"HOT, DRY & BUMPY“ – Südafrika und Botswana 2017/8
von Carinha · 25 Teile
Teil 116. Jan. 2018
Hallo liebe FoMis
Zurück von unserer 5. Reise ins südliche Afrika wünsche ich etwas verspätet erstmal Allen ein gutes neues Jahr und hoffe, es wird auch 2018 wieder so viele schöne Reiseberichte zu lesen geben. 😉 Wie versprochen haue ich ebenfalls wieder in die Tasten, um unsere Reise für die Ewigkeit (v.a. unsere) festzuhalten. 😎 Angesicht des für uns unüblichen Reisezeitpunkts vom 23.12. bis 09.01. - was einer Notlösung entsprach - hatte ich ja bei der Planung einen Bericht mit folgenden Titeln in Aussicht gestellt: "South Africa with the crowd" oder "Weihnachten mit Elefant, Löwe & Co." oder auch "Auf Gravelroad ins neue Jahr"! Im Nachhinein passt jedoch keiner davon so richtig; weshalb wir uns für „HOT, DRY & BUMPY“ – Südafrika und Botswana über Weihnachten/Neujahr“ entschieden haben - wobei an manchen Stellen auch „Cool, wet & calm“ passen würde. 😗
Ihr dürft euch freuen auf - viele Wasserfälle und eine Outdoor-Xmas-Party - Wildpferde im Nebel - 2 Erstsichtungen, über die wir uns riesig gefreut haben 🤩 - einen (weiteren) neuen Lieblingspark 😘 - einen doppelten Regenbogen nach einem trockenen Sylvesterabend - 2 Lost & Found-Stories - jede Menge süsse Tier-Babies - ein kurzes Fazit zum Thema Malaria-Prophylaxe sowie zu den jeweiligen Unterkünften und zum Reisezeitpunkt
Entgegen dem ursprünglichen Plan musste ich die Verlängerung mit Volunteering-Aufenthalt leider canceln, da mir eine Zahn-OP und ein Unfall meines Pferdes dazwischenkam. Umso mehr habe ich die kurzen Ferien in Südafrika und den Abstecher nach Botswana genossen.
Nun geht es los – vorerst noch ohne Fotos. Ich freue ich mich auf viele Mitleser/innen und Kommentare! 🤪
Liebe Grüsse, Carinha
Teil 216. Jan. 2018
Samstag, 23. Dezember 2017 Abflug nach Jo’burg
Nach letzten Vorbereitungen fahren wir diesmal selber mit dem Auto zum Flughafen nach Zürich. Wir haben dank dem TCS einen Rabatt fürs Langzeit-Parkhaus bekommen und kommen so ohne Umsteigen und zum ungefähr gleichen Preis wie mit dem Zug ans Ziel. Scheinbar sind bereits alle mit Weihnachtsvorbereitungen beschäftigt, denn es hat wenig Verkehr und auch der Flughafen ist fast leer, so dass wir schnell und ohne Wartezeit zum Gate durchlaufen können. Bald sitze ich auf meinem Fensterplatz in der Mitte des Fliegers, Mäthu neben mir und los gehts. Zum Flug gibt es nicht viel erwähnenswertes zu sagen, ausser dass es wie immer eng und unbequem war und mir abwechselnd alle Körperteile (ausser der Kopf) eingeschlafen sind. Da das Entertainment-System ständig ausgefallen ist, steckte während dem ganzen Flug Mäthus iPod in meinen Ohren und ich habe – wenn auch an Schlaf nicht zu denken war – zumindest vor mich hin gedöst.
Teil 316. Jan. 2018
Sonntag, 24. Dezember 2017 Ankunft und Fahrt nach Nelspruit
Irgendwann hebe ich meine Schlafmaske und sehe durchs Fenster die Sonne über dem afrikanischen Kontinent aufgehen. Ein schönes Gefühl – auch wenn der Flug noch 4-5 Stunden dauern wird. Besagte Stunden später ist es endlich soweit: Wir starten den Sinkflug und der Pilot kündigt das Wetter mit „bewölkt, 20°C“ an. Hm, da hatten wir uns etwas wärmere Temperaturen vorgestellt… 😵
Wir fliegen durch die Wolken und ich schaffe es, die Landung auf einem Video festzuhalten, obwohl es ganz schön schüttelt. Kurze Zeit später sind wir auch schon auf dem Weg nach draussen. Als wir uns vom Piloten verabschiedet haben, der vor dem Cockpit steht, kommt plötzlich ein riesiger Typ im Laufschritt von der Gangway zurück. Er blafft kurz den Piloten an, dreht sich um und läuft wieder Richtung Ausgang. Dann bleibt er plötzlich stehen und knallt in einem lauten Wutanfall seinen Koffer auf den Boden. 😈 Dann rennt er mit Hilfe seiner Ellbogen im Eilzugstempo durch den Gang, schmeisst dabei ein kleines Mädchen an die Wand und flucht laut vor sich hin. 😈 😈 Alle Passagiere sind fassungslos, aber reagieren tut niemand – auch nicht die Angestellten des Flughafens. 🤨 Man mag sich gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn er bereits während des Fluges durchgedreht wäre… Als wir den Typen später wartend im Flughafengebäude sehen, machen wir einen grossen Bogen um ihn.
Unsere Koffer kommen relativ rasch auf dem Förderband daher und wir machen uns auf den Weg zum Büro des Autovermieters Thrifty Car Hire. Dort soll ein Angestellter von Britz auf uns warten. Leider ist noch niemand zu sehen und so stellen wir uns erstmal in die Warteschlage. Der Mann am Schalter greift dann sofort zum Telefon und bittet uns, 5 Minuten auf dem Sofa zu warten. Nach 35 Minuten 😵 kommt endlich der Angestellte, der uns zum Auto bringen soll. Entgegen unserer Buchung „ab und bis Flughafen“ ist das Auto aber nicht vor Ort und wir werden zum Britz-Depot chauffiert. Dort ist die Organisation sehr umständlich und obwohl wir erklären, dass wir nicht zum ersten Mal mit 4x4 unterwegs sind, wird uns alles genauestens gezeigt. Der Angestellte teilt uns mit, dass wir das Fahrzeug wieder ins Depot bringen müssen, was uns doch sehr wundert. Der nächste Angestellte, der uns die Border-Crossing Authorization aushändigt, meint das Gegenteil und redet vom Flughafen. Wir beschliessen, es letzterem zu glauben und fahren los zum Pick’n’Pay um die Ecke. Schliesslich brauchen wir noch etwas Proviant für die lange Fahrt nach Nelspruit. Die ersten 5 Tage müssen wir nicht selber kochen und so beschränkt sich der Einkauf auf Getränke und Snacks. Trotzdem kommen wir erst nach 13 Uhr von Johannesburg weg, mehr als 3 ½ Stunden nach der Landung. Was uns während der Fahrt auf der Autobahn gen Osten vor allem auffällt, sind die vielen Minibusse mit Leuten, die für Weihnachten heim zu ihren Familien fahren. Die Pannenstreifen sind gesäumt von Autos mit Reifenpannen. Wir haben bestimmt 20 davon gesehen. 😮 Für die Leute scheint das nichts Aussergewöhnliches; man nutzt die Zeit, um sich die Beine zu vertreten.
Gegen 16 Uhr erreichen wir eine schöne Raststätte an einem Dam, das dazugehörige Restaurant ist aber wegen der Feiertage geschlossen. Wir kämpfen beide gegen bleierne Müdigkeit; Mäthu macht deshalb ein kurzes Nickerchen auf einer Holzbank und ich versuche mich mit Bewegung und frischer Luft wieder fit zu machen. Nochmal knappe 2 Stunden später erreichen wir endlich Nelspruit und unser Guesthouse. „Utopia in Africa“ liegt am Rande der Stadt auf einem Hügel neben dem Nelspruit Nature Reserve. Die Gastgeber sind gerade dabei, im Gemeinschaftsraum mit der Familie Weihnachten zu feiern und uns ist es ziemlich unangenehm, sie beim Essen zu stören. Wir fragen deshalb nur kurz, ob sie uns ein Restaurant in der Nähe empfehlen können, da wir mittlerweile ziemlich hungrig sind und noch nichts Richtiges gegessen haben. Vorgängig hatte man uns angeboten, am 25.12. im Guesthouse zu essen, da alle Restaurants an Weihnachten geschlossen sind. Heute ist aber erst Heiligabend und so müssen wir unsere Mägen anderweitig füllen. Eine Angestellte schlägt uns vor, einen Lieferdienst zu bestellen, damit wir nicht nochmal raus müssen. Das halten wir für eine gute Idee – doch als wir kurz darauf auf dem Mobiltelefon des Guesthouses mittels App einen passenden Anbieter auswählen wollen, stellen wir fest: auch die Lieferdienste haben alle geschlossen! Kurzerhand lädt uns die Gastgeber-Familie ein, uns an den Resten des Weihnachtsmenüs zu bedienen. 🤩 Es hat noch mehr als genug und zum Schluss bekommen wir sogar noch ein Dessert auf unsere Terrasse geliefert! 😎 Wir bedanken uns überschwänglich, duschen noch kurz und legen uns danach todmüde in das riesige, bequeme Bett…
Teil 418. Jan. 2018
Montag, 25. Dezember 2017 Panoramaroute
Die Helligkeit weckt uns aus tiefstem Schlaf; es muss mindestens schon 9 Uhr sein, sagt mein Gefühl. Doch ein Blick auf die Uhr zeigt, es ist erst kurz nach 5 Uhr! Schnell öffnen wir die Türe zum Balkon – draussen herrscht das schönste Vogelkonzert und ein wolkenloser nur leicht schleierbewölkter (sehe ich im gerade hinzugefügten Video 😗 ) Himmel kündigt einen sonnigen Tag an! Da es erst ab 7.30 Uhr Frühstück gibt, steigen wir nochmal ins Bett und lassen uns vom Vogelgesang wieder in den Schlaf lullen.
(wenn mir jemand sagt, wie ich ein Video einfügen kann, ohne es vorher auf Youtube hochzuladen, mache ich das an dieser Stelle gerne nachträglich! 😎 ) Danke CuF! 🙂 https://vimeo.com/251775054
Der Plan für den heutigen Tag ist schnell gefasst: Die Panoramaroute macht nur bei schönem Wetter Sinn – also los! Nach dem leckeren Frühstück machen wir uns auf den Weg Richtung Sabie. Die Entscheidung fällt gar nicht so leicht, bei der grossen Auswahl an Wasserfällen. Da wir 2013 die Panoramaroute von Norden her schon bis Bourke’s Luck Potholes gefahren sind, wollen wir diesmal nicht weiter als Berlin Falls fahren. Zuerst machen wir Halt bei den Mac Mac Falls. Dort üben wir zuerst an der richtigen Einstellung unserer neuen Kamera. Wie immer haben wir unsere „Allround“-Digitalkamera von Canon mit 50fach-Zoom dabei, neu begleitet uns auch eine Spiegelreflex Nikon D7200 mit 300er Tele und Makro-Objektiv. (Das Fazit dazu kann ich schon vornweg nehmen: Wir brauchen dringend einen Fotokurs! 😗 ).
Danach fahren wir nach Pilgrim’s Rest, wo wir uns wie Doof-Touris benehmen! Wir parkieren eingangs Dorf und laufen dann zu Fuss die Strasse hoch. Viel ist nicht los an diesem Tag und am meisten kann uns die Vervet Monkey-Mama, die mitsamt Baby auf einem Dach herumklettert, begeistern. Sie eignet sich auch hervorragend als Übungs-Modell für die neue Kamera. 😉
Ein paar Meter nebenan hat sich ein Mädchen verkleidet und will sich gegen Geld fotografieren lassen. Wie originell, denken wir noch, und geben einen kleinen Obulus ab.
