Liebe Freunde und Mitleser, dieser Bericht wird nicht himmelhochjauchzend werden - eher dient er mir zur Trauerbewältigung. In Absprache mit Micha darf und soll ich hier von unserer 3. und letzten gemeinsamen Reise nach Namibia berichten. Nachdem wir 2016 und 2018 erlebnisreiche Touren durch Namibia und Botswana unternommen haben, mußten wir unbedingt wieder dort hin . Geplant 2020 - Ausfall wegen Corona umgebucht nach 2021 - Ausfall wegen Corona umgebucht nach 2022 _ Ausfall wegen OP eines Gallengangskarzinoms ( 8 h ) bei Micha nach erfolgreicher OP und gut vertragener Chemo - Umbuchung auf März 2023 Dann meine Idee den Aufenthalt durch 1 Monat unbezahlten Urlaub meinerseits auf 5 Wochen zu verlängern - Micha ist happy Februar 2023 - Feststellung von Auffälligkeiten der Lymphknoten rund um die OP - Stelle - laut Aussage des Onkologen muß das im Auge behalten werden Micha hat in letzter Zeit weiter abgenommen und Schmerzen in den Knochen , vor allem in der Hüfte. Innerhalb kürzester Zeit baut er immer mehr ab und ich bin mit nicht sicher , ob es sinnvoll ist zu fahren . Aber Micha will unbedingt, unser Ältester , welcher uns Gott sei es gedankt, begleitet ist auch sehr skeptisch . Freitag _- letzter Arbeitstag - Conny Corona positiv Dienstag geht Micha nochmals zum Hausarzt um die Medikamente für den Urlaub zu holen ( er hat schon Morphiumpflaster) Ich werde hinzitiert und wir bekommen erklärt , daß die Reise aus ärztlicher Sicht nicht vertretbar ist. Micha will aber unbedingt Mittwoch früh - Taschen packen , Coronatest ist negativ , Fahrt nach Leipzig , wobei dann auch noch das Auto streikt und wir nur sehr langsam vorankommen. Treffen mit unserem Sohn auf dem Flughafen und sein und mein Eingeständnis , ohne dass es Micha hört , dass wir beide Angst haben . Soweit die Vorgeschichte - nicht ausführlich , nicht auf Rechtschreibfehler oder Ausdrucksweise kontrolliert, einfach nur , weil es raus muß. Liebe Grüße Conny
Teil 205. Juli 2023
Donnerstag, 23.03.2023
So nun stehen wir auf dem Flugfeld in Windhoek - genau 1 Jahr nach Michas OP. 1000 x habe ich mir vorgestellt , wie ich in Tränen ausbreche - aber in mir überwiegt die Sorge um Micha und wie er alles verkraftet hat . Durch die Kontrolle und Besorgungen sind wir schnell hindurch und in Absprache des Fahrers von ASCO warten wir am Auto auf die Anderen . Leider lange und am falschen Auto. Winkend fährt die Truppe an uns vorbei. Na ja , dann fahren wir halt etwas später, dadurch verzögert sich leider unsere Autoübernahme , die vieeeeel zu lang und ausführlich ist . Unsere ständigen Anmerkungen , dass wir doch schon das 3. Mal hier buchen und die Zelte und Kochtöpfe kennen, werden ignoriert . So kommt es , dass wir erst um 14.20 Uhr vom Hof rollen , auf den Einkauf verzichten und direkt ins Urbancamp fahren . Micha ist im Nachhinein froh , dass ich ihn überredet habe , in der Stadt zu bleiben .
Teil 306. Juli 2023
... immer noch im Urbancamp Dort gefiel es uns sehr gut und eigendlich hatten wir gar keine Lust mehr auf die Stadtrundfahrt . Diese hatten wir bei Bwana Tucke Tucke angefragt aber keine finale Zusage erhalten . Im Schatten der Bäume besorgten wir uns erstmal was zu essen und genossen das " Ankommen"
Dann sah ich Jemanden , der sich suchend umsah und ging auf ihn zu . Es war Pinehas von Bwana - also doch Stadtrundfahrt. Da ich hier im Forum viel Gutes über ihn gelesen hatte , freute ich mich nun doch. Und es wurde wirklich seeeehr interessant und lustig . Es war ein ganz anderer Einblick in Land und Leute - aus der Sicht eines jungen " schwarzen" Ovambo vermittelt. Und dazu noch die super Fahrt durch Katatura mit vielen Begegnungen - einfach toll.
Teil 408. Juli 2023
Fortsetzung 23.03.23
immer noch in Katatura erzählt uns Pinehas stolz von seiner Familie und seinen Wohnverhältnissen . Beim Anblick der Blechhütten und schäbigen " Häuser" können wir das garnicht verstehen .Aber mal ehrlich - brauchen wir wirklich diesen Luxus , diesen Platz und Protz? Bei Stromausfall sitzen wir frierend im Dunkeln , ohne warmes Getränk oder Essen und haben Angst um unsere Tiefkühlware.
Diese Stadtrundfahrt hat uns super gefallen , sie war informativ , ganz anders als erwartet. Pinehas hat sich in unsere Herzen eingeprägt . Mit einem " Weißen" wäre das Ganze garantiert auf einer anderen Ebene verlaufen.
Nach Absprache fuhr uns Pinehas zu Joes Beerhouse , wo wir uns herzlich von ihm verabschiedeten . Ein anschließendes Essen in schöner Atmosphäre rundete diesen 1. anstrengenden Tag ab . Lange blieben wir nicht , denn wir waren nun wirklich platt .
Teil 510. Juli 2023
24.03.23
Urbancamp - Bagatelle =283 km
Ich bin wie immer im Urlaub zeitig wach , was zu Hause so garnicht meine Art ist . Unsere Nachbarn sind schon ganz zeitig aufbruchbereit , bei mir kommtein wenig Neid auf , da es beiuns wohl noch dauern wird . So vertreibe ich mir die Zeit mit Vogelbeobachtung und ausprobieren der Kamera - so ganz ist sie nicht mein Freund geworden .
Irgendwann werden meine Männer dann doch wach und wir versuchen , einen sinnvollen Ablauf zu finden . Das stellt sich als sehr schwierig heraus , weil : 1. Micha vielZeit für sich selbst braucht 2. er nichts helfen kann 3. ich keine Hilfe beim Zeltabbau bin - zu alt oder coronageschwächt? 4. unser Sohn S. ( der Literaturwissenschaftler) erst mal ein System finden muß
Irgendwann sind wir aber doch fertig und warten eigendlich nur noch auf unsere Lieferung von der Kleinwindhoekschlachterei . Das dauert aber auch diesesmal wieder - ohhh neee. Sebastian fragt dann irgendwann mal an der Rezeption nach und wir erfahren , daß sie schon lange geliefert haben , das Fleisch in der Truhe liegt und wir beim Urbancamp bezahlen . Na das muß man ja wissen . Um 10.30 Uhr - viel zu spät nach meiner Planung und ohne Einkauf rollen wir endlich los . Sebastian hat bei Asco die Fahrzeugführung übernommen und behält dies auch bis zur Abreise bei - danke Nun wollen wir so schnell es geht aus der Stadt und planen den Einkauf , wie 2016; in Rehoboth - eine gute Entscheidung . M. ruht sich im Auto aus ( er hat sich dann immer auf die Rückbank gelegt ) , wir kaufen ein . Meine Planung war ziemlich gut und das Angebot auch - bis auf Brot , weil es verschimmelt ist , brauchen wir 1 Woche lang nichts nachkaufen . Selbst die Zutaten zum Brotbacken bekomme ich alle - nur - DAZU IST MICHA NIE GEKOMMEN . In Kalkrand biegen wir dann auf Gravelroad ab - eine gute Entscheidung . Überhaupt kann ich die Landschaft und die Strecke viel mehr genießen als vor 7 Jahren . Ich führe es darauf zurück , dass alles ein wenig grüner erscheint und die angespannte Erwartung auf das Ziel nicht so stark ist ,.
Um 16.00 Uhr erreichen wir dann endlich Bagatelle , werden sehr freundllch und herzlich empfangen und dürfen
selbst als Camper kostenlos Kaffee und Kuchen genießen .
Teil 610. Juli 2023
Fortsetzung Bagatelle...
Nachdem wir uns gestärkt hatten fuhrenwir erstmal zu unserer Campsite , um sie in Augenschein zu nehmen . Viel Platz , Nachbarn weit weg und schöner Blick auf die Dünen - was will man mehr . Leider blieb uns nicht viel Zeit , denn um 17.00 Uhr ging unser Gamedrive los . Mit uns nur noch 2 weitere Frauen - das war schon mal gut - keine Quatschtanten , keine Besserwisser - für sie war das der Abschiedsdrive - sie waren in umgekehrter Richtung gefaheren und berichteten von vielen Sichtungen im Etosha . Das ließ uns auf ebenfalls gute Ausbeute in 2 1/2 Wochen hoffen . Der Gamedrive wurde ein voller Erfolg , wir sahen tolle Landschaft und mehr Tiere als erhofft .
Teil 711. Juli 2023
Ihr Lieben alle , danke für eure Kommentare . Also ich für meinen Fall war sehr froh, auf dem Gamedrivefahrzeug zu sitzen als wir den Python ( danke Logi) gesichtet haben . Wenn ich eine Tierart absolut nicht mag , dann sind das Schlangen . Bei einer Tiershow in der Kita wurde ich auserkoren mitzuwirken .Ich sagte dem jungen Mann , daß ich mich vor Schlangen ekele und er meinte ,es wäre nur eine Attrappe . Aber dann legte er mir von hinten doch eine lebende Schlange um den Hals . Ich schmiss sie im hohen Bogen von mir weg . Anfangs schimpfte der Mann mit mir , anschließend bat er mich innigst , nichts davon seinem Betreuer zu sagen ( der Mann ist geistig behindert und hat sich diese wirklich gute Show mit Hundedressur und eben dieser Schlange aufgebaut . Er war damals sogar im Fernsehen . Das Blöde an der Sache - der Betreuer ist mein Schwager . Habe aber nicht gepetzt . Leider war der Python im Gegenlicht und ich habe ihn erst nach mehrmaligen Hindeuten überhaupt gesehen .
Teil 811. Juli 2023
Dadurch , daß wir so viele tolle Sichtungen hatten , kamen wir zum Sundowner auf einer Düne fast zu spät .
Der Getränkestand war schon umzingelt und die Sonne stand schon recht tiet . Dennoch konnten wir noch Einiges abfassen und den Sonnenuntergang genießen .
Nun standen wir , wie schon vor 7 Jahren mit unserem jüngsten Sohn - damals auf Anib , wieder auf einer Kalaharidüne . Diesesmal mit unserem ältesten Sohn . Wir waren wie damals ergriffen und spürten , daß unser Sohn verstand , was uns nach Namibia zieht . Er war genauso in den Bann dieses tollen Landes gezogen .Ich organisierte mir noch ein Glas Wein und begab mich auf Fotomotivsuche .
Anschließend auf der Campsite wurde es , wie immer bei uns , viel zu spät für`s Grillen . Bald darauf fielen wir hundemüde auf unsere Matratzen und schliefen sofort ein .
Teil 913. Juli 2023
25.03.23
Bagatelle - Mesosauruscamp 323km
Nach einer kalten , aber dennoch zumindest für mich erholsamen Nacht konnte nun endlich das Camperleben richtig beginnen . Im Auto herrschte noch immer Chaos , da keine Zeit zum Einsortieren war. Unser Frühstück und anschließendes Zelteabbauen zog sich in die Länge - wir fuhren erst kurz nach 10.00 Uhr von der Campsite .
Am Haupthaus machte ich mich auf die Suche nach den Erdmännchen , leider ohne Erfolg . Dafür sahen wir einige andere Tiere . Unser Ältester unterhielt sich angeregt mit den weiblichen Volontairen - so kamen wir erst um 11.00 Uhr endlich los.
Teil 1013. Juli 2023
Kurz vor der Asphaltstraße ließen wir wieder Luft in die Reifen und machten eine kurze Pause.
