von casimodo · November 2021 · 14 Tage · Selbstfahrer · 31 Teile
Über diesen Reisebericht
Nach fast drei Jahren coronabedingter Zwangspause verbringen wir im November 2021 zwei Wochen im Krüger Nationalpark – diesmal ganz auf eigene Faust mit dem Mietwagen. Von Skukuza aus geht es an den Olifants River, in die stillen Buschcamps im Norden und zurück in den Süden nach Biyamiti. Gleich beim ersten Gamedrive gelingen uns zwei Leopardensichtungen, später bei Shimuwini noch eine besonders schöne. Dazu kommen Wildhunde, eine Zivette direkt vor unserem Camp, immer wieder Löwen sowie große Elefanten- und Büffelherden, die uns auch mal die Fahrt blockieren. Als begeisterte Vogelbeobachter freuen wir uns über etliche neue Arten, eines der einprägsamsten Erlebnisse ist aber ein lang ersehnter Hornvogel, den wir nur noch im Maul eines Krokodils zu Gesicht bekommen. Nashörner dagegen sehen wir auf der ganzen Reise nur ein einziges Mal, und auch das nur von hinten – während andere Besucher zur gleichen Zeit von reichlich Sichtungen berichten.
Der Park zeigt sich ungewohnt grün und dicht belaubt, was die Tiersuche erschwert, dazu Temperaturen bis 42 Grad und meist bedeckter Himmel fürs Fotografieren. Im Rückblick haben wir wohl zu hohe Erwartungen an die lang ersehnte Rückkehr, und wir wechseln zudem zu oft zwischen den Camps – gerade im Norden bringt das spürbar weniger Sichtungen. Am besten gefallen uns diesmal die kleinen Buschcamps Sirheni und Bateleur. Nach dieser Reise gönnen wir uns erst einmal eine längere Pause vom Krüger.
Diese Zusammenfassung wurde automatisch erstellt und vom Autor freigegeben.
Teil 126. Nov. 2021
2021 Krüger NP - zur rechten Zeit am falschen Ort
Nach all den Corona Hindernissen und einer fast dreijährigen, ungewollten Afrika Abstinenz hat es am Ende dann doch geklappt. Wir waren tatsächlich 2 Wochen im Krüger NP. Durch die selbst verbotene Vorfreude war diesmal alles etwas anders. Und wir waren komplett reif für Afrika ! Die Camps hat meine Esmeralda wie immer direkt über Sanparks gebucht. Das erste Mal sollte es für uns nach Bateleur gehen. Da wir unbedingt auch in den Norden wollten, haben wir etwas (zu) oft die Camps gewechselt. Trotzdem war es ein schöner Urlaub zur rechten Zeit ! Der Flug direkt nach Skukuza war eine sehr, sehr gute Entscheidung. Eingekauft haben wir ausschließlich in den Parkshops. Das war überhaupt kein Problem. Ich werde in meinem Bericht etwas genauer auf das Sortiment in dne Shops eingehen. Gerade heute ist die Corona Lage ja leider eskaliert ! Um so dankbarerer sind wir für die schöne Reise. Unsere Route :
Los geht es in den nächsten Tagen. Bitte habt noch etwas Geduld ! Viele Grüße Casimodo
Teil 228. Nov. 2021
04.11.2021-05.11.2021 Flug Frankfurt nach Joburg und Skukuza – es ist soweit !
Im Vorfeld der Reise lagen bei uns echt die Nerven blank. Gibt es nun doch noch irgendwelche weiteren Restriktionen ? Ist unser Test dann doch positiv ? Mist, mir kratzt es im Hals !
Letztendlich ging alles gut ! Unsere PCR-Testergebnisse sind negativ und die erste Last fällt ab.
Schließlich holt uns das coolste Flughafentaxi ever ab! Die Sternschnubis fliegen am gleichen Tag nach Windhoek. Die Wiedersehensfreude ist groß !
Am Flughafen checken wir getrennt ein. Unser Check in ist in 5 Minuten erledigt, während die Schnubis noch anstehen.
Schließlich finden wir im ganzen Terminal 1 kein offenes Restaurant und müssen so auf das Teminal 2 ausweichen. Bei einem Bierchen wird Afrikalatein ausgetauscht.
Total blöd, dass wir nicht im gleichen Flieger sitzen. Irgendwann heißt es dann Zeit zum Abschied nehmen. Die LH 747-800 ist knackevoll.
Alles läuft planmäßig.
Schließlich entsteht in der Vierereihe neben uns eine größere Diskussion. Ein Mitglied einer osteuropäischen Reisegruppe ist rotzbesoffen. Die Crew entschließt sich, ihn nicht mitfliegen zu lassen. Gott sei Dank ist er so voll, dass er das diskussionslos hin nimmt. Die Koffer sind relativ schnell ausgeladen und so starten wir mit einigen Minuten Verspätung in unser geliebtes Afrika.
Der übliche Nachtflug ist auch mit OP Maske ganz gut zu ertragen. Der Service ist eingeschränkt. Es gibt nur einmal ein alkoholisches Getränk. Das ist wohl Corona geschuldet. Relativ pünktlich landen wir in Joburg. Etwas angespannt beginnen wir an einer sehr übersichtlichen Schlange die Einreiseprozedur. Es wird Fieber gemessen, alles OK. So schnell wie noch nie passieren wir die Immigration und halten die ganzen Einreiseformulare bereit. Niemand interessiert sich dafür. Nachdem dann recht spät auch unsere Koffer da sind ist endgültig klar, dass diese Reise wie geplant beginnen wird. Uff ! Also kurz im Erdgeschoss links an den GA und rechts zum Vodacom Shop. Mit südafrikanischer SIM ausgestattet checken wir beim sehr netten Airlink Personal ein, kaufen Springbok Shirts und gehen durch den Inlands Security Check. Für den Inlandsflug brauchen wir keinen PCR Test und kein Formular.
Nach einem Frühstück besteigen wir wieder pünktlich die Airlink Embraer 135 nach Skukuza. Der einstündige Flug vergeht im Nu.
Skukuza kennen wir ja schon. Wir steigen mit als erste aus dem kleinen Jet,
registrieren uns bei einer Dame für den Krüger und gehen als erste zum Avis Schalter. Über einen Reiseveranstalter hatten wir einen Fortuner gebucht. Das ging allerdings nur über Skukuza Camp. Skukuza Airport war nicht möglich. Der Angestellte schüttelt den Kopf und meint, die Reiseveranstalter würden nicht dazulernen. Avis denke mit und es wäre ja klar, dass wir das Auto nur am Flughafen abholen könnten. Sehr günstig buchen wir den zweiten Fahrer dazu. Viel günstiger als direkt über den Veranstalter. Der weiße Fortuner hat ca. 50.000 KM runter und ist wie neu. Das Gepäck steht schon am Baggage Claim und so sind wir ca. 15 Minuten nach der Landung frei.
So relaxt sind wir noch nie gestartet. Die Ankunft in Skukuza ist nun unsere neue Lieblingsart, eine Krügerreise zu beginnen. Nelspruit, Hoedspruit und Phalaborwa waren auch nicht schlecht, aber das hier ist Spitze ! Sehr zufrieden fahren wir ins Camp und checken in unseren River Front Bungalow ein. Es ist heiß, sehr heiß sogar !
Teil 329. Nov. 2021
05.11.2021 Skukuza – kurzer Gamedrive und Abend im Cattle Baron
Nachdem wir unsere River View Bungi bezogen und die ersten Sachen hin und hergeräumt haben, werfen wir erst einmal einen kurzen Blick auf den Fluss und das dort grasende Kudu.
Da wir gar nicht sooooo müde sind, wollen wir eine kleine Runde durch den Park fahren. Der Himmel ist bedeckt und das Fotolicht ist alles andere als gut! Fast drei Jahre ist unsere letzte Wildbeobachtungsfahrt her ! Direkt nach dem Campgate sehen wir direkt an der Straße die wuseligen White-crested Helmet Shrikes. Die Fotos sind noch gar nicht richtig eingestellt.
Etwas weiter dann ein Impala
Crested Guineafowl
Ein Kudu mit schönen Red-billed Oxpeckers
Und eine große Gruppe Affen.
Der Himmel färbt sich schwarz,
während wir den Fahrer eines am Randstehenden Autos fragen, was sie gerade sehen. Kurze, knackige Antwort : „Leppard!“. Was ???? Wo ??? Da hinten und ganz schlecht zu sehen !
Wir fahren einige Meter weiter und versuchen, durch das dichte Astwerk den etwas weiter weg sitzenden und schließlich loslaufenden Leo zu fotografieren. Und das natürlich mit einer ziemlichen Hektik und Aufregung. Schließlich ist der Leo außer Sichtweite und wir können es fats nicht glauben. Ein Leo !
Wir fahren weiter. Es ist schon viertel vor sechs. Um 6:30 Uhr ist Gatetime. Nach vielleicht 10 ereignislosen Minute treffen wir auf ein weiteres Auto. Was sie denn sehen würden, fragen wir. Die Antwort haut uns aus den Socken : „Leppard!“. Und der schlendert gemütlich rechts von uns durchs Gebüsch !
Auch diesmal wieder keine tolle Fotosituation.
Aber wer wird uns das denn glauben ? Wir sind ziemlich begeistert und schütteln den Kopf.
Wir fahren kurz zum Viewpoint, wo es uns aber zu trubelig ist.
Als wir dann auf dem Rückweg sogar noch diese Hyänenmama mit jungen treffen, ist unsere Safariwelt in Odnung!
Äußerst zufrieden ruhen wir uns kurz aus und gehen dann nach einer kurzen Wein Shopping Session zum Cattle Baron.
Kurz nachdem wir uns auf der Terrasse hingesetzt haben, fängt es an zu tröpfeln. Also schnell nach innen. Es herrscht ziemliches Chaos, denn wir sind nicht die einzigen. Unsere sehr nette Bedienung ist ziemlich überfordert und es dauert ewig, bis wir unser Bierchen und einen Gin Tonic haben.
Zwischendurch fällt noch der Strom aus und so dauert es seine Zeit, bis wir unser Essen haben. Das ist leider nicht ganz so gut, wie wir es vom Cattle Baron gewohnt sind. Aber es ist in Ordnung. Gott sei Dank hat es etwas abgekühlt. An Ende 30 Grad müssen wir uns noch gewöhnen.
