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Reisebericht · namibia-forum.ch

8 Wochen entschleunigt in BOT, NAM & SA 10-11/2019

von @Zugvogel · 68 Teile

Teil 101. Jan. 2020

Liebes Forum

Seit gut fünf Wochen sind wir zurück von unserer achtwöchigen Camping-Tour durch Botswana, Namibia und den Kgalagadi Transfrontier Park.

Diese Reise durch das südliche Afrika war, abgesehen von einem 9-wöchigen Backpacking-Trip durch Südamerika 2011, unsere bislang längste gemeinsame Reise und eine tolle Erfahrung. Wir haben viel Neues entdeckt (CKGR, Nxai Pan, Moremi, Savuti) und unserem Lieblingspark, dem KTP, erneut einen längeren Besuch abgestattet. Dabei waren wir total entschleunigt unterwegs, haben mehrheitlich campiert und uns selbst versorgt. So wie wir es mögen…

Unterwegs waren wir im Oktober und November 2019 auf der folgenden Route:

30.09.2019 - Flug Zürich – Kapstadt
01.10.2019 - Flug Kapstadt - Windhoek, Tamboti Guesthouse
02.10.2019 - Ghanzi, Thakadu Bush Camp CS
03.10.2019 - CKGR, Passarge CKPAS03
04.10.2019 - CKGR, Kori Pan CKKOR04
05.10.2019 - CKGR, Kori Pan CKKOR04
06.10.2019 - Makgadikgadi Pans, Kubu Island

07.10.2019 - Makgadikgadi Pans, Kubu Island
08.10.2019 - Nxai Pan NP, South Camp NX03
09.10.2019 - Nxai Pan NP, Baines Baobab, BO2
10.10.2019 - Moremi Game Reserve, South Gate, MQ 3
11.10.2019 - Moremi Game Reserve, South Gate, MQ 3 (effektiv MQ 10)
12.10.2019 - Moremi Game Reserve, South Gate, MQ 3 (effektiv MQ 10)
13.10.2019 - Moremi Game Reserve, Third Bridge MT5

14.10.2019 - Moremi Game Reserve, Third Bridge MT5
15.10.2019 - Moremi Game Reserve, North Gate/Khwai MK04
16.10.2019 - Chobe National Park, Savuti CV07
17.10.2019 - Chobe National Park, Savuti CV07
18.10.2019 - Senyati Safari Camp
19.10.2019 - Senyati Safari Camp
20.10.2019 - Muchenje Campsite

21.10.2019 - Muchenje Campsite
22.10.2019 - Caprivi-Ost, Mavunje Camp
23.10.2019 - Caprivi-Ost, Bootstour mit Dan
24.10.2019 - Caprivi-West, Ngepi Camp
25.10.2019 - Caprivi-West, Ngepi Camp
26.10.2019 - Okavango Panhandle, Shakawe-Lodge
27.10.2019 - Okavango Panhandle, Shakawe-Lodge

28.10.2019 - Ghanzi, Thakadu Bush Camp CS
29.10.2019 - Wildlife Management Area KD2, Name Pan CS
30.10.2019 - KTP, Sizatswe Campsite KTSIZ01
31.10.2019 - KTP, Nossob CKP6
01.11.2019 - KTP, Urikaruus RC2
02.11.2019 - KTP, Urikaruus RC2
03.11.2019 - KTP, Urikaruus RC2

04.11.2019 - KTP, Kieliekrankie DC2
05.11.2019 - KTP, Kieliekrankie DC2
06.11.2019 - KTP, Kieliekrankie DC2
07.11.2019 - KTP, Nossob CH4
08.11.2019 - KTP, Grootkolk SC2
09.11.2019 - KTP, Grootkolk SC2
10.11.2019 - KTP, Gharagab LC2

11.11.2019 - KTP, Gharagab LC2
12.11.2019 - KTP, Nossob RF2
13.11.2019 - KTP, Nossob RF2
14.11.2019 - KTP, Kieliekrankie DC2
15.11.2019 - KTP, Kieliekrankie DC2
16.11.2019 - KTP, Urikaruus HRMC2
17.11.2019 - Mariental, Kalahari Anib Lodge CS

18.11.2019 - Mariental, Kalahari Anib Lodge CS
19.11.2019 - Flug Windhoek – Kapstadt, Marianne Wine Estate, Paarl
20.11.2019 - bei Freunden in Bonnievale, Western Cape
21.11.2019 - bei Freunden in Bonnievale, Western Cape
22.11.2019 - bei Freunden in Bonnievale, Western Cape
23.11.2019 - bei Freunden in Bonnievale, Western Cape
24.11.2019 - 00:20 Flug Kapstadt – Wien – Zürich

Die Campsites in Botswana haben wir von Botswana Footprints buchen lassen. Mit dem Service waren wir sehr zufrieden. Alle eingescannten Bestätigungen haben wir sogleich per E-Mail erhalten, die Originale wenige Wochen später per Post. Die BWP 500.- Buchungsgebühr war das definitiv wert. Alle weiteren Unterkünfte und Campsites haben wir eigenhändig reserviert und gebucht.

Teil 203. Jan. 2020

Da ich nach dem Einstellen der ersten Reisebericht-Tranche und auch gestern noch vom Web Spam Programm des Forums ausgeschaltet wurde konnte ich leider nicht meinen gesamten Beitrag posten 😈 . Und irgendwie hat Word (bzw. ich) auch einen Teil des Beitrags gelöscht 😵 . Jetzt geht es aber weiter…
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Die Flüge
Wie letztes Jahr sind wir von Zürich mit Edelweiss Air direkt nach Kapstadt geflogen. Dieses Mal ohne nennenswerte Verspätung. In Kapstadt ging es einmal durch die Passkontrolle, Gepäck holen und wieder aufgeben und zurück in den Abflugbereich. Alles ganz entspannt, ein direkter Transfer scheint nicht vorgesehen zu sein. Nach Windhoek und zurück ging es mit Airlink. Dieser kurze Flug bei bester Sicht hat sich mehr wie Sightseeing als 'normales' Fliegen angefühlt. Von Kapstadt sind wir zurück in die Schweiz via Wien mit Austrian Airways geflogen. Das Gesamtpaket für CHF 1300.- bei Expedia gebucht, nicht billig, aber für die perfekten Flugzeiten und total 5 Flüge ein guter Preis. Expedia war der einzige Ort, wo wir diese Flugkombination buchen konnten. Der Service war auf allen Flügen nett, es gab kaum Verspätungen und das Entertainment-System funktionierte auf den Langstreckenflügen einwandfrei. Das Essen war soweit wir es getestet haben in Ordnung. Seit wir Abends vor dem Fliegen bereits etwas essen schlafen wir im Flieger deutlich besser und verzichten daher meist aufs Abendessen.

Das Fahrzeug
Wie bereits 2015 haben wir das Fahrzeug bei der Autovermietung Savanna in Windhoek gemietet. Ursprünglich wollten wir einen Hilux Bushcamper haben. Diese waren bei unserer Anfrage im Januar 2019 jedoch bereits nicht mehr verfügbar. So wurde es dann ein Landcruiser Bushcamper, den uns Savanna für einen unschlagbaren Preis offerierte. (Bei Bushlore in Johannesburg, wo wir unsere Reise eigentlich beginnen wollten, hätten wir über CHF 2000.- mehr bezahlt!). Der Landcruiser erwies sich als idealer und zuverlässiger Begleiter auf unserer Reise. Bis auf ein für uns obligatorisches Problem mit dem Kühlschrank 😈 sowie einen Ermüdungsbruch der Befestigung der Dieselkühlung hatten wir mit dem Auto während 8'147 gefahrenen Kilometern keinerlei Probleme. Der Bushcamperaufbau erwies sich gegenüber dem Klappdachzelt als sehr praktisch, ist im Nu aufzubauen und bietet äusserst viel Platz.


Wir und unser treuer Landcruiser in der Mahango Core Area

Die Fotoausrüstung
Auch in diesem Urlaub hat Dani ausgiebig fotografiert und seine umfangreiche Ausrüstung nur selten zur Seite gelegt. Dabei sind ihm einige fantastische Fotos gelungen, welche wir euch nicht vorenthalten wollen. Aus diesem Grunde haben wir uns auch dazu entschieden, wiederum einen Reisebericht ins Namibia-Forum zu stellen. Über die Jahre habe ich vieles dazu gelernt und auf dieser Reise Dani vermehrt beim Fotografieren unterstützt. Wenn es schnell gehen muss und die Einstellungen alle stimmen sollen, bin ich jedoch weiterhin nicht geeignet dafür 😗 .

Kameras
Canon EOS 5D Mark III
Canon EOS 7D Mark II
Canon M3 (mit Canon Adapter EF-EOS M)
SECACAM Wild-Vision Full HD (Kamerafalle)

Objektive
Canon EF 17-40mm f/4L USM
Canon EF 24-70mm f/4L IS USM
Canon EF 100-400 f/4.5-5.6L II USM
Canon EF 500mm f/4L IS USM
Canon EF-M 15-45mm f/3.5-6.3 IS STM
Samyang 14mm f/2.8

Wir hatten viele wunderbare Begegnungen mit Mensch und Tier, haben uns vor der massiven Dürre gefürchtet, aber das Wasser doch gefunden und uns einmal mehr in Afrika, den unendlichen Sternenhimmel, die wahnsinnige Tierwelt und Natur und das fantastische Licht verliebt. Für uns ist Afrika nach Hause kommen.

Wir freuen uns über eure Begleitung. Kommentare, Kritik und Fragen sind ausdrücklich erwünscht. Ich habe den Bericht Botswana zugeordnet, weil wir uns dort am längsten aufgehalten haben. In einigen Tagen geht es los mit einer kleinen statistischen Übersicht zur Reise. Danach gibt es Fotos 😎 .


Vielleicht unsere ungewöhnlichste Sichtung des Urlaubs: ein Rosapelikan in der Kgalagadi

Bis dahin herzliche Grüsse!
Stefanie & Daniel

Teil 309. Jan. 2020

Statistik - Zahlen einer 8-wöchigen Reise

Da wir gerne Zahlen mögen gibt es hier eine kleine Statistik. Und für diejenigen, die keine Zahlen mögen präsentieren wir die ersten Foto-Häppchen 🙂

3 Länder
12 neue Stempel im Pass
7 Nächte Namibia (1x Guesthouse, 6x Camping)
24 Nächte Botswana (nur Camping)
21 Nächte Südafrika (1x Camping, 16x fixe Unterkunft KTP, 1x Weingut, 3x bei Freunden)
41 Tage ohne Internet 🙂



8'147km gefahren
ca. 3000km davon als Gamedrives
556km längste Etappe
0km kürzeste Etappe
1'279l Diesel (macht 15.58l pro 100km)



2 (kleine) Wasser-Durchfahrten
4x bei Autoproblemen anderer geholfen (2 Reifenwechsel, 1x jemanden abgeschleppt, 1x überbrückt)
0x Steckenbleiben im Tiefsand
1 Kühlschrankreparatur & 1 neuer Kühlschrank
1 Reparatur am Landcruiser (Dieselkühlung)



Günstigste Campsites: Thupapedi im KTP & Kori Pan im CKGR (mit ca. CHF 5.-/Person inkl. Fahrzeug und Parkgebühr)
Teuerste Campsites: alle Moremi- und Savuti-Campsites (50 USD/Person ohne Parkgebühr)
4 Bootstouren (1x im Moremi, 1x auf dem Chobe, 1x auf dem Kwando, 1x auf dem Kavango)



ca. 30'000 Fotos (Auslöser)
ca. 9'000 verbliebene Fotos nach dem Aussortieren
ca. 10'000 Fotos von der Kamerafalle



233 Vogelarten (dazu kommen noch alle diese braunen, nicht identifizierbaren 😣 )
darunter 20 Erstsichtungen (wir sind ja noch Anfänger 😎 )



102 Löwen (4 Nxai Pan, 16 Moremi, 31 Chobe (30 Savuti, 1 Riverfront), 51 KTP)
13 Leoparden (4 Moremi, 4 Chobe (3 Savuti, 1 Riverfront), 5 KTP)
8 Geparden (alle im KTP)
6 Afrikanische Wildkatzen (1 CKGR, 5 KTP)
13 Wildhunde (alle in Savuti)
15 Braune Hyänen (alle im KTP)



X Elefanten (Im Gegensatz zu Robin haben wir das Elefanten-Zählen schnell wieder aufgegeben…)



Minimaltemperatur: 6°C in Ghanzi
Maximaltemperatur: 47°C Kalahari Anib Lodge
Regen: 3x etwas mehr als nur ein paar Tröpfchen (1x am Kwando, 2x auf Ngepi)
2 Sand- bzw. Staubstürme (KTP)



Und…
…unzählige unbezahlbare Momente! Bald legen wir mit dem 'richtigen' Reisebericht los...

Teil 420. Jan. 2020

Tag 0 – 30 September 2019 – Abflug Zürich Kloten

Unseren letzten Arbeitstag haben wir beide bereits hinter uns und bis auf einige Kleinigkeiten sind unsere beiden Reisetaschen bereits seit gestern Abend gepackt. 2 x 23.0kg – passt! So verbringen wir den Montag noch mit Wohnung aufräumen und sauber machen, Friseur-Besuch seitens Dani und einem Treffen mit meinem Patenkind und meiner Mutter meinerseits. Auch mal schön, nicht nach der Arbeit an den Flughafen eilen zu müssen 😉 .


Mit einem beinahe 'afrikatauglichen' Sonnenuntergang verabschieden wir uns für die nächsten acht Wochen von der Schweiz

Am frühen Abend werden wir von Dani‘s Vater an den Flughafen Kloten gebracht, bringen den Check-in sogleich hinter uns und stehen schon bald am Gate. Nach den mehrstündigen Flugverspätungen in den letzten beiden Jahren sieht es dieses Mal nach einem pünktlichen Flug von Zürich nach Kapstadt mit Edelweiss Airways aus. Und so ist es dann auch...

Teil 520. Jan. 2020

Tag 1 – 1. Oktober 2019 – Von Kapstadt nach Windhoek
Windhoek, Tamboti Guesthouse

Der Flug ist schnell erzählt: Das befürchtete Geschrei der Säuglinge in unserer Nachbarschaft bleibt mehrheitlich aus, dafür werden wir immer wieder von den nervösen und lauten Kindern in der Reihe hinter uns geweckt und in den Rücken getreten. Selber Schuld, wenn man zum Beginn der Aargauer Herbstferien losfliegt 😣 . Nichtsdestotrotz haben wir bis ca. vier Uhr früh ganz ordentlich geschlafen. Bald schon wird das leckere Frühstück serviert und die ersten Sonnenstrahlen begrüssen uns über den Weiten Namibias.





Die Landung in Kapstadt erfolgt pünktlich. Da KLM und British Airways erst später eintreffen, sind auch Passkontrolle und Einreise schnell erledigt. Obwohl unser Gepäck bis Windhoek durch gebucht wurde, müssen wir es in Empfang nehmen (die Türe beim International Transfer ist nämlich fest verschlossen und es ist unter Androhung einer Busse von 10‘000 Rand verboten sie zu öffnen) und neu aufgeben. Gesagt, getan. Nochmals passieren wir die Immigration und reisen bereits wieder aus Südafrika aus.



Die zwei Stunden am Gate sind rasch vorbei und schon sitzen wir in der für mein Verständnis winzigen Airlink-Maschine nach Windhoek, welche pünktlich um 10.00 Uhr abhebt. Während einem kleinen Snack und Litchi-Saft bzw. Grapetizer geniessen wir den Ausblick aus die Cape Winelands, die Cederberge und später die Richtersveld-Region.







Eine halbe Stunde früher als geplant kommen wir auf dem Hosea Kutako International Airport in Windhoek an. Dieser Vorsprung schmilzt durch das lange Anstehen an der Immigration dahin. Vor uns ist nämlich gerade eine grössere Maschine aus Johannesburg gelandet. Nach mehr als vier Jahren wieder hier zu sein fühlt sich gut an 🤩 . Welcome to Namibia!



Irgendwann haben auch wir die Immigration geschafft und werden von einem Savanna-Mitarbeiter in Empfang genommen und ruck zuck zur Autovermietung ins Zentrum von Windhoek gebracht. Auch den ersten Tieren begegnen wir in der erschreckend trockenen Landschaft. Warzenschweine sind ein sicherer Wert!


Für den Moremi dann doch eher nicht geeignet 😉

Der Papierkram bei Savanna ist relativ schnell erledigt. Danach beginnt die lange Einführung in alle Spezialitäten unseres Landcruiser Safaricampers. Eines vorweg – ein fantastisches Auto! Alles wird erklärt, kontrolliert, ergänzt und ersetzt. Auch eines der Rücklichter muss noch ausgewechselt werden. Dies dauert dann auch nochmal eine gute halbe Stunde. Währenddessen schauen wir uns bei Savanna etwas um.


Unser Toyota Landcruiser Bushcamper, Jg. 2017, Tachostand 74'875km

Kurz vor vier Uhr fahren wir vom Hof zum nahe gelegenen Tamboti Guesthouse. Nachdem wir uns kurz in unserem Zimmer eingerichtet haben, geht’s nochmals los zum Superspar neben der Maerua Mall, wo wir unseren ersten Grosseinkauf tätigen (ohne Früchte, Gemüse und Milchprodukte, da wir Morgen nach Botswana reisen werden). Auch im Bottle Store werden wir fündig: Savanna, Windhoek Lager und namibischer Gin wandern in unseren Einkaufswagen. Die Mitarbeiter vom Spar und Tops unterstützen uns eifrig auf der Suche nach Kartonboxen für die Ordnung in unserem Landcruiser. Nach einer guten Stunde sind wir durch. Das ist für uns rekordverdächtig 🤩 .

Zurück im Guesthouse räumen wir so gut es geht den Camper ein. Fix und fertig geht es danach noch kurz unter die Dusche und später per Taxi zu Joe‘s Beerhouse. Hier sind wir zum ersten Mal. Gute Stimmung, nette Atmosphäre und leckeres Essen (ein grosser gemischter Salat und einen Wildspiess mit Springbock, Zebra, Kudu und Gemsbok).

Um halb zehn sind wir zurück und fallen erschöpft in unsere Betten. Jetzt kann der Urlaub beginnen...

Teil 601. Feb. 2020

Tag 2 - 2. Oktober 2019 – "Kilometer fressen" zw. Windhoek und Ghanzi, 556km
Ghanzi, Thakadu Bush Camp


Mit einem Senegal-Amarant / Red-billed Firefinch starten wir in den Tag

Nach einem guten Frühstück mit knusprig frischen Brötchen, einer kurzen Vogelbeobachtungssequenz und dem Begleichen unserer Rechnung geht es für uns los in Richtung Botswana. Heute steht uns eine längere Fahrstrecke bevor. Daher wollen wir nicht allzu spät los. An der Puma Tankstelle beim Flughafen tanken wir den Landcruiser voll, was glücklicherweise schnell von statten geht. Der Transkalahari Highway ist gut ausgebaut und wir kommen relativ schnell voran. Neben Warzenschweinen sind es vor allem Perlhühner und Strausse, welche die Strasse säumen. Je näher wir zur Grenze kommen, umso mehr Rinder und Ziegen sind zu sehen.



An der Grenze werden wir von den namibischen Grenzbeamten gewohnt mürrisch aus Namibia verabschiedet und von ihren botswanischen Gegenübern ebenso mürrisch begrüsst. Das Procedere dauert ein wenig. Zettel um Zettel will schliesslich ausgefüllt werden. Am Schalter für das Bezahlen der Strassennutzungsgebühr müssen wir leider lange anstehen. So hat der ganze Grenzübertritt dann doch seine Stunde gedauert. Auf ebenso gut ausgebauter Strasse wie zuvor geht es weiter nach Ghanzi, wo wir nachmittags um vier Uhr eintreffen.

Fleisch, Gemüse, Früchte und Milchprodukte kaufen wir im lokalen Spar ein, wo wir nebenan auch Pula ziehen können. Die Fleischauswahl ist leider sehr klein und beschränkt sich auf Beef und gefrorenes, nicht sehr appetitlich aussehendes Chicken. Sefalana hat etwas schöneres Fleisch, aber wie Choppies und Shoprite auch kein Wildfleisch. Allenfalls bekommen wir dieses ja im Thakadu Bush Camp. Auch Feuerholz konnten wir noch Keines finden.



Nachdem wir alle Lebensmittelgeschäfte Ghanzi's abgeklappert haben werden wir auf Thakadu sehr nett von Obee begrüsst und dürfen uns unsere Campsite selber aussuchen. Es wird die ‚Mongoose‘-Site, welche am äussersten Ende liegt. Wagen ein-, um- und aufräumen, Wertsachen, namibische und südafrikanische Währung im eingebauten Safe verstauen und schon geht es für uns bei schönster Abendstimmung zum Restaurant, welches toll mit Blick auf ein Wasserloch liegt.


Leckeres Essen mit super Preis-Leistung im Thakadu Bush Camp 🙂

Während wir einen leckeren Straussen-Burger und Springbok-Curry geniessen, kommen immer wieder Tiere (Gnus, ein Hase, Springböcke, ein Steenböckchen und mehrere Nightjars und Eulen) ans Wasser. Wie herrlich, wieder im Bush zu sein!



Zurück an der Campsite überrascht uns eine kleine Springbockherde, welche es sich ganz in unserer Nähe für die Nacht gemütlich gemacht hat. Sie lassen sich von unserer Ankunft überhaupt nicht stören. In den Abolutions trifft Dani auf einen hübschen kleinen Gecko. Bald schon liegen wir im Dachzelt, durchs Moskitonetz sehen wir 'unsere' Springbockherde und lauschen den Geräuschen der Nacht. Einfach wunderbar...

Teil 701. Feb. 2020

Tag 3 - 3. Oktober 2019 – Von Ghanzi in die Central Kalahari, 211km
CKGR, Passarge 3 Campsite

Unsere erste Nacht im Dachzelt verläuft ereignislos. Gespannt sind wir, ob die Wildkamera etwas Brauchbares hergibt. Vermutlich auf Thakadu eher nicht 😉 . Um sechs Uhr früh wecken uns die ersten Sonnenstrahlen sowie ein lärmender Steppenbaumhopf. Die Temperaturen am frühen Morgen sind noch frisch. Der strahlend blaue Himmel verspricht Sonnenschein und wahrscheinlich auch Hitze. Nach einer Dusche geniessen wir ein kurzes Frühstück auf der Campsite.




Thakadu Bush Camp

Obee ist auch bereits wach und wir ergattern vier Bündel Holz (welches sich als das beste Feuerholz des Urlaubs erweist!). Wildfleisch haben sie leider im Moment keines vorrätig. In Ghanzi ergänzen wir noch unsere Fleisch- und Biltongvorräte in der Heartland sowie der Ghanzi Butchery. Etwas enttäuscht sind wir ja schon, ab der Qualität des Fleisches hier in Ghanzi. Wir haben irgendwie mehr erwartet. An der Puma-Tankstelle machen wir den Landcruiser sowie die zwei Kanister voll. Nun sind wir aber wirklich bereit fürs Abenteuer CKGR.



Auf der A3 geht es nördlich. Vorbei an Rindern, Ziegen und vereinzelten Straussen. Einige hundert Meter vor dem Kuke Vet Fence zweigt eine Piste in Richtung Tsau Gate ab. Die Abzweigung ist gut beschildert und die Piste danach in einem recht guten Zustand. Statt der angegebenen Stunde brauchen wir für die 40km nur 45 Minuten.





Immer wieder entdecken wir Elefanten-Hinterlassenschaften und sind beim ersten Mal richtig aus dem Häuschen, als wir auch ihre Fussabdrücke auf der Pad finden. An mehreren Stellen ist auch der Veterinärzaun arg eingedrückt oder komplett umgelegt. Mehrmals kreuzen grössere Gruppen Kudus elegant die Pad und den Zaun. Zudem treffen wir regelmässig Steenböckchen an, welche jeweils sogleich das Weite suchen.







Das Tsau Gate finden wir in einem auf den ersten Blick desolaten Zustand vor. Das komplette Dach ist abgedeckt und die gesamte Umgebung mit gelbem Absperrband versehen. Wir fahren also einmal drumherum und werden dann von einem netten Herrn in seinem Büro-Zelt empfangen.


Nationalpark-Reception im Freiluft-Zelt



Scheinbar muss das Dach nach nun ca. fünfzehn Jahren einfach erneuert werden und das neue Material aus Südafrika ist noch nicht eingetroffen. Für diese Zeit wurde sein Office kurzerhand nach draussen in den Sand verlegt. Nachdem wir uns in die obligatorische Liste eingetragen haben (wir sind das erste Fahrzeug seit zwei Tagen! 🤩 ) und der gute Herr keine Karte vom Nationalpark auftreiben kann (zum Glück haben wir eine mitgebracht 😗 ) sind wir bereit zur Weiterfahrt. Nicht aber ohne vorher den Reifendruck auf ca. 2 Bar abzusenken und das Fotogeraffel bereit zu machen.



Nach dem Gate fährt man nochmals ca. 40km entlang des Veterinärzauns, bevor die Strecke südlich in Richtung Motopi führt. An den Tiersichtungen ändert sich nicht viel. Nur ist es mittlerweile über 30°C warm. Das Motopi Wasserloch führt leider kein Wasser. Hier hätten wir gerne eine Pause eingelegt. Die Gegend ums Wasserloch lädt jedoch nicht zum rasten ein. Etwas weiter südlich finden wir dann glücklicherweise etwas Schatten vor und geniessen ein kleines Picknick und etwas Ruhe.



Die weitere Strecke bis zum Passarge Wasserloch zieht sich. Endlose Büsche, die Pad abwechselnd tiefsandig oder Wellblech. Kurz vor vier treffen wir endlich am Passarge Wasserloch ein, welches Wasser führt, aber aktuell keine Tiere beherbergt. Weit entfernt stehen einige Strausse sowie ein Oryx. Wir entschliessen uns, hier ein Nickerchen zu machen und hören bereits nach kurzer Zeit das weit entfernte Brüllen eines Löwen. Vielleicht hat der ja Durst?! 😗 Statt dem Löwen schaut irgendwann mal ein Schabrackenschakal in unserer Nähe vorbei, verschwindet jedoch wieder, ohne am Wasserloch zu trinken.



Ansonsten erfreuen wir uns an den unterschiedlichen Vögeln und entschliessen uns kurz vor sechs, uns auf den Weg zu unserer Campsite (Passarge 3) zu machen. Wieder geben sich die Steenböckchen die Klinke in die Hand, wollen jedoch nicht wirklich als Fotomotiv herhalten. Anders sieht es bei den Helmperlhühnern aus. Eifrig sind sie mit der Suche nach Essbarem und dem gegenseitigen Wegjagen beschäftigt.





Im weichen Abendlicht treffen wir auf unserer tollen Campsite ein. Passarge 3 hat eine Feuerstelle, eine Duschvorrichtung sowie ein Plumpsklo und ist grosszügig angelegt. Bald schon beginnt das Konzert der Barking Gekos und wir werfen das Feuer an. Boerewors mit Risotto und gegrillten Auberginen soll es heute geben. Dank den warmen Temperaturen (tagsüber bis 34°C) können wir noch lange draussen sitzen und uns der Sternenfotografie widmen.



Kurz vor dem ins Bett gehen haben wir dann noch reflektierende Augen gleich neben unserer Campsite. Sie gehören jedoch ‚nur‘ zu einem Duiker, der sich durch unsere Anwesenheit überhaupt nicht stören lässt.

Teil 807. Feb. 2020

Tag 4 - 4. Oktober 2019 – Via Tau Pan ins Deception Valley, 138km
CKGR, Kori 4 Campsite

Der frühmorgendliche Weckruf erschallt heute aus der Kehle eines eifrigen Mahaliwebers. Diese Vögel sind es dann auch, welche unsere Campsite heute Morgen bevölkern. Um viertel vor Sechs schälen wir uns aus den Schlafsäcken und geniessen nach einer kurzen Morgentoilette die wunderbare Morgenstimmung.




Campsite Passarge 3


Mahaliweber / White-browed Sparrow-Weaver



Unsere heutige Route führt uns zuerst zurück zum Passarge Waterhole, dann südlich zur Tau Pan und später auf direktem Weg zum Deception Valley und unserer Campsite Kori 4. Das Licht heute Morgen ist herrlich und wir geniessen es, mit dem Gefühl alleine auf der Welt zu sein, durch die Gegend zu fahren.


Rebhuhnfrankolin / Orange River Francolin




Steppenlerche / Fawn-coloured Lark


Weissflügeltrappe / Northern Black Korhaan



Am Passarge Wasserloch steht eine kleine Gruppe Strausse. Ansonsten ist nichts los. Dafür fotografieren wir etliche Vögel, darunter auch einige Erstsichtungen (Rebhuhnfrankolin) für uns. Die Landschaft auf dem Weg in Richtung Tau Pan gefällt uns ausserordentlich gut. Wir sehen grosse Fussabdrücke im Sand der Piste, aber keine dazugehörigen Katzen. Tiere sind im Allgemeinen eher rar, jedoch begegnen wir immer wieder kleineren Gruppen Springböcken und Oryx. Und natürlich den allgegenwärtigen Steenböckchen.


Riesentrappe / Kori Bustards







In weiter Ferne können wir auch mal fünf Giraffen ausmachen, welche sich uns leider nicht weiter nähern. Bisher sind wir heute keinem anderen Fahrzeug begegnet – wie schön!


Lilac-breasted Roller / Gabelracke






Weissbürzel-Singhabichte / Pale Chanting Goshawks

Erst gegen halb elf sind wir bei der grossen Tau Pan, welche wir einmal umrunden. Auf der Pfanne zeigt sich ein Löffelhund, etwas später entdecken wir nochmals zwei Exemplare, welche jedoch sogleich den Schatten eines Baumes aufsuchen. Nach dem kühlen frühen Morgen ist das Thermometer mittlerweile bereits wieder auf über 30°C angestiegen. Die heutige Höchsttemperatur wird bei 35°C liegen.









Da wir nun doch bereits seit über vier Stunden unterwegs sind, entschliessen wir uns, langsam unsere heutige Campsite anzusteuern. Der Weg zieht sich und die Pad ist teilweise in gemäss Navi ‚schrecklichem‘ Zustand. Mal Wellblech, mal Tiefsand mit vielen Unebenheiten und dann doch auch wieder dahinrollen bei 30-40 km/h. Gegen Mittag werden die Sichtungen noch weniger, alle Tiere stehen im Schatten. Sogar die Vögel haben sich mittlerweile zurückgezogen.


Rotschnabelfrankolin / Red-billed Spurfowl







So sind wir froh, kurz vor eins endlich auf Kori 4 einzutreffen. Die Campsite gefällt uns sehr gut. Sie ist grosszügig angelegt und hat einige Bäume welche etwas Schatten bieten. Zudem geniessen wir hier einen grandiosen Ausblick in Richtung Flussbett des Letiahau.


Campsite Kori 4

Wir richten uns ein unter dem Schattendach unseres Landcruisers und verköstigen uns mit den Resten von Gestern. Danach ist ausruhen, dösen und lesen angesagt. Schon toll, in der Central Kalahari zu sitzen und dabei ‚Cry of the Kalahari‘ von Mark und Delia Owen zu lesen. Man kann sich kaum vorstellen, wie die beiden sieben Jahre an diesem Ort verbracht haben sollen.





Am späteren Nachmittag setzten wir uns nochmals in unsere Kiste und fahren hoch zur Leopard Pan und dann weiter zum Sunday Waterhole. Leider ist im Gegensatz zum Morgen wirklich nichts mehr los. Aber die Gegend da im Norden gefällt uns landschaftlich enorm gut.


Sunday Waterhole

Am Sunday Wasserloch treffen wir auf drei weitere Fahrzeuge. Da ist ja richtig was los! Ein etwas zotteliger Schakal kommt noch zu Besuch und dann müssen wir bereits wieder zurück nach Kori fahren. Dort treffen wir kurz vor sieben ein. Heute sind wir zu müde für einen Braai und kochen uns leckere Bolognese-Sauce mit Pasta. Hier auf Kori 4 ist das Konzert der Barking Gekos noch stärker als gestern Abend. Wie schön! Irgendwann hören wir eine Eule rufen und ein Spring Hare schaut auf der Campsite vorbei.

Teil 909. Feb. 2020

Tag 5 - 5. Oktober 2019 – Spezielle Sichtungen entlang des Letiahau, 88km
CKGR, Kori 4 Campsite

Nachdem wir beim zu Bett gehen gestern noch etwa 30°C hatten, kühlt es nachts auf nur 10°C ab. Was für eine Wohltat! Wir schlafen ausserordentlich gut und sind um 5.30 Uhr bereits wieder auf den Beinen. Ein schöner Sonnenaufgang erwartet uns.


Campsite Kori 4



Heute soll es dem Letiahau-Flussbett entlang bis ans Letiahau-Wasserloch gehen. Die Gegend um unsere Campsite mit dem breiten Flussbett und einzelnen Baum-Inseln gefällt uns sehr gut. Langsam rollen wir flussaufwärts und geniessen die Morgenstimmung. Alle vier Campsites waren diese Nacht besetzt. Wir sind doch etwas überrascht, wie viele Leute das CKGR besuchen. Bereits kurz nach unserer Campsite landen in einem Baum neben uns zwei Schwarzmilane, innerafrikanische Migranten.


Schwarz- Schmarotzermilan / Yellow-billed Kite




Schwarz- Schmarotzermilan / Yellow-billed Kite

Auf verhältnismässig guter Piste geht es weiter westlich. Wir sind alleine unterwegs.


Kronenkiebitz / Crowned Lapwing


Rotbauchwürger / Crimson-breasted Shrike


Riesentrappe / Kori Bustard

Nach einigen Kilometern stossen wir auf einen Weissbürzel-Singhabicht mit einer Schlange in seinen Fängen. Diese verliert er leider während dem Flug. Wir versuchen uns in der Nähe zu positionieren und warten ab. Der Habicht, welcher die Schlange verloren hat, kümmert sich nicht weiter um seine Beute. Nach einer viertel Stunde nähert sich jedoch ein zweiter Habicht. Dieser stürzt sich sogleich auf die Schlange und beginnt damit, sie vor Ort zu verspeisen.


Weissbürzel-Singhabicht / Pale-chanting Goshawk



Was für ein Spektakel! Wir denken, dass es sich bei der Schlange um eine Mole Snake handeln könnte (Was sagen die 'Experten'?). Den Kopf bekommen wir leider nie wirklich zu Gesicht. Ein Pale-chanting Goshawk mit Schlangen-Kill, das hatten wir noch nie! Lange bleiben wir stehen…







Erst als der Habicht erneut mit der Schlange wegfliegen will und sie im dichten Busch verliert, machen wir uns auf den Weiterweg.



Einige Kilometer später bleiben wir schon wieder stehen. Zwei Honey Badger! Sie wühlen sich eifrig durchs Gelände.







Eine tolle Möglichkeit, diesen beiden Gesellen bei ihrer Nahrungssuche zuzuschauen. Auch hier bleiben wir lange stehen und es ergeben sich doch einige akzeptable Fotos. Für uns ein Morgen, der sich mehr als gelohnt hat. Gegen zehn Uhr fahren wir weiter zum Letiahau Wasserloch.


Die Zentralkalahari präsentiert sich knochentrocken






Termitenschmätzer / Ant-eating Chat

Unterwegs begegnen wir einigen Löffelhunden, Schakalen sowie einer African Wild Cat. Neben den üblichen Verdächtigen. Beim Wasserloch angekommen herrscht, abgesehen von einigen Perlhühnern, gähnende Leere. Trotzdem entscheiden wir uns, unseren Landcruiser in den Schatten zu stellen und hier Mittagsruhe zu halten. Es wird gegessen, gedöst und immer wieder kommen auch einige Vögel, Oryxe und Springböcke zum Trinken.


Letiahau WH




Helmperlhuhn / Helmeted Guineafowl

Einzig den Perlhühnern scheint die grosse Hitze heute nichts auszumachen 🤩 . Am späteren Nachmittag steht der Rückweg zur Kori Campsite an. Bei 37°C sind die Sichtungen rarer, als am Morgen. Vor allem Kori Bustards, Northern Black Korhaans und einige Schakale prägen unseren Afternoon Drive.


Weissflügeltrappe / Northern Black Korhaan


Kronenkiebitz / Crowned Lapwing







Auch einem Honey Badger können wir weit entfernt nochmals beim Graben zuschauen. Wir fahren zwei Loops, welche wir am Morgen ausgelassen haben. Der Himmel ist nun recht bewölkt, was kurz vor Sonnenuntergang zu einem fantastischen Licht und einer tollen Sonnenuntergangsstimmung führt. Wir sind hin und weg von diesem Ort 😁 .





Um halb sieben sind wir zurück auf unserer Campsite und gönnen uns bevor es stockdunkel ist eine herrliche Dusche. Es tut gut, den Schweiss und Staub der letzten Tage abzuwaschen. Bald schon brennt auch das Feuer. Gefüllte Butternut mit Spiegelei und zähem Fleisch gibt es heute. Bereits bricht unser letzter Abend im CKGR an. Wir geniessen ihn in vollen Zügen.



Teil 1014. Feb. 2020

Tag 6 - 6. Oktober 2019 – Vom CKGR nach Kubu Island, 327km
Kubu Island, Campsite No. 6

Mittlerweile sind wir es uns bereits gewohnt, den Wecker um halb sechs zu hören. So schön wie die Sonne gestern Abend unterging, taucht sie heute wieder am Morgenhimmel auf.




Kori 4 - schön war es hier!



Schnell haben wir alles zusammengepackt, die Zähne geputzt und los geht es nochmals auf einen kleinen Drive, bevor wir bereits wieder Abschied vom CKGR nehmen müssen. Im Flussbett des Letiahau entdecken wir wieder einige Löffelhunde weit weg.









Auch die Schakale sind heute zahlreich unterwegs. Uns gelingt auch ein Foto eines scheuen Steppenfalkens. Auf dem Deception Loop sehen wir, wie in weiter Ferne Staub aufgewirbelt wird – wiederum ein Honey Badger. Wir hätten nicht erwartet, diese Gesellen hier so zahlreich anzutreffen! Einige Weissflügeltrappen und Strausse sind heute früh auch unterwegs. Ein rhythmisches, dumpfes "Trommeln" können wir nach einiger Zeit einer Riesentrappe mit aufgeblasenem Kehlsack zuordnen. Von diesem Balzruf haben wir schon gehört und können ihn nun zum ersten Mal live erleben 🤩 .


Riesentrappe in der Balz


Termitenschmätzer / Ant-eating Chat


Rotzügel-Mausvogel / Red-faced Mousebird

Nach eineinhalb Stunden wenden wir und fahren dieselbe Strecke wieder zurück. Je wärmer es wird, umso mehr ziehen sich die Tiere in den Schatten von Bäumen und Büschen zurück. Deshalb gibt es auch keine weiteren Tier-Fotos.



Um halb neun biegen wir auf die Pad zum Matswere Gate ein. Ausser einem European Bee-eater und einem weiteren Honey Badger sowie vielen Helmperlhühnern ist es tiertechnisch ruhig. Pfotenadrücke auf der Pad führen auch zu keiner Sichtung. Die sind vermutlich von letzter Nacht.Nach einer kurzen Frühstückspause kommen wir punkt zehn am Matswere Gate an. Wir tragen uns in die Departure-Liste ein und nehmen die weiteren 40km nach Rakops unter die Räder.







Die ersten 20km sind mehrheitlich gut zu fahren, danach wird es entweder sehr tiefsandig oder man kann beinahe den Landcruiser in tiefen Löchern versenken. Mit dem Landcruiser ist aber alles unproblematisch und gut gefedert zu bewältigen.

Für Rakops haben wir zwei Vorhaben: falls möglich Diesel auftanken und Milch kaufen 😐 . Den Diesel haben wir rasch gefunden und aufgefüllt. Auch bezahlen mit Kreditkarte ist kein Problem.


Tankstelle in Rakops

Leider gibt es an der Tankstelle keinen Kompressor. So befüllen wir die Reifen mit unserem Kompressor, welcher jedoch schnell an den Anschlag kommt, auf. Am Strassenrand können wir den Druck dann noch rasch von einem Automechaniker testen lassen. Soweit alles in Ordnung. Die Milch scheint das grösste Problem zu sein. Alle drei Geschäfte, welche wir aufsuchen haben nämlich keine. Die ist ja nicht lebensnotwendig.

Via Mopipi und Orapa geht es weiter in Richtung Kubu Island. Das Termometer zeigt bereits um 11 Uhr 37°C an und steigt im Verlaufe des Nachmittags noch auf 39°C. Die Klimaanlage des Landcruisers kommt schön an ihre Grenzen.

Bis zum Örtchen Mmatshumo ist die Strasse asphaltiert. Dort erhalten wir im Shop endlich auch unsere gewünschte Milch sowie eine kalte Cola. Mit den beiden aufgestellten Angestellten halten wir einen willkommenen Plausch.


Hier beginnen wir zu erahnen, was uns landschaftlich noch erwarten wird


Der Herr Fotograf



Auf Sand, Kies und teilweise ganz guter Piste geht es weiter nach Kubu Island. Die Szenerie ist teilweise unwirklich.




"Selbst ist die Frau..." - dieses Vet Gate ist unbesetzt




It's windy...



Kurz vor vier sind wir auf Kubu, suchen uns eine schöne Campsite (die Nr. 6 ganz am Rande gefällt uns am besten und ist noch nicht besetzt) und richten uns ein.




Campsite No. 6 auf Kubu Island

Ab halb sechs wird das Licht immer besser. Trotz Hitze machen wir uns zu Fuss auf den Weg durch die Baobabs. Wir sind begeistert. Dieser Ort hat wirklich etwas Magisches an sich! 🙂







Obwohl die Campsites gut besetzt sind, hat es kaum Leute unterwegs in den Felsen.







