von casimodo · Okt. – Nov. 2016 · 25 Tage · Mischform · 43 Teile
Über diesen Reisebericht
Ende Oktober 2016 beginnt unsere Reise in der Timbavati Game Reserve, in der Motswari Private Game Lodge. Schon am ersten Abend erleben wir bei völliger Dunkelheit einen Leoparden, der einen Wasserbock-Kadaver auf einen Baum zieht und dort in aller Ruhe frisst – ein intensiver Auftakt. Das Land ist von einer schweren Dürre gezeichnet, und ein altes Sprichwort, das uns später ein Camp-Manager erklärt, begleitet die ganze Reise: Rauch bedeutet Feuer, aber Wolken bedeuten noch keinen Regen. Immer wieder türmen sich schwere Gewitterwolken auf, doch Regen bleibt aus.
Mit dem Mietwagen geht es weiter durch die Bushveld-Camps des Krüger-Nationalparks. In Biyamiti beobachten wir direkt vom Zaun aus, wie ein Wildhunderudel eine angreifende Hyäne abwehrt, an anderer Stelle jagt eine Elefantenherde ein ganzes Löwenrudel in die Flucht. Zweimal gelingt es uns sogar, an einem einzigen Tag alle Big Five zu sehen. Im nördlichen Pafuri-Gebiet wandern wir zur Lanner Gorge, stehen an der Crooks Corner am trockenen Limpopo und entdecken eine Python. Im Mapungubwe-Nationalpark grast ein kapitales Eland direkt vor unserem Schlafzimmerfenster.
Über die Grenze nach Botswana erleben wir im Tuli Block auf Mashatu eine Gepardenjagd hautnah mit und sehen, wie junge Löwen ihre zurückkehrenden Mütter freudig begrüßen. In den Bergen des Soutpansberg, auf Leshiba Wilderness, wandern wir frei zwischen neugierigen Giraffen und entdecken am Pool einen winzigen Zwergfischer. Zum Abschluss begleitet uns nahe Shiluvari ein einheimischer Guide zu Textilkünstlerinnen, einem Holzschnitzer und einer Sangoma in den umliegenden Dörfern.
Diese Zusammenfassung wurde automatisch erstellt und vom Autor freigegeben.
Teil 115. Jan. 2017
2016 Reisebericht Südafrika Nordost und Tuli BlockSmoke is fire but clouds are no rain
Unsere Route :
Nach zwei Wasserschäden zu Hause und den schockierenden Nachrichten um die Dombo Farm kann ich mich nun doch dazu aufraffen, einen Reisebericht zu schreiben. Unsere sechzehnte Reise führte uns auf bekannten Wegen durch den Krüger Park über Mapungubwe, Mashatu, Leshiba nach Shiluvari. Die Reise war fast komplett auf Tierbeobachtungen ausgelegt. Und so ergab es sich, dass wir trotz Löschens im Urlaub mit knapp 6000 Bildern zurück gekommen sind.
Der landschaftliche Kontrast zu unserer letzten Reise im März durch Botswana und den Caprivi war enorm. Im März war alles üppig grün, während nun eine ganz üble Trockenheit herrschte. Vorab darf ich schon einmal verraten, dass wir wieder eine super Tour hatten und zu einer für uns neuen Erkenntnis gekommen sind…… aber dazu später mehr.
Diesmal will ich von der üblichen ausführlichen Schilderung des gesamten Tagesablaufes abweichen und eher die Routen, die Highlights und die Unterkünfte beschreiben. Mal schauen, wie das klappt !
Und ganz unkonventionell zeige ich voller Ungeduld ein Bild unserer liebsten Vogelsichtung . Am Pool in Leshiba besuchte uns unser Star des Urlaubes : Der African Pygmy Kingfisher
Viele Grüße Casimodo
Teil 215. Jan. 2017
21.10.2016 und 22.10.2016 Flug von Frankfurt über Johannesburg nach Hoedspruit mit SAA und Airlink
Endlich geht es los ! Nach zwei Wasserschäden in unserer Wohnung sind wir so was von urlaubsreif, dass ich es kaum beschreiben kann.
Mit dem Taxi geht es an den nahen Airport, wo wir uns nach dem Einchecken mit Franzicke und ihre Ranger treffen wollen. Die sitzen so ganz zufällig in der gleichen Maschine. Ich lege ganz großen Wert darauf, dass wir zuerst gebucht haben 😉 Die Sitzplatzreservierung in der Reihe hinter den beiden haben wir dann hinterher gebucht. Kleine Rache, um die schwäbischen Stalker zu ärgern 😉
Leider hatten die beiden erheblichen Ärger mit der Bahn, so dass die Zeit bei Käfers etwas begrenzt ist. Wie schön ist es, die beiden zu treffen. Wir hatten das schon einmal zu sechst mit Jaffles und Allesverloren. Die beiden fehlen heute leider.
Bei wie immer netten Gesprächen vergeht die Zeit im Nu und letztendlich sitzen wir Recht pünktlich hinter den beiden. Sie haben XXL Sitze gebucht. Ich muss betonen, dass sie sich weltmännisch verhalten haben und sie uns nicht ob der Beinfreiheit die Nase lang gemacht haben.
So sieht es vor uns aus :
Die Stewardess erkennt unseren Erholungsbedarf und versorgt uns mit 4 kleinen Flaschen Rotwein.
Der Flug verläuft normal. Wir mögen die SA A 340 wegen der Zweierreihen am Fenster, aber so langsam kommen die Flieger in die Jahre. Egal, die Nacht geht rum.
Am Gate in Johannesburg heisst es dann schn von den Franzickes Abschied nehmen. Ein ganz blödes Gefühl, denn gerne hätten wir wie im letzten Jahr noch zusammen in Vergelegen, Serendipity oder sonstwo gesessen.
Aber wir werden vom bestellten Meet and Greet Service jäh getrennt. Für 88 US$ bringt uns eine nette junge Dame auf den Wegen, die sonst nur Crews benutzen, in 45 Minuten zum Inland Gate. Das ist uns sicherer. So trinken wir vor dem Weiterflug noch einen Kaffee und Frühstücken.
Der Flug nach Hoedspruit ist auch wieder pünktlich und so landen wir um die Mittagszeit auf dem gemütlichen Airport von Hoedspruit.
Beim Anflug erkennen wir schon, dass es im Gegensatz zum März diesen Jahres sehr trocken ist.
Der Abholer von Motswari steht auch schon da und voller Erwartung steigen wir in den Minibus, der uns nach Timbavati bringt.
Teil 318. Jan. 2017
22.10.2017 Los geht’s in Motswari
Unser netter Abholer bringt uns mit einem Minibus vom gemütlichen Flughafen Hoedspruit nach Motswari. Dort werden wir herzlich empfangen. Die Lodge selbst macht auf uns einen netten Eindruck. Das Chalet selbst ist Ok, uns fehlt aber etwas das Out of Africa Gefühl. Es ist übrigens ganz schön warm und das Land braucht Regen.
Nach einem kleinen Nap geht’s (noch etwas zerknautscht) zum sehr leckeren Essen und dann ins Safari Auto.
Leider sind wir nicht wie gewünscht bei Chad Cockin gelandet. Unser Ranger Dennis ist aber ebenfalls ein ganz smarter Typ. Zusammen mit einem südafrikanischen und einem kanadischen Paar geht es ab in die staubtrockene Landschaft.
Wie herrlich ist es, wieder hier zu sein ! Safari ! Ruhe ! Alltag weit weg ! Wasserschäden weit weg !
An einem Staudamm sehen wir die ersten Tiere.
Dennis ist ein ganz angenehmer Typ, der viele interessante Geschichten zu erzählen hat und seine Begeisterung für die Natur ist ansteckend.
Bei der Weiterfahrt freuen wir uns über eine Erstsichtung, den Wahlbergs Eagle.
Kurz hinterher gleich die zweite. Die African Scops Owl ist nur leider müde und hat die Augen zu.
Die Tierdichte nimmt langsam zu.
Am nächsten Damm durchqueren 2 Elefanten das Wasser.
Einige Meter weiter treffen wir auf diese Kuh und ihr Junges.
Und dann ist schon Sundownerzeit etwas oberhalb des Dammes. Timbavati beschert uns einen stimmungsvollen Sonnenuntergang zusammen mit 2 Gin Tonic. Herrlich !
Bei der anschließenden Weiterfahrt dürfen wir dann das erste absolute Highlight erleben. Bei völliger Dunkelheit treffen wir in einem Trockenflussbett auf ein prächtiges Leoparden-Männchen. Es liegt zuerst ca. 10 Meter von uns weg im Sand.
Nach einiger Zeit steht der Leo auf und läuft an uns vorbei zu einem Baum. Dort hängt der fast völlig aufgefressene Kadaver eines Wasserbockes. Dennis erklärt, dass der Leo sich das leckerste bis zum Schluss aufgehoben habe. Das Gehirn !
Keine 10 Meter vor uns springt der leo auf den Baum, zerrt den Kadaver in Position und fängt an, den Schädel zuerst zu rupfen und dann zu knacken.
Wir sind komplett aus dem Häußchen ! Ein unfassbar intensives Erlebnis. Aber auch echt gruselig !
Wir machen über 300 Bilder und einige Filme. Am Ende schlabbert Mr. Leo genüsslich etwas Hirn, währen unter ihm inzwischen einige Hyänen um den Baum herumlaufen.
Nach ca. einer halben Stunde verlassen wir das Geschehen und sind alle völligst euphorisiert ! Was ein Beginn !
Beim Dinner sitzen wir alleine an einem gemütlichen Tisch und genießen das sehr gute Essen und leckeren Wein.
Dann geht es sehr müde ins Bett. Um 04:30 Uhr ist Wecken angesagt. Ist das Urlaub ? Mannmann…..
Teil 419. Jan. 2017
23.10.2016 Motswari Vormittag – Der Casimodo wird fuffzisch
Die ganzen Jahre habe ich mich gefragt : Was ist der perfekte Tag für den eigenen 50ten Geburtstag ? Ok, Afrika war irgendwie naheliegend. Was nicht naheliegend war…… um 04:30 !!!... klopft es an der Tür :“Goooood morniiiiing!!!“ Der Weckdienst hat auch noch gute Laune ?!?! Ok, wir wollten es so.
Zuerst ist Kaffee nötig. Ich wiederhole es nochmal : es ist nun 05:00 Uhr und Urlaub ! Dennis unser Ranger ist wie immer gut drauf und fährt los.
Nach einigen Kilometern stoppt er. Von rechts kommt ein richtig brummiger, alter Elefantenbulle auf uns zu.
Er macht einen vorsichtigen Bogen um uns und fängt an, an einer Baumwurzel herum zu graben.
Er ist wirklich ein ganz besonders sanfter und schüchterner Riese. Bestimmt 20 Minuten beobachten wir ihn bei seiner filigranen Arbeit. Unglaublich, wie er 10 Meter von uns entfernt die Wurzeln freilegt, abreißt und verspeisst.
Er hat einen Sender. Laut Dennis ist er der am längsten per Radio verfolgte Elefant in Afrika. Wir mögen ihn sehr. Ein so friedlicher Riese…. Sehr beeindruckend.
Dann geht es weiter durchs beängstigend trockene Timbavati.
Oberhalb eines Sees trinken wir Kaffee und sind sehr froh, in Afrika sein zu dürfen. Den anderen in unserem Auto geht das auch so.
Der weitere Gamedrive ist entspannend, aber nicht so mit Highlights bestückt.
Dennis erklärt uns viele kleine Dinge. Er hat eine ganz besonders positive und ausgeglichene Art und liebt seinen Job.
Zwischendurch haben Elefanten eine Straßensperre errichtet.
Aber egal. Uns geht es gut. Noch immer sind wir beide angespannt von dem Ärger zu Hause. Aber das sollte sich dann schnell legen.
In der Lodge gibt es sehr leckeres Frühstück. Die Warthogs laufen einem fast über die Füße.
Und die Mangusten auch.
Könnt Ihr uns bitte bei der Bestimmung helfen ? Mit Raubvögeln habe ich es nicht so 😉
Dann ist erst mal Siesta angesagt. In der Hütte treffen wir auf eine ganz, ganz nette Überraschung. Auf dem Tisch steht eine Flasche haute Cabriere Sekt und ein sehr persönlicher Brief mit einigen sehr persönlichen Worten des Bavarian George und seine Georgine liegen auf dem Tisch. Ich freue mich so sehr, dass einige Tränchen fällig sind 😉
Müde fallen wir ins Bett….. Danke nochmal Ihr lieben Bayern Schorsches
Teil 522. Jan. 2017
23.10.2016 Motswari Nachmittagsgamedrive
So, jetzt sind wir schon besser ausgeschlafen.
Nach opulentem Lunch geht es wieder zu HENRY ins Gamedriveauto. Unterwegs kommt uns Chad Cocking mit seiner Truppe entgegen.
Zuerst geht es ewig an der Cutline zum Krüger entlang, ohne das wir irgendetwas ausser vertrockneter Landschaft sehen.
Dann biegen wir ab und stehen vor einer Büffelherde.
Etwas weiter kreisen einige Geier. Henry und Patrick gehen in den Busch, um die Ursache zu finden. Ein von Löwen gerissener Büffel liegt unsichtbar für uns im Busch.
Etwas später treffen wir auf eine kleine Elefantenherde.
Trotz fehlender Highlights ist die Stimmung von uns allen gut.
Wir genießen die Natur und freuen uns mit einem Gin Tonic über den schönen Sonnenuntergang.
Beim Nightdrive treffen wir auf eine Versammlung von Elefantenbullen. Es ist stockdunkel und überall um uns herum kracht es. Sehr spannend !
Bei der Weiterfahrt treffen wir auf zwei pennende Löwenmännchen. Sie haben nicht die Idee, für irgendwelche Action zu sorgen und gammeln beide nur herum.
Zurück in der Lodge gehen wir zum Abendessen in die stimmungsvolle Lapa. Heute sitzen die Insassen unseres Autos an einem Tisch. Da heute irgendwie niemand (obwohl sie es wussten) auf meinen Geburtstag eingegangen ist oder mir gratuliert hat, habe ich auch keine Lust, einen auszugeben. Da stört uns aber nicht so sehr.
Was uns mehr stört : Der Kanadier textet uns alle so von seinen Reisen in die Welt voll, dass ausser ihm niemand zu Wort kommt. Ich vereinbare mit Kerstin, dass wir meinen Geburtstagsabend kurzer Hand nach Leshiba verlegen und dort mit dem Sekt auf die Schorschens anstoßen werden. Zudem habe ich noch etwas Angst, dass ich in eine Tanzaktion verwickelt werde. Und tatsächlich tanzt die Belegschaft einen Geburtstagstanz und überreicht einen tollen Kuchen
Uff der schmeckt gut und ich durfte sitzen bleiben.
