Reisebericht: Gruppenreise Tansania September 2022
von mike303 · 34 Teile
Teil 101. Nov. 2022
Ich habe lange nichts mehr hier im Forum geschrieben, aber durch Corona waren Fernreisen erst mal weniger angesagt. Nun ist es aber soweit und ich kann euch diesmal ein paar Bilder aus Tansania zeigen.
Vorgeplänkel... Eigentlich ist das jetzt alles nur ein großer Zufall. Unser Sommerurlaubsziel durfte dieses Jahr endlich mal wieder Irland sein, was so gar nicht in dieses Forum passt. Der Urlaub begann wunderschön, doch am vierten Tag stellten sich unangenehme Anzeichen ein. Der Rest war dann eine teure Quarantäne mit großer Sorge auf Grund massiver Flugausfälle, wieder nach Hause zu kommen. Aber das ist jetzt drei Monate her und wir sind wieder so halbwegs genesen. Mit dieser Erfahrung war klar, die Woche im Herbst soll entspannt und risikoarm werden. Also nicht weit weg, etwas wandern und erholen. Also haben wir ein nettes Hotel im Naturpark Steinwald gebucht... Und dann kam das wöchentliche örtliche Amtsblatt in den Briefkasten gesegelt mit einer halbseitigen Anzeige für eine Gruppenreise (eigentlich gar nicht unser Ding, wir sind lieber individuell unterwegs!) nach Tansania. Das hätte uns gar nicht so sehr beeindruckt, auch wenn die Serengeti durchaus auf unserer virtuellen Ziele-Liste stand. Aber das angegebene Reisedatum war dann ein Wink mit dem Zaunpfahl - exakt der Zeitraum, den wir im Naturpark Steinwald gebucht hatten. Zwei Anrufe später war der Steinwald storniert und Tansania gebucht 😎 Schnell noch das Online Visum beantragt, schließlich soll es ja schon in 14 Tagen losgehen ... und siehe da, der Reisepass ist 1 Tag (in Worten: einen Tag) zu kurz gültig! Nix mit Visum! 🤢 Also erstmal Passfotos machen, zum Amt gehen und hoffen, dass es irgendwie noch reicht. Natürlich waren die Pässe trotz kräftiger Zuzahlung nicht in den zugesagten 3 Tagen da, aber am Ende hat es gereicht, das Visum ging fix und wir konnten die Reise antreten.
Teil 201. Nov. 2022
Tag 1 / Anreise Los gehts mit der Fahrt nach Frankfurt. Dort treffen wir die Gruppe zum ersten Mal. Wir sind gespannt! Unter anderem ist auch der Chef des Reisebüros mit dabei. Er ist an einem örtlichen Safariunternehmen beteiligt, engagiert sich in Tansania und möchte ein Camp in der Nordserengeti besuchen, dass er neu mit aufgebaut hat. Das war nicht in der Reise eingeplant, aber es bot sich an und wir werden seine erste Reisegruppe sein, die dieses Camp besucht. Damit wurde der Besuch am Mara Fluss deutlich entspannter. Die kleine mit uns 10-köpfige Gruppe ist bunt gemischt und wir haben das Gefühl, dass zwar vielleicht nicht alle unsere allerbesten Freunde werden, aber wir auf jeden Fall mit allen sehr gut klarkommen werden, und uns mit allen sofort gut verstehen. 🙂
Unser Programm - Flug mit Ethiopian Airlines via Addis Abbeba zum Kilimanjaro Airport - Besuch einer Kaffeplantage - Übernachtung in Moshi - Fahrt via Tarangire Nationalpark in Richtung Ngorongoro (Karatu) - Fahrt in die Nordserengeti und Übernachtung im neuen Camp - Besuch am Mara Fluss, anschließend Fahrt in die Zentralserengeti - 3 weitere Tage Safari in der Zentralserengeti - Besuch in einem Massaidorf und Weiterfahrt nach Karatu - Safari im Ngorongoro Krater - Rückfahrt zum Airport und Heimflug
Zwischenstopp in Addis Abbeba Na ja ein Flughafen eben... Es herrscht bereits in den frühen Morgenstunden ein heftiger Betrieb und wir stehen einige Zeit in der Schlange der Sicherheitskontrolle, die hier auch beim Transit nochmal stattfindet! Danach haben wir reichlich Zeit für einen frischen Äthiopischen Kaffee, der uns nach dem fast schlaflosen Nachtflug erstmal wieder munter macht.
Kilimanjaro / Moshi Auch hier wieder reichlich Kontrollen! Es wird der Impfausweis geprüft und das Visum (Tipp: Auf der vorletzten Seite Datum und Unterschrift und ggfs. die Flugnummer nicht vergessen, dann geht es fix!). Besonders stark; Zum ersten Mal in meinem Leben wurde geprüft, dass ich auch wirklich mein Gepäck mitnehme! Es wurde tatsächlich der Gepäckaufkleber vom CheckIn mit dem Kofferaufkleber verglichen! Und danach wurde auch nochmal sämtliches Gepäck durchleuchtet. Das hätten wir hier nicht erwartet - wie gründlich man hier ist, durften wir dann beim Rückflug erleben - doch dazu später mehr (wenn ich es nicht vergesse)
Nun, der Airport liegt zwar am Fuße des großen Berges, aber eigentlich sieht die Landschaft eher flach aus: Wo ist der Kilimanjaro ???
