mein Entschluss, wieder auf den afrikanischen Kontinent zu wollen reifte und ich entschied mich meine Frau zu überreden, dass wir uns doch mal nach Südafrika Namibia anschauen könnten – zumindest einen Teil -. Mit Worten kann ich es nur schwer erklären und viele lachen darüber, aber ich mochte schon seit ich Kleinkind war alles was mit Afrika nur ansatzweise zu tun hatte und konnte meinen Traum 2014 verwirklichen. Jedoch wurde aus Träumen eine Art Sehnsucht, fast Bauchweh, ich wollte einfach wieder los.
Zu meiner Verblüffung willigte sie ein, wenn ich eine schöne Route ausarbeiten würde, es finanziell ok wäre - ich hatte jedoch einiges gespart 🤪 - die für „Anfänger“ machbar wäre. Für Gruppenreisen sind wir nicht so zu haben. Ich fand hier dieses Forum, las viele Berichte, Informationen und meine Zettel häuften sich, besorgte mir Karten, Reiseführer und fing an unsere Tour zu planen. Spinnenbilder, die ich ausreichend gesehen hatte, zeigte ich ihr nicht, nur die, von denen ich wusste, dass nur ein „wow“ kam und sich so unsere Vorfreude immer mehr steigern konnte.
Im Nachhinein weiß ich, dass ich mir zu viel den Kopf zerbrach, zu viel plante, zu viel einpackte, aber hey…ist die Reiseplanung nicht irgendwie auch eine tolle Zeit??
Zwei der geplanten Aufenthalte haben nicht wie vorgesehen "geklappt", aber es gab dann tolle Alternativen, dazu aber mehr im detaillierten Reisebericht.
Ich habe schon in Namibia mit mir gehadert, ob ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Reisebericht schreiben soll, aber es oft verworfen, da es ja doch eine Route ist, die die meisten kennen, aber mich jetzt doch entschieden – auch aus Egoismus heraus -, den Urlaub nochmals erleben zu können und Euch für die vielen Infos DANKE zu sagen.
Taschen und Koffer hatten wir bereits gepackt, Katzensitter war organisiert, also machten wir uns mit unserem Hund auf den Weg Richtung Frankfurt Flughafen. Da wir uns nicht mit Zwingerhaltung von über 3 Wochen für unseren Collie-Retriever-Mix anfreunden konnten, haben wir uns wieder entschieden Gaston im „Hundiversum“ abzugeben und von Frankfurt aus zu fliegen. Praktisch in zweiter Linie auch, da ich ursprünglich aus der Nähe von Wiesbaden stamme und wir meinen Papa kurz Hallo sagen konnten und das Auto war dort auch gut für die Urlaubsdauer abgestellt.
Endlich stiegen wir nach einem längeren Tag ca. um 18 Uhr aus dem Taxi und checkten bei Condor unsere Koffer ein. Der erste Schock: Ich hatte total vergessen, dass ich das Auto von meinem Papa umgeparkt hatte und nun dessen Autoschlüssel aus der Jackentasche zog. Kurz überlegt und wahnsinnig geärgert, aber ich gab den Schlüssel einem anderen Taxifahrer, die Adresse und € 50,- in die Hand….es klappte, jetzt konnten wir uns locker machen… und auf das Boarding warten, aber geärgert hab ich mich trotzdem, konnte mal wieder nur mir passieren, das erste Urlaubsgeld futsch 😠
Wir hatten super Sitze - zumal wir das erste Mal Premium Economy gebucht hatten – und der Flug startete pünktlich gegen 20.50 Uhr in Richtung Windhoek. Essen war trotz Premium – für meinen Geschmack – nicht besonderes, aber ich schlief zum ersten Mal im Flugzeug am Fenster und mehr Beinfreiheit ein - den Film hatte ich nur zur Hälfte geschafft - 😛 .
Teil 317. Feb. 2016
21.01.2016 Windhoek
Wir landeten ca. 1 Stunde früher als geplant am frühen Morgen in Windhoek und ich freute mich schon die Luft zu schnuppern. Es ging also zu Fuß zum Flughafengebäude, Fiebermessen und auf zur Passkontrolle/Einreise (ich hatte die Formulare schon zu Hause ausgefüllt, super Tipp!).
Weihnachten war sogar auch noch am Gepäckband 😉 :
Danach wollte ich schnell noch Geld ziehen bzw. umtauschen (mein Papa drückte uns noch ein tolles Taschengeld zu) und da ich den Fahrer von ASCO noch nicht sehen konnte, ging ich schnurrstracks auf den ATM zu. Seitlich grinste mich dort Richard von ASCO an und meinte, wir wären bestimmt die Mädels, die er abholen solle. Ja klar, super, ich sagte, ich würde noch schnell Geld besorgen und dann könne es losgehen (wir waren seine einzigen Gäste an diesem Morgen).
Richard entschuldigte sich vielmals, dass er in kein offizielles schööönes Auto von ASCO dabei hätte, aber irgendwie wäre er in den Regen gekommen und mit seiner Kleidung und Auto hätte das nicht mehr geklappt. Richard wusste ja nicht, dass uns sowas ziemlich schnuppe ist, Hauptsache alles geht rein und wir kommen sicher an! Gemerkt hat er es dann wohl doch, denn er entspannte sich sehr und freute sich mit uns über die ersten Paviane, die auf den Zäunen saßen.
Die Fahrt zu ASCO dauerte nicht ganz eine Stunde und ich war ganz froh, dass ich nicht gleich nach dem Flug hinters Steuer musste. Da es an der Rezeption sehr voll war, wurde uns erstmal unser Bushcamper samt Ausrüstung gezeigt, ausführlich der Innenraum inspiziert und ich staunte nicht schlecht, als der Kilometerstand auf „45“ stand, „a brand new car for you“, „yes, wow…..grins!!“. Danach ging es an die Rezeption, die letzten Formulare ausfüllen, die Kreditkarte wegen Blockung der Kaution zücken und ein kleines Sicherheitsvideo haben wir uns – wie alle – auch noch angesehen, dann ging es zurück zum Camper. Ein paar Kleinigkeiten standen noch aus. Wie ist das mit der Tür? Kann diese von innen abgeschlossen werden? Na klar, „sure“… Vorführeffekt, Schloss war kaputt. Wir sollen uns doch in den Schatten setzen und noch eine rauchen, sie wären in 5 Minuten fertig. Ok, kein Problem, wir rauchten, gingen auf Toilette und schauten uns danach auf dem Parkplatz um, um unseren Camper standen 4 Mechaniker und versuchten das Problem zu lösen. Ein paar Minuten später fragten wir nach, danach hieß es, noch ca. 15 Minuten Geduld….. ok….nach weiteren 20-30 Minuten (mittlerweile 6 Mechniker) hieß es dann wir sollen noch einen Kaffee trinken, es würde noch einen Moment dauern. Naja, Kaffee war gut, aber der beschädigte Suzuki, mit dem Reisende bei Tempo 104 km/h auf Gravelroad einen Unfall hatten war nicht so schön und an die „Wall of Shame“ wollte ich nach den 3 Wochen auch nicht kommen. Ich kürze es jetzt mal ab, nach ca. 2,5 Stunden Warten 🙂 rollten wir vom Hof und fuhren zum „Casa Piccolo“. Wir bekamen unser Zimmer checkten ein, schauten uns kurz um und fuhren gleich zum SUPER SPAR zum Einkaufen. Linksverkehr ich komme…. Naja, klar der Blinker ist auf der falschen Seite!! Es ging alles gut 🙂
Mit unserem Einkaufszettel bewaffnet betraten wir den Laden und waren etwas enttäuscht, so laut, so hektisch, die Alarmanlage ging und ging nicht aus, entspanntes Einkaufen fühlt sich definitiv anders an. Aber was soll´s, noch in den Bottle-Store und es war geschafft, zwar nicht alles, wie gewünscht, aber das Wichtigste war dabei, außerdem werden wir unterwegs nicht verhungern. Zurück zum Casa Piccolo, Einkäufe verstauen, frisch gemacht und mit dem Taxi ins „Joe’s Beerhouse“... ganz witzig gemacht.
Um ca. 21.30 Uhr lagen wir im Bett und freuten uns auf den nächsten Tag.
Teil 417. Feb. 2016
21.01.2016 Windhoek
Wir landeten ca. 1 Stunde früher als geplant am frühen Morgen in Windhoek und ich freute mich schon die Luft zu schnuppern. Es ging also zu Fuß zum Flughafengebäude, Fiebermessen und auf zur Passkontrolle/Einreise (ich hatte die Formulare schon zu Hause ausgefüllt, super Tipp!).
Weihnachten war sogar auch noch am Gepäckband 😉 :
Danach wollte ich schnell noch Geld ziehen bzw. umtauschen (mein Papa drückte uns noch ein tolles Taschengeld zu) und da ich den Fahrer von ASCO noch nicht sehen konnte, ging ich schnurrstracks auf den ATM zu. Seitlich grinste mich Richard von ASCO an und meinte, wir wären bestimmt die Mädels, die er abholen solle. Ja klar, super, ich sagte, ich würde noch schnell Geld besorgen und dann könne es losgehen (wir waren seine einzigen Gäste an diesem Morgen).
Richard entschuldigte sich vielmals, dass er in kein offizielles schööönes Auto von ASCO dabei hätte, aber irgendwie wäre er in den Regen gekommen und mit seiner Kleidung und Auto hätte das nicht mehr geklappt. Richard wusste ja nicht, dass uns sowas ziemlich schnuppe ist, Hauptsache alles geht rein und wir kommen sicher an! Gemerkt hat er es dann wohl doch, denn er entspannte sich sehr und freute sich mit uns über die ersten Paviane, die auf den Zäunen saßen.
Die Fahrt zu ASCO dauerte nicht ganz eine Stunde und ich war ganz froh, dass ich nicht gleich nach dem Flug hinters Steuer musste. Da es an der Rezeption sehr voll war, wurde uns erstmal unser Bushcamper samt Ausrüstung gezeigt, ausführlich der Innenraum inspiziert und ich staunte nicht schlecht, als der Kilometerstand auf „45“ stand, „a brand new car for you“, „yes, wow…..grins!!“. Danach ging es an die Rezeption, die letzten Formulare ausfüllen, die Kreditkarte wegen Blockung der Kaution zücken und ein kleines Sicherheitsvideo haben wir uns – wie alle – auch noch angesehen, dann ging es zurück zum Camper. Ein paar Kleinigkeiten standen noch aus. Wie ist das mit der Tür? Kann diese von innen abgeschlossen werden? Na klar, „sure“… Vorführeffekt, Schloss war kaputt. Wir sollen uns doch in den Schatten setzen und noch eine rauchen, sie wären in 5 Minuten fertig. Ok, kein Problem, wir rauchten, gingen auf Toilette und schauten uns danach auf dem Parkplatz um, um unseren Camper standen 4 Mechaniker und versuchten das Problem zu lösen. Ein paar Minuten später fragten wir nach, danach hieß es, noch ca. 15 Minuten Geduld….. ok….nach weiteren 20-30 Minuten (mittlerweile 6 Mechniker) hieß es dann wir sollen noch einen Kaffee trinken, es würde noch einen Moment dauern. Naja, Kaffee war gut, aber der beschädigte Suzuki, mit dem Reisende bei Tempo 104 km/h auf Gravelroad einen Unfall hatten war nicht so schön und an die „Wall of Shame“ wollte ich nach den 3 Wochen auch nicht kommen. Ich kürze es jetzt mal ab, nach ca. 2,5 Stunden Warten 🙂 rollten wir vom Hof und fuhren zum „Casa Piccolo“. Wir bekamen unser Zimmer checkten ein, schauten uns kurz um und fuhren gleich zum SUPER SPAR zum Einkaufen. Linksverkehr ich komme…. Naja, klar der Blinker ist auf der falschen Seite!! Es ging alles gut 🙂
Mit unserem Einkaufszettel bewaffnet betraten wir den Laden und waren etwas enttäuscht, so laut, so hektisch, die Alarmanlage ging und ging nicht aus, entspanntes Einkaufen fühlt sich definitiv anders an. Aber was soll´s, noch in den Bottle-Store und es war geschafft, zwar nicht alles, wie gewünscht, aber das Wichtigste war dabei, außerdem werden wir unterwegs nicht verhungern. Zurück zum Casa Piccolo, Einkäufe verstauen, frisch gemacht und mit dem Taxi ins „Joe’s Beerhouse“... ganz witzig gemacht.
Um ca. 21.30 Uhr lagen wir im Bett und freuten uns auf den nächsten Tag.
Teil 519. Feb. 2016
22.01.2016 Windhoek – Bagatelle Kalahari Game Ranch
Wir standen um 6.30 Uhr auf, gingen zum Frühstücksraum und schmatzten leise vor uns hin, wir waren alleine im Raum und konnten das Buffet und die Ruhe genießen, wurden nur kurz nach Eiern gefragt, die wir gerne annahmen. Preis-/Leistungsverhältnis ist echt super und wir haben uns sehr wohl gefühlt.
Um ca. 8.30 Uhr starteten wir in Richtung B1 nach Rehoboth. Eigentlich hatte ich mir gewünscht, gleich über Pad zu fahren, aber da ich die Gegebenheiten nicht kannte, entschied ich mich dann doch für die B1. Kaum aus der Stadt draußen gingen meine Mundwinkel nach oben und ich strahlte – endlich Freiheit – endlich kann unser Abenteuer Namibia beginnen, tschüß Windhoek – wir sehen uns in 3 Wochen.
Natürlich ist die B1 gegenüber Pad nicht sehr spektakulär, aber ich fand es trotzdem schön. Langsam eingewöhnen, die Landschaft genießen und über die nächsten Tage nachdenken. Auf der ersten Brücke sitzen Paviane und weisen uns den Weg, toll.
In Kalkrand tankten wir und von den weiteren kalten Getränken, die ich erstand, gab ich gleich einige einem netten älteren Herren weiter, der mich nett nach etwas trinkbarem fragte.
Kurz vor Mariental bogen wir links in die C20 Richtung Strampriet ab und weiter ging es auf die D1268 Richtung Bagatelle. Viele Tiere begegnen uns Springböcke, Gnus, Oryxe bis wir uns gegen Mittag am Eingang registrierten. Wir fahren durch den schönen roten Sand bis zur Reception, vor derer zwei jüngere Kühe grasen. Ich freu mich wie ein Kind und lasse sie an meinen Fingern schnuppern. Ein kalter Begrüßungssaft wurde uns gereicht, auf Aktivitäten hingewiesen und wir meldeten uns zum Game Drive und Abendessen an.