Den Kuchen teilen wir uns natürlich mit den anderen und gehen dann ins Bett.
Letzte Nacht hat es doch tatsächlich etwas geregnet. Laut Henry war das gar nichts. Gar nicht so wehmütig setzen wir uns nach dem Kaffee ins Auto zu Andy und seiner Frau.
Die Stimmung ist etwas düster.
Zuerst sichten wir diesen schönen lebenden Wasserbock.
Henry erzählt von der großen Flut vor ein paar Jahren, bei der dieser Damm brach.
Es bleibt ruhig. An diesem Tümpel liegt ein Croc und die Webervögel gehen ihren Geschäften nach.
Es herrscht eine friedliche Stimmung, die sich auf uns überträgt.
So langsam zweifeln wir an der Aussage, dass die Ground Hornbills oft im Kochtopf der Einheimischen landen und sie vom Aussterben bedroht sind. Und ich muss immer noch an den Bayern Schorsch Bericht von vor ein paar Jahren denken, als er sie als grauselige Vögel bezeichnete. Inzwischen ist er ein weiser Mann geworden und findet Ground Hornbills bestimmt auch schön, gelle Claus 😉
Beim letzten Kaffeestopp bricht dann der Himmel auf und es wird wieder sehr heiß.
Zwei Zebras verabschieden uns in Timbavati.
Im Camp sitzt ein junger Woodpecker vor unserem Haus.
Wir frühstücken kurz und nehmen dann den Bustransfer zum Airport nach Hoedspruit. Wir unterhalten uns 1 ½ Stunden mit Andy, dem Südafrikaner. Er und seine Frau wohnen in Green Point. Er erzählt uns interessante Sachen aus dem Hotelbusiness und wir tauschen Reiselatein aus. Wir versprechen ihm, ein paar Bilder zuschicken. Eine sehr nette Begegnung. Der weitere Weg wird uns nach der Mietwagenübernahme in den Krüger nach Tamboti führen. Wir freuen uns total auf die Ruhe und den ungeregelten Tagesablauf in der Selbstversorgung. Der Alltag in der Private Game Lodge ist schon sehr durch getaktet.
Teil 829. Jan. 2017
25.10.2016 Mietwagenübernahme am Flughafen Hoedspruit / Fahrt nach Tamboti
Wir verabschieden uns von den beiden Kapstädtern und entern das Mini Büro von Budget/Avis. Reserviert haben wir einen Fortuner mit Automatik und Allrad. Bekommen tun wir einen solchen ohne Allrad. Wir bemerken das erst später. Da wir aber eh allerhöchstens in Mapungubwe einen solchen nutzen könnten, macht uns das nichts. Unser Cross Boarder Permit für Mashatu bekommen wir auch.
Unser Auto begeistert uns. Er ist fast neu und mit allem Pi Pa Po ausgestattet. Klimaautomatik, gutes Soundsystem, Rückfahrkamera, Leder, zwei Anschlüsse für Zigarettenanzünder und USB. Und der Bolide hat sehr gute Ablagemöglichkeiten für unser Fotoequipment.
Zufrieden fahren wir nach Hoedspruit zum Einkaufen.
Der Superspar ist schnell gefunden. Er ist nicht ganz so gut ausgestattet, wie der in Malelane oder Upington. Dank Arbeitsteilung bekommen wir aber alle wichtigen Sachen und nebenan im Bottleshop auch einige Kaltgetränke (geheimer Art und Menge) 😉
Auf der anderen Seite der Landstraße finden wir dann auch das hochgelobte Bosveld Slaghuis. Dort kaufen wir Boerewors, Rinderfilet, Käsegriller und Kudusteak. Volle Erwartung machen wir uns bei Temperaturen jenseits der 30 Grad in Richtung Krüger auf. In unserem ersten Camp Tamboti haben wir uns das letzte Mal sauwohl gefühlt.
Und so stehen wir gegen 15:00 Uhr gut gelaunt am Orpen Gate, checken ein und kaufen im Shop noch Feuerholz ein.
Tamboti selbst ist von Orpen aus nur noch ein Katzensprung. Kerstin hat tatsächlich die Nr. 40 ergattert.
Die liegt als letztes Chalet an der rechten Campecke. Die Lage ist wirklich toll.
Wir haben diesmal leider gar keine Fotos von innen gemacht. In Tamboti geniesst man einfach nur die Ruhe.
Die auf Holzpodesten gebauten Zelte liegen alle wie an der Schnur aufgereiht an einem (derzeit) Trockenfluss. Über uns rauschen die Blätter eines großen Baumes.
Was soll ich sagen…. Wir sind happy und genießen schweigend die Ruhe. Nebenbei laufen die Vorbereitungen für das Abendessen. Es gibt Rinderfilet und einige Beilagen.
Die Tiere sind zurückhaltend.
Heute Abend wird es Gewissheit! Die Selbstversorgung und Ruhe ist uns lieber, als der durchgetaktete Luxus im Private Game Reserve.
Gegen Ende in Mashatu sollten wir über diese Aussage noch einmal nachdenken…… Ihr dürft gespannt sein !
Der Abend vergeht im Nu. Wir hassen immer den Moment, an dem einen viel zu früh die Müdigkeit übermannt. Viel lieber würden wir endlos den Geräuschen der Natur lauschen und in den Sternenhimmel blicken. Gute Nacht Afrika !
Teil 931. Jan. 2017
26.10.2016 Von Tamboti nach Biyamiti erster Teil
Wie immer bin ich vor Kerstin wach, spüle, koche Kaffee und…….. ich mache das in Afrika sehr gerne. Es macht mir Null Komma Nix aus. Danach setzt ich mich mit der Tasse Kaffee hin, genieße die Ruhe und lösche einige der dreihundert Leopardenbilder. Dann quert so nebenbei ein Elefant das Trockenflussbett.
Meine Esmeralda benötigt die Kaffeetasse Nr. 1, um ins Leben zurückzufinden 😉
Dann nehmen wir schweren Herzens Abschied von Tamboti. Dieses ist und bleibt eines unserer Lieblingscamps. Einfach wegen der Lage und der Ruhe. Unsere heutige Tour führt nach Süden in Richtung Biyamiti.
Nach ca. 5 Kilometern treffen wir auf zwei Hyänen, die mitten auf der Straße am Asphalt herumschlecken.
Sie lassen sich nicht stören. Wir nähern uns ganz langsam und halten direkt neben ihnen.
Sie sind noch etwas jünger und total unbekümmert.
Nach einigen Minuten fahren wir weiter. Dann stehen zig Autos am linken Straßenrand rum. Ok, wir schauen wie allen anderen nach links und sehen….. Nichts ! Einige Minuten später können wir etwas aufrücken und bekommen erklärt : „ theres a leppard under the bush“ Aha, under the bush also ! A leppard. Dann entdeckt ihn Kerstin. Er ist sehr verdeckt und hat wohl ein Warthog gerissen.
Allerdings verzieht er sich nach einigen Minuten hinter das Gebüsch und ist unsichtbar. Wir freuen uns und bemerken, dass der Krüger sofort wieder „geliefert“ hat. Dann biegen wir in Richtung Süden auf eine Nebenstrecke ab. Es ist wahnsinnig trocken und es gibt unterwegs nur wenige Tiere.
Am Muzandzezi Picnic Spot herrscht allseits gemütliche Stimmung.
Dann geht’s weiter durch den staubtrockenen Park.
Entlang des Sweni River (nicht wirklich ein River) ist es wenigstens etwas grüner und das wissen auch die Tiere.
Nach dem Leo am Anfang und den Büffeln eben gerade treffen wir hier auf Elefanten und ein Nashorn.
Als wir dann diese Löwen sehen, haben wir die Big 5 so nebenbei an einem Tag gesehen.
Na, da darf die Laune doch einmal gut sein, oder ? 😉
Teil 1003. Feb. 2017
26.10.2016 Von Tamboti nach Biyamiti zweiter Teil
Schließlich erreichen wir die Main Road nach Süden in Richtung Skukuza. Hier wird es wieder reicher an Tieren.
Unterwegs war es teilweise trostlos trocken.
Doch nun begegnen wir immer mehr Tieren.
Elefanten hat es hier auch genug.
Dann erreichen wir endlich unser Zwischenziel, den Lake Panic Bird Hide. Er ist wie immer gut besucht, aber wir ergattern einen guten Platz ganz rechts außen.
Die Stimmung ist friedlich. Es passiert einiges, aber nichts ganz spektakuläres.
Dieses Thick Knee hat zwei ganz kleine Küken, die ganz schwer zu sehen sind.
Leider haben wir nicht ganz so viel Zeit, denn bis Biyamiti ist es noch ein Stück. Unterwegs halten wir noch an einer ganz besonders schönen Pavian Sichtung.
Wir haben hier unzählige tolle Bilder gemacht. Ich versuche mich auf einige zu beschränken.
Und wie es immer so ist. Wenn man nur mal so Strecke machen will……
Dann läuft einem alles mögliche über den Weg.
Am Biyamiti Weir sichten wir ganz kurz eine Nashorn Mama und ihr Baby.
Auf der anderen Seite steht noch ein Rhino….
Und die Three banded Plovers haben Spaß 😉
Den hier habe ich noch nicht bestimmt.
Die in diesem Auto sitzenden sehr netten Südafrikaner sagen : „ Please follow us. We show you the lions!“ Ok, machen wir. Zwei KM weiter liegen die beiden hier….. und bleiben liegen.
So, aber jetzt Huschhusch nach Biyamiti….. an dieser Giant Eagle Owl vorbei.
Hier bekommen wir den gewünschten Bungalow (Nummer liefere ich später). Biyamiti gefällt uns saugut.
Beim Grillen erzählt uns der völlig begeisterte Amerikaner von nebenan, dass heute am Wasserloch derart viel los gewesen sei, dass sie gar nicht rausgefahren wären. Wildhunde, drei Leoparden, Elefanten, Rhinos….. Na mal schauen, Ihr dürft gespannt sein, ob wir auch so viel Glück hatten…. Ach ja hatten wir !
Teil 1104. Feb. 2017
27.10.2016 Biyamiti
Ich werde sehr früh wach, koche Kaffee, gehe nach draußen und genieße das Gezwitschere der Vögel und die Wärme. Ok, mal runter gehen zum Zaun….. Ich setze mich auf die Bank und bin sehr zufrieden. Kurz später kommt von nebenan ein Südafrikaner und meint „Thre's a leppard at the waterhole!“. Boaah ! Ich renne zu Kerstin, stelle Ihr den Mug mit Kaffee hin, rufe „Schnell, ein Leo am Wasserloch“ und zische am Zaun entlang los.
Und da liegt er, der Leppard. Nicht ganz so nah…. Aber was für ein Erlebnis !
Etliche Leute sitzen zum Teil im Unterhemd auf den Bänken, alle Lächeln, fast alle haben eine Kaffeetasse und ihre Fotos.
Nach einiger Zeit steht der Leo auf und trottet den Hang entlang in den Busch.
Ich gehe am Zaun entlang zurück in Richtung unseres Chalets und sehe irgend etwas im Tal auf mich zu Rennen! Neee ! Ich kreische „a pack of wild dogs !!!!!!!“ Ein unfassbarer Augenblick. Die Hunde sind vielleicht 30 Meter weg, trinken und tollen am gegenüberliegenden Hang herum. Direkt unterhalb unserer Hütte.
Die ganzen Schaulustigen haben sich sofort in Bewegung gesetzt und genießen das lebhafte Treiben.
Die Südafrikaner von nebenan sind zwei besonders sympathische. Ja, gestern wäre das auch alles schon so gewesen.
Wir beginnen eine lebhafte interessante Unterhaltung und schauen nebenbei den Dogs zu.
Über uns flattert ein Scarlet-chested Sunbird herum.
Dann passiert aus dem Nichts etwas wirklich Unglaubliches ! Durchs Tal kommt eine große Hyäne auf die Wild Dogs zu gerannt. Die Hunde bemerken sie, stehen auf, formieren sich und rennen gemeinsam auf die Hyäne zu.
Leider verdeckt steigt die Geräuschkulisse kurz an. Ein Jaulen und Hyänengekreisch ohne gleichen. Dann zieht sich die Hyäne zurück und die Dogs legen sich wieder hin. Spannung pur liegt in der Luft.
5 Minuten später kommt die Hyäne zurück. Diesmal rennt sie sehr entschlossen genau auf die Hunde zu.
Direkt vor unseren Augen kommt es zu einem kurzen, lautstarken Kampf. Die Geräuschkulisse lässt uns das Blut in den Adern gefrieren.
Alles geht blitzschnell. Am Rande einer für uns uneinsichtbaren Vertiefung beißen mehrere Wildhunde auf die Hyäne ein. Dann kommt es in dem Loch wohl zu einem lautstarken, kurzen Kampf und plötzlich ist dann Ruhe.
So nebenbei fotografiere ich noch diesen schönen Orange breasted Bush Shrike.
Die Hunde verteilen sich um das Loch und halten Wache! Unfassbar ! Unglaublich !
Alle Bewohner von Biyamiti samt Staff stehen am Zaun entlang und überlegen, warum und was da gerade passiert ist. Der Ranger vermutet, dass die Hyänen dort Junge versteckt haben.
Völlig geflasht, tief zufrieden und hungrig nehmen wir am Frühstückstisch Platz und sind wieder sehr froh, hier in Afrika sein zu dürfen.
Teil 1205. Feb. 2017
27.10.2016 Biyamiti Nachmittag
Nach dem Frühstück legen wir uns noch etwas aufs Ohr. Danach geht es in die Büsche auf Vogelpirsch. Wir lieben die Ruhe die tagsüber in den Bushcamps herrscht. Nachdem das Reinigungspersonal durch ist, die Abreisenden weg sind und die Ankommenden noch nicht da sind, ist es herrlich ruhig. Auch die Vögel wissen das. Und so erwische ich direkt vor unserer Hütte den Bennet’s Woodpecker
einen Puffback
Elefanten am Wasserloch
die dann direkt vor unserer Hütte am Zaun nach grün suchen. Sie sind direkt am Zaun, genauso wie wir.
Etwas vorsichtig sind wir schon, aber die Eles sind das wohl gewohnt.
Gegen 14:30 Uhr fahren wir los in den Park. Los geht es nach Südosten in Richtung Parkgrenze, dann nach Süden mit Ziel Gardenia Hide.
