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Reisebericht · namibia-forum.ch

Rentner liebt Mara

von Papa Kenia · 26 Teile

Teil 120. Jan. 2017

Hallo allerseits!

Jetzt ist es raus. Ich bin endlich Rentner und die Mara habe ich auch ganz lieb.

Die alten Hasen wissen sofort was jetzt kommt. Den neuen Mitgliedern sei gesagt, jetzt kommt kein Erotikthriller, sondern ein Reisebericht der anderen Art. Ein Bericht einer kurzen aber knackigen Safari. Fahren lassen statt selbst fahren. Tierwelt vom Feinsten! Und das alles aus der Masai Mara in Kenia. Die meistens einfach nur ‚Mara‘ genannt wird.


Eigentlich kann ich mir die Vorgeschichte sparen. Es lief wie immer ab. Kontaktaufnahme zu Jonathan von WT&Safari, bei dem ich seit einigen Jahren von Deutschland aus meine Safaris buche. Ich wollte wie letztes Jahr wieder jeweils vier Nächte in zwei verschiedenen Camps unterkommen. Heraus kam bei der Planung, dass ich noch mal im Ashnil Mara Camp (im Westen und relativ nahe an der Grenze zu Tansania) und im Basecamp Explorer (außerhalb des Parks) in der Talek Region im östlichen Teil der Masai Mara meine Zeit verbringen werde.

Der Tag der Anreise verlief relativ unspektakulär. Mein Urlaub begann mit meinem Fly&Rail Ticket und der Anreise aus dem Ruhrgebiet zum Frankfurter Flughafen. Wie immer traf ich dort viel zu früh ein. Der Condorschalter war aber bereits geöffnet und so konnte ich schon recht früh meine Reisetasche aufgeben. Anschließend beobachtete ich bei Kaffee und Brötchen das teilweise hektische Treiben im Flughafengebäude.

Die Anzeigetafel verhieß nichts Gutes. Da stand, dass die Maschine eine Stunde später rausgeht als geplant. Hoffentlich bleibt es bei der einen Stunde.

Nachdem ich die Passkontrolle durchlaufen hatte und im Wartebereich vor mich hindöste, kam ein Österreicher auf mich zu. „Mensch“ – „Du auch wieder da? Wieder Southern Palms? Und wieder Safari?“

„Ja klar! Hallo Hagen. Und du? Wieder Governors Camp?“

Man kennt sich mittlerweile. Es sind viele Stammgäste die immer um die gleiche Zeit im Southern Palms Beach Resort einfliegen. Zu manchen bekommt man Kontakt. Zu anderen wiederum nicht. Zu einigen will man auch keinen Kontakt. Aber zu diesem Österreicher hatte ich seit Jahren ein gutes Verhältnis. Und so vertrieben wir uns die Zeit bis zum Abflug mit Gequatsche.

Dann ging die Condor mit dieser besagten einen Stunde Verspätung raus.

An Schlaf war wieder mal nicht zu denken. Ich hatte aber einen netten Sitznachbarn mit dem ich mich ganz gut unterhalten habe. Und so landeten wir völlig übermüdet am nächsten Morgen gegen acht Uhr auf dem MOI International Airport in Mombasa.

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Die Einreise ging zügig vonstatten. Dann wechselte ich noch ein paar Euro-Scheinchen in Kenianische Schilling und begab mich zum Reiseveranstalterbus, der für den Transfer zum Diani Beach sorgte.

An der Fähre brauchten wir auch nicht lange warten, sodass ich zusammen mit vier weiteren Gästen gegen 11 Uhr im Southern Palms abgesetzt wurde.

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Nachmittags traf ich mich mit Jonathan am Strand. Wir verabredeten uns für morgen früh um zehn Uhr. Er würde mich abholen und mit mir zum Büro fahren. Ich musste die Safari noch bezahlen.

Dann fing endlich mein Urlaub an. Chillen am Pool, chillen am Strand. Kopf freikriegen und ansonsten die Wärme genießen.

Nach drei Tagen kam Jonathan und fragte mich, ob ich nicht einen Tag eher die Safari antreten könnte. Er hätte bei der Buchung einen Fehler gemacht. Ja sicher geht das. Das Warten wurde mir nämlich schon zu lang. Ich wollte endlich wieder in die Natur!

Meinen Einwand, dass ich dann bei meiner Rückkehr auch einen Tag früher wieder im Hotel einchecken müsste, entkräftete Jonathan. „Du kannst auch am geplanten Termin zurückkommen. Dann bist Du eben einen Tag länger auf Safari. Für 100 Euro kannst du dir aussuchen, in welchem der beiden Camps du eine weitere Nacht bleiben möchtest.

100 Euro sah ich als ein kleines Weihnachtsgeschenk an und überlegte nicht lange. Ich sagte zu und freute mich, nun insgesamt 10 Tage auf Pirsch zu gehen.


Liebe Grüße
Papa Kenia

Teil 220. Jan. 2017

Safari - Tag 1 - 13.12.2016

Die Abholung durch Christine und Jonathan (beides WT&Safari Mitarbeiter) erfolgte morgens um 7.30 Uhr am Hotel.

Nach ein paar Minuten erreichten wir den Flughafen von Ukunda. Ich bekam von Christine noch zwei Umschläge mit den Parkgebühren für die Masai Mara. Kurze Verabschiedung. Taschenkontrolle. Warten auf den Abflug. Kurz vor neun war die Cessna aufgetankt (die hinten links im Bild) und ich und einige weitere Passagiere wurden zur Maschine begleitet.

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Von den 12 Sitzplätzen waren 11 belegt. Leider saß ich auf der falschen Seite, so dass ich vom Kilimanjaro keine Fotos machen konnte. Aber den habe ich bereits mehrmals ganz gut abgelichtet.

