von loeffel · April 2022 · 20 Tage · Selbstfahrer · 25 Teile
Über diesen Reisebericht
Wir sind zu viert unterwegs, zwei Paare, und zum ersten Mal nach Jahrzehnten individuellen Reisens nicht allein: Mit einem befreundeten Paar, das wir bei einer früheren Antarktisreise kennengelernt haben, fahren wir im April 2022 in einem gemeinsamen Fahrzeug durch Namibia. Eine von uns sitzt im Rollstuhl, das bestimmt die Wahl von Auto und Unterkünften von Anfang an mit.
Von Etoshas Osten geht es ins Ovamboland, an den Okavango und weiter in den Caprivi bis zum Zambezi, mit Boots- und Gamedrives entlang Kwando und Zambezi und einem Abstecher in die Buffalo Core Area, bevor wir über Grootfontein und Otjiwarongo zurück Richtung Windhoek fahren.
Höhepunkt ist ein runder Geburtstag, den wir bei einem Homestead im Ovamboland mit Ständchen, Torte und einem festlich gedeckten Tisch unter freiem Himmel feiern. Dramatisch wird es kurz zuvor am King Nehale Gate: Nach starken Regenfällen steht die Straße kilometerweit unter Wasser, und wir kämpfen uns durch tiefe, überflutete Schlaglöcher, bis wieder trockener Gravel unter den Rädern ist. Unterwegs sehen wir Flusspferde, Elefanten und eine besenderte Löwin, dazu reichlich Vogelwelt. Gegen Ende der Reise schiebt sich ein ungeplanter Arztbesuch in Otjiwarongo dazwischen; danach bleibt die Rückreise machbar. Trotz der engen Tage zu viert bleibt die Freundschaft ungetrübt – im Gegenteil, sie wird gestärkt, und weitere gemeinsame Reisen sind bereits gebucht.
Diese Zusammenfassung wurde automatisch erstellt und vom Autor freigegeben.
Teil 104. Mai 2022
Namibia, unendliche Weiten. Wir schreiben den April 2022. Dies sind die Abenteuer des diesjährigen Loeffelmobils, das mit seiner 4 Mann starken Besatzung 18 Tage unterwegs ist, um namibische Regionen zu erforschen, dortiges Leben und Zivilisationen. Viele Kilometer von zuhause entfernt dringt das Loeffelmobil in Gegenden vor, die unsere Freunde Sabine und Thomas noch nie zuvor gesehen haben.
Wer unsere bisherigen Reiseberichte verfolgt hat, stellt also fest: Irgendwas ist anders. Und so ist es auch, denn nach fast 30 Jahren individuellen Reisens sind wir zum ersten Mal nicht alleine unterwegs. Kennengelernt haben wir unsere Freunde Sabine und Thomas während der Antarktisreise 2018/19, die viele von euch ja in Form des Reiseberichts hier im Forum kennen. Aus dieser zufälligen Reisebekanntschaft hat sich über die letzten Jahre eine Freundschaft entwickelt, die in unserer gemeinsamen Namibiatour nun einen ersten Höhepunkt erlebt hat.
Die Idee zu einer gemeinsamen Tour entstand bei einem unserer vielen Reisevideoabende, denn auch Sabine und Thomas sind reisebegeistert und dokumentieren wie wir auch fleissig in Form von Reisefilmen und Bildershows. Eigentlich hatten sie Namibia schon für sich abgehakt, denn ihre schon einige Jahre zurückliegende Ersttätertour in Form einer geführten Kleingruppenreise in 3 Fahrzeugen war wohl eine ziemliche Hummeldummtour, die keinen Wunsch nach einer Wiederholung ausgelöst hatte. Aber unsere Caprivitour von 2014 – so viel Wasser und ein so ganz anderes Namibia – das konnten sie sich gemeinsam mit uns als Selbstfahrertour vorstellen.
Die Planung war recht einfach - stark angelehnt an die 2014er Tour mit einem Abstecher ins Ovamboland haben wir diese nahezu 1:1 übernommen. Auch der Zeitraum war klar – es stand ein runder Geburtstag an, der auf keinen Fall in Deutschland begangen werden sollte.
Damit sah die Tour dann so aus:
09.04.22 Abflug 10.04.22 Ankunft, Ü Haasenhof Guestfarm, bei Okahandja 11.04.22 Ü Onguma Bushcamp, Etosha Ost 12.04.22 Ü Onguma Bushcamp, Etosha Ost 13.04.22 Ü Onguma Bushcamp, Etosha Ost 14.04.22 Ü Ongula Village Homestead, Ondangwa 15.04.22 Ü Ongula Village Homestead, Ondangwa 16.04.22 Ü Hakusembe River Lodge, Rundu 17.04.22 Ü Namushasha River Lodge, Kongola 18.04.22 Ü Namushasha River Lodge, Kongola 19.04.22 Ü Zambesi Mubala Lodge, Katima Mulilo 20.04.22 Ü Zambesi Mubala Lodge, Katima Mulilo 21.04.22 Ü Zambesi Mubala Lodge, Katima Mulilo 22.04.22 Ü Ndhovu Safari Lodge, Divundu 23.04.22 Ü Ndhovu Safari Lodge, Divundu 24.04.22 Ü Dornhügel Guestfarm, Grootfontein 25.04.22 Ü Frans Indongo Lodge, Otjiwarongo 26.04.22 Ü Frans Indongo Lodge, Otjiwarongo 27.04.22 Autorückgabe, Rückflug
Auch wenn es diesmal etwas enger in unserem Loeffelmobil ist, haben wir jede Menge Platz und freuen uns auf viele Mitfahrer.
Willkommen an Bord !
Und das erwartet euch:
Teil 206. Mai 2022
Samstag/Sonntag 9./10. April: Endlich wieder Namibia
Endlich. Gut 15 Monate sind seit der Buchung vergangen. Noch nie gab es in der Zwischenzeit vor einer Reise gefühlt so viele Unwägbarkeiten und Aufwand wie diesmal. Corona – Delta – Omikon – Impfung – Booster – PCR – Ja/nein – Versicherungsschutz – Infektion kurz vorher – Unterlagen – TTS … all das und noch vieles andere schwirrt durch unsere Vorbereitungen, Fakten, Gerüchte, neue Gerüchte, neue Fakten, schon wieder neue Vorgaben, ein nicht enden wollender Strom an Dingen, die berücksichtigt werden wollen/sollen. Als wir uns am Flughafen in die Arme fallen, fällt ein riesiger Ballast von uns ab. Wir sind tatsächlich hier, haben unsere Bordkarten in Händen, alles wird gut. Verschönt wird das ganze noch durch die Treffen mit Kordula & Wolfgang (Dandelion) und Gabi mit Familie (Gabi Muc). Auch sie sind heute mit „unserer“ Maschine auf dem Weg nach Namibia.
Der Flug selbst ist unspektakulär, unsere Premium Economy Plätze speziell für meine langen Gräten eine Wohltat. Pünktlich erreichen wir Windhoek, verlassen wie immer als letzte das Flugzeug und sind dank Rolli-Begleitservice zusammen mit Sabine & Thomas ruckzuck durch die ganzen Kontrollen. Für unseren Impfstatus interessiert sich niemand. Es reicht der oberflächliche Blick auf das gelbe Impfbuch, reinschauen will niemand.
Wir werden schon vom Fahrer von Africa on Wheels erwartet. Während wir noch auf ein weiteres Paar warten, ziehen wir Geld und besorgen eine MTC-Simkarte.
Bei Africa on Wheels angekommen, erfolgt die Fahrzeugübergabe und Einweisung ganz entspannt. Unser Toyota Hilux Double Cab 2,8L ist mit 103.008 km auf dem Tacho nicht mehr neu, aber top in Schuß und wirkt mit der Offroad-Ausstattung reichlich martialisch auf uns. Ein richtiges Biest. Entwarnung: Gepäck und Rolli passen mühelos rein, da hatten wir ja vor der Buchung mangels Vorstellungskraft zunächst Bedenken. Aber es ist noch jede Menge Platz.
Wir rollen schon fast vom Hof, da fällt dem Mitarbeiter noch ein: Wir haben einen Doppeltank, die Tanknadel reagiert erst wenn der erste Tank leer ist und wir auf dem zweiten fahren. Gut dass wir da noch drüber gesprochen haben …
Ein kurzer Einkaufsstop, dann rauf auf die B1 Richtung Okahandja und danach dann auf Pad in Richtung Haasenhof Guestfarm, unserer Unterkunft für die erste Nacht. Die Fahrt ist bis auf erste Baboons und einen Schakal ereignislos, aber sie zieht sich. Wir lassen uns aber Zeit, haben ja heute nichts mehr vor. Dann sind wir endlich da:
Dass unsere späte Ankunft auf der Farm für Irritationen und Unruhe sorgt, können wir nicht ahnen. Sie hatten zwischenzeitlich sogar mit unserer Reiseagentur telefoniert, denn angeblich ist heute keine Maschine aus Deutschland gelandet. Aber alles gut, wir sind da und das mit der Maschine entpuppt sich als eine Verwechslung.
Der Empfang ist sehr herzlich, Hans-Peter, Hildegard, Claudia und Michael sind supernett und sofort fühlen wir uns wie bei Besuch bei guten Bekannten. Beate nimmt sich erst mal eine Auszeit, immerhin sind wir jetzt fast schon anstrengende 24 Stunden unterwegs. Wir anderen lassen uns erst mal mit Kaffee und frisch gebackenem Kuchen verwöhnen. Für Beate stellen wir Kuchen ins Zimmer, sie wird dann später vom Kuchenduft geweckt.
Später begleiten wir (ohne Beate) noch Michael, Hans-Peter und drei Hunde auf einer Inspektionstour über das Farmgelände. Sie müssen noch ein paar Zäune und Wasserstellen kontrollieren, Salzlecken auslegen.
Auch ein paar hochtragende Kühe werden noch in Richtung Haupthaus getrieben., Sie werden in Kürze kalben und sollen so vor Leopardenübergriffen geschützt werden.
Abends gibt es dann ein gemeinsames Abendessen mit unseren Gastgebern. Üppig, lecker und in entspannter Atmosphäre, Gästefarmatmosphäre wie wir sie lieben.
Aber der Tag war lang und anstrengend, und bald ziehen wir uns zurück.
Namibia hat uns wieder …
Teil 307. Mai 2022
Montag 11. April: Auf nach Etosha
Ausgeschlafen und gut erholt geniessen wir zunächst ein üppiges Frühstück mit allerlei hausgemachten Leckereien: Brot, Butter, Marmeladen und vieles mehr, alles selbstgemacht und alles wahnsinnig lecker 🙂 . Dann müssen wir uns schon wieder verabschieden. Das fällt schwer – obwohl wir hier eigentlich nur einige wenige Stunden verbracht haben, kam es uns vor als wären wir hier schon öfter bei guten Bekannten zu Besuch gewesen. Aber wir stehen ja noch ganz am Anfang unserer Reise, und das nächste Abenteuer ruft – Etosha 🤩 . Bereits zum vierten Mal werden wir im Etosha sein, für Sabine & Thomas ist es das zweite Mal. 2 ½ Tage werden wir uns für den Ostteil Etoshas Zeit nehmen und 3 Nächte im Onguma Bushcamp verbringen. Das kennen Beate und ich bereits von unserer Tour 2014, Sabine & Thomas haben sich bei der Unterkunftsauswahl voll und ganz auf unsere „Expertise“ verlassen, wie auch generell bei der gesamten Reiseplanung 😗 .
Die Strecke bis zum Onguma Bushcamp zieht sich. In Otjiwarongo machen wir noch einen kurzen Einkaufsstop, in dem kleinen Spar unweit der Autovermietung haben wir gestern nicht alles bekommen was wir wollten.
Im Bushcamp angekommen, trifft das Ganze voll den Geschmack unserer Freunde, und Sabine erklärt das Bushcamp umgehend zu ihrer Lieblingsunterkunft dieser Reise 🤩 . Tatsächlich hat sich gegenüber unserem Aufenthalt 2014 nur wenig verändert. Die Unterkünfte haben mittlerweile einen neuen Anstrich bekommen, und WLAN ist inzwischen flächendeckend auf dem gesamten Lodgegelände verfügbar. 2014 gab es das nur im Bereich Rezeption und Restaurant. Auch nette Details wie das abendliche Öffnen der Moskitonetze und das Auslegen der kleinen Gutenachtgeschichten hat man beibehalten. Kleine Aufmerksamkeiten, die einfach Spaß machen und uns hier wohlfühlen lassen 🙂 :
Da das ganze jetzt doch ziemlich textlastig geworden ist, hier noch ein paar Impressionen, die während unseres Aufenthalts im Onguma Bushcamp entstanden sind:
Unser Tisch:
Ovambo-Baumskink (Mabuya Binotata) Ein Graureiher am Wasserloch (danke an Friederike & Bele fürs Bestimmen): Kudus direkt hinter dem Zaun vom Lodgegelände: Morgens und abends teils dramatische Licht- und Wolkenstimmungen:
In den Etosha geht es dann ab dem nächsten Kapitel.
Teil 408. Mai 2022
Dienstag 12. April: Etosha 1. Tag
Heute fahren wir direkt nach dem Frühstück in den Park. Unsere Erwartungen sind gedämpft: Es hatte in jüngster Vergangenheit noch geregnet, auch gestern nachmittag ging über Etosha noch ein heftiges Unwetter nieder.
Wir konzentrieren uns auf die nähere Umgebung rund um Namutoni. Die Zufahrten zu diversen Wasserlöchern sind teilweise in üblem Zustand, die Zufahrt zu Ngobib gar mit Steinblöcken versperrt.
Überall im Park steht Wasser, die Tiere sind nicht auf die Wasserlöcher angewiesen, entsprechend sind diese wie leergefegt.