Gleich danach lassen wir uns ein farbiges, wahrscheinlich ziemlich überteuertes Tuch aufschwatzen (wollte ich doch schon immer haben 😗 ) und der Nussverkäuferin nehmen wir auch noch 2 Päckchen ab. Sie muss dafür aber noch als Fotomotiv herhalten. 😄 Mäthu fragt sie aufgrund ihres „Kleids“, ob sie aus Swaziland stammt. Doch die Frau reagiert, als ob sie noch nie etwas von diesem Land gehört hätte…
Kurz danach wimmelt die Strasse von kleinen, blauen Männchen. Ok, das hat hier also System. Zurück beim Auto begrüsst uns ein fröhlicher Parkwächter mit den Worten: „We took care of your car and we washed it, it’s very clean now. See the sign!“ Auf besagtem Schild, das vorher noch nicht da war, steht „Aufpassen und Waschen: 300R“. Und dann stehen plötzlich 5 Männer um uns und warten auf unser Geld. Wir sind nun gar nicht mehr fröhlich, und erklären den Männern, dass wir nicht für eine Dienstleistung bezahlen, die wir gar nicht wollten. Ganz abgesehen davon, war das Auto (noch) sauber. Mäthu drückt dem Aufpasser 20 Rand in die Hand und wir machen uns schnellstens aus dem Staub. Pilgrim’s Rest sieht uns so bald nicht wieder!
Die Lisbon Falls sind unser nächstes Ziel. Hier laufen wir von der Aussichtsplattform noch etwas weiter, damit es ruhiger wird. Es ist nicht übermässig voll, aber einsam ist definitiv anders.
Als wir bei den Berlin Falls ankommen, wehen uns heftige Böen um die Ohren und der Himmel wird schwarz. Innert Sekunden geht ein heftiger Regenschauer mit Blitz und Donner nieder. Die Frauen vom Curio-Shop beginnen, ihre Ware wegzuräumen. Wir warten einige Zeit im Auto, bis das Wetter sich beruhigt. Als sich die Wolken verziehen, sind auch die letzten Curio-Frauen fertig. 😉 Lange bleiben wir nicht, es ist empfindlich kühl geworden und wir müssen uns langsam auf den Rückweg machen.
Auf dem Rückweg sehen wir nähe Graskop ein Plakat mit Werbung für den neuen „Canyon-Lift“ und machen uns auf die Suche. Als wir nach mehreren Loops durch Quartiere nicht fündig werden, geben wir auf und fahren wieder Richtung Sabie. Dort wollen wir noch kurz die Sabie, Bridal Veil und Lone Creek Falls mitnehmen, wenn es reicht. Wir fangen mit den Lone Creek Falls zuhinterst an und – kaum sind wir in die One-way-Strasse gefahren – merken wir, dass wir in der Falle sitzen! Links und rechts der Strasse sind Autos parkiert und Musik dröhnt herüber, als fände ein Open-Air statt. Was ist denn hier los? Mangels Alternative beschliessen wir, erstmal die Fälle zu besuchen. An diesem Wasserfall kommt man von unten heran und es gibt einen schönen „Pool“, wo Einheimische wie Touristen herumplanschen.
An den bisher besuchten Wasserfällen ging es im Vergleich geradezu beschaulich zu. Nebenan auf dem Picknick-Platz scheint halb Mpumalanga zum Weihnachts-Picknick versammelt zu sein! Aus jedem Auto dröhnt Musik – natürlich unterschiedliche! Wir haben genug gesehen und laufen zurück zu unserem Auto. Die Strasse führt hier One-way mit einem Loop um den Picknick-Platz zurück. Mitten im Getümmel geht plötzlich gar nichts mehr. Irgendein Besoffener hat sein Auto mitten auf der Strasse platziert und niemand kommt mehr vorbei. Nach ein paar Minuten wird Mäthu nervös. Er würde am liebsten lautstark hupen. Doch inmitten von mehr oder weniger alkoholisierten Schwarzen halte ich das für eine schlechte Idee. Also schön ruhig bleiben. Nach etwa einer halben Stunde geht es endlich weiter und wir fahren auf dem schnellsten Weg zurück ins Guesthouse. Es reicht noch für eine kurze Dusche, dann erwartet man uns schon zum Nachtessen. In geselliger Runde und mit aufschlussreichen Gesprächen mit den deutsch/russischen Tischnachbarn geht der Tag zu Ende.
Gefunden auf unserem Balkon - ist das eine Mopani-Raupe?
Teil 519. Jan. 2018
Dienstag, 26. Dezember 2016 Schlechtwetter-Programm
Den heutigen Tag fangen wir gemütlich an. Dicke Wolken hängen am Himmel und deuten auf Regen hin. Am Frühstückstisch sitzen gemeinsam mit uns 2 Männer. Als sich der eine wegen Unpässlichkeit verabschiedet, kommen wir mit dem zweiten ins Gespräch. Der Mann (Namen? 😗 ) stammt ursprünglich aus Nelspruit, lebt aber jetzt in London. Die beiden werden heute das Eden Chimpanzee Sanctuary von Jane Goodall besuchen. Diese Idee nehmen wir gerne auf. Doch zuerst wollen wir in Kaapsche Hoop nach den Wildpferden suchen. Da es dort oben eh meist wolkig ist, spielt das Wetter für den Ausflug keine Rolle. Die Fahrt soll nur eine halbe Stunde dauern. Wir fahren also raus aus Nelspruit und bereits nach 20 Minuten stehen am Strassenrand 4 Pferde. Sie zu finden hatten wir uns definitiv schwieriger vorgestellt! 😄 Wir machen ein paar Fotos, aber es regnet und wir wollen die Tiere nicht verscheuchen, halten also genug Abstand.
Danach machen wir noch einen Spaziergang durch das Wolken-Dorf; es sieht mit dem Nebel etwas verwunschen und märchenhaft aus.
Hinter dem Dorf finden wir nochmal Wildpferde, sie dösen ganz entspannt und lassen sich nicht stören. Einzig ein Fohlen knabbert am saftigen Gras und reagiert etwas «grumpy» auf unseren Besuch. Ich warne Mäthu vor, doch er läuft völlig unbedarft hinter dem Fohlen vorbei und kassiert beinahe einen Huftritt 😵 (seine Pferdeerfahrung beschränkt sich auf meinen «Senior», der so etwas nie tun würde).
Damit wir nicht 2x die gleiche Strecke fahren, biegen wir auf dem Rückweg rechts ab auf eine Gravelroad durch landwirtschaftlich genutztes Gebiet, die nach etwa 20 km in die R40 zwischen Nelspruit und Barberton mündet. An dieser Strecke liegt das Eden Chimpanzee Santuary von Jane Goodall. Leider verpassen wir die Führung um 12 Uhr um eine Viertelstunde. Also lösen wir unser Ticket für die Tour um 14 Uhr, lesen die zahlreichen Infos und stöbern etwas im Shop herum. Danach bestellen wir eine Portion Fritten und setzen uns auf die Terrasse mit Blick auf ein grosses Schimpansengehege. In den nächsten 1,5 Stunden fragt Mäthu 2x in der Küche nach, wo denn die Fritten bleiben. Er hat Hunger und mutiert zur Diva 😈 Um 13.55 Uhr steht der Teller endlich auf dem Tisch. Dank grossem Hunger und meiner Hilfe ist der Teller pünktlich zum Start leer und wir können zu den Affen. Die ca. 40 Teilnehmer werden in 2 Gruppen aufgeteilt, welche abwechselnd die 2 Schimpansen-Gruppen besuchen werden. Ganz Jane Goodall-like wird hier kein Vergnügungspark für Menschen geboten, sondern man erhält seriöse Informationen über die hier lebenden Schimpansen und ihr Sozialverhalten.
Das Sanctuary ist ein Zufluchtsort für Überlebende des Bushmeat-Handels, Waisen-Äffchen, ehemalige Haustiere oder Affen, die sonst wie aus schlimmer Haltung gerettet wurden. Hier werden die Schimpansen in eine der 2 «Familien» integriert und man kann während der Führung sehr gut die unterschiedlichen Charaktere und teilweise von Menschen antrainierten Handlungen beobachten. Die Führung dauert knapp 2 Stunden und ist wirklich sehr eindrücklich.
Der nächste Programmpunkt ist etwas ungewöhnlich. Über eine afrikabegeisterte Schweizerin aus dem Forum haben wir den Kontakt zu einem schweizerisch-deutschen Auswanderer-Paar erhalten, das in einem Wildlife-Estate in Nelspruit lebt. Da wir mehr über das Leben und den Alltag in Südafrika erfahren und ein bisschen tiefere Einblicke erhalten wollten, waren wir sehr an einem Austausch interessiert. Vorgestellt hatten wir uns ein Treffen in einem Café oder einem anderen neutralen Ort. Doch Karin & John haben uns spontan zu sich nachhause eingeladen und wir durften auch gleich zum Nachtessen bleiben. So haben wir die restlichen Stunden des Tages bei den beiden verbracht und dabei viel Interessantes über das Auswandern und ihr Leben hier erfahren. Besonders gefreut hat uns auch die Bekanntschaft mit Hund Farouk und dem Chamäleon Carlos. 🤪
Bereits auf der kurzen Heimfahrt beklagt sich Mäthu über Bauchkrämpfe. Die Nacht wird für ihn etwas mühsam. Als der Darm «ausgeräumt» ist, geht es ihm wieder besser. Ich betone hier ausdrücklich, das es NICHT das Nachtessen bei Karin & John war. Wir haben das schmuddelige, feuchte Handtuch in der Toilette des Sanctuary und das anschliessende Fritten-Essen mit den Fingern als Quelle des Übels identifiziert.
Teil 620. Jan. 2018
Mittwoch, 27. Dezember 2017 Fahrt zum Shindzela Tented Camp (Timbavati Nature Reserve)
Heute Morgen geht es Mäthu wieder besser; er verzichtet jedoch vorsorglich auf ein allzu schweres Frühstück, denn heute erwarten uns einige Stunden Fahrt. Wir nehmen es gemütlich und beobachten die beiden französischen Familien, die gestern spät eingetroffen sind, beim Frühstück. Obwohl alle Kinder schon im Teenie-Alter sind, benimmt sich eine der Mütter wie eine „Gluggere“ (Glucke), schaut, dass alle ihre „Chocolat chaud“ bekommen und verteilt danach gewissenhaft Malaria-Tabletten an alle. 😄 Von der gestrigen Bekanntschaft aus London/Nelspruit erhalten wir noch den Tipp, die Strasse am Rande des Krugers nach Hoedspruit zu vermeiden, da es dort viele Dörfer gibt, die Strassen somit bevölkert sind und man nur langsam vorwärts kommt. Wir räumen unsere Sachen zusammen und laden das Gepäck ins Auto, danach bezahlen wir bei Claire (Tochter, zuständig für Buchhaltung) unsere Rechnung. Für das Abendessen am 24.12. verlangt sie nur den halben Preis, was wir sehr nett finden.
Info und Fazit „Utopia in Africa“ http://www.utopiainafrica.co.za/ Kosten ca. CHF 54.- pro Person/Nacht mit Frühstück Das Utopia in Africa liegt am Rande von Nelspruit, in einem ruhigen, grünen Quartier am Hang. Es ist ein familiär geführtes Gästehaus mit wenigen Zimmern. Ein grosser Aufenthaltsraum und die schöne Terrasse mit Pool werden gemeinschaftlich benutzt. Das ganze Haus ist geschmackvoll dekoriert und eingerichtet. Das galt auch für unser grosszügiges Zimmer „Sunbird“. Es verfügte über einen Balkon mit Blick auf das Nelspruit Nature Reserve und ein Badezimmer mit viel Platz. Es gab kein Moskitonetz über dem grossen Bett, jedoch standen Spray und Stecker zur Verfügung – dies haben wir aber nicht gebraucht, da keine Mossies vorhanden waren. Speziell erwähnenswert ist die enorme Hilfsbereitschaft der Gastgeber-Familie. Nach einem Nachtflug ist die Anfahrtszeit von Johannesburg nach Nelspruit/Mbombela anstrengend, aber machbar. Das Utopia in Africa empfehlen wir uneingeschränkt weiter – es ist ideal für einen Zwischenhalt in Nelspruit oder um während einigen Tagen die Umgebung zu entdecken.
