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Reisebericht · namibia-forum.ch

A lion a day!? - Herbstferien im Kruger 2021

von H.Badger · Selbstfahrer · 32 Teile

Über diesen Reisebericht

Wir reisen im Oktober und November 2021 als Familie zu viert in den Süden und die Mitte des Kruger-Nationalparks – zwei Wochen lang, während der Schulferien, nachdem uns die Pandemie mehrere frühere Reisepläne durchkreuzt hat. Mit unserem eigenen Mietwagen sind wir täglich selbst unterwegs, ergänzt durch einzelne geführte Nacht- und Sunset-Drives ab den Camps.

Löwen begleiten uns fast jeden Tag: dösende Rudel im Gras, ein Pärchen mitten auf der Fahrbahn, sieben tobende Jungtiere, eine misslungene Jagd auf ein Gnu, einmal sogar sechzehn Tiere gemeinsam auf der Straße. Am Ende zählen wir für die ganze Reise durch, wie viele einzelne Löwen wir gesehen haben – 112, ein neuer Rekord für uns im Kruger. Dazu gelingen uns eine Leoparden-Paarung, eine mehrfach wiedergesehene Geparden-Familie, ein Wildhunderudel und, ganz unerwartet, unser allererstes Schuppentier. Nachts liefern Zibetkatzen, Ginsterkatzen und Galagos rund um die Camps zuverlässig Begegnungen, die tagsüber unmöglich wären.

Die Hitze fordert uns mit über 40 Grad, dazwischen bringt ein Wetterumschwung mehrere Tage lang grauen, kühlen Himmel und zeitweise Regen. Auffällig ist die breit angelegte Enthornung der Nashörner zum Schutz vor Wilderei – die meisten Tiere, die wir sehen, tragen nur noch Stumpen. Unsere Töchter genießen Poolpausen, die erste Nachtfahrt und ein Kofferraumbett für frühe Ausfahrten – bis ein hungriger Affe durchs offene Autofenster steigt und für einen gehörigen Schreck sorgt.

Diese Übersicht wurde automatisch erstellt und vom Autor freigegeben.

Teil 125. Okt. 2021

A lion a day!? – Herbstferien im Kruger 2021
oder
“viele Türdichtungen”

Endlich wieder im südlichen Afrika. [lautes Seufzen]

Kgalagadi im April 2020 – Nationalparks im Lockdown, alles storniert. Mein 40. Geburtstag wird in Deutschland gefeiert – in ähnlich kleinem Kreis wie ursprünglich geplant, nur eben ohne Wüste und Löwen...

Kruger im Herbst 2020 mit den (Groß-)Eltern – abgesagt.

Vier Wochen Kruger im Sommer 2021 – schweren Herzens verabschiedet. SA ist Virusvariantengebiet…

Die Hoffnung aber stirbt bekanntlich zuletzt und aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Also wieder gebucht und gebangt: Kruger im Herbst 2021.

Und endlich: Südafrika ist sogar von der Liste der Hochrisikogebiete des RKI verschwunden – für unsere Kinder – jetzt beide stolze Grundschülerinnen – heißt das: Keine Quarantäne bei Rückkehr nach Deutschland. Die Vorfreude wächst immer weiter. Endlich scheint Afrika wieder für uns in greifbare Nähe gerückt…

Zwei Wochen „Kruger intensiv“ sollen es sein. Wir haben alles wieder über das SAN-Parks-Buchungstool zusammengestellt, schnell sind auch Flüge mit Lufthansa und Airlink gefunden.

Folgende Tour ist dabei herausgekommen:
Flug von FRA über Johannesburg nach Nelspruit, Kruger Mpumalanga Airport
2 Nächte im Crocodile Bridge Camp
1 Nacht in Lower Sabie
3 Nächte in Satara
1 Nacht im Talamati Bushveld Camp
2 Nächte in Lower Sabie
1 Nacht in Skukuza
2 Nächte im Biyamiti Bushveld Camp
2 Nächte in Berg en Dal
Rückflug

Der südliche und mittlere Teil des Kruger Nationalparks also sollte es sein.

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So viel sei vorab gesagt: Die staatlichen Camps waren gut mit südafrikanischen Touristen gefüllt. Internationale Reisende waren aber eher selten anzutreffen. Bis auf die Teerstraße am Südufer des Sabie, die wie gewohnt gut befahren wurde, hatte man nur wenige Auto-Sichtungen. Stundenlang sind wir oft ganz allein durch den Busch geholpert und sogar auf den großen Hauptwegen sind uns stets nur vergleichsweise wenige andere Autos begegnet. Gamedrive-Fahrzeuge von Lodges außerhalb des Parks haben wir auch weit weniger als sonst gesehen – der internationale Tourismus in Südafrika ist – wenig überraschend – noch nicht wieder ganz auf die Beine gekommen.

Akribisch werden im Vorfeld immer wieder die Einreisevorschriften studiert, der offizielle Gesundheitsfragebogen runtergeladen und ausgefüllt, die südafrikanische Corona-APP gedownloaded, PCR-Tests organisiert. Alles fühlt sich aufregender als sonst – auch das Packen. Wir sind nach der Corona-Zwangspause irgendwie aus der Übung gekommen.

Am Tag der Abreise dann ein Aufreger: Zwei PCR-Testergebnisse sind irgendwie und entgegen aller Wahrscheinlichkeit verlorengegangen. 🤢 Viel Hektik, viele Telefonate mit Probenentnahmestelle und Labor. Stress und Sorge. Dann irgendwann die Erleichterung – im Labor ist man endlich fündig geworden. Das negative Ergebnis trudelt auf dem Smartphone ein, es fällt uns ein Gebirge vom Herzen. Wir sind jetzt noch reifer für die anstehende Auszeit.

Wir freuen uns auf den Duft der afrikanischen Luft, das goldene Licht der frühen Morgen- und Abendstunden, eine Zeit weitab vom Trubel des städtischen Alltags und natürlich auf ein Wiedersehen mit der afrikanischen Fauna. Die Vorfreude auf Giraffen, Kudus, Elefanten und Co ist riesig. Gespannt sind wir darauf, ob die Sichtungsfee im Kruger auch in diesem Jahr uns zugetan ist oder ob sie in der Zwischenzeit zu sehr aus der Übung geraten ist.

Und so geht es schwer bepackt mit zwei großen Trolleys, vier Rucksäcken und zwei Objektivköchern (unsere Fotoausrüstung hat während der Corona-Zeit Zuwachs erhalten) erst zum Bahnhof und dann zum Flughafen.
Endlich wieder Afrika. 🙂

Nach und nach werden wir jetzt unsere Fotos sichten und naturgemäß stark ausdünnen. In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen werden wir euch dann gern mit auf unsere Reise durch den Kruger nehmen.

Wir freuen uns darauf, unsere Erlebnisse und Erfahrungen mit euch einmal mehr zu teilen und laden euch ein, auf den Plätzen unseres geräumigen Hyundai H1 Platz zu nehmen. Bald geht die Reise los.

Herzlich
Sascha mitsamt den drei „Honigdächsinnen“

Teil 227. Okt. 2021

Kapitel 1: Endlich zurück

Kurz nach 22 Uhr hebt die Lufthansamaschine in Frankfurt ab. Vor uns liegen knapp 10 Stunden Nachtflug gen Johannesburg. Wie immer haben wir zu viert eine Mittelreihe – und im Vergleich zu unseren Flügen zu Zeiten, als unsere Kinder noch jünger waren, ist das gemeinsame Fliegen jetzt einfach sehr entspannt. Alle essen und trinken selbstständig, können sich mit dem Entertainment-Programm beschäftigen (für die Kids eines der Highlights der Reise…) und schlafen irgendwann friedlich. So vergeht die Zeit schnell und unaufgeregt. Dass wir die ganze Zeit über Masken tragen müssen, stört uns weit weniger, als vorher befürchtet.

In Johannesburg haben wir dann rund 2,5 Stunden Umsteigezeit – durch eine Veränderung des Flugplans bei Airlink etwas weniger Zeit, als wir uns wünschen würden, da wir unser Gepäck abholen und erneut einchecken müssen und nicht einschätzen können, ob Corona die Einreiseformalitäten verzögern wird.

Aber tatsächlich ist das Gegenteil der Fall – noch nie sind wir so schnell durch die Passkontrolle und den Sicherheitsbereich gekommen. Es ist einfach viel weniger Betrieb als zu normalen Zeiten.
Der verpflichtende Gesundheitsfragebogen wird vor der Passkontrolle eingesammelt – sein Inhalt wird dabei kaum eines Blicks gewürdigt… Zu Krankenversicherung und SA-Corona-App werden wir nicht befragt.

Schnell haben wir unsere Koffer zurück und können sie alsbald zum Airlink-Schalter bringen. Für den Inlandsflug ist Corona dann tatsächlich gar kein Thema mehr.

Pünktlich hebt auch die Maschine gen Mpumalanga International Airport ab. Die nun anbrechenden 45 Minuten sind jedoch alles andere als angenehm. Im Luftraum ist es windig und so quälen uns heftige Turbulenzen, die das kleine Flugzeug hin und herschwanken lassen – die Kinder nehmen das sportlich, die Erwachsenen weit weniger… 🤢

Als wir endlich wieder festen Boden unter den Füßen haben, ist die Erleichterung groß. Beim Aussteigen genießen wir den strahlenden Sonnenschein, atmen die trockene Hitze Südafrikas. Endlich… 🙂

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Schnell haben wir unser Gepäck wieder in unserem Besitz und stehen alsbald am Europcar-Schalter. Hier zieht es sich – wie immer – in die Länge. Die Information, dass wir Kindersitze gebucht haben, ist mal wieder nicht bis nach Nelspruit durchgedrungen. Zum Glück können spontan zwei brauchbare Exemplare organisiert werden.

Bald stehen wir auf dem Parkplatz vor unserem fast fabrikneuen Hyundai H1, der uns die kommenden zwei Wochen treu durch den Kruger schaukeln wird. Leider kann man bei diesem Modell keine Sitze ausbauen und so ist klettern angesagt, um sich von Reihe zu Reihe zu bewegen. Dafür kann das Mittelteil zwischen den Vordersitzen so geklappt werden, dass eine Sitzbank entsteht; das gefällt den Kindern wiederum sehr gut.

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An den Linksverkehr gewöhne ich mich schnell wieder und fast ohne zu „wischblinken“. Schnell sind die ca. 70 Kilometer bis Malelane zurückgelegt, während wir die an uns vorbeiziehende Landschaft genießen und enorme Wiedersehensfreude empfinden, die sich aber nicht auf südafrikanische Überholmanöver bei Gegenverkehr ausweiten möchte. 😵

Unser erstes Ziel ist der Superspar in Malelane. Wir mögen es, dass man hier auf dem Parkplatz ganz unbehelligt sein Auto stehen lassen kann und der Supermarkt ist so groß und hat eine entsprechende Auswahl, dass man sich hier gut für zwei Wochen eindecken kann. Und so landen bald Säfte, Obst, Gemüse, Tütensuppen, Nudeln, Soßen und Cereals im Wagen, bis es sich türmt. Auch in Südafrika werden wir keine großen Köche werden… 😉

Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum Malelane Gate. Beim Überfahren der Brücke eröffnen sich erste Blicke auf den Crocodile River und seine Bewohner. So vertraut und doch immer wieder schön.

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Die Formalitäten sind schnell erledigt und so fahren wir gegen 15 Uhr in den Park, um auf der Crocodile River Road am Fluss entlang zu unserem ersten Camp zu fahren: Crocodile Bridge.

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Auf der Fahrt haben wir keine spektakulären Sichtungen, aber die sind auch gar nicht nötig, um Zufriedenheit auszulösen. Wir sind wieder hier! 🤩

Und es zeigt sich auch recht viel Wild am Wegesrand. Wir freuen uns über Begegnungen mit Warzenschweinen, Kudus, Wasserböcken, den omnipräsenten (und in ihrer Eleganz viel zu wenig beachteten) Impalas.

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Ein Nilwaran wärmt sich in der brennenden Nachmittagssonne.

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Auch ein erster Kronenducker beäugt uns neugierig und mag gar nicht - wie sonst so oft - schnell im Unterholz verschwinden.

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Die Vogelwelt ist vertreten durch Schwarzbauchtrappen, Gelbschnabeltokos und einen jungen Kampfadler.

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Erste Elefanten kreuzen unseren Weg. Was haben wir diese Tiere, zu denen wir respektvollen Abstand halten, vermisst.

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Auch Giraffen zeigen sich zur Freude der Kinder, bei denen die friedlichen Riesen seit Jahren ganz hoch im Kurs stehen.

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Kurz vor dem Camp – das Tageslicht neigt sich seinem Ende zu – dann ein kleiner Höhepunkt. Eine stattliche Tüpfelhyäne frisst an einem kaum mehr zu identifizierenden Warzenschweinkadaver. Ein optisches und auch olfaktorisches Erlebnis!

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Bald schnappt sich das Tier sein Abendessen und trägt es emsig durch die Landschaft. Es ist schon enorm, was Kiefer und Halsmuskulatur hier leisten können.

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Kurz vor 18 Uhr und damit zur Schließung der Tore fahren wir in Crocodile Bridge ein. Wir bekommen wie im Jahr 2018 Hütte 19, die im Innenkreis des kleinen Camps liegt. Keine spektakuläre Behausung, aber zweckmäßig. Wir bereiten ein einfaches Abendessen und stromern ein wenig durch das Camp.
Nach der Hitze des Tages kommt am Abend ein enorm starker Wind auf, der Gewitterwolken hereinträgt. In der Nacht beginnt es stark zu regnen. Blitze erhellen den schwarzen Himmel, Donner grollt.
Wir aber freuen uns auf den morgigen Tag. Um 5.30 Uhr soll es zur Toresöffnung auf eine erste Familien-Morgenausfahrt gehen. Unsere Zeit im Kruger kann beginnen.

Teil 329. Okt. 2021

Kapitel 2: Unterwegs auf dem „Southern Circle“

Das nächtliche Gewitter hat einen Wetterumschwung mit sich gebracht. Als wir aufwachen, ist es stark bewölkt und erstaunlich kühl. Es weht ein beständiger Wind. Nach dem sommerlichen Empfang am gestrigen Tag wirkt die Szenerie rau und düster.
Wir sind trotzdem frohen Mutes. Noch müde geht es im Morgengrauen ins Auto. Unser Ziel ist die S28 – eine unsere liebsten Nebenstrecken im Kruger, die durch zumeist erfreulich offenes Grasland führt und im Vergleich zur in etwa parallel führenden Hauptstraße weitaus weniger befahren ist.
Wir sind kaum von der Teerstraße gen Osten abgebogen, schon sehen wir zwei Gamedrive-Fahrzeuge auf der Straße stehen. Hier muss es etwas zu sehen geben.
Als wir näherkommen, ist es nicht schwer, den Grund für die Anwesenheit der Landcruiser zu entdecken. Direkt neben dem Weg lagern im Gras drei stattliche Löwenkater. Der böige Wind zaust ihre üppigen Mähnen, während sie uns müde und/oder wenig interessierte Blicke zuwerfen.

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Selbst zu dieser frühen Morgenstunde herrscht bei den dreien schon die löwentypische Ruhe – mit viel Bewegung ist nicht zu rechnen. Aber das tut der Schönheit der Sichtung keinen Abbruch. Vor allem einer der drei Kater hat es uns angetan: Seine prächtige farblich-changierende Mähne verleiht ihm eine besondere Majestät. Ein wunderschönes Tier.


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Wir bleiben lange bei den Löwen stehen und können uns nur schwer losreißen (Anm.: Das gilt vor allem für die Erwachsenen, die Aufmerksamkeit der Kinder ist bei sich wenig bewegenden Tieren von geringerem Ausmaß… 😗 ).
Unser Weg auf der S28 führt uns an einigen Elefanten und Giraffen vorbei – die Tiere sind weiter entfernt und bei dem herrschenden Licht sparen wir uns Fotos. Nur einige Zebras lichten wir ab.

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Bald aber dann ein zweites Highlight der Morgentour. Auch weit entfernt und damit eher eine „Fernglassichtung“: Zwei Geparde! Wir freuen uns sehr! Die S28 bewährt sich einmal mehr als verlässliche Straße für die Sichtung dieser wunderbaren Raubkatzen. Durch unsere Teleobjektive gelingen trotz der Entfernung und des schlechten Lichts einige passable Erinnerungsbilder und als sich die Geparden noch weiter in den Busch zurückziehen, fahren wir schließlich zufrieden weiter.