Wir fotografieren bis nach Sonnenuntergang, grillen dann Wurst über dem Feuer und sitzen lange unter dem Sternenhimmel. Die Stille hier ist absolut fantastisch!





Später machen wir uns nochmals in die Felsen und Baobabs auf, um uns in der Nachtfotografie zu üben.









Leider scheint der Mond sehr hell und verdeckt die Milchstrasse. Andererseits wird die Landschaft dadurch toll belichtet. Erst um elf fallen wir todmüde in unser Dachzelt. Wir freuen uns, hier nochmals einen weiteren ganzen Tag zu verbringen und Morgen nicht gleich wieder los zu müssen...

Teil 1116. Feb. 2020

Tag 7 - 7. Oktober 2019 – Felsen, Baobabs und Hitze auf Kubu Island, 0km
Kubu Island, Campsite No. 6

Kurz vor sechs sind wir wieder auf den Beinen. Schliesslich gilt es, die wunderbare Lichtstimmung am Morgen einzufangen und die bisher noch kühlen Temperaturen zu geniessen.






Mein Lieblingsbaum auf Kubu Island steht gleich oberhalb unserer Campsite. Irgendwie erinnert er mich etwas an einen "alten Mann" 🙂

Wir machen einen Pijama-Spaziergang 😗 entlang der Felsinsel und sind eine gute Stunde unterwegs.







Ein Baobab reiht sich an den Nächsten. Manch einer knorrig, ein anderer dick, der nächste dünn. Die pitoresken Bäume im Kontrast zur Leere der Salzpfanne und dem Blau des Himmels wirken irgendwie ausserirdisch.









Auch die Vögel sind bereits wach. African Pied Barbet, Greater Kestrels, Bulbuls, Scrub Robins und Stare sind nur einige der gefiederten Gesellen, die wir auf dem Spaziergang antreffen.


Kardinalspecht / Cardinal Woodpecker


Kardinalspecht (Weibchen) / Cardinal Woodpecker (female)




Rotstirn-Bartvogel / Acacia Pied Barbet

Später legen wir uns nochmals etwas hin und widmen uns dann wiederum dem ‚birden‘. Frühstück gibt’s kurz vor elf. Für die nächsten Stunde halten wir uns im Schatten auf. Es ist mit 39°C auch heute kochend heiß. Zum Glück verfügt unser Landcruiser über ein 180°-Schattendach. Hier auf der Campsite ist kaum Schatten zu finden. Irgendwann wird es auch den Vögeln zu warm, ihre Besuche auf unserer Campsite werden immer rarer.

Um vier können wir uns wieder aufraffen. Während ich Roosterkoek-Teig knete, bereitet Dani Oryx-Eintopf für heute Abend zu. Das war das einzige Wildfleisch, welches wir in ganz Ghanzi (zuerst wollte ich schreiben "ganz Botswana") auftreiben konnten 😣 .



Obwohl die Sonne bereits sehr tief steht, hat es kaum abgekühlt. Einen weiteren Spaziergang über Felsen und durch Baobabs lassen wir uns trotzdem nicht entgegen.






Kann uns jemand mit dem Namen dieser Pflanze weiterhelfen?

An die Hitze gewöhnt man sich mit der Zeit (mehr oder weniger 😗 ). Leider ziehen heute Quellwolken am Horizont auf und vereiteln den Sonnenuntergang etwas. Aber den hatten wir gestern ja in voller Pracht 😎 .



So entfachen wir heute das Feuer zum ersten Mal bevor es komplett dunkel ist. Der Oryx-Topf köchelt vor sich hin und wir geniessen die Abendstimmung.


Oryx-Stew

Wie schön ist es hier zu sein! Der Eintopf schmeckt hervorragend, ebenso die Jalapeño-Brötchen vom Grill. Auch die Roosterkoek kommen ganz gut raus, obwohl wir nicht das ‚richtige‘ Mehl gekauft haben.





Später geniessen wir eine erfrischende Dusche im Mondschein und ich falle schon bald ins Dachzelt, während sich Dani nochmals der Nachtfotografie widmet.







In diesem Moment sind wir einfach nur dankbar, hier sein zu dürfen!

Teil 1214. März 2020

Tag 8 - 8. Oktober 2019 – "Alle Wege führen nach Gweta" – Kubu - Nxai Pan, 229km
Nxai Pan Nationalpark, South Camp Campsite No. 3
Teil 1

Auch heute heisst es um halb sechs Uhr aufstehen. Die erfrischenden Morgentemperaturen und tollen Lichtstimmungen um Kubu Island wollen wir uns wieder nicht entgehen lassen.







Die Vögel singen und hüpfen auf unserer Campsite rum. Bewaffnet mit Teleobjektiv und Einbeinstativ drehen wir zu Fuss dieselbe Runde wie gestern. Der "Insel" entlang nach Norden, dann quer rüber nach Osten und später vorbei an den Ruinen vom 13. Jahrhundert zu den Campsites Nr. 1-5, bis wir nach einer guten Stunde zurück beim Landcruiser sind.




Maricoschnäpper / Marico Flycatcher


Steppenfalke / Greater Kestrel

Der Steppenfalke sitzt noch schläfrig auf demselben Baobab wie gestern. Grey Hornbills und Raben fliegen über unsere Köpfe, während die Bülbüls und Schmätzer durch die Büsche tanzen.


Schildrabe / Pied Crow




Granatastrilde / Violet-eared Waxbills



Immer wieder schrecken wir einen Buschhasen auf. Von denen gibt es hier auf Kubu Island unglaublich viele. Andere Säugetiere erspähen wir keine, ihre Hinterlassenschaften und Hufabdrücke sind jedoch gut zu erkennen.


Graurücken-Grasmücke / Grey-backed Camaroptera, eine Erstsichtung


Schnurrbärtchen / Scaly-feathered Finches




Maskenbülbül / African Red-eyed Bulbul



Um viertel nach sieben sind wir zurück auf der Campsite für ein kurzes Frühstück. Danach räumen wir unsere sieben Sachen zusammen und machen uns um halb neun auf den Weg in Richtung Gweta. Wir haben es sehr geschätzt, hier auf Kubu Island zwei Nächte zu verbringen und sind froh, dass wir nicht an diesem wunderbaren Ort vorbei gehetzt sind 🙂 .



Unsere Fahrt führt uns zuerst zum Veterinary Gate, welches sogar besetzt ist. Dort entscheiden wir uns auch, die kürzeste, aber als ‚bad road‘ angegebene Route quer über die Ntwetwe Pan nach Gweta zu fahren. So schlimm wird sie in der Trockenzeit wohl nicht sein 🤩 .





Und so ist es dann auch. Wir kommen mit durchschnittlich ca. 30-40km/h gut voran 😎 .



Tiefsandige Passagen wechseln sich mit steinigem Untergrund und Salzwüste ab. Immer wieder treffen wir auf kleine Gehöfte oder Dörfer mitten im Nirgendwo und sind erstaunt, dass es sich hier dauerhaft leben lässt. Den Menschen hier scheint es jedoch ganz gut zu gehen. Wir sehen viele Rinder- und Ziegenherden sowie Esel.









Je näher wir in Richtung Gweta kommen, umso undurchsichtiger und vielspuriger wird das Wegenetz. Dank Open Street Map wissen wir jedoch immer, in welche Richtung es ungefähr gehen soll und wir merken bald, dass hier alle Wege irgendwie und irgendwann nach Gweta führen 🤪 .



So können wir entspannt dahinfahren und müssen nur Gelegentlich die Fähigkeiten unseres treuen Reisegefährten auf die Probe stellen.

Teil 1315. März 2020

Teil 2 - 8. Oktober 2019

Kurz nach zwölf sind wir in Gweta und steuern sogleich die A3 an, welche uns zum Nxai Pan Nationalpark bringen soll. Um einige Pula leichter aufgrund einer Geschwindigkeitsbusse 😊 treffen wir um ein Uhr am Gate des Nationalparks ein, wo wir uns wieder einmal in ein grosses Buch eintragen dürfen. Danach geht es auf sehr tiefsandiger und teilweise miserabler Piste (immer mal wieder ist neben dem ‚normalen‘ 4x4 auch der L4 nötig) ca. 35km weiter bis zur Reception des Nxai South Camps. Unterwegs treffen wir auf ein liegen gebliebenes Lodge-Fahrzeug, welches an Ort und Stelle auseinandergebaut wird. Auch den ersten beiden Elefanten begegnen wir auf dieser Strecke. Ansonsten ist sie eher tierarm. Kein Wunder bei Temperaturen von 40°C!


Riesentrappe / Kori Bustard

Als wir auf unsere Campsite No. 3 rollen ist diese bereits besetzt – von Elefanten! Die fünf Dickhäuter schauen sich die Campsites und ihre Bewohner oder Einrichtungsgegenstände mehr als genau an 🙄 . Als einer der Elefanten das erste Mal in ca. 10m Entfernung an uns vorbei schlendert halten wir den Atem an und wären beinahe zurück ins Fahrzeug gesprungen. Wir gewöhnen uns jedoch schnell an die friedlichen Riesen und geniessen die nahen Begegnungen mit diesen Tieren sehr 🙂 . Kurz vor vier hält uns nichts mehr auf dem Campingplatz. Auf zum Game Drive!



Wir fahren zum einzigen permanenten Wasserloch im Nxai Nationalpark, wo sich einige Elefanten, Strausse und Springböcke aufhalten. Weil das Wasserloch im Gegenlicht steht und es immer noch sehr heiß ist, entscheiden wir uns, zuerst noch einen ca. 18km langen Loop in Richtung Westen zu fahren. Die Tiere stehen immer noch mehrheitlich im Schatten. Trotzdem können wir einige spannende Sichtungen verzeichnen.


Weissrücken- und Ohrengeier an einem Elefantenkadaver








Drosselschnäpper? / Chat Flycatcher?




Gabelracke / Lilac-breasted Roller

Später stellen wir uns zusammen mit einigen anderen Fahrzeugen ans grosse Wasserloch.


Erdschmätzer / Capped Wheatear und Gelbbauchgirlitze / Yellow Canary


Erdschmätzer-Familie

Die Strausse geniessen ihr Staubbad, während sich immer wieder Schakale zum Wasserloch schleichen und eine kleine Abkühlung geniessen.











Herr über das Wasserloch ist aber ein Elefantenbulle, welcher mehr oder weniger alle anderen Tiere verjagt. Golden geht die Sonne am Horizont unter.







Mittlerweile glüht der Himmel blutrot. Als wäre das noch nicht genug, gesellen sich im fantastischen Abendrot zwei weitere Elefanten zum ersten Bullen. Der Nxai Nationalpark weiss zu beeindrucken!













Es ist bereits fast ganz dunkel, als wir uns auf die Rückfahrt zur Campsite machen.



Diese liegt zum Glück nur ca. 5km vom Wasserloch entfernt. Auf ein Feuer verzichten wir heute. Wir haben noch Resten von gestern. Das Ganze aufgewärmt zusammen mit Couscous-Salat ergibt eine leckere Mahlzeit. Gestört wird diese immer wieder einmal von Elefantenbesuch. Daran müssen wir uns wohl langsam, aber sicher gewöhnen hier in Botswana 🤪 .

Kurz nachdem wir uns ins Dachzelt gelegt haben stampft der nächste Dickhäuter an unserem Auto vorbei. Danach ist dann aber erstaunlicherweise Ruhe… (Zu diesem Zeitpunkt wissen wir glücklicherweise noch nicht, was uns in der übernächsten Nacht erwarten wird 😗 )

Teil 1415. März 2020

Tag 9 - 9. Oktober 2019 – Tiere und Baobabs im Nxai Pan Nationalpark, 65km
Nxai Pan Nationalpark, Baines Baobab, No. 2

Nach einer ruhigen und angenehm kühlen Nacht ist heute um fünf Tagwacht. Da wir bereits gestern unsere Stühle und den Tisch weggeräumt haben sind wir schnell bereit zur Abfahrt.



Zuerst soll es wiederum zum Wasserloch gehen, welches Morgensonne abbekommt. Es ist erstaunlich ruhig hier, das Morgenlicht jedoch wunderbar. Nach und nach nähern sich einige kleinere Tiere und die Sonne geht auf. Wir verharren lange am Wasser, entscheiden uns dann aber nach ca. zwei Stunden, doch mal eine Runde zu fahren. Vielleicht verstecken sich die Tiere ja anderswo 😉 .


Waffenkiebitz / Blacksmith Lapwing

Wir kommen nur wenige Kilometer weit, als Dani im schönsten Licht eine Löwin von Osten her auftauchen sieht. Im Schlepptau hat sie zwei weitere Löwendamen sowie einen stattlichen Pascha. Wir sind das einzige Auto weit und breit. Die Löwen kommen direkt auf uns zu 🤩 .






Unsere ersten Löwen dieses Urlaubs - jedes Mal ein spezielles Erlebnis!

Wir folgen ihnen eine Weile auf der Strasse, bevor sie es sich im Schatten eines Termitenhügels und einigen Büschen gemütlich machen. Auch hier verweilen wir längere Zeit. Zwischendurch drehen wir einen kleinen Loop, kehren aber bald wieder zu den Löwen zurück. Diese sind nicht sehr aktiv, aber es wird doch immer mal wieder umhergeschaut oder die Position gewechselt.




Drosselschmätzer / Chat Flycatcher

Währenddessen haben wir unsere ersten Zebra-Sichtungen, ebenso sind einige Strausse und eine ganze Horde Helmperlhühner unterwegs. Irgendwann lassen wir die Löwen in Ruhe schlafen und kehren ans Wasserloch zurück.


Kudu mit Rotschnabel-Madenhackern


Kuhreiher / Cattle Egrets am Nxai Pan Waterhole

Bereits auf dem Weg dorthin treffen wir auf einen grossen Trupp Kudus. Am Wasserloch angekommen könnte man meinen, wir befänden uns auf der Arche Noah. Springböcke, Impalas, Kudus, Gnus und Schakale geben sich hier die Klinke in die Hand.









Der Nxai Pain National Park ist einer der wenigen Parks des südlichen Afrikas, wo man gleichzeitig Impalas und Springböcke beobachten kann, denn die Springböcke erreichen hier ihr nordöstlichstes Verbreitungsgebiet. Zu den Säugetieren am Wasser gesellen sich Unmengen an gefiederten Genossen: Strausse, Kuhreiher, Waffenkiebitze, Schwarzmilane, Helmperlhühner sowie Weissrücken- und Ohrengeier. Wir können uns kaum satt sehen und die Zeit vergeht wie im Flug. Auch Zebras tauchen immer wieder auf.








Kuhreiher im Flug




Schmarotzermilan / Yellow-billed Kite


Schmarotzermilan / Yellow-billed Kite




Weissrückengeier / White-backed Vulture


Weissrücken- und Ohrengeier / White-backed and Lappet-faced Vultures

Als es zu heiss wird entscheiden wir uns, nochmals kurz bei den Löwen vorbeizuschauen, welche sich wie zu erwarten war noch tiefer in den Schatten zurückgezogen haben. Über einen kleinen Loop in Richtung Osten geht es nochmals kurz ans Wasserloch. Dort geben sich nun vier Elefantenbullen ein Stelldichein. Sie geniessen das kühle, schlammige Nass in vollen Zügen.


Nonnenlerche / Grey-backed Sparrow-Lark, eine Erstsichtung dieser Reise



Gegen halb elf sind wir zurück auf der Campsite. Wie könnte es anders sein: Die Elefanten sind auch wieder vor Ort 😄 .


Ein Schmarotzermilan-Paar hat sein Nest hoch oben auf einem der Bäume auf der Campsite


Nxai Pan South Camp Abolutions

Wir beobachten Vögel, essen etwas Kleines und legen uns dann eine Weile im Dachzelt schlafen. Als uns die Hitze im Zelt zu viel wird setzen wir uns wieder so gut es geht in den Schatten der Bäume und geniessen das Birden und die Elefanten auf der Campsite. Einige Vogelerstsichtungen (Red-billed Buffalo Weaver, Long-billed Crombec, Emerald-spotted Wood Dove) können wir auch verzeichnen.


Nxai South Camp Campsite No. 3






Chillen mit Elefanten 😎


Büffelweber / Red-billed Buffalo Weaver

Ebenso erhalten wir immer wieder Besuch eines Trupps Brillenwürger, von Gelbschnabeltokos und im Baum neben unserer Campsite brütet ein Paar Schmarotzermilane. Hier auf der South Campsite im Nxai gefällt es uns ausserordentlich gut. Schade müssen wir heute bereits wieder weiter 🤨 .

Nach einer erfrischenden Dusche und einem kurzen Stopp für ein kaltes Getränkt im gut sortierten Tuck Shop, machen wir uns nach drei Uhr auf die Fahrt zu den Baine‘s Baobabs. Die 17km Tiefsand sind ebenso mühsam wie gestern.



Wir können sie jedoch in einer guten halben Stunde bewältigen. Dann kommt der Abzweiger in Richtung Khaudiakam Pan. Auch hier ist die Strecke immer wieder tiefsandig, wechselt sich jedoch mit harten Passagen ab.



Landschaftlich gefällt es uns hier enorm gut. Leider sind einige Abschnitte kürzlich abgebrannt und aktuell noch schwarz verfärbt. Die Baines Baobabs erreichen wir über eine grosse weisse Ebene. Obwohl wir gerade von Kubu Island kommen, sind wir immer noch wahnsinnig fasziniert von diesen Baumriesen, welche hier seit tausenden von Jahren gedeihen. Wir drehen eine Runde zu Fuss um die Baobabs. Leider sind die Fliegen hier sehr lästig und umschwirren uns nonstop 😈 .


Die berühmten Baines Baobabs



Einige Kilometer südlich erreichen wir unsere Campsite No. 2. Warum die No. 1 in allen Reiseführern und Berichten als mit Abstand die ‚beste‘ Campsite angegeben wird erschliesst sich uns nicht wirklich. Hier auf der No. 2 haben wir einen riesigen Platz mit zwei prächtigen Baobabs und Blick auf die Salzpfanne. Es könnte nicht schöner sein 🙂 !


Baines Baobabs Campsite No. 2


Gelbschnabeltoko / Southern Yellow-billed Hornbill





Im Schatten eines der Baobabs liegt ein junges Oryx und wartet auf die Rückkehr seiner Mutter. Wir können uns kaum einen schöneren und friedlicheren Ort auf dieser Welt vorstellen. Der einzige Vorteil der Nummer eins ist die Nähe zu den Baines Baobabs. Das ist aber auch schon alles.



Im Schatten der Baobabs lassen wir den Nachmittag ausklingen. Zum Sonnenuntergang machen wir noch einen kurzen Spaziergang auf die Pfanne raus. Die Stimmung ist fantastisch! Nur sind auch hier die Fliegen eine ziemliche Plage und versuchen stets in alle Körperöffnungen zu gelangen.


Baines Baobabs Campsite No. 2



Den Abend verbringen wir wie gewohnt: Feuer machen, braaien/kochen, Gin Tonic trinken, Tagebuch schreiben und Fotos aussortieren. Gute Nacht!





Teil 1518. März 2020

Tag 10 - 10. Oktober 2019 – Von den Baines Baobabs zum Moremi Game Reserve, 268km
Moremi, South Gate Campsite, MQ3

Das erste Mal auf dieser Reise ist der Himmel morgens bewölkt und der Sonnenaufgang fällt aus. Wir sind nichtsdestotrotz früh auf den Beinen und frühstücken gemütlich unter den Baobabs. Bereits um sieben sind wir bereit für die Abfahrt. Zuerst nochmals an den Baines Baobabs vorbei, dann in Richtung Tiefsandstrecke und Ausgang des Nationalparks. Hier hätten wir es auch gut noch eine dritte Nacht ausgehalten 🙂 . Auf der Strecke treffen wir zuerst auf zwei Kudus, welche die Salzpfanne überqueren. Danach kommt es zu den bereits obligatorischen Zusammentreffen mit Steenböckchen, Lerchen und Weissflügeltrappen. Ebenso treffen wir auf einen juvenilen Schwarzbrust-Schlangenadler, der jedoch immer gleich davonfliegt, sobald wir in der Nähe anhalten.


Juv. Schwarzbrust-Schlangenadler / Black-chested Snake Eagle


Steppenfalke / Greater Kestrel

Um ca. halb neun sind wir am Gate, erledigen das Exit-Procedere und fahren dann in Richtung Maun, wo wir ca. eineinhalb Stunden später eintreffen. Unterwegs prägen Kühe, Ziegen und Strausse das Bild. In Maun herrscht geschäftiges Treiben. Im Delta Deli erhalten wir fantastisches Fleisch. Im Vergleich zu Ghanzi herrschen hier paradiesische Fleisch-Einkaufsmöglichkeiten. Gleich nebenan tanken wir unseren Landcruiser voll und können auch unseren Wassertank füllen.


Riley's Garage, Maun

Weiter geht’s zum Spar, wo wir ausser Tonic Water, Eis und alkoholische Getränke alle Punkte auf der Einkaufsliste abhacken können. Im Tops nebenan erhalten wir Cider und Bier und nochmals ein Geschäft weiter auch das gewünschte Tonic Water 🤩 . Bei Aquarite lassen wir unsere leeren Wasserkanister wieder auffüllen und geniessen einen leckeren Frozen Jogurt.





Mittlerweile sind ca. drei Stunden vergangen und wir beiden fix und fertig 🙄 . Kurz noch ins Internet, um ein Lebenszeichen nach Hause zu schicken und schon sind wir wieder auf Pad in Richtung sagenumworbenes Moremi Game Reserve! Wir sind gespannt...

Auf der asphaltierten Strasse kommen wir sehr gut voran. Danach wird es ziemlich ‚bumpy‘ 😣 .



Unterwegs treffen wir auf unsere ersten Elefanten, Giraffen, Impalas und viele Vögel. Wie schön!

Gut durchgeschüttelt kommen wir um ca. vier Uhr am South Gate des Moremi Nationalparks an. Wir beziehen unsere Campsite No. 3, welche gleich neben einem zwölf Zelte umfassenden Gruppenplatz liegt. Das kann ja noch spannend werden 😵 . Heute scheint die Gruppe jedoch noch nicht hier zu übernachten...

Kurz vor fünf geht es noch auf einen kleinen Game Drive in Richtung Blackpools. Landschaftlich gefällt uns der Moremi sehr gut. Leider ist es sehr trocken aktuell, im Vergleich zu den südlichen Parks gibt es hier aber immer noch einiges an Grün!


Allgegenwärtiger Zwergspint / Little Bee-eater


Rotschopftrappe / Red-crested Korhaan

Sichtungstechnisch sind für uns ein Little Bee-eater sowie einige Giraffen und eine kleine Elefantenherde mit winzigem Jungtier nennenswert. Ansonsten begegnen wir den üblichen Verdächtigen; vielen Frankolinen, Staren, Impalas und einigen Kudus. Hier besteht definitiv noch Luft nach oben 😉 .



Zurück auf der Campsite checken wir ein und bekommen die Zusicherung, dass wir morgen auf die Campsite 9 oder 10 ausweichen dürfen, wenn uns die Gruppe nebenan zu stark in die Quere kommt. Es windet heftig und ist immer noch stark bewölkt. Sogar einige wenige Regentropfen fallen vom Himmel. Deshalb verzichten wir heute auf ein Feuer und braten uns Speck und Spiegeleier.

Während dem Abendessen und auch später werden wir mehrmals von Honeybadgern besucht, welche aber sobald man sie entdeckt hat gebührend Abstand halten.


Honey Badger (Kamerafalle)


Genet / Ginsterkatze

Später liegen wir noch lange wach und lauschen den Geräuschen Botswanas. Es ist herrlich hier! Nur Schlaf kriegen wir in dieser Nacht kaum 🙄 . Gründe dafür finden wir am nächsten Morgen u.a. auch auf den Fotos der Kamerafalle 😄 :




🤩 🤩 🤩





Die Erzählungen dazu gibts dann im nächsten Kapitel... 😗

Teil 1621. März 2020

Tag 11 - 11. Oktober 2019 – Moremi: Blackpools und Xini Lagoon, 82km
Moremi, South Gate Campsite, MQ10

Die letzte Nacht war elefantös! Viel geschlafen haben wir nicht hier auf der South Gate Campsite, hatten wir doch ständigen Besuch von Elefanten. Mal weit weg, mal laut trötend und ein anderes Mal auch nur Ast um Ast abreissend. Oder soll ich besser sagen "baum-fällend"? Häufig liegen wir wach und lauschen 🙂 .

Gegen halb fünf ist einer der Elefanten dann so neugierig, dass er plötzlich einen Meter neben dem Dachzelt steht und kurz darauf sein Rüssel langsam unser Moskitonetz, keine 50cm von meinem Gesicht entfernt, abtastet 🤩 . Für einen kurzen Moment muss ich die Luft anhalten und hoffe, dass die Neugierde des Elefanten nicht die Überhand gewinnt. Einmal den Spanngummi ums Zelt spicken lassen und dann noch das Solarpanel auf dem Dach untersuchen 😵 . Dann zieht der Dickhäuter langsamen Schrittes davon. So was erlebt man nur in Afrika! Ich bin sprachlos…und Dani schläft weiter ohne sich zu regen 🤪 .

Etwas müde, aber voller Tatendrang sind wir um halb sechs wieder auf den Beinen. Die Wildkamera hat diese Nacht neben Honey Badgern und Elefanten noch anderen Besuch verzeichnet (siehe Tag 10). Wir sind überrascht, dass im Laufe der Nacht auch ein stattlicher Leopard über unsere Campsite gestreift ist 😮 . Die Pfotenabdrücke sind zwischen unserem Auto und der Feuerstelle klar im Sand zu erkennen. Hier im Moremi ist zumindest nachts mächtig was los!


Raubadler / Tawny Eagle

Leider ist der Himmel heute komplett bedeckt und nur langsam bricht der Tag an. Wir fahren in Richtung Black Pools, wo wir verschiedene Loops abfahren. Wir treffen auf unseren ersten Bateleur der Reise, der sogleich von einem Raubadler Gesellschaft bekommt. Auch einen Hooded Vulture entdecken wir weit oben auf einem toten Baum. Die Blue Waxbills flitzen durch die Büsche, sind bei diesem Wetter und aufgrund ihrer Geschwindigkeit jedoch kaum fotografisch einzufangen 😈 .


Leierantilope (Tsessebe) & Warzenschwein

Je westlicher wir im Bereich Black Pools kommen, umso mehr hoffen wir, endlich auf Wasser zu treffen. Landschaftlich gefällt es uns hier sehr gut, etwas Wasser wäre aber toll. Irgendwann ist es dann so weit. Bei einer schlammigen Stelle entdecken wir einige Red Lechwes, Hammerköpfe, African Jacanas, Long-toed Lapwings und einen juvenilen Fish Eagle. Lange bleiben wir stehen und geniessen.


Reed Buck


Red Lechwe


Langzehenkiebitz / Long-toed Lapwing, eine Erstsichtung

Einige hundert Meter weiter südlich kommen wir an eine Stelle, welche noch mehr Wasser führt. Es sind dieselben Vögel und Antilopen auszumachen. Jedoch suhlt sich in der Mitte des Grünzeugs auch ein Hippo 🤩 ! Darauf hat Dani schon lange gewartet und ist total happy. Und wir hätten es beinahe verpasst...




Blaustirn-Blatthühnchen / African Jacana





Später spaziert eine kleine Elefantenfamilie vorbei und auch eine Impala-Herde kommt zum trinken ans Wasser.



Ausser einem Ranger-Fahrzeug sind wir heute bisher keinem anderen Fahrzeug begegnet. Für uns kaum zu glauben, aber wahr! Immer wieder sehen wir Kudus bedeckt mit Gelb- und Rotschnabelmadenhackern. Sie sind überhaupt nicht scheu und lassen sich gut beobachten. Ebenso die vielen Elefanten, Zebras und Giraffen, welchen wir begegnen.




Zebra-Taxi mit Rotschnabelmadenhackern



Gegen Mittag machen wir eine zweistündige Siesta auf einer Picknick-Site. Paviane und Kudus teilen sich hier friedlich den Platz. Gebettelt oder geklaut wird nicht, was sehr angenehm ist.


Elsterdrosslinge / Southern Pied Babbler, Erstsichtung

Gegen vierzehn Uhr beschliessen wir, nachdem wir den grössten Teil der Blackpools abgefahren haben, noch weiter zu den Xini Lagoons zu fahren. Entgegen den Angaben der Tinkers Karte und unseres Navis gibt es mehrere Verbindungsstrecken zwischen Blackpools und dem Xini Lagoons-Gebiet, was uns sehr entgegen kommt. Wir lassen uns einfach treiben und fahren der Nase nach. Zebras, Lechwes, Impalas, Giraffen, Kudus und Elefanten prägen das Bild.




Weissrückengeier / White-backed Vulture


Elsterwürger / Magpie Shrike

Später kommen wir an eine noch gut gefüllte Wasserstelle, wo sich Nilpferde und Wasservögel tummeln. Wir sind im siebten Himmel, genau so haben wir uns den Moremi vorgestellt 🙂 !




Langzehenkiebitz Stelzenläufer, Löffler, Heiliger Ibis, Graureiher








Blaustirn-Blatthühnchen / African Jacana

Über zwanzig Hippos liegen im kühlen Nass, begleitet von Madenhackern, Nilgänsen, verschiedenen Reihern, Jacanas, Water Thick-knees und Lapwings. An solchen Orten können wir stundenlang stehen, beobachten und fotografieren. Und da es erst früher Nachmittag haben wir auch genügend Zeit dazu. Der bedeckte Himmel macht das fotografieren schwierig, dafür herrschen heute sehr angenehme Temperaturen von maximal 26°C. Was für ein Unterschied zu den letzten Tagen!


Wassertriel / Water Thick-Knee




Rallenreiher / Squacco Herons


Gelbschnabelmadenhacker auf Hippo


Hippo-Rolle













So, fertig mit Hippo-Fotos!

Bei den Xini Lagoons sind deutlich mehr Autos unterwegs. Ausser uns aber alles geführte Touren und keine Selbstfahrer. Dank den unzähligen Wegen kommt man einander aber überhaupt nicht in die Quere. Von einem Guide erfahren wir, dass in der Nähe ein Löwenrudel gesichtet wurde. Da wir bereits etwa zwei Stunden bei den Hippos verbracht haben reissen wir uns los und wollen mal schauen gehen, was los ist.

Einige Minuten später stehen wir plötzlich einer einäugigen Löwin gegenüber, welche nach ihren Rudelgenossinnen ruft, aber keine Antwort erhält. Irgendwie tut sie uns ja schon etwas leid…





Einige hundert Meter weiter treffen wir auf eine Löwin, die müde im Gras liegt.





Weiter im hohen Gras liegt der Rest des Rudels. Wir zählen total 14 Löwen, davon drei Jungtiere!



Was für ein toller Nachmitttag: zuerst die Hippos und Wasservögel, dann ein grosses Löwenrudel. Wir sind happy.







Gegen fünf machen wir uns dann gesättigt mit Eindrücken auf den Rückweg in Richtung South Gate Campsite. Unterwegs haben wir noch eine Sichtung zweier Scharlachspinte sowie eines Zimtrollers. Bezüglich Vögel sind wir auf dieser Reise bereits bei 96 Arten angekommen. Und viele mehr haben wir gesehen, konnten sie aber nicht identifizieren 😣 .


Scharlachspint / Southern Carmine Bee-eater

Zurück auf der Campsite können wir von der Nummer drei auf die zehn wechseln und sind sehr froh darüber. Neben vierundzwanzig Safarigästen zu schlafen wäre kein Vergnügen gewesen, schallt es doch immer wieder laut von ihnen herüber 😈 . Schnell werfen wir ein Feuer an und braten ein leckeres Venison-Steak. Dazu gibt es Pasta mit Tomatensauce.

Selbstverständlich erhalten wir auch heute Abend regelmässigen Honey Badger-Besuch. Auf dem Rückweg vom Duschen wird uns der Weg von einem Elefanten versperrt. Irgendwann macht er sich dann aus dem Staub. Wir sind gespannt, was die heutige Nacht für Begegnungen bringen wird.

Teil 1724. März 2020

Tag 12 - 12. Oktober 2019 – Moremi-Highlights (Bodumatau und Xini Lagoons), 79km
Moremi, South Gate Campsite, MQ10
Teil 1

Nach einer herrlich ruhigen Nacht ohne nennenswerten Elefantenbesuch können wir den Tag erholt angehen. Die Wildkamera zeigt, dass wir nachts wieder Badger- und Genet-Besuch erhalten haben auf der Campsite. Heute soll es für uns in Richtung Bodumatau Lagoon gehen. Um kurz nach sechs rollen wir vom Platz.



Leider ist auch heute stark bewölkter Himmel vorherrschend und es sind frische 19°C. Die Elefanten sind bereits wieder unterwegs, ebenso Scharen an Giraffen. Auf der Hauptverbindung South Gate – Third Bridge fahren wir gen Norden.


Rotschnabeltoko / Southern Red-billed Hornbill


Grautoko / African Grey Hornbill

Zum ersten Mal sehen wir Schopffrankoline. Unglaublich wie viele unterschiedliche Vogelarten hier im Delta vorkommen. Das sind wir uns gar nicht gewohnt.


Schopffrankolin / Crested Francolin


Gaukler / Bateleur


Männl. Nachtflughuhn / Double-banded Sandgrouse (male)


Weibl. Nachtflughuhn / Double-banded Sandgrouse (female)

Wir touchieren die Xini Lagoons, biegen jedoch bald wieder auf die ‚Hauptstrasse‘ ab. Bei einem einsamen, friedlichen Elefantenbullen bleiben wir eine Weile stehen. Dann sind wir bereits im Bodumatau-Gebiet angekommen. Dort finden wir Unmengen an Tieren und bald auch viel Wasser. Hier fühlt man sich wie im Paradies 🙂 !







Jetzt müsste nur noch die Sonne hinter der dicken Wolkendecke hervorkommen und der Tag wäre perfekt 😉 .




Senegal-Amarant / Red-billed Firefinch

Gegen acht Uhr frühstücken wir im Beisein vieler Wasservögel und Red Lechwes. Weiter geht es über verschiedene Loops und Wege, bis wir auf einen Guide mit seinen beiden Gästen treffen, welchem wir gestern unsere Löwensichtung weitergegeben haben. Um die nächste Kurve verspricht er uns ‚a nice little sighting‘ - eine Leopardin mit Cub, welche in der Nacht ein Lechwe gerissen hat 🤩 ! Schön, wenn man sowas als ‚nice little sighting‘ abtun kann 😄 . Für uns heisst das nichts wie los!

Es hätte nicht besser kommen können, denn die Leopardin ist gerade unterwegs ans Wasser. Die hätten wir also auch ohne Tipp angetroffen 😗 . In diese Richtung wollten wir ja sowieso fahren!





Die prächtige Leopardin gönnt sich eine längere Trinkpause, taucht dann wieder auf und spaziert in Richtung Lechwe-Kill, welcher gut versteckt unter einem Busch liegt.











Sie macht dann aber einen Bogen um ihren Kill und legt sich in der Nähe ins Gestrüpp. Lange warten wir und geniessen diese hammer Sichtung! Alleine 🤩 ! Das Junge bekommen wir leider nicht zu sehen, egal wie sehr wir uns anstrengen... Naja, beklagen dürfen wir uns definitiv nicht heute...



Irgendwann drehen wir nochmals eine Runde. Als wir zurück zur Leopardin kommen ist sie nirgendwo zu sehen. Die hat sich wohl noch weiter in den Busch zu ihrem Cub zurückgezogen.

Weil endlich die Sonne etwas drückt, entscheiden wir uns, dem auf der Karte eingezeichneten Aussichtspunkt etwas nördlich einen Besuch abzustatten. Die Vogelvielfalt ist immens: Scharlachspinte, Glockenreiher, Klaffschnäbel, Jacanas, Fischadler, Schlangenhalsvögel, Nimmersatte und so weiter:


Rallenreiher / Squacco Heron


Lechwe


Bruchwasserläufer / Wood Sandpiper und Rallenreiher





Wir können uns kaum satt sehen. Dazu eine Horde Flusspferde und jede Menge Antilopen, Zebras und Warzenschweine 🤩 .


Liegen wir bei diesem Greif richtig mit dem Habichtsadler / African Hawk Eagle?






Waffenkiebitz / Blacksmith Lapwing







Einige Flusspferde sind auch ausserhalb des Wassers unterwegs. Was für ein Anblick, wenn ein solcher Koloss in Richtung Wasser sprintet 😮 .


Moremi-Taxi


Gabelracke / Lilac-breasted Roller


Scharlachspint / Southern Carmine Bee-eater


Herlmperlhuhn / Helmeted Guineafowl

Auch unseren ersten "Umbrella-Bird" können wir fotografieren - hab ich schon gesagt, dass Dani im 7. Himmel ist?! 🙂


Glockenreiher / Black Heron


Scharlachspint / Southern Carmine Bee-eater


Klaffschnabel / Openbill


Schlangenhalsvogel / African Darter




Nilwaran




Rallenreiher / Squacco Heron



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Teil 2 folgt vermutlich heute Nachmittag... 😎

Teil 1824. März 2020

Teil 2

Am frühen Nachmittag kehren wir wieder zur Leopardin zurück, die nun in der Nähe des Kills auszumachen ist. Ebenso können wir im dichten Busch in der Nähe ihr Cub ausfindig machen. Wie süss! Fotos gibt es leider keine. Dafür war das Cub zu gut versteckt im dichten Geäst 😐 .

Irgendwann beginnt die Leopardin nochmals etwas zu fressen, man merkt jedoch, dass sie ziemlich satt ist.





Später zieht sie den Kill noch weiter in den Busch und verscharrt alle Überbleibsel. Wahnsinn, diese Kraft! Nun zieht sie sich zu ihrem Cub zurück und verschwindet kurze Zeit später zusammen mit dem Cub noch weiter im Busch. Wir finden sie nicht mehr und geben für heute auf. Vielleicht sind sie morgen noch in der Nähe. Das Lechwe ist erst zu einem kleinen Teil gefressen. Wir werden definitiv zurückkehren.

Langsam machen wir uns um vier Uhr auf den Weg nach Süden. Der Himmel wird immer blauer und Dani möchte unbedingt nochmals bei den Xini Lagoons vorbeischauen. Auf dem Weg dorthin werden die Sichtungen auch nicht weniger. Fantastisch!





Bei den Xini Lagoons treffen wir auf die Gruppe Hippos von gestern und es scheint zum ersten Mal hin und wieder die Sonne. Die Hippos sind sehr aktiv. Es macht richtig Spass, ihnen zuzuschauen!




Rallenreiher / Squacco Heron





Eine grosse Herde Elefanten marschiert zur Lagune und geniesst das kühle Nass. Einige Paviane und Lechwes mischen sich unter die Menge. Hippos da, Elefanten dort - wir wissen kaum, wohin wir die Kameras richten sollen 😗

















Dani ist wegen den Hippos kaum hier wegzubekommen. Ich befürchte, unsere Verwandten bekommen nächste Weihnachten einen Flusspferd-Kalender 🤪 .















Viele Fotos später machen wir uns nach fünf Uhr langsam auf den Rückweg zur South Gate Campsite.



Ausser einem sehr cholerischen Elefantenjüngling, der uns dazu zwingt, mehrere hunderte Meter rückwärts zu fahren, obwohl wir nicht einmal in seine Nähe gekommen sind, haben wir keine nennenswerten Sichtungen mehr 😈 .



Der Sonnenuntergang ist heute wieder einmal ‚Afrika-like‘ spektakulär! Um halb sieben sind wir nach gut zwölf Stunden unterwegs zurück im Camp. Schnell brennt das Lagerfeuer und wir geniessen einen ruhigen Abend mit obligatem Elefanten und Badger-Besuch.

Die South Gate Campsite wird aus unserer Sicht stark unterschätzt... Wir sind begeistert! 😄

Teil 1930. März 2020

Tag 13 - 13. Oktober 2019 – South Gate - Third Bridge oder endlich Sonnenschein, 101km
Moremi, Third Bridge Campsite, No. 5
Teil 1

Mit der Hoffnung auf besseres Wetter sind wir gestern Nacht eingeschlafen. Geweckt wurden wir nur ein einziges Mal durch zwei Elefanten im Durchgangsverkehr.


South Gate Campsite No. 10

Punkt fünf klingelt der Wecker und um zwanzig vor sechs rollen wir vom Platz. Uns zieht es nochmals in die Bodumatau-Region, wo wir gestern so tolle Sichtungen hatten und viel offenes Wasser vorhanden ist. Die Sonne scheint schon bald vom klaren, blauen Himmel. Fotograf Dani ist glücklich!


Rotschopftrappe / Red-crested Korhaan


Goldbugpapagei / Meyer's Parrot




Gabelracke / Lilac-breasted Roller

Auf dem Weg in Richtung Norden haben wir anfänglich einige Elefanten- und Giraffensichtungen. Darunter auch ein sehr kleines Giraffenjunges, bei welchem noch die Nabelschnur am Bauch zu sehen ist. Neugierig blickt es uns entgegen. Ansonsten prägen im teilweise dichten Mopane-Wald die Vögel das Geschehen. Foto um Foto wird auf die Speicherkarte gebrannt. Es ist eine wahre Freude die Gefiederten im warmen Morgenlicht zu beobachten 🙂 .


Rotschnabelfankolin / Red-billed Spurfowl






Weibl. Büffelweber / female Red-billed Buffalo Weaver


Gaukler / Bateleur

Im Bodumatau-Gebiet angekommen zielen wir als erstes zum Leoparden-Gebüsch von gestern. Wie befürchtet ist der Lechwe-Riss leider nirgendwo zu finden. Ebenso steht es um die Leopardin und ihr Cub. Wir suchen jedes einsehbare Gebüsch und jeden Baum ab, aber die beiden bleiben verschwunden. Die Leopardin hat ihren Riss und ihr Cub gut versteckt. Eine leise Enttäuschung bleibt. Ein bisschen Stolz sind wir aber auch auf die Versteck-Künste 'unserer' Katze 🤪 .