Ich kann nicht mehr sagen , wo wir soviel Zeit vertrödelt haben , jedenfalls kamen wir irgendwann im Qivertree Foret Rest Camp an und besahen es uns .Aber irgendwie sah es dort noch rummeliger als 2016 aus und ich hatte keine Lust, dort zu bleiben . Micha ließ sich überreden , zum Mesosaurus Camp zu fahren - wir wollten ja auch neue Campsites sehen . Die Fahrt , bzw. die Landschaft bis dorthin gefiel uns super . Am Camp angekommen konnten wir keine Menschenseele entdecken , alles sah verlassen aus . Darum fuhren wir erstmal zur Campsite , wo wir um 16..00 Uhr ankamen.
Boh , war das schön hier und nur wir alleine ."Hier bleiben wir" war unsere einstimmige Meinung .
Ich kam endlich dazu , das Auto und die Lebensmittel in Einklang zu bringen . Auch machte ich für jeden von uns einen Beutel mit Wechselklamotten fertig - somit konnten die Reisetaschen in die hinterste Ecke des Autos . Das hat sich bis zum Schluss gut bewährt . Irgendwann kam dann Giel vorbei und wir erzählten lange mit ihm , so daß wir beinahe wieder den Sonnenuntergang verpaßt hätten . Giel erklärte uns , daß wir keine Angst vor Schlangen in dem großen Siedelwebernest haben bräuchten , es sind Falken in der Nähe , da kommen keine Schlangen . Mir war das sehr recht 😄
Während Micha sich ans Grillen machte - das ließ er sich nicht nehmen bzw. war das sein Anteil an der Arbeit - kraxelten S. und ich durch die Felslandschaft und genossen das schöne Licht .
Nach dem Essen kam bald die Müdigkeit , Micha ging immer gleich ins Zelt , ich hielt es auch nie lange aus . In der gesamten Zeit haben wir stets nur in die Glut vom Grillen geschaut , aber nie ein Lagerfeuer anschließend gemacht - sehr untypisch für uns alten Pfadfinder .
Übrigens kamen dann zu später Stunde doch noch 2 Autos an , die unabhängig voneinander viel hin und her parkten ( das war störend ) und morgens imersten Licht wieder davon fuhren . Viel gesehen von der tollen Umgebung haben die nicht . Ob sie bezahlt haben ?
Teil 1115. Juli 2023
26.03.23
Köcherbaumwald - Fishriver 282 km
Am Morgen wußte ich garnicht wo ich hintreten sollte , denn die Webervögel suchten auf der Erde nach Nahrung , meine Männer schliefen noch .
Nachdem wir um 9.45 Uhr endlich abfahrbereit waren , beschlossen wir , den 4x4 Trail zu fahren .S. gab sich die größte Mühe , nicht jede Unebenheit mitzunehmen , damit Micha nicht zu sehr leiden mußte - er konnte die Fahrt sogar genie0en .
Auf einer Anhöhe machten wir einen kurzen Stop und genossen die Landschaft .
Selbst Micha lief zwischen den Bäumen umher und sammelte Anmachholz . Das tat er eigendlich immer - trotz großer Schmerzen und obwohl es ja verboten ist . Das Holz der abgestorbenen Köcherbäume ist wirklich einsame Spitze zum Feueranzünden . Auf der weiteren Fahrt entdeckten wir noch diese 2.
Für ein Foto von einer wirklich großen Echse( keine Ahnung was das war - aber wirklich groß- waren bestimmt 20 Meter entfernt ) reichte leider meine Reaktion nicht aus .
Nachdem wir bei Giel bezahlt hatten und wieder eine geraume Zeit mit Gesprächen verbracht hatten fuheren wir um 11.00 Uhr endlich los . Da ich die direkte Strecke als eher langweilig in Erinnerung hatte , bogen wir kurz hinter Keetmanshoop auf die D608 ab . ( Hatte das in irgendeinem RB gelesen und tolle Fotos gesehen ) Dieser Umweg durch die Klein Karasberge war wirklich lohnenswert.
Zum Schluss zog sich die Strecke dann aber doch etwas und um 15.00 Uhr kamen wir im Canon Road House an .
Teil 1216. Juli 2023
Im Canon Road House legten wir eine Pause ein
Wir waren uns noch nicht schlüssig , ob wir wieder hier nächtigen wollten oder dieses mal die Hobascampsite ausprobieren würden . Die Weiterfahrt am nächsten Tag war untenrum - dem Gamchabtrail und am Oranje nach Klein Aus Vista geplant . Allerdings wußten wir , das diese Strecke vor kurzem gesperrt war . Auf mehrere Nachfragen beim Personal bekamen wir ebensoviele verschieden Auskünfte - Risiko !!! Bei Kaffee und Kuchen ( auch eine Neuheit seit Michas OP - früher hat er dieses nie gewollt - jetzt war es ihm sehr wichtig ) beratschlagten wir - ohne endgültiges Ergebnis. Also fuhren wir erstmal zum Fish River Canon. Anfangs waren noch einige Besucher dort , zum Schluß hatten wir den Canon für uns alleine . Wir trafen 2 Ehepaare , die am nächsten Tag auch die Strecke fahren wollten , aber auch nicht genau wußten , ob es geht .
Auf der Rückfahrt hatten wir schönes Licht und beschlossen , zum CRH zurück zu fahren , hatten wir doch das gute Essen vom letzten Mal noch in sehr guter Erinnerung .
Im CRH war man sehr bemüht, uns eine nahe gelegene Campsite zu geben , um die Wege zum Restaurant und zum Waschhaus für Micha erträglich zu machen . Nach einem leckeren Abendbrot gingen wir bald ins Bett.
Teil 1318. Juli 2023
27.03.23
Canon Roadhouse - Klein Aus Vista 310 km
So langsam mußte ich mich damit abfinden , daß wir morgens nicht so richtig in die Gänge kamen . Auch an diesem Tag kamen wir erst gegen 10.00 Uhr los - aber wir hatten ja Urlaub und waren nicht auf der Flucht . Nachdem wir beim Frühstück wiederum keine eindeutige Antwort zur Befahrbarkeit der Straße am Oranje bekommen hatten , entschlossen wir uns ,über Seeheim zu fahren . Das Risiko einer Umkehr war uns zu groß.
Hier legten wir eine Pause ein , zur Verkostung der Edelbrände der Naute Kristall war es uns jedoch noch zu zeitig am Tag. Auch fanden wir die Preise ganz schön heftig . Nach einer Wasserquerung ( Wasser - kostbares Nass - wie schön für die Augen ) fanden wir auch die Zufahrt zumNautedamm. Der Aussichtspunkt war kostenpflichtig und der gesamte Platz konnte uns nicht vom Hocker reissen . Wasser war auch kaum vorhanden . Deshalb fuhren wir gleich weiter .
Gegen 14.00 Uhr erreichten wir dann Klein Aus Vista , auf welches wir uns besonders freuten und deshalb hier auch vorgebucht hatten .
Teil 1418. Juli 2023
Dazu gibt es eine kleine Geschichte: Im Jahr 2009 feierte unser Dorf sein 925 jähriges Bestehen . Micha und ich waren damals im Festkomitee - für alle Mitglieder wurde ein spezielles T-Shirt angefertigt ( so um die 25 Stück waren wohl im Umlauf) . Desweiteren wurde eine Fahne kreiert , die frei verkäuflich war und großen Absatz fand . Irgendwann war dann Piet Swiegers , der Betreiber von Klein Aus Vista zur Ahnenforschung in unserem Ort und nahm sich eine solche Fahne mit um sie in der Bar aufzuhängen . Bei unserem Besuch 2016 hing sie auch noch dort , leider war Piet nicht anwesend . Nun hofften wir , ihn diesesmal zu treffen . Extra für diesen Tag hatte ich unsere Jubiläums-T-Shirts eingepackt . Mittlerweile paßte Micha in mein Shirt , ich war in den letzten Jahren in seins reingewachsen 😈 Bei Ankunft in der Lodge zogen wir nun die Shirts an und checkten ein . Kurz vor der Reise hatten wir noch die 2. Nacht umgebucht , von der Campsite in die Geisterschlucht . Gerne wären wir auch ins Eagles Nest gegangen , aber wie macht man das zu 3. und wer kann das bezahlen ? Hätte ich da schon gewußt , daß dies unsere letzte Reise ist , hätte ich das Geld liebend gerne dafür ausgegeben . Dann holten wir uns erstmal ein kühles Bier und genossen es , wieder hier zu sein .
Irgenswann trafen wir dann auch Piet und nachdem er gecheckt hatte , woher wir kommen , kam ein reges Gespräch in Gang . Sofort meinte er , daß er so ein T- Shirt haben möchte - mit Signatur von uns . Dieses würde er dann neben die Fahne hängen .
Bereitwillig zog Micha sein Shirt aus und signierte es . Dies war wohl seine letzte , freudig gegebene Unterschrift .
Im Laufe des Gesprächs fragte Piet nach Bekannten aus unserem Ort . Da ich gleich ein Foto in meinen Status gestellt hatte , meldete sich eine Bekannte bei mir , daß sie Piet erkannt hatte und Grüße ausrichten ließe . So gingen Grüße hin und her , da auch Piet sich gut an die gemeinsame Bekannte erinnern konnte . Irgenwann fragte er uns , wo wir denn schlafen würden . Als wir ihm sagten , daß wir Campsite 2 bekommen hätten , meinte er - für Freunde aus B... geht das aber garnicht . Flugs war er verschwunden und tauchte nach einer Weilewieder auf - mit einem tollen Angebot . Für einen Aufpreis von 1000 NAM könnten wir in THE WALL nächtigen und S. im Dachzelt vor der Hütte schlafen . Da brauchten wir nicht lange überlegen - ein Traum wurde wahr . Piet meinte noch , daß der Schlüssel stecken würde und mußte dann wieder seiner Arbeit nachgehen . Leider haben wir ihn dann nicht mehr gesehen . An dieser Stelle nochmals - VIELEN LIEBEN DANK ; PIET
Nun hatten wir es eilig , freuten wir uns doch sehr auf unser Quartier . Neugierig wurden wir von diesem hier beäugt .
Die Fahrt bis zum Häuschen war wieder sehr schön , allerdings war Micha nun doch ziemlich erschöpft . Leider steckte der Schlüssel doch nicht im Schloss und unser Sohn mußte zurück zur Lodge . Zum Glück stand hinter einem Felsen eine Sitzgelegenheit im Schatten , auf der sich M. niederlassen konnte . Den Rest des Tages verbrachten wir mit Landschaftgucken , Grillen und Fotografieren .
Teil 1519. Juli 2023
28.03.23
Klein Aus Vista - Lüderitz und zurück 320km
Nach einer angenehmen Nacht und einer tollen Morgenstimmung ...
...kommen wir doch tatsächlich um 8.30 Uhr !!! los
Auf der schnurgeraden Strecke Richtung Küste sehen wir doch tatsächlich einen Zug .
Vor uns liegt die Landschaft im Nebel , ein imposantes Schauspiel .
Um 10.00 erreichten wir Kolmannskoppe , die Besucherzahl hielt sich in Grenzen , wobei wir 2016 fast alleine dort waren . Wir lassen uns viel Zeit bei der Besichtigung , finden diesesmal auch die Kegelbahn 😄 Auch Micha schafft es gut , durch den losen Sand zu gehen , freut sich aber auch über eine kleine Kaffeepause .
Wieviel Mühe sich damals auch für kleine Details gegeben wurde - unfassbar .
Wieder waren wir über die Lebensumstände und den teilweisen Luxus in solch einer trostlosen Umgebung erstaunt . Wie konnte man dort leben ? Wo wollte oder konnte man denn sonst schon hin . Immer in der kleinen , engen Gemeinschaft zusammensein - geht man sich da nicht irgendwann auf den Keks ? Nach 2 Stunden fuhren wir weiter in Richtung Diaz Point .
Teil 1620. Juli 2023
von Kolmannskoppe begaben wir uns auf den Weg zum Diazpoint .Die Strecke war gut zu fahren . Von der alten Brücke war noch weniger vorhanden als 2016- dafür wurde fleißig am Felsen selbst gebaut .
Das Baumaterial wurde mit Eimern über die schlüpfrigen Steine dorthin getragen .Zum Glück konnte man aber bis zum Kreuz gelangen .
