von SuMa · März – Apr. 2024 · 32 Tage · Mischform · 45 Teile
Über diesen Reisebericht
Wir reisen im März und April 2024 zu zweit durch Namibia – ursprünglich zu viert geplant, ziehen wir die erweiterte Rundreise am Ende als Paar durch. Die ersten rund zehn Tage sind geführt: Bei Camp Doros folgen wir zu Fuss den Rangern des Save the Rhino Trust bis zu einem Spitzmaulnashorn samt Kalb und im Hoanib übernachten wir in einem Mobile Camp und finden eine Elefantenfamilie. In dieser Zeit findet ein zuvor umgesiedelter Löwenmann die bislang allein umherziehende Löwin Charlie – für unseren Guide ein Hoffnungszeichen für die Löwenpopulation im Hoanib. Es folgt eine mehrtägige Flugsafari entlang der Skeleton Coast mit Zwischenlandungen in den Dünen, den «roaring dunes», einer Bootsfahrt auf dem Kunene bis auf eine Sandbank in Angola und einem Besuch in einem Himbadorf.
Ab Anfang April sitzen wir selbst am Steuer eines gemieteten Dachzelt-Campers und fahren die zweite Hälfte weiter: durch die Kalahari, die Namib-Wüste, die Spitzkoppe und Damaraland bis in den Etosha-Nationalpark und zum Waterberg-Plateau. Im Etosha gelingt uns gleich mehrfach das grosse Los – an einem einzigen Wasserloch versammeln sich neun Löwen zum Trinken, und wir sehen gleich zweimal ein Spitzmaulnashorn –, auch wenn uns ein völlig überfülltes Wasserloch mit rücksichtslos rangierenden Gamedrive-Fahrzeugen einmal die Sicht auf einen Löwen verdirbt. Am Ende sind wir uns einig: Die Mischung aus geführten Tagen mit Guide und dem Selbstfahren macht für uns den besonderen Reiz dieser Reise aus.
Teil 121. Juni 2024
Prolog: Nach Reisen nach Sambia und Botswana/Südafrika mit einem südafrikanischen Freund, wollte er uns unbedingt seine Lieblingsorte in Namibia zeigen. Meine Schwester und ihr Mann waren auch sehr interessiert. Da wir als Halb-Frühpensionierte etwas mehr Zeit zur Verfügung hatten, haben wir beschlossen, anschliessend noch ein Auto zu mieten und die typische Erstäter-Runde zu fahren. Aber meistens kommt es anders als geplant und schliesslich haben wir diese wunderbare Reise nur zu zweit unternommen.
Flug: Zürich-Johannesburg mit Swiss Johannesburg-Windhoek mit SA
Wir sind am frühen Nachmittag gelandet und haben uns so gefreut, endlich wieder in Afrika zu sein. Direkt vor dem Zoll haben wir bei MTC noch zwei SIM-Karten gekauft für die ganzen 30 Tage. Dort hatte es gar keine anderen Kunden und der nette Angestellte hat auch grad unsere Telefone eingerichtet. Anschliessend hatte es auch keine Schlange mehr am Zoll, nur der arme Mann von Ultimate Safaris musste ziemlich lange auf uns warten.
Wir wurden direkt in unser Hotel Olive Grove Guesthouse gebracht, wo wir uns nur kurz frisch machten und wurden eine Stunde später schon wieder abgeholt zum Abendessen im Joes Beerhouse. Das Essen war sehr gut, wir aber etwas müde nach der langen Anreise. Nach Informationen zum morgigen Tag, gings zurück ins Hotel und zeitig ins Bett. Morgen kann es dann endlich richtig losgehen… 🙂
Teil 221. Juni 2024
Olive Grove Guesthouse: Dieses kleine, aber feine Hotel wurde uns von unserem Freund empfohlen und hat uns sehr gut gefallen. Wäre auch dumm gewesen, wenn es nicht so wäre. Das Olive Grove war sozusagen unsere Homebase, wir haben insgesamt 4 mal dort übernachtet im Laufe unserer Ferien. Das Frühstück ist klein, aber bietet (für uns) alles was wir wünschen: Müesli mit Joghurt und Früchten, Toast, Butter, Konfitüre, Käse etc, und eine warme Eierspeise zum Bestellen. Sogar feinen Cappuccino gibt es. 😛 Die Zimmer sind alle unterschiedlich im Grundriss, alle geschmackvoll eingerichtet mit bequemen Bett.
Teil 321. Juni 2024
Unsere Route 21.03. Zürich-Johannesburg-Windhoek 22.03. Übernachtung Olive Grove Guest House, Windhoek 22.03. Camp Doros, Wüstenelefanten und Nashorntrecking (3 N) 25.03. Mobile Camping im Hoanib (3 N) 28.03. Rückflug nach Windhoek vom Wilderness Airstrip Übernachtung im Olive Grove Guest 29./30.03. Skeleton Coast Safari, Übernachtung im Camp Kuidas 30.3./1.04. Skelton Coast Safari, Camp Leylandsdrift (2 N) 1.4. Übernahme Auto mit Dachzelt Olive Grove Guest House 2.4. Bagatelle Kalahari Game Ranch (2 N) 4.4. Family Hide-out (2 N) 6.4. Sesriem Campsite (1 N) 7.4. Mirabib Campsite 8.4. Swakopmund, Meikes Guesthouse (2 N) 10.4. Spitzkoppe (1 N) 11.4. Madisa Camp (2 N) 13.4. Olifantsrus (1 N) 14.4. Okaukuejo Campsite (2 N) 16.4. Namutoni Campsite (2 N) 18.4. Waterberg Plateau Campsite (2 N) 20.4. Windhoek, Olive Grove Guesthouse 21.4. Rückflug Windhoek - Johannesburg - Zürich
Teil 422. Juni 2024
Pünktlich um halb neun werden wir von Jason, unserem Guide für die nächsten 7 Tage abgeholt. Wir fahren die B1 vis Okahandja und dann die B2 Richtung Westen. Wir staunen wie viel sowohl neben wie auf der Strasse los ist und über all die deutschsprachigen Schilder. Wir wechseln dann auf die C36 und schlagartig ist ‚nur‘ noch schöne Landschaft. Wir können uns kaum sattsehen. In Omaruru gibt es einen Tank-/WC-Stopp und grad auch noch die Gelegenheit in Ruhe Geld beim ATM zu holen.
Unter einem schönen Schattenbaum bekommen wir ein sehr leckeres und üppiges Picknick serviert.
Dann habe ich den Überblick verloren, welche Strassen wir gefahren sind bis zum Camp. Die vielen Zäune entlang der Strasse sind dann irgendwann verschwunden und die Landschaft ist (noch) karger geworden.
Camp Doros liegt wunderschön an einem Hang. Wir werden sehr freundlich mit kühlen Waschlappen begrüsst. Es ist sehr heiss, sicher gegen 40 Grad. Es gibt vier Zelte, davon ein Doppelzelt für Familien, dieses haben wir bekommen. Neben der Lapa gibt es einen Tauchpool, den wir auch gerne genutzt haben.
Es war irgendwie doch anstrengend diese lange Fahrt, auch wenn wir nicht selber gefahren sind, aber es ist soooo schön hier, wir können uns kaum satt sehen.
Teil 522. Juni 2024
23. März Wir haben gut geschlafen, werden mit einem Wake-up call um 6.30 geweckt, reichliches Frühstück mit allem was man wünscht um 7.00 h, Abfahrt um halb 8 auf die Suche nach den Wüstenelefanten. Nach kurzer Fahrt entdecken wir zwei Oryx, dann Zebras, die aber alle sehr scheu sind und schnell auf der Flucht. Im dämmrigen Morgenlicht gibt das keine brauchbaren Fotos. Die unglaubliche Weite und Leere ist beeindruckend. Später sehen wir noch Springböcke
Und eine Giraffe
Unterwegs halten wir noch bei Petroglyphen. Hier sind wir ganz alleine als wir uns zu einem kurzen Spaziergang aufmachen. In der Früh ist die Temperatur noch sehr angenehm.
Weiter fahren geht’s durch diese spektakuläre Landschaft
Teil 622. Juni 2024
Gegen Mittag finden wir sie dann. Es ist Rosie‘s Familie. Sie sind ganz in der Nähe von Twyfelfontein. Sie spritzen und baden und trinken, es ist so schön, sie bei ihrem Tun zu beobachten.
Wir können uns nicht trennen 😛 , so dass Jason uns fragt, ob wir direkt hier im Auto unser Picknick wollen, oder ob wir zurück zu einem Schattenbaum fahren und dort essen. Wir wollen bleiben 🙂. Die Elefanten aber nicht. 🤢 genau als wir alles Essen ausgepackt und hergerichtet haben, ziehen sie weiter. Nur einer nascht noch an Büschen bis wir (fast) fertig sind. Das war so herzerwärmend, glücklich und froh geht’s zurück ins Camp, wo wir froh sind, können wir uns abkühlen. Nachmittags gibt es zwar immer einen angenehmen Fallwind, so dass immer ein Lüftchen geht, die Hitze lässt sich gut aushalten. Beim Sundowner werden wir für den morgigen Tag gebrieft: Ablauf und Verhalten beim Nashorntrecking, Das Abendessen wird gemeinsam mit den anderen Gästen eingenommen, einer deutschen Familie mit zwei erwachsenen Söhnen und ein junges österreichisches Paar. Das Essen ist wieder ausgesprochen gut und wir unterhalten uns prächtig, sowohl untereinander als auch mit dem Staff. Die anderen waren heute bei einem Nashorn und werden morgen die Wüstenelefanten suchen. So wird dafür gesorgt, dass die Gruppe bei den Nashörnern nicht zu gross sind. Heute Abend ist es deutlich kühler, ich brauche sogar eine Jacke. Zufrieden fallen wir müde ins Bett.
Teil 722. Juni 2024
24. März Heute wieder der gleiche Ablauf wie zuvor: Wake up um 6.30 Uhr, Frühstück um 7.00. Es ist deutlich kühler heute, nur so 18 Grad. Die Sonne scheint, eine wunderschöne Morgenstimmung während wir warten, dass die Ranger vom Save the Rhino Trust anrufen und melden, wo der Treffpunkt ist. Die Ranger folgen den Fussspuren eines Tieres bis sie es sehen. Die Nashörner haben kein GPS oder ähnlich, man fürchtet sich vor Hackern, die dann die Tiere so noch schneller finden könnten, Um ca 9.00 Uhr ist es dann soweit, es geht los. Wir müssen nicht weit fahren. Dann geht es los zu Fuss durch ein hübsches kleines Tal, nach ca 5 km sehen wir endlich das schöne Tier. Und daneben noch ein Kalb, wie süss ist das denn
Und dahinter schläft sogar der Papa. Er wollte scheinbar kontrollieren, ob sie schon wieder bereit wäre 🙂
Wir dürfen uns in gebührendem Abstand und ganz ruhig auf einen Stein setzen und die Familie beobachten. Das Kleine steht auf, geht zur Mama trinken und legt sich wieder hin. Irgendwann schlafen dann alle drei, gemäss den Rangern wird sich erst gegen Abend wieder etwas tun, also lösen wir uns und gehen zum Auto weiter. Etwas entfernt setzen wir uns dann unter einen Schattenbaum und können uns noch ausführlich mit den Rangern über ihre Arbeit und ihr Leben hier in der Einsamkeit unterhalten. Super interessant!
Kurz nach Mittag sind wir dann zurück im Camp und relaxen den Rest vom Tag, unterhalten uns mit den anderen Gästen, lesen, schreiben Tagebuch und geniessen einfach die schöne Landschaft.
Der Abend vergeht dann wieder viel zu schnell, das Essen war wieder vorzüglich. Morgen reisen alle ab, alle sind traurig, es war eine schöne Gemeinschaft.
Teil 823. Juni 2024
25.März Wir sind schon im Safari-Modus und von selber um halb sieben wach. Frühstück gibt es wieder um 7.00 h, Abfahrt um kurz nach 8.10 h. Heute wird ein langer Fahrtag. Wir fahren bei Burnt Mountain vorbei und sehen kurz hinter Twyfelfontein nochmals die Elefantenfamilie von Rosie. Leider ist das Kleine irgendwo im Gebüsch, auch haben wir nicht so viel Zeit, um sie lange zu beobachten. Es geht über die C39/C43 nach Norden. In Palmwag tanken wir voll und nutzen die Gelegenheit für einen WC-Stopp. Immer wieder sehen wir, weit weg, einzelne Giraffen und einmal sogar nochmals eine kleine Gruppe Elefanten unter einem Baum. Diese aber sehr weit weg, so dass keine brauchbaren Fotos entstehen. Wir picknicken wieder unter einem grossen Schattenbaum.
Nach Sesfontein biegen wir über ein Seitental in den Hoanib. Nun hat es auch immer wieder Steenbock
Springböcke und Oryx.
Manchmal schaut uns auch eine Giraffe etwas erstaunt aus dem Gebüsch an.