Goliathreiher / Goliath Heron


Graufischer im Flug / Pied Kingfisher




Stelzenläufer / Black-winged Stilt


Kampfläufer / Ruff - eine Erstsichtung

Dafür ist vogeltechnisch am Wasser so richtig was los. Goliath-Reiher, Silberreiher, Squacco Heron, unser erste Haubenzwergfischer und sogar einen African Skimmer können wir am Wasser ausmachen. Begeisterung pur 🤩 !


Afrikanischer Scherenschnabel / African Skimmer







Dazwischen Krokodile und einige Hippos. Hier herrschen paradiesische Verhältnisse für alle Fotografen und Vogelliebhaber. Wir sind im siebten Vogel-Himmel 😘 !


Bodumatau Lagoon




Waffenkiebitz / Blacksmith Lapwing


Hagedasch-Ibis / Hadeda Ibis


Schlangenhalsvogel und Witwenenten mit Krokodilen



Später rollen wir der gesamten Lagune entlang nördlich, um dann wieder nach Süden abzudrehen. Auch einige afrikanische Zwerggänse können wir zwischen den Seerosen ausmachen und wie gestern Scharlachspinte im Feld nebenan. Auch mehre Coucale sind in der Nähe des Wassers auf Insektensuche.


Afrikanische Zwerggänse / African Pygmy Goose - Erstsichtung!


Angola Mönchshuckuck / Coppery-tailed Coucal




Silberreiher / Great Egret


Blaustirn-Blatthühnchen / African Jacana


Rallenreiher / Squacco Heron


Red Lechwe Male



Im nördlichen Teil der Lagune erspähen wir zwei Nilwarane auf Futtersuche am und im Wasser. Diese Urzeittiere faszinieren uns immer wieder von neuem!










Gabelracke / Lilac-breasted Roller

Auch die Scharlachspinte zeigen sich heute in ihrer ganzen Farbenpracht.


Scharlachspint / Southern Carmine Bee-eater



Erst um ca. elf Uhr legen wir eine kleine Frühstücks- bzw. fast Mittagspause im Schatten eines grossen Baumes ein.


Riedscharbe / Reed Cormorant


Afrikanische Zwerggänse / African Pygmy Geese




Blaustirn-Blatthühnchen / African Jacana


Klaffschnabel / African Openbill




Graufischer / Pied Kingfisher

African Paradise Flycatcher fliegen vorbei, verschwinden jedoch sogleich wieder im dichtesten Gebüsch. Wir haben sie schon öfters gesehen, konnten sie jedoch noch nie gescheit fotografieren 🙄 . Ganz anders läuft es mit dem Graufischer, der einen riesigen Fisch gefangen hat und diesen nun mundgerecht zubereitet.


Graufischer mit fetter Beute




Dreibandregenpfeifer / Three-banded Plover, die sich dem Fortbestand ihrer Art widmen


Flussuferläufer / Common Sandpiper


Das wärs mal fürs Erste. Wünsche euch einen schönen Tag, Teil 2 folgt alsbald... 🙂

Teil 2001. Apr. 2020

13. Oktober 2020 - 2. Teil

Mit einem hübschen Paar Gelbschnabelenten starten wir in den Nachmittag.


Gelbschnabelenten / Yellow-billed Ducks

Es zieht uns nach Norden. Teilweise erwischen wir sehr schlechte tiefsandige Pisten kilometerweit durch Mopane-Busch. Alle Elefanten, denen wir begegnen sind jedoch glücklicherweise äusserst entspannt 😗 .

Endlich sehen wir zwischen Bodumatau und Third Bridge auch unsere ersten Büffel. Wir begegnen zwei stattlichen Exemplaren und freuen uns sehr darüber. Erst einige Fotos später bemerken wir, dass sie nicht alleine sind. Der ganze Wald und die gesamte Xhoro-Lagune sind voller Büffel!






Kuhreiher / Cattle Egret

Soweit das Auge reicht treffen wir Büffel in allen Formen und Grössen an. Immer wieder rennen sie in grösseren Gruppen vor uns davon, drehen sich dann aber wieder in ‚Büffel-Manier‘ um und gaffen zurück. Wir fahren über einen Kilometer weit durch Büffel hindurch. Irgendwann hören wir auf zu zählen. Es sind aber sicherlich um die 400-500 Büffel hier unterwegs 🤩 . Fantastisch!









Nebenbei entdecken wir einen unbeeindruckten Sattelstorch.


Sattelstorch / Saddle-billed Stork

Bis zur Forth Bridge begegnen wir weiter den üblichen Verdächtigen: Elefanten, Giraffen, Zebras, Wasserböcke und Lechwes.







Bei Forth Bridge sind sowohl die alte, als auch die neue Forth Bridge gesperrt! Das bedeutet für uns ein Umweg nach dem Motto ‚this is Africa‘.


'Alte' Fourth Bridge


'Neue' Fourth Bridge


Third Bridge

Um zwei Uhr trudeln wir in Third Bridge ein, wo wir einen ganzen Registrier-Marathon hinter uns bringen müssen 🤨 . Vom Xomae-Angestellten bekommen wir auch jede Menge nützliche und weniger nützliche Informationen und werden sogar der Kassiererin im Tuck Shop persönlich vorgestellt 🤪 .

Unsere Campsite ist die Nr. 5, gleich gegenüber vom Shop und dem Eingangstor und relativ nahe zu Nr. 6. Uns gefällt sie trotzdem ganz gut. Es gibt viel Schatten und wir werden von Vogelgezwitscher begrüsst. Während ich einen Oryx-Stew für heute Abend aufsetze, pirscht Dani den Vögeln und anderem Getier hinterher.


Goldbugpapagei / Meyer's Parrot




Buschbock 'Hängeohr' - unser persönliche Camp Attendant


Weissbürzeldrosslinge / Hartlaub's Babbler

Nach einer Siesta machen wir uns gegen halb vier Uhr nochmals auf zu einem Game Drive. Vom Ranger wurde uns der Mboma Island Loop empfohlen, den wir jetzt auch unter die Räder nehmen. Tiertechnisch ist nicht viel los.





Einzig die Erstsichtung von Puku-Antilopen ist zu verzeichnen. Danke Bele für die Aufklärung! Fahrtechnisch müssen wir uns teilweise durch üblen Tiefsand wühlen. Der Landcruiser und Fahrer Dani meistern diesen jedoch mit Bravour.


Hier weiss ich nicht mehr, ob es sich um weibl. Pukus oder Lechwe handelt?

Ein Abstecher zur Mboma Boat Station machen wir auch noch. Vor einigen Tagen wurden hier Wildhunde gesehen. Diese sind heute nicht hier, dafür drei nette Angestellte, mit denen wir einen kleinen Plausch halten. Sie freuen sich sehr über Besuch und versuchen uns davon zu überzeugen, Morgen mit Ihnen eine Bootstour zu machen. Nur zu zweit sind uns die Preise (pro Boot) leider etwas zu hoch... 😵

Der Rückweg gefällt uns landschaftlich deutlich besser als die Strecke auf dem Weg hierher. Tiere gibt es kaum. Sogar die Vögel sind aktuell rar gesät.







Entschädigt werden wir am Ende des Tages durch den gelb leuchtenden Vollmond! 😘



Um zehn vor sieben sind wir zurück im Camp. Dort stellen wir den Oryx-Stew nochmals aufs Feuer. Während der Vorbereitung des Abendessens besuchen uns eine Flusspferdmutter und ihr Junges auf der Campsite 🙂 .



Zum Glück verhalten sich die Kolosse friedlich. Auch Tüpfelhyänen spazieren während des Essens und danach immer wieder über den Platz, halten jedoch mehrheitlich Abstand.



Die Hippos grunzen und es zirpt und tönt aus dem Schilf. Uns könnte es nicht besser gehen hier!

Teil 2106. Apr. 2020

Tag 14 - 14. Oktober 2019 – Irrfahrten rund um Third Bridge, 74km
Moremi, Third Bridge Campsite, No. 5

Teil 1

Des Nachts hatten wir ausser Hyänen- und Honey-Badger auch Besuch einer Zebraherde. Am Morgen sind jedoch alle verschwunden. Wir wollen heute östlich von Third Bridge in die Region 'Dead Tree Island' fahren. Allenfalls bis Xaxanaxa. Der Sonnenaufgang ist phänomenal. Die ersten Elefanten zeigen sich im Schilf, ebenso Zebras.







Es herrscht eine ungemein friedliche Morgenstimmung.





Über eine harmlose Wasserdurchfahrt geht es für uns in Richtung Dead Tree Island. Landschaftlich fantastisch, tiertechnisch ist nix los 😕 . Es ist sehr trocken hier. Alle auf der Karte eingezeichneten Lagunen liegen brach! Andere Autos treffen wir kaum. Kreuz und quer geht es für uns durch die tolle Landschaft.









Wir verfransen uns ordentlich. So weit rein in dieses Gebiet wollten wir eigentlich nicht fahren 😵 .





Auf dem Rückweg tauchen immerhin einige Giraffen und Warzenschweine auf.









Und im Gehölz irgendwo erwischt Dani einen Bennettspecht, eine Erstsichtung für uns.


Bennettspecht / Bennett's Woodpecker



Hin und wieder sehen wir entfernt einen Raubadler, Gaukler oder Schreiseeadler. So langsam geht uns die Trockenheit und der viele aufgewirbelte Feinstaub auf den Geist. Etwas mehr Tiere dürften nach den vielen abgespuhlten Kilometern schon sein! 😮

Umso glücklicher sind wir, als wir in weiter Entfernung eine grosse Herde Red Lechwes durch den Feldstecher ausmachen können.









Wir frühstücken (am Mittag!) im Schatten eines grossen Baumes im Beisein der Lechwes. Sobald Wasser vorhanden ist nimmt die Tiervielfalt gleich wieder zu. Endlich gelingt auch mal ein akzeptables Fish Eagle-Foto 🙂 .


Schreiseeadler / African Fish Eagle

Via Umweg um die Fourth Bridge gehts noch 'kurz' zu den Hippo Pools. Hier ist wieder jede Menge Wasser vorhanden und das Leben tobt trotz Mittagshitze 🤩 .




Purpurhuhn / African Swamphen


Tanzender Brauner Sichler (Glossy Ibis) mit Nimmersatt im Hintergrund

Löffler, Glockenreiher, Seiden- und Rallenreiher sowie die Erstsichtung eines Purpurhuhns. Unsere Vogelliste füllt sich langsam, aber sicher. Nicht zu vernachlässigen sind natürlich auch die Krokodile und Hippos hier.


Glockenreiher (und Stelzenläufer)








Black Heron / Glockenreiher


Hier sind auch gut die charakteristischen gelben Füsse zu erkennen 😄


Rallenreiher / Squacco Heron

Hippo Pools – ein Ort, der uns wiederum begeistert und deutlich besser gefällt, als die Region, welche wir heute Morgen besucht haben!


Ein weiteres prächtiges Nilwaran-Exemplar

Auf dem Rückweg zur Campsite treffen wir auf mehrere friedliche Elefantengruppen, die zum Wasser ziehen. Der Kleine hier ist zuckersüss...





Zurück in Third Bridge stellen wir fest, dass unsere Campsite im Laufe des Morgens von Elefanten in Beschlag genommen wurde. Die frischen Haufen zeugen davon. Gut haben wir alles, ausser Tisch und Stühle, weggeräumt 😗 .


Kardinalspecht / Cardinal Woodpecker


Graulärmvogel / Grey Go-away Bird



Wir ruhen etwas und essen was Kleines zu Mittag. Während ich eine Papaya zuschneide kommt ein neugieriger jüngerer Elefant zu Besuch. Da er klar signalisiert, dass er auch gerne was von der Frucht hätte, ziehe ich mich (zusammen mit der Papaya 😉 ) für einen kurzen Moment ins Auto zurück 😈 . Danach kehrt aber schnell wieder Ruhe ein.

Die Fotofalle zeigt, dass auf unserer Campsite während wir weg waren mehr los war, als auf ganz Dead Tree Island 😣 . Ein stetes Kommen und Gehen...









Teil 2207. Apr. 2020

Teil 2 - 14. Oktober 2019

Das Ziel für unseren Nachmittagsdrive ist unumstritten: Hippo Pools. Liegt gleich um die Ecke und hat uns heute Mittag so gut gefallen, dass wir nochmals hinwollen 😎 .


Third Bridge



Auf dem Weg dorthin sehen wir frische Löwenspuren auf der Pad. Den Verursacher finden wir wieder einmal nicht 😐 .


Sattelstroch / Saddle-billed Stork



So erfreuen wir uns heute Nachmittag der vielen Wasservögel im weichen Abendlicht. Auch nicht schlecht!


Löffler / African Spoonbills


Silberreiher / Western Great Egret


Der allgegenwärtige Waffenkiebitz / Blacksmith Lapwing


Blaustirn-Blatthühnchen / African Jacana




Brauner Sichler / Glossy Ibis


Kampfläufer / Ruff


Brauner Sichler / Glossy Ibis


Braunkehlreiher / Slaty Egret



Nachdem wir eine ganze Weile alleine um die Hippo Pools gekurvt sind kommen wir an einem Tümpel mit einem älteren Schweizer Ehepaar ins Gespräch. Es ist immer wieder schön, sich auch für solche Momente Zeit nehmen zu können. Ohne das Gefühl, der nächsten Sichtung hinterherjagen zu müssen 🙂 .






Rotschnabeltoko / Southern Red-billed Hornbill



Wir verabreden uns mit unseren Landsleuten für eine gemeinsame Bootstour am nächsten Morgen früh. Ein weiteres deutsches Päärchen ist auch mit von der Partie. Während wir unterwegs sind ist wiederum ordentlich etwas los auf der Campsite:





Ein Purpurreiher, welchen wir bisher noch nicht häufig angetroffen haben sowie ein Goliathreiher gegen den pinken Abendhimmel runden den Tag ab.


Goliathreiher / Goliath Heron





Wir machen uns zufrieden auf den Rückweg.



Zurück auf der Campsite kommt heute leider kein Hippo zu Besuch. Auf die Hyänen ist jedoch Verlass. Ab ca. halb neun Uhr patroullieren sie die Campsites in regelmässigen Abständen 🤩 .



Da es morgen früh auf die Bootstour ab Mboma Island geht, verräumen wir bereits heute Abend alle unsere sieben Sachen und legen uns vor zehn Uhr schlafen.

Teil 2316. Apr. 2020

Tag 15 - 15. Oktober 2019 – Von Wasserwegen und Überraschungen am Khwai, 100km
Moremi, North Gate Campsite, MK04

Teil 1

Da heute zusammen mit zwei anderen Paaren eine Bootstour ab Mboma Island geplant ist, holt uns der Wecker bereits um fünf Uhr aus den Federn. Nebenan grasen zwei Buschböcke.

Das auf der Kamerafalle aufgenommene Stachelschwein wird leider das Einzige des Urlaubs bleiben. Wir haben tief und fest geschlafen und den kleinen Kerl verpasst. Und dies nur um fünf Minuten! 😠 Irgendwann, ja irgendwann wird es hoffentlich auch mit uns und den Stachelschweinen klappen... So eines mal von Nahe zu sehen, würden wir glatt mit einem Leoparden tauschen 😗 .



Um viertel vor sechs fahren wir los zur Mboma Island Boat Station. Wir entscheiden uns, die Route im Gegenuhrzeigersinn zu fahren, während die anderen Vier im Urzeigersinn 'endlich' auf Katzen hoffen. Scheinbar hatten sie in den letzten Tagen weniger Glück als wir.

Beinahe gleichzeitig treffen wir um kurz nach sieben bei der Boat Station ein. Spektakuläre Sichtungen gab es auf beiden Strecken nicht. Über den Scharlachspint,



die noch etwas verschlafene Pavianfamilie







und die quirligen Baumhörnchen freuen wir uns jedoch sehr.



Die drei Bootsmänner vor Ort sind ausser sich vor Freude über Kundschaft. Wir vereinbaren einen zweistündigen Bootstrip; Tops wird unser Guide sein. Zuerst genehmigen wir uns alle noch ein kleines Frühstück, danach wird die Tour bezahlt und los gehts.


Mboma Boat Station



Zuerst fahren wir durch sehr enge und wenig tiefe Kanäle. Die Männer wissen nicht, wie lange sie die Touren von hier aus noch anbieten können! Bereits einige hundert Meter nach dem Start der Tour sieht unser Guide eine Löwin auf einem kleinen Hügel liegen. Besonders unsere Mitfahrer sind hin und weg!



Bald verschwindet sie im hohen Gras.




Goliathreiher / Goliath Heron



Vermutlich ist die Löwin zusammen mit ihrem Rudel hinter einer Herde Büffel her, denen wir auch bald schon begegnen. Toll, alle diese Tiere für einmal aus einer anderen Perspektive zu erleben.







Wir geniessen die vielseitige Vogelwelt


Weissstirnspint / White-fronted Bee-eater


Blaustirnblatthühnchen / African Jacana


Schlangenhalsvogel / African Darter

und die Seerosen 😘 .



Sobald wir im Hauptkanal eintreffen, tauchen auch die ersten Flusspferde auf, die gehörig Abstand halten aber doch immer wieder schnaubend auftauchen und uns grimmig (so interpretieren wir das zumindest) entgegen starren.





Elefanten sehen wir bald darauf. Irgendwann haben wir im Laufe des Morgens das Glück, sie ganz nah im Wasser anzutreffen. Mehrheitlich werden uns jedoch Hinterteile präsentiert 🤪 .





Tops ist ein umsichtiger und humorvoller Guide. Seine Kenntnisse zur Avifauna und dem Okavango Delta scheinen unerschöpflich. Es macht Spass, mit ihm unterwegs zu sein.

Zum ersten Mal in diesem Urlaub sehen wir Marabus!


Marabu im Flug



Und wir sehen nicht nur Marabus, wir treffen sie an ihrem Brutplatz, der sog. Heronry an!





Auf einer Insel vertreten wir uns kurz die Beine, dann müssen wir bereits umdrehen. Es sind auch schon zwei Stunden vergangen 🤩 . Wahnsinnig, wie man Zeit und Raum in dieser Umgebung verändert wahrnimmt...







Dank den Adleraugen unseres Guides entdecken wir auf dem Rückweg ein Babykrokodil





und erneut ein Elefantenhinterteil.





Dieser Bootstrip hat es in sich! Es ist fantastisch, das Delta vom Wasser aus zu erleben. So werden uns die Dimensionen dieses Paradieses, aber auch seine Fragilität immer bewusster.












Aus einer Water Lily bastelt unser Guide eine Halskette, ein bisschen Touristen-Feeling muss wohl sein 😉

Nach über drei Stunden sind wir zurück am Bootsanleger. Die Tour war für alle ein voller Erfolg und in dieser Gruppe sehr angenehm. Wir bedanken uns herzlich bei Tops, unterhalten uns noch lange mit den Jungs und unseren Mitfahrern, machen ein Erinnerungsfoto


Herzliche Grüsse, falls ihr das lest!

und verabschieden uns um halb zwölf von der Gruppe. Schliesslich ist unser heutiges Etappenziel die North Gate Campsite.



Wir nehmen einen der drei Guides mit nach Third Bridge und erfahren von ihm allerlei Wissenswertes über Botswana, die Politik im Lande, seine Arbeit und Familie. Besonders für die Menschen, welche Boots-Trips und Mokoro-Touren hier in der Gegend anbieten ist die aktuelle Dürresituation sehr schwierig. Von Maun aus können bereits seit Monaten keine Touren mehr stattfinden!

Aktuell kommen scheinbar auch nicht mehr viele Touristen zur Mboma Boat Station…

Teil 2417. Apr. 2020

Teil 2

In Third Bridge legen wir eine kleine Mittagspause ein, machen uns dann aber bald auf den Weiterweg. Dani möchte nochmals zu den Hippo Pools. Das sag ich sicherlich nicht nein 😉 . Eine White-winged Tern kommt als Erstsichtung mit dazu. Ansonsten sind dieselben Vögel wie gestern hier versammelt, ebenso Hippos, einige Elefanten und Lechwes.

Der Glockenreiher präsentiert sich von seiner besten Seite.


Glockenreiher / Black Heron



Via ‚Hauptstrasse‘ geht es nach Xaxanaxa und dann weiter in Richtung North Gate. Auch heute sind die Temperaturen erbarmungslos. Für einmal sind wir mit geschlossenen Fenstern unterwegs und gönnen uns die Annehmlichkeit der Landcruiser-Klimaanlage 😗 .



Die Region am Khwai River präsentiert sich sehr tierreich. Wir werden bald schon von den ersten Elefanten begrüsst. An den Dombo Hippo Pools sehen wir neben den Namensgebern auch Rötelpelikane, Marabus und Nimmersatte.


Marabus / Marabou Stork


Rötelpelikane / Pink-backed Pelicans



Leider liegen der Bird Hide bzw. die Dombo Hippo Pools am Nachmittag im schlechten Licht.





Trotzdem sind wir froh, uns nochmals etwas ausserhalb des Fahrzeuges bewegen zu können. Im Busch nebenan hüpft ein Paradiesschnäpper-Weibchen. Fotos gibt es von der nervösen Dame leider keine 😈 .





Immer dem Wasser entlang arbeiten wir uns langsam in Richtung North Gate.









Heerscharen an Tieren, allen voran Elefanten und gehäuft auch Wasserböcke, prägen das Bild. Auch einen Zimtroller sehen wir zum ersten Mal in diesem Urlaub, leider nur im Flug und ohne Foto.







Wir kommen nur langsam voran. Alle paar Meter erfreut uns das nächste Fotosujet.





Während wir an irgendeiner Flussbiegung ein riesiges Krokodil fotografieren erspähe ich im Hintergrund ein Game Drive-Fahrzeug, welches sich verdächtig lange an derselben Stelle aufhält. Hier könnte es was Spannendes zu sehen geben 🤩 !



Ein wunderschöner Leopard liegt im hohen Gras. Was für ein Glück! Wir stellen uns dazu und geniessen die folgende gute Stunde, welche wir mit diesem majestätischen Tier verbringen dürfen.







Der Leopard ist etwas mager, scheint ansonsten aber gesund zu sein



und fühlt sich seinem Verhalten nach zu urteilen pudelwohl 😎 .





Ohne die mittlerweile vier Fahrzeuge zu beachten schleicht er sich durchs Gras, rollt sich wohlig auf der Pad und kommt keine zwei Meter von unserem Fahrzeug entfernt zum Liegen.







Sorry für die vielen Fotos, wir sind noch nicht am Ende 😄 .









Weiter geht’s ins hohe Gras, einigen Red Lechwe entgegen.



Einen seriösen Annäherungsversuch macht der hagere Kerl jedoch nicht.



Immer wieder dreht sich der Leopard in unsere Richtung. Und dies im besten Abendlicht. Noch selten hat sich eine dieser Katzen so kooperativ gezeigt 😛 .





Irgendwann legt sich der Leopard hin und ist nicht mehr zu sehen. Von den Antilopen wurde er mittlerweile entdeckt. Da muss er sich wohl ein anderes Abendbrot suchen. Wir sind geflasht, verlassen den Getupften dann irgendwann und machen uns auf in Richtung North Gate Campsite.

Es folgt gleich darauf die Familie Hornrabe, auch dies eine Erstsichtung in diesem Urlaub.


Hornrabe / Southern Ground-Hornbill



Der Sonnenuntergang am Wasser ist der letzte Höhepunkt dieses wundervollen Tages!





Um viertel vor sieben treffen wir müde aber glücklich auf unserer Campsite ein. Es folgt die übliche Routine: Feuer machen, leckeres Wildfleisch grillieren, dazu gefüllte Gemsquash und Knoblauchbrot.



Der Hyänen- und Honeybadgerbesuch lässt nicht lange auf sich warten und die Insektenwelt ist im positiven und negativen Sinne sehr aktiv 😗 . Die Mücken fressen uns bei lebendigem Leibe, dafür erspähen wir reihenweise Gottesanbeterinnen und hübsche Nachtfalter. Ebenso eine stattliche Spinne (kann die jemand identifizieren?).



Später hören wir mehrmals eine Scops Owl rufen. Sobald wir uns aber ihrem Ruf nähern, hört sie wieder auf 😣 . Obwohl wir alle Bäume in unserer Umgebung ableuchten, können wir sie leider nicht auffinden. Hier haben wir also noch grosses Verbesserungspotential und wären gerne annähernd so erfolgreich wie die Eulenmuckels 😉

Teil 2524. Apr. 2020

Tag 16 - 16. Oktober 2019 – Vom Moremi zum sagenumworbenen Savuti, 181km
Chobe Nationalpark, Savuti Campsite No. 7

Teil 1

Unser letzter Morgen im Moremi bricht an 🙁 . Natürlich wollen wir den nochmals in vollen Zügen geniessen und ausnützen. Gestern Nacht kam einzig eine stattliche Hyäne auf der Campsite vorbei, ansonsten war es (mindestens um unsere Kamerafalle) ruhig.



Wie beinahe jeden Morgen sind wir die Ersten auf den Beinen. Bei unseren Campnachbarn rührt sich nix. Das sind wir uns von der Kalahari oder dem Krüger so überhaupt nicht gewohnt 🙄 .





Wir starten dort, wo wir gestern aufgehört haben: mit einer Gruppe Southern Ground Hornbills. Leider viel zu weit weg für ein gescheites Foto. Bei fantastischem Morgenlicht fahren wir dem Khwai River entlang.

Am Wasser treffen wir auf einen eifrigen Kupferschwanzkuckuck,



einen Sattelstorch



und einen nassen Schreiseeadler.





Weit entfernt sehen wir zwei Klunkerkraniche – eine weitere Erstsichtung. Was für ein Auftakt mit diesen eleganten Vögeln! Nun haben wir alle Kranicharten im südlichen Afrika zusammen 🙂 .


Klunkerkranich / Wattled Crane

Im Gebiet, wo wir gestern den Leoparden gesehen haben kurven wir ein bisschen rum. Leider lässt sich die gefleckte Katze nicht mehr auffinden. Dafür gibt es hier wieder jede Menge Wasservögel.


Rallenreiher / Squacco Heron



Beim Weiterfahren nehme ich im Augenwinkel neben der Pad im Schlamm ein braunes Hinterteil wahr – eine Löwin - Stopp! 🤩
Rückwärtsgang rein und schon stehen wir neben der prächtigen Dame.



Die Löwin trinkt eine Weile, dreht sich mehrmals zu uns um und spaziert dann gemächlich zu einem Termitenhügel in der Nähe.





Dort macht sie es sich im Schatten gemütlich. Vermutlich hat die Löwin irgendwo ihre Jungen versteckt, ihre Zitzen sind stark angeschwollen...

Mittlerweile hat sich ein Game Drive Fahrzeug dazugesellt, später nochmals eines. Da sich hier wohl nicht mehr viel tun wird und wir die Löwin vorhin ja für uns alleine hatten, machen wir uns auf die Weiterfahrt. Einen Felsentoko können wir als Erstsichtung in unser Robert's App loggen. Mehr als ein Beweisfoto gelingt uns leider nicht 😄 .



Elefanten tummeln sich am Wasser, ebenso mehrere Büffel-Reiher-Taxis.









Man kann es einfach nicht anders schreiben: hier ist das Paradies!









Einen Braunkehlreiher sowie einen Grünschwanz-Glanzstar können wir ebenfalls im Gras ausmachen. Von Zweiterem finde ich leider kein brauchbares Bild.


Braunkehlreiher / Slaty Egret




Immat. Sattelstorch / Saddle-billed Stork

Unser Drive führt uns weiter zu den Dombo Hippo Pools. Beim Hide tut es gut, unsere steifen Glieder zu strecken. Hier am Wasser herrscht ein munteres Treiben.


Rötelpelikane





Die Hippos suhlen sich im Wasser, während sich die Krokodile ein Sonnenbad gönnen. Rötelpelikane, Löffler, Nimmersatte, Nilgänse, Graureiher und Stelzenläufer beschäftigen sich in und am Wasser.




African Spoonbill / Löffler


Nimmersatte im Flug / Yellow-billed Storks

Ein Paar Sumpfwürger (Swamp Boubou) macht sich lautstark im Bäumchen nebenan bemerkbar.



Langsam wird es heiss und wir machen uns auf den Rückweg in Richtung North Gate. Neben schönen Elefantensichtungen haben wir auch nochmals Begegnungen mit Zebra-, Lechwe- und Impalaherden. Alle ziehen sie in Richtung lebenspendendes Wasser.


Hier noch ein wunderschön ausgefärbter Sattelstorch

Die Löwin ist leider nicht mehr neben ihrem Termitenhügel anzutreffen.



Gegen halb elf Uhr verlassen wir das Moremi Game Reserve, welches uns fantastische Sichtungen und nette Begegnungen beschert hat. Immer mehr können wir die Faszination verstehen, welche Reisende für diesen einzigartigen Ort empfinden! 🙂





Via ‚Hauptstrasse‘, welche mehr aus Potholes, als aus Piste besteht, geht es in Richtung Mababe. Auch hier treffen wir auf den einen oder anderen Elefanten. In Khwai fragen wir nach frischem Brot. Dieses ist leider bereits ausgegangen oder aber heute überhaupt nicht verfügbar. So richtig kriegen wir das nicht raus... 😗



Wir sind froh, dass wir irgendwann die Abzweigung in Richtung Mababe Gate des Chobe Nationalparks erreichen. Hier ist es knochentrocken. Aber die Piste ist in einem deutlich besseren Zustand, als die ‚Hauptstrasse‘ von eben. Bereits nach kurzer Zeit rollen wir vors Mababe Gate, wo wir sehr freundlich und aufgestellt empfangen werden.



Nach dem üblichen Papierkrieg geht es los via Marsh Road in Richtung Savuti. Die Pad ist weit weniger schlimm als erwartet. Ein entgegenkommendes Österreichisches Päärchen hat uns von der schlimmsten Strecke berichtet, welche sie je befahren hätten. (Das hat man davon, wenn man von Kasane direkt nach Khwai fährt!)

Stellenweise ist sie aber wirklich in einem desolaten Zustand 😈 . Trotz Hitze haben wir mehrere Elefanten-, Impala- und Giraffensichtungen. Auch Gabelracken begleiten unsere Fahrt. So wird es nie langweilig.

Gerade als wir eine kurze Mittagspause einlegen wollen stellen wir fest, dass sich Büchsen mit Tonic aus einem Pack gelöst haben und durch die ‚rumplige‘ Fahrt aufgeschlagen sind. Auch die Mehlpackung hat ein grosses Loch bekommen 😮 . Halb so schlimm – sie stand ja zum Glück in einer Kartonbox. Wir putzen, essen dann was Kleines und fahren bald weiter...

Teil 2624. Apr. 2020

Teil 2 - 16. Oktober 2019

In Savuti angekommen müssen wir uns erneut bei der Nationalparkbehörde, wie auch bei SKL anmelden. Bei SKL ist die zuständige Person lange nicht aufzufinden. Unsere Campsite No. 7 liegt unter einem grossen Kameldornbaum und bietet reichlich Platz. Neben mehreren Feuerstellen sind auch ein ‚Hyänen-sicherer‘ Abfalleimer sowie ein ‚Elefanten-sicherer‘ Wasserhahn verbaut. Der Platz ist keine Schönheit. Macht nix, lange hält uns sowieso nichts hier.


Lannerfalke / Lanner Falcon


Swainsonfrankolin

Wir ruhen uns kurz aus und machen uns vor fünf nochmals auf zu einem Game Drive. Zuerst gilt es, die verschiedenen Wasserlöcher ausfindig zu machen. Mindestens deren drei sollen es sein, auf unserer Tinkers Map sind jedoch keine Wasserlöcher, sondern nur unzählige Pfannen eingezeichnet 🤨 . Dank OSM und den beiden Reiseführern wissen wir irgendwann ungefähr, wo wir hinfahren wollen.

Bei den Harvey‘s Pans geniesst eine Giraffe voller Madenhacker das kühle Nass.





Es scheinen gehörig Parasiten vorhanden zu sein!



Danach ist Flaute angesagt. Immerhin zeigen sich zwei Schabrakenschakale und ein Elsterwürger (Magpie Shrike).



Die Landschaft mit den vielen Hügeln und dem (trockenen) Flussbett des Savuti gefällt uns super. Wir entschliessen uns, noch das Wasserloch im Bereich Savuti Marsh aufzusuchen, was sich als Glückstreffer herausstellen wird 😎 .



Rund ums Wasserloch lümmelt ein achtzehnköpfiges Löwenrudel!





Zwei stattliche Mähnenlöwen,







einige Teenager und Mütter





sowie fünf süsse Löwenbabies. Klasse!





Spannend wird es, als ein Dickhäuter auftaucht



und sich zur Runde gesellt.





Den ersten Löwen wird es unwohl. Sie machen den Abgang. Ein Teil des Rudels bleibt ziemlich entspannt liegen. Herr Elefant macht aber ziemlich schnell klar, wer ab nun das Sagen hat.

Einfach unglaublich…





Irgendwann ist das Licht weg und die Zeit drängt. Um sieben müssen wir zurück im Camp sein. Zusammen mit dem letzten anderen anwesenden Selbstfahrer machen wir uns auf den Rückweg. Zackig, aber immer innerhalb der erlaubten Geschwindigkeitslimite von 40 km/h geht es das Flussbett hinauf. So richtig abschätzen, wie lange wir zurück ins Camp haben werden, können wir nicht.

Noch ganz ‚geflasht‘ vom riesigen Löwenrudel sichtet Dani bereits das nächste Highlight. Unsere erste Eulensichtung des Urlaubs! Selbstverständlich bremsen wir für die zwei Gefiederten.


Milchuhus / Verreaux's Eagle Owl oder auch Giant Eagle Owl

Im Spass sage ich zu Dani, dass eine kurze Leopardensichtung auch noch drin liegen würde. Aber das dann vielleicht doch etwas zu viel des Guten wäre... 😉

Und schon sitzt er neben uns!



Es ist bereits fast komplett eingedunkelt. Ein Beweisbild gelingt gerade noch so mit Iso6400. Der Kleine sitzt so nahe und rührt sich nicht, dass man ihn am liebsten unterm Kinn kraulen würde 😗 .

Einige Minuten vor 'Gateschliessung' treffen wir überglücklich zurück auf der Campsite ein. Wir sind so richtig müde von den vielen Eindrücken. Was für ein einmaliger Tag! Aufs Feuer verzichten wir, gibt es heute doch leckeres Linsen-Hähnchen-Curry.

Das wars dann auch schon für diesen wirklich speziellen Sichtungstag! Wir hauen uns früh aufs Ohr und träumen vom legendären Savuti...

Teil 2702. Mai 2020

Tag 17 - 17. Oktober 2019 – Katzenakrobatik und ein unerwartetes Zusammentreffen, 65km
Chobe Nationalpark, Savuti Campsite No. 7

Teil 1

Bereits um fünf Uhr sind wir auf den Beinen und fahren kurz nach halb sechs in Richtung Savuti Marsh Wasserloch. Unterwegs im Savuti Channel erspähen wir nochmals mehrere Milchuhus, jedoch haben sie sich nun im dichten Geäst der Bäume versteckt. Auch die ersten Giraffen und Elefanten sind frühmorgens bereits unterwegs.

Am Wasserloch liegen wieder die beiden Mähnenlöwen von gestern Abend 🤩 .





Im goldenen Morgenlicht und ausser uns erst ein weiteres Fahrzeug vor Ort 🙂 .





Trotz rigorosem Aussortieren wird nun eine Bilderflut auf euch zukommen 🤩 .













Entzückt stellen wir fest, dass sich mit der Zeit weitere Löwen aus dem Busch schälen und ans Wasserloch kommen 🙂 .







Wir zählen zu Beginn sechs Tiere, irgendwann sind es zwölf. Nur die fünf Cubs und eine der Löwinnen von gestern bleiben verschwunden.





Ein Raubadler beäugt die Szenerie etwas kritisch.



Besonders die Halbwüchsigen sind in Spiellaune.









Es ist eine wahre Freude ihnen zuzuschauen!









Wo man hinschaut - überall kommt es zu Rangeleien 🤩 .



Ein bisschen Ruhe kehrt ein, als Papa zum trinken kommt...







Die hält aber nicht lange an...











Das Spektakel dauert über eineinhalb Stunden.









Zeit und Raum spielen irgendwie keine Rolle mehr...







Danis Kamera läuft heiss 😉 .







Irgendwann beginnt sich das Rudel langsam in den Schatten der Büsche und Bäumchen zurückzuziehen.





Und Frieden kehrt ein 😉 .



Beinahe zumindest...







Noch nie konnten wir ein solch grosses Löwenrudel in einer solch entspannten Atmosphäre beobachten. Und so aktiv. Wir sind überwältigt!

Leider halten sich einige der Gamedrive-Fahrzeuge nicht an die Regeln und verlassen immer wieder die Wege. Teilweise hat man das Gefühl, dass sie den Löwen im Gebüsch fast über die Pfoten fahren! 😈 Mehrheitlich nehmen die Tiere unsere Anwesenheit jedoch sehr gelassen neugierig zur Kenntnis.



Irgendwann lösen wir uns von der Szenerie und erhaschen in den Büschen südlich vom Wasserloch noch einen Blick auf zwei Löwendamen mit den Jungtieren. Die haben ja noch gefehlt 😛 . Sie sind gut versteckt im Schatten und so fahren wir weiter.





An der Marabou Pan laben sich drei Elefanten am Wasser.



Ein Schmarotzermilan hat eben eine Taube erbeutet und rupft sie nun. Irgendwann wird ihm die Situation zwischen den Elefantenfüssen zu heiß und er entflieht mit seiner Mahlzeit auf den nächsten Baum.


Schmarotzermilan / Yellow-billed Kite

Es gesellen sich weitere Elefantenbullen dazu. Die Szenerie bleibt aber mehrheitlich friedlich. Man scheint sich zu kennen.







Auch für Familie Warzenschwein hat es noch Platz.



So langsam aber sicher machen wir uns auf den Rückweg. Heute wollen wir endlich wieder mal eine längere Mittagspause einlegen, bevor es erneut auf Pirsch geht.





Bei Leopard Rock treffen wir auf zwei Felsentokos. Toll, dass wir sie dieses Mal von Nahem bestaunen können!


Felsentoko / Bradfield's Hornbill

Via Flussbett fahren wir nördlich in Richtung Campsite und hätten beinahe ein Rudel Wild Dogs überrollt 🤩 !





Drei der Wildhunde liegen auf der Strasse, während sich der Rest des Rudels gleich daneben unter einem grossen Baum verteilt hat.







Auf eine Sichtung dieser gefährdeten Tiere haben wir so gehofft in diesem Urlaub. Die Sichtungsfee meint es wirklich gut mit uns heute 😊









Lange stehen wir beim Rudel, welches aus sieben erwachsenen Tieren und sechs bereits etwas grösseren Pups besteht.







Wir sind das einzige Fahrzeug weit und breit! Die Tiere liegen mehrheitlich herum, interagieren jedoch immer mal wieder miteinander. Auch heute ist es brüllend heiss.









Zur Abkühlung scharren sich die Hunde immer wieder kühlen Sand auf ihre Bäuche.



So wird es doch kurz vor zwölf, bis wir zurück ins Camp kommen 😗 .


Zwergspint / Little Bee-eater



Dieser Morgen hat mehr als gelohnt!

Wir wärmen die Curry-Resten von gestern und relaxen dann auf dem Platz. Eine Menge an Eindrücken will verarbeitet werden...



Teil 2803. Mai 2020

Teil 2 - 17. Oktober 2019

Kurz nach halb vier rollen wir wieder vom Platz. Ziel sind zuerst die Wild Dogs und danach das Savuti Marsh Wasserloch. Der Nachmittag ist schnell erzählt. Die Wild Dogs sind noch vor Ort, jedoch haben sie sich oberhalb des Flussbetts in den Schatten zurückgezogen und wir sehen nur hin und wieder ein Ohr.

Weiter geht es zum Wasserloch, wo es zuerst sehr ruhig ist. Mal kommt ein Schakal vorbei,



dann ein sehr vorsichtiger Impala-Bock. Die Löwen müssen noch irgendwo in der Nähe sein...

Ein Elefantenbulle bringt etwas Bewegung in die Sache.













Später folgen weitere seiner Kollegen.



Irgendwann können wir in unserem Rücken auch wieder einige Mitglieder des Löwenrudels ausfindig machen. Die beiden Männchen liegen im Schatten. Im hohen Gras wuselt es. Dass sich viele der OSV's nicht an die Regeln halten und zu den Löwen in den Busch rein fahren stört uns sehr 😈 . Auf dieses Spiel haben wir keine Lust mehr!

Wir sagen den Warzenscheinen





und Elefanten tschüss.





Da wir die Löwen am Morgen ja im besten Licht hatten und sie sich aktuell im Dickicht aufhalten und das Wasserloch sowieso noch von den sechs Elefanten besetzt wird, fällt uns der Abschied weniger schwer als gestern Abend.

Auf der Suche nach den Wild Dogs erspähen wir unseren ersten europäischen Bienenfresser. Wir freuen uns sehr, auch wenn er sich nicht fotografieren lässt 🤨 .

Anschliessend finden wir einige der Wildhunde von heute Morgen nochmals im tiefen Busch.





Leider ist das Licht bereits weg. Für uns trotzdem eine Sichtung, die wir so schnell nicht vergessen werden!









Auf der Rückfahrt zum Camp sehen wir ein sehr junges Elefantenkalb ohne Schwanz und mit frischer Wunde. Was da wohl passiert sein mag? Hatten die berüchtigten Elefanten jagenden Savuti-Löwen hier ihre Pfoten im Spiel?

Das Feuer brennt schon bald. Das Abendessen besteht aus Cheese-Bacon-Grillern mit Baked Potatoes und Salat.



