Liebe Forengemeinde , da zur Zeit logischer Weise nur noch ein Thema dieses Forum beherrscht - auch für uns sehr aufschlussreich - dachte ich mir , daß ich euch zur Abwechselung von unserer 1. Namibiareise 2016 berichte . Wie alles begann : Vor über 20 Jahren war meine Nichte mit ihrer Schule in Otjikondo um die dortige Schule zu besuchen . Sie erzählte voller Begeisterung von ihren Erlebnissen . 2001 fuhren dann 3 Geschwister von mir mit ihren Partnern nach Namibia und kamen ebenfalls total überwältigt zurück . Ich muß gestehen , ich war ganz schön neidisch auf sie , aber zu dem Zeitpunkt waren unsere Kinder noch verhältnismäßig klein und das nötige Geld hätten wir auch nicht gehabt. 2016 bekam ich durch einen Unfall von der Versicherung einen größeren Betrag ausgezahlt und für mich stand fest : das ist für eine größere Reise . Durch Zufall fanden wir auf einer Reisemesse ein für uns tolles Angebot : Flug , Auto , Dachzelt - haben wir spontan dort gebucht . 4 Monate Lesen , Planung , mit Bruder und Agentur absprechen und leider erst kurz vor Abflug dieses tolle Forum entdeckt . Zwischenzeitlich hatten wir unseren Jüngsten so von unserer Vorfreude angesteckt , daß er spontan mitkam . Lustigerweise entsprach die von uns ausgetüfftelte Route fast der Reiseroute meiner Geschwister und auch der " Ersttäterrunde " . Und dann ging es Mitte Juni endlich los .
Teil 220. März 2020
Pünktlich landen wir nach einem ruhigen Flug mit Air Namibia in Windhoek . Die Einreise klappt problemlos und unser Fahrer ist auch schon da . Netterweise ist er uns beim Geldziehen und beim Kauf der Simkarte behilflich , so daß wir schon bald Richtung Windhoek starten . Unterwegs sehen wir schon ein paar Kudus und unser Fahrer gibt uns viele hilfsvolle Tips . Auch die Autoübernahme ( aab 7.30 Uhr ) klappt gut , aber als wir um 8.45 Uhr vom Hof rollen wollen , springt der Wagen nicht an . Die Batterie hat ihren Geist aufgegeben - so kommen wir in den Genuss einer nagelneuen . Zwischenzeitlich hatte Micha nicht mitbekommen , daß der Fahrer im Auto saß und bis zur Tanke fahren wollte . Er wunderte sich nur , warum unser Sohn und ich schon im Auto saßen . In der Halle war das Licht nicht so supertoll , so daß Micha den schwarzen Fahrer nicht gesehen hat . Zum Glück konnten wir alle gemeinsam darüber lachen . Um 9.00 Uhr ging es dann zügig aus der Stadt .
In Rehoboth erledigten wir unseren Großeinkauf und weiter ging es auf langweiliger , schnurgerader Straße .Im Tagebuch steht dazu : Zum Einschlafen - Chr. tut`s ,ich kämpfe gegen an , Micha darf nicht - also öfters mal Pause . Um 14.30 Uhr kommen wir auf Anib an und werden herzlich mit einem Softdrink begrüßt . Nachdem wir unsere Campsite eingerichtet haben müssen wir auch schon wieder los , denn wir haben den Gamedrive um 15.30 Uhr gebucht . Was soll ich euch sagen - es ging über Stock und Stein , Dünen hoch und runter - einfach herrlich . Wir konnten zahlreiche Tiere entdecken und zum Abschluß trafen wir uns mit den anderen Gamedrivern auf einer Düne . Die Abendstimmung war herrlich und ich glückseelig - lag`s am Sonnenuntergang und aufgehendem Mond oder doch am Rotwein ?
Auf der Rückfahrt sahen wir dann noch unsere 1. Zebras , leider ohne vernünftige Fotobelege . Nachdem wir auf unserer Campsite gegrillt hatten , fielen wir um 21.00 Uhr durchgefroren , hundemüde aber total glücklich auf unsere Matratzen .
Teil 321. März 2020
21.06.2016 Nach einer erholsamen Nacht stehen wir um 8.00 Uhr auf - anscheinend haben wir den Schlaf gebraucht . Ich stehe mit einem Pott Kaffee in der schon etwas wärmenden Sonne , schaue in die Weite der Kalahari und kann es erst jetzt so richtig realisieren - ich bin in A F R I K A !!!! Vor 30 Jahren hätte ich es mir nicht träumen lassen , jemals auf dem Brocken zu stehen , den ich von zu hause aus sehen kann , der aber dennoch unerreichbar schien . Auch , daß ich in den Alpen kraxeln würde und viele andere schöne Orte besuchen würde , hätte ich damals nie für möglich gehalten . Und nun stehe ich dankbar und mit Tränen in den Augen in der aufsteigenden Sonne Afrikas und hoffe , daß meine beiden Männer meine Rührung nicht bemerken . Nach dem Frühstück sortieren wir erstmal das Auto und ich sortiere schon mal das erste aus Die Schnürsenkel sind noch zu gebrauchen ( mein Vater war Schuhmacher und sagte das immer den Kunden , die olle Galloschen reparieren lassen wollten ) - wofür auch immer - also nehmen wir die mit . Nach einem kurzen Halt an einem gewaltigen Termitenhügel und kurzem Stopp an der Rezeption machen wir uns um 11.00 Uhr endlich auf den Weg Richtung Mariental .
Teil 422. März 2020
Auf schnurgerader Straße im weiten Nichts geht es weiter Richtung Süden . Ab und zu sehen wir ein paar Tafelberge - die einzige Abwechslung .
Gegen 14.15 Uhr erreichen wir das Quivertree Rest Camp und können eine Campsite buchen . ( zur Erklärung : um halbwegs flexibel zu bleiben haben wir nur Anib , Klein Aus Vista , Sesriem und Etosha vorgebucht . Alles andere war " Risiko " . ) Zunächst fuhren wir aber zum ca. 5 km weit entfernten Giants Play Ground - war im Buchungspreis der CS inklusive . Dort konnten wir uns dann endlich ein wenig bewegen . Wir wandern sehr gern - aber in einem Afrikaurlaub kommt dies eher zu kurz weg .Von den Steinformationen und einigen Köcherbäumen waren wir sehr angetan .
Anschließend erlebten wir auf dem Capsitegelände eine Gepardenfütterung - mit gemischten Gefühlen - aber wenn man schon mal da ist !!!
Da waren uns die putzigen Erdhörnchen und Klippschliefer schon lieber .
Zum Sundowner gingen wir dann in den nahen Köcherbaumwald und hatten das Glück , diese sogar in Blüte zu erleben .
Dann wurde schnell gegrillt und da es windig und A - kalt war , wurde ein letztes Foto geschossen und um ca 20.00 Uhr !!!! krochen wir ins Zelt .
Teil 523. März 2020
22.06.2016 Nach einer eiskalten Nacht stehen wir um kurz nach 7.00 Uhr auf , frühstücken mit klammen Fingern und gehen noch mal ein Stück zu den Köcherbäumen . Wir waren fast die einzigen Camper und dementsprechend haben wir den " Wald " für uns alleine
Um 9.15 Uhr begeben wir uns wieder auf Pad . In Keetmannshoop erstehe ich ein paar Turnschuhe um meine Wanderschuhe zu ersetzen . Es sei gleich gesagt : die hatten so " tolle " Qualität , daß ich sie am Ende der Reise entsorgt habe . In der Nähe des Nautedamms sehen wir das 1. Mal Wasser in Namibia ( also gewaschen haben wir uns schon und Kaffee haben wir auch gekocht ) und etwas Grün - das tut den Augen gut .
Eine gefühlte Ewigkeit fahren wir an einer Eisenbahnstrecke entlang - auch Tage später noch - einen Zug haben wir nie gesehen .
Irgendwann sehen wir folgendes Bauwerk - wer kann uns sagen , was das war ?
Irgendwie zieht sich die Strecke wieder endlos , aber wir sehen ab und zu ein paar Tiere , das lenkt prima ab .
Und dann erreichen wir endlich das Canon Roadhouse , welches uns super gefällt . Einen Stellplatz können wir auch ergattern , obwohl es hier etwas voller ist . Nachdem das geklärt war ,, fuhren wir zum Canon .
Teil 624. März 2020
Während Micha die Permits für den Canyon besorgt , beobachte ich einen Arbeiter . Er sitzt auf einem Ziegelsteinhaufen und befördert in gefühlter Zeitlupe jeweils 1 !!! Ziegelstein in eine Schubkarre . Gerne hätte ich davon ein Video gemacht , habe jedoch Hemmungen . Als der Arbeiter mich bemerkt , springt er von dem Haufen , aber auch im Stehen geht die Arbeit nicht schneller von der Hand . Dann geht es auf zum Canyon .
Auch hier sind wir fast allein.
Am Hauptaussichtspunkt amüsieren wir uns über den Zugang zu den Toiletten .
Dann fahren wir zu verschiedenen Aussichtspunkten und genießen die tollen Aussichten . Es ist schon sehr beeindruckend , in diese Tiefe zu blicken und wir merken , wie es unserem Sohn in den Füßen juckt . Er würde zu gerne in den Canyon hinabsteigen . Dieses ist jedoch nicht erlaubt .
Als uns die Wege dann doch zu ruppig werden , drehen wir um und fahren zum Roadhouse und richten uns ein . Zum Sundowner besteigen wir einen Berg und genießen die Aussicht .
Anschließend gönnen wir uns ein Abendbrot im Roadhouse . Dieses ist sehr lecker . Überhaupt ist die Loction sehr urig und bietet viel zu Sehen .
Beim Gang auf die Toilette entdecke ich folgendes Bild. Ich bin ja kein neugieriger Mensch 😐 , aber da muß ich nun mal doch die Klappe öffnen - ein lauter Hupton entlarft mich - wie peinlich !!!! In Unkenntnis einheimischer Alkoholika lassen wir uns beraten und bekommen in Windeseile kurz hintereinander 3 verschiedene Schnäpse serviert - wirklich geschmeckt hat uns keiner von diesen . Dann wird uns auch klar , warum die Kellnerin so ungewöhnlich flnik war - wir sind die einzigen Gäste . Also gönnen wir dem Personal den wohlverdienten Feierabend und begeben uns zur Nachtruhe . Auf dem Weg zur Campsite quert man eine Brücke und in dem Trockenflußbett können wir einen Oryx entdecken - ein komisches Gefühl - so ohne Zaun - heute könnte ich darüber lachen .
