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Reisebericht · namibia-forum.ch

Campingreise: eine Familie und viel Wasser

von Leo-IMMER · März – Mai 2025 · 55 Tage · Selbstfahrer · 20 Teile

Über diesen Reisebericht

Acht Wochen sind wir zu viert – unsere Kinder sind 9 und 11 – im März und April 2025 in einem gemieteten Toyota Hilux mit zwei Dachzelten durch Namibia unterwegs, die Route haben wir selbst zusammengestellt. Von der Kalahari geht es in den Kgalagadi Transfrontier Park, wo uns gleich zu Beginn ein Löwe ganz allein auf der Piste entgegenkommt, weiter über den Süden und die Namib nach Swakopmund, dann via Damaraland und Kaokoveld in den Norden und über Etosha und Caprivi zurück.

Diese Reise steht unter einem ungewöhnlichen Zeichen: Es regnet so stark wie selten. Bei Sesriem waten wir durch knietiefes Wasser, weil ein Fluss über die Piste fliesst, und dürfen ausnahmsweise im Sesriem-Canyon baden – laut Einheimischen nur etwa alle zehn Jahre möglich. In Epupa donnert der randvolle Kunene über die Fälle, unser gebuchtes Camp steht unter Wasser, wir campen stattdessen nebenan. Am Okavango müssen wir aus einem Camp fluchtartig abreisen, weil der Zufahrtsdamm wegzuschwemmen droht – kaum ist alles verstaut, bringt uns der Manager noch rechtzeitig hinüber. Auch Camps im Caprivi stehen zeitweise unter Wasser.

Mit den Kindern ist das Reisen entspannter als gedacht: Hörspiele im Auto, eine feste Packordnung und ruhige Tage zwischen den Ortswechseln machen lange Fahrtage und Ein-Nacht-Stopps unproblematisch. Auf einer Gästefarm bauen wir eine Sundowner-Bank aus Paletten, bei einem Living Museum tauschen wir uns mit San aus, im Etosha-Nationalpark erleben wir mehrfach Löwen und Elefantenherden aus nächster Nähe. Am meisten begeistert uns der Süden, dazu das Erongo-Gebirge zum Schluss – der grüne Caprivi berührt uns weniger als die kargen, trockenen Landschaften.

Diese Zusammenfassung wurde automatisch erstellt und vom Autor freigegeben.

Teil 105. Aug. 2025

In der Vorbereitung für unsere Reise habe ich hier im Forum sehr viele Reiseberichte gelesen. Viele Tipps aus dem Forum haben sich vor Ort als sehr hilfreich erwiesen. Deshalb möchte ich mich mit einem Reisebericht bei euch bedanken und vielleicht sogar anderen Planenden weiterhelfen.

Wer wir sind und unsere Reise-Art:
- Wir sind eine vier-köpfige Familie (Kinder 9 und 11 Jahre alt).
- Wir Erwachsenen waren vor 16 Jahren bereits auf einer 3-wöchigen Namibia-Reise in einer Kleinstgruppe. Wir sind von früher grundsätzlich relativ reiseerfahren. Für die Kinder ist es aber die erste grosse Reise ausserhalb Europa, die sie bewusst machen.
- Die Kinder haben Namibia als Reisedestination mitbestimmt. Ihre Wünsche waren: mit einem eigenen Transportmittel unterwegs sein, Camping, warme Temperaturen, eine andere Landschaft als in der Schweiz und Tiersichtungen. Aus den Wunschdestinationen von uns Eltern ergab das fast automatisch NAMIBIA.
- Unsere Reise dauerte 8 Wochen im März/April 2025 und wir waren ausschliesslich in Namibia unterwegs.
- Wir konnten die Kinder zum Glück problemlos aus der Schule nehmen. Sie mussten während der Reise nur sehr wenig für die Schule erledigen. Nach der Reise haben beide in der Schule eine Präsentation über die Reise gehalten.
- Unterwegs waren wir mit einem Toyota Hilux Double Cab 2.4L mit zwei Dachzelten.
- Übernachtet haben wir grösstenteils im Zelt. Wir lieben es einsam in der Natur. Wir mögen einfache Verhältnisse, schätzen aber zwischendurch auch etwas Luxus beim Campen.
- Weil wir gerne kochen und aus Budget-Gründen, haben wir oft selbst gekocht oder gegrillt.
- Wir haben bewusst Tage eingeplant, an denen wir das Auto nicht bewegen und somit auch die Zelte nicht abbauen müssen. Dafür sind wir dann oft weitergezogen, wenn wir das Auto sowieso bewegen mussten.
- Wir haben die Route selbst zusammengestellt und gebucht.
- Und zum Schluss, aber nicht weniger relevant: uns war wichtig, neben den Tieren, den Landschaften und dem Campingleben auch das Leben und die Menschen in Namibia etwas kennen zu lernen.

Zufällig ausgewählte Erkenntnisse, die uns mehr oder weniger überrascht haben:
- Es hatte an vielen Orten ungewöhnlich viel Wasser. An der Reaktion der Locals merkt man erst, wie selbstverständlich Wasser in unserem Alltag zu Hause ist.
- Zwischendurch lange Fahrtage waren für uns oft überhaupt kein Problem.
- Das Reisen und Campen mit den (bereits etwas älteren) Kindern war überraschend entspannt.
- Trotz Bemühungen, war es für uns nicht einfach den Alltag und die Menschen vor Ort richtig kennen zu lernen.
- Die Landschaften und Campings sind nicht nur auf den Bildern, sondern auch in echt, so unglaublich schön.
- Wir hatten in 8 Wochen keine Autopanne (Danke an Africa on Wheels)!
- Es ist sehr interessant, mit welchen Fragen und mit wie viel Selbstverständlichkeit die Kinder der neuen Welt begegnen.
- Die touristische Infrastruktur ist unglaublich gut organisiert.
- Abendessen im Hellen haben wir nur sehr selten geschafft.
- Es ist bei einer Selbstversorger-Reise auch in Namibia schwierig, immer genügend (und gutes) Brot dabei zu haben.
- Handwäsche von Kleidern für 4 Personen ist mühsam!
- Es ist nicht ganz einfach an Wildfleisch zu kommen, am besten über die Unterkünfte.
- Eine Axt im Auto wäre praktisch gewesen. Das dicke und schwere Holz gibt zwar eine schöne Braai-Glut, aber es dauert ewig.

Unsere Route 9.3. -2.5.25
1 N. Windhoek, Chameleon Backpacker + (family room)
2 N. Jansen Kalahari Guest Farm ++
1 N. Kalahari Game Lodge +
2 N KTP, Mata Mata +
1 N Mesosaurus Fossil Camp ++
1 N Fish River Canyon, Hobas Campsite + (ohne Reservation)
1 N Klein-Aus-Vista, Desert Horse Campsite +
2 N D707, Ranch Koiimasis ++
2 N Namib Rand Family Hideout ++
1 N Sesriem Camping +
1 N Solitaire, Camp Gecko ++ (kurzfristig reserviert)
1 N Gamsberg, Camp Rooiklip ++
4 N. Swakopmund, Hotel Pension Rapmund ++ (family room)
2 N Spitzkoppe, Community Restcamp ++
5 N. Haasenhof ++ (2 Zimmer)
1 N Damaraland, Madisa Camp + (kurzfristig reserviert)
2 N Kaokoveld, Camp Aussicht ++
1 N Mungunda Camp and Living Museum + (ohne Reservation)
3 N Epupa, Omarunga Camp + (Umbuchung vom Epupa Camp)
1 N Hobatere Roadside Camp + (kurzfristig reserviert)
1 N. Etosha, Olifantsrus Camp +
2 N Etosha, Etosha Safari Camp ++ (Family room)
1 N Etosha, Onguma Tamboti Campsite +
1 N. Rundu, Hakusembe Lodge (Upgrade auf 2 Bungalows!) ++
1 N Caprivi, Ngepi Camp ++
1 N Caprivi, Kazondwe Camp + (kurzfristig reserviert, wegen «Flucht» aus Ngepi Camp...)
1 N Caprivi, Nambwa Campsite ++
2 N Caprivi, Mukolo Camp + (kurzfristig reserviert)
2 N Caprivi, Mobola Island Lodge +
1 N Roys Restcamp + (kurzfristig reserviert)
1 N Living Museum Ju/Hoansi ++ (ohne Reservation)
2 N Waterberg Wilderness + (kurzfristig reserviert)
2 N Erongo Rocks ++
1 N Windhoek, Chameleon Backpacker + (family room)

++ = super
+ = gut/den Erwartungen entsprechend

Da ich sehr viel Wert auf digitale Privatsphäre lege, aber gerne Fotos mit Menschen drauf mache, wird der Reisebericht leider nicht soo reich bebildert sein. Bitte entschuldigt! Hier aber trotzdem schon mal ein paar thematisch passende Fotos als Vorschau auf den Bericht.

Falls bei dem Bericht der Eindruck entstehen sollte, dass bei uns vier immer alles rund läuft, stimmt das natürlich nicht. Konflikte, Streitigkeiten und Unpässlichkeiten gab es auch in unserem Reisealltag. Ich werde mich in diesem Bericht aber auf Erlebnisse beschränken, die sich auf Namibia beziehen und lasse rein persönliche Ups und Downs eher aus.

Bald geht es los...

Teil 205. Aug. 2025

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Teil 305. Aug. 2025

Das mit den Fotos im Reisebericht hat noch nicht ganz geklappt. Vielleicht dann beim nächsten Versuch...
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Teil 405. Aug. 2025

Hallo zusammen
Vielen Dank für euer Interesse am Bericht, das freut mich sehr!
So, nun geht es loooos!

9.3.25 Alles läuft gut, bis auf den Matsch im Hirn
Der Flug mit Discover klappt zum Glück problemlos. Erwartungsgemäss schlafen wir aber wenig bis gar nicht. Wir werden vom Fahrer von Africa on Wheels abgeholt und die Autoübergabe funktioniert wunderbar. Wir entscheiden direkt ins Chameleon Backpaper zu gehen und zu fragen, ob unser Zimmer schon bezugsbereit ist. Wir dürfen das Leopard-Familienzimmer tatsächlich schon beziehen. Das Backpacker gefällt uns sehr gut: einfach, unkompliziert, gemütlich und praktisch. Das Auto können wir direkt vor dem Zimmer parken.
Wir gehen zu Fuss in die Stadt, um schnell etwas Mittag zu essen. War leider hungrig und übermüdet keine so gute Idee. Wir landen im Hungry Lion. Aber frisch gestärkt sind wir körperlich wieder etwas fitter. Das Hirn hält der Übermüdung weniger gut stand und das Einkaufen im Superspar neben der Maerua Mall verläuft etwas chaotisch.
Zurück im Backpacker geniessen die Kinder den Pool und wir sortieren unser Gepäck um. Eigentlich wollten wir zum Abendessen ins Joe’s Beerhouse, sind aber super froh, dass das Backpacker heute Abend ein unkompliziertes, traditionelles Essen anbietet. So kommen wir auch noch kulinarisch in Namibia an und können danach gleich ins Bett fallen.

10.3. Wiedersehen und Giraffen-Begegnungen
Das Frühstück ist im Backpacker-Stil, aber absolut in Ordnung. Wir packen alle unsere Sachen in neuer Ordnung ins Auto und sind erleichtert, dass tatsächlich alles reinpasst. Im Cafe im Superspar bei der Merua Mall haben wir heute mit Bekannten unserer ersten Namibia-Reise abgemacht. Wir freuen uns sehr, sie zu sehen und sie geben uns auch noch ein paar Tipps bezüglich unserer Route und Leben und Leute in Namibia. Mit frischem Kopf kaufen wir noch ein paar vergessene Sachen ein, kaufen eine Sim-Karte und eine Plastikplane zum Schutz gegen den möglichen Regen in den nächsten Wochen.
Dann geht es endlich los! Wir fahren über die C23/C15 nach Süden Richtung Jansen Kalahari Guestfarm. Die Strecke dauert etwas länger, als wir dachten und wir kennen die Alternative über die B1 nicht. Trotzdem denken wir, dass wir für uns die richtige Wahl mit dieser Route getroffen haben. Wir sind überwältigt von den ersten Eindrücken. Das Beste war die Giraffe, die einfach so am Strassenrand stand. Mein Hirn meldete mir ein geschnitztes Holztier am Wegrand 🤪 . Erst beim Verarbeiten der Information bemerkte ich, dass ich hier meine erste freie Giraffe sehe! Auch auf unserem Camping bei der Jansen Kalahari Guestfarm werden wir von einer Giraffe auf unserem Platz begrüsst. Wir haben den hintersten, wunderschönen und grosszügigen Platz. Perfekt, um den ersten richtigen Tag in Namibia mit einem Braai ausklingen zu lassen.

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11.3. Einsortieren, wandern in der Mittagshitze und Sundowner auf der Düne
Wir wollen den Tag auf der Jansen Kalahari Guest Farm nutzen, um so richtig in unserem Namibia-Abenteuer anzukommen. Der Ort ist für uns perfekt dafür. Wunderbare Infrastruktur, viel Platz, viel Bäume für Schatten und eine kleine, aber gute Auswahl an Aktivitäten.
Nach unserer ersten Nacht im Zelt, starten wir gemütlich in den Tag. Wir definieren gemeinsam eine Ordnung im Auto, die wir bis auf wenige Ausnahme bis zum Ende auch so lassen. Überraschenderweise halten sich alle recht gut an die Ordnung und so hatten wir während der Reise nicht ständig das Gefühl irgendwas suchen zu müssen. Weil uns nach dem Einsortieren noch viel Zeit bleibt, entscheiden wir uns trotz der Hitze, eine Wanderung zu starten. Tja, die Hitze und Sonne haben wir dann doch etwas unterschätzt und freuen uns alle sehr auf die Abkühlung im Swimmingpool beim Hauptgebäude. 😎
Nach einer Pause auf unserem Camping versammeln wir uns mit anderen Gästen für die Sundowner-Fahrt. Das tolle ist, dass man einfach hinten auf dem Pickup stehen darf. Wir erfahren einiges über das Farmleben und sehen Eland, Giraffen, Springböcke und Zebras. Die Tiere wurden extra für die Touristen auf der Farm angesiedelt. Aber für uns ist es trotzdem ein gelungener Start. Das simultane Übersetzen für die Kinder von Englisch auf Deutsch ist etwas anstrengen, dafür werden wir auf einer Düne mit einem Getränk und einem wunderbaren Sonnenuntergang belohnt. Das Abendessen haben wir im Restaurant gebucht. So müssen wir nach dem Ausflug nicht mehr kochen. Das Essen ist sehr gut und beim Rückweg zum Camping treffen wir im Dunkeln nochmals Eland und Giraffen an.