Nun sind wir seit gut zweieinhalb Wochen hier im südlichen Afrika. Und all der Eindrücke noch keinesfalls müde... Schade müssen wir morgen bereits wieder weiter. Savuti hat uns bzgl. Tiersichtungen mehr als überzeugt!

Nur die Campsite gehört dank Generator, Hundegebell, Musik und relativ eng gelegenen Campsites nicht zu unseren Favoriten 🤨 .

Teil 2909. Mai 2020

Tag 18 - 18. Oktober 2019 – Vom Savuti nach Kasane, 227km
Kasane, Senyati Safari Camp

Auch heute wollen wir den frühen Morgen noch ausnutzen und verlassen das Camp kurz nach halb sechs. Wir statten als erstes der Harvey‘s Pan einen Besuch ab, dort ist aber ausser Impalas niemand zu sehen. Also weiter in Richtung Flussbett.

Auf einem abgestorbenen Baum sitzt ein Milchuhu und blickt bedächtig auf uns herab. Bele, der ist für dich 🙂 :



Bei den Wildhunden herrscht leider tote Hose. Die sind wohl weitergezogen. Also weiter zum Savuti Marsh Wasserloch, wo ebenfalls die Impalas vorherrschen. Die Spuren des grossen Löwenrudels führen auf der Pad nach Norden. Sie sind nicht mehr aufzufinden.





Trotzdem ist es sehr schön, am Wasserloch zu sitzen und das Kommen und Gehen der Tiere zu beobachten. Abgesehen von den drei Kaffernbüffel dreht ein Schakal ausdauernd seine Runden ums Wasserloch.









Dazu kommen Heerscharen an Helmperlhühnern, Turteltauben und Flughühnern.





Die Bühne gehört heute Morgen den 'üblichen Verdächtigen'. Nicht minder schön…








Schmarotzermilan / Yellow-billed Kite

So langsam zieht es uns aber weiter. Auch dem dritten Wasserloch bei der Marabou Pan wollen wir noch einen Besuch abstatten.


Rot- und Gelbschnabeltokos


Weissflügeltrappe / Northern Black Korhaan

Auf dem Weg dorthin treffen wir auf eine lange Fahrzeugkolonne. Der Verursacher des Staus ist ein Leopard, welcher unter einem Busch im Schatten liegt:



Nach einer Weile wird es uns zu bunt und wir fahren vorbei. Dieses Gedränge mögen wir (besonders in Afrika) überhaupt nicht 🙄 . Und Leoparden hatten wir schon in schönerem Ambiente 😗 .


Gabelracke / Lilac-breasted Roller

Bei der Marabou Pan herrschen wieder Elefanten und Schwarzmilane vor. Ein nettes Treiben.



Da wir heute noch nach Kasane 'müssen', verweilen wir nicht lange. Via Flussbett lassen wir uns wieder nördlich treiben. Zwerspinte, Impalas und viele Kudus begleiten unseren Weg.


Zwergspint / Little Bee-eater


Gabelracke / Lilac-breasted Roller



Dann stehen wieder zwei Gamedrive-Fahrzeuge vor uns. Was gibt es hier zu sehen? 🤩



Ein stattliches Leopardenmännchen liegt einige Meter entfernt im Schatten. Die beiden anderen Fahrzeuge machen sich bald schon aus dem Staub und wir können alleine geniessen! Zum Glück wird die Piste durch das Flussbett nur wenig befahren. (Womöglich, weil sie nicht auf der Tinkers Map verzeichnet ist?!)







Wir sind hin und weg. Zwei Leoparden an einem Tag - und der hier ist ein Prachtsexemplar!











Nach einer guten dreiviertel Stunde zieht sich der Kuder ins dichte Blattwerk eines Baumes zurück. Man kann ihn noch knapp mit dem Feldstecher identifizieren, wenn man weiss wo er liegt. Für uns das Zeichen zum Aufbruch.

Nach einem kurzen Toiletten-Stopp auf der Campsite rollen wir auf teilweise miserabler Piste zum Goha-Gate, welches heute erstaunlicherweise nicht besetzt ist. Liegt es an den Wahlen, die an diesem Wochenende in Botswana stattfinden?



Unterwegs haben wir für diesen Urlaub die Erstsichtung zweier Weissgesichtseulen


Weissgesichtseule / Southern White-faced Owl



sowie eines Weissscheitelwürgers. Interessant auf dem Weg ist ansonsten nur ein einige Tage alter Elefantenkadaver, der jedoch bisher erst wenig angefressen wurde. Und es sind auch keine Geier in Sicht…


Europäischer Bienenfresser / European Bee-eater



Gegen Mittag kommen wir in Kachikau an. Dort pumpen wir unsere Reifen auf und essen was Kleines zu Mittag (womöglich die restlichen Cheese Griller von gestern Abend 😉 ).

Weiter geht es auf bester Asphaltstrasse via Transitroute durch den Chobe nach Kasane, wo wir unsere Vorräte auffüllen und Pulas ziehen. Um halb fünf sind wir im Senyati Safari Camp, wo wir die Campsite Nr. 3 erhalten; mit Blick auf den Elefantenkorridor. Die Campsite ist gut gefüllt. Hier am Rande der Anlage haben wir jedoch unsere Ruhe.

Auch am Wasserloch herrscht Hochbetrieb. Jedoch tierischer Art!







Der Underground-Hide bietet tolle Beobachtungsmöglichkeiten aus ungewohnter Perspektive.







Fasziniert erleben wir, wie der eine oder andere Elefant nur wenige Meter neben unseren Köpfen vorbeizieht. Wir sitzen ihnen sozusagen zu Füssen 😄 .









Gruppe um Gruppe zieht an uns vorbei.







Wir geniessen bis es dunkel wird








'Sharing is caring'





und richten uns dann auf der Campsite ein.

Leckere Chicken-Sosaties und gefüllte Butternut runden den Abend ab. Morgen werden wir es für einmal gemütlich angehen und erst am Nachmittag zu einer Bootstour auf dem Chobe aufbrechen. Mal schauen, ob wir das mit dem 'Ausschlafen' noch hinkriegen 😄

Teil 3015. Mai 2020

Tag 19 - 19. Oktober 2019 – Eine nachmittägliche Bootstour auf dem Chobe, 38km
Kasane, Senyati Safari Camp

Unsere innere Uhr sorgt dafür, dass wir heute auch ohne Wecker um fünf Uhr wach sind. Dani macht sich auf zum Wasserloch für den Sonnenaufgang, während ich noch etwas liegen bleibe.





Gegen halb acht wird es uns bereits zu heiss im Zelt und wir stehen auf.


Streifenskink

Heute Morgen ist nach einem gemütlichen Frühstück Aufräumen, Wäsche waschen, Fotos aussortieren und Relaxen angesagt. Das Wasserloch ist verweist. Dafür bekommen wir regelmässigen Besuch von Eidechsen, Braundrosslingen, Tokos, Staren und Zebramangusten auf der Campsite. Es ist auch wieder mal schön, etwas gemütlicher unterwegs zu sein. Das Senyati Camp bietet sich dafür an 🙂 .


Bei diesen Temperaturen und der geringen Luftfeuchtigkeit trocknet die Wäsche in eine halben Stunde 😄

Um viertel nach zwei fahren wir los zum Bootsanleger von SM Tours in Kasane. Unser Boot ist klein und sehr gut gefüllt 😵 . Mit unserem Guide JK werden wir anfangs überhaupt nicht warm. Eine grosse Klappe, viele wirklich nicht lustige Witze und irgendwie einfach unsympathisch. Mit der Zeit drücken seine Qualitäten jedoch durch 🙂 . Es muss auch für ihn schwierig sein, Personen mit absolut unterschiedlichem ‚Afrika-Hintergrund‘ alle auf einem Boot zu vereinen und zufrieden zu stellen.


Heiliger Ibis / African Sacred Ibis




Schreiseeadler / African Fish Eagle


Rechts unten ist auch der Jungvogel zu erkennen


Schlangenhalsvogel / African Darter

Die für uns wichtigsten Punkte beachtet JK jedoch sehr wohl: Er stellt das Boot an den Sichtungen jeweils möglichst so, dass man nicht gegen das Licht fotografieren muss, er schaut, dass alle auf dem Boot eine gute Sicht haben und er stoppt das Boot auch für Vögel. Passt also soweit doch!


Graufischer / Pied Kingfisher



So sind wir nach den anfänglichen Schwierigkeiten doch recht schnell im 'Geniessermodus'.


Angola-Mönchskuckuck / Coppery-tailed Coucal




Zwergspint / Little Bee-eater

Die 39°C treiben die Tiere schaarenweise ans Wasser. Wir können grosse Impala- und Lechweherden beobachten, ebenso grasende Hippos und viele Krokodile. Wie zum Beispiel dieses Prachtexemplar hier:







Auch die Wasservögel sind wie gewohnt gut vertreten. Hervorzuheben ist für diesen Urlaub die Erstsichtung eines Riesenfischers sowie von Langspornkiebitzen. Ansonsten verzeichnen wir schöne Begegnungen mit den üblichen Vertretern der Tierwelt Botswanas.











Das eindrücklichste Erlebnis dieser Bootstour ist es jedoch, zwei Flusspferdmännchen beim Revierkampf beobachten zu dürfen 🤩 .







Das Blut floss in Strömen. JK's 'they are just playing' konnten wir nicht wirklich glauben...





Für uns sieht das definitiv nach einer ernsteren Sache aus 😣 . Auf alle Fälle sind wir fasziniert. Und die restliche Gruppe auch. So können wir länger verweilen und dem Kampf der beiden Kolosse beiwohnen.





Später stattem wir einem Paar Scherenschnäbel einen kurzen Besuch ab.


Afrikanische Scherenschnäbel / African Skimmers



Dann geht es auch bereits wieder zurück. Ein wunderbarer Sonnenuntergang rundet die Fahrt ab. Wir sind versöhnt.



In Kasane entscheiden wir uns für ein schnelles Abendessen bei Nando‘s. Die Qualität des Essens und Freundlichkeit der Angestellten liegen deutlich über den Erwartungen.

An der Bar in Senyati gönnen wir uns noch einen G&T mit Blick auf das Wasserloch. Die Elefanten sind wieder in grosser Zahl anwesend. Eine Herde gibt der nächsten die Klinke in die Hand. Nach einer Dusche mit warmem Wasser aus dem Donkey liegen wir bereits um halb zehn in unserem Dachzelt.

Morgen fahren wir an die Chobe Riverfront und queren den Park von Ost nach West. Was wird uns erwarten?

Teil 3118. Mai 2020

Tag 20 - 20. Oktober 2019 – Via Chobe Riverfront nach Muchenje, 131km
Muchenje Campsite No. 1

Weil Senyati ca. 23km vom Sedudu Gate des Chobe Nationalparks entfernt liegt stehen wir heute bereits um viertel vor fünf auf. Die Handgriffe beim Zusammenräumen sitzen bereits sehr gut und wir rollen um viertel nach fünf vom Platz.

Auf der Hauptstrasse nach Kasane begegnen wir einer Fünfergruppe Giraffen mitten auf der Strasse. Kein Wunder warnen überall Verkehrstafeln vor Wild auf der Strasse! Ansonsten verläuft die Fahrt ereignislos. Darüber sind wir auch ganz froh, noch ist es stockdunkel.

Am Sedudu Gate ist nur ein weiteres Auto zugegen. Da haben wir mit mehr gerechnet! Schnell ist das Check-in-Procedere absolviert und wir rollen in Richtung der berühmten Chobe Riverfront. Vieles kommt wir bekannt vor, zwölf Jahre ist es jedoch bereits her seit meinem letzten Besuch hier. Dani ist zum ersten Mal an der Chobe Riverfront...


Sporengans / Spur-winged Goose

Lange beobachten wir einen eifrigen Nimmersatt bei seiner Futterbeschaffung.







Am Wasser herrscht bereits reges Treiben bei den Impalas und Wasservögeln. An einem Elefantenkadaver laben sich Kappen- und Ohrengeier. Es stinkt bestialisch und wir halten es nicht lange aus.


Imm. Kappengeier / Imm. Hooded Vulture

Neben den Weissstirnspinten sind auch wieder Scharlachspinte unterwegs, gefolgt von vereinzelten Europäischen Bienenfressern. Diese Vogelart gehört definitiv zu unseren Lieblingen.


Europäischer Bienenfresser / European Bee-eater



An einem View Point über den Chobe River entdecken wir unseren ersten Braunkopfliest.

Nach einigen Kilometern sehen wir vor uns ein Game Drive Fahrzeug, welches einen Leoparden im dichten Busch aufgespürt hat. Wir stellen uns etwas weiter weg und schon bald bewegt sich der Leopard fort. Wir erspähen ihn mehrmals, gute Fotomöglichkeiten ergeben sich wegen dem dichten Busch aber keine. Diese kurze, aber schöne Sichtung behalten wir auch ohne Fotos in guter Erinnerung 🙂 .


Angola-Schmetterlingsfink / Blue Waxbill


Riesentrappe / Kori Bustard

Ansonsten erfreut uns heute vor allem die Vogelwelt. Die Tiere sind deutlich weniger scheu als andernorts.


The mighty Chobe




Stelzenläufer / Black-winged Stilt



An der Sedudu Picnic seit machen wir eine kurze Rast, fahren jedoch schon bald weiter. Es ist erst halb neun, aber die Sonne brennt erbarmungslos vom Himmel 😵 . Wir entscheiden uns, nicht den gesamten Tag im Chobe zu verbringen, sondern gegen Mittag bei Ngoma rauszufahren, auf der Campsite zu chillen und dann für einen Abend-Drive nochmals reinzufahren 😎 .




Schreiseeadler / African Fish Eagle



Am Himmel können wir eindrücklich eine grosse Gruppe Pelikane beobachten.





Trotz Hitze sehen wir noch das eine oder andere Kudu. Auch die Giraffen sind ein sicherer Wert.



Diese hier trägt irgendwie faszinierende Flecken 😮 .



Auch ein Löwenmännchen können wir schliesslich mit dem Feldstecher in weiter Ferne ausmachen. Auch hier gibt es leider kein Foto davon 😗 . Er war wirklich sehr weit weg...

Fasziniert beobachten wir westlich von Ihaha noch eine Elefantenherde, deren Mitglieder sich zum Schlafen auf den Boden gelegt haben. Auch sie sind platt von der Hitze...



Der letzte Abschnitt der Strasse ans Ngoma Gate ist sehr wellblechig und tiefsandig. Auch das haben wir irgendwann gemeistert. Wir sind kaputt!

Im schönen Muchenje erhalten wir die Campsite No. 1, gleich neben dem Viewing Deck und nahe beim Pool. Wir legen uns erstmals etwas schlafen. Später gönnen wir uns ein Bad im Pool und fahren nach sechzehn Uhr nochmals zum Park. Auch ohne spektakuläre Sichtungen wird es ein sehr schöner Nachmittag.






Sporengans / Spur-winged Goose

Ins warme Abendlicht getaucht gefällt uns die Flussszenerie ausserordentlich.



Impala-



und Büffelgruppen ziehen ans Wasser,





während sich Giraffen die letzten grünen Blätter des Tages schnappen.





Sporengänse und Pelikane sind in grosser Zahl entfernt auszumachen. Wir lassen uns treiben uns geniessen.




Klaffschnäbel / Openbills


Zwergspint / Little Bee-eater



Die Landschaft und die nicht vorhandenen anderen Fahrzeuge gefallen uns hier an der westlichen River Front sehr gut 😗 . Aufgrund der anhaltenden Dürre ist es sehr trocken. Der Baobab musste auch schon als Elefantenfutter herhalten:







Highlight dieses Nachmittags ist die Sichtung von hunderten von Scharlachspinten, welche sich auf einer Sandbank auf der anderen Flussseite des Chobe versammelt haben.





Eindrücklich! Leider ist auch diese Szenerie schwierig auf Bild zu bannen und wir begnügen uns mit einer Gruppe Spinte, welche bei uns in der Nähe sitzen.





Einmal mehr rundet ein magischer Sonnenuntergang diesen fantastischen Tag ab.





Afrika pur!







Gedämpft wird die Stimmung leider auf der Rückfahrt nach Muchenje 🙁 .

Zuerst freuen wir uns über Elefanten neben der Fahrbahn. Gleich darauf rast jedoch der PKW, der uns kurz zuvor überholt hat in eine Gruppe Zebramangusten! Als wir dort ankommen sind drei bereits tot, zwei versuchen kläglich, von der Strasse zu kriechen. Ihre Hinterbeine sind gelähmt. Die Situation bricht uns fast das Herz. Mir ist echt zum Heulen zu Mute... Ein fürchterlicher Abschluss eines ansonsten wunderschönen Afrika-Tages 😐 .

Teil 3210. Juni 2020

Tag 21 – 21. Oktober 2019 – Pelikane satt an der westlichen Chobe Riverfront, 47km
Muchenje Campsite No. 1

Kein Sternenhimmel ist zu sehen, als uns der Wecker heute Morgen früh um fünf Uhr aus dem Schlaf klingelt. Trotz bedecktem Himmel kann ich Dani knapp dazu motivieren, mit mir in den Park zu fahren 😐 . Zu sehen gibt es ja schliesslich immer was (denke ich mir). Bereits auf der Fahrt zum Nationalpark treffen wir auf zwei Tüpfelhyänen!

Nach misslungenem Eintrittsprocedere (der anwesende Nationalparksbeamte konnte uns aus unbekannten Gründen kein Permit ausstellen) dürfen wir trotzdem in den Park fahren und sollen später bei der Ausreise bezahlen. Hauptsache wir sind drin 🤪 .

Der Morgen ist sehr ruhig. Wir treffen auf Klaffschnäbel auf ihren Schlafbäumen, Paviane in grossen Familienverbänden und haufenweise Impalas und Kudus. Auch Zebras sind hier im Westteil des Parks häufig vertreten.

Auf den Floodplains entdecken wir einen frischen Büffelkalbriss von letzter Nacht. Viel ist nicht mehr übrig. Raubtiere oder Geier sind keine zu sehen, was uns doch etwas verwundert.

Fotos entstehen heute lange keine, Dani‘s Motivation hält sich bei diesen Lichtverhältnissen in Grenzen...



Nach einem leckeren Frühstück mit selbstgebackenen Roosterkoek-Brötchen von gestern Abend, geht es dann mit einer für uns ganz besonderen Sichtung los:





Mindestens hundert Rosapelikane haben sich am Flussufer versammelt.







Auch die Sonne zwängt sich langsam aber sicher zwischen den Wolken hervor und alle sind wieder glücklich 😉 . Nebenan landet ein Schreiseeadler



und gegenüber treffen sich die Schwarzmilane. Die Pelikane werden langsam aber sicher aktiver und bieten tolle Fotomotive. Gefiederpflege ist angesagt, was gar nicht so einfach aussieht, mit diesen grossen Schnäbeln 🤩 .







Wir fahren noch ein Stück weiter östlich, entscheiden uns bei immer heisser werdenden Temperaturen aber bald zur Umkehr. Nochmals geht es bei den Pelikanen vorbei,





die sich mittlerweile ins Wasser begeben haben. Immer wieder startet eine Gruppe mit Hilfe der Thermik gen Himmel.





Unglaublich, diese riesigen Vögel als Schwarm am Himmel zu beobachten.





Wir verabschieden uns von den Pelikanen, welche wir für immer mit dem Westteil der Chobe Riverfront verbinden werden.



Der Büffelriss vom Morgen ist wie vom Erdboden verschluckt. Unsere Hoffnung auf Raubtiersichtungen zerschlägt sich somit...



Eine schöne Sichtung wartet jedoch kurz vor Verlassen des Parkes noch auf uns. Eine Herde Roan Antilopen ist unterwegs vom Wasser zurück in die Büsche.





Diese schönen Antilopen sehen wir auf dieser Reise zum ersten Mal. Leider sind sie recht mager.




Klaffschnabel / African Openbill


Graureiher / Grey Heron

Gegen halb elf sind wir wieder am Gate. Die Dame, welche uns das Permit ausstellen kann ist gerade unterwegs. Die anderen beiden Anwesenden sind nicht dazu ermächtigt. Irgendwann kommt sie zurück und stellt uns etwas widerwillig das Permit aus 😣 . Nun ist es vollbracht und wir fahren zurück nach Muchenje.

Auch heute knackt das Thermometer die 40°-Grenze! Wir lümmeln im Schatten rum, streiten uns mit den Vervet Monkeys um unser Essen und geniessen nach drei Wochen Abstinenz ein ordentlich schnelles Wifi.

Dabei fliegen uns hübsche Angola-Schmetterlingsfinke (Blue Waxbills) um die Ohren.



Wegen der Hitze lassen wir unseren angedachten nachmittäglichen Gamedrive sausen und geniessen die Vogelwelt auf der Campsite.


Hübscher Muchenje-Garten

Neben den Angola-Schmetterlinksfinken besuchen uns auch ein Angola-Mönchskuckuck, Buntastrilde, ein Rotschnabel-Toko sowie ein Gelbbrustbülbül. Besonders freuen wir uns über den Maskenpirol (Black-headed Oriole), welcher kurz bevor das Licht weg ist durch die Büsche hüpft:






Game- bzw. Zebra-Viewing kann ich auch auf der Campsite nicht lassen 😉

Ein kurzer Sprung in den Pool und schon geniessen wir den Sonnenuntergang vom nahen Viewing Deck aus.







Es ist wunderschön friedlich hier. Leckere Burger vom Grill runden den Tag ab.





Morgen werden wir nach knapp drei Wochen Botswana für einen Abstecher zurück nach Namibia reisen. Wir freuen uns besonders auf die geplante Bootstour mit Dan von Mashi River Safaris...

Teil 3317. Juni 2020

Tag 22 – 22. Oktober 2019 – Auf Umwegen von Botswana zurück nach Namibia, 429km
Mavunje Campsite No. 2

Da wir eigentlich nochmal in den Chobe fahren wollten holt uns der Wecker um fünf aus dem Schlaf. Aufgrund des stark bewölkten Himmels entscheiden wir uns, dies bleiben zu lassen. Wir schlafen etwas länger, werden aber bald von den Vervet Monkeys aus dem Schlaf geholt. Die frechen Kerle turnen ums und übers Auto und machen einen wahnsinnigen Krach 😈 .


Grosser Goldweber / African Golden Weaver



Wir frühstücken gemütlich, drehen dann noch eine Birding-Runde ums Camp und verlassen Muchenje gegen neun Uhr. Hier hat es uns gut gefallen.





Der Grenzübertritt bei Ngoma Bridge verläuft relativ ereignislos. Wieder einmal wundern wir uns, welche Details irgendwo in eine Liste eingetragen werden müssen. Es ist jedoch wenig los und nach einer halben Stunde befinden wir uns wieder auf namibischem Boden 🙂 .


Diderikkuckuck / Diederik Cuckoo

Die Strasse nach Katima Mulilo ist bestens asphaltiert. So schnell waren wir schon lange nicht mehr unterwegs. Entlang der Strasse tauchen immer wieder Dörfer und viele Menschen auf. Die Zeit vergeht wie im Fluge.

In Katima kaufen wir im gut sortierten Shoprite ein. Holz finden wir an der Tankstelle und schon düsen wir über die B8 in Richtung Kongola. Auch heute ist es mit 40°C wieder sehr heiß und wir geniessen die Klimaanlage im Fahrzeug. Auch unser Kühlschrank bringt so wieder seine Leistung. In den letzten Tagen hatte er aber grosse Mühe mit dem Kühlen 🤨 .



Um halb eins treffen wir im Mavunje Camp ein und erhalten die Campsite Nr. 2. Die Campsites hier sind liebevoll gestaltet mit Dusch-, WC- und Waschhäuschen sowie Aufenthaltsdeck und Abwaschraum. Wir essen was Kleines zu Mittag und richten uns häuslich ein.


Das 'Wohnzimmer'



Da der Kühlschrank bereits wieder streikt, obwohl wir heute über drei Stunden gefahren sind, schauen wir uns das Ganze mal genauer an. Der Ventilator funktioniert nicht und kann so den Kompressor auch nicht kühlen 🙁 . Der Kühlschrank überhitzt. Wir pusten mit dem Kompressor den Staub raus, was aber auch keine Besserung bringt. Per SMS wenden wir uns an Savanna, um nachzufragen, wo wir das Problem in den nächsten Tagen beheben können.


Zwergspint / Little Bee-eater

Einige Telefonate später (der Mobilfunkempfang ist grottig) ist klar, dass nur Katima Mulilo Ersatz- bzw. Reparaturmöglichkeiten für den Kühlschrank bietet. So entschliessen wir uns schweren Herzens, statt an den Horseshoe im Bwabwata Nationalpark, die 125km zurück nach Katima zu fahren. Wir ärgern uns sehr, dass wir den Kühlschrank nicht früher genauer unter die Lupe genommen haben! 😈

In Katima angekommen weiss die Werkstatt bereits Bescheid. Erstmal muss jedoch ein neuer Ventilator besorgt werden. Und das dauert. Wir warten...


Der letzte Schrei in Botswana - Mais-Pops mit Chilly-Flava 😎

...und warten...



...und warten noch etwas länger 🙄 .

Nach mehr als einer Stunde kommt ein externer Mechaniker mit einem passenden Ventilator. Der funktioniert jedoch nicht! Wäre auch zu schön gewesen. Weg ist er wieder und taucht nach einer langen Weile mit einem viel zu kleinen alten Computer-Ventilator auf. Das ist alles, was in ganz Katima Mulilo aufzutreiben ist! So entschliessen wir uns, diesen zu montieren. Besser ein zu kleiner Ventilator am Fridge, als kein Ventilator 😗 .


Zum guten Glück haben wir Kabelbinder in allen Grössen und Formen mit dabei...

Nach über zweieinhalb Stunden, es beginnt bereits einzudunkeln, besitzt unser Kühlschrank zwar einen zu kleinen, aber funktionierenden Ventilator. Hoffen wir der hält! Auf unseren bisherigen Reisen hatten wir immer Probleme mit dem Kühlschrank. 2015 stieg er am Ende der Reise aus, 2016 war eine Sicherung durch, 2018 musste die gesamte Elektronik ausgetauscht werden und dieses Jahr der Ventilator! 😈 (Vermieter war übrigens nicht immer derselbe 😉 .)

Wir ziehen noch kurz Geld am ATM und fahren dann im Dunkeln zurück nach Mavunje. Wir krallen an die Hinterseite eines Lastwagens und rollen gemächlich mit 80km/h zurück ins Camp. Glücklicherweise verläuft die Fahrt ohne Probleme, obwohl viele Tiere und Menschen auf und neben der Strasse unterwegs sind.

Erschöpft treffen wir dort um neun ein. Dan hat sich bereits Sorgen gemacht, wo wir stecken. Er lacht über unsere Probleme und meint, dass das normal sei hier im Caprivi. Wir besprechen den morgigen Tag, essen nur noch etwas Kleines und legen uns dann schon bald schlafen. Schade konnten wir das Camp und die Umgebung hier heute so wenig geniessen. Umso mehr freuen wir uns auf die Bootstour mit Dan.

Teil 3423. Juni 2020

Tag 23 – 23. Oktober 2019 – Eine Bootstour auf dem Kwando, 0km
Njazanga Island

Aufgrund der Hitze haben wir letzte Nacht nicht wirklich gut geschlafen. Um sechs Uhr hält mich nichts mehr im Dachzelt 😕 . Dani folgt kurz darauf. Auch die ersten hyperaktiven Drosslinge, Bülbüls und Graulärmvögel sind unterwegs.





Vor dem Beginn unserer Bootstour wollen wir uns noch etwas in die Lounge am Kanal setzen.





Heftiger Wind verhindert dieses Vorhaben erfolgreich. Sandgestrahlt im Caprivi soll der Titel des heutigen Tages nicht heissen 😣 . So verkriechen wir uns in unser geschütztes Freiluftwohnzimmer, schreiben Tagebuch, lesen und quatschen.





Kurz nach zehn ist es endlich so weit. Gemeinsam mit Lynne und Brian, einem Ehepaar aus Simbabwe und zwei deutschen Pärchen, welche 'nur' einen Tagestrip geplant haben, geht es los in Richtung Bootsanlegestelle. Die Fahrt hinten auf dem Pick-up ist rumplig. Immerhin sehen wir unterwegs einen hübschen Zimtroller. Diesen eher seltenen Vogel mögen wir sehr gerne. Aufgrund der Trockenheit kann Dan seine Bootstouren leider nicht mehr direkt vom Campingplatz aus starten.





Wir verteilen uns auf die beiden Boote und richten uns ein. Toll haben sich Lynne und Brian sich spontan dazu entschlossen, mit uns auf den Bootstrip zu kommen. Es entstehen sogleich spannende Gespräche und wir sind einmal mehr baff, wie offen, positiv und interessiert Leute häufig sind, wenn man ihnen auf dieselbe Art und Weise begegnet 🙂 .



Gleich um die Ecke treffen wir auf einen grossen Pod Hippos mit einem Schwarm Klaffschnäbel im Schlepptau.


Hippos, Klaffschnäbel und ein Nimmersatt



Einige Brachschwalben (Collared Pratincoles, Erstsichtung) sitzen auf der Sandbank nebenan. Was für schöne Vögel!





Wir dürfen runter vom Boot und uns den Tieren langsam zu Fuss nähern. Das gibt tolle Fotomöglichkeiten 🤩 .







Dan kennt 'seine' Hippos und ist total gelassen.





Lynne, Dani und die Hippos:





Dan steuert das Boot geschickt durch die Untiefen im Kwando und stellt sich als sehr behutsamer Bootsführer heraus. Die Flusspferde haben sich an seine ruhige und langsame Fahrweise in ihrer Nähe gewohnt und sind eher neugierig als aggressiv. Wenn wir ihnen zu nahe kommen tauchen sie ab und gut ist es.





Obwohl es auch heute brüllend heiß ist, sind die Tiere am Kwando recht aktiv.


Purpurreiher / Purple Heron


Klaffschnäbel im Vorder- und Lechwes im Hintergrund

Das Mittagessen ist bereits aufgetischt, als wir auf Njazanga Island ankommen. Clement hat wunderbare Arbeit geleistet! Wir sitzen im Schatten eines grossen Baumes und geniessen. Zwischen dem Paar aus Simbabwe, Dan und uns zweien entwickeln sich angeregte Diskussionen. Die Dürre ist natürlich ein grosses Thema, ebenso die Schwierigkeiten im Tourismussektor hier im Caprivi und die angespannte Lage in Simbabwe. Die Zeit vergeht wie im Fluge, denn wir verstehen uns trotz Altersunterschied prächtig.

Schon ist zwei Uhr und wir schippern weiter flussabwärts, in Richtung der Grenze zu Botswana.


Klunkerkraniche / Wattled Cranes



Die Klunkerkraniche kriegen wir noch besser als im Moremi vor die Linse.






Senegalkiebitz / African Wattled Lapwing

Ebenso einen Malachiteisvogel. Dani ist mit den Fotos aber noch nicht ganz zufrieden 😗 .


Malachiteisvogel / Malachite Kingfisher

Bindenschwalben, ein Rotbauchreiher sowie ein Nachtreiher (Erstsichtungen) sind nur einige unserer speziellen Vogelsichtungen an diesem Nachmittag.


Nachtreiher / Black-crowned Night Heron

Wie immer sitzt der Graufischer äusserst fotogen auf seinem Ast...







In der Nähe der Namushasha Lodge treffen wir auf ein Kudu-Weibchen mit frisch gebrochenem rechtem Vorderlauf 🙁 . Scheinbar ist sie das Flussbord runtergestürzt. Wie kann das einem sonst so geschickten Tier nur passieren? Dan ist sich unsicher, ob ein Krokodil schneller sein wird, oder sie durch die Wildhüter erlegt wird, um ans begehrte Fleisch ranzukommen.

Bei der Kolonie der Weissstirnbienenfresser herrscht Hochbetrieb...







...und bei uns fliessen die gekühlten Getränke in Strömen. Weiter geht es mit freudigen Sichtungen: Flusspferde, Krokodile, jede Menge Vögel und ein Nilwaran auf der Suche nach einem Snack.







Wie schön, haben Lynne und Brian dieselben Interessen wie wir. Geduldig warten wir, was wohl geschehen wird.



Dann gehts ganz schnell und wir erleben für uns die Sichtung des Tages - einen 'Kill':







Danach zeigen sich nochmals Lechwes, Wasserböcke, Büffel, Buschböcke, Sitatunga, Reed Bucks und Kudus. Nur die Elefanten kommen heute Nachmittag nicht an den Fluss zum trinken. Dafür manövriert Dan unser Boot nochmals geschickt in die Nähe eines Malachiteisvogels.



Wir sind zufrieden 😎 .

Gegen Abend auf der Rückfahrt in Richtung Campsite dürfen wir uns ein kurzes Bad im Kwando gönnen. Scheinbar halten sich hier um die Ecke meist keine Hippos und Krokodile auf 🤩 . Die Abkühlung ist mehr als willkommen. Die Lufttemperatur ist auch nach fünf Uhr nachmittags kaum auszuhalten!



Während dem Sonnenuntergang beobachten wir mehrere Giraffen, welche ans Wasser kommen möchten. Sie sind wie gewohnt zögerlich. So ist es beinahe dunkel, als sie das Wasser erreichen.





Im letzten Licht ist uns auch noch ein Elefant vergönnt. Was für ein schöner Tag und was für eine friedliche Abendstimmung. Die Strapazen von gestern sind vergessen 😉 .





Später lassen wir das Boot lange in der Nähe eines Elefantenkadavers stehen. Dan hofft auf Hyänenbesuch. Gemäss einer Forschergruppe war gestern Abend ein ganzes Rudel vor Ort. Wir warten lange und tauschen während dieser Zeit Geschichten aus.

Besonders eindrücklich sind für uns die Erzählungen von Lynne und Brian, welche beide Farmer waren in Simbabwe, bevor sie vom Staat gewaltsam enteignet wurden! Auch sonst erfahren wir viel zur Situation in Simbabwe, aber auch zu den Schwierigkeiten, die Dan im Caprivi tagtäglich meistern muss. Wir sind beeindruckt, was diese Leute hier in Afrika teilweise durchmachen und dass sie den Glauben ins Gute im Menschen trotzdem nicht verloren haben. Chapeau!

Leider tut sich am Elefantenkadaver rein gar nichts. Im Stockdunkeln und mit Hilfe unserer Taschenlampen manövriert Dan das Boot nach acht Uhr zurück zum Camp. Abgesehen von einem halbherzigen Hippo-Angriff gibt es keine Aufreger 😄 . Auf 'unserer' Insel wartet Clement bereits mit einem leckeren Chicken-Potje auf uns. Dazu gibt’s Mealie Meal. Das Essen schmeckt wunderbar!

Wir sind alle zu müde, um noch lange am Feuer zu sitzen und legen uns schon bald in unsere Zelte. Es ist heiss!

Teil 3504. Juli 2020

Tag 24 – 24. Oktober 2019 – Vom Kwando an den Okavango, 232km
Ngepi Camp, Campsite No. 2

In der Nacht höre ich Löwen und Hyänen. Auch die Elefanten sind die ganze Zeit über am Wasser unterwegs. Wegen der Hitze schlafe ich nur mässig, Dani fühlt sich als wir morgens um fünf aufstehen bestens erholt 🤨 .

Während wir unseren Kaffee trinken, fallen grosse Regentropfen vom Himmel. Nach dem Schauer machen wir uns wieder auf zum Boot. Es herrscht eine mystische Morgenstimmung. Fotos vom Camp haben wir leider weder gestern Abend noch heute Morgen gemacht 😊 . Hier jedoch die wunderbare Aussicht zum gegenüberliegenden Ufer:





Gleich nebenan kreuzt eine kleine Elefantenherde den Kwando schwimmend. Hier ist die Lagune trotz Wassermangel sehr tief. Wir nähern uns zu Fuss und staunen, wie auch die Kleinsten wohlbehalten auf der anderen Seite ankommen.





Mit dem Boot können wir ihnen folgen und beobachten nochmals mehrere kleine Elefantenherden in und am Wasser. Fantastisch diesen Tieren so nah zu sein, ohne dass sie sich gestört fühlen.





Naja, diesen hier hat es dann doch etwas genervt, dass wir ihn beim frühmorgendlichen Bad stören 😉 .



Das Wetter heute Morgen dürfte besser sein. Zwar hat der Regen aufgehört, jedoch bedecken dunkle Wolken den Himmel. Die Landschaft präsentiert sich grau in grau. Nichtdestotrotz haben wir nochmals schöne Sichtungen. Viele Zwerspinte sind fleissig auf Insektensuche.



Später können wir trotz minutenlangen Warnrufen eines Lechwe-Bockes und einer Gruppe Reed Bucks im Fluchtmodus auch nach langer Suche den vermuteten Leoparden nicht entdecken. Der hat sich zu gut versteckt! Ein posierender Riesenfischer entschädigt uns für die verpasste Sichtung:


Riesenfischer / Giant Kingfisher



Fürs Frühstück geht es nochmals zum Camp auf der Insel zurück. Erneut entstehen spannende Gespräche und wir erhalten eine Einladung von Lynne und Brian, sie in Zimbabwe besuchen zu kommen. Das werden wir uns definitiv überlegen für 2020. Schliesslich schwärmen sie von den dortigen Nationalparks und deren Tierwelt.
(Aktuell: Leider findet diese Reise 'Corona-bedingt' nun natürlich nicht statt 🙁 .)



Nun müssen wir aber definitiv zurück nach Mavunje. Dan hat heute eine weitere Safari geplant und wir sind bereits zu spät dran. Trotzdem fährt er recht gemächlich über den Kwando. Für diesen Flusspferdbullen aber vermutlich doch zu schnell. Er scheint nicht erfreut über unsere Durchquerung seines Reviers!



Um halb zwölf sind wir zurück auf Mavunje, begleichen unsere Rechnung und verabschieden uns von Dan, Lynne und Brian. Was für tolle Menschen durften wir in diesen Tagen kennenlernen!

Leider hat unser Kühlschrank als wir zurück kommen wiederum mediterrane Temperaturen! Zwar funktioniert der Ventilator nun ordentlich, aber die zweite Batterie hat trotz Solarpanel den Geist aufgegeben. Schon etwas enttäuschend, dass der Kühlschrank nicht mal 24h lang hält. Trotz mehr als 350km gefahrenen Kilometern am Tag zuvor...

Auf bester Asphaltstrasse fahren wir ohne Zwischenfälle nach Divundu, wo wir im quirligen Ngepi-Camp die Campsite No. 2 zugeteilt bekommen.



Diese ist schön im Schatten unter Bäumen gelegen, nahe bei Bar und Restaurant mit Blick auf den Okavango-Fluss. Wir richten uns ein, geniessen ein erfrischendes Bad im Krokodil- und Hippo-sicheren Pool im Fluss und spazieren in der Dämmerung durchs Camp. Für Fotos ist es bereits zu dunkel. Die Erstsichtungen von einem Weissbrauen-Spornkuckuck und einem Weissbrauenrötel möchten wir jedoch nicht unerwähnt lassen. Ebenso hören wir den typischen Ruf der Rotnacken-Nachtschwalben.

Das Abendessen gönnen wir uns im Restaurant. Neben leckerem Salat gibt es Kartoffelstock, Blumenkohlgemüse und leckere Pork-Ribs.

Leider fühle ich mich heute bereits schon den ganzen Tag schlapp und kann das Nachtessen nicht sonderlich geniessen. Zurück auf der Campsite geht es dann auch gleich ins Bett. Nur an Schlaf ist leider nicht zu denken... 😕

Teil 3611. Juli 2020

Tag 25 – 25. Oktober 2019 –, Buffalo und Mahango Core Area, 163km
Ngepi Camp, Campsite No. 20

Leider erweist sich unser Campingplatz diese Nacht nicht als ideal. Während wir gerne schlafen würden, feiern die Leute an der Bar bis nach Mitternacht. Der Weg zu ihrem Camp führt auch gleich neben unserem Zelt vorbei. So sind wir immer wieder wach. Später geht beim Fahrzeug nebenan die Alarmanlage los und irgendwann prasselt starker Regen auf unser Dach. Dies ist immerhin sehr positiv zu werten!

Trotzdem sind wir am fünf Uhr auf den Beinen und fahren los in Richtung Buffalo Core Area des Bwabwata Nationalparks. Obwohl der Park gleich gegenüber von Ngepi liegt, muss man einen Umweg von etwa 30km über die Brücke bei Divundu fahren.


Karte Buffalo Core Area

Kurz nach sechs sind wir am Gate, bezahlen den sehr günstigen Eintritt (2x40 NAD für uns und 1x10 NAD für den Landcruiser) und düsen los. Wir sind die ersten im Park 🙂 .









Sable Antilopen, grosse Kudu-Gruppen und Warzenschweine prägen die morgendliche Frühe. Später entdecken wir auch immer wieder Buschböcke und Impalas sowie ein einzelnes Roan.


Wasserbock


Buschbock


Graulärmvögel / Grey Go-away Birds





Unten am Wasser ist noch etwas mehr los.






Marabu / Marabou Stork

Marbus, Reiher in allen Grössen und unterschiedlich gefiedert, Kiebitze, Störche, Gänse und neben einem Paar Klunkerkranichen auch zwei African Skimmer. Ein scheuer Goldbugpapagei präsentiert uns leider nur seinen Hintern:





Wir lassen uns treiben und geniessen die Ruhe und Abgeschiedenheit hier.




Höckerenten / Knob-billed Ducks


Witwenenten / White-faced Whistling Ducks


Graufischer / Pied Kingfisher


Angola-Mönchskuckuck / Coppery-tailed Coucal

Auch ohne Hammer-Sichtungen gefällt es uns sehr gut.