Trotzdem: Irgendwas gibt es immer zu sehen, und so begegnen uns:
Springböcke in üppig grünen Wiesen:
Übermütige Zebras:
Glanzstare: Das einzige Oryx während der gesamten Reise: Ein Weißbürzel-Singhabicht (Melierax poliopterus), immatur (danke Guggu 😘 ) Ein Grautoko. Davon haben wir recht viele gesehen, aber es sind recht scheue Gesellen, die sich ungern fotografieren lassen. Für uns eine Erstsichtung im Etosha: Ein Gepard. Elendsweit weg und durch Entfernung und Hitzeflimmern nicht besser auf die Speicherkarte zu bekommen. Aber immerhin: Noch mehr fotogene Zebras direkt am Straßenrand:
Zebramangusten bei Namutoni, immer in Aktion und ständig in Bewegung: Auf dem Weg zur Fishers Pan eine Löwin. Wieder weit weg und auf direktem Weg in die Büsche. Zwei Bilder und weg war sie ... Wieder viele Gabelracken, hier eine davon: Twee Palms muss jetzt eigentlich umbenannt werden: Überall steht Wasser: Warzenschweine im grünen Schlaraffenland: Und zum Schluß noch eine Zebramangusten-Familie direkt an der Zufahrt zu Klein Namutoni: Nach gut 6 Stunden verabschieden wir uns für heute aus dem Park. Für morgen planen wir dann einen Nachmittagsdrive.
Teil 509. Mai 2022
Mittwoch 13. April: Etosha 2. Tag
Wie schon geschrieben, haben wir uns heute auf einen Nachmittags-Gamedrive geeinigt. Eine Ganztagestour stößt speziell bei unseren Damen auf Ablehnung, schließlich werden wir im Verlauf der Tour noch genug Zeit im Auto verbringen. Andererseits ist die Zeit natürlich auch viel zu schade um sie einfach nur vor den Toren Etoshas (!) in der Lodge zu verlümmeln. Aber wer uns kennt weiß, dass wir doch gerne hin und wieder Lümmeltage in unsere Reisen einbauen. Der Kompromiss ist also eine Halbtagestour am Nachmittag bis gegen Torschluß.
Der Lümmelvormittag fängt entspannt mit einem etwas späteren Frühstück an und wird dann am Pool fortgesetzt. Außerdem entstehen heute morgen einige der Fotos vom Bushcamp, die ich in einem der vorherigen Beiträge gezeigt habe.
Gegen 14 Uhr starten wir zu unserem zweiten Gamedrive in den Etosha. Dabei beschränken wir uns auf Klein Namutoni und den Dik Dik Drive.
Beeindruckend heute die Wolken über Klein Namutoni:
Viel los ist ja wirklich nicht am Wasserloch. Immerhin ein paar Geier:
Ein Kronenkiebitz:
Und ein paar Giraffen auf der Zufahrt zum Dik Dik Drive:
Auf dem Drive selbst gibt sich zunächst mal ein Rotschnabeltoko die Ehre und bleibt sogar sitzen:
Und wer versteckt sich da ? Ein Dikdik:
Aber Moment mal ...
Es sind zwei, sogar in Schmuselaune:
Im weiteren Verlauf sind wir wieder am Klein Namutoni Wasserloch. Die Giraffen und ein paar Zebras kommen bei schönstem Spätnachmittagslicht zum trinken:
Und ein paar Impalas geniessen die Abendsonne:
Alles in allem sind wir zufrieden und fahren zurück ins Bushcamp, zwar ohne spektakuläre Sichtungen, aber schönen Begegnungen, vor allem die kleinen verschmusten Dikdiks haben es uns heute angetan.
Teil 615. Mai 2022
Donnerstag 14. April: Ein ganz besonderer Tag – Teil 1
Heute ist der „zentrale“ Tag unserer Reise, um den herum wir die komplette Tour geplant haben: Thomas feiert einen runden Geburtstag. Für ihn war von vorneherein ganz klar: Auf gar keinen Fall zuhause, möglichst wenig Tamtam, am besten gar kein Aufhebens um diesen Tag.
Also gut, der Tag ist als ganz normaler Urlaubstag geplant 😉 . Wir verlassen heute das Onguma Bushcamp, drehen noch eine Runde im Etosha und fahren dann über das King Nehale Gate ins Ovamboland Richtung Ondangwa und Ongula Village Homestead.
OK, so ganz ignorieren können wir den Geburtstag doch nicht, und wir hatten sogar noch etwas Platz im Koffer für ein Geschenk. Auch unsere Reiseagentur hatte ein kleines Geschenk vorbereitet, das hatten wir zusammen mit den Reiseunterlagen bei der Fahrzeugübergabe bekommen. So ist dann für Thomas am Frühstückstisch erst mal Auspacken angesagt. Natürlich ganz ohne Tamtam 😉 .
Nach dem üppigen Frühstück, unter anderem mit Omelette „Full House“ (also gefüllt mit allem was die Küche so hergibt), sind wir schon fast in Aufbruchstimmung, als auf einmal eine Abordnung der Küche und des Servicepersonals mit „Happy Birthday“-Ständchen und mächtiger Geburtstagstorte auf Thomas zusteuert 😎 .
Obwohl das alles deutlich mehr Tamtam ist als von Thomas erhofft, freut er sich doch sichtlich über diesen Start in seinen Geburtstag. Der Zeitpunkt der Tortenübergabe so direkt nach dem Frühstück ist allerdings ungünstig, denn wir sind pappsatt und können die Torte ja auch nicht transportieren. Wir müssen sie also jetzt noch essen. Zum Glück ist sie nicht allzu groß, aber leider schaffen wir sie doch nicht ganz …
Danach kehrt dann erst mal „Urlaubsnormalität“ ein. Auschecken, Auto beladen und dann zum letzten Mal in den Etosha.
An der Zufahrt zu Klein Namutoni sind Dikdiks direkt an der Straße. Ganz nah am Auto, völlig frei stehend können wir die Kleinen in aller Seelenruhe beobachten und fotografieren.
Später präsentieren sich noch eine Riesentrappe, ein paar Impalas und eine Gabelracke fotogen in der warmen Morgensonne:
Thomas’ Geburtstagswunsch für heute: Elefanten. Wir haben ja bisher noch keine gesehen, und das viele Wasser im Park erhöht unsere Chancen ja auch nicht wirklich. Da werden wir Glück brauchen. Wir fahren so langsam Richtung King Nehale Gate. Aber da wir ja Zeit haben, nutzen wir den Loop an der Pan entlang. Eine gute Entscheidung 🤩 :
Hier zeigt sich, warum die Elefanten nicht an die Wasserlöcher kommen müssen. Überall steht Wasser, sie können ihre Wellness direkt auf der grünen Wiese abhalten.
Plötzlich auch Elefanten auf der anderen Straßenseite, und eine kleine Familie überquert die Straße direkt vor uns:
Ein schöner Abschluß für unsere letzte Fahrt in den Etosha, und sogar Thomas’ Geburtstags- Sichtungswunsch wurde erfüllt 🙂 . Danach haben wir keine weiteren Sichtungen mehr, und so rollen wir nun langsam Richtung Gate. Dass uns unser größtes Abenteuer der gesamten Reise unmittelbar bevorsteht, können wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen 😮 …
Teil 717. Mai 2022
Donnerstag 14. April: Ein ganz besonderer Tag – Teil 2
„King Nehale Lodge am Wochenende binnen weniger Stunden 140 mm. "Alles" steht unter Wasser“ - so der Beitrag von Christian (travelNAMIBIA) vom 4. April hier im Forum, also vor 10 Tagen. Die Info kommt mir in den Sinn, als wir uns dem King Nehale Gate nähern. Wenige Kilometer vor dem Gate steht tatsächlich immer noch Wasser rechts und links von der Straße, und im weiteren Verlauf auch mehr und mehr auf der Straße. Anfangs nur kleinere Pfützen und Schlammlöcher, werden die von Kilometer zu Kilometer immer größer, breiter und tiefer 😵 . Insgesamt drei Riesenschlammpfützen, ausgedehnt über die gesamte Straßenbreite und viele Meter lang, ausgefahren, tief und schlammig, müssen wir bis zum Tor durchqueren. Mit unserem „Biest“ nicht übermäßig kritisch, aber für uns als ungeübte „Offroader“ auch nicht ohne.
Hier ein Blick zurück vom King Nehale Gate Richtung Etosha: So sieht die letzte der „Pfützen“ vor dem Tor aus.
Am Gate meint man, die Straße sei im weiteren Verlauf in „bad condition“. Aha, schlimmer als im Park ? Ja, und dann ein prüfender Blick: Mit unserem Auto sollte das machbar sein .
Während wir noch beraten, kommt ein Duster schlingernd und fast schwimmend durch die gezeigte Pfütze auf das Tor zu. Er wird umgehend abgewiesen, keine Chance, er muß zurück und den Umweg über Namutoni und die B1 um den Park herum 😕 .
Wir überlegen immer noch – weiterfahren oder umkehren ? Soo schlimm war es doch bis jetzt eigentlich nicht, und auch die King Nehale Lodge ist ja wieder in Betrieb.
Kurz und gut – wir wagen es. Was am Anfang kurz nach dem Gate noch den Löchern im Park vergleichbar ist, steigert sich von Meter zu Meter mehr. Irgendwann sieht die Straße so aus:
Bild: Thomas
Ein paar Gravelinseln ragen aus den Fluten, rechts und links der Straße steht alles unter Wasser. Das sind dann auch die letzten Bilder der Straße, bevor uns dann der Spaß am Fotografieren vergeht und wir uns sozusagen von Insel zu Insel durchkämpfen. Bei jedem Schlagloch tauchen wir teilweise fast knietief ins Wasser ein, die Windschutzscheibe wird jedes Mal überflutet, wir schlingern blind durch den Schlamm und hoffen immer beim ersten möglichen Blick durch die Windschutzscheibe, noch auf der Straße zu sein. Kreischalarm auf der Rückbank, Schweißperlen auf meiner Stirn (ich fahre) und auch Thomas als Beifahrer ist ganz blass und bedient permanent den Scheibenwischer 🤢 .
Die Strecke nimmt kein Ende. Über viele Kilometer kämpfen wir uns von Insel zu Insel, und am Ende sind es gut 10 Kilometer, bevor die Wassermassen zurückweichen und die Straße wieder zu einer ganz normalen trockenen und gut befahrbaren Gravelroad wird.
Erst kurz vor der Einmündung der King Nehale Road in die B1 trauen wir uns anzuhalten und mal einen Blick auf die Schlammkruste unseres Hilux zu werfen.
Jetzt macht auch das Fotografieren wieder Spaß:
Bild: Thomas
Aber ganz ehrlich: Hätten wir im Voraus gewusst was uns erwartet, nie und nimmer wären wir da durchgefahren und es war ganz sicher jede Menge Glück dabei 😊 . Trotzdem – ein wenig Stolz und etwas Euphorie so im Nachhinein empfinden wir schon. Und natürlich Dankbarkeit unserem „Biest“ gegenüber. Ohne die martialisch anmutende Ausstattung unseres Hilux wären wir da niemals durchgekommen.
Was jetzt allerdings bitter nötig ist, ist eine Autowäsche 😛 .
Thomas hofft auf eine Waschanlage. Aber im Ovamboland ist ein typischer Carwash natürlich viel authentischer und macht auch viel mehr Spaß 🙂 . Und so landen wir bei „Popi Car Wash“. Die Dame dort wirkt zunächst wenig engagiert, ziemlich lustlos und telefoniert erst mal in der Gegend herum. Als dann der Familienvater und Eigentümer auftaucht, kommt Schwung in die Sache. Am Ende schrubbt die ganze vierköpfige Familie eine halbe Stunde lang an unserem Hilux herum, innen und außen, jede noch so kleine Krume wird entfernt, fast werden die Reifenprofile noch mit der Zahnbürste gesäubert. Am Ende kommt sogar noch Cockpitspray zum Einsatz und unser Biest sieht zum Schluß beinahe besser aus als bei der Fahrzeugübergabe bei Africa on Wheels.
Nebenbei erzählt der Eigentümer nicht ohne Stolz, dass ihm neben Popi Car Wash noch das Popi Take-away und die Popi Bar gehören. Breit aufgestellt und krisensicher … 😎 Ich muss sicher nicht extra erwähnen, dass wir vier Weissbrote hier beim Car Wash so mitten im Ovamboland einiges an Aufmerksamkeit erregen … 😄 Gekostet hat uns diese halbstündige, von vier Leutchen in Handarbeit erledigte Autowäsche sagenhafte 100 NAD …
Mit so einem blitzsauberen Gefährt trauen wir uns jetzt ins Ongula Village Homestead. Das kennen Beate und ich ja von unserem Aufenthalt vor vier Jahren und haben es deshalb für den Geburtstagsabend von Thomas ausgewählt. Die Lodge ist über Thomas’ Geburtstag informiert. Aber davon ahnt Thomas noch nichts ...
Teil 818. Mai 2022
Donnerstag 14. April: Ein ganz besonderer Tag – Teil 3
Nach so viel Abenteuer erreichen wir im Laufe des Nachmittags endlich das Ongula Village Homestead. Die Begrüßung ist sehr herzlich, und wir fühlen uns – wie schon vor vier Jahren – sofort wie zuhause 🙂 . Wir bekommen die Unterkünfte Nr. 3 und 4 und sind die einzigen Gäste. Sabine und Thomas sollen als erste die Nr. 3 betreten und werden dort mit lautem „Happy Birthday“ aus dem Inneren begrüßt. Fast die komplette Belegschaft hat sich hier versteckt, und es gibt für Thomas ein inbrünstiges Geburtstagsständchen auf englisch und Oshiwambo, ein Gänsehautmoment für uns alle. Was für eine gelungene Überraschung, Das komplette Innere der Hütte ist mit Blumen, Luftballons und Happy-Birthday-Plakaten geschmückt, auch eine Flasche Sekt darf nicht fehlen.
Der Sektkorken muss natürlich sofort knallen:
Und um irgendwelchen wilden hochprozentigen Spekulationen vorzubeugen 😛 :
Zudem stößt Thomas nicht nur mit uns, sondern auch mit unseren Gastgebern vom Homestead an:
Leider ist dem Homestead bei der Vorbereitung ein klitzekleiner Fehler unterlaufen. Die Hütte Nr. 3 ist eigentlich wegen des Rollis für Beate und mich gedacht, für Sabine und Thomas ist die Nr. 4 vorgesehen. Aber kein Problem, erst mal ein paar Fotos, dann werden mit viel Schwung, Humor und Gelächter die meisten Blümchen und Luftballons zur Nr. 4 rübertransportiert.
