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Reisebericht · namibia-forum.ch

Botswanas Beasts & Beauty im April

von Rehema · 124 Teile

Teil 118. Apr. 2018

Hallo Zusammen!
Nachdem ich von einigen von Euch viel Hilfe bei der Reiseplanung bekommen habe, möchte ich hier nun etwas von unserem Erlebten mit Euch Teilen!
Seit 1983 in Kenya unterwegs, später auch Tanzania, nun seit 3 Jahren in Malawi. Bis Zambia hatten wir es von hier aus schon mal geschafft – nun wollten wir die Gelegenheit wahrnehmen, solange wir „hier unten“ leben, noch nach Botswana zu fahren.
Uns blieben nur die Osterferien, und so waren wir leider mit der Zeit etwas begrenzt. Doch das sollte uns nicht abschrecken, und hat sich dennoch gelohnt!
Am Samstag (14.04.2018) sind wir zurückgekommen, und leider hat mein ursprünglicher Plan, von unterwegs schon etwas zu schreiben, nicht funktioniert. Zum einen, weil ich einfach gar keine Zeit dafür hatte, zum anderen weil unser Internet Zugang sehr begrenzt war.
So wird es also ein Rückblick auf ca. 4800 km in 2 ½ Wochen zwischen Malawi und Botswana!
(Bitte habt etwas Nachsicht, falls das mit dem Bilder einfügen usw nicht auf Anhieb so wird wie ich mir das vorstelle. Ich mache das jetzt hier zum ersten Mal...)


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Die Crew:

Volker: „Man muss diese Autos da fahren, wo man sie wirklich braucht!“, Chirurg und Unfallchirurg, und derzeit maximal frustriert vom nicht-funktionierenden malawischen Gesundheitssystem 😵 (ein treffenderer Ausdruck wäre „Krankheitssystem“, denn in diesem Land hat „Krankheit“ System…). Ein bißchen Abwechslung kann von daher nicht schaden!
Johannes: 13 Jahre, unser Mathe- UND Sprachgenie, und leidenschaftlicher Hyänenforscher. Er hat mich bereits mit 8 Jahren gelehrt, dass diese von vielen mißverstandenen Tiere hochinteressant sind und in einem komplexen Sozialsystem leben.
Benjamin: 12 Jahre, Biologe und Tierliebhaber, und neuerdings auch Nachwuchsphotograph (seit August hat er seine eigene Canon mit einem kleinen Tele, und freut sich besonders auf die Gelegenheit, gute Elephantenbilder zu schießen)
Joel: 10 Jahre, Erfinder, immer auf der Suche nach Action, mit gleichzeitig einem sehr sensiblen und weiten Herz für Mensch und Tier. Er ist außerdem unser „Botswana-Experte“ – denn sie mussten in ihrer Klasse zwischen Weihnachten und Ostern jeder ein „Country-Project“ erstellen – das sind ca. 35 geschriebene und nochmal so viele illustrierte DIN-A4-Seiten über ein Land, über Lage, Klima, Natur ebenso wie über Geschichte, Politik, Menschen und Kultur, Wirtschaft und ein weiteres selbst gewähltes Extra-Thema! Eine harte Nuß für 10-Jährige, wie wir finden! Joel hatte Botswana gewählt, und so haben wir beide gemeinsam gelesen, recherchiert, geschrieben und gezeichnet, bis ein erstaunliches Werk entstanden war! Nun freut er sich ganz besonders, ein winziges Etwas von diesem Land selber kennen lernen zu dürfen!.
Tabea: 9 Jahre, eine Frohnatur, immer singend und tanzend! 🤪 Und eine geniale Mischung zwischen ganz Mädchen und doch Wildfang (sie klettert z.B. so sicher wie ein Affe!)
Nun ja, und eben noch ich, Antje, in Ostafrika aufgewachsen, und mein Herz ist da scheinbar an irgendeinem Dornbusch in der Savanne hängen geblieben…. In meinem „früheren“ Leben war ich Ärztin, seit vielen Jahre mache ich sinnvolleres und nachhaltigeres: um einen wunderbaren Ehemann und 4 kleine Menschen herum tanzen und hoffentlich dazu beitragen, dass letztere zu einer Bereicherung für die zukünftige Gesellschaft werden.
Ach ja, und dann wäre da noch Rafiki, unser Toyota Landcruiser, ohne den diese Reise nicht denkbar wäre („Rafiki“ ist Kiswahili und heißt „Freund“, und er wird wieder einmal seinem Namen alle Ehre machen!)

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Rafiki war auf jeden Fall in seinem Element, und Volker und ich hatten jede Menge Fahrspaß! 🤩

Die Route:
Start in Blantyre, Malawi (da wohnen wir derzeit).
1. Tag: an Lilongwe vorbei, über die Grenze nach Zambia, Übernachtung in Katete im „Tikondane“
2. Tag: nach Lusaka, Übernachtung hinter Luska im „Eureka Camping Park“
3. Tag: nach Livingstone, Übernachtung in der „Maramba River Lodge“
4. Tag: über den Zambezi nach Botswana, Übernachtung im „Senyati Safari Camp“
5. Tag: Chobe – vormittags mit dem Auto, nachmittags mit dem Boot, wieder „Senyati Safari Camp“
6. Tag: nach Süden über Nata nach Gweta, Übernachtung im „Planet Baobab“
7. Tag: durchs Phuduhudu Gate in den Makgadikgadi Park, mit dem Ponton über den Boteti zum „Tiaan’s“
8. Tag: Im Tiaan’s – (hier haben wir eine kurzfristige Änderung gemacht und sind stattdessen weiter nach Maun und haben dort übernachtet, im „Maun Rest Camp“)
9. Tag: geplant war: von Tiaan’s über Maun mit Tanken und Einkaufen zum South Gate (Tanken und Einkaufen war nun schon am Tag vorher erledigt, so ging es entspannt zum „South Gate“). Abends schöner game drive zu den Black pools
10. Tag: im Moremi – über Third Bridge und Xakanaxa (dort kurze Bootstour), zurück zum „South Gate“
11. Tag: bißchen Moremi, letztlich ein völlig verschwendeter Tag - dann zum „Mankwe“ zur Nacht
12. Tag: über Savuti nach Norden bis zum „Mwandi View“
13. Tag: Über den Zambezi zurück nach Zambia, Livingstone, „Maramba River Lodge“
14. Tag: Livingstone, „Maramba River Lodge“
15. Tag: nach Lusaka, wieder “Eureka Camping Park”
16. Tag: nach Katete, wieder „Tikondane“
17. Tag: über die Grenze nach Malawi und zurück nach Hause bis Blantyre

Die Ausrüstung:
Ein wunderbarer Toyota LC mit Winde
Zwei Bodenzelte.
Und noch `n bisschen mehr Krams…. 🙄 😄

Mittwoch, 28.03.2018 - Letzte Vorbereitungen
Die ersten logistischen Hürden eines CampingUrlaubs mit einer 6-köpfigen Familie sind gestemmt:
Danke Eurer Hilfe im Forum die Route so gut es ging „perfektioniert“, die Campingplätze per email alle geklärt, Essen ist vorgekocht, an tausend und ein Dinge wurde gedacht (und an wie viele nicht? Das wird sich herausstellen…). Die Spaten und die Kisten auf dem Dach sind fest verzurrt (eine mit dem Essen, eine mit zusätzlichem Trinkwasser), und jedes Eckchen in unserem Toyota LC ist überlegt ausgenützt. Dennoch: mir schwant schon, dass bereits nach 2 Tagen Fahrt in diesem vorübergehenden zu Hause wieder das Chaos herrschen wird 😠 : „Wo ist meine Unterhose? Mama, hast Du meinen Langarm gesehen? Wo ist mein Kuscheltier? Wer findet das Rätselheft, mein Taschenmesser usw….? Ach, und ein paar verschimmelte Brötchen haben wir auch noch in einer Ecke gefunden….!“

Nun ja, Rafiki brummt nur: „Sei’s drum! Das ist nebensächlich! Damit wirst Du wohl leben müssen! Ich muss es schließlich auch!“ Und scharrt schon mit den Rädern. Er will endlich raus hier aus der Möchte-Gern-Großstadt Blantyre, und träumt, umgeben von Pothole gefüllten Teerstraßen, von anderem Gelände, für das er eigentlich geboren wurde! Aber bis dahin, mein Lieber, sind es erst mal über 1500 km Teer! Mit wie vielen Potholes werden wir sehen….

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Hier gibt er sich noch in unschuldig zivilisiertem Weiß - das sollte sich später ändern... 😄

Donnerstag, 29.03.2018 - Von Blantyre über die Grenze nach Zambia bis Katete
Um 6 Uhr kräht der Hahn – ach nein, der Wecker! Blantyres Hähne fingen schon um 4 Uhr an…. Die Kinder sind erstaunlich schnell aus den Federn – das klappt zu Schulzeiten sonst nicht so gut…. Vorfreude treibt an! 🤩
Einen Kaffee kochen (den brauche ich spätestens um 9, und dann nochmal um 2 oder 3 Uhr nachmittags!), Äpfel geschnitten, Karotten geschält, letzte Wasserflaschen aufgefüllt, die Kühlbox mit Gefrorenem Vorgekochten bestückt.
Hunde und Katzen gefüttert, die letzten Anweisungen für die night Guards und den Gärtner gegeben, alle Türen verschlossen
Um 7:20 Uhr sitzen wir tatsächlich im Auto, zunächst die bekannten 320 km gen Lilongwe vor uns. Es ist ein ganzen Stück neu geteert, das ist schön – aber man sieht jetzt bereits, dass das nicht lange halten wird: eine ultradünne Teerschicht, bereits jetzt schon mit reichlich Bodenwellen bestückt…. Die chinesischen Straßen in Afrika halten nie lange. Aber da wir im Juli Malawi verlassen werden, werden wir die baldigen neuen Potholes wohl kaum noch miterleben.

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Auf dieser Strecke gibt es wenig Neues für uns– außer dass die Kinder den Papa, als er sich wieder über die malawischen Mini Busse und deren Fahrverhalten aufregt, im Chor mit einem (der Realität recht nahen) malawischen Mini-Bus-Lied beglücken:
(Leider kann ich hier weder die Melodie noch den afrikanischen Akzent vermitteln. Aber vielleicht entlockt allein der Text dem einen oder anderen doch ein Schmunzeln)

„My name is Ephraim, I own this Mini bus
Pay your ticket, jump aboard, there’s room for all of us!
I don’t have a liscense, I don’t know how to drive.
Say a little prayer and hope you survive!


I just go: BIIIEP! BIIIEP! – ODI!
(“…let me come in/get through”)
Sindifuna ngozi! (“I don’t need a leader/boss”)
I just go: BIIIEP! BIIIEP! – Odi!
Sindifuna ngozi!


The rules of the road don’t apply to me
I am a Mini bus driver – you see!
I go where I like and I stop anywhere.
Azungu
(white people) go mad, but I don’t care!

I just go: BIIIEP! BIIIIEP! – Odi!
…..


One day I hope to have a big place
me and my suped up Toyota Hilux
against Michael Schuhmacher and his Ferrari
racing the roads of MALAWI!

I just go: BIIIIEP! BIIIEP! – Odi!
…..”


Nun ja, Volker gibt zähneknirschend zu, dass das ganze doch irgendwie lustig ist….

Um 12 Uhr erreichen wir Lilongwe, und da Freunde von uns passend an der süd-westlichen Seite der Stadt wohnen, haben wir uns bei ihnen für eine Mittags-Unterbrechung angemeldet. Es ist herrliches Wetter, die Kinder haben Spaß miteinander im Pool, und wir bekommen sogar noch einen kleinen Mittags-Imbiss! Es ist gemütlich, wir befinden uns in netter Gesellschaft, und wir wollen fast gar nicht mehr aufbrechen…. Aber wir haben noch ein paar Kilometer vor uns. Und die Grenze….. Also bleibt uns nichts anderes übrig, und später als ursprünglich geplant steigen wir gegen 14:00 wieder ins Auto – jetzt geht es für die nächsten ca. 750 km nach Westen. Heute müssen wir aber glücklicherweise nur noch ca 250 davon hinter uns bringen.

Die malawisch-zambische Grenze hier bei Mchinji/Chipata ist relativ „harmlos“. Schon vor 2 Jahren ging das innerhalb von ca. 1 ½ h recht gut (im Gegensatz zu der malawisch-tanzanischen Grenze – da braucht man insgesamt 3 bis 4 h!!! Und starke Nerven…). Heute ist einiges mehr los als vor 2 Jahren – vielleicht liegt es an der Tageszeit. Auch nerven diesmal die „Geldwäscher“ extrem! Sehr schmierige und aufdringliche Typen, die man kaum vom Hals bekommt. 😈 Die Beamten hingegen sind alle freundlich, der ATM auf der zambischen Seite funktioniert auch, so dass wir uns auf die Geldwechsler nicht einlassen müssen! Da wir wissen, dass man in Zambia 4 verschiedene Dinge fürs Auto zahlen muss (Road Tax, Carbon Tax, District officer fee und Versicherung) kommen wir ganz gut alleine klar. Die Kinder sind absolut super und machen dieses Grenz-Gedönse immer mit viel Geduld und dem nötigen Respekt den Beamten gegenüber gut mit!
Es geht weiter – noch ca. 120 km bis Katete. Schon in Chipata bin ich irritiert, wie die anderen Autos fahren, und wie aus einem Traum erwachend (in Malawi scheinen alle Leute täglich Schlaftabletten zu konsumieren…) sage ich vor mich hin: „Oh stimmt ja, die haben in Zambia eher einen kenyanischen Fahrstil….“ Benjamin gibt mir eine seiner kürzlich in der Schule errungenen neuen Erkenntnisse zu denken und sagt auffordernd: „Mama, intelligence is the ability to adapt to change!“. „Jaja, schon gut! I’m working on my intelligence….“, und es fällt mir recht leicht, mich endlich wieder auf einen „wacheren“ Fahrstil umzustellen! Der Unterschied zwischen diesen beiden Ländern gleich hinter der Grenze ist für uns wieder frappierend – selten empfinden wir das an Grenzen so stark! Es tut gut, mal wieder aus Malawi raus zu sein!

Nun ist es empfindlich kalt geworden, und Zambia begrüßt uns mit einer unfreundlichen, grauen Wolkendecke. Neben der Straße steht auf beiden Seiten das Wasser bis kurz unter Straßenniveau. Hier scheint die Regenzeit noch nicht aufgehört zu haben! Bei leichtem Regen und beginnender Dunkelheit erreichen wir Katete und finden auch am Ortsausgang gleich die kleine „Tikondane Lodge“. Dies ist der einzige Ort, wo wir keine Zelte aufbauen, sondern preiswert in einfachen Zimmern schlafen können. Das hilft bei dem Regen nun enorm, und wir fallen schon früh am Abend müde in die Betten!

Teil 218. Apr. 2018

Hallo Annick! Du warst ja schnell!
Ich hab eben noch dreimal was mit den Photos geändert, und hoffe, dass ich es jetzt auf Anhieb besser geregelt bekomme....

Da mein Internet mich manchmal abstürzen läßt, und dann alles, was ich gerade im Forum getippt habe futsch ist, habe ich diesen bericht begonnen, im Word zu schreiben und kopiere dann immer mal rein. So koimmt hier jetzt also mal der etwas "trockenere" Teil meiner Camp Bewertungen - zu Tikondane kann ich Dir auf Deinen Thread außerdem noch ein paar Details mehr schreiben.

Aaaalso:
Vielleicht schiebe ich hier mal eine-Bewertung unserer ganzen Camps ein, damit ich Euch nicht nur mit unseren ersten 3 Fahr-Tagen langweile (aber ganz raus lassen will ich es auch wieder nicht – denn es gehört schließlich zu unserer Reise mit dazu). Wen diese Camp Bewertungen interessieren, der muss sich dann nicht mühsam durch den ganzen Bericht wühlen, und wen sie nicht interessieren, der kann sie ja einfach überspringen!

Tikondane in Katete: 3 bis 4 Sterne
Eine sehr preiswerte Unterkunft (Bett zwischen 6 und 20 Dollar), praktisch gelegen auf der Straße zwischen Lusaka und der malawischen Grenze, bzw. dem beliebten South Luangwa NP. Sehr freundliche Menschen.
Jedoch sollte man sich darauf einstellen, dass es eher das Gefühl vermittelt, in einem afrikanischen Dorf unterzukommen. Es wirkt alles etwas schäbig, wobei das vielleicht mehr an den dunklen Räumen liegt, denn es ist alles dennoch sehr sauber, auch die Betten. Die Duschen sind allerdings nicht zu gebrauchen (da wir aber öfter mit Wasserknappheit umgehen müssen, stört uns das nicht sonderlich). Das „Rondavel“ mit 4 Betten ist extrem hübsch eingerichtet – aber normalerweise wohl teurer, als was wir am Ende zahlen müssen.
Als Unterkunft auf dem Wege also – wie soll ich sagen – beschränkt empfehlenswert. Für unsere Bedürfnisse war es völlig ausreichend, man sollte nur nicht mit falschen Vorstellungen kommen. Sicherlich interessant, wenn man mal etwas anderes sehen möchte, als Touri Lodges! Hinter Tiko steckt eine ganze community Arbeit, die von einer Österreicherin seit 25 Jahren geleitet wird. Hier kann man, wenn man will, auch noch etwas mehr Einblicke in das lokale Leben und die Kultur bekommen!

Eureka Camping Park bei Lusaka: 4 Sterne
Sehr schönes, weit angelegtes Campsite. Auch Chalets vorhanden. Hier laufen meist Zebras, Giraffen und Impala zwischen den Zelten hindurch!
Toiletten und Duschen sauber. Manager nicht sehr zugänglich, und die kleine dunkle Bar mit Billardtisch vermittelt eher genau das: eine etwas düstere Bar-Atmosphäre – hier kommen auch Leute aus Lusaka einfach für ein Bier her. Aber man muss ich dort ja nicht aufhalten – das Gelände ist weitläufig genug. Kleiner, sauberer Pool. Wenn wir von Osten kommen, für uns sehr willkommen gelegen, denn dann ist man bereits durch den Stadtverkehrt Lusakas durch, wen man am nächsten Tag Richtung Livingstone startet!
Für Zambia übliche camping Preise (10 Dollar Erw., Kinder bis 12 die Hälfte)

Maramba River Lodge in Livingstone: 5 Sterne
Einer meiner Lieblingsplätze!
Sehr schöne, natürlich angelegte kleine Lodge an einem Seitenfluss des Zambezi, in dem vor der RestaurantTerrasse die Hippos zu Hause sind. Mit vielen kleinen Tents/Häuschen und einem ebenso schönen, einfachen Campingplatz dabei, wobei man als Camper alle facilities mit nutzen darf. Schöner Pool und sehr gemütlich gestaltetes Umfeld an Pool, Bar und Restaurant. Free Wifi. Sehr liebevoll gestaltete, saubere Duschen und Toiletten. Preis ebenfalls 10 Dollar Erw, Kinder die Hälfte.
Das einziges was nervt: der Hubschrauber- und Motor-Paraglider-Lärm….. Aber das wird an anderen Orten bei den Vic Falls nicht viel anders sein, vermute ich.

Senyati Safari Camp bei Kasane: Hm….. 4 Sterne. Aber für die unfreundlichen (und etwas abzockenden) Betreiber am liebsten noch ein Stern Abzug….
Schöner Platz, der Elefanten Bunker ist eine geniale Idee – wenn man das Glück hat, dass welche am Wasserloch sind. Was bei uns an beiden Abenden leider nicht der Fall war…. Wohl eher in der Trockenzeit.
Campsites mit großzügigen eigenen Abolutions/überdachten Platz zum Kochen. Ja, empfehlenswert, aber mit ca, 22 Euro recht teuer.
Außerdem hat uns sehr geärgert, dass uns zwar ein Pula-Konto genannt wurde – die eingehenden Pula dann aber intern sofort wieder in südafrikanische Rand umgerechnet wurden, und dann wieder zurück in Pula, was zu einem Wechselkursverlust führt. Das haben wir angesprochen, und die managerin konnte das natürlich nicht selber entscheiden, aber der Besitzer ist nie aufgetaucht und hat sich nur hinter dem Management versteckt. Es ist nicht in Ordnung, dass sie das Konto als Pula Konto angeben, wenn es eigentlich ein Rand-Konto ist! Dann hätten wir gleich in Rand überweisen!

Elephant Sands:
Waren wir zwar nicht über Nacht, haben wir uns aber auf dem Wege angeguckt. Wäre für uns wirklich eine Option! Wir können uns vorstellen, dass es, wenn es voll wird, etwas Rummelplatz-Atmosphäre hat, aber wir fanden es nicht so übel wie nach einigen Schilderungen erwartet. Außerdem noch vergleichsweise preiswert.

Planet Baobab bei Gweta: 5 Sterne

Für uns ein sehr schönes Camp/Lodge! Sooo liebevoll gestaltet das ganze! Weitläufig, die hübschen Rundhütten verbreiten eine gemütliche Atmosphäre. Der Campingplatz ist auch in Ordnung. Am Anfang stört mich etwas, dass es etwas weit ist zum Wasser, aber das war später irgendwie auch nicht mehr wichtig. Sehr hübsche Abolutions, allerdings etwas spärliches Wasser in den Duschen, das ist für uns jedoch nicht sooo ausschlaggebend. Genialer, großer Pool, was natürlich für unsere Kinder nach dem vielen Im-Auto-Sitzen wunderbar ist da sie sich als begeisterte Schwimmer hier wirklich austoben können. Ich flanierte gerne auf den kleinen, verwunschenen und mit Petroleumlampen beleuchteten Wegen unter den Baobabs herum (ich liebe Baobab!). Extrem freundliches staff! Und mit ca. 8 Euro außerdem die preiswerteste unserer Botswana Unterkünfte!

Tiaan’s Camp am Boteti River: Tjaaaaa… das war unsere große Enttäuschung. Ich vergebe 3 bis 4 Sterne.
(Unser Gefühl sagt: höchsten 3, aber das wäre, wenn man es sachlich betrachtet, nicht ganz fair)

Hier zeigt sich weder mal, wie unterschiedlich wir Dinge empfinden, haben doch einige hier im Forum von diesem angeblich schönen Ort geschwärmt!
Wir wollten hier deshalb einen Tage Pause einbauen. Und nach dem schönen Planet Baobab kommen wir hier an – und sind alle 6 super enttäuscht! Was bitteschön soll hier besonders schön sein? Außer dass die Duschen wirklich reichlich warmes Wasser ausspucken?
Wir haben es versucht, mit den Augen anderer zu betrachten. Ob man zu z.B. zweit (ohne Kinder) dem ganzen mehr abgewinnen kann? Aber Volker und ich sagen beide: hier müssen wir keinen Tag verbringen! Zum nächtigen auf dem Weg ist es o.k. Aber sonst? So sehr ich mich auch bemühe, es gelingt mir (uns allen) nicht, diesem Camp irgendetwas abzugewinnen. Die Plätze fürs Zelten sind zwar großzügig und haben alle einen Baum. Blick gibt es aber von dort keinen. Nur von dem Dach über dem Restaurant aus – und auch dieser Blick ist nicht sehr hübsch: durch Baum-Grün zum großen Teil ohnehin verstellt. Der Boteti ist an dieser Stelle auch nicht besonders hübsch – es laufen Herden von Kühen da unten rum und es ist ein Zaun durchgezogen, so dass man selbst wenn wilde Tiere kämen, diese weit weg sind. Man erahnt einen ElefantenTrampelpfad fern schräg weit weg am anderen Flußufer. Das war’s dann auch schon. Das nach meinem Empfinden stillos eingerichtet Restaurant ist auf der Hinterseite des Hauses - man hat also auch von hier gar keinen sonderlichen Blick. Oben, wo die Sofas stehen, sieht es aus, als habe jemand auf dem Sperrmüll alte Möbel eingesammelt, die noch brauchbar sind – kein einheitlicher Stil. Das ganze wirkt so hilflos eingerichtet! (das einzige, was ein wenig Eigenheit erkennen läßt, sind die Duschen und Toiletten). Wellblechdach, ungemütlich, kein Ambiente.
Fürs Wifi muss man außerdem pro Stunde pro Gerät bezahlen. Der Pool ist ein eiskalter überdachter (immerhin sauberer) mini Tümpel. Der manager ist auch nicht sonderlich zugänglich. Das campen ist auch nicht gerade preiswert (ca. 19 Euro ab 12 Jahren). Eigentlich wollten wir uns hier ein Essen leisten. Aber für 20 Dollar pro Person, in einem so stillosen Ort ist es uns das nicht wert, und wir erwarten auch von der Küche deshalb nichts Außergewöhnliches.
Wir kochen unsere Nudeln auf unserem Gaskocher und sinieren gemeinsam darüber, was wir nun mache sollen. Wären wir doch einen Tag länger im Planet Baobab geblieben!
Dann einigen wir uns darauf, am nächsten Tag bereits abzureisen (obwohl wir leider schon 2 Nächte bezahlt haben) und stattdessen uns in Maun eine Unterkunft zu suchen. Die einzig richtige Entscheidung, denn von einem Tag langweilen an einem nicht gerade schönen Ort wird das bereits ausgegebene Geld auch nicht besser….

Maun Rest Camp: 4 bis 5 Sterne
Ich hatte mir glücklicherweise während meiner Reiseplanungen auch Campingplätze in Maun notiert und diesen Zettel mit, obwohl wir in Maun keine Übernachtung geplant hatten. Das Maun Rest Camp klang schön, ruhig und preiswert. Das war es auch! 8 Euro pro Erwachsener! Große Anlage, schöne Plätze unter den Bäumen oder am Thamalakane (dann etwas teurer). Kostenloses schnelles Wifi. Ordentliche Toiletten und Duschen mit reichlich warm Wasser.

South Gate: 4 bis 5 Sterne
Keine Ahnung, warum viele dieses Camp nicht so mögen. Wir fanden es sehr schön unter den großen Bäumen, viel Platz, sogar Tische, sehr ordentliche, saubere Abolutions. Schöne Feuerstellen.
Und: nein, uns besuchte NICHT der Honigdachs – dafür aber am ersten Abend eine Civet, und am zweiten Abend eine andere, kleine Ginsterkatze!!!
Alle Camps im Moremi finden wir recht teuer – aber mit ca. 24 Euro (allerdings erst ab 18 Jahre!) noch verhältnismäßig preiswert im Vergleich mit den anderen Moremi-Campsites.

Third Bridge, Xakanaxa und North Gate haben wir uns angeschaut:
Third Bridge hat etwas offenere Umgebung drum herum, die Plätze selber waren aber mehr im Gebüsch, was ich nicht so schön fand. Xakanaxa hat uns allen sehr gut gefallen, am Wasser, mit Schilf, überall der Blick auf das Okavango! Und North Gate fanden wir alle noch viel unschöner als South Gate – alle Plätze nur zwischen Dickicht! Und wenn man bedenkt, dass diese 3 Camps alle 50 Euro pro Person kosten, dann waren wir SEHR glücklich, dass wir 2 Nächte am South Gate waren! Xakanaxa wäre es mir evtl. noch für eine Nacht mal wert, denke ich – gerechtfertigt finde ich diese Preise dennoch nicht.

Mankwe Camping Platz: 3 Sterne
Freshy hatte mich ja etwas vorgewarnt. Insofern haben wir nicht viel erwartet. Deshalb fanden wir es dann wohl auch ganz o.k. Wir fanden es jetzt grundsätzlich mal schön gemacht (sowohl die Lodge als auch die Campingplätze an sich – mit vielen schattigen Bäumen – ich bin erstaunt, dass Ihr dort keinen Schatten gefunden hattet?). Auch wurden wir freundlich begrüßt und bekamen gratis Feuerholz für eine Nacht.
Allerdings waren die Abolutions schon eine ziemliche Zumutung: das Klo war frisch verstopft mit den Überresten unserer Vorgänger (da das Wasser so langsam nachlief, vermute ich. Ich hab dann am Wasserhahn dreimal einen Eimer gefüllt, und dann war das Problem auch behoben). Deshalb schwirrten neben dem Gestank auch Unmengen von Fliegen herum. Die selbstbefüllbare Eimerdusche fanden die Kinder zunächst mal ganz witzig – sie funktionierte am Ende aber kaum, und das Wasser war ekelig: salzig und schmierig, als habe jemand tonnenweise Salz und Seife reingekippt…. Die einzige Campsite, wo wir unsere Trinkflaschen NICHT auffüllten – das fand ich dann für MikropurTabletten eine Überforderung (und für unsere Verdauung auch….).
Nachts besuchten uns Elefanten, das war schön! Und von unserer Route her war es recht sinnvoll gelegen. Dennoch denke ich, dass wir dort nicht unbedingt nochmal hin gehen würden.

Und zuletzt:
Mwandi View in Kavimba, Nähe Kachikau: 5 Sterne
Da kamen wir an und sagten alle wie aus einem Munde: „Ohh, ist DAS schön hier!!!!!“
Wir überlegen noch, hier einen Tag länger zu bleiben und stattdessen unsere zweite Nacht in Livingstone zu kürzen, entscheiden uns dann aber doch nur für ein gemütliches Aufstehen und noch etwas Zeit am Morgen verbringen und nach unserem Plan weiter Richtung Heimat zurück zu fahren, da wir hier, insbesondere die Kinder, vielleicht einen ganzen Tag lang dann auch nicht so recht wissen, was sie machen sollen(ich könnte dort endlos auf der Terrasse sitzen, in die Weite blicken, über das Erlebte sinieren, Reisebericht schreiben und vieles mehr….)
Schöne grüne Wiesen, sehr geschmackvoll eingerichtetes kleines Restaurant mit Terrasse und Blick auf die Linyati FloodPlains, gute Abolutions, auch extra zum Geschirr spülen mit heiß Wasser, ein netter, kleiner Pool. Und: die freundlichste Besitzerin, mit der ich bereits im Vorfeld wegen unserer Chobe River Cruise extrem netten und hilfreichen Kontakt hatte.
Uneingeschränkt zu empfehlen!!!!

Teil 319. Apr. 2018

Danke Euch allen für Eure ermutigenden Rückmeldungen! Da macht es gleich noch mehr Spaß weiter zu schreiben! 😉 Ich muss die Vormittage ausnutzen, und anderes muss jetzt eben mal liegen bleiben. Wäsche kann ich eh nicht waschen, da wir seit Montag ein Major-Strom Problem haben. Aber ins Namibia Forum komme ich - das ist doch eine praktische Ausrede gegen langweiligere Alltags-Arbeit 😄 😄

Freshy, kurz zu Deiner Frage unseres zukünftigen Domizils: Das fängt so langsam an, Volker und mich doch zu stressen. Wir haben ja eine konkrete Sache in Tanzania, wo man Volker zum Aufbau eines zu einer privaten Medizinischen Uni gehörenden Krankenhauses haben will. Das macht, nach allem, was wir nach mehrfachen Besuchen dort im letzten Jahr beurteilen könne, wirklich Sinn und scheint sehr auf uns zugeschnitten zu sein (wir sprechen auch beide Kiswahili, und haben einen inneren Zugang zu Tanzanias Menschen) - aber vergeblich suchen wir seit 9 Monaten nach einem funding dafür. Ich lasse mich jetzt nicht aus über Sinn und Unsinn diverser Projekte auf diesem Kontinent, und wieviele Gelder wem in die Rachen geschüttet wird, und dass so viele Gelder ungenutzt rum liegen - aber wenn man mal was Sinnvolles tun will, dann sagen alle nur "Tolle Sache, da müsste sich doch jemand finden lassen....." - aber keiner fühlt sich dazu berufen, derjenige zu sein. Schon gar nicht die "Großen", die eigentlich gar nicht wissen, was sie mit (unseren Steuer-) Geldern machen sollen.... Eigentlich wäre es perfekt für eine CIM-Stelle über die deutsche Entwicklungshilfe - aber die scheinen derzeit in TZ nicht innovativ und sind daran nicht interessiert.
Seit März gibt es endlich EINE Stiftung, die dem ganzen Chancen gibt, und Volker schriebt seit kurz vor unserer Botswana Reise an dem Antrag. Aber hier stößt er auch oft genug an Grenzen, und es ist unklar, ob das was werden wird.
Die letzte Alternative heißt, zurück nach Deutschland, was uns nicht sehr entsprechen würde, und wo wir auch unsere Gaben als ungenützt herumliegen sehen würden.
Also, sollte jemand hier im Forum jemanden kennen (oder Kontakte zu Firmen, die sowas mal ein paar Jahre als Anschub finanzieren würden), der Geld hat und es in medizinische (Ausbildungs-)Aufgaben in Tanzania einbringen würde, der kann sich gerne mit einer PN an uns wenden!
Das ist der Stand dazu in Kürze, freshy!

Nun werde ich mal die nächste Etappe zusammenstückeln und mich ein wenig den vielen Photos widmen. Auf unserer Kamera waren "nur" ca. 1300 - und auf Bennis 1931..... Insgesamt bin ich sehr enttäuscht von den Bildern - wir haben aus den letzten 30 Jahren sehr viel wundervollere Tierphotos. Ein wenig lag das sicher an der Jahreszeit - wir waren auch insgesamt eher etwas enttäuscht und haben sehr viel weniger gesehen als erhofft, Zum anderen haben wir auch die Kinder immer mal ran gelassen, und obwohl Benni eigentlich mit manchen basics inzwischen vertraut ist und teilweise auch echt gute Bilder hin kriegt, haben z.B. gaaaaanz viele Landschafts-oder Straßenbilder einen schiefen Horizont! Und sind damit kaum verwertbar...
Auch ist es aus unserem LC heraus nur auf dem Beifahrer- oder Fahrersitz einfach, gute Perspektiven zu kriegen - seitlich aus den kleinen Schiebefenstern heraus ist man doch recht eingeschränkt. Und immer heraus lehnen (dafür wurden wir im Chobe prompt von einem SafariFahrer gerügt) oder anhalten und aussteigen will man auch nicht dauernd.... Ich hoffe, dass ich Euch den Bericht dennoch mit einigen schönen Bilder erfrischend gestalten kann!
Auf bald!

Teil 419. Apr. 2018

So, genug dazwischen gefaselt! Jetzt soll es weiter gehen:

Freitag, 30.03.2018 – von Katete nach Lusaka
Wir wachen ausgeschlafen aus und es begrüßt uns blauer Himmel! Das tut gut!
Heute geht’s nach Lusaka – durch „Tikondane“ haben wir diesmal diese Etappe um einige Stunden kürzen können. Letztes Mal hatten wir in Namitete noch vor der Grenze übernachtet, und dann war das inklusive Grenzübergang ein 12-h Tag gewesen (da wir dann auch noch 2 h in Lusaka im Verkehr gehangen haben). So sind wir entspannt und frühstücken noch im kleinen Tiko Restaurant.

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Etwa so, wie ich es erwartet habe: recht „afrikanisch“, mit Tee und InstantKaffee, mit Toast, und Peanut butter und Marmelade (beides eigene Herstellung). Dann fährt der unscheinbare, freundliche Koch (der völlig überfordert scheint, es uns aber wohl unbedingt recht machen möchte!) immer noch mehr auf: Omlette, und Würste (die schmecken genauso wie die Farmers Choice Würste in Nairobi in den 80er Jahren – mehr nach Sägemehl als nach Wurst… Meine Familie kriegt sie nicht runter 🤢 , nur ich lasse mir einige Bissen schmecken und schwelge dabei in Erinnerungen…. 😗 Manchmal ist es seltsam, wie sogar schlechter Geschmack oder üble Gerüche positive Gefühle hervorzaubern können!). Zuletzt bringt der Koch noch gebratenen Speck – und der schmeckt nun wirklich richtig gut! Da ist mein Hannes, der Fleischesser, selig, und für ihn ist der Tag nun bereits gerettet! 🙂

Wir treffen noch Elke, die Österreicherin, die das ganze seit 25 Jahren leitet, und tauschen uns ein wenig aus. Das ist sehr interessant, und es ist schade, dass wir nicht mehr Zeit dazu haben! Sie scheint eine der treuen, hingegebenen Menschen zu sein, die FÜR die MENSCHEN leben und allen Rückschlägen zum Trotz Freude und Lebensmut versprühen!

Zamiba wünscht uns gute Fahrt (hier habe ich etwas gemogelt, denn wie man an dem grauen Himmel und der nassen Straße sehen kann, stammt dieses Bild vom Vortag...)

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(warum eigentlich auf französisch, frage ich mich? Die Franzosen waren doch gar nicht hier!?), und die haben wir dann auch! Die Straße ist neu gemacht, - eine wahre Autobahn! Und hier darf man sogar 120 fahren! (in Malawi ist offiziell bei 100 Schluß). Und nicht nur das – man KANN sogar 120 fahren und merkt es nicht einmal! WOW! Vor 2 Jahren sind wir hier teilweise noch über Baustellenumgehungen gehoppelt. Diese Straße ist anders gebaut als die zwischen Blantyre und Lilongwe. Und eigentlich möchte ich ja nicht parteiisch sein – aber in diesem Falle wurde sie mit Unterstützung der europäischen Union gebaut, und nicht von den Chinesen…. Man hat jedenfalls den Eindruck, das könnte eine Weile halten!

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Uns beeindrucken die Solar-Straßenlampen – warum kriegt Malawi sowas nicht hin???

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Da leiden wir jedes Jahr an immer mehr Stromausfall (im vergangenen halben Jahr waren 24 h OHNE, dann wieder 4 bis 8 h MIT Strom die Regel), und nun hat man überall Straßenbeleuchtungen gebaut (Blantyre, Zomba usw…), die teilweise sogar tagsüber brennen 🙄 , während zu Hause unsere Gefrierschränke vor sich hin tauen, und unzählige offices und andere Arbeiten lahm liegen….

Eine willkommene Unterbrechung ist die Luangwa-Bridge. Hannes mit seinem wachen Auge rügt den Fahrradfahrer, der vor uns über die Brücke fährt, während noch ein Laster darauf unterwegs ist – denn es steht ja dran: "On Bridge only one vehicle at a time" 😏

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Hiernach kommen immer wieder ein paar üble Schlaglöcher, aber insgesamt bleibt die Straße doch wie eine Autobahn bis Lusaka! Ein angenehmes Fahren für so eine lange Strecke.
Wie unsere Kinder diese viele Fahrerei immer mitmachen, werden wir oft gefragt. Irgendwie ist das selten ein Problem: Manchmal wird gequatscht und geblödelt, manchmal ist Schweigen, und jeder saugt den Blick um uns herum in sich hinein. Mal schlafen einige, mal lesen auch welche (so lange bis sie jammern: „Mir ist schlecht!“ Aber es gilt noch immer der alte Spruch: wer nicht hören will muß fühlen!). Mal machen wir „Wolkenspiele“ und erzählen, uns, was jeder in den Wolken sieht. Manchmal hören wir Musik – heute eine Mischung aus Pop, Klassik, und Kinderliedern, die so langsam eigentlich auch für unsere Kinder nicht mehr interessant sind, aber uns dennoch ein bisschen bei Stimmung halten („Der bunte Papagei legt ein HÜHNER-Ei ! Da sagt das Huhn: was soll ich dann tun???..... Es schaukelt die Giraffe, am Baum so wie ein Affe – der Affe lacht sie aus: da wird nie was draus! Da wird NIE was draus! NIE WAS DRAUS!“), und die Kinder üben, Takte zu erkennen und zu dirigieren. Immer wieder fällt insbesondere die Unterscheidung zwischen 2/2 und 4/4 schwer – aber am Ende der Fahrt haben sie auch das raus!

Kurz vor Lusaka liegt linker Hand das bei vielen bekannte „Pioneer’s Camp“. Ich fragte mich, ob es uns für die Rückfahrt helfen würde, dort zu übernachten, da es immer nicht schön ist, morgens als erstes durch dichten Stadtverkehr fahren zu müssen, und so machen wir den „kleinen“ Abstecher, um es uns anzuschauen. Aus den angeblichen 2 km werden 4, und es ist eine fürchterliche Rough Road. Da manche sie anscheinend noch nicht schlimm genug finden, hat man an den wenigen Stellen, wo man mal FAHREN könnte, dicke fiese Bumps eingebaut…. Das, was wir dann hinter einem Zaun im Gestrüpp eingepfercht sehen, läßt uns schnell entscheiden: Nein, hier werden wir auf der Rückfahrt nicht hin gehen. Jedenfalls nicht, nachdem wir das Eureka hinter Lusaka bereits kennen. Der „kurze Abstecher“ hat uns leider eine halbe h gekostet… 😠
Durch Lusaka geht es heute erstaunlich flüssig – wir sind nach 45 min durch und gegen 4 im Eureka Camp. Da freuen wir uns schon auf die Giraffen und Zebras, die meistens durchs Camp streifen – und während wir noch am gate stehen und Volker sich ins Buch einträgt, kommen doch tatsächlich direkt vor uns 2 Giraffen aus dem Gebüsch – und hinterher ein Zebra marschiert! Damit hatten wir gar nicht gerechnet, und bis ich den Photo gezückt habe, sind sie auch schon fast wieder weg!
Uuuups! Wie kriege ich denn Hochkant-Bilder hier auch hochkant in den Bericht hinein? Vielleicht kann mir einer helfen...?

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So ein freundlicher Empfang! Während wir Zelte aufbauen, grasen mehrere Zebras um uns herum – das ist aber nett von Euch!

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Leider kommt auch hier Nieselregen auf, und es ist schön, dass hier immerhin kleine Hütten stehen, unter deren Dach wir mein vorgekochtes Gulasch essen können.

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Die Kinder spielen noch etwas Billiard an der Bar, aber ansonsten ist bei dem kühlen Nieselregen bei Dunkelheit auch nichts geboten, so dass wir früh in die Zelte kriechen. Wir hoffen, dass wir ohne Regen aufwachen, denn nasse Zelte einpacken ist immer nicht so schön….

Teil 519. Apr. 2018

Schön, Mzeekenya und Doro, dass Ihr mit dabei seid!
Ja, MK, Deine Beobachtung mit dem Straßenbau teile ich. Auch z.B. in Tanzania ist ja in den letzten Jahren da sehr viel geschehen. Die Straße im abgelegenen Süden zwischen Songea/Lake Malawi und Mtwara/Indischer Ozean - was haben wir gestaunt, dass wir die auf tollstem Teer durchfahren konnten, statt wie früher mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 40 km/h zu hoppeln! Nach der Regenzeit immer besonders schlimm, IN der Regenzeit manchmal gar nicht passierbar! Ebenso die Straße zwischen Dodoma und Iringa - und zwischen Arusha und Dodoma müssten sie auch bald fertig sein? So ein bisschen nimmt es einem ja auch ein bestimmtes Gefühl, was einem solche Reisen sonst vermittelt haben, und man könnte vielleicht auch kurzfristig in etwas Wehmut darüber verfallen. Aber nicht nur für Reisende wie uns ist es angenehmer- für die vielen Menschen dort bedeutet diese infrastrukturelle Anbindung ja ungeheuer viel! Aber ob das wirklich einen generellen Aufschwung mit sich bringen wird - mal sehen.... Die Bevölkerung muß halt auch was draus machen, und sich nicht nur von Donors bedienen lassen (wie es z.B. in Malawi der Fall ist)

Doro, ja, das Bridge Camp ist immernoch dort, bei der Luangwa Brücke (zwischen Lusaka und Chipata). Auf der Rückfahrt haben wir hier eine kurze Pause eingelegt. Der Niederländer Besitzer ist immer noch da, freundlich, aber Alkoholiker, soweit sich das beurteilen läßt, aber das Camp läuft. Es machte nur für uns von den Etappen her keinen Sinn diesmal als Übernachtung.

Nun kommt nochmal ein Tag Berichten von einer weiteren langen Fahrstrecke, und ich hoffe, dass ich Euch damit nicht zu sehr langweile! Und dann geht's über den Zambezi nach Botswana!

Teil 620. Apr. 2018

Guten Morgen Doro!
Ja, die Strecke bis Mfuwe ist wohl noch nicht so lange geteert - wir hatten das Glück aber schon! Wir sind damals (vor 2 Jahren) erst zu den Vic Falls, und dann auf dem Rückweg in den South Luangwa. Da sind wir dann kurzentschlossen von Livingstone bis zum Bridge camp durch gefahren - ein langer Tag! - und von dort bis zum SL. Volker wollte eigentlich unbedingt die im HUPE Reiseführer beschriebene OffRoad Strecke von Petauke aus fahren. Ich hab ja auch nichts gegen "OffRoad" (der Begriff ist eigentlich Blödsinn - das sind ja alles STRASSEN), im Gegenteil. Aber das erschien mir dann doch ein bisschen ZU lang - und dann Anfang April??? ich war froh als uns damals der Besitzer vom Bridge Camp EINDEUTIG sagte, dass wir das nicht versuchen sollen - am Ende der Regenzeit, und mit nur einem Auto. Das wäre völliger Blödsinn! Volle Flüsse, nicht nur mit Wasser, sondern auch mit Krokodilen usw! (nachdem wir dann im SL endlos Krokodile gesehen haben, kann ich mir das gut vorstellen...) So wurde es dann die "langweilige" Teerstrasse.

Naja, und eben mit deshalb war ich Volker ja quasi noch ein bisschen Rough Road "schuldig" - und so wurde nun Botswana draus! Ich war ja hier anfangs recht unsicher, da ich diese Strecken so gar nicht einschätzen konnte. Mancher im Forum hat sich da vielleicht über meine Skepsis gewundert, da es ja "Standard Routen" sind (Moremi, und über Savuti hoch). Doch mir schwang einfach noch der Rat vom Bridge Camp im Ohr: "Never - don't do it, not with only ONE car!". Aber das bezog sich ja auf die Old Petauke Road in Zambia....
Botswana jetzt war vom Fahren her prima - sehr viel weniger brenzlig als ich dachte (wobei wir Glück hatten - eine Woche vorher muss es mit schlimmen Regenfällen noch eine ganz andere Matschtour gewesen sein, als es ohnehin bei uns schon war!), es war so, dass es viel Spaß gemacht hat (ich fahre auch gerne Auto), ja, und stecken geblieben sind wir auch einmal ordentlich - und rausgezogen haben wir auch mal jemanden, und von dem vielen Tiefsand auf der Sand Ridge Road haben wir nichts gesehen.... 🤨 Ich muss da nochmal in der Trockenzeit hin....
Jetzt aber dann doch der Reihe nach! 🤪

Teil 720. Apr. 2018

Samstag, 31.03.2018 – von Lusaka nach Livingstone:
In der Nacht grollte öfter schlimmes Gewitter und Blitze zuckten, aber es ging größtenteils um uns herum und wir blieben vor dem meisten verschont. Dennoch müssen wir die Zelte heute recht naß einpacken, denn wir haben nicht die Zeit, sie zum Trocknen noch etwas stehen zu lassen.
Das wieder Abbauen und alles im Auto verstauen und Sortieren gestaltet sich noch etwas holprig – wir müssen uns als „Camping-Team“ erst wieder einspielen.
Und: es ist genauso wie ich erwartet habe: Das Innere dieses Autos sieht bereits jetzt aus, als habe ein Büffel eine Break-Dance-Session gehalten 😈 – dabei sind wir bisher noch gar keinem Büffel begegnet!?

Es ist eine eigene Philosophie, dieses Auto zu sechst mit CampingAusrüstung sinnvoll einzurichten (und auch so zu erhalten….). Wir haben die Version mit einer 3-er Mittelbank (bei dem 79er Modell ja ohne Seitentüren, also immer von vorne Sitze umklappen und sich "reinkrampfen"), und ganz hinten zwei kürzere seitliche Bänke. Zwischen diese Bänke passt immer einer unserer Koffer genau von der Höhe – drum herum und unter den Sitzbänken hinten wird mit anderem aufgefüllt (Isomatten, Abschleppseile, Schlafsäcke, Kühlbox, Gasflasche, Tüte mit Schuhen, und eine andere mit Schwimmsachen usw…) Dann kommt auf das ganze eine 140 breite, dünne Matratze(nauflage) – von „IdiotenKaufenEinfachAlles“ (IKEA) - die biegt sich an den Seiten hoch. Auf der schlafen Volker und ich im Zelt, da ich ziemliche Rückenprobleme habe. So dauert es schon immer seine Zeit, bis alles der richtigen Reihenfolge nach wieder „einsortiert“ ist für den neuen Tag!
Später in Botswana beneide ich manchmal die anderen mit ihren voll ausgerüsteten Bushcamper-Mietwagen, wo alles seine schönen zugänglichen Fächer auf Augenhöhe an der Seite des Wagens hat…
Unter die Mittelbank stapele ich meine Tupperdosen mit der „Tages-Überlebens-Ration“ und manchen Leckereien (noch zu Hause gebackenen Schokokuchen, Biltong, Kekse, Nüsse, Äpfel… gekocht wir ja immer erst abends), um möglichen aufkommenden schlechten Launen entgegen zu wirken! Da sind sie gut erreichbar!
Vorne haben wir noch 1 ½ Plätze neben dem Fahrer, und der Platz auf der Mittelbank hinter dem Fahrer wird mit einem weiteren kleinen Koffer und mit dem Zeugs, was wir erreichbar brauchen (Geld, Pässe, Autopapiere, Kameras usw.) belegt. So darf also immer mindestens einer ins „Schlafabteil“.
(Ich habe leider keine Bilder von unserem unaufgeräumten Inneren des Autos… Da müßt Ihr jetzt Eure Phantasie walten lassen!)

Aber irgendwann ist auch dieser Teil geschafft, der in den kommenden Tagen zur flotteren Routine wird, und wir winken den Zebras und den Impala noch einmal zu. Eine Giraffe läßt sich noch in weiter Ferne blicken, und los geht’s in die letzte Etappe unserer langen Botswana-Anfahrt! (die 70 km morgen bis zur Grenze vernachlässigen wir hier mal).
Es sind ca. 470 km – größtenteils gute Straße, nur am Anfang, bis Mazumbuka, gibt es ein Stück von 70 km, die so richtig übel sind! Das war schon vor 2 Jahren so, und daran hat sich nichts geändert. Das kostet eine zusätzliche Stunde. Also, Chinesen, wäre das nichts für Euch??? Oder lieber doch die EU? 😄
In der Mazumbuka Ortseinfahrt bewahrt uns ein langsam vor uns fahrender Bus davor, in die Polizei-Radar-Falle zu brausen! Und im Ort machen wir den selben Fehler wie letztes Mal: da zweigt die Straße auf, mit Schildern: „Light vehicles“ to the right und „Heavy vehicles“ to the left. Wir entscheiden uns, ein „Light vehicle“ zu sein – und finden uns auf einem üblen Pothole-Stück wieder, das uns auch sehr bekannt vorkommt…

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Naja, es macht zeitlich keinen so großen Unterschied, doch wir merken uns für die Rückfahrt: Den anderen Weg nehmen!!!

Die ganze Strecke über ist es ziemlich grau bewölkt, ab und zu lässt sich in der Ferne blauer Himmel erahnen, aber irgendwie nimmt die Straße dann doch immer wieder die Richtung in die dunkler werdenden Wolken. Volker und ich beobachten den Himmel kritisch, mit der leisen Hoffnung, dass wir doch in Livingstone nicht im Regen Zelte aufbauen müssen! Darauf haben wir irgendwie gar keinen Bock, und so langsam finden wir, könnte die Regenzeit sich auch mal als beendet erklären! Zumindest da, wo wir unterwegs sind….?
Und was wir kaum zu hoffen wagten, wird dann wirklich wahr: Kurz vor Livingstone – wirklich quasi auf den letzten Kilometern, lichtet sich der Himmel, recht uns links und hinter uns ist es grau, und vor uns über Livingstone und den zu erahnenden Vic Falls breitet sich blauer Himmel mit hübschen Schäfchenwolken aus! Wir sind wirklich sehr erleichtert und glücklich darüber!!!

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In der Ferne über den Bäumen kann man schemenhaft die Gischt der Vic Falls sehen. Dieses Bild bietet sich nur an einer Stelle in Livingstone, und es ist immer schön, wenn man hier durch die Stadt fährt und das vor sich sieht: Endlich DA!

Und nun müsst Ihr durch einen kleinen "Gasflaschen-Exkurs" durch - wir mussten es schließlich auch, und Ihr reist ja mit, oder?
Da wir das Problem haben, dass unsere Gasflaschenfüllung sich dem Ende neigt, hoffen wir, sie hier in Livingstone noch zu befüllen.
Diese Gasflasche hat nämlich eine etwas komplizierte Geschichte, und ich konnte sie deshalb in Malawi nicht auffüllen lassen:
Als wir vor 2 Jahren in Zambia waren (entschuldigt, dass ich immer wieder davon rede..), hatten wir auch eine leere Gasflasche, bevor wir in den SL wollten. Also haben wir uns in Chipata damals umgeschaut. Unsere damals aus Blantyre befüllen ging nicht (Laden, der befüllt, was geschlossen, ich glaub, es war ein Sonntag), aber an der Kobil in Chipata gab es welche mit Kochaufsatz zu kaufen, und so haben wir das getan. Damals noch nichtsahnend, dass es zig verschiedene Sorten Gasflaschen mit verschiedenen Gewinden in Afrika gibt!
Einige Monate später, als wir durch TZ nach Kenya hoch fahren, will ich eben diese in TZ auffüllen lassen. In Mbeya stehen Gasfalschen ohne Ende am Straßenrand. Überall! Aber keiner kann sie mir auffüllen - bis mir einer erklärt: "Die kann dir in ganz TZ keiner auffüllen! Diese Sorte wird hier nicht gehandelt!" Na toll! (In TZ gibt es ORYX - ich vermute, dass die mit AFROX kompatibel sind!?)
In Nairobi, der Weltstadt, dann das Wunder: sogar an einer kleinen Station am Dagoretti Corner gibt es alle möglichen Sorten von Gasflaschen, und wir bekommen unsere problemlos gegen eine neue der gleichen Art getauscht. Das einzige, was anders ist: sie ist gelb statt khakigrün. Fröhlich ziehen wir von dannen und haben diese Flasche bis vor kurzem genutzt!
In Blantyre auffüllen geht nicht - hier wird nur AFROX vertrieben, und als er mal alle seine Adapter durchprobiert, und ich immer irritiert gucke, wieso der falsch herum zu schrauben versucht, wird mir klar: das Gewinde ist tatsächlich anders herum geschnitten als bei AFROX Flaschen! Ja gibt's denn so was? Es geht also gar nicht nur um die GewindeGröße, sondern die Gewinde sind einfach in gegensätzliche Richtung geschnitten! Also: keine Chance zum Befüllen!
Nun, haben wir uns gedacht, fahren wir nochmal nach Zambia, wo wir das Ding ja gekauft haben, und hoffen, sie wieder los zu werden - oder wenigstens befüllt zu kriegen.
Wir fahren in Livingstone diverse Tankstellen an, die auch hin und wieder Gasflaschen ausgestellt haben. Nix zu machen. Volker erinnert sich, dass wir sie an einer Kobil gekauft haben, und als wir eine solche finden, und dort auch Gasflaschen stehen, freuen wir uns schon! Es ist wirklich sogar die richtige Sorte!!!! (nur eben khakigrün, und nicht gelb....Das wird später noch eine Relevanz bekommen). Doch auch das wird eine Pleite. Ihre Gasflaschen sind leer, so dass sie unsere nicht tausche können......
Man sagt uns noch, dass es in Livingstone EINEN Laden gibt, der Gasflaschen befüllt. Er heißt "Ankufa" und ist in einer kleinen Seitenstraße, und wir finden ihn auf Anhieb! Doch: der ist geschlossen. Es ist Samstag nachmittag, etwa15:30..... Volker klappert dennoch mal an dem Tor, und da kommt der Wächter, und wir meinen zu träumen, als er uns sagt, dass der Laden morgen (OsterSonntag!) für EINE Stunde geöffnet hat - zwischen 9 und 10 Uhr vormittags! Also, die Hoffnung stirbt zuletzt! Und noch ist sie nicht tot!!!

Nun fahren wir erst noch an der Lodge vorbei zu dem Punkt, wo man am Zambezi oberhalb der Vic Falls die Gischt „von hinten“ sehen kann – hier ist auch mein Anfangsbild entstanden. Ich könnte hier ewig stehen, dieser starken Strömung zuschauen, und dem Tanz der Gischt hinter der Abbruchkante, die man von hier aus ja nur erahnen kann!

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Allerdings mögen auch andere diesen Platz, und es kommen ständig neue Leute, die sich für Selfies positionieren. Uns sind diesmal keine recht Sympathischen dabei, und so fragen wir erst auf der Rückfahrt zwei britische Fahrradfahrer, ob sie ein Familienbild von uns machen (mein erstes Bild ist damit also eigentlich eines der letzten).

Dann rollen wir gegen 4 Uhr nachmittags in die Maramba River Lodge ein – ein Ort, der mir schon vor 2 Jahren so gut gefallen hat, dass ich so gerne nochmal her kommen wollte! Ich liebe natürlich angelegte Compounds, und Lodges, die rustikal und vom Stil in die Natur eingebettet sind. Deshalb müsst Ihr Euch das jetzt ein bisschen anschauen. Vielleicht mag der eine oder andere es sich ja für Zambia/Vic Falls auf seiner Liste notieren!

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Reception

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Restaurant

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Pool, Bar, Lounge

Teil 820. Apr. 2018

Da mein Internet immer nur etwa ca. 5 bis 6 Bilder auf einmal bewältigt, und ich jedes mal zittere, ob meine Bemühungen gleich futsch sind, muß ich hier etappenweise meine Bilder einfügen. Deshalb ändere ich einen Beitrag hin und wieder mal, wenn ich noch passende Bilder dazu finde, bzw. es einfach zu viele sind. Eigentlich wollte ich immer einen Tag in einem Beitrag schreiben, - aber das muss vielleicht nicht sein, und wir ändern das eben mal?
Ich hoffe, Ihr arbeitet auch an Eurer Intelligenz! (Remember: intelligence is the ability to adapt to change!)

Also mache hier mal mit der Maramba River Lodge weiter:

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Für die Nicht-Zelter gibt es auch Häuschen oder Tents:
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Im Maramba River, der direkt vor der Lodge verläuft und später in den Zambezi mündet, hört man zur Begrüßung schon die Hippos.

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Aber sie haben sich diesmal etwas in einer Ecke versteckt und lassen sich nicht wirklich blicken.

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Wir bauen Zelte auf, erfrischen uns im Pool und essen dann mein ebenfalls noch vorgekochtes ChickenCurry mit Basmati Reis – lecker! Es hilft, dass wir nun doch schon deutlich westlicher sind, denn es wird fast 1 h später dunkel als in Blantyre. So haben wir bis etwa 7 Uhr noch Tageslicht.

Die Kinder philosophieren darüber, ob Mama auch diesmal eine Osterüberraschung mit hat – aber da lasse ich nichts raus. Der Osterhase wird erst aktiv, als alle 4 schon in ihren Zelten liegen!
An unserem ersten Ostern in Malawi konnte ich sie noch mit deutschen Ostereiern, die ich aus dem Container wohl behütet aufbewahrt hatte, überraschen! Letztes Jahr waren wir zu Ostern in Südtanzania unterwegs, die Menschen in dem kleinen Dorf besuchen, unter denen wir mal 2 Jahre gelebt hatten. Da hatte ich außer ein paar Gummibärchen nichts mit gehabt – aber es ist so schön, dass sich unsere Kinder selbst darüber so herrlich freuen und dankbar sind! Und dann gab es sogar noch eine echte Überraschung, da wir uns noch in Matema, am nördlichen Zipfel des Lake Malawi, mit Freunden getroffen hatten: Eine Ledige Deutsche, die tanzanische Vierlinge adoptiert hat (die sind in passendem Alter zu unseren Kindern) hatte Besuch von einer Familie aus Deutschland, und die hatten Ostereier mitgebracht und dort auch für unsere Kinder versteckt! War das eine Freude gewesen! In Deutschland kann man sich oft nicht vorstellen, wie solche Dinge hier so viel Dankbarkeit und Freude auslösen können.
Tja, also, und dieses Jahr dachte ich, muss ich es wieder mit ein paar Gummibärchen belassen. Denn im Shoprite in Blantyre sah ich erst nur Lindt-Osterhasen – 150 g für umgerechnet 10 Euro! Nee, die gibt es nicht! Aber dann…, tja, dann hat der Osterhase eben DOCH noch was gefunden.

Teil 920. Apr. 2018

Sonntag, 01.04.2018 – Von Livingstone über den Zambezi nach Botswana ins Senyati:
Es ist zwar 1. April, aber dieser Tag wird KEIN April-Scherz, sondern Wirklichkeit: heute setzten wir endlich Fuß auf Botswana!

Nachdem mein Wecker klingelt (in der Regel zwischen 5:30 und 6) husche ich schnell raus und setze meine 4 Schokoladenhasen noch unter die Vorzelte (Tabea schläft bei uns, die Jungs im anderen Zelt). Da es hier freche Meerkatzen gibt, war mir das nämlich die Nacht über nicht geheuer, diese hilflosen Schoko- Tierchen so unbeschützt zu lassen, und so durften sie ein letztes Mal in der Kühlbox schlafen!
(Ja, ich habe am Ende doch noch im Shoprite in Blantyre ganz preiswerte Schokohasen gefunden! Und sie haben die Fahrt bis hier hin sogar ohne Dellen überstanden!)

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Komisch, das ist wie an Nikolaus: da schaffen es die Kinder auch immer sehr schnell aus den Betten! Die Freude ist natürlich groß, und das meiste ist verzehrt, bis die morgendliche Routine von „Alles wieder im Auto verstauen“ dran ist.
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Irgendwie drehen alle nochmal richtig auf - die Vorfreude auf Botswana nach diesen langen Fahrtagen bricht sich Bahn und es wird reichlich geblödelt!

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Doch dann müssen wir uns losreißen, denn um kurz vor 9 wollen wir bei „Ankufa“ sein wegen der Gasflasche. Das klappt auch, und tatsächlich haben die geöffnet! Ein netter Inder sagt uns, dass diese Flasche von einer kenyanischen Firma ist, und dass er keine passenden Adapter hat, um sie aufzufüllen…... KOBIL-Tankstellen wären die einzigen, die diese Sorte in Zambia vertreiben. Wir sagen ihm, da hätten wir es schon versucht, aber die hätten keine vollen da. Da schüttelt er nur verständnislos den Kopf und meint: „Die sind doch dumm! Man weiß doch, dass hier in Livingstone am Wochenende Kunden kommen werden, da muss man doch rechtzeitig für Nachschub sorgen!“
Wir überlegen hin und her – wir können doch nicht NOCH eine solche Gasflasche kaufen! Aber kochen müssen wir doch die nächsten 2 Wochen irgendwie! Volker einigt sich dann mit ihm, dass wir eine neue Flasche von ihm „geliehen“ bekommen (sie ist von AFROX), wir den Neupreis zahlen, und wenn wir auf dem Rückweg wieder vorbei kommen und die Flasche in ordentlichem Zustand ist, er sie uns wieder abnimmt und 80 % des Geldes zurückerstattet. Unsere fast leere Flasche dürfen wir so lange bei ihm stehen lassen.
Wir sind ganz glücklich, dass sich das jetzt, am Ostersonntag (!), noch so schnell und gut lösen ließ, und diese neue AFROX-Gasflasche tut uns in den nächsten 2 Wochen unendlich gute Dienste!

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Nun lassen wir Livingstone hinter uns, und da wir für die Rückfahrt 2 Nächte hier eingeplant haben, tut es nicht so weh, jetzt nicht mehr Zeit an diesem schönen Ort zu haben.

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Und tatsächlich: das Wetter ist uns nun freundlich gesinnt, und ich verrate schon mal: es wird auch so für den Rest der Reise bleiben!

Nach einer knappen Stunde Fahrt nähern wir uns der Grenze: ewig lange Warteschlangen von Lastern (an denen wir glücklicherweise vorbei fahren dürfen)! Es wird wohl doch Zeit, dass diese Brücke fertig gestellt wird!?

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Teil 1021. Apr. 2018

Heute gibt's leider keine Fortsetzung - es gibt zu viel zu tun: die "Botswana-Nachwehen" bearbeiten.
Von daher hier mal aktuelle Bilder aus Blantyre von heute:

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Die Kinder wollten, dass das Auto noch eine Weile ungewaschen bleibt, weil es "so viel cooler aussieht"! 😄
Aber irgendwann muß es eben doch sein, und so geht das letzte bisschen Botswana mit dem Waschwasser dahin.... 🙁

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Und da es heute auch mal wieder vernünftigen Strom gibt, will auch die Waschmaschine wieder bedient werden....
Fortsetzung folgt so bald als möglich!

Teil 1122. Apr. 2018

Fortsetzung Sonntag 01.04. über die Grenze nach Botswana:

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Lorries, lorries. lorries….Mindestens 50 bis zur Grenze vorne, eher mehr. Da gehen wir mit unseren Landcruiser fast unter! Ziemlich guten Mutes gehen wir die Grenze an – sie wird dann aber doch etwas nerviger als gedacht. Immerhin hat man zwischen den beiden Länder-Abfertigungen die Fahrt mit der Fähre, was für etwas Aufmunterung sorgt!

