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Reisebericht · namibia-forum.ch

Okavangodelta, Chobe, Moremi, Caprivi 2019

von MichaelAC · Aug. – Sept. 2019 · 27 Tage · Selbstfahrer · 29 Teile

Über diesen Reisebericht

Wir sind zu zweit unterwegs, im August und September 2019: erst fünf Tage lang geführt mit dem Kayak und Mokoro-Begleitung durchs Okavango-Delta, dann rund zweieinhalb Wochen mit einem gemieteten Landcruiser mit Dachzelt durch Moremi, Chobe und die Caprivi-Region bis zu den Tsodilo Hills.

Am stärksten bleibt uns die Kayaktour in Erinnerung: Wir übernachten in Buschcamps und gehen mit dem Guide auf Fussmärsche. Einmal blockiert und bedroht uns ein aufgebrachtes Nilpferd im Kanal, wir fliehen ans Ufer, während die Guides es mit Lärm und geworfenen Ästen vertreiben. Ein Leopard mit Jungtier rennt uns auf einem Spaziergang über den Weg. Auf den Fahretappen danach kämpfen wir uns immer wieder durch Tiefsandpisten, bleiben mehrfach stecken und graben uns frei, vor allem zwischen Linyanti und Ghoha. Elefantenherden durchqueren wiederholt unmittelbar vor uns das Wasser, beim Paddeln galoppiert eine Büffelherde von über hundert Tieren durchs Wasser. Löwen hören wir mehrmals brüllen und finden frische Spuren, zu Gesicht bekommen wir sie auf der ganzen Reise aber nie.

Die Vogelbeobachtung wird zu unserem neuen Hobby: Wir suchen die Karminspint-Kolonie am Sambesi auf und verbringen die letzten Tage in einer auf Vögel spezialisierten Lodge am Wasser. 18 Campingtage lang teilen wir uns Feuer, Zelt und Kochstelle, dazwischen übernachten wir auch zwei Mal in Lodges am Fluss.

Diese Zusammenfassung wurde automatisch erstellt und vom Autor freigegeben.

Teil 109. Okt. 2019

Update: Unser Bericht auf der Homepage ist fertig geworden:

Afrika 2019: Zu zweit …  🙂

Wer also noch mal Bilder sehen und ein paar Hintergründe lesen möchte, wird dort fündig.
Hallo liebe Afrikafreunde,

nach der vielen Hilfe für unsere Planung möchte ich hier wenigstens unsere Erlebnisse und ein paar schöne Bilder zurückgeben, als Dank.

Wir - das sind meine Frau Karin und ich (Michael), die erstmals seit über 20 Jahren einen großen Sommerurlaub ohne Kinder gemacht haben, zudem außerhalb der Schulferien. 4 Kinder zwischen (heute) 17 und 28 halt - und jetzt haben wir unsere 17-Jährige ein Dreivierteljahr vor dem Abitur alleine das Haus hüten lassen.
Karin meinte Anfang 2018 (als die Planung begann - gebucht haben wir Camps und Kayaktour im Mai 2018, die Flüge im Sep. 2018), dass ihr 3 Wochen nur im Auto sitzen zu langweilig und zu wenig Action wäre. Wir sind ja Outdoor-Fans (Kayak, Wandern, Grand Canyon Rim2Rim, Rafting, aber wenn, dann mehrere Tage 😉 ) und bei unserem Namibia-Urlaub 2015 war ja schon auffallend, dass man kaum Wanderungen unternehmen kann.
Also googelten wir "Activities Okavango Delta" ... einer der ersten Treffer war das Abu Camp, mit Bootsausflügen und Elefantenreiten ... dann sahen wir den Preis von 2.980 USD pro Person und Tag ( 😄 oder 🤩 ?) ... und fragten uns, ob man zur Abreise den Elefanten eingepackt bekommt?
Okay, also kein Elefantenreiten. Die Lodges oder Camps bieten alle Mokoro-Touren an, aber da sitzt man drin, wird durch's Wasser kutschiert ... nee, das ist auch nicht wirklich "Activity". Außerdem stellen wir uns das für 1-2 Stunden (ent)spannend vor, aber dann langweilig und da man sich nicht bewegen darf, würde ich bestimmt Krämpfe kriegen. (Wie wir später erfahren, ist man mit dem Mokoro meist nur bis zu einer Stunde unterwegs, dann ist die Tour beendet oder es gibt Pause. Genau aus dem Grund - länger können/wollen die meisten nicht still sitzen 😉 .)
Dann fanden wir Kayaktive, die bieten Kayaktouren von 1-5 Tagen an. Gruppen von 2-5 Teilnehmern, selber paddeln, Guide der mitpaddelt, Gepäckboot mit Koch, Equipment und Vollpension, Übernachten auf Inseln im Delta ... das ganze für 1.500€ für beide für 5 Tage. (Okay, man zahlt noch 20% Aufpreis, um auch für 2 Personen den Termin garantiert zu bekommen.)
Und wenn schon, denn schon ... 5 Tage ist genau das richtige für uns. Abenteuer muss halt sein 😄 .
Unsere Route (siehe hier die Google-Map):
29.8. Abflug Frankfurt, via Johannesburg nach Maun, mit Lufthansa (++) und Airlink (+)
30.8. Old Bridge (+), Maun
31.8.-4.9. Kayaktour (++) im Okavangodelta
4.9. Old Bridge, Maun (+)
5.9. Übernahme des Wagens (+), Mochaba Crossing (o)
6.-8.9. Moremi (++) - South Gate (+), Xakanaxa (+), North Gate (o)
9.-12.9. Chobe (++) - Savuti (o), Linyanti (++), Ihaha (+)
13.-14.9. Katima Mulilo, Caprivi Houseboat Safari Lodge (+), Tent mit Bett statt Dachzelt
15.-16.9. Bee-eater Kolonie (++), Nasa Rupara NP (o), Livingstone's Camp (+)
17.-18.9. Buffalo Core Area (+), RiverDance Lodge (+) im Dachzelt, Biro School
18.9. Mahango Core Area (+), Drotsky's Campsite (+)
19.9. Tsodilo Hills (+)
19.-21.9. Xaro Lodge (++)
22.9. Rückfahrt nach Maun, Old Bridge (+)
23.9.-24.9. Rückflug (--)
Die Bewertung bedeuten: ++ super, + sehr gut, o okay, -- ganz schlecht.
Mehr wird nicht verraten ... sonst ist die ganze Spannung ja weg aus dem Reisebericht 😛 .

Insgesamt werde ich sicher ein paar Wochen brauchen, nicht jeden Tag habe ich Zeit, einige Male bin ich auch unterwegs auf mehrtägiger Dienstreise ... oder (wie nächste Woche) wieder im Urlaub (diesmal Fotoworkshop in den Abruzzen 🙂 ).

Als Vorgeschmack aber schon einmal ein paar Bilder 🙂

Elefantenbesuch in Camp 3, Kayaktour
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dto. Picknick im Moremi, Makerekwa
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Sunset Boat Tour, Sambesi, Katima Mulilo
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Und unser neues Hobby, Birding 🙂

Fish Eagle Paar beim Balzflug
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Greater Blue-eared Starling
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Little Bee-eater
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White-fronted Bee-eater
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Pel's Fishing Owl
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White-backed Night Heron
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Teil 210. Okt. 2019

28.8. Packen klappt ganz gut 🙂

Es ist aber diesmal sehr viel - zu zweit nehmen wir ja genauso viel „allgemeinen Kram“ mit wie zu viert, können es aber nicht auf 4 Koffer verteilen. Gut dass wir Business fliegen - ich nehme 1x Tatonka-Tasche und 2x Handgepäck, Karin 2x Gepäck und 1,5x Handgepäck.
Der Fotorucksack ist schwer (10 kg - für Kamera, 4 Objektive, Filter, viele Akkus), das Stativ ist in der Tatonka-Tasche, die zweite Kamera in Karins Rucksack... und am Ende des Urlaubs wissen wir: viel zu viel 😉 ... wir hatten die X-T3 mit dem 100-400 "verschweißt", die X-T2 mit dem 18-55. Dazu die iPhones und das Fernglas, der Rest hätte zuhause bleiben können.
Ich hatte Stativ und die anderen Objektive mit für Nachtaufnahmen (Milchstraße) und Langzeitbelichtungen. Auf der Kayaktour hätte ich wunderbare Milchstraßenbilder machen können, war aber zu k.o. ... und später war quasi Vollmond, viel zu hell, kaum Milchstraße. Und Langzeitbelichtungen bei ruhigem Wasser und keinerlei Wolken sind irgendwie witzlos - das habe ich dann auch gelassen.
Letzte Besorgungen, der Tag vergeht im Fluge.
Abends gehen wir mit 3+2 Kids (erste Zahl: die Kids, 2. Zahl die Freunde/innen 🙂 ... ja, die Kids sind, werden groß) gemütlich ins Café Sorglos.


29.8. Abendflug von Frankfurt. Es zieht sich … oder „Mist, mein Rucksack 😮 “

Von wegen „alles besorgt“ - es fehlen noch ein paar Medikamente, und für die brauchen wir ein Rezept. Also noch zum Hausarzt - wie ich solche Last Minute Besorgungen liebe ...
Ich verletze mich zweimal doof: morgens ein langer Schnitt beim Rasieren, später kippt die (leere!) Mülltonne auf den Daumennagel. Tut sauweh, der Nagel läuft blau an, muss dauernd gekühlt werden. (Später versorgt die Stewardess mich die halbe Nacht mit Eis.)

Karin instruiert unsere Tochter für die Urlaubsvertretung: Alle Ladungen öffnen, lesen, Gericht anrufen, absagen, vertrösten.

Um 15:10 Uhr kommt das Taxi ... der ICE hat 15 min Verspätung ... und fährt nur bis Köln. Also Gepäck noch mal schleppen 😠 . Zwischendurch hühott ... mehrmals kommen Durchsagen: fährt doch bis FRA, ne doch nicht 😄 ...
Umsteigen dann in Köln, dauert nur 3 min, wir kriegen auch einen Sitzplatz, kommen gegen 17:40 Uhr in FRA an. Gepäck einwickeln lassen, ZAR abholen, Gepäck einchecken ... dann sitzen wir gemütlich im Yuna Asian Kitchen und essen ein paar (wenige, weil überteuert) Sushi.

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Gegen 20 Uhr gehen wir durch die Security, dahinter in die LH Business Lounge, die aber in Gate Z die bessere Senator Lounge ist. Die hat super, leckeres Essen, hätten wir sofort machen sollen.

Boarding um 21:40 Uhr ... am Sitzplatz angekommen, der Schreckensruf „Wo ist mein Rucksack???“ (ratet mal, von wem 😄 ).
Ich renne die Brücke zurück, sehe den Rucksack im Wartebereich, ausnahmsweise darf ich noch einmal zurück, der Pass dient als Pfand. Portemonnaie, Bargeld, alle Unterlagen sind wieder da ... puhhh, das wäre sonst ein toller Urlaubsstart geworden.

Wir sitzen in der ersten Etage des LH-Jumbo ... und nobel geht die Welt zugrunde: Aperitif zur Begrüßung, sehr guter Wein, Anrede mit dem Namen, Platz bis zum Abwinken, Lay-Flat-Bed. „Das ist peinlich, das machen wir nie mehr“ meint Karin. Das Essen ist gut, aber nicht besonders. Der Wein aber exzellent.

Wir schlafen gut, aber bis der letzte Nachtisch gegessen ist, haben wir nach Mitternacht. Dank des tollen Betts (mit Matratze und Schlafanzug 😗 ) kommen wir dann aber auf 5-6 Stunden Schlaf.

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Teil 310. Okt. 2019

30.8. Ankunft in Maun ... oder „There is a problem with your reservation“

Wir landen ziemlich pünktlich um 8:20 Uhr, die Einlass-Kontrolle geht schön schnell, um 9:00 Uhr sind wir schon im International Terminal. Ich ruhe mich in der SAA-Lounge aus, Karin geht bummeln, hat aber zur Sicherheit einige Rand mitgenommen 😄 🙂 .

Der Flug nach Maun geht pünktlich, im kleinen Avro RJ85 ...

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Das Essen sieht erstaunlich lecker aus ... und ist es auch 🙂

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Nach weniger als 2 Stunden sind wir in Maun, unterwegs viieeel trockene Landschaft.
Die Einreise geht sehr schnell, nur ca. 20 Leute sind im Flugzeug ... sie wäre sogar noch viel schneller gegangen, wenn uns der Beamte am Ausgang nicht aufgehalten hätte: "Do you have luggage?" ... "Yes, we have" (und wollen am ihm vorbei) ... "Where is your luggage" ... "Possibly on the luggage belt" (und ich gehe weiter) ... "Stop, your luggage ... it will come here!!!".
Ooops - diese kleine Halle war die Gepäckhalle, das unscheinbare Gepäck"band" in der rechten Ecke hatte ich glatt übersehen.
Wir warten also noch ein bisschen, das Gepäck für die noch 12 Männekes kommt ... und schwupp betreten wir das Okavangodelta (okay, fast).

Ich gehe Geld holen, stehe geduldig in der Schlange mit den Einheimischen, die am letzten Werktag im Monat ihr Gehalt bekommen haben und jetzt Bargeld holen. Karin besorgt ein Taxi.

Gegen 15:00 Uhr kommen wir im Old Bridge Backpackers an ...
... und der erste Schreck beim Checkin: "Reservation mistake - you have no tent here, we have one on the other side, at Maun Rest Camp".
Aber ich bin ja Afrika-erfahren ( 😄 😄 😄 von allen Kids & Friends - der Perfektionist, Alles-muss-klappen-Typ, aber bitte auf Anhieb ... der und gelassen sein???) ... aber echt, in Afrika bin ich anders: "Oh - we had a nice email exchange, you promised me for all our 3 nights a double bed" ... "3 nights, I have only one for you" ... "Yes, today 1 night, and one on Sep 4, one on Sep 22" ... "Ahh - you are Michael, the guys staying 3 times with us in one holiday. Let me check."
Und geduldig warten wir, Small-talken mit einem anderen Gast ... und (klar: TIA, that is Afrika 😉 ), sie kann etwas tauschen. Tent direkt am Hippopool mit Krokodilen. We are happy campers 😘 (Das ist unser Familienspruch, wenn es uns im Wohnmobil, am Campground, und manchmal überhaupt, gut geht.)

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Der Hippopool ist der erschreckende Rest des Thamalakane River, der normalerweise im August voll ist, die ganze Breite (100m ?) voll Wasser.

Das Old Bridge gefällt uns richtig gut. Einfach, aber nett, kein Schicki-Micki, leger, freundliche und nette Leute.

Und direkt Afrika-Feeling: Hippos, Crocs, jede Menge Vögel.

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Wir sehen direkt einen Goliath Heron - das hätte ich hier in Maun nicht gedacht:
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Wir chillen, lesen, dösen, essen recht früh an der Bar zu Abend.
Und wie lautete die goldene Essensregel in Afrika: "Cook it, peel it or forget it" (Koch es, schäl es oder vergiss es). Karin ist mal kurz auf Toilette, ich lasse mich von der schönen Speisekarte inspirieren ...und bestelle einen gemischten Salat mit Hähnchenstreifen.
Karin kommt zurück, "Was hast du bestellt?" ... "Salat mit" (weiter komme ich nicht) ... "Aber wir wollten doch ... Egal, auf der Kayaktour werden wir sowieso essen, was die für uns zubereiten. Wird schon gut gehen - Regel wird über Bord geworfen."
Auf der ganzen Reise hatten wir kein einziges Mal Probleme, keinen Durchfall, kein Magengrimmen. Super! (Außer am Tag nach der Caprivi Houseboat Safari Lodge - das Full English Breakfast lag mir den ganzen Tag schwer im Magen.)

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Ich telefoniere noch mit John von Kayaktive ... morgen früh holt er uns um 8 Uhr ab und unser Abenteuer beginnt.

Nachts ist es sehr laut: Musik, Autoverkehr, Hundegebell.
Aber am lautesten schnorchelt Karin ... ähhh, ich mein die Hippos 😕 .

Teil 411. Okt. 2019

31.8. - 4.9. Kayaktour

Gebucht haben wir unsere Reise in 3 Bausteinen:
  • - Auto, Camps und Lodges über Drive Botswana, mit denen wir 2015 schon gute Erfahrungen gemacht hatten. Überzeugend waren wieder die Beratung, die zuverlässige Buchung und außerdem gibt es einen UK-Reisesicherungsschein, der unsere Anzahlung absichert.
    Als Wagen wollten wir einen Landcruiser und einen in Maun ansässigen Vermieter. DriveBotswana arbeitet dort mit TravelAdventures zusammen. Der Landy war 1a und mehr als super ausgestattet.
    Gebucht haben wir im Mai 2018.
  • - Die Kayaktour haben wir bei Kayaktive separat gebucht, ebenfalls im Mai.
    Kayaktive gibt es seit 2009, sie sind - meines Wissens nach - die einzigen, die Kayaktouren im Okavangodelta anbieten. John, der Inhaber, ist ein toller Typ, die Buchung, Bezahlung waren problemlos und absolut zuverlässig. Transfers, Equipment, Essen, Giudes ... alles 1a.
    Kayaktive bietet mehrtägige Kayaktouren (2-5 Tage) an und eine 10-Tages-Mammuttour (Panhandle, Delta).
  • - Die Flüge haben wir Ende September 2018 direkt bei Lufthansa gebucht.


