2017 Fuchs du hast den Sack gestohlen/ZigZag ins Kaoko
von casimodo · Sept. – Okt. 2017 · 27 Tage · Selbstfahrer · 49 Teile
Über diesen Reisebericht
Von der stillen Weite des Namib-Naukluft-Randes bei Wüstenquell geht es über die Spitzkoppe, wo uns ein Guide zu versteckten Buschmann-Felszeichnungen führt, weiter in den Etosha-Nationalpark. Dort erleben wir im September 2017 an mehreren Wasserlöchern dichte Tierkonzentrationen: eine Löwin, die eine ganze Tierherde am Wasserloch teilt, einen Leoparden mitten auf der Straße und neun Löwen direkt vor unserem Chalet in Dolomite.
Ab Hoada reisen wir gemeinsam mit einem befreundeten Paar im zweiten Fahrzeug weiter ins Kaokoveld: durch den sandigen Hoanib mit Wüstenelefanten und einem Sandsturm, zu Erdmännchen am Tsuxub und durch den engen Purros-Canyon. Zwei Nächte campen wir wild im Ganamub und im Sawurogab, wo ein Kapfuchs hartnäckig an unserem Müllsack zerrt. Bei Etaambura besuchen wir mit einem lokalen Guide ein Himba-Dorf. Auf der Weiterfahrt nach Opuwo verfahren wir uns nach Navi und müssen eine rund 50 Kilometer lange, extrem steinige Verbindungsstrecke nehmen, für die wir allein drei Stunden brauchen.
Auf dem Rückweg übernachten wir noch in einem ungewöhnlichen, offen in den Fels gebauten Haus bei Kamanjab und in einer großzügig gelegenen, aber unpersönlich geführten Lodge am Waterberg. Im Rückblick bleibt aber der gemeinsame Kaokoteil mit seinen Lagerfeuerabenden und der entspannten Fahrerei zu zweit im Konvoi das größte Erlebnis dieser Reise.
Diese Zusammenfassung wurde automatisch erstellt und vom Autor freigegeben.
Teil 120. Okt. 2017
Einen wunderschönen guten Morgen aus der S Bahn zur Arbeit. Da uns eben gerade der Reiseberichttitel eingefallen ist, der auch von der Buchstabenzahl her passt, war es der perfekte Moment für den Start.
Ich habe das glaube ich schonmal geschrieben und dann anders gemacht. Aber diesmal werde ich nochmals versuchen, etwas weniger Bilder einzustellen und mich auf das Wesentliche zu beschränken. Auf jeden Fall wird es keine lange Pause geben und es geht am Wochenende richtig los.
vorab: Wir hatten eine sehr abwechslungsreiche und fast perfekte Reise. Erstmals haben wir zwischendurch das Dachzelt genutzt.
9000 Bilder sind grob reduziert und noch nicht bearbeitet. Wir haben diesmal in Jpeg fotografiert....... Mal schauen.
Viele Grüsse und ich freue mich auf die Abfahrt Casimodo
Teil 221. Okt. 2017
Fuchs du hast den Sack gestohlen/ZigZag ins Kaoko
Route Namibia/Kaoko 08.09.2017 bis 04.10.2017
die Sonne ist natürlich wieder aktiviert
Karte von Garmin / Base Camp
08.09.2017 Flug Frankfurt-Windhoek mit Air Namibia 09.09.2017 Ti Melen / Windhoek 10.09.2017 Wüstenquell Red Rock Selbstversorger-Chalet 11.09.2017 Wüstenquell Red Rock Selbstversorger-Chalet 12.09.2017 Wüstenquell Red Rock Selbstversorger-Chalet 13.09.2017 Spitzkoppe Community Camp Site Nr. 11A 14.09.2017 Spitzkoppe Community Camp Site Nr. 11A 15.09.2017 Vingerklip Lodge Honeymoon Chalet (zumindest geplant !!!) 16.09.2017 Okaukuejo Waterhole Chalet Nr 2 17.09.2017 Onguma Tamboti Campsite 18.09.2017 Halali Chalet Nr. 14 19.09.2017 Okaukuejo Chalet Nr. 31 20.09.2017 Dolomite View-Chalet Nr. 13 21.09.2017 Dolomite View-Chalet Nr. 13 22.09.2017 Grootberg Lodge Chalet Nr. 13 ( gute Empfehlung vom Bayern Schorsch) 23.09.2017 Hoada Campground (Zusammentreffen mit Franzicke und dem Ranger) 24.09.2017 wild Campen Einfahrt Einfahrt Hoanib in den Ganamub 25.09.2017 wild Campen Einfahrt Einfahrt Hoanib in den Sawurogab 26.09.2017 Puros Community Camp Site 27.09.2017 Etaambura Chalet Nr. 2 28.09.2017 Etaambura Chalet Nr. 2 29.09.2017 Opuwo Country Lodge Camping geplant / auf Chalet umgebucht 30.09.2017 Onjonjewe Lodge / Filmhouse - Kamanjab 01.10.2017 Waterberg Wilderness Valley Lodge gebucht / tatsächlich Plateau Lodge Chalet Nr. 3 02.10.2017 Waterberg Wilderness Valley Lodge gebucht / tatsächlich Plateau Lodge Chalet Nr. 3 03.10.2017 Flug Windhoek-Frankfurt mit Air Namibia 04.10.2017 Ankunft Frankfurt
Soderle. Auf die ganzen netten Kommentar antworte ich später am Tag. Das hat mich echt motiviert 😎 Lieben Dank Hier kommt schon einmal die Reiseroute.
Ich freue mich auf den Start. Alllerdings haben wir immer noch mit den Bildern zu kämpfen.
Bis später Casimodo
Teil 321. Okt. 2017
08.09.2017 und 09.09.2017 Flug und Ankunft in Windhoek / Ti Melen
Nach erfolgtem Umzug, Freizeitstress und heftigem Arbeitsaufkommen im Job sitzen wir um 16:15 Uhr im Taxi zum Frankfurter Flughafen. Die Sitzplatzreservierung bei Air Namibia und der Online Check hatten nicht funktioniert. Und so ergattern wir am Airport bei einer unmotivierten Dame aus Ghana nur noch zwei Plätze in der Mitte des A330, dafür aber in Reihe 12. Der Flug startet sehr pünktlich und ist unspektakulär. Unser Bordentertainment geht nicht. Die Durchsage meint „ Our Onboard Entertainment System is a little bit naughty today“. Sie meinte wohl: „ Es ist a little bit schrottig all the year!!“ Egal, der Flug geht rum. Und so steigen wir um kurz nach 6 auf dem Vorfeld von Hosea Kutako aus.
Wegen des neuen Immigration Systems wollen wir so schnell wie möglich raus. Und so schaffen wir es bis zur Immigration unter den Top 10 des Flugzeugs zu sein 😉
Der neue Fingerprint Scan dauert schon seine Zeit und die letzten Fluggäste dürften einige Zeit gewartet haben. Ich möchte gar nicht wissen, wie es den Fluggästen der kurz hinter uns gelandeten Condor ergangen ist.
Wir sind fluchs durch den Zoll und warten dafür lange auf unsere zweite Reisetasche. Draußen steht unser Abholer von Savanna und wartet geduldig, bis wir unser Geld und die MTC Karte geholt haben.
Die Autoübergabe bei Savanna ist sehr professionell und vor allem sehr nett.
Der silberne Hilux hat zwar 97.000 Kilometer auf dem Buckel, macht aber einen gut gewarteten Eindruck. Die hinteren Reifen sind so gut wie neu und die vorderen OK. Er hat die Expeditionsausstattung mit Winch, höherer Bodenfreiheit etc.....
Auf dem Hof begutachten wir wir noch einen durch einen Überschlag stark beschädigten Hilux. Ein heilsamer Anblick, der zur Vorsicht mahnt.
Ein kurzes Telefonat mit Wolfgang vom Klein Windhoek Schlachthaus dirigiert das bestellte Fleisch in die Unterkunft Ti Melen, wo wir bereits um 09:00 Uhr ankommen und sogar schon ein Zimmer beziehen können.
Aufenthaltsraum
Sofort fallen uns eine Vielzahl von Rosy-faced Parrots auf.
Von denen haben wir bisher kein gescheites Foto ! Das sollte sich später im Urlaub nac hhaltig ändern !
Unser Zimmer ist im Erdgeschoss. Es ist groß und gemütlich.
Gegen 10:00 kommt das Fleisch, das Platz in der Minibar des Zimmers findet.
Zeit für uns, zum nahen Embassy Bottle Store zu fahren. Samantha erkennt uns noch. Ein sehr netter und gut aussehender Farbiger erfüllt uns all unsere Getränkewünsche. Die Weinauswahl erschlägt uns. Produkte von mehreren südafrikanischen und einem namibianischen Weingut wandern in unseren Bushcamper. Sehr nett und stresslos wieder. 3.500 Rand bleiben dort und ein dickes Dankeschön.
Dann geht es in den Superspar an der Mareua Mall. Obwohl am heutigen Samstag die Hölle los ist, finden wir einen guten Parkplatz mit einem vertrauenswürdig aussehendem Wächter. Der Einkauf ist wie immer etwas stressig, da der Supermarkt riesig ist. Er gefällt uns aber besser als der Checkers in der Mall.
Als wir ziemlich geschafft unser Auto einpacken, stehen plötzlich zwei freudig strahlende Menschen vor uns die sagen „die legendären Casimodos!“.......... Wir schauen glaube ich ziemlich blöd aus der Wäsche. Es ist Chrisanna8 und ihr Mann, die wohl alle unsere Reiseberichte kennen. Sie sind vor einem Jahr nach Windhoek ausgewandert, wussten dass wir heute einkaufen und sind extra entgegen ihrer sonstigen Gewohnheiten in den Superspar gefahren, um uns eventuell treffen zu können. Eine irre Geschichte. Leider waren wir so geschafft, dass wir die spontane Einladung zur Geburtstagsfeier ausschlagen mussten. Wir wären wohl im Stehen eingeschlafen. Gefreut haben wir uns sehr. Vielen Dank noch einmal und bis irgendwann mal ! Sie empfehlen uns die Stellenbosch Wine Bar für einen Lunch und wir fahren direkt dort hin ...... und sind begeistert !
Satt und müde geht es zurück nach Ti Melen, wo wir uns erst einmal bis gegen 18:00 Uhr aufs Ohr legen. Gegen 18:30 Uhr steht ein kleiner farbiger Junge vor Kerstin im Zimmer. Er sagt vorwurfsvoll: „your dinner is ready since 6 o clock!“. Oje.... Also blitzschnell angezogen und hoch. Die sehr nette Dame entschuldigt sich. Erst um 7 sei das Dinner fertig.
Und so nehmen wir mit einem Savanna am Pool Platz, beobachten die Rosenköpfchen und unterhalten uns mit den deutschen Eltern eines kleinen Mädchens. Der Sohn der Köchin ist goldig, aber mit der Zeit etwas nervig. Er hat ständig ein Smartphone mit Musik und Spielen an. Das Essen ist Hausmannskost und OK. Und so gehen wir früh und wieder müde zu Bett und freuen uns auf Wüstenquell.
Teil 422. Okt. 2017
10.09.2017 Ti Melen nach Wüstenquell
Da ich schon vor dem Wecker ausgeschlafen habe, begebe ich mich auf Vogelpirsch im Vorgarten. An einem Mast direkt vor mir sitzt ein Bearded Woodpecker, nein zwei. (ohne Bild)
Ach wie schön. Für kurze Zeit gesellt sich noch ein Purple Roller zu den beiden und auch die Rosy-faced Lovebirds gehen ihren Geschäften nach.
Zufrieden geht es zum Frühstück, wo der kleine Junge uns wieder mit dem Smartphone beschallt. Und so packen wir guter Stimmung und voller Tatendrang unser Auto und besuchen nochmal kurz den Superspar.
Mit frischem Brot und nach Besuch einer Tankstelle mit 130 Liter Sprit mehr im Tank geht es bei sehr diesigem und heißen Wetter in Richtung Wüstenquell.
Über Spotify hören wir unsere Afrika Musik Sammlung und die Heimat ist auch gedanklich schon ganz weit weg.
Trotz einiger Baustellen kommen wir gut voran und erinnern uns an unseren ersten Urlaub 2002, wo noch kaum Autos unterwegs waren.
In Karibib biegen wir nach Süden ab und nehmen etwas später die D1952.
Die Landschaft begeistert uns.
Schöne Berge und trockene Weite. Immer mal wieder ein Farmgatter. Lauter eye candies.
Je weiter wir fahren, umso karger wird die Landschaft.
In der Gegend des Sphinxberges machen wir etliche Fotostops.
So langsam steigt Euphorie in uns auf. Aaafrika ! Aaafrika ! Wir sind wieder da.....
Dann erreichen wir den Wegweiser, an dem es in Richtung Wüstenquell abgeht.
Noch 20 Kilometer durch mehrere Nachbarfarmen.
Hier wächst fast kein Grashalm mehr.
Die Vorfreude steigt, bis wir schließlich am Farmhaus in Wüstenquell anhalten. Nach einiger Zeit finden wir eine Angestellte,, die uns den Weg zu unserem Red Rock Chalet erklärt.
So langsam können wir erahnen, wo es liegt. An etlichen Stellen fahren wir an schönen Steinformationen vorbei. Dann erkennen das Nachbarchalet. Es geht ein kleines Stück steil und eng einen felsigen Weg hoch, dann nocheinmal runter und wir stehen inzwischen von Felsen vor unserem Heim für die nächsten drei Tage.
Die Aussicht ist der Hammer.
Das Chalet ist so richtig nach unserem Geschmack !
Wir räumen die Sachen aus installieren uns. Mitten im Raum ist eine dieser hier typischen Felsen integriert. Die Küchenausstattung ist einfach aber OK.
Die Feuerstelle, das Spülbecken, Toilette und Dusche sind neben bzw. hinter dem Haus im Freien.
Zum Sonnenuntergang geht es einige Schritte die Felsen hoch
und wir stehen ganz alleine vor einem wahnsinnig schönen Panorama. Ein Out of Africa Blick vom Feinsten.
Links von uns der Namib Naukluft Park und eine Bergkette.
Und vor uns geht die Sonne glutrot unter !
Da das andere Chalet nicht belegt ist, statten wir ihm einen kurzen Besuch ab.
Der Braaiplatz ist schon einzigartig !
Mit einem seligen Grinsen und tiefer Zufriedenheit verlassen wir die Szenerie und widmen uns dem Braii.
Die Boerewors mit einem griechischen Salat schmeckt ganz köstlich. Bei einem Rupert & Rothschild Optima präsentiert sich der anfangs perfekte Sternenhimmel, der aber langsam durch aufziehenden Dunst und unsere Müdigkeit an Pracht verliert. Gute Nacht Namibia, wir freuen uns auf Dich !
Teil 526. Okt. 2017
11.09.2017 ganzer Tag Wüstenquell
Gegen halb sieben mache ich die Augen auf und schaue aus dem Fenster.
Der Anblick ist out of Africa zu 100%.
In der Ferne kann ich eine große Bodennebelwand erkennen !
In der Wüste !
Von Swakop kennen wir das ja. Hier ergibt sich eine total abgefahrene Stimmung !
Also laufen wir mit frisch gebrautem Kaffee und Keksen einige Meter hoch auf den Felsen. Die Schönheit und Stille raubt uns den Atem !
Wir sind hier ganz alleine, knipsen uns dämlich und können unser Glück kaum fassen. Zwei Stunden lang saugen wir die Ruhe in uns auf !
Die Farbenverändern sich immer weiter und gaaanz langsam verzieht sich der Nebel.
Um 9:00 Uhr gibt es Frühstück und schon jetzt ist es ein perfekter Tag.
Bis gegen 15:00 Uhr sitzen wir einfach da und schauen was um uns herum so passiert oder nicht passiert.
Dann fahren wir mit dem Auto zum Haupthaus, trinken eine Cola und setzen uns an den Pool. Touris sind keine da.
Etwas später fahren wir in einem großen Bogen übers Farmgelände zum Adlerfelsen.
Die Gesteinsformationen kommen uns vor, wie aus einem Fantasyfilm.
So etwas haben wir noch nie gesehen. Und warum dürfen wir hier alleine sein ? Was für ein Geschenk !
Die Hitze nehmen wir gerne in Kauf. So langsam färben sich die Felsen in den Abendfarben.
Leider hatte ich die Schnapsidee, diesmal in JPEG fotografieren zu wollen.
Ein Teil der Bilder hat nun leider eine doofe Farbe, die ich auch mit Lightroom nicht so ganz zufriedenstellend wegbekommen habe. So ein Mist !
Zwischendurch machen wir noch einen kurzen Abstecher zum nahen Zebra-Haus.
Überglücklich und voller Euphorie wandert das eingelegte Fleisch auf den Grill.