Extrem auf den Keks gehen einem auch hier wieder die Geldwechsler und solche, die sich einem förmlich aufdrängen, die Abfertigung für einen zu erledigen. Dann würden wir “in 10 minutes through“ sein, statt den halben Tag warten zu müssen…. Blablabla…. Wir machen mehrfach klar, dass wir das gerne ohne Hilfe alleine machen würden, aber die Dreistigkeit dieser Jungs hier ist schon unübertrefflich!
Im zambischen Office, wo die Beamten sehr freundlich sind, hängen Zettel „Do not engage third parties…“. Also war es, wie meist, richtig, sich nicht darauf einzulassen. Manchmal weiß man allerdings nicht, ob das eine oder andere, was die Kerle sagen, nicht doch was Wahres dran hat – v.a. wenn man die Grenze und ihre Gepflogenheiten eben nicht kennt. Als ich mit dem Auto zur Fähre rolle (Volker und die Kinder laufen), wechselt Volker doch noch bei einem dieser schmierigen Kerle Geld, da alle behaupten, dass es auf der anderen Seite keine ATM gäbe.

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Wir wissen es ja nicht, wissen aber, dass wir ziemlich sicher Pula für das Auto brauche, und deshalb lassen wir uns auf diesen sehr unwirtschaftlichen Deal ein. Volker ärgert sich noch Stunden später über den schlechten Wechselkurs, aber: es war dennoch richtig gewesen, denn auf der botswanischen Seite gibt es wirklich keinen ATM – erst in Kasane, aber da kommt man ja erst hin, wenn man durch die Grenzabfertigung durch ist….

Dann, nach insgesamt ca 45 min. Papierkram klären, befinden wir uns auf dem Zambezi, und am anderen Ufer wartet Botswana! Das hebt unsere Stimmung!

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Die Fähren sind viel kleiner, als ich erwartet hatte – ich hatte gedacht, dass sie mindestens die Ausmaße der Mombasa-Fähren haben würden (drei Spuren). Aber es ist eine Spur, und demnach passen meist ein LKW und 1 oder 2 andere Autos drauf. Noch heute wundere ich darüber, wieso diese beiden Länder das nicht schon längst mal geändert haben??? Es scheinen noch die selben Fähren zu sein, die vor mehreren Jahrzenten von der südrhodesische Armee angegriffen und von denen auch eine versenkt wurde.

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Für uns ist es aber eine willkommene Abwechslung, die Spaß macht, und die Kinder sind so glücklich! V.a. Joel ist ganz begeistert, auch den Brückenbau nun mit eigenen Augen sehen zu können, über den er doch ausführlich in seiner Arbeit geschrieben hat, und bittet mich unablässig, Fotos davon zu schießen!

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Der „African Quadripoint“ – der einzige Ort auf der Welt, wo sich 4 Länder treffen. Besser gesagt: nachdem der Jahrzehnte lange Streit über die Grenzverhältnisse hier im Zambezi dann endlich 2014 so geregelt wurde, dass Botswana und Zambia eine gemeinsame Grenze von ca. 250 m zugestanden wurde, durch die sie ihre gemeinsame Brücke bauen könne, ist es ja streng genommen nun kein Quadripoint mehr, sondern es sind zwei getrennte „TriPoints“.

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Und nun steht sie neben uns, die zukünftige Rail-and-Road bridge, ein 300 Mio-Dollar-Projekt! Ich verstehe ja einfach zu wenig von Politik, und so begreife ich auch immer noch nicht, warum Zimbabwe nicht einen kleinen Teil seines Hoheitsgebietes im Wasser an Botswana abtreten kann – dann hätte man die Brücke auch gerade bauen können. So aber führt sie in umständlichem Bogen – denn da, wo die Fähren verkehren, ist strenggenommen eigentlich Zimbabwe, und deshalb darf die Brücke dort nicht verlaufen!

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Auf botswanischem Boden angekommen, müssen wir auch hier wieder durch die Grenzformalitäten. Und sie machen einfach keinen Spaß!
„Botswana – an African Success story!“ hat Joel seine Arbeit überschrieben. Und das scheint es ja auch – mit seiner unblutigen Geschichte, ohne brutaler Despoten, und dem außergewöhnlich stabilen wirtschaftlichen Aufschwung seit der Unabhängigkeit. Botswanans per capita BSP liegt inzwischen bei über 19.000 Dollar – zum Vergleich: Südafrika kommt gerade mal auf ca.13.000, Kenya und TZ ca. 3500, Malawi bietet müde1200. Deutschland liegt bei 52.000, und die Schweiz und USA bei 62.000. Spitzenreiter ist Luxemburg mit 113.000. Gleichzeitig ist das ein vergleichsweise „dünner“ Wert, der meiner Ansicht nach am Ende ja doch wenig Aussage hat über das Leben vieler Menschen in dem Land. Was also ist das für ein Land?
Mit diesen Fragen treten wir von der Fähre, gleichzeitig wissend, dass unsere kurzen und „selektiven“ 2 Wochen hierauf sicherlich keine Antwort geben werden.

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Der erste Eindruck ist sehr ernüchternd: die Grenzbeamten sind äußerst unfreundlich und haben eher ein malawisches Tempo und auch eine malawische Art an sich. Ich halte alle 6 Pässe hin, und brauche eine Weile bis ich kapiere, dass sie mich fragt „Birth certificates?“. Jetzt rutscht mir kurzfristig das Herz in die Hose, denn die liegen gut verwahrt in Blantyre in einer Schublade! 😮
Die brauchen wir nämlich nie, in all den Ländern, in denen wir sonst so unterwegs sind (Malawi, Zambia, Tanzania, Kenya). Ich habe sie nur, weil wir sie für einen Flug über Johannesburg mal brauchten. Und so ganz blass im letzten Kämmerchen meiner Erinnerung meldet sich irgendetwas, dass ich gelesen hatte, dass wir sie für Botswana dabei haben sollten, und ich das eigentlich vor gehabt hatte! Mist! Über Schokokuchen backen, ChickenCurry kochen und Auto packen völlig ausgeblendet! Ich sehe uns schon zurück auf die Fähre laufen, und den ganzen Traum von Botswana mit den Wassern des Zambezi davon schwimmen…. 😣
Volker überbrückt diese Zeit mit Gefasel wie „But they all have their own passports“, was natürlich null Argument ist, und sie sagt nur emotionslos: „But it is a requirement!“. Da bin ich wieder ganz bei mir, und setzte meine afrikanisch dumme Unschuldsmiene auf, immer mit der nötigen Dosis bedauernder Unterwürfigkeit: „Oh, I’m so sorry! They are in Blantyre”. Sie erneut ohne sonderliche Regung: „But it is a requirement…“ Ich nochmal, äußerlich völlig gelassen und ohne meine Angst zu zeigen 😗 😎 😊 : “I got all the information I could, and we didn’t know about this. I’m very sorry. But I will for sure remember for next time!! I will NOT forget them next time!” Und während ich noch rede, stempelt sie schon wortlos einen Pass nach dem anderen ab…... Gerettet!
🤩 🤩 🤩 🤩 🤩 🤩

Teil 1222. Apr. 2018

Jetzt brauch ich aber doch mal Hilfe:
wie krieg ich denn meine Hochkant-Bilder hier im Bericht auch hochkant gestellt??? Ich habe schon überall gesucht...
Kann mir mal einer auf die Sprünge helfen bitte?

Teil 1323. Apr. 2018

Guten Morgen zusammen, und herzlichen Dank für alle Eure Beiträge! Ich möchte immer gerne auf alles eingehen, aber das schaffe ich nicht, und dieser (mein) Anspruch ist da wohl auch zu hoch.

In Kürze:

@Heike: Über Deine Bemerkung stutze ich erst mal, weil ich die Folgerungen, die dahinter stecken, nicht nachvollziehen kann. Unserer Ansicht nach ist es weder in Afrika noch in der westlichen Welt leicht, Kindern durchgängige Werte zu vermitteln. Aber ob ich mich hier nochmal mehr hineinvertiefe mit Beiträgen in diesem Forum, oder ob wir uns hier auf zu dünnes Eis begeben, darüber muß ich erst noch eine Weile nachdenken.

@Bele: also den Traum von der Brücke in diesem August kannst Du getrost aufgeben. Es sieht zwar wirklich nach was Gutem aus, aber Joels Recherchen nach ist die derzeitige Angabe, dass sie im Dezember 2019 fertig sein soll. Allerdings bezweifeln wir selbst das....
Ich fand diese alten kleinen Kähne auch "brenzliger" als den kleinen Ponton auf dem Boteti - denn im Boteti kann man nicht untergehen, aber wenn die Kazungula Fähre ihren Geist aufgiebt, treibt man schnell in Richtung VIc Falls 😵
Ich wünsche Dir jedenfalls nochmal eine gute Fährfahrt!

@Dank auch Euch, Matthias, Doro, freshy, Mabe, Karsten, kitty, ....

Jetzt will ich Euch erst mal wieder mehr Lesestoff bieten, auch wenn ich Euch zunächst noch nicht mit allzu tollen Tierfotos beglücken kann.... Da müßt Ihr noch eine Weile Geduld haben - die brauchten wir auf dieser Fahrt leider auch..... Siehe Fortsetzung:

Teil 1423. Apr. 2018

Fortsetzung 01.04. Endlich in Botswana!

Insgesamt hat uns diese Grenze ca. 1h 45 min, gekostet – also sachlich betrachtet kann man sich eigentlich nicht beklagen! Über Botswana ist strahlend blauer Himmel, das hebt unsere Gemüter wieder!

Wir staunen noch ein bißchen über den Wahnsinn dieses Brückenbaus, und fahren dann wieder an endlosen Lasterschlangen vorbei. Es will gar nicht mehr aufhören! Auch hinter dem Abzweig nach Kasane geht es noch weiter! Am nächste Tag fahren wir hier ja noch ein paarmal lang (vom Senyati in den Chobe und wieder zurück und wieder hin…), und wir zählen, dass es über 100 sind!
Volker meint: „Die stehen hier doch mindestens 2 Tage, bis sie durch die Grenze dürfen!?“ Auf unserer Rückfahrt erhalten wir darauf eine Antwort: zurück auf zamibischer Seite werde ich von einem malawischen Lastwagenfahrer freundlich angesprochen (er freute sich einfach aufgrund unseres Nummernschildes, jemanden aus Malawi zu treffen!), und er sagt uns, dass er an dieser Grenze in der Regel 5 bis 6 Tage in seinem Lastwagen verbringt, bevor er an der Reihe ist!!!
Es würde mich wirklich sehr interessieren, in ein paar Jahren zu sehen, ob die fertige Brücke das Problem behoben hat, oder ob es auch ein Abfertigungsproblem der Grenzen ist!?

Dann lassen wir die Grenze mit ihren Problemen hinter uns, und machen erst noch einen Abstecher nach Kasane. Wir brauchen einen ATM für botswanisches Geld und müssen unser Essen ein klein wenig auffüllen – wobei ja nicht zu sehr, denn vor Nata erwartet uns ja dann in ein paar Tagen noch die Veterinärs-Kontrolle!
Beides ist schnell erledigt, und vor dem SPAR sehen wir sogar noch einen KFC, der uns vielleicht morgen unser „Essensproblem“ beheben könnte: denn wir wollen vormittags mit dem Auto in den Chobe, und nachmittags eine Bootstour machen (Danke, freshy, für diesen wirklich sinnvollen Vorschlag, die Zeit in und um Senyati so zu gestalten!). Da werden wir aber abends erst spät zurück ins Camp kommen, so dass wir vielleicht etwas „halbwegs Vernünftiges“ mittags in Kasane essen könnten?
Volker und ich schlendern ein wenig durch die paar Läden um den Spar herum (die Kinder wollten einfach im Auto sitzen bleiben), und fühlen uns beide seltsam fremd. Komisch, das ging uns in Zambia (das uns ja auch nicht wirklich vertraut ist) nicht so, Ob es nun einfach doch in bisschen zu viel war die letzten Tage, oder ob Botswana doch nochmal etwas ganz anderes ist, was wir noch nicht recht greifen können, ist uns noch nicht klar. Es ist einfach mal so eine Wahrnehmung, mit der es uns beiden ähnlich geht.
Jetzt brauchen wir noch eine botswanische SIM-Card, was sich etwas schwieriger gestaltet als gedacht, aber nach einer gefühlten Ewigkeit scheint auch diese aktiviert, und wir machen uns mit viel Vorfreude auf den Weg in das schon vielfältig gelobte Senyati Safari Camp! Endlich Schluß mit nur Fahren, fahren, fahren – nun soll es schöne Tier-Erlebnisse geben!

Das Senyati gefällt uns auch auf Anhieb wirklich gut! Wir bekommen einen Platz am letzten hinteren Eck zugewiesen (Nr. 19), da das Camp ziemlich voll ist.

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Das enttäuscht uns zunächst etwas, da wir damit so weit weg sind von dem Wasserloch und dem wirklich sehr schön gestalteten „Bar-/Restaurant-und BeobachtungsHäuschen“ (weiß nicht recht, wie man das nennen soll, aber wer dort war, weiß ja, wovon ich rede).

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Aber am Ende ist das doch zweitrangig, und man ist ja auch mal schnell quer durch das Camp gelaufen. Außerdem – und hier kommt dann in diesen Tagen unsere erste größere Enttäuschung – sind sowieso zu unserer Zeit nie Tiere (außer diverser Vögel) am Wasserloch, und auch der Chobe möchte uns am nächsten Tag partout keine Elefanten vorstellen.

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Botswana, das Land mit der höchsten Elefantendichte der Welt! Ca. 130.000 leben dort – Tanzania hat noch ca. 55.000 zu bieten, Kenyas Elefanten sind leider schon auf ca. 25.000 dezimiert, und Südafrika beherbergt wohl noch um die 18.000. Namibia, Zambia, Zimbabwe und Malawi haben dann auch noch ein paar an Bord. In den letzten 10 Jahren wurden ca. 144.000 Elefanten gewildert! Das sind schon erschreckende Zahlen!
Aber: in Botswana soll es ja noch davon wimmeln! 50.000 alleine im Chobe (in der Trockenzeit…..!), und wir bekommen in den nächsten Tagen bis kurz vor Nata nicht einen einzigen zu Gesicht!!!! Das müssen wir alle erst einmal schlucken!

Aber noch wissen wir nichts von der Enttäuschung der nächsten 2 Tage, und freuen uns über diesen schönen Ort! Obwohl das Camp sehr voll ist, finden wir alle Leute äußerst angenehm. Es gibt nirgends Gegröle, und v.a. vor dem Wasserloch wird immer nur geflüstert. Die Kinder sind total begeistert von dem Bunker, und Benni probiert schon aus, seine Kamera dort richtig zu positionieren. Immerhin – in der Ferne laufen 2 Giraffen vorbei, und ihnen folgen später noch ein paar Zebras. Alles aber viel zu weit weg für Fotos. (ich füge jetzt hier auf Bitten von Matthias mehr Fotos ein, als ich wollte - ich fand sie nicht so schön, aber vielleicht vermitteln sie dennoch, was wir sahen - und eben auch nicht sahen...)

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Nun, dann beschäftigen wir uns eben mit den diversen VogelViechern, die es hier so gibt: neben vielen ägyptischen Gänsen (die dem Joel besonders gut gefallen) tummeln sich insbesondere noch viele der großen Gänse („Spur winged goose“),

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weiterhin diverse Tauben, deren Gefieder im Flug plötzlich hübsch und farbig aussieht,

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immer wieder auch einer der wunderschönen Roller,

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und dann auch mehrere red beaked Hornbills. Ich kenne von Kenya her nur die yellow beaked, und finde das von daher eine schöne Abwechslung!

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Ganz besonders freut mich, wie sehr Joel sich an den verschiedenen Vögeln freut und immer wieder ruft: „OH, schau mal da, Mama! Der da ist auch schön!“. Er ist sonst derjeinge, der immer am meisten Action „fordert“, und dass er trotz anderer Erwartungen so dankbar ist, tut mir gut!

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Benni ist ziemlich enttäuscht – er hat sich besonders auf Elefanten gefreut, und auf diesen besonderen „Foto-Bunker“ Doch Joel sagt mehrfach. „Ich finde es richtig schön hier! Und diese ganzen Vögel finde ich auch sehr schön!“. Benni erlaubt ihm, auch mal eine Weile mit seiner Kamera unterwegs zu sein, und zwei Hornbills lassen Joel erstaunlich nahe heran, was wir ganz besonders finden. Da wissen wir noch nicht, dass Hornbills (neben Impalas und Frankolin) in den nächsten 10 Tagen zu unserer treuen Begleitern werden!

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Ein kleines „Problem“ habe ich jedoch noch zu lösen: Ich habe über Mwandi View in Kavimba eine Chobe River Cruise für morgen nachmittag gebucht. Mwandi View hat mir dafür am Ende einen unschlagbaren Preis geboten, so dass wir das reserviert haben. Amelia du Plessis (v. Mwandi View) hatte mir zuletzt per email geschrieben: „You will have your own boat for your family and your own guide, His name is BG; and you will meet him at Kasane Spar. Please phone him in the morning of that day to arrange the exact time”. Ich hatte also BGs Nummer. Aber: als wir im Senyati sind, funktioniert die neue botswanische SIM Card nicht. Inzwischen freuen wir uns wirklich sehr auf diese Bootstour, und nun – nachdem es schon am Senyati quasi nix zu sehen gibt – bangen wir drum, ob uns nun auch noch die Bootstour durch die Lappen gehen wird!
Wir wußten nicht welche SIM card wir kaufen sollen, und ließen uns dann einfach eine empfehlen – so landeten wir am Ende bei Mascom. Vermutlich hätten wir Orange nehmen sollen. Laut anderer wäre dieses Netz sehr viel verbreiteter. Keine Ahnung – vielleicht können die Botswana-Erfahrenen dazu etwas sagen?
Ich raufe mir jedenfalls innerlich die Haare, wie wir denn nun mit BG noch rechtzeitig in Kontakt kommen können – und da rettet mich am Ende, dass Senyati zwischen 5 und 9 Uhr abends WIFI für alle hat. Über mein smart phone schicke ich Amelia du Plessis sowohl eine email als auch eine Whatsapp – sehe aber, dass sie heute vormittag das letzte mal online war. Also schwindet meine Hoffnung, ob sie meine Nachricht heute noch rechtzeitig lesen wird? Lange bekomme ich keine Antwort, und ich bin innerlich schon ganz traurig, dass nun wohl auch noch unsere Bootstour flach fallen wird.
Und dann, um kurz vor 9, bekomme ich von Ihr Nachricht, dass wir um 14:30 am Shoprite sein sollen. BG würde morgen früh eine Reisegruppe in den Chobe nehmen, und da würde sie ihm das weitergeben. Ich solle keine Sorge haben, das würde klar gehen! Kaum gelesen und bestätigt, verabschiedet sich das WIFI – es ist Punkt 9 Uhr….. Ich bin so glücklich darüber, dass ich später wirklich schnell und fröhlich einschlafe, und am nächsten morgen ebenso schnell auch um 5:30 wieder aus dem Zelt krieche!
Als wir dann auf der Rückfahrt, also 9 Tage später, erst in Mwandi View sind, sagt Amelia mir, dass es „Zufall“ war, dass sie an jedem Abend meine Nachricht gelesen habe: sie hätte an dem Abend viele Gäste gehabt und wäre lange in der Restaurant Küche gestanden, und wollte dann vor Müdigkeit eine kurze Unterbrechung haben. Da sei sie in ihr Haus gegangen, und habe kurz mal in ihr email geguckt und so meine Nachricht gelesen! Sie schien selber sehr glücklich darüber, dass das alles noch so gut geklappt hatte!
Manchmal staune ich also auch wieder, wie inmitten mancher Enttäuschungen dann doch an so vielen Stellen Dinge auch wieder so gut gelaufen sind, dass wir viel Freude haben durften!


Abends, als es dunkel geworden ist, gehen wir alle nochmal nach vorne zu dem Wasserloch, sitzen dort und genießen die Stille der afrikanischen Nacht. Aber wir sind auch alle enttäuscht, denn es kommen keine Elefanten, und auch keine Büffel. Es bleibt bei den paar ägyptischen Gänsen und Konsorten.
Ein besonderes Geschenk ist von daher, dass gegen 19.40, also eine knappe Stunde nach Sonnenuntergang, direkt über dem Wasserloch zwischen den beiden Bäumen, der Mond auf geht! Er ist heute sogar voll, und es entspannt sich eine magische Stimmung!

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Die genießen wir einfach, und schauen dem Mond bei seiner Wanderung zu! Dann kommt noch eine große Eule und setzt sich passend auf einen Aststumpf. Leider sind Bennis erste Versuche, bei Nacht zu fotografieren, alle nix geworden – so gibt es nur einige unscharfe „Beweisbilder“.

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Ein bisschen „versöhnt“ durch dieses ungewöhnlich schöne und passend abgestimmte Naturschauspiel gehen wir alle schlafen – morgen wollen wir früh aus den Federn, um möglichst bald am Gate des Chobe NP zu sein!

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Teil 1523. Apr. 2018

Danke Topbär! Aber genau das irritiert mich ja, bzw. macht mich hilflos - denn alle Fotos sind auf dem Rechner richtig: Waagerechte sind waagerecht, und hochkant sind hochkant. Und wenn ich hochkant Bilder dann in meinen Bericht einfüge, "legen sie sich hin". UAf dem Forum habe ich schon gesucht nach Einstellungen dazu, oder ob ich ein Bild dann nochmal anklicken und in irgendeiner Form bearbeiten kann. NIchts.
Also müssen wir wohl nochmal bei den Einstellungen unserer Bilder auf dem Rechner gucken, ob es da noch was verstecktes gibt, das das Bild mir zwar richtig anzeigt, aber dennoch irgendwo nicht als Hochkant abgespeichert ist? 🙄 Macht zwar für mich alles keinen Sinn, aber das hat man ja mit Computern manchmal 🤪....

Teil 1623. Apr. 2018

Jetzt wage ich doch eine Äußerung zu Deinem Beitrag, Heike (und der sich daran anschließenden kleinen Diskussion), auch wenn ich denke, dass dieses sehr komplexe Thema hier nur angerissen werden kann. Sollte ich den Eindruck bekommen, es „läuft in eine falsche Richtung“ (Menschen fühlen sich angegriffen etc., weil in dem Schriftverkehr eines Forums, wo man sich in der Regel nicht kennt, zu viele Zwischentöne fehlen), werde ich es einfach nicht mehr weiter „bedienen“. Das heißt dann nicht, dass ich mich dem entziehen möchte, sondern dass ich eine unkonstruktive Schlammschlacht vermeiden will.

Vorneweg: Leute, die meinen, dass das hier „weder ein „Polit- noch Literatur- oder Ethikforum“ ist, mögen das ganze bitte erst gar nicht lesen.
Ich habe das hier extra farblich anders gekennzeichnet, um den Reisebericht in sich übersichtlich zu halten.

Deine Äußerung fragt ja nach „Werten“. Werte vermitteln, Werte (vor-)leben, und „verlangt“ berechtigter maßen ein konsequentes Vorgehen darin.
Indirekt höre ich heraus, dass Deiner Ansicht nach in Afrika Werte wie Ehrlichkeit und Verlässlichkeit sehr viel weniger vorkommen und viel mehr betrogen und gelogen wird, als in der westlichen Welt.
Ferner „unterstellt“ es ein Stück weit, dass wir Werte wie „Ehrlichkeit“ und „Regeln einhalten“ an der botswanischen Grenze nicht konsequent gelebt haben.

Zu Ersterem:
In der westlichen Welt wird zwar sicher weniger auf Behörden, aber doch im täglichen Leben, in Beziehungen und so ziemlich überall auch kräftig gelogen, betrogen und der eigene Vorteil gesucht – und auch auf Kosten anderer durchgesetzt. Das zieht sich unserer Erfahrung nach durch Schule und Arbeitsstellen wie auch „Privat-bzw. Freizeitleben“.
Wenn ich ehrlich und authentisch leben möchte, fordert mich dieser Spagat in Deutschland ebenso – auch in der Kindererziehung.
Ein Beispiel: eine Lehrerin macht unseren Kindern klar (und das wird nicht mal als persönliche Meinung vermittelt, sondern: „so ist es“), dass es in vielen Situationen besser wäre „weiße Lügen“ zu erzählen, als die Wahrheit. Ihr Beispiel dafür: Jemand fragt: „Steht mir mein neues Kleid nicht wunderbar?“ und ihr Rat lautet: da sollte man antworten: „ja, du siehst wundervoll aus!“, auch wenn man findet, es sei häßlich. Wir finden so etwas weit aus bedenklicher, als mit manchem freundlichen Palver hier in Afrika zu versuchen, eine Situation zu lösen. (es gäbe für die genannte Kleid-Situation verschiedene gute Möglichkeiten, ehrlich, authentisch und dennoch nicht verletzend zu reagieren – abhängig davon, wie meine Beziehung zu dieser Person ist)

Zu unserem Vorgehen an der botswanischen Grenze:
Ich habe den Eindruck, dass Du sehr stark aus dem „Regel-Hintergrund“ kommst. Der alleine macht jedoch keine authentischen, ehrlichen und für andere verläßliche Persönlichkeiten aus uns.
Einer von Volkers Chefs in Deutschland sagte mal, es gäbe in Europa keinen Staat, der so viele Regeln aufgestellt hat, um das persönliche Leben vorzugeben, wie Deutschland. (Ich glaube, es war im Zusammenhang, als damals die U-Untersuchungen für Kinder mit Nachweispflicht eingeführt wurden, und wenn man sein Kind nicht rechtzeitig zu dieser Untersuchung zum Kinderarzt bringt, flattert danach ein Brief vom Jugendamt ins Haus mit einer Mahnung, und wenn man der nicht in Kürze nachkommt, steht das Jugendamt vor der Haustür. Wir waren damals als Eltern von Kleinkindern und gleichzeitig als Ärzte davon unmittelbar betroffen)

Ich persönlich bin nicht der Meinung, dass „Regeln dazu da sind, um gebrochen zu werden“. Aber wir erleben in Deutschland ein oftmals „starres Regelwerk“, das das Leben auch wieder sehr einengen kann. Manchmal steht auch „Regeln einhalten“ über allem anderen. Dann stimmt irgendwas nicht mehr: Regeln sollen dazu da sein, das gemeinsame Leben auf gute Weise zu beeinflussen. Sie sollen eine Hilfe sein. Sie können aber ebenso benutzt werden, um zu schickanieren (auch das funktioniert in Afrika wunderbar!). Und aus meiner Sicht ist das Leben einfach zu komplex, um alles mit „Schwarz oder Weiß“ lösen zu können.
Auch die Pharisäer haben versucht, Jesus in eine Falle zu locken, mit „Regeln“. Äußerlich waren sie Leute, die immer sorgsam auf alle REGELN bedacht waren (und sich damit selbst gerecht sprechen wollten). Innerlich waren sie unehrliche Typen, die ihr Eigenes suchten. Und Jesus macht deutlich: „Der Sabbat ist um des Menschen willen geschaffen worden – und nicht der Mensch um des Sabbats willen“. Und wenn es darum geht, einem Menschen in Not Gutes zu tun, dann steht das sicherlich über dem Gebot „Du sollst am Sabbat ruhen“.

Durch “staatliche“ Regeln, die in der westlichen Welt stärker befolgt und bei nicht Befolgung (so man erwischt wird...) geahndet werden, wird bei uns Betrug und Unehrlichkeit sicherlich entgegen gewirkt – und das ist GUT so! Und es ist furchtbar, was in afrikanischen Staaten läuft, weil hier ein wildes Durcheinander herrscht!
Allerdings habe ich hier schon auch die Frage an uns in des westlichen Welt, ob man manchmal „nicht stiehlt“, „nicht den Versuch macht, Steuern zu hinterziehen“ und und und, weil man nicht im Kittchen landen möchte (das wäre dann nämlich persönlich nachteilig), oder wirklich weil es Werte sind, für die ICH mich entschieden habe, zu leben und einzustehen – auch wenn es mir evtl. keinen Vorteil oder sogar einen Nachteil einbringt!?

Letzteres ist doch die große Herausforderung an uns – und die begegnet mir überall auf der Welt! Bin ich bereit, etwas zu tun (oder auch nicht zu tun), auch wenn es mir u.U. sehr weh tun wird, weil ich authentisch leben möchte?
Darum gehen unsere Diskussionen in der Familie, und dafür haben wir genügend „Lehrstoff“, egal in welchem Staat oder unter welcher Kultur wir gerade leben. Des Menschen Herz ist überall gleich egoistisch. Und unser Bedürfnis, ehrliche, authentische Menschen vor uns zu haben, ist ebenfalls überall gleich. Interessanterweise haben wir noch in keiner Kultur Menschen erlebt, die es toll fanden, von ihrem Gegenüber betrogen zu werden!?

Nun noch kurz zu der auslösenden Situation an der botswanische Grenze und unseren nicht vorhandenen Geburtsurkunden:
Du interpretierst das so: Geburtsurkunden vorlegen ist dort eine Regel, gegen die haben wir verstoßen, damit sind wir nicht konsequent in unserem Werten (Du gehst davon aus, dass wir ehrlich sein wollen, danke) und in unserem Leben. Was machen Kinder dann aus solch „widersprüchlichen“ Handlungsweisen?
Möglich dass der ein oder andere Leser nun denken mag, ich winde mich hier, aber unsere Interpretation ist folgende:
Erstens: wir hätten der Beamtin auch ein „Geschenk“ anbieten können. Das wäre der gängige Weg in Afrika!!! Das haben wir nicht getan, und das hätten wir nicht getan! Hier sind wir konsequent. Wäre das am Ende die „einzige Lösung“ gewesen, wären wir tatsächlich zurück auf die Fähre gegangen. Auch wenn uns das sehr (und ich betone SEHR!!!) weh getan hätte. (emotional UND finanziell, denn ein mögliches „Backschisch“ wäre wesentlich geringer gewesen, als alles, was wir bereits für die Camps in Botswana überwiesen hatten). Ich habe das vielleicht etwas humorvoll geschrieben – aber in jenem Augenblick war das tatsächlich meine realistische Befürchtung!!!
Zweitens: wir haben nicht gelogen, oder wilde Geschichten erzählt (was hier an der Tagesordnung ist. Von meinem Gärtner muß ich mir zur Zeit fast täglich solche Dinger anhören, weil er nicht zu dem stehen will, was er falsch gemacht hat…). Ich habe nicht gesagt: „Oh, I had them with me, but on the ferry the wind ripped them out of my hands and blew them into the Zambezi River! Please, go and look for them with a boat! Quickly, before they vanish into Vic Falls!”
Ihr meint jetzt vielleicht, ich übertreibe – aber es ist wirklich so: Geschichten in ähnlich unsinnigem Ausmaß müssen wir uns hier in Malawi ständig anhören – und bei meinem Mann im Krankenhaus geht es dann oft darum, dass ein Patient tot ist, weil einer einfach keine Lust hatte, ihn nachts zu operieren…. Aber Geschichten hat man erstaunliche parat!
Ich habe gesagt, wo die Geburtsurkunden sind. Ich habe mein Versäumnis eingestanden. Ich habe zwar gesagt, dass ich das nicht wußte (und ich wußte es wirklich nicht sicher – aber ich hätte sie ja mal sicherheitshalber mit haben können). Und habe um ein bißchen Nachsicht und Gnade gerungen.

Letzteres würde unser Leben auch in Deutschland meiner Ansicht nach oft angenehmer machen, ohne dass wir dabei unsere Ehrlichkeit oder Authentizität aufgeben müssen – beides Dinge, die in unserer Familie einen hohen Stellenwert haben, weshalb wir hier reichlich Diskussionsstoff haben…. Weil sich diese Eigenschaften eben nicht alleine mit “Regeln befolgen“ abhaken lassen….
Auch diverse Expats lösen „Konflikte“/“Probleme“ hier sehr unterschiedlich… und verschiedene Leute in Deutschland lösen solche „ethischen“ oder „inneren“ Konflikte sehr unterschiedlich.
Wie wollen wir, wie will ICH es lösen? Dieser Frage bin ich ausgesetzt, egal wo ich lebe. Und ich habe nicht immer leichte Antworten darauf.

Nun habe ich mich weit aus dem Fenster gelehnt und damit auch sehr angreifbar gemacht….
Nachdenkliche Grüße,
Antje

Teil 1724. Apr. 2018

Hallo Ihr Lieben,

nein, es geht leider noch nicht weiter - auch wenn die nächste Etappe in meinem word schon geschrieben ist - jetzt muß ich noch ein bisschen an den Fotos "spielen", bevor ich das ganze zusammen bastele. Hat es sich ja doch gelohnt, dass ich in einem extra thread heute mal experimentiert habe - und einige was dazu gesagt haben! Dann kommen künftig die hochkant Bilder nicht mehr "schlafend"! 😏

@Heike: danke für deine lieben "erklärenden" Worte! Dann hatte ich Dich also doch ein wenig mißverstanden, und der Austausch hat sich gelohnt! Schön, dass es uns gelungen ist, einander zu verstehen, und nicht anzuschwärzen - wie das eben hin und wieder mal dann in Foren leider endet...

@Die "nicht perfekten Bilder": danke für Euer Verständnis und die Ermutigungen! Man sieht hier im Forum halt zu viele schöne, gute Bilder - und der eigene Anspruch, den gibt es ja auch noch... Ich werde das nun etwas entspannter nehmen! 😉

@freshy und Mattias: ja, wir hatten später noch mehr Glück mit den Tiersichtungen! Zwar auch im Moremi insgesamt weniger als erhofft, und immer in diesem dichten "Gestrüpp" - es war halt Ende Regenzeit! Aber auch wenn ich jetzt die vielen Fotos durchgehe, dann muß man doch festhalten: wir haben gaaaanz viel Schönes gesehen und erlebt!
Elefanten: auch von denen haben wir noch reichlich gesehen - ab kurz hinter Elephant Sands. Dann wunderschön viele am Boteti, und auch eigentlich immer wieder im Moremi. Und dann besonders viele noch auf der Strecke zwischen Mababe-Gate und Savuti!
Aber noch mehr wird jetzt nicht verraten! 😕

Teil 1824. Apr. 2018

Hallo Doro,
ja, dass die Elefanten in der Regenzeit auch woanders glücklich sind, hat uns ja auch eingeleuchtet... aber dass es gar keine gab - und auch am Senyati nicht (die beiden Abende bevor wir kamen, wären welche noch am Wasserloch gewesen, sagten mir unsere CampNachbarn...), das war halt schade. Aber so ist Natur: unberechenbar, und nicht von uns "zu bändigen", und das ist auch gut so!

Malaria: wir nehmen nix als Prophylaxe ein!
Früher in Kenya, da haben wir in Nairobi gelebt, wo es ja keine gab - da haben wir Paludrine genommen, wenn wir mal an die Küste sind (allerdings zunehmend weniger regelmäßig über die Jahre, und irgendwann auch keine mehr, egal wo wir waren). Ich hab damals ein einziges Mal eine Malaria gehabt, als ich in Lokichoggio (an der sudanesischen Grenze) jemanden besucht habe,
Als Volker und ich mit unseren 4 kleinen Kindern im Dorf in Süd-TZ gelebt haben, haben wir auch nix genommen. Dort gibt es viel Malaria, und wir waren alle mal dran...
Hier in Malawi nehmen wir auch nichts.
Wir haben aber immer ein paar Packungen Therapie zu Hause (Mischung von Lumefantrin und Artemeter -gängiges Mittel, das es in TZ und hier zu kaufen gibt). Das hat bei uns bisher immer gewirkt (einmal mussten wir in TZ einem unserer Kinder Chinin i.v. geben, da er die Tabletten nicht runter bekam und langsam ernsthaft delirant wurde).
Hier in Malawi kamen wir bisher gut weg, obwohl es auch in Blantyre viel Malaria gibt. Aber die Mücken können ja nicht so weit fliegen, und die Theorie ist, dass wir da, wo wir wohnen, wohl wenig Austausch mit Malaria haben - ich habe mir die Mücken auch mal genauer angeschaut und noch nie eine Anopheles Mücke in unserem Haus entdeckt!
Vor 2 Jahren habe ich mir eine ordentliche Malaria aus Zambia mitgebracht - vermutlich Luangwa-Tal. Bin ich aber auch mit Artemeter-Lumefantrin los geworden.
Erst heute dachte ich darüber nach, dass wenn wir nun noch paar Tage gesund bleiben, wir uns von dieser Fahrt wohl nix mitgebracht haben! Da hab ich nix dagegen! 😄

Wir haben außerdem inzwischen auch immer Schnelltests zu Hause und unterwegs mit.
Das sind Antigen-Tests, die eine sehr hohe Verläßlichkeit haben! Kann jeder halbwegs vernünftig denkende Mensch selber machen - ist unsere Empfehlung immer dabei zu haben, und selber zu testen!

Zu Malaria und Prophylaxe usw. gäbe es noch viel zu sagen, und man kann es unterschiedlich handhaben.... Wir gehen damit eher relaxed um! Allerdings ist es schon immer blöd, wenn ein Kind hohes Fieber hat und mies dran ist (Im Dezember gab es hier mal diverse Virus Wellen, da hab ich ständig Malaria Tests gemacht...), da im Hinterkopf schon auch mitschwingt, dass man nicht zu spät handeln sollte - dann kann es schnell ganz blöd ausgehen... Von daher haben wir unseren Kindern sicher öfter mal zu viel mit AntiMalariaMitteln therapiert (auch negative Blutausstriche sind ja nicht verläßlich) - wenn es ihnen richtig dreckig geht, und der Verdacht einfach im Raume steht, dann kriegen sie Tabletten! Ist unserer Meinung nach immer noch besser, als diese viele Prophylaxe, die außerdem nur neue Resistenzen bewirkt!

Aber wenn man "nur" ein paar Wochen reist, sieht es wiederum anders aus.
Wichtig ist einfach unserer Meinung nach, dass man NACH dem Urlaub daran denkt, dass es Malaria sein kann, und in Europa das auch seinem Arzt sagt!!! Man kann diese Schnelltests sich hier billig kaufen (ca. 1 Euro) und mitnehmen! Würde ich immer tun! (Mehrere! Und wenn negativ, dann ggf. am nächsten Tag wieder testen, wenn es einem nicht besser geht). Wir hatten in Stuttgart mal das Problem, dass eines unserer Kinder möglicherweise Malaria hatte - und selbst im Olgahospital (Kinder-KH) schien es ultra kompliziert und keiner konnte damit umgehen! Da sind wir wieder gegangen und haben ihm Tabletten eingeworfen... damals hatten wir die Schnelltests noch nicht. Nun sind wir beide immerhin Ärzte - ich würde Nicht-medizinern schon empfehlen, einen Arzt aufzusuchen.

Äääh, und jetzt hör ich auf..... ist eh schon zu lang geworden.
Hoffe, es beantwortet Deine Frage in bisschen!?
Antje

Teil 1925. Apr. 2018

Nun hatten wir genug Ausflüge in andere Themen - so will ich mal wieder nach Botswana zurück kehren!

Montag, 02.04.2018 – zweimal Chobe NP, mit Auto und zu Wasser:
Da wir ja zwei Nächte im Senyati verbringen, gibt es heute kein Zelte ab- und aufbauen- wie fein! Die Frühstücksbrötchen habe ich am Vorabend schon geschmiert, so dass wir eigentlich nur aus den Zelten kriechen, die Schlafanzüge gegen mainierlichere Kleidung austauschen und uns ins Auto schmeißen müssen! Um 5:40 klingelt der Wecker, und trotzdem sitzen wir erst um 6:20 im Auto. Nanu, was ist hier schief gelaufen? Wissen wir auch nicht so recht. Jeder wollte nochmal „schnell“ ans Wasserloch laufen, mit der leisen Hoffnung, doch noch einen Elefanten oder irgendetwas Interessantes zu erspähen. Fehlanzeige….

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Egal - mit recht viel Vorfreude fahren wir Richtung Kasane und direkt neben der Teerstraße steht im Morgenlicht plötzlich ein wunderschöner Kudu-Herr mit seinen Korkenzieherhörnern! Ich finde diese Tiere sooo schön! Aber leider mag er sich nicht sehr lange anschauen lassen, und bevor unsere Kameras schußbereit sind, ist er im Gebüsch verschwunden. Kurz danach fahren wir, gegen 7 Uhr, durchs Chobe gate!
„Chobe Riverfront“, davon haben alle so geschwärmt! Wir träumen von Elefanten, die im Wasser plantschen, und von manchem mehr…. Es sollte beim Traum bleiben.
Wir fahren durch ziemlich enges Dickicht, grünes „Gestrüpp“, das jegliche Aussicht und Weitsicht versperrt. „Gestrüpp“ – dieses Wort werdet Ihr in den nächsten Tagen noch öfter von mir hören….
Dann bietet sich bald ein fast atemberaubendes Bild auf den in der Morgensonne glitzernden Chobe River, der hier (im Moment? Nach der Regenzeit? Wie sieht er hier in der Trockenzeit aus? Auch so breit?) eher einem Stausee gleicht! Schöööön!

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(klassischer Fall von: Fotos können die Wirklichkeit nicht einfangen!)

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(Sedudu Island mit der botswanischen Flagge darauf)

Hier überfahren wir bereits erste Elefantenböller – sie sind sogar relativ frisch! Damit steigt die Hoffnung!
Unten dann an der Riverfront unsere ersten Chobe-Tiere: zahlreiche Impalas in der Morgensonne:

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Tabea beginnt nun, Buch zu führen. Allerdings: nicht alles wird gezählt – bei Impalas entscheidet sie sich gleich, dass nicht die Damen, sondern nur die Herren gezählt werden („That’s sexist!“, schreit einer der Jungs gleich! Wo bleibt hier die Gleichberechtigung?). Nach den ersten Junggesellenherden bekommt sie dann allerdings auch mit der Herren-Impala-Zählung etwas Probleme… Dennoch: sie und Joel bleiben bis zum Ende unsere Tour hartnäckig im Zählen diverser Spezies! Ich bin beeindruckt – dachte ich doch, das wäre anfangs nur so ein „Anflug“ gewesen….
Wir schlängeln uns weiter nahe am Wasser entlang – der unmittelbare Uferweg ist überschwemmt, aber der zweite, nahe parallel verlaufende, ist gut befahrbar. Hier wimmelt es von Impalas – und von Frankolins und Hornbills! Da sehen wir auch imitten einer Impalaherde andere Gazellen, die wir noch nicht kennen – ich vermute, dass es Lechwe sind (Uuups – oder zählen die zu den Antilopen?), was mir von meinen „Biologen“ bestätigt wird. V.a. Hannes und Benni zücken jetzt doch das „Mammals“-Bestimmungsbuch (dann haben wir noch den „field guide“ zu „Southern Africa“, in dem auch Pflanzen und Nicht-Säugetiere enthalten sind) und vertreiben sich die etwas langweiligeren Zeiten damit, sich hier mehr Wissen anzueignen. In den nächsten Tagen bekommen wir des öfteren kleine Vorlesungen über neue Erkenntnisse gehalten!

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Frankolins hier, Hornbills da, ab und an ein paar Perlhühner, und auch die Roller lassen sich häufig blicken. Als für mich neue Vogelart identifiziere ich die „Carmine Bee Eater“, denn diese rötliche Sorte gibt es in Ost-Afrika nicht.

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Dann wieder Impalas. BG; unser guide auf dem Boot am Nachmittag, meint: „They are like Cockroaches!“, was wir nun doch einen etwas unwürdigen Vergleich finden! Auch wenn wir schon sooo viele dieser braunen Gazellen in unserem Leben gesehen haben: immer wieder neu freuen wir uns an ihren grazilen Körpern, dem warmen glänzenden Braun in der Sonne und an ihren fantastischen Sprüngen!

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Hin und wieder mengen sich zur Abwechslung ein paar Zebras darunter, und ab und zu auch einige Lechwe.
Ein einsamer Wasserbock weckt unsere etwas zum Einschlafen neigenden Gemüter, während wir sehnsüchtig auf die fortwährend über die Straßen verteilten Elefantenhinterlassenschaften starren….

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Es ist zwar landschaftlich schön, in Flußnähe zu fahren, aber da sich da nun schon seit ca. 2 Stunden immer wieder die gleichen Tiere bieten, machen wir zur Abwechslung mal einen Schlenker in die andere Richtung. Ich sag nur: Gestrüpp! Das mag ich einfach nicht!
Dann aber erfreut uns hier unter den Bäumen (und ja, im Gestrüpp!) ein sehr großer Pavian-Clan – und die sind so witzig, wie ich selten Paviane erlebt habe!

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Zu beiden Seiten unseres Autos und über uns turnen uns streiten sie in den Bäumen! Dann gucken einige uns immer wieder an, schubsen oder schütteln sich gegenseitig von Ästen, als wäre ihnen bewußt, dass sie Zuschauer haben!

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Das ist besser als die Schimpansen in der Wilhelma in Stuttgart! Und die sind schon manchmal außergewöhnlich lustig! (wobei es sehr laaaange her ist, dass ich das letzte Mal in der Wilhelma war…). Da bleiben wir wirklich lange stehen, und immer, wenn wir uns losreißen wollen, gibt irgendeiner wieder eine besonders lustige Vorstellung!

Wir fahren und fahren und fahren (wollten wir nicht endlich mal was anders machen? Da war wohl doch ein Fehler in der Planung….), und erst kurz vor Ihaha Camp lassen sich zur Abwechslung auch mal Giraffen blicken. Immerhin ganz nah an der Straße – und das dann in der nächsten halben Stunde zum wiederholten Male! Das ist schön, denn Giraffen lieben Tabea und ich besonders!

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Und dann - zur Abwechslung - mal wieder Impalas! 😐 🤨

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Was es übrigens reichlich gibt, sind Touristen!

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Eigentlich bin ich diese AutoDichte sonst nur von Löwenbetrachtungen in der Maasai Mara gewöhnt…. Dass man sich auch um Impalas so scharen kann, ist mir neu. Aber bitte – die anderen sind ja genauso enttäuscht wie wir (stellen wir bei einem kurzen Austausch mit einigen auf einem Picknickplatz fest).

Fortsetzung im nächsten Beitrag - es waren jetzt einfach zu viele Bilder auf einmal.

Teil 2025. Apr. 2018

Fortsetzung - Chobe mit dem Auto:
Die Stimmung in unserem Wagen ist jetzt nicht sonderlich schlecht, aber eben auch nicht mehr euphorisch. Jeder versucht, damit auf seine Weise umzugehen. Ich gehöre ohnehin zu den Menschen, die immer versuchen, sich an dem Guten zu freuen (damit lebt man übrigens glücklicher!), muß aber ehrlich zugeben, dass ich heute auch ziemlich traurig bin, dass die Elefantis sich so gar nicht blicken lassen. Tabea ist mit Hornbills und Impalas zählen beschäftigt (und erstaunlich zufrieden damit!), Volker ist innerlich ohnehin eigentlich in Tanzania und würde viel lieber den Stiftungsantrag fertig schreiben, statt Elefantenböller zu zählen. 😠
Benni ist für seine sonst sehr resiliente Natur extrem schlecht drauf (er hatte sich so sehr auf Elefanten gefreut!!! Endlich mit seiner eigenen Canon!), und Joel ist auf dieser Fahrt weiterhin auf der „Dankbarkeits-Tour“ (was ich wunderbar finde) und freut sich an jedem Ding, das kreucht und fleucht - oder eben auch nicht mehr kreucht, wie z.B. ebenso an einer in den letzten Zuckungen liegenden Fledermaus vor der Picknicktoilette: 🤩

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Jetzt sagt bloß nicht, das Bild sei ekelig!? Ich fand das Viech schon in Natura ekelig! Aber als ich zu Hause dieser Tage mal wieder auf meinem SmartPhone einige Bilder suchte, mußte ich erschreckt feststellen, dass „jemand“ (ich habe da auch gar niemanden im Verdacht…) offenbar Gefallen an dieser Leiche gefunden hatte, und mein SmartPhone mit unzähligen Bildern davon zugemüllt hatte…. Da kann ich Euch doch wenigstens EINES zumuten, oder?

Und Hannes, nun ja, der schmökert immer noch in „Mammals of Africa“ und eignet sich derweil eine weitere Sprache an: er lernt fleißig die lateinischen Namen diverser Säugetiere. Das wird übrigens in den folgenden Tagen eine beliebte Beschäftigung zwischen Hannes und Benni: „Was ist Loxodonta Africana?“ und „Wer verbirgt sich hinter Connochaetes taurinus?“ (Glaubt bloß nicht, dass ich Euch das verrate! Da müsst ihr schon selber nachschauen, wenn ihr wie ich nicht so tapfer gelernt habt wie Hannes!) Es ist unglaublich, was der Kerl sich merkt! Noch heute kann man ihn abfragen, und das meiste weiß er noch!!!! Kennt Ihr z.B. „Mellivora capensis“? Na, jedenfalls haben wir zweie davon später im Moremi gesehen! 😉

Er könnte eigentlich einen neuen Rätsel-thread aufmachen, und da raten wir dann nicht Orte oder Tiere auf Bildausschnitten o.ä., sondern Tiere, die hinter lateinischen Namen stecken! 🤪

Bei der nächsten Giraffengruppe fällt uns allerdings etwas auf: eine hat irgendwie ein seltsames Gesicht. Und als wir näher hinschauen, sehen wir, dass Ihr Kiefer völlig entstellt ist!

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Kein schöner Anblick, aber sie scheint beim Fressen davon nicht beeinträchtigt zu sein, denn sie sieht völlig normal ernährt aus und ist groß gewachsen. Ob das eine angeborene Fehlbildung ist, oder ob sie mal einen Hufschlag ins Gesicht abbekommen hat???

Auch Vögel gibt es reichlich – aber die waren den Fotografen heute irgendwie nicht so im Visier.

Ein Greifvogel fliegt in der Luft, und Volker versemmelt sein Foto. Enttäuscht sagte er: „Na, nicht gerade ein Star-Foto…“. Daraufhin Hannes: “Ist doch klar, Papa! War ja auch ein Bussard, und kein Star!!!“ 😄

Nach diesen zwei weniger hübschen Bildern brauche ich noch einen schönen Abschluß. Ihr sicher auch?

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(Wie Ihr seht, hatte Joel mit seinem Blick für auch kleine DInge neben der toten Fledermaus aber noch was anderes Hübsches entdeckt!)

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Nach ca. 4h sind wir alle doch ziemlich ermüdet, und unsere Hoffnung, dass wir noch etwas anderes sehen, ist größtenteils dahin. So beschließen wir, die Teerstraße aufzusuchen und zügig zum Gate zurück zu fahren.
Auf der Teerstraße – wie könnte es anders sein – taufrische Elefantenböller en masse!
Hier stelle ich endgültig meine Theorie auf, dass in Botswana Ranger angestellt sind, deren Aufgabe es ist, regelmäßig aus Lastwagen oder Pick-Up Elefantenböller zu verteilen, um die Touristen glauben zu machen, in Botswana gäbe es viele Elefanten!!!
(Meine schlauen Kinder bemängeln an dieser Theorie, dass die Ranger dann die Elefantenböller auch irgendwoher haben müßten – ob es dafür vielleicht eine Fabrik gäbe?)
Naja, diese Theorie hält sich immerhin noch bis weit in den nächsten Tag hinein….. Bis – ja, bis? Das dauert noch ein Weilchen….

Wir sind gegen 12 Uhr aus dem Sedudu-Gate raus, und wollen eigentlich keine 2 ½ h in Kasane rumhängen. Dank Mamas guter Versorgung von Brötchen, Schokokuchen und anderer Leckereien hat auch noch keiner Hunger. So entscheiden wir einstimmig, nun doch nochmal ins Senyati zurück zu fahren, dort eine Stunde Pause einzulegen, und dann so wieder nach Kasane rein zu fahren, dass wir vor der Bootstour noch im KFC etwas essen können.

Es sind zwar auch jedes Mal ca 20 min. ins Senyati, und ebenso wieder zurück, aber es tut uns allen gut, dort etwas abzuhängen. Sich im Pool zu erfrischen, vom Restaurant aus auf das unverändert unbelebte Wasserloch zu blicken oder einfach die Augen zu schließen und den einen oder anderen schönen Augenblick noch etwas tiefer ins Gedächtnis einzugraben.
Denn: Es war es ja trotz Elefanten– und Raubkatzenlosigkeit schön gewesen!!!

Teil 2127. Apr. 2018

Was habt Ihr für fabelhafte, phantasievolle, begabte Kinder! Bestimmt hört man von ihnen nie: MIR IST SOOO LANGWEILIG!
Danke!
In der Tat hören wir diesen Satz selten - aber es gibt ihn auch bei uns 😉
Ich habe es an unsere Kinder weiter gegeben!
Alle, aber auch alle Fotos, die sie geknipst haben, müssen hier reingestellt werden.

Da sagte selbst Benni: Na, das will sie nicht wirklich - das wären ca. 2000.... 🙄
Ich kann auch nicht kenntzeichnen, wer welche geknipst hat (da die beiden Fotoapparate durch alle 6 (bzw. 12) Hände gingen unterwegs....) - nur manchmal weiß ich das,
Aber die Fledermaus UND die Libelle stammen beide von Joel!
Und inzwischen habe ich ja auch heraus gefunden, wie man schiefen Horizont gerade rückt....

Fortsetzung ist in Arbeit! Versprochen!
Antje

Teil 2227. Apr. 2018

02.04.2018 – Chobe zu Wasser:
Nach dieser Mittagspause im Senyati Camp freuen wir uns nun auf ein so ganz andres Erlebnis – vom Boot aus! Wir haben eigentlich noch nie solche Bootstouren gemacht, auch nicht hier in Malawi, wo man im Liwonde Park auf dem Shire River mit dem Boot zwischen Elefanten Hippos und Krokodilen herum fahren kann. Ein bisschen muss ich gestehen, hatte ich davor immer etwas Schiss (man sieht ja nicht alle Hippos – es kann ja auch mal eines unter einem sein???) – wobei ich feststellen muß, dass ich da in mir selbst inkongruent bin, denn früher in Kenya sind wir als Teenager auch oft auf dem Naivasha See alleine mit Ruderbooten unterwegs gewesen – obwohl neben der Anlegestelle nachts die Hippos aus dem Wasser kamen und um unsere Zelte grasten. Ich weiß nicht – vielleicht werde ich auch einfach nur alt?
Nachdem uns aber so viele von einer Bootstour auf dem Chobe vorgeschwärmt haben (auch Freunde hier in Malawi), und ich mir vor Augen hielt, dass wir auf dieser Tour ständig nur Auto fahren werden, hatte ich nochmal Infos eingeholt. 50 Dollar pro Person, das war erst mal das, was ich finden konnte – und damit war das Thema dann auch schnell wieder abgehakt!
Als ich dann die Buchungsbestätigung vom Mwandi View bekam, und las, dass man auch über sie Chobe-Boots-Touren buchen kann, für 30 Dollar pro Person, habe ich dort einfach mal angefragt, ob die Kinder den vollen Preis zahlen, oder was sie mir anbieten könnte? Umgehend kam ein Angebot für 1200 Pula (also ca. 120 Dollar) für uns alle mit einem „eigenen Boot und guide“ für 3 h. Da haben wir dann nicht lange gefackelt und gesagt: neben allem campen und sparen, wo wir nur können: DAS leisten wir uns jetzt!

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Mittlerweile freuen wir uns alle also sehr auf diese Tour! Zwar sind wir nach diesem Morgen etwas ernüchtert, und haben unsere Erwartungen ziemlich runter geschraubt – doch alleine das kann ja manchmal schon der Schlüssel zu Überraschungen sein!
Und neben 3 wundervollen Stunden an der frischen Luft gab es dann sogar noch einen unerwarteten Abschluß!

Wir fahren also auf ca. 13.30 nach Kasane und haben inzwischen Hunger auf den KFC (ab und zu mal kann auch fast food erfreuen!) – da hat der doch tatsächlich heute geschlossen!!! Volker und ich hatten gestern (Ostersonntag!) extra geschaut, und da war er offen gewesen! Heute aber haben sie beschlossen, irgendetwas zu renovieren!
Im Vorbeifahren war uns noch der „Nando’s“ bei shoprite aufgefallen, und da geht es nun hin, und wir alle finden, das das Essen sehr lecker schmeckt!
Wir gucken zum Fenster raus auf den Parkplatz, um BG nicht zu verpassen. Dem habe ich ausrichten lassen, dass er nach einem weißen Landcruiser mit malawischem Nummernschild suchen möge (letzteres ist ja eine Seltenheit in Botswana!).
Ziemlich pünktlich um 2:30 geht ein Mann zielgerichtet zu unserem Auto und legt dort einen Stapel Papiere und ein Fernglas auf der Kühlerhaube ab, guckt sich um, entdeckt uns durch die Scheibe, winkt uns zu und gesellt sich zu uns! Das ist von Anfang an eine sehr angenehme Begegnung, und auch die Bootsfahrt bestätigt, dass zwischen uns die Chemie stimmt – das ist klasse!

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BG ist aufgeschlossen, ziemlich lustig, und hat gleichzeitig auch fundiertes Wissen zu bieten. Er sagt, er habe uns heute vormittag in der Nähe des Ihaha Camps bereits erkannt, als er mit der Gruppe von Mwandi View unterwegs war. Er habe das Auto gesehen, die Personen drin gezählt und sich gemerkt: das sind meine Leute für heute nachmittag!
Er möchte, dass wir unser Auto sicher parken (und da, wo er sein Boot her holt, wäre das nicht der Fall), wir sollten es an der Chobe Safari Lodge parken. Er könne ein Kind schon mal mitnehmen und uns andere dann mit dem Boot dort abholen. Nun schreit natürlich jeder „Ich!“ – aber BG hat gar kein Problem damit, gleich alle 4 mitzunehmen. So ziehen sie los, und Volker und ich parken das Auto an der Loge. Beim Durch-die-Lodge-laufen fühlen wir uns völlig fehl am Platz – auch wenn wir sie schön gestaltet finden. Irgendwie doch eine komplett andere Welt als Camping Plätze!
Da kommt er aber auch schon mit den Kindern im Boot angedüst – das Leuchten in den Augen der Kinder verrät, dass er ihnen wohl eine kleine Spritztour gegönnt und voll speed gegeben hat….

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Dann geht es raus auf’s Wasser, um Sedudu Island herum, an Seerosen vorbei (manche Blüten sind am hell lichten Tag geschlossen?), und durch weitere Wasserwege zwischen Schilf hindurch.
Der Steuermann später im Okavango erklärt uns, dass es zwei Sorten Seerosen gibt. „Taglilien“, die tags ihre Blüten öffnen, und „Nachtlilien“, die sie am Tag geschlossen hätten. Das hatten wir auch noch nicht gewußt!

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BG gibt uns eine Einführung in den Chobe River und über Sedudu Island – und den botswanisch-namibischen Streit um diese Insel. Bis dahin wußte ich noch nicht, dass Grenzen in Wasserwegen dort festgelegt werden, wo es am tiefsten ist – und seit das für die Gewässer um Sedudu Island am Gerichtshof in Arusha geklärt wurde, steckt die botswanische Flagge mit Recht dort, wo sie steht.
Dennoch haben wohl Botswana und Namibia gemeinsam beschlossen, dass die Wasserwege im Sinne eines „Transfrontier Parks“ von beiden Staaten genutzt werden würden, weshalb hier Touristenboote von beiden Ländern aus verkehren.
Wir fragen ihn nach ihren Tiersichtungen heute morgen, und er antwortet auch: „Ah, very disappointing! Nothing special…..“. Wir: „,Mainly Impalas, isn’t it?“, und er lacht: „Yes! They are like cockroaches here!”. Man merkt ihm an, dass er auch gerne viele verschiedene Tiere sieht, auch wenn er tagtäglich in den Parks unterwegs ist. So sitzen wir also wirklich „im selben Boot“ – einen etwas enttäuschten Vormittag hinter uns, leise Hoffnungen, aber doch keine zu hohen Erwartungen mehr für die nächsten 3 Stunden.
“But Safari is like a gamble: you win, you lose, you never know what is going to happen!”

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Gleich zu Anfang positionieren sich einige African Darter:

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Und es dauert nicht lange, da entdecken wir am Ufer ein ungewöhnliches Duo: ein kleines Krokodil und einen Kudu-Bock:

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Benni sitzt ganz vorne im Bug, und fühlt sich auf einmal nicht mehr so wohl, als BG das Boot recht nahe heran steuert. BG bemerkt das und sagt lachend: „This one is from China! It’s made from plastic!“ Jaja, auch wenn es so regungslos da liegt, wissen wir, dass mit diesen Genossen nicht zu spaßen ist!
Ein paar Meter von ihm entfernt steht der stattliche Kudu-Herr und scheint sich nicht an dem Krokodil zu stören. Allerdings ist das Croc auch recht klein, und BG meint, es sähe satt gefressen aus.

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Nach einer ganzen Weile bewegt es sich jedoch einmal kurz, und der Kudu-Bock macht sofort einen Satz zur Seite. Auch Benni springt zur Seite, und möchte nun nicht mehr vorne sitzen…. BG: “Don’t worry! I was just using my remote!“

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Kurz darauf flitzt es erstaunlich schnell ins Wasser (Richtung unser Boot), und Benni will jetzt nur noch weg…. Aber es sind ihm bei dieser Nähe doch einige Fotos gelungen!

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Für die "Kinder-Foto-Befürworter": Diese Fotos sind fast ausschließlich alle von Benni (nur 2 Kudu-Bilder sind von Papa geschossen)

Teil 2328. Apr. 2018

Fortsetzung 02.04.2018 - Chobe zu Wasser:
Beim nächsten Krokodil, das dem Benni einfach zu nahe ist, meint BG: „Come on, BJ“ (ihm gefällt es, von „BG and BJ zu“ reden) – „Be a man!“. Daraufhin mengt sich Volker ein und meint mit bedenklichem Ton: “Now that’s a dangerous sentence! A very dangerous sentence….“, und es entwickelt sich eine interessante Unterhaltung über „Bilder“, die wir in uns tragen, und die nicht hilfreich sind, und darüber, was Mann-sein bedeutet, und ob es nicht mehr mit verantwortlichem Handeln, als mit „keine Angst zeigen“ zu tun hat?

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Wir flitzen weiter über’s Wasser, was wir alle, aber insbesondere die Kinder bei diesem Wetter herrlich finden, und freuen uns an vielen verschiedenen Vögeln, darunter v.a. die Kormorane – sowohl der „African Darter“ (auch „Snake Bird“ genannt, da er wie eine Schlange aussieht, wenn er nach Fischen im Wasser jagt), als auch der kleinere „Reed Cormoran“.

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Ferner Lillytrotter (oft als „Jesus-Bird“ bezeichnet, weil er auf Wasser zu gehen scheinen), diverse Reiher, Hammerkopf, Bee Eater u.v.m.

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Und dann sitzt auch ein African Fish Eagle im Baum! Sein Schrei ist unverwechselbar, und wir werden ihn in den kommenden Tagen (auch im Moremi) noch öfter hören.

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Als wir diesen beobachten, sehen die Kinder auf der anderen Seite des Bootes noch einen African Darter, der gerade einen Fisch fängt und rufen das begeistert aus! BG’s Kommentar dazu: „Oh, great! At least you have seen a kill!!!“ 😛

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Bald begegnen wir einer große Hippofamilie, und Tabea hat Schwierigkeiten mit dem Zählern, da immer wieder welche unter Wasser verschwinden und woanders einige auftauchen! Hier wird die Statistik am Ende wohl mit Schätzwerten zurecht kommen müssen!

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Mehrmals treffen wir am Ufer noch Krokodile, darunter auch stattlichere Exemplare. Hin und wieder rätseln wir aus der Ferne, ob es ein „crocodile“ oder ein „log“ ist. BG: „If you think it’s a log, but then it’s a logodile – you can be gone quickly!” Seit dem gibt es im Wortschatz unserer Familie auch das Wort “Logodile”.

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Zwischendurch erläutert BG auch dies und das über Botswana, u.a. die Farben der Flagge – das hatte Joel nun gar nicht in seinem Werk über Botswana drin, das müsste man fast nach tragen: die blauen Streifen für Himmel und Wasser, und die weißen und den dicken schwarzen Streifen für die Hautfarbe der Menschen „Because we are a multi-racial country!“.
Wir unterhalten uns noch ein wenig über diverse Ethnien und lernen endlich zu unserem bisher einzigen Wort in Setswana (der Begrüßungsformel „Dumela“ – weiter waren wir in der Vorbereitung nicht gekommen…) noch „Danke“ („Kialebora“ – wobei das „r“ ein anderer Laut ist, als uns bisher von Bantu-Sprachen bekannt ist). „Danke“ auf Setswana ist mir zu kompliziert, und ich merke mir dafür das Wort in BG‘s Stammessprache, der Subiya (da heißt es „Shangwe“). Interessant, wie Bantusprachen, die doch so viel gemeinsam haben (das Wort für „Büffel“ ist wiederum gleich wie im Kiswahili und Chichewa, „Nyati“), dann wiederum so völlig unterschiedliche Worte haben und auch ganz verschieden klingen können!
Insgesamt redet BG sehr positiv über sein Land und die Menschen: „We have the spirit of humaity!“, und wenn man ihn so erlebt, fällt es einem nicht schwer, das zu glauben. Später sollten wir allerdings auch noch mit anderen Seiten botswanischer Menschen zu tun bekommen…. Es gibt eben in jedem Land solche und solche Menschen….