Wir haben die 5-Tages-Tour gebucht, d.h. 4 Übernachtungen.
Den typischen Tagesablauf zitiere ich einmal von der Webseite:
6am: Wake up, coffee/tea and biscuits around the campfire prior to a 1 to 2 hour walk.
NB: All walks are optional for those that may prefer a lie in, however we recommend guests join at least one or two as they provide good game viewing opportunities.

8am: Breakfast- Sausages or bacon, eggs, baked beans and toast.

9am: Depart campsite. Kayaks are supplied with water and snacks. A motor boat follows paddlers with all equipment/luggage etc.

12.30: After a morning on the river encountering some of the wildlife in the delta, commonly elephant, hippo and antelope as well as abundant birdlife we stop for lunch. Typically this consists of cold meats, cheese, salad and bread.

1.30pm: After lunch and a rest we set off again and enjoy a few more hours paddling into camp.

4.00pm: Arrive at campsite for the night. Tents with bedrolls containing duvet and pillow are set up, along with basic ablutions (basin and for trips over 2 nights, bucket showers). There are also a few areas where a brief swim is possible.

4.30pm: Evening walk. Another good chance to see game and a beautiful sunset.

7.30pm: Dinner. Evenings are time to unwind after an energetic day; we provide a full dinner, typically barbequed meat with rice/potatoes/pap and fresh vegetables as well as table wine.
Wegen der Dürre startet unsere Tour nicht am Old Bridge, der Thamalakane River führt ja kein Wasser, sondern wir werden mit dem Auto ca. 40 km nordöstlich gebracht, wo das Wasser beginnt. Dort starten momentan auch die Mokoro-Trips, die man buchen kann.
Auch bekommen wir kein Motorboot als Gepäckboot, sondern werden von 2 Mokoros begleitet.
Beides finden wir im Nachhinein sogar besser (und würden dies bei Wiederholung auch so haben wollen), weil man ab Maun erst einmal 1 Tag durch bewohnte Gegend und Farmland paddelt, und Mokoros sind leiser und einfach cool.

Hier unsere Route, aufgezeichnet mit GeotagPhotos auf dem iPhone: (-->
Google-KarteBeim Laden überträgt dein Browser Daten an Google.Karte laden
)
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rot: Anfahrt mit dem Auto.
blau (hin) und pink (zurück): Paddeln
gelb: Game Walks
Klick auf die Icons (nicht auf dem Bild, sondern in der Google-Map) öffnet jeweils einen kurzen Text dazu.


So - das war jetzt viel "Bleiwüste" ... es geht demnächst weiter mit Erlebnissen und Bildern 😎 .

Teil 520. Okt. 2019

31.8. Start Kayaktour ... oder „Mein iPad liegt an der Bar und lädt“ 😮

Wir stehen um 6 Uhr auf, ziehen schon die Kayakkleidung an (schnelltrocknende Shorts, langärmeliges Shirt, Flipflops, Hut, Kayakhandschuhe), verpacken den Rest wieder in die Reisetaschen und Rucksäcke und schleppen alles nach vorne.
Frühstück um 7 Uhr und wir erleben wieder ein kleines TIA: Das Schild "Strictly pay as you go" wird sehr ernst genommen - die Bestellung wird zwar aufgenommen und aufgeschrieben, aber erst begonnen, sobald man bezahlt hat. Um’s Bezahlen hat aber keiner gefragt ... wir haben es erst nach 20 min gemerkt 😉.

So sind wir noch friedlich am Essen, als pünktlich um 8 Uhr John von Kayaktive kommt. Er trinkt noch einen Tee mit, dann packen wir alles in sein Auto und wir fahren ca. 1 ¼ std bis zum Südwestende von Chief Island, wo das Delta Wasser führt.

Dort angekommen durchfährt mich der Schreck: „Das iPad lädt noch im Old Bridge, plus die Tasche mit allen Adaptern.“
John klettert auf einen großen Ameisenhügel (Handyempfang 😉 ), ruft seine Frau an, die dann zum Old Bridge fährt. Später erfahren wir per SMS: gefunden, alles fein, kriegen wir am Mittwoch zurück.

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Unser Guide ist Shadrack, die beiden Poler heißen Gee (der Koch) und Mister Three.
Um 9:30 Uhr geht’s los, 3 std Paddeln bis zum Lunch - easy-peasy in den Lagunen, kraftraubend in den Hippo Channels zwischen den Lagunen. Wir sehen Elefanten, Hippos, Lechwes, Giraffen, jede Menge Vögel.

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Doch etwas k.o. kommen wir am Lunch-Platz an ...
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... wie immer malerisch unter einem Baum gelegen.
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Es gibt mittags immer einen Snack aus Salat, Brot mit Thunfisch/Wurst/Käse und Chips.

Nach dem Lunch noch ca. 1 std, wieder durch super enge Kanälchen, ziemlich kraftraubend.
Um 14:30 Uhr sind wir am Tagesziel, einer namenlosen Insel. Das Camp wird aufgebaut ...

...und dann heißt es erstmal chillen 🙂
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Gegen 17 Uhr geht's mit Shadrack auf den Game Walk. Wir sehen Zebras (20), Gnus (20), Giraffen (8), Wardhogs, Impalas. Die Zahlen sind wichtig, denn Karin hat sich vorgenommen, die "großen" Tiere zu zählen 😄 .
Vorbild war ein Reisebericht hier, wo die Elefanten per Strichliste gezählt waren. Nur ... im Kayak war das nicht möglich ... und bei der Wanderung hatten wir kein Papier dabei ... so musste abends geschätzt werden.

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Schöner Sonnenuntergang
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Gee und Mr.Three haben unterdes das Abendessen vorbereitet, es gibt Hähnchenschenkel, scharfes Gemüse, Reis, Butternut (eine Art Kürbis).

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Bis kurz nach 8 Uhr sitzen wir noch am Feuer und lesen. Dann sind wir müde - nach so frühem Aufstehen, Kayak und Game Walk.

PS: Falls es zu viele Bilder sind, bitte melden - ich kann kürzen.

Teil 622. Okt. 2019

1.9. Kayak, Tag 2 ... oder „If the hippo comes, climb the tree!“
Apropos Hippo Channels: Die werden nachts von den Hippos erzeugt, wenn sie von Lagune zu Lagune wandern. Shadrack versichert auf unsere Frage: „No, during the day the hippos are nearly always in the lagoons!“
6:40 Uhr aufstehen ... ein Kaffee um die gröbste Verschlafenheit zu bekämpfen.

Abends hatte ich gespannt die Wildlife-Kamera aufgehängt ... und tatsächlich, ein toller Fang des Nachts:
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Um 7 Uhr geht’s auf den Morning Walk, bis 10:20 Uhr: Eine große Giraffenherde (10), in der Ebene Zebras (18) und Gnus (16) ... ihr seht, Karin zählt immer noch 😉.

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Wir kommen an einer verlassenen Lodge vorbei.
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2 spotted Hyenas, Schabrackenschakal, Wardhogs, Impalas, Wattled Cranes, Crowned Plover. Auch wenn man im Auto näher an den Tieren ist als zu Fuß - das Gefühl zu Fuß ist überwältigend: unmittelbarer, man fühlt sich trotzdem "näher".

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Leckeres Full English Breakfast, kurz nach 11 geht es in die Kayaks.

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Jede Menge Giraffen, 20 oder mehr Elefanten, unter Herzklopfen passieren wir eine sehr große Hippoherde, bestimmt 30 oder mehr Tiere - ganz am Rand der Lagune „schleichen“ wir vorbei. (Obwohl wir weit weg sind und schnell paddeln, kommt es mir ewig vor.)

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Dann kommt eine sehr anstrengende Passsage, eng, flach, zugewachsen, 10 min Pause haben wir uns verdient, dann geht es weiter.

Kurz vor der Mittagspause versperrt uns ein einzelnes Hippo den Weg, wird schon von weitem ärgerlich, kommt brüllend uns entgegen. Die Poler machen Lärm, Shadrack schiebt sich zwischen uns und das Hippo und macht auch Lärm zur Abschreckung - wir flüchten alle ans Ufer.
Ich darf mir noch schnell die Kamera holen. Mr.Three kümmert sich um uns, führt uns weiter vom Ufer weg zu einem Baum: „If the hippo comes, climb the tree!“
Shadrack und Gee schlagen dicke Äste ab, klettern auf einem Baum am Lagunenufer und werfen die Äste von Land Richtung Hippo. Das Hippo wird erst noch ärgerlicher, rast ein-, zweimal in unsere Richtung, dann trollt es sich ans andere Ufer und entschwindet in der Ebene. Nachdem es hinter einem weit entfernten Hügel verschwunden ist, paddeln wir weiter.

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Mittagspause um 13:45 Uhr, nach 45 min geht es zum heutigen Camp weiter.

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Wir sehen Fish Eagle, diverse Egrets+Herons, noch einmal Elefanten und Zebras, Tawny Eagle.

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Insgesamt 2 ½ plus 1 ¼ std anstrengendes Paddeln, wir sind k.o. und verzichten auf den Abend-Walk. Ausruhen. Und wir versuchen, ein bisschen sauber zu werden (eine Dusche gibt es nicht).
Ich mache alleine einen kleinen Abendspaziergang (Open Bill Storks, diverse Vögel, Giraffen). Shadrack folgt meinen Spuren, damit ich nicht verloren gehe.

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Zum Abendessen gibt es leckeres Papp und Stew. Wer dieses Stew bereitet hat, bekommt einen Orden, yummy-yummy 🙂 .
Lesen, Tagebuch, Lesen, Schlafen.

Teil 724. Okt. 2019

2.9. Kayak, Tag 3 ... oder „Elephants everywhere“

Die Wildkamera ist immer noch nicht in Ordnung - keine Tiere, nur Shadrack mit seiner Morgenzigarette 😉
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Ich glaube, die Wildkamera hat einen Defekt ...

Heute schlafen wir länger, es geht erst um 8 Uhr los, 2 std Walk mit Giraffen, Zebras, Gnus, 2 Hyänen, 2 Büffel, Tawny Eagle, Greater Honey Guide, Lilac-breasted Roller, Black-winged Pratincole, Black-winged Stilt, Nilgänse, Red-billed Spurfowl, Blacksmith Lapwing, Red-billed Hornbill, Crimson-breasted Shrike, Red-billed Firefinch. So viele Tiere, dass Karin ihr Ziel aufgibt, die „großen“ Tiere zu zählen ... also deutlich weniger Stress im Kayak, auf den Game Walks und auch später im Auto 😄 .

Fish Eagle Paar beim Balzflug
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Tawny Eagle
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Hier sieht man die Jahrhundertdürre: Um diese Zeit ist hier sonst eine große Lagune:
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Zum ersten Mal sehe ich, was hier im Forum mit "Mopane-Ödnis" gemeint ist. Alles von Elefanten kahl gefressen:
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Heute paddeln wir nur kurz, 11:15-12:45 Uhr, sehen Giraffen, Zebras, Baboons, Sattle-billed Storks, Elefanten.

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Als eine Elefantenherde unseren Kanal blockiert, beschließen wir, eine schöne Baumgruppe als unser heutiges Camp zu nehmen.
Leichter Mittagssnack, dann wollten wir Mittagsschlaf machen ...

... aber Shadrack holt uns: Gegenüber des Camps, auf der anderen Flussseite (okay, ein Flüsschen, 20-30 m breit, max. 1 m tief, die klägliche kleine Okavango-Flut dieses Jahres) sind jede Menge Elefanten.
Viele Muttertiere, ein Dutzend Kleine, ein Bulle, 20 oder mehr insgesamt. Im Wasser, gegenüber/links/rechts, queren den Fluss hin+her, einige rund um die Campsite. Atemberaubend und friedlich, auch die Guides waren fasziniert. Ingesamt ca. 2 ½ std genießen wir diese Idylle.

Und ihr jetzt jede Menge Bilder 😎

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Wir bekommen warmes Wasser und ein „abgetrenntes Bad“ ... schön sauber werden wir mit dem Flusswasser 😄 .

Hier unser Schlafzimmer (das Wohn- und Esszimmer kennt ihr ja schon), vorne links und rechts unsere Kleiderschränke:
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Unser Bad:
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Ein unfreiwilliges Foto mit der Wildkamera ... ich habe etwas gebraucht, bis ich verstanden habe, in welche Richtung ich die nicht aufbauen sollte 😄 .

... und die Toilette, mit Sandspülung:
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Wir machen noch einen kleinen Abendspaziergang (Thicknee, Little Bee-Eater, Fish Eagle, Elefanten).

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Zum Abendessen gibt es leckere Spaghetti Bolognese.

Teil 825. Okt. 2019

3.9. Kayak Tag 4 ... oder „Let‘s go this way“

Sunrise Walk um 6:45 Uhr.

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Auf einmal hören wir Löwengebrüll, recht laut. Shadrack ist fasziniert, dreht sich in die Gegenrichtung und meint „Let‘s go this way, maybe we see the lions“. Wir sind skeptisch "Is it safe to walk to lions ?!?"
"Yes, of course." ... Okay - we trust the guide 😎 .

Wir gehen eine Weile am Fluss entlang, plötzlich rennt ein Leopard laut brüllend von rechts nach links, vielleicht 20 m vor uns.
Ich bin zu langsam mit der Kamera, aber das ganze war vielleicht 2 sec nur. Rechts im Gestrüpp sehen wir ein Junges. Es versteckt sich tiefer im Busch.
Wir suchen die Gegend ab (mit den Augen!), sehen aber weder das Junge noch die Mutter. Wir umgehen den Busch mit dem Cub in einem grooooßen Bogen - und zwar in die Richtung, in die die Leopardenmutter gelaufen ist.
- "The mother must see that we are not going to the kid!"
- "Oh - maybe we see the leopard?"
- "No, no, but she will see us!"
Noch einmal zu Erinnerung: In
Google-KarteBeim Laden überträgt dein Browser Daten an Google.Karte laden
könnt ihr detailliert sehen, wo wir gepaddelt, gewandert und was erlebt haben. Sehr interessant zum Reinzoomen. Ein Klick auf die Icons bringt eine kurze Beschreibung.
Wir haben den Leoparden nicht mehr gesehen, nur ein paar Kudus, Affen, Wardhogs und jede Menge Vögel.

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Anschließend wieder Full English Breakfast mit Spiegelei, Bohnen und Wurst.

Gestern hatten wir beschlossen, hier 2 Nächte zu bleiben. Weil es zum einen ein total idyllisches Camp ist, und Shadrack versicherte, dass man von hier tolle Game Walks machen kann. (Stimmt - zu Fuß einen Leoparden zu sehen, ist ja schon was. 🙂 )

Aber Karin und ich wollen nicht den ganzen Tag nur rumsitzen - so machen wir einen Kayakausflug, ca. 2 ½ std. Gee kommt zur Sicherheit zusätzlich zu Shadrack mit - im Mokoro steht er ja und kann weiter sehen als Shadrack im Kayak.
Wir sehen jede Menge Elefanten, die am Ufer stehen oder vor uns den Fluss queren. Gee zündet sogar ein paar Mal ein Schilfbündel an, um Elefanten zu motivieren, aus dem Wasser zu gehen. Elefanten mögen Rauch gar nicht.
Wir meistern jede Menge enge Kanäle, das Manövrieren gegen den Strom bei 90° Turns klappt immer besser. In einer Lagune sind ca. 20 Hippos, zu nah. Wir steigen aus und vertreten uns die Beine. Wir sehen jede Menge Löwenspuren - Shadrack meint, ganz frisch, das wären die, die wir gehört haben. Ohne uns wäre Shadrack denen gefolgt, man sah ihm an „Maybe we go this way“ 😄 .

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Mittags sind wir zurück am Camp. Ich gehe schwimmen. Erfrischend.

Three fährt mit dem Mokoro raus und legt ein Netz. In der kurzen Zeit fängt er schon 2 Fische (1 Bream = Brasse, 1 Tilapia = Buntbarsch). Das Netz bleibt noch liegen, nach kurzer Zeit sind es mehr als 10 Fische, bestimmt wird es Fisch zum Abendessen geben 🙂 .

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Unser Camp ist unter einer schönen Baumgruppe, ein großer Leadwood und 3 Raintrees (Seidenakazie).

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Für den Evening Walk setzen wir mit dem Mokoro auf die andere Seite über. Wir sehen große Impala-Herden, Wardhogs, diverse Vögel, 1 Hippo, in der Ferne 2 Touristen mit Guide, 2 junge Giraffen, Sattle-billed Stork, Squirrel.