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Wir biegen gen Wasserstelle „Duke“ ab – haben dort aber keine Sichtung, nur einige Kudus begegnen uns.

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Dafür müssen wir bald wieder halten, als wir die Runde zur Teerstraße fortsetzen. Direkt neben der Pad lagern erneut Löwen: Dieses Mal handelt es sich um zwei ausgewachsene Kater. Sie liegen lange nicht so schön frei wie die Löwen vom Beginn der heutigen Ausfahrt, lassen sich aber trotzdem gut in ihrer morgendlichen Lethargie von uns beobachten.

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Über die Teerstraße geht es zurück ins Camp. Wir sind hungrig und die Kinder brauchen eine Pause. Mit diesen frühen Morgenstunden unseres ersten kompletten Kruger-Tags sind wir sehr glücklich.

Teil 401. Nov. 2021

Fortsetzung

Wir machen eine lange Pause in Crocodile-Bridge. Nach unserem traditionellen Frühstück auf der Terrasse unserer Hütte spielen die Kinder auf der Wiese in der Mitte des Camps und die Erwachsenen streifen umher, um vielleicht einige interessante Sichtungen zu haben. Über die Jahre scheint uns die ansässige Buschbockpopulation gewachsen zu sein und so sind diese Tiere bei unserem diesjährigen Besuch im Camp an vielen Ecken zu entdecken. Außerdem sind immer wieder Grünmeerkatzen unterwegs – stets unvorsichtig abgestellte Lebensmittel im Blick.

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Wir freuen uns über einen Brown-Hooded Kingfisher (Danke an euch drei! 😉 ) und eine Kurrichane Thrush (als bewusste Erstsichtung).

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Auch Laughing Dove und Hadeda Ibis sind unterwegs – so wird es uns nicht langweilig.

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Am frühen Nachmittag fahren wir für einen späten Imbiss gen Lower Sabie. Wir sehen bei den Löwen in der Nähe des Camps nach – diese haben sich aber leider in den Busch zurückgezogen und lassen sich nur noch erahnen.
Die Fahrt gestaltet sich dann leider insgesamt als recht sichtungsarm und auch das Wetter mag sich nicht aufklaren.
Uns kommt als Gegenverkehr auf der Hauptstraße eine Tüpfelhyäne entgegen.

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Außerdem lassen sich Gnus, eine Pantherschildkröte, Krokodile und Warzenschweine ablichten. Viele Fotos entstehen heute nicht – das schummrige Licht lädt dazu ein, nur mit dem Auge zu beobachten.

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Am Sabieufer folgt dann eine Überraschung: In dem Baum, in dem bei unserem letzten Besuch ein Impalariss hing, hängt auch heute wieder einer! Zwei Raubadler tun sich daran gütlich. Den Leoparden werden wir in diesem Jahr hier leider nicht antreffen – schade.

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In Lower Sabie steuern wir gleich die Aussichtsterrasse an und lassen unseren Blick über die heute grau erscheinende Flusslandschaft schweifen. Elefanten sind hier eigentlich immer zu beobachten und so können wir auch heute den grauen Riesen zusehen.

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Bei dem ansässigen Mugg & Bean Restaurant essen wir immer wieder gern. Einerseits hat man hier wirklich schöne Ausblicke und andererseits schmeckt das Essen einfach sehr lecker. Egal ob Frühstück, Burger oder Sandwiches – bisher war alles von wirklich guter Qualität.

Nach unserer Siesta geht es zurück nach Crocodile Bridge. Anders als auf der Hinfahrt wählen wir die S28. Und wir werden belohnt. Nach längerer Sichtungsflaute auch auf dem Rückweg stoßen wir auf eine vierköpfige Gepardenfamilie, die unweit der Straße döst. Leider ist das Licht – das heute nie der Rede wert war – bereits gut eine Stunde vor Gateschließung quasi verschwunden. Und so sehen wir die Tiere nur in Graustufen. Auch ernten wir außer einigen müden Blicken keine nennenswerte Aktivität. Trotzdem freuen wir uns natürlich sehr über die zweite Gepardensichtung des Tages.

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Im Camp angekommen, machen wir Pause und rüsten uns bald für eine Nachtsafari, die um 20 Uhr beginnen wird und auf die sich unsere kleine Tochter schon sehr lange freut. Endlich ist sie sechs Jahre alt und darf an den geführten Aktivitäten teilnehmen! Da es ihre erste Nachtausfahrt sein wird, widme ich ihr ein gesondertes Kapitel.

Teil 503. Nov. 2021

Fortsetzung

Um 19.45 Uhr finden wir uns bei tiefschwarzer Nacht am Treffpunkt ein. Wir sind gut bepackt: Decken, Jacken, Leuchten, Kameras – es fühlt sich wie ein kleiner Umzug an. Die Kinder sind aufgeregt – im Dunkeln rauszufahren ist besonders abenteuerlich. Das Game-Drive-Pendant einer Nachtwanderung.
Vor allem unsere Jüngste fiebert der Fahrt entgegen – auch wenn sich natürlich herausstellen wird, dass man lange Phasen der nun anbrechenden zwei Stunden einfach durch den dunklen Busch fahren wird.
Aber natürlich hat das konzentrierte Ableuchten der Umgebung seinen ganz eigenen Reiz, auch wenn der große Truck, mit dem die Ausfahrt stattfindet, eigentlich nicht so unser Ding ist… Doch man ist ja lernfähig: Die Sitze hinter dem Fahrerhaus haben sich für Fotografen als besonders geeignet herausgestellt – man hat einen ähnlichen Blickwinkel wie der Guide und was man aus dieser Position sieht, sieht man fünf Meter weiter hinten noch lange nicht… 😗

Als erste nennenswerte Sichtung der Ausfahrt können wir niedlichen Kronenkiebitznachwuchs verbuchen.

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Bald darauf ist neben der Straße eine Zibetkatze unterwegs. Die Schleichkatze lässt sich entgegen aller Erwartung durch die Lichtkegel in keiner Weise von ihrem nächtlichen Geschäft abbringen. Sie stöbert herum, kratzt sich ausdauernd und beschert uns unsere bisher schönste Begegnung mit diesem Nachtbewohner.

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Weiter geht es mit einer weit weniger kooperativen Weißschwanzmanguste, von der nur verwackelte Bilder entstehen.
Meine Frau stellt sich auf dieser Fahrt als Senior-Spotterin heraus: Vor ihrem Auge ist heute nichts sicher. Und so entdeckt sie, nachdem bereits die Civet auf ihr Konto ging, auf dem Ast eines nahen Baumes eine Großfleckenginsterkatze, die sich in aller Ruhe beobachten lässt. Es ist immer wieder ein ganz tolles Erlebnis, diese Tiere, die bei Tag unsichtbar sind, erleben zu können.

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Überhaupt ist an diesem Abend in Punkto Nachttiere in der Gegend eine Menge los. Bald treffen wir auf eine zweite Weißschwanzmanguste – auch diese mag leider nicht stillhalten.

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Zum Abschluss schält sich schließlich noch eine weitere Zibetkatze aus der Dunkelheit, die sich lange parallel zu uns bewegt. Auch sie ist von unserer Anwesenheit ziemlich unbeeindruckt – wir von ihrer schon weit mehr.

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Zufrieden und durchaus erschöpft steigen wir nach unserer Rückkehr ins Camp von der Ladefläche. Die Kinder haben neben Phasen des friedlichen Schlummerns (so ein LKW in Kombination mit Dirtroads wiegt recht optimal in den Schlaf… 😉 ) die Begegnungen mit Genet und Civet (und den niedlichen Küken…) sehr genossen, die Erwachsenen sowieso.

Auf direktem Wege geht es in unsere Hütte und ins Bett. Morgen werde ich wohl allein um 5.30 Uhr rausfahren – und eine Begegnung haben, die zu den vielleicht schönsten unserer vergangenen Afrikareisen zählt. 🙂

Teil 608. Nov. 2021

Kapitel 2: Right time, right place

Als der Wecker um 5 Uhr klingelt, bin ich bereits wach. Meine Familie schlummert noch und so versuche ich, schnell meine sieben Sachen zu packen und so leise wie möglich die Hütte zu verlassen.
Die dichten Wolken des Vortages haben sich glücklicherweise verzogen, mich empfängt strahlend blauer Himmel. Es ist noch etwas Zeit, bis das Tor öffnen wird , also genieße ich das morgendliche Zwielicht im Camp, bevor ich schließlich unseren Bus besteige.
Heute Morgen möchte ich einmal mehr die S28 gen Norden fahren – vor allem in der Hoffnung, dass sich die Gepardenfamilie, die dort gestern am Spätnachmittag gedöst hat, noch in der Nähe befindet.

Kurz vor halb sechs bin ich unterwegs. Noch sind keine weiteren Fahrzeuge zu sehen, nur die aufgehende Sonne begleitet mich – Tiersichtungen wollen sich in den ersten Minuten der Fahrt noch nicht einstellen. Aber das ist nicht schlimm, nach dem grauen Dämmerlicht des Vortags genieße ich das golden schimmernde Gras des frühen Morgens in vollen Zügen. 🙂

Irgendwann schließt ein zweiter Wagen auf und gemeinsam suchen wir nun die Gegend ab – bei der niedrigstehenden Sonne ist das nur in einer Richtung eine entspannte Sache, zur rechten Seite kann man durch das grelle Gegenlicht mehr erahnen als wirklich sehen.
Zum Glück findet die nun folgende Begegnung auf der linken Seite statt und damit im besten Morgenlicht. Mein „Begleitfahrzeug“ lässt irgendwann erkennen, dass etwas erspäht wurde: Ein Arm reckt sich deutend heraus. Und tatsächlich: Als ich meinen Blick schärfe, sehe ich im dichten Busch einen Geparden ziehen. Ein zweiter und dritter Blick verrät: Es handelt sich um die Familie von gestern, die Rechnung ist also aufgegangen. 🤩

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Was nun folgt, gehört zu meinen sicherlich schönsten Beobachtungen der letzten Jahre. Sehr lange und intensiv lassen sich die vier Raubkatzen bei ihrem frühmorgendlichen Familienleben beobachten. Als der Nachwuchs einen nahen Baum erklettert bin ich im Glück. Als die Kleinen miteinander balgen ebenso. Und als die Familie einen kleinen Hügel als Aufenthaltsort wählt, ist die Kamera in Hochbetrieb. 🙂

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Nach langer Beobachtungszeit fahre ich weiter gen Norden bis zur Duke-Abzweigung. Ein entgegenkommendes Game-Drive-Fahrzeug macht mich darauf aufmerksam, dass dort Honeymoon-Lions liegen sollen. Als ich ankomme, sehe ich die beiden zwar – leider haben sie sich aber tief in den Busch zurückgezogen, so dass die Paarung auch eher zu erahnen als zu beobachten ist. Aber vor dem Hintergrund des gerade Erlebten ist das gar nicht schlimm für mich.

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Auf der Weiterfahrt sehe ich noch Weißrücken- und Lappengeier im schönen Licht des Morgens.

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Über die Teerstraße geht es dann zufrieden zurück nach Crocodile Bridge.

Teil 711. Nov. 2021

Fortsetzung

Nachdem wir gemeinsam gefrühstückt haben, räumen wir unsere Unterkunft in Crocodile Bridge. Hier sind wir einfach immer wieder gern.
Gemeinsam fahren wir heute Vormittag nach Lower Sabie, wo wir die nächste Nacht auf unserem Weg nach Satara verbringen werden.
Wir wollen die S28 fahren und schauen, ob die Geparde noch da sind. Spoiler: Sie sind es leider nicht. 😉
Die erste Sichtung der Fahrt ist ein yellow-billed kite, der eine für uns undefinierbare Beute verspeist. Der Baum, auf dem er dabei sitzt, ist ganz nah an der Fahrbahn. Um den Vogel zu fotografieren, müssen wir uns daher ganz schön verdrehen…

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Die weitere Fahrt führt uns vorbei an einer großen Flusspferdversammlung an einem Turnout der S28. Hier heißt es Schrittgeschwindigkeit fahren, denn die Schlaglöcher sind immens. Das Treiben der Kolosse beobachten wir eine ganze Weile – für wirklich schöne Fotos sind die Tiere jedoch zu viele - immer ist mindestens ein abgeschnittenes Hippo auf dem Bild. Irgendwie wollen unsere Brennweiten hier nicht so richtig passen. Daher bleibt es hier trotz der schönen Beobachtung bei einem Überblicksfoto.

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Bald kommen wir an einer großen Büffelherde vorbei. Dass es in diesem Frühling weitaus weniger trocken im Südteil des Parks zu sein scheint, als in den letzten Jahren, wird u.a. an der Anwesenheit wirklich großer Herden in der Region deutlich. Wir freuen uns über unsere ersten Büffel des Jahres. Ab jetzt – es ist etwa elf Uhr – tritt aber auch unser größter Gegner der diesjährigen Safari zum ersten Mal in Erscheinung: Die Hitze. Es werden über 40 Grad auf dem Thermometer angezeigt. Kein Problem für die Klimaanlage während der Fahrt, bei stehendem Auto heizt sich der Innenraum aber atemberaubend schnell auf. Schatten ist ja sowieso Mangelware hier. Was aber viel ärgerlicher ist: Fotomotive in einiger Distanz können nicht mehr klar und scharf abgelichtet werden. Das Flirren der Luft ist einfach zu stark. 😈 Daher auch hier nur einige Büffelnahaufnahmen.

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Alsbald folgt ein kleines Highlight – wenn auch aus gerade beschriebenen Gründen kein fotografisches: Ein Kampfadler mit Beute erscheint am Himmel. Ein Schlange baumelt von seinen Krallen. Faszinierend ist es, ihn dabei zu beobachten, wie er die Schlange im Flug bearbeitet und schließlich verspeist. So etwas haben wir vorher noch nie gesehen und sind von der Technik entsprechend verblüfft.

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Schließlich kommen wir am Sabie an. Hier finden wir verlässlich Schreiseeadler vor. Auch Büffel zeigen sich, lassen sich aber wegen Mittagslicht und -hitze nicht schön ins Bild setzen.

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Wie immer fahren wir kurz über die Sabie-Brücke und sehen Krokodile und deren potentielle Nahrung.

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Am Sunset Dam schließlich können wir black-winged stilt und (common?) sandpiper beobachten.

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Im Anschluss fahren wir ins Camp und machen eine Mittagspause bei Mugg and Bean. Es ist wie immer sehr schmackhaft und auch die Ausblicke auf den Fluss sind wieder schön. Die auf der Terrasse heimische Vogelwelt sieht uns zu, während wir ihr zusehen.

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Um 14 Uhr können wir unsere Unterkunft beziehen – eine einfache Vierer-Einraumhütte mit Gemeinschaftsküche und -bad. Die Möblierung ist bei diesem Exemplar schon sehr in die Jahre gekommen – aber was solls: Zum Schlafen wird es reichen. Und die Gemeinschaftsduschen und -toiletten sind nicht weit weg und sauber.
Die Kinder toben sich auf den Wiesen des Camps aus, die Eltern beobachten Vögel und Agamen. Vor allem über die hier ansässigen Haubenbartvögel freuen wir uns.

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Zu einem späten Nachmittagsgamedrive machen wir uns heute dann aber doch noch auf. Wir stoßen auf zwei wunderschöne Gaukler und schauen am Leopardenbaum vorbei: Fehlanzeige – nur der Riss hängt in den Ästen.

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Wir beschließen, ein wenig den Sabie entlang nach Westen zu fahren. Weit kommen wir hier nicht, denn direkt an der Straße befindet sich – in einer Drainageröhre – ein Hyänenbau. Die ganze Familie ist entzückt: Neugierig werden wir von zwei noch ganz jungen Tüpfelhyänen beäugt. Solche Tüpfelhyänen ohne die namensgebenden Sprenkel haben wir noch nie aus dieser Nähe sehen dürfen. Als Aufpasser ist ein älteres Geschwister abgestellt, das seine liebe Mühe mit den kleinen Rackern hat. Immer wieder wird es angesprungen und in wilde Spiele verstrickt. Dabei werden die Kleinen nicht minder resolut zur Ordnung gerufen…

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Als sich der Tag seinem Ende zuneigt, kommt noch eine erwachsene Hyäne vorbei.

