Ganz nach dem Motto, besser spät als nie, möchte ich mich mit diesem Reisebericht bei euch für die vielen tollen Tipps und Infos bedanken, die ich hier sammeln konnte und für weiter Reisen noch weiter sammeln werde!!! (Denn wir waren ganz sicher nicht das letzte mal da 🙂 ) Unsere Tour liegt jetzt leider schon etwas zurück, wir waren im Mai 2016 in Namibia unterwegs, doch ein schwerer Arbeitsunfall meines Mannes sorgte dafür, dass wir die letzten 1,5 Jahre mit anderem Beschäftigt waren und ich mich erst jetzt daran mache diesen Bericht hier einzustellen. Der größte Teil des Textes ist von meinem Mann geschrieben (Er hatte ausreichen Zeit dafür... 😗 ) Unterwegs Fotografiert haben wir beide. Die Kameras lagen meist "Schussbereit" auf unserem Schoß während der Autofahrt... 😎
Unsere Tour war weitestgehend eine klassische Erstlingstour, als Grundlage diente die von Iwanowski angebotene Rundreise "Wildlife intensiv" die wir etwas noch unseren Wünschen abgeändert haben.
So, dann wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen.... .... und hoffe dass ich mit dem Forumseditor gut zurecht komme! 😗
Teil 211. Feb. 2018
06. Mai
Die Fahrt von Würzburg zum Frankfurter Flughafen gelingt dank ausnahmsweise staufreier Autobahn reibungslos. Auch das Terminal II ist schnell gefunden. Wir suchen nach dem Schalter der Air Namibia und durchqueren dazu das komplette Terminal. Egal, wir haben genug Zeit... 😎 Das Einchecken klappt auch schnell und ohne Probleme. Danach entschließen wir uns spontan, eine Pizza zu uns zu nehmen, die wider Erwarten günstig und dennoch ausgesprochen schmackhaft ist. Im Anschluss gehen wir Richtung Gate, nicht ohne auf dem Weg dahin im Duty-Free-Shop noch den obligatorischen Single Malt zu ergattern. Im Wartebereich vor dem Flugsteig hat sich bereits ein illustres Völkchen eingefunden, zu dem auch zwei schwergerüstete Polizisten gehören. Kurze Zeit später beginnt das Boarding. Beim Betreten der Maschine fällt zunächst die geräumige Kabine auf. Wären da nicht die äußerst platzsparend montierten Sitzreihen. Nun ja. Man arrangiert sich. Der Flug verläuft erwartungsgemäß eher langweilig und zum Glück ohne Zwischenfälle, das Essen und der von uns gewählte Film sind ehr schlecht, und wir kommen müde und gerädert wieder zu uns, als die Durchsagen kommen, daß wir in Kürze landen werden.
Teil 312. Feb. 2018
07.Mai
Der schwarze Kontinent.... Jetzt wissen wir, warum Afrika so genannt wird. Ein Blick aus dem Flugzeugfenster auf das unter uns liegende Land zeigt: Alles ist schwarz. Pechschwarz. Na ja, es ist Nacht. Stockfinster. Da unten brennt nicht ein einziges Licht. Der Mond scheint gerade auch nicht und so erkennen wir rein gar nichts. Langsam kommen die Lichter des Flughafens in Sicht und auf der anderen Seite glauben wir Windhoek zu erkennen. Ok. So ganz lichtlos scheint das Land dann doch nicht zu sein. Der Flieger setzt angenehm sanft auf und rollt dem ausgesprochen übersichtlichen Terminal entgegen. Das geschäftige Treiben auf dem Rollfeld nimmt sich im Gegensatz zu Frankfurt geradezu idyllisch aus. Mein erster Eindruck beim Aussteigen ist eine tote Heuschrecke von exorbitanter Größe auf der Treppe. Auf dem Weg zum Terminal macht Nadine schnell ein Handyfoto des Fliegers und wird dabei höflich aber bestimmt von einer Flughafenmitarbeiterin in gelber Warnweste aufgefordert, selbiges zu unterlassen. Da die Aufnahme bereits im Kasten ist, kommt sie der Bitte natürlich gerne nach. 😗
Bei der Gepäckausgabe im Terminal des Hosea Kutako International Airport treffen wir sofort auf unsere Koffer und nachdem wir zusammen mit einer anderen Reisenden einen Kofferstau auf dem Laufband beseitigt haben, geht es auch schon weiter zu den Einreiseformalitäten in der Nachbarhalle, wo sich auch die Zollabfertigung befindet. Nachdem das erledigt ist geht es weiter in die nächste Halle. Unser erster Gang führt uns an den Geldautomaten, wo sich bereits eine kleine Schlange gebildet hat. Die aufmerksame Beobachtung des Pärchens, das gerade versucht an Geld heranzukommen, ergibt, daß das Prozedere entweder etwas langwierig zu sein scheint, oder sich die beiden einfach nur dumm anstellen. Vorurteilsfrei entscheiden wir uns für ersteres. Wir sind an der Reihe und nähern uns der 'Cash-Machine' mit gemischten Gefühlen. 'Und sind, abgesehen von der Tatsache, daß das Ding lediglich 2000.- Nam$ ausspuckt, doch erstaunt, daß es auf Anhieb und ohne Komplikationen klappt. 🤪 Ok. Gleich nochmal. Schließlich sind 2000.- für den Urlaubsbeginn nicht gerade üppig... Zack. Es klappt noch mal. Wir kommen in Fahrt.... Dennoch brechen wir erstmal ab, um die hinter uns Wartenden nicht all zu sehr in Rage zu versetzen. 😗 Wir beschließen als nächstes unseren fahrbaren Untersatz zu besorgen. Der Schalter unseres Autovermieters ist schnell gefunden und wir lassen die Formalitäten des Mietwagenvertrages über uns ergehen. Den Schlüssel bekämen wir später, wenn die Fahrzeuge aus der Stadt eingetroffen seien, erklärt uns der freundliche junge Mann. Ok. Nach einer Viertelstunde kommt der junge Mann vom Mietwagenverleih und bringt uns die Fahrzeugschlüssel. Kurz erklärt er uns, wo die Fahrzeuge zu finden sind, dann begeben wir uns nach draußen. Vor dem Flughafengebäude finden wir recht schnell den überdachten Parkplatz und den Schildern folgend ist auch der Bereich unseres Anbieters in Kürze ausfindig gemacht. 🙂
Es stehen drei Fahrzeuge des gewünschten Typs bereit und unser Blick fällt direkt auf den ersten in der Reihe. Scheint ziemlich neu zu sein. Zuversichtlich drücke ich die öffnen-Taste am Schlüssel und warte vergeblich auf das verräterische Blinken. Ich drücke ein zweites Mal und werde von meiner Frau auf den dahinter stehenden Wagen aufmerksam gemacht. Der ist nicht ganz so neu... 🙄 Bei genauerem Hinsehen, stellt sich heraus, daß er sogar reichlich ramponiert ausschaut. Der Heckaufbau aus Aluriffelblech könnte durchaus schon auf mehreren Fahrzeugen montiert gewesen sein. Als nächstes fällt auf, daß auf dem Ersatzradhalter am Fahrzeugheck kein Ersatzrad montiert ist. Hatte der Mitarbeiter des Reiseveranstalters nicht ausdrücklich gesagt, daß die Allradpickups von Haus aus mit zwei Ersatzrädern ausgestattet sind? 😐 Nach einigen Minuten kommt jemand, der uns einweist. Etwas umständlich und ebenfalls in einem , für uns zum jetzigen Zeitpunkt noch kaum verständlichen Englisch, erklärt er mir die Auf/Zu-Funktion der Schlüsselfernbedienung. Ich muss mir sowohl das Grinsen als auch die Erklärung verkneifen, daß diese Technik mittlerweile auch in Mitteleuropa Einzug gehalten hat. Ich frage nach dem Ersatzrad. Er zeigt nach unten und meint: "It's underneath." Ich sehe nach. Stimmt. "And the second one?", hake ich nach. Er blickt mich ein Wenig ratlos an und ich erkläre ihm, daß man uns ausdrücklich ein zweites in Aussicht gestellt hat. "Okay!" Er beginnt zu telefonieren. Nach dem Auflegen meint er: "It will come." Okay. Wir wenden uns wieder dem Fahrzeug zu und beginnen die Kratzer und Dellen zu zählen, die er sich auf seinem Formular notiert. Dann zeigt er mir Gas, Kupplung, Bremse, Blinker und die Tankanzeige. Allrad und Differenzialsperre lässt er geflissentlich weg. Na ja, macht nichts. Damit kenne ich mich ausreichend gut aus, also sage ich nichts. Zum Schluss zeigt er uns noch das Bordwerkzeug und wie man mit einer mitgelieferten Stange das Hauptersatzrad im Heck herunterkurbelt. Nach mehreren erfolglosen Versuchen, denke ich ernsthaft daran, ihm behilflich zu sein... Nachdem er die Taschenlampe seines Handys zu Hand nimmt, gelingt es ihm dann doch noch. 😄 Im nächsten Moment kommt ein junger Mann mit unserem zweiten Ersatzrad auf dem Rücksitz angefahren. Die beiden legen es auf die Ladefläche des Pickups. Ich deute auf den extra dafür vorgesehenen Halter. Er meint, das sei schon in Ordnung so, sie hätten keine Muttern. Gut. Meinetwegen. 😐 Wir verladen unsere Koffer, dabei fällt uns ein lose über die Ladefläche verlegtes Kabel auf. Don't worry, Man, it's Africa!, denke ich mir und sage nichts weiter. 😕
Nadine hat inzwischen den Rest verstaut, ich unterschreibe das Protokoll und wir können aufsitzen. Ich mache mich nochmal kurz mit den Bedienelementen vertraut und schärfe mir eingehend ein: Blinker rechts, Scheibenwischer links!!! Schließlich will man sich ja nicht bei der ersten Kurve gleich als Touri outen. 😊 Ich übe das Schalten mit der linken Hand und stelle fest, daß es überraschend einfach ist. Beim Verlassen des Flughafengeländes verfahren wir uns prompt und stehen vor irgendeinem Gate. Ein freundlicher junger Mann zeigt uns den richtigen Weg. Beim Blinken greife ich versehentlich in Richtung Scheibenwischer, kann mich jedoch gerade noch beherrschen. Nach zwei Minuten befinden wir uns mitten im Linksverkehr auf der B6 Richtung Windhoek. Namibia, wir kommen!!! 🤪 Bereits nach zehn Minuten treffen wir auf die ersten Wildtiere: Eine Gruppe Affen überquert die Straße. 🙂 Nach etwa einer halben Stunde Fahrt, ich habe mich schon halbwegs an den Linksverkehr gewöhnt
Aus den Augenwinkeln sehe ich gerade noch rechtzeitig das Schild zur River-Crossing-Lodge. Ha, wir sind da! Ich gebe kurz Scheibenwischer und biege nach links ab, nicht ohne ein in der Einfahrt stehendes Fahrzeug mit einer grimmig dreinblickenden Frau, mittleren Alters darin, auf der falschen Seite zu umrunden. Freundlich lächle ich ihr zu. 😗 Nach einer kurzen Strecke kommen wir an der Lodge an. 🙂
Teil 412. Feb. 2018
Wir parken neben dem Eingangsbereich und begeben uns nach drinnen an die Rezeption, wo uns eine freundlich lächelnde junge Frau begrüßt. Da das Zimmer noch nicht bezugsfertig ist, bietet man uns einen Sitzplatz und etwas zu trinken an. 20 Minuten später bekommen wir ein klobiges Stück Holz ausgehändigt auf dem die Zahl 8 eingraviert ist. An einem Ende ist ein Ring eingeschraubt an dem unser Zimmerschlüssel hängt. 😄 Wir richten uns im Zimmer häuslich ein und genießen erst einmal die Aussicht. 😎
Die ersten Vögel lassen nicht lange auf sich warten.
Im Badezimmer fällt mir eine Spraydose mit der Aufschrift 'Doom' auf. Mir kommen Erinnerungen an Computerspiele aus vergangenen Tagen. Bei genauerer Betrachtung stellt sich heraus, daß es sich um ein hierzulande handelsübliches Insektenspray handelt. 😄 Unwillkürlich denke ich an überdimensionale Insekten aus 70er Jahre Horrorfilmen. 🙄
Gebraucht haben wir es zum Glück nicht. 🤨
Später unternehmen wir einen kurzen Ausflug nach Windhoek um ein paar Sachen einzukaufen. 😎 Auch ein Spaziergang in die nähere Umgebung der Lodge wird noch unternommen. Dabei treffen wir gleich auf ein paar frei laufende Pferde. Ich (Nadine) ja selbst Pferdebesitzer, bin natürlich gleich begeistert...
Und so ist unser erster Tag in Namibia auch schon recht schnell vorüber gegangen und wir genießen unseren ersten Sonnenuntergang. 😎
Teil 513. Feb. 2018
Hallo Ihr Lieben
Da freue ich mich doch über so viel nette Reisebegleitung!!! 🙂 Und auch über euer Feedback gespickt mit euren Erfahrungen, da fühlt man sich gleich richtig verstanden. 😉 Meinem Mann geht es mittlerweile wieder ganz gut worüber wir beide sehr froh sind. Und es stimmt, die Erinnerungen an die noch sehr frisch vergangene Reise, haben uns damals sehr geholfen!!!
Den Vormittag habe ich jetzt erst einmal damit verbracht alle unsere Bilder zu verkleinern. Nachdem mir gestern ein ganzes (großes) Kapitel Reisebericht beim Hochladen im Nirvana verschwunden ist, dachte ich mir das wäre wohl eine ganz sinnvolle Idee... 😕 😐 Nachdem es nicht gerade wenig Bilder sind hat das seine Zeit gedauert. Aber so musste ich mich wenigstens nicht jetzt schon entscheiden welche Bilder ich euch hier zeigen möchte. 😎 Die Auswahl wird mir noch schwer genug fallen....
Liebe Grüße an alle Reisebegleiter und noch viel Spaß allen Faschingsnarren unter euch beim Feiern heute!!
Teil 613. Feb. 2018
08. Mai
Wir lassen die River Crossing Lodge hinter uns und machen uns auf den Weg zu unserem nächstem Aufenthalt in Namibia, der AfriCat-Foundation. Die Fahrt in Richtung Norden verläuft im Großen und Ganzen ereignislos. Gefühlt ging es endlos einfach nur geradeaus.... 😐
Nach etwas weniger als den in den Reiseunterlagen angegebenen 4 Stunden kommen wir an einen ausgesprochen großen Wegweiser mit der Aufschrift 'Okonjima AfriCat Foundation 10 km'. Wir verlassen die Hauptstraße und begeben uns zum ersten Mal auf namibische Schotterpisten. Nach ein paar hundert Metern kommen wir zunächst an eine Schranke mit einem Wachhäuschen daneben. Ich halte an, nehme mir die Reiseunterlagen mit den Vouchers und steige aus. Ein junger Mann kommt aus dem Häuschen und begrüßt mich. Nachdem er die Unterlagen geprüft hat, funkt er unsere Ankunft an die Lodge weiter und wünscht uns einen angenehmen Aufenthalt. Uns fallen recht schnell die zum Teil gigantischen Termitenhügel auf und wir überlegen, an einem anzuhalten um ein Foto zwecks Größenvergleich zu machen. Na ja, wahrscheinlich werden wir dazu noch genug Gelegenheit bekommen, daher fahren wir weiter. Nach einer Weile kommen wir erneut an ein Tor. Diesmal sieht das Ganze richtig massiv aus: Zwei Mauerpfosten und dazwischen ein stählernes Schiebetor von 5 - 6 Metern Breite und gut 2 Metern Höhe, in das die Silhouette einer Raubkatze eingelassen ist. Wir fühlen uns ein Wenig an Jurassic-Park erinnert.
Jemand öffnet uns und winkt uns durch. Keine 5 Minuten nachdem wir das Tor passiert haben, begegnen uns die ersten Giraffen. Wir sind begeistert. Ab jetzt haben wir auf der gesamten Strecke fast ununterbrochen Sichtungen: verschiedene Antilopen, Gnus, Strauße, diverse Vögel und zuletzt drei Warzenschweine.
Nach ein paar Kilometern kommt die Lodge in Sicht. 🙂
Teil 713. Feb. 2018
Okonjima Bush Camp, AfriCat Foundation
Nach einer kurzen Unterhaltung mit einem Pärchen, das ebenfalls gerade hier angekommen ist, sie hatten uns kurz vorher auf der Strecke überholt als wir begeistert wegen unseren ersten Warzenschweinen einen Halt eingelegt hatten (was bestimmt nur Frischlinge wie wir machen würden 😗 ), begeben wir uns in die Lobby um uns anzumelden. Von der Atmosphäre hier sind wir erstmal total geflasht!!! 🤩 Wir hatten ja vom Bush Camp schon viel gehört, aber das übertrifft wirklich alle unsere Erwartungen. B)) 🤪 (Nachdem Namibia unsere eigentliche Hochzeitsreise war, hatten wir uns ganz bewusst für das Bush Camp entschieden. 😗) Eine junge Frau begrüßt uns und bittet uns an einem niedrigen Tisch Platz zu nehmen, wo bereits zwei Gläser mit kühlen Getränken stehen. Unmittelbar darauf kommt ein junger Mann mit gepflegten Dreadlocks und einem Klemmbrett unter dem Arm an unseren Tisch. Er stellt sich als 'Angel' vor, begrüßt uns auf das herzlichste und fragt uns nach unseren Namen. Als nächstes erklärt er, daß wir ab jetzt Teil der Okonjima-Familie sind und unsere Nachnamen daher jetzt Okonjima lauten. Gut. Das wäre dann geklärt. Wir amüsieren uns ein Wenig. 😄 Im weiteren Verlauf erklärt Angel uns, wie der Ablauf unseres Aufenthaltes aussehen wird und fragt uns auch sogleich, an welchen Unternehmungen wir teilzunehmen gedenken. Wir tragen uns zunächst für den Abend zu einer Leopardentour mit Sundowner ein und sind gespannt auf alles was uns ab jetzt so erwartet. 😎 Wir empfangen noch unseren Zimmerschlüssel und lassen uns den Weg zu unserem Chalet erklären. Wenig später fahre ich den Toyota unter die Remise unseres Domizils, das in etwa die Größe eines kleinen Ferienhauses hat. 🙄
Beim Eintreten sind wir von der großzügigen Aufteilung unseres 'Zimmers' gelinde gesagt geplättet. In einem Raum von mindestens 30 qm stehen zwei Doppelbetten gegenüber von einer Fensterfront von der Größe eines Schaufensters, das den Blick direkt in den Busch freigibt. Nicht weniger eindrucksvoll zeigt sich das Badezimmer. 😮
Nach dem ersten großen Staunen holen wir zunächst die Koffer aus dem Auto und richten uns ein. Im Anschluss nehmen wir die Terrasse in Beschlag und sondieren die Aussicht.