Die Temperaturen werden auch langsam angenehmer. Bei einer Flasche Iona Sauvignon Blanc zeigt sich so langsam der Sternenhimmel bis uns die Müdigkeit übermannt. Wüstenquell ist ein Traum, das ist sicher !
Teil 627. Okt. 2017
12.09.2017 noch ein ganzer Tag Wüstenquell
Voller Spannung schaue ich nach dem Aufwachen aus dem Fenster.
Den Bodennebel gibt es heute nicht. Wunderschön ist es aber trotzdem.
Wieder machen wir es uns etwas höher bequem, lassen die Blicke schweifen und sind froh, genau jetzt hier sein zu dürfen. Hier oben könnten wir jeden Tag beginnen !
Dann ist es Zeit für ein leckeres Frühstück. Übrigens wandert die whole Salami von Wolfgang (Klein Windhoek Schlachthaus) mit allergrößter Begeisterung auf das Brot. Die schmeckt uns wirklich ausgezeichnet.
Auch heute gibt es wieder Ausruhen und Wohlfühlen !
Gegen 14:00 Uhr schwingen wir uns bei zunehmender Hitze ins Auto und fahren eine Runde über das Farmgelände.
Zuerst inspizieren wir die zwei stillgelegten Campgrounds in der Nähe. Die Plätze sind traumhaft schön. Schade, dass sie derzeit nicht mehr vermietet werden.
Dann geht es weiter über das landschaftlich schöne Lodge-Gelände.
Wir lassen uns Zeit und machen einige Vogel-Pics.
Kudu
Das Zebra Cottage schauen wir uns etwas näher an. Schön eingerichtet mit gutem Fernblick, aber die beiden Cottages in den Bergen gefallen uns besser.
Weiter geht es über die sogenannte Game Viewing Area. Ein Schakal zeigt sich in der Ferne und einige Trappen.
Die eigentliche Sensation ist aber die Weite und die einsame, weite Landschaft.
Wir lassen uns viel Zeit, machen Fotos und fühlen uns sauwohl.
Dann erreichen wir den Moon Rock.
Mit den Kameras bewaffnet machen wir uns in unterschiedliche Richtungen auf Motivsuche.
Es ist schwer zu beschreiben, welch friedliches Glücksgefühl in uns entsteht. Die Felsen bieten einfach eine fast surreale Kulisse. Hier in Europa würden die Reisebusse Schlange stehen. Wir sind wieder ganz alleine.
Auf der Rückfahrt treffen wir noch auf eine Manguste.
Dann schnappen wir uns zwei Savannah und laufen noch eine Runde am anderen Chalet vorbei in die Ebene.
Von hier aus werden noch einige Lichtstimmungen eingefangen.
Dann geht es über die Felsen zurück zum Chalet,
wo wir wieder einen phantastischen Grillabend verbringen.
So langsam verschwenden wir auch einen Gedanken an morgen. Erst Swakopmund und dann Spitzkoppe und unsere erste Campnacht stehen auf dem Programm. Mann, sind wir gespannt.
Teil 729. Okt. 2017
13.09.2017 von Wüstenquell zur Spitzkoppe
Gegen halb acht bietet sich uns folgendes Bild:
Sind wir jetzt in London oder in Namibia ? Mit etwas Wehmut wird Frühstück gemacht. Dann ein paar letzte Bilder, während sich der Bodennebel fast vollständig verzogen hat.
Gegen 09:30 Uhr zahlen wir am Farmhaus unsere Rechnung und erhalten das bestellte Permit für die Fahrt durch den Namib Naukluft Park. Damit schließen wir wieder eine Namibia Lücke.
Bei betongrauem Himmel zeigt uns Namibia heuten den vollen Reiz seiner endlosen Weite.
Hier gibt es sehr viel Gegend, kaum Pflanzen und ganz viel Nichts !
Und genau so etwas gefällt uns gut.
Die Pad ist ganz gut. Dann sehen wir eine Hügelkette.
Auf der anderen Seite bietet sich uns eine unwirtliche Ansicht. Die Wolken hängen in den Bergen.
Nach etlichen Fotostopps sichten wir diese Zebras.
Was machen die hier ? Was fressen sie ? Jedenfalls mögen wir die Bilder eine besonderen Momentes.
Dann kommt eine große Mine und einige Wirtschaftsgebäude in Sicht. Was hier wohl gefördert wird ?
Wir erreichen die ersten Welwitschias. So sehr viel kann ich den Pflanzen nicht abgewinnen. Doch es werden immer mehr. Das hat jetzt doch seinen Reiz. Kerstin steigt aus und läuft etwas herum.
Es geht weiter zur Mondlandschaft.
Mit dem grauen Himmel muss man nicht lange überlegen, warum man diese so genannt hat.
Sehr eindrucksvoll. Und wir sind immer noch alleine.
Mit der Weiterfahrt in Richtung Swakopmund ändert sich das so langsam.
Dann erreichen wir die Teerstraße.
In Swakopmund besuchen wir Lohmeier, wo ich seit 2002 traditionell ein Hemd kaufe. Beim Bezahlen reden wir einige Zeit mit der Eigentümerin. Herr Lohmeier ist letztes Jahr gestorben. Er hatte uns in 2002 von der Umbenennung der Straßennamen erzählt und dass er das Kaiser-Wilhelm-Straße-Schild an seinem Haus nicht freiwillig hergibt. Es hängt immer noch dort.
Im Bojos gibt’s einen Lunch und danach einen kurzen Ladenbummel.
Kerstin geht in den Supermarkt, dann Tanken, kurz zur Jetty und ab in Richtung Spitzkoppe.
So richtig früh werden wir dort nicht ankommen.
Auf der gut ausgebauten Teerstraße bemerken wir den Verkehr. Nicht wirklich schlimm, aber spürbar mehr, als vor vielen Jahren.
Mit etwas Kribbeln im Bauch sehen wir die Spitzkoppe am Horizont auftauchen.
An den Mineralien-Verkäufern fahren wir vorbei und erreichen das Gate zur Community Campsite.
Das ist professioneller, als wir es uns vorgestellt haben. Vor uns hat gerade eine Gruppe aus vier Nissans gehalten und es ist etwas Durcheinander. Kerstin regelt den Papierkram. Ein Permit bekommen wir keines. Mit einem Mann Namens Lazarus machen wir morgen um 10 eine Guided Tour zum little Bushmans Paradise.
Bei der Weiterfahrt sind wir von der Landschaft überwältigt. Dreimal sind wir bereits an der Spitzkoppe vorbei gefahren. Aber der hintere Teil des Camps liegt in einem unwirklich schön aussehenden Kessel zwischen den verschiedenen Ausläufern der Spitzkoppe. Fast alle Campgrounds, die übersichtlich nummeriert sind, sind bereits belegt. Wir kommen an 11A vorbei, die jetzt im Schatten liegt.
Kerstin will sie gleich nehmen. Ich fahre noch eine Runde und denke dann das Gleiche.
Unter einem großen Fels liegt diese Campseite von den Blicken der anderen geschützt in einer Felseinbuchtung.
Uns gefällt die Campsite super gut. Ein Plumpsklo ist nicht weit weg.
Warum ist die übrig geblieben ? Keine Ahnung. Vielleicht wegen des Schattens ?
Kurz nach dem Auspacken, stößt Kerstin einen spitzen Schrei der Begeisterung aus ! Ein einziges passables Foto gelingt ihr vom Star des Tages ! Elephant Shrew, das goldigste Tier der Welt. Mit ihr sollten wir es noch einmal zu tun bekommen.
Wir sind restlos begeistert !
Nachdem wir uns installiert haben, klettern wir von Kaltgetränken begleitet nebenan auf den Felsen und setzen uns hin.
Der Ausblick ist mit das Schönste, was wir jemals vor Augen hatten.
Wir sind umgeben von knallrot leuchtenden Bergen.
Weit verteilt stehen die Dachcamper herum. Von den anderen bekommen wir unten aber eigentlich gar nichts mit.
Kerstin fotografiert mich beim Nachschub besorgen. Hier kann man ganz gut sehen, wie begeistert wir sind.
Hinter uns erklettern einige junge Leute die Felsen. Überglücklich machen wir ein letztes Sonnenuntergangs-Foto und wenden uns dem Braai zu.
Es gibt Oryx Fillet, das saulecker ist.
Die Temperatur zieht nach dem Dunkel werden schnell an und wir nutzen die Wolldecken.
Für unsere erste Camping Nacht ein perfekter Platz. Dann schlüpfen wir in unsere Schlafsäcke. Nachts rüsten wir noch mit den Wolldecken auf und schlafen sehr gut ! Was wir jetzt in dieser kurzen Zeit schon für stimmungsvolle Erlebnisse hatten ! Aber jetzt werde ich müde…..
Teil 830. Okt. 2017
14.09.2017 ganzer Tag Spitzkoppe
Gegen 06:00 Uhr bin ich wach, Kerstin natürlich nicht ! Allerdings ändert sich das im Camper, als ich das Dachzelt verlasse und die Hecktür aufmache. Es ist nicht möglich, das Ding völlig lautlos zu verlassen. Wenn man dann die Außenfächer öffnet, den Gaskocher anwirft und das Geschirr heraus holt, ist die Nacht spätestens zu Ende.
Mit frisch gekochtem Kaffee beobachten wir dann die hinter der Spitzkoppe genau in dem langen Felsspalt der Felsnadel aufgehende Sonne.
Die Temperatur ist angenehm. Das Frühstück schmeckt in der tollen Kulisse very lecker !
Ein Dusky Sunbird sitzt im Busch.
Bunting
Im Nu sind wir von Pale-winged Starlings umgeben.
Monteiro Hornbill
Gegen 09:30 Uhr brechen wir dann auf in Richtung Gate, denn wir sind ja um 10 mit Lazarus zu der Buschmann Zeichnung Tour in der nicht so anstrengenden Kurzversion verabredet.
Auf dem Weg dorthin checken wir noch die Campsites in der Umgebung. Es ist sicher Geschmackssache, aber unserer gefällt uns am besten.
Lazarus wartet schon auf uns. Kerstin fragt nach dem Permit. Er lächelt und meint : „We know you are here!“ 😉 You don't need a Permit ! Also geht es los. Lazarus ist ein ganz netter Kerl. Die Chemie stimmt sofort. Zuerst machen wir Felsformationsraten. Elefant, Gorilla undundund...
Dann halten wir an den Buschmann-Zeichnungen.
Da einige schon von Touris zerstört wurden, werden sie nun bewacht. Eine Schande ! Lazarus erklärt uns einiges von der Bedeutung der Zeichnungen.
Sie zeigen die Richtung zum Wasser und berichten von der Jagd. Sehr interessant.
Dann geht es weiter in Richtung des Geländes der Luxuslodge.
Andauernd bieten sich uns immer neue Ausblicke auf imposante Felsformationen.
Auf dem Lodgegelände laufen einige Zebras herum.
Sie sind die Hinterlassenschaft einer Filmcrew. Im Schatten eines großen Felsens wird Halt gemacht.
Lazarus erzählt uns weitere Details und lotst uns in eine lange Felsspalte.
Faszinierend. Hier wachsen Bäume durch die Spalte ins Sonnenlicht. Und am Ende der Spalte erzählt uns Lazarus die Geschichte der dort von Buschmännern gemalten goldenen Schlange, die uns total fasziniert.
Unsere gebuchte Stunde ist lange vorbei. Wir einigen uns auf eine Verlängerung.
Also geht es zur Rock Arch.
Nach all den Erzählungen der Eulenmuckels sind wir auf die dortige Campsite gespannt. Sie gefällt uns nicht so gut. Aber das ist ja Gott sei Dank Geschmackssache. Uns wäre dort zu viel los.
Die Rock Arch selbst ist allerdings noch sehenswerter, als wir sie uns vorgestellt haben.
Ein kapitales Wunderwerk der Natur. Und wir sind gerade ganz alleine. Lazarus macht Bilder von uns und wir sind happy.
Die Temperatur ist heute mit 26 Grad sehr angenehm.
Dann fahren wir noch eine Runde am Außenzaun des Geländes entlang.
Zuerst können wir die Lodge ganz gut sehen. Und dann immer neue Ausblicke auf die Spitzkoppe gewinnen.
Nach guten zweieinhalb Stunden erreichen wir die Rezeption, bedanken uns für die tolle Tour, geben ein üppiges Trinkgeld und gehen erst einmal Duschen. Die sind ganz OK und wir fühlen uns wie neu geboren.
Auf dem Rückweg checken wir noch die Campsites auf der anderen Seite unseres Felsens. Die 10A und die Nummern 8 bis 11. Wir bleiben bei unserem. Er ist unser absoluter Favorit, auch wenn man Abends nicht bis zur letzten Minute Sonne hat. Zum Mittagessen gibt es Eier mit Speck und Zwiebeln und etwas Bananenkuchen zum Nachtisch.
Außerdem mariniere ich das Rinderfilet für heute Abend mit frischem Rosmarin, Knobi, Öl und ein wenig Cerebos Barbecue Salz.
Wir merken, dass wir noch keine Campingroutine haben. Die Erfahrungen der vielen Self-Catering-Nächte helfen uns schon weiter, aber da muss man nicht immer alles hin und her schleppen, was man zur Essenszubereitung benötigt. Der Aufwand ist (derzeit) für uns noch größer. Das viele hin und Herlaufen tut uns aber gut 😉 Leider macht unser Kühlschrank gerade wieder schlapp. Nachdem ich ihn mit den Solarpanels ins Licht gestellt habe, geht er wieder. Ohne Solarpanels wäre es ein ganz schönes Trauerspiel. Vermutlich ist die zweite Batterie nicht mehr sehr leistungsstark.
Am späten Nachmittag brechen wir zu einer Vogelpirsch auf.
Es piepst überall, aber die Birds flüchten schnell.
Überall rennen fette Dassies durch die Gegend.
Dann brüllt ein hünenhafter Bure einen jungen Touristen an: „ You fuck... Idiot, stop collecting Wood from a nature reserve !!! You are destroying the trees !“ Er meint es sehr Ernst und schreitet entschlossen auf den wie zur Salzsäule erstarrten Touri los. Der sagt nichts. Auf unseren Bildern sehen wir warum. Er hätte bei einem Faustkampf wohl eher schlechtere Chancen gehabt.
Also gibt er sich einsichtig und es kehrt wieder Ruhe ein. Wir kehren zu unserer Campsite zurück, trinken noch ein Savannah mit Aussicht auf dem Felsen nebenan und kümmern uns ums Braii. Das in Swakopmund gekaufte Holz taugt nicht viel. Es ist kein Mopane wie sonst, sondern irgendwas schweres und dunkles. Heute Abend gibt es Gemüsepäckchen. Kartoffeln mit Olivenöl, frischem Rosmarin und Knobi und die Steaks.
Ein schöner Abend, der aber relativ kurz bleibt, denn es wird ganz schön kalt und wir sind müde.
Also Geht es gegen 21:30 Uhr ins Dachzelt. Mit Schlafsäcken und den zusätzlichen Decken schlafen wir (bis auf kleine Schnarchattacken) gut ! Was mir nicht gefällt, ist der nächtliche Toilettengang.
Teil 902. Nov. 2017
16.09.2017 Spitzkoppe nach Vingerklip
Ich schlafe tatsächlich bis zehn nach sieben. Es hat so ca. 11 Grad und die Sonne ist noch hinter der Spitzkoppe. Kerstin kommt bald nach und wir erfreuen uns ein letztes Mal an der Kulisse.
Die Pale-winged Starlings warten auch schon auf unser Frühstück.
Und dann entdeckt Kerstin die Elephant-Shrew. Zuerst an ihrem Stammfelsen.
Dann bietet sie uns eine ganz große Fotoshow und rennt rund um unseren Campground.
Und macht uns glücklich !!! Sie ist einfach so etwas von goldig !
Und landet vielfach auf unseren Speicherkarten.
Gegen 09:00 Uhr ist Frühstückszeit. Fast alle anderen Camper sind inzwischen weg. Wir haben von ihnen sowieso fast nichts mitbekommen. Das hat uns an der 11a auch so gut gefallen.
Gegen 10 heißt es auch für uns Sachen packen. Nach der Morgentoilette am Eingang und einer schönen Dusche geht es auf Pad in Richtung Vingerklip.
Wir Rindviecher machen bei der Eingabe nur einen kleinen Fehler und erwischen den voreingestellten Favoriten nebenan. Nach ca. 40 Kilometern bemerken wir unser Missgeschick ! Ziemlich doof !
Und so fahren wir mit einem kleinen Umweg auf Teer in Richtung Vingerklip. Die letzten 110 Kilometer sind dann mehr oder wenig guter Schotter.
Landschaftlich ganz nett, aber es zieht sich auch etwas.
So 10 Kilometer vor der Vingerklip entdecken wir Elefantendung und massenhaft Fussabdrücke. Elefanten selbst finden wir keine.