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12.3. langer Fahrtag und allein auf dem Camping
Im Vorfeld hatten wir etwas Respekt vor dieser langen Strecken und haben uns deshalb für eine Übernachtung vor dem Grenzübergang entschieden. Die Fahrt dauert tatsächlich lange, klappt aber ganz gut. Auch die Kinder wissen sich mit lesen, Hörspielen usw. zu beschäftigen. Wir staunen wieder über die wunderschöne und sich ständig verändernde Landschaft. Wir kommen doch etwas erschöpft auf der Kalahari Game Lodge an und gönnen uns direkt eine Pool-/Wlan-Pause. Dann fahren wir ein paar Minuten bis zu unserem Campingplatz. Wir sind die ersten auf dem ganzen Camping und werden auch die Einzigen bleiben. Die Infrastruktur ist wieder top und die Aussicht auf die Grasebene mit Gnus und Springböcken gefällt uns sehr gut. Bei diesem Camping springt der Funke bei uns aber nicht ganz rüber.

Fortsetzung folgt...

Herzlich,
Leonie

Teil 508. Aug. 2025

13.3. Auto ausbuddeln und erste Safari-Erfahrung
Früh raus wollen wir heute nicht. Deshalb ist klar, dass wir erst einen Nachmittags-Gamedrive im KTP machen werden. Wir haben eine kurze Fahrstrecke, deshalb bleibt uns noch viel Zeit. Wir entscheiden uns, unser Auto (und uns) auf einem kleinen Teil der 4x4-Strecke der Kalahari Game Lodge zu testen.
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Es macht unglaublich Spass über die kleinen Kalahari-Dünen zu fahren. Bei einer steilen Düne bleiben wir dann beim zweiten Anlauf tatsächlich stecken. (Wir bemerken erst später, dass wegen eines Bedienungsfehlers der 4x4-Low-Gang gar nicht drin war. 😐 ) Aber eigentlich freuen wir uns fast etwas übers Steckenbleiben. Wir wollen ja den Ernstfall testen. Und so kommt auch unser Spaten zum Einsatz. Nach etwas Buddeln ist das Auto wieder frei und beim dritten Versuch klappt es auch mit dieser Düne. Wir fahrend die kleine Runde fertig und verlassen die Kalahari Game Lodge.
Kurz vor Mata-Mata wollen wir unsere Vorräte beim Farm Stall Sitzas (Tipp aus dem Forum) aufstocken. Aktuell ist wenig da. Aber wir bestellen Brot für in 2 Tagen und dann sollte es auch wieder viel Fleisch haben. Der Grenzübergang klappt problemlos, wenn auch etwas kompliziert und langwierig. Holz müssen wir dalassen, Gemüse/Früchte haben wir weggeräumt, scheint aber niemanden zu interessieren. Dann suchen wir uns einen schönen Platz auf dem Mata Mata Camping. Wir sind positiv überrascht vom Camping. Er ist zwar nicht besonders hübsch, es hat aber Schattenbäume und die sanitären Anlagen sind sehr gut.
Wir essen was und spielen, bevor wir zu unserem ersten Gamedrive aufbrechen. Wir sind richtig aufgeregt! Zu sehen kriegen wir aber anfänglich nicht viel. Die Landschaft ist deutlich grüner, als wir es erwartet hätten. Dann treffen wir auf einen schlafenden Löwen gleich neben der Strasse (und viele Autos darum herum)!
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Er sieht leider krank oder alt aus. Trotzdem: wir sind begeistert, unser erster Löwe! Je später es wird desto mehr Tiere sehen wir: Gnu, Kuhantilope, Oryx, Strauss,… Zum krönenden Abschluss beobachten wir in der Ferne ein paar spielende Löffelhunde. Die Lichtverhältnisse lassen aber kein gutes Foto mehr zu.

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Solche Taussendfüssler hat es am Abend einige auf dem Camping. Faszinierende Tiere!
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14.3. ein Löwe und wir im grünen KTP
Wir wollen früh los für möglichst hohes Sichtungsglück in den kühlen Morgenstunden. Als der Wecker klingelt, regnet es. Und das in der Wüste, unglaublich! Wir warten noch etwas ab und bis wir aus den Zelten kriechen, hat der Regen aufgehört. Es ist das erste Mal, dass wir am Morgen so schnell wie möglich loswollen. Im Laufe der Zeit werden wir unser Tempo bezüglich zusammenräumen und einpacken noch steigern können. Wir fahren durch die wunderschöne Kalahari im Morgenlicht. Nach kurzer Zeit sehen wir etwas über die Ebene gehen. Wir halten den Atem an. Uns kommt tatsächlich ein Löwe entgegen! Der Löwe und wir sind ganz allein! Er läuft hinter uns der Strasse entlang und verschwindet dann auf der anderen Seite. Eine tolle Sichtung!
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Wir sind heute Morgen ohne Frühstück los. Dafür halten wir an einem Wasserloch und essen unser Frühstück gemütlich im Auto. Das werden wir auf der Reise noch ein paar mal so machen, hat sich bewährt. Neben vielen anderen Sichtungen an diesem Tag, ist sicher der Leopard erwähnenswert. Es stehen bereits viele Autos auf der Strasse und zeigen uns, wo der Leopard genau liegt. Sehen können wir nur Schwanz und Rücken, aber das ganz nah.
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Wir fahren relativ gemütlich, aber ohne Stopp bis Twee Rivieren. Dort machen wir Mittagspause auf der schönen Day visitor area. Der Camping sieht unserer Ansicht nach schrecklich aus. Nach ausgiebiger Pause machen wir uns auf den Rückweg. Auch auf dem Rückweg haben wir viele schöne Tierbegegnungen. Fast keine an den Wasserlöchern, aber dafür immer mal wieder unterwegs.
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Der Weg Mata Mata - Twee Rivieren - Mata Mata an einem Tag zu fahren, ist sicherlich anstrengend, aber machbar. Wir haben hier für unsere Safari-Fahrten eingeführt, dass wir ein gemeinsames Höhrspiel/-buch hören. Das ist spannend genug, damit alle lange Fahrten durchhalten, wir können gut gleichzeitig rausschauen, uns gegenseitig auf Sichtungen aufmerksam machen und wir Eltern können zentral aus und wieder einschalten. Das hat sich sehr bewährt. Mit den Kopfhörern geht das nicht gleich gut. Die Idee hatte ich auch aus dem Forum, danke!

Teil 609. Aug. 2025

15.3. Mittagspause in einer Oase und Scherenschnittbilder am Abend
Der Abstecher zum KTP war kurz. Wir finden es schade, aber zum Glück nicht weiter schlimm. Unser Ziel war es, bereits am Anfang unserer Reise, etwas Safari-Luft zu schnuppern, bis es dann in einem Monat im Etosha weitergeht. Wir sind überglücklich über unsere Sichtungen.
Nach dem erneut problemlosen und unfreundlichen Grenzübergang (wir konnten unser Holz wieder mitnehmen), holen wir das vorbestellte Brot im Farm Stall ab und kaufen unglaublich günstiges Lammfleisch. Wir kürzen den Weg nach Koes über die D511 ab, was uns extrem gut gefällt. Eine sehr schöne Dünenstrasse!

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Im Moer Toe Coffee Shop (Tipp aus dem Forum!) finden wir eine Oase für den Mittagshalt. Wir lassen uns verköstigen und lernen im Gespräch mit dem Gastgeber wieder einiges über das Leben in Namibia. Dann machen wir uns auf zum Onkel des Kaffee-Besitzers, zum Mesosaurus Fossil Camp. Dort wählen wir die Campsite unter dem grossen Vogelnest aus. Die einfache Anlage gefällt uns extrem gut! Die sanitären Anlagen sind sehr basic, aber das macht uns nichts. Neben uns sind zwei weitere Plätze besetzt.

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Am Nachmittag wollen wir unbedingt die Tour mit dem Besitzer Gil machen. Wir richten ihm einen Gruss von seinem Neffen (aus dem Kaffee) aus und schon kommt er ins Erzählen. Er zeigt uns seine Farm mit vielen Köcherbäumen und Fossilien des Mesosaurus, sehr unterhaltsam! Zurück auf dem Camping sehen wir Gewitterwolken vorbeiziehen, bei uns bleibt es aber trocken und sorgt für eine wunderschöne Abendstimmung.

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16.3. Gas-Abenteuer und ausgewaschene Strassen
Für die kommende Nacht haben wir nichts reserviert. Wir wollten spontan entscheiden können, ob wir den Umweg über den Fish River Canyon auf uns nehmen wollen. Heute stimmen wir einstimmig für den Canyon. Bei der Ausfahrt vom Camping kommt uns diese hübsche Schlange vor die Linse.

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In Ketmanshoop machen wir im Spar Grosseinkauf für die nächsten ca. 10 Tage. Da wir ja lange unterwegs sind und viel und lange kochen, wollen wir auch unser Gas vom Kocher auffüllen. Das ist ein echtes Abenteuer! Ob es nur daran liegt, dass Sonntag ist oder, ob das immer so ist, kann ich nicht beurteilen. Es klappt am Schluss und wir werden in einem völlig untouristischen Teil von Ketmanshoop zu einer Gas-«Tankstelle« geführt.
Die Weiterfahrt auf der C12 ist eindrücklich und anstrengend. Es hat am Vortag geregnet und die Strasse ist deutlich ausgewaschen. Es liegt teilweise noch Wasser auf der Strasse, fliessende Rivieren treffen wir aber nicht mehr an.

Das erinnert stark an den Südwesten der USA.
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Im Canyon Road House geniessen wir ein kühles Getränk und fahren dann weiter zum Hobas Camping von NWR. Ich habe schon im Voraus abgeklärt, dass der Camping um die Zeit nie ausgebucht ist und wir erhalten tatsächlich problemlos einen Platz. Wir sind positiv überrascht vom Camping. Für NWR echt schöne und schattige Plätze und gute sanitäre Anlagen. Nach einer Pause fahren wir für die Abendstimmung zum Canyon. Überwältigend! Sogar die Kinder sind beeindruckt. Wir geniessen die Aussicht und die Stimmung und fahren dann zum Kochen und Essen zurück zum Camping.

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17.3. Frühstück am Canyon und leuchtende Pasellfarben vor Aus
In der Frühe stehen wir auf und packen unsere Sachen schnell zusammen. Wir wollen nämlich am Canyon frühstücken. Das stellt sich als ausgesprochen gute Idee heraus. Staunen mögen die Kinder nämlich nicht so lange, das ist langweilig. Aber das Camping-Frühstück bei Sonnenaufgang mit dieser Aussicht geniesst die ganze Familien! Die Pads zu den weiteren Aussichtspunkten sind extrem schlecht. Trotzdem wollen wir auch heute den Canyon noch aus einer zweiten Perspektive sehen.
Im Anschluss fahren wir die C12 wieder zurück. Wir haben uns ursprünglich auch überlegt dem Oranje entlang und über Rosh Pinah nach Aus zu fahren. Das ist dann aber an dem Tag wegen der langen Fahrstrecke kein Thema mehr. Mittagspause machen wir beim Biltongplaas an der B4. Wir stocken unsere Vorräte an Biltong und Trockenwürste auf (sehr lecker und Tipp aus dem Forum!), kaufen kühle Getränke und dürfen die Tische vor dem Haus für unser mitgebrachtes Essen nutzen. Landschaftlich hat mich die Weiterfahrt bis Aus total geflasht. Das habe ich da echt nicht erwartet! Die Landschaft leuchtete in den unterschiedlichsten Pastellfarben (geht das überhaupt?). Fotos können das leider nicht annähernd farblich wiedergeben.
In Klein-Aus Vista checken wir ein, geniessen zuerst mal den Pool und einen leckeren Kuchen. Danach machen wir uns auf den Weg zum Desert Horse Camping. Die Anlage liegt wunderschön eingebettet in der Hügellandschaft. Aber der Camping selbst und die Infrastruktur empfinden wir als eher mässig. Trotzdem verbringen wir einen gemütlichen und schönen Abend da. Die Nacht ist dann leider sehr windig und der Schlaf entsprechend unruhig.

Teil 711. Aug. 2025

18.3. Besuch von Kolmanskop und D707 im Regen
Wir haben uns bewusst offen gelassen, ob wir heute nochmals viel Fahrerei für Kolmanskop auf uns nehmen wollen. Uns machen lange Fahrtage überraschenderweise allen nicht viel aus und wir sind sehr neugierig auf Kolmanskop. Zudem wissen wir, dass danach ein paar sehr entspannte Tage auf uns warten. Wir stehen also wieder zeitig auf, essen ein schnelles Frühstück und packen zusammen. Wir wollen für die erste Führung in Kolmanskop sein. Ich habe mir die Fahrt dahin eher langweilig vorgestellt. Aber auch hier werde ich eines Besseren belehrt. Ich bin begeistert von der Landschaft! Auf dem Flug habe ich den Film Dune nochmals geschaut. Die Landschaft hier sieht aus wie im Film und es würde mich nicht wundern, wenn irgendwo ein riesiger Sandwurm auftaucht 😄 .
Kolmanskop ist toll! Die Führung ist kurz, knapp und informativ und danach stromern wir gemütlich durch die Geisterstadt. Jeder hat eigene Ideen, wie er die skurrilen Begebenheiten für ein Foto nutzen kann. Zudem inspirieren uns die verlassenen Häusern dazu, passende Geschichten zu erfinden.