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Und wir fahren nochmals – vorbei an Elefanten im schönen Nachmittagslicht – zum Riss-Baum. Jedoch leider ist wieder kein Leopard anwesend. Aber die Gaukler vom Beginn unserer Ausfahrt sind nun in den Baum geflogen und tun sich an dem Kadaver gütlich. Auch eine schöne Beobachtung. Wer braucht schon Leoparden? 😗

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Als die Sonne bereits weg ist, fahren wir zurück ins nahe Camp. Am Gate erwartet uns ein weiterer Braunkopfliest.

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Wir essen nochmals bei Mugg and Bean und ziehen uns dann früh in unsere Betten zurück. Der Tag war anstrengend, aber schön. Und morgen soll es früh gen Satara gehen.

Teil 815. Nov. 2021

3. Kapitel: Auf nach Satara!

Die Nacht in unserer einfachen Vierer-Hut war ruhig. Als wir aufstehen, sehen wir mit Freude, dass es erneut ein sonniger Tag werden wird. Wir ahnen noch nichts davon, dass auch heute wieder über 40 Grad herrschen werden.
Zügig werden die Sachen gepackt, denn wir wollen die frühe Morgenausfahrt heute direkt mit der Transferfahrt nach Satara verbinden.
Wir beschließen zuerst zum Rissbaum zu fahren und begegnen dort den Gauklern vom Vortag, die müde in den Ästen eines nahen Baumes hocken. Der Impalariss ist fort – in der letzten Nacht ist der Leopard also tatsächlich da gewesen. Wir beschließen das positiv zu sehen – wenn der Riss jetzt fort ist, können auch wir getrost weiterziehen. 😉

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Wir drehen um und fahren gen Westen am Sabie entlang. Bald erreichen wir den Hyänenbau und erfreuen uns einmal mehr an dem quirligen Nachwuchs. Eine adulte Hyäne wirft uns müde Blicke zu, das ältere Jungtier ist auch wenig aktiv. Aber die beiden Kleinen wuseln wieder herzallerliebst herum, wollen aber nicht so recht aus dem Dickicht treten.

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Wir entscheiden uns weiter am Sabie entlang zu fahren und erst in der Nähe von Skukuza den Fluss zu queren. Ob das eine gute Entscheidung war, wissen wir nicht: Es ist doch ein beträchtlicher Umweg, der heute Morgen leider nicht mit irgendwelchen nennenswerten Sichtungen einhergeht. So fahren wir lange erst südlich und dann nördlich des Sabie durch weitgehend trockenen Busch und sind zunehmend frustriert. So ohne Sichtung sind Game-Drives eine recht absurd anmutende Sache – pures „in den Busch starren“. 😵
Immerhin kommen wir so an einer der Lieblingsstellen meiner Frau vorbei.

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Wir erreichen irgendwann den Picknickplatz Tshokwane und machen eine kleine Rast. In dem kleinen Shop auf dem Gelände kaufen wir in der anbrechenden Backofenhitze des Tages ein Eis – ein sehr ausgewogenes Frühstück. Immerhin lässt sich ein Namaspecht (weibl. bearded woodpecker - Danke Matthias!) bei seiner emsigen Nahrungssuche beobachten.

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Bald geht es weiter schnurstracks gen Norden. Die Landschaft öffnet sich immer mehr, nach dem dichten Busch entlang des Sabie ist das eine Wohltat. Neben den verbreiteten Savannentieren, die sporadisch die Landschaft beleben, ist aber auch hier nicht viel zu sehen. Einzig ein Sattelstorch lässt sich in einem Flussbett in kurioser Sitzhaltung ablichten - von den Kindern wird der Storch liebevoll "Deutschlandvogel" genannt.

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Irgendwann biegen wir links zur Nkaya-Pfanne ab. Auf der kurzen Stichstraße steht ein Gamedrive-Fahrzeug. Die Insassen gucken suchend ins Grasland. Wir halten an und fragen, was sie beobachten würden und der Fahrer erwidert freundlich, dass hier wohl ein Leopard gesichtet worden ist, er ihn aber bisher nicht gesehen hat. Das Tier habe sich wohl niedergelegt.
Etwas enttäuscht fahren wir weiter zur Pfanne, aber auch dort ist nichts los. Also drehen wir bald um und kommen erneut am Gamedrive-Fahrzeug vorbei. Der Leopard ist noch nicht wieder aufgetaucht und wir beschließen, hier auch kurz auszuharren. Und wir werden belohnt: Plötzlich entdeckt meine Frau die Raubkatze gar nicht weit von unserem Wagen. Sie steht einfach da, als wäre sie plötzlich materialisiert. Ganz aufgeregt sind wir jetzt: Wird der Leopard so schnell verschwinden, wie er aufgetaucht ist? Aber wir haben Glück. Der Kater streift in aller Ruhe herum, bleibt hier und dort stehen, beobachtet die Umgebung und uns. Wir verbringen also sehr intensive und beeindruckende Minuten mit dem wunderschönen Tier.

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Irgendwann quert er schließlich die Straße und verschwindet endgültig im hohen Gras. Glücklich setzen wir unseren Weg nach Satara fort. 🙂

Weit müssen wir nicht fahren, bis wir die nächste Sichtung erreichen. Südlich des Sweni-Flusses lagert ein Löwenrudel. Wir zählen sieben Löwinnen mitsamt Nachwuchs. Da es schön spät am Vormittag ist und die Hitze entsprechend stark, ist hier nicht mit nennenswerter Aktivität von Seiten der Katzen zu rechnen. Wir freuen uns trotzdem über diese Löwensichtung in schöner Landschaft.

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Bald erreichen wir Satara. Unsere Hütte werden wir erst um 14 Uhr beziehen können und so erledigen wir schonmal die Formalitäten – denn jetzt ist an der Rezeption noch wenig los. Wir stromern ein wenig durch das Camp und konsultieren das Sighting-Board. Nicht weit entfernt vom Camp ist auf der S100 ein Löwenmarker gesetzt. Die Kinder haben keine rechte Lust schon wieder in den Bus zu steigen und so bleibt meine Frau mit ihnen in Satara – der Pool ruft. Nebenbei werden natürlich wieder Vögel beobachtet - auch hier sind Haubenbartvögel prominent vertreten.

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Ich fahre das kurze Stück bis zur vermuteten Markerposition und tatsächlich: Unter einem Baum in mittlerer Entfernung liegen drei Löwen. Zwei anwesende Fahrzeuge machen das Auffinden leicht. Die Hitze lässt keine überzeugenden Fotos zu – das ist schade. Aber mehr als müde Blicke sind hier auch nicht zu erwarten.

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Ich beobachte also eine Weile, bis mich der Fahrer eines der anderen Autos mitteilt, dass auf der anderen Straßenseite ein Löwenkater schlafen würde – ganz nah und völlig verdeckt von den Autos und dem hohen Gras. Ich suche mir also eine neue Position und nach einiger Zeit kommt zum Glück Bewegung in die Sache. Die Raubkatze lagert sich um und wird für einige Zeit sichtbar. Es ist immer wieder beeindruckend, einem Löwen so nah zu sein. Als er sich schließlich wieder zur Seite fallen lässt, wird er erneut unsichtbar und verschmilzt mit dem goldenen Gras.

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Zufrieden fahre ich zurück ins Camp und treffe meine Familie am Pool.

Dem Nachmittag des heutigen Tages widme ich dann ein eigenes Kapitel.

Teil 917. Nov. 2021

Fortsetzung

Wir verbringen die Mittags- und frühen Nachmittagsstunden gemeinsam im Camp. Der Pool sorgt für Abkühlung an diesem erneut sehr heißen Oktobertag. Die Kinder genießen das sichtlich. Immer wieder kommen uns, als wir auf den schattigen Bänken ausruhen, Haubenbartvögel ganz nahe. Was für schöne Tiere das doch sind!

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Auch beim anschließenden Mittagessen auf der Terrasse des Tindlovu Restaurants lassen sich wieder Haubenbartvögel blicken. Das Essen ist übrigens sehr lecker – auch wenn uns so langsam Pommes, Burger, Sandwich und Co etwas eintönig erscheinen… 😵

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Um 14 Uhr bekommen wir schließlich den Schlüssel zu unserer Cottage. Wir haben eine Sechser-Hütte im D-Circle gebucht. Das ist eine ganz wunderbare Unterkunft. Ruhig am Rand des großen Camps gelegen, bietet sie neben einer netten Terrasse sehr viel Platz im Innenraum. Hinter der Eingangsglasfront findet sich ein geräumiger Wohn/Essbereich, zu dessen linker und rechter Seite jeweils große Schlafzimmer mit eigenem Bad anschließen. Hier lässt es sich sehr gut aushalten.
Während die Kinder das neue Domizil in Besitz nehmen, stromere ich über die Wiesen des Camps und erfreue mich an der vielfältigen Vogelwelt Sataras.
Über dem Camp kreist ausdauernd ein yellow-billed kite auf Beutesuche.

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Auf den Wiesen und in den Bäumen zeigen sich – für mich ziemlich sicher zu bestimmen – chinspot batis und Wiedehopf.

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Bei den nächsten zwei "Avifaunisten" bin ich mir dagegen zuerst weit weniger sicher: cardinal woodpecker (Danke, Matthias!) und southern grey-headed sparrow?

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Auch eine weibliche Baumagame lässt sich ablichten.

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Zu einem Nachtmittagsdrive brechen wir heute erst gegen 16 Uhr auf. Wir fahren zuerst zu den Mittagslöwen an der S100. Leider sind sie aber nicht mehr vor Ort – schade. 🙁 Wir drehen um und nehmen die H7 in Richtung Orpen Gate.
Wir kommen an der Nsemani Wasserstelle vorbei. Hier stehen einige Fahrzeuge und es werden in der Ferne wohl Löwen beobachtet – wir sehen sie leider nicht und fahren bald weiter.
Eine Riesentrappe im Balzkleid weckt mit ihrer kurios-eindrucksvollen Erscheinung unsere Aufmerksamkeit.

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Und dann der Höhepunkt des Nachmittags. Hinter einer Kurve steht plötzlich ein Rudel Wildhunde auf der Fahrbahn. Wir freuen uns total! 🤩
Da hier sechs bis sieben andere Fahrzeuge anwesend sind und sich die Wilddogs auf der Fahrbahn bewegen, ist es nicht einfach, einigermaßen schöne Fotos zu machen.

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Erst als das Rudel (leider bereits nach kurzer Zeit…) in den dichten Busch abzieht und einige der Tiere dabei am Rand der Straße verharren, können wir ohne andere Autos im Blickfeld beobachten und fotografieren. Hohes Gras und die herrschenden Lichtverhältnisse machen das aber gar nicht so leicht.

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Noch etwas aufgeregt verweilen wir etwas in der Gegend – unsere Hoffnung, dass das Rudel erneut zur Straße zurückkehren wird, erfüllt sich aber leider nicht. Stattdessen können wir eine junge Tüpfelhyäne im Busch ausmachen.
Bald müssen wir den Rückweg antreten, da die Tore um 18 Uhr schließen werden.
Vorbei an einem Raubadler geht es für uns zurück nach Nsemani.

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Und hier haben wir erneut Glück. Die vorhin für uns unsichtbaren Löwen sind aus der Deckung gekommen und bewegen sich über die Ebene jenseits des Wassers. Zwei Löwinnen sind hier unterwegs. Wir genießen den Blick auf die ziehenden Katzen bei schwächer werdendem Tageslicht. Zuletzt kommen die Löwen noch recht nah an die Straße heran, aber wir müssen uns leider losreißen, da sonst die Tore vor unserer Nase schließen werden.

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Die letzten Kilometer werden jetzt etwas stressig… 😵
Punkt 18 Uhr fahren wir in Satara ein. Heute haben wir keine Lust mehr auf einen Restaurantbesuch und so kochen wir Pasta, die wir bei Kerzenschein auf unserer Terrasse verzehren. Ein schöner Ausklang eines sichtungsreichen Tages.

Teil 1019. Nov. 2021

4. Kapitel: Satara ist Löwenland

Zum Anbruch des neuen Tages fahre ich heute allein aus dem Camp. Mein Weg soll mich über die legendäre S100 führen. Leider wird die Dirtroad ihrem Ruf heute Morgen nicht gerecht. Die Straße läuft landschaftlich reizvoll lange Zeit an einem Flussbett entlang. Die Vegetation links und rechts des Weges macht das Spotten nicht immer einfach – ich fühle mich heute als Fahrer und Spotter in Personalunion leicht überfordert und bin dankbar, als ich irgendwann ein anders Fahrzeug vor mir habe – so weiß ich jedenfalls, dass die Chance etwas zu übersehen geringer ist… 😵
Aber trotzdem will sich kein rechter Erfolg einstellen. Einzig einige Büffel in hohem Gras (ohne Foto) und zwei Elefantenbullen säumen den Weg. Irgendwann freut man sich dann auch über ein bewegungsloses Krokodil im Flussbett.

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Ich fahre die Runde weiter gen H6. Entgegenkommende Fahrzeuge signalisieren, dass auch dort nichts los sei. Nun gut… 😣

Ganz so stimmt das für mich zum Glück nicht. Zuerst entdecke ich zwei Schlankmangusten im straßennahen Totholz. Sie flitzen herum und kommen sich dann sehr nahe – Honeymoon-Schlankmangusten hatte ich bisher auch noch nie.

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Vorbei an einigen Elefanten geht die Fahrt weiter bis zu einem Hyänenkindergarten. Auch an der H6 ist ein Drainagerohr zum Hyänenbau umfunktioniert worden. In der strahlenden Morgensonne dösen drei junge Tüpfelhyänen. Ich ernte putzige und müde Blicke und werde auch aufmerksam aus dem Behelfsbau heraus beäugt. Eine schöne Sichtung.

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Auf der Weiterfahrt steht plötzlich etwas auf der Straße, das ich so gar nicht einschätzen kann. Beim Näherkommen bin ich immer irritierter: Steht da ein Mensch allein mitten im Busch? Der Zweibeiner stellt sich schließlich als eine aufgeplusterte Balz-Riesentrappe heraus, die etwas indigniert den Weg freigibt.

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Ich überlege, wo ich nun hinfahren soll. Für die Rückkehr ins Camp ist es noch recht früh und so beschließe ich kurz gen Süden zum Sweni zu fahren – vielleicht ist das Löwenrudel vom Vortrag noch in der Nähe…

Auf dem Weg begegnet mir ein brauner Schlangenadler.

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Und dann: Tatsächlich. Kaum bin ich über die Brücke gefahren, schon mache ich unweit der Straße eine Bewegung aus. Der Kindergarten des Sweni-Rudels ist unterwegs. Ganze sieben Jungtiere spazieren im lockeren Gänsemarsch über die Wiese. Schnell wird angehalten und die Kamera bereit gemacht. 🙂
Jetzt brechen schöne Safarimomente an. Die kleinen Löwen aus nächster Nähe zu beobachten, macht großen Spaß. Niedlich ziehen sie ihres Weges und beäugen aufmerksam ihre Umgebung. Das Morgenlicht ist auch noch ganz schön und so bin ich mit dem ruhig beginnenden Gamedrive dann doch noch sehr zufrieden.

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Nach einiger Zeit beschließe ich, nach Satara zu fahren, um meine Familie abzuholen und zum Löwennachwuchs zu bringen. Also auf nach Norden!
Leider (?) komme ich aber so schnell nicht im Camp an, denn auf der Hauptstraße befindet sich ein Roadblock in Gestalt eines Honeymooner-Löwenpärchens. Das Männchen liegt breit ausgestreckt mitten auf der Fahrbahn. Hier geht also fahrtechnisch erstmal gar nichts mehr.

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Die Löwen suchen gezielt die Schatten der Autos auf und kommen dabei entsprechend nah. Es ist witzig zu beobachten, wie erst begeistert Scheiben heruntergelassen werden, um sie dann mit mulmigem Gesichtsausdruck und Auge im Auge mit den Löwen wieder schleunigst zu schließen.