Wir verabschieden uns und fahren – den Tipp befolgend – Richtung Sabie und Graskop und biegen erst dort auf die R533 und später auf die R40 Richtung Hoedspruit. Durch eine falsche Überlegung biegen wir zu früh ab und kommen auf die Zufahrtstrasse zum Orpen Gate. Erst nach etwa 20 km merken wir unseren Fehler und drehen um. In das Timbavati Nature Reserve kommt man nur von ausserhalb des Kruger NP rein. Schliesslich finden wir den richtigen Eingang und dann wird es erstmals etwas „bumpy“. Dafür entdecken wir schon einige Tiere.
Das Licht ist sehr schlecht, da es immer noch bewölkt ist
Als wir nach etwa 45 Minuten im Shindzela Tented Camp ankommen, werden wir sogleich herzlich von Ranger Johann begrüsst. Er ist ein Bure wie er im Buche steht und hat einen lustigen afrikaansen Akzent, wenn er englisch spricht („Lilac-BRRRRested-RRRRolleRRR“). Er erzählt uns, dass infolge des Regens in den vergangenen Tagen mehrere 4x2-Autos auf der Anfahrt im Dreck steckengeblieben sind. Wir werden kurz im Camp rumgeführt, danach richten wir uns im Zelt ein und schon werden wir zum Lunch im Gemeinschaftsbereich erwartet. Ausser uns sind im Moment nur eine norwegische Familie und ein Paar aus England anwesend, die bereits eine eingeschworene Truppe sind. Hier gibt es WiFi und ich checke kurz meine E-Mails. Claire vom Utopia schreibt mir, wir hätten einen Plug sowie eine Lesebrille im Zimmer vergessen. Hä, Lesebrille? 🙄 Weil Mäthu immer zwischen Brille und korrigierter Sonnenbrille wechselt, denke ich zuerst in diese Richtung. Doch dann fällt es mir wie Schppen von den Augen: Mein Brillenetui lag zuletzt im Bad, ich hatte es noch nicht eingepackt, weil ich ganz zum Schluss, nach dem Einsetzen der Kontaktlinsen, die Brille dort reinsetzen und dann in die Handtasche einpacken wollte. Nun macht sich echte Verzweiflung breit! 😣 😵 Ohne Brille bin ich blind wie ein Rhino 🤩 (oder noch schlimmer) und die Kontaktlinsen kann ich nicht 24h tragen. Wie soll das bloss gehen? Und wie bekomme ich meine Brille wieder?
Um 16 Uhr geht es aber erst mal los zum Game-Drive. Wir treffen als Letzte beim Safari-Wagen ein und erhalten trotzdem die Plätze in der hintersten Reihe zuoberst, was uns etwas überrascht. Bereits nach kurzer Zeit treffen wir auf Elefanten, danach eine riesige Büffelherde und 2 Löwendamen mit jährigem Nachwuchs, wobei die beiden erwachsenen Tiere verletzt sind und einen erbärmlichen Eindruck machen. 🙁
Löwenfotos gibts hier keine, ich find's würdelos
Von den Sichtungen her können wir uns aber nicht beklagen. Nur Mäthu ist etwas enttäuscht darüber, das die Hippos etwas stiefmütterlich behandelt wurden. --> Da er sich deswegen zu Wort gemeldet hat, wurde dies auf den nächsten Drives aber besser. 😄
Nach dem Drive werden wir von einem bewaffneten Guide zu unserem Zelt gebracht, nehmen eine kurze Dusche und danach ist es schon Zeit für das Abendessen. Inzwischen ist auch hier eine französische Reisegruppe eingetroffen, wir sitzen aber am Tisch mit den uns schon bekannten Gästen und es wird ein lustiger Abend in netter Gesellschaft.
In der Nacht höre ich Hyänen in der Nähe des Zelts. Mäthu schläft wie ein Stein und reagiert auf meine Weckversuche nur mit leisem Brummen. Ich mache mir gar nicht die Mühe, aufzustehen - ich kann sowieso nichts sehen. 😈
Teil 721. Jan. 2018
Donnerstag, 28. Dezember 2017 Ein Tag im Camp
Um 4.30 Uhr ruft Johan „Good morniiiing“ durch das Zelt. Uuuaaahh! 😵 Mäthu steht sofort auf, aber meine Augen sind ausgetrocknet und verklebt; ausgeschlossen, dass ich so früh schon meine Kontaktlinsen „montieren“ kann (spätestens am Mittag hätte ich Kopfschmerzen). Das war absehbar und halbwegs abgesprochen. So drehe ich mich nochmal um und schlafe weiter. Um 4.50 Uhr ist Besammlung mit Kaffee/Rusks und um 5.10 Uhr sollte es losgehen. Ich höre aber danach immer noch Leute draussen hin- und herrennen. Die Franzosen… 😗 Mäthu nimmt nur die Canon mit und jetzt folgen ein paar Fotos vom Morning Drive:
Als erstes geht es wieder zu den verletzten Löwenmüttern. Hier sieht man die Verletzung nicht, weshalb ich das Foto zeige.
Währenddessen habe ich einen Zuschauer im Badezimmer, der ziemlich lange bei mir bleibt. Zum Abschied hinterlässt er einen Sch 😈 haufen.
Als die beiden Safari-Wagen wieder zurück sind, gibt es Frühstück. Auch hier gibt es zum Dessert Malariatabletten für die Franzosen und Norweger. Das britische Paar, das dieses Jahr schon das 5. Mal in Afrika ist, verzichtet darauf. Die Norweger-Mädels erzählen uns, dass die Pille (Malarone) bitter schmeckt, ansonsten bei ihnen aber keine Nebenwirkungen spürbar sind. Wir sind zum ersten Mal in einem Malaria-Risikogebiet unterwegs und haben uns nach langem Hin und Her gegen die Prophylaxe entschieden. Ein Fazit zu dieser Entscheidung folgt am Ende des Berichts.
Später verabschieden wir die Norweger (Zitat Britin „They were lovely“). Die Zeit bis zum nächsten Game Drive verbringen wir – wie auch die 16 anderen Gäste - lesend, abwechselnd am Pool und im Schatten, immer mit einem Blick auf die Umgebung – es könnte ja Besuch vorbeikommen. 😉 Die Tiere haben sich jedoch alle in den Schatten verzogen, es ist brüllend heiss. Ich trinke ständig, trotzdem ist mir schwindlig und ich fühle mich träge und appetitlos. Nach einem kleinen Lunch geht es um 16 Uhr wieder auf Game Drive. Die pralle Sonne und das Geschüttel würden mir den Rest geben, glaube ich und melde mich wieder ab. 😊 Ich bin richtig froh, als das Camp leer ist und Ruhe einkehrt. Ich setze mich vor unser Zelt und lese weiter. Nach etwa zwei Stunden steht plötzlich ein Rhino im trockenen Flussbett 🤩 , schaut ins Camp und läuft dann den Fluss entlang weiter. Mir gelingt ein Beweisfoto, das aber wegen der beginnenden Dämmerung unscharf geworden ist. Zusammen mit der Küchenchefin laufe ich bis zum hintersten Zelt; das Rhino ist jedoch schon verschwunden.
Bilder aus dem Camp: Brown-headed parrot (??)
Grey Lourie
Bilder vom Sunset-Drive
Woodland Kingfisher, unser ständiger Begleiter auf dieser Reise
Bald kommen die anderen zurück und es ist Dinner-Time in der Boma. Heute sind neue Gäste aus Frankreich eingetroffen, Mutter und Tochter mit ihren Lebenspartnern, die eine ägyptisch/griechisch/britisch/korsische Abstammung haben und ein Ferienhaus in Hoedspruit besitzen. Das bietet Stoff für interessante Gespräche und wir unterhalten uns blendend, abwechselnd in Englisch und Französisch. Als plötzlich ein riesiger Elefantenbulle zum Fressen im Camp auftaucht, lachen wir uns kaputt, weil der Korse mit seinem Nachtsichtgerät den Elefanten nicht entdecken kann, obwohl er von blossem Auge gut zu sehen ist. 😄
Johan und ein anderer Ranger verjagen den Elefanten mit lautem Rufen aus dem Camp, aber in der Nacht kommt er zurück und macht sich an den Bäumen neben unserem Zelt zu schaffen. Es knackt und knirscht auch mitten in der Nacht noch, aber ich wache auf, weil die Dusche tropft – plop plop plop. Im Halbschlaf gehe ich ins Bad und taste blind nach dem Wasserhahn. Hoffentlich ist da jetzt keine Schlange oder Skorpion! 🤩 Wegen dem Elefant mache ich das Licht nicht an, bringt ja eh nix ohne Brille. Ich finde den Weg zurück ins Bett aber unbeschadet. 😗
PS: Morgen Mittag wird mein "Elend" (hoffentlich) ein Ende haben, denn Claire vom Utopia wollte die Brille beim Orpen Gate für mich deponieren. Es ist unsäglich, wie hilflos man sich fühlt, wenn etwas für uns so Selbstverständliches wie eine Sehkorrektur plötzlich fehlt. (Wens interessiert, meine Korrektur beträgt übrigens -8.0 / -8.5 Dioptrien 😗 )
Teil 822. Jan. 2018
Freitag, 29. Dezember 2017 Bush-Walk und Mordsfahrt mit Highlight (ich lag falsch, das Highlight kommt ja erst morgen 😄 😄 )
Teil 1 Wieder schallt Johan’s Weckruf um 4.30 Uhr durchs Zelt. Während die anderen auf Game Drive gehen, ist für uns ein Morning Walk geplant. Da uns heute eine lange Fahrt bevorsteht, wollten wir nicht noch zusätzliche Stunden im Auto verbringen. Mit der Aussicht auf meine Brille ab Mittag, murkse ich die Kontaktlinsen in meine trockenen Augen und nach einem Tee geht es pünktlich um 5.10 Uhr los. Begleiten tut uns der bewaffnete Ranger Eugene. Wir überqueren den ausgetrockneten Fluss vor der Lodge und laufen 2 Stunden durch den Busch, wie erwartet ohne grossartige Tiersichtungen, dafür mit vielen Infos über Kleingetier, Pflanzen und Spuren. Auffällig oft finden wir die weissen Froschnester, die wie Zuckerwatte aussehen und an Bäumen in wassernähe kleben. Wir dürfen eines anfassen, es fühlt sich fest und warm an.
Milliped
"One piece of shit" als Deko im Restaurant - der arme Elefant hatte wohl 3 Tage Verstopfung 😣
Als wir zurück im Camp sind, packen wir rasch unsere Sachen zusammen, danach erhalten wir 2 Papiertüten mit unserem Frühstück für unterwegs, danach heisst es TSCHÜSS Timbavati.
Info und Fazit "Shindzela Tented Camp" https://shindzela.co.za/ Kosten ca. CHF 143.- pro Person/Nacht inkl. Full board + Aktivitäten Das Camp liegt im privaten Timbavati Nature Reserve, das für Tiere keine Grenzen zum Kruger NP hat. Menschen müssen aussenherum durchs offizielle Gate. Dies gilt es bei der Reiseplanung zu berücksichtigen. Entgegen anderer Lodges im Reserve ist das Shindzela Camp eher klein (max. 16 Gäste) und rustikal, dafür auch relativ günstig. Die Natur ist hier das Luxuserlebnis. Die Safari-Zelte in der Nähe des Gemeinschaftsgebäudes sind alle recht nah beieinander, es gibt nur 3 die direkt am (Trocken)-Fluss liegen und etwas mehr Privatsphäre bieten (leider weiss ich die Nummern nicht). Die Zelte bieten ein Bett mit Moskitonetz, ein oben-seitlich offenes Badezimmer und eine kleine Terrasse mit 2 (nicht so bequemen) Stühlen. Am Pool und in der Sofaecke des Gemeinschaftsgebäudes lässt es sich tagsüber am besten entspannen. Dies bedeutet allerdings auch, dass man ständig in Gesellschaft ist. Etwas mehr Privatsphäre hätte ich mir gewünscht. Das Essen war einfach, aber gut – fand zumindest ich als Vegi. Das Fleisch hat Mäthu nicht überzeugt. Für uns etwas ungewohnt ist das Querfeldein-Fahren während den Game Drives, das im Timbavati praktiziert wird. Das hat uns zwar viele Sichtungen beschert; mich hat es jedoch gestört, dass Johan sehr nah an die Tiere herangefahren ist und sie so oft aufgeschreckt hat - das hatte was von Jagd. Ich persönlich freue mich mehr über zufällige Begegnungen mit genügend Distanz, damit sich die Tiere nicht gestört fühlen. Der Besuch bei den Löwenmüttern bei jedem Drive hat mich ein bisschen an Sterbebegleitung erinnert 😣 .