In der Abendsonne gehen Impalas, Lechwe-Antilopen und hier und da auch Kudus spazieren, und im Wasser fahren wir mehrmals zwischen Hippos hindurch.

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BG hält von diesen größeren Abstand, da er sagt, dass diese sein Boot zerlegen können…. Wußt ich’s doch – das ganze ist nicht so risikoarm, wie mancher denkt! 🙄 😵 Ob er schon mal schlechte Erlebnisse mit Krokodilen oder Hippos vom Boot aus gehabt hätte, frage ich. Bisher nicht, sagt er. „But I cannot say it will never happen. With nature anything can happen!” Das ist immerhin eine ehrliche Antwort!
„But in such a case, I will dive into the water and turn into a crocodile – or a logodile – and be safe”. “Or maybe into a BG-dile”, sage ich. Da lacht er sich halb schlapp und meint :”That’s a good one! Haha! That’s a new one!“, obwohl ich meinen Witz selber doch relativ flach finde.

Es ist eine wirklich schöne Tour! Elefanten hatten wir uns ja inzwischen eh schon abgeschminkt, und sind an dieser Stelle von daher nicht enttäuscht. Wir sehen recht viele Tiere, und das besondere Erlebnis, auf dem Wasser zu sein, anstatt immer nur im Auto zu sitzen, ist fast euphorisierend!

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Dann wird es langsam Zeit zum umkehren – wir sind jetzt ca. 2 ½ Stunden flussaufwärts gefahren, und sollten in ca. ½ h wieder an Land sein.

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Aber da gibt es zum Abschluß noch eine unerwartete Überraschung: zwei kleine Boote stehen nahe am Ufer und schauen in eine recht grün bewachsene Böschung. Wir denken alle das selbe: „Irgendetwas muss es da zu sehen geben!“, und BG steuert das Boot zu den anderen. Und tatsächlich! Da sucht sich eine Löwin den Weg durch das Dickicht nach oben!

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Fast verschwindet sie wieder im Gebüsch (oder auch „Gestrüpp“, wenn man mich fragt), und wir denken schon: „Das war’s wohl gewesen!“, als sie weiter oben wieder hinter einem Busch hervor kommt und sich auf einen Felsvorsprung stellt! Ihr goldenes Fell leuchtet in der Abendsonne, und sie steht dort oben wie „Lion King“!!!

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Dann wendet sie ihren Kopf in die Richtung, aus der sie kam, und schaut unablässig dort hin. Wir folgen ihrem Blick und – da kommt eine zweite Löwin hinter einem Baum hervor und nimmt den selben Weg wie ihre Kumpanin.

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Eine ganze Zeit lange bescheren diese beiden uns dieses fast märchenhafte Schauspiel – ein wahrer „Sun Downer“!

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Kurz nachdem die zweite oben angekommen ist, verschwinden sie gemeinsam im Gebüsch und wir treten die Rückfahrt an.
Nun zeigt BG, was das kleine Boot noch so auf dem Kasten hat, und wir flitzen übers Wasser! Der Wind weht durch die Haare, die goldene Sonne kündigt das Ende des Tages an, und wir genießen nochmal, ohne Fensterscheiben und Gehoppel die Natur um uns herum wahr nehmen zu können.

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Dann gibt es sogar nochmal ein „Verabschiedungs-Krokodil“. Dieses ist ein ziemlich großes Exemplar, doch inzwischen ist Benni tatsächlich entspannter geworden, und BG sagt anerkennend: „Ahhh – BJ, the corcodile man!“ 😎

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BG kann auch richtig gut Boot fahren! Es sind jetzt sehr viele Boote unterschiedlicher Größe unterwegs Richtung Anlegestellen.

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Wir treffen immer wieder auch uns nun schon „Bekannte“, deren Steuermann offenbar gut Freund mit BG ist, und sie liefern sich ein kleines Rennen! Das gefällt den Kindern natürlich gut – und von ihnen angespornt gefällt es BG auch noch besser!
Eine Weile düsen wir im Kielwasser eines anderen Bootes, dann lenkt er uns geschickt über die Wellen und überholt. Die Kinder jauchzen! 🤩 🤩 🤩 🤩

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BG ruft einigen seiner Kollegen zu, wir hätten eben noch Löwen gesehen! Die antworten ihm alle: „Du lügst! Das kann nicht sein!“ Nun, safari is like a gamble – you never know what happens!
Und manchmal hat man eben auch unverschämtes Glück!!! 🙂

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Teil 2403. Mai 2018

Nochmal Senyati Safari Camp
Nach diesem wunderschönen und so ganz anderen Nachmittag fahren wir ziemlich fröhlich zurück ins Camp.

Tabeas Statistik gibt die heutige „Ausbeute“ bekannt:
Lechwe (male):1 - (female): 6
Waterbuck (Male): 1
Impala (male): 118 – female???
Kudu (male):1 – (female): 3
Giraffes: 13
Sable (male):1
Warthog: 7
Baboons: 55
Crocodiles: 5
Hippos: 36 (“Schätzwert” – schätze ich mal)
Egyptian Geese: 10
Hornbills: 6
Lion (female): 2
Alle Angaben ohne Gewähr!
Außerdem: es wurde ja auch nicht jede Spezies gezählt….


Die leise Hoffnung, dass ich an diesem Abend doch noch ein paar Elefanten ans Wasserloch anschleichen, erfüllt sich wieder nicht. Aber o.k. – wir hatten ja dennoch einen unverwechselbaren Tag gehabt!

Als die Kinder schon alle in ihren Zelten liegen, sitzen Volker und ich nochmal am Wasserloch, um dem Mondaufgang zuzusehen. Der kommt ja ca. 45 min später als am Tag davor – und dabei wird mir nochmal bewußt, dass es wirklich ein besonderes timing war, dass wir ihn gestern abend, ganz voll und noch dazu zu einer passenden Zeit (bevor alle im Bett waren) über dem Wasserloch haben aufgehe sehen! Ich werde nochmal neu dankbar dafür!

Dann höre ich ein Geräusch und bin mir ziemlich schnell sicher, dass eine Büffelherde am Herannahen ist! Und tatsächlich, da kommen sie! Dennoch – sie bleiben etwas entfernt im Dunkel, und man sieht nur die vielen leuchtenden Augen, wenn jemand sie mit einer Lampe anzustrahlen versucht, und hört Ihr Schnauben und Grasen. Schade – auch wenn man nicht viel sieht, hätte das die Kinder noch gefreut. Ich laufe nochmal zurück zu unseren Zelten – und wie ich mir gedacht hatte, waren die Jungs noch am Quatschen (Tabea schlief schon tief und fest). Also sage ich ihnen: „Büffel am Wasserloch!“ – und dann ziehen sie alle nochmal, in Schlafanzug und mit Taschenlampe, los.
Meine „Speziellen Freunde“ bleiben weiterhin nicht sehr gut sichtbar, aber die Jungs freuen sich trotzdem an dieser seltsamen, friedlichen und zugleich etwas unheimlichen Atmosphäre.
(Volker und ich hatten vor langer Zeit in Kenya diverse spezielle Erlebnisse mit Büffeln – und ich hatte schon immer eine extra Portion Respekt vor ihnen, weil sie als so unberechenbar gelten. Deshalb wird mein Mann mich für den Rest meines Lebens ein wenig damit aufziehen).

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(Also, hier gibt’s leider kein Foto, aber Ihr könnt Euch ja ein paar funkelnde Augen in der Nacht denken, oder?)

Teil 2503. Mai 2018

Dienstag, 03.04.2018: Vom Senyati über Nata nach Gweta (Plante Baobab):
Oder: Wie eine Theorie ins Wanken gerät!
Wir stehen wieder kurz vor Sonnenaufgang auf, und die Kinder huschen zum wiederholten Male mit leiser Hoffnung zum Wasserloch. Resultat: Außer Spesen nix gewesen! Wobei, das ist nicht ganz fair: die diversen Vögel sind immer noch (oder wieder) dort, und die Sonne bietet unserem Benjamin immerhin so viel Morgentanz, dass er nicht aufhört, davon Bilder zu schießen:

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Das Zelte Abbauen und Krempel verstauen ist zwar noch ausbaufähig, gelingt aber heute schon deutlich besser als im Eureka Camp, und hat auch bereits mehr von „Teamwork“. Das läßt ja hoffen! 😁
So geht es nach dem üblichen Müsli-Frühstück los gen Süden.
Heute habe ich den Fahrersitz gebucht, und Volker hat sich ins Schlafabteil verzogen. Die Kinder sind fröhlich, und die Strecke gefällt uns – vermutlich weil es wieder etwas mehr Weite hat, und nicht ganz so dicht bewachsen ist. Außerdem genießen wir die Stille und „Leere“, und dass es nicht überall von Menschen wimmelt, so wie in Malawi.

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Nach der ersten recht ereignislosen Fahrstunde entdecke ich 3 Giraffen! Doch da wir auf dieser guten Teerstraße schnell unterwegs sind, und auch keiner mit Erwartungshaltung raus geguckt hat, glaubt mir keiner. Außer Benni – der bezeugt, immerhin einen Kopf aus einem Busch herausragen gesehen zu haben. Nun sind alle wieder wach – und es gibt dann allerhand zu sehen: Impalas (wie könnte es auch anders sein!), ein paar Zebras, Affen – und dann auch ganz viele Strauße!

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Hannes dazu: „ Das ist hier umgekehrt wie in Malawi: Dort sieht man die Tiere IM Park, und haufenweise Menschen sonst wo. In Botswana sieht man die Menschen (Touristen) IM Park, und die Tiere AUßERHALB der Parks!“ 😏

Tja, und was glaubt Ihr wohl, was es sonst noch reichlich zu sehen gibt? Na klar – Elefantenböller! Sämtlicher „Frischegrade“! Neben der Straße, und auf der Straße – jedenfalls so ziemlich PERMANENT! Ich kann es kaum glauben, dass die wirklich über mehrere hundert Kilometer so aufdringlich vor unserer Nase verstreut sind, und wir immer noch keine Elefanten sehen! Das läßt schon fast eine Verschwörung vermuten! Oder eben: ich sag’s doch: Ranger, die die verteilen….
Volker bemerkt zwischendurch (als es mal paar Schlaglöcher gibt): „Die hätten ja wenigstens besser zielen können und die IN die Löcher machen können – anstatt daneben!“

Es ist schön warm, und immer wieder flimmert die Luft auf der Straße und am Horizont, und die Kinder sind fasziniert von diesen Fata Morganas! Prompt beglücken sie uns mit einem Lied der österreichischen Band „EAV“ (Erste Allgemeine Verunsicherung), die sie neulich mal auf einer Kassette unter meinen alten Schätzen gefunden haben:
„Wie eine Fata Morgana!
So nah und doch so fern!
Wie eine Fata Morgana!
Abracadabra - und sie war nicht mehr da!“

Und Schwupps! War sie verschwunden! Deshalb könnt Ihr sie auf dem Foto ja auch nicht sehen! 😄

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Der Vet Fence bringt dann nochmal etwas Unterbrechung in diese dennoch etwas eintönige Fahrerei. Da Ihr mich ja zu Genüge gewarnt hattet, hatten wir auch nicht reichlich Gemüse oder Fleisch in Kasane eingekauft. Nun, die Leute vor uns wurden ziemlich auseinander genommen: mehrere Kühlboxen wurden in extenso untersucht –und darauf hatte ich nun wirklich keine Lust! Ich hatte zwar fast nichts drin, insofern wäre das egal gewesen. Aber diese Ausräumerei nervt einfach, zumal diese Kühlbox hinter der Mittelbank unter der Matratze untergebracht ist, und von daher eigentlich nur vom Fachmann (bzw. der Fachfrau, in diesem Falle ich) zu erreichen ist. Und dann auch nur grad so: Deckel auf, Zeug rein oder raus, Deckel zu! Aber: das Glück war uns Hold! Und während meine Familie brav ihre Schlappen über die vom Desinfektionsmittel getränkten Lappen zieht, hole ich eine Packung Brötchen aus meiner Kühlbox und winke dem Kontrolleur damit mit einem Lächeln zu, das er ebenso lächelnd erwidert: Thumbs up und „Oh, that’s o.k!“. Damit sind wir flink durch – und schnorpsen bald von meinem Tagesproviant an Äpfeln und Karotten aus meinen Tupperdosen unter der Mittelbank….. Die waren eh bis Gweta verzehrt und konnten sicher keinen mit irgendwas (nicht Vorhandenem) anstecken….

Da wir auf "maps.me" gesehen habe, dass das „Elephant’s Sands“ nur ca. 2 km von der Straße entfernt liegt, entscheiden wir, noch diesen kleinen Abstecher zu machen und es uns anzuschauen: damit wir sehen, was uns nun entgeht, nachdem wir dort keine Nacht mehr untergebracht haben.
Die Kinder murren ein wenig: „Was wollen wir denn da?“. Ich: „Na, die Elefanten angucken!“ (die ich dort, jetzt um 12 Uhr mittag, eh nicht erwarte…), und so verbessere ich mich schnell: „Also, ich meine natürlich: ElefantenBÖLLER angucken… zur Abwechslung mal…“. Doch Volker spricht aus, was ich eigentlich denke: „Oder auch: den Sand angucken!“ 🤨

Elephant Sand’s: ja, ich kann die Beurteilung mancher verstehen, dass es hier zu „rummelig“ zugeht. Zumindest läßt sich das auch mittags um 12 erahnen. Wir finden dennoch, dass es eigentlich recht schön und sinnvoll angelegt ist, und für eine Übernachtung auf dem Wege würden wir hier „einkehren“.

Das war diesmal wirklich ein schneller Abstecher – und wir haben ausreichend Böller und Sand angeguckt! 🤩

Kaum wieder auf der Teerstraße, passiert dann doch das Unglaubliche: Volker ruft: „Elefant!!! Links im Gebüsch!“, und ich muss einiges zurück fahren. Tatsächlich! Da steht er! Leibhaftig, ganz in echt, nicht nur seine Hinterlassenschaften! Es ist ja nicht so, dass wir noch nie Elefanten gesehen hätten, aber Ihr wißt ja – nach den vergangenen Tagen und der (falsche) Erwartungshaltung ist dies doch eine sehr willkommene Überraschung! Auch wenn er noch relativ weit weg ist, freuen wir uns alle sehr daran!
Und meine Theorie über die Hinterlassenschaften der Elis bekommt erste Risse….

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Dann geht es eine ganze Weile auf den letzten 50 km bis Nata ständig so weiter: den nächsten Elefant melde ich, da ich ja vorne raus gucke – er steht direkt an der Straße!

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Bis wir aber anhalten, hat er sich schon ziemlich weit ins Gebüsch verzogen. Aber da entdecken wir eine ganze Herde, doch die Fotoversuche vom Dach unseres Cruisers sind wegen des Gebüschs nicht so sehr erfolgreich (Ahhhh! immerzu dieses Gestrüpp! Manchmal sehne ich mich doch nach den Weiten der Mara!)

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Hui! Wie weiß du hier noch bist, Rafiki! Fällt mir gerade so auf...

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Meine Theorie bekommt GROßE SPALTEN!

Teil 2604. Mai 2018

Fortsetzung Dienstag, 03.04.2018: Vom Senyati über Nata nach Gweta (Planet Baobab):
Oder: Wie eine Theorie ins Wanken gerät!

Nun ist es ja gar nicht mehr so weit bis Nata, aber wir treffen noch mehrmals Elefanten am Straßenrand!
Besonders schön ist eine Herde an einem Wasserloch – und nun müßt Ihr durch einige wenige von Bennis unzähligen Bildern durch:

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„Mein Ohr juckt so!!!“
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Noch einmal von rechts.. und von links… und einmal in klein, und einmal in groß, dann mal fressend und mal trinkend,

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mal trompetend, und mal tanzend….

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Und diese beiden Bullen haben sich nicht wirklich gut vertragen:

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Ach, und der hier ist doch auch noch ein hübsches Exemplar:

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Meine Theorie ist nun eindeutig nicht mehr haltbar und muß revidiert werden:
Es GIBT Elefanten in Botswana – und zwar ziemlich viele!

Zwischendrin auch immer wieder Fata Moraganas (oder was ist das Plural? Fati Morgani?)

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Da werden wir immer wieder mit dem Lied beglückt – und die andere Variante heißt:
„Wie eine Fata Morgana!
So nah und doch so fern!
Wie eine Fata Morgana!
Abricadabri – und fort war sie!“


Dann rollen wir auch schon in Nata ein – und sind dann doch etwas überrascht, dass dieser Ort bereits zuende ist, als wir meinen, dass wir gerademal die „Innenstadt“ erreicht hätten! Der einzige ATM funktioniert nicht, aber wir können immerhin im "Choppies“ noch ein paar Lebensmittel kaufen, die uns bis Maun über Wasser halten sollen.

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Auf dem Parkplatz dort stehen in einer Pfütze zwei Pferde, und die Kinder sind außer sich, als Leute mit Steinen nach ihnen werfen, so wie man in Afrika sonst Hunde behandelt! „Mama, wir müssen sie mitnehmen! Die armen Pferde! Bitte!“. Ja, selbstverständlich! Hinten ins Schlafabteil, und das Zelt dürfen sie natürlich auch mit mir teilen 🤩 – oder wolltet Ihr mit Pferdeanhänger durch den Moremi fahren? Da würden wir immerhin vermutlich Pionierarbeit leisten! (und noch ein paarmal öfter stecken bleiben…)

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Ach, und ich muß hier zwischendurch eben mal eine kleine Korrektur einschieben:
Benni liest fleißig, was ich geschrieben habe (neben anderen Reiseberichten im Forum, die er geradezu verschlingt, und demnach hat er bereits 5 neue Ziele und Routen für uns geplant!), und er sagte dieser Tage korrigierend zu mir: „Mama, ich hab gar nicht gesagt „Intelligence is the ability to adapt to change“. Ich habe gesagt: “According to Albert Einstein intelligence is the ability to adapt to change!" DER hat das nämlich angeblich gesagt!”. Also, bitte nehmt das wahr!
Denn: das relativiert diese Aussage natürlich immens!!!!

Jetzt haben wir noch die ca. 90 km bis Planet Baobab vor uns, und die Landschaft ändert sich drastisch:
Rechts und links von uns ist alles überschwemmt!

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Hin und wieder sieht es auch mal nach „festem Boden“ aus, aber das wird schon bald wieder abgelöst von unter Wasser stehenden Bäumen!

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Mein Gedanke im Hinterkopf, im Planet Baobab noch zu fragen, ob wir evtl. am nächsten Morgen auf die Ntetwe Pan fahren und die Erdmännchen besuchen können, schminke ich mir hiermit endgültig ab! Da müssen wir wohl doch in der Trockenzeit nochmal wieder kommen!
Übrigens konnte ich weder durch google noch durchs Forum herausfinden, ob man auch als Selbstfahrer zu den Erdmännchen kommen kann, oder ob das nur über gebuchte teure „safaris“ möglich ist?
Hab ich da die falschen Stichworte eingegeben, oder warum habe ich das nicht herausfinden können?

Wir sehen viele Kühe, Schafe, hin und wieder Srauße und auch immer wieder viele Pferde. Das finden die Kinder toll, und es wird fleißig darüber diskutiert, ob das Wildpferde sind, oder ob sie jemandem gehören? Die Rezeptionistin im Planet Baobab gibt ihnen darauf dann die ernüchternde Antwort, dass die Pferde genauso wie die Kühe, Ziegen und Schafe alle jemandem gehören, und sie sich sicher keines einfangen können….

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Wir saugen die so ganz andere Landschaft in uns ein, und versuchen, ein bisschen mehr Gespür für dieses uns noch recht fremde Land zu bekommen. Die wenigen armseligen Hütten, die man ganz selten mal sieht, lassen dann doch vermuten, dass es auch in Botswana ein starkes „Arm-Reich-Gefälle“ gibt!? Was sagen die Botswana-Experten dazu?

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Dann sehen wir DAS hier- und sind also fast am heutigen Ziel!

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Lustig – wie kommen die auf diesen Planeten? Er erinnert mich sofort an den „Kleinen Prinzen“, der vergessen hatte, die jungen Baobabs rechtzeitig auszureißen!

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Und das Erdferkel können wir uns zunächst so gar nicht erklären, und kriegen keine rechte Verbindung hin.

Erst am nächsten Morgen, als ich gedankenverloren über die verschlungenen Wege im Planet Baobab flaniere, und nochmal über das Gespräch mit der Rezeptionistin, die eine Kalanga aus Gweta ist, siniere, kommt mir plötzlich die Lösung:
Joel hat in seinem Botswana-Werk über „Totems“ geschrieben! Und das Erdferkel ist doch das Totem des Stammes der Bakalanga!!! Dem Volk, das durch die Kalahari eingewandert ist, und die deshalb eine enge Verbindung zu Erdferkeln haben!
Wir konnten auch gar nicht herausfinden, ob diese Totems auch "plastisch" dargestellt werden (auf Schilden, Hauswänden, oder so), und fanden als einziges Bild nur winzige Steintier-Totems. Aber DAS hier ist doch mal ein stattliches Exemplar!
(Allerdings wohl kaum von Einheimischen erstellt, sondern zu touristischen Zwecken entfremdet)

Im Planet Baobab kommen wir an und sind alle ganz angetan, wie schön und liebevoll das Ganze angelegt ist! Das fängt schon in der Rezeption an, und geht durch den Rest der Anlage weiter!
Natürlich sind die Kinder ganz begeistert von dem großen, schönen Pool, und nachdem wir unseren zugewiesenen Camping Platz gefunden haben und es noch früh am Nachmittag ist, drehen wir es heute mal um: erst das Vergnügen (Pool), und dann die Arbeit (Zelte aufbauen)!

Teil 2705. Mai 2018

Danke Ihr Lieben! Es tut gut, zwischendurch mal ein feedback zu bekommen!

@Topobär:
Danke für die Erdmännchen Infos! Ich hatte schon sowas vermutet (Guide Geheimnis usw...). Ich hatte nachgefragt bei der Gesellschaft, über die ich Planet Baobab gebucht habe (seltsamerweise war das ein Safari Unternehmen in Mozambik!). Die haben immer prompt und hilfreich geantwortet - aber zu den Erdmännchen haben sie mir nur ihre Tour für 100 Euro pro Person genannt.... da hab ich schon gedacht: die rücken nicht raus, dass man da auch selber hin fahren kann!
Nun, vielleicht wird es noch ein anderes Mal Botswana geben - das weiß ich derzeit nicht. Auf jeden Fall würden mich die Pfannen in der Trockenzeit sehr reizen!

@Karsten:
ich bin richtig erleichtert, dass ihr doch noch Elefanten gesehen habt. Botswana ohne Elefanten - das geht gar nicht.
Danke für Dein Mitgefühl! 😉 Dann ist es mir ja doch gelungen, Euch ein wenig mit zittern und hoffen zu lassen, ob und wenn ja wann wir wo noch Elefanten sehen werden! 😐
Allerdings habe ich den Eindruck, dass sie (Eure Kinder) eine ungewöhnlich große Frustrationstoleranz haben.
Hmmm... Vielleicht lernt man das eben doch ein wenig, wenn man einen Teil seiner jungen Jahre auf diesem Kontinent verbringt! Ich bin auch nicht so leicht klein zu kriegen - und habe meine späte Kindheit und Teenagerzeit in Kenya verbracht. Man kann hier halt nicht immer alles und schon gar nicht sofort haben, Das bekommen unsere Kinder ja auch mit im Alltag hier! Sicherlich nicht schädlich, das früh zu lernen! 😎

@Freshy:
Schön, dass wir Dir mit der Erdferkel-Erklärung noch was "Neues" bescheren konnten! Mit Deiner großen Erfahrung ist das ja nicht so leicht hin zu kriegen! 😁
Und: Du hast das so schön formuliert:
Botswana ohne Elefanten - das wäre wie Schwabenland ohne Maultaschen und Spätzle 😉 !
Volker und ich sind beide geborene Stuttgarter - aber nur "Neigschmeckte"! Doch schwäbisch genug, um zu wissen, was Maultaschen und Spätzle bedeuten! 😄

Eigentlich hatte ich erwartet, dass Reaktionen auf unsere beiden Löwinnen auf der Bootstour kommen - das scheint dann aber wohl doch nicht so ungewöhnlich zu sein!? Oder aber Ihr habt nun schon Tage lang mit uns gelitten wegen der fehlenden Elefanten!? 😵

Also keine Sorge: Ab nun begleiten uns die Elis treu für ziemlich lange Zeit weiter! 🙂

Teil 2805. Mai 2018

Hallo Mari,
danke für Deinen Hinweis!
Allerdings:
Deutsche Missionare/Ärzte, die in Matema sind, kennen wir seid 30 Jahren - sind enge Freunde von uns.
Ja, Matema ist wunderschön, wir waren schon oft dort, und unsere Kinder lieben es! (wir sind nie im BlueCanoe, sondern in den self Catering Cottages der Schweizer, aber Blue Canoe ist auch schön!). Und jetzt gibt's ja bald sogar eine Teerstraße dort!!!

Nee, wir sind schon lange über einen "Erstkontakt" hinaus - haben inzwischen zig Kontakte (mein Mann arbeitet hier mit einem CIM Vertrag an der Blantyre Uni...da kommen viele durch aus aller Herren Länder!). Aber das Verrückte ist:
Viele Organisationen oder Partner-UNIs in USA oder UK usw., die wir angefragt haben, würden uns für das KH (das ist eine private UNI in TZ) Sachmittel bezahlen. Wir könnten sicher neue OP-Tische, KH-Betten, auch teure Röntgengeräte u.v.m. eintreiben. Aber PERSONAL Finanzierung gibt es kaum zu finden.
Auch Forschungsprojekte werden gerne finanziert (und wir fragen uns zunehmend, was das bringt - wenn nicht mal die Basisversorgung läuft.....). Und die giz/CIM in TZ ist stur (nicht der richtige District usw....)
.
Inzwischen will man meinen Mann an ZWEI verschiedenen Stellen in TZ DRINGEND haben, zum "Basisiarbeit Chirurgie" und zur praktischen Ausbildung - aber keiner will eine Personalstelle finanzieren.... Wir sprechen auch Kiswahili (aber laut Dir ist Sprache ja nicht mehr so wichtig 😂) .

Nun, ich fange dennoch mal an, unsere Sachen zu packen. Da kommen wir ja so oder so nicht drum rum. ab und zu drücke ich mich dann drum und schreibe an meinem Bericht hier weiter! 🤩

Aber danke dass Du Dir Gedanken gemacht hast!
Mal sehen, wie es weiter geht!
Grüße, Antje

Teil 2905. Mai 2018

Karsten:
Löwinnen auf einer Bootstour sind nicht schlecht, aber KEINE Elefanten in Botswana - das ist die wahre Sensation!
😄 Hab ich gelacht! Dann hatten wir ja doch was "Sensationelles"!
Gruß, Antje

Teil 3005. Mai 2018

Nachtrag zur FianzierungsFrage:
Wir hatten auch schon mit der KFW Kontakt - 50 Mio für einen KH-Bau könnten wir da kriegen! Aber keine Personalfinanzierung ok. sehe ich bei der KFW ein. Will aber nur denn Widerspruch des ganzen darstellen: denn irgendjemand muss diese Gebäude ja auch mit LEBEN füllen! Leere Betonriesen gibt es in Afrika genug!
Und selbst wenn wir ein KH aufbauen würden: man muss dann vor Ort sein, und selber muss man dann auch noch von irgendwas leben...?
Tja, dafür gibt es derzeit noch keine Lösung.
Antje

Teil 3106. Mai 2018

Das hat mir gut getan, so zwischendurch mal ein wenig mit Euch zu quasseln! Danke!
Aber nun soll es auch mal wieder weitergehen!

Fortsetzung Planet Baobab 03.04.2018:

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Hier gefällt es uns auf Anhieb so gut! Ich weiß nicht, wieso dieser Ort von vielen im Forum so wenig positive Beachtung findet?
Es ist liebevoll und stilvoll angelegt. Hier hatte jemand einen Sinn dafür, wie man etwas passend in die Natur einschmiegt!
Dass das Hauptgebäude (Restaurant) gerade das Grasdach neu gedeckt bekommt, stört uns nicht. Es gibt genug andere Ecken, wo man schön und gemütlich sitzen kann.
Die Rezeptionistin ist ausgesprochen patent und freundlich, und wir unterhalten uns noch ein klein wenig mit ihr über Botswana. Es tut gut, mal botswanische Menschen zu treffen, und etwas mehr über sie zu erfahren! Sie ist eine bildhübsche Frau, und Ihr Gesicht strahlt Charakter und gleichzeitig Wärme aus!

Leider ist keiner von uns mit dem Fotoapparat herumspaziert, mit dem Ansinnen, das Ganze anderen zu zeigen. Deshalb gibt es davon kaum Bilder. Vermutlich haben wir es einfach genossen, dort zu SEIN, und nun müsst Ihr mit den paar „Zufallsprodukten“ zufrieden sein (Allerdings kennen viele meiner Leser den Ort ja – und die anderen müssen eben selber hin fahren! 😉 )

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Der Campingplatz ist zwar im Gegensatz zum Rest der Anlage nicht sehr großzügig angelegt was den Platz betrifft, aber es passt schon. Eine kleine Rundhütte als Unterstand und eine Koch-/Grillstelle.

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Zunächst vermisse ich einen Wasserhahn und finde das etwas umständlich, immer zu den Abolutions für Wasser zu laufen. Aber „immer“ kommt ja gar nicht so oft vor, wenn man mal ehrlich ist – wir kochen schließlich nicht die ganze Zeit!
Zeitgleich mit uns treffen unsere unmittelbaren Nachbarn ein – ein „Südafrikanischer Konvoi“ von 3 Fahrzeugen mit 2 Anhängern - eine Großfamilie mit einigen recht kleinen Kindern. Wir stellen fest, dass sie auch im Senyati waren – und wir werden einander im Moremi dann noch öfter treffen! Sie sind jetzt nicht super gesprächig uns gegenüber, aber insgesamt sind es angenehme Leute. Auch sonst treffen wir immer wieder mal Südafrikaner, und wir müssen sagen, dass allesamt angenehme Begegnungen waren, und wir nichts von dem hier im Forum beschriebenen „rüpelhaften“ Verhalten dieser Menschen bestätigen können.
Vielleicht liegt das auch an der Jahreszeit: es ist insgesamt wirklich nirgends überfüllt, und somit die Wahrscheinlichkeit wohl einfach geringer, unangenehme Leute oder einen erhöhten Lärmpegel neben sich zu haben.

Die Kinder sind entweder im Pool, oder pirschen mit den Kameras hinter Hornbills oder Frankolins her.

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Erst beim anschauen dieser Bilder zu Hause fällt mir erstmals auf, wie der Hornbill auf dem Boden ja mit seinem ganzen Bein sitzt! Bis zum Ellbogen! Lustig!

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Ein paar schöne Portraits sind Benni auch gelungen:

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Hier sind es (im Gegensatz zum Chobe) wieder die Yellow-beaked Hornbills. Und sie sind ähnlich aufdringlich wie sonst Affen auf Campingplätzen!

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....und haben dann auch hier und da ein Bröckelchen erwischt! Hier sogar mit einer Konkurrenz im Maul!

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Ein paar der schönen dicken Baobas hat Benni auch fest gehalten!

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Ich mag Baobas sehr, und vermisse sie hier in Malawi manchmal (hin und wieder findet man mal einen). In Südtanzania gibt es davon so viele, und ihre bizarren Formen sind einfach einzigartig!

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Die kleinen Rundhütten, (nach der Art der hier ansässigen „Bakalanga“ gebaut), die man als Zimmer mieten kann, sind großzügig verteilt und mit verschlungenen Schotterwegen verbunden, die bei Dunkelheit von kleinen Lämpchen beleuchtet sind, welche eine gemütliche Stimmung erzeugen.

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Der „Overlander-Campingplatz“ ist auf der anderen Seite der Anlage, so dass wohl selbst wenn hier lautere Horden ankämen, man nicht unmittelbar davon „überfallen wird“. Ein Bus trifft dort noch am Abend ein, und unsere neugierigen Kinder suchen sofort den Kontakt und finden diesen auch bei dem Fahrer: ganz begeistert erzählen sie uns, dass sie sich lange mit ihm unterhalten haben –dass er so ziemlich alle Parks von Kenya bis Südafrika kennt, und dass er ihnen auch noch das „Innenleben“ des Busses gezeigt habe!
Sein Favorit unter den Nationalparks wäre übrigens der Moremi, weil es dort so viele Löwen gibt! Das steigert natürlich die Vorfreude!
Allerdings, wenn ich jetzt im Rückblick so darüber nachdenke: ja, der Moremi im Okavangodelta ist schön, und vielleicht würde er mir in der Trockenzeit noch besser gefallen. Aber mein ganz persönlicher Favorit bleibt bisher der Ruaha Park in Süd-TZ. Ich liebe einfach diese rauhe Landschaft dort!

Vom wunderschönen Pool und den gemütlichen Sitzgelegenheiten drum herum hat keiner ein Bild gemacht! Und aus dem Internet stehlen mag ich nicht...

Rafiki muss nach dem Schwimmen als Wäscheständer herhalten:

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Es tut uns einfach gut, mal etwas mehr Zeit zum Abhängen zu haben, und hier ist ein wirklich schöner Ort dafür!
Abends auf dem Campingplatz machen Benni und Tabea noch eine „Sandmumie“ aus Joel – leider hab ich kein besseres Bild davon hingekriegt:

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Da für den nächsten Tag die Fahrt durch Makgadikgadi NP bis zum Tiaan’s Camp geplant ist, und das ja keine so große Strecke ist (selbst mit extra Zeit für den Park gerechnet), planen wir einen gemütlichen Morgen - denn ganz früh im Park sein schaffen wir von hier aus ohnehin nicht. Da können wir lieber noch dieses hübsche Örtchen ein wenig genießen!

Teil 3208. Mai 2018

Viel interessanter fände ich, wie man so eine Mumie wieder entsandet...
Jaja, zuerst wollte ich aus eben diesem „sandigen“ Grunde das Fortschreiten dieser Aktion unterbinden – und dachte mir dann: Mama Spielverderber! Ich kann ihnen ja doch keine gute Alternative bieten, was sie in der Dunkelheit hier neben dem Zelt noch machen sollen. Sollen sie sich halt einsandeln…. Joel schläft ja eh nicht in meinem Zelt! 😄
Und sie haben tatsächlich OHNE meine Aufforderung noch geduscht danach (für eine sparsame Duschversion reichte das Wasser in den Abolutions aus), und die Kleidung mußte über Nacht auf Rafiki im Wind lüften!

Und nun helft mir mal – wie nennt man denn die „Abolutions“ auf Deutsch? „Dusch-und Toiletten-Block“? Sehr umständlich. Und dabei ärgere ich mich über die vielen Anglizismen, und benutze sie hier und da selber…. Schande auf mein Haupt!

Und wie nennt Ihr „ElefenatenBöller“? Die hießen bei uns so, seit ich denken kann. Ich kann leider nicht sagen, ob das schwäbisch (sicher nicht, denn im Schwabenland gibt es die ja gar nicht! Außer in der Wilhelma), hochdeutsch (wohl auch kaum das) oder eine innerfamiliäre Neuschöpfung ist…

Und wie ist nun die Mehrzahl von „Fata Morgana“? Wißt Ihr auch nicht, oder?

Tja, und mit dem Fuß, Bein oder was auch immer der Hornbills, da habe ich es auch nicht so genau genommen mit der Sprache…

Danke für Eure Nachsicht, und dass Ihr mich anscheinend trotzdem versteht!

Und danke auch an alle, die mit ihren Beiträgen manches weiter erhellen!
Lillytrotter, Du redest hier doch gar nicht dazwischen! Danke für Deine Hinweise!

Und bevor wir nun weiter zum Boteti River fahren, muss ich erst noch die Bilder durchsehen...

Teil 3311. Mai 2018

Vielen Dank für Eure Beiträge zwischendurch!
Danke Matthias, Friedrike, und schön, Sabine, dass Du auch dabei bist!
Nun will ich mal weiter machen, damit wir endlich alle an den Boteti kommen! Da fanden wir es nämlich alle wunderschön!!!
Fortsetzung in Kürze!
Antje

P.S.:
Nun habe ich für den Reisetag zwischen Senyati und Planet Baobab Tabeas Tier-Statistik unterschlagen!

Monkeys: 9
Ostrich (male): 4, (female): 19
Crows: 2
Reiher: 1
Elephants: 23 (ich meine, das ist untertrieben – aber vielleicht hat sie vor Begeisterung die Hälfte vergessen zu zählen!? 🤪 )

Anmerkung der Redaktion: Elefantenböller wurden nicht gezählt

Und die Pferde? Hat sie auch vor Bewunderung vergessen….

Teil 3411. Mai 2018

Mittwoch, 04.04.2018: Von Planet Baobab durch Makgadikgadi NP nach Tiaan’s Camp:
Heute weckt uns kein Wecker. Wir stehen etwas später auf als sonst, bauen dann zuerst Zelte ab und frühstücken heute statt des üblichen Müslis mal Brötchen (die uns mit “thumbs up“ durch den vet fence gewunken wurden) - mit Schokocreme! Da lachen die Gemüter!
Dann geht es nochmal in den Pool.
Wir lassen Planet Baobab erst gegen 10:30 hinter uns, und winken noch einmal „dem kleinen Prinzen:

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Ich vermute, dieses kleine Stück Sandpiste (parallel zur Teerstraße) ist wohl die alte Nata-Maun-Straße?

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Es ist ein gemütliches Dahinsausen über die hier wieder recht gute Straße. Und zu wissen, dass wir in nur etwa einer Stunde am Phuduhudu Gate sein werden, entspannt. Außerdem haben wir die Straße ganz für uns alleine!

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Am Gate lernen wir andere Südafrikaner kennen – ein etwas älteres Ehepaar mit Sohn und Schwiegertochter mit 2 Hilux. Mit diesen (mit den Leuten – nicht mit den Hilux!) kommt gleich ein sehr freundliches und beidseits interessiertes Gespräch zustande. Es sind ausgesprochen sympathische Menschen, und da sie gerade Savuti Road und Moremi hinter sich haben, bekommen wir Infos über die neuesten Wetternachrichten und Straßenzustände: „Oh, we‘ve had enough of MUD!!! The Savuti road was awful! Also Moremi – but while we were there it was raining cats and dogs – it should be better by the time you get there!”. Das deckt sich auch mit der Info, die Bele hier mal weitergab. Sie schrieb auf einem anderen thread:
Stand heute (30.03.) aus Khwai Village (Face):
The roads are still flooded but not bad in Khwai. But the river crossings are still bad (I don't advise anyone to cross). I heard that Savuti roads are horrible. Khwai and Moremi roads are drivable.
Tja, April, April – der weiß nicht was er will, offensichtlich ist das auch in Botswana so! Aber möglicherweise haben wir Glück….
Wir finden noch heraus, dass wir einander abends wieder im Tiaan’s treffen werden – begegnen uns aber natürlich am Boteti dann noch mehrmals.

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Hier im Makgadikgadi NP scheint es in letzter Zeit nicht so viel geregnet zu haben – der Kassierer weist uns darauf hin „deep sand“ und „strictly 4x4!“. Zunächst habe ich ein bißchen Fahrspaß – später darf Volker mal. Es ist tatsächlich recht tiefer Sand, nicht kritisch, aber doch so, dass ich später an einer Kreuzung, an der ich zu lange zögere (da uns nicht ganz klar ist, wo wir sind und wo wir hin wollen….) gleich mal festhänge. Aber es läßt sich noch mit rückwärts stoßen retten.

Von Joels und meinen Recherchen her müßten doch jetzt im April viele Gnus und Zebras hier sein – aber es ist weit und breit nichts zu sehen. Außer ein paar treuer Hornbills.
Dann aber kommen wir an die Kante, wo man hinunter auf den Boteti schaut, und da wimmelt es nur so von Elefanten! Schööööön! Wirklich so schön! Die Landschaft, und die Elefanten!

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Wir fahren ein bisschen hier und dort lang, und sind erst etwas verwirrt, weil die Wege nicht ganz zu der kleinen Karte passen, die man uns am gate gegeben hat. Dann schaue ich mal auf „maps.me“ nach und stelle fest, dass „maps.me“ tatsächlich fast jeden kleinen Schlenker-Weg drinne hat (und das passt auch mit der Wirklichkeit recht gut zusammen), während die Karte vom Gate diese alle außer Acht läßt! Von da an benutzen wir „maps.me“ öfter (v.a. auch im Moremi“), und wir müssen sagen: das ist genial! Wir wußten damit fast immer sehr genau, wo wir waren, und die Straßenverläufe stimmten ziemlich exakt!

Wir freuen uns so sehr an den vielen Elefanten, und wissen gar nicht, ob wir nach rechts oder nach links fahren sollen - es sind ja überall welche! Entschließen uns dann aber, dass wir erst noch weiter nach rechts (also weg vom Tiaan’s) zu den Hippo Pools wollen. Unterwegs ständig Elefanten!

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Immer wieder nimmt einer ein ausgiebiges Schlammbad!

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Manche stauben sich danach ordentlich ein!

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Insgesamt scheinen die Elis hier auch relativ entspannt drauf zu sein, doch dieser hier mag uns irgendwie nicht so sehr….

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…..und so machen wir die Mücke.
Am Hippo Pool sind tatsächlich auch Hippos – allerdings recht weit weg und auch meist auf Tauchstation.

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Wir freuen uns an den verschiedenen Vögeln, und dann auch besonders an zwei hübschen Kudu-Damen!

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Die wunderschönen Roller begleiten uns auch die meiste Zeit

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Und zwischendurch sitzt auch mal ein jemand anderes im Baum:

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Teil 3516. Mai 2018

Fortsetzung Boteti River:
Eigentlich wäre ein Bild von den Elefantenböllern ja schon längst fällig gewesen – aber erst hier am Boteti River fanden wir dieses besonders „verzierte“ Exemplar:

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Von den Hippo Pools aus fahren wir mal wieder hoch und entfernen uns etwas vom Fluss, um noch eine etwas andere Strecke zu fahren – aber da wimmelt es auch von Elefanten, und sie sind gut im Gebüsch versteckt. Und überall verteilt. „Papa, da vorne rechts – vorsichtig!“. „Und hier links direkt neben uns!“, kommt die nächste Meldung. Dieses Gebüsch ist wirklich wieder mal unübersichtlich, und hoch genug, um die grauen Riesen gut zu tarnen! Wir fahren beherzt durch eine größere Herde hindurch, aber bald schon kommt die nächste. Zwei Elefanten versuchen wir im Auge zu behalten, da sie gerade von rechts in Richtung Straße vor uns laufen, und wir nicht hinter dem nächsten Busch mit ihnen kollidieren wollen. Sie bleiben dann aber genau auf der Straße stehen und mümmeln genüsslich an den Sträuchern. Eine ganze Weile stehen sie dort, und wir denken, sie müssten sich doch mal weiter bewegen – aber das scheinen sie derzeit nicht im Sinn zu haben!

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Da kommt ein anderer Landcruiser hinter uns, und Volker fährt ins Gras neben die Straße, um ihm Platz zu machen. Neben uns hält er, und wir tauschen uns über über die Elis vor uns aus – und wer denn jetzt gerne vor fahre möchte? 🙄 😊 😗
Es ist ein Ehepaar aus Australien, und sie sind ausgesprochen nette und auch sehr lustige Leute! „Down by the river one of them was charging us“ – und an die Kinder gewandt: “…it was serious enough for me to wet my pants – so excuse the smell…”. So wie die grauen Freunde die Straße blockieren (und im Gebüsch weitere versteckt sind), will diesmal keiner von uns wirklich weiter fahren. Da ihnen der Busch dort sehr zu schmecken scheint, entschließen wir nach einer guten viertel Stunde gemeinsam mit den Australiern, umzudrehen und die nächste Straße wieder runter zum Fluß zu nehmen.
Hier können wir die Elis nochmal mit mehr „Überblick“ genießen, während wir Richtung Tiaan’s am Fluß entlang fahren.

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Das Wetter ist heute seltsam. Es ist ziemlich bewölkt, und für Bilder einfach keine so eine schöne Beleuchtung. Ob wohl doch noch Regen kommen wird?

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Dieser hier scheint Rüsselgymnastik zu machen:

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Ein anderer ebenfalls. Rüsselgymnastik scheint ein spezieller Sport unter den Boteti-Elefanten zu sein!?

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Dann verabschieden wir uns von den Elis

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Und die Elis verabschieden sich von uns:

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Teil 3616. Mai 2018

Fortsetzung von der Fortsetzung 🤨 Boteti River:
Ein Stück weiter entdecken wir doch tatsächlich noch EIN EINZIGES Connochaetus taurinus! Findet Ihr es?

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Es war wohl zu einsam im großen Makgadikgadi NP, da hat es Zuflucht unter einer Kuhherde gesucht!

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Blad darauf treffen wir am Khumanga Gate ein, wo wir noch unseren Eintritt zahlen müssen, da am Phuduhudu Gate der Zuständige ausgeflogen war… Anderen Reiseberichten nach scheint das dort öfter vor zu kommen….

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Hier erfreuen uns mal wieder einige Sqiurrels, die um uns herum tanzen:

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Und nun sind wir gespannt auf die kleine Fähre, von der wir schon so viel gehört und gelesen haben!

Teil 3717. Mai 2018

Fortsetzung Mittwoch 04.04.2018
Boteti Fähre:

Es ist schon irgendwie seltsam, wenn man sich ausführlich auf solche Reisen vorbereitet hat, Reiseberichte gelesen, Bilder angeschaut, und sich immer wider versucht hat, an solche Orte selbst hinein zu versetzten – und dann steht man plötzlich selber dort!

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Und irgendwie kommt es einem ganz bekannt und vertraut vor, und doch ist es neu.

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Es bietet sich ein friedliches Bild – der Boteti weit von Seerosen überdeckt, und am gegenüberliegenden Ufer schlummert die kleine Mini-Fähre.

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Kurz frage ich mich noch, ob wir uns die Nummer des Fährmanns hätten speichern sollen (das haben andere Reisende ja schon getan), dann verwerfe ich den Gedanken wieder, da unser Phone mit der botswanischen SIM-Card ja ohnehin nicht funktioniert. Na, dann sind wir mal gespannt, wie lange wir hier warten müssen!
Kaum hatte ich diese Gedanken gedacht, da staunte ich nicht schlecht, als sich am anderen Ufer etwas bewegte – der Fährmann lief eilig zu seinem Ponton und war wenige Minuten später auch schon bei uns angelangt!

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Dann ging alles so schnell, dass Mama als Fotograf schon fast zurück gelassen wurde! Auf jeden Fall bekam ich nasse Füße! Hier bewähren sich also wieder einmal meine Flipflops, die ich auf solchen Reisen eigentlich nur trage!

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Das ganze Übersetzen ging so flott, dass ich hinterher fast etwas enttäuscht war, dass dieses „Highlight“ schon wieder vorüber war!

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Unseren Kindern tut es sichtlich gut, sich mal wieder zu Fuß zu bewegen!

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Wir winken dem freundlichen Fährmann und sind nun ganz gespannt auf das viel gepriesene Tiaan’s Camp!

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Da Tiaan’s ja quasi schon in Sicht ist, läßt Papa sich auch ausnahmsweise drauf ein, unsere Kinder für das kleine Stück bis dort hin auf der BullBar sitzen zu lassen…

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This made their day!
Manchmal braucht es nicht viel, um Kinder glücklich zu machen!

Teil 3818. Mai 2018

Tiaan’s Camp am Boteti River, 04.04.2018:
Remember: According to Albert Einstein, intelligence is the ability to adapt to change!

Tja, ich weiß gar nicht so recht, wie ich das jetzt hier beschreiben soll, ohne unfair zu werden. Ich hatte ja ganz am Anfang schon geschrieben, dass Tiaan’s unsere große Enttäuschung unter den Camps war. Andrerseits bleibt, dass viele hier im Forum ganz begeistert sind davon. Verbucht es unter unseren unterschiedlichen Geschmäckern, und unseren unterschiedlichen „Anforderungen“ an ein Camp!

Während ich dies hier schreibe, bereue ich, keine Bilder gemacht zu haben. Ich weiß auch gar nicht recht wieso? Vermutlich, weil wir alle einfach so enttäuscht waren, dass es in keinem von uns eine Regung nach der Kamera gab. Es tut mir leid, dass dieser Abschnitt damit leider etwas „trocken“ bleibt.

Bei Enttäuschungen spielen ja meist Erwartungen eine große Rolle. Was also hatten wir erwartet?

Wir wollten bei der vielen Fahrerei einfach mal einen Tag Pause einbauen. An einem schönen Ort, an dem man sich einfach wohl fühlt. Von manchen Bildern aus Reiseberichten träumte ich also von einem gemütlichen Plätzchen, von wo aus ich Elefanten und Zebras am Boteti betrachten konnte. Etwas, was auch unsere Kinder gerne ein ganze Weile lang tun können. Zwischendurch würden wir mal etwas Wäsche waschen, gemeinsam kochen, oder uns abends noch ein besonderes Essen im hübschen, gemütlichen Restaurant mit Blick auf den Boteti gönnen. 😘
Außerdem war es von den Fahrtagen her ungefähr „Halbzeit“, da bot sich das doch hier an!
So hatten wir bereits 2 Nächte gebucht und bezahlt. Ob wir den freien Tag dann ganz im Tiaan’S verbringen würden, oder doch noch für ein paar Stunden nochmal in den Makgadikgadi Park fahren würden, wollten wir am nächsten Tag entscheiden.

Man sieht das Gebäude ja schon von der anderen Flußseite, kurz bevor man durch das Khunmanga Gate kommt. Schon da durchzuckte mich ein irritiertes Gefühl – denn man sieht nur ein großes, langweiliges Gebäude, das eher aussieht wie eine Lagerhalle, auf der mit dicken Lettern „Tiaan’s Camp“ steht.
Nun gut, vielleicht ist das wirklich nur die Lagerhalle für die Fahrzeuge, denke ich, um mich zu beruhigen, dass am Ende noch etwas Hübsches zum Vorschein kommen wird, was man so vom anderen Ufer aus im Gebüsch nicht sehen kann.

Voller Vorfreude fahren wir also durch das Tor auf den Parkplatz. Die Leute an dem Auto neben uns pumpen gerade ihre Reifen wieder auf (wo kommen die denn her? Sooo schlimm war’s ja mit dem Tiefsand im Makgadikgadi nun auch wieder nicht!? Aber vielleicht kommen sie ja auch aus dem CKGR), und bringen nicht mal ein „Guten Tag“ über die Lippen (obwohl bei ihnen auch Kinder rumspringen).
Kurz darauf kommt der manager – das freut uns! Er ist freundlich, aber auch etwas maulfaul und zurück gezogen. In der recht funktional und lieblos eingerichteten Reception füllen wir unsere Anmeldezettel aus, und er führt uns zu unserem Platz: Der ist schön groß, mit einem Wasserhahn dabei und sogar einem sehr großen StoffSegel, unter das wir die Zelte stellen können!
Es ist alles umzäunt und bewachsen, also damit sicher, so dass die Kinder auch frei herum springen können (für mehr als einen ganzen Tag an einem Ort beruhigt mich das) – aber Blick auf den Boteti oder sonst irgendwohin hat man von hier aus keinen.

Schön ist, dass „unsere“ Südafrikaner vom Phuduhudu Gate schon da sind, und den Platz neben uns haben. Sie winken uns auch freundlich einladend zu! 😉 Solche kleinen Gesten unter Campern machen für uns durchaus einen Unterschied.

Wir erkunden erst mal das Gelände, dabei auch das kleine Restaurant und die überdachte „Terrasse“ darüber. Ich bin total enttäuscht und merke bald, dass es den Kindern und Volker ähnlich geht. Noch hat es keiner so recht ausgesprochen, aber wir empfinden alle ähnlich: Was, bitte schön, soll hieran schön sein??? 🙁 😠 😵 🤨 😐 😠

Die „Lagerhalle“ ist eben jenes Gebäude, in dem sich die Reception, das Restaurant und das obere Stockwerk verbergen. Das Restaurant befindet sich aber hinter der Wand – also nicht zum Boteti raus. Es ist schlicht eingerichtet, was ich an sich nicht schlecht finde. Aber für einen besonderen Abend, wo wir uns mal ein Essen für20 Dollar pro Person leisten wollten – dafür finde ich es dann wirklich primitiv. Na gut, vielleicht ist es oben ja schön! Sagen wir uns, und klettern die Treppe hoch. Uuups! Wer hat denn hier versucht, einzurichten? 🙄 Oder hat das gar niemand versucht, sondern man hat halt mal abgestellt, was man am Wegesrand so gefunden hat?
Naja, dann ist vielleicht wenigstens der Blick schön (und im Kopf habe ich ein Bild aus einem Reisebricht, wo in der Abendsonne, die Zebras trinken). Hm, vielleicht habe ich das Bild im Kopf irgendwie falsch verknüpft? Hier sieht es jedenfalls ganz anders aus: Ein Zaun führt durch den Boteti, auf der einen Seite davon grasen Kühe und zwei Esel, auf der anderen erahnt man etwas Wasser. Gestrüpp überall, und vor uns auch noch ein Baum. Aussicht würde ich das nicht wirklich nennen. Neben dem, dass man diese „Aussicht“ auch nur dann „genießen“ kann, wenn man steht. Wenn man sich in einen der stillos zusammen gewürfelten Sessel fallen läßt, sitzt man eh zu tief, um außer Himmel irgendetwas anderes zu sehen….

Da wir noch etwas Zeit bis Sonnenuntergang haben, lassen wir die Kinder noch kurz in den Pool hüpfen. Der ist schön sauber, aber eben sehr klein. Mehr zum sich rein setzten und erfrischen, und nicht zum Schwimmen. Nach wenigen Minuten sind alle Kinder schon wieder da: Nanu? Frage ich? Sie schlottern (dabei sind sie kaltes Wasser aus Blantyre-Pools gewöhnt!) – der Pool ist überdacht und wohl deshalb eisekalt. Das Wasser brennt in den Augen, und Platz hat man da drinne eh nicht. Die nächste Enttäuschung. 🙁

Immerhin: Alle können warm duschen! 🙂
Das muß man dem Tiaan’s lassen: die Abolutions sind recht schön, sogar in einem etwas „eignen Stil“ gestaltet, die Duschen schön groß, und es gibt reichlich Wasser – auch warmes!

Dann bauen Volker und 3 Kinder Zelte auf, während ich mit Joel zusammen koche. Dabei fängt es tatsächlich an zu regnen!
Wer auf dem einen Bild vom Boteti genau hingeschaut hat, sieht, dass dunkle Wolken aufziehen!

BotetiFerry8-2.jpg


Es ist zum Glück kein starker Regen, und die StoffSegel schützen auch ein wenig.
Während wir Heringe reinhauen und im Topf rühren, lässt jeder so langsam seinen Unmut raus. Was sollen wir denn hier den ganzen Tag machen? Hin und her überlegen wir. Wären wir doch einen Tag länger am Planet Baobab geblieben! Dort hätte es für jeden ein Eckchen gegeben, das ihm entsprochen hätte!
Aber über „was wäre wenn“ zu jammern, hilft ja nix!
Also was tun? Bezahlt haben wir schon 2 Nächte – und auch nicht gerade preiswert. 😐
Aber, so sind Volker und ich uns später einig, als wir ohne die Kinder noch ein wenig überlegen, wie wir weiter machen sollen: bloß wegen der bezahlten Nacht hier genervt einen Tag lang rum sitzen, kann ja auch nicht die Lösung sein!
Und wenn wir statt dessen morgen nach Maun fahren? Fragt Volker? Ob wir da wohl eine günstige Unterkunft finden könnten? Da kann ich helfen 🤩 : wir hatten zwar keine Nacht in Maun eingeplant, sondern wollten (übermorgen) früh am Tiaan’s los, mittags in Maun einkaufen und tanken und dann weiter zum South Gate. So der Plan. Aber ich hatte auch für Maun recherchiert, und mir einige mögliche Unterkünfte notiert. Darunter als Favorit das „Maun Rest Camp“ – „Schwester-Camp“ des wohl alt bekannten „Old Bridge Backpackers“. Campen 80 Pula pro Person! Auch andere waren nicht viel teurer. Und nachdem es zur Zeit ja noch nirgends überfüllt zu sein scheint, würden wir sicher auch unangemeldet einen Platz in Maun finden!

Je länger Volker und ich das für uns durchdenken, desto überzeugter werden wir, dass das wohl die bessere Lösung ist, als hier alle frustriert rum zu hängen.

Kaum haben wir das auch mit den Kindern besprochen, hebt sich die Stimmung wieder! Volker geht zum manager – aber es ist wie befürchtet: Geld bekommen wir keines mehr zurück. Nun ja, das müssen wir dann diesmal eben einfach unter „Lehrgeld“ abschreiben! Immerhin scheint der manager nun etwas gesprächiger, und die beiden unterhalten sich noch eine ganze Weile. Dabei erfährt Volker, dass die ursprüngliche deutsche Besitzerin, Heike (einige von Euch kennen sie), gestern abgeflogen sei – „for good“.
Nun gehöre es ganz dem Südafrikaner Tiaan, der es mit Ihr gemeinsam aufgebaut hat.

Etwas später unterhalte ich mich noch ausführlich mi unseren südafrikanischen Camp Nachbarn, und erfahre auch hier interessante Infos: Auch sie sind irritert über so manches hier. Finden es ebenfalls (bis auf die Abolutions) sehr unschön gestaltet – und v.a. bekäme man auch das Gefühl, dass weder der manager noch der Besitzer sich für seine Gäste interessiere.
Nun erzählen sie mir, dass sie ein Hotel in Angola besitzen, wo der Tourismus so ganz langsam wohl etwas Fahrt bekäme. Und eigentlich sind sie hier her gekommen, um sich Tiaan’s anzuschauen, ob sie sich hier hineininvestieren wollen. Anscheinend ist es zum Verkauf angeboten!? Oder zumindest zu einer Beteiligung? Sie hatten im Vorfeld darüber wohl mit Tiaan schon mal Kontakt. Kamen wohl aber bewußt als „unauffällige Gäste“ hier an, und waren verwundert, wie abweisend sie hier behandelt wurden. Tiaan, der wohl auch in einem Häuschen neben uns weilte, habe sich nicht blicken lassen – wohl selbst, als sie beim manager nach ihm fragten.
„He didn’t know who we are….”. So sei der Zug hiermit abgefahren – hier würden sie wohl keine Geschäfte machen!

Die Kinder spielen auf dem großen Sandplatz um unsere Zelte herum noch Fangen. Als es zu dunkel dafür wird, spielen wir auf dem „Restaurant-Deck“ noch etwas Karten und Hannes und Benni fragen sich wieder einmal lateinische Tiernamen ab (damit sie bis zum Moremi fit sind! 😎 ).
Wir unterhalten uns noch über das, was schön war an diesem Tag - der Boteti mit sienen vielen Elefanten, und die kleine Fähre - und dann gehen wir mit diesen schönen Bildern im Kopf alle früh schlafen.

Teil 3919. Mai 2018

Danke für all Eure Rückmeldungen!

Eigentlich wollte ich noch hinzufügen, habe es dann vergessen:
Ja, eben so wie Du sagst, freshy, es kommt darauf an, für was man ein Camp haben will.

Da möchte ich fairer Weise sagen: wenn man ein Camp braucht, wo man "auf dem Weg" übernachtet, weil man entweder von der Etappe her eine Nacht braucht, oder weil man einen Tag an den Boteti will, dann ist Tiaan's echt o.k.
Wir hatten uns nur darunter einfach was anderes vorgestellt, da ich auch Empfehlungen aus dem Forum bekam, dort doch unseren freien Tag zu verbringen. Und DAFÜR war es einfach nichts für uns!

Ich in da auch mal rumgelaufen, und habe versucht, es mit anderen Augen zu betrachten: wenn man zu zweit unterwegs ist, einfach einen Ort braucht, wo man abhängt, evtl. mit einem Buch usw... Sieht es dann für mich und Volker anders aus?
Ein wenig, ja. Ich würde immer noch einen schönen Blick vermissen. Oder eine gemütliche, schöne Sitzecke (die gab es im Senyati, und die gab es im Planet Baobab!). Das wäre uns persönlich wichtiger als warme Duschen.

Auch sind die Camping - PLÄTZE groß und durch "Hecken" abgetrennt von den Nachbarn - auf dem PLATZ wo man sein Zelt/Auto aufstellt, hat man also im Tiaan's etwas mehr sein "eignes Reich" als im Planet Baobab.
Vielleicht zählt das für einige Leute.

Auch: es ist wirklich reichlich Wasser, (und WARM Wasser) vorhanden, man kann Wäsche waschen (haben wir dann nicht getan, aber wäre gut möglich gewesen), und durch die Umzäunung braucht man sich nicht vor Löwen etc. zu fürchten.

Deshalb, Flori: überlegt einfach nochmal, wofür Ihr das Camp braucht!
Für einen Zwischentag an einem "schönen" Ort wäre es nicht unseres - aber für eine Übernachtung auf der Reise, würde ich es evtl. wieder machen. (ich weiß nicht, wie die Alternativen IM Makgadikgadi sind- da gibt es ja auch Camps).

Für Heike tut es mir auch leid - auch wenn wir sie nicht kennen gelernt haben. Ihr Mann ist ja gestorben, bevor sie Ihr gemeinsames Projekt in Angriff nehmen konnten. Und dann fehlte da womöglich der passende Partner, mit dem es was hätte werden können! Sie war mutig, und hat es trotzdem versucht! Dass es so ausging, muss ihr weh tun!

freshy, ich hatte nicht den Eindruck, dass das ganze da gleich zusammenbricht. Klar, frag lieber nochmal nach. Aber ich denke schon, dass es Tiaan'S erst mal weiter geben wird. Aber wie, in welcher Form, wer sich da um was kümmert (oder auch nicht), das wird sich wohl in der folgenden Zeit zeigen.

Vielleicht hilft das nochmal zu einer "runderen" Einschätzung, und gibt ein etwas umfassenderes Bild, als meine im vorigen geschilderte "gefühlsbetonte" Einschätzung!
Antje

Teil 4021. Mai 2018

Donnerstag, 05.04.2018: Von Tiaan’s nach Maun (Rest Camp):
Oder: Kühe, ein Blechschaden, und dann doch noch ein schöner Tagesabschluß!

Man könnte jetzt natürlich gemäß Albert Einstein darüber philosophieren, ob es mit INTELLIGENZ zu tun hat (oder einfach nur eine sinnvolle Notwendigkeit ist), wenn man sich auf diese „Veränderung“ (change of plan) einläßt…?

Wie immer man das beurteilen mag: Es fällt uns allen jedenfalls nicht schwer, uns auf unseren geänderten Plan umzustellen, und wir stehen alle fröhlich und mit neuem Tatendrang auf! Diese Entscheidung, heute hier abzureisen, war die einzig richtige, denn so hält der Frust keinen Einzug bei uns! Und wir sind gespannt auf Maun!

Es hat tatsächlich nachts geregnet, und wir danken Tiaan’s für das StoffSegel, denn es hat unsere Zelte einigermaßen trocken gehalten! Wir werfen nochmal einen Blick vom Restaurant-Deck auf den hier trostlos wirkenden Boteti, und da es weiter nichts Neues zu sehen gibt, holen wir uns statt dessen nochmal die vielen Elefanten ins Gedächtnis!
Mit diesen Bildern im Kopf verabschieden wir uns von diesem schönen Fleckchen Erde – Makgadikgadi würde uns bei einer erneuten Botswana-Reise sicher wieder sehen!