Es ging eine angenehme Brise und wir genossen es , mal wieder viel Wasser zu sehen .
Hallifax , leider weit weg
Auf dem Rückweg fuhren wir ein Stück entlang der Küste und mit dem Fernglas konnten wir auf Hallifax zahlreiche Pinguine entdecken - für Fotos hat meine Ausrüstung nicht gereicht .
in der Lagune
Es folgte ein kleiner Bummel durch Lüderitz ,
...bevor wir uns auf die Rückfahrt begaben . Dieses mal hielten wir auch in
und machten ein paar Fotos.
An der Wasserstelle konnten wir leider keine Wilpferde beobachten , nur ein paar Oryx stillten ihren Durst .
Und dann entdeckte ich mitten in dieser Einöde dieses hier .
Der Rest des Tages ist schnell erzählt - ziemlich spät kamen wir in der Geisterschlucht an , den Sonnenuntergang verpassten wir .
Ein schnelles Abendbrot und Besuch einer Maus in unserer Küche . Ab ins Bett.....
Teil 1721. Juli 2023
29.03.23
Geisterschlucht - Koiimasis 157 km
Da wir heute nur eine kurze Etappe vor uns haben , dürfen meine Männer ausschlafen , während ich die aufgehende Sonne genieße .
Auf der Fahrt zum Haupthaus halten wir noch bei dem zerschossenen Autowrack .
Nach dem Begleichen der Rechnung und Nachschauen , ob das T-Shirt schon hängt - tut es nicht - machen wir uns gegen 10.45 Uhr endlich auf den Weg .Da unser Brot schimmelig geworden war , legten wir in Aus einen kleinen Einkaufsstop ein . Viel im Angebot hatten sie in dem kleinen Laden neben der Tanke nicht , man gut , daß wir nichts anderes benötigten . Nun ging es aber wirklich auf Reise - die D 707 rief . Oh , war das schön, wieder hier zu sein. Leider war es , wie auch gestern schon , sehr heiß und diesig . Dennoch genossen wir die Landschaft und legten öfters Pausen ein .
Im Vorfeld hatten wir tagelang über die Quartierwahl gegrübelt, Berichte gelesen , Videos geschaut - letztendlich war unsere Wahl auf Koiimasis gefallen . Dort hatte uns die Lage der Campsite zwischen Felsen zugesagt .
Die Anfahrt bis zum Farmhaus zog sich dann doch ziemlich in die Länge und war teilweise etwas holperig , die Landschaft und etliche Tiersichtungen in weiterer Ferne ließen die Zeit dennoch schnell vergehen .Am Farmhaus dann folgender Hinweis ...
Da es bei unserer Ankunft 14.30 Uhr war und laut eines anderen Schildes bis 15.00 Uhr Mittagspause wäre, nutzten wir den schattigen Garten zum Entspannen und Fotografieren .
Schön war es hier und die anfangs etwas gewöhnungsbedürftige Art der Besitzerin konnte uns den Aufenthalt nicht vermiesen . Sie gab uns zum Ende unseres Gesprächs sogar noch einen Hinweis , welche Campsite wir nehmen sollten , damit Micha nicht so weit bis zum Sanitärhaus laufen müsste .
Teil 1822. Juli 2023
Um 15.30 Uhr belegten wir unsere schöne Campsite , Blick in die Berge und auf eine Camperfamilie mit 2 Wohnwagen .
Micha legte sich ins Zelt , da er ziemlich erschöpft war , ich beobachtete Vögel und das Treiben unserer Nachbarn - ständig fuhren die mit den Autos weg und kamen kurz darauf wieder . Vermutlich beförderten sie die Kinder für Aktivitäten zum Farmhaus . Da ein kleines Lüftchen wehte , nutzte ich die Gelegenheit und wusch unsere Schmutz/ Schweißwäsche durch . Der Wind nahm dann auch zum Abend hin weiter zu - die Tischdecke wanderte zurück ins Auto.
Irgendwann machte sich unser Sohn auf zu einer Wanderung , ich kraxelte auf den nahe gelegenen Felsen rum .
Die Landschaft und Ausblicke faszinierten mich - ich konnte garnicht aufhören zu genießen und zu fotografieren .
Micha hatte sich auch wieder etwas erholt ...
( eines meiner Lieblingsbilder)
und hielt Ausschau nach unserem Sohn . Die Sonne stand schon reichlich tief .
Von unserem Sohn war nichts zu sehen . Micha machte sich immer mehr Sorgen , wo sollten wir ihn suchen . Ich sah das anfangs noch gelassen , hatte unser Sohn doch 1 Jahr Israel und 1 Jahr Neuseeland unbeschadet überstanden . Aber Micha`s Unruhe übertrug sich irgendwann auch auf mich . Wir spähten die Felswände ab und hofften , irgendwo ein kleines Licht zu entdecken . Mittlerweile war es stockdunkel und nirgendwo unser Sohn auszumachen . Irgendwann erschien er dann aber doch - so erleichtert habe ich Micha selten gesehen - der verlorene Sohn war heimgekehrt . Passiert war natürlich unterwegs nichts - S. hatte einfach die Zeit falsch eingeschätzt . Ihm war natürlich bewußt gewesen , daß wir uns um ihn sorgen .
Teil 1924. Juli 2023
30.03.23
Koiimasis - Sossus Dune Lodge 271 km
Im Urlaub bin ich meistens immer zeitig wach , so auch hier . Die Nacht war etwas stürmisch - jetzt kommt die Sonne langsam über die Felsen . Alles ist ruhig und still - wie friedlich . Ich nutzte die Zeit für einen kleinen Spaziergang - keine andere wache Menschenseele , außer Vogelgezwitscher keine störenden Geräusche , tolle Lichtstimmungen und das in einer traumhaften Landschaft - was will man mehr ?
Leider hatte ich hier nur 1 Übernachtung eingeplant - gerne wären wir noch geblieben . Aber unser nächstes Ziel lag vor uns und war gebucht . Um 9.45 Uhr waren wir startklar und fuhren über das Farmgelände zurück ( jetzt fanden wir die Strecke garnicht so schlecht und lang ) auf die D707 . Diese gefiel uns auch bei der Weiterfahrt sehr gut .
Wir hielten immer mal zwischendurch an , um die Landschaft zu genießen .
In Betta legten wir einen Tankstop ein und Micha kaufte sich im sehr übersichtliche Laden Kuchen .
Auch die weitere Strecke war wunderschön und wir konnten uns kaum sattsehen .
Am Nachmittag erreichten wir dann Sesriem , besorgten uns Permits und checkten in der Sossus Dune Lodge ein . ( Danke Travelnamibia für den Tip mit dem Gutscheinkauf )
Teil 2024. Juli 2023
Der Empfang in der Lodge ist sehr freundlich und als die junge Angestellte bemerkt , daß Micha nicht gut zu Fuß ist , gibt sie uns 2 Hütten die näher am Hauptgebäude sind .
Der Weg fällt Micha dennoch schwer und er ist hocherfreut , sich auf dem bequemen Bett ausstrecken zu können .
S. und ich gönnten uns erst einmal eine Erfrischung - wir hüpften in den Pool.
Anschließend machten wir uns auf den kurzen Weg zum Sesriem- Canyon, M. blieb in der Lodge. Zum Glück waren wir 2016 schon einmal dort , so daß M. in dem Sinne nichts verpasste - obwohl er bestimmt gerne nochmals hingegangen wäre . Also machte ich mich mit meinem Sohn auf Kraxeltour ( zumindest am Ende bzw. ist es ja wohl der Anfang des Canyon)
In einer Pfütze entdeckten wir dieses Exemplar .
weiter ging es dann nicht mehr . Das Bild ist zwar superschlecht , aber als Beweisfoto für Leben in widriger Umgebung gerade noch ausreichend.
man wird nicht jünger 😈
Nun wurde es aber Zeit für die Elimdüne, doch unterwegs lief uns dieser Bursche vor die Linse .
Und was soll ich sagen : Wir kamen natürlich wieder zu spät - der Sonnenuntergang hatte ohne uns stattgefunden . Andererseits waren auch viele Leute auf der Düne , da blieben wir lieber gleich unten . . Also machten wir uns auf den Rückweg , aßen zu Abend und gingen pünktlich ins Bett . Am nächsten Morgen wollten wir zeitig aufstehen .
Teil 2126. Juli 2023
31.03.23
Sossus Dune Lodge - Sossusvlei - Camp Gecko 255km
Der Wecker klingelte um 4.45 Uhr 😈 Abfahrt von der Lodge - nach Kaffee, Gebäck und Entgegennahme eines recht dürftigen Lunchpaketes um 5.55 Uhr Ankunft Parkplatz um 6.50 Uhr, also genau an die Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten
Luft aus den Reifen und Fahrt zum Parkplatz des Deadvlei S. meistert seine erste Tiefsandfahrt mit Bravour . Ankunft 4x4 Parkplatz am Deadvlei 7.20 Uhr
Schon ziemlich viel los - aber wo sind die Menschen ?
Nun muß ich ein wenig ausholen . Während der Chemo bekam Micha sehr dünne Haut an Händen und Füßen - er hatte keinen Fingerabdruck mehr und hatte ständig blutige , aufgerissene Hände und Füße . Das war bei dieser Art von Chemo normal , beeinträchtigte aber unser Leben schon erheblich . Er konnte nicht mehr gehen bzw. nur noch sehr geringe Distanzen . Zum Glück hatte er beim Radfahren keinerlei Einschränkungen , so daß in diesen Monaten bei uns alles per Fahrrad erledigt wurde ( ich fahre nicht so gerne Rad ) Dieser Umstand ermöglichte uns aber Urlaube an der Mosel , im Spreewald , Brandenburger Land mit Enkel usw. Wir nutzten jeden freien Arbeitstag von mir für Ausflüge ( was bin ich im Nachhinein froh , letztes Jahr kein einziges von meinen 36 ! Fenstern geputzt zu haben ).Ende Oktober war die Chemo durch und Micha konnte wieder laufen . Im Dezember waren wir 1 Woche auf Teneriffa und Micha wanderte fast wie früher - ich kam fast nicht hinterher . Da war für ihn klar - wir besteigen noch mal " Big Daddy " Ich für meinen Fall hatte Zweifel an meiner Kondition . Ab Anfang Februar sprachen wir nicht mehr von Big Daddy sondern nur noch vom Deadvlei. Nun standen wir auf dem Parkplatz und es war klar - Micha schafft es nicht einmal bis dort hin . Diese Erkenntnis war für uns Beide furchtbar , aber Micha sagte tapfer : " Geht nur - ich ruhe mich hier aus " Meine zwiespältigen Gefühle kann wohl niemand begreifen - einerseits zog es mich an diesen mystischen Ort , andererseits hatte ich ein schlechtes Gewissen , Micha zurück zu lassen .Aber er bekräftigte mich , unserem Sohn diesen phantastischen Ort zu zeigen . Überhaupt war er immer glücklich zu sehen , das auch unser Sohn in den Bann dieses einmaligen Landes gezogen wurde . Also stiefelten wir beide los .
Irgendwann befiel mich dann doch der Drang , Big Daddy nochmals zu bezwingen - für mich und Micha .
Wir wählten den Weg über die Pfanne um erst weiter hinten auf die Dünen zu gelangen .
Teil 2227. Juli 2023
Die Lichtstimmung war grandios , aber der Aufstieg für mich sehr mühsam - Corona steckt wohl doch noch in meinen Knochen und der Lunge 😈 . Außerdem bin ich ja keine 30 mehr ( Spruch meiner Mutter) 😄 Mein Sohn feuerte mich immer wieder an und sagte , daß ich doch top drauf wäre, aber eigendlich hinderte ich ihn am Vorwärtskommen . Deshalb gab ich auf halber Strecke auf , war stolz , es bis hierhin geschafft zu haben und freute mich auf das Deadvlei mit vielleicht nicht gar so vielen Menschen . Unsere Wege trennten sich fürs Erste . Beim Abstieg entdeckte ich zwischen all dem Sand Leben .
Schnell war ich dann auf der Pfanne , befreite mich vom Sand ...