Jetzt geht es aber ins Bett und wir träumen von Safariabenteuern ….. Die Arbeit ist schon ganz weit weg und wir sind endlich wieder in Aaaaaafrikaaa !
Teil 405. Dez. 2021
06.11.2021 Skukuza nach Olifants
Wie immer werde ich vor Kerstin wach. In der Außenküche koche ich einen Kaffee und gehe mit der Kamera hinunter zum Fluss. Noch etwas müde und unmotiviert knipse ich drauf los. Und dabei erwische ich eine Erstsichtung. Eine African Black Duck.
Ein Water Dikkop
und ein Great Egret
schlendern auch herum. Oben im Gebüsch hat eine hübsche Tawny Flanked Prinia einen Schnapp gemacht.
Ich genieße die morgendliche Ruhe und registriere, dass ich tatsächlich in Afrika bin ! Richtig schön ins Licht setzt sich deine schöne blauköpfige Agame.
Als Kerstin wach wird, überlegen wir die Tagesplanung. Eigentlich wollten wir im Camp Frühstücken. Der neue Beschluss führt uns aber mit schon gepacktem Auto zum Lake Panic Bird Hide.
Es ist relativ wenig los. Insgesamt sind wir zuerst zu acht (mit uns) und dann zu sechst. Wie so viele andere lieben wir diesen Platz. Eigentlich passiert immer irgendetwas. Diesmal präsentiert sich etwas weiter weg ein Malachite Kingfisher.
Ach wie schön !
Auch die Krokodile sind heute recht aktiv.
Ein African Pied Wagtail.
Vor dem Urlaub habe ich zum warm werde unsere unbestimmten Vögel gesichtet und in der Vogelapp geschaut, welche alltäglichen Vögel uns bisher durch gerutscht sind. Dabei war der Village Weaver, von dem wir bisher kein Foto haben. Und der fliegt Kerstin direkt vor die Linse.
Die emsigen Vögel sind gerade beim Nestbau und können dabei das direkt vor uns stehende Schilf gut verwenden. Die Distanz ist fast zu nah, aber über einige dieser Bilder sind wir sehr glücklich.
Lessert Masked Weavers sind auch dabei.
Das Black Crake Chick ist noch etwas unbeholfen.
Am Ufer steht ein Green-backed Heron
während die Eltern der kleinen Crake nach Futter suchen.
Yellow-billed Kite
Nach knapp einer Stunde fotografieren wir noch schnell diesen Squacco Heron und machen uns dann zurück ins Camp.
Dort kaufen wir Lebensmittel ein. Unser Plan ist es, wenn mögich nicht aus dem Park rausfahren zu müssen.
Mitgebracht haben wir unter anderem: Reisekaffeefilter, Kaffeefilter, Thermoskanne, Süßstoff, Kaffee, Grillzange, Feuerhandschuh, Lappen, Handtuch, Messer Alufolie, Hafer, Müsli und einige Gewürze.
Im Parkshop gab es eigentlich alles, was wir benötigten. Holz, Grillanzünder und ein Feuerzeug sowieso. Wein in ordentlicher Qualität und allerlei Getränke. Kühltaschen und Akkus. Eiswürfel, Grillfleisch, Butter, Milch, Eier, Bacon, allerlei Gemüse (man muss immer kaufen, was gerade da ist), Obst und sogar gewürfelten Knoblauch. Es fehlte wirklich an nichts. Selbst die Alufolie hätten wir unten kaufen können. Die Preise sind natürlich üppiger als draußen. Und so machen wir uns mit inzwischen vollgepacktem Auto frohen Mutes auf den Weg nach Olifants.
Teil 508. Dez. 2021
06.11.2021 Skukuza nach Olifants Teil 2
Und so machen wir uns mit inzwischen voll gepacktem Auto frohen Mutes auf den Weg nach Olifants. Nach kurzer Fahrt freuen wir uns über einen Jamesons Firefinch.
Von hier aus sehen wir schon drei White Cars stehen. Da muss etwas sein, oder ? Wir stellen uns hinten an. Wo schauen sie hin? In das dichte Gebüsch, oder ? Wir fragen nach. Oh, Wilddogs ! Ich sehe gar nichts, während Kerstin fotografiert und meint, man würde nicht viel sehen.
Ich wechsele den Standort. Unten im Trockenflussbett kommt gerade ein einzelner Dog gelaufen.
Auch er verschwindet schnell im dichten Gebüsch. Also erneuter Stellungswechsel auf die andere Seite. Und dort steht etwas weiter weg ein Wildhund und hält Wache.
Während dessen ruhen sich die Hooded Vultures aus.
Leider sind wir noch nicht „warm fotografiert“. Schöne Sichtung !
Auf der Weiterfahrt sehen wir Büffel,
ein Natal Spurfowl (Danke Maddy)
Kudus
Affen
Und einen Tawny Eagle,
bevor wir durch ein noch brennendes Gebiet kommen.
Die Stimmung ist gespenstisch.
Nun wissen wir, warum gestern der gigantische Feuerschein beim Abendessen zu sehen war.
Kurz vor Tshokwane sehen wir die ersten Elefanten.
Dann ist es zeit für ein deftiges Frühstück.
Es ist schon brüllend heiß und ganz wenig los.
Gesättigt geht es weiter.
Violet-backed Starlings
Nicht weit entfernt zeigen uns andere mehrere unter Büschen liegende Löwen. Ultraweit weg und wie fast immer schlafend.
Auf der weiteren Fahrt nach Norden treffen wir begeistert auf diesen bulligen Tusker. Ein prächtiger Elefant !
Dieses unscheinbare Bild hat einen traurigen Hintergrund! Der kleine Elefant ist weit und breit alleine. Ganz ungewöhnlich und traurig !
Dann halten wir in Satara. Kerstin steht auf einmal vor einem dunklen Fortuner, in dem doch tatsächlich Jaffles und Allesverloren sitzen. Ein späteres Treffen war ja zu unserer Freude geplant, aber hier hatten wir nicht mit ihnen gerechnet. Umso größer ist die Freude! Irgendwie haben wir gar keine Fotos gemacht. Wir trinken etwas und sitzen im Restaurant, das durch eine Baustelle recht ungemütlich ist. Aber egal! Wir verabschieden uns von den beiden und setzen unsere Fahrt fort. Etliche Minuten später dann wieder ein Elefant. Er und ein Kumpel laufen auf ein Wasserloch zu.
Das schauen wir uns an. Am Wasserloch angekommen trifft der Elefant auf eine Hyäne. Die muss bei der Hitze das Feld räumen.
Schließlich erreichen wir die lieb gewonnene Brücke über den Olifants River.
Was hatten wir hier schön für schöne Erlebnisse !
Heute ist vermutlich wegen der Hitze wenig los.
In Olifants beziehen wir die Nr. 13.
Vor einigen Jahren hatten wir die schon einmal. Der Blick ist ganz gut.
Aber leider ist der Grill hier hinter der Hütte.
Teil 611. Dez. 2021
06.11.2021 Abend in Olifants
Am späten Nachmittag fahren wir noch eine kleine Runde.
Als erstes posiert ein hübscher White-browed Scrub Robin und singt, was das Zeug hält.
Eine Giraffe.
An der Balule Bridge stehen die Open-billed Storks in der Abendsonne.
Ein Blacksmith-Plover
Wasserböcke
Und der erste White-fronted Bee-Eater.
Ohne weitere Sichtungen fahren wir zurück und besuchen die Hitze mit Kaltgetränken zu bekämpfen.
Unten im Fluss quert eine Elefantenherde den Olifants River.
Dann gibt es eine Boerewors, die hinter dem Haus gegrillt wird.
Beim Abendessen werden wir trotz spärlichem Licht von Massen an Insekten überfallen. Na das kann ja heiter werden. Mann muss echt aufpassen, dass man nichts mit isst.
Im Schrank der Außenküche entdeckt Kerstin einen kleinen Frosch.
Wir setzen ihn in den Vorgarten und werden schnell müde.
Teil 712. Dez. 2021
07.11.2021 Olifants
Zum Beginn dieses Teils möchte ich mal auf die Gate-Time im November eingehen. 04:30 Uhr (!!!) bis 18:30. Ich wiederhole in Worten: vieruhrdreißig ! Das ist definitiv nicht unsere Zeit ! Außerdem ist es um 04:30 echt noch fast dunkel. Also klingelt der Wecker komfortabel um 05:30 Uhr. Das ist doch schon eine total humane Zeit, oder ? Etwas bematscht schleiche ich mich von meiner noch schlafenden Esmeralda vorbei in die Außenküchen.
Der klapprige Hängeschrank wird geöffnet und ich hole den Wasserkocher raus. Und was sitzt oben drauf ? Unser Frosch ! Vermutlich der von gestern. Er macht auch keine Anstalten, sich von dem Wasserkocher oder mir zu entfernen.
Also setze ich ihn wieder in den Vorgarten, schmunzele und koche Kaffee. Die Mangusten sind auch schon wach.
Die Hippos dümpeln noch träge unten im Olifants River.
Ein White-bellied Sunbird
Red Winged Starling
Blackeyed Buldbul
Laughing Dove
Mocking Cliff Chat Mädchen
und eine Libelle bringen Abwechslung in den Morgen.
Das lieben wir ja so, dass das Kleintierleben morgens so richtig explodiert. Kerstin ist auch schon seit einiger Zeit wach und so brechen wir erst nach dem Frühstück und mit gepackten Sachen zu einem Drive auf. Heute wechseln wir in einen best View Bungalow. Die Nr. 3 wird es werden.
Gleich am Gate sitzt ein süßes Squirrel.
Auf der Teerstraße geht es zum Abzweig auf die S92 am Olifants entlang.
Wenn man in dem grünen Baum und Gebüschmeer Tiere sichtet, stehen sie in richtig schöner Kulisse. Aber das Blättermeer ist wirklich sehr dicht!
Selbst Vögel sind recht schwer zu sichten.
Emerald-spotted Wood Dove
Vielleicht Marico oder Dusky Flycatcher (?).
Auf der Balule Bridge ist auch wenig los. Hier haben wir beim letzten Besuch unser erstes Greater-painted Snipe gesehen.
Weiter geht es auf der S90. Und was sitzt in einer großen Pfütze direkt neben der Pad? Ein greater-painted Snipe. Wir sind happy. Das letzte Mal haben wir keine guten Bilder hinbekommen. Da das Snipe seelenruhig drei Meter neben dem Auto sitzen bleibt, klappt es diesmal ganz gut !