Wir müssen uns immer wieder kneifen, dass wir tatsächlich in dieser wunderschönen Landschaft sein dürfen. Wir hätten es uns nicht zugetraut, hier selber zu fahren, aber so ist es sooo unglaublich schön und wir können es nur geniessen.
Teil 924. Juni 2024
Liebe Caroline Wir waren vor zwei Jahren schon mit einem Guide im Delta, auch Mobile Camping und das hat uns so gut gefallen. Damals waren wir auch zu viert, das bietet sozial noch etwas mehr Abwechslung 😛 Ich selber lese auch sehr gerne Reiseberichte, dann ist man wenigstens virtuell in Afrika.
Liebe Lotusblume Camp Doros ist wirklich schön, wunderschön in die Landschaft eingebettet, sehr nettes Personal und ausgezeichnetes Essen. Eine volle Empfehlung.
Teil 1026. Juni 2024
26.3. Nach einer ruhigen Nacht gibt es Frühstück um 7.00 h. Wir sind ohne Wake-up call erwacht 😄 . Kurz nach 8.00 geht’s los. Das Pop-up Dach des Autos haben wir von Beginn weg geöffnet. Welch cooles Gefühl, die Landschaft so zu erleben, den morgendlichen kühlen Wind zu spüren. Wir sehen aber fast keine Tiere und auch wenig frische Spuren. Hier mal ein paar Springböcke, eine Giraffe in der Ferne und einen Schakal, der in der Ferne eine Düne hochrennt. Es ist aber super spannend zu diskutieren, wie man erkennt, wie alt eine Spur ist, ob das Tier schnell oder langsam unterwegs war etc. Wir fahren weiter flussabwärts, manchmal im Flussbett, manchmal fahren wir raus etwas in die Höhe, die Landschaft gefällt uns so gut. Dann sehen wir eine tote Giraffe und einen Mähnenlöwen der sich gerade davon entfernt.
Er legt sich dann malerisch auf eine kleine Steininsel, leider etwas weit entfernt.
Wir schauen ihm noch eine ganze Weile zu, aber irgendwann ist er müde und legt sich flach hin, so fahren wir weiter flussabwärts auf einen schönen Aussichtspunkt und geniessen die Aussicht.
Es ist inzwischen sehr bewölkt und heiss. Trotzdem fahren wir auf dem Rückweg zum Camp nochmals beim Löwen vorbei, können ihn aber nicht mehr sehen. Kurz vor Mittag sind wir dann zurück im Camp. Das Mittagessen ist auch wieder sehr fein. Unglaublich, was die beiden hier mit diesen einfachen Mitteln herbeizaubern können. Nachher machen wir eine ausgiebige Siesta, lesen, schreiben etc.
Teil 1126. Juni 2024
Am Nachmittag um ca 17.00 brechen wir wieder auf. Wir wollen nochmals zum Löwen. Unterwegs die üblichen Verdächtigen
Beim Wasserloch eine grosse Gruppe Baboons. Sehr lustig diese aktiven Tiere zu beobachten, aber sehr schwierig, sie zu fotografieren.
Immer wieder sehen wir auch einzelne Giraffen, dieses Baby war ganz alleine unterwegs.
Als wir bei der toten Giraffe sind, ist weit und breit vom Löwen nichts zu sehen. Also wieder Spuren lesen und verfolgen. Dies ist umso schwieriger, als wir die bereits vorhandenen Spuren nicht verlassen wollen. Schliesslich entdecken wir ihn ziemlich weit weg im Schatten im Tiefschlaf. Es ist nun schon nach sechs, wir gehen davon aus, dass er sich bald erheben wird und wieder zur Giraffe zurückgehen wird. Wir platzieren uns so, dass wir das dann gut im Bild festhalten können. Wir brauchen etwas Geduld, aber er tut uns den Gefallen 🙂
Glücklich fahren wir zurück zum Camp, stossen mit einem Gin&Tonic auf unser Glück an, geniessen anschliessend das wieder super feine Essen. Jason, unser Guide isst immer gemeinsam mit uns. Es ergeben sich viele interessante Gespräche. Spannend finden wir, dass auch hier die Themen recht ähnlich sind wie in der Schweiz. Wohnsituation und die damit verbundenen Kosten, Kinder 😉 etc. Jason ist ein sehr gebildeter und höflicher Mensch. Er ist so belesen und kann uns so viel Wissen weitergeben. Wir lernen ihn sehr zu schätzen während dieser Zeit. Gerd macht uns noch auf den Capefox aufmerksam, der hofft, etwas aus der Küche zu ergaunern. Müde von den vielen schönen Eidrücken, fallen wir wieder zeitig ins Bett.
Teil 1227. Juni 2024
27. März Während wir frühstücken schreitet in der Ferne eine Giraffe vorbei. Heute ist es ganz bedeckt, es fallen sogar einzelne Tropfen.
Wir sind sogar etwas früher unterwegs als gestern. Der Plan ist, zu schauen, was der Löwe macht. Es geht also flussabwärts. Wir kommen aber nicht weit, wir sehen Elefanten 😄 Eine Gruppe mit vier erwachsenen und drei noch sehr kleinen Tieren, die sind so süss, wie sie ihre Rüssel noch nicht richtig unter Kontrolle haben.
Scheinbar fressen Baby-Elefanten den Kot der Mutter um die Darmflora zu aktivieren.
Nur schwer können wir uns trennen, wir wollen aber schon noch schauen, was der Löwe heute macht. Als wir dort ankommen, liegt er immer noch beim Giraffenkadaver und es hat drei andere Fahrzeuge . Bis jetzt waren wir da immer alleine, und Action ist auch keine also fahren wir weiter und schauen was der Morgen so noch bringt.
Zurück im Flussbett entdeckt Jason frische Löwenspuren, die nicht von ‚unserem‘ Löwen stammen können. Also folgen wir diesen und finden eine Löwendame im Schatten.
Sie ist mit ihrer Morgentoillette beschäftigt. Bald erhebt sie sich und schreitet flussaufwärts. Jason positioniert sich immer wieder so, dass sie uns entgegen kommt, wir ihr aber auch keinesfalls im Weg stehen.
Dann legt sie sich hin…
geht wieder weiter
und legt sich dann unter einem Busch schlafen. da wollen wir sie nicht weiter stören. Für uns ist nun auch Zeit wieder zum Camp zurückzufahren. Unterwegs treffen wir nochmals auf die Elefantengruppe. Es hat aber ein Gamedrive-Fahrzeug, das sehr nahe rangefahren ist und die Elefanten irritiert. Ein Baby rüttelt am Auto, dann kann man nur staunen, welche Kraft bereits ein so junges Tier hat. Jason ärgert sich sehr über solches Verhalten, da fahren wir direkt weiter. Jason entdeckt noch frische Hyänenspuren, die Tiere bleiben aber unentdeckt.
Teil 1327. Juni 2024
Das Essen heute war wieder sehr fein und wie immer mit viel Liebe zum Detail hergerichtet. Es ist aber heute sehr heiss. Es geht kein Wind und fast kein Schatten, da freuen wir uns umso mehr als es wieder losgeht am Nachmittag. Wir müssen uns entscheiden: flussabwärts Richtung Löwen oder flussaufwärts zu den Elefanten. Für uns keine Frage, wir wählen die Elefanten 😄 Wir müssen nicht lange suchen, sie sind zügig flussaufwärts unterwegs, immer am Fressen.
Nur die Kleinen haben immer mal wieder etwas andere Ideen.
Wir verbringen den ganzen Nachmittag mit diesen wundervollen Tieren, es ist soo cool sie so ausgiebig beobachten zu können.
Wir geniessen, das schöne Abendlicht und freuen uns über einen weiteren schönen Safaritag.
Teil 1427. Juni 2024
28. März In der Nacht haben wir zum ersten Mal Tiere gehört, vielleicht war es unser Löwe. Wir sind heute etwas traurig, heute geht es zurück nach Windhoek. Wir wollen vorher aber nochmals schauen, was der Löwe inzwischen so getan hat. Bevor wir dort sind, hält mal wieder ein Steenbock genug lange still, dass es ein schönes Foto gibt.
Die Löwendame hat unseren Löwenmann gefunden und scheinbar mögen sie sich. Jason ist hocherfreut, so geht es ja wahrscheinlich weiter mit der Löwenpopulation im Hoanib. Beim Weibchen handelt es sich um Charlie, sie war in der letzten Zeit alleine hier unterwegs. Der Löwenmann ist ein umgesiedelter Löwe.
Nun heisst es Abschied nehmen von Jason, der das Auto wieder zurück nach Windhoek bringen muss und uns in dieser Woche wirklich ans Herz gewachsen ist. In der Wilderness Lodge dürfen wir warten bis der Flieger in der Nähe ist und bekommen noch ein kühles Getränk und einen Snack für unterwegs damit wir ja nicht verhungern 😛 Wir fahren dann zuerst zu einem alten Airstrip. Es gibt dort gar keine Infrastruktur, nicht mal einen Windsack, also zurück… unterwegs kommt uns dann jemand der Lodge entgegen und erklärt uns, wo sich der neue Airstrip befindet. Nun eilt es natürlich und wir fragen uns schon, wieso man uns/Jason diese Information nicht bereits als wir in der Lodge gewartet haben, gegeben hat. So war der Abschied dort dann super schnell, einsteigen und los gehts.
Auf dem Doro Nawas Airstrip müssen wir umsteigen und landen dann am frühen Nachmittag auf dem Eros Airport in Windhoek. Dort werden wir schon erwartet und ins Olive Grove gebracht. Wir geben unsere Wäsche zum Waschen, beantworten unsere WhatsApp Nachrichten und geniessen die Zeit am kleinen Pool bis zum Abendessen. Die Temperatur ist sehr angenehm, rundherum hat es aber viele riesige Gewitterwolken. Heute essen wir im Hotel und probieren das Gamefilet - es schmeckt vorzüglich 🙂 Wir freuen uns, wieder einmal in einem ‚richtigen‘ Bett zu schlafen und über etwas mehr Platz.
Teil 1527. Juni 2024
29. März Nach einer ruhigen Nacht und dem bekannten, feinen Frühstück werden wir pünktlich abgeholt um um 10.00 unseren Piloten/Guide zu treffen, für den nächsten Teil unseres Abenteuers. Ein anderer Gast aus UK wird die nächsten vier Tage mit uns verbringen. Pilot und Flugzeug sind beide nicht mehr die Jüngsten. 😮
Wir bekommen Kopfhörer mit Mikrofon, für die Kommunikation unterwegs, so ein kleiner Flieger ist seh laut. Wir fliegen Richtung Conception Bay, sehen sogar Oryx, Überreste der Diamentenabbaustätten und das Wrack der Eduard Bohlen. Dann fliegen wir über die Flamingos nach Swakopmund zum Auftanken.
Anschliessend geht es Richtung Norden. Irgendwo am Strand wird zwischengelandet. Wir erkunden etwas die Gegend und dann richtet Henk, unser Guide/Pilot uns ein kleines Mittagessen her auf dem Flügel seiner Maschine. Es windet aber sehr stark, man muss alles festhalten, sonst ist es weg.
Nach Cape Cross
fliegen wir jetzt nordöstlich und landen irgendwo in einem Tal in dieser Mondlandschaft.
Wieder steigen wir aus und Henk erklärt uns einiges zur Geologie, Flora und Fauna in dieser Wüste und über die Bushmen, die früher hier gelebt haben und deren Spuren man noch überall findet.
Sorry, dieses Bild kann ich leider nicht drehen 🙁
Nun noch ein letztes Mal in den Flieger für heute, wir fliegen nochmals ca eine halbe Stunde und landen auf einem Airstrip, der such nicht so viel anders aussieht, als vorher 😛
Camp Kuidas liegt unweit vom Brandberg und ist eine wunderschöne Oase. Wir haben noch etwas Zeit, die Gegend selber zu Fuss zu erkunden, bevor dann das Abendessen serviert wird.
Das Camp wird von zwei Ehepaaren geführt, die dort ständig wohnen. Wir haben aber im Flugzeug unser Essen mitgebracht. Der Aufwand frische Lebensmittel in dieser abgelegenen Gegend bereitzustellen ist riesig. Es wird daher sehr sorgfältig damit umgegangen. Henk erzählt uns von den Schwierigkeiten, Flugsafaris zu betreiben und welch immenser finanzieller Schaden durch Corona entstanden ist. Sie mussten sich von einigen Flugzeugen trennen. Wir quatschen noch lange, bevor wir dann müde ins Bett fallen.
Teil 1628. Juni 2024
30. März Kurz nach sieben werden wir mit einem Tee geweckt, Frühstück dann um acht. Anschliessend brechen wir zu einem längeren Spaziergang auf. Direkt hinter dem Camp geht es auf einen Hügel/Berg. Auch hier gibt es Felsenmalereien und Gravuren von den Buschmännern und auch Gräber. Wir sehen eine frische Spur einer Hyäne, das Tier bleibt aber versteckt.
