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Reisebericht · namibia-forum.ch

Zurück nach Namibia - April & Mai 2026

von Sorimuc · Apr. – Juni 2026 · 40 Tage · Selbstfahrer · 46 Teile

Über diesen Reisebericht

Wir sind zu dritt – mein Mann, unsere Tochter und ich – von April bis Juni 2026 knapp sechs Wochen mit einem gemieteten Toyota Hilux Double Cab in Namibia unterwegs, zum fünften Mal. Die Runde führt im Uhrzeigersinn von der Kalahari und dem Fish River Canyon über die Namib und Swakopmund ins Damaraland, weiter bis an den Kunene bei den Epupa-Fällen und zum Schluss über Etosha zu einer Lodge nordwestlich des Waterbergs. Wir bleiben meist zwei bis drei Nächte an einem Ort, wohnen in kleineren Lodges und Gästefarmen und planen höchstens etwa 300 Kilometer pro Tag.

Eine außergewöhnlich gute Regenzeit hat die Kalahari grün gefärbt und den Fish River anschwellen lassen, im Süden sind die Pisten ausgewaschen. Der ganztägige Canyon Drive über den Terror Pass gehört zu unseren Höhepunkten, ebenso eine Nacht unter freiem Himmel im Barchan Dune Retreat und die Tagestour nach Sandwich Harbour über Strand und hohe Dünen. Im Damaraland begleiten wir an zwei Tagen Wüstenelefanten im Aba Huab. Im Norden steigt die Temperatur auf rund 35 Grad.

Im Etosha-Nationalpark sehen wir bei einem geführten Morning Drive Löwen, Tüpfelhyänen und eine Elefantenherde mit Jungtieren. Zum Schluss entspannen wir ein paar Tage auf auf Kambaku.

Teil 110. Juni 2026

Liebe Fomis,

seit einer Woche sind wir zurück von unserer mittlerweile 5. Reise in unser Lieblingsland. Für die vielen hilfreichen Tipps und Empfehlungen aus dem Forum sowie aus Freude darüber, auf diese Weise die Reise noch einmal erleben zu dürfen, möchte ich mich mit einem Reisebericht bedanken. Am Anfang ist er leider etwas textlastig, das wird sich aber schon bald ändern 😁 Ich freue mich, wenn ihr Lust habt, mit mir zu reisen und hoffe, dass ich den ein oder anderen von euch ebenfalls inspirieren kann.

Das sind übrigens wir: Mein Mann Marc, unsere Tochter Sophia und ich, Sonja. Auf geht's!

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Im Frühjahr 2026 haben wir uns einen lang gehegten Wunsch erfüllt: Bevor unsere Tochter kommenden September eingeschult wird, wollten wir noch einmal für mehrere Wochen als Familie unterwegs sein. Bei der Wahl des Reiseziels waren wir uns direkt einig – zum inzwischen fünften Mal sollte es nach Namibia gehen 😘

Was uns an Namibia besonders begeistert, ist die unglaubliche landschaftliche Vielfalt. Innerhalb weniger Kilometer verändert sich die Umgebung oft komplett. Die Weite des Landes, das warme Licht am späten Nachmittag und der spektakuläre Sternenhimmel gehören für uns zu den schönsten Naturerlebnissen überhaupt. Auch die Tierwelt spielt natürlich eine Rolle, unser Fokus liegt aber nicht auf Safari. Lieber kombinieren wir Naturerlebnisse, Wanderungen und landschaftliche Höhepunkte mit einzelnen Pirschfahrten oder geführten Touren.

Wir lieben außerdem die herzlichen Menschen, die oft außergewöhnlichen Unterkünfte, das gute Essen, die hervorragenden südafrikanischen Weine und das angenehme, trockene Klima. Nicht zuletzt verbinden wir mit diesem Land mittlerweile viele besondere Erinnerungen – vom Heiratsantrag über unsere erste Fernreise mit Sophia bis hin zu einigen unserer schönsten Reiseerlebnisse überhaupt.

Für diese Reise hatten wir knapp sechs Wochen Zeit und waren nahezu im gesamten Land unterwegs – vom Fish River Canyon im äußersten Süden bis zu den Epupa-Fällen an der Grenze zu Angola im Norden. Lediglich den Nordosten mit dem Caprivi-Streifen ließen wir diesmal aus, da wir diese Region bereits auf einer früheren Reise intensiv erkundet hatten. Ansonsten standen sowohl einige unserer Lieblingsorte als auch Regionen auf dem Programm, die sich schon lange auf unserer Wunschliste befinden.

Bei der Planung haben wir uns an einigen Erfahrungen aus unseren früheren Namibia-Reisen orientiert. Unser Ziel war es, die Reise möglichst entspannt zu gestalten, weshalb wir darauf geachtet haben, an den meisten Orten zwei bis drei Nächte zu bleiben. Nur an wenigen Stellen gibt es Einzelübernachtungen – und diese vor allem deshalb, um längere Fahrstrecken sinnvoll aufzuteilen.

Grundsätzlich haben wir versucht, die Tagesetappen auf etwa 300 Kilometer beziehungsweise drei bis fünf Stunden reine Fahrzeit zu begrenzen. Natürlich dauert ein Fahrtag in Namibia meist länger, weil man unterwegs immer wieder für Fotos, Aussichtspunkte oder spontane Entdeckungen anhält. Für uns gehört genau das zum Reiz des Reisens dort dazu: Nicht nur das Ziel, sondern auch der Weg ist Teil des Erlebnisses.

Ein weiterer Gedanke bei der Routenplanung war die Jahreszeit. Da wir über mehrere Wochen unterwegs sein würden, bewegten wir uns im Verlauf der Reise zunehmend Richtung Winter. Deshalb haben wir die Route im Uhrzeigersinn geplant: Zunächst ging es in den Süden des Landes, wo wir zu Beginn noch auf angenehm warme Temperaturen hofften. Je weiter wir im Laufe der Reise nach Norden kommen, desto kühler sollte es saisonal werden, während die Temperaturen geografisch bedingt wieder ansteigen. Im Idealfall gleichen sich diese beiden Effekte etwas aus und sorgen während der gesamten Reise für angenehme Bedingungen 🤪

Außerdem wollten wir die Regionen im äußersten Norden möglichst spät in der Saison besuchen. Dort, insbesondere im Bereich der Epupa-Fälle, besteht ein gewisses Malariarisiko. Durch die Reisezeit möglichst weit entfernt von der Regenzeit hoffen wir, dieses Risiko zusätzlich zu reduzieren. Unabhängig davon haben wir uns entschieden, für diesen Teil der Reise vorsorglich eine Malariaprophylaxe mitzunehmen.

Bei den Unterkünften haben wir bewusst auf eine abwechslungsreiche Mischung aus Lodges und Gästefarmen gesetzt. Wichtig waren uns dabei eine persönliche Atmosphäre, gutes Essen und natürlich die Erfahrungen anderer Namibia-Reisender, vor allem hier aus dem Forum. Große Anlagen mit Reisegruppen und Buffetbetrieb versuchen wir eher zu vermeiden. Stattdessen bevorzugen wir kleinere, individuell geführte Unterkünfte, in denen man die Ruhe und Weite Namibias besonders gut genießen kann.

Hier ein Überblick über unsere Reiseroute:

Reisezeitraum: 23.04.-01.06.2026

1 N Hohewarte Guestfarm
2 N Jansen Kalahari Guest Farm
1 N Duwisib Guest Farm
2 N Fish River Lodge
3 N Klein Aus Vista Eagles Nest Chalet
2 N Koiimasis Fest Inn Fels
2 N Desert Homestead Lodge
2 N Barkhan Dune Retreat
3 N @the Sea Boutique Guesthouse
1 N Spitzkoppe Cabin Camp
2 N Omandumba Bush Camp
2 N Vingerklip Lodge
3 N Doro Nawas
2 N Grootberg Lodge
1 N Opuwo Country Lodge
3 N Epupa Camp
1 N Hobatere Lodge
3 N Etosha Safari Lodge
3 N Kambaku Safari Lodge

Ansonsten versuchten wir, uns möglichst gut vorzubereiten, ohne jede Minute der Reise durchzuplanen. Zwar hatten wir uns zahlreiche mögliche Zwischenstopps und Sehenswürdigkeiten entlang der Route notiert, vor Ort wollten wir aber bewusst flexibel bleiben und vieles spontan entscheiden.

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Teil 210. Juni 2026

Anreise und Flüge

Besonders gefreut haben wir uns über die Direktverbindung von München nach Windhoek mit Discover Airlines, die es erst seit etwa einem Jahr gibt. Da wir nur wenige Minuten vom Münchner Flughafen entfernt wohnen, war das für uns die mit Abstand bequemste Lösung. Zwar ist der Flug kein Schnäppchen, aber bei einer Langstreckenverbindung mit Direktflug relativiert sich das aus unserer Sicht etwas. Für zwei Erwachsene und ein Kind lagen die Flugkosten zum Buchungszeitpunkt insgesamt bei knapp 3.400 Euro für die Economy Class. Vergleicht man das mit unseren früheren Namibia-Reisen, erscheint uns das sogar weniger außergewöhnlich, als man angesichts der aktuellen Preisentwicklung vielleicht vermuten würde.

Gerade bei Fernreisen schätzen wir die Vorteile eines Direktflugs sehr: kein Umsteigen, kein Stress mit Anschlussflügen und ein deutlich geringeres Risiko, dass Gepäck verloren geht. Außerdem ist es einfach angenehm, abends in München ins Flugzeug zu steigen und am nächsten Morgen direkt in Namibia anzukommen.

Mietwagen

Den Mietwagen hatten wir bereits lange im Voraus reserviert. Unsere Wahl fiel auf den Klassiker, einen Toyota Hilux Double Cab. Gebucht haben wir über Asco Car Hire, einen der größten lokalen Vermieter in Windhoek, da wir bereits auf früheren Reisen gute Erfahrungen mit Asco gemacht hatten.

Bei der Ausstattung gab es für uns drei wichtige Kriterien: Automatikgetriebe, einen hochwertigen Kindersitz und einen batteriebetriebenen Kühlschrank. Gerade das Automatikgetriebe empfinden wir als große Erleichterung, wenn man sich gleichzeitig an den Linksverkehr und die ungewohnten Straßenverhältnisse gewöhnen muss 😄

Der Kühlschrank hat sich bereits auf unseren letzten Reisen als ausgesprochen praktisch erwiesen. Auch wenn wir weder campen noch uns überwiegend selbst versorgen, sind kalte Getränke und kleine Snacks auf langen Fahrtagen Gold wert. So muss man sich unterwegs keine Gedanken machen, ob Lebensmittel oder Getränke in der Hitze zu warm werden.

Diesmal haben wir uns bewusst für ein reguläres Fahrzeug und nicht für ein günstigeres Budget-Modell entschieden. Bei einer Reise von fast sechs Wochen war uns wichtig, ein möglichst neues und wenig beanspruchtes Fahrzeug zu bekommen. Die etwas höheren Kosten waren uns der zusätzliche Komfort und das gute Gefühl wert.

Ansonsten bringt der Hilux alles mit, was man für eine Namibia-Rundreise benötigt: ausreichend Platz, gute Geländetauglichkeit sowie die bei seriösen Vermietern üblichen Extras wie Doppeltank und zwei Ersatzreifen. Damit fühlten wir uns für die kommenden Wochen bestens gerüstet.

Buchung der Reise

Wie bereits bei unseren Namibia-Reisen 2015 und 2017 haben wir auch diesmal wieder über die in Swakopmund ansässige Agentur Magic Vibes gebucht. Die Zusammenarbeit war bisher immer unkompliziert und zuverlässig, sodass für uns schnell feststand, auch diese Reise wieder über sie abzuwickeln.

Bei unserer ersten Namibia-Reise hatten wir noch alle Unterkünfte und Leistungen selbst organisiert. Das war zwar machbar, bedeutete aber einen erheblichen Aufwand. Inzwischen schätzen wir es sehr, einen erfahrenen Ansprechpartner vor Ort zu haben, der sich um Reservierungen, Buchungen und organisatorische Details kümmert.

Teil 312. Juni 2026

Anreise und erster Tag in Namibia

Am Abend des 22. April 2026 war es endlich soweit – unser Nachbar brachte uns mit bis unters Dach mit Gepäck gefülltem Auto zum Flughafen München. Nach dem Einchecken gab es zunächst eine kleine Verwechslung bei den Koffern, die jedoch schnell am Serviceschalter gelöst werden konnte. Anschließend gönnten wir uns das traditionelle letzte bayerische Abendessen beim Airbräu. Dort trafen wir überraschend Bekannte, die wir seit Jahren nicht mehr gesehen hatten und die ausgerechnet an diesem Abend Deutschland verließen, um nach Florida auszuwandern – ein wirklich kurioser Zufall.

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Nach einem unkomplizierten Sicherheitscheck ging es zum Gate, und mit etwa 20 Minuten Verspätung startete schließlich unser Nachtflug nach Namibia. Die Nacht an Bord war dank kaum vorhandener Beinfreiheit leider wenig erholsam: Sophia schlief nach einem Film recht gut (quer über drei Sitze 🙄 ), während Marc und ich kaum Schlaf fanden. Das Abendessen hatten wir abbestellt (wer will bitte mitten in der Nacht noch Chicken Curry?) und das Frühstück – ein Mini-Muffin sowie eine Blätterteilrolle mit Lauch und Pilzen – war ehrlicherweise eine Frechheit 😵 Positiv in Erinnerung blieb uns vor allem der ausgesprochen freundliche Service der Crew.

So landeten wir am Morgen des 23. April gegen 7:45 Uhr leicht erschöpft in Windhoek. Direkt nach der Landung machten wir allerdings den Fehler, zunächst noch alle auf die Toilette zu gehen. Das war zwar dringend nötig, kostete uns im Nachhinein aber vermutlich fast eine Stunde, denn die Schlangen bei der Einreise wurden in dieser Zeit immer länger. Trotz bereits vorab beantragtem E-Visum dauerte die Einreise schließlich rund eineinhalb Stunden.

Nach der Gepäckausgabe mussten wir noch durch eine weitere Kontrolle. Dort wurde ein Apfel entdeckt, den wir versehentlich noch im Handgepäck hatten. Eine Mitarbeiterin schickte mich daraufhin zum Veterinärschalter, wo ich ein Formular für den Apfel ausfüllen sollte. Da ich den Apfel ohnehin nicht hätte einführen dürfen, fragte ich scherzhaft, ob ich ihn stattdessen einfach sofort essen könne. Nach einem zustimmenden Nicken stand ich also mitten im Flughafen und aß meinen Apfel auf, während andere Reisende noch schnell ihre mitgebrachten Würstchen oder andere Snacks verzehrten. Erst danach durften wir die Kontrolle passieren und schließlich den Flughafen verlassen.

Auch unser gebuchter Transfer ließ auf sich warten, sodass wir uns die Zeit mit einem Cappuccino vertrieben. Nach mehreren Telefonaten mit der Buchungsagentur traf unser Fahrer gegen 10:30 Uhr schließlich ein und brachte uns zur Hohewarte Guest Farm. Unterwegs konnten wir bereits einen Pavian auf einem Strommast entdecken – unser erstes Wildtier der Reise 😄

Die Hohewarte Guest Farm gefiel uns sofort. Das historische Haupthaus, die herzliche Begrüßung und unser schönes Familienzimmer sorgten dafür, dass wir uns auf Anhieb wohlfühlten. Während Marc etwas Schlaf nachholte, erkundeten Sophia und ich das Gelände. Zum Mittagessen gab es einen hervorragenden Oryx-Burger mit Süßkartoffelpommes.

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Bei sonnigen 25 Grad genossen wir die ersten Stunden in Namibia, machten später einen kurzen Mittagsschlaf und stießen am späten Nachmittag mit unserem ersten Savanna der Reise auf den Urlaub an. Besonders schön war es, wieder die vertrauten Geräusche, Gerüche und die besondere Atmosphäre Namibias zu erleben.

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Den Abend verbrachten wir bei einem gemeinsamen Essen mit anderen Gästen der Farm. Bei Samosas, Oryx-Gulasch und einem leckeren Dessert entstanden viele interessante Gespräche über Reisen und unsere geplanten Routen. Gegen 21 Uhr gingen wir müde, aber glücklich ins Bett – angekommen in Namibia und voller Vorfreude auf die kommenden Wochen.

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Teil 415. Juni 2026

Hohewarte Guest Farm – Fazit

Die Hohewarte Guest Farm hat uns als erster Stopp in Namibia richtig gut gefallen. Die Anlage ist wunderschön angelegt und bietet viele gemütliche Plätze, um einfach die Ruhe zu genießen und nach der Anreise anzukommen. Unser Zimmer war sehr schön und gepflegt, das Personal stets hilfsbereit und aufmerksam. Besonders in Erinnerung geblieben sind uns das leckere Essen und das liebevoll zubereitete Frühstück. Für uns war die Hohewarte Guest Farm der perfekte Ort, um entspannt in unsere Namibia-Reise zu starten, und wir würden jederzeit wieder dort übernachten.

Teil 515. Juni 2026

Freitag, 24. April 2026 - Auf in die Kalahari!

Nach einem sehr leckeren Frühstück in der Lapa hieß es Abschied nehmen von der Hohewarte Guest Farm. Unser Fahrer ließ wie schon bei der Anreise etwas auf sich warten, brachte uns dann aber sicher zur Autovermietung in Windhoek. Die Übernahme unseres Toyota Hilux verlief unkompliziert und schon kurze Zeit später waren wir endlich unterwegs.

Nach einem Einkauf im SPAR bei der Maerua Mall führte uns die Route zunächst auf der B1 Richtung Süden.

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Kurz vor Rehoboth entschieden wir uns für die landschaftlich reizvollere Strecke über die C25, später die C21 und schließlich die D1268 bis zur Janssen Kalahari Guest Farm. Die Pad war gut zu fahren und führte durch eine wunderschöne Kalahari-Landschaft. Dank der außergewöhnlich guten Regenzeit präsentierte sich die sonst so trockene Gegend überraschend grün. Unterwegs entdeckten wir bereits die ersten Tiere: Springböcke, Paviane und sogar einen Löffelhund direkt neben der Straße.

Gegen halb vier erreichten wir unser heutiges Tagesziel. Unser Chalet „Shepherd’s Tree“ war einfach, aber gemütlich und bot reichlich Platz für die ganze Familie.

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Während eines kurzen Regenschauers saßen wir auf der Terrasse und beobachteten eine Herde Eland-Antilopen, die direkt an unserem Häuschen vorbei zur Wasserstelle zog. Gemeinsam mit Sophia pirschte ich ihnen mit Fernglas und Kamera hinterher. In der Ferne grasten Zebras, und sogar eine kleine Maus kam zum Trinken an den Wasserhahn – man kommt der Tierwelt hier wirklich erstaunlich nahe, das hatten wir so gar nicht erwartet 😘

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Das Abendessen war gut, wenn auch die Zusammenstellung etwas gewöhnungsbedürftig war: Es gab Spaghetti mit Tomatensauce, dazu Schnitzel, Brokkoli, Blumenkohl mit einer eigenen Soße, Blaukraut und noch einen gegrillten Maiskolben. Wirkte ein wenig wie Reste-Essen 🤪 Nach einem kurzen Blick auf den leider wolkenverhangenen Sternenhimmel fielen wir schließlich müde, aber glücklich ins Bett.

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Teil 618. Juni 2026

Samstag, 25. April 2026

Der Tag begann schon mal ziemlich gut: Noch im Schlafanzug standen wir vor unserem Häuschen, weil Sophia direkt nach dem Aufwachen zwei Giraffen entdeckt hatte. Gemächlich liefen sie an unserer Unterkunft vorbei zur Wasserstelle. Dazu kamen Zebras und Elandantilopen – vor unserem Chalet war eigentlich immer etwas los, das ist schon etwas ganz Besonderes.

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Nach dem Frühstück brachen wir zu einer Wanderung auf. Auf dem Farmgelände gibt es insgesamt vier farbig markierte Wanderwege unterschiedlicher Länge. Wir entschieden uns für den 6,5 Kilometer langen gelben Weg, während die längsten Strecken bis zu zwölf Kilometer lang sind. Der Weg führte durch die Dünenlandschaft, vorbei an Termitenhügeln, Webervogelnestern und blühenden Pflanzen. Es war beeindruckend zu sehen, wie farbenfroh die Wüste nach den Regenfällen sein kann. Unsere Gastgeberin Louise erzählte mir am Morgen, dass die Farmer der Region bereits ihre Wasservorräte aufgefüllt hätten. Mit Beginn der Trockenzeit wird das hohe Gras schnell zur Gefahr, und Buschbrände können sich dann rasch ausbreiten.

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Sophia hatte Spaß daran, die Wegmarkierungen zu suchen, auch wenn ihr die Strecke gegen Ende etwas lang wurde. Anfangs sorgte noch ein angenehmer Wind für Abkühlung, doch später wurde es richtig warm.

Zurück an der Lodge gönnten wir uns eine Dusche und verbrachten den Mittag entspannt am Pool. Während Sophia mit ihren Playmobilfiguren spielte, las Marc über die Kolonialgeschichte Afrikas und ich genoss ebenfalls mein Buch und die Ruhe.

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Am Nachmittag trafen wir uns mit den anderen Gästen zum Sundowner Drive. Die Gastgeber Heintje und Louise fuhren uns mit ihren Farmfahrzeugen über das weitläufige Gelände. Dabei erzählten sie viel über das Leben auf ihrer Farm, die sie vor einigen Jahren von 10.000 auf 5.000 Hektar verkleinert haben. Besonders spannend war zu hören, wie wichtig ihre beiden Brunnen mit trinkbarem Wasser für den gesamten Betrieb sind.

Die Fahrt führte durch eine traumhafte Landschaft aus Dünen, Grasflächen und weiten Ebenen. Über uns zogen dunkle Gewitterwolken hinweg, die immer wieder für spektakuläre Lichtstimmungen sorgten. Unterwegs begegneten wir zahlreichen Tieren, darunter Zebras, Oryx, Giraffen und sogar einem schwarzen Springbock, der ursprünglich eher in Südafrika heimisch ist.

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Für einen besonderen Lacher sorgte ein junger Strauß namens Anna. Mit ihren abgespreizten Federn sah sie so zerzaust aus, dass wir zunächst dachten, sie hätte ihre besten Tage bereits hinter sich. Tatsächlich war sie aber noch ganz jung. Sophia durfte sogar aussteigen und ganz mutig Anna aus der Hand füttern.

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Als wir schließlich die Düne für den Sundowner erreichten, hatte sich das Gewitter vorerst verzogen. Die Luft war klar, die Landschaft leuchtete im warmen Abendlicht, und die Stimmung dort oben war einfach perfekt. Bei Snacks und einem Getränk in der Hand beobachteten wir, wie die Sonne langsam hinter den Dünen verschwand – einer dieser Momente, die man gerne festhalten würde, obwohl man weiß, dass kein Foto ihnen wirklich gerecht werden kann 😘

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Nach der Rückkehr wartete noch ein leckeres Abendessen auf uns: Oryx-Roulade und Lemon Cheesecake zum Dessert. Müde, satt und voller schöner Eindrücke fielen wir schließlich ins Bett und freuten uns schon auf das nächste Abenteuer.

Teil 722. Juni 2026

Fazit Jansen Kalahari Guestfarm

Insgesamt haben wir uns auf der Jansen Kalahari Guestfarm sehr wohlgefühlt und die zwei Nächte dort gerne verbracht. Die wunderschöne Lage mitten in der Kalahari, das Wasserloch direkt vor unserer Terrasse und die vielen Tierbeobachtungen haben den Aufenthalt für uns besonders gemacht 😘

Ganz perfekt war allerdings nicht alles. Der Empfang durch die Angestellte wirkte auf uns eher routiniert und wenig herzlich, während wir die Gastgeber selbst leider erst viel später näher kennenlernen konnten. Auch beim Essen gab es Licht und Schatten: Geschmacklich war es durchwegs gut, die Zusammenstellung des Menüs am ersten Abend erschien uns allerdings etwas ungewöhnlich. Am zweiten Abend hat es uns deutlich besser gefallen.

Unser Häuschen war schön gelegen und bot einen tollen Blick auf das Wasserloch. Die Einrichtung wirkte stellenweise etwas in die Jahre gekommen und auch die Betten waren nicht die bequemsten. Dafür konnten der schöne Poolbereich und vor allem der fantastische Sundowner Drive viele dieser kleinen Schwächen wieder wettmachen.

Positiv aufgefallen ist uns außerdem, dass aktuell ein neuer Dining Room mit Terrasse entsteht, der zum Zeitpunkt unseres Besuchs kurz vor der Fertigstellung stand. Das dürfte die Atmosphäre beim Essen künftig noch einmal deutlich aufwerten.

Unterm Strich würden wir die Jansen Kalahari Guestfarm auf jeden Fall weiterempfehlen. Die herzliche Gastfreundschaft, die tolle Landschaft und die vielen schönen Erlebnisse vor Ort überwiegen die kleinen Kritikpunkte deutlich. Die Unterkunft bietet aus unserer Sicht ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und wir würden bei einer weiteren Namibia-Reise durchaus wiederkommen.

Teil 822. Juni 2026

Sonntag, 26. April 2026 – Sundowner mit Schlossblick

Nach einer ruhigen Nacht wurden wir gegen 7:15 Uhr wach und machten uns kurz nach Sonnenaufgang auf den Weg zum Frühstück. Da die Gästefarm gut besucht war, herrschte ordentlich Betrieb. Nach Rührei mit Speck für uns und mehreren Butterbroten für Sophia packten wir unsere Sachen zusammen – bei nur zwei Übernachtungen geht das zum Glück immer recht schnell.

Bevor wir losfahren konnten, sorgte die versehentlich aktivierte Wegfahrsperre noch für ein paar Minuten Verwirrung, bis der passende Schlüssel zu dem Schloss unter der Handbremse gefunden war. Anschließend beglichen wir unsere Rechnung, reduzierten den Reifendruck auf 1,8 Bar für die bevorstehenden Gravel-Pisten und starteten gegen halb zehn Richtung Duwisib.

Unsere Route führte über die D1268, die C20 und später die C19 über Mariental nach Maltahöhe. Die Landschaft präsentierte sich weiterhin erstaunlich grün – ein ungewohnter Anblick für Namibia. In Maltahöhe legten wir am gleichnamigen Hotel eine gemütliche Pause ein und genossen im Garten am Pool etwas zu trinken.

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Auf den folgenden Schotterstraßen (C14, D842 und D831) wurden die Auswirkungen der starken Regenfälle deutlich sichtbar. Immer wieder passierten wir ausgetrocknete Schlammlöcher, zwei Wasserdurchfahrten und Abschnitte, die offenbar erst kürzlich repariert worden waren. Die ausgiebige Regenzeit hatte hier deutliche Spuren hinterlassen.

Gegen 13:45 Uhr erreichten wir die Duwisib Guest Farm, wo wir vom Besitzer herzlich empfangen wurden. Unser Zimmer Nr. 8 mit großem Bad und bequemen Betten machte sofort einen sehr guten Eindruck. Nach dem Einchecken zogen wir uns um und verbrachten etwas Zeit am Pool. Trotz des kristallklaren Wassers war es recht windig und kühl, sodass wir es eher beim Lesen beließen. Dabei kamen wir mit einem netten Ehepaar aus Rosenheim ins Gespräch, das wir später noch öfter treffen sollten.