Während wir uns für die nächsten 2 Tage einrichten und ein wenig die Lodge erkunden, starten schon die Vorbereitungen für den Abend: Wir werden nicht im Speiseraum, sondern unter freiem Himmel speisen. Dafür wird auf dem Sandplatz zwischen den Hütten ein Tisch für uns vier festlich gedeckt und alles für ein zünftiges Braai aufgebaut:
Alles war lecker: Der Vorspeisensalat, das Braai, die Beilagensalate und nicht zuletzt das Dessert: Eine Wahnsinns-Geburtstagstorte:
Alle hier im Homestead sind mit Feuereifer dabei und haben sichtlich Spaß daran, Thomas’ Geburtstag zu einem ganz besonderen Event zu machen. Ein Event, das wir vier sicher nie vergessen werden und vor allem für Thomas unvergesslich bleiben wird 🙂 . Beate und ich sind ebenfalls hin und weg, wir kannten ja die Lodge schon von 2018, und es war die absolut richtige Entscheidung bei unserer Planung, das Ongula Village Homestead für den Geburtstagsabend auszuwählen 🙂 . Eigentlich hatten wir ja nur im Vorfeld gefragt, ob sie dort eine Idee für eine kleine Geburtstagsüberraschung haben. Was diese lieben Menschen dort daraus gemacht haben, hat all unsere Vorstellungen bei weitem übertroffen und kam aus vollem Herzen 🤩 .
😘 😘 😘 DAFÜR EIN RIESEN „TANGI“ AN ALLE IM ONGULA VILLAGE HOMESTEAD. 😘 😘 😘 😘 😘 😘 ES WAR EINFACH DER HAMMER! 😘 😘 😘
WAS FÜR EIN TAG !!!
Teil 920. Mai 2022
Freitag 15. April: Ein ruhiger Tag in der Lodge
Nach dem aufregenden Vortag lassen wir es heute ganz ruhig angehen.
Geplant ist heute lediglich die Homestead Tour, die nach einem ausgiebigen und auch ausgedehnten Frühstück startet. Beate und ich haben diese Tour ja schon vor vier Jahren mitgemacht, insofern gibt es für uns nicht viel neues. Aber es ist durchaus für uns interessant, im Vergleich kleine Unterschiede zu erkennen. Ich habe heute auch nicht viel fotografiert, denn wie gesagt, es hat sich kaum etwas verändert. Sabine und Thomas hingegen hatten ja bisher noch keine Begegnung mit der Ovambo-Kultur, umso interessanter ist das alles für sie. Deshalb stammen die meisten der Fotos heute auch von Thomas.
Töpfern:
Immer rein ins Homestead:
Mahangu stampfen und sieben:
Ähnlich wird auch Marula-Öl gewonnen:
Körbe flechten:
Eine der Frauen erkennen wir wieder, sie hat damals ebenfalls die ganzen gezeigten Tätigkeiten demonstriert. Auch sie erkennt uns wieder. Ihr damals noch kleiner Sohn lebt inzwischen bei Verwandten in einem anderen Homestead.
Zum Abschluss gibt es wieder eine „Ssnaps“- Probe (Achtung – hochprozentig ). Ombike, wie schon vor vier Jahren. Auch die Destille gibt es noch, allerdings inzwischen technisch überarbeitet und nicht mehr in einer Hütte, sondern überdacht im Freien 😉 :
Destille 2022:
Destille 2018:
Dabei darf natürlich das Gruppenfoto mit den Damen und unserem Guide Eric nicht fehlen.
Der junge Ovambo Eric, den wir hier vor vier Jahren kennengelernt haben, arbeitet inzwischen nicht mehr hier. Dafür sein jüngerer Bruder, der auch auf den Geburtstagsbildern schon zu sehen war. Der hat seinen Bruder Eric über unseren erneuten Besuch informiert, er lässt uns herzlich grüßen 🙂 .
Im Anschluß an die eigentliche Homestead-Tour bekommen wir noch die recht neue Schneiderei-Schule gezeigt, die benachbart zur Lodge aufgebaut wurde und auf die man hier sehr stolz ist. 2018 bei unserem Besuch gab es sie noch nicht. Hier werden vorwiegend Mädchen in einem dreistufigen Kurs zu Schneiderinnen ausgebildet. Die Schule besitzt in ihrem großen Nähraum veschiedene Nähmaschinen (alle von Singer, und recht modern), von der Haushaltsnähmaschine für Anfänger bis hin zur Profimaschine für die angehenden Absolventen. Heute ist ja Karfreitag und daher kein Unterricht, aber wenn alle 40 Nähmaschinen hier gleichzeitig rattern muss der Lärm ohrenbetäubend sein. Die Schule erledigt im Rahmen ihrer Ausbildungstätigkeit allerlei Aufträge, z.B. Krankenhausbekleidung, Tischsets, die im Curioshop der Lodge verkauft werden, aber auch solche Dinge wie waschbare Damenbinden. Diese ermöglichen Mädchen während der Menstruation die Schule oder die Ausbildungsstätte zu besuchen. Ohne solche Binden bleiben die Mädchen während ihrer Regel ansonsten zuhause.
Die Ongula Academy besitzt nicht nur diese Schule für angehende SchneiderInnen, sondern hat auch diverse andere Projekte, die jungen Leuten eine Ausbildung und Zukunftsperspektive bieten. Spannend und sehr beeindruckend, was hier in Eigenregie auf die Beine gestellt wird.
Nach einem leichten Lunch ist dann erst mal Relaxen angesagt, bevor wir uns am Nachmittag den reichlichen Resten der gestrigen Geburtstagstorte widmen.
Auch mit Betti, einer der Angestellten der Lodge, halte ich ein ausgiebiges Schwätzchen. Eine äußerst sympathische Frau mit einem ansteckenden Lachen, wir kennen sie schon von unserem letzten Besuch.
Später wird dann noch für uns getanzt:
Dann ist ja auch schon wieder Zeit fürs Dinner. Wieder wird für uns draußen gedeckt, und heute gibt es das traditionelle Abendessen der Ovambo exklusiv für uns, denn wir sind ja nach wie vor die einzigen Gäste. Im Reisebericht 2018 hatte ich es ja beschrieben, es ist unverändert, und wir essen auch wieder mit den Händen. Einziger Unterschied: Thomas und ich probieren Mopanewürmer (also jeder einen, möglichst klein) 🤩 . OK, kann man essen, muss man aber nicht. Erinnert vom Mundgefühl her an Krabben, natürlich ohne den fischigen Beigeschmack, dafür leicht scharf.
Und schon wieder geht ein ganz entspannter Urlaubstag zuende.
Teil 1022. Mai 2022
Samstag 16. April: Auf zum Okavango
Heute müssen wir die Ongula Village Homestead Lodge leider wieder verlassen 🙁 . Dafür geht es jetzt an den Okavango.
Wie schon vor vier Jahren stehen alle Spalier, um sich von uns zu verabschieden. Diesmal nutzen wir aber die Gelegenheit für Abschiedsfotos (Bilder von Thomas):
Für ein vorgezogenes Kurzfazit zitiere ich aus meinem Reisebericht 2018: „Hier hat es uns wirklich sehr gut gefallen: Eine einfache, aber tolle Lodge mit pfiffigen Ideen bei Einrichtung und Ausstattung und leckerem Essen. Vor allem aber mit herzlichen Mitarbeitern, die stolz auf ihre Lodge sind und ihrer Arbeit hier mit Feuereifer und Spaß nachgehen. Dabei sind sie immer aufmerksam und fröhlich und für jeden Spaß zu haben. Gleichzeitig wirkt alles auf eine leichte Art aber auch sehr professionell, da könnte sich so manche Lodge entlang der touristischen Hauptrouten die ein oder andere Scheibe davon abschneiden.“ Dieser Eindruck hat sich bei uns diesmal noch verstärkt, und der große Aufwand und vor allem der Spaß, den die Mitarbeiter beim Ausrichten von Thomas’ Geburtstagsabend hatten, wird uns ewig unvergesslich bleiben.
Wir haben uns von der Lodge Lunchpakete richten lassen, denn heute fahren wir rund 430km bis zur Hakusembe River Lodge.
Die Fahrt selbst ist ereignislos, und am Nachmittag erreichen wir die Lodge. Hochwasser ist diesmal kein Thema, die Lodge ist problemlos mit dem Auto zu erreichen. Vor 8 Jahren war ja die Zufahrt überflutet und wir wurden per Boot zur Lodge gebracht. Ganz ungewohnt: Schlangestehen beim Einchecken und Begrüßungstrunk, denn zeitgleich mit uns kommt noch eine andere vierköpfige Reisegruppe an.
Es hat sich einiges verändert seit unserem letzten Besuch hier (2014). Eine komplett neue und größere Pool-Landschaft, der Restaurant- und Barbereich war damals noch im Bau, und insgesamt scheinen auch ein paar Unterkünfte dazugekommen zu sein. Unsere barrierefreie Nr. 18 beispielsweise, ziemlich nahe an der Rezeption und damit leider kein Blick vom Bett aus auf den Fluß. Insgesamt kommt es uns rummeliger vor als vor 8 Jahren. Aber klar, von der persönlichen Betreuung als einzige Gäste vom Ongula Village Homestead zum „Gondwana-Standard“ der fast ausgebuchten Hakusembe River Lodge – das ist schon ein kleiner Kulturschock …
Bild: Thomas
Die Sundowner-Bootstour ist ein Muss. Das haben wir vor 8 Jahren sogar 2x mitgemacht, ganz klar sind wir diesmal auch wieder mit an Bord. Bild: Thomas
Der Guide erkennt uns sogar wieder, erstaunlich nach 8 Jahren. Aber auch wir haben ihn wieder erkannt, wir waren damals alleine mit ihm auf einer Birding-Bootstour unterwegs.
Für Sabine und Thomas ist es die allererste Bootstour auf dem Okavango. Deswegen gibt es noch eine kleine Kurzeinweisung an der Kamera 😗 :
Test 😎 :
Dann ist alles klar 🙂 :
Bei loeffelinchen und loeffel sowieso (Bild: Thomas):
Sichtungen sind heute eher spärlich, trotzdem ein paar der üblichen Verdächtigen:
Pied Kingfisher:
Nilwaran / Monitor lizard (Bild: Thomas):
Little bee-eater:
tatsächlich auch ein erstes Kroko (Bild: Thomas)
African darter (Bild: Thomas)
Und wer bin ich ? Ein Water Thick-knee / Wassertriel (danke Konni/Daxiang). (Bild: Thomas)
Dafür türmen sich dramatische Wolkenberge auf:
Bild: Thomas
Bild: Thomas Das abendliche Buffet ist kein kulinarisches Highlight, aber ein paar Leckereien sind bei der reichlichen Auswahl durchaus dabei 🙂 . Dennoch ist für uns ungewohnt viel los und der Funke will heute nicht so ganz bei uns vieren überspringen.
Teil 1125. Mai 2022
Sonntag 17. April: Einmal durch von West nach Ost
Der heutige Ostersonntag gibt für den Reisebericht nicht viel her. Er ist als reiner Fahrtag für die Fahrt zur Namushasha River Lodge geplant. Also einmal durch von Rundu bis Kongola, rund 450km langweiliger Asphalt schnurgeradeaus 🤢 . Typisch Caprivi: Tolle Destinationen, aber die jeweilige Fahrt von A nach B ist im allgemeinen ätzend langweilig 😮 . Immerhin: Der Tag beginnt mit einem wunderbaren Sonnenaufgang über dem Okavongo.
Bild: Thomas
Und auch der Blick über die Schulter lohnt sich heute:
Bild: Thomas
Nach einem leckeren Frühstück beladen wir wieder unser „Biest“, checken aus und machen uns auf den Weg. In Rundu wird erst mal getankt, da läuft einiges durch 😮 . Dann geht’s weiter, mit einer Mittagspause kurz hinter Divundu dann weiter bis Kongola. Kurz vor Kongola setzt ein heftiger Regenschauer ein, die Scheibenwischer schaffen es kaum noch. An der Polizeikontrolle bei Kongola werden wir durchgewunken, die Beamten wollen ihr trockenes Plätzchen nicht verlassen 😗 . Aber schon kurz nach Kongola auf der C49 ist der Spuk schon wieder vorbei, der Asphalt ist knochentrocken, hier hat es nicht mal geregnet. Nach der Ankunft bei der Lodge erst mal ein kleiner Schreck: Wir haben nach dem Abbiegen auf die Zufahrt vergessen die Staubklappe am Canopy zu öffnen (war ab Tankstelle Rundu geschlossen, weil ja nur Asphalt ...) Also erst mal fegen. Zum Glück sind Koffer und Rolli nicht betroffen, waren ja nur ein paar Kilometer. Trotzdem erstaunlich, was da auf der kurzen Strecke zusammengekommen ist 😮 . Beim Einchecken buchen wir noch schnell Bootstour und Gamedrive für morgen, dann richten wir uns erst mal ein. Viel hat sich nicht verändert, wir erkennen alles wieder.
Lediglich die alten Waschtische sind neueren und stylischeren Modellen gewichen. Doof für mein Loeffelinchen: Die neuen sind auch in unserer barrierefreien Unterkunft mit dem Rolli nicht unterfahrbar, sie kommt daher vom Rollstuhl aus nicht an die Wasserhähne 😠 . Kein typisch namibisches Problem, aber immer und überall doof ...
Anschließend genießen wir den Rest des Tages die Aussicht von der Lodge und später dann das Abendessen.
Alle weiteren Bilder: Thomas
Teil 1228. Mai 2022
Montag 18. April: Kwando, Kwando, Kwando … Teil 1: Gamedrive zu Wasser
Gamedrives haben für Reiseberichtsschreiber einen unschlagbaren Vorteil: Man muss gar nicht viel texten, sondern kann Bilder für sich sprechen lassen 🤩 . Daher brechen wir heute morgen zu unserer gestern gebuchten Bootstour auf. Wie schon vor 8 Jahren, bekommen wir einen Shuttleservice, damit auch mein loeffelinchen ohne Probleme und stressfrei zum Boot kommt 🙂 . Wir sind heute morgen nur zu viert, haben also das Boot und den Guide exklusiv für uns 🤩 .
