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Reisebericht · namibia-forum.ch

Die Loeffels in Irland - The Wild Atlantic Way

von loeffel · Selbstfahrer · 15 Teile

Über diesen Reisebericht

Im Juni/Juli 2019 sind wir zu zweit für rund zwei Wochen mit dem Mietwagen und wechselnd in Hotels und B&Bs entlang des Wild Atlantic Way unterwegs, von Galway aufwärts durch die Nordhälfte Irlands bis nach Donegal, weiter über eine Fähre nach Nordirland und entlang der Causeway Coast bis Belfast, zum Abschluss noch einmal nach Dublin – bereits unsere zweite Irlandreise nach 2017.

Wir haben ungewöhnlich viel Sonne und nur wenig Regen, ganz anders als bei unserer Reise 2017. Die Steilküste North Mayos rund um Downpatrick Head und Benwee Head steht den überlaufenen Cliffs of Moher landschaftlich in nichts nach, dazu kommen einsame Torfmoore und Strände auf der abgelegenen Mullet-Halbinsel. Am Giant's Causeway und bei den Dark Hedges meiden wir bewusst den Tag, an dem Besucherzentrum, Shuttlebusse und die Game-of-Thrones-Touristenmassen den Ort überlaufen, und kommen stattdessen abends oder schon um halb sechs morgens – dann haben wir die berühmte Baumallee für uns allein.

In Belfast öffnet uns eine Black-Taxi-Tour zu den Wandmalereien der protestantischen und katholischen Viertel die jüngere Geschichte der Stadt: Die sechs bis acht Meter hohe Friedensmauer trennt die Wohnviertel bis heute, nachts werden ihre Tore geschlossen. Zwischen Guinness, irischem Whiskey und Pubtouren durch Galway, Westport und Belfast bleibt uns am Ende nur ein Fazit: Wir könnten die Route locker zwei weitere Wochen füllen – und kommen wieder.

Teil 113. Okt. 2019

Im Juni/Juli dieses Jahres 2019 waren wir für gut zwei Wochen in der Nordhälfte Irlands und Nordirlands unterwegs.
Lange habe ich überlegt, ob ich im Rahmen dieses Forums etwas dazu schreiben soll. Es gab aber über diverse Kanäle doch immer wieder Anfragen, auch der Begriff „Inspiration“ taucht hier immer mal wieder auf. Zudem gönnt sich der ein oder andere von euch ja auch gerne mal eine Auszeit in Irland.
Daher will ich doch mal versuchen, eine kurze Zusammenfassung unserer Tour zum besten zu geben. Wie lang und detailliert die dann am Ende wird, könnt ihr gerne mitbestimmen. Ich bin für alles offen, und Material hat sich während der Reise mehr als genug angesammelt.

Unsere Route rund um die Nordhäfte Irlands folgte im Wesentlichen dem Wild Atlantic Way ab Galway nordwärts, und am Ende hatten wir tatsächlich 2261 km mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 52 km/h zurückgelegt. Das sind fast schon namibische Verhältnisse.

So sah unsere Tour aus:
2x Ü Galway, 2x Ü Westport, 2x Ü nördlich Ballina ( B&B ), 2xÜ Gweedore, 3x Ü Bushmills ( B&B ), 3x Ü Belfast, 2x Ü Dublin.

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Damit war auf dieser Tour alles drin: quirlige Städte, einsame Strände, spektakuläre Klippen, vor sich hin rottende Schiffswracks, einzigartige Naturwunder, Geschichte satt und die pulsierenden Metropolen Belfast und Dublin (letzteres kannten wir aber schon von unserer Tour 2017).

Unsere Highlights entlang der Route:
Die Landschaft Connemaras, Achill Island, Mullet Peninsula, die Steilküste North Mayos, die Einsamkeit im Donegal, die gesamte Causeway Coast, Belfast (vor allem die Black Taxi Mural Tour), in Dublin das Gefängnismuseum Kilmainham Gaol und die barrierefreie Stadion-Dachtour auf dem Croke Park Stadion.

An Unterkünften hatten wir einen Mix aus Stadt- und Landhotels sowie B&B's. Gerne hätten wir mehr B&B's gebucht, aber das gestaltete sich mit unserem Rolli sehr schwierig, so dass wir hier öfter als gewünscht auf Hotels ausweichen mussten. Aber immerhin fanden wir entlang unsere geplanten Route zwei barrierefreie B&B's.
Ansonsten hatten wir mit Rolli unterwegs keinerlei Probleme und konnten alles machen, was wir uns vorgenommen hatten. Auf Details zum Thema Rolli möchte ich aber hier nicht weiter eingehen.

