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Reisebericht · namibia-forum.ch

KAPSTADT, BERGE und ganz viel MEER ....

von bayern schorsch · Selbstfahrer · 24 Teile

Über diesen Reisebericht

Im Oktober verbringen wir 18 Nächte in Südafrika, von Kapstadt bis ins Weinland um Paarl. Vier Nächte lang ist Camps Bay unsere Basis: Wir fahren zum Kap der Guten Hoffnung, sehen die Pinguine am Boulders Beach und Dassies und Strauße auf der Kaphalbinsel. Der Tafelberg wird zur grössten Anstrengung der Reise – statt des angekündigten Pipe Track erwischen wir versehentlich den steileren Kasteelspoort-Weg und brauchen mit Pausen sechseinhalb Stunden bis nach oben.

Weiter geht es ins Landesinnere: In den Cederbergen wohnen wir in einem Chalet direkt am Fluss mit warmem Whirlpool, im Karoo-Nationalpark sehen wir bei den Pirschfahrten nur wenige Tiere, dafür gefällt uns der Bird-Hide gut. Über den Swartbergpass erreichen wir die Küste zurück, übernachten in Tsitsikamma direkt an der Mündung des Storms River, machen in Plettenberg Bay eine Township-Tour, wandern in Wilderness zu einem Wasserfall und übernachten in den Dünen des De Hoop Nature Reserve, wo wir die ersten Wale sehen und vor der Tür eine Boomslang.

Den Abschluss bildet De Kelders: Von der Klippe und sogar von der Terrasse aus sehen wir die Wale springen, bei einer Bootstour begegnen wir einer Walkuh mit ihrem Kalb. Über Hermanus und Franschhoek geht es ins Weinanbaugebiet nach Paarl, wo Luxus und Fine Dining den Urlaub abrunden. Was uns am meisten bleibt: die Kombination aus Bergen und Meer, die es in dieser Form bei uns zu Hause nicht gibt.

Diese Zusammenfassung wurde automatisch erstellt und vom Autor freigegeben.

Teil 126. Okt. 2016

Grüss Euch zusammen,

lange nichts mehr gehört, lange nichts mehr geschrieben, der bayern schorsch hat sich die letzte Zeit ziemlich rar gemacht 🙁

Nicht, dass er forumsfaul wäre oder keine Lust zum Schreiben hätte, aber es fehlt halt einfach hinten und vorne an der Zeit. Das soll nun anders werden, einen Reisebericht hab ich vielen Leuten fest versprochen, und die in der Tat tollen Tipps haben wir teilweise umsetzen können und so meine ich, dass es das Mindeste ist, mit einem Reisebericht wenigstens ein klein bisschen was "zurückzugeben".

Wobei alle Reiseberichtschreiber natürlich sehr wohl wissen, dass man die Berichte nicht ganz uneigennützig schreibt - kann man doch die eigene Reise nochmals "erleben" und "nachfahren".

Vorweg: ein Tagebuch habe ich nicht geschrieben, denn im Urlaub hat (zumindest der bayern schorsch) für so was keine Zeit. Nun werde ich eben versuchen, rein aus dem Gedächtnis heraus unsere Reise zu beschreiben, viele Fotos und gesammelt Belege dienen zur Erinnerung und als Gedächtnisstütze.

Den Bericht werde ich "sonnen", d.h. alle, die nur und ausschließlich den Reisebericht ohne Kommentare lesen wollen, klicken auf die Sonne rechts oben.

Das Wichtigste aber vorweg: wir sind nach knapp drei Wochen wieder gesund zu Hause angekommen 🙂 , alles war sehr "safe" 🙂 und es gab nicht eine einzige Situtation, in der wir uns sicherheitstechnisch unwohl gefühlt hätten. Die vielen Eindrücke auf unserer Reise waren genial, und wir haben nicht nur ein mal festgestellt, was wir für ein Glück haben, solch schöne Reisen unternehmen zu dürfen.

Ein paar der Fomis kennen uns, die meisten Fomis kennen uns nicht, daher zum Auftakt ein Bild von uns, damit Ihr wisst, mit wem Ihr es zu tun habt:

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So, der Anfang ist gemacht. Ich werde versuchen, den Bericht möglichst "flott" durchzuziehen. Mal schauen, ob überhaupt Interesse besteht, denn die Flut an erstklassigen Berichten hier im Forum ist enorm, und bei Kapstadt und Umgebung kann man logischerweise nicht mit Eli´s und Löwen aufwarten.

Aber - ein paar Überraschungen haben wir parat, ein paar neue Dinge haben wir entdeckt. Mal schauen, ob der Eine oder Andere etwas für sich "mitnehmen" kann.

Bis dann,
der bayern schorsch

Teil 226. Okt. 2016

Unglaublich früh haben wir unsere Flüge gebucht, nämlich sage und schreibe Ende Oktober 2015, also 11 Monate im Vorhinein. Schon ein Wahnsinn, wenn man sich so zeitig um die Planung kümmern muss, aber so isses halt. Geflogen sind wir mit der South African Airways und froh ist man, wenn man diesen Ausblick hat:

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Der Flug verlief völlig unproblematisch, in Johannesburg mussten wir den Anschlussflug nach Capetown erreichen, alles absolut easy. Abflug war abends ab München, das Essen an Bord völlig ausreichend, und nach ein paar Bierchen und einer Schlaftablette sind wir am nächsten Morgen gegen 8.00 Uhr in Johannesburg gelandet, die zwei Stunden Aufenthalt in Joburg waren lange genug, um die Anschlussmaschine nach Kapstadt gemütlich zu erreichen. Um 10.00 Uhr gings weiter, und kurz nach 12.00 Uhr waren wir am Ziel.

Sitzplatzreservierung: haben wir diesmal nicht gemacht, nachdem die SAA nun immerhin 100 USD für hin und zurück für 2 Personen verlangt. Also haben wir den Vorabend-Check in gemacht und in einer Mittelreihe zwei Sitze nebeneinander "ergattert". Glück war, dass meine Nachbarin eine nicht nur sehr nette, sondern auch schlanke junge Dame war, von daher gab es kein Platzproblem. 😉
Die Maschine war voll, so dass es keine Ausweichmöglichkeit gab. Beim Rückflug hingegen war die Maschine nur zu 80-90 % belegt, so dass es kein Problem war, am Vorabend Check in in den Zweierreihen am Fenster einen schönen Platz zu bekommen. Also: 100 Dollar gespart und trotzdem ordentliche Plätze gehabt.

Machen wir weiter beim Auto: einen RENAULT DUSTER haben wir gemietet, wer sich erinnern kann, ich hab wegen dem Duster schon mal hier im Forum nachgefragt, und zwar nicht für diese Reise sondern für nächstes Jahr in Namibia. Die Meinungen der Spezialisten waren ja sehr geteilt und mit der Erfahrung aus dem jetzigen Kapstadt-Urlaub kann ich sagen, dass dieser Duster in der Tat eine Blechkiste ist. 😈 Nicht mehr, nicht weniger. Man kommt damit von A nach B, das war´s dann aber schon. Eines der schlechtesten Leihautos, das wir je gehabt haben. Die Folge ist, dass wir nun überlegen, ob wir mit dieser Blechkiste in Namibia zu Rande kommen. Zwar haben wir dort einen Duster mit Allradantrieb, ich glaube aber eher, dass wir nicht zurecht kommen würden und darum werden wir demnächst nach einem anderen Auto Ausschau halten. (wahrscheinlich ...)

Dafür ging die Übergabe sehr flott, schließlich haben wir auch in diesem Punkt ein klein wenig Erfahrung: während Schorschine auf´s Gepäck wartet, marschiert der bayern schorsch schon mal zu Thrifty. So hat man meist das Glück, vor der anderen am Autoschalter zu sein. Aber wie gesagt, hat alles gut geklappt und ich schätze mal, dass wir so gegen 14.00 Uhr mit unserer Kiste "on road" waren, um bereits um 15.00 Uhr in unserer ersten Unterkunft hier in Capetown einzuchecken.

Bevor ich von unserer Unterkunft berichte und was wir in Capetown alles so getrieben haben, hier unsere Route, die ich dann im nächsten post genauer vorstelle:


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Bis dann
der bayern schorsch

Teil 326. Okt. 2016

Hallo zusammen,

hier nun unsere Unterkünfte unserer SA-Tour:

4 Nä in Camps Bay/Kapstadt www.atlanticgold.co.za (Sapphire-room)
2 Nä in www.mountceder.co.za (eine Nacht Puntje, eine Nacht Klipbokkop)
2 Nä Karoo Nationalpark www.sanparks.org/parks/karoo
2 Nä Tsitsikamma Storms River honeymooner chaelet www.sanparks.org/parks/garden_route/camps/storms_river
2 Nä Plettenberg Bay http://www.tamodi.co.za/ honeymoon suite
2 Nä Wilderness http://onthebeachwilderness.co.za/
1 Na De Hoop Collection http://www.dehoopcollection.com/ (Opstal Vlei Suite)
2 Nä De Kelders http://www.clifflodge.co.za/ (West-Room)
1 Na Paarl www.granderoche.com

Jetzt hoffe ich, dass ich das mit dem "verlinken" richtig hingebracht habe.

Der Anfang ist geschaftt, morgen geht´s dann weiter mit unseren ersten Erlebnissen rund um Kapstadt.

Bis dann,
der bayern schorsch

Teil 428. Okt. 2016

Tag 1 Kapstadt mit der Waterfront, nur mal kurz reingeschnuppert:

Jetzt sind wir also tatsächlich in Kapstadt. Das muss man sich mal vorstellen - Tags zuvor um die gleiche Zeit, also rund 3 Uhr nachmittags waren wir noch zu Hause und haben die letzten Vorbereitungen für unseren Flug getroffen. Und nun, 24 Stunden später, sitzen wir in unserem Renault Duster und steuern zu unserer ersten Unterkunft, dem "Atlantic-Gold" Guesthouse in Campsbay.

Für Campsbay haben wir uns entschieden, weil uns zum Einen die Unterkunft internettechnisch zugesagt hat, der Preis gestimmt hat und von unserer Forumsfreundin Annick der Ortsteil Camps Bay als das "St. Tropez" 😮 empfohlen wurde. Andere, auch hier im Forum empfohlene Unterkünfte, wie z.B. das Azamare, das Lezard Bleu oder das Boutique@10 waren bereits ausgebucht bzw. es waren die Zimmer, die uns gefallen hätten, nicht mehr frei. Also mal schauen, was das "Atlantic Gold" so hergibt und ob es das hält, was die homepage verspricht.

Knapp eine Stunde brauchen wir vom Flughafen bis zu unserem Gästehaus in der Theresa Avenue, ganz oben in Camps Bay mit einem überragendem Blick auf die Weiten des Meeres. Und so präsentiert sich uns der erste Eindruck und der unglaublich schöne Blick aus unserem Saphire-Room:

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Man muss wissen, dass das Gästehaus Atlantic Gold kein Frühstück anbietet. Dafür hat man im Zimmer die Möglichkeit des "light self caterings". Will heißen, es ist alles da, was man zum Frühstück zubereiten braucht und so machen wir uns nachmittags als Erstes gleich mal auf in die Stadt, um den Basiseinkauf vorzunehmen. In Camps Bay, so wurde uns vom Besitzer Gerald gesagt, gibt´s keinen Alkohol zu kaufen, also geht´s ab nach Capetown, dort wo der Bär brummt. Und der brummt in der Tat.
Was soll ich erzählen? Alle, die schon mal in Capetown waren wissen, wovon ich spreche. Multikulti, Restaurants, Menschen über Menschen, Straßenmusikanten, Verkäufer - all das haben wir geballt an der Waterfront vorgefunden. Dort wollten wir unbedingt hin, es gehört zu einem "must do" auf der Aktivitätenliste. Seht selbst:


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Geparkt haben wir in der Tiefgarage von Pickn Pay, nachdem wir zunächst erfolglos versucht haben, irgendwo in einer Nebenstrasse zu parken. War von uns eine dumme Fahrerei und die Sucherei hätten wir uns sparen können, denn bei Pickn Pay bekommt man sogar die Parkgebühren erstattet, wenn man dort einkauft. Und man hat hier mit dem Pickn Pay einen sehr zentralen Parkplatz. In Gehweite ist die Waterfront, hier könnte man sich stundenlang rumtreiben, ohne dass es langweilig wird. Wobei ich schon zugeben muss, dass man uns mittlerweile die Müdigkeit wohl angesehen hat. Der Nachtflug, die ersten Eindrücke von Kapstadt, der Einkauf bei Pickn Pay, der zwar immer großen Spaß bringt, aber auch müde macht, und schön langsam sind wir der Meinung, dass wir uns ein Dinner verdient haben.

Zu Hause alles genau eruiert, wo man an der Waterfront schön essen kann, stellen wir fest, dass wir unseren selbst geschriebenen Gourmet - Reiseführer in Camps Bay im Zimmer liegen haben. Hmmm... 🙁 Das von etlichen Fomis empfohlene "Den Anker" ist uns nicht mehr eingefallen, wie gut, dass uns dann wenigstens das quay.4 über den Weg gelaufen ist.

Nichts spektakuläres, aber eine schöne Lage direkt am Wasser, laut und schrill, die Hölle los mit unglaublich vielen Menschen, das Lokal absolut fully booked, wir bekommen aber trotzdem einen schönen table und lassen uns eine Meeresfrüchteplatte und die ersten Oystern schmecken.


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Dann spazieren wir später noch gemütlich über die Waterfront bis uns die Müdigkeit letztendlich packt und wir ganz schnell schauen, dass wir "nach Hause" ins Atlantic Gold kommen, dort wartet ein wunderbares Kuschelbett auf uns. 😘

Teil 529. Okt. 2016

Tag 2 Kapstadt - wir fahren zum Cape of good Hope:

Wir haben hervorragend geschlafen, die Kuschelbetten sind so richtig kuschelig und bequem, genau das richtige für uns. Das Frühstück ist schnell gemacht (ist immer des Schorschens Angelegenheit) und schade, dass wir im Zimmer frühstücken müssen, denn der Wind draußen auf der Terrasse würde uns wahrscheinlich das Spiegelei vom Brot blasen.

Übrigens hat uns der Besitzer des Gästehauses erzählt, wer noch so alles hier im Hause wohnt. Neben uns ein paar Leute aus Nigeria, unter uns zwei holländische Männlein, nochmal unter uns ein IT´ler aus Saudi-Arabien, der hier in Flitterwochen unterwegs ist. Einmal sind uns die Flitterwöchler über den Weg gelaufen, er salopp und lässig mit Flip-Flops, Short´s und T-Shirt, sie in Burka. Eine für uns etwas schwierige Vorstellung, aber das wollen wir jetzt nicht weiter kommentieren.

Von Gerald haben wir einen guten Tipp für´s Mittagessen bekommen, den wir heute in die Tat umsetzen wollen. Es geht an´s Kap der guten Hoffnung, auch eines unserer "must do´s" , die wir unbedingt machen wollten, und schon kurz nach dem zeitigem Frühstück sind wir "on tour".

Als Allererstes schauen wir uns das kleine Dörfchen Llandudno an. Ein toller Strand, und wir sehen , dass die ersten Surfer bereits unterwegs sind. Hier im Vordergrund nochmal unser Renault Duster, sieht eigentlich gar nicht sooooo schlecht aus 🤩 , im Hintergrund der Strand von Llandudno:


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Weiter gehts nach Hout Bay, wo wir über den Markt schlendern und schon überlegen, evtl. die ersten Mitbringsel für zu Hause einzukaufen. Das lassen wir aber bleiben, wir müssten ja sonst das Zeugs den ganzen Urlaub über mitschleppen. Die Restaurants auf der anderen Seite des Hafens haben wir uns auch angeschaut. Viele nette kleine Buden und Lokale, nur ist´s zum Mittagessen viel zu früh.


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Von Hout Bay ging's dann weiter Richtung Süden, über den Chapman´s Peak Drive, der vielgepriesenen und hochgelobten Panoramastraße, von vielen Reisenden als atemberaubend schön beschrieben. In der Tat, die Straße hat schon was Besonderes: 10 km lang, 150 Meter über dem Meer und 400 oder 500 Meter unter den Berggipfeln schlängelt sich diese Küstenstraße dicht am Felsen und direkt am Abgrund entlang. Unbedingt sehenswert, aber den Schorsch aus Bayern haut´s deswegen nicht um. Vielleicht war einfach die Erwartungshaltung zu hoch und wir haben uns Wunder was vorgestellt. Im ersten Moment waren wir fast ein klein wenig enttäuscht, aber trotzdem würden wir sagen, der Drive ist unbedingt empfehlenswert. Hier ein paar Bilder:


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Nach dem Chapman´s Peak Drive geht´s durch herrliche Landschaften über Kommetjie und Scarborough, das ist etwas abseits der normalen Touristenroute, zur "Cape Point Ostrich Farm" an der M65. Hier machen wir eine kurze Kaffeepause, schauen uns die Farm und den dazugehörigen Shop an und über die M4 sind wir bald unten am Kap der guten Hoffnung.


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Immer wieder wundern wir uns, wie schön hier alles blüht. Wie toll muss das erst im Namaqualand sein, wenn im August oder September die Blütezeit herrscht. Jetzt, also Anfang Oktober, und hier auf der Kaphalbinsel ist das sicher nur ein Bruchteil der Schönheit, die man mit etwas Glück und zur rechten Zeit im Namaqualand erleben könnte. Hier ein paar Beispiele:


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Und dann sind wir da - das Cape of good Hope, weltbekannt und ein schon fast mystischer Ort, obwohl es nicht der südlichste Punkt Afrikas ist. Wir sind sehr zeitig hier und haben den Vorteil, dass die Bustouristen noch nicht da sind. So können wir in Ruhe unser obligatorisches Foto am Kap machen und in aller Ruhe die Umgebung erkunden:


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Vom Cape of good Hope fahren wir dann die kurze Strecke rüber zum Cape Point und besuchen dort das Lighthouse. Wir gehen natürlich zu Fuß nach oben, für Fußkranke aber gibt´s sogar eine Zahnradbahn, alles sehr touristisch.