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Am späten Nachmittag liefen wir zum nur wenige hundert Meter entfernten Duwisib Castle. Eigentlich hatten wir nicht damit gerechnet, das Schloss besichtigen zu können, da es offiziell geschlossen ist. Umso größer war die Überraschung, als ein Mitarbeiter plötzlich aus dem Schlosstor winkte und fragte, ob wir es von innen sehen möchten. Für 80 NAD pro Person schloss er extra sämtliche Räume für uns auf. Marc musste dafür zwar noch einmal Bargeld holen, da keine Kartenzahlung möglich war, aber der Aufwand lohnte sich.

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Der Rundgang durch das Schloss war beeindruckend: der wunderschöne Innenhof, die historischen Wohnräume von Hansheinrich von Wolf und seiner Frau Jayta, der Salon, der Speisesaal und sogar eine kleine Schlange in einem der Gästebäder. Sogar eine Bar im Keller gab es, in der früher wohl ausgelassen gefeiert wurde.

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Besonders interessant fanden wir die Geschichte des Schlosses und seiner Besitzer, die ebenso faszinierend wie tragisch ist. Hier dazu ein Text aus der Infomappe der Duwisib Guestfarm sowie ein Foto von Hansheinrich und Jayta aus dem Schloss:

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Nach einer Dusche machten wir uns zum Sundowner auf den Aussichtspunkt „Baron's View“ hinter der Gästefarm auf. Von dort oben hat man einen fantastischen Rundumblick über die Landschaft. Mit ein paar Getränken im Gepäck genossen wir den Sonnenuntergang, auch wenn dieser fast etwas in den Hintergrund rückte, weil wir uns so angeregt mit dem Ehepaar aus Rosenheim über unsere Reisen unterhielten.

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Zum Abendessen gesellten sich neben uns noch zwei Südafrikaner dazu, die gerade aus Lüderitz angekommen waren. Besonders unterhaltsam wurde der Abend durch Jochen Frank-Schulz, den früheren Besitzer der Gästefarm. Obwohl die Farm inzwischen von seinen Kindern geführt wird, übernimmt er noch immer gerne die Rolle des Gastgebers und Geschichtenerzählers. Mit seinen Erzählungen über die Farm, seine Familie und das Leben in Namibia sorgte er für beste Unterhaltung.

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Kulinarisch wurden wir ebenfalls verwöhnt: Zur Vorspeise gab es Kürbissuppe, anschließend Oryx-Gulasch mit Kartoffeln, Karotten und Reis sowie ein hervorragendes Bobotie. Den Abschluss bildete ein köstlicher Malva-Kuchen mit Vanillesoße.

Nach diesem rundum gelungenen Tag fielen wir müde ins Bett und schliefen wie die Babys.

Teil 925. Juni 2026

So, als kleine Abkühlung bei der Hitze hier ein eher kühler Reiseabschnitt 😉

Montag, 27. April 2026 – Ab in den Süden!

Für die Weiterfahrt Richtung Fish River Canyon mussten wir heute zum Glück keine Rekorde im Kofferpacken aufstellen – für die eine Nacht hatten wir ohnehin kaum etwas ausgepackt. Nach einem soliden, eher einfachen Frühstück mit Müsli, Joghurt, Obstsalat, Toast sowie Ei nach Wunsch starteten wir gegen 9:30 Uhr.

Fazit Duwisib Guestfarm

An die Duwisib Guestfarm hatten wir im Vorfeld keine besonders hohen Erwartungen – umso positiver wurden wir überrascht. Unser Zimmer war schlicht eingerichtet, aber sehr sauber, mit bequemen Betten, einem großzügigen Bad und einer schönen Terrasse mit Blick in die Landschaft. Da während unseres Aufenthalts nicht viel los war, herrschte eine angenehm ruhige Atmosphäre. Den Pool konnten wir wetterbedingt zwar nur eingeschränkt nutzen, trotzdem haben wir dort eine entspannte Lesepause eingelegt.

Besonders gefallen hat uns der Aussichtspunkt „Baron’s View“, von dem aus man einen wunderschönen Sonnenuntergang erleben kann. Auch das Essen hat uns überzeugt. Die Küche ist eher bodenständig, dafür aber sehr lecker und authentisch. Vor allem Jochen Frank-Schulz war beim Abendessen ein großartiger Gastgeber, immer aufmerksam, gesprächsbereit und mit vielen spannenden Geschichten über das Farmleben und die Geschichte des Schlosses.

Die Duwisib Guestfarm liegt zudem in einer landschaftlich reizvollen Gegend und hat bei uns insgesamt einen rundum positiven Eindruck hinterlassen. Es ist einer dieser Orte, an denen man sich sofort wohlfühlt und an die man gerne zurückkehrt 😘

Zunächst ging es zurück auf die C14 Richtung Süden. Vor der Reise hatten wir uns einige Gedanken gemacht, wie wir Sophia auf den oft langen Fahrstrecken beschäftigen können. Hörbücher, kleine Reisespiele und vor allem eine selbst zusammengestellte Mal- und Bastelmappe haben uns dabei auf den vielen Kilometern durch Namibia wirklich gute Dienste geleistet. So vergingen auch längere Etappen meist erstaunlich entspannt und Langeweile kam nur selten auf.

In Helmeringhausen legten wir einen Tank- und Kuchenstopp ein. Natürlich mussten wir den angeblich besten Apfelkuchen Namibias probieren. Mir hat er tatsächlich hervorragend geschmeckt – aber ob er wirklich besser ist als der in Solitaire werden wir in ein paar Wochen noch einmal überprüfen 🤪

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Je näher wir Richtung Fish River Lodge kamen, desto deutlicher sah man die Folgen der außergewöhnlich starken Regenfälle. Ausgewaschene Straßenabschnitte, tiefe Fahrrillen ehemaliger Matschlöcher und ständig wechselnde Straßenverhältnisse machten die Fahrt anspruchsvoll. Kaum dachte man, man könne mal etwas zügiger fahren (und damit meine ich lediglich 50-60 km/h – man wird ja bescheiden 😈 ), wartete hinter der nächsten Kuppe schon die nächste Überraschung.

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Dafür gab es zwischendurch auch ein paar Blümchen am Wegesrand.

Die berüchtigte Zufahrt zur Fish River Lodge setzte dem Ganzen dann die Krone auf. Für die letzten 19 Kilometer waren laut T4A Karte 50 Minuten Fahrzeit ausgeschrieben, und wir dachten zunächst noch: „Das kann doch niemals so lange dauern.“ Doch wir wurden schnell eines Besseren belehrt 😎 Die Strecke hatte es stellenweise wirklich in sich, und ich war sehr froh, dass Marc am Steuer saß. Ehrlich gesagt hätte ich das Auto vermutlich nach der zweiten Kurve stehen und mich abholen lassen. Erst kurz vor der Lodge – nachdem wir einen Grader bei der Arbeit passiert hatten – wurde die Strecke wieder etwas angenehmer.

Unterwegs entdeckten wir noch eine große Schildkröte mitten auf der Straße. Natürlich hielten wir an und halfen ihr die Böschung hinauf ins sichere Unterholz. Selbst wenn wir ihr auf der sehr schmalen Straße ausgewichen wären – wer weiß, ob die nächsten Fahrzeuge sie gesehen hätten. Ihr Muster fügte sich nämlich erstaunlich gut in die Umgebung ein.

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An der Lodge angekommen, waren wir sofort begeistert. Schon der Empfang mit Erfrischungstüchern und Eistee war herzlich, doch der eigentliche Wow-Moment kam beim Betreten der Lodge: Der Blick direkt hinaus auf den Canyon ist schlicht atemberaubend – so schön, dass man ihn kaum begreifen kann.

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Nach dem Check-in wählten wir unser Abendessen aus, klärten die Details für den Full-Day Canyon-Drive am nächsten Tag und bezogen unser wunderschönes Chalet. Allerdings merkten wir schnell, dass es hier oben deutlich kühler ist als in den letzten Tagen. Über die Abbruchkante des Canyons pfiff ein kräftiger Wind, der die Temperaturen noch niedriger erscheinen ließ. Die bereitgelegten Oropax hatten vermutlich ihren guten Grund.

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Zum Abendessen war die Lodge stimmungsvoll mit Kerzenlicht dekoriert, die Kamine brannten und sorgten für eine gemütliche Atmosphäre. Marc und ich starteten mit einem Espresso Martini, während Sophia ein neues Sticker-Spiel für sich entdeckte und den ganzen Abend damit beschäftigt war.

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Das erwies sich als Glücksfall, denn in der Küche lief an diesem Abend offenbar etwas schief. Unser Essen ließ ungewöhnlich lange auf sich warten; manche Gäste hatten bereits ihr Dessert beendet, während wir noch auf den Hauptgang warteten. Das Warten lohnte sich jedoch: Es gab Kingklip als Hauptgang und Malva Pudding mit Vanillesoße zum Dessert. Sophia freute sich über ein Kindermenü und entschied sich für Fish & Chips.

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Außerdem trafen wir noch einmal Elke und Jürgen wieder, die wir bereits aus Hohewarte kannten. Sie berichteten begeistert von ihrer Canyon-Tour, die uns am nächsten Tag bevorstand und unsere Vorfreude noch einmal deutlich steigerte.

Die Nacht selbst war dann weniger idyllisch. Der Wind pfiff mit unglaublicher Wucht um unser Chalet. Während Sophia erstaunlich gut schlief und Marc sich kurzerhand mit Oropax behelfen konnte, fühlte ich mich zeitweise an den Hinflug erinnert – viel Schlaf bekam ich jedenfalls nicht 🙄

Teil 1027. Juni 2026

Dienstag, 28. April 2026 – Abenteuer im Fish River Canyon

Heute klingelte der Wecker schon um 6.15 Uhr – nach der eher wenig erholsamen Nacht war das alles andere als einfach 😵 Für heute hatten wir den ganztägigen Canyon Drive gebucht, der um 7.30 Uhr startete. Da die Sonne Ende April erst kurz nach 7 Uhr aufgeht, beginnt die Tour in dieser Jahreszeit etwas später als im Sommer. Um Viertel vor sieben saßen wir beim Frühstück.

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Sorry für die vielen Bilder von der Aussicht dort oben, aber ich finde sie einfach sensationell 😁 Eine richtig nette Überraschung war, dass Sophia noch ein kleines Lunchpaket mit Saft, Obst, Crackern, einem Nussriegel und etwas Biltong bekam, damit sie bis zum Mittagessen gut durchhält. Das war wirklich aufmerksam.

Wir waren insgesamt zehn Gäste und wurden auf zwei Fahrzeuge aufgeteilt. Unser Guide Justice ist seit fast 35 Jahren als Guide tätig – viele Jahre im Damaraland und seit 2022 am Fish River Canyon. Seine langjährige Erfahrung war während des gesamten Tages deutlich spürbar – nicht nur fahrerisch, was auf dieser Strecke definitiv nötig ist, sondern auch mit einem unglaublichen Wissen über die Landschaft, Tiere und die Entstehung des Canyons.

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Unterwegs legten wir immer wieder kurze Stopps ein und erfuhren viel über den Fish River Canyon. Er ist bis zu 27 Kilometer breit, 161 Kilometer lang und an seiner tiefsten Stelle 515 Meter tief. Dabei fällt der Canyon aber nicht senkrecht ab, sondern verläuft stufenweise nach unten. Genau diese drei steilen Stufen mussten wir auch mit dem Auto überwinden – darunter der berüchtigte Terror Pass. Wenn wir gestern schon dachten, die Lodgezufahrt sei anspruchsvoll gewesen, dann war das heute nochmal eine ganz andere Liga. Zum Glück saßen wir nur als Passagiere im Auto.

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Zwischendurch gab es eine Busch-Toilette und an einer besonders steilen Passage durften wir alle etwa 20 Minuten zu Fuß bergab laufen, bevor uns die Fahrzeuge wieder einsammelten.

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Später hielt Justice noch einmal im Flussbett an. Ein Teil der Gruppe lief dort ein Stück hinein. Ich blieb mit Sophia am Auto, weil sie keine Lust hatte, aber Marc meinte später, dass sich das auf jeden Fall gelohnt hat.

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Der nächste Halt war einfach gigantisch. Von oben hatten wir einen traumhaften Blick auf den Fish River, der dank der außergewöhnlich guten Regenzeit richtig viel Wasser führte. Justice erzählte uns, dass die Landschaft nur ganz selten so grün ist. Überall blühten gelbe Blumen, dazwischen sogar rosa, pinke und lilafarbene – ein wirklich außergewöhnlicher Anblick.

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Kurz vor der als "Terror-Pass" bekannten Engstelle 🤩

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Nach der letzten steilen Abfahrt erreichten wir unseren Lunchplatz direkt am Fluss. Dort gibt es eine kleine Terrasse und während Guides und Koch das Essen vorbereiteten, konnten wir schwimmen oder die Umgebung erkunden. Ich bin tatsächlich bis in die enge Schlucht hineingeschwommen. Das Wasser war glasklar und hinten warteten kleine Stromschnellen, die wie eine natürliche Gegenstromanlage funktionierten. Anschließend ließ ich mich einfach wieder zurücktreiben. Das Wasser war zwar eisig, aber herrlich erfrischend.

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Das Mittagessen war ebenfalls richtig lecker: Lammspieße, Chicken Wings, Boerewors, Salat und Toast mit Butter, dazu kalte Getränke. Danach schauten wir uns noch die Stromschnellen an, bevor die zweistündige Pause leider schon wieder vorbei war.

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Gegen halb drei machten wir uns auf den Rückweg. Ohne weitere Stopps ging es die komplette Strecke am Stück zurück. Das ständige Gerüttel und die anspruchsvolle Piste haben es wirklich in sich – nach gut anderthalb Stunden war ich froh, wieder aussteigen zu können 😈 Zurück in der Lodge stärkten wir uns erst einmal mit einem Stück Orangenkuchen und Kaffee. Anschließend genossen wir die tolle Aussicht an unserem Häuschen.

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Zum Abendessen gab es wieder ein hervorragendes Drei-Gänge-Menü mit Rote-Bete-Carpaccio, Rinderfilet mit Gemüse und Schokobrownie mit Karamellsauce und Vanilleeis. Ein richtig schöner Abschluss für einen großartigen Tag 😘

Sophia und ich gingen anschließend ins Bett. Marc blieb noch bis halb zwölf als letzter Gast an der Bar sitzen, weil er es tatsächlich geschafft hatte, das Champions-League-Spiel des FC Bayern auf dem iPad zu verfolgen 😎

Teil 1129. Juni 2026

Mittwoch, 29. April 2026 - Regen, Kaminfeuer und Wüstenzauber

Unsere Nacht war deutlich ruhiger als die vorherige. Der Wind hatte offenbar nachgelassen und wir wachten sogar noch vor dem Wecker auf – gut erholt und ganz ohne Zeitdruck. Heute stand nur die Fahrt zu unserem nächsten Ziel auf dem Programm.

Nach dem Frühstück packten wir gegen halb neun in Ruhe unsere Koffer, bezahlten und erkundigten uns noch nach der Strecke. Wir wollten diesmal über die D463 fahren und nicht den gleichen Weg wie bei der Anreise nehmen. Lustigerweise empfahl uns die Rezeptionistin genau diese Route und riet ausdrücklich von der Strecke ab, die wir vor zwei Tagen gefahren waren. Als wir ihr erzählten, dass wir genau dort hergekommen waren, musste sie schmunzeln 🤪

Die Lodgezufahrt kam uns diesmal tatsächlich deutlich besser vor. Ob sie inzwischen gegradet wurde oder wir nach der gestrigen Canyon-Tour einfach abgestumpft waren, weiß ich nicht. Jedenfalls brauchten wir nur noch 35 Minuten bis zur Weggabelung 😗

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Fazit Fish River Lodge

Die Fish River Lodge hat uns rundum begeistert. Die spektakuläre Lage direkt am Canyon ist kaum zu übertreffen und allein deshalb schon etwas ganz Besonderes. Dazu kommen ein sehr freundlicher Service, leckeres Essen und eine wunderschön gestaltete Lodge mit gemütlichen Chalets und tollen Bädern.

Wind kann dort allerdings durchaus ein Thema sein. In unserer ersten Nacht war es dadurch ziemlich laut und auch insgesamt ist es oben auf dem Plateau deutlich kühler als in der Umgebung. Der Pool dürfte deshalb außerhalb der Sommermonate wohl eher zur Dekoration dienen 🤩

Der absolute Höhepunkt war für uns der ganztägige Canyon Drive – eine fantastische Tour, die wir jederzeit wieder machen würden. Für uns gehört die Fish River Lodge definitiv zu den Highlights unserer Reise und wir würden sofort wiederkommen 😘

Die D463 war dann eine herrlich einsame Strecke. Auf den rund 115 Kilometern begegnete uns kein einziges Auto und auch wir wurden nicht überholt. Nur vereinzelt lagen kleine Farmhäuser am Weg. Landschaftlich hat uns die Strecke richtig begeistert – abwechslungsreich, wunderschön und in einem überraschend guten Straßenzustand.

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Wir ließen uns Zeit, hielten immer wieder zum Fotografieren an und entdeckten sogar Melonen am Straßenrand. Weiß jemand zufällig, welche das sind? Edit: Danke, liebe Konni - es handelt sich um Tsamma / Kalahari-Melonen.

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Gegen 13 Uhr erreichten wir die Teerstraße Richtung Aus. Dort machte sich wieder das bis dato einzige Manko unseres Mietwagens bemerkbar: Ab etwa 80 bis 90 km/h entstehen durch den Dachträger so starke Windgeräusche, dass man sich kaum noch unterhalten oder Musik hören kann. Auf Schotterpisten fällt das wegen der niedrigeren Geschwindigkeit kaum auf, auf längeren Asphaltstrecken ist es allerdings etwas nervig 🙄

Gegen halb drei kamen wir in Aus an und checkten in Klein Aus Vista für unser Eagles Nest Chalet ein.

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Wir erhielten die Schlüssel zum Häuschen Desert Vista, das wir uns bei der Buchung auch explizit gewünscht hatten. Anschließend bestellten wir einen Braai-Korb für den Abend sowie einen Frühstückskorb für den nächsten Morgen. Während wir darauf warteten, gönnten wir uns im Restaurant noch einen Light Lunch, der sich allerdings als so üppig herausstellte, dass wir uns fragten, ob wir das Grillpaket überhaupt noch brauchen würden.

Mit Feuerholz, Frühstücks- und Braai-Korb ausgerüstet fuhren wir schließlich die letzten sieben Kilometer zu unserem Chalet. Inzwischen hatte es angefangen zu regnen – und zwar ausdauernd. Trotzdem konnten wir auf der überdachten Veranda gut draußen sitzen. Das Häuschen gefiel uns auf Anhieb richtig gut und auch Sophia fühlte sich sofort wohl. Marc machte ein Feuer im Kamin, während ich einfach nur die Landschaft genoss und gespannt war, wie sie wohl bei Sonnenschein aussehen würde.

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Da die genaue Lage der Häuschen hier im Forum schon öfter Thema war, habe ich zur Info ein Bild des Lageplans gemacht, den man vor Ort erhält.

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Der Regen hielt bis zum Abend an, doch pünktlich zum Sonnenuntergang öffnete sich für wenige Sekunden ein schmaler Spalt am Horizont. Die Sonne tauchte die Landschaft in ein unglaublich magisches Licht – ein wunderschöner Moment.

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Im Kamin knisterte inzwischen das Feuer und sorgte für eine herrlich gemütliche Atmosphäre. Weil der Light Lunch noch immer nachwirkte, räumten wir den kompletten Braaikorb in den Kühlschrank, machten uns stattdessen ein Sandwich und ließen den Abend bei einer Runde UNO und Kniffel ausklingen.

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Teil 1202. Juli 2026

Donnerstag, 30. April 2026 – Willkommen im Mäusehäuschen

Bevor es weitergeht, noch eine kleine Anekdote vom Vorabend, die ich vergessen hatte: Sophia lag schon im Bett und schrie plötzlich auf, weil sie an der Wand eine Schlange entdeckt haben wollte. Ich war im ersten Moment auch kurz irritiert bis schockiert 🤩 , bis sich das vermeintliche Reptil zum Glück als ganz normales Stromkabel herausstellte 😗

Weniger lustig, aber mindestens genauso spannend waren dann die Mäusefallen, die wir in der Küche entdeckt hatten. Erst dachten wir noch, sie würden dort eher zur Dekoration stehen. Mitten in der Nacht hörten wir dann jedoch ein deutliches Klacken und anschließend Rascheln. Offenbar hatte sich tatsächlich eine Maus den Keks geschnappt. Am nächsten Morgen war die Falle allerdings leer. Der Bügel war gegen die Unterseite der Spüle geschlagen und hatte sich deshalb nicht komplett schließen können – die Maus war durch den kleinen Spalt einfach wieder entwischt 😵

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Gegen halb acht standen wir auf. Zunächst sah das Wetter vielversprechend aus und wir genossen erst einmal das wirklich umfangreiche Frühstückspaket. Genau wie der Braai-Korb war auch dieses unglaublich großzügig bestückt – mit Brot, Butter, Marmelade, Honig, Obst, Joghurt, Müsli, einer großen Käse- und Wurstplatte und sogar Kuchen. Während wir frühstückten, zog allerdings plötzlich eine dichte Nebelwand auf und verschluckte die komplette Aussicht. Also machten wir es uns noch einmal gemütlich, lasen ein wenig und warteten ab, bis sich der Nebel langsam wieder verzog.

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Gegen 10:45 Uhr starteten wir schließlich unsere Wanderung auf dem schwarzen Mountain Trail. Der etwa 6,5 Kilometer lange Rundweg beginnt quasi direkt vor dem Häuschen und führt zunächst einmal um den Hügel herum bis in die Geisterschlucht. Dort steht noch immer das Fahrzeug zweier Diamantendiebe, die 1934 auf ihrer Flucht vor der Polizei dort gestellt und erschossen wurden. Die Einschusslöcher sind bis heute zu sehen, die Diamanten wurden jedoch nie gefunden. Der Legende nach spuken ihre Geister noch immer durch die Schlucht und suchen nach ihrer Beute.

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Anschließend ging es von der Rückseite her auf den Berg hinter unserem Chalet. Teilweise musste man etwas klettern, was Sophia richtig Spaß machte. Oben wurden wir mit einer fantastischen Aussicht über die gesamte Landschaft belohnt. Mit vielen Fotostopps und kleinen Pausen waren wir nach etwa zwei Stunden wieder zurück.

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Während Marc und Sophia den Grill vorbereiteten, fuhr ich noch einmal zur Lodge, brachte unsere Körbe zurück und holte ein neues Frühstückspaket. Die Wartezeit verbrachte ich ganz entspannt bei einem Telefonat mit meinem Papa auf der Sonnenterrasse.

Als ich zurückkam, war gerade das Essen fertig – perfektes Timing. Es gab Oryx-Spieße, Lammkoteletts, Boerewors, griechischen Salat und Grillbrot. Letzteres entpuppte sich allerdings nicht als klassisches Kräuter- oder Knoblauchbrot, sondern als bereits belegte Sandwiches, die in Alufolie auf den Grill gelegt wurden. Genau wie schon am Vortag waren die Portionen riesig und mehr als ausreichend.

Den Nachmittag verbrachten wir ganz entspannt auf der Terrasse. Wir lasen, genossen die Aussicht und probierten später noch die ebenfalls riesigen Stücke Maracuja-Torte aus dem Frühstückskorb. Sophia spielte stundenlang Bibi-und-Tina-Rollenspiele, während in der Ferne dazu passend immer wieder Pferde vorbeizogen. Ehrlich gesagt könnte man sich an dieses Nichtstun ziemlich schnell gewöhnen.

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Zum Sonnenuntergang blieben wir einfach gemütlich sitzen und aßen die übrigen Grillbrote. Später machten wir es uns am Kamin gemütlich, spielten noch eine Runde UNO und gingen schließlich ins Bett. Vorher präparierten wir die Mäusefalle noch einmal – diesmal mit einem Stück Russisch Brot von Sophia. Die Maus war nachts tatsächlich wieder da. Man hörte sie genüsslich knabbern. Gefangen haben wir sie trotzdem nicht – sie hatte den Keks geschickt vom Haken gelöst und war erneut verschwunden.

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Teil 1305. Juli 2026

Freitag, 01. Mai 2026 - Wildpferde, Geisterstadt und Meeresluft

Mit Mäusen habe ich zum Glück grundsätzlich kein Problem – unangenehm finde ich jedoch ihre Hinterlassenschaften, die sie nachts überall verteilen 🙄 Morgens ist man deshalb erst einmal damit beschäftigt, Küche und Geschirr sauber zu machen, bevor überhaupt ans Frühstück zu denken ist 🤢

Nach einer ruhigen Nacht schliefen wir also erst einmal aus und machten uns gemütlich Frühstück. Auch das im Vergleich zum Vortag deutlich reduziertere Frühstückspaket war wieder so reichlich, dass wir beschlossen, auch am Abreisetag noch einmal hier zu frühstücken, um die Reste aufzuessen. Marc machte Rührei mit Speck, dazu gab es Brot, Müsli mit Joghurt und Obst sowie Schokomuffins – wirklich lecker.

Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Lüderitz. Unser erster Stopp waren die Wildpferde von Garub. Es waren überraschend viele Tiere am Wasserloch und sie sahen alle richtig gut genährt aus – ganz anders als bei unserem letzten Besuch 2013. Lange konnten wir allerdings nicht bleiben, weil wir rechtzeitig zur Führung um 11 Uhr in Kolmanskop sein wollten.

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Wir schafften es gerade so pünktlich – nur um vor Ort zu erfahren, dass wegen des Feiertags am 1. Mai die einzige Führung des Tages bereits um 10 Uhr stattgefunden hatte 😈 Das war natürlich ärgerlich. Zum Glück kannten Marc und ich Kolmanskop schon von früher und konnten Sophia trotzdem einiges erklären. Sie hatte großen Spaß daran, durch die alten Häuser zu streifen und die Geisterstadt zu erkunden. Fast zwei Stunden verbrachten wir dort.

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Danach ging es weiter nach Lüderitz. Dort war wegen des Crayfish Festivals richtig viel los und rund um den Hafen waren viele Straßen gesperrt. Zum Mittagessen kehrten wir im Diaz Coffee Shop ein – genau dort hatten wir schon 2017 auf Empfehlung unseres damaligen Hosts gegessen. Das Essen ließ zwar etwas auf sich warten, war am Ende aber wieder richtig lecker (und recht günstig).

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Am Nachmittag fuhren wir weiter zum Diaz Point. Es war zwar windig, aber längst nicht so extrem wie bei unserem letzten Besuch. Wir spazierten zum Diaz-Kreuz, sammelten mit Sophia Muscheln am Strand und genossen das herrliche Wetter.

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Anschließend schauten wir uns noch die Große Bucht an, bevor wir uns langsam wieder auf den Rückweg nach Aus machten.

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Unterwegs hielten wir noch am Bahnhof von Garub, entdeckten in der Ferne ein paar Oryx und machten natürlich noch einmal einen Abstecher zu den Wildpferden. Das Abendlicht wäre perfekt gewesen, doch die Pferde standen weit entfernt und hatten offenbar keine Lust, noch einmal ans Wasserloch zu kommen.

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Kurz vor 18 Uhr waren wir zurück in Aus und beschlossen spontan, den Sundowner auf der Terrasse des Desert Horse Inn zu genießen und dort auch zu Abend zu essen. Zufällig trafen wir dort Angelika und Raimund wieder, die wir bereits auf Hohewarte kennengelernt hatten. Unsere Tische wurden zusammengestellt und wir verbrachten gemeinsam einen richtig schönen Abend. Vorspeise und Dessert wurden serviert, den Hauptgang konnte man sich am Buffet zusammenstellen – was besonders Sophia freute, weil sie endlich wieder etwas Auswahl beim Essen hatte.

