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Reisebericht · namibia-forum.ch

Gelungener Mädels-Trip Jänner 2025

von ninji · Januar 2025 · 17 Tage · Selbstfahrer · 35 Teile

Über diesen Reisebericht

Wir sind zu zweit unterwegs, meine beste Freundin und ich, quasi seit Geburt befreundet – für sie ist es die erste Reise nach Afrika und der erste Campingurlaub überhaupt. Im Januar 2025 holen wir in Windhoek unseren Toyota Hilux mit Dachzelt ab und starten auf der Farm Claratal bei Windhoek, wo wir zwischen frei laufenden Pferden, Oryx und Springböcken ausreiten. Über den Bosua-Pass geht es zur autarken Farm Donkerhuk West mit eigenem Gemüsegarten, danach nach Swakopmund, wo wir mit einer Dünentour die Little Five aufspüren und einen Strandtag einlegen.

In Erongo Rocks campen wir zwischen Granitfelsen, besuchen das Living Museum der San und kühlen uns am Pool der Ai Aiba Lodge ab. Im Etosha-Nationalpark warnt uns eine Rangerin vor zwei schlafenden Löwen direkt neben der Straße, wenig später stehen wir mitten in einer Elefantenherde am Wasserloch – dazu ein Spitzmaulnashorn schon am ersten Vormittag. Nach je einer Nacht in Namutoni und am Onguma Tamboti Campsite geht es zur Ghaub Guest Farm, wo mich der San-Guide Maritz auf einer dreistündigen Wanderung zu frei lebenden Nashörnern führt und von seinem Leben erzählt.

Die letzten Tage verbringen wir auf der Ombe Guestfarm bei Grootfontein: Wir helfen beim Fatcakes-Backen, hören von der Dürre, die den Farmern zu schaffen macht, und genießen die Gastfreundschaft samt Zwillingen und Hundemeute. Am Ende bin ich meiner Freundin von Herzen dankbar für dieses gute Team – und weiß schon jetzt, dass ich nicht zum letzten Mal hier war.

Diese Zusammenfassung wurde automatisch erstellt und vom Autor freigegeben.

Teil 116. Feb. 2025

Nachdem ich hier tolle Tipps für unsere Reise bekommen habe, möchte ich mich mit einem kleinen Reisebericht bedanken und auch gleich loslegen.

11.1.2025: Abflug abends mit Discovery von Wien über Franfurt nach Windhuk.
Wir zittern, ob wohl alles klappt (letztes Jahf wurde der Flug wegen Stillstand in Frankfurt aufgrund Eisregen gestrichen) - aber es klappt alles wunderbar und wir erreichen pünktlich am 12.1. in der Früh Windhuk. Da man ja in Windhuk zu Fuß vom Flugzeug zur Ankunftshalle geht, haben wir Sitze ganz hinten gebucht und sind somit als eine der ersten bei der Immigation und dann den Koffern, meine Freundin kümmert sich ums Gepäck und ich hole inzwischen beim MTC Shop die Simkarte - wie erwartet komme ich gleich dran und bin nach 7 Minuten mit allem fertig- und wir treffen uns wieder beim ATM. Unseren Fahrer von AfriCar Hire haben wir auch schon getroffen , er muss nur kurz warten und schon gehts auf zur Autovermietung. Ich bin total happy, die Luft ist weich und warm, alles ist grün und da es bisschen geregnet hat davor, sehen wir am Weg neben der Straße viele kleine gelbe Blumen , ich bin angekommen 🙂

Teil 216. Feb. 2025

12.1.
Die Autoübergabe - wir haben klassisch den Toyota Hillux, diesmal mit Hardtop, das macht es für uns 2 Mädels deutlich komfortabler beim Auf- und Abbau - verläuft gewohnt angenehm, die Einweisung mit Sunny ist lustig und meine Freundin filmt alles total aufgeregt mit, es ist ihr erster Afrika Aufenthalt und sogar ihr erster Camping Urlaub.

Nach ca 2 Stunden sind mit allem fertig und fahren gemütlich nach Klein-Windhuk zum Spar einkaufen, um dann gemütlich ca eine Stunde gleich weiter zu Farm Claratal zu fahren. Da Sonntag ist, haben wir uns bereits am Flughafen Wein mitgenommen und einen Gin hab ich im Flachmann im Koffer - wir sind nun also perfekt ausgerüstet und startklar.

Die Fahrt ist angenehm, ca 3/4 davon auf einer sehr guten Gravelroad und so kommen wir gut gelaunt an. Anette begrüßt uns und erklärt und den Weg zu den Campsites ca 2-3 km vom Farmhaus entfernt , außer und ist niemand da und wir sind total begeistert! 2 wunderschöne Klo- und Duschhäusschen mit Aussenküche samt Abwasch, Holztische und Bänke und eine tolle Grill- und Feuerstelle. Rundherum Farmland , viele Antilopen, Warzenschweine ein paar Guinnefauls und sonst nix, einfach herrlich !!!

Teil 316. Feb. 2025

13.1.
Nach einem herrlichen Oryx-Steak , das wir direkt bei Anette bestellt haben, haben wir noch den Abend mit einem Rotwein ausklingen lassen und danach haben wir herrlich geschlafen, das Hardtop Dachzelt ist mit 1,40 um 20 cm breiter als das Softtop und das ist schon sehr angenehm! Nach einen gemütlichen Frühstück mit Spiegelei und einem großen Kaffee machen wir uns auf zur Farm - wir haben heute eine langen Ausritt vor. Claratal ist eine Rinderfarm mit ca 700 Zuchtrindern und Anette und ihr Mann züchten auch Pferde, die mit den Rindern auf den riesigen Weiden frei herumlaufen können. Dementsprechend entspannt sind sie auch und das Reiten war eine einzige Freude! Es ist einfach eine unheimlich schöne Erfahrung am Pferd durch die schöne Landschaft an Oryxen und Springböcken vorbei zu reiten. Mit Anette führen wir sehr interessante Gespräche über das Farmleben - es ist ein absolut wunderschöner Vormittag!