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Irgendwann hat sich hier eine stolze Anzahl von Autos versammelt – bestimmt zehn Fahrzeuge. Die Löwen scheint das am allerwenigsten zu stören. Mir wird es aber ein wenig zu voll hier und eigentlich wollte ich ja auch meine Familie holen und so taste ich mich ganz langsam am Straßenrand an den Löwen vorbei – das benötigt einige Minuten. Gut, dass es hier Handyempfang gibt, denn so kann ich Frau und Kindern mitteilen, dass ich im Löwenstau stecke, damit sich niemand Sorgen macht.
Irgendwann bin ich an Autos und Löwen endgültig vorbeigekommen und kann meinen Weg nach Satara ohne weitere störende Löwen fortsetzen. 😉

Teil 1121. Nov. 2021

Eine kurze Fortsetzung

In Satara steigt meine Familie zu mir in den Bus und wir fahren zurück zum Sweni. Wir kommen an den Honeymoonern vorbei, die sich nun aber in den Busch nahe der Straße zurückgezogen haben und in der wachsenden Hitze des Tages flach und wenig fototauglich auf dem Boden liegen.
Bald erreichen wir die Stelle, an der ich die Löwenkinder beobachtet habe und zum Glück sind die sieben jungen Raubkatzen noch an Ort und Stelle. Auch hier wirkt sich der fortgeschrittene Tag natürlich auf die Aktivität der Tiere aus und so beobachten wir die sieben Löwen vor allem beim Ausruhen im Schatten.

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Wir fahren dann in Richtung Orpen Gate – in der vergeblichen Hoffnung, dass wir hier erneut auf die Wildhunde treffen würden.
Aber auch ohne ein wirkliches Highlight ist die auch landschaftlich reizvolle Fahrt schön.
Wir halten für eine ganze Zeit an der Nsemani-Wasserstelle. Hier haben wir schöne Ausblicke auf faule Flusspferde und Schreiseeadler.

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Die weitere Ausfahrt verläuft dann eher ruhig. Im Flussbett zeigt sich ein junger Sattelstorch, der noch Flagge bekennen muss.

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Außerdem sehen wir die ersten B.N. der Reise – lange haben wir auf diese Sichtung gewartet und uns tatsächlich schon (berechtigte) Sorgen gemacht…

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Als wir schließlich wieder in Satara ankommen, sind wir von der Fahrerei und der Hitze des Tages ganz schön erschöpft und haben auch gar keine rechte Lust, heute nochmal rauszufahren. Also entscheiden wir uns dafür, es gemütlich angehen zu lassen. Wir wollen eine lange Pause im Camp machen und um 16.30 Uhr einen geführten Sunset-Drive unternehmen.

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Die nächsten Stunden verbringen wir also in der Hütte, am Pool und auf der Terrasse des Tindlovu-Restaurants – selbst für ausgiebiges Birding sind wir zu schlapp. Und so sind es einzig einige Flughunde, die ich zufällig in der Nähe der Rezeption in einem Baum entdecke, die es auf unsere Speicherkarte schaffen.

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Über den Sunset-Drive berichte ich dann - wenn die Sonntagsmüdigkeit verflogen ist - in einem gesonderten Kapitel.

Einen schönen Restsonntag wünscht
Sascha

Teil 1223. Nov. 2021

Fortsetzung

Um 16.30 Uhr soll der heutige Sunset-Drive starten. Die Betonung liegt hier auf „soll.“ Denn als wir und einige andere nebst Guide pünktlich vor Ort sind, lässt eine kurzfristig dazugebuchte Reisegruppe auf sich warten. Die Herrschaften befinden sich zur geplanten Abfahrtszeit nicht mal im Camp… 😵 Trotzdem wird Rücksicht auf die noch Abwesenden genommen und wir sitzen im Truck herum, während es immer später wird und die Ungeduld im Angesicht der limitierten Tageslichtdauer steigt. 😣 Nach einer Viertelstunde kommt die Gruppe endlich an. Deren recht unfreundliche Reiseleiterin will aber erstmal mit ihren Schützlingen im Camp einchecken – also warten wir weiter. 😠 Als dann auch noch im Raum steht, dass die Gruppe zuerst ihre Unterkünfte beziehen will, interveniert meine Frau erfolgreich… 😗
Und so starten wir etwas verärgert auf die Ausfahrt – Tageslicht wird heute Mangelware sein…
Der uns begleitende Guide ist der Head-Guide Sataras – ein überaus erfahrener und kenntnisreicher Mann. An den Honeymoon-Lions – die noch genau an Ort und Stelle liegen – fahren wir einfach vorbei. Löwen sehe man hier eh überall, sagt er… 🤪
Dafür halten wir lange an einem alten Leadwood und lauschen durchaus interessanten Erläuterungen, während das Licht immer schöner wird. In solchen Situationen merke ich, dass Geduld keine meine Haupttugenden ist. 😗
Als nächste Sichtung steht ein naher Giraffenbulle bereit.

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Unser Guide möchte uns das Hinterland zeigen und abseits der Touristenrouten fahren. Das freut uns, sehen wir doch so einen Teil der Gegend, der uns sonst verschlossen bliebe.
Kurz hinter dem Hyänenbau an der H6 biegen wir also ab und befahren verschiedene Wirtschaftswege des Parks. Natürlich nicht, bevor wir den anwesenden Hyänenkindern unsere Aufmerksamkeit geschenkt haben.

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Wir sind hier in gutem Gepardengebiet – leider zeigt sich keine der Katzen auf dieser Ausfahrt.
Dafür sehen wir bald ein Gnu – eigentlich nicht spektakulär. Jedoch entsteht hier eines meiner Lieblingsfotos dieser Reise.

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Es folgen Steinböckchen und weitere Giraffen.

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Bald sehen wir Strauße. Mitglieder der Zu-spät-Kommer-Reisegruppe bestehen hier auf einem längeren Stopp – das Licht wird immer schwächer. Ich wäre gern weitergefahren.

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Wir erleben einen schönen Sonnenuntergang.

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Im letzten Licht des Tages begegnet uns dann ein B.N. ohne Hörner.

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Während der letzten Zeit (also auf jeden Fall nach unserem letzten Besuch im Oktober 2018) hat im Kruger zur Bekämpfung der Wilderei eine breit angelegte Enthornungsaktion stattgefunden. Die wenigsten der N.H., die wir auf dieser Reise noch sehen werden, tragen mehr als Stumpen. Das ist ein trauriger Anblick und es ist verdammt schade, dass es nötig zu sein scheint, die Tiere zu ihrem Schutz zu verstümmeln. Unser Guide ist unschlüssig, ob die teure und aufwändige Aktion wirklich wirkungsvoll ist – einige Tage später hören wir von einem Beleg für seinen Zweifel: Ein B.N. ist auf der Crocodile River Road gewildert worden – es war eines der enthornten Tiere. 🤢 Wir halten ganz fest die Daumen, dass dieses Beispiel nicht repräsentativ für den Erfolg der breitangelegten Enthornung ist.

Ein naher Wahlbergsadler reißt uns aus der Grübelei.

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Nach kurzer Zeit wird es ganz dunkel und der Nightdrive-Teil der Ausfahrt beginnt. Gern wäre ich noch länger bei Sonnenlicht unterwegs gewesen… Ein Hoch auf die Pünktlichkeit. 😈

Als Entschädigung sichten wir aber bald einen Vogel, über den wir uns wahnsinnig freuen: Eine Welwitschnachtschwalbe (Mozambique Nightjar) sitzt auf unserer Pad. Lange habe ich mir gewünscht eine Nightjar zu sehen – bisher konnten wir stets nur ihr charakteristisches Schnarren hören. Ein echtes Highlight der Fahrt!

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Wenig später begegnen wir zwei afrikanischen Wildkatzen im hohen Gras. Eine von beiden zieht sich bald zurück, die andere lässt sich aber zum Glück ausgiebig bestaunen. Ein zweiter Höhepunkt der Fahrt.

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Zurück auf der Teerstraße in der Nähe des Sweni kommt es dann noch zur Begegnung mit dem gesamten Sweni-Pride. Als die Scheinwerfer des Gamedrive-Trucks die Brücke über den Fluss beleuchten, können wir es gar nicht glauben: 16 Löwen lagern auf der Straße! 🤩 Bald stehen wir inmitten des Rudels und haben für schöne Überblicksaufnahmen die falschen Brennweiten dabei… Es ist aber auch so total aufregend und beeindruckend, so viele Raubkatzen unterschiedlicher Größenordnung so nah um sich zu haben – jede von ihnen kann man unmöglich die ganze Zeit über im Auge behalten und so hoffen wir, dass hier alles entspannt bleibt und sich alle im Fahrzeug angemessen verhalten.

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Kurz vor Satara entdecken wir dann noch eine Ginsterkatze, die den schönen Drive für uns abrundet.

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Nun sind wir wirklich ziemlich müde und besorgen uns noch schnell einige Pizzen im Camprestaurant, das gerade noch geöffnet hat. Wir stapfen durch die Dunkelheit des Camps und begegnen im Schein unserer Lampe dem letzten Aufreger dieses Tages: Eine große Walzenspinne kreuzt unseren Weg. Ein prägendes Erlebnis vor allem für die Kinder, die sich nicht uneingeschränkt über diese Erstsichtung freuen mögen… 😗

Zum Ausgang des intensiven Tages essen wir schließlich aber gemütlich zuerst auf der Terrasse und dann, als die Kinder weiteren Spinnenbesuch befürchten, im Inneren unserer Hütte.

Teil 1328. Nov. 2021

5. Kapitel: Der frühe Vogel… und der ganz späte auch.

Heute stehen wir gemeinsam um 5 Uhr auf. Da das den Kindern immer etwas schwerfällt, haben wir den Kofferraum unseres Busses für sie mit Kissen und Decken vorbereitet. So können sie, während wir mit geringer Geschwindigkeit durch den Park kurven, noch etwas schlummern. Sie freuen sich enorm über diese gemütliche Behausung. So machen ihnen frühe Gamedrives gleich doppelt so viel Spaß. 🙂

Da wir während der gestrigen Abendausfahrt das gesamte Sweni-Rudel an der Brücke über den gleichnamigen Fluss gesehen haben, wollen wir heute die ersten Sonnenstrahlen nutzen, um nachzusehen, ob die Löwen noch an Ort und Stelle sind.
Als wir in die Nähe kommen, sind wir erstmal enttäuscht – hier steht kein Auto und daher werden hier wohl auch keine Löwen mehr sein… 😵

Aber weit gefehlt: Kurz hinter der Brücke sehen wir das gesamte Rudel lagern. Zum Glück dösen die Katzen allesamt auf der richtigen Straßenseite und so können wir das Treiben im schönsten Morgenlicht genießen. Mehr können wir von einem Tag im Kruger kaum erwarten. 🤩

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Vor allem der Nachwuchs sorgt immer wieder für Bewegung, während ein prächtiger Löwenkater eher durch seine Majestät zu beeindrucken weiß.

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Die Kleinen kuscheln mit den Löwinnen, werden im hohen Gras gesäugt – hier herrscht pure Familienidylle.

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Bis ein Gnu in Sichtweite gerät. Die Löwinnen verwandeln sich – wo vordem Entspannung herrschte, ist jetzt Anspannung zu sehen. Drei Löwinnen begeben sich in Richtung der potenziellen Beute – vorsichtig und zielstrebig. Der Rest des Rudels blickt konzentriert hinterher.

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Als die Löwinnen sich immer näher anschleichen, geht unser Puls in die Höhe. Immer wieder legen sich die Katzen in Deckung und schleichen dann weiter.

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Bis das Gnu sie letztendlich dann doch entdeckt und zögerlich das Weite sucht. Die drei Jägerinnen setzen zu keinem Sprint an, sondern geben schnell auf. Etwas bedröppelt kehren sie zu ihrem Rudel zurück. Einerseits finden wir es schade, dass die Jagd so ausgegangen ist, auf der anderen Seite ist es aber auch ganz gut so, dass das Gnu noch unter den Lebenden weilt – die Kinder waren während der Jagd nämlich klar im „Team Gnu“. 😉

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Als sich das Rudel in den Schatten der Palmwedel zurückzieht, fahren wir weiter und verlassen eine der für uns schönsten Löwenbegegnungen der vergangenen Reisen. 🙂

Einmal mehr schauen wir am Hyänenbau vorbei und begegnen dort einer adulten Tüpfelhyäne und einem Jungtier. Immer wieder schöne Beobachtungen.

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Der weitere Drive verläuft dann eher ruhig. Wir fahren noch ein wenig nach Norden und sehen Strauße, Zebras und Kudus, die sich bereits in den Schatten verzogen haben.

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Als die Hitze wieder die 40 Grad Marke knackt und das Licht immer greller wird, sind wir zurück in Satara.
Wieder ist eine lange Siesta angesagt. Der Pool ruft die Kinder. Der Schatten ruft mich. 😉

Der Nachmittag folgt dann in einem gesonderten Kapitel.

Teil 1430. Nov. 2021

Fortsetzung

Als wir unseren Nachmittagsdrive starten, ist es bereits kurz vor 16 Uhr – es bleiben uns also rund zwei Stunden, bis die Camptore schließen.
Wir fahren noch einmal die Straße gen Orpen Gate, da dort auch heute wieder Wildhundmarker auf dem Sightingboard gesetzt worden sind. Leider werden wir die Tiere nicht finden. Schade.
Stattdessen kommen wir an Elefanten vorbei – auch schön, aber im Kruger derzeit wirklich an jeder Ecke anzutreffen.

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Hornraben und paarungsbereite Wasserböcke säumen unseren Weg, der uns bis zum Aussichtspunkt Bobbejaanskrans führt.

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Dort steigen die Eltern aus und wollen die Aussicht genießen – die Kinder wollen im Auto bleiben, sie sind gerade mit einem Hörbuch beschäftigt. Bei der Aktion unterläuft uns ein blöder Anfängerfehler, denn wir lassen das Fenster auf der Fahrerseite offen… 😣 Kaum stehen wir nichts ahnend am Rand des Felsens und blicken in das Flussbett, schon erschallen panische Schreie aus dem Inneren unseres Wagens. Wir stürzen zurück und müssen feststellen, dass ein hungriges Meerkatzenmännchen durch das Fenster eingestiegen ist und nun im Innenraum panisch herumfegt, da kein Ausgang mehr zu finden ist. Mittendrin unsere Töchter… 🙁 Wir schreien und machen die Situation dadurch nicht besser – bis wir schließlich alle Türen aufreißen, um dem Affen die Flucht zu ermöglichen. Zum Glück ist alles gut gegangen – nicht auszudenken, was hätte passieren können, wenn das Tier in seiner Panik zugebissen hätte. Wir verbringen einige Zeit damit, unsere große Tochter zu trösten und aufzufangen. Die Kleine verbrachte den Zwischenfall im Kofferraumbett – sie hat zum Glück gar nicht wirklich etwas mitbekommen. Aber die Große muss sich nachvollziehbarerweise erstmal beruhigen und auch unser Puls muss sich langsam normalisieren.
Lektion 1: Auch wenn keine Tiere zu sehen sind, heißt das nicht, dass keine da sind…
Lektion 2: Auch außerhalb der Camps sind Affen im Kruger auf Nahrung in Autos konditioniert.
Lektion 3: Auch nach zwölf Afrikareisen sind wir nicht vor Dummheiten gefeit. 😵

Wir treten zerknirscht und gleichsam unendlich erleichtert die Rückfahrt an und sehen auch jetzt wenig Wild. Ein Tawny Eagle sitzt wie am Vortag auf seiner Warte. Eine Riesentrappe balzt extrem beeindruckend. Schließlich freuen wir uns noch über ein paar Giraffen und einen Milchuhu. Eulensichtungen sind immer etwas Besonderes für uns.

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Als das Licht bereits weg ist, kommen wir noch an einer Büffelherde vorbei und fahren bald ins Camp ein – etwas enttäuscht von der Ausbeute des Nachmittags, aber froh darüber, dass alle Insassen noch gesund sind…

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Als wir an der Hütte ankommen, fällt mir auf unserem Grill eine seltsame Form auf. Das wird wohl nicht etwa…? Doch: Es ist eine African Scops Owl, die dort auf Beute lauert. Bisher kannte ich die nur schlafend hoch in einem Baum!
Die Kamera wird gezückt und vorsichtig – Schritt für Schritt – nähere ich mich dem Grill. Die kleine Eule lässt sich zum Glück nicht stören. Und so kann ich sie bei einsetzender Dunkelheit bei ihrem erfolgreichen Beutezug beobachten. 🤩

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Als das Licht schließlich ganz weg ist, hilft mir unsere Große mit der Taschenlampe aus. Und so haben wir am Ende des Tages dann doch noch unser Sichtungshighlight, das fast noch besser ist als Löwen und Co. 🙂

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Teil 1502. Dez. 2021

Kapitel 6: Dichter Busch

Der heutige Tag beginnt erneut bei strahlendem Sonnenschein und sich damit ankündigender Backofenhitze.
Eine kurze Morgenausfahrt gen S100 bleibt leider recht unergiebig: einige Elefantensichtungen, Büffel, Giraffen, Hornraben.