Dann sehen wir die im Dunst liegenden Ugab Terrassen. In 2002 waren wir schon einmal hier und sind gespannt ! Als wir die Vingerklip erreichen und an der Rezeption stehen, erklärt uns der Angestellte, dass unser gebuchtes Heavens Gate Chalet leider schon besetzt wäre.
Das Booking Office hätte da was falsch gemacht. So ein Mist ! Das sollte der Höhepunkt unseres Urlaubes werden. Alles Diskutieren bringt nichts. Die Urlauber vor uns haben um eine Nacht verlängert. Wir bekommen 12 A. Kerstin ist schon arg enttäuscht ! Da es hier keinen Plan B gibt, müssen wir bleiben. Großzügig erklärt uns der Rezeptionist, dass wir natürlich nur den Preis fürs Chalet bezahlen müssen und eine Flasche Sekt geschenkt bekommen.
Wir legen uns an den Pool.
Es ist bald 16:00 Uhr und die Stimmung ist auf dem Tiefpunkt. Einige Vögel
und putzige Ratten bringen wenigstens etwas Abwechslung.
Dann machen wir uns für den Aufstieg zum Felsen fertig.
Der ist nicht ganz so anstrengend, wie befürchtet.
Einen tollen Blick hat man ! Die Treppe ist für uns beide wegen Höhenangst schon schwierig.
Oben angekommen werden wir mit einer Flasche Sekt empfangen.
Das Personal im Restaurant ist sehr nett. Wir gehen zum Aussichtspunkt und kommen mit einer netten Achtergruppe aus dem Ruhrpott ins Gespräch. Hinter unserem Wunsch-Chalet geht stimmungsvoll die Sonne unter.
Dann gibt es lecker Grillfleisch vom Buffet. Lamm, Zebra (das sogar gut schmeckt), Schweinesteaks und Springbok-Boerewors heben unsere Laune weiter an. Dann geht Kerstin raus zu den schwäbischen Bewohnern unseres Wunsch-Chalets.
Sie sind ausgesprochen nett, aus Esslingen und wir unterhalten uns den Rest des Abends mit ihnen. Sie sind auch mit dem Dachzelt unterwegs. Sie hatten einfach nach einer Verlängerungsnacht gefragt. Kein Problem war die Antwort ! Wir bedanken uns für die nette Abwechslung, steigen mit der Achtergruppe ab, trinken noch einen Absacker, schauen auf den super bequemen Liegen auf der Terrasse noch einige Bilder an und gehen dann ins Bett !
Teil 1004. Nov. 2017
17.09.2017 Vingerklip nach Okaukuejo Etosha NP
Leider konnten wir nach der 4 Uhr Pinkelschlafpause beide nicht mehr so richtig gut schlafen. Die Paviane auf dem Dach helfen auch nicht weiter.
Also schreibe ich Reisebericht, Kerstin schlummert doch noch ein wenig und erst gegen 08:45 betreten wir den Frühstücksraum. Da das Frühstück um 09:00 Uhr endet, müssen wir uns etwas sputen. Aber ein Omelette und Scrambled Eggs with Bacon gehen noch.
Von einer Tasse Kaffee begleitet schießen wir noch einige Vogelbilder am Pool,
packen unsere Sachen und gehen an die Rezeption. Dort hauen wir nach kurzer Diskussion einen 20 % Rabatt auf den Zimmerpreis, heraus und die Flasche Sekt bleibt umsonst. Das ist dann auch für uns OK.
Ok, jetzt aber ab in Richtung Etosha ! In 2013 mussten fiel das gebuchte Okaukuejo ja leider aus, da Kerstin krank war. Diesmal müssen wir erst einmal Reifen wechseln ! Vorne Rechts ist fast keine Luft mehr drauf. Ein Deja Vu, denn in 2002 hatten wir genau hier unseren ersten Platten in Afrika. Der gleiche nette Angestellte wie damals wechselt uns den Reifen wieder.
Am Ende ist unser Pit Stop Team 3 Mann stark und alle sind gut drauf. Der Reifen ist geflickt. Mit dem Kompressor noch genügend Luft drauf, ein Foto mit Helden und Namibia Handzeichen und es geht los.
Vorbei an der Ugab Terrace Lodge geht es auf die Teerstraße nach Outjo.
In 2002 war das noch übler Schotter, jetzt bester Teer.
Die Fahrt ist langweilig, aber der Reifen hält gut. In Outjo wird getankt und der Luftdruck überprüft. Dann in der Bäckerei Brot und Nussecken kaufen, in den OK einige Lebensmittel bunkern, die Nussverkäufer abwehren und dann geht es weiter nach Okaukuejo.
Am Gate geht es schnell und gleich nach der Einfahrt sichten wir den ersten, etwas versteckten Elefanten und unzählige Blutschnabelweber in einem Baum. Sie zwitschern, was das Zeug hält.
Dann nach links zum Wasserloch …. wo Giraffen und andere Tiere trinken.
Gegen halb vier erreichen wir Okaukuejo
und beziehen das Waterhole Chalet W2 schräg hinter der Tribüne.
Teil 1105. Nov. 2017
17.09.2017 Okaukuejo Etosha NP Abend
Am Wasserloch ist ein reges Kommen und Gehen.
Was uns völlig fasziniert sind die Unmassen an Blutschnabelwebern, die fast ohne Unterbrechung mit lautem Rauschen der Flügel ans Wasserloch kommen. Ein tolles Schauspiel.
Ein Schakal frisst eine Taube.
Gegen fünf Uhr fahren wir noch einmal los in Richtung in Richtung Okondeka.
Durch ein Auto werden wir auf diese Hyäne Aufmerksam.
Double-banded Courser
Bei dem hier kann ich Hilfe gebrauchen.
Rund um das Wasserloch herum und auch schon vorher bekommen wir einen Eindruck von der Weite.
Das ist für uns das Besondere im Etosha.
Die tief stehende Sonne zaubert irre Lichtstimmungen herbei.
Ein Spotted Thick-knee
Weitere Eindrücke von der Weite
und wie überall im südlichen Afrika sitzen die Pale-chantings herum.
und Tawnys
die Hyäne hat auch noch keine neuen Pläne...
der Schakal schon eher
Dann erreichen wir Okaukuejo.
Super Happy sind wir über ide kleine pearl-spotted Owl, die Kerstin mitten im Camp entdeckt.
Das Dinner lassen wir ausfallen und essen Brot mit Wolfgangs Salami und Käse am Wasserloch bei dieser Kulisse:
Das nahe Chalet ist für die unkomplizierte Getränkeversorgung nicht schlecht 😉 Am Wasserloch sorgen während dessen allerlei Wildtiere für ihre Wasserversorgung.
Die Touris sind entgegen unserer Befürchtungen (nur einige kurze Ausnahmen) Recht ruhig.
Teil 1205. Nov. 2017
17.09.2017 Morgen in Okaukuejo
Den Morgen verbringen wir ganz gemütlich am Wasserloch. Menschen sind gegen 7 Uhr wenige da.
Vögel schon mehr : Sociable Weaver
Crimson-breasted Shrike -> inzwischen bleibt er auch mal ruhig sitzen. Wir hatten ihn mal "Fotoboykottiert"...
Green-winged Ptylia
Namaqua Sandgrouse
Wer ist das ?
Grey heron ?
Groundscraper Thrush
Rock Martin (?)
Die Blutschnabelweber sind in besonders großen Schwärmen unterwegs.
Der Baum sitzt berstend voll
Es ist herrlich relaxed, ruhig und friedlich.
Große Tierherden wechseln sich am Wasserloch ab.
Immer wieder kommt dann durch die Überreaktion eines einzelnen Tieres kurze Panik auf.
Stundenlang könnten wir uns das ansehen. Okaukuejo empfinden wir auch nach vielen Afrikareisen als einen ganz besonderen Platz. Hier hat unsere Begeisterung für die afrikanische Tierwelt 2002 ihren Ursprung gehabt. Seufz ! Aber jetzt geht es erst einmal weiter nach Tamboti !
Teil 1307. Nov. 2017
18.09.2017 Tamboti nach Halali
Als gegen 06:30 Uhr Bewegung in die Nachbarcampsites kommt, ist auch für mich und wenig später für Kerstin die Nacht vorbei. Nur die Neuseeländer schlafen noch !!! Gegen Morgen wurde es richtig kühl im Dachzelt. Und das trotz der 40 Grad vom Vortag. Wir bleiben noch etwas liegen, irgendwie ist es ja schon gemütlich hier oben. Dann bauen wir den Frühstückstisch zusammen, ordnen unsere Sachen, kochen Kaffee, Morgentoilette u.s.w......
Nach einem gemütlichen Frühstück bei glutrot aufgehender Sonne packen wir das ganze Gerödel ein, checken aus, erwischen noch diesen bird
und machen uns auf den Weg zum Gate.
Dort geht es Dank unseres Permits recht schnell.
Auf der Einfahrt in den Park kommt uns gleich ein Elefant entgegen.
Wir biegen in Namutoni nach Norden ab und schauen uns die ersten beiden Wasserlöcher an.
Unser Auto pfeift munter vor sich hin. An einem stehenden Auto sehen wir einen juvenilen und einen erwachsenen Pale Chanting Goshawk, die auch beim Frühstücken sind.
Mit langsamer Geschwindigkeit geht es heute durch den Park. Am ersten Wasserloch Klein Okavi steht ein Elefant,
zu dem sich dann noch einer und dann ein weiterer hinzugesellen.
Ein schönes Bild, das wir eine Zeit lang genießen. Es sind drei jüngere Bullen.
Kurz vor dem nächsten Groot Okavi Wasserloch entdeckt Kerstin in einem Termitenbau direkt neben der Pad eine Slender Mangoose.
Sie verschwindet schnell. Am Wasserloch sind Zebras, Warthogs und Ein Straussenpaar mit ganz knuffigen Küken.
Sie sind eng zusammengedrängt und die Eltern passen konzentriert auf.
Auf dem Rückweg zeigt sich die Manguste dann noch einmal. Sie hört den am Himmel kreisenden Raubvogel rufen und traut sich nur mit dem Kopf aus dem Bau heraus.
Als wir mit 40 KMH gerade an Namutoni vorbeigefahren sind, sehe ich auf Kerstins Autoseite ganz kurz eine Bewegung direkt an der Pad. Leopard !!!!!! Breeeemseeen ! Kerstin glaubz, ich veräppele sie !
Dreeehen !!!! Und da läuft er über die Straße.
Ein Leo im Etosha !! Nie hätten wir das erwartet.
Er läuft in den Busch,
setzt sich kurz hin,
schaut um sich und verschwindet im Busch !
Ein klarer Fall von zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort !! Ein unglaublich euphorisierendes Erlebnis. Diese Tiere sind einfach die Könige der Eleganz ! Bester Stimmung geht es weiter, Der Blick auf die Pfanne und die davor laufenden Giraffen :
Wer ist das ?
Am nächsten Wasserloch Kalkheuvel steht dann ein schönes Tierensemble.
Besonders die Zebras sind wieder sehr fotogen.
Aus Zufall fotografiere ich einen Mord. Das Opfer konnten wir nicht indentifizieren.
Ein toller Vormittag ! Sehr zufrieden kommen wir in Halali an
Teil 1408. Nov. 2017
17.09.2017 von Okaukuejo nach Tamboti (Nachtrag, da vergessen )
Und so brechen wir auf der Hauptpad an der Pfanne entlang auf in Richtung Nordosten.
Unser erstes Ziel ist Newbroni.
Dort ist normaler Geschäftsbetrieb.
Dann geht es weiter in Richtung Gemsbokvlakte…. Kurz vor dem Abzweig sehen wir eine Löwin durchs trockene Gras laufen.
Vorbei an dieser Straussenfamilie.
Double-banded Courser
In Gemsbokvlakte treffen wir auf eine nicht unerhebliche Zahl von Autos aller Art. Den Grund dafür finden wir unter dem Solarpanel der Wasserpumpe. Vadder hat ähnliche Interessen wie wir…. Birden !
Mudder und Kind liegen im Schatten.
Nachdem Dad gefolgt vom Nachwuchs ans Wasserloch gegangen ist,
stoppen wir kurz am nahen Picknick Spot. Dort trinkt unter anderem ein Violet-eared Waxbill.
Die Red Hardebeests schauen sehnsuchtsvoll in Richtung des momentan nicht erreichbaren Wasserlochs.
Ok, weiter Fahren ! Nach einigen Kilometern treffen wir mal auf Elefanten. Die haben sich bisher nicht so zahlreich gezeigt.
Auf dem weiteren Weg durch den staubtrockenen Park sehen wir noch einiges.
Wir fragen uns, ob wir mit sechs Nächsten nun doch zu lange in dieser Dürre unterwegs sind ? Diese Aussage sollte sich in den nächsten Tagen als komplett unbegründet heraus stellen !
Besonders glücklich sind wir über ein prächtiges Spitzmaul-Nashorn….. Über dieses traurige Thema ist schon viel geschrieben worden und es ist bei jeder Sichtung bei uns …..
In Namutoni kaufen wir uns mit gemischten Gefühlen ein Eis (hier brach Kerstin in 2013 zusammen und musste nach Windhoek in die Mediclinic). Es hat um die 40Grad, als wir auf das Gelände von Onguma einbiegen.
Der Tamboti Campsite gefällt uns nicht ganz so gut. Eigentlich gibt es wenig zu meckern, aber die Plätze liegen uns etwas nah zusammen. Wir haben eine eigene Küche, Klo und einen Stromanschluss, alles wie geleckt und sehr sauber.
Wir reservieren einen Tisch fürs Dinner und beobachten vom Haupthaus aus das Wasserloch.
Im Baum hüpft eine Erstsichtung herum. Ein Yellow-breasted Apalis
Hier kann man es gut aushalten. Die Plätze am Pool sind belegt, bei der Hitze kein Wunder.
Das Abendessen ist gut. Danach kehren wir zum nahen Campground zurück, machen ein kleines Feuer
und ziehen uns kurz vor zehn ins Dachzelt zurück. An Schlaf ist leider nicht zu denken, denn irgendwo nebenan wird mit ungedämpften Stimmen gefeiert. Irgendwann hat Kerstin genug uns lernt eine vierköpfige neuseeländische Familie kennen. Sie haben nach etwas Überzeugungsarbeit Verständnis und beenden die Party.
Teil 1509. Nov. 2017
18.09.2017 Abend Halali
Sehr zufrieden kommen wir in Halali an und sind ob der Touristenmassen geschockt. Bei 38 Grad laufen wir gegen Mittag durch das überfüllte Restaurant. Total ätzend ! Also stellen wir uns an der Rezeptions-Schlange an. Es dauert ein wenig, dann haben wir Bungalow Nr. 14.
Wir legen uns hin, schlummern etwas und sortieren einige Photos aus.
Gegen 17:20 Uhr geht es noch einmal kurz in den Park.
Neben einigen Böckchen erwischen wir noch ein Spitzmaulnashorn.
Am Wasserloch Rietfontein steigt gerade eine Familie mit Kindern aus, um ein Gruppen-Selfie am Wasserloch zu machen. Unglaublich !
Am Wasserloch selbst ist fast nichts los.
Neben einigen kleineren Sichtungen bleibt der Drive ruhig.
Northern-black Korhaan
Zurück im Camp besuchen wir noch das Camp-Wasserloch auf einem Felsen.
In 2002 haben hier zur gleichen Jahreszeit so 10 Menschen gesessen. Jetzt sind es vielleicht 50 und es herrscht ständiges Kommen und Gehen. Eine Giraffe ist gerade am Trinken. Wir fahren zurück ins Chalet, Duschen und gehen mit gemischten Gefühlen in den trubeligen Speisesaal. Ein netter Tisch am Rand, nettes Personal und gutes Essen vom Grill (Kudu und Rind mit sehr lekkerer Pfeffersoße) überraschen uns positiv. Dazu ein gezapftes Hansa vom Fass. Wir lassen die Wasserlochpläne sausen und gehen zurück ins Chalet. Nach einigen Bildern am Laptop schlafen wir beide ein. Die Klimaanlage ist polarkalt und laut, aber ohne geht es heute nicht !
Teil 1611. Nov. 2017
19.09.2017 Halali nach Okaukuejo
Um 6:30 ist Aufstehen angesagt und gegen 07:10 Uhr stehen wir mit fertig gepacktem Auto im Frühstücksraum OKOKOK.... 😣 gehen wir zum Frühstück. Das Auto ist fertig gepackt 🙄 😘 . Hier ist die Masse schon durch.
Die meisten Gruppen mussten wohl um 06:00 Uhr antreten. Eigentlich ist es jetzt ganz gemütlich.
Nach dem Frühstück entdecken wir einen Purple Roller, der sich von der Sprinkleranlage beregnen lässt. Er genießt das Nass mit ausgebreiteten Flügeln.