Ich nehme es mal vorneweg. Ich glaube alle in diesem Urlaub fotografierten Lerchen waren Sabotas.
Dann segelt ein Martial Eagle vorbei
und eine Egyptian Goose wird fotografiert.
Die haben sich ziemlich vermehrt. Hier in der Gegend (wir sind inzwischen auf die S89 abgebogen) gibt es viel Wasser und es ist besonders grün.
Die Gegend ist urig, Tiere sehen wir außer Vögeln nicht so viel.
Southern Whte-crowned Shrike
Bateleur
Auf der H 1.5 biegen wir nach links ab und treffen bald auf eine schöne Elefantenherde.
Wir drehen um und erreichen die Brücke über den Olifants River. Hier sitzt ein African Fish Eagle
und ein Green-backed Heron. Es hat schon wieder weit in die dreißig Grad.
Das Krokodil kühlt sich im Wasser,
während der Yellow-billed Kite wie ein Düsenjäger auf der Jagd ist.
Nach einem Bild von diesem weit weg stehenden Eli fahren wir zum Viewpoint weiter.
Unten im Fluss watet ein Saddle-billed Stork herum.
Wie gewohnt stellen wir uns etwas weiter an einen Aussichtspunkt am Fluß, um Vögel und Hörnchen zu beobachten.
Den Specht und den Glanzstar habe ich noch nicht bestimmt.
Ganz kurz zeigt sich ein Chin Spot Batis.
Und dann sieht Kerstin die wackelnde lange Schwanzfeder eines African Paradise Flycatchers. Der ist unser bisheriger Star des Morgens!
Weiter geht es nach rechts in Richtung S90 und Olifants River.
Die Impalas suchen im Schatten Schutz vor der brüllenden Hitze.
Es hat jetzt gegen 14:00 Uhr tatsächlich 42 Grad!
Nach einigen kleinen Sichtungen erreichen wir das Camp, beziehen die Nr. 3 und machen es uns den Reste des Tages gemütlich.
Great-Sparrow - erstmals fotografiert
Bei der Hitze kann man die Klimaanlage sehr gut gebrauchen.
Am Abend treffen wir nach dem Grillen wie geplant die Claxens. Bei ein, zwei Kaltgetränken wird Afrikalatein ausgetauscht. Eine sehr nette Begegnung! Leider haben wir gar kein Bild ´gemacht !
Teil 813. Dez. 2021
08.11.2021 Olifants nach Sirheni Teil 1
Am Morgen begrüßt mich wieder ein House Sparrow.
Puffback
Unten am (weit entfernten) Olifants Ufer gehen Hippos
und Giraffen ihrem Morgengeschäft nach.
Nach dem Frühstück packen wir gegen 06:30 das Auto, um uns auf die etwas längere Fahrt nach Sirheni zu machen.
Hier waren wir bei unserer allerersten Krüger Tour vor zig Jahren schon einmal.
Auf der Fahrt aus dem Camp sehen wir einen Hamerkop.
Spectacled Weaver
Unten am Fluss einen Woodland Kingfisher. Es ist wieder mal übles Fotolicht und die Lücke im Gewirr der Zweige zu finden ist nicht leicht.
Der Fork-tailed Drongo
und der Arrow-marked Babbler machen es uns schon einfacher.
Wenige Meter neben der Straße rangeln zwei Elefanten herum. Fast hätten wir sie übersehen.
Ich zeige jetzt mal einige Eindrücke von Unterwegs.
Vielleicht kann man erkenne, wie grün es ist.
In Mopani kaufen wir noch kurz ein und treffen bei der Weiterfahrt auf eine gigantische Elefantenherde.
Oder besser gesagt mehrere.
Immer mehr Elefanten kommen aus dem links liegenden unübersichtlichen Gebüsch an den Fluss hinunter.
Ein sehr beeindruckendes Schauspiel, über das wir dankbar sind.
Nach der Brücke über den Letaba River
biegen wir nach rechts in Richtung Matamberi Bird Hide am Engelhard Dam ab. Dort entdecken wir die geliebten Green-Woodhoopoes.
Später dann noch eine große Büffelherde.
Wenn die Raubtiere wegbleiben, nimmt man auch gerne eine weitere Laughing Dove.
Den Bord-Hide erreichen wir bei weiter stahlgrauem Himmel.
Er gefällt uns richtig gut. Außer uns ist niemand da.
Unten grunzen die Hippos herum.
Sie sind verhältnismäßig friedlich. Sehr weit weg zieht eine Elefantenherde vorbei.
Vögel sind auch einige zu sehen. African Fish Eagle
Long-billed Crombeg
White faced Duck
Red-billed Firefinch
Diese Burschen hier sehen wir erstmals. Sie sind recht groß.
Blue-Waxbill.
Die Weiterfahrt beschreibe ich im nächsten Teil
Teil 917. Dez. 2021
08.11.2021 Olifants nach Sirheni Teil 2
Wir verlassen den Bird Hide und werden beim Einsteigen ins Auto misstrauisch von einem Waterbuck beäugt.
Auf dem Rückweg fahren wir wieder an der Büffelherde vorbei.
Unser Ziel ist Mopani.
Hier kaufen wir kurz ein und setzen uns bei gigantischer Hitze in das Restaurant mit der tollen Aussicht.
Ein Crested Barbet kommt kurz zu Besuch
Und ein Dark-capped Bulbul.
Nach einem leckeren Burger und Salat mit Chicken geht es weiter.
Lilac-breasted Roller
Green Woodhoopoe
Alle Tiere suchen bei Temperaturen um die 40 Grad Schatten oder Abkühlung im Wasser.
Die Teerstraße führt ewig durch dicht belaubten Mopanebusch.
Sofort merken wir, dass hie Elefantenland ist. Die Pad führt immer in der Nähe eines Trockenflusses entlang.
An der ersten Abbiegung ist eine Vollbremsung nötig. Ein Büffel kommt aus dem Nichts genau vor das Auto gerannt. Alle Beteiligten sind nach einem ordentlichen Schreck froh, dass das gut gegangen ist!
Die Gegend gefällt uns sehr gut. Allerdings ist stetige Vorsicht vor den Elefanten angebracht!
Gespannt checken wir in Sirheni ein und erhalten Nr. 15 ganz links im Camp.
Das Haus ist recht frisch renoviert und bis auf die Badewanne erfreulich gut in Schuss.
😣 🙄 Wir ruhen uns einen Moment aus und freuen uns auf unser heutiges Treffen mit Bärbel und Rainer.
Wir hatten sie vor einigen Jahren in Mashatu kennengelernt und seitdem nicht mehr gesehen. Nach einiger Zeit kommen die beiden zu Besuch. Wir verabreden ein gemeinsames Abendessen. Der Abend wird wie erwarte sehr schön. Wir haben uns viel zu erzählen und verbringen einen kurzweiligen Abend. Nur im Licht einer kleinen Kerze höre ich ein Geräusch. Also Taschenlampe an. CA. 5 Meter entfernt steht eine ausgewachsene Civet im Licht ! Wir rufen alle im Chor : „Eine Civet!“ Die zieht nach einem kurzen Moment den Rückzug an. Wir laufen noch ein kleines Stück hinterher, bevor sie im Unterholz verschwindet. Eine super Begegnung, leider ohne Beweis-Foto. Wir freuen uns auf den morgigen Abend, den wir wieder gemeinsam verbringen wollen.
Teil 1022. Dez. 2021
09.11.2021 Sirheni
Wie immer bin ich gegen 5 Uhr wach und schleiche mich in die zum Wohnzimmer offene Küche. Ohne Brille überlege ich, ob die Bodenfließen gesprungen sind, oder ob da etwas sitzt. Nee, das wäre zu groß. Ich leuchte mit der Taschenlampe und bekomme sofort Ganzkörpergänsehaut. WAS IST DAS ??? Irgendetwas zwischen Spinne und Scorpion.
Der Körper in etwa einen halben Zeigefinger lang mit riesigen Fühlern. Unsere übliche Weinglas-Fangmethode fällt hier aus. Gitt sei Dank ist das Tier statisch. Als Kerstin etwas später aufwacht, ist sie auch ratlos. Ich schlage die gute alte Küchensieb-Wurfmethode vor. Die hatten wir in Senyati mal bei einer übel großen Walzenspinne angewendet. Auch dieses Mal funktioniert sie. Im Sieb hört man es rascheln. Das Tier rennt im Kreis. Irgendwie bekommen wir ein Papier darunter geschoben und befördern das Monster nach draußen. Später bringt Googeln Gewissheit. Es handelt sich um eine scheue Geiselspinne.
Die zusammengefalteten Dinger vorne sind Fangwerkzeuge, die an der Spitze jeweils einen Stachel haben. Sie können beeindruckend groß werden, sind aber wohl harmlos. Normalerweise rennen sie durch die Gegend und jagen. Unsere hat wohl einen Hau. Sie bleibt auch draußen still sitzen. Echt gruselig !
Wir packen Kaffee und einige Snacks ein und fahren eine Runde.
Die Impalas bekommen hier gerade ihre Babys. Überall laufen noch unbeholfen herumstaksende Baby-Impalas herum.
Wirklich schön! Langsam fahrend wird die Gegend erkundet.
Die Elefantenmassen von gestern sind verschwunden. Aber die Gegend ist einfach urig.
Auf der S56 biegen wir nach rechts ab und erreichen das Wasserloch Mavatsani. Von unserer erhöhten Position sichten wir einen Grey Heron
und einen brown-hooded Kingfisher.
Säugetiere sind nicht viele unterwegs.
Dafür entlohnt uns die Vogelwelt durch ihre Vielfalt. Puffback
Arrow-marked Babbler
Melba Finch
Southern Black Tit
African Hoopoe
Kurrichane Thrush
Bennets Woodpecker
Breater Blue-earred Glossy Starling
White-fronted Bee-Eater
Speckled Moudebird
Natal Spurfowl
Crowned Plover
Wir genießen die Ruhe und die herrliche Landschaft sehr. Heute ist es eine ganze Ecke kälter als die letzten Tage. Aber der Himmel ist leider wieder bedeckt.
An einem Elefanten vorbei erreichen wir das Wasserloch Boyela.