Teil 724. März 2020
23.06.2016 Unser 4 . Tag in Namibia bricht an . Wir haben das Gefühl , schon ewig unterwegs zu sein . Alle Handgriffe sind eingespielt und die Aufgabenverteilung klappt bestens .
Doch heute beschließen wir , daß wir im Roadhouse frühstücken . So konnte das gesamte Campinggerödel im Auto bleiben . Das Frühstück war lecker , obwohl es etwas gewöhnungsbedürftig aussah .
Erneut waren wir begeistert von der Einrichtung und dem Flair .
Aber irgendwann müssen wir uns doch losreissen , denn wir haben uns entschlossen , am Orange entlang zu fahren . Im Forum hatte ich einen Hinweis auf eine Abkürzung durch den Gamchab Eco Trail ? zur D212 gefunden . Aber ob wir den finden ?
Teil 825. März 2020
Um 8.45 Uhr sind wir wieder unterwegs und um 9.02 Uhr haben wir bereits 10 Strauße und 5 Oryxweibchen gesehen . Die weitere Strecke ist zwar nicht so gut zu fahren , die Landschaft gefällt uns jedoch gut . Warum habe ich davon keine Fotos ? Irgendwann entdecken wir dann die Piste zum Eco Trail , aber keine Zufahrt dazu . Auf unseren alten Papierkarten von 2001 können wir nichts erkennen , da der Trail garnicht eingezeichnet ist .An einer Stelle an der beide Pisten ziemlich nah aneinander liegen fährt Micha dann kurzentschlossen rüber . Nun fahren wir auf einer sehr huckeligen Strecke , die Landschaft wird immer schöner .
Dann erreichen wir die D 212 und gelangen an einen Kontrollpunkt . Dort müssen wir unsere Personalien und die Autonummer angeben . Dann dürfen wir passieren . Als wir den Orange erreichen ,sind wir erstmal überrascht , weil wir merken , daß uns das Grün doch sehr gefehlt hat . Unsere Augen erfreuen sich an den verschiedenen Farben .
Die Weiterfahrt erfolgt teils am Fluß , teils durch Berge - wunderschön !
Dann erreichen wir wieder einen Kontrollpunkt , an dem wir freundlich zur Weiterfahrt durchgewunken werden .
Die weitere Strecke bis Aus ist eher langweilig und ereignislos .
Teil 925. März 2020
In Aus besichtigen wir einen alten Soldatenfriedhof und sind erstaunt , daß die Gräber verhältnismäßig gut gepflegt sind . Auch Zivilpersonen sind dort beigesetzt .
Anschließend fahren wir nach Klein Aus Vista und sind vom Hauptgebäude und der nähren Umgebung total begeistert - sowas hätten wir hier nicht erwartet .
Nachdem wir eingescheckt hatten bestellten wir noch ein Braiipaket . Da wir darauf eine Weile warten mußten , sahen wir uns ein wenig im Gebäude um . Und dann sahen wir sie - die Fahne vom 925 . Jubiläum ( 2009 ) in unserem Dorf . Einer meiner Cousins hatte uns schon mal ein Bild geschickt und gefragt , wie denn die Fahne dorthingelangt sei . Kurz vor unserer Abreise erschien ein Zeitungsartikel mit der Aufklärung : Der Manager der Lodge betrieb Ahnenforschung in Deutschland . Unter anderem war er auch in unserem Dorf , um uralte Kirchenbücher einzusehen . Dabei bekam er Kontakt zum Heimatverein und ihm wurde viel gezeigt . Anscheinend hat es ihm gut gefallen und er nahm sich eine Fahne mit , die nun an der Bar hängt . Da wir da ja nun auch rumhingen , ließen wir uns gleich mal ein Bier zapfen . Damit " versüßten " wir uns die Wartezeit auf der Veranda .
hab gerade gesehen - war ja Flaschenbier - nix mit gezapft Dann fuhren wir zu den Campsites , die leider ziemlich dicht beeinander lagen . Eine größere Reisegruppe ist dann auch sehr laut - das ist man gar nicht mehr gewohnt . Unser Braiipaket ist sehr umfangreich - ok.Fleisch hätte es ein bischen mehr sein können . Anschließend spielten wir bis 21.00 Uhr Kniffel und lachten sehr viel . Dann war auch die Gruppe leise und wir begaben uns zur Nachtruhe . Hier in Deutschland würde ich niiiie so früh ins Bett gehen .
Teil 1026. März 2020
24.06.2016 In dieser Nacht habe ich das 1. Mal in diesem Urlaub nicht gefroren , sondern sogar den Schlafsack aufgemacht . Kurz nach 6.00 Uhr waren wir schon auf den Beinen , aber Duschen , Frühstücken , alles zusammenrödeln und Fotografieren rauben uns immer ca. 2 Stunden - wir haben ja Urlaub und sind nicht auf der Flucht .
Kurz nach 8.00 Uhr starten wir dann Richtung Lüderitz . Die Straße ist wieder schnurgerade und gut asphaltiert , deshalb darf nun auch mal unser Sohn ans Steuer . Der fährt mir aber immer zu rasant und ich - die nun hinten sitzen muß - stehe ganz schön unter Stress . Als dann immer mehr Sandverwehungen auf der Straße sind , erlöst mein Mann mich und nimmt das Steuer wieder selbst in die Hand . Unterwegs sahen wir in der Ferne Wildpferde , die Abzweigung zum Wasserloch verpassen wir jedoch . Haben wir halt für den Rückweg noch ein Ziel
Um 9.30 Uhr erreichen wir als eine der Ersten Kolmannskoppe .
Teil 1126. März 2020
Da es bis zu einer deutschen Führung noch viel Zeit wäre , machen wir uns im Alleingang auf Erkundung . Für dieses Objekt habe ich extra die uralte Spiegelreflexkamera ( von ca. 1955 ) mitgenommen , um schwarz / weiß zu fotografieren . Diese benötigt noch " echte " Filme " - die Ergebnisse waren nicht so prickeln und ich habe die Bilder nie eingescannt 😕 . Zum Glück haben wir auch gefühlt 1000 Bilder mit unserer EXILIM gemacht , so daß ich euch nun auf den Rundgang mitnehmen kann .
Vor Allem haben es mir die alten Dokumente angetan.
Man achte bitte auf das Ausstellungs - und Aufnahmedatum 😄
Hier hätte ich noch stundenlang stöbern können , aber wir haben heute noch einiges vor .
Teil 1226. März 2020
Auf der Weiterfahrt zum Diazpoint sehen wir die ersten Flamingos . na ja - das ist erstmal nur Einer
Um zum Kreuz zu gelangen müssen wir ein wenig kraxeln , denn die Brücke hat ihre beste Zeit schon lange hinter sich
Oben angekommen können wir Robben und Delfine beobachten .Die kühle Meeresbrise tut nach der Hitze in Kolmannskuppe richtig gut .
Auf der Rückfahrt sahen wir Springböcke - welche Freude . Eine Straßenbaufirma war " kräftig " zu Gange , wir hatten das Gefühl , daß es für einige Leute eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme ohne Tätigkeit war . 😄 hier sind es doch ein paar mehr
In Lüderitz war erstmal Einkauf angesagt . Da es Freitag Mittag war , waren viele Menschen in der Stadt - so richtig wohl fühlten wir uns nicht . Als Micha an der Kasse bezahlen wollte funktionierte seine Karte nicht . Bargeld hatten wir nicht mehr genug 😮 😵 . Unser Sohn war schon mit den ersten Einkäufen zum Auto unterwegs - also Mama schnell hinterhergerannt und ihn zurückbeordert .Zum Glück funktionierte seine Karte und wir konnten erleichtert den Laden verlassen . Ich sage es ja immer wieder : IRGENDWANN ZAHLEN SICH KINDER AUS ! Wie gut , daß er mitgefahren war . Nun versuchte Micha am Automaten Geld zu Ziehen , aber auch das funktionierte nicht .Also " durfte " unser Sohn den Rest der Reise bezahlen . Durch diese Situation ist unsere Stimmung ziemlich bedrückt und es hält uns nichts in Lüderitz . Deshalb fahren wir nur mit dem Auto ein wenig rum - Fotos habe ich garnicht gemacht . Auf der Rückfahrt bin ich ständig am Grübeln , warum Micha kein Geld mehr bekommen hat . Dann macht es bei mir " Klick " Die Kreditkarte ist ja mit der Kaution für das Auto belastet - da ist nun das Limit erreicht . Na toll . Müssen wir dann Montag !! mit der Bank in Deutschland klären . Diesesmal verpassen wir die Abfahrt zur Wasserstelle nicht und können gleich bei unserer Ankunft Wüstenpferde beobachten . Kurz vorher hatten wir einen Reisebus überholt - dieser kam kurz nach uns an - hielt 5 Minuten ( oder waren es nur 2 ?) und fuhr wieder von dannen . Was waren wir doch froh , Selbstfahrer zu sein . Denn kurze Zeit später lieferten die Pferde sich ein tolles Kräftemessen . Leider kann ich das Video nicht einstellen - ich bin in sowas talentfrei . Die Schwiegertochter , welche das in meinem anderen RB gemacht hat , ist uns leider im Herbst abhanden gekommen . 🙁
Zurück in Klein Aus Vista kurvten wir noch ein wenig über das Gelände , bestaunten die Bungalows in den Felsen , diverse Tiere und tolle Lichtspiele .
Teil 1328. März 2020
25.06.2018 Heute kommen wir schon um 8.00 Uhr von der Campsite los . Eine lange Strecke liegt vor uns - wollen wir doch bis Sesriem . Auf der Strecke Richtung Helmeringhausen haben wir einen Safaribus vor uns und auch öfter Gegenverkehr , so daß der Beginn unserer Fahrt recht staubig ist . Irgendwann biegen wir auf die D707 ab und schlagartig sind wir wieder allein . Die nun folgenden ca . 150 km Sand - und Schotterpiste führen durch eine sehr abwechselungsreiche und schöne Landschaft . Leider sehen wir kaum Tiere und wenn , dann verendete Oryx an den Farmzäunen . Irgendjemand schrieb in einem anderen Tread , daß ihn die Zäune gestört hätten - wir fanden sie auch nicht so toll .
Hier halten anscheinend alle Durchreisenden . Man sah schon beinahe einen Trampelpfad dorthin . Kann uns Jemand aufklären welchem Zweck die Installation dient ?
Auf der C 27 entdeckten wir weitere, nicht mehr aktive Objekte .