Kerstin hat spontan die Idee, einen Angestellten nach Eulen im Camp zu fragen und wird prompt zu einem Baum geführt, in dem eine Barn Owl sitzt. Eine Erstsichtung für uns. Yeah !
Nach kurzem Shop-Besuch und einem kurzen Gespräch mit zwei deutschen Erstreisenden geht es auf die Pad. Die beiden hatten ein halbes Jahr vor Reisebeginn keine freie Unterkunft mehr in Swakop bekommen.
Wir beschließen heute gemütlich zu fahren.
Mit 40 Sachen get es in Richtung Rietfontein, Kerstin entdeckt links neben der Straße einen Black-shouldered Kíte. Bei unserer Ankunft fliegt er einen Busch weiter. Wenig später merkt Kerstin, dass er eine Maus gefangen hat.
Dank schönen Lichtverhältnissen gelingen Kerstin feine Aufnahmen von dem eleganten Vogel.
Wenige hundert Meter weiter kreuzt eine Gnu und Springbockherde die Pad.
Ganz ruhig grasen die Tiere und ziehen weiter.
Und das in der Weite der Trockengrasflächen.
Ein schönes, friedliches Erlebnis.
Wir sind gerade mal wenige Kilometer weit gekommen und hatten schon so schöne Erlebnisse !
An Rietfontein ist einiges los.
In weitem Umkreis stehen große Mengen an Zebras und am Wasserloch zig Autos.
Da stimmt was nicht ! Genau, denn direkt auf der anderen Seite des Wassers liegen drei Löwen.
Zur Erinnerung: Genau hier lief gestern Abend die Familie herum !
Nachdem wir die Szenerie eine gute Zeit beobachtet haben, ein Löwe ein Stück weiter gezogen ist und die Zebras sich nicht weiter getraut haben, stellen wir uns etwas Abseits der Automasse ans andere Ende des Wasserloches. Das ist so weit von den Löwen entfernt, dass sich die Masse der Weidetiere nun dorthin orientiert.
Die Gegend ist nun voll mit Zebras.
Ein tolles Fotomotiv.
Überhaupt hat sich das Ganze zu einer tollen Sichtung entwickelt. Am Schluss wechseln wir noch einmal auf die ganz andere Seite, denn hier zeigen sich die Zebras mal wieder von ihrer unguten Seite. Es wird gekämpft, getreten und gebissen, was das Zeug hält.
Nun sind wir wieder mit dem Etosha versöhnt! Er ist eben landschaftlich nicht so abwechslungsreich wie die Parks in Südafrika. Dafür besticht er aber durch seine Weite und viele kleine Sichtungen.
Jetzt fahren wir erst einmal einige Kilometer bis nach Salvadora. Hier beeindruckt und die Weite der Pfanne.
Wenig weiter dann Chudob mit wieder einem Touristen außerhalb des Autos und zwei Red-necked Falcons.
Bei der Weiterfahrt werden wir vom ersten von fünf Gamedriveautos angehalten. Wir werden von jedem einzelnen angehalten und gefragt, ob wir etwas gesehen hätten. Ah. Löwen in Rietfontein. Sie freuen sich alle und brausen weiter.
An Sueda ist wenig los, aber die Weite ist weiter beeindruckend.
In Homob sind die üblichen Verdächtigen unterwegs Inzwischen ist es wieder 39 Grad heiß.
Unser Quietschen am Auto ist komplett weg ! Aha ! Dann erreichen wir sehr zufrieden Okaukuejo.
Teil 1712. Nov. 2017
19.09.2017 Abend Okaukuejo
Die nette Rezeptionistin vom letzten Mal teilt uns die D31 zu.
Das Chalet ist besser als befürchtet und hat sogar ein kleines Wohnzimmer mit Spüle und Kühlschrank.
Es liegt zwar am Rastplatz, aber auch wieder ziemlich Nahe zum Wasserloch, dem wir gleich einen Besuch abstatten.
Wir legen uns etwas ab, schauen Bilder und machen uns am späten Nachmittag nochmal auf den Weg in den Park. Am Okaukuejo Wasserloch stehen zwei Elefanten.
Ok, die beobachten wir eine Zeit
und dann geht es auf guter Pad in Richtung des Wasserloches Gemsbokvlakte. Da hier Ruhe herrscht, fahren wir weiter nach Olifabtsbad wo letztens die Löwen unter dem Solarpanel lagen. Diesmal steht etwas Abseits eine Gruppe Red Hardebeest und starrt in eine Richtung.
Am Wasserloch ist gar nichts. Irgendwo sind die Löwen bestimmt, aber trotz genauester Suche finden wir sie nicht. Na nach so einem tollen Tag macht das nichts.
Also zurück zum Camp und wieder ans Wasserloch. Dort ziehen gerade die Elefanten von vorhin ab und die abendliche Giraffenarmada trinkt.
Diese Bilder mit den Wasserspiegelungen sind einfach toll.
Und trotz der großen Menge an Einzel- und Gruppenreisenden bleibt es verhältnismäßig still.
Das Restaurant betreten wir mit gemischten Gefühlen. Es ist ziemlich voll. Mit etwas Mühe bekommen wir einen Tisch fast am Buffet. So toll ist er nicht, Das Bier vom Fass ist alle, die Teller sind alle, am Ende geht die Kasse nicht, Credit Card auch nicht, aber der Ober ist ein ganz netter. Am Ende meint er „Sorry, that's NWR ! Und lächelt etwas verzweifelt!“ Das Essen ist allerdings echt gar nicht so schlecht. Im Vergleich zu dem, was man dort vor einigen Jahren vorgesetzt bekam, ist es sogar gut ! Jedenfalls haben wir viel Schlimmeres erwartet. Das Personal konnte dem Massenandrang jedoch nicht standhalten....
Also zurück ans Wasserloch.
Neben uns macht uns jemand auf ein in der Nacht fast unsichtbares schlafendes Rhino direkt am Zaun aufmerksam. Direkt neben uns sitzt ein Engländer, der ein mit dem Handy als Bildschirm gekoppeltes Nachtsichtgerät hat und jedes neu ankommende Rhino ankündigt.
Am Ende sind 7 Rhinos am Wasserloch. Sie interagieren durch ständiges Gegrunze. Immer mal wieder fliegt eine Eule vorbei.
Dann überkommt uns die Müdigkeit. Was für ein schöner Tag ! Der Etosha hat uns nun doch überzeugt. Dieses Mal hat es etwas gedauert.
Teil 1813. Nov. 2017
20.09.2017 Okaukuejo nach Dolomite
Mit einer Tasse Kaffee geht es gegen 7 ans Wasserloch dort sind große Mengen an Tieren am Kommen und Gehen.
Immer wieder ein schönes Bild, das alle Zuschauer beeindruckt !
Irgendwann reißen wir uns los und gehen zum Frühstück.
Hier ist die große Horde schon durch. Begleitet von etlichen Glanzstaren und diesem Bird
genießen wir die relative Ruhe, Tanken und Kerstin kauft noch Getränke ein.
Da das elende Quietschen am Auto nicht mehr zu hören war, nehmen wir ohne auch nur die kleinste Erwartung zu haben nun doch die Strecke durch den Park in Angriff. Ganz elendes Wellblech soll sie sein. Nach den ersten Kilometern treffen wir den Grader. Er wird doch nicht die Strecke gegraded haben ? Den Mangusten ist das egal !
Die erste Abwechslung bietet der Ghost Tree Forest.
Etwas weiter am Charl Maraisdam liegt doch tatsächlich ein männlicher Löwe im Schatten eines Baumes direkt unterhalb des Dammes, über den die Pad führt.
Er wird von einigen Giraffen beäugt.
Nach schau mal an ! Bis dahin ist die Pad übrigens richtig gut gewesen ! Dann erreichen wir das Wasserloch Ozonjuitji m''Bari.
Und dort erwartet uns gleich etwas, was uns zwei Stunden Zeit und mehrere hundert Fotos bescheren wird...... Und die erneute Erkenntnis, dass man trotz der stets größer werdenden Afrikaerfahrung immer etwas Neues erleben kann. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil, habe aber Angst vor der Foto-Auswahl 🙄 😉
Teil 1914. Nov. 2017
20.09.2017 Nur eine Sichtung Wasserloch Ozonjuitji m''Bari
Dann erreichen wir das Wasserloch Ozonjuitji m''Bari. Auch hier scheren sich die Touris nicht um die Parkregeln:
Nach viel Nichts stehen hier unglaublich viele Tiere am Wasserloch.
Elefanten, Giraffen, Springböcke, Oryxe, Strausse und zahlreiche Zebras.
Was für eine Kulisse. Und direkt an der Abzweigung liegt ein Löwenpäärchen im Sand. Aha !
Mating Couple ? Sieht so aus. Na also gute Position suchen und warten.
Nach einer dreiviertel Stunde mit wenig Action wechseln wir ans Wasserloch und sind von den Unmassen an Weidetieren völlig Fasziniert.
Dutzende von Bildern werden gemacht.
Dabei behalten wir die Löwen mit dem Fernglas im Auge. Dann steht die Dame auf.
Wir starten durch und sind als einzige vor Ort, als sich die Löwin geraden Weges auf das Wasserloch zubewegt.
Die Tiermasse teilt sich, ohne das Panik auf kommt !
So etwas hätten wir niemals für möglich gehalten ! Die Löwin teilt die Masse in zwei Hälften und alle schauen sie an.
Ich muss an Trooping the Colour denken.
Wir fahren auf der Pad nebenher und sind restlos begeistert. Dann auf einmal senkt die Löwin den Kopf und sprintet los.
Die Herdentiere spritzen auseinander.
Es ist ein von Anfang an aussichtsloser Jagdversuch.
Jägerin und potenzielle Opfer sind sich sehr, sehr nahe !
Die Löwin geht zum Wasser trinken und alle an anderen schauen ihr zu.
Dann legt sie sich provokativ genau an die eine Hälfte des Wasserloches. Die Herden rücken Stück für Stück wieder etwas näher.
Dann kommt das Männchen durch die Zuschauermenge,
...was für eine Szene.....
trinkt und legt sich neben die Löwin.
An der anderen Hälfte des Wasserloches beginnen die ersten Tiere wieder mit Trinken. Plötzlich wird es rechts neben mir dunkel. Ich drehe mich nach hinten um und glaube es nicht.
Ein mächtiger Elefantenbulle läuft wie immer völlig geräuschlos ca. 10 Meter hinter unserem Auto vorbei auf das Wasserloch zu, bemerkt die Löwen und steuert direkt auf sie zu.
Die Löwin bemerkt dies, sucht sofort das Weite und der Pascha bleibt liegen. Er hat den Elefanten im Rücken und hat nichts bemerkt. Einen kurzen Moment lang bekomme ich Angst um das prächtige Männchen. Als der Elefantenbulle kopfschüttelnd die Ohren klatschen lässt, sprintet der Löwe los.
Der Elefant meint es Ernst und ist hier ganz klar der Chef im Ring.
Bis auf die Löwen freuen sich alle.
Nach dem Trinken jagt er die Löwen noch weiter weg und trottet von dannen.
Wir haben jetzt über 1 ½ Stunden hier verbracht und können es kaum glauben, welch intensive, spannende und unerwartete Sichtung wir hier hatten.
In der Tierwelt passieren immer wieder für uns neue und nicht für möglich gehaltene Dinge !
Teil 2019. Nov. 2017
20.09.2017 Weiterfahrt nach Dolomite
Der Rest der Strecke ist dann doch leider ganz übles Wellblech ohne viel interessante Tiersichtungen.
Bei wieder 38 Grad besichtigen wir in Olifantsrus kurz den schönen Hide und sind froh, dass wir uns hier nicht zum Campen entschlossen haben.
Es gibt wenig bis keinen Schatten, bei der Hitze ist das nicht so toll.
Der Hide ist aber sehr schön !
Erst zu Hause bemerke ich diese Erstichtung, eine Golden-breasted Bunting
und dieser hier (Kalahari-scrub Robin?)
Jetzt aber weiter auf die Pad !
Nach nervenaufreibendem Gerappel erreichen wir das vorletzte Wasserloch vor Dolomite, Duineveld.
Hier ist es Geier- und Giraffen lastig und sehr heiß.
Außerdem sind wir vom Wellblech inzwischen morsch gerüttelt und wollen ins Camp. Nach kurzem Stop am Dolomite Wasserloch
erreichen wir den Parkplatz. Da der Buggy gerade nach oben gefahren ist, warten wir gute 10 Minuten, bis wir zur Rezeption gebracht werden. Und tatsächlich hat die Reservierung der Nr. 13 geklappt. Kerstin macht an der Rezeption einen Bocksprung, alle Anwesenden sind erstaunt. Das Chalet liegt ganz zuletzt und hat eine perfekten Blick aufs Wasserloch.
In 2013 waren wir in einem View Chalet etwas weiter hinten, aber die Nr. 13 ist die Krönung.
Teil 2121. Nov. 2017
20.09.2017 Abend in Dolomite
Mit vier Savannas ausgerüstet installieren wir uns auf der Terrasse und erfreuen uns des Lebens. Mann ist das phantastisch !
Wir relaxen, hüpfen in den Plunge Pool und können von dort aus die Tiere am Wasserloch beobachten:
Ein Dusky Sundbird fliegt uns vor die Linse.
Später gehe ich nochmal zum Auto, um die Sachen aus dem Kühlschrank zu holen. Ganz schön anstrengend. Aber was sehe ich da.
Gerade hat eine Elefantenherde die Camp-Zufahrt passiert und ist auf dem Weg zum Wasserloch.
Ich beeile mich und treffe bei meiner Rückkehr auf eine glückselige Kerstin, die mir erklärt, es seien jetzt Elefanten am Wasserloch.
Ja, ich weiß 😉
Nach einiger Zeit ziehen sie in Linie wieder ab.
Wir bemerken, dass etliche Zebras nach links starren. Da kommen bestimmt Löwen, ahnen wir. Und richtig. Wir klettern auf den Hausfelsen, um einen besseren Blick nach links zu haben.
Das sind sie.
Vier Löwen und links und rechts von ihnen Zebras. Es kommt zu einem kurzen Jagdversuch.
Dann erreichen sie das Wasserloch und wir sind 120 % happy !
Nicht ganz so happy sind all die Tiere die nun umsonst zum Wasserloch gekommen sind.
Zu guter Letzt kommt noch ein Löwenpärchen hinzu.
Und so treten wir bei Löwengebrüll den langen Weg zum Dinner an.
Es ist schon ganz schön dunkel geworden. Beim Dinner erwischen wir eine nette Bedienung und bekommen auch hier gutes Essen. Butternut-Suppe, leckeres Oryx Fleisch und eine köstliche Milk Tarte. Vorher noch einen guten Rock Shandy und dann geht’s zurück in die Nr. 13, die uns hier nicht als Unglückszahl begegnet 😉 Nach einem Absacker am Pool fallen wir müde ins etwas durchgehangene, aber letztlich doch bequeme Bett !
Teil 2223. Nov. 2017
21.09.2017 ganzer Tag Dolomite
Gegen 06:30 werde ich wach, schaue ans Wasserloch und entdecke nunmehr 9 (!!) in Worten neun Löwen.
Während der Wasserkocher läuft, wird auch Kerstin wach. Sie schlägt vor, dass wir uns da aus der Nähe anschauen müssen ! Eigentlich wollten wir gemütlich auf der Terrasse wach werden. Jetzt treten wir sofort den Fußmarsch zum Auto an. Am Wasserloch steht nur ein Fahrzeug. Die Löwen liegen weit verteilt ums Wasserloch (oben links ist unser Chalet zu sehen)
Drei Halbstarke sind übermütig und üben Kämpfen. Yeah!!!
Gut postiert gelingen uns so um die 1200 Löwenbilder.
Eine richtig tolle Sichtung mit viel Action über einen langen Zeitraum hinweg.
Wie so oft ist am 100-400er Objektiv der Autofokus-Schalter auf den Nahbereich eingestellt und die ersten Bilder sind nicht ganz so gut. Das passiert uns immer wieder. Aber Gott sei Dank haben wir zwei Bodys und die Löwen bieten weiter viel Action.
Schließlich setzen sich zwei ausgewachsene Weibchen und der Pascha in Bewegung und laufe in einem direkt an der Kreuzung liegenden Gebüsch.
Wir fahren nochmal zurück ans Wasserloch (Off-Road Fahrer 😈 )
und dann ins Camp. Dort laufen wir mit einem englischen Paar die Auffahrt hoch, die auch bei den Löwen waren. Beim Frühstück ist die Butter aus. Wir gehen kurz an den Pool zum Vögel beobachten, in den Shop und dann noch einmal zum Wasserloch Ratteldraf, wo nichts besonderes zu beobachten ist. Dann nochmal zum Dolomite Wasserloch, wo inzwischen alle Löwen im Gebüsch liegen.