... und lebte meine Fotografierwut aus . Im hinteren Teil war ich ganz allein - super.
Ein Blick zurück zeigte mir , daß mein Sohn gut voran kam .
Und sein Ziel bald erreicht hatte .
Weiter vorne im Deadvlei waren verständlicherweis mehr Leut anzutreffen , aber mir gelangen immer noch Fotos ohne Menschen .
Der Ansturm auf Big Daddy nahm auch zu .
Nachdem auch S. das Deadvlei ausgiebig genossen hatte , machten wir uns auf den Rückweg zum Parkplatz .
Micha hatte sich gut erholt und ihm war es auch nicht langweilig geworden - das beruhigte uns . Dann fuhren wir ins Sossusvlei - das kannten wir noch nicht . Auch dort gefiel es uns und wir sahen uns ein wenig um .
Dieser Geselle auch ...
Anschließend begaben wir uns auf den Rückweg ...
Nach einem kurzen Stop an Düne 45 ...
...erreichten wir um12.30 Uhr den Parkeingang und begaben uns auf die Weiterfahrt .
Teil 2327. Juli 2023
... ich hatte es, glaube ich , zu Beginn meines Reiseberichtes schon mal geschrieben - die Strassen und Landschaft gefielen mir auf dieser Reise bedeutend besser als in 2016 , womöglich , weil die Neugier auf das nächste Ziel nicht so groß war . Unser Zwischenziel hieß
Und diesesmal bekam ich auch den legendären
Insgesamt machten wir hier 1 Stunde Rast , Micha brauchte schon Unterstützung beim Gang bis zu den Sanitäranlagen . Ich durfte noch einige Fotos machen , bevor es weiter ging .
Unser heutiges Ziel war das Camp Gecko - ein uns unbekanntes Ziel .
Die überaus nette und sympatische Besitzerin mußte uns leider mitteilen , daß die Campsites alle belegt waren 🤢 Aber .......... sie hatte noch ein "festes" Zelt frei und unser Sohn könne das Dachzelt dort aufbauen - super , perfekt , glücklicher Micha. Besser hätte es auf der Campsite auch nicht sein können . S. fuhr zum Schwimmen und erzählen mit der wirklich tollen Betreiberin noch mal zum Farmhaus , Micha rute sich auf dem Bett aus , ich duschte und machte Fotos .
Den Abend genossen wir auf der kleinen Terrasse.
Schön war es hier .
Teil 2429. Juli 2023
01.04.23
Camp Gecko - Sophia Dale 343km
Ein wunderschöner Morgen begann und ich freute mich auf den Tag , sollte er doch durch unbekannte Landschaften führen - es kam etwas anders .
Als ich abwaschen wollte entdeckte ich dieses Kerlchen
und eine Rettungsaktion nahm unsere Zeit in Anspruch , sie war immerhin von Erfolg ...
Beim Auschecken verplauderten wir viel Zeit mit der Besitzerin - es war alles so interessant , was sie zu erzählen hatte . Camper lobten ihr tolles Gamefleisch ( Shit - nichts gekauft ) Und dann kam da noch ihr Riesenvertrauen auf unsere Ehrlichkeit hinzu - irgendwie klappte es mit der Bezahlung nicht , da schlechtes Internet . Mein technisches Verständnis sank auf NULL - mein Sohn machte die Bezahlung mit ihr klar . Im Notfll sollten wir von zu Hause aus bezahlen - hat , laut ihrer Aussage immer geklappt . Während der Weiterreise konnte unser Sohn die Überweisung tätigen ( bitte keine Nachfragen , wie . Ich weiß es nicht .) . Aber ich fand das Vertrauen in uns schon sehr sympatisch . Eine tolle Gastgeberin , tolle Landschaft , ansprechendes Zelt - was will man mehr . Friederike ( CuF) hatte mir im Vorfeld zur Auswahl dieser Location gratuliert - vollkommen zu Recht . Die Weiterfahrt hatte ich mir lange überlegt , viel belesen und recher chiert, Tracks 4 bemüht ( warum ist genau dort ein Knick in der Karte und es fehlt das entscheidende Stück ? Chrigu - erhobener Zeigefinger und Kopfschütteln , - setzen - 6) Spaß beiseite .Meine Planung sah folgendermaßen aus : Spreetshoogte Pass hoch - Gamsbergpass runter - Kuisebpass - Blutkuppe . ( Permit war in Sesriem besorgt ) Den Plan hatte ich am Vortag schon begraben , da 1. wir immer viel zu spät loskamen und 2. Micha die langen Fahrten schwer fielen Also Plan 2 aus der Tasche : Spreetshoogte rauf und runter Start von Camp Gecko - 9.45 Uhr - viel zu spät . Aber wir nahmen doch die Strecke zum Pass - ein Erlebnis für sich .
Danach fuhren wir die Strecke wieder zurück.
Und machten Pause am Gaubpass . Micha ruhte sich auf der Rückbank des Autos aus und wir streiften ein wenig herum .
Den Kuisebpass nahmen wir ohne Stop mit
Und kurze Zeit später erfolgte die nächste Planänderung .
Teil 2530. Juli 2023
...unser Sohn wollte gerne die Martin Shelter Höhle besichtigen , weil er während der Reise das Buch " Wenn es Krieg gibt ... " gelesen hatte . Aber - die Abfahrt kam und kam nicht . Deshalb hielten wir an , um auf der Karte nachzusehen . Schnell stellten wir fest , daß der Abzweig noch kommen müßte - also Weiterfahrt . Schön gedacht , aber nicht praktikabel - das Auto sprang nicht mehr an , nichts tat sich 😈 . Die beiden Männer taten ihr Bestes , schauten hier , rackelten dort , am Sprit konnte es auch nicht liegen . Micha entwickelte ungeahnte Kräfte und versuchte es mit Anschieben - war natürlich ebenso erfolglos . Ich war froh , daß das Ganze hier passiert war , wo ja doch wenigstens ab und zu ein Auto kommen dürfte , was natürlich genau jetzt nicht geschah . Plötzlich sprang das Auto dann doch an und fuhr ohne Probleme . Für Experimente und Abbiegen auf noch einsamere Pisten fehlte uns der Nerv - also beschlossen wir schweren Herzens , nach Walvis Bay zu fahren und eine Werkstatt aufzusuchen . Es war Samstag Nachmittag - ob wir da was finden ? Am Vogelfederberg fuhren wir nur vorbei , angehalten wird erst an einer Werkstatt!!!!
Eine Tankstelle war bald gefunden und Hilfe auch . Immer mehr Männer schauten , schraubten , füllten irgendeine Flüssigkeit auf und meinten nach einer halben Stunde und reichlich Trinkgeld , das Auto wäre jetzt wieder startklar . Auch konnten wir noch etliche Sicherungen für den Kühlschrank erwerben - die machten uns diesesmal Probleme - ständig waren sie durchgebrannt .
Da wir nun schonmal hier waren wollte ich gerne noch einen Blick auf die Lagune werfen , bevor wir dann einen Tag früher als geplant zum Sophia Dale fahren wollten .
Nun war es doch schon recht spät und wir fuhren zügig und ohne Unterbrechung zum Sophia Dale
Platz war ausreichend vorhanden , ein Blick auf die Restaurantöffnungszeiten - wir freuten uns schon seit Wochen auf das leckere Essen dort - zeigte uns : Glück gehabt - morgen hätte das Lokal garnicht offen gehabt . Doch die Enttäuschung kam kurze Zeit später - das Restaurant ist zur Zeit geschlossen und Wild zum Grillen hätte er auch keines - shit . Hätten wir doch bloß im Camp Gecko was mitgenommen . Aber einen tiefgefrorenen Wildbraten und etwas Wurst konnten wir dann doch noch ergattern - war auch alles sehr lecker . Insgesamt konnte uns die Atmosphäre im Camp diesesmal aber nicht überzeugen . Ich glaube , da steckt irgendwie der Wurm drin . Am nächsten Morgen mußte die alte Mutter der Betreiber die Toiletten und Duschen putzen - man sah keine Angestellten .
PS . Irgendwann kam unser Sohn zu mir und meinte , er wüßte jetzt was mit dem Auto los war . Man hatte ihm bei ASCO gesagt , daß er beim Starten IMMER die Kupplung treten solle , auch wenn kein Gang eingelegt ist . Das hatte er vergessen und dann durch Zufall doch getan , deshalb war das Auto dann auch wieder angesprungen . Also war die ganze Aufregung und Planänderung garnicht nötig gewesen . Aber wir konnten das nun nicht mehr ändern und ich glaube , S. hat sich am Meisten über diesen blöden Fehler geärgert .
Teil 2631. Juli 2023
02.04.23
Sophia Dale - Blutkuppe 164 km
An diesem Tag war es passiert - ich war nicht als Erste wach , im Gegenteil , wir hatten verschlafen und wurden von unserem Sohn geweckt 😄 . Er hatte auch schon ein größeres verendetes Tier gefunden . Was ist das ?
Beim Frühstück dann Micha`s Frage , ob wir denn unbedingt zur Blutkuppe müßten - das Permit hatte ja eigendlich für den Vortag gegolten . Diesesmal machte ich aber keine Zugeständnisse . Ich hatte mich sooo auf diesen Ort gefreut , Mondlandschaft und Welwitschia - Drive kannten wir auch noch nicht . Und wie schön man aus einer 1 eine 2 machen kann , zeigte ich ihm auch gleich - bezahlt ist bezahlt - da kann man sich doch schonmal im Tag irren , oder ? Um 10.30 Uhr kamen wir endlich in die Gänge und zügig ging es zur Mondlandschaft.
War zu Anfang noch ein weiteres Auto unterwegs , hatten wir später die weite Landschaft für uns ganz allein .
Dann fuhren wir auf dem Welwitschia Drive weiter - die Landschaft rund um das Swakop-Rivier gefiel uns besonders gut .
Nachdem wir uns etliche Exemplare dieser nicht wirklich attraktiven Pflanze angesehen hatten kehrten wir um und machten eine Kaffeepause im Revier .
Teil 2701. Aug. 2023
Anschließend machten wir uns auf den Weg zur Blutkuppe .
und schauten uns schon mal einige Campsites an .
Da wir noch etwas Zeit hatten , fuhren wir weiter in Richtung Klein Tinkas und Skulpturentrail , wo ich gerne ein wenig gelaufen wäre , aber wir wollten Micha nicht in der prallen Sonne im Auto zurücklassen . Schön und einsam war es hier . Bei 2 Gräbern aus dem Jahr 1895 ? (Deutsche) suchten wir einen Geocach und fuhren anschließend zur Blutkuppe zurück .
Blick zur Blutkuppe
Dort angekommen fuhren wir die einzelnen Campsites an und konnten uns nicht entscheiden , welche wir nehmen sollten . Letztendlich fiel unsere Wahl auf eine Stelle , an der die Toilette für Micha halbwegs gut zu erreichen war und er die Blutkuppe auch von der Campsite aus gut sehen konnte .
als Hinweis für Micha , der, wo immer es ging Kleinholz sammelte 😉
Nach dem Aufbau der Zelte schnürten S. und ich die Wanderschuhe und machten uns auf den Weg .
Was war das für eine tolle Umgebung , ich liebe Felsformationen .
Immer höher und noch ein bißchen höher kraxelten wir .
Die Lichtverhältnisse wurden je nach Blickrichtung immer phantastischer und ich konnte Zeit und Raum vergessen . Meine Sorgen um Micha waren für kurze Zeit in den Hintergrund gerückt .
Ihr seht anhand meiner Bilderflut , daß es mir dort extrem gut gefallen hat . Leider mußten wir irgendwann aber wieder zum Camp zurück , da Micha bestimmt mit dem Grillen fertig war und auf uns wartete.
Die Sonne stand auch schon sehr tief
und zauberte magische Bilder .
Nach dem Essen legte sich Micha , wie eigendlich immer, bald ins Zelt und S. und ich genossen noch ein wenig den ebenfalls schönen Nachthimmel .
Teil 2804. Aug. 2023
Nun Ist hier mein 3. Versuch , die anderen Beiträge sind irgendwo entschwunden . Deshalb unterteile ich.
