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Reisebericht · namibia-forum.ch

4 Wochen Südnamibia + KTP (Camping + Lodges)

von Tanja · Dez. 2018 – Jan. 2019 · 28 Tage · Selbstfahrer · 49 Teile

Über diesen Reisebericht

Vier Wochen lang sind wir von Anfang Dezember 2018 bis Anfang Januar 2019 mit dem Dachzelt-Hilux im Süden Namibias und im Kgalagadi Transfrontier Park unterwegs, in einer Mischung aus Camping und Lodges. Gleich in der ersten stürmischen Campingnacht entdecken wir eine Gepardin mit zwei Jungen. Über Spreetshoogte, die NamibRand-Ebene, die Tirasberge und Aus, wo wir die Wildpferde besuchen und einen Abstecher nach Kolmannskuppe machen, geht es zum Mesosaurus Camp und dann für gut zehn Tage in den KTP: Urikaruus, Polentswa, Gharagab, Grootkolk und Kielikrankie.

Der Park selbst schenkt uns ungewöhnlich viele Raubtiersichtungen: eine Nacht mit gleich zwei Leoparden am Wasserloch, tagelang an einem Elandriss liegende Löwen und eine Kapkobra direkt vor unserer Küchentür. Dazwischen immer wieder braune Hyänen, Wildkatzen und dichtes Vogelleben an den Tränken.

Nicht alles ist perfekt: In einem Dünencamp in der Namib wird unsere Abreise am Morgen trotz weniger Gäste ohne jeden Spielraum für einen ruhigeren Start durchgezogen. In der großen Lodge auf dem Rückweg kommt aus beiden Wasserhähnen nur kochend heißes Wasser, und uns sind dort deutlich zu viele Menschen unterwegs. Trotzdem: Von der Landschaft im Süden Namibias können wir nie genug bekommen, und der KTP bleibt mit seiner für uns perfekten Mischung aus Camping und Lodges das Ziel unseres Herzens.

Teil 105. Jan. 2019

Liebe Forumsmitglieder,

wir sind gestern morgen von einer fantastischen Reise durch den Süden Namibias und den KTP zurückgekehrt. Obwohl es unsere 8. Reise war, haben wir doch wieder viel Neues, nur Schönes und Wunderbares erleben dürfen. Ich weiß ja, dass ich schon vor langem mein Herz dort verloren habe, aber das Heimkommen ist trotzdem jedes Mal wieder schlimm, denn nun beginnt das Warten auf das nächste Mal... Andererseits fängt jetzt die spannende Arbeit des Fotosortierens und Albumerstellens an, das liebe ich, denn so kann man die Reise ja nochmal in Ruhe Revuepassieren lassen.
Da es hier inzwischen wahnsinnig viele Berichte gibt, werde ich keinen ausführlichen Report unserer Reise einstellen, sondern lediglich kurz zusammenfassen, was wie gelaufen ist und wie ich die Campsites und Unterkünfte bewerte.

Die Eckdaten sind wie folgt:
Abflug am 7.12. mit Air Namibia
Auto Hilux 4x4 Automatik mit Campingausstattung von Safari Car Rental
8.12. Windhoek Mountain Lodge
9.-11.12. Camp Gecko
11.12. Namib Dune Star
12.12. Tsauchab Camp
13.12.-15.12. Namibrand Family Hideout (Venus Campsite)
15.12. Kanaan Desert Retreat
16.12. Namtib Camp
17.-20.12. Eagles Nest (Klein Aus Vista)
21.12. Mesosaurus Fossil Camp
21.12.-1.1 KTP (Urikaruus, Polentswa, Gharagab, Grootkolk, Kielikrankie)
1.1. Anib Lodge Campsite
2.1. Voigtland Guestfarm (+ Tageszimmer?
3.1. Abflug

Wir sind 3.748 k. gefahren.

Gerne beantworte ich auch Fragen zu Strecken, Campsites etc!


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Liebe Grüße von Tanja

Teil 206. Jan. 2019

So, dann geht es mal los. Wie gesagt, es wird kein richtig ausführlicher Reisebericht im klassischen Sinne...

Unsere Anreise mit der Bahn von Montabauer nach Frankfurt am 7.12. verlief glücklicherweise planmäßig, so waren wir sogar "überpünktlich" am Flughafen, denn wir hatten großzügig kalkuliert - der Air Namibia-Schalter hatte noch nicht mal geöffnet. Wir waren dann auch mit die ersten, die einchecken bzw. das Gepäck aufgeben konnten (online-check-in hatten wir schon am Vorabend gemacht, was auch tatsächlich funktioniert hat).
Unser Flugzeug ist pünktlich gestartet, die Crew war freundlich, der Flieger nur zu ca. 60-70% gefüllt. Mein vorbestelltes vergetarisches Essen kam und schmeckte (allerdings beinhaltete das Frühstück am nächsten Morgen Wurst etc., was für mich aber auch kein Problem war, denn ich bin kein Vegetarier). Die Boardunterhaltung funktionierte auch - daher gebe ich für den Hinflug die höchstmögliche Punktzahl.

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Die Einreisebeamtin war gewohnt unfreundlich und trug mir den 16.01.2018 als Aufenthaltsende ein. Zum Glück habe ich direkt nachgeschaut, den Fehler mit der falschen Jahreszahl moniert und es wurde korrigiert. Auf Zuruf schaute mein Mann am Nebenschalter auch schnell nach und siehe da, bei ihm war auch 2018 eingetragen. Sicher betraf das sämtliche andere Reisende, die dadurch hoffentlich bei der Abreise keine Probleme bekommen haben 😕

In der Zeit, in der mein Mann aufs Gepäck wartete, besorgte ich schon mal Bargeld: der 1. Schalter in der Halle spuckte die Karte aus, aber kein Geld, der eine Schalter draußen wollte nur 2.000 N$ geben, aber am 3. (von der FNB) konnte ich erfolgreich je 4.000 N$ pro Person abheben, was auch für die ganze Reise reichte.
Noch schnell eine SIM-Karte gekauft (und direkt aktivieren lassen) und den lieben Hendrik von Safari Car Rental begrüßt, der schon auf uns wartete. Wir kannten uns noch vom letzten Mal. Er ist ein sehr liebenswerter Mitarbeiter, der uns mit zwei weiteren Paaren (Hallo Nadja 🤪 ) sicher zu Kappsfarm brachte, wo SCR seinen Sitz hat.

Teil 308. Jan. 2019

Weiter gehts mit der Fahrzeugübernahme bei Safari Car Rental.
Wir hatten schon sehr früh gebucht und daher einen tollen Frühbucherrrabatt bekommen. Und das Auto war allererste Sahne! Ein Toyota Hilux DC - Neuwagen mit nur 59 km auf dem Kilometerstandsanzeiger (!), Automatik, brandneue Reifen und eine super Campingausstattung: alles in sehr gepflegtem Zustand, mit zusätzlicher Matratze, die das Schlafen sehr komfortabel machte. Wir hatten noch einen Potjie dazugebucht, ansonsten war alles dabei (gutes Bettzeug, Handtücher, Tischdecke, eine zusätzliche Box für Lebensmittel, Pannengedöns, Handfeger etc.). Es war eine Freude, dieses Auto zu fahren.

Die Einweisung erfolgte gründlich (in der Zwischenzeit wurde das in der Windhoek Schlachterei vorbestelle Fleisch geliefert) und gegen 10 Uhr rollten wir zufrieden Richtung City vom Hof.

Das ist er:

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Teil 410. Jan. 2019

So, nun geht es auf Pad. Vom Autovermieter sind wir erst mal zu unserer 1. Station gefahren, der Windhoek Mountain Lodge nahe der B1 südlich von Windhoek, um dort unser Gepäck abzuladen und in Ruhe einkaufen zu können. Unser Zimmer (sauber, groß und mit Sofa) war schon bezugsfertig. Also abladen und wieder los, damit wir auch noch Alkoholika bekommen - es war ja schließlich Samstag mittag. Im Bottle Store neben dem Superspar Wein, Bier, Savanna, Gin, Appletizer, Tonic und Wasser, Wasser, Wasser besorgt und danach unsere riesige Einkaufsliste abgearbeitet: zwei Einkaufswagen voll von Salz & Pfeffer über Kartoffeln, Zwiebeln, Butternut und Duschzeug/Bodylotion bis zu Kerze, Servietten und Müllbeuteln.
Puh, geschafft, danach wieder die paar Kilometer zurück Lodge und erst mal ein leckeres Stück Kuchen mit Kaffee/Tee genossen. Das Gelände der Lodge ist recht klein, wir haben uns im Schatten beim Pool aufgehalten, uns vom Flug erholt und erste Vogelbeobachtungen gemacht. So haben wir uns sehr über einen Scarlet-chested sunbird gefreut (leider kein Foto).
Abends wurde gegrillt: Rind, Hühnerschenkel, Boerewurst, Maiskolben, dazu Kartoffeln und 4 verschiedene Salate. Es war ganz lecker, wobei der Nachtisch (Vanilleeis) etwas einfallslos war. Ich habe ihn mit einem doppelten Amarula gepimpt 🙂
Das Frühstück war auch gut, es gab für uns beide riesige Rührei-Portionen, und natürlich Brot, Müsli, Obst, so fühlten wir uns gut gestärkt, um Richtung Spreetshoogte loszudüsen, wo wir im Camp Gecko unsere ersten Campingnächte hatten.
Fazit Windhoek Mountain Lodge: günstig gelegen kurz außerhalb Windhoeks, Essen und Unterkunft gut, recht preisgünstig, daher durchaus zu empfehlen.

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Teil 512. Jan. 2019

9.12. Auf zu Camp Gecko!
Über wenig befahrene Schotterstraßen und den aussichtsreichen Spreetshoogte Pass fuhren wir bei strahlend blauem Himmel Richtung Südwesten und erreichten am frühen Nachmittag das Camp Gecko.
René empfing uns freundlich und freute sich über den aus Deutschland mitgebrachten Tabak. Wir hatten das Eagle Camp gebucht, was wunderbar an einem Hügel mit weitem Blick auf die Ebene liegt. Wir waren begeistert von der Aussicht, der Freilufttoilette und -dusche und dem Schattendach, unter dem es sich gut aushalten liess. Wir waren die einzigen Gäste, konnten uns so auch die beiden anderen Plätze mal anschauen und nach einem kurzen Spaziergang zum Farmhaus, wo wir uns länger als gedacht mit René verquatscht hatten, war dann das 1. Feuerchen des Urlaubs angesagt. Wir grillten die Elandsteaks (super zart) und den Butternut (super hart). Wir hätten ja eigentlich vorgewarnt sein müssen - schließlich haben wir nicht zum ersten Mal Butternut verarbeitet, aber irgendwie waren wir doch zu blauäugig, was die Garzeit anbelangt. Nun ja, wir haben ihn dann sozusagen als Nachtisch gegessen. (Er liess sich nicht erweichen, zu erweichen, wie mein Mann dazu treffenderweise in unser Reisetagebuch schrieb).
Es war windstill und warm, als wir in unser Dachzelt krabbelten und uns auf die erste Campingnacht freuten...

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Teil 617. Jan. 2019

Diese 1. Nacht wurde jedoch ab ca. 4 Uhr von einem heftigen Sturm jäh unterbrochen. Es rüttelte am Zelt, das Überzelt flappte lautstark und die klappernde Leiter wurde von den Böen immer wieder angehoben. An Schlafen war also überhaupt nicht mehr zu denken. Als es anfing zu dämmern, krochen wir aus dem Zelt und befanden, dass wir erst mal "Schutz" im Auto suchen. Wir vertrieben uns die Zeit damit, immer mal wieder die Ebene abzuglasen (heißt das wirklich so? Ich finde das Wort so toll 😁 ). Was für ein Glück - wir konnten es kaum fassen, als wir außer ein paar Springböcken ein Tier sahen, dass sich eindeutig wie eine Raubkatze bewegte und durch die Ebene ging. Kann das sein???
Und tatsächlich - es war ein Gepard! Besser gesagt, eine Gepardin, denn sie hatte, wie wir dann noch begeisterter feststellten, sogar zwei Junge im Schlepptau, die ganz verspielt hinter ihr her tapsten!