Teil 2323. Nov. 2017
Einen kleinen Nachschlag muss ich noch machen 😣
Teil 2423. Nov. 2017
21.09.2017 Dolomite
Was passiert nach dem schrecklichen Frühstück ohne Butter ? 😉 😣 Wir unterhalten uns mit der sehr netten Angestellten im Frühstücksraum.
Wir gehen kurz an den Pool zum Vögel beobachten,
Red-headed Finch
African Red-eyed Bulbul
in den Shop und dann noch einmal zum Wasserloch Ratteldraf, wo nichts besonderes zu beobachten ist.
Dann nochmal zum Dolomite Wasserloch,
wo inzwischen alle Löwen im Gebüsch liegen.
Den Rest des Tages machen wir es uns bei uns gemütlich, fotografieren immer wieder Agamen, Vögel und die Dassies und behalten das Wasserloch im Auge.
Short-toed Rock-Thrush
Cinnamon-breasted Bunting
Rock Agama
Black-chested Prinia
Pririt Batis Männchen
Grren-winged Pytilia
Pririt Batis (Danke Fotomatte)
Monteiro´s Hornbill
Dort herrscht ständiges Kommen und Gehen- Einige Zebras nähern sich den Löwen und betrachten sie aus vielleicht 20 Meter Entfernung.
Gegen Abend, als wir mit einem Savanna auf den Stühlen sitzen, steht ein Hilux bis 10 nach 7 bei den Löwen.
Es passiert aber nichts mehr. Wir vermuten, dass sie Jagen wollen. Kerstin macht ein ganz gemeines Foto
Dann treten wir den langen Weg zum Abendessen an. Ingrid mailt, dass sie nun in der Erongo Wilderness Lodge angekommen sind (Der Kreis schließt sich langsam). Sie müssen ja leider in Rekordgeschwindigkeit in Richtung Hoada fahren und mussten gleich am ersten Tag Shoppen und in den Erongo fahren.
Wir sitzen nun zusammen mit einer ziemlich furchtbaren deutschen Busgruppe im kleinen Speisesaal und können gar nicht anders, als dem etwas spröden Reiseleiter bei seinen Erzählungen zuzuhören. Dann zahlen wir unsere Rechnung und gehen zurück ins Chalet. Es ist sackdunkel. Nach einem Gin Tonic geht’s ein letztes Mal ins Dolomite Bett. Die Löwen brüllen uns in den Schlaf. Ein dickes Danke an Fotomatte fürs Vogel-Bestimmen
Teil 2525. Nov. 2017
22.09.2017 Dolomite nach Grootberg Lodge
Gegen 06:30 Uhr werden wir von den Nachbarn wach. Ich checke die Gegend mit dem Fernglas nach den Löwen ab. Fehlanzeige. Die Enttäuschung ist nicht ganz so groß, denn dann brauchen wir auch nicht gleich rausfahren. Also schreibe ich Reisebericht, koche Kaffee, etwas Birdwatching
Brown.crowned Tchagra (?)
Pririt Batis
und wir gammeln noch ein wenig in der schönen Nr. 13 herum.
Der Buggy bringt uns erst gegen 9 zum Frühstück, welches fast schon komplett abgeräumt ist.
So richtige Begeisterung lösen wir nicht aus, aber wir bekommen doch noch etwas zu Essen.
Gegen 10:00 Uhr starten wir dann kurz zum Dolomite Wasserloch
African Gey Hornbill
und fahren dann in Richtung Gate.
Kurz nach der Lodge treffen wir auf diese schöne Elefantenherde.
Der Etosha war super, aber Elefanten haben wir nicht so viele gesehen. Das war bei unseren letzten Besuchen ganz anders. Umso mehr freuen wir uns über diese Sichtung.
Noch ein kurzer Stop am Wasserloch …. wo die Tiere immer irgendwie besonders aggressiv gegeneinander sind.
Dann erreichen wir nach einiger Fahrerei (die letzten Kilometer sehr rumpelig) das Galton Gate. Der Kühlschrank wird gecheckt und die nette Kontrolleurin freut sich über unseren Fotowunsch.
Die Teerstraße in Richtung Kamanjab ist gut
und so errreichen wir gegen Mittag die Total Tankstelle. Im Vergleich zu 2013 ist hier alles viel moderner. Im Shop kaufe ich einige Getränke und Kerstin geht nebenan im Oasis Supermarket einkaufen. Eine Himbafrau läuft vorbei und das Ganze erinnert mich etwas an Opuwo light.
Der Supermarkt hat am Freitag sogar noch einige frische Sachen und im einfachen Bottleshop nebenan werden noch die Getränke aufgestockt.
Die weitere Strecke in Richtung Grootberg Lodge ist guter Gravel.
Die Landschaft wird immer schöner u nd so erreichen wir gegen 14:30 den Grootberg Pass.
Teil 2626. Nov. 2017
22.09.2017 Grootberg Lodge (endlich)
Nach der Registrierung am Gate und einigen Fotos legen wir Low Range ein und rumpeln die steile Auffahrt hoch.
Der Empfang in der Lodge ist sehr herzlich und die Aussicht in Echt natürlich noch viel schöner, als auf den Fotos.
Wir bekommen die angefragte Nr. 13 (Danke Bavarian George).
Die Hütten sind sehr sauber und OK.
Dann sofort zum Pool, wo wir gerade noch 2 Liegen ergattern.
Die Aussicht ist grandios
und wir kommen sehr nett mit zwei deutschen Paaren ins Gespräch.
Cindy und Sebastian sind Erstreisende. Sebastian ist wahnsinnig gut informiert und hat auch im Forum gelesen.
Sebastian fragt nach unserer Meinung, ob die Strecke Grootberg, Galton Gate nach Anderson Gate in einem Rutsch zu fahren ist. OK, machbar ist es, aber ziemlich anstrengend und ambitioniert ! Die beiden werden sie Strecke wohl fahren. Hoffentlich haben sie so ein Sichtungsglück wie wir ! Bei interessanten Gesprächen vergeht die Zeit im Nu.
Das Abendessen ist sehr lekker. Es gibt Oryx mit Pfeffersosse. Nach dem Essen gehen wir mit Cindy und Sebastian noch auf einen Drink raus. Die Lodge Angestellten singen und tanzen drinnen. Sie machen das mit voller Begeisterung.
Es ist an der Zeit, etwas zur Lodge und dem Personal zu sagen. ALLE hier sind so etwas von nett und serviceorientiert. So etwas haben wir in Namibia nicht oft erlebt. Vom Empfang über den Kofferträger und die Bedienungen. Alle sind fröhlich und motiviert. Früher hat man ja auch andere Sachen über Grootberg gelesen. Das scheint Vergangenheit zu sein. Ganz toll und ein dickes Danke !
Wir unterhalten uns weiter gut und verabschieden uns nach einem fröhlichen Abend ! Das Bett ist bequem und wir schlafen schnell ein.
Teil 2726. Nov. 2017
23.09.2017 Grootberg Lodge nach Hoada Campsite
Um 07:10 wachen wir durch die abreisenden Nachbarn auf. Über dem Tal liegt der Dunst. Gegen 08:30 räumen wir dann mit etwas Wehmut den Bungalow. Hier kann man es länger aushalten.
Das Frühstück ist gut. Nach einem Omelette machen wir es uns am Pool bequem.
Beim Reisebericht schreiben und Vögel fotografieren
Mountain Chat
Rosy-faced Lovebird
Speckled Pigeon
genießen wir die tolle Sicht und die Ruhe.
Alle anderen Gäste sind weg und es herrscht Stille.
Es grummelt uns beiden etwas im Magen, aber nicht schlimm.
Der Jack Russell der Eigentümer heißt „Leopard“ auf Landessprache und macht seinem Namen alle Ehre.
Grootberg ist genau unser Ding ! Aber der Höhepunkt des Tages steht uns noch bevor ! Heute treffen wir endlich Ingrid und Helmut ! Aber wann ? Wir hatten nur kurzen Funkkontakt und haben keine Zeit ausgemacht….
Also Brechen wir gegen 13:15 auf in Richtung Hoada.
Vorsichtig geht es die steile Abfahrt herunter und dann in Richtung des sehr nahen Hoada.
Ob Franzicke und der Ranger bereits da sind ? Wir sind fast ein wenig aufgeregt…. Unser kleines Abenteuer beginnt nun….
Teil 2828. Nov. 2017
23.09.2017 Ankunft in Hoada und Treffen mit Franzickes
Als wir um zehn vor zwei an der Rezeption in Hoada anhalten steht ein zuerst einsamer Bushlore-Landcruiser dort. Zuerst einsam, weil wenige Sekunden später ein bestgelaunte Ingrid gefolgt vom Ranger auf die Bildfläche tritt.
Was freuen wir uns ! Eine herzliche Begrüßung und ohne Absprache fast eine Punktlandung. Dann geht es dem Camp-Attendant hinterher in Richtung der Capsite.
Und die gefällt uns ausgesprochen gut !
Helmut baut die Markise auf, denn es ist Ende 30 Grad und völlig windstill.
Selbstredend war die ultralange Anreise so anstrengend, dass nur ein Icecold Beer hilft.
Es gibt viel zu erzählen. Ingrid und Helmut hatten nur ganz kurz Zeit für die Anreise und die Einkäufe.
Zudem haben sie noch allerlei Köstlichkeiten für uns mitgebracht. Wir werden in den nächsten Tagen mal wieder allerköstlichste Lebensmittel und den ein oder anderen netten Wein zusammen vernichten. Denn das können wir vier alle in etwa gleich gut und konnte das schon das ein oder andere Mal unter Beweis stellen !
Was echt total nervig ist, sind die Mücken. Permanent surren einem 10 – 20 Mini-Fliegen um den Kopf und setzen sich in die Augen, in die Ohren und vor allem in die Haare.
Also Flucht zum Pool, wo alle Liegen belegt sind.
Und es ist sehr, sehr heiß. Also wieder zurück in den Schatten. Wir bekommen Besuch von einem sehr fröhlichen Mädchen und ihrer Mutter.
Dann schmeißen wir den Grill an und merken gleich, dass die Teamarbeit bei den Vorbereitungen völlig unstressig und unkompliziert verläuft. Das sollte bis zum Ende so bleiben. Es wird schnell dunkel und wir lernen Wolli kennen. Ein total knuffiger Käfer, der sich immer wieder auf den Tisch setzt.
Unterbrochen von einer Gesangseinlage der Camp-Betreiber
genießen wir den ersten gemeinsamen Abend mit lauter Köstlichkeiten und kurzweiligen Gesprächen.
Wo wir morgen wohl landen ? Wild Campen ! Wir, das dekadente Bankerpack ? So nennen uns liebevoll unsere Nachbarn und Freunde ! Aber das ist eine andere Geschichte. Gute Nacht Ingrid, gute Nacht Helmut, gute Nacht Kerstin….. gute Nacht Afrika !
Teil 2928. Nov. 2017
24.09. 2017 von Hoada über Palmwag und Sesfontein in den Hoanib und Ganamub
Nach einer Nacht mit gutem Schlaf kommt so gegen 7:00 Uhr Bewegung in die Kleinst-Reisegruppe.
Die erfahrenen Camper aus dem mondänen Stutti haben das hochwertigere Material. Ratet mal, wem der Aufsatzkaffee-Filter gehört und wem der Outdoor Gourmet Kaffee ? 😉
Aber im Ernst, die Franzicke Variante ist schon sehr cool. Allerdings hat die morgendliche Kaffee-Brüherei für mich etwas meditatives.
Nach einem netten Frühstück und einer Dusche steigt die Spannung. Heute ist es soweit ! Zuerst nach Palmwag zum Permit-Kaufen und (hoffentlich ) Tanken und dann über Sesfontein in den Hoanib. Voller Vorfreude verlassen wir die schöne Campsite. Wären nur die elenden Mücken nicht dort gewesen…
Erneut geht es über den Grootberg Pass
Und durch schöne, weite Landschaft
Und an einem Schwarzstorch vorbei in Richtung Palmwag.
An der Tanke ist unser aller Laune lustig, euphorisch! Der Tankwart muss das aushalten!
Den Wüstenstaub auf dem Tankstellenschild nutze ich zu einer kleinen Widmung.
Dann noch in die nahe Lodge zum Permit und Feuerholz kaufen.
Die Lodge macht einen schönen Eindruck.
Das Personal an der Rezeption allerdings nicht.
Dann nehmen wir die Funkgeräte in Betrieb.
Als Teen hatte ich mal ein Funkgerät und den Namen „Ozelot1“ ! Als ich das Ingrid und Helmut erzähle, versuchen die beiden höflich zu bleiben….
Ozelot 1 ist doch total cool, oder ?
Egal, weiter geht es in Richtung Fort Sesfontein.
Die Erinnerungen an unsere Reise in 2013 werden nun aufgefrischt. Die Landschaft ist grandios.
Dann erreichen wir Sesfontein.
An der Tankstelle gibt es Diesel. Das ist schon einmal eine gute Nachricht, denn so müssen wir in Purros nicht nachtanken.
Bei veritabler Hitze (Ende 30 Grad) betreten wir das Fort Sesfontein.
Hier schmieden wir Pläne für den Rest des Tages, trinken einen Rock-Shandy,
kühlen die Fahrer-Waden ab
und dann geht es los zu unserem Highlight der Reise…..
Teil 3030. Nov. 2017
24.09.2017 Fort Sesfontein in den Hoanib und Übernachtung im Ganamub
Einige Kilometer nach unserer Abfahrt aus Sesfontein biegen wir nach links ab in Richtung Hoanib.
Wir hatten uns gemeinsam für diese Strecke entschieden, obwohl wir vom Bull Dust gehört hatten. Aber so lernen wir selbigen auch endlich einmal persönlich kennen. Gleich am Anfang geht es in einen recht unübersichtlichen Sandkasten mit tief ausgefahrenen Spuren in großer Anzahl über.
Wir fahren mit 2,2 Bar auf den Reifen in diese Sandkiste hinein. Wir sind zwar schon ein wenig im Tiefsand herumgefahren, aber das hier ist für uns eine neue Erfahrung. Bilder sind keine entstanden, wir waren zu angespannt. Aber unser Automatik Hilux 3 Liter Turbodiesel stellt sich als sehr zuverlässiges Gefährt heraus. Ganz locker stellt er immer den richtigen Gang und ausreichend Drehmoment zur Verfügung. Franzickes fahren etwas weiter links und ziehen eine Staubfahne hinter sich her.
Wir müssen mehrmals mit den Scheibenwischern eine dicke Staubschicht von der Windschutzscheibe wischen.
Dann wird der Sand fester
und wir erreichen eine weite, sandige Ebene, in der gerade ein gespenstischer Sandsturm tobt.
Eine abgefahrene Stimmung. Ein unfassbar intensives Erlebnis und auch ein wenig spannend !
Um uns herum versuchen einige Giraffen Schutz vor dem Wind zu finden.
Wir halten neben Ingrid und Helmut an und sind alle ganz von den Socken !
Dann müssen wir weiter und erreichen etwas später das Gate. Zwei nette und cool aussehende Jungs kontrollieren unser Permit.
Dann geht es an Elephant Song vorbei in den grünen Hoanib hinein.
Der hat unerwarteter Weise noch Wasser!
Und Wasservögel.
Three-banded Plover
Blacksmith Plover
Anfangs bin ich ganz froh, dass Helmut mit seiner größeren Offroad-Erfahrung vorfährt.
Es geht durch eine etwas tiefer ausgefahrene, sehr wackelige Wasserpassage durch traumhaft schöne Landschaft.
Und es ist viel grüner, als gedacht.
Dann erreichen wir eine nicht fotografierte Stelle, an der auch Bele, Matte und die Muckels das Flussbett des Hoanib verlassen haben und im rechten Winkel eine Böschung hoch mussten. Helmut versucht den direkten Weg hoch, das ist aber zu steil. Dann wird es wieder sandiger.
Inzwischen ist mein Gefühl für das Auto aber besser geworden und das Vertrauen steigt. So langsam macht es mir richtig Spaß !
Die Landschaft wird immer schöner !
Dann erreichen wir die Poort ! Der Name war für mich immer mystisch….
Und bleibt es auch.
Da Kerstin etliche Fotos macht, entwischt uns Franzicke. Wir wollten nach der Poort in den Ganamub nach rechts abbiegen und uns einen Übernachtungsplatz suchen. Die Ausfahrt finden wir überhaupt nur Dank der im Navi zu Hause bereits eingegebenen Wegpunkte aus Basecamp. Eine ganz bequeme Lösung. Die Ausfahrt ist praktisch nicht zu erkennen und ich gehe zu Fuss auf die Suche nach einer Fahrspur…. Mit Erfolg.
Dann kommen Franzickes zurück.