03.04.23
Blutkuppe - Spitzkoppe 277 km
Wieder ließen wir uns viel Zeit , war doch dieser Ort einfach nur wunderschön.
Leider mußten wir dann doch noch Tisch und Stühle aufbauen , war doch das vorhandene Mobilar besetzt. 😄
S. hatte dann, ohne daß wir es bemerkt hatten , ein paar Drohnenaufnahmen gemacht . Dazu muß ich sagen , wir hatten sie extra für diese Reise angeschafft , eine Genehmigung beantrat und bekommen . keinerlei Übung . Wir haben auch nur dort gefilmt , wo wir uns sicher waren , keine anderen Lebewesen zu belästigen . Auch hatten wir beim Kauf ein paar Euro draufgelegt , um die Lärmbelästigung so gering wie möglich zu halten . War das Ding ca 20 Meter in der Luft hörte man es nicht mehr .
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Teil 2905. Aug. 2023
Um 10.15 Uhr machten wir uns dann doch auf den Weg nach Swakopmund , um unsere Vorräte aufzufüllen und .... Ausschau nach der "Martin Luther" Dampflokomotive zu halten . Nun fragt ihr euch bestimmt : Hää, warum ausgerechnet dieses Ziel , es gibt doch soviel tolle Dinge die man in Swakop machen kann . Wir hatten folgende Gründe : 1. meine Geschwister hatten sie 2001 noch im Originalzustand , im Freien stehend besichtigt 2. 2016 hatten wir sie wegen Strassensperrungen nicht gefunden 3. und das war der eigendliche Grund - diese Maschiene wurde in meinem Geburtsort hergestellt und dann nach Namibia verschifft . Dort versprach man sich ein technisches Wunder bzw. einen großen Fortschritt im Transportwesen - leider blieb sie wohl bald im Sand stecken .
Gleich bei der Einfahrt in Swakopmund entdeckten wir das kleine Museum , waren verständlicher Weise die einzigen Gäste ( wen interessiert sonst schon so eine alte Rostlaube?) und wurden von einer unmotivierten Angestellten durchgewunken . Na ja , viel gibt es ja nicht zu sehen , aber die Sponsorentafeln für die Restauration ließen uns einige bekannten Namen entdecken .
Anschließend erledigten wir den Einkauf . Nun war ich der Meinung - jetzt geht`s auf zur geliebten Spitzkoppe ( die Fahrt durch das Khanrivier hatte ich wegen Michas Schmerzen und der Planänderung schon längst aufgeben - aber weit gefehlt . Micha wollte die Stadt erkunden . Wir waren ja mit unserem Jüngsten schon mal dort , hatten uns ein wenig umgeschaut , fanden es auch recht nett - aber - wir sind keine Shopper und auch keine Stadtmenschen . Und nun das - na ja , dann eben Swakop besichtigen . Jeder mit einem Rucksack bewaffnet - die Wertsachen , Kameragerödel und vor Allem Micha`s viele Medikamente ( damit können sie 23 Elefanten töten - hatte der Hausarzt gemeint ) wollten wir nicht im Auto lassen . Hinterher hatte Micha auch starke Schmerzen in den Schultern , anscheinend waren die auch vom Krebs befallen .
Hier erwarben wir noch Voltaren , weil das Mitgebrachte langsam zur Neige ging und wir ja in dem Glauben waren , daß es wohl hilft . Tat es natürlich nicht , dennoch behandelte ich Micha jeden Abend kräftig damit .
Teil 3005. Aug. 2023
Und weiter ging es durch die Stadt.
S. und ich bestiegen den Turm vom Woermannhaus und genossen eine schöne Rundumsicht
Anschließend gingen Micha und ich zur Jetti , unser Sohn holte das Auto dorthin .
Während wir auf unseren Sohn warteten erstanden wir für unsere Enkel Makalaninuss - Schlüsselanhänger . Das hatten wir schon vor der Reise geplant . Natürlich mussten wir ein wenig verhandeln bis wir einen für beide Seiten akzeptablen Preis gefunden hatten Gemeinsam gingen wir dann bis ans Ende der Jetti , genossen die Meeresbrise - kalt war es nicht - und verließen anschließend die Stadt Richtung Spitzkoppe.
Da kamen wir gegen 16.30 Uhr an- viel zu spät für eine freie Platzwahl . Dennoch fanden wir eine schöne Stelle im hinteren Bereich .
.
Die Zeit verging wie im Flug und schon bald war wieder Sundownertime.
Teil 3113. Aug. 2023
04.04.23
Spitzkoppe - Omandumba 107 km
Nach einem geruhsamen Morgen ...
machten wir uns auf den Weg zum Felsenbogen.
unterwegs entdeckt - sollte das einzige Exemplar bleiben 😈
Es war brüllend heiß , kein Schatten und wir hatten Micha gegenüber ein schlechtes Gewissen . Aber er meinte : geht nur - ich halte das aus . Das muß wohl doch große Liebe gewesen sein - obwohl er es nie so in Worte fassen konnte ( ein Manko der Männer ? ) Und nun müßt ihr da durch - ich habe schon gewaltig reduziert - meht geht nicht .
Die ersten 20 Minuten waren wir tatsächlich ganz allein dort , dann ströhmten immer mehr Menschen hinzu.
Um 10.25 Uhr wa rmeine Fotoorgie beendet und wir konnten Richtung Omandumba starten .
Teil 3214. Aug. 2023
Die Fahrt führte uns an einigen Ortschaften vorbei und es wurde zunehmend wolkiger .
In der Ferne schien es zu regnen .
Um 12.00 Uhr hatten wir Omandumba erreicht . Gerne hätte ich ja den Weg über Usakos mit einem Abstecher nach Ameib genommen , aber Micha wollte jetzt immer die kürzeste Strecke gefahren werden . Es wurde immer beschwerlicher für ihn .
Hier wurden wir sehr nett empfangen und bei einem kühlen Bier und guter Unterhaltung verweilten wir dort 1 Stunde , bevor wir uns auf den Weg zur Campsite "The Cave " machten . Schon die Anfahrt war ein Erlebnis .
Und dann dieser Wahnsinnsort - uns gefiel er auf Anhieb , obwohl der " Aufstieg zur Cave" für Micha schon eine Herausforderung bedeutete und er sich auch sogleich im kühlen Inneren hinlegte .
Nach einer erfrischenden Dusche in tollem Ambiente nutzte ich die Zeit und kraxelte in den Felsen umher .
ein wenig aufpassen mußte ich schon ...
Was ist das ?
Die Sonne ging langsam unter , wir saßen auf der Terrasse , aßen etwas - vergessen - was . Irgendein wuscheliges , hellfelliges Etwas war in S. Schuh gekrochen und Micha befördete es nach einer kleinen Stocknarkose ( Protest von mir und unserem Sohn ) auf den nächsten Felsen . Hatte sowas ähnliches wie " Der Tag der toten Maus " von Mara und Robin am selben Ort . Am nächsten Tag war das putzige Tier nicht mehr da , wir hofften , es hat überlebt und sich wieder aufgerappelt . Aber was das denn nun für ein Tier war haben wir nicht klären können .
Teil 3315. Aug. 2023
05.04.23
Omandumba - Ugab Terrace Lodge 241 km
Ab jetzt habe ich tatsächlich nur noch Kilometerstand und Abfahrtzeit notiert , meine Nerven lagen doch schon ganz schön blank . Von Omandumba aus hatte ich mehrere Fahrtvarianten im Kopf . S. wollte gerne zum Waterberg und zur Vingerklipp. Wenn wir durch Botswana fahren würden , bliebe nur jetzt ein Abstecher oder eine Ausfahrt durch das Andersongate via Waterberg in den Caprivi . Alles nicht optimal . Ich habe stundenlang im Vorfeld geplant , verworfen , neu geplant , abgewogen, wieder geplant . Zur Erklärung : zeitgleich meiner Planungen las S. Reiseführer und schrieb mir dann : kommen wir da und dort hin ? Wäre doch ein tolles Ziel . Also umplanen und das gewünschte Ziel versuchen , einzubauen . Den Wunsch nach Epüpa und Kaokoveld ( unsere eigendliche Planung für 2020 ) konnte ich nicht mit einbauen . Anfänglich hatte ich auch den Etoshapark weggelassen , da wir ja noch in den Caprivi wollten . Aber die Wünsche meines Sohnes wollte ich dann doch gerne berücksichtigen - immerhin nahm er sich 5 Wochen Zeit , mit seinen Eltern zu verreisen - wer hat schon soviel Glück .Und das Glück war uns tatsächlich nochmals hold - wir bekamen Olifantsrus und Okaukuejo - Campsites kurzfristig gebucht - und das zu Ostern - hätte ich nie im Traum dran gedacht .Dadurch , daß wir nun die Rückfahrt über den Caprivi planten , konnten wir den Waterberg erstmal rechts liegen lassen . Lange Rede - kurzer Sinn , wir kamen natürlich wieder nicht in die Gänge - Conny hatte Zeit für Fotos .
Irgendwann kamen wir dann aber doch los .
Ein kurzer Stopp an diesem interessanten Felsen ...
Nachdem wir im Farmhaus eine Weile geplaudert hatten , fuhren wir 11.15 Uhr endlich Richtung Vingerklipp.
Im Nachhinein ist mir garnicht klar , welchen Weg wir letztendlich genommen haben . Ich erinnere mich nur , daß es zwischendurch ziemlich eintönig wurde . Aber irgendwann hatten wir diesen Blick .
Teil 3416. Aug. 2023
Zuerst fuhren wir direkt zur Vingerkliplodge und wurden dort herzlich empfangen . Es gefiel uns auf Anhieb gut dort , aber zum Übernachten war es leider nicht unserem Budget entsprechend . Im Nachhinein - warum nicht ? Micha freute sich auf den angebotenen Kaffee und Kuchen - kostenfrei - obwohl wir nur Tagesgäste waren . Oder war es ein Versehen ? Jedenfalls wußten wir Micha dort gut aufgehoben und machten uns an den Aufstieg zum Eagels Nest .
Von dort oben hatte man eine tolle Rundumsicht .
Der Abstieg war für mich wesentlich entspannter und ich schoss ein paar Fotos diesr tollen Umgebung .
Wieder zurück bei Micha bedienten wir uns auch noch am Kuchenbuffet. S. fragte an der Rezeption nach , ob es möglich wäre , direkt an der Vingerklip die Drohne zu starten . Das wurde ihm ohne Probleme erlaubt - super . Also verließen wir flugs diesen Ort - keiner hielt uns wegen des Kaffes und Kuchen auf . Mit dem Auto fuhren wir dann zur Vingerklip.
Micha sammelte währenddessen wieder Anmachholz.
Anschließend fuhren wir zur Ugab Teracce Lodge , buchten eine Campsite , tranken ein Bier und S. erfrischte sich im Pool.
Dann fuhren wir die extem steil und unübersichtliche Strecke wieder hinunter . Die Campsite war jetztnicht der Brüller , aber zweckmäßig .
Teil 3519. Aug. 2023
06.04.23 Ugab Teracce Lodge - Aabadi Camp 190 km
Ein ereignisloser Morgen , Abfahrt 9.45 Uhr , Fahrt unspektakulär , Tankstopp in Korixas, gegen Mittag Ankunft beim Damara - Livingmuseum
In 2016 waren wir mit unserem Jüngsten auch schon einmal hier und es hatte uns gut gefallen . Am heutigen Tag war es total heiß und eigendlich unerträglich .Dennoch wollten wir uns gerne noh einmal die verschiedenen Handwerkskünste und alte Kulturtechniken ansehen .
Irgendwie sprang der Funke diesesmal nicht so über - lag es daran , daß wir es schon kannten ?
Einige Personen erkannten wir wieder , obwohl 7 Jahre vergangen waren .
Wir hatten das Gefühl , daß alles viel schneller und kürzer stattfand , weniger Tanz , weniger Erläuterungen - obwohl die Führung sehr lustig und informativ war . Auch ist mir aufgefallen , daß immer erwähnt wurde : so war es vor ca. 100 Jahren .