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Teil 416. Feb. 2025

Am Nachmittag mache ich mich nochmal alleine auf eine kleine Farmrundfahrt, die dann doch fast 2 Stunden dauert, weil ich mich ein bissl verfahre 😉 Meine Freundin hängt derweil mit Buch in der Hängematte ab und genießt die Ruhe.
Abends kommt Anette mit einer Praktikantin vorbei und bringt uns nochmal Oryxsteak und Borewors - wir trinken mit ihnen zusammen unseren mitgebrachten Weißwein während das Grillfeuer zur Glut wird und die Zeit verfliegt …und schon geht die Sonne wunderschön unter

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Teil 516. Feb. 2025

14.1.
Und wieder haben wir wunderbar geschlafen - due Ruhe der Natur tut mir einfach immer gut und ich wache morgens total ausgeschlafen auf. Wir haben viel Zeit für Frühstück und Packen und geniessen nochmal die liebevoll gestalteten Duschhäuschen, bevor wir uns auf den weiteren Weg machen.

Claratal kann ich jedenfalls wärmstens empfehlen, Preis-Leistung ist super (auch das Reiten und die Braai-Packs waren großartig und preislich total angemessen).

Unser nächstes Ziel ist Donkerhuk West , wo wir einen Zwischestopp nach Swakopmund einlegen und wir als Geburtstagsgeschenk für meine Freundin bereits von zu Hause bei Chris ein Canyon Dinner für den Abend gebucht haben.

Geplant war über den Us-Pass zu fahren, da wir aber nochmal tanken wollen (irgendwie kapieren wir die Tankanzeige bis zum Schluss nicht und rechnen daher grob den Verbrauch einfach aus), fahren wir zuerst Richtung Windhuk zurück und tanken bei der ersten Gelegenheit . Dann verschlagt es uns auf die C28 und wir fahren über den Bosua Pass - und wir sind beeindruckt ! Da ich mich gar nicht auf diese Strecke vorbereitet hatte, wussten wir nicht, wie die Strecke sein wird und es hat uns total gut gefallen! Am mittleren Nachmittag kommen wir in Donkerhuk West an und Chris erklärt uns die Campsites - wir haben Duikers Den und sind sofort begeistert. Absolut ruhig gelegen in einem Trockenflussbett, viele Bäume wo wir gleich die Hängematte wieder festmachen können und ein einfaches , sauberes Bad. Herz, was willst du mehr 🙂
Um 20 Uhr treffen wir uns mit 5 weiteren Gästen im 5 Minuten entfernten Canyon , wo Chris ein herrliches Essen gezaubert hat und wir sind uns einig : Namibia meint es gut mit uns !

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Teil 617. Feb. 2025

Es ist Vollmond und wir können unser Dachzelt nach dem herrlichen Essen in Ruhe aufbauen - es ist so hell, der Mond wirft sogar Schatten. Zufrieden und müde fallen wir ins Bett und schlafen schnell ein.

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15.1.
Wir sind früh wach, Go away birds und Tokos sind besser als jeder Wecker und nach einer kleinen Morgenrunde im Flussbett machen wir uns ans Frühstück.

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Da die restliche Strecke nach Swakopmund nicht all zu weit ist, haben wir viel Zeit und lesen noch ein bisschen in der Hängematte bevor wir zusammenpacken und zur Rezeption fahren. Dort führt uns Chris durch seinen Gemüsegarten, aus dem er gestern alle Beilagen frisch geerntet hat. Er hat sich da wirklich was angetan und er erklärt uns liebevoll sein Gartensystem. Donkerhuk ist komplett autark, das beeindruckt uns sehr !

Wir kaufen noch selbstgemachtes Kaktusgelee (wobei der Ohrwaschelkaktus eine eingeschleppte Pflanze und somit nicht unproblematisch ist , wie wir gelernt haben) und machen uns dann auf den Weg.

Donkerhuk West hat uns ebenfalls supergut gefallen, hier hätten wir es gern noch eine 2. Nacht ausgehalten und das Preis-Leistungsverhältnis ist total angemessen.

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Teil 717. Feb. 2025

Nachdem wir mit Chris und seinem Praktikanten aus Deutschland noch ein bisschen getratscht haben und Chris netter Weise den Straßenzustand von Swakop ins Erongo Gebirge über Hentjesbay C35/M76 bei einer Freundin erfragt hat, machen wir uns auf den Weg. Zuvor allerdings beginnt unsere Alarmanlage vom Auto wie blöd zu hupen … wir kapieren zuerst gar nicht, dass unser Auto der Lärmverursacher ist . Hier lernen wir die wichtige Lektion: aufpassen, dass keine Fliege im Auto ist, damit man abends/nachts keinen Herzinfarkt bekommt - der Sensor mag keine Insekten!
Nachdem das geklärt ist , verabschieden wir uns und ich bin mir sicher: hier komm ich nochmal her -:)

Den Weg nach Swakopmund durch die brettlebene Wüstenlandschaft find ich ein bissl eintönig und die Rohre rechts von uns verschönern das Bild auch nicht unbedingt - Barbara, die sich von mir chauffieren lasst, findet die Straßenschilder amüsant

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und schließlich sehen wir bisschen grün und landen in der Stadt - Hurra ! - im sehr netten secret Garden guesthouse. Hier bleiben wir für 2 Nächte und unsere alten Knochen danken es uns, in einem echten Bett schlafen zu dürfen 😉

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Teil 817. Feb. 2025

Wir nutzen den Nachmittag für einen Kaffee am Jetty , der nur 3 min vom Guesthouse entfernt ist und gehen danach ein bisschen shoppen.

