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Reisebericht · namibia-forum.ch

Kenia - "Vögel im Regen"

von Burschi · Geführt · 30 Teile

Über diesen Reisebericht

Zu zweit reisen wir rund drei Wochen im November mit dem auf Vogelbeobachtung spezialisierten Veranstalter Bushtruckers durch Kenia, geführt von einer deutschsprachigen Guide, der kein Vogelruf entgeht. Die Route führt vom Ol-Donyo-Sabuk-Nationalpark über den Meru-Nationalpark und das Samburu-Reservat zum Aberdare-Nationalpark, weiter an den Baringosee, in einen tropischen Regenwald nahe Eldoret und schließlich zu den Seen Nakuru, Elementaita und Naivasha. Übernachtet wird fast durchgehend in Lodges, nur in Meru einmal im Zeltcamp.

Statt der erwarteten trockenen Novemberlandschaft trifft uns eine ungewöhnlich heftige kleine Regenzeit: Gamedrives in Meru sind nur auf der Hauptpiste möglich, ein Ausflug im Regenwald wird wegen Dauerregens ganz abgesagt, und viele Vogelbilder entstehen im Dunst oder durch die Seitenscheibe. Trotzdem kommen wir auf 275 beobachtete Vogelarten. Bei den Säugetieren erfüllen sich zwei Wünsche von meiner Liste, die Netzgiraffe und die Rothschild-Giraffe, dazu mehrfach Gerenuks; die erhofften Grevy-Zebras bleiben aus. Breitmaulnashörner zeigen sich rund um Nakuru, am Lake Elementaita ziehen Hunderte Flamingos vorbei, und bei der Bootsfahrt auf dem Naivashasee sind es vor allem Pelikane und andere Wasservögel.

Der Baringosee, wo einheimische Vogelkenner uns zu Fuß zu Eulen und seltenen Nachtschwalben führen, wird für uns zur Nummer 1 der Reise; am liebsten wären wir dortgeblieben. Am Ende bleibt der Eindruck: Diese Safari war Programm, kein Urlaub, aber mit einer Vogelliste, die jede nasse Fotostunde aufwiegt.

Diese Zusammenfassung wurde automatisch erstellt und vom Autor freigegeben.

Teil 113. Jan. 2020

Hallo Fomis!
Nach unserer Abschiedsreise nach Namibia habe ich mir vorgenommen, wenigstens noch ein paar neue bzw. andere Orte in Afrika aufzusuchen. Eigentlich war die Entscheidung dazu ja schon früher gefallen, denn die Reise nach Kenia habe ich schon rund ein Jahr zuvor geplant. Warum Kenia? Nun, zum Einen war ich noch nicht in diesem Land und zum anderen ist es ja ein klassisches Safariland und schließlich gibt es dort ein paar Tierarten, die ich unbedingt in meinem Leben noch einmal in freier Wildbahn sehen wollte. Das sind: Das Grevy-Zebra, die Netzgiraffe, die Rotschildgiraffe und das Gerenuk oder die Giraffengazelle.
Hier im Forum bin ich zudem auf einen Tour-Anbieter gestoßen, der sich auch auf Vogeltouren spezialisiert hat. Das war „Bushtrucker Tours“ geführt von der Schweizerin Elvira Wolfer. Deren Berichte über Safaris und vor allem die Bilder haben mich sehr beeindruckt. Dann war da aber auch die Möglichkeit neben vielen Vögeln gezeigt zu bekommen, dass die Tour deutschsprachig geführt wird und meine Frau sich bei der Verständigung etwas leichter tut.
Den Zeitpunkt der Reise habe ich aus zwei Gründen auf den November gelegt. Ich möchte unbedingt der kalten, grauen Jahreszeit bei uns entkommen und dann ist ja Anfang November die „kleine“ Regenzeit in Kenia, sodass die Landschaft dann schon schön grün ist. Außerdem befinden sich dann auch schon viele europäische Zugvögel vor Ort. Mit einer Regenzeit, die heftiger als in den letzten Jahrzehnten ausfiel, konnte man allerdings nicht rechnen.
Daher auch der Titel des Reiseberichtes in Anlehnung an "Gorillas im Nebel". er hätte auch lauten können "Wünsche versinken im Wasser" oder "Eine Safari ist kein Urlaub!" oder "Wieder einer für die Liste!". Erklärungen dazu im Laufe des Berichtes. Dem Titel gemäß wird der Reisebericht etwas vogellastig werden. Wer daran kein Interesse hat, kann also jetzt bereits zu lesen aufhören. Ich werde aber ab und zu auch ein paar Vierbeiner einbauen. Schon mal vorweg. Ich habe in den drei Wochen 275 Vogelarten sehen können, Elvira, unser Guide, brachte es auf etwas über 300, 🤩 aber sie war auch ununterbrochen auf Vogeljagd und einen "Husch-weg isser-Vogel" 😈 habe ich nicht notiert, auch keinen "Gegendie Sonne-Schwarzvogel" 😎 ,den ich nicht identifizieren konnte. Elvira sieht außerdem Vögel schon, bevor sie überhaupt da sind! 🤩
Und dann muss ich mich auch gleich am Anfang für die Qualität der Bilder entschuldigen. Die Lichtverhältnisse waren oft miserabel, die Vögelchen oft weit weg oder durch einen Regenvorhang kaum zu fotografieren. Reine "Belegbilder" zeige ich aber nicht. Ich will versuchen an jedem Tag immer einen Safaritag abzuhandeln.
Na, dann kann es ja losgehen.
Das erste Abenteuer war schon der Abflug am 9. November von Nürnberg aus. Bis um 24.00 Uhr am Vortag gab es einen Streik bei der Lufthansa. Große Frage; Wird der Flug am frühen Morgen am 9.11. pünktlich gehen? 😐 😐
Aufstehen um 3.45 Uhr! Aber keine Sorge, der Flug ging pünktlich nach Frankfurt und von dort auch pünktlich nach Nairobi. Nach schon schlechteren Erfahrungen mit Lufthansa hier mal ein Lob. Pünktlich auf die Minute, ordentliches Essen, gutes Bord-Entertainmant.
Wir landen pünktlich um 21.45 Uhr in Nairobi und begeben uns umgehend zu den Einreiseschaltern. Ich gebe die Formulare ab und pro Person 50US$. Bei der Gepäckausgabe stehen unsere Koffer schon bereit. Alles geht relativ fix!
Josef, der von Elvira angekündigte Taxifahrer, fährt uns 35 km durch das nächtliche Nairobi und bringt uns um 23.00 Uhr zum „Max-land Hotel“.
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Die nächtliche Autofahrt zum Hotel war abenteuerlich. Es war wieder Afrika, doch bereits der erste Eindruck zeigte ein anderes Afrika als das im Süden. Nairobi ist mit 6 – 7 Mill. Einwohnern eine riesige Stadt, von der wir in der Dunkelheit wenig gesehen haben. Eine Orientierung ohne Schilder in der Nacht mit einem am Flughafen übernommenen Mietwagen wäre unmöglich gewesen. Gefahren und überholt wird hier, wo gerade Platz ist. Da bin ich mal gespannt auf weitere Abenteuer.
Der erste Schock! 🤩 🤩 Vor dem Hotel ist ein riesiger Rummel, es ertönt lautstarke afrikanische Disco-Musik. Von einer Buchung weiß die Rezeptionistin nichts, lässt sich aber schließlich von Josef doch überreden, uns ein Zimmer zu geben. Getränke? Gibt es in der Disco! Nein danke! Zum Glück steht auf dem Zimmer Wasser und ich habe noch ein halbes Schnitzelbrot von Zuhause.
Kurz nach Mitternacht bin ich im Bett. Schlafen? Fast trotz großer Müdigkeit nicht möglich, denn manchmal lässt der Disco-Lärm sogar das Bett erzittern. 😈 😈
6.00 Uhr stehe ich auf, um 6.20 Uhr wird es hell, um 6.30 Uhr kommt ein Mädchen und fragt, wann wir Frühstück wollen. Um 7.00 Uhr! Seltsames Hotel! 😐 Draußen schreit ein Hadedah. Der erste Vogel! Ich bin in Afrika! 🙂 🙂
Um 8.30 Uhr sitzen wir immer noch und warten auf das Frühstück. Inzwischen ist Elvira eingetroffen und stellt den weiteren Reiseplan vor. . Dann wird endlich Kaffee gebracht und ein Omelett und ein Würstchen. Sehr übersichtlich! Im Nachhinein das schlechteste Frühstück der Reise. 😵 😈
Um 8.45 Uhr kommen wir endlich los.
Um 9.45 Uhr sind wir bei den „Fourteen Falls“, unserem ersten Reiseziel, einem kleinen aber leider völlig vermüllten Naturparadies. In 14 Wasserfällen fällt hier das Wasser einige Meter in die Tiefe.
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Die Kulisse ist beeindruckend.
Um 11.00 Uhr fahren wir weiter, das heißt, erst mal ein Stück zurück und sind dann um 11.20 Uhr am Oldonyo-Sabuk Nationalpark.
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Nach den Eingangsformalitäten wandern wir erst ein wenig herum und suchen Vögel.
Ein Samtweber (Yellow Bishop) präsentiert sich auf einer Bougainvilla.
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Um 12.30 Uhr beginnen wir mit der Auffahrt auf den 2200 m hohen „Gipfel“ des Oldonyo Sabuk. Es sind zwar nur neun Kilometer, aber wir brauchen gut eine halbe Stunde auf dem zum Teil sehr steilen und holprigen, engen Weg nach oben.
wir halten öfter mal für einen Vogel an, z.B. für einen Braunrücken-Pieper:

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Von 13.00 bis 14.00 Uhr machen wir Mittagspause und bekommen ein Lunchpaket. Gipfel, tolle Aussicht? Denkste! Wir sitzen auf einem Rastplatz auf einer Wiese, die in Blickrichtung von Hecken und Bäumen umgeben ist und nach hinten einen Wald von Antennenanlagen aufweist.

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Um 14.30 Uhr verlassen wir den Gipfel wieder und fahren langsam zurück. An der Lord McMillan Graveside halten wir kurz und schauen in die unter uns liegende Ebene.

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Es ist eines der wenigen "Schönwetterbilder" dieser Reise!
16.30 Uhr sind wir im „Hotel Blue Post“, Duschen als erstes, trinken dann das erste „Tusker“ .
Eine Zwei-Mann Life-Band spielt eine zunächst nette, auf die Dauer aber ununterbrochen gleiche Melodie. Der Garten ist voll mit Tagestouristen. Nach einem recht ordentlichen Abendessen sinken wir um 20.45 Uhr erschöpft ins Bett.
Das war der erste Tag. Morgen geht es weiter!
Liebe Grüße:
Burschi

Teil 213. Jan. 2020

Hier bin ich nochmal kurz:
ich vergaß zu erwähnen, dass sich schon am ersten Tag ein Vorteil der Reisezeit zeigte: Kenia blüht!

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Bitte verlangt aber nicht von mir, dass ich jedes Blümlein identifiziere. Diese habe ich auf dem Gipfel des Oldonyo Sabuk aufgenommen.
Übrigens: das Blue Post Hotel war für eine Übernachtung eine schöne Zwischenstation.

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Alles o.k., leider nur ein wenig voll mit Tagestouristen. Und kaum war ich am Abend bei einem Spaziergang am kleinen Wasserfall ...

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... begann es auch schon zu regnen. Das ist dann auch der rote Faden für die nächsten Tage!
LG Burschi

Teil 314. Jan. 2020

Guten Morgen dann zusammen,
Um 5.20 Uhr stehe ich auf. Ich habe nicht besonders gut geschlafen. Zum Glück beruhigte das Rauschen des Wasserfalls etwas. Dafür hat man den Regen nicht gehört, der fast die ganze Nacht anhielt. Pünktlich um 6.00 Uhr gibt es Frühstück und bereits um 7.15 Uhr sind die Koffer verladen und wir verlassen das Hotel wieder. kurzfristig hat der regen mal aufgehört und ich kann den Foto auf einen Gelbschnabel-Milan richten
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und einen Blick auf die wunderschönen Jacarandas rings um das Hotel werfen.
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Kurz nach Abfahrt - heute ist ein langer Fahrtag! - regnet es wieder und das bleibt den ganzen Tag mit einigen Pausen immer so. Um 8.40 Uhr umhüllt uns dichter „Novembernebel“. Da hätten wir auch zu Hause bleiben können!
Trotz allem versuche ich möglichst viel vom Land aufzusaugen. Als ehemaliger Geograph ist man an allem interessiert, auch wenn man eine "Vogelsafari" gebucht hat. 🙂 😉 Leider aber behindert mich das Safarifahrzeug in meinem beobachtungsdrang doch erheblich. Wir sitzen in der zweiten Reihe hinter Fahrer und Guide ein ganzes Stück erhöht, sodass ich bei aufrechtem Sitzen mit Blick nach vorna nur den Asphalt vor uns oder das Autodach über uns sehe. Wende ich den Blick nach links sehe ich in Augenhöhe den Türrahmen, beim Blick nach rechts sehe ich meine Frau und die kenne ich schon. 😉
Also muss ich mich ständig bücken, um etwas von Land und Leuten mitzubekommen. Folge: ich steige nach Ankunft mit schmerzendem Rücken und verspanntem Nacken aus. 😠 😠
Mein Begehren, möglichst viel von Land und Leuten zu fotografieren und festzuhalten, wird von Elvira gebremst. Ich darf keine Fotos machen, auf denen Menschen zu sehen sind, sie befürchtet unnötigen Ärger mit der Polizei, die in solchen Fällen recht unangenehm sein soll.
Also mache ich heimlich durch die Seitenscheibe einige Fotos während der Fahrt mit einer kleinen Kamera. Und das bei Regen! Damit ist die Qualität der Bilder klar. Viele lösche ich am Abend gleich wieder, aber ein paar Eindrücke will ich euch doch vermitteln.
Wir umfahren Nyeri und biegen Richtung Nanyuki ab.
Ich bin überrascht von der Buntheit der Häuschen am Straßenrand, bemerke aber bald, dass da Farbensponsoren mitgeholfen haben. Sehr häufig Coca Cola
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oder ein Mobilfunkanbieter (Safari.com)
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Eine Augenweide aber sind die unendlich vielen Motorräder! 🤩 🤩 Was damit alles transportiert wird! ich glaube inzwischen, dass es in Kenia mehr Motorräder als Einwohner gibt! 😄
Und es wird trotz Regens gefahren 😄
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In Nanyuki selbst haben wir dann einen etwas längeren Aufenthalt, weil in einer Werkstatt die Radaufhängungen neu geschmiert werden müssen. Um 13.40 Uhr passieren wir Meru-Stadt. Nun geht es bergab, von 1600 m auf 600 m in die Meru-Ebene. Die letzten zehn Kilometer bis zur Lodge sind Gravelroad, die tief ausgewaschene, mit Wasser gefüllte Furchen hat.
Um 14.30 Uhr sind wir am Tor des „Ikweta Camps“ (Ikweta = Äquator). Die Unterkunft als „Zelthäuschen“ gefällt uns sehr gut. Es liegt mitten im Busch.