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Und unten an der "Tal-" Station finden wir auch gleich den Restaurant-Tipp von unserem Gästehausbetreiber. Das "Two Oceans Restaurant", ein von außen absolut durchschnittlich und typisch aussehendes Großlokal, eigentlich gar nicht das, was wir uns vorstellen. Gemütlichkeit sieht anders aus und trotzdem schauen wir uns die Sache näher an. Und siehe da, was von außen eher einer Touristenfalle gleicht, entpuppt sich innen als wirklich tolles Restaurant.
Noch schöner ist es draußen auf der Terrasse, mit einem grandiosen Blick auf die Buffels Bay und wir lassen uns ein feines Flascherl Ceder Rose und zwei Portionen Calamari bringen. Ein perfektes Lunch, das passt hervorragend und wir lassen´s uns so richtig gut schmecken. Das Restaurant ist ein guter Tipp gewesen, hier würden wir sofort wieder einen Stop einlegen.


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Dieser kleine Piepmatz mit seinen orange-dunkelroten Federn hat´s auf unsere Calamari abgesehen:

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So geht das bei uns - die Zeit vergeht im Flug, weil wir erstens immer alles in aller Gemütsruhe anschauen und zweitens, weil wir´s uns einfach gut gehen lassen. Wir genießen ALLES, was uns auch dieser Tag wieder schenkt. Das Mittagessen war klasse, wir genießen die Landschaft und freuen uns über die paar Tiere, die uns über den Weg laufen.


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Strauße, Affen, Dassies, Vögel - das ist schon alles eine feine Sache. Und dabei warten ja noch die Highlights, nämlich die Pinguine am Boulders-Beach.


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Hier kommen mal zwei besondere Prachtexemplare:

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Uns hat´s dort sehr gut gefallen. Es ist zwar immer mal zu lesen, dass die Pinguinkolonie am Boulders Beach sehr überlaufen sei, aber der Ansturm dort hat sich in Grenzen gehalten. Klar waren etliche Leute dort, aber alles war überschaubar und es ging gesittet zu.

Vom Boulders Beach geht´s zurück Richtung Campsbay, aber vorher machen wir noch einen Abstecher zu den Strandhäusern in Muizenberg. Erst jetzt, beim Nachlesen im Reiseführer weiß ich, dass eigentlich nicht Muizenberg, sondern eher St. James die Hochburg der Bunthäuser wäre, aber uns hat auch Muizenberg gut gefallen. Vor allen Dingen auch der Strand, der hatte es wirklich in sich:


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Am frühen Abend sind wir dann wieder zu Hause in unserem Atlantic Gold Guesthouse. Puh, war das ein toller Tag, so viele Eindrücke, wir können alles gar nicht auf einmal verarbeiten. Immerhin sind wir heute um die 150 km hin und zurück zum Kap gefahren, da haben wir uns den Sundowner auf unserer Dachterrasse redlich verdient:


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Für den Abend steht ein kulinarischer Leckerbissen auf dem Programm: Gerald hat uns einen Tisch im "Codfather" in Camps Bay reserviert. Wir fahren mit unserem Auto runter ins Dorf, denn zu Fuß wäre es viel zu weit. Das ist sicherlich ein Nachteil unseres Gästehauses. Sehr weit ab vom Geschehen, dafür aber entsprechend ruhig.

Das Codfather war für uns einer der essenstechnischen Höhepunkte in diesem Urlaub. Man wählt an der Theke Fisch, Calamari, Lobster, Gambas und dergl. nach Gutdünken aus, die Ware wird gewogen und dann nach Wunsch zubereitet. Unser Essen war sehr gut, man bezahlt hier aber auch seinen Preis. Zu verlockend ist das Angebot an der Theke, und da lässt man schnell noch die eine oder andere Garnele auf die Waage legen. Am Schluss haben wir 1.400 Rand gelöhnt, also rund 90,-- Euro, wir haben aber einen tollen und feuchtfröhlichen Abend erlebt. Fast ein klein wenig zu feuchtfröhlich für Schorschine, die am nächsten Tag bei der Besteigung des Tafelberg´s anfängliche Konditionsprobleme hatte. Dazu aber morgen mehr.


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Teil 630. Okt. 2016

Tag 3: Wanderung auf den Tafelberg, ein besonderes Erlebnis in jeglicher Hinsicht!

Ja, so loben wir uns das. Perfektes Wetter, nahezu windstill, kein Vergleich zu gestern, als wir zwar auch ganz viel Sonne hatten, aber auch sehr viel Wind. Heute passt das wunderbar, wir werden eine Wanderung auf den Tafelberg unternehmen. Wir können heute auch draußen frühstücken. Das gefällt uns deutlich besser als im Zimmer, allein schon wegen der Bestuhlung.

Ganz nach dem Motto: mit der Cableway kann ja jeder hochfahren, haben wir uns schon zu Hause fest vorgenommen - wir gehen dieses "grad mal 1.086 m hohe Bergerl" zu Fuß hoch. Wär ja gelacht, wenn wir das nicht schaffen sollten.

Also wurde zu Hause bereits alles nachgelesen, hier im Forum gefragt, Tipps und Ratschläge sondiert und in unserem Reiseführer von Iwanowski ist zu lesen: Pipe Track, der 7 km lange Wanderweg mit Start in Camps Bay an der Theresea Avenue sei der am wenigsten anstrengende, Dauer 3 Stunden.
Na, das hört sich doch gut an, noch dazu, wo der Einstieg zum Wanderweg grad mal 200 Meter von unserem Gästehaus entfernt liegt. Schon 5 Minuten später stehen wir dann an dieser Tafel und wir wissen, jawohl, hier sind wir richtig.


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Also wandern wir los, durch blühende Landschaften, immer schön den Weg entlang, man kann sich eigentlich nicht verlaufen. Aber - wenn man glaubt, die Wege wären hier ähnlich beschrieben und gekennzeichnet wie bei uns in den Alpen, der sieht sich spätestens nach einer Stunde arg getäuscht. Wir erfahren von 2 Kapstädterinnen, die uns auf ihrem morgendlichen Spaziergang entgegenkommen: "hier seid ihr falsch 😈 - ihr müsst nochmal ein Stückerl zurück und dann geht´s da rechts ab nach oben".
Aha - zum Glück sind die beiden Damen den Weg mit uns zurückgegangen, denn allein hätten wir den Abzweig nicht gefunden.

Und dann sind wir gelaufen, gelaufen und gelaufen. Nach drei Stunden (da hätten wir ja schon oben sein sollen), hatten wir gefühlt grad mal die Hälfte des Berges geschafft, und Schorschine, die abends zuvor doch erheblich vom guten Wein und der guten Stimmung im Codfather angetan war, war nun gar nicht mehr so erbaut von der Idee, den Tafelberg zu Fuß zu erklimmen.


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Wenn man nämlich glaubt, dass das eine normale Wanderung wäre, dem können wir sagen, dass das hier für uns eine der schwersten Besteigungen der letzten Jahre war. Zwar extrem schön, aber unglaublich anstrengend. Von wegen Pipe Track, und von wegen drei Stunden. Es ging ständig nach oben, teilweise über ausgesetzte Positionen, über Leitern, wenn´s gar nicht mehr anders ging, und nur manchmal hatten wir Wege, die mühelos zu bewältigen waren.
Hier ein paar Bilder zu unserer Wanderung:


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Wir haben dann am Abend nachgelesen und dann ist uns ein Lichtlein aufgegangen: nicht den Pipe-Track sind wir gelaufen, sondern den Kasteelspoort/Valley of the red Gods. Und über diese Strecke ist zu lesen: ... dieser Trail ist bei den Wanderfreunden der beliebteste, aber auch deutlich schwieriger, länger und anstrengender als der Pipe-Track.

Na toll - so haben wir uns das nicht vorgestellt, aber nach sage und schreibe 6 1/2 Stunden (incl. Verschnaufpausen) sind wir dann endlich oben angelangt. Was uns dann dort erwartet hat, hat uns nicht gefallen. So viele Leute, es wuselte regelrecht und spätestens da wussten wir, dass wir die richtige Entscheidung getroffen hatten, den Berg zu Fuß hochzulaufen. Auch im Nachhinein würden wir den Weg wieder so wählen, denn die herrliche Natur hat uns mehr als belohnt für die Strapazen, die wir auf uns genommen haben. Und beim nächsten Mal bekommt die Schorschine am Vorabend ausschließlich Wasser zu trinken!

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Von der Plattform bei der Seilbahn konnten wir dann noch schöne Bilder von Capetown mit dem neuen Stadion und der Waterfront machen, bevor es dann mit der Cableway wieder runterging.


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Unten an der Bahnstation bestellten wir uns ein Taxi, das uns für wenige Rand zurück nach Camps Bay brachte. Dort angekommen haben wir mit unserem Gästehaus eine kleine Enttäuschung erleben müssen. Die Poolanlage im Untergeschoß mit großen Flügeltüren raus auf eine kleine Terrasse war leider geschlossen, der Pool war zwar voll, aber weder der Pool selbst, noch der Whirlpool noch die Liegen waren hergerichtet, man konnte sehen, dass hier wahrscheinlich monatelang nichts mehr gemacht wurde.

Wir empfinden das schon eigenartig, denn schließlich wirbt das Atlantic Gold mit einem Pool, hat auch auf der homepage tolle Bilder vom Pool und dann kann man das gesamte Spa hier nicht nützen. Natürlich haben wir Gerald gefragt, was da los ist, die Antwort war unbefriedend denn er meinte, er könne das mit der vom Haus eingeschlagenen "grünen Welle" nicht vereinbaren, jetzt im Oktober einen Pool zu unterhalten, den eh niemand nützen würde, weil´s zu kalt sei.

Egal, wir haben das nicht für gut befunden und haben uns aber deshalb die Laune nicht verderben lassen . Die Badesachen eingepackt, dazu ein paar Handtücher sind wir runter an den Strand von Camps Bay. Dort hat´s uns sehr sehr gut gefallen, mitten bei den Einheimischen, eine gute Stimmung, viele Leute, und das Meer mit den meterhohen Wellen war schon die Schau. Selbstverständlich sind wir rein ins Wasser (ich schätze um die 18 Grad), wobei bei den hohen Wellen an Schwimmen nicht zu denken war. Bereits die erste Welle hat uns von Kopf bis Fuss nass gemacht, wir konnten uns nicht mal auf den Beinen halten, zu stark war die Brandung. Aber das macht Spaß, sich im wahrsten Sinne des Wortes in die Wellen zu schmeißen. Man wird da wieder richtig kindisch und uns hat´s saugut gefallen!


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Der Ärger über den Pool war spätestens unten am Strand bei der ersten Welle vergessen, und nach einer Stunde Spaß sind wir wieder zurück in unser Gästehaus gefahren, wir haben schließlich heute noch verschiedene Punkte abzuarbeiten. 😉

Schnell "frisch" gemacht, sind wir die paar Kilometer zum "Twelve Apostels Hotel" zum sundowner gefahren. Eine absolut krasse Sache ist das dort, schon allein die Einfahrt von der M6 weg durch die kleine Unterführung und dann der livrierte Diener, der zur Begrüßung an der Eingangspforte stand - wirklich krass. Und dann die Terrasse mit einem sensationellen Blick. Sehr schön war das, und zu unserer Überraschung war der Gin-Tonic mit 54 Rand (3,50 Euro), perfekt inszeniert in perfekt gestylten Gläsern mit entsprechender Süßigkeitenbegleitung ein Schnäppchen. Und der Sonnenuntergang an dieser Stelle war was ganz was einmaliges:


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Was wäre aber ein sundowner, wenn man sich nicht während des sundowners schon auf´s Dinner freuen könnte. Gerald hat uns für heute abend einen Tisch im "Paranga" reserviert, am Nachmittag bin ich, als wir unten am Strand waren, noch kurz zum Tischeeinteiler reingesprungen und hab ihm gesagt, welchen Tisch wir gerne hätten. Und den haben wir dann auch bekommen.
Etwas erhöht, mit Blick über die Leute, mit Blick zum Strand und zur Straße, und gegessen haben wir im Paranga außerordentlich gut.

Tempura Prawns, Baby-Kingklip, Grilled Kalamari und dazu die entsprechende Weinbegleitung, 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 das Alles für 933 Rand, also rund 60 Euro, da gibt´s nichts zu meckern. Ein schlechtes Gewissen hatten wir ob der Fülle der Mahlzeiten nicht, schließlich haben wir heute eine anstrengende Wanderung gemacht.
Leider haben wir nur ein Bild von den Tempura Prawns gemacht, und irgendwie haben wir auch vergessen, die Stimmung bildtechnisch einzufangen, aber wir können das Parange wärmstens empfehlen.

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So geht auch dieser Tag zu Ende, zum Glück wartet ein feines Kuschelbett auf uns, denn die Bergsteigerei steckte uns am Abend dann doch ganz schön in den Knochen.

Teil 731. Okt. 2016

Tag 4, wir entdecken Kapstadt mit dem Bus

Heute machen wir eine Busrundreise. Aber keine "normale", sondern wir steigen ein in die "Hop-on-Hop-off-Tour", und das ist schon eine recht spezielle Sache. Mit einem tollen Ausblick vom Oberdeck des Busses, strategisch ausgewählten Haltestellen und interessanten Begleitkommentaren über Kopfhörer wird diese Tour im Doppeldeckerbus zur idealen Art, die Vielzahl der Sehenswürdigkeiten in Kapstadt zu besuchen. Die "Hop-on-Hop-off-Tour" ist wohl eine der beliebtesten Varianten, Kapstadt auf bequeme und einfache Art und Weise zu erkunden.


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Gut gefallen hat uns die Möglichkeit, über Ohrenstöpsel zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten Kommentare in deutscher Sprache zu hören. Das war super, gehört aber heutzutage in den Großstädten dieser Welt wohl zu den Standards bei solchen Rundfahrten.

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Wir haben uns ein Ein-Tages-Ticket gekauft, für mehr war leider keine Zeit, denn beim Zwei-Tages-Ticket wäre noch eine Weintour und eine Sonnenuntergangstour enthalten. Und so steigen wir heute morgen in den ersten Bus um Punkt 9:00 Uhr in Camps Bay ein. Natürlich gehen wir hoch zum Oberdeck, alle Plätze sind noch frei, und das Wetter zeigt sich auch heute wieder von seiner besten Seite - Sonnenschein pur.

Hier kommen zwei Bilder von Fassadenkletterer in Kapstadt. Ein Wahnsinn, in welcher Höhe diese Leute ihre Arbeit tun müssen:

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Mit dem Ticket kann man sowohl die rote als auch die blaue Tour fahren, und so sieht unsere "rote" Tour aus:
Start in Camps Bay, dann weiter zum President Hotel, St.John´s Road, Winchester Mansions Hotel, Green Point, V&A Waterfront, The Clocktower und zur Long Street. Dort steigen wir um auf die "blaue" Tour, die uns über das Mount Nelson Hotel und Kirstenbosch wieder bis nach Camps Bay zurückbringt.

Nach der "Hop-on-Hop-Off-Tour" fahren wir mit dem Auto von Camps Bay rein in die Stadt zur Long Street, Schorschine möchte shoppen und noch ein bisschen mehr von der Stadt sehen als nur die Waterfront am ersten Abend. Ein Parkplatz ist schnell gefunden, eine Politesse fotografiert das Autokennzeichen, fragt uns, wie lange wir in etwa bleiben und kassiert ein paar Rand. Nachzahlen kann man problemlos, wir geben mal 2 Stunden als Zeitfenster an.

In der über 300 Jahre alten Long Street, mit ihren teilweise wunderschön restaurierten viktorianischen Häusern befinden sich viele Trödel- und Antiquitätenläden. Hier gäb´s von Ramsch bis hin zu exquisiten und wirklich teuren Accessoires alles zu kaufen, was man sich vorstellen kann. Den verschiedenen Geschmacksrichtungen sind hier keine Grenzen gesetzt.
Hier ein paar Impressionen von der Long Street:

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Aber wie immer - schön langsam wär jetzt eine Kleinigkeit zum Essen recht. Irgendwo haben wir mal was von "Mama Afrika" gehört, per Zufall (es war nicht geplant), stehen wir vor diesem Prachtbau:

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Keine Frage, das kommt uns ja wie gerufen und da wird auch nicht lange überlegt - mal schauen, was dort alles so geboten ist. Die Inneneinrichtungen ist nett, die Bilder an der Wand lustig und der Salat ( mit Biltong) schmeckt hervorragend. Sehr interessant war die Speisenkarte von 1995. Dass diese Preise heute nicht mehr "valid" sind, war uns klar. Eine nette Idee, so eine alte Karten an die Wand zu hängen.


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Während des Essens fragen wir uns, was wir wohl am Abend machen sollen. Zur Auswahl stehen zwei Varianten:
1: wir schauen jetzt anschließend noch im Mount Nelson Hotel vorbei, wo wir zwar keine Reservierung haben aber wissen, dass ab 15.00 Uhr tea-time ist, oder
2. wir rufen im La Colombe in Kirstenbosch an und fragen, ob sie zufälligerweise für 2 bayerische Touristen noch einen Platz frei haben.

Gesagt, getan, aber mit dem La Colombe haben wir Pech gehabt. Das Restaurant, so wurde uns freundlich erklärt, ist täglich bis Ende November fully booked. War ja eigentlich klar, aber versuchen kann man´s ja.
Und ich würde mal sagen, das ist wieder "typisch wir". Bilden uns doch tatsächlich ein, im La Colombe mit der last-minute-Chance einen Tisch zubekommen. Aber so ist uns die Entscheidung abgenommen, die nächste Station ist das Mount Nelson Hotel zum "Fünf Uhr Tee", mal schauen, ob wir dort einen Platz bekommen.

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Also wir machen das immer so: in so schicken und teuren Hotels und Plätzen dieser Welt tun wir einfach so, als gehörten wir hier hin und sind sozusagen Stammgäste. Also fahren wir durch die Schranke, ein paar Worte small talk, und schon stehen wir auf dem Parkplatz des Mount Nelson Hotels. Hier erinnert uns das Gebäude mit dem dezent rosafarbenen Anstrich sehr an das Belmond Reid´s Palace Hotel auf Madeira, wo wir vor zwei Jahren für ein paar Tage untergebracht waren. Das ganze Ambiente und Aufmachung ist ziemlich identisch, nur der Ort ein anderer.