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Kurz nach 11 Uhr landeten wir auf dem Olkiombo- Airstrip.

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Mein Fahrer war noch nicht da. Und so knipste ich noch einige Fotos. Mit 30 Minuten Verspätung kam dann das Fahrzeug vom Ashnil Mara Camp. Der Fahrer stellte sich als Mussa vor. Ich händigte ihm den Umschlag mit den Parkgebühren (momentan sind das 80 US$ pro Tag) aus.

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Teil 320. Jan. 2017

Anschließend fuhren wir gemütlich Richtung Camp. Nach wenigen Minuten war mir wieder klar, wonach ich mittlerweile süchtig bin. Ich finde dieses abwechslungsreiche Landschaftsbild phänomenal. Und wenn grüne Landschaft, blauer Himmel und weiße Wolken aufeinandertreffen, ist es wie im Traum. Ich genoss den Anblick. Außerdem zeigten sich die ersten Tiere. Büffel, Impala, Topiantilopen, Giraffen und sogar einen Geparden sahen wir auf diesem Drive. Was für ein toller Auftakt!

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Kurz vor eins kamen wir im Camp an. Freundliche Begrüßung mit Drink und Erfrischungstuch. Dann folgten die Eincheckformalitäten und anschließend wurde ich zu Zelt 21 begleitet.

Teil 421. Jan. 2017

Kurz vor eins kamen wir im Camp an. Freundliche Begrüßung mit Drink und Erfrischungstuch. Dann folgten die Eincheckformalitäten und anschließend wurde ich zu Zelt 21 begleitet.

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Das Ashnil Mara Camp kannte ich bereits. 2014 war das Camp schon mal für vier Nächte meine Unterkunft. Das jetzige Zelt war noch ein klein wenig größer als das, was ich damals hatte. Ich schätze das Zelt so auf 35 m² zuzüglich Sanitärbereich. Also irgendwo so um die 45-50 m². Es war sehr geräumig und sauber. Und der Ausblick auf den Mara River war dieses Mal wesentlich besser.

Nachdem ich das Nötigste ausgepackt hatte ging ich erst mal zum Mittagessen. Ich wunderte mich, dass so viele Tische eingedeckt waren. Erwartete man hier noch einen Touristenansturm? Heute Mittag jedenfalls waren außer mir nur fünf oder sechs weitere Gäste im Restaurantbereich. Es gab kaltes und warmes Essen vom Buffet. Das Essen war schmackhaft und reichlich. Zwei Tusker taten ihr Übriges um mir die nötige Mittagsschwere zu geben.

Von meiner Terrasse genoss ich in meinem Kuschelkörbchen aus bis zum nächsten Gamedrive den Blick auf den Mara und döste so vor mich hin.

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Teil 521. Jan. 2017

Kurz vor dem Nachmittagsdrive nahm ich noch ein paar Plätzchen und Kaffee zu mir. Dann gingen Mussa und ich zum Fahrzeug und wir starteten zu unserem nachmittäglichen Ausflug. Ich hatte das Fahrzeug für mich alleine! Super!

Elefanten, Giraffen, Topis und eine riesige Büffelherde boten heute Nachmittag Unterhaltung. Ziemlich platt von den ersten Eindrücken kamen wir gegen 19 Uhr wieder im Camp an.

Ganz zum Schluss sahen wir noch vier Geparden Geschwister. Die aber allesamt zu keiner Regung fähig waren.

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Zum Abendessen trafen doch noch reichlich Leute ein. Unter anderem konnte ich sechs Norweger ausmachen. Ebenso eine Gruppe von geschätzten 20 Koreanern und einigen Indern und ein paar Japanern. Es war ziemlich lebhaft. Bei einem Camp dieser Größenordnung muss man aber halt damit rechnen.

Allerdings verzogen sich die meisten Leute gleich nach dem Abendessen in ihre Zelte.

Ich auch! Gute Nacht!

LG
Papa Kenia

Teil 621. Jan. 2017

Tag 2 – 14.12.16

Ich schnappte meine Fototasche und ging zum Parkplatz, wo unter anderem Mussas Auto stand. Davor warteten schon 12 oder 13 Leute?! Was ging denn hier ab?! 😠

Dann kam Mussa.

„Ich Mussa! – Ich Massai! – Ich euer Fahrer! – Ich Chef! – Was ich sage wird gemacht! – Alles klar?

Wir werden heute viel Spaß haben. Besonders ich!

Es wird für euch gleich zwar ein bisschen eng, aber das macht nichts. Die Hälfte von euch kann sitzen. Die andere Hälfte bleibt stehen. Das wird schon!

Wir machen jetzt erst die erste Pirschfahrt. Aber nicht allzu lange. Ich habe noch etwas vor.

Die zweite machen wir heute Nachmittag. Normalerweise geht es um 15.30 Uhr los. Ich mache aber erst noch meinen Mittagsschlaf. Wir fahren um 16.30 Uhr.

Ihr werdet wunderschöne Fotos von Gazellen, Zebras und Antilopen machen. Das war’s dann aber auch.

An Elefanten fahre ich nicht nah ran. Ich hatte als Kind ein traumatisches Erlebnis mit Elefanten. Ich traue diesen Brüdern nicht. Ihr habt hoffentlich gute Teleobjektive!

Löwen? Tja, das sind Killermaschinen. Die fressen alles was sich ihnen bis auf 50 Meter nähert. Um die machen wir lieber einen großen Bogen.

Meine Fahrzeit muss ich strikt einhalten. Deshalb machen wir noch eine längere Pause. Ich muss sowieso noch bei facebook posten und Verwandte in Nairobi anrufen. Ihr könnt in der Zwischenzeit den Wagen ein wenig sauber machen.

