von kharry · Nov. – Dez. 2025 · 29 Tage · Selbstfahrer · 28 Teile
Über diesen Reisebericht
Vier Wochen lang sind wir im November und Dezember 2025 zu zweit mit dem Mietwagen durch Costa Rica unterwegs, die Route mit bella aventura geplant. Sie führt uns von der Karibikseite über die tropische Nordebene und die Pazifikküste bis ins kühle Hochland, mit mehreren Stationen, die nur per Boot zu erreichen sind.
Zur Lirio Lodge am Rio Madre de Dios fahren wir durch enge Dschungelkanäle, vorbei an Klammeraffen, während uns im Cahuita-Nationalpark Kapuzineraffen, Brüllaffen und Krokodile begegnen. Ein Nachtspaziergang bei der Maquenque Lodge zeigt uns Kaimane, Frösche und Tapirspuren. Am Playa Corozalito bei Samara erleben wir nachts gleich zweierlei: wie die Jungtiere eines Nests aus dem Sand purzeln und ins Meer streben, und wie eine andere Oliv-Bastardschildkröte ihre Eier in einem frisch gegrabenen Nest ablegt. Bei Uvita führt uns eine dreistündige Bootstour durch die Mangroven des Rio Grande de Terraba — für uns einer der Höhepunkte der Reise. Von der Zeltterrasse der nur per Boot erreichbaren Las Caletas Lodge an der Drake Bay beobachten wir ein brütendes Ara-Paar, und im kühlen Bergland warten wir drei Stunden auf den sagenhaften Quetzal, bis sich am Ende doch noch ein einzelnes, weit entferntes Exemplar zeigt.
Kräftiger Regen vor allem an der Karibikseite und im Norden bringt uns dazu, eine Wanderung zum türkisfarbenen Rio Celeste im Tenorio-Nationalpark umzukehren und eine geplante Tour ganz zu streichen. Den letzten Aufenthalt im Bergland verkürzen wir spontan auf eine Nacht und fahren nach der Quetzaltour früher nach San José.
Diese Zusammenfassung wurde automatisch erstellt und vom Autor freigegeben.
Teil 121. Dez. 2025
Wieder zurück aus Costa Rica sind wir voller frischer Eindrücke, die wir gerne teilen wollten. Im Oktober hattet ihr uns in unseren Überlegungen zur Reiseroute super unterstützt und seid vielleicht neugierig, was daraus geworden ist.
Wir, Harald und Ingrid, sind beide 64 Jahre und in der Nähe von Karlsruhe zu Hause. Wir fotografieren viel und gerne und sind bereits 2016 auf das Namibia-Forum aufmerksam geworden, als ihr uns mit Tipps zu Namibia unterstützt habt. Damals gabs leider keinen Reisebericht.
Letztendlich ist es bei der mit bella aventura geplanten Reiseroute geblieben, die für uns sehr gut gepasst hat. Einige wenige Details würden wir im Nachhinein noch ändern, aber dazu später mehr. Ein paar Anmerkungen zu unseren Unterkünften und auch einige Restaurants will ich gerne teilen.
2N San Jose - Hotel Presidente 2N Barra de Pacuare - Lirio Lodge 3N Cahuita - El Encanto 2N Boca Tapada - Maquenque Lodge 2N Bijagua - Casitas Tenorio 3N Samara - Hotel Bahia 2N Montezuma - Calala Lodge 2N Tarcoles - Rancho Capulin 3N Uvita - La Cusinga Eco Lodge 3N Drake Bay - Las Caletas Lodge 2N San Gerardo de Dota - Trogon Lodge
Dann schon einmal Allen ein schönes Weihnachtsfest und in Kürze mehr.
Harald
Vielleicht auch noch interessant: wir waren mit dem Reiseführer Costa Rica von Stefan Loose, Auflage 2024 unterwegs
Teil 222. Dez. 2025
Dienstag/Mittwoch 11.11./12.11.2025 San Jose
Müde kommen wir nach einem langen Tag gegen 23:00 Uhr in San Jose an, werden abgeholt und ins Hotel Presidente gefahren. Da wir bisher immer selbst organisiert unterwegs waren, genießen wir an diesem Abend, uns nicht selbst um einen lift kümmern zu müssen.
Der Tag begann früh um 5:00 Uhr in Frankfurt und führte mit Air Canada über 7h nach Toronto und dann noch einmal 5h nach San Jose. Inklusive eines fünfstündigen Zwischenstopps in Toronto. Ein Direktflug war uns zu teuer, aber wir haben das gesparte Geld letztendlich in Sitze mit mehr Beinfreiheit investiert, was sich als sehr wohltuende Entscheidung herausstellen sollte.
Das Hotel Presidente liegt um die Ecke der Fußgängerzone und damit im ideal Zentrum von San Jose. Mit einer der wenigen grünen Fassaden der Stadt und einem guten Restaurant mit Dachterrasse.
Wir frühstückten so spät wie möglich, wobei sich "spät" auf der ganzen Reise als relativ herausgestellt hat 🙂 . Danach bummelten wir durch die bereits weihnachtlich geschmückte Stadt Richtung mercado central, der wuseligen und sehenswerten Markthalle von San Jose, in der von Lebensmitteln über Haushaltswaren bis zu Costa Rica Andenken alles mögliche zu haben war. Natürlich auch eine Unmenge von nicht nur weihnachtlichen Ausstechern - leider keinen einzigen Faultierausstecher (was uns dann erst nach der Reise in Karlsruhe gelungen ist....).