Der Tracks4Africa-Karte nach hatte ich erwartet, dass die Straße von Tiaan‘s zur Hauptstraße hoch rough road ist und entsprechend mehr Zeit einkalkuliert. Nun sind wir ganz überrascht, dass alles schöne Teerstraße ist!
Dann allerdings geht es eine ganze Weile über üble Potholes – und so ein klein wenig fragt man sich schon, warum der Staat es nicht hinbekommt, solche Hauptverkehrsstraßen besser instand zu halten, wenn Botswana doch angeblich so weit entwickelt ist und auch über monitäre Resourcen verfügt? Warten sie etwa auch lieber auf die Chinesen? 😐

Auf dieser Strecke denken wir wieder ein wenig über das Land nach, und versuchen nochmal, etwas mehr Gefühl dafür zu bekommen. Klar, das bleibt weiterhin ein mini Ausschnitt, doch können wir nicht nur mit dem „Wildlife-Blick“ durch ein solches Land fahren, und fragen uns einfach, was sonst noch so in diesem Land läuft oder auch nicht läuft, wie die Menschen wirklich leben, u.v.m.
Unterwegs sehen wir unendlich viele Kühe – immer wieder Kühe! Ansonsten viel leeres, flaches Land – so wie eigentlich seit Kasane die ganze Zeit schon. Gibt es hier eigentlich auch Menschen???
Wir haben bisher mehr Kühe als Menschen gesehen. Nun, Kuhhaltung ist seit je her ein wichtiger Bestandteil botswanischen Lebens, und Joel hatte recherchiert, dass es in Botswana ca. 2 Mio Kühe gibt. „Das wäre also eine Kuh pro Kopf!“, bemerkt Hannes sofort, der sich die Bevölkerungszahl von ca. 2 Mio gemerkt hatte (na gut, das war jetzt keine besonders hohe mathematische Leistung…. 😄 ). Den „Tier-Sichtungen“ des heutigen Tages nach erschient diese Zahl jedenfalls durchaus plausibel! (Nein, wir haben natürlich keine
2 Mio 🤩 Kühe gesehen! Aber wenn man das, was wir auf unserer heutigen Strecke sahen, mal hoch rechnet…)

Kleiner Exkurs
Wahrnehmungen, Gedanken, Fragen zu Land und Leuten:
Vor kurzem war der botswanische Präsident, Ian Khama, bei uns hier in Blantyre zu Besuch. Na ja, was heißt „bei uns“ – natürlich nicht bei UNS, sondern bei „unserem“ malawischen Präsidenten. Leider habe ich ihn nicht gesehen. Wobei das sicherlich auch kein Verlust ist. Jedenfalls erkennt man auswärtigen Hoheitsbesuch immer daran, dass neben dem üblichen ohnehin schon völlig abgefahrenen Bimbamborium in der Kolonne zusätzlich noch WEIß gekleidete Polizisten auf Motorrädern unterwegs sind.
Auch wenn diese Show in den meisten afrikanischen Ländern ähnlich ist, so ist sie in Malawi schon sehr extrem. Wie handhabt das der botswanische Präsident in seinem eigenen Land, frage ich mich? Denn Botswana scheint sich schon abzuheben von den meisten Ländern auf diesem Kontinent? Zumindest liest man das. Von Daten, und Fakten her.
Das mit dem Personenkult um die Hoheiten herum, ist ja schon so ein eigenes Ding. Gut, um das englische Königshaus wird auch ein Personenkult betrieben – es scheint da etwas in uns Menschen zu geben, dass wir gerne jemand anderes verehren und anbeten!?
Dennoch ist der in Afrika betriebene Personenkult schon nochmal eine andere Dimension. Ich erinnere mich, wie ich in Kenya in meinen TeenagerJahren immer Angst hatte, wenn der Präsident vorbei kam, und mein Vater nicht sofort am Straßenrand anhielt. Denn man hörte, dass die dann schießen! Zumindest auf die Reifen. Aber man weiß ja nie…. 😣
Gleichzeitig: In Nairobi habe ich nie erlebt, was man hier in Blantyre regelmäßig erlebt: wenn der Präsident durch die Stadt fährt, kommt für eine halbe Stunde lang der gesamte Verkehr zum erliegen. Eine halbe Stunde vorher erkennt man das daran, dass entlang der gesamten Strecke Unmengen an Polizisten aufgestellt sind. Dann weiß man schon: oh, ich schau mal besser, dass ich meine Sachen schnell erledigt kriege! Aber meist hat man dann doch Pech und steht irgendwo in der Sperre für eine halbe Stunde…. Alle, ALLE Menschen, müssen aufhören mit dem, was sie gerade tun! Das ist schon heftig!
Und noch interessanter: als Volker das zum ersten Mal erlebte, war seine Reaktion so ganz anders als meine, obwohl wir dazu ja eigentlich die gleiche Meinung haben:
Er schüttelte den ganzen Tag lang den Kopf darüber, was da eigentlich abgeht, und wieso das jeder mit macht, und was das für Auswirkungen hat auf ein Volk usw. Ich fand das erst mal völlig „normal“, und hatte eher Angst, eine falsche Bewegung zu machen. Und das, obwohl ich ja doch die selben „westlichen“ Überzeugungen habe wie er. Daran wurde mir bewußt, wie prägend es ist, mit was man aufwächst, von was man ständig umgeben ist. Denn so hatte ich das als Kind und Teenager erlebt: wenn der Präsident vorbei fährt, hält man an und hält die Klappe! Vielleicht erklärt das ein wenig die Untätigkeit der Menschen hier, auch wenn sie eigentlich nicht viel von ihrem Präsidenten halten – dennoch, so ist das eben: wenn er kommt, hat man stramm zu stehen. Sonst – sonst……. weiß man auch nicht, was geschieht….. Man fragt sich einfach nicht, ob das sinnvoll ist, dass es so ist. Man fragt sich auch nicht, ob das fair ist. Man fragt sich auch nicht, ob das hilfreich ist – und man fragt sich noch weniger, ob man das ändern könnte. Es ist so. Es war immer so, und man hat zu spuren!

Ich vermute, dass es in Botswana anders ist, denn Botswanas Präsidenten haben sich seit der Unabhängigkeit (im Gegensatz zu den meisten anderen afrikanischen Präsidenten) nicht endlos nur selbst bereichert, sondern das gesamte Land voran gebracht. Dennoch, wie man sich anhand der schlechten Straße nach Maun fragen kann; wie viel ist da wirklich dran?
Vielleicht kannst Du, Sabine (kalahricalling), uns hier ein wenig mehr Aufschluß geben? Vielleicht gibt es auch noch den ein oder anderen Botswana Erfahrenen stillen Leser hier, der sich dazu mal äußern mag? Mich würde da einiges interessieren.

Es tut mir Leid, dass ich Euch für den heutigen Tag auch nicht mit Bildern beglücken kann. Heute haben wir einfach „gelebt“, das in uns aufgesogen, was in und um Maun auf uns wirkte, und ich hoffe, dass ich diesen Abschnitt dennoch nicht zu langweilig gestalten kann!
Im Moremi können wir uns dann vor Tierbildern wieder nicht mehr retten, also müsst Ihr Euch jetzt noch ein wenig die Mühe machen, zu lesen – „Bildergeschichten“ kommen dann später wieder! 😉

Es war ein guter Tag, und es tat uns gut, etwas mehr Zeit für Maun zu haben – bis auf den Einschub „Blechschaden“, von dem ich noch berichten werde….

Fortsetzung über Maun folgt!

Teil 4127. Mai 2018

Vielen Dank Euch allen für Eure Beiträge - v.a. Dir, Stefanie (danke, dass Du meinen Namens-Verdreher so locker genommen hast! 🤨 )
Nun bin ich doch etwas in Pack-Planungen und Geburtstags-und Kinder-Good-By-Parties versumpft (alle unsere 4 Männer haben jetzt innerhalb von 5 Wochen auch noch Geburtstag.....).

Nun schreibe ich aber gerade weiter an meinem Maun-Bericht, und hoffe, den morgen einzustellen!
Bis dahin,
Antje

Teil 4229. Mai 2018

Bevor ich meinen "Maun-Tag" einstelle, ein Danke für Eure Ausführungen. Ja, da will ich jetzt nicht zu tief einsteigen. Da sollten wir uns alle lieber auf ein Glas Wein treffen, denn diese Themen sind schier unerschöpflich...
Botswana und HIV/AIDS: kurz, von dem Wenigen, was ich mir angelesen habe (damit bin ich auch abhänig davon, was mir die Medien präsentieren): Es war das erste Land "in der Region" ( was auch immer das heißen mag?), das kostenlos Antiretrovirale Medikamente einführte. Das half auch (hat es Botswana evtl. vor dem Ruin gerettet?). Dennoch: selbst heute steht es mit der HIV-Prävalenz mit ca. 24 % immer noch weltweit an 3. Stelle!!! (nach Lesotho und Swasiland - oder muss ich jetzt eSwatini sagen?). Was wohl viele kúlturelle Gründe hat. Das Sexualverhalten dieser Völker (was u.a. auch mit den tiefen Ängsten vor Geistern zu tun hat) spielt da sicherlich schon eine große Rolle. Im Übrigen scheint auch im Fortgeschrittenen Botwana leider die Gewalt an Frauen recht hoch zu sein.
Nun aber versuche ich mal, meinen Text über Maun und die wenigen Bilder noch zusammen zu basteln!

Teil 4329. Mai 2018

Fortsetzung Maun, 05.04.2018:
The Botswanan „Spirit of Humantity“ – and the „Spirit of Egoism“:

Wir sind gespannt auf Maun – ob es ähnlich wie Kasane hauptsächlich ein Touristen-Nest ist? Und dann sind wir überrascht, wie „normal“ afrikanisch sich Maun präsentiert. Klar, mit einem deutlich touristischen Einschlag. Aber das geht ja auch nicht anders, als „Tor zum Okavangodelta“! Bei Joels Nachforschungen war ich übrigens erstaunt, dass das Okavangodelta erst 2014 in die Liste der “UNESCO World Heritage“ aufgenommen wurde – und zwar als Nr.1000 ! Nachdem es 2013 in Arusha als eines der „Seven Natural Wonders of Africa“ erklärt wurde,
Ja, der Airstrip, und hier und dann v.a. auf den Parkplätzen der Supermärkte reihenweise 4x4 Mietwagen, wie ich sie sonst noch nirgends in einer solchen Dichte gesehen habe! Aber ansonsten ist es doch ein recht normales Städtchen, mit verschiedenen kleinen „Businesses“ hier und da, Autowerkstätten, Strassenbuden (o.k., die sind wohl hauptsächlich für die Touristen) und wenig Prunk und auch nicht schnieges Hotel an Hotel. Zumindest wirkt es so auf uns, und wir stellen fest: das gefällt uns! Irgendwie tut es uns gut, das zu erleben, und ein wenig „normales“ botswanisches Leben damit zu erfühlen. Es ist endlich nicht mehr so menschenleer (findet v.a. Volker, der irgendwie die ganze Zeit nach „Beziehungen“ zu Menschen suchte in der Einsamkeit, durch die wir die letzten Tage gefahren sind), das Leben pulsiert in einem angenehmem Ausmaß.

Wir fahren gegen 12 Uhr Mittag über die Thamalakane-Brücke in das „Innenstadt“–Viertel. Wir wollen als erstes zum Maun Rest Camp, um sicher zu stellen, dass wir einen Platz für die Nacht haben, und dann noch einkaufen und nach einem schönen Ort für ein gemütliches Abendessen suchen. Aber da Maun ja recht klein ist, wollen wir bewußt mal auf der westlichen Flußseite entlang fahren, wo sich ja das meiste abspielt. Und wir merken uns unterwegs, wo der Spar ist, wo es welche Tankstellen und Geldautomaten gibt.

Das Maun Rest Camp befindet sich ja am nördlichen Zipfel, kurz bevor man wieder über den Thamalakane River zurück fährt, und Dank „maps.me“ sind wir auch stets mit allen kleinen Sträßchen orientiert! (wer auch immer mir den Tipp gegeben hatte: Danke! „maps.me“ war alles was wir brauchten, auch später im Moremi!).
Das Maun Rest Camp gefällt uns auf Anhieb gut – es sieht sehr gepflegt aus, die grünen Wiesen und die kleinen Häuschen. Und wir werden an der Rezeption sehr freundlich empfangen! Plätze mit Blick auf den (ziemlich verlandeten, von Seerosen und Schilf überdeckten) kleinen Thamalakane kosten 110 Pula pro Person. Die anderen, weiter hinten gelegenen nur 80 Pula pro Erwachsenen. Da suchen wir und einen aus und sind schon mal glücklich!
Wir vertreten uns hier noch etwas die Füße, erkunden das Gelände und Essen dann noch zu Mittag, was das Auto noch so her gibt (Brötchen, Biltong, Äpfel und die letzten SchokoKuchenstücke von zu Hause). Hier gibt es einen Tisch und Bänke, was uns sehr entgegen kommt, da wir keine Campingstühle und auch keinen Tisch haben (das müsste dann alles auch immer auf dem Dach verzurrt werden, und war uns bisher zu viel Geschleppe). Meist suchen wir uns ein paar Steine zum Sitzen, oder freuen uns eben, wenn ein CampingPlatz uns sogar einen Tisch mit Sitzgelegenheit bietet!

Nun haben wir noch Zeit, unsere Sachen in Ruhe zu erledigen – und dazu gehört außerdem noch der Kauf eines botswanischen Korbes! Das ist Joels spezieller Wunsch. Denn er mußte sein „Projekt“ (das 70-DIN-A4-Seiten-Werk) zwar vor den Osterferien abgeben, aber am Ende des Schuljahres kommt dann immer noch der „International Day“, an dem jeder „sein“ Land vorstellt! Das ist jedes Jahr neu zum Staunen – denn die Schulhalle verwandelt sich (naja, nicht von selbst…. Eltern, Schüler und Lehrer müssen da schon auch ranklotzen….) in ein unglaublich buntes Theater! Jeder hat Tische, es wird nach Ländern und Länder-Gruppen sortiert, und dann soll jeder seinen Tisch gestalten. Mit Deko und mit landestypischem Essen!
So sah das z.B. vor 2 Jahren bei Benjamins Klasse aus:

Maun-IntDay1.jpg


Maun-IntDay2.jpg


Maun-IntDay3.jpg


Damals mußten wir Deutschland vertreten (das hatte Benjamin gewählt). Diesmal wird des Botswana sein, und ich bin mir nicht so sicher, was denn einfacher ist! Denn das eigene Land ist auch nicht so einfach…. Zumindest konnte ich hier in Malawi nicht Sauerkraut oder Brezeln kaufen….. Also haben wir die Brezeln selber gemacht!
Aber was ich für Botswana auftischen werde, weiß ich noch nicht so recht. Biltong – das geht wenigstens! Und wir könnten natürlich auch einfach Maispampe kochen (in Ostafrika „Ugali“, in Malawi „Nsima“), und dann nennen wir es einfach botswanisch „Pap“! 😄 Nun ja. Aber EIGENTLICH will Joel am liebsten frittierte Mopane-Würmer! Doch den Gefallen werde ich ihm wohl nicht tun! 🤢
Also, was dann? Immerhin, haben wir beschlossen, können wir einen original botswanischen Korb als Deko kaufen. Das haben wir ihm versprochen, und Maun scheint dafür unsere beste Gelegenheit zu sein!

Vom Rest Camp wollen wir auf der anderen Seite vom Fluß zurück in die Stadt fahren, weil wir einfach einmal im Kreis fahren wollen. Kurz vor der Thamalakane-Brücke im Norden ruft Joel begeistert: „Da! Körbe! Papa, Du musst zurück fahren! Bitte! Ich will doch noch einen Korb kaufen!“ Wir haben zwar nichts gesehen, aber Joel und Tabea bestehen darauf, ein Schild mit „Botswanan Baskets“ gesehen zu haben, und so fahren wir zurück – und Recht haben sie! Etwas unscheinbar, aber gut ausgeschildert. Wir biegen in den kleinen Sandweg ein und finden auch kurz darauf ein kleines, recht schmuck bemaltes Häuschen. Als wir es betreten, staunen wir: Oh! So viele wunderschöne, verschiedene Körbe! Und eine Frau mit einem einladenden Lachen begrüßt uns freudig!
Ich frage sie einiges, z.B. welche Stämme diese Körbe herstellen, denn ich habe mir von Joels Werk gemerkt, dass v.a. die Hambukushu Korbflechter sind. Sie ist offenbar ganz begeistert, dass wir so interessiert sind und zeigt uns gleich einen Katalog, in dem die ganzen verschiedenen in die Körbe geflochtenen Muster abgebildet und erläutert sind. Ja, die Hambukushu wohl, aber auch andere Stämme, sagt sie. Hier arbeiten mehrere Frauen verschiedener ethnischer Gruppen zusammen. Sie haben eine kleine Frauenarbeit gegründet, denn viele Frauen, so sagt sie, sind sehr abhängig von ihren Männern und tun nichts als ihre Arbeit zu Hause. Mit dem Körbe flechten können sich viele etwas Geld dazu verdienen und ihre Zeit sinnvoll nutzen. Sie arbeiten zusammen und leiten junge Frauen an, damit sie in ihrer Zukunft etwas haben, auf das sie sich stützen können. Davon hatten Joel und ich viel gelesen, und es ist schön, nun ein „lebendes Beispiel“ hier vor sich zu haben! Und ein so begeistertes und einladendes noch dazu!
Leider habe ich von dem kleinen Verkaufsladen auch kein Bild gemacht – aber Joel hat noch einige Bilder von den Pflanzen gemacht, mit denen sie die Korbmaterialien einfärben. Das hatte er sich nämlich ganz genau gemerkt: braun wird aus „Magic Guarri“ gewonnen, Rottöne vom „Bird Plum Tree“, Lila aus der „Indigo Dye Plant“ und gelb vom „Red Star Apple“.

Maun-Korb1.jpg


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Als er sich darüber mit ihr unterhält, ist sie noch mehr aus dem Häuschen und nimmt ihn gleich mit hinter ihre Hütte, um ihm die jeweiligen Pflanzen zu zeigen! Da hat er schnell mein SmartPhone geschnappt und die Pflanzen geknipst! Sie kann es kaum fassen, dass ein 10-JJähriger so viel Bescheid weiß, und ist ganz gerührt von dem Interesse an ihrer Kultur! Es ist so schön, so lebendige und freundliche Menschen zu erleben, dass wir um so zufriedener sind mit unserer Entscheidung, heute statt Tiaan’S etwas mehr von Maun zu erleben!

Als wir dann aber einen Korb aussuchen wollen, schlucken wir doch sehr angesichts der Preise! Dass wir hier gesalzene TouristenPreise zahlen, hatten wir schon erwartet – aber dass sich die Preise vom kleinsten bis zum größten Korb zwischen 200 und 9000 Pula (also 20 bis 900 Euro!!!) bewegen, schockt uns jetzt schon! Sie erläutert uns, dass eine Frau an manchen Körben 3 bis 6 Monate beschäftigt ist. Wenn man genau hin guckt, läßt es sich dann doch nachvollziehen, denn die botswanischen Körbe sind extrem fein verarbeitet. Hier unser neuer Brotkorb, für den wir uns am Ende (für ca. 35 Euro) entschieden haben:

Maun-Korb.jpg


Das Muster erläutert sie als „Forehead oft the Zebra“ (nun laßt mal Eure Phantasie ein bisschen spielen!!!), welches von verschiedenen Stämmen verwendet wird und allseits eine royale Symbolik darstellt.

Sie sind also schon sehr viel feiner verarbeitet als die meisten diversen Körbe, die ich aus anderen Ländern kenne. Dennoch erscheinen mir die Preise ziemlich übertrieben. So wissen wir bis heute nicht, wie botswanisch oder wie touristisch diese Preise wirklich waren – aber falls jemand von Euch mal wieder nach Maun kommt, und einen schönen Korb und außerdem eine wirklich nette Begegnung sucht: diesen kleinen Laden können wir weiter empfehlen!

Dann fahren wir auf die andere Fluß-Seite und schauen uns noch das „Old Bridge Backpackers“ an, ob das ein Platz für ein Abendessen wäre. Also, die Preise sind recht „harmlos“ (zwischen 50 und 120 Pula gibt es allerlei, was lecker klingt), und recht hübsch ist es dort auch – aber wir merken doch, dass dies hier ein junges Backpacker Klientel ist, und Volker und ich werden uns plötzlich unseres fortgeschrittenen Alters bewusst… 😵 Irgendwie, so ganz passen wir hier doch nicht rein…. Aber: falls wir nichts anderes finden sollten, was uns gefällt, ist das auf jeden Fall eine Lösung für unser Abendessen!
Auf dem Parkplatz sehen wir den Mietwagen eines jungen deutschen Pärchens, das wir erstmals im Tiaan’s getroffen haben, und dessen Auto uns nun ständig begegnet: auf dem Spar Parkplatz, im Maun Rest Camp, hier… und später noch im Moremi. Allerdings sind sie nicht wirklich zugänglich, und es kommt bisher nirgends zu einem kleinen Gespräch.
Als wir wieder auf die Hauptstraße biegen, sieht Volker ein Schild zum „Crocodile Camp“ – mit Restaurant. Da fahren wir hin in der Hoffnung, ob uns das für ein Abendessen gefallen könnte. Die Kinder maulen, warum wir uns so viele Restaurants angucken – wir könnten doch einfach in „Debonaire’s“ Pizza essen gehen. Aber Papa bestimmt eisern, dass heute MAMA aussuchen darf 🤩 , denn die kümmert sich pausenlos um das Essen und soll es jetzt einmal auf dieser Fahrt so haben dürfen, wie es IHR gefällt! Tja, und ich will heute kein Fast-Food (auch wenn ich Pizza mag), sondern einen schönen Ort, wo wir bei gemütlicher Atmosphäre sitzen und was Leckeres essen können!
Leider wird das Crocodile Camp gerade renoviert und ist deshalb geschlossen - von dem was wir sehen, hätte es uns sehr gut gefallen! Schade! 🙁

Nun fahren wir wieder nach Süden, zum „Eingang“ von Maun. Auf dieser Strecke gibt es nicht viel – das meiste der Stadt scheint sich doch auf der anderen FlußSeite abzuspielen. Aber wir sehen das von den Kindern heiß ersehnte Schild „Hockey Rink“. Wir haben zwar keine Zeit, hier Hockey auf Rollerblades zu spielen, aber damit wird Maun nochmal etwas lebendiger für uns. Das muß ich Euch jetzt erklären:
Als Botswana Anfang des Jahres für uns in Sicht kam, zogen die Kinder ein Buch aus dem Regal, dass sie vor einigen Jahren mal von Opa und Oma geschenkt bekamen: „The Lion Children“, von 3 Kindern geschrieben und illustriert. Vielleicht kennt der eine oder andere es von Euch – falls nicht: eine lohnenswerte Anschaffung für alle Botswana-Fans:

Maun-Buch.jpg


Der Naturforscher Richard Dawkins sagt, es wäre eines seiner Lieblingsbücher!
Wir haben es dann nochmal gemeinsam gelesen – diesmal konnte ich es auf Englisch vorlesen. Vor 4 Jahren konnten sie alle noch kein Englisch, da musste ich es „simultan übersetzen“. Diesmal wurde ich hin und wieder sogar verbessert (z.B. „Mama, es heißt nicht predator. Es heißt predator!“ 😊 ).
Ein kurze Zusammenfassung:
Kate Nichols, Schauspielerin und Biologin, zieht kurzentschlossen 1995 mit ihren 5 Kindern nach Botswana. In Maun schlägt sie sich mit verschiedenen jobs 2 Jahre lang durch, lernt dann den Löwenforscher Peter kennen, zu dem sie alle dann etwas später in ein Buschcamp am Gomoti River ziehen. Gemeinsam forschen sie an den Löwen des Okavangodeltas – das bis dahin größte Löwenforschungsprojekt Afrikas überhaupt. Die Kinder sind neben Schulunterricht im Zelt täglich in die Löwenforschung eingebunden. Ein einzigartiges Buch – über einzigartige Menschen, in einem einzigartigen Umfeld!

Und in diesem Buch ist erwähnt, dass der soziale Treffpunkt von Kindern in Maun der „Hockey Rink“ sei! Von daher fahren wir u.a. auch durch Maun immer ein wenig mit dem Blick, das Buch damit für uns noch lebendiger werden zu lassen! „An diesen Orten lebten sie“ – und damit bekommt das Ganze ein etwas greifbareres, echteres Gesicht!

Wieder in der Innenstadt suchen wir einen ATM auf und erledigen im Spar unsere Einkäufe für die kommenden Tage in der Abgeschiedenheit. Wenn wir morgen Maun verlassen, haben wir 4 bis 5 Tage vor uns, bevor wir wieder in der „Zivilisation“ in Kasane eintreffen werden.
Dann erhandele ich mit den Kindern noch einige der wunderschönen botswanischen (Wand-)Batiken an einem der vielen Stände neben der Hauptstraße.

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Auch dieses werden wir wohl als Deko hinter Joels Botswana-Tisch verwenden!

Ich gerate an einen ebenso angenehmen Verkäufer, mit dem wir uns ein wenig unterhalten. Die Kinder lernen nun noch „danke“ auf Kalanga („Maisa basa“ – und wiederholen das die kommenden Tage endlos, damit sie es nicht vergessen…), und dann wollen wir noch an der Shell in der Nähe des Maun Rest Camps tanken, bevor wir dort noch einen Blick ins „Sedia Hotel“ werfen, ob uns das vielleicht für unser besonderes Abendessen gefallen könnte.

Es ist ca. 5 Uhr nachmittags, als wir an der Shell Tankstelle ankommen. Also sind wir gut in der Zeit – ein eigentlich perfekter Tag!
Doch da passiert es: Der Tankwart bittet Volker, an eine andere Säule zu fahren. Beim rückwärts stoßen schreien die Kinder einen Augenblick zu spät – es kracht! Wo kam der denn jetzt her? Da steht ein kleiner Stationwagon ungünstig quer hinter uns, der einige Augenblicke zuvor noch nicht da gewesen war – und Volker hatte ihn in der blendenden Abendsonne in den Spiegeln nicht gesehen. 😣 Miste! Wenn man doch mal eben mit einem Finger-Schnippen Dinge ungeschehen machen könnte!
Aber es hilft ja alles nichts – let’s face it… Auch wenn der Tankwart sich sofort auf unsere Seite stellt und sagt, dass man dort auch nicht parken könne – wer rückwärts fährt ist nun mal Schuld, Wir vermuten, das wird leider auch in Botswana so sein…

Volker steigt aus, der Fahrer des anderen Autos ist immerhin halbwegs beherrscht. Erst sagt er: „Let’s talk!“ – dann entscheidet er sich jedoch gleich anders und meint: „Let’s call the police“. In seiner hinteren Stoßstange ist in der Ecke eine ordentliche Beule – unser Rafiki hingegen zeigt nicht einen Kratzer. Tja, der ist halt doch stabil gebaut….
Nun, wir lassen uns auf die Polizei ein, da wir denken, dass es sich dann gut regeln läßt. Außerdem haben wir ja an der Grenze eine botswanische Versicherung gekauft. Meinen wir. Wir sollten jedoch von anderem belehrt werden!
Der Typ vom anderen Auto versucht, die Polizei anzurufen (denken wir – oder keine Ahnung, ob er das alles absichtlich hinauszögert, oder wie es nun wirklich war…). Ewig behauptet er, er erreiche niemand. Dann sagt er irgendwann (nach einer halben Stunde), er habe seine Frau erreicht. Die würde die Polizei jetzt schicken. Wer aber kommt, ist nicht die Polizei. Sondern seine Frau, die die kleine Tochter schon mal mit nimmt. Weiterhin trifft ein anderes Fahrzeug ein, mit einer älteren Dame (die Tante?) und weiteren Menschen, die alle meinen, mitreden zu müssen. Inzwischen haben zig Menschen die Stoßstange begutachtet, und meinen jetzt auch noch, das Rücklicht wäre ebenfalls von uns beschädigt. Also, es hat einige „cracks“, aber es kann von der Höhe her unmöglich von unserem Auto getroffen worden sein. Auch die Theorie, dass Scherkräfte es so zugerichtet haben, passen Volkers und meiner Physik nach nicht wirklich. Außerdem hat das Auto auch vorne und an andren Stellen Beulen. Also….. Hm….!?
Im Moment hoffen wir noch, dass die Polizei faire Klarheit reinbringen wird. Aber da haben wir uns leider getäuscht….
Ich bleibe mit einigen Kindern im Auto sitzen, während Volker und manche unserer Kinder sich draußen die Beine in den Bauch stehen. Der Uhrzeiger rückt stetig vorwärts. Es ist 6 Uhr…. Immer noch keine Polizei…. Joel verliebt sich aus Langweile in dem kleinen Souvenirs Shop an der Tankstelle in ein türkis farbenes Kikoi – aber Papa ist gerade stur und will von Kaufen nix wissen.

Es beginnt langsam zu dämmern… Wir überlegen, ob ich eben zu Fuß ins Sedia Hotel laufe (das ist ja grad um die Ecke), und mir das schon mal an gucke. Da aber kommt tatsächlich ein Polizeiwagen gefahren! Zunächst wirken die beiden (ein Mann und eine Frau) sehr angenehm. Doch schon bald stellen wir fest, dass wir hier nichts gewinnen werden, sondern der klassische Fall von „als Ausländer in Afrika Pech gehabt“ vorliegt…. Man nutzt aus, dass wir uns nicht auskennen usw. 😈 Die Polizei erklärt Volker gleich, dass die an der Grenze gekaufte „Third Party Insurance“ keine third party insurance ist. Was es ist, können sie uns aber auch nicht erklären. Na Toll! Wir wissen bis heute nicht, was es ist – vielleicht eine Road Tax. Gewundert hatten wir uns – zumal wir auch keinen Kleber für die Windschutzscheibe bekommen hatten. Volker hatte an der Grenze explizit nachgefragt, da es ihm ferner (im Vergleich zu Versicherungen in Zambia, Kenya und Tanzania) sehr billig erschien, und der Grenzbeamte hatte ihm versichert, dass dies eine Third Party Insurance wäre!
Eine Schar von Leuten (vermutlich alle Verwandte des Autofahrers) redet neben der Stoßtange stehend wild durcheinander – jeder hat Gründe, warum wir auch das Rücklicht mit bezahlen müssen. Zwischendurch stehe ich auch mal mit dabei, und wir versuchen, allen gegenüber freundlich zu bleiben. Die „Tante“ nimmt Tabea freundschaftlich in den Arm und schäkert mit ihr herum – und DAS stört mich nun wirklich! (und Tabea ist es auch unangenehm). Du brauchst nicht so zu tun, wenn Du andererseits hier großes Bohei machst, damit wir noch mehr Geld löhnen! Denke ich mir, und gehe mit Tabea wieder ins Auto…

“We have the spirit of humanity!”, klingt es uns von BG noch in den Ohren. Jaja, und die Herren und Damen da vor uns lassen diesen Satz nun jedoch recht sarkastisch erscheinen…. Er gilt eben nirgends für ein gesamtes Volk! Und auch wenn wir bisher doch sehr viele angenehme „botswanische“ Begegnungen hatten (von BG über die Rezeptionistin im Planet Baobab und den beiden Händlern in Maun - die Korb-Frau und der Batik-Mann), so zeigt dieses Erlebnis hier, dass der „Spirit of Egoism“ in Botswana auch nicht kleiner ist als in sonst einem anderen Land….

Dann kommt Joel ans Auto – ich denke schon, die Sache sei geklärt, da sehe ich, dass er mit den Tränen kämpft. Auf meine Frage erklärt er mir: „Wir müssen das Auto komplett ausräumen und über Nacht auf der Polizei Station stehen lassen!“. Ich denke, ich höre nicht recht und frage mich, ob mein Sohn in der Aufregung nun Dinge durcheinander wirft?
Also gehe ich nochmal zu Volker, und versuche Klarheit zu bekommen. Er sagt mir, alle beharren darauf, dass wir auch noch das Rücklicht bezahlen. Die Alternative sei, wie von Joel geschildert. Auf der Polizeistation würde dann ein Gutachten am nächsten Tag stattfinden. Wie bitte? Wir wollen morgen in den Moremi, und nicht ein unbeschädigtes und voll ausgeräumtes Auto von der Polizei begutachten lassen…? 😠 Außerdem: wo soll denn unser ganzer Krams bitteschön hin über Nacht? Neben die Zelte????

Das alles ist ein klarer Fall afrikanischer Abzocke. Wären wir wenigstens in Malawi, hätten wir einen anderen Stand. Außerdem stünden wir nicht unter Zeitdruck, und könnten uns in Ruhe mit Polizei und Gegnern rumschlagen. Aber so???? Wir haben wohl keine Chance. Volker sagt auch, dass die Polizisten inzwischen für ihn völlig daneben seien. Der Polizist habe mit einem Lachen gesagt, dass wir uns den Moremi morgen getrost abschminken könnten! 😈 😈 😈
Also einigen Volker und ich uns darauf, doch anzubieten, dass der Fahrer seinen Panel-beater ruft und uns einen Kostenvoranschlag nennt, und dann zahlen wir ihm das hier und jetzt. Keine schöne Lösung, aber sicher die für uns glimpflichste (und vermutlich die, die sie alle wollten). Eigentlich war die Rede von dem Panel Beater schon in den ersten 5 Minuten gewesen. Aber geholt hat er ihn dann doch nicht. Hier wurde wohl auch absichtlich auf Zeit gespielt, um Druck aufzubauen. Schließlich war es inzwischen 7 Uhr abends, und jeder der anderen wußte, dass wir hier nicht ewig Zeit haben….
Dann kam der Panel beater an – der sich freundschaftlich mit dem Fahrer und mit allen begrüßte (und die Polizei wollte uns dann noch klar machen, dass dies ja eine unabhängige Partei wäre….).
Der behauptet nun, 1000 Pula für die Stoßstange (wir wissen, für wieviel ungefähr man das in Malawi richten lassen könnte… das wäre weitaus weniger…), „because it’s a special colour“ (jaja, erzählt uns noch mehr Märchen!) und weitere 600 für das Rücklicht. Letzteres entspannt mich, da ich hier nun eigentlich was ganz anderes erwartet hatte (wir mussten neulich ein komplettes Licht an unserem Nissan X-Trail austauschen, und dieses Ersatzteil lag in ganz anderen Dimensionen!). Volker und ich einigen uns zähneknirschend, ihm das Geld zu geben – denn die Version mit der Polizei Station würde uns alles kaputt machen – neben dem, dass ich nicht erwarte, dass wir am Ende nach dieser Prozedur irgendwie besser da stehen würden!!!
Also drückt Volker dem Fahrer 1600 Pula in die Hand (wir waren ja erst am ATM gewesen, und hatten uns für die nächsten Tage für Parkeintritte usw. etwas geholt…), die Polizistin zählt das Geld ganz wichtig nach, dann sagt sie mit autoritärer Stimme: „The case is settled, you may now go home!“ – und weg sind sie alle….

Uns durchfließt eine Mischung aus Aufatmen und Zähneknirschen… 🙂 😠
Okavangodelta, wir kommen doch noch!!!! 🤩

Die Kinder waren echt klasse, wie sie das durchgehalten haben! Und auch sie sind jetzt ebenfalls wieder um eine Lebenserfahrung reicher! Und dazu gehören bekanntlich gute sowie schlechte Dinge!

Wir fahren ins Sedia Hotel und merken sofort: Hier ist es schön! Gemütliche, friedliche Atmosphäre, hübsch gedeckte Tische, aber kein Pomp (Plastikstühle), und die Preise auf der Karte sind sogar viel manierlicher als erwartet (Hauptgerichte um die 10 Euro!).
Wir fahren nochmal ins Camp, ziehen uns alle für den kühler werdenden Abend um, und fahren dann, sehr viel später als geplant, noch nicht ganz entspannt aber immerhin doch wieder fröhlicher – zu einem schönen Abendessen!
Und: Benni bekommt hier sogar noch seine gewünschte Hawaii-Pizza!!!! Und sie schmeckt vermutlich sogar besser als bei „Debonaire’s Pizza“!

Es dröhnt keine aufdringliche Musik, und nach viel Hin und Her hat dann auch jeder etwas nach seinem Geschmack bestellt. Es ist etwas afrikanisch geworden mit der Bestellung, aber wir nehmen’s mit Humor:
Hannes' Steak wurde eine längere Prozedur: „We no longer have filet.“. Na, dann eben Lamb Chops! Auch die gibt es nicht. Vielleicht was anderes? Und vielleicht gleich noch eine Alternative dazu, falls es das dann auch nicht gibt? Am Ende bekommt er Pork Chops, und die schmecken auch!
Bei Tabea geht das ähnlich mit dem Getränk: Eine Fanta haben wir leider nicht mehr. Na, dann eben auch eine Sprite? Ach, die sind jetzt alle ausgegangen (nachdem 3 Brüder eine bestellt haben). Hm, dann vielleicht einen Apfelsaft? Ach nein, den haben wir gerade auch nicht. Am Ende wird’s ein Orangensaft, und Tabea ist zufrieden! 🙂

Anfangs drückt der Blechschaden noch etwas aufs Gemüt, und Volker sagt, ihn fuchsen weniger die 160 Euro, als das Gefühl, über den Tisch gezogen worden zu sein. Das kann ich verstehen… Man hat bei sowas auf diesem Kontinent oft kaum eine Chance…. Doch dann genießen wir wirklich endlich ein besonderes Abendessen, und sind alle fröhlich!!!

Wir schauen uns das Gelände noch an, und entdecken eine riesige, schöne Wiese am Thamalakane, die als Campingplatz dient – wir haben uns nicht nach Preisen erkundigt, aber vermutlich ist das Sedia also auch zum Campen ein guter Tip!

Sehr spät aber fröhlich und mit viel Vorfreude auf den Moremi kriechen wir nachher in unsere Zelte! 🙂 😉 😏 😄 🤪 😁

Teil 4430. Mai 2018

Au ja, fein! Wann? Wo? Ich bin dabei! Soll ich Trollinger oder Riesling mitbringen?
Da bn ich jetzt nicht schwäbisch genug. Ich bevorzuge südfrikanischen Pinotage... 😉
Ihr könnt ja alle eben mal vorbei kommen! Unser Haus steht Euch offen, und noch habe ich die Weingläser nicht eingepackt 😄 Kann doch auch nichts dafür, dass Ihr alle so weit weg wohnt.... 🙁
P.S. Ihr hattet also Apfelstrudel, Hefezopf... - was braucht's da Sauerkraut?
Der Hefzopf war von mir, ja. Der Apfelstrudel vom "Nachbarn". Der hatte Österreich. Und: Sein Vater ist der Chefkoch vom beliebtesten Lokal in Blantyre! (Grill21)! Da dachte ich schon, da hab ich aber den schlechtestes Platz erwischt... 😣 Aber ich ging nicht unter neben seinem Apfelstrudel und Mini Wiener Schnitzeln, und es war sehr nett zusammen!
Erstmal die Kritik: Deutschland als Thema und dann gibt's keine Spätzle ...
Spätzle eignen sich nicht so als FingerFood - weshalb eigentlich das Sauerkraut auch ohnehin nichts gewesen wäre 😮
Aber was sagen denn die Nordlichter dazu, wenn man Spätzle serviert? Naja, immerhin, wir haben hier eine Familie aus Hamburg sehr lieb gewonnen, und ich tauschte mich mit ihm (seine Frau hatte die Stelle, er war hier Hausmann) immer wieder aus, was wir unseren Familien mal noch culinarisches als Abwechslung bieten können. Da hab ich ihm eine Spätzlereibe von Tupper geschenkt, und seit dem gibt es bei ihnen regelmäßig Spätzle! Das werden sie wohl auch fortsetzen, wenn sie weder in Hamburg sind! 😉

Aber was ich botswanisches kredenzen kann, da habt Ihr mir wohl auch keinen Tipp...?

So, das waren die weniger wichtigen Plaudereien dazu. Jetzt muss ich erst mal was für die Zukunft unserer Hunde klären gehen. Und später gehe ich noch auf andere Beiträge von Euch ein! Dank schon mal dafür!
Antje

Teil 4531. Mai 2018

Dank Euch beiden, Freshy und MAtthias!
Ja, Matthias, nun habe ich mit Joel vorhin erst gewitzelt, dann aber gemerkt, dass wir das ernst meinen könnten: wir machen "Pap"-Maiskugeln, und stecken in jede ein Fähnchen mit Mopane-Wurm-Bild drauf! Andrang auf Mopane-Würmer zu groß - leider vergriffen! 😄 Das ist eine gute Idee!

Freshy, unsere Hunde:
Wenn wir nach TZ können, nehmen wir sie mit (2 von den dreien - einer wird vermutlich bei unseren deutschen Nachbarn ein neues zu hause finden. Er ist halb RhodesianRIdgeback, halb südafrikanischer Boerboel. Er ist schon 10 und verträgt sich leider nicht mit unserer Hündin... Da versuchen wir gerade, ob er sich mit den Nachbar Hunde-"Weibern" verträgt! Aber bisher sieht's positiv aus)
Die anderen zwei (unsere schwarze Hündin, vermutlich halb Rhodesian Ridge und halb Labrador - der andere ein Jack Russel) müssen wir jetzt irgendwo "parken", da wir Mitte Juli erst mal nach D fliegen., für wir wissen derzeit nicht wie lange. Vielleicht einige Wochen, eher wohl einige Monate, hoffentlich nicht Jahre... Aber wir haben noch nicht mal ne Wohnung (doch, eine 1-Raum Kellerwohnung in unserem sonst voll vermieteten Haus in der Nähe von Koblenz. Da machen wir erst mal Matratzenlager! Aber nicht auch noch mit 2 Hunden!!! 🙄 !)
Ich liebe Hunde - aber in Deutschland muss ich sie nicht halten, das finde ich echt anstrengend! Allerdings: wenn es am Ende wirklich D bleibt, werden wir sie wohl doch holen. In TZ mussten wir damals unsere junge erstmals schwangere Hündin zurück lassen. Einige Wochen später schickten mir unsere Nachbarn ein Bild mit den Welpen - und dann hatte ich 4 heulende Kinder auf dem Schoß! In Malawi gibt es ein sehr aktiven Hunde-Tierschutzverein. Mit kennels in Lilongwe und in Blantyre. Ich war heute dort - und bin ganz glücklich, da dort nun eine sehr kompetente und freundliche deutsche Tierärztin ist, und es immerhin eine gute Notlösung für einige Monate wäre! Noch versuchen wir, ob irgendwelche Expats, die kommen (jetzt ist ja wieder "Turn-over" in den nächsten Monaten) sie evtl. für einige Monate nehmen würden. Ich fliege dann später her und hole sie - hoffentlich nach TZ....
Nun gab's heute doch Tränen bei v.a. Joel - weil ich deutlich gesagt habe, dass die Katzen auf jeden Fall nicht mit kommen werden... Aber auch die nehmen sie gerne im Tierheim, da sie meist für Katzen gut ein neues zu Hause finden, ermutigte sie mich. (Hunde gibt es hier ohne Ende, da auch streunende aufgenommen werden)
Ja, Abschiednehmen wird nicht leichter, wenn man es häufig übt... Aber man lernt, dass das Leben dennoch viel Gutes weiter parat haben kann, wenn man sich darauf einläßt! Dann muss man nicht so klammern! Auch unsere Kinder haben das erlebt, und werden es hoffentlich auch diesmal schaffen!
So viel mal eben dazu.... Nun muss ich noch Geburtstagstsch richten, denn Joel wird morgen 11!
Antje

Teil 4601. Juni 2018

Vielen Dank für Eure diverse Anteilnahme - auch für viele PM, die ich noch beantworten werde.

Danke auch Dir, Stefanie, für die Erhellung wegen der botswanischen Versicherungen. Das half mir schon nochmal, die Lage zu verstehen!
Nein, das ist wirklich in allen afrikanischen Ländern, die ich bisher kenne, anders. Man braucht da überall eine richtige Haftpflicht, und die wird auch von der Polizei oft kontrolliert!!!
Ich denke schon, dass es Abzocke war, denn das Rücklicht war eindeutig nicht von uns beschädigt. Hier gab es eine klare Vorteilnahme der Situation. So etwas ist in Malawi klar über die Polizei geregelt - und auch wenn wir zum Glück weder hier noch in anderen Ländern bisher Unfälle hatten, so weiss ich von Freunden, dass die Polizei in Malawi ziemlich fair ist, und versucht, den Fall aufzuklären.
Klar kann man einen Blechschaden auch untereinander regeln - ist aber selten ratsam....
Problematisch ist hier in Malawi eher, dass die Versicherungen oft nicht oder nur mit großer Verzögerung zahlen - das ist aber ein Problem für die Werkstätten (ich habe Freunde, er Malawier, sie Tschechin, die ein Autowerkstatt haben, und die der Bezahlung der Versicherungen ständig hinterher laufen müssen...). Zwischen den Unfallbeteiligten läßt sich aber vieles ähnlich wie in D regeln. Es sei denn, der Unfallgegner und der Polizist sind verwandt...

Also: in Malawi, und auch in Zambia, Kenya und Tanzania nicht ohne Versicherung fahren!!!
Für Botswana (und Namibia) merke ich mir das nun anders! Danke nochmals!
Antje

Teil 4702. Juni 2018

Bevor ich Euch in den Moremi mitnehme, wieder mal ein Einschub:
Joel bekam diese Woche sein Country Project zurück - und ist gaaaaanz happy! Denn er hat 102 von 100 Punkten bekommen (ja, die afrikanische Mathematik 😊 ....? Nee, es hat alles schon seine Richtigkeit, denn er bekam noch 2 Zusatzpunkte 🙂 )
Ich ab Euch ein paar Seiten als Auszug abfotografiert. Nur mal so als Eindruck - und dann (versprochen!) geht es nächste Woche wieder mal mit Tieren weiter!!!

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Habt allesamt ein schönes Wochenende!
Antje

P.S.: Übrigens, Karsten, danke für Deinen Link. Allerdings bin ich dann eher an Deinem Tanzania Reisebericht hängen geblieben.... dieses Land wird uns wohl doch nie mehr loslassen, egal wie unsere Zukunft weiter geht.... 😕

Teil 4804. Juni 2018

Vielen Dank für alle "Blumen" an Joel - hab ich weitergegeben!
Ja, die "Biltong-Kuh" gefällt mir auch besonders gut 😄
Und Matthias: J, seine Handschrift ist schön - er ist überhaupt sehr künstlerisch. Aber das mit dem "Ohne Fehler schreiben" war schon mitunter ein Akt.... Es hätte die Lehrerin nicht gestört, wenn er Wörter durchstreicht. aber da ist er zu pedantisch, und wenn die Seite dreiviertel voll war und er einen Fehler geschrieben hat, gab's fast jedes Mal Tränen, auch wenn ich ihm sagte, dass das nun nicht so schlimm wäre (obwohl ich ihn verstehen kann, bin da ähnlich...). Manchmal reichte ein Killer oder Tipex, manchmal haben wir getrickst und einen Streifen Papier mit den Linien exakt so ausgeschnitten und drauf geklebt, dass es wieder passte und er drüber schreiben konnte!

Karsten:
An Südtanzania 2013 bin ich hängen geblieben. Da wir im Süden in einem Dorf gewohnt haben. Allerdings noch südlicher - zwischen Selous und mozambikanischer Grenze.... Und der der Ruaha Park ist mein absoluter Favorit unter allen, die ich in egal welchen Ländern bisher gesehen habe! Weil ich u.a. die Landschaft dort liebe!
Nebenbei: in Deiner Signatur ist ein Link verkehrt. Und zwar die Walking Safari ZIm 97 - da ist versehentlich ebenfalls der link zu NordTZ-2015 drin. Magst Du das mal ändern? Ich wollte nämlich mit Euch auf Walking Safari gehen...

So, und nun wollte ich eigentlich die Fahrt zum South Gate einstellen. Hab alles schon geschrieben und nach Bildern geguckt (die werden dann aber erst NACH dem South Gate wieder mehr...), und nun will das Internet nicht recht (es scheint, als sei halb Blantyre gerade im Netz!). Ich werde mal versuchen, wieviel es verkraftet, oder ob es mich auf halbem Wege hängen läßt 😮

Also hoffentlich bis bald!
Antje

Teil 4904. Juni 2018

Freitag, 06.04.2018: von Maun nach South Gate im Moremi NP:

Da wir heute ja nur noch von Maun bis zu South Gate müssen, und nicht, wie ursprünglich mal geplant ab Tiaan’s, haben wir viel Zeit und lassen es gemütlich angehen. Wir schlafen eine Stunde länger als sonst, frühstücken ganz in Ruhe (ich glaub, es gab nochmal Brötchen, denn die konnten wir in Maun ja kaufen, und in den nächsten Tagen werden wir wieder mehr von Trockenfutter –auch „Müsli“ genannt 😛 – leben).
Der Tag begrüßt uns freundlich mit Sonnenschein und blauem Himmel! Ich hatte vor lauter Blechschaden gar nicht erwähnt, dass der gestrige Tag tatsächlich noch etwas verregnet war in Maun – nicht dolle, aber grau, leicht naß und kalt! Und mit Hinblick auf den Moremi NP und die 4x4 Strecke über Savuti hoch fand ich das nicht so prickelnd….

Eigentlich waren ja auch alle Einkäufe und Tanken erledigt – aber da wir unsere frisch vom Automaten gezogenen Pula ja nun leider für den Blechschaden hergeben mussten, brauchen wir nochmals Geld – denn sonst wird das nix mit den Parkeintritten in den nächsten Tagen!
Also noch einen Schlenker zurück in die Stadt zum ATM. Das war ein Glück für Joel, denn so kamen wir nochmal an der Shell-Tankstelle mit dem kleinen Shop vorbei, und heute morgen war Papa schon wieder ansprechbarer, und so durfte er sich das heißgeliebte türkisfarbend Kikoi noch von seinem Taschengeld kaufen (abgerechnet wurde dann später zu Hause). Ich fand das immerhin sinnvoller investiert als in Süßigkeiten – neben dem dass ich selber auch heute noch Kikois gebrauche, die ich in den 80er Jahren in Kenya als Teenager gekauft hatte. Damals haben wir noch auf Klassenfahrten am Lagerfeuer sitzend die Fransen mühsam geknotet. Diese alten Stücke sind zwar inzwischen ziemlich Farb-verblaßt, aber umso farbenfroher sind die Erinnerungen, die ich mit ihnen verbinde! Bin gespannt, an was dieses Kikoi den Joel in 20 Jahren erinnern wird….

Als wir ihn nun vergangene Woche an seinem Geburtstag fragten, was denn in seinem letzten Lebensjahr besonders schön gewesen sei, sagte er: „Da war so viel Schönes, dass ich es gar nicht aufzählen kann! Aber auf jeden Fall war Botswana ganz besonders schön!!!“
Also – mindestens schon mal 20 Fransen-Knoten für Botswana! 😘

Und nun soll’s aber endlich auf die Piste gehen! Es ist fast 10:30, als wir endlich aus Maun raus rollen. Wir winken dem Thamalakane-River und ab geht’s nach Norden!

Die Strecke ist ja wirklich gut zu fahren - auch als der Teer sich verabschiedet, geht es auf großzügig breiter Sandpiste zügig weiter. Da treffen wir die Südafrikaner-Kolonne wieder – diesmal die vom Planet Baobab mit den kleinen Kindern und den beiden Anhängern. Ein paar Mal überholen wir uns gegenseitig, was daran liegt, dass wir zwischendurch mal für Elefanten stehen bleiben, und sie nicht, und wir uns außerdem etwas später unsicher sind, welchen Abzweig wir nehmen müssen. Da düsen sie zielsicher links an uns vorbei. Von der Tracks4Africa-Karte her war uns das nicht klar, welche Straße nach South Gate nun die bessere wäre. Aber die Schilder scheinen eindeutig, dass der erste Abzweig wohl der richtige sein muss. Also düsen wir ihrer Staubwolke hinterher, und haben sie schon bald wieder überholt. Wir winken einander jedes Mal freundlich – und werden uns auch später noch ein paar Mal begegnen.

Nun wird die Straße schlechter – in regelmäßigen Abständen kommen Matschlöcher, die zwar nicht schwierig, aber nervig sind. Auch ist es extrem hoppelig. Die Fahrt wird uns aber nun damit versüßt, dass doch immer wieder Tiere neben der Straße stehen:
Immer wieder einige Elefanten, dann auch mal Büffel, hin und wieder Zebras, und natürlich auch reichlich die treuen Impalas!

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Diese Bilder habe ich hier ehrlicherweise reingemogelt (die sind eigentlich vom Moremi…), denn wir haben bis zum South Gate Moremi-Eingang keine Bilder geknipst. Nur geguckt und ansonsten gefahren, da wir erst mal ankommen wollten. Aber ich hatte Euch ja wieder Tiere versprochen, und so konnte ich das hier doch nicht so ganz ohne lassen…. 😉

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Es steigt jedenfalls die Hoffnung, dass es die nächsten Tage doch noch tierreicher werden könnte!!!

Dann fahren wir auf DAS da zu, wo uns ein extrem freundlicher Ranger begrüßt:

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Kurz danach (gegen 1.30) sind wir auf dem Camping Platz, der sich ja quasi hinter dem Gate befindet. Wir haben auf unserem Voucher Platz 8 zugewiesen bekommen, wo wir auch brav hin fahren. Aber: da steht schon ein Zelt, und zwei Stühle davor! 🤨 Ohne Menschen und ohne Auto – die sind wohl noch unterwegs auf Pirschfahrt.
Tja, was nun? Von allem, was wir hier so gelesen hatten, schien uns das mit den zugewiesenen Plätzen recht ernst zu sein. Ob wir uns dann wohl woanders hinstellen können? Was, wenn uns von dort dann jemand verjagt? Wir fahren durchs Camp, und stellen fest: es ist sonst komplett leer! Ein einziges Zelt – und es steht auf UNSEREM Platz! Als Botswana-Unerfahrene wollen wir hier keinen Fehler begehen, und so fahren wir nochmal zum Gate und fragen den Ranger, wie wir uns nun zu verhalten hätten? Er sagt, wir können uns irgendeinen Platz aussuchen!
Also, Ihr Lieben, wenn Ihr alle in der Regel Mühe mit überfüllten Campingplätzen in Botswana habt, dann müsst Ihr Euch vielleicht einfach mal eine andere Reisezeit aussuchen???

Wir einigen uns darauf, dass uns Platz 9 und 10 zu sehr im Gebüsch sind, und suchen uns Platz 5 auf dem großen freien Gelände in der Mitte aus. Ich mag das nicht so sehr, wenn 2 m hinter meinem Zelt das Gebüsch anfängt. Die bessere Übersicht zwischen Platz 5 und den Abolutions vermittelt mir immerhin das (trügerische…?) Gefühl, dass ich Raubkatzen etwas eher entdecken könnte, und ihnen bei 30 m Abstand im Falle einer unliebsamen Begegnung natürlich meilenweit voraus wäre….. 😎 (Tjaaaa, was meint Ihr wohl, was ich noch für einen Turbo parat habe! Ihr habt mich noch nie vor einer Raubkatze wegrennen sehen! Aber ich mich zum Glück auch noch nie…. Und nachdem ich sowas mental schon hundert Mal durchgespielt habe, hoffe ich, dass ich im Falle eines Falles eigentlich nicht rennen würde….denn das wäre wohl eher fatal. 😣
Und noch mehr hoffe ich, dass ich nie in die Situation komme zu erleben, wie ich wirklich reagieren würde…. Ihr seht, ich bin eigentlich ein Schisser! 😊 )

Außerdem bietet Platz 5 neben Gestrüpplosigkeit (denkt mal, dieses Wort kennt mein Computer nicht!? Ich sollte ihn auf unsere nächste Safari mitnehmen, dann wird er schon den wichtigen Unterschied zwischen „Gestrüpp“ und „Gestrüpplosigkeit“ lernen!) noch einen Betontisch und –Bänke, was uns ja als tisch-und stuhllosen Campern sehr entgegen kommt!

Wir bauen unsere Zelte auf, und man muß ehrlich sagen, dass das zusammen mit den Kindern mittlerweile deutlich besser fluppt als bei den ersten Übernachtungen in Zambia! Inzwischen sind manche Abläufe eben doch eingespielt, und man muss das Rad nicht jeden Tag neu erfinden!

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Da wir hier 2 Nächte bleiben werden, holen Volker und Hannes mir diesmal die Essenskiste vom Dach (eine echte Zarges-Kiste, weshalb wir auch denken, dass das keine Tiere anlocken sollte, wenn sie fest verschlossen ist). Das ist tatsächlich ein Luxus, da ich sonst immer mehrmals täglich meine Kletterübungen vollbringe, um die Utensilien daraus nach unten zu befördern (ich öffne mir dazu immer das Seitenschiebefenster hinter dem Fahrersitz. Steige dann über den Fahrersitz hoch, mit dem linken Fuß ins Fenster, und dann stehe ich genau passend, um in der Kiste zu wühlen, die Sachen entweder erstmal auf dem Dach vorne zwischen zu parken, oder es einem „Helfer“ anzugeben, so denn mal einer neben mir steht.)
Das ist zwar einerseits kompliziert, andrerseits echt gute Gymnastik, und das ist jetzt ernst gemeint: zur Zeit gibt es ja einen thread über „Rückenprobleme vorbeugen“. Ich habe ziemlich mit Rückenproblemen zu tun, und hoffte, dass mir die viele Gehoppelei und Auto sitzen nicht wieder akute Probleme machen wird. Ich hatte gar kein Probleme damit auf dieser Tour– erst wieder, als ich zwei Wochen zu Hause war, in denen ich nicht regelmäßig zu meiner Essenskiste auf dem Dach geklettert bin!!!
(Von meiner Kletterei hat leider keiner ein Foto gemacht. Das müsst ihr Euch also denken)

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Während wir am Werkeln sind, kommt die Südafrikaner-Kolonne und dreht eine Ehrenrunde durch das Camp, fährt dann aber wieder weg. Haben sie uns als Nachbarn im Planet Baobab so schlecht in Erinnerung??? 😊
Wir vermuten, sie haben sich aufgrund der Uhrzeit entschieden, dass sie es noch bis Third Bridge schaffen!? Und dort treffen wir sie auch morgen an!

Insgesamt finden wir dieses Camp wirklich schön! So unter den großen Bäumen, ein bisschen übersichtlich durch den großen, sandigen Platz, aber doch einfach in der Natur, dazu die sehr ordentlichen Abolutions. Also, für ein Camp in der Wildnis eines Parks, weiß ich nicht, was es mehr bieten sollte?

Hier begrüßt uns bald schon mein Freund, der Hornbill, den ich in meinem Avatar eingestellt habe:

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Er wird uns in den nächsten Tagen auf diesem Campingplatz noch öfter in den Seitenspiegel hacken, und ich habe echt Bange, dass das Scherben gibt und hänge irgendwann kurzentschlossen mein Spültuch drüber! Tja, guter Freund, Du schienst wohl recht einsam zu sein? Wir haben längst bemerkt, dass Hornbills eigentlich fast immer mindestens zu zweit unterwegs sind. Aber dieser hier ist alleine und scheint dringend einen Partner zu suchen!

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Ich sage ihm: „Aber, mein Freund, auch wenn Du hübsch bist: wenn Du dem anderen immer gleich so ins Gesicht hackst, wird das nie was werden mit dem Partner! Da solltest Du Dir wohl doch andere Umgangsformen angewöhnen!?“. Er scheint sich das nicht zu Herzen zu nehmen, denn das selbe Spiel läuft noch öfters, sowohl an unserem, wie auch später an benachbarten Fahrzeug-Außenspiegeln (weil über unserem dann ja das Spültuch hängt….)

Ein paar Squirrels erfreuen uns auch noch:

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Und Benni entdeckt auch einen Roller im Baum:

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Dann essen wir noch etwas zu Mittag und stellen bald überrascht fest, dass es bereits nach 3 Uhr ist! Also nix wie rein ins Auto und noch ab zu den Black Pools für einen Nachmittags/Abend-GameDrive!

(Danke, Mabe, für den lohnenswerten Tip, das von South Gate aus zu tun!)

Teil 5006. Juni 2018

Fortsetzung South Gate 06.04.2018:
Black Pools

Von den Tieren auf der Fahrt bis hier hin etwas euphorisiert, sind unsere Erwartungen nun wieder deutlich gestiegen. So bleibt die erste Stunde etwas enttäuschend: ein paar Frankolin, Hornbills en masse, und immerhin Impalas – diese 3 treuen Konsorten!

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Auch Roller werden jetzt immer häufiger zu unseren steten Begleitern:

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Außerdem mal wieder viel unübersichtliches Gestrüpp und hohes bis sehr hohes Gras!
Das „Gestrüpp“ 😠 riecht äußerst penetrant, und ich überlege lange, bis es mir klar wird: das ist alles Salbei! Unglaublich! Ich habe noch nie solche Haufen von Salbei gesehen! Auch mal interessant! Allerdings, auch wenn ich ein leidenschaftlicher Gärtner bin: viel lieber würde ich jetzt gerne Tiere sehen als Salbei…. 🙁

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Ist das ein Phänomen in der Regenzeit? Oder kennt Ihr Salbei über Salbei auch aus Fahrten in der Trockenzeit? Je mehr wir uns mit andere unterhalten, auch mit Park-Rangern, desto klarer wird uns, dass es hier im Moremi in der Trockenzeit doch ganz anders aussehen muss – mit viel mehr weiter Sicht. Dafür aber dürfen wir haufenweise eine unglaubliche Vogelvielfalt genießen, denn dafür scheint die Regenzeit die beste Jahreszeit zu sein.

Die Pfade werden immer kleiner, und das Gras auf dem Mittelstreifen ragt bis über die Motorhaube!

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Die Straße ist nicht schlecht, aber ich finde das Gras zum Fahren erstaunlich irritierend, denn ich stelle fest, dass ich nur die rechte Fahrspur vom Fahrersitz aus sehe, und die linke überhaupt nicht! Damit ist keine Loch und nix vor dem linken Reifen zu sehen! Ein seltsames Fahrgefühl!
Und: wenn hier irgendwo ein Löwe sitzt, lacht der sich ins Fäustchen 😎 , weil er sich gar nicht bemühen muss, um sich vor uns zu verstecken, selbst wenn es nur ein paar Meter entfern wäre!

Während ich so über all dies siniere, läuft doch tatsächlich plötzlich etwas im Eilschritt vor meinem rechten Reifen her! Nein, kein Löwe – nicht im Entferntesten! Aber auch was Schönes: eine Riesentrappe!

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Das freut besonders die Kinder, die diese großen Laufvögel noch nie gesehen haben! (ich kenne sie v.a. aus der Maasai Mara und anderen Savannen Gebieten Ostafrikas).
Sie rennt immerzu in der rechten Fahrspur vor uns her, und biegt nicht irgendwo ins hohe Gras ein. Ich will das arme Tier ja nicht jagen, aber ganz stehen bleiben können wir ja nun auch nicht, denn die Strecke bis Black Pools zieht sich doch ganz schön! Und während ich den Kindern noch erkläre, dass Trappen Laufvögel sind und nicht fliegen können, hebt sie ab! 😊

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Das war echt cool – diese Spannweite! Einfach gigantisch!
Und ich habe wieder was dazu gelernt: Trappen können DOCH fliegen!

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Nun lichtet sich das dichte Gebüsch etwas, und man kann auch etwas weiter über Graslandschaft in die Ferne blicken.

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Ich frage mich an einer Stelle doch ernsthaft, ob ich weit weg einen Löwen sehe, und Hannes schreit zeitgleich: “Giraffe! Da vorne rechts, weit weg!“. Ich nehme das Fernglas zur Hand und melde: “Mein Löwe ist ein Termitenhügel 🙁 , und deine Giraffe ist eine Giraffe 🙂 !“. Eins zu Null für meinen Sohn! 😛

Die Straße verläuft in ihre Richtung, und so kommen wir doch recht nahe an sie heran und entdecken noch weitere.

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Hin und wieder huschen Frankolins an uns vorbei, aber als einer der Jungs meldet: „Tabea, 2 Frankolin!“, entgegnet sie energisch: „Ich zähl‘ keine Frankolin!!!“
Wir fahren wieder eine ganze Weile weiter, und finden das einerseits schön hier, andererseits auch etwas ermüdend und ziemlich tierleer…. Dann sehe ich in der Ferne aber wirklich etwas Seltsames: es glänzt rundlich in der Abendsonne. Es sieht eigentlich wie ein PKW-Dach aus – aber ein kleiner PKW, hier mitten im Moremi 4x4-Gelände? Es bewegt sich auch nicht. Aber es passt eindeutig nicht einfach so in die Landschaft! Hm, vielleicht ein nasser Elefantenrücken? Zu klein. Wir kommen näher, und da setzt es sich in Bewegung, und es dämmert mir: es ist ein Hippo!

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Es rennt nun ziemlich zielstrebig und platscht kurz darauf ins Wasser der Black Pools:

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Und nun wimmelt es auf einmal nur so von Hippos!

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Ich entdecke auch noch ein Krokodil am Ufer, kurz bevor es sich flink ins Wasser verabschiedet:

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schreibe gleich weier! Viele BIlder...

Teil 5106. Juni 2018

Fortsetzung South Gate/Black Pools:
Das ist nun wirklich schön, so in der Abendsonne! Um die Pools herum tummeln sich Gänse, Ibisse und Reiher.

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Und bei den Hippos ist durchaus Bewegung drin!

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Irgendwann müssen wir uns losreißen, auch wenn wir hier noch länger verweilen könnten, denn die Rückfahrt wird auch nochmal mindestens 1 h dauern, und wir sollten und wollen ja bei einsetzender Dunkelheit wieder im Camp sein.
Aber ein Blick zurück muss schon nochmal sein:

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Von der anderen Seite der Pools hatten wir schon die Lechwe Antilopen gesichtet, an denen wir nun vorbei fahren.