Teil 301. Nov. 2022
Nachdem alle durch die Kontrollen sind, lernen wir das gesamte Team vor Ort kennen und natürlich auch unsere Fahrer Raimond und Bahati, den zusätzlichen Reiseführer Alexander und ihren Chef von Sense of Wilderness Safaris. Es geht in Richtung Moshi zu unserer Unterkunft, wo wir nur kurz das Gepäck loswerden. Die ersten Eindrücke zeigen sofort, dass wir in einer anderen Welt angekommen sind.
Inzwischen ist ja schon früher Nachmittag und das Reiseprogramm geht direkt los. Nachdem Afrika wir bisher eher trocken kennen, sind wir vom üppigen Grün hier extrem überrascht.
Am Fuße des Kilimajaro liegt Materuni, wo wir herzlich empfangen werden und inmitten von Kaffee und Bananenbäumen erst einmal mit lokaler Kost versorgt werden.
Im Anschluss durften wir dann auch noch die Küche besichtigen, in der das Essen zubereitet wurde.
Aber das war ja eigentlich nicht der Grund unseres Besuchs, wir sind ja wegen des Kaffees hier, aber später haben wir auch verstanden, warum wir uns stärken sollten. 😄
Teil 401. Nov. 2022
Wie gesagt gings nach dem Essen an die Kaffeezubereitung, von der Kaffeekirsche bis zum frisch gebrühten Kaffee. Leider kann ich wie eingangs erwähnt einige der Bilder nicht veröffentlichen, dennoch gibts ein paar Eindrücke.
Was die Bilder nicht zeigen: Jeder Schritt der Herstellung wurde von Klatschen, Gesang und Tanz begleitet, bis wir am Ende den frischesten Kaffee unseres Lebens genießen durften. Seither macht Kaffeetrinken irgendwie weniger Spaß. Es fehlt etwas, wenn das Mahlwerk der Kafeemaschine einfach nur ein langweiliges Geräusch macht... Danach gings zum Abendessen und Schlafen zurück nach Moshi. Der erste Tag war wirklich lang und anstrengend, aber wir hatten 2x richtig guten Kaffee, der uns hat durchhalten lassen. Erstes Zwischenfazit: Die Fahrt durch die Orte und Städtchen hat uns richtig ankommen lassen! Und auch wenn wir solche Schauveranstaltungen eigentlich mögen, hat es großen Spaß gemacht und es war toll, mit den Menschen in Kontakt zu kommen und ein wenig an ihrem Leben und ihrer Arbeit teilhaben zu dürfen.
Teil 501. Nov. 2022
Tag 2 - Moshi - Tarangire NP - Karatu Gut erholt gehts weiter, die Fahrt zum Tarangire bringt wieder viele lebendige Eindrücke, insbesondere aus Arusha. Hier scheint das Leben komplett am Rande der Straße stattzufinden.
Gegen Mittag erreichen wir dann den Tarangire NP, der aber nur zum Reinschnuppern diente, und um die lange Etappe etwas mit Abwechslung zu füllen.
Teil 601. Nov. 2022
Direkt am Rastplatz haben schon ein paar Affen Platz genommen und warten begierig auf uns.
Und tatsächlich gelingt es uns nicht immer, auf unser Essen aufzupassen und das eine oder andere Stück wird uns entwendet. Und wenn etwas herunterfällt, sind diese kleinen Freunde sofort zur Stelle:
Aber natürlich gibt es auch reichlich andere Tiere, die sich deutlich natürlicher verhalten.
Wir hätten es sicher nie gesehen, und mussten selbst nach Hinweisen lange suchen, aber unser Guide und Fahrer hat sogar einen Python hoch oben im Baum entdeckt.
Teil 701. Nov. 2022
Immer wieder sehen wir herrliche Baobabs, die sich natürlich zu dieser Jahreszeit komplett ohne Laub zeigen.
und natürlich auch Elefanten in großer Zahl
Aber auch die Baboons sind immer wieder interessant und hier glücklicherweise nicht an Menschen gewöhnt, so dass sie uns komplett ignorieren.
Teil 801. Nov. 2022
Nach diesem Abstecher ging es weiter nach Karatu mit einem kurzen Blick auf den Lake Manyara.
Am Ende dieses Tages kamen wir bei Karatu in unserer Lodge an und wurde dort herzlich empfangen. Wie sich nach den ersten Drinks herausstellte, war das aber die falsche Lodge! Sie hieß ganz ähnlich und gehört wohl zur gleichen "Gruppe". Also ging das Gepäcktetris wieder los und wir wechselten dann in die (richtige) Tloma Lodge, die wir auch am Ende unserer Reise wieder besuchten.
Teil 902. Nov. 2022
Tag 3: Von Karatu in die Serengeti Nach einer erholsamen Nacht in der Tloma Lodge steht die nächste Etappe an. Nach dem Frühstück können wir uns ein Lunchpaket zusammenstellen, was enorme Vorteile gegenüber den fertigen Paketen an anderen Orten hat: Man kann sich aussuchen, was man möchte! Und insbesondere bei Fleisch und Chicken haben wir da interessante Erfahrungen gemacht. Da wurde der Begriff "Fried chicken" scheinbar nicht richtig verstanden und es wurde ein "dried chicken" daraus 🤩 Es ist erstaunlich, wie trocken man ein Stück Hähnchenfleisch bekommen kann! Hier also nicht. Insgesamt ist die Lodge für unsere Ansprüche perfekt. Nicht zu teuer und kein extremer Luxus, denn wir sind schließlich auf Safari und nicht auf Luxus-Tour! Genau so hatte es uns der Chef des Reisebüros versprochen - perfekt! Hier noch ein kurzer Eindruck der Lodge - schön im Grünen mit Kaffee und Bananen:
Der Weg durch Karatu zeigt mal wieder abenteuerlich bepackte Autos
Die Straße in die Serengeti führt nun zwangsläufig über den Ngorongoro, steil bergauf mit üppigem grün.