Ein paar Stichworte zu Dingen, die uns aufgefallen oder aus unserer Sicht erwähnenswert sind:

Reisezeit und Wetter:
Mitte/Ende Juni empfanden wir als ideal. Wir hatten für irische Verhältnisse phantastisches Wetter mit viel Sonne, nur drei trübe graue Tage und nur wenig Regen. Auf unserer Tour August/September 2017 war es genau umgekehrt: Nur drei schöne Tage und der Rest bedeckt und grau. Dafür standen damals die meterhohen Fuchsienhecken in voller Blüte.
Trotz Beginn der Hauptsaison war – abgesehen von touristischen Hotspots – nur wenig los.

Planung und Buchung:
Irland ist natürlich kein besonders exotisches Reiseziel und es ist überhaupt kein Problem alles selbst zu buchen. Geplant haben wir die Reise selbst, sämtliche Etappen und Destinationen sind auf unserem Mist gewachsen. Wegen der für uns erforderlichen Barrierefreiheit speziell bei den Unterkünften haben wir das ganze zur Abklärung, Optimierung und letztendlich Buchung (inkl. Flug und Mietwagen) an einen hier im Rhein-Neckar-Raum ansässigen Spezialreiseveranstalter für Irland gegeben.
Ein sehr gutes und hilfreiches Routen-Planungshilfsmittel für den Wild Atlantic Way ist der aus Irland stammende Wild Atlantic Way Route Atlas (ISBN 978-0-9552655-6-3). Der große Maßstab 1:126,720 stellt auch jede noch so kleine Ruine, Steinkreis usw. entlang der Strecke dar. In Gaeltracht-Gebieten sind die Ortsbezeichnungen zweisprachig (englisch/irisch), sehr hilfreich unterwegs.

Gaeltracht:
Wir sind durch mehrere Gaeltracht Gebiete gekommen, sowohl in Connemara als auch im Donegal oder auf der Mullet Peninsula wird in vielen Gebieten noch Gälisch gesprochen, was sich auch auf die Schreibweise der Ortsnamen und die Beschilderung im allgemeinen auswirkt. Wer da keine zweisprachige Karte hat …
Die Bewohner dieser Regionen sprechen mit Touristen aber auch Englisch, teils aber mit deutlichem Akzent …

Whisky:
An den Erzeugnissen der irischen Whiskyproduzenten kommt man kaum vorbei.
Sowohl als Begrüßungsgetränk im B&B als Potcheen, also sozusagen Rohbrand.
Oder aber zum Frühstück übers Porridge, um beschwingt in den Tag zu starten …

Guiness:
Gibt es überall und schmeckt in Irland einfach am besten. Wobei die Craft-Beers lokaler Micro-Breweries sollte man sich auch nicht entgehen lassen …

Pubkultur:
Auch die Iren verstehen es zu feiern.
An einem Freitag oder Samstag abends durch diverse Pubviertel zu schlendern ist nahezu unmöglich. Man wird unweigerlich in den Trubel hineingezogen.
Schafft man rechtzeitig den Absprung, kann man dafür am darauffolgenden Morgen und Vormittag ganz entspannt Museen, Ausstellungen und sonstige Hotspots besuchen und ist dort fast alleine …

Nordirland:
Hier wirkt alles durchorganisierter als in Irland, entlang der gesamten Küste ist auch ein touristischer Hotspot mit entsprechendem Rummel und vor allem auch mit teilweise gesalzenen Eintrittspreisen. Wie auch anderswo auf der Welt ist es hier sehr sinnvoll, die frühen Morgen- oder Abendstunden zu nutzen, will man dem Trubel aus dem Weg gehen.
Giants Causeway: Abends zum Sonnenuntergang. Ganz alleine ist man dort aber nicht. Früh morgens ist keine Alternative – es liegt alles im Schatten.
Dark Hedges: Ganz früh morgens. Ich war morgens um halb sechs alleine.

Games of Thrones:
So einiges wurde in Nordirland gedreht, die entsprechenden Drehorte werden massiv touristisch verwertet, und ganze Busladungen wilder Horden mit Schild, Schwert und Brustpanzer überfallen auch die idyllischsten Landschaften. Das mit anzusehen ist aber schon lustig.