Majestätische Sable-Antilope


Klunkerkraniche / Wattled Crane


Nimmersatt / Yellow-billed Stork


Löffler und Nimmersatt


Löffler


Sporengänse / Spur-winged Goose

Leider treffen wir immer wieder auf verendete Tiere. Weil keine Aasfresser zu sehen und die Kadaver völlig intakt sind, tippen wir auch hier auf Anthrax. Wir versuchen, uns an den lebendigen Tieren zu erfreuen. Neben einer kleinen Sable-Familie,



wird uns auch noch ein erster Elefant gegönnt.




Gabelracke / Lilac-breasted Roller


Juv. Schreiseeadler / juv. African Fish Eagle







Ein letzter schöner Ausblick, bevor es zurück zum Gate geht...





Gegen Mittag verlassen wir den Park. Mittlerweile haben sich hier auch andere Selbstfahrer eingefunden. Irgendwie können wir es nicht nachvollziehen, wieso diese erst so spät im Camp losfahren. Die Tiere hängen nämlich nur noch im Schatten rum 🤩 .



In Divundu decken wir uns mit einem leckeren Eis und einer Boerewors fürs Abendessen ein. Zurück in Ngepi bitten wir um eine andere Campsite. Der Platz ist fast ausgebucht, jedoch sei die 20 noch frei. Da wir diese gestern auf unserem Spaziergang gesehen haben und sie genau unseren Ansprüchen (ruhig, schattig, Blick auf den Fluss) entspricht, willigen wir ein.

Wir verbringen einen ruhigen Nachmittag im Camp. Dani, der sich heute nicht so gut fühlt schläft eine Runde im Zelt. Ich sitze im Schatten und geniesse das Gezwitscher der Vögel. Neben einigen Mohrenrallen, Drosslingen und Graulärmvögeln besucht uns auch ein wunderschöner African Paradise Flycatcher – wie immer ist er oder sie zu schnell für ein Foto 😣 .

Am späteren Nachmittag geht es für uns in die Mahango Core Area. Diese liegt einige Kilometer südlich von Ngepi. Auch hier kostet der Eintritt 2x40NAD pro Person und 10 NAD fürs Fahrzeug. Der Staff ist sehr motiviert und freundlich hier. Genau zwei Stunden haben wir Zeit, dann müssen wir wieder draussen sein.







Die ersten Tiere, welche wir antreffen sind Sable und Roan Antilopen sowie Zebras. Die letzteren haben heute Morgen in der Buffalo Core Area gefehlt! Wir fahren dem Fluss entlang, wobei die Fahrspur leider mehrheitlich ca. 100m entfernt durch den Busch führt. Hin und wieder geht eine Spur in Richtung Wasser. Dort tobt auch heute Nachmittag das pralle Leben:













Im Busch erspähen wir wieder einmal einen Schwalbenschanzspint, ebenso mehrere Bradfield‘s Hornbill und Rotbauchwürger. Am Wasser unten sind grosse Mengen an Blaustirn-Blatthühnchen, Sporengänsen, Höckerenten und Reiher aktiv. Dazu wie gewohnt Lechwes, Impalas und Warzenschweine.


Scharlachspint / Carmine Bee-eater



Beim Giant Baobab machen wir einen Foto-Stopp.



Unser Tun wird von den Pavianen genaustens beobachtet,



sie halten jedoch gebührend Abstand. Wir fahren runter bis nach Kechwe und dann wieder hoch zum Parkausgang.









Pünktlich zum Sonnenuntergang, der in den Wolken verschwindet sind wir raus aus dem Park. Verabschiedet werden wir von einer Gruppe wunderschöner Roan Antilopen.





Zurück in Ngepi grillen wir eine leckere Boerewors mit Kartoffeln und gefüllten Gemsquash. Ein Rascheln im Baum neben uns stellt sich als hübsche Ginsterkatze heraus. Zuerst glauben wir, dass sie auf unser Essen aus ist. Wir merken aber bald, dass die Ginsterkatze sich nicht um uns schert und in aller Ruhe auf Jagt geht. Was für ein toller Tagesabschluss! 🙂

Da sich Dani weiterhin nicht wahnsinnig fit fühlt liegen wir schon bald im Dachzelt. Unsere Nachbarn machen kurz noch etwas Radau, danach ist aber Ruhe. Eindeutig besser als letzte Nacht. Die Campsite No. 20 ist wirklich zu empfehlen!

Teil 3701. Aug. 2020

Tag 26 – 26. Oktober 2019 – Zurück nach Botswana an den Panhandle, 54km
Shakawe River Lodge, Campsite No. 2

Heute Morgen wollen wir die Vogelwelt des Ngepi Camps geniessen. Wir sind zwar bereits um sechs Uhr wach, gehen den Tag jedoch gemütlich an. Wir starten mit einem Frühstück mit Flussblick, begleitet von einem lautstarken Trupp Hartlaub‘s Babbler.


Weissbürzeldrossling / Hartlaub's Babbler

Der Himmel ist stark bewölkt. Ein Regenschauer zwingt uns nochmals ins Zelt. Die Natur freut sich 🙂 .


Goldbugpapagei / Meyer's Parrot


Black Crake / Mohrenralle


Weissbrauenrötel / White-browed Robin-Chat

Lesen und Birden prägen unseren Morgen. Leider sind die Lichtverhältnisse für Fotos auf der unterirdischen Seite. Wir geniessen die Vogelvielfalt hier trotzdem sehr.


Goldbugpapageien


Weissbürzeldrossling / Hartlaub's Babbler

Das Mittagessen lassen wir uns an der Bar schmecken. Dazu erhalten wir regelmässigen Besuch eines Paradiesschnäpperpaares.


weibl. Paradiesschnäpper / fem. African Paradise Flycatcher


männl. Paradiesschnäpper / male African Paradise Flycatcher



Ein Weissbauchnektarvogel hüpft durchs Gestrüpp,


Weissbauchnektarvogel / White-bellied Sunbird

während sich ein Grosser Goldweber



und ein Gelbsteissbülbül den Bird Pool genauer anschauen.



Auch diese zwei Gefiederten sind mit von der Partie:


Gelbsteissbülbül / Dark-capped Bulbul


Grosser Goldweber / African Golden Weaver

Wir checken noch kurz unsere Mails und hüpfen danach erneut in den Pool im Okavango. Die Erfrischung tut gut 😎 .







Um halb zwei rollen wir vom Platz. Über die C48 geht es auf der Transitroute durch den Mahango Nationalpark. Bald schon erreichen wir den 'Mohembo Border Post'. Mittlerweile sind wir geübte Grenzgänger. Den eigenen Kugelschreiber mitbringen verkürzt das Aus- bzw. Einreiseprocedere massiv! 😉

In Namibia werden wir durch einen eher mürrischen, aber effizienten Grenzbeamten abgefertigt. In Botswana ist der Empfang sehr freundlich und ebenfalls effizient. Bereits nach einer viertel Stunde sind wir durch. Unser Beleg der letzten Einreise nach Botswana mit der Zahlung der Versicherungs- und Strassennutzungsgebühr reicht. Auch vom Zoll werden wir durchgewunken und schon befinden wir uns wieder in Botswana.

Kurze Zeit später befinden wir uns bereits im Getümmel von Shakawe. Wir füllen unseren Tank mit Diesel. Für die letzten mehr als 1100km haben wir drei Viertel bzw. ca. 150l Diesel gebraucht. Dies ergibt einen Verbraucht von <15l/100km. Geht in Ordnung… Im relativ gut sortierten Choppies erhalten wir Frischprodukte, einige Wasserkanister und im Liquorama kann ich sogar einen neuen Sack Eis auftreiben. Unverzichtbar bei diesen Temperaturen 🤩 .

Nun sind es nur noch etwa zehn Kilometer bis zur Shakawe River Lodge. Wir erhalten die Campsite No. 2, welche zu Beginn noch besetzt ist. Diese befindet sich gleich oberhalb der Kolonie der Weissstirnbienenfresser.



Die kleinen Kerle sind eifrig mit der Futterbeschaffung für ihre Brut beschäftigt. Ein Wiedehopf hat seinen Bau gleich im Baum auf Campsite drei. Hier wird uns definitiv nicht langweilig werden 😄 .


Weissstirnbienenfresser / White-fronted Bee-eater





Wir erkunden uns nach Birding- bzw. Bootstouren für Morgen, werden aber auf später vertröstet. Ein Guide werde bei uns auf der Campsite vorbeikommen. So spazieren wir selbständig übers Lodge-Gelände und sehen neben den Bienenfressern auch einige andere Vogelspezies. Eine Gruppe Steppenbaumhopfe, ein Riesenfischer, der prächtige Schreiseeadler, weitere Grosse Goldweber, Gelbsteissbülbüls sowie ein Gelbbauchbülbül sind hier unter anderem zu erwähnen.


Riesenfischer / Giant Kingfisher


Mangobaum



Im Wald neben der Lodge begegnen wir ausserdem zwei Buschböcken sowie frischen Elefantenhinterlassenschaften.





Den Sundowner-Gin Tonic gönnen wir uns auf der Campsite mit Blick auf den Okavango. Schön ist das Leben! Dani legt sich danach nochmals schlafen. Die 'Erkältung' hat ihn weiterhin fest im Griff. Ich koche leckere Pasta mit Thunfischsauce, welche wir später gemeinsam verspeisen.

Leider kommt der versprochene Bird Guide der Lodge (wie erwartet) nicht auf unserer Campsite vorbei. Wir werden uns Morgen drum kümmern müssen…

Leider ist der Abend weniger ruhig als erhofft. Vom nahegelegenen Dorf dröhnt Popmusik herüber. Es ist Samstagabend. Auf der Campiste ist ansonsten nicht viel los. Ausser uns ist nur die Nummer eins besetzt. Alle anderen Campsites sind auch nicht gerade schön... Später hören wir einen Woodford-Kauz rufen. Auch hier fruchtet unsere Suche nach dem Verursacher leider nicht.

Teil 3812. Aug. 2020

Tag 27 – 27. Oktober 2019 – Ein lange gehegter (Eulen-) Traum wird wahr, 0km
Shakawe River Lodge, Campsite No. 2
Teil 1



Der heutige Morgen steht ganz im Zeichen der Erholung. Wir sind in der Morgendämmerung bereits wach, gehen den Tag aber gemütlich an. Die Weissstirnspinte sind bereits eifrig auf Futtersuche. Wir setzen uns dazu und beobachten.


Weissstirnspinte / White-fronted Bee-eater


Schreiseeadler mit Beute / African Fish Eagle


Weissbürzeldrossling / Hartlaub's Babbler



Das Wetter ist deutlich besser als vorhergesagt. Das kommt dem Fotografenherz natürlich grad recht!





Eine Grüne Fruchttaube verspeist genüsslich Beeren,





während ein Halsband-Bartvogel durchs Geäst tanzt.



Auch Haubenbartvögel, Gelbsteissbülbüls, Maskenbülbüls, Gelbbrustbülbüls und Grosse Goldweber kommen zu Besuch, während der Wiedehopf fleissig Beute zur Nesthöhle bringt.


Gelbbrustbülbül / Yellow-bellied Greenbul


Wiedehopf / African Hoopoe



Die Stars des Morgens bleiben jedoch die Weissstirnspinte.







Der Panhandle ist für Vogelinteressierte wirklich das Paradies auf Erden!





Während wir frühstücken landet ein African Fish Eagle mit Beute auf einem Baum nebenan. Da Dani stark erkältet ist legt er sich im Laufe des Morgens nochmals hin. Ich schleiche den Vögeln übers Lodge-Gelände hinterher.


Gelbbrustbülbül


Steppenbaumhopf / Green Wood-hoopoe


Grosse Goldweber / African Golden Weaver







Diese Vogelvielfalt ist einfach unglaublich. Mit der Kamera erwische ich nur hin und wieder einen. Dani ist am Mittag bei den Bienenfressern erfolgreicher:











Falls jemand schon genug hat, bitte einfach nach unten scrollen 😉 .









Diese Campsite mit eigener Vogelkolonie sucht definitiv ihresgleichen:











Auch heute ist es wieder heiß. Im Schatten der grossen Bäume hier lässt es sich aber gut aushalten. Eine Abkühlung im Pool trägt ebenfalls dazu bei. Das Wetter ist super und wir sind happy.


Maskenbülbül / Red-eyed Bulbul


Unsere schattige Campsite No. 2





Gleich geht es mit dem zweiten Teil weiter...

Teil 3912. Aug. 2020

Tag 27 – 27. Oktober 2019 - Teil 2

Um vier Uhr nachmittags haben wir uns zu einer Bootstour verabredet. Unser Guide ‚Lax‘ ist gut vorbereitet und schon tuckern wir los. Wir passieren mehrere Kolonien Weissstirnspinte, treffen aber auch auf ihre Verwandten, die Scharlach- und Zwergspinte.


Gut getarnter juveniler Schreiseeadler


Scharlachspint


Zwergspint


Weissstirnspint

Krokodile und Hippos werden in langsamem Tempo passiert. Der Wasserstand des Okavango ist aktuell ca. 1-1.5m niedriger als sonst zu dieser Jahreszeit...





Bald schon merken wir, dass ‚Lax‘ bei der Vogelidentifikation nicht sehr sattelfest ist. Zuerst denken wir, er will uns 'verarschen' mit einigen falschen IDs 😈 . Bald schon stellen wir jedoch fest, dass er sich wirklich nicht gut auskennt mit den Vögeln. Das ist sehr schade, weil die Lodges hier am Panhandle eigentlich bekannt sind für ihre qualitativ hochstehenden 'Birding Cruises'. Zugegebenermassen sind wir darüber ziemlich enttäuscht 🙁 ! Ansonsten taugt er als Guide aber ganz gut. Er stellt das Boot jeweils richtig ins Licht, fährt langsam und hält jeweils sofort an, wenn wir etwas sehen, was uns interessiert.




Rotkappenschwalben / Wire-tailed Swallows


Hammerkopf / Hamerkop

Auch auf drei Elefanten treffen wir heute. Das werden vermutlich die letzten Elefanten des Urlaubs sein... Abschiedsbilder gibt es keine, sie befinden sich im dichten Papyrus. Die Vögel (und auch wir) haben heiss 😣 .








Wassertriel / Water Thick-Knee


Kleine Streifenschwalbe / Lesser Striped Swallow


Riesenfischer / Giant Kingfisher


Schwarzbrust-Schlangenadler / Black-chested Snake Eagle



Zu den Highlights dieser Bootstour gehören definitiv der Weissrücken-Nachtreiher mit seinen grossen Kulleraugen,



eine grosse Gruppe African Skimmer



sowie Collared Pratincoles auf einer Sandbank im Okavango.


Braunkehl-Uferschwalbe / Brown-throated Martin











Star des Abends ist jedoch unser grimmig auf uns herabblickender gefiederter Freund: die Pel‘s Fishing Owl!


Bindenfischeule / Pel's Fishing Owl

Diese finden wir im dichten Blattwerk eines hohen Baumes auf Höhe Shakawe Stadt. Diese Sichtung haben wir uns für diesen Urlaub so sehr gewünscht! 🙂



Wir sind ausser uns vor Freude, obwohl fototechnisch noch sehr viel Luft nach oben besteht. Glücklich verlassen wir die ‚Grumpy Owl‘ und tuckern langsam zurück nach Süden.







Am Himmel haben sich Wolken aufgetürmt. In der Nähe gehen Blitze nieder und es donnert. Eine Wahnsinns-Stimmung! Bisher ist jedoch noch kein Tropfen Regen gefallen...







Zurück in der Lodge begrüsst uns dieses schon mehrfach kritisch beäugte Schild:



Im Restaurant der Lodge gönnen wir uns leckere Pizzas aus dem Holzofen und stossen auf unsere Eule an. Gute Nacht!



Teil 4008. Sept. 2020

Tag 28 – 28. Oktober 2019 – Kilometer fressen zwischen Shakawe und Ghanzi, 443km
Ghanzi, Thakadu Bush Camp

Obwohl wir heute viel Strecke vor uns haben gehen wir den Morgen gemütlich an.


Schlangenhalsvogel / African Darter



Ist auch kein Problem, da wir bereits um halb sechs wach sind 😉 . Die Weissstirnspinte sind bereits eifrig auf Nahrungssuche. Rundherum zwitschert und krächzt es.





Heute geht es Dani's Gesundheit endlich besser. Während er den Vögeln mit der Kamera hinterher pirscht geniesse ich die Morgenstimmung.


Halsband-Bartvogel / Black-collared Barbet


Gelbsteissbülbül / Dark-capped Bulbul


Weissstirnspint / White-fronted Bee-eater




Mangrovenreiher / Green-backed Heron, eine Erstsichtung für uns!

Die Sonne scheint und es wird bereits warm. An diesem wunderbaren Ort hätten wir es problemlos noch eine Nacht länger ausgehalten 😗 .


Goldbugpapagei / Meyer's Parrot




Gelbsteissbülbül / Dark-capped Bulbul


Rotzügel-Mausvogel / Red-faced Mousebird




Graulärmvogel / Grey Go-Away Bird



Ein ordentlich aufgedunsenes Rind mit einem Krokodil im Schlepptau treibt flussabwärts.







Weiter geht es mit schöneren Sichtungen. Vom netten Guide Jack lässt sich Dani nochmals kurz mit dem Boot zur Bienenfresser-Kolonie fahren. Diese wird von der Morgensonne schön angestrahlt. Auch ein Giant Kingfisher lässt sich ablichten.


Riesenfischer / Giant Kingfisher


Links der noch nicht komplett ausgefärbte Jungvogel

















Währenddessen packe ich unsere sieben Sachen zusammen.



Kurz vor neun sind wir an der Reception und werden leider sehr unfreundlich empfangen. Eigentlich möchten wir ja nur unsere Rechnung begleichen! Keines der vier Kreditkartengeräte ist in der Lage, sich mit dem Netzwerk zu verbinden. Die Receptionistin lässt es jedoch so aussehen, als würden unsere KK nicht funktionieren 😈 . Schnell kommen wir dem Problem aber auf die Spur. Leider hat die Receptionistin keinerlei Lösungsansätze. Unserer Bitte, das KK-Gerät bzw. das W-Lan neu zu starten, kommt sie nur sehr widerwillig nach. Nach mehreren gescheiterten Versuchen geben wir auf. Da dies unser zweitletzter Tag in Botswana ist, reichen unsere Bargeldreserven nicht mehr aus. Als wir die Dame fragen, wie wir nun vorgehen sollen schickt sie uns auf die nächste Bank. Wir sollen eine Überweisung machen. Mal schauen, ob das klappt 😵 .

Da gemäss einem anderen anwesenden Gast die Bank in Shakawe gestern ‚out of oder‘ war, entschliessen wir uns in Richtung Ghanzi loszufahren. Abgesehen von der heutigen Receptionistin war die Shakawe River Lodge für uns ein Highlight. Einen fahlen Beigeschmack hinterlässt das eben Erlebte aber trotzdem… 🙁

Die Strecke nach Ghanzi ist abgesehen von einigen Potholes in deutlich besserem Zustand als erwartet. So kommen wir schneller voran, als von Tracks4Africa prognostiziert. Immer wieder verursachen Ziegen, Schafe oder Strausse einen Roadblock. Aufgepasst! 🤩

Bis auf den Kuke Veterinary Check Point werden wir an allen Check Points durchgewunken. Beim Kuke-Zaun müssen wir alle unsere Schuhe desinfizieren, was wir selbstverständlich anstandslos machen. Auch wenn wir unsere Trekkingschuhe seit Windhoek nicht mehr gebraucht haben 😉 . Nach Fleisch, Milchprodukten und/oder Gemüse und Früchten werden wir erstaunlicherweise nicht gefragt.

Kurz nach fünfzehn Uhr treffen wir in Ghanzi ein. Zuerst starten wir einen Zahlungsversuch auf der FNB Bank, diese schliesst jedoch in zwanzig Minuten und es warten mehr als zwanzig Leute in einer Reihe. Heute ist Zahltag...

In der Hartland Butchery kaufen wir uns Fleisch für die ersten Tage im KTP. Die Auswahl ist deutlich besser als vor drei Wochen. Geduldig vakuumiert der Metzger unsere (aus seiner Sicht) ‚Mini-Portionen‘ 😗 . Wir sind mehr als zufrieden mit der Ausbeute.

Danach decken wir uns im Shoprite und im Spar mit Frischwaren, sowie im Liquorama mit Savanna, Bier und Wein ein. Die Geschäfte sind rappelvoll. Trotzdem herrscht eine sehr entspannte und freundliche Stimmung. Man merkt, dass die Leute wieder über Bares verfügen.

Bei der netten Verkäuferin im Liquorama erkundigen wir uns, wo wir unsere leeren Wasserkanister auffüllen können. Auch dies ist hier in Ghanzi möglich und sie erklärt uns den Weg zu ‚Aqua Maze‘. Eine viertel Stunde später haben wir auch das durch. 7 Pula pro 5L Wasser.

Nur noch tanken und schon haben wir innerhalb von zwei Stunden alles Nötige erledigt. Mit der Zeit wird man effizient! 😎

Müde, aber zufrieden kommen wir im Thakadu Bush Camp an. Das Angebot, für zwei Drittel des offiziellen Preises in einem der Meru-Zelte zu übernachten, schlagen wir aus. Schliesslich haben wir sowieso nicht mehr viele Zeltnächte vor uns. Als Campsite wählen wir dieselbe wie letztes Mal: Mongoose. Ganz am Ende der Anlage gelegen bietet sie viel Privatsphäre und Ruhe.



Im Abolution Block begegnet Dani einer nicht ganz kleinen, aber hübschen Spinne 🤩 .



Das Nachtessen lassen wir uns wie vor drei Wochen im Restaurant schmecken. Es gibt leckeres Kudu Seswaa (‚pulled Kudu‘) mit Pap bzw. Reis.



Pap(p)-satt sind wir danach auf alle Fälle. Wir schicken einige Grüße und Fotos nach Hause und legen uns kurz darauf schlafen. Zum ersten Mal seit vielen Wochen hat es abgekühlt. Eine Wohltat!

Teil 4103. Okt. 2020

Liebes Forum

Sorry für die Stille hier im Reisebericht. Nach einer sehr strengen Zeit auf der Arbeit sind wir gestern Abend nach einem schönen, zu Afrika vergleichsweise unspektakulären Urlaub aus Italien (Sizilien, äolische Inseln & Venedig) zurückgekehrt (geplant war ja Simbabwe 🙁 ). Nun geht es mit unserem Afrika-Reisebericht vom letzten Jahr weiter 🙂 .

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Tag 29 – 29. Oktober 2019 – Ghanzi – KD2 oder endlich Kalahari!, 461km
KD2, Name Pan

Mit Sonnenaufgang sind wir wach. Leider hat es mittlerweile mich mit den Halsschmerzen und der Erkältung erwischt. Und dies im sommerlichen Afrika…

Heute Morgen kann man zwar nicht wirklich von sommerlich sprechen: 12°C und ein eisiger Wind begrüssen uns. Kaum zu glauben nach den letzten zwei Wochen, wo die Temperaturen auch nachts selten unter 25°C lagen...





Wir frühstücken verhältnismässig dick eingepackt, organisieren uns an der Reception vier Bündel Holz und dürfen unseren Frischwassertank auffüllen. Auch hier hätten wir gerne noch eine zweite Nacht verbracht. Das leckere und preiswerte Abendessen, die sehr zuvorkommenden Angestellten und die tolle Bush-Atmosphäre gefallen uns am Thakadu Camp ausserordentlich.



Wir fahren nochmals zurück nach Ghanzi und versuchen wiederum unser Glück auf der Bank. Auch heute Morgen ohne Erfolg. Die Bank ist um viertel vor neun noch nicht geöffnet. Als wir später zurückkehren steht wieder eine lange Schlange Leute davor. So kaufen wir noch neue Lutschtabletten gegen die Halsschmerzen und machen uns auf die Weiterfahrt nach Süden.

Bis Kang prägen Ziegen, Schafe, Rinder und Strausse das Strassenbild. Auf der guten Asphaltstrasse kommen wir problemlos voran. Pünktlich mittags um zwölf sind wir in Kang. Die Stadt erlebt so wie es scheint gerade einen Boom. Die Strassen sind frisch asphaltiert und es werden Strassenlampen mit Solarpanel montiert. Neben einem Sefalana Shopper gibt es hier auch einen Choppies. Beiden statten wir einen kurzen Besuch ab, da wir gestern nirgendwo Tomaten erhalten haben. Auch hier gibt es keine Tomaten in der Gemüseabteilung 🤨 . Dafür gönnen wir uns was Kleines zu Mittag.

Auf der Bank in Hukuntsi versuchen wir es nochmals mit der Zahlung für die Shakawe River Lodge. Eine nette Angestellte bescheinigt uns, dass ohne Konto keine Überweisung auf ein anderes Konto möglich ist 🙁 .

Weiter geht die Fahrt auf Asphalt nach Hukuntsi. Auch hier pulsiert das Leben. Am Dorfeingang steht ein niegelnagelneues Einkaufszentrum – es gibt Tomaten 😎 ! Nochmals machen wir unseren Dieseltank voll.


Einkaufszentrum bei Hukuntsi

Dank Open Street Map finden wir unseren Weg quer durch Hukuntsi in Richtung Zutshwa problemlos. Auch hier fällt uns wieder auf, wie freundlich die Leute in Botswana uns Fremden gegenüber sind. Schön!

Wir werfen einen Blick auf die eindrückliche Hukuntsi Pan und fahren nun auf gutem Schotter weiter in Richtung Zutshwa. Zum ersten Mal weist nun auch ein Wegweiser in Richtung Kgalagadi Transfrontier Park 😘 .


Hukuntsi Pan

Wir kommen nicht weit bevor wir einem stehengebliebenen, in die Jahre gekommenen Toyota begegnen. Ein Mann beugt sich über die Motorhaube und meint auf unsere Frage, ob er Hilfe brauche, dass er nicht wisse, was mit seinem Wagen los sei. Selbstverständlich halten wir an. In gebrochenem Englisch erklärt uns der Herr, dass möglicherweise die Batterie, allenfalls aber auch etwas mit dem Tank oder sonst was kaputt sei. Dani hat die Situation schnell erfasst und packt unsere Überbrückungskabel aus.


Pannenhilfe irgendwo im Nirgendwo

Mittlerweile sind auch die Ehefrau sowie die Tochter ausgestiegen und begrüssen uns freundlich. Wir hängen die Batterie des botswanischen Toyotas an unsere und schon lässt sich der Motor wieder starten. Alle sind happy und wir werden von Dankesreden überhäuft.



Weiter geht die rund stündige Fahrt nach Zutshwa. Hier ist nicht viel los. Der Weg in die KD2 Concession ist jedoch gut beschildert. Leider ist am Tor zur Concession niemand anwesend und es sind auch keine Permits zum Ausfüllen mehr in der Box vorhanden. Zwei Frauen, welche mit ihren Kindern vorbeiziehen wissen auch nicht zu helfen. Sie meinen, wir sollen einfach durchfahren. Dank dem Forum wissen wir aber, dass die Übernachtung auf der Transitstrecke 100 Pula pro Person kostet. So schreiben wir einen Zettel mit unseren Angaben, heften die 200 Pula dran und werfen das Ganze in die Money-Box. Sollte passen… Von weitem rennt ein Mann auf uns zu. Es ist derjenige von der Autopanne. Er bedankt sich nochmals ausgiebig und herzlich bei uns. Wir sind gerührt 😊 !



Nun sind es noch 21km zur Name Pan, wo wir übernachten dürfen. Um vier sind wir endlich da. Es ist fantastisch hier 🙂 ! Einsam an einer Pfanne gelegen, auf der Springböcke grasen, Vögel umherschwirren und weit und breit keine Menschenseele zu sehen ist. So wie es uns gefällt! Auch die Temperaturen sind heute sehr angenehm. Im Schatten wird es sogar bald empfindlich kühl.


Name Pan





Wir drehen noch eine kleine Runde zu Fuss. Ausser Spuren verschiedener Antilopen und von Straussen sehen wir auch Hyänen-Hinterlassenschaften. Frische Spuren sind jedoch keine zu sehen.







Gegen Abend entzünden wir ein schönes Lagerfeuer, grillen leckeres Rindfleisch aus der Hartland Butchery und essen dazu Gurkensalat und Reis. Und als Nachtisch gibts ‚Schoggi-Bananen‘ 😄 . Diese unendliche Ruhe hier ist beinahe unwirklich, nur hin und wieder hören wir die Barking Geckos. So fühlt sich nach Hause kommen an!







Mittlerweile relativ warm angezogen widmen wir uns zum Abschluss des Tages der Nachthimmelfotografie.



Teil 4204. Okt. 2020

Tag 30 – 30. Oktober 2019 – KAA Concession: We'll be back after lunch..., 84km
KTP KAA Concession, Thupapedi Campsite

Dick eingemummelt in unsere Schlafsäcke verbringen wir eine erholsame Nacht in der Wildnis. Die Temperaturen sind auf unter 10°C gefallen - eine Wohltat! Mit dem Sonnenaufgang wärmt sich die Luft und wir können gemütlich frühstücken.



Danach ist lesen, Tagebuch schreiben und Fotos aussortieren angesagt. Am liebsten würden wir hier nie mehr weg…



Nach elf Uhr fahren wir trotzdem los zu unserem Lieblingspark, dem KTP 🙂 . Wir treffen auf viele Steenböckchen, ansonsten ist es säugetiermässig ruhig. Bzgl. Vögeln treffen wir auf die üblichen Kalahari-Verdächtigen: Wiedehopfe, Rotbauchwürger, Weissbürzel-Singhabichte, Mahaliweber und Schwalbenschwanzspinte. Einem anderen Fahrzeug begegnen wir heute den ganzen Tag über nie 🙂 .


Kaa Pan





Besonders die Gegend um die eindrücklich grosse Kaa Pan ist sehr schön. Alle Abzweigungen sind jedoch mit ‚no entry‘-Schildern versehen. Nur Tourenanbieter und vorangemeldete Gäste dürfen diese Strassen noch befahren.





Kurz nach eins treffen wir am Kaa Gate ein.




Kaa Gate

Der folgende Zettel begrüsst uns:



Kein Problem. Wir fahren den Landcruiser in den Schatten und essen die Resten vom gestrigen Abendessen. Irgendwann wird schon jemand auftauchen 😎 .



Und wir warten…



...und warten…



...und warten...



...und warten. Also lesen wir etwas in unseren Büchern. Um halb drei Uhr werden wir langsam etwas ungeduldig. Nun sind wir seit eineinhalb Stunden hier! 😕

So streunen wir etwas über das Gelände, begegnen jedoch keiner Menschenseele. Auch Rufen und Klatschen bringt keinen Erfolg. Irgendwie sieht hier alles etwas überdimensioniert aus, genutzt werden scheinbar nur die wenigsten Räumlichkeiten. Und uns ist irgendwie rätselhaft, wohin man an diesem einsamen Ort genau zum Mittagessen verschwinden kann?! 🤪

Wir setzen uns nochmals hin und beschliessen, den Leuten bis um vier Uhr Zeit zu geben. Länger sollte der ‚Lunch‘ wohl nicht dauern!? 😈 Aber auch um vier bewegt sich rein gar nichts. Um zwanzig nach vier, nach mehr als drei Stunden Warten, haben wir die Nase definitiv voll 😠 .



Wir öffnen das glücklicherweise nicht verschlossene Tor und fahren rein in den Kgalagadi Transfrontier Park! Diese Rückkehr haben wir uns etwas anders (bzw. regelkonformer) vorgestellt... 🤨 This is Africa!

Bald schon erreichen wir den Abzweiger nach Sisatzwe. Die Strasse wurde seit längerem nicht mehr befahren. Unzählige Tierspuren säumen den Weg. Zu Beginn treffen wir auf drei Oryxe, später sind es wieder vereinzelte Steenböcke, die den Weg säumen. Irgendwann kreuzt ein Honigdachs unseren Weg, ist jedoch sogleich wieder im Gebüsch verschwunden. Wenig später erspäht Dani in einem Busch gleich neben der Strasse zwei Weissgesichtsohreulen. Cool!

Um sechs Uhr treffen wir auf der Sisatzwe Campsite ein. Sie ist mehrheitlich im Gebüsch versteckt und hat keine wirkliche Aussicht. Da sich ausser uns sowieso niemand in der Kaa Concession aufzuhalten scheint entscheiden wir uns, bis nach Thupapedi weiterzufahren. Da waren die Eulenmuckels doch auch schon?! Dann ist es bestimmt schön dort... 😉


Thupapedi CS

Ein grosszügiger Platz mit Aussicht auf eine kleine Pfanne, auf der weit entfernt zwei Oryx grasen. Wir werden von einem Kalahariheckensänger begrüsst und ich entdecke unzählige Tierspuren, welche über den Platz führen. Darunter sind definitiv auf Pfotenabdrücke in Leoparden- bzw. Hyänengrösse sowie etwas ältere Schleifspuren. Wie aufregend 🤩 .

Spurenmässig ist hier in der Kaa-Region definitiv mehr los als im KD2-Gebiet. Wir richten uns ein und entzünden das obligatorische Lagerfeuer. (Den Himmel muss man in Afrika zum Glück ja nicht selbst anzünden, der glüht automatisch so schön 🙂 .)



Während wir das Abendessen vorbereiten landet mehrmals eine Rostwangen-Nachtschalbe in der Nähe im Sand. Ein Foto gelingt uns trotz regem Flugbetrieb leider nicht. Der Vogel ist sehr schreckhaft.

Heute Abend gibt es leckere Lamm-Stücke vom Grill, dazu Gurkensalat und Pasta mit Oliven-Pesto. Und Dani's Lieblingsnachtisch: Ultramel-Custard.



Wieder geniessen wir eine sternenklare und kühle Nacht. Zwei Bilder unserer Camera-Trap wollen wir euch nicht vorenthalten 😉 :





Dies ist unsere letzte wirklich ‚einsame‘ Wildnis-Nacht in diesem Urlaub. Das werden wir definitiv vermissen…





Teil 4308. Okt. 2020

Tag 31 – 31. Oktober 2019 – Schepper, schepper, 226km
KTP, Nossob Campsite

Während das schönste Morgenrot den Himmel erhellt stehen wir auf und machen uns abreisebereit. Die Vögel sind bereits wieder eifrig auf der Campsite unterwegs, die Sichtung der Camer Trap bringt nichts Aufregendes zum Vorschein.


Thupapedi Campsite

Um sechs fahren wir zurück nach Sisatzwe und von dort in Richtung Kaa Gate. Kurz nach der Abzweigung auf die Pad zum Gate sehen wir frische Löwenspuren im Sand. Sie kommen aus unserer Richtung 🤩 . Es muss ein ganzes Rudel unterwegs gewesen sein. Trotz intensiver Suche finden wir die Löwen aber nicht.





Ohne weitere Aufregungen geht es auf der tiefsandigen Piste zum Gate. Dieses ist heute Morgen zum Glück wieder bemannt 😄 . Auf unsere Aussage, dass wir gestern in den Park gefahren sind und bis um halb fünf gewartet haben, wird nicht mit der Wimper gezuckt. Ja, es wäre niemand da gewesen. Wir müssten im grossen dicken Buch aber unbedingt eintragen, dass wir gestern gekommen sind und nicht heute! 🤪 Gemacht, getan und schon geht es für uns los in Richtung Nossob-Tal.

Die Strecke von Kaa nach Kannaguas ist problemlos zu befahren.




Dank wenig Niederschlag vor ein paar Tagen, dürfen wir diese faszinierenden Blumen bewundern





Landschaftlich gefällt es uns sehr gut hier. Zu Beginn treffen wir ausser einigen Steenböckchen kaum Tiere an. Nach etwa 40km wird es immer spannender: ein Honigdachs, Schakale, die ersten Kuhantilopen, Oryx, Strausse und viele Wiedehopfe, Rotbauchwürger und die ersten Siedlerweber.

Punkt elf kommen wir zu einem abrupten Stopp. Vor uns kreuzt eine knutschgelbe Kapcobra die Pad. Wie toll 🤩 ! Eine solche Sichtung haben wir uns seit langem gewünscht.







Coole Sache!

Kurz darauf sehen wir unsere ersten zwei Elands und wenig später weitere vier Stück. Leider sind sie sehr scheu.





Punkt zwölf treffen wir im Nossob-Tal ein.


Wir stellen fest, dass im KTP alle Wegweiser neu in schönem grün beschriftet wurden

Wie auch schon gestern hören wir während der Fahrt immer wieder ein leises Scheppern. Bereits gestern hat sich Dani unters Auto gelegt, aber nichts Besonderes festgestellt. Bei Lijersdraai steht eine weitere Inspektion an 😵 . Und die bringt zu Tage, dass das Kühlelement der Dieselleitung abgebrochen ist und nun lose runterhängt 😐 . Das erklärt das Scheppern!

Mit Kabelbindern und einem Spanngurt zurren wir (also Dani - ich beobachte Webervögel und schaue, dass Dani von keinem Raubtier gefressen wird 😎 ) das Ganze wieder fest. Fürs Erste hälts.


Gut, dass bei uns der Bordmechaniker immer mit dabei ist 😉

So können wir problemlos nach Nossob fahren. An Gameviewing ist aber nicht mehr wirklich zu denken. Zum einen möchten wir möglichst bald in Nossob sein, zum anderen ist es mit 35°C aber auch brütend heiss.

Den Weissrückengeier im Nest zusammen mit einem Jungvogel,



ein wunderschöner Gaukler am Polentswa Wasserloch,





sowie mehrere Gaukler bei Cubitje Quap sind aber doch noch hervorzuheben.



Ansonsten sehen wir die üblichen Verdächtigen im Schatten (Oryx, Springbock, Gnu) und fragen uns etwas, von was sie sich in dieser absolut vertrockneten Einöde noch ernähren… 🤨

Zwischen zwei und drei treffen wir in Nossob ein. Das Check-in Procedere klappt noch unkomplizierter als sonst. Auf Nachfrage dürfen wir für 6 Rand/min das Sanparks-Telefon benutzen, um bei Savanna anzurufen. Die Verbindung ist mehr schlecht als recht, jedoch erreichen wir irgendwann einen der Mechaniker.

Nach längerem Hin und Her (man möchte uns in eine Garage nach Mariental oder Keetmanshoop schicken, beide >300km entfernt), können wir uns darauf einigen, dass sie Morgen einen Mechaniker nach Mata Mata schicken, der eine intakte Platte mitbringt und die Dieselkühlung wieder montiert. Einen Ersatzwagen hätten sie aktuell nicht verfügbar. Und nachdem wir bereits 250km für den Kühlschrank gefahren sind und über sechs Stunden investiert haben sind wir nicht nochmals bereit, ein bis zwei Tage unseres Urlaubs zu opfern 😈 . Da wir morgen aber sowieso in Urikaruus nächtigen, können wir uns die Fahrt nach Mata Mata einrichten.

Die ganze Organisation hat uns ca. zwei Stunden gekostet. Nun sind wir froh, dass das Problem gelöst ist und machen uns noch auf einen kurzen abendlichen Gamedrive in Richtung Süden. Wirklich spannende Sichtungen bleiben aus. Bei Marie Se Gat sind einige Schakale und Oryx aktiv.


Marie Se Gat WH



Trotz ausbleibenden Sichtungen geniessen wir die schöne Abendstimmung.

Zurück im Camp gibt’s erstmal eine erfrischende Dusche. Danach kochen wir asiatisches Rindfleisch mit Reis. Auf unserem Verdauungsspaziergang entdecken wir in der Nähe unserer Campsite zwei hübsche Weissgesichts-Ohreulen.



Ein schöner Tagesabschluss!

Teil 4411. Okt. 2020

Tag 32 – 1. November 2019 – Nossob - Urikaruus via Mata Mata mit Hyänenspektakel, 257km
KTP, Urikaruus Chalet No. 4
Teil 1

Eine unvergessliche Nacht, wie sie nur die Kalahari bietet: Um viertel vor drei Uhr morgens werden wir vom Brüllen eines Löwen geweckt. Dieser laute Bass begleitet uns alle paar Minuten bis um fünf Uhr, als uns nichts mehr in den Federn hält.

Zusammengepackt haben wir grösstenteils gestern. So sind wir um halb sechs im Hide und sehen gerade noch, wie sich eine Gruppe von acht Löwen vom Wasserloch entfernt. Sie legen sich weit entfernt in die Büsche und sind in der Morgendämmerung kaum noch auszumachen.



Wir schnappen uns unser Permit und fahren nach Süden. Schliesslich müssen wir heute um zwölf Uhr mittags in Mata Mata sein.

Am Rooikop Wasserloch folgt der nächste Knaller: eine (noch nicht komplett ausgewachsene) Braune Hyäne! 🙂





Alle Autos vor uns sind achtlos an ihr vorbeigefahren. Wir hingegen freuen uns wie Bolle! Die Hyäne ist wahnsinnig schreckhaft. Zwar legt sie sich nach der ersten Aufregung in unserer Nähe hin, sobald wir aber den Motor des Landcruisers starten rennt sie wieder davon.



Damit wir sie möglichst nicht stören, lassen wir unser Auto ruhig stehen und trauen uns nicht mal mehr zu flüstern. Irgendwann nähert sich die Brownie wieder dem Wasserloch, stellt ihre Nackenhaare senkrecht



und legt sich flach auf den Boden.



Dieses ‚unterwürfige‘ Verhalten macht uns stutzig! Das kann nichts mit uns oder unserem Fahrzeug zu tun haben - gleich darauf löst sich das Rätsel auf:



Eine deutlich grössere Braune Hyäne nähert sich schnellen Schrittes.





Obwohl sich die kleinere Hyäne komplett unterwürfig und passiv verhält, geht das grössere Exemplar rabiat auf die Kleine los 😮 .







So was haben wir noch nie gesehen!





Genau dieses Verhalten habe ich im Buch ‚Cry of the Kalahari‘ beschrieben gelesen. Es entbrennt eine ziemlich heftige, aber zum Glück relativ kurze Rauferei 🤩 . Irgendwie tut uns die kleinere der Hyänen wahnsinnig leid. Und nun verstehen wir auch ihre anfängliche Nervosität.



