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Reisebericht · namibia-forum.ch

Wasser mit den Löwen teilen - Bots/Zim 2024

von ElenaHanak · Sept. – Okt. 2024 · 35 Tage · Selbstfahrer · 21 Teile

Über diesen Reisebericht

Zu zweit reisen wir im September und Oktober 2024 mit einem gemieteten Bushlore-Geländewagen selbst durch Botswana und Simbabwe. Die Route führt von Maun durchs Moremi-Wildreservat, weiter über Kasane in den Hwange-Nationalpark, zurück nach Botswana in den Chobe-Nationalpark und die Khwai-Konzession und schliesslich in den Kgalagadi Transfrontier Park bei Mabuasehube, bevor es über Kalahari Rest zurück nach Maun geht. Wir übernachten abwechselnd in Lodges und Chalets und im eigenen Zelt auf Campsites.

2024 ist ein schweres Dürrejahr: Viele Wasserstellen liegen trocken, in Mabuasehube sind die Pfannen ausgetrocknet, und selbst am Campingplatz Mpaya-1 versiegt das Wasser. Als eines Morgens die Solarpumpe noch nicht läuft, kommt ein Löwenrudel bis zum Camp und geht direkt zum Wassertank. Beim Versuch, näher heranzufahren, bleiben wir im Sand stecken und werden von anderen Reisenden befreit. Später springt die Pumpe an, und während wir aus sicherer Entfernung zusehen, trinkt eine Löwin acht Minuten lang ununterbrochen an der Leckstelle des Tanks; danach holen auch wir dort selbst Wasser. Weitere Höhepunkte sind ein Löwenrudel mit wenige Wochen alten Jungen in Hwange, eine Löwenfamilie an einem Elefantenkadaver in Savuti und die Leopardin Seronga in der Khwai-Konzession. Wildhunde sehen wir gleich zweimal am Straßenrand im Chobe-Nationalpark.

Diese Zusammenfassung wurde automatisch erstellt und vom Autor freigegeben.

Teil 114. Aug. 2025

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Liebe Foris,

Ich bin Elena. Eine leidenschaftliche Wildlife-Fotografin und echte Liebhaberin des afrikanischen Buschs. 📷🌴🐘

Auf zahlreichen Selbstfahrer-Safaris habe ich Afrikas atemberaubende Landschaften und außergewöhnliche Tierwelt erkundet. Jetzt freue ich mich, euch auf mein Abenteuer durch die beeindruckende Wildnis von Botswana und Simbabwe mitzunehmen. 🚗

Mein Partner ist Amateurfotograf und konzentriert sich ganz auf die Fotografie. Ich selbst habe in den letzten Jahren immer mehr Gefallen an Filmen gefunden. Eigentlich wollte ich schon lange Videoaufnahmen machen – mit den heutigen Autofokus-Systemen ist das nun viel einfacher geworden. Die meisten Fotos in den Videos stammen von uns beiden, alle Filmaufnahmen habe ich selbst gemacht.

🎥Ein Reisebericht im neuen Format
Dies war bereits unsere 18. Reise nach Afrika – und zum ersten Mal habe ich versucht, sie auch auf Video festzuhalten. Zumindest teilweise. Es ist mein erster Versuch eines dokumentarischen Reiseberichts. Ein Blockbuster ist es sicher nicht, aber ich möchte ein paar spannende Momente teilen und einen kleinen Blick hinter die Kulissen einer Selbstfahrer-Safari ermöglichen. Nächstes Mal wird es bestimmt noch besser.

Insgesamt wird es 14 Episoden geben. Ziel dieser Serie ist es, allen, die eine Selbstfahrer-Reise durch Botswana und Simbabwe planen, hilfreiche Einblicke zu vermitteln.
Jedes Video startet mit einem kurzen Intro von 30 Sekunden. Wer mag, kann es überspringen – aber ich wollte mich vorstellen, damit auch Zuschauer, die nach bestimmten Orten suchen, gleich wissen, wer hinter den Aufnahmen steht. Außerdem binde ich öfters auch Fotos ein – ihr könnt jederzeit pausieren und die Kameraeinstellungen nachschauen.

Über die Reise an sich muss ich hier gar nicht zu viel erzählen – das meiste seht ihr in den Videos. Aber ein paar Hintergrundinformationen und Fotos möchte ich trotzdem teilen.

🎙️ Meine eigene Stimme
Für meine Video-Serie habe ich das Voiceover auf Englisch aufgenommen, da ich damit gerne ein größeres Publikum erreichen möchte. Damit ihr trotzdem genau wisst, worum es in den Videos geht, werde ich die Texte im Reisebericht eng am Voiceover orientieren.
Zum Schluss noch ein Hinweis: Englisch ist nicht meine Muttersprache, aber ich finde, es sollte meine eigene Stimme sein. Schließlich ist es meine Geschichte – und Authentizität ist mir wichtiger als die perfekte Aussprache.
Vielen Dank für eure Unterstützung und euer Verständnis – ich freue mich, wenn ihr mich auf dieser Reise begleitet!

Ich habe für die ersten sechs Videos bereits Untertitel erstellt. In YouTube kann man sie bei Bedarf ein- oder ausschalten – der Knopf dafür befindet sich an derselben Stelle wie auch der Vollbild-Knopf. Nach und nach werde ich alle Episoden mit Untertiteln versehen.
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✈️ Anreisepläne und spontane Änderungen
Ursprünglich wollten wir unsere Reise in Simbabwe, im Hwange Nationalpark beginnen. Doch als Ethiopian Airlines eine neue Route nach Maun ankündigte, änderten wir kurzfristig unsere Pläne und buchten den Flug dorthin. Ganz direkt war es allerdings nicht – ein kurzer Zwischenstopp in Addis Abeba gehörte dazu.

Wir flogen in Cloud Nine Restricted, eine Ethiopian Airlines’ Business-Class-Variante. Ein großer Vorteil: reichlich Freigepäck. Das ist für uns wichtig, da wir immer viel technisches Equipment, Werkzeug und Ersatzteile mitnehmen, um im Busch kleinere Reparaturen selbst erledigen zu können. Sicherheitshalber packen wir immer doppelt – zwei fast identische Koffer, falls einer verloren geht.

🚙 Organisation und Fahrzeug
Wie immer haben wir die Reise komplett selbst organisiert. Einige Unterkünfte buchten wir über Booking.com, andere direkt bei den Anbietern. Unser Fahrzeug mieten wir von Bushlore, mit Vollkaskoversicherung. Das war zwar etwas teurer, aber es gab uns ein gutes Gefühl – kleine Kratzer oder Dellen mussten wir so nicht fürchten. Wichtig zu wissen: Die Versicherung deckt keine Unfälle mit Tieren bei Nachtfahrten und auch keine Schäden durch Wasserdurchfahrten. Das sollte man unbedingt bedenken!

🌿 Vorfreude auf Moremi
Wir waren schon seit vielen Jahren nicht mehr im Moremi Game Reserve. Umso mehr freute ich mich, es diesmal wieder in die Route aufzunehmen. Meine Liebe zu Afrika begann einst im Xakanaxa Camp im Moremi – dorthin zurückzukehren war für mich etwas ganz Besonderes. Dieses Mal entschieden wir uns für Third Bridge, zum ersten Mal. Die Chalets dort waren großartig – jetzt musste ich nur noch die Tiere finden!

🗓️ Der Plan

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👉 Im nächsten Teil nehme ich euch mit nach Maun – unserer ersten Station in Botswana – und erzähle von unserem Aufenthalt in der Maun Lodge sowie von Kaziikini.

Teil 214. Aug. 2025

Episode 1 - Maun Lodge und Kaziikini

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21.09.2024 - 🏡 Maun Lodge, Maun, 1N 🛜
22.09.2024 - 🏡 Kaziikini Chalet 1N, 🚙 Maun->Kaziikini 63km, 2hrs

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Unsere Reise begann mit einem Flug mit Ethiopian Airlines von Wien nach Maun, mit einem kurzen Zwischenstopp in Addis Abeba. Schon während des Fluges schien Afrika uns willkommen zu heißen – eine ungewöhnliche Wolkenformation am Himmel wirkte, als würde sie uns den Weg weisen.

Nach der pünktlichen Landung in Maun ging alles schnell: Einreiseformalitäten, Fahrzeugübernahme, und schon machten wir uns auf den Weg zur Maun Lodge, die sehr praktisch direkt gegenüber der neuen Maun Mall liegt.

Die Lodge bot genau den Komfort, den wir nach einer langen Anreise brauchten. Besonders angenehm: Wir konnten direkt vor unserem Chalet parken. Dazu kamen leckere Buffet-Mahlzeiten zu flexiblen Zeiten, die Möglichkeit, Vorräte gleich, um die Ecke aufzufüllen, und die grüne, gepflegte Anlage, die mit ihrer Ruhe sofort Urlaubsstimmung aufkommen ließ. Das freundliche Personal trug ebenfalls dazu bei, dass wir uns sofort willkommen fühlten. Wer mag, kann sich außerdem am Pool erfrischen oder im Spa entspannen.

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Am nächsten Tag, nachdem wir unsere Einkäufe erledigt hatten, fuhren wir weiter zur Kaziikini Campsite – etwa 63 Kilometer entfernt, eine gute Stunde Fahrt. Für eine Nacht bezogen wir dort ein Chalet. Diese liegen etwas abseits vom Hauptbereich und den Campingplätzen und bieten sehr viel Privatsphäre und Ruhe. Gleich in der Nähe des Hauptbereichs befindet sich ein Wasserloch, das zahlreiche Elefanten 🐘 anzieht – ein wunderbarer Platz für die erste Tierbeobachtung.