Nachmittags regnet es sich ein, sodass wir den Rest des Tages unseren jetlag auf dem Zimmer pflegen bis wir dann gegen Abend unser Auto übernehmen können. Ein eher kleines chinesisches Modell mit allen möglichen Feinheiten, die wir erst nach und nach kennenlernen sollten. Kein 4wd, was aber im Nachhinein auch ok war, wobei sich manche Schlaglöcher sicher mit einem größeren Auto bequemer hätten verdauen lassen. Weiterhin von Adobe ausgestattet mit einem Hotspot, den wir für die empfohlene Navigations-App waze nutzen konnten.
Waze wurde hier im Forum ja schon öfter empfohlen und war für uns ebenfalls die ideale Wahl mit so netten Features wie die Warnung vor Schlaglöchern auf den Hauptstraßen oder den Schwellen bzw. Langsamfahrstrecken im Umfeld von Schulen.
Nachdem wir abends noch das Restaurant Azotea auf dem Dach des Hotels genossen haben (leider im Inneren wg. des anhaltenenden Regens), fielen wir ins Bett, da wir am kommenden Tag pünktlich zu einem ersten date mit einem Boot auf der Karibikseite kommen und entsprechend bald starten wollten.
Teil 322. Dez. 2025
Donnerstag 13.11.25 San Jose - Lirio Lodge
Wir sollten um 10:30 Uhr an den von der Lirio Lodge mitgeteilten Koordinaten sein, um dort das Auto abzustellen und mit dem Boot abgeholt zu werden. Waze hat uns am Abend vorher schon verraten, dass die Hauptstrecke über die Berge gesperrt ist und ein Umweg zu fahren sei, wobei für die 130 km ca. 3,5 h veranschlagt wurden. Deshalb starteten wir bereits um 6:00 Uhr, um einen größeren Puffer zu haben. Aus der Stadt heraus kamen wir ohne Probleme, steckten dann aber bald in einer endlosen Schlange über die Berge, in der es nur sehr langsam oder auch gar nicht vorwärts ging, wenn sich wieder einmal zwei Lastwagen in einer engen Kurve begegnet sind.
Damit hatten wir genügend Zeit die Aussicht zu genießen und waren dann endlich an der Karibik.
Allerdings brauchen wir für die letzten 11 km auf unbefestigter Schlaglochpiste durch Bananenplantagen noch einmal 30 min. und kommen mit 15 min. Verspätung am Treffpunkt an.... alles kein Problem, Marvin von der Lirio Lodge wartet auf uns, wir sind die einzigen Gäste.... das Auto können wir auf einem bewachten Platz abstellen und nehmen nur das Gepäck für drei Nächte mit aufs Boot. Sowohl beim Einstieg als auch beim Ausstieg gibt es einen Bootssteg.
Und jetzt beginnt unser Urlaub tatsächlich. Alle Hektik fällt ab und wir fahren nur staunend durch die engen Kanäle. Wir sehen Klammeraffen, die sich an Palmwedeln über das Wasser schwingen und werden von Marvin auf die ersten Lizards und Vögel aufmerksam gemacht.
Nach 30 min. mündet der Kanal in den breiten Rio Madre de Dios, dem wir noch eine Weile Richtung Boca Pacuare folgen. Plötzlich öffnet sich der Dschungel und wir sehen auf einer Lichtung die Hütten und die Terrasse der Lirio Lodge.
Teil 422. Dez. 2025
Donnerstag, 13.11.25 Lirio Lodge nachmittags
Wir bezogen unsere einfache, aber praktische Hütte, in der uns nur Moskitonetze vom Dschungel trennten 🙂
Und machten erste Bekanntschaften mit der Tierwelt um uns
Nachmittags fuhren wir nach einer Siesta auf die gegenüberliegende Seite des Rio Madre de Dios, um von dort ans Meer zu gehen. Das Wetter wurde immer schlechter und pünktlich fing es an zu regnen. Die Karibik hatten wir uns etwas anders vorgestellt....
Allerdings hatte es auch etwas für sich, die Siesta in der Hängematte fortzusetzen
Teil 522. Dez. 2025
Freitag, 14.11.25 Lirio Lodge
In der Nacht ließen uns die vielen lauten Geräusche des Waldes kaum schlafen. Erst gegen morgen wurde es ruhiger. Mit einem frühen Frühstück auf der Terrasse begann ein herrlicher sonniger Morgen.
Der Hausbasilisk säuberte den Boden unter den Tischen
Und wir starteten zu einer birding tour mit dem Boot. Mit der Sonne im Rücken kreuzten wir einige Stunden über den Fluss und die anliegenden Kanäle.
Die Leguane tauten allmählich auf
Und auch andere Tiere zeigten sich
Wenn man sie sah...
Teil 623. Dez. 2025
Samstag 15.11.25 Lirio Lodge - El Encanto Hotel Cahuita
Nach einem letzten sonnigen Frühstück in Gesellschaft.....
... verlassen wir die Lirio Loge wieder.
Die Lirio Lodge war für uns ein wunderbarer Start in die Natur Costa Ricas. Das Essen war hervorragend und die Küche ging flexibel mit den Allergien von Ingrid um. Ideal war auch, dass wir einen ganzen Tag die Lodge für uns hatten und nur wir zwei bei den Touren dabei waren.
Ein Hinweis: auf der homepage der Lirio Lodge ist der Pickup Point auf der Karte u.E. falsch angegeben. Ich habe mal den Punkt eingezeichnet, an dem der bewachte Parkplatz ist, von dem wir abgeholt wurden.