Nachtrag: Wenn ich mein Fazit so lese, hört es sich ziemlich negativ an. Wahrscheinlich hat die fehlende Brille meinen Wohlfühlfaktor etwas beeinträchtigt. 😐 Abgesehen von der ungenügenden Privatsphäre (wir hörten den Nachbarn schnarchen) und dem Game-Drive-Stil, der nicht so meinem Geschmack entsprochen hat, war es eigentlich toll.
Teil 2 folgt...
Teil 922. Jan. 2018
Teil 2
Eigentlich war unser Plan, über das Phalaborwa Gate in den Kruger zu fahren. Wegen der Brillengeschichte müssen wir nun aber wieder zurückfahren und via Orpen Gate rein. Das verursacht ein paar nette zusätzliche Kilometer bis zu unserer Unterkunft, dem Shimuwini Bushveld Camp. Vorher rüsten wir uns in Hoedspruit für 4 Tage Selbstverpflegung aus und kaufen allerlei Lebensmittel und Getränke, die wir in unserem zusätzlich gebuchten Kühlschrank verstauen. Als wir um ca. 11 Uhr am Gate ankommen, stehen nur 2 kleine Autos da. Wo sind denn jetzt die angekündigten Tourimassen? Sind wohl alle schon im Park drin… 😗 Dank unserer Wildcard ist der Bürokram rasch erledigt und die Dame weiss auch sofort Bescheid, als ich nach meiner Brille frage. Hurra, ich bin wieder komplett!! 🤩 Nun kann das Abenteuer Kruger beginnen! 😎
Im Orpen Rest Camp treffen wir diese Agamen
Gleich auf den ersten Metern treffen wir auf einen Gnu-Kindergarten und es gelingt mir ein Foto mit „Begleitfahrzeug“ 😄
Wir fahren zuerst auf der H7, biegen dann nach Norden ab auf die H1-4/H1-5. Die Strecke zieht sich enorm und obwohl wir viele der üblichen Tiere sehen, werde ich sehr schläferig.
Kurz vor Letaba machen wir den Loop auf der S46, danach folgt eine dringend nötige Pause im Letaba Rest Camp.
Weiter geht die Fahrt via S131 und S133, bis wir schliesslich 10 Minuten vor Torschluss das Camp erreichen. Wir waren insgesamt über 10 Stunden im Auto unterwegs und sind hundemüde. Nach einer erfrischenden Dusche kochen wir uns ein leckeres Nachtessen, das wir draussen mit Blick auf den Fluss Letaba geniessen. In der Ferne hören wir Hippos grunzen und Mäthu ist happy.
Unser Häuschen und die Lage des Camps gefallen uns sehr gut. Leider sind wir zu spät dran, um es bei Tageslicht zu geniessen. Bald zieht es uns ins Bett, wo wir sofort einschlafen.
Teil 1023. Jan. 2018
Samstag, 30. Dezember 2017 Ganztages-Game-Drive zum Punda Maria Rest Camp ...diesmal mit Highlight! 😄
Mit dem ersten Licht geht Mäthu schon im Camp auf Hippo-Pirsch und läuft bis zum Bird-Hide. Er kommt aber bald wieder zurück, denn es nieselt draussen. Gemütlich frühstücken wir, danach laufe ich auch noch zum Bird-Hide. Ich bleibe aber ebenfalls nicht lange, denn zu sehen gibt es nichts und nun fängt es auch noch richtig an zu regnen. Ich renne zum Cottage zurück und wir fangen an zu packen. Ab 9.30 Uhr macht es sich die Putzfrau auf unserer Terrasse gemütlich („I love this weather“) und wartet, dass wir „verreisen“. 🤨 Wir tun ihr den Gefallen, schliesslich wartet eine 171 km lange Fahrt auf uns. 😗 Aus diesem Grund verzichten wir auf Loops, sondern werden den schnellsten Weg über die Hauptstrasse via Mopani und Shingwedzi nach Punda Maria ganz im Norden nehmen. Es schüttet in Strömen. 😣 Zu Beginn entdecken wir tropfnasse Klippspringer neben der Strasse.
Im Mopani Rest Camp machen wir Pause. Die Aussicht von der Terrasse soll sehr schön sein, hatte uns der Brite vom Shindzela Camp berichtet. Leider ist es zu nass, um draussen zu sitzen und so setzen wir uns an einen regengeschützten Tisch im Restaurant. Als sich ein Mann vom Nachbarstisch an der Bar beschwert, dass er seit einer knappen Stunde auf sein Essen wartet, ergreifen wir die Flucht. Diese Geschichte hatten wir schon mal und uns vergeht die Lust. Ich ergattere immerhin noch einen heissen Cappuccino und als Mittagessen müssen Rusks und Äpfel aus unserer Vorratsschublade im Auto herhalten.
Besuch beim Baobab im Mopani Camp
Weil an der Anzeigetafel interessante Sichtungen auf der S144 eingetragen sind, biegen wir dort rechts ab. Da wir aber nach mehreren Kilometern immer noch keine Tiere finden, drehen wir um und nehmen wieder die Teerstrasse.
Naja, fast keine...
Kurz danach sehen wir ein Auto am Strassenrand. Wir halten an, sehen aber links und rechts nichts. Da öffnet der Mann sein Fenster und ruft „There is a leopard in the tree!“ Wie, LEOPARD??? 🤩 🤩 🤩 Ich bin ganz aufgeregt! Tatsächlich, dort oben pennt die Katze in schönster Lepperd-Manier auf einem Ast! Wahnsinn – unser erster Leopard auf der 5. Afrikareise!!!! 😎 🤪 😘 Nun gibt’s kein Halten mehr und wir knipsen drauflos. Es ist gar nicht so einfach, denn für die Nikon ist das Tier zu weit entfernt und das Licht ist immer noch schlecht. Es gelingen uns aber ein paar vorzeigbare Bilder.
Nach und nach treffen weitere Autos ein und hier erleben wir unseren ersten und einzigen „Kruger-Stau“ mit etwa 10 Autos. Es verhalten sich aber alle gesittet und es wird sogar eine Gasse gebildet, für diejenigen, die nur für Vögel halten (oder so 😗 😄 ) Der Leopard wechselt ein paarmal die Stellung, macht aber keine Anstalten, den Baum zu verlassen. Also verlassen wir schweren Herzens die Szenerie.
Carmine Bee-eater
Im Shingwedzi Camp machen wir nur eine kurze Pipi-Pause. Langsam ändert sich die Landschaft und es wird hügeliger. Das gefällt uns gut. Auch regnen tut es mittlerweile nicht mehr. Wir finden wieder jede Menge Büffel und einzelne Elefanten.
Ich finde, sie hat den Titel "Miss Buffalo" verdient 😘
Schliesslich treffen wir im Punda Maria Camp ein. Hier müssen wir erstmals ein bisschen Anstehen beim Check-in. Doch als ein Mitarbeiter aus dem Büro den „Stau“ am Schalter bemerkt, springt er ein und fertigt die 4er Gruppe vor uns unkompliziert im Büro ab. Bald können wir unser Zelt beziehen und sind begeistert!! 🤩 Hier gefällt es uns viel besser als in den Cottages im vorderen Teil des Camps; da war es ziemlich voll und eng. Auch auf dem Campingplatz herrscht Hochbetrieb. Auf den Strassen rund ums Camp und sowieso überall im Park haben wir von Hauptsaison aber nichts gemerkt. Wir kochen uns ein Abendessen, sitzen noch einige Zeit auf der Terrasse und begutachten die Leo-Fotos. Danach kriechen wir in unser Bettchen und verbringen eine ruhige Nacht bei angenehmen Temperaturen.
Teil 1124. Jan. 2018
@Zugvogel schrieb:Schade hattet ihr in Shimuwini nur eine Nacht mit sehr langer Anreise. Wir waren im Dezember (aber etwas früher als ihr) unter anderem auch zwei Nächte in Shimuwini und für uns war es das tollste unserer Camps im Krüger! Das hatte sicherlich auch damit zu tun, dass wir mit der Nr. 9 anscheinend eines der tollsten Häuschen erwischt hatten und uns die Sichtungsfee mit vielen tollen Sichtungen (Leopard am Strassenrand und wir das alleinige Auto, sowie die "resident" Male Lions auf einem Sunrise Drive, auf welchem wir ohne andere Gäste unterwegs waren) beglückte 🤩 . Wir fanden ausserdem vor allem die Lage am Wasser, die vielen Vögel und Elefanten in der Region toll, sowie den Hide in den wärmeren Tagesstunden...
Liebe Grüsse (auch aus der Schweiz 😉 ) Stefanie
Hallo Stefanie Danke für deinen Kommentar! Da fällt mir gerade ein, dass ich mein Fazit zum Shimuwini Camp vergessen habe! Aber eigentlich kann ich deinen Text gleich so stehen lassen. 😉 Wir waren (glaube ich) in Nr. 12 und das Häuschen und die Lage am Wasser haben uns wirklich ganz toll gefallen. Mäthu war happy, dass er seinen Hippos nachstellen konnte. 😄 Schade, dass wir nicht genug Zeit hatten, es dort ausgiebig zu geniessen.
Liebi Grüess us Bärn, Karin
Teil 1225. Jan. 2018
Sonntag, 31. Dezember 2017 Abschied vom Kruger(...und vom alten Jahr)
Teil 1 Der Sonnenaufgang verspricht einen schönen Tag und wir hüpfen sozusagen direkt vom Bett ins Auto. 🤪 Rund ums Punda Maria Camp gibt es einen Loop, der sich von der Länge her ideal für einen Morning Drive eignet. Danach haben wir immer noch genügend Zeit um gemütlich zu frühstücken und zu packen.
Die Landschaft ist hier ganz anders, als wir sie bisher vom Kruger kennen. Ich mag Hügel. 😄 Nach etwa 10 Minuten sehen wir Elefanten rechts im Gebüsch. Wir halten an und hören Elefantengruppen aus mehreren Ecken, die langsam in unsere Richtung kommen. Man trötet sich zur Begrüssung zu und die Büsche wackeln. 🤩 Nach einiger Zeit überqueren sie einer nach dem anderen vor uns die Strasse. Wir sind ganz ergriffen! Als jedoch plötzlich auch hinter uns Elefanten sind, wird es uns etwas unwohl und wir vergessen sogar zu fotografieren, denn ausweichen ist hier unmöglich! Die Elis sind uns jedoch freundlich gesinnt und widmen sich den Büschen auf der anderen Strassenseite.
Video Elefanten https://vimeo.com/252869644 (Anmerkung: Ich habe am 27. und 28. Dezember auch noch je 1 Video eingefügt)
Später treffen wir auf eine grosse Büffelherde. Aber auch kleinere Tiere finden Beachtung.
Zurück im Camp erhalten wir beim Frühstück Besuch von dieser Buschbock-Dame. Zwischendurch knabbert sie an Blättern, aber hauptsächlich scheint sie uns zu beobachten.