Direkt danach steigen wir in ein offenes Safarifahrzeug und erkunden so noch die weitere Umgebung. Wir fahren auf Hügel
Und dann in ein langes Tal und sind fasziniert von der kargen Landschaft, mit den säulenartigen Felsen, dann wieder ein riesiges Feld, wo scheinbar ein Riese mit Steinen gespielt hat. Auf Fotos wahnsinnig schwierig festzuhalten.
Hier gehen wir ein Stück zu Fuss und lassen die Gegend so auf uns einwirken, in der Ferne sehen wir zwei Springböcke, eine Dassierat huscht vor uns weg und weit oben am Himmel fliegt ein Black Stork. Zurück im Camp gibt es einen leichten Lunch und Siesta.
Teil 1728. Juni 2024
Kurz vor drei geht es weiter. Wir fliegen nach Torra Bay. Was für ein Temperaturunterschied 🤨 Hier ist es höchstens 15 Grad. Im Hangar dort ist ein (uraltes) Auto parkiert, Henk muss zuerst sogar noch Kühlwasser einfüllen, dann gehts hinein in die Dünen.
Schade bleibt der Nebel so hartnäckig, es ist wirklich frisch auf dem Auto, aber doch zu lustig um aufzugeben und in das Auto zu sitzen.
Wir dürfen selber das Phänomen der ‚roaring dunes‘ erfahren, sehr faszinierend 😮 Und ein bisschen in den Dünen rumspielen. 😄
Weiter gehts mit dem Flieger. Wir überfliegen den Hoanib und können die Stelle sehen, wo wir übernachtet haben und sogar Elefanten und Giraffen. Wir schaffen es nicht Fotos zu schiessen, wir möchten die Tiere auch nicht aufschrecken. Dann dauert es auch schon nicht mehr lange und wir sind beim Hoarusib. Wir landen und weit und breit ist kein Camp in Sicht 😮 Ein Safarifahrzeug erscheint aber bald und wir werden zum Camp gebracht, wieder inklusive alles Lebensmittel. das Camp liegt hoch über dem Hoarusib, der sogar läuft, eine wunderschöne Lage.
Henk fühlt sich gar nicht wohl, er wird/ist krank und verabschiedet sich sehr bald nach dem Essen. Wir machen uns jetzt Sorgen um seine Gesundheit, aber auch wie es morgen weitergeht…. Ohne Pilot in so einer abgelegenen Gegend. Wir könnten auch einfach einen Tag hierbleiben, hier ist es wirklich schön 🙂
Teil 1829. Juni 2024
31. März Um 7.00 Uhr werden wir wieder mit Tee geweckt. Henk geht es etwas besser. Er möchte aber das Programm etwas ändern: wir fliegen zum Kunene, er zeigt uns dort Sehenswertes, er hätte vor Ort auch einen kompetenten Helfer, falls nötig, dann fliegen wir wieder hierhin ins Camp Leylandsdrift zurück und übernachten hier ein zweites Mal. Wir sind sofort einverstanden, der andere Gast auch, hier ist es soo schön. Als wir an unserem heissen Tee auf unserer Terasse nippen, entdeckt mein Mann einen Elefanten unten im Fluss, er ist zwar weit weg, aber unglaublich, bereits vor dem Frühstück einen Elefanten zu sehen, damit haben wir nun wirklich nicht gerechnet. Auch von der Lapa aus während wir frühstücken, können wir ihn beobachten. Nach dem Essen klettern wir über die Felsen etwas näher an den Fluss, er tut uns aber nicht den Gefallen und dann geht er leider ans ‚falsche‘ Ufer, dort können wir ihn auch mit dem Auto nicht besuchen. Jetzt also auf zum Kunene. Dort werden wir wieder von einem Safarifahrzeug erwartet, erkunden auf einer gut stündigen Fahrt die wieder sehr andere Gegend
Dann geht‘s über eine sehr steile, lange Düne runter an den Kunene, es ist schon zum Fürchten, wie wir da mehr runterrutschen als fahren 😮
Hier sieht man noch die Spuren unseres Autos!
Dann gibt es einen leichten Lunch, es ist sehr heiss, aber auch sehr windig. Nach einer kurzen Siesta fahren wir an vielen Ziegen vorbei zu einem kleinen Boot. Zuerst setzen wir noch eine einheimischen Familie von Angola nach Namibia rüber, dann gleiten wir lautlos dahin. Wir sehen diverse Vögel, leider kann ich keinen fotografieren 😄
Auf einer Sandbank in Angola machen wir eine kleine Pause. Die Baboons tun uns den Gefallen und veranstalten ein richtiges Theater.
Erfrischt geht es wieder zurück zur Anlegestelle und mit dem Auto zum Airstrip. Unterwegs halten wir noch bei einem Himbadorf. Wir bringen ihnen Wasser. Der Angestellte übersetzt und so erfahren wir einiges über ihr Leben. Als wir nach der Möglichkeit fragen, Souvenirs zu kaufen sind in Sekundenschnelle die Verkaufsstände aufgebaut 😁. Das wissen wir zu würdigen und kaufen alle etwas kleines.
Unser Camp beim Landeanflug.
Heute ist es eine kühle Nacht, es brennt sogar ein Feuer in der Lapa. Es war wieder ein langer, anstrengender Tag, also gehen alle früh zu Bett.
Teil 1929. Juni 2024
1. April Pünktlich um Sieben werden wir wie immer mit einem Tee geweckt. Henk fühlt sich wieder wohl und auch die Wettervorhersage ist besser. Mein Mann kann sich etwas entspannen 🙂 Nach dem Frühstück besuchen wir noch ein Clay Castle.
Unglaublich was dieser Mann alles weiss: Geologie ist für mich aber ein Buch mit sieben Siegeln, leider vergesse ich alles sofort wieder, aber schön wars. 🤪
Dann zu einer weiteren Steinmännchen-Skulptur. Diese Figuren gefallen mir super. Was für eine Idee, diese in dieser Einsamkeit zu platzieren.
Als wir dann gemütlich beim letzten Mittagessen sitzen, ruft die Frau von Henk an und sagt, bei ihnen in Windhoek regne es ‚Cats & Dogs‘, ein grösseres Gewitter sei im Anmarsch, nun heisst es sich beeilen, zusammenpacken und ab in den Flieger, wir wollen kein Gewitter in diesem Flugzeug. Wir benachrichtigen noch Ultimate Safaris und Bushlore, dass wir früher landen (es gibt schwaches Wifi). Der Flug ist dann aber ruhig, ab und zu fliegen wir um einen Wolkenturm herum, auch hat es starken Gegenwind, wir sind also etwas langsamer. Wie immer fliegt Henk sehr tief, dies erlaubt eine unglaubliche Sicht in diese bizarren Berge und Täler. Ich erkenne sogar die Twyfelfontein Lodge von oben, die Elefanten sind aber nicht mehr dort 😄 Um ca 15.30 h landen wir auf dem Eros Airport, aber weder Bushlore noch Ultimate sind dort. Wir suchen und telefonieren dann, bei Bushlore wird uns gesagt, der Angestellte sei schon wieder zurück, da kein Flieger gelandet sei. Der Vertreter von Ultimate hat einfach draussen unter einem Baum gewartet, der steht dann grad da. Er bringt uns unseren Koffer mit dem Campingmaterial, das wir bei ihnen im Büro so lange zwischenlagern durften. Er telefoniert dann auch grad selber nochmals mit Bushlore, und vereinbart mit denen, dass er uns grad selber dorthin bringt. Er besteht darauf, mit uns das Auto, Reifen etc. zu prüfen, wartet dann (!) bis wir alles erklärt bekommen haben und fährt als unser persönliches Navi zum Olive Grove Guest House voraus. Was für ein Service! Wir fühlen uns etwas wie kleine Kinder, die man an die Hand nehmen muss, sind aber doch froh, müssen wir einfach nichts mehr studieren… Die letzten Tage waren doch sehr anstrengend, diese vielen, sehr unterschiedlichen Eindrücke, soviel mal fliegen in dieser kleinen, lauten Blechkiste hat uns ermüdet. Ab jetzt sind wir aber auf uns alleine gestellt 😉 Im Hotel werden wir wie Freunde begrüsst- wir sind ja auch schon zum dritten mal hier. Wir geben noch unsere Wäsche zum Waschen und fragen ob es ev möglich sei, die Pyjamas noch heute Abend wieder zurückzuerhalten, es ist schon nach 18.00 h? Kein Problem - der Rest kommt dann am nächsten Tag spätestens um 11.00 h. Super Service! Wir essen wieder im Hotel, räumen schon etwas unsere Sachen um und freuen uns über die gute Dusche und das bequeme Bett sowie über den Austausch mit den Lieben zu Hause (unsere Enkelin kann jetzt sitzen 🙂 ) Morgen beginnt das grosse Abenteuer…
Teil 2030. Juni 2024
2. April Wir freuen uns, heute etwas länger liegen zu bleiben und uns dann an den gedeckten Tisch zu setzen. Wir haben es nicht eilig, da wir ja noch auf unsere gewaschene Wäsche warten müssen. In aller Ruhe räumen wir unsere Sachen ins Auto und schon wird die Wäsche gebracht, das ging wirklich schnell. Bei der Maerua Mall gehen wir zu Superspar. Wie immer braucht der erste Einkauf länger als uns lieb ist. Am Ende bekommen wir aber (fast) alles was wir brauchen. Dann suchen wir noch einen Cymot (Campingladen). Wir möchten noch Kisten und einen Toasteraufsatz fürs Gas. Den Toaster haben sie nicht, aber günstige Kisten. Unser heutiges Ziel ist die Bagatelle Kalahari Game Lodge. Über die B1 geht’s Richtung Süden, schon bald biegen wir ab auf die D1463. Das gefällt uns, die Gravelroad ist gut zu fahren, rings herum wird es immer dunkler, Gewitter bauen sich auf, so herrschen sehr spezielle Lichtstimmungen. Nach ca. 40 km stehen wir plötzlich vor einer Furt, die gut mit Wasser gefüllt ist. Ich steige aus um die Wassertiefe zu prüfen, aber die Strömung ist mir zu stark, da fürchte ich umzufallen. Noch als wir diskutieren, was wir jetzt tun sollen, kommen riesige braune Wellen und es blitzt rund um uns herum. Also kehren wir um und fahren über die B1 nach Süden.
Hier ist alles trocken, sogar unter den Brücken fliesst kein Wasser 😄 Unterwegs sehen wir viele Baboons, Ziegen und auch Rinder, picknicken gemütlich und biegen dann nach Kalkrand auf die C21 ab. Der Himmel wird nun wieder schwarz, es gibt Regenbogen und das ganze Farbenspiel ist unglaublich schön: der rote Kalaharisand, die gelben Blümchen, die grossen Weberneste, wir sind völlig geflasht!
Je näher wir der Lodge kommen, desto mehr Tiere sehen wir. Giraffen, Marabus, Gnus. Einmal rennt eine Herde Springböcke vor uns her, sie können ja auch nicht weg, links und rechts der Strasse hat es Zäune. Wir stoppen und lassen ihnen etwas Zeit.
Wir fahren zur Reception, checken ein, machen ein Foto des Plans mit den Aktivitäten und fahren dann direkt zu unserer Site. Es gibt ein richtiges Häuschen mit WC, Dusche und Lavabo mit einer grossen Abstellfläche. Jetzt heisst es zum ersten Mal Zelt aufstellen und Abendessen vorbereiten, dabei spaziert eine Familie Kudu direkt am Auto vorbei. Die Kamera liegt natürlich im Auto und Kudus so nahe sind sehr beeindruckend, da hält man lieber etwas Abstand.
Wir fallen dann auch schon bald müde ins Bett.
Teil 2130. Juni 2024
Sorry, doppelt
Teil 2230. Juni 2024
3. April In der Nacht regnet es heftig, unser Zelt ist aber dicht 😄. Wir werden durch das Scheppern des Mülleimers geweckt. Ein Pferd hat den Deckel der Mülltonne abgehoben und sich über unsere Rüstabfälle gefreut. Als ich aus dem Toilettenhäuschen komme stehe ich Auge in Auge vor zwei Straussendamen, da gehe ich grad rückwärts wieder rein, sie haben doch sehr grosse Schnäbel 😕 Sie verziehen sich aber bald und so freuen wir uns über unser erstes Campfrühstück mit Speck und Spiegeleiern und allem was dazugehört. Dann räumen wir nochmals das Auto um 😄. Auch das Bett ist so nicht sehr bequem. Das Leintuch ist eigentlich zu klein und die Matratze zu hart. Nun legen wir einen Schlafsack als Polsterung unter das Leintuch und das dann quer, so bleiben halt die Füsse ohne Leintuch und brauchen den zweiten Schlafsack als Decke. Das hat sich dann für den Rest der Reise bewährt. Mein Mann geht dann irgendwann zur Reception und bucht für uns den Sundowner Drive und für den nächsten Tag den Bushmen Walk. Unsere Site hat einen riesigen Baum, darunter lässt sich herrlich lesen, Mittagessen etc. Nach dem Essen gehen wir dann zum Hauptgebäude, geniessen den Pool, schauen den Erdmännchen zu
genehmigen uns Kaffee und Kuchen und um 17.00 geht dann der Nature Drive los. Die Landschaft mit den roten Dünen ist sooo schön
andererseits fühlt sich das Gelände der Lodge ein bisschen an wie sehr grosser, sehr schöner Tierpark, besonders nachdem wir ja zuvor im Hoanib waren. Wir geniessen es aber trotzdem sehr, vor allem als wir die beiden Breitmaulnashörner sehen und so nahe ran fahren. Das fühlt sich nach all den ‚Security Briefings‘ vom Beginn unserer Ferien sehr seltsam an. Diese beiden werden aber täglich vom Auto aus gefüttert, auch um zu kontrollieren, ob alles in Ordnung ist.