Rund 1 ½ Stunden schippern wir über den Kwando und einige Nebenarme, zunächst mal an vielen wunderschönen Waterlilies vorbei:
Bild: Thomas
Auch einige bee-eaters sind zu sehen:
White fronted bee-eater
Little bee-eater (Bilder: Thomas)
Die mit Schilf und Papyrus gesäumte Flußlandschaft ist faszinierend und strahlt eine unglaubliche Ruhe auf uns aus.
Ein paar mehr Tiere gibt es natürlich auch noch:
Pied Kingfisher:
Jacanas:
Bild: Thomas
Blacksmith Lapwings
Bild: Thomas
Und ein African Wattled Lapwing (Danke Friederike - CuF 😘 )
Bild: Thomas
Red Lechwe
Und ein paar Kleinvögel, da bin ich für Bestimmungshilfen dankbar (Bilder: Thomas) African Stonechat - weibl. Schwarzkehlchen, danke an Matthias-fotomatte:
Banded Martin - Weißbrauen-Uferschwalbe, danke an Maddy 😘
Und jetzt der absolute Höhepunkt für Sabine: Hippos 🤩 Da ist Sabine in ihrem Element 🤩 :
Hippos waren für Sabine das unbedingte "Muss" in diesem Urlaub. Alles was jetzt noch auf dieser Reise kommt ist gerne angenommenes Beiwerk 😁 . Da fällt Beate und mir als Reiseplanern ein großer Stein vom Herzen 😗 .
alle weiteren Hippo-Bilder: Thomas
Auf dem Rückweg entdecken wir noch ein Krokodil beim Sonnenbad:
Bild: Thomas
Und vorbei an den Waterlilies erreichen wir dann wieder die Lodge (Bild: Thomas).
Den restlichen Vormittag und auch die Mittagszeit verlümmeln wir auf der Terrasse der Lodge. Dabei entdecken wir unterhalb der Plattform eine Puffotter:
Aber auch sonst ist rund um die Lodge Vorsicht geboten:
Am Nachmittag findet der Gamedrive zu Lande statt. Dafür gibt es dann ein neues Kapitel.
Teil 1301. Juni 2022
Montag 18. April: Kwando, Kwando, Kwando … Teil 2: Gamedrive zu Lande
Den Nachmittags-Gamedrive hätten Sabine und Thomas beinahe nicht rechtzeitig geschafft. Schuld daran ist der Salat, den beide zum Lunch bestellt haben. Genauer gesagt, schuld ist das Personal im Restaurant und in der Küche. Denn von der unmotiviert aufgenommenen Bestellung bis zum lustlosen Servieren vergeht über eine Stunde 😠 … Haben wir das Servicepersonal im Restaurant in den zwei Tagen überhaupt einmal lächeln sehen ? Wir können uns nicht erinnern 🙁 …
Egal, es reicht noch, sogar stressfrei, aber dann geht es auch schon los. Wieder gibt es den Shuttleservice, denn die Gamedrive-Fahrzeuge stehen am anderen Ufer des Kwando, also gibt es erst mal wieder eine kurze Bootstour. Beate und ich kennen das ja schon, es ist immer noch die gleiche Tour wie vor 8 Jahren, und es geht zum Horseshoe 🤩 … Wir haben Glück, sind wieder exklusiv zu viert unterwegs und haben auch den gleichen Guide wie heute morgen, Das passt gut, denn die Chemie stimmt 🙂 .
Auch auf dieser Tour sprechen die Bilder wieder für sich:
Und das Ganze aus Thomas' Perspektive:
Unterwegs zum Horseshoe
Bild: Thomas
Tokos in Rot und Gelb 😉
Bild: Thomas
Ein Rallenreiher/Squacco heron (Danke Guggu 😘 ) mit Beute:
Ein UFO junger Nachtreiher - Danke Matthias-fotomatte:
In dieser idyllischen Umgebung machen wir eine Pause.
Dabei sehen wir auch Elefanten ...
Bild: Thomas
... und Paviane (wer beim ersten Bild genau hinschaut, findet auch ein Krokodil)
restliche Pavianbilder: Thomas
Dann geht's langsam zurück.
Vorbei an Landschaft ...
... Hippos ...
... und Schreiseeadlern (Bild: Thomas)
und wieder Landschaft.
Bild: Thomas
Fotografiert wird bis zum letzten Abendlicht
(Bild: Thomas)
Direkt nach dem Gamedrive geht’s zum Abendessen. Ungewöhnlich für Thomas: Er verabschiedet sich schon vor dem Dessert. Irgendwas grummelt in seinem Magen. Ojeoje, hoffentlich nichts Ernstes. Aber auch für uns drei übrigen endet der Abend schon bald, es war ein langer ausgefüllter Tag.
Teil 1404. Juni 2022
Dienstag 19. April: Vom Kwando zum Zambezi
Als wir heute Morgen beim Frühstück erscheinen, bestätigen sich unsere Befürchtungen: Sabine sitzt alleine am Frühstückstisch 🙁 . Thomas geht es schlecht, er hat die ganze Nacht mit Toilette und Eimer verbracht, ist fix und fertig 🤢 . Weiterfahrt momentan unmöglich. Die Lodge ist sehr entgegenkommend – die Zimmer sind für die kommende Nacht nicht gebucht, wir können erst mal bleiben und zu einem späteren Zeitpunkt auschecken. Wir haben also Zeit und Thomas kann erst mal in Ruhe regenerieren. Immerhin – es scheint zumindest das Schlimmste überstanden, auch wenn er noch fix und alle ist. Trotzdem möchte er momentan gewisse Örtchen noch in seiner Nähe wissen 😊 . In der Zwischenzeit beladen wir schon mal in aller Ruhe das Auto und bezahlen schon mal, dann können wir verzögerungsfrei starten, sobald Thomas sich fit genug fühlt.
Eine gute Stunde später gibt Thomas das „Go“ 🙂 . Zum Glück haben wir heute die kürzeste Etappe unserer Tour vor uns, und schon gute zwei Stunden später erreichen wir das Zambezi Mubala Camp, von wo aus wir per Boot zur Zambezi Mubala Lodge gebracht werden.
Im Verlauf der Überfahrt kann Thomas auch schon wieder lachen 🙂 :
Und mein loeffelinchen wird frech 😛 :
Nach gut 20 Minuten erreichen wir die Lodge.
Thomas nimmt sich erst mal eine Auszeit, während wir die Lodge erkunden und erste Annehmlichkeiten genießen.
Unsere Nr.2:
Nach der Übernahme durch Gondwana hat man hier nahezu alles platt gemacht und die Lodge fast vollständig neu aufgebaut. Alles auf Stelzen, sehr modern, sehr stylisch, aber nicht wirklich afrikanisch wirkend. Trotzdem fühlen wir uns hier „sauwohl“, und Sabine hat eine neue Lieblingslodge.
Unsere Häuschen vom Wasser aus:
Und unsere Nr 2 von innen:
perfekt mit Rolli:
Luxus für mich: Zum ersten Mal auf dieser Reise ist das Bett lang genug für mich. Und das fast schon übliche Manko für Beate: Das Waschbecken ist mal wieder nicht unterfahrbar und die Wasserhähne sind für sie vom Rolli aus nicht erreichbar. Aber wir sind ja flexibel und erfinderisch, und das ganze schränkt den positiven Gesamteindruck nicht wesentlich ein.
Insgesamt stylisch und fast schon dekadent, nehmen wir diesen Luxus für die nächsten drei Nächte gerne an.
Die eigene Terrasse direkt am Zambezi:
Und der erste Sonnenuntergang am Zambezi:
Nach dem Abendessen versuchen wir uns mal fotografisch an der Milchstraße. Der Himmel ist heute klar, trotzdem ist die Lodge als Standort für solche Aktivitäten natürlich nicht ideal. Viel zu viele Bäume schränken die Sicht ein. Zudem geht der Mond schon auf und sorgt am Horizont für ordentlich Lichtverschmutzung. Aber egal, für ein paar Eindrücke reicht es, wenn natürlich auch lange nicht so eindrucksvoll wie im Süden.
Teil 1506. Juni 2022
Mittwoch 20. April: Ein Lümmeltag am Zambezi
Was macht denn die Truppe 2 Tage / 3 Nächte auf der Zambazi Mubala Lodge ? Ist das nicht etwas lang ? Das fragen sich bestimmt einige hier im Forum. Tatsächlich ist der Aufenthalt hier zeitlich sehr großzügig bemessen. Ganz ursprünglich hatten Sabine und Thomas ja mal die Idee, von hier aus einen Abstecher zu den VicFalls zu machen. Nachdem das Ganze coronabedingt eher unwahrscheinlich wurde, hatten wir gemeinsam beschlossen die Buchung trotzdem so zu lassen. Damit hielten wir alle Optionen offen, falls sich an der Situation etwas ändern sollte. Alternativ haben wir hier zwei Lümmeltage, die uns am Umkehrpunkt unserer Tour sicher auch gut tun werden.
Tatsächlich haben wir nun die zwei Lümmeltage, wobei der heutige für afrikanische Verhältnisse mit einem verhältnismäßig späten Frühstück startet. Immerhin: Thomas ist wieder fit und kann beim Frühstück beherzt zugreifen 🙂 .
Danach erkundigen wir uns erst mal nach den Ausflugsangeboten der Lodge. Karminspinte sind zu dieser Jahreszeit keine da, das hatten wir befürchtet und auch nicht erwartet. Angeltouren sind auch nicht so unser Ding. Wir entscheiden uns für eine Sundowner-Tour auf dem Zambezi heute Abend und eine Birdwatchingtour morgen früh.
Der Spruch des Tages in Richtung Thomas und mir kommt heute von Sabine: „Wenn ihr zwei Vögel fotografieren wollt, nur zu.“. Worauf ich dann entgegnen muss, dass ich es nicht nett finde, dass sie Thomas und mich als „Vögel“ bezeichnet … 😛 🤩
Also haben wir erst heute am späteren Nachmittag Programm und entern den Poolbereich. Wir sind heute erst mal die einzigen Gäste, weitere werden erst heute Nachmittag erwartet. Die anderen von gestern sind bereits abgereist.
Und weg sind sie 😛
Irgendwann im Laufe des Vormittags fällt mir auf: Der Rollstuhl lässt sich nur mit Mühe schieben. Und tatsächlich: Beate hat einen Platten 😮 . Nach 2018 nun der zweite in Namibia. Aber das Problem lässt sich hier auf der Lodge entspannt beheben. Schon der erste Versuch mit Pannenspray ist erfolgreich, und das ganze hält den Rest der Reise über. Alternativ hatten wir auch Flickzeug und einen zweiten Schlauch dabei.
Im Verlauf des Tages lassen sich teils vom Pool aus, teils während kleiner „Ausflüge“ übers Lodgegelände so einige tierische Nachbarn beobachten:
White-crowned lapwing
Brown hooded kingfisher: Den habe ich selbst leider nur weit weg im Schatten vor extrem unattraktivem Hintergrund entdeckt
Für Thomas präsentiert sich dann irgendwann später ein Woodland Kingfisher deutlich besser - danke maddy fürs Bestimmen (Bild: Thomas)
Dafür habe ich mehr Glück mit den Kleinen Streifenschwalben:
Auch ein Halsband-Bartvogel gibt sich die Ehre und nascht an den Feigen:
Eine kleine African Pied Wagtail - danke Friederike/CuF fürs Bestimmen (Bild: Thomas):
Auch diese hier flattern ständig im Geäst rund um den Pool. Können das irgendwelche Bülbüls sein ? Ja - Dark-capped Bulbul (Danke Friederike-CuF 😘 )
Bild: Thomas
An späteren Nachmittag startet dann die Sundowner-Bootstour:
Man beachte das reichliche Angebot an Knabbereien und die gut gefüllte Kühltasche (wir sind nur zu viert):
Ein Meer aus waterlilies (Bild: Thomas):
Wir gleiten an idyllischen Wasserlandschaften vorbei:
Bild: Thomas
Tiere sehen wir heute nur wenige. Hier Kormorane und eine Taube:
Wer ganz genau hinschaut, erkennt links unten halb hinter dem Stamm noch einen Specht. Den habe ich erst zuhause auf dem Foto entdeckt. Sorry, mehr gibt auch die Vergrößerung nicht her. Trotzdem: Cardinal Woodpecker Danke und Respekt, maddy
Dafür gibt es zum Sonnenuntergang hin fantastisches Licht.
Thomas' Objektiv macht einfach die schöneren Blendensterne (Bild: Thomas):
Bild: Thomas
Bild: Thomas
Nach unserer Rückkehr ist Halligalli auf der Lodge. In der Zwischenzeit ist eine südafrikanische Reisegruppe angekommen und sorgt zum einen für ordentlichen Umsatz an der Bar, andererseits auch für ziemliche Unruhe während des ganzen Abends 😠 . Also heute kein gemütlicher Tagesausklang für uns 🙁 . Shit happens ...
Teil 1610. Juni 2022
Donnerstag 21. April: Und noch ein Lümmeltag am Zambezi
Heute morgen sind wir schon deutlich früher aktiv, denn von 7 Uhr bis 10 Uhr findet unsere Birding Tour statt. Ein Problem: Auch Frühstück gibt es von 7 Uhr bis 10 Uhr. Nein nein, kein Problem, versichert man uns. Es wissen ja alle hier auf der Lodge, dass wir unterwegs sind, und sie werden das Frühstücksbuffet für uns aufgebaut lassen. Wir dürfen also auch nach der Birding Tour das volle Angebot erwarten 🙂 . Jetzt sollen wir erst mal die Birding Tour genießen. Das ist aber leicht gesagt, denn über Nacht ist eine Kaltfront hereingezogen und es ist heute morgen empfindlich kalt 😵 . Auch das Outfit unseres Guide lässt nichts Gutes ahnen und erinnert uns ein wenig an unsere Antarktis-Touren 😎 :
Entsprechend haben auch wir uns mit Schals und Vliesjacken ausgestattet (Bild: Thomas).
