Nachdem wir vor 2 Jahren unsere Reise abbrechen mußten , wollten wir das Versprechen an meinen Mann , die Restreise irgendwann nachzuholen, einlösen . Im Mai war es dann soweit. Flüge und Auto waren gebucht. Fleisch bestellt , Route , nach vielen Änderungen , festgelegt . Meinem Sohn waren ständig neue Ziele ins Auge gesprungen und bei 30 Tagen konnte ich ja so manches unterbringen . Zu Anfang sollte es nach Botswana gehen , danach wollten wir über den Rest entscheiden. Ich war mir nicht sicher , ob meinem Sohn die langen Autofahrten , die wenige Bewegung und die tierlastige (meine Hoffnung) Tour zusagen würde. Im März entschloss ich mich dann , die Campsites in Botswana vorbuchen zu lassen , zu nervenaufreibend würde es sein , jeden Tag im Ungewissen über das Quartier zu sein . Namibia Click und Travel machte das Unmögliche möglich - fast alle Wunschquartiere konnten sie buchen . Der viele Regen machte mir wegen der Befahrbarkeit der Nationalparks dann doch so manche Sorge , Malaria war dann ebenfalls ein Thema . Von Daxiang - Konni hatte ich 2 Flaschen Sichtungsfee - Bestechungswilly im Gepäck - was sollte nun noch schiefgehen ? Wie unsere Tour wurde , ob wir überall hingekommen sind , der Willy geholfen hat und es eine " Traumreise" wurde , erfahrt ihr in den nächsten Wochen . Zum Einstimmen schon mal ein paar Fotos .
Liebe Grüße Conny
Teil 223. Juni 2025
19.05.25 Pünktlich am Morgen landeten wir in Windhoek - noch nicht mal 11 Monate nach meinem letzten Aufenthalt - wie fühlte sich das gut an !!!!! Der Stress der letzten Monate war vergessen 😄 Zur Erklärung : seit Januar bin ich stolze Rentnerin , habe aber nicht geahnt , wie anstrengend das ist 😈 Januar- 400 km für einen guten Zweck gewandert - 2. Platz in unserem Ort - ich war mächtig stolz , aber richtig froh , als der Monat vorbei war . Februar - Skiurlaub mit meinem Jüngsten , Frau , Schwester und Mutter meiner Schwiegertochter- Juchhu , ich kann es noch und war die Einzige , die nicht gestürzt ist März - 14 Tage Finnland mit dem Ältesten und dessen Freundin - selbst 30 Grad minus hielten uns nicht ab , Polarlichter zu fotografieren April - 1 Woche Wanderurlaub an der Algarve mit einer meiner Schwestern zwischendurch diverse große Familienfeiern und zur Krönung des Ganzen - genau am Wochenende unseres Abflugs Familientreffen bei uns im Ort , mit Übernachtungsgästen usw. Zum Glück fehlte ca 1/3 der Truppe , so daß wir nur ca 25 Leute waren. Mehrere von ihnen waren auch schon in Namibia und verabschiedeten uns mit etwas Neid , aber großem Hallo und guten Wünschen . In Leipzig auf dem Flughafen klappte alles super , aber S. , der sonst immer seeeeehr zeitig durch die Sicherheitskontrolle will , konnte sich von seiner Freundin einfach nicht trennen . Es gab sogar Überlegungen , ob sie nicht in Maun zu uns stößt - aber ihr Pass war abgelaufen und damit hatten sich diese Überlegungen bald erledigt . Flug , Essen , Filme , Schlafen - wie immer - ich hungrig und übermüdet und mehr Spielfilme gesehen als sonst das ganze Jahr - aber total entspannt und glücklich . Die Sicherheitskontrolle und Visabezahlung ging total flott - aber diverse andere Fluggäste hatten wohl alle E - Visa 🤢 Deshalb mußten wir noch über 1 Stunde warten , bis wir endlich zu ASCO fahren konnten . Autoübernahme ging dann zügig , bestelltes Fleisch war schon bei ASCO im Kühler , wir erzählten noch mit einem jungen Paar aus Deutschland und bei einer Tasse Kaffee mit einem älteren Paar und erwachsener Tochter . Sie hatten früher in Namibia gelebt und wollten insKaokoveld . Beim Erzählen stellte sich heraus , daß der Mann meinen letzten RB gelesen hatte - das fanden wir lustig . Gerne hätten wir viel länger mit ihnen erzählt , aber wir wollten noch Strecke machen . Also los.
Teil 323. Juni 2025
In Wietvlei kauften wir die nötigsten Dinge ( dabei fiel mir ein , daß wir ja am nächsten Tag über die Grenze und Vet-Fence fahren - upps , unser Fleisch!!!!!) Wir schafften es dann tatsächlich noch bis zum Kalahari Bushbreaks und fanden die Campsite für einen Zwischenstopp total ok.
Die erste Sichtung hatte ich dann auf der Toilette ( ok Affen und Warzis am Straßenrand hatten wir vorher auch )
Nach einem schönen Sonnenuntergang und Besuch von mehreren Elands am Wasserloch gingen wir bald ins Bett .
Teil 425. Juni 2025
20.05.25 Ich habe wunderbar geschlafen und bin , wie immer im Urlaub , zeitig wach . Ich genieße stets die Zeit , die ich für mich alleine habe . Mit einem Pott Kaffee , der aufgehenden Sonne und den Geräuschen der Natur begrüße ich den neuen Tag und bin gespannt , ob alles so klappt , wie ich es geplant habe. Während wir frühstücken kommt ein Camper von der Nachbarsite und fragt uns nach dem " Wohin und Woher" . Schnell wechseln S. und er ins französiche ( hä - ich verstehe nun rein garnichts mehr 😈 )Letztendlich stellt sich heraus , daß die Franzosen am selben Tag nach Hause fliegen und sie uns so manche Wohltätigkeit zukommen lassen wollen . Klar - her damit . Lebensmittel , Klo - und Küchenpapier , Wäscheklammern , Wasserkocher und manch anderer Hausrat wechseln den Besitzer . Da sind wir ja für`s Erste gut ausgestattet 😄 . Leider Kommen wir dadurch natürlich nicht so in die Gänge, wie ich mir das vorgestellt habe . Mein Sohn ist jedoch sehr kontaktfreudig und an anderen Menschen und ihrem Leben interessiert - ist ja auch immer höchst interessant - kostet halt eben aber auch Zeit . Irgendwann kommen wir dann aber doch los
( Die gesamte Straße und Umgebung ist voll mit diesen Sattelschrecken - Slalomfahren hätte nichts genützt 🤢 )
und erreichen schnell die Grenze. Obwohl 2018 hier eine große Baustelle war , sieht die ganze Anlage recht "bröddelig" aus . Nach kurzer Orientierung beginnt für uns das Ausfüllen ... eines Antrags auf Erteilung eines Antragsformulars 🤢 🤪 😈 🤩 . Naja - ganz so schlimm war es dann doch nicht . Da wir die Einzigen sind , die Einlass in das wunderbare Botswana erhoffen , geht es doch verhältnismäßig schnell . Doch als es ans Bezahlen geht , beginnt das Drama - welches uns noch 5 Tage begleiten soll 🤢 😈 Die wenig motivierte Dame am Schalter möchte so allerhand von uns wissen , unter anderem , wann wir wieder ausreisen wollen und wo ? Da wir das noch nicht so genau wissen , zähle ich ihr unsere gebuchten Campsites auf und erkläre , daß wir anschließen über Ngomaborder ausreisen wollen . Aha - verstehe - aha. Endlich hat sie es kapiert und macht unsere Papiere zur Zahlung fertig - super - und mit 80 Pula total preiswert . Das hatte ich teurer in Erinnerung . Schein erhalten - ab zur Grenzschranke . Ein Bediensteter kontrolliert den Kühlschrank und auch unseren sonstigen Laderaum ( das Fleisch findet er GsD nicht ), eine junge Beamte meint , daß da mit unseren Papieren irgendwas nicht stimmt und sie das mit ihrer Kollegin abklären wolle . Ok - wir haben ja alle Zeit der Welt - wollen ja nur bis Maun .Nach einer gefühlten Ewigkeit kommt sie mit der Nachricht wieder , daß ihre Kollegin - die hochmotivierte Person - uns nur eine 2 Tage Bescheinigung ausgestellt hat . Danach wäre unser Auto in Botswana nicht mehr versichert . Leider könnten sie das nun nicht mehr ändern . Das sollen wir dann in Maun bei BURS machen - die haben ein Büro am Flughafen . Verstanden haben wir das nicht wirklich aber natürlich verständnisvoll genickt und uns nun endlich auf botswanischen Boden begeben .
Teil 527. Juni 2025
Fortsetzung Tag 2.... Nun waren wir endlich über die Grenze , froh , das Fleisch glücklich durchbekommen zu haben aber völlig verwirrt , was das mit unserer " Genehmigung " wegen Versicherung soll. Während der Fahrt habe ich mich belesen und geschlussfolgert - sollten wir doch tatsächlich lieber haben !!!!!! ALSO GALT UNSER ERSTER WEG In Maun dem BURS - Büro im Flughafen . Der zuständige Mitarbeiter wurde - OBWOHL ES FÜR DEUTSCHE VERHÄLTNISSE SCHON SEHR SPÄT WAR - angerufen und sollte bald kommen 😈 .Bald ist relativ , irgendwann ging mein Sohn mal auf Toilette und in diesem Moment kam der Mitarbeiter - ich Glückskind . Mit meinem stümperhaften Englisch versuchte ich unsere Sachlage zu erklären . Hatte ich wohl auch gut gemacht - er hieb in dieComputertasten , wollte alle möglichen Unterlagen und Pässe sehen , Auskunft - woher , wohin - um uns dann nach ca 30 Minuten zu erklären , daß er das heute nicht ändern könne , da wir ja für heute bezahlt haben . Wir sollten morgen wiederkommen - okay. Anschließend erkundigten wir uns noch über die Flugmöglichkeiten über das Delta - für heute sowieso zu spät , was meinem Sohn sehr recht war - morgen früh passte aber wegen BURS und Einkauf eigendlich auch nicht . Blieb nur der nächste Sonntag , oder schlimmstenfalls Montag in der Frühe , was ich nicht wollte . 🤢 Also eigendlich unverrichteter Dinge begaben wir uns in unser Quartier - Jaylas Home Stay- irgendwo in Maun - im Nirgendwo . Nicht leicht zu finden , von außen - na ja - geht im Notfall.Drinnen, nach sehr herzlcher Begrüßung - sehr gemütlich . Das Zimmer sah gemütlich aus - für 15 Euro pro Person - mit Frühstück - sensationell preiswert . SPONTAN ORDErte ich auch das Abendessen - nach meinem Verständniss Rind mit Gemüse und Pommes . Eigendlich war es dann irgendein zersprengtes Irgendwas . Unsere kanadischen , in Australien lebenden Tischnachbarn hatten Fisch . Der wurde uns dann kurzerhand auch angeboten , obwohl die Leute noch garnicht fertig waren mit essen . Alles ein wenig unkoordiniert aber lustig - wir haben uns arrangiert . Nette Gespräche kamen in Gange , aber bald fielen uns fast die Augen zu und wir beendeten das interessante Gespräch .
Teil 628. Juni 2025
21.05.25 Nach einem guten Frühstück und netten Gesprächen machten wir uns wieder auf den Weg zum Flughafen - S. hatte unser Quartier für die Weiterfahrt strategisch günstig ausgewählt - Pech nur , daß wir nun wieder zurück mußten . Am Flughafen im Bursbüro wurde unser Anliegen freundlich bearbeitet , allerdings mit dem Erfolg - nach ca 30 Minuten - geht bei uns nicht . Sie haben ja für heute noch Versicherung - im Hauptbüro können die das machen 🤢 . Auf dem Weg dorthin erledigten wir unseren Großeinkauf , unser Kühlschrank und Auto waren nun gut gefüllt.
Dann ging es zu Burs 🤢
Nettes , freundliches Personal - nach ca 30 Minuten - da sind alle Bursmitarbeiter auf dem selben Level - geht nicht , die Versicherung gilt ja heute noch 😈 . Kommen sie morgen wieder . Super - morgen wollen wir auf Kubu Island sein , da passt Maun so garnicht in die Runde. Kein Problem , war die Aussage . Wenn sie am Sonntag wieder in Maun sind , machen sie das dann am Flughafen und alles ist ok.Mit einem mulmigen Gefühl verließen wir das Büro und sprachen uns gegenseitig Mut zu - wird schon gut gehen . Nun aber mal endlich los Richtung Boteti - Wunsch meines Sohnes . Ich wußte , Wasser wird er nicht führen , aber landschaftlich doch so einiges bieten - mal sehen .Die legendäre Fähre lag natürlich auf dem Trockenen.
Schnell erreichten wir dann unsere Campsite (Nr. 3) . Vorher sahen wir noch sehr viele Geier , die einen Baum geentert hatten ( Fotos Schrott). Nach kurzer Pause begann ich dann mit dem Anbraten des Rinderfilet. Da ich meinem Sohn die Arbeit des Grillens ersparen wollte verarbeitete ich Vieles zu Gulasch - angedickt mit Pfeffersoße ( Maggitüte ) schmeckte es vorzüglich und reichte sehr lange .
Zum späteren Nachmittag begaben wir uns auf Gamedrive - allein unterwegs erblickten wir bald unseren 1. Elefanten . 🤩
Als wir dann endlich ins Flussbett fahren konnten sahen wir große Herden von Zebras , auch Gnus und einige Elis waren unterwegs . Impalas ebenfalls . Es war einfach nur ergreifend - diese Landschaft - das Licht - die Tiere . Viele Fotos habe ich nicht gemacht - eher genossen .
Leider wurde es dann doch sehr schnell sonnenuntergängig und wir mußten schweren Herzens umkehren , obwohl wir in einiger Entfernung eine große Gruppe Elefanten beim Einstauben sahen .
An diesem Abend machte ich dann schnell Boerewurst im Topfdeckel - warum hat ASCO immer noch keine Pfanne im Sortiment? Das Foto dazu schwirrt irgendwo im Nirvana rum 😈
Teil 730. Juni 2025
22.05.25 Von unserem gestrigen Gamedrive euphorisiert hatten wir beschlossen , gleich morgens früh bis zum Hippopool zu fahren . Also Wecker gestellt , Mama kocht Kaffee für gleich und Thermoskanne , Zelte einraffeln und los . Gesagt - getan - für meinem im Studentenmodus lebenden Sohn eine Glanzleistung - Hut ab . Aber erstmal war fahren angesagt - nichts los unterwegs . Ab und zu mal ein Tierchen , bei der 5. Reise schafft es nicht mehr jede Sichtung ins Archiv 🤢 Als die Landschaft offener wurde , entdeckten wir doch tatsächlich unser 1. Hippo dieser Reise - ich habe wirklich angenommen , daß wir hier diese Spezies überhaupt nicht zu Gesicht bekommen . Einige anderen Sichtungen schafften es dann doch auf meine Liste.
Und dann hatten wir sie erreicht - die Hippopools - keine Erwartungen - und dann sooooooo grandios.
Teil 801. Juli 2025
... oh Mann, was war das schön hier . Immer mehr Hippos kamen aus dem Wasser und waren auch stets in Aktion . Man wußte garnicht , wo man zuerst hinblicken sollte . Große Zebraherden zogen in gebührendem Abstand vorbei , Vögel flogen, Krokodile zogen ihre Bahnen .
Wir standen , mit einem Pott Kaffee in der Hand, in der wunderbar wärmenden Sonne , guckten uns die Augen wund und kamen dabei mit anderen Campern ins Gespräch . Sehr interessante Menschen lernten wir so kennen , unter anderem auch eine alleinreisende Frau . Sie hatte sich , nachdem die Kinder aus dem Haus waren eine Auszeit genommen und tourt nun schon eine gefühlte Ewigkeit durch das südliche Afrika . Irgendwann mußten wir uns dann aber doch losreißen und den Rückzug antreten , wollten wir doch heute noch bis Kubu Island.Unterwegs trafen wir noch einige Tiere an .
Bei der nächsten Sichtung war ich ganz beseelt , hatte ich mir doch schon lange gewünscht , diese Vögel zu sehen.
Zurück auf der Campsite frühstückten wir erstmal gemütlich , duschten , kramten alles zusammen und ich erledigte den Abwasch . Dabei wurde ich von Affen beobachtet, die langsam an mir vorüber zogen . Meinem Sohn und unserem Auto hatten sie auch einen Besuch abgestattet und sich dann auch spontan ein komplettes Brot von uns angeeignet. So schnell , wie sie das Auto geentert hatten waren sie auch wieder verschwunden . 😄 🙄 Wir taten dann das selbe , hatten wir doch eine lange Strecke vor uns . Bei einem Aussichtsplateau legten wir eine kurze Pause ein und konnten schon einmal einen Blick auf die kommende Strecke werfen .
Das Fahren auf der Pfanne bereitete S. viel Spaß und das "Nichts" gefiel uns gut . Jedoch hatten wir uns die Weite viel größer vorgestellt - lag es an den guten Regenfällen, welche das Gras kräftig hatten wachsen lassen oder hatten wir falsche Vorstellungen gehabt? Egal - schön war es auf alle Fälle .
Ziemlich spät erreichten wir dann Kubu Island . An der Rezeption bekamen wir ausführlich erklärt , wo wir campieren dürften und wo nicht . Die Platzsuche erwies sich als sehr schwierig - es war eigendlich total überfüllt 😈 🤢
Teil 903. Juli 2025
... es ist garnicht so einfach , einen geeigneten Stellplatz zu finden , alle schönen sind schon total belegt . Endlich finden wir ganz am Rand eine schöne Stelle mit einem großen Baobab und Felsen - Juchhu.
Viel Zeit bis zum Sonnenuntergang bleibt uns nicht mehr , also kraxeln wir Beide über die Felsen , genießen die Aussicht , schießen wie wild Fotos und treffen ab und an andere Camper . Die finden es heute auch sehr überlaufen , gestern wären sie nur zu 3. hier gewesen 🤢
Schnell setzt dann der Sonnenuntergang ein und meine Fotoorgie beginnt ...
Nachdem mein Rausch etwas abgeflacht ist , könnte ich mich ja mal um das leibliche Wohl kümmern , aaaaber - es ist sehr windig geworden - upps , vorher nicht bemerkt- was nun ? Die Entscheidung wird mir von der Rezeptionsdame abgenommen , die auf einem Quad angedüst kommt und mich zurechtweist . Die Leute würden nie zuhören , wenn sie erklär , wo man campen darf . Hier könnten wir auf keinen Fall bleiben 😈 . Dann fährt sie zum Nächsten . Schnell raffen wir alles zusammen und suchen uns eine andere Stelle , die ihr aber auch nicht recht ist . Weil wir anscheinend zu blöd sind , eigenständig eine Campsite zu finden , fährt uns die Frau nun voran in den Busch und weist uns eine Stelle zu . S. ist enttäuscht - keine Aussicht auf die Pfanne , keine gescheiten Baobabs . Mir ist es fast Wurscht - ist jetzt ja eh dunkel . Und hier geht kein Wind . Ich kann kochen , ein Lagerfeuer lodert und wir freunden uns mit dem Stellplatz an . Wir versuchen uns in der Sternenfotografie - das hätte ich lieber mit Pfanne gehabt - aber man kann nicht alles im Leben haben .
Teil 1007. Juli 2025
23.05.25 Noch vor den ersten Sonnenstrahlen waren wir aus den Federn , es war noch sehr frisch 😈 .
Schnell schmissen wir unser Gerödel zusammen und fuhren zu unserem 1. Stellplatz , um den neuen Tag gebührend zu begrüßen .
Leider blieb die Sonne nicht lange sichtbar - trüber Himmel stellte sich ein .
Dennoch machten wir eine lange Wanderung , ich teilweise mit zusammengebissenen Zähnen ( siehe Post vorher), suchten und fanden Geocachs und genossen die nun wirkliche Einsamkeit auf der rückwärtigen Seite der Insel .
Dabei erreichten wir auch den höchsten Punkt der Insel.
Auch ein paar Tiere konnten wir entdecken 😄
Suchbild - was habe ich hier fotografiert ?
Zurück am Auto beschlossen wir , zu unserem Stellplatz zum Frühstück zu fahren .
Vorher machten wir natürlich noch Stop am wohl meistfotografierten Baum von Kubu.
Teil 1108. Juli 2025
...während des ausgiebigen Frühstücks konnten wir uns dann doch an der Campsite erfreuen , auch wenn man keinen schönen Blick hatte . Von den vielen Campern war kaum noch einer zu sehen - wo waren die alle schon hin ? Hatten sie sich überhaupt in dieser schönen Umgebung umgesehen oder nur schnelle Fotos und weg? Naja uns sollte es egal sein . Irgendwann mußten wir uns auch losreißen , wollten wir doch heute nach Baines Baobabs (über Gweta)- da lag eine lange Strecke vor uns 😈 Irgendwo an der Strecke erspäten wir dann doch tatsächlich einen kleinen See , der von vielen Flamingos besucht wurde - leider sehr weit weg . Also parken , Weg suchen , loslatschen . Das ging sehr gut , dumm nur , daß wir andere Schaulustige antrafen , mit denen wir uns wieder gnadenlos verquatschten 🤢 🤢 . War ja alles interessant - aber wir machten keine Strecke - nicht zu den Flamingos geschweige denn Richtung Gweta .Deshalb nur seeehr schlechte Beweisfotos .
Irgendwann fuhren wir dann über eine größere Pfanne und S. hatte seinen Spaß. Kurz darauf kamen wir an ein Aussichtsdeck - also wieder STOP. Die unendliche Weite war schon beeindruckend , aber sie zeigte uns auch , daß unser Tagesziel noch seeeehr weit entfernt war . Landschaftlich wurde es dann irgendwann sehr verbuscht , sandig und quälend lang . S. ist bis heute der Meinung , daß wir nicht die direkte Route gefahren sind .Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichten wir dann Gweta - den geplanten Einkauf von Alkoholika ( Maun würden wir sonntags passieren) strich ich schon während der Fahrt . Der Tank war auch noch ziemlich voll( zeigte noch nichts an ) also rauschten wir durch und erreichten dann auch bald das Nationalparktor . Es erstaunt mich immer wieder , wieviel Zeit man in Afrika an den " Bezahlstellen" vergeuden kann . Trotz Taschenrechner war es sehr kompliziert den Betrag für 2 Übernachtungen im Nationalpark und dann auch noch für 2 Personen und 1 Auto zu ermitteln . Aber irgendwann war das dann doch im "Kasten" . Nach gut gemeinten Ratschlägen zur besten Route ( wir sollten unbedingt den längeren Weg nehmen , der kurze wäre furchtbar und man könne sich leicht verfahren und würde nicht gefunden) starteten wir viel zu spät auf unsere letzte Etappe . Im Vorfeld hatte ich ständig über die furchtbare Sandpiste gelesen , also machten wir uns gedanklich schon mal bereit . OK , gut war sie nicht , aber soooo schlimm nun auch wieder nicht . Kaum im Park sprang die Tankanzeige an - sprich , wir haben den 2. Tank begonnen . Und es wurde auch ziemlich schnell weniger 🤢 - genau sooo hatte ich mir das vorgestellt 😈 . Aber jetzt ging es erstmal zu den Baobabs . Sorgen machen wir uns morgen . Nach dem Abzweig nach Baines Baobabs wurde die Landschaft offener und das Licht schöner - zu schnell - zu schön ( zumindest , wenn man den Sonnenuntergang bei den Bäumen verbringen will). Unterwegs sahen wir in der Ferne Springböcke , Trappen und anderes Getier - keine Zeit - sorry . Morgen beachten wir euch . Doch dann mußten wir doch anhalten - das war dann doch zu schade zum Vorbeifahren .
Dieser Anblick war ergreifend , diese Landschaft - diese majestätischen Tiere - ade Baobabs im Sonnenuntergang ( Fast egal - hatten wir ja gestern ; gestern hatte ich noch gedacht , was heute nicht klappt , nicht schlimm, egal , hab ja morgen noch eine Chance 😄 ). Pünktlich nach Sonnenuntergang erreichten wir dann die Baobabs, so wie ich es befürchtet hatte. Zwei weitere Auto waren auch da - große Freude und Hallo - die einzeln reisend Frau , die wir am Boteti getroffen hatten , begrüßte uns freudig . Die anderen waren Franzosen und es begann ein eifriges Gespräch . Da ich nun so gar kein Französich kann ( warum treffen wir nicht mal Russen , da würden die anderen alle aber dumm rumstehen), konnte ich ohne schlechtes Gewissen die Runde verlassen und Fotos schießen . Das Licht war ja immer noch sehr schön .
Dieser Ort beeindruckte uns irgendwie mehr als Kubu , er zog uns in seinen Bann . Vielleicht lag es ja auch daran , daß wir mittlerweile allein hier waren . Zu unserer Campsite Nr. 1 war es nicht weit und wir waren sofort schockverliebt in diesen Ort - Danke Bele für den Tipp. Besuch stellte sich abends dann auch noch ein , leider konnte er nicht mit Schärfe dienen . Auch meine Sternenfotografie wollte mir trotz Stativ und Fernauslöser nicht gut gelingen 😈 😈 In meiner Erinnerung war es sehr windig an dem Abend , deshalb wohl verwackelt ( hab ich erst jetzt gesehen , aber nun bleibt das Foto drin)
Teil 1209. Juli 2025
24.05.25 Dank meines Weckers war ich im ersten Morgengrauen auf den Beinen , warteten doch die wunderschönen Baobabs auf der anderen Pfannenseite auf mich .
Auch mein Sohn wollte die besondere Atmosphäre an diesem magischen Ort nicht verpassen und so machten wir uns mit dem Auto auf die kurze Strecke . Anfangs war es totenstill - nur langsam erwachte die Natur.
Ständig änderten sich durch die langsam höher steigende Sonne die Licht- und Schattenspiele - welch beeindruckende Motive. Ihr könnt euch glücklich schätzen , daß ich hier nur eine kleine Auswahl meiner Fotos zeige 😄 😄 😄 🤪
So langssam wurden die ersten Vögel wach und begrüßten sich mit lauten Begrüßungsrufen . Davon hatte S. ein Video gemacht und spielte es mir vor. Das irritierte die anwesenden Frankoline so sehr , daß sie sich nach dem Verursacher umsahen und dann schleunigst davonflogen . Wir fanden das recht lustig und wiederholten das Ganze - eigendlich war es ja gemein von uns , aber wir konnten nicht anders .
So langsam bekamen wir Hunger , S. tauschte sich noch mit den mittlerweile eingetroffenen Franzosen aus , ich ging über die Pfanne zu unserem Camp.
Jetzt erst hatte ich die Zeit und Muße , mich dort ein wenig umzusehen . Im Busch entdeckte ich doch tatsächlich ein WC und eine Dusche - upps - ein wenig spät 🤢 🤪
So , liebe Lesergemeinde . Nun habt ihr die Bilderflut von Baobabs - von vorne, hinten , oben , unten - geschafft . Ich danke euch für euer Durchhaltevermögen und verspreche euch , daß es im nächsten Kapitel dann endlich Tierfotos gibt .
Teil 1310. Juli 2025
... nach einem gemütlichen Frühstück beschlossen wir, das Risiko einzugehen , über die Pfanne ( also den kürzeren Weg) zu fahren . Sollten wir verschütt gehen 🤢 hätten wir genug Lebensmittel und Wasser dabei . Auch der Sprit sollte bis Maun reichen- der NP ist ja nicht sooo groß. Die Fahrt bis zum Southcamp verlief dann auch schnell und unkompliziert . OK - eine kürzere Strecke übelster Tiefsand , welche S. aber problemlos meisterte . Gegen 10.30 Uhr erreichten wir das Gate und bekamen Nr . 1 zugewiesen mit dem Hinweis , wir sollten doch ein wenig aufpassen , denn eine Schlange würde da in einem Baum wohnen 😈 😈 😈 😈 😈 Oh je , alles Getier kann ich irgendwie ertragen , aber Schlangen kann ich ja so garnicht ab . Mir wurde versichert , daß das Tier völlig ungefährlich wäre - wer`s glaubt 😮 Sehr skeptisch machten wir uns auf den Weg . Erstmal schauen und dann notfalls die Campsite tauschen . Aber was soll ich sagen : die 1 gefiel uns auf Anhieb , trotz blöder Schlange . Alle anderen Plätze lagen ziemlich dicht beieinander , unsere lag etwas abseits . Das stark gesicherte Waschhaus war fussläufig, und die Schlange sah doch recht nett aus 😄 😄
Nachdem wir geduscht und uns häuslich eingerichtet hatten , sogar Zeit für einen Mittagsimbiss fanden wir, beschlossen wir , trotz Mittagszeit , einen 1. Gamedrive zu machen . Für den Bestechungswilli war es mir noch zu früh und zu warm - dementsprechend hatten wir auch keine großen Sichtungserwartungen. Aber die Lage checken und schon mal einen ersten Eindruck bekommen wollten wir doch. Es dauerte auch nicht sehr lange bis wir die 1. Tiere entdeckten - Springböcke , Strauße,Gnus und einen Schakal.