Erstaunlich, wie es Elefanten schaffen, die steilen Hänge hinauf zu klettern.
Am Kraterrand offenbart sich dann ein schöner Blick. Das wird aber erst am Ende unserer Reise unser Ziel sein.
Bei der weiteren Fahrt ändert sich das Landschaftsbild dramatisch. Das Grün weicht, einige Tiere tauchen am Straßenrand auf ...
... bis sich der Blick öffnet und es richtig trocken wird.
In dieser Landschaft zeigen sich immer wieder Massai Dörfer mit leuchtend bunten Tupfen. Wir fragen uns: Wie schaffen die Menschen es hier, so scheinbar sauber bunt leuchtende Kleidung zu tragen, wo es kaum Wasser und noch weniger Waschmaschinen gibt?
Teil 1002. Nov. 2022
Endlich: Die Serengeti Endlich sind wir da!
Allerdings noch nicht ganz. Unser Tagesziel ist das neue Camp im Norden der Serengeti. Es wurde wirklich rechtzeitig fertig, so dass die Tour kurzfristig umdisponiert wurde und wir nicht an einem Tag in den Norden und zurück fahren mussten. Ohne zu wissen, was wir wirklich in dieser Gegend erwarten durften ging es erstmal weiter nur geradeaus zu einem Rastplatz, der ziemlich trubelig war, aber immerhin ordentlich Toiletten bot. Die se waren natürlich für alle in der Gruppe willkommen, für manche dringend mehr für andere weniger 😉 (Anmerkung: Unsere Fahrer haben aber tatsächlich bei den langen Strecken immer darauf geachtet, regelmäßig geeignete Orte anzufahren, an denen es gut nutzbare Örtlichkeiten gab, auch bei der langen Tour von Moshi bis zum Ngorongoro!) Und selbst die kleine Picknickpause bei "Dried chicken" (s.o.) bot bereits die erste Tiersichtung.
Frisch gestärkt machten wir uns wieder auf den Weg und obwohl es eigentlich nur ein Fahrtag war, gab es doch schon einiges zu sehen.
Teil 1102. Nov. 2022
Und auch die Raubtiere, die wir andernorts oft so sehr gesucht haben, verstecken sich nicht. Sie hängen einfach so extrem entspannt an 😄 auf den Bäumen.
Was für ein Glück! Wir sind doch noch nicht einmal richtig in der Serengeti angekommen und haben schon mehr Löwen gesehen (ich zeige euch jetzt nicht alle, das hält ja niemand aus), als bei einigen mehrtägigen Besuchen im Etosha !
Teil 1202. Nov. 2022
Ein Stück geht heute noch... wir sind ja noch nicht am Ziel angekommen. Am frühen Abend liegt dann endlich völlig offen in der Landschaft das Zeltcamp vor uns.
Und bietet einen herrlichen Blick in die Weite ...
... und den Sonnenuntergang. Wir lieben es jetzt schon!
Auch wenn es "einfach" ist und kein Luxuscamp, so fehlt es an nichts.
Nach dem Essen haben sich die Wolken weitgehend verzogen. Die Sterne zeigen sich und ich packe mein Stativ und das nötige Equipment aus. Einer der Camp Mitarbeiter erklärt sich bereit, mit mir in die Dunkelheit zu gehen und auf mich aufzupassen - tatsächlich bewaffnet mit Gift-Pfeil und Bogen! (wirklich! 🤩 ) Nach einigem Justieren und einer Reihe von Bildern war ich erst mal zufrieden. Die eigentliche Arbeit aus rund 30 Fotos eines zu machen, kam dann erst daheim und ich muss sagen, dass ich im Nachhinein nicht nur froh bin, die dafür nötigen 2-3 kg zusätzliches Gepäck mitgeschleppt zu haben, sondern auch, dass ich diesen Abend dafür genutzt habe! Der Abend sollte auch noch seine Tücken haben, aber das ist eine Geschichte, die ich später erzähle, evtl. auch außerhalb des eigentlichen Reiseberichts. Hier ist erstmal der Sternenhimmel über der Serengeti:
Teil 1303. Nov. 2022
Tag ??? - Jetzt gehts mir schon beim Schreiben so wie vor Ort, die Zeit ist gar nicht so wichtig - jedenfalls gehts in dieser Etappe an den Mara-Fluss Die Nacht ist überstanden und die unschöne Aktion vom Vorabend soll bald von interessanten Tierbeobachtungen in den Hintergrund gedrängt werden, die Schmerzen sind zwar noch da, aber es ist wenigstens "nur" die linke Hand. Nach dem Frühstück werden schnell wieder die Autos gepackt, das Gepäck-Tetris klappt inzwischen recht gut, aber es hätte wirklich niemand mehr mitnehmen dürfen! Unterwegs sehen wir einige Tiere und legen immer wieder für Fotostopps ein.
Einer unserer Mitreisenden wird langsam nervös und mag keine Bilder mehr machen, wir wollen nichts verpassen! Unser Fahrer bleibt gelassen, als hätten wir alle Zeit der Welt (oder als hätte er einen genauen Plan! 😁 ) Und je näher wir an den Fluss kommen, desto mehr Gnus sehen wir.
Aber wenn die alle auf dieser Seite sind, dann müssen wir wohl auf die andere Seite.
Rund um die Brücke lauern Krokodile und der ein oder andere Tierkadaver hat sich an der Brücke verfangen - kein schöner Anblick!