An der Rezeption lassen wir uns die Reservierungsdame des 5 o´clock tea-time Spektakels holen und erklären, dass wir zwar reservieren wollten, aber irgendwie die Sache mit der Reservierung nicht geklappt hat (problems with the internet) .
Die freundliche Dame nimmt uns das ab und siehe da - im Garten hat man für uns einen schönen Tisch, und dann erwartet uns ein Highlight der Extraklasse.
Hier im Forum (unter anderem auch von Chef Chrigu) wurde uns die Tea-Party im Mount Nelson als "MUST DO" ans Herz gelegt, und wir haben es nicht bereut, hier her zu kommen.

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Wir waren danach derart pappsatt, wie wir das schon lange nicht mehr waren. Dachten wir noch, es gibt hier zum Tee "nur" das Kuchenbuffet, so wurden uns noch Canapes mit Lachs, Garnelen und anderen Leckereien präsentiert, das war schon alles sehr abgefahren.

Den Abend haben wir dann ganz locker ausklingen lassen. In der Abenddämmerung noch eine kleine Abkühlung im Meer, wo sich uns der Strand von Camps Bay und das Wasser wieder mehr als einladend präsentiert haben, und dann sind wir noch ein bisschen durch die Straßen geschlendert .

Ein Dinner haben wir an diesem Tag beim besten Willen nicht mehr geschafft, zu üppig war das Angebot im Mount Nelson Hotel. Das muss man unbedingt erlebt haben und wir würden dort immer wieder vorbeikommen.

Teil 801. Nov. 2016

So schnell geht das, vier Nächte sind wir hier in Camps Bay gewesen, unsere Reise geht weiter und so bleibt noch ein kurzes Fazit zu Kapstadt und zu unserer Unterkunft:

Kapstadt: dachte ich noch vor Beginn unserer Reise, dass vier Nächte doch schon mal eine Ansage wären, muss ich mit der jetzigen Erfahrung sagen, dass 4 Nächte Kapstadt "gar nix" sind. Die Zeit vergeht wie im Flug, und man schafft in den wenigen Tagen nur einen Bruchteil von dem, was man an Aktivitäten angedacht hat. Das was wir erlebt haben, das haben wir intensiv erlebt und es hat uns einen ganz großen Spaß gemacht.

Hier die Dinge, die wir nicht geschafft haben, und das sind viel mehr als das, was wir geschafft haben:
Gefängnisinsel Robben Island
Hout Bay - Fisch essen
Kirstenbosch - Botanischer Garten
Constantia - Weingüter
Paternoster
Two Ocean Aquarium (bei schlechtem Wetter, was wir zum Glück nicht hatten)
Wanderung auf den Lions Head
Wanderung von Camps Bay nach Capetown
Camps Bay - Hussar Grill und Grand Cafe
Kapstadt und die vielen kleinen und größeren Möglichkeiten


Die Schlussfolgerung: wir müssen nochmal kommen und das werden wir auch.

Dann noch ein Fazit zu unserem Gästehaus "Atlantic Gold" in Camps Bay:

Der Blick vom Zimmer raus auf´s Meer, das war sicherlich der große Pluspunkt dieser Unterkunft und von der Lage her würden wir das ruhige Camps Bay dem quirligen Kapstadt sicherlich vorziehen. Mit dem Herrn Gerald sind wir zwar klar gekommen, er war recht freundlich aber wir hätten uns mehr "Betreuung" gewünscht. Vielleicht lag´s daran, dass Gerald´s Frau zu unserer Zeit nicht da war, denn sie machte Urlaub. So hatten wir den Eindruck, dass der Gästehausbetreiber ziemlich busy und leicht überfordert war mit seinen Hausaufgaben. Uns bei den Reservierungswünschen zu sagen, er wäre "stundenlang" am Telefon gehangen, kommt bei uns nicht gut an.

Und was uns gar nicht gepasst hat (da sind wir aber teils selbst schuld), dass er uns das Restaurant "Mzansi" in Kapstadt ausgeredet hat. Zu gefährlich für uns, so seine Worte, denn, es liegt ja mitten in einem Township. Nicht, dass wir bei diesem Thema nicht sensibel genug wären, aber bei 1.800 Bewertungen im Trip-Advisor (es rangiert auf Platz 1 !!!) kann´s eigentlich nicht soooooo gefährlich sein, wie er gemeint hat. Das "Mzansi" machen wir bei einem nächsten Besuch in Kapstadt in jedem Fall und lassen´s uns nicht mehr ausreden.

Was aber gar nicht ging war die Tatsache, dass das Atlantic Gold mit einem tollen Pool, Whirlpool und Wellnessoase wirbt, und dann ist das Teil nicht zu nutzen. Wenn ich einen Pool auf der Internetseit eines Gästehauses sehe, dann gehe ich auch davon aus, dass der Pool benutzbar ist. Und die Ausrede war uns zu billig, von wegen "grüner Welle". Zwar hat uns das nicht allzu viel ausgemacht, denn der Strand unten im Dorf war die klar bessere Variante, aber wir finden dass es das Mindeste gewesen wäre, uns ein Flascherl Wein hinzustellen und ein paar Worte der Entschuldigung zu sagen.

Egal, es hat uns schon gefallen, das Zimmer war sauber und ordentlich, das self catering zum Frühstück überhaupt kein Problem, von daher war es O.K., mehr aber nicht. Ob wir nochmal hinfahren würden - und ich hab auch eigens die Schorschine grad nochmal gefragt - könnten wir heute nicht so einfach beantworten. 😕

Der Preis für das Zimmer war 120 Euro pro Nacht ohne Frühstück, kein Schnäppchen aber für die Lage sicherlich angemessen.

Teil 901. Nov. 2016

Tag 5, wir fahren von Kapstadt nach Mount Ceder:

Wir sagen Camps Bay "auf Wiedersehen", und nach einem schnellen Frühstück sind wir bereits um 8.00 Uhr morgens unterwegs. Unser Navi führt uns perfekt und ohne Stress durch Kapstadts Straßen und jetzt erst können wir erahnen, welche Ausmaße diese Stadt hat. Bei Wikipedia wird von knapp 4 Mio Einwohnern berichtet, da wundert es uns nicht, dass man nach einer gefühlten Ewigkeit immer noch auf der N1 unterwegs ist und man glaubt, noch mitten in der Stadt zu sein. Erst ab Kraaifontein lichtet sich der Verkehr, und das ist immerhin rund 40 km von Camps Bay entfernt.

Natürlich quasseln wir noch viel über Kapstadt und über das was wir erlebt und nicht erlebt haben. Wir sind uns einig: schön war´s in dieser großen Stadt, aber wir freuen uns nach 4 Tagen, wieder in eine andere Region zu kommen. Das ist immer sehr spannend und selbst wenn wir noch eine Woche länger in Kapstadt geblieben wären, hätten wir auch nicht alles "mitnehmen" können.

Ab Kraaifontein sieht man dann auch die ersten landwirtschaftlich genutzten Flächen, nach Stellenbosch wär´s nicht weit, und je näher wir an Paarl herankommen, desto mehr Obstplantagen und Weinberge sind zu sehen, schließlich sind wir hier schon fast mitten im Weinanbaugebiet des Kaps.

Während wir hier Richtung Mount Ceder fahren, sind wir von der Landschaft schon sehr begeistert. Weinberge und Obstplantagen im Vordergrund, im Hintergrund die Kulisse der blau-violetten Berge, das ist schon was Besonderes.

Hinter Paarl geht´s weiter, immer noch auf der N1, bis es dann hinter dem Breerivier links auf die R 43 abzweigt. Wir passieren etliche kleinere Weingüter und Farmstalls und überlegen uns, wo wir wohl am besten ein paar Flaschen Wein einkaufen.

www.bothakelder.co.za kommt uns da sehr gelegen. Direkt an der R 43, ca. 30 km vor Ceres, das Weingut macht auf uns einen guten Eindruck und schon sind wir um einige Fläschlein reicher.

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Jetzt sind wir schon eher beruhigt, verdursten werden wir in der Mount Ceder Lodge nicht, das steht schon mal fest. 😄 Und der Weiße und Rote von Botha Kelder hat gut geschmeckt. Wir wussten gar nicht, dass es so gute Weine zu so günstigen Preisen gibt.

Ceres ist die nächste Stadt, durch die wir fahren, bevor wir dann hinter Prince Alfred Hamlet auf der R 303 über wunderschöne Bergstraßen nach Op die Berg kommen. Dort ist auch ein Agrimarkt, den wir am nächsten Tag leider noch brauchen werden. Ab Op die Berg verlässt man die Teerstraße und es sind von da noch 50 km auf Gravel, bevor man die Mount Ceder Lodge, unsere Unterkunft für die nächsten 2 Tage, erreicht. Insgesamt sind es von Camps Bay bis zur Mount Ceder Lodge um die 250 km, eine Strecke, die an einem Tag locker zu fahren ist, ohne Stress, mit entsprechenden Pausen und wir sind bereits am frühen Nachmittag da.

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Bei der Planung zu diesem Urlaub wurde uns die Mount Ceder Lodge als ein absolutes "must do" empfohlen, und die Bilder und Berichte, die wir von dieser Lodge gesehen haben, machte bei uns Lust auf mehr. Auch hier im Forum wurde Mount Ceder immer wieder lobenswert erwähnt.
Wissen muss man, dass es sich hier nicht um eine Lodge im herkömmlichen Sinne handelt, sondern es gibt ein Haupthaus mit Rezeption und, wenn man will, ein Restaurant, und die Unterkünfte sind auf 7 Chalets verteilt, alle von unterschiedlicher Größe und sehr weit auseinander stehend, so dass man hier seine totale Ruhe hat.

Machen kann man in den Cederbergen viel. Hier ein Auschnitt of the things to do:

At Mount Ceder you will never run out of things to do. Here is our Top 7 !
1. Hike and bike on the property and enjoy all that nature has to offer
2. Swim and canoe in the river
3. Walking to the waterfall and to the top of the mountains
4. Explore the area and find some ancient rock-art
5. Discover your own fossils - but remember to leave them where you found them
6. Harvest your own olives (in season) and pickle them at home to impress your friends
7. Gaze at the stars and make a wish!


Ein bisschen dumm war, dass wir unsere Wunschunterkunft, nämlich das "PUNTJE", nur für eine Nacht buchen konnten, die zweite Nacht mussten wir dann umziehen in das "KLIPBOKKOP". Beide Unterkünfte waren so richtig klasse, wobei das Klipbokkop eine Nummer zu groß für uns war, denn drei Zimmer brauchten wir ja nun wirklich nicht, aber das war leider nicht zu ändern. Der Umzug war kein Problem, die staffs haben das alles für uns erledigt.

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Was uns hier sehr gut gefallen hat, dass man auch im Fluss herrlich schwimmen konnte. Wir hatten ein solches Glück mit dem Wetter, dass die Erfrischung richtig gut tat:

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Das Puntje ist im Übrigen erst kürzlich komplett renoviert und sowohl das Wohnzimmer mit der Küche als auch die Bäder sind auf dem neuesten Stand. Da hat wirklich nichts gefehlt, hier ein paar Bilder dazu:

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Was für andere nicht ganz so wichtig ist, ist für uns was ganz was ELEMENTARES! Sowohl im Puntje als auch im Klippokkop gab´s feine Kuschelbetten. Zwar nicht ganz sooooo bequem wie im Atlantic Gold in Camps Bay, aber das hat gepasst:

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Die Häuser sind, wie für SA üblich, hervorragend ausgestattet. Holz muss man selbst mitbringen oder im Shop an der Rezeption kaufen, das war alles kein Problem. Und unsere Ostrich- und Rinderfilet-Steaks bruzzelten auf dem Grill, dass es eine reine Freude war. Wie immer schauen wir im Urlaub, dass wir ein bisschen "mixen". Schöne Unterkünfte müssen es immer sein, ein Kuschelbett muss es auch immer sein, aber nicht immer muss es ein Restaurant oder eine Halbpension sein. Im Gegenteil: Self Catering ist uns zwischendrin mindestens genau so recht, und hier, unterm Sternenhimmel zu sitzen, ein Flascherl Wein von Botha Kelder dazu, das hat alles sehr sehr gut gepasst.

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Tja und morgen müssen wir leider umziehen. Das Puntje-Chalet war wunderschön, und in das noch größere Klipkoppok, in das Chalet werden wir morgen einziehen.

Teil 1002. Nov. 2016

Tag 6, unsere zweiter Tag in den Cederbergen

Heute wollen wir eine Wanderung zum Wasserfall machen und fahren zunächst mal runter an die Rezeption. Wir brauchen für den Abend noch zusätzliches Feuerholz und außerdem möchten wir Bescheid geben, dass wir soweit fertig sind und die Putzdamen den Umzug machen können, sobald das Klipbokkop frei ist. Ein Blick auf unsere Reifen 😈 heißt uns jedoch nichts Gutes. Der hintere Reifen auf der Fahrerseite ist mehr oder weniger platt, da hilft kein Aufpumpen mehr. 😈 Ein Angestellter der Lodge hat das dankenswerter Weise für uns übernommen, nur konnte er den Reifen leider nicht reparieren. Also kam unser Ersatzreifen zum Einsatz und wir vereinbarten, dass wir morgen unseren Originalreifen im 50 km entfernten Op die Berg beim Agrimarkt richten lassen.

Nur - die Schorschine hat das gar nicht so lustig gefunden, denn am nächsten Tag haben wir eine weite Strecke bis zum Karoo Nationalpark vor uns, und wenn Frau sich mal was in den Kopf gesetzt hat, dann hat das auch so zu geschehen. Also sind wir die 50 km mal auf die Schnelle über Gravel zum Agrimarkt gefahren, im Nachhinein war das natürlich die richtige Entscheidung. Der superfreundliche Mann beim Agrimarkt hat dann den Ersatzreifen runtergemacht, währenddessen von einem anderen Mitarbeiter den Originalreifen reparieren lassen, die beiden Reifen dann wieder ausgetauscht, und für 50 Rand (!!!) (sogar noch gegen Rechnung), also grad mal 3,50 Euro, haben wir einen (fast) neuen Reifen.

Das war Glück und wir haben uns wegen den 50 Rand fast ein wenig geschämt, dass es so billig war. Dafür haben wir bei ihm im Shop (der Mann hat hier in Op die Berg nicht nur einen Agrarmarkt, sondern auch noch eine Tanke und einen Shop) anständig eingekauft, und seinen Mechanikern haben wir eine Runde Nüsse ausgegeben, die haben sich darüber sehr gefreut.

Zurück in der Mount Ceder Lodge war unser neues Chalet, das Klipbokkop, bereits gerichtet, unsere Koffer incl. dem gesamten Kühlschrankinhalt waren schon im Haus und eine Wanderung zum Wasserfall haben wir natürlich nicht mehr gemacht.

Auf dem nächsten Bild sieht man den Weg zu den hinteren drei Chalet´s, das letzte ganz oben ist "unser" Klipbokkop:

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und so präsentiert sich das Häuschen:

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Die Inneneinrichtung ist nicht so schön wie im Puntjie, hier wurde anscheinend noch nicht renoviert, trotzdem gefällt uns das Häuserl auch innen sehr gut. 3 Schlafzimmer gibt´s hier und dazu 3 Bäder (oder waren´s nur 2 ?), und die Küche ist hervorragend ausgestattet:

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Wenn das Wetter mitspielt, dann findet das Leben natürlich auf der großen Terrasse statt, die bestens möbliert ist:


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Schön ist das alles hier, der Whirlpool war wohlig warm mit geschätzten 39 Grad (im Puntje hatten wir übrigens auch einen Whirlpool), und das war natürlich nun total abgefahren. Da sitzt Du mitten in den Bergen, um Dich herum die schönste Landschaft, die man sich vorstellen kann, und genießt einen hot pool. Das war schon Extraklasse.
Bevor jetzt noch jemand sagt, hier geht doch noch der Champus ab - der kam schon noch, das zeigen wir aber nicht her.... 😛 😛 😛

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Hier in den Cederbergen ist es wahrlich wunderschön. Die Häuser (zumindest die beiden, die wir bewohnt haben), sind richtig schnuckelig, es ist alles da, um abends ein schönes Grillfeuer zu machen.

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Wir lieben das, und man braucht hier untertags so gut wie nichts. Die Natur, die Berge, die Landschaft, der Fluss, einfach nur große Klasse. Dann und wann sind ein paar Vögelchen rumgeflattert, und die Dassies haben uns beim Whirlen zugeschaut.

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Apropos Whirlpool - ich kann mich gut erinnern, dass bei der Buchung der Unterkunft auch die Frage nach dem Whirlpool kam. Ich dachte nämlich, dass dieser Pool halt so ein kleiner Planschpool wäre, 20 oder 24 Grad warm, und das war´s dann schon. Von wegen!
Sehr warm, um nicht zu sagen, heiß war das Wasser, mit Zeitschaltuhr geregelt, wir hatten bestimmt um die 38 - 39 Grad warmes Wasser, und das Wasser war piccobello sauber und klar. Eine klasse Sache!

Die Mount Ceder Lodge können wir wärmstens empfehlen und haben es sehr bedauert, dass wir nur 2 Nächte hier waren. Dumm war die Umzieherei, die aber unter dem Strich auch kein Problem war.
Die Preise für das Puntjie waren 108 Euro und für das Klipbokkop 190 Euro die Nacht. Gar keine Frage, dass die 190 Euro viel zu teuer waren, aber wir hatten keine Alternative. Selbst bei Preisgleichheit würden wir aber das Puntje vorziehen, da es zentraler und näher zum Fluss liegt. Den schöneren Blick hat man dagegen zweifelsfrei vom oberen Häuschen, dem Klipbokkop.

Teil 1103. Nov. 2016

Tag 7, von den Cederbergen zum Karoo Nationalpark

Nach einem guten Frühstück mit Spiegelei, Speck und all den guten Dingen, die das Leben so schön machen, starten wir wieder sehr frühzeitig, denn wir haben heute die längste Strecke in diesem Urlaub vor uns.