Plötzlich bremste S. und meinte , er hätte einen Löwen gesehen. Weit weg und im hohen Gras und eigendlich sieht man nur einen Huf eines Gnu`s ? , aber immerhin unser 1. Löwe . Und das ohne Trunk 😄
Voller Begeisterung versuchten wir, Blick auf den Löwen zu erhaschen und S. mußte live seiner Freundin davon berichten ( die Whatsappnachrichten bekam sie dann immer viel später - wir hatten nirgendwo eine Simkarte ergattert.Mitten im Gespräch bekam S. fast einen Kollaps - er hatte direkt neben unserem Auto einen weiteren Löwen entdeckt . Den hatten wir in der ersten Aufregung nicht bemerkt - upps . Lange Zeit waren wir die Einzigen und hatten die Beiden für uns ganz allein - traumhaft .
So nach und nach kamen dann doch andere Schaulustige und wir beschlossen unseren "Logenplatz" für sie frei zu machen .
Also begaben wir uns in Richtung Wasserloch , mal sehen , was wir noch so sichten .
Am Wasserloch war "tote Hose"
Deshalb beschlossen wir , nochmals zu den Löwen zu schauen . Der Schakal hatte es sich in der Nähe des Risses bequem gemacht und sich wohl auf eine lange Wartezeit eingestellt. Wieder waren wir alleine und blieben wieder lange vor Ort . Wer weiß denn schon , ob wir solch eine Chance nochmal bekommen ?
Jetzt stand sogar der Löwe beim Riss auf und wir konnten ihn endlich richtig sehen.
Vom vielen Gucken tränten mir schon fast die Augen und wir beschlossen , eine Pause im Camp einzulegen . Die Schlange erwartete uns schon 😈
Teil 1411. Juli 2025
... überglücklich nahmen wir unsere Campsite in Besitz und mußten erstmal einen Schakal verscheuchen . Was wollte der denn hier finden , gab doch nichts zu holen ? Was war denn das nun für ein berauschender Gamedrive - und das mitten im heißesten Mittagssonnenlicht !!! Von wegen - " Früher Vogel..." . Wir konnten unser Glück noch nicht so richtig fassen und waren dankbar und fast demutsvoll . Irgendwann raffte ich mich dann auf und richtete unser Gerödel , sprich Lebensmittel , Klamotten , Elektrokram und Fotozeugs. Schon bei den Zeltlagern der Pfadfinder habe ich es geliebt , ein bestimmtes Ordnungssystem zu schaffen . Aber anscheinend habe ich nach über 25 Jahren es immer noch nicht zur Perfektion gebracht . 😈 Damals , wie auch jetzt, war nach 2 Tagen von meiner " Ordnung" nicht wirklich noch etwas vorhanden 🤢 .Auch stellte ich fest , daß ich bei jedem Urlaub später dazu komme - vielleicht sollte ich den Ankunftstag doch geruhsamer angehen lassen . Doch selbst bei 30 Tagen hatte ich keine Muße dazu , ich wollte auf Pad und in die Wildnis . Beim Geschirrspülen bemerkte ich , daß der Wassertank am Sanitärgebäude überlief und lebhaft sprudelte - es hatten sich schon große Pfützen gebildet . Ein anderer Camper versicherte mir , daß das Personal bescheid wüßte. OK Am späteren Nachmittag begaben wir uns nochmals auf Gamedrive , wollten wir doch nochmals zu den Löwen sehen . Wir waren noch nicht ganz von der Campsite runter , da hatten wir unsere erste Sichtung !!!
Die Zwei hatten die Chance genutzt und sich gleich am Waschhaus am köstlichen Nass bedient - warum bis zum Wasserloch latschen? Eigendlich hätten wir ja nun , 50 Meter von unserer Campsite entfernt , genug zu Gucken gehabt . Wir hätten sogar zurückfahren können und , mit einem Kaltgetränk bewaffnet , dem Treiben fussläufig zusehen können . Aber die Löwen !!!!!!! Also weiter ...
Oh Mann war das schön anzusehen , Landschaft , Tiere , Lichtstimmung - es war soooo schön
Bei den Löwen tat sich nicht wirklich viel und eigendlich wollten wir zum Sonnenuntergang ja auch am Wasserloch sein - also weiter. Unterwegs sahen wir große Herden Springböcke , aber am Wasserloch herrschte erstmal große Leere. Der Sonnenuntergang war jedoch unbeschreiblich .
Nach und nach kamen auch ein paar Tiere.
So langsam mußten wir an die Rückfahrt denken , schnell noch die Löwen gecheckt ...
... und ab nach "Hause"
Teil 1513. Juli 2025
25.05.25
In der Nacht hatten wir anscheinend Besuch , der Mülleimer war durchwühlt . Gehört hatten wir nichts und auf unserer Wildkamera waren auch nur diverse Körperteile von uns selbst zu sehen . Bevor wir diesen wunderschönen Park verlassen mußten , drehten wir noch eine kleine Runde.
Bei den Löwen tat sich allerdings nicht viel . Witzig fanden wir , daß mittlerweile 18!!! Schakale in Lauerstellung waren - hinter jedem Termitenhügel saß einer . Da wir heute noch viel zu erledigen hatten , hielten wir uns nicht lange auf .
Und dann sichteten wir auch noch die ersten Büffel , wie toll war das denn ? Noch nicht mal eine Woche in Botswana und schon soooo viel gesichtet und erlebt - Wahnsinn . Anscheinend muß man den Sichtungsfee - Bestechungswilli garnicht trinken , sondern nur mit sich führen 😄 . Die Strecke bis zum Gate legten wir dann zügig zurück , teilweise zu zügig. Sand stiebte , einmal nahmen wir voll Karacho eine Bodenwelle mit - der Sand hüllte unser ganzes Auto ein . Auf der Strecke nach Maun sahen wir dann noch Strauße, Zebras und Elefanten am Straßenrand.
Nachdem wir im Shoppingcenter unsere Vorräte aufgefüllt hatten , den Tank ebenfalls , aber wieder keine Simkarte ergattert hatten , fuhren wir zum Flughafen . Während S. nun endlich bei BURS erfolgreich war , klapperte ich die verschiedenen Rundfluganbieter ab . Glücklicherweise konnte ich die letzten beiden Plätze beim Anbieter direkt im Flughafen ergattern . Leider nicht für uns allein und auch kein Schnäppchen - aber immerhin noch am Nachmittag des selben Tages . Das passte prima in meine gedankliche Planung , am nächsten Tag zeitig in den Moremi zu fahren . Bis zum Flug blieb noch Zeit und mir gelüstete danach in das vielgelobte " Hillary" zu gehen und eine Kleinigkeit zu essen . Leider hatte es Sonntagnachmittags geschlossen 🤢 . Naja ,dann mußten wir halt von unseren Vorräten leben , denn sooo viel Zeit hatten wir dann doch nicht mehr . Bald begaben wir uns zu unserer Maschine.
Das mitreisende Ehepaar enterte sogleich die besseren Plätze , wir quetschten uns hinten rein und ab ging es . S. war es etwas mulmig - er hat Höhenangst , überstand aber alles gut.Sichtmäßig waren unsere Plätze gut , allerdings waren die Fenster recht klein , so daß ich bei Tiersichtungen nie den richtigen Winkel zum fotografieren fand . Und wenn dann doch , waren wir natürlich schon wieder zu weit weg . Nach vorne hin sah ich leider nur den massigen Rücken meines Mitreisenden , welcher den Flug ziemlich emotionslos über sich ergehen ließ- seine Frau war eher das Gegenteil 😄 Dennoch konnte ich den Flug sehr genießen .
Nach ca 1 Stunde hatte uns Botswana wieder - toll war es gewesen und S. war sehr glücklich über dieses Erlebnis . Nun mußten wir uns aber mal um ein Quartier für die Nacht kümmern . Deshalb fuhren wir schonmal in Richtung Moremi , besuchten auf ein Bier die Craftbeerbrauerei
und landeten bei einbrechender Dunkelheit im Raintreecamp . Dort waren wir willkommen , konnten sogar noch nen Happen essen und ein Bier trinken ( wir hatten ja keins mehr 😈 ). Die schwirrenden Mücken ließen uns dann aber bald im Zelt verschwinden .
Teil 1615. Juli 2025
26.05.25
Pünktlich stehen wir auf , dank des Wasserkochers und Strom am Platz ist der Kaffee auch schnell fertig - aber - wir haben WLAN . Und das nutzt S. gründlich aus . Ich will ihn ja auch nicht drängeln , aber eigendlich wäre ich gerne schon auf Pad 😈 . Warum ich keine Fotos vom Camp habe , weiß ich nicht . Für eine Zwischenübernachtung ist es sehr günstig gelegen und auch schön ausgestattet. Nach geraumer Zeit koche ich bald genauso wie das Kaffeewasser, aber des lieben Friedens willen , versuche ich , es mir nicht anmerken zu lassen . Endlich ist S. dann doch irgendwann mit seinen Telefonaten fertig und wir können starten. Unterwegs kaufen wir noch Feuerholz und ich unterhalte mich nett mit den Damen .
Schon vor dem Gate sichten wir die ersten Tiere.
Am Gate geht es dann recht zügig und - schwups - sind wir im Moremi . Welch eine Freude , wieder hier zu sein . Ich bin gespannt , was wir so vor die Linse bekommen . Dabei stellte ich fest , daß wir bisher wenig bis gar keine Giraffen gesehen haben . Kaum ausgesprochen - Wunsch erfüllt - danke liebe , gute Fee 😄 .
Wir freuen uns über die Sichtung , keine 100 Meter hinter dem Gate , aber wenn die nicht bald die Pad räumen , müssen wir uns was einfallen lassen . Wir wollen doch noch bis Third Bridge. Zum Glück üben sie Nachsicht und lassen uns durch . Aber da sitzt eine Gabelracke - die liebe ich - also brauche ich ein Foto!!! Und dann wieder Giraffe auf Pad. Beim ersten Hinweisschild biegen wir Richtung Blackpools ab , fahren durch tolle Landschaften , sehen viele Tiere und nehmen auch noch verschiedene Lagunen mit . Wo wir genau rumgekurvt sind , entzieht sich meiner Kenntnis . Ich weiß nur , bis Thirdbridge ist es noch weit .
Um 16.45 Uhr 😈 😈 😈 stehen wir dann vor diesem Schild bei der second Bridge - nur leider kann man noch nicht einmal "SLOW " über die Brücke, man muß eine Umfahrung nehmen . Hilft ja alles nichts - in 2018 haben wir hier ein versenktes Auto gesehen - das war Abschreckung genug.
Diese Beiden mussten ihr Kräfte messen und schlugen ständig ihre Hälse gegeneinander ( wo habe ich die Fotos davon ?) Immer wieder haben wir schöne Sichtungen , wir kommen nicht wirklich voran .
So langsam beginnt der Sonnenuntergang . Das sieht ja nun wirklich sehr schön aus und wir sind ja auch schon nahe Thirdbridge - aber eben noch nicht da !!!
Da konnten wir nun ja nicht einfach dran vorbeifahren - so viel Zeit muß sein 😗 Gegen 18.00 Uhr erreichten wir dann doch tatsächlich das Camp . Die Anmelderei ging schnell vonstatten . Hier hatten wir keine Campsite mehr buchen können - fully booked. Deshalb hatten wir ein feststehendes Zelt gebucht . Blick von der Terrasse Beim Einchecken fragten wir gleich mal nach , wie am nächsten Tag die Buchungslage wäre . Da wollte ich eigendlich Xakanaxa haben , was aber auch ausgebucht war . Deshalb hatte ich den Tag offen gelassen , um vor Ort zu sehen , was machbar wäre . In Thirdbridge wären die Campsites am nächsten Tag voll,, aber ein Zelt ( nur nicht unseres) wäre frei . Na mal überlegen , was wir machen .
Teil 1716. Juli 2025
...während S. die nähere Umgebung erkundete bereitete ich das Abendmahl zu . Auf unserer Rumpelfahrt waren mehrere Eier zu Bruch gegangen , aber noch nicht komplett ausgelaufen . Logische Konsequens - es gibt Rührei - gleich von allen 20 !!! Eiern . Das war die blödeste Entscheidung von mir - ich hatte ja keine Pfanne , nur den verbeulten Topfdeckel 😈 Das Resultat war dann auch dementsprechend - klebriger , klumpiger ( mit angebrannten Plocken ) Brei . Ein Gourmeeessen sieht anders aus und - vor allen Dingen - schmeckt auch deutlich besser . Aber da wir ja nun mal keine Lebensmittel umkommen lassen quälten wir uns die Pampe rein , wobei wir versuchten , die schlimmsten "schwarzen Plocken" zu entfernen . Ein schöner Schluck Amarula konnte unsere Geschmacksnerven anschließend wieder ein wenig beruhigen . Also - eins stand für mich nach diesem Desaster fest - beim nächsten mal packe ich anstelle der Schlüpper eine Pfanne ins Gepäck 😈 😈 😈 Obwohl ich mich im Vorfeld schon auf das Bett gefreut hatte und es ja auch wirklich bequem war , schlief ich sehr schlecht und unruhig . Wie dann unser nächster Tag im Moremi verlief , folgt im nächsten Kapitel , dann wieder mit vieeeeelen Bildern .
Teil 1816. Juli 2025
27.05.25
Trotz der schlechten Nacht waren wir pünktlich auf den Beinen . Unser Plan war folgender : Morgengamedrive - Frühstück - Richtung Xakanaxa fahren und versuchen , dort eine Campsite zu ergattern ( hatte 2018 ja auch geklappt). Ansonsten würden wir zum Northgate fahren . Gesagt - getan . Um kurz vor 7.00 Uhr verließen wir ThirdBridge bei einer wunderschönen Morgenstimmung .
Gleich eine erste Sichtung , nicht gut erwischt , aber für die Birder unter euch die Tagesaufgabe - was habe ich da gesehen ?
Kurz danach kam uns ein Gamedrivefahrzeug entgegen ( wir fuhren übrigens die Strecke vom Vortag zurück , weil es uns an der Lagune so gut gefallen hatte ). Die " Passagiere" sahen verfroren und enttäuscht aus . Der Gamedrive schien nicht sehr erfolgreich verlaufen zu sein . Aber es war ja noch sehr zeitig - hatten die schon genug oder wollten die nur in eine sichtungstechnisch bessere Gegend ? Egal - wir fahren weiter und sind 10 Minuten später an der Lagune , dem See , Wasserloch oder was weiß ich denn , wie man das nennt .
Da mir die Lichtverhältnisse nicht gefielen , bat ich S. , das Auto ein wenig umzuparken . Gehorsam kam er meinem Anliegen nach um nach 2 Metern abrupt zu bremsen 🤢 . Na , das bringt jetzt aber nichts . Doch , sagte S. - "sieh mal zur anderen Seite" . Manchmal ist es gut , wenn man auch mal auf seine Kinder hört . Ich konnte meinen Augen kaum glauben was ich da sah ....
Oh Mann , welch ein riesiges Glück - Geparden in freier Wildbahn hatte ich noch nie gesehen . Wir waren auch ganz allein auf weiter Flur und genossen die Sichtung ausgiebig .
Die Mutter scannte zwischendurch immer mal die Umgebung - am Wasser hielten sich in einiger Entfernung Impalas auf . Das Problem - wir standen dazwischen .
Das Morgenstretching beginnt
Die Mutter schlich dann durch das hohe Gras, querte vor uns die Pad und schlich sich auf der anderen Seite an die Impalas heran .
In gebührendem Abstand folgte ihr ihr Junges - doch halt , was war das ? Wo kam denn plötzlich das 2. her ?
So begann ein Wechselspiel von beobachten , anschleichen und aufgeben .
Wir waren nach wie vor alleine hier und genossen das Schauspiel in froher Erwartung eines Angriffs . OK - das entsprechende Opferimpala tat uns jetzt schon leid , aber irgendwer muß sich ja nun mal für unser Vergnügen hergeben 🤢 . Leider sah die Gepardin das wohl anders , sie verließ nach geraumer Zeit ihren Ansitz und querte hinter unserem Auto erneut die Pad
Wir wendeten das Auto und fuhren langsam hinterher .
Die Gepardin ging wieder in " hab Acht- Stellung" , nahm sie erneut Impalas ins Visier oder waren wir jetzt die auserwählte Beute ?
Nach ein paar Metern erneutes fixieren ...
..und sie , samt ihren Kindern, verschwand auf nimmer wiedersehen .
Genau 1 Stunde war uns mit diesen schönen Tieren vergönnt . Mit einem Dauergrinsen im Gesicht und glückseelig über das soeben erlebte beschlossen wir , daß dieser Gamedrive nicht mehr zu überbieten wäre und wir zum Frühstück ins Camp fahren . Unterwegs gegrüßten uns noch ein paar Gnus.
Kurz vor dem Gate sahen wir linkerhand 3 Gamedrivefahrzeuge in der Landschaft stehen , Tiere sahen wir in der Nähe keine . Was die wohl entdeckt hatten ? Um dies zu wissen , mußten wir natürlich ebenfalls dorthin . Allerdings fuhren 2 Autos gerade wieder weg , egal , jetzt gucken wir dennoch . Oh , oh , oh ...... ein Warzenschwein - super Sichtung .
Und deshalb sind die Gamedriver vom Weg ab und stehengeblieben ? Wir können es nicht fassen . Aber kurz darauf kann ich es noch weniger fassen , liegen doch vor uns im Gras diese Gesellen .
Das war doch auch ein Riesenwunsch von mir gewesen - noch nie hatte ich eine Hyäne gesehen . Daxiang hatte noch gemeint " Die kann aber der Sichtungsfee - Bestechungswilli nicht " Und nun doch 😄 😄 😄 OK - ich hatte ja immer noch nichts davon getrunken - aber dennoch !!! Oder war mein Sohn der " Bestechungswilli" ? Das war mir letztendlich vollkommen schnuppe . Gesichtet ist gesichtet . Ist ja egal , wer "schuld" hat .
Da sich ansonsten bei den Beiden nicht viel tat und meine Augen schon ganz wund vom vielen Gucken waren , beschlossen wir, nun doch wirklich mal was zu essen und uns dann auf den Weg nach Xakanaxa zu begeben . Was uns noch so alles aufregendes an diesem Tag passierte erfahrt ihr im nächsten Kapitel .
Teil 1921. Juli 2025
... irgendwie waren wir von dem Erlebten noch so geflasht - wir kamen nicht so wirklich in die Gänge .
Dennoch mußten wir ja nun mal weiter , hatten wir doch für heute kein Quartier. Die Thirdbridge war ja nun durchgehend und ohne Wasserdurchfahrt mehr . Dafür, daß sie ja noch nicht sooo alt war , sah sie schon wieder recht gammelig aus . Aber die Überfahrt verlief problemlos .
Wir fuhren durch schöne Landschaft , kamen an eine Lagune mit diversem Federvieh und anschließend an eine Wasserdurchfahrt . Die sah ziemlich tief aus und auch die Umfahrung war nicht vertrauenserweckend . Nee , da fahren wir nicht durch . Auf der Suche nach einem besseren Weg kamen wir allerdings in eine Sackgasse und landeten auf einer HATABCampsite( hier treibt sich Bele also immer rum 😄 ). Also umkehren und neuer Anlauf . Bei einer tiefsandigen Strecke wollte S. dann den 4x4 zuschalten . Aber , oh Schreck, er ging nicht rein und wir hatten uns gehörig festgefahren - tolle Wurst . Wir hatten zu Beginn der Reise schon ein paar Schwierigkeiten mit dem Auto gehabt . Ständig piepte es , obwohl wir in der angegebenen Geschwindigkeit fuhren . Der Spritverbrauch war auch recht hoch . Nachdem S. mehrere Knöpfe und Schalter betätigt hatte , funktionierte alles Bestens , allerdings war der Umschalter auch nur lose aufgesteckt . Anscheinend hatte der Angestellte von ASCO uns das Auto im 4x4 - Modus übergeben - so unsere Vermutung .Na klar waren wir dann immer zu schnell gewesen . Nachdem wir das bemerkt hatten , lief das Auto wie geschmiert . Bis zu diesem Augenblick halt 😈 Da mußten wir uns nun wohl freischaufeln 🤢 . Tiere hatten wir unterwegs kaum entdeckt , wir hofften , daß auch wirklich keine in der Nähe waren. Wir hatten den Spaten noch nicht mal aus dem Auto geholt , da schoss von irgendwoher ein Gamedriveauto heran , der Fahrer stieg aus , ließ sich den Spaten geben und schmiss sich unter unser Auto. Er buddelte wie wild und wir brauchten nur zuschauen . Ich verteilte an die beiden " Fahrgäste" Süßes , denn sie taten mir doch sehr leid . Da hatten sie dafür bezahlt in der Gegend rumzufahren und Tiere zu beobachten und nun standen sie hier und bekamen für ihr Geld uns und eine Bergungsaktion geboten 🤢 . Die Beiden sahen das zum Glück gelassen . Bald erschien auch noch ein 2. Fahrzeug und mit vereinten Kräften , denn auch der Driver schmiss sich gleich mit unter unser Auto, buddelten sie weiter . Dann noch mehr Luft aus den Reifen , Bergungsgurt angebracht und .......und .....und .... Gurt gerissen . Also wieder zusammengeknüddelt und 2. Versuch . Diesmal klappte es und unser Auto stand neben der Pad im niedrigen Gesträuch . Die Driver meinten wir sollten nun neben der Pad bis Thirdbridge zurückfahren . Nachdem wir uns recht herzlich bedankt hatten und jedem einen Obulus für ihre Hilfe gegeben hatten, machten wir uns auf den Rückweg . Sehr vorsichtig und mit mulmigem Gefühl fuhren wir los . Irgendwann gab es auch kein nebenher fahren mehr , die Sträucher wurden zu hoch und zu strunkig . Also doch auf die Pad . Zum Glück kam ein weiteres Gamedriveauto und bot uns an , hinter uns herzufahren und im Notfall zu helfen . Das beruhigte uns dann doch sehr und ohne weitere Probleme landeten wir wieder in Thirdbridge .Von der ganzen Misere gibt es keine Fotos - ich war einfach zu angespannt . Während S. dann sogleich mit ASCO telefonierte , beobachtete ich die Umgebung.
Die von Asco wollten wissen , ob wir denn unbedingt den 4x4 bräuchten - ja ja ja! OK , dann beauftragen wir eine Firma in Maun , die melden sich bei euch . OK , das scheint ja zu klappen . Uns war natürlich klar , daß das ewig dauern würde und wir die Nacht hier verbringen würden . Leider bekamen wir wieder die Auskunft " Fully booked" , von einem freien Zelt war auch keine Rede mehr 😈 . Aber wir könnten uns ja erstmal irgendwo hinstellen und dann Leute fragen, ob sie mit uns ihre Campsite teilen . Ich traf dann auch zufällig einen Camper , der meinte , er hätte eine Campsite , wüßte aber nicht , ob er überhaupt bleibt . Wir könnten uns ja dazustellen . Oh super - gesagt - getan . Seine Campsite lag strategisch günstig direkt gegenüber der Rezeption . Also richteten wir uns dort schon mal häuslich ein . S. hielt sich öfters an der Rezeption auf um telefonisch erreichbar zu sein . Ich hatte Muße , die Kleintierwelt zu beobachten .
Endlich habe ich einen Frankolin auch mal bildlich festgehalten , hatten wir doch schon sehr viele von ihnen gesehen . Meist zu zweit und kurz vor uns auf der Pad . Dummerweise liefen sie immer auf der Pad vor dem Auto weiter und erst kurz bevor wir eine Vollbremsung hätten hinlegen müssen flatterten oder liefen sie von dannen . Deshalb riefen wir schon immer " Flieg Franko , flieg Lino" Das blieb bis zum Ende des Urlaubs unser running Gag . Da wir uns nicht so recht von der Campsite wegtrauten ( Gerne hätten wir nochmals nach den Geparden Ausschau gehalten , wollten aber ein erneutes Festfahren umgehen) nutzte ich die Zeit zum Wäschwaschen , Aufräumen , Körperpflege und weiteres Tieregucken .
Zwischendurch stellte sich heraus , daß unser lieber Gönner die Campsite überhaupt nicht gebucht hatte und auch nur in Nichterwartung anderer Camper den Platz geentert hatte 😈 . Er meinte , er wäre gestern im Dunkeln angekommen und da wären noch etliche Plätze frei gewesen . Hoffen wir mal das Beste. In allem Unglück hatten wir ja das Riesenglück , daß heute unser Puffertag war und wir es am nächsten Tag bis an den Kwai schaffen sollten . Ansonsten wäre ja unsere komplette Restbuchung nicht mehr aufgegangen . Also Glück im Unglück . Aber angespannt waren wir doch die ganz Zeit . Gegen 17.30 Uhr waren dann auch 2 Monteure tatsächlich eingetrudelt, bastelten und werkelten am Auto rum , bauten Teile aus und andere ein , prüften mit Messgeräten und waren nicht zufrieden . Also weiterschrauben . Eine Probefahrt verlief noch nicht zur Zufriedenheit , nochmals schrauben , knüppern , Teile rein , Teile raus . Irgendwann waren sie mit ihrem Tun zufrieden und meinten , es wäre alles wieder OK . Uns fielein Stein vom Herzen . Unser Angebot , mit uns zu essen und das 2. Dachzelt für die Nacht zu nutzen , lehnten sie ab . Sie würden im Auto schlafen und morgens sehr zeitig nach Maun zurückfahren . Nachdem wir ihnen recht großzügig für ihre Hilfe gedankt hatten , wünschten wir ihnen eine gute Nacht und ein hoffendlich Nimmerwiedersehen . 😄 Ziemlich KO nahmen wir dann unser Nachtmahl ein und krochen bald ins Zelt . Andere Camper sind auf dem "Fully booked Platz" auch nicht mehr erschienen .
Teil 2023. Juli 2025
28.05.25
Ein neuer Tag , neues Glück , oder? Heute nun der 2. Vesuch nach Xakanaxa und weiter zu kommen , hatten wir doch für heute die Mbudi - Campsite gebucht . Nach Berichten mehrerer Leute wäre die Wasserdurchfahrt der richtige Weg und auch ganz problemlos zu fahren . Nur die Umfahrung sollten wir tunlichst meiden . OK - dann wagen wir das mal . Die Strecke bis dort war uns ja schon bekannt .
Die Vögel bestimme ich lieber nicht namentlich , kann nur schief gehen 😄 🤢 🤢
Die anschließende Wasserdurchfahrt war dann auch kein Problem , S. war zwar , genau wie ich , angespannt ,fand es aber im Nachhinein recht cool . Fotografiert oder gefilmt habe ich an diesem Tag nicht so sehr viel , irgendwie konzentrierte ich mich stark auf die Fahrgeräusche und die Fahrkunst von S. Komisch eigendlich , hatte ich doch vollstes Vertrauen - zumindest in meinen Sohn 😄 Bei meinem Mann war ich da bedeutend sorgloser gewesen . Das liegt vielleicht auch daran , daß das Kind immer , egal wie alt es ist . das Kind bleibt und man sich verantwortlich fühlt . In der Ferne sahen wir die Fourthbridge , die hatte ich an ganz anderer Stelle in Erinnerung . 😈 So kurvten wir durch die schöne Landschaft , gewannen allmählich wieder Vertrauen in das Auto , beobachteten Tiere
und landeten dann irgendwann an den Jessepools.
Ach war das wieder schön hier , obwohl wir für schöne Lichtstimmungen natürlich viel zu spät dran waren . Hippos dümpelten im Wasser , Impalas fraßen sich durch das Gras, einige Vögel flatterten herum und dann erschien in der Ferne eine riesige Elefantenherde- von uralt bis winzig war alles vertreten . Um sie bei ihrem Marsch ans Wasser nicht zu stören blieben wir dort , wo wir waren . Andere Gamedriver sahen das anders und fuhren fast in die Prozession hinein .
Lange beobachteten wir dieses Schauspiel und beschlossen , um die Jessepools herum zu fahren - aussichtslos - also wieder zurück.
und weiter nach Xakanaxa . Unterwegs hatten wir noch schöne Begegnungen und Sichtungen .
Was der wohl dort oben sieht ?
In Xakanaxa legten wir dann eine Mittagspause ein . Ich schwelgte in Erinnerungen an unser Elefantennaherlebnis 2018 an selber Stelle und dachte viel an Micha , war doch heute unser 42. Hochzeitstag .
Anschließend statteten wir den Paradisepools einen Besuch ab , die Fahrmöglichkeiten dort waren viel größer als vor 7 Jahren und die Landschaft begeisterte mich erneut , obwohl das Licht nicht sehr stimmungsvoll war .
Bei der Weiterfahrt landeten wir wieder an einer Wasserdurchfahrt - oh Schreck 😈 Doch zum Glück gab es eine Umfahrung . Diese war sehr , sehr großzügig angelegt und führte uns sehr weit von unserer angedachten Strecke fort . Leider kamen wir dadurch auch nicht zum Abzweig zu den Dombo - Pools . Auf der Suche nach einem Weg dorthin landeten wir mal wieder in einer Sackgasse . Und was war da wohl ? Eine HATAB Campsite !. Leider blieb uns keine Zeit mehr , um nach einem anderen Weg zu suchen , also mußten die Dombopools ausfallen - man kann ja auch nicht alles haben . Unterwegs sah ich dann auf dem Weg noch eine riesige Schlange auf dem Weg - was war ich froh , im Auto zu sitzen . Auch unterwegs sahen wir viel mehr Tiere als 2018, durch das viele Gesträuch aber nicht so fotogen .