Geparde haben wir eigentlich in dieser Gegend genug. Wenn die fotografiert werden wollen, kommen die uns schon hinterhergerannt. Die sind ja schneller als wir. Da brauchen wir also nicht extra hinfahren.

Falls ihr meint ein Nashorn zu sehen, dann meint ihr das auch nur. Hier gibt es nur noch ganz wenige Exemplare. So viel Glück, dass wir eins sehen, werden wir nicht haben. Speichert es als Luftspiegelung ab. Wir fahren in jedem Fall weiter.

Wenn wir eine Ansammlung von 20 Fahrzeugen sehen könnt ihr sicher sein, dass dahinter im Busch ein Leopard liegt. Wir brauchen aber nicht hinfahren. Wir bekommen eh‘ keine gute Parkmöglichkeit.

Ach – noch was. Nach der Safari erwarte ich ein großzügiges Trinkgeld von euch!
Alles klar?“

HÖLLE! Was war das denn? Wie kann man nur so einen Scheiß träumen. Und dann noch so real in 3D und Farbe. Schweißgebadet wachte ich auf und brauchte einige Zeit um zu realisieren, dass das nur ein schlechter Traum war.

Ich hüpfte unter die Dusche und machte mich startklar. Am Parkplatz wartete Mussa schon gutgelaunt und begrüßte mich freudig. Keine andere Seele weit und breit zu sehen. Mussa und ich allein im Auto. Geil! Das war jetzt Realität! Dann die üblichen Verdächtigen und die erste Katzenmama mit Nachwuchs.

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Teil 721. Jan. 2017

Auf dem Rückweg ins Camp stießen wir noch auf eine Elefantenkuh mit ihrem Kleinen und Büffel ohne Ende!


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Teil 821. Jan. 2017

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Nachmittags hatte ich dann meinen ersten Leoparden. Mit Kill. Appetitlich war der Anblick nicht gerade. Teilweise drehte sich mir der Magen. Der Leo war sichtlich erschöpft und hat sich vergeblich bemüht, sein Opfer auf den Baum zu kriegen. Zweimal gelang es ihm fast, doch jedes Mal fiel die Antilope wieder runter. Es hatte sich aber auch einen Brocken geschnappt. Sein Opfer war größer und mindestens ebenso schwer wie er selbst.

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Mussa war auf jeden Fall stolz, mir bereits am 2. Tag vier von den big five gezeigt zu haben. Nun war sein Ehrgeiz auf ein Nashorn geweckt.

-Fortsetzung folgt -

LG
Papa Kenia

Teil 922. Jan. 2017

Tag 3 – 15.12.16

Bevor es heute Morgen losging, kam Mussa in Begleitung 2er Personen. Den Mann stellte er mir als Manager des Ashnil vor. Er war in Begleitung seiner Frau. Die beiden leben in Nairobi und die Frau war momentan hier im Camp zu Besuch. Der Manager fragte mich, ob es möglich sei, dass seine Frau bei uns mitfahren könnte. Sie hätte noch nicht allzu viel Gamedrives gemacht. Und unser Fahrzeug wäre so schön leer. Was für eine Frage. Selbstverständlich nahmen wir die Frau mit. Und da sie neben Mussa Platz nahm hatte ich wieder den ganzen Fahrgastbereich für mich alleine. Luxus pur!

Es war ein toller Sonnenaufgang. Heute standen insgesamt drei Pirschfahrten auf dem Programm.

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Erwähnenswert bei diesem Morningdrive war ein Rudel Löwen. Es müssen so drei oder vier Löwinnen gewesen sein und einige Kleinkinder.

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Teil 1022. Jan. 2017

Gegen 9.15 Uhr waren wir im Camp zurück und ich nahm erst einmal in Ruhe ein schmackhaftes Frühstück zu mir.

Anschließend schlenderte ich durch das Camp vertrieb ich mir die Zeit mit Fotografieren.

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Um halb elf ging es noch mal bis zum Mittagessen raus. Die Frau des Managers fuhr nicht mehr mit. In meinem Notizbuch steht, dass diese Tour nicht so prickelnd war und Tiersichtungen mager. Dann wird es wohl so gewesen sein. Aber mich fasziniert wie ich bereits mehrfach erwähnt habe, auch die tolle Landschaft.

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Teil 1122. Jan. 2017

Nach dem Mittagessen relaxte ich dann am Pool. Wenn so ein Luxus schon geboten wird dann sollte man ihn auch genießen. Das Wasser war erfrischend und angenehm temperiert.

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Nachmittags fuhren wir in eine Gegend, von der Mussa behauptete, ‚das ist hier Nashorn-Gebiet‘. Aber unsere Pirschfahrt blieb ohne Nashorn-Sichtung.

Gegen 17 Uhr bewölkte es sich. Richtung Nordwesten sah man dunkle Wolken und man konnte auch einige Wassersäulen erkennen. Bei uns blieb es aber trocken.

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Abends ging es dann mal wieder rund im Speisesaal des Camps. Neue Koreaner fielen heuschreckenartig im Camp ein.

Es war ein Kommen und Gehen. Ich möchte nicht wissen, wie es hier zu Zeiten der Migration aussieht.

Mich brachte aber nichts aus der Ruhe. Ich genoss mein Essen und vor allen Dingen meine Bierchen und mit einem letzten Tusker ‚for the road‘ ging ich dann Richtung Schlafstätte.

- Fortsetzung folgt -

LG
Papa Kenia

Teil 1223. Jan. 2017

Tag 4 – 16.12.16

Heute stand ein Ganztagesdrive auf dem Programm. Mussa hatte für den heutigen Tag zwei Picknickboxen geordert. Frühstück und Mittagessen würden wir heute also unterwegs einnehmen.