Neben viel idyllischer Flußlandschaft …
Bild: Thomas
… sehen wir auch
White fronted bee-eaters (Bild: Thomas) ...
... einen coppery-tailed coucal (?) (Bild: Thomas) ...
... Water Thick-knee / Wassertriel ...
... Jacana...
... Wire-tailed swallow ...
Bild: Thomas
... Pied Kingfisher ...
Bild: Thomas
... und immerhin ein Krokodil.
Karminspinte sind keine da. Die Gegend rund um den Aussichtsturm ist verlassen:
Dafür freuen wir uns über einen Malachit-Kingfisher ...
Bild: Thomas
... einen Goliath-Reiher ...
... und einen Kormoran:
Kaum habe ich die Kamera abgesetzt, fliegt er weg. Thomas hat Glück und erwischt ihn noch:
Pech haben wir bei diesem Southern Red Bishop hier. Er bleibt für Thomas und mich halb versteckt im Schilf (Bild: Thomas)
White Faced Whistling Ducks (Bild: Thomas)
Und zum Schluss wieder Zambezi-Idylle:
Während der Tour sind wir nur mässig begeistert. Uns kommt es recht tierarm vor, gefühlte Ewigkeiten fahren wir ohne eine Sichtung über den Zambezi. Aber im Nachhinein hat uns dieser Eindruck wohl getäuscht, wie die Bildausbeute nun zeigt. Wahrscheinlich hat auch die morgendliche Kälte unseren Eindruck negativ beeinflusst.
Und deshalb darf nach so einer Tour ein Selfie nicht fehlen 🙂 :
Wie versprochen ist nach unserer Rückkehr das Frühstücksbuffet noch aufgebaut 🤩 . Und noch wichtiger: Es ist auch gegen freche Affen gesichert. Denn heute macht eine Bande Meerkatzen die Lodge unsicher. Schon bei Tagesanbruch sind sie auf den Dächern herumgeturnt und haben jede Menge Unruhe verbreitet. Und sie haben gelernt, wie die Selbstbedienung am Buffet funktioniert, inklusive dem Öffnen diverser Behältnisse. Da hilft nur permanente Bewachung des Buffets, die zum Glück stattgefunden hat. Sonst wären wir mit Sicherheit leer ausgegangen 😛 . So aber (Bild: Thomas) :
Danach ist wieder Poolen angesagt. Inzwischen ist es nämlich deutlich wärmer und auch sonniger.
In den Sonnenschirmen tummeln sich ein paar Geckos:
Ansonsten machen heute vor allem ein paar Weißbrauenrötel / White-Browed Robin-Chats mit jeder Menge Action und Krakeele auf sich aufmerksam.
Und Thomas entdeckt noch einen Brown-Hooded Kingfisher.
Der Abend klingt wieder mit einem farbenprächtigen Sonnenuntergang aus.
Teil 1715. Juni 2022
Freitag 22. April: Zurück zum Okavango
Heute müssen wir die Zambezi Mubala Lodge verlassen. Der Abschied fällt schwer, denn wir haben uns hier sehr wohlgefühlt. Zusätzlich wird der Abschied von der Tatsache erschwert, dass hier der Umkehrpunkt unserer Reise ist. Ab hier und jetzt geht es langsam aber sicher zurück in Richtung Windhoek 🙁 .
Eine letzte Morgenstimmung am Zambezi, von der eigenen Terrasse aus.
Und ein Rotschnabel-Frankolin will sich noch verabschieden:
Nach einem letzten Frühstück hier genießen wir den Bootstransfer über den Zambezi zurück zum Zambezi Mubala Camp, beladen dort unser „beast“ und sind dann auch ruckzuck wieder auf Asphalt.
Etwa 40km westlich von Katima Mulilo hatten wir auf der Hinfahrt einige Verkaufsstände mit geschnitzten Holzelefanten gesehen. Vor 8 Jahren hatten Beate und ich hier in der Gegend ja unsere kleine Elefantengruppe gekauft, jetzt wollen wir diese vergrößern 😎 . Aber auch hier sind die Corona-Folgen deutlich: Gab es vor 8 Jahren noch mindestens 10 Stände hier an diesem Straßenabschnitt, finden wir nun gerade noch zwei. Trotzdem gibt es einen Stand mit schönen Exemplaren. Eigentlich wollte ich ja nicht handeln, aber der aufgerufene Preis erscheint mir doch recht hoch und mein Gegenvorschlag wird sofort und ohne weitere Diskussion akzeptiert. Damit sind alle Beteiligten zufrieden und so finden auch noch eine Elefantenkuh und ihr Kalb Platz in unserem Hilux.
Zuhause verträgt sich die kleine Gruppe aus alt und neu prächtig:
Die restliche Fahrt ist ereignislos. In Divundu tanken wir an der großen neuen Tankstelle. Nebenan fristet die alte, die wir noch von 2014 kennen, ein trauriges Dasein und wir sind nicht mal sicher ob sie überhaupt noch offen hat. Danach biegen wir ab in Richtung Ndhovu Safari Lodge, wo wir die nächsten zwei Nächte verbringen werden. Wegen der Floodplains fahren wir über den Damm, der auch zur benachbarten Mahangu Safari Lodge führt, die wir ja schon von 2014 kennen.
Die Lodge steht unter deutscher Leitung und wir werden von Ralf, dem Eigentümer, freundlich begrüßt. Wegen Beates Rolli hat man sich hier im Vorfeld viele Gedanken gemacht und für Beate und mich kein barrierefreies Safarizelt, sondern das 4-Personen-Chalet „Elephant“ vorgesehen. Zum einen wegen des Platzangebots, zum anderen vor allem wegen des vor kurzem mit Steinplatten befestigten Weges zwischen Chalet und Bar/Restaurant/Poolbereich. Das ist in anderen Bereichen noch in Planung.
Auf den ersten flüchtigen Blick ist alles OK, etwas düster und muffig vielleicht. Auch Sabine und Thomas empfinden ihr Safarizelt zunächst ähnlich. Aber dieser erste Eindruck täuscht, mit geöffneten Verdunkelungen sieht alles schon deutlich freundlicher aus. Unser Hauptproblem ist wahrscheinlich, dass wir direkt von der Zambezi Mubala Lodge kommen, die einen sehr stylischen und hellen Eindruck vermittelt, während hier alles schon aufgrund der verwendeten Materialien und Architektur eher dunkel und etwas drückend wirkt. Aber das ist wie gesagt nur ein erster Eindruck, den wir schnell und gerne korrigieren. Alle sind superfreundlich, die ganze Atmosphäre ist familiär, entspannt und unkompliziert. Die allgemeinen Bereiche der Lodge sind blitzsauber, vor allem der Pool, nicht das kleinste Blättchen schwimmt da herum 🙂 .
Viel Zeit für Erkundung der Lodge bleibt uns aber nicht, denn schon startet die Sundowner-Bootstour, die wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Auch hier hat das Lodgepersonal im Vorfeld viele Überlegungen angestellt, wie Beate denn nun mit Rolli aufs Boot kommen soll. Aber es funktioniert wie bei fast allen anderen Bootstouren auch: Ein Mann vorne, ein Mann hinten und schwupps, schon ist Beate über den Anleger aufs Boot getragen 😎 .
Nach so viel Text wird es jetzt auch höchste Zeit für ein paar Bilder von unserer Sundowner-Tour auf dem Okavango:
Hippos (Bild: Thomas)
Africa Fish Eagle
Sporngänse (Bild: Thomas)
Viel Okavango-Flußlandschaft
Little Bee-Eater
African Darter
Thomas verfolgt ihn noch - einfach klasse (Bilder: Thomas)
Meine Kamera bleibt an den Madenhackern/Oxpeckers hängen, die auf einem Hippo herumturnen:
Und immer wieder Flußlandschaft:
Bild: Thomas
Bild: Thomas
Ein Baobab überragt die restliche Ufervegetation:
Zwei Hippos im Abendlicht:
Und ein Sonnenuntergangsfoto zum Abschluß darf nicht fehlen:
Thomas im letzten Abendlicht:
Das Abendessen hat schon fast Gästefarm-Atmosphäre 🙂 : Man sitzt zusammen mit den Gastgebern an einem (oder auch mehreren – je nach Gästezahl) großen Tisch(en), das Essen wird in Buffetform in großen Schüsseln und Platten serviert.
Das Geschirr der Lodge ist diesmal eine Erwähnung wert. Handbemalte Keramik aus Simbabwe, afrikanische (Tier-)Motive, jedes einzelne Teil ein Unikat, auf der Unterseite mit Nennung des Künstlers. Fast zu schön um es zu benutzen.
Nach dem Abendessen geht der Abend für uns zu Ende. Leider entdecken wir erst jetzt die Defizite unseres Chalets, was die Nutzung mit Rollstuhl angeht. Das Bad ist nämlich so verwinkelt, dass wir mit dem Rolli nicht zur Toilette und zur Dusche fahren können 😠 . Leider ist es heute Abend schon zu spät, um da noch mithilfe des Lodgepersonals für Abhilfe zu sorgen. Aber wir sind ja wie immer flexibel und erfinderisch und kommen zurecht, wenn diesmal auch mühsam 😵 . Mal schauen was wir da morgen machen können.
Teil 1817. Juni 2022
Samstag 23. April: Volles Programm Bwabwata – Teil 1
Heute morgen leuchtet es blutrot durchs Fenster direkt aufs Bett. Es hilft nichts, ich muss raus auf die eigene Terrasse. Tatsächlich, der farbenprächtigste Sonnenaufgang unserer Reise steht unmittelbar bevor. Was für ein Farbrausch 🤩 .
Später überlegen Beate und ich, was wir nun wegen der Rolliproblematik machen sollen. Heute morgen konnten wir unsere Abläufe weiter perfektionieren. Wir entscheiden uns daher, wegen lediglich einer einzigen weiteren Nacht nicht umzuziehen, sondern hier im Chalet zu bleiben. Trotzdem weisen wir Ralf auf unsere Problematik hin, damit er zukünftig auch die Innenausstattung bei Rollstuhlgästen berücksichtigt. Ansonsten ist ja alles OK und es war ja auch ein wenig unser Fehler, dass wir gestern im Eifer des Gefechts beim Bezug des Chalets nicht auf das Bad geachtet haben 😏 .
Beate und ich wollen heute morgen in den Mahango Park fahren. Sabine ist heute wenig begeistert. So ein wenig ist sie bereits übersättigt von den vielen Eindrücken während der Reise und würde den Vormittag lieber am Pool verbringen. Schon wieder ewig im Auto sitzen und ewig durch die Gegend fahren, das ist heute nicht so ihr Ding. Thomas erklärt sich solidarisch und will Sabine nicht alleine lassen. Schade 🙁 .
Während des Frühstücks entscheidet sich Sabine doch um 🤩 . Poolen kann man fast überall, den Mahango Park gibt es nur hier und heute. Zudem ist er ja nur gut 4 Kilometer von der Lodge weg und damit problemlos als 3-4 stündiger Ausflug zu besuchen. Dann haben wir immer noch genug Zeit zum Relaxen, bevor heute Nachmittag unsere geführte Tour in die Buffalo Core Area startet.
Am Parkeingang sind Beate und ich überrascht. Ein nigelnagelneues Gebäude steht da, mit Bezahl- und Infotheke, Toiletten und allem Pipapo. Wir haben an gleicher Stelle noch eine einfache Hütte in Erinnerung.
Im Park sehen wir heute verhältnismäßig wenige Tiere, gefühlt deutlich weniger als vor 8 Jahren. Auf Roan Antilopen hoffen wir beispielsweise leider vergebens 🙁 . Trotzdem:
Zebras (Bild: Thomas)
Eine sich spiegelnde Red Lechwe
Ein Nimmersatt / Yellow Billed Stork, auch ein paar Nilgänse haben sich dazu gemogelt ...
Ein paar Kudus und im Hintergrund unsere ersten und einzigen Büffel:
Und noch ein Kudu:
Ein einsames Krokodil:
Ein Goliath-Reiher
Ein paar Meerkatzen (Bild: Thomas)
Bild: Stefan
Die Überreste des großen Baobabs stimmen uns traurig 🙁 :
Was war das früher ein eindrucksvoller Baum, hier zwei Bilder von 2014 🙂 : 2014
2014
Andere Baobabs im Park kommen nicht ansatzweise an das ehemals so imposante Exemplar heran:
Und Dank der Elefanten haben einige auch wohl kaum eine Chance, sich so zu entwickeln:
Apropos Elefanten: Urplötzlich bricht einer durchs Gebüsch und überquert wenige Meter vor uns die Straße.
Bilder: Thomas
Der wird wohl nicht alleine sein. Also Vorsicht. Wir hören sie im Dickicht, können aber erst mal keine entdecken. Dann plötzlich:
Irgendwann trauen wir uns und fahren weiter. Gegen Ende unserer Tour, schon wieder auf der Hauptstraße, entdecken wir noch diesen stattlichen Adler hier:
Kann das ein Raubadler / Tawny Eagle sein ?????
und die ersten und einzigen Strauße auf unserer Reise:
Bild: Thomas
Na also, am Ende hat es sich doch gelohnt. Auch Sabine ist nach anfänglicher Skepsis mehr als zufrieden 😁 . Und Zeit für Pause und Shopping ist auch noch, bevor wir heute Nachmittag in Richtung Buffalo Core Area aufbrechen 😎 .
Teil 1919. Juni 2022
Samstag 23. April: Volles Programm Bwabwata – Teil 2
Heute Nachmittag fahren wir zur Buffalo Core Area. Die ist auch für uns Loeffels Neuland, denn vor 8 Jahren hatten wir diesen Bereich aus Zeitgründen ausgelassen. Wir haben die Tour bei der Lodge gebucht. Der Riesenvorteil: Wir müssen nicht den Riesenumweg über die Brücke bei Divundu fahren, denn bei der gebuchten Tour setzt man mit dem Boot über den Okavango und steigt dann ins Safarifahrzeug um. Die Buffalo Core Area liegt ja gerade am gegenüberliegenden Ufer des Okavango. Zudem profitieren man bei geführten Touren grundsätzlich von der Erfahrung der Guides, was wir sehr schätzen 🙂 .