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Danach essen wir ein frühes und sehr leckeres Mittagessen im Kaffee. Wir sind uns einig, dass das ein gelungener Ausflug war, und machen uns auf den Weg, weil noch eine lange Strecke vor uns liegt.
In Aus kaufen wir kurz das Nötigste ein und machen uns dann auf den Weg zur D707. Schon bald nach Aus sehen wir dunkle Regenwolken.

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Kaum biegen wir auf die D707 ein, holt uns der Regen tatsächlich ein. So fahren wir auf der angeblich schönsten Strasse Namibias uns sehen … nichts.

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Das stimmt nicht ganz. Zwischendurch heben sich die Wolken und wir erhaschen einen Blick auf eine wunderbare und frisch verregnete Landschaft.

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So sehen vermutlich die Wenigsten die D707, ist echt spektakulär! Auch neben der Strasse sehen wir immer mal wieder Tiere (hier Geier und Löffelhunde).

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In Koiimasis werden wir bei der Camping-Rezeption nett begrüsst. Wir können uns vorstellen, dass die Chemie mit der Besitzerin nicht mit allen stimmt. Bei uns passt es. Wieder im strömenden Regen kommen wir auf dem Camping an. Die Anlage zieht uns trotz Regen sofort in ihren Bann.

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Wir freuen uns, dass wir hier zwei Nächte bleiben und viel Zeit auf dem Camping haben werden. In einer Regenpause stellen wir die Zelte auf und spannen unsere (zum Glück extra gekaufte) Plastikplane über das Schattendach des Campings. Unsere Plastikplane ist wie gemacht für dieses Dach. Das wird sich noch als extrem praktisch erweisen...

19.3. spazieren, klettern und Gewitter
Es ist bewölkt und wir starten sehr gemütlich in den Tag. Die Kinder klettern auf den Felsen rum, geniessen die Freiheit und wollen nicht mit auf den Erkundungsspaziergang.

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Wir versichern uns, dass sie wissen, wie sie im Notfall zur Rezeption kommen und lassen sie für die nächsten 1-2 Stunden allein zurück. (Etwas Mut und Überwindung kostet es mich schon.) Wir spazieren zu einem sehr schönen Lookout. Es ist alles sehr grün, was vermutlich sehr untypisch ist.

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Nach unserer Rückkehr verbringen wir einen gemütlichen Tag auf dem Camping. Wir fühlen uns wirklich wohl hier!

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Am Nachmittag rollt ein Gewitter direkt über unsere Köpfe. Wir spielen stundenlang unser Liebelingsspiel unter unserer Plastikplane. Es laufen Bäche über den Campingplatz.

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Für den Braai am Abend stoppt der Regen kurz, bevor er wieder für die ganze Nacht einsetzt.

Teil 812. Aug. 2025

20.3. Luxus-Camping und Sandboarden
Wir nutzen eine Regenpause geschickt, um unsere Zelte zusammen zu packen. Bei der Rezeption von Koiimasis kaufen wir Eier und suuuper gutes Grillfleisch für die nächsten Tage (Zebra und Oryx). Wir erhalten noch den Tipp sehr vorsichtig zu fahren. Die Strassen sollten zwar passierbar sein, keine laufenden Rivieren, aber Vorsicht ist trotzdem geboten. Wir halten uns daran und die Strassen sind tatsächlich vom jüngsten Regen ausgewaschen.

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In Betta machen wir einen Mittagshalt und stocken im Tankstellen-Shop unsere Vorräte etwas auf. Bis zum Namib Rand Family Hideout ist es danach nicht mehr weit und wir werden freundlich empfangen. Wir wollen eigentlich Brot kaufen, aber bei dem Wetter funktioniert (verständlicherweise) der Solarbackofen nicht... Wir fahren durch riesige Pfützen (in der Wüste!) zu unserem wunderwunderschönen Camping. Von Anfang an ist mir klar: das wird einer meiner Lieblingsplätze! Der Platz ist sehr einsam, wunderschön gelegen und die Infrastruktur ist Luxus pur. Zugegeben die Jupiter-Site ist die teuerste und luxuriöseste. (Das Camping-Haus hat sogar Planen, die man gegen Wind und Sonne individuell runterlassen kann.) Aber für unseren Zweck ist es einfach super!

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Nach dem Einrichten und vor dem Aufstellen der Zelte fahren wir mit dem Auto mit den gemieteten Sandboards (keine richtigen Boards, einfach Bretter mit einer Schnur) zur gekennzeichneten Stelle. Mit gut gewachsten Boards und etwas Übung macht es extrem viel Spass. Eine überglückliche Familie und diese Aussicht: was will man mehr?

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21.3. Ausspannen und Gewitter in der Namib
Nach einem schnellen Frühstück starten wir vor der Mittagshitze eine Wanderung über die Dünen. Ein magischer Ort! Es macht Spass durch die Dünen zu kraxeln, rennen und wandern. Wir sehen auch immer wieder kleine Tiere und ihre Spuren.

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Wir stellen fest, dass man auch zu Fuss zur Sandboarding-Düne kann, und nehmen uns das für den späten Nachmittag vor. Wieder zurück kommt der entspannte Teil des Tages. Wir chillen, hängen, lesen und spielen. Dafür ist die tolle Infrastruktur der Campsite Jupiter bestens geeignet. Später gehen wir zu Fuss zum sandboarden. Am Abend gewittert es rund um uns herum. Bei uns bleibt es aber trocken und wir geniessen die wundervolle Abendstimmung.

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Teil 913. Aug. 2025

22.3. Fluss-Abenteuer in Sesriem und ein Fest-Buffet
Heute ist der Himmel stahlblau, es droht also eher kein Wasser von oben. Dafür von unten...
Die C27 ist in schlechtem Zustand, aber wegen des vielen Regens können wir wunderschöne Fotos schiessen.

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Kurz vor Sesriem dann das abrupte Ende. Der Tsauchab fliesst über die unbefestigte Strasse, wir haben total vergessen uns über die Strassenverhältnisse zu informieren 😮 . Die Durchfahrt ist zwar nur etwa knietief, aber der Fluss zieht doch ziemlich und wir sind total unerfahren. Wir beobachten die Situation. Locals mit Autos mit noch etwas mehr Bodenfreiheit (und sicherlich mehr Erfahrung) fahren durch. Touristenautos mit Anhänger kehren um. Zwei junge Deutsche mit ähnlichem Auto gesellen sich zu uns und wir besprechen die Situation gemeinsam. Der Wasserstand scheint nicht zu sinken. Inzwischen wissen wir, dass im Anschluss noch weitere Teile des Flusses durchquert werden müssen, diese aber deutlich weniger kritisch (da befestigt) sind. Wir nehmen das Abschleppseil zur Sicherheit in die Nähe und beschliessen gemeinsam durchzufahren. Unseren Älteren schicken wir zuerst für das Foto zu Fuss durch. Alles klappt zum Glück problemlos.

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Wir haben den Tipp von unseren Bekannten erhalten, dass wir vielleicht das Glück haben könnten, im Sesriem-Canyon baden zu können. Und tatsächlich, was für eine Freude! Locals, die extra fürs Baden im Canyon von Swakopmund her gefahren sind, erzählen uns, dass das nur etwa alle 10 Jahre eine Woche lang möglich ist. Wir sind unglaubliche Glückspilze! 🤩

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Den Sesriem Camping haben wir einfach als sinnvolle Zwischenstation gebucht. Dafür ist er total gut geeignet, aber nicht wirklich mehr. Wir hatten keine hohen Erwartungen und deshalb bewusst wenig Zeit da eingeplant. Insofern war der Camping für uns ok. Wir sind den Empfehlungen aus dem Forum gefolgt und haben am Nachmittag in der Lodge nebenan für das Abendessen reserviert. Am Abend gehen wir durch eine Lücke im Zaun zu Fuss da hin (für Rückweg Taschenlampe mitnehmen). Wir treffen ein für uns Camper wundervolles Buffet an. Wir lassen uns so richtig verwöhnen und die Kinder sprechen auch Wochen später noch vom «Fest-Buffet». Ein echt ereignisreicher Tag geht zu ende.

23.3. Ein Fluss in der Wüste und ein toller Überraschungscamping
Wir stehen früh auf und gehen gleich los. Ein kleines Frühstück essen wir im fahrenden Auto. Rechtzeitig zum Sonnenaufgang sind wir wie viele Andere auf der Düne 45. Die Stimmung ist trotz der vielen Leute sehr friedlich und natürlich wunderschön. Unglaublich schön, kein Wunder, dass alle hier hinwollen.

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Wir können es uns nicht verkneifen und rennen die Düne runter. Auf dem Weg zum 2x4-Parkplatz bemerken wir, dass der Tsauchab schon weit fortgeschritten ist.

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Kann es sein, dass er genau in dieser Nacht ganz hinten angekommen ist? Ja, es ist so. Welches Glück wir haben! 🤩 Oder doch nicht? Wir hatten eigentlich vor die 4x4-Strecke selbst zu fahren. Nun fliesst aber der Fluss auf der Pad. Wir können vom 2x4-Parkplatz aus nicht abschätzen, wie der Fluss weiterverläuft und wie lange man im Wasser fährt. Deshalb entschliessen wir uns spontan für einen Shuttle. Rückblickend wäre es vermutlich nicht nötig gewesen. Die Fahrt mit dem Shuttle durch Wasser und Sand ist auf jeden Fall spassig.

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Wir gehen ins Deadvlei, geniessen den Anblick und machen die obligaten Fotos. (Wir haben nur Fotos mit uns drauf gemacht und die möchte ich nicht ins Internet hochladen. Fotos ohne Personen drauf machen andere bestimmt schönere als wir.) Zurück beim 4x4-Parkplatz warten wir gefühlt ewig auf einen Shuttle. Uns knurren wegen der fortgeschrittenen Zeit die Mägen. Eigentlich wollten wir hier brunchen. Aber ohne Auto ist das schwierig. Zurück beim 2x4 -Parkplatz essen wir was und tanken so wieder Energie.
Bei der Rückfahrt nach Sesriem geniessen wir nochmals andächtig die Aussicht. Die folgende Übernachtung haben wir noch nicht gebucht, da wir die Dünen in Ruhe geniessen wollten und nicht abschätzen konnten, wie weit wir danach noch fahren wollen. Es ist noch nicht spät und wir fühlen uns fit. Wir schreiben das Camp Gecko an und fahren mal Richtung Solitaire. Alternative Campings in der Nähe von Solitaire haben wir schon rausgesucht. In Solitaire essen wir Apfelkuchen (nicht überragend, aber sehr gut) und erhalten tatsächlich ein Ok vom Camp Gecko. Dieses Camp ist für eine Nacht echt wunderbar! Tolle Aussicht und Openair-Infrastruktur. Für uns ist es aber auch in Ordnung morgen wieder weiterzuziehen. Vor Ort hätten wir nicht gewusst, wie wir einen ganzen Tag hätten verbringen sollen.

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24.3. Passstrasse und Höhlen-Camping
Heute haben wir bis Camp Rooiklip keinen weiten Weg vor uns. Spontan entschliessen wir den Umweg über den Spreetshoogte- und Gamsberg-Pass zu fahren. Wir fahren ohne Erwartungen, sind aber (auch als Schweizer:innen) beeindruckt von den steilen Pads und den vielen Kurven. Wir sind überrascht, wie anders Namibia hier aussieht. Es gefällt uns als Abwechslung sehr gut. Auch hier sieht man den Pads an, dass es stark geregnet haben muss, aber wir kommen gut durch. Hier treffen wir auf der Pad zum ersten Mal bewusst auf Dickpens. So von Nahem sind es beeindruckend gruselig und schöne Viecher.

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Zum Schluss gibt es einen langen 4x4-Track bis zum Camp Rooiklip. Das ist nach der Passfahrt für uns eine Geduldsprobe. Aber dafür wartet ein toller Höhlen-Camping auf uns. Wir sind begeistert, vor allem die Kinder.

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Nach der langen Fahrt wollen wir uns etwas bewegen und starten eine Wanderung, die wir dann aber abbrechen. Ich habe ein ungutes Gefühl im Bauch. Der Weg führt oft durch hohes Gras. Man sieht kaum, wo man hintritt, das ist mir wegen den Schlangen zu unsicher. Zudem ist der Weg auch schlecht ausgeschildert. Aber eigentlich wäre eigentlich wäre es sehr schöne da. Tja. Wir kehren um und verquatschen uns total mit Lore der Besitzerin. Sie hat unglaublich viele spannende Geschichten zu erzählen. Sogar unsere sonst in solchen Situationen eher ungeduldigen Kinder hängen ihr an den Lippen. Es hat auch einen süssen Hund, der die Kinder total begeistert. Für das Abendessen machen wir ein grosses Feuer, wir fühlen uns ein Bisschen wie Höhlenmenschen. 😁

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25.7. ganz viel Nichts und Pizza in Swakopmund
Heute starten wir gemütlich in den Tag, schauen uns vor Ort sogar noch die süssen Steinhäuser (Camp Flinstone) an. Vor allem für kleine Gruppen sehr empfehlenswert. Der Kuiseb-Pass ist eindrücklich und der Fluss fliesst bei dem vielen Regen natürlich auch. Danach folgt bis nach Walfish Bay…nichts. Irgendwie beeindruckend, dass Wüste auch so langweilig sein kann.