Teil 1403. Nov. 2022
Auf der anderen Seite angekommen beobachtet unser Fahrer das gegenüberliegende Ufer und parkt dann irgendwann ein ganzes Stück vom Ufer weg. Man sieht dort einige Tiere, die auf und ab laufen, Unser Mitfahrer wird immer nervöser, denn in der Nähe stehen noch einige andere Autos mit vermeintlich besserem Blick und unser Fahrer zeigt keine Anstalten irgendetwas an dieser Situation zu ändern. Irgendwann fahren wir dann nochmal ein paar km zurück und parken wieder "ganz ungeschickt". Die Stimmung im Auto wird langsam angespannter 😊 . Irgendwann gibt unser Guide uns die Erklärung (ok, ich kannte sie vorher): Solange die Gnus nicht mit der Querung begonnen haben, müssen sich alle Fahrzeuge "versteckt" halten, um die Tiere nicht zu beeinflussen. Und es gibt einige typische Positionen für die Querung. Anhand der Bewegungen erkennt Raimond, wo es vermutlich bald losgeht und fährt wieder an den ersten Punkt - und parkt natürlich wieder im Gebüsch. Die Stimmung ist zwar nun etwas besser, aber es hätte sicher noch einen taktisch besseren Busch gegeben! 😛 Auf der anderen Seite drängen sich die Tiere immer mehr, sollte sich nun etwas tun? Wir haben langsam die Hoffnung, dass wir doch noch etwas zu sehen bekommen. Immerhin sind wir spät im Jahr hier und ausgerechnet dieses Jahr hat die Migration in diese Richtung etwas früher begonnen.
Immer wieder trauen sich einzelne Tiere ein Stück den Hang hinunter und drehen wieder um. So vergehen gefühlte Stunden - vermutlich war es aber nicht wirklich lang. Und irgendwann ist es dann soweit: Die ersten Tiere sind im Wasser!
Und jetzt bricht die Hölle los. Und zwar auf beiden Seiten. Drüben sind die Gnus nicht mehr aufzuhalten und auf unserer Seite tauchen aus jedem Busch Safari Fahrzeuge auf und preschen in Richtung Ufer, um sich in eine gute Position zu bringen. Das es dabei keine Verletzten gab, grenzt an ein Wunder! In guter Position (Die Stimmung ist wieder gut!!) können wir nun das Glück erleben und die Flussquerung einer kleinen Herde (laut Guide nur ca. 3000-6000 Tiere) beobachten.
Besonders spektakulär sind die Sprünge, die die Gnus vollbringen... 🤩
Was für ein unglaubliches Erlebnis!!!!
Übrigens ging es recht friedlich zu. Nur ein Flußpferd fühlte sich sichtlich gestört und wenige Krokodile schauten sich das Treiben an. Vermutlich haben die sich alle in den letzten Wochen bereits den Bauch vollgeschlagen und gaben diesen Nachzüglern nun die Chance sicher auf die andere Seite zu gelangen. Wir haben nur ein Gnu entdeckt, dass sich mit einer Verletzung ans Ufer zurück gerettet hat und den Tag vermutlich nicht überstanden hat.
Teil 1504. Nov. 2022
Nach diesen Eindrücken, steht nun wieder eine längere Strecken in Richtung Zentral-Serengeti an, was zwar lang aber keineswegs langweilig sein muss. Die Route führt zunächst noch am Fluss mit den typischen Tieren entlang.
Was für eine Weite!
Irgendwo gab es dann am frühen Nachmittag einen kleinen unscheinbaren Picknickplatz mit Toiletten (wie gesagt, die Guides haben immer versucht, zwischendrin solche Plätze anzufahren). Und zu unserer Überraschung gab es hier mitten in der Weite der Serengeti freies WLan! Das ist kaum zu glauben, denn bei uns in D. kann man selbst auf den großen Autobahnen nicht ohne Unterbrechungen telefonieren. Also Zeit für ein paar Handybilder an die Familie ...
Kurz darauf fanden wir dann sogar einen Geparden, der sich das einzige Bäumchen als Schattenplatz gesucht hatte.
Und natürlich noch so einige andere Tiere, auch wenn wir eigentlich nur Strecke machen wollten.
Teil 1604. Nov. 2022
Und noch ein paar Impressionen
Zu unserer Überraschung gab es immer mal wieder einen kleinen Fluss oder Tümpel mit komplett anderer Vegetation.
Und kurz vor dem Ziel, unserem Camp für die nächsten 3 Nächte, zeigte sich, dass die Trockenzeit nun bald vorbei sein würde.
Was für ein Tag! Alleine dafür hat sich der Urlaub schon gelohnt. Wir hatten es eigentlich kaum zu hoffen gewagt, noch eine Flussquerung der Gnus zu sehen, immerhin war schon Ende September und in diesem Jahr waren sie um einiges früher dran. Auch am Abend war diese Erlebnis fast das einzige Thema, und es wird uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben.
Teil 1705. Nov. 2022
Da sind wir nun also im zweiten Zeltcamp in der Serengeti (Serengeti Pure tented camp). Das ist wieder genau, wie wir es mögen. Es ist alles da, aber kein völlig übertriebener Luxus, wie man es oft sieht - wir sind ja schließlich wegen der Tiere und der Natur da. Wellness kann man woanders haben. Und natürlich ist in Afrika nicht alles ganz 100% perfekt, alle Zelte haben einen stabilen Dielenfußboden, aber man hat den Hang beim Bau nicht mit der Wasserwaage eingeebnet, so dass alle Zelte ganz leicht abfallen. Das ist nicht schlimm und auch keine Kritik, aber wenn man sich im Stehen die Schuhe ausziehen will, oder nachts mal in Richtung Toilette stolpert, dann fühlt es sich irgendwie komisch an. 🙄 Aber genau solche Kleinigkeiten machen auch irgendwie den speziellen Charme aus! In Deutschland gibt es Hotels mit besonders schiefen Böden, in denen man für dieses Erlebnis sogar bezahlt!