Während wir so fuhren, ertönte plötzlich Gehupe hinter uns. Mussa fuhr links ran und stoppte den Land Rover. Dann schossen vier Fahrzeuge in einem Affentempo an uns vorbei.

„Mussa?“
„Ja?“
„Was war das?“
„Die sind crazy!“ „Das sind die Koreaner von gestern Abend. Die müssen sich jetzt beeilen, dass sie ihren Flieger in Nairobi kriegen. Die machen ‘Afrika in 3 Tagen‘.“
„Machen die keine Pirschfahrt?“
„Doch! Jetzt!“
Ah, ja!

Als sich die Staubwolke verzogen hatte, die die vier Rennkisten aufgewirbelt hatten, fuhren wir weiter.

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Das Highlight an diesem Morgen waren Cheetas. Gepardenmama mit Nachwuchs.

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Wir fuhren zum Mara Fluss um dort Mittag zu machen.

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Teil 1323. Jan. 2017

Dabei kamen Mussa und ich etwas tiefer ins Gespräch. Er erzählte von seiner Frau, seinen Kindern. Sein Alter wusste er nicht so genau. „54 oder 55 bin ich. So ganz genau weiß ich das nicht.“ Mussa war auch schon mal in Oslo. Er war vor einigen Jahren von Bekannten oder Verwandten eingeladen worden, die in früheren Jahren nach Norwegen ausgewandert waren.

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Zum Nachmittag hin wurde es wiederum wolkig. Aber es blieb noch trocken. Das Fotolicht litt natürlich darunter. Und gerade jetzt stießen wir noch auf ein Rudel von zehn Löwen. Die allerdings mehr oder weniger regungslos in der Gegend herumlagen und schliefen.

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Teil 1423. Jan. 2017

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Auf dem Rückweg ereilte uns dann doch das einzige Gewitter während meines diesjährigen Mara-Aufenthaltes. Gegen 18 Uhr blitzte und donnerte es heftig. Regenmassen vermischten sich mit Hagel prasselten auf die Erde.

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Es regnete den ganzen Abend bis weit in die Nacht hinein.

Auch heute beim Abendessen tauchte wieder eine Gruppe von geschätzten 20 Koreanern auf. Sie waren alle wohl sehr gesprächig. Glücklich sahen sie (vermutlich wegen des Regens) allerdings nicht aus.

- Fortsetzung folgt -
LG
Papa Kenia

Teil 1524. Jan. 2017

Tag 5 – 17.12.16

Nach dem gestrigen Regen war die Luft heute Morgen ganz schön frisch. Ich war froh, meine Fleecejacke dabei zu haben. Ansonsten sah der Himmel verheißungsvoll aus. Ein paar Schleierwölkchen am blauen Himmel.

Ich sah die ersten beiden Heißluftballons. Im Laufe der Fahrt kamen wir noch an ein paar Zebras sowie Weißbartgnus vorbei um abschließend auf ein Rudel Löwen zu stoßen.

Zehn bis zwölf Löwen lagen so in der Gegend herum. Einige spielten, einige dösten und andere wiederum frühstückten.

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Zum Mittagessen ging es noch mal ins Camp.

Der letzte Nachmittagsdrive stand an. Mussa gab mir zu verstehen, dass er nicht gut drauf wäre weil er mir bisher kein Nashorn zeigen konnte.

Das wäre mir völlig egal, entgegnete ich. Das ist nun mal das Gesetz der Natur. Entweder wir haben Glück oder nicht. Er solle sich deshalb mal keine Gedanken machen.

Mussa meinte, dass Kollegen ein Nashorn weit weg von hier gesehen haben.

„Mussa, bevor wir jetzt 100 km für ein Nashorn fahren, lass uns lieber pole pole noch mal in der näheren Umgebung bleiben. Ich muss nicht unbedingt ein Nashorn haben.“

„100 km sind es nicht ganz. Mal sehen.“

Und dann gab er Gas und wir entfernten uns immer weiter vom Camp. Mussa hielt schon gar nicht mehr an wenn sich ein Fotomotiv zeigte, so versessen war er auf das Nashorn.

Der Himmel zog sich immer mehr zu und es wurde später und später. Bis wir tatsächlich ein Rhino vor uns hatten. Aber es war so weit weg und in der Nähe parkten außer weiteren Fahrzeugen auch Ranger, sodass wir keine Chance hatten ‚offroad‘ näher heranzukommen.

Ich nahm meine Kamera und betätigte pausenlos den Auslöser. Allein um Mussa die Gewissheit zu geben, dass sich die weite Fahrt gelohnt hat. Dass die Bilder wegen der frühen Abendstunden und der Wolken nicht viel hergeben würden, war mir klar.

Dann traten wir den Heimweg an.

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- Fortsetzung folgt -
LG
Papa Kenia

Teil 1626. Jan. 2017

Tag 6 – 18.12.16

Heute Morgen ging es zum Observationspoint. Hier war ich vor zwei Jahren schon mal. Damals war es lausig kalt und es nieselte. Heute bot sich ein gigantischer Ausblick über die Mara.

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Teil 1726. Jan. 2017

Zum Abschluss fuhren Mussa und ich noch mal zum Mara Fluss runter um hier Hippos zu beobachten.

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Danach fuhren wir schnurstracks ins Camp.

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Hier bedankte ich mich bei Mussa für die tollen Tage. Ich gab ihm ein ordentliches Trinkgeld plus „Rhino-Bonus“. Und bestätigte ihm, dass er mit Sicherheit der verrückteste Fahrer des Camps sei.

Er grinste, wir umarmten uns und verabschiedeten uns als Freunde.

Ich würde so gegen halb zehn oder zehn Uhr abgeholt und zum Basecamp Expkorer gebracht werden.