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Auf einer kurzen Pirschfahrt erkundeten wir die Umgebung und konnten bereits unsere ersten Sichtungen auf Fotos von Botswana‘s faszinierender Tierwelt festhalten.

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Am nächsten Morgen brachen wir früh zur Third Bridge auf. Wir wählten die Route über die Xini-Lagune und stoppten am South Gate, um die Parkgebühren zu entrichten. Dann ging es hinein in das Moremi Game Reserve – ein Ort, den wir seit fast zehn Jahren nicht mehr besucht haben. Sofort weckten die vertraute Landschaft und der unverwechselbare Duft von wildem Salbei alte Erinnerungen.
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Auch wenn die Gegend um die Xini-Lagune dieses Mal recht trocken war, konnten wir dennoch einige Tiere beobachten, bevor wir schließlich gegen Mittag die Third Bridge erreichten.

Teil 315. Aug. 2025

Episode 2 – Moremi Third Bridge

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23.09.2024-25.09.2024 – 🏡 Moremi Third Bridge Chalet (Hyena, Eagle), 3N 🛜
23.09.2024 – 🚙 Kaziikini – Third Bridge via Xini 100km, 5 Std.

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In Third Bridge übernachteten wir in Chalets, da bei unserer Buchung bereits alle Campsites ausgebucht waren. Unsere erste Nacht verbrachten wir im Chalet „Hyena“, die beiden folgenden Nächte im „Eagle“. Ich nannte sie liebevoll „Hyena Den“ und „Eagle Nest“. Insgesamt blieben wir drei Nächte in Third Bridge – gefühlt viel zu kurz, um alles in dieser Gegend wirklich zu erkunden.

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Um nach Motlaba Island und ins Xakanaxa-Gebiet zu gelangen, muss man die berühmte Third Bridge überqueren. Die Landschaft dort ist unglaublich abwechslungsreich, mit Palmen, Leadwood-Bäumen und kleinen Wasserstellen. Ein besonderes Highlight ist Jessie’s Pool, wo wir Flusspferde bei territorialen Kämpfen beobachten konnten – spannende Fotomotive! Auch die Vogelwelt ist beeindruckend. Von einer Leoparden-Sichtung auf Veronica Island hatten wir gehört, doch leider blieb uns dieser Anblick verwehrt. An einer besonders schwierigen Wasserdurchfahrt zögerten wir, wodurch wir diesen Teil nicht weiter erkundeten.

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Es gibt auch Pirschfahrten, die man ohne Brückenquerung fahren kann. Der Mboma Loop eignet sich hervorragend für eine Nachmittagsfahrt. Hier eröffnen sich wunderbare Wasserlandschaften mit vielen Tieren wie Lechwe-Antilopen, Impalas und Giraffen.

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Manchmal spielt sich das beste Wildlife direkt im Camp ab: Wir beobachteten Elefanten, darunter auch Jungtiere, die ganz in der Nähe rasteten – ohne dass wir das Gelände verlassen mussten.

Eine weitere empfehlenswerte Route führt von der Third Bridge zur Second Bridge entlang der Bodumatau-Flutebene. Auf dieser Fahrt entdeckten wir Löwenspuren und fanden die Tiere kurze Zeit später. Zuerst hatten wir die Sichtung ganz für uns allein, bevor zwei weitere Fahrzeuge eintrafen. Dieser Teil des Moremi war wenig besucht und ermöglichte sehr intime Tierbegegnungen.

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Auf dem Rückweg nach Maun begegneten wir noch einem Rudel von sieben Löwinnen – erneut eine beeindruckende Sichtung, die wir allein genießen konnten. Am Kaziikini Campsite vorbeizufahren, riefen schöne Erinnerungen an den Beginn unseres Abenteuers wach.

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Die Fahrt zurück nach Maun dauerte rund fünf Stunden. Während unseres gesamten Aufenthalts in Moremi hatten wir sechs zusätzliche Kanister Treibstoff dabei, mussten sie aber gar nicht nutzen. Der Doppeltank mit 130 Litern Fassungsvermögen reichte vollkommen aus.
Für die Navigation nutzte ich GaiaGPS, da es sehr praktisch ist: Die Routen sind klar dargestellt, meist aktuell, und ich konnte alle Strecken im voraus in der GaiaGPS-Web-App planen. Dank dessen haben wir uns kein einziges Mal verfahren.

👉 Im nächsten Teil berichte ich von unseren Abenteuern im Hwange-Nationalpark in Simbabwe. Bleibt dran!

Teil 415. Aug. 2025

Episode 3 – Kapula Private Camp

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27.09.2024 – 🏠 Tlou Safai Lodge, Kasane, 1N 🛜
🚙 Maun->Kasane 600 km, 7 Std.
28.09.2024 – 30.09.2024 – 🏡 Kapula Private Camp, South Camp Tent, 3N 🛜
28.09.2024 – 🚙 Kasane-> Kapula 240 km, Fahrt ca. 3.5 Std,
🇧🇼↔️🇿🇲 Kazungula Grenze 1 Std,
🛒. Einkaufen 1 Std

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Der erste Teil unserer Reise war abgeschlossen, und nun machten wir uns auf den Weg in den Hwange-Nationalpark in Simbabwe. Der erste Zwischenstopp war Kasane. Von Maun nach Kasane sind es etwa 600 Kilometer auf einer Teerstraße, mit einem kurzen holprigen Abschnitt in der Nähe von Gweta. Die Fahrt dauerte ungefähr sieben Stunden, und wir erreichten Kasane, als sich die Sonne bereits dem Horizont näherte.

Wir hatten eine Nacht in der Tlou Safari Lodge gebucht, einem vertrauten und beliebten Ort. Die Lage zwischen Tankstelle, Nando’s und Shoprite machte sie ideal für einen kurzen Zwischenstopp. Die Lodge bietet Selbstversorger-Cottages mit überdachten Parkplätzen direkt neben jedem Cottage.

Die Grenzüberquerung nach Simbabwe am nächsten Tag dauerte länger als gedacht – nicht wegen des hungrigen Einwanderungsbeamten (siehe Video) , sondern wegen der vielen Reisegruppen. Jeder Reisende brauchte einen individuellen Beleg, und die Visa mussten in die Pässe geklebt werden. Nach über einer Stunde an der Grenze waren wir erleichtert, wieder auf der Straße zu sein, und freuten uns darauf, endlich Kapula zu erreichen.

In Victoria Falls legten wir einen Stopp bei Pick’n’Pay ein, einem gut sortierten Supermarkt mit schattigen, bewachten Parkplätzen. Sehr empfehlenswert, um Vorräte aufzufüllen.
Von Victoria Falls aus fuhren wir nach Kapula, hielten noch bei Robins Camp, um die Parkgebühren zu bezahlen. Die Fahrt von Victoria Falls nach Kapula dauerte etwa drei Stunden, und wir konnten es kaum erwarten, unser Abenteuer fortzusetzen.

Natürlich konnten wir nicht am Masuma Dam vorbeifahren, ohne eine Pause einzulegen.
Die Zeit schien stillzustehen, während das Sonnenlicht auf der Wasseroberfläche tanzte. Elefanten baden im kühlen Wasser und genießen jeden Moment dieses kostbare Nass. Ein verspieltes Elefantenbaby stahl allen die Show, als es fröhlich planschte und die goldenen Sonnenstrahlen sein Spiel erleuchteten. Es erwärmte uns das Herz und erinnerte uns daran, warum wir diesen Ort so sehr lieben.

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Als sich der Tag dem Ende neigte, planten wir unser nächstes Ziel: die Lieblingsplätze der Löwen, zum Beispiel die Masuma Bridge.

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Und tatsächlich: Früh am nächsten Morgen begegneten wir einem prächtigen männlichen Löwen auf der Brücke. Wir folgten ihm eine Weile und konnten großartige Fotos machen, als er kurz posierte, bevor er sich in Richtung Kapula bewegte. Später fanden wir ihn in der Nähe des Kapula North Camps wieder.

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Es war Zeit für eine Kaffeepause auf dem Deck von Kapula. Die Tageshitze war intensiv, und alle Lebewesen suchten Schatten. Vom Deck aus beobachteten wir die Büsche mit dem Fernglas, in der Hoffnung, den Löwen noch einmal zu entdecken.

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Das Vogelbecken dient vor allem den Vögeln, wird aber auch von anderen Tieren gern genutzt. Uns gelangen einige schöne Vogelaufnahmen. Nachts scheint es sich in einen Treffpunkt für Hyänen zu verwandeln, und gelegentlich schaut auch ein Leopard vorbei – allerdings nicht immer in einer fotogenen Perspektive!
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Wir hatten drei Nächte in Kapula Camp gebucht, aber uns schien es viel zu kurz!
Von unserem Zelt aus konnten wir direkt auf das Wasserloch blicken. Eines Morgens trat ich hinaus und sah eine Löwin, die nur 20 Meter entfernt stand.

Später am Nachmittag machten wir noch eine weitere Pirschfahrt in der Hoffnung, den Löwen in der Nähe von North Camp zu finden. Wir entdeckten ihn nicht, wurden aber mit einem atemberaubenden afrikanischen Sonnenuntergang belohnt.