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Zurück am Chalet erwartete uns dann doch noch ein kleines Erfolgserlebnis: Die Mäusefalle hatte tatsächlich zugeschnappt 🤩 Diesmal hatten wir einen der Kaffeekekse, die in Plastikfolie eingeschweißt sind, als Köder benutzt. Somit hatte die Maus erst die Verpackung durchknabbern müssen und dabei wohl genug Zug auf den Mechanismus ausgeübt, dass die Falle zuschnappen konnte. Wir brachten sie ein gutes Stück ins Feld und ließen sie wieder frei. Viel gebracht hat das allerdings nicht – keine zehn Minuten später hörten wir schon die nächste Maus in der Küche 😗 Vermutlich ein Kampf, den man hier wohl nie gewinnt. Bis auf das gelegentliche Rascheln aus der Küche hatten wir auch diesmal wieder eine herrlich ruhige Nacht.

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Teil 1407. Juli 2026

Samstag, 02. Mai 2026 – Über die D707 nach Koiimasis

Heute Morgen wachten wir ganz von selbst auf. Als ich aus dem Fenster schaute, ging gerade die Sonne hinter den Hügeln auf und tauchte die Bergkuppen vor uns in wunderschönes Morgenlicht. Der Vollmond stand noch rund am Himmel – ein traumhafter Anblick. Natürlich schnappte ich mir sofort die Kamera und genoss die Stimmung draußen, bevor nach und nach auch Sophia und Marc aufstanden.

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Nach dem Frühstück packten wir gemütlich unsere Sachen zusammen. Aus den beiden Frühstückspaketen hatten wir inzwischen drei Frühstücke gemacht und trotzdem war noch so viel übrig, dass wir uns problemlos ein großes Lunchpaket mit Sandwiches sowie den restlichen Muffins und Kuchen für unterwegs richten konnten 🤩 Gegen 09:45 Uhr checkten wir aus. Auf dem Weg zurück zur Lodge wurden wir noch einmal von den Wildpferden und einem Strauß verabschiedet.

Fazit Eagle's Nest Chalets

Die Eagle's Nest Chalets haben uns rundum begeistert. Die einzeln zwischen den Felsen gelegenen Häuschen sind wunderschön, bestens ausgestattet und bieten viel Ruhe sowie eine traumhafte Aussicht. Besonders Desert Vista und Eagle's View haben aus unserer Sicht die schönste Lage.

Die Grill- und Frühstückspakete sind sehr reichhaltig und qualitativ wirklich gut. Man sollte lediglich etwas Zeit für die Abholung einplanen oder sie rechtzeitig vorbestellen. Auch das Abendessen in der Lodge hat uns sehr gut geschmeckt.

Mitten in der Natur gehören gelegentliche Mäusebesuche wohl dazu – für uns war das kein großes Problem. Insgesamt würden wir die Eagle's Nest Chalets jederzeit wieder buchen und einer Übernachtung in der Haupt-Lodge oder in Lüderitz klar vorziehen 😘

Nach dem Bezahlen fuhren wir über Aus, wo wir einen kleinen Abstecher an der Tankstelle und im "Super Mark" machten...

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...auf die C13 und bogen schließlich auf die D707 ab – völlig zurecht eine der schönsten Straßen Namibias. Die Strecke war in einem hervorragenden Zustand und führte durch eine traumhafte Landschaft. Immer wieder hielten wir an, um Fotos zu machen oder einfach die Aussicht zu genießen. Außerdem sahen wir unterwegs mehrere Oryx und sogar einige Löffelhunde.

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Gegen halb zwei erreichten wir die Fest Inn Fels Lodge auf der Farm Koiimasis. Schon die etwa 30 Kilometer lange Zufahrt war landschaftlich wunderschön. Alles war noch herrlich grün von der Regenzeit und im Hintergrund ragten die roten Tirasberge auf – wirklich ein traumhafter Anblick.

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An der Rezeption wurden wir von Hannah herzlich begrüßt, bekamen einen Willkommensdrink und erfuhren, dass wir heute die einzigen Gäste der Lodge sein würden. Unser Chalet Nummer 1 liegt wunderschön zwischen den Felsen im unteren Bereich der Anlage. Bis zum Restaurant und Pool läuft man zwar ein gutes Stück bergauf, aber das störte uns überhaupt nicht.

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Da es angenehm warm war, verbrachten wir den Nachmittag am Pool mit Lesen, Karten spielen und einfach nur Entspannen. Weil die Sonne hier schon früh hinter dem Hügel verschwindet, wurde es bereits am späten Nachmittag schattig. Nach einer erfrischenden Dusche im sehr originell eingerichteten Badezimmer freuten wir uns aufs Abendessen.

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Vor dem Essen lernten wir Roland kennen, den Besitzer der Lodge. Er erzählte uns, dass er 2005 aus Deutschland ausgewandert ist und die Lodge auf dem Gelände der Farm Koiimasis gebaut hat. Sie wird jedoch völlig unabhängig von der Farm, dem Reitbetrieb und dem Campingplatz geführt. Es war spannend, etwas über die Entstehung der Lodge zu erfahren – bei größerem Interesse gibt es auch ein Album mit Bildern aus der Bauphase.

Auch das Abendessen war wieder hervorragend: Butternut-Suppe als Vorspeise, gegrillter Oryx mit Reis als Hauptgang und zum Dessert ein „Koiimasis Butterfly“ – eingelegte Birne und Aprikose mit Sahne und Erdbeersoße. Da wir die einzigen Gäste waren, setzte sich Roland später noch zu uns und wir unterhielten uns in aller Ruhe. Ein wirklich gelungener erster Abend an einem wunderschönen neuen Ort.

Teil 1508. Juli 2026

Sonntag, 03. Mai 2026 - Koiimasis von seiner schönsten Seite

Nach einer ruhigen Nacht wachten wir gegen 8 Uhr auf und gingen erst einmal gemütlich frühstücken. Das Frühstück war wirklich lecker – mit selbstgebackenen Brötchen, Brot, Wurst- und Käseplatte, Marmelade, Nutella, frischem Orangensaft und auf Wunsch auch Eierspeisen. Besonders die selbstgemachten Brötchen und die Orangenmarmelade waren richtig gut.

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Nach dem Frühstück erklärte uns Roland eine kleine Wanderung, die sich gut mit Sophia machen ließ. Wir entschieden uns für den weißen Mountain Trail, der mit etwa eineinhalb Stunden angegeben war. Das passte auch ziemlich genau, obwohl wir immer wieder stehen blieben – einerseits, weil der Anstieg steiler war als gedacht und wir doch das ein oder andere Mal richtig über die Felsen klettern mussten, andererseits, weil die Aussicht einfach traumhaft war.

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Der Weg führte hinter der Lodge auf den Berg und bot immer wieder fantastische Ausblicke über die Landschaft. Da es nahezu windstill war, wurde es in der Sonne schnell richtig warm.

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Hat sich da etwa ein Klippschliefer versteckt?

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Zurück an der Lodge verbrachten wir den restlichen Vormittag ganz entspannt am Pool. Sophia schaute einen Film, Marc und ich lasen, und da wir bis zum Nachmittag noch immer die einzigen Gäste waren, genossen wir die herrliche Ruhe.

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Ich finde es ja sensationell, wie die Architektur der Lodge mit der Umgebung verschmilzt - bei der Anfahrt haben wir die Gebäude ewig lange nicht erkennen können und uns gefragt, wo hier denn eine Lodge sein sollte 😄

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Um 16 Uhr starteten wir gemeinsam mit Roland zur Farmrundfahrt. Hinten auf seinem umgebauten Amarok ging es über das weitläufige Gelände der Farm.

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Unterwegs erzählte er uns viel über die Geschichte der Farm, die Wasserversorgung, die Tierwelt und vor allem über die Buschmänner, die früher hier lebten. Er zeigte uns Felszeichnungen, alte Werkzeuge, ein Sommerlager der Buschmänner sowie einen historischen Jagdansitz. Besonders spannend fanden wir auch die Bedeutung des Namens Koiimasis – „Ort, an dem sich Menschen treffen“ –, weil es hier schon immer eine verlässliche Wasserquelle gab.

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Zwischendurch stiegen wir immer wieder aus und erkundeten die Umgebung zu Fuß. Zur Höhle mit der berühmten Felsmalerei des roten Elefanten wanderten wir allerdings nicht, da der Weg für Sophia zu anstrengend gewesen wäre.

Den krönenden Abschluss bildete ein Sundowner auf einem Aussichtspunkt mit traumhaftem Blick und ein paar dekorativen Köcherbäumen. Bei einem Gin Tonic genossen wir die einmalige Stimmung und das warme Abendlicht.

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Dort entstand auch eines meiner absoluten Lieblingsfotos der Reise – ein heißer Kandidat für das Titelbild unseres Fotobuchs 😁

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Roland ist ein unglaublich sympathischer Gastgeber und wir hoffen sehr, dass wir ihn dort eines Tages noch einmal besuchen können.

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Zum Abendessen gab es überbackenen Kürbis als Vorspeise, Oryx-Geschnetzeltes mit Kartoffelbrei und Gemüse sowie Schokopudding mit Vanillesoße. Für Sophia wurden extra Nudeln gekocht – leider etwas zu weich, sodass sie am Ende lieber bei unserem Essen mitgegessen hat. Später kamen wir noch kurz mit den neu angereisten Gästen ins Gespräch und empfahlen ihnen die Farmrundfahrt mit Sundowner. Danach ging es für uns zufrieden ins Bett.

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Teil 1609. Juli 2026

Montag, 04. Mai 2026 – Durch die Namib zur Desert Homestead Lodge

Nach einer ruhigen Nacht wurden wir gegen 8 Uhr wach, frühstückten noch einmal in aller Ruhe und packten anschließend unsere Sachen. Gegen 10 Uhr verabschiedeten wir uns von Roland und Hannah, bezahlten unsere Rechnung und machten uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel.

Fazit Fest Inn Fels

Die Fest Inn Fels Lodge gehört für uns zu den schönsten Unterkünften der Reise. Die spektakuläre Lage zwischen den Felsen, die liebevoll gestalteten Chalets und die familiäre Atmosphäre haben uns sofort begeistert. Besonders Roland und Hannah haben mit ihrer herzlichen und gleichzeitig angenehm unaufdringlichen Art dafür gesorgt, dass wir uns rundum wohlgefühlt haben.

Das Essen war durchwegs hervorragend und die Farmrundfahrt mit Roland ein absolutes Highlight. Sie hat uns nicht nur die wunderschöne Landschaft, sondern auch die Geschichte der Region nähergebracht.

Der einzige kleine Kritikpunkt ist das offene Badezimmer, da Toilette und Dusche direkt im Zimmer integriert sind. Für Familien ist das kein Problem, wenn man mit Freunden oder Bekannten reist, könnte es aber etwas unangenehm sein.

Insgesamt ist die Fest Inn Fels Lodge für uns eine absolute Empfehlung – landschaftlich eine glatte 12 von 10 und ein Ort, an den wir jederzeit gerne zurückkehren würden 😘

Zunächst ging es wieder über die lange Farmzufahrt und anschließend weiter auf der D707 Richtung Norden. Zu unserer Freude entdeckten wir noch einmal ein Rudel Löffelhunde – vermutlich sogar dieselben wie auf der Hinfahrt. Später wechselten wir auf die C27 und fuhren über Betta weiter Richtung Sossusvlei.

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Die C27 war mit Abstand die schlechteste Straße, die wir bisher gefahren sind. Viel Wellblech, tiefe Spurrillen und ordentlich Gerüttel machten die Fahrt teilweise ziemlich anstrengend. Dafür wurden wir wieder mit einer traumhaften Landschaft und riesigen Zebraherden am Straßenrand belohnt.

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Gegen 13:30 Uhr erreichten wir die Desert Homestead Lodge. Die Lodge liegt direkt an der C19 und machte sofort einen sehr guten Eindruck. Unser Chalet war richtig gemütlich und bot einen schönen Ausblick. Außerdem gibt es zwei Pools und ein sehr schönes Restaurant mit Bar.

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Den Nachmittag verbrachten wir entspannt am Pool. Es war angenehm warm und sogar Getränke und der Nachmittagssnack wurden direkt an die Liegen gebracht. Die Lodge war deutlich voller als unsere vorherigen Unterkünfte, trotzdem war die Atmosphäre sehr angenehm.

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Zum Abendessen frischte der Wind allerdings kräftig auf und es wurde nach Sonnenuntergang überraschend kühl. Unser Tisch auf der Terrasse lag ziemlich exponiert im Wind, sodass sogar die Tischdekoration davonflog. Zum Glück bekamen wir auf Nachfrage sofort einen geschützteren Platz zugewiesen, an dem wir den Abend ganz entspannt genießen konnten.

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Das Essen war wieder sehr lecker: Spinatroulade als Vorspeise, Kingklip mit Gemüse für uns, selbstgemachte Fischstäbchen mit Pommes für Sophia und zum Dessert eine Pfirsichtarte mit Sahnecreme. Dazu ein gutes Glas Wein – ein schöner Abschluss des Tages, bevor wir müde ins Bett fielen.

Teil 1712. Juli 2026

Dienstag, 5. Mai 2026 – Ein Tag zum Entschleunigen

Heute Morgen sind wir kurz vor 8 Uhr mit diesem Ausblick aufgewacht...

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...und zum Frühstück gegangen. Das Frühstück war insgesamt etwas zwiespältig. Positiv waren die vielen Extras wie frische Smoothies, belegte Bagel, Pfannkuchen und sogar Boerewors zum Frühstück. Weniger begeistert waren wir allerdings vom Brotbuffet. Dort stritten sich unzählige kleine Vögel um das Brot. Zwar lagen Servietten darüber, die Vögel hatten aber längst gelernt, diese herunterzuziehen und sich am Buffet zu bedienen. Als ich eine Serviette anhob, lag darunter nur noch ein halbes Croissant, weil der Rest bereits weggepickt worden war 🤢 Die Mitarbeiter verscheuchten die Vögel zwar immer wieder, wirklich geholfen hat das aber nicht. Mit einer einfachen Abdeckung aus Glas oder Kunststoff ließe sich das Problem leicht lösen. Brot hat deshalb von uns an diesem Morgen niemand gegessen 😵

Nach dem Frühstück gingen wir zur Rezeption. Sophia suchte eine Postkarte für ihre Freundin aus und wir meldeten uns für die Sundownerfahrt am Nachmittag an. Außerdem ließen wir uns einen kleinen Spazierweg auf dem Gelände empfehlen. Obwohl die Sonne schien, wehte ein eisiger Wind, sodass wir die kühlen Morgenstunden für einen Spaziergang nutzen wollten.

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Der etwa zwei Kilometer lange Walking Trail führt auf einen kleinen Hügel neben der Lodge. Die Wanderung ist keine große Herausforderung und nach rund 45 Minuten waren wir schon wieder zurück. Der Ausblick von oben lohnt sich aber auf jeden Fall.

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Anschließend schauten wir noch bei den Pferden vorbei. Gerade wurde ein weißes Pferd trainiert und wir wurden eingeladen, uns gemeinsam mit Sophia die Ställe anzusehen. Dort lebt auch ein zahmes Zebra, das vor vielen Jahren verletzt aufgenommen wurde. Ein Mitarbeiter erzählte uns schmunzelnd, das Zebra halte sich inzwischen wohl selbst für ein Pferd. Es war unglaublich zutraulich und ließ sich sogar streicheln – für Sophia natürlich ein echtes Highlight.

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Den restlichen Tag verbrachten wir am Pool. Eigentlich wollten wir entspannen und lesen, während Sophia den ersten Harry-Potter-Band als Hörbuch hörte. Allerdings war es trotz Sonnenschein erstaunlich kühl. Sobald der Wind nachließ, wurde es angenehm warm, doch die meiste Zeit wickelte sich Sophia in Handtücher ein und ich zog irgendwann sogar wieder Hose und T-Shirt an.

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Mittags bestellten wir uns einen wirklich leckeren Salat mit Avocado und Biltong, für Sophia gab es ein getoastetes Schinken-Käse-Sandwich. Bis etwa 16 Uhr blieben wir noch am Pool, bevor wir uns für die Sundownerfahrt fertig machten.

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Die Fahrt unternahmen wir gemeinsam mit unserem Guide Salomon. Wir hatten Glück und waren die einzigen Gäste. Auch während der Fahrt war es ziemlich kalt, aber wir waren gut eingepackt. Tierisch war diesmal nicht allzu viel los – in der Ferne entdeckten wir zwei Strauße sowie einige Zebras und Oryx. Durch das viele Gras verteilen sich die Tiere momentan einfach über ein riesiges Gebiet. Dafür erzählte uns Salomon wieder einiges über Webervögel und verschiedene Pflanzen. Landschaftlich war die Gegend einfach traumhaft.

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Der Höhepunkt kam zum Schluss: Auf einem Aussichtshügel warteten bereits Stühle und ein gedeckter Tisch für den Sundowner. Lustig war, dass wir bei der Buchung jeder gleich drei Getränke auswählen mussten, obwohl wir gar nicht so viel trinken wollten. Während Salomon alles vorbereitete, stiegen wir noch ein kleines Stück höher auf eine Düne.

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Später unterhielten wir uns mit ihm über seine Familie und seine Arbeit als Guide. Es war ein richtig nettes Gespräch und der Sonnenuntergang mit dem Rundumblick einfach wunderschön.

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Auf der Rückfahrt begegneten wir noch einmal dem zahmen Zebra Spotty, bevor wir direkt zum Abendessen gingen. Wegen des kalten Winds wurde diesmal drinnen serviert. Sophia bekam ein Hühnchenschnitzel mit Kartoffelbrei, für uns gab es eine Spargelsuppe mit Zitrone und Käse als Vorspeise, anschließend ein Rinderfilet, das für uns bisher das beste Fleisch der gesamten Reise war. Zum Abschluss wurde ein Oreo-Cheesecake serviert, der deutlich besser schmeckte, als der Name zunächst vermuten ließ 🤪

Nach dem Essen saßen wir noch kurz an der Bar und spielten mit Sophia eine Runde UNO. Dadurch wurde es heute etwas später als sonst, bis wir schließlich zufrieden ins Bett fielen.

Teil 1814. Juli 2026

Mittwoch, 6. Mai 2026 – Sesriem Canyon, Solitaire und ein Abend unter den Sternen

Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen und wollten uns eigentlich noch von Spotty, dem Zebra verabschieden. Leider war er mit den anderen Pferden gerade unterwegs, sodass wir direkt losfuhren.

Fazit: Desert Homestead Lodge

Die Desert Homestead Lodge war vor der Reise die große Unbekannte. Sie wurde uns von Magic Vibes als Alternative zu einer Übernachtung im NamibRand Nature Reserve empfohlen, nachdem unsere Wunschunterkünfte dort deutlich über unserem Budget lagen 😵

Der erste Eindruck war etwas durchwachsen: Die Lodge liegt direkt an der C19 und der Check-In fiel eher nüchtern aus. Umso positiver wurden wir anschließend überrascht. Von der Straße war im weiteren Verlauf nichts mehr zu hören, unser Chalet bot einen wunderschönen Ausblick und das Essen gehörte zu den besten der gesamten Reise (wenn man vom Fauxpas mit dem Brot beim Frühstück absah).

Auch die Umgebung hat uns sehr gut gefallen. Zusammen mit unserer Wanderung und dem Sundowner Drive war es ein rundum gelungener Aufenthalt. Das Servicepersonal war – abgesehen von der unmotivierten Rezeptionistin – ausgesprochen freundlich und aufmerksam. Selbst am Pool wurde regelmäßig nach Getränken oder einem Mittagessen gefragt.

Die Lodge zählt zwar zu den größeren Unterkünften unserer Reise, was in der Nähe des Sossusvlei aber kaum überrascht. Den Wäscheservice haben wir ebenfalls genutzt. Er war verhältnismäßig teuer, kam für uns aber genau zum richtigen Zeitpunkt. Insgesamt können wir die Desert Homestead Lodge guten Gewissens weiterempfehlen. Sie hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen.

Unser erster Stopp war der Sesriem Canyon. Zunächst besorgten wir neben den Permits für den Canyon auch gleich welche für den Namib-Naukluft-Park, den wir zwei Tage später auf dem Weg nach Swakopmund durchqueren wollten. Im Canyon stand zwar noch etwas Wasser, aber deutlich weniger als erwartet. Wir liefen rund eineinhalb Kilometer hinein und waren überrascht, wie beeindruckend der Canyon tatsächlich ist.

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Mehrfach wurden wir gefragt, warum wir dieses Mal nicht auch zum Sossusvlei und Deadvlei fahren. Da wir beide Orte bereits 2013 und 2023 besucht hatten und der Besucherandrang für unser Empfinden inzwischen enorm zugenommen hat, haben wir uns ganz bewusst dagegen entschieden.

Weiter ging es nach Solitaire. Dort legten wir natürlich eine Pause ein – mit richtig gutem Cappuccino aus der ersten Siebträgermaschine der Reise, Bacon-and-Egg-Sandwiches und Kuchen. Der berühmte Apple Pie hat uns sogar noch besser geschmeckt als der in Helmeringhausen, vor allem wegen des Zimts und der Rosinen. Zum Glück mussten wir nicht tanken, denn an der Zapfsäule wartete bereits eine lange Schlange.

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Am Nachmittag erreichten wir das Barkhan Dune Retreat und bezogen unser wunderschönes Chalet Nr. 1. Wir wurden mit einem Willkommensdrink begrüßt und hofften, dass der Wind nachlassen würde, damit die Betten für eine Nacht unter freiem Himmel auf der Terrasse aufgebaut werden könnten. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir entspannt am Pool und genossen bei angenehmen 25 Grad die herrliche Aussicht.

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Zum Abendessen trafen sich alle Gäste an einem großen Tisch. Es gab Blumenkohlsuppe, Oryx-Steak und zum Abschluss Lemon Cheesecake, für Sophia wurden extra Nudeln zubereitet. Mit einem Paar in den Flitterwochen, einem Ehepaar aus Liechtenstein mit Guide sowie einem schwedisch-französischen Paar entwickelten sich tolle Gespräche, sodass der Abend wie im Flug verging.

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Später zog es mich mit Kamera und Stativ noch einmal nach draußen, um den beeindruckenden Sternenhimmel zu fotografieren. Während ich auf eine Langzeitbelichtung wartete, hörte ich plötzlich ein Rascheln hinter mir im Gras. Für einen kurzen Moment erschrak ich, bis sich herausstellte, dass es nur Ginger, die rote Katze der Lodge, war, die mir für den Rest des Abends Gesellschaft leistete.

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Teil 1918. Juli 2026

07. Mai 2026 - Zwischen Erdmännchen und Sternenhimmel

Nach unserer ersten Nacht in der Barchan Dune Lodge begann der Tag ganz entspannt. Sophia war schon vor Sonnenaufgang wach, Marc und ich ließen uns bis acht Uhr Zeit. Beim Frühstück wurden wir wieder rundum verwöhnt. Eigentlich gab es nichts Außergewöhnliches im Vergleich zu den vorherigen Unterkünften – aber alles war mit so viel Liebe angerichtet, dass es einfach besonders war 😘 Während draußen die Erdmännchen aus ihrem Bau kamen und durchs Beet vor dem Haupthaus flitzten, fiel es schwer, sich überhaupt zum Frühstückstisch zu lösen 😄

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Eigentlich wollten wir am Nachmittag am Sundowner Drive teilnehmen, erfuhren aber, dass dieser bereits ausgebucht war. Erst waren wir etwas enttäuscht, entschieden dann aber spontan, den warmen Tag stattdessen am Pool zu verbringen und unsere Wanderung auf den späten Nachmittag zu verschieben. Im Nachhinein war das die perfekte Entscheidung.

Während wir lasen, Sophia Harry Potter hörte und später am Pool spielte, verging der Tag herrlich entschleunigt. Mittags teilten wir uns einen griechischen Salat und ein Sandwich für Sophia, zur Tea Time warteten statt der erwarteten Muffins kleine, mit Fleisch gefüllte Mince Pies auf uns – ungewohnt, aber durchaus lecker 🤪

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Am späten Nachmittag machten wir uns auf, den kleinen Hiking Trail hinter der Lodge zu erkunden. Den Einstieg mussten wir zwar erst einmal suchen, wurden dafür aber gleich noch einmal mit einem Erdmännchen-Moment belohnt, als einige der kleinen Kerlchen neugierig aus einem Lagerraum huschten 🤩

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Oben auf dem Hügel setzten wir uns mit unseren Getränken auf die Felsen und genossen einfach den Ausblick. Zur Lodge auf der einen Seite, hinaus in die Weite der Namib auf der anderen. Zwar blieben wir nicht bis zum eigentlichen Sonnenuntergang, weil wir den Rückweg noch im Hellen schaffen wollten, aber genau dieser ruhige Moment dort oben fühlte sich einfach richtig an 😘

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Zurück an der Lodge gönnten Sophia und ich uns noch eine Dusche unter freiem Himmel. Es war so angenehm warm und windstill, dass die Außendusche ein echtes Highlight war.

Beim Abendessen erfuhren wir später, dass der ausgebuchte Sundowner Drive wegen einer großen französischen Reisegruppe verspätet gestartet war und wohl alles andere als ruhig verlief 😗 Da waren wir mit unserem Nachmittag auf dem Hügel im Nachhinein mehr als zufrieden. Auch das Essen überzeugte wieder auf ganzer Linie – Quiche, gefülltes Hühnchen mit Kartoffelpüree und Bohnen sowie eine herrlich cremige Panna Cotta. Kulinarisch war die Barchan Dune Lodge wirklich ein Volltreffer.

Das eigentliche Highlight hob sich die Lodge aber bis zum Schluss auf. Auf unseren Wunsch wurden zwei Betten auf die Terrasse gestellt, damit wir unter freiem Himmel schlafen konnten. Marc zog es vor, drinnen zu übernachten, Sophia und ich kuschelten uns dagegen mit Wärmflasche und zusätzlichen Decken unter dem unfassbar klaren Sternenhimmel zusammen. Sophia überlegte zwar zwischendurch kurz, doch lieber drinnen zu schlafen, entschied sich dann aber wieder für draußen 😄

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Ich wurde nachts immer mal wieder wach – erst wegen des lauten Grillenzirpens, später wegen eines Klipspringers, der mit seinen seltsamen, röhrenden Lauten durch die Nacht zog. Irgendwann ging der Mond auf und tauchte die Landschaft in ein fast unwirklich helles Licht. Als schließlich die ersten Sonnenstrahlen den Himmel färbten, war klar: Diese Nacht würden wir so schnell nicht vergessen.

Teil 2019. Juli 2026

08. Mai 2026 – Geburtstag zwischen Wüste und Meer

Der nächste Tag war Marcs Geburtstag und begann mit einem wunderschönen Sonnenaufgang. Nach unserer Nacht unter freiem Himmel strahlte Sophia beim Aufwachen über das ganze Gesicht. Sie hatte das Schlafen draußen sichtlich genossen. Die Katze Ginger stattete uns auch noch einen Besuch ab und freute sich über das weiche, warme Bett 😄

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Auf dem Weg zum Frühstück warteten schon wieder die Erdmännchen auf uns – wir freuten uns sehr, dass wir sie zum Abschluss unseres Aufenthalts nochmal sehen konnten.

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Anschließend verabschiedeten wir uns von den anderen Gästen, die wir teilweise in Swakopmund vermutlich wiedersehen würden.