Auf einer Düne unter einem riesigen Webervogelnest gibt es einen Sundowner und schon geht es wieder zurück. Ich freue mich besonders über eine Sichtung von Löffelhunden. Das Licht ist zwar schon sehr schlecht, aber das ist eine Erstsichtung für uns.
Wir werden direkt bei unserer Site abgeladen. Und dann eine grosse Aufregung: ich habe mein Telefon verloren, wahrscheinlich, hoffentlich im Auto. Mein Mann rennt zur Lodge und findet Guide und Auto und gemeinsam finden sie dann auch das Telefon. Uff, nochmals Glück gehabt.
Heute ist ein klarer Abend, wir sitzen noch lange und freuen uns hier zu sein.
Teil 2301. Juli 2024
4. April Heute mussten wir früh, ca 6.00 aufstehen. Wir sind direkt zu Fuss zur Lodge und haben dort noch einen Tee bekommen bevor wir zum Bushmen Walk aufbrechen. Es begleiten uns zwei Bushmänner. Der eine (westlich gekleidet) übersetzt die spannenden Geschichten, Gebräuche und auch Nutzen von Pflanzen und Tieren. Faszinierend finde ich die Sprache mit den vier Klicklauten, da könnte ich ewig zuhören. Es endet in einem nachgestellten Dorf, wo man noch Kleinigkeiten kaufen könnte und weitere Fragen stellen. Uns hat dieser kleine informative Spaziergang sehr gut gefallen.
Als wir dann so gemütlich zu unserem Platz zurück spazieren, sehen wir die beiden Nashörner direkt an unserem Auto vorbeigehen. Jetzt noch sehr weit weg, aber was wäre das für ein Aufstehen gewesen 😮
Zurück bei der Site frühstücken wir erst mal gemütlich und dann heisst es das erste Mal Zelt zusammenklappen. Das hat ganz gut geklappt, aber als wir den Tisch einschieben, verklemmt er sich in der Mitte und geht nicht mehr vor und zurück. Erst nach vielem Murksen schaffen wir es, ihn wieder raus zu ziehen. Jetzt braucht es erst nal nochmals einen Tee, bevor wir einen erneuten Versuch starten und eine Dusche. Wir merken, dann, dass wir es verkehrt herum versucht haben. 😄 Wir müssen noch an der Reception vorbei unsere Aktivitäten bezahlen, plündern den gut sortierten Shop und fahren dann ca. 11.00 ab. Über Mariental nach Maltahöhe. Dort füllen wir unseren Tank auf und ergänzen im dortigen Shop unsere Vorräte. Da es sehr viele Personen vor dem Laden hat, bleibt mein Mann im Auto. Er lässt sich dann aber von einigen Männern überreden und geht für sie noch Brot kaufen als ich wieder zurück bin. Wir wissen nie, wie wir mit solchen Situationen umgehen sollen, und haben uns auch nicht sehr wohl gefühlt. Als wir wieder losfahren, wird es rundherum wieder dunkel, Blitze zucken, wir fahren aber nur am Rand des Gewitters und können das Spektakel ruhig beobachten. Wir biegen auf die D830. Sie führt durch die Berge, auch hier führen die Dips Wasser, es sind aber nur Rinnsale. Im Tal links von uns plätschert der Bach und es ist sehr grün und das mitten in der Wüste. Unterwegs sehen wir in der Ferne Oryx, Springbock und sogar Löffelhunde, aber alle flüchten entweder sehr schnell oder sind von Beginn weg schon weit weg. Unterwegs halten wir bei einem schönen Baum und picknicken.
Kurz bevor wir die C27 erreichen wird die Landschaft wieder sehr offen und die Strasse sehr sandig, ist aber sehr gut zu fahren. An der Namibrand Reception checken wir ein und bestellen auch noch gerade ein frisches Brot für den nächsten Tag und buchen den Morningwalk. Es gibt insgesamt nur drei Sites, unsere hat ein eigenes kleines Wasserloch und wie die anderen ein Häuschen mit Dusche und WC und einen gedeckten Sitzplatz und riesig viel Abstand zu den anderen.
Wir klettern auf die Düne und freuen uns an der Weite und Leere der Landschaft. Welch Privileg hier 2 Nächte verbringen zu dürfen. Bevor wir das Zelt aufbauen, fahren wir noch den 4x4 Trail, ein ca 10 km langer Rundkurs. Wir reduzieren den zum ersten Mal den Reifendruck und können schon etwas die Sandfahrten üben und noch mehr von der Gegend sehen.
Dann kochen wir Spaghetti mit Tomatensosse und geniessen den Abend und die vielen Sterne.
Teil 2401. Juli 2024
Liebe Lotusblume, liebe Logi Sowas ähnliches haben wir uns schon gedacht. Es hat uns halt niemand darauf vorbereitet, wir waren verunsichert und es ist meist schwierig zu entscheiden, wie man sich in solchen Situationen verhalten soll. Wir haben uns da von Anfang an nicht wohl gefühlt und es war auch der einzige Ort auf unserer Reise, wo es uns so ergangen ist. Nächstes Mal wissen wir es besser. 😉 Lieber Gruss Susanne
Teil 2501. Juli 2024
5. April Um 6.30 klingelt der Wecker. Wir trinken nur schnell unseren Tee, schon kommt der Guide um 7.00 h um uns für den Morning Walk abzuholen. Wir sind nur zu zweit und geniessen die schöne Morgenstimmung, aber leider muss Adam, unser Guide noch viel lernen. Wir sehen viele Spuren, alte und auch neuere, aber sehr häufig bekommen wir zur Auskunft: <I have never seen that, I have to ask my colleagues> Wir sind leise enttäuscht, vor allem da uns dieser Walk von verschiedener Seite sehr ans Herz gelegt worden ist. Aber es sind Ferien, die Landschaft so schön, und das eine oder andere lernen wir trotzdem, da lassen wir uns unsere gute Laune nicht verderben.
Um ca. 9.15 h sind wir zurück und frühstücken erst mal ausgiebig. Zum Wasserloch kommen noch ein paar Namaqua Flughühner
Und etwas später ein einzelner Oryx
Den Rest des Tages verbringen wir auf/um unsere Campsite und geniessen die Einsamkeit. Ich beobachte Eidechsen und noch mal einen Oryx.
Als wir nach den Abendessen (Kartoffelgulasch) versuchen, die Sterne zu fotografieren, sehen wir einen Kapfuchs, der nach etwas Essbarem sucht. Wir haben aber alles schon weggeräumt. Er lässt sich von uns auch nicht sehr beeindrucken als wir ihn anleuchten. Mit der Nachtfotografie muss ich aber noch viel üben 😄
Teil 2601. Juli 2024
Heute erwachen wir ohne Wecker. Der erste Blick aus dem Zelt lässt uns fröhlich aufstehen.
Wir packen das Zelt ein und fahren dann nochmals die 4x4 Strecke, im Morgenlicht sieht ja alles wieder etwas anders aus.
Wir sehen wieder Löffelhunde, aber sie wollen sich partout nicht fotografieren lassen 😄
Wir zurück an unserem Platz geniessen wir das frische Brot, das wir gestern noch geliefert bekommen haben. Unterwegs zur Reception sehen wir Oryx, Zebras und Springböcke.
Dort begleichen wir unsere Schulden und verlassen etwas wehmütig diesen wunderschönen Ort und fahren weiter nach Sossusvlei.
Viele Oryx ziehen vorbei
All die kleinen Punkte sind Strausse
Am Gate zum Sossusvlei macht uns der Ranger auf einen platten Reifen aufmerksam. Peinlich, das haben wir noch gar nicht gemerkt. Aber direkt auf der gegenüberliegenden Seite hat es eine Tankstelle mit einem Tyre repair shop. Keine Viertelstunde später haben einen der Reservepneus drauf und der andere ist geflickt und wieder am richtigen Ort verstaut. Super Service für ungefähr 160 N$! Dann fahren wir direkt zur Campingplatz Reception und weiter zu unserem Platz und essen etwas Kleines. Die Site gefällt uns gar nicht so schlecht: sie wird bestimmt durch eine grossen Baum, wir passen mit Zelt darunter und hat eine kleine Mauer rundherum und eine Grillstelle. Die Lage ist etwas verwirrend - was mir dann morgen im Dunkeln fast zum Verhängnis wird 😄
Es ist uns zu heiss, und der Pool zu wenig einladend, wir beschliessen zum Sesriem Canyon zu fahren, unten ist schattig, dort kann man sich gut die Beine vertreten. Zuerst fahren wir aber noch zum Office um unseren Eintritt zu bezahlen und auch das Permit für Mirabib zu kaufen.
Jetzt ist es nicht mehr so heiss, also beschliessen wir noch zur Düne 45 zu fahren. Schnell sind wir dort, aber das Licht ist noch nicht schön, also lieber weiter bis zum 2x4 Parkplatz. Ach wenn wir schon da sind, wieso nicht gleich bis zum hinteren Parkplatz? Es ist etwas tiefsandig, aber das meistern wir 😉
Im Deadvlei ist es bis auf eine Gruppe Modefotografen menschenleer. Wir beschliessen auf eine seitliche Düne hochzusteigen, was sich als anstrengend erweist, aber wunderschön ist.
Runterrennen ist einfacher 😄
Dann wird das Licht immer schöner.
Als wir bereits am Gehen sind kommen uns zwei Asiatinnen entgegen und fragen uns, ob wir sie ev. zurück zum 2x4 Parkplatz nehmen könnten. Es hat scheinbar keinen Shuttle mehr gehabt und sie sind deshalb mit einer andern jungen Frau mitgefahren und steckengeblieben, worauf sie sich zu Fuss ins Deadvlei aufgemacht haben. Sie haben schnell 2/3 Handyfotos gemacht und dann gings zurück, solange haben wir gewartet. Wir haben das steckengebliebene Fahrzeug gesehen. Es war schon Hilfe dort und mein Mann hat sowieso befürchtet, dass er nicht mehr weiterfahren kann, wenn er an dieser Stelle hält. Die zwei Frauen mussten noch weiter bis Solitaire. Und morgen weiter nach Windhoek etc.Als wir sie beim Parkplatz abgeladen haben war es bereits kurz vor 19.00 h. Wir konnten nur unseren Kopf schütteln, selten so schlecht vorbereitete Touristen gesehen, alle Cliches erfüllt.
Wir hatten dann keine Lust mehr zu kochen, es war schon fast 20 h bis wir unser Zelt aufgebaut haben. So sind wir ins Restaurant und haben den Grillteller bestellt. Keine Gourmetküche, aber auch nicht schlecht. Wir sind dann schon bald ins Bett, morgen wollen wir (wie alle anderen) früh los.
Teil 2702. Juli 2024
Bevor es weitergehen kann, müssen wir noch die Sauerei im Kühlschrank sauber machen. Zwei Eier sind kaputtgegangen, wahrscheinlich bei der Rüttelei gestern im Sand. Wir wollen noch die Vorräte ergänzen, aber der Campstore iist ziemlich leer, einzig Feuerholz kaufen wir.
Wir fahren nach Solitaire und freuen uns über die aktiven Erdhörnchen
fotografieren die alten Autos
und essen den obligatorischen Apfelkuchen und trinken einen feinen Cappuccino.
Unterwegs sehen wir Gnus, viele Oryx
Springböcke und immer wieder auch einen einzelnen Strauss.
Wir steigen immer wieder aus und freuen uns über die abwechslungsreiche Landschaft
Leider verpassen wir aber die Abzweigung zum Henno Martin Shelter, aber wir müssen ja auch noch Ziele für ein nächstes Mal haben. 😄
Mirabib sieht man schon von weitem, es ist ein einsamer Berg/Felsenansammlung in einer weiten Ebene. Wir fahren rund um den Berg. Alles ist frei, umso schwieriger, zu entscheiden, wo es am schönsten ist. 🤨
Erst als es schon fast dunkel ist, kommt noch ein anderes Fahrzeug. Sie fahren aber auf die andere Seite des Berges.