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Abends gehen wir sehr früh essen - den Namen des Lokals habe ich leider vergessen. Jedenfalls ist es sehr gut, die Bedienung ist total lieb und lustig und wir können draußen auf der Terrasse mit Blick aufs Meer sitzen . Herrlich!

Teil 917. Feb. 2025

16.1.
Heute haben wir ganz klassisch eine Little 5 Tour gebucht (Tommy‘s tours) und werden in der Früh abgeholt. Mit an Bord ist lustiger Weise ein sehr nettes deutsches Ehepaar, dass zugleich mit uns das Mietauto abgeholt hat und ein sehr interessantes junges Paar, die beide bei der UNO arbeiten. Spannend!
Genauso spannen und unterhaltsam ist die Tour mit Ansgaar , wir staunen und lachen sehr viel, auch über eine 2. Gruppe, 5 ältere Italiener , die perfekt ausgestattet mit Riesen Fotoapparaten und noch größeren Objektiven sowie dazu passender Mode feststellen, dass die Tiere zu nahe sind für ihre mega Linsen 😊

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Danach flitzen wir über die Dünen, lernen dass der Sand aus Südafrika kommt und woher die Farben stammen - jetzt sind wir so mit Wissen vollgestopft, dass wir uns am Nachmittag einen Strandtag mehr als verdient haben 🙂
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Teil 1017. Feb. 2025

Wir haben die Tour vollends genossen und können sie absolut empfehlen, auch alte Mädels wie wir haben viel Spaß dabei 😊

Nach guten 4 Stunden werden wir zur Unterkunft gebracht, wo wir kurz im wunderschönen Garten bei einem Kaffe ausrasten .
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Danach gehts ab zum Strand, Barbara geht doch tatsächlich schwimmen (ich bin da eine Sissi, mir ist das Wasser viel zu kalt 🥶)

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Teil 1117. Feb. 2025

Abends essen wir zum Sonnenuntergang bei Happie Den frittierten Tintenfisch und Skampies vom Pappteller - wie bei uns daheim am Würstlstand die Frankfurter mit Senf - und wieder sind wir uns einig - was haben wir für ein Glück 💕

Danach gehen wir heim packen und überlegen kurz, wie die morgige Route nach Erongo aussehen soll. Wir beschließen Hebtiesbay anzufahren, und über die D1918 und dann nördlich Richtung Erongo zu fahren - ich freu mich schon sehr, meiner Freundin Erongo rocks zu zeigen, die einzige campsite, die ich für diese Reise zum 2. Mal gebucht habe, weil ich es dort so besonders finde.

Teil 1217. Feb. 2025

17.1.
Nach einer geruhsamen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück gehts auf zum pick n pay, Salat und Lammfleisch, Stoney und Wasser (Barbara kauft unendlich viele 5l Kanister, weil sie wo gelesen hat, dass das unser Überleben sichert) wandert in den Einkaufswagen, auch ein Roggenbrot (scheußlich, wie alles Brot hier ausm Supermarkt - ich werde in diesem Urlaub zum Brotabstinenzler) - noch schnell tanken und auf die C34.
Das Shipwreck ist unspektakulär, die Salinen lassen wir auch sprichwörtlich links liegen , dafür machen wir im Hentjesbay einen sehr netten Kaffeestop - im Innenhof gibt es eine kleine Gärtnerei , leider hab ich mir den Namen schon wieder nicht gemerkt …
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Einsicht des Tages: Cappuccino Experten sind die Namibianer eindeutige nicht - ich muss an die Italiener von Tommy‘s Tours denken und kann mir ihren Kommentar lebhaft vorstellen .

Teil 1317. Feb. 2025

Endlich nähern wir uns unserem heutigen Tagesziel : Didi und Therries Erongo Rocks - ein Seelenplatz für mich. Die campsites sind liebevoll und umsichtig in die Granitfelsen eingebaut, die Freiluftklos mit Bucketdusche der Hammer und das ganze Gelände traumhaft schön!
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Da es sich um ein conservation Gebiet handelt, ist auch recht viel Wild anzutreffen , Wanderwege führen auf tolle Plateaus mit fantastischem Ausblick und es gibt sogar Felsmalereien zu entdecken.

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Teil 1418. Feb. 2025

Wir genießen die Ruhe, lesen ein bisschen und wandern zur Aussichtsplattform. Therrie hat uns beim Tratsch ihre Sorgen betreffend die herrschende Dürre mitgeteilt und wir können sehen, was sie meint: es ist knochentrocken (Anm: in der Zwischenzeit hat es ein bisschen geregnet, allerdings leider bei weitem nicht genug.