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Abendessen: Couscous, Ratatouille, Lammkoteletts. Und Hansa Beer.
Die Fische sind gar nicht für uns gewesen, die hat Three für seine Familie und zum Verkaufen gefischt. Das wäre ein Wochenlohn für ihn.

Teil 925. Okt. 2019

4.9. Kayak Tag 5 ... oder „Man kann sie auch tragen“

Aufstehen schon um 6:30 Uhr, heute ist Paddeltag - wir müssen heute die gesamte Strecke der ersten beiden Tage zurück fahren. Shadrack versichert, dass wir 1. fitter geworden sind und es 2. in den Channels dank Strömungsunterstützung wesentlich leichter geht.

Noch eine letzte Stärkung - 100 kg Wurst für jeden 😮
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Um 8:20 Uhr geht's los. Bis 12:20 Uhr paddeln wir. Mittagssnack, dann noch mal 2 std Paddeln. Hunderte Elefanten, Gee fackelt manchmal das Reetgras an, um sie aus dem Wasser zu treiben. Büffel, sicher mehr als 100 Tiere, galoppieren vor uns durch's Wasser - das ist laut, trotz großer Entfernung. Giraffen, Zebras, Hippos, Goliathreiher uvm.

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Riesenschreck für Shadrack (und Karin, kurz dahinter): ein Hippo döst in dem engen Channel, Shadrack fährt fast rein, noch ein Paddelschlag, meinte er. Karin sieht das Hippo aus dem Wasser schießen. Glücklicherweise sind beide (Shadrack und das Hippo) so erschreckt, dass beide nur dran denken, schnell umzudrehen und abzuhauen 😮 .
(So viel dazu, dass tagsüber die Hippos "nie" in den Channels sind 😮 ).

Wir kehren um und tragen das Gepäck ein Stück über Land, Kayaks und Mokoros werden getragen/gezogen. 3 Dorfbewohner helfen uns, so geht es ganz schnell.

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Gee fällt mein Fotorucksack ins Wasser, einige Sachen sind nass geworden, aber alles scheint in Ordnung. (Nachtrag: Alles ist in Ordnung 🙂 - die Fuji-Kameras und -Objektive sind WR - water resistant.)

Circa 30 min vor dem Ziel begegnen wir in einem engen Channel drei Mokoros - für die Touristen darin sind wir eine Attraktion, sie können nicht glauben, was ihnen da entgegenkommt: Kein Moskitoschutz über dem Gesicht, verschwitzt und staubig, Shorts und T-Shirt statt weiße oder khakifarbene Tropenkleidung mit langen Ärmeln und Beinen, eine Frau trägt sogar weiße Handschuhe ... hilflos den Naturgewalten ausgesetzt. Wir werden eifrig fotografiert, und als wir auf die Frage "How many hours was your trip" antworten "5 days" ... wird noch einmal fotografiert 😄 .
(Ich habe vergessen, Bilder zu machen, zu eng und anstrengend war der Channel. Aber deren picobello Tropenkleidung war schon der Knüller. 😄 )

Gegen 15 Uhr sind wir wieder an der Anlandestelle, John wartet schon auf uns. Wir helfen die Kayaks aufzuladen, verstauen unser Gepäck im Auto, ich schaue 5-mal, dass ich nichts vergessen habe. Ein gemeinsames Abschiedsfoto, und ein schöner Tipp für jeden.

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Um 16:30 Uhr sind wir im Old Bridge, John erklärt uns noch, wo wir was einkaufen können.
Im Old Bridge werden wir herzlich wiedererkannt, diesmal kein Buchungsproblem, Tent 2 gibt es. Wir telefonieren mit den Kids, fotografieren noch ein bisschen. Wir sind doch etwas k.o. - fast 6 std Paddeln machen wir auch nicht täglich.

Black-headed Heron
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Mit ein (paar) Savannah und wieder sehr leckerem Abendessen klingt der Tag aus.
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Teil 1026. Okt. 2019

5.9. Übernahme des Wagens ... oder „This is an extrem situation“

Um 8 Uhr kommt Mofo von Travel Adventures, wir beginnen mit den Formularen. Dabei stellt sich raus, das irgendwie nur „Standard Reduced Excess“ gebucht ist, unser Voucher von DriveBotswana sagt aber wie gebucht „Super Cover“. Wir diskutieren ein bisschen, Telefonat mit dem Office ... es bleibt dabei, ist nicht so in deren Unterlagen. Kurzentschlossen buche ich für 270 USD = 3030 BWP den „Super reduced Excess“ nach. (Nachtrag: War ein Fehler bei Travel Adventures, ist uns erstattet worden.)

Alles wird sorgfältig ausgepackt und durchgecheckt, alle Kratzer markiert. Bis auf das Zelt (eine - leider wichtige - Öse ist kaputt und das ganze Zelt muss ausgetauscht werden) ist alles in Ordnung.

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Der Landy hat uns gute Dienste geleistet, überall sind wir wie ein Trecker durchgekommen, wenn es nötig war (ein paar Mal) in Lo4. Außer in der Military Truck Spur 😕 😠 😮 im Tiefsand von Linyanti nach Ghoha.

Die Ausstattung ist 1a, über-reichhaltig: Bodenplane, Handwaschbecken, gute Schlafsäcke, Decken - die wir aber sofort weggepackt haben, stabiler Feuerholzsack, sehr viel und stabiles Werkzeug, jede Menge Töpfe, Kochgeschirr etc. pp.

Dazu Navi (haben wir nicht benutzt, maps.me ist besser), Satellitentelefon für Notfälle, ein 12V-Repeater/USB-Adapter, jede Menge Lade-Equipment (sogar ein 220V-Wandler, den wir aber auch nicht brauchten, weil ich alles für USB und 12V-Dose vorbereitet hatte).

Nur die Sitze und Campingstühle bringen meinen Rücken um 😮 ... für Kanada werde ich mir einen guten Stuhl gönnen!

Probleme gab es mit dem Kühlschrank, nach dem Chobe ließ sich nicht mehr von Hi4 in Hi2 schalten, und dem Kompressor, bei dem sich immer 2 Stecker lockerten. Das entsprechende Kabel war auch schon ein paar Mal geflickt. Aber ließ sich alles reparieren bzw. aushalten.
Die Reifen waren sehr gut, auch die beiden Ersatzreifen.

Zwei Gegenargumente: Er ist deutlich teurer (ca. 50$ pT) als ein HiLux und säuft wie ein Loch, im Sand 20-35 l / 100km, selbst bei moderatester Fahrweise nie unter 14 l. Wenn man nur Moremi und die Nationalparks in Namibia besucht, reicht wohl auch ein Hilux. Für Savuti/Linyanti waren wir froh. Aber auch alle anderen Sandpassagen sind mit dem Landy deutlich entspannter.
@H.Batcher: Deine Sand-Passage im Mahango Core kennen wir - sind nämlich auch drin stecken geblieben. Wir hatten aber ein besseres Los: Lo4, rückwärts raus, mit Schwung vorwärts durch ... null problemo.
Unser Schneckenhaus (so nannten wir ihn), Picknick in der Buffalo Core Area
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Der Aluaufbau ist extrem ruggedized:
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An jeder Seite ein stabiles Fach für Jerry Can und Ersatzreifen, dafür keine Zugangsklappe.
Innen ist deshalb deutlich weniger Platz - Taschen/Gepäck passt da gar nicht rein (auch weil soviel Equipment dabei ist). Unser Gepäck war deshalb auch während der Fahrt auf den Rücksitzen.
In dieser Ausstattung definitiv kein Auto für 4 Personen!

Karin war die Klettermaxe, wenn es hinten etwas zu kramen oder suchen gab:
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Es war aber alles so gepackt (nach 2 Tagen), dass wir nur in Ausnahmefällen hineinkriechen mussten.


Wir beginnen noch an der Old Bridge mit dem Drivers Training: Reifen wechseln. Mann, sind die schwer.
Dann gehts auf die andere Seite von Maun, in die „Sandgrube“. Mit vollen 2.5/3.5 Bar Luftdruck hat man keine Chance, mit 1,8 Bar geht‘s viel besser. Man muss aber viel mehr Schwung („Momentum“) haben, als man denkt. Das schärfte uns jeder ein: "In sand - never loose momentum!"

Karin gerät bei ihrer Übungsfahrt neben die Fahrspur und kommt den Sandhang nicht hoch, beim Rückwärtsfahren sitzt sie dann fest. Weder ich noch Mofo schaffen es rauszukommen.
Mofo gräbt sich dann mit durchdrehenden Hinterrädern extrem tief ein. Wir sind bis heute nicht sicher, ob er zu junior war, oder es absichtlich war, um uns die Angst vor dem Ausgraben zu nehmen. Also: Buddeln in der Mittagshitze.

Wir graben zu viert alles frei, es hilft nichts, der High Lift Jack muss ran. Das Monstrum hilft aber auch nicht, weil das Auto nicht hoch kommt, der Wagenheber gräbt sich statt dessen in den Sand ein.

Nach noch mal viel Sandwegschaufeln schafft Mofo es dann. Sein tröstlicher Kommentar: „This is an extreme situation, you will never have such a difficult track in Moremi or Chobe“ ... sehr beruhigend.

Wir betanken noch die beiden Jerry Cans, dann der Mega-Einkauf für 8 Tage, insgesamt für ~2000 Pula.

Gegen 17 Uhr kommen wir endlich ziemlich k.o. bei der Mochaba Crossing Lodge an.
Wir beschließen, nicht noch selbst zu kochen, sondern hier das Dinner zu nehmen. Aber erst kramen wir fast 2 std (mit wechselnden Erschöpfungsschlechtelauneanflügen), um den Wagen etwas zugänglicher zu packen. Pool und Duschen bessern die Stimmung - außerdem haben wir jetzt doch für alles ein Plätzchen gefunden. Naja, fast alles 😉 . Aber gut, dass wir jetzt nicht noch kochen müssen.

Das Abendessen ist lecker, die Menge (es ist ein Buffet!) aber viel zu viel, denn wir sind die einzigen Gäste. Weder in der Lodge noch auf dem Campground waren noch andere Gäste. Als wir aufbrechen, kommen auf einmal jede Menge Angestellte und bringen das restliche Buffet weg. Es sah mehr nach "sichern" aus 😉

Mochaba Crossing ist jetzt kein Highlight, sozusagen nichts halbes (also noch in Maun), nichts ganzes (also schon im Moremi). Aber nach dem anstrengenden Übernahmetag eben genau das richtige als erster Fahrtag. Und man kann in Ruhe alles kramen.
Gut, dass wir dies so eingeplant haben!

Teil 1130. Okt. 2019

6.9. Moremi South Gate ... oder “Auch ein Landcruiser kann fliegen“

Wir frühstücken gemütlich, endlich gibt es wieder Müsli mit Joghurt und Obst 🙂. Noch ein bisschen Pack-Optimierung - der Fotokram ist jetzt griffbereit, die täglich gebrauchten Utensilien hintendrin sind direkt im Zugriff, wenn man die große Klappe aufmacht.

Um 10:15 Uhr geht‘s los. Direkt hinter Mochaba fängt die Gravel Road an, bekannt und gefürchtet. Karin fährt, das „schmierige“ Gefühl auf Gravel ist echt doof, dazu Wellblech oder ab und zu Sand. Dann kommen wir auf eine Kuppe (vor der man noch mal extra Gas geben musste - auf 50 km/h), auf einmal mehrere tiefe Dips (sandy pockets, sehr tückisch, wie man uns später erzählt), beim dritten heben wir ab und machen einen krachenden Sprung, mehrere Meter. Riesenschreck - Karin bleibt gottseidank stur geradeaus, keiner schreit (auch der Beifahrer nicht 😁 ). Wir gehen davon aus, dass hinten einiges zu Bruch gegangen ist (Eier, evtl. Weinflaschen).

Ein Safarifahrzeug bzw. dessen Hänger hat es zerlegt: Deichselbruch, bei denen geht’s nicht weiter. Der kaputte Anhänger hat sich losgerissen und steht mitten auf der Straße, die armen Touristen stehen 50m weiter neben dem Safariwagen und versuchen, nicht zugestaubt zu werden von den vorbeifahrenden Autos. (Nee - so eine Tour im offenen Wagen ist auf Gravelroads echt hart für die Passagiere, für mich der große Nachteil von Bushways&Co.)

Nach 1 ½ Std. kommen wir etwas k.o. (aber glücklich) am South Gate an. Wir machen die übliche „in irgendwelche Listen eintragen“-Prozedur, schauen uns unsere Campsite MQ6 an (liegt gut), schauen bewusst nicht den Bruch hinten im Wagen an, sondern fahren direkt weiter Richtung Black Pools, dort ist eine Picnic Site auf der Karte eingezeichnet.

Ich fahre jetzt, nach dem Erlebnis beim Fahrtraining bin ich für Sand zuständig, den Rest fährt Karin. Manche Passagen sind gefühlt „mulmig“, ich bleibe im 2. Gang Hi4 stur bei 20-25 km/h ... und wir kommen problemlos durch. Man muss sich nur dran gewöhnen, dass der Wagen ein ziemliches Eigenleben hat, was die Richtung betrifft (er fährt entweder weiter geradeaus, oder folgt den Spurrillen), und auf Lenken nur verzögert reagiert. Nerven bewahren 😎 . Und wie wir schon 3 Tage später wissen: alles easy-peasy im Moremi, der Tiefsand kommt erst noch 😮 .

Der Picknickplatz (Mokutshomo) ist wunderschön: Tisch + Bank, Schatten, eine schöne Brise.

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Hier bleiben wir gut 2 Std., essen ein paar Brote und lesen, relaxen, fotografieren ein paar Vögel (Burchell‘s Starling Pärchen, ein vorwitziger Red-billed Hornbill, ein paar Strauße in der Ferne und ein African Hoopoe). Und: Es ist nichts zerbrochen, gar nichts 🙂 .

Burchell's Starling
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Crested Barbet
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Red-billed Hornbill
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Um 16:10 Uhr brechen wir auf, fahren eine Runde um die Black Pools mit vielen Zebras, Giraffen und unter einer Baumgruppe ein Ensemble von Baboons und Impalas, die gar keine Scheu haben und direkt neben der Straße stehen bleiben.

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Gegen 17:30 Uhr sind wir zurück im Campground und bauen unser Camp auf. Das Zelt hakt irgendwie, aber mit Geduld und Spucke kriegen wir es hin.

Wir kramen uns alles fürs Abendessen, das Feuer braucht etwas länger, aber ab 19:15 Uhr kann erst gekocht werden 🤩 .

Ein toller Tag, relaxed und friedlich. Und Karin hat mindestens 7 neue Vogelarten abhaken können, u.a. den Wiedehopf (African Hoopoe).

Das Camp ist schön, viele Elefanten, die sogar sich selbst den Wasserhahn aufdrehen. Nur 2 Sites belegt. Die Sites sind alle okay, die beiden am Waschhaus (unsere #6 und #4) gefallen uns am besten.

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Es gibt Salat und Gemüsetopf mit Tomatensauce.

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Auf einmal ein leises Schnauben ... wir werden beobachtet:
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Teil 1231. Okt. 2019

7.9. Moremi, South Bridge -> Xakanaxa ... oder „Have you seen anything?“

In der Nacht und am frühen Morgen ziehen jede Menge Elefanten direkt neben unserem Wagen vorbei. Toll!

Elefanten kann die Wildkamera - defekt scheinen nur alle anderen Tierarten zu sein.
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Die übliche Kletterei am Morgen:
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Um 9 Uhr brechen wir auf, bis ca. 12:30 Uhr ein wahnsinnig schöner Game Drive: zunächst die 3rd Bridge Road, dann rechts ab zur Bodumatau Lagoon, dann Makerekwa (ohne Lagoon im Namen, aber jede Menge Lagunen 😉 ). Giraffen, viele Impalas, ein paar Zebras, in der Ferne eine Erstsichtung, die Waterbucks, aber weit weg.

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Wir erreichen unsere erste Wasserdurchfahrt, sie ist uns aber zu tief (etwas über Kniehöhe). Es gibt aber eine Umfahrung, die ist nur fußtief. Kein Ding für den King, genauso wie die vielen Sandpassagen.

Diese knöcheltiefe Herausforderung für Fahrer+Auto bleibt die einzige Wasserdurchquerung im ganzen Urlaub:
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An der nächsten Umfahrung läuft ein Leopard direkt am Wagen vorbei, er überholt uns quasi. Netterweise bleibt er am Waldrand malerisch stehen - welch ein wunderschönes Tier 🙂 .
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Makerekwa ist ein Traum: eine sehr große Lagune, viele kleine, verbunden mit kleinen Kanälen, mit Baboons, Zebras, Gnus, Hippos, Lechwe, Impalas, jede Menge Vögel, darunter Southern Ground Hornbill, Löffler, Ibis.