Nordirlandkonflikt:
Als Nordirland- und vor allem als Belfast-Besucher kommt man eigentlich nicht an der jüngeren Geschichte der Stadt und der Region herum: Dem Nordirland-Konflikt, der ja gerade im Zusammenhang mit dem leidigen Brexit Hin und Her wieder mehr in das Bewusstsein der europäischen Öffentlichkeit gerückt ist. Wobei die Wurzeln dieses Konflikts weit in die Vergangenheit reichen …
Die beste Möglichkeit sich in Belfast über dieses Thema auf „touristische“ Weise zu informieren, ist eine Black-Taxi Mural Tour, also eine Rundfahrt mit einem Taxi zu den diversen Wandmalereien, die überwiegend in den protestantischen und katholischen Vororten und Wohnvierteln Belfasts zu finden sind. Viele der Taxifahrer haben als Kinder und Jugendliche viele der Konfliktereignisse der 70er bis in die 90er Jahre selbst miterlebt. Ihre Erläuterungen während einer solchen Tour sind gespickt mit persönlichen Erfahrungen und vermitteln damit eine beklemmende Authentizität, die auch nach Ende einer solchen Tour lange nachwirkt …
Tatsächlich wird bei der Tour sehr deutlich wie fragil der derzeitige „Frieden“ zwischen den Bevölkerungsgruppen ist. Katholiken und Protestanten leben in den Vororten nach wie vor strikt getrennt, es gibt zwischen katholischen und protestantischen Vierteln nach wie vor eine „Friedensmauer“ (erschreckende 6-8 Meter hoch) und Tore, die nachts oder bei potentiellen Konfliktsituationen wie z.B. den Aufmärschen der Oranier-Orden geschlossen werden. Patrouillierende gepanzerte Polizeifahrzeuge haben wir ebenfalls mehrere gesehen. Und unser Fahrer – Katholik – hat sich in den protestantischen Vierteln sichtlich unwohl gefühlt …

So, nach relativ viel Text gibt es natürlich auch jede Menge Bildeindrücke, ich versuche mal die gut 1000 mitgebrachten Fotos auf ein erträgliches Maß zu reduzieren:

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Connemara

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Connemara

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Westport

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Burrishoole Abbey

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Achill Island - Towerhouse der Gráinne Mhaol Ní Mháille (Grace O’Malley)

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Achill Island - Deserted Village

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North Mayo

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North Mayo - immer noch am Wild Atlantic Way

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North Mayo - Steilküste

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North Mayo - Steilküste

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North Mayo - Downpatrick Head

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North Mayo - Wer hier verhungert, ist selbst schuld ...

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Mullet Peninsula - Vorfahrt achten

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Mullet Peninsula

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Mullet Peninsula - Deirbhiles Twist. Kein alter Steinkreis, sondern ein Kunstobjekt

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North Mayo - Benwee Head

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Donegal - Mount Errigal

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Donegal - Irische Warthogs

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Donegal - Wrack der "Cara Na Mara" am Strand von Bunbeg

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Nordirland - Giants Causeway

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Nordirland - Giants Causeway

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Nordirland - Überfall von Games of Thrones Touristen

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Nordirland - Mussenden Temple

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Nordirland - The Dark Hedges früh am Morgen ...

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... und später am Tag (und das ist noch ganz harmlos ...)

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Belfast - City Hall

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Belfast - Titanic Museum

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Belfast - Wochenend-Vorräte

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Belfast - Mural-Tour

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Belfast - Mural-Tour

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Belfast - Mural-Tour

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Dublin - Gefängnismuseum Kilmainham Gaol

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Dublin - Gefängnismuseum Kilmainham Gaol

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Dublin - Croke Park Stadion Skyline-Tour übers Dach

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Dublin - Croke Park Stadion Skyline-Tour übers Dach

Soweit ein paar Impressionen unserer Irland-Tour.
Ich hoffe ihr konntet ein paar Eindrücke gewinnen. Fragen, Anregungen, Ergänzungen - gerne 🙂 .

Teil 213. Okt. 2019

Also - los geht's 🤩 :

Nach der Ankunft in Dublin übernehmen wir unseren Mietwagen und durchqueren die Insel bis nach Galway, dem eigentlichen Start unserer Tour. Das sind vom Flughafen aus etwa 230 km.
Wir haben uns für 2 Nächte in einem Hotel im Vorort Salthill einquartiert, direkt am Meer.