Und dann haben wir doch mal Gegenverkehr .
Unterwegs sahen wir diese Luxuslodge , die irgendwie nicht in die Landschaft passte - fanden wir zumindest . Gegen14.40 Erreichten wir das Gate in Sesriem .
Teil 1429. März 2020
Nach einer kurzen Besichtigung unserer Campsite - sie ist übrigens besser als erwartet ( im Forum wurde meist schlecht über sie geschrieben ) - machten wir uns auf den Weg zum Sesriem Canyon .
Wir hatten das Glück, daß kein Wasser im Canon war und wir somit sehr weit hineinwandern konnten . Die Bewegung und Kühle tat gut und wiederrum begegneten wir kaum anderen Besuchern . Anschließend fuhren wir zur Elimdüne und kraxelten ein wenig rum . Die erhottten spektakulären Aufnahmen blieben mir allerdings verwehrt .Es war dennoch schön .
Sehr interessant war es auch diesen kleinen Käfer zu beobachten . Bei seiner Laufspur fragten wir uns allerdings , warum er solche Route gewählt hat .
Dann wird es Zeit das Lager aufzuschlagen . Obwohl der Platz gut gefüllt ist , wirkt es nicht rummelig oder laut . Das einzig nervige ist der lange Weg zum Waschhaus - da kann man schon mal die Orientierung verlieren - vor Allem im Dunkeln und mit Oryx mittendrin 😄
Teil 1529. März 2020
26.06.2016 Auf den heutigen Tag hatte ich mich ganz besonders gefreut - hatte ich mich doch von den Berichten und Fotos meiner Geschwister und hier im Forum auf spektakuläre Eindrücke eingestellt . Deshalb störte es mich ausnahmsweise nicht , als der Wecker um 5.00 Uhr klingelte . Wollten wir doch so zeitig wie möglich zu den Dünen . Während wir uns noch im Zelt die Augen rieben , hörten wir schon die Ersten abfahren . Ehe wir so weit waren vergingen 40 Minuten , denn : 1. legt Micha Wert auf Frühstück und 2. ein wenig Wasser ins Gesicht und Packen muß auch sein . Da wir ja im Park übernachtet haben , können wir dann aber direkt losdüsen und der 1. Schwung ist schon vor uns weg . Durch die langsam erwachende Wüstenlandschaft geht es auf Asphaltstraße erstmal zügig voran .
Bei Düne 45 ist schon verhältnismäßig viel los - anscheinend sind die Frühstaufsteher alle nur bis hier gefahren . Wir wollen jedoch bis hinter ins Deadvlei . Leider habe ich noch nicht mal ein Foto von der Düne geschossen . Vermutlich war das Lichtspiel noch nicht so ausgeprägt und andererseits kamen wir auf dem Rückweg ja nochmal vorbei . Auf dem Parkplatz war dann dementsprechend auch gähnende Leere .
Nachdem der Reifendruck reduziert wurde ging das Abenteuer los . Da es mehrere Pisten nebeneinander gab , blieb immer abzuwägen , welche wohl die Beste sei . Es war kuhlig , schräg , tiefsandig , rumpelig und total aufregend aber auch lustig . Da war ich doch sehr froh , einen so tollen Fahrer als Mann zu haben . Gegen 7.30 Uhr waren wir auf dem 4x4 Parkplatz angekommen .Nun hielt uns Nichts mehr - wir mußten los . Wenn ich mich recht erinnere standen nur 2 weitere Autos dort , deshalb hatten wir die Location fast für uns allein 🙂 . Nun standen wir aber vor der schwierigen Frage - DÜNE oder VLEI ? Wir entschieden uns für Big Daddy und machten uns an den Aufstieg . Allerdings war das so eine Sache - vielleicht hätten wir vor dem Lospreschen genauer Schauen sollen , denn die ersten Dünenkämme stellten sich nach erfolgreichen Erklimmen als Irrweg raus . Sie führten immer wieder in eine andere Richtung entgegengesetzt unserem Ziel . Da mußten wir dann spontan Abkürzungen nehmen und auch mal auf allen Vieren ( ich ) einen Hang erklimmen . Teilweise war ich ganz schön ko . Aber mit der Ausrede , fotografieren zu wollen , konnte ich das gut überspielen . Gegen 9.00 Uhr hatten wir es dann geschafft - Wow , wie toll.
Anhand der Bilderflut könnt ihr euch sicher denken , daß diese Dünenwanderung ein besonders beeindruckendes Erlebnis war .
Teil 1629. März 2020
Die Rundumsicht von hier oben war atemberaubend . Die wenigen Vorsteiger waren schon unten in der Pfanne und Nachfolger waren sehr weit entfernt . Daß andere über buchstäbliche Völkerwanderungen berichten , war für uns in diesem Moment nicht nachvollziehbar . So langsam überkam mich der Drang , daß Deadvlei von Nahem zu erkunden und der " Abstieg " ging sehr rasch und überhaupt nicht anstrengend . Unser Sohn lief in Windeseile hinunter . Wir beiden Älteren waren ein wenig zurückhaltender , denn wenn die Schwungmasse erst mal in Bewegung gerät kann man nicht einschätzen , wie schnell die " Pfannenanziehung " wirkt 😐 .
Im Vlei angekommen , mußte erst mal der viele Sand aus den Schuhen entfernt werden . Danach ging es zügigen Schrittes zu den abgestorbenen Bäumen . Während ich vor Entzückung ein Foto nach dem anderen schoß , ließen die beiden Männer es etwas ruhiger angehen .
Mittlerweile kamen auch immer mehr Schaulustige ins Vlei , wobei ich mich oftmals wunderte , wie schnell so ein Besuch ablaufen kann . An den Rand des Vleis kommen - kurzer Rundumblick - bis maximal zum 1. Baum gehen - Foto - Abmarsch !!!! Erneut waren wir happy selbstfahrer und ohne großartigen Vorbuchungen zu sein . Aber auch wir hatten ja ein großes Pensum an Attracktionen " abzuarbeiten " - selbstgewählt . Und wann reicht ein Urlaub schon mal für all das , was man eigendlich möchte ? Deshalb machten auch wir uns irgendwann auf den Rückweg .
Teil 1729. März 2020
Von diesem Highlight bis zum Etosha hatten wir nichts vorgebucht und ich auch nur vage Vorstellungen von unseren nächsten Campsites. Da die gesamte Planung der Reise in meinen Händen lag und Micha der Fahrer war und sich nicht weiter mit der Route beschäftigte , konnte auch nur ich abschätzen , wie weit wir heute noch kommen würden . Zur Planung standen uns auch nur 2 Uraltkarten und eine aus dem Forum ausgedruckte Campsiteliste ( Thomas Richter ? ) .Unser Navi war ICH . Also erstmal bis zum Gate die Strecke zurück - ging ja auch nicht anders - da kann man sich nicht verfahren .
Am Parkplatz war weiterhin noch nicht viel los . Ein kurzer Stop an der Düne 45 und dann ging es erstmal bis Solitaire . Unterwegs sahen wir viele Tiere und eine Windhose ( keine Fotos 😵 ) Dort angekommen , freute ich mich auf den legendären Apfelkuchen . Aber zuerst brauchten wir unbedint Bargeld . Leider funktionierte der Automat nicht . Also wurde doch kurzerhand mein Kuchen gestrichen - Frechheit . Nun gut - ich habe es überlebt und jeder Nam - Dollar wurde evtl. für die nächste Nächtigung gebraucht . Aber wenn das so weiter ging , konnte das ja zu einer Abmagerungskur führen 😄 .
Wenn schon kein Kuchen , dann wenigstens ein paar Fotos . Und weiter gings . Irgendwann landeten wir bei Rostock Ritz und da mir sonst keine Campsite in der Nähe bekannt war , steuerten wir sie an . Dort konnten wir dann glücklicher Weise auch mit Karte ( natürlich die von unserem Sohn ) bezahlen - Aufatmen . Dieser Umstand mußte dann auch gleich ausgenutzt werden und immerhin war ja Sonntag !!!
Natürlich schauten wir uns auch ein wenig um und erfreuten uns an den putzigen Erdmännchen . Die habe ich schon immer in unserem Tiergarten ins Herz geschlossen .
Dann machten wir uns auf zu unserer Campsite , die einige km von der Lodge entfernt war und uns super gefiel . Zwar waren die Stellplätze sehr dicht beieinander , aber da nur noch 1 weiteres Pärchen anwesend war , hatten wir damit kein Problem . Sogar der Donkey wurde für uns angeheizt . Das hatten wir vorher noch nicht erlebt und wußten auch nicht , daß es sowas gibt .
Zwischendurch hatten wir eine Zebraherde in der Ferne entdeckt . Bevor wir aber richtig genießen konnten kam ein Jeep und die Tiere verließen fluchtartig unser Sichtfeld .
Teil 1830. März 2020
27.06.2016 Nachts habe ich schlecht geschlafen , denn : 1. hat Micha geschnarcht 2. war es sehr warm 3. höre ich viele Tiergeräusche , auch sehr nah Bei einem Blick aus dem Zelt mitten in der Nacht bilde ich mir ein , ein Zebra nahe beim Zelt zu sehen . Micha behauptet dies wäre Quatsch , aber unser Sohn bestätigt meine Vermutung . Später sehen wir Fußspuren und Kot - ich war doch nicht verpeilt 😄 😄 😄 , Wir haben einen schönen Sonnenaufgang und wir hören seltsames Gequake rings um uns . Trotz intensiver Suche kann ich die " Ochsenfrösche " nicht entdecken . ( Kann uns Jemand aufklären , was wir da gehört haben ? )
ein Falter hat sich anscheinend durch die Hitze des Feuers selbst konserviert
ich geniesse die Aussicht bei der Morgentoilette - so hatte ich mir das vorgestellt
Um 8.30 Uhr sind wir reisefertig und wir starten frohgemut in den neuen Tag . Nach 11 km erreichen wir die Senke im Gaubpass und wollen einen kurzen Fotostop einlegen . Aber - oh Schreck - was müssen wir feststellen ? - unsere Ladeklappe ist nicht verschlossen und unsere Tüte mit dem Waschzeug liegt auf ihr !!! Natürlich ist auch alles super eingestaubt - da weiß Frau , was heute Abend ansteht 😗 . Da wir nicht abschätzen können , ob etwas fehlt , fahren wir die Strecke vorsichtshalber wieder zurück und finden dann tatsächlich ein Duschtuch mitten auf der Pad - kurz vor der Campsite . Na da hatten wir ja Glück . Auf der Fahrt zurück zur " Hauptstraße " sehen wir wieder Zebras . Hat es sich doch gelohnt umzukehren .