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Was die Wildkamera in North Camp in dieser Nacht aufnahm, verrate ich in der nächsten Episode. Bleibt dran! 🤩

Teil 515. Aug. 2025

Episode 4 – Masuma und Mandavu Dämme

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Masuma Damm ist ein beliebter Ort für Wildtiere im Herzen des Hwange-Nationalparks. Elefantenherden kommen häufig hierher, um ihren Durst zu stillen, und die angrenzende Kapula-Konzession bildet einen natürlichen Korridor für Tiere, die zum Damm ziehen.
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Man kann eine Pirschfahrt in der Umgebung unternehmen, die wildreichen Wege hinter Masuma erkunden oder am Masuma Hide bleiben. Das Hide ist durch ein festes Dach beschattet und bietet einen hervorragenden Aussichtspunkt, um die Tiere zu beobachten. Die Tiere können dich hören und riechen, aber sie sehen dich nicht. Im Inneren laden steinerne Sitzbänke dazu ein, Platz zu nehmen und den spektakulären Blick auf den Damm zu genießen, wo sich die Tieraktivitäten wie auf einer Theaterbühne abspielen. Die Tiere kommen und gehen und es ist ein lebendiges Schauspiel, das man nicht verpassen sollte. Hier verliert man schnell jedes Zeitgefühl.

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Zu den häufigen Besuchern von Masuma zählen Impalas, Warzenschweine, Kudus, Büffel und natürlich Elefanten. Besonders beeindruckend ist der späte Nachmittag, wenn atemberaubende Sonnenuntergänge und verstärkte Tieraktivität den Platz zu etwas Besonderem machen, während immer mehr Tiere zum Wasser ziehen.

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Masuma beherbergt auch ansässige Flusspferde und Krokodile. Gelegentlich kann man sogar beobachten, wie ein Krokodil Tauben jagt. Unter den Vögeln lohnt es sich, auf den ikonischen Schreiseeadler und den auffälligen Gelbschnabelmilan zu achten.

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Und nun zu einer unerwarteten Sichtung – eine neue Sanitäranlage am Masuma-Picknickplatz bringt ein wenig modernen Komfort in die Wildnis! (siehe Video!)

Als alternative Nachmittagsfahrt bietet sich Shumba Pan an, nur 20 Minuten von Kapula entfernt. Im Jahr 2024 war die Pfanne fast ausgetrocknet, nur wenige Impalas und Perlhühner suchten noch Feuchtigkeit im Schlamm. Der Wind verwandelte die kahle Fläche in eine gespenstische Wüste. Ein starker Kontrast zu ihrem Aussehen im September 2016, als die Pfanne randvoll mit Wasser war und sogar Flusspferde darin lebten!

Unsere nächste morgendliche Pirschfahrt führte uns zum Mandavu Damm. Wir waren auf der Suche nach Löwen. Nachdem wir an der Abzweigung zum Mandavu-Picknickplatz vorbeigefahren waren, setzten wir den Weg zum Damm fort – einem bekannten Hotspot für Löwenaktivität. Wir stießen dann auf ein Löwenrudel, das an einem Elefantenkadaver fraß.

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Ich glaube, ich sehe da ein Lächeln 🤩 :
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Dieses Rudel ist beeindruckend: ein dominantes Männchen, 11 erwachsene und Halbwüchsige Tiere sowie 8 Jungtiere. Interessanterweise scheinen sie gelernt zu haben, Elefantenbabys zu jagen, denn wir haben hier schon im Jahr zuvor eine ähnliche Jagd beobachtet.

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Es war faszinierend, das Zusammenspiel des Rudels zu beobachten. Die Jungtiere, nach dem Mahl durstig, sammelten sich um eine Löwin, die offenbar als Babysitterin fungierte. Sie führte sie zum Damm zum Trinken, und es war erstaunlich, wie gut organisiert sie dabei waren und ihrer Führerin eng folgten. Könnt ihr euch vorstellen, acht Kinder so mühelos zu managen? Auf dem Rückweg bewegten sie sich erneut im Gleichschritt, während eine andere Löwin – vermutlich die Mutter von einigen – in der Nähe im Schatten ruhte. Es war ein außergewöhnliches Erlebnis, Zeuge davon zu werden!

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Auf dem Rückweg nach Kapula entdeckten wir zwei Löwenmännchen in der Nähe des North Camps. Halb schlafend genossen sie den Wind und versuchten, sich abzukühlen.

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Unsere Wildkameras im North Camp hielten in der Nacht weitere Aktivitäten fest. Die Kamera am Vogelbecken des North Camps zeichnete Besuche von Hyänen, einer geduldigen Ginsterkatze und sogar einer Löwin auf. Ein Leopard zeigte sich kurz. Im South Camp gelangen meiner Nikon-Fotofalle bessere Bilder des Leoparden. (siehe Video!)

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👉 In der nächsten Episode nehme ich euch mit auf unseren Aufenthalt im Robins Camp. Vergesst nicht, meinen YouTube Channel zu abonnieren, um unsere Reise weiter zu verfolgen!

Teil 617. Aug. 2025

Episode 5 – Robins Camp

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01.10.2024 – 03.10.2024 🏡 Robins Camp Chalet 3N 🛜, 🚙 50km, 1.5 Std.

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Auf unserem Weg zum Robins Camp begegneten wir zwei Löwinnen, die an einem Büffel fraßen. Die Fahrt von Kapula nach Robins dauert etwa anderthalb bis zwei Stunden, abhängig von den Sichtungen unterwegs.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg zum Big Toms Tower, nahmen aber einen kleinen Abstecher zum Little Toms Lookout. Plötzlich hörten wir Alarmrufe von Riedböcken. Warum waren sie so nervös? Ah, hier ist der Grund – Löwen! Ein großes Rudel ruhte auf der anderen Seite des Little Toms River und beobachtete die Riedböcke aufmerksam. Ihren vollen Bäuchen nach zu urteilen, hatten sie keinen Hunger – sie schauten einfach nur zu.

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Das Robins Camp verfügt über ein eigenes Wasserloch, und aufgrund der schweren Dürre im Jahr 2024 wurde es häufig von Wildtieren besucht – trotz der Anwesenheit von Gästen und des Campbetriebs. Eine große Herde von Elefantenkühen mit Nachwuchs hatte sich am Wasserloch versammelt, was es möglich machte, direkt vom Camp aus beeindruckende Tierbeobachtungen zu erleben. 🐘

Das Robins Camp war ursprünglich Teil der ZimParks-Unterkünfte, bevor es von Machaba Safaris übernommen und vollständig renoviert wurde. Das Camp bietet eine Vielzahl von Chalets für zwei oder mehr Gäste. Es gibt auch Campsites.

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Hier ist der Robins Tower, ein Wahrzeichen des Camps.

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Die ansässigen Warzenschweine sind einige der entspanntesten „Mitarbeiter“ – sie kümmern sich mit großem Einsatz um den Rasen. Sie benutzen sogar die Treppe, um herunterzukommen, was ziemlich amüsant anzusehen ist!

Das Camp verfügt über ein geräumiges Restaurant, einen erfrischenden Swimmingpool, gemütliche Acacia- und Mopani-Chalets und gut gepflegte Wege, die zu den Campingplätzen führen. Der Empfangsbereich umfasst einen schön dekorierten Souvenirladen.

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Zurück zu Big Toms – wo die Löwen das taten, was sie am besten können: schlafen.

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Der Tag endete mit einem ausgezeichneten Abendessen und einer romantischen Atmosphäre am Feuer.

👉In der nächsten Episode lernt ihr die kleinsten Mitglieder des Big Toms-Rudels kennen! 🦁

Teil 717. Aug. 2025

Episode 6 – Löwenmütter streiten 🦁 🦁

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Es gibt kaum etwas mehr Besonderes, als wenn dich eine Löwin bei Sonnenuntergang auf deiner Pirschfahrt begleitet.

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Wir sind am Big Toms River.

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Genau gegenüber vom Big Toms Tower bewacht ein Löwe einen toten Elefanten. Das gesamte Rudel frisst. Der Elefant ist vermutlich einfach umgefallen und eines natürlichen Todes gestorben. Das südliche Afrika erlebt derzeit eine schwere Dürre – Pflanzenfresser werden durch den Futtermangel geschwächt, und wenn sie leiden, profitieren die Raubtiere. In solchen Jahren haben Löwen es leichter, Beute zu machen – oder bereits verendete Tiere zu finden.

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Von Robins Camp aus kann man eine Pirschfahrt über Little Toms zum Big Toms und weiter in Richtung Salt Pans unternehmen. Vergiss nicht die Schleife bei Little Toms – sie folgt dem Fluss, wo Wildbeobachtungen häufig sind. Auch der Big Toms River ist ein wichtiger Hotspot – besonders für Löwen. Achte auf die Uferböschungen – nach dem Fressen am Elefantenkadaver kamen die Löwen immer hierher zum Trinken. Manchmal wollten sie einfach nur ruhen – denn in Afrika hat niemand es eilig.

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Eine der Löwinnen trug ein Halsband. Sie entpuppte sich als das dominante Weibchen des Rudels. Löwenjunge zu beobachten ist immer ein Vergnügen, und diese drei – etwa drei Monate alt – befanden sich in der verspieltesten Phase ihres Lebens! Es war ein echtes Privileg, sie beobachten zu dürfen.

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Die Mutter gab sich Mühe, ihnen ein paar Manieren beizubringen, doch der Vater hatte an ihrer Erziehung keinerlei Interesse.