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Abends wird gegrillt, wir bewundern den Sternenhimmel und Barbara versucht mit der Stirnlampe zu lesen. Nachdem der 3. Christmasbug (die kleinen braunen unheimlich laut brummenden Käfer) in ihrem Dekoltée landet, gibt sie aber bald auf und wir machen uns bereit fürs Dachzelt.
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Teil 1518. Feb. 2025

18.1.
Heute haben wir einen feinen Tag vor uns.
Zuerst wollen wir gern das living Museum der San besuchen und danach am Pool von Ai Aiba chillen - das hat uns Therrie geraten.
Am Weg zu den San treffen wir auf Barbaras erste Giraffen, direkt neben dem Weg steht eine wunderschöne Giraffendame und blickt uns mit ihren sanften Augen an - Barbara ist hin und weg ! Gezählte weitere 7 Stück treffen wir dann noch auf dem kurzen Weg , ich bin superhappy, dass ich meiner Freundin diesen großen Wunsch (sie liebt Giraffen) so hautnah erfüllen kann 🙂
Vor lauter Aufregung fällt ihr das Handy (wir haben gar keinen Fotoapparat mit, alle Fotos sind mit Handies gemacht) fast aus dem Fenster, und somit gibt es auch kein Bild von dieser schönen Erstsichtung, die Erinnerung ist aber im Kopf gespeichert !

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Vielleicht sollte ich hier mal kurz was zu uns schreiben.
Wir sind quasi seit Geburt befreundet, da unsere Eltern schon gute Freunde waren, haben mittlerweile 51 gemeinsame Jahre am Buckel und natürlich auch schon viele Reisen zusammen unternommen. Allerdings ist Barbara eher eine Stadtmaus, hat aber schon seit geraumer Zeit den Wunsch geäußert, mit mir mal nach Afrika zu reisen ( ich war schon oft hier, ca 6 oder 7 mal Südafrika, 3x Namibia, 1x Botswana und Simbabwe, 1x Kenia, 1x Uganda…).
Nachdem ich letztes Jahr erstmals mit meinem Cousin mitm Dachzelt in Namibia herumgefahren bin, hab ich beschlossen: das schaffen wir problemlos auch als 2 Mädels und hab mich an die Reiseplanung gemacht - und ich kann sagen: die Route , die ich für uns gewählt habe, war superpassend und retrospekt kann ich ebenso ehaupten, ich hätte nichts anders machen wollen 🙂
Barbara hat sich großartig auf diese Art zu reisen eingelassen und ich war bis zum Schluss sehr beeindruckt, dass sie sogar in den letzten Tagen das farblich zu den Gurnschuhen passende saubere T-shirt samt passendem Armreif aus ihrem Minigepäck herausgezaubert hat - man bzw Frau kann auch mit Stil campen - ich bin da eher der Schlabberhosentyp 😉

Teil 1618. Feb. 2025

Das Living San museum kann ich wieder Mal nur wärmstens empfehlen, wir waren zu 2., es war lustig, informativ und eine schöne Erfahrung, die neugierigen Kinder sind wie beinahe alle Kinder dieser Welt das verbindende Element und mir fällt es wie so oft am leichtesten , mit ihnen in Kontakt zu treten, weil sie so unbeschwert und fröhlich sind.
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Teil 1718. Feb. 2025

Den Nachmittag verbringen wir faulenzend und lesend am schönen Pool der Ai Aiba lodge - es ist brütend heiß und das kühle Wasser daher eine willkommene Abwechslung. Die Lodge ist recht schön, die Menschen angenehm, dennoch ist für mich gar keine Frage, dass ich die Campsites dem Lodge-Luxus einfach vorziehe 😊
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Gegen Abend fahren wir zurück und nehmen uns die Zeit für einen sundowner , mein Gin aus dem Flachmann will ja auch getrunken werden .
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Danach wird Feuer gemacht und die letzte Borewors gegrillt, dazu gibt es Kürbisgemüse und Salat
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Die letzte Nacht bricht an, ich denke, es war bestimmt nicht mein letzter Aufenthalt hier und mit diesen Gedanken krabbeln wir ins Dachzelt 😊

Teil 1818. Feb. 2025

19.1.
Wir wachen gewohnt früh auf, kosten zum letzten Mal das Outdoor-Bad ausgiebig aus und frühstücken in Ruhe. Beim Einpacken sind wir bereits Profis (meine Seite auf der Rückbank ist unbestritten Gewinner im Chaos-Bewerb) und gemütlich gegen 11 gehts los Richtung Etosha. In Outjo machen wir den obligatorischen Einkaufs-Geld-und Tankstopp
Und weiter gehts nach Etosha Village.

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Wir kommen recht früh dort an, bekommen unsere campsite zugewiesen und nachdem wir dle nur mittelschön finden, werfen wir uns gleich an den Pool - um in den Etosha Park reinzufahren, ist es eindeutige zu heiss.
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Abends haben wir das buffet gebucht, welches recht gut ist und so können wir auch mal die verschiedenen Gerichte durchkosten, auch finden wir es sehr angenehm, uns mal bedienen zu lassen und nicht abwaschen zu müssen-:)


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In der Nacht wachen wir von Hufgetrappel auf, Kudus spazieren vorbei und ich schaue ihnen eine Weile zu, bis ich dann wieder einschlafe. Morgen soll’s ja früh in den Etosha gehen 😊

Teil 1918. Feb. 2025

20.1.
Endlich 😊 ich bin vor lauter Vorfreude auf den Etosha ganz früh wach, Barbara auch und nach einem Blitzkaffee richten wir uns Jause fürs Auto her und los gehts. Beim Gate ist außer uns kein Auto und dementsprechend schnell sind wir durch. Bereits auf dem Weg nach Okaukuejo die erste tolle Sichtung: ein black Rhino - wie großartig ist das denn???!!!

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Hier tut es mir das erste und einzige mal leid, dass ich keine ordentliche Kamera mithabe..aber gut, zumindest hatten wir nie Sorge dass wir teure Ausrüstung gut verstauen müssen, alles hat auch Vorteile 😊
Die ersten Zebras gefallen Barbara viel besser, obwohl ich ihr mit all meinem Wissen versuche zu erklären, wie das mit den Spitzmaulnashörnern so ist, dass die selten und scheu sind im Gegenzug zu den white Rhinos - es hilft nix, ich kann sie nicht beeindrucken 😂 sie findet Zebras einfach hübscher und erklärt sie nach Giraffen zu ihren neuen Lieblingen.