Lechwe? Auf einem kleinen Loop besichtigten wir dann noch die Campsite am Northgate - sie hat mich nicht wirklich abgeholt - und sahen zu , daß wir nun endlich mal Mbudi erreichten .
Dort gefiel es uns auf Anhieb - ein guter Tipp hier aus dem Forum - danke . Für den nächsten Morgen buchten wir eine Mokorotour , ich hängte die noch nicht trockene Wäsche vom Vortag nochmals auf , Essen , Feuer , gute Nacht - für viel mehr blieb keine Zeit 🤢
Teil 2125. Juli 2025
29.05.25
An diesem Tag war wieder frühes Aufstehen angesagt, sollte doch unsere Mokorofahrt um 7.30 Uhr starten . Die Wäsche hing träge und unbeschadet auf der Leine , kein Tier hatte in der Nacht Gefallen an ihr gefunden 😄 .
Die Morgensonne schuf schöne Lichtstimmungen und ein Schreiseeadler hatte es sich auf einem aus dem Wasser herausragenden Ast bequem gemacht ( Bild war für die Tonne)
Pünktlich waren wir am verabredeten Treffpunkt und unser Campchef ( falls er es denn war) brachte uns zur Mokorostation , wo wir schon von unserem Pooler erwartet wurden .
Das Einsteigen klappte trotz Bedenken meinerseits recht gut , Platz genommen , in Position geruckelt und los ging es . Nachdem ich dieses Bld gesehen habe bin ich mir sicher , daß ich an diesem Morgen noch nicht in der Maske war . 🤢
Unser Pooler ( Name vergessen) fragte uns , ob wir Hippos sehen wollten . Na klar. Deshalb fuhren wir zuerst zu einer kleinen Ausbuchtung in der die Viecher rumdümpelten . Wir blieben in einiger Entfernung zu ihnen , was mir sehr recht war , denn da war ein ziemlicher Kollos dabei.
Nachdem wir eine geraume Zeit dort verbracht hatten , wendeten wir und glitten lautlos durch immer schmaler werdende Flußläufe.
Unser namenloser Pooler gehörte jetzt nun nicht unbedingt der Spezies " Plaudertasche" an , aber für uns war das vollkommen OK . Zu viel Gequatsche hätte diese besondere , ruhige Morgenstimmung ruiniert . Wenn es jedoch etwas besonderes zu sehen gab , machte er uns darauf auch aufmerksam . Wie zum Beispiel diesen Minifrosch , den ich ewig überhaupt nicht entdeckte und dann noch nicht einmal ein gescheites Foto von ihm machen konnte 😈 .
Geräuschlos und gemächlich glitten wir immer weiter , vorbei an wunderschönen Waterlilies und anderen Gewächsen .
Zwischendurch kamen wir auch an einem Elefantenschädel vorbei , lebende Exemplare sahen wir dagegen nicht.
Irgendwann passierten wir eine Lodge , an der mehrere Einheimische am werkeln waren . Da wurde Mister namenlos aber sowas von lebhaft . Es begann ein reger Austausch auf uns unverständlicher Sprache , lachen , winken . Anschließend wieder Ruhe und Gemütlichkeit .
Am Umkehrpunkt legten wir eine kurze Stretchingpause ein , erfuhren viel über die Heilwirkung der Pflanzen und Tierhinterlassenschaften - alles sehr interessant und alles wieder vergessen 😈 . Das Einzige , was ich mir gemerkt habe - Elefantenknödel im Haus schrecken Moskitos ab . Man gut , daß ich mir 2016 einen aus dem Etosha mitgenommen habe ( ein bißchen durchgeknallt bin ich schon 😄 ) Aber seitdem habe ich keine Moskitos im Haus - also unwissendlich alles richtig gemacht . Auf der Rückfahrt sahen wir dann noch Warzis - für Fotos zu schnell unterwegs und einen Waterbock ? Zwischendurch fertigte mir unser Staker eine Kette aus einer wunderschönen Waterlilie und ließ sie mir an der Stakestange zukommen - das fand ich nett , obwohl ich von dem Ritus gelesen hatte war ich sehr erfreut . Nach über 2 Stunden gelangten wir total geerdet an unseren Startpunkt zurück.
Eine schöne Tour war es , auch wenn wir nicht viele Sichtungen hatten . Ruhe , Landschaft und Lichtstimmungen waren Nahrung für die Seele.
Zurück im Camp gab es Frühstück , die alltäglichen Arbeiten und letzte Fotopirsch.
Über die Entdeckung dieses Bienenfressers freute ich mich besonders , war es doch eine Erstsichtung 😁 .
irgend ein Drossling?
auch sehr hübsch und keine Ahnung , was das ist 🤢 🤢
Da wir noch ein paar Vorräte benötigten fuhren wir nach Kwai Village. Im " gutsortiertem Supermarkt" konnten wir leider nur überteuerte Milch ( wobei wir den Preis bei den Beschaffungsbedingungen völlig OK fanden) niederstrecken .
Teil 2228. Juli 2025
...nun mußten wir uns aber mal auf die Strümpfe machen und Richtung Magotho aufbrechen . Anfangs irrten wir ein wenig hin und her , gelangten in Sackgassen , standen auf Campsites , zu denen wir nicht wollten und vor Wasserdurchfahrten , die wir nicht nehmen wollten 🤢 🤢 . Dabei gelangten wir durch schöne Landschaft und hatten die ein oder andere Sichtung.
Am Airstrip vorbei - aha - hier sind wir also
Irgendwann mußten wir jedoch eine Stelle finden , an der wir den Mbudi gefahrlos überqueren konnten . Das erwies sich als garnicht so einfach . Viele Möglichkeiten blieben uns nicht mehr , ansonsten müßten wir den Großteil der Strecke zurück fahren - ne, ne , das wollten wir nicht . Endlich fanden wir eine Durchfahrt , an der sich auch Gamedrivefahrzeuge versucht hatten . Leider mit mäßigem Erfolg - zumindest einer von ihnen hatte sich halb versenkt 😈 - das sah nicht gut aus . Die "Fahrgäste" waren samt Gepäck schon ans andere Ufer gebracht worden - oder sie waren selbst durchgewatet . Mehrere Personen waren mit der Bergung beschäftigt . S. sah dem Treiben skeptisch zu . Ich beobachtete währenddessen die Natur .
Und wieder ein Bienenfresser - wie schön war das denn ? Nachdem bei der Bergung ebenfalls der Gurt gerissen war und man , so wie bei uns , mühevoll alles wieder zusammenfriemelt hatte , klappte der nächste Versuch . Unter großem "HALLO" wurde die wundersame Rettung und Ankunft am anderen Ufer gefeiert. Der Fahrer war soooo erleichtert , daß er vor Freude voll Karacho in den Mbudi sprang . Nass war er ja sowieso schon . Wir standen immer noch sehr skeptisch am anderen Ufer . Wenn sich schon ein Gamedriver festfährt , was kann dann uns passieren ? Andererseits - hier hätten wir sofortige Hilfe - aber auch viele Schaulustige . Ob wir das wollten ? Vom anderen Ufer wurden wir mit aufmunternden Worten , hilfreichen Tipps und Mutmachgesten zum Durchfahren animiert. Ist garnicht schlimm - ihr müßt die breite Stelle nehmen , nicht die Kürzere - das ging ja eben bei dem Driver schief . Wir standen da - grübel , grübel , was tun . Risiko oder Vorsicht ? Ach was , so ein langer Rückweg wegen so ein bißchen Wasser - Risiko !!! Mit sehr viel Anspannung und keinen Nerv zum Filmen fuhren wir durch , das Wasser kam schon bedenklich über die Motorhaube - aber wir hatten es geschafft 😗 😗 😗 .Am anderen Ufer angekommen wurde S. beklatscht . Es lief dann doch etliches Wasser von unserem Auto ab , aber es hatte keinen Schaden genommen . Die Leute berichteten , daß ihre Bergungsaktion 2 Stunden gedauert hätte . Da wäre man doch mit zurückfahren schneller gewesen .
Und nun wurde es richtig , richtig schön . Sattes Gras , Wasser , Tiere ohne Ende und gut zu fahrende Strecken - wir kamen trotz der Sichtungen gut voran .
Upps - und dann kam wieder eine Wasserdurchfahrt . Zum Glück viel schmaler und auch nicht sehr tief . Vor uns fuhren mehrere Autos gefahrlos durch . Das Blöde war nur - es ging auf der anderen Seite steil bergan und dann kam auch gleich eine nicht einsehbare Kurve . Also ließen wir unseren Vorfahrern etwas Vorsprung und machten uns dann auch auf den Weg . Alles Paletti - kein Problem - souverän von S. gemeistert . Berg hoch und Kurve - aber was ist das ?
Genau in der Kurve lagen am Wegesrand 3 Löwen - schnelles Foto und erstmal weiter , denn hinter uns waren auch noch Autos ( so viele Fahrzeuge auf einem Haufen hatten wir während des gesamten Urlaubs nicht )
Hinter der Kurve standen schon einige Autos , anscheinend warteten alle auf die Gelegenheit , zu den Löwen zurück zu kehren . Da wollten wir uns dann aber doch nicht hinten anstellen und fuhren weiter . Fahren wir halt später nochmal hin . Aber vielleicht 15 Meter weiter kam die 1. Campsite ( belegt mit Wagenburg). Na die konnten ja nun nicht total entspannt sein , mit dem Wissen der Anwesenheit de Löwen . Für uns stand fest , na da fahren wir nicht noch einmal hin , ist uns zu blöd , Tiere und Menschen gleichzeitig zu begaffen . Nun waren wir auf einmal doch recht schnell im Camp , damit hatte ich nicht gerechnet . Ich hatte es auch ganz anders in Erinnerung , nicht sooo langgestreckt am Ufer . Na ja - 2018 konnte man auch nicht so viel am Ufer fahren , da alles überschwemmt war . An unserem damaligen Platz stand nun ein Sanitärgebäude und uns wurde der Platz zwischen eben diesem und dem Fluss zugewiesen . Das behagte S. aber so garnicht - Autos , die zum Duschen fuhren , Durchgangsstraße am Fluß lang und wir dazwischen . Recht hatte er , aber die Rezeption war doch ein ganzes Stück weg ( um einen Tausch auszuhandeln )und alle Plätze in Flußnähe belegt . Ist doch nur zum Schlafen und andererseits sind wir mit 10 Schritten am Wasser und bei den Hippos. Nach einer Rast begaben wir uns am späteren Nachmittag nochmals auf Gamedrive .
Was für eine schöne Stimmung , überall Elis , tolles Licht und wir als Einzige mittendrin . Manchmal zu mittendrin - vor den Müttern mit Kleinkindern hatten wir doch gehörigen Respekt . Dummerweise trafen wir in jedem Gebüsch und nach jeder Kurve welche an und irgendwann waren wir froh , der Eliansammlung entkommen zu sein .
Warum rennen die immer wie aufgescheuchte Hühner vorm Auto her ? Kommt daher das Sprichwort?
Was für ein schöner Tag das wieder war . Todmüde kraxelte ich unter Hippogrunzen ins Zelt.
Teil 2301. Aug. 2025
30.05.25
Heute lag die Fahrt nach Savuti vor uns und ich hatte mich innerlich schon auf eine zähe Strecke eingestellt 😗 . Morgens begrüßte uns aber erst einmal ein Schreiseeadler ( der saß am Vorabend auch schon dort).
Während S. duschte hörte ich vom nahen Fluß mächtiges Hippogelärme . Da mußte ich doch gleich mal nach dem Rechten sehen . Hui , da war ja richtig was los . Leider hatte ich anfangs die Kamera nicht dabei - man gut , daß unsere Campsite so nah war . So konnte ich dennoch einige spannenden Szenen einfangen . Obwohl , das war bei der ständigen Bewegung der Objekte meiner Begierde nicht einfach .
Als alles fertiggerödelt war starteten wir los , wobei wir so lange wie möglich am Kwai blieben und dort die schöne Gegend und einige Tiere genossen .
Was habe ich da erwischt ? Kampfadler ? Über Benennung wäre ich sehr dankbar .
Irgendwann mußten wir dann schweren Herzens doch den Kwai verlassen um zum Mababegate zu gelangen . Eine kurze Rast an einer Lagune zeigte uns , daß das Wasser hier auch schon höher gestanden hatte. Der Verursacher dieser Spuren hatte eventuell nicht sehr viel Freude.
Graureiher Auf der Weiterfahrt sahen wir dann noch Lechwe und Giraffen .
Unser Instinkt hatte uns gut geleitet , wir kamen direkt bei der Einfahrt Richtung Gate auf die Hauptstrecke . Um 10.50 Uhr hatten wir dann endlich das Mababegate erreicht .
Teil 2401. Aug. 2025
Durch einen Physiotermin , der dann doch entfallen ist , wurde ich am Gate aufgehalten 😄 . Doch nun wollen wir mal weiterfahren . Jetzt erwartete uns also die dröge , langweilige , furchtbare Strecke nach Savuti . Aber was soll man machen ? Augen zu und durch - na gut , der Fahrer vielleicht nicht 😎 . Aaaaaber - so furchtbar wurde es dann garnicht . Die Strecke ließ sich doch ganz gut fahren , die Landschaft war , wohl wegen dem Regen recht nett und Tiere ließen sich sehr viele sehen . Das hatte ich vollkommen anders in Erinnerung .
Riesentrappe
? Alles war viel bewachsener und zwischendurch war immer mal wieder Wasser , so daß es natürlich auch bedeutend mehr Tiere in diese Region zog . Es machte richtig Spaß , diese Strecke zu fahren und ständig gab es was zu entdecken . Ok - zwischendurch war es auch mal langweilig.
Gegen 14.50 Uhr enterten wir dann unsere Campsite Nr. 3 , mit der wir recht zufrieden waren , nicht weit vom Sanitärgebäude , viel Platz und auch nicht komplett mittendrin . Zumindest bekamen wir von den Nachbarn nicht viel mit . Ich bereitete dann erstmal mein erstes " Pottjebrot" vor . Komisch eigendlich - nach über 20 Jahren Pfadfinderleitung habe ich nie , nie selbst Brot gebacken . Das war nie mein Part ( Stockbrot ebenso) Im letzten Urlaub mit Micha hatte ich alle Zutaten in Namibia erstanden ( Hefe war etwas schwierig , da ich den Ausdruck auf englisch nicht kannte , aber letztendlich gut umschrieben habe), der Pottje war im Gepäck , aber letztendlich hatten wir keine Ambitionen , es auszuprobieren . Nun aber sollte es sein !!! Alle Zutaten , pi mal Daumen , in eine Plastiktüte , gut durchgeknetet und ab ins Pottje . Na ja , sah ganz gut aus . Also Pottje in die volle Sonne und wir nochmals auf Gamedrive . Zuerst fuhren wir zur Harvestpan , da hatten wir doch 2018 soooo schöne Sichtungen .
Wir leider sowas von Garnichts . Also fuhren wir weiter , leider erwischten wir einen sehr zugebuschten Weg und landeten letztendlich beim Baobabwald.
War ja auch recht nett hier , aber eigendlich wollten wir die berühmten Löwen oder einen Leo finden 😈 .
Da es dann doch schon recht spät war und die Kutscherei ja auch so langsam hinreichte , fuhren wir zur Campsite , bereiteten Essen und anschließend buk ich das Brot - sehr gespannt , ob es funktioniert . Musste aber , denn ohne dieses Brot würden unsere Vorräte knapp werden 🤢 . Wer will schon Kartoffeln oder Rote Bete zum Frühstück ? Das Ergebnis war dann überraschender Weise sehr gut , nur unten war es etwas schwarz . Anscheinend zu viel Glut unter dem Pott . Aber das konnten wir abkratzen und danach hatten wir ein wirklich tolles Ergebnis.
Sehr zufrieden mit dem Tag und meinen Backkünsten konnte ich beruhigt schlafen gehen .
Teil 2503. Aug. 2025
31.05.25
Savuti - legendäres Savuti - heiß geliebt oder total verhaßt. Legenden und Mythen umgeben dich , von tollen Sichtungen , wahnsinnigen Erlebnissen und Tierreichtum hatte ich gelesen . War es 2018 schon etwas ernüchternd für mich gewesen ( immerhin hatten wir 2018 Elis und Giraffen an der Harveyspan ) hatten wir außer Landschaft ( nicht zu verachten )nichts , nichts , aber auch absolut NICHST gesehen 😈 😈 😈 . Scheiß SAVUTI!!! Um diesem Ort eine 2. Chance zu geben , wollte ich eigendlich 2 Nächte hier verbringen , aber bei der kurzfristigen Buchung war ich schon happy , eine Nacht ergattert zu haben . Dem Vorschlag der Agentur , die zweite Nacht nach Linyati zu verlegen hatte mir zwar auch nicht so wirklich zugesagt - tolle Location , aber kaum Gamedrive möglich - aber ich hatte ihn angenommen . Wegen der kurzen Distanz zum nächsten Camp hatten wir also noch genug Zeit, rund um Savuti etwas herum zu kurven. Da ich nachst Löwengebrüll aus der Richtung der Pan gehört hatte , verzichteten wir auf das Frühstück und begaben uns gleich auf die Suche nach dem Verursacher . Beim Sanitärtrakt stand ein Pärchen und versuchte seinen defekten Reifen zu wechseln - na die haben aber Pech 🤢 . Zur Mithilfe , die ja dann sowieso mein Sohn hätte leisten müssen , war meine christliche Nächstenliebe an diesem Morgen dann doch nicht bereit - LÖWENGEBRÜLL!!! Ganz , ganz schnell zur Pan . Auf dem Weg dorthin sahen wir ein Gamedrivefahrzeug , welches in rasender Geschwindigkeit in einen Weg vor uns einbog , wir hinterher !!! - nicht ganz so rasend , aber immer noch schnell . Wir um die Kurve - und dann das - das Auto war weg , einfach weg , vom Erdboden verschwunden , verschluckt , aufgelöst , gen Himmel gefahren - wir wußten es nicht . 😈 😵 Also dann doch Richtung Pan fahren . an irgend einem Wasserloch - wo kamen die eigendlich alle her - gab es 2018 alle nicht - sahen wir am gegenüberliegenden Ufer ein Selbstfahrerpaar - außerhalb des Autos , sie guckte desinteressiert in die Landschaft , er rauchend ( das kann ich als Ebenfallsraucher noch verstehen ) angestrengt in den Baumwipfel des nahestehenden Baums . Hatte er einen Leo entdeckt? Dann wäre es aber blöd , außerhalb des Autos zu sein . Aber nach Leo stand mir auch der Sinn - den hatten wir noch nicht auf unserer Reise . Plötzlich fuchtelte der Mann wie wild mit den Armen , machte uns Zeichen , daß wir weiterfahren sollten . Dann sahen wir auch ein Gamedriveauto , welches uns anzeigte ( natürlich der entsprechende Fahrer darin ) wir sollten mal weiterfahren . Das taten wir dann natürlich auch . Und siehe da , noch nicht mal 100 Meter gefahren , sahen wir ihn . Ihn , auf den ich schon so lange gewartet und gehofft hatte - immer vergebens . Aber nun stand er vor mir . Vor mir - und nichts außer der Blechbüchse zwischen uns . Ich konnte es nicht fassen . Ein total schöner Mähnenlöwe vor uns und nur ein Fahrzeug hinter ihm .
Und dann kam er auch noch direkt auf uns zu .
Es ist mir immer ein Rätsel , wie schnell dann auf einmal aus allen Richtungen Autos mit sichtungswilligen Leuten heranpirschen , aber binnen Sekunden waren wir auf einmal mindest zu 8. Der Löwe ging an uns vorbei und beim Wenden haben wir wohl gegen die Gamedriveregeln versto0en . 😈 Jedenfalls wurden wir von einem Guide nachdrücklich hingewiesen , daß wir falschherum gewendet hätten . Dadurch waren wir an die Spitze der Verfolgenden gerutscht . War doch super !!! Der arme Kerl wurde von uns und den anderen dann wirklich ein wenig gestalkt und jeder versuchte , die beste Position zu finden . Ich bin ja eigendlich ein gutmütiger , nachgiebiger Mensch , aber in der Situation war ich total egoistisch . Mein erster Mähnenlöwe !!! Dann veschwand er im Busch . Wir aber entdeckten einen schmalen Weg in seine Richtung und folgtem ihm . Alle anderen blieben auf der Hauptpad .
Wir folgtem ihm weiter auf schmalem Weg , bis er uns endgültig verließ.
Oh wunderschönes , legendäres , mystisches SAVUTI - wie liebe ich dich !!!
Teil 2605. Aug. 2025
... 20 Minuten lang , laut meiner Fotos, durften wir diese tolle Begegnung genießen . Zum Schluß sogar ganz allein . Oh , was waren wir glücklich . So nah dran , teilweise in freiem Gelände - Herz was willst du mehr? Zurück auf der Hauptpad war kein Auto mehr zu sehen . Wo waren die alle so schnell hin ? Wir beschlossen , noch ein wenig herum zu fahren und vielleicht die Buschmannzeichnungen zu suchen .
Hier hatten vorhin die beiden Selbstfahrer in den Baum gestarrt . Vorbei an anderen Wasserstellen entdeckten wir im Busch 2 Löwinnen , die parallel zu uns liefen , jedoch sehr verdeckt waren . Solche Fotos brauchte ich nun nicht mehr 😄 . 2 Gamedrivefahrzeuge waren ihnen auch schon auf den Fersen , da wollten wir uns nicht auch noch einreihen . Lieber beobachteten wir einen Waffenkiebitz mit seinen Jungen - das war aber auch sowas von putzelig - ich konnte mich nicht losreißen .
Dieser ? was auch immer schaffte es nur mit Mühe auf meine Festplatte , er hielt irgendwie nicht still.
Beim Stretchingpoint am Baobab legten wir eine Rast ein ( keine Fotos 😈 ). Ein Gamedrive fragte uns , ob wir den einzelnen Löwen gesehen hätten - ja klar doch Und die 2 Löwinnen ? - ja klar doch Und die Wildhunde ? - hä , ne , ach schade , ne, stimmt ja , die wollte ich ja auch mal gerne sehen - Chance vorbei , dann eben später 🤢 Der Guide riet uns ab , am Vormittag zu den Zeichnungen zu kraxeln - ein Leo wäre in der Region und morgens recht aktiv . Na den hätten wir doch auch ganz gerne gesehen . Aber dann doch lieber mit dem schützenden Auto um uns drumrum . Also beschlossen wir , zum Frühstücken zu fahren und uns dann auf den Weg nach Linyanti zu begeben . Im Camp standen die 2 Männer mit ihrem platten Reifen immer noch recht ratlos rum , hatten aber mittlerweile Hilfe von einem jungen Paar . Es gibt sie also doch - Unterstützung im Notfall, obwohl diese jungen Leute bestimmt besseres vorhatten. Als wir nach dem Frühstücken das Camp verließen , waren die beiden Autos verschwunden , die Reparatur , bzw. der Reifenwechsel hatte also geklappt . Nun also auf die furchtbare Piste zum nächsten Camp - da hatte ich keine guten Erinnerungen dran - tiefsandig und nur verbuscht - also nichts zu entdecken . So war es auch dieses Mal , aber S. brachte uns sicher und ziemlich schnell nach Linyanti.
Teil 2706. Aug. 2025
... gegen 12.00 Uhr erreichten wir Linyanti . Ich weiß nicht mehr , wie es zustande kam , aber zuerst fuhren wir die Campsite 1 an - dem Standort von 2018 . Meiner Meinung auch der allerschönste Platz . Aber - er war besetzt . Ratet mal, von wem ? Das junge Paar , welches bei der Reifenwechselei geholfen hatte . Sofort kamen wir in sehr angeregte Unterhaltung . Sie - Deutsche , er - Südafrikaner - lebend auf den Malediven . Dort betreiben sie eine Tauchschule . Alles höchst interessant und während des Gesprächs hatten wir auch noch eine tolle Aussicht auf die Schwemmebene des Linyanti . Nach geraumer Zeit fuhren wir dann aber mal los , um unseren Stellplatz zu begutachten . Unterwegs war " Affenalarm" Auf Campsite 2 war ein Baum im Vollbesitz einer Bande . Durch unser Vorbeifahren waren sie wohl gestört und sie verließen alle fluchtartig , mit lautem Getöse ihre Behausung . Das war schon ein tolles Spektakel - Bilder sind aber leider in der Schnelle nicht wirklich gelungen 🤢 .
Unsere Campsite erwies sich dann auch als nicht wirklich übel . Ok . die Nummer 3 hätte uns noch besser gefallen , aber das Camp war " fulli booked". Da es noch sehr zeitig am Tag war , nutzte ich die Gelegenheit , das Auto mal wieder gebührend herzurichten . Oh je , der Kühlschrank würde aber wirklich nicht mehr einer Qualitätskontrolle standhalten . Das geschenkte Glas Majonaise ( von den Franzosen im Kalahari Bushbreaks) war ausgesuppt . Warum haben wir das überhaupt bis hierher mitgeführt? Das hätte ich sowieso nie verwendet . Wofür auch ? Um dieses ganze Gesuppe aber aus dem Kühler zu bekommen , mußte S. das Geschoss komplett ausbauen . Danach wurde er , für gefühlt 3 Stunden nicht mehr gesehen . 😈 Und was macht Mutti in der Zeit ? Sie putzt , sie räumt , sie putzt. Und schaut zwischendurch mal in die Ebene.
Da ist ja auch immer was zu entdecken . Aber Mutti muß putzen und räumen und abwaschen . Irgendwann taucht Sohnemann dann doch wieder auf - genau zum richtigen Zeitpunkt !!! Mutti ist fertig mit räumen , putzen und abwaschen 😄 Die kurz darauf ankommenden Campmitarbeiter entdecken auf unserer Campsite noch besondere Spuren . Komisch , daß die noch da waren , wo ich doch gefühlt den ganzen Campgrund mit meinem Rumgerenne umgepflügt hatte . Nachdem sich S. von seinem ausgiebiegen Aufenthalt bei unseren Nachbarn L. und W. erholt hatte - mit Blick auf die Ebene
machten wir doch noch einen kleinen Gamedrive am Fluß entlang . Oh , wie war das wieder schön .
lange beobachteten wir die 4 Grazien und studierten ihr Verhalten . Aber die Strecke wurde immer unwegsamer und verbuschter . Als uns dann noch dieser Bursche fast vor das Auto lief ... ... suchten wir den nächsten Weg zurück . Dabei konnten wir noch diese putzigen Gesellen ablichten .
Leider versperrte dann ein Eli unseren direkten Weg auf die Campsite . Also wollten wir die ganze Anfahrt vor vorne aufrödeln - sprich - über die anderen Sites fahren . Auf Campsite 1 angekommen , ging es nicht mehr weiter - ein Halbstarker stand zwischen 1 und 2 📎 P1110957 [attachment=488769]P1110958.JPG
Der war aber sehr knuffig 😄 . Also aussteigen , Smaltalk mit L. und W. und Eli gucken .
Irgendwann Smaltalk mit L. und W. und Eli vergessen . Mit den Beiden war es aber auch soooo interessant . Die Chemie paßte wie Ar... auf Eimer . Wir quatschten wild durcheinander - Deutsch , Englisch , Afrikaans ( da hab ich jetzt nicht wirklich viel verstanden , aber ein bißchen schon ) Hört sich ja so ein wenig nach holländisch an , und das kann ich ein wenig verstehen , da mein Opa Holländer war . Zwischendurch mal ein kurzer Blick zum Eli - OK - er war noch da - ca. 20 Meter entfernt . Wir fühlten uns aber keineswegs unwohl , die Gespräche waren einfach viel wichtiger . Anscheinend hatten wir schon so viele Elis gesehen , daß Kommunikation in den Vordergrund geriet . Irgendwann erfasste uns dann aber doch der Hunge und der Eli hatte sich verzogen . Nun aber mal hurtig zu unserem Stellplatz . Oh je - wie sah es dort aus ? Die Affen hatten den kompletten Mülleimer durchwühlt und in der Ebene sah ich einen Vertreter mit dem Majonaiseglas verschwinden . Der Deckel lag noch auf dem Platz . Hoffentlich hat er sich nicht den Magen verrenkt . Bald wurde es dunkel , essen , Sonnenuntergang genießen und Sternegucken .
Plötzlich sagte S. - Mutti , geh mal ins Auto , da kommen zwei Lichter auf uns zu . Wo , wo , wo - ich seh nichts . Doch Mutti - geh . Ach Quatsch !!! So ein Unsinn . Doch Mutti - geh . Ich gehe auch . Kaum im Auto - kommt eine wahnsinnsgroße Hyäne auf uns zu , beguckt das Auto , geht kurz in den Busch um gleich darauf wieder auf unser Auto zuzulaufen . Ich war hypnotisiert , S. hat gefilmt ( auf das Video warte ich bis heute 😈 ). Danach verschwand sie wieder in der Schwemmebene . Puh - was war denn das jetzt wieder ? Jeder Tag war gespickt mit total aufregenden Erlebnissen . Wir waren fix und fertig . Sichtungswilli im Gepäck -man hat keine ruhige Minute !!!