Es dauert nicht lange und die ersten Vertreter der heimischen Fauna suchen uns auf. Es handelt sich um eine Gruppe Perlhühner, deren Verständigungslaute sich in etwa wie der Versuch anhören, auf einer blechernen Gießkanne Musik zu machen. Nadine schließt die seltsamen Vögel sofort ins Herz und kann sich dieser Leidenschaft über die gesamte restliche Reise nicht mehr entziehen.
Zur angegebenen Zeit finden wir uns "Safarifertig" mit den Kameras ausgerüstet in der Lobby ein. 🙂 Zu unserer Überraschung treffen wir auf das Pärchen vom Nachmittag. Wir sagen Hallo und stellen fest, daß die beiden die gleiche Tour wie wir gebucht haben und ebenfalls auf ihren Guide warten. Im weiteren Gespräch erfahren wir, daß er aus Russland stammt, seine Partnerin aus Indien und die beiden in San Francisco leben. Klein ist die Welt. 😄 Für die beiden ist es das Ende ihrer dreiwöchigen Reise und sie wünschen sich nichts sehnlicher als hier endlich eine Raubkatze zu sehen. Davon hatten sie nämlich auf Ihrer ganzen bisherigen Rundreise keine einzige zu Gesicht bekommen. 🙁 Oh je, hoffentlich ist der Sichtungsgott mit uns gnädiger.... 😕
Draußen stehen mehrere Toyota Landcruiser mit den typischen Game-Drive-Aufbauten für 9 Personen (zum Glück blieben wir nur zu viert 😎 ) mit laufendem Motor und warten auf ihre Fahrgäste. Wir sitzen auf dem angegebenen Fahrzeug auf und unser Guide Mike stellt uns zunächst noch seinen Assistenten Felix vor, der während der Fahrt die Lokalisierung der Leoparden übernehmen wird. Die beiden setzen sich ins Cockpit und sondieren mit der Antenne die grobe Richtung. Dann fährt Mike in die vielversprechendste Richtung los. Nach ein paar Minuten Fahrt überqueren wir einen Hügelkamm und haben dann freien Blick auf eine wunderbare Buschlandschaft, die sich endlos hinzuziehen scheint. Mike hält an und Felix kreist mit der Antenne. Während dessen erklärt Mike uns das Verhalten von Warzenschweinen, von denen gerade eine kleine Gruppe das Fahrzeug passiert. Wir fahren hinunter in die weitläufige Ebene. Hier und da sondieren die beiden mit der Antenne und glauben auch einen Leoparden zu orten. Wir fahren kreuz und quer durch den Busch, lernen viel über Termitenhügel, sehen jede Menge Zebras und Antilopen, jedoch scheint unser Leopard ein Phantomsignal zu sein. 🙄
Langsam geht die Sonne unter und wir lassen die Hoffnung auf eine Sichtung bereits fahren, da scheint sich unser Signal zu verstärken. Auch Mike packt der Ehrgeiz, was man jetzt deutlich an seiner Fahrweise erkennt. 😮 Er fährt den Toyota eher wie einen Schützenpanzer und nimmt keinerlei Rücksicht mehr auf die durchaus widerstandsfähige Botanik um das Signal zu verfolgen. Nach einigen fast fragwürdigen Manövern entdeckt er die Raubkatze, die gut versteckt im Unterholz liegt. Er bringt uns mit dem Fahrzeug so nah wie möglich an das Tier heran und wir beginnen, so gut es aufgrund seiner verdeckten Position möglich ist, zu fotografieren. Wir genießen den Anblick solange wie möglich, bevor Mike den Abmarsch anordnet.
Wir fahren wieder los und begeben uns auf die Suche nach einem schönen Plätzchen für den Sundowner. Na ja, wohl eher für den After-Sundowner, da die Sonne bereits zur Hälfte vom Horizont verdeckt wird. Egal. Die Stimmung ist gut und die beginnende Nacht verspricht angenehm lau zu werden. Wenig später ist ein netter Platz gefunden und wir halten unseren ersten Gin Tonic in der Hand. 😁
Zurück in der Lodge werden wir von der Dame an der Rezeption gefragt, ob wir noch Interesse am sogenannten Night-Hide haben. Wir lassen uns das Ganze kurz erklären und sagen spontan zu.
Nach einem mehr als köstlichem Abendessen finden wir uns erneut in der Lobby ein. Mit uns fährt ein britisches Ehepaar. Unser Fahrer diesmal ist Felix. Wir fahren zu einem der Gates die in die Außenbereiche führen und passieren dieses. Felix tut sich mit dem massiven Vorhängeschloss etwas schwer, da das Tor offenbar etwas verzogen ist. Während er mit den Umständen kämpft, ist ein weithin bekanntes Kraftwort von ihm zu vernehmen und ich frage in die Runde: "Did he say 'Scheiße'?" und unser britischer Mitfahrer meint: "I think so...". Wir müssen schmunzeln. Ich steige aus um ihm zu helfen. Nach dieser Hürde fahren wir noch etwa 10 Minuten bis zum Ansitz. Felix drückt mir unterdessen einen Suchscheinwerfer in die Hand, mit dem ich die Umgebung ausleuchten kann, damit wir eventuelle Tiersichtung mitbekommen. Er selbst fährt mit Standlicht weiter, damit wir mehr sehen. Wir erreichen den Night-Hide und sitzen ab. Sofort sehen wir im Halbdunkel etwas buschiges um eine Ecke des kleinen Gebäudes verschwinden. "Porky Pine.", erklärt Felix. Ah, ein Stachelschwein. "They know, that we come this time, so they're already waiting." Wir begeben uns ins Innere der Hütte und setzen uns, während Felix draußen im beleuchteten Sichtbereich einen großen Eimer mit Obst- und Gemüseresten ausleert. Im Laufe der folgenden Stunde erscheinen insgesamt vier Stachelschweine, darunter auch ein Jungtier, daß sich bei der Futteraufnahme trotz seines Alters mit Nachdruck gegen seine älteren Artgenossen oder möglicherweise sogar seine Eltern durchsetzt. Es ist auf jeden Fall sehr amüsant die Rangeleien zu beobachten. Eine Ginsterkatze kommt auch auf ein kurzes Hallo vorbei.
Unsinniger Weise hatten wir die Kameras nicht mitgenommen da wir nicht dachten gut fotografieren zu können. Das war ein Irrtum... 😐 So sind es nur Handy - Beweisfotos geworden... 😊
Nach der Rückkehr sind wir rechtschaffen müde und fallen schnell in unsere geräumigen Doppelbetten.
Teil 815. Feb. 2018
09. Mai
Pünktlich um 5 Uhr klingelt unser Telefon zum versprochenen Wake-Up-Call. 😮 Wir sind begeistert, quälen uns aber dennoch aus dem Bett, ziehen uns an und begeben uns in die Lobby. Mike wartet bereits und fragt uns, ob wir bereit sind Cheetahs zu sehen. Oh ja. Wir sind!!!! Die junge Dame an der Rezeption verabschiedet uns mit einem fröhlichen: "See you later!". Ohne sich umzudrehen antwortet Mike mit einem trockenen: "Maybe." Die Stimmung ist gut! Noch besser wird sie, als wir registrieren das wir allein mit Mike unterwegs sein werden!! 🙂 Drei Minuten später sitzen wir in Mike's Toyota und fahren los. Zwischendurch sondiert er immer wieder die Umgebung mit der Antenne. Nach einer guten halben Stunde wird er fündig und fährt zielstrebig auf den vermutlichen Aufenthaltsort der Geparden zu. 200 Meter vom Weg entfernt entdeckt er sie. Es sind zwei männliche Tiere, vermutlich Brüder erklärt er uns. Wir sitzen ab und begeben uns zu Fuß zu den Katzen. Unterwegs gibt Mike uns noch ein paar Verhaltensregeln an die Hand, die wir peinlich genau befolgen sollen und natürlich auch werden. Wir sind gespannt wie Flitzebögen. Langsam nähern wir uns den Tieren und die Spannung steigt. Die Katzen haben schon lange bemerkt, sind aber noch sitzengeblieben. Als wir uns auf etwa zwanzig Meter nähern stehen sie auf und entfernen sich langsam von uns. Wir folgen, Mike immer voran. Zur Verteidigung führt er lediglich den Stiel einer langen Axt mit sich. Wir können den beiden Raubkatzen etwa im Abstand von zehn bis fünfzehn Metern folgen. 😮 Die Tiere sind offenbar eher genervt das wir ihnen so dreist folgen als irgendwie aggressiv oder feindselig. Wir können einige wunderbare Fotos machen und sind auch nicht enttäuscht als wir an eine Stelle gelangen, an der das Gelände für uns zu schwer passierbar wird. Zufrieden lassen wir die Tiere ziehen und blicken ihnen noch eine ganze Weile nach, während Mike uns noch Wissenswertes erläutert.
Einige Zeit später sitzen wir wieder im Fahrzeug. Mike hat einen Funkspruch von einem anderen Fahrzeug gehört, das gerade einen Leoparden entdeckt hat. Sofort fahren wir zu der genannten Stelle. Nach einigen Minuten Suche finden wir die andere Gruppe die mit ihrem Toyota in einem trockenen Flussbett stehen. Der Leopard sitzt auf einem Baum und macht einen sehr gereizten Eindruck. Der Grund sind zwei Wildhunde, die unter dem Baum liegen und im Schatten entspannen. Mike erklärt uns das wir ein junges Männchen sehen, das noch unerfahren ist und daher "noch" nicht weiß, daß er der stärkere ist und mit den beiden Hunden locker fertig werden würde. Das andere Fahrzeug verlässt uns bald. Mike wechselt die Stellung und wir versuchen noch ein paar Fotos zu bekommen. Leider ist die Katze jedoch von sehr viel Blattwerk verdeckt.
Ein paar Minuten später meldet das gleiche Fahrzeug eine weitere Sichtung, diesmal am Boden. Mike fährt wiederum hinterher. Wir finden die Stelle und entdecken den Leoparden, der sich in einem Dickicht aufhält. Auch diesmal ist es ein junger Leopard der keinen Sender trägt!!! Und wieder verlässt uns die andere Gruppe nach wenigen Minuten. Wir bleiben, was unser Glück ist... 😗 Der Leopard verlässt sein Versteck und schleicht in ein nahegelegenes Flussbett, in dem er sich dann weiter fortbewegt. Wir haben großes Glück denn es handelt sich hier ebenfalls um ein Jungtier, das kein Trackinghalsband trägt!!! Mike kann dem Tier mit dem Toyota folgen und wir können fast eine halbe Stunde lang aus einer Entfernung von teilweise weniger als sieben bis acht Metern die besten Fotos von der Katze machen, die wir uns vorstellen können. 😁
Mehr als glücklich mit unserer Ausbeute kehren wir zur Lodge zurück. Zwei Tage in Okonjima und wir haben schon mehr Raubkatzen gesehen, als andere in drei Wochen. 😎 🤪
Nach dem mehr als üppigem Frühstück beschließen wir eine kleine Wanderung zu unternehmen. Wir entschließen uns für den Giraffe-Trail, einer von drei in der näheren Umgebung der Lodge angelegten und ausgeschilderten Wanderwegen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Auf der Wanderung haben wir zwar wenige Sichtungen, dafür die Gelegenheit, die wunderbare Landschaft ausgiebig aus der Nähe kennen zu lernen. Zurück in der Unterkunft beschließe ich eine Dusche unter freiem Himmel zu nehmen. Gesellschaft leisten mir dabei einige offenbar hier heimische Ameisen von zirka 20 Millimetern Größe, die sich, so vermute ich, vom Duschwasser angezogen fühlen. Zumindest ist dieser Schluss naheliegend, da sich die Zahl der Tiere während des Duschvorgangs sichtbar vervielfacht. 😵 Nach der Körperreinigung genießen wir die Terrasse, wo wir gemütlich ausruhen und ausgiebig Vögel beobachten. 😎
Gemütlich lassen wir den Tag ausklingen
Teil 918. Feb. 2018
10. Mai
5:00 Uhr Wake-Up-Call. 🙄 Erneut quälen wir uns aus dem Bett und finden uns wenig später in der Lobby zum Game-Drive ein. Mike und Felix sind erneut mit uns unterwegs heute was uns sehr freut. Mit uns fährt ein Ehepaar aus Großbritannien. Das heutige Ziel ist es, Hyänen zu sehen. 🙂 Wir verlassen das Lodge-Gelände in Richtung Norden und fahren zunächst auf einen der nahegelegenen Hügel, wo Felix damit beginnt, die Antenne zu schwenken. Dort oben haben wir einen wunderschönen Blick über die weite Ebene. Auch die Sonne begrüßt uns mit den ersten willkommenen warmen Strahlen. 😁
Felix wird fündig, also aufsitzen und weiterfahren. Während der Fahrt fällt uns der Schädel sowie einiger Wirbelknochen eines toten Zebras neben dem Weg auf. Die Dame aus Großbritannien fragt, ob es Opfer einer Raubtierattacke gewesen sein könnte. Mike erklärt ihr, daß das Tier sehr wahrscheinlich eines natürlichen Todes gestorben ist. Nach einer halben Stunde Fahrt durch den Busch kommen wir dem Signal der angepeilten Hyäne offensichtlich nahe. Unterwegs treffen wir noch auf eine Gruppe Paviane und sehen etliche Giraffen.
An einer Wegkreuzung lässt Mike uns absteigen. Er geht voran, Felix bildet das Schlusslicht. Wir schleichen einige hundert Meter durch den Busch, die Spannung steigt. Irgendwann hebt Mike die Hand um uns zu zeigen, daß wir uns sammeln sollen. Er deutet auf eine bestimmte Stelle an der wir zunächst gar nichts sehen. 🤨 Nach mehrmaligem hinschauen entdecken wir dann schließlich doch das Ziel unserer Suche. Ausgezeichnet getarnt liegt die Hyäne im Schatten unter einem Strauch. Die namensgebenden schwarzen Tüpfel auf dem erdbraunen Fell machen das Tier quasi unsichtbar.
Mike erklärt uns, das Tier ist satt und liegt hier um zu verdauen. Eine Gafahr geht augenblicklich nicht von ihm aus. Langsam nähern wir uns, bleiben jedoch in gebührendem Abstand stehen. "The more you respect the animal, the more it respects you!", ist Mikes Leitsatz den er uns in solchen Situationen immer wieder einschärft. Wir wechseln noch einmal die Stellung um das Tier auch von der anderen, und wie sich herausstellt der günstigeren Richtung zu sehen und machen einige Fotos. Auf dem Rückweg zum Wagen erklärt Mike uns die Unterschiede der verschiedenen Stoffwechselendprodukte von Zebras, Antilopen, Giraffen usw. und woran wir deren Erzeuger erkennen. Kurz bevor wir am Fahrzeug ankommen, machen wir noch Halt an einem Ameisenbau, dessen Versorgungswege unseren Pfad kreuzen und wir beobachten die fleißigen Tierchen eine Weile. Dann geht es zurück zur Lodge, das Frühstück ruft. 😄 Nach selbigem sind wir wieder bestens gestärkt für den restlichen Tag.
Wir beginnen mit Vogel- und Antilopenbeobachtung auf der Terrasse unserer Unterkunft, entschließen uns jedoch nach einiger Zeit doch wieder einen Spaziergang zu unternehmen.