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Es ist das einzige Mal, dass ich Mühe habe, mich beim Fahren zu konzentrieren. Sonst ist ist die Landschaft und die Pad immer spannend genug. Nach einem Fahrerwechsel gönnen wir uns in Walfish Bay im Restaurant Godenfang einen Milchshake und nehmen dann die letzte Strecke nach Swakopmund unter die Räder. Wir freuen uns über das Meer und staunen über das Nebeneinander von Townships und Beach Resorts. Wir haben ein family room im Hotel Pension Rapmund reserviert und eine kleine Wohnung erhalten! Zwei Zimmer mit je einem Badezimmer, eine kleine Küche und ein kleines Wohn-/Esszimmer. Und das wirklich Mitten in Swakopmund. Die Anlage ist auch hübsch. Es ist keine Luxus-Unterkunft, aber schön, sauber, praktisch und gut gelegen. Für uns passt’s perfekt! Zum Abendessen gibt es Pizza bei Gabriele’s gleich um die Ecke (solider Italiener). Wir erfahren, dass wir auch hier dem Regen hinterherfahren. Am Tag zuvor Stand Swakopmund wegen des Regens unter Wasser. Zum Glück sind wir erste heute angekommen.

Teil 1015. Aug. 2025

26.7. Township am Morgen und edles Essen am Abend
Das Frühstücksbuffet im Hotel ist gut. Gestern haben wir mit einer Bekannten von unserer ersten Reise für heute eine Townshiptour abgemacht. Die Art und Weise von Sammy, wie sie durch ihre Wohnumgebung führt, war damals sehr interessant und respektvoll und ist es auch noch heute. Wir gehen auf einen Markt, ihre Mutter erzählt bei ihr zu Hause ihre Lebensgeschichte, wir erhalten ein kurzes Konzert der Swakopmund Acapella Singers, besichtigen einen Kindergarten, besuchen eine traditionelle Medizinfrau im DRC und essen in einem Township-Restaurant Mopane Würmer und Pap. Sie erzählt uns viele spannende Details über das Leben in einem Township. Unsere Kinder sind sehr interessiert, stellen gute Fragen und hören ungewohnt respektvoll zu. Auch sie spüren wohl, dass es ein Privileg ist, dass wir einen solchen Einblick in das Leben von anderen Menschen erhalten.

Wir haben dann doch nicht so viele Mopane Würmer gegessen, dass wir satt werden und essen nach der Tour noch was Kleines im Village Cafe (sehr zu empfehlen). Den Nachmittag verbringe ich mit Sammy und wir quatschen entspannt und privat über die Herausforderungen und Freuden im Leben. Unsere Lebenssituationen könnten unterschiedlicher nicht sein und trotzdem ist es ein sehr gemütlicher und anregender Nachmittag. Die Männer der Familie sind währenddessen auf Shopping-Tour. 😄
Am Abend essen wir im Ocean Cellar. Wir haben nicht so ein gehobenes und edles Restaurant erwartet und fühlen uns in unserem Camping-Outfit etwas deplatziert. Aber das Essen ist sehr gut.

27.7. zu Fuss in die Wüste und Glitzersteine
Den Tipp für die Wüstentour mit Kevin (Okevo Adventures) haben wir für einmal nicht aus dem Forum, sondern unterwegs erhalten. Die Tour haben wir vor ein paar Tagen gebucht und treffen Kevin am Stadtrand von Swakopmund. Wir begeben uns zu Fuss ein paar hundert Meter in die Wüste auf der Suche nach den kleinen Wüstenbewohnern. Wie schon am Vortag sind wir die Einzigen auf der Tour. Zudem spricht Kevin Deutsch, was für unsere Kinder toll ist. Kevin weiss wirklich sehr viel und erklärt uns und unseren Kindern so ganz nebenbei das Ökosystem der Namib. Wir haben Glück und sehen einen Wüsten-Gecko, eine Sandviper, zwei Chamäleon, eine «Namib-Blindschleiche» und natürlich Klopfkäfer.

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Zudem zeigt uns Kevin den Magnetit im Sand und unsere Kinder sind nach der Tour nach lange damit beschäftigt Magnetit einzusammeln. Die Tour können wir wirklich wärmstens empfehlen! Es ist sehr eindrücklich, dass man diese Tiere sogar gleich neben der Stadt findet. Es wäre bestimmt lustig gewesen mit anderen Touren mit dem Auto durch die Dünen zu fahren, aber zu Fuss scheint es uns irgendwie respektvoller. Etwas Bewegung tut uns nach dem vielen Autofahren auch ganz gut. Zudem erzählt Kevin spannend und die Tiersuche lenkt die Kinder ab. Sie bemerken gar nicht recht, dass sie «wandern«.

Zum Mittagessen gönnen wir uns Fish und Chips beim gelben Bus von Fork’n Nice (sehr zu empfehlen). Da wir einen kleinen Steine-Fan dabei haben, darf ein Besuch in der Kristall-Galerie natürlich nicht fehlen. Sehr beeindruckend! Am Abend essen wir im Ankerplatz. Das hat uns überraschenderweise von den Restaurants im Swakopmund am besten gefallen: gute Atmosphäre und gutes Essen, wir haben uns sehr wohl gefühlt.

28.3. Kajak fahren und Schlafsäcke im Strand Hotel
Heute sind wir früh unterwegs, wir wollen auf eine Kajak-Tour von Walfish Bay aus. Auch diese Tour haben wir vor ein paar Tagen gebucht. Hier sind wir in einer etwas grösseren Gruppe unterwegs. Wir fahren eine Weile, bis wir am Ort sind, wo wir in die Kajaks steigen können. Wir sehen aber unterwegs Flamingos, Pelikane und Schakale.

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Es macht Spass mit dem Kajak durch die Robben-Kolonien zu paddeln. Kajak-Erfahrung braucht es keine. Wir versuchen die Robben zu unserem Kajak zu locken. Manchmal beisst tatsächlich eine Robbe ins Paddel, wirklich süss (Sorry, auch davon habe ich nur Fotos mit Personen drauf). Hier stinkt es nicht. Für uns ein Grund, weshalb wir dieses Abenteuer Cape Cross vorgezogen haben. Zu vergleichen ist es aber vermutlich nicht ganz.

Am Nachmittag organisieren wir dies und das für die Weiterfahrt. Unter anderem fragen wir bei Africa on Wheels an, ob wir zwei ihrer Schlafsäcke hier irgendwo deponieren können. Die Kinder haben ihre eigenen Schlafsäcke dabei. Trotzdem haben wir vier Schlafsäcke von Africa on Wheels mitgenommen, weil wir mit sehr kalten Nächten in der Wüste gerechnet haben. Das war nicht der Fall und die Schlafsäcke brauchen wertvollen Platz im Auto. Die Autovermietung meint, dass sie in den nächsten Tagen ein Auto beim Strand Hotel (eines der edelsten Hotels in der Stadt) abholen müssen. Sie empfehlen, im Hotel zu fragen, ob sie die Schlafsäcke für uns bis dann lagern können. So stehe ich also mit einem riesigen Sack mit zwei Schlafsäcken in der Lobby des Strand Hotels. Ich gebe ein lustiges Bild ab. 😄 Es geht eine Weile, bis der arme Angestellte versteht, was ich Merkwürdiges möchte. Aber es klappt!

Am Abend essen wir im Fish Deli (durchaus empfehlenswert). Wir sind übrigens in Swakopmund immer zu Fuss unterwegs, auch am Abend die kurzen Strecken bis zum Restaurant. Wir haben uns glücklicherweise dabei nie unwohl gefühlt.

Teil 1117. Aug. 2025

29.3. Rock Pools und Leermond
Wir haben die Tage in Swakopmund sehr genossen, freuen uns nun aber wieder auf Pad zu sein. Wir fahren über Henties Bay zur Spitzkoppe. Wir wollen früh dort sein, damit wir eine gute Auswahl an Stellplätzen haben. Es ist toll, dass man sich den Platz selbst aussuchen darf. Aber ich bin etwas kompliziert und kann nicht einfach den erst besten nehmen, sondern muss sicher sein, dass wir wirklich den für uns perfekten Platz erwischt haben. Es wurde 11b und rückblickend denke ich, das war optimal. Gute Kletterfelsen für die Kinder, perfekter Sundowner-Spot und man kann sich tagsüber für Schatten immer irgendwo zwischen die Felsen setzen.

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Wir richten uns aber noch nicht richtig ein, sondern fahren mit dem Auto zu den Rock Pools. Die Pools sind prall mit frischem Wasser vom Regen gefüllt. Wir baden und quatschen auch hier mit Locals, die extra wegen den gefüllten Pools angereist sind. Wir geniessen unser tolles Timing und die Aussicht auf die Spitzkoppe. Zurück bei unserem Platz muss wieder mal alles gleichzeitig passieren: Zelte aufstellen, Feuer machen, kochen und Sundowner geniessen. Tja, das sind Probleme…. 😛

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Heute ist Leermond und wir sitzen mit unserem Büchlein über den Südhimmel unter den Sternen und versuchen Sternbilder zu finden. Nach anfänglichen Orientierungsproblemen gelingt es uns ganz gut. Der Sternenhimmel ist auf jeden Fall schön, aber irgendwie haben wir es uns bombastischer vorgestellt. Es scheint uns, als werde es gar nicht recht dunkel, was wenig Sinn ergibt.

30.3. Heute gehen wir dem Schatten nach
Wir haben hier eine zweite Nacht eingeplant, um die Landschaft und den ausgesprochen schönen (aber einfachen) Camping zu geniessen. Das Auto bewegen wir heute nicht, es steht uns ein entspannter Tag bevor. Etwas Rumklettern am Morgen, bevor es zu heiss wird. Danach lesen, «hangen», spielen und Tiere fotografieren.

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Zwischen den Felsen hat es zum Glück immer irgendwo Schatten, wir müssen einfach immer etwas nachrücken. Am Nachmittag (die Hitze hat leider noch nicht abgenommen) gehen wir zu Fuss zum Arch. Es sind nicht alle Familienmitglieder begeistert. Tja, auch das gehört dazu. Dafür gehen wir auch nochmals zu den Pools, das stimmt versöhnlich. Nochmals Braai, Sonnenuntergang und Sterne gucken, wunderbar! Die Nacht ist dann aber leider so windig und damit laut im Zelt, dass Teile der Familie kaum schlafen. 🙁

Teil 1219. Aug. 2025

Jetzt habe ich mich doch endlich mal schlau gemacht, wie ich die Personen auf den Fotos einfach und sicher unkenntlich machen kann. Voilà: jetzt gibt es etwas mehr Fotos.

31.3. ab zum Haasenhof!
Heute fahren wir zum Haasenhof, wo wir dann die kommende Woche verbringen werden. Die B2 scheint mir verkehrstechnisch die deutlich mühsamste Strasse bis jetzt. Wir nehmen danach eine scheinbar etwas unkonventionelle Zufahrt zur Guestfarm über die D2156. Die Pad ist sehr zugewachsen, der Weg recht abenteuerlich. Wir kommen in der kleinen Oase an, werden von den Hunden und der Besitzerfamilie begrüsst und gleich zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Unsere zwei Zimmer liegen gleich nebeneinander und sind sehr sauber, einfach und praktisch. Mehr zu unserer Zeit im Haasenhof im nächsten Abschnitt.

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1.-4.4. Farmlife und Schweizer Bank
Die Zeit auf dem Haasenhof dient uns einerseits als Pause vom Unterwegs sein und andererseits wollen wir ein mögliches Alltagsleben in Namibia kennenlernen. Die Guestfarm ist einfach und authentisch, uns gefällt es sehr!

Wir haben im Voraus mit Claudia abgeklärt, dass wir sie in den Tagen unterstützen können oder ein Projekt auf der Farm umsetzen können. Vor Ort stellt sich dann heraus, dass wir aus Paletten eine Sundowner-Bank für einen bestimmten Ort bauen sollen. Neben Farmausflügen, entspannen und essen wird das unsere Beschäftigung für die nächsten paar Tage. Das Bauen macht uns Spass. Nach getaner Arbeit macht es doppelt Freude an den reich gedeckten Tisch zu sitzen. Wir sitzen gemeinsam mit anderen Gästen und der Farmerfamilie an einem Tisch. Es gibt sehr gutes und währschaftes Essen mit vor allem Zutaten aus Eigenproduktion. In Gesprächen und geteiltem Alltag bekommen wir auch viel über die Herausforderungen im Farmalltag mit. Mal ist ein Kind krank, eine Angestellte hat unerwartet gekündigt oder das Farmauto steckt im regendurchnässten Boden fest. Mal gibt es eine organisierte Farmrundfahrt oder einen Sundowner-Ausflug oder wir können spontan mitfahren, wenn ein Zaun oder eine Tränke kontrolliert werden muss.

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Interessant ist für uns auch, dass auf der Farm Jagd-Tourismus (Trophäen-Jagd) angeboten wird. Wir waren dem Thema gegenüber negativ eingestellt, wussten aber eigentlich wenig drüber. In solchen Fällen bewegen wir uns gerne mal etwas aus unserer Komfortzone. Am Anfang unseres Aufenthaltes sind drei Wildhüter/Forstwarte aus Deutschland zum jagen auf der Farm. Der Austausch mit ihnen ist sehr interessant. und wir lernen viel über die Jagd. Durch die Gespräche erhalten wir einen differenzierten Blick auf das Thema, auch wenn wir dadurch nicht zu Fans vom Jagd-Tourismus werden.

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Vor allem die Kinder schätzen die Pausentage sehr. Sie kümmern sich wie grosse Geschwister um die kleinen Farmkinder, kosten das Trampolin aus und vor allem die Farmhunde ziehen sie in ihren Bann. Vor dem Aufenthalt waren sie überhaupt keine Hundefreunde. Mit den unglaublich lieben (Jagd-)hunden der Farm toben sie herum, spielen mit ihnen und kümmern sich um sie. Die Farmfamilie ermöglich uns ohne viel Aufsehen zu erregen wunderbare Tage. Sie kümmern sich um uns, zeigen uns das Farmleben, kochen das Lieblingsessen der Kinder und geben uns Tipps für die Weiterreise.