Teil 2811. Aug. 2025
01.06.25
Ein neuer Tag brach an , wir hatten für diesen Abend wieder kein Quartier . Eigendlich wäre ich gerne nach Ihaha weitergefahren . Da wollten sie uns aber leider nicht . Unsere Agentur hatte uns was auf halber Strecke vorgeschlagen , ich hatte dankend abgelehnt . Somit waren wir heute freiverfügbar 😄 Mein Sohn kam sofort , nachdem er die Augen gerade so geöffnet hatte mit dem Vorschlag , noch eine Nacht an diesem tollen Ort dran zuhängen . Die Fahrt bis zum Senyaticamp am nächsten Tag würden wir ja locker schaffen . Ich bin ja auf solchen Reisen immer ein wenig unruhig , kann nicht die kostbare Zeit mit vergammeln , relaxen , entspannen oder Nichtstun verschwenden , hatte aber vollstes Verständnis , daß mein Sohn mal eine Auszeit brauchte . Wir waren ja auch eigendlich mit Erlebnissen und Sichtungen proppevoll. Deshalb entstand folgender Plan : Frühstück - Gamedrive - Hierbleiben klären . Gesagt getan . Am Uferweg , der ja eigendlich auch noch weit entfernt vom Fluß langging , aber teilweise Sicht auf die Schwemmebene zuließ, wollten wir wegen der Verbuschung heute nicht langfahren. Die Campmitarbeiter ( übrigens sehr nett und gesprächig- war ja sonst auch nicht viel Abwechslung für sie da) hatten uns von einem verendeten Babyeli erzählt und daß sich dort natürlich viele Tiere eingefunden hätten - da wollten wir hin . Zuerst begrüßte uns aber erstmal eine Giraffe , ein wenig verhalten noch - aber immerhin .
Danach kam mal wieder eine Erstsichtung für mich - wundervoll - gerade bei den Vögeln hatte ich sehr viele davon - was mich besonders freute . Gaukler
Kurz darauf kamen wir an eine wunderschöne Lichtung - alte . teilweise abgestorbene Bäume , darunter Gras oder blanke Erde , Büsche umrahmten den Platz und mittendrin - die Reste des kleinen Elis. Viel war es ja nun nicht mehr - eigendlich nur noch der Schädelknochen 😮 Deshalb hielten sich hier nur noch Marabus und Geier auf .
Marabu Weißrückengeier , obwohl sie für mich doch unterschiedlich aussehen . Männlich und weiblich ?
Das war so ein hin und her von dem Federvieh , daß ich ganz konfus beim gucken und fotografieren wurde 🤢 . Der eine Marabu schien mich zu fixieren . Dann fing er an , zu koketttieren - na so schön bist du jetzt aber doch nicht 😈 ( zumindest in meinen Augen )
Nachdem wir uns sattgeguckt hatten fuhren wir weiter . Und plötzlich erkannte ich die Umgebung auch wieder - hier war ich 2018 mit Micha auch . Die enge Begegnung mit einem unruhigen Eli fiel mir wieder ein . Wir sahen zum Glück nur entspannte , wenn auch etwas von uns aufgescheuchte Impalas , Giraffen und Vögel . Beim , mir bekannten Wasserloch( bedeutend kleiner als damals) drehten wir um und erreichten , ohne nennenswerte Sichtungen um 9.45 Uhr unsere Campsite . In unserer Abwesenheit hatten die Affenbande wieder ganze Arbeit geleistet - der Mülleimer war leer . Außer einer reinlichst gesäuberten Milchverpackung war nichts mehr zu sehen .
S.machte sich gleich auf den Weg , um unser Hierbleiben zu klären . Ich kochte mir noch einen Pott Kaffee und besah die Landschaft . Ein Warzi machte in weiter Ferne einen Kniefall vor mir ... ...ansonsten war der Vormittag doch recht unspektakulär . Oh Mann , soviel Kaffee kann ich ja nun auch nicht in mich reinschütten - was mache ich jetzt nur . Auto weg - Sohn weg - Conny ausgesetzt in Linyanti - ohne Kontaktmöglichkeiten zur Außenwelt - kein Essen , nur Kaffee und ( zum Glück) Rauchwaren - Tisch und zwei Stühle - zum Glück Schatten - ( ich fühlte mich wie ausgesetzt) und , und , und - ein aus Versehen mitgenommenes Buch . Dieses sollte eigendlich am Familienwochenende von meinem Sohn zu meiner Tochter weitergeleitet werden , wurde aber in dem ganzen Trubel vergessen . Nun war es halt in Botswana gestrandet und mein Sohn hatte es mir wohl in weiser Voraussicht herausgelegt . Na prima - das wollte ich schon immer mal lesen - aber muß ich dafür nach Botswana fahren und dann noch in der schwererreichbaren nördlichsten Ecke sitzen ? Aber was solls , Ist ja im Moment eh langweilig 😈 So war auch das Buch 🤢 Nicht das Thema an sich - es ging um eine wahre Mordsgeschichte in der Nähe unseres Dorfes - die Geschichte um die " Mordsteinbreite" Oft wage Dinge von gehört - der Mordstein steht mittlerweile im Heimatmuseum - aber alle die, die ich hätte fragen können , was damals wirklich war , gab es nicht mehr ( Vati und mein ältester Bruder - beide sehr an Ortshistory interessiert ) Und nun hatte letztes Jahr der Heimatverein dieses Buch verlegen lassen und mein Sohn hatte es , in Kenntnis seines ebenfalls großen Geschichtsinteresses von meiner Freundin geschenkt bekommen . Der Haken an der Sache - die Geschichte wurde von irgendjemand aus unserem Ort 18 Hundert Pippi aufgeschrieben 😈 und dann auch noch wegen der " Dramaturgie" vollkommen in der Zeit und dem Geschehen verändert 😈 . Also nicht historisch sondern mehr so Unterhaltung nach wahren Begebenheiten . Sehr , sehr schwer zu lesen -Gott sei es gedankt - wurde es wenigstens nicht auf Sütterlin geschrieben , bzw. gedruckt . Ich kämfte mich Seite für Seite durch 🤢 . Auch an späteren Tagen und mein Sohn , der Literaturwissenschaftler fragte mich oft nach meinen Fortschritten- kam ich nicht wirklich voran . Ich habe es bis heute nicht aufs Ende gebracht ? So , das war jetzt der Werbeblock für meine Heimat - upps - der war schlecht . Dann doch noch eine kurze Empfehlung : Der Huy - Deutschlands größter zusammenhängender Buchenwald - die Huysburg ( Benediktinerkloster - selbst zu DDR - Zeiten , Wachtürme und Burgen ( herauszuheben die Westerburg - Europas älteste guterhaltene Wasserburg und und und Nicht zu vergessen - die Ackerbauschule in unserem Dorf - europaweit anerkannt vor dem 2. Weltkrieg . Nun ist aber wirklich Schluß mit dem Gelaber , denn nach 3 !!!!!!! Stunden taucht mein Sohn dann doch wieder auf 😗 😗 😗
Er hatte alles geklärt . War mit der Putzfrau , die das eigendlich nicht durfte zu den Campstaffs gefahren . Die hielten sich in irgendeiner Militärbasis auf - dementsprechend dann auch mein Sohn samz Putze . Shit - heute auch wieder " fully booked" - kennen wir - gestern kam ja auch keiner mehr 😈 S. meinte dann , ob es möglich sei , mit denen von der 1 zu teilen . Klar , das geht , wenn die wollen . Also S. zu L. und W. und rumgedruckst . Abends erzählten sie uns , sie hätten gleich gewußt, was er wolle . Klar - machen sie . Die waren ja auch wirklich sowas von nett . Würden wir ja umgekehrt genauso machen .
Teil 2912. Aug. 2025
...der Rest des Tages verlief mit Schwemmebene gucken ...
... Kleingetier gucken ...
und mit Platzwechsel . An diesem Tag kamen doch tatsächlich neue "Platzbesitzer" . Kein Problem - nach netten Gesprächen zogen wir auf die nächste freie Site und guckten Landschaft und Tiere.
Und als wir so allmählich in die Entspannungsphase kamen , passierte doch wirklich folgendes ........
...auch für diesen Platz gab es neue Anwärter . Gestern alles frei- heute stürmten alle Linyanti - Frechheit . Kein Problem . Nach netten Gesprächen mit unseren Vertreibern wollten wir auf die ungeliebte Nr. 2 ziehen. Dort stand zwar der große "Affenschlafplatzbaum " und man war so ein wenig nah an der Durchfahrtstraße . Ist ja kein Problem , die Anderen sind ja schon durch für diesen Tag 😄 😄 😄 Der Platz war dann aber auch schon belegt - das erste Mal , daß ich das tatsächlich erlebt habe - wenn es "fully booked" heißt , daß es dann auch wirklich war . Also zogen wir zu L. und W. auf die wunderschöne 1 , mit vielen traumhaften Erinnerungen für mich . Gemeinsam schauten wir den weit entfernten Hippos und dem etwas näheren Warzi bei ihrem Treiben zu .
Wie schon auf vielen Campsites dieses Urlaubs hatten wir auch wieder einen Schreiseeadler in der Nähe . Oder folgte der uns und war immer der Selbe ?
Als es dunkel wurde strahlte W. die Gegend mit einer super effektiven Lampe aus . Wir beobachteten die Hippos ,die immer näher kamen . Mit unserer Funzel brauchten wir garnicht erst kommen . W. und L. waren insgesamt super gut ausgestattet - sie hatten ein eigenes Auto und sind ständig am Verbessern . Aus gegebenem Anlass rüsteten sie ihre Ausrüstung hochwertig auf .----- Im März waren sie im Moremi steckengeblieben und es kam keine Hilfe vorbei . Nach 2 Nächten sind sie zu Fuß los , um Hilfe zu holen . Das klappte dann auch zum Glück sehr schnell und sie und ihr Auto wurden gerettet . Hinterher haben sie erfahren , daß dieser Weg gesperrt wäre und deshalb dort niemand lang kam . Ihnen hatte man auf Nachfrage am Gate gesagt , daß alle Wege gut befahrbar wären 😈 . So kann es einem auch passieren - aber ein solches Erlebnis wünscht man nun ja wirklich niemand . Nach einem gemeinsamen Sundowner machten wir uns aber doch verhältnismäßig früh bettfertig .
Teil 3014. Aug. 2025
02.06.25
Auf nach Senyati. Doch es dauert wieder ein wenig , ehe wir loskommen . Aber mittlerweile sehe ich das gelassener . Es gibt immer wieder was zu entdecken
und letzte Absprachen mit L. und W. wollen auch noch getroffen werden . Die Beiden wollen auch nach Senyati , haben aber im Gegensatz zu uns dort nichts gebucht . Wir bieten ihnen natürlich an , im Notfall zu uns zu kommen . Das wäre dann ausgleichende Gerechtigkeit. Gegen 9.00 Uhr kommen wir dann aber doch los , die anderen Beiden brauchen noch etwas Zeit . Unterwegs sehen wir immer mal ein paar Tiere , Giraffen , Impalas, Vögel . Die müssen selbstverständlich auch unsere Aufmerksamkeit bekommen . Das gefällt aber den hinter uns Fahrenden nicht so gut und wir beschließen , ihnen den Weg frei zu geben . Just in diesem Moment wird der eine Fahrer dann doch sehr ungehalten . Sie hätten noch einen langen Weg bis Namibia und könnten sich unsere Trödelei nicht leisten . Na sowas aber auch - gestern waren die doch alle so nett und entspannt . Aber was solls , wir wollten sie ja sowieso gerade durchlassen . Kurz darauf kommt eine Weggabelung und unsere beiden Vorfahrer düsen geradeaus weiter . Ich bin mir sicher , daß wir für die "bessere" Strecke rechts abbiegen müssen . Also sagen wir mal so - auch diese Strecke ist zermürbend und langweilig . 2018 hatten wir uns im wahrsten Sinne des Wortes dort langgequält , furchtbares Wellblech , Kuhlen , Querrinnen , öde Landschaft , Staub und kein einziges Tier . Aber nach Beschreibungen hier im Forum immer noch die bessere Alternative . Also biegen wir rechts ab . Die Piste ist auch garnicht soo schlecht und die Landschaft ist doch auch recht nett . Ist das wirklich die selbe Strecke ? Ja muß doch , mein Orientierungssinn kann mich doch nicht täuschen, oder doch ? Am Khwai war ich zumindest auch etwas verwirrt 😈 . Nochmals Karte gecheckt - alles ok. Nach kurzer Zeit biegen wir um eine Kurve und sehen rechter Hand einen Tümpel mit Eli - oh wie schön .
Doch aus den Augenwinkeln erspähen wir irgend welche komischen Haufen auf der Pad . Beim Näherkommen können wir unser Glück kaum fassen , denn die " Haufen" sind ... ... Wildhunde , insgesamt 18 !!! Exemplare liegen verstreut neben und auf der Pad. Ihr blutiges Fell und die dicken Bäuche nebst der Trägheit läßt auf eine erfolgreiche Jagd schließen . Nun war der Eli erstmal vergessen und unsere Aufmerksamkeit galt den Hunden . Wir blieben auch einfach dort stehen , wo wir sie als erstes gesichtet hatten . Auf die Idee , das Auto in günstigere Lichtverhältnisse zu manövrieren , sind wir überhaupt nicht gekommen . So war das bei der Gepardensichtung auch - da hätten wir noch viel näher ranfahren können - haben es aber vor lauter Freude vergessen 🤢 .Andererseits lagen die Tiere ja auch überall und es wäre eine Slalomfahrt mit möglicherweise Hundeverlust geworden . Also stehen und genießen ...
Ab und zu wurde mal der Kopf gehoben
oder sich ein paar Meter bewegt
um sich ein schattigeres Plätzchen zu suchen . Mittlerweile waren auch L. und W. eingetroffen und waren genauso entzückt wie wir . Was hatten wir doch für ein Glück , daß die " Eiligen" den anderen Weg genommen hatten . Womöglich hätten sie ansonsten die Wildhunde verscheucht , bevor wir nur überhaupt eine Nasen - oder Schwanzspitze gesehen hätten . Am Wasser war mittlerweile eine Elidelegation erschienen . Da das alles ja dicht beieinander war , konnten wir gleichzeitig alles gut beobachten - Elis und Hunde .
Als die Elitruppe im Busch verschwand , machten wir uns auch vom Acker . Bei den Hunden tat sich ja nicht mehr viel - die lagen nur dösbaddelig in der Landschaft rum . Später erzählte uns L. , daß kurz darauf wieder ein Eli kam , dem die Anwesenheit der Hunde nicht gefiel und sie mit lautem Getröte zum Verschwinden aufforderte . Da war dann wohl doch ein Gewusele - zumindest von einigen Tieren , die anderen störten sich nicht daran .
Teil 3120. Aug. 2025
... Nun wollten wir aber mal ein bißchen in die Gänge kommen , so daß wir vom Senyaticamp auch noch etwas hätten . Ein Honigdachs , der vor uns die Straße querte hatte es wohl sehr eilig . Zumindest für ein Foto war er zu schnell 🤢 Dafür präsentierte sich diese Pferdeantilope im schönsten Licht .
Für die restliche Tierwelt auf der Strecke nahmen wir uns dann nicht mehr viel Zeit , obwohl doch so einiges an Kleingetier unterwegs war . Bald erreichten wir die bekannte Dünenfahrtstrecke , legten aber davor eine kleine Pause ein . So konnten wir entgegenkommende Fahrzeuge durchlassen und gleichzeitig ihre " Idealstrecke" beäugen .
Wir hatten bei dem Auf und Ab riesigen Spaß und genossen die Fahrt. Beim Souveniershop machten wir ebenfalls eine Rast, um Luft in die Reifen zu pumpen . Währenddessen trudelten auch L. und W. ein .
Die Farbtupfer waren eine Wohltat für die Augen , obwohl es im Chobe auch etwas grün gewesen war .
Nach Tagen auf Sandpisten konnte S. nun mal wieder auf die Tube drücken , da schaffte man Kilometer .
Auf der Transitstrecke hatten wir bald eine tolle Sichtung - grasten doch einige Büffel direkt am Wegesrand .
Das war ja schon mal ein schöner Einstieg . Angekommen in Kasane ging es gleich in den Supermarkt und Bottlestore , mußten doch die Vorräte wieder aufgefüllt werden . Obwohl wir sehr gut kalkuliert hatten , fehlte vor Allem Brot ,Obst , Gemüse und Frischfleisch .( Mal abgesehen vom Alkohol 😈 ) Während wir uns so durch die Gänge orientierten kamen auch die anderen Beiden und wir verabredeten uns für den nächsten Abend zum grillen . Dann nahmen wir die letzten Kilometer unter die Reifen und fuhren die 4x4 - Strecke zum Camp.
Dort konnten wir ziemlich schnell alle Formalitäten klären und auch spontan für den nächsten Tag einen Trip zu den Victoriafällen buchen . Leider lag unsere Campsite weit vom Wasserloch weg , dafür war sie aber schön groß und ruhig . Bald besuchten uns L. und W. Sie hatten für den heutigen Tag eine freie Campsite erwischt , morgen würden sie dann bei uns einziehen . Gemeinsam gingen wir zum Restaurant , nutzten ausgiebig das WLAN und bestellten uns Pizza . Irgendwo im Forum hatte ich gelesen , daß die hier super sein sollte - war sie auch . Wir hatten 4 verschiedene und haben dann wie wild getauscht - alles lecker. Am lustigsten fand ich die Bestellmethode . Man bestellte auf dem Oberdeck an der Bar die Pizza, bezahlte dort und sagte , wo man saß. Die Bestellung wurde auf einen Zettel geschrieben . Damit ging die Bedienung an den Rand des Decks und läutete eine Glocke . Unten schaute Küchenpersonal aus der Tür und der Zettel wurde heruntergeworfen .Nach einer Weile brachte das Küchenpersonal die Pizzen nach oben und die Bardame brachte uns das Essen nach unten an unseren Tisch .
Als dann endlich ein paar Elefanten kamen ( davon hatten wir 2018 bedeutend mehr) , hielt es niemanden auf den Plätzen und alle drängelten in den Bunker . Da ich das Blitzlicht nicht nutzen wollte , um die Elis nicht zu verwirren , entstanden nur mäßige Bilder .
Und wieder ging ein schöner , spannender Tag zu Ende.
Teil 3225. Aug. 2025
03.06.25
Heute soll es nun also zu den Victoriafällen genen - juchu !!! Da ich am Vorabend total platt war , wollte ich am Morgen für die Tagesverpflegung sorgen . Bevor ich aber dazu kam , mahnte mich mein Sohn , mich zu sputen . In 10 Minuten käme das Taxi . Hä - doch erst um 7.30 Uhr . Oh nein - um 6.30 Uhr - wir hatten uns mißverstanden und nun blieb keine Zeit mehr . Schnell wenigstens Wasserflaschen , Kameragerödel , Pässe und Geld zusammengeklaubt und im Affenzahn zum Treffpunkt . Uff - gerade noch geschafft .Conny fiel fix und fertig in den Autositz und schon ging die Fahrt los . Unterwegs Elisichtungen , zügiger Grenzübertritt und schnelle Ankunft . Da wir dem Fahrer signalisiert hatten , daß wir einen Heliflug möchten , setzte er uns zwischendurch ab . Aber nicht , wie ich es vermutet hatte im Büro sondern bei einem " Straßenanbieter" . Etwas mulmig war mir schon - die werden uns doch wohl nicht über den Nippel ziehen ? Aber - alles ok und vollkommen unkompliziert und schnell . Nach 5 Minuten kam ein Fahrer und brachte uns zum Flugplatz . Hier war ich ja schon einmal , aber das Prozedere hatte ich nicht mehr sooo in Erinnerung . Leider waren wir auch nicht die einzigen " Victoriafälle von oben angucken Kandidaten" Somit mußten wir etwas warten . Andere auch . Ein sehr korpulenter Weißer ( nach meiner Einschätzung Ami oder Südafrikaner - ok , sehr voreingenommen von mir ) beschwerte sich lautstark und sehr ungehalten . Soweit ich es verstehen konnte , regte er sich darüber auf , daß er doch 200 Dollar extra bezahlt habe , um mit seiner ihn begleitenden Person den Heli zur Alleinnutzung zu haben . Nun war aber der große Heli für 5 Personen angekommen und es gab ein Vierergespann , welches nun mit diesem Heli losflog . Der gute Mensch hörte gar nicht auf , sich aufzuregen . Puterroter Kopf , keifende Stimme - der mußte aufpassen , daß er keinen Herzkasper bekommt . Bald kam dann ja auch der kleinere Heli und die erotische Schwungmasse nebst Partnerin konnte seinen Exklusivflug antreten . Ok - jetzt kommt ja wieder der 5 er Heli und es sind auch noch weitere 3 Fluganwärter da . Shit , dann sitzen wir ja ziemlich beengt und für Fotos ist es bestimmt auch nicht optimal . Aber anscheinend hatten die 3 den längeren Flug gebucht - uns jedenfalls nahmen sie nicht mit .Dafür bekamen wir dann den " Exklusivheli " - ohne zusätzliche 200 Dollar !!!!! Schadenfreude , Schadenfreude - Nasedrehen - geschiet dir recht , dicker Angeber . Und nach doch sehr langer Wartezeit konnte es losgehen . Ich lasse jetzt einfach mal Bilder sprechen . Viele Worte haben wir sowieso nicht fallen lassen in diesen 15 Minuten . Außer - fantastisch , geil , wundervoll - kam da nicht viel .
Ach war das wieder schön und auch wieder sehr viel Wasser und Gischt . Die Zeit verging wie im Flug 😄 😄 😄 . Viel zu schnell waren wir wieder am Boden .
Dann wurden wir in irgendein Auto verfrachtet , mit der Zusicherung , unserem Fahrer bescheid zu geben . Wir wurden direkt zu unserem Guide gebracht , der auf dem Parkplatz vor dem Parkeingang auf uns wartete . Wie diese Infos von einem zum anderen gelangten ist mir ein Rätsel - aber es hat ja alles bestens geklappt . Mit Infos zum Park und der Abfahrtszeit konnten wir dann frohen Mutes den Parkeintritt bezahlen und uns auf die fußläufigen Fälle freuen . Aber zuerst mußten wir mal was in unseren Magen bekommen , die Rolle Kekse , die ich noch schnell gegriffen hatte , war längst aufgefuttert .
Gestärkt ging es dann zuerst zum Denkmal und den dortigen Aussichtspunkten .
Einfache und doppelte Regenbögen waren sichtbar . Die Gischt lief an den gegenüber der Fälle liegenden Wänden als kleine Rinnsale herunter . Teilweise kam auch hier schon Sprühregen herunter . Ich befürchtete schon , daß mein Geiz zum Ausleih eines Regenponchos wohl doch nicht so gut war . Aber in 2018 hatten sie uns eigendlich auch nicht wirklich genutzt uns die Klamotten waren anschließend schnell getrocknet .
Gemütlich schlenderten wir nun von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt , ließen anderen den Vortritt oder warteten , bis die Menschenansammlung etwas nachließ . Der Sprühregen wurde immer heftiger .
An manchen Punkten sah man das gegenüberliegende " Ufer" nicht . Aber tapfer weiter - für so viel Geld muß man sich auch alles angucken oder zumindest erahnen , wie es aussieht . Das Ohr vermittelt ja auch einen nicht zu verachtenden Eindruck der Wassermassen .Die Wege waren schon erheblich nass - es wurde nicht besser 🤢
Die Vegetation war natürlich unter diesen Bedingungen sehr üppig.
Auch wenn wir immer weniger sahen und langsam aber sicher durchweichten ließen wir uns nicht davon abhalten , zielstrebig jeden Aussichtspunkt anzusteuern .
Diese Herrschaften hatten sich besser auf die Verhältnisse eingestellt . Mich befielen Assoziationen zu einer Priesterprozession .
Da kommen wir nachher auch noch hin , aber kein Schirm und kein Poncho zum Schutz . Macht nichts , wir sind keine Weicheier . Als wir an diesem Punkt angekommen waren , konnte man fotografieren komplett vergessen . Ganz vorne an der Kante kam dann ein gewaltiger Gischtschwapp auf uns hernieder . Eilig suchten wir das Weite . S. den Weg zurück , ich den fortlaufenden Weg . Ein riesiger Fehler meinerseits , denn weitere 3 " Duschen " konnte ich noch abfassen . Das Foto zeigt mich ja nun wirklich nicht vorteilhaft , eher wie einen begossenen Pudel - aber ich möchte euch mein Elend auch nicht vorenthalten . Ich war ungelogen nass bis auf den Schlüpper . Und nichts von den Klamotten trocknete im Laufe des Tages . Irgendwann zog ich das Shirt aus und nur die lange Jacke bedeckte meinen Oberkörper . Nicht das es in Vicfalls kalt war - oh nein - ich schwitzte wie ein Ochse , aber das Shirt wollte einfach nicht trocknen 😈 Nichtsdesdotrotz klapperten wir auch noch die letzten Stellen ab .
Für den Rückweg entschieden wir uns dann aber doch lieber , den "Dschungelpfad " zu nehmen .
Wie heißt dieses Tier ? Habe es vergessen , würde mich über Benennung sehr freuen .
Teil 3327. Aug. 2025
... Nach Verlassen des Parks begeben wir uns zur Brücke , besorgen den "hochwichtigen" Passierschein , den dann kein Mensch sehen will und flanieren die Brücke entlang . Leider haben wir bald einen " gesprächsbereiten " Einheimischen an der Backe , der trotz ständigem ablehnenden Verhalten unsererseits unser treuer Begleiter bleibt . Das trübt natürlich unser Erlebnis . Aber irgendwann gab der kontaktfreudige Mensch seine Bemühungen dann doch auf .
Zurück im Ort gelüstet es uns nach einem Kaltgetränk , wie schon beschrieben schwitzte ich in meiner Jacke doch erheblich . Nur " untenrum" hatte ich immer noch Abkühlung dank nasser Hose und sonstiger Bekleidung 🤢 .Deshalb statteten wir dem Lookout Cafe einen Besuch ab . 2018 hatte ich das nicht auf dem Schirm , anschließend war es wohl abgebrannt aber nun wieder voll im Gange .
Auf der Terrasse hatte man eine schöne Sicht über das Geschehen - Fluß , Brücke , Canyon und Zipline.
Leider verging die Zeit dieses mal wie im Flug , ein Besuch des Victoriafalls Hotel war zeitlich nicht mehr drin - schade.
Kurz nach der Location bot uns Jemand an , uns in den Ort mitzunehmen ( im Auto) , da wohl wieder ein Problemelefant in der Nähe wäre . Nachdem ich beim letzten Besuch diese Info sehr lapidar genommen hatte und ich kurz darauf von einem ELIANGRIFF las , war ich nun besser sensibilisiert und setzte mich widerstandslos ins Auto . Die Fahrt war sehr kurz , gesehen haben wir NICHTS und nun hatten wir bis zur Abfahrt auch noch einige Zeit . Die vielen Händler auf dem Parkplatz überforderten mich , besser gesagt - sie gingen mir auf den Keks . Sie hatten ja nette Sachen im Angebot , aber , obwohl ich ein sehr gro0es Haus habe , wollte ich nichts erwerben . Darum setzten wir uns beim Parkeingang in die Sonne . Ich hatte es immer noch nicht aufgegeben , mein Shirt zu trocknen . Bei dieser " Bewachung" konnte ich sogar ne Runde " Menschengucken" riskieren .
Die Rückfahrt ging schnell und ereignislos vonstatten und im Camp ging es gleich zum Wasserloch . Ein paar Giraffen waren dort unterwegs .
In aller Ruhe konnte ich ihre akrobatischen Verrenkungen beobachten . Langsam wurde es dunkel . L. und W. waren von ihrer Bootstour noch nicht zurück und wir hatten keine großen Ambitionen mehr für ein Grillfest . Oh Gott - wie machen wir das den Beiden klar ? Durch Whats App erfuhren wir - sie auch nicht . Puh - Glück gehabt . Somit konnten wir nochmals ein paar Elis beobachten - die riesigen Herden blieben uns aber dieses Mal verwehrt . Gab ja auch noch überall Wasser - warum sollten sie dann ausgerechnet hierher kommen .
Auf der Campsite angekommen , trudelten unsere beiden Kurzwegbegleiter auch gerade ein , entschuldigten sich für ihr spätes Eintreffen und zeigten uns ein Video des Grundes . Keine 200 Meter vorm Camp hatten sie eine Leopardensichtung - wie toll war das denn ? Da darf man auch mal zu spät kommen . Viel passierte an dem Abend nicht mehr - wir waren alle platt.