Als wir René am Vormittag von unserer Sichtung erzählten, war er Feuer und Flamme und ganz aufgeregt: in all den Jahren, die sie nun auf Camp Gecko sind, haben er und Heidi wohl erst 4x einen Geparden gesehen 😮

Was uns am Camp Gecko außerdem noch gut gefallen hat: die Elefantenspitzmaus, die während des Frühstücks zwischen den Steinen herumsprang, die schönen und interessanten Gespräche mit René und die Sundownerfahrt mit ihm (viele Zebras!), die liebenswerten Hunde, der Sternenhimmel, die Sitzgelegenheit und natürlich die Außendusche. Ich würde jederzeit wieder hinfahren!

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Teil 721. Jan. 2019

Nach zwei Nächten im Camp Gecko zieht es uns weiter in den Süden zum Dune Star Camp.
Natürlich machen wir den obligatorischen Stop an der Tankstelle in Solitaire, die in den letzten Jahren immer größer geworden ist. Trotzdem freuen wir uns immer über die schönen alten Autos und ein herzhafter Snack in der mittlerweile recht großen Bäckerei ist auch drin.

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Teil 821. Jan. 2019

Da unsere Etappe nicht weit ist, kommen wir schon am frühen Nachmittag auf der Namib Desert Lodge an, von der aus man per Shuttle zum Dune Star Camp gebracht wird. Wir genießen es, ein paar Stunden am Pool zu entspannen, zu lesen und Vögel zu beobachten.

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Gegen 17 Uhr werden wir zusammen mit einem südafrikanischen Paar zum Camp gefahren. Klasse, wir sind die einzigen Gäste, also nur eine kleine Gruppe, wie schön. Unser noch sehr junger Guide Manus ist leider wenig enthusiastisch, redselig oder aufgeweckt. Man könnte ihn durchaus als Trantüte bezeichnen. Aber wir unterhalten uns nett mit den Südafrikanern und sind schon sehr angetan von der Aussicht während der Fahrt.
Am Camp angekommen, sind wir echt begeisert von der Lage der Häuschen in den Dünen. Wir haben das 2. Haus nahe des Haupthauses. Nach einem Willkommensdrink auf der Hauptterrasse geht es auch direkt schon los auf einen Dünenspaziergang, bei dem Manus uns einiges erklärt. Die Aussicht ist fantastisch. Beim Oryxköttelweitspucken passen wir, der Südafrikaner verliert knapp gegen Manus.

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Teil 921. Jan. 2019

Noch ein paar mehr Bilder, weil es so schön war:

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Das leckere Abendessen haben wir zusammen am großen Tisch eingenommen und sehr angeregte Gespräche mit den Südafrikanern geführt.

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Danach wollte uns Manus noch einen Skorpion zeigen, daher ging es im Dunkeln nochmal in die Dünen. Er wurde allerdings nicht fündig. Für uns hieß es nun, das Bett auf die Terrasse zu rollen, den Sternenhimmel zu genießen und dann sanft in einen erholsamen Schlaf unterm Sternenzelt zu fallen. Die Versuche der Sternenfotografie sind leider nicht vorzeigbar.

Teil 1024. Jan. 2019

Leider war der nächste Morgen im Dune Star Camp alles andere als entspannt. Manus hatte uns am Vorabend gesagt, es würde um 7 zurückgehen und wir könnten dann in der Namib Desert Lodge frühstücken. Da hätte ich eigentlich schon reagieren müssen und fragen, ob man das nicht ein klein wenig nach hinten schieben kann, wenn die Südafrikaner einverstanden sind. So gab es um 6 Uhr heißes Wasser ins Häuschen zum gemütlichen Kaffee-/Teetrinken im Bett. Ich war natürlich schon vorher wach, um den Sonnenaufgang und das Morgenlicht fürs Fotografieren zu nutzen. Wenn man aber in Ruhe den Tee trinken möchte, sich ja auch noch anziehen und waschen muss, reicht die Zeit bis zur Abfahrt irgendwie so gar nicht 🤢 Auch noch überpünktlich wurden wir eingesammelt und meine Frage, ob wir nicht noch ein bisschen länger bleiben könnten, wurde mit Nein beantwortet, das wäre so mit der Lodge abgesprochen... Ich äußerte meinen Unmut über dieses unnötige Hetzen, auch später noch gegenüber der Managerin der NDL, die diesen engen Terminplan auch nicht nachvollziehen konnte, zumal wir ja nur 2 Gästeparteien waren, und es noch länger Frühstück gab. Ich fände es noch schöner, man würde das Frühstück noch im Dune Star Camp einnehmen, ansonsten ist die dort zur (freien) Verfügung stehende Zeit leider wirklich arg begrenzt.
Daher ist mein Fazit nicht uneingeschränkt positiv: Lage, Essen, Häuschen top. Mit dem Guide hatten wir wahrscheinlich einfach nur Pech, und man sollte am besten abends schon fragen, ob nicht eine Abreise eine Stunde später auch geht, wenn die anderen Gäste auch damit einverstanden sind... Es ist ja nun nicht gerade günstig, da fände ich einen entspannteren Morgen schon gut.
Trotzdem würde ich es wieder buchen 🙂

Nun ja, es gab leckeres Frühstück und gut gestärkt dank Rührei und einem Mega-Omelett fuhren wir erst mal zum Sesriem Canyon, den wir vor 15 Jahren das letzte Mal besucht haben. Die Pad war abwechselnd ok bis wellblechig. Vom Canyon waren wir sehr beeindruckt, vor allem war ich überrascht, dass in einem Seitenarm noch Pfützen standen, davon eine sogar recht groß. Die Steinwände hallten wider vom Gegurre der Tauben und da außer uns nur noch zwei weitere Touri-"Gruppen" unterwegs waren, war es ein schönes Erlebnis.

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Teil 1126. Jan. 2019

Vom Sesriem Canyon fuhren wir bei wieder mal sehr heißen Temperaturen die recht kurze Strecke zum Tsauchab River Camp. Empfangen wurden wir von einem sehr freundlichen und redseligen Ehepaar aus Maltahöhe, das eigentlich schon in Rente ist, jedoch als Urlaubsvertretung den Managerjob in umliegenden Unterkünften übernimmt. Wir bekamen die Campsite "Drongo" zugewiesen. Sie liegt recht nahe des Haupthauses, so dass wir von unserem Platz zu Fuß dorthin gehen konnten, um eine Abkühlung im kleinen Pool zu nehmen und ein kühles Getränk zu genießen. Außer uns waren keine anderen Gäste da. Später kamen noch 4 Südafrikaner, die sich jedoch für einen Platz auf der anderen Straßenseite entschieden. Wir waren also völlig für uns und genossen das schöne Plätzchen sehr. Über das Gelände der Lodge sind unzählige witzige Skulpturen aus Metall verteilt, die alle mit sehr viel Liebe zum Detail gebastelt sind.

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Abends bereiteten wir uns (nachdem wir etwas Wäsche gewaschen hatten - sogar eine Wäscheleine ist am Platz vorhanden) ein Wildfleisch-Potjie zu und freuten uns u.a. über folgende Tiere: Go-away-birds über uns im Baum, 3 Südliche Weißgesichtseulen, auf die wir von den aufgeregten Bülbüls aufmerksam gemacht wurden und einen Skorpion.


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Weiß jemand, was für eine Art Skorpion das ist?
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Das Besondere an "Drongo" ist übrigens das Waschhäuschen, was einen Feigenbaum integriert hat:

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Wir mochten den Platz sehr und fanden es schade, nach einer Nacht schon weiter zu müssen.

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Teil 1205. Feb. 2019

So, nach einer etwas längeren Pause geht es nun endlich weiter!

Am 13.12. mussten wir Tsauchab Auf Wiedersehen sagen. Zunächst machten wir einen kleinen Umweg über Neuras, das nur wenige Kilometer östlich von Tsauchab liegt. Wir waren neugierig auf das Weingut und hätten auch nix gegen den Kauf von ein paar Flaschen Wein gehabt. Jedoch war der Hauswein ausgetrunken, und der einzig verfügbare Rotwein war nach einem Probiergläschen bei meinem Mann (bei uns für den Roten zuständig) für den veranschlagten Preis durchgefallen - also sind wir ohne Weinnachschub weiter. Wir hatten aber auch eigentlich noch genug Vorräte aus Windhoek an Bord.
Heute ging es zu einem Ziel, auf das ich mich besonders gefreut hatte: die Campsite Venus des Namibrand Family Hideouts.
Schon der Weg dorthin war so toll, dass wir sehr oft für Fotostopps anhalten mussten.

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Auf dem Weg vorbei am "Haupthaus" trafen wir auf Andrew, den sehr aufgeweckten und superfreundlichen Guide, der uns den Weg zur Campsite wies und unser Self-drive-Permit für die 4x4-Strecke bestätigte. Er wollte später noch bei uns vorbeischauen.
Wir haben uns dann erst mal nur provisorisch häuslich eingerichtet, da wir folgenden Plan hatten: ehe wir das Dachzelt aufbauen, um es am nächsten Morgen für den Drive wieder ab- und danach wieder aufzubauen, machen wir doch bei der Hitze am späten Nachmittag den Drive und sparen uns einige schweißtreibende Handgriffe.
Also ging es gegen 17.30 Uhr los. Das Licht war wunderschön, die Landschaft ebenso. Wirklich ein Traum!

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Leider war dann an der letzten Düne erst mal Schluss, denn wir fuhren uns fest. Es war wohl nicht so schlau, nachmittags im (von SCR als Dauerbetrieb empfohlenen) Ecomodus die Düne mit dem superweichen Sand erklimmen zu wollen. Nun ja, nach kurzem Buddeln und etwas Hin und Her konnten wir aber glücklicherweise unsere Fahrt fortsetzen. An unserer Campsite angekommen, wollten wir
1. das Zelt aufbauen
2. zum Sundowner auf die "Hausdüne"
3. unsere Potjie-Reste vom Vortag vertilgen
4. duschen
Und das war der Moment, als Andrew kam, um nach dem rechten zu sehen 🤪 Alle Aktivitäten etwas nach hinten verschoben, nett mit ihm gequatscht, und einen wunderbaren Abend genossen. Die Temperaturen kühlten kaum ab.
Auf der Düne direkt nebenan entdeckten wir dann tatsächlich auch einen Skorpion der supergiftigen Sorte, der dort fleißig auf der Suche nach Insekten rumwuselte. Blöderweise habe ich kein Bild gemacht, das wollte ich am nächsten Abend machen, aber da liess er sich nicht blicken. Schade oder Gottseidank?!

Teil 1308. Feb. 2019

Um 10 vor 5 am nächsten Morgen krabbele ich nach einer sehr erholsamen Nacht aus dem Dachzelt, schnappe mir die Kamera und gehe in die Dünen. Etwas später kommt Uwe auch nach und wir staunen über das wunderbare Licht und die noch wunderbarere Einsamkeit.

1. Bild des Tages:

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Teil 1408. Feb. 2019

Auch an diesem Tag ist es wieder sehr heiß: wir messen 40 Grad im Schatten. So sind nur leichte Tätigkeiten drin 😉
Lesen, Kartenspielen, Tagebuchschreiben, Abendessen vorbereiten (Couscous-Salat mit Feta und Tomate, Sprinbockfilets marinieren), mit Andrew quatschen (wir haben, weil wir ihn so mochten, für den Abreisetag noch einen Morningdrive mit ihm verabredet), und trinken, trinken, trinken. Und fotografieren. Und trinken...

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Dank eines aufkommenden Windes wurde unser Feuer bald zu veritabler Glut und der Springbock war superzart - ein Gedicht! Leider war ja an diesem Abend der Skorpion nicht auf Beute aus, dafür waren wir begeistert, einen Gerbil zu entdecken, der unter unserem Auto rumwuselte und gaaanz niedlich war. Für ein Foto wars leider zu dunkel.

Um den Sternenhimmel mal ohne das "störende" Mondlicht zu genießen, hatte ich den Handywecker auf 2.30 Uhr gestellt. Rausgeschaut - Sternschnuppe - weiterschlafen 🤪

Um 5:30 Uhr klingelte er dann schon wieder, denn der Morning Drive sollte um 6 Uhr starten. Nach einer Tasse Tee und Rusks fuhren wir mit Andrew auf eine schöne zweistündige Tour, bei der wir viel Landschaft (heute mit Wolken extra hübsch), 2 Eulen, Springböcke, Oryx, Strauße und einen Löffelhund vor die Linse bekamen.


