von casimodo · März 2017 · 20 Tage · Selbstfahrer · 41 Teile
Über diesen Reisebericht
Im März 2017 sind wir zu zweit unterwegs in einer ungewöhnlich grünen Kalahari – nach kräftigen Regenfällen steht das Gras hüfthoch, wo wir die Landschaft sonst nur staubtrocken kennen. Über eine Nacht auf einer Düne bei Kalkrand geht es in den Kgalagadi Transfrontier Park, wo wir zwei Wochen lang durch die Camps ziehen: Kalahari Tented Camp, zweimal Urikaruus, dazwischen Nossob, Grootkolk und Kieliekrankie.
Urikaruus wird zu unserem Lieblingsplatz: Mehrfach ziehen Löwen dicht an unserer Terrasse vorbei oder liegen nur wenige Meter vom Chalet entfernt im Schatten, darunter ein einäugiges Männchen, das uns während der ganzen Reise immer wieder begegnet. Bei Kieliekrankie läuft uns ein Leopard bis auf einen Meter ans Auto heran, und bei Urikaruus und Kielie ziehen gleich mehrere Gepardenfamilien mit bis zu fünf Tieren durchs Tal – einmal erleben wir direkt mit, wie drei von ihnen eine Springbockherde reißen. Dazu kommt eine reiche Vogelwelt: Sekretäre, Bateleure, Zwergfalken und ständig jagende Lannerfalken an den Wasserlöchern begleiten praktisch jeden Tag.
Nach dem Park schwenken wir für drei Nächte auf Lodgebetrieb um: Lapa Lange mit künstlichem See und Vogelwelt, danach Goche Ganas auf einem Hügel bei Windhoek mit Pool und Spa. Am letzten Vormittag dort sitzen wir bei einem Gamedrive minutenlang neben zwei ruhig grasenden Breitmaulnashörnern. Für uns bleibt der KTP der Ort zum Erholen schlechthin – so viel Sichtungsglück wie in diesen zwei Wochen haben wir noch nie.
Diese Zusammenfassung wurde automatisch erstellt und vom Autor freigegeben.
Teil 122. Apr. 2017
Reisebericht KTP 2017 "Green Kalahari oder alles uff de Gass"
Ich kann es nicht abwarten 😉 Obwohl ich mich noch mit dem Ende des Reiseberichtes unserer letzten Reise und den Auswirkungen unseres Umzuges beschäftige, muss ich hier den Anfang machen. Es geht nicht anders, denn die Reise war sehr, sehr schön. Ein paar Kätzchen und etliche wunderbare Forumsmitglieder sind auch dabei.
Im Februar 2017 führte es uns endlich wieder in den Kgagalagadi Transfrontier Park. Diesmal starteten wir in Windhoek.
Die Idee zur Reise kam kurz vor Öffnung der Online-Buchungsseite spontan. In der üblichen Nachtaktion wurde uns stark abweichend von unseren Wünschen eine ziemlich rumpelige Kombi von Wilderness Camps zusammengestellt. Allerdings mit (!!!!) ich wiederhole neun Nächten Urikaruus. Dann brach die EDV von SAN Parks erst einmal für drei Tage zusammen und Kerstin war kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Letztendlich gelang ihr in einer spannenden Telefonaktion dann doch noch eine schöne Campkombi. Leider zuerst ohne Grootkolk. Das bekamen wir dann Dank Hobis Notifier nur noch für eine Nacht.
Da unser Budget diesmal etwas beschränkt war, folgten wir der Empfehlung von Jaffles für die Autovermietung African Tracks. Ein Hilux mit Kühlschrank und Boxen. Vorab. Das war eine gute und günstige Empfehlung. Der Wagen hatte zwar den kleinen Diesel, war aber echt zuverlässig. Die Übergabe war ausführlich und sehr nett.
Ich habe noch keine Bilder bearbeitet, deswegen wird es noch etwas dauern. Allerdings ist der Bericht im Urlaub schon geschrieben worden.
Viele Grüße Casimodo ..... im Reisebericht-Stress
Teil 225. Apr. 2017
Namibia KTP 10.03.2017 bis 29.03.2017
10.03.2017 Flug und 11.03.2017 Ankunft in Windhoek
Diesmal haben wir Condor gebucht und stecken ordentlich gestresst mitten in unserem Wohnungsumzug. Umso mehr freuen wir uns, erstmals einen Condor Flieger nach Windhoek besteigen zu dürfen. Hinzu haben wir Premium Economy Class gebucht und sind gespannt.
Am Gate ruft es auf einmal von rechts ! Wir schauen verduzt und freuen uns ein Loch in den großen Bauch. Vor uns stehen die Take Off's und neben ihnen die uns bisher unbekannte Iris (Gnuhu). Was für eine tolle Überraschung. Wir unterhalten uns bis zum Check-In.
Der Flug ist sehr angenehm. Die Beinfreiheit und der Service exzellent. Wir haben 150 Euro Aufpreis pro Person und Strecke bezahlt. Das ist gut investiertes Geld !
Im Landeanflug können wir schon erkennen, wie grün namibia dieses Mal sein wird.
Da wir nach der Landung vor den Economy Leuten aussteigen dürfen, können wir in Windhoek leider nicht einmal mehr Tschüss sagen. Keine Schlange beim Zoll und unsere Priority Koffer sind schnell da, der Abholer von African Tracks auch. Nachdem ich noch schnell eine MTC Karte gekauft habe, geht es schon los in Richtung Windhoek.
Dort gibt es eine ausführliche Mietwagenübergabe. Der Hilux ist für den günstigen Mietpreis OK. Und so fahren wir fluchs zum Embassy Bottle Shop. Dort treffen wir auch auf Samantha, mit der wir vorher netten Maulverkehr hatten. Der enge, unscheinbare Embassy Bottle Shop ist ein Schlaraffenland für Weintrinker.
Wir sprechen auch die unglaublich geduldige und sympathische Samantha an. Mit ihr hatten wir regen E.Mail Kontakt. Sie freut sich auch !
Die Auswahl an südafrikanischen Weinen ist unfassbar groß und so verabschieden wir uns mit 14 Flaschen bestem Wein, Bier, Wasser, Tonic Water, Cola etc.
In der Heinitzburg angekommen, werden wir von dem etwas arrogant wirkenden Eigentümer empfangen. Er habe unseren Fleischlieferanten des Klein-Windhoek Schlachthauses gerade wieder weg geschickt. Von unserer Mail wusste er nichts! Ah, dann doch. Wir hätten missverständlich geschrieben..... Egal ! Der gerade wieder abfahren wollende Bote kann zurückgeholt werden und wir erhalten eine beeindruckende Menge tiefgefrorenes Oryx, Springbock, Eland und Rind plus etliche Würste und Salami.
Da die Zimmer noch nicht bezugsfertig sind, starten wir zum Großshopping in die nahe Maerua Mall. Es ist die Hölle los und wir bekommen gerade so einen Hilux tauglichen Parkplatz. Der Checkers ist riesig und leider etwas unübersichtlich. Wir bekommen fast alles Nötige und reisen etwas gestresst zurück in die Heinitzburg.
Teil 313. Mai 2017
11.03.2017 Windhoek Heinitzburg Nachmittag und Abend
Nach einem leckeren Lunch mit Blick auf Windhoek
fallen wir müde ins Bett und etwas Schlaf finden. Den Rest des Nachmittags verbringen wir am Pool.
Dort ist wenig los. Von der Terrasse her schallt die angekündigte, chillige Live-Musik herüber. Wir beobachten einige Vögel und genießen die abendliche Stimmung.
Gegen Sieben nehmen wir dann voller Erwartung Platz im noblen Restaurant Leos at the Castle.
Bei einer Flasche Iona Sauvignon Blanc genießen wir das leckere Mehrgang-Menü und den herrlichen Blick auf Windhoek.
Ein schöner erster Tag und das Pflichtprogramm ist fast erledigt. Wir gehen ins Bett. Unser Zimmer ist übrigens sagen wir mal OK. Begeisterung kommt keine auf, dazu ist das Hotel zu sachlich eingerichtet. Der Manager war jetzt auch nicht so unser Geschmack. Die Heinitzburg war in 2002 unsere allerallererste Unterkunft in Afrika. Inzwischen mögen wir ländlichere Gegenden. Allerdings liegt die Heinitzburg zentral und ruhig und der Blick und das Essen sind Spitze. Auch die Hotelanalge ist sehr schön. ABer wir sind froh, dass wir morgen in Richtung Kalahari fahren !
Teil 414. Mai 2017
12.03.2017 Fahrt von Windhoek zur Teufelskrallen Lodge in Kalkrand
Gegen 8 nehmen wir bei sonnigem aber kühlem Wetter Platz auf der Terrasse und frühstücken ausgiebig.
Vor unserem Zimmer sitzt aber erst einmal eine Specled Pigeon.
Nettwerweise ermöglichen uns die netten Bedienungen dieses Foto !
Danach lassen wir das Gepäck an der Rezeption und fahren noch einmal in die Merua Mall. Kerstin findet noch zwei Oberteile. Danach geht es in ein Gemüsegeschäft und nochmal kurz in den Checkers.
Uff, das wäre geschafft. In der Heinitzburg holen wir unsere Sachen ab und starten erwartungsfroh auf die ca. 200 KM lange Strecke in Richtung Kalkrand.
Die ist zuerst landschaftlich sehr reizvoll.
Später ist es dann eintöniger. Aber es ist grün. So grün, wie wir Namibia noch niemals vorher gesehen haben.
Am frühen Nachmittag erreichen wir die Teufelskrallen Lodge und werden an der Rezeption sehr nett empfangen. Unser Fleisch dürfen wir über Nacht in die Gefrierbox legen und bekommen den Schlüssel für Zelt Nr. 6.
Teil 514. Mai 2017
Ich gebe Gas und will endlich wieder in den KTP 😉 12.03.2017 Nachmittag und Abend in der Teufelskrallen Lodge
Zur Lodge sind es dann noch ca. 4 Kilometer.
Sie liegt sehr schön auf einer Kalaharidüne.
Die Einrichtung ist rustikal und trifft genau unseren Geschmack !
Die relativ Nahe vorbeigehende Pad stört uns bei dem wenigen Verkehr überhaupt nicht (naja sagen wir mal, wenn man darauf vorbereitet ist)..... und das Bild ist stark gezoomt !
Wir genießen die Ruhe, sortieren unser Zeug und ruhen uns bis zum Abendessen etwas aus.
Und die Kalahri ist grün ! Sehr grün !
Sogar ein paar Warthogs und Springböcke laufen herum (letztere ohne Fotobeweis).
Der junge Deutsche am anderen Ende s´des Camps lässt seine Quadcopter laut brummend umherfliegen. Ich wünschte mir kurz eine Pump Gun ! Da ich keine habe, trinken wir ein Bierchen !
Dann geht so langsam die Sonne unter und taucht die Kalahari in ein goldenes Licht !
Die Stimmung ist wunderschön und das Fotografieren macht Spaß !
Als wir gerade zum Dinner losfahren möchten, geht hinter dem Chalet der Mond auf ! Er ist heute spektakulär groß. Was für ein stimmungsvoller Abend.
Die Fahrt zur Rezeption ist kurz
Das Dinner wird am Pool der Rezeption serviert. Das Oryx schmeckt gut.
Wir lernen nun das in diesem Urlaub mit am meisten gesichtete Tier kennen. Den Totenkopffalter.
Diese hier sind schon seltener
Wir haben keine Ahnung von dieser Art Tier. Aber eines ist sicher. Der Totenkopffalter ist dem Alkoholgenuss nicht abgeneigt. Er mag besonders Rotwein.
Als wir dann an dieser Nightjar vorbei
zurück zu unserem Chalet fahren wundern wir uns über das Auto, was dort parkt.
Wir nähern uns langsam. Das Auto fährt weg und ich parke an der Einfahrt. Etwas mulmig ist uns schon, denn wir sind hier ganz alleine. Dann steigt ein farbiger aus und rennt zu uns.
Grinsend fängte er an zu Reden wie ein Wasserfall. Er hängt durchs offene Fenster halb in unserem Auto. Er ist rotzbesoffen. Man habe hier nach dem Rechten geschaut. Irgendwann gibt er dann auf und fährt mit seiner Begleitung in die Dunkelheit zurück. Komische Aktion ! So ganz wohl ist uns bei der Sache nicht gewesen. Den Rest des Abends genießen wir bei einem Bierchen auf der Terrasse und gehen dann müde ins bequeme Bett.
Teil 619. Mai 2017
13.03.2017 Teufelskrallen Lodge über Marienthal nach Kalahari Tented Camp
Nachdem wir gegen 4 beide wach waren, schlafen wir doch bis halb acht. Der Blick in die Weite der Kalahari lässt uns nur schwer los. Gegen halb neun sitzen wir dann etwas später als geplant beim Frühstück
und machen uns gegen viertel nach neun ab auf die Pad zum KTP. An einem Container an der Landstraße kaufen wir noch Eis für die Kühltaschen. 380 Kilometer Strecke sind zu bewältigen. Sie führen uns bis Mariental auf Teer
und den Rest dann auf bestem Schotter in Richtung Grenzübergang Mata Mata.