Danach fuhren wir zu unserer Campsite No. 2. Toll, alle Campsites liegen etwa 50-100 Meter – je nachdem - auseinander und haben alle ihr eigenes kleines Badehäuschen (eigener Schlüssel) mit Waschbecken, Toilette und Dusche, viel Platz und sehr ordentlich und sauber. Viele Tausendfüßler kreuzten unseren Weg und wir setzen uns erst und schauten ihrem Treiben zu. In den roten Sand, die Dünen und die Atmosphäre haben wir uns sofort verliebt!
Um 15.30 Uhr liefen wir vor zur Lodge, wir wollten vor dem Game-Drive noch etwas Trinken und uns ein wenig die Atmosphäre anschauen. Kurz vor 16.30 Uhr begaben wir uns auf den Parkplatz, auf dem schon in der Mitte ein Jeep stand und davor ca. 12-15 schwitzende Urlauber. Ok, wir sollen da alle reinpassen? Zwei der Wartenden hatten bereits ihre Hände an der gewünschten Sitzposition und verweilten dort ohne zu zucken…schade, Handtücher waren wohl schon aus?!! Nach einigen Augenblicken kam ein weiterer Jeep und es wurde je nach Drive aufgeteilt. Na klar, alle saßen schon bis wir freundlich fragten, wo wir denn mitfahren dürften. Im 1. Jeep waren noch 2 Plätze frei, jedoch einer ganz hinten und der andere ganz vorne beim Fahrer. Gesagt getan sprang ich hinten auf, Silvia vorne.
Nach 2 Minuten merkte ich – hatte ich vorher nicht bedacht – dass Silvia total in der Sonne saß und wahrscheinlich trotz Sonnencreme leiden wird… Ojeeee 😵
Teil 619. Feb. 2016
Nun ein paar Bilder...
Parkplatz Casa Piccolo
Pool/Innenhof
Teil 719. Feb. 2016
Bilder von Bagatelle
Teil 820. Feb. 2016
Fortsetzung 22.01.2016 Bagatelle
Nach dem Game Drive und Sundowner bekommen wir einen Tisch zugewiesen. Der offene Bereich der Lodge ist in Kerzenschein gehüllt und ein paar Wandlampen leuchten. Diese werden - nachdem sehr viele Fliegen/Motten (keine Ahnung, welche Art die hatten) auf die Tische flogen und dabei die Flügel verloren, gelöscht. War eine super Idee, denn sie verzogen sich schon bald und die Flügel wischten wir einfach vom Tisch. Schade, dass es immer wieder Menschen gibt, die sich darüber brüskieren, die sich beschweren, dass die Lampen wieder angemacht werden sollen, da sie ihr Essen im Kerzenschein nicht genügend sehen könnten. Für die Insekten konnte niemand etwas und ich fand es clever die Lampen zu löschen, gemütlicher war es im Kerzenschein ohnehin. Ich mag einfach Menschen nicht, die sich nicht einfach an einer Atmosphäre erfreuen können, die sich über alles beschweren und sich aufführen, als wären die Angestellten nur 2. Klasse... Zur Vorspeise gab es Tiger-Prawns und danach konnten wir vom Buffet Oryx-Frikadellen, gebratene Kartoffeln, Hühnchen-Pie, Karotten, Nudel-Avocado- oder Gurkensalat probieren. Über dem Kamin konnte man sich zusätzlich verschieden Game-Steaks aussuchen, war alles verdammt lecker, der Nachtisch bestand entweder aus Erdbeermousse oder Schokoladenküchlein mit Sahne.
Sehr satt und glücklich begrüßten wir noch den zahmen Springbock, der immer mal wieder zwischen den Tischen auftauchte und machten uns danach im Vollmond auf zurück zur Campsite zu laufen. Auf dem Weg - Stirnlampen waren sehr vorteilhaft - mussten wir auf Käfer und Tausendfüßler aufpassen, damit wir nicht drauftraten. Plötzlich blitzen im Schein der Lampe Augen auf und wir waren sehr froh, dass es nur Pferde waren, die grasten.
Gute Nacht Bagatelle 🙂
P.S. Die längere Beschreibung des Game-Drives inklusive der etwas gewöhnungsbedürftigen Mitfahrer erspare ich mir 😗
Teil 920. Feb. 2016
23.01.2016 Bagatelle Kalahari Game Ranch - Koiimasis Ranch (Tirasberge)
Gegen 6 Uhr wache ich auf und lausche den Geräuschen 🙂 , schlüpfe aus dem Bushcamper, um den Sonnenaufgang miterleben zu können. Um uns herum stehen schon einige Springböcke im Gras, sie lassen sich von mir nicht stören, laufe den Weg Richtung Lodge und biege dann ab den Hügel hinauf. Langsam zeigt sie sich:
Es ist schwer in Worte zu fassen, wie schön und ruhig es um mich herum war, ich genieße einige Zeit sehr und laufe dann zurück zu Campsite, um uns einen Kaffee zu kochen.
Mittlerweile ist auch Silvia wach und wir setzen uns mit einer Tasse Kaffee einfach in den Sand, Hunger haben wir keinen, das Buffet war sehr reichhaltig. Besuch bekommen wir auch noch:
Schade, langsam müssen wir zusammenpacken und uns auf den Weg in die Tirasberge machen, ist schon ein Stück zu fahren.
Der Bushcamper ist schnell wieder fahrtauglich und wir fahren noch zur Lodge, um unsere Rechnung zu begleichen, dann geht es wieder los.
Über die D1268, C20 und B1 entscheiden wir uns nochmal kurz im SUPER SPAR in Mariental reinzuschauen. Hier gefällt es uns viel mehr als in Windhoek, der Laden ist sehr sauber, klasse bestückt und es geht alles mit viel mehr Ruhe zu (mag vielleicht auch an den Sicherheitsleuten liegen). Wir packen noch einiges in der Wagen - auch falls wir auf der Strecke Kinder treffen - und fahren auf der C19 Richtung Maltahöhe - alles Asphalt -.
Kurz in Maltahöhe noch die Reifen gecheckt, denn es sollte ab hier auf Pad gehen Richtung Helmeringhausen (C14), der Tank war noch halbvoll und sollte bis dahin reichen.
Dass wir in der Regenzeit unterwegs waren zeigte sich auf dieser Strecke. Ca. auf Abzweig Schloß Duwisib goss es ca. 20 km aus Eimern. in Helmeringhausen tankten wir und schauten uns kurz um.
Nach Helmeringhausen - C13 - kam wieder etwas die Sonne heraus, jedoch konnte man schon am Horizont die schwarzen Wolken erkennen, die uns sagten, dass wir die D707 nicht in Sonnenschein erleben werden, schade.
Dies war/ist noch eins der schöneren Bilder, denn es zog sich wirklich sehr zu, es war ziemlich anstrengend zu fahren. Etwa nach der Hälfte hörte es wenigstens auf zu regnen, wir begegneten noch zwei Landrovern und fragten nach, ob wir helfen könnten, ein Reifen war geplatzt, aber sie waren frohen Mutes, dass sie es bald geschafft hätten (ich war echt froh, wie gut unser Bushcamper - und auch ich, Silvia hatte keinen internationalen Führerschein beantragt 😐 - bisher durchgehalten hatte).
Irgendwann war es dann doch geschafft, Einfahrt zu Koiimasis:
Teil 1021. Feb. 2016
Fortsetzung Koiimasis
Die Farmauffahrt (ca. 18-20 km) hatte anfänglich ziemliches Wellblech, nach und nach wurde es aber etwas besser und es kam sogar noch ab und an die Sonne heraus.
Ein paar "Hürden" sind zu nehmen bis die Ranch mit Rezeption im hinteren Tal auftaucht.
Wir parken unseren Camper und melden uns bei Anke an, wir bekommen Campsite No. 3. Schnacken noch ein wenig über die Aktivitäten und bestellen für unsere Abreise etwas Gamefleisch. Uns interessiert sehr der Nature- oder Farmdrive, zu dem sie uns erst morgen früh die Zu- oder Absage geben kann, wir sollen bitte nach dem Frühstück nochmal nachfragen.
Um die Ranch sind einige Gehege mit kleinen Straußen, Enten, Truthähnen und Hühnern. Ich komme mir ein wenig vor wie bei "unsere kleine Farm", fühle mich sofort sehr wohl. Koiimasis war der Grund unsere Reise doch noch ein wenig in den Süden zu verschieben. Wir fahren noch etwa ca. 1 km weiter zur Campsite, die im hinteren Teil der Felsen/Berge versteckt liegt (leider fehlt hier etwas die Aus- bzw. Fernsicht, aber liebevoll gestaltet mit Badehaus zum Duschen und Toiletten.
Alle Plätze sind sehr gepflegt und haben eine tolle Lage. Wir richten uns kurz ein und bummeln noch ein wenig über den gesamten Platz. Bald darauf kommt die Familie, die sich neben uns auf Campsite No. 2 niederlässt zurück und uns ist es etwas unangenehm, immer sehr nah an ihnen vorbeilaufen zu müssen, um zur Toilette zu kommen. Campsite 1 oder 2 sind hierfür sicher besser geeignet bzw. stört amn niemanden in seiner Privatsphäre. Campsite 4 hatte eine eigene Dusche und Toilette, hätten wir eventuell auch nehmen können.
Es zog sich wieder etwas zu und wir begannen das Abendbrot vorzubereiten (Salat und Würstchen), hier schielten immer mal wieder neugierige Blicke auf uns:
Leider mussten wir unser Essen im Camper zu uns nehmen (das erste und letzte Mal), da es wieder ein wenig zu tröpfeln begann. Unseren Absacker konnten wir dann aber wieder unter dem Baum einnehmen und gingen dann ins Bett.
Teil 1121. Feb. 2016
24.01.2016 Koiimasis
Bin mal wieder um 6 Uhr wach und schaue nach, ob sich schon einige Klippschliefer (in Südafrika nannten wir sie immer "Dassies") blicken lassen, aber außer mir und ein paar Vögeln ist nichts zu erkennen. Irgendwie trotzdem cool, tief durchzuatmen und einfach vor sich hinzuschauen, nichts zu tun und abzuwarten, was so geschieht. 😎
Gegen 7 lässt sich dann auch Silvia blicken und wir beschließen Eier & Speck und Kaffee zum Frühstück zuzubereiten. Danach duschen wir und packen Kamera und Wasser ein, um bei Anke wegen Farmdrive nachzufragen und gleichzeitig uns dem Walking Trail anzuschauen.
Gute Nachrichten, der Farmdrive findet statt, Thomas, Ankes Sohn wird uns gegen 17.30 Uhr von der Campsite abholen. Wir lernen auch Floh, den Chef der Farm, einen kleinen propperen Jack-Russel kennen. Er begrüßt uns sehr freundlich und lässt sich sehr gerne kraulen. Anke meint nur schmunzelnd, den werdet ihr jetzt aber nicht wieder los. Kein Problem, wir lieben Hunde, wir laufen los und Floh begleitet uns wirklich.
Schon bald gesellt sich noch eine rehbraune Dogge (leider haben wir den Namen vergessen) zu uns und wir stapfen gemeinsam weiter, die Hunde wissen ja, wo es langgeht 😄
Teil 1221. Feb. 2016
Die beiden waren bezaubernd, trotteten vor oder neben uns und hinter uns her, warteten, wenn wir mal wieder ein Foto machten, sie haben super auf uns aufgepasst 😛
Gegen Mittag waren wir - Floh natürlich auch, er machte sich noch in einer Tränke etwas frisch - wieder zurück auf unserer Campsite (die Dogge blieb unten an der Ranch). Wir chillten ein wenig vor uns hin, Floh lies die Klippschliefer nicht aus den Augen und gegen Nachmittag bereiten wir uns eine Kleinigkeit zu essen, da wir uns ausrechnen konnten, dass wir nicht vor 20 Uhr vom Farmdrive zurückkommen würden.
Etwas nach 17.30 Uhr kam Thomas mit dem Jeep und wir nahmen - samt Floh - und der Nachbarfamilie Platz. Los ging es, es wurde eine sehr informative und interessante Tour. Wir löcherten Thomas auch mit Fragen. Wir lernten einiges über das Farmleben, die Brunnen-/Wassersituation, das Gras, die Rinder und die Wildpferde. Ich ziehe noch heute den Hut, dass Thomas sich für die Ranch entschieden hat, viele seiner Klassenkameraden (er ging zusammen mit seiner Schwester auf eine Privatschule in Windhoek) blieben in der Stadt und wollen nicht mehr zurück.. Mit leuchteten Augen konnte man spüren, wie sehr er die Ranch und die Tirasberge liebt, trotz der harten Arbeit und aller Widrigkeiten, die zu stemmen sind. Wir raten jedem, falls der Drive stattfindet, daran teilzunehmen und alles aufzusaugen, die Landschaft ist atemberaubend schön!
Teil 1321. Feb. 2016
Bilder vom Farmdrive
Leider kommen die Farben auf den Fotos nicht wirklich so heraus 😐
Der Sonnenuntergang war atemberaubend schön. Um kurz nach 20 Uhr waren wir wieder zurück, setzen uns etwas windgeschützt unter unseren Baum und Floh schlief auf meinem Schoß ein. Der Amarula war wie immer sehr lecker und da es langsam frisch wurde verzogen wir uns in unsere Betten.
Anmerkung: Floh stand natürlich etwas fragend vor dem Camper und da wir nicht wollten, dass er in der Dunkelheit alleine draußen bleiben sollte, nahmen wir ihn mit. Kaum im Camper sprang er aufs Bett und legte sich wie ein Eichhörnchen zwischen unsere Kissen, einfach nur süß, der Kleine 😉
Teil 1422. Feb. 2016
25.01.2016 Koiimasis – Sesriem
Da die heutige Etappe nicht ganz so weit ist, lassen wir uns etwas Zeit mit der Morgendusche und Frühstück. Außerdem ist es hier so schön, dass wir uns nicht wirklich aufraffen können. Leider ist es dann doch an der Zeit und wir packen Floh mit ein, um ihn bei Anke an der Rezeption abzugeben 🙁
Auf dem Parkplatz der Rezeption angekommen, läuft Floh voraus und verschwindet Richtung Futternapf. Anke übergibt uns das vakuumiertes Gamefleisch und wir zahlen alles zusammen, bedanken uns noch für die nette Betreuung und hoffen auf ein Wiedersehen.
Zweimal müssen wir Floh auf dem Weg zum Auto wieder zurückbringen, er versteht einfach nicht, dass wir nicht einen Farmdrive vor uns haben und er hier bleiben muss 🤨
Auch auf dem Weg zur D707 lassen wir uns Zeit, steigen ein paar Mal für Fotos und einfach nur zum „Schauen“ aus.
Heute bekommen wir den restlichen Teil der D707 mit Sonne satt ab, auf den ersten ca. 10 km sehen wir einige Oryxe, die tot auf der anderen Seite des Zauns liegen und sind sehr traurig, da wir es uns nicht wirklich erklären können?!
