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Reisebericht · namibia-forum.ch

Mit meinen Mädels in Namibia

von chrischris · Aug. – Sept. 2021 · 19 Tage · Selbstfahrer · 33 Teile

Über diesen Reisebericht

Wir fahren im September 2021 zu viert durch Namibia: meine Frau, unsere beiden Töchter und ich. Es ist die erste gemeinsame Safari der Familie, nachdem meine Frau und ich Jahre zuvor schon zweimal ohne die Kinder im Krüger Nationalpark waren und uns seither vorgenommen hatten, so etwas einmal gemeinsam zu erleben. Mit einem gemieteten Toyota Hilux mit zwei Dachzelten fahren wir selbst von Windhoek über die Kalahari und Sossusvlei an die Küste nach Swakopmund, weiter über Spitzkoppe und das Damaraland in den Etosha Nationalpark und zuletzt nach Erindi. Übernachtet wird bunt gemischt zwischen Guesthouse, Dachzelt und Luxuslodge. Schon am ersten richtigen Fahrtag bleibt uns die Autobatterie stehen, später kommen noch wiederholte Reifenpannen und eine durchgebrannte Sicherung dazu – die Technik macht uns die Reise streckenweise schwerer, als sie sein müsste. Dafür entschädigen die Tiere und die Landschaft umso mehr: Wüstenelefanten, die wir in Ruhe beim Trinken beobachten, eine Quad-Tour durch die Dünen bei Swakopmund, ein Ausritt über die Sanddünen der Kalahari und im Etosha ein Wasserloch, an dem sich Zebras, Gnus, Giraffen, Strauße und mittendrin unsere ersten Löwen drängen. Dazu ein Karakal direkt vor dem Auto und die einzige Leopardin des Urlaubs in Erindi. Am Ende sind wir uns einig: Die Route hätte für uns kaum besser passen können.

Teil 119. März 2022

Prolog

Schon "immer" wollten meine Frau Birgit und ich neben den üblichen Erholungs-, Besichtigungs- und Badeurlauben zwei besondere Urlaube mit unseren beiden Töchtern machen: einmal der Westen der USA und eben eine Safari in Afrika. Den Westen der USA haben wir im Jahr 2017 nach dem perfekten Schulabschluss unserer wunderbaren "großen" Tochter Lisa "erledigt", die Safari in Afrika war 2021 nach dem ebenso perfekten Schulabschluss unserer ebenso wunderbaren "kleinen" Tochter Tina dran.

Birgit und ich waren davor schon zweimal, jeweils nur für ein paar Tage im Anschluss an Dienstreisen im Krüger NP bzw. im angrenzenden Sabi Sands. Speziell beim 1. Mal im Jahr 2000 waren wir, wie man heute sagen würde, geradezu "geflasht", so begeistert waren wir von dieser Erfahrung. Wir waren daher fest entschlossen, dass wir das einmal unseren Kindern, wenn sie groß genug sind, zeigen bzw. mit ihnen gemeinsam erleben wollen.

Im Herbst 2019 haben wir dann damit begonnen zu überlegen, wohin es konkret gehen könnte. Der Krüger NP war aufgrund der guten Erfahrungen zuerst in der "Pole Position", aber bei den diversen Recherchen ist dann immer mehr Namibia aber auch Botswana ins Rennen gekommen. Ausschlaggebend für die Entscheidung war letztlich auch dieses richtig tolle Forum, speziell mit den vielen grandiosen Reiseberichten. Dadurch konnten wir einen konkreten Eindruck bekommen, dass es einerseits vom Sicherheitsaspekt und andererseits hinsichtlich Landschaft und Tierwelt das richtige Land für eine mehr oder weniger Einsteiger-Safari ist.
Im März 2020 hatten wir dann eine grobe Route, die ich hier auch zur Diskussion gestellt habe (https://www.namibia-forum.ch/forum/7-routen/299278-namibia-die-erste-bitte-um-eure-meinung.html#583662). Vielen Dank noch einmal an alle für die Hilfe!
An der Route hat sich nicht mehr viel geändert, die größte Änderung war, dass wir vor allem aus finanziellen Gründen 6 Nächte mit Dachzelt statt Lodge eingebaut haben. Zumindest bei Lisa hat sich die Begeisterung darüber aber eher in Grenzen gehalten. 😗 Birgit ist zwar mit Camping groß geworden, hat sich aber schon als Teenager mit ihren Eltern Richtung Luxuscamping (Wohnwagen) entwickelt und bezeichnet sich selbst als Heiß- statt Warmduscher. 😉 Unsere gemeinsame Campingerfahrung liegt auch schon länger zurück und besteht aktuell nur noch in ein paar Tagen pro Jahr in noch luxuriöserem Camping im Mobilheim in Kroatien. Drei der 6 Dachzeltnächte waren aber durch eigenes Waschhaus immerhin "halbluxuriös" geplant. Und abgesehen davon, hatten Tina, Birgit und ich das Gefühl, mit dem Campen ein klein wenig mehr "Abenteuertouch" in den Urlaub zu bringen.

Trotz der bekannten Unsicherheiten haben wir im Oktober/November 2020 fast alles fix fertig gebucht, weil wir dachten, dass im Herbst 2021 ja wieder alles möglich sein muss. Tja! Die Wochen und Monate vor dem Abflugtermin mit Virusvariantengebiet, Beförderungsverbot usw. waren daher nicht sonderlich lustig. Durch diese Ungewissheit ist es in den letzten Tagen vor dem Abflug noch etwas stressiger geworden, weil wir mit diversen Besorgungen bis zum Schluss gewartet haben. So habe ich erst eine Woche vor dem Abflug einen neuen (zusätzlichen) Fotoapparat (Sony RX10 IV) gekauft und hatte dadurch leider kaum mehr die Möglichkeit mich mit dem neuen Gerät vertraut zu machen. Zugegebenermaßen war durch diese Umstände und den Stress in den letzten Tagen die Vorfreude leider schon deutlich getrübt. Lisa hatte überdies vor der Abreise noch viel für die Uni zu tun, beide Mädels waren außerdem wenig amused über die Tatsache, dass wir bei der Rückkehr in Quarantäne müssen. Jedes Wochenende wurde unsere Hoffnung, dass nun auch Österreich endlich Namibia als Virusvarianten-Gebiet streicht, erfolgreich zerstört.
Aber nachdem am Tag vor dem Abflug auch der PCR-Test erfolgreich bestanden wurde, konnte es dann doch plangemäß losgehen.

Apropos Plan:
Di, 31.08.: Wien - Frankfurt - Windhoek (Eurowings)
Mi, 01.09.: Voigtland Guesthouse
Do, 02.09.: Bagatelle Kalahari (Dachzelt)
Fr, 03.09.: Bagatelle Kalahari (Dachzelt)
Sa, 04.09.: Sesriem Oshana Camp (Dachzelt)
So, 05.09.: Namib Desert Camping2Go
Mo, 06.09.: Meikes Guesthouse, Swakopmund
Di, 07.09.: Meikes Guesthouse, Swakopmund
Mi, 08.09.: Spitzkoppe Campsite (Dachzelt)
Do, 09.09.: Camp Kipwe
Fr, 10.09.: Camp Kipwe
Sa, 11.09.: Olifantsrus Camp (Dachzelt)
So, 12.09.: Halali Bush Chalet
Mo, 13.09.: Halali Bush Chalet
Di, 14.09.: Okaukuejo Camp (Dachzelt)
Mi, 15.09.: Erindi Old Traders Lodge
Do, 16.09.: Erindi Old Traders Lodge
Fr, 17.09.: Voigtland Guesthouse
Sa, 18.09.: Flug Windhoek - Frankfurt - Wien (Eurowings)

Also was erwartet euch? Ein Bericht eines Ersttäters, auch was Reiseberichte betrifft, von einer ziemlich klassischen Ersttäterroute durch Namibia mit sehr vielen nicht perfekten Ersttäter-Fotos. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, ist allerdings herzlich willkommen uns zu begleiten!
Grundlage für diesen Bericht ist übrigens hauptsächlich das Reisetagebuch von Tina - danke Tina! Die Fotos sind überwiegend von mir mit der neuen Sony RX10 IV geschossen, ein paar sind auch von Birgit mit der Canon EOS T6s (55-250 mm Objektiv) dabei und vereinzelt auch das eine oder andere Handy-Foto der Kinder.

Es ist eine Reise mit meinen 3 liebsten Mädels 😘
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durch wunderbare Landschaften
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mit sehr großen Tieren,
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nicht ganz so großen,
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mit kleineren Tieren,
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aber auf jeden Fall mit sehr vielen Tieren!
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Bitte einsteigen, anschnallen - bald geht es los!

Liebe Grüße,
Christian mit seinen Mädels 🙂

Teil 219. März 2022

Tag 0: Di, 31.8.21 - Afrika wir kommen!

Die Anreise ist sehr unspektakulär verlaufen. Um 15 Uhr ging es vollgepackt mit dem Taxi los zum Flughafen Wien. Bei den Kontrollen gab es kaum Unterschiede zu normalen Zeiten. Von Wien nach Frankfurt flogen wir mit Austrian (17:35 bis 19:05), am Flughafen Frankfurt haben wir uns noch eine kleine Stärkung genehmigt (die Versorgungslage am Flughafen war Covid-bedingt allerdings äußerst eingeschränkt ...), dann ging es um 21:50 mit Eurowings weiter Richtung Windhoek. Der Flug hat sich ziemlich gezogen, durch die vielen Turbulenzen wurde das Essen leider sehr verspätet serviert, gerade als ich tief und fest eingeschlafen war. Das Essen war so lala, aber okay. Auswahlmöglichkeit gab's aufgrund der hinteren Sitzreihen keine mehr - sollten wir bei zukünftigen Flügen bei der Sitzplatzwahl berücksichtigen. Leider war es mit dem Schlafen danach recht schwierig. Das Filmprogramm war aber okay, sodass die Zeit bis zum (bescheidenen) Frühstück auch einigermaßen akzeptabel zu überstehen war.

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Erster Blick auf Namibia von oben

Den Flug haben wir übrigens über Austrian im Okt. 20 gebucht und haben offenbar den perfekten Zeitpunkt dafür erwischt. Ziemlich genau 600 Euro für Wien - Frankfurt - Windhoek und retour ist ein recht guter Preis und war interessanterweise günstiger als nur Frankfurt - Windhoek. Das soll einmal jemand verstehen … 🙄

Teil 320. März 2022

Tag 1: Mi, 1.9.21 - Ankommen in Afrika

Um 8:15 sind wir ziemlich pünktlich in Windhoek angekommen, bis wir das Flughafengebäude verlassen konnten, vergingen aber noch 2 Stunden, dank Pass- und Coronatestkontrollen, die eher schlecht organisiert waren. Ein taktischer Fehler war auch, dass wir in einer der letzten Reihen im Flugzeug gesessen sind und daher fast die letzten waren, die fertig wurden.

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Ankunft am Hosea Kutako Flughafen in Windhoek

Am Flughafen haben wir außerdem noch Bargeld abgehoben und uns eine Telefonwertkarte (MTC) mit Vouchern für 3 Wochen besorgt. Abgeholt wurden wir von unserem Autovermieter Namibia2Go (Gondwana), der uns schließlich vom Flughafen zum Büro in Windhoek gebracht hat. Kaum in der Stadt begegnete uns schon das erste Wildlife: eine Gruppe Paviane (Baboons) mit Jungen am Rücken - da waren allerdings die Kameras noch nicht gezückt.
Bei Namibia2Go wurde uns gleich das bestellte Fleisch von der Klein-Windhoek-Schlachterei überreicht und vor Ort bezahlt. Nachdem wir den ganzen Papierkram erledigt hatten, bekamen wir eine ausführliche Einweisung in unseren Toyota Hilux Double Cab mit zwei Dachzelten und "Küche", inklusive Reifenwechsel und Kompressor in Betrieb nehmen. Lisa hat zum Glück das Wichtigste mitfotografiert bzw. gefilmt sonst wäre es vor allem mit dem Dachzelt beim ersten Mal noch schwieriger geworden. Man ist ja doch ein bisschen überfordert mit der Fülle an Informationen, wenn man nach einem langen Flug etwas gerädert ankommt. Freundlicherweise haben sie uns auch noch eine einfache Kühlbox mitgegeben, die dann auf der Rückbank gute Dienste geleistet hat.

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Einschulung - der Auf- und Abbau des Dachzelts will gelernt sein

Erst um ca. 12:30 Uhr ging es mit dem doch recht großen Gefährt los, das uns sicher durch die nächsten Wochen bringen sollte - mit Betonung auf sollte … 😗 Das Fahren war anfangs schon ungewohnt, besonders die verkehrten Blinker und Scheibenwischer waren gewöhnungsbedürftig. Das Schalten war dank Automatik aber kein Problem. 😎
Erster Halt: Maerua Mall. Im Superspar deckten wir uns mit allem Notwendigen ein (Getränke, Beilagen, Frühstück, …), den Cider mussten wir im Shop nebenan besorgen. Überraschend viele Produkte waren rein auf Deutsch angeschrieben, sonst alles mehrsprachig Deutsch und Englisch/Afrikaans. Hier fiel uns auch zum ersten Mal die namibische Art der Arbeitsplatzbeschaffung auf - 2 Angestellte packten unsere Einkäufe ein und brachten sie zu unserem Auto. Damit hat auch gleich das mehr oder weniger fröhliche Trinkgeld-Verteilen begonnen - neben den beiden Angestellten wurde natürlich auch der Parkwächter versorgt, der uns beim Einpacken nicht aus den Augen gelassen hat - ob das wirklich aus Sicherheitsgründen notwendig war oder wegen der Aussicht auf Trinkgeld sei jetzt einmal dahingestellt. Es war schon ungewohnt, dass der Wächter sofort beim Auto gestanden ist als wir zum Einpacken angefangen haben, aber wir waren durchaus froh darüber. Gerade zu Beginn fühlt man sich ja doch noch etwas unsicher.

Wir fuhren raus aus Windhoek zu unserer ersten Unterkunft - dem Voigtland Guesthouse. Die Asphaltstraße wurde von Schotter abgelöst, am Straßenrand sahen wir viele Perlhühner, wie auch in den nächsten Tagen noch so oft.