Teil 3402. Sept. 2025
04.06.25
Heute war Ausschlafen und gemütliches Frühstück angesagt . Schweren Herzens verabschiedeten wir uns anschließend von L. und W. - wir hatten eine schöne Zeit zusammen , aber hier trennten sich nun unsere Wege . Wir nutzten den Vormittag zum Mangustenbeobachten , WLAN - Nutzung und sahen uns noch ein wenig die Anlage an . S. buchte uns eine Bootsfahrt und ein Zimmer für die Nacht .
Gemütlich machten wir uns auf den Weg nach Kasane , besahen schon mal informativ unser Quartier ( Eingang war sehr unscheinbar und über eine Hintergasse- alles etwas "muchig" von außen - ins Grundstücksinnere konnte man nicht blicken .) 😈 und suchten dann die Stromschnellen . Das war nicht so einfach . Die normale Zufahrtsstraße war gesperrt . Wir quetschten uns bei einer Lodge ( Name vergessen ) am Zaun entlang - es gab einen Trampelpfad , aber ganz geheuer war mir nicht . Die Stromschnellen waren auch nicht wirklich sichtbar - zu viel Wasser .
Dann ging auch bald unsere Bootstour los - ein kleineres Boot , alles nette Menschen und wir in der 2. Reihe Platz ergattert - so hatte ich mir das gedacht .
Bald entdeckten wir - bzw. unser Bootsführer - ein Kroko und einen Waran - genau an der selben Stelle wie 2018 .
Die 2. Reihe war dann manchmal doch nicht ganz optimal für Fotos und ich wollte ja auch nicht ständig meinen Hintermännern vor der Rübe rumtanzen . Eine Asiatin war da weniger rücksichtsvoll - gleich bei der ersten Sichtung setzte sie sich ganz vorne in die Spitze des Bootes und blieb dort bis zum Schluss . Damit hätte ich ja noch leben können - aber - die junge Dame sah diese Tour wohl als Selbstdarstellungstrip mit Tieren an . Ständig " hampelte" sie bei allen Sichtungen dort vorne rum , verrenkte Arme , Kopf und Oberkörper und schaffte es gefühlt bei jedem 2. Bild auch auf meine Fotos 😈 . Irgendwann ging mir das so auf den Zopf ( hab gar keinen 😄 ) , daß ich ihr am Liebsten einen Rüffel gegeben hätte . Teilweise waren ihr akrobatischen Einlagen auch recht gefährlich . Da aber niemand anderes etwas sagte , fügte ich mich in mein Schicksal . Gucke ich eben zur Seite Tiere - es waren ja genug für alle vorhanden . Nach der Tour gestand mir mein Sohn , daß diese Person ihn auch mächtig genervt hätte - aber da niemand anderes etwas gesagt hatte , fügte er sich in sein Schicksal . Na toll- waren wir schon zu 2. Dann waren erstmal Hippos angesagt - die waren aber auch überall und man mußte schon befürchten , daß wir gegen eins gegenfahren würden .
Als nächstes kam die große und langanhaltende Abteilung " ELI`S AN DER RIVERFRONT" dran.
Dieses Boot rückte den armen Tieren doch sehr dolle auf die Elefantenhaut und das gefiel den Eli`s nicht unbedingt , aber sie blieben friedlich .
Die Fotos mit der ganzen Truppe erspare ich euch , da 1. immer zu viel Gewusel 2. immer mehr Hintern als Kopf und Rüssel 3. manche Exemplare scheinbar 5 Beine , dafür andere nur 2 oder 3 hatten 😄 4. die Akrobatin sehr scharf , aber die Elis verschwommen waren ( vielleicht war uns aber auch allen schon schwindelig vom Ansehen der halsbrecherischen Einlagen - was manche Menschen doch alles auf sich nehmen um DAS ultimative tolle Foto zu erlangen .
Hier saß sie dann ja doch recht relaxt - das Superfoto war anscheinend im Kasten . Nah bei der Szene hielt sich auch ein Krikodil auf , welches direkt neben unsrem Boot ins Wasser glitt . Ich befürchte , die junge Dame hat es nicht bemerkt oder war sich der Gefahr nicht bewußt. Anschließend gab es dann Madenhacker auf Hippo ( der Hippo war in dieser Abteilung nicht so wichtig für mich bzw. kommen später sowieso noch welche )
Zur Freude aller sichteten wir auch noch einen Büffel im Wasser ( daher der Begriff " Wasserbüffel" - ist Quatsch , aber ich fand das jetzt lustig mit dem Wortspiel 😏 ) mit irgendeinem Reiherpassagier .
Nun gab es ausgiebig Elis im Wasser , schade , daß man nicht gleichzeitig überall hingucken kann . Da wurde geschwommen , man stand auf kleinen Inseln , man fraß im sumfigen Gelände und ein Kleiner hatte den Anschluss verpaßt und hatte seine Mühe , die Familie wieder einzuholen .
leider durch das schnelle Rennen nicht gut erwischt , im Video meines Sohnes sieht es vieeeel schöner aus - zu sehen auf Instagram - unter sebastian-skalitz.
Zwischendurch auch mal ein Pelikan. Dann aber wieder Elefanten .
Ziemlich nah - fand ich .
Aug in Aug - so nah waren wir . ( habe ja leider kein Teleoschi wie so manch einer hier im Forum)
So nun habt ihr es aber für heute mit den Elis geschafft 😄 .
Dann fuhren wir nochmals Richtung Ufer , die Sonne schuf nun schon herrliche Lichtstimmungen .
Zwischendurch noch ein riesiges Krokodil .
Hier konnten wir uns in aller Ruhe umsehen - denn - unser Boot hatte einen Schaden und wir warteten auf Hilfe . Dies dauerte ein wenig , aber irgendwann bemerkte ein anderer Bootsführer unsere Misere und kam zu Hilfe .
Durch den unfreiwilligen langen Stop erlebten wir den Sonnenuntergang während der Rückfahrt , für einen Halt an einem besonderen Spot blieb keine Zeit . Es war aber dennoch sehr schön .
Anschließend fuhren wir in unser Quartier , das Hoftor stand nun auch offen , so daß wir direkt vor unseren Raum fahren konnten und wurden sehr herzlich von der gesamten Familie begrüßt . Sie hatten sich schon Sorgen gemacht , wo wir blieben . Denn Mittags hatten wir den etwa 12 jährigen Sohn nach der Einfahrt gefragt und nun war es ja doch schon recht spät . Wir durften dann auch jeder für sich ein Doppelzimmer belegen und wir genossen Dusche und bequeme Betten . Übrigens war es im Innenhof richtig gemütlich , sauber und nett .
Teil 3504. Sept. 2025
05.06.25
So sah es abends im Innenhof aus
Nach einer halbwegs guten Nacht ( trotz eisiger Kälte schlief ich im Dachzelt meist besser), bekamen wir ein schönes Frühstück kredenzt.
Während S. wieder ewig mit seiner Freundin telefonierte , besah ich mir die Umgebung . Man beachte die Weihnachtskugel - auch kleine Geschenpäckchen hingen darin .
Das war die Einfahrt.
Viel mehr gab es nicht zu gucken und es zog mich an die Riverfront . Aber Sohnemann telefonierte immer noch 🤢 . Der " Frühe Vogel" hatte sich erledigt - zog auch nicht mehr als Argument , da wir zu allen Tageszeiten tolle Sichtungen gehabt hatten . Der Bestechungswilli wartete noch immer im dunklen Handschuhfach auf seinen Einsatz 😄 . Mittlerweile ist mir auch bekannt , warum die Beiden ständig telefonierten - sie planten nebenbei ihre 10 monatige Reise nach Südamerika . Wie gut , daß ich meinen Sohnnun noch einmal für 30 Tage ganz für mich hatte . Das wird es nun wieder einmal für lange Zeit nicht geben . Aber die 13 Monate Israel und das Jahr Neuseeland habe ich auch irgendwie überstanden . Und jetzt gibt es GsD ja Whatsapp und dergleichen . Doch nun hier weiter , denn irgendwann ging es ja doch los . Am Gate bezahlten wir ersteinmal für 1 Tag , wußten wir doch noch nicht , wo wir abends landen würden . Am Liebsten wäre mir ja Ihaha gewesen , da hatte ich so schöne Erinnerungen dran . Aber das ist meist " Fully booked" 🤢 . Aber wenigstens versuchen wollten wir es . Aber erstmal an die Riverfront - gleich den ersten Abzweig - und welch Glück - kein anderes Fahrzeug nahm diesen Weg . Sehr lange Zeit hatten wir die Gegend für uns ganz allein - juchhu .
Schön war es hier , auch wenn spektakuläre Sichtungen anfangs ausblieben . Wir erfreuten uns auch an den üblichen Verdächtigen. Aber direkt am Wasser war dann doch so einiges los . Hier nur eine klitzekleine Auswahl . 1. habe ich ja schon etliche Impalas , Giraffen , Hippos , Elis usw. gezeigt 2. war das Licht garnicht gut und die Fotos haben keine gute Qualität 🤢 Aber ein paar Eindrücke sollt ihr doch bekommen Kaffernbüffel Waran Silberreiher Nimmersatt - Pelikan 🤪 lachendes Krokodil Blaustirnblatthühnchen/ Jacana ? Rappenantilopen ? Krokodil Silberreiher an Landschaft Da wir in der Nähe vom Serondela- Picknickplatz waren , beschlossen wir , dort eine Pause einzulegen . Der Magen war leer , die Blase voll und die Knochen steif . Langes Sitzen ist mir mit meinen Bandscheibenvorfällen sowieso sehr schwergefallen - aber wie will man das bei einem Gamedrive sonst handhaben ? Zum Glück bin ich sehr leidensfähig - nur die Harten kommen in den Garten . Die letzte Strecke war dann sehr rumpelig und meine Blase drohte überzuschwappen . Erleichtert sah ich schon den Picknickplatz und sprang , gefühlt, schon während des Abbremsen aus der Karre . Aber was für ein herzlicher und intensiver Empfang wurde mir bereitet ? Ich hatte noch nicht beide Beine auf dem Boden , da stürzten aus allen 4 Richtungen Meerkatzen auf mich zu . Berührungsängste hatten sie keine - allerdings Verständigungsschwierigkeiten mit mir. Meine Bitten um respektvollen Abstand und keine innigen Berührungen wurden einfach ignoriert 😈 . Als dann der Empfangschef das Material meiner Hose unter seine Finger nahm , reichte es meinem Sohn . Er ließ einen sooooo gewaltigen Brüller los - das hätte ich ihm im Leben nie zugetraut . Andererseits tat es unendlich gut , zu wissen , daß er sich um mich gesorgt hat und mich aus jeder Situation zu retten versuchen würde . ( Das ich heute so innig und herzlich an meinen Sohn denke liegt bestimmt daran , daß er heute Geburtstag hat . Morgen werde ich dann wieder sachlicher 😄 ) Der Brüller hatte den Gesellen wohl doch gewaltig imponiert , denn sie legten nun eine angemessene Distanz zu uns ein. An Essen und Toilettengang war allerdings dennoch nicht zu denken . Die ganz Wissensdurstigen unter ihnen untersuchten zuerst mal unser Auto .
Andere Vertreter dieser Spezies hatten unsere Anwesenheit wohl schon wieder vergessen oder mußten ihrem " Drang" nachgeben .
In begab mich dann lieber in unsere sichere Unterkunft und beobachtete das weitere Geschehen von meinem Logenplatz aus, denn ich wollte keinen weiteren Materialtest über meine Hose ergehen lassen . Zum Glück war mein Harndrang wie vom Winde verweht , ansonsten ??? Die ganz Neurigen untersuchten diese komische Blechbüchse sehr gründlich und von allen Positionen aus .
War nicht einfach , in diesem Wirrwarr gescheite Fotos zu machen . So schnell . wie die waren , kam der Zoom bzw kein Zoom nicht hinterher . Aber lustig anzusehen war es schon . Das kann ich zumindest für die Zeit sagen , in der wir im Auto saßen 😈
Da ja nun hier nicht gerade der friedlichste Ort für einen längeren Aufenthalt , geschweige denn für die Befriedigung unser nun doch wieder aufflammenden Bedürfnisse war , beschlossen wir , die Pause zu beenden . Diese benötige ich jetzt allerdings - mein Sitzmuskel ist schon wieder in " Hab Acht Stellung" Gute Nacht !!!
Teil 3605. Sept. 2025
Nach der nicht erholsamen Pause fuhren wir wieder an die Riverfront . Dort ließ es sich super fahren und die vielen Sichtungen von Tieren aller Größe und Spezies war fantastisch . Dementsprechend kamen wir nicht wirklich voran . Auf einer Sandbank lagen etliche Hippos und sonnten sich 😄 Da aber andererseits auch viel Bewegung unter einigen von ihnen war , blieben wir etliche Zeit bei ARD und ZDF.
Als wir gerade ein paar Meter weiter gefahren waren , kam uns kurz vor einer Kurve ein Selbstfahrer entgegen und machte uns auf die vielen Hippos aufmerksam . Okay - die hätten wir bestimmt ohne seine Hilfe nie gesehen 🤩 - aber nett fanden wir den Hinweis schon. Also nochmals kurzer Blick auf das Treiben . Übrigens war dieser Selbstfahrer auch eine besondere Sichtung - hatten wir doch nach Durchfahren des Gates maximal 3 andere Autos gesichtet - das war mehr als angenehm .
Als wir dann um die Kurve bogen ereilte uns ein großer Schock - in einer Ausbuchtung standen zwischen Fluß und Gebüsch tatsächlich 3 Autos zusammen auf einem Fleck . 😈 Das kann ja nur eine tolle Sichtung sein - meine Vermutung Nein , dann hätte der Selbstfahrer uns doch darauf aufmerksam gemacht . Die machen bestimmt nur Pause- Anmerkung von S. Na , das wollten wir nun aber ergründen , also hin da. Ja , was soll ich sagen ? Nichts da mit Pause !!! Mutti hatte recht - Sichtung !!! 😉
Ziemlich im Gebüsch und die 3 besten Hienguckplätze waren freilich belegt- aaaber wieder Löwen an einem Risss und das am frühen Nachmittag bzw späten Mittag - kommt auf den Betrachter an .
Ein ziemlich Kleiner versuchte keck , sich auch an dem Festmahl zu beteiligen , wurde jedoch in seine Schranken gewiesen . Mittlerweile trafen immer mehr Autos ein - wo die plötzlich alle herkamen ? Als einer der ersten Anwesenden davon fuhr , manövrierten wir uns in die entstandene Lücke . Und tatsächlich , die Sicht war besser .
Nachdem das Männchen sich den Bauch vollgeschlagen hatte , durfte nun auch die Löwin ran .
Da es nun doch schon spät war , rissen wir uns schweren Herzens von diesem schönen Schauspiel los und stellten unseren 1. Reihe - Platz zur Verfügung .Ziemlich zielstrebig fuhren wir nun nach Ihaha , um die Lage zu checken . An der Rezeption erhielten wir die Auskunft - " Fully booked" . Was hatte ich erwartet ? War ja eigendlich klar , aber enttäuscht war ich doch . Ich fragte , ob ich meinem Sohn wenigstens mal die Plätze zeigen dürfe , weil ich sooo schöne Erinnerungen daran hatte . Koffee ( falls er so geschrieben wird) meinte , daß das natürlich möglich sei und falls jemand seinen Platz mit uns teilen würde , wäre das auch OK. Die Meisten seien aber auf Gamedrive. OK -dann wenigstens gucken . Wir kurvten ein wenig hin und her , "unsere3" hatte bis jetzt keine Gäste empfangen und der schräge tote Fotobaum war auch nicht mehr da , aber auf der "2" standen Camper . Ob wir die fragen sollten ? Ach erst einmal noch bis zur "1" fahren und dann... Na ja - die "1" war nicht besonders hübsch , aber man konnte von ihr sehr schön auf den Fluß sehen . Gerade als wir wenden wollten , kam Koffee angebraust und meinte , daß dieser Platz wohl doch frei sei und wir ihn haben könnten . Meine Ohren bekamen Besuch und trotzt Bandscheibenvorfall machte ich einen Luftsprung - OK - einen klitzekleinen. Wir berichteten ihm von den Löwen und Koffee brauste querfeldein los , um auch einen Blick zu erhaschen . Wir machten erstmal Pause und beobachteten eine Herde Elefanten .
Bald schon war Koffee wieder da , er hatte es sich anders überlegt ( mit dem Löwengucken). Wir regelten das Geschäftliche , tranken zusammen einen Amarula ( na ja K. und ich 2 🤢 ) und erzählten lange miteinander . Ich war mir sicher , daß er auch 2018 unser " Platzwart" war und ich ihn von damals noch als sehr nett in Erinnerung hatte . Das bestätigte er und er wurde immer " netter" - sprich - er fühlte sich bei uns pudelwohl . Wir wollten aber gerne noch mal zu den Löwen. Irgendwie schafften wir es auf möglichst freundliche Weise , ihn dann zum weiterfahren zu bewegen . Schnell sprangen wir ins Auto und los . So schnell kamen wir aber nicht auf die Hauptpad - Giraffenalarm . Fotos habe ich von den vielen Langhälsen nicht gemacht - keine Zeit. Auch unterwegs versuchten uns einige Tiere von unserem Vorhaben abzubringen .
Da konnten wir dann doch nicht widerstehen - mein erstes Hammerkopf - Foto
Und auch diesen Giraffen konnte ich dann doch nicht widerstehen.
Nun aber mal hurtig weiter - es war schon 17.00 Uhr durch . Schnell an den Fluß und los zum Gebüsch !!!
So weit brauchten wir aber nicht , denn unterwegs trafen wir diese beiden Gesellen an . Boh , waren die schön , aber leider im Licht der untergehenden Sonne - also fototechnisch Ka.... Katastrophe
Das sind die wenigstens halbwegs zeigbaren Fotos . Wieder kamen wir nicht auf die Idee , den Standort zu wechseln . Wir waren übrigens auch nicht die einzigen Beobachter und auf Autogerangel hatten wir keine Lust . Deshalb sind auch die folgenden Bilder der Löwin mit Kindern nicht optimal . Im Nachhinein ärgere ich mich , daß wir nicht näher rangefahren sind 😈
Wir waren soooo ergriffen von der Szenerie - Bildqualität war Nebensache .
Da ging mir das Herz auf und ich hatte bestimmt vor lauter Rührung Pipi in den Augen .
Wie friedlich das alles wirkte und dennoch war durch die 4 Kleinen ständig eine Aktion zu beobachten .
Aaaaber - oh Schreck - es war schon dreiviertel Sechs - sprich 17.45 Uhr . Wir mußten uns sputen , um rechtzeitig im Camp zu sein .Die untergehende Sonne mahnte uns zur Eile -
Unterwegs sah S. dann noch diese Weißgesichtohreule ??? Die mußte natürlich auch noch mit. 😄 noch schlechtere Qualität , aber meine 1. Eule überhaupt 😁 😁 😁
Die anschließende , auf beiden Seiten stehende Eliherde ,konnten wir leider nicht gebührend beachten . Wir brausten einfach todesmutig durch sie hindurch - man wird mit der Zeit mutiger - oder leichtsinniger ? Gerade noch rechtzeitig fuhren wir durch das Tor , genossen den Sonnenuntergang und den Sternenhimmel.
Teil 3709. Sept. 2025
06.06.25
Heute wollten wir Botswana verlassen und die restliche Zeit in Namibia verbringen . Gemächlich durch den Caprivi und dann mal sehen , wozu wir noch Lust haben . Der Waterberg war fest eingeplant , ansonsten reizte uns noch die Spitzkoppe und Erongorocks . Mal sehen , wie wir uns entscheiden . Aber nun mußten wir schweren Herzens die Riverfront verlassen . Beim Frühstück wurden wir von einem Hornraben beobachtet , abfassen konnte er NICHTS .
Nachdem wir uns überschwenglich von Koffee verabschiedet hatten , fuhren wir natürlich als Erstes zum Löwenriss - war zwar die verkehrte Richtung - aber die Chance mußten wir wahrnehmen . Leider kamen wir dann doch fast zu spät . Der Büffel war abgenagt und die Löwen im Abmarsch .
Diese 2 Fotos konnte ich gerade so noch schießen , dann war das Kapitel " Löwen am Riss" beendet . Wie schnell diese Truppe doch so einen großen Büffel verspeist hatten - Wahnsinn . Wir versuchten dann noch , durch umherfahren , einen Blick auf das Rudel zu werfen , hatten aber keine Chance. Wo die nun so schnell abgeblieben waren ? In der Nähe des Risses stellte sich nun der 1. Schakal ein , markierte sein Gelände 😄
und begab sich , nach ausgieben Absichern in alle Richtungen , an die Überreste des Büffels.
Bald stellte sich ein Zweiter ein und nach kurzem Gerangele teilten sich die Beiden das Mahl. Für uns war die Sichtung nun "gegessen" und wir fuhren wieder zurück - Richtung Ngomagate . Die Landschaft wurde nun offener .
Hier ging es nun leider nicht mehr weiter , also retour. Doch was sahen wir da ? Eine riesige Büffelherde war auf dem Weg zum Wasser . Das mußten wir von Näherem betrachten .
Bei 200 hörten wir auf zu zählen - hier war was los !!! Da wir die Herde auch gerne am Fluß sehen wollten , paßten wir einen günstigen Augenblick ab und mogelten uns zwischen den Tieren hindurch .Leider war dann ein Blick auf den Fluß mit den Viechern doch nur aus einiger Entfernung möglich . Zwischendurch wieder mein Lieblingsvogel.
Am Fluß war ein Kommen und Gehen . Verwunderlich war es , wie schnell die einzelnen Tiere ihren Durst gestillt hatten .
Und wir merkten , daß die Idee mit dem "Flußgucken " nicht gerade unsere Beste gewesen war - mußten wir doch wieder durch die 200+ durch 😈
Irgendwann war auch das geschafft und wir kamen jetzt zügiger voran . Giraffen , Zebras und Kudus wurden nur halbherzig links bzw. rechts stehen gelassen . S. hatte einen Aussichtspunkt mit Geochach entdeckt - den steuerten wir jetzt an . Die Fahrt dorthin ging teils durch Buschland , teils war sie hügelig . Nicht viel befahren aber sehr schön .
Von diesen Gesellen wurden wir doch sehr überrascht . Wir wollten gerade eine kleine Pause einlegen . S. hatte das Auto schon verlassen als sie urplötzlich wie aus dem Nichts auftauchten . Schnell war er wieder im Auto. Bald hatten wir auch den Aussichtspunkt erreicht . Der Chach war schnell gefunden und der Blick war wirklich schön . In der Ferne konnten wir die Elis sehen -anscheinend hatten sie Wasser gefunden .
Just als S. dann seine Sprachnachricht aufnahm flog mir irgendein Insekt in den Rachen . Ich mußte husten und röcheln - das Vieh wollte nicht wieder ans Tageslicht , zumindest nicht so schnell und erst recht nicht auf dem selben Weg . Mir traten schon die Tränen in die Augen , aber mein Sohn meckerte nur , daß ich schon wieder seine Nachricht boikottiert hätte. Nun erst bemerkte er den Ernst der Lage . Nach ein paar Schlucken Wasser wurde es dann auch bald besser . Über die Sprachnachricht mit "Todeskampfgeräuschen" im Hintergrund konnten wir dann herzhaft lachen . Ich sagte dann , daß wohl auch dieser Versuch , die Mutter los zu werden , gescheitert sei. Der Rest des Tages verlief ereignislos. Grenzübertritt recht zügig ( was man in dieser Region so "zügig" nennt , kleiner Einkauf zwischendurch und Fahrt zum Mukolocamp. Und wieder hatten wir Glück , wir durften bleiben . Die Frau an der Rezeption war zwar etwas mürrisch , aber immerhin gab sie sich Mühe. Die Platznummer , die sie uns gab behagte mir nicht so . Ich wollte lieber direkt an den Fluß. Der Besitzer mischte sich ein und gab uns den begehrten Platz . Auch änderte er den Startzeitpunkt für die morgendliche Bootstour - so früh wäre es viel zu kalt . Unser Platz war dann wirklich sehr schön , viel Platz , schattig und Blick auf den Schilfgürtel.
Während S. wieder das WLAN nutzte , bereitete ich aus allen möglichen Resten eine Suppe - hat sogar geschmeckt . Ansonsten verbummelten wir den Rest des Tages .
Teil 3816. Sept. 2025
07.06.25
Früh war ich wieder auf den Beinen , stand doch die morgendliche Bootsfahrt auf dem Programm . Langsam zog der Nebelschleier über die Landschaft - welch ein wundervoller Anblick .
Schnell kochte ich Kaffee und schmierte Stullen , weckte S. und kurz darauf waren wir startklar . An der Rezeption sammelten wir unseren "Kapitän" ein. Da kein weiteres Auto zur Verfügung stand , hatte man uns gebeten , selbst zum Anleger zu fahren und den Bootsführer mit zu nehmen . Also quetschte ich mich auf die zugebabelte Rückbank . Die Fahrt dauerte auch nicht lang und wir waren schnell bei den Booten .
Ach was war das schön - der ruhige Morgen , die kleinen und etwas größeren Kanäle , Vogelgezwitscher, keiner hampelte vor uns rum - nur wir und unser Bootsmann .
Dieser bemerkte auch schnell unser Interesse an Vögeln und Kleintieren und bescherte uns bei Sichtungen stets eine ausführliche Erklärung. Alles habe ich nicht verstanden , aber S. "übersetzte " das Wichtigste für mich .
Gleich zu Beginn sahen wir diesen Eisvogel - welche Freude für mich . Leider blieb es das einzige Exemplar , so daß dieses mäßige Foto hier Einzug halten darf.
? immer noch ?
Bald darauf dann die nächste Freude - Bienenfresser .
Und gleich daneben ein Waran , der sich auf einem Ast rekelte und sonnte.
Eine geraume Weile beobachteten wir diese Szenerie - der Guide hatte einen guten Riecher dafür , wie lange er bei den verschiedenen Sichtungen verweilen sollte, mußte, konnte. Nie zu lang und nie zu kurz. Unterwegs sahen wir eine Familie (ohne Foto) auf einem Schilfgürtel , mitten im Kanälewirrwar , die nach Ködern zum Fischen gruben . Wie die dort hingekommen sind ? Kein Boot war zu sehen .
Blaustirnblatthühnchen
Auch größere Tiere ließen sich blicken , wie dieser Wasserbock. Und auch Hippos beäugten uns immer wieder mal , zum Glück blieb es dabei. Teilweise waren sie doch recht nah.
Immer tiefer fuhren wir in das Gewusel von Kanälen hinein - ich hatte schon längst die Orientierung verloren . Irgendwann kamen wir an der abgebrannten / verfallenen Lodge ( schon von gelesen , aber Name vergessen) vorbei . Was für ein idyllischer Ort ? Hier muß man seeeehr gut logiert haben . Schade , daß niemand anscheinend an einen Wiederaufbau denkt.
Mein erster Kingfischer - freu, freu, freu Ich weiß nicht , woher in den letzten Jahren mein Interesse am Federvieh her kommt. Jedenfalls habe ich auf dieser Tour viel mehr entdeckt bzw. beobachten dürfen als in 2018 . Für gute Fotos ist selbstverständlich noch sehr viel Luft nach oben 😈 😈 Aber man muß ja noch Ziele haben 😄 .
Diese Lechwe hatten wir wohl ein wenig verunsichert und mit großen Sprüngen flohen sie vor uns .
Und dann noch einmal ein Kingfischer - sogar mit Frühstück . Hach - wie genoss ich diese Fahrt . Vorbei an Krokodilen , Waranen , vielen Vögeln , Hippos , Wasserböcken und Lechwe - was brauchte es mehr an diesem wundervollen Morgen?
Irgendwann legten wir irgendwo an . Unser Guide hatte heißes Wasser für Kaffee oder Tee dabei , wir unsere Stullen . Alles wurde brüderlich geteilt und wir hatten ein fröhliches Miteinander . Nach einer kurzen Stretchingpause traten wir die Rückfahrt an . Diese ging natürlich etwas schneller vonstatten , bei besonderen Sichtungen ließen wir uns dennoch Zeit.
Und auch auf dieser Tour bekam ich wieder eine Seerosenkette- danke
Und immer wieder gab es was zu entdecken .
Lange blieben wir bei dieser Wasserbockfamilie stehen.
was ist das ?
Nach mehr als 3 Stunden waren wir zurück am Anleger - entspannt , glücklich und total zufrieden . Das Geld ( war, glaube ich, nicht wirklich teuer ) war jeden Namibiadollar wert. Über die Bestimmung der unbenamten Vögel würde ich mich sehr freuen . Wie der Tag dann weiter ging , erfahrt ihr im nächsten Kapitel.
Teil 3917. Sept. 2025
immer noch 07.06.25 Zurück auf der Campsite bereiteten wir ein 2. Frühstück , duschten und rödelten alles zusammen . Während S. hingebungsvoll telefonierte , beobachtete ich einen Graufischer beim Verspeisen eines Fisches . Das war sehr interessant . Leider hatte ich nur mein Handy dabei , so daß dieses schöne Erlebnis nur in meinem geistigen Inneren abgespeichert ist . Als es dann an`s Bezahlen ging funktionierte leider das Kartenlesegerät nicht - kein Internet 😈 Da wir nicht genügend Bargeld hatten , mußten wir uns in Geduld üben . Ich überbrückte die Zeit mit Vogelbeobachtung und Landschaft gucken .