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Nicht weit entfernt treffen wir noch einige Kudus an, die sich aber schnell verkriechen, so dass es nur zu Suchbildern reicht:

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Fortsetzung folgt

Teil 5206. Juni 2018

Ich unterteile das jetzt mal in mehrere Beiträge, denn wenn so viele Bilder drin sind, finde ich dauert es immer so lange, bis man einen Beitrag hochgeladen hat!

Teil 5306. Juni 2018

Fortsetzung(2) South Gate/Black Pools:
Insgesamt wird die Rückfahrt von den Pools nun doch ziemlich tierreich – ob das daran liegt, dass wir eine andere Straße fahren (insgesamt ein Schleife), oder ob es doch die Tageszeit ist, wo kurz vor Dunkelheit nochmal alles aktiv wird?
Uns begegnen mehrfach Giraffen, einmal auch mit einem Kleinen! Sie stehen ganz nahe an der Straße, und lassen sich von uns überhaupt nicht stören:

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Frankolin, Horbills und viele andere Vögel erwähne ich hier schon gar nicht mehr, aber es wimmelt davon!
Und hinter einer Kurve treffen wir mitten in eine große Büffelherde!

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Die glotzen uns (wie Büffel das meist tun) ziemlich mißtrauisch an, scheinen aber nicht angfiffslustig zu sein (was sie ja in Herden in der Regel auch nicht sind), sondern verziehen sich, sobald wir einem näher kommen.

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Es ist eine magische Stimmung in dieser schönen Abendsonne, und beide Kameras klicken ohne Ende! Ich kann mich gar nicht entscheiden, welche Bilder ich einstellen soll!

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Joel möchte gar nicht weg, sondern einfach noch ewig weiter diesen tieren in der Abendstimmung zuschauen! Aber wir sollten weiterfahren, denn die Sonne wird bald verschwunden sein!

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Um die nächste Kurve herum überraschen uns nochmal Giraffen, und die Abendsonne taucht nun alles in ein wunderschönes Licht!

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Teil 5407. Juni 2018

Fortsetzung(3) South Gate/Black Pools:
Dann überrascht uns noch ein kleines Tier, das wir gar nicht erwartet haben, und welches deshalb große Freude auslöst!

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Ich bin ganz platt, wie die Kinder sich freuen über diesen Hasen! Und dann wird ordentlich gewitzelt und philosophiert: „Das ist der Osterhase auf Heimreise!“ 😄
Aber auch das war noch nicht alles für heute!

Inzwischen sind wir schon wieder auf der „Hauptstraße“ zwischen Third Bridge und South Gate, da huscht doch tatsächlich ein – na, was glaubt Ihr wohl???? Über die Straße? Und verschwindet auch schon wieder im Gebüsch. Aber wir alle 6 haben ihn gesehen! Nein, nein, kein Leopard. Mit den Katzen wird das nix mehr im Moremi 🙁 , auch wenn wir bis zum letzten Augenblick die Hoffnung nicht aufgeben. Aber DAS hier hatten wir alle noch nie gesehen! 🤩 Doch leider konnten wir kein Foto machen, so schnell war er schon wieder verschwunden. Und noch während wir rätseln, ob das DER vom South Gate ist (nun ist es ja nicht mehr weit, vielleicht noch 3 km), läuft ein weiterer vor uns ein Stück auf der Straße entlang! Die South-Gate-Camper wissen, wovon ich rede, denn man hatte uns ja gewünscht, dass der auf dem Camping Platz Ansässige uns vielleicht besuchen würde! Und ich hatte Euch ja schon im Chobe angekündigt, das wir später im Moremi ZWEI Mellivora Capensis sehen! 😏 Tja, und hier ist nun das „Beweisfoto“:

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Der Honigdachs! DER Honigdachs? Vom South Gate der? Aber es waren ZWEI! Hier sind wohl mehrere ansässig, und vielleicht ist es gar nicht immer der selbe, der die Camper besuchen kommt? Vielleicht wechseln die sich ab? Und vielleicht gibt es hier sogar noch mehr als zweie? 😵
Ich bin also gespannt auf weitere Berichte von South-Gate-Campern über den oder die Honigdachse! 😁

Dann ist es wirklich nur noch um ein paar Kurven, und durch das letzte große Matschloch, und wir sind passend bei Fast-Dunkelheit zurück bei unseren Zelten!

Das war jetzt wirklich ein wunderschöner „Okavango-Einstieg“, und ich kann jedem diese Version nur empfehlen: morgens von Maun nach South Gate, dort gemütlich ankommen, und auf den Spätnachmittag hin an die Black Pools, das lohnt sich – auch wenn man keine Raubkatzen zu Gesicht bekommt!!!

Teil 5508. Juni 2018

Danke, Nadja und Doro - hin und wieder ein Kommentar zwischendurch tut auch gut, und verbindet mich mit meinen Lesern ein wenig! Danke!!!

Aber: der Bericht vom 06.04. ist immer noch nicht ganz zu Ende - ich hab noch ein "Leckerli" , oder auch "Betthupferl" für Euch aufgehoben 😉
So will ich das mal noch schnell auf den Weg bringen!

Teil 5608. Juni 2018

Fortsetzung(4) South Gate/Black Pools:
Aber auch wenn das nun schon viel Schönes war – der Tag ist ja noch nicht zu Ende! 😉

Zurück am Campingplatz mache ich mich mit Stirnlampe an einem Abendessen zu schaffen, während die anderen den neu eingetroffenen Campern schräg gegenüber Guten Abend sagen wollen. Das scheint willkommen zu sein, denn sie kommen gar nicht wieder 🤨 , und ich höre nur angeregte Unterhaltung! Es stellt sich heraus, dass das sehr nette Leute sind – ein britisches Ehepaar, die 20 Jahre lang in Botswana gelebt hatten (und damit gibt es viel interessanten Gesprächsstoff!), mit ihrem Sohn, der jetzt Ende High School ist: Dem wollen sie nun etwas Botswana bieten, da er noch sehr klein war, als sie das Land verlassen haben, und so sind sie auf einer längeren Tour unterwegs. Die Chemie scheint zu stimmen, denn ich bleibe lange alleine an meinem Kochtopf sitzen und muss die Meute mit Nachdruck zusammenrufen!
Dann ziehen Joel und Tabea mit ihren Stirnlampen noch los zum Rangers Camp, um uns doch noch Feuerholz zu besorgen, damit wir mal ein schönes Lagerfeuer machen können. Ganz aufgeregt kommen sie zurück, und ich brauche eine Weile, bis ich kapiere, was sie denn so Aufregendes gesehen haben:

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Kurz danach taucht er auch bei uns auf – aber Benni ist wohl so begeistert, dass das erst mal mit den Fotos nix wird:

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Habt Ihr’s trotzdem erkannt? Ja, den Honigdachs hatten wir ja nun schon gesehen – der brauchte uns ja nicht mehr besuchen! Dafür bekamen wir Besuch von einem sehr hübschen und gar nicht scheuen Civet! Benni läßt nicht locker, und so sind ihm in der Dunkelheit dann doch noch einige Fotos gelungen!

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Das liegt u.a. daran, dass der kleine Kerl schon recht aufdringlich ist, und sehr forsch auf uns zu kommt – bis auf 2m kommt er an uns heran und sucht (vergebens) nach Essensresten! Die Kinder identifizieren ihn als „African Civet“ oder auch „Civettictis civetta“ (für die, die sich in Latein ein bisschen übern wollen…).

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Die Nachbarn haben ihn auch gesehen, das freut uns alle!
Nun sitzen wir gemeinsam mit den Nachbarn noch bei uns ums schöne Lagerfeuer, und es gibt kreuz und quer, auch für die Kinder, sehr interessante Gespräche! Und zwischendurch kommt immer mal wieder der Civet angeschlichen, bis er es nach dem 3. oder 4. Versuch dann doch endlich aufgibt und in der Dunkelheit verschwindet.

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Es ist so richtig rundum schön – genauso, wie man Campen in der Wildnis mag: reiche Tageseindrücke, ein schönes knisterndes Lagerfeuer, zwischen den Baumkronen funkelt über uns der Sternenhimmel, wir befinden uns in netter Gesellschaft - und wir haben keine fies kichernden Hyänen im Rücken 😛 (ich hatte das mal vor langer Zeit in der Mara, und fand das irgendwann äußerst unangenehm… da man sich fragen musste, wann sie anfangen, einem die Pobacken an zu nagen).

Dickes Danke an alle, die uns South Gate empfohlen haben!!! (lillytrotter, Mabe, freshy, aos u.v.m.! Auch solche, die es mir „passiv“ über ihre Reiseberichte schmackhaft gemacht haben, wie Champagner, Guggu, LolaKatze u.a.!!!)

So will denn auch keiner so recht ins Bett gehen. Aber morgen wollen wir mit Sonnenaufgang ins Auto hopsen, und den Moremi in einer Runde über Third Bridge und Xakanaxa erkunden. Da werden wir den ganzen Tag brauchen, und außerdem wollen wir auch die frühen Morgenstunden für Tierbeobachtungen nutzen.
Also muß auch das schönste Lagerfeuer irgendwann mal ein Ende haben! 😵
So wünsche ich Euch allen eine Gute Nacht!
Und: schlaft recht schön, im Feuer-Schein!

(Ich habe das gestern Abend geschrieben, konnte es dann aber nicht mehr mit den Bildern einstellen.)

Teil 5709. Juni 2018

freshy,
die ein Gewitter aus dem Garten verjagt hat.
Haha! Als ich das las, stellte ich mir bildlich vor, wie Du mit fiesem Gesicht und einem Besen in der Hand raus in den Garten rennst - und sich die tiefgraue Wolke daraufhin eiligst woanders hin verzog! 😄 😄 😎

Danke Euch allen! Schön, dass ich Euch mit der Zibetkatze auch eine Freude machen konnte! Ja, die hatten wir auch noch nie gesehen - und auch gar nicht erwartet! So wird man immer wieder in der Natur überrascht!

Fortsetzung ist zwar in Arbeit, wird aber vermutlich noch eine Weile dauern, bis sie "einstellfähig" ist....

Teil 5809. Juni 2018

Und danke, Thomas und Karsten, dass Ihr mir das mit den Hyänen am South Gate Camp Site erst jetzt gesagt habt! 😵 🙄 So konnte ich es dort etwas entspannter genießen! 😄
Bei uns schlich sie nicht nur ums Lagerfeuer, sondern versuchte auch, in unser Bodenzelt zu kommen - wie auch bei unseren Camping-Nachbarn.
Insbesondere DAS hätte ich nicht gebraucht!!! Und ich habe ja schon in Deinem Reisebericht, Karsten, nach diesem Ereignis gesucht, aber auf die Schnelle noch nicht finden können. Weil ich wisse wollte, wie Ihr sie losgeworden seid! Mir würde da vermutlich ein beherzter Faustschlag ins Gesicht entfleuchen - aber ob das hilft????

Teil 5909. Juni 2018

von Maun nach South Gate/Black Pools - Tierstatistik

Diesmal überlasse ich es Euch selbst, Euch durch Tabeas Aufzeichnungen zu wühlen! 🤨 Das war mir irgendwie zu anstrengend, hier klar zu kriegen, wieviel von welchen Tieren das nun waren! 🙄 Mal sehen, ob Ihr besser durchsteigt als ich:

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Wirkt sehr viel chaotischer, dieser Aufschrieb, als das Mädchen sonst ist.... 😏
Die Elefanten gehören hier schon hin an diesen Tag - sie waren, wie berichtet, alle auf der Strecke vor dem Gate in den Moremi.

Schönen Abendwünsche ich euch allen!
Antje

P.S.:
"Hupp-Hupp" hat Benni herausgefunden, was das sein soll: nämlich "Whoop-whoop" - also Wiederhopf! 😄

Teil 6011. Juni 2018

Stefanie: nein, ich meinte nicht, dass der Salbei "stinkt", aber er hat schon einen markanten, eigenartigen Geruch! 😕
Danke Euch allen - aber nun lasse ich Euch mit der Moremi-Fortsetzung noch etwa zappeln, da ich in den letzten Tagen noch manch andere Gedanken zu Papier gebracht habe, und die hier erst mal zwischenschieben werde. Ich hoffe, das nervt nicht!?
Und danach geht's auch wieder weiter mit den Tieren! Ich arbeite schon dran... 😉

Teil 6111. Juni 2018

Off-Topic – oder doch nicht ganz….
Nach so vielen Tieren vertragt Ihr nochmal einen „kulturell-philosophischen“ Ausflug, oder? Mir brennt so während des Schreibens noch das eine oder andere auf der Seele, und Euren Reaktionen nach zu urteilen scheint es unter Euch doch einige zu geben, die sich gerne auch mal über solche Dinge austauschen.
Wen das nicht interessiert, der möge das bitte einfach überspringen und wieder mit an Bord kommen, wenn es nach Third Bridge weiter geht! Ich werde das in der Überschrift deutlich kennzeichnen.

Ich möchte über einige „Umwege“ nochmal den einen oder anderen Gedanken aus Diskussionen mit Euch aufgreifen. Auf Umwegen deshalb, weil Black Pools mich nochmal daran erinnert. Meine Gedankenschleifen sind manchmal etwas weitläufig, ich hoffe, Ihr könnt folgen…. 🙄

Ich hatte sehr lange gebraucht, um herauszufinden, wo in oder um den Moremi denn der „Gomoti River“ liegt, an dem die „Lion Children“ mit ihrer Mutter und Peter im Camp gelebt haben. Von den Beschreibungen her dachte ich, könnte es in der Nähe von South Gate liegen, fand aber nichts. Suchte dann Karten um den Khwai herum ab – vielleicht ist der Gomoti ja ein Nebenarm davon? Vergeblich. Ich suchte in google – auch nichts. Und wenn man DA so gar keine Ergebnisse bekommt, heißt das ja eigentlich, dass es unbedeutend klein und unbekannt sein muss. Also gab ich erst mal auf. Schade 🙁 – wollte ich doch gerne, wenn wir dort sind, wissen, wo sie gelebt und „ihre“ Löwen erforscht haben!
Aber irgendwann fing ich wieder an. Ich hatte mir später neben einigen Auszügen der Tracks4Africa-Karte auch die Shell-Karte um die Black Pools ausgedruckt. Und plötzlich sah ich dort einen Fluss, der als „Gomoti River“ bezeichnet war! Endlich! Also DORT waren sie! Er liegt etwas süd/südwestlich der Black Pools.
Außerdem fand ich dann auch, dass auf der Strecke nach South Gate von Maun aus kommend die „Santawani Plains“ mit dem „Santawani Air Strip“ lagen, und unterwegs wies auch ein Schild zur „Santawani Lodge“. „Santawani“ hieß eines der von ihnen erforschten Löwenrudel – also mußte es ja dort im Umfeld sein!
Das freute uns alle irgendwie, und während wir um die Black Pools kreisten, stellten wir uns vor, dass sie u.a. hier ihre regelmäßigen gamedrives und Beobachtungen gemacht haben müssen! Irgendwo las ich auch, dass die Black Pools erst recht spät in den Moremi mit eingeschlossen wurden. Zur Zeit der Löwenforschung lag dieses ganze Gebiet also noch gar nicht innerhalb des Parks!
Das also ist meine Gedanken-Brücke zunächst zurück zu dem Buch der „Lion Children“.

Kurz bevor wir uns auf unsere Reise machten, sagten die Kinder, sie wüßten zu gerne, was aus den Kindern heute geworden ist (sie müssen so ca. 10 Jahre älter sein als unsere). Tja, und was machen Kinder heutzutage, wenn sie so etwas heraus finden wollen? Genau – sie „googlen“! Und Benni wurde auch schon bald fündig! Über die Kinder fand er wenig (dass der eine Biologie studierte, und Maisie auf einer Schauspielschule sei und…).
ABER er fand einen Zeitungsartikel über die Mutter, Kate Nicholls. Das allerdings waren recht traurige Nachrichten – mit dem Titel „Rape ruined my dream of Africa!“. www.dailymail.co.uk/.../Rape-ruined-dream-Africa...lions-Botswana.html
Einige Jahre nachdem das Buch herausgekommen war, wurde sie in Maun auf dem Weg zu einer Freundin (wohl noch bei Tageslicht), dreifach vergewaltigt. (wie sich später herausstellte wohl von einem Trio, das in dieser Zeit mehrere Frauen in Maun überfiel). Irrsinnigerweise fand sie dann recht professionelle Hilfe bei der Polizei, die sie selber viele Jahre zuvor während ihrer Zeit in Maun (in der sie in einem Projekt zur Unterstützung mißbrauchter Frauen mitarbeitete) angeleitet hatte! Immerhin hatte ihre Arbeit Frucht getragen…..
An den Folgen davon zerbrach letztlich dann auch ihre Beziehung zu Peter, die Botswanische Regierung gab ferner irgendwann keine Zustimmung mehr zu dem Löwenforschungsprojekt (weil die Löwen dermaßen in der Zahl abnahmen, dass sie darin keinen Sinn mehr sahen, obwohl es viele neue Erkenntnisse brachte. Auch hatten sie gehofft, daraus einen Beitrag zur HIV/AIDS-Forschung zu leisten, da sie herausgefunden hatten, dass ca. 80% der Löwen dort an dem FIV („Feline Immunodeficiency Virus“) erkrankt seien, damit aber weitaus besser überlebten als HIV-infizierte Menschen.)
Sie kaufte sich Land in Südafrika, wo sie wohl bis heute lebt.

Hm – so hatte Benni sich das Ergebnis seiner Recherche nicht vorgestellt, und war erst mal ziemlich bedrückt. Und wir hatten daraufhin manche nicht leichte Gesprächsthemen aufzuarbeiten…..
Andrerseits auch nicht nur schlecht, denn so hatte Botswana als das „Paradies“, das es für die Kinder bis dahin ein wenig gewesen war, einen Riss bekommen, bevor wir uns auf den Weg dorthin machten.

Wir wollen alle unseren Kindern am liebsten „das Paradies servieren“ – aber ich bin auch immer wieder froh, wenn wir Gelegenheiten haben, weniger schöne Orte und schwierige Erlebnisse gemeinsam zu verarbeiten, weil das sie lebenstüchtiger machen wird, als wie wenn wir uns nur „von Spaß zu Spaß“ hangeln! Denn DAS kann im wahren Leben nicht lange gut gehen….

Kate Nicholls wird u.a. in diesem Artikel zitiert:
“Rape is a fact of life in Africa…… If you live in a rural community, you are at the mercy of what the guys want to do….. Africa is a harsh place…. but I know where my passions lie."

(Ja, ich höre schon die Stimmen derer, die sagen, dass Vergewaltigungen/Gewalt an Frauen auch ein Problem in westlichen Ländern ist. Ohne das abstreiten zu wollen, muss ich aber doch klar anmerken, dass es in vielen anderen Kulturen auf diesem Globus weitaus mehr an der Tagesordnung steht!)

Und das bringt mich nochmal zurück zu einigen anderen Aussagen, die aus Eurer Runde kamen, und zu manchen Gedanken, die sich für mich daran anschlossen (S. 19/20 in meinem Bericht):

loser schrieb:
„Die Herumschlaferei der afrikanischen Herren der Schöpfung, die ständige Anbaggerei, die sugar daddies für junge Mädchen, erlaubte Polygamie etc. sind einfach eine Katastrophe für diese Länder.“
Matthias schrieb:
„Dass viele Kinder in Botswana ohne Eltern aufwachsen ist auch eher HIV zuzuschreiben als Teenagerschwangerschaften…..Es gibt viele Gründe für die Probleme in Afrika, Sex ist eher nicht das Hauptproblem….“
Wie immer man das Sexualverhalten einordnen will – es läßt sich jedenfalls nicht leugnen, dass HIV-Verbreitung eindeutig mit dem Sexualverhalten in Zusammenhang steht.
Ich weiß nicht, ob man ein „ranking“ der Probleme in Afrika aufstellen kann, aber ich persönlich denke sehr wohl, dass u.a. in dem Sexualverhalten viele Probleme begründet sind. Denn es hat sehr vielfältige Folgen.
Ein Beispiel hier aus Malawi, von dem ich übrigens über n-tv erfuhr, welches mir aber auf diverse Weise hier lokal von Einheimischen bestätigt wurde:
Vor längerer Zeit stieß ich auf n-tv auf einen Artikel mit einer Überschrift von: „Mann infiziert 100 Mädchen mit HIV“ – ich las, und stellte fest: es handelt sich um Malawi, in dem ich gerade lebe!
Es war die Rede von den sogenannten „Hyänen“. Das sind Männer, die dazu auserkoren sind, „rituellen Beischlaf“ zu vollziehen – natürlich obendrein gegen Bezahlung. Es gibt sehr viele verschiedene kulturelle Gründe, warum irgendwelche bestimmten Männer mit irgendwelchen bestimmten Frauen schlafen sollen. Z.B: wenn ein verheirateter Mann stirbt, muss der Bruder des verstorbenen Mannes mit der Frau schlafen, um böse Geister fern zu halten. In jenem Zeitungsartikel ging es nun mehr um junge Mädchen, mit denen die „Hyäne“ schlief (gegen Geld) für irgendwelche anderen rituellen Reinigungen. Hier war die Rede über einen spezifischen Mann, der nun hier in Malawi vor Gericht stand, da er 100 junge Mädchen dadurch HIV-infiziert habe. Laut malawischem Gesetz sind die Praktiken dieser „Hyänen“ nicht erlaubt. Aber diese „Hyäne“ sagte nach wie vor frei und frank, dass er Recht getan habe, und dass unabhängig vom malawischen Gesetz dies weiterhin in diesem Land praktiziert würde und so auch bleiben werde!
Und Letzteres ist nichts als die blanke Wahrheit! Buchstaben auf dem Papier sind eine Sache in Afrika – die Realität eine andere.

Matthias schrieb:
„Da die "afrikanischen Herren der Schöpfung" ja nicht untereinander "herumschlafen" hat auch der weibliche Teil einen nicht unerheblichen Anteil daran.“
Ich würde auch nicht behaupten, dass Frauen bessere Menschen wären als Männer. Auch unter Frauen gibt es falsche Schlangen. Kürzlich erzählte mir eine deutsche Freundin hier, die mit einem Inder liiert ist:
In Indien gibt es ja wirklich viel schlimmen Mißbrauch an Frauen. Daraufhin wurden viele Projekte zur Stärkung der Frauenrechte durchgeführt. Das haben inzwischen einige hinterhältige Frauen für sich entdeckt, und schlagen Profit daraus! Denn wenn eine Anklage gegen einen Mann vorliegt, muss inzwischen der Mann seine Unschuld beweisen – was oft genug schlicht unmöglich ist. So laufen also zig „frei erfundene“ Rechtsverfahren, an denen diese Frauen super verdienen – und einige Rechtsanwälte haben dieses lukrative Geschäft auch längst für sich entdeckt!
Der Hinterhältige wird in jedem System eine Lücke finden, die seinen Vorteilen dient – egal ob Mann oder Frau!
Dennoch bleibt wohl undiskutabel bestehen, dass Frauen weltweit einen sehr viel schlechteren Stand haben und auch in sehr vielen Ländern machtloser sind - von der körperlichen Unterlegenheit ganz zu schweigen.
Ich persönlich habe es überdurchschnittlich gut, mit den Männern, mit denen ich aufgewachsen bin, und mit den Männern, die an meiner Seite leben – mein Mann und meine Söhne und viele andere Männer in unserem Bekanntenkreis! Aber ich sehe sehr viel anderes um mich herum….. Das zu leugnen wäre ein Unding!

Matthias schrieb:
„Dass die gegenwärtigen Moralvorstellungen westlicher Industrienationen nicht unbedingt zu denen anderer Kulturkreise passen sollte jetzt nicht so überraschen, schließlich ändern die sich andauernd und immer öfter. Ich würde daraus aber nicht die westliche Überlegenheit ableiten, die oben angedeutet wird.“
Ich denke nicht, dass loser hier eine westliche Überlegenheit an den Tag legt, sondern einfach gewisse Dinge in Frage stellt - was erlaubt sein sollte.
Ich habe ein Problem damit, dass man bei manchen Themen den Eindruck hat, man darf keine kritischen Töne anschlagen, denn die werden einem sofort negativ ausgelegt. Da gibt es für mich derzeit v.a. 2 Themengebiete, wo das ganz schnell und zu Unrecht passiert:
1) Afrika/westliche Welt. Aufgrund der Geschichte des Kolonialismus….
2) In Deutschland: kritische Stimmen gegen Ausländer und deren Kulturen. Auch aufgrund der Geschichte – des Holocausts in Deutschland.
Toleranz ist gut und wichtig, aber sie kann nicht bedeuten, dass alles erlaubt ist, oder dass alles möglich ist, oder dass alles gleich gut ist. Denn dann sind wir in der Anarchie und haben überhaupt keine Werte mehr.
Wer FÜR etwas ist, wird wohl oder übel auch ab und zu mal GEGEN etwas sein müssen. Sonst stehen wir auch nicht mehr FÜR etwas, denn manche Dinge schließen sich einfach gegenseitig aus.

Es ist schön und löblich, dass Deutschland sich verpflichtet hat, Andersdenkende aufzunehmen. Aber ich beobachte die deutsche Politik mit Sorge, denn man möchte gerne „alle und ALLES umarmen“, nur um bloss nicht wieder den selben Fehler wie in der Geschichte zu machen. Wer da mal seine Fragezeichen anmeldet, wird ganz schnell als „Rassist“, oder gar als „Nazi“ verschrien.
Werte lassen sich jedoch nur in einem gesunden Maße von Abgrenzung erhalten. Ich habe den Eindruck, die Schweizer wissen besser darum Bescheid, dass Abgrenzung auch gut sein kann!
Demokratie muss auch den Raum bieten, dass man mal sagen darf: “So weit und nicht weiter!“, oder „So nicht!“. Ich wünsche dringlich, dass unsere Politiker der westlichen Welt alle mindestens mal 3 Jahre in einer dieser grundverschiedenen Kulturen verbringen, bevor sie interkulturelle Politik betreiben! (und auch unsere Innenpolitik ist inzwischen interkulturell…) Und zwar 3 Jahre in solchen Kulturen nicht zwischen 5-Sterne-Hotels, Roten Teppichen und Grünen Tischen, sondern dort, wo der Alltag sich abspielt! Dann wären auch sie manchmal nicht mehr weit entfernt von Mzeekenyas Zitat: „Die ersten vier Wochen ist der Besucher ein Tourist. Nachher ein Rassist".
Ich möchte hier klar betonen (und Ihr habt es in meinem Schreiben ja auch schon bemerkt), dass ich diesen Kontinent und seine Menschen nach wie vor auf eine besondere Art liebe. Ja, sie liegen mir wirklich am Herzen! Und ich vermisse sie, wenn ich längere Zeit in Deutschland bin! Und es gibt auch vieles an ihren Kulturen, das ich schätze, und Dinge, die mein Leben bereichert haben und die ich von ihnen gelernt habe und nicht missen möchte!!!!
Aber es gibt hier auch viele Dinge, die sind desaströs, schlicht weg lebensfeindlich. Und die muss man doch auch mal benennen oder in Frage stellen dürfen, ohne gleich als „Rassist“ oder als „überheblich“ abgestempelt zu werden???
Es ist nicht hilfreich, als Gegenzug zu vorherigem (eigenem, oder politisch geschichtlichem) Fehlverhalten nun zu allem einfach den Kopf zu nicken.

Eine Predigt über „Kultur“ unseres malawischen Pastors in der Baptisten Kirche vor einigen Wochen hat mich schwer beeindruckt. Ich muss ihn doch noch um seine Notizen bitten – so brillant, feinfühlig, liebevoll und gleichzeitig geradlinig, das kann ich gar nicht wieder geben! Aber vielleicht gelingt es mir, einige Kern-Gedanken weiter zu geben, die ich in diesen Diskussionen als unabdingbar ansehe:
Sein Aufhänger war eine Zeitungskolumne, in der hier immer einer (recht patent) etwas schreibt, was diese Woche in Malawi „good“ und was „bad“ war. Da hatte dieser (von unserem Pastor sonst geschätzter) Kolumnist sich positiv geäußert zu einem „Aufstand/Erklärung“ des Ngoni Chiefs in der nördlichen Gegend um Livingstonia Mission: Der oder die Chiefs haben der dortigen Kirche (Nachfolger von David Livingstone, dort ist eine der sehr guten Sekundarschulen, aus der schon so mancher kluge Kopf in Malawi hervor gegangen ist) erklärt, dass sie NICHT aufhören werden mit dem Bier trinken und Sich-Betrinken und mit der Polygamie. Pastor Chirwa sprach nun über „Kultur“ – was das ist, und wie wir verschiedene Kulturen bewerten (sollten). Er bemängelte auch viele seiner Landsleute, die, wenn er fragt: „Warum macht ihr dies oder jenes?“ einfach nur antworten: „Weil es unsere Kultur ist! Weil wir es schon immer so gemacht haben!“. Aus seiner Sicht genügt das nicht, um sein Handeln zu begründen. Kultur und Riten hätten viel Gutes – wenn es Sinn ergibt. Aber einfach „weil man es schon immer so gemacht hat“?
Und er macht deutlich: jede Kultur habe Gutes und Schlechtes. Keine Kultur ist irgendwie „insgesamt“ einer anderen überlegen oder unterlegen – aber so wie „ die westliche Welt“ inzwischen versuche, afrikanische Kulturen gut zu reden, nur weil man sie früher belächelt und als minderwertig eingestuft habe, das wäre auch nicht hilfreich. Denn es gäbe in afrikanischen Kulturen sehr wohl sehr schlechte und schädliche Dinge, und die müsse man ansprechen! Er selber ist Ngoni – und dort um Livingstonia herum aufgewachsen. Und er wisse um das viele Leid, das durch die Saufgelage und die Polygamien verursacht wird! Kulturelle Werte/Riten gehören dann bewahrt, wenn sie dem Leben dienen – Saufen und Vielehe bauen nicht auf, sondern zerstören, so seine Beobachtung. Wieso soll man solche zerstörerische Sitten erhalten? Um ein weiteres Beispiel zu nennen: es sei ferner bekannt, so sagt er, dass es bei den Ngoni Sitte ist: wenn ein Ngoni-Chief stirbt, kann er nicht alleine „gehen“. Irgendein junger Mensch (meist eine Frau) wird dazu auserkoren, ihn im Grabe zu „begleiten“. Sie wird dann mit dem Chief bei lebendigem Leibe begraben. „These things are still happening today in Malawi! And the Chiefs vowed to continue with all these habits! What a BAD week for Malawi!“.

Ebenso erwähnt er die “Hyänen”, über die ich schon geschrieben habe – u.v.m.
Ein weiteres Problem ist, dass sehr viele Männer auf diesem Kontinent ihren Verantwortungen nicht nachkommen. In jener Gemeinde gab es vor einiger Zeit mal eine Gottesdienst-Reihe: ein Gottesdienst wurde von Kindern gestaltet, einer von Frauen, und einer von Männern. An dem „Männer-Gottesdienst“ waren so viele Männer auf der Bühne, die einen wunderschönen Chor ergeben haben! Wie liebe ich diese afrikanischen Chöre – aber besonders afrikanische Männerchöre haben für mich unvergleichlich schöne Klänge!!! Und ich fragte mich: wo sind die alle eigentlich sonst??? Von denen singt sonst nie einer mit. Wie schade!!!
Das ist nur ein Mini-Ausschnitt. Aber was für ein Potential bleibt hier ungenutzt, wenn Männer statt Verantwortung zu übernehmen ihre Zeit in Saufgelagen verbringen!? Dies und vieles andere zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten, und findet seinen Höhepunkt wohl in selbstherrlichen Präsidenten, von denen dieser Kontinent in den letzten 70 Jahren viel zu viele gesehen hat!!! Diese sind nur die Eisbergspitzen einer Kultur, die im Kleinen im Alltag überall gelebt wird.

Ich schreibe das hier, weil ich der Meinung bin, dass es dringend notwendig ist, nicht immer sofort mit der angeblichen „westlichen Überheblichkeit“ zu kommen. Afrikanische Kulturen schön zu reden (obwohl man oft genug gar keine Ahnung von vielen nach wie vor praktizierten Abscheulichkeiten hat), das ist eine ebenso ungesunde Reaktion wie früher die Unterdrückung und Abwertung der Afrikaner. Mir scheint manchmal, wir „Westler“, aber insbesonders die Deutschen, leiden an einem ungesunden Komplex: wegen schlimmer Geschichte unserer Vorfahren, meinen wir, jetzt umgekehrt alle „Anderen“ in Schutz nehmen zu müssen.
Jede Kultur hat Gutes und Schlechtes. Und Schön-reden von Letzterem hilft nichts.
Es ist natürlich aufgrund der Geschichte eine schwierige Angelegenheit – und es ist gut und unbedingt notwendig, wenn aus den eigenen afrikanischen Reihen Menschen aufstehen und diese Dinge ansprechen. Ich denke nicht, dass es meine Aufgabe ist, das zu tun. Aber ich denke, dass sich in einem deutschsprachigen Forum über Afrika durchaus auch kritische Stimmen melden dürfen, ohne dass man als Leser daraus gleich Überheblichkeit heraus hört.
Das schmälert meine Liebe zu diesem Kontinent und seinen Menschen nicht! Und ich möchte nicht als ein reiner „Afrika-Kritiker“ herüber kommen. Aber ich denke, wer meine Beiträge liest, hat bereits gespürt, dass ich hier auch immer wieder zwischen Liebe und Schmerz hänge – und Schmerz fühlt man auch nur da, wo man liebt!

Ich grüße Euch aus dem „Warm heart of Africa“, Malawi, das neben momentanen Nachttemperaturen von 10 Grad auch menschlich gesehen für uns leider oft genug eiskalt ist. Jede Kultur bietet Wärme und Kälte, Weichheit und Härte in unterschiedlichen Erscheinungsformen. Hinterfragen wir doch weiterhin (das ist gut und wichtig!) - zu allererst uns, und dann auch andere – und möge es uns gelingen, die Guten Dinge festzuhalten und zu fördern!
Antje

Teil 6211. Juni 2018

uuups - das mit dem link zu dem Zeitungsartikel hat nicht geklappt. Da hab ich wohl was falsch gemacht... Vielleicht kann mir einer helfen, wie ich das richtig einfüge?

Teil 6312. Juni 2018

Vielen Dank für Eure vielfältigen Reaktionen!
Die unterschiedlichen Beiträge zeigen, dass ich hier Diskussionen mit (vielleicht auch etwas zu viel) Zündstoff weitergeführt habe. Bestätigen mich aber auch darin, dass sich hier auf dem Forum sehr viele interessante Menschen tummeln, mit denen ich mich wirklich gerne mal mehr unterhalten würde!
Auch kritische Töne wurde in sehr guter Weise formuliert, wie ich finde, und ich danke Euch dafür! Danke auch Matthias, für manche Fakten zu Deutschland/Europa, die es wert sind, mal in einer solchen Auflistung betrachtet zu werden!
Für noch mehr Details habt Ihr, freshy und Karsten, vermutlich Recht: das müsste man dann wohl eher von Angesicht zu Angesicht tun! Ich bin gespannt mit wem sich das vielleicht tatsächlich mal ereignen wird (auch wenn es schade ist, dass es mit vielen nicht möglich sein wird).

Ich möchte keinen abwürgen, und wenn jemandem noch was auf der Seele brennt dazu, sollt Ihr das hier in meinem thead weiterhin äußern dürfen. Ich für meinen Teil würde es aber bei diesem "Ausflug" nun belassen, und mich wieder in den Moremi begeben. Ich hoffe, das ist in Ordnung so?
Vielleicht schaffe ich noch einen kleinen Einstieg zu unserem langen Tag durch den Moremi, bevor ich mich den sonstigen Alltagspflichten widme 😉
Grüße aus dem bibberkalten Blantyre 🤨
Antje

Teil 6412. Juni 2018

Samstag, 07.04.2018 Moremi: SG-Third Bridge-Xakanaxa-SG
Ein Tag voller kleiner Überraschungen

Da wir heute abend ja nochmal in South Gate übernachten, können wir die Zelte stehen lassen. Ich muss nur Kaffee und Tee kochen und in Thermoskannen befüllen – die Frühstücksbrötchen habe ich am Abend schon fertig gemacht, ähnlich wie mit unserem Chobe-Game-Drive vom Senyati aus.
Aber auch diesmal schaffen wir es dennoch erst um ca. 6:20, im Auto zu sitzen. Es ist schön, zu diesen frühen Morgenstunden aufzubrechen! Mal wieder mit viel Spannung und Erwartung im Gepäck, haben wir doch im Vorfeld so viel von diesen „berühmten“ Ecken gelesen, die wir heute selber "in Echt" erkunden wollen!

Das erste tiefe Matschloch direkt hinter South Gate kennen wir ja nun schon, und davon soll es im Laufe des Tages noch mehrere geben, und Rafiki beginnt zunehmend, seine Farbe zu verändern! Das finden die Kinder natürlich besonders „cool“! 😎 Aber ich will nicht verschweigen, dass es auch Volker und mir Freude bereitet, ein solches Auto endlich mal wieder „da zu fahren, wo man es wirklich braucht“! 🤩 😏 😉

In Erwartung an viele Tiere in den frühen Morgenstunden werden wir zunächst einmal enttäuscht: es bleibt die erste Stunde über erstaunlich leer. Die ersten Tiere, die uns über den Weg laufen, sind zwei Frankolin. Ich versuche, für etwas Aufheiterung zu sorgen, indem ich bemerke: „Aha! Frank und Lina sind also auch schon wach!“ Aber nur Benni lacht über meinen recht einfallslosen Witz….

Dann „das Übliche“: Impalas, weitere Frankolin, Hornbills, und andere Vögel

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Benni wird so langsam richtig schlecht gelaunt, und beschwert sich ständig darüber, dass wir eben zu spät im Auto saßen! 😠 Und deshalb haben sind die Tiere jetzt schon wieder alle verkrochen! Es ist echt schwer, ihn aus seiner miesen „Enttäuschungslaune“ heraus zu holen! (alle hatten insgeheim gehofft, so früh vielleicht noch ein paar Löwen zu erwischen…)
Da aber überrascht uns doch etwas – wieder etwas Kleines, und etwas, an das wir gar nicht gedacht hatten – um so größer ist die Freude!

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Zwergmangusten auf der Straße direkt vor uns!

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Die sind alle schon seeeerh wach und bieten uns ein unheimlich lustiges Schauspiel!

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Wir verbringen ziemlich viel Zeit hier, denn ihr Gezeter und Gejage ist so abwechslungsreich! Außerdem haben wir noch nie so viele Mangusten gesehen, noch dazu so direkt vor uns, mit überhaupt keinen Anstalten, sich zu verziehen!

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Wir müssen uns losreißen – denn die Strecke bis Third Bridge geht noch ein Weilchen, und wenn wir bei jedem Tier so lange stehen bleiben, wird das heute nix mehr mit der großen Runde!

Als die Sonne es dann endlich geschafft hat, so weit über den Horizont und durch die untersten Wolken zu kriechen, dass sie alles langsam in ein schönes Morgenlicht taucht, wird es um uns auch lebendiger.
Einige Kudus stehen recht nahe an der Straße, sind aber nicht so entspannt wie die Mangusten und verzeihen sich recht schnell im Gebüsch.

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Dann ruf einer: „Impalaherde – vorne links!“ Tabea: „Bock dabei?“, „Ich kann noch keinen sehen, aber es muß einen geben…“. „Da, da hinter dem Busch steht er!“, Tabea: „Also ein Bock!“ „Nein, da ist noch einer!“ - Tabea: „Korrektur: Zwei Böcke!“, und sie macht einen weiteren Strich in der entsprechenden Spalte. 😁

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Teil 6519. Juni 2018

Danke, Willi! So ad hoc hab ich gedacht: dieses Lob geht an Volker. Nun habe ich die Bilder nochmal durch geschaut und stelle fest: dieses Bild findet sich eindeutig nur unter denen von Bennis Kamera! Die hatte zwar ich auch ab und zu mal in der Hand - aber ich bin mir ziemlich sicher, dass an diesem Morgen Benni fotografiert hat - denn ich bin bis Third Bridge gefahren! Also: eindeutig ein Lob für den NachwuchsFotografen, der sich darüber sehr gefreut hat!!! 😉

Ansonsten: entschuldigt die lange Pause!
Meine Mutter, die hier still mitliest, fragte schon, ob wir auf dem Wege nach Third Bridge stecken geblieben sind…. Oder ob ich eher zwischen Umzugskiste 15 und 20 Stecken geblieben sei? Weil es hier gar nicht mehr vorwärts geht!?
Letzteres ist der Fall…. Wobei im Moment weniger zwischen Kisten, als mehr zwischen Autoreparaturen, Autoverkäufen, immer wieder doch Dinge, die am Haus nach wie vor kaputt gehen (ich wollte mich darum nicht mehr kümmern, aber nun haben wir einen durchgerosteten Boiler auf der Zwischendecke, und da lief uns das Wasser rein…. Da musste ich leider nochmal den Plumber holen… 😠 ), Abschiedsfeiern, kranken Kindern (und auch selber krank), Autokauf in Deutschland übers Internet (was heutzutage alles möglich ist!!! 🤩 ) u.v.m.
Ja, und dann waren wir am Samstag mal wieder im Majete Park (ca. 1 1/2 h entfernt von Blantyre), und eigentlich wollte ich da mal einen Bericht unseres Tagesausfluges ins Forum einstellen, da es so wenig Infos hier über Malawi gibt (und da Annick ja bald hier her reist – da wollte ich Dir, Annick, davor noch etwas Vorfreude machen! 🙂 ). Aber da sind die Bilder noch nicht durchsortiert.
Und außerdem ist es blöd, so lange zwischen SG und Third Bridge zu hängen, oder? Also versuche ich hier noch ein wenig Fortsetzung. Und da ich die Bilder größtenteils schon rausgesucht habe, sollte das bis heute abend wohl noch klappen! Bis denn!

Teil 6619. Juni 2018

Fortsetzung Moremi – SG-Third-Bridge(2):

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Nach der ersten ziemlich tierlosen Stunde wird der Rest der Strecke wirklich schön! Wir werden ständig begleitet von den üblichen Genossen – Impalas, hin und wieder mal Kudus, Hornbills, Frankolin und Stare

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und zur Abwechslung auch mal diese hier:

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Da gab es nun lange Diskussionen, was das war – sie ähneln den Dikdik, die in Ostafrika häufig anzutreffen sind, sind aber viel brauner. Unsere Kinder wälzen die Bestimmungsbücher und sind sich einig: es sind „Steenbok“. Was sagen die Experten Botswanas dazu?

Ein weiterer Hase erfreut uns auch an diesem Morgen

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Und endlich schauen uns auch mal zwei Büffel an, die sich etwas gelangweilt in der Morgensonne räkeln:

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Nach einer Weile setzt der eine sich in Bewegung, und bald darauf erhebt sich auch der andere:

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Hin und wieder treffen wir auch einige Elefanten an, aber diesmal etwas weiter weg und zwischen Büschen, so dass es nicht für Bilder lohnt.
Dann begrüßt uns nochmals eine Zwergmangusten-Familie, die neben der Straße anscheinend in einem Termitenhügel wohnen.

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Langeweile überbrücken v.a. Joel und Tabea mit Kritzeleien in ihrem „Statistik-Block“, in welchen sie dann nach erkennbaren Formen suchen (wie das „Wolkenspiel“, was sich auch gut für lange Autofahrten eignet), und zeichnen daraus immer wieder erstaunlich lustige Dinge:

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So langsam knurrt uns der Magen, aber eine schöne Stelle, an der wir Frühstückspause machen wollen, haben wir noch nicht so recht gefunden. Hin und wieder haben wir Abstecher auf die kleinen Wege neben der Straße versucht, aber es ist hier doch recht „wässrig“ – rechts und links der Straße steht oftmals das Wasser, oder spätestens wenn man ein paar Meter auf den kleinen Wegen gefahren ist, sieht das ganze nicht mehr sehr vertrauenserweckend aus:

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(Ganz so eine Schieflage hatten wir nicht - ich weiß nicht, warum das so geraten ist. Vielleicht hat sich der Fotograf gerade vor Hunger gekrümmt 🙄 )
Es sind dort auch nirgends frische Reifenspuren zu erkennen, und es wimmelt auch nicht gerade von Verkehr (zweimal ist uns bis Third Bridge ein Auto entgegen gekommen), so dass wir da ab des Weges evtl. doch leicht verloren gehen könnten…. Also drehen wir meist schnell wieder u zur Hauptstraße.

Einen Abstecher zu einem nahe gelegen Pool rechts der Straße versuchen wir dann aber doch noch, und finden dort einen wirklich schönen Platz, um unsere Mägen zum Schweigen zu bringen! Hier sind zwar keine Hippos im Wasser, aber jede Menge Impalas am gegenüber liegende Ufer, die eine wahre Zirkusvorstellung vorführen! Ich habe hierzu keine Bilder gefunden, und weiß nicht, ob das daran lag, dass sie doch verhältnismäßig weit weg waren, oder dass man ihre fantastische Sprünge nicht auf Bildern einfangen konnte, oder daran, dass wir hautsächlich mit Essen und Kaffee trinken beschäftigt waren.
Sie jage einander, springen zickzack, und die die Luft – es ist zu lustig! Und immer, wenn wir uns aufraffen wollen zu gehen, kommt wieder eine abwechslungsreiche Vorführung, dass wir uns gar nicht losreißen wollen!
Diverse Vögel – Gänse, Reiher, Ibisse u.a. sind auch mit dabei, und es tut gut, in der Stille ohne Motorengeräusch diese schöne Natur auf sich wirken zu lassen.

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Am Ende waren wir sicher eine halbe Stunde lang hier, doch dann blase ich zum Aufbruch – denn eigentlich möchte ich in Xakanaxa doch noch 1 oder 2 h lang eine kleine Bootstour machen, und so habe ich grob überschlagen, dass wir spätestens um 11 in Third Bridge sein sollten.

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Teil 6720. Juni 2018

Fortsetzung Moremi – SG-Third Bridge(3):
Zurück auf der Hauptstraße kommt nun etwas Abwechslung auf – endlich sehen wir auch mal ein paar Tsessebe oder auch „Topi“ (oder auch „Damaliscus lunatus“, wenn man mit Hannes mithalten will – er wiederholt das in den folgende Tagen mehrmals, damit er es sich merkt. Ich muss ihn vielleicht mal wieder abfragen, ob es auch heute noch sitzt? 🤨 ),

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und um sie herum tanzen einige Zebras!

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Auch hier bekommen wir eine Vorführung – zwei Zebrabullen vertragen sich nicht so gut, und jagen einander im Kreis – u.a. um unser Auto herum!

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Uns tut besonders gut, dass die Landschaft hier nun immer lichter wird, und man rechts und links der Straße auch mal weiter schauen kann! Dieses ständige Gestrüpp direkt neben einem strengt irgendwie an! Ich werde wohl doch bis ans Ende meines Lebens ein Kind Ostafrikas bleiben – denn nichts liebe ich mehr, als den weiten Blick über endlose Grassavannen, in denen hin und wieder eine Schirmakazie das wunderschöne Bild vervollständigt! Auch dem Rest meiner Familie geht es hier ähnlich. Insofern müssen wir sagen: Ja, der Moremi ist schön, und einzigartig – aber er wird wohl nicht unser absoluter Favorit werden (nun höre ich einen Shitstorm aus dem Forum! 🤪 Aber das sind nun mal persönliche Geschmäcker).

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Ah, ich sehe, ich habe doch ein einziges halbwegs gelungenes Elefantenbild unterschlagen!

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Irgendwann fahren wir über „4th Bridge“, 1st und 2nd Bridge.

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und bald häufen sich kleine Pools rechts und links der Straße, was wohl ein Zeichen dafür ist, dass wir uns den Wasserläufen des Deltas nahen! In einem liegen sogar einige Hippos, aber diese sind gerade wenig unterhaltsam drauf, und so verweilen wir hier nicht all zu lange.

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Zwischendurch laufen auch mal einige Strauße neben uns her

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Und bald darauf tut sich vor uns eine weite Eben auf, wo sich zur Abwechslung mal mehr als ein einzelnes Gnu tummeln, und wir erspähen das „Eingangstor“ zum Third Bridge Camp site! Es ist ca. 10:30 – also sind wir gut in der Zeit. Wir hätten aber nicht noch mehr bummeln dürfen!

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Deshalb Fazit für diese Strecke:
Ich habe anhand der Tracks4Africa Karte (die ca. 2 h für diese 40 km angibt) geschätzt, dass wir mit Pausen und Tierbeobachtungen vermutlich ca. 4 h brauchen, und das muß man wohl auch so einkalkulieren, wenn man nicht nur durch rasen will (wir waren nun ca. 4 h und 15 min. unterwegs).

Hier bei Third Bridge machen wir eine kleine Pinkelpause und treffen – „unsere“ südafrikanische Kolonne mit ihren Anhängern wieder! Wir unterhalten uns eine Weile, ich schaue mir noch einige Campsites an – und bin gar nicht böse, dass wir nicht hier übernachten und ca. das Doppelte von South Gate bezahlen. Denn: zwar gefällt uns die Umgebung sehr gut, aber die CampSites selber sind auch völlig „verbuscht“. Vielleicht ist das nur in der Regenzeit so – aber alle Plätze sind umgeben von dichtem Gestrüpp, und man hat keine Sicht auf die hier doch nah angrenzenden Wasser.

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Benni hat aber irgendwo hier noch einige Lechwe hübsch erwischt:

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So sind wir glücklich mit unserer Campsite-Wahl am South Gate! Und nach einer kurzen Unterbrechung machen wir uns auf nach Xakanaxa!

Und wo hält sie sich denn nun versteckt, diese legendäre „Third Bridge“??? Denn wir haben sie bisher noch nicht erspähen können!?

Teil 6820. Juni 2018

Benni hat mich gerade korrigiert: "Nein, Mama das war 1st und 2nd Bridge! Die 4th Bridge ist die ganz lange zwischen Third Bridge Camp und Xhakanaxha!"

Ich hab es eben auf der Karte nachgeschaut und - er hat natürlich Recht!

Ich habe es soeben im Bericht korrigiert.

Teil 6921. Juni 2018

Fortsetzung Moremi – Third Bridge-Xakanaxa:
Das ist schon irgendwie lustig mit der Third Bridge. Denn sie ist ja sozusagen direkt hinter dem ThirdBridge-Eingangshäuschen (hier blick zurück), aber von der Campsite aus ist sie nicht zu sehen. 🤨

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Uns ist zunächst nicht klar, wo wir lang müssen, denn der nach „Hauptweg“ aussehende Pfad ist gesperrt. Also wieder raus durch das Eingangstor und um eine Kurve - und da ist sie plötzlich direkt vor uns!
Das eine Auto mit Anhänger der Südafrikaner wartet dort auf seinen „Rest“, und läßt uns vorbei (oder ist er sich nur noch nicht so sicher, ob er durch dieses viele Wasser will??? 🙄 )

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Ich habe nur Bilder im Rückblick – vermutlich waren wir vom Anblick dieser langen „Wasserstraße“ doch recht beeindruckt! Es kommt hier auf den Bildern gar nicht so gut raus, wie weit die Strecke durch das Wasser ist – diejenigen von Euch, die bereits dort waren (und das sind, glaube ich, ziemlich viele meiner Leser), können es sich aber sicher vorstellen, auch wenn Ihr bei niedrigerem Wasserstand da gewesen sein wolltet. Wobei – wenn ich es recht kapiert habe, schwillt das Delta ja erst nach der Regenzeit an – so dass im Juli /August zwar die Straßen trockener, in unmittelbarer Deltanähe die Wasserpegel aber höher sind.

Die Kinder finden das sehr cool, Volker denkt glaube ich im Stillen drüber nach, wie er da am besten durch fährt, und ich freue mich einfach nur, dass wir endlich selber hier sein dürfen!

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Tja, und dann wird’s einmal ordentlich „wässrig“ um uns herum, und kurz taucht sogar die Kühlerhaube unter 😮 und das Wasser fließt uns zur Windschutzscheibe entgegen! Wow! Damit hatten wir irgendwie nicht gerechnet, so sah das gar nicht aus!
Aber möglicherweise habe ich einfach von Euren vielen Berichten her gedacht,: dies ist ja eine gängige Straße, also fährt man hier einfach durch, ohne sich viel Gedanken zu machen. Es ist ja keine Flußdurchfahrt am Khwai! Und Volker hatte Vertrauen in meine Routenplanung. Und weder die Ranger bei Third Bridge noch die Südafrikaner äußerten irgendwelche Bedenken! Deshalb ist keiner zu Fuß vorher durchgewatet, um, die Tiefen zu testen (die Kinder hätten das sicher liebend gerne übernommen!)
Naja, und was wollen wir schon? Es ist ja problemlos gut gegangen – vermutlich, da der Untergrund überall fest genug war!
Dann hoppeln wir noch über die Holzbalken der Brücke, und ganz verstehe ich nicht, warum sie diese lange Brücke nicht noch ein paar Meter länger gemacht haben – wenn da sozusagen immer das Wasser steht? Ach; vielleicht wollten sie den Besuchern einfach ein bisschen Spaß lassen!?

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Die Kinder sind ganz fasziniert – und noch mehrmals durch den restlichen Tag müssen wir ein quälendes „Bitte, nochmal zurück und über Third Bridge!!!“ ertragen…. 🤩 🤩 🤩 🤩

Das Stück zwischen Third Bridge und Xakanaxa ist schöne Landschaft! Das gefällt uns sehr!

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Einige Lechwe und Zebras tummeln sich hier

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Irgendwann passieren wir 4th Bridge (ja, jetzt hab ich die Reihenfolge richtig herum!)

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Und kurz vor Xakanaxa, wo der Wald wieder beginnt, treffen wir mehrmals Elefanten an:

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Wir suchen die BootStation bei der Campsite – so hatte man es mir als Auskunft per email angegeben. Erst treffen wir auf ein kleines Schild mit „Boating here“, wo auch gleich jemand auf uns zugestürmt kommt – er hat wohl nicht so viele Kunden derzeit? Irgendwie überzeugt uns das Ganze nicht, und wir fahren weiter.
Kurz danach kommt dann auch die Campsite, hinter der die „offizielle“ Bootstation liegt.
Ah, diese Campsite ist wirklich sehr schön! Unter den Bäumen, am Ufer mit Schilf, und mit Blick auf das Wasser des OkavangoDeltas!

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Es sieht aber recht verlassen aus – ein einzelner Camper sitzt auf seinem Stuhl – sonst ist alles leer. Ich hatte hier angefragt, und eine Absage bekommen, da alles „fully booked“ wäre. Ob wirklich alle unterwegs sind, und heute Abend noch aufschlagen? Wir können uns das kaum vorstellen, denn auch bis zum Abend begegnen uns fast keine Autos!

Auch wenn es von Third Bridge nur nochmal eine gute Stunde war – es tut gut, aus dem Auto zu steigen, sich zu strecken, zu laufen und kein Motorengeräusch ums ich zu haben! Irgendwie sind die Wege im Moremi echt sehr holperig, und wir sind ordentlich durchgeschüttelt! 🙁 🤢 🤪

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Wir finden bald den Bootsführer und vereinbaren, dass wir uns in einer viertel stunde am Boot treffen. Er will 580 Pula pro Stunde für das Boot – das finden wir in Ordnung. Da sein kleines Boot kaputt ist, bietet er uns den „Doppeldecker“ für den gleichen Preis an. Es ist ca. 12:15 als wir ankommen, und so vereinbaren wir eine Bootsfahrt von ca. 1 ½ h.
Jeder sucht sich noch eine Toilette, und wir essen schnell noch was zu Mittag, dann kommt unser guide auch schon an, und los geht’s aufs Wasser!

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Teil 7025. Juni 2018

Fortsetzung Moremi – Xakanaxa Bootstour:

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Zunächst geht es etwas durchs Schilf, vorbei an den paar Lodges, und dann auf offenere Wasser.

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Nun sind wir also wirklich im Delta – AUF dem Delta sozusagen! Es ist schon schön, jetzt noch ein wenig mit Boot unterwegs zu sein. Initial hatte ich das erst gar nicht so eingeplant – dachte dann aber doch, dass es bei so viel Auto Fahrerei nochmal ein schöne Unterbrechung sein könnte. Bei meinen Recherchen (im Forum und an andern Stellen) war der allgemeine Tenor, dass die Bootstouren bei Xakanaxa besser wären als die von Third Bridge/Mboma Boat Station. Außerdem fährt man von Third Bridge wohl nochmal fas 1 h bis man die Bootstation erreicht.
Hier finden wir es wirklich schön, und sind sehr glücklich, dass wir das noch eingeplant hatten – und dass es nun von der Zeit her auch noch rein passt.

Die Landschaft ist einfach schön, und den Kindern gefällt besonders, wie sich das lange Schilfgras beugt und in Wind und Wellen wiegt!

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Bald kommen Seerosen und Wassernüsse. Unser guide ist in Ordnung, aber kann mit BG vom Chobe River nicht mithalten. Dennoch – er ist freundlich, und stolz auf sein Deutsch, das er mit all den Touristen fleißig weiter ausbaut. Seine Begründung: „Aaah, you have to surprise and impress them somehow!“

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Hin und wieder sitzt irgendwo ein Kormoran oder Pelikan, und wir alle suchen vergeblich nach Krokodilen oder Hippos.

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Immerhin: Jeder von uns genießt diese ganz andere Landschaft, und diese andere Art, unterwegs zu sein! Es ist auch schön, dass wir diesmal sogar das Boot mit Oberdeck haben – die Sicht ist dadurch einfach besonders schön!

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Auf einer der kleinen Inseln sehen wir in der Ferne einige Lechwe-Antilopen.

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Joel und ich finden es besonders interessant, nach all unserem theoretischen Botswana-Wissen einen kleinen Ausschnitt des Deltas so erleben zu können. Und wenn man sich umschaut, fällt es einem nun auch leicht, zu glauben, dass das Delta mit seinen 15.000qkm auf dieser gesamten Fläche nicht mehr Gefälle als 2 m hat! Deshalb dauert es auch so lange, bis das Wasser sich ausgebreitet hat! Einen Monat dauert es, bis das Wasser die ca. 1200 km aus Angola bis zum Delta geflossen ist – aber 4 Monate dauert es, bis es sich in Botswana ausgebreitet hat! Ich finde das schon irre, und wenn man es nur liest so schwer vorstellbar! Aber wenn ich mich umschaue (und was mein Auge rundherum sieht, ist ja nur ein Mini Ausschnitt des gesamten Deltas), wird das Ganze doch glaubhaft!

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.....geht gleich weiter.... 😏

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Wir fahren noch weiter auf den Wasserwegen, die nun immer enger werden, und unser guide muss immer mal wieder die Schlingen der Wassernüsse aus seinem Außenbordmotor entwirren. Aber auch hier will sich partout kein Getier sehen lassen! Es läßt sich zwar erkennen, wo Elephant-Crossings stattfinden, aber im Moment möchte sich dort leider keiner zeigen. Schade – ich hätte mir Elefanten im Wasser neben dem Boot schon gewünscht. Und gleichzeitig sin wir alle nicht zu sehr enttäuscht, da wir ja insgesamt in den vergangenen Tagen schon so viele schöne Tiere gesehen haben!
So tuckern wir gemütlich wieder durch die Wasserstraßen zurück. An einer Insel halten wir noch an, und unser guide und die Kinder vertreten sich kurz die Beine.

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Wußtet Ihr, dass die meisten dieser Inseln durch Ablagerungen der Salze an Termitenhügeln entstehen? Dort dann Bäume wachsen, und sich um die Wurzeln weiteres ablagert, und es somit zum „Festland“ wird? Allerdings bleibt für mich etwas als Fragezeichen, wie Termitenhügel im Wasser entstehen…?
Es ist schon einzigartig, das OkavangoDelta, und wir finden es sehr besonders, dass wir diesen Ort besuchen dürfen!

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Hin und wieder läuft neben uns ein Lillytrotter auf den Wassernüssen und Seerosen her, und ein Pelikan hebt ab.

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Aber das ist so ziemlich alles, was wir an Tieren zu sehen bekommen. Zwischendurch treibt mal ein großer aber toter Catfish neben unserem Boot. Also, wenn man das schon als angenehme Abwechslung wahr nimmt.... Naja - somit ist dieser BootsTrip nun nicht gerade der Brüller, aber wir hatten unsere Erwartungen schon davor etwas runter geschraubt, und als Abwechslung zum ewigen Im-Auto-Sitzen ist es das allemal Wert. So sagen wir uns: genießen wir den friedlichen Blick, und sind zufrieden mit dem, was wir haben!

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Die Zeit hat unser Bootsführer sehr gut im Blick – ziemlich genau nach 1 ½ h steuern wir die Anlegestelle wieder an.
Noch ein Blick zurück:

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Und dann geht’s auch schon wieder an Land

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Teil 7126. Juni 2018

Fortsetzung Moremi – Xakanaxa-South Gate:
Es ist ca. 2 Uhr. Also sind wir gut in der Zeit. Wir nehmen die Schleife an den Lodges vorbei wieder zurück zum Xakanaxa Gate. Ich bin erst sehr verwirrt, warum es hier ein „Moremi-Gate“ gibt – erkläre mir das aber damit, dass es ja IM Delta sehr viele Lodges gibt, die nur mit Boot oder Flugzeug zu erreichen sind, und von wo aus Touristen dann wohl über den Wasserweg in den Moremi gelangen.
Hier tummeln sich nochmal einige Elefanten, was uns sehr freut!

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Wir schätzen, dass wir für die schräge Strecke nach South Gate etwa 2 ½ h benötigen. Deshalb haben wir noch Zeit, eine kleine Runde zu den Paradise Pools zu drehen. Das ist nicht spektakulär, aber hat sich für uns dennoch gelohnt: hier finden wir einige Impalas und Lechwe, die Landschaft ist noch etwas offener. Es bietet sich einfach eine friedliche, schöne Stimmung.

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Leider haben wir nicht so viele Tage, um auch noch die Strecke nach North Gate abzufahren – das würde mich schon reizen, erhoffe ich mir hier entlang des Wassers doch eher noch mehr Tiersichtungen. Aber: man kann nicht alles haben! Und so biegen wir bald nach rechts ab auf die Straße nach South Gate.
Dass die allerdings so langweilig sein würde, hatten wir nicht erwartet. Hier gibt es vor allem eines: reichlich dichtes Gestrüpp rechts und links der Straße! 😠 😠 😠 Ich hatte Euch ja schon sehr früh in meinem Bericht gesagt, dass Ihr dieses Wort von mir noch öfter hören würdet….. 😈 Aber es ist wirklich so: es nervt sehr! Wenn man schon keine Tiere sieht, finde ich es immer schön, wenn man wenigstens Landschaft sieht. Nun will ich nicht abstreiten, dass Gestrüpp auch Landschaft ist. Aber für mein Empfinden eben doch sehr eintönige, und es macht einen auch irgendwie kurzsichtig. Ich fühle mich beim aus dem Fenster schauen, wie wenn eines meiner Kinder mir ein Blatt zum Lesen viel zu nah vor die Nase hält! 😵

Dann endlich mal etwas Abwechslung – als uns neben der Straße ein Büffel etwas gelangweilt aus seinem „SPA“ anschaut:

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Na, der guckt ganz so begeistert, wie ich mich hier fühle! Also bitte, selbst die Büffel finden es öde hier!

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Wir hoppeln weiter. Die Straße ist außerdem ziemlich schlecht – vermutlich einfach der Zustand Ende Regenzeit. Es sind unglaublich viele kleine Löcher und unschöne Bodenwellen drin – man kann kaum mehr als 5 Atemzüge lang im dritten Gang fahren. So schleichen wir also dahin. Es ist sehr still geworden in unserem Auto. Jeder träumt oder trant etwas vor sich hin. Alle sind wir vermutlich auch etwas müde.

Doch da – was ist das denn? Endlich! Eine willkommene Abwechslung!!!! Zwar nicht für den Betroffenen dort – aber immerhin für uns! Alles jubelt auf, als wir vor uns ein stecken gebliebenes Auto mit Anhänger im Matsch erblicken! 🤩 🤩 🤩 🤩 🤩 🤩 (wir sind fies, nicht? Aber es kommt wirklich gerade passend, bevor wir uns völlig in genervter Langeweile verlieren!)

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Ein zweites Fahrzeug, ein großes Wohnmobil, war gerade die „Detour“ gefahren, und positioniert sich von vorne, um seinen Freund rauszuziehen.

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Wir halten an, steigen aus, begrüßen einander und beraten. Er war die Detour nicht gefahren, da dort zwei dünne Bäume sehr dicht beieinander stehen, und er Bange hatte, dort mit seinem Anhänger hängen zu bleiben.