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Eines von sehr vielen Perlhühnern in diesem Urlaub

Kaum angekommen (ca. 14:30), wurden wir gleich herzlich von Antonio begrüßt und durch Haus und Garten geführt - ein sehr schöner alter Steinbau mit vielen verschiedenen Pflanzen im Garten, schön dekoriert sowie Pool und natürlich das Highlight: 3 Giraffen namens Sophie, Gustav und Shorty, die wir auch gleich mit Kameldornschoten (Früchte vom Kameldornbaum, die so aussehen wie Steine) füttern durften. Wirklich wunderschöne Tiere und vor allem den Mädels hat das Füttern viel Spaß gemacht. Wir sind in Afrika - der Urlaub hat begonnen!

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Hauptgebäude

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Zimmer

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Später bezogen wir unsere Zimmer (1 und 2), die schön eingerichtet waren und machten einen kurzen Spaziergang über das Gelände. Dabei sahen wir Pferde, Simmentaler Stiere, Esel, Zwergmangusten und viele verschiedene Vögel. Gleich eine Entschuldigung an alle passionierten birdwatcher vorweg, falls der eine oder andere Vogel in diesem Reisebericht falsch oder gar nicht benannt wurde! Für Korrekturvorschläge oder Ergänzungen sind wir immer offen ...
Bei Kaffee und Kuchen hatten wir danach den perfekten Blick auf die Giraffen.

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Simmentaler (Fleckvieh) Zuchtstiere, die gerade gebürstet wurden

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Kronenkiebitz

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So kann der Urlaub in Afrika beginnen!

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Wir fütterten sie nochmal und machten "einige" Fotos, dabei plauderten wir mit der sehr sympathischen und dynamischen Junior-Chefin Kimberley, der Tochter der Besitzer, die uns unter anderem erzählte, dass 10% der Kälber von Leoparden, Geparden oder Schakalen gerissen werden und dass die Farm stolze 7500 Hektar groß ist. Sie spricht, wie auch ihre Eltern, perfekt Deutsch, obwohl sie bereits in der fünften Generation in Namibia geboren wurde. Wir hätten geschworen, dass sie Deutsche ist.
Kurz darauf tauchten im Giraffengehege auch noch ein paar Warzenschweine auf, die ebenso wie die Perlhühner etwas vom Giraffenfutter abbekommen wollten.

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Apropos Futter - um 19 Uhr gab es Abendessen: Salat und Brot mit hausgemachtem Aufstrich als Vorspeise, wunderbar zartes Oryx-Steak mit Kartoffelpüree, Schwammerlsauce und überbackenem Kürbis und als Nachspeise Creme Brulée und dazu ein südafrikanischer Sauvignon Blanc. Alles köstlich! Wir plauderten noch sehr nett mit Stephan, dem Besitzer, über Simmental/Fleckviehzucht und anderes, bevor wir uns schon um ca. 20 Uhr in unsere Zimmer zurückzogen, um für den nächsten Tag ausgeruht zu sein.

Tageskilometer: 39

Teil 421. März 2022

Tag 2: Do, 2.9.21 - Gestrandet im Nirgendwo

Um 7:30 Uhr läutete der Wecker. Wir packten erstmal unsere Taschen um, um in den nächsten Tagen beim Campen alles griffbereit zu haben und möglichst wenig kramen zu müssen - es blieb beim Versuch ... 😗 Um 8:30 Uhr gab es dann ein ausgezeichnetes Frühstück mit schönem Blick auf die Giraffen und einige Papageien. Es gab Spiegeleier, Brot, eine Jausenplatte (Wurst, Käse, Gurken), Joghurt, Müsli, Muffins und Obstsalat. Zu trinken gab es Tee, Kaffee, Mangosaft und Wasser.

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Rosenköpfchen

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Wir packten fertig, räumten alles ins Auto und fuhren kurz vor 10 Uhr ab in Richtung Bagatelle. Unterwegs begegneten uns Paviane, die ersten Strauße, Rotschnabeltokos, Ziegen, Pferde, Rinder und Esel. Die Asphaltstraße wurde sehr schnell von Schotterstraßen abgelöst.

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Dieser Reiter hat sich stolz für ein Foto präsentiert

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Unser erster Strauß

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Auf der Strecke gibt es viele Webervögelnester

Nach gut 1 Stunde Fahrt und langsamem Gewöhnen an das Fahren auf gar nicht so schlechten Schotterstraßen leuchtete plötzlich die Batterie-Warnleuchte auf. 🤩 Zuerst hatte ich noch die Hoffnung, dass es sich dabei vielleicht nur um die Zusatzbatterie für den Kühlschrank handelt, weil sie da bei Namibia2Go vor der Abfahrt noch herumgebastelt haben. Als dann aber noch ein paar weitere Warnleuchten angegangen sind, u.a. Motor und Bremse war es an der Zeit anzuhalten und den Motor auszuschalten. Ein kurzer Test das Auto noch einmal zu starten, zeigte: die Autobatterie hat das Zeitliche gesegnet und ist mausetot. Na super, das fängt ja gut an! 😈 Jetzt standen wir da irgendwo zwischen Dordabis und Uhlenhorst, ‚in the middle of nowhere' (oder doch Norway? ?? © Bele).

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Jetzt mussten wir zuerst einmal Sim-Karte und Voucher aktivieren, was wir blöderweise nicht gleich auf Voigtland getan haben. Zum Glück hatten wir gleich 3 Voucher gekauft, weil die ersten 2 seltsamerweise binnen kürzester Zeit verbraucht waren. Nach einigen Problemen und Fehlanrufen haben wir schließlich jemanden von Namibia2Go erreicht, die uns schließlich einen Ersatzwagen in eineinhalb Stunden zusicherten. Die Wartezeit vertrieben wir uns mit Essen, Musik hören, reden und Landschaft leider völlig ohne Wildlife beobachten. Um ca. 14:45, also nach fast 3 Stunden, tauchte zum Glück endlich unser Ersatzwagen auf.

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Nach einiger Umpackerei, sowie raschem Auf- und Abbau des Dachzelts (weil wir die Decken usw. umladen mussten) fuhren wir um 15:30 Uhr weiter. In den ca. dreieinhalb Stunden, die wir auf dieser Straße gestanden waren, sind nur 4(!) Autos an uns vorbeigefahren. Wir waren froh, dass wir genügend Zeitpolster eingeplant hatten, um noch sicher vor Einbruch der Dunkelheit in Bagatelle anzukommen, allerdings mussten wir leider gleich unsere 1. Aktivität, das Reiten, das um 16:30 Uhr geplant war, absagen.
Am weiteren Weg nach Bagatelle, der problemlos verlief, sahen wir in der Ferne ein Kudu sowie eine nicht identifizierbare schwarze Schlange auf der Straße. Leider hatte Birgit in ihrer Begeisterung über die Schlange völlig darauf vergessen, dass man sie ja vielleicht auch fotografieren könnte 😉 Zu allem Überfluss überholte uns auch noch das 5. Auto auf dieser Strecke just in diesem Moment und fuhr über die Schlange. Allerdings schien ihr nichts passiert zu sein - sie suchte jedenfalls - noch immer unfotografiert - schnell das Weite.
Um ca. 17:30 Uhr sind wir in Bagatelle angekommen und konnten auch gleich die ersten Wildtiere beobachten.

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Eland-Ochse

Zum Glück konnten wir die Horseback-Safari auf den nächsten Morgen verschieben. Wir bezogen unseren Campingspot (Nr. 5) mit kleinem, eigenem Waschhaus und Grillplatz. Hier bauten wir erstmals unsere Dachzelte auf, was - da es ja das 1. Mal war - schon einiges an Zeit erforderte. Für den weiblichen Teil der Familie wäre eine Trittleiter - wie kürzlich von den Warmduschern empfohlen - durchaus vorteilhaft gewesen.
Zum Abendessen grillten wir Straußsteak mit Erdäpfeln und tranken Wein dazu. Der Strauß war aber leider ziemlich zäh und wird wohl nicht nochmal auf unserer Speisekarte landen. Um halb 8 war es bereits stockfinster, deshalb und wegen der zunehmenden Kälte machten wir uns rasch bettfertig und lagen bereits um kurz nach 9 im Dachzelt. Das Umziehen funktionierte in der Luxuscampingvariante - im Waschhaus - ganz gut, nur unsere Schuhe und Socken im Zelt waren vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig. 😵 Unsere erste Nacht im Dachzelt.

Tageskilometer: 244

Teil 522. März 2022

Tag 3: Fr, 3.9.21 - Bagatelle - Wildlife hautnah

Trotz zweier warmer Decken haben vor allem die Kinder die ganze Nacht gefroren, Birgit und mir ging es ein bisschen besser. Davon abgesehen, war das Dachzelt aber tadellos bequem. Die nächsten Nächte haben wir uns aber noch wärmer angezogen …

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Unser Campingplatz mit privatem Waschhäuschen

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Rappenantilope

Bereits um 6:30 Uhr war Tagwache. Nach einem schnellen Frühstück - Apfelkuchen und Kaffee/Tee zum Aufwärmen - mit Blick auf unsere erste Rappenantilope - machten wir uns auf zur Rezeption, um mit unserer Horseback-Safari zu starten. Wir wurden sehr freundlich von Chris, eigentlich Christina, begrüßt und zu "unseren" Pferden geführt - Siggy für Birgit, Poco für Lisa, Jumper für Tina und Stone für mich. Alles sehr entspannte, brave Wallache. Die nächsten zwei Stunden, mit einer kleinen Erfrischungspause auf einer Düne, verbrachten wir auf Pferderücken durch hohes Gras und über Sanddünen - wunderschöne Landschaft! Lustig war, dass Chris ganz begeistert war, dass es heuer aufgrund des Regens so viel ‚green grass' gibt - wenn es bei uns so aussehen würde, würde man von einer Dürrekatastrophe sprechen. 😉
Wir trafen auf Esel, Springböcke und Rappenantilopen. Dabei erzählte uns Chris etwas über Bagatelle. Unterwegs kamen wir auch an einem traumhaft schönen Platz für Hochzeiten vorbei. Birgit und ich haben noch gemeint, dass wir beim nächsten Mal hier heiraten werden. 😎 Wie wir nachher lesen durften, hat das ja Bayernschorsch in die Tat umgesetzt! 🙂
Kurz trabten wir auch, weil Tina und ich aber lieber im Schritt gingen, teilten wir uns am Rückweg auf, damit Lisa und Birgit auch kurz galoppieren konnten, während Tina und ich mit dem zweiten Guide gemütlich zurück zur Rezeption gingen. Die Runde (7 km) war sehr schön, aber mir hat als absoluter Anti-Reiter danach alles weh getan. Birgit und Lisa waren aber ganz begeistert vom Galoppieren auf den Sanddünen! Speziell für Reiter, aber durchaus auch für Nicht-Reiter ist die Horseback-Safari aber absolut zu empfehlen! Technisches Detail am Rande: als GoPro-Neuling habe ich leider nicht bedacht, dass der Ladezustand beim neu gekauften Gerät eher begrenzt ist - dementsprechend sind nur Aufnahmen am Anfang des Ausritts gelungen. 😵

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Zurück am Campingplatz machten wir uns ans Mittagessen: gegrillte Boerewors, die sehr gut geschmeckt haben. Dabei "besuchten" uns zwei Strauße, die wir davor schon in der Ferne gesehen hatten. Als sie sich dann aber unserem Mittagessen bedenklich näherten, musste ich einschreiten. Wer mir das Essen wegnehmen will, wird mich kennenlernen! 😈 Mit einem Campingsessel bewaffnet, konnte ich sie ganz gut zurückdrängen. Die Strauße waren jedoch hartnäckig und ließen sich nie weit vertreiben. Erst nach einigen Minuten ließen sie uns aber doch in Ruhe und begnügten sich damit, in der Nähe zu fressen und das Kondenswasser zu trinken.

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Glanzstar

Die nächsten paar Stunden musste ich leider zur Rezeption, um zu arbeiten, zum Glück gab es dort einigermaßen gutes WLAN. Der Rest der Familie ruhte sich inzwischen am Campingplatz aus.

Um 15:30 Uhr stand der nächste Programmpunkt an: ein combination drive: Safari + cheetah feeding + sundowner. Die Safari durchs Gelände war speziell für Lisa und Tina sehr cool, aber auch Birgit und ich haben es sehr genossen, wieder einmal auf einem offenen Safarifahrzeug herumchauffiert zu werden. Wir waren nur zu viert plus dem Fahrer Marcus und düsten durch das Gelände. Dabei sahen wir zwei Breitmaulnashörner, die sich im Schlamm wälzten, wunderschöne Oryx, Impalas, Giraffen, eine Rappenantilope, Springböcke (normal, schwarz und weiß) sowie mehrere Kori Bustards (Riesentrappen) und einen Sekretär, außerdem noch einige Strauße und Esel. Zu jedem Tier und auch einigen Pflanzen erzählte uns Marcus etwas. Die Wege waren, wie wir's mittlerweile gewohnt waren, ziemlich ‚bumpy'.


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Danach ging es weiter zur Gepardenfütterung. Bagatelle hat 8 Geparden, von denen 6 gefüttert wurden. Selbstverständlich durften wir im Gehege nicht von den Autos steigen, zwei ‚cheetah whisperers' fütterten die Geparden nah am Auto, so dass wir diese wunderschönen, eleganten Tiere aus der Nähe beobachten konnten. Sie leben in einem riesigen Gelände und wirken trotz Zaun und Handfütterung ziemlich wild.

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Schließlich fuhren wir noch auf dieselbe Sanddüne, auf der wir schon am Vormittag bei der Horseback-Safari eine Pause gemacht hatten, für einen Sundowner. Bei Snacks und Getränken (Wein, Cider, Gin) beobachteten wir den Sonnenuntergang hinter den Dünen.

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Zum Abendessen gingen wir diesmal in die Lodge. Es gab Tomatensuppe, Oryxsteak bzw. Hakefischfilet mit Püree, Broccoli und Karotten und als Nachspeise Panna Cotta bzw. Brandy Pudding. Es hat uns allen wunderbar geschmeckt!
Im Anschluss machten wir noch ein Observatory Stargazing - wir sahen unglaublich viele Sterne, die Milchstraße und durch ein Teleskop sogar die Ringe des Saturns und die Monde des Jupiters. Danach gingen wir zurück zum Campingplatz, machten uns bettfertig und lagen um ca. 11 im Dachzelt.