Nach dem Auschecken fahren wir zur Camp-Tankstelle, füllen unseren Tank auf und geben dem hinteren linken Reifen etwas Luft-Nachschub. Danach fahren wir noch weiter in den Norden Richtung Pafuri Camp. Unterwegs sehen wir nebst dem üblichen Plains Game nicht mehr viele Tiere.
Auf der Brücke über den Luvuvhu steigen wir aus und avancieren zu Birdern.
Dieser Bee-eater verwirrt mich etwas. Ich konnte ihn keiner Art zuordnen. Wer kann helfen? Gemäss Konni ist es ein White-fronted-bee-eater (Weißstirnspint) - Danke!
Giant Kingfisher
Ein Woodland Kingfisher sitzt unter der Brücke auf dem Geländer. Um nicht zu riskieren, ins Wasser zu fallen, verzichte ich auf ein gutes Foto 🤪
Auch andere Tiere kommen zum Trinken an den Fluss, z.B. dieser Kudu, der schon etwas abgekämpft und mager aussieht.
Das ist übrigens unser treuer Begleiter 😉
Kurz danach verlassen wir den Kruger und fahren auf der R525 Richtung Musina.
Fazit Punda Maria Rest Camp Auch hier konnten wir leider nicht wirklich viel Zeit verbringen. Vor allem landschaftlich hat uns die Gegend überzeugt und auch Tiere haben wir viele gesichtet. Als Unterkunft empfehlen wir die komfortablen Safari Tents. Ein Moskitonetz war nicht vorhanden.
Fazit Kruger Nationalpark: Unsere Erfahrung war, wenn man sich nördlich vom Orpen Gate aufhält, merkt man nichts von den südafrikanischen Weihnachtsferien. Ausser beim Leopard gab es nirgends Stau und man war meist allein unterwegs. Auch im Kruger sind die Distanzen enorm und die Fahrzeiten verlängern sich aufgrund der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit sowie der vielen Sichtungen auf ein Vielfaches. Ansonsten: Es war schön und es war (viel) zu kurz!
Der Rest des Tages folgt leider erst nächste Woche, da wir übers Wochenende in die Berge fahren. Ich verspreche euch jedoch ein stimmungsvolles Sylvester! 🤩
Teil 1330. Jan. 2018
Teil 2 Die Strasse Richtung Musina führt durch eine staubtrockene Landschaft, unterbrochen von kleinen Dörfern und ein paar Farmen. Der herumliegende Müll erinnert sehr an ein Drittweltland. 😐 In Musina füllen wir im Spar unsere Vorräte auf, jedoch vergessen wir den Weisswein für unseren Risotto. Zudem könnten wir noch ein Fläschchen zum Anstossen aufs neue Jahr brauchen. 🤪 Also legen wir bei der riesigen Musina Mall nochmal einen Stopp ein. Doch als wir die Alkoholabteilung mit rot-weissen Bändern abgesperrt vorfinden, fällt uns ein, dass heute ja Sonntag ist 🤩 – und da ist mit Alkohol nichts zu machen. 😣 Immerhin ist es schön kühl in der Mall und wir kaufen noch ein paar Ergänzungen für die Küche. Leider finden wir rund um die Mall keine Tankmöglichkeit, weshalb wir nochmal ins quirlige Zentrum fahren. Dort gibt es eine kleine Tankstelle und wir reihen uns in die Schlange ein. Das Betanken dauert dann ewig und ich schmelze an der prallen Sonne im Auto dahin. 😣 Schliesslich wird es auch dem Tankwart zu blöd, und wir fahren halt mit "nicht ganz vollem" Tank weiter.
Wieviel Diesel im Tank ist, wissen wir eh nicht genau, da der Tankanzeiger seit Beginn der Reise immer auf „Voll“ steht. Deshalb führen wir seit dem Timbavati Buch über die gefahrenen Kilometer und die getankten Liter, damit uns nicht plötzlich zwischen Elefanten und Hippos der Saft ausgeht. 😗 😄
Endlich treffen wir am Gate des Mapungubwe Nationalparks ein. Zuerst besuchen wir das Interpretive Center, wo es einen Shop und ein Restaurant geben soll. Das Gebäude selber ist sehr interessant gebaut und hat scheinbar sogar einen Architekturpreis gewonnen.
Wir bestellen uns eine Portion Fritten im Restaurant und da wir die einzigen Gäste sind, werden die Kartoffeln vor unseren Augen frisch geschnippelt und kurz danach wird uns ein Teller mit lekker Country Fries serviert. 😄 Wir fragen, ob es im Shop Firelighters gibt, da wir in Musina Holz gekauft haben, aber keine Zündhölzer. 😗 Die Dame verneint und meint, wir sollen doch einen Plastiksack nehmen. 🤨 🙄 Kurz sind wir verwirrt, dann fällt uns ein, dass die Marke für Anzündwürfel „Firelighter“ heisst. 😄 Für 2 Rand bekommen wir dann eine Schachtel „Matches“.
Nachdem wir das anfängliche Buschland hinter uns gelassen haben, bezaubert uns die Landschaft von der ersten Minute an! Welch eine Abwechslung sich hier bietet! Rote Felsen, Täler mit grünem Gras und Baobabs wechseln sich ab. Als wir schliesslich das Leokwe Camp erreichen und unser Family Cottage beziehen können, sind wir restlos begeistert! Danke vielmal Sandra1903 für den Tipp!! 😘
Den Sonnenuntergang geniessen wir auf einem Felsen neben dem Pool und als sich von 2 Seiten Gewitterwolken nähern, ist die (Licht)-Stimmung perfekt!
Nur wer auf die Malaria-Pillen verzichten will, sitzt bei knapp 40 Grad mit Vollbekleidung in Afrika 😗 😄
Nach dem Abendessen sitzen wir noch etwas auf der grossen Terrasse und lauschen den Geräuschen der Nacht. Obwohl Sylvesterknaller und Alkohol fehlen, ist der Schlaf wegen der Hitze nicht sehr erholsam. 😵 Wir sind gespannt auf den Start ins neue Jahr in Afrika! 🤩
Teil 1402. Feb. 2018
Montag, 1. Januar 2018 Double Rainbow oder „Wie schön ist das denn hier?“ 🤩
Nach dem Motto „Wer früher aufsteht, hat’s länger kühl“ hüpfen wir vom Bett direkt ins Auto und fahren los. Es ist immer noch gewitterig und die schwarzen Wolken rumpeln vor sich hin, solange die Sonne noch nicht mit voller Kraft wärmt.
Klippspringers hoffen auf eine Dusche 🤪
Bereits nach ein paar 100 Metern fahren wir direkt auf einen wunderschönen doppelten Regenbogen zu. Dieser ist so gross, dass wir ihn auch nach mehrmaligem Manövrieren nicht ganz aufs Foto bekommen. 😵 In der Ferne stehen dekorativ ein paar Giraffen unter einem Baobab. Waahhh…. 🤩 🤩
Der Mapungubwe Nationalpark ist ja nicht sehr gross, und für heute Morgen haben wir uns die Strecke dem Limpopo entlang bis zum Schroda Dam vorgenommen.
Beim Schroda Dam gibt es einen Hide mit Grillstelle, wo man aussteigen darf...
Morgengymnastik 😄
Auf dem Rückweg besuchen wir den Treetop Walk - toll dass man sich hier ein bisschen die Beine vertreten kann! Und dazu noch die fantastische Aussicht auf den Limpopo! 😎 Schade haben die Paviane den ganzen Holzsteg versch 🤢 ..., es stinkt recht unappetitlich. 😣
Woodland Kingfisher, unser ständiger Begleiter
Aufgrund des Auftretens in grossem Schwarm tippe ich auf einen Blutschnabelweber
Nach dem Morning Drive essen wir gemütlich unser Frühstück und verbringen die Zeit bis zum Abend entweder am Schatten lesend oder am herrlichen Felsenpool. Im Wasser unterhalten wir uns längere Zeit mit einer weissen Zimbabwerin, die nun in Südafrika lebt und schmerzlich ihre Tochter und das Enkelkind vermisst. Diese leben immer noch in Zimbabwe und können nicht weg, da ihnen dort eine Goldmine gehört. 😗
Am späteren Nachmittag fahren wir wieder zum Limpopo und weiter bis zur Khongoni Plain.
White-crested Helmetshrike
Dort entdecken wir eine riesige Herde Elands. Leider ergreifen die Tiere sofort das Weite und es gelingt nur ein staubiges Hinterteil-Foto.
Am Ende des 4x4-Loops finden wir sie aber wieder:
Kurz darauf entdecken wir einen riesigen schwarzen Greifvogel – ein Verreaux‘ Eagle – der sich beim Fressen nicht stören lässt. Wir vermuten, das Opfer ist eine Impala-Totgeburt.
Kori Bustard
Nun müssen wir uns aber schleunigst auf den Rückweg machen. Leokwe innerhalb der vorgegebenen Gate Hours zu erreichen wird sehr knapp. Als wir die Confluence Viewpoints erreichen, stehen dort noch mehrere Autos, was uns ermutigt, auch noch kurz einen Blick auf die untergehende Sonne zu werfen. Weit entfernt erblicken wir einen massiven Eland-Bullen, der aber bei diesen bereits schlechten Lichtverhältnissen nicht mehr digital zu verewigen ist. Dafür gelingt noch ein nettes Sunset-Bild.
Kurz vor den anderen beiden Wagen, welche sich als unsere Nachbarn aus dem zweiten Family Cottage entpuppen, erreichen wir das Camp und machen uns sogleich ans Kochen. Später sitzen wir auf der Terrasse und hören Hippos grunzen. 🤩 Eigentlich kann das gar nicht sein, die Gegend im Camp ist eher felsig und Wasser gibt es nur in Form eines schmalen Bächleins. Mäthu beschliesst, dass es eine Sinnestäuschung war – hier gibt es keine Hippos. 😗 🤪
Morgen Abend werden wir bereits in Botswana am Ufer des Limpopo sitzen – ob uns dort die Hippos besuchen? 😗
Teil 1506. Feb. 2018
Dienstag, 2. Januar 2018 Über den Fluss nach Botswana
Auch heute stehen wir wieder ganz früh auf, wir wollen jede Minute im Mapungubwe noch geniessen. Klippspringer’s sind bei Regen und Sonnenschein munter…
Wieder fahren wir dem Limpopo entlang, es ist so schön dort! 😘 Diesmal nehmen wir einen Loop, der ganz am Ufer entlang führt. Links säumen grosse Bäume den Fluss und rechts ist es ziemlich buschig. Ausweichen wird schwierig. Und ausgerechnet jetzt begegnen uns diese 2 Prachtburschen. 🤩 🤩
WIr wundern uns etwas über die Stromleitung hier im Park 🤨
Uns bleibt nicht viel anderes übrig, als uns ganz ruhig zu verhalten und auf Kooperation der Giganten zu hoffen. Zum Glück sind sie uns friedlich gesinnt; das Frühstück ist wichtiger… 😗
Begegnung am Limpopo https://vimeo.com/254120020 (wer genau hinhört, wird Zeuge einer erneuten Hippo-Sinnestäuschung 😄 😄 )
Zum Schluss besichtigen wir noch jeden Aussichtspunkt beim Confluence Viewpoint. Wir wundern uns ja etwas über diese Strecke, die man zu Fuss besichtigen darf. Man entfernt sich doch relativ weit vom Auto und da wir nicht sicher sind, ob es hier Löwen gibt, fühlen wir uns leicht mulmig. 😵
Burchell's Coucal
Leider heisst es nun Abschied nehmen vom Mapungubwe Nationalpark. Wir packen unsere Sachen zusammen und fahren noch kurz zum Interpretive Center, weil unsere Mobiltelefone dort Empfang haben. Schliesslich wollen wir unseren Familien mitteilen, dass wir auch im Jahr 2018 angekommen sind. 😄
Fazit Mapungubwe Nationalpark: Der Park ist klein und übersichtlich und da es an der Nordgrenze des Parks keine Zäune gibt, können die Tiere über den Limpopo nach Zimbabwe oder Botswana abwandern. Weil es zu diesem Zeitpunkt so grün im Park war, durften wir das Gegenteil erleben: Es waren sehr viele Tiere anwesend. Insgesamt haben wir im Camp nur 7 Leute gesehen (Nachbarn und am Pool), trotz den Feiertagen zum Jahreswechsel. Wer kann, bucht ein Family Cottage – der Aufpreis lohnt sich. Gerne wären wir noch länger geblieben, die Landschaft ist echt traumhaft. Wir sind verliebt! 😘 😘 Leider konnten wir den separaten, westlichen Teil des Parks aus Zeitgründen nicht mehr besuchen.