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Von 15.00 bis 16.30 Uhr nehmen wir das „Mittagessen“ ein. 😗
Von 16.30 bis 17.00 Uhr können wir endlich mal - es tröpfelt nur noch ein wenig! - in einen Swimmingpool und die Knochen ausschütteln. Eigentlich wollte Elvira noch einen Vogelrundgang machen, doch den können wir ihr nach der langen Fahrt für uns zumindest ausreden, sie selbst ist ununterbrochen mit Kamera und Liste unterwegs. Man hört sehr viele Vögel, doch das Lodgegelände ist so dicht bebuscht, dass man kaum welche sieht. 🙁
Um 21.45 Uhr sind wir im Bett. Das Schlafen ist nicht so leicht, denn ununterbrochen klingelt ein Wecker. (Es ist eine Froschart! 😈 🤩 😄 ) Es singt später sogar eine Nachtigall. Damit hatte ich icht gerechnet, sie hier zu hören, aber Elvira kann das bestätigen und nimmt sie (ohne Foto!) in die Liste auf.
Ab 23.00 Uhr bricht ein Wolkenbruch über uns herein. Die Frösche stört das nicht! 😈
LG Burschi

Teil 414. Jan. 2020

Da bin ich nochmal,
zunächst noch eine kleine Anekdote vom letzten Tag.
Natürlich vergisst der Burschi beim Einpacken immer etwas. Dieses Mal war es ein Medikament. Sch... Wo finden wir eine Apotheke oder sowas?
Wir sind an etlichen Supermärkten vorbeigefahren, die mich schon interessiert hätten, was die für tolles Angebot haben.
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Aber für solche unnötigen Besuche ist Elvira nicht zu haben. 😄 Beim Halt in Nanyuki habe ich dann ein "Chemists" aufgesucht. Das Medikament hatte er natürlich nicht, aber ein Vergleichbares mit dem gleichen Wirkstoff gab sein Computer her. Ich habe es erfreut gekauft - habe zur Sicherheit nochmal nachgegoogelt - und 3,50 € bezahlt für die Packung, statt 37 € zu Hause! 🤩

Und weil gestern der "Fahrtag" nicht so ergiebig war, hänge ich den nächsten Tag gleich noch an.
5.25 Uhr stehe ich auf, es regnet noch immer. Wasser kommt auf der Seite ins Zelt.
Um 6.00 Uhr gehen wir mit Regenausrüstung zum Frühstück und trotz Dauerregens fahren wir um 6.55 Uhr los und sind zehn Minuten später am Tor des Meru Nationalparks. Dort erklärt der Parkwächter, dass nur der Hauptweg befahrbar ist, alle Abzweigungen sind verschlammt.
Es schüttet wie aus Kübeln. Gamedrive bei diesem Wetter? Gute Bilder??? Kannst vergessen!
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Manchmal konnte ich für Fotos nicht mal das Seitenfenster aufmachen! 😈
Und es war wirklich nur der Hauptweg befahrbar!
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Aber wer Elviras Enthusiasmus für Vögel kennt, weiß, dass sie sich davon nicht abschrecken lässt und so fügte sie Vogel um Vogel auf die "Liste", z.B.:

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Dreifarbenglanzstar

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Weibchen vom Maronenweber

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Rotflügellerche

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Männchen vom Maronenweber
Und alle frisch gewaschen! Aber der Föhn war wahrscheinlich wegen Stromausfalls defekt. 😛 🙁
Da brauchst du gar nicht so zu lachen, du doofes Zebra!

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Und dann gelang uns noch die Sensation! Eine Neuentdeckung! ein Somalistrauß (Blauhalsstrauß) mit rotem Schwanz! Ich habe sofort bei der wissenschaftlichen Gesellschaft den neuen Namen eingereicht: "Struthio molybdophanes var. rubescens wolferi"
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Doch es sollte nicht die einzige Sensdation bleiben! Die Fomis, die schon lange dabei sind, werden wissen, dass der Burschi Spezialist für die Schwarzen Zebras in der Etoscha ist. Zum ersten Mal in Kenia und gleich eine neue Art entdeckt!? Das "Rotbraune Kenia-Zebra!"
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Und dann auch noch gleich ein Paar!
Doch gegen Ende des Tages wurde mir dann noch ein Wunsch von meiner "Kenia-Liste" erfüllt: Die Netzgiraffe!
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Genüsslich lutsche sie die frischen nassen Blätter ab.
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Am Nachmittag ließ der Regen nach und das Licht wurde etwas besser, keines wegs gut, aber trotzdem einige erfreuliche Sichtungen:
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Ein putziges Pärchen Schopffrankoline.

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Der Gelbkehlfrankolin ist noch immer nicht trocken.

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Der Rotschnabeltoko ist gerade beim Trocknen.
Und was wäre das für ein schönes Bild vom Pangani-Groß-Sporn, wenn das Licht besser wäre und der Himmel blau. 🙁 🙁

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Und zum Abschluss des Tages bei der Ausfahrt verabschiedete uns dann noch dieser imposante Kerl:

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Am Abend geben dann neue Frösche ein beeindruckendes Nachtkonzert. 🤩
Bis morgen:
Burschi

Teil 515. Jan. 2020

Guten Morgen, da bin ich wieder.
In der Nacht hat es fast durchgehend leicht geregnet und in das schon bekannte Froschkonzert haben sich neue Stimmen gemischt. Vor unserem Eingang ist jetzt eine große Matschpfütze, die uns Probleme macht, unser Zelthäuschen sauber zu halten.
Um 7.00 Uhr fahren wir wieder in den Meru-National-Park. Schon bald begegnen wir einer Elefantenherde, die von einer Matriarchin mit sehr großen Stoßzähnen angeführt wird.
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Es hat zu regnen aufgehört, es ist aber leicht diesig, doch die Vogelbeobachtungen werden etwas besser.

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Der Weißbrauenkuckuck wird auch "Waterbottle-Cookoo" genannt, weil sein Ruf dem Entleeren einer Wasserflasche ähnelt. Das kann man sich gut merken.
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Über den Weißkehlspint habe ich mich besonders gefreut.
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Das Pärchen Maskenflüghühner hätte ich fast übersehen.
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Auch vom Streifenliest zeigt sich ein Pärchen.
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Der Rosenwürger ist mit Sammeln von Nistmaterial beschäftigt.
Doch wir haben auch Begegnungen mit recht kleinen Tieren, denn es sind nicht ausschließlich Vögel, die mich interessieren.
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Für den "Pillendreher" halten wir extra an, damit er seine Kugel über den Weg rollen kann.
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Nicht appetitlich, aber interessant: Schmetterlinge saugen an einem Vogelkadaver.
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Und als wir eine Pause auf einer verlassenen Campsite nutzen, sorgt ein Skorpion auf der Damentoilette ein wenig für Aufregung.
Dann ist unsere Fahrt auf der Hauptstraße zu Ende und wir müssen umkehren. Die Überquerung des angeschwollenen Flusses war zu riskant.
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Die Mittagspause verbringen wir im Camp. Dort sind etliche Grünfruchttauben zu beobachten. Sie sind allerdings recht scheu und erst mit viel Geduld gelingt ein Foto.
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Um 16.00 Uhr starten wir zum Nachmittags-Gamedrive. Noch vor dem Parktor halten wir an einem Baum in dem kleinen Dorf, wo unzählige Webervögel im Baum an den Nestern herum-schwirren. Es sind verschiedene Arten hier zusammen auf einem Baum. Auch später im Park finden wir Bäume mit gemischten Kolonien.
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kurz nach der Einfahrt in den Park später schauen wir zwei Grant-Gazellen-Männchen beim Kämpfen zu.
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Aber natürlich gilt die Hauptaufmerksamkeit den Vögeln.
Über die Blaurake - ein seltener Zugvogel aus Europa, den ich hier noch nie gesehen habe - freue ich mich besonders.
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Ein junger Kanpfadler posiert zuerst, fliegt dann aber schnell davon.

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Und der Maronenweber ist auch wieder trocken. 😄

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Doch es gibt zu meiner Freude auch noch andere Sichtungen.
Der Kleine Kudu ähnelt dem Kudu im südlichen Afrika, ist aber eben kleiner und deutlichere Streifen im Fell.

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Eine Pantherschildkröte quert recht schnell die Straße.

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Und natürlich gibt es auch wieder Vögel am Nachmittag, z.B. den Somalistrauß (dieses Mal mit normalem Schwanz 😄 und schönem blauen Hals)
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Auch Lappenstare kommen vor die Linse.

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sowie ein Häherkuckuck und ein Cabaniswürger

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Die Sonne nach dem vielen Regen hat auch Schmetterlinge herausgelockt, die sich nun an den Pfützen sammeln um zu trinken.

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Um 17.50 Uhr rasen wir bei Sonnenuntergang auf das Parktor zu, das wir um 18.05 Uhr erreichen. Die Torwächterin schaut uns schon böse wegen der Verspätung an.
Ich bin mit der Bildausbeute einigermaßen zufrieden.
Ich habe aber noch etwas Wichtiges Vergessen. In der Mittagspause, als ich allein auf Vogelpirsch im Camp gegangen bin, sind mir noch zwei Vögelchen zugeflogen: Ein Graukopfliest, der auf der Satelitenschüssel saß und wohl einen Privatsender empfing

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und zu meiner besonderen Freude ein Pirol, dem es als europäischer Gast hier wohl recht gut gefällt. Was mir gefallen hat: Da Elvira ihn nicht gesehen hat - sie glaubte zuerst an einen Maskenpirol - konnte ich mir durch das Hinzufügen auf ihre "Liste" ein Fleißpünktchen verdienen.

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So heute war ich fleißig und morgen fahren wir weiter von Meru nach Samburu.
Würde mich freuen, wenn ihr wieder mitfahrt.
Viele Grüße Burschi

Teil 616. Jan. 2020

Guten Morgen,
Heute Nacht haben vor allem die „Schnarch-Kröten“ Lärm gemacht. 😈 Habe trotz inensiver Suche aber kein Exemplar gefunden.
Kurz vor der Abfahrt fozografiere ich noch eine beeindruckende Blüte eines Strauches / Baumes. Ich weiß nicht, ob es ein Zierstrauch oder ein dort vorkommendes Exemplar ist. Vielleicht kann ja jemand weiter helfen.
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Unterwegs im Meru-Distrikt fallen mir wieder einige Häuschen auf, die "verlockende Ziele " gewesen wären:

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Ein tolles Hotel und ein Schönheitssalon daneben. 😄

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und ein Modesalon, da würden unseren Damen doch die Herzen aufgehen. 😄
Aber meine Bewunderung gilt vor allem den Motorradfahrern, was die so alles transportieren können!

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Um 9.00 Uhr erreichen wir die Distriktsgrenze zwischen Meru und Samburu. Hier kontrolliert eine schwerbewaffnete Polizeieinheit. Um 9.30 Uhr erreichen wir Isiolo. Früher war es eine Nomadenstadt, jetzt ist sie ein Völker- und Religionsmischgebiet. Um 9.30 Uhr sind wir in der Innenstadt und suchen im „Grande Hotel“ die Toilette auf. Auch das war ein Erlebnis. Die Toiletten liegen abseits in einem Hinterhof, man kann in Bettenlager schauen, überall arabische Atmosphäre.
Die Stadt hätte 1000 Fotomotive! Frauen, meist mit Schleier oder sogar in Burka, Männer mit unendlich vielen Motorrädern, Straßenverkäufer mit selbstgebastelten Handkarren, ein Bettler "frisst" - mit beiden Händen - Leider kann / darf ich keine Fotos machen. Spaghetti aus einer Abfalltonne, viele abenteuerliche Fahrzeuge! Um 10.40 Uhr fahren wir schließlich weiter. Neben der Straße arbeitet eine Kolonne Strafge-fangener in grau-gestreiften Anzügen auf einem Farmgelände. Mehrfach fahren wir an Ka-melfarmen vorbei. 11.05 Uhr passieren wir das Tor zum „Samburu Nationalpark“ bei Buffalo Springs.
Noch auf der Fahrt zur Lodge gibt es schon einige Tiere zu sehen:

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Geierperlhuhn

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Raubadler

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Warzenschwein mit beeindruckenden "Warzen" 🤩

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Kronenkraniche, die Samen von den Gräsern abpicken.
Es muss auch hier kräftig geregnet haben.

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Hinter uns zieht der Regen her. Und als wir das Tor zum Park erreichen, hat er uns eingeholt und es regnet wieder. 🙁

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Unser Quartier für die nächsten Tage ist die Samburu Game Lodge.

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Und wir werden auch gebührend empfangen. Eine größere Elefantenherde quert gerade den Fluss, der ziemlich stark angeschwollen ist. In der Trockenzeit ist hier meist kein Wasser.

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Doch anhand der planschenden Elefanten kann man sehen, dass er nicht zu tief ist.

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Für uns Füßgänger wäre es auch wnig ratsam ihn zu durchqueren, denn das gegenseitige Ufer ist schon von einigen Hungrigen belagert.

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Der im Lodgegelände herumlaufende Waran ist dagegen eher harmlos. Er ist mehr auf Krokodileier aus.

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13.30 bis 14.30 Uhr Mittagessen, das hier stets als sehr reichliches und ordentliches Büfett geboten wird. Danach ist eine kurze Ruhepause, die Elvira nutzt, um schon das Lodgegelände nach neuen Vogelarten für die "LIste" abzusuchen. Der Foto ist immer dabei. Ich habe Elvira während der ganzen drei Wochen nie ohne ihren Foto gesehen. Wahrscheinlich nimmt sie ihn auch mit ins Bett. 😄 wir, meine Frau und ich, brauchen aber ein kurzes Päuschen, denn um 16.00 Uhr steht schon der Nachmittagsgamedrive an. Und da muss ich ja für die erwarteten Grevy-Zebras fit sein!