Tageskilometer: 0

Teil 623. März 2022

Tag 4: Sa, 4.9.21 - Bagatelle/Sesriem - Unruhige Nacht und Fahrt

Die folgende Nacht war dank zusätzlicher Schichten - Stirnband, Pullover - wärmer, aber auch sehr ereignisreich. Um ca. 1 Uhr wurden wir durch lautes Gerumpel und Geschepper aus dem Schlaf gerissen. Natürlich wurde ich von meinen Damen rausgeschickt 😉 - ein Esel machte sich an unserem Mistkübel zu schaffen und versuchte erfolglos, Fressbares zu finden. Ich bin also raus und habe ihn durch Hände fuchteln und lautes Geschrei erfolgreich verjagt. Später in der Nacht wurde ich wach, weil sich rasch Schritte näherten. Im Halbschlaf dachte ich noch, warum da jemand im Finstern joggen geht, allerdings wurde mir dann bewusst, dass das wohl doch etwas Größeres sein musste. Also wieder raus aus dem Zelt und dieses Mal musste ich ein Pony davon abhalten den Mistkübel zu plündern. Das Pony war noch sturer als der Esel, aber es gelang mir dann doch, unser Hab und Gut zu verteidigen. Blöderweise habe ich genau in dieser Nacht vergessen, die Wildkamera zu aktivieren - das wären sicher ein paar lustige Fotos geworden, wie ich im Pyjama die "Wild"tiere verjage. 😗

Kurz danach, um 6:30 Uhr, standen wir auf, räumten grob alles zusammen, frühstückten schnell (Roulade) und machten uns wieder auf den Weg zur Rezeption. Heute war der erste Programmpunkt ein Bushmanwalk von 8-10. Bei einem schönen Spaziergang über das Gelände erzählte uns ein Guide, der selbst auch ein Buschmann war, und zwei echte, junge Bushmen etwas über ihre Kultur. Da die Bushmen kein Englisch konnten (oder so taten?), sprachen sie nur in ihrer "Klicksprache", der Guide übersetzte und ergänzte.
Die Bushmen waren traditionell gekleidet, schienen sich aber nicht besonders wohlzufühlen. Wir erfuhren einiges über ihre Sprache (es gibt 4 verschiedene Klicklaute), Termiten und Erdferkel, Straußenfallen, den Nutzen von Straußeneiern und traditionelle Verlobungszeremonien.

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Bau einer Straußenfalle

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Ein Straußenei als Wasserspeicher

Unterwegs durch diese wunderschöne Landschaft sahen wir auch einige Tiere.

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Einer der Missetäter der letzten Nacht

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Ein Blick auf den Campingplatz mit den privaten Waschhäusern

Schließlich kauften wir in einem demonstration village zwei handgemachte Armbänder und zwei Liebesbögen. Es war ebenso interessant wie unangenehm - wir fühlten uns alle vier ein bisschen wie in einem Menschenzoo/Museum.

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Nachdem wir die Dachzelte weggepackt und alles eingeräumt hatten, verabschiedeten wir uns aus Bagatelle und fuhren über Mariental (mit kurzem Tank- und Einkaufsstopp) und Maltahöhe nach Sesriem.

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Direkt beim Sesriem-Eingangstor stellten wir fest, dass wir rechts hinten einen platten Reifen hatten. 🙁 Wir hatten aber Glück im Unglück, dass die nächste Tankstelle mit Werkstatt nur wenige hundert Meter entfernt war, sodass wir den Reifen nicht selbst wechseln mussten, sondern ihn nur mit dem Kompressor aufpumpten und langsam zur Werkstatt rollten. Der Reifen hatte ein großes Loch und war etwas an der Seite beschädigt, wurde aber nicht getauscht, sondern nur repariert. Ob das die richtige Entscheidung war? 😗

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Durch diesen Zwischenfall gelangten wir leider später als gedacht zur Sesriem Oshana Campsite im Namib-Naukluft-Nationalpark und bezogen unseren Platz Nr. 6, nachdem wir den Schlüssel in der Dead Valley Lodge abgeholt hatten. Wie auch in Bagatelle hatten wir unser eigenes Waschhaus, waren jedoch wesentlich näher an anderen Plätzen.
Lange blieben wir aber nicht, sondern fuhren gleich weiter zum Sesriem Canyon, in den wir ein Stück hineinspazierten. Der Canyon ist sehr schön, aber nicht extrem spektakulär, aber auf jeden Fall einen Abstecher wert. Beim Parkplatz trieb sich eine Horde Paviane herum. Als wir zurückkamen, war bei einem der Autos der Scheibenwischer abgerissen, unseres haben sie zum Glück nur angepinkelt. 😈

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Durch unser Reifenproblem waren wir leider sehr knapp mit der Zeit. Vom Sesriem Canyon fuhren wir direkt zur Elim Düne. Am Weg dorthin sahen wir viele Oryxe und einige Springböcke.

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Wir machten uns an den Aufstieg auf die Düne, der durch den ganzen Sand (no na) doch etwas erschwert war. Zum Sonnenuntergang waren wir leider etwas zu spät, die Aussicht war dennoch genial. Die ganze weite Ebene des Nationalparks und dahinter die Berge, die noch vom Licht angestrahlt wurden - wunderschön.

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Da der Nationalpark um 19:30 schließt, machten wir uns auf den Rückweg zur Campsite. Dort bauten wir die Dachzelte auf und grillten das Abendessen - Springbockfilet mit Erdäpfeln, Reis und Salat, dazu südafrikanischen Weißwein - sehr gut. Zwischendurch lief noch ein Schakal an unserer Site vorbei. Da es bereits früh sehr kalt war, zogen wir uns bereits um 9 ins Dachzelt zurück. Aus der befürchteten Party eines unserer Nachbarn ist Gott sei Dank doch nichts geworden - es blieb ruhig.

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Tageskilometer: 358

Teil 724. März 2022

Tag 5: So, 5.9.21 - Sossusvlei - Morgenstund' hat Sand im Mund - Teil 1

Am nächsten Morgen weckt mich der Wecker meiner Armbanduhr planmäßig um 6:30 Uhr. Das freundliche ‚Guten Morgen' in die noch (überraschend) dunkle Nacht, um den Rest der Mannschaft zu wecken, wird weniger freundlich beantwortet. Papa %$!&*#?!! 😈 Aus irgendeinem Grund hat sich meine Uhr um eine Stunde verstellt und somit ist es jetzt nicht 6:30, sondern 5:30 Uhr - ups … 😊 Da wir schon mal wach waren, war daran jetzt auch nichts mehr zu ändern. Im eiskalten Morgengrauen packten wir alles zusammen (das Zusammenpacken der Dachzelte bei der Kälte zählt nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen und ist einer der Gründe, warum wir für eine eventuelle nächste Reise mit einem Buschcamper liebäugeln) und fuhren an der Düne 45 vorbei direkt Richtung Sossusvlei. Links und rechts überall Sanddünen mit ein paar vereinzelten Oryx, Straußen und Springböcken - wunderschön. Durch die aufgehende Sonne war es schon fast kitschig schön.

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Wir stoppten am ersten Parkplatz, senkten den Reifendruck und wagten uns auf die paar Kilometer 4x4-Strecke. Meine Damen waren davon nicht ganz so überzeugt die Strecke selbst zu fahren, aber ich wollte das einfach ausprobieren. Es hat auch problemlos geklappt und war schon eine interessante Erfahrung. Zum Probieren ist es dort ja ideal, weil sofort Hilfe da wäre.

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Am Deadvlei-Parkplatz gönnten wir uns ein kleines, schnelles Frühstück bestehend aus Roulade und Orangensaft, dann marschierten wir los Richtung Deadvlei. Wir wollten auf den Big Daddy und von dort ins Deadvlei hinunter.
Dabei haben wir aber offenbar den optimalen Zugang zum Big Daddy übersehen, jedenfalls mussten wir ein schönes Stück sehr steil - nach dem Motto 3 Schritte vorwärts, 2 zurück (oder umgekehrt) - hinaufklettern, bis wir am Dünenkamm waren, wo es dann doch deutlich einfacher, aber immer noch anstrengend weiterging. Birgit war einem Herzinfarkt nahe und hat mich schon verflucht, meine Mädels waren auch nicht gerade amused. Es war definitiv sehr anstrengend und man hatte gefühlte 3 Kilo Sand in jedem Schuh, aber für die Aussicht von oben und das Runtergehen/rutschen ins Deadvlei ist es das eindeutig wert.

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Im Deadvlei stehen bekanntlich sehr viele dekorative, fotogene tote Bäume, und wir machten natürlich von gefühlt so ziemlich jedem ein Foto. Besonders das Farbenspiel aus weißem Kiesboden, rotem Sand und blauem Himmel war toll. Schon ein sehr spezieller faszinierender Ort! Sorry für die vielen Fotos, aber es ist einfach zu schwierig sich zu entscheiden …

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Es geht auch ohne Baum!

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Es geht auch ohne Sand!

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Andere wählen eine kreativere Route bergab.

Ein paar tote Bäume habe ich noch … 😗

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Fortsetzung folgt ...

Teil 824. März 2022

Tag 5: So, 5.9.21 - Sossusvlei - Morgenstund' hat Sand im Mund - Teil 2

Am Rückweg vom Deadvlei zum Parkplatz bestiegen wir auch noch eine zweite kleinere Düne und liefen/rutschten sie hinunter. Durch den endlosen Sand hatten wir noch mehr als zuvor das Gefühl richtig in Afrika zu sein.

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Die Wüste lebt …

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Zurück am Parkplatz machten wir es uns unter einem riesigen Baum voller Vögel gemütlich und jausneten erstmal, bevor wir uns auf den Rückweg durch den Tiefsand machten.

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Maskenbülbül

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Sperling

Ein paar Eindrücke von der wieder problemlosen 4x4-Fahrt zurück zum ersten Parkplatz bei wunderschöner Wolkenformation (Aufnahmen durch die Windschutzscheibe mit der GoPro).

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Zurück am Parkplatz warf unser Auto die nächsten Probleme auf - unser Kompressor funktionierte nicht mehr. 😈 Nach Hochgefühlen sank meine Laune wieder kurzfristig Richtung Tiefpunkt. Zum Glück haben sie am Parkplatz aber doch einen auftreiben können, nachdem sie zuerst meinten, es gibt keinen. So konnten wir doch die Asphaltstrecke zurück nach Sesriem antreten.

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In Sesriem suchten wir erstmal einen Mechaniker, was ja an einem Sonntag nicht so einfach ist. Bei der inneren Tankstelle würden wir fündig. Mit vereinten Kräften wurde die Ursache gefunden - eine Sicherung war durchgebrannt, weil sie offenbar zu niedrig dimensioniert war, um gleichzeitig den Kühlschrank und den Kompressor zu betreiben. Die Schwierigkeit war, eine passende Sicherung zu finden - die Reservesicherungen im Auto waren entweder auch schon durchgebrannt oder zu schwach. Ein Mechaniker war dann einige Zeit weg und versuchte von irgendwo eine aufzutreiben - leider erfolglos. So wurde schließlich eine zu schwache Sicherung verwendet, mit dem Hinweis möglichst nur Kühlschrank oder Kompressor zu betreiben, aber nicht beide gleichzeitig - Problem gelöst. 😄

Schließlich machten wir uns durch den Namib-Naukluft-Nationalpark auf zur nächsten Unterkunft - Namib Desert Camping2Go, ein Schlafzelt mit richtigen Betten und einem festen Badezimmer. Das hat uns sehr gut gefallen, in schöner Lage alle Freiheiten des Campens mit Grillen und im Freien sitzen, aber trotzdem richtige Betten und ein ordentliches Badezimmer. Für eine Familie zu viert ideal.
Hier ruhten wir uns erstmal aus - duschten, lasen etc. - bevor wir das Abendessen kochten. Es gab Kudugulasch mit Trockenpflaumen, Mandeln, Honig-Balsamicosauce und Couscous sowie Springbockfilet, das wir in den Tiefen des Kühlschranks beim Springbockessen übersehen hatten, in derselben Sauce - köstlich! Das eine oder andere Glas Wein machte uns zusätzlich zum Sanddünen klettern angenehm müde, sodass wir bereits um 9 alle Lichter ausschalteten.

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Tageskilometer: 193

Teil 926. März 2022

Tag 6: Mo, 6.9.21 - Namib-Naukluft NP - Endloses Nichts - Teil 1

Heute ging es gleich nach dem Zusammenpacken ohne Frühstück in Richtung Solitaire los, weil wir dort frühstücken wollten. Kaum hatten wir das Grundstück verlassen, begegnete uns eine Herde springender Springböcke. Es ist absolut faszinierend wie die springen, wie Gummibälle. Wir haben ja später noch sehr viele Springböcke gesehen, aber sie sind leider nie mehr so gesprungen. Auf der anderen Straßenseite waren einige Oryx und unser erstes Zebra!

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In Solitaire frühstückten wir den weltberühmten(?) Apfelkuchen, der tatsächlich sehr gut war. Das wissen aber offenbar auch die Vögel, die immer auf der Lauer waren, um ein paar Krumen abzubekommen. Solitaire an sich ist winzig - eine Tankstelle, eine Bakery, ein Café, viele Autowracks und das war's so ziemlich. Irgendwie ist aber genau das der Charme des Ortes.

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Da muss doch noch etwas zu finden sein …

Durch die Namib Desert fuhren wir weiter nach Walvis Bay. Man liest oft, dass diese Strecke sehr langweilig ist, wir waren daher positiv überrascht, dass die Strecke deutlich abwechslungsreicher war als erwartet. Wir fuhren durch sehr interessante Landschaften - Wüste, Berge, Canyons. Halt machten wir unter anderem beim Tropic of Capricorn-Schild und dem Vogelfederberg, beides umgeben von endlosem Nichts.
Hier sind einige Eindrücke von der Strecke.

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Jeder fotografiert das Schild - warum, weiß man nicht so genau … 😗

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Vogelfederberg

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Eine Toilette und sonst nicht viel …

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Fortsetzung folgt ...

Teil 1026. März 2022

Tag 6: Mo, 6.9.21 - Namib-Naukluft NP - Endloses Nichts - Teil 2

In Walvis Bay kamen wir plötzlich wieder in die Zivilisation. Mit endlosem Meer zur Linken und endloser Wüste zur Rechten fuhren wir nach Swakopmund, zu Meike's Guesthouse.

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Wir bezogen unsere 2 Doppelzimmer, die sehr schön eingerichtet waren. Meike selbst war sehr hilfsbereit und super sympathisch. Wir waren uns einig, dass wir, wenn wir je wieder nach Swakopmund kommen sollten, sicher wieder bei ihr übernachten würden.