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Teil 1508. Feb. 2019

Ich lasse mal noch ein paar Bilder sprechen:


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Nach der Rückkehr wurde ausgiebig gefrühstückt, der ganze Krempel eingepackt und nachdem Andrew unseren Reifendruck wieder von 1,5 auf 1,8 bar aufgepumpt hatte, fuhren wir weiter: über Betta (tanken und Getränke kaufen - der Shop ist erweitert und echt gut) auf die D707.


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Fazit Namibrand Family Hideout: wahrlich kein Schnäppchen, aber ich finde, das Geld ist gut angelegt. Ein sehr einsamer, gut gepflegter Platz, landschaftlich eh ein Traum, Andrew ist ein toller Guide und daher 11 von 10 Punkten!


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Teil 1612. Feb. 2019

Auf nach Kanaan!

Da auch die Etappe vom Namibrand Family Hideout in die Tirasberge nicht allzu weit war, kamen wir trotz einiger kurzer Fotostopps um 14 Uhr auf Kanaan an - und waren tatsächlich die einzigen Gäste! Ursprünglich wollten wir hier 2 Nächte bleiben, dies war uns bei näherer Betrachtung der Preise aber dann doch zu teuer und so hatten wir uns entschieden, nur eine Nacht Kanaan zu buchen (inkl. Sunset- und Dünentour) und die 2. Nacht zu den Nachbarn zu fahren und auf Namtib zu campen. Gute Entscheidung, kann ich im Nachhinein sagen.
Zur Begrüßung gabs ein Erfrischungsgetränk, die Koffer wurden ans Zelt getragen, es wirkte alles recht gut durchorganisiert. Das Zelt/Zimmer gefiel uns echt gut - schlicht, aber stylisch, mit einer kleinen Terrasse davor und einem weiten Blick auf die Ebene.

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Unser Häuschen ganz rechts:
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Der Blick:

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Blick auf das Wasserloch und dahinter das Gepardengehege:

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Nachdem wir uns in der luftighellen Lapa noch ein wenig mit der Angestellten Sharon unterhalten , den letzten Tagebucheintrag nachgeholt und ein paar Postkarten geschrieben haben, ging es um 17.30 zum - vorgebuchten - Sunsetdrive mit Malan. Es war immer noch seeehr heiß! Als erstes fuhren wir zu einem Hügel mit schönen Köcherbäumen.


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Und danach zur "berühmten" Walzing Mathilda. Allerdings war dem Guide dieser Name gar nicht geläufig 😁


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Teil 1716. Feb. 2019

Nachdem wir Walzing Mathilda und ihre Nachbarn ausgiebig fotografiert hatten, fuhr uns Malan zu einem schönen Platz, um den Sundowner einzunehmen. Er erzählte einiges über seine Familie und was er bisher so gemacht hat und wir freuten uns schon darauf, am nächsten Morgen mit ihm die Dünenfahrt machen zu können, denn die Chemie zwischen uns stimmte 🙂

So erlebten wir den Sonnenuntergang:

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Kaum zurück von dieser schönen Fahrt gab es auch schon Dinner. Es gab Biltong Salat (Salat, Fetawürfel, Biltong, leider ohne Dressing und daher seeehr trocken), Chicken-Kebab mit Couscous und Grillgemüse (lecker!) und als Nachtisch Curros mit Lemoncurd (hätte ich drauf verzichten können). Dazu wurde ein lauwarmer Weißwein gereicht, den wir mit Hilfe einiger Eiswürfel aber auf eine trinkbare Temperatur bringen konnten 🤩

Da am nächsten Tag um 4.30 Uhr die Nacht zu Ende sein sollte, verschwanden wir nach dem Essen flugs im - wirklich sehr gemütlichen - Bett. Trotz der Hitze schliefen wir sehr gut.

Teil 1818. Feb. 2019

Am nächsten Morgen klingelte uns der Wecker unerbittlich um 4.30 Uhr raus. Start der Dünenfahrt, die wir auch alleine mit Malan erleben durften, war um 5. Wir fuhren schnurstracks zu einer Düne, auf der wir den Sonnenaufgang genossen, und das sogar recht luxuriös: Malan hatte für jeden von uns eine Decke mitgebracht und kredenzte uns Tee (mit Milch und Zucker) sowie Rusks. Natürlich zog es uns noch weiter die Düne entlang, und schon da nervte die eine oder andere Biene, die uns um die Beine flog. Das war aber nix im Vergleich zu den Massen, die sich bei unserer Rückkehr in unseren Tassen befanden 😣 Als wir loswollten, hat der arme Malan todesmutig und sehr vorsichtig diese Bienenknubbel in den Sand ausgeschüttet und das war uns allen nicht einerlei. Ich habe noch nie so eine Menge an Bienen auf einem Haufen gesehen und ich glaube, wir konnten echt froh sein, dass wir nicht gestochen wurden. Die Bienen verfolgten uns sogar noch, als wir schon abgefahren waren und ich atmete hörbar auf, als wir endlich auch die letzte abgehängt hatten.

So zeigte sich uns dieser Morgen auf Kanaan:

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Teil 1918. Feb. 2019

Malan zeigte uns noch eine weitere schöne Stelle, ehe wir zurück zur Lodge gebracht wurden.

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In der Lapa erwartete uns ein üppiges Frühstück, vor allem Uwes Omelett hätte wieder mal für eine Großfamilie gereicht! Da wir kein Brot mehr hatten, fragte ich nach, ob ich den Rest des leckeren Brotes vom Frühstücksbuffet kaufen könnte, was möglich war (und letztendlich bekamen wir es geschenkt, "da die nächsten Gäste sowieso erst Tage später eintreffen würden").
Beim Auschecken erfuhren wir noch ein bisschen was über das Praktikantentum auf Kanaan bzw. N/a'ankuse und dann kam die kürzeste Etappe unserer Reise: rund 30 km bis Namtib 😁

Teil 2019. Feb. 2019

Die Strecke nach Namtib war kurz, teils sehr sandig, aber auch schön.

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Gegen 12 kamen wir an - wir hatten extra vorher angefragt, ob eine Ankunft während der Mittagsruhe ok wäre und bekamen grünes Licht 😁

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Thorsten begüßte uns in seiner sehr einladenden Oase, verkaufte uns noch einen Sack Feuerholz und sagte uns, wir könnten uns im großen und ganzen einen Platz aussuchen.
Die Campsites liegen quasi am Fuße eines großen Hügels und teilen sich ein Waschhaus. Wir suchten uns einen schönen Platz mit Schatten unter einem alten Kameldornbaum aus, guckten mal wieder viel in die Landschaft und relaxten ausgiebig. Natürlich kam auch wieder das Fotografieren nicht zu kurz.

Unser Platz:

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Da es zum Abendessen nur Brot mit Pesto und Feta sowie die Reste des Couscous-Salates gab, mussten wir kaum was vorbereiten. Es war wieder mal sehr heiß, aber es ging auch ein starker Wind und hinter dem Hügel kamen Wolken zum Vorschein. Kurz vor dem Sonnenuntergang sind wir ein wenig den Hügel hinaufgeklettert - von dort war die Aussicht im sanften Licht und die rot leuchtenden Boulders wunderschön.


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Teil 2121. Feb. 2019

Nachdem wir von unserem schönen Sundownerplatz wieder zurück auf die Campsite kamen, wurde ein Feuerchen entfacht und die intensiven Farben des Abendhimmels bewundert. Auf dem Weg zum Abwasch im bzw. am Waschhaus haben wir wieder mal einen Skorpion entdeckt, zum Glück einer mit großen Zangen und dünnem Schwanz - also ungiftig. Leider hatten wir den Fotoapparat nicht dabei...

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Die Nacht war warm, windstill und erholsam.
Da wir auch am nächsten Tag keine allzulange Fahrt vor uns hatten, konnten wir uns Zeit lassen. So frühstückten wir in Ruhe, bauten (inzwischen sehr routiniert) unser Zelt ab und verabschiedeten uns von Thorsten und waren gegen 10.30 Uhr wieder on the road.

Auf Namtib hätten wir es gut noch einen weiteren Tag ausgehalten, zumal wir aufgrund der Hitze die von Thorsten empfohlene Wanderung nicht gemacht hatten und es also noch was zu entdecken gäbe. Ein Grund mehr, hierhin zurückzukehren. Der Platz hat uns gut gefallen, die Entfernung zwischen den einzelnen Campsites war groß genug für Privatsphäre, das Waschhaus mit getrennten Männer- und Frauenduschen und -toiletten und einer Außenspüle war sauber und die Lage an dem kleinen Berg, der so toll im Abendlicht leuchtete, gefiel uns sehr. Zum Glück sind auch die Paviane, die sich nachmittags noch nahe der Plätze zeigten, irgendwann abgezogen 😕

Wolken begleiteten uns auf dem Weg Richtung Süden.

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Diesen Greater Kestrel (?) sahen wir auf einem Zaunpfahl:
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Während der Fahrt wurden die Wolken größer, dunkler, mehr. Und irgendwann regnete es westlich von uns.

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Innerhalb von 3 Stunden kühlte es von 37 Grad auf 28 Grad ab!

Teil 2226. Feb. 2019

So, weiter gehts. Wir kommen nach Aus, wo wir uns für 3 Tage im Eagles Nest eingebucht haben.

Direkt bei der Ankunft orderten wir für den Abend ein Braai-Paket, und das Warten darauf versüßten wir uns mit Kuchen und Tee/Kaffee. Auch trafen wir Piet, mit dem wir uns kurz unterhielten, und dann waren auch schon zwei riesige Körbe mit Grillgut und Frühstück für den nächsten Morgen parat. Alles hurtig eingeladen und ab auf die rund 7 km Sandpad zum wunderschönen Chalet Eagles View. Wie liebe ich es - auch wenn aufgrund der Dürre die Aussicht auf eine verdorrte Fläche nicht ganz so schön war wir bei vorherigen Besuchen 🤨

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Den Nachmittag nutzen wir für einen Waschgang und die Vorbereitungen fürs abendliche Grillen. Zwischendurch regnete es tatsächlich auch ein paar wenige Tropfen...

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Das Essen war lecker und viel zu viel.

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Nach einer wieder mal sehr erholsamen Nacht war ich am nächsten Morgen früh wach und konnte diesen kleinen Gesellen beobachten, bevor es Frühstück gab:

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Das Frühstückspaket wäre auch mit einer Großfamilie nicht zu bezwingen gewesen. Wir haben vielleicht ein Drittel gegessen, es gab Brot, Käse, Wurst, Spiegelei mit Bacon, Lachs, Muffins und süßes Brot mit Honig. Joghurt, Obst, Müsli und noch mehr Eier, Brot und Kuchen verwahrten wir uns für später auf.

Teil 2301. März 2019

Nach dem mehr als üppigen Frühstück fuhren wir zum Haupthaus, um von dort mit Jacopina telefonisch ein Treffen zu vereinbaren. Sie arbeitet im Kindergarten in Aus und im Vorfeld der Reise hatte ich mit ihr über Whats App Kontakt, weil wir gerne etwas Nützliches spenden wollten.
Allerdings kamen wir erst mal nicht weit, da uns dieses kleine Kerlchen aufhielt, den wir beinahe überfahren hätten (wen wunderts bei der super Tarnung):

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Zum Glück hatten wir ihn (oder sie?) nicht erwischt, und so konnten wir diese gar nicht scheue Exemplar ausgiebig beobachten und fotografieren.

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Man beachte die unterschiedlich gefärbten Körperhälften:

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Bei der Rezeption wird mit drastischen Bildern von überfahrenen Chamäleons darum gebeten, vorsichtig zu fahren. Was hatten wir für ein Glück, dass wir sehr langsam unterwegs waren.

Mit Jacopina verabredeten wir uns für sofort und wurden am Kindergarten schon von ihr erwartet. Dort tobten auch einige der Kinder vergnügt auf dem kleinen Spielplatz, obwohl gerade Ferien waren. Wir übergaben die gewünschten Malbücher, Kleber und Stifte und wurden sogar aufgefordert, gerne alles zu fotografieren.

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Wie sich herausstellte, plante Jacopina mit ihrer Kollegin für den nächsten Tag einen Fahrt nach Lüderitz zum Einkaufen und brauchte noch eine Mitfahrgelegenheit. Da wir (mal wieder) einen Besuch von Kolmannskuppe auf dem Programm hatten, verabredeten wir uns für den nächsten Morgen, um sie mitzunehmen.