Die Strecke ist wunderschön, auch der weitere Verlauf bis Sesriem hat seine Reize, viele Oryxe, Springböcke, unsere ersten Bergzebras und Strauße begegnen uns. Wir begegnen so gut wie keinen anderen PKWs und haben sogar Zeit ein paar Fotos beim Fahren des Campers zu schießen.
Gegen 13 Uhr fahren wir die Tankstelle in Sesriem an und tanken auf und nehmen noch ein paar kalte Getränke – kann man nie genug davon haben - mit.
Schräg gegenüber ist das 1. "Tor" zum Parkeingang und wir werden wieder registriert und gebeten uns an der Rezeption zu melden, das Permit zu besorgen und zu zahlen.
Puuh, ganz schön heiß hier, aber wir ahnten es ja schon. Das Thermometer zeigt 42° an, na was soll‘s, mir ist ja schon vom generellen Besuch des Soussusvleis mit Camper im Januar hier im Forum abgeraten worden, "no risk, no fun".
Frohen Mutes gingen wir also zur Rezeption und bekamen Campsite No. 16 zugewiesen, kurz auf dem Plan gezeigt – sieht ja alles immer kompliziertes aus als es ist – und wurden zur Dame einen Meter weiter geschickt, um das Permit zu zahlen (effektiv finde ich das nicht gerade, aber ein paar Tage später wurde es noch lustiger… 😉 ).
Die Campsite No. 16 lag fast genau gegenüber des Pools und wir schauten uns wie erst einmal ein wenig um. Die vielen negativen Stimmen hier im Forum kann ich nicht wirklich nachvollziehen, denn ich fand alles ausreichend und sauber, vielleicht kamen wir auch mit wenig Erwartungen hier an, kann auch an der Reisezeit gelegen haben. Wir fühlten uns wohl – zumal wir einen tollen Baum mit viel Schatten hatten - und packten aus.
Vom Pool aus beobachteten wir das große Nest und das Treiben der Webervögel, Siedelweber ?(Philetairus socius), unscheinbare kleine Vögel , die sich eindrucksvolle Chalets bauen.
Nach der Erfrischung kochen wir Kartoffeln, um uns später das Gamefleisch von Anke munden zu lassen. Bei unserer Zubereitung schauen wir immer wieder mit dem Glas in die Ferne, erfreuen uns an den kleinen Webervögeln und ab und an auch anderen – irgendwie bin ich aber immer mit Fotos zu spät dran – und beschließen, morgen einen chilligen Tag einzulegen und nicht gleich ins Vlei zu fahren. Wir haben ja 2 Tage Zeit und noch mehr Runterkommen und Alltag und Büro hinter sich zu lassen ist schon was feines.
Das Steak von Koiimasis war so was von lecker, das Beste, dass wir in Namibia gegessen haben (die anderen waren auch sehr gut). Ich esse normalerweise nicht viel Fleisch und Steaks noch weniger, aber mir läuft heute noch das Wasser im Mund zusammen, wenn ich daran denke.
Bald darauf geht die Sonne unter und wir packen den Amarula aus. Der Abend wird sehr lustig und es dauert gar nicht lange bis nur noch ein Tropfen aus der Flasche kommt. Wie konnte jetzt das passieren 😕 ?
ja wir haben uns auch gefragt, warum wir nicht mehr Fleisch mitgenommen haben...schade, war wirklich sehr sehr lecker.
Danke für den Amarual... aber hicks 🙄 , ich nippe etwas zu viel, ich vertrage so gut wie nichts 🤪
Hier noch ein paar Bilder von unserem Tag in Sesriem:
26.01.2016 Chilltag in Sesriem
Unser Tag bestand aus Tagebuch schreiben, Pool und einfach nur geniessen, wäre jetzt nicht so spannend für Euch, alles detailliert zu erzählen.
Ach ja, wir sind am späteren Nachmittag doch noch mal in den Park gefahren 😗
Morgen wird es dann ein wenig mystisch 😈
Teil 1623. Feb. 2016
27.01.2017 Sesriem, Deadvlei, Desert Camp
Wir hatten uns vorgenommen ziemlich früh wegzukommen, damit wir der großen Hitze etwas aus dem Weg gehen konnten. Wir gehören jedoch nicht zu der Sorte, die immer und überall Erste sein wollen, also hatten wir den Wecker auf 4.30 Uhr gestellt. Ein großer Vorteil der Sesriem Campsite ist sicherlich auch, dass man etwa eine Stunde früher in den Park einfahren kann (es gibt 2 Tore, das erste direkt an der Straße und ein zweites ca. 500 m weiter), das erste Tor öffnet sich für die anderen erst gegen 6 Uhr.
Eigentlich sind wir kleine Morgenmuffel – obwohl auch zu Hause der Wecker um 5 Uhr geht -, aber heute ging es ganz gut, die Vorfreude bewirkt so manches 😛 Trotzdem stressen wir uns nicht und beobachten an beiden Toren schon die ersten Fahrzeuge, die sich einreihen oder das Gewusel um uns herum. Wir trietschelten noch ein wenig vor uns her bis auch wir um 5.10 Uhr das Tor passierten.
Leider halten sich die wenigsten an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h und wir werden das ein oder andere Mal überholt. Für mich wäre es die Horrorvorstellung gewesen, ein Tier zu verletzen, also fuhr ich einigermaßen brav weiter.
Vorbei an der Düne 45, die schon in leichter Dämmerung von den ersten Touris bestiegen wurde. Über den Dünen zog dichter Nebel und wir kamen ca. 1 Stunde nach Abfahrt am 4x4 Parkplatz des Deadvleis an. Da wir nicht zur Schaufel greifen wollten beschlossen wir schon auf der Fahrt dorthin, dass wir den Shuttle nehmen würden (N$ 130,- p.P.), wir wollten einfach nicht riskieren mit dem Camper steckenzubleiben, aus dem Alter bin ich raus, dass ich das für mein Ego brauche. Zumal ich heute sage, dass ich generell vor dem nächsten Namibia-Urlaub (ja ihr lest richtig, wir waren nicht das letzte Mal hier) einen Offroadkurs besuchen möchte, Spaß macht es jedenfalls sehr durch Wasser, über Steine oder Sand zu fahren. Naja unser Wechselgeld haben wir nicht wiederbekommen, da ich nur „große“ Scheine dabei hatte (hätte ich ja auch mal dran denken können 🙄 ).
Am Parkplatz Deadvlei angekommen sind wir froh unsere Jacken mitgenommen zu haben, da es durch den dichten Nebel doch sehr frisch ist. Da wir nicht genau wissen und auch nicht sehen wo es langgeht, ziehen wir einfach mal los und entscheiden uns die Düne aufzusteigen, da im Deadvlei ja eh bestimmt noch nichts zu sehen ist. Sind wir überhaupt richtig ? Egal, tapfer kämpfen wir uns Schritt für Schritt weiter, ist schon anstrengend bzw. sind wir nichts mehr gewöhnt - unser Hund steht eher auf gemütliche Spaziergänge 😄 Etwa auf ¾ Höhe setzen wir uns auf den Dünenkamm und genießen die mystische Stimmung.
Wow, das hat schon was, die 3 Deutschen aus dem Shuttle, die auch die Düne hochliefen haben sich dann doch schnell wieder dafür entschieden, runterzulaufen und einen anderen Weg zu suchen. Viele würden uns belächeln, aber wir saßen stolz im Sand, da wir nicht aufgegeben hatten. Die Sonne konnte oder wollte den Nebel nicht vertreiben. Bald stiegen wir trotzdem die Düne ins Deadvlei hinab. Ich bestand darauf auf die Sonne zu warten, ich war mir sicher, dass es noch klappt. Die 3 Deutschen verschwanden schon bald – es ist mir unbegreiflich, dass sie sich nur an den ersten Baum setzen, ein Foto schossen und schon ging es weiter -, bald darauf auch die beiden anderen.
Jetzt haben wir das Deadvlei ganz alleine für uns, ein tolles und erhabenes Gefühl bei dieser Stimmung. Wir spazierten umher bis es nach ca. 30-40 Minuten soweit war, die Sonne vertrieb die Wolken. Wow, welch ein Anblick, das Vlei erwacht in schönstem Licht, einfach nur genial! Nach und nach kamen die nächsten Besucher und es wurde für Fotos schwieriger.
Zurück auf dem 4x4 Parkplatz merken wir, dass wir fast 4 Stunden dort verbracht hatten, entschieden uns jedoch langsam wieder zurückzufahren, da wir noch in den Canyon wollten, jedoch etwas angeschlagen waren (ich knickte später noch um und Silvia hat immer mal wieder mit Rheumaschüben zu kämpfen). Hey und wir hatten noch 2 Wochen Urlaub vor uns, kein falscher Ehrgeiz. So kam es also dazu, dass wir „nur“ das Deadvlei sahen. Wir stärkten uns noch mit Semmeln vom Vortag und tranken etwas und fuhren dann langsam zurück. Wir hielten noch ein paar Mal, u.a. bei der Düne 45. In den Sesriem-Canyon liefen wir nur ein Stück rein, es war sehr heiß, aber ganz entgehen lassen wollten wir ihn uns dann doch nicht.
Am frühen Nachmittag fuhren wir weiter zum Desert-Camp (ca. 4-5 km vom Sesriem-Campsite entfernt) und checkten ein (ich glaube wir hatten Zelt 207). Ich fand die Zelte schon im Internet witzig und sie gefielen uns auch live sehr gut. Wir öffneten zuerst ein wenig die Zeltfenster (alle mit zusätzlichen Mücken-/Insektenschutz ausgestattet), um ein wenig Durchzug zu erreichen, klappte bei 38° ganz gut.
Als erstes – und das machten wir auf all unseren Stationen – wurde unser großer Topf mit Wasser gefüllt und in etwas Abstand für Vögel oder andere Tiere als Tränke bereitgestellt. Viele nahmen dies dankend an und wir freuten uns jedes Mal etwas zum beobachten zu haben. Ich denke immer wieder darüber nach, wo so manche Stunde im Urlaub geblieben ist, aber zum Beispiel mit solchen Kleinigkeiten wie die Tränke mit all ihren Besuchern zu beobachten, leider hatte ich oft den Fotoapparat nicht zur Hand und kann einige Situationen nicht mit Euch teilen. Später begießen wir den schönen Tag noch mit einem Malawi-Shandy im und am Pool und fahren ca. gegen 19 Uhr zur Soussusvlei-Lodge, dort dürfen wir Abendessen und Frühstück einnehmen, ist im Preis inbegriffen.
Der Eingang der Sossusvlei-Lodge ist sehr schön gestaltet, hier wurden einige Zeichnungen in den Kies gezirkelt. Da wir noch etwas früh dran sind, holen wir uns an der Bar noch zwei Shandys.
Bald darauf bekommen wir unseren Tisch zugeteilt und erklärt, was uns erwartet und wo wir es finden können. Das Vorspeisen-Buffet ist überwältigend, ich probiere extra mal Dinge aus, die ich so noch nicht probiert habe (besonders schmeckt mir der Wassermelonensalat mit Pfeffer und Käse). Es ist alles sehr, sehr lecker. Zum Hauptgang kann an vier Stationen im hinteren Bereich der Terrasse ausgewählt werden. Gamefleisch vom Grill, Kürbis, Pilze, Kartoffeln dazu lecker Sauce oder etwas Asiatisches oder gar Fisch? Nicht so einfach sich zu entscheiden, wir sind eigentlich schon vor dem Nachtisch pappsatt, probieren jedoch beide noch ein kleines Törtchen von der Etagere.
Die Nacht wird sehr windig, was uns aber freut, da es ansonsten noch sehr heiß im Zelt gewesen wäre, doch so schlafen wir super.
Teil 1724. Feb. 2016
28.01.2016 Sesriem - Swakopmund
..noch ein Foto von gestern...
Guten Morgen 😄
Nach dem Aufstehen/Duschen geht es wieder zur Soussusvlei-Lodge zum Frühstück. Wir sind froh, dass das Frühstück etwas kleiner gehalten ist, dennoch gibt es - mal wieder Deutsche -, die sich auch hierüber beschweren. Was braucht man mehr außer Kaffee, Tee, Käse, Marmelade, Honig, Müsli, Wurst (ok „nur“ 2 Sorten – vielleicht lag es daran?) Käse, Obst, verschiedene Brotsorten etc.? Ich für meinen Teil nichts, alles gut – sehr gut, hätte mir sogar noch Eierspeisen an einem Stand auf der Terrasse holen können, hatte ich aber erst zu spät gesehen bzw. nicht benötigt. Die meisten Touristen waren wohl schon unterwegs und so konnten wir uns an den Tieren am Wasserloch und auf der Terrasse erfreuen.
Unsere erste Pause planten wir in Solitär. Im Laden duftet es nach frischen Backwaren und wir konnten einfach nicht widerstehen. Wir waren zwar ziemlich satt vom Frühstück, aber wir nahmen uns trotzdem ein Stück Apfelkuchen und 2 Semmeln mit, meine bessere Hälfte bekam noch einen frischen Kaffee. Wir fotografierten danach noch einige Oldtimer, die auf dem Gelände verteilt im Sand stehen oder stecken, tankten auf - schenkten einem etwa 3-jährigen, der mit seinen Eltern unter einem Baum saß, ein paar Kekse (sein Strahlen war mit nichts auf der Welt zu bezahlen) - und starten unsere Weiterfahrt.
Die Landschaft wechselte wieder und wir kamen aus dem Staunen nicht heraus, überquerten zum zweiten Mal den südlichen Wendekreis (leider nie fotografiert), fahren an der Einfahrt des Rostock Ritz vorbei und ich erinnerte mich, dass vor kurzem hier die französische Familie startete, die dann 3 Tage später im Kuiseb Canyon gefunden wurde. Wir waren gespannt, was uns erwartet bzw. wollten wir uns ansehen, an welcher Stelle es geschehen konnte, um als vermisst zu gelten. Um es vorweg zu nehmen, wir wissen bis heute nicht, wie es passieren konnte. Wir hielten mehrfach an, um uns fasziniert die einzelnen Schichten des Gesteins und die Schlucht(en) anzusehen.
..ich liebe diese winzigen grünen Farbkleckse...
Die letzten ca. 80-100 km (zumindest kam es mir so lange vor) nannten wir das „Nüscht“. Natürlich lebt auch hier die Wüste, aber wirklich spannend war es für mich als Fahrer nicht, eher ermüdend in der senkenden Hitze, überholende Fahrzeuge und der dazugehörige Staub machte es nicht einfacher.
Bald tauchten die ersten Minen auf und Silvia malte sich schon aus, hierher auszuwandern und auf Diamantenjagd zu gehen… lustig, ich ersparte mir, dass es sich hier meist um Uran handelt und nicht um Diamanten, „mei Träumen ist doch sooo schee“.