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Nach einem kleinen Mittagessen im wunderschönen Garten brachte uns ein Shuttle zu den Desert Explorers, wo wir eine 90 min Quad-Tour gebucht hatten. Die Quad-Tour war ein Wunsch von Lisa, alle anderen waren von der Idee nicht so recht überzeugt. Nach einer kurzen Einführung durch Ricky, unserem Guide, ging es los in die Wüste. Tina, die noch keinen Führerschein hat und auch nicht Moped-erfahren ist, hatte etwas Startschwierigkeiten, die sich aber bald legten. Wir fuhren hintereinander auf vorgegebenen Wegen meistens ganz gemütlich, aber manchmal auch bis zu 60 km/h schnell fast 30 km durch die Wüste. Nur Dünen und Sand um uns - einfach cool! Sobald man sich an das Gefährt gewöhnt hatte, konnte man es so richtig genießen. Wir hatten die ganze Zeit einen Grinser im Gesicht. Es mag seltsam klingen, aber diese Quad-Tour zählt sicher zu den absoluten Highlights unserer Reise.
Uns ist schon bewusst, dass das Quadfahren hier im Forum mehrfach durchaus kontrovers diskutiert wurde. Aber unser Guide, der auch Little Five-Touren führt, war wirklich sehr bedacht darauf, dass wir hintereinanderfahren, und hat uns eindringlich davor gewarnt, zu knapp bei/über Pflanzen zu brettern. Auch wenn wir dafür vielleicht ein virtuelles Kopfschütteln ernten - wir empfanden es summa summarum als einen verschmerzbaren Eingriff in die Natur. Aber wo die Grenzen liegen, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.

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Lisa als Punkt am Horizont, nachdem sie bei einem Bergauf-Stück zum Stehen kam und zu Fuß, aber jubelnd, am Horizont auftauchte - es war ein Bild für Götter! 😄

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Wieder zurück in Swakopmund machten wir eine von Meike empfohlene kleine Spazierrunde zum Leuchtturm, den Strand entlang und dann zu The Fish Deli, wo wir zu Abend aßen. Birgit bestellte ein Hakefischfilet, Lisa ein Angel Filet mit Bacon, Tina Fish `n Chips und ich Salmon Fish Steak Asia - alles ganz ausgezeichnet! Zum Nachtisch teilten wir uns einen Brownie und eine Rumbowl mit Vanilleeis.
Wir spazierten heim - sehr kalt aber trotz anfänglicher Bedenken fühlten wir uns recht sicher. Die ganzen Stacheldraht- und Elektrozäune sind einfach etwas irritierend. Um ca. 22:30 Uhr gingen wir ins Bett.

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Tageskilometer: 311

Teil 1127. März 2022

Tag 7: Di, 7.9.21 - Swakopmund - Little Five und mehr - Teil 1

Wir frühstückten um 7:15 bei Meike. Der Frühstücksraum war sehr behaglich. Es gab als tolles Buffet Eier, Brot, Aufstriche, Obst, Gemüse, Müsli, Joghurt, Wurst, Käse, Kaffee und Saft.
Um 8:00 Uhr wurden wir von Tommy's Living Desert Tours abgeholt und fuhren in einem geschlossenen Safari-Auto in die Wüste, wo wir noch auf ein 2. Auto, den Rest unserer Gruppe, sehr nette und lustige Deutsche, trafen. Unsere zwei Guides waren Bianca und Chantelle, wobei Bianca, die eine ausgezeichnete Erzählerin war, so gut wie immer bei uns blieb und uns Fakten und Geschichten zu den Tieren und der Wüste erzählte, während Chantelle nach Tieren oder deren Spuren Ausschau hielt. Beide sprachen sehr gut Deutsch, wie offenbar viele Namibier im Tourismussektor und man hat gemerkt, dass die Wüste bzw. die Tiere ihre Herzensangelegenheit sind.

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Auf dieser Safari durch die Wüste trafen wir auf viele Spinnennester, einen Palmato-Gecko, zahlreiche Tok Tokkies (Nebeltrinker-Käfer), Cappuccino-Käfer, ein Chamäleon namens Bruce Willis (das heißt so, weil es schon so viel durchgemacht hat und noch immer lebt 😄 ), eine Düneneidechse (den Ferrari der Wüste - eine Eidechse, die unglaublich schnell über die Dünen rast und sich dann in den Sand stürzt), eine Zwergpuffotter (Sidewinder, Sandviper) und eine gehörnte Puffotter (Hornviper). Der Ausflug war unglaublich cool, wir haben viel gesehen und gelernt und es hat Spaß gemacht, die Tiere zu beobachten und durch die Wüste zu fahren.

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Palmato-Gecko

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Cappuccino-Käfer

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Tok-Tokkie

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Blindschleiche (Fitzsimons Burrowing Skink)

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Chamäleon "Bruce Willis"

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Mahlzeit!

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Bruce Willis' Zuhause 😉

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Bianca und Chantelle auf der Suche

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Eine gut getarnte Spinne

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Düneneidechse

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Zwergpuffotter (Sidewinder, Sandviper)

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Gehörnte Puffotter (Hornviper)

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Namibschmätzer

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Teil 1228. März 2022

Tag 7: Di, 7.9.21 - Swakopmund - Little Five und mehr - Teil 2

Nach der Little Five-Tour am Vormittag, machten wir kurz Pause bei Meike und wurden dann mit einem Shuttle zum Hafen von Walvis Bay gebracht, wo wir eine Bootstour mit Levo Tours auf einem Katamaran gebucht hatten. Zugegeben volles Touri-Programm! Aber das Wetter war super, kein Wind oder Nebel - davon haben wir (und auch Levo) es abhängig gemacht, ob die Nachmittagstour überhaupt stattfindet. Die Umgebung war zwar dank zahlreicher Ölplattformen und Containerschiffe wenig ansehnlich, wir sahen aber viele Tiere - Pelikane und Robben, nicht nur vom Boot aus, sondern auch AM Boot. Damit wir Touristen Fotos machen können, werden sie am Boot gefüttert und die Robbe setzt sich für Fotos sogar auf den Schoß - grenzwertig, aber wir haben natürlich auch mitgemacht. Flamingos, Kormorane, Große Tümmler, die ziemlich lange ums Boot herumgeschwommen sind, einen Buckelwal und eine ganze Robbenkolonie kamen uns vor die Linse. Durch den Fahrtwind war es ziemlich kalt aber trotzdem eine sehr schöne Runde!

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Alles einsteigen bitte! 😄

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Auch sie genießt den Ausblick 🙂

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Buckelwal

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Flamingos und Kormorane

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Robbenkolonie am Pelican Point

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Von Walvis Bay wurden wir mit dem Shuttle direkt zum Restaurant The Tug in Swakopmund gebracht. The Tug liegt direkt am Meer und man sieht die Wellen am Ufer brechen. Ein schönes Ambiente. Zu essen hatten wir: Springbockschnitzel für Birgit, Meeresfrüchtenudeln für Lisa, Springbock Cordon Bleu für Tina und O Kapana, ein (angeblich) traditionelles namibisches Essen, für mich. Zum Nachtisch teilten wir uns zwei Cheesecakes. Alles war köstlich! Heim fuhren wir mit dem Taxi, da uns der doch längere Weg in der Kälte und der Dunkelheit nicht ganz geheuer war.

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O Kapana

Tageskilometer: 0

Teil 1329. März 2022

Tag 8: Mi, 8.9.21 - Spitzkoppe - Fast wie in König der Löwen - Teil 1

Nach dem Frühstück bei Meike kauften wir zu Fuß noch Lebensmittel im Supermarkt ums Eck für die nächsten Tage ein. Um ca. 10 Uhr fuhren wir Richtung Norden los und machten einen kurzen Stopp beim Zeila Shipwreck. Dort war es aber eher unsympathisch, weil am Parkplatz mehrere Straßenhändler ihr Geschäft machen wollten. Da man das Wrack vom Auto aus sehen kann, sind meine Mädels lieber gar nicht ausgestiegen. Ich bin aber zum Fotografieren natürlich raus, habe sicherheitshalber das Auto zugesperrt und bin näher an das Wrack herangegangen. Plötzlich höre ich wie die Alarmanlage unseres Autos losgeht. Ein kurzer Schreck, ein paar schnelle Schritte zurück zum Auto, bis sich herausstellt, dass niemand in das Auto einbrechen wollte, sondern der Alarm nur losging, weil ich abgesperrt habe, sich meine Mädels aber im Auto bewegt haben - ups. 😗

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Auf einer nur begrenzt spannenden Strecke geht es weiter zum Cape Cross Seal Reserve - angeblich ca. 250.000 Robben (Seebären) am Land und im Wasser, auf Gehwegen und in Picknickstellen. Wahrlich endlos viele Robben. Die Geräusche waren aber fast noch faszinierender: jammernd, wie Schafe oder Kälber. Der Geruch war entgegen den Befürchtungen nicht so schlimm.

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Die Ratten mit Flügeln in Aktion.

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Nach gut einer halben Stunde fuhren wir in Richtung unseres Tagesziels Spitzkoppe. In Henties Bay suchten wir eine Tankstelle, wo wir sofort von mehreren Angestellten ‚überfallen' wurden. Das war irgendetwas zwischen beängstigend und belustigend. Insgesamt vier Personen waren mit dem Tanken und Scheiben waschen beschäftigt und haben sich so natürlich ihr Trinkgeld ‚verdient'.

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Ein erster Blick auf die Spitzkoppe

Fortsetzung folgt ...

Teil 1430. März 2022

Tag 8: Mi, 8.9.21 - Spitzkoppe - Fast wie in König der Löwen - Teil 2

Vor Spitzkoppe überkam uns erstmal eine recht bedrückte Stimmung, da die Siedlung dort offenbar sehr arm ist. Am Weg zum Camp boten uns Erwachsene wie Kinder Selbstgemachtes zum Verkauf an und man fühlt sich wie ein schlechter Mensch, wenn man vorbeifährt, aber gleichzeitig weiß man, dass man das Problem nicht löst, wenn man stehen bleibt und bei einem etwas kauft.

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Wir checkten im Camp ein und suchten uns gleich unseren Wunschspot nach den vielen Beiträgen, die wir dazu gelesen haben - den besten (!?) - 11B. Umgeben von roten Bergen und mit eigener kleiner Höhle waren wir alle begeistert von der Schönheit des Ortes - ein schönerer Platz zum Campen ist kaum vorstellbar! Einziges Minus war, dass es zwar eine Toilette gibt, aber fließendes Wasser nur bei der weit entfernten Rezeption. Aber mit diesem Ambiente kann man das für eine Nacht gut verschmerzen.

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Zwischen den Felsen verspeisten wir als Mittagessen die Snackboxen, die vom Boot fahren übriggeblieben waren und bekamen gleich Besuch vom nächsten Wildlife: einem Dassie (Klippschliefer), den die Mädels Toffee tauften. Besonders Lisa und Tina hatten es diese Tiere, die wie eine Mischung aus Quokka, Wasserschwein und Meerschweinchen wirken, angetan.

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Kap-Ammer (Cape bunting)

Wir kletterten auf den Felsen, der unseren Campingspot umgab, genossen den traumhaften Ausblick und machten jede Menge Fotos. Gibt es einen schöneren Platz zum Campen? 🙂

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Das Bild gehört wirklich so … 😉

Etwas später fuhren wir weiter zum Rock Arch/Bridge und genossen weiter die Landschaft, die uns an König der Löwen erinnerte. Die Bridge erinnerte uns dann sehr an die wunderbaren Arches in Utah. Er wirkte wie ein Fotorahmen für die Landschaft dahinter. Wirklich wunderschön!

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Birgit und ich in action

Zurück an unserem Platz bauten wir die Dachzelte auf und genossen auf ‚unserem' Felsen den Sonnenuntergang mit einem(?) Savannah - so lässt es sich leben! Auf dem Felsrücken trafen wir übrigens 'unsere' Deutschen der Little Five-Tour wieder - die Welt ist klein in Namibia 😉

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Als Abendessen gab es Oryxspieße, Erdäpfel und Gurkensalat. Oryx war bis jetzt das beste "exotische" Fleisch. Bei einem weiteren Gläschen ließen wir den wunderbaren Sternenhimmel auf uns wirken, bevor wir ins Dachzelt kletterten.

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Ein erster, eher bescheidener Versuch den unglaublichen Sternenhimmel zu fotografieren …

Tageskilometer: 316

Teil 1531. März 2022

Tag 9: Do, 9.9.21 - Camp Kipwe - Luxus in der Wüste - Teil 1

Der Tag begann sehr turbulent. Kurz nach Mitternacht wurde ich zu meiner Begeisterung von meinen etwas verängstigten Damen geweckt, weil sich irgendetwas am Dachzelt zu schaffen macht. Nach einer Weile war die Ursache klar - der Wind, der Wind, .... 🤪 Das hat alle bald wieder beruhigt, aber so um 6 Uhr, kurz bevor wir aufstehen wollten, hat mich Birgit aufgeweckt, damit ich sie in der Dunkelheit zur Toilette begleite, weil sie so starke Bauchschmerzen hatte. Der Durchfall war intensiv, aber zum Glück nur von kurzer Dauer. Dank der mitgebrachten Tabletten hatte sie untertags zwar noch ein flaues Gefühl aber keinen Durchfall mehr. Aber das war noch nicht alles - kurz nach Birgits Klo-Sitzung ist Tina in der Toilette in Ohnmacht gefallen - wir glauben aber nicht, dass da ein kausaler Zusammenhang besteht. 😗 Zum Glück war Lisa bei Tina und konnte sie auffangen, sodass sie sich nicht wehgetan hat. Sie war danach noch ein bisschen wackelig auf den Beinen, aber dann bald wieder ganz fit.

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Trotz dieses holprigen Starts in den Tag genossen wir den Sonnenaufgang über den Felsen, bevor wir die Dachzelte wegräumten und frühstückten - Pastries mit Orangensaft. Wir fuhren vor zur Rezeption des Spitzkoppe Rest Camps, wo wir das Geschirr wuschen und uns die Zähne putzten, bevor wir uns auf den Weg zum Camp Kipwe machten. Trotz der suboptimalen Nacht war Spitzkoppe aber ein absoluter Traum!

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Über eine zuerst sehr schöne Strecke (D2319), wo es schon Spuren der Wüstenelefanten zu sehen gab, aber eben nur Spuren und dann eine extrem schlechte, sehr holprige Straße (D2612) kamen wir in der Lodge Camp Kipwe an. Die Lodge besteht aus ca. 10 Bungalows auf rotem Felsen, so gut versteckt, dass man sie fast übersehen könnte. Die Kulisse ist wirklich wunderschön. Wir aßen zu Mittag in der Lodge - Birgit und ich einen Pulled Pork Wrap, Lisa einen Quinoa Salad und Tina einen Chicken Salad - dann bezogen wir unsere Zimmer - 1 und 2. Die Zimmer sind kleine Bungalows mit einem Bad im Freien! Sicher das coolste Badezimmer in dem wir je waren.
Hier sind einige Eindrücke vom Camp Kipwe.