An den Memorial War Graves kurz außerhalb von Aus hielten wir uns nur kurz auf, da sie Sonne ziemlich brannte und wir nicht eingecremt waren 😵

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Teil 2401. März 2019

Weiter ging es zu den Wildpferden, die sich allerdings gerade von der Wasserstelle entfernten, so konnten wir nur ein paar Bilder machen, ehe es zurück nach Klein Aus Vista ging.


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Dort trafen wir uns mit Christine, die sich auch in der Wildpferde-Stiftung engagiert und erfuhren einige Neuigkeiten. So sollte in den nächsten Tagen ein Tierarzt den Versuch starten, die Hyänen zu betäuben und umzusiedeln, da sie hauptverantwortlich für die starke Dezimierung der Pferde sind. Zu der Zeit, als wir unten waren, gab es die 5 Fohlen noch, die inzwischen alle von den Hyänen gerissen wurden 🙁

Das abendliche Braai war wieder lecker (dieses Mal Boerewors und Oryxspieß, nur mit der Süßkartoffel schienen wir irgendwie auf Kriegsfuß zu stehen).

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Teil 2502. März 2019

Auch am nächsten Morgen besuchte uns der Hase. Das Licht war wundervoll.
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Wie verabredet luden wir Jacopina samt Kollegin und deren Tochter (?) in Aus ein und freuten uns, als wir in der Nähe von Garub auf 3 Wildpferde samt Fohlen ganz nahe der Straße sichteten.

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Leider ist inzwischen ja auch dieses Fohlen den Hyänen zum Opfer gefallen.

Während der Fahrt plauderten wir angeregt und bald kamen wir in Lüderitz an, setzten die Damen ab und besichtigten Kolmannskuppe. Wir haben es uns schon mehrfach angeschaut, sind aber immer wieder fasziniert von der morbiden Stimmung, vor allem, wenn man sich abseits der weiteren Touristen aufhält und somit die Ruinen in Ruhe ausgiebig erkundschaften kann. Im Vergleich zu unserem 1. Besuch konnten wir feststellen, dass die Verwitterung unaufhaltsam voranschreitet. Und leider auch die mutwillige Zerstörung: viele Idioten meinen, ihren Namen auf die Wände krakeln oder in die Fenster ritzen zu müssen. Ich kann sowas nicht begreifen 😈

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Ich füge jetzt hier mal nur Bilder im Querformat ein, da meine hochkant aufgenommenen hier aus irgendeinem Grund liegend dargestellt werden.

Teil 2602. März 2019

Weitere Eindrücke aus Kolmannskuppe:

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Teil 2703. März 2019

Zurück aus Kolmannskuppe machten wir noch ein paar Fotos am alten Bahnhof von Garub, wo auch ein paar Pferde anzutreffen waren. Am Haupthaus von Klein Aus Vista hüpften wir dann mal kurz in den Pool und genossen ein paar kalte Getränke, das war eine willkommene Abkühlung bei der Hitze.

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Übertags war eine Busgruppe angekommen, die sich auch am Pool aufhielt und wir waren froh, bald wieder in unser einsames Chalet zurückkehren zu können. Zur Abwechslung gab es als Abendessen was Vergetarisches: Tajine (also viiieeel Gemüse mit leckeren Gewürzen und dazu Couscous). Als wir gerade in unserem randvollen Potjie rührten, der auf der Glut stand, kam Piet mit dem Mountainbike vorbei, warf einen Blick in den Pott und fragte entsetzt: "Seid ihr Vegetarier?". Wir konnten ihn beruhigen, dass wir nur ausnahmsweise mal fleischlos essen (im Urlaub essen wir viel mehr Fleisch als normalerweise daheim), und als das Essen gar war, kamen wir geschmacklich voll auf unsere Kosten.

Am Abreisetag packten wir unsere 7 (oder eher 700) Sachen zusammen und fuhren nach einem letzten, mehr als ausreichenden Frühstück zur Rezeption, um uns dort zu verabschieden. Daraus wurde erneut ein längerer Plausch mit Christine, so dass wir erst recht spät losgekommen sind. Unser erster Weg führte uns nochmals zu den Pferden. Wir hatten Glück, es waren welche da, sogar mit einem Fohlen 🙂

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Bevor wir uns aufmachten nach Keetmanshoop tankten wir in Aus nochmal voll und dann ging es auf Teer Richtung Osten.

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Fazit Klein Aus Vista: Das Eagles Nest und hier insbesondere das Chalet Eagles View begeistern uns immer wieder. Die Häuschen sind superschön und mit Liebe zum Detail eingerichtet, die recht einsame/ruhige Lage und der Blick von der Terrasse toll, die Frühstücks- und Braai-Pakete sehr gehaltvoll. Es ist schön, mit Piet und seiner Frau Christine ein Schwätzchen halten zu können und auch die (relative) Nähe zu Kolmannskuppe und natürlich den Wildpferden ist sehr praktisch. Auch wenn dieses Mal weder Erdhörnchen, Löffelhunde noch viele Vögel zu sehen waren: das Chamäleon, die Barking Geckos in der Dämmerung und weiteres Kleingetier wie der Hase oder die drei Bergschmätzer, die ihre Nachtruhe auf einem Balken vor der Terrassentür einnahmen, entschädigten dafür. Hier würde ich immer wieder hinfahren 😎

Teil 2803. März 2019

Wir kamen gegen 4 beim Mesosaurus Camp an. Giel begrüßte uns und ging davon aus, wir wären Gäste für seine Fossilientour, die um 4 startet. Wir erklärten, dass wir einen Campground gebucht hätten und uns freuten, wieder dort zu nächtigen. Das wiederum erfreute Giel sehr, der uns mitteilte, wir wären die einzigen Gäste und könnten uns einen Platz aussuchen. Und er empfahl uns den 4x4-Drive, den wir beim letzten Mal aus Zeitgründen nicht gefahren waren.

Bevor wir also unser Zelt aufbauten, machten wir uns auf den sehr lohnenswerten Drive. Es ist toll, zwischen all den bauklötzchenartigen Steinen und den vielen Köcherbäumen fahren zu können. Natürlich stiegen wir für die Fotos ständig aus, aber da die Sonne extrem brannte, flüchteten wir auch immer schnell wieder in den Schatten des Autos.

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Unser schöner, einsamer Platz. Wir mögen des Bushcamp sehr:

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Beinahe Vollmond:

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Wir wärmten uns die Reste des Tajines vom Vortag auf und begeisterten uns für diesen Pygmy-Falcon (leider nicht ganz scharf, es war schon etwas dämmerig):

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Teil 2904. März 2019

Ich fürchte, ihr müsst noch ein paar Bilder von Köcherbäumen im Abendlicht ertragen. Es war aber auch zu schön...

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Und wenn die Stimmung am Abend schon toll war - der Morgen war der Wahnsinn. Die Bäume gegen den orange-rot glühenden Himmel, da hätte ich immer weiter fotografieren können 😁
So glühte ab 4:25 Uhr auch meine Kamera...

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Teil 3004. März 2019

Ebenso wie der Himmel entzückte uns die große Anzahl an Webervögeln.

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Und dann ging es endlich wieder in den Kgalagadi Transfrontier Park. Die Strecke von Keetmans bis ans Gate bei Mata Mata ist landschaftlich toll und das letzte Stück ein Auf und Ab über Dünen. Man fühlt sich wie auf der "Berg-und-Tal-Bahn" 😄

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Diese Riesentrappe war sicher entweder ziemlich k.o. (vielleicht aufgrund der Hitze) oder sonst irgendwie krank, denn sie lag ohne sich zu rühren nahe der Pad - haben wir so noch nie erlebt 🤨

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Die Grenzformalitäten und das Einchecken gingen recht zügig und ich war froh, als wir unseren Permit in den Händen hielten und erst mal unseren obligatorischen Stopp an der Tankstelle Mata Mata machen konnten. Luft ablassen, nochmal tanken, ein paar Getränke und Feuerholz im Shop kaufen und ab auf Safari Richtung Urikaruus. Unsere erste Sichtung bot mal wieder der große Baum vor dem Shop, wo wir den Blick auf einen Pearl Spottet Owlet (Perlkautz) erhaschen konnten.

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Teil 3105. März 2019

Noch ein kleiner Nachtrag zum KTP-Anreisetag: ich hatte von zuhause aus per E-Mail bei Lara vom Sitzas Farmstall Fleisch und Brot vorbestellt, was wir wie besprochen abholen konnten. Das Fleisch war 1a und die beiden ganz frischen, duftenden Brotlaibe hätte ich am liebsten sofort angeschnitten. Der Farmstall ist eine gute Einkaufsmöglichkeit, und da wir vorbestellt hatten, bekamen wir, was wir wollten - zu einer Uhrzeit, zu der normalerweise geschlossen ist.
So, nun aber auf nach Urikaruus! Bei gut über 40 Grad (ich glaube, das Thermometer im Auto zeigte tatsächlich 43 an 😮 ) sahen wir trotzdem schon einiges an Tieren: Giraffen, Erdhörnchen, Kaptriele, Springböcke (auch ganz junge), Oryx etc.

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Könnte das ein juveniler Black-chested Snake eagle sein? Matthias, kannst du helfen?
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In Urikaruus empfing uns Jacques, den wir kennen und schätzen. Er zeigte uns stolz das Honeymoon-Chalet, welches wir für 2 Nächte ergattern konnten. Da wir sehr hungrig waren, vertilgten wir die letzten Reste des Tajines kalt als Salat. Viel mehr action war bei der Affenhitze auch nicht drin. Ich kühlte mich mit einem nassen T-Shirt, was erstaunlich gut funktionierte, und im großen und ganzen ruhten wir etwas. Leider war es am Wasserloch ebenfalls sehr ruhig und auch die Ginsterkatze, die sich laut Jacques oft beim Chalet aufhält, zeigte sich nicht. Dafür waren wir aber happy mit der Schleiereule, die im Parkbereich für das Auto (beim Honeymoon-Chalet unter der Wohneinheit) wohnt:

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Die Nacht war heiß und wir schliefen daher nur so mäßig.

Am nächsten Morgen stellte sich uns wie so oft die Frage: Fahren wir nach Norden oder Süden? Die Entscheidung, es Richtung Norden zu versuchen, war goldrichtig. Schon nach kurzer Zeit zeigten sich zwei Geparden in den Dünen. Wir folgten ihnen und landeten beim View Point, wo einer der beiden so neugierig war und am Heck unseres Wagens schnupperte. Ich meine, dass dies Hanri und ihr Cub gewesen sein könnten.

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Irgendwann legten sich die beiden unter einen Busch, wo sie kaum noch zu sehen waren. Wir dachten, es wäre klug, etwas vor zu fahren und die Springbockherde im Blick zu haben, da sich hier vielleicht was Spektakuläres abspielen könnte. Erst mal Tee getrunken und gewartet. Nix passierte. Als wir dann nochmal zurück Richtung der Geparden fuhren, erzählte man uns, dass es dort eben einen kleinen Aufruhr gegeben hätte, als 2 Honeybadger auf die Geparden gestoßen wären. NEIN!!!! Honeybadger! Gleich zwei! In Interaktion mit zwei Geparden!!! Und wir stehen ein paar Meter weiter und trinken unseren Tee und meinen, wir wären clever 🤩

Teil 3206. März 2019

Nach diesem Erlebnis fuhren wir Richtung Süden und sahen Glanzstare, Rotbauchwürger und ein süßes Erdmännchen, das um unser Auto rumwuselte.

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Außerdem ein sehr männliches Erdhörnchen

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und bei Kamqua (die fast schon üblichen) Hyänen, die mit dick gefressenen Bäuchen im Schatten lagen:

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Beim Picknickspot freuten sich die unterschiedlichsten Vögel über frisches Wasser.

Kapturteltaube
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Rotkopfamadine
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Mahaliweber
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Kanarienvogel
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Teil 3306. März 2019

Auf dem weiteren Weg sahen wir eine größere Gnuherde auf dem Weg zu einem Wasserloch (bin mir nicht mehr sicher, welches es war)

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sowie ein Stück weiter diese beiden faulen Ladies direkt am Rand der Pad:

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Mutiger Skink:

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Zur Mittagszeit sind wir zurück ins Camp gefahren, wo wir ausnahmsweise ein warmes Mittagessen (Nudeln mit Pilz-Sahnesoße) zu uns nahmen und uns mal wieder möglichst wenig bewegten, denn es war wieder mindestens 40 Grad.
Am späteren Nachmittag ging es nochmal los Richtung Norden.