Zum Abendessen war es schon fast dunkel, das beleuchtete "Haupt- und Restaurant-Zelt" wirkt inmitten der wilden Natur fast schon unwirklich.
Und drinnen warten bereits die gedeckten Tische auf uns.
Was mir im Nachhinein bei allen unseren Unterkünften, ob Lodge oder Zeltcamp aufgefallen ist: Die Betten waren ungewöhnlich lang. Normalerweise leide ich mit einer Länge von über 1,90m im Urlaub immer unter zu kurzen Betten. In Tansania hat es immer gepasst! Noch ein Grund wieder zu kommen!!! 🙂
Dann lege ich direkt noch ein Bild vom nächsten Morgen nach, bevor es im nächsten Teil wieder auf Safari geht. Die Blickrichtung ist im Gegensatz zum letzten Camp in Richtung Osten ausgerichtet, so dass sich hier beim Frühstück ein wunderbarer Sonnenaufgang bietet,
Teil 1805. Nov. 2022
Direkt danach ging es natürlich wieder los. Man weiß nie was kommt, manchmal zeigen sich nur wenige Tiere aber auch die Landschaft hat insbesondere im Morgenlicht ihre Reize.
Aber nur ein paar km vom Camp haben wir Glück, ein recht großes Rudel Löwen liegt auf beiden Seiten der Piste.
Und eine Löwin läuft gemütlich direkt an uns vorbei.
Wir stehen eine ganze Zeit dort und genießen es einfach nur, ganz alleine dieses Rudel zu beobachten. Aber irgendwann reißen wir uns doch los und unser Guide entdeckt in einem Baum ganz versteckt diese Eule. Die hätten wir niemals gefunden, erst nach mehrfachen Erklärungen und Navigation entlang der Äste konnten auch wir sie sehen.
Und immer wieder zeigt sich die Serengeti mit einer schier endlosen Weite. Wir hatten zwar keine konkrete Vorstellung von der Landschaft, aber sie gefällt uns viel besser als erwartet!
Und dann kündigt sich ein Stau mitten in der Wildnis an!
Da müssen wir natürlich auch hin! Es ist zwar schöner, wenn man eine Sichtung für sich alleine hat, aber für die beiden Geparde beim Frühstück nimmt man dann doch den Trubel in Kauf. Guten Appetet! 😄
Die beiden wurden glücklicherweise nicht von anderen Räubern gestört (die vielen Autos schienen ihnen völlig egal zu sein) und haben sich den Bauch so voll geschlagen, dass dieser danach weit durchhing und sie nur noch ganz gemächlich davon geschlichen sind.
Teil 1906. Nov. 2022
Es sind aber nicht nur die Raubtiere, die faszinieren, auch die Gazellen sind immer wieder schön anzuschauen.
Und sobald irgendwo ein kleiner Fluss verläuft, ist er von einer völlig anderen fast tropischen Landschaft umgeben. Dasselbe gilt auch für mehr oder weniger stehende Gewässer. Und von weitem sagt uns die Nase, ob es dort Hippos gibt.
Hier scheinen sie sich sichtlich wohl zu fühlen!
Und natürlich sind auch andere gerne am Wasser...
Ein Stück weiter findet sich die nächste Blechlawine, mal wieder ein Löwenrudel. Wie wir hören ist der Chef gerade seinen Pflichten nachgekommen, aber scheinbar hat er sich dabei so verausgabt, dass erst mal Siesta angesagt ist.
Wir verbringen hier eine ganze Weile, doch unsere Geduld wird nicht belohnt, es tut sich nichts mehr. Aber wir brauchen uns nur um 180 Grad drehen, und können eine Elefantenherde mit einigen Jungtieren beobachten. Die Autokolonne trennt Löwen und Elefanten, so dass sich beide Gruppen von den jeweils anderen nicht gestört fühlen.
Teil 2006. Nov. 2022
Irgendwann geben wir auf, die Löwen schlafen nun scheinbar alle tief und fest, da passiert jetzt wohl nichts mehr... 5 Minuten später herrscht wieder großes Gedränge 😵 - aber man kann es niemandem verübeln, auch wir wollen ja die spektakulären Szenen einfangen. Leider ist kein rankommen. Dennoch können wir aus der Ferne sehen, dass ein großes Löwenrudel einen Büffel und ein Büffelkalb gerissen haben und nun gesättigt unter den Bäumen liegen. Einzelne Jungtiere üben sich mit Unterstützung der Mutter oder Tante an der Beute.
Wir machen uns langsam auf den Rückweg in Richtung Camp, der Morningdrive hat ohnehin schon etwas länger gedauert, als geplant und die Mittagszeit ist in der Regel nicht so spannend. Die Tiere machen jetzt auch Pause im Schatten. Bei einigen lohnt sich aber auch dafür ein kurzer Stopp:
Hyänen suhlen sich im Schlamm, wirken dadurch aber auch nicht sympathischer.
Die Paviane unterstützen beim Finden des Rückweges 😛 ...
... oder nutzen die Wegweiser als Spielplatz.
Andere präsentieren sich etwas unanständiger! 😗
Nun ist erst mal eine Pause angesagt, später am Nachmittag soll es dann weitergehen.