Unterwegs sehen wir Elefanten und den ersten Bateleur.
Kurze Zeit später den zweiten.
Im Garadenia Hide ist nichts los, denn es ist kein Wasser mehr da. Also weiter ! Unterwegs sehen wir nur ein paar Elefanten und diese Rhinos.
Das Hauptziel in der Biyamiti Gegend ist stets das Biyamiti Weir. Hier ist eigentlich immer etwas los. Gespannt nähern wir uns. Nashörner mit Büffeln Im Hintergrund ! Schön
Blacksmith Plovers
Und dann kommt am Fluss entlang eine Elefantenherde in Richtung Wasser. In Erwartung an das frische Wasser erhöhen sie das Tempo. Wie schön !
Dann passiert etwas, was mich sofort aus der Ruhe bringt. Auf die Elefanten konzentriert sehe ich im Vordergrund ganz kurz etwas katzenähnliches durchs Flussbett laufen. Ganz kurz. Ein Löwe ? Wir sehen es nicht mehr.
Also beobachten wir die Elefanten.
Die bleiben nicht so lange und ziehen weiter.
Mir geht das von eben nicht aus dem Kopf. Mit den Teles und dem Fernglas suchen wir die Felsen ab…….. Und entdecken ihn hier ! Das ist unser erster ganz allein gesichteter Leopard. Ohne fremde Hilfe ! Wohlgemerkt im Urlaub Nr. 16 !!! Leider haben wir Deppen beide Kameras nicht richtig eingestellt Der Leopard schleicht gerade die Felsen hoch….
Auf denen vielleicht 20 Meter entfernt ein Kudubock steht. Die beiden bemerken sich gegenseitig und frieren in ihren Bewegungen ein ! Der ist zu groß für den Leo. Dann entfernt sich das Kudu in Mini Trippelschritten super langsam rückwärts und sprintet dann weg. Was eine Spannung ! Wir können es nicht fassen.
Dann wendet sich der Leo ab und schaut nach links zu einer nahen Büffelherde herunter.
Ok, auch zu groß ! Die Büffel bemerken ihn und flüchten einige Meter den Hang hinauf.
Dann merken auch sie .“Ok, nur ein Leo“ und kommen zurück. Dann verschwindet der Leopard.
Völlig geflasht sehen wir nach unserer Rückfahrt in Biyamiti nochmal Nashörner. Die Wildhunde waren übrigens den ganzen Tag am Camp.
In euphorisch, zufriedener Stimmung bereiten wir den Grillabend vor und sind endgültig sicher, hier so was von am richtigen Platz zu sein ! Nebenan sind nur leider zwei sich laut unterhaltende Deutsche, die uns mit lautem Gerede auf die Nerven gehen. Doch irgendwann gehen sie ins Bett und es kehrt wieder Ruhe ein.
Teil 1310. Feb. 2017
28.10.2016 Von Biyamiti nach Lower Sabie
Ich bin wieder früh wach, koche Kaffee und begebe mich auf Vogelpirsch. Black-Collared Barbet
Brown-Hooded Kingfisher
Natal Spurfowl
Ein herrlicher, warmer Morgen. Ach ja, die Wilddogs sind natürlich auch noch da. Schnell schreiben, bevor ich es vergesse 😉
Am Himmel segelt ein Geier vorbei
Dann heißt es Frühstücken und kurz vor zehn heißt es Abschied nehmen von diesem wundervollen Platz.
Auf der Ausfahrt in Richtung Biyamiti Weir ist einiges los
Am Weir auch.
Natürlich ! Wir wollen Strecke nach Lower Sabie machen. Wenn wir zügig fahren möchten, packen die Parks meistens ihre volle Artenvielfalt aus.
Heute hat es besonders viele Elefanten.
Dann kommen wir an eine gigantische Ansammlung von Autos, die ins Trockenflussbett starren. Nach etwas Warten zeigt uns eine Deutsche Löwen, die dort herumliegen. Sie sind für uns schlecht zu sehen. Nach etwas Warten verbessert sich unsere Position leicht.
Was dann passiert, ist schon etwas sensationell. Plötzlich nähert sich eine Elefantenherde, bemerkt die Löwen und verjagt sie. Sie formieren sich, trompeten laut und laufen mit gesenktem Kopf und aufgestellten Ohren auf die Löwen zu. Die flüchten nicht gerne, aber sofort.
Dann bricht um uns die Hektik aus. Ein guter Teil der Autos und besonders die Gamedrive Autos rangieren hektisch herum und man muss echt aufpassen.
Wir bleiben stehen und haben keinen Bock auf Hetzjagd. Und das ist keine schlechte Idee. Von vorne kommt dieser stattliche Löwe genau auf uns zu.
OK, ich meine er kommt wirklich, wirklich auf uns zu !
Vier, fünf Meter vor meinem Fenster dreht er ab und verschwindet majestätisch im Busch. Um uns herum ist inzwischen eine Art Auto Bürgerkrieg ausgebrochen.
Wir fahren einige Meter weiter aus dem Gewusel heraus und bleiben kopfschüttelnd neben einigen weiteren Fahrzeugen stehen. Ich checke die Bilder bis Kerstin langezogen sagt : Schschschau mal aus Deinem Fenster !
Drei Meter neben mir steht ein weiteres Löwenmännchen, dass durch die Rangiererei sichtbar genervt ist und unsicher nach seinen Kumpels Ausschau hält. Das passiert, während ich zackig das Fenster schließe.
Wenn das so weiter geht, kommen wir niemals in Lower Sabie an…..
Teil 1412. Feb. 2017
28.10.2016 Fahrt von Biyamiti nach Lower Sabie Teil 2
Mal schauen, was nach der Löwenhatz jetzt noch so alles kommt ! Zuerst einmal müssen wir einige Kilometer später wieder einmal (natürlich gerne) warten.
Auf diesem Bild könnt Ihr wieder einmal erkennen wie trocken es im Park ist. Dem Glanzstar ist es auch heiß.
Dafür ist überall da, wo Wasser ist einiges los.
Schließlich erreichen wir gegen 13:45 Uhr Lower Sabie.
Von der Brücke aus fotografiere ich diesen übel verletzten Fisch
Pied Kingfisher
African Spoonbill
African Jacana
An der Uferböschung fressen einige Elefanten vom wenigen grün.
Einige Meter um die Ecke finden wir am Sunset Dam diese White Faced Ducks
Dann checken wir zum dritten Mal in Lower Sabie ein. Die Safari View Tents sind genau unser Ding. Kerstin hat diesmal die Nr. 17 reserviert. Aber zuerst besuchen wir das Restaurant mit dem so netten Blick auf den Fluss, den wir diesmal gar nicht fotografiert haben.
Stellvertretend muss das Bild dieses Elefanten herhalten, der am anderen Ufer vorbei läuft.
Gut gesättigt erreichen wir unser Tent und sind happy. Ein toller Blick auf den Fluss.
Zusätzlich werden wir von diesem Spectacled Weaver begrüßt, der die Gegend nach einem idealen Platz für sein neues Nest absucht (erfahren wir am nächsten Tag).
Wir genießen die herrliche Ruhe und relaxen ein wenig.
Gegen 17:00 Uhr geht es aber noch mal ganz kurz in den Park. Zuerst zur Brücke.
Über diesen Giant Kingfisher freuen wir uns besonders.
Ein Heron geht seinen Geschäften nach…
Am Sunset Dam ist heute gar nichts los.
Und ein Stück weiter hat eine Giraffe wohl kein Glück gehabt. Sie sieht bereits unlecker aus. Die Crocs sind da natürlich anderer Meinung 😉
Pünktlich zur Gate-Time kommen wir zurück und verbringen einen feucht, gemütlichen, mopsigen, relaxten und legendären Grill-Abend mit Blick auf den Fluß.
Teil 1512. Feb. 2017
29.10.2016 Lower Sabie ganzer Tag Teil 1
Wie immer werde ich vor dem Wecker wach, koche Kaffee und setze mich nichtstuend auf die Terrasse. Heute Morgen ist es bedeckt und die Temperatur ist angenehm.
Im blühenden Baum nebenan dauert es bis sieben Uhr, bis ich den ersten der zig herumfiegenden White-bellied Sundbirds erwische.
Inzwischen ist Kerstin auch wach und es gibt ein gemütliches Frühstück mit diesem Blick.
Die View Tents sind so schön gelegen, dass wir uns zwingen müssen, unsere Kadaver ins Auto zu hieven. Kurz nach acht sitzen wir bei aufbrechendem Himmel dann doch im Fortuner. Um die Ecke an der Brücke sind die gleichen Vertreter wie gestern unterwegs.
Also schauen wir mal, was sich hinter der Autoansammlung 500 Meter vom Camp entfernt verbirgt !
Aha Löwen ! Nicht ganz so gut zu sehen und die Straße ist dicht !
Die Löwen wechseln gerade die Position.
Nach einem kurzen Fotostop fahren wir gleich weiter zum Sunset Dam, keinen Kilometer entfernt.
Etliche Autos stehen da und beobachten das Treiben. Nach 10 Minuten wird eine gute Position an einem Busch frei, die ist nun uns ! Nach fünf Minuten meint Kerstin: „Da direkt neben mir flattert ein Raubvogel oder so im Busch herum ! Fahr mal ein Stück rückwärts!“ Als ich gerade dem Motor starten will, flippt meine Frau aus, meint ich solle mich nicht bewegen und ballert die Fotos nur so raus“.
„Schatz,was ist das denn?!?!?“ Antwort:“ Ein Diiiiiderics Cuckoo!“ Jetzt raste ich auch aus. Vorhin hatten wir darüber gesprochen, was wir uns für eine Sichtung wünschen würden. Genau den hatte ich mir gewünscht. Ein irre schönes Vieh und natürlich eine Erstsichtung.
Nach drei, vier Minuten ist er aber wieder weg. Im Wasser sind die Pied Kingfishers sehr erfolgreich.
Und überhaupt ist allerhand los am Sunset Dam. Etliche Giraffen und Impalas trinken.
Und ein knuffiger Three-banded Plover macht einen Strandspaziergang.
Etwas weiter haben die Geier die tote Giraffe entdeckt.
Und wie immer hat es auch viele Elefanten in der Gegend.
Und so erreichen wir gegen 10:30 Uhr wieder unser Zelt. Jetzt ist Schlafen angesagt und Bilder sichten.
Teil 1614. Feb. 2017
29.10.2016 Lower Sabie Teil 2
Nachdem wir ausgiebigst geruht haben, setzen wir uns um 15:30 Uhr ins klimatisierte Auto, um eine Runde durch den Park zu drehen. Die Klimaanlage ist an solchen Tagen eine gute Erfindung, oder ?
Unterwegs gibt es immer wieder etwas zu sehen.
In einem Baum sehen wir eine schönen Brown Snake Eagle.
Wir beschließen, am Sunset Dam Stellung zu beziehen. Ein Southern Masked Weaver ist mit Nestbau beschäftigt.
Neben unserem Auto knabbert ein Impala am Busch herum.
Ein kleines Stork, Night Heron, Impala-Stilleben.
Der Black-Crowned Night-Heron hat es uns besonders angetan. Ist er nicht ein schmucker Bursche ?
Schließlich taucht am anderen Ufer ein Spitzmaul Nashorn auf. User erstes im Krüger.
Dann wird es Zeit zur Rückkehr.
Zufrieden bereiten wir unser Braii vor.
Am dunklen Nachthimmel braut sich ein beeindruckendes Gewitter zusammen. Bei dem Himmelsspektakel sind wir uns sicher, dass der Park heute Nacht guten Regen abbekommt. Doch weit gefehlt. Wir genießen ein unheimlich schönes Schauspiel. Es ist stockdunkel. Wenn die Blitze den vor uns liegenden Fluss erleuchten, sehen wir die Hippos schemenhaft auf den Sandbänken stehen.
Es donnert und blitzt wie verrückt, aber außer einigen einzelnen Tropfen fällt keinerlei Regen. So etwas haben wir auch noch nicht erlebt !
Einige Gläser Wein später übermannt uns leider die Müdigkeit. An diesen Abend werden wir noch öfters zurückdenken !
Teil 1718. Feb. 2017
30.10.2016 Lower Sabie letzter Morgen
Bei bedecktem Himmel genießen wir den letzten Morgen im schönen View Tent. Mit lekker Kaffee erfreuen wir uns an all den kleinen Geschehnissen um uns herum. Zuerst eine African Green Pigeon.
Dann durchquert eine Gruppe Wasserböcke den Fluss. Dieses Foto mögen wir sehr.
Ein Marico Sunbird.
White-throated Robin Chat
Und dann läuft unser kleiner Star des Morgens durch unseren Vorgarten. Die kleine Schildi frisst schmatzend direkt an unserem Eingang
Und der Southern Masked Weaver von gestern vollzieht gerade den ersten Spatenstich fürs neue Haus.
Und dann erwische ich nach ausgiebiger Pirsch endlich einen der hoch oben im Baum kreischenden Brown-headed Parrots. Das war gar nicht so leicht !
Doch dann heißt es Abschied nehmen von Lower Sabie. Schön war es hier wieder.
Teil 1819. Feb. 2017
30.10.2016 Fahrt von Lower Sabie nach Olifants
Nach dem Frühstück brechen wir auf zu unserer Fahrt nach Norden. Wir wollen auf der Hauptroute bleiben und einfach mal schauen, was so passiert.
Von der toten Giraffe wird wohl bald nichts mehr übrig sein.
Baboons hat es hier in der Gegend wie immer in Massen.
Dann kommen wir an eine riesen Autoansammlung. Bestimmt 10 Autos stehen kreuz und quer vor einem Baum. Angeblich soll dort ein Leo liegen. Nach ca. 10 Minuten föhrt vor uns ein Auto weg und wir ergattern die Pole Position. Ok, viel sehen tut man nicht, denn der Leo pennt.
Kerstin meint : „Wir warten!!!“ Pffff. Na gut ! Und dann steht der Leo tatsächlich kurz auf, wendet sich, schaut kurz und pennt dann weiter.
Wir sind (mal wieder) euphorisiert und setzen unsere Fahrt fort.
Ca. 20 Minuten später erreichen wir eine weitere, noch viel größere Autoansammlung. Ein Reisebus und zig Gamedrive-Fahrzeuge sind auch dabei.
Wir schauen uns an und sind uns einig. Kein Bock, zu viele! Ich fahre rechts ran, um abzuwarten. Bis Kerstin ruft „ dadadada, rechts unten!!!“ Ein Gepard kommt unterhalb von uns durchs Trockenflussbett gelaufen und setzt sich kurz hin. Wir haben die Pole Position Um uns herum bricht eine hektische Jagd um weitere gute Positionen aus. Uns egal !