Diesesmal halten wir auch beim Tropic of Capricorn und machen ein schnelles Foto .
Nun müssen wir uns aber mal auf die Strümpfe machen , sonst erreichen wir unser Ziel heute nicht mehr . Darum legen wir nur immer kurze Fotopausen ein .
da erfreut sich das Auge
Bis Walways Bay ist die Strecke dann aber ziemlich eintönig und wir sind froh , als wir dann soooo begrüßt werden .
Teil 1931. März 2020
In Walways Bay fuhren wir an die Küste und wollten uns ein wenig umsehen . Beim Parken kam sofort aus dem Nichts geschossen ein " Parkwächter " , der uns seine Dienste anbot . Na ja - woher wissen wir denn , daß nicht genau er der " Aufbrecher " ist ? Bevor wir losgingen , mußte ich sowieso unser Gepäck mal ein bißchen durchwühlen , denn unterwegs war mir siedendheiß geworden , als mir einfiel , daß ich meine Geldbörse morgens nur in irgendeine Tüte gestopft hatte 😈 . Allerdings konnte ich sie nicht finden - kein schönes Gefühl. Auch bei dem Parkwächter waren wir etwas beunruhigt , so daß Micha sogar nochmal zurück ging und um die Ecke spähte , ob er sich schon um unser Auto " kümmerte " . Aber er saß friedlich im Schatten . Dennoch hielten wir uns nicht lange auf .
Auf dem Weg nach Swakopmund verfransten wir uns in der Stadt und kamen durch ein ärmliches Wohnviertel . Fotos machte ich nur während der Fahrt - Anhalten hätten wir uns nicht getraut .
Kurz danach bogen wir auf diese Straße - wir hatten uns aus dem Wirrwarr an Straßen herausgewurschtelt - und waren über die Kontraste doch sehr bestürzt .
Teil 2031. März 2020
Die weitere Strecke gefiel uns dann sehr gut , obwohl der Verkehr zugenommen hatte . Links lag das Meer - rechts die Dünen - und ein eigentümliches Lichtspiel dazu . Leider konnte ich das nicht im Foto so festhalten .
In Swakopmund hieß es dann erstmal den Kühlschrank zu befüllen . Während dieser Zeit versuchte Micha Kontakt mit unserer Kreditbank aufzunehmen . Dieses gelang auch , aber leider ohne ein zufriedenstellendes Ergebnis . Da wir bei dieser angeblich " menschenfreundlichen " Bank kein Konto hatten und unser Kreditlimit erschöpft war , konnten oder wollten sie uns nicht weiterhelfen . Ihre wohlgemeinten Ratschläge , uns Geld von unseren Kindern überweisen zu lassen - wohin bitte ? - half uns nicht weiter . Zum Glück hatte unser Sohn genug auf seinem Konto , so daß wir die Reise wie geplant fortsetzen konnten . Aber sauer waren wir schon . Anmerkung : 2 Jahre später kündigte die Bank unsere Kreditkarte .
Obwohl uns nicht so viel an Städten liegt und an Shopping erst gar nicht , sahen wir uns die Stadt ein wenig an . Und - sie gefiel uns sehr gut .
Teil 2131. März 2020
Unterwegs sprach uns ein Nussschnitzer an , sehr freundlich und nett . Da ich im Vorfeld hier im Forum von der Vorgehensweise gelesen hatte und wir keine Nuss wollten , fielen wir nicht auf den Trick rein . Danke - liebes Forum . Da sieht man es wieder - Lesen bildet 😄 . Nachdem wir den angeblich schönen Bahnhof und auch die alte Dampfmaschine , die seinerzeit in unserer Kreisstadt gebaut wurde und nach Namibia verschifft wurde ( zum Einsatz kam sie wohl nie ) , nicht gefunden hatten , fuhren wir zum Sofia Dale etwas ausserhalb der Stadt . Hier war es ziemlich voll , aber wir bekamen dennoch eine schöne Campsite . Um nicht so viel rangieren zu müssen , blieben wir davor stehen , was auch ok war . Nachdem wir das Auto vom Staub befreit hatten und mal endlich wieder Ordnung ins Auto gebracht hatten , gingen wir zum Essen . Und juchhu - meine Geldbörse war auch wieder aufgetaucht . Beim Essen waren wir fast allein . Die anderen Gäste waren schon am Gehen . Somit hatten wir den Besitzer Manfred , ein ausgewanderter Rheinländer , ganz für uns . Das Essen war sehr reichhaltig und lecker . Die Reste wurden für uns eingepackt , so daß wir den nächsten Abend gesichert hatten . Dummerweise sind wir überhaupt nicht auf die Idee gekommen , uns mit Frischfleisch einzudecken .
Nach dem Essen saßen wir noch eine Weile mit Manfred zusammen und erzählten . Oh ich liebe den rheinländischen Dialekt , stammte doch meine Mutter vom Niederrhein und fast alle Verwandten wohnen dort . Allerdings waren wir mit manchen seiner Ansichten nicht auf gleicher Wellenlänge . Dieses erläutere ich jetzt nicht näher , denn ein ähnliches Thema sorgte in meinem anderen RB für Diskussionen . Die Nacht war furchtbar . 1. die Campnachbarn feierten bis spät in die Nacht 2. wir hatten Mücken im Zelt 3.es war eine Affenhitze - ich lag ohne Schlafsack oder Decke - nur im Schlüpper - und hab geschwitzt wie ein Ochse
Teil 2202. Apr. 2020
28.06.2016 Nach dem super Abendessen gestern leisten wir uns auch ein Frühstück bei Manfred . Dieses ist wirklich unschlagbar - hat nur der Sekt gefehlt .Während meine Männer noch viel mit M. erzählen , gehe ich auf Entdeckungstour .
Gegen 8.45 Uhr machen wir uns dann aber doch auf die Socken . Eigendlich wollten wir nochmal versuchen , die alte Dampfmaschine zu finden . Aber Manfred hatte uns gesagt , daß dort Straßen gesperrt sind und daher Verkehrschaos rundrum ist . Das hatten wir gestern gemerkt und wunderten uns nun nicht mehr , daß wir sie gestern nicht gefunden hatten. Also fahren wir gleich an der Küste lang Richtung Hentjes Bay . Die Sicht ist heute sehr diesig - zum Meer hin geht es , aber nach vorne raus gefällt es uns garnicht . Auch die ersten eingezeichneten Wracks können wir nicht entdecken . Irgendwann halten wir dann mal an und vertreten uns kurz die Beine . Na so schlecht ist doch die Sicht gar nicht . Und dann finden wir die Ursache heraus - unsere Frontscheibe ist total mit Staub und feinem Sand überzogen !!! Oh Mann - wie blöd können wir sein . Die Weiterfahrt war dann bei bester Sicht .
Die Zelda haben wir dann auch gefunden und kurz abgelichtet.
Nun aber weiter zur Spitzkoppe , auf die ich mich soooo freute .Unterwegs sahen wir öffters Frauen im Geröll nach Mineralien suchen , die sie an wackeligen Ständen am Straßenrand zum Kauf anboten - wir hatten kein Interesse - Steine hat uns schon immer unser Ältester zu hauf angeschleppt 😄 😄
Und dann sind wir ca 11.45 Uhr da - Juchhu !!!
Teil 2302. Apr. 2020
Auch hier ist es kein Problem einen Stellplatz zu bekommen - wir haben die frei Wahl . Die schönsten Plätze sind schon belegt und wir entscheiden uns für einen Platz ganz hinten bei den letzten Felsen ( 10 ? ) Diesen markieren wir mit unserem Tisch und den Stühlen als unseren .
Bis zu unserem Bushmanndrive mit Lazarus haben wir noch Zeit , darum fahren wir erstmal zur Bridge . Da es mitten am Tag ist , haben wir diese fast für uns alleine - toll .
Und wieder einmal bin ich dankbar und glücklich - das hätte ich mir doch nie im Leben gedacht , einmal hier zu stehen .
Teil 2402. Apr. 2020
Doch bald wurde es Zeit für unsere gebuchte Tour . Welch ein Glück - wir hatten Lazarus für uns allein. Zuerst geht es ein Stück zu Fuß zu den Zeichnungen . Dort versucht L. uns die Klicklautsprache zu erläutern und uns ein wenig davon bei zu bringen - vergeblich - wir sind alle 3 total talentfrei .
Anschließend fuhren wir mit unserem Auto durch " Sperrgebiet " - dort ist jetzt die neue Lodge . Wir sahen einige Tiere , eine gemalte Schlange , einen weiteren Felsbogen - alles recht nett - mehr aber auch nicht . Ich hatte gedacht , daß wir zu den Felszeichnungen weiter oberhalb gekommen wären .
Anschließend fuhren wir bis zur Bar und verabschiedeten uns von Lazarus . Für uns war es Zeit , ein wenig zu relaxen .
Irgendwann mußten wir unseren Magen auch mal mit fester Nahrung füllen . Deshalb ging es zurück zur Campsite .
Teil 2502. Apr. 2020
Micha fing mit dem Grillen an und ich durfte wegen des schönen Lichtes zum Fotoshooting aufbrechen - Juchhu Laßt Bilder sprechen :
Micha war in der Zwischenzeit sehr fleißig , so daß wir bald essen konnten .
Teil 2603. Apr. 2020
29.06.2016 In dieser Nacht war es sehr windig und unsere Stühle hatten sich von unserer Campsite unerlaubt entfernt . Zum Glück blieben sie aber in Sichtweite und hatten auch noch ihren Urzustand . Zum Frühstück bekamen wir Besuch .
Nachdem wir alle noch mal dort waren
machten wir uns wieder auf den Weg .
Wir beschlossen, zunächst nach Usakos zu fahren , um dort unsere Vorräte aufzustocken .
worauf die dort warteten ?
Gegen 10.00 Uhr konnte es dann endlich Richtung Ameib Ranch gehen .
Teil 2703. Apr. 2020
Kaum auf dem Gelände angekommen , konnten wir unsere ersten Giraffen sichten - zwar weit weg - aber trotzdem beeindruckend . Im Vorfeld hätten wir nie gedacht , daß uns das Entdecken von Tieren so viel Freude bereitet !!! Nachdem wir ein Permit besorgt hatten , machten wir uns mit dem Auto auf den Weg Richtung Phillipscave . Und plötzlich hatten wir Giraffen und anderes Getier direkt vor der Motorhaube - Wahnsinn .