Es geht ein starker Wind und kaum ist die Sonne weg, wird es das erste Mal in diesen Ferien empfindlich kühl. Wir suchen einen windgeschützten Ort um zu kochen und essen. Eine Dassie Rat leistet uns dabei Gesellschaft. Der Sternenhimmel hier ist schier unglaublich, trotzdem ziehen wir uns dann schon bald ins Zelt zurück um noch ein bisschen zu lesen, es ist uns zu frisch.
Teil 2803. Juli 2024
8. April Am Morgen geniessen wir die wärmenden Sonnenstrahlen wie auch eine Eidechse direkt neben uns
Dann fahren wir über Gobabeb nach Walvis Bay. Kurz bevor wir an die Küste kommen, sehen wir links Flamingos. Dort legen wir eine längere Pause ein und essen etwas Kleines.
Nachher fahren wir auf direkten Weg zu Meikes Guesthouse in Swakopmund. Wir werden sehr freundlich von Meike persönlich begrüsst. Das Zimmer ist gemütlich und hat auch einen eigenen Bereich, wo man draussen sitzen kann. Die Temperatur lädt aber nicht dazu ein. Leider habe ich hier kein einziges Foto gemacht.
Wir haben uns etwas ausgeruht, gegen 16.00 Uhr aufgebrochen, das Städtchen zu erkunden. Der Nebel hatte sich nur halb verzogen, erst kurz vor Sonnenuntergang wurde der Himmel klar. Gegessen haben wir im ‚the tug‘. Meike hatte hier bereits im Vorfeld für uns einen Tisch reserviert. Wir haben uns die Seafood Platte geteilt, es war super fein, aber auch super viel. Mit dem Taxi sind wir dann zurück, Meike hat uns stark abgeraten im Dunkeln von dort zurückzugehen. Bei Tag haben wir uns aber dort immer sehr sicher gefühlt.
Teil 2903. Juli 2024
9. April Heute gibt es nur ein schnelles Frühstück (ab 7.00 h). Um 7.15 h fahren los nach nach Walvis Bay zum ‚Kajak with seals‘. Treffpunkt ist um 8.00 Uhr in Walvis Bay.
Dort werden wir in die verschiedenen Fahrzeuge verteilt (3 insgesamt) und fahren raus nach Pelican Point. Unterwegs erhalten wir viele Informationen sowohl zu den Seehunden, wie auch zu den Flamingos und der Salzgewinnung. Bemerkenswert finde ich, dass diese Flamingos nur im Etosha brüten, aber seit vier Jahren nicht mehr dorthin geflogen sind. Dann wären sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht in Walvis Bay. Unterwegs sehen wir auch noch Pelikane und zwei Schakale, die sich von ihren nächtlichen Streifzügen an ihren Schlafplatz zurückziehen.
Wir kriegen wasserfeste Überkleider, ein paar Erklärungen und los geht’s. Da die Seehunde gerne spritzen wird uns dringend abgeraten, die Kameras mit auf das Kajak zu nehmen, was ich im Nachhinein bedauert habe. Sie haben nämlich nicht sehr gespritzt und obwohl sie wirklich nahe kamen, sind die Handyaufnahmen halt nicht so speziell. Seehunde sind neugierig und so hat jeder versucht, mit Geräuschen oder planschen im Wasser die Tiere anzulocken. Es hat riesig viel Spass gemacht. Ein sehr schönes Erlebnis!
Irgendwann müssen wir alle wieder an Land, leider habe ich vergessen auf die Uhr zu schauen, aber es ist Ferien 😄. Ich kann also nicht sagen, wir lange wir da rumgepaddelt sind. Wir bekommen alle noch feine Sandwiches und Kaffee/Tee und auch noch etwas Süsses. Auf dem Rückweg gibts noch einen Fotostopp bei Flamingos, die sehr nahe im Wasser stehen.
Wir beschliessen, direkt in Walvis Bay unsere Vorräte aufzufüllen, sind aber nicht so recht zufrieden mit der Auswahl. Brot und Milch ist sowieso besser frisch, also doch morgen noch in Swakopmund. Zufällig kommen wir noch an einem Campingladen vorbei, gerade um die Ecke von Meike, und finden unseren Toastaufsatz für den Gaskocher und auch gute Anzündwürfel. So macht es dann das abendliche Feuer gleich mehr Spass. Den Nachmittag nutzen wir, um uns nachrichtentechnisch wieder auf den neuesten Stand zu bringen.
Gegen 17.00 h machen wir uns nochmals auf durch die Stadt zu schlendern, leider schliessen aber viele Geschäfte früh ca 17.30 h, so dass sich nur mein Mann freut 😛 . Der Himmel bleibt neblig bis am Abend, dh kein Sonnenuntergang und frische Temperaturen. Heute essen wir im Hansa Hotel. Dieses Hotel kommt in vielen Büchern vor, die ich gelesen habe, ich war sehr neugierig. Die Bar hat uns gefallen, das Restaurant hat uns nicht so überzeugt, was vielleicht auch daran lag, dass eine grosse Reisegruppe (über 40 Personen) mit uns dort war. Ich sage es mal so: wir haben das Durchschnittsalter deutlich nach unten gedrückt und soo jung sind wir ja auch nicht mehr 😁 Das Essen war aber gut, nur wieder viel zu viel. Von hier gehen wir zu Fuss zurück und dann auch schon bald ins Bett.
Teil 3004. Juli 2024
10. April Heute können wir das Frühstück mit den feinen Brötchen mehr geniessen, wir werden ‚erst‘ um 8.00 h abgeholt. Wir haben für heute die Living Desert Tour gebucht und dürfen solange das Auto bei Meike im Hof stehen lassen, das Zimmer natürlich vorher geräumt. Wir holen noch zwei andere Paare in ihren jeweiligen Hotels ab und fahren dann direkt in den Swakop. Wir erfahren sehr viel Wissenswertes und Spannendes. Ansgar, unser Guide erklärt sehr anschaulich, gepaart mit einer Prise Humor ist es zudem auch sehr unterhaltsam. Zuerst findet er einen Skink (eine Art Blindschleiche), die wir sogar auf die Hand nehmen dürfen. Dann gräbt einen Palmato Gecko aus.
(Hilfe! Ich schaffe es nicht, diese Bilder zu drehen 🤢 )
Er hilft ihm anschliessend wieder sich in eine Höhle zu graben indem er mit etwas Wasser Sand befeuchtet um diesen zu verfestigen.
Dann findet er ein Chamäleon
Und sogar eine Sidewinder Snake in einem Gebüsch. Da starren wir alle lange drauf und sehen immer noch nichts 😄
Wir sehen noch verschiedene Eidechsen-Arten, erfahren viel über Nahrungsketten in der Wüste. Was das Schwarze auf dem Sand ist (Eisen)
Auf einer Düne mit Blick auf das Meer erhalten wir noch ein Getränk und einen Snack. Der Nebel bleibt aber hartnäckig über uns, es ist daher empfindlich kühl. Ein wirklich gelungener Ausflug! Um ca 12.30 h sind wir zurück im Guesthouse, bezahlen unserer Schulden und machen uns dann auf den Weg.
Teil 3118. Juli 2024
Wir kaufen im nahen Supermarkt noch die restlichen Lebensmittel ein und tanken auch das Auto wieder voll und dann geht‘s Richtung Moon Landscape
zur Oase Goanikontes. Unter einem schönen Baum etwas abseits essen wir ein kleines Picknick und fahren dann in den 4x4 River Khan trail. Wir möchten nur ein kleines Stück fahren, da unser heutiges Ziel die Spitzkoppe ist. Also halten wir uns an jeder Gabelung links. Irgendwann sind wir dann sehr unsicher, wo wir uns tatsächlich befinden. Wir sind aber nicht beunruhigt, unser Auto ist vollgetankt, der Kühlschrank ebenso und ein Bett haben wir sowieso dabei, viel passieren kann nicht. So geniessen wir das Abenteuer 🙂
Wir haben in Swakopmund extra einen Permit gekauft, sehen aber nirgends einen Hinweis, dass dieser Abschnitt der Stecke tatsächlich einen solchen braucht (dies im Gegensatz zur Strecke nach Mirabib).
Ziemlich genau wo die D1991 auf die B2 trifft, treffen auch wir auf die B2. Nun ist es nicht mehr weit bis Spitzkoppe. Wir sind zuerst etwas verwirrt, welches nun die von uns reservierte Campsite ist, es hat aber alles seine Richtigkeit und wir fahren etwas umher im grosszügigen Campingplatz. Wer die Wahl hat, hat die Qual 😛 Schliesslich wählen wir eine Site ganz im Westen.
Wir richten uns etwas ein und fahren dann noch zum Arch und klettern dann dort etwas herum.
Zum Sundowner klettern wir dann direkt auf den Felsen hinter unserem Platz und geniessen das schöne Abendlicht. Als wir zurückkommen, hat es an unserem Platz sehr viele Rock Dassies. Zuerst sind sie auf den Felsen, aber dann machen sie sich auf auf die Büsche und kleinen Bäume. Wir freuen uns über die flinken Tiere und einmal mehr über den schönen Sternenhimmel.
Teil 3218. Juli 2024
11. April Der Wind war sehr laut heute Nacht, trotzdem haben wir gut und für unsere Verhältnisse lange geschlafen 😄 Während dem ausgiebigen Frühstück konnten wir wieder viele Rock Hyrax beobachten, nun auf den Felsen, nicht mehr in den Büschen.
Da wir heute nicht so weit fahren werden und wir diese schöne Gegend noch etwas länger geniessen möchten, fahren wir noch zu den Felsen mit dem Rock Pool und klettern dort sogar bis zuoberst auf den Gipfel.
Um 11.15 Uhr fahren wir dann D3716 - D1930 nach Uis, wo wir im Cactus + Coffee Garden einkehren. Es ist sehr heiss, fast 40 Grad, aber sehr gemütlich da im Schatten zu sitzen. Wir essen Salat, Wrap und dann noch einen Schokokuchen, alles sehr fein. Die weitere Strecke (C35/D2319) ist eine schlimme Wellblechstrecke und führt an vielen Himba- und Hererodörfern vorbei, wo immer wieder Frauen und auch Kinder auf die Strasse springen und auch winken. So fühlen wir uns nicht wohl, darum stoppen wir nicht.
In Madisa werden wir freundlich empfangen und beziehen unsere private Campsite. Die originellen Sanitäranlagen sind zwar etwas in die Jahre gekommen, gefallen uns aber. Man muss den Donkey selber beheizen für Warmwasser, sowohl beim Lavabo wie auch für die Dusche, es funktioniert aber alles tadellos. Wir richten uns gemütlich ein und gehen dann zum Dinner, das wir bereits vorgebucht und bezahlt hatten.
Es war nur noch eine andere Familie im Restaurant. Der Hauptgang fand in Buffetform/Selbstbedienung statt und war sehr fein. Bei einem Glas Wein liessen wir den schönen Abend an unserem Platz ausklingen.
Teil 3319. Juli 2024
12. April Als wir noch gemütlich beim ausgiebigen Frühstück sitzen, fahren hinter uns zwei Gamedrive Fahrzeuge an uns vorbei in den Trockenfluss. Kurzerhand beschliessen wir, dass wir das auch tun, vielleicht sind ja die Elefanten nicht so weit. Zuerst reduzieren wir den Reifendruck, dann kann es losgehen.
Was müssen wir lachen, als wir unser Navi einschalten 🤪
Bald sehen wir erste undeutliche Spuren ,dann frischere, überlgen in welche Richtung sie gelaufen sind, wie alt die Spuren tatsächlich sind etc. Schon dieser Teil der Fahrt hat unheimlich Spass gemacht, noch mehr natürlich als wir die Tiere dann tatsächlich finden. Es hat zwar schon ein paar Fahrzeuge, aber alle verhalten sich sehr rücksichtsvoll sowohl gegen Mensch wie Tier, eine entspannte Atmosphäre.
Irgendwann können wir uns dann losreissen und fahren weiter im Goantagab. Es wird in der Folge immer tiefsandiger. Mein Mann befürchtet, dass wir stecken bleiben. Es ist inzwischen wieder sehr heiss, das will er auf jeden Fall vermeiden, daher fährt er mit ziemlich viel Schwung, ohne Stopp für Fotos 🤢 bis wir nach Norden auf einen steinigeren Untergrund wechseln. Wir sind auch froh, dass die Elefanten weiter oben im Fluss standen, wäre blöd gewesen, wenn wir an ihnen vorbeifahren hätten müssen oder noch blöder, dort nicht mehr weggekommen wären. 😐 Den Rest der Strecke fuhren wir wieder gemütlicher mit dem einen oder anderen Fotostopp.