Graulärmvogel beim trocken schütteln nach dem Bad... 😄
Wir entscheiden uns für den Dik-Dik-Trail. Für den Trail müssen wir mit dem Auto ein Stück von der Lodge wegfahren, da der Startpunkt etwas außerhalb liegt. Wir finden den kleinen Parkplatz auf Anhieb und machen uns mit Sonnenhüten ausgestattet auf den Weg. Dieser führt zunächst an einem Flussbett entlang. Unterwegs finden wir am Wegrand eine abgestreifte Schlangenhaut von beeindruckenden 1,20 m Länge. 🙄 Wir blicken etwas genauer nach allem was zu unseren Füßen, vor allem, kreucht..... 😐 Später führt der Pfad auf eine flache Ebene hinaus, die auf Grund von Rodungsarbeiten weithin offen ist und kaum Schatten bietet. Wir sehen einen Kudubullen aus einiger Entfernung, ansonsten ist jedoch nicht viel zu sehen. Da es inzwischen auch unangenehm heiß wird, beschließen wir umzukehren. Auf dem Rückweg kommen wir an einem mehr als vier Meter hohen Termitenhügel vorbei. Der Bau weist keine Löcher auf, was wie wir gelernt haben bedeutet, hier wohnt niemand, der hier nichts zu suchen hat. 🙂 Wir beschließen unser Vorhaben von der Herfahrt umzusetzen und machen ein Foto zum Größenvergleich. Klaus darf posieren. 😎
Am Nachmittag beschließen wir uns weiterzubilden und nehmen an einer Fahrt zum Cheetah-Information-Center der AfriCat-Foundation teil. 🙂 Mit von der Partie ist ein älteres Ehepaar aus dem Allgäu, die von ihrem Sohn begleitet werden. Dieser hat die Aufgabe, den beiden die Erklärungen von Craig, unserem Guide, zu übersetzen. Das macht er zwar ausgezeichnet, und wie uns auffällt, absolut wortgetreu, allerdings zieht sich die ganze Tour hierdurch doch etwas in die Länge. 😐 Zunächst fahren wir zum Gehege von Wahu. (Keine Ahnung wie das richtig geschrieben wird... 😕 ) Wahu ist ein Leopard, der in Gefangenschaft leben muß, da er nicht ausgewildert werden kann. Craig erzählt uns, daß der Leopard als Jungtier von einem Farmer gefangen wurde, der ihn an einen Baum fesseln wollte, um die Mutter anzulocken, damit er sie erschießen kann. 😠 Die AfriCat-Foundation hat davon erfahren und wollte das schlimmste verhindern, der Farmer jedoch war nicht bereit, auf irgendwelche Angebote einzugehen. Also brachte man wenigstens das Leopardenbaby nach Okonjima. Dort wurde der kleine von Hand aufgezogen. Leider erwies sich schnell, daß sich der heranwachsende pubertierende Wahu seinen Gastgebern gegenüber sehr dominant zeigte. Dies gipfelte in der Tatsache, daß Mr. Hansen, der Eigentümer von Okonjima, die Großkatze nach einigen Tagen Abwesenheit in seiner Wohnung mit einem getöteten Warzenschwein sitzend vorfand. Wahu seinerseits glaubte, das vermeintlich ältere Männchen aus seinem Revier vertrieben zu haben. Ein zusammen leben der Beiden war ab diesem Punkt nicht mehr möglich da Wahu sich die Chefposition nicht mehr aberkennen lassen wollte. Da der Leopard aber in den ersten paar Lebensmonaten sehr eng bei Menschen gelebt hatte war es leider nicht mehr möglich ihn auszuwildern. 😐 Wir betreten den Beobachtungsstand von Wahus Gehege. Man hat hier tatsächlich ein Wenig den Eindruck, in einem (großen) Zoo zu sein. 🤨 Wir nehmen Platz und warten gespannt. Craig platziert einige ansehnlich große Fleischbrocken auf einem Baumstamm, der direkt vor dem Ansitz aufgebaut ist. Nachdem Craig sich zu uns in den sicheren Unterstand begeben hat, dauert es keine zwei Minuten bis der Leopard auftaucht und sich über das Fleisch hermacht. Das Tier ist keine fünf Meter von uns entfernt, so daß wir jede Menge wunderschöne Aufnahmen machen können.
Völlig unbeachtet von der Großkatze tauch eine ?Fuchsmanguste? auf, klettert auf den Baum und greift sich einen der Fleischbrocken.
Dieser ist, nebenbei bemerkt, wahrscheinlich doppelt so schwer, wie der kleine Nager, was zur Folge hat, daß das Tierchen im nächsten Augenblick vom Gewicht seiner Beute nach unten gezogen, in die Tiefe fällt. 😄 (Es hat den Sturz gut überstanden... 😉 ) Wir beobachten den Leoparden noch ein viertel Stunde und lauschen Craigs Ausführungen. Im Anschluss geht es weiter zur Auffangstation und der dazugehörigen Tierklinik, wo die Katzen untersucht werden. Anhand von Schaubildern erläutert Craig die Vorgehensweise der Foundation. Während das ältere Ehepaar von ihrem Sohn eine längere Abhandlung übersetzt bekommt, kommen wir mit Craig ins Gespräch und erfahren, daß er auch über die Problematik mit den Wölfen in Europa vertraut ist und daß überraschend viele Parallelen zur Situation mit den Raubkatzen in Afrika zu sehen sind.
Nach dem Besuch der Auffangstation geht es weiter zu einem Gehege, in dem Katzen untergebracht werden, wenn sie unter medizinischer Beobachtung stehen. Craig erzählt, daß sich zur Zeit vier Tiere hier aufhalten. Wir fahren in das umzäunte Areal ein und machen uns auf die Suche. Unterwegs scheuchen wir einen Adler auf, der sofort davonfliegt. Es dauert eine ganze Weile, bis wir die Tiere eher zufällig entdecken. Wir nähern uns den vier Geparden und können diese eine ganze Weile beobachten. Da die Sonne bereits untergegangen ist und die Katzen sich zudem unter einem Gebüsch aufhalten, gelingen uns leider nicht viele brauchbare Fotos.
Da wir schon spät dran sind und sich die Dunkelheit rasch nähert, verzichtet Craig auf den Halt mit dem Sundowner und bringt uns direkt in die Lodge zurück.
So endet ein weiterer spannender Tag an dem wir wieder viel neues lernen und erleben durften. 🙂
Teil 1022. Feb. 2018
11. Mai
Nach dem obligatorischen 5:00 Uhr Wake-Up-Call sowie der kurzen Morgentoilette heißt es zunächst Koffer fertig packen und im Auto verstauen. Den Weg zur Lobby legen wir heute mit dem Fahrzeug zurück und parken es abfahrbereit auf dem Vorplatz der Lodge. In der Lobby finden sich nach und nach die Teilnehmer unseres letzten Game-Drives ein, der dieses Mal von Daniel und Felix geführt wird und noch ein Mal Geparden zum Ziel hat. Das Fahrzeug füllt sich heute (leider) mit insgesamt sieben Personen. 🙁 Da wir ein Wenig unsere Ruhe haben wollen, setzen wir uns ganz nach hinten und genießen ein letztes Mal die Landschaft von Okonjima. 😎 Während der Fahrt gibt es wieder jede Menge Tiersichtungen, von Schakalen, über Zebras, Gnus und Antilopen bis hin zu Giraffen. Das gesamte Spektrum, daß Okonjima zu bieten hat.
Zebra frontal schaut auch ganz nett aus, irgendwie nach Kriegsbemalung 😄 ein wohl schon sehr altes Gnu...
Kann mir jemand sagen welcher Gefiederte Freund das ist? Mit Vögeln üben wir noch... 😉
Die Guides werden mit dem Ortungsgerät fündig und wir fahren zügig in die angepeilte Richtung. Nach zehn Minuten Fahrt, biegt Daniel links von der Straße ab und parkt das Fahrzeug etwa 100 Meter abseits im Busch. Wir sitzen ab, Daniel gibt uns noch Verhaltensregeln für die Begegnung mit den Cheetahs mit auf den Weg, dann marschieren wir zurück Richtung Straße los. Wir überqueren diese und laufen noch etwa 100 Meter, dann sehen wir, in unmittelbarer Nähe einer Oryx-Herde die beiden Katzen. 😮
Die Antilopen lassen sich von der Gegenwart der beiden Fressfeinde nicht sonderlich aus der Ruhe bringen. Daniel meint, sie scheinen satt zu sein und nicht aufs jagen aus. Die Geparden stehen auf und ändern ihren Standort. Sie machen einen Bogen um uns und begeben sich Richtung Straße. Wir folgen in gebührendem Abstand und bekommen schließlich eine ausgezeichnete Position zum Fotografieren, da wir das wunderschöne Licht der aufgehenden Sonne im Rücken haben. 😁
Einige Minuten später meint Daniel, daß es ihm unverständlich ist, solche wundervollen Tiere zu töten. Ein Raunen einhelliger Zustimmung geht durch die Gruppe. "Just shoot them with your cameras!", fügt er hinzu. Ein Satz, der uns während der restlichen Reise nicht mehr aus dem Kopf gehen sollte... Nach etlichen wunderbaren Fotos begeben wir uns zurück zum Fahrzeug und steigen ein. Auf der Rückfahrt zur Lodge bekommen wir noch die Gelegenheit, die beiden Wildhunde zu beobachten, die wir bei unserer ersten Cheetah-Tour zwei Tage zuvor bereits kennenlernen durften, als diese den Leoparden auf dem Baum verängstigt haben.
Dieses Mal stellen sie einer Warzenschwein-Herde nach, die sich im Dickicht nahe der Straße aufhält. Die beiden gehen bei der Jagd leider leer aus und viel davon gesehen haben wir auch nicht da sich fast alles in dichtem Unterholz abspielte.
Wir genießen den Rest der Fahrt ausgiebig und denken schon mit Wehmut an den Abschied von diesem schönen Ort.
Später in der Lodge lassen wir uns das leckere Frühstück noch einmal schmecken und greifen ausgiebig zu. Danach tauschen wir noch Devisen mit einem Pärchen aus Brüssel, das wir an einem der Vorabende kennengelernt haben, checken aus und verabschieden uns insbesondere von Mike, der an diesem Tag Innendienst hat. Die Fahrt über das Gelände der Farm bis zum Gate lassen wir langsam und gemächlich angehen, um die Stimmung auch hier noch etwas zu genießen.
Wir biegen wieder auf die B1 Richtung Norden ab, die uns zu unserem nächsten großen Ziel führt, dem Etosha-Nationalpark. 😁 Auf Grund der häufigen Ermahnungen anderer Reisender und auch unseres Reiseführers, so oft es geht zu tanken, machen wir in Otjiwarongo an der ersten Tankstelle, die wir sehen einen Tankstop. Sofort beginnen sämtliche Mitarbeiter der Tankstelle, die nicht gerade ein anderes Fahrzeug bedienen, um unsere Gunst (sprich um das in Aussicht stehende Trinkgeld 😗 ) zu buhlen, indem sie aufwändig einstudierte Tänze und Verrenkungen zum Besten geben. 😄 Wir fahren einfach geradeaus in die Tankstelle und somit an die erstbeste Zapfsäule. 🙂 Die beiden Jungs freuen sich. Schnell merken wir, daß hier perfekte Arbeitsteilung herrscht: Der eine tankt, der andere wäscht die Scheiben. Offensichtlich hat der erste auch mehr Verantwortung, denn er kommt auch zum Kassieren. Ich erkläre ihm, daß das überzählige Geld das Trinkgeld für beide ist und hoffe, daß er seinen Kollegen nicht über den Tisch zieht. 😐 😉 Wir fahren weiter. Erst nach etwa zehn Minuten stellen wir fest, daß wir etwas viel wichtigeres völlig vergessen haben, nämlich Geld abzuheben. Gut. Nächste Tanke mit Geldautomat rausfahren. 😐 Nadine bleibt im Auto. Ich begebe mich zum Automaten. An selbigem stehen zwei Wachleute, ich bin mir nicht sicher ob mich deren Anwesenheit beruhigt oder doch ehr beunruhigt. 😐 Ist das hier normal das Geldautomaten bewacht werden? 🤨 Ich schiebe die Karte in den Schlitz und gebe die Geheimzahl ein. Nach einigen Sekunden erklärt mir das Gerät, daß ich kein Geld abheben könne, da mein Kartenlimit erreicht wäre. Kann eigentlich nicht sein. 🙄 Erneut mache ich meine Eingabe, das Ergebnis ist jedoch das gleiche. Verunsichert und auch ein Wenig frustriert ziehe ich von dannen. Wir fahren erst mal weiter, sind dann jedoch nach und nach doch immer besorgter. Unterwegs fallen uns diverse Horrorszenarien ein, von Karte gesperrt bis hin zu Kreditkartenbetreiber pleite. Langsam nähert sich die Stimmung deutlich einem unangenehmen Tiefpunkt. 😵 Nächster Stop in Otavi an einer großen und sehr belebten Tankstelle. Wir parken etwas abseits und ich begebe mich zum Automaten, dieses Mal bin ich etwas lockerer und habe nicht das Gefühl, daß mich sofort jeder beobachtet und taxiert, ob ich vielleicht ein lohnendes Opfer für einen Raubüberfall wäre. Eher habe ich das Gefühl, ich muss aufpassen, daß man mir nichts verkauft, was ich nicht brauche. 😄 Am Automaten fällt mir als Erstes auf, daß dieser zu einer anderen Betreiberfirma gehört. Nummer eingeben, keine Meldung über irgendein Limit, puh. Der Automat fragt mich, wieviel ich möchte und ich gebe 2000.- ein. Es klappt. Anstandslos spuckt das Gerät die gewünschte Summe aus und es funktioniert auch ein zweites Mal. Sehr gut. Die Stimmung ist gerettet. 🤪 Die restliche Fahrt bis zum Etosha-Nationalpark ist gut beschildert und wir finden den Weg auf Anhieb.
Wir erreichen den östlichen Zugang zum Etosha-Park, das Von-Lindequist-Gate, und reihen uns in eine kurze Warteschlange ein. Nach kurzer Zeit sind wir an der Reihe und ich steige mit unseren Papieren aus. Die Dame im Zollhäuschen macht einen eher restriktiven Eindruck, der sich noch verstärkt, als sie mich anspricht. "Wllhhmmh!", glaube ich verstanden zu haben und frage nach. "I said WELCOME!" "Oh, I'm sorry. I didn't understand.", erkläre ich, sehr wahrscheinlich mit einem eher dämlichen Grinsen auf dem Gesicht. 😗 Ok. Die Formalitäten sind schnell abgehandelt und sie erklärt mir noch, was ich im Park, sowie beim Verlassen desselben mit welchen Formular zu machen habe. Wir fahren weiter. Sorgfältig achte ich darauf, die vorgeschriebenen 60 km/h nicht zu überschreiten, während wir gleichzeitig die Straßenränder beobachten, damit wir kein Tier übersehen, das der Meinung ist, die Straße überqueren zu müssen. Zwischenzeitlich überholt uns ein Fahrzeug der Parkverwaltung sehr zügig, später noch ein etwas privater wirkendes, dieses jedoch etwas langsamer. Wir fahren trotzdem weiter 60.
Camp Namutoni
Nach etwa 20 Minuten Fahrt erreichen wir ohne nennenswerte Sichtungen Fort Namutoni. Nach dem Abstellen des Fahrzeugs begeben wir uns zunächst in das mit 'Reception' bezeichnete Gebäude. Hier entrichten wir die Parkeintrittsgebühr und erhalten den Schlüssel zu unserer Unterkunft. Die junge Dame hinter dem Tresen erklärt uns anhand eines Lageplans noch wo wir dieses finden und wünscht uns einen angenehmen Aufenthalt. Gleich zu Anfang fällt uns ein Schild auf, das den Besucher auffordert, den gepflegten Rasen nicht zu betreten. Wir blicken auf den Rasen, beziehungsweise was davon übrig ist und fragen uns, ob das Schild ernst gemeint ist. 😄 Wir laden unser Gepäck aus. Nachdem alles verstaut ist, gehen wir auf Erkundungstour. Als erstes führt uns der Weg zum Wasserloch mit einer rietgedeckten Ansichtshütte. Leider gibt es dort an Tieren nichts zu sehen. Wir beschließen die Zeit bis zum Abendessen mit Lesen zu verbringen. Das Essen wird im Freien bei Kerzenlicht serviert, was zunächst auch einen leicht romantischen Touch hat. Bei näherer Betrachtung allerdings fallen uns dann die rustikal improvisierten Kerzenhalter auf, die lediglich aus einer scharfkantig abgeschnittenen und mit etwas Sand gefüllten Konservendose bestehen. 😄
Irgendwie hat das Ganze doch einen gewissen Charme. Halt auf seine ganz eigene Art und Weise. 😉 Das Essen ist gut aber nichts wirklich besonderes. Später genießen wir noch die Nachtstimmung am Wasserloch und gehen dann zu Bett.
Teil 1123. Feb. 2018
12. Mai
Wir schlafen gut und wachen erst gegen 07:30 auf. 🤨 Egal, wir sind ja im Urlaub. 🙂 Endlich wieder einmal richtig ausgeruht gehe wir erst mal frühstücken. Das Frühstück stellt uns insgesamt zufrieden aber auch hier darf man nichts besonderes erwarten. 😗 Wir besprechen unsern Tagesplan und beschließen letztendlich die Fisher's Pan zu umrunden, dem östlichsten Ausläufer der Etosha-Pfanne, der nordöstlich in unmittelbarer Nähe von Namutoni liegt.
Los gehts. 😎 Gleich zu Anfang der Fahrt kreuzt eine Riesentrappe unseren Weg.
Kurz darauf sehen wir dann einiges an Tieren, vor allem kleine Antilopen wie Dik-Diks, Springböcke und Impalas, aber auch Zebras und am Wasserloch 'Twee Palms' einige Streifengnus.
Wir entdecken unsere erste Gabelracke, die natürlich auch ausgiebig fotografiert wird. 😉
Im weiteren Verlauf der Strecke kreuzt eine ausgesprochen große Herde Zebras die Straße , die auch eine ganze Reihe Fohlen dabei hat.
Später sehen wir von Weitem einen einzelnen Elefanten, der jedoch schnell wieder in einer Senke verschwindet.
Wir kommen zurück auf die Hauptroute, die nach Norden, Richtung 'King-Nehale-Gate' führt. Wir biegen rechts ab und besichtigen noch die beiden Wasserlöcher 'Klein Okevi' und 'Groot Okevi', hier war jedoch nichts los.
Gegen 11:30 Uhr sind wir im Camp zurück und machen Pause. Im Shop besorgen wir uns eine Erfrischung in Form eines Farmdudlers, dem Geschmack nach eindeutig die afrikanische Version von Almdudler. 😄 Da wir feststellen müssen, daß unsere Artenbestimmung doch noch sehr ausbaufähig ist, kaufen wir außerdem eine DIN A4-Karte des Etosha-Park mit farbigen Illustrationen der hiesigen Tierwelt, sowie einem erheblich genaueren Wegenetz, als es unsere Namibia-Karte bietet. Eine gute Entscheidung, wie sich später herausstellt. 🙂
Eine Zeit später machen wir uns zum zweiten Mal auf den Weg. Wir nehmen die Hauptroute Richtung Westen. An der ersten Kreuzung biegen wir nach links und nehmen einen Rundweg, der am Wasserloch 'Ngobib' vorbeiführt. Wir treffen auf große Herden Zebras, Gnus und Kuhantilopen.