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Etwas enttäuscht mit der Ausbeute des Morgens kehre ich ins Camp zurück. Dort heißt es nach einem gemütlichen und guten Frühstück bei Tindlovu Abschied nehmen von Satara. Wir machen Erinnerungsfotos mit einer total netten Kellnerin, die uns in den letzten Tagen umsorgt hat und die Kinder posieren noch ein wenig am Zaun vor einem nahen Elefantenbullen. Und das wars dann für dieses Mal mit Satara – trotz der Größe des Camps ist ein Aufenthalt auch in Zukunft für uns Pflicht, wenn wir im Kruger sind.

Heute geht es weiter gen Talamati Bushveld Camp, dem einzigen Neuzugang auf unserer Unterkunftsliste – entsprechend gespannt sind wir.
Die Fahrt dorthin entpuppt sich aber leider als ziemlich eintönig.
An der Nsemani-Wasserstelle sehen wir sehr viele Elefanten – leider in bestem Gegenlicht.

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Und dann…
Biegt man auf die Dirtroad, die uns gen Süden führen soll, so ist man recht schnell von dichtem und überaus trockenem Busch umschlossen. Und so rumpeln und rumpeln wir vorwärts und haben bis wir Talamati erreichen, keine nennenswerten Sichtungen – nicht einmal an den zwei Wasserstellen, die an der Strecke liegen. Das ist schon etwas frustrierend… 😵

Nähert man sich dem Camp, lichtet sich der Busch glücklicherweise. Talamati liegt angrenzend an eine große Lichtung auf der sich eine kleine Wasserstelle befindet, die man vom Campzaun und von zwei erhöhten Hides aus gut einsehen kann.
Das Camp besteht aus rund einem Dutzend Hütten, die in einem großen Bogen um einen Teil der Lichtung angeordnet sind. Hier herrscht Ruhe – wenn nicht gerade eine feiernde südafrikanische Männerhorde hier Einzug hält und zwei Hütten zur Partylocation umfunktioniert… Warum nur??? 😈

Wir buchen einen Nightdrive, um auch diesem Treiben zu entkommen. Und auch, weil wir wissen, dass in den kleinen Camps die Ausfahrten in einem normalen Landcruiser-Gamedrive-Fahrzeug stattfinden.

Unsere Hütte ist geräumig und bietet ein Eltern- und ein Kinderzimmer nebst einem kleinen Wohn- und Esszimmer. Alles prima.

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Zum Glück hört man die Party-Herren dann doch nicht so laut, wie wir befürchtet hatten und so können wir einen schönen Tagesausklang im Hide verbringen. Vor allem sind es zwei stattliche Elefantenbullen, die uns den frühen Abend versüßen.

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Als die Sonne untergegangen ist, stellen wir fest, dass das Wasserloch beleuchtet wird. Das haben wir hier gar nicht erwartet. Und so können wir zu unserer Freude alsbald auf dem letzten Drücker noch unsere tägliche Löwendosis genießen: Drei Löwinnen und ein Kater nähern sich und lagern unweit der Wasserstelle.

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Als wir um 20 Uhr zum Nightdrive aufbrechen, stellen wir zu unserer Freude fest, dass es eine Privatfahrt werden wird. Das steigert die Vorfreude erheblich.
Zuerst halten wir bei den nahen Löwen, die man vom Auto aus noch einmal etwas besser beobachten kann.

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Die weitere Fahrt zeigt uns einmal mehr Büffel und Elefanten, auf deren Ablichtung im Kunstlicht wir konsequent verzichten.
Lohnenswert wird die Ausfahrt durch ein beeindruckendes Bienennest in einem nahen Baum, das sowohl optisch als auch akustisch fasziniert.

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Außerdem sehen wir heute unser einziges flapped necked Chamäleon dieser Reise.

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Und (Trommelwirbel!) eine Erstsichtung für uns: Eine weibliche Boomslang.

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Auch ein Civet lässt sich wieder sehen – es ist immer wieder schön, wie zuverlässig unsere Nachtausfahrten Sichtungen dieser tollen Tiere liefern.

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Immer wieder kreuzen Buschhasen unseren Weg.

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Und schließlich – kurz Rückkehr ins Camp – entdecke ich noch einen Milchuhu.

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Die Nachtausfahrt im Familienkreis versöhnt uns schlussendlich mit diesem doch eher mäßigen Safaritag. 🙂

Teil 1605. Dez. 2021

7. Kapitel: Ab in den Süden

Den heutigen Morgen gehen wir in Talamati sehr ruhig an – das Camp ist zu schön und die Umgebung zu verbuscht, um Lust auf eine Morgenausfahrt zu haben.
Also lassen wir die Kinder ausschlafen und verbringen die ersten Tagesstunden im Hide und auf Spaziergängen durch das Camp. Das ist eine schöne Abwechslung zu unserer gängigen Morgenroutine.
Die Löwen von gestern Abend sind aus unserem Blickfeld verschwunden, aber sie sind noch recht nah: Immer wieder hört man ein grunzendes Brüllen.
Zu sehen bekommen wir stattdessen einige Vertreter der ansässigen Vogelwelt: z.B. Wiedehopf und Wollhalsstorch.

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Auf einem Spaziergang entlang des Campzauns, der am Rand eines Trockenflussbetts verläuft, kommen uns u.a. Rotschnabeltoko, Arrow-marked Babbler (Danke, Matthias!) , Meerkatzen und Ducker vor die Kamera. Hier ist es wirklich schön.

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In den späten Morgenstunden verlassen wir schließlich mit gepackten Koffern Talamati: Heute führt uns unser Weg gen Lower Sabie, wo wir die kommenden zwei Nächte verbringen werden. Keine Ahnung, ob wir Talamati nochmal besuchen werden. Das Camp selbst gefällt uns gut, seine wirklich dicht bebuschte Umgebung weit weniger.

Gen Osten geht es in Richtung Teerstraße. Auch hier führt der Weg wieder durch dichten Trockenbusch. Sichtungen: Fehlanzeige. 🙁

Als wir uns der Nord-Süd-Achse näher und sich der Busch langsam lichtet, kommt uns immerhin ein Elefantenbulle entgegen.

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Der Dickhäuter gibt den Startschuss für eine rundum gelungene Gamedrive-Transferfahrt.
Bald können wir links von der Straße zwei Löwinnen entdecken, die sich bereits von den Aktivitäten der Nacht ausruhen. Wie gewohnt, werden uns hier müde Blicke zugeworfen.

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Nach einem Abstecher beim südlichsten Baobab des Parks queren einige Elefanten die Fahrbahn – über ein noch ganz frisches Neumitglied der Herde freuen wir uns besonders.

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Und dann geht es Schlag auf Schlag: Wenige Kilometer weiter südlich rasten zwei Leoparden jenseits des Flussbetts, an dem die Straße entlangführt. Wegen der schon recht großen Tageshitze haben sich die Katzen bereits in den Schatten zurückgezogen und die Wärme und doch recht große Entfernung verhindern leider auch wirklich schöne Fotos. Aber hey: Zwei Leoparden auf einen Streich. Wir sind zufrieden. 🙂

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Als die Hitze in unserem stehenden Bus zu groß wird, fahren wir weiter, um wenige Kilometer entfernt erneut anzuhalten. Zwei Löwenkater liegen hier direkt neben der Straße an einem Gnuriss, für den sie sich aber derzeit gar nicht interessieren – zu sehr sind sie mit Temperaturregulation beschäftigt.

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Wir verbringen eine Weile mit den zwei hechelnden Mähnenträgern, um dann nochmal schnell bei dem Leopardenpärchen vorbeizuschauen. Dieses hat sich ein wenig weiterbewegt und lagert nun im Schatten eines großen Baums. Aber unser erneuter Besuch lohnt sich: Bald steht der Kater auf und nähert sich seiner Partnerin und wir werden nach 2016 zum zweiten Mal Zeuge einer Leopardenpaarung im Kruger. 🤩

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Bald erreichen wir Tshokwane und machen eine längere Rast. Es ist bereits Mittag und die Hitze wieder nahezu unerträglich. Eine schöne Baumagame findet den Weg auf unseren Speicherchip.

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Weiter geht’s zum Orpen Damm. Hier genießen wir die Aussicht auf Wasserböcke und entdecken einen nahen Felsenwaran.

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Dann begegnet uns länger nichts Besonderes mehr – das Licht ist bereits sehr grell und so werden Giraffen, Kudus, Elefanten und Co nicht mehr fotografiert.
Eine Ausnahme machen wir bei einigen nahen Büffeln am Sabie und einem Weißstirnspint.

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Bald darauf erreichen wir Lower Sabie und sind mit dem Vormittag rundum zufrieden.

Teil 1708. Dez. 2021

Fortsetzung

In Lower Sabie beziehen wir für die kommenden zwei Nächte wieder eine Vierer-Hut. Im Vergleich zu der Hütte, die wir am Beginn der Reise bewohnt haben, ist diese in einem besseren Zustand. Natürlich auch sehr einfach und rustikal, aber weit weniger gammelig. 😉
Wir verbringen den frühen Nachmittag einmal mehr rund um Pool und Wiesen des Camps. Nach der langen Fahrt am Vormittag haben die Kinder einen ausgeprägten Bewegungsdrang.
Da dieser auch am späteren Nachmittag noch nicht gestillt ist, darf ich allein auf eine kleine Nachmittagsrunde fahren. Die Ausfahrt führt mich einfach am Sabie entlang gen Westen und zurück.
Das Licht ist bereits schön und so freue ich mich über Elefanten im grünen Flussbett. Auch Büffel lassen sich in großer Stückzahl beobachten, sind aber im dichten Bewuchs in und um den Sabie wenig fotogen.

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Auch Kudus lassen sich sehen. Hier eines meiner liebsten Portraits dieser Reise.

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Ein erster Höhepunkt der Fahrt sind zwei Milchuhus in einem Baum nahe der Straße. Während eine der Eulen stets von Astwerk verdeckt ist oder im Schatten sitzt, lässt sich die andere im schönen Spätnachmittagslicht fast unverstellt beobachten.

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Und etwas später ist es erneut so weit: Löwen. Fünf Tiere kann ich im Flussbett beobachten – leider ziemlich weit weg und daher bleibe ich nicht lange.

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Am uns gut bekannten Hyänenbau lagert ein bereits geflecktes Jungtier – von den ganz kleinen Tüpfelhyänen ist leider nichts zu sehen. Dafür nähert sich bald ein erwachsenes Exemplar.

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Ich fahre zurück gen Lower Sabie und komme nicht weit: Erneut Löwen im Flussbett. Sichtung Nr. 4 an diesem Tag. 🙂 Diese zwei Exemplare lagern weit näher an der Straße, leider wird aber die Zeit knapp – bald werden die Tore schließen und so kann ich nur wenige Minuten mit den Löwen verbringen.

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Gegen 18 Uhr kehre ich ins Camp zurück. Wieder essen wir bei Mugg and Bean zu Abend und ich buche noch schnell einen Morning Drive, der bereits um 4.30 Uhr beginnen wird – weder meine Frau noch die Kinder haben das Verlangen, mich zu begleiten.
Als es bereits dunkel ist, kommt ein stetiger, starker Wind auf – genau so, wie wir es am ersten Abend in Crocodile Bridge erlebt haben. Wir wissen, was das bedeutet: Wetterumschwung – morgen wird es grau und kalt. Ob das die Sichtungen einschränken wird? Lassen wir uns überraschen.

Teil 1812. Dez. 2021

8. Kapitel: Grau in Grau um Lower Sabie

Vor 4 Uhr aus dem Bett zu kommen, ist schon etwas brutal. 😵 Die Müdigkeit in den Knochen schlurfe ich zum ablution block für eine kurze und erfrischende Morgenprozedur. Danach erscheint mir die Idee, heute Morgen so früh aufzubrechen wieder etwas besser.
Es ist kalt und windig. Dichte Wolkenschichten bedecken den Himmel vollständig – kein Stern ist zu sehen. In absoluter Dunkelheit tapse ich zum Treffpunkt der Gamedrives auf dem Hauptparkplatz Lower Sabies. Es sind schon einige Leute hier, aber es bleibt eine kleine Gruppe, so dass ich eine ganze Sitzreihe für mich und mein Zubehör haben werde.

Als wir um 4.30 Uhr im Scheinwerferlicht losrumpeln, bleibt die Fahrt bis zum vermuteten Sonnenaufgang (die Sonne selbst werden wir heute nicht sehen) erstmal sichtungsfrei. Wir fahren bis zum Sunset Dam und drehen dann, um in Richtung Duke Wasserloch zu fahren. Es ist kalt und windig auf dem offenen LKW. Regen bleibt zwar aus, aber auch so habe ich schon gemütlichere Fahrten erlebt.
Auf dem Weg dorthin kommt es zur ersten erinnerungswürdigen Sichtung: Natürlich ein Löwe. 😛 Dieser Kater ist noch sehr aktiv und wir begegnen ihn bei seiner sehr zielgerichteten Wanderung durch den dichten Busch. Für wenige Momente bleibt er neben dem Fahrzeug stehen und unsere Blicke treffen sich. Alsbald zieht setzt er aber seinen Weg durch den dichten Busch, der die S 137 an ihrem Anfang umgibt, fort.

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Wenige Minuten später erreichen wir das Wasserloch Duke. Und siehe da: Auch hier begegnen wir Löwen. Zwei junge Kater liegen auf der Freifläche in der Nähe der Wasserstelle und ruhen sich von den Aktivitäten der Nacht aus. Vor allem einer der beiden Kater, der mit deutlichen Narben im Gesicht ausgestattet ist, wirft uns dabei grummelige Blicke zu, die ich nicht so schnell vergessen werde. Ein echtes Charaktergesicht.

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Nachdem wir uns einige Zeit bei den Löwen aufgehalten haben, setzen wir die Fahrt durch das Grau in Grau des heutigen Morgens fort. Wir fahren von Duke aus nach Osten, um dann die S28 nach Norden zu nehmen. Und auch hier haben wir wieder Glück. Einige Impalas stehen wie angewurzelt herum und blicken allesamt in die gleiche Richtung – ein gutes Zeichen dafür, dass hier Raubtiere in der Nähe sind. Und tatsächlich: Nach und nach nähert sich uns ein Hyänenclan von sieben Tieren im Gänsemarsch. Leider halten die Tiere einen großen Abstand zwischeneinander, so dass ich die Tüpfelhyänen nur jeweils einzeln fotografieren kann. Die Sichtung ist aber trotzdem ganz wunderbar und ich freue mich einmal mehr über so viele nahe Hyänen unterschiedlichen Alters.

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Bald darauf sind wir zurück in Lower Sabie und mein Sichtungssoll des Tages ist um 7.30 Uhr eigentlich schon erfüllt. 🙂 Aber jetzt ist Familiensafarizeit: Ich hole meine drei Damen in der Hütte ab und schnell sitzen wir gemeinsam in unserem Kleinbus: Die noch frühe Tageszeit will schließlich ausgenutzt werden und jetzt sollen auch die anderen drei (hoffentlich) noch schöne Sichtungen haben.

Teil 1916. Dez. 2021

Fortsetzung

Gemeinsam fahren wir los. Es soll entlang des Sabie gen Westen gehen. Nach kurzer Zeit, etwa in Höhe des Sunset Dams, heißt es schon wieder: Löwen. Dieses Mal sind es zwei Tiere, die durch den dichten Busch in der Uferzone nicht sehr gut zu beobachten sind. Von der Löwin sehen wir nur das Hinterteil. Der Kater zeigt sich zwar auch nicht gänzlich unverbuscht, jedoch können hier einige Erinnerungsfotos schießen.