Nach einiger Zeit wird die
Landschaft abwechslungsreicher. Rote Dünen mit satt grünem Gras. Die Pad ist super und dem Grund dafür begegnen wir !
Dann geht es durchs Auas Tal an vielen Farmen vorbei weiter.
Gegen halb drei passieren wir die Grenze von Namibia und checken mit immer größer werdendem Bürokratismus in den Park ein. Ein grimmig schauender Polizist begleitet uns zum Wagen. Nein, wir haben kein Feuerholz, aber ja, wir haben etwas Obst und Gemüse. Was wir denn 12 Tage lang essen würden, wenn er uns die frischen Sachen weg nähme ? Wir müssten hungern ! OK, wir sollten weiter fahren ! Und wieder dazu gelernt ! Das versteckte Fleisch hätten wir gar nicht verstecken müssen. Das ist hier erlaubt. Obst und Frischewaren dagegen nicht. OK ! Das wäre ein Argument dafür, das nächste Mal wieder von Upington aus in den Park zu fahren.
An der Tanke laufen 50 Liter Diesel in den DoubleTank. Kerstin kauft im Shop noch Feuerholz und etwas Kleinkram.
Voller Erwartung fahren wir in den Park ! Endlich wieder in unserem geliebten KTP ! Und er ist so was von grün ! Sternschnubi meinte vorher schon per Whats App, dass wir einen Rasenmäher mitbringen sollten. Zum dritten Mal beziehen wir das Honeymoon Chalet Nr.1 und organisieren unsere Sachen.
Ein Familiar Chat ist ganz schön familiär und hat Jagderfolg
Auch ein Schakal schaut mal nach dem Rechten!
Nach einer Tasse Kaffee besuchen wir die Sternschnubis in Chalet Nr. 3 ! Was eine Freude, die beiden wieder zu sehen ! Leider haben wir nur dieses blöde Foto 😵
Kennengelernt haben wir uns in 2015 natürlich im KTP ! Ist doch klar ! Wir unterhalten uns 1 ½ Stunden bestens und fahren dann noch einmal getrennt voneinander in den Park. Am Abend wollen wir Grillen. Logo, oder ? 😎
Teil 719. Mai 2017
13.03.2017 Kalahari Tented Camp Nachmittagsdrive und Abend
Gleich hinter der Campausfahrt liegt ein männlicher Löwe im Schatten und regt sich nicht.
Also weiterfahren. Springböcke, Oryxe, eine Giraffe, Gnus, etliche Schakale.
Wir genießen die herrliche Abendstimmung und fahren bis Craig Lockhard.
Auf dem Rückweg begegnen wir noch 2 Bat Eared Foxes.
Durch den Staub der vor uns fahrenden Autos entsteht das charakteristische KTP-Abendlicht auf der Pad.
Wir lieben es. Kurz vorm Gate halten wir noch ganz alleine beim Löwen, der in abendlicher Stimmung immer wieder in den Himmel schaut !
Leider haben wir keine Zeit mehr. Er liegt in einer stimmungsvollen, aber schwer zu fotografierende Gegenlichtstimmung.
Mist Gatetime ! Wir verlassen den schönen Platz und beginnen mit den Vorbereitungen für das gemeinsame Braii mit den Sternschnubis.
Bei loderndem Lagerfeuer verbringen wir einen unkomplizierten, sehr netten Abend mit den beiden. Allerlei Afrikalatein wird ausgetauscht. Tanja hat leckeres Braii-Brot vorbereitet.
Dazu gibt es mit Zucchini, Knobi, Zwiebeln und Mais gefüllte Gemsquash (extremst lekker). Zwischendurch erfüllen Schakale das Auob Tal mit Ihren Rufen. Unser Elandfilet ist klasse und die von Uwe gegrillten Brote himmlisch. Obwohl wir uns im Flüsterton unterhalten, dürften die Nachbarn nicht ganz so glücklich gewesen sein ! Für Afrika sehr spät verabschieden sich die beiden gegen halb zwölf zu ihrem Zelt. In Nossob wiederholen wir das gerne :-))
Teil 822. Mai 2017
14.03.2017 Kalahari Tented Camp Morning Drive
Trotz des harten gestrigen Abends stehen die zwei afrikaverrückten beim Weckerklingeln auf und starten kurz nach Gatetime um 06:40 Uhr zum Morgen-Gamedrive. Die Thermoskanne Kaffee gibt uns Kraft und Hoffnung ! Die Morgenstimmung ist wieder einmal ein Traum !
Die üblichen Verdächtigen genießen das üppig Grün und die aufgehende Sonne.
Ok, das ist der Mond und nicht die Sonne. Man muss hier ja aufpassen 😉
Die Katzen liegen vermutlich irgendwo vollgefressen im Suppenkoma und zeigen sich nicht. Bis auf dieses eine Löwenmännchen jedenfalls, welches ca. 5 KM vom Camp entfernt auf einem Dünenkamm liegt.
Giraffe
Im Gegensatz zu unserem letzten KTP Besuch zeigen sich diesmal allerdings mal wieder ganz verstärkt Raubvögel. Und dann auch noch in große Artenvielfalt. Gabar Goshawk (?)
Gabar Goshawk (?) beim Frühstück (irgendwas mit einem nackten Schwanz)
Und hier lernen wir, dass zwei Raubvogelspezies auf einem Baum gar nicht gehen. Raubvogel groß zeigt Raubvogel nicht ganz so groß mal gleich, dass das sein Baum ist. --> ohne Fotobeweis
Und es fällt uns auf, dass sehr viele Schakale unterwegs sind.
Dann freuen wir uns über ein Red-necked Falcon Päärchen. Die haben wir im KTP noch nicht gesichtet.
Sekretäre schon eher.
Gabar Goshawks auch.
Aber einen Gymnogene haben wir auch bisher nur in Sango gesehen. Das Federvieh sorgt wieder einmal dafür, dass wir sehr, sehr zufrieden sind !
Aber auch die kleinen gefiederten Freunde bieten uns eine willkommene Abwechslung.
Gleich drei Lilac-breasted Rollers !
Ein Rock Kestrel, wie wir finden eine Schönheit !
Sehr weit weg fressen zwei Tawny Eagles an einem toten Kälbchen unbekannter Art.
Ein Bateleur.
Und ein paar Eindrücke von unterwegs:
So langsam wird es heiß.
Und die Sternschnubis begegnen uns unterwegs. Der gestrige Abend hat keinerlei Spuren in ihren Gesichtern hinterlassen. Respekt 😉
Müde und zufrieden kommen wir zurück ins KTP, wo wir uns erst mal auf die faule Haut legen.
Teil 925. Mai 2017
14.03.2017 Kalahari Tented Camp Nachmittag und Abend
Gegen zwei werde ich dann doch mal wieder wach. Diesmal schreibe ich im Urlaub wieder Reisebericht. Dann sind die Erinnerungen frischer und zu Hause muss ich mich immer dazu zwingen.
Wie immer ist es einfach toll, einfach so im Camp zu sitzen und das Kleintierleben, die Ruhe und den beruhigenden Blick in die Landschaft zu genießen.
Die Wilderness Camps sind einfach unser Ding ! Während am Wasserloch einige Strausse zu Besuch sind, gibt es bei uns ein spätes Frühstück.
Gegen 16:30 Uhr zieht es uns aber dann doch wieder in den Park. An einem Gemeinschaftssiedler Nest beobachten wir zum zigsten Mal das wahnsinnige Treiben der so lustig zwitschernden kleinen Gesellen.
Bee-Eater
Einige Raubvögel von heute Morgen sitzen auch wieder auf ihren Stammplätzen.
Und diese kleine Raupe hat etwas Mühe, den Padrand hochzukommen.
In der Nähe des Wasserloches grasen friedlich Gnus, Springböcke und Oryxes.
Ein African Hoopoe.
Riesentrappen hat es diesmal unzählige.
Am Wasserloch fotografieren wir etliche kleinere Vögel.
Und kurz vor dem Camp noch diesen schönen
Inzwischen hat sich der Himmel zugezogen und als wir mit den Vorbereitungen für das Braii beginnen und einen lekker Gin Tonic schlürfen, zucken am Horizont die Blitze über den tiefschwarzen Himmel.
Gut, dass es heute „nur“ Boerewors gibt. Noch ist es windstill.
Und so besucht uns heute Abend Massen an Ungeziefer. Am Rande des Grillfeuers liegen unzählige Falter, die einfach so ins Feuer flogen. An der Wand zum Küchenhaus fressen sich die Hausgeckos die Bäuche voll und kapitulieren nach einer halben Stunde.
Besser wird das Ganze erst, als wir die Lichtsituation ändern und ein starker Wind aufkommt. Es tröpfelt sogar auch ein wenig. Und so können wir unsere Wurst, den Salat und die Flasche Chocolate Block dann doch noch ganz in Ruhe genießen.
Mal schauen, wie sich das mit dem Ungeziefer weiter entwickelt.
Teil 1028. Mai 2017
15.03.2017 Kalahari Tented Camp nach Urikaruus
Während Kerstin noch schläft, genieße ich bei einer Tasse Kaffee die schöne Morgenstimmung und die Ruhe. Naja, eigentlich ist es gar nicht ruhig. Die Vögel schreien schon fast !
Der Himmel färbt sich langsam rötlich und ich bin sehr, sehr zufrieden. Das goldene Licht erfüllt Stück für Stück das Tal.
Am Wasserloch entdecke ich mit dem Fernglas zwei Abdims Storks und wecke dann Kerstin.
An den Umzugstagen machen wir meist keinen klassischen Morgengamedrive, sondern frühstücken in Ruhe.
Dann packen wir unsere sieben Sachen und brechen in Richtung Mata Mata auf, wo wir noch einmal Getränke und Feuerholz auffrischen.
Auf dem Campingplatz üben sich die Südafrikaner mal wieder in Materialschlacht !
Ganz gemütlich machen wir uns auf in Richtung Urikaruus und widmen uns zuerst einmal den kleinen Dingen.
Da die spektakulären Katzensichtungen ausbleiben, widmen wir uns den alltäglicheren Sichtungen
und dem inzwischen sehr lieb gewonnenen Federvieh.
Crimson-breasted Shrike
Könnt Ihr mir hier bitte helfen ?
An dem Kälbchen, an dem gestern die beiden Tawny Eagles gefressen haben, vergnügen sich nun die Geier.
Immer wieder bleiben wir stehen und nehmen uns Zeit für das alltägliche Geschehen.
Dazu gehören auch die Social Weaver Nester.
Großen Springbockherden begegnen wir immer wieder.
Die Vögel kommen zum Trinken
Das wissen auch die Raubvögel, die immer wieder wie Pfeile in die Vogelschwärme zischen. Hier musste eine Amadine ihr Leben lassen...
Genauso wie Gabar Goshawks.
Aber ist dieser hier überhaupt einer ?
und Pale Chanting Goshawks.
Teil 1129. Mai 2017
15.03.2017 Ankunft in Urikaruus und Abendgamedrive
In Urikaruus können wir nach zwei Jahren endlich mal wieder Eric begrüßen. Er ist einfach ein klasse Typ und schwätzt eben auch mal gerne. Was Claudi und Thomas machen und Barbara, fragt er uns.
Er gibt uns die Nr. 2. Sofort fühlen wir uns wie zu Hause.
Die Chalets sind aufgehübscht worden und haben Gott sei Dank ihren einfachen Charakter behalten.
Wir machen es uns zuerst gemütlich und schauen, was passiert.
Die Stimmung ist schon abendlich schön, als wir diesen Sekretär sichten.
Hier hat es jetzt auch Giraffen.
Das Erdhörnchen sieht so was von knuffig aus 😘
Die Gnus bereiten sich auf die kommende Nacht vor.
Swallow-tailed Bee-Eater
Schakale streifen durchs Gold glänzende Gras. Eine wunderschöne Stimmung.
Die Springböcke geniessen die letzten warmen Sonnestrahlen.
Dann geht’s zurück zum Braai.
Springbock Loin selbst eingelegt wandert auf den Grill.
Dazu einen Malbec. Das Fleisch ist einfach der Hammer ! Der Wein auch. Und so klingt der Tag unter einem Bilderbuch Sternenhimmel leider schon wieder aus. Die Heimat ist gaaaanz weit weg,,,, Ganz nah ist diese Tüpfelhyäne, die uns kurz besucht. Und ganz kurz zeigt sich ein Gepard, der aber nur durchs Tal zieht.
Teil 1229. Mai 2017
Kerstin hatte gerade eine gute Idee als ich sagte: "Ab jetzt geht es erst richtig los!"