Zurück an Land gondeln auf der Buckelpiste weiter Richtung Süden, um nach 80 km dann auf guten Straßen in Cahuita zu landen. Das Hotel El Encanto (auf unserer Karte mit "El Encanto B&B" bezeichnet) liegt am westlichen Rand von Cahuita und sieht von außen sehr unscheinbar aus. Tritt man durch die Mauer, öffnet sich ein sehr schönes Gartengelände mit Häuschen, die sich um einen Pool gruppieren. Außerdem liegt es ideal ca. 15 min. zu Fuß vom Zentrum und dem westlichen Eingang des Cahuita Nationalparks entfernt.
Wir genießen den Garten und bummeln durch das Dorf. Abends eine hervorragende Holzofenpizza und Craft Beer im Restaurante Italiano CahuITA direkt am Strand um die Ecke.
Teil 723. Dez. 2025
Sonntag, 16.11.25 El Encanto Hotel Cahuita Wir lassen den Tag gemütlich beginnen und gehen nach dem Frühstück zum Eingang des Cahuita Nationalparks. Nach der Registrierung wandern wir zunächst auf einem etwas breiteren Weg, danach immer schmaler am Wasser entlang Richtung Punta Cahuita.
Es gibt so viel zu sehen, dass wir letztendlich nur bis hinter die Mündung des Rio Suarez gehen, bevor wieder umkehren. Trotz des Sonntags und des Besuchs von mehreren Gruppen eines Aida-Kreuzfahrers vor Puerto Limon, verlaufen sich die Menschen und wir können in Ruhe fotografieren und genießen.
Mit viel Glück entdecken wir ein weiteres Fellbündel in den Ästen
Kapuzineräffchen in den Büschen....
Einen Brüllaffen eindeutigen Geschlechts...
Und hinter jeder Biegung mehr.....
Krokodile an der Mündung des Rio Suarez
Und viele Einsiedlerkrebse
Zurück am Hotel machten wir uns einen gemütlichen Nachmittag und den Abend verbrachten wir schräg gegenüber am Round Rock Beach im Sobre Las Olas Gondwana mit einem Red Snapper.
Nach einem frühen Frühstück packten wir wieder um für eine weitere Bootsfahrt am Nachmittag und hatten heute die längste Fahrstrecke unserer Reise vor uns.
Das El Encanto hatte für uns die perfekte Lage, da wir alle Möglichkeiten zu Fuß in Reichweite hatten: sowohl gute Restaurants als auch den Nationalpark mit den Stränden. Die Hotelanlage ist sehr ansprechend, aber eben auch größer als die Lirio Lodge und damirt nicht ganz so persönlich.
Zum Glück war die Straße Richtung Norden wieder befahrbar und wir fuhren in ca. 5h die 250 km zur Maquenque Lodge. Unterwegs noch eine Stärkung an einer Soda....
Und überraschend bald waren wir dann auch an der Anlegestelle. Im Loose-Reiseführer wurde noch auf die Holperstrecke gegen Ende hingewiesen, aber seit Anfang des Jahres ist nun die Straße komplett geteert und fährt sich, abgesehen von ein paar Schlaglöchern, sehr angenehm.
Wie stellten das Auto am Ufer des Rio San Carlos ab und wurden rasch auf die andere Seite des Flusses gebracht.
Nachmittags konnten wir dann direkt das Baumhaus beziehen, das sich doch in einiger Entfernung vom Haupthaus auf dem großen Gelände der Lodge befand. Wir bekamen zwei Taschenlampen und ein Walkie Talkie für Notfälle ("in case you find something in your room, you don't want to have there"). Nachdem wir dann 51 Stufen hoch gegangen sind, wartete bereits das Gepäck auf uns 🙂
Bis wir uns eingerichtet hatten und etwas herum spaziert waren, wurde es bereits Abend.
Teil 926. Dez. 2025
Mittwoch, 19.11.2025 - Maquenque Lodge Noch vor dem Beginn der Frühstückszeit waren wir mit unseren Kameras auf der Terrasse der Maquenque Lodge.
Zum Thema "Anfüttern" gibt es ja geteilte Meinungen, aber schön war es schon, vom Frühstück aus die Futterstelle zu sehen und das bunte Treiben zu beobachten. Wir kamen nur kaum zum Essen....
Gleich danach startete die Bootstour auf dem Rio San Carlos Richtung Grenze zu Nicaragua. Wir kreuzten den breiten Fluss mehrfach und waren fasziniert von der Landschaft und den Tieren in den Uferbäumen.
In einem kleinen Dorf an der Mündung des Rio San Carlos in den Rio San Juan machten wir Mittagsrast. Danach brach der große Regen aus und wir flüchteten ins Boot und zurück in die Lodge. Mit einem Imbiss setzten wir uns erneut auf die Terrasse und konnten bei nachlassendem Regen nicht genug von dem Treiben davor bekommen.
Der anschließende night walk rundete dann unseren erfüllten Tag ab. Um 18 Uhr waren wir bereits wieder am Haupthaus und liefen zu viert mit Guide auf Nebenwegen durch das Gelände der Lodge. Tolle Erfahrung, auch einmal bei Nacht durch den Wald zu gehen. Eine größere Schlange, einige kleinere Frösche und noch kleinere Sanduhrfrösche sowie Tapirspuren zeigten sich, garniert mit vielen Informationen des Guides über die uns umgebende Natur. Bei einem letzten Abstecher an einen Tümpel sahen wir dann noch viele Kaimane und einen faszinierenden Sternenhimmel. Gegen 19:30 waren wir zu viert die letzten beim Abendessen. Mit Taschenlampen zurück zum Baumhaus.
Nachts fing es an, zu regnen und es sollte den ganzen Tag nicht mehr aufhören. Das Frühstück in der Lodge konnten wir ungestört durch irgendwelche Vögel genießen und packten dann unsere Sachen für die Weiterfahrt.