Fazit Barchan Dune Retreat

Das Barchan Dune Retreat war für uns eine absolute Wohlfühlunterkunft. Schon bei der Ankunft wurden wir von Lisa so herzlich empfangen, dass wir uns sofort willkommen fühlten. Diese Gastfreundschaft zog sich durch den gesamten Aufenthalt – sie hatte immer ein offenes Ohr und kümmerte sich mit viel Herz um ihre Gäste 😘

Unser Chalet gehörte zwar noch zu den älteren ohne durchgehende Glasfront, das hat uns aber überhaupt nicht gestört. Entscheidend war für uns, dass sich die Betten zum Schlafen unter den Sternen nach draußen schieben lassen – und sogar das wurde vom Team für uns erledigt. Das riesige Badezimmer und die modern eingerichteten Räume haben den sehr positiven Eindruck zusätzlich abgerundet.

Auch kulinarisch gehörte das Barchan Dune Retreat zu unseren Favoriten. Das Essen war hervorragend und für uns – zusammen mit der Desert Homestead Lodge – das Beste, was wir bis dahin auf der Reise erlebt hatten.

Den größten Teil des Tages verbrachten wir entspannt am Pool. Zwar fiel die geplante Farmrundfahrt aus, rückblickend war unsere kleine Wanderung am Nachmittag aber vermutlich die schönere Alternative.

Für uns war das Barchan Dune Retreat eine uneingeschränkte Empfehlung. Die herzliche Atmosphäre, die besondere Möglichkeit, unter freiem Himmel zu schlafen, die traumhafte Umgebung und das ausgezeichnete Essen machen diese Unterkunft zu einem echten Highlight. Für Marc war es sogar die bisher schönste Unterkunft der gesamten Reise.

Die Fahrt Richtung Norden verlief dieses Mal deutlich entspannter als bei unserer Reise 2023. Damals war die Strecke in einem so schlechten Zustand, dass wir für 100 Kilometer fast drei Stunden gebraucht hatten 😈 Diesmal kamen wir wesentlich schneller voran.

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Am Kuiseb Pass stoppten wir wie üblich am ein oder anderen Aussichtspunkt, bevor wir einen Abstecher zum Shelter von Henno Martin und Hermann Korn machten. Wichtig: Man benötigt ein Permit für den Namib Naukluft Park, um diese Höhle besuchen zu können.

Wenn man den Kuiseb Pass Richtung Walvis Bay passiert hat, sieht man auf der linken Seite ein unscheinbares Straßenschild, das auf einen „Viewpoint“ hinweist. Hier biegt man von der Hauptstraße auf eine schmale Schotterpiste ab. Nach etwa 6 Kilometern hält man sich an der Kreuzung links und erreicht am Ende der Straße ein Hinweisschild zum „Henno Martin & Hermann Korn Shelter“.

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Hier kann man parken und es sind zu Fuß noch ca. 15 Minuten bis zur Höhle. Die kurze Wanderung dorthin lohnte sich allein schon wegen der beeindruckenden Aussicht auf den Kuiseb Canyon. Für eine längere Tour war es uns allerdings einfach zu heiß.

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Zurück auf der C14 bogen wir bereits kurze Zeit später nach Norden ab. Anfangs gefiel uns die weite Landschaft mit den im Wind wogenden Grasbüscheln ausgesprochen gut. Später wirkte die Gegend jedoch wie frisch abgebrannt – überall verkohlte Pflanzenreste und sogar Rauch in der Ferne.

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Auch der weitere Streckenverlauf auf der anschließenden C28 konnte uns nicht überzeugen. Die Landschaft wurde zunehmend eintönig, später prägten Uranabbaugebiete und Industrieanlagen das Bild. Zusammen mit der größten Hitze unserer bisherigen Reise wirkte das alles sehr trostlos, und wir würden diese Strecke wohl kein zweites Mal wählen.

Da wir ohnehin ein Permit für den Namib Naukluft Park hatten, machten wir noch einen Abstecher zur Mondlandschaft und entdeckten unterwegs eine der faszinierenden Welwitschia-Pflanzen.

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Die Aussicht auf die bizarre Landschaft war einigermaßen beeindruckend, trotzdem würden wir dafür keinen eigenen Ausflug (z.B. von Swakopmund aus) einplanen.

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Umso besser gefiel uns die Oase Goanikontes. Bei einem Getränk und dem inzwischen dritten Apfelkuchen unserer Reise legten wir eine gemütliche Pause ein. An die beiden Apfelkuchen aus Solitaire und Helmeringhausen kam er zwar nicht ganz heran, lecker war er trotzdem.

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Am späten Nachmittag erreichten wir schließlich Swakopmund und bezogen unser Zimmer im At the Sea Boutique Hotel direkt am Strand. Das kleine Hotel gefiel uns auf Anhieb: liebevoll maritim eingerichtet, mit einem herrlichen Blick aufs Meer. Das Rauschen der Wellen begleitete uns den gesamten Aufenthalt über.

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Den Geburtstag ließen wir am Abend im Ankerplatz ausklingen. Das Essen war ausgezeichnet – besonders meine Springbok Pie war ein echtes Highlight.

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Sophia entdeckte ihre Liebe zu frittierten Calamari, während Marc von seinem Fischgericht ebenso begeistert war.
Zurück im Hotel brannte im Aufenthaltsraum bereits der Holzofen. Mit einem Glas Wein stießen wir auf Marcs Geburtstag an, bevor wir schließlich zum Rauschen des Atlantiks einschliefen.

Teil 2121. Juli 2026

Samstag, 9. Mai 2026 – Dünen, Atlantik und eine Achterbahnfahrt im Sand

Heute klingelte der Wecker bereits um 07:15 Uhr. Nach dem Anziehen ging es direkt zum Frühstück – und das war wirklich hervorragend. Es gab alles, was das Herz begehrt: eine große Auswahl an Wurst und Käse, frisches Obst, Avocado, Maracuja, verschiedene Eierspeisen, Pfannkuchen und vieles mehr. Dazu hatte man vom Frühstücksraum einen wunderbaren Blick auf den Strand und die Promenade.

Dort fiel uns eine größere Gruppe Läufer auf, die sich um 8 Uhr auf den Weg machte. Später erfuhren wir, dass es sich dabei um den sogenannten „Parkrun“ handelt – eine weltweit organisierte, kostenlose Laufveranstaltung über fünf Kilometer, an der sowohl Einheimische als auch Touristen teilnehmen können. Eigentlich eine richtig schöne Idee. Nicht, dass ich freiwillig fünf Kilometer laufen würde, aber trotzdem 🤩

Pünktlich um 08:30 Uhr wurden wir von unserem Guide Chris von Turnstone Tours abgeholt. Ehrlich gesagt hatten wir eher mit der berühmten "afrikanischen Viertelstunde" gerechnet und waren deshalb noch gar nicht ganz fertig 😗 Chris war allerdings auf die Minute pünktlich – also schnell ins Auto und los. Für heute hatten wir die Ganztagestour zum Sandwich Harbour gebucht und wussten schon, dass wir erst am späten Nachmittag zurück sein würden.

In Walvis Bay trafen wir ein zweites Fahrzeug von Turnstone Tours. Mit dabei waren zwei Ehepaare – eines aus Frankreich, eines aus Großbritannien – sowie deren Guide. Den Rest des Tages waren wir gemeinsam im Konvoi unterwegs und verbrachten auch die Mittagspause zusammen.

Bevor es richtig losging, ließen die Guides erst einmal Luft aus den Reifen. Das ist im tiefen Sand unverzichtbar, weil sich die Auflagefläche der Reifen vergrößert und die Fahrzeuge dadurch nicht so leicht einsinken. Währenddessen beobachteten wir Flamingos und zahlreiche andere Wasservögel in der Lagune.

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Anschließend fuhren wir Richtung Süden. Wir kamen an der Guano-Plattform vorbei, wo die Hinterlassenschaften der Seevögel gesammelt und als natürlicher Dünger verwendet werden – etwas skurril, aber tatsächlich ein wichtiger Wirtschaftszweig in Namibia.

Kurz danach passierten wir die riesigen Salzfelder von Walvis Bay. Die gewaltigen weißen Salzberge sind wirklich beeindruckend. Das hier gewonnene Meersalz wird nicht nur als Speisesalz genutzt, sondern auch industriell verwendet und in viele Länder exportiert.

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Danach ging es immer weiter am Strand entlang bis zum Kontrollpunkt, an dem unser Permit für das Konzessionsgebiet überprüft wurde. Dort begann das eigentliche Abenteuer.

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Unser erster Halt lag mitten in den Dünen. Die Guides machten sich auf die Suche nach einem Palmatogecko, einer kleinen, durchscheinenden Geckoart, die perfekt an das Leben im Wüstensand angepasst ist. Leider hatten wir kein Glück und bekamen keinen zu Gesicht. Das war aber gar nicht schlimm. Sophia hatte ihren Spaß daran, die Dünen rauf- und runterzurennen, und wir erfuhren einiges über den bunten Sand, der aus unzähligen verschiedenfarbigen Gesteinspartikeln besteht.

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In der Ferne konnten wir einen Wal beobachten - für ein besseres Bild hat es leider nicht gereicht 😊

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Kurz darauf hielten wir erneut an einer besonders hohen Düne. Man konnte zu Fuß hinaufsteigen. Marc, Sophia und ich beschlossen spontan, das zu machen. Die meisten anderen blieben unten und dachten sich vermutlich ihren Teil.

Der Aufstieg hatte es wirklich in sich. Mit jedem Schritt rutschte man gefühlt einen halben Schritt wieder zurück. Mehr als einmal war ich kurz davor aufzugeben. Aber ich wollte unbedingt ein Foto von dort oben. Hätte ich zu der Zeit schon gewusst, dass wir später einfach mit dem Auto auf eine Düne hinauffahren würden, hätte ich mir diese Anstrengung vermutlich gespart 😈

Gelohnt hat es sich trotzdem. Der Blick von oben war einfach spektakulär. Die gewaltigen Sanddünen, die direkt auf den tiefblauen Atlantik treffen, gehören wirklich zu den beeindruckendsten Landschaften, die wir bisher gesehen haben.

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Anschließend begann die heikelste Passage der Tour. Es ging direkt am Strand entlang – genau dort, wo man nur bei Ebbe fahren kann. Bei Flut verschwindet dieser Abschnitt komplett unter Wasser. Unsere Guides kannten natürlich den richtigen Zeitpunkt und brachten uns problemlos hindurch.

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Danach führte die Strecke wieder tief hinein in die Dünen. Immer wieder ging es steil bergauf und bergab, bis wir schließlich eine Dünenkuppe erreichten. Plötzlich lag Sandwich Harbour vor uns. Dieser Moment war perfekt inszeniert: Erst sah man nur Sand, dann öffnete sich der Blick und auf einmal lag die Lagune tief unter uns. Ein wirklich beeindruckender Anblick.

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Die Guides fuhren anschließend hinunter zum Strand und bereiteten dort bereits unser Mittagessen vor, während wir oben noch genügend Zeit hatten, Fotos zu machen und die Aussicht zu genießen.

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Chris erzählte uns auch etwas über die Geschichte von Sandwich Harbour. Früher befand sich hier eine Frischwasserlagune. Das Wasser trat unter den Dünen aus der Wüste aus und versorgte vorbeifahrende Schiffe mit Trinkwasser. Später hielt man dort sogar Rinder, die direkt vor Ort geschlachtet und verarbeitet wurden, um die Schiffe mit Fleisch zu versorgen. Irgendwann wurde jedoch die natürliche Barriere zum Meer durchbrochen. Salzwasser strömte in die Lagune, das Süßwasser verschwand und damit endete auch diese Nutzung.

Heute ist Sandwich Harbour vor allem eines: landschaftlich absolut einzigartig 😘

Unten am Strand wartete bereits das Mittagessen auf uns. Sophia freute sich riesig, dass wir noch ein Stück am Meer entlanglaufen konnten, und sammelte natürlich sofort wieder Muscheln.

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Zum Essen gab es selbstgemachte Lasagne, frischen Salat und selbstgebackenes Brot. Sogar Sophia, die im Urlaub beim Essen manchmal etwas wählerisch ist, war begeistert und aß gleich drei Stück Lasagne. Als Nachtisch wurde noch warmer Apfel-Brotkuchen serviert, dazu Kaffee. Wirklich unglaublich lecker.

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Nach dem Essen wurde alles wieder eingepackt und wir machten uns auf den Rückweg. Unterwegs legten wir immer wieder Fotostopps ein und entdeckten noch einige Tiere, darunter Springböcke und in weiter Entfernung einen Oryx.

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Irgendwann begann dann die eigentliche Achterbahnfahrt. Die Fahrzeuge stürzten teilweise fast senkrecht die Dünen hinunter, nur um mit Schwung die nächste Düne wieder hinaufzurasen. Sophia hatte anfangs ordentlich Respekt davor, am Ende machte es ihr aber richtig Spaß.

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Heute auf dem Sportprogramm: Dünen-Weitsprung 😄

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Zurück am Strand fuhren wir kilometerlang an riesigen Schwärmen von Kormoranen vorbei. Es waren unfassbare Mengen. Auf Fotos lässt sich gar nicht einfangen, wie viele Vögel dort tatsächlich saßen.

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Zum Abschluss machten wir noch einen Halt am berühmten Pink Lake. Ich hatte immer gedacht, das Wasser sei wegen des Salzes rosa. Tatsächlich entsteht die Farbe aber durch salzliebende Mikroorganismen und Algen, die sich in den stark salzhaltigen Verdunstungsbecken vermehren. Besonders lustig sah es aus, weil gerade eine Frau komplett in pinker Seidenkleidung vor dem pinken Wasser Fotos machte – farblich perfekt abgestimmt 🤪

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Zurück in Walvis Bay wurde an der Tankstelle wieder Luft in die Reifen gepumpt. Danach verabschiedeten wir uns von den anderen Teilnehmern, bevor Chris uns zurück zu unserem Hotel brachte.

Die Tour hat uns wirklich außergewöhnlich gut gefallen. Chris war ein toller Guide, der viel erklärt hat, ohne jemals aufdringlich zu wirken. Als wir zurückkamen, waren wir von Kopf bis Fuß voller Sand. Erst einmal ging es deshalb in die Badewanne – ein echter Luxus nach so einem Tag – und anschließend musste auch die Kamera gründlich vom feinen Wüstensand befreit werden.

Für den Abend hatten wir einen Tisch im Hansa Hotel reserviert. Direkt vor dem Hotel fanden wir problemlos einen Parkplatz.

Das Hansa Hotel versprüht einen ganz besonderen Charme. Alles wirkt sehr gediegen, traditionsreich und fast ein wenig aus der Zeit gefallen. Die Kellner tragen elegante Livree, das Ambiente erinnert an die koloniale Vergangenheit des Hauses. Umso lustiger war der Kontrast zu den Gästen. Während man bei dieser Atmosphäre fast Abendgarderobe erwarten würde, saßen die meisten Urlauber in Trekkinghosen und Outdoor-Kleidung da. Den Vogel schoss allerdings ein Gast im kompletten Adidas-Jogginganzug ab. Das wirkte zwischen Silberbesteck und weißen Tischdecken schon etwas fehl am Platz 🙄

Das Essen war dafür hervorragend. Ich begann mit frischen Austern, Marc entschied sich für Kürbissuppe. Als Hauptgericht bestellte Sophia Calamari, ich hatte Kingklip und Marc wählte Seeteufel.

Zum Abschluss gönnte ich mir noch den berühmten Hansa-Kaffee, der uns bereits mehrfach empfohlen worden war. Dafür werden Eierlikör, Brandy und hausgemachter Kaffeelikör in einer Tasse erhitzt, bis der Alkohol kurz Feuer fängt. Anschließend wird mit Kaffee aufgefüllt und zum Schluss kommen noch zwei großzügige Löffel Sahne obendrauf. Die Zubereitung wird regelrecht zelebriert – und schmecken tut das Ganze wirklich hervorragend.

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In der Hotelbar trafen wir schließlich noch das nette Ehepaar mit ihrem Guide wieder, die wir bereits im Barchan Dune Retreat kennengelernt hatten. Sie übernachteten im Hansa Hotel. An dieser Stelle ganz liebe Grüße an Udo, vielleicht liest du hier ja mit - es hat uns sehr gefreut, euch kennenzulernen 😁 Wir tauschten noch unsere Kontaktdaten aus, unterhielten uns eine Weile und machten uns anschließend zufrieden und ziemlich müde auf den Rückweg in unser Hotel.

Teil 2223. Juli 2026

Sonntag, 10. Mai 2026 - Ein gemütlicher Sonntag in Swakopmund

Heute Morgen sind wir gegen halb acht aufgewacht. Sophia war schon putzmunter, also sind wir direkt zum Frühstück gegangen. Genau wie am Vortag war das Frühstück wieder richtig lecker – mit einer großen Auswahl und allem, was man sich wünschen konnte.

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Da wir für heute bewusst nichts geplant hatten, ließen wir uns den ganzen Vormittag Zeit. Nach dem Frühstück blieben wir noch eine Weile auf dem Zimmer, lasen ein bisschen und bearbeiteten die Fotos der vergangenen Tage. Es tat richtig gut, einmal keinen Zeitplan zu haben.

Gegen halb elf fuhren wir zum Spar-Supermarkt, der nur wenige Straßen von unserem Hotel entfernt liegt. Dort erledigten wir unseren Großeinkauf: Neben reichlich Wasser wanderten auch Brotzeit, Snacks und Proviant für die nächsten Tage in den Einkaufswagen. Am nächsten Morgen würden wir zur Spitzkoppe weiterfahren, wo es abends kein Restaurant gibt – zur Abwechslung mussten wir uns also einmal selbst versorgen 🤩

Anschließend brachten wir unsere Einkäufe zurück ins Hotel und machten uns zu Fuß auf den Weg entlang der Strandpromenade in Richtung Swakopmund Museum.

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Das Museum ist überraschend vielseitig und vermittelt einen umfassenden Einblick in Namibias Geschichte. Es gibt Ausstellungen zur Tierwelt, Geologie, Archäologie und Geschichte des Landes, aber auch Bereiche zu Schiffbau und Eisenbahnen. Besonders schön fanden wir die liebevoll gestalteten Nachbauten, zum Beispiel einer historischen Apotheke oder eines alten Zahnarzt-Behandlungszimmers. Man merkt, wie viel Mühe in die Gestaltung geflossen ist. Insgesamt verbrachten wir gut eine Stunde dort und hätten wahrscheinlich sogar noch länger bleiben können.

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Danach wurde es Zeit für eine kleine Stärkung. Wir gingen in die Bar Zonder Naam, die ich irgendwann einmal auf Instagram entdeckt und direkt unter meinen Empfehlungen abgespeichert hatte. Das war eine richtig gute Entscheidung. Das Besondere dort ist ein großes Schaufenster, das gleichzeitig als Tisch dient. So kann eine Person innen und die andere außen sitzen – oder man sitzt gemeinsam direkt am Fenster und beobachtet das bunte Treiben auf der Straße. Genau das machten wir auch. Wir testeten einen Gin Tonic mit dem Atlantic Stillhouse Gin, der direkt hier in Swakopmund produziert wird. Dazu bestellten wir eine fantastische Snackplatte mit verschiedenen Wurst- und Käsesorten, Oliven, Weintrauben, Nüssen, Chutney, Brot, Butter und einem leckeren Aufstrich. Für einen kleinen Nachmittagssnack war das einfach perfekt und ausgesprochen lecker 😉

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Anschließend spazierten wir noch ein Stück weiter bis zur Mole. Von dort hat man einen wunderschönen Blick auf den Atlantik und die Küste von Swakopmund.

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Auf Sophias Wunsch legten wir danach noch einen Stopp auf dem Spielplatz ein. Dort kam sie sofort mit einem deutschen Mädchen ins Gespräch, und die beiden spielten bestimmt eine halbe Stunde zusammen. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie schnell Kinder miteinander Freundschaften schließen – ganz egal, wo auf der Welt man gerade unterwegs ist 😘

Zurück im Hotel machten wir es uns schließlich auf den Liegestühlen am Pool gemütlich. Das Wetter war heute einfach herrlich: angenehm warm, fast windstill und nur eine leichte, kühle Brise vom Atlantik sorgte für etwas Erfrischung. Genau die richtige Mischung, um den Nachmittag entspannt in der Sonne ausklingen zu lassen.

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Für 18 Uhr hatten wir einen Tisch im The Tug reserviert. Vorher spazierten wir noch über die Jetty. Für einen Sundowner war es zwar noch etwas zu früh, aber ein Spaziergang über den Steg lohnt sich eigentlich zu jeder Tageszeit.

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Im The Tug gibt es verschiedene Reservierungszeiten, und wir hatten uns diesmal bewusst für die erste Schicht um 18 Uhr entschieden. Zum Glück hatten wir am Vortag noch eine Erinnerungs-E-Mail erhalten – ich hätte die frühe Uhrzeit sonst vermutlich komplett vergessen, weil wir sonst meistens erst für 19 Uhr reserviert hatten 😗

Dort hatten wir uns mit einem Freund verabredet, der war nach vier Jahren in München erst vor Kurzem wieder in seine Heimat Namibia zurückgekehrt ist und nun wieder in Swakopmund lebt und arbeitet. Es war richtig schön, ihn wiederzusehen. Bei einem gemütlichen Abendessen erzählte er uns, warum er zurückgekommen ist und wie sich das Leben hier für ihn anfühlt.

Auch kulinarisch war der Abend ein voller Erfolg. Ich bestellte noch einmal Austern als Vorspeise und anschließend Seeteufel auf marokkanische Art. Der Fisch war hervorragend – vermutlich sogar der beste, den ich bisher gegessen habe. Marc entschied sich für Ceviche als Vorspeise und Kabeljau als Hauptgang, während Sophia natürlich wieder ihre geliebten Calamari bestellte. Zum Abschluss gönnten wir uns alle noch ein Eis.

Nach einem wirklich schönen Abend verabschiedeten wir uns von unserem Freund und fuhren zurück in unsere Unterkunft, wo wir anschließend direkt schlafen gingen. Vor allem Sophia war nach diesem entspannten, aber erlebnisreichen Tag ziemlich müde.

Teil 2326. Juli 2026

Montag, 11. Mai 2026 – Auf zur Spitzkoppe

Nach einem erneut sehr guten Frühstück packten wir unsere Koffer und checkten aus. Ein kleiner Kritikpunkt: Obwohl das Frühstück offiziell bis 9 Uhr angeboten wurde, war der Obstsalat bereits ab halb neun leer und wurde trotz mehrfacher Nachfrage nicht mehr aufgefüllt. Zum Glück hatten wir uns vorher noch eine Portion sichern können.

Fazit: At the Sea Boutique Hotel, Swakopmund

Das At the Sea Boutique Hotel hat uns insgesamt sehr gut gefallen und wir haben uns dort ausgesprochen wohlgefühlt. Die Lage ist ideal: direkt am Meer und trotzdem nur wenige Gehminuten von der Innenstadt entfernt. Abends sind wir – wie empfohlen – zwar mit dem Auto unterwegs gewesen, tagsüber konnten wir jedoch alles bequem fußläufig erreichen.

Unser Zimmer war modern eingerichtet und der Blick durch die großen Fenster auf den Atlantik einfach wunderschön. Einziger kleiner Nachteil war das etwas feuchte Raumklima am Morgen. Außerdem zog durch die Lage über dem Frühstücksraum jeden Morgen der Geruch von gebratenen Eiern ins Zimmer.

Besonders gut gefallen haben uns der gemütliche Aufenthaltsraum mit Getränken auf Vertrauensbasis und der kleine Holzofen, der an kühlen Abenden für eine angenehme Atmosphäre sorgte. Auch der Poolbereich war ein schöner Ort zum Entspannen.

Unser Fazit: Ein stilvolles Boutique-Hotel mit hervorragender Lage und angenehmer Atmosphäre. Wir würden das Hotel jederzeit weiterempfehlen.

Bevor wir Swakopmund endgültig verließen, machten wir noch einen letzten Stadtbummel. Im Trendhaus entdeckte ich einen wunderschönen weißen Strickpullover und ein Armband aus Straußeneischale. Anschließend wurden wir in der Swakopmunder Buchhandlung fündig, die eine überraschend große Auswahl an deutschsprachigen Büchern bietet – auch für Kinder. Zum Abschluss gönnten wir uns noch einen Cappuccino bei Slowtown Coffee Roasters, während Sophia einen Schokokeks genoss.

Eigentlich wollten wir noch unsere Postkarten zur Post bringen. Als wir jedoch die riesige Schlange sahen, beschlossen wir kurzerhand, darauf zu verzichten. Stattdessen tankten wir noch einmal und fuhren entlang der Küste Richtung Norden.

Am Schiffswrack Zeila legten wir einen kurzen Fotostopp ein. Leider warteten dort bereits zahlreiche Souvenirverkäufer und Bettler auf die Besucher, sodass wir nach einem schnellen Foto direkt weiterfuhren.

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In Cape Cross besuchten wir die große Robbenkolonie. Das Permit war mit über 30 Euro überraschend teuer, und der Geruch dort war noch deutlich intensiver, als ich ihn von unserem letzten Besuch in Erinnerung hatte 🤢 Sophia gefielen die vielen Robben trotzdem gut – nach einer Viertelstunde hatten wir allerdings auch genug gesehen (und gerochen 😗 ).

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Was guckst du? 😄

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Von Henties Bay aus ging es weiter Richtung Spitzkoppe auf der D1918. Kurz vor dem Ziel endete unsere Straße an einem Tor, an dem ein Junge auf vorbeikommende Fahrzeuge wartete. Er öffnete uns das Tor und verkaufte uns für 100 Namibia-Dollar einen großen Sack Feuerholz. Wir vermuteten scherzhaft, dass das fehlende Hinweisschild zur Spitzkoppe vielleicht gar kein Zufall war – so musste schließlich jeder bei ihm nach dem richtigen Weg fragen 😄

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Wir erreichten die Spitzkoppe über das westliche Zufahrtstor, wo uns der Weg zum Spitzkoppe Cabin Camp beschrieben wurde. Dort checkten wir ein und bezogen unsere Cabin Nr. 7 direkt gegenüber der Rezeption. Zusätzlich orderten wir noch eine Kiste mit Geschirr – Teller, Becher und Besteck für unser Abendessen. Insgesamt wirkte die Anlage recht wenig besucht – in unserem Bereich waren höchstens zwei der sechs Cabins belegt, auf der gegenüberliegenden Seite sah es ähnlich aus.

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Kaum hatten wir unser Auto abgestellt, machten wir uns auf den Weg zu einer kleinen Erkundungstour. Es schien fast so, als hätten sich alle Gäste für 17 Uhr verabredet, um gemeinsam in die gleiche Richtung zu laufen 🤩 Man musste eigentlich gar nicht auf den Lageplan schauen, um den Rock Arch oder die Rock Pools zu finden – es genügte, einfach der Menschenmenge hinterherzulaufen.

Genau das wollten wir allerdings nicht. Als wir zusätzlich noch einen Reisebus in der Ferne entdeckten, entschieden wir uns spontan, stattdessen nach rechts auf eine kleine Felsformation abzubiegen. Das war die beste Entscheidung des Tages.

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Wir fanden einen völlig einsamen Platz und konnten beobachten, wie die Sonne direkt neben der Spitzkoppe unterging. Außer uns war niemand dort. Wir öffneten unsere Savanna, genossen unseren Sundowner und ließen einfach die unglaubliche Landschaft auf uns wirken.

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Zurück an unserer Cabin machten wir mit dem frisch gekauften Feuerholz ein Lagerfeuer und genossen unsere Brotzeit aus Swakopmund. Danach spielten wir noch eine Runde UNO.

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Während Marc und Sophia schlafen gingen, blieb ich noch draußen und versuchte mich an einigen Aufnahmen des beeindruckenden Sternenhimmels.