Die Zebras machen einen deutlich nervösen Eindruck und wir sehen uns etwas genauer um. Nur zufällig und aus dem Augenwinkel sieht Nadine rechts vom Weg und gut versteckt unter einem Busch etwas was nach Katze aussieht. Also schnell Rückwärtsgang rein und genauer schauen. 😮 Ein Leopard! 🤩
Wir sind hellauf begeistert. Trotz der Entfernung von bestimmt 60 bis 80 Metern gelingen einige Fotos. Die Katze macht sich jedoch schnell davon, sehr wahrscheinlich um jagen zu gehen, da im Hintergrund weitere Antilopen und Zebras zu sehen sind. Leider dürfen wir die Straße ja hier nicht verlassen. Wehmütig denken wir an Mikes querfeldein Fahrten zurück... 😐
Bei der Weiterfahrt queren vor uns etliche Herdentiere den Weg und wir müssen entsprechend vorsichtig fahren. Zurück an der Kreuzung biegen wir wieder in die Hauptroute ein und fahren Richtung 'Springbockfontein'. Die Strecke erweist sich als weniger ergiebig, obgleich wir einige Herden aus der Ferne sowie einige Strauße zu sehen bekommen. Wir beschließen die Wasserlöcher 'Springbokfontein' und 'Batia' erst morgen anzufahren und biegen statt dessen rechts auf den Rundweg ab, der am Wasserloch ' Okerfontein' vorbeiführt. Wir sehen das Wasserloch am Ende einer langgezogenen Kurve und in unmittelbarer Nähe davon etwas hellgraues. Wir vermuten einen Elefanten. Leider führt die Strecke nicht direkt darauf zu, sondern macht einen langen Haken nach links. Nach 15 Minuten fahren wir endlich auf die Stelle zu, die wir vorher gesichtet haben. Unsere Vermutung wird bestätigt. Ein Elefant hat sich an der Wasserstelle gestärkt und ist nun auf dem Weg zurück in den Busch. Das Tier läuft parallel zum Weg und wir können wunderbar nebenher fahren. Tolle Bilder fast aus nächster Nähe. 🤪
Der Abstecher hat sich mal auf jeden Fall gelohnt. 😎 Kurz bevor wir zurück auf die Hauptroute gelangen, entdecken wir eine Gruppe von drei Gelbschnabeltokos, die sich ausgezeichnet präsentieren und wir bekommen auch hier einige tolle Aufnahmen.
Faszinierend zu sehen wie die Vögel mit ihrem großen Schnabel diese kleinen Beeren vom Strauch zupfen und essen.
Teil 1223. Feb. 2018
Bevor wir zurück ins Camp fahren, machen wir noch einen Abstecher nach rechts zum sehr schön gelegenen Wasserloch 'Kalkheuwel', wo wir jede Menge Zebras, Antilopen und Giraffen beim Trinken, aber auch bei ihrem typischen Gerangel um die jeweilige Rangordnung beobachten können. Vor Allem die Zebras schenken sich nichts und es gibt spektakuläre Szenen mit viel Staub in der Luft zu bestaunen. Und natürlich, Vögel... 😉 Drongo?
Wir harren eine gute halbe Stunde aus und überlegen uns gerade, ob wir aufbrechen sollen, um nicht zu spät am Camp anzukommen, dessen Tore um 17:30 Uhr geschlossen werden, als ich eine Bewegung im Busch wahrnehme. Ein paar Sekunden später stapft ein gutes Dutzend Elefanten auf leisen Sohlen aus dem Busch. 🤩
Augenblicklich machen sich sämtliche anderen Tiere vom Acker und überlassen den grauen Riesen den Zugang zum Wasserloch.
Zwei Minuten später kommt eine weitere Gruppe von etwa derselben Größe hinterher. Die Gruppe hat einige Kälber dabei, die von den großen schützend eingekreist werden, während sie am Wasser sind. Unsere Begeisterung könnte kaum größer sein.
Schweren Herzens müssen wir uns auf den Rückweg machen.
Vor dem Abendessen machen wir noch einen kleinen Spaziergang zum Wasserloch und bestaunen fasziniert den atemberaubenden Himmel, der sich tief violettfarben nach dem Sonnenuntergang zeigt. Mit einem Sundowner in Form des obligatorischen Gin-Tonic an der Bar Restaurants runden wir den Abend ab. Zum Abendessen gibt es leckeres Kudu auf Reis, der Nachtisch der, aus diversen Cremes und Biskuit besteht, ist ausgesprochen schmackhaft aber ebenso gehaltvoll. Wir sind mit unserem ersten Tag in Etosha doch sehr zufrieden. So kann es nun gerne weitergehen!! 😎
Vor dem Schlafengehen packen wir noch die Koffer, dann lassen wir uns müde in die Betten fallen.
Teil 1324. Feb. 2018
13. Mai
5:45 Uhr. Fertig packen, Fahrzeug beladen, Frühstücken gehen, aus-checken. Und noch wichtiger: Tanken fahren. 😎 Gegenüber der Rezeption des Camps befindet sich die Tankstelle. Der Tankwart nimmt die Anweisung "voll tanken" sehr, sehr wörtlich und macht den Tank wirklich randvoll. 😮 Wir sehen uns schon während den ersten zwei Kilometern mehr Diesel über den Tankdeckel verlieren, als wir tatsächlich verfahren. Aber gut. Wir verlassen Namutoni und begeben uns auf den Weg nach Westen. Kurz nach dem Wasserloch 'Springbokfontein' biegen wir links von der Hauptroute ab, da wir beschlossen haben, zunächst den 'Elan Drive' sowie den sich anschließenden 'Rhino Drive' zu fahren, in der Hoffnung hier mehr Sichtungen und vielleicht auch die landschaftlich anspruchsvollere Strecke vorzufinden. Letzteres bekommen wir zur Genüge, auch das fahrerische Können wird deutlich mehr gefordert, da die Piste stellenweise doch sehr deutlichen Off-Road-Charakter besitzt. Stellenweise sind wirklich riesige Krater in der Fahrspur die umschifft werden müssen. Spaß macht das Gekurve trotzdem auf jeden Fall. 😁 Tiere dafür leider Fehlanzeige. 😐 Und die Fahrdauer zieht sich auch sehr deutlich in die Länge... 🤨 Wir fahren den 'Rhino-Drive' nicht bis zu Ende sondern biegen auf halber Strecke rechts ab Richtung Halali um dort einen Stop einzulegen. Das Camp macht auf den ersten Blick einen wesentlich moderneren und gepflegteren Eindruck als Namutoni und auch beim Aussteigen haben wir den Eindruck, das man sich hier etwas mehr um das Erscheinungsbild der Anlage kümmert. Wir holen uns im Shop eine Erfrischung dann geht es weiter. Zurück auf der Hauptroute, müssen wir feststellen, daß diese leider sehr viel vom landestypischen Waschbrettcharme zu bieten hat. 🤨 Man neigt dazu, schneller zu fahren, da dann der Rütteleffekt doch etwas abgemildert wird. 😕 So können wir aber nicht nach Tieren suchen, geschweige denn Fotos davon machen, also doch wieder vom Gas. Unterwegs überholen wir einen deutlich langsameren PkW aus Südafrika, der offensichtlich seine ganz persönlichen Probleme mit der Strecke hat. 😗 Gut daß wir nachträglich noch von einem Renault Duster auf den Toyota Hilux umgebucht haben. 😎 Während der restlichen Fahrt bekommen wir viel schöne Landschaft und einige ausgesprochen große Herden verschiedener Arten zu sehen und sind damit ganz zufrieden. Zu guter Letzt sehen wir den markanten Wachturm von Okaukueijo in der Ferne auftauchen. Begegnungen auf unserer heutigen Strecke...
Giraffen,
Giraffe die den Anschluss verpasst hat, 😄
Noch ne Giraffe,
und eine die sich fürs Foto netterweise nach unten gebeugt hat. 😄
so, jetzt reicht es aber mit den Tierchen... 😎
Waffenkiebitz
Ein sehr alt oder krank aussehender Schakal 🙁
Impala
Impala, closeup 😉
Kuhantilope, wahrlich nicht das hübscheste Tierchen... 😗
Teil 1424. Feb. 2018
Noch ein paar weiter Bilder.... 😗
Zebrafohlen
einige Gnus
Das Motiv hat glaube ich schon jeder der in Etosha war fotografiert, wir konnten wenigstens noch ein Zebra dazu bewegen für und dort etwas zu posen... 😗
Honigdachs, nur zufällig erspäht und fast verpasst weil wir einen Singhabicht (?) im Baum beobachtet haben
Singhabicht (?)
Startet durch...
und macht Beute, hoffe ich wenigsten für ihn. 😉
Ziel erreicht 😎
Teil 1525. Feb. 2018
Camp Okaukuejo
Auf dem Platz nach der Toreinfahrt in das Camp herrscht ein Wenig Tumult, da mehrere Fahrzeuge rein oder raus wollen und sich gegenseitig beim Wenden im Weg stehen. Wir warten bis sich der Knoten aufgelöst hat. 🤨 Nach einigen Minuten klärt sich die Situation und wir ergattern einen Parkplatz. 😎 Nach dem Anmelden machen wir uns kurz mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut. Shop. Postamt. Toiletten. Gut, nun die Unterkunft suchen. Wir fahren den Schildern nach und werden kurz darauf fündig. Beim Abstellen des Fahrzeugs fallen uns auf Anhieb jede Menge Erdmännchen auf, die hier herumwuseln. 😁 Auf den ersten Blick machen die Hütten hier einen doch recht geräumigen Eindruck. Bei näherer Betrachtung stellt sich jedoch heraus, daß an der Wand zwei Zimmernummern angebracht sind und von der Terrasse aus zwei Türen nach drinnen führen. Im Inneren bestätigt sich unsere Vermutung, Platz ist nicht wirklich. (Sogar weniger als in Namutoni... 😐 ) 🤨 Aber egal, schließlich wollen wir lediglich die Nacht hier verbringen. 😉 Sehr schön ist die unmittelbare Nähe zum Wasserloch, wir haben nur ein paar Minuten Fußweg. 😎 Nachdem wir alles verstaut haben, machen wir uns auf den Weg dorthin. Der Bereich wunderbar übersichtlich angelegt und man hat von den Sitzbänken aus einen tollen Blick auf die Tiere, die sich hier so tummeln.
Den Sonnenuntergang genießen wir am Wasserloch bei dem sich einige Giraffen und später auch Elefanten einfinden. Auffallend sind die vielen Schakale, die sich sowohl am Wasserloch als auch im Camp herumtreiben. Auch auf unserem Weg zum Abendessen durch das Camp, fallen uns eine Menge dieser Tiere auf. Alleine um den Außenbereich des Speisesaals tummeln sich mindestens drei... Wir bekommen einen schön etwas abseits gelegenen Tisch mit Kerzenlicht im Freien. 😁 Auf dem Buffet findet sich neben Oryxsteak und Lammkotelett auch ein dicker Eintopf mit Fleischstücken am Knochen, dazu diverse schmackhafte Salate. Nach dem Essen gehen wir zurück zum Wasserloch. Dort sitzen wir noch eine Weile und beobachten das Treiben. An den dortigen tierischen Gästen hat sich seit unserer Abwesenheit nicht viel geändert. Wir beobachten das Treiben dort noch eine Weile bevor wir müde ins Bett gehen.
Teil 1603. März 2018
So, die Reise geht weiter! Bitte alle einsteigen.... 😉
14. Mai
Wir starten gutgelaunt in den Tag und beschließen zuerst Richtung Norden zu fahren. 😎 Zwischen den Wasserlöchern 'Wolfnes' und 'Okondeka' fahren wir an den Überresten einer toten Giraffe vorbei. Kurze Zeit später folgen die Reste eines Gnus.
Einige Schildraben sind noch beim Frühstück...
Kurze Zeit später sehen wir eine Reihe Fahrzeuge am Straßenrand stehen. Wir reihen uns ein und entdecken recht schnell den Grund für den Auflauf. Wenige Meter neben der Straße hat sich ein kleines Rudel Löwen, das aus zwei Männchen und zwei Weibchen besteht, niedergelassen. Sie liegen gut versteckt hinter dem niedrigen Gesträuch. Erstaunlich wie unsichtbar die werden können! 🤨 🙂 Wir stehen eine ganze Weile hinter den Autos, von denen eines nach dem anderen aus der Reihe ausschert um weiterzufahren. Irgendwann merken wir, daß das vorderste Fahrzeug, das mit der besten Sicht, keinerlei Anstalten macht überhaupt weiterzufahren um Platz für die anderen zu machen. Davon mag man ja halten was man will, und ich würde bestimmt auch nicht weiterfahren wenn es etwas "spannendes" zu sehen gäbe, aber bei vier schlafenden Löwen, die maximal abwechseln kurz den Kopf heben, da hätte man schon mal nach einiger Zeit weiterfahren können! 😗 Sehen wir das als Frischlinge falsch, oder wie ist eure Meinung dazu? Hoffe nicht das ich damit jetzt einen Shitstorm auslösen werde....!!! 😉 Ganz allgemein sind wir kein Freund von solchen Autoaufläufen aber das wird sich wohl nie ganz vermeiden lassen. Um so mehr freut man sich dann doch, wenn man irgendwas spannendes ganz alleine entdeckt hat. 😉 Als wir selbst ausscheren und vorbeifahren, stellen wir jedenfalls fest, daß einzig und allein der Vater wie gebannt auf die Löwen starrt, während der Rest der Familie, einschließlich seiner Frau, die am Steuer sitzt, einen außerordentlich gelangweilten Eindruck macht. 😄
Beim Wasserloch 'Okondeka' drehen wir um und fahren kurz darauf links ab, in Richtung 'Leeubron'. Die Wasserstelle liegt gut versteckt in einem Dickicht und lässt sich komplett umfahren. Leider ist sie ausgetrocknet. Außer einem Schakal treffen wir auch noch ein paar andere Tiere.
Besonders nett finden wir diese vierer Truppe! 😄 Ob die Zebras das Gnu adoptiert haben??
Gegen Mittag fahren wir zurück zum Camp, um einen Zwischenstop einzulegen. Wir stärken uns, danach geht es weiter...
Teil 1703. März 2018
Weiter gehts. 🙂 Wir fahren nach Osten in Richtung 'Olifantsbad'. Am Wasserloch 'Gemsbokvlakte' machen wir halt und beobachten eine relativ große Gruppe aus Springböcken, Impalas und Zebras.
Gerade wollen wir wieder aufbrechen, als Unruhe in die Herden kommt. 😐 Wir werden natürlich auch gleich aufmerksamer und schauen uns suchen um. Da hinten nähert sich wirklich etwas!! Zuerst erkennen wir gar nicht was da eigentlich kommt, soweit ist das Tier entfernt. 🤨 Dann wissen wir es.... Eine einzelne Löwin kommt Richtung Wasserstelle. 🤩 Die Großkatze geht gemächlichen Schrittes und hat an den prädestinierten Beutetieren offenbar keinerlei Interesse.
Auch die anderen Tiere scheinen dies zu spüren, denn keines macht Anstalten zu flüchten. Es wird lediglich ein respektvoller Abstand eingehalten und aufmerksam beobachtet.
Wir erkennen, daß das Gesäuge angeschwollen ist, offenbar hat sie gerade Nachwuchs. Am Wasserloch angekommen macht sie es sich dort gemütlich und trinkt immer wieder ausgiebig.
Achtung, es folgen einige Löwenbilder, ich konnte mich einfach nicht entscheiden... 😗
Teil 1803. März 2018
Als sie sich wieder zurückzieht, können wir ihr ein Stück auf der Straße folgen, dann verschwindet sie im Unterholz. Wir warten noch etwas in der Hoffnung vielleicht ein Junges von ihr zu entdecken. Leider haben wir damit kein Glück. Aber was soll´s. Wir sind hoch zufrieden mit dem was wir gesehen haben! 😎 Und das Beste, wir waren ganz alleine, kein anderes Auto weit und breit!!! 🤪
Am Wasserloch 'Aus' angekommen können wir neben Kudus, Oryx, Kuhantilopen und Strausse auch zwei Gaukler beobachten. Ganz schön was los hier. 😁
Teil 1903. März 2018
(Könnt ihr uns helfen und uns sagen was der linke für ein Vogel ist? Da sind wir uns äußerst unsicher... 😊 )
Später kommt auch noch eine 'Elefantenschule' hinzu und tut sich am Wasser gütlich. 😁 Deutlich zu erkennen ist die Leitkuh, die eine kleine Gruppe von Halbstarken anführt.
Wir fühlen uns ans Dschungelbuch erinnert... 😄
Es wird gerangelt und geschubst, getrunken und geduscht. 😎
Was die wohl zu tuscheln haben? 😉
Dann müssen wir aber auch endlich mal weiter...
Teil 2003. März 2018
Unser Weg führt zurück auf die Hauptroute und wir kommen an das Wasserloch 'Ondongab', wo wir auf mehrere Giraffen treffen.
Später, kurz nach dem Wasserloch 'Kapupuhedi' biegen wir nach links auf einen Rundweg ab, der jedoch ohne Begegnungen bleibt. Dafür werden wir aber etwas später, am Wasserloch 'Nebrowni' belohnt. 😎
Wir werden durch eine Reihe Fahrzeuge aufmerksam, die auf der kleinen Anhöhe neben der Wasserstelle stehen. Da muss es also was zu sehen geben... 😁
Wir biegen ab und sehen kurz darauf ein Nashorn, das sich etwa 30 Meter von den Autos aufhält. 🤪 Wir stellen uns neben die Autos, brav ans Ende der parkenden Reihe, darauf bedacht, daß "uns" niemand den Fluchtweg verstellt. Ganz sicher sind wir uns nämlich nicht, wie man sich bei einem Nashorn am besten verhält. 😵
Das Tier bewegt sich tatsächlich genau auf uns zu und uns bleibt der Atem weg. 😮
Wir beobachten die anderen Fahrer, die sich ebenfalls gegenseitig beobachten. Denen geht's wie uns, keine große Hilfe. 😕 Gebannt schauen wir zu wie das Nashorn keine fünf Meter entfernt unseren Toyota passiert. 😮
Da wir das letzte Fahrzeug in der Reihe sind, haben wir das Glück, daß sich kein weiteres Fahrzeug mehr zwischen uns und dem Tier befindet. 😎 Zum Glück sind wir ihm recht egal und können erleichtert aufatmen, als es sich aus dem Staub macht. Wir folgen ihm noch ein bisschen mit gebührendem Abstand...