Teil 716. Jan. 2020

Pünktlich um 16.00 Uhr geht es wieder los in den Park. Natürlich stehen wieder die Vögel im Vordergrund. Erstmals können wir auch das Dach des Autos öffnen, sodass es etwas bequemer wird und ich nicht ständig in gebückter Haltung aus dem Fensterchen schauen muss. So lässt sich der Sekretär auf Augenhöhe betrachten:

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Manchmal stehen ihm die Federn zu Berge! 😄

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Etwas verwirrt hat uns der Maronen-Sperling, der plötzlich in diesem Nest verschwunden ist.

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Es gehört doch eigentlich einem Maskenweber!

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Später klärt sich auf, dass die Maronensperlinge gerne Nester anderer Vogelarten benutzen.
Das Schuppenköpfchen ähnelt dem Schnurrbärtchen im südlichen Afrika.

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Ganz anders sind hier aber die Termitenhaufen, die etliche Röhrenausgöänge nach oben haben und wie kleine Sandburgen aussehen.

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Manchmal wohnen darin auch andere Tiere, wie z.B. ein Waran.

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Gleich daneben stolziert ein Pärchen Maskenflughühner im Sand.

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Der Höhepunkt des Gamedrives aber ist die Beobachtung einer ganz anderen Lebensgemeinschaft. Ein Dikdik liegt am Boden und um das Tier herum läuft ein Schopffrankolin und pickt ihm die Zecken und Parasiten aus dem Fell. Eine besondere Wellness-Gemeinschaft von gegenseitigem Nutzen!

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Diese Beobachtung versöhnt mich ein wenig mit der Enttäuschung, keine Grevy-Zebras gesehen zu haben. Aber morgen ist ja auch noch ein Tag!
Aber dafür gab es heute noch eine Reihe von Elefanten zu sehen. Elvira meinte, dass wir zu dieser Zeit nicht allzu viele Eles erwarten dürften, haben aber in den Tagen Hunderte davon gesehen. Zum Schluss des Tages noch eine kleine Auswahl:

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Bis morgen:
Burschi

Teil 817. Jan. 2020

Guten Morgen wieder,
heute: Samburu, zweiter Versuch,
Noch ein Wort zur Lodge: . Die Lodge entspricht in etwa den großen Chobe-Lodgen, vielen Touristen, zwei große Gruppen sind da. Die Zimmer sind o.k., aber eben doch Masse. Ideal ist die Lage am Fluss. Das Büfett ist ordentlich, Fisch und Rindfleisch immer gut, Beilagen sind ausreichend vorhanden.
6.00 Uhr Frühstück, 6.45 Uhr Abfahrt zum Gamedrive
Auch heute sehen wir wieder sehr viele Elefanten.

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Aber zunächst stehen natürlich wieder die Vögel im Vordergrund:
z.B. der Schwarzkappenkolonieweber
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der Starweber, der relativ häufig vorkommt,
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oder das Pärchen der Zwergfalken, wo sie ihm die kalte Schulter zeigt und ihm etwas die Kopffedern zu Berge stehen (oder ist das nur allzu menschliche Interpretation? 😄 )
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Aber auf jeden Fall war heute der Himmel mal blau, sodass die Vögel auch in besserem Licht sind. Daher gibt es gleich noch ein paar mehr.
Der Blaunackenmausvogel war schwer zu fotografieren, weil er sich immer im dichten Gebüsch versteckte.
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Und der Östliche Gelbschnabeltoko, der, da er so deutlich seinen pinkfarbenen Hals zeigt, wohl in Balzlaune ist.
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Doch so nebenbei zeigten sich immer wieder mal auch einige Gerenuks. Hier hatten zwei Böcke eine kleinere Diskussion. 🙂
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Mich faszinierten auch immer wieder die termitenbauten, die mich an meine früheren - im letzten Jahrtausend - Sandkastenburgen erinnerten.
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Einer dieser Termitenbauten hatte einen anderen Bewohner, ein Borstenhörnchen!
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Nahe am Fluss hatte ein Kampfadler sein Nest, in dem noch ein Jungvogel saß.
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Er hatte einen dicken vollgefressenen Kropf, war also gut versorgt worden. Ob er deswegen hechelte oder uns die Zunge rausstreckte, kann ich aber nicht sagen. 😗 😄
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Und kurz vor Rückkehr in die Lodge lief uns noch ein weiteres Vögelchen vor, ja fast in das Auto, wenn wir nicht mit Simon einen so aufmerksamen Fahrer gehabt hätten. Ein Spornkiebitz mit einem Nestflüchter-Nachwuchs!
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13.00 bis 13.30 Uhr gab es wieder ein sehr ordentliches Mittagessen. Danach schlafen wir - Elvira natürlich nicht! - bis 14.45 Uhr, trinken dann Kaffee und beobachten das Treiben am Fluss.

Teil 917. Jan. 2020

Um 16.00 Uhr startet wie üblich der Nachmittags-Gamedrive, der so wie am Vormittag verläuft. Simon fährt in verschiedenen Richtungen im Park auf und ab. Wieder sehen wir sehr viele Elefanten, viele Dikdiks, Impala, dabei eine Junggesellengruppe und ein Oryx, aber wieder kein Grevy-Zebra. 🙁 🙁
Ist das Dikdik in der Blumenwiese nicht putzig? 🙂
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Zwar regnete es nicht mehr, doch manche Wege waren nicht einfach zu befahren,
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Die Hauptaufmerksamkeit galt wieder den Vögeln, z.B. dem Weißbauchlärmvogel
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und dem Jackson-Toko.
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Am Ufer des Flusses sucht ein Kappengeier nach Nahrung.
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18.00 Uhr sind wir wieder im Camp. Es macht sich ein wenig Frust bei mir breit: Keine Grevy-Zebras und auch keine Katzen! 🙁
Da bleibt dann nur die Möglichkeit sich in dem ausgedehnten Lodgegelände mit den herumwuselnden Agamen zu trösten
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und dem Zügelastrildbeim Nestbau zuzusehen.
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Ich habe mich dann doch aber zu etwas Wellness entschlossen und bin unter der kalten Dusche von Strahl zu Strahl gehüpft. Vielleicht hätte ich mir eine Massage gönnen sollen, wie es die allgegenwärtigen Meerkatzen vormachten. 😗 🤩

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Am Abend gibt es in der Lodge beim Abendessen immer noch ein besonderes Spektakel. Zum einen werden von einer Terrasse aus einige Krokodile gefüttert
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und zum Anderen schwirren unglaublich viele Fledermäuse herum, die nach den gerade ausgeflogenen Termiten jagen und die lästigen Insekten etwas dezimieren.
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So, dann muss man sich aber etws Nachtruhe gönnen, denn morgen früh muss ich ja wieder bald raus.
LG Burschi

Teil 1017. Jan. 2020

Draußen ist es sehr neblig, kalt und grau, dann lieber heute noch mal nach Samburu.

Nachts macht eine englische Rowdy-Gruppe Lärm und weckt uns auf. Dann randalieren auch noch die Paviane. Also habe ich am Morgen nicht ausgeschlafen. Und komme müde um 6.05 Uhr zum Frühstück. 🙁 Trotzdem geht es um 6.55 Uhr zum Gamedrive. Heute endlich Grevys?
Erstmal natürlich Vögel!
Der Weißkopfmausvogel ist neu für die Liste.
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Den Rosenwürger hatten wir bereits in Meru, doch wer könnte diesem tollen Sänger widerstehen?
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Und dazu spielt ein Pavian auf der Blockflöte.
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Die Fischers Lerche ist auch für die Liste und war am Boden nicht leicht zu finden.
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Den Vormittag rundeten schöne Netzgiraffen ab.
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Früher als erwartet - schon um 11.00 Uhr - kamen wir wieder in der Lodge an. Aber gerade richtig, um einer großen Herde beim Überqueren des Flusses zuzusehen. Ich bin ja kein Fan von Serienbildern, doch hier möchte ich mal eine Ausnahme machen, denn da waren doch nette Szenen dabei.

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Da waren die beiden, die ihren Zoff heftig im Wasser ausführten, dann der Ängstliche, der sich am Schwanz des Vordermannes klammerte, die Wasserpanscher, die Streiteles am Ufer und dann noch die Artisten zuletzt, wobei ich hier nicht genau weiß, was das überhaupt sollte. 🤩 😄 😄
Logisch, dass man bei solch schönen Szenen nicht zum Ausruhen kommt.
Nach dem Mittagessen, wie gewohnt um 16.00 Uhr der Nachmittagsgamedrive. Die letzte Chance für Grevys?
es ging erst mal mit den Vögeln weiter:
Ein schöner Jakobiner Kuckuck
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Ein Spiegelwhydah
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und an einem Wasserlauf ein Grünschenkel, wahrscheinlich ein Zugvogel aus Europa.
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Und sogar ein Nashorn! Hatten wir gar nicht erwartet! Allerdings im Kleinformat! 😄
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Und dann waren da noch die Begegnungen, die Elvira nicht nur die Zornesröte ins Gesicht trieben, sondern sie auf 180 und mehr brachten. Zuerst steigt ein Selbstfahrer aus dem Auto aus und geht auf drei Elefanten zu, um sie besser aufs Bild zu bringen. Ein absolutes "Nogo"!
Und dann kommen wir noch an zwei schlafende Löwen, bei denen bereits etliche Fahrzeuge stehen, deren Insassen zum Teil auf dem Dach mit Bierflaschen in den Händen sitzen oder sich in die Fenster gesetzt haben. Die Bilder davon erspare ich euch (Datenschutz!), aber die beiden Löwen sind hier:
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Das waren die ersten und letzten Groß-Katzen auf der Tour. 🙁 🙁
Noch einmal sehen wir eine Autoansammlung; Ein Leopard! Aber Simon lässt einige andere Autos passieren, weil Elvira unbedingt mit den Rangern über die verhaltensgestörten Touris und Guides plaudern muss und deren Daten weitergibt.
Als wir dann endlich vorfahren, gibt es nichts mehr zu sehen. Jetzt bin ich sauer! 😈 😈
Dazu kommt ein weiteres Problem: Irgendwo habe ich mir Insektenstiche an beiden Füßen eingefangen. Diese schmerzen und sind stark angeschwollen. Die geschlossenen Wanderschuhe passen nun nicht mehr.
Keine Grevys, kein Leopard, schmerzende Füße - da helfen auch Elviras Gutenacht-Geschichten nicht mehr. 😈 😈 Ab in die Koje! Bis morgen.
LG Burschi

Teil 1118. Jan. 2020

Heute müssen wir Samburu verlassen. Wir wollen nochmals versuchen auf der Ausfahrt aus dem Park auf anderem Weg Grevys zu sehen.
Wir sehen aber nur: Taita Würger, Triel und Rotschopftrappe.

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Und immer wieder - sie kommen hier in sehr großer Zahl vor und sind die Hauptnahrung des Leoparden - Dikdiks. Hier Herr und Frau Dikdik am Morgen bei noch bestem Licht.

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Um 8.15 Uhr verlassen wir den Park bei Archers Post. Ich habe keine Grevys gesehen und werde wohl – höchstwahrscheinlich in meinem Leben – auch keine mehr - in freier Wildbahn - sehen 🙁 🙁 🙁
Ab 8.35 fahren wir auf ganz neuer, allerbester Teerstraße, sogar mit Mittel- und Seitenlinien, weiter, passieren wieder Isiolo und um 9.40 Uhr können wir kurz in der Ferne im bläulichen Dunst einen Blick vom Mt. Kenia erhaschen.
Unterwegs fahren wir immer wieder an interessanten Motiven vorbei.

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Und ich dachte immer "Sun city" liegt in Südafrika und sieht ein wenig nobler aus. Wie man sich täuschen kann! 😄 😄
Die Landschaft ist geprägt von kleinbäuerlicher Landwirtschaft, deren Produkte auf Straßenmärkten in großercZahl angeboten werden.

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Etwas müde blicke ich aus dem Fenster und schaue auf die vielen angebotenen Betten und Sofas, die ebenfalls an der Straße stehen. 😄

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10.45 Uhr fahren wir durch Nanyuki und biegen fünf Minuten später ab zum Aberdare Country Club, wo wir zum Mittagessen um 12.05 Uhr ankommen.
Ein außergewöhnlich gutes Büfett würde auf uns warten, auch ein traumhafter Ausblick und auch einige Nektarvögel an Aloen, doch vorher hat Elvira noch eine Vogelpirsch angesetzt, obwohl wir nach der Fahrt eigentlich etwas Ruhe bräuchten. 😵 Dabei erfahre ich, worauf ich mich eigentlich eingelassen habe: "Du bist auf Safari, das ist kein Urlaub!", weist mich Elvira zurecht. 🤩
Also gibt es u.a. Dunkelschnäpper, Streifengirlitz und Kleinen Amarant noch vor dem Essen.

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Nach dem wirklich hervorragenden Essen um 13.45 Uhr nach einem erneuten Verdauungs-Vogelspaziergang in Badeschlappen – weil ich wegen der Stiche in den Füßen keine Wanderschuhe mehr anziehen kann 😈 - fahren wir weiter und erreichen um 15.10 Uhr das Tor zum Aberdare Nationalpark.
16.00 Uhr kommen wir bei der Lodge „De Ark“ an und unmittelbar darauf geht ein Gewitter nieder und es regnet bis die Dunkelheit hereinbricht.
Aus dem Fenster kann man auf das große Wasserloch schauen. Büffel, Fassa-Wasserböcke (ohne Klodeckelabdruck auf dem Hintern), Buschböcke und Große Waldschweine, sowie am Abend ein großes Rudel Hyänen treiben sich hier rum. Fotos bei Dauerregen sind Fehlanzeige. Nur den Wasserbock erwische ich kurz:
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An einer Stelle auf einem „Baumwipfelpfad“ ist eine Futterstelle für Vögel, die wir in einer kurzen Regenpause mal aufsuchen. Es tropft ständig auf den Foto. Ein großer Silberwangenhornvogel lässt sich dort sehen, sowie Reichenow Weber (mit Jungen).

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Unter der Futterstelle tauchen auch - schon fast bei Dunkelheit - vier Ginsterkatzen auf. Ich brauche längere Belichtungszeit. Eine davon hält kurz still.
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Vorher konnte ich doch noch bei Regen durch die Fensterscheibe von einem Büffel mit Rotschnabelmadenhacker dieses einigermaßen akzeptable Bild machen, weil er sehr nah am Haus stand.
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Ds war´s dann aber im Aberdare Park. Die ganze Nacht regnet es durch und Pirschfahrten wären wegen der schlechten Wegverhältnisse auch am nächsten Tag nicht möglich gewesen.
Na, dann gute Nacht.
LG Burschi

Teil 1218. Jan. 2020

Der nächste Tag geht rasch, da überwiegend Fahrtag.
5.15 Uhr Aufstehen! Meine Füße sind nach mehrmaligem Kühlen etwas besser, dafür ist meine Frau krank (Durchfall, Erbrechen). 🙁 🙁 Um 6.15 Uhr (Elvira reklamiert schon, weil der Speiseraum zu spät aufgesperrt wird.) sind wir beim Frühstück und um 7.10 Uhr verlassen wir die Lodge.
Von 8.15 bis 9.05 Uhr halten wir an einer Felswand, wo sich ein Brutplatz der Mckinder-Eule (früher Unterart der Kapeule) befindet. Ein spezieller Führer, den wir treffen, führt uns hin und zeigt uns Männchen und Weibchen. Es soll nur noch 19 Brutpaare davon geben.