Die Maquenque Lodge hat uns wg. des großen Geländes sehr gut gefallen. Alles ist professionell organisert, aber durch die Größe eher unpersönlich, wie wir fanden. Highlight war für uns tatsächlich die Terrasse mit der Möglichkeit, den Vögeln ganz nah zu kommen. Ein Baumhaus müsste für uns allerdings nicht mehr sein.
Im strömendem Regen fuhren wir dann in einem Rutsch weiter nach Nordwesten zuletzt an den Hängen des Tenorio entlang bis nach Bijagua. Selbst waze merkte irgendwann, dass es regnet...
An Aussteigen und Fahrerwechsel war nicht zu denken. Nach anstrengenden 3 Stunden erreichten wir unsere nächste Unterkunft Casitas Tenorio B&B. Wir wurden von Jeff sehr herzlich empfangen und erstmal mit einem Kaffee versorgt, bevor wir dann unsere Hütte für die nächsten drei Nächte bezogen. Gemütlich und praktisch, mit großer Glasfront, durch die wir den Regen genießen konnten.
Nach der Regenfahrt waren wir nicht gerade erpicht darauf, am kommenden Tag eine Cano Negro-Tour zu machen, da uns Jeff sagte, dass die direkte Strecke wg. des anhaltenden Regens praktisch nicht befahrbar wäre und wir noch einmal 3 Stunden Umweg fahren müssten. Wir entschlossen uns, die Tour abzusagen, die trotz des Regens stattgefunden hätte.
Da wir abends in dem Regen auch ungern nach Bijagua zum Essen fahren wollten, machte Jeff den Vorschlag, uns einen Pizzadienst zu organisieren. Er deckte dann auch noch einen Tisch für uns, damit wir die Pizza nicht in der Hütte essen mussten. Perfekter Abend auf der Terrasse!
Teil 1128. Dez. 2025
Freitag, 21.11.25 Casitas Tenorio
Nachts immer wieder heftiger Regen. Gegen Morgen lässt es endlich nach und wir kommen trocken zum Frühstück: Obst, Rührei, Toast und die bisher leckerste Marmelade mit Maracuja und Mango, wie uns Nana, die Managerin und demnächst Ehefrau von Jeff erklärte. Vor der Terrasse hängen einige Bananen und werden von der Vogelwelt sehr gewürdigt.
Da weiterer Regen erst wieder nachmittags angesagt war, fuhren wir zu einer Kakao- und Gewürzfarm in der Nähe, hatten eine sehr interessante Tour über das Gelände und bekamen die einzelnen Schritte der Kakao- und Schokoladenproduktion gezeigt.
Die Mittagsstunden verbrachten wir dann mit Fachgesprächen über Google-Translator in einem Drugstore in Bijagua, da Ingrid bei der Tour so fies gestochen wurde, dass die ganze rechte Hand angeschwollen ist. Uns wurden zwei einzelne Tabletten verkauft und abends war die Hand beinahe wieder ok.
Zurück am B&B fing es pünktlich an zu regnen. Wir machten es uns auf der Terrasse des Haupthauses gemütlich.
Als Jeff die Hand von Ingrid sah, machte er erstmal Kaffee und versorgte uns mit Toast und Marmelade. Unterstützt durch eine Wasserlappenkühlung wurde die Hand allmählich besser , aber wir wollten an diesem Tag nichts Großes mehr unternehmen.
In einer Regenpause ließ ich Ingrid in der Obhut von Jeff und lief auf einem der Pfade durchs Gelände. Auf einer Lichtung dann das erste vorzeigbare Bild eines Kolibris (auf eine intensivere Bildbearbeitung und Rauschreduktion habe ich mal zugunsten der Aktualität verzichtet, da die endgültige Bearbeitung und das Aussortieren - so wie ich mich kenne - noch etwas dauern kann....)
Ich kam nach dem Spaziergang gerade noch trocken in die Hütte, bevor es erneut schüttete. Abends dann ein kleiner Ausflug mit dem Auto den Berg herunter auf einer Straße, die wie ein Bachbett aussah, in das Restaurant La Terrazza. Sehr gutes Essen mit verschiedenen Casados.
Teil 1228. Dez. 2025
Samstag, 22.11.2025 Casitas Tenorio
Es regnet immer noch, soll aber gegen mittag nachlassen. Deshalb buchen wir morgens noch einen time slot im Nationalpark des Vulkans Tenorio. Hier war dann doch trotz der tiefhängenden Wolken ein ziemlicher Andrang.
Zunächst ging es auf geteerten rollstuhlgeeigneten Wegen in den Wald, nach der Überquerung von zwei Bächen dann steil aufwärts und es fing prompt wieder an zu regnen. Begleitet von interessanten Tieren mühten wir uns aufwärts.
Irgendwann verloren wir allerdings die Lust, in dem strömenden Regen weiter aufwärts zu wandern und wir beschlossen, dass der türkisfarbene Rio Celeste ohne uns auskommen muss....
Also drehten wir um und trockneten uns im Cafe am Parkeingang. Als wir dann wieder abwärts fuhren, kam tatsächlich die Sonne aus den Wolken hervor.
Praktischweise befanden wir uns da direkt vor dem Lokal der Blue River Brewery, das uns bereits auf der Fahrt nach oben aufgefallen war. Damit war das Nachmittagsprogramm gebucht 🙂
Danach wurde die Siesta bei wieder einsetzendem Regen umso länger. Als es dunkel war und wieder einmal nicht mehr so nass, versuchten wir uns rund um unsere Hütte an einem night walk ohne guide, sahen aber nicht gar so viele Tiere. Dafür hörten wir umso mehr!