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Ground Hornbill
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African Spoonbill
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Reedbuck Junge Lechwe (danke, Sascha&Bele)
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Grey Heron
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Sacred Ibis
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An dieser Lagune kommt ein Auto entgegen (schon das 4. heute 😮 - welch ein Gedränge herrscht hier - gestern in den Black Pools war‘s nur eins), wir halten kurz und der Fahrer fragt „Did you see anything?“. Direkt in Sichtweite der 100‘en Tiere an und in der Lagune! Ihn interessierten nur Löwen oder Leoparden.


Nach 3 ½ std brauchen wir dringend eine Pause, finden an einer kleinen Lagune einen schönen Schattenplatz mit Wind und guter Sicht. Der blöde Reservekanister rechts leckt immer noch (trotz des Versuchs, mit einem Stück Plastiktüte abzudichten) und hat rechts hinten wieder alles vollgesaut. Wir beschließen, ihn in den Tank zu füllen (außerdem säuft der Landcruiser wie ein Loch, nach 180 km schon 1/3 raus, also >40 Liter 😮 ). Das Reinfüllen ist eine Riesenschweinerei, der Einfüllstutzen leckt, wir fangen den Diesel sorgfältig mit Plastiktüten und Erde/Laub auf.

Als wir fertig sind, sieht Karin direkt links neben dem Auto (also auf der anderen Seite des Einfüllstutzens) eine Elefantenherde, die ersten sind schon im Wasser.

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Nach 10 min und ein paar Fotos kommen Sie noch näher, wir gehen zur Sicherheit doch ins Auto, bis nach 15 min die letzten 3 hinten/neben uns sich auch trollen. Wowwww 🙂 .


Kleiner Mittagssnack, chillen/Tagebuch/lesen
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Um 15 Uhr geht‘s weiter. Wir verzichten auf die Fahrt nach Dead Tree Island und fahren direkt nach Xakanaxa. Am Gate lässt man uns ohne Formularkram durch, weil wir am South Gate schon eingetragen sind.

Wir fahren noch zu den Paradise Pools. Dort ist die Wegfindung etwas abenteuerlich weil immer wieder der Weg überflutet ist. So fahren wir etwas hin+her ... eine wieder ganz andere, schöne Landschaft. Lechwe, Vögel.

Nilgänse
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Gegen 17:30 Uhr sind wir in unserer Campsite (XA 5, schöner Blick, leider kein Wasser wegen der Trockenheit, direkt am neuen Waschhaus).
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Ein kleiner Spaziergang zum Boat Hire; dort ist viel Wasser (fast normal sieht es aus) und wir sehen jede Menge Vögel.

Red eyed Bulbul
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Bennett's Woodpecker
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Greater Blue-eared Starling
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Hartlaub's Babbler
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Eigentlich ist das Identifizieren der Vögel doch recht einfach:
... man muss den Nachnamen erkennen,
... natürlich gibt es neben Greenbul und Bulbul auch Brownbul 😉
... und so tolle Familien wie Boubou, Hoopoe, Waxbill, Crombec, Bustard, Brubru 😄
... und die trivialen wie Dove, Duck, Eagle, Egret, Heron, Harrier, Owl, Weaver ... u.v.m. 😮
... und dann den Vornamen, etwas fantasielos wie African, Black, White, Yellow, Brown ...
... oder so treffende wie Dark-capped, Red-eyed, Yellow-billed, White-throated ... stellt euch hunderte Kombinationen vor 😮
... und ganz beliebt, nach berühmten Vogelforschern zu benennen: Bennet, Burchell, Hartlaub 😉
... oder so präzise wie lesser-striped und greater-striped, Little oder Great oder die Steigerung Goliath ... 😐
Also alles ganz easy und wir haben dann auch sofort die Michael's White-winged Swallow erkannt und konnten natürlich diesen Dark-backlit Bulbul sofort exakt benennen 😄
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Danach beginnt unser fast schon eingespieltes Programm:
Wir beide räumen Tisch, Stühle, Bodenplane raus, auf die Plane kommen die Topf- und Geschirrkiste sowie Müllsack und die Krimskrams-Ikeatüte. Wobei Karin die Klettermaxe ist, die in die „Höhle“ kriecht und die hinteren Sachen rausholt. Sie weiß, wo alles ist - und findet auch immer alles (ich bin da komplett untalentiert).

Karin bereitet das Essen vor, ich mache Feuer, damit wir für‘s Kochen eine schöne Höllenglut haben.

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Dann baue ich das Zelt auf, lege die Isomatten unter die Matratze und räume innendrin auf.
Ziel ist, dass Höllenglut und Essenschnibbelei etwa gleichzeitig fertig sind, was beim 2. Mal schon recht gut klappt - gestern hat es mit dem Feuer sehr viel länger gedauert.
Heute gibt es Kudu-Filet mit Reis und Gemüse. Alles über der Glut gebraten/gekocht, diesmal als 3-Flammen-Herd.


Zum Abschluss eine schöne Überraschung: Wir haben seit heute Morgen die beiden LED-Leuchten in der Dachrinne das Landcruisers stehen lassen, sie waren da einfach locker reingestellt, ohne Magnethaftung ... und sie sind beide noch da 🙂 . Gute Qualität, diese Empfehlung aus dem Namibia-Forum!

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Teil 1301. Nov. 2019

8.9. Moremi, Xakanaxa —> Khwai ... oder „So kann der Wagen nicht stehen 😐 “

Als wir aufstehen, sind alle Nachbarn schon weg, zum Morning Drive. Aber wir haben Urlaub und lassen es gemütlich angehen. Auf unseren 3-Flammen-Herd passen bequem der Topf mit den Bohnen, die Pfanne für die Spiegeleier und der Heißwasserkessel ... ein schönes warmes Frühstück heute. Auf Wunsch kann ich mittlerweile auch die Hitze auf Stufe 1, 2 oder 3 einstellen 😄 .

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Spät brechen wir zum Morning Drive auf, mit Elefanten, Giraffen, Zebras, Impalas, Kudu, Reedbuck, Tsessebe, Waterbuck, Lechwe, Wardhogs, Büffel.

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Waterbuck
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Impala und Tsessebe
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Dieser Büffel beäugte uns sehr aufmerksam 😮
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Pause am Dombo Hippo Pool mit jeder Menge Hippos inkl. Hippo-Babies, Krokodilen (die ersten im Moremi), Pink-backed Pelicans, Löffler, Helmeted Guinea Fowls, Lilac-breasted Roller, Nilgänse, Marabus.

Pink-backed Pelican
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Helmeted Guineafowl
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African Spoonbill
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Bei den Hippos ist es wie bei uns Menschen - die Babies dürfen alles 😘
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Red-billed Spurfowl
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Mittagspause unter schattigen Bäumen in der Sexugu Plain, am Ufer des Khwai River. Wir scannen die Gegend zur Sicherheit nach Leoparden oder Löwen ... gelernt ist gelernt von Shadrack, dem Kayak-Guide 😉 .

Sehr angenehm, dieses schattige Plätzchen mit einer leichten Brise:
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... und diesem tollen Ausblick:
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Um 14:40 Uhr fahren wir weiter, immer am Khwai River entlang ...

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... und sind gegen 15:30 Uhr bereits am Khwai Campground.
Die Campsite MK1 ist okay, aber nicht so schön wie Xakanaxa, und auch South Gate fanden wir schöner. Am schönsten ist hier die Campsite #3, finden wir.

Man darf hier nix: Walking is prohibited, bei Dunkelheit muss man zum Waschhaus fahren! Hier sollen nachts Löwen auf dem Campground sein. Okay - Regeln sind Regeln. Aber dass man bei Tag angeblich auch nicht rumlaufen darf ... nee, das halten wir für Unsinn ... und spazieren erst einmal zur Holzbrücke über den Khwai, die wir morgen mit dem Auto fahren müssen.

Senegal Coucal
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Dann rangieren wir lange, bis der Wagen so steht wie wir es gut finden: „Nein, hier kann der Wagen nicht stehen, da stoße ich mir hinten an der Klappe den Kopf“ - „Nein, die Bodendecke muss direkt am Tisch liegen“ - „Nein, da stände der Wagen in der Windrichtung vom Feuer“.
Wir finden eine gute Stelle ... und brauchen noch ein paar Iterationen, bis der Tisch und die Stühle und die Leiter vom Dachzelt passend arrangiert sind 😄 . Klappt wunderbar mit uns zweien ... ein gutes Omen für zukünftige Womo-Level-Aufgaben 🙂 .

Wir bekommen die im Camp Office bestellten 4 Bundle Holz - ich hatte 8 Pula pro Bundle verstanden - es waren aber 30, also insgesamt 120 Pula. Egal, wir werden ein Freudenfeuer gegen die Löwen machen 😁 .

Der Abend klingt wie üblich aus: Essen wird noch im Hellen vorbereitet, Kochen und Essen im Dunklen.

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Teil 1403. Nov. 2019

9.9. Chobe: Khwai —> Savuti ... oder „Stoooopp!“

In der Nacht waren keine Löwen zu sehen oder zu hören. Wir hörten die Nilies, einen Elefanten und die Wildkamera hat endlich was richtiges ewischt: eine Hyäne.

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Im Waschraum treffe ich einen Niederländer, der meinte, man müsse Essensreste ins Feuer werfen vor dem Zubettgehen, dann hätte man gute Ausbeute auf der Wildkamera 😵 .


Abfahrt 8:20 Uhr, über die Brücke am Khwai 🤪
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Nach fast 5 std sind wir in Savuti, Campsite 1 - 108 km in 4:50 Std. Die große Straße von Khwai bis Magabe ist breit und bis auf wenige Passagen recht gut, die Marsh Road sogar sehr gut zu fahren, bis auf ein paar holprige getrocknete Schlammpassagen, die aber langsam kein Problem sind. Die letzten 2 km vor dem Savuti Gate haben es aber in sich: Tiefsand, es geht gut, aber ein paar mal war es knapp im 2. Gang. Aber der 1. Gang und Lo4 wären ja noch als Reserve da gewesen.

Unterwegs recht viele Tiersichtungen:

Roadblock direkt hinter dem North Gate
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Steenbok (oder was sagen die Experten?)
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Road zum Mababe Gate
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Black-bellied Bustard Red-crested Korhaan (danke, Konny/Daxiang)
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Jungbullenbande an der Marsh Road:
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Marabu
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Tree Squirrel
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Das Savuti Camp ist heiß, tiefsandig und staubig, zum Waschhaus ist es - obwohl wir „direkt“ nebenan sind - eine kleine Wanderung. Karin gefällt es gar nicht. Wir sind aber auch beide k.o., nach einem kleinen Snack und Kaffee geht es uns besser.

Wir schmieden Pläne für den späteren Nachmittag, auch wenn wir überhaupt keine Lust haben, den Tiefsand hinter dem Camp Gate noch mal zu fahren. Wir beschließen, nur das kurze Stück bis zur Brücke zu fahren, dann auf die andere Seite des Savuti Channel zu wechseln und weiter südlich zu den Hills und dem Rock Painting zu fahren. Auf jeden Fall wird jetzt erst mal bis 16 Uhr gelesen und den vorwitzigen Hornbills, Starlings und Squirrels zugeschaut. Die wollen alle nur das eine: etwas von dem Essen abhaben 😗 .

Burchell's Starling
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Yellow-billed Hornbill
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Go-away Bird
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Unser Game Drive dauert ca. 2 std, zu der Baobab Gallery und den Rock Paintings. Beides sehr schön.

Zu Beginn, direkt nach der Brücke, kommt ein Tiefsandstück, ich gebe Gas („Keep your momentum!“ haben wir ja gelernt 😉 ) und konzentriere mich auf die Fahrspur. „Stop“ ruft Karin, „stoooppp“ ... und wir kommen 10 m vor dem Elefanten zum Stehen. Wir hätten ihm die Zehen und den Rüssel abgefahren, die als einziges in die Fahrspur ragten. Der Rest des Elefants war gut getarnt hinter einem Baum. Puh, Glück gehabt, das wäre für beide Straßenverkehrsteilnehmer nicht amüsant gewesen 😕 😮 .

Und gut, dass Karin so Adleraugen hat!


Baobab Gallery
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Pad durch etwas höheres Gras
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Auf dem Weg von der Baobab Gallery queren wir den Savuti Channel, die eine Seite ist sehr steil bergab, aber in Lo4 kein Problem, einfach ohne Gas (und immer, immer! ohne Kupplung) runterrollen lassen.

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Wir klettern ein bisschen den Berg mit den Rock Paintings hoch, sehen auch eine Zeichnung mit Elen, Elephant, Sable Antilope und einem Centipede (?).

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Karin wäre gerne noch zum Leopard Rock gefahren, aber wir (ich) waren zu k.o.

Gegen 18 Uhr fangen wir mit dem Abendprogramm an ... Bodendecke, Müllsack, Kramtüte, Kochkiste, Haushaltsgeschirrkiste ausräumen, ich mache Feuer und Zelt, Karin kocht, und zwischendrin muss jeder noch jede Menge kramen 🙂 .

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Heute gibt es Kudu-Steak, Maccaroni und Tomaten-Erbsen-Zwiebelsoße
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Savuti und die Landschaft gefallen uns wirklich gut, der Campground nur mittelmäßig.
Unsere aktuelle Hitliste der Campgrounds: Xakanaxa, South, Khwai, Savuti.

Teil 1503. Nov. 2019

10.9. Chobe: Savuti —> Linyanti ... oder „Einen Elektriker hat man besser in jeder Familie 🙂 “

Nicht viele Tiere haben wir in Savuti gesehen. Wenig Elefanten, sehr wenig Vögel (außer den "Bettlern" im Camp), fast keine Antilopen, 2 oder 3 Giraffen, keine Zebras oder Gnus, auch Löwen nicht.

Slender Mongoose (auf der Savuti Campsite - will auch nur das Eine 😉 )
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Wir füllen noch den zweiten Reservekanister ein, wieder eine Riesenschweinerei, die wir aber komplett aufgefangen bekommen. Jetzt ist der Tank wieder knapp ¾ voll - das muss für Linyanti und Ihaha bis Katima Mulilo reichen.

Um 10:10 Uhr machen wir uns auf, am Gate empfiehlt uns die Lady die direkte Route nach Linyanti, nur die ersten 3 km seien Tiefsand, danach „easy going, your car will do this“. Der Mann gestern sagte allerdings „Too deep sand, go via Ghoha Gate!”. Wir riskieren es 😕 .
Nachtrag: Gut, dass wir das gemacht haben, die Route Ghoha-Linyanti wäre 20 km länger gewesen und die Tiefsandpassagen sind wegen der LKW viel schwieriger.
Und tatsächlich, diese ersten 3 km (eher 4) haben es in sich. Wie im Bradt Safari Guide steht: „Testing the driver‘s abilities (and that of the car) to the maximum“ 🤨 .

Black-chested Snake Eagle
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Also 2. Gang Hi4, so haben wir es gelernt, Gas geben (so 25 km/h) und durch, egal wieviel es schaukelt und rüttelt. Aber es hilft nichts, nach ein paar 100 m werden wir immer langsamer, der Motor nimmt kein Gas mehr an, wir bleiben stehen. Aber natürlich wie gelernt sofort vom Gas gegangen, kein Eingraben. Lo4 rein, die nächsten 200 m oder so im 2. Gang mit 8 km/h schleichend, dafür aber sicher durch den Sand. Bergab geht wieder Hi4 mit 20-25 km/h ... und die nächsten 20 min immer weiter im Wechsel. Lo4 baggert uns immer wieder raus 🙂 .

Nach ca. 4 km geht es besser, kaum noch Sand, ab und zu ein paar hubbelige getrocknete Schlammlöcher. Um 11:50 Uhr sind wir schon im Linyanti Camp, nach 39 km in 1:50 Std., d.h. immerhin ein Schnitt von über 20 km/h, nicht viel weniger als auf der Marsh Road.

Wir sollen auf Site CL3 wechseln, sagt der Camp Host, weil #1+#2 für die Gruppe, die #2+#3 gebucht hat, besser sei.

Passt uns gut, die CL3 gefällt uns genauso, mit einem schönen Blick über die Linyanti-Ebene, etwas näher am Waschhaus. (Trotzdem habe ich natürlich den ganzen Nachmittag Angst, dass man uns wieder verjagt 🤨 ).

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Linyanti gefällt uns beiden auf Anhieb super: Das Wasser des Linyanti-Flusses, der weite Blick über den Linyanti Marsh, Bäume spenden Schatten, ein kleine Brise kühlt. Wir sehen und hören Elefanten und Hippos, dazu Wardhogs, jede Menge Vögel, u.a. Marsh Harrier, Starlings, Bee-eater, Erstsichtung: Carmine Bee-eater.
Wir machen ein paar Stunden Siesta und essen weisungsgemäß alles Obst auf, weil dies die Elefanten riechen und dann dann nachts am Wagen rütteln 😮 . Jede Menge Vögel in und an der Campsite - wir kommen gar nicht mehr aus dem Fotografieren raus.