Wir schiessen unzählige Bilder vom sehr schlanken Geparden. Schließlich steht er auf und läuft direkt an uns vorbei auf die Straße.
Kopfschüttelnd verlassen wir die ca. 20 Fahrzeuge und fahren weiter durch den trockenen Park.
Es ist wieder sehr heiß.
Nach einem Fahrerwechsel schlafe ich direkt ein, bis Kerstin kurz von der Hauptpad abbiegt, um ein nahes Wasserloch anzusteuern.
Dort liegt tatsächlich ein nicht ganz so gut zu sehendes Löwenrudel und pennt. Das bedeutet, dass wir schon wieder so ganz nebenbei die Big 5 hatten.
Dann machen wir uns weiter, denn leider haben wir nur eine Nacht Olifants gebucht und wollen den tollen Blick wenigstens etwas genießen können.
Kurz vor Olifants gibt es einen kurzen Stopp an einem unserer Lieblingsplätze.
Gegen 15:20 Uhr erreichen wir dann Olifants und beziehen unseren gebuchten View Bungalow Nr. 12.
Vom Ausblick her ist Olifants nicht zu toppen
Teil 1925. Feb. 2017
30.10.2017 Olifants Abend
Auf der Terrasse sitzend genießen wir den herrlichen Ausblick auf den Olifants River.
Er hat noch Wasser. Dieser Fernblick hat etwas besonders beruhigendes. Wir lieben ihn. Genauso wie diesen Greyheaded Bush Shrike:
Bei Nachbars hat es sich eine Gruppe Baboons gemütlich gemacht.
Nachdem einige Schränke geöffnet wurden und die zum Trocknen aufgehängte Wäsche auf dem Boden verteilt wurde, zieht die Gruppe weiter.
Um 17:00 Uhr brechen wir nochmal kurz auf, um auf der Brücke unseren Sundowner zu nehmen.
In „kleine Antilopen-Bestimmen“ sind wir immer noch nicht gut !
Es ist sehr heiß und nur wenige Tiere sind zu sichten.
Wir fahren auf die Brücke zum Balule Camp. Die Lichtstimmung ist sehr schön und hier unten wächst wenigstens etwas grünes Gras.
Dann erreichen wir die Brücke am Olifants und packen unser Savannah aus.
Beim letzten Mal liefen direkt unter der Brücke die Elefanten herum. Diesmal zwar leider nicht, aber es immer wieder schön hier.
Doch leider sind wir spät und müssen wegen der Gate-Time zurück zum Camp.
Hier landen die üblichen Leckereien auf dem Grill.
Wir sitzen auf der Mauer und genießen die Ruhe und das leise Rauschen des Olifants River.
Teil 2025. Feb. 2017
31.10.2016 Olifants nach Shimuwini
Wir lassen den Morgen ganz gemütlich angehen. An den Wechseltagen lassen wir den Morgen-Gamedrive stets ausfallen und fahren erst so gegen 10:00 Uhr los.
Nach dem Aufstehen beobachten wir einige Vögel, wie diesen Red-winged Starling.
Nebenbei gibt es Frühstück mit Blick auf die Hippos unten im Fluss.
Dann starten wir in den trockenen Park.
Nach einem kurzen Stopp am nahen Aussichtspunkt machen wir uns auf den Weg nach Norden.
Diesmal fahren wir die Teerpad bis zur Abzweigung zum Letaba River.
Dort treffen wir auf Geier, die an einer toten Antilope fressen.
Die Blumen sind ein willkommener Eye-Candy.
Oben in einem Baum ärgert ein Drongo den rechts sitzenden Tawny Eagle. Der ist sehr böse, denn er wird immer wieder attackiert. Der stolze Vogel ist zwar viel stärker, aber lange nicht so wendig. Man kann die dunkle Gewitterwolke über seinem Kopf fast schon sehen 😉
Hier unten gibt es einige kleine, zugewachsene Loops. Am Fluss freuen sich die Tiere über das Grün.
Wir finden eine junge Familie White-Helmet Shrikes.
So gegen viertel nach zwölf erreichen wir Letaba, wo wir im M&B’s Mittagspause machen.
Man hat hier einen schönen Blick über den Fluss.
Die Arrowmarked Babblers hüpfen mit ihrem Typischen Geräuschen um uns herum.
Ein Adler betreibt Gefiederpflege
Und diesem Böckchen ist es in der Mittagshitze zu heiß.
Auf dem weiteren Weg nach Shimuwini ist der Park wieder erschütternd trocken.
Außer einigen Elefanten sehen wir fast nichts.
Wie es wohl in Shimuwini ist ? Auch so trocken ?
Jaffles hatte uns in dieses uns noch unbekannte Camp fast hingezwungen……. Einige Kilometer vor dem Camp erreichen wir tatsächlich eine Wasserfläche.
Und als wir bei um die 40 Grad unseren Bungalow beziehen, sind wir sofort restlos begeistert ! Claudi, Danke Dir ! Shimuwini ist nun eines unserer neuen Lieblingscamps. Der Bungalow ist geräumig und einfach. Aber die Chalets liegen wie an der Perlenschnur aufgereiht unter großen Bäumen und haben alle Blick auf den etwas unterhalb liegenden Stausee.
Und es zwitschert überall……… dazu später mehr !
Teil 2126. Feb. 2017
31.10.2016 Shimuwini
Gegen 15:00 Uhr haben wir unsere Sachen eingeräumt. Ich denke „Och, mal nach dem Gezwitscher schauen, oder ?“ So richtig weit komme ich nicht, bis ich diesen Red-headed Weaver vor die Linse bekomme.
Und so pirsche ich im Umkreis von ca. 50 Metern um unser Chalet.
Ein Brown-Headed Parrot lässt sich nicht durch mich stören.
Ca. 15 Meter weg frisst ein Nyala-Bock.
eine African Green Pigeon
Die African Hoopoes sind leider sehr scheu.
Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen (oder vielleicht doch !), wie sehr wir diese Zeit ohne Verpflichtungen genießen.
Und immer wieder entwischt ein Piepsi. Im Camp ist es total ruhig. Unten am See streiten sich die Hippos.
Eine Kurrichane Thrush
Gegen 17:30 Uhr gehen wir dann mal am Zaun entlang. Und treffen am Ende genau auf diesen Elefanten.
Er biegt in Richtung See ab und frisst dort Schilf.
Ein friedliches Bild. Mit lautem Ratschen reißt er kraftvoll große Schilfbündel ab.
Inzwischen wird es leider langsam schon dunkler.
Nach dem Sundowner schmeiße ich in bester Stimmung den Grill an.
Wir verbringen einen schönen Abend und lernen den Shimuwini Wind kennen. Aus dem nichts kommt ohne Vorwarnung ein heftiger, dauernder Windsog auf, der dann nach einigen Minuten wieder komplett aufhört.
Ein traumhafter Tag geht leider schon wieder zu Ende. Shimuwini wird ab heute in unsere Krüger NP Hall of Fame aufgenommen.
Teil 2226. Feb. 2017
01.11.2016 Shimuwini nach Pafuri Camp
Heute möchte ich noch einmal auf den Titel des Reiseberichtes aufmerksam machen. Der Himmel ist bedeckt, Regen fällt aber keiner. Wenn es angefangen hätte zu Regnen……… wären wir vor Freude im Viereck gehüpft ! Dieser Crested Barbet sicher auch !
Dafür gibt es aber leider keinen Anlass. Wir Frühstücken ganz gemütlich, packen unsere Sachen und machen uns mit dem Wunsch „hier sind wir mal mehrere Tage“ auf die Pad.
Als wir gegen 09:00 Uhr losfahren, ist der Himmel tief dunkel und es tröpfelt !
Red-billed Buffalo Weaver
Und auf der Hauptpad ist es sogar etwas feucht. Dabei bleibt es aber auch. Das hilft der Natur nicht weiter.
Am Tropic of Capricorn wird das obligatorische Bild gemacht.
Unterwegs gibt es immer mal kleiner Stellen, wo wenigstens die Büsche einige Blätter haben. Dort sind dann auch die Elefanten.
Nach einigen Kilometern stehen drei Autos an einem Fleck. Hier im Norden heißt das schon „Ououououo !!!!!“ Also langsamer werden, anhalten. Die vielsagenden Blicke deuten. Und Fragen : „is there something special ?“ Antwort „ Yeeees, a Leppard!“ Aha, a leppard. Wie den jemand spotten konnte, ist ein Wunder. Man kann ihn genau von einer Stelle aus sehen, denn er liegt im Unterholz zwischen den Büschen.
Da er liegen bleibt, fahren wir nach einigen Beweisbildern weiter.
Diese Schildkröte ist kooperativer und läuft uns direkt vors Auto 😉
Zur Mittagszeit erreichen wir Shingwedzi. Kurz vor dem Gate schauen wir nach einer Eule. Aus einem bereits dort stehenden Auto kommt der Hinweis :“Have you seen the lions?“ Nee, haben wir nicht geseen….. Genau auf der anderen Seite des Trockenflusses liegen sie gut sichtbar herum. Nicht wahr, oder ?
Wieder einige Fotos später fahren wir durchs Gate von Shingwedzi. Da das Restaurant leer ist, kaufen wir im Shop einige Sachen ein und essen sie unterwegs.
Auf dem Rückweg passieren wir wieder die herumliegenden Löwen und überqueren wenig später die Brücke nach Norden. Direkt links neben der Pad sitzen mehrere Green Woodhoopoes im Busch. Mit unsere Lieblingsvögel. Sie machen lustige Geräusche und hüpfen dauernd herum.
Zusätzlich fliegt noch ein Yellow-billed Kite mit einem Wels in den Fängen über uns herum. Ein schönes Rahmenprogramm für unseren Lunch im Auto.
Auf der weiteren Strecke nach Norden sehen wir viele Büffel und Elefanten, die in der Trockenheit nach Nahrung suchen und die Wasserlöcher bevölkern.
Ein Martial Eagle hat einen Molitor erlegt.
Und gegen 14:00 Uhr erreichen wir die Brücke über den Pafuri River. Die Gegend hier ist echt urig.
Und unten am Fluss herrscht reges Treiben.
Um die Ecke ist unser Ziel, das Pafuri Camp, welches durch Return Africa nach der großen Flut wieder aufgebaut wurde. Es ist die große Unbekannte in unserer Reise und wir sind fast ein wenig aufgeregt, als wir nach Rechts in die Einfahrt abbbiegen……
Teil 2305. März 2017
01.11.2016 Pafuri Camp
Um viertel nach zwei erreichen wir leicht aufgeregt das Pafuri Camp und sind sehr gespannt, was uns erwartet. Der Empfang ist herzlich und professionell. Der Blick vom Restaurant auf den Fluss ist schon mal der Kracher.
Dann geht es über lange Holzstege zu unserem Zelt.
Es ist glaube ich die Nr. 14 und liegt in etwa der Mitte der wie an der Perlenschnur aufgereihten Zelte. Da sie mit dem Blick nicht ganz zufrieden ist, fragt sie nach Umzugsmöglichkeiten und tatsächlich….. wir können das zweitletzte Zelt bekommen (18 glaube ich). Der Blick von dort ist umwerfend. Und überhaupt. Auf dem großen Holzdeck vor dem Zelt sitzt man urig im Schatten eines knorrigen Baumes und schaut auf den Fluss.
Und dort ist ein ewiges Kommen und Gehen von Büffeln, Elefanten, Gnus, Zebras, Wasserböcken, Warthogs und und und zu beobachten. Das Zelt selbst ist stilvoll eingerichtet und sehr groß.
Insgesamt handelt es sich hier um die von der Unterkunft her schönste Private Game Lodge, in der wir jemals waren.
Nach einer Tasse Kaffee geht es gegen 4 aber schon wieder auf zum Gamedrive. Unser Ranger Vonrhani macht einen herzlichen, offenen Eindruck. In die Lanner Gorge soll es heute gehen.
Im Auto ist noch ein deutsches Auswandererpaar aus Joburg mit ihrer Tochter und ein weiteres deutsches Pärchen. Zuerst schauen wir auf der Brücke nach. Dort gibt es einen Roadblock.
Danach fahren wir zuerst die Teerpad entlang nach Norden, bevor wir nach links abbiegen. Auf der Teerstraße haben wir dann noch eine Begegnung, die uns nachdenklich macht. Ein völlig heruntergekommener Flüchtling aus Zimbabwe sitzt mit ärmlichen Klamotten und in schlechter Verfassung mitten im Krüger an einem Baum. Vonrhani redet in einheimischer Sprache mit ihm und wirkt auch nachdenklich. Er ruft die Anti Poaching Unit, vom nahen Pafuri Gate und fährt weiter.
Tiere sehen wir unterwegs nur wenige, aber die Landschaft lenkt etwas vom üblen Geholpere ab.
Zur Lanner Gorge muss man ein klitzekleines Stück laufen und einige Meter durch die Felsen klettern. Leider ist Kerstins Kreislauf nicht der beste, aber sie schafft es trotzdem hoch. Der Ausblick ist überwältigend und mit einem Glas Gin Tonic stellt sich das out of Africa Gefühl schnell ein.
Auch auf der Rückfahrt sehen wir nur diesen Gesellen, der sich nicht gerne Fotografieren lässt.
Zurück in der Lodge geht es sofort ins romantisch erleuchtete Restaurant, wo wir nach einem hervorragenden Dinner müde ins super bequeme Bett fallen.
Teil 2405. März 2017
02.11.2016 Pafuri Camp Morgendrive
Um 05:51 Uhr laufen wir auf den Holzstegen in Richtung Rezeption. Freudig fotografieren wir diese Bearded Robins (ich bin nicht ganz sicher), eine Erstsichtung.
Nach der üblichen Tasse Kaffee geht der Gamedrive los. Nach einigen hundert Metern treffen wir kurz auf zwei Hyänen.
Die Gegend hier ist super schön. Es ist zwar auch sehr trocken, aber irgendwie urig. Immer mal wieder stehen Baobabs herum.
Und Elefanten hat es eine ganze Menge.
Vonrhani klettert auf einen besonders knorrigen Baobab, wo wir auch unsere Frühstückspause machen.
Danach passiert auf der Tierseite nicht mehr ganz so viel. Egal, wir sind zufrieden.
Es geht am trockenen Limpopo entlang.
Das Frühstück ist erstklassig. Doch nun freuen wir uns auf ein Schläfchen und unser tolles Zelt.
Dort kann sich Kerstin gar nicht an der Tierwelt satt sehen.
Sie ist total happy und sitzt mit einem strahlenden Lächeln auf der Terrasse.