Teil 2106. Nov. 2022
Der Ausflug am Nachmittag führt uns in eine andere Richtung (Lake Magadi), aber irgendwie zeigen sich nur sehr wenige Tiere. Aber auch das gehört dazu, wir können uns ja bislang nicht wirklich beschweren.
Langsam ziehen Wolken auf und wir fahren zurück ins Camp, wo eine warme Dusche und das Abendessen auf uns warten.
Was für ein Tag (schon wieder!). Auch wenn der Nachmittag eher unspektakulär war, so haben wir doch heute Geparde, einen Leopard und Unmengen an Löwen, Elefanten und vieles mehr gesehen - die Serengeti gefällt uns!!!
Teil 2207. Nov. 2022
So, ich hoffe alle Mitfahrer sind bereit! Sonnenaufgang und Frühstück liegen hinter uns und die Tour geht los. Gibts irgendwelche Wünsche, welche Tiere wir heute sehen wollen? Katzen wären schön, davon kann man nie genug haben, aber natürlich sind auch alle anderen willkommen. Schon nach ein paar Minuten entdecken wir ein paar Elefanten, die den Berg hinter dem Camp erklommen haben.
Und auch in der Ebene gibts Tiere zu sehen.
Leider nur aus der Ferne und im Gras entdecken wir unseren ersten Karakal. Bei all unseren Touren fehlte uns der noch auf unserer virtuellen Liste zum Abhaken 🙂
Teil 2307. Nov. 2022
Da waren also schon die ersten gewünschten Katzen und wir waren ja gerade erst losgefahren. Und schon kurz darauf sitzt ein Gepard im Gras...
... und kommt dann langsam in unsere Richtung. Und plötzlich kommt da noch jemand dazu!
Als die beiden ganz nah sind, zeigen sie mal ganz kurz, was Geparden ausmacht. Mit einem kurzen aber eindrucksvollen Sprint überqueren sie die scheinbar gefährliche "Straße".
Wir können die zwei noch eine Weile beobachten (und das ganz ohne weitere Fahrzeuge!) und haben das Gefühl, dass das Tagessoll jetzt schon erfüllt ist.
Teil 2407. Nov. 2022
Das war richtig schön! Danach machen wir erst mal ein wenig Strecke mit weniger spektakulären Sichtungen, doch ein Blick auf die Bäume lohnt sich immer wieder.
Und nur ein wenig später taucht der nächste Gepard im Gras auf.
Doch halt, da war doch noch was! Unser Herz beginnt bei dem Anblick schneller zu schlagen. Die Gepardin ist nicht alleine. Nach dem Halbwüchsigen von vorhin haben wir nun das Glück zwei deutlich kleinere Cheetahs zu entdecken. Sind die nicht süß?
Die nächsten Löwen lassen auch nicht lange auf sich warten, sind aber unspektakulär, die schenke ich mir und zeige lieber diese hier:
Als ich sie eine Weile aus dem Ausguck unseres Autos beobachtete, schaute eine der Löwinnen sich gemächlich um und dann hat sie mich wohl entdeckt. Sie schaute mir direkt in die Augen und fixierte mich. Ich muss sagen, dass war schon ein komisches Gefühl, so ganz offen auf kurze Distanz! 🙄
Teil 2507. Nov. 2022
Wo wir bei Löwen sind... wir sind immer noch am Vormittag und nur ein Stück weiter (ich spare mir einfach mal die Kommentare) ...
Teil 2607. Nov. 2022
Der auserkorene Picknickplatz für unseren Lunch war dann zu unsicher (zu viele frische Spuren), unser Guide scheuchte uns schnell zurück ins Auto und wir fuhren ein paar km weiter.
Frisch gestärkt ging es dann weiter, in der Hoffnung auf noch mehr Tiere. Und ratet mal was wir als nächstes fanden.
Ja, es ist zum Gähnen - schon wieder Löwen, bzw. eine müde Löwin. Aber es gab glücklicherweise doch noch etwas Abwechslung am Nachmittag:
Und auf dem Rückweg vorbei an den Massai (?) Kopjes hatten wir dann noch eine Löwensichtung, die uns heute noch fehlte. Der König der Löwen, auf seinem Fels:
Und nochmal etwas näher
Ist der nicht herrlich?
Teil 2707. Nov. 2022
Auf dem Rückweg schlug dann kurz das Wetter um und bot für wenige Minuten tolle Lichtstimmungen.
Im nächsten Moment wurde es dann ordentlich nass im Auto, Mit offenem Dach fahren macht keinen Spaß! Aber was tut man nicht alles, um ein paar Katzen zu sehen! Bisher hatten wir ja schon Sichtungen von1, 2 und 3 Geparden. Auch wenn man es im Regen kaum sieht, diesmal sind es 4!
Das sollte aber nun wirklich für einen Tag an Katzen reichen! Zur Abwechslung zeigte sich noch ein Schakal, der seinen Schabernack mit uns trieb und immer lief, wenn wir stehengeblieben sind und umgekehrt 😄 Irgendwann hat er aber sein Ziel erreicht und gab uns dann doch noch die Chance auf ein Foto.
Eines haben wir gelernt, auch scheinbar schlechtes Wetter hat seine Reize und zaubert spannende Stimmungen.
Ein weiterer Tag ist zu Ende und die Serengeti hat uns einiges geboten. Ich hoffe ihr hattet Spaß auf dieser Etappe!