Southern Black Flycatcher mit Heuschrecke 🙂
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Dark-capped Bulbul
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Tawny Eagle Yellow-billed Kite (danke Bele)
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Black-collared Barbet
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Little Bee-eater
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Ein wunderschöner Nachmittags-Drive, ca. 1:45 std, durch lichten Wald („riparian forest“), immer wieder mit Blick auf den Linyanti Marsh, ab und zu verlangen Elefanten ihre Vorfahrt.

Baboons sind äußerst wasserscheu
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Elefanten, immer wieder ein Freude zuzuschauen
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Pünktlich zum Sonnenuntergang sind wir zurück.
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Und hier die Auflösung aus dem Post vom 21.10. und noch einmal Riesen-Dankeschön an Cruiser samt Friends&Family 😘 .
Feuer, Zelt, Essen vorbereiten ... oops, der Kühlschrank ist aus 😮 . Alle Stecker sind drin, Sicherungen okay, ich kann nichts entdecken. Karin geht zur Nachbar-Campsite, wo die große Gruppe mit 4 Landcruisern stehen. Sie kommt mit Mark und Michi zurück, Mark ist Elektriker. Sie finden den Übeltäter sofort, ein durchgescheuertes Kabel. Nicht das erste Mal, das Kabel ist an 4 oder 5 Stellen bereits provisorisch geflickt. Die beiden schneiden das marode Kabelstück raus, flicken es fachgerecht (und ich kann stolz Isoliertape beisteuern). Aber nun ist das Kabel zu kurz, um unten herum zum Kühlschrank geführt zu werden. Es liegt jetzt oben herum, der Kühlschrank kann nicht mehr herausgezogen werden. Aber er läuft wieder 🙂 .
Wir bieten unsere restlichen 3 Hansa-Bier an ... aber die beiden sind froh, uns helfen zu können und unser Dank reicht Ihnen. Und Karin meint „Einen Elektriker braucht man in jeder Familie!“. Wir werden mit unseren Kids reden 😎 .
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Unser Dinner ist heute Salat und Steak mit Gemüserisotto. Das Steak ist vorzüglich, man schmeckt, dass die Rinder hier freilaufend sind und sich von Gras statt Schnellwachskraftkunstfutter ernähren.

Wir stellen den Wecker auf 6 Uhr und wollen einen Morning Drive machen.
Die Nacht ist hier richtig laut: Zirpen, Hippos, Elefanten und jede Menge unbekannte Tiertöne, wir meinen auch Hyänen zu hören.

Teil 1605. Nov. 2019

11.9. Linyanti ... oder „Kann der 2-Flammenherd auch Stufe 1 und 2 ?“

Wir stehen tatsächlich kurz nach 6 Uhr auf, trinken noch einen Kaffee und fahren kurz vor 7 Uhr los. Ein ruhiger, schöner Game Drive, nur 13 km, nichts Sensationelles (wie Löwen oder Leoparden), aber Idylle und viele „kleine“ Tiere: Kudus, Elefanten, Impalas, Lechwe, Baboons, Reiher, Karins Lieblingsvogel (Little Bee-eater) ...

Little Bee-eater
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Lechwe
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Lark-like Bunting
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Swamp Boubou ("die nicht geölte Schaukel" 😉
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Schöne Blicke an und über die Linyanti Flood Plain
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Wir sammeln verbotenerweise noch etwas Feuerholz ...
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... und frühstücken um halb 11 Uhr gemütlich. Der Rest des Tages wird gechillt.

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Und Wäsche gewaschen, aber nicht im Flusswasser, das man in den Waschhäusern hat (auch zum Duschen 🤨 ), sondern mit dem Wasservorrat des Landy. Anschließend wird die Wäsche malerisch auf den Büschen hinter dem Auto drapiert. Als wir das Auto dann weiter um den Baum fahren, ist es dann ein künstlerischer Wäschebusch 😁 .

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Wir ziehen nämlich den ganzen Tag gegen den Uhrzeigersinn um den Baum, jeweils nach 1-2 std ist der Schatten weiter gewandert.

Wieder viele Vögel am/im Camp, ein African Fish Eagle sitzt eine ganze Weile direkt über uns:
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Am späten Nachmittag noch eine gute Stunde Game Drive, wieder die Runde westlich vom Campground am Ufer entlang. Diesmal fahren wir im Uhrzeigersinn, also erst über den Hauptweg, dann am Ufer entlang zurück Richtung Osten, damit die Abendsonne im Rücken ist. Jede Menge Elefanten, einige Büffel, Giraffen, die üblichen Wardhogs, Fischadler und zum ersten Mal am Linyanti Zebras.

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Lechwe kämpfen
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Little Egret
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Abendessen: Vegetarische Frikos mit Butternut-Zwiebel-Gemüse. Diesmal nur 2-Flammen-Herd, aber nach Bedarf auf Stufe 1 oder 2, ich habe es ja mittlerweile gelernt und kann das auf Kommando 🙂 .

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Teil 1706. Nov. 2019

12.9. Chobe: Linyanti —> Ihaha ... oder „Der Sand unter der Kardanwelle muss noch weg“

Nachts hören wir Hippos, Elefanten und Hyänen. Die Wildkamera hat wieder nichts drauf - ich werde die bei Amazon reklamieren 😵 .
Wir stehen um 6 Uhr auf (okay, der Wecker, wir um 6:15 Uhr) und kommen um 8 Uhr weg. So früh waren wir noch nie.

Die ersten 10 km der Linyanti-Ghoha-Tiefsandpiste gehen gut, immer schön viel Schwung ... aber dann kommt uns ein Militär-LKW entgegen, der die Sandspuren vor uns kaputt gemacht hat. Ich unke schon von weitem "Jetzt ist sie zu breit und zu tief" 😮 .

Und so kommt es dann auch - nach kurzer Zeit bleiben wir stecken, das rechte Rad in der LKW-Spur, das linke im Mittelsandrücken der LKW-Spur. Hinten sitzt der Wagen mit Federn und Hinterachse auf. Wir buddeln 20 min, kommen raus und knapp 5 m weiter sind wir wieder drin, diesmal noch tiefer. Nicht genug gebuddelt ... nicht genug Schwung bekommen.

Noch mal 20 min Schaufeln, ich bestehe darauf, dass auch die Kardanwelle komplett frei wird 😎 . Als wir fertig sind, kommt ein Auto (das erste heute - den LKW zähle ich nicht, der war böse 😈 ) und hält ein Stück hinter uns, der Fahrer schaut noch, aber meint, das müsste jetzt gehen. Es geht 🙂 .

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15 min später erwischt es uns dann wieder ... schaufeln, wechselseitiger Anflug von schlechter Laune, weiter schaufeln, es kommt wieder ein Auto (eine deutsche Familie, 7 Leute, alle groß und stark), helfen schieben und wir kommen raus.

Wir nehmen uns vor, ab jetzt den Ratschlag aus dem Bradt Reiseführer zu beherzigen: Wenn man feststeckt, erst mal in Ruhe eine Tasse Tee und ein paar Kekse genießen. Dann sind Stress und evtl. schlechte Laune abgeklungen ... und wahrscheinlich ist ja jemand gekommen und hilft 😎 .
Dieser Plan hilft - ab jetzt kommen wir gut durch.

Und: Ab jetzt immer voll Stoff, wenn‘s geht mit 40 km/h durch den Sand. Außerdem haben diese beiden Autos wieder eine Fahrspur gelegt in der richtigen Breite gelegt, die ich gut treffen kann.Alles geht gut, wahrscheinlich hätte ich von Anfang an mit 40 km/h da durch brettern sollen.

Pause nach 30 km
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Nach 71 km Sand, Tiefsand, Rüttelei erreichen wir kurz vor 12 Uhr Kachikau, 3:50 std inklusive 1 std Schaufelei, gar nicht so schlecht für die 70 km. Insgesamt haben wir nur 3 Wagen gesehen - den blöden Militär-LKW und die beiden Entgegenkommer.

Die Strecke kennt wahrscheinlich jeder - eine Ancient Sand Dune nach der anderen:
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Kurz vor Kachikau: große Baobabs
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Hier in Kachikau beginnt wieder der Asphalt, es gibt einen Craft and Bottle Shop. Karin holt Nachschub, ch pumpe die Reifen auf - und nach der Elektrikerfortbildung vorgestern finde ich den losen Stecker am Kompressor sofort 😛 .

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An der Puma Tankstelle in Muchenje gibt es Diesel, 73 l gehen nur rein, obwohl die Tankanzeige nur knapp über 1/4 steht. Ist das wirklich ein 130 l Tank? (Nachtrag: Ja, ist es. Aber die Tankanzeige spinnt.)

Der geplante Mittagsstop - es ist mittlerweile 13:15 Uhr - in Muchenje Camp & Cottages entpuppt sich als Reinfall. Wir fragen, ob wir einen Light Lunch haben können (ich hatte hier im Forum gelesen, dass es ein idealer Stop zu Mittag oder Kaffee&Kuchen sein soll), werden zu einem Tisch am Pool geführt, von einem Restaurant oder einer Bar ist nichts zu sehen. Als nach 20 min immer noch keiner kommt, fahren wir wieder. Schade, keine erholsame Mittagspause, evtl. wäre Muchenje Safari Lodge richtig gewesen.

Insgesamt sind es 50 km Asphalt, dann sind wir am Ngoma Gate und fahren an die Chobe River Front.
Es ist wunderschön, hunderte Tiere (vielleicht auch tausende): Giraffen, Zebras, Elefanten, Gnus, Büffel, Impala, Kudus, Wardhogs, Waterbucks, Geier, Reiher, Störche, Enten, neue Vögel - am genauen Namen muss Karin noch arbeiten 😄 ).

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Blue Waxbill
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Wahlberg's striped Skink
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White-backed Vulture
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White-browed Robin-Chat
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Aber wir sind mittlerweile k.o., haben keine Lust mehr zu fahren. Darum verlassen wir die Riverfront und nehmen den direkten Weg nach Ihaha, wo wir gegen 16 Uhr ankommen. 8 std unterwegs, unser längster Tag.

Die Campsite 4 gefällt uns zunächst gar nicht, kein Schatten, der Grill verbaut die Sicht auf die Chobe Flood Plain. Die Nachbarsite #5 ist schöner, vor 4 Jahren die #1 auch. Außerdem sind wir kaputt und nicht bester Laune. Wenn wir noch mal kommen, müssen wir die Etappen so organisieren, dass die Chobe Riverfront nicht nach einer anstrengenden Fahretappe dran ist. Die vielen Tiere und der Blick sind zu schön.

Ausruhen, Bier & Savanna, ich dusche und wasche T-Shirt und Hose. (Um genau zu sein: zweimal - denn auf dem Rückweg vom Waschhaus fällt alles in den Sand 😮 )
Wir lassen es geruhsam ausklingen, kein Game Drive heute mehr.

Der Sonnenuntergang ist aber schön, wir sehen viele Elefanten mit Kleinen, lustig, wie die in einer Reihe dem Fluss durchqueren. Die ganz Kleinen haben an manchen Stellen nur noch den Rüssel rausgucken.

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Abendessen ist spät, es gibt Nudeln mit Tomatensoße. Dazu die restlichen Bratlinge von gestern und Spiegelei.

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Unsere aktuelle Hitliste der Campgrounds: Linyanti, Xakanaxa, Ihaha, South, Khwai, Savuti.

Unsere schönsten Gebiete (ohne Reihenfolge):
- Black Pools mit der tollen Mittagspause am Picnic Platz und Giraffen, Elefanten.
- Makerekwa: Lagune(n) mit Unmenge von Tieren, Leopard, Picknick mit Elefanten.
- Xakanaka: Schöner Blick, schöne Campsite, viele Vögel
- Paradise Pools: Total andere Landschaft, irgendwie verwunschen (findet M)
- Dombo Hippo Pool: Hippos, Krokodile, Antilopen, Pelikane und viele andere Wasservögel.
- Sexugu und Khwai Plain: Marsh Landschaft am Khwai River mit vielen Tieren ... toller Picknickplatz mit Blick auf die Ebene.
- Interessant und sehenswert: die leere weite Ebene auf den ersten 40 km der Marsh Road von Mababe nach Savuti.
- Hills of Savuti: Baobab Gallery, Rock Paintings.
- Linyanti: Fluss, „abundance of animals“, schöne Campsite, vor allem die Game Drives an der Waterfront.
- Und natürlich die Chobe Waterfront.

Teil 1808. Nov. 2019

13.9. Ihaha —> Katima Mulilo ... oder „Geradeaus geht es nach Katima Mulilo“

Heute Nacht habe ich eine lustigen Traum. Wir hatten vorgestern beim Linyanti Morning Drive einige Baboons gesehen, die einen schmalen Wasserkanal überquerten. Alle waren sehr wasserscheu, zögerten, nahmen mehrmals Anlauf, und wenn sie doch ins Wasser platschten (max. knietief) war ihnen das überhaupt nicht recht und sie sprangen blitzschnell weiter.

Zur Erinnerung: die wasserscheuen Baboons am Linyanti
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Nun der Traum:
Wir stehen und beobachten diese Szene. Da fällt ein Baby-Baboon der Mutter vom Rücken ins Wasser. Große Panik, der Kleine kann nicht schwimmen, aber kein Baboon traut sich, ins Wasser zu gehen. Da renne ich zum Wasser, packe das Baboonbaby und setze es an Land. Die Baboons hören mit dem Zähnefletschen auf, schnappen sich den Kleinen und sind weg. Später kommen ein paar Baboons zu unserem Camp, und ein Baboon (die Mutter?) legt uns eine Frucht hin. Dann verschwinden sie alle schnell!
Aufstehen um 6 Uhr - wir sind ja mittlerweile dran gewöhnt. Von 8:25-11:30 Uhr machen wir einen wunderschönen Game Drive 🙂 , erst Richtung Osten bis zum Kabulabula Viewpoint, dann wieder nach Westen bis zur Route 17, die direkt nach Süden zur Teerstraße führt. Wie schön ist doch die Chobe Riverfront, wenn man nicht k.o. ist. Wir sehen viele Tiere, natürlich auch neue Vögel.

Yellow-billed Stork
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Spur-winged Goose (eine riesige Gans, 1 m groß)
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White-faced (Whistling) Duck
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Red-winged Teal
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Common Quail Crested Francolin (danke Konni/Daxiang)
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Carmine Bee-eater
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Lilac-brested Roller
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Die Vierfüßler-Herden sind riesig, hunderte Zebras, Impalaherde >100 Tiere (sonst immer nur 10-20). Giraffen, Büffel, Roan Antilope (zum ersten Mal) etc. pp.

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An der Grenze nach Namibia brauchen wir nur ca. 30 min, auch der Schreck, dass wir vom Autovermieter kein „Customs Boarder Form“ bekommen haben, geht vorbei - keiner fragt uns danach. Wobei natürlich nur ich den Schreck hatte 😄 .

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Gegen 14 Uhr sind wir in Katima Mulilo, und verfahren uns als erstes. Denn wie sagte einer der Reiseteilnehmer: „Navi brauchen wir hier nicht, wir waren vor 4 Jahren ja schon hier. An der Tankstelle, wo wir damals getankt und noch etwas eingekauft haben, fahren wir statt links ab geradeaus, da ist der Ort“. Wir landen an der Grenze zu Sambia und kehren um. Mit Navi zeigt sich dann, dass der Ort westlich, nicht nordöstlich der Straße liegt 😗 .

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Karin schlägt vor, dass wir, statt wie geplant ein Café für den Lunch zu suchen, direkt zur Caprivi Houseboat Safari Lodge fahren, wo wir um 14:30 Uhr ankommen. Sehr gut!
Die Lodge ist wunderbar, sehr schön und originell eingerichtet, unser Tent mit Blick auf den Sambesi super. Denn - nach 8 Tagen "Wildnis" gönnen wir uns hier 2 Nächte mit Bett. Lunch gibt es hier leider nicht - aber kein Problem, wir sind ja Camper und haben alles dabei. So machen wir uns Salat und ein paar Brote und genießen das Essen auf unserer Terrasse mit Blick auf den Sambesi.

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Hier gibt es 5 Hunde und 7 Katzen. Wieder einige Vögel-Erstsichtungen: Yellow-bellied Greenbul und Terrestrial Brownbul.

Yellow-bellied Greenbul
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Nach Essen, Kaffee, Duschen geht es uns besser, wir machen eine kleine Wanderung zur Hippo Bar nebenan, die aber zu hat. Hier ist auch der Badestrand - wenn die Zeit passt, gehen wir morgen dahin 🙂 .

Schön auch, dass der Bootsausflug morgen doch klappt, denn schon Wochen vorher waren alle Touren ausgebucht und die Lady vom Empfang versuchte, einen befreundeten Skipper zu organisieren: Es soll zu den Carmine Bee-Eaters Kolonien gehen, Karins neue Lieblingsvögel.

Das Abendessen ist reichlich und okay, Hauptgericht Game Steak mit Bandnudeln, Gemüse und Rotweinsoße, als Nachtisch (zu) süßen Pfannkuchen mit Eis.