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Wir sahen außerdem Giraffen und Kudus (ohne Bild).

Abends machte Uwe ein schönes Feuerchen und es gab Steaks mit Bohnen und dazu das leckere Brot. Mmmmhh.

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Die Nacht war natürlich wieder...genau, heiß!
Da wir ab dem nächsten Tag ein normales Chalet hatten, mussten wir alles zusammenpacken und kamen erst gegen 6 Uhr los. Auf die Hyänen bei Kamqua war Verlass.

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Sehr überrascht waren wir über diese Erstsichtung für uns:

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Kein besonders gutes Bild, aber immerhin ein Beweisfoto. Es gibt Klippschliefer im Park!

So süß, die kleinen Erdhörnchen

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Über die hübschen Bienenfresser freuen wir uns immer ganz besonders!
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Teil 3409. März 2019

Über Auchterlonie führte uns der Weg heute nach Twee Rivieren. Dort wollten wir für unsere Campingübernachtung in Polentswa am 25.12. einchecken.

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Kurz vor Twee Rivieren entdeckten wir diese Verreaux Eagle Owl in einem Baum. Zum Fotografieren etwas schwierig, leider war immer ein Ast im Weg.

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Das Einchecken ging fix. Wir holten dann auf Geheiß von Jacques noch frische Wäsche ab und kauften ein paar Dinge im Shop.
Den Rückweg traten wir durchs Nossobtal und über Kij Kij an.

Dort lagen zwei männliche Löwen am Wasserloch und hatten glücklicherweise Durst. Das harte Tageslicht war zum Fotografieren allerdings nicht so dolle...

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Ansonsten sahen wir Gnus, Strauße, einen Martial Eagle und im Auob eine Gruppe Giraffen, die die Böschung erklommen.

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Wieder zurück in Urikaruus trafen wir beim Ausladen auf Susi und Michael, mit denen wir uns vorab über das Forum lose verabredet hatten. Da sie nochmal los wollten, vereinbarten wir ein Treffen nach dem Abendessen bei uns auf der Terrasse.

Dieser Gelbschnabeltoko scheint in Uri zuhause zu sein, er saß recht lange auf dem Pfosten der Treppe, die zum Schlafbereich führt

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Noch ein Bild von unserer Wohneinheit. Vom Honeymoon Chalet hab ich blöderweise gar keine Fotos gemacht 🤨

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Am Wasserloch war es wieder sehr ruhig, bis auf einen Reiher, der erfolglos versuchte, Vögel zu erwischen.

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Vor dem Abendessen fuhr Uwe mit Jacques zur Wasserpumpe für den obligatorischen Check. Nachdem wir dann unser Boeuf Stroganoff mit Reis vertilgt hatten, kamen Susi und Michael. Sie brachten leckeren südafrikanischen Gin und Tonic mit und es wurde ein lustiger und schöner langer Abend bei Kerzenschein. Das Highlight war sicher der Leopard, den wir beinahe gar nicht bemerkt hätten, so angeregt waren wir uns am unterhalten. Zum Glück hat Susi ihn bemerkt 😘 Kurze Zeit später kam auch Jacques, um uns auf den Leo hinzuweisen - auch in dieser Hinsicht ist er ein toller Guide! Wir konnten das Tier lange beim Trinken beobachten und dann verschwand er so leise wie er gekommen war zwischen unserem und dem Nachbarchalet. Wow, das war klasse! Mit Leopardensichtungen waren wir bisher nicht so sehr gesegnet, und es ist was ganz Besonderes, einen zu sichten 🙂

Wir kamen spät ins Bett...

Teil 3510. März 2019

Noch ein Nachtrag zum Vorabend: neben dem Leo zeigte sich später am Abend auch noch eine African Wildcat am Wasserloch, was bei uns auch zu großer Freude führte.

Nachts habe ich nur so mäßig viel Schlaf abbekommen, da es recht windig war (ich habe einen recht leichten Schlaf) und ich dann auch immer wieder mal aufgestanden bin, um das Wasserloch in Augenschein zu nehmen - ohne allerdings was Spannendes zu sehen...

Der Morgen zeigte sich ausnahmsweise mal bewölkt, und es hatte im Vergleich zu den vorangegangenen Tagen abgekühlt.

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So entschieden wir uns, einen Morning Drive zu machen, da wir bei kühleren Temperaturen auf aktive Tiere hofften 🤪
Was wir sichteten:
einen Kapfuchs nahe seines Baus

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diesen Tawny Eagle mit Beute

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Tokos, Nilgänse, Löffelhund und einen der immer extrem schwer zu erwischenden Rotbauchwürger.

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Diese Giraffe hörte gar nicht mehr auf zu pieseln. Erstaunlich, wieviel in so eine Giraffenblase reinpasst 🤩

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Weiterhin trafen wir wieder mal auf Springböcke

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Gnus, mehrere Riesentrappen, Kudus, 2 männliche Löwen nahe des 14. Bohrlochs, Geier und diese hübsche Gabelracke

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Dann wurde es Zeit, wieder ins Camp zu fahren und ein bisschen zu ruhen, um an Heilig Abend nicht allzu sehr in den Seilen zu hängen. Es war mit 30 Grad und leichtem Wind auch echt gut auszuhalten.

Uwe beobachtete derweil das Treiben am Wasserloch und schrieb fleißig weiter Reisetagebuch.
Die ansässigen Krähen kollerten und mit einem zischenden Wwwwusch versuchte ein Falke sein Glück bei den Vögeln am Wasserloch - erfolglos.

Teil 3615. März 2019

Immer noch Heilig Abend, Urikaruus.
Neben den Krähen besuchte uns auch immer wieder dieser neugierige Mahaliweber auf der Terrasse:

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Am späten Nachmittag machten wir uns nochmals auf den Weg Richtung Norden. Wie sahen nix Spektakuläres.

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Über Kudus freuen wir uns immer besonders, es sind so anmutige Tiere

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Die Löwen am 14. Bohrloch machten nicht den Eindruck, als würden sie sich bald bewegen und so machten wir uns auf den Heimweg. Unterwegs hatten wir noch zwei Eulensichtungen, einmal auf dem Boden an einem Baumstamm und einmal in den Ästen sitzend

Spotted Eagle owl

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Wir kamen kurz vor knapp um 19.25 Uhr wieder in Uri an und mussten unser Abendessen nur aufwärmen, denn es gab nochmal das Stroganoff vom Vortag. Als Nachtisch mümmelten wir die Weihnachtsplätzchen, die mir meine liebe Nachbarin mitgegeben hatte. Zumindest die, die man noch essen konnte, denn die mit Schokolade waren etwas vermatscht.
Da wir morgen früh aufbrechen wollten (wir hatten den recht langen Weg nach Polentswa vor uns) wollten wir eigentlich spülen und früh ins Bett. Eigentlich. Denn es gab eine sehr willkommene Planänderung: Susi und Michael besuchten uns erneut und so wurde es ein lustiger Abend mit vielen Erzählungen aus vorangegangenen (Afrika-)Urlauben und wir konnten am Wasserloch zwei Kapfüchse, eine Wildcat, eine braune Hyäne und eine Eule sichten. Wie schön 🙂

Da wir uns unsicher waren, ob der Shop in Nossob am 25.12. normal geöffnet hat, liehen uns Susi und Michael netterweise einen 5l-Wasserkanister für den Notfall und so konnten wir dann doch schon um 5 Uhr (!) am nächsten Morgen gut gelaunt losdüsen. Im schönsten Morgenlicht befuhren wir die Upper Dune Road.
Wir konnten eine Singhabicht beim Frühstück beobachten

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und sahen weiterhin eine Kuhantilope

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Strauße

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Steinböckchen und eine größere Gruppe Kudus

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Teil 3715. März 2019

In Dikbaardskolk frühstückten wir unsere Nutellabrote und versorgten hunderte Vögel mit Wasser.

Rotkopfamadinen (die flogen wirklich in unglaublichen Mengen dort herum)
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Glanzstar
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Bülbül
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Da wir auf dem weiteren Weg außer einem Löffelhund und dreier direkt an der Pad liegender Löwen nicht so viele Sichtungen hatten, kamen wir recht zügig voran.

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Die Junglöwen lagen direkt an der Pad auf der Erhöhung und so waren wir auf Augenhöhe mit ihnen, als sie nach kurzer Zeit die Straßenseite wechselten und im Gebüsch verschwanden 🤩

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Teil 3817. März 2019

Wir kamen also noch vor 12 in Nossob an, was sich als sehr praktisch herausstellte, weil wir so vor der Mittagspause (trotz des Feiertags also normale Öffnungszeiten) den Shop besuchen und u. a. unsere Trinkwasservorräte auffüllen konnten. Auch tankten wir nochmal, vertilgten unter einem schattigen Baum die allerletzten, auf dem Kocher aufgewärmten Stroganoff-Reste, begeisterten uns für die Königswitwen in der Nähe und fuhren durch das recht neue Tor Richtung Norden aus dem Camp. Auf in ein neues Abenteuer: das erste Mal nicht umzäunt campen 😮

An den nächsten Wasserlöchern gab es vor allem Gaukler, Geier und Sekretäre zu bewundern.

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In Kwang fanden wir eine Ansammlung von Geiern, die sich dicht gedrängt im Schatten eines Baumes aufhielten, dazwischen wuselte ein Schakal umher.

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Über diesen unerschrockenen Kalahari Scrub Robin Meisensänger amüsierten wir uns sehr. Er war so überhaupt nicht scheu 🤪

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In Polentswa angekommen, erwartete uns das vorab befürchtete Szenario: jemand hatte unseren Platz Nr. 1 okkupiert. Es stand ein Bodenzelt da und im A-frame befand sich flittriger Plastik-Weihnachtskrempel. Ein sehr irritierendes Bild. Die anderen Campsite-Gäste konnten nix dazu sagen, außer, dass die Leute bestimmt gleich zurückkommen würden. Na super. Wir überlegten, auf den Overflow-Platz auszuweichen, der aber natürlich nicht so eine gute Lage hat. Dafür haben wir doch nicht ein Jahr im voraus mit Telefonaten, E-Mails, erneuten Telefonaten diesen Platz ergattert 😠

Da wir nicht wussten, wie das Zusammentreffen mit den Besetzern ablaufen würde (vielleicht ja doch eine wohl auch nicht so selten vorkommende Doppelbuchung, und sie würden nicht weichen??), hatten wir auch keine Lust, unser Dachzelt aufzubauen. Also erst mal ins Schattendach setzen und warten. Und warten. Dann entschlossen wir uns, nochmal loszufahren, vielleicht würden wir diese Leute ja unterwegs treffen. Und so war es dann auch: ein Stück nördlich des Polentswa-Wasserlochs kam uns ein Auto entgegen, das wir anhielten, und tatsächlich waren diese Südafrikaner (zusammen mit Freunden in einem weiteren Auto) die Gesuchten. Sie meinten, sie hätten auch eine Buchung für Nr. 1, boten aber direkt an, ihr Zelt abbauen und uns den Platz überlassen. So hätten sie eine "Entschuldigung", irgendwo in der Nähe wild zu campen. Naja, wir waren etwas entsetzt, aber gleichzeitig auch erleichtert, dass es so ausging. Mit drei Autos wäre es auch etwas eng geworden, was der joviale Südafrikaner selber auch sofort anmerkte...
Wir gaben ihnen etwas Zeit, und als wir zurückkamen, hatten sie alles mitgenommen, auch die Asche aus der Feuerstelle. Na wenigstens 🙄

Wir installierten uns also und mümmelten unser Abendbrot. Die Küche blieb kalt, wir wollten für den Fall von Löwenbesuch lieber flexibel bleiben...

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Wir versorgten mal wieder eine Menge Vögel mit Wasser, u. a. Granatastrilde und Buntastrilde.

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Wir machten dann später doch noch ein Feuerchen und genossen die Stille bei einem Kaltgetränk.

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Nach mir putzte Uwe sich die Zähne (übrigens kein Wasser am Platz) und in dem Augenblick kam zuerst ein Schakal

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und kurz darauf lief tatsächlich eine Brownie in ein paar Metern Entfernung vorbei. Uwe wurde ganz aufgeregt, aber sie ignorierte uns Das war jedoch für uns der Zeitpunkt, ev. weiteren Tierbesuch lieber aus dem Dachzelt heraus zu beobachten, so krabbelten wir in unsere gemütliche Behausung.