Und so vergeht die Zeit wie im Flug. Es ist wie im Paradies.
Um uns herum geschieht die ganze Zeit irgendetwas.
Dieser Brown-hooded Kingfisher hat seinen Stamm-Ast direkt vor uns.
White-browed Robin Chat
Cardinal Woodpecker
Am liebsten hätten wir den Gamedrive ausfallen lassen, haben wir aber dann doch nicht.
Leider kann ich diesen unbekannten nur von hinten erwischen.
Und während des Kaffees gibt es auch noch einiges zu sehen.
Leider auch diesen armen Elefanten, der seinen Rüssel verloren hat
Teil 2505. März 2017
02.11.2016 Pafuri Abenddrive
Um 16:30 Uhr sitzen wir mit Heike und Markus (zwei ganz nette) wieder bei Vonrhani im Auto. Wie immer geht es zuerst auf die Brücke.
Und dann beginnt Vonrhani das, was er am liebsten macht. Endlos herumfahren. Zuerst geht es im Zickzack durchs trockene Buschland.
Dann fährt er zum Limpopo herunter….. endlich !
Dort steige wir kurz aus und sehen diese Python.
Nach dem wir wieder eingestiegen sind, beginnt die Stimmung langsam abendlich zu werden. Vonrhani fährt ewig am Limpopo entlang.
Das ist urig, aber passieren tut nix. Und er fährt und fährt….
Dann ist die schöne Abendstimmung weg. Wir fragen nach und er antwortet, dass er einen gaaaanz tollen Sundownerspot auf einem Hügel kennt. Als wir endlich dort ankommen, ist es fast dunkel. Wir hätten alle lieber am Limpopo unseren G+T getrunken.
Auf dem Rückweg sehen wir dann sogar noch ein paar Tiere.
Ein Scorpion
Elefant
African Wildcat
Spotted Gannet Bobbes
Nightingale unbekannter Art
Als wir dann zurück in der Lodge sind, rennt vor uns diese Walzenspinne auf den Planken herum.
Wir hatten solch ein gruselig schnelles Monster schon einmal in Senyati. Sei sind echt beeindruckend schnell und groß genug, um mir ordentlichen Respekt einzuflößen.
Da ist uns das leckere Dinner doch lieber. Es schmeckt wieder vorzüglich.
Teil 2609. März 2017
03.11.2016 Pafuri nach Mapungubwe
Zwei Tage gehen immer viel zu schnell vorbei. Hier würden wir gerne noch etwas länger auf der Terrasse sitzen. Die Gamedrives sind leider nicht so ereignisreich. Dafür können wir beim Frühstück beobachte, wie dieser kleine Ele zeigt, wer hier der Chef ist !
Und so nehmen wir das letzte Mal mit Vonrhani, Heike und Markus im Gamedrive-Auto Platz. Heute soll es durch den Fever Tree Forest zur Crooks Corner gehen.
Der Fever Tree Forest strahlt eine besonders ruhige Stimmung aus.
Es ist wirklich schön hier !
Dann geht es am trockenen Limpopo entlang….
Bis wir endlich Crooks Corner erreichen.
Dort ist allerhand los.
Eine interessante Ecke. Und der trockene Limpopo ist schon echt beeindruckend. Kaum zu glauben, dass dort das Wasser fließen kann.
Auf der Rückfahrt nach Pafuri geht es zuerst wieder durch den Wald..
An Elefanten vorbei….
… und leider auch wieder an einem Ele mit halbem Rüssel
Obwohl wir von der wunderschönen Lodge Abschied nehmen müssen, ist die Laune bestens.
Schließlich führt uns unser Weg zu einem unserer Lieblingsplätze. Es geht nach Mapungubwe ins Leokwe Camp.
Und so verlassen wir den Krüger durch das Pafuri Gate.
Am Rande der Landstraße pulsiert das afrikanische Leben.
In Musina werden im Checkers die Lebensmittelvorräte aufgefüllt. Wir sind fast die einzigen Weißen. Ich finde das immer wieder interessant, obwohl es dort niemanden interessiert.
Erwartungsfroh machen wir uns auf die letzten Kilometer zum Park….
Teil 2702. Apr. 2017
03.11.2016 Ankunft Mapungubwe
Wir checken bei einer netten SAN-Parks Angestellten ein und fahren erwartungsfroh durch den staubtrockenen Park. Von unserem Besuch vor ein paar Jahren her wissen wir, dass es hier hauptsächlich um Landschaft und Erholung und nicht in erster Linie um Tiere geht.
Als dann doch plötzlich ein Elefant im Busch steht, freuen wir uns.
Das letzte Mal hatten wir hier keinen einzigen.
Dann erreichen wir Leokwe, wo uns eine Giraffe begrüßt
und beziehen unser Wunsch-Chalet Nr. 10 ganz am Ende.
Es gefällt uns sofort wieder sehr gut. Der Blick geht auf eine Felswand und ist privat.
Leider haben wir in diesem Urlaub irgendwie ganz wenig Unterkunftsfotos gemacht.
Da es bereits nach halb fünf und immer noch sehr heiß ist, bereiten wir uns gleich auf das Braai vor und ruhen uns etwas aus. Es wird ein schöner, gemütlicher Abend.
Wir freuen uns auf den morgigen Tag und das Wiedersehen mit dem Trretop-Walk und dem Confluence Lookout.
Teil 2802. Apr. 2017
04.11.2017 Mapungubwe / Leokwe Camp / Rundfahrt und Confluence Lookout
Durch die ganze Gamedriverei hat sich meine Aufstehzeit auf 6 Uhr eingependelt. Gerne hätte ich noch etwas geschlafen. Aber so bleibe ich neben meiner noch schlafenden Esmeralda einfach noch liegen und daddele etwas im Handy herum. Plötzlich wird das eine Fenster dunkel ! Ich schaue hoch und traue meinen Augen nicht.
Direkt vor unserem Schlafzimmerfenster steht ein kapitales Eland.
Ich bin baff und wecke sofort Kerstin. Um diese Uhrzeit normalerweise ein sehr gefährliches Unterfangen, doch sie sitzt ganz handzahm wie ich mit offenem Mund im Bett.
Wir schleichen uns auf die Terrasse heraus. Gaanz vorsichtig. Keine 5 Meter von uns entfernt grast das Eland um unsere Hütte herum. Das wird auch für die nächste Stunde so bleiben. Wir beobachten das stolze Tier in Ruhe beim Frühstück und gehen irgendwann dann auch der gleichen Beschäftigung nach. Für solche Erlebnisse lieben wir die nicht abgezäunten Nationalparks.
Als ich nach dem Frühstück in die Außendusche gehe, bekomme ich am Wasserhahn einen Stromschlag. Ich wickele eine Plastiktüte um die Hähne. Da wir eine Runde durch den Park fahren möchten, informieren wir am schönen Pool einen SAN Parks Angestellten. Ah ja, er schaut mal nach wegen dem Strom.
Bei stark zunehmender Hitze fahren wir los in Richtung Treetop Walk. Der große Baobab am Eingang zum Camp steht in voller Blüte.
Einige ereignislose Kilometer später parken wir wie gewohnt ganz alleine am uns schon bekannten Treetop Walk.
Mit gezückten Teleobjektiven spähen wir auf die Bäume. Entdecken tuen wir aber nur einige Angler.
Und obwohl die Tier- und Vogelausbeute gering ist, genießen wir die Ruhe und die tolle Landschaft.
Da es aber doch ganz schön heiß ist, geht es weiter auf unsere geplante Runde durch den Park.
OK, Eland hatten wir heute schon.
Aber so einen schön direkt neben dem Auto sitzenden Purple Roller noch nicht.
Dann wieder ein Blick auf die tolle Gegend.
Und um die nächste Ecke herum schon wieder Vögel. Im Baum sitzen zwei hübsche Meyer’s Parrots. Wow!!!
Und fast nebenan ein Red-billed Hornbill.
Die Landschaft ist schon echt sehenswert
und die ganz gute Pad geht ein Stück am Trockenfluss entlang.
Stören tuen dort nur einige mysteriöse Bohrstellen.
Einige Affen und Kudus hat es auch.
An einem Wasserloch sehen wir einige Vögel, von denen uns aber leider keine guten Fotos gelingen.
Die Pad führt uns nun wieder vom Fluss weg in den hier wieder sehr trockenen Park.
Kurz vor dem Museum fliegt uns doch tatsächlich unser beliebter African Paradise Flycatcher vor die Linse.
Im relativ neuen Restaurant ist das Personal ziemlich unmotiviert. Wir essen ein Eis, kaufen Feuerholz und etwas Kaltgetränke.
Und so sind wir gegen 14:30 Uhr wieder in Leokwe zurück und ruhen uns sehr zufrieden etwas aus.
Gegen 17:30 Uhr fahren wir dann nochmal los in Richtung Confluence Lookout. Für ist das DER Sundownerplace.
Von mehreren Holzdecks aus hat man hier einen wunderbaren Blick auf den Zusammenfluss von Shashe und Limpopo.
Beobachtet werden wir nur von einigen Dassies und vier Südafrikanern auf dem Deck nebenan.
Ansonsten taucht sich die Landschaft am Dreiländereck langsam in warm, rotes Licht.
Die Zeit vergeht viel zu schnell. Hier möchte man gerne die Zeit einfrieren und die freidliche Stimmung länger in sich hereinsaugen.
Aber die Gatetime gibt es ja auch noch und vor allen Dingen das wartende Braai.
Was uns morgen in Mashatu wohl erwartet ? Und ob der zweite Besuch am Treetop Walk erfolgreichere Vogelsichtungen bringt ? Ihr dürft gespannt sein.
Teil 2905. Apr. 2017
05.11.2017 Mapungubwe nach Mashatu
Da ich wieder lange vor Kerstin wach bin, mache ich es mir mit einer Tasse Kaffee auf der Terrasse bequem und beobachte den Sonnenaufgang.
Allerdings bin ich nicht alleine.
Dieses Böckchen steht bestimmt eine halbe Stunde oben auf dem Felsen und lässt sich die Sonne ins Gesicht scheinen.
Da wir erst um 14:00 Uhr in Pontdrift sein sollen, fahren wir um kurz nach sieben noch einmal los in Richtung Treetop Walk. Direkt am Ausgang von Leokwe sehen wir in etwas Entfernung diese Manguste liegen.
Dann ein Böckchen,
Zebra
Giraffen
Fast schon am Ziel bleiben wir am Wegesrand stehe. Hier fliegen etliche Birds herum. Unter anderem ein hübscher Melba Finch.
Blue Waxbill
Purple Roller
Nach einigen Metern auf dem Treetop Walk sehen wir ganz oben im Baum etwas….. Was ist das denn ? Boah, ein Broad-billed Roller ! Der Vogel ist eine Schönheit und wurde von uns bisher nicht fotografiert.
Da am Fluß auch noch etwas los ist, sind wir sehr zufrieden.
Etwas nachdenklich macht uns dieses Bild hier.
Und auf der Rückfahrt nach Leokwe gelingt uns endlich ein Bild der Blutschnabelweber.
Einige Gnus nehmen wir auf der Rückfahrt zum Camp im Vorbeifahren mit.
Wir Frühstücken noch gemütlich und fahren an Giraffen und Impalas vorbei zum Museum.
Kurz vor Ankunft meint Kerstin :“Bleib doch mal stehen!“. Ok, natürlich ! „Etwas zurück…… Stoooop!“
Sie hat in einem Astloch eine junge Pearl-spotted Owl entdeckt. Fast ein Wunder. Sie sitzt reglos dort und lässt sich fotografieren.
Im Museum selbst ist es sehr heiß.
Die Ausstellung ist jedoch ganz interessant und man erfährt einiges über die Lebensweise der Einwohner vor hunderten von Jahren.
Ein Plagiat des berühmten, hier gefundenen Gold-Rhinos darf natürlich auch nicht fehlen.
Ok, so langsam machen wir uns auf zum Ausschecken. Dann geht es die kurze Strecke in Richtung Pontdrift Border Control.
Wir sind so gespannt auf Mashatu, denn dieser Name löst bei uns stets Gänsehaut aus. Vor einigen Jahren hatten wir hier ganz tolle Erlebnisse. Wie es wohl diesmal werden wird ?
Die Grenzformalitäten sind schnell erledigt.
Ein Abholer aus Mashatu ist bereits da und meint, es würden noch zwei Deutsche kommen.
Etwas später ist das dann auch so. Sie haben auch einen Fortuner. Er kommt auf uns zu und meint, „I am Ray!“. Seine Frau kommt etwas später, mustert uns kurz und meint ganz bestimmt:“Du bist im Namibia Forum unterwegs, schreibst Reiseberichte und Ihr seid mit der Grund, dass wir hier sind!“ Ich bin einigermaßen sprachlos und freue mich andererseits natürlich
Teil 3006. Apr. 2017
05.11.2017 Mashatu Ankunft
Zusammen mit Rainer (er stellt sich dort unten immer als Ray vor, coole Idee) und Bärbel steigen wir ins Gamedrive Auto und fahren das zweite Mal in unserem Leben ins Mashatu Tented Camp. Wir haben jetzt schon einige Private Game Lodges besucht und mit etlichen Rangern gesprochen. Wenn man das Wort Mashatu sagt, bekommen sie fast alle glänzende Augen. Die südafrikanischen Ranger sind wohl fast alle auf Ausbildung in dieser landschaftlich schönen Gegend mit toller Vegetation und Tierwelt. Wir erfahren, dass nicht unser geliebter Jakes sondern Dan unser Ranger sein wird. Unterwegs unterhalten wir uns gut mit Ray und Bärbel und stellen fest, dass wir die nächsten Tage bis zum ersten Tag in Leshiba zusammen verbringen werden. Auch hier wartet das Land ganz dringend auf Regen.
Im Camp werden wir von unserem Ranger, Congo und dem anderen Personal sehr herzlich empfangen. Das Camp wurde wohl komplett renoviert und macht einen im Vergleich zum letzten Aufenthalt vor ein paar Jahren hochwertigeren Eindruck.
Es ist urig und wir sind einfach froh, wieder hier sein zu dürfen.
Nach einer Stunde am Pool geht es zum Tee.
Es gibt den leckersten, selbstgemachten Eistee, den ich kenne. Dann steigen wir in einer wie sich herausstellen sollte super Truppe in das Gamedrive Auto. Bärbel und Ray, Will und seine Tochter aus Kalifornien und ein belgisches Paar ( er sieht zu 100% aus wie Pep Guardiola) nehmen mit uns beim bulligen Dan Platz. Dan ist nicht ganz so lebhaft, arbeitet aber seit 25 Jahren auf Mashatu und hat ein unfassbar gutes Auge für das, was in der Natur so geschieht. Aber dazu mehr im nächsten Teil „Ein unfassbarer Gamedrive“…. Der auch heute noch kommt.