Nun war aber mal Bewegung angesagt und wir begaben uns auf Schusters Rappen . Es war heiß und das Gelände teils steinig , geröllartig und steil . Unterwegs kam uns eine Kleingruppe entgegen , darunter zwei sehr alte und schon " geheingeschränkte " Personen - Hut ab vor deren Leistung . Bei der Höhle hatten wir dann Gott sei Dank Schatten und tolle Aussicht .
Zurück am Auto fuhren wir noch das Stück bis zu Bulls Party - Elephants Head bestiegen wir nicht da es so bullig heiß war.
Teil 2803. Apr. 2020
Liebe Lesegemeinde , ich möchte mich hiermit entschuldigen , daß meine Hochkantfotos leider quer liegen . Trotz Hilferufs hier im Forum und sofortiger Reaktion habe ich es nicht hingekriegt . Conny und Technik - kein tolles Paar . 🙁 Nun bitte ich euch , bei den besagten Fotos ein wenig Gymnastik zu betreiben , um in den Genuss dieser Aufnahmen zu kommen . Ich denke , wir bewegen uns im Moment eh zu wenig - zumindest ich . Stelle mich zwischendurch hier beim Schreiben aber ab und zu hin 😄 .
Doch nun weiter auf Ameib und Bulls Party
Landschaftlich war es super , aber die Mittagshitze machte uns doch zu schaffen . Auch auf dem Rückweg konnten wir Tiere sichten .
An der Rezeption schoss ich noch ein paar Bilder
und weiter ging es zur Erongo Plateau Campsite auf der Farm Eileen . Die Strecke zog sich mal wieder und bot nicht viel abwechslungsreiches .
Beim Livingmuseum der Sans hielten wir kurz , deren Angebot - für 1/2 Stunde 75 Nam pro Person - sie würden tanzen oder singen oder was wir sonst so wollen ( wir sahen allerdings nur 1 Mann , 2 Frauen und etliche Kinder ) - sagte uns nicht zu . In Gedanken sah ich uns sitzen , in die Hände klatschen und rufen : " Nun tanzt für uns " - echt blöde Vorstellung . Kurz vor der Zufahr zu der Farm sahen wir dann doch wenigstens noch mal was Micha meinte , das es sich ja wenigstens mal umdrehen könnte und Pfiff . Na das wird wohl Erfolg haben - meinte ich
Die Zufahrt zur Farm Eileen war dann sehr , sehr rumpelig .
Angekommen war es dort ziemlich voll -oh Schreck . Wo sollten wir zu so später Stunde noch hin ? Zum Glück war der allerletzte Stellplatz noch frei - uff ! Der Platz ist geharkt und man erkennt Affenspuren . M. meinte zu mir : Du weißt schon , daß Affen das Zelt öffnen können ? Brauchst aber keine Angst haben . Wenn einer in unser Zelt guckt und mich sieht , bekommt er Angst und denkt - oh großer Monkey im Zelt und haut ab . Ich sah Micha zweifelnd an und meinte - na ja - GROßER Monkey ? - eher dicker Monkey ! Besonders gefiel uns dann das Flair bei der Abendtoilette .
Teil 2904. Apr. 2020
30.06.2016 Über Nacht waren keine Tiere gekommen , auch am Wasserloch - weit weg - war nichts los .
Ich nutzte den Morgen für ein paar Fotos und gegen 8.15 Uhr starteten wir in den neuen Tag .
Im Nachhinein hat sich dieser Schlenker in unserer Route nicht gelohnt . Die Campsite selbst hat uns schon gefallen - mehr aber auch nicht . Eventuell hätte eine Wanderung dazu beigetragen , dieser Landschaft etwas abzugewinnen . Über Omaruru und Uis ging es zuerst mal zum Mowani Camp .
Am Tor zur Lodge wurden wir " abgefangen " und nach unserem Begehr gefragt . Da es noch früh am Tage war , wollten wir hier noch nicht bleiben - nur gucken . Das durften wir dann auch und es gefiel uns gut .
Später meinten meine Männer , die Fliegen hätten sie gestört . Hä ? Ich habe gar keine bemerkt . Als wir beim Damara Living Museum vorbei kamen , entschlossen wir uns spontan dazu , dieses zu besichtigen . Unsere Zweifel bezüglich solcher Vorführungen hatten sich allerdings noch nicht gelegt .
Teil 3005. Apr. 2020
Gleich beim Bezahlen dachte ich mir : Huch - barbusige Damen und wir unseren Jüngsten dabei - das kann ja lustig oder auch peinlich werden . Aber unser Sohn sah diese Tatsache gelassen - sind wohl eher wir Alten verklemmt .
Wieder hatten wir eine Führung nur für uns und auch sonst war nur noch eine Hand voll Touris im Schaudorf .Unsere junge Begleiterin führte uns reihum zu den einzelnenGewerken und erklärte uns viel - sehr interessant und teilweise auch lustig .
Zwischendurch trommelte man alle Besucher zusammen und es wurde voller Inbrunst für uns gesungen und getanzt .
Wir hatten schon den Eindruck , daß sie daran selbst Spaß hatten . am meisten gefiel uns der kleine Junge - er versuchte es den Männern gleichzutun - verlor aber ständig sein Stöckchen und kam somit aus dem Rhytmus und mußte ständig hinterher hetzen . Anschließend sahen wir uns weiter um .
Bei der Frage nach dem Fotografieren hatte ich es so verstanden , daß wir auch nach der Führung noch in Ruhe Fotos machen dürfen , dem war aber leider nicht so . Stattdessen wurden wir zum Verkaufsstand geführt . In Windeseile waren wir von jungen Damen umringt - also eigendlich nur unser Sohn - " Frischfleisch " ? Die Damen waren mehr an unserem Sohn interessiert als am Verkauf . Nun sah es folgendermaßen aus : 1. es hatte uns gefallen und wir wollten ihnen gerne etwas abkaufen 2. der Schmuck gefiel mir , aber sowohl mir als auch meiner Tochter und meinen " Schwiegertöchtern " liegt nicht so viel an Schmuck Nach längerem Suchen - die Damen bestanden ja darauf , daß unser Sohn etwas für seine Freundin kauft - fanden wir Sets zum Feueranzünden . Da nahmen wir 1 für unseren Pfadfinderstamm und 1 für die Freundin mit . Die Damen meinten , daß sei kein Geschenk für eine Frau , die Männer müssen das können . Nun ja - ich weiß nicht , ob er es bis jetzt gelernt hat .
Teil 3105. Apr. 2020
Nur um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen - mit Frischfleisch meinte ich nicht = Kanibalismus !!! LG Conny
Teil 3205. Apr. 2020
Nachdem wir uns ca . 1,5 Stunden im Livingmuseum aufgehalten hatten , ging unsere Reise weiter .Das Livingmuseum hat uns gut gefallen , die Vorurteile waren abgebaut . Gerne hätten wir gesehen , wie die Leute im Alltag leben ( nach Dienstschluß umziehen und Smartfon an ? ) Jedenfalls haben sie uns erzählt , daß sie abwechselnd in das Living kommen und ansonsten in ihrem Dorf " normal " leben , aber noch immer wenig Kontakt zu anderen haben . Kaum Chancen , einen Mann kennenzulernen . Nun ja , so ganz konnten wir das nicht glauben , aber was soll es . Man geht ja auch mal in ein Mittelalterdorf und weiß , daß die auch nicht mehr so leben , wie dort gezeigt . Interessant war es auf alle Fälle und wenn durch solche Locations die Tradition bewahrt wird ist es doch gut .
Unsere weitere Fahrt führte uns Richtung Tweyfelfontain . Da wir an der Abzweigung einen Hinweis zu den Orgelpfeifen und dem verbrannten Berg sahen , fuhren wir zuerst dort hin - ein Fehler . Denn entgegen der Infos aus dem Forum waren diese Attraktionen nicht mehr kostenlos . Es ging uns ja nicht um das Eintrittsgeld , aber die junge Kassiererin war wirklich im Afrikaarbeitsmodus . Auch konnten wir nicht nachvollziehen , warum man Autokennzeichen , Nationalität , Geburtsdaten , vorherige und nachfolgende Unterkunft brauchte um hinterher für 15 Minuten an den Orgelpfeifen entlang zu gehen . Jedenfalls hat der Erwerb der Erlaubnis mindestens doppelt so lange gedauert 🙄 . Ich sage es gleich : die Pfeifen haben uns nicht vom Hocker gerissen .
Mir ist bewußt , daß jetzt wieder Proteste kommen , aber für uns war das so - wir sind keine Geologen und haben schon interessantere Steinformationen gesehen . Da im Eintrittspreis auch der verbrannte Berg inkludiert war , fuhren wir auch dort hin - noch enttäuschender . Dem konnten wir ja so garnichts abgewinnen - darum auch nur ein kurzer Stop . Für Tweyfelfontain war es dennoch zu spät und wir machten uns auf die Suche nach einem Quartier . In Xaragu hatten wir Erfolg - leider wurde an dem Abend kein Essen angeboten . Es wird sich wohl nicht gelohnt haben , denn mit uns waren nur 3 Stellplätze belegt . Die Anlage war recht nett , aber die Stellplätze waren irgendwie blöd - unter so komischen Schattendächern - das gefiel uns nicht wirklich .
Die Feuerstelle war riesig und sogar mit einem Grillrost versehen . Micha machte auch gleich Feuer , bemerkte aber zu spät , daß der Grillrost angekettet war und natürlich in der anderen Ecke . Gut es gab 2 Lösungen 1. Glut in die andere Ecke 2. eigenen Rost holen und improvisieren ( Steine unterlegen ) Das brauchten wir aber beides nicht - der Campleiter - Chef ? sah unser Dilemma und brachte uns einen anderen Rost - Danke . Zum Sonnenuntergang bekam ich wieder Ausgang .
Teil 3308. Apr. 2020
01.07.2016 Wieder begrüßte uns die aufgehende Sonne und wir starteten frohgemut in den neuen Tag .
Zuerst wollten wir unseren tags zuvor verpassten Besuch in Tweyfelfontain nachholen . Also ging es die Strecke zurück . Kurz nach Öffnung waren wir da.
Auf Grund von Empfehlungen hier im Forum buchten wir den Kudutrail und hatten erneut einen Führer nur für uns - das hat uns jedesmal super gefallen . Unser Führer Artur konnte sehr lebhaft und lebendig über die Felsgravuren , ihre Entstehung und Bedeutung berichten - nur - er führte uns auf dem Lions Man Trail . Ich war begeistert von den Felsformationen - allein dafür hatte es sich für mich gelohnt . Wäre ich allein unterwegs gewesen , wäre ich wohl in Fotowahn verfallen 🙄 .