Löwen blieben aus. Ein Kapfuchs fand in der Nähe etwas Essbares und knusperte lautstark, und mitten in der Nacht konnte ich Gnus ausmachen. Keine Löwen, noch nicht mal Gebrüll. Das fand ich schon ein bisschen schade.

Teil 3920. März 2019

Bevor wir am Morgen nach einer wieder sehr geruhsamen Nacht - ohne Löwenbesuch - unser Zelt zusammenpackten, gab es erst mal Frühstück. Das heißt, wir schmierten uns nur Brote für später, aber die Waxbills bekamen frisches Wasser.

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Auf dem Weg zurück Richtung Pad kreuzte eine große Herde Gnus im schönsten Morgenlicht unseren Weg.

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Am Wasserloch in Polentswa versuchten zwei Schakale vergeblich ihr Glück bei der Jagd auf Tauben.

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Die zwei schienen sich zu mögen:

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In Lijersdraai lagen zwei Tüpfelhyänen am Wasserloch und drehten sich hin und wieder von rechts nach links oder erfrischten sich kurz im Wasser.

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Außer einem Dust Devil tat sich nix, daher fuhren wir zum nahegelegenen Picknickplatz und "erfreuten" uns ans unseren Hamburger-artigen Softbrötchen mit Nutella und Tee. Besonders die Webervögel und Glanzstare waren sehr durstig - es war ein ganz schönes Gewusel.

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Weiter in Richtung Norden sahen wir in Kannaguas zwei stattliche Kudubullen

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in Geinab ein paar Springböcke, in Unions End nix, und auf dem Picknickplatz Unions End eine saubere Toilette.

Die Agame poste extra toll für uns:

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Die uns vom letzten Mal landschaftlich als sehr schön in Erinnerung gebliebene Strecke nach Gharagab erwies sich dann als etwas anstrengend: es wechselte sich Wellblech mit ordentlichen Schlaglöchern und sehr sandigen Passagen ab, und in den engsten Kurven standen kratzige Dornenbüsche dicht an der Pad 😐
Trotzdem waren die 32 km bis tzum Camp auch wieder toll!

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Als ich etwas geschafft unseren Hilux neben der Hütte des Campmanagers Eric parkte, wurden wir mit den Worten begrüßt, dass neben Cabin 4 eine Löwin im Schatten läge und irgendwo auch noch ein Männchen sein müsste. Wir sollten also beim Beziehen unserer Unit 2 umsichtig sein. Gerne doch 😎

Teil 4021. März 2019

Wir bezogen Häuschen Nummer 2 mit einer Premiumaussicht aufs Wasserloch.

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Die Aussicht von der Terrasse ist wunderschön, besonders mit den kleinen Wölkchen am Himmel 😘

Den Nachmittag verbrachten wir mit Ausruhen, Tagebuchschreiben, Wasserloch beobachten (Oryx, Schakale, Kuhantilopen mit 3 Kleinen, Springböcke, Singhabichte), Löwin hinter Chalet 4 im Auge behalten (man konnte ihren Kopf unter der Terrasse durch erkennen), Vögel an unserer "mobilen Tränke" beobachten (Erstsichtung für uns: Acacia Pied Barbet, leider ohne Bild) und trinken, trinken, trinken.
Zwischendurch wirbelte ein ordentlicher Dust Devil durchs Camp. Ich lag auf dem Bett und dachte, das Brausen käme von einem ankommenden Auto. Und dann war er da und bedeckte alles mit Staub 😮 Danach war erst mal fegen angesagt, es war unglaublich!
Das Abendessen zuzubereiten war nicht einfach, da genau zu dieser Zeit aktiv wurden: neben der Löwin und dem bereits von Eric angekündigten Löwen kam ein weiteres Päärchen dazu und abwechselnd wurde das Wasserloch okkupiert, sich wieder irgendwo in der Nähe niedergelassen, der (vermeintliche) Rivale vertrieben usw.

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Dazu ein leckeres Kaltgetränk - was kann es Schöneres geben?
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Aus den Wölkchen wurde dann ein richtig stark bewölkter Himmel, was zu toller Lichtstimmung führte. Und es regnete sogar ein paar Tropfen.

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Die Löwen hatten genug getrunken und verschwanden hinter den Häuschen durchs Camp! Leider war es schon recht dunkel, so dass es schwierig war, die Tiere zu fotografieren.

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Hinter dem Camp sah der Himmel aus, als brenne es lichterloh

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Endlich konnten wir in Ruhe unser Abendessen genießen: Wildfleisch vom Sitzas Farmstall mit Salat. Später kam auch Eric noch auf einen Schwatz und ein Getränk vorbei. Meine Frage, ob heute nochmal mit Raubtieren zu rechnen sei, verneinte er (wegen der Löwen). Nun ja...

Der Himmel gab alles

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Tja, und als wir dann schon im Bett lagen: Schakalalarm (cooles Wort, so von den Buchstaben, wie ich finde). Schnell raus, Fernglas gegriffen und wow! Ein Leopard am Wasserloch 🤩
Auf unsere südafrikanischen Nachbarn ist Verlass, sie leuchten mit ihren Hochleistungslampen, so dass das Tier super zu beobachten ist, bevor es über die Düne verschwindet.
Wieder ab ins Bett. Aber schlafen fällt uns schwer: es ist heiß, und überall im Bett ist Sand. Dann meint Uwe bei einer "Zwischendurchsichtung", Giraffen am Wasserloch zu sehen, die sich aber als Oryxe herausstellen, die sich geschickt formiert hatten und so irgendwie nach Giraffe aussahen. Danach regnete es und die Tropfen klopften in der Stille recht laut aufs Dach. Dann wieder Schakalalarm. Das kann doch nicht wahr sein, oder doch?
Doch, kann es: wieder ein Leopard! Und er läuft nach dem Trinken direkt an unserem Häuschen vorbei durchs Camp. WAHNSINN! Wir freuen uns riesig und kommen danach dann doch auch endlich zum Schlafen 😄

Teil 4124. März 2019

Am Morgen beobachten wir beim Müslifrühstück auf der Terrasse einige Oryx und neun Schakale am Wasserloch, das aber kurze Zeit später leer zu sein scheint.

Hier gibts noch genug für die wunderschönen Oryx:
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Auftritt der braunen Hyäne: alle Tiere machen Platz, und die Brownie stellt sich einfach mitten ins Bassin, wo sie dann wohl doch noch genügend Wasserreste vorfindet. Nachdem sie ihren Durst gestillt hat, trollt sie sich nach rechts ins Gebüsch und ich schicke Uwe zu Eric um ihn zu bitten, die Tränke aufzufüllen. Er hatte weder bemerkt, dass kaum noch Wasser da ist, als auch nachts die Leos und nun die braune Hyäne gesehen. Da ist Jacques doch wesentlich mehr auf Zack...

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An diesem Tag ist außer dem Spektakel am Himmel nicht mehr allzuviel losgewesen. Aber auch ohne großartige Sichtungen ist es in Gharaghab einfach wunderbar.

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Es zog sich immer mehr zu, in der Ferne donnerte und blitzte es und es fiel auch stellenweise Regen. Als wir nach dem Abendessen (Nudeln mit Tomatensoße; doppelte Portion weil für den nächsten Tag vorgekocht) noch ein Feuerchen anfachten, machte uns der Wind einen Strich durch die Rechnung: es wehte so doll, dass die Funken meterweit stieben - daher löschten wir unser Feuer schnell wieder. Schade ums Holz 😵

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In der Ferne öffnete der Himmel seine Schleusen:

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Was für ein Licht - mal wieder.

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Wir gingen auch noch auf den kleinen Aussichtsturm, wo auch schon unsere Nachbarn fleißig am Fotografieren waren.
Nachts stürmte es weiter, mit dem Ergebnis, dass ich nur mäßig schlafen konnte, denn überall rüttelte und schüttelte es. Es regnete auch ein paar Tröpfchen.

Auch am nächsten Morgen besucht eine braune Hyäne die Tränke, kurz gefolgt von einer zweiten.

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Östlich von Gharagab hatte es etwas mehr geregnet, was uns bei der Fahrt über die Dünen zu unserer nächsten Station Grootkolk sehr entgegenkam. Der Sand war schön kompakt und es machte viel Spaß, über die Dünen zu pflügen. Auch von den Sichtungen war die Rückfahrt wieder eine Freude.
Wir sahen einen Wiedehopf, viele anmutige Steinböckchen

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eine Fuchsmanguste

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und zu unserer größten Begeisterung einen Honeybadger, der zwischen zwei Habichten rumwuselte und buddelte. Davon konnte ich ein Video machen, weiß aber grad nicht, wie ich das hier einstelle. Kommt vielleicht später noch...

PCG beim Frühstück:

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Die Strecke:

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Teil 4228. März 2019

28.12.2018 - Immer noch auf dem Weg von Gharagab nach Grootkolk.
Nachdem wir also die Dünen gut hinter uns gebracht hatten, trafen wir am Wasserloch Lijersdraai mal wieder auf eine Tüpfelhyäne, die sich im Wasser abkühlte.

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Während wir am nahegelegenen Picknickspot frühstückten, berichteten uns vier füllige Südafrikaner, am nächsten Wasserloch hätten Löwen ein Eland gerissen - nix wie hin!
Und dann fanden wir bei Kannaguass tatäschlich einen männlichen und einen weiblichen Löwen vor, denen man ihr Festmahl ansah, sowie ein schon ganz gut ausgeweidetes Eland.

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Sehr erstaunt waren wir, dass eine kleine Gruppe Springböcke inklusive Youngster sich dem Wasser näherte und offensichtlich nichts witterte. Die Löwen waren ja pappsatt, beobachteten jedoch die Antilopen aufmerksam. Das Männchen startete einen mehr als halbherzigen Angriff, die Springböcke flüchteten und dann war das Ganze auch schon wieder vorbei.

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Hier sieht man die Schleifspur des Elands sehr gut:

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Selbst atmen ist bei diesen Temperaturen und mit einem solch vollgefressenen Bauch seeeerh anstrengend
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Toll war, dass man hautnah dabei sein konnte, denn der Riss lag an dem Baum, um den man herumfahren kann.

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Irgendwann haben wir uns losgerissen, wir wollten später auf jeden Fall nochmal zurückkommen. In Grootkolk bekamen wir vom eher wortkargen Isaac die Unit 3 zugewiesen, womit wir sehr zufrieden waren.
Die Aussicht mit Wölkchen - ein Traum
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Das Wasser in der tönernen Schüssel, die an der Ecke des Zaunes festgemacht war, mussten wir alle paar Minuten nachfüllen, so gut besucht war diese kleine Wasserstelle. Nicht nur Webervögel und Glanzstare sondern auch Königswitwen und ein Mäuschen labten sich.

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Nachdem wir uns gut installiert hatten, fuhren wir natürlich später nochmal nach Kannaguass, wo die Katzen noch immer bei ihrem Riss lagen und sich sogar ein bisschen bewegten und ihren Durst stillten. Es stellte sich heraus, dass es sogar zwei Weibchen waren, von denen wir eins vorab gar nicht gesehen hatten...


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Teil 4331. März 2019

So, ab jetzt habe ich ein kleines Problem: da unser Reisetagebuch so langsam kaum mehr freie Seiten hatte, mussten wir in den Telegrammstil wechseln, um wenigstens noch halbwegs alles dokumentieren zu können. Ich versuche aber trotzdem, alles der Reihe nach zu berichten, dabei helfen natürlich auch die Fotos...
Ich glaube, der Abend in Grootkolk war recht ruhig, aber der Himmel sah mal wieder toll aus.

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Im Baum zeigte sich die Treerat und rannte über unser Zeltdach bzw. die Balken, die Fotoausbeute blieb jedoch bescheiden, da es schon sehr dämmrig war.

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Auch Susi und Michael waren ab diesem Tag in Grootkolk, jedoch meine ich mich zu erinnern, dass wir nur einen kurzen Schnack hielten. Und wir konnten ihnen den Wasserkanister zurückgeben, den sie uns ja netterweise in Uri mitgegeben hatten für den Fall, dass der Shop in Nossob geschlossen hat, wenn wir dort auf unserem Weg nach Polentswa vorbeikämen.