Teil 3107. Apr. 2017
05.11.2017 Mashatu / Ein unfassbarer Gamedrive
Dan fährt den Landcruiser an und über Stock und Stein geht es los ins riesengroße Gamereserve.
Was uns wohl erwarten wird ? zuerst ist es weiter sehr trocken, dann erreichen wir ein buschigeres Gebiet.
Hier laufen etliche Giraffen herum und fressen an den grünen Bäumen.
Dan fährt um die Ecke und wir stehen vor einem auf dem Boden liegenden Leo.
Ihm ist heiß !
Nach einigen Minuten wechselt Dan die Position und fährt direkt neben das elegante Tier.
Mann, was für ein beeindruckender Beginn ! Und was diesen und die nächsten Gamedrives so besonders macht, ist die ganz außergewöhnlich sympathische, internationale Besatzung. Alle freuen sich über denn spannenden Beginn.
Dann macht Dan Platz für andere Fahrzeuge.
Er fragt uns, ob wir ganz am anderen Ende des Reserves zu fünf dort gesichteten Geparden fahren wollten.
Sie würden auf die Grenze des Reserves zulaufen, aber wir könnten es versuchen. Ok, wollen wir alle.
Nach 20 Minuten Fahrt treffen wir in der Nähe des Airstrips auf die eleganten Tiere.
Dan beobachtet kurz die Situation. Die Geparden sind im Jagdmodus. Er meint dort hinten hinter den Büschen sind Impalas, hier findet gleich eine Jagd statt. Er sagt uns genau den Ablauf der Situation voraus, die dann tatsächlich gleich stattfinden wird.
Alle halten den Atem an. Und dann passiert es.
Von links aus dem Gebüsch flüchtet panisch und direkt an uns vorbei ein Impala. Hinterher die Mutter der vier Geparden.
Die Katze nimmt dem durch die Dürre geschwächten Impala innerhalb von vielleicht hundert Metern den Vorsprung weg.
Und dann (leider war Gebüsch im Weg) haut der Gepard dem Impala mit der Pfote in die Beine und in einer großen Staubwolke nimmt das Schicksal seinen Lauf.
Alles passiert blitzschnell. Leider sind die Fotos von der Jagd nicht ganz perfekt geworden.
Als die Staubwolke sich lichtet, fährt Dan direkt ins beste Abendlicht. Jetzt folgen Bilder, die nichts für zart besaitete sind. Die Natur ist grausam und faszinierend.
Die Katzen gruppieren sich um das gerissene Impala und beginnen zu fressen.
Nach zwei, drei Minuten steht das Impala plötzlich noch einmal auf.
Ein Seufzen geht durchs Auto. Die jungen Geparde ringen das Tier zum letzten Mal nieder und fangen an zu fressen.
Die Stimmung wechselt zwischen Faszination, Mitleid, Grusel und totaler Begeisterung.
Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie glücklich wir darüber sind, so etwas erleben zu dürfen.
Und die Geparden in dieser wunderbaren Lichtstimmung erleben zu dürfen.
Die Mutter liegt übrigens etliche Meter abseits und ist völlig fertig.
Irgendwann wird das Licht schlechter und Dan fährt einen Kilometer weiter, um den Sundowner zu nehmen.
Obwohl wir uns alle gerade erst kennengelernt haben, stehen wir nun hier und fühlen uns verbunden. Der schon etwa ältere Will ist ein unglaublich sympathischer Mann. Er freut sich wie ein kleiner Junge über das Erlebnis.
Auf der Rückfahrt ins Camp sichten wir noch niedliche Bat-eared Foxes
und verbringen dann einen wunderbaren Abend mit den anderen und dem Team in der Lapa. Das Essen ist köstlich und die Gespräche herzlich und interessant.
Unglaublich dankbar und euphorisiert gehen wir irgendwann ins Bett. Mashatu, unser Mythos lebt weiter !
Teil 3208. Apr. 2017
06.11.2017 Mashatu Morgengamedrive 2000 Post 🤪
Nach einer angenehmen Nacht im gemütlichen Safari-Tent und einer Tasse Kaffee geht es wieder zu Dan ins Auto. Was für Erwartungen hat man nach so einem Gamedrive wie gestern ? Früher hohe, nun sind wir demütig. Schauen wir mal. Dan fährt los.
Im übrigen ist hier auch das Fahren ein Erlebnis. Das ist für mich ein Unterschied zu vielen Private Game Lodges in Südafrika. In Mashatu geht es über Stock und Stein, durch trockene Flussbette, Wasser, steile Hügel hoch, trockene Gegenden, Buschland und immer wieder beeindruckend durch die Mashatu Wälder.
Dan hält mitten in einem Trockenflussbett vor einem Hyena Den (haha, ich merke gerade die Namensgleichheit. Dan musste wohl hier her fahren.
Die kleinen Hyänen und die Mutter sind jetzt am Morgen irgendwas zwischen müde und agil.
Es ist sehr interessant, das Verhalten der nicht überall beliebten Tiere in Ruhe beobachten zu können.
Dann erzählt uns einige interessante Fakten. Er ist ein ganz anderer Typ. Etwas stiller als Jakes, aber wir fühlen uns auch bei ihm sehr wohl. Ich glaube, es gibt fast nirgendwo ein PGR, in dem die Ranger so lange am Stück (25 Jahre) arbeiten.
Die jungen Hyänen laufen umher und klettern in den Felsen herum.
Dann geht es weiter. Ein sehr interessanter Anfang und ich bekomme langsam Angst um unsere Speicherkarten-Kapazität.
Dan fährt jetzt in Richtung der Wälder. Die Wege gehen hier in Schlangenlinien durch das üppige grün. Immer wieder werden trockenen Flüsse durchquert. Landschaftlich ein Traum. Dan macht das ganz geruhsam und ruhig.
Elefanten gibt es hier in der Gegend fast überall.
Das Böckchen ist an uns Gamedriver gewöhnt.
Dann liegt mitten im Wald eine Löwin.
Sie steht nach einem Moment auf und läuft zusammen mit dem Rest des Rudels durchs dichte grün.
Ich habe eigentlich wenig Hoffnung, gute Fotomöglichkeiten haben zu können….. und täusch mich ganz schön kräftig.
Die Löwinnen haben mehrere junge.
Sie sind nicht mehr ganz klein, aber sehr knuffig.
Und sie legen sich zwischen den Waldrand und ein Trockenflussbett.
Wie auch im Krüger geht es den Katzen hier durch die Trockenheit bedingt sehr gut.
Wir sind wieder euphorisiert und ich werde beim Schreiben gerade emotional.
Eine ganze Zeit lang sind wir ganz alleine mit den Löwen, dann kommt ein weiteres Fahrzeug vom Main Camp.
Wir machen Platz und fahren weiter. Meine Sorgen um den Speicherplatz sind nicht kleiner geworden.
Nach ausgiebiger Elefantenbeobachtung ist es Zeit für eine Tasse Kaffee.
Im Baum sitzt ein Crested Barbet.
Will, der nette Amerikaner wünscht sich eine Gabelracke im Flug.
Wir unterhalten uns wieder sehr gut und sind traurig. Will seine Tochter und Pep Guardiola reisen heute weiter.
Pep und seine Frau sind das erste Mal in Afrika und können glaube ich gar nicht so richtig einschätzen, welch großes Glück sie hier hatten.
Zurück im Camp frühstücken wir fröhlich. Dann heißt es Abschied nehmen von den netten Mitfahrern.
Inzwischen haben wir erfahren, dass wir den Rest des Aufenthaltes mit Bärbel und Ray alleine sein werden. Wow! Das heißt nur ein Auto unterwegs und das Camp mit den beiden alleine genießen. Wir werden uns bestens verstehen mit den beiden.
Wir legen uns etwas aufs Ohr und genießen dann die Ruhe am Pool.
Im Camp läuft stetig eine Warthog-Familie herum und ein Böckchen mit eine ganz frisch geborenen Kitz. Es läuft noch ganz wackelig.
Das Essen ist auch noch lecker.
Wir beobachten zusammen vom Sessel aus die Vogeltränke und unterhalten uns übers Leben.
Teil 3309. Apr. 2017
06.11.2017 Mashatu Abendgamedrive
Ab jetzt haben wir unsere privaten Gamedrives mit Bärbel und Ray. Da im Tented Camp nun nur ein Auto unterwegs ist und in der Main Lodge zwei, hat das einen Vorteil. An einer Sichtung dürfen maximal drei Autos sein. Da nur drei unterwegs sind, sind Kurzaufenthalte ausgeschlossen.
Auf den ersten Kilometern bemerken wir erneut, wie trocken es derzeit ist.
Die Tiere finden hier nur sehr spärlich Futter.
Dann erreichen wir einen kleinen, wasserführenden Fluss an der Grenze zum Nachbarreserve.
Die Schwärme Blutschnabelweber werden täglich größer. Es ist schon beeindruckend, dass es hier nicht andauernd Flugunfälle gibt.
In der Nähe des Wassers hat es dann auch vermehrt Tiere und sogar Hasen.
Saddle-billed Stork
Fish Eagle
Zebras
Elefanten
Und Geier. Ich meine sehr viele Geier !
Dan schaut sich das an und meint „Somewhere should be a kill!“ Er kurvt etwas herum und tatsächlich stehen wir vor einem Eland, das vom Bestzustand weit entfernt ist.
Einem Schakal passt die Störung gar nicht.
Dan meint, dass der Riss von einem einzelnen Löwenmännchen gemacht wurde. Er hat erst keine große Hoffnung, den Täter des Mordes zu finden, fährt aber trotzdem am Flußbett entlang.
Dann entdecke ich ihn. Er trottet gemütlich durch die Steppe.
Er legt sich am anderen Ufer hin und sieht aus wie ein Haudegen der mit allen Wassern gewaschen ist.
Irgendwie ein cooler Löwe, der bei bedecktem Himmel und aufkommender Dämmerung in die Ferne schaut.
Wow, eine schöne Sichtung.
Überhaupt gefällt uns dieser Teil des Reserves ausgesprochen gut. Dan meint, sie würden gar nicht so oft dort hin fahren, weil es doch etwas Abseits liegt.
Dann verlassen wir das stolze Tier und fahren einige Kilometer weiter auf eine Anhöhe, wo es G+T und interessante Gespräche gibt.
Der Drive zusammen mit Bärbel und Ray ist ganz relaxed. Was sehr schön ist, ist die Tatsache, dass wir nicht wie in anderen Private Game Lodges üblich nur nach Katzen suchen, sondern auch Zeit für die kleinen Dinge haben.
Bei der Rückfahrt sehen wir nahe am Camp noch eine Hyäne
und gehen dann in der Lapa zum privaten Dinner. Mit den anderen beiden tauschen wir Afrika-Latein aus und führen auch ernsthafte Gespräche über das Leben. Die beiden waren auch schon sehr oft in Afrika und kennen zig Private Game Lodges.
Sehr, sehr zufrieden gehen wir irgendwann ins Bettchen und schlafen schnell ein.
Teil 3414. Apr. 2017
07.11.2016 Mashatu Morgen
Bei stimmungsvollem Licht starten wir erneut ins Reserve.
Da wir schon so viel Glück mit Sichtungen hatten, erwarten wir nun auch mal einen Drive ohne Höhepunkte.
Mal schauen. Zuerst laufen uns Bat-eared Foxes vor die Linse.
Zwei Racken.
Eland
Kudu
Giraffe
Leopard / LIT (Leopard in tree)
Dan hatte einen Tip bekommen. Die Dame liegt genau über uns auf einem Ast und macht keine Anstalten, sich zu bewegen.
Selbst hätten wir den niemals gefunden.
Dann Elefanten
Giraffen...
und schon geht es auf eine steil abfallende Hügelkuppe mit schönem Blick übers Reserve.
Im übrigen begegnet man hier nur sehr selten den anderen Fahrzeugen. Wenn dann meist nur an Sichtungen.
Glücklicherweise machen wir ein Gruppenfoto, das uns an die schöne Zeit erinnert.
So langsam machen wir uns auf die Rückfahrt. Unterwegs begegnen wir etlichen Herden.
Nach dem ausgiebigen Frühstück machen wir es uns wieder Mit Bärbel und Ray in den gemütlichen Sesseln und Blick auf die Vogeltränke bequem.
Glücklich sind wir über diese Erstsichtung, ein (hoffentlich) African Goshawk
Und einen Dark-capped Bulbul
Zufrieden gehen wir zum Bubu-Machen zurück zum Zelt. Kerstin geht noch kurz auf Vogelpirsch beim leeren Nachbarzelt und ist nicht ganz unerfolgreich.
Arrow-marked Babbler und natürlich……
African-Paradise Flycatcher.
Zeit dem letzten Urlaub und der Erstsichtung in der Baviaans Kloof fliegen die uns wie die Spatzen vor die Kamera.
Am Anfang des Gamedrives nehmen wir uns etwas Zeit für Elefanten.
Und dass dieser Gamedrive wieder kein Reinfall werden kann, merken wir schnell. Direkt neben der Fahrspur liegen zwei Löwinnen bei der Nachmittgagsruhe.
Und wie ! Sie hängen echt völlig ermattet herum.
Dan redet wie immer nicht viel und hat einen Plan ! Er interessiert sich nicht sonderlich für die schlafenden Damen und meint: „ Let’s have a look, if we can find the young ones!“ Ok Chef ! Dan fährt strack ins Gebüsch und auf einen kleinen Hügel zu. Und da oben liegen die drei jungen. Es dürfte so ca. 300 Meter von den Muttis entfernt sein.
Dan stellt uns so hin, dass wir in etwa auf Augenhöhe sind, dann beginnt eine begeisterte Show.
Die kleinen haben Flausen im Kopf und begeistern uns völlig.
Immer wieder schauen sie in Richtung ihrer (unsichtbaren) Mütter.
Irgendwann kommen diese dann von hinten.
Die kleinen freuen sich und rennen ihnen erwartungsfroh entgegen.
Treffen tun sie sich direkt vor unserem Kühlergrill.
Leider etwas zu nah für das 100-400er.
Unglaublich liebevoll und intensiv ist diese Begegnung.
Inzwischen ist ein zweites Auto gekommen.
Da Dan die Sichtung entdeckt hat, behalten wir die Pole-Position und folgen dem kleine Rudel.