Zum Abschluss erwarben wir noch 2 wunderschöne Mobiles für unsere Enkel - nicht wirklich preiswert , aber irgendwie hatte ich das Gefühl - das haben Oma und Opa für euch ausgesucht - vielleicht das letzte Geschenk.
Teil 3619. Aug. 2023
und weiter ging die Fahrt bis Twyfelfontein ,den verbrannten Berg und die Orgelpfeifen ließen wir links liegen - hatten uns beide 2016 nicht vom Hocker gehauen .Die Hitze war ins unerträgliche gestiegen , aber wenn man zeitlich abhängig ist , muß man eben Opfer bringen . Selbst die Einheimischen stöhnten bei den vorherrschenden Temperaturen. Micha war froh , daß der Parkplatz überdacht war , so daß er im Schatten sitzen konnte .S. und ich buchten die Besichtigung , ein weiteres Päarchen (jung) gesellte sich zu uns .Auf die Frage der Führerin , ob wir die lange oder die kurze Tour wollten, antworte das junge Paar sofort : kurz .Na toll , wir waren die Ersten , die gebucht hatten und konnten nicht entscheiden was wir wollten ? Unterwegs fragte ich dann nach dem" Dancing Kudu Trail" und wie schon 2016 konnten wir den anschließend alleine gehen . ABER - die sengende Hitze machte mir doch ganz schön zu schaffen . Ich hatte bei jedem Schluck Wasser das Gefühl , daß es garnicht im Körper ankommt . Selbst zum Fotografieren mußte ich mich aufraffen . Da war es doch gut , daß wir nur die kurze Variante hatten, die Führerin war auch eher unmotiviert oder ebenfalls fix und fertig .
Auf dem Rückweg zeigte uns die Führerin den Weg zum Kudutrail - an der Quelle saßen unzählige Affen , die teils sehr grimmig und angriffslustig aussahen . Meine Motivation , diesen Weg zu gehen , war auf 0 gesunken , aber mein Sohn wollte natürlich gerne , daß ich mit kam . Was tut man nicht alles aus Liebe , also schleppte ich mich auch diesen Pfad hinauf . Die Sonne prallte unbarmherzig auf uns nieder , mein Wasser war aufgebraucht und deshalb gingen wir dann tatsächlich nur bis zum " Dancing Kudu" ud kehrten so schnell es ging zum Parkplatz zurück .
Micha war erfreut uns nicht als " Dörrobst " in Empfang nehmen zu müssen und meinte nur " kein Mensch kraxelt in dieser Affenhitze zwischen aufgeheitzten Felsen umher " . Wir schon. Anschließend machten wir uns auf die Suche nach einer Campsite . Das Elephant Camp gefiel uns nicht sonderlich und der Preis schon überhaupt nicht . Da konntenwir uns besser Mowani gönnen . Dort war leider alles belegt und man verwies uns auf das Elephant , wo auch sogleich angerufen wurde . Da wollten wir nun aber erst recht nicht wieder hin . Letztendlich landeten wir im Aabadi , wurden sehr freundlich und herzlich von 2 jungen Schwestern empfangen . Diese waren erst kurz hier angestellt und waren froh , daß unser Sohn zu langanhaltendem Plaudern bereit war . Das Camp selbst hat , meiner Meinung nach noch viel Luft nach oben - das Tendetcamp sah ziemlich desolat aus , die Toiletten waren auch nicht im besten Zustand . Der Platz selber war sehr schön und groß .
Teil 3722. Aug. 2023
07.04.23
Aabadi - Hoada 82 km
Unsere Campnachbarn waren zeitig aufgebrochen , da sie eine Wüstenelefantentour gebucht hatten . Somit waren wir auf dem großzügigen Platz ganz allein .
Um 10.15 Uhr waren auch wir abfahrbereit . Gerne hätten wir uns ebenfalls auf die Suche nach den Elefanten begeben, Micha`s Schmerzen ließen jedoch keine "Rumpelfahrten" zu . Deshalb fuhren wir auf dem direkten Weg Richtung Palmwag ( Neuland für uns).Als Tagesziel hatte ich die Ongongoquelle angedacht. Die Landschaft hier war wieder fantastisch , wir konnten uns gar nicht sattsehen .
S. fuhr deshalb und aus Rücksichtsnahme auf Micha`s Zustand recht langsam . Deshalb wurden wir auch ab und zu von anderen Fahrzeugen überholt .
Dann sah es soooo aus.
Bei einer Pause meinte Micha zu mir : " Also S. könnte ruhig mal ein bisschen schneller fahren " Ich erklärte ihm , daß unser Sohn wegen ihm schon die ganzen Tage sehr rücksichtsvoll alle Schlaglöcher und Unebenheiten versucht zu umfahren . Das war Micha gar nicht in den Sinn gekommen . Während der gesamten Fahrt hielten wir natürlich auch Ausschau nach Tieren , es ließ sich jedoch Nichts blicken.
Und dann plötzlich entdeckten wir eine Giraffe , leider sehr weit weg - aber immerhin !!!
Lange standen wir am Strassenrand und beobachteten das schöne Tier .
Nach dem Passieren des Veterinärzaunes und Klärung der Frage : woher und wohin , legten wir in Palmwag eine Kaffeepause ein .
Teil 3823. Aug. 2023
Nun saßen wir also bei einer Tasse Kaffee und suchten die Landschaft nach dem " Hauselefanten" Sebastian ab ( den wir natürlich nicht sahen ) . Micha meinte dann , ob wir wirklich bis zur Ongongoquelle müßten oder doch lieber Richtung Etosha fahren könnten . Bis zur gebuchten Übernachtung in Olifantsrus hatten wir noch 2 Zwischenübernachtungen - zeitlich wäre eine Weiterfahrt also kein Problem. Aber schweren Herzen gab ich Micha`s Wunsch nach und wir entschlossen uns bis zur Hoada Campsite zu fahren , die ich eigendlich für die folgende Nacht eingeplant hatte . Mir war nicht klar , warum es Micha so zum Etosha zog , die Reisezeit bzw. der Abflugtag rückte ja damit nicht näher . Allerdings konnte er manchmal schon nicht mehr ohne unsere Hilfe längere Strecken bewältigen und auch das Sitzen im Auto hielt er nicht mehr lange durch . Also ging es wieder retour .
Am Vet - Zaun guckten sie nicht schlecht als sie uns sahen . " Wollten sie nicht nach Ongongo ?" wurden wir gefragt . " Planänderung - fahren jetzt nach Hoada" reichte dem Beamten als Antwort . Lächelnd , aber kopfschüttelnd winkte er uns durch . In den Kühlschrank schaute er nicht . Wir hatten aber vorsichtshalber Fleisch und Eier anderweitig im Auto untergebracht 😉 Die Rückfahrt und das Befahren des Grootbergpasses gefielen uns landschaftlich .
Immer hatten mich die Bilder der Grootberglodge und die Beschreibungen der Anfahrt fasziniert , nun kamen wir bei der Zufahrt an und ich bat um diesen Zwischenstop . Unser Sohn ließ sich von der steilen Straße nicht abschrecken und wir hatten alle 3 unsere hellste Freude . Leider habe ich nicht gefilmt oder fotografiert .
In der Lodge genehmigten wir uns ein Kaltgetränk und genossen die atemberaubende Aussicht .
Bei der "Abfahrt" filmte ich dann ( kann immer noch keine Videos hochladen 😈 ) - aber ich fand , daß es beim Hochfahren spektakulärer wirkte . S. meinte , dann müsse aber ich fahren und er filmt 😄 . Darauf habe ich dankend verzichtet .
Auf Hoada angekommen , bekamen wir eine abseits gelegene Campsite zugewiesen , die uns gut gefiel . Nach Besichtigung derselben fuhren wir jedoch zur Rezeption zurück . Micha gab sich große Mühe , bis zur Bar zu gelangen .
Während Micha im Schatten ausruhte kühlten wir uns im etwas tiefergelegenen Pool ab .
Was ist das für eine Frucht?
Anschließend fuhren wir wieder zur Campsite und es begann das Abendritual : Micha grillte und wir streiften durch die Gegend .
Selbst ein kleiner Regenbogen ließ sich blicken .
Teil 3925. Aug. 2023
08.04.23
Hoada - Olifantsrus 293 km
Der heutige Plan war , bis zum Galton Gate zu fahren und zu checken , ob in Olifantsrus ein Stellplatz frei wäre . Anscheinend war ich etwas angespannt , denn ich habe bis zum Gate kein einziges Foto gemacht 😮
Bei einem Zwischenstop in Kamanjab erledigten wir ein paar Einkäufe und füllten den Tank . Da Micha ein bestimmtes Isolierband und Kabelbinder benötigte - hä , wofür? - ging er mit S. in den Laden und ich hütete das Auto . Allerdings wurden mir die etwas aufdringlichen Schmuckverkäuferinnen etwas lästig . Doch nach einer Weile hupte unser Auto ununterbrochen . Conny also raus aus dem Auto , abgaschlossen - Ruhe . Dieses Prozedere lief einige Male ab . Zwischendurch kam S. und schaute , was los war . Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte Micha das einzige und damit auswahlslose Klebeband gefunden und unser mittlerweile etwas genervte Sohn kam mit ihm aus dem Laden und erlöste mich von den vielen Kaufangeboten diverser Armbänder .Weiter ging es bis zum Galtontor.
Während Micha die Formalitäten klärte ( es war tatsächlich noch möglich, in Olifantsrus zu campen - es war Ostersamstag ), ließ S. die Drohne verblomben . Ich machte Fotos. Und dann ging es rein - Etosha - wir kommen - Tiere zeigt euch . Taten sie . Ins Tagebuch habe ich dann doch einige Aufzeichnungen gemacht , die ich hier zitieren möchte :
14.00 Uhr Einfahrt in den Park 14.25 Uhr - Renostervlei = 3 Giraffen , 4 Zebras , 1 Springbock mit Jungem, mehrere Oryx
14.47 : 4 Zebras 4 Strauße , 2 Kududamen ( haben nicht einen männlichen in der ganzen Zeit gesehen 🤢 )
Das Datum und die Uhrzeit passen natürlich nicht . Micha hatte sich diese Kamera gebraucht gekauft , da unser gleiches Modell den Geist aufgegeben hatte und er sie gut fand . Er hat dann vergessen , die Datumsangabe auszublenden .
Dann hören meine Aufzeichnungen für den Tag auf . Ich denke , wir sind dann auch bald in Olifantsrus angekommen .
Teil 4027. Aug. 2023
Und tatsächlich hatten wir in Olifantsrus noch freie Platzwahl und entschieden uns für einen Platz nahe des Sanitärgebäudes . S. mußte dabei das Auto zwischen Bäumen rangieren , aber für Micha waren die Wege kürzer . Nachdem wir bei einem Kaffee Kontakt zur Außenwelt hergestellt hatten ( an der Rezeption war WLAN - wenn nicht zu viele Leute es gleichzeitig nutzten ) gingen wir zur Aussichtsplattform .
Schon auf dem Weg dorthin sahen wir einen Elefanten . Das ging ja schon gut los . 2016 war das Wasserloch nicht ergiebig und daher waren meine Erwartungen nicht groß . Aber wie das so ist - kein Tag gleicht dem Anderen .
Auch im Wasser herrschte Leben .
Das Getiergewusel ließ uns verschiedenartige Spezies entdecken und bewundern .
Dann wurde es Zeit zum Essen und nachdem sich Micha ins Zelt begeben hatte , gingen S. und ich nochmals zum Hide . Unser Sohn hatte erfahren , daß nachts öfters N. - Hörner kämen . Es war auch immer was los am Wasserloch , aber die bewußten Tiere kamen nicht . Gegen 22.00 Uhr strich ich die Segel , ich war hundemüde. Am nächsten Morgen erzählte S. , daß mehrere Exemplare um 22.30 gekommen wären und er sie lange beobachten konnte . Gut , daß wir noch eine 2. ( regulär gebuchte) Nacht hier hatten .
Teil 4129. Aug. 2023
09.04.23
Olifantsrus- Gamedrive 145 km
Um 8.10 Uhr verließen wir das Camp und fuhren die gestrige Strecke zurück bis zum Wasserloch Okawao. Dort sahen wir sehr viele Springböcke . Auch ein Schakal ließ sich blicken . Sehr viele Vögel hatten ebenfalls Besitz vom Wasserloch genommen und flogen ständig in Scharen herum . Leider waren alle Bilder davon für die Tonne 🙁 .