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Und weiter geht die Fahrt… Wieder kommen wir nicht sehr weit, denn an der Straße stehen zwei Fahrzeuge und auf der Straße liegt ein frisch gerissenes Impala.

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Wir erfahren, dass ein Leopard ganz in der Nähe ist und die Insassen der Autos darauf warten, dass er sich wieder zeigt. In einiger Entfernung können wir ihn im Busch erahnen – mehr leider nicht. Also warten auch wir und beginnen ein Frühstück. Da es sich hier aber um eine der meist befahrenen Straßen des Parks handelt, bleiben wir natürlich nicht lange zu dritt. 😵 Bald entwickelt sich ein Stau, der seinesgleichen sucht. Der Leopard wird sich so ganz sicher nicht zeigen… Und wir wollen eigentlich nur noch weg – können aber nicht, denn es gibt kein Vor und Zurück mehr: Die Autos stehen aus beiden Fahrtrichtungen in drei parallelen Reihen. 🙄 Erst als ein uniformierter Mann beherzt eingreift, den Riss von der Straße räumt und mit klaren Anweisungen mühselig eine Gasse freimacht, können wir irgendwann weiterfahren. Zum Glück war dies das einzige Erlebnis dieser Art auf dieser Reise – aber wenn solche Massenaufläufe entstehen, dann vor allem auf dieser Straße, zu der wir daher ein sehr ambivalentes Verhältnis haben: Schöne Blicke auf den Fluss und viel Wild auf der einen Seite, viel Verkehr auf der anderen.

Weiter geht es mit Vögeln. Die sind uns gerade lieber als ein massenhaft belagerter Leopard: Southern white-crowned shrike und (zu unserer besonderen Freude) ein Schwarzstorch – die Verbindung meines Heimatdorfs mit dem fernen Afrika.

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Wir kommen in die Nähe Skukuzas und sehen wieder einige Wagen am Straßenrand vor einer recht hohen Böschung stehen. Auf den ersten Blick erkennen wir den Grund der Ansammlung nicht. Nach einigem Rangieren finden wir aber einen Platz, von dem wir recht gut hinter die Böschung blicken können. Hier lagert ein Löwenrudel an einem Büffelriss.

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Die Beute können wir aus unserem Blickwinkel nur erahnen und so fahren wir bald weiter. Auch hier ist es uns eigentlich zu voll.

In Skukuza machen wir eine frühe und ausgedehnte Mittagsrast. Wir streifen durch den großen Parkshop, der mit seinen Ausmaßen an amerikanische Nationalparks erinnert. Vor allem die Kinder sind von dem ganzen Tand, der dort neben nützlichen Dingen angeboten wird, aber natürlich recht angetan. Das Essen im Take-Away, das wir aus eigener Erfahrung als weniger gut abgespeichert hatten, überzeugt uns heute ziemlich. Zwar gibt es wieder mal Sandwiches und Burger – aber die sind recht schmackhaft.

Auf der Rückfahrt gen Lower Sabie halten wir natürlich noch einmal beim Büffelriss. Am frühen Nachmittag ist hier weit weniger los als vorhin. Und so können wir einen sehr guten Beobachtungsposten einnehmen, von dem aus man sich nur ein wenig recken muss, um die Löwen am Riss beobachten zu können – hier ist es echt ein Vorteil, dass unser Bus so hoch ist. Und auch das trübe Wetter spielt uns in die Karten. Wenn es heute wieder 42 Grad wären, würde das, was wir nun beobachten können, wahrscheinlich nicht stattfinden.

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Zwischendurch sorgen eine vorsichtig-ungeduldige Hyäne und ein Braunkopfliest für Abwechslung.

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Auf der Rückfahrt halten wir noch kurz bei einigen Meerkatzen.

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Und schließlich erreichen wir Lower Sabie für eine Nachmittagspause. Für den Pool ist es heute zu nass-kalt. Also spielen die Kinder zwischen den Hütten und wir beschließen am späteren Nachmittag nochmal rauszufahren – schließlich gab es heute Morgen ja Löwen beim Duke-Wasserloch… 😉

Teil 2018. Dez. 2021

Gegen 16 Uhr fahren wir wieder los. Es ist noch immer kalt und windig. Die Sonne ist gut hinter dicken Wolkenschichten verborgen.
Wie sich das Wetter anfühlt, lässt sich schön an der Kompaktform dieser Schwarzbauchtrappe ablesen… 😉

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Wir steuern die Wasserstelle Duke an. Und siehe da: Wir haben Glück und die zwei Löwen von heute Morgen sind noch immer in der Gegend. Schon erstaunlich, wie ortstreu (bzw. faul) diese Tiere doch s<manchmal sind.

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Als wir die beiden liegenden Katzen eine Weile beobachtet haben, kommt Bewegung in die Sache.
Vermutlich deren Mutter und eine andere junge Löwin erscheinen auf der Bildfläche. Sofort stehen die beiden Kater auf und es kommt zu einer herzlichen Begrüßung.

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Alsbald ziehen die vier schnurstracks durch den Busch ab. Wir schätzen die Laufrichtung ein und versuchen einen Punkt zu finden, an dem die Tiere evtl. in 500 Metern die Dirtroad kreuzen werden. Und wir haben tatsächlich Glück. Nachdem wir einige Minuten gewartet haben, kommt die Löwenfamilie direkt auf uns zu und quert vor unserem Auto die Straße. Ein weiteres intensives Löwensighting. 🙂

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Als die Löwen im Buschland verschwunden sind, fahren wir weiter – es geht über die nördlich S28 zurück zum Camp. Als Tagesabschiedssichtung zeigt sich uns ein B.N. am Wegesrand – beinahe viel zu nah für unsere gewählte Optik…

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Der Abend verläuft dann nach dem bewährten Muster: etwas Bewegung, Mugg and Bean, Bett.

Das war ein ausgesprochener Löwentag um Lower Sabie – morgen geht es dann nach Skukuza.
Ich wünsche euch allen einen schönen vierten Advent!

Teil 2122. Dez. 2021

9. Kapitel: Viel Regen und zwei Erstsichtungen

Auch der heutige Morgen beginnt wolkenverhangen, kalt und nass. 😵
Ich fahre zur Toresöffnung eine kleine Runde allein gen Süden. Die Fahrt stellt sich als einer der ereignislosesten Gamedrives überhaupt heraus. Wegen des trüben Wetters macht es eingeschränkt Spaß, in die Landschaft zu schauen. Fernsicht hat man sowieso heute keine – zu tief hängen die Wolken, aus denen es beständig mal mehr und mal weniger stark regnet. Für die Natur freut mich das natürlich.
Nach langem Buschstarren finde ich in einem Braunkopfliest ein erstes Motiv.

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Und dann kommt bis zu einem Elefantenroadblock erstmal wieder nichts. Etwas genervt fahre ich den Umweg über eine Dirtroad, die mich zurück nach Lower Sabie bringen soll – und siehe da: Völlig überraschend queren plötzlich drei Löwinnen in schnellem Schritt die schmale Straße. Ich bin überrumpelt und überhaupt nicht bereit und so existiert nur dieses eine (kaum vorzeigbare) Beweisfoto. Aber immerhin: Das tägliche Löwensoll ist erfüllt.

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Zurück im Camp frühstücken wir bei Mugg and Bean – zum letzten Mal auf dieser Reise. Dabei wird ein wenig nach Vögeln Ausschau gehalten. Braunkopflieste scheinen in diesem Jahr überall zu sitzen. Maskenweber sowieso.

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Auch den Tausendfüßlern ist es zu kalt.

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Nach dem leckeren Frühstück fahren wir vier wieder los – jetzt geht es gen Skukuza. Es ist noch immer nass und kalt – das Wild hat sich wahrscheinlich tief in den Schutz der Büsche zurückgezogen. Heute ist einfach nicht unser Tag: Einzig ein Wasserbock schafft es auf unsere Speicherkarte.

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Am Büffelriss lassen sich einige Kappengeier und einige faule Rudelmitglieder beobachten. Immerhin. 😉

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Wir machen eine kurze Pause in Skukuza. Die Kinder spielen Pferdchen, während wir einige Halsband-Bartvögel beobachten.

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Weil es noch zu früh ist, um unser schönes Riverview-Chalet zu beziehen, fahren wir nochmal raus. Dieses Mal gen Westen. Diese kurze Ausfahrt hält ein kleines Highlight für uns bereit.
Neben einigen Hornraben können wir einen jungen Leoparden entdecken, der leider so gar nicht aus dem dichten Busch heraustreten will. Ich sehe ihn kaum, meiner Frau gelingt ein Beweisfoto. Irgendwann ist er ganz verschwunden. Wir suchen und suchen die Umgebung ab und können ihn nach einigen Minuten nochmal erblicken – leider weiter weg und nicht in unsere Richtung unterwegs. Aber immer: Ein junger Leopard. (Ich muss mich immer etwas zwingen, mich über eine Sichtung zu freuen, von der kein nennenswertes Foto gelingt… Eigentlich doof. 🤪 )

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Bald sind wir zurück in Skukuza. Unsere Hütte liegt wunderbar weitab des Trubels direkt am Fluss. Hier lässt es sich gut aushalten. Schade, dass wir nur eine Nacht gebucht haben – Skukuza schreckt uns durch seine Größe immer wieder etwas ab. Aber wie gesagt: Hier merkt man die Anzahl der Hütten im Camp nicht wirklich. Und birden macht hier große Freude. In kurzer Zeit kommen uns Braunkopfpapageien, Helmperlhühner, speckled Mousebird in interessanter Verrenkung, ein collared sunbird und eine striped swallow vor die Linse.

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Und zum Abschluss ein kleiner Höhepunkt: Ganz besonders freuen wir uns nämlich über den folgenden Gesellen, der sich gemeinsam mit zwei Artgenossen erst nicht aus dem dichten Geäst herauswagen will, dann aber doch (in schlechtem Licht) kurz stillhält: ein purple crested turako – zu Deutsch: Glanzhaubenturako. Die erste Erstsichtung des heutigen Tages. 🙂

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Teil 2228. Dez. 2021

Fortsetzung

Unser Nachmittagsdrive beginnt heute wieder gegen 16 Uhr. Das Wetter ist nach wie vor trüb und so beschränken wir uns auf eine kurze Tour auf der Schleife um Sand und Sabie.
Es ist erfreulich wenig Verkehr unterwegs – leider lassen aber auch Sichtungen auf sich warten.
An der Querung des Sand begegnet uns im Flussbett ein Nyala. Immer wieder gern gesehen.

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Es folgen einige Paviane am Staßenrand.

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Ein Duckerpärchen lässt sich einige Minuten später ausgiebig beobachten. Über diese Begegnung freuen wir uns.
Eine durchziehende Tüpfelhyäne dagegen schafft es nicht auf ein Foto.

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Und dann bleibt es länger ruhig, bis wir bereits den Sabie überquert haben und am anderen Ufer ein Auto am Straßenrand sehen. Als wir näherkommen, trauen wir unseren Augen kaum. Ich rufe aus: Da läuft ein Pangolin! 🤩 Und tatsächlich: Nicht weit von der Straße sehen wir unser allererstes Schuppentier! Wir sind begeistert und total aufgeregt – mit dieser Sichtung haben wir nie und nimmer gerechnet. Leider zeigt das Schuppentier uns vor allem seine Rückseite und sein Kopf ist permanent von Grasbüscheln verborgen. Aber das tut der Sichtung kaum einen Abbruch: Ein paar Minuten können wir mit dem Tier verbringen, dann ist es auch schon im dichten Unterholz verschwunden. Und wir sind selig. 🙂

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Jetzt geht es zurück zum Camp – natürlich nicht, ohne vorher noch am Büffelriss Station zu machen. Zwei Löwen gnaulen hier noch an den kläglichen Überresten. Die Geier kommen immer näher – ein Kappengeier bezahlt seinen Übermut mit dem Leben: Etwas zu nah wagt er sich heran und wird sofort von einem Löwen mit einem Satz geschnappt und in ein nahes Gebüsch gebracht. Hier wird der Geier dann zum Dessert.

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Bald sind wir in Skukuza und essen im für uns neuen Eisenbahnrestaurant zu Abend. Hier gibt es eine gute Auswahl an Speisen und Getränken, einen aufmerksamen Service und die Atmosphäre auf dem alten Bahnsteig ist schön.

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Die Kinder genießen es, im Zug herumlaufen zu können und wir lassen den grauen aber sichtungsreichen Tag gemeinsam ausklingen.

Teil 2304. Jan. 2022

10. Kapitel: Heute geht’s nach Biyamiti

Die obligatorische Ausfahrt zur Gateöffnung um 5.30 Uhr unternehme ich heute allein. Wie gestern Nachmittag, so werde ich auch heute die kleine Schleife mit den Überquerungen von Sand und Sabie fahren. Der Tag beginnt bewölkt – jedoch scheint es heute aufzulockern, denn es lassen sich bereits einzelne Wolkenschichten unterscheiden.
Die Ausfahrt stellt sich primär als (Greif- bzw. Raub- 😉 )Vogeltour heraus. Den Beginn macht ein Weißrückengeier beim Frühstück – wahrscheinlich ein Teil des Büffelrisses, der sich nicht weit entfernt befindet.

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Dort angekommen, ist von den Löwen keine Spur mehr zu sehen. Einige Geier und eine einzelne Tüpfelhyäne haben ihren Platz eingenommen.

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Ein Coucal lässt sich bei seinen Sprüngen durch das Unterholz beobachten.

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Als ich den Sand quere, freue ich mich über einen Malachite Kingfisher. An diesen prächtigen kleinen Kerlen kann ich mich gar nicht sattsehen. 🙂

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Wenig später sitzt ein brauner Schlangenadler neben der Fahrbahn – die kräftigen Klauen und vor allem der intensive Blick des Vogels faszinieren mich.

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Am Sabieufer lassen sich schließlich ein Marabu und ein junger Gaukler ablichten – vor allem mit den Aufnahmen des zweiteren bin ich ganz glücklich.

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Es folgt ein gigantischer Büffel-Roadblock. Ich weiß gar nicht, ob ich jemals so viele Büffel auf einem Fleck gesehen habe, aber hier queren sicher einige hundert Tiere die Fahrbahn. Durch den dichten Busch links und rechts lässt sich die Masse der Tiere leider überhaupt nicht dokumentieren und so entstehen hier nur einige Ausschnittsaufnahmen der Riesenherde.

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Und während ich hier warte, habe ich Zeit den nahen Bewuchs genau zu studieren. Und siehe da: Beinahe zum Greifen nahe entdecke ich mein morgendliches Erstsichtungs-Highlight: Ein African Goshawk sitzt im Geäst und lässt sich lange von mir studieren, bis er genug von meinen Blicken hat und seinen Ansitz schließlich wechselt. Ich bin zufrieden.

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Und natürlich kommt es, wie es auf dieser Tour kommen muss 😉 : Einige Kilometer weiter finden sich nah an der Straße in der Ufervegetation insgesamt sieben Löwen. Hier ist schon Entspannung angesagt.

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Mit der Ausbeute der frühen Ausfahrt glücklich, kehre ich nach Skukuza zurück. Gemeinsam frühstücken wir gemütlich im Eisenbahnrestaurant (sehr zu empfehlen!) und räumen unsere schöne Hütte – eine Nacht war hier viel zu wenig. Jetzt geht es gen Biyamiti, einem unserer Lieblingscamps im Park!

Teil 2406. Jan. 2022

Fortsetzung

Nach dem guten Eisenbahn-Restaurant-Frühstück packen wir schnell unsere Sachen zusammen und los geht es zunächst in Richtung der Löwen von heute Morgen. Diese haben sich aber leider etwas in die dichte Ufervegetation zurückgezogen und wir sehen nur noch eine Löwin hinter der Uferböschung umherlaufen. Auch sind jetzt viele andere Fahrzeuge hier, sodass wir auf ein Foto verzichten. Wir wenden unseren Bus und setzen unsere Fahrt in Richtung Süden fort.
Die Wolken des frühen Morgens haben sich weitgehend aufgelöst und das heißt: Jetzt ist es wieder wahnsinnig heiß. Nicht die besten Voraussetzungen für eine sichtungsreiche Fahrt nach Biyamiti. 😵
Und so verläuft die Fahrt auch recht ereignislos.
Natürlich sehen wir Elefanten – hier eine sehr durstige Herde an einer kleinen Wasserstelle am Rand der Hauptroute nach Süden.