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Wir fahren weiter nach Nufuru und von dort weiter Richtung Norden. Mehrmals überqueren wir dabei den Äquator. Die Landschaft wird von Milchwirtschaft geprägt. Immer wieder sieht man Milchkannentransporte auf Motorrädern, kleinen LKWs, Eselskarren, die Milch zu verschiedenen Milchsammelstellen bringen.

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Die Straße ist gut ausgebaut, aber sehr dicht befahren. Häufig sieht man abenteuerliche Über-holversuche, die manchmal fast in einem Crash enden.
10.30 Uhr fahren wir entlang der Ostseite des Großen Grabenbruchs, dann in diesen hinunter und ihm weiter folgend. Hier gibt es schöne Ausblicke auf die mit Streusiedlungen überzoge-ne Landschaft. Auch passieren wir oft Tee- und Kaffeeplantagen.
11.30 Uhr sind wir in einer dichten Siedlung mit stadtähnlichem Charakter mit Blick auf den Nakurusee. Unendlich viele stinkende Lastwagen und extremst dichter Verkehr machen dann Nakuru zu einem Alptraum von Stadt. Überholt wird, wo gerade Platz ist.
Zwischen denen im Stau stehenden Autos laufen viele Straßenhändler, die Getränke anbieten.
11.45 Uhr machen wir einen Tankstopp in Nakuru und ich genehmige mir ein Samosa (Teigtasche mit Hackfleischfüllung). Meiner Frau ist der Appetit vergangen. 🙁
Wir fahren dann weiter im Großen Grabenbruch nach Norden. Links und rechts der Straße begleiten uns riesige Getreidefelder; links die Felder von Arab Moi, dem ehemaligen Präsidenten und rechts die seines Finanzministers. 😈 Dann folgen Sisalplantagen, deren Ertrag in einer Fabrik verarbeitet wird.
12.40 Uhr überqueren wir wieder den Äquator und machen einen kurzen Fotostopp.

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Schnell sind wir von Frauen umringt, die Touristenkitsch verkaufen wollen.
Später passieren wir eine große Eselsherde. Die Tiere warten auf ihre Schlachtung in einem chinesischen Schlachthof neben der Straße. 🙁 🙁 😈
13.35 Uhr kommt endlich der Baringosee in Sicht. Und sind um 14.10 Uhr in der Tumbili Cliff Lodge am Baringosee.
14.30 Uhr gibt es "Mittagessen".
Wir beziehen ein sehr schönes geräumiges Häuschen mit Blick auf den Baringosee. Die Einrichtung ist perfekt, das Haus nach hinten offen - es wird in der Nacht mit dichter Gaze verschlossen - und auch Duschen sind perfekt . Das Essen wird sorgfältig zubereitet, ist schmackhaft und sehr reichlich und wird nach unseren Wünschen zusammengestellt. Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt und diese Lodge zur Nummer 1 der Reise erklärt.

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In der Nacht wird über dem großen runden Bett ein Moskitonetz heruntergelassen. Auch noch Romantik! 🤩 Perfekt! 😄 😄
Doch vor dem Vergnügen und der Ruhe hat Elvira den Schweiß gesetzt. Am späten Nachmittag gibt es noch einen Birdwalk. Einige Vögel, gegen die tief stehende Sonne lohnen nicht zum Fotografieren.
Nur der Flammenkopfbartvogel sitzt schön im Licht.

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Und unmittelbar neben dem Restaurant lassen sich immer wieder Herr und Frau Jackson-Toko blicken.

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Und fast wäre ich darüber gestolpert: eineschöne Vierfleck-Libelle.
Und damit die eifrigen Mitleser auch mal was zu tun haben, dürft ihr mir den Namen der Blume nennen, die gerne von Nektarvögeln besucht wird und in mehreren Etagen wächst.

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ich möchte ja auch ein wenig vom Bericht profitieren! 😄 😉 So, das wäre es aber nun für heute.
LG Burschi

Teil 1319. Jan. 2020

Wir sind ja zurzeit am Baringosee.
Nachts denken wir beide, dass es heftig regnet. Doch welche Überraschung am Morgen: Es war der Wind, das Rauschen der Wellen im See und das Rascheln der Blätter. 😄 Es wird im Gegenteil ein schöner sonniger, heißer Tag! Pünktlich zum Weckerklingeln um 5.30 Uhr wache ich auf. Und kurz darauf bietet sich auch schon beim Frühstück endlich mal ein dekorativer Sonnenaufgang.
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Im Gegensatz aber zu den vielen Reisen im südlichen Afrika kann ich dieses Mal keinen einzigen spektakulären Sonnenuntergang fotografieren. Macht aber nichts, den Sundowner kann man trotzdm trinken. 😄 😄
Um 7.00 Uhr ziehen wir wieder los. Heute ist Spezialist „Moses“ unser Guide. es gibt hier eine Gruppe von einheimischen Vogelspezialisten mit hervorragenden Kenntnissen. Was die nicht sehen, gibt es hier nicht! Mit ihm kommen wir nur langsam - meist zu Fuß - voran, weil wir eben viel sehen:
Bartvögel - hier ein Pärchen Ohrenfleckbartvögel - gehören neben den Spinten und den Nektarvögeln zu meinen Favoriten.
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Ein Nubienspecht, sonnt sich am frühen Morgen.
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Die Somali-Meise hat in einem Zaun zwischen den Pfählen ihr Nest und füttert dort emsig ihre Jungen. Meisen sind im Gegensatz zu unserer Region in Afrika relativ selten.
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Die Gefleckte Drossel ist hier relativ häufig.
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Auf den Schwalbennektarvogel werde ich später noch einmal zurückkommen.
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Gleich neben dem Haus von Moses stand diese Wüstenrose mit ihren phantastischen Blüten.
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Und den wollte ich schon immer mal sehen, hatte aber nie Glück. Oft hört man ihn nur rufen. es ist ein Honiganzeiger und zwar ein Strichelhoniganzeiger.
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Zum Abschluss der morgenlichen Busch-Vogelpirsch zeigt uns Moses noch einen besonderen Vogel: Eine Kurzschleppen-Nachtschwalbe. Über die freue ich mich besonders, denn ohne Moses hätten wir die niemals gefunden. Sie liegt schlafend unter einem Busch und nur der Ortskundige kann sie am Tage entdecken.
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Teil 1419. Jan. 2020

Es ist erst 9.00 Uhr! Und der Tag noch lange nicht zu Ende. Wir unterbrechen die Vogelpirsch und fahren zu Roberts Camp am See.
Meiner Frau geht es zwar besser, aber noch immer nicht gut. Das langsame Pirschen war doch auch recht anstrengend. Sie lässt sich an der Bar nieder, trinkt ein Bier und unterhält sich mit einem deutschen Pärchen. Ich muss wieder mit auf Vogelpirsch, - schließlich bin ich "auf Safari und nicht im Urlaub!" 🤩 😄 😄 - die nicht ganz so erfolgreich ist. Vielleicht auch, weil ich wegen heftiger Rückenschmerzen (habe leider auch "Rücken" 😈 und das lange Stehen und langsame Gehen setzt mir zu! Ich kann z.B. auch überhaupt nicht "Schaufensterbummeln" 😈 Vor allem wenn dahinter "Hadern" hängen. 😄 😄 )
Trotzdem finde ich aber reichlich Fotomotive, auch wenn es nicht immer Vögel sind. Das feuchte Wetter hat ja auch seine Vorteile für Blumen und Schmetterlinge, denen ich ebenfalls nicht abgeneigt bin.

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Name der Blume?
Auch die kleine Eidechse (Streifenskink?) macht Spaß. 🙂
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Daneben gibt es natürlich noch etliche weitere Vögel, die ich aber nicht alle hier aufzählen kann. Auch will ich micht nicht ständig wiederholen. Bleiben noch zwei zu erwähnen:
Zum Ersten ein Trauerdrongo. Den hatte ich zuerst für einen Schieferwürger gehalten habe, da er im Gegensatz zu dem bekannten Drongo ein ziemlich graues Kleid trägt. Aber Elvira weist mich auf den "forktailed" Schwanz hin. ok. Dann halt Drongo! 🙂
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Und zum Zweiten auf diesen Jackson Toko, der sich an dem Außenspiegel unseres Autos zu schaffen machte. Warum auch immer, man könnte hier trefflich spekulieren. 😄 😄 Ist aber ein Männchen! 🤩 😄
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Um 11.50 Uhr fahren wir zur Lodge zurück. Bis 13.00 Uhr: Akkus laden, Tagebuch schreiben, Bilder sichern.
13.00 Uhr Mittagessen: Das Essen ist hier wirklich sehr reichlich und gut. Wahrscheinlich habe ich schon 2 kg zugenommen! (Zum Glück aber nicht, denn ich habe auch wieder was rausgeschwitzt! 😄 😄 )
Nach dem Essen schlafe ich eine halbe Stunde und dusche danach, denn heute ist es extrem heiß und schwül. Endlich mal Afrika pur! 😄 Die Zeit reicht gerade noch um eine Tasse Kaffee hinunterzustürzen, denn um 15.00 Uhr ist schon wieder Aufbruch und wir haben mit Wilson einen neuen Führer. Er will uns heute Eulen zeigen. Werden wir bei Tage welche sehen?
Zuerst entdecken wir einen Perlkauz.
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Beim nächsten Spaziergang durch den Busch sehen wir den Dreibandrennvogel (Heuglings Cursor), der ebenfalls nachtaktiv ist. Ihn kann ich gut fotografieren.
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Auch die Nachtschwalbe sehen wir erneut. Ohne Wilson hätten wir diese Vögel nie gefunden.
Im Gegensatz zu Samburu und Meru hat es hier vor 1 ½ Monaten nur ganz wenig geregnet und unter den Büschen ist es nicht grün, sondern trocken graubraun. So sind diese Vögel erst recht praktisch nicht zu sehen. Doch Wilson hat Röntgenaugen.
Der nächste Ausstieg ist an einer Felswand, wo eine Grey Eagle Owl (Milchuhu) sitzt.
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Später sehen wir auch noch die Afrikanische Zwergohreule.
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Schließlich gibt es noch eine große – besser kleine! – Seltenheit. Wilson kann uns eine
kleine Rüsselmaus zeigen, die zwischen Opuntien sitzt.
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Dann geht es nochmals zu Roberts Camp, doch wir sehen nichts Neues mehr.
Auf der Heimfahrt von Roberts Camp saß ich erstmals auf dem Beifahrersitz und konnte die Aussicht genießen. Was man von dort nicht alles sehen kann! 🤩 Von meinem Sitz aus studiere ich vor allem bei aufrechtem Sitzen die Straßenbeläge.
Um 18.00 Uhr sind wir wieder im Camp am Baringo See. Wir verabschieden uns von unserem Fahrer Simon, der morgen gegen Josef ausgetauscht wird und wir geben ihm sein Trinkgeld für das sichere Fahren.
Dann gehen wir ins Häuschen und ziehen uns um, denn um 19.00 Uhr ist schon Abendessen.
Morgen findet eine Bootsfahrt statt. Elvira will schon um 5.45 Uhr frühstücken. Nein! Wir streiken! 6.00 Uhr reicht, dann sind wir immer noch zum Sonnenaufgang am See! Was wollen wir denn schon im Dunkeln auf dem Wasser?
Aber ich habe vor dem Schlafengehen noch eine Aufgabe für die mitlesenden Fomis:
Was ist das für ein Vogel, der so einen schönen orangenen Kehlfleck hat? 😐 😗 😕 😕
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Ich habe ihn auf einem meiner Solo-Spaziergänge in der Lodge fotografiert. Auch Elvira ist zunächst ratlos.
Was meint ihr?
Schönen Sonntag:
Burschi

Teil 1520. Jan. 2020

Guten Morgen,
über die letzte Nacht und das Frühstück hülle ich mal den Mantel des Schweigens und beginne mit dem heutigen Hauptprogramm, der Bootsfahrt auf dem Baringosee.
Um 6.30 Uhr kommt das Boot, mit dem wir heute auf den See hinausfahren wollen. Wir legen Schwimmwesten an. Ein Begleiter holt noch Wasser, weil wir keine Wasserflaschen bekommen haben. Wilson ist wieder unser Guide, das Boot wird von einem zweiten gefahren.
Die Fischer dagegen fahren hier mit leichten Balsa-Booten auf den See hinaus. Die Boote saugen sich voll Wasser und müssen dann an Land wieder getrocknet werden. Wir können auch beobachten, wie sie sich mit zwei „Tellern“ an den Händen mit dem Boot fortbewegen können. Und das, obwohl es hier Hippos und Krokodile gibt, die aber angeblich den Menschen nicht nachstellen. Ein Fischer wird auf seinem Boot von einem Hammerkopf begleitet.
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Heute ist auch Reihertag. Nein, ich war nicht seekrank! 🤩 Wir haben aber viele verschiedene Reiher gesehen.
Den Rallenreiher,
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einen Nachtreiher,
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Eine Besonderheit erfahren wir über den Nachreiher. Er fängt Insekten, legt sie auf das Wasser als Beute und schnappt sich dann die Fische, welche die Insekten verspeisen wollen. Clever! 🤩
Auch einen Goliathreiher
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Zunächst fahren wir am Ufer entlang, wo viele abgestorbene Bäume, die den Wasservögeln als Sitzplätze dienen, stehen und aus dem Wasser die Ruinen einiger Lodges ragen, die durch den Anstieg des Wasserspiegels untergegangen sind. Dieser Anstieg in den letzten Jahrzehnten ist wohl durch Tektonik des Grabenbruchs entstanden. In den Lodges hausen nun Krokodile, Hippos und Reiher.