Als das mächtige Tier, nachdem es eine Weile den Sand gescharrt hat, wiederum direkt auf uns zu kam, war diesmal meine persönliche "Fluchtdistanz" erreicht und ich gebe Gas damit diesmal wir uns aus dem Staub machen können, um das Weite zu suchen. 🤨
Was für ein aufregendes Erlebnis!
Da es schon nach 17:00 Uhr ist, machen wir uns auf den Weg zurück zum Camp. Unterwegs machen wir noch eine erstaunliche Beobachtung. Am Straßenrand steht ein weißer VW-Bus mit Südafrikanischem Kennzeichen, der uns schon im Camp aufgefallen war. Das Besondere ist, daß in dem Fahrzeug schätzungsweise zwei Familien unterwegs sind, die zusammen mindestens acht oder neun Kinder haben, also etwa zwölf bis vierzehn Personen sich den Kleinbus teilen. 🤨 Nun stehen die Leute allesamt auf der Straße, inklusive der Kinder. Warum erschließt sich uns nicht. 😐 Vor dem Hintergrund, daß es im Park strengstens verboten ist aus dem Fahrzeug auszusteigen, wundern wir uns doch sehr, gerade wegen der Kinder, die sicher die leichteste Beute abgeben würden. 😣
Im Camp gehen wir direkt ans Wasserloch und suchen uns gute Plätze. Es kommt gerade auch eine Gruppe Elefanten dort an. Giraffen und Zebras sind schon da. 🙂
Neben uns sitzen einige Damen, offensichtlich aus Holland. Da sich am Wasserloch alle ruhig verhalten, tun die Holländerinnen dies auch. Vermeintlich. Die Damen schaffen es tatsächlich, so laut zu flüstern, daß es am gesamten Wasserloch zu hören ist. 😐 Nach und nach gesellen sich noch die Männer dazu und es ist mit der Ruhe endgültig dahin. 😠 Später macht einer der Herren noch eine schreckliche Entdeckung: Ein Schakal hat sich ins Camp verirrt und stellt nun offensichtlich eine Gefahr für ihn und seine komplette Reisegruppe dar. 😄 Jedenfalls greift er sofort nach seinem Telefon und beginnt aufgeregt zu telefonieren. Dem Wortlaut, den wir natürlich nur im Ansatz verstehen können, entnehmen wir, daß er gerade die Reiseleitung informiert und diese eindringlich bittet, in dieser gemeingefährlichen Situation umgehend etwas zu unternehmen. 😄 Ich glaube nicht das er viel mit dem Telefonat erreichen konnte.... 😗
Beim Abendessen können wir uns kaum zwischen Beefsteak, Hähnchenbrust und Kudugulasch entscheiden und nehmen letztlich von allem etwas mehr als genug. 🙄
Mehr als satt und zufrieden beenden wir einen weiteren ereignisreichen Tag. 🙂
Teil 2104. März 2018
15. Mai
Wir stehen 5:30 Uhr auf und machen einen kurzen Spaziergang zum Wasserloch. Auch andere haben sich schon hier eingefunden und harren in der frischen Morgenluft aus, um sich die ersten Sichtungen des Tages nicht entgehen zu lassen. Leider ist, bis auf die fast schon obligatorischen Schakale nichts los. Nach einer Zeit ziehen wir wieder von dannen um das Zimmer zu räumen und unser Gepäck ins Auto zu schmeißen. Wir fahren zum Restaurant und nehmen in aller Ruhe unser Frühstück ein. 😎
Danach der Gang zum Postamt, um endlich ein paar Postkarten loszuwerden. Da Sonntag ist, hat es allerdings leider geschlossen. Da hätten wir ja auch mal früher dran denken können. 🤨 Mir schwant, daß wir die Karten wohl so schnell nicht auf den Postweg bekommen werden.... Beim auschecken machen wir Meldung wegen einer defekten Sicherung in unserer Hütte die uns, und unseren Nachbarn, des öfteren Lichtlose Momente beschert hatte. Die Mitarbeiterin bedankt sich und erklärt uns lächelnd, das wisse man bereits. Ok. Wir fragen uns, wie lange wohl schon... 😐
Egal, wir machen uns auf Richtung Westen. 😎 Unsere nächste Station ist das Dolomite Camp. Auf dem Weg dorthin machen wir einen kleinen Abstecher zum 'Sprokieswoud'.
Auf der weiteren Strecke haben wir die üblichen Begegnungen.
In der Ferne zwei Elefanten
kleiner Springbock
großer Springbock 😉
Zebra
Noch ein Zebra 😗
Die gelbgrün gefärbte Vegetation macht sich ganz nett als Hintergrund.
Ein riesiger Elefantenschädel liegt auch in der Nähe der Straße. Wie lange der wohl schon da liegt? 😐
Im recht neu angelegten Camp Olifantsrus halten wir an und machen eine Pause.
Auf der Strecke verändert sich die Landschaft zusehends. Es wird leicht hügelig, aber auch dichter bewachsen. Nach einiger Zeit sind wir von hoher, uneinsehbarer Buschlandschaft umgeben, als etwa 50 Meter vor uns ein Elefant die Fahrbahn kreuzt. Natürlich folgt gleich der Griff zur Kamera. Es gelingt gerade ein Bild zu machen als ich einen Elefanten genau links von uns entdecke, der keine zehn Meter entfernt steht und bereits die Ohren nach vorne nimmt. 😮 Besser wir fahren mal weiter... 😵 Gerade als wir das in die Tat umgesetzt haben betritt vor uns eine Kuh die Straße, ein Kalb im Gefolge, das höchstens ein paar Wochen alt sein kann. 🙄 Sie bemerkt uns natürlich und dreht sich sofort in unsere Richtung, ebenfalls die Ohren vorn und den Rüssel erhoben. Der Weg ist versperrt. 😣 Also Rückwärtsgang rein und langsam zurück fahren, um ihr zu zeigen, daß wir keine Bedrohung darstellen. Nach einigen Metern Rückwärts stehen wir aber wieder genau bei dem Bullen, der uns als erstes gedroht hatte. Dieser wendet sich uns zu, hebt den Rüssel und trompetet uns ohrenbetäubend laut an. Keine zehn Meter neben uns. 🤢 Mist, es wird irgendwie unangenehm. Da die Kuh vorne die Straße inzwischen verlassen hat, fahren wir wieder vorwärts, immer bedacht, nicht zu schnell zu fahren, um die Tiere nicht auch noch zu erschrecken. 😵 Es kommt wie es kommen muß, wir kommen wieder bei der Kuh an die noch neben der Straße im Gebüsch war. Sie dreht sich zu uns um, diesmal alles andere als amüsiert, und trabt an! 😮 Gas geben, schalten! Ich höre die Reifen durchdrehen und hoffe noch, daß ich mich nicht verschaltet habe... Da der Wagen auch rasch Geschwindigkeit aufnimmt, atmen wir erleichtert auf und sind einstimmig der Meinung, von Elefanten erstmal genug zu haben!!! 🙄
Und Fotos hab ich von dem Erlebnis auch nicht, da war wirklich nicht dran zu denken. 😣
Nach einiger Zeit wird die Landschaft wieder übersichtlicher und wir sind froh, wieder frühzeitig erkennen zu können, was sich in der Nähe aufhält. 😗
Teil 2204. März 2018
?
Langsam nähern wir uns der Hügelkette, auf der sich Camp Dolomite befindet und wir können bei genauem Hinsehen auch schon die rietgedeckten Hütten erkennen, die sich harmonisch in die Landschaft einfügen. 🙂 Kurz vor der Hügelkette zweigt ein Weg links ab, der direkt in Richtung der Lodge führt. Zumindest wenn man dem Wegweiser Glauben schenkt. 😐 In der Annahme, so das Camp zu erreichen biegen wir ab. Zu Füßen des Hügels sehen wir eine Gruppe Elefanten an einem Wasserloch stehen, das direkt am Weg liegt.
In sicherem Abstand postieren wir uns, um die Tiere nicht zu verärgern. Noch steckt uns das Erlebnis von vorhin in den Knochen. 🙄 Nach einigen Minuten machen sich die Elefanten davon und wir fahren langsam auf die Wasserstelle zu. Als wir uns annähern, müssen wir leider feststellen, daß der Weg lediglich bis zum Wasserloch führt. Wir stutzen, kehren dann um. An der Abzweigung angekommen, inspizieren wir nochmals den weißen Betonblock mit den Wegweisern. Der Pfeil zum Wasserloch ist einfach mit 'Dolomite' beschriftet, der Pfeil geradeaus mit 'Dolomite-Camp'. Da die Aufschrift ziemlich verwittert ist, haben wir das wohl falsch abgelesen. 😐
Gut, dann geradeaus. Wir sind die ersten Meter gefahren, da tritt in etwa 100 Metern Entfernung eine wohlbekannte, graue und nicht eben kleine Silhouette auf die Straße, bleibt stehen und blickt prompt in unsere Richtung. Nicht schon wieder! 😵 Offensichtlich ein Leittier, denn kurz nachdem sich der stattliche Elefant am Straßenrand postiert hat, treten weitere Tiere ins Blickfeld und überqueren in aller Gemütsruhe die Fahrbahn. Der Bulle bleibt stehen, und spielt den Schülerlotsen.
Nach einer gefühlten Ewigkeit hat die Herde, die einige sehr kleine Kälber dabei hat, endlich die Straße überquert und wir fahren vorsichtig weiter. Wir können die Tiere ein ganzes Stück abseits der Straße sehen und diese kümmern sich ihrerseits nicht mehr um uns.
Nach einer langgezogenen Linkskurve kommt dann auch die Einfahrt zum Camp in Sicht. Wir parken das Fahrzeug unter der Remise und steigen aus. An den Pfosten der Überdachung hängen laminierte Zettel mit einem Hinweis, der besagt, man wisse über die Ankunft der Gäste Bescheid und man solle die Hupe betätigen, dann würde jemand kommen. 😁 Da sich nach dem dritten Mal Hupen und einer geraumen Wartezeit immer noch niemand blicken lässt, beschließen wir, zu Fuß zu gehen. 🤨
An der Rezeption stehen zwei junge Damen, die sich angeregt unterhalten. Wir erklären kurz unsere Situation und die Dame hinter der Theke meint, sie hätten keine Hupe gehört. 🙄 Mein Blick fällt auf die Kopfhörer, die zu ihrem Smartphone führen und ich denke mir mit hochgezogenen Augenbrauen meinen Teil, sage jedoch nichts...
Nachdem die Formalitäten geklärt sind, fährt uns jemand mit einem Buggy zum Parkplatz um das Gepäck zu holen und dann zurück nach oben, direkt zu unserer Hütte.
Hier gefällt es uns ausgesprochen gut. 😎 Allerdings ist es im Inneren sehr heiß und stickig, also beschließen wir nach kurzem und erfolglosen Lüften einen Spaziergang zu unternehmen. Dieser endet am Pool. Es gefällt uns hier und die Aussicht auf ein erfrischendes Bad hebt deutlich unsere Laune. 😎
Das Wasser im Pool erweist sich als ausgesprochen kalt, so daß wir es nicht wirklich lange darin aushalten. Wir verbringen noch eine Weile auf den Liegen am Beckenrand und gehen dann aufs Zimmer um uns langsam für das Abendessen fertig zu machen. Vom Balkon aus genießen wir noch die herrliche Abendstimmung und die Aussicht auf die weite Ebene des Parks unter uns.
Vor dem Abendessen machen wir einen Abstecher in die Bar und gönnen uns noch einen Gin-Tonic, der so langsam aber sicher zu unserem Lieblings Getränk avanciert. 😁
In dem kleinen aber gemütliche Raum herrscht eine vertraute Stimmung und es finden angeregte Gespräche statt. Wir fühlen uns auf Anhieb wohl.
Das Abendessen findet in zwei separaten, nach außen hin offenen und geschmackvoll eingerichteten Räumen statt, in denen jeweils nicht mehr als 12 bis 15 Personen Platz finden. Um dennoch alle Gäste zu verköstigen, gibt es einen Plan wer, wann und wo zum Essen Platz nehmen darf. Auf Grund des so organisierten Ablaufs findet das Abendessen in einem angenehm familiären und sehr unaufdringlichen Rahmen statt. Das Essen wird persönlich serviert und schmeckt wirklich ausgezeichnet. 😁
So Endet dann langsam aber sicher unser letzter Abend im Etosha Nationalpark.
Hier im Dolomite Camp hätten wir gerne noch eine Nacht länger gehabt!
Teil 2311. März 2018
16. Mai
Das Frühstück hier ist ebenfalls ausgesprochen lecker und wir genießen wie schon beim Abendessen, die tolle Atmosphäre, da man sich den luftigen Gastraum auch morgens mit nur einer handvoll anderen Gästen teilt. Obgleich wir uns ausgesprochen wohl fühlen, beeilen wir uns trotzdem. Auf dem Weg zu unserer Unterkunft treffen wir den Buggyfahrer von gestern wieder und bitten ihn, daß er uns in zwanzig Minuten abholen soll. Pünktlich steht er auf der Matte und bringt uns zum Parkplatz. 🙂
Wir konsultieren noch kurz die Straßenkarte und fahren dann los, Richtung Galton-Gate. Auf der Strecke haben wir ehr wenig Sichtungen.
Zebramanguste
Schildrabe
Auf der restlichen Fahrt durch den Park kommen wir noch an zwei Wasserlöchern vorbei, an denen wir jeweils ein wenig Zeit verbringen um das dortige Treiben zu beobachten.
Oryx:
Springbock
Bergzebra
noch eines 🙂
und auch ein Gaukler findet sich zum Trinken ein,
er bleibt aber nicht lange
wenigsten können wir seine Abreise ausgiebig fotografieren 😉
Teil 2411. März 2018
Auf der Weiterfahrt stoppen wir noch als wir einen Wiedehopf im Gebüsch entdecken, auch er wird gebührend auf dem Speicherchip verewigt. 😎
Wir können ihn ausgiebig bei der Futtersuche beobachten
Ein Monteirotoko (?) macht ihm seine Futtersuche allerdings etwas schwer....
er ist dem kleinen Wiedehopf echt hartnäckig auf den Fersen.
Nach einer sehr angenehmen weiteren Fahrt mit vergleichsweise wenig Waschbrettambiente durch die sehr schöne, leicht gebirgige Landschaft des westlichen Parks, kommen wir an das Galton-Gate, wo wir Etosha verlassen.
An der Schranke kommt eine Beamtin auf uns zu, die uns bittet das Fahrzeug zu verlassen, damit sie es desinfizieren kann. Von der anderen Seite erscheinen zwei Polizeibeamte in braunen Uniformen, die erklären, sie müssten das Fahrzeug auf Waffen und Schmuggelgut durchsuchen. Wir fragen uns, warum das jetzt und nicht schon beim Betreten des Parks geschieht.
Während Klaus im Büro der Parkaufsicht, welches sich in einem kleinen schnuckeligen Wachtturm neben der Schranke befindet, die 'Ausreiseformalitäten' erledigt, wird unser Hilux desinfiziert und durchsucht, was offensichtlich beides eher halbherzig geschieht.
Nach dem Verlassen des Parks kommen wir zur Abwechslung wieder mal auf eine Teerstraße, die uns zunächst nach Osten, später dann nach Süden, über Kamanjab in Richtung Huab-Lodge führt.
Teil 2517. März 2018
16. Mai, 2. Teil
Unterwegs nach Kamanjab fallen uns eine ganze Reihe von Anhaltern am Straßenrand auf. Die Fahrt ist ansonsten ereignislos. In Kamanjab sollte eigentlich eine Tankstelle sein, die wir auch auf Anhieb finden, allerdings wird diese gerade renoviert und ist geschlossen. 😐 In dem Ort, der eigentlich nur aus einer Kreuzung und ein paar Gebäuden besteht, tummelt sich ein buntes Sammelsurium an Menschen, unter anderem sehen wir auch einige Himba mit ihren markanten Dreadlocks und ihren roten Lendenschurzen. Am Straßenrand fällt uns ein 'China-Shop' auf und wir fragen uns, ob man hier, mitten im Nirgendwo überhaupt genug Abnehmer für diese Produkte, u.a. Porzellan, findet.... 🤨
Nach dem Ort geht die Straße wieder in Waschbrettschotter über.
Wir kommen an den Abzweig zur Huab-Lodge und fahren das erste mal durch eines der Tore, welche die Grenze zu Privatbesitz markieren, der von öffentlichen Straßen durchquert wird.
Der Straßenbelag wechselt von hellgrauem Schotter zu rotem Sand und das Fahren wird schlagartig angenehmer. Wir legen die 35 km, die zwischen eindrucksvollen Felsformationen und insgesamt fünf Tore führt, sehr entspannt zurück und genießen die Landschaft.
Zwischenzeitlich mache ich mich als Toröffner schon ganz gut. 😎
Unterwegs scheuchen wir noch einen einzelnen Strauß auf, der prompt vor uns flüchtet. Der Vogel rennt allerdings geradlinig vor uns auf der Pad her, anstatt zur Seite hin auszuweichen. Wir machen langsam um ihn nicht in Bedrängnis zu bringen und ich nutzt die Gelegenheit ein kleines Video zu drehen. 😉
Leider kann ich das Video hier nicht einstellen... 🙁
Später erfahren wir, daß er der einzige seiner Gattung auf dem gesamten Farmgelände ist und ihm das Laufen auf dem felsigen Boden abseits der Straße einfach unangenehm ist. Wir durchqueren mehrere Farmen und kommen nach etwa 45 Minuten an der Lodge an.