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Die Abwesenheit interessanter Sichtungen macht auch Impalas zu begehrten Fotoobjekten. 😛

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Wir beschließen, zum Transport Dam zu fahren. Hier hatten wir schon oft schöne Sichtungen. Auf dem Weg dorthin kommt man an vereinzelten Felsen vorbei. Wir scherzen über Klippspringer, die – wenn nicht hier, wo sonst – leben müssten. Und tatsächlich: Zwei dieser Spitzentänzerantilopen lassen sich wunderbar beobachten.

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Und als Zugabe entdecken wir noch eine Schildechse – mal wieder eine Erstsichtung für uns! 🙂

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Am Transport Dam ist nichts los und auch nach einigem Warten können wir nur entfernte Warzenschweine, einige Gnus und Flusspferde ausmachen. Auch ist das Licht schon sehr grell – die Kamera bleibt also wieder einmal aus.
Wir fahren zurück zur Hauptstraße und biegen bald auf eine Dirtroad in Richtung Biyamiti Wehr ein. Die Straße führt durch dichten Busch entlang des zumeist trockenen Flussbetts. Immer wieder sind dort Elefanten zu sehen. Ansonsten bleibt es ruhig.

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Am Wehr selbst lässt sich immerhin ein Krokodil und ein immens großer Nilwaran sehen. Auch hier finden wir zum ersten Mal Klippspringer. Schön.

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Bald biegen wir in die Privatstraße in Richtung Camp ein.

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Der Weg ist eng und häufig zu beiden Seiten ziemlich verbuscht. Erst im letzten Moment werden wir immer wieder Elefanten und Büffel gewahr. Wir konzentrieren uns hier gerade lieber aufs Fahren und lassen die Kameras ausgeschaltet.
Und so landen nur einige Buschböcke und an einem Aussichtspunkt einige flussbettquerende Impalas auf der Speicherkarte.

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Am frühen Nachmittag erreichen wir Biyamiti und beziehen unsere Hütte. Leider haben wir keine Behausung mit riverview mehr bekommen und so sind wir zuerst über die verbuschte Randlage etwas enttäuscht. Dafür ist das Chalet aber sehr geräumig mit zwei Schlafzimmern und einer rundum verglasten Veranda. Und der dichte Bewuchs rund um die Hütte wird sich an diesem und am nächsten Abend noch als vorteilhaft erweisen. 😗 Buschböcke sind schon jetzt anwesend.

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Wir beschließen gemeinsam, dass wir heute nicht mehr in den Bus steigen wollen – stattdessen buchen wir einen Sunset-Drive. In den kleinen Camps werden die Ausfahrten mit dem Landcruiser durchgeführt – das finden wir sehr attraktiv. Und heute haben wir das Glück, dass wir nur zu viert sein werden. 🙂 Wir freuen uns auf die Ausfahrt im Familienkreis und erholen uns bis dahin im Camp.

Teil 2509. Jan. 2022

Fortsetzung

Um 16.30 Uhr beginnt unser Sunset-Drive. Unser Guide ist sehr nett und aufgeschlossen und so freuen wir uns auf die kommenden Stunden, die wir als Familien durch den Busch rund um Biyamiti kutschiert werden. Wir biegen links aus dem Camp und fahren die Privatstraße bis zur Crocodile River Road. Bereits kurz nachdem wir Biyamiti verlassen haben, können wir im Flussbett viele Elefanten beobachten. Das Licht ist bereits sehr intensiv und so genießen wir nach den wolkenverhangenen Tagen die Szenerie sehr.

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Den weiteren Weg versperrt uns eine Gabelracke auf Beutezug. Und dann immer wieder Elefanten…

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An der Flussquerung auf der Crocodile River Road können wir zwei Nilwarane entdecken.

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Und alsbald nähert sich im Flussbett eine hochschwangere Tüpfelhyäne, die sich im schönen Licht des Spätnachmittags geduldig ablichten lässt: "Always scan the riverbeds!"

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Vorbei an einigen Giraffen geht es zu einem Baum mit zwei Gauklern – einer im Jugendkleid und einer im Übergangsstadium zum Erwachsenenkleid. Einen solchen Teenager haben wir vorher noch nie gesehen.

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Ein Natal Spurfowl lässt sich im Straßenrand sehen.

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Und dann geht die Sonne unter – endlich einmal wieder ein wunderschöner afrikanischer Sunset in Buschkulisse.

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Einige Zebras lassen sich im letzten Licht des Tages beobachten.

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Und auch eine weitere Tüpfelhyäne können wir ein wenig beim Herumziehen durch den Busch begleiten.

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Und dann ist es schnell ganz finster und der Nightdrive-Teil der Ausfahrt beginnt. Meine Frau und ich leuchten nach beiden Seiten und während ich ziemlich glücklos bleibe, erweist sie sich als wahre Meisterspotterin. Zuerst entdeckt sie eine Civet, die sich jedoch schnell in den hier sehr dichten Busch verzieht. Heute also kein Foto.
Bald darauf sieht meine Frau Augen in etwas weiterer Entfernung und ruft erneut „Stopp!“. Unser Guide sieht noch nichts, aber wir suchen den Busch weiter konzentriert ab. Da können wir auf einmal einen katzenhafte Erscheinung ausmachen – „Maybe a lioness.“ Wir fahren näher heran – zum Glück bewegt sich die Gestalt in Richtung Straße. Und so wird bald klar, dass es sich hier um einen stattlichen Leopardenkater handelt! 🤩 „Ten out of ten!“ lobt der Guide die Entdeckung meiner Frau. Der Leopard kreuzt vor uns den Weg, verharrt ein wenig neben unserem Fahrzeug und geht dann schnurstracks seines Weges. Eine unerwartete und schöne Begegnung. 🙂

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Kurz vor unserer Rückkehr nach Biyamiti entdeckt wiederum meine Frau eine Ginsterkatze, die sich von unserem Scheinwerferlicht nicht großartig stören und sich eine Weile beobachten lässt.

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Zufrieden mit und etwas erschöpft von der Ausfahrt kommen wir in Biyamiti an. Wir werden bis zu unserer Hütte kutschiert und verstauen dort die von uns mitgebrachten Decken.
Wir kochen ein kleines Abendessen und verspeisen es auf unserer Veranda. Immer wieder lassen wir unsere Blicke gestützt durch unser Spotlight durch den dichten Busch streifen. Ganz nah kommt uns dabei eine Ginsterkatze, die sich über den Abend verteilt immer mal wieder sehen lässt. Das ist für mich das eigentliche Highlight des Tages, denn so nah sind wir einer Genet noch nie gekommen. 🙂

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Meine Frau streift ein wenig durch das Camp und wird mit einigen Bushbaby-Sichtungen belohnt. Biyamiti ist einfach immer einen Aufenthalt wert und so planen wir, den morgigen Tag zumeist hier im Camp zu verbringen.

Teil 2611. Jan. 2022

11. Kapitel: Faul in Biyamiti

Der heutige Tag beginnt mit strahlendem Sonnenschein bei wolkenlosem Himmel. Es wird also wieder heiß… 😏
Auch wenn wir uns vorgenommen haben, unsere Zeit im Camp zu verbringen, kann ich es mir nicht verkneifen eine kleine frühmorgendliche Ausfahrt zum Biyamiti Wehr zu unternehmen. Man könnte ja etwas verpassen… 😛
Und so stromere ich vor Toresöffnung schon ein wenig um unsere Hütte herum und entdecke eine (leider sehr scheue) orange-breasted bushshrike. Eine Erstsichtung, die sich leider nicht gern fotografieren lassen möchte. Und so bleibt es bei einem Beweisbild.

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Die anschließende Fahrt zum Wehr entpuppt sich als sehr ruhig. Der tagaktive Teil des Buschs scheint noch nicht erwacht zu sein und die Nachtschicht hat sich anscheinend bereits verzogen oder ist nie hier vorbeigekommen. Auch am Wehr ist wenig los. Ich stelle mich für eine ganze Zeit an die Staustufe und betrachte einen Waffenkiebitz nebst Jungvogel.

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Nach einer Weile gesellt sich ein Malachite Kingfisher dazu und nimmt genau da Platz, wo ich bei meinem letzten Besuch einen Giant Kingfisher verewigen konnte. Ich freue mich sehr über den so farbenprächtigen kleinen Kerl. 🙂

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Als nach längerer Zeit noch immer nichts passiert, werde ich doch ungeduldig und drehe, um zurück zum Camp zu fahren.
Auf dem Rückweg entdecke ich dann noch nicht weit vom Wehr entfernt eine Horde Zwergmangusten, die sich auf einem nahen Termitenhügel in der Morgensonne aufwärmt. Ich halte an und beobachte das muntere Treiben für eine ganze Zeit. Hier entstehen einige Aufnahmen, mit denen ich sehr glücklich bin.

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Zurück im Camp wird erstmal ein wenig gemeinsam gebirdet. Wir entdecken einen Cardinal Woodpecker – keine Ahnung, ob ich den jetzt richtig bestimmt habe… 😗

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Außerdem landet ein schöner Halsband-Bartvogel auf einem nahen Grill.

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Dieser Ashy Flycatcher (?) lässt sich bei der Morgentoilette beobachten.

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Das Flussbett liegt zu dieser Tageszeit in recht ungünstigem Fotolicht. Daher sind die Blicke auf kämpfende Impalas, Kudus und erste durchziehende Elefanten (mit ganz frischem Nachwuchs) nicht so schön zu dokumentieren.

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Aber zu sehen gibt es hier eigentlich immer etwas. Und so macht es Spaß, einfach auf einer der Bänke zu sitzen und den Blick schweifen zu lassen.
Bald machen wir uns daran, ein spätes Frühstück zu bereiten und verdaddeln die heißen Mittags- und frühen Nachmittagsstunden in der Hütte und auf den Wiesen am Flussbett.

Teil 2714. Jan. 2022

Der Rest des Tages ist schnell erzählt. Wir verbringen ihn vor allem auf der Wiese am Flussbett und auf dem kleinen Pfad, der durch das Camp führt. Es ist ein gemütlicher Tag und eine willkommene Abwechslung nach den sehr gamedrive-lastigen eineinhalb Wochen.

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Im Flussbett passiert nichts Weltbewegendes. Einige Wasserböcke lassen sich sehen, irgendwann kommt ein Giraffenbulle vorbei und stillt seinen Durst.

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Und natürlich immer wieder Elefanten (im zunehmend schönem Licht), die es uns nicht langweilig werden lassen.

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Auf den Streifzügen durch das Camp kommen uns einige Vertreter der Vogelwelt vor die Linse, z.B. Natal Spurfowl, ein prächtiger scarlet-chested sunbird, Jameson’s Firefinch und ein white-throated robin-chat.

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Die Kinder genießen diesen Tag ohne Auto ganz besonders. Wir bekommen sie kaum zu Gesicht, weil sie sich im Kinderzimmer unserer Hütte eine Spielwelt aufgebaut haben. Da wird auch ein Pool nicht vermisst.
Nach Sonnenuntergang streifen wir immer wieder mit unserem Spotlight durch das kleine Camp. Diese Spaziergänge lohnen sich unbedingt und seien hier jedem, der hier Station macht, empfohlen.
Wir sehen immer wieder kleine Galagos, die aber zu schnell für unsere Kamera sind. Einmal, als ich allein ohne Kamera unterwegs bin, entdecke ich auch einen Riesen-Galago. Das knuffige Tier sitzt vielleicht drei Meter entfernt im Dickicht und kommt dann überraschenderweise auf mich zugehüpft, bis es auf Augenhöhe in Armlängenentfernung verharrt und mich kurz mustert. Dann reckt es sich mehrere Male possierlich und setzt schließlich zum Sprung an mir vorbei und ins Dickicht jenseits des Weges an. Eine total schöne Begegnung. 🙂

Überall leuchten klitzekleine Augen – zumeist sind es Spinnen in verschiedenen Größen. Wir sind verblüfft, dass auch Spinnenaugen so deutlich im Scheinwerferlicht zu erkennen sind.

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Und schließlich lässt sich auch wieder eine Ginsterkatze blicken und fotografieren.

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Es folgt dann noch ein kleines Highlight für uns: Auf dem kleinen Weg, der durch den dichten Busch in Richtung Rezeption führt, entdecken wir eine Nightjar 🙂 – ich denke, dass es eine rufous-cheeked nightjar ist (aber ich bin mir nicht sicher). Langsam begeben wir uns auf Augenhöhe mit dem Vogel und leuchten ihn vorsichtig an.

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Als letzte Sichtung des Tages verabschiedet uns wiederum eine Ginsterkatze. So schön haben wir diese Schleichkatzen tatsächlich noch nie gesehen.

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So langsam neigt sich unser Trip seinem Ende entgegen – am nächsten Tag geht es gen Berg-en-Dal, wo wir die letzten zwei Nächte verbringen werden. Ob wir auch morgen katzenfrei haben werden? Wir sind gespannt.

Teil 2816. Jan. 2022

12. Kapitel: Im Südwesten

Zu Toresöffnung stehen wir auf. Den Großteil unseres Gepäcks haben wir bereits am Vorabend verpackt – so sind die lichtlosen Stunden besser genutzt und wir kommen morgens schneller los. Wir verabschieden uns ein wenig wehmütig von Biyamiti – auch wenn wir hier keine außergewöhnlichen Sichtungen hatten, haben wir die Zeit hier doch sehr genossen.

Wir biegen links auf die Privatstraße und fahren gen Crocodile River Road. Der Tag beginnt ruhig. Bis zum Crocodile erinnern wir keine Sichtungen.

Als wir dann dort gen Westen abbiegen, begegnen uns bald zwei junge Tüpfelhyänen. Was sind diese Tiere niedlich! Im schönen Morgenlicht leuchtet das wuschelige Fell. Vor unserem Wagen queren die beiden die Straße, lassen sich noch etwas auf der anderen Seite betrachten und ziehen dann ihres Weges. Eine schöne Eröffnung des heutigen Gamedrives nach Berg-en-Dal.

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Bald darauf begegnet uns ein juveniler Sattelstorch an einer Flussquerung.

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Und auch heute lassen sich wieder einige Zwergmangusten beim morgendlichen Aufwärmen auf einem Termitenhügel beobachten.

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Ein Stück weiter des Wegs fällt uns ein Impalariss in einem nahen Baum auf. Leider ist kein Leopard weit und breit zu entdecken. Einzig eine Tüpfelhyäne umkreist den Baum in der vergeblichen Hoffnung, dass die Antilope den Weg zu ihr nach unten findet.

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Wiederum einige Kilometer bringen wir hinter uns, als der Höhepunkt des heutigen Morgens auf uns wartet. Nicht weit von der Straße entfernt ruht ein einzelner Gepard. 🤩 Wir freuen uns total über diese erneute Sichtung dieser im Kruger gar nicht so häufigen Raubkatze. Zuerst liegt das Tier fast flach auf dem Boden, aber nach kurzer Zeit tut es uns den Gefallen und setzt sich auf. Jetzt kann man den Geparden in seiner ganzen Schönheit bewundern. Eine ganze Zeit bleibt er so sitzen und ändert höchstens mal seine Blickrichtung.

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Irgendwann steht er auf und zieht seiner Wege. Zuerst können wir ihn dabei begleiten, denn er läuft parallel zu Straße und wir kommen ihm dabei recht nah.

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Nach einer Weile läuft er dann aber in Richtung Fluss und wird durch den dichten Uferbewuchs unseren Blicken entzogen. Eine wirklich schöne Sichtung!

Ein Hammerkopf ist eine der letzten Sichtungen auf der Crocodile River Road.

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Das Finale wird jedoch von einem B.N. bestritten, wie die meisten seiner Art ist auch dieses enthornt worden. Ganz nah quert es vor uns den Weg und wir sind von seiner Größe und der Ruhe, die es ausstrahlt, einmal mehr beeindruckt. Wir hoffen darauf, dass es nicht die letzte Begegnung dieser Art sein wird, denn die Gegend um Berg-en-Dal ist erfahrungsgemäß bestes B.N.-Gebiet.

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Bald queren wir die Teerstraße und fahren weiter gen Berg-en-Dal.

