Ich wünsche Euch allen ein gutes 2025, gute Gesundheit, viele tolle Reisen und glückliche Stunden.
Wir hatten eine Bergsteigergruppe am Mt. Kenia und da 3 von den 6 Teilnehmern noch 2 Nächte in den Samburu wollten, entschied ich mitzufahren. Am 31.12. wollte/musste ich noch zuhause bleiben, da ein Hund total Panik wegen Feuerwerk hat. Dieses Jahr war es auch mehr wie sonst und ging bis 1.30 Uhr. Also Hund trösten.
Am 1.1. gings dann los. Nur Joseph und ich. Das Ziel war ein Hotel in Nyeri. Bei der Sagana Brücke hielten wir, aber es waren keine Schwalben und Segler da, also auch keine Chance auf einen Wanderfalken. "Nur" eine Witwenstelze hüpfte herum.

Der Hunger kam und somit suchten wir. Da steht ein modernes Resort und ich meine, lass es uns versuchen. Am Eingang zum Parkplatz war die Wächterin sehr nett. Also parken und rein. Klar hatte ich meine Kamera mit dabei und das erste, das sie sagten war, dass ich für das Mitnehmen der Kamera bezahlen müsste. Für mich ein klares Nein und er ging den Manager fragen. Kindergeschrei am Swimming Pool und das Fragen dauerte zu lange. Also gingen wir weg.
Am Ausgang hielten sie ein Auto fest, ob die nicht bezahlt hatten? Ungeduldig wegen Hunger, drücke ich schon mal die Hupe. Ein Wächter stellt ein Metallschild vors Auto und geht zum Resort, wohl nachfragen. In der Zwischenzeit steigt die Beifahrerin aus, stellt das Schild zur Seite und fahren weg. Somit konnten auch wir weiter.
Am rechten Strassenrand taucht ein Restaurant auf. Rein. Wir werden sehr nett willkommen geheissen und diskutieren auch gleich unser Mittagessen. Joseph nimmt Huhn und ich Ziege. Echt lecker! Dann probiere ich die Cassava oder war es Arrowroot? Von Joseph und muss sagen, die schmeckte wirklich gut. Einfach und gemütlich im schönen Garten.
Nicht mehr weit weg von Nyeri nun tanken und zum Le Pristine. Einchecken und für Joseph geben sie unerwarteter Weise einen sehr guten Preis für seine Unterkunft. Das letzte Mal sahen wir die Zimmer im Werden. Das Ergebnis – es gefällt mir sehr gut. Balkon, Gelbrindenakazien und Blick auf den Mount Kenia. Was will ich mehr?

Gepäck aufs Zimmer, Kamera in die Hand und spazieren gehen. So viele neue, moderne, luxuriöse Häuser sind in der Zwischenzeit gebaut worden. Doch ich gehe auf engen Pfaden und klar, Vögel suchen und noch mehr versuchen Bilder zu schiessen. Sie sind hier recht scheu, was es nicht einfach werden lässt. Wolken ziehen und das Licht ändert ständig.
Die ersten Bilder landen schon mal im Papierkorb. Der Rotflügel-Zistensänger geht so / Singing Cistola / Cisticola cantans pictipennis. Der Gesang verrät die Art, der mir von meinem Garten vertraut ist.

Dünnschnabelgirlitz / Crithagra citrinelloides kikuyensis die Unterart kommt nur im Hochland von Zentralkenia und SW Kenia vor. Mit dem schwarzen Gesicht = Männchen

Zwischen den vielen eingeführten, wuchernden Pflanzen wie Lantana camara (Wechselröschen) findet man auch einheimische wie Abutilon mauritianum, gehört in die Malvenfamilie

Der Strichelgirlitz / Streaky Seedeater / Crithagra s. striolata findet hier genügend Samen, wie andere auch.

Finken wuseln in allen Farben. Schmetterlingsastril / Red-cheeked Cordonbleu, Kleiner Amarant / Red-billed Firefinch und dann der Veilchenastrild / Purple Grenadier, der leider nicht mehr bei meinem Garten ansässig ist (zu viel sterile Grundstücke rund rum) und Veilchenastrilde lieben Gebüsch. Erst das Weibchen mit weniger Farbe


Und einen Schmetterling – African Golden Arab, der zu den Weisslingen gehört

Ein paar Kinder mit ihren Hunden kommen mir entgegen. Die Hunde sind nicht mehr so jung und einer kommt zu mir. Huups…. Eine Fläche von 20 cm2 ist mit dicken Zecken, wohl 20 an der Zahl bedeckt. Ich fange gleich an die wegzunehmen und kläre die Kinder auf. Die lasen auch gleich Zecken von allen Hunden ab. Ohne entsprechende Medizin, die Flöhe und Zecken abhält, ist es hoffnungslos.
Wechselröschen ist die dominierende Pflanze und leider ist sie nicht bei Vögeln, sondern auch beim Kenya Baumhörnchen beliebt, die die Samen weiter verbreiten. Die Büsche verdrängen andere Pflanzen und sind teils auch in Nationalparks ein Problem. Sie haben Pfahlwurzeln und sind, wenn sie mal gross sind, nicht mehr so leicht wegzubekommen. Wir haben auch welche im Gartenzaun, halten sie aber unter Kontrolle.

Das Männchen des Zweifarbenglanzstares / Violet-backed Starling ist ein Traumvogel. Leider haben halt Bridgekameras nie die Qualität wie Spiegelreflexkameras… dafür muss ich weniger tragen. Das Weibchen kam besser hin.


Es ist nun schon kurz vor 18.00 Uhr und das Licht wird schwach. Also ab in mein Zimmer. Ich bin keine 5 Minuten auf dem Balkon, als es zu giessen anfing. Auch Mt.Kenia ist bewölkt, hatte aber, wie ich später von den Bergsteigern erfuhr, kein Regen sondern 65 km/Std. Wind. Sie kamen deshalb auch etwas früher runter – es war ihnen zu ungemütlich und klettern wurde riskant.

Ich war rechtzitig beim Abendessen und kein Joseph. Ich rufe mal an… er tönt verschlafen, kommt aber gleich. Er sei bei dem Regenschauer wieder eingeschlafen. Wir bekommen nun feines Essen und ich schlafe danach wie ein Stein.












































































































