ENDE DER AUFWÄRMPHASE ! 😉 😉 😉
Teil 1330. Mai 2017
16.03.2017 Ganzer Tag Urikaruus - ein sehr ereignisreicher Tag !
Ok, nach der Katzenflaute wollen wir es heute wissen. Wir stehen pünktlich auf und machen uns mit frisch gebrautem Kaffee auf zum Morgendrive. Am Wasserloch war es ruhig. Als Kerstin gerade die Küchentür schließt erstarrt sie und sagt .“ Dadada !!! Löwen !!!“ Er schlendert direkt an unserer Terrasse vorbei. Ok, von hinten erwischen wir das Männchen gerade noch.
Ich schau nach links und entdecke ein zweites Männchen und dann auch noch ein drittes.
Der eine Löwe hat ein blindes Auge. Er wird uns in diesemUrlaub noch öfters begegnen und er wird uns lange in Erinnerung bleiben !
Sie schlendern in Reihe und etwas Abstand an uns vorbei und machen unseren Tag schon jetzt zu einem gelungenen. Ach was erzähle ich da ? Wir sind total aus dem Häusschen ! Die Löwen gingen keine 5 Meter von uns entfernt am Holzbalkon vorbei 😎 😎 😎
Die drei Könige ignorieren das Wasserloch und gehen durchs Tal.
Wir jumpen ins Auto und können die drei noch die Böschung hoch laufen sehen. Ach wie schön.
Wir biegen nach links auf die Pad. Im Tal grast eine große Springbockherde. Sie sollte später noch eine Rolle spielen !
Zwei bildschöne Böckchen
Etwas weiter sitzt diese Fuchsmanguste im schönsten Licht.
Sie leuchtet uns richtig an !
Wieder kurze Zeit später stellen wir uns für ca. 20 Minuten mitten in eine Springbock und Gnuherde.
Die Tiere grasen ganz friedlich direkt um uns herum.
An der Einfahrt zum Dertienden Boorgat sitzt dieser Black Shouldered Kite.
DIese Bilder sind bisher unsere besten von diesem schönen Vogel !
Am Wasserloch trinken wir unseren Kaffee und beobachten weiter Vögel.
Unzählige Tauben, Amadinen und Sparrows haben Durst. Und wie immer sind sie in akuter Lebensgefahr. Und nach ca. einer halben Stunde fliegen die Federn. Den Moment des Kills im Flug haben wir nicht erwischt, aber den Moment, als der Lanner Falke seine Beute zu Boden bringt.
Und den zweiten Falken, ein Zufallspic, entdecken wir erst beim Fotos Aussortieren.
Über diese Bilder sind wir sehr glücklich. Auf der anderen Seite tut uns die hünsche Taube aber auch wieder Leid !
Es ist schon phaszinierend, wie sich der große Busch neben dem Wasserloch nach jedem Falkenangriff wieder langsam füllt und das ganze Schauspiel von vorne beginnt. Die kleinen, hübschen Vögelchen haben keine andere Wahl, als sich beim Trinken in Lebensgefahr zu begeben.
Der black-shouldered Kite sitzt auch noch da
Auf der Rückfahrt ins Camp treffen wir noch nette Erdhörnchen.
Teil 1401. Juni 2017
16.03.2017 Urikaruus - Mittag Löwenjagd
Im Camp steigen wir aus und erzählen wir Eric von den Löwen. Er grinst uns an, deutet nach links und meint die liegen da hinten im Schatten direkt neben dem Honeymoon Chalet. Oha, das sind so ca. 50 Meter Entfernung. Eric hat es gerade ausgesprochen, als das eine Männchen seinen Kopf hebt und sichtbar wird.
Eric grinst und meint „see you!“. Wir gehen ins Auto und machen den kürzesten Gamedrive aller Zeiten. Er führt uns in die Zufahrt zum Honeymoon Chalet. Die drei Könige sind müde.
Wir fahren zurück zum Chalet, Frühstücken und beobachten eine große Springbockherde, die ans Wasserloch zieht. Irgendwann kommt dann unser mit High Tech ausgerüsteter, unsympathischer südafrikanischer Nachbar und klopft. Er fragt mich, ob ich von den Löwen wisse. Ja, weiß ich. Ob ich auch wüßte, dass wir uns eben gerade unterhalten hätten und damit einen Löwenkill verhindert hätten. Ich brauche einen Moment, um den Sinn des Gespräches zu erkennen. Ich bin etwas baff, denn wir haben eigentlich so gut wie gar nicht geredet und die Tiere am Wasserloch interessiert das sowieso nicht. Der Typ scheint extrem schwierig zu sein.....
Eine halbe Stunde später rennt die Springbockherde plötzlich panisch durchs Tal, nach links an uns vorbei.
Von der Seite werden sie von zwei Löwenmännchen angegriffen, die aber zu langsam sind.
Die Herde teilt sich panisch.
Und das direkt vor unseren Augen. Sensationell.
Die erfolglosen Löwen ziehen sich wieder in den Schatten zurück und die versprengte Springbockherde bleibt ratlos zurück.
So langsam bekommen wir ein Problem. Denn um 15:30 Uhr sind wir in Auchterlonie mit den Kloppos verabredet. Wir müssten los und hier liegt eine unglaubliche Spannung in der Luft !
Zu allem Überfluss kommt gerade noch eine Gnuherde an. Vier Spähtruppgnus erkennen die Löwen und stehen Warnruf-Schnaubend im Tal.
Der Rest der Herde hält Abstand. Eine spannende Situation. Wir trauen uns kaum, ins Auto zu steigen und den empfindlichen Nachbarn erneut zu erzürnen. Irgendwann machen wir es doch. Die Tiere zucken bei unserer Abfahrt nicht mal mit der Wimper. So schnell es erlaubt ist, fahren wir nach Auchterlonie. Die Kloppos haben wir noch nicht persönlich kennenlernen dürfen. Und so freuen wir uns auf die Begegnungen mit ihnen, da wir ihre Reiseberichte immer verschlingen und so in etwa die gleichen Reisetypen zu sein scheinen.
Teil 1504. Juni 2017
16.03.2017 Urikaruus Abendgamedrive
So schnell es erlaubt ist, fahren wir nach Auchterlonie. Gaaanz kurz bremsen wir für diesen Jackal Buzzard.
und für zwei weit entfernte Giraffen..
Die Kloppos haben wir noch nicht persönlich kennenlernen dürfen. Und so freuen wir uns auf die Begegnungen mit ihnen, da wir ihre Reiseberichte immer verschlingen und so in etwa die gleichen Reisetypen zu sein scheinen. Wir stehen in Auchterlonie und scannen das Tal nach Autos ab. Das hier fährt vorbei. Ah, ist ja auch der Grader !
Und tatsächlich begrüßen wir uns kurz nach halb Marc und Lisa. Sie sind die ganze Strecke von Bagatelle hierher gekommen und etwas gestresst. Bei einer Tasse Kaffee lernen wir uns kennen und es ist mal wieder eine sehr nette Begegnung mit bisher nur virtuell Bekannten mitten im KTP. Wir unterhalten uns super gut! Eine sehr, sehr nette Begegnung !
Doch da die beiden noch nach Twee Rivieren müssen, heißt es bald schon wieder Abschied nehmen. Übermorgen werden wir uns noch mal kurz in Nossob treffen können.
Wir fahren zurück nach Urikaruus. Unterwegs gibt es nur wenige Stopps. Aber der erste hat es in sich und erfreut uns ungemein.
Die Erdmännchen standen oben auf dem Dünenkamm, sonst hätte ich sie niemals entdeckt ! Neben uns hält ein Overlander. Der Fahrer ist etwas genervt von seinen Fahrgästen, aber er sitzt ja in einer abgetrennten Kabine. Er fragt mich, was wir denn beobachten würden. "Merekats!" Er freut sich, denn sie haben noch nichts besonderes sichten können. Er ruft hinter: "There are Merecats!" Von hinten kommt die auch für uns hörbare Frage: "How big are they ? Like humans ?" Der Fahrer sackt mich hoffnungslos anschauend über seinem Lenkrad zusammen und schüttelt hoffnungslos den Kopf. Er lächelt uns dann wieder zu. Inzwischen haben seine Fahrgäste die possierlichen Tierchen entdeckt und es kommt Leben in den Koffer.
Wir verabschieden uns und fotogtafieren diesen Vogel, den ich bisher noch nicht identifiziert habe. Ihr dürft gerne 😉
Und im Camp erfahren wir von Eric, dass wir (Gott sei Dank) nichts verpasst haben. Die Löwen liegen jetzt irgendwo oberhalb. Und so bereiten wir uns aufs abendliche Grillen vor.
Der weitere Weg ist begleitet von kleinen Begegnungen in schönr Abendstimmung. Was für ein Tag ! KTP, DU bist wunderbar !
Nach Einbruch der Dunkelheit kommt ein großer Vogel, vermutlich eine Eule ans Wasserloch. Kerstin leuchtet ganz kurz mit unserer großen Lampe, achtet aber darauf, den Vogel nicht direkt anzuleuchten. Von zwei Hütten weiter brüllt ein Bure herüber „Lights out !“ Was ist denn hier los ? Viele Südafrikaner leuchten dauernd mit ihren Taschenlampen herum. Das hier verhagelt uns schon etwas die Laune. Links der südafrikanische Schweiger, rechts der Taschenlampenhasser.
Egal. Das Essen schmeckt wieder vorzüglich, der Sternenhimmel ist perfekt und der Schoppen schmeckt. Leider hat es heute wieder sehr viele Insekten. Man muss aufpassen,was man isst und trinkt. Ansonsten bleibt der Abend ereignislos und irgendwann gehen wir ins gemütliche Bett. Abends kühlt es angenehm ab. Leider brüllen die Löwen nicht wie erhofft.
Teil 1605. Juni 2017
17.03.2017 Urikaruus nach Nossob
Heute heißt es Abreise nach Nossob und gemütliches Frühstück.
Obwohl es am Wasserloch still ist, genießen wir die Ruhe im Camp und die Leckereien schmecken wieder mal besonders gut.
Am Wasserloch ist Namaqua Sandgrouse Time.
Bisher hatten uns die Crimson-breasted Shrikes mit ihrem Herumgehüpfe derart entnervt (gutes Foto unmöglich), dass wir einen Fotoboykott ausgesprochen hatten. Hier werden wir mit den hübschen Burschen versöhnt.
Der Abschied von Eric ist nicht ganz so schwer, denn wir kommen ja am Ende unseres KTP Aufenthaltes nochmal für drei Nächte hierher. Als wir gerade unsere sieben Sachen gepackt haben, sprechen uns zwei sehr nette Deutsche mit einem Hilux Dachcamper an. Es ist Calamari und sein Kumpel. Wir verquatschen uns natürlich mit allerlei Afrikalatein.
Sie sind gerade vom Gamedrive zurück und haben zwei KM hinter Montrose fünf Cheetahs gesehen. Ok, Montrose bedeutet einen Umweg nach Nossob, den wir für die Katzen aber gerne in Kauf nehmen.
Und tatsächlich finden wir die Mutter mit vier Subadults wie beschrieben unter einem Baum.
Drei white Cars machen uns die Suche einfacher. Wir müssen da immer an unseren Guide Sammie aus dem Delta denken. Ich fragte ihn immer :“ what are you watching for ?“ Und er antwortete immer breit grinsend: „for the white car !“. Jetzt grinsen wir, denn das ist echt eine schöne Sichtung, die wir den beiden Forianern verdanken. Vielleicht lesen sie ja mit ! Danke Jungs !
Dann beschließen wir die Lower Dune Road anstatt der kürzeren Upper Road zu nehmen und verschätzen uns ordentlich.
Eigentlich sind wir gegen 12:30 Uhr mit den Kloppos im Nossob Hide verabredet. Das können wir so nicht schaffen. Also halten wir uns knapp ans Tempolimit und braten abwechselnd bis Nossob durch. zu sehen ist eh nicht viel, weil das Gras sehr hoch steht und die Pad sowieso tiefergelegt ist.
Die einzige Tierdoku von diesem Streckenabschnitt ist dieser stark vergrösserte Brown Snake-Eagle
Gegen 13:45 Uhr treffen wir dort auf Lisa und Marc, die Gott sei Dank auch erst später als gedacht dort ankamen. Sie dürfen ab 14:00 Uhr durchs Gate nach Bitterpan. Nach regen Gesprächen brechen sie aber erst gegen halb drei auf. Nebenbei hüpfen am Wasserloch die Witwen herum wie die Spatzen in Deutschland.
Wir wünschen uns gegenseitig eine gute Reise und werden sicher mal wieder voneinander hören. Nach einem Shopbesuch bekommen wir die 10b zugeteilt mit direktem Baustellenblick. Naja...... Romantisch ist etwas anderes.