Zwischendurch erzählten wir Artur , daß wir gern Wüstenelefanten sehen würden . Er sagte , daß gestern eine Mutter mit Kind im Aba Huab Flußbett gewesen wäre . . Zum Ende der Führung wies ich Artur darauf hin , daß wir doch eigendlich den Dancing Kudu Trail machen wollten . Er meinte , wir sollen den getrost selbständig gehen , das wäre kein Problem . Gesagt - getan
Teil 3409. Apr. 2020
Oh ja , hier gefiel es uns gut , besonders mir . Meine fotografische Ausbeute wäre garantiert noch bedeutend größer gewesen - hätten mich meine Männer nur gelassen . Aber zu ihrer Ehrrettung muß ich sagen , sie gaben gute Models ab und stellten oder hockten sich in die mir vorschwebende Position - danke - Ich habe heute ein Foto für euch .
Zurück an der Rezeption kam der Parkplatzwächter auf uns zu und meinte : " Ihr sucht doch Wüstenelefanten . Heute sind sie " - und dann folgte eine Beschreibung , von der wir ausgingen , wir hätten sie verstanden . Dieses fanden wir sehr aufmerksam vom Personal . Nur , die Elefanten haben wir leider dann doch nicht gefunden . Da wir jetzt aber doch viel Zeit in dieser Gegend verloren hatten - wobei das der falsche Ausdruck ist - wir haben jeden Moment genossen , entschieden wir uns , auf direktem Weg nach Kamanjab zu fahren und nicht über den Grootbergpass ( schade ) ( Wollten wir eigendlich in 2 Wochen nachholen 😈 ) .Auf dem Weg dorthin kamen wir am versteinerten Wald vorbei - na ja , wenn man schon mal da ist . Also kurzer Stop . Viel hatten wir nicht erwartet - und wir wurden nicht enttäuscht .Unser Führer - ich schreibe es zum x. - Mal -nur für uns - machte das Beste daraus . Glücklicher Weise gab es auf dem Gelände auch Welwitschias . Die hatten wir noch nicht gesehen und unser Guide erzählte und erklärte uns viel über diese Pflanze .
Anschließend kamen wir zu den versteinerten Bäumen . Am beeindruckendsten fanden wir , daß wir uns sogar darauf platzieren durften . Leute - stellt euch das mal in Deutschland vor . Da wäre bestimmt in größerer Entfernung ein Elektrozaun drum .
Auf der Weiterfahrt nach Kamanjab entstanden dann noch ein paar Fotos .
Übrigens für alle Kenner meines anderen RB - dort sieht man schon sehr intensiv den blöden Fleck .
Teil 3509. Apr. 2020
In Kamanjab mußten wir mal wieder unseren Kühlschrank füllen . Besonders die Getränke gingen immer viel zu schnell zur Neige - Schitt Sundowner !!! Meine Männer gingen in den Laden und ich blieb in der Nähe des Autos . Und nun muß ich mich mal outen - ich bin Raucher 😵 . Daher ist die Aufgabenverteilung vorgegeben . Wie ich da so in der Sonne stehe und so vor mich hin träume , kommt ein Farbiger auf mich zu und fragt , ob ich für ihn eine Zigarette hätte . Ich war so perplex , daß ich ihm meine halbaufgerauchte Z. in die Hand drückte . Damit war er anscheinend zufrieden . Gleich neben dem Laden war so eine Art Busbahnhof mit vielen jungen Leuten und lauter Musik .Da fiel mir ein , daß es Freitag war . Vor genau einer Woche waren wir in Lüderitz - hä - erst vor einer Woche ? Noch niemals vorher in einem Urlaub habe ich so total Raum und Zeit verdrängen können . Wir waren doch schon ewig in Namibia !!! Während der Wartezeit machte ich mal " Leute gucken " . Unter anderem kam ein hellhäutiger Mann mit einer gehbehinderten , barbusigen Dunkelhäutigen - beide untergehakt - an mir vorbei und gingen in den Laden . Wenn man so etwas das erste Mal sieht ist es doch ein wenig befremdlich . Während des Guckens riss mich irgendwie der Rhytmus der afrikanischen Musik mit und ich konnte nicht stille stehen , sondern ich tänzelte ein wenig mit . Bis zu dem Augenblick , als ich merkte , daß sämtliche jungen Leute nun mich " beguckten " - peinlich !!! Aber ich habe einfach gewunken und gelächelt und die Situation war gerettet . Zum Glück waren meine Männer gerade mit dem Einkauf fertig und wir konnten zur Tanke fahren .
Nun hieß es nur noch eine Bleibe zu finden . Auf der Strecke zum Galton Gate sahen wir ein Hinweisschild für ein Camp - nichts wie hin . Wir landeten auf einer Farm , die wohl einem Dunkelhäutigen gehörte . Mehrer Leute trieben gerade die Kühe in ein Gatter und nahmen von uns keine Notiz . Aber als die Arbeit erledigt war , nahm der Älteste sich unser an . Er meinte , wir sollen hinter ihm herfahren . Dann belud er sein Auto noch mit Feuerholz und ab ging die Holperfahrt auf der gegenüberliegenden Straßenseite . Unterwegs lud er noch ein paar Kinder ein .
Auf der Campsite waren wir die einzigen Gäste . Schnell wurde der Donky angeheizt , ein paar Löcher zugebuddelt und alle toten Tausendfüßer eingesammelt .
Nachdem sie auch noch unser Braiifeuer entfacht hatten und wir sie entlohnt hatten , fuhren sie von dannen . Nun waren wir wirklich allein im Busch .
Teil 3610. Apr. 2020
Da wir vom " Campchef " Feuerholz ohne Ende hatten , saßen wir noch lange am Feuer und dachten an die Erlebnisse dieses Tages .
Auf der Fahrt hier zum Camp hatten wir endlich unsere ersten Warzenschweine gesehen . Auf die Frage , ob gefährliche Tiere auf die Campsite kommen könnten , lachten die Männer und verneinten - na mal sehen . Die beiden Jungs waren so freundlich und nett , daß ich ihnen aus meiner Bonbontüte etwas abgeben wollte . Ich dachte so an 2-3 Stück . Als ich aber mit meiner Tüte kam , hielten sie ihre kleinen Hände auf und ich schüttete sie großzügig voll . Anschließend hatte ich noch 2 - 3 Stück in der Tüte - da hätte ich sie ihnen auch gleich ganz schenken können 😄 . Sooo sollten sich mal deutsche Kinder über ein paar Bonbons freuen können .
02.07.2016
Wir hatten super geschlafen , ohne nächtlichen Tierbesuch - zumindest haben wir nichts bemerkt .Von fern hatten wir ab und zu mal ein Auto gehört , anscheinend waren wir doch nicht sooo weit in der Wildnis . Da wir vermuteten , ziemlich nah am Galton Gate zu sein , ließen wir uns Zeit .
Leider nicht besser erwischt
Um 8.30 Uhr verließen wir dann das BLYERUS CAMP ( für Sasa ) . Unterwegs sahen wir Zebras am Straßenrand und eine Giraffe hinter dem Etoshazaun . die hätten wir ja zu gerne gesehen , aber ... .. noch Nichts in dieser Richtung . Um 9.00 Uhr erreichten wir dann schon das Galton Gate .
Teil 3710. Apr. 2020
Ja und dann waren wir drin - wir sind im Etoshaaa - kaum zu glauben - unvorstellbar - Wahnsinn - Freudentränen bei mir !
Nach 1 Stunde , habe ich in mein Tagebuch geschrieben , hatten wir 3 Warzenschweine , Kudus , Oryx und andere Antilopen gesehen - viel größer als die ausserhalb des NP .
Ach , Zebras haben wir da auch schon gesehen - aha - schön , daß ich das 4 Jahre später bemerke .
nach 75 Minuten erreichten wir das 1. Wasserloch und waren überwältigt . Kaum Autos , dafür ( laut Tagebuch ) zig Zebras, Kudus , Oryx , 1 Strauß ,3 Warzenschweine 1 Schakal und Impalas . Ich weiß , daß ich gefühlte 1000 Bilder davon gemacht habe - aber wo sind die ? habe hier nur das eine . Oh was waren wir begeistert und gerührt !!! Sehr lange beobachteten wir die Tiere mit wachsender Begeisterung , aber irgendwann mußten wir auch mal ans Weiterkommen denken . Gerade als wir uns dazu entschlossen hatten , meinte unser Sohn : " Ich glaube da hinten kommt ein Elefant " Und tatsächlich - in der Ferne sahen wir einen Eli auf das Wasserloch zusteuern . Na da fährt man ja nun nicht weg , sondern wartet . Und dann sahen wir unseren 1. Elefanten ( ok im Zoo hatten wir schon welche gesehen - gilt aber in dem Falle nicht ) - super - geil - knorke - fantastisch !!! Und es kamen immer mehr .
Circa 45 Minuten beobachteten wir ehrfürchtig dieses Treiben . Manchmal kamen die Elefanten doch tatsächlich in unsere Richtung und wir bemerkten in einem solchen Augenblick , daß wir ringsum von anderen Autos eingezingelt waren . Das hatten wir vor lauter Euphorie gar nicht bemerkt . Oh je , wenn jetzt so ein Eli uns was Böses will - wir können überhaupt nicht fliehen . 😈 Nach der 2. Reise - Okavango , Chobe , Khwai - können wir über unsere damalige Angst nur Schmunzeln .
Teil 3814. Apr. 2020
So , nun haben wir aber genug Zeit am 1. Wasserloch verbracht . Auf dem Weg nach Olifantrus fahren wir alle Wasserlöcher ab , sehen aber auch unterwegs etliche Tiere .
Teil 3914. Apr. 2020
Wir sind so begeistert und im " Jagdfieber " , daß wir , als wir Olifatrus erreichen , nur kurz einchecken und gleich noch weitere Wasserlöcher anfahren .Vor lauter Angst , die Tiere könnten schnell verschwinden , lege ich nicht so sehr viel Wert auf die Qualität der Fotos . Stattdessen bin ich froh , sie überhaupt zu erwischen . Aber irgendwann rückt der Abend näher und wir müssen ins Camp und unser Lager aufschlagen . Als wir unser Abendbrot vorbereiten , stellen wir fest , daß unser Brot schimmelig geworden ist . In dem kleinen Kiosk gibt es allerdings keines zu kaufen . Zum Glück gibt es aber fertige Sandwichs zu kaufen - na ja - sättigt auch . Dann hält uns aber nichts mehr und wir gehen auf den schön angelegten Hide .