Teil 2809. Nov. 2022
Es geht weiter, schnell alle ins Auto und los gehts... Es ist schon unser letzter Morgen in der Serengeti. Wir alle sind traurig, dass die Zeit hier schon vorbei ist. Das Team vom Camp verabschiedet uns mit Gesang und der letzte Game Drive beginnt. Ein letzte Blick zurück auf unsere Unterkunft der letzten 3 Tage:
Und viel weiter kommen wir nicht, unser Fahrzeug hat einen Plattfuss. Während die Fahrer fix den Reifen wechseln werden wir von Giraffen neugierig beobachtet. Es scheint höchst interessant für sie zu sein, uns um die beiden Fahrzeuge herum zu sehen.
Die Aktion dauert nicht lange und es geht weiter. Und fast schon normal dauert es nicht lange bis zum ersten Löwenrudel. 😄
Aber natürlich sollen auch die anderen Tiere nicht zu kurz kommen. Endlich mal Perlhühner, die nicht ewig vor dem Auto herlaufen!
Und natürlich auch immer mal wieder Hyänen. Irgendwie werde ich sie wohl nie wirklich mögen, auch dieses Exemplar scheint uns mal wieder hämisch anzugrinsen.
Und es hört nicht auf... Wenn auch gut versteckt, gibts schon wieder einen Löwen. Nach den eigenen Erfahrungen mit dem Dornengestrüpp (es tut übrigens zu diesem Zeitpunkt immer noch ordentlich weh) ist es unerklärlich, wie er da so entspannt liegen kann.
Teil 2909. Nov. 2022
EIne Weile später versperrt uns eine Herde Elefanten mit sehr vielen Jungtieren aller Altersklassen den Weg. Wir nähern uns vorsichtig und nach kurzer Begutachtung scheint die Leitkuh zu entscheiden, dass wir harmlos sind und lässt uns gewähren. Danach sind wir für die gesamte Herde völlig uninteressant und scheinen sie in keiner Weise zu stören.
Der kurze Regenschauer vom Vorabend hat ein paar kleine Schlammpfützen auf dem Weg hinterlassen. Es ist kaum zu glauben, wie viel Spaß die Elefanten daran hatten! Leider haben ich den Moment verpasst, aber dieses Exemplar hat sich so hineingeworfen, das es fast auf dem Rücken lag und alle 4 Beine nach oben streckte - ein herrlicher Anblick!
Und rundum spielten sich spannende Szenen ab. Einige erprobten ihre Kräfte
andere, vor allem die Kleinen nutzten den "Spielplatz" so gut es ging. Es ist kaum zu glauben, wie viele (kleine) Elefanten in so eine Pfütze passen!
Die Dickhäuter hatten ihren Spaß und wir auch! Insbesondere, weil wir mit ihnen in dieser Situation alleine waren und sie uns scheinbar akzeptiert hatten. Nach einiger Zeit entschieden sie sich, langsam weiter zu ziehen.
Wieder einmal muss ich sagen, es ist ein unglaubliches Erlebnis, Elefanten so nach erleben zu dürfen. Es ist unglaublich interessant, ihr Verhalten zu beobachten. Und die Kleinen machen dabei natürlich besonders Spaß.
Das wars mit der Serengeti (zumindest für dieses Jahr 😄 ). Die Strecke in Richtung Ausfahrt zieht sich ziemlich lang und ist wenig spektakulär. Und als wäre es das Motto unserer Safari gewesen, ist das letzte Tier, das wir am Wegesrand in der Mittagshitze sichten, na ihr werdet es schon ahnen, eine Löwin. Sie scheint sichtbar unter der Hitze zu leiden und schaut uns zum Abschied hinterher.
Fazit zur Serengeti: Wir hatten wirklich Katzenglück! Geparden in allen Altersklassen, Zerval, Karakal, Leoparden und ein paar Löwen, irgendwo bei 100 haben wir aufgehört zu zählen!
Aber wir sind noch nicht am Ende der Reise! Am Ngorongoro waren wir auf dem Hinweg zwar schon vorbei gekommen, aber morgen soll es auch in den Krater hineingehen.
Direkt hinter dem Schild sehen wir auch wieder Massai und ihre Herden und besuchen auch eines ihrer Dörfer, in dem wir einige Tänze, handwerkliche Fähigkeiten und die Schule vorgeführt bekommen. Wir hatten zwar die Erlaubnis eingeholt, zu fotografieren, das schließt für mich aber nicht ein, dass ich die Bilder auch im Internet veröffentlichen darf. Ich hoffe ihr habt Verständnis dafür! Es war einerseits sehr interessant, aber leider wirkte es doch auch sehr kommerziell. Wir hätten lieber mehr Zeit gehabt und uns etwas mehr mit den Menschen und ihrer Lebensweise beschäftigt. Aber auch so sind es natürlich sehr interessante Eindrücke, die wir nicht missen wollen. Nach dem Besuch bei den Massai geht die bekannte Strecke über den Kraterrand zurück nach Karatu in die schon bekannte Lodge, wo wir freudig mit Umarmungen begrüßt werden. Irgendwie ist das auch schön, wenn man an einen bekannten Ort zurückkehrt. 🙂 Dann sind wir mal gespannt, was uns der Ngorongoro morgen bietet!
Teil 3011. Nov. 2022
Ngorongoro! Habt ihr bemerkt, welches Tier wir in den letzten Tagen noch nicht entdeckt hatten? Richtig, Nashörner! Unsere Guides meinten, wir sollten uns keine Sorgen machen, wir hätten ja noch den Ngorongoro. Also lag das Hauptaugenmerk der ganzen Gruppe auf Nashörnern - alles andere zählt nicht! 🤪 Da wir ja von Karatu aus ein ordentliches Stück zu fahren haben, frühstücken wir so früh wie möglich und machen uns auf den Weg. Die Kontrollstation ist noch nicht besetzt und am Gate ist auch noch wenig los, so dass wir tatsächlich recht zeitig an der EInfahrt zum Krater sind.