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Dreimal pfeift der Bootsführer einem Schreiseeadler und wirft ihm einen (mit Balsaholz gegen das Untergehen) präparierten Fisch auf das Wasser. Diesen holt sich dann der Adler im Flug. Mit meiner Kamera habe ich erhebliche Schwierigkeiten dem schnellen Vogel zu folgen und kann nur wenig sinnvolle Bilder machen. Ich müsste das öfter mal üben! 😕 😛

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Er hat ihn!
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Ich muss gestehen, beim ersten Mal hatte ich gar keinen Vogel drauf, weil mich die Sonne belndete, beim zweiten Versuch hatte ich zu wenig gezoom und der Vogel war zu lein und die Bilder entstanden dann beim dritten Versuch. Mehr gab es dann nicht, weil die Vögel mit Fressen beschäftigt waren. 😄
Zweifelsohne aber ein Höhepunktv der Bootsfahrt.

Teil 1620. Jan. 2020

Dann fahren wir auch in Speedbootmanier auf die andere Seite zu einer Insel, wo heißer Dampf am Ufer aufsteigt. Hier brodelt heißes Wasser als vulkanische Erscheinung aus drei Quellen.
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Aber es gab auch noch eine Reihe anderer Vögel zu beobachten. Hier nur eine kleine Auswahl:
Rotkappenschwalben
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"Unsere" Rauchschwalben sind auch da!
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Meine Lieblingsvögel, die Spinte, hier der Blauwangenspint
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und zu meiner großen Überraschung, die nördliche Variante des Karminspints.
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Um 10.00 Uhr ist die Bootsfahrt zu Ende und wir kehren zur Lodge zurück. Wilson bekommt für die tolle Leitung ein Trinkgeld.
Wir gehen an Land und Elvira überrascht mich mit einem Vorschlag:
Heute am Nachmittag und ebenfalls morgen ist am Nachmittag Ruhezeit. Morgen am Vormittag soll noch eine dreistündige Tour stattfinden. Die Fahrt zum Bogoria-See soll entfallen, weil derzeit nur wenige Flamingos dort seien. Dafür ist am Ende der Safari noch eine Bootsfahrt auf dem Naivasha-See vorgesehen.
Von 12.30 bis 13.30 Uhr ist Mittagessen. Es ist so reichlich, dass ich es nicht schaffe.
Bis 14.00 Uhr sichere ich Bilder, dann werden die Akkus wieder geladen. Plötzlich kommt ein heftiger Wind auf.
Bis 15.00 Uhr schlafe ich, stehe dann auf, bin immer noch müde und gehe zum Kaffeetrinken. Es regnet! Da wäre eine Tour eh sinnlos gewesen. Mit dem „Kellner“ eigentlich einem Primarschullehrer, unterhalte ich mich über „Gott und die Welt“. Er ist sehr freundlich und besonders auch um meine Frau bemüht, dass sie eine, ihrem Magen entsprechende Kost bekommt. Auch der Koch richtet sich nach unseren Wünschen.
Bis 18.00 Uhr schauen wir relaxed durch die Gegend, trotz leichten Regens suche ich den großen Pool auf und schwimme ein paar Runden und wir erholen uns. Auf der gegenüberliegenden Seeseite regnet es wesentlich heftiger.
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Noch eine traurige Anekdote am Rande: Am ersten Tag kommt direkt neben unserem Häuschen ein Zwergkingfisher am Abend. Er sitzt fast im Dunkeln und das Bild ist nur ein Belegbild. Am zweiten Abend kommt er etwas eher. Das Licht ist ideal, aber der Gärtner hat einen Sprinkler aufgestellt und vor dem Vogel ist ständig eine Regenwand. Am dritten Tag ist er wieder da, in idealem Licht, kein Sprinkler, den habe ich extra wegbringen lassen. Ich zoome, doch just in diesem Moment kommt ein Gärtner mit einem Besen und weg ist der Zwergkingfischer! 😈 😈 😈
So muss ich mich mit einem Webervogel-Pärchen (bin mir hier nicht ganz sicher! 😕 ) zufrieden geben, das sich an einem Futterplatz Brotreste holt.
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18.30 bis 19.45 Uhr Abendessen: Immer vier Gänge, Suppe, Salat, Fleisch mit Beilage, Gemüse und Nachtisch. Und das immer zweimal am Tag und niemals das Gleiche!
Um 20.00 Uhr sind wir satt und zufrieden im Bett.
Wenn jetzt noch ein schöner Sonnenuntergang mit Sundowner wäre!
Ist egal, dann ziehe ich einfach den Sonnenaufgang vom nächsten Morgen vor! 😄
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Liebe Grüße;
Burschi

Teil 1721. Jan. 2020

Guten Morgen!
6.00 Uhr Frühstück, um 6.45 Uhr kommt Josef, unser neuer Fahrer, und wir fahren zum Cliff. Unterwegs nehmen wir wieder Wilson auf, der erneut unser Guide ist. Das Cliff ist eine ca. 100 Meter hohe Felswand aus Vulkangestein, das im Zusammenhang mit den vulkanischen Aktivitäten und der Tektonik des Rift Valley zu sehen ist.
An seinem Fuß ist ein Buschwald, in dem wir versuchen hier typische Vögel aufzuspüren.
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Ab 7.00 Uhr wandern wir am Cliff entlang. Wilson ist sehr hilfsbereit, als er merkt, dass ich Probleme habe, die entfernt und versteckt sitzenden Vögel mit der Kamera zu fixieren. Was er sieht, sieht ein anderer noch lange nicht! So können wir auch wieder Eulen aufspüren:
den Perlkauz
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und die Nördliche Weißgesichtseule
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Es zwitschert und flötet an vielen Orten, doch im dichten Gesträuch sind viele Vögel nur schwer zu entdecken und noch schwieriger zu fotografieren. Trotzdem eine kleine Auswahl davon:
die Gefleckte Drossel
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der Hemprich-Toko
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der Rotbauchschmätzer
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der Strichelschnäpper
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der Feuerstirnbartvogel
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die Grünflecktaube
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Einfacher ist es da schon mit einigen Pflanzen. Die halten wenigstens still und laufen / fliegen nicht weg, Die Kameldornblüten kenne ich ja auch aus dem südlichen Afrika.
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Doch bei diesem Gewächs dürft ihr mir wieder helfen. 😕 😕
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Teil 1821. Jan. 2020

Nicht einfacher ist es, Schmetterlinge zu fotografieren. Sie flattern schnell von Blüte zu Blüte und bevor man focussiert hat, sind sie schon an einer neuen Nektarquelle. Außerdem haben manche davon die unangenehme Eigenschaft, bei der Nektaraufnahme die Flügel zu schließen und sind daher nur schlecht zu sehen oder verstecken ihre attraktive Oberseite. Trotzdem, ein paar versuche waren erfolgreich:
Tiny orange Tip (Colotis evagore), fast wie unser Aurorafalter
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Scarlet Tip (Colotis danae) ähnelt auch unserem Aurorafalter
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ein Weißling
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und (?)
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9.15 Uhr beenden wir den Spaziergang und Josef fährt uns zu Roberts Camp. Dort gibt es Wlan um einige WA nach Hause zu schicken und für Elvira endlich Internet. Bei einem frischen Tusker kann ich in der Nähe einer Futerstelle weitere Vögel beobachten. "Allerweltsvögel" habe ich bisher einfach nicht erwähnt, möchte aber hier zwei nennen, die uns praktisch überall auf der Safari begleitet haben:
der Dreifarbenglanzstar
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der Mahaliweber
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Besonders lustig fand ich die Rotaugentaube, die sich am Bauch von einem kleinen Strahl des Berieselungsschlauchs anspritzen ließ und am Rücken sich zur Sonne wandte.
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Der Grünschweifglanzstar hat auch gebadet.
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Und schließlich gab es auch wieder einen für die "Liste", den Zwergweber!
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Nach dem Aufenthalt in Roberts Camp fahren wir zurück in die Lodge zum Mittagessen. Den Nachmittag haben wir frei. Ich kann endlich mal wieder in den Pool zum Schwimmen und mache ein wenig Wassergymnastik für den geschundenen Rücken, lasse mich aber von Elvira doch anstecken und nochmal durch die Büshe ziehen.
Ein Maskenpirol und der weibliche Jackson Toko mit schönen Blüten sind u.a. das Ergebnis.
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Dann gibt es einen kurzen Schauer - auf der anderen Seeseite geht wieder ein heftiges Gewitter nieder - , Zeit für die Sicherung der Bilder und die Tagebucheinträge und auch um einmal über den Aufenthalt hier nachzudenken. Die Lodge war als Ausgangspunkt für Vogelexkursionen ideal. Vor allem auch, weil im nahegelegenen Ort sich eine Gruppe einheimischer Ornithologen zusammengefunden hat, die einem gerne die Vogelwelt zeigen und die unglaubliche Kenntnisse über den Aufenthalt der Vögel haben. (Sie tragen zum Erhalt der Natur wesentlich bei und schaffen so auch Arbeitsplätze!) Sehr schön war aber auch die Einrichtung der Häuschen, ein großer wirklich zum Schwimmen geeigneter Pool und ein sehr gutes Essen, sowie eine freundliche, nette Bedienung mit sehr gutem Service. Allen hierfür herzlichen Dank!
Leider müssen wir morgen weiter. Hier wäre ich gerne noch ein wenig geblieben.
LG Burschi

Teil 1922. Jan. 2020

Heute geht es weiter, wir müssen den Baringosee verlassen.
6.50 Uhr fahren wir von der Lodge ab und durch das kleine Dorf. Die Menschen sind hier vom Stamm der Palenjing, sind auffallend groß und sehr schwarz, die Frauen zum Teil gazellenartig. Jetzt am frühen Morgen wird wieder Wasser geholt, die Frauen tragen die Kanister mit Stirnband auf dem Rücken, die Männer holen es mit dem Motorrad. Ich habe während der ganzen Zeit keine einzige Frau gesehen, die ein Motorrad gefahren wäre.
Um 7.30 Uhr biegen wir von der Hauptstraße ab und fahren den Berg hoch kurz hinter Marigat. Die Vegetation besteht hier aus dichtem Busch-Sekundärwald als Folge des Abschlagens aller großen Bäume. Hier wird auch kaum Landwirtschaft betrieben, dafür steht am Straßenrand viel Holz zum Verkauf. Dann wird die Landschaft offener und schon ziehen auch Rinder vorbei.
7.45 Uhr klettern wir langsam in vielen Serpentinen den Berg hoch mit tollen Ausblicken auf den Baringo-See. Im Kiro-Tal ist die Landschaft ein wenig dunstig.
Um 8.05 Uhr haben wir die Höhe erreicht. Nun ist die Landschaft wellig mit kleinen Dörfern. Eine größere katholische Kirche wird gerade gebaut. Kirchen gibt es überhaupt im Überfluss in Kenia.
8.15 Uhr sind wir in Kabarnet, einem großen Ort, der hier am höchsten gelegen ist. 8.45 bis 9.00 Uhr machen wir Pause an einer tiefen Schlucht im Kerio-Tal. Hier bieten sich Jugendliche an, gegen ein Entgelt von einer 30m hohen Plattform in 20m tiefes Wasser zu springen.
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kurz vor der Weiterfahrt bietet sich ein schönes, fast an unsere Alpenlandschaft erinnerndes Fotomotiv.
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Oberhalb der Schlucht ist ein durch Erosion völlig zerklüftete Landschaft entstanden.
Um 10.00 Uhr ist die Höhe des Gebirgszuges erreicht. Wir passieren ein „Athletic Center“, in dem Kenias Langläufer trainieren u d tatsächlich sieht man etliche am Straßenrand laufen.
Die Fahrt geht nun über eine landwirtschaftlich intensiv genutzte Hochebene. Zunähst domi-niert Maisanbau, später Tee- und Eukalyptusplantagen. Die Maisernte wird gerade einge-bracht und die Maisstangen werden zu „Strohmännchen“ zum Trocknen zusammengestellt.
Bald erreichen wir einen Vorort von Eldoret, der ein Zentrum der Möbelherstellung ist- Betten, Sofas, Sessel und andere Möbelstücke stehen entlang der Straße. Matratzen werden im wahrsten Sinne des Wortes zu Hauf angeboten.
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Ein kleiner Auffahrunfall mich wundert, dass nicht viel mehr passiert!, führt zu einem gewaltigen Stau. Im Kolonnenverkehr kriechen wir voran.
Nach der Weiterfahrt suchen wir Supermarkt und Tankstelle. Elvira und ich springen schnell aus dem Auto und kaufen Zahnpasta und Bier, da es in der nächsten Lodge keinen Alkohol gibt. Dann springen wir schnell wieder ins langsam fahrende Auto, das inzwischen gekreiselt ist, da keinerlei Parkplätze zu finden sind. Die Drogerie war gut sortiert, aber der Supermarkt entsprach eher einer Räuberhöhle. 🤩 😄
Eldoret ist die viertgrößte Stadt Kenias und hier geht es kreuz und quer, drunter und drüber! Afrika!!!! Es gibt keine Ampeln, aber Verkehrsknoten lösen sich schon irgendwie. 😄 😄
Ein paar Szenen aus dem Verkehrsgewirr möchte ich euch nicht vorenthalten. 😄

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Ein Mann zieht einen Karren mit mehr als 25 neuen Autoreifen! 🤩
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12.05 Uhr sind wir an einer Tankstelle und 12.30 Uhr fahren wir immer noch im Kolonnenverkehr durch weitere Vororte von Eldoret. Links und rechts der Straße sind Verkaufsstände, an denen es alles zu kaufen gibt. Vieles wird nur auf dem Boden ausgebreitet.

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Vor allem die Riesenkollektionen europäischer Kleider-Spendenware ist beeindruckend. ich kann meine Frau kaum zurückhalten hier shoppen zu gehen. 😄 😄
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Ich beobachte noch unendlich viele Szenen und Motive. Vieles möchte ich gerne hinterfragen um Antworten auf Fragen zu bekommen, die ich mir beim Betrachten von Land und Leuten stelle. Leider fehlen dazu Zeit und Möglichkeiten.
13.20 Uhr fahren wir durch Kabsabet mit seinen vielen Teeplantagen.
13.50 Uhr sind es noch 9 km auf holpriger Straße bis zum Rondo Retreat, unserer Lodge. Wir kommen um 14.10 Uhr an. Da Wasser auf der Straße läuft, scheint es viel geregnet zu haben.
Das Rondo Retreat istder ehemalige Landsitz eines kolonialen Sägewerkbesitzers und liegt mitten im tropiuschen Regenwald, in dem wir uns nun befinden und von dem nur noch ein geringer Rest übrig ist.
Wir erhalten ein mondänes Zimmer in englischem Kolonialstil.