Zum Glück klappte die Zahlung dann doch und wir konnten uns auf den Weg zum Horseshoe machen . Die Fahrt und der Parkeintritt waren schnell erledigt und schwupps - ein neues Abenteuer konnte beginnen . Wir waren gespannt , was uns hier erwartete und ob es mit einem Stellplatz auf Nambwa klappen würde. Landschaftlich war es wieder sehr schön und es ließ sich auch recht gut fahren .
Gegen 14.30 Uhr erreichten wir die "neue" Campsite und brachten unser Anliegen - eine Stellfläche für diese Nacht - vor. 3x dürft ihr raten , was wir zur Antwort bekamen !!! "Fully booked" Wir könnten natürlich die glücklichen " Platzbesitzer" fragen , ob wir an ihrem Glück teilhaben dürften . Allerdings seien fast alle unterwegs . Na ja , bei 4 ? Stellplätzen nicht gerade eine große Chance für uns 🤢 . Aber - Versuch macht kluch(g). Und wieder war uns das Schicksal gnädig. Eine südafrikanische Truppe war mit mehreren Fahrzeugen unterwegs und hatte deshalb 2 Campsites gebucht , letztendlich aber doch nur eine benötigt . Die andere Campsite überließen sie uns bereitwillig - juchhu. Sofort installierten wir uns dort und verschafften uns einen ersten Überblick .
Das Ambiente gefiel uns und selbst , wenn es nicht an dem gewesen wäre , blieben wir gerne hier. Da nun unser Nachtquartier geklärt war , konnten wir uns auf Gamedrive begeben . Auf Richtung HORSESHOE
Ab und an sahen wir ein paar Tiere und das Fahren durch die Landschaft beglückte uns . Wir waren beide überrascht , daß wir uns nach so langer Zeit immer noch so total begeistern konnten . Jedes Impala , Zebra oder anderes Geschöpf wurde von uns dankbar begrüßt.
Wir fuhren am Horseshoe entlang . Da es dort aber noch verhältnismäßig ruhig war , fuhren wir tiefer in den Park - sehr schöne Landschaften und einige Tiere.
Zurück am Hide begaben wir uns , mit einem Kaltgetränk bewaffnet auf denselbigen .Dieser war schon gut besucht und ein munteres Austauschen von "Safarilatein" war im Gange . Alles aber in angemessener Lautstärke und durchaus interessant . Und dann kamen sie - leider nicht bei uns - ans Wasser . Für Fotos reichte mein Kamerakram wieder gerade so aus - optimal war es jedoch nicht . Alllerdings wollten wir unseren begehrten Platz auch nicht aufgeben , gab es doch schon Anwärter darauf.
Da es nun schon nach 18.00 Uhr war , mußten wir uns auf die Rückfahrt besinnen . Der Weg führte uns ja an der Elischar vorbei - da muß man auf alles Mögliche gefasst sein 🤢 . Aber die Elis hatten ein Einsehen mit uns und ließen uns ungehindert durch. Zurück im Camp grillten wir und genossen die Wärme des Lagerfeuers. Als es schon stockdunkel war gab es einen richtigen Aufruhr der ortsansässigen Affenbande . Einer fiel sogar aus einem Baum . Die Geräuaschkulisse war schon sehr beeindruckend . Vorsichtig bewegten wir uns durch `Gebüsch näher an das Geschehen heran . Auch die Guides waren beunruhigt und machten Lärm . Aber letztendlich fanden wir die Ursache für dieses Spektakel nicht heraus und begaben uns wieder auf unseren Platz. Bald schon krochen wir dann auch in unsere Zelte.
Teil 4018. Sept. 2025
08.06.25
Am Morgen erfuhren wir , daß Löwen in der Nähe gewesen seien und deshalb die Affen verrückt gespielt hätten . Jetzt seien sie aber nicht mehr da - schade. Andererseits war ich froh , daß sie uns beim Kriechen durchs Gebüsch und Gesträuch nicht als Beute erwischt hatten .
Unser Stellplatz
Bevor wir den Park verließen drehten wir noch eine große Runde in ihm . Spektakuläre Sichtungen blieben aus , aber die Umgebung gefiel uns außerordentliich gut .
Auf dem Weg zum Gate fuhren wir dann auch noch zu der alten Campsite , die damals neben der Lodge gelegen hatte und mir auch supergut gefallen hatte . Aber wie sah es jetzt dort aus ? Alles zugemüllt , babelig - einfach nur häßlich !!! Man war anscheinend dabei , einen Pool zu bauen - zumindest waren Baumaschienen und Materialien wild durcheinander deponiert . Also - in dieser Lodge würde ich im Moment nicht gerne logieren . Da würde meines Erachtens ( obwohl ich nicht anspruchsvoll bin und möglichst jedem Ärger aus dem Weg gehe) nur - " Geld zurück" in Frage kommen . Schade um diesen schönen Flecken Land in traumhafter Umgebung .
Die Fahrt Richtund Divundu spulten wir schnell herunter ( ich bin zwischendurch auch - so glaube ich - weggenickt) . Aber diesesmal verpasste ich wenigstens dieses Schild nicht .
Die Auswahl der Campsites in dieser Region ist ja riesig und gerne hätte ich mir was Neues gegönnt , aber ich fand damals das Ngepicamp sehr hipp und wollte es meinem Sohn unbedingt zeigen . Deshalb nahmen wir dort Quartier . Schon die Anfahrt war total witzig - es waren 4x4 und einfache Strecken ausgeschildert - die Fahrspuren verliefen parallel 😄 😄 😄 Dieses Mal erwischten wir auch eine Campsite direkt am Fluß - gut fußläufig zur Bar und dem heißbegehrten WLAN . Den Nachmittag verbrachten wir mit Nutzung desselben und Erkundung der Örtlichkeiten .
Das Camp ist wirklich sehr witzig gestaltet und gefiel auch meinem Sohn sehr gut .
Ich habe in meinem RB von 2018 kein Bild dieses Camps gepostet - nun müßt ihr diese Bilderflut über euch ergehen lassen oder ganz schnell nach unten scrollen 😄 .
Gleich habt ihr es geschafft!!!
Teil 4121. Sept. 2025
09.06.25
Bis hierhin war mein gedanklicher Plan soweit aufgegangen , ok - einen Tag mehr in der Kasaneregion - aber alles im grünen Bereich .S. hatte den Wunsch geäußert , Tsodilo Hills zu erkunden , mir lag nicht soo viel daran : 1. lag es eigendlich nicht auf unserer Strecke 2. ein erneuter Grenzübertritt 3. ein Weiterfahren von dort machte wenig Sinn , also die Strecke dann auch wieder zurück 4. Buschmannzeichnungen hatte ich schon etliche gesehen 5. was ich hier so im Forum gelesen hatte riss mich nicht wirklich vom Hocker Dass ich mit meiner innerlichen Nichtüberzeugung des Unternehmens vollkommen richtig lag sollte sich am nächsten Tag bewahrheiten 😈 😈 😈 . Aber anderseits wollte ich meinem Sohn selbstverständlich nicht im Wege stehen und ihm gerne seinen Wunsch erfüllen . Also sattelten wir an diesem Morgen die Hühner und " Auf nach Botswana" - waren wir ja lange nicht 😄
Wir kamen gut voran , der Grenzübertritt war auch verträglich . Irgendwann sahen wir dann auch schon die Hills in der Ferne.
Unterwegs trafen wir auf 2 Autos - rechts waren 4 Frauen dabei , mit einer Handpumpe Luft in ihre Autoreifen zu pumpen , links standen 3 Männer , die ihr Treiben beobachteten . Seltsame Situation 🤢 Ohne uns irgendeiner Gefahr bewußt zu sein hielten wir und boten unsere Hilfe an . Immerhin hatten wir ja einen Kompressor , da brauchte Frau sich doch nicht zu quälen . Dankbar nahmen die Frauen das Angebot und auch das angebotene Wasser an . Im Gespräch erfuhren wir , daß die Frauen auf dem Weg zum Einkauf waren - puh , da hatten sie noch eine weite Strecke vor sich . Die Männer standen teilnahmslos auf der anderen Straßenseite und beachteten keinen von uns . Nachdem alle 4 Reifen den nötigen Druck hatten , setzten wir unsere Reise fort .
Im Nachhinein fanden wir die ganze Situation dann doch recht merkwürdig . Das hätte auch eine "Falle" sein können . Weit und breit war kein anderer Mensch und es wäre wohl auch so schnell Niemand aufgetaucht , falls wir Hilfe gebraucht hätten . Aber ich glaube immer an das Gute in jedem Menschen und das hat sich hier ja Gott sei Dank bewahrheitet . Hätte aber auch schief gehen können . Bald erreichten wir dann unser Ziel , mußten allerdings ein wenig nach dem Gate Ausschau halten, da wir keine Beschilderung fanden. Das war dann dort auch wieder so eine typische "Arbeitsbeschaffungsmaßnahme". Eine Frau saß am Eingang zum Campingplatz , schräg gegenüber , am Gate zu den Hills zwei weitere Damen . Einen Platz im Camp zu bekommen war total easy , waren wir doch die einzigen Gäste. Eine geführte Tour zu den Zeichnungen wurde schon schwieriger , da der einzige Guide gerade mit Besuchern auf Tour war . Aber die nette Dame orderte einen anderen " Ersatzguide" im Dorf. Dieser kam auch bald , stieg bei uns ins Auto( ich natürlich wieder hinten reingequetscht) und wir fuhren 5 Meter - ok , vielleicht waren es auch 10 - bis zum Gate , um dort unsere Tourbuchung vorzuzeigen . Die zwei Frauen hatten alles aus nächster Nähe mitbekommen - aber - Ordnung muß sein. Bei den Hills angekommen , kam die andere Truppe gerade von ihrer Tour zurück . Wir hatten , in Unkenntnis der Begebenheiten , einen Rundweg gebucht - und los ging es . Anfangs ein guter Wanderweg , dann an den Felsen entlang ein Trampelpfad .Unser Guide erklärte uns viel zur Entstehung der Felsformationen , der Malereien , über Flora und Fauna .
Dennoch sprang der Funke bei uns nicht so ganz über . Landschaftlich und historisch gesehen war es wirklich sehr schön und interessant , aber unser Guide konnte uns nicht ganz in seinen Bann ziehen - irgend was fehlte bei der Chemie 🙁
Jetzt wurde die Strecke noch richtig interessant - so richtig nach unserem Geschmack .
Allerdings war heute nicht mein bester Tag - ich hatte Schmerzen - Rücken , Hüfte, Knie - wie schon seit Wochen , aber nun doch etwas unerträglicher. 😈 Dennoch trabte ich tapfer hinterher . Bezahlt ist bezahlt und wird bis auf den letzten Pula genossen . 😄
Diese Zeichnung gehörte eigendlich nicht zu unserem Rundweg - also eine "Bonussichtung". Allerdings gingen wir dann die selbe Strecke zum Parkplatz zurück - nichts mit Rundweg 😈 😈 😈 . Anderseits war ich wegen meiner Schmerzen auch nicht total sauer und schön war die Tour auch so. Auf der Rückfahrt gab uns der Guide noch den Tip , unsere uns zugewiesene Campsite nicht zu belegen , da dort das Wasser nicht ginge . Wir sollten uns stattdessen auf Campsite ? stellen . Meinem Sohn gefiel der Gedanke , am nächsten Morgen den Gipfel zu erklimmen . Ich hatte auch große Lust darauf , war mir aber wegen meiner Beschwerden nicht sicher , ob ich das schaffen würde . Na ja , das würde ich am nächsten Morgen entscheiden . S. buchte zumindest schon mal die Tour . Auf die Frage , ob wieder mit dem selben Guide , kam er etwas in Bedrängnis , da dieser direkt neben ihm stand . Also - ok- natürlich wieder mit ihm 😵 . So schlecht war er dann ja nun auch nicht .
Unser Camp erwies sich dann als seelenlose " Streuobstwiese" Wir hatten das Gefühl , in einer verlassenen Plantage zu verweilen . Manche Plätze sahen noch halbwegs gemütlich aus - aber bei allen war das Wasser abhanden gekommen . Wäre allerdings für uns nicht wirklich dramatisch - aber wenn man eine Dusche mit Solarenergie hat , möchte man die auch gerne nutzen . So einen Platz fanden wir dann auch . Nachdem ich Brotteig angeknetet hatte , duschte ich ausgiebig - Wohltat. Immer wieder liefen Esel durch unser Camp und wir mußten Slalom laufen , um nicht in ihre Hinterlassenschaften zu latschen .
Schnell verschwand dann auch die Sonne und es wurde sofort lausig kalt .
Schnell entfachten wir ein Feuer - das Brot mußte gebacken werden und wir wollten nicht frieren - taten es aber dennoch .
Ich versuchte mit " Dönerspieß" der Kälte zu entfliehen , das half aber nicht wirklich . Gerne hätte ich mich in meinen Schlafsack verkrochen , aber das Brot wollte und wollte nicht fertigbacken 😈 😈 Außerdem war heute für uns auch ein sehr denkwürdiger Tag , den mußten wir gebührend ausklingen lassen .
Teil 4223. Sept. 2025
10.06.25
In dieser Nacht habe ich vor Kälte kaum geschlafen , alles , was sich in meinem Zelt so finden ließ , hatte ich über mich gerafft - die Kälte blieb. Beim ersten Tageslicht konnte ich meiner Blase nicht mehr suggerieren , daß sie nicht wirklich voll war - nein , ich mußte das Notwendige tun . Also schälte ich mich schweren Herzens aus meinem Decken - und Schlafsackgewusel und kraxelte die Leiter herunter . Boh war das kalt , die Hände froren fast an den Sprossen fest . So schnell es ging rannte ich zum Ort meiner Begierde - Erleichterung und etwas weniger "Frost" waren die Belohnung. Wieder im Freien sah ich doch tatsächlich meinen Atem 😈 😈 😈 Ein heißer Kaffee wäre jetzt toll - aber - großes Problem - meine Hände waren beinahe abgestorben , ich bekam die Gasflasche nicht auf 🤢 🤢 🤢 . Nach etlichen Versuchen klappte es und nach ewig langer Zeit hatte ich mein Muntermachergetränk . So langsam - sehr langsam - ging die Sonne auf und ich hüpfte von einem Strahl zum nächsten um möglichst viel von der spärlichen Sonne einzufangen . Puh- so heftig hatte ich noch nicht einmal in Finnland bei - 30 Grad geklappert .
Nun war es auch Zeit S. zu wecken , denn unsere Wanderung sollte zeitig stattfinden , damit wir nicht zu sehr schwitzten beim Aufstieg . Hä SCHWITZEN - was ist das ? Nun mußte ich mich auch entscheiden - den heiligen Berg erklimmen oder mehrere Stunden auf der " Streuobstwiese" die Esel beobachten . Da es immer noch lausig kalt war entschied ich mich für Bewegung - kann ja nicht schaden . Also ab zum Gate , Guide einsammeln und hin zum Berg . Die Dame am Gate sah auch ganz verfroren aus und meinte , ihr Wasser wäre heute morgen gefroren gewesen . Kein Wunder also , daß mir so elendig kalt war. Am Berg angekommen , gab S. unserem Guide noch seine warme Jacke ( die Beste und Neueste die er besitzt), da dieser auch fast noch mit den Zähnen klapperte. Dick eingemummt machten wir uns an den Aufstieg . Ich war schon bald aus der Puste - nicht , weil ich so schwitzte - oh nein - ich merkte meine Knochen 😈 😈 😈 . Aber tapfer erkämpfte ich jeden Höhenmeter -bezahlt ist bezahlt - da wird jeder Pula ausgekostet 😄 😄 😄 . Der Guide war auch sehr rücksichtsvoll und legte öfter Pausen ein . Was sollte er auch machen ? Wenn er mich nicht verlieren wollte blieb ihm nichts anderes übrig. Die Aussicht war schön und ich hatte das Gefühl , daß wir doch recht gut voran kamen .
Der Guide machte uns auf die wenigen Tiere aufmerksam und erzählte so manches über die Pflanzenwelt . Beim Weitergehen nahmen mich dann die beiden in die Mitte , so daß der Guide meinen schnaufenden Atem hören konnte . Wenn er ihn nicht mehr hörte , wußte er , daß er warten mußte 😈 🤢 🤩 . Er sprach mir auch Mut zu - ein Drittel der Strecke hätten wir schon geschafft . Wie bitte? Erst ein Drittel ? Der Gipfel sieht doch so nah aus . Also frohen Mutes weiter . Und dann passierte es - das ,womit ich nie gerechnet habe - heute noch nicht ganz begreifen kann - und dennoch dankbar für den glücklichen Ausgang bin . Irgendwie trat ich auf eine lose Steinplatte , diese rutschte weg und ich verlor den Halt . Krampfhaft versuchte ich noch , mich an einem mickrigen Ästchen festzuhalten - jedoch ohne Erfolg. Ich kippte nach hinten weg , schrie irgendwas - so in der Art "Schei.....benkleister" und konnte nur noch denken " Das wars mit Conny - überall liegen hier spitze , große und kleine Steine rum , nirgendwo Erde geschweige denn weiches Gras . Da kannst du nur Totalschaden nehmen . Ich merkte auch gleich , daß ich mit dem rechten Knöchel irgendwo gegenschlug - aua. Und dann schlug mein Kopf gegen etwas Hartes , meine Brille flog im hohen Bogen weg und ich kam zum Stoppen . Kurz hatte ich die Befürchtung , mir würden die Sinne schwinden . Aber - oh Wunder - ich konnte mich aufrappeln . Ich war - welch ein Riesenglück, mit dem Kopf gegen das Schienbein meines Sohnes gestoßen , welches dann ein weiteres Abwärtsrollen meines Luxuskörpers stoppte. 4 entsetzte Augen starrten mich an - ich sah das nur verschwommen . Nachdem mein Sohn die Brille irgendwo im Gelände unversehrt gefunden hatte , hatte ich wieder den "Durchblick" S. war noch sehr besorgt um mich und auch der Guide fragte ständig , ob es mir wirklich gut gehe . Mein Sohn erzählte mir , daß ich tatsächlich eine komplette Rüchwärtsrolle gemacht hätte und er versucht habe , meinen weiteren Fall zu stoppen . Das hat ja auch , Gott und meinem Sohn sei es gedankt , geklappt . Nachdem ich mich wieder etwas aufgerappelt hatte gingen wir weiter . Wir hatten ja schließlich die Gipfelbesteigung bezahlt - und jeder Pula wird abgearbeitet .
Aber bald schon merkte ich, daß mir der Schock und auch die Bruchlandung sehr in die Knochen geschossen waren .
Schitt auf die Pula - ich gehe keinen Schritt weiter . Meine Beine waren jetzt doch ziemlich wackelig . Da wäre ein weiterer Aufstieg unverantwortlich . Ich gebe ja ungern eine Sache auf , habe das auch nur sehr selten in meinem Leben gemacht und hätte Micha mich nicht manchmal gebremst , wäre ich womöglich in manche Gefahr gekommen - aber hier und jetzt war nun Schluß. Das teilte ich dann auch den Beiden mit . Ich machte den Vorschlag , hier an dieser Stelle sitzen zu bleiben , die beiden sollten auf den Gipfel wandern und mich bei der Rückkehr wieder einsammeln . Gesagt , getan . Der Guide versicherte mir , daß keine Schlangen und Leoparden in der Nähe waren - das beruhigte mich sehr .
Und so saß ich nun da - wie lange? - keine Ahnung- bestimmt über 1 Stunde. Der rechte Knöchel schmerzte , die linke Hüfte und das Knie meldeten sich auch mal wieder , der Stein , auf dem ich saß , wurde immer härter . Selbstgewähltes Schicksal 😈 😈 😈 😈 . Zu sehen gab es auch nicht viel ( kennt noch jemand den Film " Robinson Junior? Der hat sich einen Rahmen gebastelt und durch ihn hindurch auf`s Meer geblickt . Und jeden Abend hat er sich selbst gefragt : Was zeigen sie denn heute im TV ? Das MEER !!! ) Bei mir war es halt nicht das Meer sondern : Der Busch!!! Irgendwann kamen die Beiden dann aber doch und mit sehr viel Vorsicht machten wir uns an den Abstieg . Jedesmal wenn der Guide der Meinung war , es würde schwierig , nahm er mich an die Hand . Ich hatte das Gefühl , am liebsten würde er mich runter tragen , nur , damit mir nicht noch einmal etwas passiert . War ja für ihn auch eine doofe Situation - aber er hatte an der ganzen Aktion absolut keine Schuld. Glücklich kamen wir wieder am Auto an . Jetzt war uns auch ein wenig wärmer . Anschließend fuhren wir unseren Guide noch in ein Dorf der Buschmänner. Die Dorfbevölkerung kam auch sofort mit"Handelsware" herbei geströmt . Wir hatten allerdings keinen Bedarf und eigendlich auch keine Zeit . Der Guide bedankte sich für die Fahrt in den mehrere Kilometer entfernten Ort, das Trinkgeld und für die Jacke . Diese wollte mein Sohn ihm dann aber nicht überlassen - sie war selbst für unsere Verhältnisse teuer . Kein Problem - er gab sie - zwar schweren Herzens - zurück. Sogleich machten wir uns auf den Weg Richtung Namibia . Ich war noch ganz schön verwirrt , ärgerlich über mein Ungeschick , dankbar für meine Rettung , nachdenklich über die möglichen schwerwiegenderen Ausgänge . Ich habe doch gleich so ein doofes Gefühl bei dem Gedanken an Tsodilo Hills gehabt - der heilige Berg hat mich nicht gewollt oder aber wollte mich eigendlich für immer !!!
Teil 4325. Sept. 2025
immmer noch 10.06.25
So langsam legte sich die Aufregung über meinen Sturz und wir fuhren zügig Richtung Grenze , nicht ohne eine kurze Tour über die neue Brücke über den Okavango zu machen .
Nach der Grenze bogen wir rechts in den Mahangopark ein . Die Strecke war super zu fahren , die Landschaft traumhaft , das Sichtungsangebot eher mangelhaft - egal . Wir hatten in diesem Urlaub schon soooooo viel gesehen . Wir erfreuten uns an der Umgebung und dem Kleingetier .
Auch etwas größere Tiere ließen sich blicken und boten uns Abwechselung.
Wenn ich nicht 100% gewußt hätte , daß ich auch 2018 hier gewesen bin - ich hätte den Park nicht wiedererkannt . So viele verschiedene Wege, Abzweigungen und Riverfrontfahrmöglichkeiten hatte ich nicht mehr auf dem Schirm . Anscheinend sind wir damals nur 1x längs durch und auf der anderen Straßenseite quälend langsam und tiefsandig zurück . Gerne hätte ich nun viel mehr Zeit im Park verbracht . Wir hatten von Löwensichtungen gehört - uns blieben sie verwehrt . Aber wir benötigten ja noch ein Quartier . Unsere Wahl fiel auf die erstbeste Campsite- die Mahango Safari Lodge . Da wir nur 1 Nacht bleiben wollten ( langsam wurde die Zeit knapp 😈 😈 😈 ) , bekamen wir die kleinste Campsite zugewiesen . Die war allerdings total ok . Verhältnismäßig nah zur Rezeption und Bar . Auch der Weg zum Klohaus war noch machbar und der Blick auf den Fluß super . Es wurde auch schon wieder recht kalt , deshalb beschlossen wir Auswärts zu essen . Die Anmeldung dazu konnten wir noch rechtzeitig tätigen . Zur Benutzung viel zu kalt - ich fror schon beim Anschauen .
Nach Erkundigung des Geländes gingen wir zum Essen .
Wegen der Kälte fand dieses im Speiseraum statt . Wir setzten uns in die Nähe eines Wärmestrahlers . Aber die Türen standen ständig offen , so daß wir doch richtig froren . Das Essen schmeckte sehr gut ,
aber die Kälte vertrieb uns bald . Noch ein Blick auf den Fluß und rucki zucki in den warmen Schlafsack.
Teil 4426. Sept. 2025
11.06.25
Zeitig sind wir wieder auf den Beinen , trödeln etwas rum und machen einen Plan .
Da wir nun mal in der Gegend sind , würde ich dem Buffalo Park auch nochmal eine Chance geben . In 2018 waren nur sehr wenig Wege befahrbar , die Gegend stark verbuscht und die Tiersichtungen eher dürftig. Sollten wir uns das antun? Was könnte uns noch erwarten ? Sichtungstechnisch hatten wir in den letzten Wochen viel mehr niedergestreckt als erhofft . OK - ein Leopard wäre noch schön . Aber das wäre ja fast zuviel des Guten . Andererseits ist das jetzt auch die letzte Chance . Also los - nehmen wir den Park unter die Räder .
Leider sind wir dann doch erst am späten Vormittag - also fast schon Mittags am Gate , quatschen uns noch mit einem jungen Pärchen fest und beginnen viel zu spät den Gamedrive . Egal , was soll´s . Wir haben eh keine großen Erwartungen . Aber wenn man schon mal hier ist !!! Vorbei an den Militärruinen nehmen wir den ersten Stich runter zum Fluß - die Strecke läßt sich viel besser fahren als 2018. Auch in diesem Park sieht alles ganz anders aus als es mir meine Erinnerung suggeriert . Bald schon haben wir auch erste Erfolge beim Tierefinden .
Teilweise öffnet sich die Landschaft , Springböcke und Elefanten lassen sich sehen und Mutti hat keine Lust mehr , Fotos zu schießen . Einfach Abschied von der beeindruckenden Tierwelt nehmen und genießen . Anderen Autos begegnen wir nicht - wer fährt auch schon mittags in einen Park ? Nur wir . Gerade als wir eine kleine Pause einlegen und uns an einem Warmgetränk ergötzen wollen entdecken wir erst einen dann zwei Löwen - hach , welch ein Glück .Ok - sie sind sehr weit weg und die Schwemmebene trennt uns voneinander - aber immerhin - so ein toller Abschied .
Und dann tun sie uns den Gefallen und bewegen sich .
Sie gehen parallel zum Weg und wir können ihnen folgen . Nach kurzer Strecke legen sie sich wieder nieder , doch zu unserer Freude nicht ins hohe Gras sondern auf den Präsentierteller .
Sie scheinen ein Opfer ins Auge gefaßt zu haben und bewegen sich weiter . Leider geht unser Weg nun nicht mehr am Fluß entlang und wir kacheln mit Karacho los , um an der nächsten Stelle an den Fluß zu gelangen . Gutes Timing - die Löwen kommen auch gerade an .
So geht das Spiel noch einige Male und wir haben immer wieder das Glück , sie erneut zu finden .
Sie kommen sogar direkt an unserem Auto vorbei - himmlisch . Und wir sind immer noch allein mit ihnen - meine Seele quillt über . Nie im Leben hätte ich mit sooo vielen super Sichtungen gerechnet . War ich 2018 schon total begeistert , hat dieser Urlaub das nochmals wahnsinnig getoppt.
Upps , nun sind sie sogar zu dritt - wo kam die denn nun noch her ?
Nacheinander , wie bei einer Parade , flanierten sie vor unserem Auto , um dann aus unserem Blickfeld zu verschwinden .
Puh , war das wieder schön und aufregend . Der Kaffee war mittlerweile kalt , zumindest der Rest , der noch in den Tassen war . Das Meiste hatten wir bei der Raserei verschüttet - egal .Also füllten wir Neuen nach . Das tat jetzt aber richtig gut . Dumm nur , daß ich jetzt aber dringend aus der Hose mußte . Das Bedürfnis kam so schnell und überraschend und zudem noch unaufschiebbar- also vorsichtig aus dem Auto - zu allen Richtungen blicklich abgesichert und und und - Wohltat - erleichtert . Noch ehe ich wieder ins Auto steigen konnte hörte ich hinter der nächsten Biegung ein Quiecken . Oh Schreck - was war das ? Schnell fuhren wir weiter . Auf einer kleinen Anhöhe stand ein anderer Selbstfahrer und berichtete , daß Löwen ein Warzenschwein gerissen hätten . Oh je - kaum 200 Meter von meiner "Pipistelle" entfernt waren die Löwen doch tatsächlich erfolgreich gewesen . Danke liebes Warzenschwein , daß du dich geopfert hast . Somit war ich wieder einmal in diesem Urlaub dem sicheren Tod entkommen . So viele Schutzengel kann man garnicht haben . Wir hatten aber auch angenommen , daß die Löwen schon viel weiter weg wären . 😈 Seit dem ersten Foto der Löwen waren mittlerweile 1,5 Stunden vergangen . Da man in dem hohen Gras nicht wirklich viel erkennen konnte , ließen wir die Tiere mit ihrem Mittagsschmaus allein und kurvten noch durch den wirklich tollen Park . Ein Eli kam uns an einer unübersichlichen Stelle gefährlich nahe . Ansonsten sahen wir noch einige Tiere - trotz Mittagszeit .