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Ich bin einfach nur seelig, ich liebe es hier und auch gerade um diese Jahreszeit. Alles grün, es blüht und dazwischen die Tiere … Herz was willst du mehr, meins jedenfalls hüpft vor Glück !
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Wir fahren Halali an, wo wir zuerst zum Wasserloch gehen, wo -zu Barbaras Freude - gerade nur 2 Zebras trinken und spielen und gehen ins leere Restaurant eine Kleinigkeit essen. immer wieder erfreuen uns Schwärme von Schmetterlingen , die offenbar aufgrund der kürzlichen Regenfälle aktiv unterwegs sind.

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Teil 2018. Feb. 2025

Weiter gehts entlang der Salzpfanne, wo wir dann auch natürlich den Etosha Pan Lookout anfahren . Dazwischen viele Gnus, Sprinböcke, Zebras, Mangusten und diverse Trappen …

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Am späteren Nachmittag erreichen wir Namunoni, mir gefällt es hier viel besser als in Halali oder Okaukuejo!
Die Camsite ist fast kuschelig im Vergleich und man steht auf Gras. Es sind 8 andere Camper da und somit geruhsam, den Pool haben wir für uns allein 😊

Teil 2118. Feb. 2025

Da der Himmel gegen Abend immer mehr zuzieht, kocht Barbara heut Nudeln - ich spaziere inzwischen herum, wir stehen recht nahe an der Umzäunung und direkt daneben grasen Zebras und Gnus - den ganzen Abend und in die Nacht hinein können wir sie hören, bis es anfangt ganz ordentlich zu regnen. Mitten in der Nacht wache ich durch Löwengebrüll in der Ferne auf… das ist Afrika mit allen Sinnen 💕

Teil 2218. Feb. 2025

21.1.
Der Regen hat sich verzogen und wir frühstücken gemütlich und machen uns auf den Weg. Als wir die Rumpelstrasse Richtung Tsumcor entlang fahren, leuchtet plötzlich unser Auto auf und sagt was von low braking power und malfunction something … das finde ich nicht so super und wir drehen wieder um. Zum Glück - am Rückweg treffen wir ein Paar mit Rangerin , die mitten auf der Straße gewendet hat und uns streng ansieht, als sie auf unserer Höhe ist. Sie sagt streng etwas und nachdem sie es wiederholt, verstehen wir die auch: close your windows, go ahead 5 meters and there you will see lions. Be quiet and Don’t disturb the animals! Und dann fahrt sie davon … wir schauen uns an und müssen lachen - fahren 3 Meter weiter und tatsächlich: 2 junge Löwenmännchen unter einem Busch beim Schläfchen - was für ein Riesenglück wir doch haben -ohne die Fehlermeldung wären wir jetzt nicht hier - so haben wir die 2 tollen Katzen ganz für uns alleine 💕


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Wir bleiben noch ein bisschen stehen, freuen und beglückwünschen uns und fahren dann weiter. Einige Giraffen kreuzen noch unseren Weg, bis ich in weiterer Entfernung auf der Straße etwas sehe, was nicht zur Straßenfarbe passt - es ist nämlich grau. Ich fahre ein bisschen schneller, mein Herz hüpft auch schneller , ich beginne zu hoffen… und tatsächlich : eine große breeding Herde Elefanten . Ich kann mein Glück gar nicht fassen, denn die sind meine absoluten Lieblinge 💕 25-30 Tiere mit vielen ganz kleinen … und wir quasi mittendrinnen . Ich achte darauf, ihnen nicht im Weg zu stehen und setze ein bisschen zurück, denn offenbar sind sie am Weg zum Wasserloch

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Wir folgen ihnen - ich bin restlos glücklich , das war wirklich zur richtigen Zeit am richtigen Ort, ein paar Minuten später oder früher und wir hätten sie nicht mehr gesehen


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Das Schauspiel am Wasserloch dauert nur einige Minuten und die riesige Herde verschwindet im Busch. Es fasziniert mich immer wieder, wie diese sanften Riesen so rasch einfach mit der Landschaft verschmelzen können.

Teil 2318. Feb. 2025

Wir sind überwältigt und beschließen zurück nach Namutoni zu fahren, der Tag heute hat bereits all unsere Erwartungen übertroffen. Außerdem muss ich bei AfriCar anrufen und fragen, was ich mit der low braking power tun soll …
Am Heimweh treffen wir noch viele Tausenfüssler auf der Straße, die wir hoffentlich alle umfahren sind, und eine leopard tortoise.
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Sobald wir im Netz von namutoni sind schicke ich Bilder von der Fehlermeldung, die allerdings mittlerweile wieder verschwunden ist, eh klar!
Die Antwort beruhigt uns: sollte kein Problem sein, irgendein Wackelkontakt, eventuell geht der Vierradantrieb nicht im schlimmsten Fall - den brauchen wir aber auf der weiteren Strecke nicht wirklich , also kein Problem 😌
Nach einem Eis machen wir uns auf nach Onguma Tamboti, wo wir heut Nacht unser Dachzelt aufschlagen werden. Zum Abschied winken uns noch die Zebras
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Teil 2419. Feb. 2025