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Weiter entlang des Flussbettes, nach dem Trinken, zog das Rudel erneut weiter … und führte uns zu einer unglaublichen Entdeckung – drei noch kleinere Jungen! Diese winzigen Fellbällchen waren vermutlich gerade mal 6–7 Wochen alt.

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Doch das war noch nicht alles! Dann sahen wir etwas, wovon jeder Wildlife-Fotograf träumt: Eine Löwin, die eines ihrer Jungen im Maul trägt!

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Nicht nur einmal, sondern dreimal wiederholte sie diesen Weg und brachte jeden ihrer winzigen, etwa 4–5 Wochen alten Jungen in Sicherheit. Es war ein besonderer Moment!

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Bald kamen weitere Rudelmitglieder hinzu und versammelten sich um ein Dickicht aus Büschen. Vier Löwinnen und neun Jungtiere – das sah aus wie eine Krippe! Und wie in jeder Krippe herrschte auch hier Chaos – schreiende Junge und fürsorgliche, aber völlig überforderte Mütter.
Die Löwinnen versuchten, die Kleinen beisammen zu halten, doch die entkamen immer wieder. Selbst die älteren Geschwister versuchten, bei der Aufsicht zu helfen.

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Plötzlich entstand Spannung. Ein Streit unter den Müttern – die Jungen jaulten, als die dominante Löwin ihre Autorität durchsetzte. Ein kräftiger Prankenschlag genügte, um klarzustellen, wer das Sagen hatte (siehe Video)

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Schließlich beruhigte sich die Situation, doch die Mutter der mittelalten Jungen schien immer noch unzufrieden – sie fletschte die Zähne. Ein winziges Junges, offensichtlich nicht ihr eigenes, näherte sich ihr auf der Suche nach Milch. Sie knurrte warnend. Ich konnte nicht anders, als mich zu fragen: Wird dieses Kleine in einem so Konkurrenz betonten Rudel überleben?

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Am nächsten Tag sahen wir die Mutter-Löwin ihre Jungen säugen – aber nur die älteren. Hoffen wir, dass auch die Jüngsten es schaffen … und uns in Zukunft mit vielen weiteren unglaublichen Sichtungen beschenken!

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👉 In der nächsten Episode nehme ich dich mit zum Chobe Nogatsaa Campsite. 🏕️

Teil 818. Aug. 2025

Episode 7 – Chobe Nogatsaa

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04.10.2024 – 🏠 Tlou Safari Lodge, Kasane 1N 🛜, 🚙 Robins->Kasane 165km, 3.5 Std,
🇿🇲↔️🇧🇼 Grenze 20min
05.10.2024 – ⛺ Nogatsaa Campsite 1N, 🚙 70km, 2 Std.

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Wir verbrachten noch eine Nacht in der Tlou Safari Lodge, bevor wir zum Nogatsaa Campsite aufbrachen. Ursprünglich hatten wir geplant, Nogatsaa noch am selben Tag zu erreichen, waren uns aber nicht sicher, ob wir es rechtzeitig schaffen würden. Rückblickend hätten wir es problemlos geschafft – der Grenzübertritt dauerte nur 20 Minuten, und wir wären vor Einbruch der Dunkelheit angekommen.

Wir mögen die Tlou Safari Lodge wegen der großartigen Parkmöglichkeiten direkt bei den Chalets und dem hervorragenden Restaurant.
Am nächsten Morgen machten wir einen Stopp im Supermarkt, um unsere Vorräte aufzufüllen – aber ehrlich gesagt, war das Angebot enttäuschend, ganz anders als in Maun …

Nachdem der zweite Teil unseres Abenteuers abgeschlossen war, waren wir nun bereit für den dritten: den Chobe Nationalpark, mit dem ersten Stopp in Nogatsaa.

Da wir sechs Nächte in Hwange verbracht hatten, hatten wir sechs Kanister mit Benzin aufgefüllt – doch wie so oft hatten wir unseren Bedarf überschätzt. 20 Liter mussten wir im Robins Camp zurücklassen, da wir sie nicht mit über die Grenze nehmen durften. Vor der Einfahrt in den Chobe füllten wir unsere Kanister erneut auf.

Wir ließen Luft aus den Reifen, bevor wir auf die sandige Piste nach Nogatsaa abbogen. Die Fahrt dauerte etwa 2,5 Stunden. Als Ziel muss man Kabunga Pan angeben, denn der Zeltplatz liegt direkt an dieser Wasserstelle.

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Unsere Campsite war Nummer 1 – er hatte zwei Bäume, lag aber nah an der Straße.
Campsite 2 ist großzügiger.

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Das Sanitärgebäude hatte einen „Donkey Boiler“ (einen Holzofen für Warmwasser), ein Spülbecken und einfache Einrichtungen. Doch Vorsicht bei nächtlichen Besuchen – oft durchqueren Elefanten das Camp!

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Campsite 3 ist recht klein.
Campsite 4 ist groß – ideal für mehrere Fahrzeuge und Zelte.
Campsite 5 ist ebenfalls eher klein.

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Wir bauten unser Zelt auf und sahen weitere Gäste ankommen. Ursprünglich hatten wir drei Nächte hier gebucht.
Die Beobachtungsplattform (Hide) lag direkt an der Wasserstelle, wo sich durstige Elefanten und andere Tiere versammelten. Am häufigsten kamen Elefanten, aber auch Büffel kamen zum Trinken – was manchmal zu Konflikten zwischen den beiden Arten führte.

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Am nächsten Morgen machten wir eine Pirschfahrt zu Tchinga und dem Saregho Hide. Die Strecke führte um die Nogatsaa Lodge herum:
  • Tchinga war komplett ausgetrocknet – hier befindet sich der Hide.
  • Am Savuti-Kanal entdeckten wir Löwenspuren.
  • Außer Elefanten und Büffeln sahen wir einige Kudus und Impalas.
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Leider funktionierten viele Wasserpumpen nicht, sodass einige Wasserstellen ausgetrocknet waren. Die vielversprechende Kwikamba Pan gehörte inzwischen zu einer privaten Konzession der Nogatsaa Lodge und war für uns nicht zugänglich.

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Enttäuscht über die wenigen Sichtungen beschlossen wir, unseren Aufenthalt zu verkürzen und schon nach einer Nacht weiterzuziehen – obwohl die Campsite wirklich schön war.
Wir packten schnell zusammen und machten uns auf den Weg. Als wir die Teerstraße erreichten, kam uns eine Idee: Warum nicht einfach Muchenje Cottages ausprobieren? Wir hatten zwar keine Reservierung, wollten diesen Ort aber schon lange besuchen. Falls alles belegt wäre, hätten wir noch genug Zeit, um nach Kasane zurückzukehren.
Unterwegs haben wir Giraffen gesehen. Kein schlechter Start für das nächste Abenteuer.

👉 In der nächsten Episode erfahrt ihr, ob wir ohne Reservierung einen Platz in den Muchenje Self-Catering Cottages bekommen haben.

Teil 923. Aug. 2025

Episode 8 – Botswana für Vogel-Liebhaber

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06.10.2024-07.10.2024 - 🏡 Muchenje Cottage 2N 🛜, 🚙 80km, 2 std.

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In der letzten Episode besuchten wir Nogatsaa, verließen den Platz aber recht schnell und fuhren weiter zu den Muchenje Cottages – obwohl wir keine Buchung hatten. Zum Glück war noch etwas frei, allerdings zunächst in zwei verschiedenen Cottages. Doch die Rezeptionistin setzte wirklich alles daran, uns zu helfen – und tatsächlich konnten wir beide Nächte im selben Cottage verbringen. Wir hatten großes Glück!

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Unser Cottage war wunderschön – komplett ausgestattet mit Küche, Klimaanlage und einer gemütlichen Terrasse, umgeben von grünem Busch. Von dort aus konnten wir einem ständigen Vogelkonzert lauschen – ein wahres Paradies für Vogel-Fans!

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Es gab auch einen kleinen Shop, der überraschenderweise besser sortiert war als der Supermarkt in Kasane. WLAN war im Bereich der Rezeption verfügbar, und es konnten verschiedene Aktivitäten gebucht werden – darunter auch geführte Vogelbeobachtungstouren. Wir hörten von einem exzellenten lokalen Vogelguide und buchten eine Vogelwanderung mit ihm für unseren letzten Morgen.

Am nächsten Tag starteten wir früh zu einer Pirschfahrt im Chobe Riverfront, doch als wir am Ngoma Gate ankamen, war es noch geschlossen. Glücklicherweise kam ein Mitarbeiter vom Haupttor an der Teerstraße und öffnete es für uns.

Wir erreichten den Chobe-Fluss kurz nach Sonnenaufgang, doch Raubtiere waren nicht in Sicht – nur ein Savannenadler, der aufmerksam die Landschaft beobachtete. Andere Vögel waren bereits mit ihrem Frühstück beschäftigt, und obwohl die Landschaft atemberaubend war, war der Wasserstand recht niedrig.

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Die Paviane wachten gerade erst auf – einige lagen noch eng aneinander gekuschelt.

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Es gab keine besonders spektakulären Sichtungen, aber eine tolle Überraschung: Wir trafen Rob von Moving Pictures Africa – ein YouTube-Kanal, den ich mit großem Interesse verfolge!

Als wir schließlich das Gebiet erreichten, in dem sich Löwen befinden sollten, stand die Sonne schon zu hoch für gute Fotos. Also beschlossen wir, den Park zu verlassen und in Kasane nach frischem Brot zu suchen.