Die Riverfrontchalets werden aber scheinbar echt schön. Wir packen aus und treffen auf dem Campingplatz auf die Sternschnubis. Bei einem Bierchen und Savannah machen wir es uns gemütlich und begutachten nebenbei den Bushlore Bushcamper. Ein cooles Teil. Im September werden wir so das dann endlich auch mal testen.
Teil 1707. Juni 2017
17.03.2017 Nossob Abend
Am frühen Abend machen wir dann noch einmal eine Runde auf den Loop nach Marie se Gat.
Die Landschaft ist hier wunderschön und etliche Tiere sind am Grasen.
Raubvögel hat es auch wieder eine Menge. Immer wieder Tawnie, Pale Chanting, Gabar und Lanner Falke.... und andere Vögel
African Hoopoe
Unterwegs treffen wir ein älteres Pärchen, die Blumen fotografieren und total begeistert wirken. Blumen hat es hier auch eine Menge !
Am Wasserloch Marie se Gat stehen etliche Autos.
Eine sehr große Springbockherde nähert sich gerade.
Nach einiger Zeit fahren wir zurück zum Camp. Auf der Wellblechpiste bewundern wir das aufziehende Gewitter.
Im Camp treffen wir uns dann auf dem Sternschnubi Campground mitten auf dem Platz. Die Südafrikaner rund um uns herum sind uns vom Equipment her überlegen.
Vom Unterhaltungswert des Abends haben sie aber keine Chance gegen uns vier essende, trinkende und Babbelnde Deutschforianer. Ein superschöner Abend mit etwas Alkohol.
Als ich Tanjas Salat probiere frage ich :“Ist da sowas wie Fenchel oder Anis drin?“ „Nee, nur ordinäres Salatdressing,“ Erst später, als Tanja und Kerstin jeweils Käfer mitgegessen haben, kommt mir der böse Gedanke, dass das auch bei mir ein ungewolltes Käfer- oder Wanzendressing war!“ Bääh !! Die Lehre des Abends für uns ist die, dass zukünftig während der Grünsaison nur bei Tageslicht gegrillt wird..... Es hat wieder Massen an Faltern und leider auch Stechmücken.
Irgendwann wird es auf dem Campground ruhiger und auch wir packen unsere Sachen zusammen. Wir verabschieden uns herzlich. Sternschnubis und Casimodo/Esmeralda und der KTP. Das passt einfach gut zusammen ! Macht es gut ihr Franken, bis bald !
Wir gehen ins Bett. Die Nacht wird trotz abgestelltem Strom erträglich.
Teil 1807. Juni 2017
18.03.2017 Nossob nach Grootkolk
Um halb sieben stehen wir auf und machen uns mit gepackten Sachen auf in Richtung Norden. Das Gras steht überall sehr hoch.
Black-chested Snake Eagle
Am ersten Wasserloch beobachten wir Vögel.
Auch hier ist es so, dass sich die Vögelchen vor Angst vor den allgegenwärtigen Raubvögeln erst in Massen nervös auf einem Baum sammeln und dann in Gruppen hektisch ans Wasserloch fliegen.
Diesen Vogel habe ich nicht bestimmt bekommen
Hier muss es ordentlich geregnet haben. Ein herrliches Blütenmeer erfreut uns.
Etwas weiter kommt gerade eine Gnuherde zum Trinken. Das Gras steht hier sehr hoch. Eine friedliche Sichtung.
Im Hintergrund wälzt sich ein Einzelgnu im Sand und verursacht Staubwolken.
Das Sozialverhalten dieser Herdentiere ist sehr interessant. Das Leitgnu stupst die einzelnen Herdentiere immer in die gewollte Richtung und fordert so die trägen Tiere zum Weitergehen oder Platzmachen auf.
Wie an den Wasserlöchern gewohnt, rauscht auch hier regelmäßig der ortsansässige Lanner Falke durch die panisch auseinander fliegenden Tauben und anderen Vögel.
Wer auch auf die kleinen Dinge achtet und nicht nur nach Katzen sucht, für den ist der KTP unserer Meinung nach ein Traumpark.
Wie hoch das Gras steht, kann man hier schön sehen.
Unterwegs nach Norden beobachten wir noch einen Pale Chanting vs. Gabar Streit. Gabar zeigt dem Pale Chantig, was er von ihm hält und verjagt ihn.
David gegen Goliath
Dann kommt unser Highlight des Tages. In der einsamen Gegend stehen drei Autos beieinander. Rechts am Padrand liegt ein männlicher Löwe.
Im Gebüsch links kann man einen weiteren erahnen. Nach einigen Bildern kommt von hinter dem Busch das unverkennbare Brüllen von Löwen, die sich paaren. Gott sei Dank erkennt der Hilux Fahrer vor uns die Situation nicht und rückt nicht in die Lücke auf, die sich nach der Abfahrt des mittleren Autos vor uns ergibt. Wir warten eine angemessene Zeit und fahren dann an ihm vorbei.
Er wollte den Platz neben dem männlichen Tier wohl nicht aufgeben (kleiner Fehler 😉 ). Und so sehen wir hinter dem Busch, dass dort ein mating Couple liegt. Wir warten die gewohnte Viertelstunde und werden nicht enttäuscht.
Direkt vor uns paaren sich die beiden mit lautem Gebrülle.
Das ist immer wieder ein beeindruckendes Schauspiel.
Danach sieht es immer so aus, als hätte es keinen Spaß gemacht 😉
Und sie ist schlecht drauf und will ersteinmal ihre Ruhe !
Da hinten der Kühlschrank auf Vollast läuft und unser Auto nur eine Batterie hat, machen wir uns nach dem einen Akt weiter nach Grootkolk.
Auch hier oben sind die Red-headed Finches überall anzutreffen.
Dann halten wir in Liejersdraai zum obligatorischen Frühstücks-Stop an. Hier ist unser Lieblings-Rastplatz im KTP. Aber er ist dieses Mal ganz schön voll. Ich frage zwei südafrikanische Päärchen, ob der Tisch bei ihnen noch frei wäre. „For 20 Rand Yes 😉!“ Ok Danke. Aus Clanwilliam sind die vier fürs Wochenende hier und auf dem Weg nach Gharagab gibt’s aus einer Eisenpfanne riesige Ladungen Zweibeln, Speck und Eier.
Sie laden uns ein, aber wir sind schon satt. Bei uns gibt’s die in Nossob bestellten Roosterkoek's, die belegt echt köstlich schmecken. Danke den Sternschnubis für den Tipp ! Das merken wir uns. Wie immer hat es hier reichlich Social Weavers und Mäuse.
Die haben alle null Berührungsängste.
Dann ist es nicht mehr weit nach Grootkolk. Die Südafrikaner winken uns zum Abschied !
Teil 1908. Juni 2017
18.03.2017 Grootkolk Abends
Bisher hatten wir immer die Nr. 2, aber diesmal ist es die Nr. 3. Der kurz angebundene Ranger zeigt uns nur kurz den Weg. Kerstin entdeckt sofort diese knuffige Manguste und schießt Fotos.
Grootkolk ist schon schön. Die Südafrikaner nebenan sind endlich wieder zwei ganz nette.
In Uri, das war schon echt komisch. Wir haben ja bisher selten schlechte Erfahrungen mit den Südafrikanern gemacht. Sogar ganz im Gegenteil.
Schnell haben wir uns und die Vogeltränken installiert.
Beim lauten Gezwitscher der Social Weaver genießen wir den Nachmittag und die Stille in der Natur.
So sieht es aus, wenn ich Reisebericht schreibe :
Die Wilderness Camps im KTP sind einfach eine Kategorie für sich. Wir saugen die Stimmungen in uns herein und genießen das Leben.
So ganz nebenbei fotografiert Kerstin die Widow Finches. Zehn Stück hüpfen zur gleichen Zeit auf unserem Baum herum.
Die Zeit vergeht leider schnell und wie immer, wenn wir in Grootkolk sind, zieht ein Gewitter um uns herum auf.
Lanni fängt nach zig erfolglosen Versuchen doch noch sein Dinner...
Und Kleinzeugs hat es auch:
Und wie fast immer tröpfelt es nur ein wenig, der Regen kommt wo anders runter. Aber die Lichtstimmungen sind einfach umwerfend.
Wir setzen uns mit den Stühlen direkt an den Grill und lauschen den Geräuschen der Natur.
Das eingelegte Fleisch und die gute Flasche Rotwein bieten den Rahmen für einen wunderschönen Abend unter Sternen.
Kurz zeigt sich eine Braune Hyäne am Wasserloch. Dann geht es zufrieden ins Bett. Heute Nacht kühlt es ganz ordentlich ab.
Teil 2009. Juni 2017
19.03.2017 Grootkolk nach Kieliekrankie
Am Morgen steht eine Herde Red Hardebeest am Wasserloch.
Wir brechen mit gepackten Sachen für einen kurzen Drive in Richtung Norden auf. Die Landschaft ist atemberaubend.
Wir sehen kein weiteres Fahrzeug.
Unglaublich viele Löwenspuren führen zu einem Wasserloch. Die Verursacher finden wir nicht. Also müssen die Hardebeester fürs Foto herhalten.
Dann drehen wir um und machen uns auf die lange Fahrt nach Kielie. 248 KM Pad sind zu bewältigen.
Nach einigen Kilometern am Wasserloch.... ruft Kerstin Dadadadada !
Wow, ein Gepard direkt vor uns. Dann „Rechtsrechts!“ Ok, noch zwei,
nein drei halbwüchsige ! Während Mutti sich vor uns auf der Pad kurz in den Schatten legt, kommen die drei kurzen hinterher.
Wir schön ! Hier oben hatten wir das gar nicht auf der Rolle.
Nach kurzer Rast stehen die vier auf und laufen sich immer wieder umdrehend vor uns her.
Nach einigen hundert Metern biegen sie nach links ins hohe Gras ab,
bleiben kurz direkt neben uns in Augenhöhe stehen
und sind bald unsichtbar.
Wir klatschen uns ab und singen ein Lied der Begeisterung.
15 Kilometer weiter kommt uns in einer lang gezogenen Kurve ein Auto entgegen, wechselt auf unsere Spur und kommt dann scheinbar ins schleudern ! Wir bekommen eine riesigen Schreck ! Ich habe inzwischen den Rückwärtsgang drin, bis neben uns der Uwe und Tanja = Sternschnubis stehen. Die Wiedersehensfreude ist riesig groß !
Ich Depp habe die beiden nicht erkannt und er hat uns einen gewaltigen Schrecken eingejagt. Das er sich darüber freut, sei ihm gegönnt. Tanja Sternschnubi sitz kopfschüttelnd daneben.
Wir unterhalten uns kurz. Die beiden sind auf dem Weg zum Kaa Gate. Dann heißt es leider endgültig Abschied nehmen. Winkend trennen sich hier unsere Wege. Wir halten natürlich nochmal in Liejersdraai.
Hier noch einige Impressionen von der Strecke.
In Nossob geht’s kurz in den Shop und Tanken.
Der Rest ist dann nur noch Formsache.
In Killie begrüßt uns der superfreundliche Jaques.
Er ist wirklich ein ganz netter. Wir beziehen Nr. 3 und fühlen uns sofort wieder wohl. Der Fernblick über die Kalaharidünen ist einzigartig und hier kann man richtig Urlaub machen.
Heute geht es nicht mehr raus. Wir ruhen uns aus und verbringen einen wieder sehr schönen Abend mit Elandloin und lauter leckeren Sachen.
Einige Sternschnuppen werden gesichtet und unter dem Kreuz des Südens werden die beiden Afrikaurlauber wieder müde ! Die Porschefahrer nebenan nerven kurz etwas, weil sie ungedämpft reden und für zwei Steaks einen unglaublichen Berg Holz vernichten !
Aber Gott sei Dank sind sie früher müde, als wir.
Teil 2116. Juni 2017
20.03.2017 Ganzer Tag Kielliekrankie Katzentag :-))))
Obwohl um 6 Uhr der Wecker klingelt, sind wir erst um 7 auf der Pad in Richtung Nossob Tal und dem Wasserloch Kij Kij. Auf der Dune Road ist wie immer wenig los.
An Kij Kij stehen einige Autos. Auf den Lanner Falken würden sie warten. OK ! Ach ja.... Zwei Kilometer weiter läge ein Löwenmännchen. Ok, Danke. Also an der T-Kreuzung links abbiegen.
Tatsächlich liegt ein prächtiger Kerl am Hang im Gegenlicht.
Ein Auto mit drei Südafrikanern steht schon dort sie sind nett und wir schwätzen kurz mit ihnen. Zu dem Männchen würden noch einige Damen gehören, die irgendwo in der Gegend sein müssten.
Nach einigen Bildern steht der König auf und legt sich einige Meter weiter schwerer sichtbar in den Schatten.
Nach einiger Zeit drehen wir um und fahren zu Kij Kij zurück.