In der Ferne erblickten wir eine Gnuherde von ca. 30 Tieren . Es war schön anzusehen , wie sie ausgelassen über die weite Ebene liefen , sich gegenseitig jagden und umherliefen .Dabei kamen sie dem Wasserloch stetig näher .
Es war schön , die Tiere beim Trinken zu beobachten , hatten wir doch das Wasserloch für uns ganz allein . Auch während des gesamten Rundkurses trafen wir kaum ein anderes Auto . Auf der Weiterfahrt lief unmittelbar vor unserem Auto ein Honigdachs über die Pad , leider ging das so unverhofft und schnell , daß kein Foto möglich war . Ein paar Meter neben der Pad verschwand er in einem Erdbau - ob dies seiner war?
Unterwegs konnten wir auch einige Tiere entdecken .
Flugobjekte kann ich einfach nicht , will es dennoch zeigen 😄
Um 10.00 Uhr standen wir wieder am Wasserloch Renostervlei . Es wimmelte wieder von Tieren , Kudus ,Springböcke, Zebras und 1 Gnu . Wir hatten noch nicht lange gestanden , da kam ein anderes Auto angefahren . Der Fahrer hielt direkt neben unserem Auto und machte uns auf 3 Löwinnen ( Löwen - danke Sascha) unter etwas entfernteren Büschen aufmerksam . Dann fuhr er weiter. Sofort sahen wir die Tiere , die faul unter 2 Büschen lagen . In dem Moment hätten wir sie von allein womöglich garnicht entdeckt . Allerdings hatten wir ja auch noch keine Zeit gehabt , die Gegend zu scannen . Jedenfalls waren wir sehr dankbar für den Tip. Für eine bessere Sicht parkten wir das Auto nochmals um , wir hatten ja freie Auswahl , da das einzige Auto 🙂 Leider habe ich in der ganzen Aufregung meine Kameraeinstellungen verändert , so daß ich alles als klitzekleine Videosequenzen aufgenommen habe und euch wegen meines technischen "Talentes" nicht zeigen kann . Wir brauchten nicht lange warten , da erhob sich die 1 Dame oder Herr und besuchte die einzeln liegende Löwin unter ihrem Busch . Dann ging sie zurück zu der anderen . Unser erstes Warzenschwein in diesem Jahr lief durch das Bild 😄 und unser Sohn freute sich über seine "Erstsichtung"
Die eine Löwin ( dank Sascha als Löwe identifiziert) erhob sich , schlich sich vorsichtig an das Warzenschwein heran und startete dann einen Scheinangriff. Wenn die Löwinnen es wirklich hätten erlegen wollen , wären sie gemeinsam sicherlich in der Lage gewesen . So aber hatte das Warzi Glück und konnte sich im sprichwörtlichen "Schweinsgalopp" retten . Das sah sehr lustig aus und wir waren froh , daß die "Erstsichtung" unseres Sohnes nicht ebenfalls sein erstes Killerlebnis war.
Danach legte sich die Löwin wieder träge unter den Busch und wir beschlossen , weiter zu fahren . Beim Wasserloch Rateldraf sahen wir viele Zebras und Oryx , auch eine Giraffe ließ sich blicken . Anschließend fuhren wir zum Dolomitcamp , um eine kleine Erfrischungs- und Toilettenpause einzulegen . Kaum daß wir geparkt hatten war auch schon ein Angestellter der Lodge da und fuhr uns nach oben .Das war zwar nur eine kurze Strecke , aber ich hätte sie nicht fahren wollen - so eng und steil . dazu sehr enge Kurven . Die Aussicht war jedoch sehr schön . In der Lodge lotse man uns am Restaurant vorbei in die Bar . Nach geraumer Zeit nahm man unsere Bestellung entgegen um dann ins Restaurant zu gehen , um das Gewünschte zu holen . Das war für uns zwar etwas sinnfrei , aber naja, die werden sich dabei schon etwas denken . Die Wartezeit überbrückte ich damit , meine Kamera wieder in einen vernünftigen Modus zu bringen , was mir auch gelang . Aber wie , weiß ich nicht genau - das Ding hat einfach zu viele Funktionen und ich zu wenig Geduld 😈 . Der Weg zur Toilette ging dann über Holzbohlen und Stufen , welche für Micha doch sehr rutschig waren , sodaß ich ihn begleitet habe. Der Blick auf den Pool und die schöne Landschaft war die Mühe jedoch wert.
Anschließend fuhren wir nach Olifantsrus zurück, wobei wir am Wasserloch Duineveld sehr viele Geier sahen .
keine gute Qualität , aber irgenwie schöne "Gesichter"
Unterwegs entdeckten wir noch einige Tiere auf und neben der Pad.
Teil 4230. Aug. 2023
Kaum waren wir im Camp angekommen sahen wir schon erste Elefanten am Wasserloch .
Wer keine Elefanten mag kann dieses Kapitel getrost überspringen .
Nachdem die Zelte und die "Stube" hergerichtet waren , machten wir uns auf den Weg zum Hide . Von Weitem sahen wir schon eine Herde Elefanten antraben . S. sprintete los , Micha und ich folgten langsam . Doch in der Mitte des Stegs war M. so erschöpft , daß er zurück wollte . Also begleitete ich ihn dorthin und sprintete dann ebenfalls los . War das ein Spektakel im und am Wasserloch .
Es war ein Kommen und ein Gehen .
Irgendwann wurde es Zeit , sich um unsere Essen zu kümmern und wir rissen uns schweren Herzens los . Nachdem Micha sich zur Ruhe begeben hatte ging S. zur Rezeption um das WLAN auszunutzen , ich starrte in die Glut unseres Feuers . Plötzlich begann ein heftiger Regenguss. Ich konnte mich so eben noch ins Auto flüchten . In Sekundenschnelle war es stockduster und es prasselte nur so . Als der Regen eine Pause einlegte begaben auch S. und ich uns in unsere Zelte wobei wir uns uns doch noch eine Husche von unseren Zeltdächern einfingen . Immer mal wieder regnete es , so daß wir auf den Gang zum Hide verzichteten - also kein N. - Horn gucken 🙁 . Nachts brüllte ganz in der Nähe ein Löwe und es wurde lebhaft im Camp . Mit Taschenlampen wurde die Gegend ausgeleuchtet , aber gesehen hat wohl niemand etwas .
Teil 4301. Sept. 2023
10.04.23
Olifantsrus - Okaukuejo ? km
Morgens war von dem Regen , bis auf kleine Pfützen , nichts mehr zu sehen . Allerdings waren unsere Zeltabdeckungen mit Wasser gefüllt - sie hingen als prallgefüllte Säcke am Auto herunter . Zum Glück trocknete alles sehr schnell wieder . Von anderen Reisenden hatten wir erfahren , daß in Halali noch freie Plätze wären . Unser Sohn versuchte , an der Rezeption Kontakt dorthin herzustellen . Er bekam die Auskunft , daß in allen Kategorien noch Kapazitäten frei wären und wir nicht vorbuchen bräuchten - beruhigend . Für den heutigen Tag hatten wir eine Campsite in Okaukuejo gebucht , wir wollten allerdings versuchen , für Micha ein Bett zu ergattern . Micha nutzte diese Zeit , um Ostergrüße zu beantworten . Später las ich , daß er unserer Freundin in unserer gemeinsamen Whatsapp- Gruppe geschrieben hatte : Für S. ist es ein unvergessliches Erlebnis .Wir sind jetzt im Etosha und haben unendlich viele Tiere "hautnah" erlebt. Ich zähle schon die Tage bis es zurück geht, ist sehr anstrengend für mich . War es nun beabsichtigt oder aus Versehen, daß er dies in die Gruppe geschrieben hatte - ich wurde jedenfalls sehr nachdenklich nach dem Lesen dieser Zeilen . Zu uns sagte Micha jedoch nichts und irgendwie konnten wir ihn auch nie auf dieses Thema ansprechen .
Um 9.30 Uhr fuhren wir Richtung Okaukuejo , suchten die Wasserlöcher auf und suchten auch ansonsten die Umgebung nach Sichtungen ab . Hauptsächlich sahen wir teilweise riesige Springbockherden .
Auf einer Picnicsite legten wir eine Rast ein . Waren die Toiletten 2016 schon grottig und eklig , war sie nun absolut nicht mehr benutzbar. Das einzig Schöne dort waren die kleinen Sichtungen .
Deshalb ging es auch schnell weiter .
13.45 Uhr hatten wir dann das Camp erreicht .
Teil 4404. Sept. 2023
....um 13.45 Uhr waren wir in Okaukuejo und uns war schon vorher klar - Micha braucht ein Bett. Nun war uns allerdings auch bewußt , es ist Ostermontag . Also erstmal rein in das unüberschaubare und nicht erklärbare Gewusel der Rezeption . Micha konnten wir zum Glück auf einem freien Sitzplatz deponieren und dann hieß es warten , warten , warten . Natürlich standen wir am falschen Schalter 😈 Dann hatte die etwas distanzierte Dame keine Ahnung , was wir wollten Und da kam unser Sonnenschein - eine sehr junge Angestellte nahm sich unser an , erkläre ihrer Kollegin , was wir wollten - ein Zimmer für Micha und die gebuchte Campsite für uns .Es wurde gerechnet , geprüft , überlegt , wieder gerechnet , nachgefragt - wir haben nicht mehr folgen können . Plötzlich dann die Lösung und ein Zimmerschlüssel und Nummer der Campsite.Was das Ganze letztendlich gekostet hat- keine Ahnung - war uns auch egal . Nach einer gefühlten Ewigkeit konnten wir Micha aus seinem Sitzplatz hochhieven und sein Zimmer entern . Es war ein Doppelzimmer und mir war sofort klar , das Nebenbett ist meins . S. besah sich anschließend die Campsite, kam wenig begeistert wieder und war glücklich , seinen Vaterentspannt im Bett vorzufinden . S. und ich begaben uns dann auf Erkundungstour in der Anlage.
Am Wasserloch war tote Hose , also rauf auf den Turm.
Micha schlief indessen und als wir nach ihm sahen, meinte er , fahrt ruhig noch eine Runde , ich ruhe mich aus . Also begaben wir uns noch auf Ausfahrt, die Highlights blieben aus .
Nach unserer Rückkehr schauten wir noch mal zum Wasserloch - tolle Lichtstimmung - aber "tote Hose" . Ich muß gestehen , als alter Pfadfinder - ich bin diesesmal ziemlich verpeilt gewesen und habe ständig die Orientierung verloren . Also bin ich dort hin und her gelaufen um unseren Bungalow zu finden - furchtbar und peinlich. Die Tanke war Orientierungspunkt und Sinnbild für - völlig falsch , verlaufen , aaaber jetzt kenn ich den Weg.. Im Restaurant tauchte die engagierte junge Dame auf und suchte uns einen nah gelegenen Tisch , erklärte , daß Micha Abendbrot inkludiert hätte und kümmerte sich auch sonst um alles - super und Danke. Nachdem wir Micha ins Zimmer gebracht und gut versorgt wußten , gingen wir nochmals zum Wasserloch - Spektakel , leider ohne Beweisfotos . 7 N. - Hörner , Elis und sonstiges Getier - einfach grandios. Danach wieder Suche zum Bungalow - zum Glück habe ich dort illegal übernachtet .
Teil 4507. Sept. 2023
11.04.23
Okaukuejo - Düsternbrook ? km
Nachts um 4.00 Uhr weckte mich Micha , er hatte furchtbar starke Schmerzen und kam nicht ohne Hilfe aus dem Bett . Man gut , daß ich bei ihm geschlafen habe und nicht im Dachzelt . Nach Toilettengang und Gabe diverser Schmerzmittel schlief Micha irgendwann wieder ein . Ich wälzte mich im Bett sorgenvoll hin und her . Nach kurzem Schlaf war ich wieder wach , kochte mir einen Kaffee und suchte den Weg zum Wasserloch . Micha schlief immer noch sehr tief und fest . Schon von Weitem entdeckte ich am Wasserloch ein N-Horn , konnte aber wegen des heißen Kaffeeepotts nicht schneller ausschreiten . Deshalb sah ich von Nahem dann nur noch das Hinterteil .