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Die Lodge ist nicht nur wunderschön angelegt und gestaltet, sondern bietet auch schon so manches Wildlife.

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Fortsetzung folgt ...

Teil 1601. Apr. 2022

Tag 9: Do, 9.9.21 - Camp Kipwe - Luxus in der Wüste - Teil 2

Unser erster Ausflug vom Camp Kipwe aus war das nahe gelegene Damara Living Museum, wo uns ein Guide die Lebensweise der Damaras näherbrachte. Wir sahen u.a. einen traditionellen Schmied, Apotheke und Werkstatt. Zum Schluss tanzten und sangen die Damaras noch für uns, was uns sehr gefallen hat. Eine ganz besondere Atmosphäre, leise Erinnerungen an Pow-wows in Amerika. Im Shop kauften wir handgemachten Schmuck und Deko.

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Zurück im Camp Kipwe ruhten wir uns erst aus, bevor wir um 18:00 auf den kleinen Hügel für einen Sundowner stiegen. Hier tranken wir Cocktails und aßen Fingerfood, während wir den wunderschönen Sonnenuntergang beobachteten. Sobald die Sonne weg war, machten wir uns auf ins Restaurant zum Abendessen. Es gab Amuse-Bouche, Oryx-Steak bzw. Kingklip-Filet und ein Passionsfrucht Brulée, dazu Wein. Alles, bis auf das Amuse-Bouche, war sehr gut.
Nachdem wir erfahren haben, dass die Quarantänepflicht in Ö aufgehoben wurde, mussten wir natürlich mit einem weiteren Glas anstoßen …

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Tageskilometer: 221

Teil 1703. Apr. 2022

Tag 10: Fr, 10.9.21 - Camp Kipwe - Auf zu den Wüstenelefanten - Teil 1

Wir frühstückten - Buffetstyle mit allem was man braucht - um 6:30 Uhr. Um 7:00 Uhr begann dann der erste richtige Programmpunkt - ein nature drive auf der Suche nach Wüstenelefanten. In einem offenen Safariauto fuhren wir durch ein ausgetrocknetes Flussbett und rumpelige Wege.

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Dank der Funkverbindung mit anderen Guides fanden wir sehr rasch 12 Wüstenelefanten! Wunderschöne, sehr entspannte Tiere mit einem Baby. So nah wie nur möglich, aber ohne sie zu stören, beobachteten wir sie am Weg zum Wasser, beim Trinken und Fressen. Man hätte ihnen noch stundenlang zuschauen können. Insgesamt waren maximal drei Autos bei den Elefanten, in den ‚besten' Zeiten können es anscheinend auch 20 Autos sein. Das möchte ich mir lieber gar nicht vorstellen. Für die Kinder waren die Elefanten die ersten in freier Wildbahn, aber auch für Birgit und mich war es sehr eindrucksvoll sie in dieser tollen Landschaft in aller Ruhe zu beobachten.

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Es war schon sehr cool als sie in Reih und Glied direkt auf uns zu marschierten und unmittelbar vor uns den Weg kreuzten.

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Eines der Lieblingsbilder unserer Kinder, weil wir so glücklich und begeistert schauen. 😊
Ein paar Elefantenbilder haben wir noch - sorry! 😎

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Kurzer Trinkstopp für uns mit den Elefanten im Hintergrund

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Besuch am Elefantenfriedhof

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Fortsetzung folgt ...

Teil 1804. Apr. 2022

Tag 10: Fr, 10.9.21 - Camp Kipwe - Auf zu den Wüstenelefanten - Teil 2

Da wir die Wüstenelefanten so schnell gefunden hatten, verschoben wir das Nachmittagsprogramm - Twyfelfontein, Organ Pipes und Burnt Mountain - auf den Vormittag, das heißt, die beiden Touren wurden zu einer zusammengefasst.
Twyfelfontein sind Eingravuren in Stein, quasi wie Höhlenmalerei, die Tiere und Spuren zeigen. Sie sind sehr gut erhalten und überraschend gut "gezeichnet". Sie zählen außerdem zum UNESCO-Weltkulturerbe.

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Der originelle Wasserhahn im Eingangsbereich zu den Felsgravuren

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Tok Tokkie (Nebeltrinker-Käfer)

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Welwitschia, vom Österreicher Friedrich Welwitsch entdeckt. Sehr alt, aber nicht sehr schön ... 😗

Burnt Mountain ist einfach ein von Lava verbrannter Berg. Okay, aber nicht wirklich spektakulär.

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Organ Pipes (Orgelpfeifen) sind Basaltsäulen, die vor ca. 150 Millionen Jahren aus Lava entstanden sind, u.a. ähnlich denen auf der Insel Staffa in Schottland, nur kleiner, aber sehr cool.

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Zu Mittag aßen wir wieder in Camp Kipwe. Dadurch, dass wir das geplante Nachmittagsprogramm schon am Vormittag "erledigt" hatten, konnten wir den Nachmittag nutzen, uns auszuruhen, zu lesen, zu schlafen, zu schwimmen, bevor wir uns um 18:00 wieder auf dem "Berg" zum Sundowner trafen. Der Sonnenuntergang war diesmal aufgrund von Bewölkung aber weniger schön, die Cocktails waren aber genauso gut. 😎

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Zum Abendessen gab es Beefsteak bzw. Porkfilet mit Püree und Gemüse und Schokokuchen als Nachtisch. Alles ausgezeichnet, bis auf das Amuse-Bouche zur Vorspeise, die mir immer noch nicht schmeckt. Wir nutzten noch das Internet im Restaurantbereich aus, dann gingen wir um ca. 11 ins Bett.

Tageskilometer: 0

Teil 1906. Apr. 2022

Tag 11: Sa, 11.9.21 - Etosha NP - Jetzt geht's los - Teil 1

Wir frühstückten um 7, packten alles zusammen und fuhren um ca. 8:20 los in Richtung Etosha bzw. zuerst zur ziemlich einsamen Tankstelle in Twyfelfontein, bei der wir erst einmal den Tankwart suchen mussten.

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Weit kamen wir aber nicht: kurz vor Palmwag hatten wir mal wieder einen Reifenschaden. 😈 Der Reifen rechts hinten, der nach dem ersten Platten repariert wurde, hat jetzt endgültig den Geist aufgegeben und war völlig kaputt. Da blieb keine andere Wahl als den Reifen zu wechseln. Ich war zwar unsicher, ob ich den Wagenheber genau an der richtigen Stelle positioniert hatte, aber es hat erstaunlich problemlos funktioniert.

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Beim Gate in Palmwag schickte man uns zur Werkstätte der Lodge, aber die hatten leider keinen geeigneten Ersatzreifen und so fuhren wir bei nur bescheidenen Straßenverhältnissen mit nur einem Ersatzreifen über den Grootberg Pass weiter Richtung Etosha.

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Keine Elefanten, aber Giraffen schon außerhalb des Etosha

Bei der Tankstelle in Kamanjab, wo wir ohnehin tanken wollten, war auch eine Werkstatt dabei, wo nach längerer Suche auch ein passender Reifen gefunden wurde.
Wegen vieler bettelnder/verkaufender Einheimischer fühlten wir uns an der Tankstelle nicht so ganz wohl. Auch die Werkstatt sah nicht sonderlich vertrauenerweckend aus, aber der Mechaniker selbst war sehr nett und hat die Sache gut gemacht. Interessanterweise war dort bereits zum zweiten Mal beim Small Talk darüber, woher man kommt, die erste Reaktion auf "Austria": David Alaba.

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Die Werkstatt in Kamanjab

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Von dort war es nicht mehr sehr weit bis zum Galton Gate des Etosha NP, obwohl wir kurz auch verunsichert waren, ob wir den Eingang vielleicht verpasst haben, weil dann nichts mehr angeschrieben war. Beim Eingang gab es einige Formulare auszufüllen und das Auto wurde von Militärs genau auf Waffen durchsucht. Das war etwas irritierend, aber natürlich okay. Aufgrund der Reifenpanne kurz davor haben wir beim Eingang auch gefragt, wie man sich im NP bei einer Panne korrekt verhalten sollte. Bei den ersten Personen gab es ein Schulterzucken, eine andere meinte, man solle warten bis eine Streife vorbeikommt. Sehr überzeugend hat das ehrlich gesagt nicht geklungen und dieses (mögliche) Problem hatten wir dann aufgrund der Vorgeschichte schon dauernd im Hinterkopf.
Innerhalb weniger Minuten nach der Einfahrt sahen wir Steenboks (Steinböckchen), Giraffen, Impalas, Springböcke und beide Arten Zebras (Berg und Steppen) aus nächster Nähe.

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Bergzebras (Prof. Gosling freut sich übrigens nach wie vor über Mountain Zebra Bilder! https://www.facebook.com/EtoshaHMZ)

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Steppenzebras

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Fortsetzung folgt ...

Teil 2007. Apr. 2022

Tag 11: Sa, 11.9.21 - Etosha NP - Jetzt geht's los - Teil 2

Nach den ersten schon sehr schönen Sichtungen im Etosha klapperten wir alle Wasserlöcher zwischen dem Westtor und Olifantsrus ab.
Am Wasserloch Renostervlei gab es eine Gruppe Elefanten, die auch im Wasser spielten, rundherum Zebras, Strauße, Kudus und Springböcke. Ein guter Start im Etosha!
Hier teilten wir uns beim Beobachten auch als spätes Mittagessen eine der zwei Kipwe Lunchboxen.

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Kudus

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Dazwischen sahen wir u.a. Springböcke, Giraffen, einen Sekretär und Gnus. Mit der Zeit waren wir aber schon etwas verwöhnt und blieben nicht mehr bei jedem Tier stehen, um ein Foto zu machen. 😎

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Sekretär

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Bergzebras mit einem Berg-/Steppenzebra-Hybriden in der Mitte

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Steenbok (Steinböckchen)

Bei Okawao sahen wir Geier, Gnus, Springböcke und Elands. Das sind schon bemerkenswert schwere und wuchtige Antilopen.

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Weißrückengeier

Unsere erste Übernachtung im Etosha Nationalpark war im Olifantsrus Camp - wir bezogen einen Platz und bauten unser Dachzelt auf. In der Nähe hatten wir ein Gemeinschafts-Waschhaus, das deutlich besser war, als nach einigen Berichten zu befürchten war. Aber die Besatzdichte war natürlich Covid-bedingt überschaubar. Olifantsrus hat ein eigenes Wasserloch mit "hide" - eine Art Aussichtsturm neben dem Wasser mit Rotlicht ausgestattet - den wir natürlich gleich aufsuchten. Die Stimmung im hide war ziemlich cool und man sah extrem weit. Anfangs tat sich jedoch nicht sehr viel - nur einige Vögel und zwei Schakale - darum kehrten wir zum Platz zurück, um die zweite Lunchbox aufzuessen. Unser zweiter Besuch im hide war bereits im Dunkeln bei aktiviertem Rotlicht. Nun sahen wir noch 2 Schakale, 2 Oryx und insgesamt 3 Spitzmaulnashörner - eine Mutter mit Baby und einen Bullen! 🙂 Den Bullen konnten wir länger beobachten - beim Trinken, Horn wetzen und im Schlamm baden - die anderen beiden waren schnell verschwunden. Sobald der Nashornbulle in der Dunkelheit verschwunden war, gingen auch wir ins Bett.

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Tageskilometer: 377

Teil 2108. Apr. 2022

Tag 12: So, 12.9.21 - Olifantsrus-Halali - Wirklich wie in König der Löwen - Teil 1

Wir standen um 6:30 Uhr auf und machten uns gleich auf zum Wasserloch. Da hier aber noch nichts los war, kehrten wir zum Platz zurück und frühstückten Apfelkuchen und Orangensaft. Unser zweiter Versuch am Wasserloch, nachdem wir alles zusammengepackt hatten, war erfolgreicher: eine große Gnuherde und einige Springböcke.

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Sehr cooler Ausblick

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Waffenkiebitz

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Kapturteltauben

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Um ca. 8:30 fuhren wir aus Olifantsrus Richtung Okaukuejo/Halali ab und klapperten wieder alle Wasserlöcher auf der Strecke ab.

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Tawny Eagle

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Kaptriel

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Steenbok

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Kuhantilopen (Hartebeest)

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Weißbürzel-Singhabicht

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Beim Weiterfahren kam uns ein großes Gelände-Wohnmobil mit österreichischer Nummer entgegen. Wir mussten sie natürlich stoppen und kurz mit ihnen plaudern. Das nette Pärchen war auf einer 5-monatigen Reise durch Afrika - cool!
In der Ferne sahen wir eine Elefantenherde, gleich bei der Straße nur einen einzelnen Bullen, der zwar ziemlich nahe, aber recht entspannt war.

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Am Wasserloch Sonderkop waren 2 Elefanten, unzählige Springböcke, Zebras, Hartebeests und Oryx.

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Weibliche Weißflügeltrappe (Northern Black Korhaan) - Danke CuF-Friederike

Fortsetzung folgt ...

Teil 2209. Apr. 2022

Tag 12: So, 12.9.21 - Olifantsrus-Halali - Wirklich wie in König der Löwen - Teil 2

Wir waren bis dahin ja schon ganz zufrieden, was wir alles gesehen haben, aber dann kamen wir zum Wasserloch Ozonjuitji m'Bari. Bei der Zufahrt gab es einen regelrechten Stau der Tiere - irgendwie Arche Noah Stimmung, nur mit mehr als 2 Tieren pro Art: hunderte Zebras, Oryx, Springböcke, Strauße, Elands, Giraffen und Gnus.
Wahnsinn! 🤩

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Wir fahren ein Stück weiter direkt zum Wasserloch und sehen dann erst den Grund für den Stau - in der Mitte unsere ersten Löwen! Wow! 🤩 Ein Männchen und ein Weibchen, ganz entspannt am Wasser, während alle anderen rundherum nervös versuchen zu trinken und bei jedem Zucken der Löwen panisch weglaufen. Wir hätten uns das davor nicht vorstellen können, so viele Tiere auf engstem Raum inkl. Löwen - die reinste Massentierhaltung! 😎 Es war faszinierend zum Zuschauen, auch wenn man oft nicht wusste, wo man zuerst hinschauen sollte. Sorry, aber da müsst ihr jetzt mit "ein paar" Bildern zurechtkommen … 😗

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Im Angesicht des Todes … 😗

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Fortsetzung folgt ...