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Wir geniessen die Zeit auf dem Haasenhof sehr!

Teil 1320. Aug. 2025

5.4. Hätten wir hier doch mehr Zeit einplanen sollen?
Nach der Pause auf dem Haasenhof freuen wir uns auf weitere Abenteuer. Am letzten Abend hat es heftig geschüttet und wir fahren deshalb wiedermal über sehr ausgewaschene Strassen weiter. Zuerst machen wir ein Grosseinkaufs-Stopp in Omaruru und dann geht es weiter ins Damaraland. Landschaftlich gefällt uns die C35 ab Uis ausgesprochen gut!
Wir haben tags zuvor im Madisa Camp telefonisch einen Platz für eine Nacht reserviert. Leider weiss vor Ort niemand etwas von dieser Reservation. Zum Glück hat es noch einen freien Platz. Das Camp ist eigentlich schön, aber irgendwie springt der Funke bei uns nicht recht rüber. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass bei uns grad schlechte Stimmung herrscht.
Mir gefällt die Landschaft im Damaraland so gut, dass ich es bereue, dass wir hier nicht mehr Zeit eingeplant haben. Zudem weiss ich nicht recht, ob es die richtige Entscheidung war, auf die Wüstenelefantentour zu verzichten. Dieser Zweifel wird mich leider bis zum Schluss begleiten. Tja, aber ein paar Fehlentscheidungen gehören wohl dazu.

6.4. Spektakulärste Strecke und Stachelschweine
Heute ist ein sehr langer Fahrtag. Die Landschaft während der Fahrt ist aber spektakulär und unglaublich abwechslungsreich (D2612, C39 und C43). Es ist einmal mehr überraschend grün. Von der Pad aus sehen wir über den Tag verteilt Giraffen, Zebras, Springböcke und Paviane.

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Auch die Pad selbst sorgt für Spannung. Wir treffen zwar auf wenig Wasser auf der Strasse, aber vor allem ab Palmwag ist die Strasse unglaublich ausgewaschen. Wir fahren quasi in einem Bachbett! Hier war wohl noch gestern kein Durchkommen wegen des Wassers.
Wir haben gestern im Camp Aussicht angerufen und uns wurde bestätigt, dass der Weg und die Süd-Zufahrt heute möglich sein sollte. Wir kommen langsam voran, schaffen es aber bis zum abgelegenen Camp Aussicht. Die Campsites sind hübsch angelegt. Der mit der besten Aussicht ist bereits belegt, wir suchen uns dafür den Gemütlichsten aus. Hier fühlen wir uns sofort wohl! Wir werden zur abendlichen Stachelschweinfütterung beim Haupthaus eingeladen. Das sind unglaubliche Tiere, wir sind begeistert!

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7.4. Dioptas-Mine und Natur-pur
Heute verbringen wir einen gemütlichen Tag im Camp und können uns gut auf die Einsamkeit einlassen. Viel Zeit verbringen wir bei der ehemaligen Dioptas-Mine. Vor dem verschütteten Zugang hat es Berge an Material. Mit ausgeliehener Hacke und blossen Händen suchen wir alle eifrig nach den schönsten Steinen. Wir kommen richtig gehend in ein Schatzsuch-Fieber.

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Nach getaner «Arbeit» gönnen wir uns eine sparsame Dusche aus dem selbst geheizten Regenwasser in der tollen Bucket-Shower. Irgendwie sind wir hier alle im Einklang mit uns selbst und der Natur. Dieser Ort strahlt für uns etwas ganz Besonderes aus.

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8.4. Mix der Kulturen und Okuhepa
Auf der heutigen Weiterfahrt sind die Pads einmal mehr sehr ausgewaschen, wobei bereits erste Aufräum-Arbeiten verrichtet werden. Vor Opuwo bereiten wir auf einen Spurt in den Spar vor. Unsere Befürchtung, dass wir dort von bettelnden Leuten und Strassenhändler:innen belagert werden, bewahrheitet sich leider. In dem Masse ist es für uns unangenehm. Geben tun wir nichts.
Bei der Tankstelle müssen wir länger warten und beobachten interessiert das Treiben um uns herum. Es ist für uns unglaublich faszinierend wie hier traditionelle Himba- und Herero-Frauen, Männer in Anzug und Frauen in Miniröcken selbstverständlich neben- und miteinander leben. Das ist echt ein anderes Erlebnis als in den anderen Städten bisher. So verlassen wir Opuwo doch noch mit gutem Gefühl Richtung Norden.
Heute Morgen haben wir kurz mit jemandem vom Living Museum Mungunda telefoniert und uns angekündet. Bei unserer ersten Namibiareise haben wir die Living Culture Foundation Namibia und die Living Museums kennen gelernt und das Konzept hat uns überzeugt. Das Ovahimba Living Museum ist sehr interessant. Nicht so vielfältig, aber eindrücklich und authentisch. Es ist für uns auch angenehm, dass die Himba-Frauen nicht nur über sich und ihre Kultur erzählen, sondern auch über unser Leben mehr erfahren wollen. Wir geben bereitwillig Auskunft. So wird es fast etwas zu einem Austausch. Nach der Tour kaufen wir selbstgemachte Kleinigkeiten im dazugehörigen Shop und bedankten uns (Okuhepa). Wir übernachten auf dem dazugehörigen Campingplatz. Der ist gut geeignet für eine Zwischenübernachtung.

Teil 1421. Aug. 2025

9.4. noch mehr Wasser!
Weiter geht es auf der krass zerstörten C43 durch das grüne Kaokoveld nach Norden. Wir kommen langsam voran, aber befahrbar ist die Pad zum Glück. Es geht vorbei an Dörfern und winkenden Menschen, die dann teilweise noch schnell – weil sich die Gelegenheit ja bietet – eine bettelnde Hand machen. Einige Kinder lassen sich was einfallen und tanzen auf der Strasse, um Geld oder Essen zu erhalten und andere stellen sich einfach direkt vor unser Auto. So schwierig es auch ist, aber Kinder erhalten von uns erst recht nichts. Wir winken einfach immer freundlich zu. Tja, echt schwierige Situation für alle Beteiligten.

In Epupa gehen wir als Erstes zum Lookout. Wir sind überwältigt von den Wassermassen, die den Wasserfall herunterdonnern, unglaublich!

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Auch in Angola hat es sehr viel geregnet, weshalb der Kunene extrem viel Wasser führt. So viel Wasser, dass wir bereits vor einer Woche von unserem gebuchten Camp (Epupa Camp) informiert wurden, dass es leider überschwemmt ist. Das bereits bezahlte Geld erhalten wir anstandslos zurück. Mit Gondwana klärten wir ab, ob beim Omarunga Epupa-Falls Camp noch gecampt werden kann und haben da eine Site reserviert. Vor Ort sehen wir, dass die erste Reihe der Campsites auch überflutet ist und somit die zweiten Reihe zur Riverfront upgegradet wird. Da erhalten wir einen Platz. Die Anlage ist grundsätzlich sehr schön, die sanitären Anlagen sind sehr angenehm, aber leider sind die Sites extrem eng nebeneinander. Wir gucken über den Zaun zur Epupa Falls Lodge & Campsite. Auch da sind die Campsites für unseren Geschmack sehr eng beieinander. Tja, das Epupa Camp hätte uns wohl besser gefallen. Aber Hauptsache, wir sind hier an diesem wunderschönen Ort.

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10. und 11.4. ohrenbetäubender Lärm und Krokodile
Wir verbringen zwei gemütliche Tage in Epupa. Gleich am ersten Morgen besuchen wir die Epupa-Falls von Nahem. Die Wassermasse ist echt beeindruckend und die Baobabs sind auch toll, wie sie sich an die Felsen klammern. Zwischen dem Camp und dem Wasserfall hat es viele Verkaufstände mit schönen Souvenirs. Einige Verkäuferinnen sind leider etwas aufdringlich.

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Im Camp wird sehr aktiv ein Wasch-Service und verschiedene Touren angeboten. Grundsätzlich wollen wir beides in Anspruch nehmen, aber gerne zu der von uns gewünschten Zeit. Das ständige Nachfragen stört uns etwas.

Wir spielen, geniessen das Wlan und auch der Pool wird hier von den Kindern ausnahmsweise sehr intensiv genutzt. Es ist ein entspannter Ort zum verweilen. Das Wasserfall-Geräusch als ständiger Begleiter vergleichen wir irgendwann mit dem Rauschen im Flugzeug. Eigentlich ist es ohrenbetäubend laut, aber irgendwann bemerkt man es gar nicht mehr richtig. Wir machen uns mit einer geführten Walking-Tour auf die Suche nach Krokodilen und erfahren nebenbei Einiges über das Leben in und um Epupa. Wir freuen uns sehr, dass wir tatsächlich zwei Krokodile finden!


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Unterwegs gehen wir am eigentlich gebuchten Epupa Camp vorbei. Es ist wirklich total unter Wasser, sieht aber abgesehen davon sehr sehr schön aus.

Ein Sundowner am Wasserfall und ein Abendessen im Restaurant des Camps runden unsere Tage in Epupa ab.

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12.4. langer Fahrtag und Löwengebrüll?
Die kommende Übernachtung haben wir noch nicht im Voraus gebucht, da wir nicht abschätzen konnten, wie lange wir fahren können/wollen. Am Vortag haben wir entschieden, dass wir gut bis vor den Etosha durchkommen sollten. Wir starten relativ zeitig und machen uns auf den Rückweg nach Opuwo. Einige kritische Stellen der Pad wurden inzwischen bereits ausgebessert. Wir sind beeindruckt, wie schnell das geht.

Beim Spar in Opuwo kennen wir die Autobewacher bereits. Wir stocken unsere Vorräte auf. Fleisch gibt es heute keines, weil wir über den Vet-Fence fahren werden. Beim letzten Mal in Opuwo haben wir eine kleine Gas-Auffüllstation am Rand der Stadt entdeckt und füllen dort unseren Gaskocher wieder auf. Diesmal ist es nicht ganz so abenteuerlich wie in Keetmanshoop und trotzdem finden wir Begegnungen mit Locals, die nicht oft mit Touristen zu tun haben, immer sehr interessant.

Die Weiterfahrt über die C41 und C35 ist unspektakulär. Wir kommen wegen der guten Teerstrasse aber rasch voran. Im Hobatere Roadside Camp sind wir überrascht von den hübschen und praktischen Häuschen zu den Campsites. Den Sundowner verbringen wir im Hide beim Wasserloch des Camps, sehen aber leider keine Tiere. In der Nacht schrecke ich auf. Habe ich da wirklich einen Löwen brüllen hören? Vielleicht, der Etosha ist ja ganz nah.

Teil 1523. Aug. 2025

13.4. Elefanten, aber kein Glück beim Hide
Heute wollen wir vor Ort sein, wenn das Galton Gate öffnet. Ohne Frühstück packen wir zusammen. Inzwischen sind wir sehr schnell, jeder Handgriff ist eingeübt. Vor dem Galton Gate müssen wir sogar noch etwas warten, weil sie verspätet öffnen. Wir erhalten eine ausführliche Instruktion und müssen leider unsere gesammelten Stachelschweinstacheln abgeben. Die könnten bei der Rausfahrt eine Buse geben. Die Parkbewilligung haben wir nun, aber das Office für die Bezahlung ist heute scheinbar unbesetzt. Wir erhalten die Instruktion, dass wir bei unserer Ausfahrt beim Andersen Gate bezahlen sollen (es stellt sich später heraus, dass das leider nicht stimmt…).
Aufgeregt und freudig starten wir also in unser Etosha Abenteuer. Nach nur 15 Minuten hören wir von hinten: ELEFANT! Und tatsächlich, eine kleine Herde bewegt sich nahe der Strasse hinter den Bäumen. Man sieht sie nicht super gut, aber trotzdem ist es unglaublich faszinierend. Immer wieder sieht man Ohren, einen Rüssel oder auch einen ganzen Elefant zwischen den Bäumen. Das Knacken der Äste, die sie abbrechen, ist gut hörbar. Irgendwann drehen sie von der Pad ab und wir fahren weiter. In der schönen Morgenstimmung sehen wir Impalas, Zebras, Springböcke, Gnus und Giraffen. Irgendwo halten wir an, essen Frühstück im Auto und beobachten die Tiere.

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Am Mittag kommen wir in Olifantsrus an. Wir checken ein und suchen uns eine Campsite. Das Camp ist recht ok, aber wir haben auch nicht viel erwartet. Wir essen in der Dayvisitor Area, weil es da mehr Schatten gibt. Wir schauen uns das Informationszentrum an, bereiten einen Nudelsalat für das Abendessen vor und spielen unser Lieblingsspiel. So bringen wir die heisse Mittagszeit rum.

Am späten Nachmittag starten wir nochmals zu einem Gamedrive, der aber abgesehen von einem Schakal und Kind- und Mama-Kuhantilope leider ziemlich erfolglos verläuft.

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Kurz vor Gateschliessung sind wir zurück und stellen schnell unser Zelt auf.
Mit einem Sundowner und dem Abendessen machen wir uns auf zum sehr schönen Hide. Der Sonnenuntergang ist wunderschön, aber Tiere sehen wir leider keine.

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14.4. Elefanten, Pech und Elefantendusche
Frühmorgens starten wir wieder ohne Frühstück und essen dann irgendwo unterwegs im Auto an einem Wasserloch. Leider sehen wir den ganzen Morgen kaum Tiere. Je näher wir Okaukuejo kommen, desto mehr Zebras, Gnus und Springböcke sehen wir. Teilweise sind es riesige Herden! Bei einer Rest Area machen wir eine kurze Mittagspause. In Okaukuejo machen wir später einen längeren Halt, um uns die Beine zu vertreten, die Nachmittagshitze zu überbrücken und ein Eis zu essen. Wie an allen anderen Wasserlöchern ist auch hier nichts los.
Wenn wir schon keine Tiere sehen, wollen wir wenigstens die Salzpfanne betrachten. Eine wunderbare Landschaft im Nachmittagslicht.