Heute ist Klaus unser Guide. Er ist Miteigentümer der Lodge, allerdings aber nicht immer hier, sondern pendelt mehrmals im Jahr zwischen Deutschland und Namibia. Er hat sich hier in Namibia zum Guide ausbilden lassen und kennt die Parks rund um die Lodge wie seine Westentasche.
Es gibt am anderen Ufer keinen Bootsanleger. Deswegen gab es im Vorfeld auch wieder jede Menge Überlegungen wegen Beates Rolli und wir nehmen mehrere Holzplanken mit, um Beate mit Rolli von Bord zu bekommen. Aber das Ufer ist relativ flach, und Beate lässt sich auch hier mitsamt Rolli problemlos von Bord tragen 😎 .
Wir sind zu viert mit Klaus unterwegs. Ein weiteres Fahrzeug nimmt noch ein paar Gäste der Nachbarlodges mit. Man kooperiert gut nachbarschaftlich.
Klaus als Guide erweist sich für uns als absoluter Glücksfall. Er erklärt uns sehr kundig und informativ diverse ökologische und auch historische Zusammenhänge, in dieser Beziehung eine der besten Touren, die wir auf unseren bisherigen 5 Namibiareisen erleben durften. Daumen hoch 🤩 !
Ein „paar“ Bilder sind auf dieser Tour natürlich auch entstanden 😗 :
Gabelracke (Bild: Thomas)
Kudus auf Mineraliensuche
Grautoko
Unvermittelt liegt hinter einer Kurve plötzlich eine Löwin an der Piste.
Sie trägt einen Sender. Hier in der Region sind einige Löwen mit Sendern versehen, um ihre Wanderbewegungen zwischen Angola. Namibia und Botswana besser verfolgen und erforschen zu können. Nach einem ausgiebigen Gähner verkrümelt sie sich allerdings rasch ins Unterholz. (Bilder: Thomas)
Ein unerwartetes, aber kurzes Vergnügen. Es bleiben nur Spuren.
Ansonsten gibt es auch immer wieder weite Ausblicke auf die Floodplains.
Und der Himmel hängt voller Leberwürste:
Irgendwann gibt es auch mal in Treffen mit den anderen Gamedrive-Fahrzeugen und eine Pause.
Dabei entdeckt eine Teilnehmerin von einem erhöhten Standort aus einen einzelnen Elefanten, der genau auf uns zusteuert. Aber er dreht vorher ab und behelligt uns nicht.
Im weiteren Verlauf wird die Landschaft schon langsam in warmes Spätnachmittagslicht getaucht:
Bild: Thomas
Bild: Thomas
Wir fahren auch an den Überresten der südafrikanischen Militärbasis vorbei. Irre, was hier für die Militärs aus dem Boden gestampft wurde, inklusive Läden, Kino, Turnhallen und und und … Alles rottet nun so vor sich hin und verfällt, aber schon durch die schiere Größe der Anlage ist beeindruckend. Fotos haben wir hier im Vorbeifahren allerdings keine gemacht.
Ein Frankolin scheucht vor uns seinen Nachwuchs von der Piste
Bild: Thomas
Und ein stattlicher Kudu steht malerisch im Gegenlicht
Bild: Thomas
Hier lasse ich mich auch mal zu einem nostalgisch anmutenden Schwarzweiß-Bild hinreißen:
Im Schein der tiefstehenden Sonne erreichen wir wieder unser Boot ...
Bild: Thomas
... und sind rechtzeitig zum Sonnenuntergang wieder auf dem Wasser.
Bild: Thomas
Was wir aber in der Buffalo Core Area nicht gesehen haben, sind Büffel ...
Kurz danach ist schon wieder Zeit fürs Dinner. Heute sind etwas weniger Gästen da, deswegen passen heute alle gemeinsam an einen großen Tisch.
Gerade freue ich mich über den ersten Bissen des beeindruckend großen Zebrasteaks auf meinem Teller, da durchzuckt mich urplötzlich ein stechender Schmerz im linken Bereich des Rückens 🤢 . Ein Krampf, ein eingeklemmter Nerv ? Ich rutsche unruhig auf meinem Stuhl hin und her, aber es wird nicht besser 😵 . Im Gegenteil, der Schmerz wird noch heftiger, ich kann nicht weiter essen. Mit einer Entschuldigung verlasse ich das Dinner in Richtung unserer Unterkunft, durchsuche dort unsere Reiseapotheke und werfe eine ordentliche Dosis Schmerzmittel ein. Hoffentlich wirkt es bald, denn ich kann nicht stehen, sitzen liegen. Nur das unruhige Hin- und Herlaufen lenkt minimal ab 🙁 . Was das wohl ist ? Rücken, eingeklemmter Nerv, Niere ? Ich kann den Schmerz nicht eindeutig lokalisieren und einordnnen. Eine Viertelstunde später setzt die erste leichte Wirkung der Schmerzmittel ein und ich schleppe mich wieder in Richtung Restaurant. Unterwegs kommt Thomas mir entgegen um nach dem Rechten zu sehen. Ich sei urplötzlich am Tisch kalkweiss geworden und sehe aktuell wohl aus wie ein Zombie 🤢 , erzählt er mir. Im Restaurant entschuldige ich mich für heute endgültig, denn ich bin zu nichts mehr fähig, wie in Trance schleppe ich mich zurück in unser Häuschen 🙁 . Später kommen Beate, Sabine und Thomas vorbei, schauen nach dem Rechten. Keine Sorge, die Schmerzen lassen langsam nach, die (vielen) Tabletten wirken. Ich bin zwar nach wie vor wie in Trance, kann aber Beate beim Zubettgehen wie gewohnt unterstützen.
Dann bin ich aber auch fix und fertig und schlafe relativ schnell ein. Über etwaige Konsequenzen meiner Unpässlichkeit kann ich gar nicht nachdenken. Aber morgen verlassen wir die Lodge ...
Teil 2023. Juni 2022
Sonntag 24. April: Abschied vom Caprivi
Heute bin ich schon wieder früh wach. Ich habe gut geschlafen, fühle mich besser, wenn auch nicht komplett schmerzfrei. Aber ich kann rechtzeitig zum Sonnenaufgang schon wieder die Kamera halten:
Bild: Thomas
Nicht ganz so farbenprächtig wie gestern, aber trotzdem toll. Und noch besser: ich kann ihn tatsächlich auch genießen 🙂 .
Auch das Frühstück schmeckt, und danach ist leider Zeit für den Abschied. Wir müssen heute Ndhovu und das Team um Ralf und Klaus verlassen 🙁 . Schade, denn auch wenn unser „Elefantenhaus“ für uns nicht optimal war, haben wir uns doch sehr wohlgefühlt. Eine unkomplizierte, herzliche und familiäre Atmosphäre, die jeder Gästefarm alle Ehre machen würde. Dazu klasse Game- und Sundownerdrives, leckeres Essen und nach dem ersten Falscheindruck auch nette Zeltunterkünfte, einwandfrei. Da kommt auf unserer Namibia-Unterkunftsliste ein dickes Plus dran 🙂 .
Hier noch Bildeindrücke von Sabine & Thomas’ Zelt (Bilder: Thomas):
Knapp 480 Kilometer liegen heute vor uns. Wir verlassen den Caprivi und fahren bis Grootfontein, genauer gesagt bis zur Dornhügel Guestfarm. Thomas übernimmt die erste Etappe, denn so ganz schmerzfrei bin ich noch nicht. Inzwischen ist auch die Ursache klar, denn ich hatte heute morgen etwas Blut im Urin 😮 . Damit ist mir klar: Eine Nierensache, ich vermute einen Nierenstein. Also zunächst mal Schmerzmittel und viel trinken, dann sehen wir weiter. Die Schlagloch-Strecke zwischen Divundu und Rundu ist meinem Zustand erst mal nicht förderlich. So fährt Thomas heute durch, gibt mir die Gelegenheit zur Erholung (und zu etlichen Pipipausen), und tatsächlich geht es mir nach Rundu zunehmend besser. Als wir die Dornhügel Guestfarm erreichen, bin ich nahezu schmerzfrei und kann auf die Schmerztabletten jetzt sogar verzichten 🤩 .
Bild: Thomas
Dornhügel haben wir leider nur als Zwischenstation auf dem langen Weg zurück nach Windhoek vorgesehen. Begrüßt werden wir von John, der hier als rechte Hand von Melanie und Götz fungiert. Unsere Gastgeber selbst lassen sich entschuldigen. Denn sie sind erkältet und meiden daher vorübergehend den Kontakt mit ihren Gästen. Das empfinden wir als sehr rücksichtsvoll uns Gästen gegenüber. Andererseits ist es aber auch schade, da durch den fehlenden direkten Kontakt mit der Gastgeberfamilie natürlich auch etwas von dem verlorengeht, was wir auf einer Gästefarm als das Besondere empfinden. Während wir uns mit Kaffee und Kuchen verwöhnen lassen, kommt Götz dennoch auf ein kurzes Hallo und einen kleinen Plausch in respektvollem Abstand vorbei. Nett.
Wir bekommen das Surricat-Zimmer. Es ist barrierefrei und tatsächlich ist hier alles problemlos, inklusive des unterfahrbaren Waschbeckens 🙂 .
Die Zimmer sind hier übrigens immer ihrem Namen entsprechend dekoriert. Bei uns im Surricat-Zimmer gibt es Erdmännchen-Bilder, - Bettwäsche usw. Sabine & Thomas haben das Gecko-Zimmer. Entsprechend gibt es hier überall Geckos als Bilder, Bettwäsche etc.
Gecko-Zimmer (Bilder: Thomas)
Ansonsten passiert hier heute nicht mehr viel. Unsere Damen nehmen eine kleine Auszeit, Thomas und ich führen unsere Kameras an die frische Luft und wir erfreuen uns an den vielen Details, liebevollen Deko-Elementen, Katzen und Hunden in dieser wirklich schönen und gepflegten Anlage.
Bild: Thomas
Bild: Thomas
Bild: Thomas
Abends genießen wir noch einen Sundowner am Feuer ...
... später dann ein leckeres Dinner, wobei uns John Gesellschaft leistet. Mit uns ist heute noch eine französische Familie mit zwei kleinen Kindern zu Gast.
Danach endet für uns dieser lange und auch recht anstrengende Fahrtag. Erfreulich: Mein Nierenproblem scheint ausgestanden, keine Schmerzen und keine Probleme mehr. Juhuu !
Teil 2123. Juni 2022
Montag 25. April: Teil 1 - Auf zur letzten Unterkunft
Die Überschrift verrät es: So langsam neigt sich unsere Reise dem Ende entgegen und wir müssen heute schon unsere letzte Unterkunft ansteuern. Vorher genießen wir aber ein ausgiebiges und sehr leckeres Frühstück, von dem mir vor allem das selbstgebackene Brot und die Vielzahl der zum Teil exotischen selbstgemachten Marmeladen als total lecker in Erinnerung geblieben sind 🙂 . Gut hat es uns hier gefallen, wie immer hätten wir länger bleiben wollen. Aber wie immer ist die Urlaubszeit begrenzt und man muss Prioritäten setzen. Hier haben wir noch die Gelegenheit für ein paar Gruppenfotos zusammen mit unserem „Biest“. Irgendwie hatte es sich während der ganzen Reise bislang nie ergeben. Hier können wir aber unseren Hilux vor einem attraktiven Hintergrund postieren und John erweist sich als engagierter Fotograf 🙂 .
Die letzte Unterkunft unserer Reise ist für die verbleibenden beiden Nächte die Frans Indongo Lodge. Beate und ich sind hier nach 2013 und 2014 bereits zum dritten Mal zu Gast. Damit dürfte klar sein, dass es uns hier besonders gut gefällt und die Lodge für uns einen gelungenen Abschluss unserer ganz speziellen Tour mit unseren Freunden bildet.
Tatsächlich sind die beiden von der Lodge sehr angetan und auch wir freuen uns über die Willkommens-Deko in unserer barrierefreien Nr. 7:
Den Rest des Tages verbringen wir mit dem Erkunden der Lodge, einigen Leckereien zwischendurch und der Planung unseres Aufenthaltes hier. Der heutige Gamedrive zum Sundowner ist gesetzt. Und morgen ? Beate und ich würden morgen gerne zum CCF fahren. Das ist ein netter Halbtagesausflug, und unser Besuch dort war 2013 und ist damit schon eine Ewigkeit her. Sabine winkt ab. Schon wieder rund 3 Stunden im Auto, nee nee, dafür kann sie sich für den letzten Urlaubstag nicht mehr begeistern. Und Geparden haben die beiden ja schon 2019 in Kenia/ Tansania reichlich gesehen. Lieber noch ein letztes Mal poolen und relaxen. Also gut. Auch Thomas verzichtet, er möchte Sabine nicht alleine in der Lodge lassen. So entscheiden wir Loeffels, morgen ohne die beiden zum CCF zu fahren und besorgen schon mal die Vouchers an der Rezeption.
Bis zum Gamedrive ist noch etwas Zeit, bis dahin entstehen noch ein paar Bilder von der Lodge:
Dann startet auch schon der nachmittägliche Gamedrive. Dafür gibt es dann ein neues Kapitel.
Teil 2228. Juni 2022
Montag 25. April: Teil 2 – Der letzte Gamedrive
Heute Nachmittag starten wir zum letzten Gamedrive unserer Reise. Der geplante Höhepunkt bei diesen Gamedrives hier auf der Lodge ist ja immer eine Begegnung mit den Nashörnern. Wir sind also gespannt.
Der Gamedrive selbst birgt zunächst keine Überraschungen, wir sehen die üblichen Verdächtigen:
Wießschwanz-Gnus:
Erdhörnchen (Bild: Thomas)
Ohrengeier
Und ein paar andere Geier
Bild: Thomas
Den Giraffenbestand hat man seit unserem letzten Besuch offenbar deutlich aufgestockt. 2013/14 gab es nur einen einsamen Bullen.
