dies irgendwo anfällt. Meistens habe ich dann noch irgendwelche Sachspenden, wie z.B. Fachbücher, Fernglas, Utensilien für die Schule dabei, die ich gerne gebe.
Man sollte sich wirklich immer vor Augen halten, dass man mit dem Trinkgeld das Einkommen innerhalb kürzester Zeit fast verdreifacht. In der Größenordnung machen wir as doch zu Hause eigentlich auch nicht, oder?
Ich gebe auch gerne gleich am Anfang etwas Trinkgeld, damit ich natürlich auch während der Reise profitiere 😗
Mir ist es bisher aber noch nie vorgekommen, dass sich irgendjemand beschwert hat, dass er zu wenig bekommen hätte. Sollte das einmal der Fall sein, wäre es vermutlich die letzte Tour mit dem Unternehmen.
In diesem Sinne hoffe ich, dass alle verantwortungsvoll mit den Trinkgeldern umgehen.

Viele Grüße

Thorsten
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
2'338 Beiträge · seit 200709. Sept. 2014 · #31
Hallo zusammen

Topobär schrieb:
Darüber hinaus sehe ich es so, dass es ein vernünftiges Gehaltsgefügfe zwischen den Berufen geben muss. Ein Arzt oder Lehrer muss mehr verdienen, als ein Guide. Der Guide muss mehr verdienen, als ein Hotelangestellter oder Arbeiter. Ich habe aber den Eindruck, dass Guides durch die Nähe zum Geld der Touristen und der ausufernden Trinkgeld-Thematik inzwischen weit überdurchschnittlich verdienen. Mich würden da mal Vergleiche der Jahresgehälter interessieren
Zum Beispiel hat der Zahnarzt, welcher anfangs 2013 in einer tansanischen Mission meinen Eiterzahn fachmännisch operierte, ca. 300 U$ im Monat verdient, gewohnt hat er allerdings gratis.

In Arusha oder Dar verdient ein Arzt scheints ca. 500 Euro pro Monat. Für dieses Gehalt musste er erst mal jahrelang studieren.

Dass diejenigen, welche einen Job haben, ihre Familie finanziell unterstützen müssen, ist ganz normal. Das müssen auch Weisse, die mit Einheimischen verheiratet sind und wäre für mich kein Grund, deshalb einem Guide mehr Trinkgeld zu geben.

Viele Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
2'398 Beiträge · seit 201109. Sept. 2014 · #32
Hallo Marina,
dein Vergleich hinkt allerdings ein wenig, denn die meisten Lehrer sind fest angestellt und beziehen nachhaltig monatlich ein regelmäßiges Einkommen.
Ich wollte keinen Vergleich anstellen, sondern nur wissen, was ein Lehrer heute so verdient. Die 25 $ 1992 habe ich von unseren Freunden, die Ihren Hausangestellten damals so viel gezahlt hatten und Fragen nach Gehaltserhöhungen mit dem Vergleich zu den Lehrergehältern gekontert haben.

LG aus HH,

Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
3'700 Beiträge · seit 200909. Sept. 2014 · #33
Hallo Karsten,

entschuldige bitte,ich habe deinen Post wohl ein wenig missinterpretiert. 😘

Herzliche Grüße nach Hamburg
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
7'299 Beiträge · seit 200609. Sept. 2014 · #34
Erika schrieb:Wir haben sonst schon ab und zu den Eindruck, dass die Afrikaner glauben, wir hätten eine Gelddruckmaschine dabei.
... aus deren Sicht ja durchaus nachvollziehbar. Die meisten Afrikaner haben noch nie einen Europäer arbeiten sehen und schon gar nicht körperlich. Und wenn der Europäer Geld braucht, schiebt er eine kleine Plastikkarte in einen Automaten und es kommen -nach dortigen Verhältnissen- Unmengen an Geld raus. Und wenn man noch bedenkt, dass manche Touristen für Unterkunft, Fahrzeug und Verpflegung manchmal für einen Tag mehr bezahlen als mancher Einheimische in einem ganzen Jahr verdient, dann ist der Vergleich mit der Gelddruckmaschine gar nicht abwegig.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
7'299 Beiträge · seit 200609. Sept. 2014 · #35
KarstenB schrieb:Hallo,
nur um mal einen Vergleich zu haben: Weiß jemand, wieviel ein Lehrer heutzutage in Tansania pro Monat verdient?
(1992 waren es umgerechnet etwa 25 US$ im Monat 🤩 !)
... ich finde auch, dass die Trinkgelder in einem vernünftigen Verhältnis zu landesüblichen Monatslöhnen stehen sollten. Gerade in touristisch frequentierten Lokalen schleppen die Kellner pro Tag oft mehr Trinkgeld nach Hause als manch Arbeiter, der 10 Stunden am Tag auf dem Feld schuftet, in einem Monat bekommt.

Gruß
Wolfgang


Ergänzung:
Hier noch eine interessante Tabelle mit durchschnittlichen Bruttojahresgehältern nach Land
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
zuletzt bearbeitet 09. Sept. 2014
2'780 Beiträge · seit 200709. Sept. 2014 · #36
Hohe Trinkgelder werden vorallem dort angesetzt wo der Kunde eine Pauschalreise bucht und kaum oder gar nicht mit dem örtlichen Preisgefüge/Lohngefüge im Reiseland in Kontakt kommt. Reisen wo Transport, Unterkunft, Mahlzeiten und Getränke, Ausflüge, Eintritte, alles inklusive ist, sogar der Wäscheservice wie bei Flugsafaris mit Gepäcklimite.