Teil 1328. Dez. 2025
Sonntag, 23.11.25 Casitas Tenorio - Samara, Hotel Bahia Beachfront
Wir verabschieden uns von den Casitas Tenorio. Hier hat es uns trotz des Regens sehr gefallen - nicht zuletzt durch die herzliche Betreuung von Nana und Jeff. Gerne wieder!
Unsere Strecke führt uns einmal rund um den Vulkan Tenorio und bei mehr und mehr blauem Himmel in die Ebene, bevor es dann noch einmal über eine Hügelkette geht und immer wärmer wird.
Bis wir dann direkt aus den Hügeln in Samara am Pazifik und gefühlt mit dem Auto direkt am Strand landen. Welch ein Szenenwechsel!
Das Hotel trägt den Namen zu Recht!
Den Nachmittag und Abend verbringen wir mit einem Strandspaziergang, Cocktails und einem hervorragenden Essen am Hotel.
Teil 1428. Dez. 2025
Montag, 24.11.25 Samara Heute schlafen wir aus und sind erst gegen 8:30 Uhr auf der Terrasse beim Frühstück. Eine turtle tour für heute Abend und eine Bootstour für den morgigen Vormittag ist schnell gebucht und wir laufen am Strand entlang in die Innenstadt von Samara mit Ziel ATM und Supermarkt. Unterwegs noch ein Smoothie am Strand und für den morgigen Abend einen Tisch im Restuarant La Dolce Vita gebucht.
Mittags ein leckeres Sandwich am Hotel und danach ausführliche Siesta im Schatten, später ins Meer - endlich mal ohne Regen!
Abends zogen wir uns dann lange, dunkle Kleidung an und wurden mit einem kleinen Bus zu der gebuchten turtle tour am Playa Corozalito abgeholt. Interessante Fahrt auf unbefestigter Buckelpiste mit steilsten Berg- und Talstrecken, die wir zum Glück nicht selbst fahren mussten. Unterwegs erklärte uns der Guide, wie wir uns am Strand zu verhalten hätten und dass er noch beinahe jeden Abend Schildkröten bei der Eiablage hätte beobachten können. Die große arrivaba direkt nach dem November-Neumond sei allerdings eben vorbei, es gäbe aber immer wieder einzelne Nachzüglerinnen. Am Playa Corozalito finden sich zumeist Oliv-Bastardschildkröten ein und wir hofften nicht vergeblich.
Nachdem wir als eine von mehreren Gruppen mit Rotlichtlampen, um die ggf. zu sehenden schlüpfenden Schildkröten nicht zu irriteren, eine Weile am Strand entlang gelaufen waren, sahen wir tatsächlich ein eben aufbrechendes Nest. Die kleinen Schildkröten schlüpfen alle auf einmal und die obersten werden durch die unteren förmlich aus dem Sand gedrückt. Bis zu 120 Schildkröten kommen so pro Nest aus dem Sand - es war faszinierend und sehr berührend, wie die Kleinen übereinander purzelten und die meisten sich sofort in Richtung Meer bewegten.
Weiter am Strand entlang sahen wir weitere seltsame "Baggerspuren" im Sand und folgten ihnen. Tatsächlich sahen wir eine Schildkröte, die eben begann ihre Eier in ihrem frisch gegrabenen Nest abzulegen. Immer so in Zehnerpäckchen plumpsten die Eier in das Nest und wir konnten sie bis zum Ende der Eiablage und zurück ins Meer begleiten.
Glücklich kehrten wir zum Hotel zurück.
Teil 1530. Dez. 2025
Dienstag, 25.11.25 Samara
Sehr frühr raus, da wir um 8:00 Uhr für die gebuchte Bootstoour abgeholt werden. Der Bus sammelt noch einige Passagiere auf und wir erreichen bald den Nachbarstrand Playa Carillo, wo das überdachte Boot bei Sonnenschein auf uns noch eine weitere Gruppe wartete.
Wir waren dann ca. 20 Personen und fuhren zunächst direkt aufs Meer hinaus und ließen uns den Wind um die Nase wehen. Unser Guide hielt Ausschau nach Delphinen und Schildkröten und wir hatten bald Erfolg.
Die Jugend schnorchelte noch etwas und wir vergnügten uns mit einem Imbiss.
Nachmittagsprogramm: Siesta, Schwimmen, am Strand sitzen, nach Samara am Strand entlang spazieren und später hervorragende italienische Küche genießen. Im Dunkeln dann mit Taschenlampe am Strand entlang zurück zum Hotel, immer aufpassend, dass wir keine der vielen Einsiedlerkrebse erwischen.
Der Abschied von Samara fiel uns schwer: die Lage des Hotels und die Herzlichkeit des Personals war einfach schön.
Weiter ging es Richtung Montezuma und darüber hinaus bis nach Cabuya. Eigentlich nur knapp 100 km in direkter Strecke entfernt, aber ohne Flussdurchfahrten dann doch rund um die Nicoya-Halbinsel auf längerer Strecke und zuletzt wieder einmal auf nicht befestigter Schlaglochpiste bis zur Calala Lodge.
Wir wurden sehr herzlich empfangen und bezogen unser Stelzenhaus auf einem schönen Gelände mit Pool direkt am felsigen Strand.
Wir erholten uns von der Holperstrecke und versuchten, die Pelikane weiter draußen einzufangen.
Eine größere Waschaktion mit anschließendem sehr gutem Abendessen in der Lodge beschloß diesen Tag.
Teil 1730. Dez. 2025
Donnerstag, 27.11.25 Calala Lodge
Da die Calala Lodge nach Osten ausgerichtet ist, erreichte uns die Sonne bei schönem Wetter sehr früh.