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So, nun machen wir uns auf den Weg zum Etosha Safari Camp. Nach dem langen und heissen Safari-Tag freuen wir uns unglaublich auf unser hübsches Zimmer mit Dusche.
Wir haben uns angewöhnt jede Sichtung kurz zu erwähnen, damit alle im Auto es mitkriegen. Kurz vor dem Anderson Gate sage ich schon fast abwesend «Elefant» und merke erst da, was vor uns gerade über die Pad gegangen ist. Ein riiiesen Elefant! Wir fahren noch etwas näher und sehen, dass der eine Elefant zu seiner Familie wollte. Gross und Klein steht da versammelt. Wir beobachten die Elefanten begeistert aus etwas Distanz. Plötzlich bemerken wir, dass die Leute im Game Drive Auto vor uns alle auf die andere Seite schauen. Erst da fällt uns wieder ein, dass man das in solchen Situationen immer tun sollte. Und siehe da ein nächster Elefant will auf unserer Höhe über die Pad. Stehen wir ihm im Weg? Aber weg können wir nicht, wir sind zwischen zwei Autos eingeklemmt. Er geht ganz ruhig hinter uns durch und zu seiner Familie. So kommen noch zwei weitere Elefanten hinter uns über die Pad und dann zieht die riesige Herde weiter. Das war eine tolle Sichtung für den Abschluss von heute!

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Aber ist wirklich schon fertig? Wie wir instruiert wurden, wollen wir beim Rausfahren bezahlen. Es wird uns aber freundlich und bestimmt erklärt, dass dies hier nicht möglich ist und wir nach Okaukuejo zurück müssen. Hui, so wütend war ich noch selten 😈 . Nach dem Tag brannten bei mir irgendwie die Sicherungen durch. Wir stehen kurz vor Zimmer und Dusche und sollen nun nochmals eine knappe Stunde zusätzlich fahren? Alle Argumente bringen nichts. Wir müssen wieder zurück.

Endlich, endlich kommen wir beim Etosha Safari Camp an. Die geben uns zwei Schlüssel für die zwei Häuschen, die wir angeblich reserviert haben. Gemäss unserer Bestätigung haben wir aber ein Familienhäuschen gebucht. Wir haben uns sogar extra für dieses Camp entschieden, weil ich die Familienzimmer so hübsch fand. Es ist die teuerste Unterkunft unserer ganzen Reise! Ich atme tief durch und erklärte freundlich, aber mit Nachdruck die Situation. Nach kurzer Absprache übergibt uns nun die Managerin drei Schlüssel und meint, wir können uns die Zimmer anschauen und entscheiden, ob wir zwei Häuschen oder das Familienhäuschen wollen. Wow! Allerdings glaube ich ihrer Reaktion zu entnehmen, dass eine andere Familie nun kein Familienzimmer haben wird. 😊 Uns gefällt das Familienhäuschen so gut, dass wir es tatsächlich unbedingt wollen. Das Häuschen ist hübsch eingerichtet, es hat zwei Doppelbetten übereinander (das finden die Kinder toll) und die Dusche sieht wie ein Elefant aus (finde ich toll 😄 ). Frisch geduscht, geniessen wir das reichhaltige Buffet zum Abendessen und fallen müde ins Bett.

15.4. Wir freuen uns an Kleinem
Heute gönnen wir uns zuerst ein reichhaltiges Frühstück vom Buffet und gehen dann aber direkt los. Wir sehen in der Morgenstimmung eine super süsse und grosse Mangusten-Familie. Das ist vielleicht keine aussergewöhnliche Sichtung. Aber irgendwie ist die Stimmung so schön und die Mangusten so lustig, dass wir lange zuschauen.

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Wir sind noch lange unterwegs, fahren verschiedene Pads ab, sehen aber abgesehen von zwei Löwen, deren Umrisse wir im Busch verschwinden sehen, NICHTS.
Über Mittag machen wir Pause im Etosha Safari Camp, das ist nicht weit weg vom Anderson Gate. Die Pause tut uns gut und wir fühlen uns sehr wohl im Camp und unserem Häuschen.
Gegen Abend gehen wir nochmals in den Etosha. Diesmal in Richtung von Olifantsbad und hoffen, dass wir da vielleicht nochmals Elefanten sehen. Tiere sehen wir aber auf der ganzen Strecke und auch beim Wasserloch überhaupt keine. Dafür kommt ein Gewitter immer Näher und erwischt uns tatsächlich noch auf dem Weg zum Gate.

16.4. Sichtungsglück!
Ich will los zum Frühstück, mache die Tür von unserem Häuschen auf und da steht einfach ein Zebra vor mir im Halbdunkeln. Ich nehme das mal als gutes Omen für den heutigen Safaritag. Die Hauptpad von Okaukuejo in Richtung Namutoni ist in einem schrecklichen Zustand. Reines Wellblech, wir kommen nur langsam und mit viel Gerüttel voran. Ein paar Autos stehen an der Strasse und wir fragen wie gewohnt, was sie sehen. 3 Löwinnen liegen direkt neben der Pad im Gras. Es sind nur ein paar wenige Meter, aber das Gras ist so hoch, dass sie sehr gut getarnt sind. Auch wenn wir nur ab und zu einen Kopf sehen, freuen wir uns sehr über die Sichtung.

Die Kinder wollen gerne Rhinos sehen, also versuchen wir uns mit dem Rhinodrive. Viele Tiere sehen wir hier nicht und vor allem keine Rhinos. Tja, ein Versuch war es wert. Wir finden ein schönes Plätzchen für unseren Mittagshalt in Halali. Danach gehen wir noch durchs Camp zum Wasserloch. Es ist sehr hübsch angelegt, Tiere sehen wir aber keine. Auf dem Rückweg (zu Fuss!) sehen wir eine Schlange auf dem Parkplatz des Wasserlochs liegen. Ein paar Touristen vor uns haben die Schlange gar nicht bemerkt und sind nahe daran vorbei gegangen. Die Schlange beweg sich nicht und wir sind unsicher, ob sie überhaupt noch lebt. Tut sie! Einige Leute mahnen zur Vorsicht, es sei eine Puffotter, krass! Wir freuen uns ab der Sichtung aus sicherer Entfernung. Aber ist das gut, dass die einfach hier Mitten im Weg liegt? Wir melden es an der Rezeption. Die bedanken sich und lassen sie rausbringen.

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Wir fahren weiter. Vor Namutoni wird es deutlich tierreicher. Wir sehen eine hübsche Giraffe-Herde vor dem mit Wasser gefüllten Salzsee. Ein Game-Drive-Führer erklärt uns, dass der schwarze Punkt weit vorne ein Gepardenkopf ist. Tatsächlich im Fernglas ist es zu erahnen. Viel mehr als einen schwarzen Punkt mit Katzenohren sehen wir nicht, aber wir können den Geparden auf der Liste abhaken. 😄

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Wir entscheiden bei Namutoni noch einen kleinen Schlenker nach Norden zu fahren. Ein Game-Drive-Führer macht uns auf drei Löwen aufmerksam, aber wir sehen wegen des hohen Grases und dem stehenden Auto überhaupt nichts. Wir markieren uns die Stelle und wollen auf dem Rückweg nochmals vorbeischauen. Das tun wir etwas später. Es ist kein Auto mehr da, aber die Löwen schon! Die jungen Männchen liegen faul im Gras direkt neben der Pad und wir haben einen tollen Blick darauf. Wir warten geduldig und hoffen, dass einer vielleicht mal noch aufsteht. Und tatsächlich einer tut uns den Gefallen und zieht eine richtige Show ab! Wir halten den Atem an und unser Ältere schiesst tolle Fotos. Wir sind total geflasht! So unglaublich, dass wir das erleben dürfen. Wirklich einmalig!

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Giraffen verabschieden uns aus dem Etosha und wir fahren zum nah gelegenen Onguma Tamboti Camp. Das Camp ist eigentlich ganz schön und gut. Aber irgendwie begeistert es uns nicht recht, ich weiss nicht recht warum. Für eine Zwischenübernachtung ist es auf jeden Fall empfehlenswert.

Teil 1626. Aug. 2025

17.4. Wokenbruch und Upgrade in Bungalows
Heute steht uns ein langer, unspektakulärer Fahrtag bis Rundu bevor. Wir haben uns überlegt über die B15 und B10 zu fahren. Uns dann aber doch für die schnellere und langweiligere Strecke über Grootfontein und die B8 entschieden. Einkaufen in Grootfontein empfinden wir als sehr angenehm.

Es hängen überall grosse Regenwolken am Himmel. Mittagessen können wir aber noch im Trockenen auf einer Rest Area auf der B8. Dabei schaut uns eine Gruppe Kinder mit grossen Augen zu. Kaum sind wir wieder losgefahren, holt uns der Regen ein und zwar so richtig! Es schüttet ununterbrochen bis Rundu! Wir fahren sehr langsam. Zwischendurch müssen wir sogar komplett anhalten, weil wir nichts mehr sehen.

Wir sind unglaublich froh, dass uns die Hakusembe River Campsite vor ein paar Tagen ein Upgrade auf Bungalows in der dazugehörigen Lodge (inkl. Frühstück) angeboten hat. Der Camping und die Zufahrtsstrasse sind überflutet. Wir zahlen nur den Campingpreis, das Abendessen müssen wir natürlich extra bezahlen. Die Aussicht auf ein trockenes Zimmer stimmt uns zuversichtlich. Wir fahren zum angegebenen Abholort, damit sie uns mit dem Boot zur Lodge fahren können. Leider stürmt und regnet es so stark, dass das Boot nicht fahren kann. Etwa nach einer Stunde Wartezeit und knapp vor dem Einbruch der Dunkelheit kommt das Boot zum Glück doch noch und holt uns und unser Gepäck ab. Die Bungalows sind sehr edel und schön. Die Kinder haben ein Bungalow für sich und wir eines nebenan für uns. Was für ein Luxus! Das Abend-Buffet ist auch sehr edel und reichhaltig, aber auch nicht ganz gratis. Wir wollen aber auf keinen Fall meckern, wir sind sehr zufrieden mit dem angebotenen Deal und schlafen wunderbar in unserem Himmelbett.

18.4. Kaffee am Okavango und erstes Hippo
Am Morgen will ich als erstes einen Blick auf den nebelverhangenen Okavango erhaschen. Dabei sehe ich eine Thermoskanne mit frischem Kaffee vor unserem Bungalow stehen. Das lass ich mir nicht entgehen! Was für ein Geschenk! Für Andere mag das total normal sein, aber für mich ist es in dem Moment purer Luxus. Ich geniesse diesen einmaligen Moment ganz für mich allein.

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Auf der Bootsfahrt zu unserem Auto sehen wir ein riesengrosses Krokodil. Die heutige Fahrstrecke nach Divundu zieht sich ziemlich. Aber es ist Karfreitag und es sind viele Leute unterwegs. Teilweise sehen wir auch Zeremonien und Prozessionen. Eine sehr quirlige und trotzdem friedliche Stimmung.

Das Ngepi Camp gfällt uns sehr gut und wir freuen uns hier zwei Nächte zu verbringen. Die Campsites sind direkt am Okavango zwischen den Bäumen und mit genügend Abstand zu den Nachbarn. Hier fühlen wir uns sehr wohl. Bevor wir unsere Zelte aufstellen, machen wir noch einen Abend-Drive durch die Mahango Core Area. Die Strecke dem Fluss entlang gefällt uns sehr gut und wir sehen viele Tiere. Wir beobachten beispielsweise eine sehr spannende Situation zwischen zwei Krokodilen und einer Herde Lechwe und entdecken unser erstes Hippo. Wir sind begeistert von Pawianen, Pumbas und Kudus. Dabei vergessen wir etwas die Zeit und wir müssen am Schluss schauen, dass wir rechtzeitig aus dem Park kommen.

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Am Abend im Dunkeln im Ngepi Camp meinen wir, Hippos schmatzen und plantschen zu hören. Auf einmal hören wir aber ein lautes Tröten. Das ist definitiv kein Hippo! Aber mit unseren Taschenlampen können wir das andere Flussufer nicht erreichen. Wir erfreuen uns einfach an dem Gedanken, dass ein Elefant in der Nähe ein Bad genommen hat.

19.4. Die Flucht aus dem Camping
Bei Ankunft im Camp haben wir für diesen Morgen eine Flussrundfahrt gebucht. Wir sind die einzigen Gäste und werden den Okavango hoch- und runtergefahren. Wir sehen eine grosse Gruppen Hippos und hören viele interessante Informationen über das Leben im und am Fluss. Neben ein paar Vögeln sehen wir leider keine weiteren Tiere. Aber die Stimmung ist sehr schön.

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Zurück im Camp wollen wir einen gemütlichen Tag vor Ort verbringen. Plötzlich kommt der Camp-Manager zu uns und meint, dass wir – respektive unser Auto – so schnell wie möglich das Camp verlassen müssen, weil der Damm, der die Zufahrt zum Camp bildet, bald nicht mehr befahrbar sein wird. Das viele Wasser schwemmt den Damm weg. Das Camp selbst sei sicher, aber die Zufahrt nicht. Hui, so schnell haben wir noch nie alles zusammengepackt. Es hängt sogar noch nasse Wäsche… Alle 4 packten an, kein Gemecker der Kinder, allen ist der Ernst der Lage bewusst. Alles zusammengepackt fährt der Manager das Auto über den Damm. Uff, danach können wir aufatmen.

Nun stellt sich aber die Frage, wo wir übernachten. Die festen Unterkünfte im Ngepi Camp sind inzwischen alle belegt. Der Manager ruft für uns die umliegenden Camps an. Aber alle Campingplätze sind überschwemmt oder belegt. Da wir am nächsten Tag Richtung Kongola wollen, beschliessen wir dort nach einem verfügbaren Platz zu suchen. Nambwa ist schon voll, aber das Kazondwe Camp hat Platz und dahin wir fahren los. Zum Glück ist der Tag noch nicht so weit fortgeschritten. Rückblickend haben wir das Gefühl, dass alle Camper über den gefährdeten Damm informiert wurden, als wir auf dem Boot waren. Sie haben uns einfach vergessen. Deshalb war der Camp Manager selbst überrascht, dass wir noch nicht weg waren.