Irgendwann lässt das grössere Tier vom Kleineren ab, spaziert ans Wasserloch und stillt ihren Durst. Währenddessen verhält sich die zweite Hyäne weiterhin komplett unterwürfig. Vom Wasserloch entfernen will sie sich jedoch nicht. Uns schwant schon Böses…



Zum Glück verschwindet das dominante Tier nach dem Stillen seines Durstes jedoch in dieselbe Richtung, aus der es gekommen ist. Überaus vorsichtig geht es für unsere kleine Hyäne dann auch endlich zum Wasser. Mittlerweile hat sich auch das eine oder andere Auto eingefunden. Zwei Braune Hyänen scheinen dann doch spannend zu sein…



Nach kurzer Zeit zieht auch die kleine, nun mit Wunden übersäte ‚Brownie‘ von dannen. Und wir machen uns ganz geflasht auf die Weiterfahrt...

Bei Marie Se Gat sehen wir mehrere Schakale, eine Herde Oryx und ein Gnu, während sich bei Kaaspersdraai eine grosse Gnu-Herde tummelt. Cheleka liegt ruhig da und ein älteres Eland-Skelett begrüsst uns am Dikbaardskolk Wasserloch. Die würden wir aber lieber lebendig sehen…











Wir legen auf der Picnic-Site einen kurzen Frühstücksstopp ein. Danach geht es die 50km über die Upper Dune Road rüber ins Auob-Tal. Oryx und Strausse sowie Weissbürzelsinghabichte prägen das Bild. Die drei Wasserlöcher am Weg werden ebenfalls von diesen Tieren besucht.

So geht es dann in gemächlichem Tempo weiter im Auob-Tal. Wir sind im Zeitplan. Kamqua bietet Strausse und Kuhantilopen und bei Dertiende Boorgat treffen wir ebenfalls die hitzeresistenten Strausse und Oryx an.

Craig Lockart beschert uns die ersten Langhälse im KTP.







Die mögen wir sehr gerne! Dazu Springböcke, Gnus und Oryx. Das Perlkäuzchen finden wir leider nicht in seinem angestammten Nest.

Um zehn vor zwölf sind wir in Mata Mata und werden dort bereits von einem Mechaniker von Savanna erwartet. Er ist 5.5h aus Windhoek hierhergefahren. Das Wichtigste ist, dass er das korrekte Ersatzteil mit dabei hat. Der Mechaniker macht sich sogleich an die Arbeit, während mir mit einem Ehepaar aus Deutschland (Hallo an lisolu oder auch Sonja und Lutz 🙂 ) ins Gespräch kommen, welches ihr Fahrzeug ebenfalls bei Savanna gemietet hat.



Nach einer Stunde sind das Kühlsystem des Diesels wieder angeschraubt (die ‚neue‘ Platte hat auch bereits einen Riss drin - hoffen wir, dass sie hält 😗 ), der Kühlschrank vorsorglich ausgetauscht (einen neuen, passenden Ventilator konnte man nicht mitbringen) und gemäss Mechaniker auch mehrere lose Schrauben nachgezogen. Wir bedanken uns mit einem kühlen Getränk und sind froh, dass nach dem gestrigen Organisationsmarathon alles so gut geklappt hat.



Endlich geht es in unser geliebtes Urikaruus. Am Abzweiger ins Camp werden wir (wie auch die folgenden Tage) von einer Kudufamilie begrüsst







und kurz darauf sehr freundlich auch vom Camp Attendant Jacques. Er freut sich sehr, dass wir nach 2016 wieder hier sind und erzählt viel, während er uns unsere Unit No. 4 zeigt. Für uns ist es wie Heimkommen 🙂 . Endlich konnten wir dieses Jahr wieder eine Buchung an diesem begehrten Ort ergattern!

Teil 4517. Okt. 2020

1. November 2019 2020 - Urikaruus Teil 2



Fürs erste ist bei uns fertig mit Camper-Leben. Während wir unser Stelzenhaus einräumen kommen drei Kududamen ans Wasserloch.




Ein neugieriger Gelbschnabeltoko leistet uns Gesellschaft

Mittlerweile hat der Himmel komplett zugezogen und es weht ein starker Wind. Heute herrscht eine Regenwahrscheinlichkeit von 60%. Die Kalahari hätte den Niederschlag dringend nötig. Um halb fünf geht’s auf einen kurzen Nachmittagsdrive.

Wir fahren südlich in Richtung Rooibrak Wasserloch. Mittlerweile hat der Wind einen veritablen ‚Dust Storm‘ zusammengebraut. Besonders im Flussbett herrscht keine angenehme Atmosphäre mehr. Die Stimmung ist surreal.





Sichtungen haben wir wenige. Wir begegnen vereinzelten Elands, die sich vor dem Wind in Sicherheit zu bringen versuchen.















Kurz vor Batulama sehen wir endlich unsere ersten Erdmännchen dieses Urlaubs. Der Wind hat etwas nachgelassen und die Erdmännchen sind beidseits der Strasse eifrig auf Nahrungssuche. Diesen kleinen Gesellen könnten wir stundenlang zuschauen 🙂 !









Am Batulama Wasserloch liegt ein faules Löwenpaar, von welchem uns bereits berichtet wurde.





Wir gesellen uns zu ihnen und erdulden gemeinsam den neuerlich aufziehenden Sturm.



Etwas weiter südlich nähert sich eine grosse Gnuherde.



Zurück bei den Löwen sieht es immer noch ungefähr gleich aus: Die Augen stark zugekniffen harrt Herr Löwe dem weiteren Geschehen.





Es dauert sehr lange, bis die Löwin die Gnu-Herde vor ihrer Nase bemerkt. Sie macht einen halbherzigen Angriffsversuch und alle Gnus stauben auseinander. Mittlerweile hat auch der Pascha bemerkt, dass das Steak auf dem Silbertablett serviert gewesen wäre. Zu diesem Zeitpunkt ist es aber bereits viel zu spät.







So machen die beiden Katzen wieder das, was sie am besten können und legen sich schlafen. Wir geniessen unser Savanna



und machen uns dann auf den Rückweg nach Urikaruus. Dabei begegnen wir beim Eindunkeln einem auf dem Boden sitzenden, etwas unglücklich schauenden Milchuhu.



Der starke Wind scheint ihm nicht wirklich zu bekommen. Wir aber freuen uns sehr über diese immer wieder spezielle Sichtung!

Völlig erschlagen von den vielen Eindrücken des heutigen Tages treffen wir nach sieben wieder in Urikaruus ein. Am Wasserloch trinkt ein Schakal. Später kommen auch Springböcke, eine Scrub Hare und Nightjars dazu.

Wir verzichten aufgrund des Windes auf ein Feuer und kochen uns in der Küche was zu Abend. Gleichzeitig läuft Wasserloch-Kino: Während ich das schreibe spazieren gerade vier Elands ans Wasserloch. Wir sind gespannt, was in den nächsten Stunden und Tagen noch folgen wird…

Teil 4617. Okt. 2020

Tag 33 – 2. November 2019 – Ein ruhiger Tag rund um Urikaruus mit nächtlichem Highlight am Wasserloch, 95km
KTP, Urikaruus Chalet No. 4

Nach einer ruhigen Nacht ohne nennenswerten Wasserlochbesuch sind wir um fünf wach. Leider ist kein Tropfen Regen gefallen 🙁 . Ein anhaltendes Fiepen stellt sich als Fledermaus heraus, die sich durch irgendwelche Ritzen gezwängt hat und nun durch unser Schlafzimmer flattert. Ich öffne ihr die Balkontüre und irgendwann ist sie weg. Heute wollen wir es gemütlich angehen. Dani bleibt noch etwas liegen und ich setze mich mit einer Tasse Tee auf den unteren Balkon.

Am Wasserloch ist es ruhig. Kapturteltauben wechseln sich mit vereinzelten Springböcken ab. Zwei Tokos klopfen immer wieder an Dani‘s Scheibe. Um sieben Uhr entscheiden wir uns, doch noch einen Morning Drive zu machen. Wir fahren in Richtung Dreizehntes und Vierzehntes Bohrloch.


Kaptriel / Spotted Thick-Knee



Es sind die üblichen Verdächtigen, welche wir antreffen. Weit entfernte Giraffen, einige Oryx, vereinzelte Springböcke, Erdhörnchen.



Grossen Herden, wie wir sie letztes Jahr im KTP erleben durften, sind wir bisher noch nicht begegnet. Dies hat sicherlich mit der grossen Trockenheit zu tun. Auch Greifvögel haben wir bisher nur vereinzelt angetroffen und vor allem im Nossob-Tal.





Immerhin scheint die Sonne und am Vertiende Boorgat taucht sogar ein etwas mageres Eland auf. Hier verspeisen wir auch unser Frühstück.







Wir entscheiden uns, nicht bis nach Dalkeith hochzufahren und rollen langsam zurück nach Urikaruus.



Wir richten es uns auf der Terrasse gemütlich ein und hauen uns später nochmals zwei Stunden aufs Ohr. So ein Häuschen ist schon praktisch 😉 .



Gegen halb fünf starten wir nochmals eine Ausfahrt. Gleich wie gestern geht es nach Süden. Kurz nach Urikaruus erspähen wir in einem Baum einen Milchuhu mit Kill. Eine andere Eule?


Milchuhu / Verreaux Eagle-Owl mit Kill




Kapkrähe / Cape Crow


Fuchsmanguste



Das Kamqua-Wasserloch liegt brach da. Es sieht aus, als ob es kein Wasser führen würde. Neben einigen Erdhörnchen treffen wir nördlich von Batulama wieder auf mehrere Gruppen Erdmännchen.











Batulama liegt leider auch verlassen da. Das Löwen-Paar von gestern ist weitergezogen. Heute fahren wir runter bis Gemsbokplein. Zwei Mal treffen wir auf ein einzelnes Eland,



ebenso beobachten wir einen erfolglosen Jagdversuch eines Schakals auf einige Erdhörnchen.

Auf dem Rückweg ist das Licht zwar schon weg - unser Sichtungsglück nimmt jedoch zu! Nebst zwei Raubadlern treffen wir auch auf eine weit entfernte Afrikanische Wildkatze (kein Foto). Doch noch ne Katze für den heutigen Tag 😉 .

Kurz darauf hören wir mehrere Perlkäuze rufen und können einen davon auch in einem Busch neben der Pad auffinden.



Wir schauen nochmals kurz beim Milchuhu vorbei



und sind um viertel nach sieben zurück in Urikaruus. Jacques erzählt uns, dass wir unsere Camera Trap beim Wasserloch aufhängen dürfen 🙂 . Er habe dies mit seinem Vorgesetzten geklärt. Mal schauen, was sich da die nächsten zwei Tage und Nächte so zeigen wird 🤩 .

Während wir das Abendessen (Kartoffelsalat mit Rindsteaks) vorbereiten bekommt das Camp-Wasserloch regelmässigen Besuch. Neben Elenantilopen und Oryx verzeichnen wir auch einen Kapfuchs, Schakale, einen Kaptriel sowie später weitere Gruppen Elenantilopen. Es ist mehr Betrieb hier als tagsüber auf Gamedrive 😄 .









Wir lassen den Abend bei einem Amarula on Ice auf der Terrasse ausklingen und sind wieder einmal einfach nur froh, hier zu sein. Gegen zehn hauen wir uns aufs Ohr, das Highlight des Tages folgt lauthals von den Kapfüchsen angekündigt dann um kurz nach elf!

Das Leopardenmännchen mit dem Namen Botshelo (Kgalagadi Leopard Project), welcher aktuell grosse Teile des Auobs sein Revier nennt, betritt die Bühne für kurze rund zehn Minuten. Und wir geniessen den Auftritt von unserem Balkon aus in vollen Zügen.


Spiegelreflex-Fotos sind uns vor lauter Aufregung keine brauchbaren gelungen 😉

Er trinkt kurz, wirkt etwas nervös und verlässt das Wasserloch dann in Richtung Cabins. Zwischen dem Honeymoon Chalet und Nr. 1 hindurch geht's zum Chalet vom Camp Attendant. Mittlerweile haben wir zusammen mit unseren Nachbarn auf den Walkway vor den Cabins gewechselt und beobachten gespannt 😮 . Nach einigem Markieren und Schnuppern verschwindet der Leopard mit viel Knurren und Husten über die Anhöhe hinter dem Camp. Der Adrenalin-Rush flaut langsam ab...

Irgendwann liegen wir wieder in unseren Betten und lassen die Kamerafalle die restlichen Besucher der Nacht aufzeichnen:







Teil 4725. Okt. 2020

Tag 34 – 3. November 2019 – Katzen satt im Auob, 66km
KTP, Urikaruus Chalet No. 4

Nach einer kurzen Nacht werde ich frühmorgens wieder von unserer Fledermaus geweckt. Kein Problem, es ist sowieso bald fünf Uhr. Am Wasserloch ist (noch) nichts los. Also bleiben wir noch ein wenig liegen.

Kurz vor sechs rollen wir für unseren Morning Drive vom Platz. Wir entscheiden uns, auch heute Morgen nach Norden zu fahren. Wir treffen auf drei Kududamen





zwei etwas grössere Springbockherden.





Bisher haben wir sie nur einzeln oder in kleinen Gruppen von unter zehn Tieren angetroffen.


Weissbürzelsinghabicht / Pale Chanting Goshawk


Trauerdrongos / Fork-tailed Drongos

Bei Dertiende Boorgat steht eine Herde Elands mit Jungtieren im Flusstal. Sobald sie uns erspähen, nehmen die über zwanzig Tiere Reissaus.




Am 13. Bohrloch treiben wir etwas Schabernack mit dem altbekannten Rabenpaar



Und es ist erst viertel vor sieben, als wir zwischen dem dreizehnten und dem vierzehnten Bohrloch eine Gruppe von drei Löffelhunden im Flussbett erspähen. Der heutige Morgen ist produktiv 🙂 .





Weiter geht es mit einem Kardinalspecht





und kurz darauf sieben Giraffen, welche sich an den wenigen grünen Blättern im Tal laben.







Kurz darauf folgen zwei vollgefressene Löwenkater am Vertiende Boorgat 😁 .







Hier verweilen wir lange. Obwohl die beiden Tiere mehr als gesättigt aussehen, liegen sie nicht nur faul rum.





Sie posieren für Nahaufnahmen





und fläzen sich dann gleich neben unseren Landcruiser.





So sieht eine zufriedene Katze aus 😉 .







Die zwei Charmebolzen haben unser Herz im Nu erobert!





Die Kalahari liefert einem also auch in dieser wahnsinnig trockenen Zeit tolle Sichtungen! Neben einigen Oryx kommen auch fünf Giraffen ans Wasserloch. Sobald sie die Löwen sehen, trauen sie sich jedoch nicht mehr weiter vor.











Nur eine der Giraffen ist mutig genug, sich den einen oder anderen Schluck Wasser zu gönnen.



Am Ende verschwinden die Giraffen wieder. Vier von ihnen mit ungestilltem Durst.



Auf dem Rückweg nach Urikaruus sehen wir noch ein Päärchen Kaptriele mit zwei flauschigen Kücken. Wir haben das Glück, dass das Auto vor uns die beiden erspäht hat, denn sie sind bestens getarnt.



Unterdessen während unserer Abwesenheit am Wasserloch in Urikaruus:







In Urikaruus brunchen wir auf der Terrasse und widmen uns danach dem Foto aussortieren sowie Lesen und Häkeln.





Als es uns zu heiß wird legen wir uns nochmals zwei Stündchen schlafen. Aufgrund des Leoparden-Besuchs war die letzte Nacht ziemlich kurz...





Um viertel vor fünf fahren wir wieder los. Erstaunlicherweise sind ausser uns nur zwei andere Fahrzeuge aus Urikaruus unterwegs. Ansonsten treffen wir niemanden. Der Milchuhu sitzt im selben Baum wie gestern. Heute können wir hoch oben im Baum auch einen Gefährten erkennen.







Auch die Sichtung eines Turmfalken freut uns sehr. Dies ist unsere Zweihundertste Vogelart auf dieser Reise 🤩 ! Ein Meilenstein. Es folgt eine Herde Elenantilopen.



Einige hundert Meter nördlich vom Rooikop Wasserloch entdecken wir im Flussbett im schönsten Abendlicht ein Löwen-Honeymoon-Paar.



Vermutlich ist es dieselben wie vorgestern bei Batulama.







Vorne auf der Strasse liegt ein weiteres Exemplar. Hier werden wir den restlichen Nachmittag verbringen!











Gemäss unseren Campnachbarn liegt irgendwo noch ein weiterer Löwenkater. Auf der Rückfahrt können wir ihn auf dem Dünenkamm vor uns ausmachen. Wir fahren bis zum Montrose Wasserloch und werden dafür mit einer Raubadlersichtung belohnt.


Raubadler / Tawny Eagle

Auch unterhalten wir uns noch länger mit unseren südafrikanischen Campnachbarn aus Kwazulu Natal. Auch sie sind eingefleischte KTP-Fans. Wir kehren wieder zurück zu den Löwen,



verabschieden uns sobald es kein Sonnenlicht mehr im Auob-Tal hat aber von den Löwen. Mehr als zufrieden schaukeln wir zurück nach Urikaruus 🙂 .



Der Grill ist schnell angefeuert. Während der Zubereitung des Abendessens kommt eine Braune Hyäne zum Trinken ans Wasserloch. Auch der Kapfuchs Charly dreht seine Runde ums Camp. Eine halbe Stunde später taucht eine weitere Braune Hyäne auf, was für ein Glück für uns!





Noch während wir die Flasche leckeren Weisswein leeren, mit der wir auf unsere gestrige Leopardensichtung anstossen,



nähert sich ein grösseres Tier dem Wasserloch. Grösser als Kapfuchs oder Schakal - der Feldstecher bestätigt, dass wir erneut Leopardenbesuch erhalten 🤩 !







Einfach unglaublich!







Dieses Mal ist es punkt einundzwanzig Uhr und die Besucherin ist eine Leopardendame (Itumeleng). Sie trinkt in aller Seelenruhe und spaziert nach ca. 10min zwischen den Cabins hindurch in Richtung Camp Attendant-Hütte.







Dort schnuppert sie lange an denselben Stellen, wo sich das Männchen gestern aufgehalten hat. Sie legt sich sogar eine Weile unter die Hütte. Irgendwann spaziert auch sie über die Anhöhe davon. Wir sind aus dem Häuschen. Dieses Mal war der Leopardenbesuch im Gegensatz zu gestern absolut lautlos 😮 !

Danach unterhalten wir uns eine Weile mit unseren südafrikanischen Campnachbarn und sitzen noch lange am Wasserloch. Der Sichtungswahnsinn reisst nicht ab:




Charly, der Kapfuchs





Es ist bereits lange nach elf Uhr – wir können die Augen kaum noch offen halten - als sich erneut gepunkteter Besuch ankündigt: eine Gepardendame 😎 !





Auch sie lässt sich Zeit, ist aber deutlich nervöser als die Leopardin von eben.







Irgendwann nach Mitternacht legen wir uns schlafen









und werden keine vier Stunden später erneut von lautem Geheule aus dem Schlaf gerissen 🤩 . Zeitgleich springen wir beide auf und greifen nach dem Feldstecher. Charly, der Kapfuchs, kündet erneuten Leopardenbesuch an.





Absolut der Knaller! Itumeleng, die Leopardin von vorhin ist wieder da...

Teil 4801. Nov. 2020

Tag 35 – 4. November 2019 – Von Urikaruus nach Kieliekrankie, 199km
KTP, Kieliekrankie Chalet No. 4

Auch heute ist der KTP-Weckdienst pünktlich zur Stelle 🤩



Obwohl diese Nacht noch kürzer als die letzte war brechen wir zu einem morgendlichen Game Drive auf.



Wir fahren südlich bis Rooibrak und treffen dabei auf Kudus, einen Schakal, einen Schwarzkopfreiher bei Kamqua sowie Erdmännchen, eine Springbockherde und zwei Elands. Die Löwen von gestern sind nicht mehr aufzufinden.

Bei Rooibrak drehen wir um und fahren nördlich bis ans Dertiende Boorgat. Wieder entdecken wir einen Milchuhu in einem Baum. Ebenso finden wir eine gemischte Gruppe Erdmännchen und Erdhörnchen sowie einen majestätischen Schwarzbrustschlangenadler (ohne Foto).










Maricoschnäpper / Marico Flycatcher




Namaflughuhn / Namaqua Sandgrouse


Kapkrähe / Cape Crow



Eine Erstsichtung für den KTP haben wir mit diesem Diderikkuckuck. Wir wussten bisher nicht, dass der hier als Sommergast auch auftritt.



Wir frühstücken am Dertiende Boorgat in netter Gesellschaft von Langhälsen







und machen uns dann auf den Rückweg nach Urikaruus,


Kaptrielmutter mit ihren zwei Kücken

wo wir unsere sieben Sachen zusammenpacken und die Kamerafalle mit Jacques abnehmen und auswerten.

Über 6000 Aufnahmen hat die Kamera aufgezeichnet! Zum Glück wissen wir die Zeiten der Leopardenbesuche der letzten zwei Tage und können uns einige gelungene Fotos anschauen (ihr habt die ja bereits gesehen 😉 ).





Kurz nach zehn sind wir wieder auf Pad. Im ‚Eulen-Baum‘ von gestern Abend erspähe ich heute eine Afrikanische Wildkatze. Wir freuen uns wahnsinnig über diese Sichtung und Fotomöglichkeit 🙂 !







Die Springböcke und Red Hartebeest haben sich bereits in den Schatten zurückgezogen. Kein Wunder bei mittlerweile 37°C. Erwähnenswert wäre noch unsere erste Kampfadlersichtung bei Rooibrak


Kampfadler / Martial Eagle

sowie einige an Elands, Gnus und Oryx am Auchterlonie Wasserloch.



Punkt zwölf treffen wir bei Kamfersboom auf ein Löwenpaar, welches müde und sichtlich mitgenommen von der Hitze im Schatten eines Busches gleich neben der Pad liegt. Scheinbar haben sie heute Morgen einen Kill gemacht. Von diesem ist jedoch nichts mehr zu sehen.


Müde aber kooperativ für ein Foto zeigt sich die Löwendame dann aber doch

Endlich treffen wir bei Monro auf unseren ersten Sekretär! Letztes Jahr waren sie beinahe an jedem Wasserloch anzutreffen, dieses Jahr hat es gedauert bis zur ersten Sichtung 😐 .





Bei Samevloeiing stellen wir uns in den Schatten, wie es auch etliche Gnus, Strausse und Oryx getan haben. Wir essen leckeren Couscous-Salat, fahren dann aber bald schon nach Twee Rivieren weiter, wo tanken und einkaufen angesagt ist.

Danach geht es zur Immigration Botswanas, wo wir uns unseren Exit-Stempel holen. Irgendwie müssen wir uns dann auch noch bei Botswana Parks in ein dickes Buch eintragen und gut ist. Nun sind wir die nächsten Tage quasi im Niemandsland, bevor wir in Mata Mata wieder nach Namibia einreisen.

Nach einer erneuten Pause im Schatten bei Samevloeiing (das Thermometer zeigt mittlerweile 42°C an!) fahren wir das Nossob-Tal hoch. Kurz vor Rooiputs treffen wir auf eine Gruppe von über dreissig Straussen. Mal was anderes nach den vielen Einzeltieren im Auob. Ansonsten ist es, vermutlich auch aufgrund der Hitze, sehr ruhig.



Bei Kij Kij stellen wir uns eine Weile hin und schauen den Tauben und Schakalen am Wasserloch zu. Hier liegen zwei ältere Elandkadaver.



Irgendwann nach achtzehn Uhr fahren wir auf die Lower Dune Road. In der Nähe vom Tierkop Wasserloch soll sich seit mehr als einer Woche eine Löwenfamilie aufhalten 🤩 . Mal schauen, ob wir sie finden.





Das Finden ist nicht schwierig, stehen dort doch bereits etwa fünf bis sechs Fahrzeuge. Ein tapsiges Löwenjunges kommt aus dem Gebüsch. Wie süss! Ein so kleines Löwenbaby haben wir zuvor noch nie gesehen 😘 .





Der Rest der Familie versteckt sich erfolgreich im Busch. So fahren wir, als nur noch drei Autos übrig sind, weiter nach Kieliekrankie. Vielleicht können wir die Löwenfamilie Morgen bei besseren Lichtverhältnissen nochmals finden.

Die Fahrt durch die Dünen in dieser wahnsinnigen Landschaft im Abendlicht raubt uns den Atem. Wie schön, wieder hier in Kieliekrankie zu sein! 🙂

Wir werden herzlich von einem ganz jungen Camp Attendant empfangen (den Namen konnten wir uns leider nicht merken) und kommen mit einem deutschen Paar (auch im Namibia-Forum aktiv – hallo!) ins Gespräch. Netterweise überlassen sie uns diverse Überbleibsel, weil sie den Park Morgen verlassen werden. Wie spannend wäre es gewesen, wenn wir etwas mehr Zeit zum Plaudern gehabt hätten!



Wir räumen ein und bald flackert ein schönes Feuer. Todmüde von der letzten doch sehr kurzen Nächten legen wir uns schon bald schlafen…

Teil 4908. Nov. 2020

Hallo zusammen

Hier noch ein Nachschlag für alle, welche von unseren Kamerafallen-Fotos aus Urikaruus begeistert waren 🙂 :

Bei YouTube ansehen ↗



Einen schönen Sonntagabend!

Teil 5008. Nov. 2020

Tag 36 – 5. November 2019 – Seine Majestät und die Suche nach der Löwenfamilie, 154km
KTP, Kieliekrankie Chalet No. 4

Selbstverständlich ist auch heute um fünf Tagwacht. Nach einem kurzen Plausch mit dem deutschen Paar von gestern fahren wir über die Dune Road los in Richtung Tierkop. Die Suche nach der Löwenfamilie beginnt…

Unterwegs fotografieren wir einen juvenilen Weissbürzel-Singhabicht.



Beim Ort der gestrigen Löwenbaby-Sichtung sind wir das erste Fahrzeug. Egal wie sehr wir uns anstrengen, wir finden keine Katzen. So entscheiden wir uns abzuwarten und lesen etwas.





Keine zehn Minuten später taucht auf der Gegenüberliegenden Düne ein stattlicher Löwenkater auf! 🤩



Er quert vor uns die Strasse und schnuppert sich quer durch die Dünen. Besonders dem Ort, wo wir das Löwenbaby gestern gesehen haben, widmet er viel Aufmerksamkeit.









Er spaziert hin und her und zeigt immer wieder das typische Flehmen-Verhalten. (Sagt man das so? 🙄 )





Weit und breit sind jedoch keine anderen Löwen in Sicht. Auf sein stetes Rufen reagiert niemand. Uns geht es jedoch in Mark und Bein. Sowas vergisst man nie...





Uns bieten sich tolle Fotomöglichkeiten. Der arme Kerl, der scheinbar den Anschluss an seine Familie verloren hat, tut uns aber etwas leid.







Aufgrund seines Verhaltens kommen wir zum Schluss, dass die Löwenkinder in der Nacht wohl an einen anderen Ort gebracht wurden und das Rudel nicht mehr vor Ort ist. Schade für uns (und ihn) 😕 .



Nach zwei Stunden verzieht sich der Bursche und wir rollen weiter nach Kij Kij.


Riesentrappe / Kori Bustard

Auch hier haben nachts die Löwen gewirkt.



Zwei Löwendamen schlafen im Schatten eines Baumes. Das bereits sehr gut abgefressene Elandkadaver, welches gestern Abend noch nicht hier war, wird von über zehn Schakalen belagert.





Am Wasserloch trinken Oryx und weitere Eland. Ebenso wimmelt es von Namaquaflughühnern.





So dünn und abgemagert sind sie eine leichte Beute für die gefrässigen Löwen.





Wir stellen uns hin und beobachten die Szenerie fasziniert. Als sich eine Herde Gnus dem Wasserloch nähert und sich sogar zu trinken traut, lanciert eine der Löwinnen einen halbherzigen Angriff.







Eigentlich sind die beiden aber viel zu vollgefressen. Bald schon liegen sie nur noch faul im Schatten rum. Wir entscheiden uns bis nach Melkvlei hochzufahren, haben aber ausser einem toten Bateleur im Baum



keine nennenswerten Sichtungen mehr.





Zurück bei Kij Kij finden wir die Situation so vor, wie wir sie verlassen haben.



Mittlerweile ist es ‚boiling hot‘, wie die Südafrikaner sagen würden 😣 . Fürs uns der Moment, zurück ins Camp zu fahren.







Bei Tierkop ist niemand mehr zu sehen und so trudeln wir schon bald in Kieliekrankie ein, wo wir gleich nochmals zwei Stunden Schlaf nachholen. Danach gibt es ein kleines Mittagessen.



Je mehr der Nachmittag fortschreitet, umso mehr zieht sich der Himmel zu. Dazu windet es stark und wir hören das erste Donnergrollen. Hoffentlich kommt Regen!





Um vier sind wir wieder auf Achse. Die Gewitterstimmung am Himmel ist phänomenal!







Die nachmittägliche Ausfahrt führt uns ins Auob-Tal.


Sekretär / Secretary Bird

Zuerst geht’s südlich bis Kamfersboom, wo ein stattlicher Löwenkuder gerade am Wasserloch trinkt.







Danach drehen wir um und fahren in Richtung Norden.





Nördlich von Auchterlonie kreuzt eine Kapcobra unseren Weg. Wie toll!







Nach Gemsbokplein sehen wir eine grosse Gruppe Erdmännchen. In der Nähe befinden sich zwei Raubadler, was die armen Kerle bei ihrer Nahrungssuche stark behindert 😐 .









Im Baum, wo wir vor einem Jahr das Perlkauznest gefunden haben,



brütet aktuell ein Paar Rotschulter-Glanzstare.





In den Felsen bei Montrose entdecken wir endlich auch unseren ersten KTP-Fleckenuhu 🙂 .



Leider können wir auch heute keine Geparden im Auob entdecken. Es ist verflixt! Entschädigt werden wir dafür nochmals mit zwei Löwenpaaren beim Rooibrak Wasserloch. Der Löwen-Zähler steigt und steigt... 😉



Langsam heisst es umkehren. Die Sonne ist bereits hinter der Böschung verschwunden. Neben einem einsamen Eland-Jungen



treffen wir nochmals auf zwei Fleckenuhus, wovon einer von einem Trupp Stare gemobbt wird.







Zurück in Kieliekrankie unterhalten wir uns noch eine Weile mit dem sehr aufgestellten Camp Attendant, welcher aktuell als Ersatz einspringt, grillen dann leckere Boerewors und Knoblauchbrot und verbringen den Abend bei Kerzenschein auf unserer Terrasse. Ausser Steenbok- und Eulenbesuch ist es ruhig am Wasserloch.

Teil 5113. Nov. 2020

Tag 37 – 6. November 2019 – Wo sind nur die Geparde hin? 152km
KTP, Kieliekrankie Chalet No. 4

Nach einer windigen Nacht stehen wir um fünf bei klarem Himmel auf. Das Morgenrot glüht bereits am Horizont. Auf der Lower Dune Road soll es heute nochmals ins Nossob-Tal rüber gehen.


Lanner Falke / Lanner Falcon

Als Tüpfchen auf dem i wünschen wir uns hier im KTP noch die Sichtung eines Geparden. In dieser Hinsicht waren wir in den letzten Wochen noch nicht erfolgreich 😗 .

Wir geniessen die atemberaubende Morgenstimmung in den Dünen sehr, auch wenn wir nur wenige Sichtungen zu verzeichnen haben.



Bei Kij Kij angekommen sind wir das erste Fahrzeug. Was für eine Wohltat gegenüber dem Auflauf von gestern Morgen 😉 . Gleich neben dem Wasserloch liegt ein stolzer Mähnenlöwe mit seinem frischen Eland-Kill von letzter Nacht!





Unglaublich! Hier liegen verstreut mindestens fünf Eland-Kadaver unterschiedlicher ‚Reifegrade‘ und letzte Nacht wurde das nächste gerissen 😐 . Wahrlich ein Schlachtfeld…









Am Elandkadaver von vorletzter Nacht laben sich die Schakale. Auch ihre Bäuche sind prall gefüllt 🤩 .





Eine Gruppe Elands, einige Oryx, viele Tauben und Flughühner sind ums Wasserloch verstreut. Alle würden gerne etwas Wasser abbekommen.


Namaqua Flughühner / Namaqua Sandgrouses




Fleckenflughuhn / Burchell's Sandgrouse

Wir bleiben über drei Stunden hier stehen und beobachten das Geschehen.





Es wird einfach nie langweilig!







Gegen zehn vertreibt der Löwe eine grosse Gruppe Oryx von ihrem Schattenbaum und legt sich selbst dorthin. Schade, hat er nie wirklich vom Kill gefressen in diesen Morgenstunden. Dafür ist er wohl einfach zu satt 😄 .

Wir entscheiden uns nicht mehr weiter südlich oder nördlich zu fahren und kehren zurück nach Kieliekrankie.




Irgendein Schmätzer/Schnäpper?

Dort gönnen wir uns einen kleinen Brunch, setzen passend zum Tages-Thema leckeren Eland-Stew auf ( 😗 ) und geniessen den Mittag auf der Terrasse.

Am späteren Nachmittag geht es in die entgegengesetzte Richtung - ins Auob-Tal. Es ist sehr heiß und egal wo wir hinfahren, es sind kaum Tiere zu sehen! Auch fast keine Vögel. Wir passieren Batulama, Montrose, Rooibrak – Nichts (bis auf einige hübsche Springböckchen wie ich bei der Sichtung der Fotos feststelle 😉 )





Da wir noch Zeit haben entscheiden wir uns hoch bis zum 13th Borehole zu fahren.



Immerhin treffen wir unterwegs auf einige Giraffen. Dies freut uns sehr, da wir die Langhälse in den nächsten Tagen im Norden vom KTP nicht mehr antreffen werden. Ansonsten erspähen wir hin und wieder ein Oryx und auf der Rückfahrt einige Erdmännchen.

Naja, solche Momente gibt es einfach, wo die Sichtungsfee mal Pause macht (oder braucht?! 😉 ).

Dieser Milchuhu







und die Abendstimmung in den Dünen (inkl. Konzert der Barking Geckos) lassen uns dann doch wieder zufrieden in Kieliekrankie ankommen. Mit den Geparden will es leider einfach nicht klappen auf dieser Reise… Immerhin - einige Tage bleiben uns noch hier im Norden Südafrikas 😗 .



Der zarte Eland-Stew mit Reis und ein Amarula runden unseren Abend ab. Wir sind gespannt, wie es Morgen weiter geht.

Teil 5222. Nov. 2020

Tag 38 – 7. November 2019 – Von Kieliekrankie nach Nossob oder 'Gepardentag', 173km
KTP, Nossob Chalet CH4, No. 4

Eine windige Nacht geht zu Ende. Es hat massiv abgekühlt, der Himmel ist strahlend blau. Ein kurzer Game Drive ins Auob-Tal ist heute früh eingeplant, bevor es mit Sack und Pack nach Nossob gehen soll.

Kaum biegen wir in den Auob ein (es ist viertel vor sechs) sichtet Dani oberhalb des Flussbetts eine Geparden-Silhouette. Genau das hatten wir uns im Auob doch erhofft! 🙂 Der Gepard ruft flussabwärts, erhält jedoch keine Antwort und verschwindet nach einigen Minuten hinter der Düne.

Wir lassen nicht locker, denn wir sind uns ziemlich sicher, dass es in der näheren Umgebung noch weitere Geparde haben muss. Wir fahren kurz zum Auchterlonie-Picknickplatz hoch - nix los. Weiter zum Auchterlonie Wasserloch - und wer kommt uns im Flussbett etwa 200m weiter südlich entgegen: zwei Gepunktete! 🤩









Die beiden stellen sich später als ein Weibchen und als ein Männchen heraus. Während das Männchen lange am Wasserloch trinkt, wirkt das Weibchen ziemlich nervös. Immer wieder suchen wir mit dem Fernglas die Richtung ab, wo wir vorhin den ersten Geparden gesehen haben...



Und keine zehn Minuten später taucht er hoch oben am Rand des Flussbetts auf!



Zielstrebig steuert er auf die beiden Katzen am Wasserloch zu. Sobald diese ihn jedoch entdecken nehmen sie Reissaus. Nun geht es Schlag auf Schlag 😣 . Das Paar von vorhin sprintet über die Strasse, der dritte Gepard in einem Affenzahn hinterher und wir versuchen so gut es geht zu folgen. Zum Glück sind wir das einzige Auto!









Im schönsten Morgenlicht treffen die drei aufeinander. Das Einzeltier ist ebenfalls ein Männchen. Wir haben erwartet, dass sich die Männchen nun um das Weibchen streiten würden. Dem ist aber nicht so.







Gemeinsam bedrängen die beiden Herren nun das Weibchen, welches sich immer wieder lautstark wehrt.







Schnell ist klar, dass die beiden Männchen zusammengehören und es auf das ‚arme‘ Weibchen abgesehen haben. Während den nächsten mehr als eineinhalb Stunden erleben wir interessante Interaktionen zwischen den Dreien im besten Morgenlicht. So zusagen 'Cheetah-Dating' par exellence! 😉







Es folgt nun eine Bilderflut, sorry!





Es wird gerufen,



gerauft,



und auch immer wieder mal durchgeschnauft.



Auch dies ist wieder eine Interaktion zwischen wilden Tieren, wie wir sie zuvor noch nie erleben durften 🙂 !









Unglaublicherweise sind wir immer noch das einzige Fahrzeug an dieser Sichtung. Was für ein Glück!











Gestört wird die Szenerie irgendwann gegen zehn vor sieben von einem Löwen, welcher aus Süden das Flussbett hochstapft.





Es ist 'One Eye' aus dem Rudel, welches wir bereits mehrmals bei Kamfersboom beobachten durfen. Er ist alleine unterwegs an diesem Morgen. Die Geparde haben den Löwen bald entdeckt und legen sich flach hin. Fertig Geplänkel!



Der Löwe hingegen hat nur das Wasserloch im Auge und übersieht die Geparde erstaunlicherweise. Für uns Nervenkitzel pur! Irgendwann legt sich der Löwe weiter weg in den Schatten. Er ist für uns nur noch zu hören und nicht mehr zu sehen.

Ein Schwalbenschwanzspint setzt sich in der Nähe auf ein Ästchen und sorgt für etwas Abwechslung in der ganzen Katzen-Hysterie 😉 .





Nach einer halben Stunde geht die Plänkelei zwischen den drei Cheetahs etwas weniger intensiv, aber für uns nicht minder spannend weiter.





Mal wehrt sich das Weibchen gegen die Avancen der beiden Männchen, mal ohrfeigen sich die Männchen gegenseitig. Es ist grandios das zu erleben!



Um acht Uhr dann wieder Szenen-Wechsel 🤩 ! Im Augenwinkel sehe ich, wie sich der Löwe von vorhin wieder flussabwärts bewegt. Auch den drei Gepunkteten auf der Düne entgeht dies nicht.





Kurz darauf hat er die Geparden erblickt – und wirkt alles andere als erfreut.



Zielstrebig steuert er auf die grazilen Katzen zu.



Zuerst machen sich die Geparde klein. Da sie aber sowieso bereits entdeckt wurden, richten sie sich irgendwann wieder auf und schauen dem Löwen gespannt entgegen. Der Löwe zögert keinen Augenblick und schreitet zackigen Schrittes die Böschung hoch. Als er noch etwa 50m von den Geparden entfernt ist, nehmen diese Reissaus. Zack, zack und weg sind sie! 🤩



Der Löwe hinterher, jedoch gemächlichen Schrittes. Mit der Geschwindigkeit dieser ausgewachsenen Geparde kann er es sowieso nicht aufnehmen...



Nach einem kurzen Durchatmen verlassen wir diese tolle Sichtung und rollen etwas weiter südlich, um einen geeigneten Platz zum Wenden zu finden. Wir kommen mit einem sehr netten älteren südafrikanischen Paar ins Gespräch und gerade als wir wegfahren wollen, kommt uns der Löwenmann von vorhin wieder im Flussbett entgegen.



Mit dem haben wir noch eine Rechnung offen! So ergeben sich einige schöne Fotomöglichkeiten und später nochmals ein etwas längeres Gespräch mit dem südafrikanischen Paar. Was für ein Zufall, dass der Herr im selben Bereich wie Dani arbeitet. Die Männer tauschen Visitenkarten aus und wollen in Kontakt bleiben…

Um viertel vor neun überlassen wir den Löwen sich selbst, fahren noch bis Gemsbokplein hoch und schon geht es zurück nach Kieliekrankie. Schnell das Auto einräumen, uns von Jacques verabschieden und auf der Lower Dune Road nach Osten.

Bei Kij Kij haben die Huftiere wieder Überhand gewonnen. Im Beisein von grossen Oryx- und Gnuherden verspeisen wir ein kleines Frühstück. Vom gestrigen Eland-Kadaver ist nicht mehr viel über. Wahnsinn, wie schnell das geht!





Mit erlaubter Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h fahren wir danach gen Nossob. Die Tiere haben sich in den Schatten zurückgezogen. Wir klappern alle Wasserlöcher auf dem Weg ab und machen bei Dikbaardskolk einen kurzen Toiletten-Stopp.

Kurz nach zwei sind die über 120km nach Nossob fast geschafft. Einige hundert Meter südlich des Camps wartet aber noch eine weitere Überraschung auf uns: eine Geparden-Dame mit Springbock-Kill! Das gibt es nicht - wochenlang keine Geparde weit und breit und am heutigen Tag bereits vier Stück… 🤩

Wir bleiben eine Weile bei ihr, entscheiden uns dann aber den Check-in zu erledigen sowie unsere diversen elektronischen Geräte und Akkus in unserem Häuschen einzustecken.


Mahaliweber / White-browed Sparrow-Weaver

Gleich darauf, um drei Uhr, sind wir wieder auf Pad. Vom Licht her müsste die Gepardin mit ihrem Kill je länger je mehr in die Sonne geraten.