Jetzt noch durch den großen Kreisverkehr in Walvis Bay und am Meer entlang ca. für 30 Minuten bis Swakopmund. Ganz ehrlich, wir waren dann doch sehr froh vor Meike`s Guesthouse zu stehen und einchecken zu können. Wir wurden von einem lustigen Mitarbeiter (er brachte einen Spruch nach dem anderen) hereingelassen, der Camper hatte gerade noch im Hof Platz.
Fein, sehr schön hier, bunter sehr malerisch angelegter Garten. Zwei Schritte von der Rezeption entfernt ein Kugelbrunnen, in dem sich einige Wellenastrilden (den Namen hab ich von den Eulenmuckels gestohlenn, ich hoffe es stimmt 😉 - sehr schönes Bild in ihrem Reisebericht) frisch machen.
Jedes Zimmer hat vor der Tür eine Sitzgelegenheit mit Tisch. Wir bekamen das letzte Zimmer links von der Rezeption, ich glaube es war die Nr. 4, super nett eingerichtet, großes und sauberes Bad, sogar ein TV (unsere Handballer habe ich leider nur in den Nachrichten mitbekommen, war aber durch meinen Neffen immer - soweit WLAN vorhanden - „up to date“). Wir machten es in unsere Ecke gemütlich, kochten einen Kaffee und teilten uns das mitgebrachte Stück Apfelkuchen aus Solitaire, für mich ok, aber ich bin jetzt auch kein Kuchenfreak 😛
Später liefen wir noch los, um uns ein wenig in der Stadt umzuschauen und noch eine Kleinigkeit zu essen, da ich heute nicht zu spät ins Bett kommen wollte (für morgen habe ich schon von zu Hause aus die Living Desert Tour gebucht). Da Silvia „a Hoiwe“ wollt, schauten wir dann doch – ich wollte ja nicht – im Brauhaus vorbei. Ich find den Laden sehr gewöhnungsbedürftig bzw. haben mich so manche Fahnen zu grübeln gebracht, aber das Bier und der Salat waren völlig in Ordnung. Noch schnell im Shoprite ein paar Sachen eingekauft und schon waren wir zurück im Guesthouse. Unseren Amarula-Absacker nahmen wir an unserem Tisch im Garten ein. Emmi, der Jack-Russel von Klaus & Meike, lag noch ein Weilchen auf meinem Schoß und bald gingen wir ins Bett.
Die “Living Desert Tour” hatte ich bereits letztes Jahr über das Internet gebucht. Wir bekamen per Mail die Nachricht, dass wir am 29.01.2016 um 8 Uhr direkt am Guesthouse abgeholt werden. Und Douglas war pünktlich, er klingelte bereits kurz vor 8 Uhr und wir rannten buchstäblich vom Frühstückstisch ins Zimmer und sprangen schnell noch in unsere Schuhe und stiegen zu - was ein Stress am frühen Morgen - 🤢 . Wir konnten es nicht fassen, wir bekamen eine Privattour, wir waren für heute seine einzigen Gäste…. SUPER! 🤩
An der „KAMEL FARM“ am Rande von Swakopmund biegen wir ab, der Reifendruck wird angepasst, und kurze Zeit später steigen wir aus und bekommen von Douglas einen super lehrreichen und interessanten Theorie-Teil, wie die Wüste funktioniert. Mit Bildern, die er mit seinem Schlangenhaken in den Sand malt, wird alles ziemlich logisch und wir hören und sehen fasziniert zu. Unsere Natur und Tiere sind sehr clever. Viele kleine Rädchen und Bausteine, die zueinander und ineinander passen, und somit das Leben für jeden möglich wird. Ich war total begeistert.
Mit diesem Theoriewissen ging es weiter, beim nächsten Halt zeigte uns Douglas die ersten „Tracks“, erklärte, zu welchen Tieren sie gehören und wir begannen umherzulaufen und die Spuren selbst zu identifizieren. Silvia war da richtig gut darin. Leider war aber außer Tracks nichts zu sehen.
Im Laufe des Vormittags fanden wir folgende Kerlchen:
Douglas grub sehr behutsam, um die Tiere aufzuspüren und ließ sie mit Bedacht wieder in ihre Umgebung zurück.
Auch sammelte er so gut wie jeden Müll ein, der hier nicht her gehörte 😠
Schlangen suchten wir leider vergebens, aber ein kleines Chamäleon, nein 2, haben wir dann doch noch erwischt:
Zum Abschluss bekommen wir noch ein rasante Berg- und Talfahrt über die Dünen, die mit einer grandiosen Aussicht endet, vor uns das Meer und hinter uns die Wüste. Wir sitzen nebeneinander im Sand, niemand sagt ein Wort, wir kosten einfach nur die Stimmung aus.
Kurz vor 13 Uhr sind wir wieder zurück im Guesthouse. Für uns war es keine Frage, ob sich die Tour gelohnt hat, es war schon toll, dass sich Douglas voll und ganz auf uns alleine konzentrieren konnte und wir ihn mit Fragen löchern konnten. Wir wünschten Douglas noch viel Spaß demnächst in Paris, da er dort seinen Sohn besuchen möchte und begrüßten Emmi, die bereits an der Eingangstür wartete.
Teil 1925. Feb. 2016
29.01.2016 Swakopmund – Nachmittag/Abend
Der Garten ist so gemütlich, dass ich gar nicht mehr genau weiß, wie viele Fotos ich gemacht habe und wie oft und lange ich dieses kleine Kerlchen bei seinem Treiben im Garten des Guesthouses beobachtet habe, die Zeit verging und es wurde nie langweilig, ich war fasziniert und bewunderte seine Kunst, sein Balzverhalten und die Mädels, die ab und zu vorbeischauten.
Gegen 15.45 Uhr ziehen wir los, da wir vor dem Essen im „The Tug“ noch ein paar Souvenirs erstehen wollten. Irgendwie habe ich Pech, alle Strohhüte, die ich cool fand (in Bagetelle hing die besten, aber da dachte ich noch, es wäre zu früh 😵 , waren nie in meiner Größe vorrätig, also erstand ich zumindest eine hübsche Tischdecke (die heute über unserem Paravant hängt ) und ein paar Kleinigkeiten, Silvia eine Kette.
Um etwa 18 Uhr waren wir im „The Tug“, auch hier reservierte ich bereits per Internet von zu Hause aus einen Tisch, ich glaube, es wäre um die Uhrzeit nicht wirklich notwendig gewesen, erst später füllte sich das Restaurant. Wir bekamen einen Tisch direkt am Fenster mit schöner Aussicht auf die Jetty und das Meer, so lässt es sich aushalten.
Viele rümpfen die Nase (wie auch Silvia), ich liebe Austern!! Zur Vorspeise musste ich unbedingt welche bestellen, zur Hauptspeise gab es leckeren Fisch für uns beide. Dazu für Silvia ein Bier, für mich einen Rosè, ich dachte, ich hätte ein Glas bestellt, schluckte dann etwas, da ich eine ganze Flasche bekam 🤪 . Jaja, lacht ihr nur, ich habe sie bei der schönen Stimmung auch ganz alleine geschafft 🤩 . Dass ich dann sehr lustig nach Hause lief, brauche ich Euch ja nicht zu erzählen 😗
Den wunderschönen Sonnenuntergang habe ich aber noch bemerkt 😛
Den kleinen Rausch haben wir dann aber doch noch mit einem Absacker (für mich Ginger Ale) gemütlich im Garten ausklingen lassen.
Vielleicht gebe ich aber auch noch ne Runde Fotos vom Guesthouse aus…, kam bisher etwas kurz (Lolakatze hat z.B. in ihrem Reisebericht ziemlich gute und ausführliche Fotos eingestellt, so viele habe ich leider gar nicht, also wer neugierig ist oder Bilder fehlen, schaut doch auch mal in ihren Reisebericht rein):
Teil 2025. Feb. 2016
30.01.2016 Swakopmund – Walvis Bay „Levo Tours“
Frühstück ist eine klasse Sache im Urlaub, war mal wieder sehr lecker. Heute geht es um kurz vor 8 Uhr los, wir starten Richtung Walvis Bay, da wir bei Levo Tours die „Robben- und Delphintour“ gebucht hatten. Levo Tours liegt nicht gerade schön im Industriehafen, aber dafür wurden wir herzlich mit Namen empfangen (typisch deutsch waren wir natürlich pünktlich auf die Minute um 8.30 Uhr da – 9 Uhr sollte es losgehen). Wir könnten uns noch ein wenig umsehen, es würde dann pünktlich, sobald die andere Gruppe eingetroffen ist, losgehen.
Die Gruppe kam, aber das Boot streikte... unsere junge Skipperin, Giselle (ich weiß nicht, ob der Name so geschrieben wird), und die nette Empfangsdame entschuldigten sich vielmals, ob wir heute Nachmittag noch etwas anderes geplant hätten, wir verneinten. Puuh, denn es würde ca. 10-15 Minuten dauern, bis sie mit dem Pick-Up ein anderes Boot holen könnten. Witzig, wie sie schauten, da wir nur grinsten und meinten, dass alles gut wäre, so was passieren könne und wir sehr relaxed wären.
Unsere „scharfsinnige Beobachtungsgabe“ 😗 bestätigte sich später, wir fuhren mit der Eignerfamilie, die sich mit Freunden auch einen schönen Samstag machen wollten.
Das Boot – diesmal funktionierte alles einwandfrei - wurde 5 Minuten nach 9 – oje, welch Verspätung 🤪 – an der Tanker Jetty mittels eines Traktors ins Wasser gesetzt und es konnte kurz darauf losgehen.
Hey, das Boot war sogar größer als das vorherige und wir hatten alle (insgesamt waren wir 10 inkl. Skipperin) super viel Platz. Unsere Skipperin begann mit viel Humor den theoretischen Teil, den es auf einer Bootsfahrt zu wissen gibt (oder auch nicht 😄 ), von sich zu geben. Wir haben gleich sehr viel gelacht und waren uns alle von Anfang an symphatisch und darauf gab es – Giselle meinte, dass das alle Deutsche tun würde – einen Schnaps…. Aha, wir tun das also…. darauf dann noch einen!
Rasant ging es durch den Nebel los. Ja schade, da hatten wir nicht so viel Glück, die Sonne zeigte sich erst am Ende der Tour. Aber dem Spaß tat das keinen Abbruch, wir sind noch heute froh, uns für diesen Anbieter entschieden zu haben, da die anderen Boote (u.a. auch große Katamarane), die wir trafen, mindestens die doppelte Besatzung an Bord hatten. Bei uns war es richtig familiär und gemütlich!!! Es war wirklich toll, auch wenn wir leider keine Delphine zu Gesicht bekamen.
Wir kommen an einigen Schiffwracks vorbei, wobei eins mehr oder weniger nur als Toilette genutzt wird. Von Giselle gibt es interessante Infos über die Umgebung und die Tiere, bald darauf landen zwei Pelikane auf unserem Boot.
Wir durften sie auch nach Absprache streicheln, wir wussten und ahnten nicht, dass sich ihr Kopf und Hals wie Samt anfühlen. Sehr schöne Tiere, ich hab schon sehr viele Fotos von Pelikanen in Florida geschossen, aber das war schon etwas anderes, sie saßen direkt vor mir 🤨
...und ich glaube sie genossen die Mitfahrt 😉
Später besuchte uns auch noch ein kleinerer Seelöwe. Klar kommen die Tier an Boot, da sie sich einen oder mehrere Fische erhoffen, aber sie wurden und werden nicht dressiert, auch Kunststückchen gibt es nicht. Allein die Anwesenheit und Nähe der Tiere hat – für mich – was Besonderes.
Vorbei an einer Austernfarm und Ölinsel gelangen wir an die Landzunge, an der sich Hunderte von Robben niedergelassen haben. Ich könnte hier stundenlang sitzen und ihnen beim Streiten & Spielen zuschauen, Babys gibt es auch sehr viele, so was von putzig.
Jetzt lässt sich dann doch noch die Sonne blicken und hierzu passt natürlich ein Glas Sekt, Austern und Fingerfood. Giselle stellte zwei Platten für uns bereit und öffnet die Austern frisch auf dem Boot. LECKER und so passend auf dem Boot, die leeren Schalen sollen wir einfach über die Schulter ins Meer werfen, sehr praktisch.
Da nicht alle Austern mögen habe ich das Glück – wie gestern – 6 Stück abzubekommen. Bevor ich mich schlagen lasse… 🤩
Nach der Tour fahren wir noch in die Innenstadt zum Einkaufen, da wir u.a. Silvias Biervorrat 🤢 auffüllen wollen, da es samstags ab 14 Uhr und sonntags keinen Alkohol mehr geben soll. Noch ein wenig Holz und Kohle sowie weitere Durstlöscher kommen auch noch in den Wagen. Gefühlt sind wir die einzigen Weißen an diesem Mittag und an den Kassen und Gängen herrscht das totale Chaos, aber ich find es ja wie immer lustig und fühle mich pudelwohl 🤪
Zurück in Swakopmund beobachten wir wieder unseren kleinen gelben Freund, der unermüdlich an seinem Häuschen werkelt.
Später ziehen wir wieder los, an der Mole suchen wir uns ein Plätzchen und schauen dem bunten Treiben zu. Das Abendessen bzw. die Pizza im „22 Degrees South“ war ziemlich grottig 😈 , ich weiß nicht, wie manche in Bewertungsportalen zu Äußerungen, wie „beste Pizza Namibias etc.“ kommen, ich fand das ging gar nicht 🙄 , aber Geschmäcker sind verschieden, dafür war der Meeresfrüchtesalat zur Vorspeise ok. Ich wäre lieber ins Kücki`s gegangen, aber leider hatten wir hier eine Absage per Mail bekommen, sie hätten geschlossen. Süß war zumindest der Kellner, der mit Charme seine Schüchternheit und Defizite ausmerzte 🙂
Heute soll es über die Spitzkoppe nach Omandumba gehen. Schon im Vorfeld schaute ich mir zu Hause immer wieder die Route und eventuelle Alternative an, entweder würden wir die asphaltierte B2 oder über die C34 nach Hentiesbaai und dann die D1918 nehmen, dies wollten wir vom etwaigen Nebel abhängig machen (was gebe es am Meer ansonsten zu sehen?).
Wir, naja eher ich, haben uns ganz „spontan“ für die die B2 entschieden, obwohl die Sonne schien. Erstens, weil ich mir nicht wirklich sicher war, wie weit die Alternativroute ist bzw. dauern würde und wie die Streckenverhältnis sind, zweitens war mir nicht bewusst, wie lange es dauern würde, zumindest nahe genug an die Spitzkoppe ranzukommen, um wenigstens ein paar Bilder machen zu können und drittens haben wir uns mal wieder mit allem an diesem Morgen Zeit genommen 🙄
Pflichtbewusst wie wir sind 😎 ging es zuallererst an die nächste Tankstelle, um Reifen wieder checken zu lassen und Diesel aufzufüllen. Nach 5 Tagen fiel dann auch mal mir auf, dass mir der Tankschlüssel, den ich in Beta vom Schlüsselbund abnahm (da mich dieses Gewirr total nervte), abhanden kam. Gut, dass noch ein zweiter Schlüssel am Bund vorhanden war, auf den ich natürlich zukünftig ganz arg aufpasste.