Wir waren dann auch sehr früh unterwegs, um einige Kilometer weiter bis zum Eingang des Cabo Blanco Nationalparks zu fahren. Mehrere Rundwege führen durch das Reservat. Wir entschieden uns dann doch angesichts der gefühlten 200% Luftfeuchtigkeit bei 35 Grad dafür, nicht bis an die Spitze der Halbinsel zu gehen.
Der Weg führte über mehrere Bachläufe und begeisterte uns weniger durch die Tiersichtungen als durch die unglaublich vielfältige und dichte Vegetation.
Zurück am Eingang fiel uns noch der hier auf....
... bevor wir dann doch noch eine Gruppe von Brüllaffen hörten und dann auch sahen....
Auf dem Rückweg blitzte es dann bunt zwischen den Ästen....
... als wir bei dem Cafe eines indigenen Kaffee- und Kakaoprojektes hielten, in dem wir viele Arten von Schokolade und Kakao kennenlernten.
Der heutige Sonnenaufgang war eher verhalten und wir machten uns früh auf den Weg an der Küste zurück nach Paquera, wo wir locker die Fähre nach Puntarenas um 12:00 Uhr nehmen konnten.
Mit etwas Abstand betrachtet würden wir uns den Abstecher nach Montezuma eher sparen wollen. Die Küste war nach der Erfahrung von Samara eher "underwhelming". Allerdings hat die Calala Lodge eine tolle Lage und auch die Tour durch den Cabo Blanco Nationalpark war sehr schön.
Die Fähre war eine interessante Unterbrechung der Fahrt und wir konnten uns 2 Stunden den Wind um die Nase wehen lassen. Puntarenas machte auf uns den Eindruck einer großen, chaotischen Hafenstadt, die wir schnell hinter uns ließen, da es nicht mehr weit zu unserer nächsten Unterkunft in den Hügeln oberhalb des Rio Tarcoles war.
Wieder ein vollkommener Szenenwechsel hin zu einem luxuriösen Zimmer mit Terrasse, einem kleinen privaten Pool und einer wunderschönen Aussicht ins Tal.
Im Hintergrund sahen wir die "berühmte" Tarcoles-Brücke, an der sich wg. der Krokodile den ganzen Tag über die Autos stauten.
Abends auf Empfehlung der französischen Besitzerin des B&B in das Restaurant La Teska, einer Churrascaria an der Hauptstraße.
Teil 1901. Jan. 2026
Samstag, 29.11.25 Rancho Capulin
Frühstück mit Aussicht, selbst gebackenem Brot und in Begleitung von einigen lauten Aras.
Ich hatte abends noch ein permit für den Carara Nationalpark gebucht, dessen Eingang wir kurz nach der Tarcoles-Brücke erreichten. Eine ganz unscheinbare Einfahrt zu einem kleinen Parkplatz mit Rangerstation, aber mit vielen interessanten Wegen, die wir zu einer größeren Runde verbinden konnten.
Direkt am Weg trafen wir alte und neue Bekannte....
Der Carara Nationalpark hat uns sehr begeistert und wir wären sicher noch länger geblieben, wenn uns nicht der Beginn eines heftigen Regens zum Auto getrieben hätte.
Wir kauften noch einige Vorräte im nächsten Supermarkt auf dem Weg nach Hause und machten es uns für den restlichen Nachmittag auf unserer Terrasse gemütlich. Da wir nicht mehr in den Regen wollten, bot die Dame des Hauses an, uns abends zwei Vesperplatten zu bringen. So richtig mit Wurst, Käse, Brot, Ei und Gemüse - war auch mal wieder gut, heimische Kost zu genießen 🙂
Teil 2001. Jan. 2026
Sonntag, 30.11.25 Rancho Capulin - Uvita, La Cusinga Lodge
Der Regen verzog sich nachts und wir konnten ein sonniges Frühstück genießen. Hier wären wir gerne noch einen Tag geblieben, aber die Fahrt ging weiter aus den Hügeln an die Küste und über Jaco und Quepos Richtung Uvita. Sonne, Strand und Palmen 🙂 Ca. 20 km vor Uvita von Nordwesten kommend kurz nach der Abzweigung der 243 sahen wir ein Schild "The Bakery", fuhren erst weiter, drehten dann aber um. Wir fanden eine geniales Cafe. Einen flat white, ein chicken honey sandwich und einen Heidelbeermuffin später fuhren wir die kurze restliche Strecke zur Lodge.
Auch hier wieder, wie so oft, sobald man die Durchgangsstraße verlässt, landet man auf einem Pfad, auf dem man hofft, ohne größere Probleme zur Unterkunft zu kommen.... Hat den Vorteil, schnell vollständig in die Natur eintauchen zu können und auch die Cusinga Lodge begeisterte uns mit ihrer Lage auf einem Hügel über dem Meer, dem großem privaten Geände, der Sicht auf die Punta Ballena und dem direkten Zugang zum Playa Arco.
Den restlichen Tag verbrachten wir auf dem Gelände und am Pool. Abends genossen wir das Restaurant Aracari der Lodge, wobei wir die vom Loose-Reiseführer gepriesene "Fusion-Küche" nicht soo prickelnd fanden.
Teil 2103. Jan. 2026
Montag, 1.12.2025 La Cusinga Lodge
Der sonnige Morgen und die Aussicht von unserer Hütte machen Lust auf den Tag. Beim Frühstück auf der Terrasse begleiten uns viele Kolibris, die sich leider der fotografischen Dokumentation entziehen.....
Wir hatten abends über die Rezeption noch eine Bootstour vereinbart, für die uns der Veranstalter Bellezas Terraba Tour nur die Koordinaten des pick ups an einem Strand südlich der Lodge geschickt hat. Dort angekommen, endete der Weg im Sand und unsere Zweifel mehrten sich, ob und wie wir hier abgeholt werden sollten.