Zwar zieht sie den bereits stark malträtierten Springbock immer mehr in den Schatten, mit der Zeit ergeben sich jedoch einige tolle Fotomöglichkeiten.





Obwohl die Gepardin sehr vollgefressen aussieht und sich kaum noch bewegen kann, beginnt sich kurz nach vier nochmals zu fressen. Acht Schakale warten derweil darauf, auch einen Happen abzubekommen. So richtig traut sich aber keiner ran.









Um halb fünf verlässt die Gepardin ihren Kill und legt sich in unserer Nähe unter einen Baum.





Es vergehen keine drei Sekunden und schon hat sich der Trupp Schakale den Kill geschnappt.







Obwohl es archaisch zu und her geht scheint eine gewisse Rangordnung vorzuherrschen.







Nicht minder spannend anzusehen! Bereits nach einer viertel Stunde ist kaum noch etwas vom Kill zu erkennen!





Wir fahren südlich bis Marie Se Gat und stehen dort eine Weile. Das Licht wäre fantastisch, ausser einigen Schakalen und Oryx herrscht jedoch gähnende Leere.



So kehren wir heute bereits eine halbe Stunde vor Torschluss ins Camp zurück. Wir sind gesättigt für den Tag!

Nach einem kurzen Besuch im Shop grillen wir leckere Braajbrodjies. Später sitzen wir noch eine Weile im Hide am Wasserloch. Ein Löwe brüllt regelmässig, scheint sich mal zu nähern, ist dann aber länger nicht mehr zu hören. Und uns zieht es langsam aber sicher in unsere gemütlichen Betten im Chalet...

Teil 5328. Nov. 2020

Tag 39 – 8. November 2019 – Honeymoon Löwen zwischen Nossob und Grootkolk, 173km
KTP, Grootkolk Wilderness Camp, Chalet No. 2

Wir verlassen Nossob zur Toröffnung. Es geht nach Süden zum Rooikop Wasserloch, wo wir vor einer Woche die fantastische Sichtung der Braunen Hyänen hatten. Heute herrscht gähnende Leere. Macht nichts. Wir kehren um und fahren nun nach Norden, unserem heutigen Tagesziel entgegen.

Durch unseren Schlenker nach Süden sind nun nicht mehr so viele Fahrzeuge aufs Mal unterwegs, was wir als sehr angenehm empfinden. Nossob hat sich in den letzten Jahren zu einem stattlichen Camp entwickelt und aus unserer Sicht ist die Kapazitätsgrenze im Bereich der Strassen nördlich und südlich vom Camp mehr als erreicht 🙁 .

Ein Honey Badger gibt uns zwischen Nossob und Marie Se Gat die Ehre 🤩 . Er kreuzt vor uns die Strasse und entfernt sich erst. Jedoch zahlt sich unsere Geduld aus und langsam aber stetig verlegt er seine Nahrungssuche wieder in unsere Nähe.





Das Fotografieren ist schwierig. Zum einen, weil sich der Honigdachs flink und in rasantem Tempo fortbewegt, zum anderen, weil er seine Beute hinter und unter den dichtesten Büschen sucht 😉 .







Immerhin steht die Sonne auf der 'richtigen' Seite. Wir bleiben über eine halbe Stunde stehen, während andere Besucher achtlos an uns und dem Badger vorbeifahren.







Trotz allen Schwierigkeiten gehört diese zu einer unserer besten Honeybadger-Sichtungen bisher.







Bei Cubitje Quap tummeln sich viele Gnus und Oryx.







Kwang ist leer und bei Bedinkt ist ebenfalls eine Herde Gnus beim Trinken anzutreffen. Hier essen wir unser Frühstück. Später treffen wir alte Bekannte von unserem letzten KTP-Besuch vor einem Jahr. Es entsteht eine rege Unterhaltung und schwups ist wieder eine Stunde vergangen 😉 . Für uns ist es beruhigend zu hören, dass alle anderen Besucher aktuell in etwa mit denselben ‚Schwierigkeiten‘ wie wir zu kämpfen haben: es sind einfach kaum Vögel (bisher haben wir zum Beispiel noch keinen einzigen Blutschnabelweber gesehen, die ansonsten in Hülle und Fülle umherfliegen) und Kleingetier (Mäuse, etc.) anzutreffen. Hier zwei Ausnahmen:


Wiedehopf / African Hoopooe


Marico-Schnäpper / Marico Flycatcher

Um viertel nach zehn biegen wir auf die Pad zum Polentswa Wasserloch ein und erspähen in den Büschen nebenan einen stattlichen Löwenkater. Etwas weiter vorne unter einem Baum liegt zudem ein Honeymooner-Päärchen. Im fünf Minuten- bis Viertelstunden-Takt findet die Paarung statt. Und dies bei doch schon beachtlicher Hitze von ca. 34°C.











Nach einiger Zeit geht es endlich für einen Schluck kühles Nass ans Wasserloch











und weiter geht das Schäferstündchen mitten auf dem Platz vor dem Wasserloch. Lange sind wir das einzige Auto. Irgendwann gesellt sich auch der zweite Löwe dazu und spaziert vom Wassertank in Richtung Wasser. Auch er ist ein Prachtskerl!







Mr. Honeymoon sieht mittlerweile etwas mitgenommen aus 😉 .



Kurz vor Mittag fahren wir weiter und wärmen bei Lijersdraai unsere Essensresten von vorgestern auf. Schon praktisch, eine Küche mit dabei zu haben… Die Siedlerweber betteln was das Zeug hält.



Die weiss blühenden Büsche (kennt jemand den Namen?) bereiten uns auch dieses Jahr grosse Freude, stehen sie doch nur an wenigen Tagen im Jahr in Blüte.









Bis nach Grootkolk treffen wir noch auf einige wenige sehr scheue Kuhantilopen und bei Kannaguas auf drei Bateleure und zwei Raubadler.





Punkt zwei Uhr sind wir in Grootkolk, wo wir von Isak nicht besonders freundlich begrüsst werden. Wir kennen ihn vom letzten Jahr und doch ist hier die Stimmung nicht dieselbe wie in anderen Wilderness Camps. Teilweise hat man das Gefühl, als Gast eine Bürde zu sein 🙁 . Und heute irgendwie besonders - mit werden mit den knappen Worten 'You can go now!' in unsere Hütte bugsiert.

Von unserem Campnachbarn erfahren wir, dass das Wasserloch hier im Camp kein Wasser enthält und Isak sich weigere, das Wasser aufzudrehen, weil das Bohrloch aktuell zu wenig Wasser für das Camp fördere! Eine grosse Gnuherde warte jedoch bereits seit Stunden auf etwas Wasser. Scheinbar hat unser Nachbar bei Isak bereits ziemlich Druck gemacht. Dies erklärt auch die seltsame Stimmung im Camp 😵 . Irgendwie schade, denn wir können beide Seiten sehr gut verstehen... Wir entscheiden uns, noch sparsamer mit dem Wasser umzugehen, als wir das in der Kalahari (und in Afrika an sich) sowieso bereits tun!

Wir räumen das Häuschen ein und legen uns dann kurz aufs Ohr.

Die Ausfahrt am Nachmittag führt uns nochmals nach Kannaguass und Lijersdraai im Süden. Eigentlich haben wir gehofft, in Lijersdraai das ansässige Tüpfelhyänenrudel zu finden. Dem ist aber nicht so. Einzig einige Elands und Oryx sind vor Ort, machen sich jedoch aus dem Staub noch bevor wir mit dem Landcruiser stillstehen.


Sabotalerche / Sabota Lark?




Kampf Raubadler / Tawny Eagle

Für die wenigen Tiersichtungen entschädigen heute Nachmittag immerhin die dramatische Gewitterstimmung am Himmel, die Einsamkeit hier im Norden sowie südlich von Kannaguass weiss-gelb blühende Büsche. Ein klein wenig Regen scheint hier in letzter Zeit wohl gefallen zu sein 🙂 .



Auf dem Rückweg geraten wir nochmals in einen veritablen ‚Dust Storm‘. Kurzzeitig können wir die Strasse kaum noch erkennen 🤩 .





Um fünf nach sieben sind wir zurück in Grootkolk.



Eigentlich wollten wir heute grillieren, entscheiden uns aufgrund des starken Windes und der Wetterlage dazu, auf Pasta mit Pesto auszuweichen. Es fallen wenige vereinzelte Regentropfen.

Nachdem der Wind abgeflacht ist, verbringen wir einen gemütlichen Abend mit Blick aufs Wasserloch. Ein stattlicher Kudubulle ist der erste, welcher vorbei schaut. Später haben wir einen Schakal, einen Fleckenuhu und kurz darauf eine Schleiereule, zwei Braune Hyänen sowie einige Oryx zu Besuch. Mehrmals hört man Schakale und Hyänen heulen. Wir geniessen diesen ruhigen Abend draussen so sehr, dass es wieder halb zwölf wird, bis wir uns endlich schlafen legen 😗 .

Teil 5405. Dez. 2020

Tag 40 – 9. November 2019 – Ruhiges Grootkolk, 90km
KTP, Grootkolk Wilderness Camp, Chalet No. 2

Trotz wenig Schlaf sind wir um viertel nach fünf wach. Der erste Blick aus dem Fenster zeigt ein leeres Wasserloch. Einige Meter links davon liegt jedoch ein Schatten, der sich dank Feldstecher als Löwenmännchen herausstellt. Wie cool! Der hat sich irgendwann in der Nacht klammheimlich angeschlichen 😄 .

Wir trinken gemütlich einen Tee und machen ‚Lion-Watching‘. Uns könnte es definitiv schlechter gehen. Irgendwann macht sich der Löwe zum Wasser auf, kehrt dem trockenen Wasserloch dann aber enttäuscht den Rücken. Zum Glück können wir Isak dazu überreden, den Wasserhahn für einen kurzen Augenblick aufzudrehen! Der etwas ältere Bursche sieht danach aus, als ob er etwas kühles Nass dringend gebrauchen könnte. Sobald der Löwe das Wasser plätschern hört macht er rechtsumkehrt und trinkt genüsslich während über einer viertel Stunde!







Eine Weile unterhalten wir uns noch mit unserem Campnachbarn von nebenan. Leider verlässt der Löwe das Wasserloch genau zwei Minuten, bevor die Morgensonne das Wasserloch erreicht hat… Ein Lanner Falcon jagt erfolglos Tauben. Mittlerweile strahlt die Sonne vom blauen Himmel.


Kapsperling / Cape Sparrow

Kurz nach sieben fahren wir dann doch noch los bis ans Union‘s End Wasserloch. Es ist bereits ziemlich warm. Dementsprechend sehen wir eher wenige Tiere.



Hie und da eine kleine Herde Springböcke, einige nervöse Wiedehopfe, Drongos und viele Greifvögel (Raubadler, Schlangenadler, Steppenfalken und Lanner-Falken).


Raubadler / Tawny Eagle

An drei unterschiedlichen Orten entdecken wir auf der Pad ‚frische‘ Löwenspuren. Vermutlich stammen sie von heute Morgen früh oder den Nachtstunden. Unsere Suche nach den Katzen verläuft jedoch erfolglos…

Am Union‘s End Wasserloch trinkt eine Herde Kudus sowie ein einzelnes Eland.



Sie nehmen schon bald Reissaus. Zurück bleiben die Vögel.


Schnurrbärtchen / Scaly-feathered Finch


Kaptäubchen / Namaqua Doves




Namaflughuhn / Namaqua Sandgrouse

Wir frühstücken und fahren dann langsam zurück nach Grootkolk. Nach einem leckeren Frühstück verbringen wir den restlichen Vormittag draussen vor der Hütte. Für Unterhaltung ist dank den vielen Vögeln hier in Grootkolk immer gesorgt.


Siedelweber / Sociable Weaver







Zum ersten Mal sehen wir in der Kgalagadi eine Akazien-Drossel.


Akaziendrossel / Groundscraper Thrush

Das Wasserloch wird von einem Kampfadler sowie einem Weissrückengeier und einem Schlangenadler besucht. Die Gefiederten sind definitiv in der Überzahl heute.


Kampfadler / Martial Eagle




Schwarzbrust-Schlangenadler / Black-chested Snake Eagle

Säugetiere kommen keine vorbei.






Gelbbauchgirlitz / Yellow Canary



Nach einem Nickerchen fahren wir am späteren Nachmittag nochmals ans Union‘s End Wasserloch. Dort hatten wir letztes Jahr eine tolle Begegnung mit einer kleinen Löwenfamilie.





Heute ist es mit 39°C um siebzehn Uhr einfach zu heiß. Wir sehen leider noch weniger Tiere als am Morgen. Spuren im Sand hätte es ja genügend...


Termitenschmätzer / Ant-eating Chat



Zurück in Grootkolk unterhalten wir uns eine Weile mit unseren deutschen Bekannten (auch sie haben wir im KTP kennengelernt 😉 ), welche heute in Grootkolk angekommen sind. Kurz bevor es komplett eingedunkelt hat, sind wir dann zurück in unserem Chalet. Scheinbar ist der alte Löwe von heute Morgen am späteren Nachmittag nochmals ans Wasserloch zum Trinken gekommen.

Wir schichten ein schönes Feuer auf. Es gibt Knoblauchbrot, gefüllter Gemsquash und Chicken Kebabs vom Upington Slaghuis. Verglichen mit unserem Botswana-Fleisch einfach hammer lecker!



Wie gestern auch verbringen wir den restlichen Abend am Wasserloch und hoffen auf ‚hohen‘ Besuch…

Wie ihr seht, liebe Leser des Reiseberichts, gibt es auch bei uns gelegentlich sehr unspektakuläre Tage in der Kalahari (abgesehen vom Löwen am Morgen) 🙄 .

Teil 5511. Dez. 2020

Tag 41 – 10. November 2019 – Grootkolk nach Gharagab, 120km
KTP, Gharaghab Wilderness Camp, Chalet No. 4

Leider war gestern Abend nicht mehr viel los am Grootkolk Wasserloch. Ganz anders sieht es heute um fünf aus, als der Wecker uns aus dem Schlaf holt. Von Weitem hören wir Löwen brüllen. Zwei Löwen, Eine Dame und ein Herr trinken gerade am Wasserloch. Nachdem sie ihren Durst gestillt haben, spazieren sie am Cabin neben uns vorbei in Richtung Dünen und legen sich unter einen Baum.

Die Fotoausbeute ist mager, es ist einfach noch zu dunkel. Eindrücklich war diese Sichtung aber allemal! 🙂



Wir brechen zu einer kurzen Ausfahrt in Richtung Union‘s End auf. Tiersichtungen sind rar. Vereinzelt ist ein Springbock zu sehen und bei Union‘s End verlässt gerade ein Schakal das Wasserloch. Das Federvieh präsentiert sich gelegentlich jedoch im schönsten Morgenlicht:


Raubadler / Tawny Eagle


Weissbürzelsinghabichte / Pale Chanting Goshawks




Mahaliweber / White-browed Sparrow-Weaver

Wir frühstücken am Wasserloch, beobachten Turteltauben und andere Vögel und fahren dann wieder nach Süden. Auch dem Kannaguass-Wasserloch statten wir einen Besuch ab. Auf dem Weg dorthin erspähen wir einen Häherkuckuck, ein Migrant. Fotografieren lässt er sich mehr schlecht als recht. Wir freuen uns trotzdem sehr, denn dieser Kuckuck ist für uns eine Erstsichtung 🤩 .


Häherkuckuck / Great Spotted Cuckoo

Rund um Kannaguass sammeln sich Springböcke und Gnus, ein Strauss stolziert vorbei. Ans Wasser traut sich aber niemand so wirklich. Den Grund dafür finden wir nicht heraus. Egal wie intensiv wir die Umgebung und den grossen Baum am Wasserloch absuchen...



Um neun sind wir zurück in Grootkolk, wo wir unsere sieben Sachen packen, während am ausgetrockneten Wasserloch die Gnus Schlange stehen. Kurz bevor wir losfahren hat ein Lanner Falke eine Turteltaube erwischt. Leider haben wir den Kill nicht beobachtet 😣 .






Schnurrbärtchen / Scaly-feathered Weavers


Granatastrild, Gelbbauchgirlitz und Siedlerweber



Wir verabschieden uns von Isak, mit dem wir leider einfach nicht warm werden und unterhalten uns bis elf Uhr mit Katja und Edith aus Köln, die wir nun bereits zum zweiten Mal in der Kgalagadi antreffen und dazwischen lose in Kontakt geblieben sind.

Auf der Fahrt nach Union‘s End ist deutlich mehr los als am Morgen. Dies obwohl die Temperatur bereits auf 37°C angestiegen ist. Bei Union‘s End tragen gerade Oryx ihre Revierkämpfe aus, während ein Sekretär gerne trinken würde.



Dank Katja‘s Beschreibung finden wir auch eine Braune Hyäne unter einem Baum neben der Strasse. Sie haben die Hyäne heute Morgen mit einer Verletzung an der linken Schulter angetroffen 🙁 . Die Hyäne ist recht aktiv, deckt sich immer wieder mit Sand zu, sitzt mal auf und schaut rum und legt sich dann wieder in den Schatten.

Wir stellen uns auch in den Schatten und warten ab. Keine halbe Stunde später spaziert die Brownie ans Wasserloch 🤩





trinkt dort lange an der prallen Sonne



und verschwindet dann auf der gegenüberliegenden Seite im Gebüsch.



Da die Hyäne kaum hinkt gehen wir davon aus, dass es sich bei der Verletzung vor allem um eine Fleischwunde handelt, welche von alleine abheilen wird. Und Braune Hyänen sind bekannt für ihre Robustheit! 🙂



Bei Union‘s End tragen wir uns ins Gästebuch ein und fahren dann zum Abzweiger auf die 4x4-Strecke nach Gharagab. Unter einem Baum sichte ich eine gut getarnte Afrikanische Wildkatze!





Die Pad nach Gharagab bietet ebenfalls allerlei Sichtungen: Unendliche Weite,







immer wieder Oryx, Steenböckchen und Kuhantilopen,



Strausse, mehrere Raubadler sowie ca. sieben Kilometer nach dem Gharagab-Waterhole



ein totes Eland mitten auf der Strasse 🙁 !



Bisher ist erst das Fahrzeug vor uns daran vorbeigefahren. Das Eland muss also heute Morgen oder letzte Nacht verstorben sein. Es ist wahnsinnig mager. Schon bedrückend, dass die Elands mit dieser Trockenheit scheinbar am wenigsten gut klarkommen 😵 ! So wie es aussieht ist es am Ende seiner Kräfte einfach Tod umgefallen und liegen geblieben. Wir finden keinerlei Verletzungen am Tier.

Im Camp werden wir von Eric, den wir bereits vom letzten Jahr kennen, sehr freundlich begrüsst. Wieder erhalten wir Cabin No. 4, ganz rechts aussen. Das passt! Nachdem wir letztes Jahr nur eine Nacht hier verbracht haben und es uns so gut gefallen hat, haben wir für dieses Jahr zwei Nächte gebucht. Wir freuen uns! 😎

Es sind weniger Vögel als letztes Jahr unterwegs. Vor allem Siedlerweber, Kanarienvögel und einige Rotbauchwürger tummeln sich in den Büschen rund ums Chalet. Am Wasserloch herrscht ein stetes Kommen und Gehen von Springböcken und Schakalen.

Wir machen ein Nickerchen. Danach bereite ich Brotteig zu für die Roosterkoek von heute Abend. Kurz nach Sonnenuntergang erhalten wir Besuch einer Braunen Hyäne am Wasserloch. Sie lässt sich Zeit beim Trinken, spaziert davon und kehrt wieder zurück.



In der Nähe hält sich ein Schakal mit einem gebrochenen Bein auf, eine leichte Beute, könnte man meinen. Die Hyäne interessiert sich jedoch überhaupt nicht für den Schakal und lässt ihn sogar gleichzeitig trinken.

Gerade als wir uns um acht mit Eric unterhalten besucht eine stattliche Löwendame das Wasserloch 🤩 ! Auch sie spaziert davon, legt sich eine Weile hin und kommt danach erneut zurück an den Trog, gefolgt von Schakalen und einer weiteren Oryxherde. Fotos gibt es keine mehr, da das Wasserloch in Gharaghab doch recht weit entfernt ist und der Scheinwerfer leider nur sehr schwach leuchtet...



Zum Abendessen lassen wir uns leckere Eland-Hamburger im selbstgebackenen Roosterkoek-Brot mit Süsskartoffeln vom Grill schmecken. Himmlisch!

Kurz vor elf dann der nächste Besuch einer Braunen Hyäne. Dieses Mal ein sehr grosses Tier, welches man ohne Feldstecher eher für ein Gnu, als eine Hyäne halten würde! 🤪 Sie trinkt lange und verschwindet dann wieder in der Dunkelheit. Irgendwann legen wir uns trotz weiterhin gut besuchtem Wasserloch schlafen. Muss auch mal sein… 😗

Teil 5621. Dez. 2020

Tag 42 – 11. November 2019 – Relaxen in Gharaghab, 29km
KTP, Gharaghab Wilderness Camp, Chalet No. 4

Wie gewohnt ist bei uns um fünf Aufstehen angesagt. Am Wasserloch tummeln sich bereits Oryx und Kuhantilopen. Wir geniessen den schönen Sonnenaufgang und fahren dann die wenigen Kilometer zurück zum Eland-Kadaver von gestern Nachmittag. Unterwegs gelingen uns tolle Fotos von einem Lanner Falcon-Paar.





Erstaunlicherweise wurde das Eland-Kadaver bisher erst von einem Schakal entdeckt, welcher grosse Mühe hat, das Tier irgendwo zu öffnen. Bis auf wenige Bissspuren am Gesäss ist das Eland noch komplett intakt.


African Hoopoe / Wiedehopf


Schwalbenschwanzspint / Swallow-tailed Bee-eater

Wir fahren bis zum Gharagab Wasserloch, welches jedoch auch sehr ruhig da liegt. Frische Löwenspuren von der Nacht sind jedoch klar zu erkennen 😮 . Wir frühstücken, lesen etwas und kehren dann zurück nach Gharagab. In der Nähe des Eland-Kadavers haben sich die ersten Weissrückengeier in Stellung gebracht.







Zurück auf der Terrasse gönnen wir uns einen umfangreichen Brunch mit Speck, Eiern und Roosterkoek.


Siedlerweber / Sociable Weaver



Später müssen wir nochmals etwas Wäsche waschen und räumen das Fahrzeug auf. Zwei Stunden Schlaf holen wir auch noch nach und sitzen ab vier wieder gespannt auf der Veranda mit Blick aufs Wasserloch. An Vogelbesuch mangelt es nicht 🙂 .


Gelbbauchgirlitz / Yellow Canary



Einen kleinen Spaziergang zum Viewing Deck bauen wir heute auch noch mit ein. Die Landschaft hier in den Dünen ist einfach fantastisch!







Schön, dass wir hier zwei Nächte verbringen dürfen!









Später plaudern wir länger mit Eric und entfachen dann ein Feuer.


Rotschulter-Glanzstar / Cape Glossy Starling







Boerewors mit Mash und Gravy-Sauce stehen heute auf dem Speiseplan. Lecker! 🤪

Kurz nachdem wir den Abwasch hinter uns haben und mit einem G&T auf der Terrasse sitzen erspähe ich am Wasserloch einen verdächtigen Schatten. Zuerst tippe ich auf Tüpfelhyäne. Im Blick durch den Feldstecher erkenne ich jedoch einen Leoparden! Wow! 🤩

Lautlos hat er sich angeschlichen und verschwindet nach wenigen Minuten ebenso lautlos in die Dünen. Wir sind geflasht! Mit dieser Sichtung haben wir definitiv nicht gerechnet hier in Gharagab...



Leider trinkt der Leopard nicht vom Wasserloch, sondern aus der Pfütze davor. Und weil das Licht am Wasserloch auf den Boden und nicht aufs Wasserloch gerichtet ist, war das Fotografieren doppelt so schwierig! (Vom Kgalagadi Leopard Project erfahren wir nach dem Urlaub, dass es sich bei unserem Besucher um das in der Region ansässige Männchen mit dem Namen 'Kham' gehandelt hat!)

Wir sitzen noch bis kurz vor elf in der Hoffnung draussen, dass der Leopard nochmals zurückkehrt.

Gerade als wir uns schlafen gelegt haben heulen die Schakale. Wie der Blitz springen wir beinahe gleichzeitig aus unseren Betten und stürmen nach draussen. Das hört sich doch nach Leopard an… Ist es aber nicht. Es ist die fette braune Hyäne von gestern Nacht 😣 . Ein schöner Abschluss eines relaxten Tages!

Teil 5723. Dez. 2020

Tag 43 – 12. November 2019 – Von Gharaghab zurück nach Nossob, 156km
KTP, Nossob Riverfront Chalet No. 13

Nachts hat es so richtig abgekühlt und es weht gefühlt für diese Jahreszeit eine kalte Bise. Dick eingepackt setzen wir uns mit einem heissen Tee nach draussen und harren der Dinge, die da kommen mögen. Der Sonnenaufgang ist fantastisch und die Ruhe hier einfach unschlagbar.



Bevor wir unsere Dinge zusammenpacken machen wir nochmals einen Abstecher zum Elandkadaver, welcher 8km von Gharagab entfernt auf der Pad liegt. Unterwegs ist alles noch sehr verschlafen.



Beim Kadaver ist jedoch die Hölle los. An die dreissig Geier scharen sich um das Eland, die Mehrheit fliegt jedoch sofort weg, als wir auftauchen 🙁 .



Obwohl wir viel Abstand halten und mehr als dreiviertel Stunden warten trauen sich die Geier nicht mehr ran.



So entscheiden wir uns, noch bis zum Gharagab Wasserloch zu fahren, wo jedoch gähnende Leere herrscht. Auf der Rückfahrt kommt es wieder zum selben Spiel am Eland-Kadaver. Scheue Geier und daher leider wenige Fotos dieses Spektakels. Dafür entdecken wir gleich nebenan einen Fleckenuhu (ein Foto gibt es jedoch nicht, wie ich feststelle).





Zurück in Gharagab unterhalten wir uns noch etwas mit unseren Nachbarn, die fünf (!!) Nächte hier verbringen, packen zusammen und verabschieden uns vom immer lächelnden Eric.

Die Fahrt geht zuerst ca. 27km durch die Dünen, bis wir nördlich von Lijersdraai wieder ins Nossobtal einbiegen. Die Landschaft hier auf der 4x4-Strecke ist einfach grossartig!


Weissbürzel-Singhabicht / Pale Chanting Goshawk



Die Tiersichtungen halten sich auch auf der weiteren Fahrt in Grenzen.






Gaukler / Bateleur

Es ist bereits elf Uhr und die Sonne steht senkrecht am Himmel. Wir rollen südlich, machen bei Polentswa einen kurzen Mittagshalt und treffen kurz vor Zwei in Nossob ein.

Wir erhalten den Schlüssel zum River Front Chalet No. 13, was sich als Glückstreffer erweist! Es bietet unserer Meinung nach den besten Blick aufs Wasserloch, was wir überhaupt nicht erwartet hatten. Auch sind die Chalets grosszügig gestaltet und vor allem die riesige Terrasse überzeugt.


Schlafzimmer vom River Front Chalet


Aussenbereich des Chalets


Blick aufs Flusstal


Blick in Richtung Camp Wasserloch

Nach einem ruhigen Nachmittag auf der Terrasse fahren wir kurz nach halb fünf nochmals raus. Es soll wieder nach Norden gehen. Leider sind die Sichtungen auch heute Nachmittag sehr rar: vereinzelt ein Springbock und viele Vögel...


Trauerdrongo / Fork-tailed Drongo


Rotbauchwürger / Crimson-breasted Shrike

Bei Kwang stellen wir uns lange hin und beobachten Geier. Eindrücklich, wie sich diese riesigen Vögel in die Luft schwingen und mit Hilfe der Thermik gen Himmel gleiten. Der Leopard der heute Morgen scheinbar hier gesehen wurde taucht auf alle Fälle nicht auf 😗 .


Ohrengeier / Lapped-faced Vulture






Kapturteltauben / Cape Turtle Dove



Bei herrlicher Abendstimmung rollen wir südlich und treffen in Nossob ein, als gerade der Vollmond aufgeht. Wir holen unser frisch gebackenes Brot im Shop, geben das Permit an der Reception ab und schauen kurz im Hide vorbei. Danach entfache ich ein Feuer, während Dani sich der Beseitigung der massiven Mückenplage im Chalet widmet. Das scheint der einzige Nachteil hier zu sein… 😵



Später grillen wir leckere Rindspiesse vom Upington Slaghuis. Dazu gibt es Griechischen Salat und frisches Brot. Während wir zu Abend essen kommen immer wieder Schakale am Wasserloch vorbei. Später auch eine Braune Hyäne, die sich nach dem Durst stillen genüsslich ein Bad gönnt.

Teil 5826. Dez. 2020

Tag 44 – 13. November 2019 – Kilometer abspuhlen rund um Nossob, 167km
KTP, Nossob Riverfront Chalet No. 13

Das Wasserloch-Kino hat wieder einmal zu einer kurzen Nacht geführt. Neben einer weiteren Braunen Hyäne wurde das Nossob-Wasserloch letzte Nacht vor allem von Schakalen sowie vereinzelten Oryx besucht.

Trotz wenig Schlaf sind wir voller Tatendrang. Fünf nach fünf kommt wieder eine Braune Hyäne zum Wasserloch. Das ist bereits die vierzehnte ‚Brownie‘ dieses Urlaubs!



Kurz nach halb sechs fahren wir zusammen mit vielen weiteren Fahrzeugen los in Richtung Norden. Das Flusstal ist wie leer gefegt. Das Thermometer zeigt frische 12°C 🙄 .

Wunderbar neigt sich der Vollmond in Richtung Horizont.





Bei Cubitje Quap tummelt sich eine nervöse Gnuherde. Einen wirklichen Auslöser für die Anspannung der Tiere können wir nicht ausmachen. Der aufgewirbelte Staub bei noch tiefstehender Sonne führt jedoch zu einer speziellen Stimmung.









Nachdem wir vergeblich einem Wiedehopf nachzustellen versuchen geht es für uns weiter nach Norden. Dasselbe Spiel wie vorhin: es sind kaum Tiere unterwegs 🙁 .



Bei Kwang sind die Geier von gestern Abend weiterhin vor Ort, ebenso machen wir einen Schlankichneumon sowie unseren ersten Common Scimitarbill (Sichelhopf) dieses Urlaubs aus. Fotos ergeben sich leider beide Male nicht.

Bei Kousant (wir sind bereits über 50km gefahren!) stehen einige Oryx und Strausse. Sie machen sich langsam aus dem Staub, als wir heranrollen.

Dann einige hundert Meter vor Polentswa eine Autoansammlung 🤩 : im dichten Busch neben der tiefer gelegenen Pad steht ein Löwenmann inklusive Elandkill von letzter Nacht. Scheinbar wurden zuvor noch weitere vier Löwen gesehen. Diese sind jedoch bereits weg, als wir hier ankommen. Fotografieren lohnt sich aufgrund der Licht- und Standortverhältnisse nicht.

Bei Polentswa ist dann endlich mal etwas mehr los. Flughühner, Lerchen, Tauben und Geier tummeln sich rund um das Wasserloch. Etwas weiter entfernt machen wir eine Herde Springböcke aus.


Namaqua Flughühner sowie ein Nachtflughuhn





Wir frühstücken mit leckerem Brot von gestern Abend und beobachten das Treiben hier.


Steppenlerchen / Fawn-coloured Larks?




Fleckenflughuhn


Kaptäubchen / Namaqua Doves





Eine Gnuherde sowie ein einzelner Springbock schauen auch mal kurz vorbei.











Die Sichtungen auf dem Rückweg sind schnell erzählt: Eine Fuchsmanguste beehrt uns, ebenso einige Geier und Gnus sowie bei Cubitje Quap ein juveniler sowie ein adulter Gaukler.

Zurück in Nossob füllen wir unseren Tank nochmals mit Diesel, was sehr schnell geht. Mit dem Zahlen ist es dann komplizierter. Das eine Kreditkartengerät funktioniert nicht, das Problem wird aber auf unsere Kreditkarte(n) geschoben. Und mit dem anderen Gerät, welches funktioniert dürfen wir nicht bezahlen, weil das auf die falsche Rechnung geht. Die Lösung ist dann, dass wir mit der Kreditkarte am Kreditkartengerät an der Reception Geld ziehen und mit diesem wiederum die Tankrechnung bar bezahlen. Immerhin findet sich eine Lösung. (Im Nachhinein bringt uns dieses Vorgehen die Sperrung unserer Kreditkarten ein... 😵 )

Nach einem kurzen Besuch im Shop und der Brot-Bestellung für heute Abend ist es eins, bis wir in unserem River Front Chalet ankommen.

Wir essen was zu Mittag, relaxen, dösen und geniessen es einfach hier zu sein.



Um halb fünf machen wir eine weitere Ausfahrt. Nach dem 'Flop' heute Morgen entscheiden wir uns, nach Süden zu fahren. Das soll sich ganz schnell auszahlen, denn bereits nach etwa vier Kilometern erspähen wir (leider wiederum in dichten Busch) eine Gruppe von vier Löwen!

Bei Marie Se Draai liegt ein einige Tage alter Gnukadaver. Nach den vielen Elands mal eine Abwechslung…





Ein Schakal macht sich mit grosser Ausdauer am Kadaver zu schaffen. Der Weissrückengeier würde auch gerne etwas abbekommen.





Mit den Schakalen wird es einfach nie langweilig 🙂 . Diese Gesellen überraschen uns immer wieder und werden unserer Meinung nach häufig unterschätzt und als ‚Plage‘ abgetan. Schade eigentlich...





Irgendwann reissen wir uns von dieser Sichtung los, kommen jedoch nicht weit. Ein Löwenpaar liegt etwas fünfzig Meter neben der Strasse im schnell schwindenden Schatten eines Baumes. Da wir sowieso nicht mehr weiter bis zum nächsten Wasserloch nach Kaspersdraai fahren wollen stellen wir uns hin und hoffen darauf, dass vielleicht noch etwas Bewegung in die Sache kommt.





Bei einer Flasche Cider wartet es sich problemlos 😗 . Die Löwen sind jedoch eher mit Yoga-Positionen und ausgiebiger Mediation beschäftigt, als sich den wartenden Fotografen zu präsentieren. Man kann es ihnen nicht übel nehmen…





Einige Meter weiter vorne erkennen wir in den Büschen zwei weitere Löwen. Auch sie liegen unbeirrbar im Schatten und machen keinen Wank. Immerhin bringt dies unseren ‚Löwenzähler‘ in diesem Urlaub auf sage und schreibe 95 Exemplare! Ob wir die Hunderter-Marke noch knacken können in den letzten Tagen hier im KTP?

Nach Sonnenuntergang machen wir uns auf den Rückweg zum Camp. Das Highlight sind zwei Fleckenuhus, welche wir gleich neben der Strasse in einem Baum entdecken.







Kurz darauf begegnen wir nochmals einer der Löwinnen von vorhin bei Rooikop und schon sind wir mit zehn Minuten Reserve zurück in Nossob.



Bei einer Flasche leckeren Weisswein aus den Orange River Cellars, gefüllter Butternut, Hähnchen-Spiessen und dem Jaulen der Schakale lassen wir unseren letzten Abend in Nossob ausklingen. Auch der obligate Besuch einer Braunen Hyäne kurz vor elf lassen wir uns nicht entgehen. Danach legen wir uns schlafen...

Teil 5927. Dez. 2020

Tag 45 – 14. November 2019 – Zurück in den Auob oder Rosapelikan auf Abwegen, 249km
KTP, Kieliekrankie Wilderness Camp Chalet No. 4

‚Leider‘ war die Nacht am Nossob Wasserloch auch dieses Mal eher ruhig und der erhoffte Katzenbesuch blieb trotz gelegentlichem Radau der Schakale aus.



Da wir uns denn Stress mit den vielen Fahrzeuge bei Gateöffnung ersparen wollen, fahren wir erst kurz vor sechs Uhr los. Wenige hundert Meter nördlich von Nossob dann eine Riesenüberraschung: auf einem abgestorbenen Baum im Flusstal sitzt ein Rosapelikan 🤩 !





Wir trauen unseren Augen kaum. Aber wie sehr wir unseren Feldstecher und den Birdguide bemühen, es kann nur ein Pelikan sein! Ob ab vom Kurs und verirrt oder nur zur Pause hier – das werden wir wohl nie erfahren. Den nächsten grösseren Fischbestand gibt es am Oranje, über dreihundert Kilometer weiter südlich...


Wiedehopf / African Hoopooe






Trauerdrongo / Fork-tailed Drongo


Maricoschnäpper / Marico Flycatcher

Ansonsten erfreuen wir uns an Wiedehopf, Drongo und Co., welche heute schön im Sonnenlicht posieren. Es geht bis nach Kwang hoch, wo sich auch heute die Geier tummeln. Auf dem Rückweg erspähen wir unter einem Busch einen Scrub Hare, auch nicht alltäglich.







Der Rosapelikan befindet sich auch immer noch an Ort und Stelle 😉 .



In Nossob checken wir aus, schauen uns noch nach Eulen um und fahren dann gemächlich nach Süden. Zwei stattliche Kudubullen kommen uns im Gegenlicht entgegen. Die haben wir hier auch noch nicht häufig angetroffen.

Bei Marie Se Draai ist von den vier Löwen von gestern nichts mehr zu sehen. Aber es soll viel besser als das kommen: eine knutschgelbe Cape Cobra schlängelt sich neben der Strasse durch den Busch. Wie cool!













Weiter südlich sehen wir immer wieder kleine Kudugruppen. Ansonsten werden die Wasserlöcher mehr oder weniger gut von Springböcken, Gnus und Oryx besucht.

Bei Dikbaardskolk machen wir eine kurze Frühstücks- und Pinkelpause. Danach geht es über die sehr wellblechige Upper Dune Road zurück in den Auob River. Am Eland Wasserloch hat es Oryx sowie dem Namen entsprechend ein Eland. Bei Moravet sind viele Strausse und Oryx zu sehen



und Vaalpan bietet uns endlich wieder mal einen Sekretär sowie einen Schwarzkopfreiher.



Zurück im Auob dann bei Rooibrak das pralle Leben: vier Sekretäre, Kudus, eine Elandherde inklusive Jungtier, eine grosse Springbockherde sowie Oryx.







Südlich von Batulama dann ein Löwen-Roadblock! Das schlafende Paar lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen 😄 .







Auch eine Steppenfalken-Sichtung sowie der (brütende?) Kaptriel erfreuen uns sehr.


Steppenfalke / Greater Kestrel


Kaptriel / Spotted Thick-Knee

Wir checken kurz nach zwei Uhr in Kieliekrankie ein und werden von einem sehr fröhlichen Willem begrüsst, der uns aber erklärt, dass er nicht der ‚richtige‘ Willem sei. Der komme Morgen zurück. Für uns spielt das keine Rolle, Hauptsache die Begrüssung ist herzlich und wir dürfen wieder in Kieliekrankie sein. Wir richten uns erneut im Häuschen Nummer 4 ein, essen was zu Mittag und legen uns nochmals kurz hin, bevor wir uns zum Nachmittagsdrive ins Auob-Tal aufmachen.

Es geht südlich bis Kamfersboom und dann nördlich bis Rooikop. Das Löwenpaar hat sich nun neben die Strasse gelegt. Egal wie sehr sich die Löwendame bemüht und ihren Mann umgarnt, er ist nicht mehr für ein Schäferstündchen zu haben 😣 .

Ansonsten sehen wir Erdmännchen und -hörnchen, einige Raubadler, Strausse und viele Drongos.











Bei Rooikop ist immer noch so einiges los: Ein Giraffenbulle ist dazu gestossen und hat die Elandherde verjagt.







Und nun kommt die Giraffen-Trink-Studie:











Abgelöst wird er wieder durch eine Gruppe Elenantilopen.








Raubadler / Tawny Eagle

Auf dem Rückweg unterhalten wir uns beim Löwenpaar mit einem freundlichen südafrikanischen Päärchen, welches ebenfalls in Kieliekrankie nächtigt.



Danach folgt ein wunderbarer Sonnenuntergang, gefolgt von einem Wahnsinns-Abendrot. Herrlich!



Weil es in Kieliekrankie wieder einmal stark windet, kochen wir Chicken-Curry mit Butternut und Reis und verzichten zu Dani‘s grossem Bedauern auf ein Feuer. Unsere letzten Nächte im KTP brechen an...

Teil 6001. Jan. 2021

Tag 46 – 15. November 2019 – Der zweitletzte Tag im KTP, 167km
KTP, Kieliekrankie Wilderness Camp Chalet No. 4

Nach siebeneinhalb Stunden Schlaf fühlen wir uns so erholt wie lange nicht mehr. Punkt halb sechs rollen wir vom Platz in Richtung Nossobflusstal. Weissflügel- und Riesentrappen sowie vereinzelte Steenböckchen sind in den Dünen zugegen. Kein Problem, dass wir sonst nicht viel sehen. Die spektakuläre Morgenstimmung genügt!

Bei Kij Kij finden wir ein Schlachtfeld mit mittlerweile sieben unterschiedlich ‚gereiften‘ Kadavern vor. Ein Gnu ist dazu gekommen, seit wir vor ca. einer Woche das letzte Mal hier waren. Den Schakalen gefällts 🙄 . Rund ums Wasser tummeln sich Gnus und Springböcke.




Wiedehopf / African Hoopooe



Wir fahren weiter südlich und stehen kurz vor Rooiputs lange bei einem Kapfuchsbau.







Die beiden Jungen sind eifrig damit beschäftigt, sich gegenseitig in den Schwanz zu beissen und einander hinterherzujagen. Währenddessen liegt die Mutter entspannt hinter einem Busch und beobachtet das Treiben. Für uns eine lang ersehnte Sichtung!