Nach einem letzten Frühstück ging es auch hier ans Verabschieden. Man bedankte sich nochmals, dass ich so lange Zeit hier verbracht hatte und wünschte mir eine gute Weiterfahrt und noch ein paar schöne Tage im Basecamp. In der Hoffnung, dass ich bald wiederkommen würde.

Teil 1827. Jan. 2017

Der Fahrer, der mich abholte, stellte sich als Bernhard vor. Er nahm mir mein Gepäck ab und wir gingen zum Fahrzeug. Es folgte der übliche Smalltalk und so erreichten wir nach einer Fahrt von gut 80 Minuten das Basecamp Explorer. Die Camps liegen ungefähr 15 km auseinander. (Angaben von Bernhard).

Erst als Bernhard weg war fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Es war der gleiche Bernhard, der mich letztes Jahr vom Kilima Camp zum Royal Mara Camp gebracht hat. Auffallend war nämlich das Fahrzeug, das in tadellosem Zustand war. Im Fahrgastraum gab es nämlich Ablagekästen, Bohnensäcke und Stromanschlüsse um während der Fahrt Akkus aufzuladen.

Die Parkgrenze wird durch den natürlichen Verlauf des Talek Rivers markiert. Der Talek konnte sich wahrscheinlich nur noch schwach daran erinnern, was er eigentlich war. Ein Fluss. Aber momentan war er fast völlig ausgetrocknet. Dennoch mussten wir über eine Hängebrücke den Fluss überqueren (bzw. das, was noch von ihm übrig war).
Auf diese Weise landeten wir im Camp, wo ich sofort auch freundlich empfangen wurde. Es gab wie allgemein wohl üblich, einen Drink und das Erfrischungstuch. Zwei Bedienstete stellten sich vor und begleiteten mich zum Zelt.

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Das Camp machte einen guten Eindruck. Mein Zelt konnte aber in keiner Weise den Standard der Ashnil-Zelte bieten. Das Zelt war kleiner und rustikaler. Aber trotzdem fühlte ich mich während des gesamten Aufenthaltes hier pudelwohl!

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Kurz vor 13 Uhr gab es Mittagessen.

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Es gab jeden Tag Suppe (aber kalte!) als Vorspeise. Wer hat sich denn so etwas ausgedacht? Kalte Suppe?! Dann gab es noch eine weitere Vorspeise in Form eines Salattellers (hier waren aber auch Früchte eingearbeitet – sehr lecker). Es gab nur ein Hauptgericht. Alles war auch für’s Auge zubereitet. Und es war sehr, sehr lecker – bis auf die kalte Suppe.

Dessert und Kaffee rundeten das Mittagessen ab. Den Blick in die Savanne gab es kostenlos obendrauf!

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Und dann kam um 16 Uhr die erste Pirschfahrt dieses Camps.

Das Camp hat zwei Parkplätze: Einen im Park, also da, wo wir vorhin angekommen waren. Und einen am anderen Ende des Camps. Also am Eingang, wo sich auch die Rezeption befindet.

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Und von hier aus sind wir dann gestartet. Richtig: WIR. Ich war nicht mehr alleine. Schade. Mein Fahrer stellte sich als James vor. Ich sollte vorne neben ihm einsteigen. Hinten saßen vier Franzosen und drei Norweger. Die Karre war also voll!!

Das kann ja heiter werden. Pirschfahrt außerhalb des Camps?! Also werden keine Parkgebühren fällig? Ich habe sie aber bezahlt?! Was soll das?

Wir fuhren durch die Ortschaft Talek. Vorbei an Viehherden, Massaihütten, teilweise gemauerten Gebäuden und heruntergekommenen, leerstehenden Baracken, vorbei an der Primary School.

Wir fuhren und fuhren und fuhren und fuhren. Gefühlt nach einer Stunde sah ich den ersten Baum (ja gut, ich glaube, ich übertreibe jetzt). Aber das, was ich hier eigentlich erwartet hatte, war das nicht. Ich ergab mich meinem Schicksal. Auf jeden Fall begann es in mir zu brodeln. Was machen wir hier? Hier ist nix! Außer einem einsamen Elefanten.

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Doch dann fiel plötzlich das Wort ‚Leopard‘. Wo denn? Hier? Hier stehen doch nur ein paar Büsche? Aber tatsächlich. Der Massai steuerte voll auf einen Busch zu. Wir konnten den Leo sehen. Das Gestrüpp verdeckte ihn aber doch ziemlich. Und was macht der Massai? Lässt das Auto ausrollen (was aber nicht ging, da die herunterhängenden Zweige genügend Widerstand leisteten) und steht auf. Hängt sich so aus dem Wagen, dass er fast auf die Kühlerhaube fällt und haut mit seiner Machete alles kurz und klein, was unser Auto am Weiterfahren hindert. Wie bekloppt ist der denn?

Aber – anschließend hatten wir freie Sicht! Fotoherz was willst du mehr?

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Zwanzig Minuten später traf hier ein weiteres Fahrzeug vom Basecamp ein. Wir arrangierten uns mit denen, dass sie auch mal unsere Poolposition einnehmen durften. Wir sind ja gar nicht so!

Nach gut zehn Minuten Weiterfahrt stießen wir auf ein Rudel Löwen. Er herrschte eine tolle Abendstimmung in einem genialen Fotolicht.

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Bei unserer Rückkehr landeten wir am Campeingang im Park. Wie geht das denn? Und dann schnallte ich erst, dass wir mehrfach durch Bodensenken und auch wohl durch den ausgetrockneten Talek gefahren waren, und so, ohne es zu merken, mittlerweile im Park waren.