Teil 4529. Sept. 2025
Mittlerweile war es schon nach 14.00 Uhr geworden und wir beschlossen , nun mal Strecke zu machen . Bis Rundu wollten wir es dann doch gerne schaffen . Ohne Zwischenstop fuhren wir in das mir bekannte Kaisosiscamp. Gerne hätte ich auch hier was Neues ausprobiert , aber : 1. war es schon wieder verhältnismäßig spät 2. war das Camp gut ausgeschildert - also keine Experimente nötig
Im Camp angekommen , hatten wir freie Platzwahl . Lange konnten wir uns nicht entscheiden - zu nah bei anderen , große Truppe in der Nähe , zu klein , keine Abendsonne - ja , wir wurden anspruchsvoll 😈 😈 . Als wir uns endlich eingerichtet hatten , beschlossen wir , das Objekt und das Essen zu erkunden .
Zum Draußensitzen war es mittlerweile zu kalt geworden . Also begaben wir uns nach drinnen und bekamen dort eine riesige Tafel als Platz zugewiesen . Wir bestellten jeder Schnitzel und mein Sohn zusätzlich einen Miniburger . Nach sehr langer Zeit kam dann auch unser Essen . Da machten wir aber Augen . Ich bekam mein Schnitzel , S. aber nur der Burger 🤩
Na davon konnte er ja nun sowas von überhaupt nicht satt werden , das Teil reichte ja gerade so für eine Zahnfüllung . Schnell klärten wir dann die Unstimmigkeit auf und das 2. Schnitzel wurde dann auch verhältnismäßig schnell nachgeliefert .Satt und zufrieden gingen wir in die Heia - eigendlich war es nun schnurz , wo wir standen . War ja nur zum Schlafen und frühstücken .
Teil 4630. Sept. 2025
12.06.25
Wie immer früh auf den Beinen muß ich mich mit einem aggresiven Hahn auseinandersetzen . Sowas aber auch . Da habe ich alle Wildtiere überlebt , selbst die Löwen , und jetzt will mir so ein blöder Hahn den Garaus machen . Selbst als ich mich zum Kavango begebe folgt er mir . Die Wetterlage ist heute recht dramatisch .
In Angola scheint es zu regnen .
Die Sonne will heute auch nicht so richtig zum Vorschein kommen . Bei unserer Abfahrt um 9.30 Uhr haben wir erst 13 Grad - also nicht wirklich angenehm . Dennoch besehen wir uns noch die Anlage - sportlich kann man hier so einiges machen - WIR NICHT !!!
nachhaltige Sitzgarnitur
Nun bleiben uns noch 5 Übernachtungen 😮 - wo ist die Zeit geblieben ? 2 Tage Waterberg sind gesetzt - ich fand es dort schön und S. wollte wegen des geschichtsträchtigen Ortes unbedingt dort hin . 2023 hatte es ja leider nicht mehr geklappt . Überlegung - die restlichen 3 Tage ins Erongo , ist kein Wahnsinnsumweg und Ameib oder Spitzkoppe geht immer , oder doch mal was Neues und nach Erongorocks fahren ? Andererseits hatte ich von Kraxeltouren im Moment genug - der Waterberg würde mir schon meine restlichen Reserven abverlangen . Während der Fahrt warf ich mal so den Etosha in den Ring . Das könnte bei 3 Übernachtungen noch recht gut klappen . Tiere gucken , Tiere gucken - hatten wir ja lange nicht mehr 😄 😄 😄 . Deshalb war ich total überrascht , als mein Sohn begeistert reagierte . "ja , den Osten habe ich ja noch nie gesehen und die Pfanne auch nur am äußersten Zipfel" - so seine Reaktion . "Und wenn wir dann in Okakuejo sind , bin ich auf einer Campsite , die ich schon kenne . Dann hat der Kreis sich geschlossen und wir haben den damals nicht geschafften Teil in diesem Jahr nachgeholt . Papa würde sich freuen . " Also abgemacht - ETOSHA wir kommen !!! Gerne wären wir die Nebenstrecken gefahren , aber wir mußten tanken , ein wenig einkaufen und Bargeld besorgen . Das taten wir dann lieber in Grootfontain - sicher ist sicher . Zwischendurch mal eine kleine Rast... ... die Landschaft gefiel uns auch gut . Dann aber schnell zum Gate und da es schon Nachmittags war , ging das Prozedere ziemlich zügig .( es waren keine anderen Autos da). Als erstes steuerten wir Klein- Namutoni an und erblickten auch sofort eine Giraffe.
In der Ferne sahen wir noch etliche Verwandte gemächlich antraben - hach war das schön . So ganz anders als in Botswana und Caprivi - die offene Landschaft und die mickrigen , trockenen Büsche ließen einen viel weiteren, offeneren Blick zu . Im Fort gerieten wir leider an eine seeeeeehr unmotivierte Dame - ohne überhaupt einen Blick ins Buch zu werfen kam die knappe Auskunft " Fully Booked" - na klar . In den anderen Camps hätte ich es ja noch glauben können - aber in Namutoni??? Auch kein Angebot eines Chalets oder so wurde uns offeriert . Also dann - Tagesticket bezahlt und " Ihr könnt uns mal" .Schlafen wir halt vor den Toren . Das aber natürlich erst , nachdem wir noch eine Runde in nördlicher Richtung gedreht haben . Die Gegend war auch für mich neu . Und trotz der kurzen Zeit hatten wir schöne Sichtungen .
Sehr weit weg , aber mit Fernglas bzw Zoom doch eindeutig erkennbar - unser erstes R. in diesem Urlaub. Juchhu
Das Licht war so seltsam - wir konnten nicht mit Bestimmtheit sagen , daß da nun Wasser drin stand . Aber wir redeten es uns ein .
Diese Trappe rannte eine ganze Weile vor uns her , wir fuhren schon im Schritttempo , ne eigendlich standen wir fast . Aber dummerweise flog sie nur ein kleines Stück... ...um dann wieder vor uns zu landen . Ein tolles Erlebnis - es müssen nicht immer die großen und wilden Tiere sein . Zum Schluß fuhren wir noch zum Wasserloch Klein Okevi und sahen fast hautnah dieses Exemplar .
Allerdings waren doch etliche andere Autos vor Ort und der Eli tat mir fast leid . Er wußte überhaupt nicht , wo er langgehen sollte . Da es nun auch schon 17.30 Uhr war , mußten wir die Rückfahrt antreten . Die Bediensteten am Gate waren überrascht, uns schon wieder zu sehen , aber was will man machen , wenn uns keiner haben wollte 😵 . In Onguma war es kein Problem auf der Tamboticampsite unterzukommen . Auf der Anfahrt und am Wasserloch sahen wir leider nicht ein einziges Tier . Deshalb gingen wir auch bald ins "Schlafgemach".
Teil 4702. Okt. 2025
13.06.25
Auf , auf zum fröhlichen Jagen .... oder besser gesagt ... auf nach Halali !!! Vorher mußten wir uns noch der Mangusten erwehren , die unseren Campground geentert hatten ( auf dem Foto sind sie schon weg )
So richtig war der Funke für diesen Ort nicht bei uns angekommen . Ok - der Platz war sauber und mit Strom und Duschgelegenheit usw. gut ausgestattet . Aber , wir haben auf Hin - und Rückfahrt kein einziges Tier gesehen 😈 Eventuell , wenn man in einem festen Quartier ist und auch dort einen Gamedrive bucht, sieht die ganze Geschichte schon anders aus . Aber nur zum Nächtigen würde ich doch Namutoni vorziehen - zumindest , wenn man anschließend noch durch den Etosha will . Das taten wir dann auch . Zuerst steuerten wir Twee Palms an . Unterwegs sahen wir ein totes Zebra , von hungrigen Fressern war weit und breit aber nichts zu sehen, obwohl wir ziemlich lange dort verweilten . Aus "Pietät" hab ich auch kein Foto gemacht . Danach gab es nur Landschaft zu entdecken .
OK - ein Dik-Dik ließ sich blicken , hatten wir nur gaaanz wenige in diesem Urlaub (2?)- also doch eine schöne Sichtung .
Auch schön!!! Aus Verzweifelung 🤪 betrieb ich schon Nahstudien einer Giraffe - immerhin was .
Da wir mutterseelen allein unterwegs waren , konnten wir uns auch nicht nach Sichtungsglück anderer erkundigen . Es war schon komisch , gestern verhältnismäßig viele Tiere , heute nur einige Springböcke und sonst nichts 😈 😈 😈 😈 Den letzten Stop nördlich von Namutoni legten wir dann , so glaube ich , bei Groot Okevi ein . Wir hatten noch nicht angehalten , da entdeckte ich was ganz tolles - ein Honigdachs beim Trinken . Leider störte ihn wohl unsere Anwesenheit und er zog sich schnell zurück . Ein paar Fotos sind mir gerade noch so gelungen .
Dann verschwand er im Gebüsch . Eine Weile beobachteten wir noch die anwesenden Zebras , der Dachs kam leider nicht zurück .
Also , dann doch nun endlich los nach Halali . Im Fort legten wir aber noch eine Mittagsrast ein .
Die Besteigung des Turms war , wenn ich mich recht erinnere , gesperrt . Aber es waren dennoch einige Leute oben , wir auch . Der Fußboden auf dem Aussichtsdeck war teilweise aufgerissen , der Blick allerdings trotzdem schön .
Dann fuhren wir nochmal beim toten Zebra vorbei - vielleicht gab es ja nun Interessenten . Aber - unser totes Zebra war weg , einfach weg . Anscheinend hatte es vorhin nur wirklich total entspannt tief und fest geschlafen 🤩
Auf dem Weg nach Halali klapperten wir alle erdenklichen Wasserlöcher ab , ohne Erfolg .
Gegen 15.30 Uhr erreichten wir das Camp und konnten problemlos einen Platz buchen . Lange suchten wir nach einem ruhigen Plätzchen am Rande . Das war dann zwar weiter zum Wasserloch und dem Sanitärgebäude , dafür aber mit ein wenig Privatsphäre. Am Wasserloch selbst war um diese Zeit nichts los .
Teil 4804. Okt. 2025
Später starten wir noch einmal zu einem Gamedrive , mal sehen , ob wir noch was schönes sichten können . Doch außer viel Natur können wir nichts , aber auch garnichts entdecken 🤢 🤢 . Noch nicht mal andere Autos. Aber dann , am Goas - Wasserloch , werden wir fündig- juchhu - ca 10 andere Autos können wir am entgegengelegenem Ufer sichten . Hier waren sie also alle . Da wollten wir doch gerne zugehören . Dieses war allerdings nicht einfach - eine riesige Zebraherde hatte das selbe im Sinn und bei einem Zebrastreifen muß man ja anhalten . Selbst im Busch gilt es , die Verkehrsregeln einzuhalten . Aber irgendwann konnten wir uns doch zu den anderen gesellen und siehe da - es hatte sich gelohnt .
Das hat ja gut geklappt - sehr lange Zeit konnten wir diesen Kollos beim Schlammbad beobachten
Leider vergeht die Zeit wieder viel zu schnell und wir müssen uns auf den Rückweg begeben - man weiß ja nie , was einem so alles widerfährt. Uns allerdings dieses mal nichts , so daß wir kurz nach 18.00 Uhr das Tor zum Camp passieren . Für den Pool ist es uns dann aber eindeutig zu kalt ...
...also schnell was zwischen die Kiemen schieben und ab ans Wasserloch . Dort ist schon reger Betrieb - zumindest was die Schaulustigen betrifft . Aber am Wasserloch und auch unter der Menschenmasse herrscht Ruhe. Bis dann der große Auftritt stattfindet . Szene 1 : 1 Rh. betritt die Bühne von rechts Szene 2 : 1 Rh. mit Kind kommt den linken Hang herunter Szene 3 : Begrüßung der beiden Großen Szene 4 : eine Hyäne möchte gerne ans Wasser - sie nähert sich demutsvoll und ängstlich Szene 5 : die beiden Rh. haben was dagegen . Szene 6 - unendlich : das Szenario wird ständig mit wechselnder Besetzung wiederholt Fazit : eine spannende Abendvorstellung mit hervorragenden Akteuren und unsererseits einem tollen Balkon- Logen - Platz.
Wie jeder weiß , ist Blitzlicht im Theater verboten , deshalb diese mäßigen Handyaufnahmen - mehr so als Beweis gedacht und um dieses tolle Erlebnis besser in Erinnerung zu haben.
Teil 4906. Okt. 2025
14.06.25
Sehr zeitig morgens beginnt das Rumgekrame auf dem Platz , wollen doch alle zeitig los . Wir gehen das Ganze etwas ruhiger an . Endlich schaffen wir es auch , unser bei Tsodilo Hills gebackenes Brot aus dem Potje herauszumeißeln 😈 😈 😈 . Es hatte sehr gut in dem Potje ausgesehen - aber es klebte am Boden dermaßen fest - es wollte nicht zu uns gelangen - erst recht nicht in unseren Magen . Nachdem wir es nun einige Tage über Stock und Stein geschaukelt hatten , konnten wir es mit Hilfe 2er Löffel heraushebeln . Raus mußte es ja - so konnten wir das Gefäß ja nicht zurück geben . Nun hatten wir es endlich geschafft . Und siehe da - kein bißchen schimmlig , nicht ausgetrocknet - es ließ sich noch wunderbar essen und schmeckte sogar . Damit hätte ich nun nicht gerechnet . Zum Abschied vom Platz gingen wir nochmals zum Wasserloch - den Weg hätten wir uns sparen können - tote Hose . Auch die Suche nach einem Geocach blieb erfolglos . Dann suchen wir halt mal in der Weite des Parks nach Tieren .Bald ließen sich auch die Ersten blicken . Singhabicht ?
irgend ein Reiher ? Wir bewegten uns Richtung Etosha Lookout und die Luft und das Licht wurde immer diesiger und flimmernder. Eine mystische Atmosphäre um gab uns .
Dadurch , daß wir erst gegen 9.15 Uhr losgefahren waren , hatten wir diese unendliche Weite für uns ganz allein - wir kamen uns regelrecht verloren und verlassen in ihr vor . Wie klein und unbedeutend wir Menschen doch in diesem großen Universum sind und dennoch bilden wir uns immer ein , daß wir die Größten sind . Spätestens hier wird man vom Gegenteil überzeugt .
Schade , daß manche hier unbedingt ihre Spuren hinterlassen müssen , oder war das wegen vorheriger Feuchtigkeit notwendig ? Vor Begeisterung über die grenzenlose Weite , Unendlichkeit und Freiheit machte ich auch einen kleinen Luftsprung - einen klitzekleinen - meinem Alter , Gewicht und Ungelenkigkeit entsprechend . Hier fanden wir dann auch sofort den Geocach - viele Verstecke gibt es hier ja auch nicht 🤩 Nachdem wir uns ausgetobt hatten klapperten wir alle Wasserlöcher Richtung Okakuejo ab - meist mit sehr mäßigem Erfolg . Aber unterwegs hatten wir doch schöne Begegnungen .
Landschaftlich war es sehr abwechselungsreich , manchmal staubtrocken und öde , dann wieder Vegetation , hügelig und tierreicher . Ich denke es war bei Salvadoro - dort sahen wir riesige Zebra - und Springbockherden - traumhaft und leider nur im Gehirnkästchen in der ganzen Schönheit abspeicherbar .
Auch ein Oryx gab sich die Ehre.
Wie unterschiedlich dann doch die Aufnahmen von Lumix- Kamera und Handy sind !!!
Teil 5008. Okt. 2025
Und weiter ging die Fahrt durch den Park , nichts an den Wasserlöchern , unterwegs Giraffen , Springböcke und co , die aber kaum noch auf meine Festplatte wanderten .
Ok - ein paar dann doch... reich geschmückt Rotkopfamadine ? gähnende Leere ... Und dann - wieder eine Erstsichtung - 2 Sekretäre - auf diese Spezies hatte ich schon gewartet . Dadurch , daß es recht windig war , erwies sich das Fotografieren als nicht so einfach . Dadurch ergaben sich andererseits tolle Motive Da müßt ihr jetzt durch .
Auch ohne Großgetier und "Katzenalarm" konnten wir schöne Augenblicke erleben und genießen .
Lange beobachteten wir dieses Hörnchen bei seinem Bemühen , diese Melone irgendwie unter Kontrolle zu bringen . In den ca 10 Minuten , die wir bei ihm verweilten , war alle Mühe vergebens .Aber uns bot es ein herrliches , lustiges Schauspiel . Videos einstellen beherrsche ich immer noch nicht und zum x. Mal fragen und dann rumfriemeln hab ich einfach keine Lust .( auf Insta bei Sebstian Skalitz kann man es sich anschauen - Werbeblock beendet )
Auch auf die Zebras war Verlass - immer wieder kreuzten sie unseren Weg. Kurz nach 15.00 Uhr erreichten wir dann Okakuejo - wir hatten uns für die Strecke wirklich viel Zeit gelassen . Ein Farbtupfer erfreute meine mittlerweile ans staubige grau gewöhnten Augen.
Eine Wohltat und die Erkenntnis - ich sehe tatsächlich noch in bunt 😄 😄 😄 😄 . Nun hieß es aber erst mal checken , ob wir hier bleiben können . Überhaupt kein Problem - wir bekamen eine verhältnismäßig ruhige Stelle am Rand des Campgrounds zugewiesen . Juchhu - Glück gehabt . Na ja - vielleicht doch nicht soooo viel Glück , denn : unsere Nachbarn war eine russische Familie . Im ersten Moment ja kein Problem . Ich bin weltoffen, tolerant und nicht kleinkariert . Aaaaber - die Truppe war dermaßen laut , unorganisiert und anscheinend kein bißchen Campingerfahren 😈 😈 😈 . Das bloße Zusehen tat schon weh . Und dann noch das russische Gequassel - irgendwie ging es mir total auf den Zopf . Geht Anderen vielleicht beim Deutsch auch so . Vielleicht lag es auch an der langen Zeit der Ruhe und Abgeschiedenheit . Und zu allem Unglück verstand ich ja auch noch ein paar Brocken ihrer Konversation - das war teilweise ziemlich heftig . ( Ich wußte gar nicht , daß ich solche Wörter vor 50 Jahren in der Schule gelernt hatte - aber muss ja wohl ). Zum Glück waren wir ja nicht zum Relaxen hier , sondern wollten ans Wasserloch . Das taten wir dann auch schnell .
Okaukuejo- mein geliebtes Wasserloch - nun war ich zum 3.x hier - beim letzten Mal noch mit Micha , und S. war da auch dabei . Ein komisches Gefühl - Sehnsucht , Dankbarkeit , Erinnerungen - alles prasselte auf uns ein . Eng umschlungen warfen wir den ersten Blick auf die Stelle , die uns so sehr im Gedächnis war . Und wir konnten dann wenigstens auch zwei Elefanten erblicken . Diese waren uns im Etosha dieses Mal fast verwehrt geblieben . Ringsherum ließen sich Vögel blicken .
Wobei unser Augenmerk hauptsächlich auf den Elis ruhte.
Aber auch die anderen Tiere erhielten unsere Aufmerksamkeit .
Anschließend kurvten wir noch ein Stündchen durch die Gegend - kein Foto ist entstanden - soll heißen - es hat sich nicht gelohnt 😈 😈 😈 😈 Pünktlich zum Sonnenuntergang kraxelten wir auf den Turm . Schossen noch ein Foto vom unbenutzen Pool - ach halt - da war ich zwischendurch noch kurz drin - bibber . .. dann ein paar Sternenfotos...
... und ab ans Wasserloch . Dort konnten wir dann mehrere Hörner beobachten ( insgesamt 4) Wieder sehr ergreifend und schön . und tatsächlich habe ich ein brauchbares Foto geschossen 🤢
Teil 5110. Okt. 2025
15.06.25
Nun hieß es Abschied nehmen vom Etosha , Ein letzter Blick auf das Wasserloch - so ganz ohne Tiere fiel der Abschied leichter . 2 Nächte blieben uns noch. Die wollten wir am Waterberg verbringen. Doch vorher wollten wir noch ein wenig durch den Park fahren . Um die Big Five zu vervollständigen fehlte uns nur noch der Leopard - den galt es nun zu finden 🤢 😈 . Ein letzter Blick auf den Aussichtsturm und ab durch das Tor . Anfangs entdeckten wir wieder nur Landschaft... ...aber bald ließen sich Springbock und co blicken , direkt am Weg. Und dann zogen riesige Herden durch das hohe Gras - wunderschön anzuschauen . ok - das sind jetzt zwischendurch mal viele Marabus
In dem hohen Gras konnte man sie liegend kaum entdecken . Kein Wunder also , daß uns " Katzenglück" versagt war .
Dann erfreuen wir uns halt an den fröhlich umherspringenden Böcken - ist auch sehenswert.
Danach sahen wir lange Zeit - Nichts 😮 Dadurch schaffte es dieses Siedelwebernest in meine Sammlung.
Ein paar "Kleinsichtungen" gab es dann doch noch . Diese Gackeltrappe machte ihrem Namen alle Ehre . Und auch ein stolzer Strauß sagte "Tschüß" Das müßte in Gemsbokvlakte gewesen sein . Auf dem Weg zur Hauptpad begegneten uns dann noch diese putzigen Streifenmangusten .
keine gute Qualität , aber sooo putzig Zum Schluß nochmals eine Gackeltrappe. Bei Ombika war anscheinend "Tote Hose " - zumindest habe ich kein Foto davon . Es war ja nun auch schon ca. 13.00 Uhr und der Weg bis zum Waterberg mußte auch noch bewältigt werden . Also fuhren wir schweren Herzens zum Andersons Gate - Ade schöne Tierwelt . Hatte sich der Abstecher in den Etosha nun gelohnt ? Keine einzige Katze , sehr , sehr wenige Elefanten - aber 9 Hörner , unzählige Springböcke und Zebras , einige Giraffen und andere Spezies - und als I - Tüpfelchen 1 Honigdachs beim Trinken , Trappen , lustige Hörnchen und Mangusten und dann noch 2 Sekretäre - war doch garnicht mal so schlecht . Wäre der Etosha der einzige Park des Urlaubs gewesen , wären wir wohl ein wenig enttäuscht gewesen . Doch wir waren vollends zufrieden . Und es hat sich soooo gut angefühlt , in Okaukuejo zu sein - ein Abschluß und Neubeginn für uns Beide.
Am Gate wurden wir gefragt , ob wir eine Angestellte mit nach Otjiwarongo mitnehmen könnten - klar machen wir . Ist mal etwas andere Unterhaltung auf der eintönigen Strecke. Also räumten wir die Rückbank etwas auf und ließen die Dame Platz nehmen . Wie sich der restliche Tag gestaltete und was wir noch spannendes erlebt haben , erzähle ich beim nächsten Mal .
Teil 5214. Okt. 2025
Nun haben wir also die junge Frau im Gepäck und hoffen auf eine interessante Unterhaltung - doch weit gefehlt 🤢 . Unser Mitfahrgast ist sowas von muhlstukig - sämtliche Konversationsbemühungen unsererseits werden jeweils mit der kürzesten Antwort abgeschmettert. Na gut - dann also nur Mitnehmen und keine Unterhaltung - schade. Die Strecke zieht sich daher doch sehr und irgendwie sind S. und ich auch verwirrt und gehemmt . Der Himmel sieht mittlerweile auch nicht hochjauchzend aus . ...unsere Stimmung auch nicht . Eigendlich wollten wir in Outjo einen Stop in der Bäckerei einlegen , aber mit dieser Begleitung im Anhang kam das unserer Meinung nach , nicht in frage . Wir beschlossen , daß S. ein Paket Kuchen to drive holt . Freundlicher Weise fragten wir nach , ob unsere Begleitung auch etwas haben möchte - dankend nahm sie an . Na ja , das mit dem dankend stimmt nicht ganz - es kam eigendlich nur ein "yes".
S. kam dann nach geraumer Zeit wieder , er hatte in der Bäckerei einen tropfenden Zahn bekommen und konnte sich unter den vielen Leckereien nicht entscheiden . Dem entsprechend fiel das Paket auch etwas größer aus 😄 . Wir ließen unseren Gast dann als Erste aussuchen und dann begann auf der Weiterfahrt die große Autovollkrümelei 🤢
Das Wetter wurde leider nicht besser - die Wolken wurden immer dunkler .
Als wir Okahandja erreichten waren wir richtig erleichtert . Unser Gast wollte an einer Tankstelle abgesetzt werden . Dort hatte sie sich ein Taxi hin bestellt . S. holte ihr Gepäck aus dem Kofferraum , welches sie sich flugs schnappte und von dannen ging . Kein " Tschüß", kein " danke" - NICHTS . Bevor ich überhaupt aus dem Auto war , war sie schon verschwunden . Na das war ja nun eine seltsame Begegnung und habe ich auch bei meinen 5 Besuchen in Afrika so noch nie erlebt . Das mit unserer "guten Tat" war wohl doch nicht so ganz gelungen 😈 😈 . Egal - abhaken und weiter .
Frohen Mutes und erleichtert setzten wir unsere Fahrt zum Waterberg fort . (keine gescheite Aufnahme , da während der Fahrt - aber es zeigt gut die Wetterdramatik) Nun hatten wir auch wieder Gravel unter den Reifen und unsere Vorfreude stieg . Um 16.45 Uhr kam der Waterberg in Sicht - juchhu . Aber von einer tollen Lichtstimmung zum Sonnenuntergang konnten wir wohl nur träumen . Das eigendlich angedachte Rhinotracking am nächsten Tag hatten wir schon im Etosha verworfen - hatten wir doch dort einige gesehen und irgendwann muß man ja auch mal sparen 😄 - das hatten wir in diesem Urlaub bisher eher nicht getan .
Kurz nach 17.00 Uhr erreichten wir das Gate .
Teil 5314. Okt. 2025
Direkt hinter dem Gate hatten wir dann auch schon unsere erste Sichtung . Wie krass war das denn ? Die Beiden hielten sich direkt neben der Straße auf . Sie wurden von den Teilnehmern des Treckings umlagert . Eigendlich hätten wir es ihnen gleichtun können , aber irgendwie waren wir 1. komplett verdattert , weil wir nicht damit gerechnet hatten 2. es uns ungerecht vorkam . Die Leute hatten einen nicht gerade kleinen Geldbetrag investiert ,um diese tollen Tiere aus nächster Nähe zu sehen - wir bekamen dieses Erlebnis kostenlos. Deshalb beobachteten wir das Geschehen vom Auto aus . Spätestens jetzt hätten wir uns gegen das Trecking entschieden - wir hatten ja nun unser Erlebnis 😄 .
Als sich die Tiere und Schaulustigen weiter entfernten , setzten wir unsere Fahrt fort , galt es doch , erstmal den Campground klar zu machen . Als wir an der Rezeption hielten kamen doch tatsächlich ein paar Tropfen aus den dicken Wolken .