Teil 2309. Apr. 2022

Tag 12: So, 12.9.21 - Olifantsrus-Halali - Wirklich wie in König der Löwen - Teil 3

Noch fast sprachlos durch die Eindrücke von diesem unglaublichen Wasserloch ging es weiter nach Okaukuejo, dabei sahen wir die üblichen Verdächtigen - Oryxe in verschiedenen Altersstufen, Zebras, Springböcke, Giraffen und Gnus.

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In Okaukuejo aßen wir zu Mittag - Salat, Toast bzw. Burger - dann fuhren wir weiter Richtung Halali. Am Weg sahen wir viel nichts, einige Gelbschnabeltokos, einen Kori Bustard, einen einsamen Flamingo, der leider nicht zu fotografieren war und sonst eine große Bandbreite an Wildlife.

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Steppenfalke

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In Halali bezogen wir ein Bush Chalet - 2 Schlafzimmer, Bad und Wohnzimmer - nichts Besonderes aber tadellos.

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Halali hat auch ein beleuchtetes Wasserloch (Moringa), zu dem wir gleich hin spazierten und sahen auch gleich das erste Wildlife - eine Maus! 😉 Ein paar Reihen hinter uns erfolgte auch gleich ein lauter Aufschrei - es gab mehrere davon … 😗

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Wir saßen dort über eine Stunde und sahen 4 Spitzmaulnashörner (davon ein Jungtier) und kurz bevor wir gehen wollten, noch zwei Tüpfelhyänen - unsere ersten in diesem Urlaub und für unsere Kinder natürlich ein Erstsichtung! Besonders wie sie gehen, ist einfach cool. Toll waren auch die immer wieder Runden drehenden Schleiereulen.

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Zu Abend aßen wir im Halali Restaurant: Kudu für Birgit, für mich Schwein und Lisa und Tina entschieden sich leider für eine vegetarische Nudel-Variante - was sie noch bereuten, weil es kaum genießbar war. Die Fleisch-Essen waren ganz okay, aber die vielen Mäuse im Restaurantbereich waren schon etwas irritierend. 😵
Da wir ziemlich müde waren, gingen wir nicht wieder zum Wasserloch, sondern gleich wieder ins Chalet. Dort tranken wir noch ein Glas Wein, gingen aber schon um 10 ins Bett.

Tageskilometer: 225

Teil 2410. Apr. 2022

Tag 13: Mo, 13.9.21 - Halali/Namutoni - Eine Miezekatze im Rotlicht - Teil 1

Wir standen um 6:15 Uhr auf und machten uns gleich auf zum Moringa-Wasserloch. Dort sahen wir ein Hartebeest, Perlhühner, einen Marabu (schon ein schräges, cooles Tier) und einen Geier, die scheinbar best friends waren und zu einem konspirativen Treffen zusammengekommen sind. 😗

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Augurbussard

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Um ca. 7:30 Uhr frühstückten wir im Restaurant von Halali, das in Buffetform angeboten wurde, aber eher bescheiden war. Da wir eine weitere Nacht hier verbringen wollten, brauchten wir heute einmal nicht zusammenpacken, was auch ganz angenehm war. Wir buchten noch einen Night drive für den Abend und brachen um ca. 8:50 auf in Richtung Namutoni. Leider sahen wir anfangs nicht besonders viel, nur einige inaktive Wasserlöcher, die üblichen Tiere (aber eher spärlich), aber auch einige Elefanten und Schakale. Uns begegneten auch noch einige Kudus und Impalas. Interessant war aber besonders auch die wechselnde Landschaft - Herbstwald wurde zu Savanne und das innerhalb weniger Meter.

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Doch das richtige Highlight des Vormittags war definitiv das Chudop-Wasserloch: 4 Elefantenbullen im Wasser spielend, trinkend, fressend und mit Wasser/Staub anspritzend. Rundherum noch einige Impalas, Zebras, Springböcke, Kudus und Giraffe. Wirklich cool!

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Man beachte das süße Tattoo am Oberschenkel … 😉

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Als sich dann alle 4 Elefantenbullen unserem Parkplatz bis auf vielleicht 20 m näherten, habe ich auf Wunsch der Mädels sicherheitshalber das Auto gestartet, aber so konnten wir sie noch eine Weile aus allernächster Nähe direkt vor uns stehend beobachten - sehr beeindruckend!

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Fortsetzung folgt ...

Teil 2511. Apr. 2022

Tag 13: Mo, 13.9.21 - Halali/Namutoni - Eine Miezekatze im Rotlicht - Teil 2

Zu Mittag aßen wir in Namutoni Schnitzel, Burger bzw. Steak. Wir schauten auch kurz zum Fort und dem Wasserloch von Namutoni, da hier aber nicht viel los war, fuhren wir weiter. Als erstes fuhren wir die Twee Palms Runde ab, auf der wir aber so wenige Tiere sahen wie davor noch nie.

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Dann fuhren wir noch die weiteren Wasserlöcher um Namutoni herum ab:
Bei Klein Okevi gab es 3 Elefanten zu sehen, aber da ein Elefant mitten auf der Zufahrt gestanden ist, haben wir gleich wieder kehrt gemacht.
Beim Wasserloch Groot Okevi waren Zebras und die einzigen Warzenschweine im Etosha.

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Am Wasserloch Klein Namutoni sahen wir die erste Tüpfelhyäne bei Tageslicht! Sie stand im Wasser und trank immer wieder einmal einen Schluck, umgeben von zahlreichen Geiern und Raubvögeln.

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Wir beschlossen den Dik-Dik Drive abzufahren und danach wieder zurückzukommen. Am Dik-Dik Drive sahen wir dank eines anderen Autos ein einziges Dik-Dik im Gebüsch, das wir sonst garantiert übersehen hätten. Sehr süß.

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Bei unserem zweiten Besuch bei Klein Namutoni nach dem Dik-Dik Drive sahen wir dieselbe Tüpfelhyäne von vorher, die sich unter Beobachtung einer Giraffe aus dem Wasser schleppte, einige Meter weit humpelte und dann augenscheinlich so fertig war, dass sie sich wohl zum Sterben hinlegte. Die Geier in der Nähe haben geduldig gewartet. Bedrückt von dem Anblick blieben wir nicht lange.

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Am Rückweg nach Halali begegneten uns 4 lebendigere Tüpfelhyänen gleich neben der Straße, eine riesige Gnuherde und die üblichen Verdächtigen.

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Von 19-21 Uhr fuhren wir in einem offenen Safariauto mit Guide und Rotlicht einen Night Drive. Unsere Ausbeute war sehr gut, dafür dass unser Gefährt so laut schepperte, als würde es bald auseinanderbrechen: viele Elefanten, zwei Spitzmaulnashörner, Schakale, Steenbok, verschiedene Eulen, Hasen, Zebras, Gnus, Springböcke und für uns als Highlight sogar eine African Wild Cat! Das war auch für Birgit und mich eine Erstsichtung, über die wir uns sehr freuten, auch wenn sie kaum von einer normalen Hauskatze zu unterscheiden ist. 😎 Uns hat der Night Drive sehr gut gefallen!

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Tageskilometer: 261

Teil 2612. Apr. 2022

Tag 14: Di, 14.9.21 - Halali/Okaukuejo - Das unaussprechlich coole Wasserloch - Teil 1

Wir standen um 6:15 Uhr auf, frühstückten aber heute gleich, um dann um ca. 8, fertig zusammengepackt, Richtung Okaukuejo aufzubrechen. Kurz nach dem Tor von Halali begegneten uns drei entspannte Elefanten und eine große Zebraherde.

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Vom Etosha Lookout Point hatten wir weite Sicht über die Etosha Pfanne - sehr, sehr viel nichts.

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Kurz darauf hatten wir sehr gute Sicht auf eine Tüpfelhyäne, die direkt auf uns zukam und dann, genau neben uns, in einer Unterführung verschwand.

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Wenige Meter weiter sahen wir auch unser erstes Spitzmaulnashorn bei Tageslicht.

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Kurz darauf trafen wir auf eine Elefantenherde mit Jungen und eine riesige Zebraherde und noch mehr.

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Verwundert waren wir kurz darauf über die Toilette ("Drive-thru-toilet"), die nicht eingezäunt war, sondern einfach mitten im Gebüsch stand. Ansonsten darf man ja nicht aussteigen, hier geht es aber wohl nicht anders.

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Besonders im Nachhinein irritierend, da wir vielleicht einen Kilometer weiter, kurz vor Homob, drei Löwen, zwei Männchen und ein Weibchen, entdeckten. Sie lagen im Gebüsch und blickten hin und wieder auf, ließen sich aber nicht mal von der Herde vorbeiziehender Kudus zu mehr Aktivität bewegen. Trotzdem sehr cool zu beobachten.

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Aber es gab auch sonst viele verschiedene Tiere bei den weiteren Wasserlöchern und am Rande der Salzpfanne zu sehen.

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Kurz vor Okaukuejo, wo wir eincheckten und zu Mittag aßen (Salat und Toast), begegnete uns eine riesige Elefantenherde (mind. 30 Tiere) mit Jungen.

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Glanzstar

Nach dem Mittagessen fuhren wir nach Norden zum Wasserloch Okondeka. Dort entdeckten wir in relativ großer Entfernung zwei sich paarende Löwen und nervöse Pflanzenfresser in der Nähe.

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Die riesigen Gnuherden erinnerten uns aus der Entfernung immer ein bisschen an die Bisonherden im Yellowstone NP.

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Fortsetzung folgt ...

Teil 2713. Apr. 2022

Tag 14: Di, 14.9.21 - Halali/Okaukuejo - Das unaussprechlich coole Wasserloch - Teil 2

Nachdem wir schon fast in der Nähe waren, entschieden wir uns noch einmal zum Wasserloch Ozonjuitji m'Bari zu fahren, wo wir die ersten Löwen gesehen hatten. Definitiv die richtige Entscheidung! 🙂
Ähnlich wie beim ersten Mal vor zwei Tagen: Abgesehen von diversen kleineren Vögeln 9 Tierarten quasi auf einem Haufen: Zebra, Springbock, Gnu, Oryx, Giraffe, Strauß, Elefant, Schakal und Löwe! Die Löwen, diese Mal 1 Männchen und 3 Weibchen, blockierten das Wasserloch und vertrieben bzw. scheinjagten alle Tiere, die es wagten, sich zu nähern (bis auf die Elefanten - für die teilte sich bei ihrer Ankunft auch das Meer von Tieren). Sehr viel Action, viel mehr als je zuvor und unglaublich spannend zu beobachten. 🤩 Leider war das Licht schon sehr schlecht, aber man kann nicht alles haben. Dieses Wasserloch war für mich eines der absoluten Highlights des Urlaubs!
Wie ihr euch denken könnt, kommen jetzt (ohne zusätzlichen Kommentar) wieder ‚ein paar' Fotos 😗 - durch die tiefstehende Sonne leider von eher mäßiger Qualität.

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Wir fuhren begeistert zurück nach Okaukuejo, bauten das Dachzelt (Gott sei Dank) ein letztes Mal auf - Lisa und ich hätten ja eine Umbuchung auf Chalet vorgeschlagen, aber die beiden anderen Damen hatten sich noch nicht gebührend vom Dachzelt verabschiedet 😗 - und kochten das Abendessen - simple Fusilli mit Tomatensauce. Nachdem wir gegessen und alles aufgeräumt hatten, schauten wir noch zum Okaukuejo Wasserloch - 3 Spitzmaulnashörner, 7 Giraffen, eine Hyäne und ein paar Schakale war unsere ordentliche Ausbeute - eine coole Stimmung, wieder etwas anders als bei den anderen Wasserlöchern.

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So geht perfekte Tarnung

Tageskilometer: 290

Teil 2814. Apr. 2022

Tag 15: Mi, 15.9.21 - Okaukuejo-Erindi - Perfekter Abschied aus dem Etosha

Wir standen wieder um 6:15 Uhr auf, frühstückten Apfelkuchen und Kaffee/Tee, packten zusammen und machten uns kurz vor 8 auf den Weg in Richtung Erindi. Wenige Meter nach dem Tor von Okaukuejo sah ich etwas Luchsartiges aus dem Augenwinkel - Vollbremsung - ein Karakal! 🤩 Ein wunderschönes Tier, das aber leider gleich verschwand. Speziell Birgit war ganz glücklich! Auch das war eine Erstsichtung für uns. 😁

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Kurz vor der Ausfahrt schauten wir noch beim letzten Etosha-Wasserloch - Ombika - vorbei: dort erwarteten uns ein Schakal und ein sehr majestätisches Prachtexemplar eines Löwenmännchens. Der perfekte Abschluss der Safari in Etosha! 🙂

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Wir fuhren aus dem Etosha NP und stoppten bei der ersten Tankstelle unmittelbar vor dem Anderson Gate - definitiv die schönste Tankstellentoilette, die wir je gesehen haben. Die ganze Tankstellenanlage war absolut top!
Unterwegs sahen wir auf der Straße noch eine Speikobra.

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Auf großteils mittelprächtigen Schotterstraßen fuhren wir zum Erindi Wildlife Reserve, wo wir am Tor zum Reservat von einem Mann mit Maschinengewehr eingelassen wurden. Ein bisschen irritierend, aber wohl notwendig. Vom Tor zur Old Traders Lodge waren es noch 50 km durch das Reserve, wo einiges abgebrannt war und wir nur wenige Tiere sahen. Wir checkten ein und bezogen unsere 2 Doppelzimmer - sehr schön und groß mit Blick auf zwei kleinere Wasserlöcher und Pool direkt vor der Haustüre. Die Pooltemperatur war übrigens im Vergleich zu Kipwe mehr als angenehm - zum großen Unverständnis von Birgit hat sich außer ihr aber niemand hineingewagt ... 😗

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Wir aßen gleich zu Mittag - Buffet. Vom Restaurant hatte man Sicht auf ein großes Wasserloch mit Flusspferden, Krokodilen und allem was so vorbeikommt. Uns ist bewusst, dass weder Hippos noch Krokos aktuell in dieser Gegend leben - vielleicht mal früher in feuchteren Phasen - aber das Zuschauen von der Terrasse hat dennoch Spaß gemacht. Zugegebenermaßen hätten wir gerne das angesiedelte Wildhunderudel, von dem es einige Fotos von der Terrasse aus gibt, gesehen - dieses wurde aber laut unserem Guide leider von den Löwen 'aufgegessen'. Es gibt zwar noch Wildhunde in Erindi, aber ganz im Norden, also etwa 50 km von der Lodge.