Muchenje vs. Kasane – Der beste Startpunkt für eine Pirschfahrt

Obwohl die Muchenje Cottages tolle Unterkünfte und großartiges Personal bieten, ist der beste Startpunkt für eine Pirschfahrt im Chobe Nationalpark eigentlich Kasane, mit Einfahrt über das Sedudu Gate:
  • Löwen findet man meist rund um den Serondela Picnic Site und die Chobe Game Lodge.
  • Aktivitäten wie Bootstouren starten nur von Kasane aus.
  • Ein Nachteil von Muchenje: Die Zufahrtsstraße führt durch den Nationalpark, der zwischen 19:00 und 6:00 Uhr geschlossen ist. Wer zu spät zurückkommt, kann nicht mehr zur Unterkunft gelangen.
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Auf dem Rückweg nach Muchenje sahen wir … ja, unglaublich, ein Rudel Wildhunde!

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Und nicht irgendwo – direkt an der Hauptstraße, in der Nähe der Abzweigung nach Nogatsaa! Es war bereits das zweite Mal, dass wir Wildhunde im Chobe Riverfront entdeckten. Wir hatten stundenlang am Fluss nach ihnen gesucht – und dann fanden wir sie so nah an der Straße, dass man sie sogar vom Reisebus aus hätte sehen können!
Auf der Strecke nach Muchenje sieht man häufig Giraffen.

Am nächsten Morgen nahmen wir an einer Vogelwanderung mit Guide Stone teil – direkt auf dem Gelände der Muchenje Cottages!
Viele Vogelarten entdeckten wir direkt auf dem Campingplatz, darunter ein Perlzwergkauz und ein Sperber. Auch die Campsites selbst waren wunderschön – mit viel Schatten und ruhiger Atmosphäre.

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In nur 1,5 Stunden konnten wir 34 verschiedene Vogelarten beobachten! Die Muchenje Cottages sind wirklich ein Paradies für Vogelbeobachter, und ich kann sie jedem Vogel-Liebhaber, der Botswana besucht, wärmstens empfehlen.

👉 In der nächsten Episode stelle ich euch unsere unerwarteten Mitbewohner auf dem Savuti Campsite vor. Bleibt dran! 🐾

Teil 1024. Aug. 2025

Episode 9 – Savuti Campsite

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08.10.204-10.10.2024 - ⛺Savute Campsite RSV4, 3N, 🚙 60km, 3 Std.

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Die Fahrt von Muchenje nach Savuti dauerte etwa drei Stunden. Die ersten 40 Kilometer bis zum Ghoha Gate waren die langsamsten – rund zwei Stunden – aber erwarte keine Asphaltstraße! Mit der Sandpiste beginnt das Abenteuer.
Zunächst war die Strecke schmal, mit wenigen Ausweichmöglichkeiten für den Gegenverkehr. Dann wurde sie zu einem zweispurigen Sandweg – und ja, sehr sandig!

Kaum am Savuti Campsite angekommen, inspizierten zwei Automechaniker (Yelow-billed Hornbills - siehe video) vorsorglich unser Fahrzeug – sicher ist sicher nach dieser Rumpelpiste.

Der Campingplatz selbst war großzügig und schattig, ein perfekter Ort zum Aufbauen. Unser Stellplatz RSV4 lag direkt gegenüber der Sanitäranlagen – praktisch, aber nicht gerade privat.
Es gab auch einen Wasserhahn, versteckt in einem großen Betonblock. Um an das Wasser zu kommen, musste man fast bis zur Schulter hineingreifen! Diese Bauweise soll verhindern, dass Elefanten ihn zerstören – ein häufiges Problem in Savuti.
Natürlich freute ich mich schon auf die ersten wilden Besucher auf dem Platz!

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Gelbschnabeltoko (Yellow-billed Hornbill) waren völlig unerschrocken – einer setzte sich sogar in unsere Küche, auf den Kühlschrank!
Pfeifbülbüls (Arrow-marked Babblers) kamen regelmäßig vorbei.
Helmperlhuhn (Red-billed Spurfowl) kann man überall treffen. Aber Vorsicht – er ist dein Wecker am Morgen!
Auch Eichhörnchen waren großartige kleine Camping-Gefährten.

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Wir merkten schnell: Wir wohnten nicht einfach auf einem Campingplatz – wir waren zu Gast im Zuhause anderer!
Der Baum neben unserem Zelt war in Wahrheit das Zuhause der Zwergmangusten.
Wahrscheinlich lebten dort auch Eichhörnchen und Vögel.
Um unsere pelzigen Nachbarn besser beobachten zu können, stellte ich mein Handy auf einen Gimbal und steuerte es aus der Ferne – in der Hoffnung, einen Blick in ihren Alltag zu erhaschen.
Die Mangusten waren neugierig und untersuchten sogar unser Zelt – auf der Suche nach einem Weg hinein!
Auch ein Go-away-Bird kam vorbei und begrüßte uns mit seinem typischen Ruf.

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In der Nacht kam dann noch ein ganz besonderer Besucher – jemand inspizierte unser Zelt! 🤩 🦨

👉 In der nächsten Episode nehme ich euch mit auf eine Pirschfahrt rund um Savuti – bleibt dran! 🚙 🦁 🦒 🦓 🐘 🚙

Teil 1129. Aug. 2025

Episode 10 – Savute, Drei Tage mit einer Löwenfamilie

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Wie in Hwange, in der Robins-Region bei Big Toms, wacht auch hier eine Savute-Löwin über einen toten Elefanten. In der Nähe nähern sich Mitglieder der Elefantenherde dem Wasserloch – als wollten sie sich ein letztes Mal verabschieden.
Man sagt, Elefanten trauern um ihre gefallenen Verwandten und Herdenmitglieder.

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Doch sie wittern die Löwin in der Nähe und zögern, sich weiter zu nähern. In dieser Region sind Löwen in der Lage, einen Elefanten zu töten.
Was für die einen Trauer bedeutet, ist für andere ein Festmahl.

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Wie in Robins, trafen wir hier, in Savute, auf einer Löwin mit drei Jungen, etwa drei Monate alt. Anders als in Robins, wo alle drei größeren Jungen weiblich waren, entdeckten wir hier ein junges Männchen – vielleicht ein zukünftiger Löwenkönig.

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Als die Sonne unterging, färbte sie die Landschaft in warme Orangetöne.

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Am nächsten Morgen, noch vor Sonnenaufgang, kehrten wir zum Elefantenkadaver zurück. Die Dämmerung tauchte das Land in tiefes Violett. Auch der Löwen-Vater war da. Marabus wachten gerade auf und stellten sich rund um die Überreste auf. Die Löwen-Jungen spielten, während die Vögel über uns langsam zur Ruhe kamen. Für einen Moment wirkte alles wie eine idyllische Familienszene.

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Teil 1229. Aug. 2025

Episode 10 Fortsetzung

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Der Vater genoss die kühle Morgenluft.
Aber er war nicht allein – sein Bruder, ebenfalls Teil des Rudels, hielt Wache. Als die Sonne höher stieg, zogen sich Mutter und Junge ins Buschwerk zurück, während der Onkel am Kadaver blieb und sich in der Mittagshitze dösend niederließ.

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Wir beschlossen, andere Teile des Parks zu erkunden. Das Marsh-Rudel hält sich oft bei Rhino Vlei und Marabou Pan auf.
Bei Rhino Vlei entdeckten wir Löwenspuren, aber keine Löwen.
Wir haben auch Vögel und andere Tiere fotografiert.

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Am Nachmittag kehrten wir zu unserer Löwenfamilie am Wasserloch zurück.
Es war immer noch heiß, und die meisten Löwen lagen faul herum – nur die verspielten Jungen waren aktiv.
Später versammelte sich das gesamte Rudel. Die energiegeladenen Jungen ärgerten ihre Eltern.
Ein besonders selbstbewusstes Löwenmädchen trug ein Stück Fleisch herum und ignorierte die Rufe seiner Mutter.
Sie wird einmal eine großartige Jägerin sein.

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Jungen großzuziehen ist harte Arbeit für eine Löwin – doch sie wird belohnt mit Zuneigung von ihren Kindern. Papa behält die Kleinen im Auge, während er versucht, ein wohlverdientes Nickerchen zu machen.
Als der Abend in tiefes Violett überging, wirkten die drei felligen Energiebälle, als ob sie sich für die Nacht aufladen würden.
Ein unvergesslicher Abend mit dieser Löwenfamilie.

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Teil 1329. Aug. 2025

Episode 10 Fortsetzung

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Die folgende Nacht wurde in warmes Orange getaucht.
Schakale lauerten in der Nähe, ungeduldig wartend auf ihre Chance. Als die Löwen endlich abzogen, stürzten sich die Schakale auf die Reste.
Doch selbst beim Festmahl erinnerte das ferne Brüllen des Löwen daran, wer hier wirklich das Sagen hat.

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Am nächsten Morgen erlebten wir eine Überraschung:
Ein Marabu-Storch spülte jedes Stück Fleisch sorgfältig im Wasser, bevor er es hinunter schluckte – und wiederholte das mit jedem Bissen!
Währenddessen beanspruchten die Schakale den Kadaver für sich – und wälzten sich in Elefantenkot, um sich von Insekten und fremden Gerüchen zu befreien.
Vielleicht sollte ich das auch mal probieren – aber ich bezweifle, dass es bei mir so gut funktioniert!
Die Schakale jedenfalls wirkten sehr zufrieden mit sich selbst.