Glücklicher Weise bekamen wir noch einen schönen Platz zugewiesen , etwas vom Hauptweg zurückversetzt. Dennoch war es zum Waschhaus nicht weit und die Nachbarn konnte man manchmal ein wenig hören . Dazu aber später . Bei Ankunft am Platz regnete es heftiger und wir setzten uns erstmal mit einem Kaltgetränk hin. Zum Glück hatten wir eine überdachte Sitzecke .Natürlich hielt der Regen nicht lange an und eine klare , würzige Luft umgab uns - samt Regenbogen . Und die Sonne ließ sich auch blicken - herrlich . Die Campsites waren übrigens seit unserem letzten Besuch 2018 an eine andere Stelle verlegt worden . Es war hier schöner und die Waschhäuser dementsprechend besser in Schuß. Den Pool von damals gab es noch . Schnell noch den Plateauwalk für den nächsten Morgen gebucht , ein wenig Umgebung angeguckt und anschließend zurück zum kochen . Von den Franzosen hatten wir unter anderem auch Reis geschenkt bekommen - heute kam sein großer Tag !!! Große Auswahl hatten wir sowieso nicht mehr - aber für die letzten 2 Tage sollte es wohl reichen . Also habe ich dann auch sämtliche Körner in den Topf geschmissen - spart morgen Arbeit . Nachdem wir pappesatt waren , blieb noch mehr als genügend für den nächsten Tag.Schnell noch ein paar Fotos - bevor es dunkel wird . Da hatten wir dann doch noch recht nette Lichtstimmungen . Als es dunkel war ging S. zum Duschen , ich daddelte mit dem Handy rum. Ganz in das Betrachten meiner Fotos vertieft vergaß ich alles um mich herum . Irgendwann blickte ich dann doch mal wieder hoch und wäre beinahe zur Salzsäule erstarrt - direkt neben mir - also wirklich direkt - stand ein Stachelschwein . Ich weiß nicht , wer mehr von der Anwesenheit des Anderen erschrocken war . Mir entfuhr ein kurzes " Huch" - das Stachelschwein formte seine schon aufgerichteten Stacheln zu einer Kugel - sah mich kurz an und verschwand flugs im Gebüsch . Ich war total perplex - damit hatte ich ja nun in meinen kühnsten Träumen nicht gerechnet . Eine tolle Begegnung - leider ohne Beweisfotos 😵 und leider auch keine Zeugen . Als S. vom Duschen zurückkehrte war ich immer noch total geflasht und erzählte ihm die Storry und daß er mir das wohl kaum glauben würde. S. erwiderte: "Warum sollst du das erfinden ? Wir haben so viel erlebt , da brauchen wir nichts dazu dichten " Recht hat er . Schade nur , daß er dieses tolle Erlebnis nicht hatte 🤢 Es dauerte allerdings nicht lange , da tauchte ein Honigdachs auf unserem Platz auf . Er lief einmal quer drüber , an uns vorbei zum Abfalleimer . Dort machte er sich eine Weile zu schaffen und verschwand dann im Gebüsch . Huch - schon wieder etwas Unerwartetes. Dann hatte auch das Stachelschwein seinen 2. Auftritt - es lief ganz dicht an uns vorbei - ebenfalls zum Mülleimer . Da wir darin noch nichts hinterlassen hatten , war es ebenfalls schnell verschwunden . Bald schon hörten wir von der Nachbarcampsite das Geschrei mehrere jungen Frauen - jetzt war das Stachelschwein bei ihnen . Dafür betrat der Honigdachs wieder unsere Bühne und sprang doch tatsächlich auf den Tisch . Das war mir nun doch ein wenig unheimlich und ich flüchtete mich ins Auto . S. blieb seelenruhig sitzen . Somit konnten wir aus 2 Perspektiven beobachten , wie der Dachs sich an unserem Reis gütig tat 😈 . Geschickt hatte er den Deckel vom Topf entfernt und schlabberte munter drauflos . Ade morgiges Abendbrot. Aber die Geschicklichkeit des Dachses zu Beobachten war den Verlust wert . Als er bemerkte , daß der Topf immer näher an die Tischkante geriet , zog er ihn wieder in die Mitte zurück - clever. Irgendwann hatte er genug und verschwand . Wieder Geschrei von der Nachbarscampsite und Geschepper - nun war der Dachs dort angekommen . Dafür erschien bei uns wieder das Stachelschwein - puh - kommt man hier überhaupt nicht zur Ruhe ? Irgendwann fielen uns die Augen fast zu , . Schnell noch die Reste des Reisgerichtes - der Dachs hatte anscheinend nur gesoffen , entsorgt . Die Frage war nur - wohin ? Das wir den Pott einfach erstmal ins Auto stellen könnten , fiel uns nicht ein . Also ab damit in den Busch . Dann kletterten wir schnell in unsere Zelte . Nachts wurden wir dann durch lautes Geschepper wach - der Dachs hatte doch tatsächlich den Pottje umgeschmissen . Den hatte ich für die Endreinigung erstmal eingeweicht und geglaubt , er wäre viel zu schwer für den Dachs - total verschätzt. Am Geräuschpegel und anhand der Bilder auf unserer Wildkamera konnten wir feststellen . daß es noch die halbe Nacht ein Kommen und ein Gehen war . Damit hatten wir aber sowas von überhaupt nicht gerechnet - eine tolle Zugabe an Wildlife.
Teil 5415. Okt. 2025
Ich stelle hier mal die Bilder der Wildkamera ein . Die Qualität ist natürlich grottig und das Datum passt auch nicht - aber die Uhrzeit müsste stimmen .
Eine Ginsterkatze gesellte sich auch noch dazu . Die hatte ich abends auch kurz gesehen , war mir aber nicht schlüssig , was es war . Sie huschte nur kurz durch das Gebüsch . Aber hier auf dem Foto würde ich meinen , daß es eine war . Ihr seht , da war einiges los .
Teil 5516. Okt. 2025
16.06.25
Unser letzter voller Tag hatte angebrochen, schade eigendlich . Für mich hätte es immer so weiter gehen können . An diesem Tag mußten wir uns auch ein wenig sputen - hatten wir doch den Plateauwalk gebucht . Das Wetter war herrlich und der Sonnenaufgang ließ das Plateau nur so leuchten und brennen .
Genau so hatte ich es mir gewünscht .
Am Treffpunkt trudelten dann so nach und nach etliche Leute ein . Upps , das wird ja eine Massenbewegung . Aber schnell stellte sich heraus , daß ein Großteil der Truppe auf Rhinowalk gehen wollte . Das Hauptgesprächsthema waren dann allerdings das Stachelschwein und der Honigdachs . Auch auf der Andersoncampsite waren beide gesichtet worden . Ich gehe aber davon aus , daß es andere Exemplare waren - die Entfernung der beiden Camps ist ja doch schon beachtlich und das ständige Auftauchen bei uns läßt nur diesen Schluß zu . Die Gäste , die in festen Unterkünften genächtigt hatten , hörten neidvoll zu . Jaaaa - das ist der Vorteil das Campens - man erlebt viel mehr . Gerne wäre ich schon ein Stück voraus gegangen , der Weg war steil bis zum Einstieg auf das Plateau . Aber ich wußte ja nicht , ob es noch der selbe Punkt ist . Dann doch lieber auf den Guide warten . Der ließ allerdings auf sich warten - die andere Truppe war längst schon los 😈 .
Dieses Warten war nun für meine Psyche gar nicht gut 🤢 . Mein Vertrauen in meine Kraxelkünste war eigendlich total im Keller 🤢 . Früher haben mich meine Eltern oft mit einer Gemse verglichen( meine Geschwister eher mit einer Bergziege) - kein Weg war mir zu steil , kein Abgrund eine Gefahr . Aber das war ja nun schon mehr als 50 Jahre her 😄 . Nach meinem Erlebnis am Tsodilo Hill steckte mir der Sturz nicht nur wortwörtlich in den Knochen - nein mein Selbstvertrauen in meine Fähigkeiten war total angeknaxt . Was also tun ? Mutig mittraben oder doch erst garnicht den Versuch wagen . Noch könnte ich einfach gehen und den Vormittag schon mal das Auto und Gedönse richten . Aber - was sagte schon der gute Onkel Heinrich ? ( aus dem Buch : Der kleine Angsthase) " Du must deine Angst überwinden !!!" Und das tat ich dann auch . Die Entscheidung dazu wurde mir auch ein wenig erleichtert - ein noch älteres Paar , als ich es war , wollte anscheinend auch auf das Plateau . Da konnte ich doch nicht klein beigeben . Also los - der Guide war endlich da ( vielleicht hatte er auch nur 5 Minuten Verspätung , aber bei meinen Zweifeln fühlte es sich ewig an .Anfangs konnte ich noch gut mithalten , aber irgendwann überholten mich die " Alten" 🤢 . Na wartet nur , wenn es wirklich richtig los geht . Der Einstieg ins Plateau war dann tatsächlich an der selben Stelle - Shit , da hätte ich schon vor 10 Minuten auf die anderen warten können und wäre ein bißchen ausgeruhter . Aber was solls . Frohen Mutes an den Aufstieg . Leider war unsere Gruppe so groß , daß man weiter hinten nichts von den Erklärungen des Guides mitbekam . Schnell zog sich die Truppe auch auseinander und ich wurde immer mehr nach hinten durchgereicht . S. blieb treu an meiner Seite , obwohl er bestimmt lieber beim Guide und dessen Kommentare gewesen wäre .Meine Verschnaufpause deklarierte ich als Fotostop.
Nach nicht allzu langer Zeit hielt der Guide an und meinte , daß die Älteren mal lieber so mehr in die Mitte bzw näher zu ihm kommen sollten . Aha !!! Ich hatte wieder ein wenig aufgeschlossen und fragte , ob er auch mich damit meinte ( war mir ja klar - soviele Ältere waren es ja nicht . Aber - die Hoffnung stirbt zu letzt ) Er sah mich lächend an und meinte : " Ja , auch du " Shit - ich war ertappt . Nun war mein Ehrgeiz aber erwacht und ich gab mir größte Mühe , den Anschluss nicht zu verpassen . Mittlerweile schwächelten auch Jüngere- freu , freu . Leider machte sich dann wieder mein Bandscheibenvorfall und was ich unwissend noch alles habe , bemerkbar. Aber voller Willen schaffte ich es bis hoch . Die Führung auf dem Plateau war dann leider nicht so toll , wie 2018 , es gab auch kein Getränk oder Obst . Der Preis war bestimmt in den 7 Jahren nicht gefallen - aber - wo in der Welt wird etwas billiger . Entweder Preiserhöhung oder Einsparung . Die Rast am Plateaurand war dann aber wieder sehr schön , tolle Aussichten in die Weite und tolle Felsformationen .
Dann wurde ich sogar mutig , sprang bzw. krauchte ich über Felsspalten , um näher an die Abbruchkante zu gelangen . Mein Sohn verfolgte mein Treiben ein wenig ängstlich , mußte ich doch auch wieder zurück . Seine Befürchtungen waren nicht komplett unberechtigt - der Rüchweg auf das " geschlossene " Plateau erwies sich als ziemlich kompliziert- zumindest für mich . Der Abstieg war dann , wie immer , kein Problem für mich - na gut - nicht mehr so gelenkig und schnell , wie noch vor ein paar Jahren , aber ohne Probleme .
Hier wollten wir , nach meiner Planung , am Nachmittag von unserer Wanderung bis hinten zur Quelle , wieder angelangen . Ein kurzer Stop an einem großen Termitenhügel--- .. und - schwups - waren wir gegen 11.30 Uhr wieder auf unserer Campsite , also runde 3,5 Stunden unterwegs .
Teil 5618. Okt. 2025
nun ist mein Bericht , an dem ich 45 Minuten gearbeitet habe , einfach so verschwunden 😈 😈 😈 . Also auf ein Neues 🤢 ...immmer noch der selbe Tag - immer noch Waterberg . Es ist 12.00 Uhr Mittags - Zeit um ein wenig Nahrung aufzunehmen . Anschließend beginnen wir mit dem lästigen Auf- und ausräumen , Säubern , Sortieren , Putzen , Verstauen, Verlorengeglaubteswiederfinden , Packen etc etc . Was sich so alles in 29 Tagen im derzeitigen Zuhause - dem Auto - so alles angesammelt hat 🤢 Aber nach fast 2 Stunden sind wir halbwegs auf Reihe und da die Temperaturen angenehm sind , begeben wir uns um 14.00 Uhr auf die Wanderung zur Waterbergquelle . Den Hinweg hatte ich so halbwegs ebenmäßig im Tal gelegen in Erinnerung - also verhältnismäßig einfach und schnell . Zurück zu würde es dann eine leichte Kraxeltour werden .
Kudus fußläufig zu beobachten ist noch einmal etwas ganz anderes , als aus dem Auto heraus - schön war es . Upps , war das denn jetzt ? Es ging berghoch und war kraxelig - so habe ich mir das nicht gedacht . Aber was solls, wenn der Weg da nun ma lang geht müssen wir ihn wohl nehmen .
So wirklich gut voran kamen wir nicht - die Landschaft war unheimlich bezaubernd und das Auf und Ab über Stock und Stein war meiner Gehgeschwindigkeit nicht gerade förderlich 😈
Wie will man da auch voran kommen? Jede Schritt bot eine andere Perspektive. Irgendwann kamen wir dann doch wieder auf " Talesgrund" an . Nun konnten wir ja zügig ausschreiten . Weit gefehlt - überall fanden sich diese interessanten Infotafeln . Da konnten wir ja nicht so einfach dran vorbei gehen 🤢
Oh , hier war ich 2018 auch schon mal und habe ein ebengleiches Foto 😄 . Ach ne , doch nicht . Der Zahn der Zeit hat doch schon ein wenig genagt - nicht an dem " Schrottkunstobjekt" - nein an mir 😈 😈 😈 😈 😈
Um 16.00 Uhr sind wir am Umkehrpunkt angekommen - viel zu spät - nun aber hurtig zurück.
Das ist leichter gesagt als getan . Wie soll man denn bei dieser Vegetation , diesen Nuancen von Grün, zügig ausschreiten ? Das hatten wir ja im gesamten Urlaub nicht !!! Bewegung , Grün und Landschaft - eigendlich das , was ich liebe . Außer natürlich - man kann Tiere in freier Natur beobachten . Die Größe der Bäume beeindruckte uns wirklich sehr . Hier bekam ich sogar ein wenig Angst . Ich habe zwar nur ein Exemplar ablichten können - aber das gesamze Gebiet war übervölkert von den "Kunden" . Irgendwie schlängelten wir uns an ihnen vorbei - konnten deshalb auch kein Foto von der Quelle machen ( ist sowieso häßlich)
An diesem Baum habe ich schon vor 7 Jahren meine Fotolust ausgelebt - nun müßt ihr auch da durch .
Ich stehe zwischen den Wurzeln - gigantisch - oder ?
Und ich hatte meinen Spaß ...
16.45 Uhr erreichten wir die hinterste Lodge - gerne hätte ich hier ein Bier weggezischt - aber - keine Zeit , keine Zeit 😈 Also weiter.
Mal ein Farbtupfer - Balsam für die Augen . So , eigendlich wollte ich noch den Rest der Wanderung beschreiben , aber ich bin jetzt total am Ende . Nun müßt ihr euch leider gedulden .
Teil 5721. Okt. 2025
Und weiter ging die Wanderung. Auf dem ganzen Weg begegneten wir keiner Menschenseele. Bald hieß es wieder , einige Höhenmeter zu erklimmen 🤢 . Dafür wurde aber auch die Aussicht wieder toll.
Allerdings lief uns die Zeit davon , es war schon 17.30 Uhr und das Ziel noch längst nicht in Sicht .
Die tieferstehende Sonne färbte die Felsen in wundervolle Farbschattierungen .
Aber irgendwann erreichten wir dann doch unsere Campsite. Schnell wurde aus allen möglichen Resten ein Menü gezaubert - der Reis vom Vortag war ja in den Busch gewandert und anschließend in irgendeinen Tiermagen . Die allerletzten kleinen Reste landeten in der Tonne 😠 -ich hatte total unsere "Besucher" vergessen . Diese stellten sich auch prompt bei einsetzender Dunkelheit ein . Und nun hatten sie an der Mülltonne auch reichlich zu tun. Eigendlich war es ja blöd von mir , die Reste dort zwischenzulagern , aber ein schönes Schauspiel bescherten sie uns dann doch . Heute hatte der Dachs auch noch Verstärkung mitgebracht - sie kamen zu zweit . Die Tonne wurde geentert , alles wieder heraus geholt. Und dann versuchten sich die Beiden an Nutella- und Marmeladenglas. Die Ketchupflasche wurde auch ausgiebig bearbeitet . Die Geräuschkulisse war sehr interessant . Aber plötzlich fing der kleinere Honigdachs ganz merkwürdig an zu röcheln . Oh Shit - unser schlechtes Gewissen meldete sich . Der wird sich doch wohl nicht an der Plaste der Flasche verschluckt haben ? Ein Sterbefall am letzten Abend war nicht eingeplant und auch nicht wünschenswert . Und dann wäre es auch noch unsere Schuld 😈 Das arme Tier lag platt am Boden und röchelte und machte andere undefinierbare Geräusche . Aber irgendwann hob es den Kopf , richtete sich auf und weiter ging das Geknabbere an der Flasche. Kurze Zeit später wiederholte sich das Ganze - und dann bemerkten wir , daß der Kleine vom Großen wohl einen "Rüffel" bekommen hatte und dieses "Röcheln " anscheinend seine Unterwürfigkeit demonstrieren sollte . So haben wir letztendlich das Ganze interpretiert - ob es wirklich so war ? - keine Ahnung . Zwischendurch erschien dann auch mal das Stachelschwein - über mangelnde Unterhaltung konnten wir uns nicht beklagen . Wenn die Tiere mal nicht da waren , versuchte ich mich ein letztes Mal in diesem Urlaub in der Sternenfotografie.
So blieb der Abend ein ständiges Sterne - Tieregucken- Spektakel .
Teil 5822. Okt. 2025
17.06.25
An diesem Tag mußten wir leider zurück fliegen - aber wir wollten diesen Tag noch so gut wie möglich auskosten . Nach dem Frühstück , letztes Zeug zusammenrödeln , verschenken des Wasserkochers an Camper , die gerade erst in ihr Abenteuer starten wollten und eine "Restetüte" für die Frauen am Gate packen , machten wir uns auf den Weg zum Historypfad. Dieser war auch für mich neu und wir waren gespannt , was uns erwarten würde . Oh ja , das Auf und Ab über "Stock und Stein" gefiel uns sehr . Zahlreiche Infotafeln über die Schlacht gaben interessante Einblicke in die Zeit vor über 100 Jahren . Dementsprechend kamen wir wieder nur langsam voran 😈 . Landschaftlich war es auch abwechselungsreich .
Mehr Fotos habe ich da nicht gemacht - warum ? Ich hatte anscheinend doch schon den Zeitdruck im Nacken . Die Begegnung hat uns dann auch sehr erfreut . Aber - wenn wir nun mal schon hier sind , müssen wir natürlich auch diesen Weg noch nehmen . Dieser Weg war auch super informativ - wer sich für Geschichte interessiert sollte sich diese Wanderung nicht entgehen lassen . Für mein Empfinden waren wir allerdings wieder viel zu spät im Camp zurück . S. wollte nochmals duschen , Dachzelte einklappen etc und Rechnung begleichen - wir kamen erst um 11.00 Uhr los 😈 Am Gate gaben wir einer freundlichen Frau unsere "Brauchenwirnichtmehrtüte" - große Freude ihrerseits . So und nun mal Tempo . Doch halt - Tiere in Sicht .
Ein letzter Blick auf den Waterberg und dann zügig gen Windhoek . Dort angekommen haben wir schnell noch den Tank befüttert und schnurstracks ging es zu ASCO. Dort schlugen wir ca 15.30 Uhr auf. Oh , was freute ich mich auf eine Tasse Kaffee dort , Toilette wäre auch mal wieder angebracht . Doch was war das ? Auf dem Hof war es total trubelig , wahnsinnig viele Autos waren kreuz und quer geparkt . Wir fanden nur mit Mühe einen gescheiten Platz zum Parken .So habe ich das bei den anderen 3 x nicht erlebt . Anscheinend hat Asco sehr stark expandiert und aufgerüstet. Das hatten wir auch bei unserem Modell bemerkt. Obwohl wir Budget gebucht hatten war unser Auto mit Hecktür und nicht mehr mit Klappe . Ok - das hatten wir auch schon 2023 . Aber der Kofferraum war besser erschlossen , wir hatten Hartschalenzelte ( totaler Luxus gegenüber der vorherigen"Planenversion" und und und nun kommt`s - in den Zelten Beleuchtung und USB - Anschlüsse . Das war zum Laden des Fotogerödels überaus praktisch . Aber - was die hier jetzt veranstalteten , ließ meine erworbene " Afrikagelassenheit" im Nu wieder verschwinden . Hektisch wurden wir gebeten , alles auszuladen und nun endlich mal den Shuttlebus zu besteigen - Nichts mehr , von wegen Kaffee, nichts mehr von wegen Klo 😈 S. mußte ja noch die Formalitäten erledigen , da blieb mir gerade noch Zeit 5 Züge zu inhalieren . Aber von wegen - ich wurde aufgefordert , in den Bus zu steigen . Ok - Conny mit 2 Reisetaschen , 2 Rucksäcken und 1 Fototasche macht das schon . Total fertig plumpste ich auf einen freien Sitz und schon ging die Fahrt los 😈 Halt halt Stop stop - mein Sohn fehlt doch noch . Alle anderen Insassen sahen mich vorwurfsvoll an - peinlich , noch dazu schnaufte ich aus dem letzten Loch . Der Motor des Autos lief , alle sahen ungeduldig auf ihre Uhren und von meinem Sohn nichts zu sehen . Mir gingen die wirresten Gedanken durch den Kopf - warum dauert das so lange , haben wir was im Auto liegen lassen bei dem fast schon panischem Verlassen des selben ? Im Nachhinein ist mir eingefallen , daß meine 2 Waterlillyketten noch über der Rückbank hängen müßten - schade , daß sie es nicht bis nach Hause geschafft haben . Irgendwann - für mich nach einer Ewigkeit ( in der Zeit hätte ich Kaffee und Klo auch noch geschafft) kam mein Sohn dann endlich ganz gelassen angeschlendert , setzte sich neben mich und augenblicklich ging die Fahrt los . S. hatte alle Dinge gut klären können - ok - für einen tieferen Kratzer haben sie 14 Euro berechnet ( hatten wir vorher noch nie !!!) , aber die Reparaturgeschichte in Thirdbridge wurde nicht erwähnt und auch nicht in Rechnung gestellt - super. Unterwegs sammelten wir noch weitere Personen ein , die schon ungeduldig gewartet hatten und sogar schon bei Asco angerufen hatten . Und plötzlich ging uns ein Licht auf !!! In den Vertragsbedingungen hieß es - Autorückgabe bis 15.00 Uhr - upps . Kein Wunder , daß wir so hektisch empfangen wurden . Der Rest des Tages ist schnell erzählt . Abhängen am Flughafen , einchecken und Gepäck loswerden , warten . Ich kramte dann noch den SICHTUNGSFEE - BESTECHUNGSWILLI aus meinem Rucksak . 30 Tage war er nun lieb und brav im Handschuhfach durch Botswana und Namibia gereist , hatte soooooo viel erlebt - und war NICHT zum Einsatz gekommen . Das war auch gar nicht nötig gewesen - auch ohne ihn haben wir total spektakuläre Sichtungen gehabt . Mit ihm wäre es eventuell noch extremer gewesen - aber dann hätte ich womöglich einen Herzkasper erlitten . Oder aber - man muß den gar nicht trinken - nur mit sich führen ? Egal - er hat seine Aufgabe erfüllt - nun kann er weg . Falls ich jemals - was ich hoffe - noch einmal hier landen werde , besorge ich mir neuen - gell Konni? Ja aber was war das denn ? Beide Flaschen waren fest im Original zugeschraubt - aber eine Flasche war fast leer. Magie , Magie. Oder - unerklärliche Wunder, heimliche geschickte Trniker ? Egal - Prost Conny - auf Afrika - auf den tollen Urlaub - auf die wahnsinnigen Sichtungen - auf Konni - Daxiang - auf Micha und das Leben .
Und dann brachte der Nachtflieger uns nach Hause - oder fast .
Teil 5912. Nov. 2025
Nun haben wir aber lange genug am Flughafen rumgehangen - so toll ist der ja nun eigendlich nicht . Während der Wartezeit auf den Abflug hatte ich mitbekommen , daß Bele es doch tatsächlich wahr gemacht hatte und in Botswana war . Liebend gerne wäre ich in einen Flieger nach Maun gestiegen und hätte mich ihr zugesellt- aber manche Dinge im Leben lassen sich nicht verwirklichen 😈 Über den Flug gibt es nichts außergewöhnliches zu berichten - alles wie immer . Pünktlich landeten wir in Frankfurt , mußten ein wenig auf unsere Gepäck warten - aber wir hatten ja Zeit . Schon lange vor unserer Reise war unser Anschlußflug nach Leipzig gecancelt worden . Keine Alternativlösung wurde uns vorgeschlagen , obwohl ich im Jahr davor auch mit dem Zug bis Leipzig gefahren war und das Ticket zusammen mit dem Flug gebucht hatte . Egal , wir hatten uns nun Züge direkt in unsere Heimatorte gebucht . War eigendlich auch für uns viel praktischer und preislich gesehen durchaus halbwegs günstig . Die spätere Rückerstattung der Lufthansa betrug pro Person - und nun haltet euch fest - Trommelwirbel - Trommelwirbel - die Spannung steigt ins Unermeßliche - 7 Euro - ihr lest richtig - 7 Euro. Also nicht zusätzlich zu dem Bahnticket ( das wurde überhaupt nicht berücksichtigt) , sondern auf den Flugpreis bezogen . Die Erklärung nach Beschwerde meines Sohnes war , daß entsprechend der Flugdistanz die Strecke Frankfurt - Leipzig eben nur 7 Euro ausmachen würden . Ja ok - aber nun zahlten wir ja eigendlich die Bahnfahrt aus eigener Tasche . Würde ich in Leipzig wohnen oder müßte wegen eines geparkten Autos tatsächlich wieder nach Leipzig - wäre ich wohl noch erheblich stinkiger gewesen . So allerdings fuhr ich mit dem Zug relativ fix und mit nur 2x Umsteigen in meine Heimat und wäre eigendlich erheblich früher zu Hause angekommen - eigendlich !!! S. Zug fuhr früher los als meiner und so verabschiedeten wir uns , mit dem Wissen , daß wir uns bald wiedersehen . Eine letzte Umarmung - ein letztes Winken ... ...und dann war ich allein . Die Zugfahrt verlief dann auch recht gut , zwar war ich ziemlich müde und ich hatte das Gefühl , daß mir alle Menschen ansahen bzw. es rochen , daß ich aus dem afrikanischen Busch kam und seit dem gestrigen Morgen keinen Tropfen Wasser für Körperpflege verschwendet hatte - aber egal. So kam ich relativ zügig ( welch ein Wortspiel 😄 ) bis kurz vor mein Ziel . Doch dann ereilte mich doch noch das Verspätungsphänomen der Bahn . 2 Minuten Verspätung - und mein Anschlußzug ( Regionalbahn im Harz mit wenig Anspruch auf Anschlussmöglichkeiten) hatte sich schon in Bewegung gesetzt . Der hätte nun wirklich warten können - tat er aber nicht . Klasse - 20 Kilometer vorm Ziel - ausgebremst . Also besah ich mir das erste Mal in meinem Leben den wirklich schönen Bahnhof von Goslar . Die Sonne schien und die Bahnhofskneipe lud zu einem Kaffee ein . Zu mir gesellte sich eine gleichfalls "gestrandete" Frau . Schnell kamen wir ins Gespräch und sie war begeistert von meinen Erzählungen. Sie fand das alles höchst interessant , besah sich voller Euphorie meine Fotos und ich war glücklich , von meinen Erlebnissen berichten zu können . Beinahe hätten wir den nächsten Zug verpaßt 🤢 Im letzten Moment erwischten wir ihn noch und die Fahrt bis zu meinem Zielbahnhof verging viel zu schnell . Dort angekommen , war ich doch sehr gespannt , ob mein Auto die lange Zeit unbeschadet auf mich gewartet hatte . Das tat es . Schnell waren die letzten Kilometer zurückgelegt . In aller Eile inspizierte ich Haus und Garten , plumpste anschließend auf`s Sofa und mit einem schönen Hasseröder- Bier an der Kehle meldete ich meinen Kindern die glückliche Heimkehr. Eine supertolle Reise lag hinter mir .
Allen , die bis hierher durchgehalten haben sei herzlich gedankt .Ihr verdient meinen Respekt. Danke auch allen Kommentatoren und DANKEBUTTON - drückern . Ohne euch wäre ich wohl nie wieder zu Hause angekommen 😄 Manchmal war beim Schreiben dann doch die Luft und Lust raus - dank euch wurde ich immer wieder motiviert. In der Hoffnung , nochmals in mein geliebtes südliches Afrika zu reisen , verbleibe ich hier erstmals . Seid alle lieb gegrüßt , haut in die Tasten , wenn ihr eure Erlebnisse mit uns teilen wollt, und bleibt gesund und " Afrikaverrückt" Eure Conny
Teil 6017. Nov. 2025
Fazit - oder- was ich noch sagen wollte !!!
Das war die tollste ,aber auch teuerste Reise meines Lebens - okay - ich war auch noch nie so lange am Stück unterwegs 😄 Die Nächte waren durchweg alle A...- kalt und auch abends wurde es teilweise schon lausig kalt . Das kannte ich von den vorherigen Reisen in Mai / Juni nicht so . Die Lichtverhältnisse waren tagsüber manchmal auch nicht gerade fotofreundlich 🤢 . Bis auf die Panne bei Third Bridge hat uns das Auto von Asco sicher und zuverlässig durch doch teilweise schwierige Strecken gebracht ( der Fahrer war aber auch wirklich klasse). Die neuen Dachzelte und die technische Ausstattung derselben war ein großer Fortschritt . Wir hatten super schöne und viele Sichtungen ( mehr geht immer) . Ich hatte viele Erstsichtungen - vor Allem beim Federvieh. Die Riesenelefantenherden ( 50+) haben wir dieses Jahr nicht gesehen - dennoch sehr viele Begegnungen mit Elefanten gehabt . Im Etoscha sahen wir kaum welche , dafür aber riesige Zebra - und Springbockherden . Wir konnten uns auch an den kleineren Tieren erfreuen und sie verzückt beobachten . Auch nach so vielen Tagen des Tiereguckens wurden wir dessen nicht überdrüssig . Wie immer , blieb uns meist auf den Campsites zu wenig Zeit , da wir auf der Strecke so viel zu entdecken hatten .
Was bräuchte ich nicht noch einmal ? - Tsodilo Hills , wenn es nicht auf dem Weg liegt . Da spielen aber bestimmt mein Sturz und auch die frostige Nacht eine entscheidende Rolle.
Die beiden Flüge ( also nicht die mit Discover) waren wieder sehr schön - der Wow- effekt hält sich allerdings beim 2.x ein wenig in Grenzen .
Insgesamt gesehen haben mein Sohn und ich die lange Zeit , die wir miteinander verbracht haben , sehr genossen . Es kam zu keinen Konflikten oder Unstimmigkeiten ( außer ich quatschte mal wieder versehendlich in seine Videoaufnahmen 😄 )
Sollte noch Jemand Fragen haben - nur her damit . Ansonsten bedanke ich mich nochmals bei allen " Mitreisenden" und sage TSCHÜSS Conny