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Terrasse des Restaurants mit Blick auf das Wasserloch

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Rappenantilopen

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Von 16:30-19:30 machten wir einen Game Drive mit Sundowner in einem offenen Safariauto mit unserem sehr netten Guide, Hano, und einem freundlichen namibischen Paar, das uns auch bei den übrigen Game Drives in Erindi begleitete. Das Paar macht jedes Jahr etwa 2 Wochen Urlaub in Erindi. 😮
Wir sahen zuerst nicht allzu viel, aber dann bekamen wir die Info, dass weiter weg 2 Geparden gesichtet wurden, die wir auch unbedingt erwischen wollten. Wir fuhren daher ziemlich schnell los (unser Guide hat es Ferrari-Safari genannt 😎 ). Leider hatten wir dadurch kaum Zeit für zwei Löffelhunde, die wir gerne länger beobachtet hätten.

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Die beiden Geparden waren leider gecollart, aber trotzdem wunderschöne, elegante Tiere, die wir eine Weile begleiteten.

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Monteiro's hornbill (Monteiro-Toko)

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Danach haben wir noch zwei Gruppen von Löwen gefunden, leider ohne Junge, wie wir gehofft hätten.

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Die Löwinnen waren zuerst nicht recht amused über unser Erscheinen. Wir sind aber auch sehr ungünstig stehen geblieben: 1 links, 2 rechts, wir genau in der Mitte. 😕

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Natürlich gab es auch einen Stopp zum Sundowner - Amarula. Solche Game Drives im offenen Safariauto haben wir sehr genossen - den Fahrtwind spüren und nach Tieren Ausschau halten - was gibt es Schöneres? 😁

Das Abendessen mit Blick auf das Wasserloch gab es wieder in Buffetform - Oryx, Lamm, diverse Beilagen und Nachspeisen. Das Essen war sehr gut, die Angestellten waren aber nicht alle übermäßig freundlich.
Danach gingen Birgit und ich zur Rezeption, um einen weiteren Game Drive zu buchen. Dabei huschte plötzlich eine Ginsterkatze an uns vorbei. 🤩 Wir konnten leider nur einen kurzen Blick erhaschen, an ein Beweisfoto war leider nicht zu denken.

Tageskilometer: 305

Teil 2916. Apr. 2022

Tag 16: Do, 16.9.21 - Erindi - Bushman Coffee - Teil 1

Von 6:30-9:30 Uhr machten wir einen Morning Game Drive. Es war wieder eiskalt, aber wir waren etwas besser gerüstet. Wir waren zwar eigentlich auf der Suche nach Leoparden, stattdessen fanden wir aber Kudus, Impalas, Strauße, Bergzebras, Giraffen, Löwen und einen Elefanten, vor dem der Guide überraschend viel Respekt zeigte, obwohl er gar nicht so nahe war.

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Bei einer kurzen Pause bekamen wir einen "bushman coffee" - Kaffee, Kakao und Amarula - perfekt gegen die Morgenkälte! 🙂 Der Fahrtwind ist ja grundsätzlich super, aber in der Früh war es schon eisig kalt, da war der bushman coffee genau richtig. Eine Decke wäre nicht schlecht gewesen - stand aber so wie beim Nightdrive im Etosha Covid-bedingt nicht zur Verfügung. Schade! Beim Anblick von Hano in kurzer Hose wird mir jetzt noch kalt - angeblich war seine lange Hose in der Wäsche. 😉

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Danach entdeckten wir einige Dik-Diks, die auch ein paar zackige Start-Stopp-Übungen hinlegten - absoluter Zuckeralarm! 🙂

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Auch hier gibt es Felsgravuren

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Paviane am Felsen

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Wir frühstückten gleich nach dem Game Drive - ein Buffet mit allem was man so braucht (Eier, Toast, Süßes, Wurst, Käse, …).

Fortsetzung folgt ...

Teil 3017. Apr. 2022

Tag 16: Do, 16.9.21 - Erindi - Bushman Coffee - Teil 2

Nach dem Frühstück ruhten wir uns in unseren Zimmern aus - lesen, Tiere beobachten, Fotos sichern, usw. Wir machten auch einen kurzen Spaziergang zum Viewpoint, von dem aus wir Flusspferde, Krokodile, Warzenschweine und Mangusten beobachteten. Am Pool dann eine Überraschung - Birgit versuchte kurz Small Talk mit einem Herrn beim Schwimmen auf Englisch - nur um festzustellen, dass sie wieder auf einen 'unserer' Little Five-Deutschen getroffen war (ihre Ausrede für das Nichterkennen war das Fehlen der Brille). 😎

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Blick von der Terrasse

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Rotbauchwürger (Crimson-Breasted Shrike)

Um 16:30 Uhr begann wieder der Evening Game Drive. Diesmal fanden wir eine Leopardin mit Sender - ein sehr elegantes, schönes Tier, das wir länger beobachteten, bevor es im Busch verschwand und noch ein paar Perlhühner aufscheuchte. Letzteres war schon fast comicreif - wir sahen Leopardin und Perlhühner - die Perlhühner nur uns. Leopardin verschwindet im Busch - Hano zählt drei-zwei-eins und panisches Geflattere und Gegackere ist die Folge. Die Leopardin hat aber wohl Lust auf mehr als nur einen hühnerartigen Snack. 😉

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Sonst sahen wir noch Waterbucks, Impalas und Springböcke. Auffällig war, dass fast alle Tiere sehr schreckhaft waren und meistens gleich verschwunden sind - ganz anders als im Etosha - vermutlich ein Hinweis auf Wilderei.

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Bei einem schönen Aussichtspunkt tranken wir wieder Amarula und plauderten, während wir den wunderschönen Sonnenuntergang beobachteten. Ein sehr schöner Drive!

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Begeistert von der Buschbar und natürlich vom Sonnenuntergang

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Wir aßen im Restaurant zu Abend und beobachteten eine Herde Elefanten am Wasserloch. Eine der Angestellten holte uns während des Essens kurz auf die Terrasse, um einen Leoparden beim Trinken zu beobachten - da war zwar etwas in der Richtung, in der sie zeigte, aber als Leo war es leider nicht identifizierbar. Somit blieb die Leopardin vom Nachmittag unsere einzige Leo-Sichtung des Urlaubs.

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Tageskilometer: 0

Teil 3118. Apr. 2022

Tag 17: Fr, 17.9.21 - Erindi-Voigtland - Der Kreis schließt sich

Ein Grund, warum wir uns für Erindi entschieden hatten, waren die ursprünglich angebotenen speziellen Aktivitäten, wie Cheetah Walk oder Pangolin Tracking. Leider wurden diese Aktivitäten aber alle nicht mehr angeboten, sodass wir wie gestern wieder den normalen Morning Game Drive machten. Wegen des starken Winds, der die Tiere anscheinend beunruhigt, sahen wir aber nur wenig Wildlife - drei nicht fotografierbare Spitzmaulnashörner, Strauße, einige Impalas, Waterbucks, Paviane und Hartebeest. Wir tranken wieder bushman coffee und beobachteten einige Raubvögel.

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Langsames Erwachen im Schlafbaum ... 😉

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Afrikanischer Habichtsadler (African Hawk Eagle)

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Zurück in der Lodge frühstückten wir, packten zusammen und fuhren um ca. 10:30 Uhr ab in Richtung Windhoek. Wie so oft sahen wir einige Paviane am Straßenrand. Nach den vielen Schotterstraßen war die Asphaltstrecke dann so richtig ungewohnt und erst recht die Autobahn am letzten Stück. Auf den Holzschnitzermarkt in Okahandija haben wir verzichtet, weil wir keine Lust auf Straßenhändler-Gedränge hatten.
In Windhoek tankten wir noch voll und gaben unser Auto bei Namibia2Go ab. Der Check bei der Übergabe war sehr kurz, die Rechnungen für den neuen Reifen und die Reifenreparatur wurden anstandslos übernommen und auch sehr bald überwiesen. Mit einem Shuttle ging es wieder zu unserer ersten und auch letzten Unterkunft, dem Voigtland Guesthouse, wo wir dieselben Zimmer wie schon in der ersten Nacht bekamen - so schließt sich der Kreis! 🙂 Wir tranken wieder Kaffee und aßen Kuchen mit Blick auf die Giraffen und machten einen kleinen Spaziergang übers Gelände speziell zu den Rindern, wobei wir einige Vögel und ein Warzenschwein aufscheuchten.

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Wiedehopf

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Nach einem Cocktail ging es zum Abendessen. Es gab Salat, Brot, Smoked Oryx mit Tomaten und Balsamico Dressing, Eland-Steak mit Kürbis und Erdäpfel und Tiramisu als Nachtisch - köstlich. Wir plauderten noch kurz mit den Besitzern, dann packten wir unsere Taschen fertig für den Flug und gingen ins Bett.

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Leicht melancholisch am letzten Abend in Namibia

Tageskilometer: 178
Gesamt: 3318 km

Teil 3219. Apr. 2022

Tag 18: Sa, 18.9.21 - Windhoek - Die weniger schöne Seite von Afrika

Wir frühstückten etwas früher als vorgesehen, um 7:30, aber wir wurden auf Voigtland wieder perfekt versorgt. Dabei konnten wir wieder einige Vögel beobachten, u.a. Rosenköpfchen.

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Kurz nach 8 Uhr wurden wir von Pinehas, von Bwana Tucke-Tucke zur Windhoek-Stadtrundfahrt abgeholt. Im sehr speziellen Bwana-Büro 😗 konnten wir auch kurz mit Carsten Möhle himself plaudern. Pinehas ist ein ausgezeichneter Guide, der uns viel über Namibia und Windhoek erzählte und uns besonders durch die Township Katutura führte, eine Wellblechhüttensiedlung, in der vorwiegend Schwarze leben. Trotz der unübersehbaren Armut begegnete uns kaum jemand der unglücklich wirkte, im Gegenteil, die Leute lächelten und winkten als wir vorbeifuhren. Man hatte das Gefühl, Pinehas war dort allgemein bekannt und gerne gesehen.
In einem Geschäft kauften wir uns noch einen Polsterbezug als Andenken. Eine sehr interessante Fahrt, wobei wir uns nicht ganz wohl fühlten als reiche Weiße durch die Gassen zu fahren - und das gar nicht so sehr aus Sicherheitsgründen, sondern weil man es wirklich verstanden hätte, wenn uns die Bevölkerung eher feindlich gesinnt wäre.

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Unabhängigkeitsmuseum (von Nordkorea errichtet!)

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Christuskirche, das Wahrzeichen

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Gedenkstatue vor der Alten Feste

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Markt in Katutura

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Mopani Würmer

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Kapana

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Friseursalons gibt es extrem viele

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Zurück in Voigtland aßen wir zu Mittag - Lasagne und Kaffee & Kuchen. Um 16:00 wurden wir mit einem Shuttle von Namibia2Go zum Flughafen gebracht. Dort machten wir auch Bekanntschaft mit einem unheimlich unfreundlichen Flughafenangestellten, der sich besonders wichtig genommen hat und fast alle angeschnauzt hat. Das war schon wieder fast lustig. Nach dem normalen, sehr genauen Sicherheitscheck gab es vor dem Gate seltsamerweise noch einen zweiten Check, Männlein und Weiblein streng getrennt. Wir verabschiedeten uns von Namibia und machten uns seelisch bereit für den Heimflug.
Die Flüge Windhoek-Frankfurt (18:55-5:20, Eurowings) und Frankfurt-Wien (6:50-8:10, Lufthansa) waren ohne besondere Vorkommnisse mit eher wenig Schlaf und bescheidener Verpflegung, aber sonst absolut okay.

Damit ist die Reise leider vorbei und auch unser erster Reisebericht - ein ausführliches Fazit folgt aber noch!

Teil 3320. Apr. 2022

Fazit

Jetzt kommt wie versprochen noch - in Abstimmung mit meinen Mädels - ein relativ ausführliches Fazit zur Route und zu den Unterkünften.
Generell war es eine absolut gelungene Reise, die allerdings durch die Corona-Vorgeschichte und die Probleme mit dem Auto gleich zu Beginn leider doch ein bisschen getrübt war, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Auf jeden Fall bin ich sehr froh und dankbar, dass ich diese Reise gemeinsam mit meinen drei wunderbaren Mädels erleben durfte 😘 - und wir werden auch heuer wieder gemeinsam Urlaub machen, aber dieses Mal ‚nur' in Kroatien. 🙂

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Route

Das Fazit zur Route ist eher langweilig, weil es für uns so ziemlich perfekt gepasst hat. Wir hatten im Nachhinein nie das Gefühl, dass wir uns irgendwo falsch entschieden hätten. Es gibt sicherlich viele mögliche Varianten, aber für uns hat diese Namibia-Ersttäterroute genau so gepasst. Zu Beginn Kalahari, dann Sossusvlei, Swakopmund mit diversen Aktivitäten, Spitzkoppe, Camp Kipwe mit Wüstenelefantentour, ausführlich Etosha und mit Erindi noch etwas Luxus zum Abschluss, mit Anfang und Ende auf Voigtland war für uns eine runde Sache.
Kurz vor der Abreise habe ich ein bisschen bereut, dass wir nur zwei Nächte in Swakopmund reserviert hatten, weil es schwierig war, die gewünschten Unternehmungen (Little Five, Boot, Quad) unterzubringen, aber letztlich hat das auch noch problemlos geklappt.
Für Lisa war der Etosha zumindest einen Tag zu lang. Für sie hat das ‚richtige' Safarifeeling bei der Fahrt von einem Wasserloch zum nächsten gefehlt. Mir ist es ansatzweise ähnlich ergangen, weil dieses Suchen und die Begeisterung, wenn man etwas entdeckt, wie Birgit und ich es aus dem Krüger NP kennengelernt hatten, im Etosha zwar nicht ganz wegfällt, aber einen geringeren Stellenwert hat, weil man sich immer denken konnte ‚probieren wir es halt beim nächsten Wasserloch'. Wir alle haben die Game Drives im offenen Safariauto ganz besonders genossen (Bagatelle, Wüstenelefanten, Night Drive Halali, Erindi), die gehören für uns unbedingt dazu.