Das Kazondwe Camp ist sehr schön, ziemlich «hightech« (Wlan, elektrische Anschlüsse,…). Trotzdem springt der Funke bei uns nicht 100% rüber. Dies ist aber vielleicht auch den Umständen geschuldet. Im Dunkeln sehen wir zwei Hippos über einen beleuchteten Weg nahe unserer Campsite gehen, das freut uns sehr.

Teil 1727. Aug. 2025

20.4. Lagerfeuer und Hippogelächter
Wir machen uns gemütlich auf den Weg Richtung Kwando Core Area und Nambwa Camping. Die Pad im Nationalpark ist abenteuerlich, aber gut machbar. Die Mittagspause verbringen wir bereits auf unserer Campsite. Uns gefällt es hier ausgesprochen gut. Es ist sehr wild, die Site sehr grosszügig und die Infrastruktur top. Am späteren Nachmittag machen wir uns auf den Weg zum Horse Shoe. Da beobachten wir eine Gruppe Hippos mit Kleinen aus nächster Nähe, das ist toll! Sonst ist leider nichts los. Schön ist die Stimmung trotzdem. Am Abend geniessen wir ein grosses Lagerfeuer auf unserem Camping und in der Nacht hören wir ständig Hippos «lachen».

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21.4. Wilder Gamedrive mit wenigen Tieren
Frühmorgens starten wir zu einem langen Gamedrive durch die Kwando Core Area. Beim Horse Shoe essen wir Frühstück im Auto. Die Hippos sehen wir nicht mehr. Ein paar Lechwes sind zu sehen, sonst nichts. Wir fahren weiter tief in die Kwando Core Area. Es wird noch wilder, das Gras ist teilweise deutlich höher als unser Auto. Manchmal ist die Pad etwas eng, aber für uns gut befahrbar. Eine Zeit lang «jagen» wir eine Familie von Perlhühnern vor uns auf der Pad, weil sie nicht auf der Seite weg wollen. Auf dem Rückweg sehen wir gut versteckte Giraffen hinter Bäumen, Pumbas und Ellipsen-Wasserböcke.

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Bereits gegen Mittag sind wir wieder in Kongola und stocken unsere Vorräte auf. Der Supermarkt ist sehr einfach, hat aber überraschend viel. Die Stimmung im kleinen Ort Kongola gefällt uns gut. Es ist nicht mehr weit bis zum Mukolo Camp. Wir freuen uns, nun endlich wieder mal zwei Nächte an einem Ort zu verbringen. Die vielen Wechsel in den letzten Tagen waren ja nicht alle freiwillig. Das Mukolo Camp ist einfach, entspannt, die Sites sehr grosszügig und hübsch. Wir richten uns gemütlich ein und entspannen. Zum Abendessen kochen wir nach Schweizer Rezept und freuen uns darüber, mal wieder was Vertrautes zu essen. Trotzdem hat es natürlich mit «Hippogelächter» im Hintergrund einen abenteuerlicheren Geschmack als zu Hause.

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22.4. Ruhiger Tag mit Krokodilen
Wir verbringen einen ruhigen und entspannten Tag auf unserer Campsite im Mukolo Camp. Spielen, in der Hängematte lesen, Wäsche waschen,...
Bei der Ankunft haben wir für heute eine Sundowner-Tour auf dem Kwando gebucht. Weil sich keine anderen Gäste angemeldet haben, ist die Führung privat. Eigentlich hätten wir mit unserem Auto die kurze Strecke bis zum Boot zurücklegen sollen. Das ist natürlich unpraktisch, weil unsere Zelte noch aufgebaut sind. Der Guide hat aber genügend Platz in seinem Auto und wir dürfen mit ihm mitfahren. Der Kwando führt noch nicht viel Wasser. Wir erfahren, dass dort das viele Wasser erst später ankommen wird. Es ist deshalb ein ganz anderes Flussfahr-Gefühl als auf dem Okavango (der Kwando ist sowieso kleiner). Man ist viel näher an den Tieren. Wir sehen einen Waran, ein verirrtes (?) kleines Lechwe, Fischadler, verschiedene grosse und kleine Krokodile und natürlich Hippos. An den Hippos müssen wir teilweise ziemlich schnell vorbei, damit sie uns nicht gefährlich werden. Die Abendstimmung über dem Kwando ist sehr schön. Uns gefällt der Ausflug sehr gut.

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Wir kommen spät zurück und sind froh, dass wir nicht mehr kochen müssen, sondern im Restaurant des Camps reserviert haben. Es gibt für alle das gleiche Menu. Unsere Kinder sind zum Glück nicht heikel, sondern neugierig und das Essen ist sehr gut.

23.4. Nochmals wilder Gamedrive mit wenigen Tieren
Wir fahren nach Divundu und stocken dort unsere Vorräte auf. Die Supermärkte da haben uns nicht so überzeugt, sind aber durchaus ok. Gegen den Nachmittag starten wir mit einem Game-Drive durch die Buffalo Core Area. Es ist teilweise anspruchsvoll zum fahren und landschaftlich sehr reizvoll und wild. Aber auch hier zeigen sich wenige Tiere. Am späteren Nachmittag sehen wir eine schöne Familie von Kudus, Warzenschweine und Impalas. Wir werden noch kurz und heftig verregnet, dafür gibt es danach einen schönen Regenbogen.

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Wir kommen erst spät beim Mobola Island Camp an. Hier sind die vordersten Campsites auch überschwemmt. Wir entscheiden uns für eine Site mit Regendach, was sich noch als praktisch erweise wird. Ansonsten ist unser Site und die Infrastruktur gut, aber nicht überragend. Das Gelände werden wir erst morgen erkunden.

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24.4. Fischen im und Insel-Bar am Okavango
Wir verbringen den ganzen Tag auf dem Mobola Island Camp. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass man hier fischen kann und die Kinder sind sofort Feuer und Flamme. Wir fragen bei der Rezeption, ob es möglich ist, für ein paar Stunden Boot, Fischerutensilien und einen Guide zu buchen. Kein Probelm! Eine Stunde später sitzen wir alle auf dem Boot und die Kinder erhalten Instruktionen, wie fischen funktioniert. Am Anfang sind sie noch etwas ungeschickt, lernen aber schnell dazu. Als ich helfen will, hält mich der Guide zurück. Die Kinder sollen selbst ihre Erfahrungen machen können. Recht hat er! Das erste Mal fischen und das gleich am Okavango, nicht schlecht. Der Preis ist im Vergleich zu anderen Touren auch ok. Wir fahren mit dem Boot zu verschiedenen Stellen des Okavangos in der Nähe des Camps. Auch hier erzählt uns der Guide nebenbei interessante Geschichten über den Fluss. Wir fangen zwar keinen Fisch, aber es ist trotzdem ein großartiges Erlebnis.

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Wir entdecken während des Tages, dass die Hängebrücke, die Insel, die zum Camp gehört und die Insel-Bar super schön sind. Den Nachmittag verbringen wir bei Starkregen mit unserem Lieblingsspiel unter dem Regendach unserer Site. Pünktlich für unseren Sundowner bei der Insel-Bar hört der Regen aber wieder auf. Wir lassen den Tag bei einem Braai mit gutem Gnu-Fleisch von der Rezeption ausklingen.

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Teil 1829. Aug. 2025

25.4. quirlige Stadt und schöner Truckstopp
Heute wollen wir einige Kilometer zurücklegen. Wir entscheiden uns aber nicht gleich bis zum Living Museum der San (Ju/Hoansi) durchzufahren, sondern unterwegs im Roy’s Restcamp einen Übernachtungsstop einzulegen. Unterwegs kaufen wir in Rundu ein (kein Fleisch, da wir in den nächsten Tagen mehrmals den Vet-Fence überschreiten). Wir haben im Voraus Schlechtes über die Stadt gehört. Es ist zwar sehr chaotisch, aber wir sind positiv überrascht. Wir empfinden die Stadt als sehr lebhaft und sympathisch. Es sind ganz viele verschiedene Leute unterwegs, aber wir werden in Ruhe gelassen, sehr angenehm.

Roy’s Rest Camp hat für uns das Flair eines (sehr hübschen!) Truckstopps. Für unseren Zweck funktioniert es gut. Die Campsites sind auch angenehm. Auf dem Platz hat es viele und zutrauliche Dikdiks, das ist süss.

26.4. Verständigung in unterschiedlichen Sprachen und schönster Shop im Nirgendwo
Wir fahren über guten Gravel auf der C44 und biegen gleich nach dem Vet-Fence zum Living Museum Ju/Hoansi ab. Wir haben uns bereits gestern kurz angekündet, eine Reservation ist nicht nötig. Wir werden sehr herzlich begrüsst und sofort in ein Gewusel von San aufgenommen. «Unsere» Übersetzerin erklärt, welche Angebote wir buchen können. Wir entscheiden uns für ein mehrteiliges Programm mit Mittagspause dazwischen. Zuerst zeigen sie uns aber noch unsere Campsite. Sie ist sehr einfach gehalten. Ein grosser Sandplatz im Bush, aber uns gefällt die Natürlichkeit.

Bevor wir mit dem Programm starten, erzählen wir, dass wir bereits vor 16 Jahren hier waren. Sie sind begeistert und fragen sofort nach Fotos. Die haben wir und sie stossen auf grosses Interesse. Jeder kennt wieder irgend jemanden auf den Fotos und es wird freudig und wirr durcheinandergeredet. Irgendwann legt sich die Aufregung und wir starten.

Zuerst zeigen sie uns, wie sie traditionelle Feuer gemacht haben. Sie sprechen immer ihre eigene Klick-Sprache und «unsere» Übersetzerin übersetzt es auf Englisch, wir dann wiederum auf Deutsch für die Kinder. Aber eigentlich sind die San so geübt darin ihre Sprache mit ein paar geschickten Handzeichen zu unterstreichen, dass wir oft auch ohne Übersetzung erahnen können, worum es geht. Die San scheinen uns super freundlich, fröhlich und zugewandt. Sie lachen viel über sich selbst und auch über uns. Mit den Kindern bauen sie einen traditionellen Bogen und danach wird auf eine Zielscheibe geschossen. Eines der Kinder meint: «Wir verstehen uns eigentlich ganz gut, auch wenn sie ihre Klicksprache und ich Schweizerdeutsch spreche.» Schöne und interessante Erkenntnis! Mir zeigen die Frauen, wie sie die Perlen aus Strausseneiern machen und ich werde auch gleich eingespannt. Wir fühlen uns fast etwas wie ein Teil der Gruppe. Zum Abschluss dürfen die Kinder und ich mit den Frauen ein paar Tanz- und Singspiele machen. Auch da wird sehr viel gelacht. Es ist ansteckend.

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Danach ist Mittagspause und alle ziehen sich in der Hitze etwas zurück. Im Anschluss geht es mit einem spannenden Bushwalk weiter. Neben unserer Übersetzerin ist ein etwas älterer Mann und ein jüngerer dabei. Zwischendurch taucht auch ein Junge auf, der interessiert zuhört. Uns wird gezeigt, wie eine Falle gebaut wird und sie erzählen, wozu verschiedene Beeren, Blätter und Wurzeln gebraucht werden. Interessant ist, dass sie die Naturmedizin auch heute noch genutzt wird. Oft sind die Ärzte zu weit weg oder zu teuer.

Nach dem gebuchten Programm gehen wir in den wunderschönen, im Bush integrierten «Shop». Bereits vor 16 Jahren habe ich mich hier mit Souvenirs eingedeckt. Der Shop wie auch die Sachen sind unglaublich schön. Zudem kauft man direkt bei den Hersteller:innen. Wir streunen unglaublich lange durch den Shop und können uns einfach nicht entscheiden, welches die schönsten Sachen sind.

Den Abend verbringen wir auf unserer Campsite. Hier hat es sehr viele Insekten. Aber das gehört halt zur Wildnis dazu. Wir hören die San in ihrem Dorf singen und das inspiriert uns auch ein grosses Lagerfeuer zu machen und zu singen. Das ist die erste kalte Nacht auf der Reise. Wir ziehen uns fürs schlafen etwas wärmer an, dann ist es kein Problem.

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27.4. Was fehlt uns noch?
Wir haben bei der Reiseplanung offengelassen, wo wir die folgenden zwei Übernachtungen verbringen. Wir wollten kurzfristig entscheiden können, je nach dem, was uns fehlt, worauf wir Lust haben und was noch verfügbar ist. Die Kinder möchten gerne noch Rhinos sehen und wir haben Lust auf den Waterberg. Deshalb haben wir vor einigen Tagen bei Waterberg Wilderness eine Campsite und das Rhino-Tracking gebucht.

Wir fahren zuerst nach Grootfontein und gehen dort nochmals einkaufen. Danach entscheiden wir uns für den Weg über D-Strassen (D2804 und D2512). Die Pad und die Landschaft sind schön. Gegen den Schluss ist die Pad vom Regen wieder sehr ausgewaschen. Die Campsites sind sehr unterschiedlich schön und relativ nah beieinander. Uns wird zum Glück ein recht schöner zugeteilt. Die Infrastruktur ist top. Uns gefällt auch gut, dass man verschiedenen Pools (von uns nicht benutzt) und Loges/Restaurants zu Fuss erreichen kann. Heute ist nochmals Leermond und wir bestaunen und studieren den Sternenhimmel. In der Nacht machen sich Tiere an den Abfalleimern zu schaffen, was ziemlich laut ist. Wir haben unseren dank Vorwarnung zum Glück im Auto verstaut.