Das sind ja mal wieder tolle Motive für mich und die Kamera glüht .
Leider ist die Beleuchtung des Wasserloches nicht nach meinem Geschmack und fototechnisch eher bescheidenschön . Dennoch will ich euch die letzten Aufnahmen unseres 1. Tages im Etosha nicht vorenthalten .
Wir konnten unser Sichtungsglück kaum fassen . Nun fehlten ja eigendlich nur noch die " Katzen " . Ich glaube , an diesem Abend bin ich mit einem Lächeln auf dem Gesicht eingeschlafen .
Teil 4015. Apr. 2020
03.07.2016
Noch vor den ersten Sonnenstrahlen waren wir auf den Beinen , auf der gut gefüllten Campsite war es noch friedlich und still . Da wir noch nicht frühstücken konnten - ihr erinnert euch - unser Brot war schimmelig und der Kiosk noch nicht geöffnet - machte ich erst einmal einen Kontrollgang zum Wasserloch .
Ein paar durstige Oryxs waren schon vor Ort . Selbst um 7.00 Uhr war es noch sehr still auf der Campsite und wir konnten in Ruhe die Sonne begrüßen .
Anschließend scheuchten wir unseren Sohn , der der englischen Sprache mächtiger ist als wir , los zum Kiosk , um denen ein Toastbrot aus den Rippen zu leiern . Leider hatte er keinen Erfolg , obwohl er das Mehrfache des eigendlichen Preises anbot . So mußten wir am frühen Morgen wieder mit den warmen überbackenen komischen Toastetwas zurecht kommen - der Hunger trieb es rein .
Ein weiterer Besuch des Wasserlochs zeigte uns , daß nun das Leben so langsam erwachte .
Obwohl wir so zeitig aufgestanden waren , kamen wir dennoch erst gegen 9.45 Uhr von Olifantsrus los - so hatte ich mir das nicht gedacht . Eher so - der frühe Vogel .... Meine Männer sahen das gelassen , ich jedoch hatte das Gefühl , wichtige Sichtungen zu verpassen 😠 . Kaum unterwegs sahen wir dann diese Beiden . Und am nächsten Wasserloch ( habe mir leider nie die Namen aufgeschrieben ) eine Elimutter mit Kind . Es war mittlerweile 10.15 Uhr
Oh - wie süß !!!!! Doch plötzlich nahmen meine Augen gaaaanz weit hinten am Gebüschrand eine Bewegung wahr . Durch das Fernglas konnte man die Beiden ganz gut erkennen , aber mit meiner ca. 120,00 Euro teuren Exilim Kompaktkamera sah das schon ein wenig schwieriger aus . Ehe die Objekte meiner Begierde im Focus gefunden und rangezoomt waren , verging eine gefühlte Ewigkeit . Daß sie dann auch noch scharf wurden , hoffte ich vergeblich . Spätestens jetzt wünschte ich mir so ein Teleoschi wie die Eulenmuckels es haben 😄 . Dennoch will ich euch an unserer Sichtung teilhaben lassen .
Na gut - hier waren sie scharf 😄
Na da hatten wir ja wahnsinniges Glück gehabt . Wir hatten die Beiden selbständig entdeckt und in Ermangelung weiterer " Spanner " auch für uns ganz alleine . Nur eben seeehr weit weg - man kann ja nicht alles haben . Och manno - was war Conny glücklich !!!!!! Nur zwei Fakten störten mich an der Sichtung wirklich : 1. mein Mann wurde durch diese " späte " Sichtung natürlich in seinen Ansichten über Frühstück oder zeitig aufbrechen bestätigt 2. wie gerne hätte ich dieses Erlebnis auch mit meinen anderen Kindern geteilt Leider waren die Beiden dann total erschöpft und bewegten sich keinen Zentimeter mehr . Durch das angestrengte Starren unsererseits brannten unsere Augen schon und es verschwamm alles in wogendes gelbes Etwas . Das machte nun keinen Sinn mehr und wir verließen diesen aufregenden Ort .
Die restliche Fahrt bis Okakauejo war dann eher ereignislos - die Wasserlöcher leer , gesperrt bzw . war an ihnen nicht viel los .
Teil 4116. Apr. 2020
Um 14.00 Uhr erreichten wir Okaukuejo . Hier hatten wir in Ermangelung einer freien Campsite unsere einzige feste Unterkunft . Dementsprechend war dies auch unser bei Weitem teuerstes Quartier , denn wir mußten ja 2 Doppelzimmer nehmen ( wie macht man das mit einer Aufbettung für einen 21 - jährigen ? ) Im Vorfeld hatten wir meist nicht so gute Kritiken über das Camp und das Essen gelesen . Dafür sollte das Wasserloch spektakulär sein . Nach der Besichtigung unserer Zimmer gingen wir zum Wasserloch , dort war allerdings nicht viel los . Deshalb bestiegen wir erst einmal den Turm .
Kaum oben angekommen sahen wir eine riesige Herde Elefanten auf das Wasserloch zusteuern . Wir also im Affenzahn wieder runter , schnell Brot gekauft und uns ebenso schnell für das Abendbrot angemeldet ( da konnte mal alles im Auto bleiben ) und flugs zum Wasserloch . Gerade rechtzeitig waren wir da - die Elefanten kamen zeitgleich an . Insgesamt zählten wir über 40 Elefanten in allen Größen . War das ein Schauspiel .
Als die Herde nach über einer halben Stunde so langsam wieder von dannen zog - unter lautem Trompete - trauten sich auch andere Tiere an das Wasserloch .
Mittlerweile war es auch von Touristen gut besucht , die sich Gott sei Dank alle ruhig verhielten . Mittlerweile hatte ich meinen Tribünenplatz geräumt und mich über die kleine Mauer gebeugt um fürs fotografieren eine andere Perspektive zu haben . Ich war total auf das Motiv fokusiert als etwas Weiches meinen Arm streifte . Erschrocken schrie ich auf . Alle Touris schauten jetzt natürlich mit tadelnden Blicken zu mir - höchst peinlich !!! Den Übeltäter konnte ich dann nur noch unscharf erwischen . Danach wurde es Zeit für die Dusche und das Abendbrot . Zwischendurch war ich nochmals am W . - Loch .
Das Essen war dann entgegen aller Befürchtungen besser als erwartet . Auf der Tribüne klang dann dieser aufregende Tag aus .
Insgesamt sahen wir abends eine Elefantenherde mit ca. 20 Tieren und 3 N . - Hörner neben anderem Kleingetier .
Teil 4217. Apr. 2020
04.07.2016
Obwohl ich das Schlafen im Bett genossen hatte , war ich wieder früh auf den Beinen und mit einem Pott Kaffee ausgerüstet am Wasserloch . Dazu muß ich sagen , daß ich eigendlich nicht so der Morgenmensch bin und gern ausschlafe - im Urlaub ist das zum Glück anders . 😁 Am Wasserloch ist " tote Hose " , aber auch ohne Tiere genieße ich die morgendliche Stille .
Nach dem Frühstück , das ganz passabel ist ( wir sind aber auch nicht sehr anspruchsvoll ) bietet sich uns das selbe Bild - nichts los . Nach ein paar Bildern vom Camp starten wir gegen 9.30 Uhr Richtung Halali .
Im Camp war es sehr windig und dadurch auch sehr sandig , dies wurde auch während der Fahrt nur langsam besser .
Auf dem Weg zum nächsten Camp fuhren wir sämtliche Wasserlöcher an und fuhren auch so manchen Schlenker . Zu sehen gab es unterwegs immer mal so manches Getier . Doch der staubige Wind machte das Fotografieren nicht gerade einfacher . Außerdem zogen meine Fotoobjekte es vor , sich ständig zu bewegen - na sowas aber auch - unerhört !
Teil 4318. Apr. 2020
Als wir am Nachmittag Halali erreicht hatten , war das Camp schon recht voll . Die Stellplätze waren sehr eng beieinander . Am Schlimmsten empfand ich jedoch den Zustand der Sanitäranlagen - alles war überschwemmt , dreckig und mit Toilettenpapier ( so eine Verschwendung würde sich heutzutage keiner erlauben 🤩 ) zugemüllt . Das lag nun aber nicht am Reinigungspersonal , welches sich redlich Mühe gab , sondern an den Benutzern dieser Einrichtung selbst 😈 . Scharen von Jugendlichen hatten wohl eine neue Freizeitaktivität für sich entdeckt . Kurzzeitig wurden sie von ihren Aktivitäten abgelenkt , als ein Honigdachs die Bühne betrat . Zu Anfang strömten die Schaulustigen zusammen und erfreuten sich am Anblick des Tieres , welches nach Fressbaren im Müll suchte .
Aber blitzschnell schlug die Stimmung um , denn der kleine Kerl fing an zu fauchen und auf die Menschen los zu laufen . Fotos machte ich nun auch nicht mehr , aber ich amüsierte mich doch ein wenig bei der Beobachtung der Leute . Teilweise liefen sie panisch weg , ein Mann sprang behände auf einen Tisch - als wenn der Dachs da nicht hoch gekommen wäre , wenn er gewollt hätte ! Wollte er aber nicht . Anscheinend fühlte er sich von den vielen Menschen bedrängt und suchte nun Schutz vor ihnen - natürlich - wie konnte es anders sein - unter unserem Auto . Micha nahm vorsichtshalber mal einen kräftigen Knüppel von unserem Feuerholz zur Hand ( lieber Sascha - ich hoffe du entschuldigst das ) . Aber der Dachs beruhigte sich schnell wieder und trollte sich , so daß der Knüppel nicht zum Einsatz kommen mußte - aufatmen unsererseits . Dann ging es erst mal zum sehr schön angelegten Wasserloch also - das war noch auf dem Weg zum Wasserloch zu entdecken
und wir bekamen auch gleich Besuch .
Zum Sonnenuntergang belebte sich die ganze Szenerie dann erheblich . Auf Löwen oder andere Katzen warteten wir leider vergeblich . Jemand erzählte , daß vor 2 Tagen ein Löwe ein Kudu direkt am Loch gerissen hätte - na da war der wohl noch satt 😕 .