Kurz vor dem Wasserloch steht diese Herde.
Und unter einem Baum bei dem Wasserloch liegen diese drei Gesellen. Wie geil !
Der eine junge Löwe hat einen dicken Dorn im Fuß und muss trotzdem die ungestümen Spielversuche seiner Schwester Stand halten.
Dann geht zuerst Mutti ans Wasserloch.
Und einzeln die anderen hinterher. Eine ganz tolle Löwensichtung.
Die Sonne und die Schatten schaffen einen stimmungsvollen Rahmen.
Dann spielen sie sogar etwas herum !
Und die sollte später noch übertroffen werden 😉
Durchs Nossob Tal fahren wir mit kurzen Fotounterbrechungen nach Twee Rivieren.
Der Shop dort ist ganz gut sortiert und so ziehen wir mit einem Kopf grünem Salat, Margarine und einigen Getränken wieder ab in Richtung Kielie. Direkt am Gate sichte ich die erste Eule des Urlaubes. Und einige Kilometer weiter die zweite in einem Baum.
Red-necked Falcon
Dann fotografiert Kerstin Hörnchen, schaut sich das Foto an und ist total entsetzt. Im Sand am Rande der Pad liegt die vermutlich von einem Auto getötete Mutter und ihr Kind versucht an den Zitzen der toten Mama zu saugen. Ganz schlimm...... die Euphorie der Löwen Sichtung ist erst einmal verflogen. Kerstin möchte das Bild zuerst löschen, aber leider gehören solche Bilder nun auch zum KTP !
Und so begrüßt uns um viertel nach zwei Jaques zurück in Kielie.
Teil 2217. Juni 2017
20.03.2017 Kielliekrankie Nachmittagsdrive - endlich ein Leo bei Batulama
Nach einem Brunch machen wir ein langes Schläfchen und fahren eine Spur später als geplant los.
Die Wasserlöcher bis Batulama wollen wir in alter Jaffles und Allesverloren Manier abfahren. Den beiden hüpfen die Leos im Gegensatz zu uns ja regelmäßig ums Auto herum. Bei uns passiert wie immer nichts. Oder wenig...
Naja, ein paar Vögel und dieser Bock mit Tarnung auf dem Kopf sind bei schöner Abendstimmung auch ganz schön. Er sollte gleich noch im Fokus stehen !
Jackal Buzzard
Als wir auf dem Rückweg sind und das navi bereits 18:38 Ankunftszeit anzeigt sehe ich im Augenwinkel etwas laufen. LEEEEEOOOOO !!!! Wir sind aufgeregt wie beim ersten Afrikaurlaub. Zitternd den Rückwärtsgang rein und ….... da läuft er ins hohe Gras.
Er spekuliert auf den etwas zu weit weg stehenden Springbock mit Grünzeugschmuck.
Ou Mann! Der Leo schleicht geduckt durchs hohe Gras. Ohne dass der Springbock ihn bemerkt hat, entfernt er sich aber vom Leo. Gut für uns, denn die Zeit rennt uns weg. Der Leo gibt auf und setzt sich hin.
Läuft weiter und schaut sich sein entgangenes Dinner noch einmal an.
Kerstin meint .“Der kommt gleich zu uns!“
Und genau das tut er auch. Er trottet gemütlich genau auf uns zu.
Und die Uhr läuft unerbitterlich in Richtung Gatetime. Wir sind aufgeregt, wie bei unserer erste Reise vor 15 Jahren !
Er läuft genau vor uns auf die Pad, geht einige Meter, dreht sich um und kommt ganau auf uns zu gelaufen.
Wir sind endgültig euphorisiert und vergessen zu fotografieren. Als der Leo Kerstin aus einem Meter durch die inzwischen geschlossenen Seitenscheibe anschaut und sie den Foto hoch nimmt, erschreckt er sich doch tatsächlich und zuckt zurück ! Schweren Herzens müssen wir uns verabschieden.
Das war UNSERER Leosichtung. Endlich. Noch nie hatten wir einen Leo so nah und nur für uns und selbst gespottet !
Kurz nach sieben erreichen wir Kielie und braaien happy ein Oryxfilet mit Gemsquash und Knobibutter.
Was für ein perfekter Tag ! Was uns morgen wohl erwartet ? Schaun wir mal ! Es heisst ja, der KTP wäre ein Katzenpark 😉
Teil 2322. Juni 2017
21.03.2017 Ganzer Tag Kieliekrankie Löwenmorgen Teil 1
Mit leicht brummendem Schädel vom etwas zu hohen Alkoholkonsum am Vorabend steigen wir mit eiserner Disziplin um Punkt 06:30 Uhr ins Auto.
Der Kaffee tut gut. Auf der Dune Road in Richtung Kij Kij treffen wir auf etliche Schakale
und ein paar Trappen.
Diese hier fliegt in typischer Manier laut protestierend davon.
Andere Federvertreter bleiben sitzen.
An Kij Kij ist wenig los. Also links oder rechts ? Einstimmige Entscheidung links. Und das sollte goldrichtig sein. Nach vier Komma irgendwas Kilometern kommen drei, vier Autos über die Pad verteilt auf uns zu Was ist das ?
Neben den Autos trotten fünf prächtige Löwen im Morgenlicht in Reihe auf uns zu. Ganz hinten ein Bilderbuchmännchen.
Wie geil ist das denn ?!? Wir sind sofort (schon) wieder im Begeisterungsmodus !
Sie laufen direkt an uns vorbei.
Man könnte sagen, sie laufen sehr, sehr nahe an uns vorbei !
Offensichtliches Ziel ist Kij Kij. Und das sind noch 3,8 Kilometer Luftline. Auf diesen 3,8 Kilometern geht uns ein rücksichtsloser Polofahrer mit einem Einzelreisenden mit seiner Rücksichtslosigkeit auf die Nerven. Bei fünf, sechs Autos ist hier genug Platz für alle. Er fährt dem Gamedriveauto direkt vor die Haube und blockiert die Pad.
Und so überholen wir die Tier immer mal, lassen sie auf uns zukommen,
lassen sie direkt an uns vorbeilaufen,
knipsen Fotos wie die Irren
sehen, wie die anderen Tiere die Löwen ohne Fluchtverhalten passieren lassen
und beschließen einen Kilometer vor Kij Kij, uns dort die Pole Position zu sichern.
Als erste stehen wir in Position und sagen ein, zwei Autos Bescheid, was hier gleich passieren wird. Die Informierten machen große Augen, denn noch ist nichts zu sehen.
Tatsächlich kommen die Löwen nach kurzer Zeit gefolgt von bestimmt inzwischen 10 Autos in Reihe auf uns zu
und beginnen direkt zu trinken.
Inzwischen ist bei uns beiden Speicherkartenwechsel angesagt.
Nachdem der Durst gestillt ist, legt sich der Mann und eine Löwendame neben uns unter den Schatten eines Baumes.
Die ander Löwin legt sich direkt in den Schatten des neben uns stehenden Autos. Als der Fahrer dieses Foto macht, ist er nicht ganz unbeobachtet. Er würde das Bild bestimmt mögen !
Und dann passiert es. Beim Rückwärtsfahren rammt uns eine unvorsichtige ältere Südafrikanerin. Rummms ! There is nothing meint sie und will weiter fahren ! Nooooo, we will check !!! Wir fahren einige hundert Meter weiter und steigen aus. Die Stoßstange ist gebrochen, aber am Blech ist nichts.
Sie entschuldigt sich, wir tauschen Daten aus und steigen ein. Die super Stimmung ist nun leider erst einmal im Eimer. Als dann ein Landcruiser neben uns hält und meint :“There are three more lions approaching!“, wird es langsam wieder besser.
@ Eulenmuckel Uwe : Ich konnte nicht mehr aussortieren, es ging einfach nicht. Ich kann es nicht 😐 😕 😣
Teil 2422. Juni 2017
21.03.2017 Löwenmorgen bei KijKij Teil 2
.....Als dann ein Landcruiser neben uns hält und meint :“There are three more lions approaching!“, wird es langsam wieder besser.
So langsam ist das alles nicht mehr zu glauben ! Wir steigen wieder ein und fahren den Löwen entgegen. Da kommen sie !
... direkt auf uns zu und am (inzwischen geschlossenen) Fenster vorbei.
Ok. Wir haben ja Routine. Löwen überholen und wieder hinstellen.
Nach einigen Fotos fahren wir zum kleinen Hügel bei Kij Kij und stellen uns in Position.
Ein cooler Landy Fahrer neben uns kommt gerade an und checkt die Situation nicht, obwohl die Löwin direkt an ihm vorbei läuft.
Er zuckt mit den Schultern und schaut mit dickem Fragezeichen in die falsche Richtung. Durch Scheibenklopfen und Fingerzeit mache ich ihm klar, das genau drei Meter neben ihm die erste Löwin an ihm vorbeiläuft. Er lacht sich schlapp und beobachtet wie wir freudig die stolzen Tiere.
Ok, Also wieder zurück nach Kij Kij und in Position fahren. Der kleine Unfall tritt so wenigstens wieder etwas in den Hintergrund. Die drei Löwen laufen unter den Baum von gestern.
Die Mutter ist angespannt.
Immer wieder fletscht sie die Zähne und knurrt.
Sie ist sehr nervös. Wenn sie knurrt und die Zähne flätscht, sieht sie unglaublich aggressiv und gefährlich aus.
Das andere Rudel ist keine 30 Meter entfernt. Spannend.
Aber man scheint sich zu respektieren und nichts passiert. Aber beim Trinken ist die Mutter sehr nervös und schaut sich immer wieder um.
Und ist wieder aggressiv...
Dann verlässt die Löwin das Wasserloch und wir wenige Zeit später auch.
Wir treten Löwen geflasht die Rückfahrt an. Die anderen Löwen liegen verteilt im Gras.
Eine E-Mail an den Vermieter mit Bildern wird verfasst. Mal sehen, was aus der Sache wird ! Jetzt heißt es erst einmal Eindrücke verarbeiten, Eier mit Speck essen, Ausruhen und den Reisebericht bis hierhin schreiben. Ich bin wieder aktuell 🙂
Teil 2524. Juni 2017
folgenden Teil mit der Löwenjagd in Urikaruus habe ich vergessen. mit der Sonne zu versehen. Wer es verpasst hat, kann den Link nutzen.
Wir verbringen einen gemütlichen Nachmittag in Kiellie. Zum einfach nur dort sein und erholen finde ich Kiellie ideal.
Diese unglaubliche Fernsicht über die Dünen hat etwas ganz friedliches.
Wir lieben es. Auch wenn am Wasserloch selten etwas passiert und nur wenige unterschiedliche Vögel unterwegs sind.
Gut ausgeruht geht es relativ spät noch einmal los auf einen kurzen Gamedrive in Richtung Batulama.
Nach kurzer Zeit finden wir diese Geparden beim Dinner. Der Riss ist schon ziemlich weit aufgefressen. So langsam wird das Ganze schon ganz schön Katzen lastig !
Auch schön sind die kleinen Dinge am Straßenrand,wie diese Erdhörnchen.
Während wir den Rückweg nach Kielie antreten und noch einmal an den Geparden halten,
färbt sich der Himmel lansam.
Oben auf den ersten Dünen können wir das Naturschauspiel kurz beobachten
und fahren dann zum gemütlichen Grillabend zurück. Am Horizont tobt ein Gewitter, während wir heute mal köstliche Käsegriller und Gemsquash zu uns nehmen.
Nachdem wir schweren Herzens ins Bett gehen, fängt es tatsächlich an, etwas zu regnen.
Teil 2725. Juni 2017
22.03.2017 Killiekrankie nach Urikaruus
Nach dem Nachtregen sind die Tiere beim Frühstück besonders aktiv. Endlich erwische ich auch mal eine der kleinen Streifenmäuse mit der Kamera.
Nach einem gemütlichen Frühstück brechen wir gegen 10:00 zur kurzen Fahrt auf. Beim Einpacken kommen wir noch mit dem netten südafrikanischen Nachbarn ins Gespräch, mit dem wir uns über Reisen und Birden unterhalten. Natürlich hat er eines der 500er Riesenrohre mit Extender. Da die beiden unseren kleinen Unfall beobachtet haben, geben sie uns noch ihre Adresse, falls wir Zeugen brauchen.
Im Auob Tal sitzt dann gleich dieser schöne Tawny recht nah im Baum,
Bee-Eater
Wieder etwas später ruft Kerstin „Stoooop!!!“. Links neben dem Auto eine Cheetah.
Oh, es sind drei ! Zwei südafrikanische Ladys hatten uns gerade überholt, die sind vorbeigefahren.
Wenn die drei flach liegen, sind sie von der einen Seite aus schwer auszumachen.
Ein entgegenkommendes Fahreug hat uns inzwischen auch darauf aufmerksam gemacht, dass an Rooibrak 2 männliche Löwen liegen. Und das ist dann auch so.