Bild: Thomas
Bild: Thomas
Als wir endlich auf einen einzelnen Weißen Nashornbullen treffen, ist es schon ziemlich dämmerig. Wir dürfen aussteigen und dem Bullen in respektvollem Abstand folgen. Die Damen bleiben im Auto, das uns langsam folgt.
Bild: Thomas
Trotz der gut 100 Meter Abstand haben wir Respekt vor diesem friedlichen Koloss, der sich langsam aber sicher von uns entfernt.
Dann ist Sundowner-Zeit:
Nach dem leckeren Dinner sitzen wir noch eine Weile zusammen, dann heißt es „Gute Nacht“.
Schon vor Mitternacht ist die Nacht für mich zu Ende. Die Nierenschmerzen sind wieder da … 😮 😵 😮 😵 😮 😵
Teil 2329. Juni 2022
Dienstag 26. April: CCF oder doch ein anderes Ausflugsziel ?
Ich habe schlecht geschlafen 🙁 . Genauer gesagt: nach Mitternacht habe ich gar nicht mehr geschlafen. Die Niere quält mich, und die Schmerztabletten helfen nur unzureichend. CCF heute Vormittag ? Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Zum Glück kann ich die gestern gebuchten Vouchers für Beate und mich problemlos stornieren. Der Manager schlägt vor einen Arzt in Otjiwarongo zu konsultierten, er kann gerne dort anrufen und mich ankündigen. Ich bin unschlüssig. In zwei Tagen bin ich ja wieder zuhause, da gehe ich auf jeden Fall zum Arzt. Jetzt noch im Ausland ? Während des Frühstücks überlegen wir, und es gibt neben den anhaltenden Schmerzen auch andere gute Gründe für einen Arztbesuch. Also ja, der Manager ruft an und nach dem Frühstück (für mich nur Saft und Joghurt) fährt Thomas mich nach Otjiwarongo. Die Fahrt ist für mich der Horror, denn ich verzichte bewusst seit meiner Entscheidung für den Arztbesuch auf Schmerzmittel, um die Untersuchung dadurch möglichst nicht zu beeinflussen. Die Praxis liegt mitten in der Stadt, ein richtiger Gesundheits-Komplex mit Labor und Apotheke, alles unmittelbar benachbart. Es ist ein Family Doctor, also vergleichbar mit einem Hausarzt. Nach dem Ausfüllen eines Fragebogens muss ich gar nicht lange warten, ein männlicher nurse macht erste Checks, dann bin ich auch schon beim Arzt. Die Untersuchung ist gründlich, inklusive Ultraschall. Erste Diagnose: Tatsächlich höchstwahrscheinlich ein Nierenstein. Eigentlich müsste ich sofort zum Spezialisten, aber angesichts meines momentanen Zustandes und der morgigen Heimreise hält er es medizinisch für vertretbar, damit bis zu meiner Rückkehr nach Deutschland zu warten. Dort soll ich aber sofort zum Urologen. Ich bekomme ein Rezept für Schmerzmittel und ein Mittel zur Weitung der Harnleiter. Und ich bekomme meine Blutproben, die ich höchstpersönlich im Labor im Nachbargebäude abgeben darf. Dort ist übrigens nur Barzahlung möglich, die Arztrechnung und auch die Apotheke kann ich mit Kreditkarte zahlen. Wenn das Laborergebnis der Blutuntersuchung da ist, wird der Arzt mich in der Frans Indongo Lodge kontaktieren. Die Praxis ist übrigens tiptop und auch mit modernen Geräten ausgestattet. Kein Vergleich zu Bereichen unseres altehrwürdigen Universitätsklinikums zuhause, in dem ich arbeite.
Gegen Mittag sind Thomas und ich zurück, wir berichten unseren Mädels und dann brauche ich erst mal eine Auszeit. In der Zwischenzeit genießen Sabine und Thomas die Annehmlichkeiten der Lodge. Dabei entstehen die letzten Bilder unserer Reise (alle Bilder: Thomas):
Nachmittags ruft der Arzt an. Es wütet offenbar auch eine Entzündung, da will er mir noch ein Antibiotikum verschreiben. Das Rezept werde ich morgen auf dem Weg zum Flughafen abholen und dann auch gleich in der Apotheke einlösen.
Immerhin wirken die verordneten Tabletten so einigermaßen, trotzdem ist mit mir heute nicht mehr viel anzufangen 🙁 . Auch für das Dinner habe ich keine Lust, es ist ein Jammer, gerade hier. Es ist nun schon das zweite Mal, dass ich hier auf ein Dinner verzichten muss, denn 2014 hatte ich hier noch mit Magen-Darm-Problemen zu kämpfen und konnte auch nichts essen. Offenbar steht mein Aufenthalt hier in der Frans Indongo Lodge unter keinem guten Stern …
Es ist unser letzter Abend, an dem wir eigentlich zum Abschluss auf eine wundervolle gemeinsame Reise anstoßen wollten. Das müssen wir leider verschieben.
Teil 2430. Juni 2022
Mittwoch/Donnerstag 27./28. April: Das Ende einer ganz besonderen Reise
Heute ist Abreisetag. Ich habe einigermaßen gut geschlafen, die Medikamente leisten gute Arbeit 🙂 . Dennoch: die gesamte Rückreise überstehe ich nur dank regelmäßiger Einnahme der Tabletten und ich bin heilfroh, hier in Namibia einen Arzt aufgesucht zu haben. Die Schmerzen sind auf diese Weise erträglich, das Frühstück schmeckt, die Stimmung ist gut aber etwas wehmütig. Die 2 ½ Wochen gingen viel zu schnell vorbei 🙁 . Wir lassen uns von der Lodge Lunchpakete richten, denn der Tag wird lang. Am späteren Vormittag brechen wir auf. Bis spätestens 15 Uhr sollen wir das Auto bei Africa On Wheels abgegeben haben, unterwegs machen wir ja noch einen Stop beim Arzt in Otjiwarongo wegen des Antibiotikums. Während ich Arzt und Apotheke aufsuche, tankt Thomas an der Shell direkt nebenan. Dann fahren wir direkt durch bis Windhoek, tanken vereinbarungsgemäß voll und sind schon gegen 13:30 Uhr da. Dumm: Africa On Wheels hat Mittagspause, die Hofeinfahrt ist verschlossen. Wir haben keine Lust mehr durch Windhoek zu gurken und bleiben einfach in der Hofeinfahrt stehen 😗 . Zum Zeitvertreib plündern wir unsere Lunchpakete, die wirklich reichhaltig ausfallen und eigentlich für zwei Mahlzeiten reichen. Die Fahrzeugrückgabe erfolgt reibungslos, es ist alles in Ordnung. Keine Platten, keine Blessuren und 3439 km mehr auf dem Tacho. Während wir uns im netten Innenhof im Schatten aufgespannter Sonnenschirme noch die Zeit bis zum Flughafentransfer vertreiben, wird unser „Biest“ schon wieder für die nächsten Kunden flottgemacht. Morgen wird es schon wieder auf Tour sein, diesmal mit Dachzelten, die gerade montiert werden.
Flughafentransfer, Check In und Security verlaufen zügig und unspektakulär, reichlich früh finden wir uns in der Wartehalle am Abflug wieder. Wirklich doof: Unser Flug hat Verspätung und zwar reichlich 😠 . Damit uns Wartenden ja nicht langweilig wird, werden in der Wartehalle Absperrbänder gezogen und zusätzliche Sicherheitskontrollen aufgebaut. Getrennt nach Männlein und Weiblein soll man sich einreihen um erneut das Handgepäck kontrollieren zu lassen. Die bereits Abgefertigten finden sich eingepfercht in einem abgesperrten Bereich wieder, die Wartenden eingepfercht in einem anderen Bereich. Keiner weiß was da eigentlich abgeht und wie, die Stimmung ist aufgeladen und fast schon aggressiv 😠 . Der Witz: Bereits Abgefertigte, die aufs Klo müssen, dürfen sich danach erneut anstellen und werden nochmals kontrolliert 😠 😠 . Für Beate und mich macht man zum Glück eine Ausnahme in allen Punkten, wir werden durchgewunken, bei uns wird gar nichts kontrolliert.
Beim völlig unkontrollierten Einsteigen werden Bodenpersonal und Kabinencrew nahezu überrannt, das normalerweise priorisierte Boarden von Rollstuhlfahrern ist damit schlicht und ergreifend nicht möglich 🙁 😠 . Die Kabinencrew fürchtet angesichts der aufgeheizten Stimmung um ihre Sicherheit, wie man uns später erzählt 😮 . So sind wir dieses Mal tatsächlich die letzten, die an Bord kommen 😠 .
😠 😠 😠 Also Daumen hoch für die Security am Hosea Kutako International Airport, 😠 😠 😠 😈 😈 😈 Leute, das habt ihr richtig gut gemacht !!! 😈 😈 😈
Mit rund zwei Stunden Verspätung heben wir ab. Die Stimmung beruhigt sich schnell wieder und der Flug verläuft ruhig und unspektakulär, wir können sogar einiges der Verspätung wieder aufholen. Dank regelmäßiger Schmerzmitteleinnahme überstehe ich den Flug irgendwie, und so gegen 6 Uhr morgens landen wir in Frankfurt.
Nach der Gepäckausgabe heißt es Abschied nehmen. Sabine und Thomas sind mit ihrem Auto hier und werden Richtung Heimat aufbrechen, wir werden von unserem Haus- und Hof- Flughafentransfer abgeholt. Wir fallen uns in die Arme. Sooo schön war die gemeinsame Zeit, für uns vier eine völlig neue Erfahrung, eine solche Reise gemeinsam mit Freunden zu planen und zu unternehmen 🤩 🤩 🤩 . Für uns vier ist klar: Das war nicht unsere letzte gemeinsame Reise 🙂 . Und tatsächlich werden wir auf den beiden nächsten anstehenden Reisen wieder gemeinsam unterwegs sein 🙂 .
Das war sie also, unsere Reise auf 8 Rädern mit Freunden im Caprivi. Unvergesslich, wunderschön, sehr entspannt und mit einem runden Geburtstag als absolutes Highlight. Und zum Glück nur leicht getrübt von meinem Quälgeist in den letzten Tagen.
DANKE euch allen, die ihr hier fleißig gelesen, Danke-Button gedrückt und mit netten Kommentaren meine Schreiblaune hochgehalten habt. So macht das Reisebericht-Schreiben Spaß 🙂 .
In den nächsten Tagen wird es noch ein Fazit geben. Ich habe ja vorwiegend unsere Erlebnisse geschildert. Infos zur Buchung, Flügen, Mietwagen und Unterkünften sind dabei zu kurz gekommen, das hole ich in einer Zusammenfassung nach.
Aber noch eine letzte Info zum Schluß: Den Nierenstein bin ich los 🙂 . Er hat es von ganz alleine ans Tageslicht geschafft 😛 . Außer ein paar Schmerzmitteln und ein paar Tagen Krankschreibung war von Seiten meines Urologen keine weitere Maßnahme erforderlich. Bereits wenige Tage nach unserer Rückkehr war ich beschwerdefrei.
Teil 2503. Juli 2022
Unser Fazit
Es war mal wieder eine Reise mit allen Sinnen, die wir nach zwei Jahren Corona-Zwangspause extrem intensiv genossen haben. Eine solche Tour zu viert war für uns alle eine völlig neue Erfahrung, die wir als eine wunderbare Bereicherung empfunden haben. Trotz aller Sympathie waren wir im Vorfeld doch ein wenig skeptisch, ob unsere Freundschaft einer solchen 18 tägigen Belastungsprobe standhält. Es ist eben doch etwas anderes ob man sich für einige Tage besucht oder sich über 2 ½ Wochen auf der Pelle sitzt. Zudem haben Beate und ich ja auch einen ganz eigenen Rhythmus, was den Tagesablauf angeht. Die Bedenken waren unbegründet und unsere Freundschaft wurde durch dieses gemeinsame Erlebnis sogar noch gestärkt.
Und so hat mit uns vieren alles angefangen:
Bisher habe ich ja nahezu ausschließlich unsere Erlebnisse geschildert. Infos zur Buchung, Flügen, Mietwagen und Unterkünften habe ich bislang weitestgehend ausgeklammert. Das reiche ich gerne zusammengefasst nach.
Buchung: Nach unserem – auf den Rollstuhl bezogenen – Buchungschaos unserer Reise 2018 (Bericht hier) waren wir auf der Suche nach einer neuen Buchungsagentur. Erlebnisse wie 2018 wegen fehlender Rollstuhlinfos an die Unterkünfte wollten wir keinesfalls wiederholen. Nach ausgiebiger Recherche im Vorfeld haben wir uns in enger Abstimmung mit Sabine & Thomas für Namibia Click & Travel entschieden. Unsere schon sehr konkreten Vorstellungen haben die Mädels dort vor keinerlei Probleme gestellt und schon vor der ersten Antwort hatten sie gewirbelt und Infos bezüglich der Rollstuhltauglichkeit diverser Unterkünfte eingeholt. Hauptknackpunkt war das Auto, bei dem wir zunächst sehr unsicher waren wegen des Platzangebots für 4 Personen mit Gepäck und Rollstuhl. Auch hier ging der endgültigen Buchung eine enge Abstimmung mit dem Fahrzeugvermieter und Click & Travel voraus. Alles in allem: Trotz des ausschließlichen Kontakts per Mail reibungslose und rasche Kommunikation, ein sehr netter und persönlicher Kontakt, alle aufkommenden Fragen konnten immer schnell und umfassend geklärt werden. Die Zahlung nach Namibia ist mithilfe des angebotenen Zahlungssystems unproblematisch und kein Hinderungsgrund für eine Buchung direkt in Namibia. Hier würden wir jederzeit und gerne wieder buchen.