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Galway ist eine mittelalterliche Stadtgründung und heute eine quirlige und junge Stadt, woran die vielen Studenten maßgeblich Anteil haben. In der Altstadt, dem Latin Quarter, in und rund um die Fußgängerzone steppt der Bär:
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Aber schon das Abbiegen in einige Seitenstraßen sorgt für idyllische Beschaulichkeit:
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Lynchs Castle mitten in der Stadt ist der ehemalige Familiensitz der Lynchs, den „Erfindern“ der Lynchjustiz …
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Beim Bau des Eyre Square Shopping Centers wurden Teile der alten Stadtmauer freigelegt. Diese hat man behutsam in das Shopping Center integriert:
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Auch auf und an der Uferpromenade von Salthill geht es abends lebhaft zu:
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Trotz des Trubels empfanden wir diesen einen Tag in Galway keineswegs als stressig, sondern als einen gelungenen Einstieg zum Eingewöhnen in das lebensfrohe und bunte Irland.

Teil 314. Okt. 2019

Nach einem Tag in Galway brechen wir auf zu unserem nächsten Tagesziel Westport.
Dabei folgen wir im wesentlichen dem Wild Atlantic Way.

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Wir haben den ganzen Tag Zeit für eine Panoramafahrt kreuz und quer durch Connemara.
Während es an der Küste einen wunderbar fotogenen Sonne-Wolkenmix hat, ist der Himmel im Landesinneren bedeckt. Hier stauen sich die Wolken an den bis zu 730m aufragenden Gipfeln der Twelve Bens, der beherrschenden Bergkette Connemaras.
Allzu viele Fotos sind hier in Connemara diesmal gar nicht entstanden, da wir vor zwei Jahren bei noch traumhafterem Wetter schon mal hier waren.

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Im weiteren Verlauf der Tour zieht es sich – jetzt schon in South Mayo – immer weiter zu.
Bei Delphi fühlen wir uns schon fast an die schottischen Highlands erinnert.

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Ohne weitere Fotos erreichen wir Westport, wo wir nach dem Einchecken in unserem Hotel einen kleinen Stadtrundgang starten. Dieser endet schon nach wenigen Minuten, als ein heftiger Regenschauer uns ins nächstbeste Pub „zwingt“.
Trotzdem: Westport, eine vergleichsweise „junge“, auf dem Reißbrett entstandene Stadt, besticht im überschaubaren Stadtzentrum mit bunten Häuschen, vielen Pubs und entspannter Atmosphäre.
Am späteren Abend hole ich dann ohne Beate, aber mit Kamera den Stadtrundgang nach.

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Teil 414. Okt. 2019

Von Westport aus unternehmen wir einen Tagesausflug zur Achill Island, der größten Insel vor der Küste Irlands. Dabei liegt sie so nah am irischen Festland, dass sie durch eine Brücke mit ihm verbunden ist.
Es ist eine dramatisch schöne Insel mit kahlen Bergen, spektakulären Klippen und sanften Sandstränden.

Unser Weg führt entlang der Clew Bay, die mit etlichen kleinen Inselchen gespickt ist.
Schon unterwegs gibt es einiges zu sehen wie z.B. Burrishoole Abbey nördlich von Newport:

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Auch im weiteren Verlauf entlang der Küste gibt es immer wieder schöne Ausblicke:

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Bis man über den schmalen Achill Sound erste Blicke auf Achill Island und die kleine Brücke über den Sound werfen kann:

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Untrennbar mit dieser Region und der irischen Geschichte verbunden ist die historische Persönlichkeit und Piratin Gráinne Mhaol Ní Mháille, englisch Grace O’Malley. Ihren Wohnturm (bzw. einen ihrer Wohntürme) kann man auf Achill Island besichtigen:

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Direkt daneben stehen die Überreste einer alten Kirche. Der zugehörige Friedhof mit alten Keltenkreuzen direkt am türkisblauen Achill Sound bildet interessante Fotomotive:

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Daneben gibt es auf der Insel wie schon geschrieben:

dramatische Klippen

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einsame Strässchen:

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wunderschöne Stände

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und als ein stummes und beklemmendes Zeugnis der Großen Hungersnot und der Armut der Region das Deserted Village, ein schon in Heinrich Bölls „Irischem Tagebuch“ erwähntes verlassenes Dorf.
Es zieht sich als halb verfallene Cottages am Hang des 671m hohen Slievemore entlang.

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Rund um die Ruinen sind immer noch die wellenartigen ehemaligen Kartoffelbeete zu erkennen.