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Ein schöner Tag, wir genießen es. Als wir ins Tent zurückkommen, liegt eine der kleinen weißroten Katzen im Bett, haut aber fluchtartig ab.

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Morgen planen wir zusätzlich zur Bootstour eine Mischung aus Chillen, Baden, evtl. Kayak. Zum Lunch wollen wir in den Ort fahren.

Teil 1909. Nov. 2019

14.9. Katima Mulilo ... oder „Nie am Wochenende nach Katima!“

Die ganze Nacht war in der Nachbarschaft laute (sehr! laute) Musik, erst um 6 Uhr hörte sie auf 😠 😮 😠
Gerädert und schlechter Laune schleppen wir uns zum Frühstück und überlegen, wie wir so müde den Tag überstehen. Wir sehen die Kayaks unten am Wasser, und beschließen, dass Bewegung uns gut tut, vertreibt die schlechte Laune.
Wir fragen nach: "No, no, too dangerous, hippos, crocodiles, too much current." - "We did 5 days kayaking in the Okavango delta" - "Mokoro?!" - "No, kayak, we paddled" - "Oh, your are brave. Okay, 100 NAD per hour."

Wir nehmen uns das Zweierkayak und paddeln 1 ½ std, ca 4 km stromauf, zurück ging es dann easy mit der (leichten!) Strömung.

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Wir sehen Reed Cormorant, Pied Kingfisher, Green-backed Heron, Glossy Ibis.


Danach eine erfrischende Dusche mit Flusswasser, dann fahren wir die 4 km nach Katima. Lunch im Passione neben dem Spar (okay bis gut), Einkaufen (Pick‘n Pay, Spar). Nur ein bisschen Obst, Gemüse und Steak für die nächsten 5 Tage.
Den Rest des Nachmittags lesen wir, spielen mit den Katzen und schauen, ob an der Hippo Bar nebenan gebadet wird. Nein, wird nicht, und alleine wollen wir dann doch nicht ins Wasser.

Um 16:30 Uhr geht’s auf die Bootstour. Der Skipper eröffnet uns, dass das mit der Bee-eater Kolonie ein Missverständnis mit der Lodge-Mitarbeiterin war. Die Kolonie ist 50 km stromabwärts - das würde Stunden dauern, da hin zu fahren (und 200 USD alleine für Benzin kosten). Seit die chinesischen Frauen Carmin Bee-eater Federn für ihre Haare haben wollen 😠 😠 😠 , werden die Bee-eater gewildert und 3 Kolonien seien schon verschwunden. Seitdem sind Wächter aufgestellt. Er beschreibt uns, wie wir die Bee-eater Kolonie mit dem Auto erreichen können: "Drive to the Mubala Safari Lodge, find a guide there and ask for directions". Ganz easy also 😉 .


Wir haben eine wunderschöne Sunset-Tour, geruhsam tuckern wir erst ca. 4 km stromaufwärts, sehen Krokodile und Hippos, White-backed Night Heron, jede Menge „Altvögel“ - wir sind ja schon alte Hasen und kennen uns aus 😄 .
Wir sind zu acht, der Skipper und seine Freundin, zwei Düsseldorfer und ein Hamburg-Kapstädter-Paar.

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Waschtag für Kleidung und Kinder 😉
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Malerisch, oder?
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Open-billed storks
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Wir haben alle Spaß ... und finden sogar einige Fotomodels:
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Hier musste der Skipper so lange rangieren, bis die beiden im goldenen Schnitt waren: 😎
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Das Abendessen ist nicht so der Brüller, Schweinekotelett (wo haben die in Namibia eigentlich Schweine?), sehr (zu) süßer Kürbis und Reis (war am leckersten). Der Nachtisch war eine Sahne-Erdbeermarmelade-Karamel-Creme, die uns allen zu süß war.


Das beste: Heute Nacht war nirgendwo Party 😁 .

Die Lodge gefällt uns gut, freundliche Angestellte (Chef und Chefin waren 14 Tage im Urlaub), originell, gepflegt, sauber, nicht überkandidelt oder „Gondwana-Kommerz-Kette“ (so wie die Mubala Safari Lodge - natürlich schön, aber uns zu „etepetete“). Das Essen ist okay, aber nicht sehr gut. Ich sage 3-, Karin meint 2-3.
Aber Preis-Leistung ist echt okay, insgesamt.

Die Caprivi Houseboat Safari Lodge vom Wasser aus:
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Teil 2011. Nov. 2019

15.9. Katima Mulilo —> Livingstone‘s Camp ... oder „Der Wardhogs National Park“

Ab 7 Uhr stehen wir auf, Frühstück - mir ist danach leider richtig schlecht, bessert sich gegen Nachmittag, Packen.

Um 8:45 Uhr brechen wir zu den Carmine Bee-eaters auf, fragen bei der Mubala Safari Lodge (~35 km über die neue Tar Road) nach dem Weg zu der Brutkolonie: „Left on tar road, immediately the 2nd left. Follow this road, if in doubt at a branch, take the left. You cannot miss the colony, there are 100s of bird.“ 😄 .

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Der Weg windet sich schnell zum Sambesi-Ufer, dann muss man aber noch ein ganzes Stück fahren, weiter als wir denken. Wir geben aber nicht auf ... und finden es 🙂 .

Karin ist glücklich und schießt sicher 100 Fotos.
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Die Bruthöhlen sind hier nicht im Ufer, das wohl nicht fest genug ist, sondern im Boden. Jede Höhle bis zu 3 m lang, sagt der Ranger, der uns erklärt, wo wir gehen dürfen und uns auch eine kleine Gebühr abknöpft.

Durch diese kleine Auswahl Carmine Bee-eaters müsst ihr jetzt durch 🙂 :
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Yellow-billed Kite (ha, Konny - habe ich selber gemerkt 😉 )
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Der Ranger meint, dass dies noch ein unerfahrener Jungvogel ist - der weiß noch nicht, dass die Küken erst in 3 Wochen schlüpfen. Die erwachsenen Bee-eaters kriegen die Raubvögel nicht - der arme Jung-Kite muss noch warten. Wenn die Küken geschlüpft sind, sei der Himmel voller Raubvögel.
Um 11:30 Uhr sind wir wieder in Katima Mulilo, tanken zur Sicherheit voll. Der Trecker frisst auch auf Teer, bei gemütlicher Fahrweise mit 80-90 km/h, ca. 15 l / 100 km 😮 .

Unterwegs auf der C49:
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Bis zum Livingstone‘s Camp sind es ca. 100 km, gegen 14 Uhr sind wir da, auf Site 1, nach 213 km insgesamt. Sehr schön ist das Camp, mit Blick in die Schwemmebene, die wegen der Jahrhundertdürre aber nur noch ein kleines Schlammtümpelchen hat. Insgesamt gibt es 5 Sites, (#4 ist eine Group Site), alle schön, #1 hat den meisten Schatten.
Mittagssnack, ausruhen, lesen.

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User „Joerg“ vom Namibia-Forum ist der Camp Host hier. Etwas brummig, aber nett. Er erzählt uns, dass die Elefanten hier die Wasserhähne auch wieder zudrehen 😄 .

Wir beschließen, noch einen kurzen Game Drive in den Nkasa Rupala National Park zu unternehmen. Nach 20 min Fahrt erreichen wir gegen 16:30 Uhr das Entrance Gate, zahlen 180 NAD Eintritt für heute und morgen. Wir sind die einzigen heute Nachmittag - und sollen uns bitte nicht verspäten mit der Ausfahrt, weil die Ranger das Tor erst schließen dürfen, wenn alle Besucher raus sind.

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Wir sehen Unmengen von Wardhogs, ein paar Impalas und noch weniger Vögel. Aber eigentlich nur Wardhogs - darum heißt der Nkasa Rupara National Park bei uns ab jetzt "Wardhogs NP".

Aber diese Erstsichtung, Magpie Shrike:
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Die Landschaft ist wieder ganz anders: goldene Grasebenen, recht viele hohe Bäume, keine Mopane-Ödnis, trockener Schlamm. Man kann sich gut vorstellen, dass hier in der Regen-/Flut-Zeit ein Paradies ist, aber nur schwer ein Durchkommen.

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Schöne Abendwolken, der Dunst hat sich etwas verzogen, wir sehen zum ersten Mal die Sonne heute. Tagsüber war es sehr schwül, ich fand es überhaupt nicht schön, diese feuchte Warme.

Im Camp rangieren wir das Auto in die Schlafposition, graben für das rechte Vorderrad noch eine kleine Vertiefung ... und das Abendprogramm kann beginnen.
Heute gibt es Steak und Gemüse. Plus Bier&Savanna ☺️.

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Und zum Abschluss die große Frage, was das für ein Molch/Eidechse/Reptil ist. War ca. 4-5 cm lang.
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Teil 2116. Nov. 2019

16.9. Nkasa Rupara NP ... oder „Es ist heiiiiissss“ 😮

Die Wildkamera hat wieder genau 2 Bilder gemacht: ich beim Einschalten, ich beim Ausschalten. Sie funktioniert wirklich nicht.
Um 8 Uhr geht‘s wieder in den Nationalpark. Weite Grasebenen, trocken gefallene Lagunen.

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Hier sind nur wenig Tiere. Trotzdem sehen wir einige Elefanten, Zebras, Impalas. Vögel nur ganz wenige, die üblichen Lilac-breasted Rollers, Starlinge, Hornbills.

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Nach ~25 km erreichen wir einen Nebenarm des Linyanti, hier geht es nicht mehr weiter. Wir spazieren ein bisschen am Ufer entlang: eine große Lechwe-Herde, im Schilf ein paar Reiher und Holy Ibis.

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Danach wollen wir auf die Nkasa-Insel, auch dort kann man wohl bis ans Wasser, Kawendumu ist das Ziel.

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Aber der Weg zieht sich durch die riesige, jetzt trockene Flood Plain zwischen Rupara und Nkasa. Kurz nach 12 Uhr haben wir den Papp auf, nach mittlerweile 60 km, und machen unter einem Baum Mittagspause. Essen und Trinken tun gut, wir waren beide ziemlich k.o. Wir sitzen zwar im Schatten, aber zeitweise mit Fön-heißem Wind. Wir lesen noch eine Weile.

Unser Picknick-Baum
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Kurz nach zwei brechen wir auf, es ist einfach zu heiß, und fahren noch ein paar km bis der Weg auf einmal endet. Er war vorher schon immer dünner geworden und manchmal nur zu erahnen.

Das Grasmeer ist schön, wie eine Savanne. Ab und zu durchfahren wir Kanäle, die jetzt trocken liegen. In der Regenzeit oder der Kwandoflut wäre man bis zum Dach im Wasser. In dieser Zeit ist Nkasa auch nicht zugänglich, die ganze Grasebene ist dann eine Riesenlagune, nur die Bauminseln schauen dann noch heraus.

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Kurz nach vier sind wir wieder im Camp, einmal, kurz ins WLAN, ob wir die Ruckflugsitzplätze ändern können - aber geht noch nicht. Ausruhen, lesen, Tagebuch - zwischendurch besuchen uns immer mal wieder kleine Vögel.

Long-billed Crombec
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Heute sind alle 5 Sites besetzt, gestern waren nur 2 besetzt. Der Nachbar auf #5 warnt uns vor Löwen, er hätte welche gehört. Aber wir glauben, dass er die mit Wardhog-Grunzen verwechselt. Denn das Löwenrudel hatte laut Ranger heute Nacht östlich des Nationalparks einen Büffel gerissen. Das ist erstens mind 10 km entfernt und zweitens verlässt das Rudel in den ersten Tagen seine Beute sicher nicht.

Ein gemütlicher Abend, mit Feuer, Gemüsecurry mit Reis (2-Flammen-Herd, Stufe 1 und 2), Lesen.

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Das Wetter war heute wieder heiß-trocken statt schwül-warm. Besser auszuhalten.
Camping ist schööön - wir freuen uns schon auf‘s Womo in Kanada 🙂 🙂 🙂 .
Das Dachzelt finden wir cool, gemütlich und sicher. Aber die Isomatten sind wichtig, auch wenn es jeden Abend eine Fummelei ist, die untendrunter zu schieben.

Teil 2217. Nov. 2019

17.9. Nkasa Rupara —> Riverdance Lodge ... „Ich hab Hunger, Mutti, ich könnt einen Elefanten essen “

Die neue Brücke südlich von Sangwali
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Wir brechen um 8:20 Uhr auf, besuchen für 1 ½ Std. das Livingstone Museum, gegründet Ende der 90er von Linus Mukwata. Ein liebevoll gestaltetes Museum, der Besuch lohnt sich und ein Gespräch mit Linus bringt viele Erkenntnisse über das Leben damals und heute in dieser Gegend.

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Kurz vor 10 Uhr geht es weiter, kurze Tank- und Einkaufspause in Kongola, über 4 Stunden und 267 km eintönige Fahrt über die B8.

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Das Eingangstor des alten Forts in der Buffalo Core Area
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Wir erreichen am späten Mittag die Buffalo Core Area des Bwabwata National Park und machen Mittagspause an der Flood Plain des Kavango. Ich komme um vor Hunger und habe bereits einige Mal den Spruch aus „101 Dalmatiner“ vom Stapel gelassen 🤨 .

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Die Buffalo Area ist wunderschön, neben jeder Menge Elefanten, Vervet Affen, Wardhogs, Impala, Kudu, Reiher, Störche, Ibis, Enten, Gänse sehen wir Lechwe, Bateleur, Sable Antelope, Chobe Bush Buck, Büffel, Hippos.

Yellow-billed Stork
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Bateleur
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Roan Antelope Sable Antilope (Rappenantilope, danke Sascha)
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Bis heute weigert sich mein Hirn, Rappenantilope zu Sable Antilope zu übersetzen, weil Sable Antilope ja sinnigerweise zu Säbelantilope übersetzt werden muss. Und logischerweise ist ja Oryx auf deutsch die Säbelantilope ... kopfkratz ...
Jede Menge Elefanten:
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Roadblock, man beachte unsere Bremsspuren
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Gegen 17:00 Uhr fahren wir weiter zur RiverDance Lodge, noch ca. 40 km. Wir haben Campsite 1, alle Campsites und Rooms sind ausgebucht, Dinner für heute Abend geht nicht mehr. Wir buchen die Sunrise Tour für morgen, Dinner für morgen Abend und Frühstück für übermorgen.
Ein sehr langer, aber auch sehr schöner Tag.

Nach etwas Internet und zwei Gläschen Wein bringe ich meine liebe Frau dazu, noch etwas schönes zu kochen. Frei nach den 101 Dalmatinern 😄 . Es gibt Gemüse mit Tomatensoße und Nudeln. Messerscharf geschlossen: 2-Flammen-Herd 😄 .

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Es wird spät heute, ich bin total k.o. (müde, Rücken) und gehe um 22 Uhr auf‘s Dach, Karin liest noch etwas am Feuer. Ein paar Hippos grunzen 😉 . Morgen steht der Wecker auf 5:30 Uhr, die Sunrise Tour geht um 6 Uhr los.

Teil 2317. Nov. 2019

18.9. RiverDance Lodge ... oder „Relaxing, relaxing“

Nur damit ihr es wisst ... ich kann auch Roan Antilope 🙂
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(Vorgriff auf die Mahango Core Area)


Wir sind um kurz vor 6 Uhr an der Boat Ramp, die einzigen Gäste für die Sunrise Tour. Augustinus ist unser Guide, recht wortkarg, aber nett.

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Tolle Morgendämmerung über dem Kavango
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Und natürlich auch ein wunderbar kitschiger Sonnenaufgang 😛
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Wir sehen Hippos und ein paar Krokodile, dabei auch dieses süße kleine:
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Natürlich wieder jede Menge Vögel: Black-backed Heron, Pied Kingfisher, Little Bee-eaters, Coppery-tailed Coucal. Neu: Water Thick-knee, Rock Pratincole und, sehr schön anzuschauen, einen Baum mit vielen African Darter, Egrets, Cormorants ... sah aus wie ein Baum mit großen Blüten in weiß, schwarz und braun.

Black-headed Heron
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Pied Kingfisher
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An den Kingfisher bin ich nahezu verzweifelt, um einigermaßen scharfe Bilder zu bekommen. Richtig knackscharf ist keins, aber 2-3 Bilder, die der Amerikaner okay-ish nennen würde, sind es geworden. Jeweils 1-2 von Giant und Kingfisher, gescheitert bin ich am Malachite Kingfisher, kein einziges Mal hat der Fokus geklappt.
Reed Cormorant
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Rock Pratincole
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Water Thick-knee
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Wire-tailed Swallow (Vielen Dank den Helfern im Forum für die Bestimmung)
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African Darter, Cattle Egrets, Reed Cormorants auf ihrem Schlafbaum
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Schöne Flussinseln
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Kurz nach 8 sind wir zurück. Eine wunderschöne Morgentour, still, friedlich, Schauen und Genießen. Die erwachende Natur ist faszinierend. Und - die Touren so früh morgens sind nicht so beliebt wie die Sunset Tours, man hat also eine gute Chance, alleine zu sein.
Am nächsten Morgen sehe ich, dass man auch eine Frühstückstour buchen kann - das wäre doch auch mal was 🙂
Wir verabreden mit dem Owner Chris (oder Urs für die Schweizer 😉 ), dass wir kurz nach 9 Uhr einen kleinen Village Walk mit Besuch der Schule machen. Chris und die Schule wissen seit gestern, dass wir die Spender vom letzten Jahr sind.
Wir haben RiverDance und die Schule mit unseren Kids vor 4 Jahren bereits besucht und seitdem jedes Jahr zu Weihnachten etwas Geld gespendet. Zu meinem 60. Geburtstag letztes Jahr habe ich statt Geschenken um Geld gebeten für die „Biro School Box“ ... am Ende waren es über 1000€.
Die neuen Owner (seit Ende 2018) Chris/Urs und seine Frau Pascale sind sehr nett, tun weiterhin viel für die Community und die Schule, und Camper sind immer noch willkommene Gäste ... sehr gut 😁 .