Zum Abendessen setzte sich der Campmanager kurz zu mir. Wir lagen sofort auf einer Wellenlänge. Er war eine sympathische Erscheinung. Wahrscheinlich drei, vier oder fünf Jahre jünger als ich. Einen Kopf kleiner und zehn Kilo schwerer. Er sprach neben Suaheli und Englisch auch noch Französisch und Deutsch. Und er bat mich, wenn irgendetwas wäre, ihn auf Deutsch anzusprechen, damit er in Übung bleibt bzw. noch etwas lernt.

Nach dem Abendessen verzog ich mich rasch in mein Zelt. Für heute war ich platt.

- Fortsetzung folgt -
LG Papa Kenia

Teil 1929. Jan. 2017

Tag 7 – 19.12.16

Sechs Uhr quälte ich mich aus meinem Bett. Kurzer Wassercheck. Viel zu kalt. Also fiel das Rasieren und Duschen heute mal aus. Ich sah aus wie ein Strauchdieb. Tapfer haute ich mir eine Ladung Wasser ins Gesicht und über die Haare. Die Fratze im Spiegel meinte: ‚Alter, du siehst geil aus!‘

Treffpunkt war heute Morgen wieder der Parkplatz an der Rezeption. Die Franzosen waren weg und die Norweger noch da. So teilten wir Vier uns sieben Sitze.

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Es ging noch mal durch den Ort Talek. Ich vermute mal, dass wir Richtung Olare Orok Conservancy fuhren. Nach einer guten Stunde Fahrt trafen wir auf Löwen.

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Bei der Weiterfahrt müssen wir einen Riesenbogen gefahren sein. Auch den Talek müssen wir überquert haben, denn mittlerweile waren wir erneut im Park und zwar in Sichtweite der Serena Lodge.

Am Fuße der Lodge, direkt am Mara River, gab es Frühstück für uns. Wie ließen es uns schmecken und beobachteten die Hippos. Nachdem wir gequatscht, gegessen, beobachtet und fotografiert hatten ging es zurück Richtung Camp. Mittlerweile war es schon fast nach elf Uhr.

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Teil 2029. Jan. 2017

Bei diesen beiden Elis blieben wir dann doch stehen. Es war zu schön, wie die beiden mit Matsche rumsauten.

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Wir fuhren weiter.

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Dank James‘ Adleraugen sahen wir einen weiteren Leoparden. Der sich allerdings ganz schnell verzog als er uns sah (oder mich?). Er tauchte so tief im Gebüsch unter, dass von ihm nichts mehr zu sehen war.

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Kurz bevor wir im Camp ankamen meinte James zu mir, dass ich heute Nachmittag einen neuen Fahrer bekomme. Er müsste die Norweger ins Eagle's View bringen. Basecamp Explorer und Eagle's View in der Naboisho Conservancy stehen unter gleicher Leitung wie ich jetzt erfuhr.

Nach einem ausgiebigen Mittagessen habe ich doch ein wenig Körperpflege betrieben. Anschließend zog ich Sicherungskopien von meinen Fotos auf mein Tablet und döste danach bis zum Halb-Vier-Uhr-Drive auf meiner Terrasse.

Es fuhren heute Nachmittag ein norwegisches Ehepaar mit ihren zwei kleinen Kindern mit. Die waren geschätzt so fünf und sieben Jahre alt. Ob die etwas von der Safari haben?

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Ob ich etwas von der Safari habe fragte mich ja keiner. Ich kam mir vor wie auf einer Senioren- oder Kaffeefahrt. Die Norweger waren ja ganz nett und die Kinder auch lieb, aber unser Fahrer hielt nur bei den Tieren, von denen er wohl meinte, dass sie kinderfreundlich sind. Und das Schneckentempo das er vorlegte war auch nicht das, was ich bisher gewöhnt war. Ich wollte Äckschen!

Total unspektakulär verlief der Nachmittag. Ein paar Giraffen, ein paar schlafende Löwen – sonst nichts.

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Im Camp angekommen sagte mir mein Fahrer, dass ich morgen früh wieder einen neuen Fahrer bekomme. Und nur zwei Gamedrives machen würde. Von halb sieben bis halb neun. Und dann nachmittags noch mal.

Daraufhin beschloss ich, doch mal Deutsch mit dem Manager zu reden.

Beim Abendessen packte ich ihn mir dann. Zog ihn an die Seite und gab ihm zu verstehen, dass ich nicht so ganz mit dem einverstanden war, was hier abging. Dass meine Fahrer von Drive zu Drive wechselten. Und dass ich morgen zwischen dem ersten und zweiten Drive sieben Stunden mit Warten verbringen sollte?! Bei der Länge meines Aufenthaltes im Camp und bei der Kohle die ich bezahlt hatte erwartete ich etwas anderes.

Der Manager war voll einsichtig. Er sagte mir zu, dass ich für die nächsten beiden Tage zwei Guides bekommen sollte. Und ein Fahrzeug für mich alleine. – Ja, super!

Dann setzte er sich noch zu mir an den Tisch, bestellte noch zwei Tusker für uns und wir plauderten noch eine ganze Weile.

- Fortsetzung folgt -
LG
Papa Kenia

Teil 2130. Jan. 2017

Tag 8 – 20.12.16

Am nächsten Morgen war ich gespannt der Dinge, die da kommen würden. Vereinbarungsgemäß ging ich über die Hängebrücke zum Parkplatz. Kurz darauf kamen zwei Massai auf mich zu, begrüßten mich freundlich und stellten sich als Jonathan und Bernhard vor.

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Sie hatten Frühstückboxen mit und ich freute mich auf einen langen Drive! Ich hatte wieder sieben Sitzplätze für mich allein.

Die beiden Massai wollten so allerlei von mir wissen, wie oft in Kenia, wie oft in der Mara und ob schon alle big five gesehen, usw. Schnell hatten die beiden gemerkt, wie sehr ich von Landschaft und Tierwelt angetan war.