Irgendwann fällt uns dann auf, dass wir uns auf einem Gebiet sind, das wir schon kennen: wir sind in der Concession von Camp Doros 😄
Zurück auf der D2612 beschliessen wir noch zum Petrified Forest zu fahren. Die Zeit ist zwar etwas ungeschickt (14.30 h) aber wir haben genug Wasser und Sonnenhüte. Wir bezahlen den Eintritt und werden von einem Guide erwartet, der uns auf dem etwa halbstündigen Rundgang begleitet, viel erklärt und alle Fragen kompetent beantwortet.
Wer den Petrified Forest NP in USA kennt, findet es hier vielleicht etwas mickrig, uns hat es gut gefallen.
Zurück in Madisa geniessen wir ein kühles Getränk und den Pool, bevor wir dann den Donkey einheizen und mit der glühenden Kohle dann den Grill. Wieder ein wunderschöner Tag zu Ende.
Teil 3420. Juli 2024
13. April Heute geht es in den Etosha! Der Weg ist aber nicht weit, also gemütliches Frühstück und dann über die C35 nach Kamanjab, wo wir tanken und einkaufen. Hier hat es viele z.T. Sehr junge, aufdringliche Menschen, die ihre Waren verkaufen wollen. So bedrängt, kaufen wir nichts (auf der Strasse). Im dortigen Spar können wir alles einkaufen, was wir für die Zeit im Etosha brauchen. Noch ausserhalb des Parks machen wir eine ausgiebige Picknickpause und können dabei einen fleissigen Dungbeetle beobachten.
Um ca 14.30 sind wir dann am Galton Gate, dort müssen wir zuerst in einem Häuschen uns eintragen und dann an der Kasse in einem anderen Gebäude bezahlen. Wir kaufen auch eine Etosha Karte, die äusserst praktisch ist. Wir bezahlen gerade für die gesamten fünf Tage, die wir im Nationalpark sein werden. Zuerst geht es durch dichten Mopanewald und wir freuen uns über die ersten Impalas, die sich darin verstecken. Sonst ist es äusserst schwierig etwas zu entdecken und sehr tierarm. Am ersten Wasserloch, das wir dann anfahren (Renostervlei) sehen wir in der Ferne unseren ersten Elefanten zwischen den Büschen verschwinden, auch eine Straussenfamilie verzieht sich gerade im hohen Gras, aber die vielen Zebras bieten gutes Kino. Wir sind richtig happy.
Ein ‚falsches‘ Zebra hat sich auch darunter gemischt: Hartmann‘s Bergzebra 😄
Der Weg zum Rateldraf Wasserloch ist gesäumt von einer extrem schönen Blumenwiese in lila und gelb, darin verteilt immer wieder einzelne Giraffen, wir können uns kaum sattsehen: Giraffen in Blumen!
Rund um das Dolomite Camp und das Wasserloch hat es viele Tiere: Oryx und Zebras in Gruppen und auch einzeln, Giraffen, Gnus, Steenbock, ein müder Schakal
Je näher wir dem Olifantsrus Camp kommen desto weniger Tiere sehen wir, länger beobachten wir spielende Schakale durch einen Busch, die auch immer wieder neugierig daraus herausgucken.
Das Olifantsrus Camp ist klein, nur neun Plätze, wenn ich mich recht erinnere, trotzdem fanden wir es nicht speziell schöner als später Okaukuejo oder Namutoni. Wir durften unseren Platz selbst wählen und sind dann direkt noch zum Wasserloch, das man aus einem sehr schönen Hide betrachten kann. Leider hatte es nur zwei Schildkröten und sehr weit entfernt einzelne Springböcke. Zurück zum Auto und erst mal einrichten und kochen. Es gibt Pasta mit Pesto und Broccoli. Nach den Abwasch dann nochmals zum Hide, leider immer noch kein einziges Tier zu sehen 🙁 trotzdem sitzen wir noch lange da. Irgendwann geben wir auf und schlafen.
Teil 3521. Juli 2024
14. April Um 6.00 Uhr weckt uns der Harndrang…. Wenn schon aus dem Dachzelt kraxeln, dann machen wir uns gleich auf zum Hide und bleiben dort bis es hell ist. Ausser Oryx, Springbock und einen einzelnen Schakal, alle sehr weit weg zwischen den Büschen, sehen wir nichts.
Schade, also Frühstück und ca 8.00 Uhr sind wir dann unterwegs.
Schon kurz nach dem Gate vom Camp stoppt Martin abrupt, eine Puffotter liegt auf der Pad und bleibt sogar solange liegen bis ich ein Foto gemacht habe.
Nun sind wir schon richtig happy, eine Schlange haben wir so noch nie gesehen. Die Wasserlöcher Tobiroen, Teespoed, Bitterwater und Duiwelsvuur sind alle verwaist. Dazwischen sehen wir aber immer wieder einzelne Tiere.
ein Steenbock
koorhaan
Chanting Goshawk
Riesentrappen, einzelne Gnus, Springböcke und Oryx.
Beim Picknickplatz kurz vor Sonderkop gibts eine kurzen Stopp, die WCs sind ok 😉, wir froh darum.
Wir fahren dann den Abstecher zum Grünewald Wasserloch. Die Szenerie erinnert an Europa - zwischen den Bäumen hat es verteilt sehr viele Springböcke (bei uns wären es Rehe 😕 ), der Boden Grün und immer wieder grössere Pfützen.
Ab und zu entdecken wir in der Ferne einzelne Giraffen.
Kurz nach 14.00 h sind wir in Okaukuejo, checken an der Reception ein, erhalten C21 und begeben uns dann mit dem Umweg über das Wasserloch (kein Tier dort, aber verständlich, es ist sehr heiss) zum Pool. Dusche, Pool, ein Eis im Schatten, mitten im Nationalpark, das Leben könnte nicht schöner sein. 🙂
Teil 3621. Juli 2024
Kurz nach Vier machen wir uns auf zu einem weiteren Gamedrive. Vorher können wir grad bei unserem Auto süsse Erdhörnchen beobachten
Und nahe der Reception banded mongoose.
Wir fahren Richtung Okondeka. Die Landschaft ist sehr öde der Salzpfanne entlang. In diesem Dünenfeld hat es sehr viele Springböcke, Strausse und Zebras, einzelne Gnus.
Dann fahren wir Richtung Adamaxpan. Diese ist zum grossen Teil mit Wasser gefüllt. Überhaupt steht hier in dieser Gegend viel Wasser, wunderschöne, wahrscheinlich untypische Etoshabilder.
Wenig später entdecken wir in einem Baum nochmals einen chanting Goshawk
Eine Giraffe schaut uns auch ganz neugierig an
Straussen ziehen vorbei
Und dann beobachten wir ein paar Schakale, die spielen wie junge Hunde mit Scheinangriff und Versöhnung und das alles im schönsten Abendlicht.
Glücklich und und etwas müde, beschliessen wir heute im Restaurant zu essen. Vorher besuchen wir natürlich noch das Wasserloch. Viele guineafowl kommen in Reih und Glied und danach Impalas, ein Blacksmith Lapwing meldet sich auch immer wieder zu Wort, aber keine grösseren Tiere.
Im Restaurant können wir uns erst nach einigen Diskussionen draussen irgendwo hinsetzen, werden dann aber wahrscheinlich deswegen sehr lange mit Nichtbeachten bestraft. Wir tragens mit Fassung, wir sitzen ja gemütlich 😛 Das Essen selbst war mittelprächtig, Gamesteak zart und perfekt gebraten, Gemüse und Kartoffeln kalt. Zurück zum Auto machen wir den kleinen Umweg nochmals zum Wasserloch und können unser Glück kaum fassen: ein Spitzmaulnashorn. Leider macht es sich bald auf und davon, Fotokamera haben wir natürlich auch nicht dabei so muss ein schlechtes Handyfoto als Beweisfoto reichen. Wir bleiben noch etwas sitzen und geniessen den schönen Abend, aber es bleibt ruhig beim Wasserloch, so beschliessen wir morgen Abend dann einfach mehr Zeit dort zu verbringen und gehen ins Bett.
Teil 3721. Juli 2024
15. April Ab ca 6.00 h ist Betrieb auf dem Campingplatz und wir merken, dass man hier deutlich näher beieinander steht als auf allen bisherigen Plätzen. Um halb sieben stehen wir dann auch auf und bauen unser Zelt ab, um 7.05 fahren wir dann durch das Gate.
Wir fahren als erstes nach Nebrowni und dann weiter bis Gemsbokvlakte. Unterwegs sehen wir sehr viele Springböcke und Zebras, die Wasserlöcher sind aber beide verwaist. Bei Olifantsbad beobachten wir eine Weile eine Giraffe beim Trinken.
Dann meldet sich der Hunger und wir fahren zum nahen Picknickplatz und frühstücken ausgiebig. Dieser Platz ist ganz hübsch mit grossen Betontischen unter Schattendächern und fliessend frischem kaltem Wasser.
So gestärkt geht es weiter nach Aus, hier ziehen Kudus in der Ferne vorbei, ein paar Warzenschweine verziehen sich gerade im Gebüsch und eine Giraffe kommt ganz vorsichtig zum Trinken.
Bei Ondongab hat es sehr viele Gnus, und auch ein paar Giraffen.
Unterwegs zu Sueda gelingt mir ein hübsches Straussenfoto
Bei Charitsaub beobachten wir ein paar aufgeregte Zebras als uns ein anderer Fahrer darauf aufmerksam macht, dass unter einem Busch eine Löwin liegt.
Es kommen immer mehr Fahrzeuge, so lassen wir die anderen an unsere Position. Wir fahren noch bis Rietfontein, merken aber dass wir langsam müde sind und umdrehen wollen. Dann fahren wir doch nochmals bei der Löwin vorbei. Von weit sehen wir kein anderes Fahrzeug mehr dort stehen und denken deshalb schon, dass sie sich ins ganz ins Gebüsch verzogen hat… aber sie schläft einfach, war wahrscheinlich allen zu langweilig. Wir stellen uns zu ihr und geniessen, dass wir hier ganz alleine sind und erst noch im Schatten.
Nun haben wir aber langsam Hunger, Okaukuejo ziemlich weit weg, also steuern wir nochmals den Picknickplatz bei Olifantsbad an. Ein Zwischenstopp bei Aus muss auch noch sein, aber ohne nennenswerte Sichtung. Noch kurz zum Wasserloch vor dem Essen… und nun macht dieses Wasserloch seinem Namen alle Ehre. Sehr viel Elefanten sind in und um das Wasserloch, planschen, spritzen, wandern zu Bäumen und fressen und dann wieder zurück, so müssen wir halt noch ein bisschen länger hungrig bleiben 😛
Irgendwann können wir uns dann losreissen und fahren auf den Picknickplatz. Nun ist es so spät, dass wir beschliessen, richtig zu kochen (Lammkoteletts, Reis und Blumenkohl und Salat) und können durch den Zaun immer noch einzelne Elefanten sehen und v.a. auch hören. Ein kleines bisschen fragen wir uns, wie stabil der Zaun zwischen uns ist und ob sie sich ev für unser Essen interessieren. Das Obst lassen wir dann lieber im Auto 😉
Beim Verlassen des Platzes müssen wir dann immer noch sehr auf die grauen Riesen aufpassen. Überall sind sie in diesem kleinen Wald verteilt und obwohl sie so gross sind, sieht man sie sehr schlecht. Wir möchten keinem zu Nahe kommen.
Zurück in Okaukuejo müssen wir zuerst einen anderen Camper von unserem Platz vertreiben. Er hat seine Site nicht gefunden und gedacht, hier sei es grad so hübsch 🤪 obwohl da noch unsere Stühle/Tisch standen. Nachher haben wir uns jeder ein kühles Getränk geschnappt und sind zum Wasserloch gegangen.
Wieder kamen die guinea fowl und dann die Impalas schön in Reih und Glied aber leider wieder kein grosses Tier. Gewundert hat uns das eigentlich nicht, nachdem wir ja gestern gesehen hatten, wie viel Wasser es ausserhalb der Wasserlöcher hier in der Nähe gibt. Schön war es trotzdem. Müde sind wir gegen zehn ins Bett.
Teil 3822. Juli 2024
16. April Heute frühstücken wir im Camp und fahren erst gegen 8.00 h los. Schon bald stoppt Martin abrupt, eine Schlange auf der Pad, sie schängelt sich aber schnell davon und erst noch auf der falschen Fahrzeugseite 🙂 Ein Beweisfoto gelingt
Ist das eine Zebrakobra?
Da wir gestern von anderen Campern gehört haben, dass sie auf dem Loop beim Gaseb loop einen Geparden gesehen haben, fahren wir in diese Richtung. Von weit sehen wir drei Fahrzeuge stehen. Auf unser Nachfragen wird uns gesagt, dass im Gebüsch Löwen liegen. Mit aller Mühe können wir einen Rücken ausmachen, der ev. ein Löwe sein könnte, wir versuchen uns etwas besser zu stellen, aber es kommen immer mehr Fahrzeuge, v.a. Auch Gamedriver und die rangieren sehr rücksichtslos, innerhalb kürzester Zeit sind mehr als zehn Fahrzeuge dort auf der schmalen Strasse, so macht Tiere schauen überhaupt keinen Spass, wir verzichten. Beim Wegfahren können wir aus dem Augenwinkel den Löwenmann sehen, wie er sich noch weiter ins Gebüsch zurückzieht.