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Unser Navi führt uns perfekt zunächst durch die Cederberge (da kann man sich aber auch beim besten Willen nicht verfahren 😉 ), bei Op die Berg geht´s ostwärts über viele Gravelpads, die hier zum Glück in einem hervorragenden Zustand sind, und wir haben so gut wie keinen Verkehr. Ich meine mich zu erinnern, dass grad mal 2 Autos in einer Stunde uns entgegengekommen sind.
Erst bei Touwsrivier stoßen wir auf die N1, auf der´s dann natürlich schon wesentlich flotter vorwärts geht. Von der Mount Ceder Lodge bis zum Karoo Nationalpark gibt uns das Navi 434 km und knapp 5 Stunden an, und tatsächlich sind wir gegen 13:30 Uhr bereits am Tor zum Karoo Nationalpark. Unterwegs haben wir dieses Foto gemacht - für uns nicht verständlich, dass man die Strommasten derart hässlich in diese wunderschöne Landschaft baut.

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Bevor wir aber in den Nationalpark zu unserer SAN-Parks Unterkunft fahren, wollen wir nach Beaufort West rein, das sind nur noch ein paar Kilometer, denn wir brauchen noch Feuerholz und Fleisch und außerdem ist die Lunch-time fast schon vorüber, also wird´s höchste Zeit, dass wir uns was passendes suchen.

Beaufort West ist ein Städtchen mit 35.000 Einwohnern, und durch dieses Städtchen geht die N1 schnurstracks mittendurch. Dementsprechend ist auch der Verkehr, teilweise wirkt das Ganze hier leicht chaotisch, aber wir kommen schon durch. Eine Tanke ist bald gefunden, zwei Pack Feuerholz wechseln den Besitzer, Karoo-Lammfilets gibt´s in Hülle und Fülle in der butchery, und zum lunch haben wir uns das Ye Olde Thatch, ein weithin bekanntes Restaurant, ausgesucht.
Leider war dort schon geschlossen, was aber kein Problem war, denn im Matoppo-Inn Guesthouse wurde uns ein light lunch gerne auch noch um diese für einen lunch schon recht späte Uhrzeit serviert. Das Matoppo Inn hat neben dem Restaurant 9 Zimmer, und im romantischen Garten, wo mittendrin sogar noch ein kleiner Pool steht, hat´s uns gut geschmeckt.

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Am Eingang zum Karoo Nationalpark

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werden die üblichen Floskeln ausgetauscht, der freundliche Schrankenwärter ist sich sicher, "oh Sir, you will see lions", und verlangt einen Eintritt von rund 20 Euro p.P., und dann fahren wir in unsere Unterkunft, dem

Cottage CO3, 1 bedroom with double bed, Air conditioned, Breakfast included, DSTV (für was braucht man hier Fernsehen?), Fan and heater, Hotplate, Microwave, Bar Fridge, Untensils, open plan kitchen.

Also das mit dem double bed stimmt schon mal nicht. Wir finden nämlich in unserem sehr netten und freundlichen Häuschen ein waschechtes kingsize-bed vor, also schon wieder ein Kuschelbett. Welch ein Glück:

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Wir checken ganz schnell ein, räumen unser Zeugs in den fridge

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dieser gelbe Flattermann schaut uns beim auspacken zu

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und wir schauen, dass wir schnell weiter kommen. Schließlich soll´s hier Löwen geben, und das wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Wir sehen allerdings keine Löwen, aber zumindest laufen uns ein paar Kudus und ein paar Zebras über den Weg, und das inmitten wunderschönster Landschaft:
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Am Abend wird selbstverständlich gegrillt. Das Ostrich-Filet schmeckt klasse, die Stimmung am Feuer ist romantisch, und so genießen wir auch hier wieder all das, was uns das Leben so bietet. Wir sind uns sehr wohl bewusst, dass es uns gut geht. Ein schöner Tag mit einer anstrengenden Fahrt geht zu Ende, leider auch das letzte Flascherl Rotwein vom Wine Estate "Botha Kelder".

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Mit den Sternenbilder hab ich mich das erst mal "versucht". Na ja, es geht .... könnte aber noch viel besser sein.

NACHTRAG: die Sternenbilder sind nicht "na ja", sondern einfach nur grottenschlecht. Hab mir´s grad nochmal am Laptop angeschaut. Beim Aussortieren sind die Bilder viel besser rübergekommen, aber da war´s auch nacht. Wenn die Umgebung zu hell ist, dann sind die pics nicht schön. Leider - aber nicht soooo schlimm.

Teil 1203. Nov. 2016

Tag 8, unser zweiter Tag im Karoo Nationalpark

Der zweite Tag hier im Karoo Nationalpark ist schnell beschrieben. Um 7:00 Uhr kann man losdüsen, und das machen wir auch. Wir fahren zunächst mal die relativ steile Bergstraße, die allerdings geteert ist, den Berg hoch, damit wir vielleicht in den höheren Regionen unseren Löwen begegnen. Die Gegend wir von uns gescannt und wir sind beide sehr aufmerksame Beobachter, aber außer ein paar Kudus, die zumindest im schönsten Licht stehen, haben wir keine Tiersichtungen.

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Wir kehren um, denn diese Ausbeute kommt uns heute schon sehr mager vor und gehen zum Frühstücken, wo uns diese Riesenschildkröte fast den Weg versperrt:

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Auf dem nächsten Bild sieht man unsere Unterkunft, Chalet Nummer 34, (das hintere) mit schönem Blick zu den Bergen:

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Uns hat schon bei der Buchung gewundert, dass hier im Karoo Nationalpark das Frühstück includiert ist. Wir dachten uns, dass das bestimmt nichts "G´scheites" ist, wurden aber eines Besseren belehrt. Und zwar eines deutlich Besseren! Das Frühstück war richtig gut, serviert in einem großen Frühstücksraum, die Bedienungen waren gut drauf (was bei SAN Parks oft nicht der Fall ist), und man konnte unter bestimmt 8 verschiedenen Breakfast´s wählen. Da gab´s die gesamte Palette, alles, was das Herz begehrt, und wir haben uns an beiden Morgen richtig satt gegessen.
Einmal Rührei mit Lachs (und der Lachs war guuuuuut), einmal Farmer-breakfast, das war schon beinah zu viel des Guten. Man kann bei schönem Wetter auch draußen auf der Terrasse sitzen, das war uns aber dann doch zu frisch.

An der Rezeption haben wir gefragt, ob wir mit unserem Renault Duster auch die 4x4 Strecken im Park fahren können. Die Antwort war "no problem", der nette Kerle an der Rezeption meinte sogar, dass wir da mit unserem Duster ein besonders schönes Auto hätten, so einen hätte er auch gerne. (ist uns übrigens öfter bestätigt worden, wie toll die Kiste sein soll), 😮 und so machen wir uns ran an die 4x4 Strecke, mal schauen, ob wir hier etwas mehr Glück haben.

Um´s kurz zu machen, es war "tote Hose", außer wenigen Kudus, wenigen Zebras und immerhin einem Eland war´s das dann, die Gegend eher trostlos, die pads in einem katastrophalen Zustand, das war nun gar nicht nach unserem Geschmack. Klar wussten wir, dass wir wohl nicht die große Menge an Tieren hier im Nationalpark sichten werden, aber dass es dann wirklich nur ein paar Wenige waren, da waren wir schon enttäuscht.

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Zurück in unserem Häuschen haben wir dann mal ausgiebig Siesta gemacht, und ein paar Savanna und Lager weckten die Lebensgeister. Vor dem Häuserl flatterten die Vögel, das war doch zumindest schon mal ne gute Sache.

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Hier im Park gibt es einen Bird-Hide, und den haben wir uns angeschaut. Normalerweise sind diese Hide´s ja oft recht vernachlässigt und teilweise auch so richtig runtergekommen. Das war hier nicht der Fall, der Hide wirkte sehr aufgeräumt, man konnte sich einen schönen Platz aussuchen, ohne mitten im Dreck zu sitzen, und es war super, die Vögel aus unserer Perspektive beobachten zu können:

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Das war eine richtig schöne Abwechslung, den Bird-Hide würde ich jedem empfehlen, der hier für ein paar Tage Station macht.
Abends gab´s dann nochmal leckere Lammfilets, eines unserer besten Lammsteaks, die wir je auf dem Grill gebrutzelt haben, und das gesamte Ambiente ist wunderschön, grad wenn die letzten Sonnenstrahlen auf die Berge fallen:

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Wir haben hier für die Übernachtung incl. Frühstück einen Preis von 70 Euro für das Chalet bezahlt. Das ist mehr als günstig, da hat das Preis-Leistungsverhältnis sehr gut gepasst. Unser Chalet war gemütlich und für SAN-Parks Verhältnisse sehr sauber, wir haben uns dort wirklich mehr als wohl gefühlt und unsere Meinung ist, dass diese Unterkunft bestimmt eine der "Besseren" in der SAN-Parks Kette ist.

Das Frühstück war für dieses staatliche Camp extraklasse, das einzige Manko war unser Kamin, der einen schlechten Rauchabzug hatte. Das haben wir aber auch gemeldet, die Leute an der Rezption haben versprochen, sich darum zu kümmern.

Obwohl uns die Unterkunft sehr gut gefallen hat, würden wir wohl nicht mehr herkommen. Die Tiere haben sich vor uns versteckt, und darum sind wir ein bisschen "beleidigt". 😉 😈

Wir wissen schon, dass man keinen Zoo vorfindet, aber wir haben uns mehr erwartet. Was uns auch aufgefallen ist: wenn man (grad auf den 4x4 Strecken) unterwegs ist, dann sieht man erst, wie groß dieser Park ist. Wir waren sogar am Besucherzentrum. Dort können die Tagesausflügler grillen, und es ist sogar ein toller Pool vorhanden, extra und eigens für die Tages-Touris.
Ah ja, beinah hätt´ ich´s vergessen: im Camp war auch ein großer und schön angelegter Pool vorhanden. Uns war´s aber an diesen Tagen zu kalt und vor allem zu windig.

Teil 1304. Nov. 2016

Tag 9, wir fahren wieder runter an die Küste, nach Tsitsikamma

Alles gar nicht ganz so einfach (die Qual der Wahl). Wir müssen runter an die Küste, ein highlight der besonderen Klasse wartet auf uns. Tsitsikamma - Storms River Mouth - Honeymoonerchalet Nummer 17.

Das mit dem Honeymoonerchalet muss betont werden, denn es gibt hier zwar jede Menge netter Blockhütten, die meisten relativ nah am Wasser, aber es gibt nur EIN einziges Honeymoonerchalet, und das ist so weit vorne am Wasser, dass man bei Wind und entsprechenden Wellen vielleicht eine kleine Brise abbekommen kann, während man auf der Terrasse sitzt. Dass das Honeymoonerchalet über ein Kuschelbett verfügt, ist ja eh klar.

Vorher haben wir aber die Qual der Wahl, wir müssen uns zwischen zwei Wegvarianten entscheiden:

1. die Kürzere: das heißt kerzengerade auf der N12 bis nach De Rust, dort dann weiter über die R341, dann die R62 über Joubertina, wo wir uns dann quasi von hinten an Tsitsikamma anpirschen könnten, gesamte Strecke 400 km, 4 1/2 Stunden Fahrtzeit.

2. die Längere: über den Swartbergpass, d.h. wir müssten zunächst Prince Albert ansteuern, von dort dann über den Pass und weiter nach Oudtshoorn, runter nach George und dann auf der N2 bis nach Tsitsikamma. Die gesamte Strecke wäre nicht recht viel länger (422 km), aber durch den Swartbergpass die deutlich zeitintensivere Variante, nämlich 6 1/2 Stunden.

Nun, wir haben uns für die Variante "Swartbergpass" entschieden, denn viele Fomis haben schon so oft geschrieben, wie abenteuerlich dieser Pass sei, und den wollten wir uns nicht entgehen lassen. Zwar mussten wir bei dieser Variante einen Teil der N2 hin und zurück fahren, aber das war uns dieser Umweg wert.

Zunächst geht´s nach Prince Albert, ein richtig putziges, kleines Städtchen, das uns sehr gut gefallen hat. Über Prince Albert ist im Reiseführer zu lesen:

anstelle der N12 zu folgen, die auf geradem Wege Richtung Küste geht, empfiehlt sich ein kleiner Umweg über Prince Albert. Dazu bleibt man zunächst auf der N1 und biegt bereits bei Leeu-Gamka auf die R353 ab. Schon allein diese Strecke und hinter Prince Albert die R328 lohnen den Schlenker, denn hier gehören Straße und Karoo dem Reisenden nahezu alleine, und Prince Albert ist ein verschlafenes Nest, so wie man sich dies inmitten der Karoo vorstellt.

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In Prince Albert haben wir eine Kaffeepause gemacht, das Swartberg Hotel kam uns da gerade gelegen. Ein altes, aber hervorragend renoviertes Hotel mit nur wenigen Zimmern, ein Restaurant der Spitzenklasse, dazu ein Pool und ein Shop. Im Shop haben wir selbstgebackenes Brot gekauft, das ist schon was Anderes, als die Toastbrote vom Supermarkt. Unglaublich nett ist das hier, da könnte man ruhig eine oder zwei Zwischenübernachtungen einlegen. Das Swartberghotel und Prince Albert hat uns gut gefallen, und der Reiseführer hat nicht zuviel versprochen - die Strasse und die Karoo hat uns mehr oder weniger allein gehört, und es war traumhaft schön.

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Kurz hinter Prince Albert beginnt dann schon der Swartbergpass. Wir haben uns die Passstraße viel schlimmer vorgestellt, aber da waren unsere Erwartungen und auch teilweise Befürchtungen anscheinend viel zu groß. Wir fanden, dass das ein ganz normaler Pass ist, zwar mit etlichen engen und steilen Passagen wo man froh ist, wenn niemand entgegenkommt, aber dramatisch ist das alles nicht. Wobei ich mir vorstellen kann, dass bei schlechtem Wetter es schon zu Problemen kommen kann, wenn die Straße glitschig und schmierig wird. Immer wieder eröffnen sich fantastische Ausblicke, hier ein paar Bilder zur Strecke:

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Interessant ist, dass der Swartbergpass in den Jahren 1881 - 1886 unter der Leitung von einem gewissen Thomas Bain erbaut wurde. Für den Bau des Passes wurden ihm 240 Sträflinge und eine Summe von 40.000 Rand zur Verfügung gestellt. Fast alles wurde per Hand gegraben und gehackt, und gesprengt wurde auf eine eigenartige Weise, nämlich erhitzte man die Felsen mit Feuer und schüttete dann kaltes Wasser darüber.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich von unserer guten Forumsfreundin Bele wegen des orangefarbenen T-Shirts gescholten werde, hier ein Bild von zwei typischen Swartberg-Touris:

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Nach dem Swartbergpass geht es weiter Richtung Oudtshoorn, wo wir unseren Einkauf tätigen. Heute ist Sonntag und wir sind froh, dass wir beim Pickn Pay alles bekommen, was wir für unsere zwei Tage in Tsitsikamma brauchen. Übrigens: die Frage, wie man das macht mit dem Fleisch und dem Kühlhalten - also wir kaufen immer eine Kühlbox gleich bei unserem ersten Einkauf. Kostet vielleicht 7 oder 8 Euro, und die Box schenken wir am Ende des Urlaubs irgendjemand, bei dem wir meinen, dass er sie gut brauchen kann. In die Box kommen ein paar Flaschen gefrorenes Wasser, und so können wir nicht nur Fleisch, Butter und Wurst kühlhalten, sondern haben auch für unterwegs mal das eine oder andere schön gekühlte Savanna. 😄

Bevor wir aber in Oudtshoorn einkaufen, wollte ich gern eine Straußenfarm besuchen. Schorschine hat zwar abgewunken (Tourikram...), aber ich wollte das unbedingt sehen. Und so sind wir zur "Cango Ostrich Farm" gefahren und haben, ich bin mir nicht mehr ganz sicher, um die 6 oder 8 Euro Eintritt bezahlt, und ich hab mal wieder meinen Kopf durchgesetzt. 😈
Hätte ich aber nicht machen sollen, denn das war nun wirklich eine Touristenfalle 😈 der Extraklasse. Ein sicherlich gut ausgebildeter Guide erklärt und erzählt der ca. 12-köpfigen Gruppe vieles über die Aufzucht, dann geht´s raus ins Freigehe, dort warten dann Tom und Jerry, man wird umher geführt, die Strauße bekommen immer wieder mal was zu futtern, und am Schluss könnte man noch auf den Vögeln reiten. Wir haben dieses halsbrecherische Unterfangen lieber bleiben lassen, dafür sind ein paar Angestellte geritten, uns war das eigentlich ziemlich peinlich. Aber na ja, so isses halt. Aber den anderen Leuten in der Gruppe hat´s gut gefallen. Wahrscheinlich ist der bayern schorsch und seine Schorschine einfach a bisserl komisch. 😉

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Auf der N2 geht es dann mittig der Strecke durch Knysna durch, und da fällt uns zum Glück ein, dass wir ja schon lange nichts mehr gegessen haben. Wir sind natürlich gleich mal über die Brücke nach Thesen Island, wo wir uns einen schönen Platz beim "Tapas & Oysters" gesucht haben, Lamm- und Rind- und Ostrichfilets hatten wir genügend gehabt, jetzt sind wir in einer anderen Region, also gibt´s hier eine Ladung Oysters und meine geliebten Calamari. Dazu ein Flascherl Rose, und wir sind erstaunt, dass wir hier direkt am Wasser, mit einem tollen Blick, grad mal 324 Rand bezahlen.

Und dann sind wir endlich da, Tsitsikamma Storms River Mouth!

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Hier wird eine neue Rezeption gebaut, auf den Bildern, die in der notdürftig eingerichteten Rezeption an der Wand hängen sieht man, dass das ziemlich monströs wird. Ein riesiges Gate wird das, aber uns ist das schon klar - die Menge an Touristen, die Tag für Tag diesen schönen Ort besuchen, ist nicht zu verachten.