Ozelot 1 hat den Ranger-Cruiser in seinem unaufhaltsamen Vorwärtsdrang gebremst. Und so geht es mit etwas Spannung im Bauch in den Ganamub hinein.
Dort treffen wir direkt auf Giraffen, die direkt neben dem Auto an den Büschen fressen.
Kerstin und mir kommt fast zeitgleich der Gedanke, dass eine nach links abgehende Fahrspur vielleicht zu einem Übernachtungsplatz führen könnte. Kerstin läuft vor, ich folge zu gleich mit dem Auto.
Die Spur führt uns zu einem leicht erhöhten Übernachtungsplatz unterhalb eines kleinen Berges mit einem Out of Africa Blick erster Klasse !
Franzickes sind nun auch da und ebenso begeistert. Eine Feuerstelle gibt es auch schon. Also installieren wir uns.
Helmut kommt zurück von der Buschtoilette und meint in seiner unnachahmlich trockenen Art und hessischem Dialekt „ Ei da hinne hadds sogar ne Toiledde! Eschdd jeddsd!“
In 100% unkomplizierter Teamarbeit entsteht das Abendessen. Schaut auf die Flasche : Magic 😎 😉
Ingrid zaubert eine Gourmet-Salat (Majmmjam) hin,
der Wein (Chocolate Block und Diemersfontein Pinotage) wird entkorkt,
viele Fotos gemacht und dauernd von unserem Glück geschwärmt !
Ich baue mein Stativ auf, um Fotos von uns vieren zu machen. Der Tiefsand erschwert meinen Spurt. Wir lachen viel….
Leider auf meine Kosten ! 😉 😉
Langsam wird es dunkel, das Lagerfeuer lodert
und vier glückliche Seelen sind am Ende eines tollen Tages traurig, dass man dann doch irgendwann Müde wird.
Teil 3102. Dez. 2017
25.09.2017 weiter durch Kaoko durch den Ganamub zu Signal Hill
In der letzten Nacht musste ich wie gewohnt einmal auf Toilette. Etwas unheimlich fand ich es schon, als ich mit Taschenlame und Unterhose in die stockdunkle, kühle Nacht ging. Geschlafen haben wir wieder sehr gut im Dachzelt. Durch die Fliegengitter kommt viel Frischluft und das liebe ich. Mit Zusatzdecke und den Schlafsäcken wurde es uns wieder nicht kalt.
Am Morgen wird uns allen noch einmal bewusst, an welch schönem Platz wir hier gelandet sind.
Ingrid und Helmut sind auch wach und jeder stapft irgendetwas erledigend in der Wüste herum.
Ich gehe auf Erkundung auf den von Helmut entdeckten Klo.
Er ist etwas erhöht in den Fels gebaut.
In einer zerbröselten Tupperdose liegt ein Gästebuch von 2008. Ich blättere während meines Vorhabens darin herum. „Still one of the best settings für a sitting“ hat jemand geschrieben.
Ich lache ! Schon verrückt…. Jemand hat zwei Haken für eine Hängematte in den Fels getrieben.
Dann gibt es Frühstück.
Bei unseren knallbunten Tischdecken ist man sofort wach ! Wenn Ingrid ihre Tischdecke ausbreitet (in Afrika ist sie sehr schön, in Deutschland dürfte der Einsatz problematisch sein ) sagt sie grinsend „Schiraff!“ und jedesmal Lachen wir und wiederholen „Schiraff“.
Helmut versucht Ingrids defekten Beifahrerfensterheber zu reparieren. Aber der Inscheneur hads schwör. Gestern hat Ingrids elektrischer Fensterheber den Geist aufgegeben Im sandigen Flusbett echt nervig.
Nach dem gemütlichen Frühstück an diesem schönen Platz gönnt Helmut sich eine Belohnung.
In Hoada hatten Kerstin und ich uns mit Peaceful Sleep eingenebelt. Helmut bekam einen Hustenkrampf und behauptet bis Ende des Urlaubes steif und fest, wir seinen Schuld ! Niemals ! Die Stinkezigarre (Helmut wird mich hassen) 😉 😘 ist der Verursacher des Katarrhs !
Dann brechen wir mit gleichzeitiger Wehmut und Vorfreude auf zu unserer Fahrt durch den Ganamub.
Er ist recht einfach zu fahren, grüner als gedacht und landschaftlich ein Traum.
Blumen blühen, knorrige Bäume einzelne Giraffen….
Wir lassen uns treiben und gehen es gemütlich an.
Herrlich, unglaublich !
Dann erreichen wir die D3707.
Einige Kilometer geht es diese nun entlang bis zur Abzweigung in Richtung Signal Hill.
Dort denken wir an einige liebe Forumsmitglieder, die uns zu unserer Route mit inspiriert haben.
Übernachten wollte ich (wir) hier aber eher nicht. Die D3707 ist sehr nahe.
Wie immer formuliere ich etwas unsauber „der Platz hier ist mir doch etwas zu öffentlich!“ OK, ich denke darüber nach !
Wir klettern auf die Felsen und genießen die Aussicht.
Es geht etwas Wind und um uns herum nur endlose Landschaft, Ruhe und einige Springböcke.
Das Telefon bringt willkommene Abwechslung. Ingrid telefoniert lange mit einer Freundin.Kerstin dann auch. Irgendwelche Frauenthemen werden vermutlich besprochen…..
Wictige Planungsarbeit wird verrichtet ! Puuuuh !
Weiter geht es dann in Richtung Obias. Den Fearless Pass lassen wir erst einmal aus. Mal schauen, wo es uns heute Nachmittag hin verschlägt…….
und Kerstin hat gerade Krügercamps für Ende Oktober 18 gebucht. Wird wieder nix mit Afrika-frei 😎 😎
Teil 3202. Dez. 2017
25.09.2017 Signal Hill über den Obias in den Hoanib und weiter in den Sawurogab
Die Strecke durch den Obias bis zum Hoanib (Zig Zag) ist gar nicht so weit und einfach zu fahren.
Aber dafür traumhaft schön. Ingrid und Helmut fahren vor.
Weite, Einsamkeit und Feenkreise….
Dann geht es in eine Art Schlucht hinein. Sehr eng uns felsig. Ich kann ja nicht andauernd schreiben, dass es wunderschön ist…..
Wir erreichen wieder den Hoanib und biegen nach rechts ab.
Streng genommen hätten wir da gar nicht herien fahren dürfen, denn in Palmwag hatte man unser Permit irrtümlich nur für einen Tag ausgestellt. Aber was sollen wir machen ? Wir gehen das Risiko ein und fahren durch den Hoanib bis zum Sawurogab. Und treffen dort auf einen Wüstenelefanten. Er steht auf der Böschung und ist tiefenentspannt. Wir sind es auch !
Die Landschaft ist weit. Übrigens haben wir seit unserer Einfahrt aus Sesfontein nur ein einziges Auto gesehen. Das war am Signal Hill, als ein Landcruiser eines Reiseunternehmens vorbeifuhr. Upps, da steht doch eines. Ein liegen gebliebenes Gamedriveauto. Der Fahrer bedankt sich für unser Hilfeangebot.
Ein andres Fahrezeug ist bereits unterwegs, um ihm zu helfen. weinge hundert Meter weiter der nächste Elefant.
Da es so langsam Zeit für einen Übernachtungsplatz ist und im Hoanib Campen verboten ist, biegen wir in den Sawurogab ab.
Dort folgen wir nach kurzer Fahrt einfach irgendwelchen Spuren nach rechts. Die gegend hier ist wesentlich trockener und steiniger, als im Hoanib. Letzendlich landen wir an einem Platz, der uns letztendlich auch super gefällt. In Sichtweite laufen einige Strausse und Springböcke herum. Eine Feuerstelle gibt es auch wieder.
Oben vom Hügel aus hat man eine phantastische Aussicht auf den Sawurogab und unser Camp.
Schiraff ist auch im Einsatz.
Sehr zufrieden bereiten wir bei lecker Kaltgetränken das Braii vor.
Und das gelingt wiederum sehr gut.
Wir reden darüber wie gut es uns geht, hier in der Einsamkeit all diese köstlichen Lebensmittel geniessen zu dürfen.
Leider wird es viel zu schnell dunkel.
Wir spinnen Afrikalatein und sind sehr gut drauf. Es ist stockdunkel und Dank der Kaltgetränke herrscht eine ausgelassene, fast unafrikanische Stimmung.
Plötzlich springt der Ranger aus unersichtlichem Grund auf, läuft in die Dunkelheit und ruft: „Heeeeeey, Heeeeey!!!“. Jetzt tickt er aus, denke ich ! Dramatisch, wie Alkohol Menschen verändern kann. Aber ich tue dem Ranger Unrecht ! Wir leuchten mit der Taschenlampe in die Dunkelheit, wo ein Rascheln zu hören ist ! Ein Kapfuchs zerrt wie ein Wahnsinniger an unserem Müllsack herum !
Erst nach mehrmaligem Rufen und Hinlaufen lässt er ab und verschwindet in der Dunkelheit. Ich fand sie Szene so lustig, dass ich noch mehrere Tage lang Lachen muss, wen ich daran denke. „Fuchs, Du hast den Sack gestohlen, eben!“ Dann ruft aber auch so langsam das Dachzelt ! Wieder solch ein schöner Tag!
Gute Nacht Afrika ! Ingrid, kommst Du hinterher ? Überholst Du mich wieder ?
Teil 3305. Dez. 2017
26.09.2017 Vom Ganamub über den Hoanib durch den Tsuxub und Puros Canon nach Puros
Die Nacht war gemütlich. Nach dem Aufstehen muss ich erst einmal mit dem Spaten um die Ecke um….. na Uhr wisst schon ! Hier hat es nicht mal ein Plumpsklo !
Nach dem Frühstück brechen wir auf und fahren zurück in den Hoanib.
Hier muss irgendwo das Mudorib Wasserloch sein. Das weiß auch ein Wüstenelefant.
Und etliche Giraffen (nicht Schiraff).
Kein schlechter Anfang des Tages….
Der Hoanib ist hier recht weitläufig.
Was soll ich schreiben ? Es ist wieder ein Traum !
Knorrige Bäume….
Oryxe
Springböcke
sandige Berghänge….
Kurz vor der Amspoort Gorge verlassen wir das Riverbed des Hoanib und stehen auf einer sandigen Ebene.
An einem Schild halten wir an und tauschen uns über unsere Begeisterung aus !
Es geht jetzt am Tsuxub entlang.
Diese Gegend gefällt mir besonders gut !
Die Pad ist gut zu fahren und wir gleiten durch die Weite Namibias.
Die kurze Anspannung der ersten Kilometer im Hoanib am ersten Tag mit Bulldust, Uferböschungen und ausgefahrenen Wasserdurchfahrten ist weit weg. Hier können wir ganz entspannt genießen. Franzicke und Ranger übrigens auch. Schaut sie Euch an !
Dann geht es in eine endlos wirkende Steinwüste hinein und da sind sie.
Die völlig unerwarteten Stars des Tages. Erdmännchen…
HIER !!!
Wie die Franzickes hinter uns trauen wir uns nicht, unser Auto zu bewegen.
Sogar einen (bisher unbestimmten) Vogel sichten wir in einem nahen Gebüsch.
Teil 3407. Dez. 2017
26.09.2017 Tsuxub über Purros Canon nach Puros
Dann geht es weiter durch die hier besonders endlose Weite des Kaokoveldes.
Ich mag dieses Nichts mit seiner Stille und den nicht enden wollenden Steinflächen.
Einige Male wird angehalten und gestaunt !
Sogar Fata Morganas hat es hier !
Die Strecke ist einfach zu fahren.
Vorbei am New Schoemans Camp erreichen wir das tiefsandige Flussbett des Hoarusib.
An Springböcken vorbei geht es in den Purros Canon.
Seit unserem Besuch in der Okahirongo Elephant Lodge in 2013 wollten wir hierher zurückkehren.
Und er ist noch so schön wie damals.
Bei einer Pause mit frischem Kaffee tauschen wir wieder unsere Begeisterung aus !
Dann geht es durch die enge, steinige, einsame Schlucht.
Ant-eating Chat
Raubi
Paparazzi (an der Tarnung müssen sie noch arbeiten)
Immer wieder geht es durchs Wasser….
an Kühen vorbei….
Three-banded Plover
Fiscal Shrike
Cape Wagtail
Natürlich sind wir wieder zu spät dran, als wir vor diesem Elefanten stehen.
Er wälzt sich im Sand rum und hält sich nicht so weit von der Pad entfernt auf. Wir warten etwas, bis Helmut sich im nähert und stehen bleibt.
Es dauert einige Zeit, dann liegt der Elefant tatsächlich auf der Seite im Gebüsch. Die Chance lässt sich der Ranger nicht entgehen und fährt todesmutig vorbei.
Dann steht der Eli wieder. Mir ist nicht ganz wohl und so entscheide ich mich mit Zustimmung von Kerstin für eine Umfahrung durch etwas unübersichtliches Gelände. Aber es klappt und der Weh nach Purros ist frei.
Vorbei an einem weiteren Wüsteneli verlassen wir das Flussbett des Hoarusib.
Der Lancruiser von Franzickes kommt im ersten Versuch nicht die Böschung hoch und rutscht etwas quer rückwärts herunter. Wir müssen an die Panthers mit ihrem „ganz schön schräg“ denken. Aber im zweiten Versuch und mit etwas mehr Anlauf ist es kein Problem. Bei uns leuchten inzwischen alle Warnlampen auf, die irgendetwas mit Fahrwerk und Bremsen zu tun haben.
Leider sind wir so spät, dass wir die schöne Landschaft hier in Purros gar nicht so richtig genießen können
und erreichen das Camp.
Und das liegt sehr urig im Schatten hoher Bäume. Wir installieren uns und sind von der langen Fahrt etwas platt.
Aber es war wieder ein herrlicher Tag. Zur Belohnung hüpft sogar noch eine Erstsichtung vor die Linse, ein Bare-cheeked Babbler.
Über die Weiterfahrt sind wir uns nicht ganz einig. Unser Auto macht uns wegen der Warnleuchten Sorgen. Vielleicht ist nur irgendetwas feucht geworden und morgen erledigt sich das Problem von selbst ! Und was Hilft im Urlaub gegen Probleme ? Natürlich lekker Grillfleisch und hochwertiger, südafrikanischer Rotwein.
Teil 3509. Dez. 2017
27.09.2017 Puros durch den Hoarusib, und Khumib nach Etaambura
Die Nacht im Dachzelt war wieder sehr lauschig.
Mit etwas gemischten Gefühlen setze ich mich ans Steuer und schaue, was unsere Lichtorgel macht. Alle noch da, so ein Mist.
Nach einer Tasse Kaffee, fahren wir erst einmal alleine in Richtung Purros, wo es besseren Empfang gibt, gerade, als ich beim Autovermieter anrufen will, erlischt die Lichtorgel am Armaturenbrett. Alles wieder normal, yeah ! Uns fällt ein großer Stein vom Herzen. Also zurück ins Camp und schonmal die Rechnung bezahlen. Der Angestellte bestätigt uns nun auch noch, das die Strecke durch den Hoarusib nach Norden gut zu fahren sei. Frohen Mutes kehren wir zurück zu den Franzickes. Ok, wir können die Strecke fahren !
Sofort entsteht bei allen eine frohe Aufbruchsstimmung. Eigentlich schade um diesen schönen Campground. Hier hätte man es länger aushalten können und die schöne Gegend um Purros ist etwas an uns vorbei gegangen. Aber für eine urige Buschdusche ist noch Zeit !
Und so geht es durch das breite Flussbett des Hoarusib in Richtung Norden.
Tiefsandige Stellen wechseln sich mit Passagen ab, wo wir nicht so genau wissen, welches die vielversprechendste Spur ist.
Wir wechseln uns völlig ohne Diskussion und ganz einvernehmlich immer mal mit der Führungsarbeit ab und genießen die Weite !
Eine große Gruppe Giraffen wartet auf uns.
und noch eine
Etwas weiter wird es dann richtig unüberichtlich.
Kerstin steigt aus, läuft ein Stück und zeigt uns den Weg.
In der Nähe leben Menschen.
Dann kommt ein heftiges Stück Tiefsand. Wir sind vorne und das sollte sich als gut erweisen ! Unser tapferer Hilux zieht die erste Spur. Die alte Fahrspur ist nur noch zu erahnen. Und er hat Mühe, durchzukommen. Aber die Automatik ist einfach toll ! Gerade so schaffen wir es und bleiben auf einem steinigeren Teil stehen. Helmut steckt hinter uns fest.
Er ist die ganze Zeit schon nicht mit der Motorleistung zufrieden. Wir haben auch bewusst keine Luft abgelassen, weil es auch imme wieder steinige Passagen gibt. Wir fahren mit 2.2 und Franzickes im schwereren Auto mit 3.0.