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14.45 Uhr bis 15.30 Uhr Lunch, danach nur wenig Ruhe, denn Elvira ruft um 16.00 Uhr schon zur Vogelbeobachtung.

Teil 2022. Jan. 2020

In den Baumwipfeln turnen Colobusaffen herum, im Gras sitzt ein Mackinnon Würger der sich dann attraktiv in einen Strauch setzt.
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Weitere Beobachtungen werden jäh unterbrochen, denn ab 16.45 Uhr bricht nach einem kurzen Spaziergang ein tropisches Gewitter los. Es gießt aus Badewannen.
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Es hört auch nicht mehr auf zu regnen und jegliche Aktivität im Freien ist unmöglich. es regnet fast die ganze Nacht hindurch.
Am nächsten Morgen: Frühstück ist erst um 7.00 Uhr! Es ist dunstig und alles ist durchweicht.
7.00 bis 8.00 Uhr (1 Stunde!) Frühstück. Es regnet erneut weiter und Elvira sagt die Exkursion in den Regenwald ab.
Wir sind zum Nichtstun verurteilt. Da auch kein Strom vorhanden ist, muss auch mit den elektrischen Geräten umsichtig umgegangen werden. Selbst Elvira hängt untätig herum, da sie auch nicht fotografieren kann.
Außerdem hat es merklich abgekühlt, sodass man ein langärmliges Sweatshirt gut vertragen kann. Elvira hat nun einen dicken Pullover an.
Erst gegen Mittag hat es ein wenig zu regnen aufgehört, und gleich ruft auch schon Elvira. Es gibt Vögel zu sehen! Hoch in den Baumkronen tummeln sich Grauwangentoko und Riesenturako.
Der Riesenturako muss erst mal sein nasses Gefieder ordnen. 😄
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Allerdings bereiten mir die Bilder vom Boden aus in die Baumkrone bei sehr dunstigem, noch immer leicht regnendem Wetter keine so große Freude. 🙁 😈
Auch der Grauwangentoko muss sich erst mal trocknen.
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Seine Frau - der Hornaufsatz auf dem Schnabel ist wesentlich kleiner - ist auch noch mit Putzen beschäftigt.
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Auch die Colobusaffen sind wieder da, aber viel zu weit oben im Geäst und schnell wieder weg. So schaffe ich nur noch zwei Schmetterlinge, zumal in der Regenpause auch andere Gäste im Garten herumtigern.
Forest glade Nymph (Aterica galene)
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Little comodore (Junonica sophia)
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Der Garten ist voll mit attraktiven tropischen Pflanzen und man kann schön darin herumspazieren. Auch wenn einem andere Gäste die Vögel verscheuchen, bleiben noch Fotomotive, die nicht wegfliegen können. 😄 Ich vermute aber mal, dass einige davon aus ganz anderen Gegenden (sogar Kontinenten) stammen.

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Der Tulpenbaum ist allerdings heimisch und von hier in alle Welt verbreitet worden.
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Auch diese Blüte passt hierher. Sie stammt von einem Leberwurstbaum! 🤩
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Aber auch an den Blüten hängen überall Wassertropfen.
Es regnet fast den ganzen Tag und es gibt nur wenige Regenpausen, die ich immer im Garten nutze und tatsächlich gelingt es auch noch zwei neue Vogelarten aufzutreiben:
der Bronzenektarvogel
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und der Olivnektarvogel
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bin mir bei dem letzten nicht ganz sicher, aber schließlich ist das Bestimmen der Nektarvogelweibchen ja sowieso ein Kapitel für sich.
Die Hoffnung auf Besserung des Wetters liegt nun auf dem nächsten Tag.
LG Burschi

Teil 2123. Jan. 2020

Das Frühstück ist heute wieder um 7.00 Uhr. Es hätte auch wenig Sinn gemacht kurz nach Tagesanbruch in den Regenwald zu gehen.
Kurz vor 8.00 Uhr brechen wir mit Guide John auf einem matschigen Weg zum „Forest Walk“ auf. Zum Abschied turnt eine Horde Diademmeerkatzen durch die Bäume.
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Der Regenwald mit seinen 40 km² ist der Rest von einst 240 km² Regenwald in Ostafrika.

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Dieser wurde meist schon in der Kolonialzeit abgeholzt. Wir versuchen Weißkehl- und Bergspint zu fotografieren, doch die wuseln nur als "Schwarzvögel" gegen das Licht auf einem Baum herum und ernten Ameisen. Die Wanderung ist für 2 Stunden veranschlagt. John erzählt uns, wa hier alles vorkommt, wir hören auch den einen oder anderen Vogel doch zu sehen bekommen wir kaum einen.
Einmal huscht ein Rotbeiniges Sonnenhörnchen vorbei, das ich entdeckt habe.
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Mangels Vogelmotiven wende ich mich wieder den Schmetterlingen zu.
Dark pansy (Junonia stygia)
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Bush brown (Bicyclus safitza) bei der Paarung
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Celaenosshinus macrostictus
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Dann begegnen uns doch noch zwei größeren Vierbeiner. Zwei Ochsen laufen allein im Wald herum und bekommen sich unmittelbar vor uns etwa in die Wolle. Sollen wir in den Busch ausweichen? Zum Glück besinnen sie sich und geben den Weg frei. 😄
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John dehnt die Wanderung immer weiter aus, alle Pfeifversuche von John bleiben erfolglos und so erreichen wir die Straße wieder – er will noch einen Kilometer weiter marschieren, doch selbst Elvira ist nun müde – und um 12.00 Uhr sind wir in der Lodge. Der vierstündige Marsch durch den Urwaldmatsch war für alle ziemlich anstengend, das Ergebnis eher frustrierend.
Meine völlig verdreckten Schuhe lasse ich waschen mit der Bitte, darauf zu achten, dass sie innen nicht nass werden. Freudestrahlend bringt mir der Junge Mann die Schuhe zurück, außen blitzsauber, innen triefend vor Nässe! 🤩 🤩 😈
Wie bringe ich die wieder trocken? Beim Mittagessen erzähle ich dies dem Kellner, mit dem ich mich immer gut unterhalten habe. "No problem!", sagt er. Ich gebe ihm die Schuhe mit der Befürchtung, dass er sie vielleicht in der Mikrowelle einschrumpft. Doch nein, am Abend bekomme ich die Schuhe sauber, trocken und warm und sie passen immer noch bestens. Danke! 🙂 🙂
Nach dem Mittagessen donnert es wieder und kurz darauf öffnet der Himmel auch schnon wieder seine Schleusen.
Alles wird irgendwie klamm und die Feuchtigkeit zieht in alle Klamotten. Selbst das Tagebuch fühlt sich feucht an. Die Wäsche könnte man zum Waschen raushängen, aber nicht zum Trocknen.
Um 16.30 Uhr hört es kurz etwas zu regnen auf, aber die Nässe und der Dunst bleiben.
Es "gelingen" vier Vogelbilder.
Ein Graukopfbartvogel. Ich weiß nicht, welche Funktion die Federbüschelchen über dem Schnabel haben.
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ein Brillenschnäpper
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ein Mohrenweber (Wird wohl demnächst "korrekterweise" in Schwarzweber umgetauft. 😄 )
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und in der Krone des höchsten Baumes im Garten ein Pärchen Kronenadler.
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Noch einmal mache ich einen Rundgang. Sinnlos! Das Wetter ist zu dampfig, zudem raucht es aus allen Häuschen, weil Feuer angeschürt werden. So gibt es nur „Schwarzvögel“ zu fotografieren.
Ich gehe und sichere bis 18.15 Uhr in der Bibliothek die Bilder der heutigen Wanderung. Die meisten kommen gleich in den Müll.
Meine Frau dagegen genießt die Ruhezeit und liest einen Roman. Das Abendessen um 19.00 Uhr ist wie immer sehr gut und sehr reichlich. Die anderen Gäste blicken neidisch auf mein "Tusker", das ich mir aus Eldoret mitgebracht habe. Es wird hier kein Alkohol ausgeschenkt. Die Lodge wird von einer Religionsgemeinschaft geführt, die keinen Alkohol zulässt. Außerdem arbeiten hier nur Männer. Also verständlich, weit weg im Urwald vom nächsten Dorf und keine Frauen in der Nähe, da wäre Alkohol kontraproduktiv! 😄 😄
Um 20.30 Uhr gehen wir ins Bett und zum ersten Mal brauche ich gleich die Zudecke, sonst friere ich. 🤩

Teil 2223. Jan. 2020

Die ganze Nacht durch hat es wieder heftig gegossen.
Um 7.10 Uhr fahren wir los. Für die 9 km bis zur Teerstraße brauchen wir auf der verschlammten Strecke 30 Minuten.
Dann geht es flott vorwärts, aber den ganzen Vormittag regnet es während der gesamten Fahrt. Wir fahren durch eine landschaftlich recht schöne bergige Gegend, die Nundi-Berge, wo Stamm, Landschaft und Hauptort den gleichen Namen haben. Erst wird nur vereinzelt, dann immer mehr in Plantagen Zuckerrohr angebaut, das dann in großen Transporten zu einer Sammelstelle gefahren wird, wo man es verarbeitet.
Die meisten kleinen Dörfer, durch die wir kommen, sind durch den Regen völlig verdreckt.

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Viele Nebenstraßen sind überflutet.
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Immer wieder werden trotz des Regens Feldfrüchte der kleinbäuerlichen Landwirtschaft am Straßenrand angeboten: Bananen, Weißkraut, Tomaten, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Zwiebeln, Karotten, und schließlich später auch Tee.
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Wir passieren Kapsoit.
In Kericho machen wir eine Pause und besuchen ein Cafe´, dessen einzige Gäste wir sind. Hier bleiben wir 45 Minuten. Dieser Ort ist auch das Zentrum des Teeanbaus. An vielen Teeplantagen auf beiden Seiten der Straße sind wir vorbei gefahren. Einige Male sehen wir dabei auch Arbeitersiedlungen innerhalb oder am Rande der Plantagen, die einen ganz guten Eindruck machen. Die meiste Zeit fahren wir dabei auf dem East African Highway, der B1.
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Von den Motorradfahrern haben sich viele auf den Regen eingestellt und ihre Fahrzeuge entsprechend aufgerüstet. 🤩 😄 😄
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Um 14.00 Uhr sind wir am Gate zum Nakuru-Nationalpark und um 14.20 Uhr in der Lake Nakuru Lodge.
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Wir bekommen ein etwas abseits gelegenes Zimmer mit Blick auf .... den Regen!
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In der Lodge gibt es nach dem Bezug des Zimmers noch ein Mittagessen. Direkt über uns brüten Rotkappenschwalben.
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Kurz darauf geht es schon wieder los mit einem Gamedrive, obwohl das Wetter noch immer nicht ideal ist. Es ist extrem diesig und die meisten Bilder kann man mal wieder in die Tonne treten.
Der Ameisenschmätzer trieft vor Nässe.
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Außerdem stehen wir noch eine Weile in der Nähe von fünf Breitmaulnashörnern, sehen später nochmals zwei sowie eine Hyäne, Thomson und Grant-Gazellen.
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Kurz nach 18.00 Uhr sind wir wieder in der Lodge und um 19.00 Uhr beim Abendessen. Das Abendessen können wir uns anhand einer Karte zusammenstellen. Es ist sehr gut.
Hoffentlich ist morgen das Wetter besser!
LG Burschi

Teil 2324. Jan. 2020

Ich muss noch einmal kurz auf das Abendessen zu sprechen kommen. Anhand einer Karte konnte man sich das Menü zusammenstellen, das dann individuell und super nett angerichtet in mehr als ausreichenden Portionen serviert wurde. Dafür mal ein Beispiel:
Vorspeise (es fehlt auf dem Bild Brötchen und Butter)
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Hauptspeise
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Nachtisch
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Ich kann jetzt schon mal feststellen, dass wir in dieser Lodge am besten gegessen haben. Doch auch die meisten anderen Lodges waren diesbezüglich sehr gut.
7.00 Uhr Start des nächsten „Regen-Gamedrives“. Viele Pisten sind schlammig. Es hat schon länger geregnet, so auch in dieser Nacht und noch immer tröpfelt es.
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Einige Male geht es auch überhaupt nicht weiter. 🙁
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Dann endlich die ersten Tiere und dann auch noch die, auf die ich mich besonders gefreut habe: Rotschildgiraffen! 🤩
Aber was für Foto!!! 😈 Giraffen im Nebel! 😈
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Ich könnte dann auch noch Büffel im Nebel hinzufügen und
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aber lassen wir es dabei, ihr könnt euch jedenfalls meine Stimmung damit vorstellen. 😠 😠
Eine kleine Pause gibt es beim Makali-Wasserfall, bei dem eine braune Brühe etwa 10 Meter hinunterstürzt.
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Trotz allem aber gelingt es einige Vögelchen abzulichten:
ein Gelbkehlpieper
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Azurblauer Schmetterlingsfink
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und ein Ameisenschmätzer, der sich mit einer größeren Raupe herumschlägt. Hat schon eine Weile gedauert, bis die schnabelgerecht war. 😄
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Um 9.00 Uhr hört es zu regnen auf, aber der Himmel bleibt bedeckt.
Endlich aber hat sich auch der Nebel verzogen und wir kommen noch einmal in die Nähe von Rotschildgiraffen (auch Ugandagiraffen genannt). Erkennungsmerkmal dieser Giraffen sind die "weißen Strümpfe". 😄
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Damit wurde wenigstens - ihr erinnert euch an meine Wunschziele vom Anfang!? - ein weiterer "Kenia-Wunsch" erfüllt.
10.15 bis 10.45 Uhr halten wir an einem Aussichtspunkt “Baboon Cliff“, wo sich viele Klippschliefer tummeln, die teilweise eng aneinandergekuschelt sind. Von hier hätte man bei schönem Wetter einen guten Blick auf den Nakuru-See und die Stadt.
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Teil 2424. Jan. 2020

