Tage 29 - 32 23. - 26.05.2022 Umngazi River CottagesIch fasse die nächsten Tage mal vereinfacht zusammen, da es nicht so viel unterschiedliches zu berichten gibt.
Es gab jeweils ein sehr nettes um umfangreiches Frühstück, dass keinerlei Wünsche offen ließ. Mittags gibt es eine sehr große Anzahl frischer Salate oder leichte Sachen als Buffet, nachmittags gibt es süße Teile, Kuchen und Kaffee und Abends Menu. Wenn man alle Mahlzeiten wahrnehmen wollte, kam man also fast gar nicht dazu, sich groß zu langweilen.
Die Anlage selbst verfügt über keinen Strand, man kann sich jedoch per Boot in 1-2 Minuten aufs andere Flussufer übersetzen lassen, wo sich ein sehr langer und einsamer Sandstrand befindet. Wir fuhren gleich am ersten Vormittag zum Strand, da es sehr warm war, so dass man sogar etwas in Wasser konnte.




(hier sieht man die Anlage vom gegenüberliegenden Ufer aus)
Wir gingen zum Mittagessen zurück und machten anschließend Mittagsschlaf im Zimmer, um nachmittags nochmal zum Strand zu gehen - diesmal mit Badehose.



Sehr nett anzusehen waren die immer wieder vorbeikommenden Kühe am Strand. Sehr ikonografisch, leider mit dem Haken, dass es schwierig war, Flecken am Strand zu finden, die nicht von (natürlich längts getrocknetem) Dung übersät waren.






Leider war meiner Frau bereits in der ersten Nacht leicht schlecht und sie hatte Kopfweh. Tagsüber ging es, abends war es wieder schlimmer, so dass ich alleine mit K1 zum Essen ging.

(Beispielhaft ein Abendmenu)
Am nächsten Tag ging es ihr auch nicht besser, ich frühstückte alleine mit K1. Den Vormittag verbrachten wir auf Liegen am Fluss mit Lesen und Spielen, die Mittagspause wieder im Bett. Anschließend versuchten wir Avis wegen der Übergabe zu erreichen.


Zudem hatten wir nach unseren Nass-Kalt-Erfahrungen im Woodcliff Country House und dem aktuellen Wohlfühl-Programm große Sorgen, bei unserer geplanten nächsten Station in Underberg wieder 4 Tage lang zu frieren und nichts machen zu können und planten daher um. Wir konnten unsere Unterkunft in Underberg zwar noch kostenlos stornieren, der Rest der Planung war aber nicht gerade trivial. Wir entschieden uns schließlich für 2 Nächte Oribi im Lake Eland GR und 2 Nächte Mtunzini im Umlalalazi NR. Bei ersterem, wussten wir anhand von Berichten grob, was uns erwartet, zu Mtunzini fand man außer ein paar Google Reviews nahezu nichts, es klang aber sehr nett. Insgesamt war überraschend viel bereits ausgebucht, trotz Nebensaison.
In der folgenden Nacht hatte nicht nur meine Frau, sondern auch ich Bauchweh. Vormittags gingen wir wieder an den Strand.
Zudem versuchten wir erneut, Avis zu erreichen und erhielten die Auskunft, dass heute nachmittag jemand zum Austausch des Autos kommen werde. Wir warteten also nach dem Mittagessen auf das neue Auto, welches dann auch tatsächlich kam und vom Filialleiter persönlich abgeliefert wurde. Er sagte, er habe das Auto extra für uns aus Durban heranschaffen lassen.
Anschließend verbrahcten wir einige Zeit im “Creative Corner”, wo die Kinder unter Aufsicht spielen und basteln können und es allerhand zum Spielen gibt, auch Fahrzeuge etc. Einem deutschen Kindergarten mind. ebenbürtig und deutlich besser gestaltet/hochwertiger als die oft in Südafrika zu findenden Spielplätze/Jungle Gyms.
Am nächsten Tag hielten die Bauchschmerzen zwar weiter an, wir wollten uns aber trotzdem auf eine Wanderung machen, damit wir wenigstens etwas von der Umgebung kennen lernen. Es gibt diverse Wanderungen, geführt oder nicht geführt von hier. Leider ist auch hier die Informationslage ausbaufähig.