Wir haben Glück und der eine steht sogar ganz kurz.
Haha, das wird ja immer besser ! Als wir weiter fahren, pennen die beiden wieder.
Und so kommen wir gegen 12:00 Uhr in Urikaruus an, begrüßen Eric, schwätzen etwas mit ihm, geben ihm die von SANParks übergebene Klobrille und Säge und beziehen die Nr. 4, in der wir schon mal wohnten.
Das Wetter ist traumhaft !
Nach dem Auspacken gibt’s ein kleines Frühstück und ein Schläfchen.
Am Wasserloch passiert nichts ganz aufregendes.
Unschön ist derzeit übrigens die Baustelle. Das Wasserloch soll etwas nach links in Richtung Honeymoon Chalet versetzt werden.
Mal schauen, was wir für Nachbarn haben. Die letzten waren ja echte Unsympathen. Gestern hatten wir während der Fahrt zueinander gesagt : „Könnten wir nicht so tolle Nachbarn haben, wie die zwei supernetten Südafrikaner letztes Jahr in Biyamiti im Krüger ? Mit denen hatten wir mit Kaffeetassen in der Hand auf der Bank gesessen und haben die Wildhunde beobachtet und uns lange unterhalten.
Dann kommt nebenan Bewegung auf die Terrasse. Ich schaue rüber und sage Hallo ! Und bin total Baff. Denn genau die beiden Wunschafrikaner sitzen nebenan und lesen. Unfassbar ! Wir hatten sogar ein Foto im Reisebericht und haben gestern über die beiden gesprochen.
Ich bin etwas unsicher und frage sie: „Hi, we know you from Biyamiti, or ? ! Martin schaut mit offenem Mund rüber und ruft „The world iss small, or ?“ Eine unfassbare Geschichte, denn die beiden kommen aus East London, das gute 1.000 KM entfernt sein dürfte.
Uri ist mein Lieblingsplatz, um Fleisch einzulegen 😎
Teil 2827. Juni 2017
23.03.2017 Urikaruus Abenddrive - fast katzenfrei
Und so fahren wir guten Mutes noch einmal zu einem kurzen Drive raus.
Crowned Lapwing
(?)
Black-chested Snake Eagle
Die verschwommenen Gepardenköpfe dienen nur dem Beweis ! Ansonsten ist der Abend mal katzenfrei.
Wir sind trotzdem happy.
Und hier erfüllt sich dann auch noch ein kleiner Herzenswunsch von Kerstin. Ich halte direkt neben einem Pygmy Falcon.
Dieser kleine Killer ist in etwa so groß wie ein White-browed Sparrow Weaver.
Nebenan sitzt der hier, er ist noch nicht bestimmt.
Am Urikaruus Waterhole haben wir noch nie was gesehen. Diesmal stehen zig Giraffen direkt auf der Pad.
Ein schönes Bild.
Wir drehen um in Richtung Urikaruus
und vor uns läuft diese Baby-Schildi über die Pad.
Wir warten, bis sie sicher ist und begegnen 50 Meter vor den Hütten den Nachbarn. Direkt links neben uns sitzen zwei gewaltige Giant Eagle Owls so unglaublich nahe, dass wir sie niemals gesehen hätten. Wow!
Beim Grillen kommen dann acht Giraffen ans Wasserloch und wir verschwätzen uns etwas mit Eric.
Und so kommt das eingelegte Eland doch erst bei Dunkelheit auf den Grill. Obwohl wir so langsam etwas Erfahrung mit der Insekteninvasion haben, ist es doch nervig. Die Nachbarn haben beide Rotlichtstirnlampen, Das scheint zu funktionieren.
Bei einem Glas Muratie Ansela van de Cab beobachten wir die Giant Eagle Owls, drei Löffelhunde und ein Böckchen am Wasserloch.
Am Horizont ist ein fernes Gewitter zu sehen. Was war das wieder für ein schöner Tag!
Teil 2928. Juni 2017
23.03.2017 Urikaruus Morgengamedrive Teil 1 von 2 Katzenflut
Um 5 vor sechs klingelt der Wecker.
Unten in der Küche rächt sich der gestern Abend ausgelassene Abwasch. Ein irrer Ameisenbefall löst sich schnell auf, nachdem das Geschirr grob abgewaschen wird. Nebenbei ist auch der Kaffee prepared. Auch nebenbei kommen zwei Tüpfelhyänen ans Wasserloch.
Sie laufen direkt an unserer Hütte vorbei und schauen sich immer wieder um.
Das Morgenrot taucht das Auob Tal in warmes Licht, der Himmel ist heute bedeckt.
Die Eulen sind auch noch aktiv und aus dem Baum vor uns kommen allerlei kuriose und neue Vogellaute.
Zehn vor sieben diskutieren wir mit Eric, in welche Richtung wir fahren sollen.
Er ist natürlich neutral und entgegen unseres ersten Gedankens biegen wir spontan in Richtung Kamqua nach rechts ab. Und das sollte eine unserer besseren Entscheidungen sein. Am Kamqua Wasserloch treffen wir auf dieses Bild.
Unsere Honeymooner Nachbarn fahren neben diesem Löwenmännchen her. Nach kurzer Zeit geben sie Gas und überlassen uns das Tier.
In unserem bescheidenen Hilux bricht nun eine Euphoriewelle aus.
Löwen auf der Straße hatten wir uns nach all den Urlauben gewünscht. Und diese Wünsche werden nun mehr als erfüllt. Ich fahre neben den stetig laufenden Löwenmann und er schaut mehrfach ins fast komplett geschlossene Fenster rein.
Ein Auge ist blind, doch er scheint damit ganz gut umgehen zu können.
Immer wieder überholen wir ihn, stellen uns quer und erfreuen uns an dem majestätischen Bild.
Und wir sind die ganze Zeit mit ihm alleine. Immer wieder schaut er in die Ferne und brüllt ganz leise.
Dann horcht er..... und wartet auf die Antwort seiner Brüder. Aber ohne Erfolg.
Wir sind uns sicher, dass er seine zwei Kumpels sucht, die vor einigen Tagen mit ihm vorm Honeymonn Chalet lagen.
Als er im Tal einen Springbock sieht, versteckt sich der Löwe kurz hinter einem Baum. Aber nur kurz, denn er ist einfach zu weit weg.
Dann kommt die Zufahrt zum Kamqua Picknick Spot. Er wird doch nicht ? Doch, er wird. Er läuft quer über den leeren Platz
und schnüffelt letztendlich an der Tür zur Frauentoilette.
Dort bleibt er stehen und brüllt mehrfach leise ins Tal.
Inzwischen tut er uns fast Leid, denn er macht wirklich einen unglücklichen Eindruck.
Ohne seine beiden Kumpels dürfte er bei der Jagd auch große Nachteile haben.
Nachdem er sich im hohen Gras ablegt, lassen wir ihn alleine und fahren weiter in Richtung Rooibrack. Was eine Hammersichtung. Unglaublich intensiv und Nahe und bestimmt eine halbe Stunde lang ganz alleine.
Einige Kilometer weiter treffen wir zuerst auf einige kämpfende Springböcke.
Hundert Meter weiter kommt uns eine riesige Springbockherde langsam entgegen. Ein wunderschönes Bild.
Erst wieder einige hundert Meter weiter merken wir, dass sie gerade traumatisches erlebt haben……
Aber dazu morgen mehr.... 😉
Teil 3028. Juni 2017
23.03.2017 Urikaruus Morgen Teil 2 von 2
Erst wieder einige hundert Meter weiter merken wir, dass sie gerade traumatisches erlebt haben…… Drei Geparden haben jeweils einen ihrer Herdenmitglieder gerissen. Es sind wohl zwei Kitze und ein etwas größeres.
Und so schlagen sich die drei Geparden bei schlechtem Fotolicht am anderen Ende des Tales in üblicher Gepardenmanier hektisch die Mägen voll.
Nach etlichen Bildern setzen wir die Fahrt weiter in Richtung Batulama fort. Hier verlieben wir uns in diese knuffigen Babyerdhörnchen. Die sind echt süss !
Wir drehen wieder um. Bei den Geparden hat sich wohl etwas getan. Sie haben die drei Opfer an eine Stelle gezerrt, eines ist inzwischen fast vollständig aufgefressen.
Am Eingang nach Urikaruus beschließen wir kurzer Hand nochmal zum Dertienden zu fahren. Am Urikaruus Wasserloch ist es ja eigentlich stets ruhig. Doch heute stehen zig Autos da, Aha, ein Gepardenriss.
Es sind die fünf Geparden von Gestern. Hier ist was los, oder ? Unglaublich !
Am Dertiende Boorgat ist es dann beruhigend, diese friedliche Gnuherde zu beobachten.
Wir essen Rusks und trinken einen Mug Kaffee dabei.
Vögel hats auch
Eine Gruppe kleiner Gnus galoppiert im Hintergrund fröhlich herum.
Und dann fahren wir letztendlich vollgestopft mit Eindrücken zurück ins Camp und kommen nochmal an den Geparden vorbei.
Müde sind wir und danach hungrig.
Die restlichen Eier mit Speck und Zwiebeln wandern in die Pfanne und ich schreibe den Reisebericht bis genau hierhin fertig. Unfassbares Sichtungsglück hatten wir nun doch. Mal sehen, was uns noch erwartet. Nachher wollen wir nochmal in Richtung Batulama......
Teil 3101. Juli 2017
23.03.2017 Urikaruus Abenddrive - Cheetahs
OK, es ist 17:00 Uhr ! Los geht es.
Nach links in Richtung Urikaruus Waterhole. Die Nachbarn hatten dort irgendeinen Chestnut Geier ausgemacht, der sich als junger Tawny Eagle herausstellt.
Die 5 Cheetahs von vorhin liegen auch noch im Tal.
Der Riss ist komplett vertilgt. Da nun fast ein richtiger Sandsturm aufzieht, stehen sie auf und ziehen sich in die Dünen zurück.
Wir drehen um und fahren in Richtung Batulama. In der Nähe von Sitzas geraten wir in eine große Gnu und Springbockherde.
Sie laufen ganz unbekümmert um uns herum und grunzen vor sich hin.
Nach wenigen Kilometern treffen wir auf Giraffen
und dann auf die drei Cheetahs von vorhin (die mit den drei Rissen). Sie sind pappsatt gefressen.
Ein weiterer Gamedriver erzählt uns, dass wenige KM weiter noch drei Cheetahs durchs Tal laufen würden. Wir grinsen in uns herein und fahren los.
Tatsächlich treffen wir etwas später auf die drei Cheetahs im Tal.
Sie sind im Jagdmodus und schauen in das hier leere Auob Tal.
Ein schönes Bild, diese eleganten Tiere nun einmal in Bewegung zu sehen. Nach einigen hundert Metern nebenherfahren ändern sie ihre Richtung und kommen genau auf uns zu.
Wir sind übrigens ganz alleine mit ihnen.
Wir können unser Glück kaum fassen und haben die drei direkt vor dem Auto.
Mit kleinem Abstand fahren wir hinterher und beobachten mit Sorge die GPS-Ankunftszeit im Navi.
Bis zu den nächsten Weidetieren ist es noch ein ganzes Stück.
Wir knipsen die Speicherkarten voll und lassen die drei schweren Herzens alleine.
Bei Kamqua liegt dann unser blinder Löwe auf der Gasse. Er schaut nun echt traurig und ist diesmal auch nicht so entspannt. Als wir uns nähern, hat er den Kopf unten und ich fahr lieber mal weiter.
Er legt sich neben einen Baum und schaut entmutigt aus der Wäsche. Was wohl aus ihm wird ?
Um Punkt 19:00 Uhr erreichen wir Urikaruus. Der Ersatz für Eric kümmert sich null um uns und hat auch den Grill nicht sauber gemacht. Der Müll ist auch nicht ausgeleert. Egal !
Wir Grillen wie gewohnt sehr lekkere Sachen und ich unterhalte mich mit dem netten Südafrikaner über Sterne.
Etwas später am Abend laufen dann die beiden Kumpels des einsamen Löwen durchs Tal.
Sie laufen einfach lautlos durch die Nacht und sind so schnell wieder verschwunden, wie sie aufgetaucht waren.
Die Nacht ist ziemlich frisch und wir brauchen die Zusatzdecken.
Teil 3206. Juli 2017
24.03.2017 Ganzer Tag Urikaruus
Wir fahren etwas später los, da Löwengebrüll zu hören ist.
Nachdem aber nichts zu sichten ist, fahren wir in Richtung Dertiendes und Vertiendes los. Hier liegen die jungen Kapfüchse im Morgenlicht.
Die sehen wir nur Dank Pascalinah 😘 Sie hatte uns vor Beginn der Reise den Tipp gegeben. Ohne sie hätten wir die Schönheiten niemals gesehen...... weil sie direkt neben der Pad liegen
Die Tawnys nagen an den Knochenresten des Cheetahkills rum.