Um 16.00 Uhr will Elvira noch eine Stunde Gamedrive machen. Meine Frau bleibt in der Lodge zum Entspannen. Eigentlich bin ich auch ziemlich kaputt und habe Kopfschmerzen, doch eine Stunde halte ich schon aus. Vor der Abfahrt kann ich noch einen Brillenschnäpper mit Jungen mit dem Foto einfangen.
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Es hat etwas abgetrocknet und am Himmel sind sogar ein paar „blaue Störungen“ 😄 zu finden und später kommt sogar noch etwas die Sonne raus.
Jetzt zeigen sich einige Greife, die auf Ästen oder Bäumen sitzen.
ein Raubadler
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ein Schopfadler
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und ein Augurbussard.
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Bei einer Nashornkuh mit einem Jungen und einigen weiteren Breitmaulnashörnern halten wir etwas länger.
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Dann fahren wir noch einmal zum See, weil das Licht besser geworden ist. Dort ist ein Fahrzeugspektakel versammelt und lautes Getratsche. Wir schauen auf die Flamingos und die Limikolen, doch die sind zu weit entfernt. In gleicher Entfernung ist eine Büffelherde, der sich auch ein paar Nashörner angeschlossen haben. Durch diese Gruppe marschiert unbehelligt und scheinbar desinteressiert eine Hyäne hindurch.
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An einem etwas größeren Tümpel ist ein Schwarm Seeschwalben. Elvira will sie immer wieder fotografieren und identifizieren, doch die sind sehr agil und tun uns nicht den Gefallen mal ein paar Sekunden ruhig sitzen zu bleiben.
Um 18.15 Uhr kehren wir von dem „einstündigen“ Gamedrive bei Sonnenuntergang zurück. Meine Frau ist entspannt. Ich weniger, denn das lange Stehen im Auto hat meinem Rücken ziemlich zugesetzt. 😈
Am Abend bekommen wir ein hervorragendes Menü mit einem toll gebratenen Lamm von Chefkoch „Peter“, der an den Tisch kommt und den wir ausdrücklich loben. Da bin ich dann auch wieder versöhnt! 😄 Den schmerzenden Rücken betäube ich mit Tusker. 😄
LG Burschi

Teil 2524. Jan. 2020

Da ich noch etwas Zeit habe, kann ich den Aufenthalt im Nakuru NP noch abschließen.
Am nächsten Morgen um 7.00 Uhr sind wir mit Frühstück und Packen fertig, zahlen die Getränke und verladen.
Da die Fahrt heute nicht so lang ist, können wir ab 7.20 Uhr nochmals einen Gamedrive im Nakuru Nationalpark machen.
Wir fahren einige bekannte Routen und sehen doch eine Anzahl von Tieren. In der Ferne ziehen mal zwei Spitzmaulnashörner vorbei und um 9.00 Uhr stehen wir mitten in einer Herde von ca. 300 Büffeln, die aber recht friedlich sind.
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Die ganze Szenerie erinnert uns eher an eine große Kuhherde, als an wilde Büffel. Keine Spur von Aggressivität. Auch die Kuhreiher profitieren davon.
Daneben laufen auch Zebras und Grantgazellen.
Von 9.15 bis 9.55 halten wir uns auf der Campsite des Makali-Wasserfalls auf, wo wir Colobusaffen mit Jungen beobachten.
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Natürlich fliegen auch ein paar Vögel vor die Linse:
Graukopfliest
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Weißkopfbartvogel
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Am meisten freue ich mich aber über die Europäischen Bienenfresser, die in größerer Zahl von einem Busch aus Insekten jagen.
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Fahlschnäpper
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Die Wege sind etwas abgetrocknet und der Sonnenschein lockt viele Schmetterlinge an die großen Pfützen, hier einen Papilio demodocus (Zitrusschwalbenschwanz)
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Und dann doch noch einmal Rotschildgiraffen:
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Ab 11.00 Uhr fahren wir auf den Parkausgang zu, doch wir unterbrechen noch ein paarmal, weil es immer was zu sehen gibt. Etliche Vögel sind gerade beim Frühstück:
Der Grünschenkel sucht Nahrung im flachen wasser.
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Der Schwarzhalsreiher würgt gerade seine Beute hinunter.
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Der Mäusebussard ist schon fertig mit dem Frühstück.
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Und dem Schlangenhalsvogel ist sie scheinbar im Hals stecken geblieben. 😄
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Auch der Pelikan fischt und die Riedscharbe schaut zu, ob was abfällt.
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Um 12.00 Uhr erreichen wir das Gate des Nationalparks und steuern auf unser letztes Ziel, den Lake Elementaita, zu.
Davon morgen mehr!
LG Burschi

Teil 2625. Jan. 2020

Guten Morgen,
zu gestern muss ich noch einen kleinen Nachtrag machen. Kurz vor der Ausfahrt aus dem Nakuru NP sehen wir einige Büffel im Wasser liegen. Sie machen im seichten Wasser Mittagspause und kühlen sich ab. Es handelt sich aber keineswegs um "Wasserbüffel" (Diese gibt es freilebend in Afrika nicht!), sondern um den Afrikanischen Büffel. ("Kaffernbüffel" darf man ja nicht mehr sagen. 🤩 😄 )
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Heute kommen wir also auf der letzten Lodge an. Hier hatte ich - zum Ausruhen, Entspannen und einfach ein wenig Relaxen oder wie man heute sagt Chillen, mir eine schöne ruhige Lodge gewünscht. Da diese Lodge auch Tagungen durchführt, hatte ich wegen der Größe Bedenken, doch Elvira zersteute diese, da es keine bessere Lodge hier gebe.
In der „Sentrim Elementaita Lodge“ am Elementaita See, werden wir also die letzen Tage verbringen. Wir erhalten Häuschen Nr. 3 mit direktem Blick auf den See. Es ist sehr groß und geräumig und von der Terrasse aus kann man gut Vögel beobachten, die am Ufer entlangspazieren.
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Nach dem Mittagessen am Nachmittag erkunde ich das Lodgegelände und das Seeufer und versuche ein paar Vögel vor die Linse zu bekommen. Von unserer Terrasse aus kann ich schon ein paar nette Szenen beobachten.
Es scheinen hier etliche europäische Limikolen zu überwintern, z.B. Kampfläufer
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Ein Nimmersatt und zwei Kapenten.
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Am nächsten Tag sind wir um 6.15 Uhr beim Frühstücksbüfett. Eine lärmende amerikanische Zickengruppe ist schon da und hin-terlässt einen total versauten Tisch. 😈
Um 7.00 Uhr ist Abfahrt mit Guide Josef Kodonjo zum Vogel-Gamedrive auf die andere Seite des Sees.
Den Blauen Steinrötel sehen wir noch vor der Abfahrt.
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Auch die Braundrosslinge lärmen bereits.
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Um 7.40 Uhr sind wir über eine sehr holprige Piste am Parkeingang angelangt und steigen aus und gehen zu Fuß weiter. In größerem Abstand zum Ufer, um die vielen Vögel nicht zu stören, wandern wir entlang. Hunderte von Flamingos haben sich hier niedergelassen.
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Aber auch viele Nimmersatts (Gelbschnabelstörche) und Silberreiher,
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sowie Afrikanische Löffler und Kronenkraniche
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und wieder viele Limikolen, wie Kampfläufer und viele andere.
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Wir gehen in gebührendem Abstand am See entlang, sodass wir keine Vögel aufscheuchen, ganz im Gegensatz zu später ankommenden Touris, die die Vögel vor sich hertreiben, sodass sie nur noch aus der Ferne zu beobachten sind.
Um 9.40 Uhr machen wir eine Pause im Kikpey Bush Camp und trinken Kaffee. Auch hier nutzen wir die Gelegenheit um weitere Vögel zu beobachten.
Der Rotbrustnektarvogel ist nur ganz kurz zu erhaschen.
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Aber auch Schmetterlinge sind zu beachten, wie dieser Monarchfalter.
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Um 11.05 Uhr, es ist heiß geworden, sind wir wieder beim Auto und um 11.40 Uhr in der Lodge.
Dort kann ich noch am Vormittag zwei Mohrenköpfchen und einen Braunflügelmausvogel fotografieren.
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Teil 2725. Jan. 2020

Auch Pfirsichköpfchen (Erdbeerköpfchen) und Hybriden zwischen diesen und den Mohrenköpfchen tummeln sich im Lodgegelände. Nur sind sie leider schwer vor die Linse zu bekommen. Mit den Hybriden ist das so eine Sache.Die beiden Vogelarten wurden in Käfighaltung gekreuzt und sind dann in die Freiheit entkommen. Nun gibt es alle möglichen Schattierungen zwischen diesen beiden Arten in der freien Natur.
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Im Lodgegelände sind sie ständig da, doch ziemlich scheu.
Am frühen Nachmittag - es ist sehr heiß geworden - kühlen wir uns erstmals im Pool ab, duschen und gehen dann entspannt zum Kaffeetrinken. Danach möchte ich in aller Ruhe vielleicht noch ein paar kleine Vögelchen vor die Linse bekommen. Leider veranstaltet eine „Teambildungstruppe“ verschiedene Spielchen, rennt und lärmt im Gelände herum und vertreibt auch am Seeufer alle Vögel.
So bleiben Schwefelgelber Girlitz, und Veilchenastrild die einzige "Ausbeute".
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Ich hänge hier gleich den nächsten Tag an, denn da gab es kein Tagesprogramm. Am frühen Morgen nach dem Frühstück versuche ich bei einem Spaziergang wieder mein Glück.
Die Ausbeute ist nicht groß, weil es ständig Störungen gibt, Putzpersonal, Securities, Gärtner usw., die immer dann auftauchen, wenn ich gerade ein "Opfer" ausgespäht habe. 😈
Vor die Linse bekomme ich ein Pärchen vom Kleinen Amarant.
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An einer Futterstelle für die Vögel tummeln sich Textor und Reichenow Weber
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Im Gras blinzelt eine Schafstelze in die Sonne.
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Auf dem Dach des Häuschens sitzen Felsenschwalben.
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Doch den meisten Erfolg habe ich von der Terrasse unserer Unterkunft aus, wo ich schön dem Flamingo-Ballett zusehen kann. Großer und kleiner Flamingo kommen hier vor.
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Und dann gibt es noch andere Störungen. 😈 🤩 😄
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Aber wie könnte man denen böse sein?! 😄 😄
Vielleicht geht ja morgen noch was.
LG Burschi

Teil 2826. Jan. 2020

Am letzten Tag hoffte ich am Morgen noch auf ein paar schöne Bilder von der Terrasse aus am Strand oder vielleicht im Lodgegelände, aber ...
schon am frühen Morgen zeigten sich Wolken am Himmel.
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Bis 10.00 Uhr versuche ich noch ein paar Vögel am Ufer abzulichten. Zum Glück stehen die anderen in der Lodge später auf und so bieten sich am frühen Morgen noch ein paar nette Szenen.
Rosapelikane ziehen vorbei und fischen.
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Doch ein Pelikan sieht anders aus! 😕 Es ist ein Rötelpelikan!
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Er geht gemeinsam mit einem Löffler auf Beutezug. Eine zeitlang ziehen sie gemeinsam umher.
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Der Löffler ist auch gemeinsam mit Zwergflamingo und Stelzenläufer unterwegs.
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Dann begegnet er einem Seidenreiher.
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Allein, schnell und quirrlig ist der Teichwasserläufer unterwegs.
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Um 10.00 Uhr rückt die Putzkolonne an und ich gehe im Lodgegelände ein wenig spazieren. Sehr erfolgreich bin ich dabei nicht.
Den Rotbraunen Sperling kann ich beim Nestbau beobachten.
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Der Hemprich-Toko lässt sich nur kurz sehen.
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Ab 11.00 Uhr ist es mit dem Frieden endgültig vorbei. Mehrere Horden von Schulkindern unterschiedlichen Alters fallen in die Lodge ein. Zuerst die Kleinen, die schreiend in den Pool stürzen und dann im See herumwatscheln und laut lärmend durch das Wasser ziehen. Aus mit Vogelbeobachtung! Kein einziger Vogel ist mehr da!
Am Nachmittag will ich eigentlich in den Pool, doch der ist von lärmenden Jugendlichen voll besetzt. So sitzen wir noch ein wenig traurig auf der Terrasse unseres Häuschens, schauen auf den See und ärgern uns über verschiedene Schwarzschnepfen, die im Wasser entlanglaufen, und an der Stelle, wo am Morgen die Seeschwalben sich niedergelassen haben nun herumposieren und Selfis machen. 🤩 😈
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Aus Datenschutzgründen (und aus Rache!) habe ich der Schwarzschnepfe das Gesicht verpixelt. 😄
Als diese Truppe dann sich an den Pool zurückzieht, den die Schulkinder schon verlassen haben, und sich dort räkelt, keimt noch einmal Hoffnung bei mir auf, doch ...
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heute geht alles schief. Es beginnt in Strömen zu regnen. Und auf dem Weg zum Abendessen brauchen wir die Regenschirme.
19.00 bis 20.00 Uhr Abendessen. Die Sensation am Schluss! Die Küchenmannschaft marschiert singend mit „Hakuna matata!“ ein und überreicht völlig überraschend meiner Frau eine große Sahne-Torte. Den Grund dafür erfahre ich nicht. Ob es Elviras Gespräche mit dem Lodgemanager waren oder meine Unterhaltung mit einem der Angestellten an der Rezeption, wo ich darauf hingewiesen habe, dass mir das Treiben in der Lodge nicht so gut gefallen hat, oder mein Lob an den Koch über sein sehr gutes Essen und seinen Nachtisch oder weil wir vier Tage auf der Lodge verbracht haben, ich weiß es nicht. Trotzdem haben wir uns natürlich gefreut.
Ich verteile die Torte unter den Gästen, probiere selbst nur ein winziges Stückchen, denn ich bin nicht nur intolerant gegen posierende Schwarzschnepfen, sondern auch gegen Laktose. 🤩 😈 😄
Und damit euch auch das Wasser ein wenig im Munde zusammenläuft, hier noch das Nachtisch-Angebot, das es jeden Abend gab. 😛 😄
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Noch einmal schlafen in Afrika! Morgen gibt es noch einen Besuch am Lake Naivasha und am Abend den Heimflug. 🙁 🙁 🙁
Viele Grüße:
Burschi