Das Honeymooner Chalet macht seinem Namen alle Ehre. Ich kann das schwer in Worte fassen, wir waren im ersten Moment total "hin und weg", sowas von grandios in die Landschaft gesetzt haben wir noch nie gesehen. Das Blockhaus hat eine toll ausgestattete Küche, ein großes Bad mit halbrunder Badewanne, dahinter der Schlafraum mit bequemen Kuschelbett. Halt einfach "honeymooner-like". Seht selbst:

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Der wirkliche Charme dieses Häuschens ist allerdings der Außenbereich. Von dort hat man sensationelle Blicke zum Meer, es ist wirklich was ganz Besonderes, hier auf der Terrasse zu sitzen und den Möwen beim Flug zuzuschauen, das Meer im Hintergrund mit einer tosenden Brandung, wo die Wellen an die Felsen klatschen mit einer derartigen Wucht, dass man meint, der Boden vibriert.

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Man kann sich hier gar nicht sattsehen an dieser gigantischen Landschaft. Die Wellen, das Meer, dazu diese wunderschöne Stimmung, das ist totaler Genuß auf der ganzen Linie und wir freuen uns auf unser heutiges "Braai", es gibt Rinderfilet mit Butternuts, Folienkartoffeln, dazu ein Flascherl Weißwein, und zum Glück macht auch das Wetter mit: es ist grad noch warm genug, so dass wir ein tolles Abendessen auf unserer Terrasse genießen können.

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Teil 1405. Nov. 2016

Tag 10, unser zweiter Tag in Tsitsikamma

Heute beginnt die zweite Hälfte unseres Urlaubs. Insgesamt sind wir 18 Nächte hier im Lande, zum Glück haben wir noch einiges vor uns und so freuen wir uns schon beim Frühstück, das wir auf unserer Terrasse einnehmen können, auf die Wanderung zur Suspension Bridge.
Die Tsitsikamma Section ist ein Teil der Gartenroute und verläuft 113 km entlang der Küste. Das Gebiet ist gekennzeichnet durch dichte Wälder, hohem Regenfall, vielen kleinen Bächen und Flüssen, Schluchten und einer malerischen Steilküste. Hauptattraktionen sind u.a. der Storms River Mouth, die Küsterwanderungen und der Strand am Nature´s Valley (den wir leider nicht geschafft haben).

Junge Leute haben uns beim abendlichen Spaziergang gefragt, ob wir Teilnehmer des Otter-Trails seien, das ist dieser weltberühmte, 48 km lange Wanderweg beginnend am Restcamp vom Storms River Mouth und endend im Nature´s Valley. Wahrscheinlich haben wir den beiden einen sportlichen Eindruck gemacht. 😄 😉 🤩
Nachdem wir das aber geklärt hatten hat uns das junge Paar erzählt, sie hätten schon vor 14 Monaten (!!!) versucht, sich zum Otter-Trail anzumelden, leider aber kein Permit dafür bekommen, so lange ist die Warteschlange der Leute, die diese anscheinend unglaublich schöne Wanderung machen. Und so weit wir unterrichtet sind, wird für den Otter-Trail nur eine ganz geringe Anzahl an Wanderern zugelassen.

Wir begnügen uns mit der Suspensions Bridge, und wenn man früh genug dran ist, ist man dort ganz allein. Später kommen die Bustouristen in Scharen, da ist das Ganze dann nicht mehr ganz so lustig, aber wie gesagt sind wir früh genug dran.

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Die Suspensions Bridge, eine Hängebrücke über der Mündung des Storm Rivers, ist bald erreicht, wir benötigen für die Strecke 30 oder 40 Minuten einfach, machen unsere Fotos und amüsieren uns über die vielen Dassies, die hier Dutzendweise herumturnen.

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Diesem Kamerad hier hätte man in seiner Kindheit wohl besser eine Zahnspange verpasst:

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Nach dem gemütlichen und netten Sparziergang trennen sich unsere Weg. Schorschine liest auf der Terrasse Buch, während ich ins Restaurant gehe, die eMails checke und mir ein kühles Lager genehmige. Das Internet ist sogar relativ flott, und ich kann zwischendrin die vielen Touristen beobachten, die nun immer mehr werden, es fahren Busse auf den Parkplatz, ein richtiger Rummelplatz ist das hier. Da haben wir Glück gehabt, dass wir zeitig an der Brücke waren.
Ein Blick in die Speisenkarte sagt mir, dass es wohl eine gute Idee wäre, hier ein Häppchen zum lunch einzunehmen, und ich hab nicht lang gebraucht, Schorschine zu einem light-Mittagessen zu überreden. Wir haben in diesem Lokal, das zur Kette der "Cattle Baron" gehört, mit eines der besten Essen in diesem Urlaub 🙂 serviert bekommen.
1 Seafood Combo für 109 Rand, 12 Oyster für 180 Rand und dazu eine Flasche Bramton Chard für 120 Rand, das sind in der Summe 409 Rand (26,50 Euro), was sagt man dazu?

Und es war nicht nur günstig, sondern außerordentlich lecker, ein Tipp für JEDEN, der in diese Region kommt.

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Was macht man an solch einem Nachmittag nach solch einem super Mittagessen? Wir genehmigen uns ein kurzes Mittagsschläfchen 😮 (ganz gegen unsere Gewohnheit), und am späteren Nachmittag marschieren wir nochmal los. Die Tagestouristen werden weniger, und es macht einen richtigen Spaß, dem Meeresrauschen zu lauschen und die sich an den Felsen brechenden Wellen zu beobachten. Ein Erlebnis der ganz besonderen Art:

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In der Abenddämmerung läuft uns dann noch dieser freundliche Geselle über den Weg (wahrscheinlich hat unser Fleisch so gut gerochen)

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und ein ganz schönes Bild ergibt sich, als nochmal kurz die Sonne zum Vorschein kam, eine ganz besondere Stimmung:

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Kurz nachdem wir mit dem Abendessen fertig waren, dürfen wir diesen herrlichen Sonnenuntergang erleben, die Möwen haben sich extra für uns in Position geschmissen, und ich wusste einfach nicht, welches Bild "das Schönere" ist, darum hab ich einfach alle pics hier reingestellt, sorry für die Menge, aber ich finde sie einfach klasse.
😘 Sonnenuntergang mit den Möwen 😘

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Teil 1506. Nov. 2016

Tag 11, ein bisschen noch Tsitsikamma und dann weiter nach Plettenberg Bay

Und wieder können wir draußen frühstücken, welch ein Glück !

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Wir genießen noch einmal diesen herrlichen Blick, für uns war das hier etwas ganz Besonderes, die Wellen, das Meer - wir können uns kaum losreißen wohlwissentlich, dass wir ja in Plettenberg Bay und den weiteren Stationen bestimmt auch "ganz viel Meer" vor der Nase haben:

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Nach Plettenberg Bay ist es nicht weit, nicht mal 70 km liegen vor uns und wir haben endlich mal Zeit, in aller Ruhe die Dinge anzugehen. Wir besuchen zunächst die Bloukrans Bridge, die mit 216 Meter die höchste Brücke entlang der Gartenroute ist, die Bungee-Jumper haben hier ihre größte Freude. Im Internet ist zu lesen:
The Bloukrans Bungy is the world's highest commercial bungy bridge.

Wir haben vielleicht ein viertel Stündchen zugeschaut, aber irgendwie fehlt uns der Sinn für solche Aktionen, wahrscheinlich sind wir dafür zu alt. Im 5-Minuten-Takt stürzen sich die Jumper in die Tiefe, jeder mit einem fürchterlichem Geschrei, dass es einem direkt Angst werden kann.

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Weiter geht´s zu einem sogenannten "BIG TREE", einem 37 Meter hohen Yellowwood-Baum, den man nach einer knapp 15-minütigen Wanderung begutachten kann. Der Baum hat uns nicht gefallen, darum haben wir auch kein Bild gemacht, und ziemlich nervig waren die deutschen Touris, die hier aus einem 50 Personen fassenden Bus losgelassen wurden. Da wurde im Eiltempo ein Foto geschossen, und wir stehen mittendrin. Über die Kommentare dieser Leute kann man nur den Kopf schütteln, und besonders schlimm wurde es am Aus- bzw. Eingang zu diesem "Big-Tree", denn dort verkaufte ein Einheimischer seine selbstgebastelten (?) Holzfiguren.

Bald sind wir in unserer nächsten Unterkunft, der "TAMODI-LODGE", etwas außerhalb und oberhalb Plettenberg Bay´s gelegen, mit einer tollen Aussicht auf die Berkketten ringsherum. Unser Zimmer, das "Honeymoon-Suite Separate Building" ist auf dieser Reise das schönste Zimmer, das wir hatten. Wobei "Zimmer" eigentlich nicht die richtige Bezeichnung ist. Die Suite ist in einem separate building untergebracht, um die 75 qm groß (gefühlte 150 qm), ca. 100 m vom Haupthaus entfernt, und wartet mit allen Annehmlichkeiten auf, die man sich nur denken kann:

Outdoor Shower, Indoor Shower, freistehende Badewanne mit Panoramablick zu den Bergen, begehbarer Kleiderschrank, gefüllte Minibar, Kaffee- und Tee-Zubereiter in einer kleinen Küchenzeile, Himmelbett, bestuhlte Panoramaterrasse und und und ....,

da könnt´s einen glatt "erschlagen". Ein Wahnsinn ist das alles, Luxus in seiner edelsten Form, und dabei wollten wir doch nur ein Standard Zimmer haben, die aber zum Buchungszeitpunkt schon ausverkauft waren.

Na gut, wir nehmens sportlich und wir nehmen den Luxus auch an. Eine Haus für uns ganz allein, so sieht das Ganze von außen aus:

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Das nächste Bild zeigt den Eingang, man kann hier erahnen, was uns erwartet:

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Und dann die ersten Eindrücke unseres bescheidenen Zimmers für die nächsten zwei Nächte, wobei ich schon jetzt meine, dass die Fotos vom nächsten Tag viel schöner sind:

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Wir checken ganz flott ein und unsere Hausdame empfiehlt uns, ein paar Kilometer zurück zu fahren, da ist ein Weinestate mit gutem Ruf, da können wir eine Kleinigkeit zu uns nehmen. Gesagt, getan, im
http://www.bramonwines.co.za/ lassen wir uns ein paar Gläschen Wein schmecken, und die dargebotenen kleinen Meze´s schmecken hervorragend.

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Leider ist heute das Wetter gar nicht so, wie´s die letzten Tage war - es ist bewölkt, kühl und nieselig 😈 , so dass wir uns entschließen, einen Ausflug ins "Birds of Eden" zu unternehmen.
Rund um Plettenberg Bay gibt´s viele solcher Aktivitäten, Monkeyland, Birds of Eden, Elephant Sanctuary, Tenikwa Wildlife Centre, Stanley Island und natürlich das Plettenberg Bay Game Reserve, nur um einige Stationen zu nennen. Dass wir ins Birds of Eden gehen, das verdanken wir Burschi hier aus dem Forum, und das war ein guter Tipp.

Dieser einzigartige Vogelpark ist mit einem riesigen Netz überspannt und es wurde immerhin eine Fläche von 2 Hektar abgedeckt. Es gibt hier über 3.500 Vögel (280 Arten) die unter dem Netz leben, darunter auch Greifvögel und andere Vögel, die normalerweise in Südafrika nicht vorkommen, aber man hat hier ein künstlich tropisches Klima geschaffen, so dass es auch den buntesten Vögeln dieser Welt hier gefällt.

Wir waren übrigens außer einem Vater mit seiner Tochter die einzigen Gäste, kaum zu glauben, aber wahr. Hier ein paar Bilder vom Birds of Eden:

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Besonders gut hat uns diese Monster-Fledermaus gefallen:

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Am Abend sind wir zu Enricos gefahren. Auch ein Tipp aus dem Forum, aber auch ein Tipp von Owen, dem Gästehausbetreiber der Tamodi Lodge. Bei Enricos haben wir all das gegessen, was das Meer hergibt, die Tiger-Prawns, grilled Calamari und der Line-Fish haben sehr gut geschmeckt, und die Lage von Enricos am Meer hat schon was für sich. Wobei wir das Meer nicht gesehen sondern höchstens gehört haben, weil´s zu finster war.

Und so geht auch dieser Tag zu Ende, der erste Tag in diesem Urlaub, an dem wir schlechtes Wetter hatten. Hoffentlich wird das morgen wieder besser, aber Schmuddelwetter gehört natürlich auch zum Urlaub.

Teil 1606. Nov. 2016

Tag 12, unser zweiter Tag in der Tamodi Lodge
und ACHTUNG: wir haben eine Townshiptour gemacht und ich hab einiges dazu geschrieben. Wem´s zu lange ist, bitte einfach wegklicken.
YEAH !!! Die Sonne scheint. 🙂 Was für ein Glück, und die Aufwachdusche nehmen wir natürlich im Freien, für was hat man denn eine Outdoor-Dusche. Gut war, dass diese Dusche voll in der Sonne gelegen hat, am Ende hätt´s uns noch gefroren. Bevor wir zum Frühstück ins Haupthaus rübermarschieren, genehmigen wir uns auf unserer Terrasse noch eine Tasse Kaffee. Hier ist alles so schön, das Wetter macht mit und wir freuen uns auf den heutigen Tag:

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Auch der Frühstücksbereich in der Tamodi Lodge wartet mit Superlativen auf. Das Frühstück selbst, aber auch die Umgebung, der Pool , und dann dieses sehr sehr freundliche Personal, einfach hervorragend.

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Der Pool war zwar frisch, oder besser gesagt eher kalt, aber so einen Infinity-Pool lassen wir uns nicht entgehen, für ein paar Bahnen passt das schon:


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Unsere Hausdame (ich weiß den Namen leider nicht mehr) hat uns für heute eine Walbeobachtungsfahrt reserviert und anschließend eine Townshiptour in Plett. Also wieder mal ein volles Programm, die Whale watching Tour beginnt um 13:00 Uhr, anschließend sind wir für eine Townshiptour angemeldet. So bleibt uns am vormittag noch Zeit, an den Strand zu fahren, wo wir gestern Abend bei Enricos gegessen haben und machen dort noch eine kleine Strandwanderung:

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Pünktlich um 12:30 Uhr erscheinen wir zum vereinbarten Termin, und wir bezahlen 700 Rand für die Bootstour und 200 Rand für die Townshiptour pro Person, der Anbieter nennt sich Ocean Blue Adventuers. Um kurz vor 13.00 Uhr werden wir sicherheitstechnisch eingewiesen, jeder bekommt eine hübsche orangefarbene Schwimmweste verpasst, es kann bald losgehen. Wir sind eine Gruppe mit 30 Personen, die Touris kommen aus aller Herren Länder. Und wir warten, und warten, und warten, um 13.30 Uhr heißt´s dann, der Traktor wäre defekt, wieder 20 Minuten später meinte man, es könnte vielleicht nochmal 20 Minuten dauern, aber das ist uns dann doch zu dumm. Wir stehen hier blöd herum, warten auf die Tour und mir scheint, dass das heute nichts mehr wird. Also haben wir uns die 2x700 Rand ausbezahlen lassen, was problemlos möglich war. Schade, wir hätten nämlich die Tour gerne gemacht. Und abends (Plettenberg Bay ist ein Dorf) haben wir dann erfahren, dass die Tour an diesem Nachmittag nicht mehr statt fand.
Unser weiblicher Guide für die Townshiptour wartet schon. Hazel, so ist ihr Name, eine kohlrabenschwarze, 30jährige Frau, ziemlich gut "beinand", aber supernett.

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Und Hazel erzählt:

Dass sie im Township wohnt, zusammen mit ihren zwei Kindern, zwei Schwestern und noch ein paar Kinder, so dass in ihrem "Zuhause" immerhin auf zwei Zimmer verteilt 9 Personen leben. Von den Männern und Erzeugern der Kid´s fehlt jede Spur, die haben sich aus dem Staub gemacht. Und Sie erzählt , dass sie die Einzige im Hause ist, die Geld mit den Touren verdient, die beiden Schwestern hätten keine Möglichkeit, zu arbeiten. Wir sehen uns in Ihrem Bretterverschlag ein bisschen um und sehen, dass trotz allem die Bude sauber ist. Der "Star" bei Hazel´s Familie ist natürlich dieses kleine Baby von der 22-jährigen Schwester:

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Insgesamt wohnen 7.000 Menschen in diesem Township, nicht vorstellbar, aber anscheinend wahr, es ist der pure Wahnsinn. Über die sanitären Einrichtungen erzählt sie uns , sofern man von sanitär überhaupt sprechen kann. Und wie das alles mit den Toilettenhäuschen funktioniert. Und dass jeder trotz aller Armut ein Smartphone hat, das erzählt sie uns auch. Egal, sie hat uns viel erzählt und wir wissen natürlich nicht, ob das alles stimmt, was sie erzählt. Wir glauben ihr aber die Geschichten und fühlen uns an ihrer Seite "sicher", wir besuchen das Dorf, wir besuchen ihr "Zuhause", dann dürfen wir noch in den Kindergarten und in die Vorschule reinschauen - für uns alles ein ganz besonderes Erlebnis, das uns sehr berührt und nachdenklich macht.

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Im Township gibt´s auch einen Kramerladen, er hat viele Dinge des alltäglichen Lebens, aber keinen Alkohol:

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und dann wollen wir natürlich auch ein paar Bilder von den Kindern zeigen. Wir hatten den Eindruck, dass es den Kid´s gut geht, denn sie waren alle gut drauf. Für uns aber ist es unglaublich und einfach nicht vorstellbar ist, dass wir als Touris immer noch als die totale Sensation gelten. Einerseits ist das ganz lustig, wenn man mit großen Augen angeschaut wird, andereseits macht es einen nachdenklich und doch auch traurig, dass es immer noch so ist wie es ist:


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Auf dem nächsten Bild zwei ganz große Kinder, ich musste die Hazel einfach an mich drücken und ihr sagen, dass wir mächtig beeindruckt und berührt sind:

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Wir haben nach der Tour die wirklich sehr nette und freundliche Hazel zum Mittagessen eingeladen und sind mit ihr in den foodcourt von Plettenberg Bay gegangen. Hier sitzen wir einfach und nett, umringt von vielen Imbissbuden, es gibt von asiatisch über seafood bis hin zur Pizza alles, was das Herz begehrt. Hazel und Schorschine bestellen Line-Fish, ich gönne mir eine Ladung Shrimps, dazu trinken wir einen Savignon Blanc, Hazel trinkt eine Cola. Nicht Cola Light, sondern eine Cola. Klar, was sonst?