Teil 2918. Jan. 2022

Die Teerstraße gen Berg-en-Dal führt durch ziemlich trockenen Busch. Hier ist heute wenig los – kein Wunder: Es sind schließlich bereits wieder um die 40 Grad! 😵
Kurz vor dem Camp zweigt der Matjulu Loop ab. Natürlich biegen wir trotz der Hitze ab und fahren zum Wasserloch, das am Ende der Dirtroad liegt. Was haben wir hier schon für schöne Sichtungen in den vergangenen Jahren gehabt – heute aber leider nicht.
Und so ist ein white-bellied sunbird, der immer wieder emsig sein Nest, das in einem riesigen Spinnengewebe eingearbeitet ist, anfliegt unser kleines Sichtungshighlight dieses Umwegs.

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Und ja: Manchmal halten wir auch für Pflanzen.

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Als wir schließlich in das Camp einfahren, steuern wir zunächst den Parkplatz an, um einzuchecken. Dort entdecken wir einige Maskenpirole hoch in den Bäumen. Eine Erstsichtung, über die wir uns freuen. 🙂

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Unsere Hütte ist noch nicht bezugsfertig und so verbringen wir die heißen Mittagsstunden mit ausgeprägter Kinderzeit. Der Pool Berg-en-Dals ist groß und es gibt schattige Plätze. Außerdem ist ein Kinderspielplatz vorhanden. Das überzeugt unseren Nachwuchs, der nur leicht irritiert wird, weil irgendjemand eine grüne Schlange in den Büschen neben dem kühlen Nass gesehen haben will. Wir sehen sie nicht, sind aber lieber vorsichtig. 😏
Neben dem Poolgelände liegt der Laundromat des Camps – eine gute Gelegenheit unsere staubige Wäsche der letzten Tage einer Wäsche zu unterziehen. Das entlastet das Ankommen zuhause immer sehr.

Um 14 Uhr sind die Kinder ausgetobt und wir können unsere nahe Hütte beziehen. Das erste Mal bewohnen wir eine Doppelhütte in Berg-en-Dal, die aus dem dort typischen Wohn- und Essbereich besteht, dazu aber noch zwei abgeschlossene Schlafzimmer hat – von denen jedoch nur eines wirklich bewohnbar ist, da in dem anderen Buschhörnchen wohnhaft sind und sich ausdauernd über die Deckenbalken jagen. 🤪

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Gegen 15.30 Uhr fahren wir auf eine Nachmittagsrunde. Es soll auf dem Mlambane-Loop gehen, da diese Straße schön an einem (Trocken-)Flussbett entlangführt.
Unser Kruger-Trip bleibt sich treu und so ist die erste Sichtung, die ihren Weg auf unsere Speicherkarten findet, eine Löwenbegegnung. Zwei Löwinnen liegen faul im Flussbett. Mit Aktivität ist hier nicht zu rechnen, denn es ist noch immer sehr heiß. Und so verweilen wir nur kurz.

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Uns wird von einem entgegenkommenden Fahrzeug ein Tipp gegeben, dass ganz in der Nähe ein großes Löwenrudel an einem Riss liegen würde. Wir würden die Stelle an Geiern in den Bäumen und Rangierspuren auf der Straße erkennen. Aber Pustekuchen! Trotz großer Übung im Buschstarren finden wir nichts dergleichen. 😐

Und so sind es nicht Löwen, die wir als nächstes entdecken, sondern einige B.N. Das ist natürlich auch schön. 😉

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Immer mal wieder fragen wir entgegenkommende Fahrzeuge nach den Löwen, aber keiner hat sie gesehen.
Weiter geht es also mit einer hellen Morphe des Tawny Eagles, die ich besonders hübsch finde.

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Und dann in schneller Folge immer wieder B.N.-Sichtungen. So kennen wir das in dieser Gegend und wir sind froh, dass das noch immer so ist – mit dem Unterschied, dass es nun eine Besonderheit ist, wenn man mal ein B.N. mit unversehrtem Horn entdeckt.

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Tadaaa!

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Auf der Rückfahrt gen Berg-en-Dal finden wir es dann doch: Das Löwenrudel am Riss. 🙂 Wir sind vorhin einfach vorbeigefahren, denn leicht zu sehen sind die Katzen hier wahrlich nicht. Nur wenige Meter tief liegen sie im Busch, der aber so dicht ist, dass man die Löwen nur aus ganz bestimmten Winkeln entdecken kann. Wir sind erstaunt, dass uns dies doch noch gelungen ist, ohne dass ein anderes Fahrzeug an dieser Stelle gestanden hätte.

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Zurück in Berg-en-Dal lassen wir den Tag mit Spaziergängen durch das Camp ausklingen. Auch hier lassen sich Bushbabies und Genets entdecken. Und am Damm trinken in der Dunkelheit Elefanten.

Den Abend verbringen wir auf unserer Terrasse im Feuerschein. Noch zwei Mal schlafen, dann geht es zurück nach Deutschland. Ein wenig Wehmut kommt da schon auf.

Teil 3021. Jan. 2022

13. Kapitel: Zwei Gamedrives verbleiben…

Unser letzter Tag im Kruger NP bricht an. Wir haben gut geschlafen – die Kinder haben wir im Bett des Wohnzimmers untergebracht, sodass wir den Buschhörnchen ihr Schlafzimmer nicht streitig machen mussten. 😛

Gemeinsam brechen wir zu einer letzten Morgenrunde auf. Wir wollen nochmal gen Mlambane Loop fahren.
Vorbei an zwei entfernt stehenden bzw. liegenden B.N. (mit Hörnern!) treffen wir als eine der ersten Sichtungen des Tages auf zwei Giraffenbullen, die so früh am Tage bereits mit ihrem gewaltsamen „Hals-Ballett“ beschäftigt sind. Eng nebeneinander stehen die beiden Tiere, immer wieder holt einer von ihnen Schwung und schlägt mit ausholender Bewegung seinen Hals und Kopf gegen den Körper des Kontrahenten, der den Schlag kassiert und zum Gegenschlag ansetzt. Eine seltsame Choreografie, die auch dadurch beeindruckt, dass der Kampf in absoluter Stille abläuft. Wir beobachten eine Weile und fahren dann weiter.

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Wo gestern das Löwenrudel lag, finden wir heute früh einige Kappengeier vor. Diese lassen sich viel unverbuschter beobachten und wir freuen uns über Vögel unterschiedlichen Alters.

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Natürlich kommen wir bald auch an weiteren B.N. vorbei.

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Dann entdecken wir einen Violet-backed Starling (Danke, Maddy!)

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Und dann erreichen wir das Löwenrudel des heutigen Morgens. Die Katzen liegen nicht weit von der Straße weg auf einer Lichtung, haben aber bereits weitestgehend ihre Aktivität eingestellt. Tatsächlich ist es auch schon wieder ziemlich heiß. Und so müssen wir uns damit begnügen, dass uns mehr oder weniger müde Blicke zugeworfen werden und die Kamera dankbar dafür ist, wenn sich eine Löwin wenige Meter von a nach b bewegt. Eine typische Löwensichtung also. 😉

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Das war jetzt definitiv die letzte Löwensichtung auf dieser Reise. Wir haben versucht mitzuzählen und sind – berücksichtigt man jede Sichtung – auf [Trommelwirbel] insgesamt 112 Tiere gekommen. Das ist unser neuer Rekord im Kruger. 🤪

Weil die Kinder langsam hungrig werden, fahren wir Richtung Afsaal Picknickplatz. Auf dem Weg dorthin begegnen wir einer großen Büffelherde neben und auf der Straße.

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Außerdem lassen sich am Straßenrand noch eine Tüpfelhyäne mit Nachwuchs sehen – auch hier ist hitzebedingt schon Dösen angesagt.

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Afsaal ist ein Ort im Kruger, den ich überhaupt nicht leiden kann. Der große Parkplatz ist oft voll mit Fahrzeugen jeder Größe, weil hier die Gamedrives von außerhalb verlässlich Station machen und der Shop mitten im Busch wirkt deplatziert – schade übrigens, dass auch der Picknickplatz am Sabie kürzlich mit einem Shop/Restaurant ausgebaut worden ist (wir haben hier nicht gehalten). Die Kinder genießen die Auszeit trotz des dank Pandemie heute gar nicht so großen Rummels und werden im Shop natürlich auch fündig. So ist auch heute Morgen für alle etwas dabei.

Auf der Rückfahrt zum Camp sehen wir nicht mehr viel. Ein kleiner Höhepunkt ist eine Vogel-Erstsichtung: Ein afrikanischer (?) Kuckuck sitzt auf einem kleinen Baum nahe der Straße.

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Außerdem lassen sich noch – wie gar nicht so selten – white-fronted bee-eaters sehen.

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Am späten Vormittag sind wir zurück im Camp und unser klassisches Mittagsprogramm nimmt seinen Lauf: Pool, Spielplatz, Mittagssnack im Tindlovu, Spaziergänge durch das Camp.

Am Nachmittag wollen wir ein letztes Mal gemeinsam auf Pirschfahrt gehen.

Teil 3124. Jan. 2022

Während die Kinder vergnügt in der Hütte spielen, gehen meine Frau und ich ein wenig durch das Camp. In der herrschenden Mittagshitze erwarten wir keine besonderen Sichtungen, während wir am Zaun entlanglaufen. Tatsächlich sehen wir nur sehr wenig: Höhepunkt ist dieser junge Nyala.

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Bald darauf verbringen wir den frühen Nachmittag am Pool – auf dem Rückweg zur Hütte entdecke ich in einem der hohen Bäume, die den Weg säumen, einen Vogel, der den Puls schneller werden lässt: Erneut zeigt sich uns ein Glanzhaubenturako. 🙂 Dieses Mal in weit besserem Licht, so dass klar wird, warum der Vogel seinen Namen trägt.

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Gegen 16 Uhr brechen wir zu einer Nachmittagsausfahrt zu den Loops nördlich des Crocodile Rivers auf. Insgesamt wird es keine spektakuläre Ausfahrt, aber wir genießen sie trotzdem: Das Licht ist schön und Abschiedsstimmung kommt auf.
Die Zwei-Stunden-Runde zeigt uns u.a. einen schönen Senegalkiebitz.

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Und dann betritt auch bereits wieder der Hauptdarsteller dieser Kruger-Region die Szenerie: ein stattliches B.N. grast direkt neben dem Weg.

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Ein Nyala äst nicht weit von unserem Fahrzeug. Und das Licht wird immer schöner.

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Ein Wollkopfgeier lässt sich entdecken.

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Schließlich finden wir eine Tüpfelhyäne, die sich in einem kleinen Wasserloch Kühlung verschafft. Man möchte es ihr gleich tun.

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Aber auch das kühle Nass am Gardenia Hide ist leider bereits besetzt durch vier B.N., die eine nachmittägliche Siesta halten.

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Weitere B.N. treffen wir immer wieder auf der Fahrt an – da der Busch jedoch oftmals schöne Fotos verhindert, verzichten wir darauf, die Kameras zu zücken.

Im Camp zurück genießen wir gemeinsam unseren letzten Abend im Schein unseres Feuers. Auch wir werden hier - so wie aktuell in Casimodos Kruger-Bericht - wieder von Dutzenden Kleinst-Augen betrachtet: Überall sitzen kleine Spinnen herum und warten auf nächtliche Beute.

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Ein Abendspaziergang durch das Camp lässt uns schließlich beide Bushbaby-Arten entdecken. Auch hier lohnt es sich also, nach Einbruch der Dunkelheit ein wenig unterwegs zu sein.

Morgen wird es nach Hause gehen – kaum zu fassen. 😵

Teil 3227. Jan. 2022

14. Kapitel: Abschied

Heute ist es so weit. Am Mittag wird unser Airlink-Flug gen Johannesburg gehen… 😐
Zu Toresöffnung fahre ich noch eine letzte kleine Tour allein durch den Park. Die anderen wollen lieber etwas länger schlafen, denn der Tag wird heute sicherlich anstrengend werden.
Ich lasse mich einfach treiben und erwarte gar nicht viel, genieße aber den Anblick der üblichen Verdächtigen im schönen Licht des frühen Morgens. 🙂

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Aber was ist das? Auf der Teerstraße, die Berg-en-Dal mit dem Malelane-Gate verbindet sitzt plötzlich eine katzenhafte Silhouette im perfekten Gegenlicht. Beim Näherkommen ist sicher: Ein Leopard! Leider bleibt die Katze nicht an Ort und Stelle, sondern zieht schnurstracks weiter durch den dichten Busch, ohne mir einmal ihr Gesicht zuzuwenden. Es gelingen daher keine nennenswerten Fotos, aber ich freue mich natürlich sehr über diese unerwartete Begegnung. Als schließlich nach kurzer Zeit weitere Fahrzeuge eintreffen, kann ich nur schulterzuckend vermelden, dass hier gerade ein Leopard war. Ein Paradebeispiel für „right time, right place“ und ein schönes Abschiedsgeschenk.

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Die weitere Ausfahrt zeigt mir ein letztes Mal (natürlich) Impalas, Elefanten, Büffel und Giraffen. Leise verabschiede ich mich von den wunderbaren Tieren: Auf ein (hoffentlich) recht baldiges Wiedersehen!

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Als ich zurück ins Camp komme, ist das meiste Gepäck bereits geschnürt. Meine Frau ist die wahre Pack-Expertin dieser Familie. Wir verstauen es im Bus und machen noch einen kleinen Stopp beim Open-Air-Kino an der Rezeption, denn das ist Tradition. Hier machen wir bei jedem Aufenthalt Fotos von unserem Nachwuchs, während er von Bank zu Bank hüpft. Nun wird die Reihe 2013, 2014, 2016, 2018 mit 2021 fortgesetzt (und sicher nicht abgeschlossen 😎 ).
Der kurze „Gamedrive“ zum Gate führt uns dann noch an einigen B.N. vorbei und auch Elefanten lassen sich kurz vor der Ausfahrt nochmal sehen. Einige letzte Schnappschüsse im Vorbeifahren:

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Und dann ist Schluss.

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Die Ausreise aus dem Park verläuft zügig, genau wie die Fahrt zum Airport.
Hier warten wir auf unseren Flug, nachdem wir unseren treuen Bus (trotz einer großen Beule, die ich dummerweise in Biyamiti hineingefahren habe) unkompliziert zurückgegeben haben. Das Gepäck ist schnell aufgegeben und wir genießen die Sonne. Da für die Rückreise keine besonderen Corona-Nachweise benötigt werden, ist diese, sieht man von den Masken ab, ganz normal.
Der Inlandsflug geht schnell vorbei, in Johannesburg haben wir bis zum Abend viel Zeit. Wir stromern durch die Läden und ruhen uns bei Mugg and Bean aus. Mit dem hier herrschenden Rummel muss man nach zwei Wochen im Nationalpark erstmal klarkommen.
Der Rückflug mit Lufthansa: Unspektakulär und damit gut und nicht weiter des Berichtens wert. Wir kommen prima mit der Economy klar. Gerne wieder.

Und das soll es auch mit diesem kleinen Bericht gewesen sein. Es waren wieder zwei schöne und intensive Wochen im Kruger – besonders natürlich vor dem Hintergrund, dass wir ungewohnt lange auf eine Rückkehr in den von uns sehr geschätzten Nationalpark warten mussten. Wir sind froh, dass wir die Herbstferien 2021 trotz aller Unsicherheiten im Vorfeld für diese Reise genutzt haben und dankbar, dass die Pandemie uns hier ein Zeitfenster als Familie gelassen hat, ohne (Kinder-)Quarantäne (und damit überhaupt erst) verreisen zu können.

„Hattet ihr bereits schöne Türdichtungen?“ erreichte uns während der Reise eine whatsapp-Nachricht mit typischem Autokorrektur-Humor: Im deutschen Sprachraum hat man wohl in erster Linie schöne Türdichtungen und weniger schöne Tiersichtungen. Das ist im Kruger (jedenfalls in den staatlichen Camps) andersherum…
Rückblickend können wir im Brustton der Überzeugung sagen: Ja – hatten wir. 🙂

Ganz lieben Dank fürs Mitlesen, Danke-Drücken und Kommentieren.

Herzlich
Die Honigdachse

A lion a day!? - Herbstferien im Kruger 2021 von H.Badger

Quelle: www.namibia-forum.ch/forum/thema/300871-a-lion-a-day-herbstferien-im-kruger-2021

Stand: letzter Berichtsteil vom 27. Jan. 2022

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