Dieser Kunde, insofern er keinerlei Erfahrung mit Individualreisen in fernen Ländern hat, kann ja eigentlich nur mit seinem eigenen Masstab messen und vergleicht Serviceleistungen mit denen daheim. Oft stammt ein solcher Kunde aus den USA oder Japan. Länder mit hohem Preisgefüge und vielen reiselustigen Einwohnern.

Trinkgeldansätze sind nicht nur auf sehr teueren Reisen wie Safaris in Botswana/Uganda/Tansania, Fliegenfischen in Argentinien/Chile, Heliski in Kanada und Alaska hoch. Vermehrt werden sehr hohe Trinkgeldansätze auf Billig-Kreuzfahrten erhoben und minuziös eingezogen. Es ist zu einer Epidemie geworden und ich sehe wie schon erwähnt als Hauptfaktor die Steuerevasion in allen Formen.

VG leona
Gruss Leona
408 Beiträge · seit 201410. Sept. 2014 · #37
Leider war ich gestern den ganzen Tag unterwegs und konnte nicht sofort antworten. Das Unternehmen mit der Aussage war Kessy Brothers in Moshi. Die zwei Mädchen, angehende Ärztinnen, waren richtig geschockt von deren Verhalten. Soweit dieses.
Richtig ist die Aussage, daß die meisten Fahrer Freelancer sind und kein regelmäßiges Einkommen haben. Und außerdem hinkt meiner Meinung nach der Vergleich mit dem Feldbehacker, weil ein (guter!) Fahrerguide einen Job hat, um den ich ihn nicht beneide. Man kann zwar sagen, keiner zwingt ihn dazu, aber nur ein kleiner Gedanke dazu. Reifenwechsel mit ein paar Löwen herum ist wahrscheinlich sein herbeigesehnter Adrenalinstoß.
Da meine Frau ja als Reiseleiterin alle zwei Wochen eine Tour macht, und das von Anfang Juli bis Mitte März, weiß ich, wie man nach einer Rüttelpistenserengetitour sich fühlt. Der Tourist macht das einmal oder zweimal im Jahr, diejenigen, die den Menschen das Land nahebringen wollen/sollen, vielleicht 20 oder 30 mal. Dieses nur zum Berufsvergleich Lehrer (schlecht ausgebildet, unlustig wie viele Lehrer hier) Bauer Guide. Wir haben einem Lehrer den Job angeboten als Aushilfe, er hat dankend abgelehnt.
Wenn also jemand das Gefühl hat, er hat ein tolles Erlebnis gehabt, der Fahrer oder Guide haben sich reingehängt, um den Touristen das Abernteuer zu bieten, das sie sich erhofft haben, ja dann soll man halt mit einem kleine Dankeschön zeigen, dass man zufrieden war. Und nicht mit anderen Berufen vergleichen. Wenn ich da an deutsche Politiker denke, dann bin ichbei so manchem auch der Meinung, da gehört as geändert, aber das System ist halt so. Ob ich es will oder nicht.
Ich war übrigens früher Busfahrer in Deutschland und könnte da so vile darüber erzählen, so über meine Erfahrungen, das würde den Rahmen hier sprengen.
Johannes
The Schimann Family - Man kommt als Gast und geht als Freund
3'700 Beiträge · seit 200910. Sept. 2014 · #38
Hallo Johannes,

vielen Dank für deine interessante Darstellung der anderen Seite der Medaille.

Herzliche Grüße
Marina
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557 Beiträge · seit 200910. Sept. 2014 · #39
Hallo und guten Tag,

auch mich hat gestört, dass bei den Reisevorbereitungen/Angebote etc. für unsere Tansaniareise 2010 von den Reiseanbietern recht penetrant auf die erwarteten Trinkgelder hingewiesen wurde.
Als wir den Driver-Guide nach knapp 9 Tagen Privatsafari für meine Frau und mich am Flughafen Arusha verabschiedeten und 200 USD und einige Kleidungsstücke aushändigten, hatten wir den Eindruck, dass diese Zahlung nicht als Trinkgeld angesehen wurde sondern als erwartete Entlohnung.

Freundliche Grüße

Eto
Reisebericht: Nördliches Tansania u. Sansibar 2010 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/153776-reisebericht-noerdltansania-usansibar-febr-2010.html
6'375 Beiträge · seit 201110. Sept. 2014 · #40
Hoi zämä

Wir haben das Trinkgeld meist in verschlossenen und mit dem Namen des Empfängers beschrifteten Couverts persönlich übergeben, direkt bevor uns die Fahrer verliessen.
Nie gabs irgendwelche Probleme oder Erwartungshaltungen, aber auch nie überschwengliches 'Judihui' oder so was.
Das Trinkgeld entgegenzunehmen verlief immer sehr diskret, aber trotzdem dankbar, ohne dass die Leute wussten was sie erwartet.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 10. Sept. 2014