Wir cruisen auf der B2 in Richtung Usakos, passieren einige Motorradfahrer, die im Sand anscheinend verlorene Sachen suchen und bald taucht am Horizont die Spitzkoppe auf, wirklich spannend ist die Strecke aber nicht. Am Abzweig zur D1918 biegen wir ab, parken an einer Ansiedlung von hölzernen Verkaufshäuschen und Wellblechhütten und nützen die dortigen Toiletten ( 🤢 Plumpsklo).
Ein paar Kekse werden wir unter dankendem Gejohle auch noch los:
Die dort ausgestellten Kristalle sind mit Sicherheit sehr schön, entscheiden uns aber gegen einen Kauf, zumal wir täglich selbst auf Steinsuche - hatte ich vergessen bisher zu erwähnen - sind. Steine und Bäume sind u.a. Silvias Spleen. Es kommt schon mal vor, dass ich anhalten muss, damit sie einen schönen, alten oder einfach nur für sie faszinierenden Baum anfassen kann - Frauen halt.
Normalerweise hätten wir gleich auf die D1930 abfahren können, aber da wir ja die Spitzkoppe auch von Nahem sehen wollten, blieben wir auf der D1918 und fuhren später die D1925 direkt an der Spitzkoppe vorbei, danach bogen wir links auf die D3716, um später auf die D1930 zu gelangen und somit die D1927 Richtung Omaruru nehmen zu können - puuuh war das jetzt kompliziert -. 🤩
Mal wieder so eine spontane Idee von mir…ach, das wird schon richtig sein…. Klar ein kleiner Umweg, aber uns hat es dort – rund um die Spitzkoppe - richtig gut gefallen. Ich fahre eben nicht mit Karte oder Navi, sondern nach meinem Fotogedächtnis, wie es mal auf der Karte aussah – und auf der Karte führte die D1918 von Hentiesbaai ja Richtung Spitzkoppe- oder welches Bauchgefühl mir sagt, wo es langgeht. Sind wir einen Umweg gefahren ? Ja klar, aber nur einen Kleinen von ca. 80 km, so genau weiß ich nicht mehr, wie viele Kilometer das waren. Für uns hat sich die Runde gelohnt, und darauf kommt es an.
Jetzt bin ich aber wirklich etwas abgeschweift, sorry. Auf der D1927 kommen wir bald auf einer Anhöhe auf ein Gate zu. Äääh, was ist jetzt das? Gibt es dann doch was, was ich in diversen Reiseberichten etc. überlesen habe? Aber das Schild „Christina´s Bergcafe“ kommt mir bekannt vor, ihr seht, schon wieder mein Fotogedächtnis. Mr. Monk würde sagen „Es ist ein Segen – und ein Fluch!“
Wir werden also registriert (Rhino Estate) und wollen schon weiterfahren, kommt schüchtern um die Ecke ein kleiner Junge, anscheinend der Sohn des Gate-Wächters. Auch ihm bieten wir ein paar Kekse an, der diese mit einem „yeah“ gerne annimmt.
Teil 2226. Feb. 2016
...jetzt zu unserer Änderung im Plan...
Wow, ich liebe diese Steine, der Erongo ist wunderschön!!
Nicht weit hinter dem Gate taucht dann die Farm „Omandumba“ auf. Wir öffnen das Gatter und Deike kommt schon auf uns zu. Wir werden nett begrüßt, ins Haus gebeten und erhalten einen handgezeichneten Plan, mit dessen Hilfe wir die Campsite „3 Elefanten“ erreichen können.
Irgendwie scheint Deike ein wenig gestresst zu sein, so wirklich willkommen fühlen wir uns nicht (ich verrate aber jetzt schon, dass sich das später ändern wird - und es hatte auch einen Grund). U.a. bietet sie uns erst was zu trinken an, dann wieder nicht...schwer zu erklären, ich schnappe mir schnell ein Glas Saft 😗 Mit das erste, was wir noch gesagt bekommen ist, dass eigentlich noch Farmpause wäre und wir doch bitte morgen darauf achten sollen, nicht unbedingt zwischen 13 und 15 Uhr zu stören. Ups, ok, wir werden uns daran halten. Kein Problem, da wir nicht weiter stören wollten, ziehen wir gleich wieder los.
Es geht über Stock und Stein 🤪 macht irrsinnig viel Spaß. Am Campingplatz angekommen wundern wir uns etwas, dass dort schon ein Fahrzeug steht, leider leer. Egal, wir parken unseren Camper etwas abseits, da er sowieso nicht unter die Bäume gepasst hätte, aber komisch finden wir es schon. Sind wir überhaupt richtig? Zum ersten Mal weicht unsere sonst so ruhige Stimmung 🤨
Es ist wahnsinnig heiß hier und da wir uns bei allem irgendwie unwohl fühlen, holen wir erst mal nur die wichtigsten Sachen aus dem Camper, setzen uns direkt davor und warten ab. Vielleicht taucht ja noch jemand auf?
Wir versuchen einige Fliegen in die Flucht zu schlagen, aber mit eher mäßigem Erfolg. Wir unterhalten uns etwas über unser seltsames Ankommen, über die jetzige Situation und nach ca. 1 Stunde hören wir Stimmen. Es sind Wanderer, die über die Felsen gelaufen kommen. Gehören Sie zum Auto, wird es sich jetzt aufklären, ob wir falsch oder richtig sind? Nach ein paar Minuten bekommen die Stimmen Gesichter... und siehe da, sie lassen sich neben ihrem Auto nieder und schauen nur blöde zu uns rüber...nach ca. 5 Minuten die nächsten beiden Gesichter, jetzt kommt aber immerhin ein "Hallo".
Die Situation war irgendwie seltsam, wir wollten aber immer noch abwarten. Es wurden Getränke und Obst ausgepackt und sich darüber beschwert, dass hier nur 2 Tropfen Wasser aus dem Hahn kommen würden und dann noch der beste Kommentar "also campen würde ich hier nicht, sehr verbesserungswürdig....." Hey, das ist unsere Campsite und ihr lasst Euch hier ohne zu fragen auch noch gemütlich nieder.... 😈
Egal nach weiteren ca. 10 Minuten steigen sie in Wagen ein, fahren staubaufwirbelnd los - wohl etwas zu schnell, denn sie landen mit vollem Karacho in einem Busch. Der Beifahrer steigt aus und sagt nur lachend "egal, nix passiert"... 😠
Endlich sind diese ....äääh.... weg und wir tragen nach und nach unsere Habseligkeiten auf den Platz. Leider müssen wir feststellen, dass weder aus der Spüle, noch aus der Dusche irgendein Tropfen Wasser kommt. Was nun? "Machen wir uns erstmal locker..." sprudelt es aus mir heraus, was Silvia die Situation nicht gerade erleichtert. Wir fühlen uns irgendwie nicht wohl, kein Wasser, keine Aussicht, die Hitze, viele Spinnweben (Silvia hat Spinnenphobie) und die Fliegen...und ich meine wirklich viele Fliegen, Hunderte, kleine miese schwarze Fliegen, die sich in unseren Nasen und Ohren ein neues zu Hause suchen möchten. Wir harren noch ca. 1 Stunde aus, aber dann wurde es sogar mir zu viel 😣 . Kurz überlegt...ich schlug vor wieder einzupacken und an der Farm nachzufragen, ob eventuell eine feste Unterkunft frei wäre. Gesagt getan, so machen wir es 😊 Allein die ca. 20 minütige Rückfahrt zur Farm tat schon gut, Fliegen gehören ab sofort nicht mehr zu meinen Freunden 🤢
Natürlich wurden wir von Deike etwas verwundert angeschaut, und uns war es wirklich sehr unangenehm, aber wir erklärten unsere Situation und Deike meinte, da müsse sie erst nachfragen, wir könnten uns ja so lange etwas zu trinken nehmen und am Tisch draußen Platz nehmen. Das taten wir natürlich brav 😉 Meine innere Ruhe war schon fast wieder da 😄 Wir nahmen also am hinteren Ende des Tisches gemütlich Platz, da im vorderen Bereich kurz vor uns weitere Gäste ankamen und sich Salat von Deike kredenzen ließen.
Es dauerte gar nicht lange und Deike kam zu uns. Sie schaute uns an, lächelte und meinte "ihr könnt gerne ein Zimmer haben...ich bin ja so froh, dass ihr beiden so ruhig auf alles reagiert...ich komme gleich wieder! 😄
Kurz darauf kommt Deike wieder und läuft dann mit Silvia zu den Bungalows, ich fahre außen herum mit dem Camper hinterher.
Das Zimmer ist groß, auch das Bad, kein Luxus, aber das brauchen wir ja auch nicht, es ist aber sehr gemütlich. Silvia zwinkert mir zu, das Eis ist gebrochen. Wir schnacken noch ein wenig, bekommen Infos über den Preis des Zimmers, die Aktivitäten und wir möchten bitte um 19.30 Uhr zum Abendessen kommen. An der Tür grinse ich noch und frage - jedes Zimmer hat hier ein Schild mit Namen über der Tür - was denn das für ein Tier wäre? Auf dem Schild steht "Kippspringer". Deike grinst zurück und meint, ich wäre die erste, der dies auffällt, wäre leider ein Schreibfehler, das "l" fehlt. Na dann ist ja gut 😎 Wir lernen noch kurz Salome kennen, die gerade unsere Nachbarn zu einem Farmdrive abholt und uns zuruft, dass wir weiter hinten Nilgänse sehen könnten.
Wir richten uns ein, genießen den Ausblick von unsere Terrasse, duschen und laufen zum Essen vor zum Farmhaus - dabei begleiten uns einige der Hunde -.
Der Tisch ist mit uns fast voll besetzt, das Essen wahnsinnig lecker (Oryxbraten, Kürbis, Kartoffeln und Salat). Ich finde das Konzept klasse, alle Gäste, die Farmerfamilie und Helfer sitzen zusammen und man darf sich aus den verschiedenen Töpfen und Schüsseln bedienen. Wie zu erwarten rümpfen aber doch einige die Nase 😠 Erst jetzt bekommen wir mit, dass Familie Rust heute Mittag erst selbst von einem Aufenthalt in Windhoek zurückgekommen ist und morgen wieder los muss, um die Kinder in die Schule nach Otjiwarongo zu fahren und danach weiter nach Swakopmund. Harald stellt später noch am Lagerfeuer zusammen mit seinem älteren Sohn Stühle auf, die wir gerne nutzen könnten. Mit Salome - irgendwie kommt sie mir bekannt vor, aber davon morgen mehr - sprechen wir noch ab, dass wir gerne morgen früh am Naturedrive teilnehmen würden..." gerne, hole Euch um 9 Uhr ab". Wir nehmen also am Feuer Platz, zumal wir mit der Lautstärke und dem Verhalten der österreichischen Gruppe, die heute ankam, und den weiteren 4 Bayern so gar nicht umgehen können. Es zieht Wind auf und da sich auf der Terrasse ein "Saufgelage" anbahnt, verziehen wir uns auf unser Zimmer.
Teil 2328. Feb. 2016
Anmerkung: wie immer werde ich erst nach und nach die Bilder zum Bericht einstellen, bitte Geduld 😣
01.02.2016 Omandumba
Eigentlich - aber auch nur eigentlich - stehe ich morgens ja gar nicht so gerne auf, aber da die Nacht sehr warm war und ich zwischendurch aufstand, um doch ein wenig Durchzug im Zimmer hinzubekommen, bekam ich auch die Geräusche der Nacht mit. U.a. hat mal wieder jemand aus unserem Topf gesoffen 😄 Naja und so zieht es mich dann doch um 6 Uhr wieder raus. Ich inspiziere erst einmal die neuen Tracks im Sand, stackse etwas herum (einige der Hunde sind auch schon wach) und mache es mir danach auf unserer Terrasse gemütlich.
Nach den Spuren zu urteilen, gehe ich mal davon aus, dass Pferde oder Esel uns besucht hatten oder waren es gar die Österreicher ? 🤪
Die Zeit vergeht mal wieder, die Nilgänse finden sich auch wieder nach einer sanften Landung an der Tränke ein, werden aber immer wieder von den Hunden verscheucht. Silvia ist auch irgendwann wach, setzt sich zu mir und wir beobachten noch ein paar Minuten, bevor wir unter die Dusche verschwinden.
Der Frühstückstisch ist schon halb besetzt und einige leckere Sachen stehen schon bereit. Wir nehmen Platz und müssen über so manch graugrünes Gesicht grinsen und uns das Kopfschütteln verkneifen, da alsbald kalte Getränke zum "Löschen" aus dem Kühlschrank geholt werden. Familie Rust ist bereits unterwegs und wir werden sie auch nicht mehr sehen, sie sind wie gesagt schon auf dem Weg nach Otjiwarango und müssen danach noch nach Swakopmund, niemand weiß genau, wann sie zurück sind. Wir lassen uns den Kaffee, das selbstgemachte Brot, Käse, Tomaten und ein kleines Müsli munden.
Obwohl Salomé und Sven mit am Tisch sitzen, lassen sich die anderen Gäste der Farm negativ über Namibia und u.a. die Hitze der hiesigen Zimmer aus. Stimmt schon, es war sehr warm, aber wer kann etwas fürs Wetter? Mir war das Verhalten der anderen Gäste gestern Abend schon sehr unangenehm, irgendwie Fremdschämen, aber eine Diskussion oder gar Streit wollte ich auch nicht entfachen. Buddy - 8 Wochen alt - lag an meinen Füßen und war definitiv spannender als weiterhin diesem Gelaber zuzuhören 😈 . Da wir zum Nature Drive verabredet waren hatten wir dann ja auch eine gute Ausrede, um aufzustehen und uns umzuziehen.
Bald darauf kam Salomé mit dem Pick-Up, und es ging los. Eigentlich hatten sich wohl noch ein paar der Österreicher mit angemeldet, aber sie strichen die Segel. Fein, schon wieder eine Privattour nur für uns! 😛
Vorbei ging es am alten Farmhaus, das Haralds Vater in den 40-zigern baute, aber aufgrund Wassermangels aufgegeben werden musste, wir hielten an verschieden Gräsern, Büschen oder Bäumen an und Salomé füllte uns mit Informationen.