In der Zwischenzeit tauchten einige Vögel auf und dann weit entfernt ein Boot, das zu Wasser gelassen wurde.
Und wir wurden pünktlich von guide Fabiola samt Sohn und Enkeln zu einer Mangroventour abgeholt, die für uns einer der Highlights der Reise war. Zunächst fuhren wir an der Küste entlang weiter Richtung Süden und dann in einer weiten Kurve in die Mündung des Rio Grande de Terraba. Flußaufwärts bogen wir in das Mangrovendelta ab und kreuzten 3 Stunden durch die Kanäle. Fabiola mühte sich ab, uns alle für uns verborgenen Tiere zu zeigen und hielt das Boot nötigenfalls auch mit der Hand an den Mangroven auf der Stelle, bis wir und auch ihre Enkel sie gesehen hatten.
Wir fuhren unter Mangrovenwurzeln hindurch....
... und glitten ohne Motor durch Vorhänge von Luftwurzeln.
Zurück am Strand fuhren wir nach Uvita und landeten letztendlich im Sibu Cafe an der Hautpstraße. Laut aber gut: Iced Latte, Sandwiches aus Sauerteigbrot und ein riesiges Clubsandwich. Wir schafften es gerade noch zurück zur Lodge, bevor erneut ein massiver Regen einsetzte, der bis in die Nacht anhielt. Zeit zum Lesen und Bilder sortieren auf der Terrasse bei Cocktails zur happy hour und später gemütliches Resteessen vom Mittag mit Dosenbier.
Teil 2203. Jan. 2026
Dienstag, 2.12.2025 La Cusinga Lodge
Spätes Frühstück - es wird immer schwüler und anstrengender. Zunächst jagten wir einigen Kolibris hinterher....
Und wollten anschließend eigentlich die Wege der Lodge in voller Länge erkunden, beließen es dann aber bei einigen kurzen Abstechern.
Letztendlich landeten wir am Pool, wovon uns der einsetzende Regen schnell vertrieb. Abends hatten wir einen Tisch im Restaurant Citrus in Ojochal reserviert und genossen ein hervorragendes Abendessen, bevor wir es pitschnass zum Auto schafften.
Teil 2304. Jan. 2026
Mittwoch, 3.12.2025 La Cusinga Lodge - Drake Bay, Las Caletas Lodge
Frühstück bei nachlassendem Regen auf der schönen Terrasse der Cusinga Lodge und Aufbruch gegen 9:00 Uhr. Uns hat vor allem die Lage und das Gelände sehr gut gefallen. Und auf jeden Fall die Bootstour durch die Mangroven!
Ein letztes Mal packen wir den Rucksack für drei Nächte an der Drake Bay und sind nach kurzer Fahrt bereits in Sierpe. Das Restaurant Las Vegas mit dem gegenüberliegenden bewachten Parkplatz ist schnell gefunden und wir verbringen noch einige Zeit mit vielen anderen Reisenden am Restaurant der Anlegestelle. Die Sonne scheint immer heftiger und es wird gefühlt noch schwüler. Da tut es gut, im Schatten zu sitzen, einen Fruchtsaft zu trinken und gemütlich auf das richtige Boot zu warten. Wir sind tatsächlich bekannt, da von bella aventura angemeldet, und müssen nicht bei jedem Boot nachfragen, ob es denn zur Las Caletas Lodge fährt - sehr angenehm! Das richtige Boot legt an, wir können bequem vom Steg einsteigen und fahren zunächst langsam im Rio Terraba, danach mit voller Geschwindigkeit ca. 1h an der Küste entlang und das Boot leert sich mehr und mehr, bis wir dann nach der Drake Bay als letzte aussteigen - wet landing.
Wir werden bereits am Strand sehr nett empfangen und das Gepäck wird für uns den Hang hoch getragen. Die Lodge liegt sehr idyllisch auf einem Hügel mit Blick über die Küste. Nicht sehr groß und sehr gemütlich. Nach einem leckeren Wrap als improvisierten Lunch konnten wir unser "Zelt " beziehen.
Wir hatten das große Glück, dass wir von der Terrasse unseres Zeltes direkt auf einen Baum mit einem brütenden Ara-Paar blicken konnten.... da wurden die Speicherkarten doch sehr knapp 🙂 .....
.... und der Nachmittag auf der Terrasse nie langweilig.
Nach einem hervorragenden Abendessen, das die Köchin der Lodge in einer erstaunlich kleinen Küche für uns zubereitete, nahmen wir noch kurzfristig an einem night walk auf dem Küstenpfad teil. Die von unserem guide prognostizierte Sichtung eines Faultiers mit Baby ("die waren in den letzten Tagen immer genau hier...") fiel leider aus, aber schön war es trotzdem, nachts auf dem Pfad zu gehen. Außedem sahen wir dann doch noch einige andere Tierchen
Es ist und bleibt schwül!!
Teil 2404. Jan. 2026
Donnerstag, 4.12.2025 Las Caletas Lodge
Frühstück von 5:30 Uhr bis 7:30 Uhr.... puuh!
Angesichts des anstrengenden Klimas verzichteten wir auf eine Tour im Corcovado Nationalpark, wobei wir vermutlich sowieso so kurzfristig keinen Platz mehr bekommen hätten. Stattdessen liefen wir gemütlich den Küstenpfad nach "links" Richtung San Josecito, da der guide gestern meinte, in einer Stunde wären wir dort und könnten uns erfrischen.
Der abwechslungsreiche Pfad hat sehr viel Spaß gemacht - ein schmaler Weg zwischen den Bäumen oder auch direkt an den breiten Stränden.
Garniert mit der einen oder anderen Sichtung....