Teil 1606. Feb. 2018
Dann fahren wir nach Alldays, wo wir an einer Tankstelle unsere Getränkevorräte auffüllen. Auch eine Flasche Wein und Amarula findet noch Platz im Kühlschrank. Wir sind ein bisschen nervös, da wir nicht wissen, was uns an der Grenze erwartet. Judi von Wild at Tuli hatte uns gesagt, dass Platjan Border bei hohem Wasserstand nicht passierbar sei. Aber so wenig Wasser wie der Limpopo führte, müsste es wohl gehen… 😐 Auf die „Bürokratie“ sind wir ebenfalls gespannt, schliesslich ist es unser erster Besuch in Botswana. 🙂
Das südafrikanische Büro haben wir schnell hinter uns. Dann fahren bzw. laufen wir rüber nach Botswana (bereits die Überfahrt ist etwas "bumpy", aber das liegt an der Kameraführung 😗 )
Es braucht etwas Überwindung, bis Mäthu losfährt... 😄 Grenzübertritt Platjan Border https://vimeo.com/251776878
Die botswanische Bürokratie ist einiges komplizierter: Der Ablauf des Prozederes ist für uns nicht ganz nachvollziehbar, auch nicht die Reihenfolge. 2 südafrikanische Familien stehen ebenfalls an und alle werden durcheinander bedient. 😣 Wir müssen 2x nachfragen, ob unsere Unterlagen komplett sind und wir gehen können. Schliesslich – nach etwa 30 Minuten – ist alles erledigt und wir fahren weiter.
Schon jetzt sehen wir, dass es hier um einiges trockener ist. Nach etwa 10 km bemerken wir von hinten ein Auto im Affenzahn daherkommen, der Fahrer hupt und winkt wie verrückt. 🤨 Als er neben uns fährt, hält er ein rotes Büchlein zum Fenster raus. Hm… 🙄 Schnell schaue ich in unserer Dokumentenmappe nach – Ups, da fehlt ein Pass! 🤩 🤩 Wir halten an, der Fahrer macht kurz eine Gesichtskontrolle bei Mäthu und übergibt ihm dann seinen Pass. 🤪 In dem Chaos vorhin hatten wir gar nicht gemerkt, dass der Beamte uns nur einen Pass zurückgegeben hat. Wir bedanken uns herzlich – toller Service hier! 😛
Bald darauf biegen wir zur Reception der Limpopo River Lodge ab. Dort werden wir herzlich von Judi begrüsst und erhalten einen Plan, wie wir zur Lodge gelangen. Der Plan sieht recht übersichtlich aus, doch irgendwie schaffen wir es trotzdem, die einzige rot-gestrichelt eingetragene Strasse zu erwischen! Das Kaokoveld muss ein Klacks dagegen sein! 😈 Ich habe echt Angst um unser Auto, was wir hier befahren, verdient den Namen Strasse nicht. 🤢 Nach fast einer Stunde kommen wir dann doch in der Lodge an und werden von Queen, der Managerin, begrüsst. Unser Chalet bzw. unsere Chalets 🤪 liegen ganz zuhinterst im Camp - einfach WOW! Hier werden wir es definitiv gut aushalten! 🤩
Wir sind heute die einzigen Gäste und Judi persönlich bereitet unser Abendessen direkt bei uns im Küchen-Häuschen zu. Judi und ihre Geschäftspartnerin haben die Lodge gepachtet, besitzen aber in der Nähe noch eine eigene Farm, wo sie ein Volunteering-Projekt zur Erhaltung des Lebensraumes für die Wildtiere betreiben. Eine unglaublich interessante Frau, die vieles zu erzählen hat! 😘
Die beiden folgenden Tage laufen sehr entspannt und im gleichen Rhythmus ab: Zuerst starten wir zum Morning Drive, um 10 Uhr kommt Judi, um das Frühstück zu zubereiten, danach folgt Entspannung im Liegestuhl (abwechselnd vor unserem Cottage oder am Pool). 😎 Gegen Abend fahren wir wieder los und um ca. 19 Uhr folgt wiederum der Besuch von Judi, um das Abendessen zu kochen. Nach dem Essen sitzen wir zu zweit am Feuer, das Steven für uns gemacht hat, und geniessen die friedliche Stimmung.
Die Trockenheit hat leider vielen Tieren den Garaus gemacht; viel Grün ist nicht zu sehen und so sind sie in Gebiete gewandert, wo es schon geregnet hat. Ausser Vögeln und Impalas sehen wir keine Tiere und so konzentrieren wir uns auf die kleinen Dinge (sowie auf die rumpelige Strasse 😗 ).
Mopane-Blatt
Lilac-breasted Roller
Tokos
Hollow Baobab (gut, ist jetzt eher ein grosses Ding 😄 )
Ist das ein weibliches oder noch nicht ausgefärbtes Exemplar des Karminspints? Ein juveniler! Danke Zugvogel! 🙂
Carmine Bee-eater
Kudus gabs auch.. 😗
Goliath Heron
Beim Abend-Drive sehen wir gar keine Tiere
deshalb muss unser Auto posieren 😄
Abends geht Mäthu vor unserem Cottage auf Hippo-Pirsch 🤪
und tätsächlich verlässt eines in einiger Entfernung das Wasser. 🤩 Die Abendstimmung am Fluss ist herrlich!
Teil 1808. Feb. 2018
Fortsetzung (Donnerstag)
Koro Pan
Für den Morning Drive haben wir uns heute vorgenommen, uns einfach an den Motswiri Dam zu stellen und zu warten. An dieser Wasserstelle wurde gemäss Judi schon öfters ein Leopard gesehen. Nachdem sich zuerst einige Vögel und Impalas zeigen, werden wir plötzlich total überrascht vom Auftauchen eines einzelnen Elefanten! Er trinkt in aller Ruhe direkt „ab Quelle“ und verschwindet nach 2 Minuten genauso geräuschlos, wie er gekommen ist. Wir freuen uns beinahe, als wäre es unsere erste Elefantensichtung! 🤩
Grey Lourie
Dann wieselt ein Squirrel am Boden herum und klettert danach auf den Baum vor uns, um uns kurz darauf aus einem Loch heraus frech anzulinsen. 😄
Auf dem Rückweg finden wir einen Elefanten-Knochen und Mäthu posiert ein bisschen (mir fällt da spontan Esmeraldas Profilbild ein 🤪 )
Nach dem Frühstück informiert uns Steven, dass unser Auto hinten rechts einen Plattfuss hat. Er kümmert sich jedoch sofort darum und montiert mit einem Kollegen den Ersatzreifen. Den kaputten Reifen sollen wir während der Abendfahrt zur Reception bringen, damit er geflickt werden kann.
Später am Pool besucht uns ein Haubenbartvogel, den wir zum ersten Mal (unscharf) vor die Linse kriegen.
Warnung - das nächste Kapitel enthält wieder viel Text 😗
Freitag, 5. Januar 2018 Bestes Abschiedsgeschenk
Heute bleiben wir eine Stunde länger im Bett. Da wieder eine mehrstündige Reiseetappe auf dem Plan steht, ist unsere Motivation nicht sehr gross, vorher nochmal durch den momentan tierleeren Tuli Block zu rumpeln. Da Judi für das Frühstück wie vereinbart erst um 9 Uhr kommen wird, beschliessen wir zum Zeitvertreib doch noch die kleine Runde bis zur Kolube Pan zu drehen.
Hier noch die Karte der Limpopo River Lodge, wo man sowohl selber wie auch mit Guide unterwegs sein kann
Es war eine gute Entscheidung! 😎 Bereits nach etwa 1.5 km sehe ich 100m vor uns eine Bewegung: „Da vorne rennt was!“ Mäthu: „Ein Schakal?“ Und dann rennen mehrere Tiere über die Strasse. WILD DOGS!!!! 🤩 🤩 🤩 Die standen zusammen mit dem Leopard zuoberst auf unserer Wunschliste! 🤪 Wir können noch näher heranfahren und plötzlich haben wir 2 Tiere direkt neben uns im besten Morgenlicht. Ich versuche, auf den Auslöser zu drücken, aber irgendwas klemmt. Das gibt’s doch nicht! 😈 Und schon sind die Hunde weg. Es stellt sich heraus, dass Mäthu die Kamera umgestellt hatte und ich vergeblich auf die Display-Anzeige gewartet habe. Wir schlagen uns vor Ärger kurz ein bisschen verbal die Köpfe ein. 😈 Soll das alles gewesen sein mit unserer 1. Wild Dog-Sichtung? 😣
Wir fahren dann wie geplant weiter zur Kolube Pan, wo tote Hose herrscht. Kurz danach queren wir ein trockenes Flussbett und STOP – was liegt dort hinten im Sand? 🤩
Das ganze Hunde-Rudel macht Siesta! Vor Freude schlagen wir beinahe Purzelbäume mitsamt Auto! 🤩 🤩 Eine halbe Stunde lang schauen wir den Hunden beim ausruhen zu. Auch während ihrer Pause wuselt immer einer herum und es wird nie langweilig. Fototechnisch ist es zwar sehr schwierig, die Hunde sind weit entfernt und liegen im Schatten. Trotzdem gelingen uns ganz akzeptable „Beweisfotos“. 😁
Noch fast schöner als die Sichtung ist Judis Freude, als wir ihr von den Hunden erzählen! Sie flippt fast aus! „They’re back, oh my god, you’re so lucky!!“ Es ist herrlich! 😄 Die Arme „muss“ uns noch das Frühstück zubereiten und uns verabschieden, macht sich dann aber sogleich selber auf die Suche. 😘 Etwas schwermütig machen wir uns ans packen, schiessen noch ein paar Abschiedsfotos mit der Crew, montieren den provisorisch geflickten Reifen wieder an die Hintertüre und fahren los.
Wir können es nicht lassen und fahren noch eine Extra-Runde, aber die Hunde sind leider nicht mehr da. Dafür treffen wir ausgerechnet an der engsten Stelle in einer Kurve auf Judi und ihren Mann und wir müssen ein bisschen in die Büsche ausweichen. 😗 Noch ein letztes Winken und wir fahren zurück zum Platjan Border Post.
Dort treffen wir auf eine englischsprachige Familie mit 5 Kindern und es dauert entsprechend. Ich wundere mich etwas über das Schweizer Familienbüchlein, dass sie vorzeigen, denn die Pässe sind nicht rot. Auf der südafrikanischen Seite spricht uns der Vater dann an, denn er hat unseren Dialekt erkannt. Er sei Schwede, seine Frau Südafrikanerin, aber sie hätten 14 Jahre in der Schweiz gelebt. Das Familienbüchlein benutzt er, weil man beim Einreisen nach Südafrika mit Kindern ja die Geburtsurkunden mitführen muss.
In Alldays entdecken wir diesmal den neu eröffneten SaveMor-Supermarkt, wo wir nebst abgepackten Mopani-Worms auch alles Nötige für die nächsten Tage finden. In einem Kleidershop nebenan ist ein Kinder-T-Shirt mit dem Spruch „Born to Hunt“ ausgestellt – illustriert natürlich nicht mit einem Bushman mit Pfeil und Bogen sondern mit einem Comic-Büffel mit Gewehr. Auch die Kiosk-Auslage ist zur Hälfte mit Jagd-Magazinen bestückt. 🤢
Auf dem Weg nach Vivo begegnen uns 3 Männer mit 3 Kühen und einem enorm grossen Stier. Ein solches Tier bekommt man in Europa kaum noch zu Gesicht, und hier läuft er frei auf der Strasse rum. 🙄 Wir wagen nicht, für ein Foto anzuhalten, mit diesem Kraftprotz möchten wir uns nicht anlegen.