Der Village Walk gefällt uns diesmal noch besser, Augustinus ist mittlerweile aufgetaut und ein toller Guide.

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Wir erfahren einiges über die Heilwirkung diverser Bäume, u.a. gegen Durchfall, Windpocken, sogar Malaria. Im Dorf sehen wir, was aus diversen Getreiden und Früchten gemacht wird. Manche schmecken echt lecker.

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Anschließend besuchen wir den von RiverDance gespendeten, neuen Kindergarten. Hier gehen die Kleinen zwischen 4 und 7 für ein bis zwei Jahre in die Vorschule und kommen dann, je nach Fortschritten, in die Biro Primary School.

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Der neue Eingang der Biro School
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In der Schule müssen wir einen kleinen Moment warten, dann kommen der neue Principal (seit 1 Monat) und jede Menge Lehrer und erzählen uns, was sie von den 18.000 NAD letztes Jahr angeschafft haben. Das Kollegium hat gemeinsam diskutiert und entschieden: einen Anschluss an die Trinkwasserleitung (vorher gab es nur Kanister bzw. eine alte Wassertonne), einen Computer und vom Rest viele Mal- und Schreibbücher sowie Maismehl.

Jeder will ein Gruppenfoto mit uns.
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Anschließend bekommen wir alles in natura zu sehen: Computer, Wasserhahn, den Rest der Wasserschläuche, die Bücher. Das Maismehl war wohl schon aufgegessen 😄 .


Auf dem Rückweg sehen wir die einzige Schlange dieses Urlaubs, eine Striped Skaapsteker
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Den Nachmittag verbringen wir mit Lesen, WhatsApp, Rückenmassage (sehr wohltuend - die Qualen des Landcruiser-Sitzes verschwinden langsam), Pool, Kaffee+Kuchen.

Unsere Campsite 1
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Yellow-bellied Greenbul
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Sehr vorwitzig
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Das Dinner ist sehr lecker, Vol au Vent als Vorspeise, Ragout Stroganoff (ohne Pilze 😁 ) mit leckerem Gemüse, nur der Nachtisch (Cheasecake) ist wieder so süß, dass es einem die Zähne zusammenzieht.

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Um 8 Uhr sind wir schon müde, halten es noch 30 min am WLAN aus, sind kurz vor 9 Uhr im Bett. Morgen wollen wir um 7 Uhr alles gepackt haben, frühstücken und dann los - die Mahango Core Area wartet, und der Grenzübergang nach Botswana.
Einziges Problem heute noch: Karin muss entscheiden, was von den Lebensmittelvorräten wir für den Rest unseres Campings (je 1x Lunch, Dinner, Frühstück) behalten und was wir für die Schule hier lassen können.

Teil 2417. Nov. 2019

Heute ist ein produktiver "Dichter"-Tag ... darum geht's schon weiter mit dem viertletzten Tag.

19.9. RiverDance —> Drotsky‘s ... oder „137“

Ich bin traurig: Nur noch 1x Camping, noch 3x Lodge … und dann war’s das mit Afrika 2019 🤨 .

Aber das leckere Frühstück auf der Terrasse versöhnt ein bisschen und wir haben ja noch 3 tolle Ziele vor uns, auf die wir uns freuen: Mahango Core Area, Tsodilo Hills und verwöhnen lassen in der Xaro Lodge.
Wir lassen einen großen Karton mit Lebensmitteln für die Schule da, kaufen noch ein paar Andenken (Salatbestecke, Lederarmband mit Perlen), checken aus. 1610 NAD für je 2x Sunrise Tour, Dinner, Breakfast - finden wir okay. RiverDance hat uns wieder ausnehmend gut gefallen, freundlich, leger, leckeres Essen, schöne Campsites.

Gegen 9 Uhr geht’s los, ca. 50 km bis zur Mahango Core Area des Bwabwata National Park.

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Unterwegs sehen wir einen Bushlore-Hilux mit Achsbruch - wie/wo die wohl geheizt sind?
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Wir fahren bis zum Thingwerengwere Wasserloch, sehen zwar keine Elefanten aber Kudus.
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Und viele Strauße, einige mit Jungen. Voll süß diese Riesenküken, die nach 2 Tagen schon so groß wie Hühner sind! Die riesigen Eltern passen sehr gut auf und spenden immer Schatten.
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Roan Antilopen
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Vervet Monkey
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Tawny Eagle
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und einen Road Block, der uns sicher 5 min Zeit gekostet hat:
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Danach geht's auf der östlichen Seite der Durchgangsstraße auf einen „Highway“ (aufgeschüttete Kiesstraße) durch die jetzt knochentrockenen Flood Plains des Kavango.

Zebra
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Kudus
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Impalas, Baboons, einige Wasservögel, sogar 2 Wattled Cranes:
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Schöner Blick immer wieder.
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Den Giant Baobab kennt und fotografiert ja wohl jeder ... darum hier ein seltenes Bild, der das Fotografieren selbst zeigt 😄 .
Hier noch mit einem Expeditions-Wohnmobil.

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Gegen 12:30 Uhr erreichen wir den Picknickplatz, direkt am Wasser.
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2 std Pause, mit einigen schönen Sichtungen.

Hippos und Bushbucks
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Grey Heron African Jacana (darauf besteht Bele 🙁 ), trotzdem ein "Einigermaßen scharf im Flug"-Erstling:
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(Ja, das ist ein Grey Heron, die goldene Tönung kommt von der Sonne. Vor dem Abflug war er noch grau! ... ich schwöre 😵 )

Little Egret, Bushbuck, Krokodil
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African Jacana
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Wir fahren nur 20 min bis zur Grenze, 6 Formulare, 3x Pässe zeigen, keine Schlangen, dann sind wir wieder in Botswana.

Wir schauen uns kurz die Mohembo-Fähre an - abenteuerliche Gefährte kann man hier sehen ...
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... und fahren dann weiter zu Drotsky‘s Lodge & Camp.
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Ankunft 15:45 Uhr, Campsite #11 mit Feuerstelle, Wasser, Strom, Licht, Mülleimer.
Gefällt uns ausnehmend gut, weil sie auf der Papyrus-Ebenen-Seite liegt, viel Schatten und vorwitzige Vögel hat.

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Hartlaub's Babbler
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Emerald-spotted Wood Dove
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Ein Waschhaus mit 2x WC und 2x Dusche/WC ist jeweils für 4 Sites.
Die vielen Bäume finde wir sehr angenehm, recht viele sind noch grün bzw. immergrün, Vogelgezwitscher, sauber, alles schön angeordnet. Zusätzlich sorgt ein kleiner Wind aus Richtung Kavango/Papyrus für eine angenehme Temperatur.

Wir bauen Tisch und Stühle auf, machen uns einen Kaffee und Studentenfutter ...
... 1 Stunde chillen. Okay, nicht ganz, ich stolpere zum wahrscheinlich 137. Mal über die Tischbeine - die Kids hätten ihre helle Freude, sie zählen im Urlaub immer, wie oft ich mich stoße 😎 .

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Gegen 17 Uhr spazieren wir zu Drotsky’s Lodge, ca. 15 min, schön durch den dichten Wald.

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Wire-tailed Swallow (ohne Wire 😉 )
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Go-away Bird
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Die Lodge ist eine sehr große Anlage, rund um den riesigen Rasen liegen die ca. 10 Chalets (Holz, auf Stelzen, keine Tents, richtig groß jedes Chalet) in einem Halbkreis, alle mit Blick auf den Rasen, den Pool und den Kavango. In der Mitte der Chalets das Lodge-Gebäude. Alles im Kolonialstil (dunkles, massives Holz), wie man sich „Safari“ so vorstellt.

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Auch hier sind Camping-Gäste willkommen, alle sind freundlich und zuvorkommend, wir bekommen Kaffee, Tee, Gebäck angeboten und man empfiehlt uns den Pool. Wir erfrischen uns im Pool, WhatsApp’en ein bisschen. Als Karin ein „süßes Rehkitz“ sieht, springe ich geschwind aus dem Pool, schnappe mir das iPhone und will das „Rehkitz“ an der Rasengrenze vor einen sehr schön in der Abendsonne rot leuchtenden Baum fotografieren will. In der Eile ohne Brille … und zu Karins Erstaunen gelingt mir nicht nur ein schönes Foto mit dem Bambi … sondern das Ganze auch noch unfallfrei, der Hin- und Rückweg 😁 .

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Kurz vor 7 Uhr sind wir wieder auf der Campsite, schnell Mückenzeug drauf. Dann Feuer, Ladegeräte installieren, Essen vorbereiten. Heute gibt es das letzte Lagerfeuer-Essen: vegane Bratlinge, geschmorte Zwiebeln mit Tomatensoße, Reis. Zwei Herdplatten also.

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Heute wird auch mein „Hockeyschläger“, ein besonders praktisch geformtes Holzstück, feierlich verbrannt. Dieser Feuerhaken hat uns seit der ersten Campingnacht begleitet und gute Dienste geleistet!

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Teil 2519. Nov. 2019

20.9. Drotsky’s —> Tsodilo Hills —> Xaro Lodge ... oder „Am letzten Tag hat‘s uns doch erwischt“

Die Nacht war angenehm von den Temperaturen, äußerst viele Tiere hören wir - Platschen und Grunzen von Hippos und Elefanten, rufende Vögel, zwei davon sehr laut: eine Art Schreigans oder Trompetenpelikan oder Kraaaachhhzzzzstorch. Und eine sehr laute Eule, von der ich um 3:55 Uhr aufwache und anschließend anhand der Tonaufnahmen in der Sasol eBird App exakt als African Wood Owl identifiziere. Von diesem harmlosen Abspielen der Eulenlaute wird allerdings Karin wach und ich darf den anderen Schreihals nicht auch noch suchen 🤪 😊 .

Um kurz nach 8 Uhr geht’s zu den Tsodilo Hills. Erst ca. 20 km Teerstraße, aber mit vielen, sehr gemeinen (und manchmal tiefen) Schlaglöchern. Auch der Rand links und rechts ist an einigen Stellen sehr ausgefranst, so dass manchmal nur eine Fahrbahn übrig bleibt. Dann 35 km Gravel Road, die man bis auf das Gerappel aber gut mit 55-60 km/h fahren kann. Dass das Auto schwimmt, nur verzögert auf Lenken reagiert, in Sandspuren seinen Weg selbst sucht ... daran haben wir uns mittlerweile gewöhnt und lassen es gelassen geschehen.

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In Tsodilo Hills entscheiden wir uns für den Rhino Trail, der rund um den Female Hill führt und die meisten Paintings und Caves hat.

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Wir buchen den Male Hill Summit Trail dazu, schließlich muss man doch auch den höchsten Gipfel erklimmen. Soll nur 1 std mehr sein. Wie sich später raus stellt, stimmt das aber nur, wenn man mit dem Auto zum Trailhead gefahren wird und nicht wie wir bei Hitze um die Mittagszeit zu Fuß 2x 35 min vom Rhino Trail zum Trailhead läuft, dazu noch durch Sand 😮 . Wir brechen deshalb unterwegs ab, auch weil ich starke Rückenschmerzen habe 🤨 . Diese blöden Autositze bringen mich um.

Das ändert aber nichts dran: faszinierend, interessant, tolle Landschaft und Geschichte, jede Menge Paintings.

Die roten Paintings sollen ca. 3000 Jahre alt sein, die weißen ca. 800 Jahre.


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Sogar 2 Wale und 1 Pinguin: 3000 Jahre alt und 2000 km von Kapstadt entfernt
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Die Landschaft ist zur Abwechslung felsig
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Und eine Pearl-spotted Owlet African Barred Owlet (danke, Bele und Friederike) sehen wir, leiden ohne Tele:
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Nach der Rückkehr bin ich so erschlagen von der Hitze und von Rückenschmerzen geplagt, dass ich mich im Museum flach auf den Boden lege. Ich sinniere 10 min über die interessante Dachkonstruktion ... und erhole mich etwas.
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Die Rückfahrt hätten wir lieber durch einen Mittagsschlaf ersetzt, aber wir wollen zur Xaro Lodge, ans Wasser, der Hitze entkommen.

Los geht's vom Bootsanleger bei Drotsky's Camp:
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Schon auf der Anfahrt mit dem Speedboat sehen wir Hamerkop
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... und vor allem ganz viele White-fronted Bee-eaters!
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Kurz nach halb vier sind wir da - und es gefällt uns auf Anhieb, traumhaft. Schön angelegt in einer Flussbiegung liegen 11 Tents direkt am Wasser. Genau wie RiverDance sehr gepflegt und geschmackvoll, nichts überkandideltes oder „koloniales“, also kein Prunk&Protz.
Die Stromversorgung ist solar, abends gibt es solange Strom, wie die über Tag aufgeladenen Akkus noch Saft haben. In der Regel reicht es bis ca. Mitternacht. Das ganze kostet 285$ pT (für beide, inkl. Frühstück, Abendessen und Activities) - bzgl. Preis-Leistung finden wir das gut, vor allem für Botswana.

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Wir werden mit einem kleinen Begrüßungstrunk empfangen. Romy, die Managerin, erklärt uns alles: Abendessen und Frühstück gibt es jeweils um halb 8, Morning Walk ist um 9 Uhr, Evening Boat Cruise um 15:30 Uhr, Mindestabstand zum Wasser sind 5 m wegen der Krokodile, den „grünen“ Bereich (das ist der bewässerte Teil der Lodge) nur mit Guide verlassen, nach Mitternacht nicht mehr das Tent verlassen. Denn dann ist die Beleuchtung aus und die Hippos und Elefanten kommen.
So viele Regeln sind wir gar nicht gewöhnt. Aber wenn ich mir vorstelle, wie (und dass!) irgendwelche Leute völlig unbedarft noch ein paar Schritte näher zum Hippo wollen oder einen Eli streicheln ... okay, muss man akzeptieren, dass die hier null-komma-null Risiko haben wollen.
Bushbuck
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Vervet Monkeys
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und das Haus-Hippo liegt direkt gegenüber von unserem Zelt.
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Das Hippo heißt Howard und ist ganz friedlich: Sobald es Taschenlampen-Licht sieht, geht es folgsam weg. Aber momentan gibt es Nachwuchs und der kennt die Regeln noch nicht. Also müssen wir uns jemanden suchen, wenn wir zum Tent wollen.
Wir haben Tent 2: kleine Terrasse zum Fluss, großes Bett, dahinter ein kleiner Bereich mit Schreibtisch, Garderobe, Platz für‘s Gepäck, dann ein schönes Bad.

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Wir holen uns erst mal zwei Kaffee, und spülen im Pool die Hitze und den Tsodilo-Staub weg. Chillen, Kontakt mit der Heimat.
Als ich im Tent meine Duschorgie starten will, fällt das Wasser aus. Nach einer Weile hört man, dass es wieder da ist ... schnell drunter gesprungen ... oh, ist das noch viel Tsodilo-Staub ... nein, die tiefbraune Brühe kommt aus der Leitung 😮 . Schnell wieder raus. Okay, rasieren kann man damit, und als danach immer noch kein klares Wasser kommt, wasche ich mich mit einem in Trinkwasser getauchten Waschlappen. Als ich sauber bin, kommt doch wieder klares Wasser ... schnell drunter hüpfen, doch etwas Shampoo, alles wieder fein 🙂 .
Die Flusswasseraufbereitung war ausgefallen und musste einen neuen Filter bekommen.
Traumhafter Sonnenuntergang, wir haben es echt gut.

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Das Abendessen ist das bisher beste ... super lecker und frisch. Es gibt Kürbissuppe, selbst gebackene Brötchen, Salat, Hühnchen mit Reis und Zucchini, Apfelstreusel als Nachtisch. M ist nach ¾ des Hauptgangs schon satt und verzichtet auf den Nachtisch.

Nachts hören wir Hippo-Geplatsche und die Grillen sind echt laut.
Morgen schlafen wir aus, erst um 7 Uhr aufstehen, um 7:30 Uhr gibt‘s Frühstück.