Noch während wir aus dem Auto steigen, kommen uns zwei junge Frauen aus dem Haupthaus entgegen, die uns gleich freudestrahlend begrüßen. Nach dem Vorstellen, bitten uns die beiden in den Gemeinschaftsbereich der Lodge. Dort steht schon eine kleine Erfrischung in Flüssiger Form für uns bereit. 🙂
Die jüngere von beiden, sie ist Trainee auf der Anlage, weist uns in die Gepflogenheiten ein, erklärt uns das Gästeformular in das wir uns eintragen und zeigt uns unseren Bungalow. Es ist wunderbar ruhig hier und man hat eine schöne Aussicht.
Wenig später finden wir uns wieder im Haupthaus zu einem kleinen Lunch ein. Jan, unser Gastgeber, steht in der Mitte des Raumes und begrüßt uns. Wir fragten uns kurz zuvor noch, ob er ebenfalls ein Gast ist, merkten jedoch sehr schnell das dem nicht so ist. 😗 Seine Frau Cathy kommt auch hin zu, begrüßt uns ebenfalls, zeigt uns das Buffet mit den angerichteten Speisen und bittet uns dann zu Tisch. Wir nehmen etwas beklommen als erste Platz und warten, daß sich der Rest dazusetzt. Außer unseren Gastgebern setzen sich noch die beiden jungen Frauen zu uns, die uns zuerst willkommen hießen. Sonst kommt niemand. Wir sind die einzigen Gäste. Jan fragt uns später noch, ob wir einen Game-Drive mit Sundowner machen möchten. Natürlich wollen wir!! 😁
Um 15:30 finden wir uns also wieder im Haupthaus ein und können auch gleich losfahren. Klaus fällt auf daß der Landcruiser mit dem wir fahren schon einige Jahre auf den Achsen haben muss und schätze ihn auf gut 30.
Nach fünf Minuten Fahrt hält Jan an, macht den Motor aus und erklärt, dies hier wäre doch ein netter Platz für einen Sundowner. Wir blicken zur Sonne und verweisen auf die lange Wartezeit bis die Sonne untergehen würde. 😵 Er meint, dann warten wir eben. Nun ja, den Namibischen Humor kennen wir ja inzwischen zur Genüge. 😄
Wir lassen uns also darauf ein und warten was jetzt kommt. Jan beginnt einiges über die Geografie sowie der Geschichte der Ranch und des Umlandes zu berichten. Als wir schließlich weiterfahren stellt sich schnell heraus, daß er einen enormen Wissensschatz über die heimische Flora und Fauna besitzt. Er weiß schlichtweg von jedem Vogel, jeder Pflanze und auch sonst allem was hier lebt, den lateinischen Namen und was hier endemisch oder anderweitig besonders ist. Sichtungen haben wir leider nicht sehr viele. Trotzdem ist es ein sehr schöner und lehrreicher Gamedrive für uns. 🙂
Auf unserem weiteren Weg muss er an einem Wasserreservoir vorbeifahren und ein Ventil überprüfen, kurz danach hält er an einem eindrucksvollen Baum und packt die Kühlbox mit dem Sundowner aus.
Klaus fragt noch nach dem Alter des Landcruisers und Jan erklärt, er wäre nicht so ganz sicher über das Baujahr, meint aber er müsste zwischen '72 und '75 gebaut sein. 😮
Nach dem Gin-Tonic geht's zurück zur Lodge, wo inzwischen noch andere Gäste eingetroffen sind. Ein Pärchen aus Köln.
Wir essen gemeinsam zu Abend. Es gibt ausgezeichnet zubereitetes Rinderfilet mit leckeren Beilagen, die uns von den beiden Mitarbeiterinnen der Küche in jeweils ihrer Heimatsprache sowie in 'Kaiser-Wilhelm-Sprache', wie Jan es nennt, vorgestellt werden. 😄 Die drei Hunde des Anwesens widmen sich derweil ihren Knochen, an denen sie ausgiebig herum nagen. Wir lassen den Abend mit gutem Wein und angeregten Gesprächen ausklingen.
Teil 2617. März 2018
17. Mai
Nach den ganzen Aktionen in den letzten Tagen, die mit frühem Aufstehen verbunden waren, beschließen wir an diesem Morgen wieder mal auszuschlafen. Zum Frühstück, das wieder im Kreise der ganzen Gastgeberfamilie stattfindet, gibt es neben anderen Leckereien das eindeutig beste "Bushman's Omelett" das wir bis jetzt auf der Reise bekommen haben. Nach dem Frühstück bleiben wir noch sitzen und quatschen mit unseren beiden Mitgästen über Gott und die Welt. Na ja, eher über die Welt... 😉
Später machen wir uns zu einem Morgenspaziergang auf und erkunden einen Teil der Strecke, die wir am vergangenen Abend bereits mit unserem Gastgeber vom Landcruiser aus gesehen haben. Sorgfältig achten wir darauf, den Grasbüscheln nicht zu nahe zu kommen, um nicht aus Versehen eine Schlange zum Angriff zu provozieren. Was recht schwierig ist, denn es gibt recht viele davon hier. (Also Grasbüschel natürlich, Schlangen haben wir zum Glück nicht gesehen 😳) Die Hitze wird allerdings schon bald recht unangenehm und wir kehren um.
Schwarzbrust Schlangenadler
Klaus hat offenbar was spannendes entdeckt 😉
Auch die kleinen Tierchen wollen beachtet werden.
Wie wir gestern gelernt haben, ein von Oryx gegrabenes Wasserloch. Die Tiere können Wasser ausgezeichnet unter der Erde wittern und graben dann beharrlich.
In der Lodge zurück ziehen wir uns etwas leichteres an und begeben uns mit umgehängten Kameras zur heißen Quelle. 😎 Als wenn es nicht schon heiß genug wäre... 😄
Ein paar Minuten kneippsches Wassertreten, dann gemütlich in den Schatten setzen und Vögel fotografieren. 😁 Aber auch Eidechsen gibt es hier reichlich. 😉
Bei der Bestimmung der Reptilien muss ich jetzt wirklich passen. Wir beschränken uns auf die Unterscheidung zwischen Eidechse und Gecko... 😊 😄
Wellenastrild
Davon ist ein ganzer Schwarm neben uns in den Gräsern eingefallen. Ein Traum zum fotografieren! 🤩
Teil 2717. März 2018
und zum Schluss noch mal "Eidechse" 😉
15:30 ist wieder Gamedrive mit dem obligatorischen Sundowner angesagt. Dieser findet diesmal nach viel Wissenswertem an einem großen Wasserspeicher neben zwei malerischen Dattelpalmen statt.
Zum Abendessen, das uns, wie auch am Vorabend, von den beiden Köchinnen wieder in Damara und 'Hochdeutsch' vorgestellt wird, gibt es leckeres Hühnchen mit Süßkarotten und anderen äußerst leckeren Beilagen. Nach dem Essen einigen wir uns noch, am morgendlichen Bushman-Walk teilzunehmen und gehen dann früh zu Bett, nicht ohne vorher die Koffer gepackt zu haben.
Teil 2817. März 2018
Keine Ahnung warum das Bild von den zwei Palmen jetzt verdreht ist... 🙄 Aber ich denke, mit etwas Fantasie und Kopfverdrehen werdet ihr es schon erkennen. Es dient eh nur der Dokumentation und ist kein fotografisches Highlight... 😉
Teil 2918. März 2018
Hab noch ein anderes Bild von den zwei Palmen gefunden, diesmal hoffentlich richtig rum! 😉
Teil 3018. März 2018
18. Mai
Genau 1,5 Minuten bevor der Wecker angeht werde ich wach und stehe auch gleich auf. (Bevor der innere Schweinehund mich wieder einschlafen lässt...) Klaus schließt sich kurze Zeit später an. Duschen, Zähne putzen, die restlichen Sachen in den Koffer und ab in die Klamotten. Alles in gefühlten 40 Sekunden. Tatsächlich waren es wohl um die acht Minuten. 😗
Wir treffen uns um 6:30 mit den anderen im Haupthaus zum angekündigten Spaziergang. Auf dem Weg rund um die Lodge erfahren wir nochmal alle möglichen Dinge über Flora, Fauna und Spurenlesen bis hin zur Leistungsfähigkeit der Solaranlage der Lodge.
Auf den Felsen saßen unzählige Echsen und wärmten sich in den ersten Sonnenstrahlen. Das erkennt man auf dem Foto zwar leider nicht wirklich, aber auch ohne Statisten hat uns diese Felsformation sehr gut gefallen.
Nach dem anschließenden Frühstück und dem danach allgemeinem Verabschieden von allen, posen wir noch kurz fürs Gästealbum. Dann geht es weiter in Richtung Swakopmund.
Die etwa 35 km bis zur Hauptstraße legen wir wieder in knapp 45 Minuten zurück. Da wir danach nun keine Gates mehr haben, die wir öffnen und schließen müssen, geht's ab jetzt wieder zügiger voran.
In der ehemaligen Bergbaustadt Uis legen wir einen Tankstop ein. An der Straße stehen junge Männer, die uns Edelsteine verkaufen wollen. Obwohl die Verlockung groß ist zu stoppen und sich das Angebot einmal genauer anzusehen, fahren wir weiter. (Erstens wollen wir keine Zeit verlieren, zweitens haben wir nicht sehr viel Luft, was das Gewicht unseres Reisegepäcks betrifft und drittens war ich mir auch nicht ganz sicher ob das wirklich alles echt ist was die Jungs einem da so anbieten. 😐)
Also, weiter geht's. Die Landschaft wird immer interessanter, vor allem als wir auf das Brandbergmassiv blicken. Immer öfter stehen auch Frauen am Straßenrand, die selbstgemachte Waren anbieten.
Einmal sehen wir auf unserer Fahrspur einen Eselskarren stehen. Klaus setzt zum Überholen an. Der Besitzer stellt sich uns in den Weg und winkt mit einer Wasserflasche. Da wir vor solchen Begegnungen in unserer letzten Unterkunft eindringlich gewarnt wurden, halten wir nicht an sondern fahren zwischen dem Mann und seinem Karren hindurch. Er zeigt sich deutlich entrüstet. Unsicher ob die Entscheidung jetzt wirklich richtig war lenken wir uns mit der schönen Gegend ab.
Langsam geht die Landschaft in richtige Wüste über. Vereinzelt haben wir noch Gegenverkehr, aber irgendwann sind wir völlig alleine und es geht nur noch geradeaus. Gefühlt, endlos! 🤨
Unwillkürlich muss KLaus an die Mad Max-Neuverfilmung vom Herflug denken. Stimmt hat Ähnlichkeiten.
Nach zwei Dritteln der Strecke geht die Piste in eine Salzpad über. Das Fahrgefühl ist überraschend angenehm: Keine Kiesel, kein Waschbrett. Wir schweben geradezu.
Am Horizont glauben wir erst das Meer zu erkennen. Später stellt sich heraus, das es sich dabei um eine geradlinige Wolkenbank handelt, die ausgesprochen langsam näher kommt. Als wir die Wolkenbank schließlich erreichen, fahren wir schlagartig unter bedecktem Himmel. Ein völlig ungewohntes Gefühl. 🤨 Nach einer weiteren Stunde kommt wie aus dem Nichts eine Querstraße und die Fahrt durch die Wüste endet quasi abrupt.
Gut, wir biegen links ab und weiter geht's parallel zur Küste Richtung Swakopmund. Die Stadt empfängt uns mit reichlich Verkehr, das sind wir gar nicht mehr gewöhnt. Der Weg zu Sam's Giardino findet sich jedoch dank ausgezeichneter Beschreibung seitens des Reiseveranstalters auf Anhieb. 🙂
Nach dem Einchecken unternehmen wir einen Stadtbummel, bei dem wir uns dann auch mit landestypisch-touristischen T-Shirts eindecken. 😉 Pullover hätten hier allerdings auch nicht geschadet... 🤨 Der deutsche Charakter der Stadt fällt sofort ins Auge, trotzdem wundern wir uns, wie viel, vor Allem akzentfreies Deutsch tatsächlich noch gesprochen wird.
Das Abendessen im Hoteleigenen Restaurant ist ausgesprochen schmackhaft und der vom Gastgeber empfohlene Shiraz ist hervorragend. 🙂 Hinter der Bar ist Klaus natürlich außerdem gleich eine erlesene Auswahl schottischer Vergeistigung aufgefallen und er denkt ernsthaft über die Verkostung eines Llagavullin nach, kann sich jedoch zu Gunsten der Reisekasse beherrschen. 😄
Wir verschwinden an diesem Abend sehr schnell in den Betten. Es ist auf gut Deutsch a....kalt hier. 😵
Teil 3124. März 2018
19. Mai
Morgens werden wir, wie vereinbart, pünktlich um 8:00 zur 'Living-Desert-Tour' abgeholt.
Nachdem uns die Tour hier im Forum empfohlen wurde, haben wir sie noch in unsere Planung mit aufgenommen. (Auch wenn unser Zeitplan dadurch mal wieder recht straff war... 😗 )
Während wir das Fahrzeug besteigen, hält auf der anderen Straßenseite ein ähnliches Vehikel, allerdings mit der Aufschrift 'The ORIGINAL Living-Desert-Tour'. Uns kommt der Gedanke, daß sich da zwei wohl nicht ganz grün sind... 😐
Beim Einsammeln weiterer Gäste warten wir zunächst am falschen Hotel, da bei der Organisation etwas schiefgelaufen war und kommen deshalb mit 20 Minuten Verspätung am Sammelpunkt an, wo bereits zwei andere Fahrzeuge auf uns warten.
Die Tour selbst ist auf Grund der heiteren Art von Chris, dem Guide und Veranstalter äußerst kurzweilig und (nicht nur für die anwesenden Kinder) ausgesprochen lehrreich. Mit viel Witz und reichlich Anekdoten bringt er uns das Leben auf und unter dem Wüstensand anschaulich näher. Da gibt es wieder viel interessantes zu lernen für uns. 🙂
Wir sind reichlich beeindruckt was Chris, und auch seine Helfer, so alles sehen und aufspüren. 😮 Verschiedene Käfer, Ameisen, ein Wüstenchamäleon, ein Kaninchen, Wüstengecko und Wüsteneidechse, sowie die Dancing White Lady und eine Blindschleiche (Über den Namen hat er sich aufgeregt, weil sie gar nicht blind ist, aber der richtige Name ist mir leider nicht mehr eingefallen).
Den Abschluss der Tour bildet eine Fahrt durch die Eindrucksvollen Dünen, die Stellenweise etwas ans Achterbahnfahren erinnert aber sehr viel Spaß macht!! 😄
Teil 3224. März 2018
Bei der Kulise darf auch mal ein bisschen gepost werden... 😎 😉
und plötzlich ist man zurück in der Zivilisation... 🤨
Aber die Tour war wirklich sehr lehrreich und ist nur zu empfehlen!! 🙂
Teil 3324. März 2018
Nach diesen faszinierenden Eindrücken sind wir beinahe ein Wenig ernüchtert, als wir wieder, wenige Zeit später, in unserem Hilux sitzen und uns zur Weiterfahrt rüsten. Wir verlassen Swakop in Richtung Walvisbay und bestaunen auf der Fahrt einige Bohrinseln die entlang der Küste parken. Von Chris haben wir bei der Wüstentour erfahren, daß diese eigentlich vor Angola nach Öl bohren sollten, aber aufgrund des niedrigen Ölpreises derzeit nicht wirtschaftlich arbeiten können. Wegen zu viel Korruption und dergleichen, schleppt man die Inseln dann nach Namibia, wo diese dann auf Warteposition stehen.
In Walvisbay biegen wir links ab und fahren wieder in die Wüste Richtung Kobo-Kobo Hills, unserem nächsten Domizil. 😎 Wir passieren reichlich grandiose Landschaft ohne nennenswerten Gegenverkehr. Tiersichtungen haben wir auch keine. Außer vereinzelten Oryxen, immer recht weit weg.
Nach einigen Abzweigungen auf Straßen mit vierstelliger Kennung kommen wir auch an einem Wegweiser vorbei, der den Weg nach Niedersachsen mit einer Entfernung von 33 km angibt. Sollten wir uns so weit verfahren haben und ist der Klimawandel in Deutschland etwa schon so weit fortgeschritten...? 😄
Nachdem es nicht so viel zu sehen gibt auf unserer Strecke, lege ich die Kamera nach hinten auf den Rücksitz. Das war leider ein großer Fehler! 😣 😊 Eigentlich hatten wir sie nämlich immer Schußbereit auf dem Schoß liegen während der Fahrt. Wenigstens der Beifahrer. Diesmal nicht...
Wir folgen der uns angegeben Route und kommen nach gut einer Stunde am Tor zu der Farm an, auf der die Lodge liegt. Der Weg zu Kobo-Kobo führt über drei verschiedene Farmen, wie wir später erfahren, und gestaltet sich fahrerisch anspruchsvoll. Klaus ist in seinem Element und hat Spaß an der Strecke. 😎
Plötzlich sehen wir vor uns etwas auf der Strecke in der Sonne liegen. Eine Katze, ein Luchs...?ßß? 😮 Nein, ein Caracal !!!! 🤪
Schnell greife ich noch nach hinten zur Kamera, aber das scheue Tier bleibt nicht lange genug sitzen und es gelingt leider nicht mal ein Beweisfoto. 🙁 Trotzdem hat uns diese Begegnung riesig gefreut! 🙂 Manchmal muss man sich eben damit begnügen schöne Erinnerungen "nur" im Gedächtnis zu haben. (Zumindest hat Klaus versucht mich mit diesen Worten zu trösten, es hat aber nicht gleich geklappt, jetzt sehe ich das mittlerweile natürlich ganz genauso.) Aber von da an war die Kamera nie mehr auf dem Rücksitz... 😗
Wenig später und nach einigen spannenden Wegstellen kommen wir bei der Lodge an, die sich über uns in die fantastische Felslandschaft einfügt. 😁 Der Weg endet jedoch scheinbar vor einer Felswand. 🙄 Das jedenfalls macht uns die tiefstehende Sonne glauben... Wir kurven ein Wenig planlos herum, entdecken dann allerdings die Gastgeberin, die uns bereits von der Mauer herunter zuwinkt und uns den Weg weist. Wir fahren erneut auf die vermeintliche Felswand zu und finden dann auch den recht gut versteckten Zufahrtsweg.
