wer Lust und Zeit auf einen kompakten Reisebericht von unserer Namibia-Tour im November und Dezember 2021 hat, herzlich willkommen!
Eigentlich bin ich nicht so der Reisebericht-Schreiber und poste auch nicht auf Insta oder so über meine Reisen, doch in diesem Forum möchte ich sehr gerne unsere Gedanken und Gefühle zu dieser Reise teilen. Vielleicht lässt sich der ein oder andere inspirieren oder ermuntern, bald wieder dieses so schöne Land zu besuchen. Dann hat sich unser kleiner Bericht gelohnt. Das Land braucht euch!
Kurz zu uns: Wir sind ein Paar in den frühen, wilden 40ern. Reiselustig und vor einem Jahr durch einen Corona-"Zufall" zueinander gefunden. Nachdem uns unsere erste gemeinsame Reise im Sommer 2021 nach Island geführt hat, haben wir im Anschluss überlegt, ob und wohin wir wohl im Winter reisen könnten. Namibia sollte es werden. Ich selbst war 2015 und 2017 bereits in Namibia und kenne noch Südafrika, Botswana und Zimbabwe von ein paar weiteren Reisen ins südliche Afrika. Klar, Afrika ist tief im Herzen. Als wir gebucht haben, gingen die Corona-Zahlen in Namibia gerade wieder runter. Unser "Kalkül" war, dass wir das Land besuchen, bevor die Zahlen mit Beginn der Reisesaison ab Mitte Dezember in Namibia wieder steigen könnten und danach auch mehr Touristen ins Land reisen werden. Wir haben uns mit diesem berechnenden Gedanken erstmal gar nicht so wohl gefühlt, doch wer Namibia in den vergangenen zwei Jahren etwas beobachtet hat, ahnt, dass sich die Menschen im Land über jeden Besucher freuen. Also haben wir begonnen zu recherchieren. Wir machen eine Selbstfahrertour, klar. Überall sind ausreichend Plätze in den Unterkünften frei und wir bekommen auch ganz gute Preise, weshalb wir uns teilweise sehr gute Unterkünfte leisten konnten. Die Route steht nach wenigen Tagen. Klassische Route, so richtig gewöhnlich und hier bestimmt schon 2134x empfohlen und besprochen. 😛 Dann fix den Flug gebucht und einen Mietwagen bei Europcar gefunden. Etwas mulmig war uns schon, ob die PCR-Tests vorher auch wirklich negativ ausfallen. Fallen sie. 😁
18. November
Los geht's. Wir fliegen von Berlin über Zürich und Johannesburg mit Swiss nach Windhoek. Haben uns die Business Class mit einem guten Angebot gegönnt. Abflug aus Berlin bedeutet mitunter Zeit mitbringen. Deshalb sind wir extra früh beim Check-in, um mögliche lange Schlangen auszuhalten. Am Ende dauert es 15min für Check-in und SiKo. Ok, besser so als anders herum. Wir wundern uns etwas über die Konstruktion und die Logistik des BER und steuern die Lufthansa Lounge an, um ein entspanntes Kaltgetränk genießen zu können. Denkste. Die Lounge ist rappelvoll und ungemütlich.
Der Flieger gen Zürich hebt pünktlich ab. Was für ein schöner Flughafen Zürich doch ist. Der Weiterflug nach Johannesburg verläuft ebenfalls reibungslos. Beide Swiss-Flüge sind übrigens nahezu ausgebucht. Ich möchte mich als "Fan" der Business Class von Swiss outen. Uns gefällt sie deutlich besser als die von Lufthansa oder die von Eurowings. Die Crews waren super drauf, die Maschine sehr gepflegt, der Sitzkomfort einwandfrei und sogar das Essen schmeckte. Es gab sogar große Schoko-Tafeln für uns. 😛


Pünktlich in Johannesburg gelandet, geht der Transfer dort ebenfalls ziemlich schnell. Der Airport ist leer, fast alle Geschäfte haben zu. Unser Lieblings-Restaurant mit tollem Blick aufs Vorfeld hat ganz zu gemacht. Traurig zu sehen. Wir verbringen zwei, drei Stunden in der Shongololo Lounge im Terminal A. Gutes Essen, gute Waschmöglichkeiten. Leider etwas düster auf Dauer, aber das ist ja bei vielen Lounge so. Unsere Vorfreude auf Namibia steigt immer mehr. Der Flug von JoBurg nach Windhoek mit Sa Airlink ist gut gebucht und startet wackelig durch die nachmittäglichen Wolkentürme. Wir lieben fliegen. Die Landung in Windhoek ist traumhaft schön. Wir sind gerührt, als uns Wolken und Landschaft immer näher kommen.

Unser Flugzeug parkt. Die Türen gehen auf. Wir gehen raus. Die warme Spätnachmittagssonne lächelt uns an.
Einreise, Koffer und Mietwagen gehen erfreulich schnell. Irgendwie geht alles gefühlt doppelt so schnell wie früher. Bis zum Europcar-Schalter. Dort breitet die Kundin vor uns ihre Lebensgeschichte gegenüber dem geduldigen Mitarbeiter aus 🤪 Wir lassen uns nicht stressen und freuen uns einfach, dass wir hier sind. Wir haben einen Toyota Fortuner bestellt und bekommen ein recht neues Auto mit nur 12 TKM auf dem Buckel. Sieht einwandfrei aus. Der bestellte, zweite Ersatzreifen ist auch im Wagen (Reservierung vorab war übrigens kein Problem über das Service Desk in SA/NAM). Nach einer kurzen Einführung kann es losgehen und wir steuern unsere Unterkunft für die erste Nacht an: Die Windhoek Luxury Suites...