Der erste Teil der Abfahrt ist richtig spannend. Akazien (?) überdachen die Straße und es wirkt ein wenig wie in einem Dschungel. Einzig die Einfärbung durch den Staub der Straße trübt das Bild ein wenig.
Und irgendwann öffnet sich der Blick in den Krater. So eingerahmt ist das wirklich eine ganz eigene Welt.
Ab jetzt halten wir Ausschau nach den Tieren, aber es sind keine in Sicht...
... zumindest nicht die erwarteten!
Einige Zebras und Gnus...
... und alle sind der Meinung: Kaum Tiere im Ngorongoro! 🙄
Teil 3111. Nov. 2022
Da muss man sich halt auch mal mit ein paar der nicht gesuchten Tiere abfinden!
Insbesondere, wenn sie extrem unterhaltsame Tänze aufführen - also ich bin nicht unzufrieden, aber einige sind so auf die "versprochenen Nashörner" fixiert, dass sie die Schönheit der Natur und die anderen Tiere komplett ausblenden.
Von einem Hügel aus haben wir einen wunderbaren Blick und siehe da, da ist eins! Ok ohne Hinweise und ein gutes Fernglas oder Teleobjektiv sieht man nichts, aber ich sage euch der kleine graue Punkt unter dem Pfeil ist wirklich ein Nashorn.
Nur als Beweis, hier ist ein Ausschnitt:
Teil 3211. Nov. 2022
Ich gebe zu, das entspricht nicht so ganz den Erwartungen, aber immerhin!
Dann schauen wir lieber nach den anderen Tieren. Immerhin gab es hier reichlich Flußpferde, außerhalb des Wassers und ohne Gestank!
Auf dem Weg zu einem anderen Zugang zum See entdeckten wir dann einen Zerval, den wir eine ganze Zeit beobachten konnten.
Danach ging es ans Wasser, immerhin sind Flamingos ja auch ganz reizvoll:
Teil 3311. Nov. 2022
So langsam wird es Zeit für eine Pause und wir machen uns auf den Weg zu einem Picknickplatz. Natürlich mit ein paar kurzen Fotostopps.
Der Picknickplatz ist von weitem sichtbar und scheint ganz schön voll! Was wir noch nicht wissen: Die Autos ganz rechts im Bild sind nicht zum Picknicken dort, sie betrachten einige Löwen, die dort entspannt liegen! Wir fahren da natürlich auch erstmal vorbei - aber Löwenfotos haben wir ja schon genug! 😛 Zur Sicherheit suchen wir uns einen Parkplatz am anderen Ende des Picknickplatzes, da stehen die Chancen besser! Was wir nicht auf dem Plan hatten, waren Angriffe aus der Luft! Während wir etwas aßen und nebenbei solche gefiederten Gesellen beobachteten,
die sich übrigens auch direkt im Auto bedienten, wenn da etwas essbares lag, kam die Gefahr von diesen Räubern:
Sie flogen Attacken auf alles und jeden, der etwas essbares sichtbar vor sich hatte. An einem Picknicktisch neben uns schepperte es heftig, als einer dieser Jäger im Tiefflug einen Teller leerräumte und einiges vom Picknickgeschirr vom Tisch fegte. Erschreckte Touristen fielen mitsamt Stuhl rückwärts um, als ihnen der Kite mit den Flügeln durchs Gesicht streifte - aber sicher immer noch besser, als die Klauen in der Hand zu haben! Und sag noch einer Löwen seien gefährlich - die lagen bloß faul rum ...
Zum Abschied gabs auf dem Weg aus dem Krater noch ein paar Zebras und Affen.
... und dann wars das mit dem Ngorongoro. Ein Teil der Gruppe war bitter enttäuscht, denn schließlich haben wir keine TIERE gesehen. 🤩
Teil 3411. Nov. 2022
Der letzte Abend in der Lodge verlief entspannt, irgendwie wurde es wehmütig, denn eigentlich war die Reise nun zu Ende. Der Rest der Gruppe hatte noch ein paar Tage Sansibar im Anschluss dazu gebucht, aber das ist nicht so unser Ding. Und ich würde ja den Rest der Woche brauchen um rund 14.000 Bilder zu sortieren, bevor ich dann eine Serie bearbeiten kann 😄 Die Rückfahrt am nächsten Tag zog sich natürlich wieder und am Flughafen war es dann Zeit, sich von der Gruppe zu verabschieden, schließlich starteten unsere Flüge zu unterschiedlichen Zeiten und es waren natürlich auch verschiedene Abflugbereiche. Natürlich war auch heute vom Namensgeber des Kilimanjaro Airport nichts zu sehen. Schade, das wäre noch ein Highlight gewesen! Und nun wurden wir von den afrikanischen Sicherheitschecks überrascht. Direkt nach dem Betreten des Airports musste alles durch die Kontrolle, auch das aufgegebene Gepäck - und zwar gründlich! Irgendwas in meiner Reisetasche war suspekt und fiel im Scanner auf. Also auspacken und suchen. "Verdächtige" Gegenstände und die Tasche ohne diese Gegenstände wurden erneut durch den Scanner geschoben. Das Spiel wurde wiederholt, bis der Übeltäter identifiziert war: Ein harmloses Thermacare-Pflaster! Das nenn ich mal gründlich! Viel gibt es nicht mehr zu berichten. Pünktlich ging es los
mit einem letzten Blick auf die trockene Landschaft.
Nach dem Start in Richtung Osten flog der Pilot eine 180° Wende und bot uns damit dann doch noch etwas von dem letzten vermissten Highlight;