Natürlich zog es uns am nächsten Morgen wieder nach Kannaguass in der Hoffnung, dass die Löwen immer noch an ihrem Kill liegen würden. Und so war es auch. Wieder boten sich tolle Motive. Abwechselnd versuchten die Weibchen und der männliche Löwe, gute Stücke aus dem Eland zu nagen. Es war interessant mitzuerleben, wie immer nur ein Tier fraß, während die anderen sich wieder faul hinlegten, mal hinter, mal neben die Autos.

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Wer blitzt mich da dauernd an?
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Außer Susi + Michael und uns war noch ein junges Päärchen (mit einem Auto mit südafrikanischem Kennzeichen) dabei. Und mit denen erlebten wir dann etwas, worüber ich mich heute noch aufregen könnte: sie fotografierten (beide mit dicken Teleobjektiven) mit Blitz! Das heißt, während die Löwin fraß, ging ein regelrechtes Blitzlichtgewitter auf sie nieder. Hin und wieder guckte sie zu den beiden und man sah ihr an, dass sie sehr unentspannt war. Als ich noch überlegte, wie ich denen auf englisch deutlich sagen kann, dass sie das gefälligst lassen sollen, stand die Löwin auf und fauchte in Richtung des Autos. Eine solche Reaktion habe ich noch nie erlebt und ich hoffte, das wäre den beiden eine Lehre. Sie hörten dann auch erst mal auf zu blitzen, aber nach einiger Zeit ging es wieder los. Wir haben ihnen dann etwas entsprechend Deutliches zugerufen, was dazu führte, dass sie nun tatsächlich ohne Blitz fotografierten. Aber ich war echt außer mit vor Wut über eine solche Ignoranz. Wie wir später von Susi und Michael erfuhren, haben sie u. a. auch in Kielie weiter Tiere mit Blitz aufgenommen. Grrrr 😈


Überall Löwen 🙂
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Unsere Kameras glühten 🙂

Fressen macht müde:

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Irgendwann hatten wir dann doch genug Löwenbilder gemacht und fuhren gemächlich zurück ins Camp. Mit Susi und Michael verabredeten wir uns für irgendwann im Laufe des Tages. Wir wollten alle eher in Grootkolk bleiben, anstatt nochmal loszufahren.

Dieser Weißrückengeier begegnete uns auf dem Rückweg:

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Zurück im Camp erfuhren wir, dass wir zwei Geparden verpasst hätten, die morgens ans Wasserloch kamen, als wir schon unterwegs nach Kannaguass waren. Mensch, auch schade. Aber es sollte durchaus moch mehr Sichtungen geben an diesem Tag...

Teil 4431. März 2019

... Denn es hatten sich zwei junge männliche Löwen in der Nähe des Wasserlochs niedergelassen. Nachdem sie getrunken hatten, kamen sie auf die Hütten zu und legten sich ganz dicht an die Terrasse von Susi und Michael! 🤩
Irgendwann konnten wir sie nicht mehr sehen, sie waren Richtung Isaacs Hütte geschlendert und hielten sich dann recht lange direkt neben seiner Behausung auf 🤪


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Auf dem Weg zu Isaac:

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Aber es gab natürlich auch harmlosere Besucher.

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Und ab mittags standen dann nicht mehr die Tiere, sondern die Erzählungen über Afrikaurlaube und alle möglichen anderen Themen im Vordergrund: wir verbrachten wieder mal einen sehr anregenden und lustigen Tag mit Susi und Michael. Zwischendurch kam auch Glynis vorbei, eine Südafrikanerin, von der ich die 2 Nächte in Grootkolk bekommen hatte (sie hatte wohl eine Doppelbuchung) und bei der ich mich nun auch persönlich dafür bedanken konnte.
Abends gab es bei uns nochmal Reste vom Vorvortag. Am Wasserloch zeigte sich im Dunkeln noch eine Wildcat, aber die Löwen, mit denen wir fest gerechnet hatten, blieben aus. Leider hörten wir sie auch nicht brüllen, das hatte ich mir doch so sehr gewünscht...Aber ich will mich ml nicht beschweren 😎

Teil 4503. Apr. 2019

Am 30.12. mussten wir nach 2 Nächten Grootkolk - im Gegensatz zu Susi und Michael, die noch bleiben konnten - leider verlassen. Für uns ging es weiter nach Kieliekrankie.
Vorab stelle ich aber noch ein paar Bilder ein, die die beiden von Uwe und mir am Vortag am Kill gemacht haben und die ich sehr mag:
Hier sehe ich schon, wer sich da nähert. Uwe lacht die Fotografen ganz unbedarft mit heruntergelassener Fensterscheibe an.
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Ups, wo kommt der denn plötzlich her?
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Schnell mal die Scheibe hochmachen 😮
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Hier bleib ich!
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Danke ihr Lieben nochmals für diese wunderbare Bilderserie! 😘

So, jetzt geht es wieder chronologisch weiter:
Die beiden Junglöwen vom Vortag waren immer noch im Camp, wir konnten sie, obwohl gut getarnt, nahe des Wasserlochs ausmachen. Sie blieben aber, wo sie waren. Dafür besuchte mal wieder eine braune Hyäne das Wasserloch und trollte sich nahe unseres Hüttchens vorbei.

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Ich versuche, ein Video einzustellen und hoffe, die Qualität ist ok:
https://www.youtube.com/watch?v=MJM3cjD23mQ

Diese mutige (leichtsinnige?) Kuhantilope traute sich trotz der Löwen ans Wasser
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Irgendwann bemerkte sie die Löwen, schnaubte, beobachtete und entfernte sich dann und überliess das Wasser den Täubchen...

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Das schöne Morgenlicht taucht auch die Vögel in wunderbares Goldgelb

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Ein letzter Blick zurück bei der Abfahrt:
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Natürlich steuerten wir als erstes Kannaguass an und waren überrascht, etwas entfernt nicht die Löwen der Vortage, sondern zwei stattlich Löwenmänner vorzufinden. Wir hatten Glück, denn sie gingen zum Wasserloch 🤩

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Sie schienen sattgefressen zu sein, denn sie gestatteten es einem Schakal, auch einen Happen des Elands zu erbeuten.

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Viel war nicht mehr übrig...

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So ein Hübscher

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Da wir noch einen recht weiten Weg vor uns hatten, mussten wir uns wohl oder übel irgendwann losreißen und weiterfahren. Schade, hier hätte ich noch stundenlang bleiben können.
Der Himmel war mit kleinen Wölkchen geschmückt und die Fahrt Richtung Süden recht unspektakulär. Wir sahen Strauße, Springböcke, Gnus, Oryx und immer wieder Singhabichte sowie Löwen bei Cheleka.

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Kurz vor Nossob stand ein Auto, und wir dachten zuerst "Oh je, was ist denn da passiert?", da es so aussah, als hätte er einen Reifen verloren. Es stellte sich jedoch heraus, dass es eine Art kleiner "Scraper" war und der Ranger zwei Reifen hinter sich herzog. Er stand an einem Busch und zeigte uns eine Sandsnake

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Am Picknickplatz Melkvlei posierte diese schöne Agame

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Teil 4603. Apr. 2019

Das letzte Stück nach Kielie zog sich wie immer - wobei die Landschaft natürlich eine Augenweide ist, besonders nun am späten Nachmittag und mit den Wolken.

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Wir freuten uns, dass wir von Jacques begrüßt wurden - er hatte uns in Uri erzählt, dass er in Kielie Dienst hätte, wenn wir dort hinkommen, aber versuchen möchte, doch noch an diesen Tagen frei zu bekommen. Hatte wohl so kurzfristig nicht geklappt.
Wir bekamen Unit 3 zugewiesen und waren erst mal eine Zeitlang mit Ausladen beschäftigt.

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Leider war die Wildcat mit ihren Jungen nirgendwo zu sehen. So verbrachten wir die nächsten Stunden faul auf der Terrasse bei wunderschöner Aussicht, ehe Uwe ein Feuerchen entfachte.

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Das Buch kann ich jedem KTP-Besucher ans Herz legen:

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Zum Abendessen gabs mal wieder leckere Steaks und dazu Bohnengemüse. Am Wasserloch blieb es ruhig, auch die Wildkatze, die sich mit ihren Jungen im Camp aufhalten sollte, konnte ich nicht entdecken. Jacques stattete uns seinen obligatorischen Besuch ab. Viel mehr passierte an diesem Tag nicht mehr...

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Am Silvestermorgen frühstückten wir gemütlich, ehe wir Richtung Auobtal aufbrachen. Wenn auch leider kein Foto möglich war, konnten wir einen Hasen, eine Schildkröte unter einem Busch und eine sehr wuselige Slender Mongoose beobachten.

Außerdem einen (auch immer sehr schwierig abzulichtenden) Rotbauchwürger

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und einen Kaptriel

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Am Picknickplatz trafen wir auf das recht zahme Erdmännchen, was dort wohl ansässig ist.

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und etwas weiter nördlich war dann Stau. Vier Löwen hatten es sich direkt an der Pad gemütlich gemacht, wir fanden aber das hohe Autoaufkommen alles andere als einladend und fuhren schnell weiter. Also langsam, aber sofort. 🙄
Da wir keine weiteren Sichtungen hatten, beschlossen wir, lieber wieder ins Camp zu fahren und dort die Aussicht und Ruhe zu genießen - es war unser letzter ganzer Tag im Park 😐

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Nachmittags ging ich immer mal wieder vor unser Häuschen in der Hoffnung, doch noch die Wildkatzenfamilie zu erspähen. Als ich nach dem x-ten Mal in meinen Flipflops an dem "Verschlag", in dem der Wassertank für unsere Unit ist, vorbeikam, lugte ich hinein und dachte "Na, vielleicht liegen sie ja sogar hier im Schatten...". Weit gefehlt...
Keine Katzen, aber das Ende eines gelben Gartenschlauchs, das sich prompt unter den Wassertank schlängelte. Oh Gott, eine Kapkobra, direkt vor unserer Küchentür 😣
Schnell rief ich Uwe, der wiederum Jacques rief, der wiederum die Spur sah, aber von der Schlange keine Spur 🤩
Er riet uns, die Tür immer geschlossen zu halten (klar, machen wir eh). Auch den oberen Teil, da die Schlange je nach Größe da natürlich auch reinklettern könnte. Ach du meine Güte, wir hatten das den ganzen Tag geöffnet, um wenigstens etwas frische Luft in das aufgeheizte Häuschen zu lassen. Also, alles dicht gemacht und direkt mal eine Warnung an nachfolgende Gäste ins Sightings-Buch geschrieben.
Unser Silvestermenu bestand aus Nudeln mit Pesto und dazu ein Glas Sekt (den hatten wir von Safari Car Rental geschenkt bekommen und extra für diesen Abend aufbewahrt). In der Ferne türmten sich immer dickere Wolken, darin heftiges Blitzen, dazu eine riiiiesen Sternschnuppe und Regen im Westen. Schöner kann doch kein Feuerwerks-Silvesterhimmel daheim aussehen. Was haben wir für ein Glück, einen solchen Tag in diesem Park verbingen zu dürfen.

Teil 4707. Apr. 2019

1.1.2019
Am Neujahrstag mussten wir weiter, d. h. Kieliekrankie und den Park verlassen 🙁
Morgens um 5 betrat ich voller Hoffnung, ev. doch noch die Wildkkatzen zu sehen, auf die Terrasse. Leider Fehlanzeige. Dafür hatte ich eine Fledermaus eingeschleppt, die dann im Schlafzimmer ihre Runden drehte. Zum Glück fand sie, nachdem ich ihr die Terrassentür nochmal öffnete, flugs den Weg nach draußen. Wir packten nach dem Frühstück mal wieder alles zusammen, wobei wir nicht mehr allzuviel an Lebensmitteln übrig hatten, und diesen Rest schenkten wir Jacques. Beim Verabschieden huschte tatsächlich noch eine Wildcat in das Abflußrohr, das neben seiner Hütte verläuft. Ich konnte die Katze nur aus den Augenwinkeln sehen und erfuhr von Jacques, dass die wohl öfters diesen "Weg" benutzen würden. Na immerhin dann doch noch (fast) gesehen 😉
Kurz nachdem wir ins Auobtal eingebogen waren, sahen wir einen Kapfuchs auf Nahrungssuche. Bei genauerem Hinsehen versteckte sich im dichten Gebüsch sein Nachwuchs. Yippee, wir freuten uns und versuchten, den Kleinen irgendwie abzulichten.