Auf der R522 Richtung Louis Trichard machen wir noch einen kurzen Picknick-Halt am Strassenrand und bald darauf biegen wir schon links ab, dem Signal „Leshiba Wilderness Lodge“ folgend. Zuerst führt der Weg noch recht einfach, aber schmal dem fast ausgetrockneten Fluss entlang. Der nachfolgende Anstieg ist wirklich nur für 4x4-Autos geeignet und wer seinem Fahrzeug das Gerumpel nicht antun möchte, kann am Fuss des Berges parkieren und sich abholen lassen.
Bereits auf der Anfahrt zum Venda Village entdecken wir auf der Hochebene zwei von den bedrohten grauen Tieren mit Keratin im Gesicht (Leshiba bittet darum, zu ihrem Schutz keine Fotos von diesen Tieren im Internet zu verbreiten, weshalb ich auch den Namen nicht nenne).
Wir werden herzlichst von Lukas empfangen, der uns beim Koffertragen hilft und uns die Mwedzi Luxury Suite und danach den Rest des Anwesens zeigt. Einfach toll! 🤩
Unser Zuhause für die nächsten 3 Nächte: Mwedzi Luxury Suite
Den Rest des Tages verbringen wir an unserem eigenen Pool, danach kochen wir uns was und später genehmigen wir uns einen Drink im Restaurant. Ausser uns ist nur ein anderes Paar anwesend, Italiener meinte Lukas. Doch die zwei entpuppen sich als Genfer und Bündnerin und wir unterhalten uns lange über die unterschiedlichsten Themen, abwechselnd in Französisch und Englisch. Für afrikanische Verhältnisse gehen wir sehr spät ins Bett. 🤪
Teil 2012. Feb. 2018
Fazit Limpopo River Lodge
Ich bin via Google Maps auf "Wild at Tuli" (http://wildattuli.com/) aufmerksam geworden, da ich eine Alternative zum hochpreisigen Mashatu Camp im Tuli Block gesucht habe. Die Buchung machte ich per E-Mail direkt bei Judi, was sehr unkompliziert ablief. Die Unterkunft selber heisst dann "Limpopo River Lodge", was etwas verwirrend ist (mittlerweile wird es auf der Homepage so erwähnt). Die Lodge liegt direkt am Limpopo River (und entspricht somit vollumfänglich dem Namen 😉 ) und bietet Chalets (unsere Wahl, siehe Fotos) oder Doppel-Bungalows mit gemeinsamem Badezimmer. Gegessen und gekocht wird bei gebuchter Vollverpflegung entweder direkt im jeweiligen Chalet oder - bei vielen Gästen - für alle zusammen am gemeinsamen Tisch bei den Bungalows. Ansonsten kann man sich auch selber verpflegen. Es gibt einen Pool mit Liegen, ebenfalls direkt am Fluss. Game-Drives macht man entweder selber oder mit Guide (wenn vorgängig angemeldet). Etwas weiter östlich der Lodge wird ausserdem ein kleiner Campingplatz betrieben. Alle Plätze liegen traumhaft unter den grossen Bäumen am Fluss und verfügen über Private Ablutions. Dort hätte es uns auch gefallen! Eine unbedingte Empfehlung für Camping-Freunde! Tiermässig kann man entweder Glück oder Pech haben - wir hatten dieses Mal beides ein bisschen 🤪 Aber allein schon wegen der Gastgeberin würden wir immer wieder hierher kommen. 😘
Samstag: Heute wollten wir ganz früh am Morgen zu einer ersten Wanderung starten. Allerdings geht aufstehen, ins Auto sitzen und losfahren wesentlich schneller als passende Kleider und Schuhe anziehen, Rucksack packen, Wasser abfüllen und alles inkl. Kameras gerecht auf die Schultern verteilen. 😗 So verlieren wir einige Zeit und kommen erst um 6.30 Uhr los. Unsere Wahl für heute ist der Vulture Cliffs Trail. Gemäss Karte sollten wir also um ca. 9 Uhr zurück sein.
Kurz danach stolpern wir über diese Baby-Schlange. Sie liegt mitten auf dem Weg, keine 50cm von unseren Schuhen weg und verschwindet dann langsam im Gras. Lukas meint später, dass es eine kleine Puffotter war 🤩
Bei den Klippen angekommen, sehen wir zwar keine Geier, aber die Aussicht ist echt atemberaubend (vielleicht liegt es auch an unserer Kondition *keuch* 😗 ). Hier gibt es eine kleine Stärkung, bevor wir uns auf den Rückweg machen.
Der Weg zieht sich und es ist brüllend heiss. Angesichts unserer fast leeren Wasserflaschen sollten wir langsam ans Ziel kommen. 😣 Doch irgendwie sind wir in der Region Rock Pool vom Weg abgekommen. Wir laufen zwar auf einem Pfad, finden aber keine Markierungen mehr. Wir haben keine Ahnung, wie weit wir vom Village entfernt sind und laufen einfach nach Gefühl – hinter den nächsten Bäumen wird die Reception sicher gleich auftauchen… 😗 Das tut sie dann irgendwann auch. Völlig erledigt hängen wir uns an die Wasserflaschen, springen unter die Dusche und nach einem ausgiebigen Frühstück setzen wir uns in die Liegestühle und kühlen die Füsse im Pool. Morgens um halb 10 ist es definitiv zu heiss um zu wandern! 😵 In dieser Position bleiben wir mehr oder weniger den ganzen Tag, unterbrochen von einem kurzen Besuch im Restaurant für ein kühles Getränk.
(Der Fokus ist hier völlig misslungen, aber das Bild gefällt mir trotzdem ganz gut)
Als es gegen Abend etwas „kühler“ wird, gehen wir zu Fuss auf Pirsch.
Wir können zwei der "grossen, grauen Tiere", eine Mutter mit ihrem Halbwüchsigen, aus etwa 50m Entfernung beobachten. Auch als wir langsam hinter der Deckung (Büsche) hervortreten und weiterlaufen, bleiben sie ruhig und grasen weiter. Ein sehr schönes Erlebnis!
Monsieur Girafe hat die Familienplanung noch nicht abgeschlossen… 🤪
Abends geniessen wir ein selbstgekochtes Dinner auf unserer Terrasse und erhalten dabei Besuch von mehreren Fröschen, die unseren Pool auch toll finden.
...und Mäthu findet noch diese nette Spinne in seinem Koffer, die aber in Wirklichkeit nur etwa 1cm gross war 😄
Teil 2213. Feb. 2018
Sonntag: Heute sind wir schon routinierter und bereits kurz nach 4.45 Uhr startklar. 😛 Wir sind tatsächlich über dem Nebelmeer!
Diesmal folgen wir dem Kudu-Trail, der etwas kürzer ist. Wie wir feststellen, ist er dafür um einiges steiler! 😣 Mäthu hat Mühe, seine Körpertemperatur bei dieser seit Tagen andauernden Hitze zu regulieren und leidet unter Kopfschmerzen. Mit Mühe kämpft er sich den Berg hoch und die Lust am Fotografieren ist ihm vergangen. Die Aussicht ist auch hier toll, auch wenn nur ich sie geniessen kann.
Diesmal finden wir problemlos zum Village zurück, da wir uns besser auf die Markierungen konzentrieren. Generell würde ich behaupten, dass die angegebenen Wanderzeiten der Trails etwas knapp gerechnet sind.
Nach der Rückkehr setzen wir uns direkt ins Restaurant, ich trinke einen Kaffee und Mäthu was Kaltes und wir beobachten, wie die Leshiba-Pferde ihren freien Tag geniessen (da sie frisch geimpft wurden, konnten während unserer Anwesenheit keine Ausritte unternommen werden).
Den Rest vom Tag verbringen wir wieder im Schatten und am Pool, ausserdem habe ich die Musse, zwei Armbänder aus den angebotenen Utensilien beim Restaurant zu basteln. Danach bleibt genug Zeit, im Internet nach einer Unterkunft für die letzte Nacht zu suchen. Da das andere Schweizer Paar abgereist ist, sind wir nun ganz alleine in der Lodge.
Lesser Striped Swallow
Leider stellt sich heraus, dass wir nicht genug Wassergallonen mitgenommen haben, denn am Nachmittag geht uns das Trinkwasser aus. 😣 In der Honesty-Bar des Restaurants gibt es nur kleine 5 dl-Flaschen und so produzieren wir bis zu unserer Abreise am nächsten Tag ungewollt ziemlich viel unnötigen Plastikmüll. 🙁
Besuch am Pool
Gegen Abend laufen wir wieder los. Es ist herrlich, nach der vielen Fahrerei das Auto ein paar Tage stehen zu lassen und zu Fuss durch den roten Sand zu laufen.
Die "Kleine" ist 2-3 Wochen alt, aber schon riesig 😄
Nach dem Abendessen sitzen wir noch etwas am Feuer und geniessen die friedliche Stimmung. Morgen verlassen wir dieses Paradies und gehen zurück zu den Menschen. 😐
Teil 2317. Feb. 2018
Montag, 8. Januar 2018 Zurück ins Getümmel
Mäthu hat heute keine Lust mehr zum wandern, die Hitze ist einfach nicht sein’s! 😵 Also frühstücken wir gemütlich, geniessen die Aussicht von unserer Terrasse und packen langsam unsere Sachen zusammen. Im Souvenirshop kaufen wir noch eine Kleinigkeit, bezahlen dann die Getränke an der Reception und verabschieden uns vom Team inkl. Katze Christmas. 😘 Im Garten der Lodge besuchen wir das Nest von Familie Paradise Flycatcher, aber die Eltern lassen sich nicht blicken. Nur der Junior streckt zum Abschied den Kopf aus dem Nest.
Dann fahren wir die Rumpelpiste zurück auf die Hauptstrasse. Auch Baby Giraffe verabschiedet sich nett von uns.
Fazit Leshiba Wilderness Lodge Leshiba wurde mir von mehreren FoMis empfohlen und nach den 3 Tagen sind auch wir restlos überzeugt! Leshiba ist einfach ein kleines Paradies! Gerne wären wir etwas „aktiver“ gewesen, es hätte noch viel zu entdecken und zu tun gegeben, aber infolge der Hitze war ab 9.30 Uhr einfach nur noch Ruhe im Schatten angesagt.
Die Fahrt auf der R521 Richtung Polokwane verläuft ereignislos, bald erreichen wir die Stadt und stecken sofort in dichtem Verkehr fest. 😣 Es ist mühsam und wir sind froh, dass wir nicht bis zum Flughafen durchfahren müssen. Nach etwa 4 Stunden erreichen wir schliesslich das Dinokeng Game Reserve, wo wir in der Tshikwalo Lodge einen Bungalow für 2 Nächte gebucht haben. Da unser Flug am nächsten Tag erst am Abend geht, können wir so noch den ganzen Tag im Game Reserve verbringen und vor der Fahrt zum Flughafen noch duschen.
Das Dinokeng Game Reserve ist ein Zusammenschluss von verschiedenen privaten Landbesitzern, die auf dem Gebiet seit der Eröffnung 2011 mehrere Lodges, Picknickplätze, Restaurants und eine kleine Safari Mall betreiben. Nebst vielen anderen Tieren findet man hier auch die Big Five - ein ideales Naherholungsgebiet für die Grosstädter und auch super als erster oder letzter Stop nach/vor dem Flughafen, da nur eine Stunde von Jo’burg entfernt.
Nach dem Einchecken gehen wir ins Restaurant, wo wir eine Kleinigkeit essen und dabei den Warzenschweinen beim Baden zuschauen.