Später "bestiegen" wir einen Felsen, Silvia und Salomé merkten, dass sie beide Steine liebten und schon waren wir wieder auf Steinsuche 😕 Es ging um einen ganz bestimmten Stein: Turmalin, schwarz, er soll positive Energie bringen bzw. Böses fernhalten. Salomé hat immer einen in der Tasche 🙂 Wir fanden nur einen ganz kleinen, aber Silvia bekam von Salomé noch einen weiteren geschenkt. 😄
Es ist schon faszinierend, welche Pflanzen hier wachsen und wie die Felsen teilweise brechen.
Nahe "unserer" Campsite 3 Elefanten bestaunten wir die ersten "Rock Paintings", u.a. einen Bienenschwarm, der laut Geologenaussagen einmalig in Namibia ist.
Vorbei ging es weiter an einer weiteren Unterkunft, die Omandumba anbietet
bis zur "kleinen Vingerklip":
Die nächsten Malereien waren hinter einer flachen Höhle, in der noch der Ruß vom Lagerfeuer der SAN erkennbar ist, zu sehen. Vor kurzem muss sich wohl hier ein Leopard aufgehalten haben, da die Spuren deutlich zu erkennen sind (leider nicht für die Kamera), auch Agamen fühlen sich hier sehr wohl.
Zu den Malereien erzählt Salomé eine nette Geschichte, die durch die Bilder sehr schlüssig wird 🙂 Weiterhin bestaunen wir die verschiedenen Werkzeuge aus Stein und das Skelett eines Warzenschweinkopfes.
Wir bekommen kalte Getränke und bleiben noch eine Weile im Schatten stehen. Wir unterhalten uns, stellen Fragen, die Salomé mit einer solchen Begeisterung beantwortet und dabei gleichzeitig eine wunderbare Ruhe ausstrahlt. Zu meiner persönlichen Frage an Sie, verrät sie mir ein wenig, verweist mich aber u.a. noch auf später 🤨 , da bin ich ja schon gespannt.
Die Fahrt hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, wir freuen uns auf den Rest des Tages ! 😁
Zurück an unserem Bungalow lädt uns Salomé noch zu Kaffee und Kuchen ein, sie würde sich freuen, wenn wir später gegen 15.30 Uhr vorbeischauen würden!!
Wir sagen begeistert zu, wundern uns dann aber doch ein wenig, da wir doch nur Halbpension haben? 😐 Mmmhh, und was ist mit den anderen Gästen? EGAL, jetzt wird erst mal mit den Hunden gespielt, gemütlich eine Kleinigkeit aus dem Camper gefuttert und getrunken. Silvia widmet sich später noch ein paar Kleidungsstücken, die sie schnell durchwaschen möchte und ich ziehe mit dem Fotoapparat wieder los.
Harald & Deike haben ihren Angestellten nette kleine Häuschen gebaut, das Gemüse wird im Biogarten angebaut. Viele ältere Maschinen stehen herum, die ich noch ansatzweise aus meiner Kindheit auf dem Dorf oder aus Büchern kenne 😉
Zurück am Bungalow wundern wir uns jetzt langsam, dass es so ruhig ist, wir wussten zwar, dass die Bayern heute Abreisetag hatten, aber auch von den Österreichern ist nichts zu sehen. Na, sie werden wohl bei den SAN sein, das hatte ja eigentlich Priorität.
Um kurz nach halb vier schlendern wir zur Farm und werden schon erwartet. Wir verraten Salomé, dass wir uns nicht so sicher waren, sie eventuell die anderen Gäste aufgrund Vollpension gemeint hätte, aber sie lachte nur und meinte, "nein, nein, das ist schon richtig, alle anderen sind heute morgen abgereist..." 🙄 😐 🤨 Da wir Frauen sind und natürlich auch neugierig fragen wir nach, wie das denn passiert wäre, sie hätten doch mindestens 2 Nächte gebucht? Es stellte sich heraus, dass - wie immer haben wir es verpasst - die Stimmung am Frühstückstisch noch schlechter wurde und alle spontan SOFORT abreisen wollten. "Die SAN wären egal, hier wäre nix los, hier wäre alles doof (mein Ausdruck) und da die Bayern jetzt nach Swakopmund reisen würden, würde es sich anbieten, sich anzuschließen, da man sich so gut verstehe"...so in etwa - aber eher schlimmer - war wohl der Wortlaut.
Unsere ganze Unterhaltung hierzu - Sven und Claudia (die hier 89 Tage als Volunteer ist) - waren auch dabei, war sehr unterhaltsam, ernst, aber auch so dermaßen hilfreich um zu merken, dass wir alle eine Wellenlänge hatten. Unser Bauchgefühl vom Vortag bestätigte sich, hier liefen einige Unverschämtheiten, die ich hier nicht näher beschreiben möchte. Ich war - zugegebenermaßen - froh, dass wir hier gemütlich bei leckerem Kuchen und Kaffee zusammensaßen und über alles mögliche quatschten, auch von den Überlegungen, wie man die Farm attraktiver gestalten oder verbessern könnte bekamen wir einiges mit 😉 Ganz ehrlich nur noch eines dazu: Schade, dass manche Menschen sich nicht im vornherein mit dem Land, in das sie fliegen, Gedanken machen und sich informieren. Schade, dass das hiesige Konzept nicht verstanden wurde und man sich wohl eher den Ballermann mit All-Inklusive - und hier meine ich auch das "Bedienen lassen" - hätte aussuchen sollen. Vielleicht gemein, aber so sehen wir es!!
Mit super Laune genossen wir den restlichen Spätnachmittag auf der Farm und unserer Terrasse, spielten mit den Hunden, begrüßten die Esel und taten noch dies und das.
Auf das Abendessen freuten wir uns jetzt schon sehr. Salomé stand bereits am Tisch und hatte ein Buch unter dem Arm. Ich fasste es nicht, jetzt schimmert mir es: es war das Buch, das ich bereits zu Hause im Warenkorb zum Einkaufen hatte, aber nicht mehr geschafft hatte zu bestellen und zu lesen, wollte ich nach dem Urlaub nachholen. Es war IHR Buch, es war "Meine Insel in Afrika". Ich erklärte ihr, warum ich so blöde aus der Wäsche schaute und sie lächelte mich an und meinte ich wollte ja einiges über sie wissen und das wäre zum Beispiel ein sehr besonderer Teil von ihr!
Heute gab es Oryxschnitzel, Nudeln & Soße, Salat und einen ganz besonderen Pilz... YUMMI....! Den gibt es wohl nur nach dem ersten Regen, sieht ähnlich aus wie ein großer Champignon - nur nicht so breit -, schmeckt aber viiiiel besser, ich hätte mich reinsetzen können!
Nicht nur das Essen, auch unsere Gespräche waren wieder erstklassig schön. Salomé erzählte ohne viel vorwegzunehmen von ihrem Buch, Sven über den Alltag und die Probleme der Farm und Claudia, warum sie es hierher verschlagen hatte. Dass unsere nächste Station, das "Camp Kipwe" uns sehr gefallen wird und sie mir dort einen schönen Geburtstag wünschten, beschlossen wir mit Vanilleeis mit Amarula! 🤩
Nach dem Essen nahmen wir alle am Lagerfeuer Platz und kurz darauf liefen wir zum runden "Sternebeobachtungsplatz", an dem uns Salomé die verschiedenen Sternbilder zeigte. WOW, unbeschreiblich!! Den letzten Absacker nahmen wir dann wieder am Lagerfeuer ein und wünschten uns später eine gute Nacht. SCHADE 😊
Schwer zu beschreiben, aber es war einer der schönsten Tage in Namibia - ein Tag wie bei Freunden - !
Teil 2403. März 2016
02.02.2016 Omandumba - Camp Kipwe
Den letzten Morgen auf Omandumba verträume ich mal wieder alleine ab 6 Uhr auf und um unsere Terrasse herum...
...und wir bekommen nochmal Besuch...
Wir lassen uns das Frühstück schmecken und zahlen danach unsere Rechnung (unsere bereits bezahlte Campsite wurde netterweise abgezogen). Von Salomé bekommen wir noch eine liebe Widmung, die wir zu Hause in ihr Buch kleben werden.
Und nach vielen Umarmungen geht`s los Richtung Camp Kipwe.
Für das Camp Kipwe haben wir uns erst nach langen Überlegungen entschieden, da es für uns dann doch nicht gerade günstig ist, aber ich habe es dann doch "irgendwie zum Geburtstag" buchen dürfen 🤪 Ich freute mich wahnsinnig auf die Elefanten-Pirschfahrt.
Den Weg über Uis bis zum Camp werde ich diesmal nur mit einigen Fotos beschreiben:
...um den kleinen Mann und seine Familie zu beobachten, mussten wir noch einen U-Turn einlegen..ich dachte, ich hätte Bewegung wahrgenommen... 🤨
Das Camp Kipwe liegt sagenhaft schön eingebettet in den Granitfelsen, zum Willkommenstrunk bekommen wir einen kühlen Zitronenmix und kühle Tücher. Unser Bungalow wird die No. 2 für die nächsten 2 Nächte sein (leider versperrt uns ein wenig ein Baum die schöne Aussicht, ich weiß, Bäume wachsen 😉 , trotzdem war es sehr schade.
Auf Anhieb gefallen hat mir das offene Bad - Dusche und Toilette - im Freien!! Warmwasser gibt es hier mittels Donkeys, die früh morgens und am Abend befeuert werden. Leider war der Bungalow für unseren Geschmack etwas dunkel (sehr kleine Fenster), aber es gab eine Klimaanlage, die wir auch brauchten 😏
Wir haben uns dann noch das Camp angesehen, sind zum View-Point gelaufen (sensationell schöne Aussicht), in den Pool gehüpft und später unter die Dusche, um wieder zum View-Point zu gelangen, um bei einem Drink und Finger-Food den Sonnenuntergang zu bestaunen.
Zum Abendessen gab es 3 Gänge, auswählen konnte man das Hauptgericht, hier gab es zwei Alternativen, aus denen gewählt werden konnte. Leider habe ich nur noch ein Bild vom Nachtisch 😕
Es war aber gut, wir waren mehr als satt und fielen in die Betten, da es morgen wieder früh losgehen würde.
Schon um 5 schleiche ich mich leise mit Stirnlampe zu unserem Camper, um die wöchentliche Spritze für Silvia aus unserem „ENGEL“ zu holen, gar nicht so einfach, da ich doch solch ein Tollpatsch bin 😣 . Ich bekomme es dann aber doch hin, niemanden aufzuwecken. Meine Hoffnung, heute live Wüstenelefanten zu sehen, sollte doch in Erfüllung gehen 😊
Die Dusche im Freien war sehr erfrischend 🤩 , pünktlich – irgendwie sind wir doch typisch deutsch – um 6.30 Uhr sitzen wir am Frühstückstisch. Wie Ihr ja schon wisst, liebe ich es gemütlich zu frühstücken, klappt aber heute nicht so ganz, da um 7 Uhr die Tour losgehen soll und wir natürlich niemanden warten lassen möchten 😎
Schon im Vorfeld hatte ich Dokumentationen über die Wüstenelefanten Namibias im TV gesehen und einiges gelesen: Es soll nur noch zwei Populationen von ihnen geben, eben in Namibia und in Mali. Die Wüstenelefanten haben sich über Generationen an die Bedingungen der Wüste angepasst. Die Beine sollen im Verhältnis zum Körper länger als bei anderen Elefanten sein, sie sollen etwas leichter sein, aber größere Füße - dünengeeignet - haben.
Am Geländewagen begrüßt uns schon unser Guide, Toffee (mal wieder weiß ich nicht, ob das richtig geschrieben ist), und meint, wir müssten noch warten, es würden noch 3 Personen fehlen. Die „3“ stellen sich als nette Franzosen – 2 Männer + 1 Frau, einen davon nannten wir den verrückten Professor – heraus und nehmen in der Reihe vor uns Platz. Wir fahren Richtung Aba Huab, überqueren diesen, biegen hinter dem Campingplatz rechts ab und fahren parallel zum Fluss weiter.
Ich habe leider nicht so viel Ahnung von Kameras, aber der „Herr Professor“ hatte schon ein etwas anderes Exemplar mit dabei. Er knipste aus allen Lagen - und ich meine wirklich aus allen Lagen, meine Kamera hätte da nur Blödsinn angerichtet 😄 . Aber er zeigte immer wieder seinen Freunden die Aufnahmen, sie sahen echt cool aus. Er bat Toffee immer wieder anzuhalten, da er eine bestimmte Pflanze, deren Blüten oder was auch immer, Büsche oder Bäume fotografieren wollte. Sah witzig aus, wie er so herum hüpfte, wir konnten uns alle das Lachen nicht verkneifen. Er erklärte uns, dass er dies für seine Forschungsarbeit bräuchte. Ok 🤨
Toffee hält aber auch zusätzlich an Stellen an, die er uns zeigen möchte bzw. es etwas dazu zu erzählen gibt, dazu gehörten u.a. Feenkreise (für die niemand eine Erklärung hat) oder Welwitschias.
Die Fahrt dauerte jetzt schon fast 3 Stunden bis wir uns im Flussbett wiederfanden, um die Elefanten zu suchen. Meine Spannung stieg natürlich, für mich sollte es doch ein Highlight des Urlaubs und ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk werden, ich liebe diese sanftmütigen Riesen 😘
Wir trafen noch eine Herde Paviane und fanden immer wieder Elefantendung, er wurde auch frischer, dann war es soweit: oberhalb des Flussbettes grasten zwei Elefantenbullen.
Wir mussten jedoch wieder aus dem Flussbett heraus, da die Elefantenherde ein paar hundert Meter weiter zu finden war. Ich sagte nichts mehr, sah ihnen nur noch staunend und fasziniert zu.
„Der majestätische Elefant ist ein beliebtes Symbol für Weisheit, Kraft und Klugheit. In Afrika wird der Elefant als Sinnbild von Glück und einem langen Lebens verehrt“…und ich kann das verstehen!!! Na klar habe ich schon vorher Elefanten gesehen, im Zoo und in Südafrika, aber das hier war für mich etwas ganz anderes und ich war innerlich völlig aus dem Häuschen.
Wir hatten das große Glück, dass sogar 2 "Babys" dabei waren, beides Bullen, einer 4 Tage alt, der andere kam wohl erst letzte Nacht auf die Welt. Ohne Worte......
Die Erziehung junger Elefanten wird von der gesamten Gruppe übernommen, einen ganz besonderen Rang nimmt dabei die Leitkuh ein, die in der Regel am ältesten ist und daher auch über die größte Erfahrung verfügt. Das 4-tägige Kerlchen hatte eine erfahrene Mama, das konnte man sehr gut sehen, sie lief mit ihm und noch einem weiteren Kind, ca. 2 Jahre alt, meist alleine ohne die Gruppe umher. Das frisch geschlüpfte Kerlchen hat eine noch unerfahrene Mutter und hier kam die Gruppendynamik zum Tragen. Toll, echt wahnsinnig, wie sich alle kümmern und aufpassen, dass dem Kleinen nichts passiert. Ich kann es leider nicht beschreiben, so etwas beobachten zu können, vielleicht so: PURES GLÜCK UND DANKBARKEIT
Ich wusste auch noch nicht, dass Elefanten ca. 40.000 Muskeln alleine für den Rüssel besitzen und dass die zwei Kleinen etwa 2 Jahre benötigen, um ihn richtig einsetzen zu können. Im Moment sieht es noch sehr lustig aus, ein süßes unkontrolliertes "Rumgebaumel".