Sie ziehen immer ein paar Meter weiter, legen sich kurz hin
Strecken sich an einem Baum
Laufen weiter
machen Faxen
unglaublich schön und intensiv !
Kopfschüttelnd und mit den anderen schwärmend verlassen wir das Geschehen und nehmen wir den letzten Sundowner auf Mashatu.
Beim leckeren Dinner lassen wir die Erlebnisse sacken und sind uns einig. Das hier ist jeden Euro wert ! Gute Nacht schönes Afrika, wir lieben Dich !
Teil 3617. Apr. 2017
08.11.2016 Mashatu Morgengamedrive und Abschied
Leider beginnt gleich der letzte Gamedrive mit Dan, Patrick, Bärbel und Ray. Nach all den irren Erlebnissen ist es jetzt aber auch gut und schließlich führt uns der Weg nach Leshiba, wohin wir unbedingt zurückkehren wollten. Bärbel und Ray haben auch eine Nacht dort gebucht. Aber jetzt genießen wir erst mal diesen Gamedrive !
Und ich kann Euch beruhigen….. Er ist Katzen frei ! Zuerst halten wir bei den Hyänen.
Und die bieten uns wieder eine Menge Action.
Wir mögen Hyänen und das Verhalten untereinander ist wieder sehr interessant zu beobachten.
Was extreme Gemütlichkeit bedeutet, weiß sie genau !
Dann geht es weiter. Wir schauen mal bei den Jackals nach und die beiden Kids sind tatsächlich schon wach.
Die Blutschnabelweber Schwärme werden immer größer.
In einem trockenen Flussbett treffen wir auf diese Elefanten.
Auf diesem Bild schaue ich etwas zerknittert, weil Dan sich mitten auf einem Tierpfad kurz festgefahren hat, während sich ein kapitaler Elefant uns auf genau diesem näherte.
10 Meter vor Ankunft schafft es Dan, wir können Platz machen !
Uff, genau der richtige Zeitpunkt für eine Tasse Kaffe an einem besonders friedlichen Platz oberhalb einer Wasserstelle.
Unten trinken die Impalas,
rechts sitzen Firefinches im Baum
und hinten haben Blutschnabelweber einen kompletten Baum besetzt.
Dann geht es zurück ins Camp. Wir frühstücken und verabschieden uns mit etwas Wehmut vom tollen Staff.
Mit Congo, dem manager, reden wir noch etwas über das Wetter. So viele dunkle Wolken haben wir gesehen, geregnet hat es nicht. Congo erklärt uns ein altes afrikanisches Sprichwort : „Smoke is fire, but clouds are no rain!“.
Dann steigen wir zu Dan ins Auto und überreden ihn noch zu einem Zwischenstop im Shop der Main Lodge. Dort erstehe ich ein Fleece. Dan zeigt uns noch ein Zimmer. Sehr luxuriös, aber für uns zu durchgestylt.
In Pontdrift steigen wir in unsere Autos und machen uns im Konvoi auf nach Leshiba.
Auf der leeren Pad bekommen wir dauerhaft Abwechslung und Reaktionstraining.
Es hat nämlich reihenweise fiese Potholes.
Wir biegen links ab auf die Zufahrt nach Leshiba. Der 2x4 Fortuner Automatik schafft die holprige, steile Strecke mit links.
Überhaupt ist der Fortuner wieder mal das perfekte Auto für diese Reise.
Oben angekommen öffen wir das Tor mit dem vorher erhaltenen Code.
Teil 3719. Apr. 2017
08.11.2016 Ankunft Leshiba Wilderness
Die Ankunft in Leshiba gestaltet sich etwas schwieriger, als erwartet. Schuld sind…… WIR !!! Obwohl wir schon enmal dort waren und es nicht wirklich so vieel Wege gibt, verfahren wir uns ziemlich kapital. Über sehr holprige Wege mitten durch den Wald gelangen wir in mehreren großen Schleifen dann doch irgendwann zum Venda Village.
Herzlich werden wir von Joyce und Lukas empfangen. Wir beziehen unser Cottage Mwedzi. Es ist einfach traumhaft.
Alleine das Bad ist einzigartig.
Die Küche voll ausgestattet.
Die ganz private Terrasse mit bequemen Sitzmöbeln und wunderschönem Blick aufs Wasserloch.
Obwohl es ein Self Catering Cottage ist, haben wir Verpflegung mitgebucht. Deswegen treffen wir uns bald wieder mit Bärbel und Ray.
Wir verbringen mit den beiden wieder einen sehr netten Abend.
Das Essen ist wie nicht anders erwartet köstlich.
Leider heißt es nun Abschied nehmen von den beiden. Sie haben morgen eine relativ weite Strecke zu bewältigen und möchten früh abreisen. Im Cottage ist schon alles für die Nacht vorbereitet und wir genießen das große, bequeme Bett.
Teil 3822. Apr. 2017
09.11.2016 Leshiba
Wie meistens bin ich vor Kerstin wach, koche Kaffee und mache es mir draußen gemütlich. Nachdem Kerstin auch wach ist, gammeln wir gemütlich vor uns hin und gehen erst um kurz vor 11 zum Frühstück.
Dort kommen wir mit netten Schweizern ins Gespräch. Sie sagen übrigens nicht „Hoi!“ Das Frühstück ist super lecker und schmeckt mit dem tollen Ausblick und der Ruhe ganz besonders gut.
Den restlichen Tag verbringen wir ganz in Ruhe auf der Terrasse und im Hauptaufenthaltsbereich.
Zwischendurch lassen wir unsvon dieser netten Dame massieren und erfahren nebenbei etliches über ihr Alltagsleben.
Hier hat es auch eine Menge Vögel.
Violet-backed Starling
Cape Batis (Erstsichtung)
Bar-throated Apalis
Spectacled Weaver
Der gebuchte Gamedrive startet um 16:30 Uhr.
Wir besuchen die Nas hörn er. Wir erfahren davon, dass auch Leshiba von Wilderern heimgesucht wurde. Deswegen verzichte ich auf Bilder von den majestätischen Tieren. Hier oben sind ansonsten nicht so spektakuläre Sichtungen zu erwarten. Die Landschaft ist aber traumhaft schön.
Mit uns an Bord sind die beiden Schweizer und ein französisches Paar, das leider sehr schlecht englisch spricht.
Und so sind die Gespräche beim Sundowner etwas schleppend.
Zurück in der Lodge wollen wir meinen Geburtstag nachholen. Wir köpfen die leckere Flasche Sekt von den Bayern Schorschens,
stoßen auf die beiden Freunde an und genießen unser viel zu üppiges Grillpaket ganz für uns alleine.
Ein stimmungsvoller, feucht fröhlicher Abend !
Teil 3923. Apr. 2017
10.11.2016 Leshiba
Heute Morgen haben wir einen Birdwalk mit dem Ranger (den Namen habe ich leider vergessen) gebucht.
Der Himmel ist sehr bedeckt. Und so sehen wir trotz andauerndem Gezwitscher eigentlich keine Vögel.
Etwas Bewegung tut aber trotzdem gut ! Und so genießen wir das üppige Grün, die schöne Landschaft und die kleinen Dinge.
Als wir zurück kommen, winken uns die netten Schweizer schon von oben. Sie sind auch Afrika Verrückte und kommen seit vielen Jahren immer wieder hierher.
Wir genießen wieder das üppige Frühstück und gehen zurück ins Chalet. Kerstin sitzt am Pool, während ich innen runwurschtele. Plötzlich ordert sie vorsichtig schreiend in unmissverständlichem Befehlston: „ Egaaaal waaas Duu machst !!!! Komm soooforrrt hiiierheeer, sofoooort !“. Ich frage hinschleichend:“Ei waaas isssen?“ „Der irrste Voogel, den Du jeeeh geeeseeehen hast!“. Und sie hat Recht. Direkt neben dem Pool sitzt ein Pygmy Kingfisher.
Ein kleines Gesamtkunstwerk in unwirklich schönen, abgefahrenen Farben. Er sitzt für vielleicht 2 Minuten da und ist dann für immer weg. Wir sind total geflasht. Den hätten wor hier nun wirklich nicht erwartet ! Für uns neben dem Broad-billed Roller die Erstsichtung des Urlaubes. Es herrscht große Euphorie.
Die nächste Erstsichtung haben wir wenige Minuten später. Die Euphorie ist aber deutlich kleiner, denn der Jagdhund der Eigentümer springt aus dem Nichts laut platschend in unseren Pool. Ich mag Hunde, aber nicht unbedingt in unserem sowieso etwas trüben Pool.
Ok, um die Mittagszeit gehen wir nochmal rüber zur Lodge und machen einige Bilder.
Dann wollen wir nochmal den Weg herunterlaufen
und treffen dort auf Giraffen.
Sie beäugen uns neugierig, sind an Menschen gewöhnt und bleiben stehen.
Nebenan schubbert sich eine Giraffe an einem Busch und macht echt sehr lustige Bewegungen.
So etwas haben wir auch noch nicht gesehen.
Wir genießen den Moment und gehen zurück zum Chalet. Gerade noch rechtzeitig, denn der Himmel ist nun pechschwarz und es beginnt zu Schütten. Ein intensives Schauspiel hier oben auf dem Berg.
Am späten Nachmittag wollen wir nochmal nach Vögeln schauen und laufen am Wasserloch vorbei hinunter. Die Jungs von der Anti-poaching Unit grüßen uns.
Die Birds halten sich meist versteckt, wir erwischen nur einige schlechtere Photos und dieses hier von einer Witwe.
Der letzte Abend auf Leshiba neigt sich dem Ende zu. Bei gutem Essen und interessanten Gesprächen mit den Schweizern geht der Tag zu Ende. Leshiba ist einfach ein ganz toller Ort zum Ausspannen und Genießen !
Teil 4024. Apr. 2017
11.11.2016 Leshiba nach Shiluvari Lakeside Lodge
Nach der letzten Nacht im ultra-bequemen Leshiba Bett packen wir nach einigen gemütlichen Tassen Kaffee unsere sieben Sachen. Nach dem Frühstück begeben wir uns ganz sachte an die Rezeption zum Auschecken. Dort trifft gerade ein Mann mit Wanderstiefeln ein. Ich komme mit dem Holländer ins Gespräch und frage nach seiner Urlaubsroute. Er sei heute vom Hamasha Bushcamp hierher gewandert. Der Rest seiner Familie sei auf einer speziellen Mission. Der Sohn damals 21 jährige Sohn seiner Lebensgefährtin sei vor sieben Jahren an Krebs gestorben. Er habe sich damals gewünscht, dass seine Asche in Afrika bei den wilden Tieren verstreut wird.
Und gestern habe man auf den Felsen stehend den idealen Platz gefunden. Seine beiden Brüder und die Mutter hätten von dort oben einen bestimmten Baum ausgesucht. Mit gefriert das Blut in den Adern. Wir haben die kleine Gruppe gestern dabei beobachtet und uns gefragt, was sie wohl dort tun.
Das kurze, sehr persönliche Gespräch beende ich mit den Worten: „ An dieses Gespräch werde ich mich mein ganzes Leben lang erinnern!“. Wir lächeln beide und nehmen Abschied.
Nachdenklich fahren wir nach dem Frühstück den Berg hinunter.
Der Weg ist heute nicht weit . Für 74 KM sagt das Navi 1 ½ Stunden. Und das liegt hauptsächlich daran, dass in Lous Trichardt (Makhado) und in Elim das einheimische Leben tobt. Hier fühlt man sich wirklich wie in Afrika. Es gibt wenige Weiße.
Die Zufahrt zur Shiluvari Lakeside ist ganz schön.
Das Lodge-Gelände ist parkartig und liegt an einem Stausee.
Wir sind die einzigen Gäste. Das Haupthaus wirkt etwas abgewohnt. Ist es auch. So machen wir es uns auf der Terrasse bequem und sind gespannt, was uns erwartet. Zuerst einmal durchschnittliches Essen sympathisch serviert.
Dann wird unser Zimmer fertig. Nr. 1 ist groß, hat die besten Jahre aber definitiv hinter sich. Die Hütte ist einfach eingerichtet und nicht gut gereinigt. Schade, denn die Lage und die Anlage mit den vielen Blüten am See ist echt schön.
Wir pirschen dann den Vögeln nach, die wegen des üppigen Grüns schwer zu erwischen sind. Die Ausbeute bleibt bei diesem White-bellied Sunbird.
Beim Abendessen müssen wir dann wegen einer Insekteninvasion leider von draußen nach innen verlegen. Das Essen ist essbar, aber nichts besonderes. Zudem ist es so ganz alleine in der riesigen Anlage etwas unheimlich. Mal schauen, ob das morgen mit unserem bereits von zu Hause aus gebuchten Ganztagesausflug mit einem privaten Guide klappt. Wir hatten nachgefragt und sind uns ob der etwas unmotivierten Antworten unsicher.
Abe jetzt müssen wir erst einmal diese Nacht hinter uns bringen…..
Teil 4101. Mai 2017
12.11.2016 Shiluvari Lakeside Lodge
Mit etwas gemischten Gefühlen begebe ich mich in die von Weberknechten besiedelte Dusche. Drei Stück zähle ich und es hat Spinnweben. Dann geht es zu Frühstück. Ein unmotivierter Rastamann und die sehr, sehr nette Angestellte kümmern sich um uns. Von der Terrasse aus haben wir einen schönen Blick, das Frühstück selbst ist OK.
Kurrichane Thrush
Auf Nachfrage bestätigt man uns, mit unserem gebuchten Guide sei alles Ok. Um 9:00 Uhr ist Start.
Als gegen viertel nach neun nichts passiert, fragen wir nochmal nach. Ja der Guide wartet doch in Elim an der Tankstelle auf Euch ! Grrrrrr…… leider hat uns das niemand mitgeteilt. Wir schütteln den Kopf und fahren ins nahe Elim. An einer belebten Tankstelle wartet schon unser Guide. Er begrüßt uns in Mitten des Trubels, steigt zu uns ins Auto und schlägt vor, im Supermarkt erst einmal Drinks für den Tag zu kaufen. Kerstin bleibt im Auto, während ich als einziger Weißer zusammen mit ihm durch den modernen Supermarkt laufe.
Dann schlägt er vor, erst einmal in ein Township zu fahren.
Er will uns einiges über die Geschichte und die politischen Strukturen hier erzählen. Es stellt sich heraus, dass das Township hier aus ordentlich gemauerten Häusern besteht.
Die Menschen scheinen nichtganz so arm zu sein. Wir parken und erfahren wirklich sehr interessante Details der Gesellschaftsstruktur und Geschichte. , Im Zickzack geht es weiter durch Nebenstraßen und in einen anderen Vorort. Hier wollen wir eine Frauenkooperative besuchen, in der Textilien hergestellt werden. Da wir unsere Afrika Tischdecke in Biyamiti vergessen haben, finden wir hier vielleicht etwas neues.