Teil 2927. Jan. 2020

Alles hat ein Ende und heute ist der letzte Tag der Reise. 🙁
Am frühen Morgen schaut noch mal ein Nimmersatt vorbei und winkt mir zu. 🤩
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Abwechselnd "winkt" er mit dem rechten und linken Flügel. 🤩 Er winkt natürlich nicht, sondern macht mit dem Flügel einen Schatten, um die Beute im Wasser besser zusehen. Der Stelzenläufer dabei hat eine andere Art der Nahrungssuche und dafür einen langen Spezialschnabel.
Ich bin um 6.45 Uhr mit allem planmäßig fertig.
7.00 Uhr Frühstück, dann Getränke zahlen und Trinkgeld in die Staff-Box. Der Himmel weint schon wieder! 🙁
8.10 Uhr haben wir die Hauptstraße nach Nairobi erreicht. Auf der Holperstrecke kam mir die Fahrt viel länger vor. Wir reihen uns in eine Kolonne ein, die hinter einem LKW herfährt (Sonntagsverkehr!)
Um 10.00 Uhr sind wir endlich in Naivasha. Hier biegen wir auf eine extrem schlimme Schlaglochpiste ein, die zum Naivasha See führt. In manchen dieser Löcher könnte man einen PKW versenken! In den Müllbergen neben der Straße graben Männer nach Würmern, die sie dann an die Fischer als Köder verkaufen. Es ist scheinbar ein einträglicher Job, so lange es regnet und genügend Wasser da ist!
In den Orten entlang der Straßen sind die Abflussgräben mit Müll verfüllt, der bei dem derzeitigen Starkregen dann wieder überall verteilt wird. Die Dicke der Müllschicht entlang der Straße ist schon so hoch, dass hier schon wohl Jahrzehnte Müll abgelagert wird. Archäologen könnten hier schon Grabungen machen!
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Das Bild gibt nicht annähernd die Verschmutzung wieder! 😈
Naivasha ist der Ursprungsort der Rosenzucht in Kenia und wir passieren riesige Treibhausanlagen. Einige sind schon verfallen. Entweder ist der Besitzer in Konkurs gegangen oder nach Äthiopien ausgewandert, wo die Arbeitskräfte billiger sind.
9.55 Uhr kommen wir in der Lodge „Elsamere“ am Naivasha See an und begeben uns umgehend zum See für eine Bootsfahrt. Inzwischen brennt die Sonne vom Himmel. Ich hole mir bei der Bootsfahrt einen Sonnenbrand an den Beinen, weil die Sonnencreme schon verpackt ist und am Morgen bei Regen nicht mit der prallen Sonne zu rechnen war. 😈
Noch einmal aber sind viele nette Szenen mit Vögeln zu sehen.
Pelikane fischen in der für sie bekannten Formation.
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Auch der Purpurreiher sucht Beute.
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Der Riesenkingfisher äugt ebenfalls nach unten.
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Ein Graureiher hat sein privates Inselchen mit Wasser-Hyazinthen, die hier weit verbreitet sind. Zu weit!
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Etliche Kammblässhühner (sie haben im Gegensatz zum normalen Blässhuhn zwei rote kleine Hörnchen auf dem Kopf) tummeln sich am Ufer.
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Ein Langzehenkiebitz lässt sich blicken.
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Am Ufer stehen viele Marabuts. Sie sind weniger auf Fische aus, sondern auf den vielen Müll und Abfall, den die ortsansässigen Fischer im See zurück lassen.
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Auch der Hammerkopf war erfolgreich. Er hat schon etwas Mühe mit dem großen Fisch.
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Ob ihm wohl eine Gräte im Halssteckt? 🤩 😄
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Auch Graufischer sind häufig zu beobachten.
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Bei manchem sind die Augen größer als der Schnabel! 🤩 😄
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Ich könnte noch etliche weitere Bilder hier einfügen. Interessant sind auch die Fischer, die am Ufer und auf dem See in ganz unterschiedlichen Methoden auf Fischfang gehen. Die Bevölkerung lebt hier hauptsächlich davon. Was sie allerdings nicht davon abhält, den See unverantwortlich zu verschmutzen.

Teil 3027. Jan. 2020

Um 12.15 Uhr ist die Bootsfahrt zu Ende und wir sind wieder in der Lodge.
Bis 13.00 Uhr besuchen wir das kleine Museum von George und Joy Adamson, die durch die Löwin Elsa berühmt wurden. Es liegen allerlei Memorabilia herum.
In den Bäumen raschelt es! 🤩
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Dann erleben wir mit, wie ein Trupp Colobus-Affen gefüttert wird. Sie erhalten Gemüseabfälle und Obst. Man kann sie hier füttern, da die Tiere reine Vegetarier sind und daher nicht aggressiv und am Essen der Menschen interessiert sind.
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13.00 bis 13.30 Uhr Mittagessen im Garten. Den Nachtisch müssen wir im Haus einnehmen, da mal wieder ein Wolkenbruch niedergeht.
14.45 Uhr Abfahrt von Elsamere nach dem Abschied von Elvira, die hier noch einen Tag zum Vogelbeobachten bleiben will. Ich bin etwas nervös, da Josef die Nachricht erhalten hat, dass in Nairobi Straßen überflutet sind. Nach dem heftigen Regen in Elsamere sind wir etwas angespannt.
Es kommen uns zweimal Motorräder entgegen, die hinten ein Sofa mit einem zusätzlichen Beifahrer darauf geladen haben. Leider kann ich wegen der heftigen Staubwolken oder abwechslungsweise wegen des heftigen Regens davon keine Bilder machen. Auch auf dem Fahrrad kann man ein Sofa transportieren! 🤩 Ein Motorradfahrer transportiert quer einen Sarg. Seinen eigenen? 😄
Dann wiederum bedeckt ein riesiges Schlagloch mit Wasser gefüllt die ganze Straßenbreite. Die Motorradbeifahrer steigen ab und umlaufen den „See“. Ein anderes Safari-Fahrzeug vor uns scheint alle Löcher gut zu kennen, denn es umfährt sie geschickt. Josef braucht nur zu folgen. 15.20 Uhr haben wir die Hauptstraße erreicht und wir reihen uns wieder in eine LKW-Schlange ein.
Naivasha erreichen wir um 15.30 Uhr. Nun biegt Josef nach rechts in eine total belebte Straße ab, dann nochmals nach rechts und wir sind auf einer anderen Straße nach Nairobi. Josef hat auf der Hauptstraße lange Staus befürchtet. Kolonnenverkehr am Sonntag!
15.45 Uhr erst verlassen wir Naivasha. Nach Nairobi sind es noch 110 km. Wie lange brauchen wir?
Wir fahren aus dem Großen Grabenbruch in einer langen Steigung auf die Riffkante hinauf. Tolle Ausblicke! Aber alles im Dunst!
16.50 Uhr ist die „Autobahn“ plötzlich zu Ende. Wir folgen dem Pfeil „Nairobi“ Wir fahren zurück, im Kreis und sind einige Minuten wieder am selben Schild. Josef nimmt nun einen anderen Weg. Für Selbstfahrer der Supergau! Statt nach Nairobi fahren wir jetzt nach Limura.
Um 17.00 Uhr sehe ich in der Ferne am Horizont die Hochhäuser von Nairobi.
17.15 Uhr quälen wir uns im Schritttempo durch einen Vorort von Nairobi. Überall Verkaufsstände aller Art. Viel „Mode“! 😄 😄 Fußgänger überholen uns! 🤩
Wieder biegen wir auf eine Umgehungsstraße ab, weil das Chaos zu kollabieren droht. Wie-der eine Einkaufsstraße!
17.25 Uhr sind wir endlich auf einer vierspurigen Umgehungsstraße zur Hauptstadt und errei-chen diese schweißgebadet um 17.55 Uhr.
18.00 Uhr sind wir im CBD (Central Business District). Vierspurig stehender Verkehr! Bei großen Kreisverkehren stockt es. Es wird brutal gefahren. Ich kann nur eine einzige funktionierende Ampel entdecken und um die kümmert sich keiner. 🤩
Ein großes Einkaufszentrum hat bereits weihnachtlichen Lichterschmuck.
18.35 Uhr: Erstes Hinweisschild zum Flughafen; noch 9 km!
Bei der Einfahrt zum Flughafen müssen wir aus dem Auto aussteigen und durch eine Sicherheitsschleuse. Die Amerikaner haben auf diese Einrichtung bestanden. Am Flughafen bringt uns Josef bis zum Eingang und wir verabschieden uns von ihm, bedanken uns für die sichere Fahrt und geben ihm das Trinkgeld. Ich weiß nicht, ob ich es geschafft hätte, ohne diesen ortskundigen Fahren zum Flughafen zu kommen. Wahrscheinlich hätte ich das Auto versenkt oder zerlegt oder einige Fußgänger oder Motorradfahrer über den Haufen gefahren und säße nun im Knast in Kenia.
Alle Checks am Flughafen gehen zügig von statten. Wir suchen ein Restaurant, es gibt aber keines und wir müssten wieder raus aus der Sicherheitszone. Also “kehren“ wir in einem Imbiss ein. 1 Bier, 1 Reismahlzeit, 2 Samosas, 1 Riegel für 17 US$!!! 😈
20.00 Uhr! Noch vier Stunden bis zum Abflug! Die Welt zieht an uns vorbei, alle Nationalitä-ten!
Um 21.00 Uhr dürfen wir nach weiterem Security-Check in einen Wartebereich fürs Boar-ding. Leider hat dieser keine Toilette und so müssen wir später wieder raus und nochmals Security-Check machen.
22.30 Uhr Boarding!
Alles geht erstaunlich schnell und der Flieger startet sogar etwas früher.
Der Rest der Rückreise verläuft absolut planmäßig. Im Bordentertainmant schaue ich mir als passenden Abschluss den "König der Löwen" in der neuesten Animations- Variante von 2019 an.
Zuhause mache ich mich dann an die Bearbeitung der reise, denn wenn ich nicht manches mehrfach wiederhole, dann schwindet vieles schnell aus dem Gedächtnis, denn die Festplatte im Hirnstübchen schein ziemlich voll zu sein. Also sortiere ich die Bilder und schreibe ich ein ausführliches Reisetagebuch und anschließend den Forumsbericht.
Und das Resümee? Da könnte ich nochmal weit ausholen, will aber nur ein paar Dinge festhalten:
1. Reiseart: Es wird immer wieder über "Selbstfahrerreise" in Kenia diskutiert. Ich bin viele tausend Kilometer im südlichen Afrika selbst gefahren und käme dort nie auf die Idee mir Fahrer oder Führer (von Gamedrives abgesehen!) zu nehmen. Aber hier und auch in Tansania würde ich das nicht tun, es sei denn, ich habe überhaupt keine Zeitbegrenzung und kann reisen so lange ich will. Bei straffem Reiseplan wie bei dieser Reise hätte ich weder das Auto - wegen der katastrophalen Straßenverhältnisse - wieder zurück gebracht, noch wäre ich rechtzeitig zum Flughafen gekommen. Und was das Wichtigste ist: Ich hätte nie so viel gesehen, wie es mit Fahrer und Guide der Fall war.
2. Unterkünfte: Wir waren mit Ausnahme des Maxlandhotels am ersten Tag mit allen Unterkünften und der Verpflegung sehr zufrieden. Die schönste Unterkunft war am Baringo-See und das beste Essen gab es auf der Nakuru-Lodge.
3. Die Reiseleitung: Ich hatte ja eine spezielle Vogel-Safari bei Bushtruckers gebucht. Die Leiterin ist Elvira Wolfer, die auch als Guide fungierte und auch fleißig den Bericht liest, damit ich nichts Falsches schreibe. 😄 😄 Die Safari wird in ihrem Programm auch in wesentlich kürzerer Zeit angeboten, aber das wäre mir absolut zu viel Stress gewesen. Trotz allem war es noch immer ein sehr straffes Programm, bei dem wir unheimlich viel gesehen haben. Sie ist eine absolute Spezialistin, was die Vögel Ostafrikas betrifft, weiß nicht nur die Namen, sondern auch die Vorkommen und hat wiederum gute Verbindungen zu örtlichen Spezialisten. Die beiden eingesetzten Fahrer sind zuverlässig und sicher gefahren. Wir haben uns stets sicher gefühlt. Auch bei schwierigsten Pistenverhältnissen wird zuerst auf Sicherheit geachtet und kein Risiko eingegangen. Leider konnte ich mich mit der Sitzposition - habe ich bereits beschrieben! - auf der Rückbank mit schlechten Sichtverhältnissen nicht anfreunden. Gerade auf den langen Fahrten über Land wäre ich gerne vorne bei guter Sicht gesessen. Da hätte unser Guide ja auch nicht nach Vögeln Ausschau halten müssen. Bei den Fahrten in den Parks mit offenem Dach ist das dann kein Problem. Aber wenn´s halt fast jeden Tag regnet!? 😈
Elvira war immer bemüht noch weitere Vögel auf die "Liste" zu bekommen. Für "Abhaker-Ornithologen" auf der Jagd nach neuen Rekorden ist das ideal! 😄 Aber in meinem Alter brauche ich auch mal eine längere Pause zum Chillen! 😄 Und da ist mir ein Vögelchen im Baumwipfel, das ich von unten gegen das Licht bei Regen nur als schwarzen Geist fotografieren kann, ziemlich egal.
Beim nächsten Mal würde ich es etwas anders machen. Ich würde Elvira ein gutes Fernglas geben und ihr Foto und Liste wegnehmen. 🤩 🤩 Dann wäre sie nicht nur ein guter, sondern ein perfekter Guide! 😄 😄 Ansonsten kann man gut mit ihr und den Fahrer auskommen, sie verstehen Spaß, sogar meine Ironie und Sarkasmus. An dieser Stelle nochmals "Danke" für das Verständnis. Schließlich nochmals der Hinweis auf ihre Homepage, die ich schon zitiert habe und die bei der Nachbearbeitung der vielen Vogelaufnahmen sehr hifreich ist.
4. Wunschvorstellungen: Was meine Erwartungen an die Vogelwelt betraf, so wurden diese weit übertroffen. Traurig bin ich aber darüber, dass ich die Grevy-Zebras nicht gesehen habe. Gefreut habe ich mich über die Netz- und Rotschildgiraffen und die Gerenuks. Dass wir praktisch keine Katzen gesehen haben, kann ich verschmerzen. Ich habe auf anderen Safaris schon Hunderte von Löwen und auch andere Kätzchen gesehen. So viele Elefanten, einige davon mit langen Stoßzähnen, zu sehen, war eine Überraschung.
Am Schluss muss ich mich noch für die ungewohnt schlechte Bildqualität entschuldigen. Zum Einen lag es am Wetter, dass wegen der schlechten Lichtverhältnisse wenig gute Bilder zustande kamen. Zum Anderen habe ich mir noch kurz vor der Reise eine neue Kamera besorgt, weil meine alte nach vielen tausend Aufnahmen schon Schwächen beim Sensor zeigt. Es stellte sich aber heraus, dass die neue noch einen schwächeren Sensor hatte. Ich habe sie gleich nach Rückkehr dann verschenkt. 😈 😈
Ich hoffe aber trotz allem, dass euch die Reise mit mir zu den Vögeln nach Kenia doch ein wenig Spaß gemacht hat.
Liebe Grüße und vielen Dank an alle Mitleser:
Burschi

Kenia - "Vögel im Regen" von Burschi

Quelle: www.namibia-forum.ch/forum/thema/298936-kenia-voegel-im-regen

Stand: letzter Berichtsteil vom 27. Jan. 2020

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