Wir beobachteten die Elefanten eine ganze Weile, ich weiß nicht mehr genau, wie lange es dauerte, aber jede Sekunde war sehr kostbar. Toffee suchte dann nach einem Platz für unsere Pause und fand ein kleine Düne etwas im Rücken der Elefanten. Von hier konnten wir der langsam weiterziehenden Herde hinterhersehen (ich wohl eher schmachtend), während wir in der Sonne Getränke und Muffins angeboten bekamen. Für mich war es ein EINMALIGES UND UNVERGESSLICHES ERLEBNIS! 🤪 🙂 🤩
Die Rückfahrt wurde sehr ruckelig, da Toffee über Stock und Stein fuhr, hat aber auch sehr viel Spaß gemacht.
Die Temperatur lag wieder bei ca. 39° als wir wieder in der Lodge ankommen. Wir vereinbaren mit Toffee noch den Treffpunkt für die Nachmittagstour (wir hatten das All-Inklusive Paket 😗 ) und genehmigen uns danach eine Pause; verbringen wieder einige Zeit im kleinen Pool, der geschützt im Schatten größerer Felsbrocken liegt und beobachten Echsen und Agamen unterschiedlicher Größe und Farben. Unseren Durst löschen wir später noch mit Shandies an der Bar und chillen etwas im Schatten vor unserem Bungalow.
Um 15.30 Uhr liefen wir wieder gen Parkplatz, wo Toffee schon auf uns wartete. Jetzt warteten wir mit ihm, nach ein paar Minuten joggte er nochmal kurz zur Rezeption, da sich doch noch Gäste angemeldet hätten (anscheinend die Franzosen von heute morgen, die jedoch an der Tour gestern schon teilnahmen), die jedoch nicht kamen. Grinsend kam er zurück, sie würden wohl schlafen und kämen doch nicht mit. Jetzt könnten wir uns aussuchen, wie wir unsere Tour gestalten wollten. Langsam wurde es unheimlich 😄 , schon wieder eine Privattour. Hey, ich mag die Nebensaison immer mehr!!!
Wir einigten uns auf darauf, nicht die lange Twyfelfontein-Runde zu drehen, da es noch immer 38° hatte und wir ehrlich gesagt viel zu schlapp waren, auch noch eine lange Strecke zu wandern. So fuhren wir zuerst an die Rezeption Twyfelfontein und nahmen die dortigen angestellten Mädels mit, damit sie nicht zu Fuß nach Hause laufen mussten (Toffee fragte, ob dies für uns ok wäre – für uns war dies selbstverständlich). Wir gingen davon aus, dass wir danach unsere Tour starten würden. Aber es kam so, dass sie die gesamte Tour mit im Wagen saßen und jedes Mal auf uns warten mussten. War mir etwas peinlich, aber zu Fuß wären sie auch nicht früher daheim gewesen. Toffee zeigte uns also die nahe gelegenen „Rock Paintings“, obwohl sie hier eher eingemeißelt sind, sogenannte Petroglyphen (Felsgravuren). Die Zeichnungen als auch die Gravuren zählen seit 2007 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Auch wenn nicht genau gesagt werden kann, wie alt diese sind, ich finde sie sehr reizvoll.
Danach ging es weiter zu den „Organ Pipes & Burnt Mountain“, auch dort bekamen wir wieder Zuwachs im Safariwagen 😉 Wir waren echt ne lustige „Gang“ und die Klicklaute waren für uns total fesselnd (wie machen die das nur?). Toffee bot uns noch Getränke an, die wir dann auch an die Mädels weitergaben, ansonsten wären wir uns echt doof vorgekommen.
Bei den „Oran Pipes“ handelt es sich um Basaltsäulen, die beim Erkalten prismenförmige Strukturen gebildet haben. Einige der Säulen sind nur wenige Zentimeter hoch, andere schätzungsweise zwischen 2 und 4 Meter. Besonders erstaunlich war für mich die Wurzel eines Baumes, die sich den Weg über die Säulen in die Höhe suchte.
Nun ging es wieder Richtung Camp, aber vorher hielten wir natürlich im Dorf der Mädels an. So nah kamen wir den Behausungen noch nie, für uns etwas „bedrückend“ bzw. merke ich mal wieder, wie gut es uns geht und vieles so selbstverständlich geworden ist!!
Wir holen uns noch an der Bar einen Cocktail und ziehen uns danach auf unsere Terrasse zurück. Zum Sonnenuntergang erklimmen wir wieder den „Camphügel“ und machen es uns mit unserem 2. Cocktail gemütlich, ich wundere mich aber schon, dass ich denselben Cocktail bekomme, obwohl ich einen namentlich anderen wie vorher bestellte 😐 . Egal, hier oben könnte ich stundenlang sitzen und nur in die Ferne oder Nähe schauen, es ist phantastisch. Wir bekommen auch wieder leckeres Fingerfood serviert, während die Sonne mit ihren Strahlen diese atemberaubende Landschaft in goldenes Licht taucht.
..suuuper Frisur 🤩
Das 3-Gänge-Menu war auch wieder sehr lecker und wir gingen nach einem Absacker ins Bett... hab ja morgen "Burzeltag"! 🤪
Teil 2711. März 2016
04.02.2016 Camp Kipwe – Dolomite Camp
Traraaa 🙂 mein Geburtstag und ich bin um 4.30 Uhr wach. Liegt aber eher daran, dass mir der gestrige Tag noch sehr im Kopf herumspukt. Was soll ich jetzt machen? Schnell was übergezogen und Tabletten für Silvia im ENGEL holen… fertig, 4.40 Uhr (ich hab getrietschelt) – und nu? Tagebuch schreiben, gute Idee, macht keinen Krach – ich lege mich wieder ins Bett und fange an zu schreiben. Um kurz nach 5 raschelt es neben mir, ich lasse mir nichts anmerken, es raschelt weiter… mein Langschläfer hat was vor, aber was? Die Raschlerei dauert eine Ewigkeit bis sie endlich aufsteht und an der Garderobe etwas aufhängt. Danach dreht sie sich mit einem etwas mitgenommenen YES-Torti und brennender Kerze um und fängt schlafwandlerisch an zu singen… Ich kann mir das Lachen einfach nicht verkneifen! Ich finde das soooooo süß, aber hinter ihr hängt an der Garderobe „HERZLICH WILLKOMMEN“. Uups, da ist wohl was schief gelaufen, aber typisch 🙂 Wir kriegen uns beide kaum noch ein.
Obwohl wir heute für die etwas längere Strecke (ca. 300 km) über Palmwag / Grootberg-Pass entschieden, frühstückten wir nochmals sehr gemütlich.
Ich saß am Tisch und hoffte, dass niemand an unseren Tisch kommt und mir ein Ständchen singt, so wie es gestern Abend bei einer jüngeren Dame der Fall war, ich mag so was nicht und versinke da eher in Grund und Boden, aber es passierte nichts. Ich hatte meine Ruhe 😄 - dachte aber, dass mir die Managerin gratuliert als sie mich am Buffet traf, da sie seit der Ankunft davon wusste und auch täglich davon sprach, nur eben heute nicht 😐 😉
Vielleicht sollte ich aber mal generell unser persönliches Fazit zum Camp Kipwe abgeben. Wer bisher mitgelesen hat, sollte wissen, dass wir recht locker sind und keine großen Ansprüche stellen, dementsprechend campen wir auch oder halten uns in Unterkünften auf, die für uns ausreichend sind. Das Camp Kipwe sollte jedoch das absolute Highlight werden, was es von der Lage, Aussicht und Elefantentour sicher auch war. Ich hoffe, dass es niemand falsch versteht, aber der Preis - auch in der Nebensaison - war für uns schon happig. Vielleicht haben wir auch eine falsche Vorstellung von dem, was man in solch einem Camp „erwarten“ kann oder darf, aber ich hätte es z.B. schön gefunden einen wirklich sauberen Pool vorzufinden oder auch, dass ich meine Getränke an den Pool gebracht bekomme bzw. am Pool mal nachgefragt wird, ob alles ok ist oder man noch etwas zum Trinken möchte; auch eine kleine Minibar oder Kühlschrank im Zimmer wäre toll gewesen, eine Flasche Wasser zur Begrüßung… Anderen wurde in den 2 Tagen regelrecht in den A…. gekrochen. Liegen wir hier so falsch? Wir haben uns wohl gefühlt, das lag aber eher an der Landschaft, der Stimmung und dem Erlebten…, aber diese kleinen Aufmerksamkeiten… Versteht ihr uns? 🤨 😕
Wir machen uns gegen 8.30 Uhr auf zum Dolomite Camp, das im westlichen Teil des Etosha Parks liegt. Wir kommen aber nicht weit, schon kurz nach dem Camp Kipwe müssen wir wieder anhalten um zu beobachten und zu knipsen, das kann heute dauern….
Die Strecke bis Kamanjab ist etwas anstrengend, aber auch abwechslungsreich, die Spur ist teilweise abenteuerlich und wir werden oft durchgerüttelt. Wir passieren kleinere Ansiedlungen und überqueren kleinere Bäche. Die Aussicht ist phänomenal, viele „kleine Tafelberge säumen“ unseren Weg.
Teil 2811. März 2016
In Kamanjab tanken wir nochmal auf - ich glaube in den 3 Wochen hat sich unsere Tanknadel nicht einmal bewegt 🙄 (ich habe hier ja viel gelesen und fast alles beherzigt 😉 ) -, bekommen mittels Zeitungspapier von einem älteren Herrn mit Krücken 🙁 die Scheiben geputzt und nehmen aus dem naheliegendem Shop nochmals Getränke mit. Ach ja und die Reifen haben wir wieder etwas gecheckt, da ab hier wieder Asphalt angesagt war.
Am Galton Gate konnten wir uns teilweise mal wieder unser Lachen nicht verkneifen:
1. Registration des Nummernschildes an der Schranke - dann sollen wir 2. Parkplatz aufsuchen, um dann 3. im Turm die offizielle Registration vorzunehmen (hier wurde mein Piercing ängstlich bewundert und dann unter Grinsen betastet 🙄 ) - danach bitte sollen wir 4. gegenüber das Permit besorgen und bezahlen.... um von dort weitergeschickt zum gegenüberliegenden Shop zu werden um 5. die Map für Etosha erstehen zu können!!
Soooo, das wäre mal geschafft 😉
Bereits einige Kilometer hinter dem Eingangstor empfangen uns Zebras und Warzenschweine, als wollten sie uns willkommen heißen. Wenige hundert Meter weiter lassen sich zwei Giraffen von uns nicht bei ihrer „Tea-Time“ stören. Fasziniert blicken wir weiter aus dem Fenster….es ist anders hier…aber traumhaft und spannend.
Nach ungefähr einer Stunde kommen wir am
an (ich dachte, ich stelle mal ein seeeehr originelles Foto ein ;)) und suchen uns einen Parkplatz.
Sehr beruhigend zu wissen, dass man von hier abgeholt wird, ein Paar, das kurz vor uns ankommt, scheint dies nicht zu wissen. Kopfschüttelnd und ratlos stehen sie an ihrem Auto bis es ihnen - keine 2 Minuten später - anscheinend zu blöd wird und den "Berg" zur Rezeption erklimmen. Wir suchen in aller Ruhe unsere 5 Sachen zusammen...
Ok, wir haben dann doch ca. eine 1/4 Stunde warten müssen, bis wir abgeholt werden, aber hey, wir sind im Etosha und haben Urlaub.
An der Rezeption bekommen wir einen Begrüßungssaft und melden wir uns noch zum Dinner an. Danach werden wir zu unserer Unterkunft (ich glaube es war No. 14) gebracht. Es war das vorletzte Bush Chalet auf der rechten Seite mit ein wenig Blick auf das nahegelegene Wasserloch. Auf der Terrasse werden wir auch hier begrüßt
Die Chalets sind ganz in Ordnung, nur irgendwie scheint alles etwas "abgewohnt/ heruntergekommen" zu sein, die Scheibe hat einen riesen Sprung und unser kleiner Terrassentisch liegt zwischen den Felsen. Trotzdem gefällt es uns sehr, der Blick vom Bett oder dem Balkon in die weite Steppe hat schon was 🙂 - etwas peinlich, aber ich finde vom Inneren keine Bilder mehr, sorry.
Dafür ein paar andere... 😕
Über den Service und das Essen ist schon viel geschrieben worden. Schwierig, aber es ist wirklich alles seeeeeeeehr langsam - und wir waren alleine im Zelt -, vieles unorganisiert und das Essen holt definitiv keine Katze hinterm Ofenrohr hervor. Wir verzichteten auf den Nachtisch und gingen lieber an die Bar, um bei Sonnenuntergang und einem leckeren Drink nochmal auf meinen Geburtstag anzustoßen.
Wäre fast traumhaft gewesen, wenn nicht zwischenzeitlich ein paar Deutsche Karnevalslieder anstimmten und sich etwas herablassend über "Schwarze" unterhielten 😈 . Da war für uns wieder mal Fremdschämen angesagt. GsD sind sie dann zum Essen verschwunden und wir konnten noch ein wenig genießen.
Wir gehen ins Bett und lauschen den Geräuschen, gute Nacht! Morgen geht es nach Okaukuejo... und wir freuen uns wieder 2 Tage mit und in unserem Camper verbringen zu dürfen... witzig, aber so war es ! 😊
Teil 2912. März 2016
05.02.2016 Dolomite Camp - Okaukuejo
Wir sind wach...und nicht alleine 😉, einige Vögel zwitschern und die Sonne geht am Horizont auf. Sehr schön, das vom Bett aus erleben zu können.
Zeit, um aufzustehen, zu duschen und wieder zusammen zu packen.
Von unserer Terrasse aus konnten wir ganz gut zum Wasserloch schielen, jedoch...gähnende Leere, wir hatten ausser den Dassies, den Agamen und einer Manguste also so gut wie NULL Tiersichtungen (ein Pärchen, das wir später am Flughafen trafen war 3 Tage vor uns hier und sie konnten sich vor Tieren kaum retten 🤨 - was mal wieder bestätigt, dass einfach auch GLÜCK dazu gehört).
Der Weg (ca. 10-15 Minuten) von unserem Chalet zur "Frühstückshütte" ist gespickt mit Schildern, die die Fauna und Flora erklären, Dassies und Agamen sind auch schon unterwegs.