Der Weg führte am Steilufer entlang, das sichtlich beeindruckend war.


(Blick zurück ins Landesinnere)

So steile und dennoch grasbewachsene Hänge, die direkt zum Meer führen, waren uns ehrlich gesagt neu. Bisweilen musste man auch etwas aufpassen, da es doch recht steil direkt neben dem Weg herunterging.


Es wurde heute wieder nahezu heiß und wir schmolzen in der Sonne. Zudem waren wir - wohl wegen des Viruses, dass wir seit Tagen herumschleppten, alles andere als fit. Dennoch machte die Wanderung Lust auf mehr und wir würden sehr gerne mal längere Zeit in der Gegend verbringen (es gibt hier ja eine Reihe toller Wanderungen).

Nachmittags waren wir nochmal an Strand und versuchten uns im Sandboarden, dann waren unsere 5 Nächte Urlaub vom Urlaub bereits um..
Fazit UmngaziWir waren erst sehr skeptisch. Einerseits war der Preis trotz Nebensaison und Mid-Week-Special für unsere Verhältnisse echt hoch - wir zahlten insgesamt 191€ pro Nacht. Auch sind uns größere Anlagen, All-Inclusive etc. eher fremd - sowohl in Europa als auch in Afrika. Wir waren bereits ein paar mal für eine Nacht in einem “Resort” in Afrika und hätten uns nie vorstellen können, nur dort 5 Nächte zu verbringen.
Die Lage ist ab vom Schuss und vielen Standardrouten, aber es wird ein sehr entspanntes und angenehmes Klima geschaffen, man hat viel für Kinder jeglichen Alters, viel für die Eltern. Es wären durchaus noch mehr Ausflüge / Aktivitäten möglich gewesen, da machte uns einfach unsere Gesundheit ein wenigen einen Strich durch die Rechnung.
Die Unterkunft ist auch unter Berücksichtigung der Lage durchaus etwas besonderes. Es gibt zwar die gesamte Wild Coast entlang eine Reihe von (oft langjährigen) Unterkünften. Diese sind jedoch oftmals eher einfach (wertungsfrei). Hier wird definitiv ein höherer Standard und mehr Luxus geboten, ob mit oder ohne Kindern. Wenn man keine Kinder mag, sollte man wohl hier besser die südafrikanischen Ferien meiden, ansonsten verteilt sich alles recht gut und die Kinder sind im allgemeinen sehr gut beschäftigt mit den zahlreichen Aktivitäten. Das Abendessen ist nahezu kinderfrei - auch die älteren Kinder essen wohl lieber das Kinderessen und machen dann ihr eigenes Ding im Haus mit Nanny, als mit Mama und Papa beim Wein zu sitzen.
Das Essen war durch die Bank sehr gut und abwechslungsreich (und zeigte uns, dass es in Südafrika mehr gibt als Fleisch/Fisch und Pommes). Es wurde super mit den Kindern umgegangen. Auch die anderen Gäste waren alle sehr angenehm, auch wenn wir offensichtlich die Exoten waren und oft ausgefragt wurden. Es bot uns auf jeden Fall einen interessanten Einblick in die Kindererziehung wohlhabender Südafrikaner.
Letztlich sprang der Funke aber total über und wir wünschen uns sehr, einmal wieder vorbeikommen zu können. Wir überlegen immer wieder, wie wir es nochmal einbauen können, aber die Lage fernab von Standard Routen macht es nicht einfach, zudem sind die Preise natürlich weiter gestiegen und mit 2 Kindern >2 zahlt man natürlich noch mal mehr.. Auch wäre es natürlich schön, bei durchgehendem Badewetter da sein zu können..