Conny, unsere Gastgeberin, begrüßt uns herzlich und lädt uns auf einen Begrüßungsdrink ein. 🙂 Begeistert vom genialen Ambiente der Lodge und des umliegenden Geländes, sitzen wir gemeinsam mit ihr eine Weile an der Bar neben dem Pool, unterhalten uns, und lassen uns die Getränke schmecken. 😎 Conny ist wirklich super nett. Wir haben uns auf Anhieb sehr, sehr wohlgefühlt hier!!! 😘
Im Anschluss führt sie uns herum und zeigt uns alles. Wir sind wirklich restlos begeistert wie schön und liebevoll hier alles angelegt wurde!
Da wir die einzigen Gäste sind ( 🤩 ), haben wir die Wahl welches der tollen kleinen Steinhäuschen wir haben wollen. Wir entscheiden uns für das erste rechts, mit Aussendusche und -Toilette mit Blick zum Wasserloch. 🤪 Da werden wir frühs im "Bad" wohl noch etwas länger brauchen als schon normalerweise... 😗
Nach dem Hochtragen des Gepäcks gehen wir kurz auf Erkundungstour und sind von der Anlage restlos begeistert. Am meisten beeindruckt uns die Art mit der die riedgedeckten kleinen Gebäude in die Felslandschaft eingebettet sind.
Etwas später servieren uns Conny, die eine hervorragende Köchin ist, und ihr Mitarbeiter Linus noch einen leichten und ausgesprochen schmackhaften Salat. Nach dem Essen nutzen wir den Beobachtungssitz, von dem aus man das Wasserloch unterhalb der Lodge sehen kann. Sofort fallen uns die zahlreichen Rosenkopfpapageien auf, die sich in den Büschen tummeln.
Später, als die Sonne untergegangen ist, bereiten die beiden auf dem offenen Feuer Oryx-Steak mit Gemüsebeilage zu und wieder sind wir restlos begeistert. Im Anschluss setzen wir uns wieder in den Ansitz und können Zebras und Oryx bei ihren zaghaften Versuchen beobachten, sich dem Trinkwasser zu nähern. Die Zebras sind erheblich zurückhaltender und ziehen folglich den Kürzeren, da sich die Antilopen wesentlich aggressiver behaupten.
Als die Lampe am Wasserloch ausgeht, gehen wir zufrieden und todmüde in unsere Betten.
Was für ein schöner Tag!
Teil 3425. März 2018
20. Mai
Wir schlafen ausgezeichnet und lassen es am Morgen ruhig angehen. Nach einem reichhaltigen Frühstück gehen wir zu Fuß auf Erkundungstour durch die herrliche Felsenlandschaft.
Hier gibt es jede Menge Eidechsen und Geckos, und wir sehen auch unsere ersten Klippschliefer. Meine Güte sind die drollig!!! 😘 😁
Außerdem, was besonders mich äußerst begeistert, wunderschöne Gesteinsarten mit den verschiedensten Einlagerungen. Überall glitzert und funkelt es! 🤩
Ich könnte hier Stundenlang nach Steinen suchen... Sehr zum Leidwesen von Klaus, weil wir so natürlich kaum vorwärts kommen und zudem die Taschen immer schwerer werden wegen der ganzen "Fundstücke". Als wären die zwei Kameras nicht schon Balast genug. 😗
Nach etwa zweieinhalb Stunden stehen wir in einem kleinen Canyon vor einer Felswand und beschließen den Rückweg anzutreten. In der Nähe des Wasserlochs machen wir noch kurz Halt, um den Rosenköpfchen und anderen Gefiederten aufzulauern, bekommen diese jedoch nur von Weitem zu Gesicht. 😐
Ist das ein Rüsnektarvogel? Leider sind mir von ihm keine guten Bilder gelungen, er kam einfach nicht auf dem Gesträuch raus und weit weg war er auch noch. 😣
Es gibt wieder ein leichtes Mittagessen, danach verbringen wir den Nachmittag geruhsam am Pool. "Am" Pool wohlgemerkt, nicht "im", das Wasser war doch leider etwas zu kalt... 😣
Am späten Nachmittag starten wir mit Conny und Linus zu einer Sundowner-Tour. Auf einem der Hügel im hinteren Tal stehen wir einige Zeit später, mit dem inzwischen obligatorischen Gin-Tonic in der Hand, und genießen einen grandiosen Ausblick auf das Tal mit den umliegenden Felsformationen. 😁
Von dem Hügel aus, auf dem wir stehen, ist es fast nicht möglich, die Häuschen der Lodge zu erkennen.
Abends verspeisen wir das restliche Oryx-Fleisch in Form von Schaschliks, ergänzt durch raffiniert gewürzte Bratwürste, alles wiederum auf dem offenen Feuer zubereitet.
Teil 3502. Apr. 2018
21. Mai
Wir lassen uns beim Frühstücken Zeit und unterhalten uns noch eine Weile mit Conny. Netterweise zeigt sich auch noch der Felsenadler, der laut Conny im Berg oberhalb der Lodge seinen Horst hat, nah genug bei uns, um einige Fotos zu machen. Conny bezeichnet ihn auch als Schwarzen Adler, und als den Namensgeber von Kobo Kobo, weil das der einheimische Name für diesen Vogel ist.
Das müsste, glaube ich, eine Kapammer sein.
Am Wasserloch findet sich noch ein Kudu ein
und zwei Bergzebras.
Aber das hilft alles nix, wir müssen jetzt wirklich los. Es geht daran, das bereits fertige Gepäck ins Auto zu laden. 🙁 (Was dank der vielen schönen Steine jetzt ein paar Kilos mehr auf die Waage bringt. 😗 )
Nach einem sehr herzlichen Abschied geht es erneut über den holprigen Zufahrtsweg zurück zur Straße.
Ein Pärchen Klippspringer schaut uns noch hinterher und auf der Ebene zieht eine Gnu-Familie ihres Weges.
Kann uns hier jemand erklären was das Kerlchen für Beulen auf dem Körper hat? 🤨
Auf dem Weg zur C14 sehen wir am Straßenrand ein Oryx zwischen den Zäunen umherirren, das uns schon auf dem Hinweg aufgefallen war. 🙁 Gerne würden wir dem Tier helfen und wissen doch genau, dass die Antilope irgendwann als Skelett hier liegen wird, wenn sich nicht einer der ansässigen Farmer vorher erbarmt... Später am Weg, aber zum Glück hinter einem Zaun, liegt diese kleine Giraffe. Die Mutter war nicht weit weg. 😉
Auf der C14 führt uns der Weg, vorbei an wunderschönen Landschaftsabschnitten, über die legendäre Tankstelle Solitaire, wo wir natürlich auf jeden Fall anhalten um Fotos zu machen, das Fahrzeug zu betanken und, ganz klar, Apfelkuchen essen in McGregor's Desert-Bakery! 😎
Teil 3602. Apr. 2018
Beim Aussicht genießen erwischt... 😉
und bei dem Schild ist es natürlich ganz besonders wichtig sich damit einmal abzulichten. 😄
Den hat hier glaube ich auch jeder schon mal aufs Foto gebannt. 😗
Wir verlassen Solitaire wieder und gehen die letzte Etappe des Tages an.
Die Straße führt uns in Richtung Sossusvlei, dem mehr oder weniger letzten großen Highlight unserer Reise. Uns wird bewusst das der größte Teil unserer Zeit in Namibia nun schon hinter uns liegt. 😐
Teil 3702. Apr. 2018
Die Einreiseformalitäten in den Park sind unkompliziert und schnell erledigt. Von Sesriem, dem Hauptort im Park, sind es noch etwa zehn Autominuten zur Sossus Dune Lodge.
Wir parken unter der Remise, die sich etwa 200m weit ausgelagert, von der Lodge aus nicht sichtbar, hinter einem Felsen befindet. Prompt steht ein junger Mann der sich als Steven vorstellt, mit einem Game-Drive Toyota neben uns, um uns abzuholen. Die sind dann hier wohl etwas mehr auf Zack, als die Kollegen im Dolomit-Camp! 😗 😉
Er fährt uns zum Haupthaus, wo wir einchecken.
Danach müssen wir gefühlte 5 km über einen Holzsteg zu Fuß gehen. Gut, es sind wohl eher 500 m. 😉
Steven eilt uns mit den Koffern nach. An der Hütte fällt sofort die massive Tür auf. 🤨 Wir überlegen, ob diese zum Schutz vor Pavianen so stabil ausgelegt ist, da auch überall Hinweistafeln aufgestellt sind, die den Besucher dazu anhalten, die Tiere nicht zu füttern. Der Gedanke erscheint jedoch unsinnig, angesichts der Tatsache, daß die Hüttenwände lediglich aus Zeltplanen bestehen. Keine Ahnung was das für einen Sinn hat... 😄
Im Inneren ist es heiß, sehr heiß, also gehen wir auf die Terrasse. Hier ist es genauso heiß. 😣 Allerdings nicht so stickig. Um ein Wenig zu lüften öffnen wir sämtliche Fenster und Türen, was auch sofort einen angenehm luftigen Durchzug bringt.
Insgesamt ist es hier sehr schön und man hat einen tollen Blick zu den Dünen am Horizont. 🙂
Uns fällt noch ein 'spaßiges' Detail auf: Der "Hotelsafe" unter der Garderobe. Er ist 30 cm breit, 20 cm hoch und wiegt etwa drei kg. 😎 Genau: Er ist nirgends befestigt und lässt sich mit wenig Aufwand einfach wegtragen. 😄
Wir beschließen, daß die Benutzung des Teils eher wenig Sinn macht. Ist auch nicht wichtig, da wir eh alles von Wert bei uns haben. Außer den Kameras manchmal, aber die passen in so ein Teil eh nicht rein... Da hilft dann nur Glück und Gottvertrauen. (Wir hatten auf der gesamten Reise beides... 😉 😎 )
Gegen Abend unternehmen wir eine Erkundungsfahrt in Richtung Vlei. Nach einer recht langen Fahrt auf der gut ausgebauten Teerstraße, beschließen wir an der Düne 45 anzuhalten und den Sonnenuntergang dort zu beobachten, anstatt bis zum Parkplatz am Ende der Straße weiter zu fahren. Die richtige Entscheidung, wie sich später herausstellt. Der Weg wäre noch deutlich zu lange gewesen, wie wir am nächsten Tag merken.
Auf der Rückfahrt wird es verhältnismäßig schnell dunkel. Wir erleben zwar einen atemberaubenden Mondaufgang und machen noch einige Fotos, müssen die Strecke auf der unbeleuchteten und unmarkierten Straße aber in stockdunkler Nacht zurücklegen. Ach ja: Wir sind ja auf dem schwarzen Kontinent! Unterwegs werden wir mehrmals von anderen Fahrzeugen überholt, was umso spannender ist, da Klaus bereits annähernd 90 anstatt der erlaubten 60 km/h fährt.
Die müssen wahrscheinlich alle noch aus dem Park raus und haben beim Sundowner im Vlei vergessen, daß sie VOR Sonnenuntergang am 60 km entfernten Gate sein müssen. 😈
Nur gut, daß wir im Park übernachten und daher nicht an die Ein- und Ausfahrzeiten gebunden sind. 😗
Teil 3808. Apr. 2018
22. Mai
Heute stehen wir sehr früh auf, denn eigentlich ist der Plan früh morgens gleich im Dead Vlei zu sein bevor die Sonne zu hoch steht. Als dann aber schon einige Scheinwerfer in der Dunkelheit zu sehen sind, die eilig auf dem Weg zum Sossusvlei sind vergeht uns irgendwie die Lust bei diesem Run mitzumachen. 🙄
Also gut, dann gehen wir jetzt eben Frühstücken.
Mit dem Heißluftballon über die Dünen ist bestimmt auch ein tolles Erlebnis. 😁
Beim Frühstücken können wir jede Menge Fahrzeuge beobachten, die es offenbar äußerst eilig haben, nach hinten zu kommen. Da die Sonne bereits einige Zeit über dem Horizont steht, fragen wir uns, was die wohl jetzt noch zu verpassen glauben. Wir gehen es jedenfalls etwas ruhiger an. 😎
Auf der Teerstraße nach hinten ins Vlei geht es mal wieder vorbei an wunderschöner Landschaft.
Düne 45
Spuren im Sand
Nach der knapp einstündigen Fahrt stehen wir kurz etwas ratlos auf dem Parkplatz. Laut Hinweistafel ist das Shuttle kurz davor loszufahren. Wir überlegen fieberhaft, ob wir uns beeilen sollen um es noch zu erwischen oder die Tiefsandstrecke lieber doch selbst fahren sollen. 😐
Auf diesen Teil des Fahrens hatte Klaus sich eigentlich sehr gefreut und natürlich auch mental vorbereitet. 😉 Allerdings nagt auch die Aussicht auf die Schmach des Steckenbleibens am Selbstbewusstsein...
Wir überlegen einen Moment zu lange und das Shuttle, ein schwerer Traktor mit Hänger für etwa 20 Personen, fährt los. Gut. Selbst ist der Mann, und auf dieses Gefährt mit Anhänger hatten wir ja eigentlich sowieso keine Lust. 😄
Klaus schaltet den Vierradantrieb ein und fährt dem Shuttle hinterher.
Blöd. 🙄 Das Shuttle fährt, seiner Bauart entsprechend, sehr langsam. So haben wir es ständig vor der Nase. 🤨
Nach einigen Stopps, um dem sperrigen Vehikel etwas Vorsprung zu gewähren (wie war das doch gleich mit dem Anhalten im Tiefsand?) passen wir eine Gelegenheit ab und überholen. Hoffentlich bleiben wir nicht ausgerechnet jetzt stecken! 😗
Klaus ruft sich zum x-ten Mal alles ins Gedächtnis, was er aus einem Fahrseminar "Wüste", bei dem er vor mehr als 20 Jahren teilgenommen hat, noch weiß. "Bloß nicht vom Gas gehen!" Gut, es klappt. Wir werden etwas durchgeschüttelt kommen aber gut vorwärts. Da sich das Fahren im tiefen Sand einfacher gestaltet als erwartet und uns auch ständig Game Drive Cars entgegenkommen, die bis auf die etwas breiteren Reifen auch nicht anders ausgestattet sind als wir, entspannen wir uns langsam.
Etwa fünfzehn Minuten später kommen wir vergleichsweise entspannt am Ausgangspunkt für die Dünenwanderungen an. Klaus ist ganz begeistert. 🤪
Na ja, man soll den Tag bekanntlich nicht vor dem Abend bzw. vor dem Rückweg loben, also halte ich mich mit meiner Euphorie noch etwas zurück. 😕
Nach einem kurzen Gespräch mit einem Ehepaar aus dem Allgäu, das die Strecke gerade mit einem serienmäßigen Renault Duster ebenfalls ohne Ausfälle bewältigt hat, haben wir dann aber beide ein gutes Gefühl. 😁
Wir machen uns auf den Weg in Richtung Dead Vlei.
Wir beschließen zunächst den Kamm der Düne links vom Vlei zu erklimmen, was wir nicht bereuen, denn der Blick von der Düne hinunter in die Lehmpfanne des Vlei und auf die umliegenden Dünen wird von Minute zu Minute atemberaubender. 🤩
Den langen Weg über die Düne 'Big Daddy', die genau hinter dem Dead Vlei liegt, ersparen wir uns und steigen an einer geeigneten Stelle ab.
Lustige Erfahrung, das macht Spaß. 😄
Unten angekommen, leeren wir zunächst den Sand aus den Schuhen, dann widmen wir uns dem Anblick, der wohl die meisten für Namibia typischen Bilder liefert:
Die abgestorbenen Bäume im trockenen Lehmboden vor den gigantischen Dünen. Wir sind ausgesprochen beeindruckt und machen jede Menge Fotos.
Teil 3908. Apr. 2018
Teil 4008. Apr. 2018
Den Rückweg beschleunigen wir dann aber etwas, da die Hitze doch langsam ein Wenig drückt. 😣
Der Rückweg durch die fünf Kilometer Tiefsand macht ebenfalls keine Probleme und wir kommen nach einer Viertelstunde Geschaukel wieder wohlbehalten am Parkplatz an. Lediglich das Umschalten von H4 auf H2 gestaltet sich etwas zickig, da das Symbol für Allrad hartnäckig weiter leuchtet. Später stellen wir fest, daß wohl lediglich ein Wackelkontakt für das Dilemma verantwortlich ist.
In der Unterkunft ruhen wir uns ein Wenig aus bevor wir uns auf den Weg zum Sesriem-Canyon machen, den wir am Nachmittag noch ein wenig erkunden wollen.
Nachdem ich den Ausflug und die Hitze im Dead Vlei mit ordentlichen Kopfschmerzen bezahlt habe, nehmen wir uns nichts anstrengendes mehr vor heute und spazieren einfach nur ein wenig unten im Canyon herum. Auch dieser Spaziergang zeigt uns noch den einen oder anderen wirklich tollen Ausblick, aber mit dem Vormittag ist das natürlich nicht vergleichbar.
Im Anschluss beschließen wir, in Sesriem noch ein Eis zu essen, dann fahren wir zur Unterkunft zurück.
Nach dem Abendessen packen wir die Koffer, genießen noch ausgiebig den Abendhimmel auf unserer Terrasse und gehen dann ins Bett.
Teil 4122. Apr. 2018
23. Mai
Am Morgen räumen wir direkt das Zimmer und marschieren den langen Holzsteg mit gepackten Koffern zum Frühstück.
Direkt im Anschluss machen wir uns auf die, mit fünf Stunden angegebene, Fahrt in Richtung Bagatelle in der Kalahari.