Schnell ist der Bergungsplan entwickelt. Ich fahre auf dem steinigen Teil so nahe wie möglich an Helmut heran. Dann kommt die Winch zum Einsatz. Helmut bedient sie mit der Fernbedienung selbst, während wir alle herum stehen und gut gemeinte Tipps heraus brüllen.
Im Nu ist das Auto frei und erleichtert geht es weiter !
Das Navi zeigt uns wenig später die ziemlich steile und ausgefahrenen Stelle, an der wir dem Hoarusib Tschüss sagen und nach Norden in eine weite, steinige Fläche abbiegen.
Wir halten und ich gehe einer meiner Lieblingsbeschäftigungen nach. Steine suchen! Es ist so geil hier !
Ewige Weite und Millionen Steine !
Teil 3610. Dez. 2017
27.09.2017 Puros durch den Hoarusib, und Khumib nach Etaambura
Aber die Zeit drängt. Es geht immer etwas ansteigend bis zu einer Art Pass.
Die Landschaft ist nun ganz anders als unten im Hoarusib. An dem Pass begegnet uns eine namibianische Männertour, die aus einem gigantischen Kühlschrank eiskaltes Windhoek drinken !
Es geht weiter in Richtung der Himba Sphinx.
Rechts neben dem Weg rennt eine Erstsichtung weg, die Double-banded Sandgrouse.
Dann passieren wir die Himba Sphinx
und entdecken mitten auf einer Abzweigung einen Zettel, der von einer Art Schnitzeljagd zu stammen scheint
Und passieren dann ein sehr abgemagertes Oryx Kalb, das sicher kein gutes Schicksal hatte…. Sehr traurig !
Dann werden wir von dem ersten Steinmännchen abgelenkt.
Kerstin steigt hoch und macht diese wie ich finde irren Fotos !
Nun führt uns der Weg (wer kommt auf die Idee, hier eine Fahrspur zu ziehen ?) langsam hinunter zum Khumib.
Auch hier endlose Weite…
Und immer mal wieder bewohnte oder unbewohnte Himba-Krals.
Nach einer Vesper erreichen wir das zweite Stein-Männchen.
Inzwischen zieht sich die Strecke ganz schön !
Nach der Passage einer weiteren, sandigen Ebene
erreichen wir die rustikale Auffahrt nach Etaambura und werden oben sehr herzlich von Henry empfangen.
Teil 3710. Dez. 2017
27.09.2017 erster Abend in Etaambura
Ingrid und Helmut beziehen die 1, wir die 2 und dann sitzen wir auf der Out of Africa Terrasse leicht erschöpft, aber doch begeistert bei einem icecold beer !
Etaambura ist noch schöner, als wir es uns vorgestellt hatten. Und wir sind die einzigen Gäste.
Dann wird es Zeit zur schnellen Körperflege
und dann zu einem Sundowner an einem perfekten Platz,
mit perfekter Stimmung
und einem perfekten Kaltgetränk
Schmacht !
Ingrid zaubert mit Hilfe von Kerstin später ihre sehr leckere Gemüße Pasta.
Und so geht leider auch dieser schöne, aber anstrengende Tag zu Ende.
Teil 3811. Dez. 2017
28.09.2017 Etaambura Himba erster Teil
Da unser Ausflug erst um 11:00 Uhr startet, lassen wir es auf dem Balkon langsam angehen. Etwas weiter unten (extreme Ausschnittsvergrößerung) tummeln sich die birds.
Rosy-faced Lovebird
Rüppels Parrot
Pririt Batis
Auch Felsenratten und Dassies sind unterwegs.
Dann treffen wir uns zum selbst zubereiteten Frühstück, während die Lovebirds in Massen zur Vogeltränke kommen.
Bis 11:00 lassen wir es alle gemütlich angehen.
Dann steigt Henry bei uns ein und nimmt auf der nicht vorhandenen Rückbank Platz.
Er lotst uns über einen nicht vorhandenen Weg nach einiger Fahrerei zu einem Platz, zu dem wir niemals alleine gefunden hätten.
Ok, aussteigen und mit gemischten Gefühlen hinter Henry herstapfen.
Während Ingrid und Helmut bei den Jungs und den Ziegen bleiben, laufen wir hinter Henry zu der Wasserstelle.
Anfänglich haben wir Probleme, auf die zwei im Schatten sitzenden Himba-Damen zuzugehen.
Eigentlich mag ich dieses Menschen-Watching nicht so sehr.
Dann kommen Ingrid und Helmut hinterher.
Sie sind auf zwei Himba Frauen getroffen und bereits sehr begeistert. Helmut ist zum Paparazzi mutiert und fotografiert sich in einen Rausch 😉
Da Henry uns bei der Kontaktaufnahme zu den Himbas hilft, lockert sich die Situation langsam auf.
Wie schön und stolz diese Menschen sind !
Wir waren in 2013 ja schon einmal mit Marius Steiner bei den Himbas. Aber dieses Mal ist es wieder ganz anders.
Dann kommen die 2 jungen Frauen, die Franzickes vorher bereits getroffen hatten. Sie sind wirklich wunderhübsch !
Helmut setzt sich neben sie und zeigt ihnen die Bilder.
Besonders photogen ist dieser kleine Junge, der so richtig posiert.
Die Frauen basteln Schmuck….
Gehen ans Wasserloch…
Henry wartet……. Und es ist heiß.
Dann gehen wir alle in Begleitung der beiden Himbadamen zum Auto zurück.
Wir hatten Maismehl und Zucker gekauft und geben ihnen noch zu viel gekaufte Milch.
Ganz am Ende sind die beiden dann auch froh, wieder ihre Ruhe vor uns zu haben. Ich versuche mir vorzustellen, was sie über uns denken.
Zwischendurch habe uns die stolzen Frauen immer so druchdringend angeschaut. Und zwar direkt und ausdauernd genau in die Augen. Den Blickkontakt habe dann immer ich unterbrochen. Und konnte ihn nicht deuten..
Henry will zurück nach Etaambura, aber Kerstin bittet ihn, doch mal im Dorf nachzuschauen.
Teil 3913. Dez. 2017
28.09.2017 Etaambura Zweiter Teil Himba Dorf
Wir halten zwischen einigen weit verstreuten Hütten an und steigen aus.
Einige Männer essen aus einem Wassereimer in Salz gepökeltes Rindfleisch……
Nein Danke, ich esse lieber nichts ! Vermutlich würde mir das das Leben kosten !
Da wir etwas Schmuck kaufen möchten, breiten die Frauen ihre Handwerksarbeiten auf einer Decke aus.
Sie finden auch Interesse an uns und stellen einige Fragen. Wie alt Helmut ist ? Bei der Antwort lachen sie alle. Warum nur ?
Diese Begegnung ist gänzlich enstpannt.
Die Frauen strahlen eine ungemeine Würde aus und sind auch interessiert an uns.
Wir kaufen einige Schmuckstücke. Die Männer stehen etwas Abseits. Einer von ihnen arbeitet auch in Etaambura.
Vollgestopft mit Eindrücken kehren wir zurück, bedanken uns bei Henry und machen etwa Siesta.
Gegen Abend ruft die Pflicht ! Gin Tonic Verbrauchs Trinken !
Mit ein wenig Wehmut ! Es ist die letzte Nacht in Etaambura…… Und deswegen Zeit, noch einmal einen kurzen Blick auf die 4 Teilnehmer der Tour zu werfen.
Ich weiß gar nicht mehr, was wir gegessen haben. Aber es war wieder ein stimmungsvoller Abend an diesem wunderschönen Platz.
Teil 4016. Dez. 2017
@Jaffles
Ich finde die Bilder wahnsinnig eindrucksvoll
Danke Claudi, Euch uch ein schönes Wochenende 😘
Nachtrag zum letzten Teil. Meine Esmerlda meinte, ich habe zwei Bilder vergessen 😐 😉
Teil 4116. Dez. 2017
29.09.2017 Etaambura nach Opuwo – Navihörigkeit ist nicht immer gut
Mit Wehmut genießen wir ein letztes Mal die wahnsinnig tolle Lage und den Endlosblick in Etaambura.
Nur ungern denken wir an das Ende dieser phantastischen Reiseetappe mit den Franzickes. Zudem haben wir die Berichte von Diebstählen in der Opuwo Country Lodge im Kopf. Dort sind zwei Campsites gebucht, denn die Lodge war fully booked.
Gegen 10:00 Uhr geht es dann die Abfahrt hinunter.
Das letzte Mal in diese tolle Landschaft eintauchen….
Zwei Jungs kommen uns auf dem Esel entgegen
und schauen etwas konsterniert (warum hat Franzicke beschrieben)
Aus dem Augenwinkel sehen wir eines der Steinmännchen, leider zerstört.
Dann geht es zuerst steinig und dann sandig in Schlangenlinien durch einsame Landschaft.
Ab und zu ein Himba Kral. Wir sorgen dort stets für Aufsehen.
Da wir nach Navi fahren, macht sich keiner von uns so richtig Gedanken über unsere Route.
Es gibt ja hier nur die D3707 (denken wir). Das ist leider falsch 😉
Die Pad ist auch ganz gut.
Dann erreichen wir eine Abzweigung in der Nähe des Ortes Otjihaa.
Die Pad ist inzwischen sehr steinig und ungemütlich geworden.
Wir halten an und beratschlagen über die Weiterfahrt und die Position. OK, wir sind falsch gefahren. Viel zu weit nördlich !
Umdrehen und 30 Kilometer zurück, oder weiter fahren ins Ungewisse und die D2703 erreichen (50km). Wir entscheiden uns für Weiterfahren.
So richtig glücklich sind wir glaube ich alle nicht, denn wir haben keine Ahnung, auf was wir uns einlassen. Es geht zum Teil in Schrittgeschwindigkeit über Spitze Steine und hoch und runter. Irgendwann kommt bestimmt ein Trockenflussbett ! Das bleibt aber leider ein Wunsch.
Dann wird es gebirgiger. Die Strecke zieht sich endlos. Wenn jetzt ein fieser Pass kommt ? Oje. Dann geht es zweimal sehr steinig und steil den Berg herauf. In Untersetzung kein Problem, aber dass Reifen so etwas aushalten können !?!?
Nach den Pässen wird es wieder sandiger und es gibt Farmen. Ingrid ist sich sicher, dass die D3703 so eine Art Autobahn ist. „Ab hier ist da ist es nicht mehr schlimm!“, meint sie und wir lachen uns kaputt !
Himba Gräber.
Für die 50 KM Verbindung bis zur D3703 brauchen wir letztendlich 3 Stunden….
Ab Etango wird die Pad dann echt besser und dann sogar sehr gut.
Nach 5 ½ Stunden ohne nennenswerte Pause halten wir bei brütender Hitze am Straßenrand der D3703 an und Pausieren…….
Und sind erleichtert, dass wir dieses Gerumpel sicher hinter uns gebracht haben.
Und so zwischendurch. Zu Hause in Deutschland angekommen, habe ich noch vor dem Duschen gegoogelt, ob diese Strecke im Forum bekannt ist. Ist sie. Hier die Original Beschreibung von La Leona, die ja einen Sack mehr Offroad-Erfahrung hat, wie wir :
Und jetzt wieder zurück zur Reise. Gegen 17:35 Uhr erreichen wir nach 7 ½ Stunden Fahrt den Schmelztiegel Opuwo.
Teil 4219. Dez. 2017
30.09.2017 Opuwo nach Kamanjab Abschied von Franzickes
Ein letztes Mal treffen wir uns mit Ingrid und Helmut zum Frühstück.
Irgendwie sehen sie knapp frischer aus, als ich, oder ?
Der Angestellte am Pool ist sehr hart am Arbeiten !
Die Vögel gehen ihren Geschäften nach.
Dann checken wir aus und sichten nach einer Woche das Bundestags-Wahlergebnis und die Mails.
Und es heißt Abschied nehmen von den Franzickes und der schönen gemeinsamen Zeit im Kaokoveld. Wir sind mal wieder so etwas von vollgestopft mit der Vielzahl an Highlights und haben einfach eine tolle Zeit miteinander verbracht !
Wir bleiben noch etwas in der Lodge und schauen nach Vögeln.
Dann brechen auch wir auf in Richtung Filmhaus. So zu 100% überzeugt sind wir im Vorfeld nicht gewesen und sind sehr gespannt.
So sieht es in einem Buch aus !
Durch Opuwo geht es auf die Pad in Richtung Kamanjab.
Teil 4321. Dez. 2017
30.09.2017 Kamanjab Onjiwewe - Das Filmhaus
Da der Supermarkt in Kamanjab am Samstag schon zu hat, gehe ich in den ziemlich belebten kleinen Shop mit Metzgerei nebenan. Dutzende Farbige warten hier geduldig auf Bedienung. Ich kaufe Boerewors und einige andere Sachen.
Einige Kilometer hinter Kamanjab verlassen wir die Landstrasse und biegen in eine Farm ein.
Es ist etwas unübersichtlich, aber an so einer Art Rezeption werden wir empfangen und von einem sehr netten Farbigen (Jakobus) zum Filmhaus begleitet.
Zuerst sind wir etwas verunsichert. Einige Hauszelte stehen auf dem überdimensionierten Gelände vor dem Filmhaus.
Sind wir hier echt alleine ? Das Filmhaus selbst scheint riesig zu sein. Als wir auf der mittleren Ebene ankommen, verschlägt es uns die Sprache.
Das ist echt abgefahren.
Wer denkt sich so etwas aus ? Naja, eine Filmcrew.
Das Haus ist in riesige Felswacker integriert und komplett offen.
Das hat leider aber auch den Nachteil, dass die zahlreichen Dassies und Vögel hier auch gerne wohnen möchten. Und da diese nicht die Toilette benutzen, hinterlässt das seine Spuren.
Es gibt eine große Anzahl an verschiedenen Schlafzimmern und unzählige Sitzmöbel.
Unten ist ein Pool, den wir uns aber nur anschauen.
Eigentlich sind wir auch auf Selbstversorgung eingerichtet. Nein. Wir haben Vollpension gebucht, berichtet uns der sich über unsere Begeisterung freuende Jakobus. Wir machen es uns gemütlich, laufen etwas planlos durch das riesige Haus auf drei Ebenen.
Essen leckeren Kuchen…
Und fotografieren natürlich Vögel.
Um uns herum spielt sich das Farmleben ab. Dieses Bild dürfte Landy Fans das Herz zerreissen !
Auch einige Himbas laufen herum. Und wir sitzen oben in dieser Piratenburg.
Dann gibt es Essen. Drei Leute kümmern sich um uns. Sie sind alle sehr sympathisch.
Wir kloppen Sprüche mit dem einen von ihnen, während Jakobus und seine Kollegin eine gigantische Menge Essen am offenen Feuer anrichten.
Es ist so viel, dass wir Jakobus und die Kollegin zum Essen an unseren Tisch einladen. Jakobus sagt sofort ja, die Köchen isst etwas abseits. Und es schmeckt köstlich !
Die Atmosphäre ist total romantisch, denn Jakobus hat zig Fackeln angesteckt. Outstanding. Die Casimodos sind restlos begeistert !
Während des Sonnenunterganges braut sich am Horizont eine Gewitterfront auf.
Es wird sehr windig. Die beiden guten Geister verabschieden sich und lassen uns alleine.
Leider werden nun alle Fackeln ausgepustet und es fängt an zu regnen. Und die Blitze schlagen in der Umgebung ein. Der Blitzableiter an diesem höchsten Platz in der Ebene ist direkt neben uns. Wir flüchte in den Keller und sitzen in der Küche neben den Gasflaschen, während über uns die Welt unterzugehen scheint.
Urig aber auch ein wenig scary. Dann ist das Schauspiel vorbei und wir gehen ins obere Schlafzimmer ins Bett.
Alles ist offen und überall unbekannte Geräusche. Wir glauben, Warnrufe von Dassies zu hören. Warnen die vor Schlangen ? Bestimmt ! Wir schlafen nicht ein und haben beide (vermutlich völlig unnötig) ein schlechtes Gefühl. So richtig 100% sauber ist das bett auch nicht. Das Mosquitonetzt ist auch relativ klein. Sehr spät finden wir dann doch in den Schlaf….
Teil 4423. Dez. 2017
01.10.2017 Abreise Onjowewe Filmhaus und Himbatour
Etwas zu früh werden wir wach. Irgendwann haben wir dann doch Schlaf gefunden, nachdem Kerstin in Bett Nr. 2 abgewandert war.
Wir beobachten Vögel
und bekommen von Jakobus ein opulentes Frühstück. Aber wir sind von der kurzen Nacht doch etwas gezeichnet.
Kerstin erwischt einige schöne Vogelfotos.
Dann kommt die Farmersfrau mit ihrem behinderten Sohn und einigen Angestellten.