Bei Olifantsbad stehen zwei Elefantenbullen. Jetzt vormittags stehen sie im Gegenlicht, was das Fotografieren schwierig macht.
Ein paar Zebras getrauen sich auch zum Wasser.
Bei Aus ist wieder ein schöner Kudubulle, diesmal etwas näher Und auch hier wieder Zebras. Bei Odongab hat es viele Giraffen in den Büschen hinter dem Wasserloch.
Mit der Hoffnung doch noch ein Nashorn zu sehen, fahren wir den Rhinodrive. Dieser erweist sich als sehr tierarm und es hat z.T. dichtes Gebüsch bis an die Pad, so ist es sehr anstrengend nach Tieren Ausschau zu halten und wenn man eines sieht, ist es auch grad wieder verschwunden. Irgendwie hat es uns dort extrem ermüdet und frustriert, es zieht sich dann doch. Wir brauchen eine Pause und fahren nach Halali. Beine vertreten, Trinken, Essen, Kopf verlüften, jetzt haben wir wieder neue Energie 😄 Wir fahren zum Etosha Lookout, hier geht der Blick wieder weiter und Tiere beobachten steht nicht im Vordergrund. Immer wieder hat es viele Zebras, Gnus und Springböcke.
Faszinierend diese weisse Weite
Bei Springbockfontein hat es ein einzelnes Gnu, bei Batia ist niemand zu Hause.
Dann beschliessen wir als nächstes Wasserloch noch Kalkheuwel anzufahren, da wir in der Ferne einen Elefanten sehen, wie er in diese Richtung geht. Die Strasse dorthin hat richtig grosse Potholes. Als wir einen Selbstfahrer kreuzen, sagt uns dieser, dass am Wasserloch ein männlicher Löwe versteckt in einem Gebüsch liegt. Wir halten aber weiterhin auch Ausschau nach dem Elefanten. Westlich der Stichstrasse kurz vor Kalkheuwel kann man in ein Flusstal sehen, es ist voll mit Zebras, Impalas und Gnus, leider voll im Gegenlicht.
Wir haben etwas Mühe den Löwen zu entdecken, beobachten dabei ein Zebrababy das ins Wasserloch gefallen ist und seine Mutter, die herzerbarmend schreit. Immer wieder versucht das Kleine herauszukommen, man würde am liebsten helfen gehen.
Endlich ist es geschafft! Keine zwei Minuten später schreitet ein Löwin auf das Wasserloch zu. Was sind wir froh, dass die Zebras sich bereits aufgemacht haben.
Dann kommt noch eine, dann noch zwei Jungtiere, dann nochmals zwei… und immer mehr. Am Ende sind neun Löwen versammelt am trinken. Wir sind die meiste Zeit ganz alleine dort und richtig happy.
Dann verzieht sich die ganze Familie wieder zurück unter die Büsche und man kann sie kaum mehr sehen.
Der Mähnenlöwe steht auch auf, wir hoffen, er hat nun auch Durst, aber er sucht sich nur einen neuen Schattenplatz.
Kaum haben sich die Löwen verzogen kommen andere Tiere, die einen sind mutiger
Die anderen trauen der Sache noch nicht
Teil 3922. Juli 2024
Fortsetzung 16.4. Auf dem Rückweg zum Hauptweg sehen wir einen Elefantenbullen. Er staubt sich ein, reibt sich an einem armen Bäumchen und quert dann vor den Weg
Im schönen Abendlicht hat es nun extrem viel Tiere
Auch Strausse, Riesentrappen und Sekretäre, helmeted Guinea Fowls, und dann Richtung Klein Namutoni noch Dikdiks, die wirklich winzig sind.
Müde und glücklich checken wir in Namutoni CG ein. Wir bekommen einen schönen Platz am Rand unter einem Baum zugewiesen, kochen Pasta mit Pilzrahmsauce und Salat und gehen dann noch zum Wasserloch.
Es hat viele Gnus und einige Impalas. Die Gnus sind die ganze Nacht zu hören mit ihrem ‚gnu, gnu…‘ Hyänen weit weg auch. So lieben wir es, im Zelt zu liegen und die Wildnis zu hören.
Teil 4023. Juli 2024
17. April Wir wollen heute auch früh raus, es ist unser letzter ganzer Tag im Etosha! Wir trinken wir kurz einen Tee und bei Gateöffnung kurz nach sieben sind wir unterwegs. Wir wollen nochmals nach Kalkheuwel, schauen ob die Löwen noch dort sind. Unterwegs kreuzt ein Elefant unseren Weg
Im Flusstal, wo wir gestern den Elefanten gesehen haben, nehmen wir beide gleichzeitig eine Bewegung wahr: ein Löwe. Es ist aber sehr weit weg und neben unserer Pad hat es viele Mopanebüsche, so dass er gerade wieder hinter dem Laub verschwindet. Nun gibt es ein vor und zurück, suchen mit dem Fernglas, kurz gelingt mir ein Beweisfoto
Er läuft scheinbar sehr zielstrebig wieder Richtung Kalkheuwel, also fahren wir auch dorthin, sehen ihn aber nicht, wieder zurück. Alles Suchen hilft nichts, also noch ein letztes mal zum Wasserloch und da kommt er tatsächlich!
Er läuft aber nicht zum Wasser sondern direkt zu den Bäumen weiter weg und legt sich hin. Da sehen wir auch, dass die Damen auch dort sein müssen, ab und zu sieht man Ohren oder eine Schwanzspitze. Jetzt ist es schon spät, wir lassen sie und ziehen weiter.
Unterwegs zum Ngobib Loop sehen wir
Einen Elefanten
einen Go-away Bird, der lange genug stillsitzt
einen lilac breasted Roller
Yellow-billed hornbill
sowie viele Zebras, Gnus und auch Giraffen weit weg.
Anschliessend noch zum Chudop Wasserloch, dort hat es Elefanten und Zebras.
Auf dem Weg zurück auf den Campground sehen wir noch Red Hartebeester und Oryx.
Zurück auf unserem Platz gibt es einen richtigen Brunch, dann gehen wir zum Pool, um die heisseste Zeit des Tages zu relaxen.
Teil 4124. Juli 2024
17. April Kaum sitzen wir kurz nach drei im Auto fallen wie aus heiterem Himmel grosse Regentropfen, das haben wir überhaupt nicht kommen sehen. Wir fahren trotzdem los, diesmal gegen Norden, diesen Teil des Parks haben wir noch nicht gesehen. Bei Klein Okevi und auch bei Groot Okevi hat es kein einziges Tier, es schüttet inzwischen auch richtiggehend. Auf dem Rückweg sehen wir eine kleine Schildkröte.
Bei Tsumcor steht ein einzelner Elefant,
der sich bald verabschiedet. Beim Wenden entdecken wir eine weitere, sehr viel grössere Schildkröte
Und haben Mitleid mit den Touristen in den offenen Gamedrivefahrzeugen, die jetzt richtig nass werden. Wir fahren den Stinkwaterloop und dann noch den Andoniloop. Es hat aber fast keine Tiere, einzelne Gnus, sehr weit weg, viele Blitze, starker Regen und sehr schöne Wetterstimmungen.
Und dann sehen wir nochmals eine Schildkröte. Noch nie haben wir Schildkröten gesehen und heute Nachmittag gleich drei Stück, ob das ev. am schlechten Wetter liegt?
Als wir so langsam wieder südlicher kommen, klart es auf und es gibt einen Regenbogen über der Strasse. Leider steht ein Gamedrivefahrzeug im Weg, sie schauen Elefanten im Gebüsch zu. Wir warten, auch wenn wir die Elefanten kaum sehen, ich möchte so gerne den Regenbogen fotografieren. Endlich fahren sie weiter, der Regenbogen ist nun nur noch undeutlich zu sehen, dafür kommt auf der anderen Seite der Strasse eine ganze Familie Elefanten auf die Strasse und nun hat es weit und breit kein Fahrzeug. 🙂 Fototechnisch für mich sehr schwierig mit Beleuchtung etc. Den Regenbogen hat in Wirklichkeit viel intensiver geleuchtet.
Als sie die Strasse wieder freigeben fahren wir weiter, wir wollen nochmals zu Tsumcor. Vorher sehen wir unsere ersten Eland im Etosha
Und noch mehr Elefanten
Bei Tsumcor hat es fünf Giraffen, sie machen seltsame Luftsprünge mit allen vier Beinen gleichzeitig. Dies sieht bei diesen grossen, sonst so eleganten Tieren seltsam aus.
Dann kommt doch tatsächlich noch ein Spitzmaulnashorn aus dem Busch, dahinter noch Eland.
Was für ein Druck!
Wir so begeistert, das haben so sehr gehofft, aber uns schon fast nicht mehr getraut, daran zu glauben! Wir bleiben so lange wie wir uns getrauen. Wir wollen nicht nach Schliessung des Gates in Namutoni ankommen, was uns gerade noch gelingt. In aller Eile gehen wir direkt auf den Turm zum Sonnenuntergang.
Beim Wasserloch hat es heute kein einziges Tier, so können wir ohne Dilemma zu unserem Platz zurückkehren. Heute grillieren wir unser letztes Fleisch, machen ein Butternut-Karotten Gemüse, dazu Reis und Salat. Nun ist unser Kühlschrank fast leer und lässt sich leicht reinigen. Leider sind ja nun unsere Ferien bald zu Ende.
Teil 4225. Juli 2024
18. April Wir frühstücken im Camp und fahren dann nochmals zu Klein/Groot Okevi, sehen aber nur Tiere entweder im Gebüsch, hinter anderen Fahrzeugen oder sehr weit weg. Auch einige Elefanten, so dass ich irgendwann schimpfe mit meinem Mann: wir haben schon mindestens zehn Elefanten gesehen und er hat für keinen gestoppt. Als letztes fahren wir den Fishers pan drive. Hier hat es immer wieder Zebras und Gnus in Gruppen auf der Pfanne
Bei Twee Palms sehen wir Marabus und Warzenschweine, später kommt ein Schakal dazu und ein paar Oryx sind auch durstig.
Dann stoppen wir nochmals in Namutoni. Auf dem Weg zum Von Lindquist Gate drehen wir noch eine Runde über den Dikdik drive und Klein Namutoni. Leider sehen wir heute die namensgebenden Tiere nicht, aber viele Impalas und Zebras.
Am Gate müssen wir den Kühlschrank öffnen, danach kontrollieren wir noch den Reifendruck. Beim letzten Rad fällt der Kompressor aus, es fehlt aber nicht viel Luft.
Dann geht es schnurgerade über Asphalt, irgendwo auf der Strecke stoppen wir an einem Picknickplatz mit grossem Baum. Kurz vor Tsumeb steuern wir eine Tankstelle an, um die Reifen zu kontrollieren. Dort gibt es auch einen Farmshop mit frischen Produkten aus der Gegend. Wir kaufen ein paar Sachen für die letzten Tage und zwei Gläser Namibischen Honig.
Unser Ziel ist der Waterberg NP mit dem NWR Campground. Unser Navi will dorthin über Grootfontein. Nach Kartenstudium, vielem Rechnen (intuitiv wären wir über Otavi, Ojiwarongo gefahren) folgen wir dem Navi. Diese Gegend ist nun wieder sehr anders, sehr grün, Maisfelder, Rinderfarmen und eine gute Strasse. Bei Rietfontein geht es dann wieder auf eine D-Strasse zurück auf Staub. Es ist eigentlich immer noch gut zu fahren, zieht sich aber ziemlich und hat unendlich viele Farmtore zum Öffnen und schliessen. Kurz vor dem Camp durchfährt man das Gelände eines Wildlife Resorts und es hat neben der Strasse Giraffen, Impalas und Warzenschweine. Wir sind aber inzwischen müde, mein Mann hat Kopfweh, wir können uns gar nicht mehr richtig freuen. Zuerst stehen wir vor einem geschlossenen Tor, niemand kommt und öffnet es. Nach Kartenstudium merken wir, dass dies die Auffahrt zum Plateau ist und noch nicht die richtige Einfahrt.
An der Reception werden wir dann freundlich empfangen und auf die möglichen Aktivitäten aufmerksam gemacht. Gleichzeitig haben sie uns eindringlich vor den diebischen Pavianen gewarnt. Immer Türen und Fenster des Autos geschlossen halten. Am nächsten Morgen möchten wir die Wanderung auf das Plateau machen und erhalten hierfür eine handgezeichnete, sehr ungenaue Karte, für den Nachmittag buchen wir einen Gamedrive. Auf das Plateau darf man nämlich nicht mit dem eigenen Auto fahren.