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Und dann erzählt sie uns wieder ein bisschen was von ihrem Leben: sie war noch nie in einem Restaurant essen, wir sind die ersten Touris, die sie zum Essen einladen, und sie ist so happy with us, dass sie´s gar nicht sagen kann. Gut, wir haben ihr etliches an Altkleidung geschenkt, das wir von Zuhause mitgebracht haben, von daher sind wir natürlich schon eine Nummer. Nett war, dass sie die ganze Zeit auf meine Shrimps gestarrt hat. Und dann meinte sie, so ein Zeugs, und dann noch dazu mit Kopf dran, das würde sie nie essen, auf gut deutsch: ja pfui deibl nochmal. Und dann erzählt sie, dass sie sowas in ihrem Leben noch nie gegessen hat und auch nie essen würde - wir können das kaum glauben, schließlich hat man das Meer vor der Nase und Shrimps gibt´s hier an der Küste wahrscheinlich wie Sand am Meer.
Na ja, auf alle Fälle hatten wir mit der guten Hazel einen guten Guide. Sie brachte uns alles sehr glaubhaft rüber, und manchmal wussten wir nicht, ob wir weinen oder lachen sollten. Und sie uns dringend gebeten, unseren Freunden ans Herz zu legen, auch so eine Townshiptour zu machen. Nur so fließt zumindest ein bisschen Geld in die Kassen, nur so kann man die Kindergärten und die Vorschule finanzieren, und sie würde sich so sehr wünschen, dass alle Besucher so "normal" mit den Menschen im Township umgehen würden, wie wir das tun. Die meisten Besucher, so erzählte sie uns, sind peinlich berührt ob der Armut und wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen oder dürfen. Da werden schnell ein paar Fotos gemacht und man sieht den meisten Touris an, dass sie froh sind, wenn sie weiterkommen. Berührungsängste nennt man so was, wir haben das zum Glück nicht.
Wir haben mit der Hazel den ganzen Nachmittag verbracht, wir haben viel gesehen und viel gelernt und aus unserer Sicht würden wir wirklich JEDEM raten, so eine Townshiptour zu machen. Mit der richtigen Einstellung hingehen, dann erlebt man einige unvergessliche Stunden in einer uns völlig fremden Welt.


Beim Zurückfahren in die Tamodi Lodge haben wir noch diesen wunderschönen Blick auf die Bucht von Plettenberg Bay. Traumhaft schön:

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Am Abend sind wir zum Dinner ins "The Fat Fish". Wir haben ein erstklassiges burmesisches Curry gegessen, dazu ein paar Castle Draft, ein paar Calamari und Tempura Prawns, und wir haben an die gute Hazel gedacht. Was sie wohl jetzt gerade macht?

Teil 1707. Nov. 2016

Tag 13, von Plettenberg Bay nach Wilderness

Schön war das hier in der Tamodi - Lodge, es hat uns sehr gut gefallen, das Freizeitangebot in Plett ist erste Sahne, die Townshiptour was ganz besonderes.
Übrigens - bezahlt haben wir für die Unterkunft um die 175 Euro die Nacht incl. Frühstück. Ja, wir wissen, dass das viel Geld ist und eigentlich für "nur" Bed & Breakfast unseren normalen Rahmen sprengt. Aber wir wollten unbedingt in die Tamodi-Lodge, und die normalen Zimmer waren nicht mehr frei, die natürlich deutlich günstiger gewesen wären.

Von Plettenberg Bay nach Wilderness sind es grad mal 80 Kilometer, das ist nicht lang und so beschließen wir, eine Wanderung hier in Plettenberg Bay zum Robberg-Nature-Reserve zu unternehmen. Es gibt dort die Möglichkeit, eine zwei- oder vierstündige Wanderung zu unternehmen, unterwegs sieht man vom steilen und engen Klippenpfad aus unten an der Küste eine um die 2000 Tiere zählende Robbenkolonie, allerdings sind die Tier sehr weit weg, man bräuchte schon ein gutes Tele, um ein brauchbares Foto zu machen.

Aber Robben sind ja nicht alles, allein die Natur hier im Robberg-Nature-Reserve ist atemberaubend. Immer wieder herrliche Blicke zum Meer, die Vielzahl der bunten Blumen, die hier überall blühen, wir haben es nicht bereut, diese Wanderung zu unternehmen. Bereut haben wir höchstens, dass wir nur die kurze, 2-stündige Wanderung gemacht haben, aber zu mehr war leider keine Zeit.

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Hier an diesem Strand hat´s uns besonders gut gefallen. Wenn die Zeit uns nicht davon laufen würde, hier hätten wir bestimmt einen Badestop eingelegt, denn solche Strände hat man nicht jeden Tag:

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Schön war dieser kleine Ausflug ins Naturreservat, wenn jemand gut zu Fuß ist, ist das unbedingt empfehlenswert.

Jetzt wird´s aber Zeit, all zu lange können wir hier nicht vertrödeln, die nächste Station, bevor wir nach Wilderness zu unserer Unterkunft kommen, ist Knysna. Für die Strecke gibt es verschiedenene Möglichkeiten, nämlich entweder über die N2 (die schnellste), oder über die Berge (die längste) oder, und so haben wir das gemacht, über den Flughafen und einer Seitenpiste weiter nach Kranshoek und dann nach Knysna.
Die Nebenpiste entlang des Flughafens war aber so eine Sache, denn nach etlichen Kilometern hinter dem Flughafen war die Straße gesperrt, "under construction", und nun hätten wir eigentlich umkehren müssen, was wir aber nicht wollten. Also sind wir einfach weitergefahren und haben so getan, als gehörten wir hierher. Letztendlich war´s dann kein Problem, der Straße entlang waren zwar an mehreren Stellen Bauarbeiter zu sehen, aber die Leute haben uns gar nicht beachtet. Zum Glück, und so sind wir bald in Knysna angekommen.

Knysna ist ein sehr quirliges Städtchen mit rund 40.000 Einwohnern, und die Knysna Waterfront ist wohl einer der Hotspots entlang der Gartenroute. Hier gibt es alles, was das Touristenherz höher schlagen lässt. Souvenierläden, Juweliere, Modedesigner, hier reiht sich ein Geschäft ans andere, die Vielzahl der Restaurants locken die Feriengäste in Scharen an. Eigentlich hat man hier in Knysna alles, was man sich von einem Urlaub entlang der Gartenroute erhofft und erträumt. Man hat nur eines nicht: Ruhe.

Wir haben uns die Waterfront angeschaut, und hier brummt im wahrsten Sinne des Wortes der Bär. Die Lokale (es war um die Mittagszeit) waren proppenvoll, bevorzugter weise natürlich vorne am Wasser. Uns war das dort zu schrill und zu laut, und das "Ocean Basket" kam uns wie gerufen. Uns hat´s gewundert, wieso alle Menschen unbedingt vorne am Wasser sitzen wollen, denn im Ocean Basket ging´s ruhig und beschaulich zu. Und man sitzt da oben im ersten Stock auf einer Aussichtsterrasse, von daher war das wie ein Logenplatz. Aber ich denke mal, dass das Ocean Basket im Moment einfach nicht "angesagt" ist.

Uns hat´s geschmeckt, wie die Bilder zeigen, und das Dargebotene war nicht nur günstig, sondern auch von sehr guter Qualität:

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Kurz nach unserem Lunch sind wir dann weiter nach Wilderness zu unserer Unterkunft, das "On the Beach" Gästehaus. Das Gästehaus ist eines der neueren Häuser in Wilderness, gebaut unmittelbar am Strand, sehr stylisch und modern alles eingerichtet und unsere Suite Nr 6 hat einen traumhaften Blick aufs Meer.

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Wenn man dann solch einen Blick auf´s Meer hat, auf diesen schier endlosen Strand ...

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.... dann gehört es schon fast zum Pflichtprogramm, einen langen Strandspaziergang zu unternehmen. Windig war´s, wellig war´s, aber KLASSE!

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Für den Abend haben wir schon von Deutschland aus einen Tisch im Serendipity reserviert. Unser top-freundlicher Gästebetreuer Pieter, der Mann an der Rezeption vom "On the Beach", hat uns dieses Restaurant ebenso als unbedingtes must do ans Herz gelegt, es sei der Tipp für Wilderness schlechthin. Also gut, dann wird´s schon passen.

Toll ist, dass man vom Chef des Hauses, Herrn Rudolf, vom Gästehaus abgeholt und natürlich anschließend auch wieder zurückgebracht wird. Hat halt den großen Vorteil, dass man das Auto nicht braucht, also kann man sich das ein oder andere Schöpperl genehmigen.
Die Preise sind "gehoben", wenn man das so sagen darf. Das 5-gängig Menü kostet pro Person 445 Rand, dazu noch Getränke, wir haben am Schluss 1.500 Rand bezahlt, das sind kanpp 100 Euro, und das hat´s gegeben:


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Die Bilder von der Nachspeise sind schon ein bisserl verwackelt, woran´s wohl gelegen hat?

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Wir wissen, dass sich unsere Meinung nicht mit der Meinung vieler Fomis deckt, aber wir waren enttäuscht. Wir hatten uns vom hochgelobten Serendipity deutlich mehr versprochen. Das Essen war gut, das war aber auch schon alles. Unserer Meinung nach ist der Preis nicht gerechtfertigt, und uns gefällt so ein aufgeplüschtes Ambiente wie wir das hier im Wohnzimmer vom Serendipity vorgefunden haben, überhaupt nicht. Die beiden Besitzer, Lizelle und Rudolf, sind beide sehr unterhaltsam und freundlich, an dem hat´s bestimmt nicht gelegen, und die Stimmung war nicht schlecht, aber das Essen hat uns nicht umgehauen. Schade, aber wir würden dort nicht mehr hingehen.

Übrigens sehe ich erst jetzt, also beim Schreiben des Reiseberichtes und beim Nachlesen auf den Essensquittungen: der Transport von unserem Gästehaus zum Serendipity wurde uns in Rechnung gestellt. 100 Rand, sicherlich nicht die Welt, aber so was erzeugt bei mir ein G´schmäckle, denn ausgemacht war das nicht und der Shuttle-Service wurde uns vor Ort als "besonderer Service" angepriesen.

Aber soll´s gut sein so, wir genehmigen uns noch einen kleinen Absacker im Zimmer, hören dem Rauschen der Wellen noch eine zeitlang zu, bis wir wieder einmal todmüde in unser Kuschelbett fallen.

Teil 1808. Nov. 2016

Tag 14, unser zweiter Tag in Wilderness

Wenn der Tag so los geht wie heute (schon wieder Sonne), dann lacht dein Herz!!!

Tolles Frühstück in noch tollerer Umgebung. Unser Gästehaus "on the beach" macht seinem Namen wirklich alle Ehre, man glaubt fast, man sitzt zum Frühstück nicht am, sondern auf dem Strand. Unglaublich. Zum Frühstück gibt´s natürlich alles, was das Herz begehrt, und das Personal ist sehr freundlich und herzlich, ohne "aufgesetzt" zu wirken.

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Unser Gästehaus ist ein schönes Haus. Wir konnten zum Glück draußen sitzen, es macht aber auch innen einen sehr netten und absolut gepflegten Eindruck, man kann sich mittels Strichliste vom Kühlschrank selbst bedienen was man braucht, und das zu einem nicht überteuerten Preis.

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Nach dem Frühstück machen wir eine Wanderung im Wilderness National Park. Es gibt verschiedene Wandermöglichkeiten im Park, u.a. den 10 km langen Rundweg Pied Kingfisher Trail, einerseits sehr reizvoll, andererseits aber mit ein paar weniger schönen Straßenpassagen.

Wir machen den Kingfisher Trail nicht, sondern wir haben uns für eine Kanutour entschieden, wo man zu Beginn der Tour rund eine Stunde mit dem Kanu Richtung Wasserfall fährt, dann legt man am Ufer an und von dort geht´s über herrliche Pfade, teils über Holzstege (sehr schön gemacht) zu einem Wasserfall, wo man die Möglichkeit zum schwimmen hat.
So viel zur Theorie. Die Praxis hingegen hat gezeigt, dass es dem bayern schorsch mit seinen Bandscheibenproblemen im Kanu gar nicht gut gegangen ist. 😈 Die Sitzposition ist für Kreuzkranke höchst ungeeignet, 😈 und so kehren wir bereits nach 20 Minuten um, geben unser Kanu ab, und gehen halt einfach zu Fuß. Mir hat das überhaupt nicht gepasst, und Schorschine war auch nicht unbedingt begeistert, aber in diesem Fall musste ich meinem Alter Tribut zollen. Das war richtig schade, denn die Kanutour hätte uns schon sehr gut gefallen. 🙁

So aber geht´s per pedes Richtung Wasserfall, und den Fluß müssen wir mit einer kleinen ferry überqueren, eine lustige Sache:

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Nach ungefähr 1 1/2 - 2 Stunden erreichen wir den Wasserfall, zum schwimmen ist das in unseren Augen nicht geeignet, aber die ersten Wagemutigen sind schon im Wasser.

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Wir haben schon oft vom Knysna Lourie gehört und natürlich gehofft, irgendwo hoch in den Bäumen einen dieser schönen Vögel zu sehen. Und wir hatten Glück, die Bilder sind zwar nicht so der Brüller, aber uns gefallen sie trotzdem:

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Die Wanderung ist richtig schön und beschaulich. Uns gefällt das, die Massen an Touristen halten sich in Grenzen, man läuft den ganzen Weg mehr oder weniger allein, und immer wieder machen wir Fotostops, die Landschaft ist wunderbar und dann und wann gibt´s ein paar Vögelchen und Rebhühner zu bewundern:

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Wandern macht hungrig 😉 und von Pieter, dem Gästehausmanager bekommen wir einen guten Tipp: wir sollten uns doch mal das "Beejuice Cafe" ansehen, das ist gleich gegenüber von unserem Gästehaus.

Gesagt, getan, und wir würden im Nachhinein sagen: ein kleiner Geheimtipp, dieses kleine Cafe. Wir bestellen uns eine Kleinigkeit zu essen und wir erfahren etwas über die Geschichte dieses Cafe´s, das früher, zu der Zeit, als in Wilderness noch die Eisenbahn durchging, das Bahnhofshäuschen war. Im Innenraum des Cafe´s, dort wo früher wahrscheinlich die Wartehalle war, hängen Bilder der damaligen Zeit an der Wand, alles sieht hier bald so aus wie in einem Bahnhofsmuseum. Gleich hinter dem Cafe ist die Bahnlinie:

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und im Garten des Beejuice Cafe´s haben wir einen Burger reingedrückt, man gönnt sich ja sonst nichts:

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Ganz lustig ist diese Tafel - wir hoffen, dass wir zur "when they come" und nicht zur "when they go" Kategorie gehören.

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So gestärkt gehen wir runter an Strand, das Wetter ist wunderbar und die Wellen verprechen einen riesen Spaß, den wir auch hatten - es war einfach nur genial:

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In der Abenddämmerung geht´s nochmal zu Fuß entlang am Strand, und auch heute ist das für uns ein Erlebnis der ganz besonderen Art, dieser Strand ist hier in Wilderness wunderschön, und der Strand gehört uns fast allein.

Zum Dinner haben wir uns einen Tisch im "The Girls" reservieren lassen, ein mehrfach prämiertes Lokal gleich hinter der Tankstelle, wo unter anderem auch viele lokale Gerichte serviert werden.
Gegessen haben wir
10 Prawns
Calamari Starter Girls
Mussel Starter
Chocolate Truffle
Malva Pudding
2 Castle
1 Flasche Anura Malbec (der war seeeeeeehrt gut)
das Ambiente und die Stimmung waren top, der Service hervorragend, und gelöhnt haben wir hier 617 Rand, also um die 40 Euro. Von uns eine klare Empfehlung, in´s The Girls würden wir immer wieder hingehen.

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Und so geht auch unser zweiter Tag in Wilderness wieder einmal "Rucki Zucki" vorüber und wir sind ein bisschen traurig, dass wir von hier schon wieder weiter müssen. Man könnte es ruhig noch ein paar Tage länger aushalten, aber so ging es uns bisher an jeder Station, wo wir waren. Überall ein paar Tage mehr, das wär prima.

Teil 1909. Nov. 2016

Tag 15, ein weiter Weg von Wilderness nach De Hoop

Heute morgen schau ich beim Fenster raus und was sehen meine leicht verschlafenen Äuglein: Delfine, und zwar nicht nur einen, sondern viele, ein tolle Einstimmung auf den heutigen Tag. Die Bilder sind nichts besonderes, aber immerhin:

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(... wenn man genau hinsieht, links außen, da ist einer ...)

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Sorry für die schlechte Qualtät, aber immerhin sind´s ein paar "Beweis"-Fotos.

Nach dem Frühstück sind unsere Trollys schnell gepackt (man wird da regelrecht zum Spezialisten, je öfter man das macht), und schon geht´s los, die heutige Etappe sind knapp 300 Kilometer, das Navi gibt uns um die 4 Stunden vor.

Ein (offenes) Wort zu unserer Unterkunft "on the beach".

Auf dem nächsten Bild

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sieht man das Gebäude, im ersten Stock sind 4 Zimmer, wir haben eins in der Mitte gehabt. Und das ist der große Minuspunkt dieses Gästehauses. Man hat sehr wenig Privatsphäre, denn vom Nachbarzimmer aus konnte man, wenn man gewollt hätte, bei uns beim Fenster reinschauen. Und sowas geht natürlich überhaupt nicht. Da musste man dann schon die Vorhänge zuziehen, wenn man ungestört sein wollte, und uns hat das überhaupt nicht gepasst.
Die beiden äußeren Zimmer im ersten Stock, also die Eckzimmer links und rechts sind sicherlich etwas "privater", aber auch da meine ich, dass man sich nicht allzu sehr verrenken muss, um den Nachbarn beim schlafen zuschauen zu können. Eigentlich ein K.O. Kriterium. Wenn man dann glaubt, man nimmt eins von den unteren Zimmern (da gibt es eins links außen und eins rechts außen), dann ist das auch nicht viel besser, denn die Terrasse ist eine Gemeinschaftsterrasse, wo sich jeder aufhalten kann, und unter Umständen wird Dir dann direkt vor Deinem Fenster eine Liege aufgebaut.