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Die Nacht wurde überraschend frisch. Da überlegte man sich zweimal, ob man das warme Bett für einen Gang zur Toilette wirklich noch einmal verlassen wollte 🤪

Teil 2428. Juli 2026

Dienstag, 12. Mai 2026 – Von der Spitzkoppe ins Erongo-Gebirge

Die Nacht war heute früh vorbei. Unsere Cabin bestand größtenteils aus Zeltplanen und war entsprechend hellhörig. Schon vor Sonnenaufgang waren viele Gäste unterwegs – vermutlich, um die ersten Sonnenstrahlen auf den Felsen der Spitzkoppe zu erleben. Irgendwann konnte man sich den Gang zur Toilette beim besten Willen nicht mehr verdrücken, und damit war auch für uns die Nacht beendet 😐

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Nach einem gemütlichen Frühstück packten wir unser Auto und checkten aus. Bevor wir die Spitzkoppe verließen, wollten wir noch zwei der bekanntesten Sehenswürdigkeiten besuchen.

Zuerst ging es zur berühmten Bridge, einem natürlichen Felsbogen. Da die meisten Besucher bereits unterwegs waren, hatten wir den Ort ganz für uns allein. Von Weitem wirkt der Felsbogen eher unscheinbar, doch wenn man direkt darunter steht, ist er wirklich beeindruckend. Sophia war allerdings wenig begeistert, dass wir schon wieder ein Stück „wandern“ mussten 😄

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Anschließend fuhren wir weiter zu den Rock Pools. Marc kletterte bis ganz nach oben, während Sophia und ich ein Stück weiter unten warteten. Nur im untersten der natürlichen Felsbecken stand noch Wasser, die übrigen waren bereits ausgetrocknet.

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Beim Verlassen der Spitzkoppe fuhren wir dieses Mal durch den Haupteingang. Dort standen viele Kinder am Straßenrand, die Wasser oder Lebensmittel erbettelten oder kleine Souvenirs verkaufen wollten. Wir hielten kurz an und gaben einige Flaschen Wasser aus dem Auto heraus. Solche Begegnungen gehen einem schon nahe und zeigen auch eine Seite Namibias, die viele Urlauber nur am Rande wahrnehmen.

Fazit: Spitzkoppe Cabin Camp

Das Spitzkoppe Cabin Camp ist eine tolle Alternative für alle, die direkt an der Spitzkoppe übernachten möchten, aber weder campen noch in der Spitzkoppen Lodge wohnen können oder möchten. Für uns kam die Lodge leider nicht infrage, da dort Kinder erst ab sechs Jahren erlaubt sind – und der eine fehlende Monat bis zu Sophias sechstem Geburtstag leider konsequent ausgelegt wurde 😈

Die stilvoll eingerichteten Cabins bieten alles, was man für eine Übernachtung benötigt. Küche, Grill- und Spülbereich sowie Duschen und Toiletten befinden sich zentral auf dem Gelände, und an der Rezeption kann gegen eine kleine Gebühr eine Geschirr- und Kochbox ausgeliehen werden.

Für uns war das Camp die perfekte Möglichkeit, die einzigartige Landschaft der Spitzkoppe ganz ohne Campingausrüstung zu erleben. Wer auf Komfort verzichten kann, aber mitten in der Natur übernachten möchte, dem können wir das Spitzkoppe Cabin Camp uneingeschränkt empfehlen.

Unser heutiges Ziel war das Omandumba Bush Camp im Erongo-Gebirge. Obwohl es nur rund 95 Kilometer entfernt lag, brauchten wir etwa eineinhalb Stunden. Auffällig war, dass hier deutlich mehr Menschen leben als im Süden Namibias. Immer wieder kamen wir durch kleine Dörfer oder an einfachen Häusern vorbei, und viele Menschen warteten am Straßenrand auf Mitfahrgelegenheiten.

Bereits gegen Mittag erreichten wir das Bush Camp. Vince begrüßte uns herzlich und zeigte uns die Anlage. Besonders freuten wir uns über den schönen Pool, der erst im vergangenen Jahr gebaut worden war – bei den (für uns) sommerlichen Temperaturen genau das Richtige.

Die Häuschen gefielen uns auf Anhieb. Sie sind im unteren Bereich gemauert, der obere Teil besteht aus Zeltplanen. Dadurch herrscht ein angenehm luftiges Raumklima und man fühlt sich der Natur trotzdem ganz nah.

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Den Nachmittag verbrachten wir entspannt am Pool. Zunächst teilten wir ihn mit einer österreichischen Reisegruppe, später hatten wir den gesamten Poolbereich für uns allein. Mit einem guten Buch, Kaffee und leckerem Kuchen ließ es sich dort wunderbar aushalten.

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Am Abend trafen wir uns an der Lapa und spielten eine Runde UNO, bevor das Abendessen serviert wurde.

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Gemeinsam mit einer Familie aus Mannheim sowie Babs und ihrem Mann, die die Managerin des Camps während ihrer Abwesenheit vertraten, verbrachten wir einen ausgesprochen unterhaltsamen Abend.

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Das Essen war hervorragend: Erbsensuppe mit frischen Brötchen als Vorspeise, anschließend ein Buffet mit Salaten, Gemüse und traditionellem Bobotie, einem würzigen Hackfleischauflauf, der in Namibia und Südafrika weit verbreitet ist. Zum Abschluss gab es Vanilleeis.

Zurück in unserer Cabin las ich Sophia noch eine Gute-Nacht-Geschichte vor – vermutlich zur Unterhaltung aller Nachbarn, denn durch die Zeltplanen war wirklich jedes Wort zu hören 😗

Teil 2529. Juli 2026

Mittwoch, 13. Mai 2026 – Granitfelsen und Sundowner-Stimmung

Heute Morgen wurden wir gegen halb acht von Sophia geweckt – perfekt, denn das Frühstück war für acht Uhr bestellt. Es war zunächst noch recht frisch, wobei uns erzählt wurde, dass die beiden Tage zuvor sogar noch deutlich kühler gewesen seien. Sobald jedoch die Sonne über den Granitfelsen des Erongo-Gebirges auftauchte, wurde es innerhalb kürzester Zeit angenehm warm.

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Das Frühstück war wieder hervorragend. Neben den üblichen Dingen gab es auch Mieliepap, einen Maisbrei, der als Nationalgericht Namibias gilt und in vielen Haushalten nahezu täglich auf den Tisch kommt – mal herzhaft, mal süß. Wir probierten ihn mit Obstsalat wie ein Müsli und waren überrascht, wie gut er schmeckte. Die Konsistenz erinnert ein wenig an Grießbrei. Nach dem Frühstück verabschiedeten sich sowohl die Familie aus Mannheim als auch die Reisegruppe. Plötzlich hatten wir die Lodge fast für uns allein.

Gut eingecremt machten wir uns anschließend auf den Moringa Trail, einen der drei markierten Wanderwege der Farm. Während zwei der Wege eher flach über das Gelände führen, steigt der Moringa Trail etwas in die umliegenden Hügel an. Die Wanderung ist trotzdem auch mit Kind gut machbar und gehört rückblickend zu unseren schönsten Spaziergängen in Namibia. Hinter jeder Biegung bot sich ein neuer Blick auf die faszinierenden Granitformationen des Erongo-Gebirges, und die abwechslungsreiche Landschaft machte den Weg besonders reizvoll 😘

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Nach etwa eineinhalb Stunden waren wir wieder zurück. Mittlerweile war es richtig heiß geworden, sodass wir direkt die Badesachen anzogen und den Nachmittag entspannt am Pool verbrachten. Sophia hörte Hörbuch und freundete sich mit der hier lebenden Katze an, während Marc und ich gelesen oder uns im Pool erfrischt haben.

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Um 15 Uhr gab es wie jeden Tag Kaffee und Kuchen – diesmal einen ausgesprochen leckeren Marmorkuchen. Dabei erfuhren wir auch etwas über das besondere Naturschutzprojekt der Region. Als wir zwei Tage zuvor auf der D2315 durch ein bewachtes Tor gefahren waren, hatten wir uns noch gefragt, weshalb sich mitten auf einer öffentlichen Straße plötzlich ein Tor befindet.

Die Erklärung wurde uns nun geliefert: Die Farmbesitzer des Erongo-Gebiets haben ihre Zäune zwischen den einzelnen Farmen entfernt und ihre Flächen zu einem rund 180.000 Hektar großen Schutzgebiet zusammengeschlossen. So können sich Wildtiere wieder frei bewegen und dauerhaft ansiedeln. Heute leben dort unter anderem Nashörner, Giraffen, Zebras, Kudus, Oryx, zahlreiche Antilopenarten und sogar Löffelhunde. Leider hatten wir bislang noch kaum Wildtiere gesehen – vielleicht würde sich das ja bei unserer Sundowner-Fahrt ändern.

Pünktlich um 17 Uhr sollte es losgehen. Unser Guide Vince verspätete sich allerdings um etwa eine Viertelstunde, weil er zuvor noch mit anderen Gästen bei den Felszeichnungen unterwegs gewesen war. Für uns war das überhaupt kein Problem – Sophia nutzte die Zeit, um sich von Babsi im Häkeln unterrichten zu lassen 😄

Gemeinsam fuhren wir anschließend über das Farmgelände und konnten tatsächlich einige Tiere entdecken: Oryx, eine größere Zebraherde und mehrere Springböcke. Sie hielten allerdings stets großen Abstand. Man merkte deutlich, dass sie nur selten Menschen begegnen und entsprechend scheu sind.

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Zum Sonnenuntergang brachte uns Vince auf einen wunderschönen Aussichtspunkt zwischen den markanten roten Granitfelsen des Erongo-Gebirges. Die Kulisse war traumhaft. Einzig die kleine Verspätung war etwas schade – kaum hatten wir unsere Getränke in der Hand, verschwand die Sonne bereits hinter den Bergen. Trotzdem war die Atmosphäre wunderschön. Während wir den Ausblick genossen, erzählte Vince ein wenig von sich und seiner Familie. Solche persönlichen Gespräche machen Begegnungen auf Reisen für mich oft besonders wertvoll.

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Auf dieser Reise ist uns übrigens etwas aufgefallen: Vor jeder Sundowner-Tour mussten wir bisher unsere Getränke bereits im Vorfeld auswählen, und meist bekam jeder gleich zwei oder sogar drei Getränke 🤩 Das erschien uns etwas übertrieben, vor allem, wenn man keine Buschtoilette nutzen möchte. Unseren zweiten Gin Tonic tranken wir deshalb einfach später als Aperitif zurück in der Lodge.

Eigentlich sollte das Abendessen um halb acht beginnen. Kurz vorher traf jedoch überraschend noch eine Gruppe französischer Gäste ein, mit deren Anreise niemand gerechnet hatte. Babsi und Robert vertraten die eigentlichen Lodge-Managerin nur vorübergehend und hatten keinen Zugriff auf das Buchungssystem. Also mussten kurzfristig noch Unterkünfte vorbereitet und zusätzlich gekocht werden. Dadurch begann das Abendessen erst gegen acht Uhr – was für uns aber überhaupt kein Problem war.

Diesmal war die Runde allerdings längst nicht so harmonisch wie am ersten Abend. Eine südafrikanische Ornithologin sprach nahezu ausschließlich über Vögel, ein deutscher Gast erklärte sich selbst zum Insektenexperten und war ständig auf der Suche nach Käfern rund um den Esstisch, während zwei Schweizer dagegen kaum ein Wort sagten. Das Konzept des gemeinsamen Essens kann wirklich ein Highlight sein – vorausgesetzt, die Gruppe harmoniert. Diesmal wollte der Funke leider nicht überspringen.

Kulinarisch gab es dagegen nichts zu beanstanden: Serviert wurden saftige Hühnchenrouladen mit Kartoffelstampf, Nudeln und Salat, zum Dessert eine frische Maracuja-Frischkäsecreme. Wieder einmal war das Essen ausgezeichnet.

Zurück an unserem Zelt nutzte ich schließlich noch den klaren Himmel für ein paar Sternenaufnahmen. Fernab jeder Lichtverschmutzung zeigte sich der Sternenhimmel über dem Erongo-Gebirge einmal mehr von seiner beeindruckendsten Seite.

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Teil 2602. Aug. 2026

Donnerstag, 14. Mai 2026 - Zurück an einem Lieblingsort

Der Tag begann mit einem letzten gemütlichen Frühstück im Omandumba Bush Camp, bevor wir unsere Koffer packten und uns wieder auf den Weg machten.

Fazit Omandumba Bush Camp

Für uns war das Omandumba Bush Camp bislang der Preis-Leistungs-Sieger der Reise. Die Unterkunft hat eine tolle Atmosphäre, ohne dabei überteuert zu sein. Babsi und Robert haben sich mit viel Herz um ihre Gäste gekümmert und den Aufenthalt besonders angenehm gemacht 😘

Die Zeltchalets sind gemütlich eingerichtet und durch die Zeltplane im oberen Bereich herrscht selbst an warmen Tagen ein angenehmes Raumklima. Besonders praktisch fanden wir, dass unser Bad durch die in der Abendsonne aufgeheizten Steine schön warm blieb, während das Schlafzimmer schon angenehm kühl war.

Auch der neue Pool, das leckere Essen und der schöne Sundowner Drive haben uns überzeugt. Für uns ist das Omandumba Bush Camp eine klare Empfehlung – und ein Ort, an den wir jederzeit gerne zurückkehren würden.

Bevor es Richtung Norden weitergehen sollte, besuchten wir noch das San Living Museum, das direkt bei Omandumba liegt. Zunächst war weit und breit niemand zu sehen, doch nach einigen Minuten wurden wir freundlich begrüßt und über die verschiedenen Angebote informiert.

Wir entschieden uns für eine etwa 30-minütige Einführung, bei der uns gezeigt wurde, wie die San traditionell Feuer machen, Seile herstellen und Pfeil und Bogen benutzen. Marc und Sophia durften sich selbst im Bogenschießen versuchen.

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Besonders schön war zu beobachten, wie Sophia ihre anfängliche Schüchternheit ablegte, als einige kleine Jungen aus dem Dorf neugierig dazu kamen. Obwohl sie sich nicht verständigen konnten, winkten sie sich immer wieder zu und feuerten gemeinsam den San beim Feuermachen an.

Grundsätzlich haben wir bei Living Museums immer gemischte Gefühle. Einerseits fragt man sich, wie man selbst empfinden würde, wenn täglich Touristen das eigene Leben beobachten. Andererseits stellen solche Projekte für die San eine wichtige Einnahmequelle dar und vermitteln Besuchern viel Wissenswertes über ihre traditionelle Lebensweise. Aus Respekt verzichtete ich bewusst darauf, Fotos zu machen.

Im Nachhinein hätten wir gerne noch etwas mehr Zeit eingeplant, denn neben den Vorführungen werden auch Bushwalks angeboten, bei denen man noch tiefer in die Kultur der San eintauchen kann. Interessant fanden wir außerdem, dass sich die Familien alle drei Monate abwechseln und eigentlich aus der Kalahari im Nordosten Namibias stammen.

Anschließend fuhren wir weiter Richtung Vingerklip. Ein geplanter Stopp an der Erongo Mountain Winery fiel aus, weil es uns für eine Weinprobe oder einen Lunch schlicht noch zu früh war. Die Strecke führte überwiegend durch Buschland und war wenig spektakulär, allerdings mussten wir unterwegs zahlreiche Viehgatter öffnen und wieder schließen.

Am frühen Nachmittag erreichten wir die Vingerklip Lodge, die wir bereits von unserem Aufenthalt 2013 kannten. Sofort fühlten wir uns wieder wohl. Unser Chalet bot einen traumhaften Ausblick, Sophia freute sich über ihren Schlafplatz unter dem Dach, und der angenehm warme Pool lud direkt zum Entspannen ein. Am späten Nachmittag genossen wir dort einen Sundowner, während Sophia den Spielbereich für Kinder erkundete.

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Diese putzigen Gesellen leben hier überall zwischen den Steinen 😘

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Vor dem Abendessen spielten wir noch eine Runde UNO in der kleinen Lounge oberhalb der Bar. Das Buffet war abwechslungsreich und gerade für Sophia ideal.

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Eine besonders schöne Überraschung wartete zum Schluss auf uns: Unser Freund aus Swakopmund (seine Eltern sind die aktuellen Manager der Vingerklip Lodge) hatte eine Flasche Wein als Geschenk für uns hinterlegt – eine wirklich liebe Geste. Den Abend ließen wir anschließend gemütlich bei einer Runde Dobble ausklingen.

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Teil 2704. Aug. 2026

Bevor wir in den nächsten Reisetag starten, möchte ich mich bei allen bedanken, die regelmäßig den Danke-Button drücken 😘 Ich freue mich wirklich sehr, dass trotz der Länge unserer Reise noch so viele mitlesen. Es ist schön zu sehen, dass unsere Erlebnisse auf Interesse stoßen und vielleicht den einen oder anderen auch an eigene Namibia-Erinnerungen denken lassen.

Freitag, 15. Mai 2026 – Wanderung zur Fingerklippe und ein unvergesslicher Abend im Eagle's Nest

Der Tag begann etwas früher als geplant, denn Sophia brauchte Hilfe, um die steile Leiter von oben zu uns herunterzuklettern. Danach war an Weiterschlafen nicht mehr wirklich zu denken 🙄

Beim Frühstück zeigte sich die Vingerklip Lodge im Vergleich zu unseren bisherigen Unterkünften eher durchschnittlich. Die Auswahl war ausreichend und Eierspeisen wurden frisch zubereitet, allerdings waren die Brötchen schnell vergriffen und wurden nicht mehr nachgelegt. Insgesamt wurden wir satt, hatten aber schon deutlich bessere Frühstücksbuffets in Namibia.

Anschließend machten wir uns auf den Northern Terrace Hike, einen rund 1,5 bis 2-stündigen Rundweg, der um den Berg an der Lodge herum bis zur berühmten Fingerklippe führt. Die Wanderung bietet schöne Ausblicke auf die beeindruckenden Ugab-Terrassen, allerdings wurde es schnell sehr heiß. Besonders der letzte Anstieg zur Fingerklippe war bei den Temperaturen durchaus schweißtreibend 😈

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Im Vergleich zu unserem Besuch im Jahr 2013 fiel uns auf, dass der Bereich rund um die Fingerklippe inzwischen komplett eingezäunt ist. Damals konnte man sich dort noch frei bewegen.

Nach einer kurzen Pause im Schatten – inklusive eines selbst geschnitzten Wanderstocks für Sophia – ging es zurück zur Lodge. Insgesamt sollte man für die Wanderung etwa zwei Stunden einplanen.

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Den restlichen Tag verbrachten wir entspannt am Pool. Vorher stärkten wir uns noch mit einem leichten Mittagessen im Restaurant, bevor wir die Mittagshitze lesend im Schatten genossen.

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Rund um die Lodge gibt es erstaunlich viele kleine Tiere zu entdecken. Besonders häufig sahen wir Eidechsen und die niedlichen Dassie Rats, die zwischen den Felsen in großen Familien leben. Auf unserer Wanderung hatten wir außerdem das Glück, sogar ein Chamäleon zu entdecken.

Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Weg zum Eagle's Nest, dem spektakulär gelegenen Restaurant oberhalb der Lodge. Der Aufstieg über die Ugab-Terrasse erfolgt über eine lange Treppe und dürfte für Menschen mit Höhenangst durchaus eine Herausforderung sein 🤢 Der schweißtreibende Aufstieg lohnt sich jedoch in jeder Hinsicht: Je höher man kommt, desto beeindruckender wird der Blick über die Ugab-Terrassen und hinüber zur Fingerklippe.

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Oben wurden wir herzlich mit einem kühlen Getränk empfangen und verbrachten die Zeit bis zum Abendessen am Sundowner-Aussichtspunkt. Die Aussicht gehört für uns definitiv zu den schönsten der gesamten Reise.

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Um 19 Uhr wurde das Dinner zunächst auf Damara mit den typischen Klicklauten angekündigt – eine schöne und authentische Erfahrung. Anschließend erklärte unser Kellner das Menü auf Englisch. Serviert wurden unter anderem Oryx-Steak, Boerewors aus Impalafleisch und gegrilltes Schwein mit verschiedenen Beilagen. Besonders begeistert war ich erneut vom Milliepap, diesmal mit einer würzigen Tomaten-Zwiebel-Soße. Zusammen mit einem sehr guten Sauvignon Blanc war das ein rundum gelungenes Abendessen.

Der Rückweg zur Lodge führte uns bereits im Dunkeln über den gut beleuchteten Weg. Unten ließen wir den Abend bei einer Runde UNO ausklingen und trafen dabei zufällig die Manager der Lodge – die Eltern unseres Freundes aus Swakopmund. So ergab sich noch ein nettes Gespräch, bevor wir schließlich ins Bett gingen.

Ein kleiner Wermutstropfen waren allerdings die zahlreichen Mücken 😵 Schon beim Sundowner wurden wir (bzw. hauptsächlich ich 😈 ) ordentlich gestochen und nachts musste schließlich das Fenistil-Gel aus der Reiseapotheke großflächig zum Einsatz kommen.

Teil 2807. Aug. 2026

Samstag, 16. Mai 2026 – Ab ins Land der Wüstenelefanten

Nach einem entspannten Frühstück verabschiedeten wir uns von der Vingerklip Lodge. Wer dort früh zum Frühstück kommt, hat übrigens die größte Auswahl – dann werden die Eierspeisen frisch zubereitet und das Buffet ist komplett aufgefüllt. Vor der Abfahrt konnten wir hier noch Briefmarken für unsere Postkarten kaufen, was uns unterwegs bisher nicht gelungen ist.

Fazit Vingerklip Lodge

Für uns war dies bereits der zweite Aufenthalt in der Vingerklip Lodge und wieder hat es uns sehr gut gefallen. Die spektakuläre Lage mit Blick auf die Felsnadel, die schöne Anlage und die Möglichkeit, direkt von der Lodge aus zu wandern, machen sie zu einer besonderen Unterkunft. Das Essen war durchweg gut und das Personal freundlich und hilfsbereit.

Besonders in Erinnerung bleiben wird uns das Dinner im Eagle's Nest. Der außergewöhnliche Ort, die Stimmung zum Sonnenuntergang und das hervorragende Essen machten diesen Abend zu einem der schönsten kulinarischen Erlebnisse unserer gesamten Namibia-Reise. Für uns ist die Vingerklip Lodge eine der Unterkünfte, zu denen man einfach immer wieder gerne zurückkehrt 😘

Gegen halb zehn machten wir uns auf den Weg Richtung Doro Nawas. Wir fuhren zunächst über die D2743 bis zur geteerten C39. Verkehr gab es so gut wie keinen, stattdessen immer wieder Farmen und kleine Wildtiere am Straßenrand. Besonders die flinken Erdhörnchen ließen sich kurz blicken, waren für ein Foto aber leider viel zu schnell.

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In Khorixas tankten wir vorsorglich unseren halbleeren Tank auf und deckten uns noch mit ein paar Snacks ein. Anschließend ging es weiter Richtung Westen. Den Versteinerten Wald und Twyfelfontein ließen wir bewusst aus, da wir die Felszeichnungen in den kommenden Tagen im Rahmen der Lodge-Aktivitäten besuchen würden.

Nach rund drei Stunden erreichten wir schließlich das Wilderness Doro Nawas Camp – die mit Abstand teuerste Unterkunft unserer Reise 🤩 Dafür ist hier aber auch nahezu alles inklusive: Mahlzeiten, Getränke und verschiedene Aktivitäten.

Schon der Empfang machte Eindruck: Begrüßungsgesang, ein kühles Getränk, Erfrischungstücher und ein traumhafter Blick von der Terrasse. Gleichzeitig bekamen wir die wichtigsten Hinweise für unseren Aufenthalt. Da das Camp nicht eingezäunt ist, können sich jederzeit Wildtiere – darunter auch Wüstenelefanten – frei auf dem Gelände bewegen.

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Nach einem leckeren Mittagessen wurden wir zu unserer Unterkunft gebracht – und die war eine echte Überraschung. Statt einer Familienhütte bekamen wir gleich zwei miteinander verbundene Chalets. Sophia war begeistert, weil sie ihr eigenes Häuschen beziehen durfte. Sicherheitshalber ließen wir trotzdem eines ihrer Betten zu uns herüberstellen – für den Fall, dass sie der Mut nach Einbruch der Dunkelheit doch noch verlassen sollte 😈

Die Chalets sind wunderschön eingerichtet und bieten jede Menge Platz. Besonders außergewöhnlich: Die Betten lassen sich auf die Terrasse rollen, sodass man unter freiem Himmel schlafen kann. Außerdem gibt es neben der großzügigen Innendusche auch eine Außendusche.

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Da wir den Anreisetag bewusst ruhig angehen wollten, verzichteten wir auf eine Nachmittagsaktivität und verbrachten stattdessen einige entspannte Stunden am Pool. Mit rund 35 Grad war es der bislang heißeste Tag unserer Reise, und wir alle gönnten uns eine längere Abkühlung im erfrischenden Wasser.

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Am späten Nachmittag wollte ich eigentlich die Außendusche ausprobieren. Dieser Plan war allerdings schnell erledigt, als ich dort gleich mehrere riesige Sattelschrecken entdeckte. Wer diese Tiere kennt, weiß vermutlich, warum ich anschließend lieber die Innendusche gewählt habe 🤢

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Zum Sonnenuntergang saßen wir noch eine Weile auf unserer Terrasse, bevor wir zum Abendessen hinauf zur Lodge liefen.

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Unser Chalet lag am äußersten Ende der Anlage. Der Weg dorthin führte über Sand, Steine und loses Geröll und zog sich bei der Hitze doch deutlich mehr, als wir erwartet hatten. Dafür wurden wir oben mit einer herrlichen Aussicht und einer angenehm kühlen Abendstimmung belohnt.

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Das Abendessen bestand aus einer leckeren Linsensuppe und anschließend einem Grillbuffet mit Oryx, Boerewors sowie verschiedenen Beilagen. Währenddessen stellte sich auch unser Guide Ally vor. Gemeinsam besprachen wir den Plan für den nächsten Morgen: die Tour zu den Wüstenelefanten – der Hauptgrund, weshalb wir hier waren 😄

Zum Abschluss des Tages wagten wir noch ein kleines Abenteuer und schoben alle drei Betten hinaus auf die Terrasse. Unter dem beeindruckenden Sternenhimmel einzuschlafen war ein ganz besonderes Erlebnis. Wirklich erholsam war die Nacht allerdings nicht. Es gab entgegen der Aussage der Lodge-Managerin bei der Anreise durchaus einige Mücken, und trotz Mückenspray hatte vor allem Sophia zahlreiche Stiche abbekommen 😵

Teil 2909. Aug. 2026

Sonntag, 17. Mai 2026 – Elefanten im Aba Huab und ein besonderer Abend

Heute wurden wir kurz vor sieben Uhr wach. Die Morgendämmerung hatte bereits eingesetzt und tauchte die Landschaft in wunderschönes Morgenlicht. Da unsere Elefantentour bereits um 8 Uhr starten sollte, machten wir uns schnell fertig und gingen zum Frühstück. Dort wurden für Sophia sogar extra Pancakes gemacht, obwohl diese eigentlich gar nicht auf der Karte standen – ein wirklich netter Service.

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Leider war am Morgen in der gesamten Anlage das Wasser ausgefallen. Waschbecken und Toiletten funktionierten somit nicht, was bei einer bevorstehenden Abfahrt natürlich etwas ungünstig war. Dadurch verspätete sich unsere Gruppe schließlich um etwa zehn Minuten 🙄

Zu sechst machten wir uns dann in einem speziellen Safari-Fahrzeug auf den Weg. Das Dach lässt sich hochstellen, sodass man bei den Elefanten im Fahrzeug stehen kann und so eine tolle Perspektive zum Beobachten und Fotografieren hat. Es ging auch direkt gut los: Zunächst entdeckten wir eine Gruppe von fünf Giraffen, die wir sogar schon von der Lodge aus beobachten konnten und an die wir uns langsam heranpirschten.