Später erschien noch ein Gnu , aber ansonsten waren wohl keine anderen Tiere durstig.
Deshalb machte ich mich auf den Rückweg , unser Sohn kam auch gerade , Micha war nun auch wach . Nach der katastrophalen letzten Nacht war für mich klar - jetzt noch in den Caprivi fahren ist Wahnsinn und unverantwortlich . Deshalb sprach ich das aus , worauf Micha wohl nur gewartet hatte - wir brechen ab . Von dem Augenblick an wurde Micha lebhaft und geschäftig . Nach Frühstück und auschecken nutzte er das WLAN in der Rezeptionsnähe und rief beim ADAC an . Was ihm das bringen sollte , war mir unklar , aber ich wollte ihn in seinem Aktionismus nicht bremsen . Die Verbindung klappte recht gut und man war sehr bemüht , uns zu helfen . Nach mehreren Telefonkontakten erhielten wir die Auskunft , daß wir über den ADAC nur umbuchen können, wenn Micha ein ärztliches Attest vorweisen kann . Das war jetzt aber für uns keine schnelle Lösung . Lufthansa hatte wohl noch weniger Sinn , haben wir doch bei unseren vorherigen Umbuchungen stundenlang ( nicht übertrieben) in der Warteschlange gehangen . Deshalb schlug ich vor : " Wir fahren Richtung Flughafen , schlafen zwischendurch irgendwo und versuchen am nächsten Tag am Flughafen einen früheren Flug zu bekommen". Eigendlich wollten wir ja noch 2 Wochen bleiben , mein Herz war bei dem Gedanken schwer und traurig . Vor allem , weil Micha nun nicht in seinen favorisierten und geliebten Caprivi kam . Also machten wir uns auf den Weg zum Anderson - Gate , nicht ohne wenigstens das Ombika - Wasserloch anzufahren .
Es war noch einmal ein schöner Abschluß , aber in mir war große Wehmut , den anderen Beiden ging es wohl auch so . Aber wir hatten lange genug gepokert - jetzt mußte die Vernunft siegen .
Gegen 12.00 Uhr verließen wir sehr schweigsam und traurig den Etosha - Nationalpark .
Teil 4610. Sept. 2023
Nach dem Verlassen des Etosha -Nationalparks fuhren wir zügig Richtung Windhoek.
Unterwegs legten wir eine Pause ein .
und hatten noch eine "Erstsichtung"
Auf große Experimente bei der Quartiersuche hatten wir keine Lust , so daß wir die uns bekannte Düsternbrook - Guestfarm ansteuerten . Die Straße und der Abzweig waren nun ganz anders und ohne Vorkenntnis wären wir wohl vorbei gefahren . Zumindest fanden wir die Beschilderung nicht optimal. Auf dem Farmgelände zeigten sich bei der Fahrt zur Rezeption ein paar Tiere .
An der Rezeption kam dann mein " BLACK OUT" Wir buchten für Micha ein Zimmer und für S. und mich die Campsite . Warum wir kein Doppelzimmer genommen haben , kann ich bis heute nicht erklären ( bestimmt Geiz) Wir bekamen gleich gegenüber der Rezeption ein Zimmer , Micha ruhte sich gleich aus . S. ging in den Pool , ich machte ? Irgendwann bekam Micha die gloreiche Idee , bei Lufthansa anzurufen ,. Na dann viel Spaß. Das hat doch schon in Deutschland nieeee wirklich geklappt . Aber , was soll ich sagen , die Verbindung war in Sekundenschnelle hergestellt . Und noch besser - es wurde zurückgerufen . Das sparte natürlich Kosten ( später wurden 70 Euro für Michas Telefonate vom Konto abgezogen - war mir letzendlich aber egal ) Auf jeden Fall war der Mitarbeiter bei Lufthansa sehr bemüht und hilfsbereit . Er konnte uns für den nächsten Abend umbuchen . Das wäre nach meiner 1. Planung sowieso unser Flug gewesen . Anscheinend sollte das so sein . Allerdings würde die Umbuchung mit 90 Euro pro Person zu Buche schlagen - auch egal - machen wir .
Nun muß ich dazu ein wenig ausholen : Für die Flüge 2022 hatten wir einen Tarif mit kostenloser Umbuchung gewählt , man weis ja nie - Glück gehabt . Als wir dann umbuchen wollten , waren die Flüge für unser gewünschtes Datum bedeutend billiger ( ca. 200 Euro pro Person ) Daß wir keinen Ausgleich bekommen war uns klar . Aber wir sollten auch damals pro Person 90 Euro draufzahlen . Hä , hä ? Wofür ? Wir können doch kostenlos umbuchen und die Flüge sind doch billiger . Nein , wurde uns gesagt . Die billigeren Flüge wären nicht unser Tarif . Gehts noch - Holzklasse ist und bleibt Holzklasse . Aber in unserer Not haben wir eingestimmt. Dann kam das Prozedere der Verschiebung des Rückflugs . Wieder der selbe Mist . Bis heute habe ich große Hochachtung für Michas Geduld mit der Umbucherei - und das bei seiner angeschlagenen Gesundheit .
Lange Rede - kurzer Sinn - es wurde in keinem der Fälle irgendwas von Lufthansa abgebucht .
Nun hatten wir also für den nächsten Tag Rückflüge , waren beruhigt und Micha ging es viel besser . Lange saßen wir noch auf der Veranda vor seinem Zimmer . Eigendlich hätte ich ja auch dort schlafen können , aber ich habe mich nicht getraut und es war auch kein Personal zu sehen , bei dem wir das hätten klären können . Irgendwann wurde ich dann doch sehr müde . Leider war unser Sohn noch nicht gewillt , das schöne WLAN - Gebiet zu verlassen . Also machte ich mich irgendwann mit einem doch mulmigen Gefühl in die stockfinstere Nacht auf . Taschenlampe war natürlich im Auto. Was war ich doch froh , daß ich die Gegend ein wenig kannte . Und was sollte schon passieren ? Hier gibt es doch keine wilden Tiere . Als ich dann auf der Campsite am Revier ( nicht eingezäunt ) ankam , kroch ich schnell ins Dachzelt . In der Nacht hat S. mich dann geweckt und gemeint , es wären etliche Rhinos am Zelt vorbei gegangen . Betrunken war er definitiv nicht , aber was hat er wirklich gesehen ? Gibt es dort N - Hörner?
Teil 4712. Sept. 2023
12.04.23
Düsternbrook - Windhoek 55km
Nun war unser letzter Tag in Namibia angebrochen - leider . Wir ließen uns an diesem Morgen viel Zeit , wollten wir doch nicht zu früh bei Asco aufschlagen .
Leider hatte ich die elendige Aufgabe des Großaufräumens . Zum Glück hatte ich auf der Veranda viel Platz und so ging es doch recht flott von der Hand .Einem Angestellten schenkten wir unsere 2 Sack Feuerholz - da wir immer zeitig ins Bett gegangen waren , hatten wir nie viel Holz verbraucht . Dieser freute sich sichtlich . Dann fragte ich nach , ob wir noch ein wenig auf dem Gelände herum fahren dürften und wo man die Hippos sehen könne . Die freundliche Angestellte markierte mir auf einem Lageplan bereitwillig die Strecke, das fand ich sehr nett . Also begaben wir uns noch auf eine kleine Ausfahrt und machten eine längere Rast am Wasser .
Schön war es hier und es gab so mancherlei zu beobachten .
Dann konnten wir sogar noch die Hippos entdecken
Gegen 13.15 Uhr nahmen wir dann Abschied von Düsternbrook und entdeckten bei der Fahrt über das Farmgelände noch ein paar Tiere .
Ich glaube das war unser erstes und einziges Impala auf dieser Reise 😎
Für gescheite Fotos waren die nicht kooperativ genug 🤩
Insgesamt konnten wir 7 Giraffen beobachten , ein schöner Abschluß.
Und dann sahen wir auch noch ein Warzi mit vielen Kleinen . Davon hatten wir auf dieser Reise erstaunlich wenige gesehen .
leider auch kein optimales Foto
Das letzte Foto der Reise möchte ich euch nicht vorenthalten .
Dann ging es zügig nach Windhoek. Um 14.45 Uhr rollten wir auf den Hof von Asco . Dort stellten wir unsere restlichen Lebensmittel ( es waren recht viele da wir ja eigendlich noch 2 Wochen unterwegs sein wollten ) in ein " Spendenregal" - gute Idee . Auch Bier hatten wir noch einiges über , für die Wartezeit auf dem Flughafen packten wir davon dann doch noch für jeden 2 Flaschen in die Reisetasche . Micha erledigte die "Rückabwickelung " und fragte freundlich nach , ob wir denn eine Rückerstattung bekommen könnten , da wir das Auto ja 2 Wochen früher abgaben . Nach langem Hin und Her und Nachfrage beim Chef wurden uns 200 Euro zugesagt . Leider konnte ich diesen recht dürftigen Betrag im Nachhinein nirgends auf Michas Konten entdecken . Das fand ich jetzt nicht sehr kulant , hatten wir doch unsere Anzahlung von 250 Euro seit 2019 bei Asco stehen lassen ( ständiges Umbuchen hatte das so ergeben )
Dann ging es auf die letzte Etappe zum Flughafen . Dort stürmten gleich 2 hilfreiche " Kofferträger " auf uns zu . Diesesmal nahmen wir das dankend an . Aaaaber , mitten in der Halle ließ einer der Beiden den Karren stehen und lief weg - was sollte das - Hä? Die Erklärung folgte auf den Fuß. Der umsichtige Mann hatte einen Rollstuhl und Begleitung für Micha organisiert . Wir waren über so viel Aufmerksamkeit sehr gerührt . Leider waren wir auch so baff , daß das Trinkgeld für die beiden nicht großzügiger ausfiel . ( Wir hatten das im Vorfeld schon extra bereitgehalten). Nun nahm die Begleitung uns in ihre Obhut, an der Schlange am Check In vorbei , direkt an den Schalter . Als meine Tasche schon auf dem Band lag , fiel S. das darinbefindliche Bier ein . Schnell also Tasche auf , Flaschen raus , in den Wagen gelegt und - PÄNG - eine Flasche fiel herunter und verursachte einen heftigen Lärm und eine noch größere Sauerei . Oh war mir das peinlich , aber die Begleiterin meinte , das wäre kein Problem . Dann verabredeten wir mit ihr einen Treffpunkt für die Sicherheitskontrolle. So lange wollten wir uns draußen die Zeit vertreiben . Ja und ein Bier trinken . Doch auch hier war ich irgendwie konfus - PÄNG - wieder 1 Flasche mit lautem Knall und viel Sauerei zerdeppert . Spätestens jetzt kannten uns alle Leute des Flughafens . 😈
Die Sicherheitskontrolle verlief reibungslos , da unsere Begleiterin uns überall durchschleuste - Micha saß wie ein Pascha in dem Rollstuhl und genoß alles sichtlich . Ins Flugzeug wurde er mit einer Hebebühne befördert - solchen Service hätten wir nie im Leben erwartet .
In Frankfurt gelandet , wurden wir direkt in Empfang genommen , Micha in einen Rollstuhl gesetzt und bis zum Flug nach Leipzig wurde sich um uns gekümmert . Wir kamen durch Gänge , Räume und Flughafengelände welche man sonst nie betreten darf ..
In Leipzig angekommen - das selbe Prozedere - bis wir in unserem Shuttle zum Parkplatz waren - das war ja mal eine tolle Organisation - danke !!!
Am Parkplatz wartete schon unsere Freundin , um uns abzuholen . Unser Sohn fuhr unser kaputtes Auto nach Hause ( Ich traute mir das nicht zu und es passen durch Umbau zum Camper nur 2 Personen rein )
Ziemlich ko kamen wir am frühen Nachmittag zu Hause an .
Damit ist diese Reise beendet , für uns begann eine sehr schmerzhafte und traurige letzte Zeit .