Gemütlich tingeln wir zur Onguma Tamboti Campsite - es ist ja nicht weit dorthin.
An der Rezeption, die im selben Gebäude wie das Restaurant (mit Ausblick auf ein kleines Wasserloch) ist, werden wir sehr nett begrüßt und dürfen uns eine campsite aussuchen. Die Plätze sind sehr schön gestaltet, umgeben von Bäumen (man steht quasi in einem kleinen Wald) und Pool und Restaurant kann mitgenutzt werden. Wir richten uns ein, stellen das Dachzelt auf, duschen und gehen zur Bar auf ein Savanna mit Blick zum Wasserloch
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Da es noch ziemlich heiß ist, wird der Nachmittag am schönen Pool verbracht - wir lesen, bewundern Schmetterlinge und die vielen fleißigen Webervögel in den Bäume über uns.
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Abends zieht es zu und da es sehr nach Regen aussieht, beschließen wir, im Restaurant zu essen. Gute Idee - denn kaum ist der bestellte Burger am Tisch, beginnt es zu schütten.
Wir haben es unter Dach sehr gemütlich und rechtzeitig zum Nachtisch hört der Regen auf und 2 Giraffen kommen noch zum Gute-Nacht-Sagen vorbei 😊
Satt und sehr zufrieden machen wir uns auf ins Dachzelt-Bett.


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Teil 2519. Feb. 2025

22.1.
Heute scheint wieder die Sonne, und so können wir nach dem Frühstück in Ruhe ein bisschen Ordnung im Auto machen und einpacken. Barbara geht die Rechnung begleichen und ich unterhalte mich mit den ortsansässigen Mangusten - eine große Gruppe mit vielen Jungtieren, die nur Blödsinn im Kopf haben - es ist einfach nur lustig ihnen zuzuschauen 💕

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Teil 2619. Feb. 2025

Nachdem ich mich dann doch von dem lustigen Treiben losreißen kann, machen wir uns auf den Weg Richtung Ghaub. In Tsumeb machen wir kurz Halt zum Einkaufen (Lamm und Borewus, Salat und wie immer Wasser) und finden auch ein sehr nettes Café, Sonja‘s kitchen, wo wir im netten Garten einen Snack bestellen.
Danach stoppen wir im
Helvi Mpingana Kondombolo Cultural Village,
einem lokal geführten Art Freiluftmuseum, wo wir von Edith durch die nachgebauten unterschiedlichen Häuser der verschiedenen Stämme geführt werden und Edith jeweils etwas zu Bräuchen und Lebensweisen erzählt. Wir finden es besonders nett und jedenfalls unterstützungswürdig!

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Teil 2719. Feb. 2025

Nach Ghaub fahre ich mit gemischten Gefühlen: die Rezensionen waren so-la-la, über die relativ neuen Besitzer hab ich einiges gehört, was mir nicht so gut gefallen hat und auch die Campsites kommen aufgrund der Schräglage im Hang in den Beschreibungen nicht immer gut weg.
Wir fahren in das Gebiet durch ein streng gesichertes Gate ein, der guard jedenfalls war schon mal sehr nett und lustig!
Die Gegend um das Otavi Gebirge gefällt uns sehr gut und der Weg zur Farm ist auch wirklich schön!
Angekommen werden wir vom Manager, einem sehr netten San, begrüsst und dürfen uns wieder den Stellplatz aussuchen.
Nummer 1 scheint uns am besten und nach ein wenig jonglieren steht das Auto auch relativ gerade - wir sind da nicht so pingelig 😊

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Mir gefällt es sehr gut hier, es ist rustikal alles ist vorhanden und die Vegetation ist sehr üppig. Dann gehe ich ins Klo und muss feststellen - hier riecht es sehr streng! Auch Barbara beäugt das Bad und ist schnell wieder heraussen. Wir sind ratlos - bleiben wir wirklich 2 Nächte (bisher ist nur eine gebucht, der Plan wäre aber eine weitere zu bleiben)…

Wir machen mal eine Erkundungstour und finden sonst eigentlich alles sehr schön, und beschließen daher, diese Entscheidung auf den nächsten Tag zu verschieben. Ich möchte ja unbedingt den Rhinowalk machen, dafür bin ich ja hier, ich finde das Projekt von ONE mit den Nashörnern toll!
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Teil 2819. Feb. 2025

Abends wird das Feuer angeheizt und wir grillen uns sehr gute Lammkottlettes. Als wir dann beim Wein sitzen können wir die Ursache des Geruchs im Bad erkennen: eine Familie Bushrats hat dort ihr zu Hause und klaut auch das Klopapier - ich traue meinen Augen nicht, als plötzlich das Häuslpapier wie von Geisterhand die Wand hochwanderte, bis ich oben die Mama Rat sehe, die ihr Nest damit auskleidet 😂
Die 5 köpfige Nagerfamilie unterhält uns noch eine Zeit damit, dass sie mehr oder weniger geschickt Nachtfalter fangen und nachdem auch sie satt sind, gehen wir schlafen.
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Teil 2919. Feb. 2025

Mit dem Geschrei der Graulärmvogel wachen wir kurz nach Sonnenaufgang auf - es ist wirklich schön im Dachzelt zwischen den Bäumen auf Augenhöhe mit den Vögeln den Tag zu beginnen. Das wird mit schon sehr fehlen!
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Um acht treffe ich mich mit Maritz, dem San, um über die Farm zu den Nashörnern zu wandern, ich freue mich schon sehr! Barbara möchte ihre Ruhe haben und erst später allein eine Runde auf der ausgeschilderten Wanderrunde spazieren gehen.