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Kurz darauf fuhren wir in den Aba Huab hinein – und keine zwei Kilometer später standen bereits die ersten Elefanten vor uns! 🤩 Eine Elefantenkuh war mit ihrem Jungtier unterwegs, begleitet von einer weiteren erwachsenen Kuh. Wenig später kam noch ein einzelner Bulle dazu und schloss sich der Gruppe an. Diesen vier Elefanten durften wir den gesamten Vormittag über begleiten.

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Es war faszinierend, die Tiere so nah und gleichzeitig völlig ungestört zu erleben. Wenn sie sich nicht bewegen, sind sie in der Vegetation teilweise kaum auszumachen. Zu hören sind dann höchstens das Knacken von Ästen oder das Rupfen von Zweigen. Unser Guide machte dabei einen fantastischen Job und positionierte das Fahrzeug immer wieder so, dass wir hervorragende Sicht auf die Tiere hatten und auch wunderbar fotografieren konnten.

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Kurz vor der Rückfahrt entdeckten wir dann sogar noch eine zweite Gruppe: sechs erwachsene Elefanten und ein Baby, die gerade durch das trockene Flussbett zogen. Wenige Minuten später verschwanden sie im dichten Busch – und waren tatsächlich wie vom Erdboden verschluckt. Unglaublich, wie gut diese riesigen Tiere in ihrer Umgebung getarnt sein können.

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Ab etwa halb elf wurde es richtig heiß. Wir legten noch eine kurze Pause an einem schattigen Platz ein und bekamen etwas Kühles zu trinken – natürlich weiterhin mit Blick auf die Elefanten.

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Bitte einmal posieren fürs Familienfoto 😄

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Gegen Mittag kehrten wir schließlich zur Lodge zurück und wurden dort bereits mit kühlen Erfrischungstüchern und Eistee erwartet.

Nach einem Light Lunch auf der riesigen Terrasse gönnten wir uns eine Pause. Dabei wurde uns auch wieder bewusst, in welch besonderer und hochpreisiger Welt wir uns hier befinden: Unsere Gästebetreuerin Sunny erzählte uns, dass an diesem Tag tatsächlich Gäste nur zum Lunch eingeflogen wurden. Das ist schon eine ganz andere Form von Luxus, die wir ehrlich gesagt nicht so ganz nachvollziehen können 🙄

Dieses Exemplar haben wir auf dem Weg zu unserem Chalet getroffen 😮

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Am Nachmittag entschieden wir uns gegen eine weitere Pirschfahrt und stattdessen für einen gemütlichen Nachmittag am Pool. Wir badeten, lasen und spielten UNO, während Sophia zwischendurch in der Malecke kreativ war. Nach der Hitze tat diese entspannte Auszeit richtig gut.

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Am Abend saßen wir nach dem Sonnenuntergang wieder gemütlich auf der Terrasse. Der Wind hatte deutlich aufgefrischt und am Horizont konnten wir bereits Regenschauer erkennen. Dann kam Sunny zu uns und fragte, ob Sophia Lust hätte, mit den Kindern des Lodge-Teams zu spielen. Natürlich war Sophia sofort begeistert!

Kurz darauf kamen die beiden Kinder von Fritz, dem Barkeeper, und Agnes, der Managerin, angelaufen. Die beiden sind acht und neun Jahre alt. Obwohl die drei sich sprachlich kaum verständigen konnten, war das überhaupt kein Problem: Sie zogen sofort gemeinsam los, malten, spielten und machten es sich in der Sitzecke auf der Veranda gemütlich. Später wurde auch noch die Spielecke mit den Brettspielen unsicher gemacht. Sophia war im siebten Himmel, endlich wieder andere Kinder zum Spielen zu haben. Für uns bedeutete das gleichzeitig einen ausgesprochen ruhigen und entspannten Abend 😘

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Zum Abendessen gab es Biltongsalat und für mich Rinderfilet – beides sehr lecker. Dazu probierte ich mich durch die Weinkarte und entschied mich diesmal für einen Merlot. Insgesamt war es ein richtig schöner Abend.

Zurück in unserem Häuschen begann dann allerdings noch die große Diskussion: Sollten wir draußen schlafen oder lieber drinnen? 😗 Zum Glück entschieden wir uns für Letzteres. Gegen halb elf zog nämlich ein heftiges Gewitter auf und es begann kräftig zu regnen. So verbrachten wir die Nacht lieber im warmen Zimmer – auch wenn sich dort offenbar noch die ein oder andere Mücke eingenistet hatte.

Was für ein Tag! Die Elefanten am Morgen waren definitiv eines der besonderen Erlebnisse unserer Reise. Und dass Sophia am Abend ganz spontan neue Spielkameraden gefunden hatte, machte diesen Tag auch für sie zu einem ganz besonderen 😘

Teil 3011. Aug. 2026

Montag, 18. Mai 2026 – Felszeichnungen, noch mehr Elefanten und eine traumhafter Sundowner

Heute klingelte der Wecker bereits um 6:30 Uhr – draußen war es noch stockfinster und Sophia nur schwer davon zu überzeugen, dass der Tag jetzt schon beginnen sollte 😄 Um sieben Uhr waren wir beim Frühstück. Das dauerte allerdings etwas länger als geplant, denn vieles war noch nicht vorbereitet und auch Sophias Pancakes ließen auf sich warten. Unser Guide Ally sah das zum Glück ganz entspannt: „In Afrika hat man keinen Zeitdruck.“ Also ließen wir uns nicht stressen und machten uns anschließend ganz in Ruhe auf den Weg.

Heute waren wir allein mit Ally unterwegs und fuhren nach Twyfelfontein, um uns die berühmten Felszeichnungen anzusehen. Vor Ort übergab er uns an einen lokalen Guide, der uns etwa 40 Minuten durch das Gelände führte. Die Führung war überraschend interessant und wir erfuhren viel über die jahrtausendealten Felsgravuren und ihre Bedeutung. Sophia war ganz begeistert davon zu erraten, um welche Tiere oder Symbole es sich bei den verschiedenen Zeichnungen handeln könnte.

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Eine klassische Wanderung ist der Rundgang zwar nicht, ein bisschen Trittfestigkeit sollte man aber mitbringen, denn teilweise geht es über Felsen und größere Steine. Da wir bereits kurz nach acht Uhr dort waren, gehörten wir zu den ersten Besuchern und hatten das Gelände fast für uns allein. Das frühe Aufstehen hatte sich also definitiv gelohnt. Bei dem schönen Morgenlicht konnten wir die Felszeichnungen ganz in Ruhe genießen. Ich kann mir vorstellen, dass es deutlich weniger idyllisch ist, wenn später mehrere Reisebusse gleichzeitig dort eintreffen.

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Auf dem Rückweg wählte Ally nicht die Hauptstraße, sondern fuhr querfeldein durch die Landschaft. Dabei entdeckten wir unter anderem Springböcke und immer wieder Tierspuren. Besonders spannend waren die Spuren eines Erdferkels – allein die Vorstellung, wie dieses Tier mit seiner langen Nase solche Löcher gräbt, ist schon irgendwie witzig.

Gegen halb elf waren wir wieder an der Lodge und ruhten uns zunächst etwas aus.

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Mittags gingen wir mit Badesachen direkt auf die Terrasse und gönnten uns den vorbestellten Light Lunch. Während wir dort saßen, kam plötzlich eine sechsköpfige Elefantenherde zum Wasserloch an der Lodge! Die Tiere waren gerade einmal rund 100 Meter entfernt und hielten sich eine ganze Weile gemütlich im Schatten auf.

Es ist wirklich unglaublich: Andere Menschen verbringen teilweise mehrere Tage damit, nach Wüstenelefanten zu suchen – und wir hatten innerhalb von zwei Tagen gleich mehrfach dieses Glück. Nur ausgerechnet diesmal hatte ich meine Kamera nicht dabei. Die Fotos sind daher eher nach dem Motto „Finde den Elefanten“ ausgefallen.

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Aber eigentlich war es sowieso viel schöner, die Tiere während des gesamten Lunchs einfach beobachten zu können. Erstaunlicherweise schienen viele andere Gäste davon kaum beeindruckt zu sein. Elefanten direkt vor der Lodge? Offenbar kein Grund, das Handyvideo zu unterbrechen 😈

Nach dem Mittagessen ging es wieder an den Pool. Sophia fand auch diesmal schnell eine Spielkameradin und malte mit einer Mitarbeiterin der Lodge. Später kamen die Kinder von Agnes und Fritz wieder vorbei und brachten sogar noch ihre Geschwister mit. Gemeinsam wurde im Pool geplanscht. Da ich nicht sicher war, ob wirklich alle Kinder schwimmen konnten, behielt ich die Gruppe lieber besonders aufmerksam im Auge 😗 – aber auch am Beckenrand hatten sie sichtlich großen Spaß.

Um 17 Uhr starteten wir dann mit Ally zu unserem Sundowner Drive. Wir dachten eigentlich, es würde einfach ein schöner, entspannter Abenddrive werden und hatten keine großen Erwartungen mehr. Doch schon kurz nach der Abfahrt entdeckten wir die Elefantenherde wieder, die den ganzen Tag in der Nähe der Lodge unterwegs gewesen war. Gerade überquerte sie das Flugfeld und wir konnten ihr noch ein Stück folgen.

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Kurz darauf trafen wir in einem Seitenarm des Aba Huab auf eine zweite Herde mit etwa sechs oder sieben erwachsenen Elefanten. Das Flussbett war an dieser Stelle ziemlich eng, sodass wir ein Stück zurücksetzen und die Tiere zunächst passieren lassen mussten. Ein wirklich tolles Erlebnis, mit dem wir bei einem ganz normalen Sundowner Drive überhaupt nicht gerechnet hatten.

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Danach ließen wir die Elefanten weiterziehen und fuhren noch ein Stück durch die wunderschöne Landschaft, bevor Ally uns auf einen kleinen Hügel zu unserem Sundowner-Platz brachte. Bei Gin Tonic für uns, Limonade für Sophia und leckeren Snacks – Chips mit Guacamole und getrocknete Boerewors – genossen wir den erneut traumhaften Sonnenuntergang.

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Zurück in der Lodge blieben wir direkt oben, um uns den langen Weg zu unserem Häuschen zu sparen. Zum Abendessen ging es diesmal in den windgeschützten Innenhof ans Lagerfeuer.

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Die würzige Kürbissuppe mit Orange und Kokosmilch war richtig lecker, als Hauptgang gab es Lammtajine. Geschmacklich gut, allerdings war das Fleisch leider ziemlich sehnig und knorpelig. Dazu tranken wir wieder einen sehr guten Merlot.

Nach dem Essen verabschiedeten wir uns von Ally – wirklich ein grandioser Guide, der diese Tage für uns mit seinem Wissen und seinem Gespür für die Tiere zu etwas ganz Besonderem gemacht hat 😘

Und auch heute entschieden wir uns wieder dafür, drinnen zu schlafen. Bei all dem Getier, das rund um unsere Unterkunft unterwegs war, musste man die Nacht schließlich nicht unbedingt freiwillig im Freien verbringen. Habe ich schon diese widerlichen Sattelschrecken erwähnt? 🤢

Teil 3113. Aug. 2026

Dienstag, 19. Mai 2026 – Abschied von Doro Nawas und Aufbruch zum Grootberg

 

Heute konnten wir etwas länger schlafen. Um 8 Uhr klingelte der Wecker und kurz darauf saßen wir beim Frühstück. Da die anderen bereits auf Game Drive waren, waren wir die einzigen Gäste und für uns wurde das komplette Frühstücksbuffet auf der Terrasse aufgebaut. Ein schöner Abschluss unseres Aufenthalts. Allerdings fühlte sich Marc inzwischen etwas flau im Magen und hatte sich offenbar etwas eingefangen 😒

 

Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen und verabschiedeten uns von Sunny und Fritz. Unser Gepäck mussten wir diesmal allerdings selbst zum Auto bringen – unterstützende Helfer waren plötzlich weit und breit nicht zu sehen 🫠


Fazit Doro Nawas Wilderness Camp

 

Insgesamt hat uns Doro Nawas gut gefallen – vor allem der wunderschöne, stilvolle Hauptbereich, der tolle Pool, die ausgesprochen freundlichen Mitarbeiter und natürlich ganz besonders unsere hervorragenden Game Drives mit Ally. Er war für uns ganz klar das Highlight des Aufenthalts.

 

Bei dem hohen Preis schaut man allerdings auch etwas genauer hin. Das unnötig große zweite Häuschen, fehlender Mückenschutz, die Hitze in den Unterkünften (keine Klimaanlage vorhanden), der beschwerliche Weg zu unserem Chalet und einige Schwächen bei Essen und Service haben den Gesamteindruck etwas getrübt. Dazu kam das für uns teilweise gewöhnungsbedürftige, sehr exklusive Fly-in-Publikum.

 

Unterm Strich würden wir Doro Nawas trotzdem weiterempfehlen – vor allem wegen der fantastischen Tierbeobachtungen und der herausragenden Guides. Bei dem Preis darf man allerdings unserer Ansicht nach auch bei den kleinen Dingen etwas genauer hinschauen. 

 

Gegen halb zehn machten wir uns auf den Weg Richtung Palmwag. 





Die Fahrt über den Grootbergpass war landschaftlich wieder einmal wunderschön. Gegen halb eins erreichten wir schließlich die Grootberg Lodge. Schon die Auffahrt ist ein kleines Abenteuer: Über eine kurze, teilweise ziemlich steile Strecke ging es mit Low 4 den Berg hinauf. Oben wurden wir herzlich empfangen und waren sofort begeistert von der fantastischen Aussicht.



Unser Häuschen Nummer 13 war deutlich kleiner als unsere Unterkunft in Doro Nawas, aber für uns völlig ausreichend. Während wir uns einrichteten, ging es Marc leider nicht besser und er verbrachte den Nachmittag überwiegend im Bad oder im Bett.






Am Abend gingen Sophia und ich allein zum Essen. Vorher spielten wir noch eine Runde UNO an der Bar. Zum Abendessen gab es eine leckere Erbsensuppe und anschließend Hühnchencurry mit Reis. Geschmacklich wirklich gut, allerdings waren im Curry sehr viele kleine, spitze Knochen, was das Essen besonders für Sophia ziemlich schwierig machte. Auch der Service ließ sich sehr viel Zeit – was grundsätzlich nicht schlimm ist, wir waren schließlich nicht auf der Flucht.

 

So richtig ruhig war es nachts allerdings nicht: Rund um unser Häuschen waren zahlreiche Dassies und Vögel unterwegs und ständig hörte es sich an, als würde irgendwo ein Tier über das Dach oder die Terrasse laufen. Entsprechend unruhig war unsere erste Nacht am Grootberg.

Teil 3214. Aug. 2026

Mittwoch, 20. Mai 2026 – Ein ruhiger Tag am Grootberg

 

Wie schön ist es bitte, morgens mit einer solchen Aussicht geweckt zu werden?



Zum Glück ging es Marc wieder etwas besser, sodass er zumindest zum Frühstück mitkam. Viel mehr als Tee und trockenes Brot war allerdings noch nicht drin. Offenbar waren wir die Letzten beim Frühstück, denn die meisten anderen Gäste waren bereits zu einem der frühen Drives aufgebrochen. 




Die Lodge bietet sowohl Elefanten- als auch Rhino-Tracking an, beides kam für uns allerdings nicht infrage. Elefanten hatten wir in den vergangenen Tagen schließlich mehr als genug gesehen, und beim Rhino-Tracking dürfen Kinder erst ab 16 Jahren dabei sein. Außerdem wäre mir die Vorstellung, einem Nashorn zu Fuß hinterherzulaufen, ohnehin etwas zu abenteuerlich gewesen 😜

 

Das Frühstück selbst ließ keine Wünsche offen: frische Muffins und Croissants, Pancakes, Obst, Müsli und Eierspeisen auf Wunsch. Den Vormittag verbrachten wir wieder ganz entspannt in unserem Häuschen. Marc ruhte sich weiter aus, während Sophia und ich lasen und spielten.

 



Mittags gönnte ich mir eine Massage bei Maria, einer Lodge-Angestellten, die uns am Frühstückstisch spontan gefragt hatte, ob wir nicht etwas „Relaxing Time“ gebrauchen könnten. Für umgerechnet etwa 35 Euro bekam ich eine Stunde Rücken-, Nacken-, Schulter- und Beinmassage und war positiv überrascht. Anschließend kam Marc in den Genuss einer Behandlung, während Sophia und ich Mittagessen gingen. 



Danach verbrachten wir den Nachmittag am Pool. Die Aussicht von dort oben ist wirklich traumhaft, auch wenn es auf dem Plateau recht frisch und windig war und wir deshalb lieber am Pool lagen, als ins kalte Wasser zu steigen.



Für eine kleine Überraschung sorgten anschließend zwei gefiederte Mitbewohner: Als wir zurück in unser Häuschen kamen, saßen innen zwei Vögel oben auf den Holzbalken und hatten bereits fleißig Stroh aus dem Dach gepickt. Entsprechend sah es überall aus. Vermutlich waren sie durch einen winzigen Spalt im gekippten Badfenster hereingekommen. Zum Glück fanden sie durch die geöffnete Tür selbst wieder hinaus und hinterließen außer etwas Stroh und ein paar Hinterlassenschaften keinen größeren Schaden.

 

Am späten Nachmittag starteten wir mit Guide Dion und zwei weiteren Paaren aus Frankreich und Schottland zu unserem Sundowner Drive. Zunächst fuhren wir über das Plateau und sahen Springböcke und Zebras. 









Besonders interessant fanden wir Dions Erklärungen zu den Mopane-Bäumen. Die charakteristischen Blätter erinnern an Schmetterlingsflügel oder kleine Antilopen-Fußabdrücke. Auf den Mopane-Bäumen legen bestimmte Nachtfalter ihre Eier ab. Die daraus schlüpfenden Raupen ernähren sich von den Blättern und sind als Mopane-Würmer bekannt. Wenn sie ausgewachsen sind, lassen sie sich zu Boden fallen, verpuppen sich und entwickeln sich schließlich zu Nachtfaltern. Auch die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten des harten und gut brennbaren Mopaneholzes fand ich spannend.

 

Leider zog während unserer Fahrt ein kräftiges Gewitter auf. Dion änderte deshalb kurzerhand den Plan und fuhr mit uns hinunter in Richtung Grootbergpass, wo wir einen trockenen Platz direkt an der Straße für unseren Sundowner fanden. Die Aussicht war zwar nicht ganz so spektakulär wie erhofft, dafür hatten wir eine sehr gesellige Unterhaltung mit den anderen Gästen und unserem Guide.







Sophia war besonders begeistert von Dions Erzählung, dass sich in den herumliegenden Steinen unter anderem Amethyste befinden können. Also wurden kurzerhand mit einem großen Stein als Hammer kleinere Steine aufgeschlagen – und tatsächlich fanden wir ein paar interessante Stücke. Unsere Taschen waren am Ende gut gefüllt, auch wenn natürlich klar war, dass die Steine nicht mit nach Hause kommen würden. Spaß hatte Sophia jedenfalls reichlich.

 





Zurück in der Lodge gab es zum Abendessen Thunfischsalat, für mich Beef Stroganoff mit Milliepap und für Marc und Sophia ein vegetarisches Curry mit Reis. Mein Stroganoff war ausgesprochen lecker, während Sophia das Curry leider nicht besonders mochte. Die Pfefferminztorte zum Nachtisch war dagegen ziemlich speziell und sicher nicht jedermanns Geschmack 🤪

 

Auch diese Nacht blieb es unruhig: Immer wieder trippelte irgendetwas über die Holzbalken über unseren Köpfen. Immerhin blieben wir hier von Sattelschrecken verschont – man muss ja auch die kleinen Dinge zu schätzen wissen 😄

Teil 3316. Aug. 2026

Donnerstag, 21. Mai 2026 – Elefanten am Straßenrand

 

Heute wollten wir früh los, denn vor uns lagen rund 260 Kilometer bis Opuwo. Nach einem letzten Frühstück mit leckerem Milliepap packten wir unsere Sachen und verabschiedeten uns von der Grootberg Lodge. 

 

Fazit Grootberg Lodge

 

Die Grootberg Lodge ist objektiv betrachtet eine wirklich schöne Unterkunft. Die außergewöhnliche Lage hoch oben auf dem Plateau und der fantastische Ausblick sind allein schon ein Grund, hierherzukommen. Unser Häuschen hat uns ebenfalls sehr gut gefallen, ebenso der schöne Pool und die ausgesprochen freundlichen Mitarbeiter. Besonders nett fanden wir den abendlichen Turndown-Service mit Wärmflaschen und aufgeschüttelten Betten sowie Sophias kleines Abschiedsgeschenk.

 

Beim Service im Restaurant hätte manches etwas zügiger gehen können, und auch unser Sundowner Drive war für uns angesichts des Preises und des wetterbedingten Verlaufs kein besonderes Highlight. Insgesamt würden wir die Grootberg Lodge aber durchaus empfehlen und bei einer passenden Route wahrscheinlich auch wiederkommen. Der ganz große Funke ist bei uns diesmal allerdings nicht übergesprungen – was vielleicht auch daran lag, dass Marc während unseres Aufenthalts krank war.

 

Die steile Zufahrt vom Plateau hinunter meisterten wir wieder mit Low 4 und fuhren anschließend über den Grootbergpass Richtung Palmwag. Direkt hinter der Registrierungsstelle entdeckten wir zu unserer Überraschung einen Geldautomaten mitten im Nirgendwo – damit konnten wir direkt unsere Bargeldvorräte wieder auffüllen. Die weitere Strecke Richtung Norden überraschte uns landschaftlich sehr. Besonders der Abschnitt nördlich von Palmwag bis in Richtung Sesfontein gefiel uns ausgesprochen gut. Immer wieder sahen wir Zebras, Springböcke sowie Rinder und Ziegen, die teilweise direkt auf der Straße unterwegs waren.









Als kleinen Abstecher hatten wir die Ongongo-Wasserfälle bei Warmquelle eingeplant. Die Zufahrt dorthin war allerdings ziemlich abenteuerlich: eine holprige Piste durch Siedlungen, viele Kinder am Straßenrand und zum Schluss noch eine kleine Flussdurchquerung. Die Wasserfälle selbst sind zwar hübsch und das warme Wasser lädt tatsächlich zum Schwimmen ein, allerdings ist die Anlage recht klein. Für uns hat sich der Umweg unter dem Strich deshalb nicht wirklich gelohnt – auch weil wir die vielen bettelnden Kinder entlang der Zufahrt als sehr unangenehm empfanden. Wir haben später erfahren, dass in Namibia zu diesem Zeitpunkt Schulferien waren und somit auch deutlich mehr Kinder unterwegs als wohl normal üblich.





Zurück auf der Hauptstrecke ging es weiter in Richtung Opuwo. Etwa 50 Kilometer vor der Stadt erlebten wir dann noch eine völlig unerwartete Begegnung: Drei Wüstenelefanten standen direkt an der Straße 🤩 Wir näherten uns ganz langsam und mit großem Abstand, doch die Tiere waren äußerst scheu. Einer entfernte sich sofort, ein anderer trompetete laut und lief davon. Für uns war es trotzdem eine ganz besondere Begegnung – zumal ich zufällig gerade das passende Teleobjektiv auf der Kamera hatte.





Dann erreichten wir Opuwo, und allein die Fahrt durch die Stadt war ein Erlebnis. Himbas, Hereros und westlich gekleidete Menschen begegnen einem hier völlig selbstverständlich nebeneinander. Überall herrschte geschäftiges Treiben und es gab unglaublich viel zu beobachten. Schließlich fanden wir die Auffahrt zur Opuwo Country Lodge, die etwas außerhalb des Ortes auf einem Berg liegt.

 

Die Lodge machte schon bei der Ankunft einen ordentlichen Eindruck. Unser Zimmer war für eine Nacht völlig ausreichend, auch wenn es sich eigentlich um ein Doppelzimmer handelte, in das noch ein drittes Bett gestellt worden war. 



Nach der Ankunft verbrachten wir den Nachmittag am sehr schönen und vor allem angenehm warmen Pool. Zum Glück konnten wir dort trotz der fortgeschrittenen Stunde noch einen kleinen Lunch bekommen. Besonders schön war später der Sonnenuntergang direkt am Pool mit Blick nach Westen. 







Das Abendessen war sehr lecker und auch der Service überzeugte uns. Bei einem guten Glas Weißwein ließen wir den Tag gemütlich ausklingen. Anschließend ging es ins Bett, wo wir trotz der anfänglichen Wärme gut schliefen.

Teil 3422. Aug. 2026

Freitag, 22. Mai 2026 – Angekommen an den Epupa-Fällen

 

Nach einem ausgiebigen Frühstück in der Opuwo Country Lodge packten wir unsere Sachen und machten uns auf den Weg. Vorher ging es noch einmal durch Opuwo, wo wir im gut sortierten OK Supermarkt unsere Vorräte auffüllten. Nur Sonnencreme haben wir keine gefunden.

 

Fazit Opuwo Country Lodge

 

Die Opuwo Country Lodge hatte uns entgegen unserer eher zurückhaltenden Erwartungen positiv überrascht. Pool und Terrasse waren sehr schön, das Essen gut und der Service ausgesprochen freundlich. Unser Zimmer war zwar eher klein und schlicht, für eine Nacht aber völlig ausreichend. Trotz der Größe und der Reisegruppen hatten wir uns hier wohlgefühlt – insgesamt eine gute Unterkunft für einen Zwischenstopp in Opuwo.

 

Opuwo faszinierte uns auch bei der Durchfahrt. Besonders beeindruckend fanden wir die Menschen, die schwere Lasten scheinbar mühelos auf dem Kopf transportierten. Eine Herero-Frau trug sogar mehrere etwa drei Meter lange Holzstämme auf dem Kopf und lief damit völlig entspannt die Straße entlang. Die Stämme ragten vorne und hinten weit über ihren Kopf hinaus, trotzdem brauchte sie nicht einmal die Hände, um sie festzuhalten. Ein Anblick, der uns nachhaltig beeindruckte.

 

Als wir zum Auto zurückkamen, wischte gerade ein Junge mit einem trockenen, völlig verdreckten Lappen unsere Scheiben ab. Natürlich machte er sie damit eher noch schmutziger und wollte anschließend Geld dafür. Wir mussten allerdings dankend ablehnen, dieses Vorgehen erschien uns doch etwas fragwürdig.

 

Dann ging es endlich weiter Richtung Norden. Die rund 180 Kilometer bis zu den Epupa-Fällen legten wir in etwa drei Stunden zurück. Unterwegs sahen wir neben unzähligen Ziegen, Schafen und Rindern auch eine Straußenfamilie mit mehreren Jungtieren. 




Wie war das nochmal? Wenn wir euch nicht sehen, seht ihr uns auch nicht, richtig? 😂


Immer wieder standen Menschen und vor allem Kinder am Straßenrand. Teilweise liefen die Kinder sogar auf die Straße und zwangen die vorbeifahrenden Autos zum Anhalten, was wir ziemlich gefährlich fanden.

 

Plötzlich machte die Straße einen Schwenk zwischen die Hügel und vor uns tauchte der grüne Kunene mit seinen Palmen am Ufer auf. Nach den trockenen Landschaften der vergangenen Tage wirkte dieser Anblick fast unwirklich – und wunderschön.