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Teil 515. Okt. 2019

Immer weiter Richtung Norden. Unsere nächste Etappe führt uns nach North Mayo.
Erstes Zwischenziel: Der Ballycroy National Park. Hier ist ein kleiner Bereich bisher unberührten Torfmoors unter Schutz gestellt. Der Torf reicht bis ans Meer und kann auf hölzernen Boardwalks erkundet werden (Claggan Mountain Coastal Trail):

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Auch Orchideen gibt es hier:

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Und beim Making Of hat mich Beate erwischt:

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Auf recht abenteuerlichen und einsamen Routen, die gelegentlich Zweifel an der Zuverlässigkeit unseres Navis aufkommen lassen:

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führt unser Weg an die Nordküste, vorbei an verlassenen Booten:

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und immer noch am Wild Atlantic Way:

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Die Küste Nordmayos kann landschaftlich locker mit touristischen Hotspots wie z.B. den überlaufenen Cliffs of Moher mithalten:

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An landschaftlicher Dramatik kaum zu überbieten und eine bekannte Landmarke am Wild Atlantic Way ist die Gegend rund um Downpatrick Head, einem Felsklotz, der Wind und Wellen trotzt:

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Hier in der Gegend gibt es auch schnuckelige kleine „Restaurants“, hier z.B. das "Mary's Cottage Kitchen" in Ballycastle. Hier waren wir 2x:

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Unbedingt erwähnenswert ist heute auch mal unsere Unterkunft, unser erstes B&B auf dieser Reise: Das "Creevagh Heights", das ich hier als heißen Übernachtungs-TIPP für North Mayo nenne:

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Unsere Hosts Carol und Harry sind dermaßen nette, fürsorgliche Gastgeber, die ihren Gästen jeden Wunsch von den Augen ablesen und bei denen man sich eigentlich nur wohlfühlen kann. Müsste ich einen Vergleich in Namibia finden, dann würde mir sofort die Alte Kalköfen Lodge mit ihren Betreibern Hilde und Frikkie einfallen.

Bei netten Gesprächen, reichlich Potcheen, Kaffee und selbstgebackenen kleinen Kuchen geht der Abend heute zuende.
Und das ganze mit einer Aussicht, die bei schönen Wetter vom Garten weit über die Bucht bis zu den Steilklippen von Slieve League im Donegal reicht:

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Teil 616. Okt. 2019

Die Mullet Halbinsel ist ein Tipp unseres Gastgebers aus unserem B&B.
Diese Gegend hatten wir gar nicht auf dem Schirm, sondern hatten eigentlich einen Tagesausflug nach Sligo und Umgebung geplant.
Da wir aber Landschaft den Vorzug vor Stadt geben, lassen wir uns gerne überzeugen.
Es ist eine flache, windzerzauste Region abseits der üblichen Touristenpfade. Der heutige bedeckte Himmel mit tiefhängenden Wolken schafft die perfekte Stimmung für Bilder von diesem Landstrich, die selbst in unserem Reiseführer nur in einem Halbsatz Erwähnung findet:

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Hier der Deirbhiles Twist. Kein alter Steinkreis, sondern ein Kunstobjekt, an der Südspitze der Halbinsel:

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Und dann wieder zurück Richtung Norden.

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Auf dem Rückweg machen wir auf abenteuerlichen Wegen noch einen Abstecher zum Benwee Head, ebenfalls ein Tipp unseres Gastgebers.
Eine Steilküste, die beim heutigen Himmel an Dramatik kaum noch zu überbieten ist:

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Hier wird Torf gestochen:

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Und auf recht abenteuerlichen Pfaden geht es wieder zurück zu unserem B&B:

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Teil 717. Okt. 2019

Immer weiter … bis in den Donegal im Nordwesten Irlands.
Der Weg dahin zieht sich:

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Im Donegal besuchen wir bei heute trübem, regnerischen Wetter das Glencolmcille Folk Village, eine Art Bauernhausmuseum der Region, mit Nachbauten traditioneller Strohdach-Cottages verschiedener Epochen. Originalgetreu eingerichtet vermitteln sie ein Bild des entbehrungsreichen Lebens der Landbevölkerung in diesem Teil Irlands.
Bei der Anfahrt über den Glengesh Pass fühlen wir uns an Schottland erinnert:

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Obwohl hier ganz in der Nähe, verzichten wir wegen Wetter und Rolliuntauglichkeit auf die Klippen des Slieve League. Sie sind mit 609 Metern die höchsten Seeklippen Europas und der Blick muss bei passendem Wetter atemberaubend sein.