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Unterkünfte

Bei den Unterkünften geht es uns ähnlich wie bei der Route: es war keine Unterkunft dabei, die wir bereuen - im Gegenteil. Wir haben auch ganz bewusst bunt gemischt von Dachzelt über Guesthouse bis Luxuslodge, um die verschiedensten Varianten kennenzulernen.
Etwas genauer zu den einzelnen Unterkünften in chronologischer Reihenfolge:
Voigtland Guesthouse:
Wir finden, dass Voigtland für den ersten bzw. für den letzten Tag in Namibia perfekt passt, auch jeweils eine weitere Nacht wäre gut vorstellbar. Besonders gut passt es, wenn man Richtung Kalahari weiterfahren möchte, weil man schon in der richtigen Richtung ist. Es werden auch Game Drives angeboten und bei höheren Temperaturen wäre der Pool mit Blick auf die Giraffen sicher ein Genuss. Die Familie/das Team ist sehr nett und hilfsbereit, das Abendessen war vielleicht sogar das beste des gesamten Urlaubs und auch beim Frühstück fiel die Entscheidung hinsichtlich der verschiedenen vorbereiteten Müsli/Joghurt/Creme/Obst-Schalen wirklich schwer.

Bagatelle Campsite:
Bagatelle finden wir als Einstieg ins Afrikafeeling und für die ersten Safaris bestens geeignet. Auch der Campingplatz ist ideal für Dachzelt-Anfänger: die Stellplätze sind sehr schön und der Abstand zum nächsten ist sehr groß (sodass man beim Dachzeltauf-/abbau nicht beobachtet werden kann … 😗 ). Außerdem ist das eigene Waschhaus super, nur die Mistkübel sollten eventuell besser gesichert werden (bear-proof 😉 … um die stöbernden Ponys und Esel fernzuhalten). Das Ambiente zum Grillen ist perfekt, aber auch das Essen im Restaurant ist exzellent. Die Game Drives im offenen Fahrzeug sind ein sehr guter Beginn vor allem für jemanden, der das erste Mal auf Safari ist - quasi ‚Safari light' - Grasfresser, Vögel und ev. zusätzlich Geparden im großen Gehege. Wenn jemand gerne reitet, ist die Horseback-Safari ein Hit! Das Stargazing ist durchaus auch eine interessante Abendbeschäftigung. Beim Bushmenwalk sind wir nach wie vor zwiegespalten. Einerseits wirklich interessant, anderseits hatte man ein wenig das Gefühl, dass die "Schaufamilie", unsere zwei Bushmen und die weiteren Familienmitglieder, die dann vor dem aufgestellten Zelt saßen, sich nicht richtig wohl in ihrer Rolle und auch ‚Verkleidung' fühlten.

Sesriem Oshana Campsite:
Die Plätze liegen deutlich näher beieinander als in Bagatelle - mit Pech ist also eine gewisse Lärmbelästigung möglich, war bei uns aber nicht so. Ähnlich wie in Bagatelle mit eigenem schönem Waschhaus. Die Lage ist für den frühen Start zum Deadvlei sehr günstig. Restaurants oder Shop im NP haben wir nicht ausprobiert. Die Tankstelle vor dem Eingang hat auch einen kleinen Shop und eine Werkstatt dabei. Im NP ist auch eine kleine Werkstatt - für Notfälle am Sonntag kann das nicht schaden … 😗

Namib Desert Camping2Go:
Uns hat diese Art der Unterkunft sehr gut gefallen: ziemlich ideal, wenn man gerne Campingatmosphäre (Braai) hat, aber trotzdem nicht auf einen gewissen Luxus (Bad, echte Betten) verzichten will. Man könnte dort auch die Poolanlage der Lodge oder sonstige Aktivitäten (z.B. Skorpione suchen) in Anspruch nehmen.

Meike's Guesthouse Swakopmund:
Meike's Guesthouse können wir uneingeschränkt empfehlen: super sympathische, hilfsbereite Besitzer (Organisation/Empfehlungen von Aktivitäten schon im Vorfeld und vor Ort, gute Restaurant-Tipps - beide Essen im Fish Deli und The Tug waren top), sehr schöne Zimmer, tolles Frühstück, wunderschöner Garten, Supermarkt für Kleinigkeiten in Gehweite. Perfekt!

Spitzkoppe:
Der genialste Campingplatz ever! Großartiges Szenario! Die Nachbarn sind weit, weit weg. Der Sonnenuntergang mit einem Savanna dry in der Hand ist Idylle pur. 🙂 Traumhaft schön! Einziges Minus: Wasser nur beim Eingang, aber eine Toilette ist am Platz vorhanden.

Camp Kipwe:
Nobel-Lodge, die super in die Felsformation eingebettet wurde - lauter einzelne Hütten am Hügel. Das coolste (uneinsehbare) Außenbad des Urlaubs. Ja, teuer, aber durch das Package Wüstenelefantentour und Twyfelfontein/Organ pipes summa summarum okay, um sich mal was zu gönnen. Wir hatten einen sehr netten Guide und Covid-bedingt das Auto für uns allein. Sehr toller Sundowner Platz ganz oben - es hat uns gewundert, dass wir dort zwei Mal allein unsere Cocktails schlürften (war aber super so …). Essen war sehr gut. Der Pool war seeehr kalt, den hat nur Birgit probiert. Viele Echsen und Vögel im Gartenbereich sind ein großes Plus.

Olifantsrus Campsite:
Entgegen den ursprünglichen Erwartungen ein durchaus schöner Campingplatz - war aber nicht ausgebucht, als wir dort waren, daher sehr ruhig. Der Hide ist wirklich toll und man kann dort schon einige Zeit schauen. Das Waschhaus war tadellos sauber und es hat alles funktioniert. Den Shop haben wir nicht ausprobiert.

Halali Bush Chalets:
Unser Chalet war nicht super top, aber besser als mancher Bericht es vermuten hätte lassen - es war für uns vier völlig ok. Was etwas verwunderte, war die fehlende Herdplatte - Grillmöglichkeit vor der Türe wäre aber vorhanden gewesen. Die Spülung der Toilette hatte so ihre Macken, konnte aber immer wieder in Gang gesetzt werden - alles nicht so tragisch. Das beleuchtete Wasserloch war sehr cool. Die jausnenden Beobachter mit den vielen Chips und Brotkrümeln tragen wohl das ihrige dazu bei, dass so viele Mäuse herumliefen - allerdings war das zu diesem Zeitpunkt in ganz Halali so, inklusive im und ums Restaurant. Das Restaurant na ja. Das Fleisch war ok, das vegetarische Abendessen war wirklich fast ungenießbar und wir sind nicht besonders heikel oder anspruchsvoll. Das Frühstück war akzeptabel. Der Night Drive war super, wir hatten einen sehr netten Guide (das Auto war aber unglaublich laut und es ist ein Wunder, dass wir nicht dadurch schon alle Tiere vertrieben haben). Der Shop war recht schlecht bestückt. Am zweiten Tag war der Sprit im Camp aus - wir hatten Gott sei Dank schon davor getankt.

Okaukuejo Campsite:
Die Campsite war ok, aber im Vergleich zu denen davor ‚klebten' wir aneinander - eher wie auf europäischen Campingplätzen. Das Wasserloch (besonders abends) war auch sehr schön - die ‚Zuseher' verteilten sich zwar gefühlt ein wenig besser als in Halali, aber es war auch mehr los. Unsere Mittagssnacks (Salat und Toast/Burger) waren recht gut. Leider wurde vor dem Shop mit Eis geworben und wir hätten in der Mittagshitze wirklich gerne eines gekauft - in der seit gefühlt 5 Jahren nicht mehr abgetauten Tiefkühltruhe war allerdings keines zu finden 😵 . Auch in Okaukuejo war der Sprit aus.
Weil das immer wieder ein Thema ist, ob man besser im oder außerhalb des Etosha übernachten soll: wir haben es keineswegs bereut, im Etosha übernachtet zu haben, vor allem, weil wir die beleuchteten Wasserlöcher super gefunden haben, auch der Night Drive in Halali war es absolut wert.

Erindi Old Traders Lodge:
Wenn man die Reservierung bzw. Bekanntgabe der Kreditkartendetails überstanden hat (hat Birgit einige Nerven gekostet, diese in einem genau definierten Zeitfenster während des Urlaubs von Kipwe aus zu übermitteln - zur Sicherheit als pdf in mehreren Emails), kann man die Anlage genießen. An der Rezeption waren die Abläufe gefühlt nicht wirklich so wie sie sein sollten. Bezugnehmend auf die kürzliche Diskussion hinsichtlich Rassismus wäre aber zumindest uns nichts aufgefallen. Was wirklich schade war, war dass der Grund für die Buchung in Erindi - Pangolin tracking und Cheetah walk so wie alle anderen special activities nicht angeboten wurden. Es gibt ein paar angesiedelte Tierarten, über die man diskutieren kann, und die Katzen sind (fast) alle besendert - was dann nicht zu ‚dem' Sichtungserlebnis führt. Aber grundsätzlich ist das kleine Wasserloch vor den Bungalows und das große vor dem Restaurant schon sehr schön angelegt. Die Zimmer sind auch top und der Pool hat angenehm temperiertes Wasser. In der wunderschönen Gartenanlage gibt es viele Vögel. Landschaftlich ist Erindi wirklich interessant und abwechslungsreich (ist mit mehr als 700 km2 riesig für ein privates Gebiet) und unser lustiger Guide Hano hat sich sehr bemüht, auch dass er für uns einen Leoparden findet. Generell bei allen Drives ist es schade, dass in Namibia nicht 2 Guides/Spotter mitfahren, so wie wir es im Krüger/Sabi Sands erlebt haben. Die Tiere (außer die Katzen) waren deutlich schreckhafter als im Etosha. Das Essen war tadellos, in unserem Ranking aber sicher hinter Voigtland, Bagatelle und Kipwe.

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Dachzelt
Beim Dachzelt fällt das Resümee eher zwiespältig aus. Einerseits möchten wir die Erfahrung nicht missen, andererseits werden wir in Zukunft wohl eher nicht mehr mit Dachzelt unterwegs sein - Lisa ganz sicher nicht … 😗 Camping mit abendlichem Grillen ist schon toll, aber das Auf- und Abbauen der beiden Zelte war besonders bei den teilweise sehr niedrigen Temperaturen nicht gerade lustig. Problem war sicher auch, dass ich den größten Teil allein machen musste, weil meine Mädels aufgrund der Größe nicht bzw. nur sehr schwer dazu in der Lage waren. Wir haben dadurch auch in der Früh immer ein wenig zu lang gebraucht und hätten noch früher aufstehen müssen, um den sichtungstechnisch besten Teil des Morgens voll auszunutzen, was möglicherweise zu gewisser innerfamiliärer Unstimmung geführt hätte. 😎 Falls wir wieder campen, dann werden wir versuchen einen Buschcamper zu bekommen oder die Variante Tented Camp (wie z.B. bei Camping2Go) wählen. Das Campen hat sich aber auf jeden Fall schon allein für die Spitzkoppe ausgezahlt!

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Autovermieter
Auch hier ist das Fazit eher zwiespältig. Mit unserem Vermieter Namibia2Go waren wir hinsichtlich Freundlichkeit und Preis (ca. 110 Euro/Tag inkl. voller Versicherung ohne Selbstbehalt, für Hilux Double Cab mit 2 Dachzelten) durchaus zufrieden. Auch haben wir den Preis für den neuen Reifen bzw. die Reifenreparatur ohne Diskussion und rasch ersetzt bekommen. Allerdings kann ich ihnen die kaputte Batterie am ersten richtigen Fahrtag (während der Fahrt) nicht ganz verzeihen. Das könnte man schon vorher überprüfen, ebenso wie die Reservesicherungen, die großteils durchgebrannt waren. Außerdem war ein Reifen, bei dem wir letztlich 2 Platten hatten, laut Mechaniker grundsätzlich in schlechtem Zustand. Ein platter Reifen kann natürlich immer passieren, aber ich glaube, ich würde in Zukunft einen anderen Autovermieter wählen.

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Highlights

Außerdem habe ich meine Mädels noch gezwungen gebeten 😉 , die 5 Highlights der Reise zu nennen (Lisa und Birgit haben es nicht geschafft nur 5 zu nennen und so gab es auch ex aequo rankings …).
Hier ist das Ergebnis:
  • Lisa: Quad fahren, Erindi, Wüstenelefanten, Voigtland, Little Five und Kipwe (und Deadvlei)
  • Tina: erste Löwen im Etosha (und auch die weiteren), Quad fahren, Wüstenelefanten, Little Five, am Abend am Wasserloch sitzen in Olifantsrus/Halali
  • Birgit: Spitzkoppe, Ozonjuitji m'Bari, Karakal-Sichtung Etosha, Wüstenelefanten, Horseback-Safari Bagatelle (und Quad fahren)
  • Ich: Ozonjuitji m'Bari, Spitzkoppe, Quad fahren, Sossusvlei/Deadvlei, Wüstenelefanten
Das heißt, nur die Wüstenelefanten und das Quad fahren war bei allen in den Top 5.

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Ganz zum Schluss fehlt jetzt noch das Fazit zum Reisebericht schreiben. Hier im Forum gibt es sehr viele unglaublich gut geschriebene Reiseberichte mit sensationellen Fotos. Mir ist völlig bewusst, dass ich da bei weitem nicht mithalten kann, trotzdem wollte ich den Bericht (unter Mithilfe meiner Mädels) schreiben, weil für mich bei der Reiseplanung die Reiseberichte die wichtigste Informationsquelle waren. Man kann sich gerade als Ersttäter, für die dieser Bericht in erster Linie gedacht war, ein viel besseres Bild machen, wenn man Informationen aus erster Hand bekommt. Da sind dann perfekt formulierte Texte oder Profi-Fotos gar nicht so entscheidend.
Insgesamt war das Reisebericht schreiben jedenfalls mehr Arbeit als erwartet - ohne das Reisetagebuch von Tina wäre das auch gar nicht möglich gewesen. Die Fotos zu sichten, ist mir auch nicht gerade leichtgefallen - sorry für die vielen (nicht perfekten) Fotos! 😗
Nichtsdestotrotz bin ich froh, dass ich den Bericht geschrieben habe. Einerseits weil ich hoffe, dass es dem einen oder anderen bei der Planung etwas hilft, andererseits weil man beim Schreiben die Reise selbst noch einmal erleben kann und in ein paar Jahren, wenn die Erinnerungen verblassen oder der Alzheimer zuschlägt, eine kleine Auffrischung nicht schadet! 😎

Danke für die Reisebegleitung, aber besonders an alle Kommentar-Schreiber und Danke-Button-Drücker! Als Reisebericht-Schreiber freut man sich darüber … 😊

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Mit meinen Mädels in Namibia von chrischris

Quelle: www.namibia-forum.ch/forum/thema/301317-mit-meinen-maedels-in-namibia

Stand: letzter Berichtsteil vom 20. Apr. 2022

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