Es sind sehr nette Leute, und Benni ist v.a. angetan von der älteren Dame, die in dem festgefahrenen Fahrzeug auf dem Beifahrersitz sitzt und in aller Seelenruhe strickt! 😎 Sie lächelt uns allen freundlich zu und strickt weiter, als würde sie gerade auf Kreuzfahrt sein! 😄

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Recht schnell sind sich alle einig, dass es sehr viel einfacher ist, wenn wir mit unserem Toyota und unserer Winde den Unglücksknaben rückwärts rausziehen, als wie wenn der Kollege versucht, von vorne mit Anhänger das ganze Gefährt durch die noch recht lange und tiefe Matschpartie zu ziehen.

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Gesagt getan – nicht nur Volker freut sich, sondern auch Rafiki scheint zu neuem Leben zu erwachen! Winde eingehängt, einmal rückwärts gefahren, und Schwupps! Ist das gesamte Anhängergefährt wieder frei!

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Rafiki, Du bist einfach der Beste! 🙂 Und während ich dies schreibe, geht mir doch ein kleiner Stich durchs Herz, da unser guter Freund inzwischen sozusagen verkauft ist. 🙁 Wir fahren ihn noch bis wir am 16.07. von Malawi aus abfliegen, aber der Verkauf ist bereits geregelt. Nun, alles hat seine Zeit….

Wir schauen noch zu, wie er sich nun mit Anhänger zwischen den Bäumen durchfädelt – da geht es wirklich um Zentimeter! Aber am Ende sind beide auf der anderen Seite des Matschloches, und so setzten wir unsere Fahrt auch wieder fort.

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Nur weil hier im Forum hin und wieder mal von unfreundlichen Begegnungen berichtet wird, und dass sich manche Leute nicht bedanken oder erkenntlich zeigen: Sie haben Volker für das Rausziehen sogar noch Geld angeboten! Das wollte wir nun wirklich nicht. Neben dem, dass es für uns ja ein kleiner Spaß war, sind solche Dinge doch eigentlich selbstverständlich, wenn man auf solche Strecken unterwegs ist!? Aber, wie einige von Euch schrieben, gibt es da wohl leider auch andere Erlebnisse.
Wir müssen doch sagen; wir haben auf dieser ganze Reise nur sehr schöne und freundliche Begegnungen mit Südafrikanern haben dürfen!

Nun sind wir alle wieder wach, und hoppeln noch ein wenig weiter – und sind auch schon nach ca. 20 Minuten zurück am South Gate Camping Platz! Es ist erst ca. viertel nach 5 – eigentlich eine wunderschöne Zeit für einen Abendgamedrive. Hannes fragt bettelnd, ob wir nochmal einen Schlenker zu den Black Pools drehen – aber Volker schreit nur: „Ihr könnt gerne noch zusammen fahren – aber ICH will jetzt nur noch eines: RAUS AUS DIESEM AUTO!!!!!“ 😈 🤢 🙄
Einen kurzen Augenblick überlege ich mir, ob ich noch eine Runde fahre – mit denen, die des Autos noch nicht überdrüssig sind. Aber auch wenn man ja nicht bis ganz zu den Pools fahren muss – ein ganzes Stück wieder auf der Straße Richtung Third Bridge müsste man wohl schon, bevor der erste lohneswerte Abstecher abzweigt. Und irgendwie ist es auch gut, noch ein bisschen Zeit auf dem Campingplatz zu haben, bevor es dunkel wird. Auch das Kochen ist bei etwas Tageslicht noch einfacher.
So parken wir neben unseren Zelten und purzeln nach diesem langen aber abwechslungsreichen Tage fröhlich und müde aus dem Auto.

Teil 7226. Juni 2018

Fortsetzung – South Gate Zweiter Abend:
Die Briten von letzten Abend sind abgereist, aber neben uns steht auf Platz 4 ein Mietwagen mit Dachzelten. Aus der Ferne meine ich, Deutsch zu vernehmen, und es ist auch ein Mädchen im Alter von Joel dabei.

Zuerst wurschtelt jeder noch so vor sich hin, ich kümmere mich ums Essen, und alle sind etwas zögerlich, die Nachbarn zu begrüßen. Unsere Kinder tuscheln ständig, ob sie mal hingehen und das Mädchen zum Spielen einladen sollen, trauen sich aber doch nicht so ganz. Was uns wundert, denn unsere Kinder haben wenig Berührungsängste.
Dann aber beschließen sie anscheinend, dass es doch doof ist, so nebeneinander zu campen und kein Wort miteinander zu wechseln, und unsere 4 machen den ersten Schritt. Kurz danach spielen sie alle zusammen auf dem großen Platz am South Gate Fangen oder keine Ahnung was – auf jeden Fall sind alle 5 Kinder fröhlich! 😄 🙂 😛 😏 🤪
Volker fasst sich auch ein Herz und sucht das Gespräch – wir finden es immer doof, wenn man als Camper so tut, als wäre der Nachbar gar nicht da. Man muss sich ja nicht in Gespräche vertiefen – aber wenigstens mal kurz begrüßen gehört eigentlich zum Anstand, finden wir.

Und wieder einmal zeigt sich, dass das meistens doch das Beste ist! Es sind sehr nette Leute aus Hamburg, und wir verquatschen uns schnell, so dass wir hinterher schauen müssen, wie unser halbangebranntes Essen noch tauglich serviert werden kann…. 😗
Später sitzen wir gemeinsam noch lange um ein schönes Feuer – und heute gibt es auch mal ein Gläschen Wein! Das ist eine abwechslungsreiche Gaumenfreude – aber ich stelle wieder einmal fest: Auch wenn ich beim Campen nicht anspruchsvoll bin: Wein aus Plastikbechern schmeckt eigentlich irgendwie nicht wirklich…. 🤢

Und dann bekommen wir wieder Besuch – um unseren South Gate Aufenthalt komplett zu machen:
Nein, auch heute ist es nicht der Honigdachs! Wieder der Civet? Nein, auch das nicht! Abwechslung ist geboten! Diesmal ist es eine scheue, kleine Ginsterkatze!

Ich war zwar fest der Meinung, ich hätte einige wenige (schlechte und unscharfe) Bilder von ihr gesehen – aber ich habe eben mehrfach alle Fotos durchgeforstet, und nichts gefunden! Vielleicht hat ein Perfektionist sie gelöscht?
Auch wenn sie sehr viel scheuer ist als der Civet vom Vorabend ist es eine schöne Überraschung! Sie läuft recht schnell in Richtung der Abolutions und ist kurz danach in der Dunkelheit verschwunden.

Irgendwann müssen wir uns auch an diesem schönen Abend vom Feuer verabschieden und unsere Zelte aufsuchen, denn morgen wollen wir wieder früh aus den Federn! 😣

Teil 7326. Juni 2018

Sonntag, 08.04.2018- Von South Gate über Umwege (Khwai und zurück) zum Mankwe Camping:
Oder: Irrfahrten im Moremi
Oder: Wer laut genug schreit, kriegt manchmal, was er will!
Oder: Hochmut komm vor dem Fall
Oder: Ein verlorener Tag
Oder: Woran misst man, ob ein Tag verloren war?

Ihr seht schon: heute wird’s philosophisch. D.h., der Tag war eigentlich weniger philosophisch. Nur der Versuch einer Resumee am Abend hatte was davon…. 😠 😎 😵

Wir haben nun noch einen Tag zur Verfügung, den wir unterschiedlich gestalten können – einzige Eckpunkte:
Wir wachen am South Gate auf und wollen abends am Camping Platz der Mankwe Lodge sein.

Bisher waren unsere Entscheidungen ja größtenteils ziemlich gelungen. So überlegen wir:
In jedem Falle wollen wir früh aufstehen, und erst mal keine Zelte abbauen, damit wir die Morgenstunden im Park nutzen. Also könnten wir entweder einen Morgendrive zu den Black Pools machen (das wäre eine schöne Ergänzung zu unserer Abendrunde dort), dann wieder zum Camp, alles abbauen und zum Mankwe fahren.
Oder aber wir fahren ebenfalls früh los ohne Zelte abbauen, aber nach Norden zum Khwai, denn dort waren wir noch nicht, und dort soll es ja auch viele Tiere geben. Auch Löwen sollen sich dort reichlich tummeln. Das ist natürlich sehr verlockend! Dann ebenfalls wieder zurück zum South Gate, abbauen, und zum Mankwe.

Von den Strecken scheint beides gut möglich und ähnlich viel Fahrerei zu sein. Und da wir gerne Neues entdecken, fällt die Wahl auf: Ab nach North Gate und ein wenig südlich des Khwai herumkurven!
Im Forum wurde diese Gegend irgendwo mal als Geheimtip gehandelt (es hieß: „Pssst – nicht verraten, sonst wird es dort auch zu voll!“)
Ich hatte mir das ganze auf der Karte näher angeschaut, und tatsächlich: da gibt es südlich des Khwai-Flusses doch viele kleine Wege – das sieht doch gut aus für ein bisschen Game-Drive!

Gesagt getan – wir stehen wieder so auf, dass wir um kurz nach 6 im Auto sitzen. Müde aber voller Erwartung neuer Entdeckungen zockeln wir die Straße durch den Wald nach Norden.
Es ist vermutlich unnötig zu erwähnen, was es hier reichlich zu sehen gibt: Na klar! Gestrüpp! 😠 Rechts und links der Straße….. Über einen ziemlich langen Zeitraum. Sonst nichts. Ach doch: Matschlöcher. Reichlich! Alle auch recht tief – aber immer noch so, dass man gut durch kommt.

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Endlich erbarmt sich mal ein Impala und zeigt sich. Dann wieder lange nichts…. Nur ständig Elefantenspuren auf der Straße vor uns!

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Der scheint ziemlich lange hier lang spaziert zu sein – und fand den Wald wohl auch unbequemer als die Straße!

Tja, so wird die Stimmung langsam schlechter, denn irgendwie geht die Zeit dahin, und dass man bis zum North Gate so gar nichts zu sehen bekommt, hatten wir nicht erwartet. Nun sind sie schon bald vorbei – die frühen Morgenstunden….

Aber wenn wir glauben, dass wir nun bald am North Gate sind, dann haben wir uns mächtig getäuscht! Heute sind nämlich WIR dran mit der Matschpartie:

Bei einem Matschloch halten wir an, und Volker fährt nicht einfach so durch. Es sieht irgendwie übler aus als die bisherigen. Am Rand, wo es ja meistens besser geht, da flacher, macht es allerdings auf beiden Seiten einen sehr schlammigen Eindruck, so dass weder Volker noch ich großes Vertrauen in diese Variante haben. Die einzigen erkennbaren Reifenspuren führen relativ mittig durch. Hmm… Was tun? Da die vielen Hundert Matschlöcher der letzten Tage immer gut gegangen waren – auch in der Mitte – und es in der Regel doch einigermaßen fester Untergrund war, entscheidet sich Volker für eine Stelle rechts/mittig.
Aber das entpuppt sich als eine schlechte Entscheidung! Bald wühlen wir uns nur noch mühsam einige Millimeter vorwärts, dann geht nichts mehr vor – und nichts mehr zurück.

Nanu? Rafiki, alter Freund, machst Du jetzt etwa schlapp????? 😊
Durch den unter Wasser liegenden Auspuff blubbert er unverständliche Worte......

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Und es läßt sich nicht mehr leugnen, dass das hier jetzt irgendwie einigermaßen ernst ist……..

Teil 7427. Juni 2018

Ach komm, freshy! Ein bisschen Spannung muss sein! 😄
Ich fand meine letzten Beiträge eh schon viel zu langweilig....

Und außerdem wißt Ihr doch eh schon alle, dass wir am Ende alle unbeschadet wieder zu Hause angekommen sind! Also, wo ist das Problem? WIR wußten das zu jenem Zeitpunkt noch nicht! 😮 😣
Außerdem ist der Hauptgrund für diese Unterbrechung, dass ich nicht so viel auf einmal schreiben und mit Bildern (so es welche gibt) gut gestalten kann. Ihr wißt doch alle: sowas braucht Zeit... und damit das ganze dann nicht zu langweilig wird, muss ich das doch an einer "passenden" Stelle unterbrechen...
Sag bloß, Du findest diese Stelle "unpassend"? 😈

Aber v.a. findest Du, ich soll hier nicht dumm daherfaseln, sondern lieber Bericht weiter schreiben, gell?
Aber weißt Du was? Ich bin jetzt mal ein bisschen fies: ich schreibe jetzt nicht weiter, sondern bin ganz vernünftig und gehe ins Bett! Denn morgen um 5.30 klingelt mein Wecker. Und Volker ist in Tanzania und ich muß die Meute alleine versorgen!
Also schlaf Du mal lieber schön, anstatt Fingernägel zu kauen! 😉

Teil 7528. Juni 2018

Guten Morgen - an alle, aber insbesondere Dir, freshy! Gleich geht's raus aus dem Schlamm, falls Dich das beruhigt! 😎

Aber davor kurz zu Deinem Bemerkungen und Fragen:
Was deine Frage angeht, ob die Stoppstelle passend war, muss ich neidlos gestehen, dass du Krimischreiberinnentalent besitzt.
Danke für das Kompliment - aber das ist eigentlich seltsam, denn ich mag Krimis überhaupt nicht!!!!
Und, ob Du's glaubst oder nicht: ich glaube, ich habe in meinem ganzen Leben noch keinen einzigen richtigen Krimi gelesen! Weil mich das einfach nicht interessiert. Ich lese gerne Berichte "aus dem wahren Leben". Biographien sind mein Steckenpferd. Das hat irgendwie Bezug zu meinem Leben.
Insofern passt das hier dann ja doch wieder: "Krimis aus dem wahren Leben" geht dann eben auch wieder 😉

Und zu Deiner Frage unserer "Aufsteh-Zeiten":
Ja, 5:30 ist hier in Blantyre unsere übliche Zeit unter der Woche. Und Nein, ich mache das nicht, weil ich das mag, sondern weil ich muss!! 😣

Die Schule beginnt hier um kurz nach 7! Ja, Ihr habt richtig gelesen!
Das hat wohl mit den Grund, dass sie die heiße Mittagszeit etwas vermeiden wollen - zumindest ist um 12:30 dann der Hauptteil des Unterrichts vorbei - auch wenn es viele Nachmittagsaktivitäten und teilweise auch nachmittags Unterricht gibt.

In unserer Familie gibt es 3 Lerchen - das sind v.a. an erste Stelle Joel, dann Volker, und auch Hannes. und die Eulen sind wir anderen 3 - Benni, Tabea und ich..... 🙄
Und wenn ich nicht muss, werde ich in Deutschland NICHT um 5:30 aufstehen!!!
Und wenn wir Ferien haben, ist eh alles anders.... Insofern ist ein Urlaub, bei dem wir um 6 auf Gamedrive gehen wollen, schon fast ein Opfer für mich.... Aber ich weiß einfach, dass da die frühen Morgenstunden kostbar sind, dann geht das auch mit dem Aus-Dem-Zelt-Krabbeln für mich.....

Sofern ich eben früh morgens noch nicht weiß, dass sich der Tag auch so gestalten kann wie dieser 😠 - hätte ich das gewußt, hätte ich mir das frühe Aufstehen an jenem Tag gespart und stattdessen in Ruhe und Frieden am South Gate an einem Feuer meinen Kaffee geschlürft.... 😄

Teil 7628. Juni 2018

Fortsetzung Matschpartie:
Also, wenn Ihr aufgrund des letzten Bildes meint, die Hilfe wäre schnell vorbeigekommen in Form eines anderen Autos, das uns rauszog (weil man ja hier unsere Winde sieht), dann habt Ihr falsch geraten. An diesem Morgen scheint noch keiner auf die Idee gekommen zu sein, zwischen Khwai und South Gate unterwegs zu sein. Nicht ein einziges Fahrzeug hatten wir bisher getroffen!

Hier nochmal das (einzige) Bild, um sich frisch in die Situation versetzen zu können:

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Volker ist es glücklicherweise gelungen, den Motor am Laufen zu halten, und er steigt aus und klettert über die Kühlerhaube aufs Trockene. Dann zeigt er mit einem gequälten Lächeln „Daumen hoch“ – ich glaube, er hat gesehen, dass die Winde immerhin gerade noch über Wasser liegt!

Da im Forum ja regelmäßig mal die Frage auftaucht, was man macht, wenn man in einem Park Reifen wechseln muss – und ob man dann aussteigt oder nicht, wegen der möglichen „unsichtbaren“ Raubkatzen im Gebüsch:
Wir haben das schon im Hinterkopf. Aber man kann ja nicht hier im Matsch sitzen bleiben und langsam aber sicher tiefer sinken…. Insofern scanne ich immer mal wieder mit Argusaugen das Gestrüpp um uns herum ab, und bitte die Kinder, das Gleiche zu tun.
Volker meint, wir sollen im Auto bleiben – viel helfen können wir da draußen eh nicht, und es gäbe nur eine elende Sauerei, wenn noch mehr von uns durch das braune Schlammbad waten….

Während Volker damit beschäftigt ist, die Winde an einem größeren Busch schräg rechts vorne zu befestigen (ein starker Baum ist links, aber der würde uns von der Richtung ins Tiefere ziehen), darf Hannes vom Fahrersitz aus die Fernbedienung der Winde bedienen, was ihn stolz wie Osker macht!
Unterdessen ergreift Benni auf dem Beifahrersitz etwas der Schreck, da zu seinen Füßen Wasser eindringt! Und schnell kommen zwei paar Schuhe und Socken auf die Mittelbank geflogen…..

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Das scheint unsere Vermutung zu bestätigen, dass diese Tür irgendwie leicht verzogen sein muss. Denn auch sonst hat man manchmal den Eindruck, sie sei nicht richtig geschlossen, denn man hört ein Geräusch, als ob das Fenster einen Schlitz offen wäre.

Dann starten wir mal einen Versuch mit Winde, doch – nichts rührt sich! 😮 😵
Das hatten wir noch nie! Es gibt sozusagen gar kein Fortbewegen! Ziemlich schnell ist klar, dass die Vorderräder unter Wasser an einer “Abbruchkante“ hängen. Das war auch dem Kollegen von gestern zum Verhängnis geworden. Viele der Matschlöcher hier sind zur Zeit so, dass sie plötzlich nochmal tiefer werden, und man über eine mitunter steile Kante wieder hoch muss. Das ist manchmal recht tückisch, und so entpuppt sich manches Matschloch als nicht ganz so harmlos, wie es zunächst aussieht.
Also schaufelt Volker diese Kante weg (wie gut, dass wir Spaten und eine kleine Klappschaufel mit haben!), und sammelt etwas Holz zum unterlegen. Noch ein Versuch. Nun rührt sich das Gefährt mit winzigen Bewegungen. Immerhin! Stück für Stück geht es vorne ein bisschen höher, dann beginnt der Busch, sich zu entwurzeln. Na Klasse…. 🤨

Der Auspuff blubbert immer noch unter Wasser vor sich hin und hinterläßt schwarze Rußspuren auf der braunen Wasseroberfläche…..
Das löst bei den Kindern Entsetzen aus! Joel sitzt mit mir gerade ganz hinten, und starrt auf dieses seltsame Bild. Ich erkläre ihm nüchtern, dass das normal sei – dieser Ruß käme auch sonst aus dem Auspuff, auch wenn man ihn (bei unserem Auto – im Gegensatz zu vielen anderen auf diesem Kontinent....) sonst nicht so sieht. Oh! Da haben wir das nächste schwierige Thema…. Dürfen wir uns denn dann überhaupt mit diesem wunderbaren aber die Umwelt verschmutzenden Auto so durch die wunderschöne Natur bewegen???
Ich diskutiere ja gerne verzwickte Themen, aber manchmal ist es mir auch zu viel. Unsere schlauen Kinder fragen und denken bereits „zu“ viel…. Manchmal möchte ich mich gerne in meine kleine Ecke zurück ziehen und einfach nur meine kleinen privaten Brötchen backen. Und die vielen Probleme der Welt sind mir einfach zu groß! Oft bin ich dann aber wieder froh dass wir inmitten von so Vielschichtigem leben dürfen, und dass wir uns vielen Dingen/Fragen einfach gar nicht entziehen können hier im Alltag in „Afrika“.
Aber jetzt habe ich URLAUB – und außerdem genügt mir gerade das Problem, ob überhaupt, und wenn ja wie, wir hier wieder raus kommen….

Da nun immerhin die Vorderräder wieder etwas mehr unter den Füßen haben, und es deshalb links vorne nicht mehr ins Tiefere gehen kann, spannt Volker die Winde um, diesmal doch um den Baum links.
Noch ein Versuch! Und tatsächlich: sehr langsam und mühsam setzt sich Rafiki in Bewegung, und nach viel Zittern ist es tatsächlich geschafft: wir haben das „Wasser“ hinter uns gelassen! 🙂

Dann wird „entschlammt“: Volkers Füße, Beine und Hände mit etwas kostbarem Trinkwasser grob gereinigt, ebenso die Schaufel, und der Fußraum des Beifahrersitzes so gut es geht wieder trocken gelegt!
Auch pinkeln gehen ist jetzt erlaubt – aber Vorsicht beim Ausstiegen: Alle Trittbretter haben ein ordentliches Schlammbad genommen!!! Und entsprechend ist gleich der nächste eingesaut….. 🤢 🤢 🤢

Ich habe beim Durchsehen der Bilder festgestellt, dass es nur dieses einzige Bild von dieser Situation gibt (und das vom Fußraum- aber das habe ich auf die Schnelle mit meinem SmartPHone gemacht). Das erstaunt mich – denn Volker macht in der Regel mehrere Bilder von etwas. Ich hatte ihm am Anfang schnell einmal den Foto über die Kühlerhaube raus gereicht, damit wir das wenigstens im Bild festhalten.
Als ich ihn dieser Tage frage, wieso er nur ein einziges gemacht habe, meint er mit recht ernster Miene: “Ich hatte wirklich Schiss, dass das Auto noch ernster einsinkt. Denn ich sah, dass die Trittbretter nach einiger Zeit tiefer drin waren als am Anfang. Da hatte ich keine Nerven für Fotos….“ 🤨

Also, Kinder, das war nun der Preis für Euer Geschrei, bevor wir in Blantyre losfuhren: „Au jaaaaa! Wieder mal Stecken bleiben!!!!“
Sowas ist immer lustig, wenn es gut ausgeht, und man es hinterher auf der gemütlichen Couch erzählen kann. Aber in der Situation erinnere ich mich, dass meine Kinder im Auto plötzlich doch sehr still wurden und ich ihnen eine nicht geringe Furcht ab spüren konnte….

Das ganze Vergnügen hat uns fast eine Stunde gekostet! Unser frühes Aufstehen war also zwar ein guter Ansatz, aber so langsam werden sich wohl auch die Löwen am Khwai River unter die Büsche verkrochen haben…

Teil 7729. Juni 2018

Nun könnt Ihr alle erst mal wieder aufatmen, gell? Deshalb gibt's jetzt zunächst wieder mal einen kleinen
Einschub: International Day

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Aber der wird diesmal wirklich kurz und bebildert: Morgen ist von Joels Klasse der International Day, da werde ich ein paar Fotos machen und Euch daran teilhaben lassen!

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Aber erst muss ich jetzt noch schnell ein paar Mopane Würmer mit meinem Drucker „frittieren“….. 😄

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Das ist nicht mein Mund... Ich habe die BIlder nur geklaut...

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So wird es bei uns aber nicht aussehen... Ich habe vorhin "Pap" gekocht und es zu Bällchen geformt (oder nennt es Ugali oder Nsima - je nach Land - aber ehrlich gesagt passt das Wort "Pap" irgendwie am besten... die meisten Europäer mögen diese "Pampe" ja nicht - ich hingegen esse es hin und wieder sogar gerne!). Und die Mopane-Wurm-Bilder habe ich mit Joel auch schön auf Zahnstocher geklebt....

Schade, dass Ihr nicht vorbeischauen könnt in der Schulaula!

Teil 7830. Juni 2018

Guten Morgen!
Danke für Eure Beiträge - ich finde, das lockert das ganze erzähöen einfach schön auf!!!
Bin etwas sehr in Eile - aber vielleicht schaff ich ein paar Eindrücke des International Days - sonst wird es erst nächste Woche...

Es waren wieder mal die halbe Welt vertreten - und immer wieder sind wir alle beeindruckt, was manche Schüler (und manche Eltern....) da alles so auffahren!
Das sieht dann also in der großen Perspektive so aus:

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Europa war diesmal sehr stark vertreten.
Belgien

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Luxemburg, Frankreich, Schweden,

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Deutschland

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Schweiz, Österreich

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Slowakei, Polen, Russland. Und das hier könnt Ihr selber raten 😉

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Weiter geht's mit einem beeindruckenden Tisch über Spanien

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ebenso Italien

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und seeehr viele Leckereien aus Griechenland!

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Griechischer Salat in der "Fingerfood-Version" - auch eine schlaue Idee!

Dann geht es weiter nach Afrika - Joel mit seinem Tischpartner, der Madagaskar bearbeitet hat:

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Fortsetzung im nächsten Beitrag, da zu viele Photos


Und: die Schüler lernen, "Gastgeber" zu sein. Sie sollen nämlich mit ihrem Tischpartner immer klären, dass mindestens einer am Tisch bleibt, und Fragen beantworten kann!

Teil 7930. Juni 2018

Fortsetzung International Day

Weiter geht's hier erst mal mit unserem "spärlichen" Botswana-Tisch (aber es gab auch andere, auf denen wenig stand - die hab ich nur nicht fotografiert) - aber hübsch war er trotzdem, wie ich fand:

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Das ist die "wilde" Version - und hier noch die "moderne" 😄

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Wir hatten rechtzeitig festgestellt, dass Hannes zufällig ein Shirt quasi in "Botswana-Flagge" hat. Das durfte Joel dann ausleihen!

Unser "Pap" mit den Mopane-Wurm-Flaggen, verschiedenen Sorten Biltong und Melone:

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Und falls sich jemand wunderte, dass man die Mopane-Würmer bei uns nur auf dem Papier ansehen konnte, so konnte Joel sie einfach an den nächsten Tisch verweisen, denn neben ihm kam ZIMBABWE und Südafrika, und bei Zimbabwe gavbe es ECHTE Mopane-Würmer!!!

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Na? Appetit gekriegt???

Joel kam am Anfang zu mir uns sagte stolz: "Mum, I tasted a snail!" (Frankreich) - aber er habe sie danach sofort wieder ausgepuckt 🤢
"Dann ist jetzt der Mopane-Wurm dran!", sagte ich. Nun kommen wir doch nicht mehr drum rum, oder?

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Ich nehme einen und teilen durch. Da kommt ein Freund von Joel - dem streckt Joel den halben Wurm hin. Der verzerrt das Gesicht, steckt ihn dann aber herzhaft in den Mund. Kaut, der Gesichtsausdruck ist für uns nicht klar zu deuten. Erst kommt ein: "It's not that bad actully..." - dann kommt etwas später: "Hm. quite oily..... naaa... not too nice..". Ich meine, Joel und ich sollten uns jetzt noch die andere Hälfte teilen. Aber die sind nicht wirklich crisp, und man kann sie nicht einfach durchbrechen. Also sage ich: "Beiß ab! Ich ess den Rest!". Aber das mag er nicht. Also beisse ich ab und streck ihm den Rest hin. Da kann er ja nicht kneifen.... Joel rennt allerdings gleich raus und spuckt es wieder aus - ich kaue und schlucke den Rest. Nicht schlimm. Aber auch nicht lecker... Ziemlich ölige und weich. Und ich gehe schnell zu anderen Tischen und esse einen "Stick" griechischen Salat und eine belgische Praline hinterher! Hilft auch nicht. Also noch schnell nach Haiti und ein "Haiti Fudge", denn das ist schrecklich süß und vertriebt vielleicht alle anderen Geschmackssinne im Mund.
Erst später, als ich im Auto auf dem Heimweg sitze, merke ich, dass mich der seltsame Geschmack irgendwie immer noch verfolgt. Ach - ich hätte mir am deutschen Tisch einen Jägrmeister holen sollen!!!! Chance Verpasst! 🙁 So koche ich mir zu Hause einen starken, schwarzen Kaffee - und der hilft dann auch....

Also, Freunde - ich bleibe dann lieber in Zukunft bei "Plain Pap"! Oder Biltong!

Neben Südafrika folgt noch Nigeria und Kenya

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Und dann hängt noch etwas verloren Canada dran

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Ein Sprung über die Tür, dann folgt die Mittel/Südamerika-Fraktion, die im Vergleich zu letztem Jahr recht spärlich ausfällt. Mit Cuba, Haiti und Brasilien

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Dann geht's hoch auf die Bühne, wo neben einem kleinen, spärlich bestückten Thailand-Tisch v.a. China beeindruckt:

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Die haben sich sogar die Mühe gemacht, und einen kleinen Aussschnitt "chinesische Mauer" gebaut!

Daneben kommen noch Indien und Sri Lanka

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Teil 8030. Juni 2018

Nun sind wir einmal die Runde rum - und kommen quasi wieder bei Belgien an.
Dann gibt es noch die Tische in der Mitte der Halle:
Auf einer Seite der Tafel Neuseeland und Australien

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Und auf der anderen Seite gibt es noch einen kleinen Abstecher in den "Orient" - mit Türkei und Ägypten. Hier gibt es "Turkish delight", Tees, Wasserpfeifen und vieles andere - auch Gebetsteppiche sind auf dem Boden ausgerollt.

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Und besonders gut gefällt mir bei Ägypten die Mumie vor der Pyramide! 😄

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Ich hoffe, dass Euch diese kleine Reise um die Welt gefallen hat, auch wenn Ihr die Gaumenfreuden nicht testen konntet.

Ich grüße Euch zum Abschluss nochmal mit einer Elefantenherde aus Botswana:

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Und dann geht's im nächsten Beitrag wieder weiter im Moremi!

Teil 8130. Juni 2018

Huch! Hier sind ja schon Beiträge von Euch zwischenrein gekommen! Danke!
Esther:
Ich glaube, das sollte "Kaminwurzen" heißen, und gehörte zu Österreich!
Na klar kann man das in europäischen Schulen ebenfalls mache - und es stimmt: es ist dort viele einfacher, da man ja sooo viel Essen und Deko bekommt!
Schwarzwälder Schinken, z.B., der hier auf dem Deutschen Tisch stand - den haben sie garantieret selber im Koffer aus D mitgebracht.... Anderes wiederum fordert sehr viel Einfallsreichtum und Bastel-Einsatz....

Nein, auch hier konnte sich jeder irgendein Land aussuchen- sonst wären wir ja gar nicht zu dieser Vielfalt gekommen!
Und es ist dann super spannend, sich von indischen Mädchen über Italien aufklären zu lassen (vieles, was ich gar nicht wußte), oder Afrikaner, die sich kleiden wie Niederländische "Frau Antje" mit Holzschuhen - ein wirklich lustiges Mischmasch!
Da sich die Kinder ja ein ganzes Term mit ihrem Land beschäftigen mussten (Januar bis Ostern), und ihre Arbeit abliefern, haben sie wirklich nochmal mehr Bezug zu anderen, ihnen ganz fremden Ländern bekommen.
Könnte man ja in Europa mal ins politische "Integrationsprogramm" aufnehmen.... Vielleicht hilft es minimal zur Völkerverständigung...

So, und auch wenn es sehr viel Freude macht, sich mit Euch hier zu unterhalten, so muss ich mich jetzt dem letzten Chaos in unsrem Haus widmen, denn in 2 Wochen war schon der Container da, und am 16. sitzen wir im Flieger - und hier steht und liegt noch ziiiiiemlich viel rum.... 🙄

Teil 8201. Juli 2018

Danke Euch allen!

Deine Beobachtung, Matthias, finde ich interessant!
....dass selbst bei so einer Vorstellung die europäischen Tische alle völlig überladen sind und die afrikanischen eher zurückhaltend.
Vermutlich ist es beides: ein Zeichen unserer Überflußgesellschaft, aber einfach auch, dass es in Europa sehr viel vielfältigeres Essen gibt als auf dem afrikanischen Kontinent. Ob ich nun von Kenya über Tanzania und Malawi bis nach Botswana reise - überall gibt es hauptsächlich Maisbrei mit Beilage, je nachdem, was man sich leisten kann (diverses grünes Kraut, oder selten auch mal Fleisch). Bohnen und Reis - aber das ist als Fingerfood so ungeschickt...

Und Juli, Deine Bemerkung
Wo sind denn auf dem deutschen Tisch die Einladungskarten von Frau Merkel?
gefällt mir sehr gut! 😄 Aber ich äußere mich besser nicht näher dazu, sonst kommen wir hier noch in politische Lagerspaltungen in diesem Bericht.... 😣
Und wie war das mit der Elefantenkuh und dem umgeworfenen Jeep? Hast Du das hier schon erzählt? Wenn ja, wo? Wenn nein, magst Du nicht mal Bericht schrieben??? (dann fahren vielleicht weniger Leute nach Botswana, und die Parks und Campingplätze sind nicht mehr so überlaufen 😄 😛 )

Danke auch allen anderen, für eure Zeilen, und ich freue mich, dass Ihr mitlest!
Antje

Teil 8304. Juli 2018

Danke für alle Bemerkungen!
und ja, Topobär:
.....ist solch ein "International Day" und Dein Bericht darüber Balsam für meine Seele.
für mich ist das Leben in einem "interkulturellen Setting" einfach schön! Facettenreich! Und wir werden morgen (letzter Schultag...) wohl alle Tränen vergießen.... gestern war in der Highschool noch ein kleines AbschlussKonzert, v.a. Jazz, unsere beiden großen Spielen in der Band (Posaune und Euphonium) und hatten letztes Jahr einen phantastischen canadischen Musiklehrer! Und es war eine so schöne Mischung unter den Darbietenden - weiß, schwarz, indisch, "gemixt"...

Nun muss ich Euch leider etwas im Moremi zappeln lassen (aber nun steckt Ihr ja nicht mehr mit uns im Schlamm! 😛 ), denn bis unser Container (nächsten Donnerstag) geladen ist, müssen wir hier nochmal durchstarten und ich kann keine Zeit am Computer verplempern, auch wenn ich da vorhin auf die Schnelle noch ein paar interessante Beiträge gesehen habe (Willi, über Deinen Maasai Freund, und Juli, über Eure Elefantenattacke usw... und Topobär, Dein schon etwas älterer Reisebericht aus Tanzania wartet ach immer noch auf mich, Benni hat ihn schon verschlungen......). ich hab sie mir "favorisiert" und werde das Schmökern nachholen, wenn wieder mehr Luft im Alltag ist! (vielleicht wenn der Container geladen ist, und wir hier ohne Möbel auf dem Boden hocken - dann setze ich mich zu unseren Hunden raus ins Gras mit Computer! 😉

Thank you for bearing with me! 🤪
Antje

Teil 8431. Aug. 2018

Ich melde mich zurück! Denn: „Better late than never!”

Nun hat es länger gedauert, als ich gehofft hatte. Aber bis man so als 6-köpfige Familie zwischen den Kontinenten und interkulturell wieder einigermaßen sortiert ist, dauert es eben doch seine Zeit…. Seit Mitte Juli leben wir erst mal wieder in Deutschland. Äußerlich sind wir inzwischen einigermaßen alltagstauglich, Innerlich – naja, das ist ein weites Feld….. 🙁 🙄 😵
Auch die „Logistik“ funktioniert größtenteils wieder. Wir haben wieder funktionierende Computer, eine Wohnung, und die Kinder gehen wieder in deutsche Schulen, und meistern das bisher tapfer.
Unser Container steht noch in Lilongwe auf Halde, und unsere Hunde in Blantyre auch…. Ob ein baldiger Umzug nach Tanzania möglich wird, ist weiterhin im Unklaren. So machen wir das Beste aus dem, was wir gerade haben. Wir gehören immer noch zu dem privilegierten kleinen Teil der Menschheit auf diesem Globus – das will ich mir immer wieder vor Augen halten!
„The best place to begin is always GRATITUDE!“ 😏 – das habe ich uns groß in die Wohnung gehängt.

Auch wenn ich mich jetzt wieder zurück versetzte nach Botswana im April, empfinde ich Dankbarkeit. Dankbarkeit, dass wir so viele so schöne Erlebnisse haben durften, von denen wir für den Rest unseres Lebens zehren!
Inzwischen ist die Sommerpause fast vorbei, und einige von Euch waren in den letzten Monaten auch in Botswana unterwegs 🤩 🤩 🤩 Andere sind gerade dort (Neid.... 😠 ).
Ich hoffe, dass meine Leser den Wieder-Einstieg hier finden und Ihr nochmal Freude an einer Fortsetzung habt!
Also – los geht’s!

Teil 8531. Aug. 2018

Nach langem Schweigen…… Fortsetzung!

Sonntag, 08.04.2018- Von South Gate über Umwege (Khwai und zurück) zum Mankwe Camp:
Oder: Irrfahrten im Moremi
Oder: Wer laut genug schreit, kriegt manchmal, was er will!
Oder: Hochmut komm vor dem Fall
Oder: Ein verlorener Tag
Oder: Woran misst man, ob ein Tag verloren war?


Ich erinnere nochmal kurz, wo wir vor ca. 2 Monaten stehen geblieben waren: kurz nach unserer „Befreiung“ aus dem Matsch zwischen South Gate und North Gate Im Moremi…..

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Wer den Anschluss nochmal finden will, muss auf Seite 33 gucken – denn danach folgt ein längerer Einschub über Joels „International Day“ an der Schule. So, nun hoffe ich, dass jeder wieder den Faden gefunden hat!

Naja, so sind wir also trotz allem anfänglichen Wunsch der Kinder, „mal wieder so richtig stecken zu bleiben“, auch sehr froh, hier endlich wieder heile draußen zu sein, und setzen unsere Fahrt nach Khwai fort. Nun etwas desillusioniert und mit sinkender Hoffnung, dort Löwen zu Gesicht zu bekommen 🙁 . Inzwischen ist der Tag eben doch schon fortgeschritten…. Und weiter geht es durchs Gestrüpp bei Matschloch an Matschloch....

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Etwa 10 Minuten später treffen wir tatsächlich schon auf’s North Gate – ohne Stecken bleiben hätte der Plan mit dem frühen Aufstehen und dem frühen Game drive am Khwai evtl. tatsächlich funktioniert!
Da ich ja in manchen Eurer Berichte den versteckten Hinweis gefunden hatte, dass es südlich des Khwai Rivers auch sehr schöne Game Drive Wege gibt, fahren wir also nicht durchs Gate, sondern biegen direkt davor rechts ab. Dort kommt man ja gleich durch das North Gate Camp Site – und hier ist es zur Abwechslung mal proppe voll! Alle Plätze belegt, wie uns scheint, und auch noch keiner unterwegs, sondern alle gemütlich beim Frühstück (oder ist das schon NACH deren Morgen game drive???).
Unser Magen meldet sich eigentlich auch so langsam 😮 , aber wir sind hier schließlich her gekommen, um Tiere zu sehen, und wir wollen nicht noch mehr Zeit verplempern, deshalb fahren wir weiter.
Hier ist es allgemein ziemlich matschig, und es ist gar nicht leicht, den richtigen Weg durch die Campsite zu finden, da manche Stellen unpassierbar sind und wir uns um diverse Zelte und Autos zwischen dichten Bäumen schnörkeln.
Dann sind wir durch – vor uns öffnet sich eine kleine Ebene, auf der ein paar Impalas in der späten Morgensonne stehen, und es steigt nochmal die Lust auf Gamedrive!

Ich habe „Maps-me“ auf meinem phone geöffnet und will uns damit einige kleine Wege lotsen. Das ist zwar grundsätzliche eine gute Idee – die Wege finden wir auch alle – nur sind mehrere davon so überflutet, dass wir wieder umkehren. Vor einer laaaaangen Wasserstraße, die uns Ungewisse führt, bleibt Volker stehen, und mein sonst so risikofreudiger Mann sagte etwas genervt: “Ach nö – darauf hab ich jetzt irgendwie keine Lust mehr!“.
Selten höre ich sowas aus seinem Munde angesichts Spaß versprechender matschiger Rough Roads – aber die letzte Aktion hat ihm für heute wohl doch gereicht!? Auch wenn wir trotz letzterer Erfahrung immer noch viel Vertrauen in unseren Landcruiser haben – das ist uns nun doch zu heikel - wir drehen um und wählen einen Weg, der etwas weiter nach Süden führt, etwas weiter weg vom Khwai River.
Wir kurven über matschige Wege durch’s – na, was wohl? Genau: Gestrüpp! Und suchen vergebens mit Argusaugen dasselbige nach irgendetwas Interessantem ab. Hin und wieder mal ein Lechwe oder ein Impala – das weckt zumindest Tabea aus ihrer Trance und sie führt weiter fleißig ihre Liste!
Ich weiß nicht mehr, wie lange wir hier herumkurven, aber es ist wirklich wenig „ergiebig“. Ein wenig Abwechslung bringen uns an einem Matschloch ein ganzer Schwarm von Gänsen, die wir noch nie gesehen haben. Sie stehen aber so im Schatten, dass es für Bilder irgendwie nicht lohnt – oder uns ist heute so langsam der innere „Drive“ abhanden gekommen, so gibt es davon keine. Später in Savuti sehen wir noch mehrere davon, und ich kopiere hier von dort ein echt mieses Bild rein – einfach, damit ihr hier nicht nur Text habt.
Ich weiß nicht mehr, wie diese Gänse heißen, und unsere Bestimmungsbücher stecken nun alle im Container. Vielleicht mag mir einer helfen?

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Doch als dann auch der übernächste Weg, den ich eigentlich mal mehr in Richtung Khwai River nehmen wollte, ebenfalls völlig überflutet ist, geben wir es auf und kehren um. Da hab ich dann immerhin mal hinten aus dem Auto raus geknipst, und das ist alles, was ich Euch bieten kann:

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Wir fahren durch Wasser, und Detour um Detour - manchmal weiß man gar nicht mehr, ob man wieder auf der Hauptstrecke ist, oder noch auf der "Detour von der Detour von der Detour".....
Inzwischen knurrt der Magen ganz mächtig – es ist ca. 10:30, und wenn wir schon keine Tiere zu sehen bekommen 😠 , wollen wir jetzt doch wenigstens etwas zwischen die Zähne kriegen! Dafür aber wünschen wir uns ein etwas schöneres Plätzchen als nur im tierlosen Gestrüpp, und fahren deshalb weiter und weiter – der Magen schreit inzwischen schon unüberhörbar!!! – und endlich sind wir wieder zurück an der offeneren Ebene bei den Campsites, wo am Morgen noch die Impalas gestanden hatten.
Doch Ätsch bätsch – die sind jetzt auch verschwunden (aber nicht etwa, weil die Löwen kamen…)! Aber besser wird’s wohl heute auch nirgends mehr, so machen wir hier endlich eine Frühstückspause. 🤩

Teil 8631. Aug. 2018

Fortsetzung 08.04.2018 - South Gate - Khwai - South Gate - Mankwe:

Wir diskutieren wieder mal das Thema „Aussteigen versus nicht Aussteigen“, aber zum einen brauchen manche Blasen endlich mal eine Erleichterung, zum anderen haben wir diesen Morgen wirklich lange genug im Auto gehockt, und wenn aussteigen, dann hier, wo es etwas weitere Ebene gibt und der Löwe sich nicht direkt hinter dem Auto verstecken kann (es sind kaum Büsche da – erst in etwas weiterer Entfernung). So stehen wir mit unseren Müslischalen ums Auto herum und fragen uns bei näherndem Motorengeräusch, ob wir jetzt Ärger bekommen – aber der Touri-Jeep fährt unbeeindruckt an uns vorbei.

Dann höre ich erneut Motorengeräusche – und diese klingen jetzt heulend – von der Straße aus, in der wir anfangs gleich umgekehrt sind, weil es nur noch Wasser gab… da wird doch nicht einer stecken? Ich schlage vor, hin zu fahren, denn vielleicht braucht jemand Hilfe – aber Volker meint kurz danach, nichts mehr zu hören und wir bleiben sitzen. Etwa 20 min. später kommt von dieser Richtung ein sehr vermatschter Hilux angefahren. Und wir treffen einander wenige Minuten später an den Abolution blocks vom Camping ground (wir mussten die Müslischalen doch noch abspülen 🤪 – und Volker wollte auch noch ein bisschen mehr von seinem Schlamm an den Beinen los werden…).
Wir kommen schnell ins Gespräch, und auf meine Frage, wie es gehe, antwortet er etwas müde und genervt: „Well, we gut stuck and just spent 30 minutes to get out oft he mud. The bad thing was: we knew that lions are around. We could hear them half of the night around the camp, and some others, who went on game drive at 6 a.m. saw them on the plains where you had your break! We didn’t see them, but they must be around quite close somewhere in the bush..…”

Nun fühle ich mich etwas schlecht, dass wir doch nicht hingefahren sind – mit unserer Winde hätten wir ihm einiges an Buddeln erspart. Aber er nimmt’s nicht böse, und wir kommen ins Gespräch. Ein Ehepaar mit Teenager-Sohn – und es stellt sich heraus, dass er in Malawi aufgewachsen und auf die selbe High-School gegangen ist wie Johannes und Benjamin! Nun haben wir einander viel zu erzählen – aber eigentlich müssen wir alle los. Denn wir wollen ja wieder zurück zum South Gate und unsere Zelte abbauen und dann weiter bis ins Mankwe – und unsere neuen „Freunde“ wollen heute noch über South Gate nach Maun.
Wir starten kurz hintereinander und fahren quasi gemeinsam die Strecke bis South Gate. Das ist ganz gut – denn es gab schon einige brenzlige Stellen. Diesmal darf ich mich an den Matschlöchern freuen, die größtenteils ja auch wirklich Spaß machen:

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Doch wir sind alle müde von diesem ziemlich unnötigen Gekurve an diesem Vormittag, und so hält sich die Freude beim 200. Matschloch in grenzen. Immerhin hatte Volker das schlimmste davon, nachdem unser Auto geborgen war, gleich noch am anderen Rand abgelaufen, um sicher zu stellen, wie wir wieder zurück kommen. Dort war es (obwohl es schlimm sumpfig ausgesehen hatte) am Ende doch sehr flach, und zurück kamen wir ohne Probleme!

Ich weiß nicht warum – aber kurz vor South Gate durchzuckt mich der Gedanke: „Was, wenn jetzt am Camp Elefanten oder andere Tiere sind, und wir gar nicht aussteigen und die Zelte abbauen können???“. Schnell verwerfe ich ihn wieder als unnötigen Pessimismus. Doch was sehen meine Augen da???
Direkt am Campsite ein großer Elefant, der genüsslich von den Bäumen mampft!

Die Straße macht ja einmal eine Kurve zum South Gate und wieder zurück auf den Campingplatz – so fahre ich quasi einmal um ihn herum. Er ist wirklich nahe an unseren Zelten, bewegt sich aber, als wir kommen, bereits wieder langsam fort. Etwas zu spät hole ich den Fotoapperat, so dass Ihr ihn hier auf dem Bild nur noch erahnen könnt. Wer findet ihn noch?

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Das Auto erzählt die Geschichte diesen Vormittages auf seine eigene Weise. Weiß ist es jedenfalls schon lange nicht mehr:

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Es ist nun mittags – wir bauen Zelte ab und essen noch was Schnelles. Manch einer genießt die „Aussicht“ vom Autodach aus.

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Immerhin: wir finden South Gate wirklich ein sehr schönes Plätzchen!

Unser Freund, der verrückte Hornbill, ist wieder da, und hackt – wohl immer noch nach einem Partner suchend- wieder wie wild auf unseren Seitenspiegel ein!

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Immerhin ein klein wenig Abwechslung – ein Elefant (Yeahhh!) und ein Hornbill – was für ein ereignisreicher Tag!
Wenn Ihr hier nun etwas Sarkasmus raushört, wird das wohl nicht ganz verkehrt sein. Aber wappnet Euch – der Mist and diesem Tag ist noch nicht vorbei!!! Und das Schlimmste an dem Ganzen ist, dass wir selber uns das meiste davon eingebrockt haben!
Aber hinterher ist man immer schlauer und kann tolle Ratschläge erteilen….. Rückblickend hätten wir diesen Tag anders gestaltet. Aber so ist das eben im wahren Leben manchmal!
Noch wissen wir von der nächsten Pleite jedenfalls noch nichts – blicken in den blauen Himmel und denken uns:
Jetzt kann’s eigentlich nur noch besser werden!

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Teil 8702. Sept. 2018

Schön, dass wieder einige mit an Bord sind - egal ob "erkennbar" oder auch "still und heimlich". 😉
Dass ich jetzt mit diesem etwas "langweiligen" Tag wieder einsteigen muss, ist vielleicht nicht ganz so inspirierend wie bisher - ich hoffe, dass dennoch viele diese Fortsetzung nochmal finden und sich nicht langweilen. Es hat mir nämlich wirklich Freude gemacht, wie Ihr Anteil nehmt - da macht das ganze einfach nochmal so viel Spaß!
Heute schaffe ich eine weitere Fortsetzung nicht mehr - aber ich denke, dass ich jetzt wieder regelmäßiger etwas Zeit im Forum verbringen und auch meinen Bericht zügig fortsetzen kann.

Danke, Maddy, für die Gänsebestimmungshilfe! Ja, nun erinnere ich mich: in unserem Buch stand "Comb Ducks".
Ob das nun allerdings der alte oder der neue Name ist, vermag ich auch nicht zu sagen 😊

Bis hoffentlich spätestens Dienstag!
Antje

Teil 8803. Sept. 2018

Schön, Doro und Conny, dass Ihr auch wieder dabei seid!
Tja, und Conny: nun hast Du mich sogar mit Eurem Botswana-Bericht überholt - ich sehe, er ist schon am Ende! Und ich habe es gar nicht mehr geschafft, alles mit zu lesen! Das werde ich aber gewiss noch nachholen! 😉
Dass der Civet Euch ebenfalls im South Gate besucht hat, finde ich wirklich lustig und freut mich zu hören!
So, und nun soll's weiter gehen mit unserem Frust-Fahr-Tag.... (klingt wirklich sehr spannend 😣 ... ich glaube, es lesen nun doch nicht mehr viele mit 🙁 )

Teil 8903. Sept. 2018

Fortsetzung Sonntag 08.05.2018 - Von South Gate zum Mankwe:
Untertitel: Irrfahrten im Moremi…..


Um wieviel Uhr wir uns dann endlich von South Gate verabschieden, weiß ich nicht mehr so genau. Jedenfalls mussten wir nun „nur“ noch bis zum Mankwe Camp.
Das Mankwe wird hier im Forum selten erwähnt, und freshy hatte mich auch vorgewarnt, dass es nicht sehr schön sei. Aber wir brauchten einfach eine Übernachtungsmöglichkeit möglichst nahe an Mababe, da wir den nächsten Tag in einem Rutsch über Savuti bis nach Kavimba/Mwandi View wollten.
Vermutlich hätte ich auf die Empfehlungen mit Magotho, Dizhana oder Dijara eingehen sollen. Wobei ich von Dijara keine Antwort erhielt – und ehrlich gesagt auch ein wenig Bammel hatte, da es dort meist Löwen gibt. Auch wenn wir schon paar mal unter Löwen gezeltet haben und ich grundsätzlich auch glaube, dass sie einen in Ruhe lassen, war mir das mit Bodenzelten und unseren Kindern, die nachts aufs Klo müssen, irgendwie nicht wohl zumute in einem Camp, wo man von vornehinein schon mit Löwen rechnen muss.
Naja – selber schuld, kann man sagen, dass wir sie dann auch nicht gesehen haben… 🤨

Jedenfalls hatte ich Mankwe dann eben wegen der Route rausgesucht – denn den Karten nach sieht es eindeutig so aus, dass man von etwas nördlich des South Gate eine schnurgerade Straße nach Osten nehmen kann, und dann in der Nähe vom Mankwe auf der Verbindungsstraße zwischen Maun und Mababe wieder passend raus kommt.
Hier mal die dazugehörige Karte:

KarteMankwe.jpg


Soweit also unser Plan.

Wir hatten auch auf der Fahrt zwischen South Gate und North Gate nach diesem Abzweig geschaut, ihn auch gefunden und die schnurgerade Straße gesehen. Also dachten wir, sollte es nun auch ein Leichtes sein, hierüber bis ins Mankwe zu kommen.

Wir fahren also frisch gepackt von South Gate wieder auf die selbe Straße nach Norden, die wir heute schon zweimal gefahren waren, und biegen dann auf den Sandweg nach rechts ein. Und so sah’s hier aus:

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Eigentlich waren wir jetzt alle wieder recht fröhlich – der Stop in South Gate hatte uns gut getan. Das Wetter ist wunderschön, und es stehen auch ab und zu Impalas neben der Straße. Auch die Hinterlassenschaften der Elefanten lassen uns wissen, dass es hier nicht nichts gibt!
Zu keiner Zeit kommen wir auf die Idee, dass dies die falsche Straße sein könnte – denn der Abzweig war eindeutig an der passenden Stelle, und diese absolute Gerade ist eigentlich auch eindeutig.

Nach einer guten Stunde allerdings fahren wir auf ein Ranger’S Camp zu – das verwirrt uns doch sehr 😮 🤨 . Eigentlich sollten wir hier doch einfach auf eine große Sandpiste treffen!??? Dazu kommt, dass hier ein Schild steht, dass der Zutritt nur für Ranger gestattet sei. Aber: es gibt hier ja keinen anderen Weg, als nur den zurück. Und das macht ja nun absolut gar keinen Sinn…. Von meinem Mann ermutigt, fahre ich einfach mal ganz selbstverständlich durch das Camp, wo uns einige Kinder zuwinken.

Unser Joel ruft: „Das ist South Gate! Das ist das Camp, wo Tabea und ich in South Gate abends Feuerholz geholt haben!“. Ich sage vollster Überzeugung: „Joel, das KANN gar nicht sein. Wir sind ja in eine völlig andere Richtung gefahren. Vielleicht sieht es einfach ähnlich aus!?“.
Ich versichere Euch: ich habe einen außergewöhnlich guten Orientierungssinn, der mich eigentlich selten im Stich läßt! Das ist wirklich ernst gemeint – und Volker und ich sind da gemeinsam normalerweise ein unschlagbares Team. Nur heute sollte irgendwie nicht „normalerweise“ sein….

Joel ist völlig überzeugt und sagt mit Nachdruck: „Doch, Mama, das ist DAS Camp! Da haben wir dann doch abends den Civet gesehen, der von hier zu unserem Platz lief. Ich erkenne sogar die Kinder!!!“
Ich begreife das alles nicht, halte Joel eigentlich sonst für sehr fähig, aber DAS kann nun wirklich nicht sein! 🤪

Wir fahren durch das Camp, ohne dass sich irgendwer an uns zu stören scheint, und landen auf einer Sandpiste – na bitte!
Aber: es passt ganz und gar nicht. Denn rechts von uns sehen wir DAS da:

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Wir können aus der Ferne noch nicht erkennen, welches Gate das sein soll – aber auf jeden Fall macht IRGENDEIN Moremi Gate hier überhaupt gar keinen Sinn, und in meinem Kopf schwirrt es! Volker geht es nicht anders. Und Joel schreit die ganze Zeit: „Das IST South Gate! Sag ich doch die ganze Zeit!“
Ich versuche, die Karten in meinem Hirn hin und her zu drehen, aber es will einfach keinen Sinn machen! Also fahren wir mal auf das Gate zu, um zu sehen, was da dran steht. Ich denke, ich träume – aber es steht wirklich „South Gate“ dran.

Ich kann gar nicht beschreiben, wie sich das anfühlt: irgendwie zwischen kurz vor in Ohnmacht fallen, einen sehr schlechten Traum haben, oder sich im Malaria-Fieberschub befinden….. 🤢 😵 😣 🙄
Das Ganze will und will sich weder in meinem noch in Volkers Kopf entknoten.
Wir ziehen meinen Ausdruck der Tracks4Africa-Karte hervor, wo dieser Ausschnitt drauf ist. Nun macht es zwar langsam Sinn – aber wir können immer noch nicht glauben, was wir hier zusammen gefahren sein sollen:
Da gibt es tatsächlich eine weitere schnurgerade Straße von dem selben Abzweig an, nur dass diese zweite Straße nicht nach Osten, sondern in scharfem Winkel wieder zurück nach Süden läuft und quasi die ganze Zeit parallel zwischen der North-Gate und South-Gate Verbindung verläuft (s. Karte oben).
Jaja, lacht ihr nur! Es ist mir ja super peinlich, das hier zuzugeben 😊 , aber da haben wir wirklich riesen Mist gemacht! Und das nachdem wir schon den ganzen Vormittag für nichts herum gekurvt waren! Und außerdem wollten wir diese Querverbindung fahren, um uns Strecke zu sparen – und nun waren wir mit der Kirche ums Dorf gefahren, nur um am Ende ZUSÄTZLICH doch noch die längere Strecke von South Gate zurück Richtung Maun und dann von viel weiter südlich hoch zum Mankwe zu fahren…..

Bis Volker und ich klar kriegen, wie das passieren konnte, braucht es noch einige Zeit. So langsam dämmert uns, wie es gelaufen war, und warum wir keine zweite schnurgerade Straße gesehen hatten: auch die Kinder erinnern sich and diesen Abzweig:
Wenn man von Süden kommt, muss man ja rechts rein ins Gebüsch. Dieser Weg ging nicht im 90-Grad Winkel (wie erwartet), sondern etwas schräg nach NordOsten. Dann aber kam sofort nach ca. 20 Metern noch ein Abzweig, und da ging es nur schräg rechts. Links und geradeaus war gesperrt, bzw. nur Gebüsch. So fuhren wir in der Annahme, dass dies die Straße sein muss, zumal sie sich sofort als so schnurgerade präsentiert. Und es waren ja auch Reifenspuren zu sehen gewesen, so dass wir uns in Sicherheit wähnten, und nie auf die Idee kamen, mal auf einen Kompass zu gucken…. Da es noch früher Nachmittag war, und wir nur niedriges Büsche um uns gehabt hatten, haben uns auch keine anders als erwartet verlaufenden Schatten irritiert.
Anscheinend also war die Straße, die wir wollten, so mit Büschen zugewachsen, dass uns gar nicht aufgefallen war, dass dort eigentlich zwei Straßen abbogen – und es die, die wir wollten, gar nicht mehr gab. Und dass wir nochmal so deutlich nach rechts (und damit zurück nach Süden) gebogen waren, war uns in dem Abzweige-Wirrwarr auch nicht aufgefallen. Wir hatten also die interne Ranger’S Road erwischt!

Ganz nebenbei: die würde ich wieder nehmen – sie war nämlich viel besser als die offizielle Straße zwischen South Gate und North Gate! Eigentlich hatte es uns dort recht gut gefallen! 😄

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Nun ja – quengeln hilft ja nicht. Und Volker und ich müssen vor unseren Kindern eingestehen, dass wir hier nun völlig falsch lagen – dass Joel sehr wohl richtig lag mit seinem bekannten Ranger’s Camp. Und dass wir nun eben NOCH länger unterwegs sein werden. Das scheint die Kinder weniger zu stören als uns. Und mit einem tiefen Seufzer machen wir uns erneut auf den Weg nach – hoffentlich diesmal Mankwe. 😎

Teil 9004. Sept. 2018

Schön, von Dir zu hören, Bele!
Danke für Dein Beileid - aber man darf sich jetzt auch nicht von diesem einen Tag das Ganze vermiesen lassen. In meinem Bericht zuvor war ja nun wirklich auch genug sehr Schönes dabei! So z.B. neben der Chobe River Cruise und dem elefantenreichen Boteti River dann später im Moremi v.a. die Schleife zu den Black Pools. Dieser Tag jetzt war nun einfach einmal unter "gänzlich erfolglos" zu verbuchen, und wenn ich hier schon berichte, soll auch dieser Teil authentisch und nicht "schön geredet" sein! 😏
Aber: der Tag danach weiter nach Norden hat das ganze dann auch wieder wett gemacht!
Doch psssst 😗 - noch sind wir dort nicht!

Teil 9106. Sept. 2018

Da habt ihr schonmal einen echten Botswana-Kenner dabei und dann glaubt ihr ihm nicht
Haha! Matthias! Das hast Du schön gesagt!!! Schande auf unser Haupt! 😗
Allerdings hat er das ja auch erst gesagt, als wir durch's Camp fuhren... und leider nicht, während wir auf der falschen Straße waren. Insofern hat's am Ende auch nichts mehr geholfen. Aber ich muss schon zugeben: mich hat es nochmal nachdenklich gemacht, dass wir manchmal tatsächlich so sehr von uns selbst überzeugt sein können (und zwar nicht aus Überheblichkeit - sondern einfach, weil man wirklich meint, man läge richtig!), dass wir uns einfach nicht vorstellen können, dass der andere vielleicht wirklich Recht hat.... 😊

Und jetzt muss ich schnell Bilder durchschauen, damit wir ENDLICH zusammen ins Mankwe kommen!!!! 😎

Teil 9206. Sept. 2018

Sonntag 08.05.2018 South Gate, Khwai und Mankwe – Fortsetzung die X. ….


Uuups - fehler - er hat keine Bilder übernommen! Folgt hoffentlich in Kürze!

Es fuinktioniert mit den Bildern gerade nicht! Von daher versuche ich es später noch einmal!

Teil 9306. Sept. 2018

Nach Chrigus Meldung, dass Bilder hochladen wieder funktioniert, hier also der nächste Versuch:

Sonntag 08.04.2018 South Gate, Khwai und Mankwe –Irrfahrten- Fortsetzung die X. ….

Der Rest des Tages verläuft nun tatsächlich recht unspektakulär! Von South Gate fahren wir die uns durch die Anfahrt bekannte Straße erst mal wieder zurück Richtung Maun.

Diese Strecke ist auch diesmal wieder recht tierreich – wir sehen Impalas, Zebras und auch einige Elefanten.
Zwischendurch auch mal einige Vogelstrauße. Insgesamt nichts, was uns vom Hocker haut – und Zeit zum Anhalten und Bilder machen haben wir nicht mehr wirklich, denn wir möchten doch gerne vor Sonnenuntergang ankommen, und sehr schnell kommt man auf dieser ausgefahrenen, von tiefen Mulden durchsetzten Straße nicht vorwärts. Deshalb fällt die Bebilderung hier auch etwas spärlich aus. Aber es tut uns gut, endlich nicht nur Straße (mit oder ohne Wasser) und Büsche zu sehen!!!

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Ich mogele jetzt etwas, damit hier mal wieder einige schöne Bilder rein kommen. Die meisten davon sind nicht von dieser Strecke – evtl. fällt es Euch auf. Aber zum einen HABEN wir da wirklich Tiere gesehen (sie nur nicht fotografiert), zum anderen kann man sich auch ruhig an einem solchem Tag ins Gedächtnis rufen, wie vielfältig unsere Reise bisher dennoch gewesen ist:

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Ich habe soeben mal wieder in Tabeas Statistik-Buch geschaut. Denn das wird wirklich bis zum Ende der Reise geführt – zwar nicht „fein säuberlich“ 😊 🙄 , aber doch hilfreich 😏 :

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Und siehe da: manche Wahrnehmung trügt wohl – denn wir haben an diesem 08.05.2018 doch tatsächlich MINDESTENS (weil nicht alles notiert) folgendes gesehen:
Frankolin: 28
Monkey: 3
Hornbill: 23
Squirrels: 16
Zebra: 13
Waterbuck: 3
Male Impala: 19
Dik-Dik: 2
Comb Duck: 8
Giraffe: 9
Eagle: 1
Elephant: 16
Male Ostrich: 2
Female Ostrich: 2
Langeweile und Zeichnungen: diverse

Mankwe-Impala1.jpg


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Zur allgemeinen Ermunterung ziehe ich unterwegs noch das letzte Stück deutsche Salami hervor (das uns jemand nach Malawi mitgebracht hatte), was allgemeine Begeisterung auslöst! 🤩 Und in der Not schmeckt die Wurst bekanntlich auch ohne Brot!!! Und heute ist definitiv eine Not! (wenn auch keine Hungersnot… so kann Salami auch mal Abhilfe bei Frust schaffen!).
Es ist doch gut, wenn Mama immer noch ein paar Trümpfe parat hat….. 😎

Auf der Hauptstraße zwischen Maun und Mababe angekommen biegen wir nach links ab. Hier ist die Piste sehr breit und gut zu fahren! Kurz vor Mankwe hören wir eine Elefantenherde tröten, bekommen sie aber nicht zu Gesicht. Weit können sie jedoch nicht sein!?

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Der Abzweig zur Mankwe Lodge ist eindeutig gekennzeichnet – nun geht es noch ein ganzes Stück weit einen kleinen ziemlich sandigen Weg ins Gebüsch, und dann heißt es endlich: doch noch angekommen!