Neben der Pad sitzt ein Raubvogel (Gabar?) und hält nach Beute Ausschau.
Eine Manguste sitzt im schönen Morgenlicht.
Ansonsten ist es ein Raubvogelmorgen.
Ist das hier dürfte ein Eurasian Hobby sein.... Ist es einer ? 😕
Rock Kestrel(?).
Der hier ?
Und der Star des Morgens. Ein Pygmy Falcon
Da an den Wasserlöchern selbst nichts los ist, drehen wir um und fahren nach Kamqua.
Dort sollen am Dünenkamm zwei Löwen liegen. Sicher unsere Bekannten.
Wir sehen einen... ?
Zurück im Camp sitzt unser Giant Eagle Owl Küken (seltsame Bezeichnung für so einen Watz) im Baum.
Wir Frühstücken,
ruhen uns aus und kommen bei Kerstins Scimitarbill Sichtung hinter dem Haus wieder nett mit den Nachbarn ins Gespräch. Sue und Martin sind einfach klasse und wir schütteln über den Zufall unseres Wiedersehens immer noch den Kopf.
Neben uns im Busch bettelt ein fast ausgewachsener Drongo seine Mutter an
Teil 3307. Juli 2017
24.03.2017 Urikaruus letzter Abend Gamedrive
Gegen 17:00 Uhr geht es nochmal auf Drive in Richtung Batulama.
Manguste
Wieder ein Pygmy
Hier sieht man, wie hoch das Gras teilweise steht.
Nochmal Bat Eared Foxes.
Hübsche Schakale
Noch ein Scimitarbill
Pale Chanting Meeting
?
Ein Gabar, der es unter sich rascheln hört. Ichmag die Bilder...
Und dann die Hammersichtung. Was ist das neben dem Auto?
Unser Vordermann macht Platz und ich fahre gaanz langsam neben....
diesen Red necked Falcon, der völlig furchtlos gierig das Innere dieser erlegten Taube vertilgt.
Ich könnte ihn anfassen, so nah ist er.
Ab und zu schaut er nach oben zu mir, dann frisst er weiter.
Die Bee Eaters erwischen wir in diesem Urlaub nicht im guten Licht.
Schakale
Dann geht es langsam auf den Rückweg nach Uri.
Manguste
Und zum Abschied treffen wir ihn wieder. Ihr wisst schon wen 😐
Zuerst läuft er vor und her, dann setzt er sich an einen Baum und schaut wieder traurig durchs Tal.
Bei diesem Blick verabschieden wir uns von ihm und wünschen viel Glück !
Und über Kamqua liegen noch die beiden Löwen auf dem Dünenkamm.
Ein schöner Drive und wir sind mit der Ausbeute im KTP mal wieder so etwas von zufrieden.
Zurück im Camp wandert das eingelegte Springbockfilet auf den Grill. Zusammen mit 4 Gemsquashes und Knobibutter und der letzten Flasche Chocolate Block genießen wir das letzte Braii.
KTP, hoffentlich sehen wir uns wieder !
Teil 3409. Juli 2017
25.03.2017 Urikaruus nach Lapa Lange
Nach dem Aufstehen und Kaffee Kochen wollen wir kurz rausfahren. Noch vorher entdeckt Kerstin in der Morgendämmerung einen vorbei ziehenden Cheetah.
Dann geht es raus zu den Kapfüchsen.
Junge Gnus machen Frühsport.
Zig Raubvögel. Lanner Falke Was ist das (Hilfe!) Jackal Buzzard Pale Chanting Goshawk Rock Kestrel Gabar Goshawk
5 Cheetahs auf dem Dünenkamm.
Und auf dem Rückweg genau hinter den Kapfüchsen nochmal Bat Ered Foxes.
Wir frühstücken, packen unsere Sachen zusammen und freuen uns, dass Eric rechtzeitig zurück ist.
Wir bedanken uns bei diesem äußerst netten Kerl, der so langsam das halbe Forum beim Namen kennt. Er freut sich über ein schönes Oryxfilet und einige andere Lebensmittel. Schweren Herzens nehmen wir von ihm und den Südafrikanern Abschied. Urikaruus ist einfach ein Traum !
Unterwegs nach Mata Mata sehen wir noch etliche Raubvögel.
Kann das eiin Dark Chanting sein ? 😐 Gabar Goshawk
In Mata Mata wird getankt, der Luftdruck erhöht und die Grenzformalitäten erledigt.
Teil 3516. Juli 2017
25.03.2017 Mata Mata nach Lapa Lange
Die Weiterfahrt führt uns die gleiche Strecke wie hin zu über die Kalahari Dünen zur Lapa Lange Lodge.
Die Ankunft dort ist für uns ein kleiner Kulturschock.
Zuerst die durchgestylte Lodge mit durch Bewässerung üppigem Grün.
Ein künstlicher See. Wasservögel
aber trotzdem irgendwie nett.
Wir essen eine kleine Vorspeisenplatte und machen es uns im Schatten bequem.
Danach wechseln wir an den Pool bzw. an den See. Hier fliegen die superschicken Southern Red Bishop (Danke Maddy) herum.
Und auf dem See schwimmt tatsächliche eine Erstsichtung, die Red-knobbed Coot herum.
Die Zeit vergeht schnell.
Am See kommen wir noch mit einer Südafrikanerin ins Gespräch, während Weißschwanzgnus und Elands zum Trinken kommen.
Bei dem hier vermuten wir, dass es ein juveniler Diederiks Cuckoo ist
Dann ist schon Dinnertime.
Es gibt leckeres Wildfleisch und eine Flasche Rupert&Rothschild Optima.
Nach einem Absacker geht es in das außerordentlich bequeme Bett.
Teil 3629. Juli 2017
26.03.2017 Lapa Lange nach Goche Ganas
Beim Frühstück beobachten wir den (offensichtlich) Eigentümer. Er sitzt an der Theke und frühstückt selbst. Zwischendurch steht er auf und schnippt an einem heruntergefallenen Stück Papier vorbeilaufend mit dem Finger und deutet den Angestellten damit an, das Papier aufheben zu sollen. So etwas ist gar nicht nach unserem Geschmack, denn man kann hier irgendwie einen Klassenunterschied spüren, den wir nicht spüren wollen.
Und so machen wir uns gegen 09:30 Uhr auf in Richtung Goche Ganas.
Kerstin hat die spontane Idee, unterwegs am Hardap Damm halt zu machen. Hier haben wir in 2002 schon mal Halt gemacht.
Hinter Marienthal biegen wir auf die kurze Zufahrt ein und halten an der Rezeption.
Ein sonntäglich schick gekleidete Farbige telefoniert gerade. 90 Nam$ kostet der Eintritt. Alles läuft betont langsam ab. Ich zahle mit 200 Nam$ und bekomme 2 fünfziger und 1 zehner zurück. Die 50er liegen nah bei mir, der 10er betont nahe an der Angestellten. Sie macht das so offensichtlich, dass ich laut lachen muss. Sie lacht sehr verlegen mit und wir wissen beide genau warum. Ich nehme die beiden Fünfziger und meine „I‘m fine!“ und verabschiede mich. In Deutschland undenkbar, hier fand ich es lustig.
Am Damm sollen wir über den Damm zur Game Viewing Area abbiegen.
Nach zwei Dritteln ist ein Tor zu und wir halten an. Kerstin mag Staumauern gar nicht. Und zackzack sind wir von drei einheimischen Autos hinter uns zugeparkt.
Die Namibianer steigen alle aus und unterhalten sich gut gelaunt.
Sie sind sehr nett und wir wechseln einige Worte mit ihnen.
Wegen dem verschlossenen Tor machen wir dann kehrt und fahren zum über dem Stausee thronenden etwas überdimensioniert wirkenden Restaurant.
Hier erkennen wir den Baum wieder, in dem ich 2002 unseren ersten Dassie fotografiert habe.
Acacia-pied Barbet
Das Gelände ist ansonsten komplett neu gestaltet.
Überall liegen Bierflaschen herum.
Nach einigen Fotos fahren wir weiter in Richtung Goche Ganas.
Die Strecke führt uns bequem aber langweilig über die Landstraße in Richtung Norden.
25 KM vor Windhoek biegt dann eine nicht ganz so tolle Pad nach rechts in die Berge ab.
Aber Juhu, wir dürfen 100 fahren 😵 😣
Kurz vor dem Gate ist ein Touristen-Tiguan liegengeblieben. Er hat sich in einem Trockenflussbett an einem Stein scheinbar die Ölwanne aufgerissen. Zwei Autos leisten bereits Hilfe.
Teil 3706. Aug. 2017
26.03.2017 Goche Ganas
Wir fahren weiter und werden am Gate überschwänglich begrüßt.
Nach einer holprigen Zufahrt packen wir unsere Sachen am Parkplatz unterhalb der Lodge aus und werden in einem alten Landy nach oben gebracht. Die Lodge liegt toll auf einem Hügel. Die Chalets sind in zwei Reihen auf dem Hügel angeordnet.
Wir bekommen Chalet Nr. 2. Zugeteilt. Das Haus überzeugt uns nicht ganz.
Irgendwie hatten wir mehr Charme erwartet. Wir machen es uns auf der Terrasse unter einem zerfledderten Sonnenschirm bequem und beobachten die Webervögel.
Irgendwie werden wir mit dem Chalet nicht „warm“.
Kerstin fragt nach einer Umzugsmöglichkeit und wir bekommen das letzte Chalet in der Reihe zugeteilt. Die Inneneinrichtung ist viel schöner und wir ziehen um. Hier fühlen wir uns jetzt richtig wohl.
Am späten Nachmittag gehen wir hoch zum Restaurant, essen ein Stück Kuchen und geniessen die wirklich sehr schöne Aussicht.
Nebenbei gibt es auch noch etliche Birds.
Und einen Rock Shandy !
Dann braut sich ein fast irrealer Sonnenuntergangzusammen.
In der Ebene regnet es heftig.
Von hier oben aus ein tolles Schauspiel !
Dann ist schon Dinner Time.
Das Essen ist gut, aber irgendwie ist es schon komisch, nach all den ruhigen Grillabenden mitten in der Natur wieder in einem geleckten Speisesaal zu sitzen und die anderen Gäste zu beobachten.
Da kann aber Goche Ganas nichts dafür. Und das sehr bequeme Bett schon gar nicht !
Teil 3813. Aug. 2017
27.03.2017 Goche Ganas Pool/Massage und Nichtstun
Mit diese Blick wachen wir auf und sind durchaus zufrieden.
Das Bett war super bequem. Wir gammeln ausgiebigst auf der Terasse herum bevor es gegen halb zehn zum Frühstück geht. Dort sitzt das ganze Dach voller Martins.
Das Frühstück selbst ist ganz OK und eher Nebensache. Denn die tolle Aussicht ist die Hauptsache.
Nach dem Frühstück wandern wir einige Meter weiter zum kleinen Barhäusschen.
Dort geniessen wir noch den einen oder anderen Kaffee, lassen den Blick in die Ferne schweifen und beobachten die zahlreichen Vögel.
Irgendwann wollen wir an den Pool umziehen und treffen am Haupthaus auf ein Erdmännchen.
Es buddelt überall herum und ist wohl nicht des Gärtners Freund.
Aber einfach knuffig!
Wir gehen noch für eine Stunde ins Chalet und danach an den Pool.
Auch der hat einen wunderschönen Out of Africa Blick. Mit Rock Shandy und dem kühlen Pool lässt es sich hier gut aushalten.
Später lassen wir uns massieren. Die Masseurin ist sehr nett und erzählt aus ihrem Leben. Am nächsten Tag haben wir aber beide einen ordentlichen Muskelkater.
Den Rest des Tages verbringen wir auf der Terrasse der Lodge.
Nach einem wieder guten Dinner und einem letzten Glas Rotwein auf unserer Terrasse am Bungalow endet unser letzter ganzer Afrikatag dieser Reise.
Teil 3930. Aug. 2017
28.03.2017 Goche Ganas Gamedrive und Heimflug
Da wir erst Abends Heim fliegen, haben wir uns am Abschlusstag unserer Reise zu einem letzten Gamedrive entschieden. So richtig hohe Erwartungen haben wir nicht.
Es geht mit einigen Gnus los.
Oryxe
Dann Giraffen.
Zebras
Die Landschaft ist wirklich sehr schön und wir genießen den Drive.
Das Licht ist inzwischen richtig toll und uns erfasst etwas der Wehmut.
Auch die Weiterfahrt ist nicht langweilig.
Dann sichten wir zwei N… hörn.. und bauen unseren Tisch direkt neben ihnen auf.
Zuerst sind alle etwas vorsichtig, aber die zwei Kolosse interessieren sich null für uns und Sind die menschliche Gesellschaft gewohnt.