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28.4. Mit Rhinos auf Tuchfühlung und Stachelschweinsichtung vom Bett aus
Für heute haben wir das Rhinotracking gebucht und gehen früh am Morgen zu Fuss zum Treffpunkt. Die Rhinos werden hier 24/7 vor Wilderern bewacht. Deshalb wissen sie immer wo sich die Rhinos aufhalten und können eine Sichtung garantieren. Bis jetzt haben wir bewusst kein Tracking gemacht und versucht die Tiere selbst zu finden. Aber so zum Schluss gönnen wir uns ein solches Erlebnis. In einer Gruppe von ca. 10 Personen wandern wir ca. 2 Stunden durch den Busch. Der Guide ist leider mässig. Trotzdem erfahren wir einiges über die Situation der Rhinos mit den Wilderern. Unser Jüngerer motzt den ganzen Weg. Er findet es eine Zumutung, dass wir wandern müssen, wenn es doch einen Rhino-Drive gegeben hätte. Als wir dann tatsächlich bis 5m an die Rhinos ran können, sind dann aber doch alle begeistert. Klar, die Rhinos sind sich Touristen gewohnt. Trotzdem ist der Guide auf der Hut und gibt uns klare Anweisungen, wenn die Rhinos neugierig zu nah kommen. Wir fühlen uns sicher. Nachdem sich alle an den Rhinos satt gesehen haben, wandern wir ca. 1h zurück zum Camp. Der Ausflug hat uns sehr gut gefallen!

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Zurück auf unserer Campsite ist waschen, spielen und faulenzen angesagt. Am Nachmittag machen wir Erwachsenen den History-Path. Die Runde gefällt uns gut und die Informationen sind interessant. Es dauert etwas länger als wir gedacht haben, aber wir geniessen die verlängerte Zeit zu zweit.

Beim Einschlafen höre ich ein Schmatz-Geräusch, das ich schon letzte Nacht nicht einordnen konnte. Wir gucken mit Licht aus dem Zelt und vor uns steht ein Stachelschwein. Unglaublich!

Teil 1931. Aug. 2025

29.4. Traum-Camping trotz Mücken
Am Morgen sehen wir, dass das Stachelschwein vielleicht angefüttert wird. Auf jeden Fall hat es da, wo das Stachelschwein war, Überreste von irgendwelchen Körnern am Boden.

Heute fahren wir zu einem Camping, den wir uns als Highlight bis zum Schluss aufgespart haben. Deshalb auch die etwas unlogische Routenführung: Erongo Rocks! Unterwegs in Otjiwarongo im Spar sind wir etwas überwältigt von der grossen Auswahl. Dieser Laden ist grösser und luxuriöser als alles was wir bisher angetroffen haben. In Omaruru gönnen wir uns einen leckeren Kuchen im Main Street Cafe. Neugierig auf das Camp fahren wir auf der D2315 durch das wunderschöne Erongo-Gebirge.

Die Campsite Dikdik auf Erongo Rocks ist wirklich ein Traum! Der Platz wurde in die runden Felsen integriert. Die Infrastruktur ist top, aber doch sehr einfach und naturnah (kein Donkey, Bucket-Shower). Nur leider werden wir sofort von Mücken zerstochen und dies mitten am Nachmittag! So viele Mücken hatten wir nicht mal im Caprivi beim Eindunkeln. Tja, da helfen nur lange Kleider, Mückenspray und Feuerrauch. Wir versuchen die Mücken zu ignorieren, denn abgesehen davon fühlen wir uns super wohl hier.

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30.4. Gipfelbuch und Abschieds-Sundowner-Spaziergang
Heute stehen wir früh auf und stärken uns mit einem schnellen Frühstück. Wir wollen nämlich im Morgenlicht und in der Morgenkühle über den Mountain View Trail zum Gipfel wandern. Die Morgenstimmung ist grandios!

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Teilweise geht der Weg durch hohes Gras. Das macht mich wegen den Schlangen etwas nervös. Der grosse Teil des gut ausgeschilderten Wegs geht aber über Felsen. Teilweise muss man auch etwas kraxeln, was den Kindern Spass macht. Nach einer Stunde sind wir oben, tragen uns ins Gipfelbuch ein und geniessen die tolle Aussicht.

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Wieder zurück, geniessen wir unsere Campsite zuerst mit einem Brunch, dann mit spielen, kraxeln, «hangen» und … Mücken.

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Unser schwarzer Brauchwasser-Kanister steht den ganzen Tag in der Sonne und so können wir am späteren Nachmittag im schönen Outdoor-Badezimmer warm duschen. Danach unternehmen wir Erwachsenen einen letzten Sundowner-Spaziergang zum Yoga Rock. Ein wunderschöner Ort, um sich von 8 Wochen Namibia innerlich zu verabschieden. 🙁

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1.5. Verabschiedung durch Giraffen
Weil wir das Ende unserer Reise noch nicht ganz wahrhaben wollen und auf ein letztes Sichtungsglück hoffen, nehmen wir den Umweg über Erindi (D2328 und D2414) auf uns. Wenn man nur durchfährt und von der Hauptpad nicht abweicht, darf man gratis durch das private Game-Reservat durchfahren. Viele Tiere sehen wir nicht, aber wir werden kurz vor der Ausfahrt von eine paar Giraffen freundlich verabschiedet. Das freut uns!

Danach geht es auf nach Windhoek. Im Chameleon Backpacker dürfen wir wieder das gleiche Zimmer beziehen. Es ist gleichzeitig gut und merkwürdig wieder am gleichen Ort zu sein, wie schon am Anfang unserer Reise. Wir sind um so viele Erfahrungen und Erlebnisse reicher! Nun ist ausmisten und umpacken angesagt, was sich da alles so angesammelt hat... 🤪 Beim Ausräumen des Autos finden wir unter dem Sitz sogar die seit Wochen verloren geglaubte Kamera unseres Jüngeren. Er ist überglücklich! 😄

Diesmal sind wir fit genug und wollen unbedingt ins Joe’s Beerhouse. Das Essen ist erwartungsgemäss gut und die Portionen gross.

2.5. Letztes Shopping und Rückreise
Wir packen unser Gepäck für den Rückflug. Danach steht Souvenir-Shopping im Spar bei der Maerua Mall und im Craft Center an. Das Mittagessen im Craft Center ist sehr lecker. Danach geben wir das Auto bei Africa on Wheels zurück. Das geht ganz schnell und schon sind wir unterwegs zum Flughafen. 😮

Wir freuen uns sehr, als wir Hans Peter vom Haasenhof per Zufall am Flughafen treffen. Von einem neuen Freund am Flughafen verabschiedet zu werden, rundet unsere Reise auf wunderschöne Weise ab.

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Teil 2017. Sept. 2025

Liebe Fomis

Mit dem Fazit zu unserer Reise habe ich mich jetzt irgendwie schwer getan. Zumal ich ja auch schon beim Intro einige Punkte vorweg genommen habe. Aber jetzt habe ich es geschafft. Ich bin gespannt, ob ihr ähnliche Fazit zu euren Reisen gezogen habt oder, ob euch der eine oder andere Punkt für eure zukünftige Reise inspiriert.

Wir haben es zu keinem Zeitpunkt bereut, dass wir uns für Namibia als Reiseziel für unsere grosse Reise entschieden haben. Auch wenn uns viele Leute gefragt haben, ob wir die 8 Wochen wirklich «nur« in Namibia verbringen, für uns war es eine gute Entscheidung. Es gibt so viel zu sehen, auch 8 Wochen sind da eigentlich noch zu kurz.

Namibia ist ein absolutes Traum-Camping-Land. Ich dachte eigentlich immer, dass die USA bezüglich Camping-Reisen nicht zu toppen ist. Diese Überzeugung ist also sehr schwer ins Wanken geraten! Die Campingplätze in Namibia sind einfach der absolute Hammer bezüglich Anlage, Aussicht, Infrastruktur, Abgeschiedenheit, Naturverbundenheit… Die Plätze und das Campingleben war unser persönliches Highlight auf der Reise.

Unsere Route hat uns sehr gut gefallen. Es war ein guter Mix aus verschiedenen Landschaften, Aktivitäten und Themen (Tiere, Menschen, Kultur, …).
- Der Süden Namibias hat es uns besonders angetan. Die Landschaft und auch der KTP haben uns besonders gut gefallen. Wenn wir eine nächste Reise nach Namibia planen könnten, dürfte der Süden auf keinen Fall fehlen.
- Auch Swakopmund war als Camping-Pause super: spannende Aktivitäten, schöne Restaurant-Auswahl und angenehme Stadt.
- Auch die Reise-Pause auf dem Haasenhof war eine gute Idee. So eine Pause kann ich bei einer längeren Reise wärmstens empfehlen.
- Schade finde ich, dass wir im Damaraland nicht mehr Zeit eingeplant hatten. Einerseits, weil mir die Landschaft da wahnsinnig gut gefallen hat und andererseits, weil ich rückblickend gerne eine Wüsten-Elefantentour gemacht hätte.
- Verhältnismässig weniger gut gefallen hat uns der Caprivi. Vielleicht ist das geringe Sichtungsglück Schuld daran. Aber es ist Tatsache, dass uns grüne Flusslandschaften grundsätzlich weniger beeindrucken, als aride Gegenden. Auch wenn die Vegetation und die Flüsse total anders sind als zu Hause, trotzdem ist es uns vertrauter als eine Wüste. Bezüglich Leben und Leute empfanden wir den Caprivi allerdings am interessantesten und entspanntesten. Trotzdem würde ich rückblickend im Caprivi nur bis Divundu reisen. Das hätte uns gereicht. Aber dann hätten wir natürlich nicht herausgefunden, ob vielleicht nicht doch eine Elefanten-Herde am Horseshoe auf uns wartet…
- Zum Erongo habe ich eine persönliche, tiefe Verbindung. Weshalb weiss ich nicht. Aber die Landschaft berührt mich besonders.

Die 1-Nacht-Stopps haben uns auf unserer Reise überhaupt nicht gestört. Entweder war es für uns wirklich nur eine Zwischenübernachtung oder wir sind so früh angekommen, dass wir den Ort problemlos noch erkunden konnten. Das hat aber für uns nur funktioniert, weil wir dazwischen immer wieder mehrere Tage mit wenig Aktivitäten eingebaut haben. Wir hatten zwischendurch immer mal wieder sehr entspannte Phasen, in denen bei den Kindern beispielsweise aus Langeweile kreative Ideen entstanden sind. Einzig im Caprivi war uns der ständige Standortwechsel etwas viel, aber das war ja eigentlich auch nicht so geplant. Unsere Einschätzung nach, wäre es oft nicht nötig gewesen, den Campingplatz Monate im Voraus zu reservieren. Aber das weiss man halt nicht und wir finden, dass es das Reisen auch entspannter macht, wenn man nicht dauernd entscheiden muss, wie es nun weitergeht. Zwischendurch etwas Flexibilität und spontane Entscheidungen haben wir aber sehr geschätzt.

Überrascht hat mich, dass sogar mir das Autofahren in Namibia Spass gemacht hat. Ich fahre sonst überhaupt nicht gerne Auto. Es ist für mich einfach ein nötiges Übel, um von A nach B zu kommen, wenn es keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt. Aber in Namibia sass ich wirklich sehr gerne hinter dem Steuer! Kein Verkehr, gute Gravelroads, die immer wieder eine Überraschung bereit haben, ein super Auto und dazu diese wunderbare und erstaunlich abwechslungsreichen Landschaften.

Bei der Ausrüstung fand ich alles hilfreich, was die Ordnung erleichtert hat. Wenn man als Familie so lange aus dem Auto lebt, ist es einfach extrem praktisch, wenn alles seinen fixen Platz hat. Wir hatten viele kleine und grosse Taschen von zu Hause mitgenommen. Jede/r hatte z.B. sein Säckchen mit den Sachen für die Nacht drin. So musste man am Abend nur diese Taschen richtig in den Zelten verteilen. Und wir haben zwei Rücksitz-Organizer von zu Hause mitgenommen. Da hatte Sonnencreme, Besteck für Snacks, Tierführer, Fernglas usw alles seinen fixen Platz und wir mussten es nicht ständig suchen. Bezüglich Ausrüstung kann ich auch noch sagen, dass unsere Hängematte erstaunlich oft im Einsatz war. E-Reader und Hörspiele/-bücher waren ständige Begleiter und waren nicht wegzudenken. Einzig eine andere Lösung fürs Wäschewaschen wäre toll gewesen. Ich weiss, einige Fomis machen das mit dem Rüttel-Kanister bei Autofahrten. Aber wir hatten nicht die Geduld, anfänglich ein dichtes Gefäss mit grosser Öffnung zu suchen. Zudem, ob es bei einer 4-köpfigen Familie praktisch gewesen wäre? Es lohnt sich aber meiner Meinung nach, sich nach günstigen Alternativen zur ewigen Handwäsche umzuschauen.

Es war eine wunderbare Reise! Ich bin sicher, dass uns die Erinnerungen daran noch ganz lang begleiten werden. Die Bilder der surrealen Landschaften in den unglaublichsten Farbtönen haben sich tief in meinen Kopf und mein Herz eingebrannt. Noch heute stockt mir der Atem, wenn ich an die eindrückliche Begegnung mit den Löwen im Etosha denke. Die gemeinsamen Erlebnisse haben uns als Familie zusammen geschweisst.

Nochmals herzlichen Dank für all die inspirierenden Berichte, die ich im Vorfeld lesen durfte und eure Tipps.
So, nach dem Reisebericht mache ich mich nun daran, unser Fotobuch fertig zu gestalten.
Danke fürs Lesen und viel Spass auf eurer nächsten Reise!

Herzlich,
Leonie

Campingreise: eine Familie und viel Wasser von Leo-IMMER

Quelle: www.namibia-forum.ch/forum/thema/306233-campingreise-eine-familie-und-viel-wasser

Stand: letzter Berichtsteil vom 17. Sept. 2025

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