In der Nähe des Babalala Picknick Spot liegen sehr weit entfernt einige Löwen. Da nichts passiert, vertreten wir uns auf dem Picknick Spot kurz die Beine und fotografieren einen Black-headed Oriole
und einen Magpie Shrike.
Auf der Rückfahrt nach Sirheni klappern wir die ganzen Loops am Trockenfluss ab. Und hier treffen wir auf zwei schlafende Elefanten.
Das sieht man auch nicht so oft. Schließlich sind wir zurück im Camp und machen etwas Siesta.
Teil 1122. Dez. 2021
09.11.2021 Sirheni Teil 2
Wir ruhen uns einfach mal etwas aus. Um das Haus herum passiert nicht viel. Es ist herrlich ruhig. Überhaupt gefällt uns Sirheni recht gut!
Plötzlich landet im Baum direkt nebenan ein Trupp Green Woodhoopoes. Die mag ich total. Leider sind mal wieder um die 2500 ISO notwendig….
Gegen 16:00 Uhr starten wir zu einer kleinen Runde. Aber irgendwie relaxen die Buschbewohner gerade.
Am Aussichtspunkt liegt ein Kroko,
Ein Pavian chillt,
ein Büffel beobachtet uns etwas lustlos.
Außer einen Elefanten und einigen Giraffen und immer noch stahlgrauem Himmel halten wir uns wieder an Vögel.
Red-billed Firefinch
Red-billed Hornbill
Blue Waxbill
Und das war es. Egal, oder ? Am Abend treffen wir uns wieder mit Bärbel und Rainer. Bärbel hat total leckere Hackfleischnudeln gebaut. Wir verbringen wieder einen total schönen Abend. Es ist solch ein Abend, der viel zu schnell vorbeigeht und in Erinnerung bleibt. Rainer erzählt von seinem Tick, immer und egal wie ein mitgebrachtes Mosquitonetz anzubringen. Ich könnte mich schwarz ärgern, denn ich habe kein Bild gemacht. Kunstwerk ist für die Konstruktion mit zig Bändern noch untertrieben. Wir schütteln den Kopf, bedanken uns und bedauern, dass unsere gemeinsame Zeit vorüber ist. Leider habe ich auch von unseren Treffen keine Fotos.
Teil 1230. Dez. 2021
10.11.2021 Sirheni nach Bateleur
Heute morgen schlafen wir aus. Das heißt, dass ich gegen 5 und Kerstin eine Stunde später wach sind. Der Himmel ist mal wieder bedeckt. Aber es hat mal glatte 20 Grad weniger als Vorgestern.
Wir frühstücken in Ruhe. Um uns herum ist es total ruhig.
Also auch was Tiere anbetrifft. Also Auto Packen, noch einige Bilder und wir sind uns einig, dass Sirheni ein schönes Camp ist. Zum Abschied kommt dann doch noch ein Elefant dabei.
Mal schauen, ob wir auf unserer Fahrt nach Bateleur mal etwas Sichtungsglück haben. Inzwischen hatten wir bemerkt, dass wir den Daxiangschen Sichtungswilli aus Büsnau zu Hause vergessen haben ! Wird trotzdem klappen, oder ?
Am Aussichtspunkt am Wasserloch stehen einige Wasservögel völligst unerschrocken um ein kapitales Krokodil herum.
Inzwischen ist alles voll mit Impalakitzen.
Red-billed Quelea
Speckled Mousebird
White-fronted Bee-Eater
Red.billed Oxpecker
Ein letztes Mal fahren wir im Schritttempo durch die urige Gegend am Trockenfluss entlang.
Crested Barbet.
Dann treffen wir Bärbel und Rainer wieder. Sie haben auch nichts gesehen. Wir freuen uns über die zufällige erneute Begegnung und Quatschen etwas.
Rainer hat ein cooles Fensterstativ. Ich stelle es hier mal ein. Vermutlich werde ich es mir auch besorgen.
Dann heißt es endgültig Abschied nehmen. Auf der Fahrt zum Shopping Zwischenstopp in Shingwedzi sehen wir wieder ausschließlich Vögel.
Kori Bustard
Swainson’s Francolin
European Bee-Eater -> Danke Bele für den diskreten Hinweis auf privatem Kanal 😘
Rattling Cisticola (?)
Brown-hooded Kingfisher
und ein Blacksmith Plover
Grey-headed Bush Shrike
Teil 1331. Dez. 2021
10.11.2021 Sirheni nach Bateleur Teil 2
Nach einem Shopping und Tankstopp in Shingwedzi
führt uns die Weiterfahrt zuerst ein Stück auf die S50. Sie ist Neuland für uns.
Am ersten Loop freuen wir uns über einen African Paradise Flycatcher
Und auf der Ausfahrt über eine interessante Affensichtung.
An einigen Wasserlöchern tummeln sich die Hippos.
Und hier wird es langsam eng.
African Fish-Eagle
Und einige schöne Giraffen.
Yellow-billed Oxpecker
Wir drehen um und fahren erneut an Shingwedzi vorbei nach Bateleur.
Ein guter Teil der Strecke führt durch dichten Mopane Busch.
Am Shingwedzi Loop wimmelt es vor Elefanten.
Dann erreichen wir voller Spannung Bateleur.
Der Campmanager empfängt uns. Er ist erst seit vier Wochen hier und ein unwahrscheinlich netter Mensch. Er zeigt uns unseren Bungalow. Kerstin ist nicht ganz zufrieden und fragt, mich, ob ich mit einer Umzugsanfrage einverstanden bin! Eieiei, schon wieder ! Also stoppen wir den Manager der gerade Feierabend macht und mit einem uralten dreier BMW an uns vorbei fährt.. Eigentlich dachte ich an einen genervten Mann. Ist aber nicht so. Ja klar , wir können den Bungi nebenan haben, der Kerstin viel besser gefällt. Er müsse nur Benzin sparen und ich möchte ihn doch bitte zur Rezeption fahren. Ja gerne ! Wir unterhalten uns rege. Er hat große Zukunftspläne und freut sich ziemlich über unser Trinkgeld. Wirklich ein bemerkenswerter Mann!
Inzwischen ist es mal wieder brüllend heiß und hier fühlen wir uns richtig wohl. Das Camp ist ziemlich zugewachsen und gerade sehr, sehr ruhig. Es sind nur noch zwei weitere Hütten belegt.
Auf dem Weg zum Bird Hide finden wir einen Black-headed Oriole.
Vom Bird Hide aus einen Cresred Barbet
Brown-hooded Kingfisher
Emerald-spotted Wood Dove
Auf dem Rückweg toben überall Mangusten herum.
Es dämmert schon ziemlich, als ich diesen hier erwischen. Es dürfte ein Orange-breasted Bush Shrike sein. Aber der weiße Latz ?
Wir verbringen einen sehr, sehr stimmungsvollen Abend und genießen die Geräusche der Wildnis, die von nichts gestört werden.
Der Abend geht wie immer viel zu schnell rum und dank Deckenventilator sinken wir schnell in den Schlaf.
Teil 1406. Jan. 2022
11.11.2021 Bateleur nach Shimuwini
Gegen 06:00 Uhr fahren wir mit Rusks und Kaffee ausgestattet auf eine kleine Runde. Zuerst geht es zum nahen Silwervis Dam. Der Busch ist wieder so dicht, dass wir wenig Tiere sehen.
Den Damm selbst kann man nur von einer kleinen Zufahrt aus beobachten. Wir sind ganz alleine und finden es richtig urig. Leider haben wir vergessen, ein Übersichtsbild zu machen ! Ein Saddle-billed Stork ist etwas weiter weg am Fischen.
Gänse treffen Vorbereitungen für die Familienplanung.
Ansonsten ist es ruhig. Wir hören den Geräuschen der Wildnis zu, trinken einen Schluck Kaffee und essen Rusks. Dann geht es an einem ebenfalls frühstückenden Yellow-billed Hornbill und einem mir nicht zu indentifizierenden Francolin (?) vorbei zum Rooibosranddam.
Wir platzieren uns wiederum alleine auf einer Wiese. Hier gefällt es uns richtig gut!
Mit vollem Zoom fotografieren wir einen Brown Snake Eagle (?).
Den hier habe ich nicht nicht bestimmt.
Wir suchen den Damm ab und entdecken doch tatsächlich zwei Löwenmännchen ! Wir hatten schon nicht mehr daran geglaubt ! Aber sie liegen doch sehr weit weg.
Den Grey-Heron kümmert das sowieso nicht.
Wir freuen uns auch über die vorbeifliegenden White-faced Ducks.
Sie poppen wie die doofen und um Ende fallen sie beide rückwärts um.
Wir lachen über die trolligen Vögel!
Eine ganze Weile genießen wir die Stille und den weiten Blick.
Zurück in Bateleur frühstücken wir noch gemütlich und genießen das schöne Camp. Eine Putzfrau zeigt uns eine African Scops Owl. Selbst als wir fünf Meter entfernt mit freiem Blick auf die gezeigte Stelle blicken, sehen wir sie nicht.
Wie konnte die Angestellte die Eule sehen ? Wir bedanken uns herzlich bei der ausgesprochen netten Dame und machen mit dem Kopf schüttelnd unser Foto.
Kaum schmiere ich mir den ersten Toast, flattert ein wie gewohnt hektischer Vogel mit langem Schwanz vorbei. „Paradise-Flycatcher!!!“ ertönt zeitgleich aus unseren Kehlen. Also Foto in die Hand und Verfolgung aufnehmen. Hinter unserem Chalet entdecke ich den prächtigen Burschen.
Ein Wunder der Natur, oder ? Zurück am Frühstückstisch erleben wir das, was wir an den Buschcamps im Krüger so lieben. Das Kleintierleben explodiert! Brown-hooded Kingfisher
Red-headed Weaver
Total aktive Mangusten. Nana!!! 🤩 😣
Crested-Barbet, der einem Hörnchen ein Stück gestohlene Mangoschale klaut.
Grey-backed Camaroptera.
Southern Yellow-billed Hornbill
Arrow-marked Babbler
Bei den Mangusten wird zuerst getanzt und dann geht es schon wieder ab 🙄
Schweren Herzens packen wir die sieben Sachen und fahren in Richtung Shimuwini.
Bateleur gehört ab sofort in die erste Riege unserer Krüger Lieblingscamps.