Dafür darf ein kurzer Abstecher zur Dunlewey Church unweit unserer Unterkunft nicht fehlen. Während der Rückfahrt, immerhin gut 1,5 Stunden für die rund 80 Kilometer, reisst der Himmel auf:

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Mein persönliches Highlight, das ich sogar zweimal besucht habe, zu unterschiedlichen Tageszeiten:
Das Wrack der „Cara Na Mara“, die am Strand von Bunbeg vor sich hinrostet und -rottet:

Am trüben Nachmittag:
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Und zum Sonnenuntergang bei auflaufender Flut:
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Und ganz spät: Letztes Aufleuchten des Mount Errigal, direkt vom Hotel aus:

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Teil 817. Okt. 2019

So, jetzt gibt es noch die letzte Etappe bis zur irisch-nordirischen Grenze.

Von unserem Hotel in Gweedore aus mäandern wir teilweise die Küste entlang.
Unser erstes Etappenziel: Horn Head.
Was schreibt der Reiseführer ?
"Horn Head ist auch die wildeste Halbinsel, die in den Nordatlantik hineinragt. Bedeckt mit Heidekraut und mit Klippen, die bis zu 160 Meter hoch sind, ist sie von dramatischer Schönheit - und ein Refugium für zahlreiche Vögel" (Dumont Reisehandbuch Irland, 1. Auflage 2011).
Beispielfoto gefällig ?

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OK, das war nichts, also weiter. Aus naheliegenden Gründen lassen wir die benachbarte Halbinsel Fanad Peninsula aus und steuern gleich den nördlichsten Punkt Irlands an, Malin Head, auf der Halbinsel Inishowen gelegen.
Diese Region gehört zu den abgelegensten Gebieten Irlands, bedingt duch die Halbinselform und die innerirische Grenze.

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Wer aber glaubt, er sei hier alleine, der täuscht sich. Sogar Luke Skywalker war schon hier:

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Noch ein paar Impressionen vom Rückweg vom Malin Head ...

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... dann kommen wir wieder in landwirtschaftlich genutztes Gebiet ...

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... und dann müssen wir uns entscheiden:

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Wir entscheiden uns für die Lough Foyle Ferry.

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Das erspart uns den Weg um die komplette Bucht Lough Foyle herum und durch (London)Derry hindurch.
Die irisch/nordirische Grenze verläuft genau duch Lough Foyle.
Während wir also übersetzen, lassen wir Irland hinter uns und steuern auf Nordirland zu ...

Teil 918. Okt. 2019

Auf der anderen Seite angekommen, ist von einer Grenze nichts zu merken, lediglich die nun in Meilen angegebenen Geschwindigkeiten weisen auf den Grenzübertritt hin.
Ansonsten sieht es zunächst mal genauso aus wie in Irland:

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Die Costal Coast in Nordirland ist gespickt mit Sehenswürdigkeiten und für diesen nur rund 65 km-Abschnitt unserer Tour nehmen wir uns drei Tage Zeit.
In einem sehr netten B&B ein paar km außerhalb von Bushmills übernachten wir und haben somit eine sehr zentral gelegene Ausgangsbasis für unsere Erkundungen.

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Gleich am ersten Abend widmen wir uns der wichtigsten Sehenswürdigkeit der Region, dem UNESCO Welterbe „Giants Causeway“, Hier hat die Natur eine aus rund 40000 Basaltsäulen bestehende Küstenlandschaft geformt, die wie von einer anderen Welt scheint.

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Touristisch ziemlich vermarktet mit Besucherzentrum Shuttlebussen und jeder Menge Tamtam, ist das ganze tagsüber ziemlich überlaufen und kein Genuss.
Abends kehrt einigermaßen Ruhe ein und die Zahl der Besucher sinkt auf ein erträgliches Maß. Auch für die tagsüber erhobenen horrenden Parkgebühren interessiert sich jetzt niemand mehr. Dafür fahren aber auch keine Shuttlebusse mehr vom Besucherzentrum zu den rund 1 km entfernten Basaltsäulen. Schwerstarbeit also für mich, Beate mit Rolli gut 50 Höhenmeter runter und später wieder rauf zu schieben.
Beim ersten Blick auf diesen Weg schwant mir schon, was mir da bevorsteht:

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Der Abend ist aber auch die beste Zeit für Fotografen, da die tiefstehende Sonne die Basaltsäulen beleuchtet und wunderbare Lichtstimmungen auf diese bizarre Landschaft zaubert.
Leider schiebt sich heute Abend eine Wolkenwand vor die Sonne, auf einen farbenfrohen Sonnenuntergang müssen wir daher leider verzichten.

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Teil 1019. Okt. 2019

Was gibt es sonst noch entlang der Causeway Coast ?