Auf der Strecke, die über die C19 und die B1 führt, bieten sich uns auf dem Tsaris-Pass außerordentlich schöne und teilweise atemberaubende Ausblicke. 😎
Ein Schild weist in Richtung Duwisib-Castle und wir überlegen kurz, ob wir den Abstecher zum Schloss machen sollen, entscheiden uns dann aber dagegen, da wir den Zeitfaktor nicht wirklich einschätzen können und kein Risiko eingehen wollen. 😐 Von Maltahöhe über Mariental bis hin zu den Ausläufern der Kalahari zeigt sich die Landschaft zeitweilig dann etwas eintöniger.
Bagatelle Kalahari Game Ranch
Nach etwa vier Stunden, und damit deutlich schneller als erwartet, kommen wir auf der Bagatelle-Ranch an. Ein Security lässt uns nach dem Vorzeigen der Papiere durch das Tor und wir fahren die restlichen fünf Kilometer das erste mal im roten Sand der Kalahari. 🙂
Auf der schön gestalteten Lodge werden wir mit dem obligatorischen Saft begrüßt und nach dem Einchecken begleitet uns die freundliche junge Mitarbeiterin zu unserem 'Strohbale-Chalet'.
Nachdem wir uns dort etwas umgesehen haben, begeben wir uns zum Haupthaus, wo wir einen leckeren Lunch zu uns nehmen. Ich entscheide mich für einen griechischen Salat, Klaus wählt den "Namibian Salad", der mit Biltong zubereitet ist. Ich stelle fest, daß ich mich an das Zeug wohl nicht gewöhnen werde, Klaus findet es aber ausgesprochen lecker. Gut das Geschmäcker so verschieden sind. 😉
Danach nehmen wir am sogenannten Combo-Drive teil, bei dem wir eine Mischung aus allem bekommen, was die Lodge an Aktivitäten bietet.
Zunächst erkunden wir auf einem Game-Drive die Landschaft in der Umgebung, wo wir von Springböcken, jeder Menge Oryx bis hin zu Kudus alle bekannten Antilopen, aber auch eine Giraffen Herde sehen.
Das Gras hier in der Kalahari ist üppig und die Tiere sind alle sehr gut genährt. Ein deutlicher Unterschied zu den meisten anderen Tieren die wir bis jetzt auf unserer Reise gesehen haben. Auch der Geruch hier in der Gegend ist einzigartig, unheimlich würzig und sehr angenehm. 😁
Achtung, zur Abwechslung mal wieder viele Bilder. Ich konnte mich nicht entscheiden... 😗
Hier sind wirklich (fast) überall Tiere, wenn man nur genau hinschaut. 😮 In dem hohen Gras sind sie zum Teil recht gut versteckt.
Manchmal flüchten sie direkt, manchmal bleiben sie aber auch noch eine kleine Weile und es gelingen viele Fotos. Springender Springbock...
Ganz besonders schön anzusehen ist die Giraffen Herde, ein Fohlen ist auch dabei, einfach nur zum klauen niedlich. 🤩 😘 Unser Guide meint es ist gerade eine Woche alt. Wir wollen gar nicht mehr weg hier und beobachten die Tiere eine ganze Weile.
Teil 4222. Apr. 2018
Im Anschluss fahren wir noch zu einem Gehege, daß der Lodge direkt angeschlossen ist, wo wir die Geparden der Bagatelle-Ranch sehen und diese bei der Fütterung beobachten können.
Wir dürfen sogar das Fahrzeug verlassen und als die beiden fressen, sie auch mal vorsichtig, neben unserem Guide, am Kopf streicheln. Das Fell hätte ich mit tatsächlich deutlich weicher vorgestellt, Geparde sich erstaunlich borstig... 🤨
Das Gelände ist recht großflächig und die Tiere haben wirklich viel Platz. Wenn man schon in Gefangenschaft leben muss, dann ist es hier definitiv besser als in jedem noch so guten Zoo in Deutschland.
In freier Wildbahn sind solche Begegnungen zwar zweifelsohne bedeutungsvoller, aber als Namibia bzw. Afrika Neulinge freuen wir uns natürlich das es solche Möglichkeiten gibt diese Tiere zu beobachten.
Was ja sonst nur bei entsprechend sehr gut gelaunter Sichtungsfee möglich wäre... 😄
Nach dem Fressen ist dann kuscheln angesagt und gegenseitige Körperreinigung....
Teil 4322. Apr. 2018
Zum Schluss gibt es den obligatorischen Sundowner.
Dieser findet auf einer der umliegenden Kalaharidünen statt, auf der sich alle Ausflügler gemeinsam einfinden. Neben einem abgestorbenen Baum mit einem markanten Webervogelnest, das an einen Strauß mit Geweih erinnert, bauen die Guides ein kleines Buffet mit Getränken und Knabberzeug auf.
Beim Einschenken der Gin-Tonics zeigen sich die Jungs nicht gerade geizig und man gewinnt den Eindruck, daß sie sich einen Spaß daraus machen, die Gäste abzufüllen. 🙄 Nach und nach findet sich ein illustres Völkchen ein und schnell entwickeln sich Gespräche.
Wir holen uns ein zweites Glas Gin-Tonic und Klaus genießt sein Biltong dazu. 😎
Ich überlasse Klaus nach wenigen Schlucken allerdings meinen GT, denn außer viel Gin und etwas Eis ist da nämlich wohl eher kein Tonic-Water im Glas.
Alkohol brauch ich heute definitiv keinen mehr. 🤢 Aber dringend was richtiges zu essen...
Das erklimmen des Gamedrive Fahrzeugs gestaltet sich entsprechend schwierig. 😊
Beim Abendessen läuft unvermittelt ein Springbock zwischen den Tischen herum der die Brotkörbe dreist nach Fressbarem absucht. Die anderen Gästen sind Größtenteils ähnlich erstaunt wie wir.
Die Bedienung erklärt uns, daß es sich um Skunky handelt, sie wurde hier von Hand aufgezogen.
Jetzt fallen uns auch die Schlauchstücke auf, die man ihr über die Hörner geschoben hat, damit sie niemanden verletzt. 😄 Sie lässt sich nur bedingt streicheln, setzt jedoch vehement ihren Anspruch auf die Brotreste in den Körben durch.
Nach dem Dinner, daß außer den leckeren Beilagen vom Buffet einmal mehr aus hervorragend zubereitetem Kudu vom Grill besteht, lassen wir uns von einem sehr bewanderten Mitarbeiter namens Iwan den Sternenhimmel an einem Teleskop erklären.
Iwan zeigt uns den Mond, den Jupiter und den Saturn sowie seine umfangreichen Notizen zu seinen Beobachtungen und erklärt uns, daß er vorhat nach Südafrika zu gehen um dort Astronomie zu studieren.
So endet mal wieder ein sehr schöner und erlebnisreicher Tag.
Teil 4401. Mai 2018
24. Mai
Wir haben gut geschlafen und beschließen am Morgen spontan, am Cheetah-Watching teilzunehmen. Die Aussicht auf ein paar weitere Bilder von Geparden im schönen Morgenlicht ist einfach zu verlockend. 😎 Also begeben wir uns eilig zur Rezeption, um noch einen Platz zu ergattern.
Teilnehmer für alle möglichen Fahrten haben sich bereits eingefunden und so stehen wir wartend beisammen.
Wir beobachten einen Mitarbeiter der Ranch wir er den Sand vor dem Haus rechend. Der tiefere Sinn dieser Arbeit erschließt sich uns auch nach längerem grübeln leider nicht... 🤨
Auch diverse Fahrzeuge stehen nun wartend, zum Teil mit laufenden Motoren, abfahrbereit vor dem Eingang. Nach und nach steigen alle ein und ein Fahrzeug nach dem anderen verlässt den Vorplatz. Etwas ratlos stehen wir zuletzt alleine auf der Veranda. Haben wir jetzt etwa unser Fahrzeug verpasst? 😐
Na gut, dann machen wir halt ein paar Bilder von der Hauskatze. Ist ja auch ein sehr schönes Tier... 😛
Endlich erscheint doch noch ein Mitarbeiter, sein Name ist George, und fragt uns: "Cheetah-Watching?" "Yes!" 🤩 Gott sei dank, wir waren doch nicht zu blöde unser Auto zu verpassen!!! 🤪
Wir sind die einzigen Teilnehmer und im Laufe des sich anschließenden Smalltalks stellt sich heraus, daß man Georg extra wegen uns geweckt hat. Ups! 😊 Wenn wir das gewusst hätten, hätten wir uns natürlich für eine andere Tour entschieden. Die Aktion ist uns jetzt doch etwas peinlich. Andererseits hat uns auch niemand gesagt das wir uns schon am Abend vorher für eine Tour melden sollen... 😐
Egal, jetzt sind wir unterwegs und Georg ist wach... 😗
Im wohl ältesten Game-Drive-Toyota der Lodge fahren wir zum Gehege. Das Fahrzeug hat keine Türen und sowohl der Tacho als auch der Drehzahlmesser sind abgeklemmt. Na ja, immerhin fährt das Ding noch! 🙄
Im Gehege erfahren wir noch einige Details über Rolf und Etosha, die beiden Geparde, die wir besuchen und können auch einige nette Fotos machen. Allerdings ist mit den beiden nicht mehr sehr viel los, nachdem sie bemerkt haben das es kein Futter für sie gibt... 😉
Der Gute ist wohl auch noch etwas müde...
Nach einiger Zeit fahren wir zurück.
Beim Frühstück wird, wie fast immer auf der Reise, Rühr- und Spiegelei, Omelette und Co frisch zubereitet, aber leider riecht der gesamte Speisesaal unangenehm nach Bratfett. Unsere Klamotten danach auch. 😵
An der Rezeption lassen wir uns nach dem Frühstück kurz die Möglichkeiten für Spaziergänge rund um die Farm erklären und ziehen dann auf eigene Faust los. Auf unserem ca. zweistündigen Erkundungstrip genießen wir die Landschaft, beobachten einige Vögel und sehen Pferde der Ranch, die sich hier frei auf dem Gelände bewegen.
Und es gelingt das erste brauchbare Foto von einem Crimson breasted Shrike. 😎
Teil 4501. Mai 2018
Zurück auf der Ranch stärken wir uns mit einem Lunch auf der Terrasse.
Es ist ordentlich heiß mittlerweile und wir beobachten, im Schatten sitzend, einige Vögel beim baden unter dem Rasensprenger. Ob die Bewässerung dieser Art und Weise in so einem trockenen Land wirklich nötig ist lassen wir mal unkommentiert, aber die Vögel haben definitiv ihren Spaß. 😎
Nach ausgiebigem ausruhen machen wir uns wieder auf die Beine. Hier gibt es schließlich auch noch Erdmännchen und -hörnchen.... 🙂
Schon sehr praktisch, so ein eingebauter Sonnenschirm. 😎
Bei den putzigen Erdhörnchen könnte ich noch ewig bleiben und ihnen zusehen. Aber vor der Terrasse unserer Unterkunft wohnen die Erdmännchen... Also, nix wie hin! 😉
Teil 4601. Mai 2018
Auf dem Weg dorthin sehen wir Skunky, die es sich gemütlich gemacht hat. 🙂
Am Wasserloch, was von unserer Terrasse nicht weit weg ist, ist einiges los...
Aber auch die Erdmännchen wuseln überall herum. 🤪
Sorry, das werden mal wieder zu viele Bilder aber ich kann mich einfach nicht entscheiden....
Mahlzeit... 😣
Teil 4701. Mai 2018
Bei der Arbeit mal über die Schulter geschaut, es ließ sich nicht stören... 😉
Ein besonders freches Kerlchen erkundete sogar unsere Terrasse. 😄
Am späten Nachmittag schließen wir uns dem Nature-Drive an, nicht ohne uns diesmal ausreichend lange genug vorher angemeldet zu haben. 😎
Ein weiteres Mal sehen wir die eindrucksvolle Landschaft der Kalahari sehr ausgiebig. Wir sichten etliche Tiere, darunter mehrere Kudus und erfahren nebenbei, daß es ursprünglich '!Xalahati' hieß. Und Nein: Das kann ein Europäer nicht aussprechen. Auch nicht nach zwei Gin-Tonic, obgleich man uns das wiederholt versichert hat... 🙄
Rechtzeitig zum Sonnenuntergang findet man sich wieder auf der bereits bekannten Düne ein und genießt kühle Getränke, natürlich auch GT 😉 , und angeregte Gespräche.
Beim allgemeinen Plausch lernen wir noch ein Pärchen kennen, das bereits zum fünften Mal in Namibia ist und zum dritten Mal in Bagatelle Station macht. Wir stellen fest, daß wir den gleichen Flieger nach Hause nehmen werden.
Später beim Abendessen spricht uns Iwan an, ob wir später wieder beim Stargazing dabei sind, wir entscheiden uns jedoch dagegen. Als wir sehen, daß er an jedem Tisch fragt und nirgends Erfolg hat, tut er uns fast ein Wenig leid. 🙁
Nach dem Essen packen wir wie gewohnt noch die Koffer und gehen nach etwas Lesen und Schreiben ins Bett.
Teil 4813. Mai 2018
25. Mai
Nach dem Aufstehen laden wir das Gepäck ins Auto und gehen frühstücken.
Wir sind fast alleine im Speisesaal und lehnen die Frage nach Rühr.- oder Spiegelei dankend ab, alleine um zu vermeiden, daß wir wieder den ganzen Tag den Geruch von Bratfett in der Kleidung hängen haben. 🤢
Auf dem Weg zurück zur Unterkunft sehen wir Skunky neben unserem Auto in der Sonne liegen. Ich mache zum Abschied noch ein paar schöne Fotos von ihr , dann sitzen wir auf und fahren.
Auf dem Weg zum Gate der Ranch ist unsere Stimmung etwas geknickt, neigt sich doch jetzt ein wunderschöner Urlaub deutlich dem Ende entgegen. 🙁
Um noch ein paar schöne Vogelbilder zu bekommen, halten wir noch kurz an einem Baum mit einem ausladenden Webervogelnest. Ein paar Geier kreisten auch noch zum Abschied über uns.
Eine Gabelracke kommt auch noch vorbei.
Kurze Zeit später befinden wir uns auf der B1 und wir stellen wehmütig fest, daß wir ab jetzt nur noch Teerstraße fahren werden.
Die Fahrt verläuft ereignislos.
Etango Ranch, Windhoek
Unsere letzte Unterkunft in Namibia ist nun wirklich auch nicht schwer zu finden. Es ist ein nettes Plätzchen hier aber nichts besonderes.
Wir haben es wegen der Flughafennähe und der Empfehlung zur Vogelfotografie ausgesucht.
Vögel gibt es hier wirklich reichlich. Vor allem die niedlichen Rosenkopfpapageien !! 🤪 Darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut. So können wir von den Süßen Kerlchen doch noch ausreichend Fotos schießen. 🙂
Wegen der Nähe zum Flughafen braucht man diese Unterkunft aber eigentlich wirklich nicht. Die Strecke hätte man auch locker von der Bagatelle Ranch aus fahren können.
Aber klar, sollte man dann eine Panne haben wird es natürlich unschön... In der Beziehung hatten wir auf unserer Reise durch Namibia allerdings keinerlei Probleme. Zum Glück!!! 😉
Manfred, ich glaube es ist der Verwalter der Ranch, begrüßt uns sogar auf Deutsch. Beim Abendessen lernen wir noch ein Pärchen aus England kennen, die eigentlich aus Südafrika kommen, sowie einen Südafrikanischen Globetrotter, der uns auf Deutsch erzählt, daß er einen Kumpel in Würzburg hat. (Die Welt ist halt doch ein Dorf... 😄 ) Wir unterhalten uns wieder mal über Gott und die Welt, über Diät und Politik und natürlich über's Reisen. 😎
Dann bricht auch schon unsere letzte Nacht in Namibia an...
Teil 4913. Mai 2018
26. Mai
Am Morgen nimmt uns Manfred mit auf Rundfahrt um die Ranch, weil er seine Zäune abfahren muss. Wir sitzen hinten auf seinem Pick Up und haben reichlich Spaß! 🤩
Ein paar Tiere zeigen sich auch noch. Es ist aber nicht einfach bei dem geschaukel und gehopse brauchbare Fotos zu bekommen... 🙄 Hier die magere Ausbeute. 😉
Wieder zurück widmen wir uns noch ausgiebig den Vögeln hier. 😎
Wir sehen auch unsere ersten Rüppelspapageien, leider nicht in sehr dekorativer Umgebung.
Teil 5013. Mai 2018
Der Riesenglanzstar zeigte sich leider nicht sehr Fotobegeistert. Entweder verschwand er schnell hinter Zweigen oder er hat wie hier die Augen zu gemacht. 😣
Am späteren Nachmittag dann die Fahrt zum Flughafen. Die Rückgabe des Autos erfolgt schnell und unkompliziert.
Wir beschließen nicht auf die Qualität des Essens im Flieger zu setzen und essen lieber hier noch einmal. 😉 Es gibt T-Bone-Steak, für umgerechnet 9.- Euro, eine riesige Portion. Qualitativ haben wir zwar in den drei Wochen schon bessere Steaks gehabt aber schlecht war es nicht.
Im Wartebereich treffen wir das Pärchen von der Bagatelle wieder und vertreiben uns die Zeit mit quatschen.
Im Flieger sehen wir uns 'Der Marsianer' an und verbringen eine erwartungsgemäß unruhige Nacht.
Am nächsten Morgen begrüßt uns die Sonne in 'good old Germany'.
So endet unsere wunderschöne erste Reise nach Namibia. Wir sind mehr als glücklich mit unseren Erlebnissen und Sichtungen als 'Ersttäter'! Und irgendwann werden wir ganz bestimmt wieder kommen. Afrika macht wirklich süchtig! 😎
Vielen Dank Euch allen für eure nette Begleitung und die Danke-Button-Drücker. Es hat Spaß gemacht die Reise mit euch noch einmal zu erleben! 😘