Als wir dann nach einiger Zeit erschöpft bei einer kleinen Bar ankamen und dort ein Schild mit dem Hinweis fanden "35 min. to San Josecito", beschlossen wir umzukehren. Es gab auch so genügend zu sehen und zu genießen.
Nachmittags Erholung auf der Terrasse - die Aras warteten 🙂
Teil 2504. Jan. 2026
Freitag, 5.12.2025 Las Caletas Lodge
So spät wie möglich zum Frühstück - 7:00 Uhr. Kapuzineräffchen tobten dazu durch die Bäume der Lodge - jetzt wurde uns auch klar, warum die cookies an der Bar hinter Gittern sind.
Heute entschieden wir uns, nach "rechts" zu gehen, um auf dem Küstenpfad zur Drake Bay zu kommen. Uns erschloss sich hier ein ganz anderer Küstenstreifen. Keine breiten und großen Strände, sondern viele Felsen und kleine Sandstrände, der Pfad mit zwei Hängebrücken und einem tiefen Tal.
Erst an der Drake Bay öffnete sich die Küste wieder und wir fanden auch prompt einen coffee shop am Hang, in dem wir die nächsten Stunden verbrachten.
Das Cafe del Mar hatte nämlich neben einem guten Iced Latte auch noch eine kleine Futterstation für Vögel....
Das Nachmittagsprogramm war nach der Wanderung wieder gesetzt: Erholung, Terrasse und Aras
Teil 2608. Jan. 2026
Samstag, 6.12.2025 Drake Bay - Trogon Lodge
Um 7:00 Uhr holte uns das Boot bereits von der Las Caletas Lodge ab, um uns nach Sierpe zu bringen. Die herzliche und persönliche Atmosphäre sowie das exzellente Essen der Las Caletas Lodge werden wir vermissen!
Das Auto war schnell geholt und wir fuhren zurück Richtung Uvita, wo wir kurz danach auf die 243 einbogen, die uns in die Berge brachte. Je höher wir kurvten, desto nebliger, nasser und kühler wurde es. Eigentlich sehr angenehm!
Bald erreichten wir die 2 in San Isidro el General und fuhren ohne große Aussicht auf der Kammstraße weiter, bis es dann abrupt auf steiler Schlaglochpiste abwärts ging und wir in dem engen Tal des Rio Savegre auf ca. 2.300 m bei der Trogon Lodge ankamen.
Die Häuser der Lodge ziehen sich einen Hang hinauf und am Bach entlang. Tolle Lage, aber ziemlich anstrengend, wenn man eine Hütte weit oben hat. Es war empfindlich kühl und die Sonne zeigte sich nur sehr spärlich.
Abends dann ein völlig neues Ambiente: gediegenes Schwarzwald-Feeling 🙂 - nur der Quetzal passte nicht ins Bild.
Der Aufenthalt in der Trogon Lodge wurde uns insofern etwas vermiest, als dass das Management überfordert war und die Küche sehr unflexibel mit Ingrid's Allergien umging. Um uns die letzten Tage der Reise nicht mit Diskussionen ums Essen verleiden zu lassen, beschlossen wir spontan, nur eine Nacht zu bleiben und am anderen Vormittag, nach der gebuchten Quetzaltour, nach San Jose aufzubrechen.
Unseren Ärger besänftigten wir mit zwei Cockteils und die regnerische und kalte Nacht wurde durch Wärmflaschen erträglich. Acht Grad Nachttemperatur hatten wir schon lange nicht mehr.
Teil 2708. Jan. 2026
Sonntag, 7.12.2025 Trogon Lodge - San Jose, Hotel Presidente
Bereits um 5:00 Uhr wurden wir von unserem Guide abgeholt, um mit ihm zu einer nahe gelegenen Farm mit Mandelbäumen zu fahren, in deren Nähe sich wohl der "sagenhafte Quetzal" tummeln sollte. Ein strahlender Morgen erwartete uns. In klirrender Kälte harrten wir drei Stunden am Waldrand aus, um einen Blick auf die Vögel zu erhaschen.
Leider machten sich die Vögel rar und wir sahen nur ein Exemplar in weiter Ferne. Schön war es trotzdem, draußen zu sein.
Nach dem Frühstück packten wir und fuhren, unterbrochen durch eine Rast in einer Soda am Straßenrand, Richtung San Jose. An den Ausläufern der Stadt holte uns der Verkehr wieder zurück in die Zivilisation und wir erreichten am Nachmittag das Hotel Presidente. Zum Abschluss des Tages genossen wir auf der Dachterrasse des Hotels ein weiteres sehr gutes Abendessen und freuten uns auf unseren letzten Tag in San Jose.
Teil 2808. Jan. 2026
Montag, 8.12.2025 / Dienstag 9.12. San Jose
Nach einem späten Frühstück stürzten wir uns in den Weihnachstrubel der Stadt. Welch ein Unterschied zu den letzten Tagen und Wochen! Wir bummelten noch einmal durch die Markthalle und besuchten einige der weihnachtlich geschmückten Parks im Zentrum.
Am Theater spielte eine weihnachtliche Kapelle und wir ergatterten noch eine nachmittägliche Führung in dem schönen Gebäude.
Abends beschlossen wir unsere Reise mit einem Besuch in der Sapore Trattoria, einem hervorragenden italienischen Restaurant, bevor wir früh am anderen Morgen in Richtung Flughafen abgeholt wurden.
Nach einem langen Flugtag mit Umstieg in Toronto und London erreichten wir das winterliche Frankfurt und ließen die Reise im Zug Richtung Karlsruhe ausklingen.
Eine wunderschöne, entspannte und vielfältige Reise ging zu Ende.