Jonathan meinte dann so ganz nebenbei: Jetzt zeigen wir die das seltenste Tier der Masai Mara. ‚Serval‘ schoss mir sofort durch den Kopf. Reflexartig nahm ich meine Kamera in die Hand und lugte oben aus dem Fahrzeug.

Und dann sahen wir tatsächlich den Serval. Aber der kleine Kerl war so schnell, so sprunggewaltig, dass er nach drei Sätzen weg war und nicht mehr gesehen wurde. Bei der Schnelligkeit hatte ich keine Chance auch nur ein einziges Foto zu machen. Schade!

Wir warteten noch geraume Zeit und fuhren noch ein wenig auf und ab, aber ergebnislos.

Als nächstes trafen wir auf eine Gepardin. Sie lag auf einem Hügel und schaute um sich. Sie gab Laute wie ein Vogel von sich. Bernhard sagte, dass sie noch zwei Brüder hätte und dass sie auf diese Weise den beiden signalisierte, wo sie sich momentan befand.

Aber die beiden ließen sich nicht blicken, sodass die Gepardin nach geraumer Zeit ihren Aussichtspunkt verließ und davontrottete.

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Dann ließen wir erst zwei Fahrzeuge vorfahren und warteten, bis sich die Staubwolken verzogen hatten. Die Sonne knallte vom Himmel. Es war irre heiß. So heiß wie in den letzten Tagen hatte ich die Mara noch nie erlebt. Während es im Grenzgebiet zu Tansania doch noch einiges Gras zu fressen gab, so war hier in der Talek-Region fast alles abgegrast, verdörrt, vertrocknet und verstaubt. Auch meine beiden Begleiter meinten, diese Hitze sei nicht normal. Und geregnet hätte es seit zehn Wochen auch nicht mehr.

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Um kurz nach neun nahmen wir unser Frühstück ein. Ich bot den beiden Massai an, sich ruhig an meiner Box zu bedienen. Ich würde sowieso nicht allzu viel essen. Nur den Kaffee, den darf mir keiner nehmen. Das ist wie mit meinem Bier!

Nach knapp einer halben Stunde Pause setzten wir unsere Fahrt fort. Es ging aber auch schon so langsam Richtung Camp.

Giraffen bekamen wir noch zu Gesicht. Und trafen schließlich gegen 11.30 Uhr im Camp ein.

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Nach diesem staubigen Morgen schmeckte das Tusker beim Mittagessen umso besser!

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Teil 2230. Jan. 2017

Die Sichtungen der Nachmittagspirschfahrt: Ein einsamer Elefantenbulle, Büffel, Büffel, Büffel und noch einen Leoparden.

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Der Leo lag mit seinem Kill am gegenüberliegenden Ende eines Grabens. Die Entfernung für vernünftige Fotos war reichlich groß. Aber es klappte noch so einigermaßen.

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Als wir weiterfuhren, trafen wir auf ein Löwenrudel. Völlig erschöpft und fast regungslos dösten sie vor sich hin.

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Mittlerweile waren wir auf Umwegen auch am anderen gegenüberliegenden Ufer des Grabens und sahen den Leo von vorhin aus einer völlig neuen Perspektive.

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Zum Abschluss des Tages gab es noch mal Elefanten. So gegen 19.30 Uhr waren wir im Camp zurück.

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Der Campmanager fragte zum Abendessen, ob nun alles in Ordnung sei. ‚So kann es weitergehen‘ bedankte ich mich. Und heute lud ich ihn auf ein Bier ein.

Trotz der Hitze gab es abends die Wärmeflasche ins Bett. 😄

-Fortsetzung folgt-
LG
Papa Kenia

Teil 2331. Jan. 2017

Tag 9 – 21.12.16

Allmählich ging die Safari dem Ende entgegen. Heute noch und morgen geht es dann zurück. Schade.

Es war wieder einmal ein toller Sonnenaufgang. Zwei Heißluftballons stiegen am Horizont auf. Wir hatten wieder Picknickboxen mit.

Ein Löwe kreuzte unseren Weg. Er war sichtlich erschöpft und mitgenommen.

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Urplötzlich standen wir erneut vor dem Leoparden von gestern Abend. Er sah gesättigt und müde aus. Er beachtete uns so gut wie gar nicht und machte Anstalten noch eine Runde zu schlafen.

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Dann ging es auf zu neuen Abenteuern. Jonathan fuhr links ran um zu halten. Er sah einen einsamen Büffel und wusste, dass ich meine Kamera gleich in den Anschlag nehmen würde. Bevor ich das jedoch konnte, kam dieses Vieh auf unser Fahrzeug zu gerannt und knallte seinen Schädel voll in die Karosserie. Büffel sind eben unberechenbar.

‚Alter, wie bist du denn drauf? Wenn du mich nicht magst, kannst du es ruhig sagen. Aber doch nicht so!‘

Ich ließ vor Schreck meine Kamera fast fallen. Die beiden Massai lachten sich halbtot.

So etwas hatten sie auch noch nicht erlebt.

Heute Morgen hatte ich noch ein Fahrzeug gesehen, da saßen zwei Typen drin, die sich wahrscheinlich für die Coolsten hielten. Ließen Arme und Beine durch’s Fenster nach draußen hängen. Kaum auszumalen, wenn diese beiden den Büffelangriff erlebt hätten. Arme und Beine wären Matsche gewesen. Ich kann jetzt gut verstehen, wenn die Fahrer jedes Mal ermahnen: Arme und Beine im Fahrzeug lassen. So schnell wie die Keule war, hätte man gar nicht reagieren können.

Als ob nichts gewesen wäre, stand dieses angriffslustige Monster Sekunden später wieder in bester Fotopose am Wegesrand.