Das Rhinotrecking - eher ein gemütlicher und wirklich schöner 3 stündiger Spaziergang - gefällt mir ausgesprochen gut! Nachdem Maritz ein bisschen aufgetaut ist, tratschen wir viel und haben es sehr nett. Er erzählt von seiner Familie, von dem kleinen Stückchen Land, das die San von der Regierung zugeteilt bekommen können, wir es ihm zu Corona ergangen ist, von seiner Arbeit und dazwischen erklärt er was zu Bäumen und Blumen. Wir treffen im Laufe der Wanderung auf eine Nashornkuh mit Kalb und dann später nochmal auf einen Nashornbullen und 2 Nashornkühe mit einem fast erwachsenen Kalb. Friedlich grasen sie und wir können relativ nahe heran, sie kennen das ja . Daneben weiden Rinder, etwas weiter entfernt Zebras und bei einer Gruppe wilder Esel kommen wir auch vorbei .
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Die Zeit verfliegt und schon biegen wir den Weg zum Farmgebäude ein. Alleine wegen dieser Wanderung hat sich Ghaub ausgezahlt und auch Barbara ist glücklich von ihrem Ausflug zurückgekehrt - wir beschließen noch eine Nacht dranzuhängen und den Nachmittag am Pool zu genießen.
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Was wir an diesem Abend gegessen haben, habe ich vergessen, vermutlich Restln, weil wir die letzten Tage auf der Ombe Guestfarm Frühstück und Abendessen bekommen werden. Eine Horde Paviane belagert die Campsite Nr 2, wir können sie hören (die „Wuhas“ zu überhören ist unmöglich!) aber nicht sehen und das bleibt Gott sei Dank auch so, ich hatte schon Sorge, sie statten uns einen Besuch ab…der Donkey ist geheizt, wir duschen und packen mal wieder zusammen.
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Teil 3019. Feb. 2025

Am nächsten Morgen spaziere ich vor dem Frühstück zur campsite 2 um zu sehen, was die Affen angestellt haben. Außer einer umgeworfenen (leeren) Mülltonne ist nichts zu bemerken, anscheinend haben sie nur hier übernachtet. Am Rückweg müht sich ein Mistkäfer mit seiner Dungkugel ab und als ich zurück bin, hat Barbara den Kaffee schon fertig gekocht ☺️
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Wir verabschieden und bedanken uns und fahren Richtung Grootfontein, wo wir tanken und im Art Café kurz halt machen.
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Hier ist sogar meine Heimatstadt Graz verewigt 😂
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Weiter gehts mit einem kleinen Umweg, wo wir einmal umdrehen müssen, da wir vor einem verschlossen Gatter stehen .
Unterwegs sehen wir viele Verkäufer am Straßenrand, die riesige Pilze verkaufen, die wie Parasole bei uns zu Hause aussehen.


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und schließlich erreichen wir unser letztes Ziel: die Ombe Guestfarm von Kathrin und Florian.
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Teil 3119. Feb. 2025

Wir werden herzlich von Kathrin begrüßt und sie setzt sich gleich mit uns zu einem Tratsch auf einen schönen schattigen Platz unter altem Baumbestand. Mit dabei sind ihre beiden 3 jährigen strohblonden Zwillinge, Luna und Martin, sowie die vielen Hunde: 2 Jack Russeldamen (ich hab erst am 2. Tag kapiert, dass es 2 sind 😂), eine Jagdterrierhündin, eine alte Border Collie Dame und Bruno der Ridgeback . Die vielen Hunde sind so nett erzogen, dass sie absolut nie stören, welch Wohltat nach der Emma-Erfahrung!
Es gibt sehr feine selbstgemachte Limonade und dann beziehen wir unser Zimmer, die letzten 2 Nächte werden wir zum Kräftesammeln vor der Heimfahrt im Bett schlafen, daheim gehts dann ja gleich wieder ab in die Arbeit und bisschen Luxus zur Erholung finden wir, steht uns zu 😊

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Wir fühlen uns absolut wohl hier und Kathrin führt uns kurz herum, und zeigt uns auch das sehr originelle Schwimmbad: ein umfunktionierter Wasserturm inklusive Goldfische

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Ich gehe eine Runde spazieren - nachdem mir Kathrin erklärt hat, dass sie Pilze von den Straßenverkäufern gerade Saison haben und Termitenpilze sind, umrunde ich gefühlt 100 Termitenhügel, es ist aber zu trocken und ich finde nur eine Schildkröte.

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Barbara genießt inzwischen den Pool und wirft sich zum Lesen in einen Liegestuhl, sie kann Pilze absolut nicht ausstehen und will sie daher auch nicht suchen .

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Die Landschaft gefällt mir ausgesprochen gut, der rote Kalaharisand ist einfach schön!

Abends essen wir mit der Familie gemeinsam Oryxschnitzel mit… Termitenpilzsauce (😊) und diversen Beilagen und Salat. Florian ist gelernter Metzker , was sich natürlich bei der Qualität des Fleisches bewährt.
Zufrieden gehen wir in unser nettes Roundhut und schlafen tief und fest ein.

Teil 3219. Feb. 2025

Wir wachen heute mal nicht ganz früh, sondern nur früh auf und trödeln ein bisschen herum, bis wir zum Frühstück ins Hauptbaus gehen. Wieder sitzen wir gemeinsam beisammen und Florian erzählt ein bisschen über die Sorgen als Farmer, er musste schon Notverkäufe der Rinder starten, da nach 3 Jahren Dürre Futter zukaufen einfach zu teuer wird. Da auch ein Freund der Familie zu Gast ist, kommen wir in den Genuss, bei einem Rundgang über den Hof mitgehen zu können, wo wir sehr schöne Einblicke bekommen.