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Unsere drei Nächte in Savuti waren vorbei. Nun waren wir gespannt, was uns in Khwai erwarten würde.

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🎥 Bleib dran für die nächste Episode!

Teil 1430. Aug. 2025

Episode 11 – Khwai

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11.10.204-14.10.2024 - 🏡 Khwai Guest House 4N 🛜, 🚙 100km, 3.5 Std.

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In Hwange wurden wir auf unserer Sunset-Fahrt von einer Löwin begleitet – und in Khwai war es ein Leopard.

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Und ja, es gibt wirklich nichts mehr Besonderes als das.

Wir übernachteten im Khwai Guesthouse, das sechs Chalets und zwei Familienzimmer bietet. Es gibt eine Lounge mit Bar und WLAN sowie ein Restaurant. Neu für mich war der Swimmingpool, den ich an den heißen Oktobertagen dankbar nutzte. Wir haben vier Nächte hier gebucht, und ich war gespannt, was die Mutter Natur in Khwai für uns bereithält.

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Der Khwai-Fluss ist einer der Hauptwasserläufe des Okavango-Deltas und liegt im äußersten Osten des Gebiets. Er bildet die natürliche Grenze zwischen der Khwai Concession und dem Moremi Game Reserve, verbunden durch die North Bridge.
Das in Khwai Village gelegene Khwai Guesthouse war ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für beide Gebiete – Khwai und Moremi.

Unsere erste Pirschfahrt mit unserem Guide Shadow führte uns in die Khwai Concession und schließlich zum Fluss – ein besonders angenehmer Ort an heißen Nachmittagen.

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Schon bald entdeckten wir zwei Löwinnen – was für ein Start! Doch das war nur der Anfang: Wir begegneten Seronga, einem weiblichen Leoparden, der Tochter der berühmten und legendären Mma Tsebe.

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Seronga:
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Mma Tsebe fotografiert in 2015:

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Mma Tsebe war bei allen Khwai-Guides und Besuchern wohlbekannt und beliebt. Sie war ein Liebling unter Wildtierfotograf*innen, posierte oft für Kameras und brachte vielen Menschen Freude. Ein neues Safari-Camp wurde sogar nach ihr benannt. Sie hatte ein unverwechselbares Aussehen: zerfetzte Ohren, eines etwas höher angesetzt als das andere, und halbgeschlossene Augen – man konnte sie nie mit einem anderen Leoparden verwechseln.

Hier ist Mma Tsebe:

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Und hier war nun ihre Tochter, Seronga. Ihre Augen, Bewegungen und ihr Gang erinnerten stark an ihre legendäre Mutter. Sie wurde nach der Straße nach Seronga benannt, an der sie oft gesichtet wird. Man kann sie mit etwas Glück im Wald rund um das Machaba Camp oder beim Leopard Lagoon sehen.

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Wir entdeckten auch einen männlichen Leoparden auf der anderen Seite des Mbudi-Flusses – doch ein Überqueren war zu riskant. Stattdessen machten wir eine Pause und genossen die Umgebung.

Big Boy:
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Mbudi Fluss:
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Später fanden wir beim Leopard Lagoon zwei weitere Löwinnen.

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Die Pfoten 🤣 🤣 🤣
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In den folgenden Tagen pendelten wir zwischen Sichtungen von Seronga und den Löwen hin und her – oft vor der atemberaubenden Kulisse des afrikanischen Sonnenuntergangs. Am letzten Tag lagen die Löwen unter dem Baum, auf dem Seronga mit ihrer Beute war.

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Teil 1530. Aug. 2025

Episode 11 Fortsetzung

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Der Khwai-Fluss bietet beeindruckende Tierbegegnungen und eine besondere Ruhe und Gelassenheit.
Hier ein paar Fotos von Khwai:

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Auf einer morgendlichen Fahrt in Moremi trafen wir bald auf Löwen mit einem frischen Kill. In einem Löwenrudel jagen meist die Weibchen – doch die dominanten Männchen beanspruchten die Beute schnell für sich. Die Sichtung war kaum einen Kilometer vom Khwai Village entfernt, wo sich unser Guest House befand. Ich fragte mich: Besuchen sie nachts manchmal das Dorf? In Khwai leben Menschen wirklich Seite an Seite mit der Wildnis.

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Die Löwen waren noch recht jung und in sehr guter Verfassung. An unserem letzten Morgen, auf dem Weg zurück nach Maun, sahen wir nochmals einen männlichen Löwen – dieses Mal ganz ohne Guide.

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Nach den Löwenbesuchen fuhren wir weiter zu einem bekannten Ruheplatz der Wildhunde, etwa einen Kilometer hinter dem North Camp in Moremi. Die Hunde dösten im Schatten der Bäume, um Energie zu sparen.

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Und hier ist er – unser männlicher Löwe – auf dem Rückweg nach Maun.
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👉 In der nächsten Episode geht es um eines der am meisten missverstandenen Tiere der Welt – die Hyäne! Bleibt dran, um mehr zu erfahren!

Teil 1601. Sept. 2025

Episode 12 – Ist das Hyänenjunges ein Weibchen? ♀️♂

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Wir hatten in den vergangenen Jahren schon einmal einen Hyänen Den besucht und freuten uns auf ein Wiedersehen. Zwar gibt es in dieser Gegend einige Baue, doch sie werden gelegentlich verlegt (Siehe Video). Meistens kann man die Tiere am Bau früh morgens oder am späten Abend beobachten.

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Wir wurden Zeugen einer Begrüßungszeremonie: Zwei Hyänen standen parallel zueinander, mit entgegengesetzter Blickrichtung, hoben die Hinterbeine und schnüffelten bzw. leckten sich gegenseitig im Genitalbereich.

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Auch dieses Jungtier begrüßt eine erwachsene Hyäne – mit erigiertem Penis als Zeichen der Unterwerfung. Moment mal – haben denn alle Jungtiere einen Penis? Sind das etwa alle Männchen?

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Nein. Bei Fleckenhyänen haben sowohl Männchen als auch Weibchen ein Phallus-artiges Organ. Weibliche Tiere besitzen einen sogenannten Pseudopenis – eine verlängerte Klitoris, die ebenfalls erigiert werden kann. Außerdem haben sie keine äußere Vagina. Sie urinieren, paaren sich und bringen sogar ihre Jungen durch dieses Organ zur Welt.

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Beim Paaren zieht das Weibchen den Pseudopenis ein – „so wie man einen Hemdsärmel zurückschiebt“ – um eine Öffnung für das Männchen zu schaffen.

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Das Geschlecht eines Jungtieres lässt sich vor dem Erwachsenenalter nur schwer bestimmen – und nur am Spitzenende des Organs: Weibchen haben eine abgerundete Spitze, Männchen eine Spitze. Also – welches der Jungtiere ist ein Weibchen? (Siehe Video)

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Fleckenhyänen sind hoch soziale Tiere und leben in Clans mit einer strikten Dominanzhierarchie. Anders als bei vielen anderen Arten herrschen bei den Hyänen die Weibchen – selbst ein rangniedriges Weibchen ist höher gestellt als jedes Männchen.

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Der Nachwuchs erbt den Rang der Mutter. Stirbt die Matriarchin, übernimmt ihr jüngstes Weibchen die Führung. Die Kinder hochrangiger Weibchen sind automatisch höher gestellt als erwachsene Tiere niederen Ranges. Allerdings hängt das stark von der Anwesenheit der Mutter ab – fehlt sie, kann es zu aggressivem Verhalten gegenüber ihren Jungen kommen.

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Hyänen sind äußerst intelligent – in Aufgaben zur Zusammenarbeit schneiden sie besser ab als Schimpansen. Sie helfen unerfahrenen Clanmitgliedern und können zwischen zuverlässigen und unzuverlässigen Artgenossen unterscheiden.

Es heißt, die Hyäne ohne erigierten Phallus ist die wahre Anführerin, während eine Erektion ein Zeichen der Unterwerfung ist. Was meinst du – gibt es da Parallelen zur menschlichen Welt? 😈

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Hyänen Mütter sind beschützend gegenüber ihrem Nachwuchs und dulden nur selten, dass sich andere Erwachsene – besonders Männchen – ihren Jungen nähern. Ihre Milch ist die eiweißreichste unter allen Karnivoren, und anders als bei Löwen kommt es nicht zu gegenseitigem Stillen – jede Mutter stillt nur ihr eigenes Junges.

Trotz ihres schlechten Rufs sind Fleckenhyänen geschickte Jäger und keineswegs nur Aasfresser. Sie können Knochen und sogar Haut verdauen und gehören zu den erfolgreichsten Raubtieren Afrikas – dank ihrer Anpassungsfähigkeit, Intelligenz und Opportunismus.

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Hyänenjunge entwickeln sich schnell und zeigen schon früh erwachsenes Verhalten. Bereits mit zehn Tagen können sie sich erstaunlich schnell fortbewegen. Mit etwa einem Monat beginnen sie mit Duft Markierungen und sozialen Interaktionen. Die typischen Flecken erscheinen im Alter von drei bis vier Monaten; bei der Jagd machen sie nach etwa einem Jahr mit. Die Geschlechtsreife erreichen sie mit drei Jahren.

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Aber wie paaren sie sich, wenn beide Geschlechter einen Phallus haben? Wie gesagt, das Weibchen zieht den Pseudopenis ein, wodurch die Kopulation möglich wird. Tatsächlich sind weibliche Hyänen die einzigen weiblichen Säugetiere ohne äußere Vaginalöffnung!