Das Dunluce Castle gehört zu den eindruckvollsten Burgruinen der gesamten irischen Insel mit spektakulärer Lage direkt über den Klippen. Angeblich ist bei einem schweren Sturm der Küchentrakt samt Personal und gerade fertiggestellter Mahlzeit ins Meer abgerutscht …

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Der Blick von der Ruine aus über die spektakuläre Küste ist überwältigend:

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Auch der Mussenden Temple – eigentlich kein Tempel, sondern als Bibliothek gebaut – thront direkt an der Klippenkante:

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Der Ausblick über den Strand bis hinüber zur Republik Irland ist einfach nur phantastisch:

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Und der Blick vom Strand hinauf ebenfalls:

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Fragt nicht, wie lange wir gebraucht haben, um den Rollstuhl im Anschluß an den Strandbesuch wieder sauber zu kriegen ...

Teil 1120. Okt. 2019

Der kleine Hafen von Ballintoy kann mit dem Auto nur über schwindelerregende Serpentinen die Steilküste hinab erreicht werden.
Hafen und die Küste drumherum sind Idylle pur:

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Aber: Die Idylle täuscht. Der Hafen war einer der Drehorte für Games Of Thrones …

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Na. erkannt ? Richtig, in der Serie ist das der Hafen auf den Eiseninseln.
Damit ist klar, daß wir hier nicht ganz alleine sind ...

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Denn natürlich werden hier regelmäßig ganze Busladungen wilder Horden angekarrt, die dann die Eiseninseln überfallen:

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Ein weiteres Highlight, nicht erst seit Games of Thrones (hier wurde ebenfalls gedreht):

Die Dark Hedges.
Um die mystische Aura dieser von verschlungenen Baumkronen überdachten kleinen Allee zu erleben und zu fotografieren, ist frühes Aufstehen angesagt. Ich war um 5 Uhr morgens dort und hatte die Dark Hedges für mich alleine:

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Später am Tag ist es mit der Idylle vorbei, der Games Of Thrones Tourismus schafft auch hier täglich ganze Busladungen herbei, die sich dann zusammen mit etlichen Individualtouristen auf der nur rund 300m langen Straße tummeln:

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Und obwohl das kleine Sträßchen miitlerweile offiziell als Fußgängerzone deklariert ist, muß mit landwirtschaftlichem Verkehr gerechnet werden:

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Und die Weiden rechts und links der Allee sind gefährliches Terrain:

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Teil 1221. Okt. 2019

Nächstes Etappenziel: Belfast.
Hier wird es schwierig. Die Stadt ist so vielschichtig, facettenreich und spannend, dass ich eigentlich für Belfast einen eigenen Reisebericht bräuchte. Ich werde das ganze mal auf ein paar Bildeindrücke reduzieren.
Wir sind 3 Tage hier, von Freitag Mittag bis Montag morgen, also ein komplettes Wochenende.
Die Freitag-Abend-Pubkultur stellt uns erst mal vor ein erstes Problem: Nahezu kein Durchkommen

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Auffällig auch die Wochenend-Vorräte an Bier:

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Irgendwie schaffen wir es aber doch ins Victoria Shopping Center, von dessen Glaskuppel aus man einen guten Überblick über die Stadt bekommt:

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Von hier aus gut zu erkennen: Der „schiefe Turm von Belfast“, die Albert Memorial Clock.
Auf ehemals sumpfigen Grund gebaut, hat der Turm nun deutliche Schlagseite.
Steht man direkt vor dem Turm, wird dies gar nicht so deutlich.

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Ein paar andere Sehenswürdigkeiten, ohne viel Blabla in loser Reihenfolge:

City Hall:

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Statue of Harmony:

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Titanic Museum:

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Bittles Bar:

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The Crown Bar, der älteste und schönste Pub Belfasts:

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Grand Opera House:

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Für ein spezielles Event während unseres Belfast-Aufenthalts brauche ich aber dann noch noch ein eigenes Kapitel.

Teil 1321. Okt. 2019

So, bevor ich zu dem im letzten Kapitel erwähnten speziellen Event komme, noch was für die Game of Thrones-Fans.

Die Titanic Studios, in denen große Teile der Serie entstanden sind, liegen direkt angrenzend zum Titanic Museum. Direkt gegenüber der Studios fand zum Zeitpunkt unseres Aufenthalts eine Game of Thrones Ausstellung statt, die wir natürlich besuchen "mussten".
Gezeigt wurden Original-Kostüme und Requisiten der Serie.

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Für mich als Wildling mit Antarktis-Erfahrung war es ein leichtes, die Mauer aus Eis zu erklimmen ... 😛

Teil 1422. Okt. 2019

So, nun zu dem bereits erwähnten speziellen Event, das wir als Höhepunkt unseres Belfast-Aufenthalts empfanden, wenn auch mit bitterem Beigeschmack ...