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Auch bei den Schweinen schauen wir vorbei

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Und am Schluss gehts in den Gemüsegarten , wo wir dann auch Samen vom Rosellabusch mitbekommen, aus den Blüten kam man tollen Tee machen. Überall wuseln Hühner und Küken herum und ein stolzer Pfau ist auch mitten drinnen.
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Mittags machen wir etwas sehr lustiges: kochen mit den 2 Ovambo Frauen, die im Haus angestellt sind. Wir gehen mit den Kindern im Schlepptau zu ihren kleinen Häuschen, wo Bertha und Selma uns stolz die Outdoorküche zeigen. Seit einiger Zeit haben sie auch ein Klo und eine Dusche an ihr kleines Häuschen mit 2 Zimmern angebaut, auch das wird uns stolz präsentiert.

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Dann machen wir uns dran , unter der Anleitung der Frauen den Teig für Fatcakes zusammenzurühren, die Kinder helfen mit und dann zeigt mir Selma, wie man mit der Hand den Teig formt und ins heiße Fett in einen Botje, der auf der kleinen Feuerstelle steht hinein fallen lässt, ohne sich zu verbrennen. Die Frauen sind recht zufrieden mit mir und bald haben wir einen großen Berg Fatcakes.
Wir geben den Kindern ein paar mit für zu Hause, so können wir sie überreden, dass sie ins Haupthaus zum Mittagsschlaf gehen.
Dann wird noch Kapanagewürz auf Oryxfleisch gegeben und ab gehts damit auf den Rost.

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Am Ende essen wir noch gemeinsam, die Frauen erzählen ein bisschen, beide haben 2 Kinder, die während sie arbeiten bei den Omas sind. Angeblich sei das ganz normal hier, erzählen uns alle Arbeitgeber, mich erinnert es an die Altenpfegerinnen aus der Slowakei oder Rumänien, die zu uns arbeiten kommen und ihre Kinder zu Hause lassen müssen. Ich glaube, gern macht das keine Mutter, aber es gibt halt nicht viel Alternativen.

Als wir erfahren, dass Bertha und Selma so einen „Kochkurs“ zum ersten Mal gemacht haben, sind wir noch mehr begeistert - wir finden , sie haben das besonders nett gemacht und wir hatten viel Spaß dabei!

Teil 3319. Feb. 2025

Richtig angegessen wandern wir zurück und rasten kurz aus. Ich nutze die Gelegenheit und fahre noch eine kleine Runde mit den Kindern und dem Freund der Familie auf dem Farmjeep mit Kathrin und Flo mit, es ist ein schöner Ausklang des Nachmittags.

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Abends gibt es Kotelett vom Schwein und Gemüse aus dem Garten, danach Mousse au chocolate und zum Abschluss sitzen wir draußen bei Gin und Brandy und hoffen auf Regen. Flo rennt mit dem Handy auf und ab und telefoniert mit den Nachbarsfarmen, rundherum blitzt und donnert es , nur bei uns will’s einfach nicht regnen. Hier fragt man schon lang nicht mehr am Telefon :“wie gehts?“ sondern:“ hattet ihr Regen“ und wenn ja, ist die nächste Frage:“ wieviel mm?“

Als wir ins Bett gehen, kommen tatsächlich ein paar Tropfen, aber leider zieht die Regenwolke zu schnell weiter.

Teil 3419. Feb. 2025

26.1.
Tatsächlich ist er nun da, der letzte Tag.
Wir frühstücken wieder alle gemeinsam und gehen einpacken und räumen das Zimmer gegen 10, damit es geputzt werden kann. Danach nimmt uns Flo mit auf eine Farmrundfahrt, er checkt ein paar Regenmesser und kontrolliert einige Rinder und Zäune. Nebenbei erzählt und erklärt er ein bisschen, begleitet werden wir von den Terriern, die fröhlich im offenen Jeep herum hüpfen.

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Wir bekommen so nochmal einen schönen Überblick über die Farm und lassen uns die afrikanische Sonne auf die Nase scheinen. Ich gestehe - ich bin ein bisschen wehmütig …
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Nach knapp 2 Stunden sind wir zurück , ein letzter Kaffee noch und wir müssen uns verabschieden.

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Auch hier komme ich gern wieder zurück, hier hat es uns besonders gut gefallen!

Die Fahrt zum Flughafen ist nochmal sehr schön und da wir bei AfriCar vereinbart haben, dass wir das Auto am Parkplatz beim Airport abgeben können, ersparen wir uns die Fahrt nach Windhuk, wo sonntags eh tote Hose ist. Stattdessen trinken wir Café im Farmstall und dann heißt es Abschied nehmen von Namibia 🇳🇦💕🇳🇦

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Der Heimflug verläuft angenehm und in der Früh landen wir in Deutschland , gegen 10 dann in Wien.

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Teil 3519. Feb. 2025

Ich hab bei diesem Bericht unsere Reise revue passieren lassen, bin tief nochmal eingetaucht und es hat mir viel Spaß gemacht , darüber zu schreiben. Mir ist wieder einmal ganz klar geworden, wie sehr ich das südlich Afrika liebe, die Gerüche, die Luft, all die Geräusche, die Tiere und die Farben. Unsere Reise war für mich von A-Z einfach nur schön, wir hatten so viel Spaß und Glück und überhaupt… ich komm sicher bald wieder (und wieder und wieder😊)

Meiner besten Freundin bin ich von Herzen dankbar, dass sie mich zu dieser Reise mit ihrem Wunsch, das auch mal mit mir auszuprobieren, inspiriert hat und dass wir zusammen so ein gutes Team sind 💕 ich bin ganz schön stolz auf uns !!!

Gelungener Mädels-Trip Jänner 2025 von ninji

Quelle: www.namibia-forum.ch/forum/thema/305780-gelungener-maedels-trip-jaenner-2025

Stand: letzter Berichtsteil vom 19. Feb. 2025

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