Teil 1508. Jan. 2022
11.11.2021 Bateleur nach Shimuwini Teil 2
Wir fahren heute ein kleines Stück zurück nach Norden, um über Shingwedzi und die S50 (kennen wir noch nicht) und Mopani nach Shimuwini zu fahren.
Heute hat es wieder einmal Ende 30 Grad. Bei Red Rocks wimmelt es wie erwartet von Elefanten. In der urigen Gegend besuchen wir einige der Loops zum Trockenfluss. Die Tiere suchen jetzt schon den Schatten der Bäume.
Am Aussichtspunkt bei Red Rocks steigen wir aus und beobachten die Elis.
Hinter und unter uns zieht ziemlich nahe ein Pavian-Troop vorbei. Der Beobachtungsposten setzt sich in aller Seelenruhe ca. 10 Meter von uns entfernt hin.
Ohne die brüllende Hitze wären wir sicher noch länger geblieben, aber der Schweiß treibt uns weiter in Richtung Shingwedzi.
Auf der S50 sehen wir Hippos
Cinnamon-breasted Bunting
African Spoonbill
Wasserböcke
African Hoopoe
Und ansonsten fast gar nichts.
Wir wechseln und ich schlafe eine gute gute halbe Stunde bis zum Nyawotsi Birdhide. Hier ist auch nichts los.
Am Nshawu Waterhole wimmelt es von Elefanten.
Letzendlich sind wir froh, als wir die Zufahrt nach Shimuwini erreichen.
Black Crake
Eine kreuzende Büffelherde bringt wenigstens etwas Abwechslung.
Wir checken in einem unserer Lieblingscamps ein, installieren uns und laufen runter zum Birdhide.
Wir sind alleine und freuen uns über die schönen Little Bee-Eaters
und das grasende Hippo. Wir sind alleine.
Den Rest des Tages wird etwas relaxed und das Braai vorbereitet.
Unser launiger Abend wird von den Geräuschen des Buschs untermalt nur von einem kurzen Besuch einer Ginsterkatze unterbrochen.
Auf dem Rasen hüpfen unfotografiert 2 Springhares herum, die einen guten Teil des Rasens umgegraben haben. Shimuwini ist für uns eines der schönsten Camps „to be“. Wir freuen uns auf den nächsten Tag und wollen die Ruhe genießen……. Schauen wir Mal !
Teil 1613. Jan. 2022
11.11.2021 Shimuwini
Wir stehen heute mal wirklich früh auf. Als wir vor unserer Hütte stehen, kommt die Nachbarin von der übernächsten Hütte zielstrebig auf uns zu. Ich sei doch der Casimodo ! Sie hätte alle meine Berichte gelesen und wollte einfach einmal Danke sagen ! Sie selbst seien nicht im Forum angemeldet. Ich bin wirklich etwas verlegen und freue mich über die nette Begegnung. Wir unterhalten uns noch einen kleinen Moment und gehen dann auf Gamedrive. Der geht mit einem Martial Eagle los.
Da wir nach unserem Glück am allerersten Tag Katzenflaute hatten, hadert meine Esmeralda etwas mit ihrem Safarischicksal! Wir flachsen etwas herum. Ich schlage vor, dass wir beim nächsten Löwenrudel aus Trotz einfach weiterfahren und sie ignororiren. Ja, genau so werden wir das machen. Wir, die katzenverwöhnten Afrikakenner ! Ich habe es auf der Fahrt auf der Campzufahrt kaum ausgesprochen, da sagt Kerstin „ Leo“! Ich reagiere nicht und sage „jajaja“! Kerstin "halte jetzt an" !!! Ich „Jajajaj“! Kerstin „ICH MEINE es EEErnst“! Echt ? Kerstin „Rückwarts fahren“! Und da sitzt er. Wie geil!
Kurz vorher hatten wir die zwei netten Dresdner getroffen. Sie waren dann in einen Loop abgebogen. Hoffentlich kommen sie bald ! Wir machen den Motor aus und beobachten den stolzen Leo. Er bleibt still sitzen und peilt in das für uns unsichtbare Dickicht. Dort sind Wasserböcke zu erahnen. Inzwischen sind die Dresdner angekommen. Uff! Der Leo schaut uns an
und schleicht dann los.
Diese Tiere sind einfach der Gipfel an Eleganz und Schönheit. Er läuft noch etwas weiter und verschwindet dann ins Unterholz.
Wir fahren neben die anderen und unterhalten uns von Auto zu Auto. Die Laune ist nach der Sichtung aller bestens. Nach einigen Minuten angeregtem Gespräch schaue ich kurz hoch und sehen den zurückkommenden Leo wieder. Yes!
Der Leo schlendert gemütlich an uns vorbei auf die andere Seite des Weges.
Einen kleinen Moment noch ist er zu sehen und verschwindet dann für immer.
Ziemlich zufrieden geht es weiter in Richtung Tar Road. Double banded Sandgrouse
Wir treffen auf eine Büffelherde
und im Anschluss Hyänen, die in einem Wasserrohr unter der Straße leben. Zuerst toben einige halbwüchsige herum.
Und dann taucht aus dem Rohr plötzlich eine ganz ganz kleine Babyhyäne auf.
Sie ist total trollig und ganz grundsätzlich finden wir Hyänen gar nicht hässlich.
Auf dem Rückweg finden wir noch diesen im schlechten Licht sitzenden Jacobin Cuckoo.
Gegen 10:00 Uhr sind wir zurück im Camp, Frühstücken und wollen die Ruhe genießen.
Teil 1721. Jan. 2022
11.11.2021 Shimuwini Teil 2
Nach dem tollen Morgengamedrive haben wir uns speziell hier in Shimuwini auf das Camp und das Kleintierleben gefreut! Nach dem Frühstück kommt ein junger Angestellter, der unseren Abfluss reinigen will. Warum das denn ? Er hätte die Anweisung. Er fängt an, wie ein Wilder mit einem Pömpel abwechselnd die beiden Abflüsse im Küchenwaschbecken zu bearbeiten. Der Schmodder fliegt jeweils aus dem anderen och bis in die Küche. Nach kurzer Zeit ist der Küchenboden total verschmutzt. Irgendwann zieht er ab und hinterlässt eine total dreckige Küche. Unterdessen schleiche ich mit der Kamera und schaue nach Birds.
Direkt vor mir landet eine kleine Pearl-spotted Owl und hat einen Schnapp im Schnabel. Ich alarmiere Kerstin und freue mich.
Vor dem Nachbarbungalow kümmern sich die Baumhörnchen genüsslich um Nachwuchs.
Black-eyed Bulbul
Dann erwische ich noch einen Yellow-breasted Apalis, bevor wir zum vereinbarten Lunch mit Markus (Tribal71) nach Mopani aufbrechen.
Markus hat uns im Vorfeld der Reise mit der Bezahlung per Visa geholfen, obwohl wir ihn nicht persönlich kannten. Das war schon bemerkenswert. Und so freuen wir uns darüber, ihn endlich mal persönlich kennenlernen zu dürfen. Leider haben wir auch bei diesem Treffe kein Bild gemacht. Wir unterhalten uns lebhaft über unsere Afrikaleidenschaft und essen lecker mit Blick auf den Stausee. Das Restaurant in Mopani ist wirklich sehr schön.
Die Zeit vergeht wieder im Nu. Markus ist alleine unterwegs und will 6 Wochen in Südafrika bleiben. Nach drei Wochen will er seine Reisbegleitung treffen und dann hoch in den KTP fahren. Wegen Omikron sollte das später dann leider nicht klappen und er musste vorzeitig Heim reisen.
Vom Restaurant aus erwischen wir einen Giant Kingfisher,
verabschieden uns von Markus und fahren noch einmal zum Shipandani Hide. An der Brücke kümmern sich auch die Black Crakes um Nachwuchs.
Das haben die Backsmith Plovers schon erledigt. Das Ergebnis ist ziemlich kuffig.
Am Hide treffen wir dann kurz Markus noch einmal wieder. Einige Kleintiere sind zu sehen.
Bei der Rückfahrt stören wir einen Trupp Waterbucks.
Wir fahren gemütlich zurück und erfreuen uns am grünen Krüger. Jameson's Firefinch
Yellow-billed Oxpecker
Brown-hooded Kingfisher
Ihn habe ich noch nicht bestimmt (?)
Zurück in Shimuwini staunen wir nicht schlecht, als wir vor unserer Küche einen Erdhaufen entdecken. Inzwischen wird hier richtig gearbeitet.
Das Abflussrohr sei verstopft. Die Arbeiter schaffen noch so ca. eine halbe Stunde. Wir sind etwas genervt, weil wir uns gerade her so auf das Camp gefreut hatten. Da die Küche immer noch aussieht wie die Sau, beschwert sich Kerstin. Prompt kommt eine Hilfe, putzt und entschuldigt sich.
Der weitere Tag bleibt ereignislos.
Bei lodernden Grillfeuern trinken wir ein Schlückchen und beobachten die Springhares.
Teil 1823. Jan. 2022
12.11.2021 Shimuwini nach Tamboti
Gegen 05:30 Beobachten wir bei einer Tasse Kaffee den Sonnenaufgang.
Es ist herrlich ruhig.
Irgendwann kommt dann ein Putztrupp vorbei. Die drei Handtücher auf dem Kopf tragenden Damen erklären sich für ein Bild bereit. Sie freuen sich. Leider stellt sich ihr Begleiter mitten ins Bild. Schade, aber wir möchten ihn nicht bitten aus dem Bild zu verschwinden.
Leider sind heute auch wenig Vögel unterwegs. Dafür landet ca. 30 Meter weg eine Erstsichtung auf dem Rasen. Eine Common Myna.
Etwas fassungslos sind wir, als gegen 8 unser Bautrupp erneut anrückt und wieder direkt neben der Terrasse buddelt. Genervt packen wir unsere Sachen zusammen und machen uns auf die Pad.
Zuerst geht es nach Süden in Richtung Sable Dam.
Red-crested Korhaan.
Der Letaba River hat hier noch ordentlich Wasser.
Kurze Zeit später treffen wir auf eine schöne Büffelherde.
Jameson’s Firefinch
Red-billed Buffalo Weaver
Am Sable Dam sind wir tatsächlich mal nicht alleine im Hide. Im See kühlt sich eine Elefantenherde ab.
Direkt vor uns sitzen ein Grey Heron und ein African Spoonbill.