Die beste Möglichkeit sich hier in Belfast auf „touristische“ Weise über den Nordirlandkonflikt zu informieren, ist eine Black-Taxi Mural Tour, also eine Rundfahrt mit einem Taxi zu den diversen Wandmalereien, die überwiegend in den protestantischen und katholischen Vororten und Wohnvierteln Belfasts zu finden sind. Die Taxifahrer haben als Kinder und Jugendliche einige der Konfliktereignisse der 70er bis in die 90er Jahre selbst miterlebt. Ihre Erläuterungen während einer solchen Tour sind gespickt mit persönlichen Erfahrungen und vermitteln damit eine beklemmende Authentizität, die auch nach Ende einer solchen Tour lange nachwirkt …

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Grundsätzlich kann man eine solche Tour bei verschiedenen Anbietern bereits über das Internet vorbuchen.
Wir haben uns für eine kurzfristige Buchung vor Ort entschieden, einfach um während unseres Belfast-Aufenthalts wetterabhängig möglichst flexibel zu bleiben.
Praktisch haben wir dann die Tour am Freitag Nachmittag für den Sonntag Nachmittag gebucht und bezahlt, und zwar bei "Visit Belfast" gegenüber der City Hall. Das ist die örtliche Touristeninfo.

Eindrücke davon :

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Dieses Tor wird nachts oder bei Veranstaltungen mit "Konfliktpotential" geschlossen (Stichwort: Oranierorden und deren Märsche).

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Die Friedensmauer, erschreckende 6-8 Meter hoch, trennt die katholischen und protestanischen Wohnviertel:
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Teil 1523. Okt. 2019

Wie bereits vor zwei Jahren, bildet Dublin den Abschluss unserer Irland-Rundreise.
Damals hatten wir ja die wesentlichen touristischen Höhepunkte Dublins besucht. Damit gilt bei diesem zweiten Besuch unser Interesse einigen wenigen „Specials“, die nicht unbedingt auf der „To-Do-Liste“ eines Dublin-Erstbesuchers stehen.

So das ehemalige Gefängnis Kilmainham Gaol in erster Linie Museum, aber eben auch Mahnmal und Gedenkstätte. Es kann nur im Rahmen einer geführten Tour besichtigt werden. Diese aber ist hochinteressant und ebenso bedrückend, erfährt man doch vieles über die Schicksale der Insassen, oft auch politisch Inhaftierte.

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Ein weiterer Besuch gilt dem größten Stadion Irlands, dem Croke Park Stadium.
Mit 80.000 Plätzen ist es DAS zentrale Sportstadion Irlands, in dem vor allem gälische Sportarten wie Hurley oder Gaelic Football ausgetragen werden.
Wir allerdings können mit diesem Sport wenig anfangen und sind deswegen nicht hier. Nein, es ist eine ganz andere Attraktion, die dieses Stadion für uns so interessant macht: Das Stadiondach ist begehbar und man kann im Rahmen einer geführten Tour auf dem Stadiondach sogar mit Rollstuhl herumspazieren und den weiten Blick über Dublin und die Umgebung genießen:

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Sowohl Kilmainham Gaol als auch das Croke Park Stadion hatten wir vorab per Mailanfrage vorreserviert, damit das Ganze für uns mit Rolli entsprechend organisiert werden kann. Beides war absolut problemlos.
Zum Abschluß der Reise und auch dieses Berichts noch ein paar Dublin-Impressionen von unterwegs, wie gesagt, etwas abseits der Hauptattraktionen:

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Für uns war es eine Zweittäter-Irlandreise, wie sie besser hätte kaum sein können:
Extrem abwechslungsreich, grosse Städte, kleine Städte, viele Menschen, wenige bis keine Menschen, wunderbare Landschaften, bestes irisches Wetter, urige Pubs, wichtige Sehenswürdigkeiten, versteckte Geheimtipps usw. usw.
Die Vielzahl der unterschiedlichen Bildmotive zeugt davon.
Wir hätten locker zwei weitere Wochen entlang der Route problemlos füllen können.
Eigentlich hift nur eines, und das steht für uns schon fest:
Wiederkommen!

ENDE

Die Loeffels in Irland - The Wild Atlantic Way von loeffel

Quelle: www.namibia-forum.ch/forum/thema/298392-die-loeffels-in-irland-the-wild-atlantic-way

Stand: letzter Berichtsteil vom 23. Okt. 2019

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