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Bringt ihnen diese einzigartige Anpassung Vorteile?
✅ Volle Kontrolle über die Paarung – Das Weibchen entscheidet, mit wem sie sich paart. Zwangspaarung ist nicht möglich.
✅ Tarnung und Schutz – Da Weibchen sich oft aggressiver gegenüber anderen Weibchen als gegenüber Männchen verhalten, könnte der Pseudopenis als Tarnung dienen und Angriffe reduzieren.

Stell dir vor, menschliche Frauen hätten ein solches Organ! 🤩 😂 😂 😂

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Hyänen sind auch Meister der Täuschung. Man hat beobachtet, wie sie beim Fressen falsche Alarmrufe ausstoßen, um andere Hyänen zu vertreiben – und dann in Ruhe weiter zu fressen. Ebenso nutzen Hyänenmütter falsche Alarme, um Kämpfe ihrer Jungen zu beenden.

Obwohl sie oft mit Hunden oder Großkatzen verwechselt werden, gehören Hyänen zu einer ganz eigenen Familie – den Hyaenidae – und sind näher mit Mangusten und Zibetkatzen verwandt als mit Hunden oder Katzen.

Apropos Verwechslung: Verwechsle afrikanische Wildhunde nicht mit Hyänen!
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• Wildhunde haben einen schlanken Körperbau, lange Beine, große runde Ohren und eine charakteristische weiße Schwanzspitze.
• Hyänen sind massiger, mit kräftigen Vorderläufen, kürzeren Hinterbeinen und kleineren Ohren.
Beide sind wunderschöne Tiere, auf ihre ganz eigene Art perfekt angepasst.

Unsere Zeit in Khwai ist vorbei. Als Nächstes geht es nach Mabuasehube – ein atemberaubender Teil des Kgalagadi Transfrontier Parks.

Teil 1708. Sept. 2025

Episode 13 – Von Maun nach Mabua

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15.10.2024 – 🏠 Maun Lodge 🛜, Maun 1N , 🚙 Khwai - > Maun 125 km, 4 Std.
16.10.2024 - 🚙 Maun->Khama Rhino Sanctuary 520km, 6 Std,
16.10.2024 - 🏠 Khama Rhino Sanctuary 🛜, Chalet 1N
17.10.2024 – 🏠 Avrila Springs Hotel 🛜, Gaborone 1N, 🚙 350 km 4 Std.
18.10.2024 - 🚙 Gaborone-> Mabuasehube, Kgalagadi Transfrontier Park via Sekoma, Khakhea – 500 km, 8 Std.
18.10.2024 – 19.10.2024 - ⛺ Lesholoago Campsite KTLES02 2N 🛜
20.10.2014- 22.10.2024 - ⛺ Mpayathotlwa Campsite MPA1 3N 🛜

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Bisher hatten wir das
Moremi-Wildreservat in Botswana, den Hwange-Nationalpark in Simbabwe besucht, waren dann zurück nach Botswana gereist, um Chobe Nogatsaa, Chobe Riverfront und Chobe Savuti zu erkunden, gefolgt von der Khwai Concession im Okavango Delta. Nun machten wir uns auf den Weg nach Mabuasehube, mit einem kurzen Zwischenstopp im Khama Rhino Sanctuary.

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Im Sanctuary übernachteten wir in einem Chalet in der Nähe des Restaurants. Das Schutzgebiet ist nicht besonders groß – man kann entweder eine kleine oder eine größere Runde fahren, aber die Malema- und Serwe-Pfannen sollte man auf jeden Fall besuchen, besonders zum Sonnenuntergang, wenn sich dort Nashörner zeigen.

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Es gibt dort auch viele Vögel und andere Tiere wie Impalas, Zebras und Giraffen.

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Ich finde, das Khama Rhino Sanctuary ist ein großartiger Ort für Wildlife-Fotograf:innen – bezahlbar und perfekt, um fotografische Fähigkeiten zu trainieren.

Nach dem Besuch fuhren wir weiter nach Gaborone zum Einkaufen. Obwohl es sich um Botswanas Hauptstadt handelt, hat Gaborone seinen ganz eigenen Charme – besonders, wenn Ziegen durch die Einkaufszentren streifen, als wären sie ganz normale Kunden!
(siehe Video)
Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg nach Mabuasehube, vorbei an Sekoma und Khakhea. Es ist wichtig, in Sekoma zu tanken, denn das ist die letzte Tankstelle vor Mabua. An Tankstellen sieht man oft Haustiere wie Kühe, Ziegen oder Hunde frei herumlaufen.

Schließlich erreichten wir unser erstes Ziel: Lesholoago Pan, wo wir zwei Nächte verbrachten. Im Jahr 2019 hatte meine Trail-Kamera hier ein überraschendes und unglaubliches Selfie eines Leoparden aufgenommen! Ich hatte die Kamera nur aus Neugier aufgestellt, ohne große Erwartungen. Wir schliefen nur wenige Meter entfernt im Zelt.

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Leopard Selfie 😉

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Lesholoago:
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Damals gab es am Campingplatz noch Wasser – 2024 jedoch war alles ausgetrocknet, sowohl am Stellplatz als auch am Wasserloch. Deshalb war leider kaum Wild in der Gegend.

In dieser Nacht machte ich einige Astroaufnahmen, und erst später – bei der Bearbeitung zu Hause – bemerkte ich: Ich hatte einen Kometen fotografiert!

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m nächsten Tag beschlossen wir, die Umgebung zu erkunden: Mabuasehube Pan und Mpayathutlwa (Mpaya) Pan. Mabua hat nur wenige Pisten – man kann nach Mpaya fahren, die Khiding Pan besuchen oder zurück zur Monamodi Pan und beim Gate kurz E-Mails checken (dort gab es WLAN!).

An der Mabuasehube Pan entdeckten wir frische Löwenspuren und folgten ihnen. Die weite Ebene öffnete sich vor uns – doch die Löwen waren nirgends zu sehen. Offenbar hatten sie die Pfanne überquert.
Auch wenn wir keine Löwen fanden, stießen wir auf wilde Wassermelonen und nahmen ein paar mit. Leider konnten wir nicht erkennen, welche süß und welche bitter waren – und natürlich erwischten wir die falschen!

Trotz weniger Sichtungen vergingen die zwei Nächte an der Lesholoago Pan schnell, und wir zogen weiter zu unserem nächsten Stellplatz: Mpaya-1.

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Bevor wir das Camp aufbauten, durchsuchten wir vorsichtig das Gebüsch. Mpaya-1 war früher ein beliebter Platz, da es fließendes Wasser und sogar eine Dusche gab – doch 2024 war das Rohr undicht, sodass kein Wasser mehr ankam.
Wir bauten unser Zelt auf und gönnten uns eine Siesta. Löwen besuchen diesen Stellplatz regelmäßig. Im Jahr 2019 schärften zwei Männchen ihre Krallen nur einen Meter neben unserem Zelt an einem Baum – man konnte hören, wie sie die Rinde aufrissen!

Glücklicherweise gab es auch harmlosere Besucher, wie etwa ein Gelbmanguste. Der Stellplatz bot zudem eine wunderschöne Aussicht auf die Pfanne, die oft von Springböcken und Gnus besucht wurde. Und die Sonnenuntergänge waren einfach spektakulär.

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Zurück im Camp bekamen wir einen unerwarteten Besucher (siehe Video). Doch abgesehen davon waren unsere Tierbegegnungen in den ersten beiden Nächten eher unspektakulär. Sollten wir nur Schakale und Antilopen sehen – oder sollten wir uns unter dem Kometen etwas wünschen?

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Das erfahren wir in der nächsten Episode!

Teil 1814. Sept. 2025

Episode 14 – Wasser teilen mit Löwen

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20.10.2014- 22.10.2024 - ⛺ Mpayathotlwa Campsite MPA1 3N 🛜
23.10.2024 - 🚙 Mabuasehube – Kalahari Rest via Hukuntsi 250 km, 6 Std.
23.10.2024 – 🏡 Kalahari Rest Lodge, 1N 🛜
24.10.2024 – 🚙 Kalahari Rest - > Maun 530 km, 6 Std.
24.10.2024 – 25.10.2024 🏠 Maun Lodge, Maun, 2N 🛜
25.10.2024 – 🚁 Helicopter Flight with Horizons

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Jetzt sind wir bei der letzten Episode, die dem Reisebericht ihren Namen gegeben hat.
Wie ich in einer früheren Episode bereits erwähnt habe, gab es kein Wasser an den Wasserlöchern. Kein Wasser an der Lesholoago Pan, keines in Mabuasehube, Monamodi oder Khiding Pans. Selbst an der Mpaya Pan war der Wasserfluss nur schwach, und die Qualität schlecht – tote Vögel trieben im Wasserloch. Es gab kaum Wildtiere, die Hitze war extrem, und wir begannen zu überlegen, ob wir Mpaya einen Tag früher verlassen sollten.

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Mpaya Campsite:

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Ursprünglich hatten wir zwei Nächte in Lesholoago und drei Nächte in Mpaya gebucht.
Nachts hatten wir Besuch von einer Braunen Hyäne und einem Kapfuchs. Die Tiere kamen zum Camp, hofften auf ein paar Tropfen aus dem kleinen Vogelbecken – aber das war fast leer.