Dann geht es weiter in Richtung der S39,
die am Timbvati River entlang führt. Wir sichten immer wieder die üblichen Verdächtigen
und erreichen dann irgendwann den Timbavati Picknick Spot.
Dort hüpft ein Orange-breasted Bus Shrike im Baum herum.
Purple Roller
Magpie Shrike
Etwas gespannt erreichen wir die Gegend um Orpen und Tamboti. Hier hatte es einige >Tage vor unserer Ankunft heftig gebrannt. Tatsächlich sind breite Flächen durch das Feuer zerstört worden. In Orpen stocken wir unsere Vorräte auf du checken ein. Sehr zufrieden beziehen wir unser Zelt in einem unserer Lieblingscamps.
Tamboti ist richtig gut aufgehübscht worden.
Die Schränke in der offenen Küche wirken richtig hochwertig und fest verschließbar.
Auch wenn wir hier nur eine Nacht haben, sind wir froh hier sein zu dürfen! Im unsere Unit hüpft ständig ein hübscher White-throated Robin Chat herum.
Wir machen es uns gemütlich. Auf der gegenüberliegenden Trockenfluss-Seite hat es auch gebrannt, ds stört aber Gott sei Dank fast gar nicht. Eine vorbei laufende Hyäne bringt etwas Abwechslung.
Wie immer wird der Grill angezündet und Kaltgetränke gibt es auch !
Als es dunkel ist, leuchte ich etwas mit der neu erworbenen UV Lampe herum. Skorpione finde ich keine, aber im trockenen Laub funkeln hunderte winzig kleine Punkte. Was ist denn das ? Als ich die richtige Taschenlampe anmache, sehe ich, dass es sich um Dutzende kleine Spinnen handelt. Oha ! Die launige Nacht bringt leider auch Müdigkeit……
Teil 1925. Jan. 2022
13.11.2021 Tamboti nach Lower Sabie
Kurz vor 6 Uhr brechen wir zu einem kurzen Gamedrive über die S140, S145und S36 auf. Noch auf der Hauptstraße treffen wir auf diesen schönen Greifvogel, der leider sofort die Flucht ergreift. Meine Esmeralda hat mir heute den oft empfohlenen Raptorguide of Southern Africa geschenkt. Vielleicht werde ich nun besser bei der Greifvogelbestimmung !
Ganz kurz später sehen wir zwei stolze Greifvögel, die von wesentlich kleineren Birds attackiert werden und schließlich entnervt und entwürdigt die Flucht ergreifen müssen.
Der Giraffe ist es egal.
Fork-tailed Drongo
Irgendein Cisticola, oder ?
Auch hier haben die Impalas ganz kleine Kitze.
Red-backed Shrike
Weite, verbrannte Flächen
Und ein Chin-Spot Batis.
Das war die ganze Ausbeute dieses Gamedrives.
Inzwischen hadert meine Esmeralda mit der Sichtungsausbeute. Fast alle die wir getroffen haben, hatten vieeeel mehr und vieeeel schönere Sichtungen als wir ! Was machen wir falsch ? Sonst sind wir doch vom Sichtungsglück verwöhnt ! Ok, wir haben den Sichtungswilli von den Daxiang’s vergessen ! Hat das solch fatale Auswirkungen ? Fahren wir zu schnell, zu langsam, zu spät? Das alles erörtern wir beim gemütlichen Frühstück in Tamboti.
Tja, Tamboti ist zum dort sein total schön, aber die Gamedrivemöglichkeiten sind eingeschränkt.
Wir Packen und machen uns auf den Weg nach Lower Sabie. Die Gnus stehen schon im Schatten.
DAS haben wir auch noch nicht gesehen. Ein gigantisch großes Schweizer Wohnmobil hat am Heck einen Kleinwagen hängen !!!
Es ist wieder sehr ruhig.
Tawny Eagle.
Immer wieder fliegen gelbe Vögel quer über die Pad. Was ist das ? Kerstin entdeckt ein sehr schwer zu fotografierendes Exemplar. Ein Oriol! Und kein black.headed! Ein EurasianGolden Oriole ! Wir sind happy über die Erstsichtung. So etwas ist gut für die Gamedriveseele.
Walbergs Eagle
Grey Lourie
Brown-crowned Tchagra
Ein am Straßenrand stehendes Auto mit Südfrikanern weist uns auf sehr weit weg liegende Geparde hin, die wir nur sehr schwer sehen können.
Lesser-striped Swallow
Warthog
Burchell’s Coucal
Lesser-masked Weaver
Am Sunset Dam hängen Webernester an einem toten Baum.
Black-winged Stilt
Croc
Red-billed Quelea
Violet-backed Starling
Teil 2029. Jan. 2022
13.11.2021 Tamboti nach Lower Sabie Teil 2
Gegen 2 erreichen wir Lower Sabie und checken in die 17 ein. Wir hatten es schon gehört. Am Abend vorher ist ein Blitz in die Tankstelle eingeschlagen und hat sie nach einem Brand in Schutt und Asche gelegt.
Jaffles und Allesverloren werden uns später von dem Gewitter und dem Feuer erzählen. Es muss echt heftig gewesen sein.
Das Zelt gefällt uns von der Lage her sehr gut.
Allerdings gibt es eine sehr kleine Innenküche in ziemlich desolatem Zustand. Außerdem ist es dort sehr heiß. In der 0 ist die Küche um mehrere Klassen komfortabler und größer.
Wir installieren uns und laufen zum Restaurant. Unterwegs gibt es einige Entdeckungen zu machen.
Im Restaurant essen wir einen Burger.
Kerstin fotografiert begeistert einen emsig Nest bauenden Southern masked Weaver.
Betrübt registriert sie das Sichtungsboard.
Auch auf dem Rückweg gibt es interessantes zu entdecken.
Millipad
Melba Finch
Leberwurstbaum
Gegen 16:15 brechen wir zu einem weiteren Gamedrive auf.
African Jacana
Croc
Das erste Mal entdecken wir ein Hippo mitten in den Stromschnellen.
Es taucht immer mal unter und lässt sich das Wasser über den Kopf rauschen.
Bateleur
Kudu
African Fish-Eagle
Wire-tailed Swallow
Lapwing
Yellow-billed Stork – ein absoluter Todesverächter fischt geduldig direkt neben einem Croc.
Zurück im Camp hatten wir uns eigentlich mit Jaffles und Allesverloren zum Grillen verabredet. Als ich zur Sondierung zu den beiden in die Null rüber gehe, ist die Terrasse aber schon voll. Vier Mitglieder der Facebook Gruppe sind spontan vorbei gekommen. Ich sage kurz Hallo und wir verschieben das Ganze auf morgen.
Und so verbringen wir einen ruhigen und gemütlichen Grillabend……
Teil 2101. Feb. 2022
13.11.2021 Lower Sabie
Um viertel vor sechs geht es los zum Gamedrive. Wie immer zuerst zum Sunset Dam. Und der Himmel ist wieder grau. In dem Busch direkt am Dam haben wir das letzte mal unseren ersten Diederick’s Cuckoo gesehen. Ja und da sitzt wieder einer. Leider nur kurz, aber es lang für ein Bild.
Nebenan läuft ein Green-backed Heron Black-crowned Night Heron herum
und ein Black-crowned Night Heron sitzt unkooperativ im Gebüsch.
Danke Maddy 😘
Bei der Weiterfahrt sehen wir eine Rattling Cisticola (?) und nochmal Danke Maddy 😘
Red-breasted Swallow
Jacobin Cuckoo
Der Yellow-billed Stork ignoriert erneut das Croc
Wire-tailed Swallow
Weiter geht es in Richtung Nthandanyathi Bird Hide.
Dort ist leider tote Hose!
Auf der S28 fahren wir weiter nach Süden. Ein am Rand stehendes Auto zeigt uns im hohen Gras liegende Löwen.
Die Insassen eines weiteren Autos meinen, einige KM weiter würden Löwen an einem Riss liegen. Die Spannung steigt ! An einer Giant Eagle Owl
und einem kapitalen Elefantenbullen vorbei erreichen wir eine kleine Autoansammlung.
Oha, so richtig nah sind die Löwen nicht! Als Beweis hier einmal ein Weitwinkelbild.
Dafür ist aber immer wieder etwas Bewegung zu verzeichnen. Im Hintergrund kaut ein Löwe an einem schwer sichtbaren Riss,
während im Vordergrund kleinere Löwen hin und her laufen.
Wir genießen die schöne Löwensichtung und nach einer guten Weile brechen wir auf.
Black-shouldered Kite
Reed Cormorant
Ich lasse jetzt einige Vogelsichtungen weg, denn das Licht war echt übel.
Zwei Greifvögel führe ich noch auf, dann sehen wir kurz vor der Rückkehr noch einen schönen Marico Sundbird.
In Lower Sabie frühstücken wir gemütlich. Zum Lunch sind wir mit Susi65 und ihrem Mann im Nkhulu Picnic Spot verabredet.
Teil 2203. Feb. 2022
13.11.2021 Lower Sabie Teil 2
Wir fahren strack zu unserem Date am Nkhulu Picnic Spot und freuen uns auf Susi65 und Michael. Wir begrüßen uns, bestellen eine Kleinigkeit zu Essen und suchen uns einen Platz.
Es gibt viel zu erzählen. Über Afrika, Island undundund. Und so vergeht die Zeit wieder viel zu schnell.
Eine sehr nette Begegnung!
Und so heißt es schon wieder Abschied nehmen. Auf der Heimfahrt können wir noch ein schönes Foto von einer Common Myna machen.
Wir machen noch einen Abstecher nach Norwesten, fahren über die Sabie River Bridge einige Meter auf die S30 und sehen an einem kleinen Loop am River zwei südafrikanische Autos stehen. Es ist eing und wir sehen gar nichts. Der eine zeigt uns einen Impalariss direkt über uns im Baum und meint, im dichten Grün würde ein Leo liegen.
Wir sehen erst gar nicht, bis der Leo aufsteht und sofort verschwindet.
Na also ! Wenigstens einen Leobobbes konnten wir sehen. Schön ! Es geht noch etwas weiter über die S30 bevor wir wieder umdrehen. Der Abstecher beschert uns eine Ausnahmesituation in der Vogelwelt. Auf einer Wiese ist der absolute Teufel los.