Das ist alles sehr schade, 🙁 denn das "on the beach" ist ein ganz ein liebes Gästehaus mit ausgesprochen freundlichen Personal. Die Leute sind sehr bemüht, das fehlt´s an nichts. Aber die Sache mit der fehlenden Privatsphäre wäre im Nachhinein ein Grund, beim nächsten Mal eine andere Unterkunft zu suchen. Jammerschade.
Aber - wem das nichts ausmacht, wenn der Nachbar mal beim Fenster reinschaut und wer damit leben kann, wenn vom Nachbarn der Zigarettenrauch rüberzieht (obwohl´s ein Nichtraucher-Haus ist), der fühlt sich hier bestimmt sehr wohl.

Bezahlt haben wir für die Übernachtung incl. Frühstück 2.975 Rand, also um die 190 Euro, das ist schon viel Geld, noch dazu wenn man berücksichtigt, dass wir auf Grund unserer frühen Buchung sogar noch einen Discount 🙂 bekommen haben.
Die verrechnete Laundry (das waren 2 T-Shirts, eine kurze Hose und ein Wanderhemd) hat 256 Rand = 16,50 Euro gekostet, das haben wir als unverschämt empfunden und uns im Nachhinein geärgert.

Jetzt aber los, wir haben etliche Kilometer vor uns. Allerdings müssen wir gleich an der ersten Biegung hinter Wilderness schon wieder einen Fotostop einlegen, die ehemals benützte Eisenbahnbrücke liegt wunderschön an einer Flussmündung, da kann man nicht einfach so vorbeifahren:

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Die Strecke zieht sich lange hin. Zunächst noch auf der N2 über Mossel Bay und Riversdale biegen wir von der "Autobahn" hinter Heidelberg bei Askraal ab, von dort haben wir nur noch Gravel Pads, und wir sind so gut wie allein auf den Straßen unterwegs.
Wobei - so ganz allein sind wir gar nicht. Wir sehen nämlich unterwegs so einige tierische Zeitgenossen, am besten waren die Schildkröten - sehr liebesbedürftig:

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Dieser Adler, leider auch arg weit entfernt, hat an der Straße ein Rebhuhn gerissen

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und etwas weiter laufen uns noch verschiedene andere Gestalten über den Weg:

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Nicht mehr allzu weit von unserem Ziel, dem De Hoop Nature Reserve, müssen wir den Brede River überqueren. Hier an der Fähre hat sich eine alte Tradition bewahrt: eine von Hand gezogene Fähre, die einzige dieser Art in ganz Südafrika. Zwei (starke) Männer ziehen den Ponton, also die Fähre, über den Brede River, und wir können bestätigen - eine absolut sportliche Höchstleistung, so was haben wir auch noch nie gesehen:

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und während sich die Männer abplagen, nimmt dieser rote Piepmatz ein Bad:

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Und dann sind wir endlich da, das "De Hoop Nature Reserve", es war eine zwar kurzweilige, aber trotzdem beschwerliche Anfahrt, die Straßen waren teils in einem schlechten Zustand.

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Im unserem Reiseführer wird vom "Jewel of the Western Cape" geschrieben, ein Reservat mit wenigen Besuchern, was für uns schon gleich mal der erste Pluspunkt hier ist. Die historischen Cottages sind heute romantische Unterkünfte, die weißen Sanddünen, die Naturlandschaft, das lässt die Herzen jeden Besuchers höher schlagen. Und in der Tat, der erste Blick auf das Vlei, im Hintergrund die wei0en Sanddünen, so was Schönes sieht man selten.

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Zum Auftakt sehen wir schon mal die ersten Elands und Zebras,

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und unsere Unterkunft, die "Opstal Vlei Suite", wartet schon auf uns.

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Unsere Unterkunft gefällt uns sehr gut, wir packen ganz schnell aus, schließlich wartet die Küste mit den Walen auf uns und außerdem gibt´s hier viele Tiere zu sehen. Unter anderem Schlangen:

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Ja genau so war das - 🤩 noch bevor wir zur Küste runterfahren, schauen wir uns im Gelände um und sehen vor der Eingangstür zum SPA diese Schlange. Und ich hab noch am Morgen zu meiner Schorschine gesagt, so eine schöne kleine Snake, das wär doch mal was. Und dann sowas. Wir meinen, dass das eine Boomslang ist, und bald 50 % der Belegschaft vom De Hoop ist zusammengelaufen, und ein paar Männer haben die Schlange dann in Richtung Pool 🤩 vertrieben. Bloß gut, dass wir heute eh keine Lust auf Schwimmen hatten.

Eine Fahrt hinunter zum Meer gehört zum Pflichtprogramm. Auf diese Art und Weise lässt sich auch das Reservat auf bequeme Art erkunden, und am Parkplatz von Koppie Alleen stellen wir unser Auto ab und gehen über Bretterstege hinab zum Wasser. Man hat hier sehr viele Möglichkeiten der Aktivität, es gibt viele Wanderwege, Mountainbikestrecken, Kajaktouren, geführte Wanderungen, Tierbeobachtungen - das ist schon alles sehr schön und wieder einmal wissen wir, dass wir für dieses Reservat mindestens zwei, wenn nicht drei Tage hätten buchen sollen.

Am Meer angelangt - die Anfahrt dürften von den Cottages bis zum Meer bestimmt noch 15 km sein, und das über schlechte Rüttelpisten, kann man dort herrlich wandern. Am Meer entlang, die weißen Sandklippen hoch, und immer wieder halten wir Ausschau nach den Walen, die sich hier in der Bucht tummeln sollen. Wir sehen auch welche, aber leider zu weit entfernt, um ein gutes Bild zu machen. Trotzdem freuen wir uns, es sind die ersten Wale in diesem Urlaub:

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Zurück im Cottage werden wir mit diesem schönen Regenbogen überrascht,

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bevor wir zum Abendessen gehen. Wir haben Halbpension gebucht, das war sicherlich die beste Alternative, denn erstens konnten wir in unserer Opstal Vlei Suite nicht kochen und zweitens hätte sich das für eine Nacht eh nicht gelohnt.

Das Restaurant war recht nett und gemütlich, das Essen hat gut geschmeckt (es gab Kudu-Steak), und der kleine Shop war gut bestückt:

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Bald nach dem Abendessen sind wir wieder in unsere Unterkunft zurück. Ein Gläschen Rotwein, zum draußen sitzen war´s leider zu kalt, und schon bald verschwinden wir in unserem Kuschelbett. Die Türe halten wir heute Abend lieber geschlossen, nicht dass die Schlange auf einen Besuch zu uns vorbeischleicht. Dann wär´s nämlich aus mit Kuscheln.

Bezahlt haben wir für diese Unterkunft 3.850 Rand incl. Halbpension, das sind rund 250 Euro, ganz schön happig, aber wir haben auch ein sehr sehr schönes Zimmer gehabt.

Teil 2010. Nov. 2016

Tag 16, ein bisschen noch DE HOOP und dann nach De Kelder

Oh ja, wie ist das Leben schön!!! Wenn ich jetzt während des Berichtschreibens die verschiedenen Stationen unseres Urlaubs nochmal "nach"-erlebe, dann behaupte ich mit Fug und Recht: das war ein schöner Urlaub. Das war einfach nur Klasse, und noch schöner ist - wir haben noch ein paar Tage vor uns.

Bevor wir uns auf den Weg zum heutigen Etappenziel, DE KELDERS, machen, erkunden wir mit unserem Auto das Naturreservat. Bis zum beach ist es uns für heute zu weit, die Straße zu schlecht und die Strecke, die wir noch zu fahren haben, zu weit. Schorschine gibt noch schnell die Schlüssel an der Rezeption ab, irgendwas hat ihr da anscheinend besonders gut gefallen:

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Und dann geht´s los auf Fotopirsch. Zunächst bleiben wir noch im Areal, die Häuschen, die Bäume, die gesamte Natur, aber auch der Pool, das ist alles richtig schön hier:

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Die Schlange haben wir übrigens nicht mehr gesehen und ein bisschen schade war, dass uns der Pool zu kalt war. Das wär schon ein Ding gewesen, die schorschens aus Bayern und die Schlange gemeinsam im Pool !!!

Und viele Tiere gibt´s zu sehen:

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Wir finden, dass das sehr schöne Motive sind, grad bei den Bildern mit den "schneebedeckten" Hügelketten. Man könnte tatsächlich meinen, dort hätt´s geschneit, so weiß ist der Sand auf den Dünen:

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Schwerlich können wir uns losreißen von diesem schönen Ort, aber wir müssen weiter, hilft alles nichts. Unterwegs machen wir öfter einen Fotostop, die Landschaft ist schön und die Getreideernte, wie man an den Stoppelfeldern sieht, in vollem Gange:

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Die Strecke ist nicht sehr lang, und schon kurz nach Mittag sind wir in unserer Unterkunft, wo wir die nächsten 2 Nächte unser Lager aufschlagen:

Die "CLIFF LODGE" in De Kelders, ein paar Kilometer hinter Gaansbai, hier im Forum hochgelobt, und das zu Recht! Wir werden von Nico freundlich empfangen, bekommen alles erklärt und fühlen uns auf Anhieb wohl.

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Die zwei Nächte hier waren ein Volltreffer und es hat uns außerordentlich gut gefallen, obwohl wir "nur" den WEST-Room hatten. Der West - Room hat klar den Nachteil, dass der Pool unmittelbar vor dem Zimmer liegt, also praktisch vor unserer Nase, und der Pool kann natürlich von allen Gästen benützt werden. Eine Schweizer Familie war da, mit zwei Jugendlichen, um die 15 Jahre alt.
Für uns war klar - oh je, das kann ja heiter werden!!!

Wir befürchteten schon das Schlimmste, aber es stellte sich heraus, dass die Kinder mehr als nett und freundlich waren, vor allem aber waren sie ruhig. Wir haben uns sehr gewundert, denn die Kid´s haben sich eigentlich nur im Flüsterton unterhalten. Irgendwann haben sie uns dann erzählt, dass sie eine internationale Schule besuchen, und ich muss sagen, so korrekte und freundliche Jugendliche haben wir schon lange nicht mehr gesehen. Die beiden wussten, wie man "Manieren" schreibt.

Also - alles gut, wir waren mit dem West-Room bestens bedient, aber zugegebenermaßen könnte es, wenn´s blöd läuft, schon mal etwas lauter werden. Während der beiden Tage haben wir uns aber kein einziges Mal gestört gefühlt, das hat wirklich gut gepasst.

So sieht der West-Room aus:

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und so hat´s dann auf unserer Terrasse ausgesehen, vorne unser Weinmäuerchen, dahinter der Pool und nochmal dahinter das Meer.

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Und ich lüge nicht - es hat keine 10 Minuten gedauert, und schon war Wal-Alarm. Die Wale waren mehr oder weniger unterhalb unseres Pools, wir mussten vielleicht mal 5 Minuten laufen, nicht länger und konnten von den Klippen aus die ersten Walbeoabachtungen machen.

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Das war schon eine klasse Sache, mit dem hatten wir nicht gerechnet, dass wir die Wale so nah an der Küste haben.

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und dabei sollte morgen noch alles viel besser kommen, wir hatten nämlich großes Sichtungsglück.

Für das Abendessen hat uns Gideon, der Gästehausbetreiber, einen Tisch in einem besonderen Ambiente versprochen. Im De Kelders Private House, bei Neil, einem Mann, der schon etliche Kochbücher geschrieben hat und hier in De Kelders, nahe der Cliff Lodge, so eine Art Restaurant betreibt, dort sind wir abends zu Fuß hingegangen. "Private Cooking" war angesagt.

Es waren nicht viele Gäste da, die Küche bzw. der Kochherd ist im Raum, das ganze Drum-Herum ist sehr stylisch und modern, eine durchaus interessante Variante, eine Abendessen einzunehmen.

Das Problem jedoch war, dass wir ganz und gar nicht begeistert waren. 🙁 Die Kürbissuppe haben wir schon zig-mal besser bekommen, der zweite Gang, ein Teller mit Salat, war trotz nachsalzen und nachpfeffern immer noch fad im Geschmack, lediglich das Kalbfleisch in einer sehr guten Soße, das war prima. Die Nachspeise bestand aus einem Apfelkuchen wie früher bei Oma, war zwar nicht schlecht aber auch nichts Besonderes.
Uns hat das nicht von den Socken gehaut und wir würden dort nicht mehr hingehen. Bezahlt haben wir 1.130 Rand, also gute 70 Euro.

Die Stimmung bei diesem Neil war eigentlich schlecht. Wir sind bestimmt Menschen, die redselig und unterhaltsam sind, und wir sitzen gerne mit anderen Menschen zusammen, ein bisschen small talk und dann sieht man schon, wie die Unterhaltung weitergeht. Aber das war dort einfach nicht möglich. Unsere Tischnachbarn waren irgenwie komisch, die am Tisch weiter noch komischer, und vielleicht hat´s u.a. auch an der Stimmung gelegen, dass es uns im De Kelders Private House nicht gefallen hat.

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Mitten in der Nacht könnten wir noch in den Pool rein. Das geht natürlich besonders gut, wenn der Pool, so wie beim West-Room, vor der Nase liegt. Uns war´s aber mittags schon fast ein bisschen zu kalt, also haben wir das bleiben lassen und haben Dank unserer (schon wieder mal) Kuschelbetten perfekt geschlafen.

Ja und bevor ich´s vergesse! Schorschine ist in solchen Dingen immer spitzenmäßig - sie hat nämlich noch bevor wir zum Abendessen gegangen sind gesehen, dass man hier in der Cliff Lodge auch waschen und bügeln lassen kann. Ich hab da gleich mal abgewunken, denn der Spaß ist mir vom "On the Beach" in Wilderness noch gut in Erinnerung.
Aber - hier in der Cliff Lodge kostet ein kompletter, bis nach oben gefüllter Basket, sage und schreibe nur 150 Rand. 🙂 Das Geld behalten die Frauen, die hier angestellt sind, d.h., die Cliff Lodge möchte sich daran nicht die Hände abputzen, und das finden wir mehr als gut. Wir haben unsere gesamte Wäsche den Damen gegeben, lediglich meine gute alte Short habe ich nur widerwillig und unter Protest in den Abfall geschmissen.

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Teil 2112. Nov. 2016

Tag 17, was für ein Glück, wir dürfen den ganzen Tag in De Kelders sein

Wecken ist um 7:00 Uhr, der erste Blick geht raus auf´s Meer, vielleicht sehen wir Wale. Die schlafen aber heute Morgen noch, also geht´s hoch zum Frühstück, das mit Blick zum Meer gleich doppelt so gut schmeckt. Nico erzählt uns, dass wenn morgens keine Wale in der Bucht sind, dann kommen sie abends. Hoffentlich hat er recht.

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Für heute nachmittag haben wir uns eine Walbeobachtungsfahrt buchen lassen, die Tour kostet pro Person 65 Euro, für meine Begriffe schweineteuer, und los geht´s mittags um 12:00 Uhr ab Hafen Gaansbai.
Vorher aber lassen wir uns von Gideon mit dem Auto etliche Kilometer Richtung Gaansbai hochfahren, damit wir vormittags noch eine schöne Küstenwanderung unternehmen können. Wir finden, dass das ein prima Service ist !

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Während der Küstenwanderung halten wir natürlich permanent Ausschau nach Wale, aber leider ist tatsächlich heute Vormittag Fehlanzeige. Dafür sehen wir noch ein paar andere Exemplare:

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und mittendrin noch ein besonderes Prachtexemplar, der sich überlegt, wo wohl die Wale sein könnten:

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Unser Walk dauert um die 1 1/2 Stunden, leider immer noch ohne Wale, und langsam wird´s Zeit, dass wir nach Gaansbai vorfahren, wir freuen uns schon auf die Waltour.
Unser Touroperator nennt sich "Ivanhoe Sea Safaris", und das Boot macht schon mal einen guten Eindruck:

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Zunächst schippern wir relativ planlos auf hoher See, das Boote ist ziemlich gut besetzt, und wir haben oben auf dem Aussichtsdeck die beiden letzten Plätze ergattern können. Zwischendrin erzählt uns der Kapitän ein paar Geschichten über das Meer und die Wale, und vielleicht nach einer halben oder dreiviertel Stunde sehen wir dann die ersten Wale. Leider nehmen die Wale aber Reißaus und sind viel zu schnell für unser Boot. Also wird weiter geschippert, und siehe da, in einer Bucht, gar nicht weit vom Land entfernt, entdecken wir dann diese Walmamma mit ihrem Kalb. Was für ein super Erlebnis:

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Nach zwei Stunden sind wir ziemlich platt und frieren uns einen ab:

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Nicht nur der Wind setzt uns gehörig zu, sondern es ist auch ein ziemlicher Kraftakt, bei diesem Wellengang die Balance auf dem Schiff zu halten. Viele Fotos sind da gehörig verwackelt, aber unterm Strich war diese Bootstour schon ein tolles Erlebnis.

Zurück im Hafen sind wir noch am Gaansbai Vismark vorbei, das ist gleich unten am Hafen neben der Anlegestelle unseres Bootes und haben uns zwei Portionen Fisch und Shrimps auf dem Pappteller gekauft. Dazu ein paar Pommes, na ja, für den schnellen Imbiss war das schon in Ordnung, für ein paar Rand gibt´s hier aus der Friteuse ein paar Kleinigkeiten aus dem Meer, man sollte aber nicht zu viel von dem öligen Zeugs essen, nicht dass es einem schlecht wird danach. 😐 😉

Zurück in der Cliff Lodge dreh´n wir eine schnelle Runde im Pool und marschieren dann zu den Klipgat Caves, die gleich hier in der Nähe sind. Wir sind die Klippen entlang gelaufen, die Höhle ist nicht weit von unserem Gästehaus entfernt, wir sehen auch den Eingang zur Höhle, aber irgendwie haben wir plötzlich keinen Bock mehr. Wir wollen nach Hause, ein bisschen was trinken und ausruhen. Wir sind ganz geschafft von der Whale-watching-Tour.