Also beschlossen wir, das leckende Rohr zu reparieren. Wir hatten zwar nicht das richtige Material, versuchten es aber trotzdem. Das Leck war direkt am Wassertank. Dann versuchten wir, das Wasser wieder bis zum Wasserloch fließen zu lassen. Wir beseitigten das verdorbene Wasser und entfernten die toten Vögel. Schließlich lief wieder Wasser – doch es war heiß, von der Sonne aufgeheizt.

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Der Wassermangel für die Tiere war frustrierend. Wir waren enttäuscht – sowohl von den Parkbehörden als auch von unserem Aufenthalt.
Und dann – gerade als wir beschlossen hatten, am nächsten Morgen abzureisen – geschah es:

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Diese majestätischen Schönheiten – Löwen – kamen zu unserem Camp. In solchen Momenten wird einem klar, warum man Hitze und Unannehmlichkeiten erträgt. All der Frust verschwindet, wenn dein Herz sich mit Freude und Ehrfurcht füllt. Dieser eine Moment des Glücks wiegt Tage voller Enttäuschung auf.

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Teil 1914. Sept. 2025

Episode 14 Fortsetzung

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Die Löwen inspizierten das Camp und gingen dann direkt zum Wasserloch. Es war etwa sechs Uhr, und die Solarpumpe hatte noch nicht angefangen zu arbeiten. Es gab kein Wasser. Die Löwen schauten sich um und gingen dann zum Wassertank – sie wussten genau, wo es Wasser gibt.

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Wir wollten sie über die andere Straße vor dem Tank erreichen. Das schafften wir auch, aber wir fuhren über einen Stein, verloren den Grip und blieben tief im Sand stecken! Das Auto kippte zur Seite, und ich hatte zuviel Angst, das Fenster zu öffnen. Die Pumpe lief immer noch nicht. Die Löwen zogen sich in die Bäume zurück, etwa 100 Meter entfernt.

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Das war unsere Chance, das Auto zu befreien. Problem: Der Wagen saß auf einem Stein (siehe Video!). Zum Glück kamen andere Reisende – definitiv erfahrener als wir – und halfen uns. Wir, zwei Frauen, hielten Löwenwache – bereit, Alarm zu schlagen, falls ein Löwe sich näher als 50 Meter heran wagte.
Dann – endlich – startete die Pumpe. Klares Wasser floss aus dem Leck. Hunderte von Tauben versammelten sich an der Stelle, wo das Wasser tropfte. Die Löwen waren bereits unterwegs.
Wir waren noch nicht bereit – Schaufeln lagen überall herum. Die Löwen bewegten sich schnell. Sie waren durstig.
„50 Meter! Alle ins Auto – jetzt!“ schrien wir.
Wir beobachteten eine Löwin, die acht Minuten lang ohne Pause trank.

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Wir saßen da, hörten das Schlürfen der Löwen und das Rufen der Vögel. Es fühlte sich an, als stünde die Welt still – alles andere rückte in den Hintergrund. Denn das war das Wesentliche des Lebens: ein Schluck Wasser in der Wüste – und wilde Löwen, die daneben trinken.

Später gingen wir zurück zur Leckstelle, um selbst Wasser zu holen. Die Löwen waren wahrscheinlich noch in der Nähe, verborgen im Gras. Wir teilten tatsächlich Wasser mit Löwen.

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Am Nachmittag kamen sie noch einmal zurück, tranken und zogen dann weiter in Richtung Mabuasehube Pan, um ihre Löwen Geschäfte zu erledigen.
Es war ein unvergesslicher Tag – absolut alle vier Nächte Warten wert!

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Teil 2014. Sept. 2025

Episode 14 Fortsetzung

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Am nächsten Morgen waren wir bereit zur Abreise aus Mabua. Aber vorher musste ich mich noch von unserem residierenden Schakal verabschieden.

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Am Ende war unser Aufenthalt außergewöhnlich.
Ich glaube, meine schönsten Löwen Fotos der ganzen Reise entstanden genau hier. Mabua liefert ab!

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Schau dir mein Video aus 2021 an, in dem ich das Camp mit Löwen teile – es war dasselbe Camp: Mpaya-1.

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Das war unser letztes Ziel. Wir waren nun auf dem Weg zur Kalahari Rest Lodge in der Nähe von Kang.

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Ich finde, die Straße über Hukuntsi ist besser als die über Khakhea (siehe Video)
Wir füllten fünf Kanister mit Treibstoff, einen davon gaben wir den Leuten, die uns im Sand geholfen hatten.

Noch eine Herausforderung: Unser Tankanzeiger war seit dem ersten Stopp in Moremi defekt. Wir mussten den Verbrauch für den Rest der Reise manuell berechnen – mit Sicherheitsreserve!

Die Kalahari Rest Lodge ist ein schöner Ort für mehr als nur eine Nacht – sie haben ein kleines privates Schutzgebiet und bieten Pirschfahrten an, was ich vorher nicht wusste. Angeblich kann man dort sogar Geparden sehen.

Nach einer Nacht in Kalahari Rest fuhren wir zurück nach Maun, wo wir einen Helikopterflug über das Delta machten.

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Das Delta war sehr trocken, aber wir sahen trotzdem ein paar Tiere.
Hier sind drei Hyänen:

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Beim Rückflug nach Europa sahen wir die Khwai Concession von oben – sie sah aus wie eine Landkarte.

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Ich erkannte die Straßen, die Flüsse und die Orte, an denen wir Seronga und die Löwen getroffen hatten.
Und ich hatte jetzt schon Heimweh nach Afrika.

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Teil 2115. Sept. 2025

Ich möchte noch ein paar allgemeine Informationen teilen:
Die Unterkünfte, die mit einem 🛜 markiert sind, hatten WiFi. In Botswana gab es WiFi bei den Gates: Third Bridge, Moremi South Gate, Mabuasehube Gate und beim Shop in Savuti. Am Mababe Gate gab es kein WiFi, und dort konnte man eventuell auch nicht mit Karte zahlen (die Situation könnte sich aber ändern). Ich denke, alle Lodges haben WiFi.
In Simbabwe gab es in Robins Camp, Kapula und Main Camp WiFi. Im Mai 2025 waren wir außerdem im Silwane Camp – dort gibt es ebenfalls WiFi, nicht nur für die Tented-Camp-Gäste, sondern auch für die Campsite Gäste.
🚙 ⛽ Straßen & Treibstoff:
Alle Straßen waren sowohl im Oktober als auch im Mai gut befahrbar. Im Oktober gibt es natürlich mehr Staub 😉
Nehmt unbedingt mindestens 2 Jerrycans mit, falls ihr mehr als 3–4 Nächte in Moremi–Khwai–Savuti verbringt und anschließend nach Kasane fahrt – ein 130-Liter-Tank reicht nicht aus. Für Mabuasehube empfehle ich sogar 4 Jerrycans, wenn ihr länger als 4 Nächte bleibt. Die Strecke über Kang und Hukuntsi nach Mabua ist kürzer und besser als über Sekoma und Khakhea. In Mabua müsst ihr auch viel Trinkwasser mitnehmen.
🗺️ 🧭 Navigation:
Wir nutzen GaiaGPS und OruxMaps mit Satellitenkarten. Für GaiaGPS plane ich die Strecken vor der Reise auf der Website und folge ihnen dann unterwegs. Außerdem gibt es dort gespeicherte Tracks von anderen Usern, sodass man sieht, wo alle gefahren sind.
🐾 🦁 Sichtungen:
Die Sichtungen sind im Oktober meist besser, weil sich die Tiere an den Wasserstellen sammeln und die Raubtiere dort einfach warten. In Moremi waren die Sichtungen im Mai jedoch fast noch besser. Auch in Savuti und Khwai hatten wir im Mai sehr gute Sichtungen. Hwange würde ich im Mai allerdings nicht empfehlen, vor allem nicht nach einer so regenreichen Saison.
📸 📹 Ausrüstung & Fotografie:
In meinen Videos habe ich viel iPhone-Footage verwendet, dazu auch eine GoPro – die Action-Kameras haben einfach eine fantastische Stabilisierung. Ich würde auch eine 360°-Kamera empfehlen, weil man damit super lustige Aufnahmen machen kann. Ich habe die Insta360 X4, mittlerweile gibt es schon die X5.
Zum Fotografieren nutze ich Nikon-Kameras. Man kann aber eigentlich alles mit nur einer Kamera und einem Objektiv (z. B. 180–600 mm) machen. Da ich schon länger ernsthaft fotografiere, habe ich die teureren Modelle (Z8 und Z9). Notwendig sind sie aber nicht. Im Mai 2025 hatte ich auch die Z50 II dabei und damit hervorragende Fotos gemacht – eine sehr gute, kleine und leichte Kamera!
🎬 Video-Tipps:
Beim Filmen mit der Z9 habe ich ND-Filter eingesetzt, wenn es zu hell war (die 180°-Regel muss man immer beachten). Ich nutze magnetische Filterringe, so geht das Wechseln sehr schnell. Beim Filmen in 4K/120fps kann ich zudem 2,3x croppen, was die Brennweite deutlich verlängert.
Wenn euch interessiert, wie ich Fotos und Videos genau mache, kann ich dazu ein eigenes Video produzieren.
Und zuletzt: Ich habe immer zwei Wildkameras dabei, weil ich unglaublich neugierig bin, was nachts so alles vorbeikommt.

Wasser mit den Löwen teilen - Bots/Zim 2024 von ElenaHanak

Quelle: www.namibia-forum.ch/forum/thema/306259-wasser-mit-den-loewen-teilen-bots-zim-2024

Stand: letzter Berichtsteil vom 15. Sept. 2025

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