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Teil 9406. Sept. 2018

Mankwe Lodge - Camping Platz:

Wir scheinen die einzigen Gäste zu sein – werden aber recht freundlich begrüßt. Während Volker In einem großen Zelt, das als Reception dient, einige Formulare ausfüllt, spaziere ich mal zwischen den kleinen, recht hübsch gebauten Hütten herum. Wenn Mankwe so schlecht bewertet wird, will ich mich doch wenigstens mal umschauen und mir eine Meinung bilden:

Also, die Anlage an sich gefällt mir und den Kindern eigentlich recht gut. Es ist im Busch gelegen, macht einen rustikalen, aber sauberen Eindruck. Das entspricht uns erst mal (ich mag pompöse Lodges nicht). Die kleinen 2-Bett-Hütten sind recht neu gebaut und blicken in eine etwas lichtere Ebene. Der einst abgebrannte kleine Pool ist wieder hergerichtet, und dazwischen schlängeln sich hübsche, von Solarlampen gesäumte kleine Schotterwege. So auf den ersten Blick kann ich nicht meckern. Jedoch kann ich weiter nichts zu der Lodge sagen, da wir dort ja auch keinerlei Essen zu uns genommen haben.

Dann werden wir zu unserem Campingplatz geschickt, der (wie zuvor auch von freshy bemerkt) ziemlich weit von der Lodge entfernt liegt. Man fährt den Sandweg wieder zur Hälfte zurück Richtung Straße (den Abzweig zu den Campingplätzen hatten wir vorher schon gesehen, mussten aber zur Anmeldung ja bis zur Lodge fahren).
Schlecht ist auch das auf den ersten Blick nicht: im Gebüsch tut sich ein größerer Sandplatz auf, in dessen Mitte einige größere, schlanke Bäume stehen. Ein Wassertank steht in einem Baum (man hatte uns gesagt, wir müssten dort den Hahn öffnen – und bei Verlassen des Camps bitte auch wieder schließen). An der Feuerstelle hat man uns eine ordentliche Portion Holz hingelegt.
Bald wird die Sonne uns verlassen, und so bauen wir flink Zelte auf!

Mankwe-Camp.jpg


Die Dusch- und Toilettenörtlichkeiten begeistern die Kinder anfangs: die Eimerdusche sieht abenteuerlustig aus – und entpuppt sich am Ende auch als „abenteuerlich“…. Im Bild hinten mit Planen abgehängt zu sehen)

Neben dem Waschbecken kriecht an der Wand eine hübsche grünliche dicke Raupe.
Erst später zu Hause dämmert mir: DAS war ein Mopane-Wurm!!! Und ich bereue, ihn nicht fotografiert zu haben!
Als ich das den Kindern sage, meint Benni: „Ja klar!!!! Wieso sind wir da nicht drauf gekommen!? Auch die Bäume dort hingen voll davon!“
Andrerseits bin ich nicht böse, dass uns das dort nicht klar geworden war – sonst hätte Joel sie in eine Tüte vom Baum geklaubt und einige Tage später hätten wir uns im Auto über einen penetranten Geruch gewundert…. 🤢 😵

Das Klo stinkt in einem Radius von mindestens 10 Metern, und zeigt die Hinterlassenschaften der letzten Camper…. 🤢 😣 Wir drehen den Hahn des Tanks auf, aber die Klospülung gibt nicht viel her. Ich fülle zwei bereit stehende Blecheimer mit Wasser und spüle kräftig nach und putze erst mal Klo. Nun kann man das Ganze wenigstens wieder benutzen.
Also – das sind gleich mal zwei Minuspunkte: dass man es nicht mal fertig bringt, für angemeldete Camper die Toiletten ordentlich bereit zu halten, nachdem die Angestellten nun wirklich gerade nicht unter Überlastung zu leiden haben….
Ich gönne mir noch schnell eine Eimerdusche – nachdem ich die Sackkonstruktion auf eine für mich passende Höhe gebracht und den Sack mit ordentlich Wasser gefüllt habe, funktioniert das Ganze auch einigermaßen – aber was ist denn mit dem Wasser los??? Ich fühle mich an, als hätte ich das gesamte Duschgel über mich gekippt – ekelig schmierig. Und salzig schmeckt es noch dazu! Nur mit viel Mühe kriege ich diese Schmiere wieder einigermaßen von meiner Haut. Aber ein klein bisschen erfrischt fühlt es sich trotzdem an!
Als die Kinder später duschen wollen, krampfen wir eine Weile herum, bis das Ding endlich auf einer für sie brauchbaren Höhe hängt, aber obwohl der Sack neu gefüllt ist, kommt irgendwie nur noch tröpfchenweise Wasser raus. Ich suche den Sack nach toten Spinnen oder Käfern ab 🤨 – vielleicht hat ja was das Ding verstopft? Kann aber nichts finden. Joel ist aber bereits von Kopf bis Fuß eingeschäumt! Ich kippe mehrere Eimer Wasser über ihn – er bleibt ein eingeseiftes Etwas 😄 , wir nehmen es mit Humor und benutzen hier erstmals zum Zähneputzen nicht das Wasser aus dem Hahn!!!
Auch zum Kochen der Nudeln verwende ich diesmal unser Trinkwasser aus den Kanistern. Bis morgen abend wird unser Vorrat sicher reichen.

Wir sind nicht unfröhlich – der Platz an sich gefällt uns. Die Abolutions haben wir einfach unter „ekelig“ abgehakt, aber die Feuerstelle lädt uns noch zu einem gemütlichen Abend ein. Die Kinder sammeln noch kleines Feuerholz – es liegt genug abgerissenes Trockenes im Gestrüpp. Es sieht aus, als wären hier regelmäßig Elefanten am Werk! Wir hören sie auch immer wieder in der Ferne.

Lange sitzen wir heute noch gemeinsam ums Feuer, schauen in die tanzenden Flammen, hören dem knisternd Geschichten erzählenden Feuerspiel zu und wagen kaum über unsere Hoffnungen und Befürchtungen für den morgigen Tag zu sprechen:
wir wollen in einem Rutsch über Savuti hoch zum Chobe – bei Kavimba habe ich im „Mwandi View“ eine Campsite gebucht. Einerseits freuen wir uns auf diese „legendäre“ Strecke – andererseits wissen wir nicht, was uns erwartet an Straßenbeschaffenheit. Und von dem heutigen Tag doch ziemlich desillusioniert fragen wir uns, ob es evtl. hauptsächlich ein langweiliger, langer Fahrtag werden wird?

Und was bleibt nun von diesem Tag?

Das Beste - da sind wir uns alle einig - war noch das Stecken-Bleiben!!! 🤩 🤩 🤩
Sowas sagt man aber nur, wenn alles gut ausgeht! Wenn’s Auto absäuft oder es „tierische“ Zwischenfälle gibt, sieht sowas sicher schon wieder anders aus….

Der Khwai - tja, vermutlich schlechte Reisezeit, da man bei dem vielen Wasser viele Weg nicht abfahren konnte. Ob wir nördlich des Khwai mehr gesehen hätten, bleibt zu bezweifeln, von dem was andere Camper uns so berichteten. Es würde mich allerdings wirklich reizen, diese Gegend nochmal in der Trockenzeit zu besuchen!

Was hätten wir anders machen können?
Eine bessere Wahl wäre gewesen, morgens gleich um 6 nicht zum Khwai hoch, sondern nochmal eine ausgiebige Schleife um die Black Pools zu fahren. Ich glaube, das wäre lohnenswert gewesen! Dann hätten wir einen schönen Abend-Drive um die Black Pools und einen schönen morgen-Drive dort hin gehabt. Wir hätten dann immer noch mittags am South Gate die Zelte abbauen und weiter fahren können. Hier wollten wir vermutlich einfach zu viel verschiedenes sehen.

Es liegt also, wie so oft im Leben, bei jedem selbst, wie man einen Tag abschließend beurteilt.

Man könnte diesen gesamten Tag wohl getrost als “Griff ins Klo“ bezeichnen.
Ich persönlich verbuche ihn lieber unter: „Lebenserfahrung“! 😉

Teil 9506. Sept. 2018

Annick - die Bilder des springenden Impalas sind als einzige "richtig" gemogelt - denn sie stammen aus Malawi - genauer: Majete Park, am Shire-Fluß Ufer, wo wir kurz nach Botswana bzw. vor unserer Reise nach Deutschland noch einen Familien-Abschluss-Tag gemacht haben. Ich habe mir erlaubt, sie hier rein zu nehmen, weil ich Euch nicht noch länger mit Bildern von Straßen und unserem Landcruiser anöden wollte... Und da wir and diesem Tag durchaus Impalas gesehen hatten (nur sie nicht fotografiert haben), habe ich mal in meiner "Bilder-Kiste" gestöbert.
Ich hoffe, das stößt jetzt nicht sauer auf - aber ich hab ja gleich dazu geschrieben, dass ich diese paar Bilder von anderen Orten zusammengeklaubt habe..... (wobei die meisten aus dem Moremi sind, und die weiteren von anderen Botswana-Orten dieser Reise)

Ansonsten gehören in diesem Bericht alle Bilder auch da hin, wo sie stehen.
So, das kurz zur vervollständigenden Erläuterung.
Und jetzt muss ich noch lesen, w as Du weiter von Malawi geschrieben hast, nachdem Deine Bilder sich nun auch wieder einstellen ließen! 🙂
Gruß,
Antje

Teil 9608. Sept. 2018

Also Antje, Literaturwissenschaftler nennen das, was Du hier betreibst, euphemistisch " retardierendes Moment". Ich nenne es schlicht Cliffhänger
Liebe Friederike - nun gebe ich mir alle Mühe, das retardierende Moment etwas zu beschleunigen und den langweiligen Tag weit hinter uns zu lassen! 😛
Lillytrotter, Matthias und Ingrid - wie schön, dass Ihr auch noch weiter mit fahrt! Bei dem derzeitigen Angebot an schönen Reiseberichten ja nicht selbstverständlich, dass Ihr Euch nach meiner langen Pause nochmal mit einhängt!
Und Conny:
Mir ist bei unseren Bildern auch aufgefallen , daß wir manchmal gar keine gemacht haben. Was will man auch den 100 Elefanten ablichten, wenn man doch schon 99 hat .
Danke für Dein Lob an die springenden (malawischen) Impalabilder. Und mit den Fotos: manchmal möchte ich auch einfach den Moment genießen, und nicht immer mit der Kamera beschäftigt sein! 😐
Also, weiter geht's wieder zurück nach Norden!

Teil 9708. Sept. 2018

Montag, 09.05.2018:
Von Mankwe Camp über Savuti nach Kavimba (Mwandi View an den Linyati Flood plains):

Untertitel: Es müssen nicht immer Löwen sein.....

Wir stehen mit Morgengrauen auf und haben alle wieder neuen „Safari-Entdeckergeist“ in den Gliedern! So schnell lassen wir uns das nicht einfach verderben!!! 😛
Und: wir werden heute auch tatsächlich dafür „belohnt“!

In der Nacht hatten wir Besuch einer größeren Elefantenherde – möglicherweise die, die wir am Abend gehört hatten? Jedenfalls war ich öfters wach gelegen und hatte dem Knacksen in den Büschen und Bäumen um uns herum gelauscht. Immer wieder fasziniert mich das leise, dumpfe Geräusch, wenn diese Riesen sanft ihre Füße auf den Boden setzen!
Ab und zu halte ich die Luft an – denn die grauen Freunde sind SEHR nah neben unseren Zelten, und ich hoffe inständig, dass sie nicht Äste über den Zelten abbrechen (im Ruaha-Park in Tanzania landete einmal ein dicker Ast mit einem lauten RUMS auf unserer Blechhütte - glücklicherweise nicht Zelte…). Oder dass eins der Kinder gerade dringend aufs Klo muss….

Ich krieche also morgens aus dem Zelt um mal nach „Beweisen“ zu schauen – denn ich bin meist die einzige, die nächtlichen Wildtierbesuch wahrnimmt, und alle meine Familienmitglieder meinen dann immer mit einem mitleidigen Lächeln, dass ich eine tolle Phantasie oder lebhafte Träume hätte! 😵
Dabei sieht die Wahrheit ganz anders aus: alle anderen sind mit einem viel besseren Schlaf gesegnet als ich! Warum versteht mich denn keiner??? 😮
Vor vielen Jahren – da war ich mal mit meinem Mann und meinem jüngeren Bruder in Kenya unterwegs – hatte ich nachts im Tsavo eine wirklich schlaflose Nacht, weil die Dickhäuter um das kleine Zelt herum sämtliche Bäume abzureißen drohten! Ich traute mich kaum, zu atmen – so viel Schiß hatte ich…. Aber die Herren in meinem Zelt schien das alles nicht zu stören.
Am nächsten morgen darauf angesprochen fragt mein Mann nur verschlafen: „Welche Elefanten?“, und mein Bruder meint mega relaxed dazu nur: „Ooch – ich hab die auch gehört. Und mich umgedreht und gut weitergeschlafen!“ 😠
Grrrrr! Warum kann ICH weder das eine noch das andere??? 😈 😈

Ah – aber OH Wunder! Diesmal kriege ich sogar Unterstützung von meinem Mann, der sie auch neben den Zelten gehört haben will! Und den Kindern kann ich immerhin die Fußabdrücke im Sandweg rund um die Zelte zeigen!

Die beschweren sich nun, dass ich sie demnächst wecken soll, wenn nachts Tiere da sind. Ja – wozu das denn? Damit sie mal aus dem Zelt gucken und Guten Tag sagen können???

Wir verfolgen also gemeinsam die vielen Fußstapfen, und Tabea hat ihren Spaß daran, mal ihren zarten Fuß mit dem unserer grauen Freunde zu vergleichen:

Mankwe-fuß.jpg


Papa zeigt den Kindern noch, wie man aus der letzten übriggebliebenen Glut nochmal ein ordentliches Feuer wiederbeleben kann (ich meine, es ist ja sooo kalt hier, dass wir dringend heizen müssen….). Aber alle Pyromanen kommen damit nochmal auf ihre Kosten, während ich mir meinen Kaffee koche:

Mankwe-Kaffee.jpg


Wir schlabbern noch alle ein Schälchen Müsli (Brot gibt es erst wieder ab Kasane), packen die Zelte ein, hinterlassen die wunderhübschen Abolutions in besserem Zustand 😉 als angetroffen 🤢 und drehen auch noch wie gebeten den Hahn des Wassertankes wieder zu. Vielleicht geben die Camper nach uns dem Mankwe dann einen Stern mehr als wir….

Bald brettern wir wieder auf der Sandpiste Richtung Mababe gen Norden. Aber wir sind aufmerksam genug, um wegen der Straßenüberquerung eines anderen kleinen Verkehrsteilnehmers anzuhalten und uns an diesem so ganz anderen Tier zu erfreuen:

Mankwe-Mababe-Schildkröte.jpg


Die Kinder haben ihre helle Freude daran, und wollen gar nicht weiter fahren! Herrlich! Ich freue mich immer wieder darüber, dass sie sich an jedem Lebewesen, egal welcher Art, so ergötzen können!
Und als wir wieder ins Auto steigen, werden die Bestimmungsbücher wieder hervorgezogen und das hübsche Exemplar einstimmig als „Stigmochelys pardalis“ identifiziert!

Bald begleiten uns auch wieder Hornbills und Roller, und zwischendurch auch mal zwei Adler.

Mankwe-Mababe-Adler.jpg


Benni ist etwas unzufrieden, dass er ihn nicht schärfer eingefangen bekommt – aber ich finde es gar nicht so schlecht!

Nach ich weiß nicht wieviel Fahrzeit ist unsere sonst so trockene Sandpiste plötzlich von einem weiten Wasserlauf unterbrochen.

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Nach rechts geht eine Detour – aber die endet auch im Wasser! Während wir noch überlegen, was wir tun, kommt aus der Detour ein Laster angefahren. Also fahren wir mal dort rein – aber sehr überzeugend sieht das nicht gerade aus.

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Fast übersehen hätten wir, dass zur Linken auch noch eine Herde Elefanten plantscht!

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Während ich die Elefanten im Blick behalte, läuft Volker den potentiellen Weg ab. Aber wir sind beide skeptisch – auch wenn da ein Laster durch fuhr – irgendwie kommt uns das alles nicht mehr richtig vor. Bis vor kurzem waren uns noch Autos entgegen gekommen. Nun ist schon seit längerem (außer diesem Laster) nichts mehr begegnet. Aber Reifenspuren gibt es - auch vor uns direkt ins Wasser!?
Wir fahren wieder zur Hauptstraße und begutachten nochmal die erste Wasserdurchfahrt. Volker stapft herum und meint nach einiger Zeit, am linken Rand könne man evtl. durch kommen. Aber seine größten Fragezeichen sind, ob das der einzige Wasserlauf ist, oder ob nach dem nächsten Hügel ein weiterer kommt? Eigentlich reizt es ihn sehr, das jetzt auszuprobieren. Aber so ganz überzeugt ist er dennoch nicht.
Gab es denn einen Abzweig, den wir verpasst hätten? Volker meint, etwa 10 Minuten Fahrt zurück wäre nach links ein Schild „Dizhana – Mababe“ gestanden. Komisch. Laut Karte sollte es eigentlich nicht über Dizhana nach Mababe gehen. Aber wer weiß? Wir fahren zurück und folgen dem Schild auf einem kleinen Pfad durch den Busch. Nach weiteren 5 Minuten habe ich meine ernsthaften Zweifel. Das wird wohl doch nur zum Camp gehen. Wir drehen um. „Maps-me“ auf meinem Phone hilft uns gerade nicht, da wir nicht wissen, wo genau wir uns befinden. Also wieder zurück die Hauptstraße gen Norden – denn Volker meint, da wäre kurz vor der Wasserstraße ein Schild an einer Detour gestanden. Huch? Und ich soll das nicht gesehen haben? Hab ich da grad dem Adler in der Luft zugeschaut? 😗
Aber tatsächlich - da steht es:

Mankwe-Mababe-.jpg


Jedoch keinerlei Hinweis auf eine Detour. Auch nicht, dass man nicht durchs Wasser fahren könne. Nur eben: „Water ahead!“ Klasse! Vielen Dank! Das ist doch echt hilfreich 😠 – ich meine, das Wasser sehen wir ja selber (und wir fahren auch nicht 200 km/h, um ungebremst hinein zu sausen…). Es ist auch wirklich schön, dass Botswana vor einiger Zeit sein 50. Bestehen gefeiert hat und das auf seinen Straßenschildern kund gibt. Doch was sollen wir jetzt tun???
Rechts geht ein kleiner Weg rein. Den nehmen wir einfach mal.
Das entpuppt sich als DIE Lösung – und bald kann ich diesen kleinen Wegen auch wieder auf „Maps-me“ folgen. Das ist eine ziemlich lange Umleitung – mit mehreren Abzweigen, und immer wieder zeigen sich v.a. links von uns diverse Wasserstraßen. Aber nun läßt sich jedes Kürvchen nachvollziehen – ich bin wirklich begeistert von „Maps-me“!!!! 🤩
Nach einer gefühlten Ewigkeit landen wir wieder auf der Hauptstraße. Rückblickend bietet sich dieses Bild:

Mankwe-Mababe-WaterEnde.jpg


Und auch wenn es auf den ersten Blick der ersten Wasserstraße ähnelt: es ist eindeutig eine andere, und Volker ist demnach froh, dass wir nicht versucht haben, durch zu fahren. Wer weiß, wie viele noch gekommen wären – und in welcher wir dann stecken geblieben wären. Und keiner hätte uns gefunden – weil alle anderen wohl die Detour kennen!

Teil 9808. Sept. 2018

Nicht weit von uns kreuzt noch ein Elefant die Straße….

Mankwe-Mababe-Ele1.jpg


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…. und kurz darauf kommen wir durch Mababe, wo der Linksabzweig dann auch eindeutig ist.

Leider haben wir durch diese Wasserverwirrungen sehr viel Zeit verloren – mindestens 1 h – eher mehr. Damit hatten wir auf dieser Strecke überhaupt nicht gerechnet! Irgendwie scheint im Forum darüber keiner was geschrieben zu haben. Jedenfalls nicht da, wo ich gelesen habe. Oder aber die meisten fahren diese Strecke nicht, sondern über North Gate durch den Moremi nach/von Savuti!?

Nun – wir wissen wieder, wo wir sind und wo wir hin müssen, also: weiter geht’s!
An der Kreuzung, wo die Straße aus Richtung Khwai/North Gate dazustößt, stehen zwei Hilux, deren Insassen mit unsicheren Gesichtern den Abzweig betrachten. Die kennen wir doch, denken wir! Eines davon ist das junge deutsche Pärchen, die wir erstmals im Tiaans gesehen, in Maun „verfolgt“ und später auch nahe South Gate mal den Weg gewiesen hatten. Bisher waren sie ziemlich maulfaul gewesen. Jetzt fragen sie, ob das der Weg nach Savuti wäre – und da wir uns inzwischen ja wieder sicher sind, fahren wir mal vor.

Kurz danach entdecken wir direkt neben der Straße eine Überraschung:

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Wild Dogs! Damit hatten wir ja gar nicht gerechnet! Wir haben erst ein einziges Mal welche gesehen – das war zwei Jahre zuvor im South Luangwa in Zambia! Wie schön, dass sie sich direkt neben die Straße gelegt haben! Leider kommt das hübsch gemusterte Fell im Schatten der Büsche auf den Fotos nicht recht zur Geltung. Aber wir bleiben doch ein bisschen und freuen uns an ihnen!

Man-Mab-WildDogs3.jpg


Und bei diesem ärgere ich mich sehr, dass da der Ast noch vor der Kamera war!

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Die Zeit drängt – denn die Strecke vor uns soll ja bekanntlich tiefsandig sein. Und voller Matschlöcher, wie uns Leute am North Gate erzählt hatten. Aber die Kinder quängeln: „Neiiiin! Nicht fahren! Ich will die noch angucken! Die sind soooo schöööön!“ Ein bisschen bleiben wir noch, aber viel bessere Bilder werden es dennoch nicht.

Man-Mab-WildDogs2.jpg


Dann reißen wir uns los, und lassen die beiden Hilux-Fahrer noch ein wenig mit den Hunden allein.
Und nach einem weiteren Katzensprung treffen wir auf das Mababe Gate – Chobe, wir kommen wieder!!! 🤩 😏

Mababe-Gate.jpg

Teil 9911. Sept. 2018

Fortsetzung Montag, 09.04.2018:
Von Mankwe Camp über Savuti nach Kavimba (Mwandi View an den Linyati Flood plains)

Untertitel: Es müssen nicht immer Löwen sein....

Während wir mit dem Officer plaudern, trudeln auch die beiden Hilux Fahrer ein. Das deutsche Pärchen steht bald neben uns im office – und redet immer noch kein Wort mit uns (die müssen uns doch genauso erkennen wie wir sie?), und meine Bemühungen um einen Blickkontakt, bei dem man sich mal kurz begrüßen könnte, gehen ins Leere…. 😐

Ich weiß nicht – ich finde diese Berührungsängste irgendwie komisch 🤨 . Ich will ja nicht mit jedem eine Stunde lang plaudern, finde es aber eigentlich doch normal, dass man sich gegenseitig wahrnimmt und vielleicht aller wenigstens mal freundlich zunickt. Wenn man schon seit ca. 4 Tagen mehr oder weniger auf der gleichen Strecke unterwegs ist!? Bin ich da komisch? Während Volker Formulare ausfüllt, blättere ich im Moremi-Führer (den gab es am South Gate nicht, und jetzt werden wir ihn auch nicht mehr kaufen – stattdessen kaufen wir dann aber doch noch den vom Chobe. Die sind übrigens an diesem Gate um einiges billiger!!!).
Da bekomme ich mit, wie die beiden Deutschen untereinander diskutieren, wie sie denn jetzt den Weg nach Savuti finden, und welche Straße die SandRidge Road ist und welche die Marsh Road usw. Da fasse ich mir ein Herz und spreche sie auf deutsch an – dass das eindeutig wäre mit den Straßen, und dass wir nun doch auch schon seit Tiaan’s „parallel“ unterwegs wären und…. – und siehe da: da reagieren sie nun ganz freudig und freundlich und wir kommen ein wenig ins Gespräch! Das Eis scheint gebrochen, und sie scheinen nicht grundsätzlich anderen gegenüber abgeneigt zu sein!

Als wir wieder zum Auto kommen, finden wir unsere 4 Kinder in regem Gespräch mit den Insassen des anderen Hilux – zwei junge deutsche Frauen. Na, unsere 4 scheinen ihren Fan-Club gefunden zu haben, und werden über „ihr Leben in Afrika“ ausgefragt! Das Interesse scheint den Kindern gut zu tun, und darüber hinaus stellt sich heraus, dass die eine Dame in wenigen Wochen in Malawi sein wird, und einige Wochen u.a. auch im Queen Elisabeth Hospital in Blantyre (der Arbeitsstätte meines Mannes) sein wird! Da hat sie sich gefreut, schon mal einen Ansprechpartner kennen gelernt zu haben! (Jaaaa, das hilft überall in der Welt – aber in Malawi ganz besonders, denn da reden ganz viele Menschen schlicht weg nicht mit einem! 😵 )

Da wir uns nun einander bekannt gemacht haben, ist es irgendwie netter, quasi in ungezwungener Kolonne weiter zu fahren, als wie wenn man die Leute aus den anderen Autos nicht kennt. Sie überlassen uns die Führung, denn „ihr fahrt schneller als wir, und wir wollen Euch nicht blockieren“. Ob das nun eine Anerkennung oder ein Tadel war, weiß ich nicht so genau…. 😣 Jedenfalls dürfen wir vor, und sind darüber im weiteren Verlauf auch ziemlich froh, denn:
Zum einen sehen wir die Tiere als erstes, und nicht erst, nachdem ein anderes Auto (in diesem Falle dann wir) sie von der Straße vertrieben haben:

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Zum anderen entscheiden wir uns nach einer Weile, nur wegen der zahlreichen puddles nicht diese gesamte Strecke im Schneckentempo zu fahren (immerhin wollen wir heute noch nach Kavimba – die anderen nur bis Savuti!)
Anfangs noch so:

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Verändert sich die Straße nach kurzer Zeit so:

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Seit den Wild-Dogs sind wir wieder wach – und die nächsten Stunden werden eine wahre Freude – nach dem gestrigen Tag ganz besonders! Ziemlich bald laufen uns die ersten Elefanten über die Straße

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Was sich bis Savuti noch ein paar Mal wiederholen wird! Wir sind so glücklich! Endlich wieder Tiere! Und so schöne! Und von so nah!

Meist verschwinden sie aber sehr schnell wieder rechts oder links im Gebüsch, und machen nicht den Anschein, einen Fototermin gebucht zu haben. So genießen wir es einfach, ohne ständig mit unseren Kameras zu wedeln! Ihr kriegt darum weniger davon ab – aber Phantasie habt Ihr ja alle, und an diese appeliere ich jetzt mal! 😉 Denn auf dieser Strecke waren ja auch die meisten meiner Leser schon, also könnt Ihr Euch das ja vor Eurem inneren Auge ausmalen, oder?

Wir sehen zwischendurch auch mal ein paar Warthogs, diverse schöne Vögel, hier und da mal ein Impala (oder auch zwei) und v.a. viele Elefanten und Giraffen!

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Und folgende Bilder haben mit ihrem besonderen Effekt doch fast schon was von „Fotokunst“, oder? 😮 😄

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Also, bei diesen Bildern musste ich nun lange überlegen, was da im Vordergrund vor die Linse gekommen ist – aber nach einiger Zeit ist mir klar: das sind Matschflecken auf der Scheibe! Ja, aber haben wir denn tatsächlich durch geschlossene Fenster fotografiert????
Ja, haben wir! Und zwar deshalb:

Mababe-Savuti-Straße-2.jpg


Fortsetzung ist gleich fertig - waren zu viele Bilder...

Teil 10011. Sept. 2018

Fortsetzung
Also, es war ja eh klar, dass wir im April die SandRidge Road, und nicht die Marsh Road wählen würden. Und das hatten uns die Leute, mit denen wir am North Gate geplaudert hatten, auch SEHR ans Herz gelegt, denn in der Marsh Road würde man ziemlich sicher im Matsch versinken…. Sie selber seien die Sand Ridge Road kaum durch gekommen. Aber nicht etwa wegen Tiefsand, sondern wegen Tiefmatsch! 😄 Bei ihnen hatte es nämlich 3 h am Stück tropisch geregnet gehabt! Ja, und nun waren wir einen Tag später dran, und man konnte auch an der Straße und den Matschmulden erkennen, dass vor kurzem das Wasser noch sehr viel höher gestanden haben muß.

Volker fährt das erste Stück recht langsam und „besonnen“ – denn im Moremi hatten die Matschmulden eine andere Qualität, mit keiner-weiß-was-einen-überrascht und viele plötzliche „unterirdischen“ Kanten, aber hier sind wir nun schon eine ganze Zeit unterwegs, und die Straße ist eigentlich „gleichförmig“: ein permanentes wellenförmiges auf und ab, als ob jemand in sehr regelmäßigen Abständen diese Mulden vermessen hätte! 🤪 Sie sind auch allesamt harmlos und geschmeidig, so dass Volker irgendwann meint: „Also, das macht hier alles einen harmlosen Eindruck – wenn wir in dieser Geschwindigkeit weiterfahren, kommen wir wer weiß wann an. Ich glaube, ich schalte jetzt mal in einen anderen Fahrstil. Alle einverstanden???“ – „Jaaaaah!“ 🤩 🤩 🤩 🤩 🤩 schreit die Besatzung einstimmig – doch dafür müssen wir die Fenster schließen!

Mababe-Savuti-Straße-3.jpg


Mababe-Savuti-Straße-4.jpg


Tabea vergißt anfangs, das eine hintere Schiebefenster zu schließen, und die Spuren davon sieht man noch heute auf der Matratze….
Hui! Jetzt macht es RICHTIG Spaß! 😎 Die Kinder jauchzen bei jedem „SPLASH!“ 😄 🤩 🤪

Spätestens hier haben wir die anderen dann weit abgehängt….. Und auch wenn ich nach ca. Nr. 50 aufhöre zu zählen: es geht vermutlich 350 mal so….. vielleicht warn’s auch 550….. Bis sich plötzlich die Vegetation ändert und wir uns: in Savuti wieder finden!

Also Fazit zu dieser "legendären" Tiefsandstrecke: wir haben uns die ganze Zeit über gefragt, wann denn endlich der Tiefsand kommt….. 🤨
Nix mit Reifendruck ablassen! Das haben wir in diesem April in Botswana nicht ein einziges Mal gebraucht!

Aus diversen Gründen hatten wir für Savuti ja keine Zeit eingeplant.
Grund Nr.1: wir hatten nicht genügend Tage.
Grund Nr.2: das Camp war uns mit 50 Dollar pro Person zu teuer.
Grund Nr.3: im Forum hatte ich mehrere Stimmen gehört, die Savuti inzwischen nicht mehr für besonders lohnenswert halten.

So war eigentlich der Plan gewesen, durch zu fahren. Aber während Volker das Auto so durch die 350 oder 550 puddles steuerte, habe ich mich ein wenig in den Führer/Karte vom Chobe geschmökert, und darauf entdeckt, dass es in Savuti ja noch ein kleines feines Wegenetz um einige pans herum usw. gibt. Das hat mich dann doch sehr verlockt, noch hier oder da eine kleine Schleife einzubauen!
Die Gegend gefällt uns auf Anhieb gut, und Volker ist auch sofort einverstanden. Ich glaube, es ist ca. 1 Uhr, als wir Savuti erreichen, so dass wir also noch etwas Zeitpuffer haben.

Wir biegen von der Hauptstraße nach rechts zu dem ersten größeren Tümpel ab, wo uns auch eine Schar Comb Ducks begrüßt:

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Da alles sehr flach uns graslos ist, erlauben wir uns auszusteigen und waschen unsere Guck-Luken!

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Inzwischen konnte man nämlich durch die Fenster nicht mehr nur noch keine Fotos mehr machen, sondern auch so beim raus Schauen nicht mehr viel sehen!
Und vielleicht – tja ganz vielleicht – sehen wir doch jetzt endlich noch unsere Löwen!!!!!?

Zunächst bleibt es außer der Vögel erst mal nur bei ein paar Gnus und Impalas – aber nach dem gestrigen „Nieten-Tag“ sind wir total glücklich über jedes Tier und fast verzückt von dieser wunderschönen Landschaft! (endlich nicht mehr nur noch GESTRÜPP!!! 😏 )

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Teil 10111. Sept. 2018

Hallo Liebe Conny,
na, die Fortsetzung dauerte ja nur ein paar Minuten - vielleicht haste sie gleich noch erwischt? (ich schreibe den Text etappenweise in Word - denn das Internet in Malawi verließ mich manchmal an ungünstigen Stellen, und dann war alles Futsch! 😈 So schreibe und speichere ich mein Geschribsel erst in Word, sortiere die Fotos, und wenn beides stimmt, setze ich es ins Forum. Das dauert dann meist nicht mehr so lange).
Ich habe übrigens heute meine Wartezeit bei Tabeas Ballett dazu genutzt, endlich Deinen Reisebericht in einem Schwupps noch fertig zu lesen!!!! Das war mir eine Freude - danke dafür!
Und herzliche Grüße an Deinen Mann: ich finde Deine vielen Sonnenuntergänge (und ein paar wenige Aufgänge) alle so wunderschön - ich möchte sie am liebsten vor mein Fenster projizieren! Also, er soll Dich mal weiter Sonnenuntergänge fotografieren lassen! 😎
Zu allem anderen: ich schreibe Dir demnächst mal eine PM - aber jetzt nicht mehr, jetzt muss ich eindeutig ins Bett!!!! 😣

Und Reisemaus, Doro und Kalaharicalling (tja wie war das nun - Stefanie oder Sabine? Ich muss nachblättern gehen, verzeih 😊 ): So schön, von Euch zu hören, und dass Ihr auch wieder dabei seid! Danke! Es schreibt sich doch irgendwie schöner mit Publikum!

Nun aber GUTE NACHT!
Antje

Teil 10211. Sept. 2018

Hallo Thomas - ja, mit Dir wäre ich auch gerne mal unterwegs (und meine Kinder auch 😎 - sie haben Deine Reiseberichte verschlungen, v.a. aus Tanzania….). Wer weiß - vielleicht bekommen wir mal die Chance, einander im Matsch zu begegnen! 🤩
So wie Du beschreibst, scheint es den anderen Leuten kurz vor uns auch ergangen zu sein (auch die Südafrikaner, die wir im Makgadikgadi trafen, waren einige Tage zuvor bei Starkregem diese Strecke runter gekommen, und auch wenn sie recht unempfindlich wirkten, schienen sie absolut genug vom Matsch zu haben!). Die Leute, mit denen wir am North Gate geplaudert hatten, hatten auch gesagt, dass sie noch an den Seiten der Löcher grade so durchgekommen waren. Der eine Tag ohne Regen hat da wohl einen deutlichen Unterschied gemacht. Diese Vorwarnungen (plus unsere Erfahrungen im Moremi und das Steckenbleiben davor) hatten uns erst mal vorsichtiger an die Sache heran gehen lassen - was ja dann aber überflüssig war.

Conny:
Ich glaube nicht, dass unser unterschiedliches Sichtungsglück an Marsh-Road versus Sandridge-Road lag. Ich glaube eher, es ist wie immer: Zur richtigen Zeit am richtigen Ort - und wann das gerade wo ist, weiß man nie vorher.
Gerade auf dieser Strecke war uns das nochmal so deutlich vor Augen: wir haben wirklich viele Elefanten gesehen - oft ganz nah an der Straße, oft überquerten sie diese auch. Aber innerhalb weniger Minuten waren sie KOMPLETT verschwunden - und ob die zwei Hilux hinter uns sie auch gesehen haben, haben wir nie erfahren!
Fahre 5 Minuten später an der selben Stelle vorbei, und Du siehst evtl. etwas ganz anderes - oder auch nix! Faszinierend, wie der Busch die Tiere in Kürze verschlingt!
Deshalb wissen wir ja auch gar nicht, wer UNS alles gesehen hat an unserem Nieten-Tag. Bloß weil wir die Tiere nicht sahen, schließt das ihre Anwesenheit ja nicht aus 😎

Da zitiere ich doch gerne wieder BG - unseren guide von der Chobe River Cruise:
"Safari is like a gamble - sometimes you win, sometimes you lose. You never know what happens in nature!"

Nur nicht aufgeben und frustrieren lassen - wer Natur erleben will, muss auch hin und wieder "Nieten" aushalten! 🤪

Teil 10311. Sept. 2018

Vielen Dank, Thomas und Stefanie, für diesen Hinweis!
Das macht durchaus Sinn mit dem offeneren Gelände und den Wasserstellen.
Dann hatten wir also einfach Glück und waren zur rechten Zeit am rechten Ort 😉
Antje

Teil 10415. Sept. 2018

Fortsetzung 09.04. – Makwe – Savuti - Mwandi View.
Untertitel: Es müssen nicht immer Löwen sein….

Ehrlich gesagt: ich bin ganz geflashed von dieser Landschaft hier um Savuti herum! Endlich wieder Weite – wie gut das meinen Augen tut!!! Den anderen geht es ebenso! Wir finden es alle wunderschön hier!

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Im Vorfeld hatten wir Savuti aus bereits oben genannten Gründen ja quasi nicht eingeplant. Nun denken wir aber, dass „einfach nur vorbeidüsen“ irgendwie zu schade ist, und meinen, wir könnten uns 2 Stündchen Umherfahren noch leisten. Also tun wir genau das:

Wir drehen ein paar Schleifen hier östlich der Hauptstraße. Auch wenn unsere heiß begehrten Löwen immer noch nicht auffindbar sind - wir sehen Wasserböcke, Impalas, Giraffen! Das ist wunderschön!
Auch diverse Vögel erfreuen uns immer wieder – - Tauben, Bee-Eater, Störche, Riesentrappen…. Leider sind sie diesmal oft zu schnell weg, um gute Bilder zu erhaschen.

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Und folgenden haben wir leider nicht gut erwischt. Wer hilft mit der Bestimmung? Benni war ganz begeistert von diesem Rot, welches auf diesem Bild leider nicht rauskommt.

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Auch der treue Roller ist wieder mit von der Partie!

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Joel und ich würden gerne den kleinen „Rock climb“ zu den Höhlenmalereien machen, also fahren wir zu dem "Bushmen Hill". Hier ist nun allerdings extrem dichtes Gebüsch – man kann kaum 5 m weit sehen.
Wir finden auch das Hinweisschild und den kleinen zugewachsenen Trampelpfad den Berg hoch – Volker und ich werden dann aber doch beide extrem skeptisch: HIER aussteigen und zu Fuße laufen??? Wo es hier ordentlich Raubkatzen geben soll? 😵 Schweren Herzens lassen wir die Chance auf das klitzekleine Bisschen „botswanische Kultur“, das uns wirklich interessiert hätte, ungenutzt verstreichen.

Und ich bin immer noch unschlüssig, was ich von diesen „allgemeinen“ Hinweisen und Regeln in afrikanischen Parks halten soll: „Nirgends das Fahrzeug verlassen!“
Im Lake Nakuru-Park (Kenya) bekamen wir vor 2 Jahren einen Rüffel eines Guides aus einem vorbeifahrenden Touri-Auto, da wir an einer immerhin übersichtlichen und recht grasfreien Stelle direkt NEBEN unserem Auto einer dringenden Pinkelpause nachgingen. (Because of lions…)

Im Chobe wurden wir gerügt, als zwei unserer Kinder sich mit Fotoapparaten bei Giraffen etwas aus den Fenstern lehnten („…because a lion could come and snatch him!“).
Nicht weit davon entfernt trafen wir auf einen offiziellen Picknickplatz (nicht umzäunt), wo reges Treiben herrschte, und sich mehrere Leute diverser Fahrzeuge zwischen Büschen die Füße vertraten. 🙄 (what about the lions, who could snatch them???)

Hätte uns jemand in „grasloser Weite“ am Tümpel davor die Fenster unseres Autos reinigen sehen, wären wir vermutlich auch zurechtgewiesen worden.
Und hier also, nahe an einem kleinen Flußlauf und mitten in dichtestem Gebüsch, ist es erlaubt, zu Fuß den Berg hoch zu klettern???
Ferner: Die meisten Campingplätze in botswanischen Parks scheinen nicht eingezäunt, und bekommen regelmäßig Besuch von nicht ungefährlichen Wildtieren (Löwen, Hyänen, Elefanten usw.)

Für mich ist das alles eine nicht nachvollziehbare unlogische Regelung!?

Vielleicht haben wir uns damit um unsere Löwen-Sichtung gebracht. Ich glaub’s allerdings kaum, und wäre in diesem Falle auch nicht böse, es verpasst zu haben. Denn auf eine Begegnung zu Fuß bin ich bei allem Abenteuergeist nicht so scharf – auch wenn ich solche Situationen mental schon unzählige Male durchgespielt habe:
„Whatever you do – Don‘t run!“

Teil 10515. Sept. 2018

Forstsetzung Savuti:
Es müssen nicht immer Löwen sein….

So fahren wir weiter, und begegnen direkt hinter der nächsten Kurve Giraffenmama mit Kind. Leider auch zu schnell im Gebüsch verschwunden, so dass ich hier Moremi-Giraffenbilder rein mogeln muss…. (sonst wird es zu textlastig!)

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Auch ein paar Kudus lassen sich blicken – verschwinden aber ähnlich schnell wieder im Gebüsch:

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Dann kreuzen wir wieder die Hauptstraße, und versuchen unsere Löwensuche auf der westlichen Seite, um „Sable Hill“ herum. Mit Argusaugen suchen wir Felsen und Büsche ab – vergeblich. Dann taucht zur Abwechslung mal ein Büffel auf

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Und würdigt uns immerhin mal eines Blickes:

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Auch Freund Roller kommt immer mal wieder vorbei

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Und schade, Benni, dass du diesen tollen Moment nicht ganz scharf erwischt hast:

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Mir haben es ja außerdem immer wieder einzelne Bäume in Landschaft angetan, so auch dieser, der von Kletterpflanzen ganz verschlungen scheint:

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Wir fahren über die Brücke vorbei am Campsite und biegen dann nochmal nach rechts ab. Hier um die „Harvey’s Pans“ möchten wir noch ein wenig kreisen. Die Hoffnung auf Löwen will nicht so ganz sterben, auch wenn wir sie eigentlich mittlerweile aufgegeben haben. Aber auch ohne freuen wir uns immer wieder an diversen Antilopen und Vögeln, und an der schönen Landschaft! Es ist recht „swampy“ hier, und wir suchen uns durch die vielen kleinen, teils sehr überschwemmten Wege hindurch. Zum Glück bleiben wir nirgends stecken!!! Denn dafür haben wir heute keine Zeit mehr! 🙄

Fortsetzung in einem getrennten Beitrag in Kürze - zu viele Bilder!

Teil 10615. Sept. 2018

2. Forstsetzung Savuti:
Es müssen nicht immer Löwen sein….

Gerade, als wir uns wieder aufmachen wollen gen Hauptstraße, meldet mein Hirn, dass da doch etwas im niedrigen Gras liegt!
Nein, kein Löwe – aber diese zwei Konsorten sind, wie wir finden, dennoch nicht zu verachten!

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Oh, wie wir uns freuen! 🤩 🤩 Zwar sind Schakale ja keine seltene Sichtung, aber auf dieser Fahrt hatten wir bisher noch keine gesehen. Und diese beiden liegen so herrlich da!
Langsam räkelt sich der eine

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Und schnüffelt ein wenig herum. Der andere kratzt sich fragend hinterm Ohr, was der "Aufstand" wohl soll:

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Wir folgen einem kleinen Pfad um sie herum, da sie von der anderen Seite auf etwas besser zu sehen sind:

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Na, was riecht denn hier so verlockend? Ach, alter Elefantenmist!
„Lohnt sich’s?“, fragt der Kumpel etwas gelangweilt, sich dabei nicht aus seiner gemütlich Lage erhebend:

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„Und wie!!! Ich könnt mich glatt reinlegen!“ 🤩 – Spricht’s und tut’s!

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„Na, ich weiß ja nicht…“ meint der andere, und macht sich in eine andere Richtung auf

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So trollen sie ein wenig umher, und wir können uns nicht losreißen!
Sie sind einfach so schön anzuschauen!

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Dann aber trotten sie langsam immer weiter weg, was uns den Aufbruch etwas erleichtert!

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In der Ferne färbt sich der Himmel nun ungemütlich grau. Es ist mittlerweilen schon recht spät geworden, und wir sollten zusehen, dass wir auf die Straße nach Kavimba kommen!

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Auf dem Airstrip neben uns begleitet uns ein Stückchen weit noch eine etwas größere Herde Gnus, und dann fahren wir durch prasselnden Regen….

Ich mache es mir hinten auf der Matratze gemütlich, schließe meine Augen und lausche dem nun fast gleichförmigen Wassergespritze unter den Rädern: „Volker, bist Du sicher, dass Du noch richtig bist?“ – frage ich zwischendurch mal. „Es klingt eigentlich eher, als würdest Du durch einen See fahren, als durch Tiefsand….“

Irgendwann lichtet der Himmel wieder

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Und bald erreichen wir das „Ghoha North Gate“, wo wir den Chobe wieder verlassen.
Auf zur letzten Etappe dieses langen Tages - zu den Linyati Flood Plains bei Kavimba für unsere letzte (schnief!!! 🙁 😣 ) Nacht in Botswana!

Teil 10721. Sept. 2018

Fortsetzung 09.04.2018
Savuti – Mwandi View:

Auf dieser letzten Strecke vom Gate über Kachikau bis nach Kavimba bekommen wir nun doch noch ein kleines bisschen tieferen Sand zu spüren. Nicht tief genug, um uns zum Reifendruck ablassen zu überzeugen, aber immerhin doch so tief, dass ich anfange, mir vorstellen zu können, wovon hier immer geredet wird!
Dummerweise haben wir nicht noch einmal auf die Karte geschaut – ich dachte, ich hätte sie im Kopf. FAST war das auch so. Aber eben nur fast 🤨 . So biegen wir direkt hinter dem gate nach rechts, da dort „Kachikau“ ausgeschildert ist, und ich im Kopf hatte, dass es geradeaus nach Linyati geht, was ja auch richtig ist (aber wo wir nicht mehr hin wollten).
Dass diese hier nach rechts aber eine kleinere Straße ist, und die etwas größere erst später nach rechts abzweigt, hatte ich also nicht auf dem Schirm. Das war nun nicht super tragisch, denn von Kilometern her sind wir damit eine kleine Abkürzung gefahren. Aber vom Straßenzustand her war es fürchterlich! Permanent ausgefahrene sandige Mini-Hubbel. Kein „Waschbrett“, sondern weitaus hubbeliger! So als würde man andauernd über Bumps fahren! Im Schleichtempo wühlt sich unser Landcruiser vorwärts….

Ich kann das nicht mehr abfedern, habe heftige Rückenschmerzen (erstmals auf dieser Fahrt), und lege mich deshalb wieder hinten auf die Matratze. Volker fährt einigermaßen fröhlich stur vor sich hin, und die Kinder – tja, ich weiß gar nicht mehr, wie die sich die Zeit vertrieben haben? Vermutlich teilweise auch mit Schlafen, teilweise mit gegenseitigem Abfragen, ob denn die Übersetzung von „Mellivora capensis“, „Loxodonta africana“, „Connochaetes taurinus“ u.a. noch präsent sind. Oder sie griffen doch mal zu weniger anspruchsvollen Lektüren und zogen die paar Asterix und Donald Ducks 😉 raus, die noch im Auto in einer Ecke hingen!

Jedenfalls: als wir dann wieder auf die Hauptstraße stoßen, wird die Fahrerei wieder deutlich angenehmer! Da erst fällt uns auf, dass wir eigentlich eine andere Straße hatte nehmen wollen… 😵
Immerhin: das Abendlicht ist wunderschön, und wir genießen diese einmalige Stimmung in golden beleuchteter Landschaft!

Irgendwann kommt auch die Passage, die hier in Berichten öfter in Bild zu sehen ist:

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Das war die einzige Stelle, wo wir dann mal über den Reifendruck nachdachten, da wir zuerst den Hügel nicht hochkamen! Volker rollte dann nochmal zurück und nahm etwas mehr Anlauf, und damit war auch das für unseren genialen Rafiki kein großes Problem!

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Ohne mich jetzt mit Defender-Verfechtern anlegen zu wollen (ich war lange Zeit ein Bewunderer dieser legendären Autos! Und wollte eigentlich auch einen verbeulten RICHTIGEN Landrover Defender als unser Hochzeitsauto. Doch das war in Deutschland damals in unserem Umfeld leider nicht zu finden… 🙁 ): Heutzutage wird mich vermutlich jedoch nichts mehr von meiner inzwischen leicht veränderten Meinung bekehren: Nichts geht über einen feinen und zugleich rustikalen Toyota Landcruiser (HZJ 78 – oder von mir aus auch noch 76…)!!!

(Ich betone nochmal: das ist MEINE ganz persönliche Meinung – und andere dürfen gerne anderer Meinung sein und bleiben!!! Denn wo kämen wir denn da hin, wenn alle Defender-Fans plötzlich Landcruiser fahren wollen würden??? 😗 )

Froh sind wir dann aber doch, als wir Kachikau und damit die Teerstraße erreichen – der Fahrtag war nun lange genug gewesen, und wir fühlen uns doch einigermaßen durchgeschüttelt.

Bald darauf bietet sich uns ein atemberaubendes Bild über die Linyati Flood plains neben der Straße – und Ihr alle wisst ja aus eigener Erfahrung, dass Bilder das nicht einfangen können! Hier trotzdem ein Versuch:

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Die Wolken haben sich extra für uns nochmal ein wenig geöffnet!

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Wenige Minuten später erreichen wir bei den letzten Sonnenstrahlen des Tages Mwandi View!

„Ohhhh – ist DAS schön hier!“ rufen wir alle wie aus einem Munde, als wir durch das Tor fahren!

Ob es nun wirklich objektiv betrachtet so außerordentlich schön dort ist, oder ob wir einfach nach diesen Tagen „Wildnis“ (und der vergangenen Nacht im „verlodderten“ Mankwe…) von dieser gepflegten Anlage, dem grünen Rasen und den einzigartigen Floodplains im Hintergrund betört sind – nochdazu in diesem Abendlicht – ich weiß es nicht. Jedenfalls ist es wie ein langes, wohltuendes Durchatmen!

Da es schon recht spät ist, habe ich Aufnahmen von der Anlage erst am nächsten Tag gemacht. Ich möchte sie dennoch hier einfügen, um ein kleines Bild davon weiter zu geben. Vielleicht steuert der eine oder andere von Euch dieses Kleinod ja demnächst auch mal an!?
Wenn man durchs Tor fährt, vor einem dieser Blick auf das kleine Restaurant/Abolutions Blocks (links daneben).

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Wenn man hinein geht, ein simples, aber hübsch eingerichtetes Restaurant

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mit Bar

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Durch das man auf eine sehr große Holzterrasse kommt. Die Floodplains liegen einem zu Füßen!
Blick nach rechts:

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Blick nach links mit kleinem Pool:

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Wenn man links wieder am Pool runter geht, an den Abolution Blocks vorbei, (Blick zurück):

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kommt man auf die Campingwiese:

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Auf der Rückseite der Duschen gibt es übrigens auch große, schöne Waschbecken zum Geschirrspülen oder Wäschewaschen – ausreichend heiß Wasser und eine Wäscheleine inklusive!
Wir nutzen es allerdings nur zum Abspülen – Wäschewaschen kommt erst in ein paar Tagen wieder zu Hause in Blantyre dran (falls wir da gerade mal gnädiger weise Strom für die Waschmaschine haben sollten…).

Wir bauen schnell Zelte auf (im Scheinwerferlicht), kochen noch was Schnelles und gönnen uns jeder eine ausgiebige, wunderschöne warme Dusche! Spätestens jetzt sind wir die Schmiere von der mißlungenen Mankwe-Dusche wieder los! Das fühlt sich gut an!!!

Ein wenig sitzen wir noch auf dem Deck und diskutieren evtl. Planänderungen:

Joel spricht aus, was ich auch denke: „Können wir nicht morgen noch hier bleiben? Es ist soooo schön hier!“

Wir haben für morgen und übermorgen 2 Nächte in Livingstone, wieder in der Maramba River Lodge eingeplant. Wollen auch nicht mehr zu den Vic Falls, denn wir sind so erfüllt und fast geplättet von dem vielen Erlebten, dass das irgendwie nicht auch noch nötig ist. Zumal wir uns ja vor ziemlich genau 2 Jahren dieses Spektakel gegönnt haben! Insofern hätten wir also tatschlich die Zeit, unsere „Doppelnacht“ zu verschieben (außerdem muss man bei Maramba nicht im Voraus zahlen!).
Zunächst erscheint diese Option wirklich eine gute Lösung. Dann aber versuchen wir uns vorzustellen, was wir (aber insbesondere die Kinder) einen ganzen Tag lang hier tun werden? Hübscher Pool, große Wiese und schöne Aussicht in Ehren – aber vielleicht ist das doch kein Tag füllendes Programm?

Ich persönlich könnte jetzt wirklich mal 1 oder auch 2 Tage an einem solchen Ort hier verbringen. Mich auf diese Terrasse setzen, in die Weite blicken und glückliches Nichts-Tun genießen!
Oder anfangen, Bericht zu schreiben, und das Erlebte damit nochmal verinnerlichen. Das wäre ICH. Volker könnte sich auch beschäftigen, zumal es hier kostenloses WIFI gibt. Aber in Anbetracht der Kinder entscheiden wir, dass das vielleicht doch zu lange ist. Da wir aber morgen nur über Kasane, mit der Fähre über den Zambezi und nach Livingstone wollen, ist unser Kompromiss am Ende, dass wir uns den Vormittag hier noch gemütlich Zeit nehmen, und dann je nach allgemeiner Laune den Abfahrtszeitpunkt festlegen. Damit scheinen alle zufrieden!

Die Sonne hat sich schon längst verabschiedet und der letzte Blick bei Tageslicht über den Fluß nach Namibia ist schon einige Stunden her

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als wir dann endlich (dankbar für eine Waagerechte und ohne Gerüttele!) in unseren Zelten auf die Matten fallen.
Ein letztes Mal botswanische Träume – für keiner weiß wie lange…..

Teil 10822. Sept. 2018

Vielen Dank an alle von Euch, die auf den letzten Kilometern nun nicht aussteigen!
Es erscheint mir schwieriger, nach 2 Monaten Pause wieder den Einstieg zu schaffen - und außerdem stelle ich selber fest, dass es für mich persönlich nicht einfach ist, das Ganze hier von "Deutschem Boden" aus fertigzustellen. Das ist sicher unserer Situation geschuldet - und dem, wie ich persönlich gestrickt bin.
Ich habe mir aber bereits überlegt, wie ich auch die letzten Reisetage vielleicht noch etwas amüsant gestalten kann. Das fühle ich mich Euch verpflichtet - denn ebenso, wie ich "meine Meute" an langen Fahrtagen versuche, fröhlich zu halten, so werde ich das auch für Euch tun. Denn jetzt sitzt IHR ja gerade bei mir im Auto! 😉

Es freut mich, dass es doch so viele gibt, mit denen ein klein wenig besondere, inspirierende Beziehung entstanden ist!
Fortsetzung soll nicht lange auf sich warten lassen!
Es grüßt Euch,
Antje

Teil 10926. Sept. 2018

Danke, Willi! ich staune immer noch, wie wir uns über ein ordentliches "disagreement" in einem therad hier über Kenya gefunden haben. Und dabei manche Seelenverwandtschaft entdeckt haben.... Du bist Gold wert!!!

Ich wollte das Lob über das ImpalaBild schon an Benni weiter geben - aber der wehrte gleich ab: "Nein, das ist Papas! Meine bei den springenden Impalas an dem Tag waren an epic failure!"

Er hat Recht - diese Anerkennung geht an meinen Mann!
Das war ja aus dem Majete in Malawi - das war irre, und ich muss wohl doch noch ein wenig aus Malawi ausgraben und berichten, wenn ich hier fertig bin mit diesem Bericht! Eine nicht enden wollende Herde sprang über diverse Büsche, ganz viele Babies dabei, wir sagten: das ist ein Kindergartenausflug!!! Wir hatten also ziemlich viele Versuch frei mit den Fotos.... Aber wie Du sagst: sie gelingen einem dennoch selten so wie dieses eine hier!
Und zu unserem Matsch-Fahrstil sag ich gleich in der Fortsetzung noch was.... (du hast ja Recht: so macht man das eigentlich nicht! 😗 )

Teil 11026. Sept. 2018

Dienstag, 10.04.2018:
Mwandi View (Kavimba/Botswana) – Maramba River Lodge (Livingstone/Zambia):

Als ich sehr erholt aus meinem Zelt krieche, bergrüßt mich wieder strahlend blauer Himmel! Aber die Sonne steht schon hoch – die „Morgendstund“ mit „Gold im Mund“, die hab ich heute wohl verschlafen!? 😮 Tatsächlich, es ist schon nach 8 Uhr! Das gab’s ja auf der ganzen Reise noch nicht! Aber heute, da durfte es sein, und ich habe auch nichts verpasst!

Denn der Blick über die Linyati Floodplains vom Restaurantdeck ist auch zu dieser Stunde noch atemberaubend schön!
Mein Versuch, es im Panoramabild ein wenig einzufangen:

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Ich finde den Rest meiner Familie irgendwo verteilt: Volker auf der Terrasse, Johannes ebenso (mit Buch in der Hand), Joel und Tabea auf den Wiesen in irgendwelche selbstausgedachten Spiele versunken, und Benni noch im Nachbarzelt (ich war also doch nicht die Letzte!) 😎

So langsam haben wir die schönen Tiere nun wohl hinter uns gelassen, und begnügen uns mit der „fake version“ (deshalb haben wir ja vorsorglich auf solchen Fahrten immer ein paar Wildtiere mit an Bord – Leoparden, Affen und Giraffen MÜSSEN sein!). Und heute durften auch DIE mal in die Freiheit:

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Erinnert sich noch einer an unseren aller ersten Fahrtag in Malawi? Wie wir uns die Fahrt mit allerlei alten Kinderliedern schmackhaft gemacht haben?

„Es schaukelt die Giraffe, am Baum so wie ein Affe……“
„….der Affe lacht sie aus: da wird nie was draus! Das wird NIE was draus! NIE WAS DRAUS!“ 😛

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Joel und Tabea lachen sich schlapp über ihre Idee, die Giraffe wirklich mal am Baum baumeln zu lassen, und Joel bettelt um mein Smart Phone, um das Ganze fest zu halten. Warum er es allerdings nicht hingekriegt hat, diese hübschen Szene im Baum so zu arrangieren, dass man immerhin die Gesichter auf den Bildern sieht, bleibt mir ein Rästel….. Entweder, er muss mal bei seinem Bruder Benni Nachhilfe in Fotografie nehmen – oder er denkt sich vielleicht: so halb versteckt ist‘s authentischer? 😛

Dabei fällt mir übrigens auf: ich habe Euch gestern schon wieder Tabeas Statistik unterschlagen! Im Gegensatz zu ihrer Akribie, das jeden Tag ordentlich aufzuzeichnen, scheine ich gegen Ende meines Berichtes diesbezüglich etwas nachlässig zu werden...…

Dann wollen wir doch mal sehen, ob das Gefühl einen manchmal täuscht,
oder ob wir an dem „Savuti-Tag“ wirklich so viel mehr gesehen haben als am Tag zuvor:
Elefanten: 42 – hm, nicht schlecht, würde ich sagen…..
Speck’s Hingeback Tortoise (Huch??? Das war wohl die Stigmochelys pardalis?): 1
Hornbill: 62 – Hut ab, wer da noch mitgezählt hat!
Eagle: 12 (soll ich das glauben, oder war sie besoffen? Naja, ich hab ja teilweise auf der Matratze geschlafen. Hab wohl doch was verpasst…)
Wild Dogs: 7 – Jaaaa, die hab auch ICH mitbekommen!
Male Impala: 15
Zebra: 5 – n bisschen mager, würd ich sagen….
Roller: 7
Ibis: 2
Comb Ducks: 66
Egyptian Geese: 30 – ich glaub, das ist grob überschlagen
Stork: 3
Guinea Fowl (was? Ich dachte, die zählst du nicht?): 25
Buffalo: 2
Kudu: 5
Wildebeast: 46 – oh wow! Das war in Botswana der mit Abstand Wildebeast-reichste Tag!
Ja, und die Giraffen????? Hab ich die nur geträumt? Aber ich hab Euch doch Fotos gezeigt, und die waren NICHT rein geschummelt!

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Nun ist’s aber endlich Zeit für ein Frühstück!
Als ich auf das Dach zu meiner Essenskiste klettere, sehe ich, dass am gestrigen Tag der Matsch es sogar geschafft hat, das gesamte Dach von oben inklusive aller Seiten der Kisten einzusauen! 😵 Das nenne ich erfolgreiches Rough-Road-Fahren! 😗
Und Ja, Willi, normalerweise fahren wir anders durch Matschlöcher – v.a. wenn sie uns unbekannt sind. Und Bilder von unseren Matschdurchfahrten, wie das von Dir zitierte, haben wir dann nochmal „extra“ produziert, nachdem wir das Loch kannten…… Nur die „Savuti-Wellen-Wasserpiste“ sind wir, wie schon erwähnt, nach anfänglicher „Testphase“ dann in anderem Tempo gefahren – und ich glaube auch, dass unser Auto noch nie so weit hoch mit so viel Matschwasser bespritzt gewesen ist, wie ich es jetzt bei meiner Frühstücksvorbereitung entdecken konnte!

Danach lassen wir uns alle noch gemütlich Zeit. Die Kinder nutzen den schönen Pool aus, Volker freut sich, dank „free WIFI“ mal wieder Kontakt mit der Außenwelt aufzunehmen (weil er innerlich ja die ganze Zeit eigentlich viel mehr in Tanzania und unserer fraglichen Zukunft dort ist…), und ich gehe endlich mal Amelia du Plessis, die Besitzerin aufsuchen.

Sie und ihr Mann haben ihr privates Haus direkt mit Blick auf die Campingwiese, und ich habe sie vorhin dort werkeln sehen.
Zum einen müssen wir noch die Chobe-River-Cruise abrechnen, und zum anderen möchte ich mich bei ihr bedanken für ihre Hilfe, diese Tour vom Senyati aus noch klar zu kriegen, und ferner muss ich ihr unbedingt sagen, wie genial wir den guide BG fanden!

Amelia und ihr Mann sind sehr herzliche Leute, ich habe mich also nicht getäuscht! Sie freut sich mit uns, dass das mit der Bootstour noch geklappt hat, und dass wir über BG ebenso erfreut sind, wie anscheinend viele andere. Sie würden noch nicht lange mit ihm zusammenarbeiten – er arbeite für „Moonlight Safaris“, welche sie seit einiger Zeit für Touren mit engagieren.
Gestern habe er von Mwandi View aus eine Gruppe Touristen in den Chobe gefahren, und sie hätten „Mating Leopards“ gesehen! „And I’m SO jealous!!!”, platzt sie in einer Mischung aus Neid und Lachen dazu heraus! Wie oft wäre sie schon im Chobe gewesen, aber SO was habe sie noch nie gesehen!

Tja, - safari is like a gamble…. You win, you lose….

Und wenn ich hier parallel Deinen Bericht lese, Bele, und Eure wahnsinnigen Sichtungen, dann - ja was dann? Das frage ich mich gerade. Bin ich neidisch? Zwischendurch dachte ich das mal. Aber ich muss ehrlich sagen: nein, ich bin es glaube ich, nicht. Denn unsere Reise war zwar so ganz anders als Eure, aber wir haben Wunderbares gemeinsam erlebt. Und: es war UNSERE Reise. Und eine solche Reise besteht ja nicht NUR aus Sichtungen, sondern aus so viel mehr!

Neben dem, dass ich mir dachte, dass ich in meinen Bericht dieser letzten etwas „langweiligeren“ und „tierärmeren“ Fahrtage bis zurück nach Blantyre immer mal ein paar meiner Lieblingsfotos dieser Fahrt rein nehme – und dabei feststellen musss: es sind sooooooo viele!
Ich kann ja nur einzelne Highlights zeigen!
Z.B. diese hier:

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Und: was ist eigentlich „win“ – und was ist „lose“?
Das gibt es möglicherweise objektiv überhaupt nicht. Das kann vielleicht nur jeder für sich selbst beantworten.

Und auch wenn wir jetzt gleich Botswana verlassen: wir sind ja noch nicht am Ende!
Also bitte: noch nicht aussteigen – denn es geht gleich nochmal flink durch den Chobe (Brav im Wagen bleiben! Wir wissen ja jetzt, dass es dort WIRKLICH Elefanten gibt!!! 😄 ), dann wieder über den Zambezi (da macht sich aussteigen auch nicht so gut – flußabwärts warten die Victoria Fälle…. Autsch! 😣 ), bevor wir an einem meiner Lieblingsplätze, der Maramba River Lodge, nochmal unser müdes Haupt hinlegen dürfen!