Und jetzt dann doch die Auflösung zum Spruch des Tages 😎 :
Wir haben die ganzen 18 Campingtage wie die Luchse aufgepasst, dass uns keine Äffchen oder Meerkats irgendwas klauen. Heute morgen räumen wir Müsli und Obst auf den Tisch, da sieht Karin aus den Augenwinkeln den Blitz auf den Tisch springen: Blitzschnell hat der Vervet Monkey zwei Äpfel stiebitzt 😮 😄 . Den Rest des Frühstücks bleibt immer einer am Tisch sitzen und passt auf.

Der Apfeldieb von Drotsky's Camp
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Teil 2620. Nov. 2019

21.9. Xaro Lodge ... oder „I can see it ...”

Nachts war wieder eine laute Eule - aber ich traue mich nicht, die Vogel-App zu starten 🤨 .
Hippo- und Elefantengeräusche, Vögel. Wir schlafen gut und lang, werden von einem Bushbuck vor unserer Terrasse begrüßt.
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Ein wunderbar leckeres Frühstück - Müsli, Joghurt, Obstsalat, Obst, herzhafte Platte mit Schinken, Käse, Tomaten, Gurken, auf Wunsch auch Cooked Breakfast. Exzellentes Essen - sagte ich es schon?

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Gegen halb 9 Uhr geht‘s mit Tom auf den Morning Walk. Wir sehen eine Pel‘s Fishing Owl (die ist riesig, 60 cm hoch, 150 cm Spannweite):

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... und erfahren, dass Elefanten immer wieder einen Kurzschlaf machen, ca. 5-10 min, und dabei ihren Kopf etwas erhöht an einen Ameisenhügel lehnen. Wir lernen, woran man die Mulden erkennen kann: Größe, Höhe und vor allem der passend liegende Elefantendung 😄 .

Baumwürger
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Den Tag über chillen wir, eine kühle Brise weht vom Fluss in unsere Lounge, wir vervollständigen die Bird- und Mammal-Liste.

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Über uns unter dem Dach eine Peters‘s epauletted Fruit-bat
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Nur unterbrochen von einem wieder leckerem Light Lunch (Sandwich und Salat) ... dann ruft auch schon Kaffee und Kuchen um 15:00 Uhr, bevor es dann auf die Bootstour geht. Mann-o-Mann, Stress pur 😛 .

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Ich plane schon, dass ich mir noch einmal 2,5 Wochen zum 65.ten wünscht, dann kann Karin bestimmt nicht widerstehen. Zur Sicherheit vielleicht samt Tochter, dann gibt es Argumentationshilfe 😎 🙂 . Maun-Kayak-Moremi-Guma Lagoon-Xaro-RiverDance wäre doch eine tolle Idee ...
Für die Bootstour nimmt Tom Sichtungswünsche entgegen. Kein Witz - er erzählt, dass manche mit einer Liste kommen, was ihnen noch an Sichtungen fehlt. Tom sagt, dass er dabei sehr erfolgreich ist. Bei der Morgenwanderung konnten wir schon bewundern, was er alles sieht. Die Pel‘s Fishing Owl hätte keiner von uns gesehen - selbst als er genau den Ort beschreibt und sogar hinzeigt, dauert es eine Weile, bis wir sie auch sehen.

Unser Sichtungswunsch: Malachite Kingfisher (den Woodland Kingfisher gibt es nur in der Regenzeit). Und er wird erfüllt ... leider ohne Foto - ich habe es einfach nicht geschafft, bei dem schwankenden Boot zu fokussieren. 🙁
Aber viele, viele andere Vögel.

Little Egret
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Krokodil und Water Thick-knees
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Wire-tailed Swallow
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Dieser Pied Giant Kingfisher unterhielt uns mit seinen Flugkünsten:
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White-fronted Bee-eater
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White-backed Night Heron
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Black-winged Stilt
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African Skimmer
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Common Greenshank
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Lustig: Als Tom uns einen Goliath Heron zeigt, ruft Karin „Yes, I can see it“ ... aber Tom antwortete „Look at the other side“. 😊
Und ein wunderschön leuchtendes junges Krokodil
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Hier gibt‘s andere Vögel als im Delta, Im Vergleich zum Delta bzw. Moremi hat man hier nicht die überbordende Land-Tierwelt. Zu viel Monokultur aus Papyrus und Schilf. Aber auch einmal interessant anzuschauen.

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Insgesamt dauert die Tour 3 Stunden.
Tom ist ein guter Guide, er war beim berühmten Otto in der Lehre. Er hat einen unglaublich fantastischem Blick und viel Wissen. Das einzige, was noch zu verbessern wäre: das Boot so positionieren, dass man nicht gegen die Sonne fotografieren muss. Und besser wären auch Mitfahrer, die an Vögeln interessiert sind statt nur Krokodile, Hippos und Elefanten sehen zu wollen.
So leidet das Fotografieren unter Gegenlicht oder falschem Abstand und vor allem der fehlenden Muße (auch für Tom), weil die Mitfahrer weiter zum nächsten Krokodil wollen.
Das Abendessen ist wieder eine Wucht: Gemüsepfannkuchen mit Dillsoße, frischer, knackiger Salat, Rinderfilet (köstliche Qualität) mit Kartoffelpüree, Rotweinsoße und Broccoli, als Dessert Brownie mit Sahne. Der Brownie schmeckt sogar mir, weil weder Brownie noch Sahne so unsäglich süß sind wie die Desserts in den bisherigen Lodges.
Das ganze serviert im Garten, mit Kerzenlicht, Mondschein und all den Geräuschen des Flusses. Romantisch.

Anschließend noch etwas Lesen in der Lounge.
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Abends wird schon wieder überall geleuchtet, wo denn Howard das Hippo ist. Okay, mit einem Hippo ist nachts überhaupt nicht zu spaßen, aber es wird schon sehr viel Gewese um „Vorsicht, wilde Tiere“ gemacht. Dass man den Bereich des Morning Walks nicht alleine gehen darf ... da haben wir auf der Kayaktour, im Moremi, Linyanti, Chobe, Bwabwata ganz andere Umgebungen gehabt. Hier kann einem bei Tag ja höchstens ein Elefant begegnen, keine Löwen, keine Hyänen, keine Leoparden gibt es hier. Aber okay - die müssen halt mit unvorsichtigen Touris rechnen.

Gegen 21 Uhr sind wir im Tent, wir hören das Hippo (oder einen Elefanten? Nein, wohl eher Hippo) nebenan plantschen, die Wildkamera wird doch ein letztes Mal montiert ... vielleicht kommt ja Howard vorbei.

Teil 2721. Nov. 2019

22.9. Xaro Lodge —> Maun ... oder „Caught by Civilisation“

Die letzte afrikanische Nacht (Maun heute Abend ist ja schon Großstadt) weckt uns morgens um halb 7 mit idyllischen Geräuschen: Vogelgezwitscher, die nicht geölte Schaukel (Swamp Boubou 😉 ), zwei brüllende und kreischende Streitaffen, das friedliche Nilie-Plantschen, -Grunzen, -Schmatzen und ein Elefant, der krachend ein paar Äste bricht.

Unsere Wildkamera hat mal wieder zugeschlagen 😄
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Wieder sehr leckeres Frühstück - die Xaro Lodge gefällt uns ausgezeichnet, wie heißt es so schön in einer der Bewertungen:
Xaro Lodge is a must-visit if you are a birding enthusiast. Species that are spotted regularly include the Pel's Fishing owl, skimmers, carmines, egrets, herons, kingfisher, and boubous.
Dazu die idyllische Lage, die Anfahrt per Boot als Fast-schon-Highlight, das exzellente Essen.

Um 9:15 Uhr besteigen wir unser Boot zu Drotsky’s Camp, 20 min Fahrt - leider nicht mit Tom, sondern mit einem anderen Mitarbeiter, der überhaupt keine Zeit/Lust auf Bird Watching hat. Trotzdem ein paar Schnappschüsse unterwegs:

Lesser Striped Swallow
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Giant Kingfisher (ob es derselbe wie gestern ist?)
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Purple Heron
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African Fish Eagle
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Alles ins Auto packen, Reifendruck wieder auf 2.5/3.5 bar, um 10:15 Uhr geht’s auf den Pothole Highway nach Sehithwa. 265 km, die es in sich haben, immer wieder ist die Straße links oder rechts „ausgefranst“ (zum Teil sehr steile Abbruchkanten 😮 ), Schlaglöcher am meisten in der Fahrbahnmitte 30-150 cm groß ... und manchmal alles drei gleichzeitig 🤩 . Ohne Gegenverkehr geht es ganz gut, man fährt halt mit 80-90 km/h i.W. In der Mitte, dann treffen einen die Ausfransungen nicht und die mittigen Potholes hat man zwischen den Rädern.

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Bei Gegenverkehr muss man Glück haben, dass die Straße gerade gut ist, oder man bremst ab, manchmal bis Schrittgeschwindigkeit. Ab Sehithwa ist „Autobahn“, mit 100-110 km/h geht’s schnell voran. Um 14:45 Uhr, nach 4 ½ Std., sind wird in Maun. Volltanken, noch 15 km durch die Ortsmitte ans östliche Ende von Maun ... um 15:15 Uhr sind wir glücklich im Old Bridge.

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Unterwegs sind 3 Kontrollpunkte, einer davon - glaube ich - ein Veterinärkontrollpunkt. Wir werden immer durch gewunken.
Ich glaube, hier - und an allen anderen Kontrollpunkten/Grenzen/Gates - hat uns geholfen, dass wir mit der inneren Einstellung "okay, hier ist jetzt eine kleine Pause, kein Problem, wir sind freundlich und es dauert eben eventuell". Wir sind langsam, ohne Ungeduld vorgefahren, unser freundliches "Good Morning, how are you?" hat als Türöffner geholfen, wir hatten zum Teil nette Gespräche: "The Mahango Core was beautiful" ... "Oh, what did you see there?" ... "By the way, have a look for the young ostriches, only 2 days old".
Wir wurden immer freundlich behandelt, sogar flott, keine(r) war mürrisch oder gar schikanös. Sicher auch Glück gehabt - aber bin überzeugt, dass ein nettes How-are-you, nicht Genervt-sein, keine Eile zeigen statistisch dazu führen, dass die Kontrollen/Grenzen/Formulare besser ablaufen. War 2015 auch schon so, diese Erfahrung.
Ich bin alleine gefahren, Karin war müde. Das ging erstaunlich gut, wegen des vielen Lenkens waren die Schultermuskeln dauernd in Bewegung, also der Rücken okay 🙂 . Im Gegensatz zu den langen, geraden 200 km von Kongola nach Divundu auf der B8, die ich ätzend fand.

Wir bekommen Tent 5, gefällt uns gut. Fahren mit dem Auto dicht dran, laden alles aus (hoffentlich 😗 ).

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Um 16 Uhr kommt der Travel Adventures Mitarbeiter, alles okay bei der Rückgabe. Wir verschenken die restlichen Fanta, Bier, Savanna und Lebensmittel, der Mitarbeiter freut sich.


Chillen auf der Veranda unseres Tent, 2 Savanna hatten wir uns aufgehoben. Tagebuch, Lesen, Duschen. Packen wird auf morgen verschoben.

Frühes Abendessen - Naked vegan burger, Beef stew with rice - sehr lecker. Mit Blick in die Sonnenuntergangsstimmung über dem Hippopool.

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Dann gewöhnen wir uns langsam wieder an die Zivilisation und schauen Chelsea-Liverpool (1:2 🙂 ). Zum Ausklang gönnen wir uns den ersten Amarula in diesem Urlaub.

Teil 2822. Nov. 2019

23.9. Abreisetag: Maun - JNB - Flug ... oder „Gate closed 😮 “

Ein gemütlicher Vormittag mit Frühstück, Wildlife genießen, Packen, Lesen ...

Es ist geschafft - unser Kram ist bereit für den Rückflug.
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Dieses wertvolle Utensil haben wir im Endeffekt nie gebraucht
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Unser Lieblingsplatz im Old Bridge
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Nach dem Frühstück ein letztes Mal: Karin "birdet" 😄
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Hier im Old Bridge sind dermaßen viele Vögel, eine wahre Freude!

White-browed Robin-Chat
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Red-eyed Dove
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Dieser Black-collared Barbet macht uns viel Spaß, wie er probiert, in den unmöglichsten Verrenkungen an die besten Früchte zu kommen 😄
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Yellow-bellied Greenbul
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Burchell's Starling
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Kurrichane Thrush und Black Crake
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Und auch einer der seltenen Equus asinus asinus
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Unser Abschlussfoto - Stillleben mit Hippo, African Jacana und Hamerkop
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Bye bye Africa sagen wir wehmütig.


Um 11:30 Uhr fahren wir mit dem Taxi zum Flughafen. Wahrscheinlich viel zu früh zum Check-in, aber Karin möchte noch etwas shoppen 😉 , und ich habe etwas Sorge (nur etwas - dank Baldrian) um unsere Sitzplätze, denn Online-Check-in geht für Maun-Abflüge nicht - und vielleicht ist der Flug ja überbucht oder ein Statuspassagier oder VIP kriegt unsere tollen Plätze in der ersten Reihe 😮 .

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Unser Flug geht pünktlich um 14 Uhr los, Flugzeit nur 1:15 std (statt 1:40).

Der fast ausgetrocknete Boteti
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Ein Stausee nördlich von Johannesburg
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Kaum Wartezeit (okay, noch weniger als „kaum“, < 2 min) an Pass- und Sicherheitskontrolle, dann setzen wir uns in die SA-Lounge, Karin kuriert ihre Reiseübelkeit vom Landeanflug etwas aus.
Ich lese, Karin geht noch etwas shoppen, ansonsten genießen wir die letzten Afrikastunden.

Boarding ist um 18:30 Uhr (hatte ich mir so gemerkt), dauert ja immer lange ... also verlassen wir in Ruhe um 18:30 Uhr die Lounge. 8 Minuten Gehzeit bis zum Gate. Wir sehen schon ... keine Knubbelei an Gate 16/17 ... und lesen dann „Gate closed“ 🤩 😮 ... Boarding war nämlich schon um 18:20 Uhr. So spät ... never ... really never ever ... war ich noch nie am Gate.
Zur Ehrenrettung: Am Counter hatte die Dame uns „18:30“ auf die Boardkarte geschrieben. Und: Ohne uns hätten die unser Gepäck wieder ausladen müssen - das hätte noch mal was Zeitreserve gebracht 😄 . Und außerdem waren wir gar nicht die letzten, nur die zweitletzten.
Ach ja: Die reservierten Plätze 81 A+C waren natürlich für uns festgehalten 🙂 .

Die Lichter von Johannesburg
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Wir starten den Nachtflug mit etwas Sekt und dem Studium der Speisekarte. Fast peinlich, was einem hier aufgetischt wird ... ich entscheide mich für Gemüse Saksuka mit gegrilltem Spargel, Streifen gelber+grüner Paprika, cremigem Caponata Gemüsesalat, Streifen von getrockneter Tomate (das war jetzt nur die Vorspeise - hoffentlich schmeckt es so gut, wie diese Dichtkunst verspricht 😄 ), dazu ein Gläschen Champagne Duval-Leroy Brût Réserve, als Hauptgang dann simplen Rinderschmorbraten mit Zwiebelsauce, Petersilienkartoffeln und Pfannengemüse, dazu ein 2015 Château Gravat, Cru Bourgeois Médoc. Schließlich zum Dessert noch eine Käseauswahl und/oder Mousse. Wir wählen stattdessen das Obst. Aber alles sehr lecker!
Ein letztes Mal „too much“ ... wir schlafen beide gut.


24.9. Ankunft in Aachen: Flug - FRA - Aachen

Wir landen pünktlich in Frankfurt, das Gepäck ist schnell da und so bekommen wir den gebuchten ICE um 7:09 Uhr. Der RE in Köln ist etwas verspätet, aber kein Problem ... wir kommen um 10:20 Uhr in Aachen an. Eine der entspannteren Rückreisen 🙂 .

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So, das war's mit meinem Reisebericht ...
... hat mir großen Spaß gemacht
... alles noch einmal zu durch"leben"
... die Fotos zu sichten
... und ich wünsche mir sehr, dass wir noch einmal nach Afrika zurückkehren ...

Und danke an alle Leser, Ratgeber und Helfer 🙂

Teil 2919. Dez. 2019

Hallo.

Dank 2 Wochen Halsinfekt und dadurch bedingter Bettruhe ist jetzt unser Bericht auf der Homepage fertig geworden:

Afrika 2019: Zu zweit …  🙂

Wer also noch mal Bilder sehen und ein paar Hintergründe lesen möchte, wird dort fündig.

Okavangodelta, Chobe, Moremi, Caprivi 2019 von MichaelAC

Quelle: www.namibia-forum.ch/forum/thema/298381-okavangodelta-chobe-moremi-caprivi-2019

Stand: letzter Berichtsteil vom 19. Dez. 2019

Die Rechte am Text und an den Bildern liegen beim Autor. Ausdruck für den eigenen Gebrauch.