Da es im kleinen Kiosk bei der Reception nur Süssgetränke zu kaufen gibt, fahren wir später noch kurz zur Safari Mall (was eine ziemliche Übertreibung ist). Es gibt dort mehrere Läden (Metzger, Liquor Shop, Futtermittelhändler), aber der Supermarkt bietet in etwa die gleiche Auswahl wie ein Shop auf einem europäischen Campingplatz. Sparkling Water haben sie jedenfalls nicht. 😵 Da es auf dem Weg liegt, frage ich im Kingfisher Restaurant nach, und erhalte dort tatsächlich das gewünschte Wasser zum Mitnehmen. Mäthu inspiziert derweil den schönen Tümpel neben dem Restaurant, vielleicht hat’s ja ein Hippo drin? 🤪
Zurück in der Lodge kochen wir aus unserem Restbestand ein Abendessen und erhalten dabei Besuch von der hier ansässigen Nyala-Familie. Nach einen Verdauungsspaziergang durch das Lodge-Gelände geht’s ab in die Heya. Schliesslich müssen wir morgen nochmal zu afrikanischen Zeiten aufstehen. 😄
Teil 2417. Feb. 2018
Dienstag, 9. Januar 2018 Tiere bis zum Schluss
Die Nacht war eher mühsam, denn hier wurden wir erstmals so richtig von Mücken geplagt! 😈 Da diese Region kein Malaria-Risikogebiet ist, hatte ich unser Netz nicht nochmal montiert und so wurden wir ziemlich verstochen.
Wie geplant fahren wir zur Gate-Öffnung um 6 Uhr los. Scheinbar sind wir die einzigen Frühaufsteher, denn auf dem Campingplatz ist noch alles ruhig. Zuerst kurven wir ein bisschen in der näheren Region herum und sind überrascht, wie viele Tiere unterwegs sind. Gnus, Impalas, Zebras, Elands und Blesböcke geniessen die grünen Triebe.
Wir beobachten zwei jugendliche Gnus beim kämpfen und wie der Schiri dazwischen geht: https://vimeo.com/256215568
Später nehmen wir die D1333 am Rande des Reserves und fahren zum Wilderness Way Entrance Gate. Der Pförtner meint, man hätte hier kürzlich eine Geparden-Familie sowie Löwen gesichtet. Bald treffen wir diese 4
Am Bird-Hide entdecken wir einen Schwarm Blutschnabelweber, leider gelingt kein Foto. Auf dem Holz vor mir sitzt eine Art Wespe, während ich mit dem Feldstecher die Gegend ablinse. Als ich mich wieder aufsetze, verspüre ich einen stromschlag-ähnlichen, stechenden Schmerz in meinem Unterarm. Oh nein, das war wohl die Wespe! 😈 Nach einer Weile wird der Schmerz weniger und wir fahren weiter. Da im Camp eh die Südafrikaner den Pool besetzen, haben wir keine Eile und wir fahren noch eine Zusatzschlaufe. In diesem Gebiet ist es noch viel grüner und wir finden wunderschöne, blühende Wiesen.
Als wir nach 8 (!) Stunden im Auto im Camp zurück sind, haben wir leider immer noch keine Geparden und Löwen gefunden (aber die Motivation zum Suchen blieb bis zum Schluss ungebrochen 😄 ).
Unterwegs haben wir festgestellt, dass unser Schloss für die Hintertür des Autos fehlt. Wir hatten es wohl gestern auf das Dach gelegt und waren am Morgen versehentlich mit dem Ding auf dem Dach losgefahren. 😗 Nun müssen wir uns auf Schloss-Suche machen, denn vermutlich ist das Teil in den ersten Kurven im Camp runtergerutscht. Doch das Schloss ist unauffindbar, auch das Nachfragen in der Reception und bei den Gärtnern bringt nichts. Unser Autovermieter wird sich freuen! 🤢 Nebst dem kaputten Reifen (der provisorisch Geflickte an der Hecktüre ist längst wieder platt) und dem verlorenen Schloss haben wir nämlich im Tuli Block mit einem in die Strasse hängenden Ast eine riesige Delle über die ganze Seite des Autos, inkl. zersplittertem Rücklicht eingefahren. 😵 Vorsorglich fülle ich schon mal die Schadenmeldung aus. Zum Glück haben wir eine entsprechende Versicherung abgeschlossen.
Nach einer Dusche und einen kleinen Snack bleibt immer noch Zeit für eine kurze Augenpflege (Mäthu) und eine Lesepause. Die Müdigkeit will ich mir fürs Flugzeug aufsparen. 😗 Kurz nach 16 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Johannesburg.
Fazit Tshikwalo Lodge Die Tshikwalo Lodge bietet ein paar kleine, neu renovierte Bungalows zu einem günstigen Preis (ca. € 35.- pPN), einen Campingplatz, ein Restaurant mit nettem Ausblick auf ein Wasserloch und einen Konferenzzentrum. Während unserer Anwesenheit war hauptsächlich der Campingplatz in Betrieb, allerdings sassen die Südafrikaner den ganzen Tag im Pool und vor ihren Wohnmobilen, so dass wir im Park fast allein unterwegs waren.
Ein Gewitter braut sich zusammen. Huh… da müssen wir nachher durchfliegen. 😣
Dann fängt es an zu giessen wie aus Kübeln. Dabei geraten wir auch noch mitten in den Feierabendverkehr von Pretoria. Mäthu wird wieder mal nervös und ich versuche trotzdem ruhig zu bleiben – gereicht hat es bisher noch immer! 😗 Kurz vor dem Ziel wird noch der Tank aufgefüllt und die Dame von der Zapfsäule möchte in unserem Koffer mitgenommen werden. 😕 Wir versuchen ihr zu erklären, dass in Europa auch nicht alles super ist. Für detaillierte Infos haben wir aber keine Zeit, stattdessen geben wir ihr ein Trinkgeld und fahren weiter. 🤪
Die richtige Einfahrt zum Flughafen finden wir problemlos, trotzdem will uns ein Arbeiter beim Eingang den Weg zu Britz zeigen und setzt sich kurzerhand neben mich in unser Auto! Kurz vor dem Ziel will er wieder aussteigen und bittet um Trinkgeld für seine „Hilfe“. Wir geben ihm die paar übrigen Münzen und fahren schnell weiter. Ist das eine neue Masche hier?? 🙄
Der Mitarbeiter von Britz ist beeindruckt, dass ich das Schadenformular schon ausgefüllt habe. Das Auto schaut er sich nur kurz an, und damit ist die Sache für uns erledigt. Später wird uns eine Schadenbearbeitungsgebühr von 500 Rand belastet, den Rest übernimmt die Versicherung.
Die leidige Prozedur am Flughafen verläuft diesmal überraschend flüssig und schnell ab. Das Fingerprint-Theater von letztem Jahr findet diesmal nicht statt und so geht die Passkontrolle nach dem Scanner viel schneller voran. Danach will ich kurz in einen Souvenirshop während Mäthu noch etwas essen will, dann folgt noch ein Toilettengang und schon können wir boarden.
Unsere Mitreisenden waren alle angenehm und ruhig, trotz Kleinkindern in der Reihe vor uns. Der Flug selber, wie könnte es anders sein, war relativ bumpy. 😗 Doch irgendwann geht alles zu Ende und wir landen im kalten Zürich. Dort folgt noch kurz das obligate Croissant mit Cappuccino, bevor wir unser Auto suchen 😕 und uns auf den Heimweg machen. Wie immer erwarten uns zuhause freudig unser Mini-Löwe Nougat und Black-Leopard Mio. Um sicher zu gehen, dass wir nicht wieder ohne ihn verreisen, sichert sich Nougat schon mal einen Platz im Gepäck. 🤩
Das war unsere Afrika-Reise 2017/18! Herzlichen Dank an alle lesenden Mitfahrer, Dankebutton-Drücker und Kommentarschreiber! Es hat Spass gemacht mit euch! 😘
Liebe Grüsse, Karin
Teil 2518. Feb. 2018
Fazit Reisezeit Weihnachten/Neujahr Mehrmals haben wir gelesen, dass über die Feiertage in Südafrika alles voll ist wegen den Ferien der Einheimischen. Allen Unkenrufen zum Trotz haben wir aber kaum mehr Touristen getroffen als sonst; in gewissen Gebieten waren wir sogar fast allein. Dies lag daran, dass die einheimischen Touris der Hitze entfliehen und ans Wasser reisen, während wir das Gegenteil gemacht haben. 😗 Bemerkenswert war auch, dass wir diesmal nur 1x deutschsprachige Touris getroffen haben (an der Punda Maria Reception).
Malariaprophylaxe Ja oder Nein? Wir sind dieses Jahr zum ersten Mal in ein Malaria-Risikogebiet zu einer Risiko-Zeit (Regenzeit) gereist. Da zu diesem Thema hier im Forum immer wieder Fragen auftauchen, möchten wir unsere Überlegungen bezüglich Malariaprophylaxe hier festhalten - vielleicht hilft es jemandem bei der Entscheidung.
Wir haben uns - nebst der Angst vor möglichen Nebenwirkungen - aus folgenden Gründen gegen eine Prophylaxe (und auch gegen die Mitnahme eines Notfallmedikaments) entschieden:
- Es gibt verschiedene Malaria-Arten. Das in den meisten Fällen als Prophylaxe abgegebene Medikament „Malarone“ wirkt nur gegen Malaria Tropica. Man hat also auch mit Tabletten keine 100%ige Sicherheit - vor Mückenstichen schützen sollte man sich deshalb so oder so (Ergänzender Hinweis von sphinx: "Malarone hat zwar "nur" die Zulassung für Plasmodium falciparum, das heißt aber nicht, dass Malarone nicht gegen die anderen Erreger wirkt! Es wird in der Tat zur Behandlung anderer Malariaerreger (off-label) eingesetzt.")
- Bei den ersten Anzeichen von Malaria sollte man in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Wer vorher selber „herumdoktert“ und möglicherweise falsche Medikamente einnimmt, erschwert dem Arzt eine genaue Diagnose und die richtige Behandlung
- Unser Reisegebiet war nicht extrem „abseits der Welt“. Im Notfall hätten wir jederzeit innert wenigen Stunden einen Arzt erreichen können.
- Eine Malaria-Mücke fliegt keine riesigen Strecken. Um den Erreger an ein Opfer weiterzugeben, braucht es also einen Malaria-Kranken in nächster Umgebung. Will heissen, wo es nicht viele Menschen gibt, ist das Risiko kleiner
Unser Eindruck ist, dass die europäischen Ärzte ein bisschen Panik verbreiten (die Tabletten sind ja auch ziemlich teuer – ein Schelm wer Böses denkt 😗 ) und ungenügend informieren (sie wissen es vielleicht selber nicht besser).
Vor Ort haben wir uns also jeweils ab der Dämmerung langärmlige Shirts und lange Hosen angezogen und darüber noch Moskitospray gesprüht.2-3 Stiche an den Händen konnten wir so auch nicht verhindern, aber bisher blieb es ohne Konsequenzen.
Bitte beachten: Dies ist meine subjektive Meinung und ich will niemanden davon abhalten, Tabletten zu schlucken. In einer anderen Region würden wir uns nach Abwägung der Risiken vielleicht anders entscheiden.
Nachtrag: Bereits während dem Rückflug hat mein „Wespen“-Stich ganz furchtbar angefangen zu jucken. Am nächsten Tag hatte ich eine ganz komische rote Zeichnung auf dem Unterarm, es sah etwa so aus
Am Tag darauf war mein rechter Unterarm doppelt so dick wie der Linke. 😣
Merke: Wespen fliegen tagsüber und halten sich nicht an die Regeln für Moskitos! 😄
Ab dem dritten Tag ging die Schwellung zurück und der Arm erholte sich wieder.
So, und mit diesem Post ist der Reisebericht definitiv abgeschlossen. Ich hoffe, es waren ein paar nützliche und/oder unterhaltsame Infos dabei. Ob es dieses Jahr von uns einen weiteren Reisebericht aus Afrika geben wird, wird sich zeigen... 😗 😉