Auto: Das Auto haben wir ebenfalls über Click & Travel gebucht, und zwar ein Angebot von Africa On Wheels. Die Fahrzeuge dort sind meist schon etwas älter, aber Top in Schuss. Auch hier gab es im Vorfeld einige Recherchen, bei denen auch die Rollstuhlmaße abgefragt wurden um zu prüfen, ob die Ladeluke groß genug ist. Wir hatten uns letztendlich für einen Toyota Hilux 2,8L Doublecab entschieden. Hauptgrund hierfür war die Info, dass bei dieser Ausführung das zweite Reserverad außen montiert ist. Das war uns aus Platzgründen wichtig, da wir ja Gepäck für 4 Personen und den Rollstuhl unterbringen mussten. Bei der 2,4L Version des Hilux wäre das zweite Reserverad auf der Ladefläche gelegen. Letztendlich war unsere Befürchtung unbegründet, wir hatten Platz ohne Ende.
Es gab ja während unserer Recherche eine rege Diskussion hier im Forum bezüglich des Autos, der Ausstattung und der Staubsicherheit des montierten Canopys (siehe hier). An dieser Stelle nun Entwarnung: Alles war so wie im Vorfeld mit der Mietwagenfirma und Click & Travel besprochen und hier beschrieben. Und das verwendete Canopy war tatsächlich staubdicht. Das Fahrzeug selbst war gut in Schuss, technisch einwandfrei und hat alle Anforderungen problemlos gemeistert. Auf der Basis unserer bei Africa On Wheels gemachten Erfahrung würden wir dort jederzeit wieder ein Fahrzeug buchen.
Flüge: Wir sind direkt mit Eurowings geflogen und haben uns erstmals Premium Economy gegönnt. Man wird nicht jünger, und meine 1,90 m langen Gräten haben es mir gedankt … Für die Flüge für uns vier haben wir uns an ein Reisebüro gewendet. Das haben Sabine & Thomas übernommen, Beate und ich haben uns um Auto und Unterkünfte gekümmert – Arbeitsteilung. Das hat den unschlagbaren Vorteil eines festen und auch erreichbaren Ansprechpartners für alle Belange rund um den Flug, von der Buchung über gefühlt tausende von Sitzplatzänderungen quasi bis zum Check In. Alle Sitzplatzänderungen von Eurowings wurden kommentarlos von unserer Ansprechpartnerin im Reisebüro wieder korrigiert. Die kleine Vermittlungsgebühr, die wir ans Reisebüro zahlen mussten, haben wir gerne gezahlt, hatte dieser Service doch unsere Nerven extrem geschont.
Unterkünfte
Haasenhof Guestfarm Wir hatten für die erste Nacht in Namibia eine Unterkunft außerhalb Windhoeks Richtung Nord entschieden. Generell müssen Unterkünfte für uns ja rollstuhlgerecht sein. Hierfür hat Nina von Click & Travel uns die Haasenhof Guestfarm nordwestlich von Okahandja vorgeschlagen. Die Strecke von rund 150 Kilometern / gut 2,5 -3 Stunden hat uns für den Ankunftstag zunächst etwas abgeschreckt, war letztendlich aber problemlos und die Guestfarm erwies sich für uns als ein Volltreffer. Gemütliche, liebevoll angelegte rollstuhlgerechtes Anwesen, leckeres Essen mit vielen selbstgemachten Bestandteilen, und vor allem herzliche Gastgeber, bei denen wir uns wie Zuhause fühlten, wie Besuch bei guten Bekannten. Jederzeit wieder.
Onguma Bushcamp Hier schwankten wir zunächst zwischen dem Onguma Bushcamp und der Mokuti Lodge direkt gegenüber. Beide kannten wir bereits von 2014 bzw. 2018. Zusammen mit Sabine & Thomas fiel die Entscheidung aber schnell zugunsten Onguma. Es ist immer noch eine nicht zu große Unterkunft, top gepflegt, schön angelegt. Es hat sich gegenüber 2014 kaum etwas verändert. Positiv: WLAN ist jetzt überall verfügbar, damals nur in Bar / Restaurant und Rezeption. Die nette Geste mit den Heinzelmännchen/-frauchen für das abendliche Öffnen der Moskitonetze und die Gutenachtgeschichten gibt es immer noch. Essen ist nach wie vor sehr lecker, man wählt beim Dinner immer aus zwei Hauptgerichten. Auf Sonderwünsche geht man im Rahmen der Möglichkeiten gerne ein. Nettes und freundliches Personal. Beate und ich hatten eine barrierefreie Unterkunft, keine Probleme. Was immer noch fehlt, ist eine Rampe zum Restaurant, da gibt es ein paar Treppenstufen. Das ist für uns aber nicht kritisch. Wir vier haben den Aufenthalt dort sehr genossen. Jederzeit wieder.
Ongula Village Homestead Wer die entsprechenden Kapitel im Reisebericht gelesen hat, weiß, das dies unsere Top-Unterkunft im Ovamboland ist. Meine Einschätzung aus 2018 hat sich noch verstärkt: „Hier hat es uns wirklich sehr gut gefallen: Eine einfache, aber tolle Lodge mit pfiffigen Ideen bei Einrichtung und Ausstattung und leckerem Essen. Vor allem aber mit herzlichen Mitarbeitern, die stolz auf ihre Lodge sind und ihrer Arbeit hier mit Feuereifer und Spaß nachgehen. Dabei sind sie immer aufmerksam und fröhlich und für jeden Spaß zu haben. Gleichzeitig wirkt alles auf eine leichte Art aber auch sehr professionell, da könnte sich so manche Lodge entlang der touristischen Hauptrouten die ein oder andere Scheibe davon abschneiden.“ Ich denke damit ist alles gesagt. Jederzeit wieder
Hakusembe River Lodge Hier waren wir etwas enttäuscht, was aber im Nachhinein höchstwahrscheinlich an den überaus positiven Erlebnissen und Erfahrungen bei den vorherigen Unterkünften lag. Und eventuell an der Auslastung wegen Ostern. Denn generell ist die Unterkunft schön angelegt, sauber und typischer „Gondwana Standard“. Allerdings schien uns die Lodge seit unserem Aufenthalt dort in 2014 etwas vergrößert. Unsere barrierefreie Unterkunft lag nahe bei Parkplatz und Rezeption, wir vermissten daher den direkten Blick auf den Fluß und das angolanische Ufer. Sabine & Thomas hatten die benachbarte Unterkunft, ihnen ging es daher genauso. Der Bar-/Restaurantbereich mit der Aussichtsterrasse wirkte auf uns etwas „steril“, trotz durchaus afrikanischer Einrichtung und Dekoration. Vielleicht schon allein aufgrund der Größe. 2014 war das alles noch im Bau und das Restaurant war unter einer improvisierten Zeltplane auf der anderen Seite des Lodge-Geländes. Das wirkte viel heimeliger und gemütlicher, trotz – oder gerade wegen – der Improvisation. Das Essen fanden wir für ein Buffet für eine Lodge dieser Größe OK, aber nicht mit z.B. Onguma Bushcamp vergleichbar. Die Sundowner-Bootstour fanden wir unverändert toll. Alles in allem fanden wir es für eine Nacht OK. Sofern wir im Falle einer Wiederholung eine barrierefreie Alternative finden würden, wäre das eventuell eine Option.
Namushasha River Lodge Die Namushasha River Lodge hat sich seit 2014 kaum verändert. Es wurden nur wenige Modernisierungen vorgenommen, wir haben alles sofort wiedererkannt. Generell schien uns die nach wie vor schöne Anlage aber schon ein wenig in die Jahre gekommen, was aber nicht negativ gemeint ist. Auch hier hatten wir wieder eine barrierefreie Unterkunft, bis auf das nicht unterfahrbare Waschbecken (das war neu gegenüber 2014 !) problemlos. Die Gamedrives waren unverändert gut und wir können sie nach wie vor sehr empfehlen. Die Auswahl an Gerichten beim Buffet war ausreichend, aber geringer als 2014. Das mag aber an der im Vergleich zu 2014 deutlich geringeren Gästezahl gelegen haben. Geschmacklich einwandfrei, sowohl beim Frühstück wie auch beim Dinner. Hauptkritikpunkt am Restaurant war aber die nicht vorhandene Motivation und Freundlichkeit der Servicepersonals während unseren gesamten Aufenthalts. Eine halbe Stunde vor Ende der Servicezeiten für Frühstück und Dinner große Teile des Buffets abzuräumen ist ein NoGo. Wer erst gegen Ende der Essenszeiten aufkreuzte konnte nur noch von einem Bruchteil des ursprünglichen Gesamtangebots wählen. Auch beim Salat, den Sabine und Thomas mittags bestellt hatten, dachten wir, er würde nach der Bestellung erst ausgesät …
Diese Eindrücke vom Restaurantpersonal haben unseren Eindruck der Lodge doch ziemlich getrübt.
Nicht wirklich wichtig, aber uns ist es doch aufgefallen: 2014 gab es im Curio Shop viele lokale Erzeugnisse wie Schnitzereien oder Körbe. Jetzt gibt es fast nur noch Einheits-Schnickschnack made in Fernost. Schade. Würden wir wiederkommen ? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Für uns hinge es von der Verfügbarkeit alternativer barrierefreier Unterkünfte ab. Dann würden wir wahrscheinlich beim nächsten Mal eine Alternative wählen.
Zambezi Mubala Lodge Diese sehr stylisch und modern anmutende recht neu aufgebaute Lodge empfanden wir als das Unterkunfts-Highlight während unseres Aufenthalts im Caprivi. Auch wenn dieses Moderne ein wenig das Afrika-Gefühl vermissen lies, hat uns dieser fast schon dekadente Luxus, rundum verwöhnt. Hier fehlt es unsere Meinung nach an nichts. Dazu kommt eine sehr gute Küche und aufmerksames Personal, speziell in Restaurant und Bar. Bei der Rezeption standen wir allerdings ein paar Mal vor verschlossenen Türen, vor allem tagsüber. Allerdings waren wir da meist die einzigen Gäste.
Das Ausflugsprogramm ist überschaubar, absolutes Highlight sind eben die Karminspinte während der Brutzeit. Diesbezüglich waren wir zur falschen Zeit da, was wir aber wussten. Ausflüge auf eigene Faust sind wegen fehlender entsprechender Ausflugsziele und auch wegen des fehlenden Autos nahezu unmöglich. Man parkt ja beim Zambezi Mubala Camp und wird per Boot zur Lodge gebracht.
Prinzipiell würden 2 Übernachtungen in der Lodge reichen. Allerdings kann man die Annehmlichkeiten der Lodge auch sehr gut für einen Lümmeltag nutzen.
Jederzeit wieder.
Ndhovu Safari Lodge Eine unkomplizierte, herzliche und familiäre Atmosphäre, die jeder Gästefarm alle Ehre machen würde. Dazu klasse Game- und Sundownerdrives, l Vom „dunklen“ Ersteindruck bei den Unterkünften sollte man sich nicht täuschen lassen. Sehr gute und kreative Küche, manchmal fast schon etwas experimentell, aber immer lecker. Der Curio-Shop mit dem handbemalten Geschirr ist unbedingt einen Besuch wert. An den barrierefreien Unterkünften soll noch gearbeitet werden, das wäre für uns als Entscheidungskriterium für eine Wiederholung wichtig. Aber abgesehen davon:
Jederzeit wieder.
Dornhügel Guestfarm Eine großzügige und sehr geschmackvoll dekorierte Unterkunft mit vielen Details und lauschigen Plätzen zum Wohlfühlen, Sehr kinderfreundlich mit Spielplatz und Platz zum Toben. Die großen Zimmer sind nach Tieren benannt und entsprechend gestaltet und dekoriert, bis hin zur mit entsprechenden Tiermotiven bestickten Bettwäsche. Das Essen ist lecker und reichhaltig. Zum Frühstück gibt es eine Vielzahl selbstgemachter, z. T exotischer Marmeladen, die man auch im Curio Shop kaufen kann. Unsere Gastgeber waren ja leider erkältet, so dass wir hier bis auf ein kurzes „Hallo“ kaum direkten Kontakt hatten. Das war schade. Würden wir wiederkommen ? Ja, unbedingt.
Frans Indongo Lodge Wir sind zum dritten Mal hier, das sagt wohl alles. Eine schöne Lodge, nicht zu groß, sehr leckeres Essen, schöne Sundowner Fahrten mit der Chance der Begegnung mit Nashörnern. Für uns eine ideale Zwischenstation aus Richtung Nord / Etosha zurück nach Windhoek. Perfekt, um sich zum Reiseausklang noch mal so richtig verwöhnen zu lassen. Kleiner Tipp: Es werden sehr reichhaltige Lunchpakete angeboten. Das fanden wir dieses Mal für den langen Abreisetag ideal.
Jederzeit wieder.
Und nun ? Wird es für uns ein Namibia die 6. geben ? Leider, leider, wahrscheinlich nicht. Nach mittlerweile 5 Namibia Reisen haben wir nahezu alles in Namibia besucht, was für uns mit Rollstuhl machbar und sinnvoll erscheint. Und das ist ja bei weitem mehr, als wir uns jemals in unseren kühnsten Träumen vorstellen konnten.
Dazu kommt, dass solche Fernreisen inzwischen für uns doch deutlich anstrengender sind als noch vor ein paar Jahren. Insofern müssen wir schauen, welche unserer Wunsch-Fernziele wir noch realisieren können / wollen. Einige solcher Ziele haben wir inzwischen schon für uns gestrichen, z.B. Ziele in Südamerika. Aber Ideen haben wir noch so einige, auch ohne Fernziele gibt es noch mehr als genug für uns zu entdecken. Und für großartige (Natur-)Erlebnisse muss man ja nicht in der Ferne schweifen, wie ja Beatniks Helgoland-Bericht kürzlich eindrucksvoll bestätigt hat.
Unsere nächsten Reisen für September/Oktober 2022 sowie Februar 2023 sind schon fest gebucht, da freuen wir uns schon auf gemeinsame Erlebnisse mit Sabine & Thomas.
Für den Spätsommer 2023 und für 2024 gibt es schon erste Überlegungen, aber noch nichts konkretes.
Und dass Namibia-Forentreffen immer für Überraschungen gut sind und die schönsten Planungen über den Haufen werfen können, ist ja auch nichts neues 😛 … und demnächst steht ja das Treffen in Büsnau an 😗 …