In der Dunkelheit kamen dann noch 3 N - Hörner , die sich immer wieder ein kleines Gefecht boten und dabei für eine tolle Geräuschkulisse sorgten . Lange saßen wir hier und genossen das Schauspiel . Mit den Sichtungen der letzten Tage waren wir sehr zufrieden - na ja ein wenig mehr Katze könnte ruhig noch kommen . Morgen war ja auch noch ein Tag .
Teil 4418. Apr. 2020
05.07.2016
An diesem Morgen kamen wir doch tatsächlich um 8.00 Uhr von der Campsite los - vermutlich wegen des total schönen Charmes dieser Location 🤩 . Nun hatten wir noch 2 Übernachtungen vor uns . Diese hatte ich am Waterberg eingeplant . Aber erst einmal war natürlich nochmals Gamedrive angesagt - bis Namutoni nahmen wir jeden Schlenker mit und wurden mit Sichtungen belohnt , wenn auch nicht unbedingt spektakulär
.t
Dann erreichten wir Fort Namutoni und sahen uns dort etwas um .
Teil 4519. Apr. 2020
Dann fuhren wir langsam Richtung Ausgang , Tiere sahen wir nicht mehr viele . Am Tor merkten sie doch tatsächlich , daß wir die Aufenthaltszeit überschritten hatten . Wir waren ja vor Tagen um 9.00 Uhr am Galton Gate eingefahren . Und 9.00 Uhr war nun natürlich schon längst durch . Also dürfen wir noch eine Ehrenrunde bis zum Ford Namutoni und zurück drehen . Gesehen haben wir dabei noch einmal einen stattlichen Elefanten direkt auf der Straße vor uns , allerdings weit weg
Kaum waren wir aus dem Park raus , sahen wir die ersten Ansiedlungen .
In Otavi mußten wir dann noch ein paar Lebensmittel erwerben und der Tank verlangte auch wieder eine Füllung . Bei Ersterem waren wirschnell fündig , aber tanken konnten wir nicht .
Und dann merkten wir alle drei , daß so irgendwie die Luft aus uns raus war . So richtig Lust auf die doch längere Strecke bis zum Waterberg hatte keiner von uns . Also beschlossen wir , die letzten 2 Tage einfach austrudeln zu lassen . Wir waren ja auch so mit Eindrücken vollgefüllt - da passte einfach nichts mehr rein .
Kurz hinter Otavi kamen wir an der Khorab Lodge vorbei . Na nehmen wir doch gleich die . Am Tor stand , man solle zum Öffnen des Tores anrufen . Gelesen - getan . Und prompt ging das Tor auf - na das ging ja überraschend schnell . Die Lösung war auch ganz einfach - hinter uns war der Lodgebesitzer gerade gekommen und hatte mit seiner Fernbedienung geöffnet 😁 . Das Lodgegelände war sehr gepflegt und gefiel uns gut . Vor allem das viele Grün und die Blumen taten den Augen gut - war es im Etosha ja doch recht grau gewesen .
Auch für die Bildung taten wir etwas .
Wer sich weitergehend bilden möchte - den Zwischentext habe ich auch - wollte nur nicht alles posten . Den Rest des Nachmittags gammelten wir einfach nur mal so rum - tat auch mal gut . Wir hatten ja schließlich URLAUB 😄 .
Die Campsite selbst war dann zwar nicht so überwältigend angelegt , aber das störte uns nicht wirklich . Die eigentümliche Aussaat des Rasens fanden wir dann doch ganz originell .
Teil 4619. Apr. 2020
06.07.2016 Der Nachteil der Campsite war , daß er verhältnismäßig nahe der Straße war , und man somit den Straßenverkehr hörte . Geweckt wurden wir allerdings von Graulärmvögeln .
Wir gingen diesen Tag wieder gemütlich an , da wir ja keinen Zeitdruck hatten .
Kurz nach Abfahrt sahen wir doch tatsächlich unseren 1 . Zug in Namibia .
Die Fahrt auf der asphaltierten Straße ging zügig voran
und in Okahandja legten wir einen Stop bei den Holzschnitzern ein . Natürlich wurden wir sofort von den Händlern belagert . Wir fühlten uns jedoch nicht bedrängt oder unwohl . Auch als wir bei einer Dame unseren Einkauf getätigt hatten , blieben die Leerausgehenden freundlich .
Zum Nachmittag steuerten wir dann Düsternbrook an , obwohl sich ja hier die Geister scheiden 😐 . Schon bei der Anfahrt , die sehr spannend war ( man fuhr über irgendein Betriebsgelände ? ) , sahen wir einige Tiere .
Und dann lag Düsternbrook vor uns - der erste Eindruck gefiel uns .
Teil 4719. Apr. 2020
Leider waren wir für die Geparden - und Leopardenfütterung zu spät gekommen , aber für den nächsten Vormittag konnten wir vorbuchen . Nach Einrichtung der Campsite machten wir eine kleine Wanderung .
In der Zwischenzeit waren noch 2 weitere Camperparteien eingetroffen . Darunter auch eine holländische Familie mit 2 pubertierenden Mädchen , die gerne reiten wollten . Na ja - das gab so manche Diskussionen - hab ja auch nicht alles verstanden - aber der Vater tat mir leid !!! Sie waren erst an diesem Tag in Namibia gelandet . Dementsprechend vollbeladen mit Einkäufen war ihr Auto . Das sie damals aber schon von Corona wußten 😮 - jedenfalls hatten sie - so glaube ich mich zu erinnern - 3 Großpackungen ( wieviel Rollen sind da jeweils drin - 10 ? ) Toilettenpapier gebunkert . Sehr umsichtig und vorausschauend 😄 .
Da meine Männer sich mit dem Grillen beschäftigten , hatte ich wieder frei . Das hatte ich viel in diesem Urlaub - stimmt `s ? Darum sah ich mich noch ein wenig in der näheren Umgebung um .
Unter anderem kam ich auch zum Privatfriedhof , dessen Tor offen war und mich zum Besuch einlud .
Ein wenig nachdenklich stimmte mich dieser Anblick dann aber doch . War schon alles für den Nächsten vorbereitet ?
Da unser Getränkevorrat fast zur Neige ging , hatten wir uns an der Bar angemeldet . Als wir zum vereinbartem Zeitpunkt eintrafen , waren wir die einzigen Gäste und blieben es auch . Deshalb nahmen wir auch jeder nur 1 Getränk an dem eigens für uns entzündeten Kamin ein .
Anschließend ließen wir unseren letzten Abend in Afrika an unserem Lagerfeuer ausklingen .
Teil 4819. Apr. 2020
07.07.2016
Heute begann nun unser letzter Tag in Namibia - seufz. Gestern Abend hatten wir wohl doch noch genug Getränke , denn keiner von uns hatte noch Lust gehabt , die diversen Kisten ins Auto zu räumen . In der Nacht war Micha wach geworden und hatte alles verstreut auf der Campsite vorgefunden . Welche Tiere hatten uns da nachts besucht ?
Um 9.00 Uhr hatten wir dann unsere gebuchte Fütterungsfahrt und wir gingen sehr zwiespaltig an diese Aktion heran . Hätten wir im Etosha Leoparden oder Geparden gesichtet , hätten wir wohl von diesem " Ausflug " Abstand genommen . Außer uns war noch ein älteres Pärchen aus Amerika mit im Auto . Sie saßen , Gott sei es gedankt , hinter uns . Die ganze " Geschichte " dauerte ca. 45 Minuten und war so " NA JA " aber wir haben mal welche gesehen .
Wir hätten vielleicht auch ein wenig mehr Freude an dem Geschehen gehabt , wenn die Amerikaner nicht dabei gewesen wären . Denn : 1. erzählten sie lautstark und ununterbrochen - oh nice and beautiful 2. hatten beide solche riesigen Teleoschies , denen nie eine Pause gegönnt wurde und die einfach nur nervig Klick - Klick - Klick machten . Wenn man dieses Geräusch ständig im Nacken sitzen hat , stellen sich einem bald die Haare und ebenfalls die Ohren auf .
Zum Abschluß kam das spektakuläre " Fleischverstecken " auf einem Baum - da hat Micha dann aber gefilmt und es existieren keine Bilder . Ich hingegen freute mich noch über ein halbwegs brauchbares Foto eines Tokos .
Teil 4919. Apr. 2020
Auf der Rückfahrt zum Haupthaus winkten uns zwei Kinder fröhlich zu und auch unser Fahrer war sehr freundlich und lustig
Na ja , wenn alle Fotos der Amerikaner soo geworden sind 😗 !!!
Die Rückfahrt nach Windhoek ging dann ziemlich schnell . Auf dem Weg zur B1 sahen wir nochmals ein paar Tiere .
In Windhoek angekommen nutzten wir die Zeit um uns wenigstens ein wenig die Stadt anzusehen .
Die Autorückgabe und der Transfer zum Flughafen verliefen reibungslos . Wehmütig ( oder neudeutsch - wegmütig ) sahen wir unseren Flieger stehen .
Ja und dann hatte uns der Luftraum für ca . 10 lange Stunden wieder und ein super toller Urlaub ging dem Ende entgegen .
Teil 5024. Apr. 2020
Ausklang
Nun haben wir gemeinsam diese tolle Reise beendet . Für uns war es ein total genialer , erlebnisreicher und beeindruckender Urlaub , bis dahin der Beste . Der Afrikavirus hat uns , wie sehr vielen hier im Forum , gleich in der Kalahari erwischt und hat von uns Besitz ergriffen . Die Zeit ist wie im Fluge vergangen und dennoch hatte ich das Gefühl , ewig unterwegs gewesen zu sein . Die Tour war für ein erstes Kennenlernen für uns genau richtig . Manche Orte würde ich gerne ausgiebiger erkunden , andere Orte waren es wert , besucht zu werden ( z.B. Fishrivercanyon ) . Schade fanden wir , daß wir nur einem von unseren 3 Kindern dieses Erlebnis bieten konnten , gerne hätten wir diesen Urlaub mit der gesamten Familie erlebt .
Zum Schluß möchte ich allen Lesern , Buttondrückern und Kommentatoren herzlich danken - ohne euch hätte das Berichten nicht so viel Spaß gemacht . Nun möchte ich euch aber bitten , alle auszusteigen ( ein paar Mitfahrer habe ich anscheinend unterwegs verloren - schade ) . Ich hoffe , daß es euch nicht so geht wie Gromi und ihr entspannt den Bericht genossen habt . Ich hoffe , daß irgendwann die Reise ins Kaokoveld stattfinden kann und werde dann davon berichten . Seid lieb gegrüßt und bleibt gesund !!! Conny