Sie ist ausgesprochen fröhlich und offen. Nein, Schlangen gibt es hier kaum. Und die Geräusche waren nicht vor Mambas Angst habende Dassies, sondern die große Eule, die Nachts immer auf einem Querbalken im offenen Wohnzimmer sitzt. Oha ! Also umsonst unwohl gefühlt. Die möchtegern Afrika-Cracks haben auf ihrer Reise Nr. 19 Angst vor Dingen, die es hier gar nicht gibt. Aber das ist ja irgendwie auch das Schöne, dass es immer etwas Neues gibt !
Aber jetzt los ! Einige hundert Meter weiter erreichen wir das Himba Dorf. Es ist wie erwartet etwas durchgestylt
und eine deutsche Busgruppe ist gerade angekommen.
Wir steigen aus und ich habe null Bock. Nein, Kerstin will nicht gleich weiter. Ich schon !
Für kurze Zeit werden wir Mitglieder der Busgruppe und ich hasse es !
Der Guide erklärt uns, wie man den Himbas guten Morgen sagt.
Und das tun unserer Gruppenmitglieder alle hintereinander. Auch ich komme nicht drumherum.
Dann verteilen wir uns im Dorf. Ich nutze das 70-200er, um Fotos zu machen.
Kerstin das Weitwinkel.
Und so entstehen nun doch einige schöne Fotos.
Himbafrau mit Handy
Aber eines ist klar. Das ist eine ganz andere Hausnummer, als in Etaambura oder vor einigen Jahren bei Marius in Camp Aussicht.
Dann brechen wir auf in Richtung Waterberge. Die letzte Etappe unserer Reise.
Während der Fahrt ziehen wir ein Fazit über das Filmhaus. Wir sind uns einig, dass es die schwerste Bewertung aller unserer Unterkünfte auf Afrikareisen ist.
Das Haus selbst ist architektonisch sagen wir mal völlig abgefahren und erinnert uns an Sachen wie Mad Max. Gigantisch groß mit zig Schlaf- und Sitzmöglichkeiten. Viele liebevolle kleine Details und Antiquitäten. In große Felswacker hineingebaut mit Blick in die Weite. Nette Vogelwelt. Unglaublich nettes und offenes Personal und Eigentümer. Unten sammeln die Himbas Holz. Auf dem Gelände ist ein kleines Dorf, in dem Angestellte und Himbas leben. Das Essen und der Service einmalig.
Der Wermutstropfen: Alles ist etwas in die Jahre gekommen. Und durch die offene Bauweise dürfte es fast unmöglich sein, das Inventar dauerhaft vor Wind und Wetter (das ist ja meistens gut) und vor allem vor dem Kot der ganzen Tiere zu schützen. Es ist also mehr oder weniger vollgeschissen. Im Schlafzimmer war das nicht der Fall. Uns wäre es lieber gewesen, wenn das Schlafzimmer geschlossen gewesen wäre. Aber vielleicht sind wir auch nur Schisser.
Das Filmhaus ist auf jeden Fall einen Besuch wert und ein einmaliges Erlebnis. Man muss aber auch ein klein wenig Leidensfähigkeit mitbringen und darf nicht penibel sein. Dann wird es zu einem Erlebnis, dass man nicht missen möchte. Und genauso ging es uns.
Teil 4525. Dez. 2017
01.10.2017 Fahrt zum Waterberg / Waterberg Plateau Lodge
Und so geht es weiter zu unserer letzten Station, der Waterberg Valley Lodge….. dachten wir zumindest !
In Outjo blühen die Jacarandas.
Die Fahrt auf Teer ist ereignislos. Nach der Abbiegung auf die C22 geht der Verkehr gegen Null. Einige Baboons genießen die Aussicht.
Kurz nach der nächsten Abbiegung sitzt dieser (sehr stark vergrößerte) African Hawk Eagle zuerst auf dem Baum und fliegt dann weg.
Die Gegend hier am Waterberg gefällt uns gut. Es hat offensichtlich geregnet.
An der Rezeption angekommen ist der Angestellte nach Vorlage unserer Buchung sehr still. Kein gutes Zeichen….. Er hat keine Buchung für uns in der Valley Lodge ! Was !?!? Er schaut und schaut und schweigt….. und sieht dann, dass man uns in die Plateau Lodge umgebucht hat. Aber die ist doch viel teurer ! Ja, aber nicht für uns. OK, dann sind wir einverstanden !
Es geht ein Stück die schmale Auffahrt hoch auf den Berg. Unsere Begeisterung ist zuerst nicht sehr groß, aber als wir dann unseren Bungalow gezeigt bekommen und diesen Blick sehen, sind wir nun doch happy.
Der Bungalow ist sachlich OK, aber ohne viel Flair.
Der private Plunge-Pool mit zwei Liegestühlen und diesem Blick macht das aber mehr als wett. Also machen wir es uns in den Liegestühlen mopsig.
Und Vögel gibt es hier. Bequem vom Liegstuhl aus zu fotografieren.
Scimitarbill (weit weg)
Grey-backed Camaroptera
Brubru
Cape Bunting
Black-backed Puffback
Wir sind begeistert ! Cool ! Dann geht es zum Restaurant zum Kaffee. Vom Kuchen bekommen wir nur Reste, dafür einen Platz draußen. Kerstin meint gerade „hier gibt’s irgendwelche seltenen Adler!“, als wir genau diese entdecken. Es sind tatsächlich stolze Verreaux’s Black Eagle. Wow !
Zufrieden lassen wir den Blick in die Ferne schweifen und sind etwas traurig, dass die Reise nun bald zu Ende ist.
Auf dem Rückweg zum Chalet hüpft dann noch eine Erstsichtung vor uns herum. Eine Short-toed Rock Trush !
Und so geht der Tag langsam zu Ende, währen wir am Pool Dassies beaobachten.
Das Dinner ist OK und ohne große Atmosphäre. Das Bettchen aber sehr bequem.
Teil 4627. Dez. 2017
02.10.2017 Ganzer Tag Waterberg Plateau Lodge
Ausgeschlafen und so spät wie möglich geht es zum Frühstück.
Das ist schon ziemlich ausgesucht. Die Angestellten hier wirken eher unmotiviert. Wenn wir den normalen Preis gezahlt hätten, wäre jetzt ärgern angesagt.
So richtig gemütlich ist das Restaurant auch nicht. Naja egal. Reine Nahrungsaufnahme.
Beim Rückweg ins Chalet hüpft uns dieser Rockrunner über den Weg. Erstsichtung !
Wir machen es uns wieder am Plunge Pool bequem und genießen das Leben und die Tierwelt.
Um 16.00 Uhr beginnt der gebuchtet Game Drive.
Ohne große Erwartungen zu haben, sammeln wir unten in der Valley Lodge einige Mitfahrer ein und fahren los.
Nach etwas ZigZag -Fahrerei und einigen Antilopen, Zebras und Giraffen
sollen wir aussteigen und laufen hinter diesem fröhlichen Guide hinterher in den Busch.
Dort stehen ganz relaxed 2 N….h…rner. Wir sind ihnen total Schnuppe.
Dann geht es zurück ins Auto und wir fahren weiter.
Sehr weit weg sitzt ein Woodland Kingfisher im Baum.
Etwas später treffen wir wieder auf 2 N..hö.. ner, eine Mutter und ihr Baby !
Toll anzuschauen.
Und so sind wir mit dem Gamedrive zufrieden und genießen den letzten Abend in Namibia und den letzten Sundowner.
Der Abend verläuft dann ereignislos. Das Essen ist OK und mit einem GlasWein machen wir es uns im Dunkeln noch einmal in den Liegestühlen am Chalet bequem.
Teil 4701. Jan. 2018
03.10.2017 Waterberg Plateau Lodge Windhoek und ab nach Hause
Ist leider wieder so weit ! Der Urlaub ist alle !
Gemutliches Frühstück, Sachen einräumen die Abfahrt herunter
Letzte Blicke auf das schöne Waterberg-Massiv..
Letzte birds…
Auch sie verabschieden sich
Auto abgeben bei Savannah
Und dann lassen wir uns von Shuttle Service wieder ins Stellenbosch bringen.
Dort killen wir gemütlich noch eine Flasche Weißwein und genießen die ruhige Atmosphäre.
Das Steak ist auch wieder super und die Nachbarin bekommt Papageienbesuch.
Dann holt uns das bestellte Taxi zum pünktlichen Air Namibia Flug ab.
Dort gibt es diesmal keinen Tee und Kaffee, weil das Drainage System kaputt ist. Also Air Namibia macht einem wirklich Sorgen….
Es kommt noch ein Fazit….. Ich sitze gerade im ICE von Passau nach Hanau…..
Teil 4802. Jan. 2018
Reisefazit:
Unsere achtzehnte Reise ins südliche Afrika war unsere erste mit dem Dachcamper. Da uns die Sache nicht ganz geheuer war, haben wir trotz der erheblichen Mehrkosten ein Mixreise aus Dachcamper, Lodges und Selbstversorgerunterkünften gemacht. Auslöser war die Idee von Franzickes, gemeinsam das Kaokoveld zu erkunden. Eigentlich hatten wir uns von der Idee zu solch einer Reise verabschiedet. Das hatte verschiedene private Gründe. Wir sind nicht die großen Draufgänger und merken, dass wir es im Urlaub zunehmend gemütlicher haben möchten.
Wir sind sehr froh, diese Reise genau so gemacht zu haben. Ti Melen in Windhoek war ein guter Platz zum Start in die Selbstversorgung und zum Ankommen, ohne dass es eine Traumunterkunft war. Wüstenquell war ein Traum. Ein absoluter Traum. Der Platz ist so speziell, da fehlen mir glatt die Worte ! Und vor allen Dingen perfekt zum Ankommen und Herunterkommen !
Was haben wir uns für Gedanken um die Spitzkoppe gemacht ! Unsere erste Dachcamper-Nacht ! Es war ein unglaublich schönes Erlebnis. Unsere Campsite war für uns die schönste ! Von den anderen Campern haben wir fast gar nichts mitbekommen. Und Der Platz war mystisch schön. Die guided Tour sehr interessant und eine Bereicherung.
Die Vingerklip Lodge war für uns eine Rückkehr zu den Erinnerungen aus dem Jahr 2002. Auch wenn wir den Ärger wegen des nicht reservierten Chalets auf dem Berg vergisst, bräuchten wir hierher nicht zurück. Für Erstreisende ist die Lodge toll gelegen. Mit Ausnahme des Reifenwechselteams (fröhlich, freundlich, sehr hilfsbereit) geht es zwischen den Reisegruppen anonym und sachlich zu. Das Essen auf dem Berg ist toll !
Etosha ! Hier fing in 2002 unsere Liebe zu den Wildtieren Afrikas an. Der sehr trockene Park ist in den Jahren wesentlich voller geworden. Erschrocken waren wir über die zahlreichen Verstöße gegen die Parkordnung. Die tollen Sichtungen und die Weite der Pfanne zusammen mit dem Wasserloch in Okaukuejo und dem tollen Chalet Nr. 13 in Dolomite haben uns dann aber wieder voll überzeugt…. Nein begeistert ! Die Tamboti Campsite in Onguma war uns zu eng. So Campen ist jetzt nicht so unser Ding. Trotz toller Infrastruktur und privaten Ablutions.
Die Grootberg Lodge ist nicht aus Zufall so lange vorher ausgebucht ! Allen alten Kritiken zum Trotz war es hier für uns der perfekte Aufenthalt. Sehr freundliches, persönliches personal. Das Lächeln blieb auch nach dem Umdrehen in den Gesichtern ! Chalet OK. Und die Location ist einfach der Hammer ! Zum Ausruhen und einfach dort sein ein Traum !
Hoada Campsite und das stimmungsvolle Zusammentreffen mit den Franzickes….. Toller Platz ! Bei uns nur sehr heiß und sehr nervige Mückenschwärme. So etwas hatten wir vorher niemals erlebt.
Der Kaokoteil ! Gott sei Dank hat uns Ingrid gefragt, ob wir das zusammen einmal machen. Dieser Teil der Reise gehört zu den absoluten Highlights all unserer Afrikareisen ! Das nächste Mal würden wir uns mehr Zeit nehmen und mehr Nächte in der Wüste verbringen. Wir haben uns zu viert und gerade mit den Franzickes sehr wohl gefühlt. Von der Fahrerei her war es nicht so schwierig, wie wir es uns vorgestellt haben. Alleine hätten wir im ersten Teil im Hoanib sicher mehr Nerven gelassen. Hier ist Helmut vorgefahren, bis wir das Grundvertrauen in unser Auto hatten. Die Abende am Lagerfeuer, die lauschigen Gespräche, Quatsch machen, ernsthafte Unterhaltungen und Schweigen (aber eher weniger) und am Tage die relaxte Fahrt durch diese traumhaften Landschaften……… Ein Geschenk, dass wir das erleben durften.
Zwischendurch. Im Vorfeld machten wir uns einige Gedanken zu der Umweltverträglichkeit des Kaokoteiles. Wir haben uns auf den vorhandenen Tracks aufgehalten und bereits genutzte Feuerstellen und Schlafplätze genutzt. In keinem Fall haben wir Hinterlassenschaften andrere Touristen gefunden. Im ganzen Kaoko Teil nicht. Und wir haben das genauso gehalten. Ich denke, es ist vertretbar, so zu Reisen.
Purros Community Campsite war schöner, als gedacht !
Etaambura ist ein Traum. Von der Lage her unschlagbar schön. Das Personal toll. Chalets schön. Himbatour ein Erlebnis. Und das Ganze in einer weitab des Massentourismus gelegenen Traumlandschaft.
Die Opuwo Country Lodge war schöner, als gedacht. Das Zimmer OK, das Restaurant zwar groß, aber schön gelegen mit gutem Essen.
Das Filmhaus abgefahren, verrückt, etwas unheimlich aber ein Erlebnis mit dem tollen Personal und dem leckeren Essen.
Zum Schluss dann die Waterberg Plateau Lodge. Tolle Lage, aber unpersönlich und lieblos geführt.
Eine facettenreiche Reise, vielleicht die bisher facettenreichste, hat uns eine unglaubliche Vielzahl an Highlights, Erholung , netten Stunden und neuen Erfahrungen geschenkt.
Ein dickes Danke an die Franzickes Ingrid und Helmut. Wir haben uns super verstanden und die ganze Kocherei und Fahrerei war sehr unkompliziert. In knapp zwei Wochen sitzen wir in Kapstadt und in Paternoster wieder zweimal beim Dinner zusammen. Am zweiten Abend hat Kerstin einen runden Geburtstag ! Er wird bestimmt wieder schön !
Der Bushcamper von Savannah, war ein älteres Modell, hat uns aber voll überzeugt. Die Automatik ist für Tiefsand-Rookies perfekt. Der 3 Liter Hilux hat uns trotz 2,2 Bar auf den Reifen überall durchgezogen. Und es waren einige Tiefsandpassagen dabei. Nur der Kühlschrank hat oft schlapp gemacht. Vermutlich war die zweite Batterie platt. Beim nächsten Mal würden wir das Anfangs intensiver testen. Ohne den Franzicke-Fridge hätten wir da ein Fleisch-Problem bekommen !
Air Namibia. Man merkt, dass sie in finanzieller Not sind. Für ein vier Jahre altes Flugzeug war ganz schön viel kaputt. Aber die Flüge waren wieder pünktlich…. Mein Vertrauen in diese Fluggesellschaft schwindet immer mehr. Aber der Direktflug ist bequem und der Sitzabstand OK.
Euch allen noch einmal vielen Dank, ich freue mich auf den nächsten Bericht über unsere relaxte Kaprunde mit viel Selbstversorgung und einigen neuen Unterkünften. Man darf gespannt sein !
Teil 4902. Jan. 2018
Nachtrag : Werden die Casimodos nun überzeugte Dachcamper ?
Die Antwort ist ganz klar "Nein!". Das heißt aber nicht, dass wir die Nächte im Camper nicht genossen haben. An einsamen Orten, an denen nicht nebenan direkt ein andere Camper steht, der an denen man vielleicht sogar nur durch das Campen hinkommen kann, würden wir auch wieder Campen. Geschlafen haben wir beide sehr gut. Es gibt wesentlich mehr Frischluft im Dachzelt, als wir dachten. Aber ich muss Nachts einmal raus. Das habe ich immer vor mir hergeschoben, bevor ich in Unterhose und Taschenlampe in die Nacht gelaufen bin 😕 Das habe ich nicht so gemocht.
Wir sind und bleiben passionierte Selbstversorger in festen Unterkünften. Das finden wir bequemer. Aber das Campen hat schon etwas. Wenn die Camper nicht so teuer wären, würden wir evtl. auch in Zukunft Dachzelt und Chalet mixen. Das ist aber zu teuer. Ein reiner Campingurlaub kommt für uns eher nicht in Frage. Aber es hat seinen Reiz !