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Teil 2403. Feb. 2017

Während der Weiterfahrt sahen wir einen Gepard (vor lauter Müdigkeit bekam der aber die Augen nicht mehr auf), Giraffen und Löwen.

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Mittags im Camp war der Büffelangriff Thema Nr. 1. Jonathan und Bernhard mussten mehrfach die Begegnung schildern. Jeder Angestellte schaute sich das Fahrzeug an. Dabei war der Schaden gar nicht so groß. Die Beule war so groß wie ein Dessertteller. Ich hatte Schlimmeres erwartet. Wollte der Kleine vielleicht doch nur spielen?

Um 16 Uhr war unser Fahrzeug erneut startklar. Zunächst hatten wir wieder das Glück, erneut einen Geparden zu Gesicht zu bekommen.

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Teil 2503. Feb. 2017

Anschließend stolperten wir nur so über Löwen und Löwenkinder.

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Kurz vor Einbruch der Dunkelheit, es muss schon so kurz vor 19 Uhr gewesen sein, entdeckten meine beiden Massai ein Nashorn. Wir blieben geraume Zeit hier stehen, aber es wurde einerseits zusehends dunkler und das Nashorn machte auch keinerlei Anstalten, seinen Schutz zu verlassen.

So machten wir uns auf den Heimweg und kamen erst kurz vor acht im Camp an.

-Fortsetzung folgt-

LG Papa Kenia

Teil 2605. Feb. 2017

Letzter Tag – 22.12.16

Das war es dann leider für dieses Jahr. Kurz nach sechs Uhr ging es zur letzten Pirschfahrt nochmal raus um dann gegen halb zehn zurück zu sein. Wo ich ein letztes Frühstück zu mir nahm.

Das Highlight dieses Morgens soll aber nicht verschwiegen werden. Jonathan steuerte unser Fahrzeug noch mal in die Richtung, wo wir gestern Abend das Nashorn entdeckt hatten.

Nach über zwei Stunden hatten wir dann endlich Glück. Nashorn voraus! Wir verhielten uns ganz leise. Keiner der beiden Massai machte Anstalten, über Funk andere Fahrzeuge zu verständigen. Das fand ich gut. So traute sich das Nashorn aus seinem Versteck und lief vor unserem Wagen ins nächste Waldstück.

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Das war ein krönender Abschluss.

Nachdem wir einige Kilometer gefahren waren, stießen wir auf eine Ansammlung von fünf oder sechs Fahrzeugen. Neugierig positionierten wir uns irgendwo daneben und sahen das nächste Nashorn.

Es kam aber nicht aus seiner Deckung hervor. Kein Wunder, denn es wurden immer mehr Fahrzeuge und die allgemeine Hektik ging mir auch gewaltig auf die Nerven.

Dann gab es kein Halten mehr. Wir mussten zurück ins Camp.

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Frühstücken, Tasche packen, Zelt räumen. Anschließend noch eine Kleinigkeit und ein Tusker zum Mittagessen und dann brachte mich Jonathan zum Flugplatz. Kurz nach zwei Uhr kamen wir am Olkiombo Airstrip an. Die Fahrt bis hier hatte fast eine Stunde gedauert.

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Die Maschine war wiederum voll besetzt. Aus den ursprünglich geplanten zwei Stunden Flugzeit wurden aber mehr als drei, da wir über Malindi flogen um einige Insassen abzusetzen.

In Malindi konnten die übrigen Passagiere noch kurz ins Flughafengebäude um Geschäfte zu erledigen. Imponiert hat mir das Gebäude. Vom Feinsten! Hell, modern und sauber war der Wartebereich, wo auch ein Pianospieler den wartenden Gästen dezente Musik darbot. Das hat mich schon beeindruckt. Dieser Flughafen könnte auch irgendwo in Europa stehen.

Gegen halb sechs landeten wir restlichen Passagiere in Ukunda. Hier hatte ich dann ein Déjà-vu.

Im vergangenen Jahr flog ich im Dezember in die Mara. Beim Abflug wurde ich von einer kleinen, drallen und ganz freundlichen Kenianerin verabschiedet. Sie trug sogar meine Tasche zum Flieger. Neun Tage später war die Safari beendet und ich marschierte mit meinem Gepäck Richtung Flughafengebäude. Da war sie wieder, die kleine, nette Kenianerin. „Ah Mister……! I remember! You always go 2 or 3 weeks to Mara?“ Und lachte sich halb tot.

“Das waren doch nur neun Tage” grinste ich. Wir klatschen uns ab und jeder ging seiner Wege.

In diesem Jahr hat sie mich beim Hinflug definitiv nicht gesehen. Denn sie war nicht da!

Während unser Pilot jetzt nach der Landung die Koffer aus der Maschine zerrte, sah ich diese Kenianerin wieder auf uns zukommen. Ich brauchte mir ja schließlich nur ein Gesicht merken.

Sie sah mich, stutzte kurz und lachte sich halb schlapp. Klatschte mir die rechte Hand. „Ah, Dieter! Wieder da? Wieder zwei oder drei Wochen Mara?“

Nicht nur, dass sie mich nach einem Jahr wiedererkennt?! Jetzt kennt sie schon meinen Vornamen? Ist Kenia ein Dorf? Wie krass ist das denn?

Das war es dann. Vielen Dank fürs Lesen. Vielen Dank für Eure Kommentare und für’s Buttondrücken!

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Vielleicht bis zum nächsten Mal.

Liebe Grüße
Papa Kenia

Rentner liebt Mara von Papa Kenia

Quelle: www.namibia-forum.ch/forum/thema/291518-rentner-liebt-mara

Stand: letzter Berichtsteil vom 05. Feb. 2017

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