So entscheiden wir uns auch noch bei den Kapfüchsen zu bleiben, als wir erfahren, dass wenige hundert Meter südlich ein Gepard unterwegs sei, jedoch zusammen mit ca. fünfzehn Fahrzeugen…




Mahaliweber / White-browed Sparrow-Weaver



Irgendwann ist der Gepard scheinbar weg und die Fahrzeuge scharen sich um uns. Das ist alles andere als toll 😈 . Wir machen uns aus dem Staub und beobachten bei Leeudril eine Bande Erdmännchen auf und neben der Strasse.





Auf dem Rückweg zum Camp sehen wir zwei Fleckenuhus in einem Baum, einige Steenböckchen sowie mehrere Raubadler. Das war eine ruhige, aber mit den jungen Kapfüchsen durchaus lohnende Ausfahrt heute Morgen 🙂 .


Raubadler / Tawny Eagle





Den Nachmittag verbringen wir mit häkeln, lesen und dösen im Chalet. Nach einer erfrischenden Dusche geht es um vier los ins Auob-Tal.




Trauerdrongo / Fork-tailed Drongo

Mit 35°C ist es zwar immer noch recht warm, jedoch nicht übermässig. Je länger wir unterwegs sind, umso angenehmer werden die Temperaturen und umso aktiver die Tiere. So begegnen wie einem hyperaktiven Wiedehopf,



der eifrig mit seinem langen Schnabel im Sand nach Nahrung stochert.





Weniger aktiv sind hingegen die beiden Löwenmänner, welche gleich vor Kamfersboom im Schatten liegen. Sie frönen wie so oft dem Nichtstun. Aus diesem Grund gibt es auch (noch) keine Fotos von ihnen 😉 .

Es geht nochmals den Auob hoch bis Batulama. Heute sind es vor allem die Vögel, welche sich immer wieder im schönsten Licht positionieren. Hervorzuheben sind da ein Rotstirn-Bartvogel, von dem uns kein Foto gelingt und ein Rothalsfalke, welcher ausgiebig posiert.


Rothalsfalke / Red-necked Falcon




Weissflügeltrappe / Northern Black Korhaan

Nach sechs fahren wir nochmals zu den beiden Löwen, die nun etwas aktiver sind als vor einer Stunde. Einer der beiden hat ein blindes linkes Auge. Wir vermuten es ist der Löwenmann, welcher uns vor gut einer Woche bereits begegnet ist und die drei Geparde verjagt hat.





Ebenso fällt uns wieder ein, dass wir hier in der Nähe letztes Jahr (November 2018) ebenfalls zwei Löwen begegnet sind, wovon einer ein trübes Auge hatte. Vermutlich sind das dieselben 'Brüder'. Schön sie wieder zu sehen!







Wir unterhalten uns noch einige Minuten mit einem Field Ranger, welcher durchfährt und dazu schaut, dass die Torschliessungszeiten eingehalten werden (ein Fahrzeug, welches noch nach Twee Rivieren muss, wird es definitiv nicht mehr pünktlich schaffen 😵 ). Auch er freut sich sehr über die beiden Löwen.





Um sieben verlassen wir die Zwei und rollen im schönsten Abendlicht zurück nach Kieliekrankie, wo wir nun vom ‚richtigen‘ Willem, welchen wir bereits von 2016 kennen, begrüsst werden. Morgen bricht unser letzte komplette Tag in der Kalahari an. Und wir werden meine Eltern treffen, welche die Kalahari zum ersten Mal besuchen! 😁 Etwas wehmütig sind wir ja schon… 🙁



Teil 6102. Jan. 2021

Tag 47 – 16. November 2019 – Geparde, Pannen und ein Treffen, 111km
KTP, Urikaruus Honeymoon Chalet



Wie gewohnt fahren wir um halb sechs los. Wir haben das Auto bereits voll bepackt und verabschieden uns von Willem, dem Camp Attendant. Es bricht unser letzte volle Tag im KTP an. Wie wahnsinnig schnell die Zeit vergeht!


Weissflügeltrappe / Northern Black Korhaan, in den Dünen allgegenwärtig

Da wir bei Auchterlonie häufig Glück mit Gepardensichtungen hatten steuern wir als Erstes diese Richtung an. Aktuell ist es ruhig. Einzig ein Oryx steht etwas verloren im Flussbett und starrt uns an. Also weiter bis Kamfersboom, wo gestern die Löwen lagen.

Ein schöner Schabrakenschakal ist unterwegs, die Löwen haben sich wie erwartet im Laufe der Nacht in die Dünen zurückgezogen. So fahren wir zurück nach Auchterlonie, wo uns das Geparden-Glück wieder hold ist! 😄 Es ist viertel nach sechs.







Zwei Gepardenmännchen stolzieren auf der Strasse rum, legen sich neben die Strasse, um dann gleich wieder aufzustehen und einen Baum zu markieren.







Eine unserer besten Gepardensichtungen überhaupt! Im schönsten Morgenlicht, hautnah und zusammen mit nur einem anderen Auto. Was für ein schöner zweitletzter Morgen… 😁









Dieser magische Moment dauert effektiv nur eine viertel Stunde, fühlt sich aber wie eine Ewigkeit an.







Es sind übrigens wieder die beiden Burschen (genannt Gina's Boys), welche wir vor einigen Tagen zusammen mit dem Weibchen Hanri gesehen haben.









Geschwisterliebe! 😊







Gerade als zwei weitere Fahrzeuge dazustossen, ziehen sich die Geparden langsam ins Flussbett zurück, schnüffeln hier und da und legen sich noch einen Augenblick hin. Bald darauf verschwinden sie über den Rand des Flussbetts in Richtung Dünen.









Und wir bleiben sprachlos zurück! Das war soooo schön...

Von der Auchterlonie Pinic-Site aus können wir die Geparde nochmals eine Weile beobachten. An der grossen Springbockherde hier oben haben sie jedoch kein Interesse. Irgendwann verschwinden sie ausser Sichtweite.


Mahaliweber / White-browed Sparrow-Weaver


Drosselschnäpper / Chat Flycatcher? Rostschwanzschmätzer / Familiar Chat

Bei Batulama beglückt uns ein Paar Rothalsfalken.





Dort sehen wir auch Fussabdrücke einer Katze in Leopardengrösse, welche über die Strasse zum Wasserloch und wieder vom Wasserloch wegführen. Der Verursacher ist aber nicht mehr auszumachen…






Gut getarnt...


Weissrückengeier / White-backed Vultures

Nördlich von Kamqua sitzen zwei Weissrückengeier auf ihrem Nest. Endlich gelingt es uns auch mal, zwei Sichelhopfe zu fotografieren, die sich um eine Nesthöhle im Baumstamm scharen.


Sichelhopf / Common Scimitarbill



Irgendwann werden sie von einem Paar Grey-headed Sparrows vertrieben. Bis zum Ende ist für uns unklar, ob das Nest nun den Sichelhopfen oder den Sperlingen gehört.


Graukopfsperling / Southern Grey-headed Sparrow

Auf der Kamqua Picnic Site machen wir eine kurze Pause, fahren jedoch schon bald wieder südlich. Um halb elf haben wir uns mit meinen Eltern verabredet, welche ihre vierwöchige Südafrikareise gestern hier im KTP gestartet haben 🙂 .

Es ist viertel vor zehn, als wir zwischen Rooibrak und Montrose einen faulen Löwenmann im Flussbett entdecken. Von dem ist aktuell nichts zu erwarten… Südlich von Montrose dann das erste Eland des Tages.

Eigentlich wären wir ja pünktlich zu unserer Verabredung bei Auchterlonie erschienen, wenn da nicht ein Toyota Yaris mit zwei französischen Insassen kurz nach Gemsbokplein im Sand gesteckt hätte! Wir probieren den Yaris zuerst rauszuschieben, was auch über einige Meter gelingt. Er bleibt jedoch sofort wieder Stecken. Immer mehr Autos kommen dazu, jeder hat einen gut gemeinten Ratschlag bereit 🤨 .

Ein deutscher Hilux zieht den Kleinwagen dann mit der Winde aus dem Sand (hallo HeiVi 😉 ). Sogleich fahren alle anderen Besucher weiter und während wir dasselbe tun wollen sehen wir im Rückspiegel, dass der Toyota bereits wieder feststeckt 😣 .


Dani versucht den Franzosen zu erklären, wie sie nach dem rausziehen zu fahren haben...hilft aber nix 😕

Auch das zweite Mal rausziehen durch uns führt dazu, dass der Toyota danach gleich wieder im Sand stecken bleibt. Die beiden Franzosen wirken komplett hilflos und mittlerweile ziemlich verzweifet. So hängen wir sie nochmals bei uns hinten ran und ziehen sie mehr als einen Kilometer weit, bis zu einem steinigeren Abschnitt auf der Pad. Nun können sie endlich wieder selbst losfahren und wir schauen, dass wir vom Acker kommen... 😗

Um elf sind wir dann bei meinen Eltern auf der Auchterlonie Picnic-Site. Das Wiedersehen nach sieben Wochen ist freudig. Wir tauschen Afrika- und KTP-Latein aus, geniessen die von ihnen mitgebrachten frischen Früchte und so rollt die Zeit dahin.

Nach Mittag kommt ein Südafrikaner bei uns vorbei und fragt, ob wir ein Reifenraparaturset mit dabeihätten. Ja klar haben wir das - ob er es brauche? Nein sagt er, aber wir bräuchten es. Der Toyota Hilux meiner Eltern hat auf der linken, von uns abgewandten Seite zwei (!!) platte Reifen. Das darf doch nicht wahr sein 😈 ! Das ist ja wie ein Sechser im Lotto...



So verbringen wir den restlichen Mittag mit Reifenwechseln und reparieren. Zum guten Glück haben wir das Reifenreparaturset zum ersten Mal auf einer Reise mit dabei, nachdem wir letztes Jahr zwei Deutsche im KTP getroffen hatten, welche ebenfalls gleichzeitig zwei platte Reifen hatten! Und durch das Schattendach an unserem Landcruiser müssen wir nicht in der brütenden Hitze arbeiten 😗 .





Nach etwas mehr als einer Stunde haben wir zwei geflickte Reifen, welche keine Luft mehr verlieren und auch nach einer weiteren Stunde sieht es so aus, als ob das Problem gelöst wäre. Hoffen wir das Beste!


Zirplerche / Spike-heeled Lark

Um vier geht’s dann weiter in den Norden. Tiersichtungen haben wir wenige. Der schlafende Löwenmann liegt immer noch an derselben Stelle. Ansonsten erfreuen wir uns an Wiedehopfen und Erdmännchen. Bei Kamqua verabschieden wir uns von meinen Eltern, welche wir etwas beneiden, da sie nun zwei Wochen im KTP und zwei weitere Wochen im Krüger verbringen werden.

Nach dem anstrengenden Morgen merken wir, dass wir etwas geschafft sind. So entschliessen wir uns um halb fünf bereits in Urikaruus einzuchecken und das Wasserloch vor Ort zu geniessen.

Im Honeymoon Chalet sind wir zum ersten Mal. Die Lage zu äussert im Flussbett und der Blick aufs Wasserloch, wenn auch etwas weiter weg als bei den normalen Chalets, gefällt uns hier ausserordentlich gut. Entgegen der anderen Chalets ist das Honeymoon Chalet nur auf einer Etage angelegt und verfügt über ein Doppelbett. Der grosse Preisunterschied wird uns nicht ganz klar, ansonsten gefällt es uns hier jedoch genauso gut wie in den etwas älteren Chalets. Wählerisch darf man sowieso nicht sein, man nimmt, was man bei der Buchung bekommt 😉 .

Unser Nachbar macht uns auf einen Geparden relativ weit weg am Rande des Flussbetts aufmerksam. Von unserem Chalet aus können wir ihn gut mit dem Feldstecher beobachten. Wie toll, nach heute Morgen nochmals einen Artgenossen zu sehen!

Später wird das Wasserloch von Schakalen, Oryx, Springböcken und als es bereits eindunkelt von sechs Giraffen besucht.







Während wir das Abendessen zubereiten liegt Charly, der Kapfuchs immer in der Nähe unseres Chalets.









Mit unserem letzten Mehl backen wir nochmals Roosterkoek.



Nach dem Abendessen kommt ein Honey Badger sowie später eine Scrub Hare ans Wasserloch. Katzenbesuch gibt es heute (zumindest während wir wach sind) keinen.

Teil 6203. Jan. 2021

Tag 48 – 17. November 2019 – KTP - Abschied mit Paukenschlag, 327km
Namibia, Kalahari Anib Lodge,Campsite No. 1

Nach einer windigen Nacht begrüsst uns hier in Urikaruus auch ein windiger Morgen. Der Himmel ist mehrheitlich bedeckt. So verbringen wir den Morgen dick eingepackt (brrr, es ist kalt) auf unserer Terrasse und hoffen auf Besuch am Wasserloch.



Von halb sechs bis um sieben ist es sehr ruhig. Einzig einige Tauben geniessen das kühle Nass, während sich Drongos mit Krähen um den besten Platz auf unserem Chalet streiten. Später bietet ein Wolkenloch auch etwas Sonnenschein und hoch oben auf der Düne tauchen einige Abschiedsgiraffen auf.







Leider kommen sie nicht runter ans Wasserloch. Dieses wird mittlerweile immerhin von Springböcken und Oryx besucht.

Dann, gerade als ich Speck fürs Frühstück braten will und noch kurz auf den Balkon raus trete, die grosse Überraschung! Ein Leopard am Wasserloch!! Und dies um viertel vor acht und endlich mal nicht in der stockfinsteren Nacht. Gebührender könnte unsere letzte Morgen nicht ablaufen 🤩 .







Es ist wiederum Botshelo, das Leopardenmännchen, welches sich rund um Urikaruus (und mittlerweile im gesamten Auob) ein Revier angeeignet hat. Wir geniessen die gut fünf Minuten mit diesem wunderschönen Tier in vollen Zügen.





Danis Kamera läuft heiss. Man weiss ja nie, wie viel Zeit der Kater uns schenken wird...









Dann nämlich wird er von anderen Bewohnern hier im Camp erschreckt 😈 , macht einen grossen Satz zur Seite und rennt in Richtung Dünen davon.



Immer wieder blickt er zurück und spaziert im Anschluss dann gemächlich die Düne hoch. Einige Minuten können wir ihn noch beobachten, dann ist er weg!







In Ruhe wird nun gefrühstückt. Endlich wieder mal mit frischer Milch und Früchten, welche meine Eltern uns gestern mitgebracht haben. Herrlich! Irgendwann ist dann packen angesagt und der Abschied von Urikaruus naht.

Bei Erick hinterlassen wir unsere Teigwaren aus dem Bohnensack und halten noch einen langen Schwatz mit einem deutschen Ehepaar, welchem wir bereits in Kieliekrankie begegnet sind. Um halb elf gehts dann wirklich los.


Schwalbenschwanzspint / Swallow-tailed Bee-eater



Neben einigen kleineren Sichtungen,





sind noch zwei Afrikanische Wildkatzen zu erwähnen. Einer begegnen wir zwischen Dalkeith und Craig Lockart,





die andere liegt bei Craig Lockart schön drapiert auf einem Ast.



Ein Schwatz mit Katja und Edith sowie einem Südafrikaner, welchen wir letztes Jahr kennen gelernt haben folgt ebenfalls noch. Wir nehmen sehr gemächlich Abschied von unserem Herzenspark... 😉

Kurz vor eins sind wir in Mata Mata und wollen noch einige Liter Diesel in den Tank füllen. Gemäss Parkbroschüre ist die Tankstelle am Wochenende zwischen eins und zwei geschlossen. Sollte also passen! - Dem ist leider nicht so, neuerdings ist die Tankstelle zwischen zwölf und zwei Uhr geschlossen 😈 . Pech gehabt! Weil wir nicht riskieren wollen vor der nächsten Tankstelle bei Gochas leer zu laufen, warten wir halt ab.

Wir essen was Kleines zu Mittag, beobachten einige Rauchschwalben bei der Schmetterlingsjagd und schauen uns die eben neu eröffnete 'Raptor-Ausstellung' an. Sehr informativ und nett gestaltet.





Um zwei Uhr können wir dann endlich tanken, bringen das Exit-Procedere hinter uns und stehen nun wieder an der Grenze zu Namibia. Die Grenzbeamten dort nehmen es äusserst genau. Nur eine weitere Station in Namibia anzugeben reicht ihnen nicht. Auch unsere Aussage, dass wir danach weiter fliegen werden können sie uns irgendwie nicht glauben. Ist aber so! Nach einer längeren Diskussion haben wir die Stempel dann im Pass.

Nachdem der namibische Polizist auch noch in unser Auto geschaut hat und zufrieden ist, dass wir unsere letzten Holzscheite bereits beim südafrikanischen Beamten abgegeben haben, geht es los auf der C15 Richtung Gochas.

Wir vertreiben uns die Zeit mit Podcasts und bewundern die immer wieder doch sehr schöne Landschaft. Neben vielen Vögeln sehen wir unterwegs sogar Erdmännchen und eine Mole Rat, die zwei Mal vor uns die Strasse quert.

Bei Gochas wird nochmals aufgetrankt und kurz nach sechs kommen wir in der Kalahari Anib Lodge an, wo wir mit einem Wilkommensgetränk begrüsst werden. Das ist uns als Camper bisher selten passiert…



Unsere Campsite No. 1 ist für unseren Geschmack etwas nahe an der Lodge gelegen, verfügt ansonsten aber über alle Einrichtungen, die das Camperherz erfreuen: eigenes WC- und Duschhäuschen, Grillbereich, Schattendach, Tisch und Bänke sowie ein Abwaschbereich.

Müde vom langen Tag verwerten wir noch unsere letzten Fleisch-, Reis- und Gemüseresten und legen uns schon bald schlafen. Nachts kommt eine (Haus-) Katze zu Besuch, ansonsten bleibt es still…

Teil 6311. Jan. 2021

Tag 49 – 18. November 2019 – Etwas Spass und Aufräumen in der Kalahari, 0km
Kalahari Anib Lodge, Campsite No. 1

Unsere achtwöchige Reise neigt sich nun definitiv ihrem Ende zu – wir hätten es gut nochmals einige Wochen hier in Afrika ausgehalten, aber die Arbeit und der Alltag zu Hause rufen 😄 . Der letzte volle Tag in Namibia steht an (zum Glück geht es dann nochmals einige Tage zu Freunden nach Südafrika... 😗 ).

Erstmals ist heute Ausschlafen angesagt – bis sieben, denn länger schlafen sind wir uns nicht mehr gewohnt!



Wir frühstücken ausgiebig und putzen die übrig gebliebenen Lebensmittel der letzten Tage weg. Wir haben gut geplant und es bleibt kaum etwas zurück. Die Lebensmittel mit längerer Haltbarkeit werden wir hier auf der Lodge bestimmt noch los…

Weil auch heute etwas Spass sein soll, mieten wir uns im Laufe des Vormittags an der Reception Elektrofahrräder für 250 N$/2h 🤪 . Für das manövrieren im tiefen Sand sind sie mit dicken Reifen ausgestattet. Nach anfänglichen Schwierigkeiten (ich sitze erstmals auf einem Elektrofahrrad) fühlen wir uns puddelwohl und düsen übers Lodge-Gelände.





An einem künstlichen Wasserloch treffen wir allerlei Tiere an: Webervögel, Strausse, Springböcke, Oryx und Eland. Wir geniessen die Weite und das Alleinsein, denn ausser uns ist niemand unterwegs.







Hübsche weisse Wölkchen zieren den ansonsten strahlend blauen Himmel. Wir sind froh um die Unterstützung des Elektromotors, liegen doch die Temperaturen auch heute bereits wieder deutlich über 35°C.







Die zwei Stunden vergehen wie im Fluge. Allerdings haben wir innerhalb dieser Zeit auch alle erlaubten Wege abgefahren. Wir statten der Futterstelle in der Nähe der Reception noch einen Besuch ab (die Tiere werden aktuell aufgrund der massiven Trockenheit zugefüttert) und bringen die Fahrräder zurück.







Nach sieben Wochen haben sich in unserem Landcruiser allerlei Dinge angesammelt. So widmen wir den Nachmittag dem Zusammenräumen, Packen und Putzen. Auch wenn wir wissen, dass wir das Fahrzeug nicht blitzblank abgegeben müssen ist es uns doch ein Anliegen, dass wir es Morgen einigermassen sauber zu Savanna zurückbringen.

Für alle Interessierten gibt es hier noch einen Einblick ins Platzwunder Safari Camper:




Die Küche sowie rechts Stauraum für einen Kanister


Blick in den Innenraum


An der Innenseite der Türe befinden sich allerlei Fächer für einen schnellen Zugang


Zweites Kanisterfach sowie Dusche mit Durchlauferhitzer (das Wasser war uns aber auch auf niedrigster Stufe zu heiss


Kühl- / Gefrierschrank


'Elektrofach'


Schlaffläche

Der Landcruiser war seinen Preis auf jeden Fall wert und wir würden ihn für eine ähnliche Tour sofort wieder buchen 🙂 . Ein sehr zuverlässiges und gut ausgestattetes Fahrzeug!



Am späteren Nachmittag ist noch ein Bad im Pool (Camper sind ausdrücklich gestattet) angesagt. Auch das Gratis-Internet wird rege genutzt. Mit einer Perlkauzsichtung verabschieden wir uns vom Poolbereich und gönnen uns das Abendessen am leckeren Buffet der Lodge (369 N$/Person).

Mich plagen leider leichte Magenprobleme, weshalb wir uns schon bald ein letztes Mal im Dachzelt Schlafen legen.

Teil 6412. Jan. 2021

Tag 50 – 19. November 2019 – Windhoek – Kapstadt - von der Wüste in die Winelands, 265km
Stellenbosch, Marianne Wine Estate

Heute steht ein absolutes Kontrastprogramm an: Wir ziehen von der Wüste Namibias in die Winelands Südafrikas! Tschüss roter Sand und bis bald wieder (dass es so bald ist wussten wir damals noch nicht 😉 ).



Bereits um sieben sind wir abfahrbereit und rollen über die C20 zur B1, welche Namibia von Nord nach Süd durchquert. So früh am Morgen herrscht kaum Verkehr und wir kommen zügig und ohne Unterbrechungen voran. In Windhoek füllen wir den Tank auf die geforderte Menge und treffen bereits um halb elf bei Savanna ein.

Die Fahrzeugabgabe gestaltet sich wie gewohnt unkompliziert. Wir arbeiten gemeinsam mit dem Savanna-Mitarbeiter unsere (kurze) Mängelliste ab und sagen unserem treuen Weggefährten Adieu 🙁 ! Der Landcruiser hat sich in den letzten Wochen als absolut zuverlässiger und fähiger Begleiter erwiesen. Gerne hätten wir ihn noch etwas länger bei uns gehabt 🙂 .

Gemeinsam mit einem deutschen Paar werden wir pünktlich zum Flughafen gebracht. Beim Check-in dann eine kurze Unruhe, weil eine unserer Taschen >20kg schwer ist. So packen wir halt einige schwerere Dinge ins Handgepäck und gut ist's. Wir sind froh, dass unser Flug SA8127 von Airlink durchgeführt wird, denn SAA streikt seit Tagen… 😣





Das Flugzeug nach Kapstadt ist fast voll besetzt. Die Stewardessen sind wie schon beim Hinflug äusserst zuvorkommend und bereits kurz nach dem Start erhalten wir einen leckeren Snack (mit noch schönerer Verpackung 😁 ).





Wir geniessen die Aussicht auf Namibia's Wüste



und die Küste.



Bald schon tauchen die vertrauten Umrisse der 'Mother City' bzw. des Tafelbergs vor uns auf.





Eine halbe Stunde früher als geplant treffen wir bei strahlendem Sonnenschein und kühlem Wind in Kapstadt ein. Ein bisschen 'fröstelig' hier am Kap, nach Wochen der Bruthitze im Innland 😉 .



Unser Gepäck rollt bereits auf dem Band, während sich das Geld ziehen am Automaten als schwieriger als erwartet herausstellt. Irgendwie hat das 'Geldmanöver' in Nossob dazu geführt, dass unsere Kreditkarten nun gesperrt sind. Irgendwann sind wir dann doch noch einige Rand reicher und holen bei First den reservierten Suzuki Swift ab. Sowohl die Autovermietung wie auch das Fahrzeug machen einen exzellenten Eindruck. An den Grössenunterschied zum Landcruiser müssen wir uns nach bald acht Wochen erstmals gewöhnen… 😗

Die Fahrt zum Marianne Wine Estate bei Stellenbosch gestaltet sich unkompliziert. Unser Navi führt uns zielstrebig an den richtigen Ort. Wir werden auf dem Weingut herzlich empfangen, beziehen unser luxuriöses und grosszügiges Zimmer und unternehmen vor Sonnenuntergang noch einen kurzen Spaziergang auf der Farm.





Neben Trauben werden hier auch Zitrusfrüchte kultiviert.

Das Abendessen mit zugehörigem Wine Pairing findet im nahen Restaurant 'Floreal' statt. Die Atmosphäre ist gemütlich-elegant und das Viergänge-Menu und die zugehörigen Weine schmecken uns ausgezeichnet!







Leider haben wir nicht jeden Gang separat fotografiert. Wir können aber eine absolute Empfehlung für das Restaurant (und die Unterkunft) aussprechen und finden auch den Preis von 490R/Person für den Viergänger inkl. passenden Weinen absolut gerechtfertigt, ja sogar 'günstig'. 🙂

Pappsatt spazieren wir retour zu unserem Zimmer und werden dabei noch von einer dicken Kröte verabschiedet. Was für ein Tag!

Teil 6515. Jan. 2021

Tag 51 – 20. November 2019 – Ein lange ersehntes Wiedersehen in Bonnievale
Übernachtung in Bonnievale bei Freunden



Heute frühstücken wir gemütlich bei Wind und Sonne auf der Terrasse des Weinguts. Das Frühstücksbüffet bietet alles was das Herz begehrt. Eierspeisen werden auf Wunsch ebenfalls angefertigt.

Nach dem Frühstück fahren wir ins nahegelegene Paarl zum Einkaufen. Einige Mitbringsel und vor allem unsere südafrikanischen Lieblingsgewürze wandern ins Körbchen. Die dürfen auf keiner Heimreise fehlen… 🙂



Zurück auf dem Weingut gönnen wir uns noch das im Übernachtungspreis inbegriffene Wine Tasting und nehmen für unsere Freunde in Bonnievale auch gleich eine gedurchmischte Kiste der edlen Tropfen mit.





Nachdem unser Gepäck wieder im Auto verstaut ist fahren wir zur nahegelegenen Olivenfarm 'Olyvenbosch'. Wir dürfen allerlei leckere Produkte probieren und decken uns auch hier mit reichlich Olivenöl, Brotaufstrichen und Oliven ein.

Bei der Durchquerung Paarls über Mittag erwischen wir die absolute Rush Hour und stecken lange Zeit im Stau fest 😣 . Was ist denn da los? Danach geht es aber zügig in Richtung Bonnievale, wo wir die nächsten (und letzten) drei Nächte bei Freunden am Breede River verbringen werden.

In der Du Toitskloof Wintery (Ou Meul Bakery) gönnen wir uns ein sehr leckeres und günstiges Mittagessen.





Nach einer ansonsten problemlosen Fahrt treffen wir pünktlich um vier nachmittags bei Jean und Gavin ein. Unsere 'Südafrikanische Familie', welche wir 2016 im KTP kennen gelernt haben, erwartet uns bereits ungeduldig. Das Wiedersehen nach einem Jahr ist wunderschön!



Abends werden wir von Gavin auf eine Sundowner Cruise mit seinem Elektroboot auf dem Breede River mitgenommen. Neben einer juvenilen Höhlenweihe (Gymnogene) erfreut uns die Sichtung dieses Nachtreihers besonders.


Nachtreiher / Black-crowned Night Heron



Zum Abendessen verwöhnt uns Jean, welche eine wunderbare Köchin ist und liebend gerne Gäste versorgt, mit einem leckeren Pork Belly und Veggies.



Nach lange sitzen wir draussen und geniessen nach vielen Abenden zu zweit die Gesellschaft unserer Freunde…

Teil 6603. Feb. 2021

Tag 52 – 21. November 2019 – Überraschungs-Trip ans Meer
Agulhas Nationalpark, Lagoon House

Für heute haben unsere südafrikanischen Freunde eine Überraschung geplant. Nach einem gemütlichen Frühstück und etwas Birding am Breede River werden wir mit der Aufgabe, jeweils eine kleine Tasche mit Übernachtungsutensilien, Fotoequipment und Feldstecher zu packen auf unser Zimmer geschickt.

Die Sonne strahlt vom Himmel, während Box um Box und Flasche um Flasche in den Kofferraum wandert. Diee Überraschung scheint mit viel Essen und Trinken gepaart zu sein 😄 . Bei unseren Südafrikanern nicht überraschend. Wir fragen uns aber schon etwas, wer dies alles konsumieren soll... 😗

Nach zehn Uhr verlassen wir Bonnievale. Gavin steuert das Fahrzeug zielstrebig auf die R317 in Richtung Süden. Mit unserer Vermutung, dass es in Richtung Agulhas Nationalpark gehen könnte liegen wir goldrichtig. Aber zuerst ist wieder einmal ein Stopp für (grosses) Federvieh angesagt. Auf einem Feld neben der Hauptstrasse tummeln sich mehrere Paradieskraniche.


Paradieskraniche / Blue Cranes





In Struisbaai angekommen erfreut uns das Meer nach den vielen Wochen in der 'Wüste' umso mehr. Klares, blaues Wasser und Schäfchenwolken soweit das Auge reicht…





Am Hafen begegnen wir dem Stachelrochen 'Parrie' oder einem seiner Kollegen. Info gemäss Tafel vor Ort:

"Parrie is a long time resident in Struisbaai. He received "Superstar" status when he visited the Cape Town Aquarium for some time. You will notice a pair of Large Stingrays around the slipway when the fishermen return from their daily catch. The large one is 'Parrie'."





Da wir (oder zumindest ich) bewusst noch nie Stachelrochen gesehen haben und schon gar nicht vom Land aus bin ich ziemlich begeistert 🤩 ! Zum Mittagessen gönnen wir uns im Restaurant nebenan leckere 'Fish & Chips".

Jean ist aber noch auf anderer Mission unterwegs. Sie wünscht sich zum Abendessen einen grossen Fisch, welcher von Gavin auf dem Braai zubereitet werden soll. Bei 'Fish and more' werden wir fündig und verlassen das Geschäft mit einer stattlichen Gelbschwanzmakrele (engl. Yellowtail).



Weiter geht’s zum gleich nebenan gelegenen Agulhas Nationalpark. Der Check-in erfolgt dank unseren Wild Cards innert Kürze und schon blicken wir wieder auf die wunderbare, unverbaute Küstenlandschaft.





Unsere Unterkunft, das Lagoon House, liegt direkt am Meer



und bietet jeglichen vorstellbaren Comfort.





Es könnte bis zu acht Personen in vier Doppelzimmern beherbergen. Einfach luxuriös und der Ausblick erst... 😘





Nachdem wir unseren gut gefüllten Kofferraum in die Küche transferiert haben hält uns nichts mehr vom geplanten Strandspaziergang ab.




Sanderling (dt./engl.)



Dani ist wieder in seinem (Fotografen-) Element.













Überall gibt es kleinere oder grössere Schönheiten und Schätze zu bestaunen.







Ein vorwitziger Austernfischer posiert ohne Scheu







und zeigt sich von seiner schönsten Seite.







Irgendwann machen wir uns so langsam auf den Rückweg.







Erneut kreuzt ein Sanderling unseren Weg.








Cape Agulhas Rest Camp



Trotz starkem Wind und kühlen Temperaturen geniessen wir unseren Gin Tonic draussen mit Blick aufs Meer



und pendeln danach alternierend zwischen Küche und Tidal Pools.





Für uns als 'Binnenländler' (gibt es diesen Begriff überhaupt? 🤨 ) ist das Meer einfach unglaublich faszinierend und es gibt so viel zu entdecken! Auch der Sonnenuntergang kann sich sehen lassen…













Zurück im Lagoon House entzünden wir ein grosses Feuer, richten einige Salate und schon wandert die präparierte Makrele auf den Grillrost.









Sowas Leckeres haben wir noch selten gegessen (und dies natürlich stilgerecht auf dem klassichen Sanparks-Geschirr 😉 ) …

Teil 6707. Feb. 2021

Tag 53 – 22. November 2019 – Der südlichste Punkt Afrikas und ein Kurzbesuch bei den Bonteboks
In Bonnievale bei Freunden

Das Ende unserer langen (und virtuell noch längeren) Reise naht in grossen Schritten 🤩 .





Während Dani früh morgens den Sonnenaufgang einfängt gehe ich den Tag etwas gemütlicher an. Aber auch mich lockt das fantastische Wetter bald aus dem Bett.









Wir sind verzaubert vom Farben- und Lichtspiel an diesem Morgen.









Es ist so schön und ruhig hier im Agulhas Nationalpark.








Kormoran


Schwarzer Austernfischer / African Black Oystercatcher

Wir frühstücken auf der Veranda,



geniessen die Umgebung





und brechen im Laufe des Vormittags auf, um den südlichsten Punkt Afrikas, das Cape Agulhas, zu besuchen.







Noch sind ausser uns nur wenige Besucher unterwegs an dieser bedeutenden 'Landmark'.







Das erst kürzlich eröffnete Relief Afrikas zieht uns eine Weile in seinen Bann. Interessant, sich diesen riesigen Kontinent mal aus anderer Perspektive anzuschauen.









Wir fahren weiter zum Bontebok Nationalpark. Es ist unser erster Besuch hier und schon bald treffen wir auf die ersten Namensgeber des Parks. Der Audi unserer Freunde stellt sich aufgrund der tiefen Sitzposition und der kleinen nicht komplett zu öffnenden Fenster als kein ideales Gamedrive-Fahrzeug heraus 😉 .



Es ist bereits früher Nachmittag und unsere Mägen knurren. Jean tischt uns an einem schönen Platz am Fluss ein währschaftes Picknick auf. Hmm…




Dominikanerwitwe / Pin-tailed Whydah



Dieser kleine Park gefällt uns sehr gut, auch wenn sich die Tiere in der Nachmittagshitze vor allem im Schatten und versteckt unter Büschen aufhalten. Gerne möchten wir ihn bei einer nächsten Gelegenheit mal etwas länger und vor allem in den frühen Morgen- und späteren Nachmittagsstunden erkunden.







Via dem hübschen Städtchen Swellendam fahren wir im Laufe des Nachmittags zurück nach Bonnievale, wo wir genau zum Sonnenuntergang eintreffen.





Auch an unserem letzten Abend in Afrika werden wir bis über beide Ohren mit Rindsfilet und viel gutem Wein verwöhnt 🙂 . Was für ein schöner Abschluss einer durch und durch gelungenen achtwöchigen Reise. Wir sind enorm dankbar, dies alles erlebt haben zu dürfen und würden am liebsten nochmals acht Wochen anhängen... 🤪

Teil 6819. Feb. 2021

Tag 54 & 55 – 23./24. November 2019 – Die Heimreise – CPT – VIE - ZRH
Irgendwo über Afrika

Unser letzter Tag in Afrika sollte ein gemütlicher werden. Dank dem mitternächtlichen Heimflug mit Austrian von Kapstadt nach Wien steht uns nochmals beinahe ein ganzer Tag in Bonnievale zur Verfügung.

Nach dem Frühstück drehen wir mit Gavin eine weitere kleine Runde mit dem Boot auf dem Breede River. Auch heute verwöhnt uns das Wetter mit eitel Sonnenschein und wolkenlosem Himmel 🙂 .


Kapbülbül / Cape Bulbul






Fiskalwürger / Common Fiscal

Vom Boot aus hören wir einen Klaas sowie einen Einsiedlerkukuck ('Piet-my-vrou'). Sie verstecken sich aber zu gut im dichten Gehölz und bleiben trotz Einsatz von Feldstecher und Teleobjektiv unentdeckt. Immerhin meint es der Braunkopfliest gut mit uns und bliebt mit seinem nassem Gefieder auf dem Ast an der Sonne sitzen.


Braunkopfliest / Brown-hooded Kingfisher



Hach, wie werden wir dieses Klima, diesen Vogelreichtum und diese tollen Menschen hier vermissen! Verabschiedet werden wir von diesem Hagedasch-Ibis, welcher sich sogar zu einem Portrait überreden lässt.


Hagedasch-Ibis / Hadeda Ibis



Das Mittagessen geniessen wir auf Dani's Wunsch wie letztes Jahr auf dem Excelsior Weingut nahe Ashton. Exzellente bodenständige Küche, herzliches Personal und ein wunderbarer Blick auf den kleinen Damm. Auch hier gefällt es uns sehr, auch wenn wir heute auf das Wine Tasting verzichten 😛 .





Den Nachmittag verbringen wir mit Zusammenpacken und einem Powernap. Später werden wir noch spontan an ein Einweihungsfest einer sozialen Institution für Autisten in der Nachbarschaft eingeladen. Auch hier werden wir herzlich willkommen geheissen. Die südafrikanische Gastfreundschaft ist einfach phänomenal 🙂 .



Am frühen Abend verabschieden wir uns von unseren (neuen und alten) Freunden und fahren auf bester Strasse in Richtung Kapstadt. Die Fahrt verläuft abgesehen vom schönen Sonnenuntergang, welchem wir jedoch kein Fotostopp widmen, ereignislos. Keine zweieinviertel Stunden später kommen wir am Flughafen in Kapstadt an.

Die Autorückgabe erfolgt ebenso unkompliziert wie die Übernahme vor vier Tagen. First Car Hire am Cape Town Airport können wir definitiv empfehlen. Bei Wimpy gönnen wir uns ein spätes Abendessen und so verstreicht die Zeit bis zum Abflug um 00.20 Uhr relativ schnell.

Das Flugzeug der Austrian ist gut gefüllt, jedoch nicht überfüllt. Wir richten uns in unserer Zweierreihe am Fenster ein, verschmähen wie geplant das Abendessen und finden schon bald in den Schlaf. Irgendwo über der Sahara wachen wir mit diesem wunderbaren Ausblick am nächsten Morgen auf 🤩 .





Die Ankunft in Wien erfolgt pünktlich um 10.50 Uhr. So bleibt uns genügend Zeit anzukommen und umzusteigen. Der Flug Wien – Zürich ist rappelvoll. Irgendwie fühlen wir uns nach dieser langen Reise und so viel Zeit in der 'unberührten' Natur Afrikas eingepfercht mit all diesen Städtereisenden etwas fehl am Platz 😗 . Irgendwann hat jeder/jede auch ein Plätzchen fürs Gucci-Köfferchen gefunden und mit wenig Verspätung geht es auf die letzte Etappe dieser Heimreise.



Hier in Mitteleuropa herrscht kein Prachtswetter mehr. Trotzdem stimmt uns der Blick auf den schönen Bodensee und die Berge versöhnlich. Relativ pünktlich treffen wir in Zürich Kloten ein, wo mein Bruder und meine kleine Nichte bereits auf uns warten. 2015 noch waren wir gemeinsam mit meinem Bruder in Namibia unterwegs...

Dank unserer Wohnortsnähe zum Flughafen treffen wir bereits um fünf Uhr nachmittags zu Hause ein. Nun ist auspacken und aufräumen angesagt, denn Morgen müssen wir bereits wieder zur Arbeit erscheinen… 😄

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Liebe Mitreisenden! Noch sind wir unschlüssig, ob wir (nach so langer Zeit) ein Fazit zu dieser 2019-Reise schreiben werden. Allenfalls macht uns da eine kleine Persönlichkeit, welche unterwegs ist, auch einen Strich durch die Rechnung… 😗 Deshalb hier vorweg:

Für uns war diese achtwöchige Namibia-Botswana-Südafrika-Reise sicherlich eine der schönsten, prägendsten und eindrücklichsten Reisen bisher! Keinen unserer Routen-, Buchungs- oder Unterkunftsentscheide haben wir bereut oder hinterfragt. Fast überall (besonders im Bereich CKGR, Moremi, Chobe und Caprivi) hätten wir gerne noch einige zusätzliche Tage verbracht. Und auch die grosszügigen zweieinhalb Wochen im KTP waren keinen Tag zu viel! Wir hatten so viele tolle Begegnungen mit Menschen aller Herkunft sowie phantastische tierische Zusammentreffen.

Ein Highlight hat das andere gejagt. Deshalb schliessen wir hier mit den dreizehn Fotos, welche es in unseren diesjährigen Kalender für Familie und Freunde geschafft haben. Noch heute schwelgen wir sehr häufig in den wunderbaren Erinnerungen an diese tolle Reise:



























Gerade in Anbetracht der Pandemie-Ereignisse 2020 sind wir froh und unendlich dankbar, diese grosse Reise im Herbst 2019 durchgezogen zu haben! Auch darüber, dass es uns Anfangs 2020 nochmals relativ spontan für zwei Wochen in den grünen KTP verschlagen hat sind wir im Nachhinein sehr glücklich 🙂 . Und die abgesagte Simbabwe-Reise vom letzten Jahr müssen wir einfach irgendwann mal nachholen… 😎

Vielen Dank für eure Geduld, euere Teilnahme, das Danke-Button-Drücken und die vielen lieben und lehrreichen Kommentare und Nachrichten. Es hat uns viel Spass gemacht, unsere Reise zusammen mit euch nochmals zu durchleben!

Bleibt gesund und bis bald vielleicht in unserem KTP-Foto-Kurzbericht 2020 😉 ,

Stefanie & Daniel

8 Wochen entschleunigt in BOT, NAM & SA 10-11/2019 von @Zugvogel

Quelle: www.namibia-forum.ch/forum/thema/298869-8-wochen-entschleunigt-in-bot-nam-sa-10-11-2019

Stand: letzter Berichtsteil vom 19. Feb. 2021

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