Zahlreiche Schwaben (Danke Franzicke) und Entschuldigung an die Schwaben 😕 ) Schwalbe zischen im Tiefflug umher. Hier müssen irgendwelche für uns unsichtbare Insekten unterwegs sein. Vermutlich Termiten. Jedenfalls sind die Vögel wie wild! Ein Bateleur, ein Tawny Eagle und ein Hooded Vulture sitzen zusammen und picken herum. Der Bateleur findet, dass der Hooded Vulture hier nichts zu suchen hat!
Zuerst versucht er erfolglos ihn zu verjagen. Wir wundern uns. So etwas haben wir auch noch nicht gesehen!
Etwas weiter sitzt eine Ground Hornbill Familie.
Wir drehen um, fahren an sich lausenden Baboons
und einer Manguste vorbei zurück nach Lower Sabie.
Dort spannen wir auf der Terrasse etwas aus und genießen die schöne Aussicht.
Gegen 17:00 Uhr geht es noch einmal los auf eine kleine Runde.
White-throated browed Robin Chat - Danke Friederike 😘
Grey Lorie
Natal Spurfowl
Red-backed Shrike
Schließlich läuft eine Hyäne direkt an uns vorbei.
Auf dem Rückweg stehen einige Autos am Straßenrand. Auf der Tarroad nach Lower Sabie heißt das eigentlich fast immer „Leo“!
Auch dieses Mal. Aber die Katze liegt mitten im Baum. Den Kopf entdecken wir erst beim Fotosichten und Bearbeiten zu Hause. Am Abend klappt es dann mit dem gemeinsamen Braii mit Jaffles und Allesverloren. Wir treffen uns bei ihnen in der 0 und haben einen netten Abend. Wir haben uns ja jetzt schon mehrmals in Afrika getroffen und es ist inzwischen eine schöne Tradition! Von dem Abend gibt es nur dieses Bild.
Teil 2305. Feb. 2022
13.11.2021 Lower Sabie
Heute ist uns gar nicht nach früh Aufstehen ! OK, in Afrika bedeutet das, dass es um 06:00 Uhr schon relativ spät ist ! Und tatsächlich ist der Himmel heute mal nicht bedeckt. Wir hatten während der letzten Tag fast die ganze Zeit übles Fotolicht.
Der Sunset Dam ist zu Beginn und zu Ende jedes Gamedrives von Lower Sabie aus Pflicht.
Green-backed Heron
Molitor
Ein Wood Sandpiper Common Sandpiper Danke Fotomatte hat einen Schnapp gemacht.
Der Diederick sitzt auch wieder im Gebüsch.
An der Bridge leuchtet die Sonne in einen Busch direkt am Straßenrand. Und da sitzt noch einer ! Jaaa !
Sonst ist am Fluss wenig los. Wir fahren auf der Tarroad weiter nach Süden.
Common Duiker
Burchell’s Coucal
Ein anderes Auto macht uns auf einen Geparden aufmerksam. Er liegt zuerst unsichtbar im Gras, steht dann kurz auf, um recht schnell wieder unsichtbar zu werden.
Na, das ist doch heute mal ganz gut, oder ? Entlang der Straße sind etliche Vögel unterwegs. Besonders freuen wir uns über diese African Green Pigeon.
Überall sind Wattled Starlings.
Es blüht an allen Stellen.
Die Dung Beetles gehen ihren Geschäften nach und entlang der Pad freuen sich auch die Zebras über das Grün.
Martial Eagle
Laughing Dove
Burchell’s Glossy Staring
Dann sitzt ein junger Bateleur mitten auf der Pad und rupft an den Resten irgendeines Risses herum.
Den Hauptteil hat allerdings ein stolzer Tawny Eagle, der es sich nebenan im Baum schmecken lässt.
Dieser Magpie Shrike mit Schnapp schafft es in unsere Vogelgalerie.
Die Giant Eagle Owls von gestern sitzen auch in etwas besserem Licht.
Lilac breasted Roller
Streit gibt es bei den Dung Beetles.
White-backes Vulture
Steppe Buzzard (bestimmt dank Hilfe im Vogelthread)
Wir fahren weiter in Richtung Crocodile Bridge.
Dort springt eine Kurrichane Thrush herum
und wie immer hängen die putzigen Flughunde unter dem Dach. Diese Viecher mit den Langen Zungen und ausdrucksvollen Augen mögen wir sehr!
Und auf der Rückfahrt am Crocodile River entlang
kommen wir an einen Tümpel. Das dort stehende Auto fährt gleich weiter und meint „A Croc has taken a Hornbill!“. Aha ! Wir starren auf die Wasseroberfläche und sehen zuerst nichts. Dann taucht plötzlich der Hornbill aus dem Wasser auf! Neiiin ! Es ist tatsächlich ein Trumpeter Hornbill, der ganz, ganz hoch auf unserer Sichtungswunschliste steht!
So haben wir uns die Erstsichtung aber nicht vorgestellt!
Mit Schaudern beobachten wir das Schauspiel der Natur. Das Croc ist relativ klein. Dann geht es weiter.
Auf dem Rückweg treffen wir einen Affengruppe
und einige der üblichen Verdächtigen.
Und so machen wir es uns sehr zufrieden bei einem Lunch bequem und freuen uns auf weitere Safarierlebnis. Und die sollten wir später noch bekommen !
Teil 2408. Feb. 2022
14.11.2021 Lower Sabie nach Biyamiti
Als wir um 10 vor sechs losfahren, sieht der Himmel so aus.
Wir fahren die Teerstraße und entdecken zuerst eine oder zwei pennende Hyänen.
Da sich die Autos schon stapeln,
machen wir im Vorbeifahren dieses eine Bild von einem Löwen, der sehr unkooperativ sein Hinterteil zeigt. Auf diesen Massenbetrieb haben wir keine Lust.
Etwas weiter sitzt ein wunderschöner Woddland Kingfisher sehr schön auf einem Ast. Leider ist das Licht so schlecht, dass ich 3200 ISO benötige. Das ist bei unseren 80D’s schon mehr als grenzwertig.
Als wir über die Brücke über den Sabie fahren, wundern wir uns über die vielen Autos. Unten im Flussbett schlendert ein Löwe vorbei. Vor uns bricht Chaos aus.
Mit etwas Abstand beobachten wir das Treiben auf und unter der Brücke und machen bei immer noch schlechtem Licht Pictures.
Die Löwin wundert sich sichtlich über das Treiben da oben !
Als sie unter der Brücke weiter am Ufer entlang läuft, fahren fast alle anderen Autos um die Ecke auf die entlang des Flusses entlang gehende Pad. Wir nutzen eine Lücke und gewinnen Land. Na das war ja schonmal nicht schlecht !
Schnell wird es ruhiger.
An dem kleinen Loop, wo wir den Leobobbes hatten,
sitzt wie gewöhnlich der Grey- headed Kingfisher im Baum. Das war auch in vorherigen Urlauben immer so.
Am Wasserloch, an dem wir gestern die Wildhunde hatten, herrscht nun Ruhe.
Das Licht ist immer noch schlecht. Trotzdem sind wir froh über diese Erstsichtung, eine Black-crowned Tchagra.
Auf dem weiteren Weg zeigen sich nur noch einige kleinere Sachen. Warthog
Guinea-Fowl Straßensperre
Und ein Southern White-crowned Shrike.
In Lower Sabie packen wir dann das Auto und gehen im Restaurant Essen.
Die Südafrikaner am Nachbartisch erzählen mal wieder von der Kriminalität….
Teil 2508. Feb. 2022
14.11.2021 Lower Sabie nach Biyamiti
Dann machen wir uns von Lower Sabie aus auf den Weg nach Biyamiti. Biyamiti ist für uns absolutes Pflichtprogramm und eines unserer Lieblingscamps. Unterwegs sichten wir einen Martial Eagle
Zebras
Eine schöne Elefantensichtung
Lilac-breasted Roller
Mal wieder eine Büffelherde (immer sehr eindrucksvoll)
Brown Snake Eagle
Schließlich erreichen wir das Gate von Biyamiti.
Mit Eis bewaffnet beziehen wir unsere Unterkunft und vergessen irgendwie Fotos zu machen.
Den Rest des Abends verbringen wir beim üblichen Braai. Leider neigt sich der Urlaub langsam dem Ende zu…..
Teil 2609. Feb. 2022
15.11.2021 Lower Biyamiti
Kurz nach sechs geht es voller Spannung auf Gamedrive in Richtung Biyamiti Weir. Was haben wir hier schon schöne Erlebnisse gehabt! Leos, diebische Fisheagles, Malachites, Elefanten, Hippos, Rhinos. Und überhaupt massig Birds! Im übrigen haben wir bisher KEIN Rhino gesehen. Alle anderen die wir trafen wundern sich, denn sie haben Massen gesichtet. Im Schleichgang geht es über die private Zufahrt des Camps. Bateleur
Red-backed Shrike
Vierbeiner uff de Gass‘
Und dann diese superschönen Brown hooded’s mit Schnapp in ganz schlechtem Licht.
Am Weir ist leider nicht viel los. Es ist kein Hippo da und leider auch kein Malachite. Aber ein treues Three-banded Plover
Im Baum sitzt ein Ground Hornbill
Reihi fliegt vorbei
Eine Schild lunst über das Weir
und ein Wood Sandpiper (?)Danke Fotomatte schreitet durchs flache Wasser.
Würden wir uns nicht für Vögel interessieren, wären wir ganz schön enttäuscht gewesen. Weiter geht es! Auf der Pad liegt ein größerer Tierfuss…. Schon ein wenig gruselig, vermutlich war es ein Mord.
Auf der Weiterfahrt haben wir einige schöne Elefantensichtungen,
Wasserböcke
und Warthogs.
Kurz vor Biyamiti sitzt noch ei White-backed Vulture im Baum, dann ist etwas Ruhezeit angesagt.
Nach einem ausgiebigen Frühstück gehen wir getrennt auf eine auf Vogelpirsch,
bei der aber nur dieser Black-headed Oriole zeigenswert ist.