Wir dürfen uns einen Platz aussuchen, viel ist noch frei, Paviane sehen wir keine, folgen aber trotzdem dem Rat, uns nicht zu weit weg der Ablutions zu stellen. Alles ist sehr grosszügig mit vielen grossen Bäumen. Viele Vögel in den Bäumen und alles sehr grün. Insgesamt sehr anders alles bisherige. Uns gefällt es sehr, auch wenn wir diesen Stopp vor allem als Zwischenstopp nach Windhoek ausgesucht haben.
Heute gibts nur schnelle Pasta mit Tomatensauce, dazu frischen Salat. Paviane sehen wir keine, hören können wir sie. Es war ein langer Tag, bald geht’s ins Bett.
Teil 4326. Juli 2024
19. April Wir erwachen früh nachdem wir beide nicht so gut geschlafen haben, obwohl es auf dem Campground sehr ruhig ist. Man hört von den anderen Campern nichts. Wir frühstücken gemütlich, von den Pavianen sehen wir immer noch nichts, aber drei Warzenschweine tummeln sich in der Nähe des Ablutions-Gebäude.
Martin hat im Komoot App die Wanderung gefunden. Das macht es doch sehr viel einfacher, den Weg zu finden, obwohl wir zweimal in eine Sackgasse laufen, da der Weg dort an kaputten Stegen endet. Mit GPS ist es aber einfach sich zu orientieren und eine Umleitung zu finden. Der Weg führt steil bergauf durch grosse Bäume und z.T. über stotzige Felsen, ist aber gut zu gehen. Wir sehen unterwegs sogar eine Familie mit kleinen Kindern. Es gibt immer wieder schöne Ausblicke in die Ebene, wir hören viele Vögel und auch immer wieder die Paviane, sehen können wir beide kaum.
Unser GPS sagt, es sind 4.4 km hin und zurück, wir benötigten dafür mit allen Fotostopps etc und Pause auf dem Plateau ca 2 1/2 Stunden.
Nun heisst es Auto/Gepäck aufräumen etc, Mittagessen, und einfach die Umgebung geniessen. Dann haben wir doch tatsächlich noch eine Aktion mit den Pavianen. Als wir am Auto am rumräumen sind, machen sie sich über den Mülleimer her. Der Deckel war zwar drauf, aber nicht verriegelt. Ich bin Pfannendeckel klopfend auf sie zugerannt und sie geflüchtet, konnten aber noch unsere Rüstabfälle mitnehmen. Wirklich geärgert hat mich, dass sie dabei auch die Plastikverpackung mitgenommen haben. Wir haben noch gesucht, aber uns nicht zu sehr ins Gebüsch getraut. Viele Vögel, u.a. Beeeater und Lovebirds hüpfen auf den Bäumen umher, ich bewaffne mich mit der Kamera, aber kein Foto gelingt. In den Bäumen finde ich es noch schwieriger, da immer wieder Blätter, Zweige etc. dazwischen kommen.
Um fünf vor drei müssen wir an der Reception sein für den Gamedrive, zwei junge Deutsche begleiten uns. Zuerst fährt man auf der Strasse, auf der wir gekommen sind ca, eine halbe Stunde. Hier sehen wir die Paviane, Steenbock, Warzenschweine, Impala und dann bereits im Park, aber noch nicht auf der Hochebene Tsessebe und Kudus. Alle entweder direkt vor dem Zaum oder durch dichtes Gebüsch und im Gegenlicht. Ich habe dort keine Fotos gemacht. Gleich zu Beginn wurde uns erklärt, das der Wald auf dem Plateau sehr dicht ist. Es findet daher kein üblicher Gamedrive statt, sondern man fährt zwei Wasserlöcher an und wartet dort ud guckt, was man sieht. Der Guide ist hat noch einen Fotostopp für die Aussicht gemacht
Und ist dann mit vollen Karacho durch die Gegend gefahren zum Hide. Dort steigt man aus dem Auto und läuft durch eine Art Tunnel zum eigentlichen Ausguck. Eine Giraffe war dort vorsichtig am Trinken.
Was uns aber verwundert hat: zwei Personen waren bereits dort, aber kein Auto weit und breit und beide waren immer wieder am Handy, entweder am Filme gucken oder am Telefonieren! Uns wurde vorher eingebläut, ja leise zu sein, da die Tiere hier sehr scheu waren. Nach zwanzig Minuten haben wir dann den Hide verlassen und sind zum nächsten gefahren. Dort komnten wir gerade noch einen Büffel beobachten ,wie er sich entfernt hat
Später ist ein Steenbock um den Rand der Lichtung geschlichen ,hat sich aber nicht bis zum Wasser getraut.
Dann gings rasant zurück, wir mussten vor Sonnenuntergang am Parkausgang sein. Plötzlich ein Vollstopp: noch ein Büffel Wir staunen, wie unser Guide bei der rasanten Fahrt durch dieses wirklich sehr dichte Gebüsch, diesen rechtzeitig hat sehen können. Auf dem Weg nach unten sehen wir noch viele Rock Dassies, es ist aber schon ziemlich dunkel und sie sehr flink. Auf der Strasse dann zurück zum Camp hat es viele Tiere, Duiker, Impalas, Warzenschweine, Guinea fowl. Der Guide muss aufpassen, nun ist es dunkel. Zurück im Camp fragen wir den Guide, ob er jemand kennt, der Freude an unseren übrigen Lebensmittel hat, oder ob wir diese einfach an der Reception abgeben könnten. Er nimmt sie gerne selber und bringt uns mit dem Auto zu unserem Platz. Viel ist es nicht, trotzdem freut er sich riesig und wir sind auch froh, findet alles noch eine Abnehmer. Wehmütig geniessen wir unseren letzten Abend im Dachzelt. Morgen müssen wir früh raus.
Teil 4427. Juli 2024
20.4. Heute stehen wir früh auf, um 6.00 h klingelt der Wecker. Schnelles Frühstück, Bettzeug runter, allerletzte Resten und Boxen verschenken, inkl. WC-Papier, Abwaschmittel etc. Um ca halb acht fahren wir dann vom Platz. Ein Steenböckchen verabschiedet uns scheu aus dem Gebüsch. Zuerst geht es noch ein kurzes letztes Stück auf Sand, dann gehts meist schnurgerade auf Teerstrasse. Zu Beginn hat es noch viele Gästefarmen links und rechts der Strasse, wir sehen immer wieder Tiere hinter den Zäunen: Gnus, Impalas und Strausse, direkt am Strassenrand Warzenschweine und Baboons. Um 11.00 Uhr sind wir pünktlich bei Bushlore, kurz vorher tanken wir noch. Die Rückgabe des Autos verläuft problemlos, die Reifenreparatur kriegen wir zurückerstattet. Einzig haben wir die Quittung der letzten Tankfüllung verloren 😠. Wir fragen noch nach den anderen Bushlore-Modellen und bekommen diese ausführlich gezeigt. Auch wenn bis zum nächsten Mal Namibia wahrscheinlich ein paar Jahre vergehen werden und dann die Modelle auch wieder anders sind, war das sehr interessant. Wir werden zum Olive Grove Guest House gebracht mit unserem Auto, unterwegs stoppen wir nochmals an der Tankstelle um sicherzustellen, dass beide Tanks voll sind. Es passt aber nichts mehr rein 😛 Im Olive Grove werden wir wie Familie begrüsst, es fühlt sich auch ein bisschen an wie heimkommen. Der ursprüngliche Plan war, am Nachmittag noch Windhoek zu besichtigen, aber irgendwie sind wir nicht sehr motiviert, wir bleiben im Hotel. Wir geniessen den Nachmittag am Pool, räumen nochmals die Koffer etwas um und freuen uns auf das bekannte Abendmenu. Heute ist die letzte Nacht in Afrika und wir etwas melancholisch.
21. April Der Rest ist schnell erzählt: Ausschlafen, frühstücken und dann werden wir schon bald zum Flughafen gebracht. Flüge wieder über Johannesburg klappen ereignislos. Um 6.05 landen wir pünktlich, aber müde in Zürich. Der Zug bringt uns nach Hause.
Fazit werde ich später noch schreiben…
Teil 4527. Juli 2024
Fazit: Olive Grove Guest house, Windhoek Hübsches, kleines Guesthouse, nettes Personal, wir haben uns rundum wohlgefühlt. Mit kleinem Pool im Innenhof ideal zum Ankommen und relaxen.
Camp Doros Kleines Camp, sehr kompetente Guide und Staff, persönlich und herzlich. Wir haben sowohl die Elefanten wie auch die Spitzmaulnashörner gesehen, was sicher auch Glück war. Das Essen war herausragend. Zelte grosszügig, mit ensuite Bad, bequeme Betten. Sehr einsam
Mobile Camping im Hoanib Extrem schöne Erfahrung. Eine super Möglichkeit, diese einsame Gegend kennenzulernen. Ultimate Safaris hat sehr überzeugt.
Skeleton Coast Safari sehr teuer, aber wohl die einzige Möglichkeit in so kurzer Zeit, diese unwirtliche Gegend kennenzulernen. Das Essen war im Vergleich zum Mobil Camping einfacher, aber auch gut. Das kleine Flugzeug ist sehr laut, man muss das Fliegen auch mögen, da man doch ziemlich viel Zeit im Flugzeug verbringt.
Bagatelle Kalahari Game Ranch sehr grosszügige Campsite, jeder mit eigenem Ablutionhaus. Man darf alle Aktivitäten der Lodge mitmachen und auch Swimmingpool und Aufenthaltsräume mitbenutzen. Wunderschön am Rand in den roten Dünen gelegen.
Family hide-out Eine der schönsten Campsites, die wir besucht haben. Sehr einsam, trotzdem mit Dusche, WC, überdachtem Tisch/Bänken mitten in den Dünen. Perfekt.
Sesriem Campsite Gute Ausgangsposition für Sesriem Canyon und Sossusvlei. Duschen, WC haben bei unserem Aufenthalt nur teilweise funktioniert, war aber kein Problem, da es nicht voll war.
Mirabib Campsite Einfach nur schön und einsam, aber sehr einfach. Plumpsklo nicht auf jeder einzelnen Site, aber Tisch und Stühle aus Beton.
Meike‘s Guesthouse, Swakopmund Familiäres kleines Guesthouse mit tollem Service und guter Preis/Leistung
Spitzkoppe Magischer Ort mit den schönen Bergen und Arch, einfache Campsite. Fliessend Wasser nur am Eingang zum Campingplatz. Viel Platz bei den einzelnen Sites
Madisa Camp Cooles Camp, guter Ausgangspunkt für die Wüstenelefanten, schön eingebettet in die Umgebung. Essen Hausmannskost. Wir hatten die Privat campsite, das hat uns sehr gefallen. Warm Wasser muss man selber einheizen.
Olifantsrus Kleines Camp, aber nicht persönlicher als die anderen Camps im Etosha. Campsites nicht gestaltet, daher wenig Privatsphäre auf den einzelnen Platzen. Hier hat nur je eine Dusche funktioniert, aber es war sauber. Man ist sich aber trotzdem nicht in die Quere gekommen. Der Hide beim Wasser ist sehr schön angelegt, leider haben wir dort fast keine Tiere gesehen.
Okaukuejo Campsite Campsite bietet auch keine Privatsphäre, aber hier punktet das Wasserloch. Der Poolbereich hat uns auch gefallen. Dusche, WC war alles ok. Ziemlich viele Plätze. Restaurant unter dem, was wir sonst gegessen haben, unfreundlich
Namutoni Campsite Grosse Wiese, bei uns hatte es nicht aber nicht viele Gäste, also viel Platz und nicht staubig auf dem Gras. Poolbereich etwas einfacher, aber auch ausreichend. Restaurant haben wir nicht getestet. Wasserloch auch schön angelegt, Duschen/WC wieder sanierungsbedürftig.
Waterberg Plateau Campsite Schöne, grosszügige Plätze unter grossen Bäumen. Wanderweg hat uns sehr gefallen, Gamedrive sehr anders als an anderen Orten. Schöner Zwischenstopp zwischen Etosha und Windhoek
Bushlore Super Service, freundlicher Kontakt, auch wenn wir zu Notfallservice glücklicherweise nichts sagen können.
Wir haben es wieder genossen, beide Erfahrungen zu machen: sowohl selbst zu fahren wie auch mit Guide unterwegs zu sein. Ganz besonders haben wir es genossen, mehrere Tage mit demselben Guide unterwegs zu sein, da so sehr persönliche Gespräche möglich wurden. So haben wir ein bisschen Einblick bekommen in die Sorgen und Freuden eines Einheimischen. Wir haben uns anschliessend auch sicherer gefühlt als wir alleine unterwegs waren.
Es hat uns super gefallen, wir kommen auf jeden Fall wieder, es gibt noch so viel mehr zu entdecken!
Danke allen Lesenden dieses Reiseberichtes und Dankedrückern, es hat auch Spass gemacht, diesen Bericht zu schreiben und so diese Reise nochmals Revue passieren zu lassen.