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Auch erspähten wir noch eine Pfeifratte und einen Kronenkiebitz beim Frühstück

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sowie hübsche Bienenfresser und einen Wiedehopf.

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Außerdem sichteten wir eine Gabelracke, Kudubullen, Falken und natürlich Springböcke.
In Mata Mata hieß es dann: Reifenaufpumpen, Pipimachen, tanken und auschecken, um danach wieder nach Namibia einzureisen. Tschüss KTP 😘

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Fazit Kgalagadi: auch wenn unsere Sichtungen sicher weniger spektakulär waren als bei manch anderem Fomi (Leo bei Tag, Karakal und Stachelschwein würd ich schon mal gerne sehen), haben wir es wieder geliebt, dort zu sein. Hier stimmt irgendwie alles: Landschaft, Ruhe (meistens 🙄 ), wunderschöne Unterkünfte mit Ausblick, super Raubkatzen- und Vogelsichtungen und die vielen vielbeschworenen kleinen Tierchen, die bisher jeden Aufenthalt immer wieder zu etwas Besonderem machten. Während ich noch im Park bin, entsteht in meinem Kopf die Route für die nächste Tour, und irgendwie werden es immer mehr Nächte...

So, es ging nun also stetig nach Norden, wobei wir schon kurz hinter dem Parktor aprupt anhielten, um einen Waran, der die Straße querte, abzulichten.

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Um mal eine andere Strecke zu fahren, hatten wir uns (nachdem ich davon im Forum gelesen hatte) für die D1033 entschieden und bereuten es nicht. Der Zustand der Pad war gut, es gab quasi noch weniger Verkehr als auf der üblichen Route und die Landschaft war entzückend, vor allem mit den hübschen Schäfchenwolken.

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Wir malten uns aus, wie leer wohl die Anib Lodge sein würde und waren überrascht (und ehrlich gesagt auch etwas entsetzt), als wir gegen 15.30 Uhr auf den Parkplatz fuhren, der aus allen Nähten platzte.
Wir wurden vom sehr aufgeweckten Lafrenz empfangen, den wir noch vom Aufenthalt im Kalahari Farmhaus im Dezember 2016 kannten. Er erkannte uns auch und es war ganz schön, sich ein bisschen mit ihm zu unterhalten. Er erzählte, dass er befördert worden wäre und war (zu Recht) entsprechend stolz darauf.
Er wies uns Campsite 3 zu, wohin wir zuckelten und ganz angetan waren.

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Teil 4814. Apr. 2019

Endspurt - 01.01.2019. Kalahari Anib Lodge

Nachdem wir im Schweiße unseres Angesichts das Dachzelt aufgebaut hatten, ruhten wir uns noch ein bisschen im Schatten aus, ehe wir zum Abendessen in die Lodge gehen wollten.
Was dann allerdings etwas länger dauerte, war meine "kurze" Dusche: sowohl aus dem Kalt- als auch dem Heißwasserhahn kam kochend heißes Wasser 😕
Ich liess etwas ablaufen, in der Hoffnung, dass es kälter würde, wollte aber auch nicht zu viel Wasser verschwenden. Das Ende vom Lied: Uwe musste mich mit einigermaßen lauem Wasser aus unserem Auto-Wassertank, das er in einen 5l-Kanister gefüllt hatte, übergießen, damit ich wenigstens halbwegs den Schaum aus den Haaren waschen konnte 🤩

Der Weg zur Lodge war nicht weit und wir bekamen einen Platz auf der großen Terrasse, recht nah am Rand und mit Blick aufs Wasserloch. Es waren erst wenige Gäste da, weil die meisten wohl noch auf dem Abenddrive unterwegs waren. Es war uns mehr als Recht!

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Bar
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Wir probierten uns durch das wirklich leckere Buffet: Springrolls, Salat, Hühnerleber, Kudusteak, Kartoffelpü, Obstsalat, Waffeln. Mmmhhh
Eine besondere Freude war für uns, dass während des Essens eine riesige Elandherde (über 30 Tiere!) zum Trinken ans Wasserloch kam. Leider blieben sie nicht lange, ich hatte den Eindruck, die Blitzfotografierer störten sie zu sehr 😐
Danach tauchte sogar noch ein Warzenschwein auf - so hatten wir nach 10 Tagen KTP ohne diese Tiere (den Elandriss zähle ich mal nicht mit) doch noch zwei neue Sichtungen 😁

Wir liessen die Menschenmengen hinter uns (inzwischen war es wirklich wuselig geworden), liefen glücklich und zufrieden zurück zu unserem Platz und seufzten beide unisono bei dem Gedanken, dass dies nun leider die letzte Nacht im Dachzelt sein sollte.
In der Ferne blitze es mal wieder, aber das Gewitter kam nicht näher.

Ausgeruht starteten wir noch vor dem Frühstück unseren kleinen Morning Walk. Auf der Lodge sind unterschiedlich lange Wanderungen/Spaziergänge ausgeschildert und da es recht schnell recht heiß wurde, entschieden wir uns für den kürzesten. Auf dem etwa 1,15 Std. langen Rundgang, der landschaftlich eher langweilig war, entdeckten wir Strauße, Springböcke, Kuhantilopen, Oryx und Eland.

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Dann hieß es: Zelt abbauen, alles korrekt verstauen bzw. aufräumen für die Wagenrückgabe und frühstücken. Das Personal wirkte etwas überfordert, obwohl die meisten Gäste schon durch waren.

Frühstücksraum
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Nach der Stärkung wuschen wir noch schnell unser Auto etwas ab, da man uns bei SCR gesagt hätte, das würde die Übergabe beschleunigen (ich gehe davon aus, dass sie es sonst dort gewaschen hätten, um dann prüfen zu können, ob es Dellen oder Kratzer gibt).

Fazit Anib Lodge: mit der kleinen Lodge, die wir 2003 kennengelernt hatten, hat die nun zu Gondwana gehörende Anlage nicht mehr viel gemein. Sie ist riesig, jedoch schön gestaltet und sehr stylish. Mir waren aber zu viele Leute da, wobei man davon auf dem Campground natürlich nicht so viel mitbekommt. Da ich mich bei dem Preis geirrt hatte (und daher dachte, die Anib Lodge sei billiger als Bagatelle, was sich im Nachhinein als Fehler herausstellte), würde ich mich beim nächsten Mal eher wieder für Bagatelle entscheiden.
Das Essen und der Service war gut bzw. ok und die Lage vom/zum KTP ist natürlich sehr praktisch.

Wir verabschiedeten uns von Lafrenz und dann gings los. Auch auf der letzten Etappe lief alles wie am Schnürchen und nachdem wir in Dordabis an der Tanke die Reifen wieder haben aufpumpen lassen, rollten wir die letzten Kilometer über Teer zurück zum Autovermieter.
Die Wagenrückgabe lief wieder recht fix und unproblematisch ab. Vincent war froh, dass alles in Ordnung war - über die Feiertage hatte er leider ein paar Probleme mit unterschiedlichen Autos zu beheben, wie er uns erzählte.

Hendrik fuhr uns den kurzen Weg zur Gästefarm Voigtland, wo wir nahe des Flughafens unsere letzte Nacht vor dem Abflug verbringen wollten. Diese Entscheidung war goldrichtig. Gabi hatte für uns ein wunderschönes, modernes und sehr sauberes Doppelzimmer hergerichtet, was wir am nächsten Tag auch noch als Tageszimmer nutzen konnten. Es gab auch einen Kühlschrank sowie eine kleine Sitzgelegenheit vorm Zimmer. Und dazu ein paar anschmiegsame Katzen.

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Den Tag verbrachten wir mit Abkühlen im Pool, lesen und Vögelbeobachten.

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Das Abendessen war ganz hervorragend. Es gab Melone mit Kudu-Rauchfleisch, Gulasch mit Milipapp, Mais und grünen Bohnen und zum Schluss Creme brulée. Sehr lecker und sehr viel. Außer uns war noch eine vierköpfige Familie und ein sehr interessanter Einzelreisender unterwegs, der uns vor und während des Abendessens mit wirklich spannenden Stories seiner vielen Reisen unterhielt.

Geschlafen hatten wir sehr gut, das Bett war riesig und echt bequem. Und dann brach der Abreisetag an...

Teil 4925. Apr. 2019

03.01.2019
Nun mussten wir tatsächlich wieder nach Hause 😵
Aber den letzten Tag konnten wir auf Voigtland nochmal so richtig genießen. Schon das Frühstück war super: es gab wunderbar belegte Brote mit Rauchfleisch und Salami, Muffins, Joghurt, und alles war sehr liebevoll angerichtet.

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Wir aßen draußen auf der Terrasse, mit Blick auf die Giraffen, die es auf dem Gelände gibt und die ganz nahe kommen, um die Kameldornschoten zu fressen, die man ihnen in hohen Traufen anbietet.

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Auch erfreuten wir uns an einigen Vögeln, so konnten wir einen Wiedhopf beobachten, der im nahen Baum ein Nest hat. Und die süßen Lovebirds sowei zwei Mousebirds labten sich am bereitgestellten Futter.

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Wir verbrachten die letzten Stunden mit lesen, ruhen, schwimmen und essen: Zu Mittag bekamen wir einen superleckeren Salat mit Kudufleisch zubereitet - das Essen auf Voigtland war spitzenmäßig!
Leider war die Angestellte, die die Massagen durchführt, nicht aus dem Weihnachtsurlaub zurückgekeht. Andernfalls hätte ich mir zum Abschluss noch eine schöne Nackenmassage gegönnt.

Als wir unsere Koffer gepackt hatten, kam wie vereinbart am frühen Abend der Fahrer, der uns nach einer herzlichen Verabschiedung (auch von Logi und ihrem Mann, die untertags angekommen waren und noch eine Nacht blieben) zum Flughafen brachte. Auch die letzte kurze Etappe verlief planmäßig. Wir konnten recht schnell einchecken und hatten dann doch noch ziemlich lange Zeit, bis unser Flieger dann mit einer Stunde Verspätung in den namibischen, gewittrigen Abendhimmel aufstieg.
Der Rückflug war ähnlich ruhig wie der Hinflug, wenn auch die Maschine deutlich besser gefüllt war. Wir landeten fast pünktlich in Frankfurt, von wo aus es mit dem Zug heimwärts ging. Und oh Wunder, auch das klappte dieses Mal ohne Verzögerung 😛

Tja, und das war es mal wieder. Was soll ich sagen: nach der Reise ist vor der Reise? Ja, auf jeden Fall! Ich hoffe, dass es im Dezember 2020 wieder in den KTP geht, am liebsten noch länger als dieses Jahr und (sofern uns das Buchungsglück hold ist) mit Camping in Polentswa und Rooiputs.
Es war bis auf ein paar minimale Kleinigkeiten eine rundum gelungene Reise, die wir genau so wieder machen würden mit der für uns perfekten Mischung aus Camping und Lodges. Die Campgrounds waren gepflegt, meist einsam und mit genug Privatsphäre. Die Lodges sauber, ansprechend, meist mit sehr gutem Essen und freundlichem Personal. Unser Wagen von Safari Car Rental war top, die Ausstattung sehr gut, dort würden wir beim nächsten Trip wieder mieten.
Von der Landschaft im Süden Namibias kann ich nie genug kriegen und der KTP ist und bleibt das Ziel meines Herzens.
Wir haben sehr nette Menschen kennengelernt, viel gelacht, aber auch viel geschwitzt, hatten farbenprächtige Sonnenauf- und -untergänge und viele schöne Sichtungen. Unsicher oder unwohl fühlten wir uns nie.

Ich bin sehr dankbar, dass wir solche Reisen gemeinsam erleben dürfen und freue mich schon auf Büsnau, wo man beim Austausch mit Gleichgesinnten diese Erlebnisse nochmal aufleben lassen kann.

Mein herzlicher Dank geht an alle, die mitgelesen, kommentiert, sich bedankt und gelobt haben! Das war ein großer Ansporn 😘

Tschüss sagt
Tanja

4 Wochen Südnamibia + KTP (Camping + Lodges) von Tanja

Quelle: www.namibia-forum.ch/forum/thema/296881-4-wochen-suednamibia-ktp-camping-lodges

Stand: letzter Berichtsteil vom 25. Apr. 2019

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