Sie kommen immer näher und wir erfreuen uns an den imposanten Kolossen. Wir mögen gerade Die Breitmäuler so, weil sie einfach so friedlich sind und wir es niemals verstehen werden, wie man sie wegen des Hornes abschlachten kann.
Dann heißt es langsam Abschied nehmen von den .hin… An einem Schakal,
und einigen Zebras vorbei geht es zurück zur Lodge, wo wir es uns nach einem ausgiebigen Frühstück und einer Dusche an unserem Lieblingsplatz an der Bar bequem machen.
Die Vogelwelt verabschiedet sich artenreich von uns.
Zwei deutsche Neuankömmlinge gesellen sich zu uns. Sie sind gerade das erste Mal in Afrika angekommen. Seit vielen Jahren will die Frau (etwas älter als wir) nach Afrika und er wollte stets surfen. Sie sind überwältigt von der Weite. Und dann zeigen wir Ihnen unten einige Giraffen. Es ist so schön, die völlige Begeisterung der zwei zu erleben. Sie sind total happy, währen wir uns nach einiger Zeit verabschieden und schweren Herzens in Richtung Windhek aufbrechen.
In der Autovermietung erklären wir die kaputte Stoss-stange und den kapitalen Lackschaden hinten rechts. Der stammte von einer Kollission mit dem Braii in Lijersdraii. African Tracks nimmt das sehr unaufgeregt entgegen. Wir einigen uns auf ca. EUR 80 in cash und die Sache ist vergessen. Für uns eine äußerst großzügige Lösung. Wir sind sehr zufrieden mit African Tracks. Preis-Leistung und der freundliche Service gepaart mit einem gut ausgestatteten und gut gewarteten Fahrzeug !
Dann werden wir zum Flughafen gebracht, wo wir nach einem zähen Steak auf den gebuchten XXL-Sitzplätzen in der Condor Bretterklasse Platz nehmen. Zuerst sind wir sehr zufrieden. Während des Fluges müssen wir bitterlich frieren. Wer sich auf diese Plätze bucht, muss unbedingt richtig dick angezogen sein. Kerstin war trotz Reklamation beim fliegenden Personal bis auf die Knochen durchgefroren.
Eine tolle Reise geht mit der Landung in Frankfurt zu Ende. Der KTP hat uns mal wieder viele tolle Erlebnisse und gute Erholung gebracht. Und wie viel Glück wir mit den Sichtungen hatten, habe ich erst beim Shcreiben dieses Berichtes bemerkt.
Es kommt noch ein Fazit. Dafür habe ich noch bis Freitag in einer Woche Zeit. Und dann gibt es so ab Mitte Oktober den nächsten Reisebericht von unserer Namibia Nord Tour mit Kaoko.
Viele Grüße Casimodo
Teil 4003. Sept. 2017
Fazit Autovermietung und Fluggesellschaft
Autovermietung African Tracks
Wir haben inzwischen Erfahrungen mit etlichen Autovermietern im südlichen Afrika. Wenn wir Reviews lesen, oder selbst schreiben, sind wir uns immer darüber bewusst, dass an einem Auto mal etwas kaputt gehen kann. Die Frage ist dann noch, wie ist der Service bei einer Panne, werden neue oder ältere Autos vermietet, kann man Einwegmieten machen und was kostet das ? Wie ist die Übergabe ? Wie ist das Zubehör ? Versucht man mich bei der Übergabe mit Versicherungen abzuzocken (doppelt). Bei African Tracks handelt es sich wohl um einen Autovermieter, der im Vergleich sehr günstige Preise anbietet und über eine große Flotte verfügt. Unser Auto war wesentlich besser ausgestattet, als die von großen Vermietern wie Avis oder Budget. Es gab umfangreiches Zuberhör wie Unterlegbretter, Überbrückungskabel, Abschleppseil, Werkzeug, etc. Die Elektrik des Kühlschrankes war professionell installiert. Der Hilux selbst war nicht ganz neu, aber sehr gut gewartet. Er war basic ausgestattet, hatte keine Geländereifen, Bullbars, Leder oder sonstiges Zubehör.
African Tracks hat von Anfang bis Ende einen super Eindruck auf uns gemacht. Auch unsere zwei Schäden (fette Schramme am Kotflügel und gerissene Stoss-Stange hinten) wurden sehr kulant abgewickelt. Wir würden African Tracks sofort wieder buchen ! Das war ein Klasse Tipp von Jaffles.
Fluggesellschaft Condor
Bis auf eine Sache für uns eine positive Überraschung. Auf dem Hinflug Premium Economy für 150 EUR Aufpreis pro Person. Das war unser bequemster und nettester Flug ins südliche Afrika. Die Crew war ausgesprochen nett und professionell. Die Sitze bequem und mit komfortablem Abstand. Man steigt in Windhoek vor der Economy aus und ist in Rekordgeschwindigkeit durch den Zoll (dadurch konnten wir Take-Off leider nicht „Tschüss-Sagen“ Sorry nochmal.
Auf dem Rückflug XXL-Sitze am Notausgang für ca. 80 EUR Mehrpreis pro Person. Ebenfalls sehr bequem. Aber die Klimaanlag frostete uns tief. Im Nachhinein haben wir gelesen, dass das auf den 767 Flügen oft ein Problem ist. Auf diesen Pläten sollte man sich sehr, sehr warm anziehen. Kerstin war arg genervt und komplett durchgefroren. Insgesamt in Preis Leistung Top !
Teil 4103. Sept. 2017
Fazit Unterkünfte
Heinitzburg
Tja, das war in 2002 unsere allererste Lodge im südlichen Afrika. Die Lage ist toll, das Restaurant auch. Der Manager kam bei uns arrogant rüber. Unsere vorher per E-Mail abgestimmte Fleischlieferung wurde abgewiesen. Erst nachdem wir dem Manager die Mail zeigten, meinte er, sie sei missverständlich gewesen. Wie auch immer. Das Zimmer war OK, bei uns kam aber nicht das richtige Feeling rüber. Toller Pool mit Palmen, Essen super und wir würden trotzdem nicht mehr für eine Übernachtun hinfahren. Die Heinitzburg war uns diesmal zu sachlich. Sicher Geschmackssache.
Teufelskrallen Tented Lodge
Tolle Zeltchalets auf dem Kamm einer Kalahari Düne mit tollem Ausblick. Zum Essen muss man etwas fahren, das ist aber kein Problem. Die Hütten sind von der Pad aus gut zu sehen. Da sehr selten Autos vorbei kommen, hat uns das nicht gestört. Kleiner Kühlschrank mit Getränken. Schöne Terrasse, nette Einrichtung. Preis/Leistung ist OK und wir waren eigentlich begeistert. Vermutlich ist es unbegründet, aber dass man die Chalets von der Pad aus sieht, gefällt uns nicht so gut. Das Essen war gut!
Kgalagadi NP / Kalahari Tented Camp
Wir waren jetzt schon das dritte Mal im Honeymoon Chalet. Das hat den Vorteil, ganz links aussen zu liegen und man hat einen sehr privaten Blick ins Tal und sieht die Nachbarn nicht. Dafür ist der Blick zum Wasserloch nicht der Beste. Das nächste Mal würden wir ein anderes Chalet buchen. Die Küche wurde etwas upgegraded. Es gibt jetzt einen gut funktionierenden Kühlschrank. Das Tented Camp gefällt uns viel besser als Mata Mata. Auf den Gamedrives trifft man (für den KTP) auf viele andere Autos (Durchreisende, Bewohner von Mata Mata und Tented Camp und Urikaruus). Der Blick ins Tal ist wunderschön. Wir mögen das Tented Camp sehr zum Ankommen. Es ist nicht weit nach Mata Mata zum Einkaufen und Tanken. Mobilfunk Reception.
Kgalagadi NP / Urikaruus
Urikaruss ist totaler Mist !!! Das muss ich schreiben, damit nicht so viele Menschen dort hin wollen ! Im Ernst: Urikaruus ist unser absolutes Lieblings-Camp. Eric ein toller Ranger. Am Wasserloch passiert oft etwas. Man ist mitten in der Natur. Wir hatten bei unseren Besuchen eigentlich immer Löwen direkt am Chalet oder Wasserloch. Der Lanner Falke zischt immer Mal durchs Bild. Die Küche gut eingerichtet. Das Bad und Schlafzimmer neu upgegraded und frisch renoviert. Fledermäuse waren bei uns kein Thema mehr. Tolltolltoll ! Ein einzigartiges, gemütliches Naturerlebnis ! Kgalagadi NP / Nossob
Sehr zweckmäßige Hütte. Nicht charmant. Terrasse mit Blick auf die Baustelle der River Chalets und ohne Charme. Aber gute Gamedrive-Möglichkeiten in zwei Richtungen. Schöner Hide am Wasserloch. Leckere Brötchen auf Bestellung, kleiner Shop, Tankstelle. Kann nict mit den Wilderness Camps mithalten Kgalagadi NP / Grootkolk
Immer schwer zu bekommen. Eigentlich von der Unterkunft her sehr einfach. Grootkolk hat aber irgend etwas, weil man ebenerdig mitten in der Natur ist. Toller Blick aufs Wasserloch und eine Grasfläche und den Himmel. Obwohl wir niemals Löwen dort hatten, soll es angeblich das Lions Headquarter sein… Ranger etwas seltsam. Aber die Landschaft auf den Drives in Richtung Unions End ist einmalig schön. Viele Raubvögel. Trotz der Einfachkeit der Unterkunft ein einmalig schöner Platz…… Kgalagadi NP / Killiekrankie
Killiekrankie ist von der Lage und der Einrichtung her ein absoluter Knaller. Für mich der schönste Ort zum Braii, den ich kenne. Endloser Blick über die Dünen. Die Hütten sind uns etwas zu nahe aneinander. Bei netten Nachbarn kein Problem. Einrichtung sauber und gut in Schuss ! Perfekter Platz zum Erholen. Mit etwas Fahrtstrecke der einzige vernünftig gelegen Platz mit Möglichkeiten zu Gamedrives in Nossob und Auob Flusstal. Auch hier neuer Kühlschrank. Wieso schafft es SAN-Parks nicht, solche Unterkünfte im Krüger zu bauen. Das wäre der Knaller ! Mobilfunkempfang.
Lapa Lange Game Lodge
Grüne Oase, mit modernem Zimmer. Für uns eine Spur zu groß, aber eine tolle Anlage. Essen war sehr gut. Etliche Tiere und Vögel am Wasserloch. Gute Lage für den Zwischenstopp zum Kgalagadi NP. Der Manager ging nach unserem Geschmack sehr respektlos mit dem farbigen Personal um. Für uns ein No Go. Ansonsten eine schöne grüne Oase in der Wüste mit wie wir finden üppigem Preis.
Goche Ganas
Tolle Lage gerade weit genug von Windhoek entfernt, dass man nichts von der Großstadt ahnt. Chalets haben tollen Blick über den Busch und die Berge. Gutes Essen, toller Pool und Spa. Zahmes Erdmännchen. Erstes Chalet gefiel uns nicht so gut, das zweite dafür umso besser. An der Bar kann man super sitzen, die Vögel beobachten und dabei den Fernblick genießen. Sehr schöner Gamedrive. Uns etwas zu groß……
Reise insgesamt
Der KTP ist unser Park zum Erholen. Der absolut perfekte Platz. Die Wilderness Camps empfinden wir als einzigartig schön. Die Gamedrive Möglichkeiten sind auf Grund der wenigen Pads eingeschränkt. Aber durch die spärliche Vegetation hat man hier unvergleichlich gute Möglichkeiten der Tier- und Katzenbeobachtung. Bei nächsten Mal würden wir vermutlich wieder von Upington aus losfahren. Die Fahrt von Windhoek aus ist schon etwas öde. Für uns war die Dauer des Aufenthaltes im Park perfekt. Aber nur deswegen, weil wir diesmal auf den Gamedrives nichts erzwingen wollten und stets rechtzeitig ins Camp zurück fuhren. So konnte wir uns toll erholen und hatten unglaubliches Sichtungs-Glück. Der KTP ist einfach ein Traum !!!!!!
So jetzt habe ich es tatsächlich geschafft ! Sorry, dass es am Ende so zäh war, aber die Kraft hat mich einfach verlassen. Der Umzug und die Arbeit haben mich in den letzten Wochen echt urlaubsreif gemacht. Aber am Freitag geht es ja dreieinhalb Wochen los nach Namibia. Ich bin sehr gespannt, wie wir mit dem Bushcamper zurecht kommen. Natürlich wird es wieder einen Bericht geben. Und da wir im Januar noch einmal ans Kap fahren, wird etwas Zeitdruck auf mir lasten !
Danke für alle Kommentierer und Danke Drücker ! Es hat wieder Spaß gemacht mit Euch zu reisen. Wie würde mein guter Freund Bayern Schorsch sagen : „Bis auf ein anderes Mal!“