 

Unsere Unterkunft für die nächsten beiden Nächte war das Epupa Camp, ganz am Ende der Straße direkt am Kunene gelegen. Schon die Zufahrt war wieder ein kleines Abenteuer, doch das Camp selbst machte einen richtig schönen Eindruck. Es war eher einfach gehalten und versprühte einen entspannten Hippie-Charme. Unser Zelthäuschen war gemütlich und bot sogar vier Betten. Dahinter befand sich ein offenes Badezimmer.





Den Nachmittag verbrachten wir entspannt am Pool. 






Auf dem Weg dorthin begegnete uns ein Waran, der sehr scheu war und mit seinem Aussehen tatsächlich ein wenig an einen kleinen Dinosaurier erinnert. 



Außerdem hüpften überall kleine Äffchen herum und es war ein großer Spaß, sie zu beobachten. 















Die Lage direkt am Kunene gefiel uns auf Anhieb, und wir hatten zunächst den Eindruck, fast die einzigen Gäste zu sein. Die Insel gegenüber, die normalerweise über eine Hängebrücke erreichbar ist, war wegen der Schäden durch das letzte Hochwasser momentan leider nicht begehbar. Um 16 Uhr gab es Kuchen und Kaffee, später machten wir uns für den Abend fertig. Zum Sundowner saßen wir mit einem Gin Tonic auf der Terrasse vor der Bar, während direkt am Ufer des Kunene ein wunderschöner Tisch für das Abendessen gedeckt wurde. Neben uns war inzwischen noch ein älteres deutsches Paar eingetroffen.

 




Das Abendessen – Hühnchen mit Reis und Gemüse, anschließend Obstsalat mit Joghurt – war wieder richtig gut. Als es langsam dunkel wurde, sorgten die Kerzen für eine wunderschöne Atmosphäre. Mücken gab es erfreulicherweise kaum, dafür begleitete uns das beständige Rauschen des Kunene durch den Abend. Es war noch angenehm warm und wir genossen die besondere Stimmung direkt am Fluss sehr.





Später lasen wir noch ein wenig in unserem Zelt und schliefen erstaunlich gut. Das gleichmäßige Rauschen des Flusses und der Wasserfälle wirkte fast beruhigend. Nur das unglaublich laute Zirpen der Zikaden war zunächst gewöhnungsbedürftig – irgendwann blendeten wir aber auch dieses Geräusch einfach aus.

Teil 3531. Aug. 2026

Sonntag, 24. Mai 2026 – Ein Tag zum Nichtstun

 

Für diesen Tag hatten wir bewusst überhaupt nichts geplant. Nach einem gemütlichen Frühstück ließen wir den Morgen ganz entspannt angehen, lasen ein wenig und machten es uns schließlich kurz vor Mittag am Pool bequem. Die kleinen Äffchen ließen sich an diesem Tag zwar nicht blicken, dafür spazierte der Waran einmal direkt am Pool entlang. 





Auch die kleinen Erdhörnchen waren wieder zahlreich unterwegs – und vermutlich auch die Übeltäter, die unseren auf dem Beistelltisch liegenden Apfel ordentlich angeknabbert hatten 🫣 Wir legten ihn kurzerhand in die Wiese, damit sie ihn in Ruhe aufessen konnten.






Nach unserem Light Lunch mit Salat und leckerem Brot verbrachten wir auch den Nachmittag entspannt am Pool, bevor wir uns gegen 17 Uhr frisch machten und einen kleinen Ausflug auf die Insel unternahmen. Diese hatte an diesem Tag zum ersten Mal wieder geöffnet, nachdem die Mitarbeiter in den vergangenen Tagen fleißig daran gearbeitet hatten, die Schäden des Hochwassers zu beseitigen.



Ganz anders, als wir es uns vorgestellt hatten, war die Insel allerdings noch deutlich von den Auswirkungen des Hochwassers geprägt. Die Wege waren zwar wieder freigeräumt, ansonsten führte jedoch hauptsächlich ein kleiner Trampelpfad durch das Unterholz. Ich meine, in irgendeinem Reisebericht mal von einem zweiten Pool und einer Bar auf der Insel gelesen zu haben – davon war jedoch nichts zu sehen. Vielleicht habe ich mich auch getäuscht und hatte das falsch abgespeichert. Lediglich die Überreste einer Holzschaukel lagen herum. Ein paar Mal gelangten wir direkt an den Kunene, bevor wir schließlich nach einer Umrundung wieder die Hängebrücke erreichten.






Und die hatte es wirklich in sich! Sie war ziemlich wackelig und die Überquerung war durchaus nervenaufreibend. Besonders der Blick nach unten auf den schnell fließenden Kunene sorgte für ein ziemlich seltsames Gefühl – so, als würde alles um einen herum schwanken 🫠

 

Zurück im Camp gönnten wir uns noch einen Sundowner, bevor es um 19 Uhr Abendessen gab. Dieses Mal gab es zunächst eine Tomatensuppe, anschließend sogenannte „Himba Rollpops“, eine Art Fleischpflanzerl aus Gamefleisch, dazu Reis und Gemüse. Alles war wieder sehr lecker, ebenso das Küchlein zum Nachtisch.



Es war insgesamt ein wunderbar entspannter Tag, an dem wir einfach mal nichts tun mussten. Zwar war es wieder unglaublich warm und wir schwitzten abends selbst ohne Decke noch vor uns hin, aber in der Nacht kühlte es zum Glück wieder angenehm ab.

Teil 3602. Sept. 2026

Der heutige Tag ist leider etwas Text-lastig, aber wir nähern uns langsam dem Etosha, da gibt's dann auch wieder mehr Bilder 🫣


Montag, 25. Mai 2026 – Von Epupa bis Hobatere: Unser längster Fahrtag

 

Heute stand uns die längste Fahrtstrecke unserer Reise bevor. Nach dem Frühstück genossen wir ein letztes Mal die schöne Atmosphäre am Kunene, packten unsere Sachen und machten uns gegen 9 Uhr auf den Weg.

 

Fazit Epupa Camp

 

Im Epupa Camp haben wir uns alle sehr wohlgefühlt und können es auf jeden Fall weiterempfehlen. Im Vergleich zur Epupa Falls Lodge oder zum Omarunga Camp liegt es etwas abseits der Fälle und nicht direkt im Dorf. Das hat uns persönlich sehr gut gefallen, da es dort ruhiger und weniger beengt wirkte.

 

Besonders schön fanden wir das ständige Rauschen der Epupa Falls im Hintergrund. Gerade nachts hat uns das überhaupt nicht gestört – im Gegenteil, es sorgte für eine angenehme Atmosphäre und überdeckte viele andere Geräusche.

 

Wir hatten eine geräumige Family Unit, die etwas zurückversetzt liegt und größer ist als die normalen, direkt am Wasser gelegenen Zelte. Natürlich handelt es sich um ein Zelt mit allen Vor- und Nachteilen: Tagsüber kann es recht warm werden, nachts war es für uns jedoch sehr angenehm. Das offene Bad und die insgesamt sehr offene Gestaltung passen gut zum Klima der Region.

 

Auch mit dem Essen waren wir zufrieden. Der Service wirkte teilweise etwas unmotiviert, allerdings war trotz der wenigen Gäste immer jemand im Camp erreichbar. Während unseres Aufenthalts war ohnehin kaum etwas los – meist waren wir die einzigen Gäste im Tented Camp, während sich nur vereinzelt Camper auf dem Platz befanden. Wie es in der Hochsaison aussieht, können wir natürlich nicht beurteilen. Insgesamt hat uns das Epupa Camp mit seiner ruhigen Lage und der entspannten Atmosphäre sehr gut gefallen.

 

Zunächst ging es auf derselben Strecke zurück nach Opuwo, die wir schon auf der Hinfahrt nach Epupa gefahren waren. Die Fahrt verlief weitgehend ereignislos, auch wenn wir wieder zahlreichen Rindern, Ziegen und Schafen auf und neben der Straße begegneten. Außerdem waren immer wieder Menschen und Bettelkinder am Straßenrand unterwegs, insgesamt allerdings gefühlt etwas weniger als auf der Hinfahrt.

 

Nach gut drei Stunden erreichten wir Opuwo, tankten noch einmal und gerieten dabei in einen ziemlich heftigen Sandsturm. Anschließend ging es auf geteerter Straße weiter Richtung Kamanjab. Die Strecke lässt sich zwar grundsätzlich zügig fahren, allerdings sollte man die Tiere am Straßenrand nicht unterschätzen: Vor allem Ziegen und Schafe sorgten immer wieder dafür, dass wir abbremsen mussten, da sie teilweise unvermittelt auf die Straße liefen 🫠

 

Kurz vor unserem Tagesziel passierten wir den Vet Fence. Dabei fiel uns leider erst ein, dass wir noch eine Packung Biltong im Kühlschrank hatten, die wir einige Tage zuvor in Opuwo gekauft hatten. Die wurde natürlich sofort konfisziert – ein kleiner, aber für andere Reisende vielleicht hilfreicher Hinweis: Vor dem Vet Fence unbedingt noch einmal Kühlschrank und Vorräte kontrollieren!

 

Hinter dem Vet Fence führte unsere Route entlang des Etosha-Gebiets weiter. Und kaum waren wir durch die Kontrolle, sahen wir direkt eine Herde Elefanten – kurz darauf sogar noch einen einzelnen direkt am Zaun. Die Elefanten waren uns auf dieser Reise offenbar wirklich wohl gesonnen 😃

 

Schließlich bogen wir zur Hobatere Lodge ab. Von der Hauptstraße sind es noch einmal rund 16 Kilometer bis zur Lodge, für die man etwa 25 bis 30 Minuten einplanen sollte. Insgesamt waren wir mit Pausen gut sechseinhalb Stunden unterwegs.

 

Begrüßt wurden wir dann ganz entspannt mit einem Eistee. Die von der lokalen Community geführte Hobatere Lodge machte auf uns einen sympathischen Eindruck. Unser Familienzimmer war zwar schon etwas abgewohnt, für eine Übernachtung aber völlig in Ordnung.


 



Den Nachmittag verbrachten wir gemütlich auf unserer Terrasse, lasen ein wenig und hielten Ausschau nach Tieren. Später schauten wir uns den schönen Poolbereich und den kleinen Hide am Wasserloch an. Dort zeigte sich ein Kudu – und in der Ferne konnten wir, natürlich, noch einen weiteren Elefanten entdecken. Auch zahlreiche Vögel waren unterwegs.

 



Zum Abendessen war neben uns nur noch ein weiteres Paar in der Lodge. Überhaupt ist es erstaunlich, wie wenig an vielen Orten los ist – für uns persönlich ist diese Reisezeit bisher nahezu ideal. Das Essen war ebenfalls sehr gut, und nach dem langen Tag waren wir alle ziemlich müde.

 

Die Nacht war für mich allerdings eher weniger erholsam: Die Betten waren sehr schmal und unbequem, und der Ventilator machte die ganze Nacht ein klackerndes Geräusch. Ausschalten war wegen der Wärme allerdings keine wirkliche Option, da unser Zimmer keine Klimaanlage hatte.

Teil 3704. Sept. 2026

Dienstag, 26. Mai 2026 – Zwischen Wasserlöchern und Wildtier-Bingo

 

Heute klingelte der Wecker für unsere Verhältnisse schon sehr früh um sieben Uhr. Dank unserer neuen Kofferorganisation ging das Packen aber mittlerweile viel schneller: Wir hatten unsere Sachen so umsortiert, dass wir nur noch zwei Koffer in die Unterkünfte tragen mussten. Der dritte war inzwischen zum reinen Dreckwäsche-Koffer geworden.

 

Nach dem Frühstück saßen wir pünktlich um acht Uhr im Auto und machten uns auf den Weg Richtung Etosha-Nationalpark. 

 

Fazit Hobatere Lodge

 

Die Hobatere Lodge entsprach insgesamt unseren Erwartungen. Etwas verwirrend war allerdings die Geschichte mit unserer Buchung: Kurz vor der Reise hieß es plötzlich, unser gebuchtes Familienzimmer sei nicht mehr verfügbar und wir müssten stattdessen zwei Rondavels nehmen. Vor Ort war die Lodge dann allerdings fast leer und letztendlich war doch wieder ein Familienzimmer verfügbar – warum es überhaupt zu diesem Hin und Her kam, blieb uns ein Rätsel.

 

Unser Zimmer war zwar etwas in die Jahre gekommen, aber groß, sauber und völlig in Ordnung. Die fehlende Klimaanlage und der Ventilator waren für uns persönlich bei den warmen Temperaturen allerdings nicht ideal (wie wäre das erst im Hochsommer?). Dafür waren der Service sehr freundlich, das Essen sehr gut und auch der Poolbereich schön gestaltet.

 

Für eine Übernachtung können wir die Hobatere Lodge auf jeden Fall empfehlen. Länger würden wir persönlich dort allerdings nicht bleiben.

 

Nachdem wir die Lodgezufahrt passiert hatten, waren es nur noch wenige Kilometer bis zum Gate. Aufgrund einiger Berichte über strenge Kontrollen hatten wir uns auf deutlich mehr Aufwand eingestellt, doch die Einfahrt in den Nationalpark verlief problemlos. Es wurde kurz kontrolliert, ob wir verbotene Gegenstände wie Drohnen, Waffen oder Plastiktüten dabeihatten, anschließend holten und bezahlten wir unser Permit. Für zwei Erwachsene und das Auto kostete der Tagesbesuch 620 NAD. Da an diesem Morgen der Strom ausgefallen war, mussten wir bar bezahlen – zum Glück hatten wir noch genügend Bargeld dabei.

 

Kaum im Park angekommen, ließen die ersten Tiere natürlich nicht lange auf sich warten. Unser erstes Tier war ein Springbock, gefolgt von Zebras und schließlich einer Elefantenherde, die sich allerdings etwas versteckt im Busch aufhielt. 




An den Wasserlöchern war generell viel los: Zebras, Gnus, Springböcke und Kuhantilopen waren fast überall zu sehen. Besonders schön war es, einfach stehen zu bleiben und das Treiben zu beobachten. Die Hartebeests lieferten sich kleine Kämpfe, während sich die Zebras zum Trinken am Wasserloch versammelten.

 


Auch Riesentrappen, Giraffen, Oryx, einen Sekretärvogel und einen Strauß konnten wir entdecken. In Olifantsrus machten wir eine kurze Pause, schauten uns das Informationszentrum und den Hide an und beobachteten dort einen Springbock, eine kleine Manguste und einen winzigen Vogel, der die deutlich größere Manguste immer wieder mutig attackierte – ein wirklich lustiger kleiner „Zwergenaufstand“. Sogar eine gut getarnte Schildkröte entdeckten wir noch.

 


Auf der Strecke Richtung Okaukuejo wurde es dann zunehmend wärmer und zur Mittagszeit deutlich ruhiger. Die Tiere machten sich rar, aber dafür sorgten kleine Buschhörnchen, die plötzlich direkt neben der Straße auftauchten, für eine schöne Überraschung.

 


Auch unser Etosha-Bingo, das wir zu Beginn der Reise bei Asco im Shop gekauft hatten, kam an diesem Tag zum Einsatz. Wir hatten bereits eine ganze Menge Tiere gesehen, aber Katzen und Nashörner fehlten uns noch komplett. Gewonnen hatte also niemand – aber wir hatten ja noch eine geführte Fahrt im Etosha vor uns und damit weitere Chancen, unser Bingo zu vervollständigen.

 

In Okaukuejo legten wir eine längere Pause ein und konnten endlich unsere Postkarten aufgeben – auch wenn wir zunächst nicht ganz überzeugt waren, dass sie jemals ihren Empfänger erreichen würden. Spoiler: Sie sind tatsächlich angekommen! Danach gab es Eis, Wasser und ein paar Snacks für die nächsten Tage. Sophia wollte unbedingt noch auf den Aussichtsturm, von dem aus wir sehen konnten, wie fleißig an der Straße Richtung Namutoni gearbeitet wurde.

 


Wir waren zuletzt 2013 als Camper in Okaukuejo gewesen. Das berühmte Wasserloch ist zwar nach wie vor schön, aber insgesamt wirkte die Anlage auf uns inzwischen ziemlich heruntergekommen. Besonders der Poolbereich überzeugte uns überhaupt nicht. Für uns persönlich steht deshalb fest: Noch einmal würden wir hier nicht übernachten.

 

Kurz vor dem Ombika Gate – dem früheren Andersson Gate – hatten wir dann noch einmal Glück und entdeckten Elefanten. Am Ombika-Wasserloch konnten wir anschließend beobachten, wie ein großer einzelner Bulle zum Wasser kam und ausgiebig trank. Als jedoch mehrere große Reisebusse eintrafen, wurde es uns etwas zu voll und wir machten uns auf den Weg zum Ausgang. Dort wurden wir noch einmal gründlich kontrolliert, bevor wir den Park verließen.

 


Nach etwa zehn weiteren Kilometern erreichten wir die Etosha Safari Lodge, eine große Gondwana-Unterkunft. Wir wurden sehr freundlich empfangen und hatten Glück mit unserem Familienzimmer: Chalet Nummer 42 lag direkt in der Nähe des Hauptgebäudes. Bei insgesamt 65 Chalets, die sich weit nach rechts und links erstrecken, war das definitiv ein Vorteil – wir fragten uns scherzhaft, ob es für die Gäste in den hintersten Chalets vielleicht ein Taxi oder eine Hängebrücke geben würde 😊



Nach einer kurzen Erfrischung im Pool genossen wir dort den Sonnenuntergang. Dabei bekamen wir noch Besuch von zahlreichen Zebramangusten, die sich zunächst vor der Mauer des Pooldecks versammelten und schließlich eine nach der anderen unter die Terrasse verschwanden. Offenbar hatten sie dort ihr Zuhause. Später standen dann auch noch zwei kleine Antilopen direkt vor unserer Terrasse und grasten gemütlich vor sich hin. Weiß zufällig jemand, welche das waren? Ich tu mich da echt immer schwer mit der Bestimmung 🫣

 


Am Abend gingen wir zum Essen ins Restaurant. Auf der Terrasse war alles schön eingedeckt, die Bäume waren mit Lichterketten geschmückt und insgesamt herrschte eine wirklich schöne Atmosphäre. Der Service war sehr gut, wir tranken einen leckeren Wein und Sophia war besonders glücklich über das Buffet. Es gab unter anderem Nudelsalat und Fischstäbchen – endlich einmal wieder genau nach ihrem Geschmack – und sie aß mit großem Appetit sogar eine zweite Portion.

 


Anschließend durfte sie sich im Curio Shop ein kleines Springbock-Kuscheltier aussuchen. Zum Abschluss des Tages saßen wir noch draußen und spielten eine Runde UNO, bevor wir müde in die wirklich bequemen Betten fielen.

Teil 3806. Sept. 2026

Mittwoch, 27. Mai 2026 – (Mal wieder) ein entspannter Tag 

 

Kaum zu glauben, aber unsere letzte Reisewoche war bereits angebrochen – in einer Woche würden wir schon wieder zu Hause sein 😳 Man merkte langsam, dass sich unsere Reise dem Ende zuneigte. Wir hatten in den vergangenen Wochen so unglaublich viel erlebt und gesehen, dass uns zwischendurch tatsächlich einfach ein wenig die Motivation fehlte, noch einmal etwas zu unternehmen. 

 

Deshalb hatten wir beschlossen, heute nicht selbst in den Etosha-Nationalpark zu fahren, sondern uns lieber einen entspannten Tag in der Lodge zu machen und am nächsten Morgen gemeinsam mit einem Guide auf einen Morning Drive zu gehen. Für heute war bei unserer Ankunft leider bereits alles ausgebucht. Nach den vielen Eindrücken freuten wir uns aber ohnehin auch langsam wieder auf etwas Alltag zuhause und darauf, die Reise später beim Sortieren der Bilder, Schreiben des Reiseberichts und Gestalten des Fotobuchs noch einmal Revue passieren zu lassen.

 

In der Etosha Safari Lodge fühlten wir uns auf Anhieb sehr wohl. Obwohl die Lodge recht groß ist, hatte das auch seine Vorteile: Unser Zimmer war schön und geräumig, das Frühstücksbuffet ließ wirklich keine Wünsche offen und auch die Mahlzeiten am Abend waren ausgesprochen lecker. Morgens merkten wir allerdings sofort, dass es hier wieder deutlich kühler war als im Norden – für unseren Morning Drive am nächsten Tag mussten also wieder die warmen Sachen aus dem Koffer geholt werden.

 

Den restlichen Tag ließen wir ganz entspannt am Pool verbringen. Wir lasen, gingen zwischendurch baden und Sophia beschäftigte sich mit ihren Playmobil-Figuren. Auch die Mangusten statteten uns hier wieder ihren Besuch ab. 






Beim Mittagessen und später auch beim Abendbuffet ließen wir es uns gutgehen und unterhielten uns am Nachmittag noch sehr nett mit einer neu angereisten Reisegruppe.

 





Nach ein paar Runden UNO an der Bar kam schließlich auch unser Guide vorbei und bestätigte endgültig, dass wir am nächsten Morgen tatsächlich beim Morning Drive dabei sein würden. Erleichtert darüber und voller Vorfreude auf unseren Ausflug in den Etosha-Nationalpark gingen wir früh ins Bett – schließlich sollte der Wecker am nächsten Morgen sehr früh klingeln.



Teil 3907. Sept. 2026

Donnerstag, 28. Mai 2026 – Ein Morgen voller Tiersichtungen

 

Heute klingelte der Wecker bereits um 05:30 Uhr. Nach einem schnellen Frühstück trafen wir uns um 06:30 Uhr mit unserem Guide Richard und zwei weiteren Mitfahrern. Gemeinsam fuhren wir Richtung Etosha-Gate und gehörten schließlich zu den ersten Fahrzeugen, die kurz nach der Öffnung in den Park einfuhren.

 

Einer der großen Vorteile eines geführten Game Drives ist für uns die erhöhte Sitzposition, vor allem aber die Vernetzung der Guides untereinander. Richard erhielt gleich zu Beginn die Nachricht, dass Löwen in der Nähe von Okaukuejo gesichtet worden waren. Also ging es mit ordentlich Tempo dorthin – und tatsächlich entdeckten wir ein Löwenmännchen, zwei Weibchen und einige Jungtiere. Sie waren zwar recht weit entfernt, aber mit dem Fernglas konnten wir sie gut beobachten. Sobald sie sich ins hohe Gras legten, waren sie allerdings praktisch verschwunden.






Safari-Romantik 😎


In der Umgebung entdeckten wir außerdem drei Tüpfelhyänen, Schakale und Riesentrappen, bevor wir weiterfuhren. 










Kurz darauf entdeckten wir ein Nashorn, das gemächlich auf ein nahegelegenes Wasserloch zulief. Richard vermutete genau das und positionierte uns entsprechend – und tatsächlich waren wir die Ersten, die das Nashorn am Wasserloch beobachten konnten. Wenig später kamen noch weitere Fahrzeuge und eine Herde Zebras dazu. Das Nashorn ließ sich davon nicht weiter beeindrucken, drehte uns irgendwann einfach den Rücken zu und zog wieder davon.











Ein weiteres Highlight folgte kurz darauf: eine große Elefantenherde, die plötzlich rechts und links der Straße zwischen den Büschen auftauchte. Besonders schön war, dass auch mehrere Jungtiere dabei waren. Ein Elefantenbaby war laut Richard vermutlich gerade einmal zwei Monate alt und blitzte immer wieder kurz zwischen den Büschen hervor.







Die Herde bewegte sich teilweise direkt an der Straße entlang und überquerte sie immer wieder. Dabei mussten wir besonders darauf achten, genügend Platz als möglichen Fluchtweg zu lassen. Ein Elefant wurde sogar ziemlich ungehalten, als zwei Fahrzeuge hinter uns zu dicht vor ihm standen, und quittierte das Ganze mit lautem Trompeten. Da wurde noch einmal sehr deutlich, wie wichtig es ist, den Tieren ihren Raum zu lassen.
















Gegen 11 Uhr waren wir wieder zurück am Gate. Auf dem Rückweg sahen wir noch eine große Gruppe von etwa 20 bis 30 Geiern, die über einer Stelle im hohen Gras kreiste. Was genau sie dort gefunden hatten, konnten wir leider nicht erkennen.

 

Damit verabschiedeten wir uns nach einem wirklich wunderschönen Morning Drive von Etosha. Löwen, Nashorn und Elefanten – mehr hätten wir uns für diesen Vormittag kaum wünschen können. 

 

Zurück an der Lodge verbrachten wir den restlichen Tag ganz entspannt am Pool. Die kleinen Mangusten sorgten wieder für Unterhaltung: Marc und Sophia fanden heraus, dass sie immer dann in Richtung Haupthaus flitzen, wenn dort die Rasensprenger angeschaltet werden. Im feuchten Boden suchen sie anschließend nach Würmern und balgen sich offenbar begeistert um ihre Beute.

 

Am Abend gab es noch Cocktails am Pool und anschließend Buffet zum Abendessen. Nach dem frühen Start waren wir alle ziemlich müde – besonders Sophia – und verschwanden deshalb bald im Bett.

Teil 4009. Sept. 2026

Fazit Etosha Safari Lodge

 

Die Etosha Safari Lodge ist mit 65 Chalets eine vergleichsweise große Anlage. Die Unterkünfte sind weitläufig und flügelförmig angeordnet, sodass die Entfernungen zum Haupthaus teilweise erheblich sind. Mit dem Auto kann man allerdings direkt vor dem jeweiligen Chalet parken. Wir hatten mit Chalet 42 großes Glück, denn es lag nur wenige Schritte vom Haupthaus entfernt.

 

Ein großer Pluspunkt ist die Lage: Die Lodge liegt nur etwa 10 Kilometer vom Anderson Gate des Etosha-Nationalparks entfernt. Gerade für einen Morning Drive ist das ideal, da man morgens nicht weit bis zum Parkeingang fahren muss und somit weniger früh aufstehen muss.

 

Unser Chalet hat uns sehr gut gefallen. Es war modern und gleichzeitig im afrikanischen Stil eingerichtet, hatte ein separates WC, bequeme Betten, eine kleine Terrasse und ein offen gestaltetes Badezimmer. Auch eine Klimaanlage war vorhanden – bei den Temperaturen definitiv ein wichtiger Pluspunkt.

 

Auf dem weitläufigen Gelände gibt es drei Pools. Wir haben allerdings ausschließlich den Pool am Haupthaus genutzt und waren dort erstaunlich oft fast allein. Viele Gäste verbringen den Tag im Etosha, sodass die Anlage trotz ihrer Größe angenehm ruhig wirkte. 

 

Besonders schön fanden wir die Sundowner-Plattform, die wie ein Steg in die Landschaft hinausragt. Sie ist zum Sonnenuntergang sehr beliebt. Praktisch: Die Lodge bringt dafür sogar eine mobile Bar nach draußen, sodass man sich direkt vor Ort mit Getränken versorgen kann.

 

Auch das Abendessen auf der Terrasse hat uns mit den Lichterketten in den Bäumen sehr gut gefallen. Das Essen war insgesamt gut bis sehr gut, vor allem die große Auswahl beim Frühstück und Abendessen. Da findet eigentlich jeder etwas. Nicht jedes Stück Fleisch war perfekt, aber das war für uns kein wirklicher Kritikpunkt. Der Service war ebenfalls gut bis sehr gut und vor allem angenehm schnell und aufmerksam.

 

Die Etosha Safari Lodge hat uns ausgesprochen gut gefallen und ist für einen Aufenthalt rund um den Etosha eine klare Empfehlung. 