Selbst wären wir durch diese Seitenstraßen nie im ganzen Leben da hin gefahren. In der Gegend gibt es sowieso kaum Touristen und so ist es sehr authentisch.
In einem ganz einfachen Showroom erzählt man uns vom Sinn der Kooperative und das Handwerk der Textilfärberei. Wir kaufen drei Tischdecken und hätten gerne noch viel mehr mitgenommen. Sie gefallen uns eigentlich fast alle.
Dann geht es einige Querstraßen weiter zu einer weiteren Textilkünstlerin.
Sie hat ein herzerfrischendes Lachen und auch ihr kaufen wir etwas ab. Die Verständigung ist nicht ganz einfach, klappt aber.
Draussen treffen wir auf drei Damen, die scheinbar zu irgendeinem Fest gehen.
Sie haben die traditionelle Tracht an und tanzen sogar kurz für uns. Sogar der Guide macht Photos. Die Mädels sind fröhlich und Lachen viel.
Es geht weiter. Wir fühlen uns sehr wohl und die Begegnung mit den Menschen ist eine nette Erfahrung.
Der nächste Handwerker ist ein Holzschnitzer. Sein zu Hause ist ganz, ganz einfach.
Er selbst wirkt freundlich abgedreht. Er ist ganz sicher ein wenig positiv verrückt.
Er baut hauptsächlich große Kunstwerke, die echt abgefahren sind.
Kleine Sachen hat er ganz wenige. Wir kaufen einen kleinen Fisch und verabschieden uns von dem Künstler.
Dann geht es weiter durch das bunte Leben in einen weiteren Vorort.
David Murathi heißt der wohl schon ganz bekannte Künstler.
Er ist ein super sympathischer Mann mit einem gewinnenden Lachen.
Seine Schnitzereien sehen schon sehr hochwertig aus. Kerstin erkennt einen Klorollenhalter und fragt ihn, ob er Schnitzereien für Leshiba gemacht hätte. Yeees, that was me !
Wir albern herum und kaufen ihm eine schöne Holzfigur ab. Auch hier hätten wir mehr gefunden.
Auf der Weiterfahrt sichtet Kerstin sogar Turacos.
Die Landschaft ist nun von weitläufigen Obstplantagen geprägt, die wir leider gar nicht fotografiert haben.
Unser nächster Halt ist an einer riesigen Ansammlung von Obstständen.
Wir kaufen frische Lychees und ein paar Bananen. Sie schmecken phantastisch.
Unser Guide erklärt uns, dass sich hier die Insassen der Langstreckenbusse versorgen.
Dann fahren wir weiter zu einer Sagoma, einer Heilerin.
Sie hat ihre Praxis in einem Hinterhof. Das Mittagessen kocht in einem Eisentopf, die Kinder spielen und die Hühner laufen zwischen uns herum.
Wir nehmen im Behandlungszimmer Platz und betrachten die etwas unheimlich wirkende Medizin.
Hier mussten auch einige Tiere ihr Leben lassen 😉
Dann kommt die Sagoma und erzählt uns einiges über ihren Beruf. Sie wird von einer spürbaren Aura umgeben und ist sehr selbstbewusst, dabei aber auch offen und freundlich.
Wir verabschieden uns nach Zahlung eines Eintrittsgeldes und fahren zum Lunch in ein modernes Hotel.
Auch hier sind wir die einzigen Weißen. Es gibt gutes Essen vom Buffet.
Eigentlich hatten wir auf einen Besuch des heiligen Lake Funduzi gehofft, die Straße ist derzeit aber wohl leider nicht passierbar. Tom schlägt uns vor, uns Teeplantagen zu zeigen. Auf dem Weg dorthin geraten wir in eine Polizeikontrolle. Kerstin fragt den höflichen Polizisten nach einem Foto. Er ist richtig verlegen und freut sich.
Er fährt etliche Kilometer, bis wir eine Gegend erreichen, die uns stark ans Hochland in Sri Lanka erinnert. Eine echte Augenweide.
Wir verzichten auf die Besichtigung einer Teefabrik und kehren nach Shiluvari zurück. Wir bedanken uns bei Tom, der uns durch einen ganz tollen Tag begleitet hat. Die Besuche beiden Künstlern hatten so gar nichts mit dem Provisions-Geheimsche auf Gruppenreisen zu tun. Wir haben tolle Menschen kennen gelernt und einen interessanten Einblick in den Aufbau der südafrikanischen Gesellschaft bekommen.
In Shiluvari machen wir es uns mit einem G-T auf einer der Liegen am Pool bequem und genießen den letzten Sonnenuntergang auf dieser Reise.
Wir denken an den Reisebericht von Eggitom und dessen zutreffende Beschreibung von Shiluvari. Wir würden hier nicht mehr übernachten und können auch keine Herzen vergeben. Mit besserer Führung wäre die Lodge ein Juwel. Die Lage ist schön, die Anlage auch, aber es müsste dringend renoviert und modernisiert werden. Bis auf die eine Angestellte wirkte das Personal unmotiviert und interessenlos. Echt schade !
Und so packen wir unsere Sachen, essen das essbare Abendessen und es ist nun letztendlich Ok, wieder nach Deutschland zurück zu Reisen.
Teil 4201. Mai 2017
13.11.2016 bis 14.11.2016 Shiluvari nach Polokwane Airport / Heimflug über Joburg nach Frankfurt
Trotz des interessanten Ausfluges sind wir jetzt froh, hier weg zu können. Alleine in der großen Lodge…. Das war nix für uns. Die ca. 100 KM zum Airport nach Polokwane sind auf den leeren und gut ausgebauten Straßen schnell erledigt. Der Airport ist klitzeklein und sehr modern. Wir geben das Auto ab und sichten die Nigerianische Fußball Nationalmannschaft, die am Abend vorher in Polokwane gegen Südafrika verloren hat.
Der Inlandsflug hebt pünktlich ab, der kurze Flug nach Joburg vergeht im Nu. Da wir fast 6 Stunden Umsteigezeit haben, folgen wir dem Forumstipp mit der Bidvest Lounge. Und dieser Tipp ist echt super. Im Preis sind gutes Essen und allerlei Drinks enthalten. Am wichtigsten sind jedoch die bequemen Sessel, die die Wartezeit bequem vergehen lassen.
Der Rückflug mit dem alten A340 ist auch Ok und so geht der Urlaub planmässig mit der Landung in Frankfurt zu Ende ! Eine ganz tolle Afrikareise ist nun auch schon wieder Vergangenheit. Das Fazit unserer Afrikareise Nr. 17 Schreibe ich zeitnah……. Und widme mich dann der Kaalaaahaaari
Teil 4305. Mai 2017
Fazit
Zum Abschluss möchte ich noch ein ganz persönliches Fazit ziehen. Im Laufe der Jahre hat sich unsere Art zu Reisen weiter entwickelt. Wir sind immer mehr Fans der Selbstversorgung geworden. In den Private Game Lodges habe wir interessante Menschen aus aller Welt kennenlernen dürfen und von enthusiastischen Rangern Raubtiere aus nächster Nähe gezeigt bekommen.
Inzwischen sehnen wir uns nach der Ruhe und der nicht von einem festen Zeitplan geprägten Selbstversorgung. Die Rückkehr aus dieser phantastischen Welt fällt uns von Mal zu Mal schwerer. Wir sind gespannt, wie uns die Sache mit dem Bushcamper im September gefallen wird. Es wird bestimmt eine tolle Erfahrung, aber ich glaube, wir sind eher für das Selbstversorgerchalet gemacht. Ich werde berichten. Jetzt eine Zusammenfassung unserer Erfahrungen :
Flug mit South African Airways von Frankfurt nach Joburg.
War OK, aber der A340 kommt so langsam in die Jahre. Wenn South African nicht von Insolvenz bedroht wäre, für uns alternativlos
Inlandsflug mit Airlink von Joburg nach Hoedspruit und zurück von Polokwane nach Joburg
Wir sind inzwischen absolute Inlands-Gabelflug Fans. Erspart Fahrzeit und ermöglicht größere Variationsmöglichkeiten bei der Wahl der Reiserouten. Was uns aber besonders gefällt ist die Tatsache, dass man dann seinen Mietwagen ganz relaxed entgegen nehmen kann und sich nicht direkt nach Landung in einer Großstadt in den Verkehr stürzen muss.
Mietwagen Toyota Fortuner 2x4 Automatik von Budget
Für uns das bisher komfortabelste Fahrzeug auf allen Afrikareisen und für diese Reise das perfekte Gefährt. Fast neu und innen alles vom Feinsten.
Motswari Private Game Lodge / Timbavati
Hier ist der Funke bei uns nicht übergesprungen. Das muss aber nicht unbedingt an der Lodge liegen. Unser Besuch fiel in eine extreme Dürreperiode. Zudem sind wir direkt nach der Landung extrem gestresst von einem Wasserschaden dort angekommen. Das Personal und besonders der Ranger Henry waren super. Das Chalet fanden wir Ok. Insgesamt ist der Funke nicht übergesprungen. Das sollte aber niemanden davon abhalten, seine eigenen Erfahrungen zu machen. Chalets liegen im sehr unterschiedlich guter Lage.
Tamboti / Krüger NP
Für uns ein Ort der Ruhe und Erholung. Auch wenn das toll an einem Trockenfluss und unter Bäumen gelegene Chalet Nr. 40 seine besten Jahre hinter sich hatte (wird gerade renoviert) mögen wir Tamboti sehr. Man sitzt auf einer auf Stelzen gebauten Holzterrasse und ist in mitten der Natur.
Biyamiti / Krüger NP
Kurz zusammengefasst. Biyamiti ist einfach Geil ! Die Unterkunft ist groß und zweckmäßig eingerichtet, aber etwas in die Jahre gekommen. Das macht uns aber gar nichts, denn die Gamedrive-Möglichkeiten mit Biyamiti Weir und privater Straße sind phantastisch. Und während unseres Besuches waren das Wildlife am Wasserloch und die Vogelwelt unglaublich schön.
Lower Sabie Safari Tent / Krüger NP
Lower Sabie ist von den Main Camps im Krüger unser Lieblingscamp. Wir waren glaube ich das vierte Mal dort und würden immer wieder dort hin fahren. Gerade hier ist es wichtig, ein Zelt in schöner Lage am Fluss zu ergattern. Wir hatten das Glück und genossen die Vogel und Tierwelt. Allerdings war der Zustand des Zeltes mit einer undichten Kloschüssel und einem undichtem Zeltdach eigentlich nicht mehr tragbar. Die Zelte werden aber auch hier derzeit grundrenoviert. Gut ausgestatteter Shop und Restaurant mit super River View.
Olifants / Krüger NP
Von der Lage mit Fernsicht hoch über dem Fluss ein Traum. Auch hier sind die View Chalets besonders schön. Ebenfalls gut ausgestatteter Shop und Restaurant. Chalet war sauber und renoviert, aber ohne Charme. Auch hier macht es die Lage aus.
Shimuwini / Krüger NP
Claudi (Jaffles) Nochmal ein ganz dickes Dankeschön für Deine Überzeugungsarbeit. Claudi hat uns fast hierher gezwungen. Und sie weiß, was die Casimodos gerne mögen. Für Vogelliebhaber ein MUSS. Auch hier ein einfach ausgestattetes Haus welches in die Jahre gekommen ist. Aber die Lage in mitten von großen Bäumen, vielen Büschen und schönem Blick über den Stausee ist genial. Shimuwini ist neben Biayamiti nun unser neues Lieblingscamp. Return to Pafuri / Pafuri Camp
Die schwierigste Bewertung von allen. Das Zelt groß, toll eingerichtet, super gepflegt, in toller Lage über dem Fluss mit reichem Tierleben. Tolles Essen, schöner Pool, weitläufige Anlage…… Gamedrives landschaftlich sehr toll, aber mit wenigen Tiersichtungen. Unser Guide hat uns nicht so zugesagt, weil er zu viel gefahren ist und etwa unsensibel war. Aber auch hier kann das mit der Trockenheit zu tun gehabt haben.
Leokwe Camp / Mapungubwe NP
Schön eingerichtete Selbstversorgungschalets mit Wohlfühlfaktor. Eine ganz relaxte Geschichte. Der Mapungubwe NP gefällt uns landschaftlich und von der Vogelwelt her sehr gut. Wer die großen Tiersensationen sucht, ist evtl. enttäuscht.
Mashatu Tented Camp / Northern Tuli Game Reserve Botswana
Wenn wir den Namen Mashatu hören, bekommen wir Gänsehaut. Auch unser zweiter Besuch war eine Sensation. Das Zelt Camp liegt mitten im Busch. Man hat keine Sicht irgendwo hin. Die Zelte sind schön eingerichtet mit Outdoorbad. Das Essen nicht abgehoben aber sehr lecker. Das Personal komplett farbig (gefällt uns gut). Sehr nett und gesund selbstbewusst. Pool mit Schatten. Die Gamedrives sind einfach unglaublich. Die Landschaft sehr abwechslungsreich mit wechselnder Landschaft, Hügeln, Wäldern, Trockenflüssen, Grasflächen, Felsen. Die Ranger Dan und Jakes sind seit ca. 25 Jahren in Mashatu. Diesmal hatten wir Dan. Ein ganz unaufgeregter Riese mit einem unglaublichen Gefühl für die Situation. Mashatu ist für uns das Non Plus Ultra….. und hat nur leider einen sehr hohen Preis !
Leshiba Wilderness / Mwedzi Self Catering House
Leshiba ist ein kleines Paradies hoch oben in einem Bergkessel. Einrichtung, Lage und Personal sind einzigartig. Man kann alleine zwischen Impalas, Giraffen, Nasis Gnus etc. wandern oder geführte Touren machen. Ein ganz besonders schöner Platz mit reicher Vogelwelt. Wundervolle Lodge ! Im Selbstversorgerchalet kann man auch Verpflegung und Grillpakete buchen.
Shiluvari Lakeside Lodge
Weitläufige Anlage mit toller Vegetation in sehr schöner Lage an einem Stausee. Leider ungepflegtes Chalet und bis auf eine Bedienung unmotiviertes Personal. Restaurant ohne Charme. Wir würden hier nicht mehr hin fahren. Tour mit lokalem Guide allerdings ein Highlight. Eigentlich schade…..
So und jetzt kann ich mich dem KTP zuwenden und bedanke mich bei allen Mitlesern und Bedankern !