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Schön ist die Landschaft, wir lieben das Meer, hier könnte man´s wieder mal viel viel länger aushalten, und das Walbeobachten, auch wenn sie sich im Moment "nur" sehr ruhig verhalten, ist eine perfekte Freizeitbeschäftigung:


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In der Cliff Lodge treffen wir die anderen Hausgäste, die heute eine Shark-Tour gemacht haben und dürfen gleich mal deren Bilder bestaunen. Schöne Bilder hatten die im Gepäck, und denen hat das Shark-Diving so gut gefallen, dass sie´s gleich am nächsten Tag nochmal gebucht haben.
Ja und während wir da so auf der Terrasse sitzen, die Bilder von dem jungen Paar bestaunen, nebenzu einen Gin-Tonic schlürfen, erleben wir in Sichtweite ein Spektakel ganz besonderen Ausmaßes.
Das Walkalb konnte gar nicht genug davon bekommen: ein Sprung am anderen, das war unglaublich.


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Auf den Bildern kommt das gar nicht so gut rüber, aber wenn man sowas in Natura sehen darf, dann ist das etwas wunderbares. Wenn man bedenkt, dass das kleine Wal-"Baby" wohl auch um die 10 Tonnen wiegt, und der Kamerad trotz seines Gewichts sich derart in die Höhe schraubt, das ist schier unglaublich. Und jedesmal, wenn wieder sein Körper auf´s Wasser aufgeknallt ist, gab´s eine Fontäne vom Feinster. Eine einmalige Sache!

Ich bin bei unseren Reisen ja der Filmer, und die letzten Bilder von den springenden Walen sind alle vom Camcorder als Standbilder "erzeugt". Man muss sich nämlich vorstellen, dass meine Schorschine vor lauter Begeisterung total vergessen hat, auf den Auslöser der Fotokamera zu drücken. Ein Fauxpas, der natürlich nie und nimmer hätte passieren dürfen. Springende Wale nicht zu fotografieren!?! Eine mittelschwere Ehekrise war das Resultat, wir haben fast eine halbe Stunde lang nichts mehr miteinander geredet. 😈 😈 😈

Am Abend zum Dinner hat uns Gill einen Platz im "Blue Goose Restaurant" in der Franken Straat 12 in Gansbaai reserviert. Und das war dann wieder ein Lokal ganz nach dem bayern schorsch seinem Geschmack. Heimelige, romantische Stimmung, eine Atmosphäre, wie man es selten findet, und das haben wir gegessen:
1x Calamari "Patagonien" - das waren die BESTEN Calamari in diesem Urlaub, und ich kenn mich da aus!
1x Rock Prawns
1x Seafood Espetada
1 Line Fish Geelbek
dazu ein Premium Lager und ein Flascherl HPF Bloos.
Ein perfektes Abendessen, bezahlt haben wir 640 Rand, hier hat das Preis-Leistungsverhältnis sehr gut gepasst und die blaue Gans ist von uns eine glasklare Empfehlung. Daumen ganz nach oben!

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Und jetzt mal ein Versuch, das Video von YOU TUBE hier reinzustellen. Müsste klappen und dauert 2 Minuten, also nicht lange:

Bei YouTube ansehen ↗

Teil 2213. Nov. 2016

Tag 18, Abschied von De Kelders und den Walen, es geht nach Paarl:

Wir fahren einerseits ungern von hier weg, andererseits freuen wir uns aber schon auf unsere nächste Unterkunft, das "Grande Roche" in Paarl, und wir wussten zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht, wie schön es dort ist und vor allen Dingen, welch schöne Strecke wir heute vor uns haben.

Nico hat noch unser Auto gewaschen, und ihm und den Frauen, die hier unsere Wäsche zu diesem supergünstigen Preis gemacht haben, schenken wir unsere ganzen Überbleibsel dieser Reise. Die Coolerbox wurde dankend angenommen, ein paar restliche Flaschen Essig, Öl usw. von unserer self catering Geschichte wechseln den Besitzer, und alles geht mehr als reißend weg. Gill und Gideon bekommen noch unsere restlichen Kugelschreiber, aber am meisten haben sie sich über die Haribo gefreut. B´sonders ER, der gute Gideon, der hat gestrahlt über´s ganze Gesicht. Mensch - waren das nette Leute in der Cliff Lodge! 🙂
Im Büro von der Cliff Lodge hängt an der Wand dieses Bild, so können wir uns die Wale schon viel besser vorstellen:

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Wir haben heute eine landschaftlich ganz tolle Strecke vor uns:

Als allererstes steuern wir Hermanus an, das soll ja die "Hauptstadt" der Wale sein. Wir fahren durch den Ort, es sieht alles recht nett aus, aber um sich ein Bild von Hermanus zu machen, ist das natürlich viel zu kurz. In jedem Fall wirkt das kleine Städtchen wie rausgeputzt. Von Hermanus geht´s weiter auf der R44 nach Kleinmond, und kurze Zeit später sind wir bereits in Betty´s Bay, wo wir die Pinguin Kolonie besuchen.

Am Stoney Point westlich von Bettys Bay, da leben die Brillenpinguine, und in unserem Reiseführer steht, dass der Besuch hier in Bettys Bay viel angenehmer sei als in Simons Town am Boulders Beach, da es hier nicht so überlaufen sei.

Wir können das so nicht bestätigen, denn ganz im Gegenteil - uns hat das ganze "Drum Herum" am Boulders Beach deutlich besser gefallen. Leute gibt es hier wie dort, aber der Boulders Beach hat eindeutig den schöneren Strand. Trotzdem gefällt uns natürlich auch Stoneys Point, und wir machen viele Fotos (Schorschine lässt sich nämlich jetzt nichts mehr nachsagen, was die Fotografie anbelangt):

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Hier am Stoney Point leben nicht nur Pinguine, sondern hier nisten auch zahlreiche Kormorane, und mittendrin haben viele Dassies für Nachwuchs gesorgt, die Kleinen sind wirklich mehr als putzig.

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Wir halten uns bestimmt eine Stunde auf und sind begeistert. Man hat die Tiere regelrecht "vor der Nase", das ist hautnaher Kontakt, richtig toll ist das. Anschließend fahren wir weiter auf dem Clarence Drive Richtung Gordons Bay, immer am Meer entlang. Man fährt sozusagen um das Kogelberg Nature Reserve herum, und für uns ist dieser Clarence Drive eine Straße von umwerfender Schönheit.

Natur pur, Wasser so weit das Auge reicht, oh Mann ist das Klasse hier. Uns hat der Clarence Drive viel besser gefallen als zum Beispiel der Chapman´s Peak Drive, aber man kann sicherlich die beiden Küstenabschnitte nicht vergleichen. Hinter Gordons Bay fahren wir nicht die Hauptstrecke über Stellenbosch, sondern wir nehmen die Nebenstrecke über die R321 Richtung Theewaters Nature Reserve, durch das wir mehr oder weniger mitten durch fahren, zu unserer Linken und Rechten sind überall große Seen, und irgendwann haben wir in das Franschhoek-Tal diesen herrlichen Blick

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Franschhoek liegt wunderschön mitten im riesigen Weinanbaugebiet, das Städtchen macht auf uns einen aufgeräumten und relaxten Eindruck, und langsam aber sicher macht sich bei uns der Hunger bemerkbar. Wir passieren viele Wine-Estates, Le Petite Ferme, Haute Cabriere, The Franschhoek Cellar, Graham Beck Wines, La Provence Winery und wir sie alle heißen, selbst die Franschhoek Wine Tram lassen wir links liegen, unser erklärtes Ziel für einen kleinen Mittagslunch ist das
www.la-motte.com
Schorschine hat nämlich davon gelesen und als erklärtes Ziel ernannt.
Schon allein die Einfahrt macht einen super Eindruck, es wird richtig spannend, was uns dort wohl erwartet:

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Leider (oder soll ich sagen zum Glück) gibt es keinen "normalen" Tisch im Restaurant, sondern wir werden gefragt, ob wir eventuell an der Küchenbar Platz nehmen möchten, das wäre die einzige Möglichkeit, denn das gesamte Restaurant ist fully booked. 😈 Ich runzle da mal mit der Stirn, denn an der Bar, das war nun eigentlich gar nicht so mein Ding und wundern tut´s uns schon, dass hier an einem stinknormalen Werktag die Bude voll ist. Haben denn die Leute nichts anderes zu tun?

Aber - wir nehmen dann doch Platz an der Bar und siehe da, dieser Platz hat sich als ein Logenplatz der allerersten Güteklasse gezeigt. 😉 Wir sitzen derart günstig, dass wir sehen, wie 6 oder 8 Köche, und die Leute haben ihr Handwerk verstanden, vor unseren Augen die Speisen zubereiteten. Das war eine einmalige Sache, wir sind aus dem Staunen nicht herausgekommen und ich muss sagen, sowas haben wir noch nie zuvor gesehen. Dass mal im Lokal gekocht wird, das gibt´s ja überall mal zu sehen, aber so wie das hier abging, das war schon sensationell.

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Gegessen haben wir nur eine Kleinigkeit, nämlich eine Curried Soup, ein Chicken Pilaf Gem Squash&Coconut, eine Cheese Palette und eine Kisterl mit Brot (Ode to Bread). Dazu zwei Gläser La Motte Sauvignon Blanc, 3 Gläser La Motte Millenium und ein Glas La Motte Pierneef Syrah Viognier. Wie gesagt, nur eine Kleinigkeit, und es hat vorzüglich geschmeckt.

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Gut gestärkt und wenn wir ehrlich sind, wir hätten eigentlich nicht mehr fahren dürfen, 🙁 kommen wir am Nachmittag ca. 14:30 Uhr in der 5 Sterne Luxus Accomodation "Grande Roche" in Paarl an. Der Eingangsbereich ist wieder spannend - was dürfen wir hier erwarten?

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An der Rezeption beim Check in bekommen wir als erstes ein Erfrischungsgetränk gereicht, und das in Form eines Glases Champagner. Champagner Rosé, und wir haben nicht nein gesagt. Unser Zimmer ist das Coach House, wahrscheinlich eine ehemalige Stallung, alles von vornehmsten Luxus:

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Über das Grande Roche ist im Reiseführer zu lesen:

Erstklassige und sehr teure Fünf-Sterne-Herberge, auf einem historischen Weingut. Die Suiten verteilen sich auf den ehemaligen Stall, das Kutschenhaus, die ehemaligen Sklavenquartiere und die Gärten. Das Bosmans Restaurant gehört zu den Topadressen im Lande. Bilderbuchaussicht vom Restaurant auf die Berge und das Weinanbaugebiet. Fine Dining!

So steht´s geschrieben und wir hatten per Zufall das Glück, das Grande Roche Hotel zu einem Schnäppchenpreis buchen zu können. 2.500 Rand 🤢 🤢 incl. breakfast (und was für eins) und incl. Wine-Tasting, das war ein Angebot. Kurzerhand haben wir das Wine-Tasting auf den Abend während des Abendessens im Bosmans verlegt, wir hielten es nämlich nicht für klug, jetzt auch noch auf die Schnelle an einem Wine-Tasting teilzunehmen.

Flotter Check in, wir sind mittlerweile darin geübt, und die Liegen am Pool warten schon, wir brauchen dringend ein Mittagsschläfchen

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Schnell eine Runde im Pool, und dann ab auf die Liege, wo wir tatsächlich für ein Stündchen wegnicken, wahrscheinlich haben wir von den guten Weinen des Weinguts La Motte geträumt.

In der Abenddämmerung erkunden wir noch ein wenig die Hotelanlage. Schön ist das alles, mal schauen, wie das morgen bei Tageslicht aussieht, dann wird´s wahrscheinlich noch schöner sein.

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Und dann ist es so weit - der kulinarische Hochgenuss im Bosmans 🙂 , das angeblich beste Restaurant im südlichen Afrika, wir sind sehr gespannt, was uns dort erwartet:


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Mit dem Verschieben des Wine-Tasting´s hat das sehr gut geklappt, die ersten drei Gläser Weißwein waren auf unserer Gesamtrechnung durch das Wine-Tasting quasi "frei", den Rotwein mussten wir dann selbst bezahlen, eine mehr als faire Regelung. Ich meine, da haben wir großes Glück gehabt.

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Zu den Kosten:
Das 6 (oder waren es 7 ?) Gänge Menü kostet pro Person 805 Rand, das sind 52 Euro, sicherlich viel Geld, aber man bekommt dafür einen Gaumenschmaus mit ganz besonderer Note. Dazu kommt ein 1a erstklassiger Service, wir wurden wohl von 4 verschiedenen Obern bedient und hatten mit allen eine rechte Freude. Die Stimmung war perfekt, das Essen war perfekt - ein perfekter Abend, den wir sicherlich so schnell nicht vergessen werden. So ein Bosmans - Dinner macht man nicht jeden Tag, und es war in kulinarischer Hinsicht ein krönender Abschluss unseres Urlaubs.

Wobei - auch der morgige Tag und damit gleichzeitig unser letzter Tag in SA 🙁 wird uns noch viele Stunden bringen.

Teil 2314. Nov. 2016

Tag 19, es geht zurück nach Deutschland

Ja, jetzt ist unser Urlaub auch schon wieder vorbei. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergangen ist, wir hätten es in Südafrika leicht noch etliche Tage länger ausgehalten. Über den letzten Tag gibt´s natürlich nicht allzu viel zu berichten, aber zumindest möchte ich noch ein paar schöne Bilder vom Grande Roche einstellen.

Gleich früh morgens gehen wir auf Endeckungsreise innnerhalb der Anlage. Das Wetter ist perfekt, die Sonne lacht vom Himmel, ein schöner Abschied ist das hier im "Grande Roche":

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Anschließend gehen wir zum Frühstück, das heute bei diesem herrlichen Wetter auf der Außenterrasse des Hotels eingenommen wird. Es gibt alles, was das Herz begehrt, und wir lassen´s uns nochmal richtig gut gehen. Champagner und Austern gehören hier zum guten Ton des Hauses, es ist schon alles sehr dekadent, aber wir nehmen diese Angebote gerne an. Der Blick von der Frühstücksterrasse über die Weinberge nach Paarl, das ist wirklich atemberaubend schön.

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Wir haben noch genügend Zeit, nicht nur in aller Ruhe unsere Koffer wieder mal "richtig" einzupacken (je länger der Urlaub und je öfter die Unterkünfte gewechselt werden, desto "schlampiger" wird man) sondern noch ganz relaxt ein paar Runden im Pool zu schwimmen und diesen herrlich warmen Tag in vollen Zügen zu genießen.

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Dass wir unser Zimmer etwas länger als üblich belegt hatten, war kein Problem, und kurz nach 13.00 Uhr verlassen wir diesen schönen Flecken Erde, ein letztes Foto vom Grande Roche im Gepäck.

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Eine gute Stunde später sind wir am Flughafen in Kapstadt, die Autorückgabe verläuft problemlos (am liebsten hätt ich dieser Kisten noch einen Tritt in den Hintern gegeben) und in der Flughafenhalle werden wir jetzt im Oktober dran erinnert, dass Weihnachten auch schon bald vor der Türe steht.

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Ein Wort noch in eigener Sache: Wir hätten nie gedacht, dass dieser Teil Südafrikas so schön ist und haben uns oft über diese hohen Gebirgsketten gewundert, da war bei uns die Vorstellung eine andere. Berge haben wir bei uns zu Hause auch, aber hier macht´s die Mischung. Auf der einen Seite die Berge, auf der anderen Seite das Meer. Das ist es, was uns so gut gefallen hat. 🙂

Die Unterkünfte haben wir sorgfältig ausgewählt und im Nachhinein konnten wir mit der Ausbeute mehr als zufrieden sein. Ebenso hatten wir meist ein gutes Händchen, was die kulinarischen Dinge anbelangt. Wir haben viele erstklassige Restaurants besucht, wir haben viele erstklassige Weine probiert, und wir haben immerhin 3 erstklassige Kilos pro Nase auf der Waage mit heim gebracht. Das sind die negativen Randerscheinungen, aber jedes Kilo war´s wert, man kann ja zu Hause wieder was dagegen tun. 🤢

Die Tiersichtungen hielten sich zwangsläufig in Grenzen, wobei uns das, was wir gesehen haben, sehr gut gefallen hat. Die tausende von Pinguinen, die Vögel, die Strauße, die Dassies, vor allem aber die Wale in und um De Kelders, das war schon einmalig.

Wenn wir uns überlegen, was wohl der Höhepunkt in diesem Urlaub war, dann tun wir uns damit sehr sehr schwer. Wir hatten eigentlich jeden Tag highlights der Extraklasse, vielleicht aber, um zumindest eine Sache zu nennen - zu Fuß den Tafelberg hoch, das denken wir, war unser ganz persönliches highlight. 🙂

Kurz und gut: ein gelungener Urlaub, von dem wir noch lange zehren werden und der uns bestimmt in lebhafter Erinnerung bleibt.

Euch Allen ein herzliches DANKE 🙂 für´s "bei der Stange" bleiben, allen Danke-Button-Drücker 🙂 auch nochmal lieben Dank und bis auf ein ander mal,
der bayern schorsch und die schorschine

Teil 2417. Nov. 2016

Hallo zusammen,

möchte mich bei Euch sehr herzlich bedanken für Eure lieben und netten Worte.
Guggu Ria Graskops

Hanne Netti Beate

Konni Biggi Elisabeth

Ingrid und Helmut Sabine Gila Nette
Ich seh auch, dass "fast" ausschließlich die weibliche Fraktion hier vertreten ist, darum an Euch viele viele 😘 😘 😘 😘 😘 😘 😘 😘 😘 😘

Und der Graskop Silvio und der Helmut von der Franzicke, Ihr beide schaut bei den 😘 einfach weg. 😉

Schön war´s, dass Ihr mit auf Reise gegangen seid und bei allen Danke-Button-Drücker auch nochmal auf diesem Wege "DANKE"!

Bis auf ein ander mal,

der bayern schorsch

KAPSTADT, BERGE und ganz viel MEER .... von bayern schorsch

Quelle: www.namibia-forum.ch/forum/thema/290779-kapstadt-berge-und-ganz-viel-meer

Stand: letzter Berichtsteil vom 17. Nov. 2016

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