Am Zaun kommt ein cooler Mann in Safarioutfit und Birderkappe auf mich zu. Die Unterhatung findet in Englisch statt. Sinngemäß: What „have you seen“ fragt der Mann, den ich als Südafrikaner einstufe. Ich „not a lot“. „How long are you in the park?“. Ich „two weeks“. Er: „We just cam in from Joburg this day. We had a leopard on the rocks and a nice pack of wilddogs and some rhinos!“. Ich „ Aha!“. Er „I know you from your avatar in the namibia forum!“. Ich völlig perplex „ Why are you checking a german language namibia forum????“ Er „Because I am from Switzerland!“. Was ??? Wir wechseln die Sprache uns ich fagre ihn, welcher sein Forumsname ist. Rajang! Nein! Wir haben noch im März geschrieben. Die Welt ist klein, besonders wenn man in Südafrika ist ! Diese Unterhaltung wird mir immer im Gedächtnis belieben. Wir unterhalten uns ein wenig und gehen dann unserer Wege. Sehr schöne Begegnung, die wir am nächsten Tag noch ausbauen sollten.
Teil 2710. Feb. 2022
15.11.2021 Biyamiti Teil 2
Gerade als Kerstin sich in Biyamiti aufs Ohr gelegt hat und eine Kurrichane Thrush am Boden nach essbarem sucht ,
kommt eine schöne Elefantenherde ans Campwasserloch.
Sie nehmen ein ausgiebiges Sandbad und trotten dann den ziemlich steilen Hang hoch.
Es ist immer wieder beeindruckend, wie sozial die großen Tiere sind. Den kleinen wird beim Aufstieg stets mit dem Rüssel nachgeholfen.
Das Ende bekommt Kerstin dann gerade noch mit, während der von uns Uschi der Buschi genannte Bock wie ein Staubsauger das Laub eines ganz bestimmten Baues frisst und sich nicht von uns stören lässt.
Gegen 15:30 Uhr brechen wir etwas später als beabsichtigt in Richtung Croc Bridge auf, um unsere Vorräte aufzustocken. Das klappt hier im Park ganz gut, wenn man etwas vorausplanend handelt. Auf dem Weg dorthin zeigt sich zuerst ein schönes Impala mit Red-billed Oxpeckern,
ein Bateleur
und an dem Trumpeter Hornbill Wasserloch vermutlich das Croc, welches ihn auf dem Gewissen hat.
Hier muss man immer auf Elefanten aufpassen, die auf dem Rückweg in den Busch sind.
Tawny Eagle
Irgendein Bock
Und dann eine ausdauernde Elefanten-Straßensperre.
Das sich langsam von der anderen Seite annähernde Auto muss langsam den Rückzug antreten.
Im starken Wind genießen die Impalas das grüne Gras. Wirklich schön anzuschauen.
Nach dem schnellen Einkauf sehen wir gleich eine Giraffe, die die kostenlose Kopfpflege genießt.
Es ist etwas dunstig.
Red-billed Hornbil
Grey Lourie
Raubvogel braun (ich habe Angst )
In Biyamiti öffnen wir ein Kaltgetränk und setzen uns auf die Bank. Als es schon fast dunkel ist, rätseln wir, ob das Tier am gegenüberliegenden Hügel ein Rhino oder ein Hippo ist. In echt ist es viel dunkler als auf dem Bild. Das beweist, das es ein Hippo war.
In der Dunkelheit amüsieren wir uns über einen dicken Frosch in unserer Vogeltränke.
Meine ersten Skorpion UV-Lampenbilder werden mal gerade gar nix! Aber wenigstens habe ich einen im Baum lebenden gefunden.
Und so geht unser vorletzter Abend zu Ende…..
Teil 2810. Feb. 2022
16.11.2022 Biyamiti Teil 1 letzter ganzer Tag
Auch heute schaffen wir es erst wieder gegen 6 Uhr loszufahren. Der Himmel ist, ich muss es nicht mehr sagen, stahlgrau.
Die erste Kilometer sehen wir gar nichts. Nicht einmal Vögel. Dafür werden wir an einem kleinen Loop mit einer der schönsten Affensichtungen ever belohnt.
Sie haben ganz kleine Babys dabei, die auch noch sehr lebhaft am Posen sind!
Total knuffig!
Bis zum Weir sehen wir nur noch diese Giraffe.
Am Weir selbst steht ein Klippspringer oben auf dem Fels.
Ach, da ist ja noch einer !
Unten im Flussbett laufen einige Giraffen zwischen den Felsen herum.
Auf dem Biyamiti Loop geraten wir dann wieder einmal in eine Büffelherde.
Die hat es in diesem Urlaub genug!
Hier stehen wir eine ganze Zeit lang.
Um uns herum geschieht aber einiges.
Als sich die Masse der Büffel lichtet und wir weiterfahren können entdecken wir das einzige Rhino dieser Reise. Genau gesagt ist es wieder nur der Bobbes. Das wars!
Red crested Korhaan
Zebras
Sabota Lark
Augen auf im Straßenverkehr !
Pied Kingfisher
Blacksmith Plover
Und dann sind wir auch schon wieder zurück am Biyamiti Weir.
Auf der Zufahrt haben wir dann noch eine wirklich schöne und intensive Tawny Eagle Sichtung.
Teil 2910. Feb. 2022
16.11.2022 Biyamiti Teil 2 - letzter ganzer Tag
Im Camp gehen wir nach dem Frühstück etwas auf Vogelpirsch.
White-throated Robin
Spotted Flycatcher (?)
Marico Sunnbird
Red-chested Cuckoo (dem war ich schwer hinterher – der Ruf geht mir inzwischen echt auf den Wecker)
Black-collared Barbet.
Dann starten wir zu unserem letzten Abenddrive,
bei dem wir gleich mal auf eine imposante Straßensperre treffen. Und die hat vieeel Zeit!
Als sie uns nach ca. 15 Minuten dann doch weiter lässt sehen wir für ca. zwei Minuten ein Pack Hyänen.
Impalas grasen in den Blumen (was wäre das bei Sonne so schön gewesen).
Leider sind wir knapp in der Zeit.
Auf der Rückfahrt sehen wir dann wenig.
Im Camp treffen wir uns zu einem Absacker bei den Rajangs. Da es unser letzter Abend ist, wollen wir nur eine halbe Stunde vorbeischauen. Gut und gerne hätten wir mit den beiden Tage lang quatschen können. Im Vergleich zu ihnen sind wir Afrika Anfänger. Die Chemie passt, vielleicht sieht man sich mal wieder! Schweren Herzens verabschieden wir uns von den beiden! Beim letzten Braii überrascht uns dann noch eine Ginsterkatze.
Wir lieben diese eleganten Nachtschleicher !
Teil 3020. März 2022
20.11.2022 Biyamiti nach Skukuza – Heimflug über Joburg nach Frankfurt
Gegen viertel nach sechs fahren wir noch auf eine kleine Runde über die Biyamiti Road.
Obwohl wir heute Heim fliegen werden, fällt uns der Abschied gar nicht so schwer! Wie üblich sichten wir Affen.
Barn Swallows sitzen auf der Straße. Ansonsten ist es sehr ruhig.
Am Biyamiti Weir sichtet Kerstin einen Thick-billed Weaver. Den hatten wir erst einmal. Leider ist der Entfernungsschalter am Objektiv mal wieder falsch eingestellt !
Auf dem Viewpoint sitzen zwei knuffige Hörnchen im Baum.
Und ein Woodland Kingfisher
Dann kehren wir um und fahren an einer wie immer fotogenen Gruppe von Zebras vorbei.
Red-billed Oxpecker.
Wir frühstücken noch schnell und räumen das Auto ein. An seinem (nach einiger Zeit nervigen) Ruf erkennen wir den Red-chested Cuckoo.
Dann fahren wir nach Skukuza und machen auf der Strecke nicht ein Bild! In Skukuza geben wir auf dem Parkplatz den Schlüssel an einen Avis Mitarbeiter ab und checken ein. Dieser Flughafen ist der maximal stressloseste Platz zur An- und Abreise! So etwas von relaxed !
Die Airlink Embraer kommt wie gewohnt pünktlich und es heißt Abschied nehmen vom Krüger Park.
In Joburg bekommen wir die Zeit bis zum Weiterflug ganz gut rum.
Auch hier sieht es mit Restaurants enger als früher aus.
Der Rückflug mit Lufthansa ist pünktlich und ereignislos.
Und so landen wir ebenfalls pünktlich in Franfurt. Der nächste Urlaub geht ca. drei Monate später in den KTP.
Ein Fazit gibt es dann noch zeitnah.
Teil 3120. März 2022
Fazit
Wir waren jetzt einige Male im Krüger und davon mehrere Male just Krüger. Der Krüger Park hat uns bisher jedes mal begeistert!. Gründe waren die abwechslungsreiche Landschaft, das bequeme Reisen und die abwechslungsreiche Tierwelt.
Warum wir es bei dieser Riese anders empfunden haben, hat uns sehr beschäftigt. Vermutlich war es eine Kombination aus zu hohen Erwartungen, die durch die Corona Abstinenz geschürt wurden, zu vielen Treffen mit lauter netten Menschen und der sehr grünen Natur (das wussten wir vorher). Ich glaube, wir brauchen einfach jetzt mal einige Jahre Krüger Pause und müssen mal etwas anderes sehen.
Zudem haben wir den Fehler gemacht, zu viele Camps einbauen zu wollen. Rund war der Wunsch, mal wieder in den Norden des Parks zu fahren. Dass es dort weniger Sichtungen gibt, wusste wir ebenfalls. Es war einfach irgendwie eine Stimmungssache, für den der Krüger Park an sich nichts kann. Zu 100% erklären können wir unsere Empfindungen nicht.
Was einfach phantastisch ist, ist die Anreise mit dem Inlandsflug nach Skukuza. Die Übernahme des Fortuners von Avis klappte super, weil Avis mitgedacht hat (Buchung nur über Skukuza Camp möglich, Abholung aber am Airport). Der Zustand der Camps war unterschiedlich. Insgesamt hat es uns dieses mal in Sirheni und in Bateleur am besten gefallen. Die Bushveld Camps sind einfach mehr unser Ding, wie die großen Camps. Aber mit den Wilderness Camps im KTP kann es einfach kein Camp aufnehmen.
Der grüne Park hat uns gut gefallen, auch wenn nicht so viele Birds wie erwartet da waren. Die Versorgung „just im Krüger“ hat ganz gut geklappt. Wir mussten allerdings auf einige kleine Gimmicks verzichten, das war aber ein Luxusproblem. Die Reisezeit November mit grünem Park, hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit war für uns nicht ganz optimal.
Jetzt widme ich mich zu 100% meinem KTP Bericht. Mal sehen, wann es uns wieder in den Krüger zieht……