Teil 4109. Sept. 2026

Freitag, 29. Mai 2026 – Letzter Halt: Kambaku

 

Nach einem gemütlichen Frühstück und dem Beladen unseres Autos ging es wieder auf die Straße. Zunächst tankten wir noch am Etosha Trading Post und erhöhten den Reifendruck, da wir ab jetzt überwiegend auf Teerstraßen unterwegs sein würden. Über Outjo und Otjiwarongo fuhren wir weiter Richtung Kambaku, unserer nächsten Unterkunft nordwestlich des Waterbergs.

 

Für die Strecke brauchten wir etwa zweieinhalb bis drei Stunden. Wir fahren auch auf Teerstraßen gemütlich mit maximal 100 km/h und werden deshalb regelmäßig überholt. Umso größer war unsere Überraschung, als wir während der wenig abwechslungsreichen Fahrt plötzlich eine Giraffe direkt am Straßenrand am Zaun entdeckten. Damit hatten wir nun wirklich nicht gerechnet! 😃

 

Die letzten rund 17 Kilometer führten noch über eine Pad, bevor wir Kambaku erreichten. Die Lodge hatte ich irgendwann hier im Forum entdeckt und war sofort begeistert. Da wir den Waterberg bereits zweimal besucht hatten, war die Lage für uns zweitrangig – wir wollten hier vor allem drei entspannte Tage verbringen und noch einmal die Landschaft genießen.

 

Wir wurden sehr herzlich empfangen und erfuhren, dass wir bei unserer Fully-Inclusive-Buchung zweimal täglich zwischen einem Game Drive und einem Bushwalk wählen konnten. Für den ersten Nachmittag ließen wir beides allerdings aus. Sophia hatte sofort den Spielplatz entdeckt und wollte lieber dort spielen, während wir den Lunch mit Burgern, Pommes, Salat, Guacamole und Brot genossen. Gegessen wird hier gemeinsam an großen Tischen, sodass man schnell mit anderen Gästen ins Gespräch kommt.

 





Den restlichen Nachmittag verbrachten wir entspannt am Pool. Sophia war begeistert vom Spielplatz, während wir gelesen und Musik gehört haben. Bei der Guest Relation Managerin äußerten wir außerdem den Wunsch, dass Sophia gerne einmal reiten würde. Sie liebt Pferde und nimmt seit Anfang des Jahres Reitstunden – für sie wäre das hier eine ganz besondere neue Erfahrung.

 










Am Abend ging es zunächst ans Lagerfeuer. Von der schön gestalteten Feuerecke hatte man einen tollen Blick auf das beleuchtete Wasserloch, auch wenn sich dort gerade kein Tier blicken ließ. Anschließend wechselten wir in die Bar, die mit ihren Barhockern in Form von Pferdesätteln ziemlich originell gestaltet ist. Auf der angrenzenden Dachterrasse waren lange Tafeln für alle Gäste gedeckt, und wir wurden zufällig mit verschiedenen anderen Gästen zusammengesetzt.

 



Neben uns saß Thorsten, der ehemalige Besitzer von Kambaku, mit am Tisch. Seine Kinder haben die Lodge inzwischen übernommen, während er sich aus dem operativen Geschäft zurückgezogen hat und nur noch repräsentative Aufgaben übernimmt. Es wurde ein richtig kurzweiliger Abend. Wir tauschten uns über den Etosha-Ausflug der anderen Gäste aus und konnten Thorsten gleichzeitig mit allgemeinen Fragen über Namibia löchern – unter anderem über das Schul- und Sozialsystem des Landes.

 

Auch kulinarisch wurden wir verwöhnt: Auf Guacamole mit Garnele folgte Eland-Steak mit weißem Bohnenpüree und Gemüse. Das war richtig lecker. Zum Dessert gab es ein Rhabarber-Trifle, das allerdings nicht ganz meinen Geschmack traf. Sophia hingegen blieb ihrer Linie treu und begnügte sich mit Brot, während sie nebenbei einen ganzen Block vollmalte.

 

Gegen halb zehn fielen wir schließlich zufrieden ins Bett. Unser erster Tag im Kambaku hätte kaum entspannter beginnen können – genau das, was wir uns für die letzten Tage unserer Reise gewünscht hatten.

Teil 4216. Sept. 2026

Samstag, 30. Mai 2026 – Zum Glück gibt es Gin Tonic

 

Heute Morgen hatten wir bewusst keine Aktivität geplant und konnten deshalb ausschlafen. So richtig gelungen ist das allerdings nicht: Unser Zimmer lag direkt neben dem Haupthaus und dem Essbereich, sodass wir schon ab 5:30 Uhr mitbekamen, wie die ersten Gäste aufstanden. Kaffee holen, unterhalten, Frühstück vorbereiten – alles war ziemlich gut zu hören. Wir dösten trotzdem noch gemütlich weiter und gingen gegen 9 Uhr zum Frühstück.

 

Und das war tatsächlich das beste Frühstück unserer gesamten Reise. Es gab unter anderem Bagels mit Avocado und Ei oder Räucherlachs und Frischkäse, frische Waffeln, verschiedene Obstsorten im Glas, bereits mundgerecht geschnitten und vieles mehr – wirklich alles, was das Herz begehrt. 

Als wir fertig waren, trudelten nach und nach die anderen Gäste von ihren morgendlichen Aktivitäten wie Reiten, Game Drive oder Bushwalk ein. Bei angeregten Gesprächen über die Erlebnisse wurde die Stimmung richtiggehend ausgelassen. Eigentlich wollten wir uns unterdessen für eine kleine Wanderung umziehen. Genau in diesem Moment begann allerdings der Zimmerservice mit der Reinigung unseres Zimmers und werkelte dort geschlagene 45 Minuten herum – inklusive Fensterputzen. Da wir erst am Nachmittag zuvor eingezogen waren, hätten wir auf diese gründliche Reinigung ehrlich gesagt gut verzichten können 😅

 

Inzwischen war es fast 11 Uhr und in der Sonne schon ziemlich warm. Sophia hatte überhaupt keine Lust auf eine Wanderung und wollte lieber mit der riesigen Lego-Kiste der Lodge spielen. Und auch wir waren nicht mehr besonders motiviert. Also gesellten wir uns wieder zu den anderen auf die Veranda und suchten uns später einen Platz am Pool.

Sophia und ich ergatterten zwei Liegen im Halbschatten, lasen und hörten Hörspiel, während Marc den ganzen Nachmittag in der Sonne am Pool verbrachte. Um 13 Uhr wurden wir bereits wieder zum Lunch gerufen – verhungern muss man hier wirklich nicht 🤪 Es gab gegrilltes Calamari-Steak mit Salat, dazu Brot, Butter und Guacamole. Getränke waren den ganzen Tag inklusive (außer Alkohol).

 

Am Nachmittag stand dann unser nächstes gemeinsames Erlebnis auf dem Programm: der Gin-Tonic-Drive, wie der Sundowner Drive hier nach Aussage der anderen genannt wird. Um 15:30 Uhr ging es mit insgesamt zehn Gästen los. Unser Guide hieß Max und wir waren fast zweieinhalb Stunden auf dem riesigen Gelände unterwegs. 

Leider war das für uns der enttäuschendste Drive der gesamten Reise. Dabei lag es gar nicht daran, dass wir wenige Tiere gesehen hätten – Tiere gibt es schließlich immer zu entdecken. Vielmehr hat unser Guide so gut wie nichts erklärt. Bei Tieren in der Nähe nannte er meist nur kurz die Art und fuhr anschließend weiter. Auch Spuren, Hinterlassenschaften oder Informationen über die Lodge und den Farmbetrieb hätten genügend Gesprächsstoff geboten, aber es kam kaum etwas. Auf Nachfrage erhielt man lediglich einsilbige Antworten.

Wenn wir eine Tierart bereits gesehen hatten, wurde bei einer weiteren Sichtung teilweise gar nicht mehr angehalten. Irgendwann standen wir dann aber zehn Minuten an einem Punkt, an dem in großer Entfernung ein paar kaum erkennbare Punkte zu sehen waren, die angeblich Kudus sein sollten. Insgesamt wirkte der Drive ziemlich planlos, war wenig informativ und dadurch leider auch etwas langweilig.

 

Zum Glück war wenigstens der Sundowner selbst sehr schön. An einer freien Stelle im Gelände (Erhöhungen gibt es hier keine) wurde auf der Motorhaube des Fahrzeugs eine kleine Bar aufgebaut und wir bekamen unseren angekündigten Gin Tonic. Wir unterhielten uns gut mit den anderen Gästen und genossen den Sonnenuntergang, bevor es zurück zur Lodge ging. 

Dort versuchten wir noch herauszufinden, ob am nächsten Tag derselbe Guide mitfahren würde – denn dann hätten wir auf die nächste Tour definitiv verzichtet 🫣

 

Gegen 18:30 Uhr waren wir zurück, duschten noch schnell und machten uns anschließend wieder auf den Weg zum Abendessen auf der Dachterrasse. Die Sitzordnung war wie am Vorabend, sodass wir erneut eine sehr nette Runde hatten. Diesmal saß statt Thorsten eine Volontärin mit am Tisch, die noch bis September auf der Lodge bleiben und bei den Pferden helfen wird. Wir finden es schön, dass sich die Mitarbeiter hier immer wieder unter die Gäste mischen und dabei auch ein bisschen aus ihrem Alltag erzählen.

Zum Essen gab es Tomatensuppe als Vorspeise, Oryx-Geschnetzeltes mit Wirsing und Bratkartoffeln als Hauptgang und zum Abschluss Orangen-Minz-Sorbet. Das Geschnetzelte war ehrlich gesagt nicht ganz mein Fall, das Sorbet dagegen war richtig lecker.

 

Danach ging es auch schon ins Bett. Schließlich wollten wir am nächsten Morgen wirklich mal wieder früh aufstehen 😂

Teil 4318. Sept. 2026

Sonntag, 31. Mai 2026 - Ein letzter Tag zwischen Pferden, Giraffen und Sundowner

 

Kaum zu glauben, aber heute ist tatsächlich unser letzter voller Tag in Namibia. Morgen geht es zurück nach Windhoek und dann heißt es Abschied nehmen. Unglaublich, wie schnell knappe sechs Wochen vergehen können – und gleichzeitig haben wir in dieser Zeit unglaublich viel erlebt.

 

Der Morgen begann für mich leider mit ziemlich heftigen Magenschmerzen, sodass ich zunächst gar nicht sicher war, ob ich bei unserer geplanten Aktivität mitkommen könnte. Aber ich wollte es zumindest versuchen – und zum Glück ging es dann doch ganz gut.

 

Nach einem kleinen Frühstück liefen wir gegen Viertel vor acht zu den Ställen. Für Sophia stand heute nämlich noch einmal ein ganz besonderes Erlebnis auf dem Programm: Sie durfte auf einem Pony reiten, während wir sie bei einem Bushwalk begleiteten. 

Ihr Pony hieß Eni und war zu Sophias großer Freude eine Schimmelstute. Mit Helm und Gamaschen ausgestattet saß sie wenig später glücklich im Sattel. Benito führte Eni, während Stefanie uns als Guide begleitete – und schon nach kurzer Zeit merkten wir, was für einen Unterschied ein guter Guide machen kann.

Stefanie erklärte uns unterwegs jede Menge Spannendes: wie man im Sand die Spuren von Katzen und Hunden unterscheidet oder woran man die Hinterlassenschaften von Wiederkäuern und Nichtwiederkäuern erkennt. Und dann kam auch noch das tierische Highlight: Vier Giraffen standen ganz in unserer Nähe im Gebüsch und fraßen, während wenig später Gnus an uns vorbei galoppierten.

Ein richtig schöner Ausflug, der uns allen großen Spaß gemacht hat – und für mich um Welten besser war als unser Game Drive am Vortag.

 

Gegen halb zehn waren wir zurück und widmeten uns erst einmal ausgiebig dem wirklich hervorragenden Frühstück. Frisch gepresster Orangensaft und ein Bagel mit Räucherlachs – so lässt sich ein letzter Urlaubstag durchaus beginnen.

 

Danach wechselten wir in den gemütlichen Teil des Tages und verbrachten die nächsten Stunden im Garten und am Pool. Anfangs war es noch ziemlich frisch, später konnten wir immerhin eine der begehrten Sonnenliegen ergattern. Einige andere Gäste hatten sich ihre Plätze nämlich schon vor dem Frühstück mit Handtüchern und Taschen reserviert – dieses Phänomen funktioniert offenbar auch in Namibia ganz hervorragend 😈

 

Auf das Mittagessen verzichteten wir, denn langsam war uns das Essen einfach zu viel. Nachmittags gab es aber noch ein Stück Orangenkuchen, bevor wir um halb vier zu unserem letzten Sundowner Drive aufbrachen. Diesmal saß Stefanie am Steuer, außerdem begleiteten uns zwei Amerikaner.

 

Und auch hier zeigte sich wieder der Unterschied zum Vortag. Wir sahen deutlich mehr Tiere, Stefanie hielt regelmäßig an und erzählte uns viel über das, was wir entdeckten. Natürlich gab es auch längere Abschnitte, in denen weit und breit kein Tier zu sehen war – aber das gehört nun einmal dazu.

Insgesamt bestätigte sich für uns trotzdem der Eindruck, dass das Reservat landschaftlich und hinsichtlich der Tierwelt eher überschaubar ist. Viele Arten begegnen einem immer wieder, und für unseren Geschmack hätte der Drive durchaus eine Stunde kürzer sein können. Ich finde es erstaunlich, dass viele Gäste hier eine oder zwei Wochen verbringen.

 

Zum Sundowner trafen wir noch die Eltern unserer amerikanischen Mitfahrer, die zu Pferd unterwegs waren. Kurz darauf entdeckten wir einen Erdwolf, den wir eine ganze Weile beobachten konnten. Ein ziemlich schöner Abschluss unseres letzten Drives.

Mit der untergehenden Sonne wurde es allerdings sehr schnell bitterkalt. Auf der Rückfahrt froren wir ordentlich und verschwanden anschließend direkt unter der heißen Dusche.

 

Am Abend gab es noch einmal ein leckeres Essen auf der Dachterrasse. Diesmal saßen wir neben Melanie, die für die Guest Relations der Lodge zuständig ist und erst seit zweieinhalb Monaten hier lebt. Sie erzählte uns einiges über ihr Leben und ihre Arbeit in Namibia und so wurde es ein interessanter und sehr unterhaltsamer letzter Abend.

Sophia hatte derweil ebenfalls ihre Abendunterhaltung gefunden: Sie saß irgendwann an der Bar auf einem der Barhocker in Form eines Pferdesattels und unterhielt sich bestens mit einem anderen Gast 😅

 

Und damit ging tatsächlich unser letzter voller Tag dieser Reise zu Ende. Nach fast sechs Wochen voller Landschaften, Tiere, Begegnungen und unzähliger Erlebnisse blieb uns jetzt nur noch eine letzte Nacht in Namibia.

Teil 4420. Sept. 2026

Montag, 1. Juni 2026 – Abschied von Namibia und ab nach Hause

 

Unser letzter Morgen in Namibia begann früher als geplant. Eigentlich wollten wir ausschlafen, doch wie schon an den Tagen zuvor wurden wir gegen sieben Uhr von den anderen Gästen geweckt, die vor ihren Aktivitäten frühstückten. Erst gegen halb acht kehrte wieder Ruhe ein und wir dösten noch ein wenig weiter. Sophia war ohnehin schon ganz aufgeregt: Heute ging es nach Hause – und damit rückte auch das heiß ersehnte Wiedersehen mit unserem Kater immer näher 😍

 

Zum Abschied ließen wir uns das Frühstück noch einmal richtig schmecken: süße Waffeln, Bagel mit Avocado und Ei und frisch gepressten Orangensaft. In der Ferne zogen tatsächlich noch einmal vier Giraffen an der Lodge vorbei – ein ziemlich passender letzter Gruß aus Namibia.

 

Danach hieß es endgültig zusammenpacken. Wir verteilten unsere Siebensachen auf die Koffer, bezahlten die offene Rechnung und stellten dabei fest, dass Sophias Ausritt vom Vortag gar nicht berechnet worden war – eine wirklich nette Geste. Schließlich verabschiedeten wir uns vom Personal und den anderen Gästen. 

 

Fazit Kambaku Safari Lodge

 

Kambaku war eine wunderschöne letzte Station und genau der richtige Ort, um unsere Reise langsam ausklingen zu lassen. Unser Zimmer war gemütlich und außergewöhnlich eingerichtet, das Essen hervorragend – insbesondere das Frühstück war für uns das Beste der gesamten Reise – und auch der Service ließ keine Wünsche offen. Besonders positiv in Erinnerung bleiben uns außerdem die Ausflüge mit Stefanie und natürlich Sophias Ausritt.

 

Man sollte allerdings wissen, dass Kambaku vor allem auf Reiter und Jäger ausgerichtet ist und viele Gäste hier ihren kompletten Urlaub verbringen. Als Rundreisende waren wir eher die Ausnahme. Vom Jagdbetrieb selbst haben wir allerdings kaum etwas mitbekommen.

 

Für uns war Kambaku genau der richtige Ort, um nach knapp sechs Wochen Namibia noch einmal ein paar entspannte Tage zu verbringen und die Reise gemütlich ausklingen zu lassen. Ein zweites Mal würden wir vermutlich trotzdem nicht kommen – dafür bietet uns die Umgebung zu wenig Neues und Namibia noch viel zu viele andere Orte, die wir gerne entdecken würden.

 

Um 10:20 Uhr rollten wir vom Hof. Auch auf den letzten Kilometern Schotterpiste bis zur B1 zeigte sich Namibia noch einmal von seiner tierischen Seite: Eine Warzenschweinfamilie, ein Steinböckchen und einige Helmperlhühner kreuzten unseren Weg. Danach lagen mehrere eher unspektakuläre Stunden auf der B1 vor uns. Für etwas Abwechslung sorgten lediglich eine Polizeikontrolle vor Otjiwarongo mit einem ausgesprochen freundlichen Polizisten und ein kurzer Zwischenstopp an einer Tankstelle. Ab Okahandja wechselten wir auf die A1, wo das Fahren deutlich entspannter wurde.

 

Um 14:20 Uhr erreichten wir Windhoek, tankten unseren Hilux ein letztes Mal voll und standen um Punkt 14:30 Uhr bei Asco Car Hire. Nach fast sechs Wochen hieß es nun auch Abschied nehmen von unserem zuverlässigen Reisebegleiter auf vier Rädern. Nachdem das Auto ausgeräumt und kontrolliert war, warteten wir auf unseren Shuttle zum Flughafen.

Gegen 15:15 Uhr ging es los. Nach einem kurzen Zwischenstopp an der Arebbusch Travel Lodge erreichten wir kurz vor vier den Flughafen – allerdings nicht ganz ohne letzten kleinen Schreckmoment: Direkt bei der Einfahrt gab es an einem Speedbump plötzlich einen lauten Knall. Ein Blick nach hinten zeigte, dass sich der Anhänger mit unseren Koffern vom Bus gelöst hatte. Zum Glück war das erst hier und nicht auf der Autobahn passiert – daran möchte man lieber gar nicht denken 🫣

Am Flughafen sicherten wir uns zunächst einen sonnigen Platz in der kleinen Bar am Eingang und bestellten Salat und Sandwiches. Als die Sonne langsam hinter den Gebäuden verschwand, gaben wir unsere Koffer auf und machten uns nach Security und Passkontrolle auf den Weg in die Paragon Premium Lounge.

 

Dass wir überhaupt in den Genuss der Lounge kamen, hatte einen einfachen Grund: Nachdem wir den Hinflug in der Economy Class ziemlich fürchterlich gefunden hatten und Marc von früheren Reisen noch einige Meilen übrig hatte, hatten wir uns für den Rückflug kurzerhand ein Upgrade in die Business Class für uns alle drei gegönnt. Gebucht hatten wir es bereits drei oder vier Wochen zuvor über die Lufthansa-Hotline. Für Sophia und mich war es das erste Mal in der Business Class – entsprechend gespannt waren wir auf das, was uns erwartete.

 

Die ersten Annehmlichkeiten konnten wir schon in der Lounge genießen: weiche Sessel, Essen und Getränke inklusive. Sophia freute sich über Nudeln mit Pesto, Marc und ich über den leckeren Wein. Da sich allerdings grundsätzlich jeder Fluggast gegen Bezahlung in die Lounge einbuchen konnten, wurde es mit der Zeit ziemlich voll. Zum Glück hatten wir uns frühzeitig eine ruhige Ecke gesichert.

 

Das Boarding begann pünktlich und am Gate trafen wir sogar noch einmal einen Gast aus Kambaku, der ebenfalls über München nach Hause flog. Dann kam der Teil, auf den wir uns besonders gefreut hatten: unser Einzug in die Business Class 😅

 

Und was soll ich sagen: Sophia und ich waren ziemlich begeistert. Viel Platz, ein Sitz, der sich in ein flaches Bett verwandeln ließ, gutes Essen und natürlich ein Film zum Einschlafen – so lässt sich ein Nachtflug definitiv deutlich angenehmer verbringen. Einziger Wermutstropfen waren die beiden defekten Toiletten im vorderen Bereich, wodurch es vor den verbliebenen Toiletten hinten regelmäßig zu Staus kam.

Ob sich das Upgrade gelohnt hat? Rein finanziell betrachtet wahrscheinlich eher nicht. Aber es war schon eine ziemlich nette Erfahrung, nach einem Nachtflug tatsächlich komplett ausgeruht in München anzukommen. Für uns war es jedenfalls ein sehr angenehmer Flug – und ein ziemlich luxuriöser Abschluss von sechs Wochen Namibia.

 

Pünktlich gegen 6:30 Uhr landeten wir in München. Dank Business Class waren wir als Erste aus dem Flugzeug und auch die Passkontrolle ging ohne Wartezeit. Nur beim Gepäck zeigte sich der Münchner Flughafen wieder von seiner gewohnten Seite: Erst nach einer guten halben Stunde tauchten die ersten Koffer auf – immerhin waren unsere direkt dabei.

 

Die S-Bahn stand schon bereit zur Abfahrt – und damit waren wir tatsächlich wieder zu Hause.

 

Fast sechs Wochen Namibia lagen hinter uns – sechs Wochen voller Landschaften, Tiere, Begegnungen, kleiner Abenteuer und unglaublich vieler Eindrücke. Irgendwie kaum zu glauben, wie schnell diese Zeit vergangen war. Und so schön diese Reise auch gewesen ist: Es fühlte sich gut an, wieder nach Hause zu kommen.

 

Für Sophia warteten dort endlich unser Kater und ihr Freunde. Für mich zunächst einmal der Wäscheberg einer sechswöchigen Reise 🤣

 

Willkommen zurück im Alltag.

Teil 4520. Sept. 2026

Fazit – Sechs Wochen Namibia

 

Und damit endet sie tatsächlich – unsere längste Reise, die wir bisher je unternommen haben. Fast sechs Wochen Namibia. Sechs Wochen in einem Land, das wir schon vorher sehr geliebt haben und das uns auch dieses Mal wieder unglaublich viele besondere Momente geschenkt hat 🥰

 

Wir haben auf dieser Reise so viel erlebt und gesehen: die Weite der Kalahari, den Fish River Canyon, die traumhaften Landschaften rund um Aus und Lüderitz, die Dünen der Namib, Swakopmund und Sandwich Harbour, die Spitzkoppe, das Damaraland, den weiten Weg bis hinauf zu den Epupa Falls und natürlich die Tierwelt im Etosha. Wir haben Elefanten gesucht und gefunden, Löwen beobachtet, sind durch Dünen gefahren, haben unter einem unglaublichen Sternenhimmel geschlafen, sind gewandert, geritten, haben Sundowner genossen und unzählige Kilometer auf namibischen Schotterpisten zurückgelegt.

 

Es fällt mir schwer, einzelne Highlights herauszupicken. Ganz weit vorne waren für uns sicherlich das Schlafen unter den Sternen im Barchan Dune Retreat, Sandwich Harbour, das Elefanten-Tracking im Damaraland, die Fish River Lodge und natürlich die vielen besonderen Tierbegegnungen. Aber oft waren es genauso die kleinen Momente dazwischen: ein Frühstück mit Aussicht, ein einsamer Picknickplatz irgendwo im Nirgendwo, ein wunderschöner Sonnenuntergang oder einfach dieses Gefühl, unterwegs zu sein und ganz viel Zeit miteinander zu haben.

 

Genau diese Zeit war vielleicht das größte Geschenk dieser Reise. Fast sechs Wochen lang mussten wir nirgendwo anders sein, hatten keinen Alltag und keine Termine und konnten dieses Land, das wir so sehr lieben, ganz in Ruhe genießen. Gerade mit Sophia war es etwas ganz Besonderes, all das gemeinsam zu erleben und Namibia noch einmal ein Stück weit durch ihre Augen zu sehen.

 

Gleichzeitig haben wir aber auch etwas über uns gelernt: Wir sind definitiv keine Langzeitreisenden 😉 So schön diese sechs Wochen waren – irgendwann haben wir alle gemerkt, dass wir uns wieder auf unser Zuhause, unser eigenes Bett, Freunde und Familie und sogar ein bisschen auf einen geregelten Alltag freuen. Für uns sind drei bis vier Wochen vermutlich die perfekte Reisedauer. Lang genug, um wirklich einzutauchen und viel zu erleben, aber kurz genug, dass man am Ende noch nicht ganz so sehnsüchtig Richtung Heimat schielt.

 

War es trotzdem richtig, dieses Mal fast sechs Wochen zu bleiben? Absolut. Wir würden keinen Tag davon missen wollen.

 

Namibia hat uns auch beim fünften Mal nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Wir haben neue Ecken kennengelernt, alte Lieblingsorte wieder besucht und einmal mehr festgestellt, warum dieses Land für uns etwas ganz Besonderes ist.

 

Und nach so einer langen Reise nach Hause zu kommen, hat schließlich auch einen entscheidenden Vorteil: Man kann direkt anfangen, die nächste zu planen 😉

 

Zum Schluss möchte ich mich aber auch noch bei euch bedanken: bei allen, die uns in den vergangenen Wochen hier begleitet, mitgelesen und kommentiert oder einfach zwischendurch den Danke-Button gedrückt haben. Ich habe mich wirklich über jede einzelne Rückmeldung gefreut und es hat unglaublich viel Spaß gemacht, unsere Reise auf diese Weise noch einmal Revue passieren zu lassen und mit euch zu teilen.

 

Ich hoffe, ich konnte mit diesem Bericht vielleicht den einen oder anderen inspirieren. Und wenn dabei noch ein paar Informationen, Erfahrungen oder ganz praktische Kleinigkeiten für eure eigene Reiseplanung hilfreich waren oder irgendwann noch sein werden, dann hat sich die ganze Schreiberei gleich doppelt gelohnt.

 

Danke, dass ihr uns auf unserer Reise begleitet habt!

Teil 4620. Sept. 2026

Noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Ich habe dieses Mal kein klassisches Reisetagebuch geführt und auch nicht jeden Abend lange Texte ins Handy getippt. Stattdessen habe ich meine Erlebnisse regelmäßig mit der App „Whisper“ eingesprochen und direkt von Sprache in Text umwandeln lassen. Das geht im Urlaub wesentlich schneller als Schreiben und hat für mich hervorragend funktioniert – das Ergebnis konnte sich auch an Orten ohne WLAN oder Handynetz sehen lassen. Gleichzeitig hatte ich nach der Reise schon eine ziemlich ausführliche Textbasis, auf der ich für diesen Reisebericht aufbauen konnte.

 

Vielleicht ist das ja auch für den einen oder anderen von euch eine Idee für die nächste Reise 😊

Zurück nach Namibia - April & Mai 2026 von Sorimuc

Quelle: www.namibia-forum.ch/forum/thema/307006-zurueck-nach-namibia-april-mai-2026

Stand: letzter Berichtsteil vom 20. Sept. 2026

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