Teil 11130. Okt. 2018

Fortsetzung Dienstag, 10.04.2018:
Mwandi View (Kavimba/Botswana) – Maramba River Lodge (Livingstone/Zambia):

Gegen 11:00 sind die Zelte abgebaut und alles wieder im oder auf dem Wagen verstaut. Auch Giraffe und Affe sind glücklicherweise nicht im Baum hängen geblieben, sondern wieder mit an Bord! 😎
Ein letztes Mal springen wir alle kurz in den Pool und blicken über diese gewaltige Wasserebene Richtung Namibia. Dann geht es wieder los – zum Ngoma Gate Richtung Kasane. Kurz davor beschließen wir, einen Blick auf die Ngoma Bridge Richtung Namibia zu werfen. Vor der Brücke halten wir an und blicken über den Zambezi – schön! Wer weiß, ob wir hier in ferner Zukunft mal weiter fahren werden? Ein Traum von mir ist es schon lange, eine noch größere Runde durch noch mehr Länder, darunter Namibia, zu drehen. Allerdings dann mit viiiiiel Zeit! Wann das sein wird, weiß ich noch nicht. Für heute aber sind wir dankbar, dass wir es diesmal immerhin schon bis Botswana schaffen durften!

Am Parkeingang sind die Formalitäten schnell erledigt. Der Officer, bei dem ich uns ins Buch eintragen muss, ist freundlich und, als er unser Nummernschild sieht, zu einem kleinen Schwätzchen über Malawi aufgelegt. Das ist auch mal ganz nett!

Und, was hat der Chobe heute zu bieten? Auch auf diesem kleinen Stückchen Teerstraße sind die Elefanten ja öfters unterwegs!? Ob sich noch ein letztes Mal welche blicken lassen?

Ein einzelner Säbelantilopen-Bock huscht irgendwo schnell ins Gebüsch. Ein paar Meerkatzen turnen in den Bäumen, und einige Warzenschweine sind auch so freundlich, uns zum Abschied noch zu winken (mit ihren „Antennen“). Aber die botswanischen Elefanten haben beschlossen, dass der nördliche Chobe für uns ein Elefanten-leeres Erlebnis bleiben soll. 😵 Nun ja, so bleiben uns die beide Löwinnen von der Bootstour am Anfang um so besonderer im Gedächtnis!

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Während wir so über die Teerstraße huschen, ziehen in uns Bilder von unseren ersten Tagen hier in Botswana durch den Kopf:

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Ob Chobe mit dem Auto oder mit dem Boot – auch diese ersten Erlebnisse waren trotz Elefantenlosigkeit schön gewesen!

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Schnell sind wir in Kasane, wo wir noch unsere letzten Pula ausgeben wollen. D.h. Volker möchte eigentlich mit keinen Pula zurück nach Malawi. Wir müssen aber als letztes noch die Kazungula Ferry bezahlen. Leider wissen wir nicht, wieviel sie von botswanischer Seite aus kostet. Bevor wir also im Shoprite noch einmal einkaufen, versuchen wir, und über den Fähren-Preis kundig zu machen: Wir beobachten alle Autos, die so auf den Parkplatz kommen und fangen diverse Leute ab: Fahrer von Touristen-Unternehmen. Polizisten. Einheimisch. Expats. Wir fragen so ziemlich jeden, der uns so aussieht, als könnte er das wissen – aber vergeblich. Keiner weiß, wieviel diese Fähre kostet! Ja ist das denn möglich? Nein, wir selber fahren dort nie rüber, sagen sie alle.

Tja, was tun? Wenn wir uns zu viel Geld aufheben, liegt es bei uns in Malawi unnütz herum. Wenn wir uns zu wenig aufheben, dürfen wir von der Grenze aus wieder zurück nach Kasane fahren, um Geld abzuheben. Dummerweise ist es ja sogar so, dass man ERST den botswanischen Grenzposten passieren und DANN die Fähre bezahlen muss. Also geht es eigentlich gar nicht, dann nochmal zum ATM nach Kasane zurück zu fahren…. Letzteres wäre also ZIEMLICH blöd!
Wir spekulieren also:
Von Zambia aus waren es 150 zambische Kwacha gewesen. In Botswana sind diese Dinge meist etwas teurer – aber sooo viel mehr kann es doch auch nicht sein. Also vielleicht 200 Pula? (Bei einem Kurs von ca. 1:0,9).

Volker beschließt, zur Sicherheit 250 Pula zu behalten. Den Rest setzten wir nun noch in Lebensmittel im Shoprite um. Neben einem Mittagssnack für jeden kaufen wir noch etwas Müsli und Milch, zwei Packungen Nudeln und Konserven für ein weiteres einfaches Gaskocher-Essen. Mein Kaffee ist auch quasi leer – und da es noch 3 Tage bis Blantyre sind, muss also auch noch ein Päckchen Kaffee dazu. Darüber hinaus geht das Geld für so gaaaanz wichtige Dinge wie Schokocreme drauf. Ja, Ihr habt keine Ahnung wie kostbar das in Malawi ist! Da gibt es nämlich immer nur so ca. alle 3 Monate mal in den Regalen einen Schwung Schoko-Brotaufstrich, der dann in Kürze leergekauft ist! Und: ich traue meinen Augen kaum: die Schokocreme ist gerade drastisch reduziert und das Glas kostet nur die Hälfte von dem, was ich in Blantyre sonst bezahle – also müssen davon noch 4 Gläser für die nächsten Monate mit!
Außerdem sind die Ostereier und Schokohasen im Abverkauf und damit preiswerter als eine normale Tafel Schokolade – da läßt sich der sonst vom schwäbischen Spargeist getriebene Papa erweichen und packt noch etwas Schokoproviant für die letzte Reiseetappe in den Wagen! 🤩

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Danach fahren wir an der Lasterschlange botswanischerseits vorbei bis zum Grenzposten. Bei der Ausreise geht ja alles immer etwas schneller, und ich muss mich nicht mehr vor fehlenden Dokumenten fürchten. Dennoch bleibt unser Fazit zu den botswanischen Beamten leider: freundlich geht anders!!!! 😈

Dann die Mischung aus Hoffnung und Schlottern, ob wir mit unserem Fähr-Preis richtig spekuliert haben? Volker kommt grinsend aus dem Häuschen zurück: es kostet 250 Pula! Puuuh! Schwein gehabt! Aber ehrlich: Abzockerei ist das trotzdem, finde ich….
Nun stehen wir wieder am Zambezi-Ufer, und während wir auf die Fähre warten, betrachten wir das Mega-Brücken-Projekt von der anderen Seite:

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Uuuups – Rafiki! Als wir hier vor 10 Tagen von der Fähre runter fuhren, hattest Du irgendwie eine andere Farbe! 😄

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Teil 11206. Nov. 2018

Fortsetzung Dienstag, 10.04.2018: Noch einmal über den Zambezi
Einschub:
Kazungula Ferry und das derzeitige MonsterBrückenProjekt


Bald stehen wir wieder auf der Fähre und Joel bettelt auch diesmal um gaaaanz viele Bilder von diesem Brückenbau!
Ja, eindrücklich ist sie allemal! Auch beim zweiten Anblick auf der Rückreise!

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Da Mugabe verweigerte, sie durch zimabwisches Hoheitsgebiet verlaufen zu lassen, mussten Botswana und Zambia Namibia als Partner gewinnen, welche ihnen dann nach langen Verhandlungen die Erlaubnis gab, die Brücke in einem großen Bogen auf im Prinzip namibischer Seite verlaufen zu lassen. (was ja inzwischen als schmaler Grenzstreifen zwischen Botswana und Zambia anerkannt wurde, womit der afrikanische „QuadriPoint“ verschwand bzw. In einen doppelten „TriPoint“ umgewandelt wurde).
Das verlängerte das Bauwerk um 323m auf eine Gesamtlänge von 923m!
Und steigerte gewiss auch die Kostens immens…. Vielen Dank, Herr Mugabe!

Da in einem anderen thread neulich nochmal über die Brücke kurz berichtet wurde, dass Zimbabwe sich nun in das Projekt mit eingereiht habe, habe ich nochmal etwas recherchiert. Leider fand ich nicht ganz so viele Infos wie erwartet. Eine kurze Zusammenfassung einige meiner Ansicht nach interessanten Aspekte gebe ich hier gerne weiter:

Im “Daily news Zimbabwe 17. März 2018” heißt es, Zimbabwe fürchte inzwischen, dass durch diese Brücke die bisherige Haupttransitroute „Beitbridge-Chirundu“ untergraben würde. Diese jedoch stelle für Zimbabwe eine wichtige wirtschaftliche Einnahmequelle dar.
“…the project sounds a death knell for the country…” und weiter: “….Zimbabwe benefittet from cargo duty and toll fees…”. Ebenso sei der touristischen Sektor durch den Brückenbau gefährdet, da Routen/Unterkünfte dann weniger in Zimbabwe angestrebt würden. Demnach habe wohl Mnangagwa nun versucht, die alten Feindseligkeiten zwischen Mugabe und Khama zu begraben, und die neuen Regierungen versuchen einander anzunähern. Möglicherweise hat sich Zimbabwe nun tatsächlich darum bemüht, noch ein Stück vom Kuchen dieser Brücke (wirtschaftliche Erfolge?) mit ab zu bekommen.

In anderen Nachrichten findet man jedoch auch kritische Stimmen, die behaupten, die Investitionen würden die Partner niemals – in jedem Falle jedoch nicht schnell – wieder einnehmen, da als Transit-Route BeitBridge-Chirundu am Kariba Stausee immer noch kürzer sei, und Mnangagwa plane, diese auszubauen/zu verbessern um konkurrenzfähig zu bleiben. Ferner müßten die Grenzen (gemeint sind wohl ALLE SADC-Grenzen) wie geplant endlich in One-Stop-Borders umgewandelt werden, die die Abfertigung erleichtern.
Diesen Punkt kann man nur unterstreichen, wenn man die Warteschlangen der Laster auf beiden Seiten des Zambezi sieht….

Auch müssten Botswana und Namibia die Umgebenden Strecken ausbauen – mit einer Brücke alleine wäre dies nicht getan. Ein weiteres Problem sei, dass derzeit keine Toll-Gebühren erhoben würden und die hohen Kosten für das Projekt lediglich durch die Road Tax viel zu langsam wieder eingenommen würden.

Also: bleibt abzuwarten, was sich die Führer der beteiligten Staaten in Zukunft hier noch einfallen lassen!

Und wie steht es nun mit dem absehbaren Ende bezüglich des Bauprojektes – was ja die Touris und damit sicherlich einige meiner Leser betrifft?
Hier konnte ich lediglich aus Nachrichten Ende September entnehmen, dass die neue „deadline“ März 2019 wäre. Was auch immer das zu bedeuten hat, denn eine „deadline“ sagt ja noch nichts über eine tatsächliche Fertigstellung aus….

Falls jemand besser informiert ist, bin ich dankbar für alle Kommentare/Ergänzungen!
Denn wir werden dieses Projekt weiterhin interessiert verfolgen, auch wenn wir wohl kaum so schnell wieder dort vorbei fahren können werden.

Teil 11306. Nov. 2018

Fortsetzung Dienstag, 10.04.2018: Mwandi View (Kavimba/Botswana) – Maramba River Lodge (Livingstone/Zambia):
Grenze - Kazungula Ferry


Neben der „Brücke im Bau“ freuen wir uns beim Übersetzen an dem herrlichen Wetter, dem Wind, der uns durch die Haare bläst und dem Blick über die weiten Wassermassen, die nicht fern von hier ihre 100m in die Tiefe stürzen.
Ein erstes Mal Botswana lassen wir hiermit hinter uns – und nehmen neben vielfältigen und besonderen Erlebnissen und ihren Erinnerungen noch einen Haufen Botswana-Dreck mit! 😉
Hier Bilder von der Rückfahrt

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Und zum Vergleich eines von der Hinfahrt:

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Die Meinung in unserer Crew ist eindeutig: Unser Cruiser sieht jetzt viel besser aus als am Anfang der Reise! 😄

Eigentlich ist die Überfahrt viel zu kurz, und ehe wir uns versehen, landen wir schon wieder auf zambischem Boden!

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Nun heißt: es noch einmal tapfer sein und durch die ganze Einreiseprozedur zu gehen. 😵

Wieder müssen wir uns lästige und schmierige Typen vom Leib halten.
Ein double entry Visum hatten wir für uns alle – aber das Auto muss nochmal komplett neu abgefertigt werden. Wieder tausend Papiere – und auch erneut Road Tax und Carbon Tax.

Während Volker sich um den Papierkrams kümmert, gehe ich zurück zum Auto. Mir ist es hier nicht ganz wohl zumute, und ich möchte das Auto mit Dachkisten nicht unbeaufsichtigt lassen. So sitze ich mit zwei unserer Kinder drinne. Angenehm ist auch das nicht – immer wieder kommen diese Typen und labern mich aufdringlich an.
Ich möchte so gerne ein wenig unseren Erlebnissen nachhängen und die vielen schönen Bilder in mir vorbei ziehen lassen!

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Doch weit komme ich mit meiner Botswana-UrlaubsIdylle nicht. Einer dieser Typen beginnt gar das Auto zu putzen, und ich muß fast handgreiflich werden, um ihn los zu werden!

Dann kommt ein anderer junger Kerl angeschaukelt – er ist zerlumpt, hat glasige Augen, und ich bekomme ein ungutes Gefühl. Doch er ist schneller neben meinem Fenster, als ich es hochkurbeln kann. Er riecht nach Alkohol, und seinem ganzen Gehabe und Blick nach zu urteilen hat er vermutlich auch noch anderes intus.
Auch er möchte mein Auto waschen. Ich muss sehr darum kämpfen, dass er das nicht tut!
Als ich mich vehement wehre, wird er aggressiv, und ich fürchte, ob ich mich und die Kinder hier in dem Auto wirklich schützen kann. Auch die weiteren herumstehenden Konsorten sehen nicht gerade so aus, als würden sie für uns in die Bresche springen!
Dann meinte er sehr fordernd, ich solle ihm wenigstens Geld geben!
Als ich das mehrfach freundlich aber stur verneine, kommt dann ein vorwurfsvolles:
"So you don't have a giving heart, ey? You Don't have? No, you Don't have such a heart..."

Danke! Neben dem, was wir alles regelmäßig (und überlegt) spenden, haben wir immer wieder einiges aufgegeben, um UNTER den Menschen zu leben, und solche Äußerungen rufen dann schon diverse Gefühle hervor.... 🙄 😊 😈

Ich will hier nur noch weg! Wann kommt Volker endlich aus dem Häuschen geschlappt?

Einerseits will ich weg, andererseits verkrümmt es mir mein Herz im Inneren, wie so oft auf diesem Kontinent – und auch im Alltag früher in Nairobi oder heutzutage in Blantyre, und mein Innerstes diskutiert mit sich selbst:

Aber nein, ich kann doch nicht immer diese Not leidenden Menschen nur so ablehnen!
Aber er wird mit dem Geld nichts Sinnvolles anfangen!
Dann gibt ihm etwas vom dem Brot, was noch unter der Sitzbank liegt!
Nein, ich geben NICHTS! Nicht auf diese fordernde Art, und sowieso nicht, weil es diese Situationen für alle meine (weißen) Nachfolger nur noch schwerer machen wird. Der Anspruch wird steigen, der Alkohol- und Drogenkonsum wird deshalb NICHT abnehmen, und ich werde nichts damit verändern!
Wirklich nicht? Vielleicht doch – nur für diesen einen Menschen vielleicht doch?
Schau dir doch an, was daraus geworden ist in den letzten 30 bis 40 Jahren – die Kriminalität steigt, Ausländer (insbesondere Weiße) werden mehr denn je als eine Melkkühe betrachtet - seien sie Touristen oder Mitarbeiter von NGOs oder staatliche Organisation. Es ist überall das Selbe. Und dass die Eigenverantwortung sinkt und sich damit die Abwärtsspirale eines Landes weiter dreht, und die Forderungen an die westlichen Staaten steigen, dafür ist Malawi eines der besten Beispiele!
…..Und der Grund, warum wir es Ende des Schuljahres wieder verlassen werden, auch wenn das Leben dort für uns als Familie stimmig wäre……

Autsch! 😣 🙁 Jetzt tut es schon weh beim Schreiben, während ich inzwischen hier in Deutschland sitze und mich selbst und unsere Kinder durch diverse und immer wieder nicht vorhersehbare Heimwehanfälle schaukele….

So oder ähnlich jedenfalls saß ich dort innerlich zerrissen im Auto, und atmete tief aus, als der Kerl sich endlich vor sich hin schimpfend langsam von unserem Auto enfernte….

Volker kommt immer noch nicht. Er war nun schon seit bald einer Stunde dort drinne. Wir dachten mal, die Rück-Einreise würde schneller gehen…. Fehlanzeige…. 🙁 😠

Zwischenzeitlich habe ich wieder das Fenster hoch gekurbelt, doch das war vor Hitze nicht auszuhalten gewesen, weshalb es nun wieder offen steht, als ein weiterer Mann zielstrebig auf mein Fenster zusteuert. Dieser sieht allerdings sehr freundlich aus und lächelt! Was nun wohl als nächstes kommt?
Er grüßt mich auf Chichewa – „Muli bwanji?“, ich grüße zurück: „Ndili bwino! Kaya inu?“„Inenso ndili bwino! Zikomo!“ Er lacht freudig, und nun geht das ganze Ritual noch mit Tabea und Benni weiter! Er freut sich so sehr darüber, dass sich die Eisenschlinge um mein Herz langsam wieder löst! Er habe unser malawisches Nummernschild gesehen! Er käme aus Malawi und man träfe hier so selten Leute aus seiner Heimat!
Das ist das erste Mal in 3 Jahren, dass ein Malawier mich als „einen aus seiner Heimat“ tituliert und auch ebenso herzlich behandelt!!! Träume ich?
Tja, in der Fremde vereint einen das dann doch immer wieder. Hier ist auch er ein Fremdling…. Da genügt ein malawisches Nummernschild! Das tut gut!

Dann unterhalten wir uns sehr ausführlich und herzlich. Er ist Lastwagenfahrer, und kennt alle Staaten hier im südlichen Afrika. Er lamentiert über die Korruption an den Grenzen und unter der Polizei in den diversen Ländern. Die DR Kongo wäre am schlimmsten – da sei man auf Gedeih und Verderb der Willkür der Beamten ausgeliefert. Mehrere hundert Dollar seien keine Seltenheit, um voranzukommen…. Doch der Druck der Firmen im Nacken sei große – es gäbe keine andere Wahl.

Wie lange er denn mit seinem Laster an dieser Grenze vor der Fähre wartet, frage ich ihn?
Um die 6 Tage in der Regel. Das ist also die Antwort auf unsere innere Frage, die wir schon seit der Hinfahrt mit uns mitschleppen!

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Nein, es wäre nicht die Fähre – die könnte mehrere Laster pro Tag hin und her bringen. Es läge an der trägen Abfertigung!
Na, Brückenprojekt, du läßt grüßen! Ob sich an diesen Schlangen nach der Eröffnung der Brücke dann etwas ändern wird???

Kurz nachdem sich mein malawischer Freund von uns verabschiedet hat kommt tatsächlich Volker mit den anderen beiden Jungs! Ich glaube, es waren ca. 1 ¼ h – und Volker ist GAR nicht gut drauf! O oh…. Das war wohl ziemlich lästig!

Ab ins Auto, ein letztes Mal vorbei an endlosen Warteschlangen, einmal tiiiief durchatmen und auf zum „Paradies“ – der Maramba River Lodge in Livingstone!

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Teil 11409. Nov. 2018

Fortsetzung Dienstag, 10.04.2018:
Wieder in Zambia - noch einmal Maramba River Lodge!


Es ist später nachmittag, als wir hier einrollen. Es tut gut, auf Reisen zwischendurch auch an bekannte Orte zu kommen! Wir melden uns an der Reception an und fahren zur Campingwiese:

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Es steht ein einziges Fahrzeug da (mit 2 aufgeklappten Dachzelten) – und zwar quasi nebenan von „unserem“ Stellplatz. 🙁 Also, um das hier klar zu stellen: wir haben hier keinen Anspruch auf irgendeinen Stellplatz – wir sind ja nicht in Botswana! Aber dieser Platz hat uns bisher immer am besten gefallen, denn er ist nahe zu den (sehr schönen!) Abolution Blocks,

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was für die Kinder und auch zum Abspülen wesentlich einfacher ist. Er hat einen Wasserhahn in der Nähe, einen Tisch zum Kochen UND eine noch nicht zu morsche Ess-Bank!

Doch wollen wir unsere noch unbekannten Mit-Camper nicht verärgern, indem wir ihnen zu nah auf die Pelle rücken. Deshalb schauen wir uns diesmal doch noch auf den anderen Plätzen näher am Fluß um. Da flieht eine Riesenagame vor uns. 😮 Das ist eine nette Begrüßung!
So ganz eben sind die Plätze aber nicht, und teilweise auch recht matschig, weshalb wir doch zu „unserem Stammplatz“ zurückkehren und dort unsere Zelte aufbauen.

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Dieses Bild ist von der Hinfahrt – aber bis auf den inzwischen nicht mehr so weißen LandCruiser sah es diesmal sehr ähnlich aus.
Auch andere Camping-Alltäglichkeiten, wie abspülen, Kiste entzurren oder mal Scheiben putzen klappt nun schon viel „geschmeidiger“ als wie vor 10 Tagen. 🤪 🙂

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Wir sind also definitiv wieder mal als Camping-Team besser zusammen gewachsen, was Familienbande stärkt. Eines meiner starken Plädoyers fürs Campen, auch wenn es manchmal anstrengend ist!!!

Nach dem Zelte aufbauen geht jeder so seiner Wege – ich flaniere ein wenig auf dem Lodge Gelände herum, Volker sucht sich in der Lounge Wifi,

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während die Kinder noch einmal in den liebevoll angelegten Pool springen.

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Es gibt „künstliche“

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Und echte Tiere

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Im Fluß sind wie immer Hippos, aber sie haben sich gut versteckt,

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so dass es nur ein schlechtes Beweisfoto gibt:

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Dann treffen wir uns zum Kochen wieder. Eigentlich wollte ich diesen Abend einmal das hübsche Restaurant ausnutzen. Doch wir müssen uns morgen nochmal unserem leidigem Thema „Gasflasche“ widmen – d.h. die auf der Hinfahrt neue ausgeliehene zurückgeben und gegen unsere alte, fast leere (die uns bisher ja keiner abnehmen will 😵 ) wieder tauschen. Wieviel wir mit der dann noch kochen können, wissen wir nicht. Vermutlich müssen wir uns dann in den nächsten Tagen ein „Essen gehen“ leisten, weshalb heute ein letztes Mal Dosenfutter auf die noch sehr volle Afrox-Gasflasche kommt. 🤩 😛

Dabei kommen unsere Nachbarn an. Es ist eine britische Familie mit 2 Kindern. Wir grüßen einander kurz, doch es wirkt nicht sehr herzlich und wir fragen uns, ob sie doch genervt sind, dass wir den Platz neben ihnen gewählt haben. Dabei fällt uns auf, dass wir ihnen den direkten Trampelpfad blockiert haben. Ich spreche das an und fahre unseren Cruiser nochmal einen Meter weiter vor in den Matsch, damit sie besser trockenen Fußes vorbei laufen können. Das scheint sie positiv zu überraschen, und sie tauen ein wenig auf. Die Kinder – ein etwas 10- oder 11-jähriger Junge und ein 14-jähriges Mädchen, haben sich mit unseren ohnehin schon im Pool angefreundet, und die Eltern werden jetzt auch aufgeschlossener. So kommt doch noch ein interessantes Gespräch zustande:
Sie sind 4 Monate unterwegs. Sie machen das schon seit vielen, vielen Jahren so: arbeiten selbständig 2 Jahre lang ohne Urlaub, und dann geht es 4 Monate lang auf Reisen! Die Kinder machen in dieser Zeit selber etwas Schule (Im Gegensatz zu Deutschland ist sowas in UK ja rechtlich leichter möglich).
Auch eine Art zu leben! 😎
Wir treffen auf diesem Kontinent so viele verschiedene Leute mit so unterschiedlichen Lebensmodellen, dass wir immer wieder feststellen: so verrückt, für wie uns manche in Deutschland halten, sind wir gar nicht. Die Welt und die Möglichkeiten sind so viel größer als viele denken können!
Dann kriechen sie recht früh in ihre Zelte – die Eltern verraten uns noch, dass sie für morgen einen Hubschrauber Flug über die Vic Falls gebucht haben (und deshalb früh raus müssen), und die Kinder davon noch nichts wissen!

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Wir machen noch eine Familien-Lage-Besprechung, denn wir werden 2 Nächte hier sein und hatten uns einen vollen Tag in Livingstone eingeplant aber die Gestaltung offen gelassen.
Und es ist so wie fast erwartet: Wir alle sagen: nochmal Vic Falls, auch wenn es ein unglaublich schönes Erlebnis ist, welches wir gerne wiederholen würden - das muss morgen nicht auch noch sein. Wir hatten das vor 2 Jahren – und diesmal sind wir so voll von dem vielen anderen Erlebten, dass wir lieber nur ein wenig in Livingstone über den Markt schlappen und ansonsten noch hier auf dem Gelände etwas ausspannen wollen.

Es ist schön, etwas weniger Programm und keine Fahrstrecke vor sich zu haben! Mit diesen Gedanken schlafen wir entspannt ein!

Teil 11513. Nov. 2018

Mittwoch, 11.04.2018:
Livingstone – Victoria Falls „von Hinten“ und Erinnerungen


Heute machen wir mal einen ganz gemütlichen Morgen!
Die Kinder sind schon unterwegs am Pool, und Volker sitzt auch schon in der Morgensonne, während ich mich gegen 7:30 aus dem Zelt schäle, denn da weckt mich Motorenlärm 😠 . Die ersten Hubschrauber und sonstigen touristischen „Vic-Falls-Himmelskörper“ über uns…. Ob unsere Nachbarn jetzt da oben sind?
Das ist das einzige, was die Idylle an diesem wunderschönen Ort hier etwas trübt…..

Nach einem gemütlichen Frühstück wird es fast 10 Uhr, bis wir uns ins Auto versammeln, um nach Livingstone rein zu fahren.
Doch zunächst machen wir noch einen Abstecher an den Zambezi oberhalb der Victoria Fälle, wo dieses Familien-Bild entsteht:

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Ich liebe diese Stelle, mit der „Gischt“ im Hintergrund!
„Mosi-oa-Tunya“ („Donnernder Rauch“) nennen ihn die Einheimischen, denn der Sprühnebel steigt bis zu 300 m in die Höhe und kann in bis zu 30 km Entfernung gesehen werden!
Es soll sogar in unmittelbarer Umgebung einen Regenwald geben, der seine Existenz nur diesem Sprühnebel verdankt! Wo der liegt, ist mir allerdings nicht ganz klar. Der unten eingefügten Aufnahme einer Nachbildung nach ist wohl das kleine Areal gemeint, auf welches man nach Übergang auf der kleinen Fußgängerbrücke gelangt.

Jede Jahreszeit hat hier wohl seinen eigenen Reiz – aber die Wassermassen sind jetzt im April, am Ende der Regenzeit, am gewaltigsten! Bis zu 10.000 m³/s Wasser schießen dann über den Rand der Schlucht in die Tiefe (am Ende der Trockenzeit, September & Oktober kann die Wassermenge auf nur 170 m³/s schrumpfen).
Doch auch in den meisten anderen Monaten des Jahres wird der Wasserfall seinem Titel „Größter Wasservorhang der Erde“ gerecht – auch wenn sie nur ca. 100 m tief fallen, erstrecken sich die Fälle auf eine Breite von 1708m!
Damit bleiben die Victoriafälle der breiteste durchgehende Wasserfall der Erde.

Auch wenn wir diesmal nicht hinter die Gischt in den Abgrund blicken, erinnern wir uns gerne zurück an unseren Vic-Falls-Besuch im April vor 2 Jahren – und die Erinnerungen sind uns noch so lebendig, dass ich beschlossen habe, diesen sonst etwas „Bild-armen“ Bericht-Tag mit ein paar Bildern von unserem damaligen Besuch zu würzen:

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Wir waren dem Rat meiner Mutter gefolgt: „ Zieht Euch am besten gleich nur Badesachen und Flipflops an!“ – eine weise Entscheidung! Schon am Anfang werden wir ordentlich geduscht!!! 😄 🤩

Die Wassermassen im April sind unglaublich! Eigentlich möchte ich die Falls mal in einer anderen Jahreszeit erleben. Die „Klassischen“ Bilder mit den Regenbögen entstehen ja im Juli/Augst, bei „halb hohem“ Wasserstande. So weit können wir nun leider nicht entlang der Fälle blicken, denn die Gischt hüllt alles in dicksten Nebel!

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Es ist eine unglaubliche Wucht, die einen hier umgibt, und der Weg über die 100 m hohe Brücke ist schon unheimlich – rundherum nur Wassernebel! Joel war damals noch sehr höhenempfindlich und ängstlich (8 Jahre) – und ich staunte, wie er über diese Brücke lief. Hinterher hat er mir gesagt, er habe sich selber die ganze Zeit gut zugeredet: „Now don’t panic! Stay calm and don’t panic and just move on!“ 😵 😎 . Es ist faszinierend - er scheint an diesem Erlebnis grundlegend ein Stück "Angst-bewältigungs-Strategien" gelernt zu haben, denn er geht seit dem ganz anders mit solche Situationen und mit seiner Anlage zur Höhenangst um: Souveräner - nicht leichtsinniger, aber er gerät nicht mehr so leicht in Panik und kann sich besser selbst regulieren!
Tabea hingegen (damals 7) überstand es erst mal nur mit Tränen….

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Dann der Blick zur Zambisch-ZImbabwischen Brücke – wenigstens hier bekommen wir einen Regenbogen!

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Und in der Tiefe „The Boiling Pot“!

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Dort wandern wir dann auch noch runter, schauen Bunjee-Jumpern zu und starren vor uns in die verrückten, angsteinflößenden Strudel:

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Nachdem wir wieder den Berg hochgekraxelt sind, sind alle so verschwitzt, dass die Kinder eine erneute „Dusche“ wünschen, und nun bittet Tabea sogar darum, noch einmal über die Brücke zu gehen! Sie tut es tatsächlich mutig, und behält es nun doch noch als freudiges Ereignis in Erinnerung!

Jetzt, 2 Jahre später, erinnern wir uns alle noch ganz begeistert daran, und es ist schön, dass es keinem als „Angst-Erlebnis“ haften geblieben ist, sondern als einzigartig eindrücklich und überwältigend schön!

Kurz vor dem Ausgang zollen wir noch David Livingstone Respekt, der 1855 auf der Insel an der Kante mit seinem kleinen Boot anlegte.

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Benni ist heute noch ganz glücklich über dieses Bild 🙂 , denn er hatte damals ein ausführliches Referat über Livingstone in der Schule erarbeitet gehabt!

David Livingstone nannte die kleine Insel vor dem Abgrund zu Ehren der damaligen Königin „Queen Victoria Island“. Diesen Namen trägt sie bis heute, und wer einen Nervenkitzel benötigt kann (soweit ich weiß allerdings bei niedrigerem Wasserstand) auch mit dem Boot dorthin übersetzten.
Auf der Nachbildung am Eingang des "Parks" ist das zu sehen - hier allerdings ist die Insel als "Livingstone Island" benannt. Nun bin ich also etwas verunsichert, wie sie heute heißt...

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Ich brauche diesen Nervenkitzel allerdings nicht, denn wenn man oben seitlich an der Kante steht, ist die Strömung neben einem und das laute Tosen, mit dem die Wassermassen in das vom Nebel umhüllte Nirwana stürzen, Furcht einflößend!

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Tief beeindruckt beschrieb David Livingstone diesen Wasserfall als „das schönste, das er in Afrika je zu Gesicht bekam“.
Und ich glaube, David Livingstone hat so manches Schöne und Beeindruckende auf dem afrikanischen Kontinent zu Gesicht bekommen!!!

Also, wer von Euch noch nicht dort war: auf zur Reise-Planung! 😉

Teil 11615. Nov. 2018

Mittwoch, 11.04.2018 - Fortsetzung
Livingstone - Stadt, Gasflaschen und CraftMarket


Nach unserem „Foto-Shooting“ an den Vic-Falls und dem „mentalen Erinnerungserlebnis“ ist die erste Adresse in der Stadt „Ankufa“, wo wir ja glücklicherweise auf der Hinfahrt unsere alte, fast leere und nirgends befüllbare K-Gasflasche

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gegen eine neue, volle Afrox-Gasflasche tauschen konnten,

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mit dem Deal, das auf der Rückreise wieder zurück zu tauschen, und nur für das verbrauchte Gas zu zahlen (20 % des Neupreises war ausgemacht, d.h. wir haben den vollen Preis bezahlt, und wenn wir die Flasche in quasi neuem Zustand, nur mit reduzierter Gasfüllung, wieder bringen, würde er uns 80 % erstatten)!

(Falls jemand meiner Leser nicht von Anfang an dabei war, und jetzt irritiert ist: Die „Geschichte dieser Gasflasche“ ist in diesem Bericht auf Seite… zu finden. Die „Auflösung“ gibt es dann auch erst fast am Ende der Reise….)

Bei Ankufa läuft alles super! Der indische Inhaber nimmt uns die Afrox Flasche wie ausgemacht ab und erstattet uns die 80%, im Gegenzug bekommen wir unsere alte K-Gas-Flasche wieder. Noch besteht ja die Hoffnung, sie auf der Rückreise in Chipata, wo wir sie 2 Jahre vorher erstanden haben, wieder los zu werden.

Dann fahren wir zum Souvernirs-Markt, denn in Malawi gibt es unserer Ansicht nach sehr wenige schöne Schnitzereien u.ä., und Volker hatte dieser hier in Livingstone damals so gut gefallen!

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Mit den Kindern war ausgemacht, dass sie sich von ihrem Taschengeld nochmal etwas kaufen können, falls sie das möchten. Wir haben besprochen, dass wir erst an allen Ständen vorbei laufen und schauen, was uns gefällt. Das ist einerseits eine gute Idee, andrerseits merken wir nach ca. zwei Dritteln, dass das wirklich seeeehr viele Stände sind!!!! 😕

Wir erleben die meisten Händler sehr freundlich und aufgeschlossen und wenig aufdringlich! So macht es Spaß zu gucken, hier und da mal zu quatschen, und über Dinge zu staunen, ohne sie gleich aufgedrängt zu bekommen!
Ich betrachte ausgiebig einige Malereien, was ich selten tue – doch hier gibt es einige Künstler, die einen für mich faszinierenden, eigenen Stil entwickelt haben, Tiere zu malen: gekonnte Formen, mit manchmal unüblichen Farben in Szene gesetzt, meist noch mit einem kleiner „Kniff“ in ausdrucksstarken Blicken oder Haltungen. Am liebsten würde ich ganz viele davon kaufen, und unsere großen weißen Wände in Blantyre damit voll hängen! Ich male und zeichne selber gerne – das ist eines meiner (schon lange nicht mehr zum Zuge gekommenen) Hobbies!

Jetzt bereue ich, keine Fotos gemacht zu haben, aber ich fühle mich immer ziemlich doof, wenn ich beim „Durch-die Stadt schlendern“ herum knipse. Das ist mir zu auffällig, ich mag das nicht. Aber leider kann ich Euch deshalb jetzt keine schönen Bilder zeigen!
Mit zwei der Künstler unterhalte ich mich auch länger, und bin ganz fasziniert über ihre Ansichten und ihre komplexen Gedanken zu ihren Werken! Manche haben auch inspirierende Sprüche in ihre Kunstwerke mit eingearbeitet – das ist Poesie und Kunst auf hohem Niveau! Ich bin wirklich fasziniert!!!!

Volker muß zwischendurch vehement einige „Bettler“ davon abhalten, unser angeblich völlig „verdrecktes“ Auto zu waschen!
„I said NO! No, no, no please! Don’t wash it – otherwise I will get into trouble with my kids!!!” 😣 – die möchten ja gerne, dass es in diesem “coolen“ Zustand noch in Blantyre ankommt!
Denn auch DAS ist schließlich KUNST!!! 😄

Nach 1 ½ h sind wir endlich am Ende aller Buden angekommen, völlig erschöpft, und inzwischen wollen wir kaum noch etwas kaufen! Wir haben uns satt gesehen an den schönen Dingen!
Am Ende ersteht Benni einen besonderen Elefant aus grünem Malachit-Stein, Tabea ein kleines Bild einer Giraffe, Joel ein Armband, und Hannes eine Sammlung diverser alter Münzen! Volker und ich kaufen einige kleine Tiere als „Mitebringsel“, wenn wir wieder nach Deutschland reisen, wie diese kleinen Holztiere

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Oder die kleine Elfantenherde, die einige Monate später Joels Botswana-Tisch in der Schule zieren wird:

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Ganz besonders finden Benni und ich diese kleinen Specksteingiraffen mit ihren dicken Bäuchen und kurzen Hälsen:

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Solche habe ich wirklich noch nirgends gesehen – nicht in 30 Jahren Kenya, nicht in Tanzania, nicht in Malawi!

Dann heißt es noch einmal ordentlich „sparen“! 😛

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Dieses Bild ist, glaube ich, zwar aus Chipata. Aber SPAR wird für uns immer eine Verbindung zu Livingstone haben. Denn als wir vor 2 Jahren hier waren, gab es SPAR noch nicht in Malawi, und wir haben hier unsere Essensvorräte aufgefüllt. Immer gespickt mit Volkers leicht sarkastischem Kommentaren: „Kaufen sie hier und kaufen sie viel, Sie können eh nur sparen!“. Tja, Werbelügen, die uns so umgeben….. Hier in Deutschland ist das besonders schlimm. „Wir kaufen uns glücklich!“ ist ja nur eine der vielen Lügen, die uns hier von großen Plakaten anplärren….. 😠

Es ist dann schon früher Nachmittags, ehe wir wieder in der Maramba River Lodge einrollen. Wir genießen nochmal die freie Zeit an einem wunderschönen Ort, denn es stehen uns drei lange Fahrtage bis Blantyre bevor!

Benni knipst dieses Bild in der Annahme, dass diese Meerkatze einen ganz besonders langen Schwanz hat:

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Als er selber merkt, dass das ein Kabel ist, lacht er sich schlapp über seinen eigenen Irrtum! 😗

Diese Viecher waren diesmal wirklich aufdringlich, und ich war beim Kochen nur noch Dank meiner starken Beschützer sicher: unsere Jungs standen um mich herum mit ihren Zwillen! Und es ist wirklich so, wie ich gelesen habe: Affen haben vor Kindern gar keinen Respekt, vor Frauen wenig, und reagieren am allermeisten erst dann, wenn ein Mann sich mit ihnen angelegt! Kaum zu glauben, aber sie lassen sich wirklich nicht von mir, hingegen aber von Hannes einschüchtern!!!!
Tja, so ändert sich der Gang der Dinge, und mein 13-Jähriger ist nun schon zu meinem Beschützer geworden! 😏

Teil 11727. Nov. 2018

Donnerstag, 12.04.2018
Livingstone – Lusaka


Heute geht es bis Lusaka, ins uns bereits bekannte Eureka Camp. Auf der Hinfahrt hatten wir uns ja kurz das sonst auch bekannte „Pioneer’s Camp“ angeschaut, und einstimmig beschlossen, dass wir Eureka klar vorziehen!

Vor der Abfahrt möchte Benni UNBEDINGT noch mit Selbstauslöser mit seiner Kamera ein Familienfoto machen – und er krampft ein bisschen auf einem krummen eingeschlagenen Holzpflock herum. Meine Anmerkung, dass das Gegenlicht sei, hört er irgendwie nicht.

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Naja – so schlecht ist es gar nicht mal geworden, und er hat sich seinen „Abschied“ von der wunderschönen Maramba River Lodge verewigt! Sollten wir jemals wieder nach Livingstone kommen, wird dieser Ort hier uns ganz gewiss wieder sehen!

Noch einmal fahren wir durch das beschauliche Livingstone – es ist uns gelungen, unser Auto ungewaschen durch zu kriegen!

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Als kleine Anmerkung noch zu Livigstone für solche unter Euch, die noch nicht dort waren und einen Besuch planen:
Bei unserem ersten Besuch waren wir sowohl im Eisenbahnmusem als auch im Livingstone Museum. Ersteres lohnt sich aus unserer Sicht eher nicht – es ist sehr teuer und bietet wenig (da ist selbst das inzwischen etwas verlodderte Eisenbahnmuseum in Nairobi lohnenswerter!).

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Gut ist noch eine Ausstellung in einem Raum mit viel Geschichte zu den Juden in Zambia – und deren Beitrag zur zambischen Wirtschaft/Entwicklung.

Das Livingstone Museum hingegen ist eine ganz klare Empfehlung von uns!

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Auch für kleinere Kinder bietet es viel Abwechslungsreiches! Dafür zahlt man auch erstaunlich wenig. 2 h sollte man dafür schon einplanen – Fotos von innen habe ich allerdings nicht.

Teil 11827. Nov. 2018

entschuldigt - doppelt!
Ich dass in einem Cafe beim Sport unseres Sohnes mit sehr schlechtem Internet und es bewegte sich nichts. Dann hab ich nochmal auf den Button gedrückt. Ewig ging immer noch nichts. Und nun war's doppelt - also hab ich einmal wieder gelöscht! Entschuldigt!
So ist das mit der Ungeduld.... 😊

Teil 11927. Nov. 2018

Fortsetzung Livingstone - Lusaka

Bis Lusaka haben wir etwa 470 km vor uns, darunter ein Stück von 70 echt miesen!!! 7 h müssen wir rechnen. Eigentlich wollen wir um 9 los. Aber das klappt nicht ganz….

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Egal, heute wird einfach ein müder Fahrtag. Es ist erstaunlich still im Auto. Keiner knatscht vor Langeweile – es wird geschlafen, oder wohl den Gedanken und Erinnerungen nach gehangen!

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Tiere gibt es heute keine zu sehen – aber für solche Fälle haben wir ja unsere mit dabei! 😄

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(Wir haben auf dieser Fahrt tatsächlich JEDEN TAG einen Leoparden gesehen!!! 🤩 😎 )

Am späten Nachmittag kommen wir im Eureka Camp (vor Lusaka) an und suchen uns auf der großen Wiese ein schönes Plätzchen.

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Zelte aufbauen, einen Kaffee kochen (noch ist Gas in der Flasche!). Die Kinder springen einmal in den kleinen Pool und spielen dann an der Bar Billiard.

Ich flaniere etwas durch die Anlage auf der Suche nach den Giraffen. Die aber sind nur weit weg zwischen Bäumen zu erahnen. Dafür finde ich einige schöne Blumen

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Und die Zebras grasen wieder um uns herum:

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Zum Kochen haben wir heute keine Lust mehr, und fahren Abends noch in die Anfänge von Lusaka rein, um uns eine einfache Mahlzeit zu suchen. Auf Wunsch der Kinder landen wir im „Debonaires Pizza“ – ganz o.k., und für unseren müden Zustand heute in Ordnung – ein schönes, teures Lokal wäre heute Verschwendung gewesen.

Zurück am Camp fallen wir müde in die Betten – noch 2 lange Fahrtage haben wir bis nach Hause vor uns. Das ist einerseits nicht schön, da uns so kein rechtes Highlight mehr erwartet - andrerseits bietet es auch Zeit, die vielen Eindrücke zu verarbeiten und noch etwas tiefer ins Gedächtnis zu brennen!
Mit lebendigen Erinnerungen an so viele verschiedene schöne Abende schlafe ich ein!

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Teil 12028. Nov. 2018

Freitag, 13.04.2018
Lusaka – Tikondane (kurz vor malawischer Grenze)


Heute haben wir noch mehr Kilometer vor uns – ca. 570 sind es. Doch erwartet uns größtenteils wunderbare und meist fast neue Teerstraße! Zunächst aber müssen wir uns noch durch den Lusaka-Stadt-Verkehr wühlen.

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Das klappt eigentlich erstaunlich gut, und es ist gar nicht soooo schrecklich voll wie wir es vor 2 Jahren erlebt hatten. Nun ja, damals sind wir auch noch extra-Schleifen durch die Stadt gefahren, in der Hoffnung einen Ort zu finden, wo man uns unsere Gasflasche auffüllt. Da es damals aber ein Sonntag war, hatten wir damit leider keinen Erfolg gehabt….. Stattdessen hatten wir fast 2 zusätzliche Stunden im Stau verbracht! 😠
Das tun wir uns heute nicht an – auch wenn heute KEIN Sonntag ist. Unsere Hoffnung setzten wir noch auf die Tankstelle in Chipata, wo wir diese Flasche ja vor 2 Jahren käuflich erworben hatten. Und morgen ist schließlich auch kein Sonntag – also sollte das vielleicht doch gut ausgehen?

Da gurken wir also fröhlich munter durch den verrückten Verkehr – uns als wir an einer Ampel auf mehrspuriger Straße etwas länger stehen, reißt doch aus dem Nichts heraus einer die Fahrertür auf! 😮 Volker ist so geistesgegenwärtig und macht sie SOFORT wieder zu und drückt den „LOCK“-Knopf. Auf der Beifahrerseite (dort sitzt gerade Joel) taucht im selben Augenblick ein weiterer Kerl auf, und als er merkt, dass er die Tür nicht öffnen kann, verschwinden die Jungs im Wirrwarr der anfahrenden Autos…..

Ja, haben wir das gerade eben geträumt??? Das war eindeutig ein abgekatertes Spiel - zum Glück mißlungen!
Zwar hätten sie eh nichts klauen können, denn wir achten immer SEHR darauf, dass nichts erreichbar und sichtbar vorne rum liegt – die Phones wären auch nicht ein Reichweiter gewesen. Auch sonst halten wir die Fenster in Städten dicht, und stapeln keine Rucksäcke oder Handtaschen nahe an Fenstern (wenn es mal sein muss, lege ich immer mindestens Tücher darauf). Allerdings sind wir durch das „harmlosere“ Malawi wohl doch etwas nachlässig geworden – in Nairobi oder Dar Es Salaam z.B. haben wir IMMER auch die Türen auf „LOCK“!
Das sollte uns wohl eine Lehre sein!

Bald darauf lassen wir Lusaka hinter uns und genießen einfach die Landschaft und die friedliche, freie Straße!

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Irgendwo auf dieser Strecke zeigt der Tachostand eine 44444 (ja, Rafiki ist das neueste Auto, das wir je besessen haben!!!)

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Einen Augenblick zollen wir unserem treuen Auto Respekt und sprechen ihm unsere Anerkennung zu – jaja, denkt nur alle, ich sei ein bisschen verrückt – das denken unsere Angestellten auch immer, wenn ich mit unseren Hunden und Katzen Gespräche führe….. Letzteres ist zwar für europäische Ohren nicht befremdlich, und daran sieht man mal wieder, wie unterschiedlich Prägungen und Kulturen und Selbstverständlichkeiten sein können!

Leider haben wir keinen Sekt, mit dem wir anstoßen können.
So inspirieren mich die Gedanken an diese 444444 Kilometer immerhin jetzt zu einer

Ode an unseren Landcruiser

So viele Tage, und auch bei Nacht,
Wie viele Kilometer hab‘ ich mit Dir verbracht!
Treu trägst Du uns über Teer und Sand,
Schotter, und Matsch sind Dir wohlbekannt!
Ob weiß oder grau, ob braun oder rot gar,
die Naturfarben steh‘n Dir einfach wunderbar!
…..
Mal surrt Dein Motor gleichmäßig rein,
in hartem Terrain jedoch stellt sich Dein wahres ICH erst ein!
….
Und steht der Matsch dir mal bis zum Hals
Vernehme ich kein Jammern -
Nur Überlebenswille und Abenteuergeist
Die willst Du fest umklammern!
Auf Dich ist Verlass, nicht nur bei Sonnenschein –
Da steigen wir gerne wieder ein!
…..


Nun ist mir dieses Gedicht diesmal nicht zu meiner Zufriedenheit gelungen. Z.B. reimen sich „Hals“ und „Geist“ nicht wirklich gut. Aber es gibt ja so schöne „stilistische Mittel“: nennt man einen misslungenen Reim einfach „Assonanz“, bekommt das Ganze gleich einen besonders künstlerischen Anstrich! UND -schwupps!- ist es ein Meisterwerk!
So ähnlich, wie wenn ein namhafter Künstler eine Leinwand mit Blauer Farbe bepinselt und das Ganze dann als Kunstwerk bezeichnet! Da sagen alle „Aaahhh!! Und „Ooohh!“. Hätte es hingegen ein 3-Jähriger geschaffen, würde man mitleidsvoll lächelnd liebevoll sagen: „Das hast du aber schön gemacht!“ (und denkt sich dabei: der Knabe muss noch ein wenig üben….)

Doch habe ich das Pech, dass ich zwischen den Zeilen meine herauszulesen, dass sich unter meinen Lesern Literaturwissenschaftler befinden. Die werden meinen versuchten Aufwertungen meiner misslungenen Zeilen möglicherweise widersprechen. Und das müssen sie auch – denn während ich so darüber nachdenke, stelle ich fest, dass mir nicht einmal eine „Assonanz“ gelungen ist, sondern lediglich ein „unreiner Reim“ (aber auch das kann man als Stilmittel verwenden! Jaja, also das ist gewiss alles künstlerisch so gewollt!)
(Insofern: auch, wenn ihr immer wieder betont, dass ihr Euch auf diesen Seiten nicht beruflich tummelt: literarisch verbessernde Hinweise sind hiermit ausdrücklich erwünscht!)

Also, irgendwie will das mit einem würdigenden Lancruiser-Gedicht gerade nicht so richtig funktionieren. 🙄 Vielleicht ist das der Wink mit dem Zaunpfahl, dass ich DRINGEND mal wieder einen fahren sollte!!!!! (ich glaub, ich hab nach 4 Monaten im deutschen Verkehr ernsthafte Entzugserscheinungen….)

Ich sollte nicht so abschweifen, sondern lieber zusehen, dass ich diesen Bericht endlich zum Abschluß bringe!!!

Also weiter geht’s auf dieser wunderschönen Straße. Wir genießen nochmal die Weite und Wildnis Zambias um uns herum, bevor es morgen wieder ins überbevölkerte Malawi zurück gehen wird.

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Vor der Luangwa-Bücke machen wir noch einen Halt im rustikalen Bridge Camp,

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(dieses Bild ist von 2016, damals hatten wir noch ein Dachzelt. ich habe die Bilder hier drin, falls jemanden das Bridge Camp interessiert)

quatschen eine Runde mit dem etwas abgedrehten Besitzer, sitzen eine Weile auf der Terrasse

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und überblicken das Luangwa-Tal,

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bevor wir uns zur letzten Etappe dieses Fahrtages aufmachen.

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Kurz bevor die Sonne sich verabschiedet treffen wir im Tikondane-Guesthouse ein („Tikondane“ ist übrigens Chichewa, denn die Chewa leben auch über die Grenzen Malawis noch bis in den östlichen Teil Zambias hinein, und es bedeutet „Let us love one another“).

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Da uns nicht ganz klar ist, ob die österreichische Betreiberin uns bei der Hinfahrt das hübsche „Rondavel“ zu einem Sonderpreis gegeben hat, nehmen wir diesmal einige „normale“ Zimmer in einem der anderen Häuser an. Die Kinder murren anfangs etwas, da sie es dort nicht so gemütlich finden. Aber es steht auch dort ein großer Tisch, an dem sie noch Karten spielen können. Die Duschen sind defekt und voller Ameisen – also fühle ich mich fast wie zu Hause in Blantyre! 🤢 🤪 Immerhin – heute (und morgen früh) müssen wir uns um keine Zelte kümmern, und das erspart doch einiges an Arbeit!

Wir vertilgen einige restliche Brote und suchen heute früh die Betten auf.

Teil 12102. Dez. 2018

Samstag, 14.04. 2018: Good-Bye Zambia! – Hello Malawi again!
Letzte Chance für die Gasflasche


Da das Frühstück (auf der Hinfahrt getestet) hier nicht sonderlich schmeckte (auch wenn die Gastgeber es mit Hingabe bereitet hatten!) und uns nur Zeit kosten würde (und um diese Uhrzeit eigentlich eh keiner von uns Hunger haben würde…), haben wir am Abend entschieden, um 6 aufzustehen und gleich loszufahren, um möglichst früh an der Grenze zu sein. Von dort ist es dann nur noch ca. 1 h bis Lilongwe, wo wir in einer mall eine Frühstückspause machen können.

Straße kurz vor Chipata

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In Chipata steuern wir die KOBIL-Tankstelle an, in der Hoffnung, unsere legendäre, hier erstandene und nirgends in Malawi oder Tanzania befüllbare K-Gas-Flasche wieder los zu werden!

Da stehen sie alle – die khakigrünen K-Gas-Flaschen! Und die Tankstelle hat auch schon offen! Unsere Hoffnung steigt! Doch nicht für lange: die Angestellte erläutert uns, dass unsere Flasche ja gelb, und nicht khakigrün wäre, und diesen Fall deshalb der Boss entscheiden müsse. Der käme in ca. einer halben Stunde.
Tja – gekauft hatten wir hier eine khakigrüne. Und sie dann nirgends befüllen können. Nur im schwarzafrikanischen Wunderland Kenya und seinem „everything is possible-Hub“ Nairobi bekamen wir sie anstandslos getauscht, ebenfalls in eine K-Gas-Falsche. Nur ist diese eben gelb.
Tja, in Afrika können große Probleme manchmal erstaunlich klein, und kleine ebenso manchmal erstaunlich groß werden!!!!! 😛 😠 🙄

Volker und ich schauen uns kurz an – was wir jetzt machen? Wir denken beide das Selbe: ob es wirklich bei einer halben Stunde bleiben wird? Keiner von uns traut dem Braten. Und dann warten wir, und warten, und warten…. Und der Grenzübergang wird immer voller, und voller, und voller…. Und selbst WENN der Boss dann käme – ist uns ja noch nicht garantiert, dass er sich auf diese GELBE Flasche einlassen würde!
Schnell entscheiden wir, dass uns unsere Zeit das nicht wert ist, und wir unsere Gasflasche wohl einfach Gasflasche sein lassen müssen! So stirbt also eine vom ersten bis zum letzten Tag dieser Reise gehegte Hoffnung, diesen uns seit 2 Jahren ständig begleitenden „Gas-Flaschen-Murks“ mal endgültig zu beenden!

(Um Missverständnissen vorzubeugen: sie hat uns 2 Jahre lang gute Dienste erwiesen – nur mit einer Camping-Gasfalsche unterwegs zu sein und in einem Land zu leben, in dem (Nachbarländer eingeschlossen) man sie nicht mal auffüllen geschweige denn umtauschen kann, da das Gewinde anders herum geschnitten ist, ist schon, gelinde gesagt, ein bisschen „ungeschickt“….)

Also nehmen wir sie wieder mit uns zurück nach Hause, und werden sie am Ende, kurz bevor wir Malawi verlassen, als letzte Möglichkeit unseren britischen (mit zimbabwischer Vergangenheit) Freunden überlassen, die im kommenden Jahr einen Trip nach Kenya planen. Ich bin gespannt, ob sie dieses weitgereiste Stück dann noch gegen ein paar Kenya-Shillinge werden tauschen können…..

Bis wir an der Grenze sind ist es am Ende doch nach 8 Uhr geworden (etwas später aufgestanden, etwas später losgefahren, an der Tankstelle palavert….), doch geht die Abfertigung diesmal recht zügig. Für die Einreise nach Malawi benötigen wir als Residents ja nur einen Stempel, dass unser Auto wieder im Land ist (neben einem Stempel im Pass). Das geht wie gewohnt an dieser Grenze recht zügig. Wir brauchen kein Geld tauschen und sind somit schnell durch (naja, insgesamt auch ne Stunde, aber das ist für einen Grenzübergang ja doch harmlos!!!)

Nur kurz für diejenigen, die Von Malawi NACH Zambia hier einreisen wollen und dafür Zambische Kwacha benötigen (in diversen anderen threads ging es neulich um die Papiere, die man hier alle braucht usw.):
Man muss ich in der Regel NICHT auf die Geldtauscher einlassen, die einem schlechte Kurse geben! Auf der Zambischen Seite ist ein ATM, bei dem man einen besseren Kurs bekommt!!!! Sollte der einmal kein Geld ausspucken, kann man sich ja immer nochmal an die Burschen mit den Geldbündeln wenden….
Auf malawischer Seite ist, soweit mir bekannt, KEIN ATM! Erst wieder in Lilongwe!


So sind wir nun wieder zurück – „Home, sweet home“, oder auch „difficult home“ - je nachdem, wie man es betrachtet! Kaum über die Grenze ist man auch schon wieder umgeben von Menschen, wie überall in Malawi! Nirgends haben wir die Unterschiede zwischen zwei Ländern hinter einem Grenzübergang bisher krasser erlebt als hier in Chipata!

Mit „Pinkelpausen“ am Straßenrand ohne Menschen, wie in Zambia

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Wird es hier in Malawi nun nichts mehr werden…
Menschen über Menschen....

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Verkauft wird am Straßenrand alles mögliche

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Doch das Gemüseangebot ist immer recht eingeschränkt. Meist Tomaten, Zwiebeln und Cabbage….
Selten sieht es so reichhaltig aus wie hier:

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Und auf den Straßen die üblichen Verkehrsteilnehmer

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Bis wir in Lilongwe zu unserem inzwischen heiß ersehnten Frühstück kommen, ist es am Ende doch schon halb elf – irgendwie hat sich das Ganze nun doch etwas mehr gezogen als erwartet. Auch sind wir heute wirklich alle müde, fühlen uns wie durchgekaut und ausgespuckt und stellen fest, dass es höchste Zeit ist, dass wir wieder nach Hause kommen!!!

Dennoch lassen wir uns jetzt Zeit bei Muffins, Kaffee und Kakao. 😉
Und dann geht es noch die letzten 320 km wieder gen Süden nach Blantyre!

Teil 12204. Dez. 2018

Fortsetzung Chipata – Blantyre
Home, Sweet Home!


Diese Strecke zwischen Lilongwe und Blantyre kennen wir alle inzwischen gut – Volker noch mehr als wir anderen 5, da er auch hin und wieder beruflich nach Lilongwe muss. Sie läßt sich wie immer recht gut fahren. Der Verkehr ist, verglichen mit Ländern wie Kenya und Tanzania, sehr spärlich, und der Teer größtenteils sehr gut.
Zwischen Lilongwe und Dedza gefällt mir die Landschaft immer besonders gut:

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Und auch sonst fühlt sich der Blick durchs Fenster einfach wieder vertraut und heimisch an:

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Tomatoes everywhere…..

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Leider ist auch der Müll allgegenwärtig 🤢 :

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Und wie immer: Menschen, Menschen, Menschen....

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Die Kinder erwachen wieder zum Leben und singen aus voller Kehle wie auf der Hinfahrt das Mini-Bus-Lied 😄 :

„My name is Ephraim, I own this Mini bus
Pay your ticket, jump aboard, there’s room for all of us!
I don’t have a liscense, I don’t know how to drive.
Say a little prayer and hope you survive!

I just go: BIIIEP! BIIIEP! – ODI!
Sindifuna ngozi!
I just go: BIIIEP! BIIIEP! – Odi!
Sindifuna ngozi!

The rules of the road don’t apply to me
I am a Mini bus driver – you see!
I go where I like and I stop anywhere.
Azungu go mad, but I don’t care!

I just go: BIIIEP! BIIIIEP! – Odi!
…..

One day I hope to have a big place
me and my suped up Toyota Hilux
against Michael Schuhmacher and his Ferrari
racing the roads of MALAWI!

I just go: BIIIIEP! BIIIEP! – Odi!
…..”

Teil 12304. Dez. 2018

Am späten Nachmittag nähern wir uns endlich Blantyre – hier der Mt. Ndirande, einer der 3 großen Berge, die Blantyre umgeben:

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Dann hat uns die Stadt wieder:

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Bald hoppeln wir die schlechte Straße in unserem Estate entlang

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Und erblicken unsere Hof-Einfahrt (links)

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Die Kinder stürmen, wie immer, wenn wir von langen Reisen wieder kommen, wie wild durch das Gate, um unsere 3 Hunde zu begrüßen. Denen wackelt vor Freude nicht nur der Schwanz, sondern der ganze Körper! Das ist immer ein lustiges Begrüßungs-Trara! 🤩 🤩 🤩 🤩

Nach einer knappen Stunde, in der jeder erst mal in seiner Ecke ankommen kann, laden wir gemeinsam noch das Auto aus. Es gibt sogar gerade Strom! Also nichts wie schon mal eine Waschmaschine anschmeißen – wer weiß wann diese Gelegenheit wieder kommt!!! 😛
Den Rest der „Nachwehen“ eines 6-köpfigen Camping-Urlaubs wird in den folgenden Tagen peu a peu beseitigt. Heute sicherlich nicht mehr.
Vertraut senkt sich die Sonne über der Stadt hinter dem Mt. Michiru in den Schlaf.

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In uns sind noch viele Bilder lebendig – aber keine Sorge, ich werde sie jetzt nicht alle wiederholen.
Nur unser spezieller Begleiter vieler unserer Reisen, der Büffel (dieser hier von den Black Pools), muss noch sein:

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Und auch mein besonderer Freund vom South Gate, der verrückte Hornbill, grüßt Euch nochmal zum Abschied!
(Ein Wunder, dass der Außenspiegel ganz geblieben ist bei seinem Gehacke!!!)

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Ich bedanke mich bei all meinen treuen Mitreisenden! 😉
Und verabschiede mich von Euch nach dieser kleinen gemeinsamen Wegstrecke
mit der Abschiedsszene zwischen Fuchs und kleinem Prinzen:

»Lebe wohl«, sagte er …
»Lebe wohl«, sagte der Fuchs. »Hier ist mein Geheimnis. Es ist sehr einfach:
Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.«
»Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar«, wiederholte der kleine Prinz, um es sich einzuprägen.
»Die Zeit, die du für deine Rose gegeben hast, sie macht deine Rose so wichtig.«
»Die Zeit, die ich für meine Rose gegeben habe…«, sagte der kleine Prinz, um es sich einzuprägen.
»Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen«, sagte der Fuchs.
»Aber du darfst sie nicht vergessen. Du bist für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast. Du bist für deine Rose verantwortlich.«
»Ich bin für meine Rose verantwortlich«, wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken.

Teil 12411. Dez. 2018

Vielen Dank Euch allen, die Ihr nochmal ein abschließendes Kommentar gegeben habt! Wenn man sich die Mühe eines Berichtes gemacht hat, tut das schon auch gut!
Es hat mich darüber hinaus sehr gefreut, "unterwegs" einige etwas "seelenverwandte" unter Euch entdeckt zu haben. Und es ist auch schön, dass es noch genügende gab, die ich mit meinem Bericht nicht gelangweilt habe, auch wenn es hier schon genug Berichte über Botswana gibt....

@busko. Danke für Dein liebes Kommentar!

@Daxiang: es war schön, Dich dabei zu haben - Danke!

@Flori: ich habe mich über alle Deine Beiträge unterwegs gefreut!

@Mzeekenya: es war mir eine Ehre, Dich an Bord zu haben!

@freshy: meinst Du wirklich, dieser Bericht sollte ewig weiter gehen? Ich glaube, ich habe mit meiner großen "Umzugaspause" einige unterwegs verloren, und man kann sowas ja auch nicht endlos ausdehnen.... Irgednwann ist die Luft raus, bei Schreiber UND Leser, glaib ich. Aber ich danke Dir für Deine immer wieder anerkennenden Worte - und nicht zuletzt gebührt Dir hier noch ein spezielles "Danke", da Du (unter einigen anderen) in der Vorbereitung SEHR viel dazu beigetragen hast, dass diese Reise gelungen ist! Ich drücke Dich!

@Matthias: dass Du ganz am Ende doch nochmal aus der Versenkung aufgetaucht bist, hat mich gefreut! Schön, dass Du dabei warst!

@CuF: wie schön, dass ich Dich dabei haben durfte, und danke für die Blumen!

@kalaharicalling: das war eine schöne "Begegnung" mit Dir als Botswana-Kennerin! Danke! Und ganz nebenbei: v.a. mein Benjamin und ich sagen nach dieser Reise: wenn wir nochmal die Chance kriegen, dann möchten wir in der Trockenzeit auf die Salt Pans UND: we can hear the Kalahari calling..... 😉

Wer weiß, ob und wenn ja wann das sein wird. Aber: höre nie auf, an Deinen Träumen zu arbeiten!

Und deshalb stelle ich Euch hier noch ein Bild ein, das ich in Malawi vor ca. 6 Monaten in der Toilette eines Cafes in Blantyre abfotografiert habe, als ich wieder mal sehr niedergeschlagen war, und unseren Traum von Tanzania aufgeben wollte:

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Vielleicht inspiriert es ja auch den ein oder anderen unter Euch! 🤪

Botswanas Beasts & Beauty im April von Rehema

Quelle: www.namibia-forum.ch/forum/thema/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april

Stand: letzter Berichtsteil vom 11. Dez. 2018

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