Das Frühstück ist eher spärlich, aber ausreichend, die 6 Minuten Eier, die wir bestellten, kamen nach ca. 25 Minuten, wir waren schon fertig 😄
Los geht es in Richtung Okaukuejo, wir haben etwa 150 km vor uns. Eigentlich nicht viel, aber mit Fotostopps oder auf der Suche nach Tieren können auch die sich gaaaaaanz schön ziehen 😉
Noch in Sichtweite des Dolomite Camps halten wir auch schon wieder... 🤩
Danach passierte eine ganze Zeit nicht sehr viel, die Vegetation ist zu dieser Jahreszeit sehr üppig, es ist nicht einfach zwischen all den Sträuchern Tiere zu erkennen.
An den Wasserlöchern "Duineveld" und "Nomab" war leider nichts zu sehen, auch lohnte es sich nicht bei Olifantsrus anzuhalten.
Auf der weiteren Route gab es dann wieder den ein oder anderen Stopp (ab hier werde ich jetzt "nur noch" Bilder sprechen lassen).
(weiß jemand, welche Art Spinne das ist, von diesen "Nestern" gab es unwahrscheinlich viele)?
Auch wenn wir heute keine Elefante, Giraffen oder Löwen gesehen haben, waren es schöne Stunden voll mit tollen Beobachtungen und Erlebnissen. Noch ein paar Meter und wir kamen in
an.
Teil 3013. März 2016
Anmerkung: Ich gebe mir die größte Mühe mit den Fotos, aber lest bitte die Beiträge nicht gleich durch, da ich immer nur nach und nach die Bilder hochlade.... 😗
Wir suchten uns einen Parkplatz und gingen in die Rezeption, wir bekamen unsere Campsite mit dem Hinweis, sie uns erstmal anzuschauen und wenn sie uns nicht gefallen sollte, sollten wir einfach nochmal vorbeischauen... ok, machen wir, so schlimm kann es ja nicht werden 😐
Okaukuejo hatten wir uns viel größer vorgestellt, irgendwie war es doch ganz übersichtlich 😛 unsere Campsite gefiel uns auf Anhieb, wir brauchten also nicht zurück zur Rezeption. Ein etwas größerer Platz mit einem schönen Baum, unter den unser Buscamper super passte und das Begrüßungskomitee winkte bereits 😄
Hey, was braucht man mehr? Wie cool ist das denn? Genug Schatten und süße Erdhörnchen gleich nebenan. Wir stellten nur kurz das Dach auf und schauten den Kleinen bestimmt eine halbe Stunde zu. Danach machten wir uns auf den Weg und machten eine größere Runde, um uns umzuschauen. Hier wurde schon so viel negatives über Okaukuejo geschrieben, vielleicht lag es an unserer Reisezeit, aber alles hat uns gefallen, es war nicht sehr voll und auch die Duschen und Toiletten waren hell und sauber 🙂 - manchmal ist es wieder gut mit weniger Erwartungen anzukommen 😉
Am Wasserloch war "nüschte" los und so zogen wir uns wieder zurück auf unsere Campsite. Bald darauf sahen wir aus der Entfernung ein graues "Etwas" angerannt und als "er" näher kam erschreckten wir uns erst und dachten...er wird doch unseren Hörnchen nichts antun wollen ? Was will er im Bau der Kleinen?
Es stellte sich schnell heraus, dass die Hörnchen den Bau von "ihm" in Beschlag genommen hatte und sich ihn deshalb wieder zurückerobern wollte. Alles gut, "er" tut nix.
"MEIN BAU" 🤩
Na gut, jetzt haben "Lurchi" zum Nachbarn, mag zwar seine schlangenartige Zunge nicht, aber es ist doch Platz für uns alle da oder?! 😕
Wir haben uns bisher noch nicht schlau gemacht, aber wir haben uns die "Schwanzhaltung" der Hörnchen mit Sonnenschutz und als Tarnung zusammengereimt. Liegen wir falsch? Wer klärt uns auf? 😵
Jetzt sind wir schon 15 Tage unterwegs und ich wollte doch uuuuunbedingt einen Toko zu Gesicht bekommen (leider hatten wir mit Vögeln ganz wenig Glück), leider bisher erfolglos, aber hier - womit ich nicht unbedingt gerechnet hatte - war es dann soweit 🤩
Heute gab es nur einen Salat und Ravioli - hab ich ja schon ewig nicht mehr gegessen - aber war völlig ok.
Die Campsite um uns herum füllen sich langsam, 2 bleiben noch frei, im hinteren Bereich war so gut wie niemand.
Direkt an unserer steinernen Sitzgruppe fangen "Nichtcamper" an zu grillen, machen sich breit und wir bekommen den ganzen Rauch - keine Ahnung, was sie reingegossen haben - ab. Meine innere Ruhe grummelt schon ein wenig.... 😈 Warum suchen sie sich nicht im hinteren Bereich einen Platz, dort ist doch so gut wie niemand?
Wenn wir jetzt noch was "besonderes" am Wasserloch zu bestaunen bekommen, hat sich Okaukuejo für uns gelohnt. Wir nehmen Getränke mit und laufen los, suchen uns ein nettes Plätzchen und warten, was denn so passieren wird...
Leider wirklich nicht viel....eigentlich "nüschte..., bis die Sonne untergeht.
Bequem sind die "geschwungenen" Holzbänke nicht gerade und Silvia möchte eigentlich auch gehen, ich bettele um eine weitere halbe Stunde, wenn dann nichts kommt, gehen wir 😊
Ich bekomme die halbe Stunde und hoffe sehnlichst, dass ich mir später nichts anhören darf 😉
Es hat sich gelohnt, keine tollen Fotos, aber ein Beweis 🤪
Wir können es nicht in Worte fassen, wie fasziniert wir ihm zugeschaut haben. GREAT SESSION - so was von schön!
Teil 3114. März 2016
Erst auf dem Rückweg zur Campsite merken wir, dass es sehr windig ist. Auf dem Platz rennen schon viele ihren Habseligkeiten hinterher - es stürmt regelrecht - und unseren Nachbarn helfen wir, das Dachzelt aufzubauen, gar nicht so einfach 🤩 und Lampen hatten sie auch keine...aber wir 😗
Stinkesauer bemerken wir aber, dass die Nichtcamper, die sich zu uns zum Grillen gesetzt haben, nichts, aber auch gar nichts aufgeräumt hatten und jetzt alles unter, auf unserem Camper oder auf unserem Platz rumfliegt oder liegt. Ich hätte k.... können. So eine Arroganz und Rücksichtslosigkeit habe ich selten erlebt, ich fand es dreist 😈 Hättet Ihr aber sehen müssen, wie wir dem ganzen Müll hinterhergesprungen sind - war dann auch wieder lustig... 🤪, aber eben nicht unserer!!
Nach dem ganzen Stress 😉 geht es dann in die Koje.
Teil 3214. März 2016
06.02.2016 Okaukuejo
Aufgrund des Sturms und dem Durcheinander auf dem Platz - das Gerenne ging noch eine ganze Weile - konnte ich nicht einschlafen bzw. habe schlecht geschlafen, was auch noch zusätzlich an der "Stadionbeflutung" einer unserer Nachbarn lag 😠 Gut, dass wir uns geeinigt hatten, mal länger zu schlafen und alles mit Ruhe anzugehen, das können wir ja gut 😐 . Auch den Tipp aus dem Forum, mal am Wasserloch zu bleiben, wollten wir umsetzen, da wir gestern ja auch nicht soooo viel auf der Strecke zu Gesicht bekommen haben. Ich gebe jetzt schon zu, dass die Regenzeit wahrscheinlich wirklich nicht die beste Zeit ist, viele Tiere im Etosha zu sehen, es war schon etwas zäh 😊
Gegen 7 stehen wir auf, gehen duschen und bereiten aus den Resten ein Frühstück. Einige unserer Nachbarn sind schon unterwegs, also ist nicht mehr so viel los. Ein Pärchen sitzt wie wir in Sichtweite am Frühstückstisch VOR ihrem Wagen - das ist jetzt wichtig -. Ihre Campingsachen, u.a. die große Kiste, steht offen auf einer Bank hinter dem geöffneten Kofferraum.
Es naht ein Schakal, der neugierig auf den Wagen zuläuft.
Er kommt näher und findet die geöffnete Kiste so was von interessant 😄 , dass er beschließt, diese genauer zu inspizieren.
Na, was hat er wohl vor, wir rufen zwar noch rüber, aber werden nicht wirklich beachtet. Es kommt, was kommen musste... der Schakal schnappt sich die erstbeste Tüte aus der Kiste und rennt damit davon. Erst jetzt bemerkt "Mister Februar ohne Haare", dass wir mit unseren Rufen sie meinen und springt dem Schakal hinterher.
Er gibt nach ein paar Schritten auf und dreht sich um, aber wir rufen ihm wieder zu, dass der Schakal die Tüte wieder fallen gelassen hat. Er läuft also zur Tüte und meint nur grinsend "oh only the dishwasher", darauf hat er wohl keine Lust 😏 , aber unsere Nachbarn hatten von nun an ihren Namen weg: "The dishwashers" 😗 (wir trafen sie noch nach Okaukuejo ein paar Mal).
Das Frühstück zog sich heute sehr gemütlich hin, woran unser erneuter Besuch, der auch Weintrauben mochte, nicht ganz unschuldig war 😛 Jaaaa, ich weiß "don´t feed the wild animals"...aber wer ist hier wild? 😗
Wir hoben immer noch Müll auf - meine Güte sind wir gut erzogen 🤩 -, durch den Sturm sammelte sich doch so einiges an und wir wollten es ja wieder schön haben 😉, beobachtet wurden wir dabei auch...was machen denn die da?
Aber auch andere erledigten Hausarbeiten 🙂
Danach gingen wir zu Wasserloch, da aber leider wieder nicht viel los war, schauten wir uns im Camp etwas um, im Shop wollten wir nach Brot fragen. Leider hat vor uns eine Dame die letzten 5 Stück ergattert und ich beschloss, einfach das letzte Mehl für ein paar "Pfannenfladenbrote" zu nutzen. Aber vor dem Brotbacken bestiegen wir noch den Turm, um Okaukuejo aus der Höhe aus zu betrachten.
Auf unserem Spaziergang zurück - auch wieder über das Wasserloch - trafen wir noch so einiges:
Den Nachmittag verbrachten wir mit Brotbacken, Erdhörnchen beobachten (könnten wir echt ewig machen, es war so toll, sie so nah bei uns zu haben) und chillten noch eine Weile am Pool. Zum Abendessen gab es selbstgebackenes Fladenbrot und Salat mit Schafskäse 😛 Lecker!
Die Campingplatz füllte sich wieder, könnte an "Samstag" liegen, es war sehr wuselig um uns herum und wir verzogen uns dann wieder ans Wasserloch, aber auch hier war leider wieder nicht viel zu sehen. Ob es nun am Wetter lag oder an ziemlich lauten und rücksichtslosen Menschen 😈 um uns herum, wir wissen es nicht. Hat auf alle Fälle keinen Spaß gemacht, Glasflaschen wurden ständig in die Tonnen geworfen, Gruppenfotos mit lautem Gelächter und andere, die einfach nur Blödsinn anstellten. Meine wirklich freundliche Frage, ob das auch woanders oder leiser ginge, wurde mal wieder völlig ignoriert. Frustriert verzogen wir uns, nahmen einen Absacker und gingen schlafen.
Unsere "Game-Drive-mässige-Fahrt" von ca. 8-9 Stunden morgen zum Mushara Bush Camp wird spannender, ich verspreche es!! 🙂 🤪 😉
Teil 3317. März 2016
07.02.2016 Okaukuejo - Mushara Bush Camp
Müsli muss heute zum Frühstück reichen, wir wollen endlich auch wieder größere Tiere sichten 🙄
Los geht`s, alle wieder festhalten und eventuell ein Kissen mitnehmen, die Fahrt dauert ca. 8 Stunden 😗
Lustig, keine 600 Meter nach dem Camp machen wir schon die ersten Beobachtungen und Fotos.
Wieder ein paar Hundert Meter weiter...
Für uns ein "Wow"-Gefühl, hier haben wir eine Zeit lang nur gestaunt.
Die Wasserlöcher waren nicht sehr ergiebig, daher suchten wir eher in den "Seitenstrassen" weiter.
Diese kleine Herde Oryxe war etwas nervös...warum nur?
ER war der Grund 🤩
Unser erster Löwe im Etosha, leider ziemlich weit weg, aber immerhin, so kann es weitergehen 😉
Zebras mit Baby am Wasserloch
Zum Glück sind wir einige Zeit nur Schrittgeschwindigkeit gefahren, ansonsten hätten wir die Impalas nicht gesehen. Die Kleinen sausten hin und her, die Mütter waren etwas genervt 😵
und ein anderer schaute in einigem Abstand nur stirnrunzelnd zu
Etwas weiter trafen wir Kudus
Der kleine "Joshie" machte nur Blödsinn - klasse Vorstellung 🤪 -, ganz schön keck...solange bis ihn seine Mama ziemlich barsch zurecht wies
So, jetzt wollten wir uns auf die Suche des wohl meist fotografierten Baumes - zumindest habe ich ihn ziemlich oft im Forum gesehen 😉 - und wir fanden ihn... und noch mehr 🤩
Auf dem Parkplatz gab es schon langsam einen Stau, daher mussten wir leider nach ca. 20 Minuten Platz machen, ein ganz tolles und besonderes Erlebnis 😄
Nun ging es weiter nach Halali, hier wollten wir eine kurze Pause einlegen, etwas essen und die Toilette aufsuchen.
Sogar den Straußen war es zu heiß (41°), es wurde Zeit einen Schattenplatz zu suchen.
Teil 3418. März 2016
Wir saßen gemütlich im Schatten und aßen Brote, dabei schauten wir dem Kommen und Gehen auf dem Platz zu 😛
Im kleinen Shop erstanden wir wieder ein paar Getränke und mussten eine ganze Weile warten, da vor uns eine "Hummeldumm-Gruppe" den halben Laden einkaufte 🤩 . Ohne Worte 🤪
Dann machten wir uns wieder auf den Weg, fuhren über "Goas" und "Noniams", auch dort hatten wir leider kein großes Glück. Erst jetzt bemerkten wir, dass wir durch unsere Fahrerei den "Etosha Lookout" nicht gesehen hatten, aber extra zurückfahren wollten wir auch nicht 😗
Also ging es über "Springbokfontein" weiter in Richtung "Okerfontein". Etwa auf halbem Weg sahen wir in der Ferne Giraffen und schätzten, dass sie unseren Weg kreuzen könnten. Wir fuhren also noch ein Stückchen weiter und warteten. Wir hatten uns nicht getäuscht, sie kamen direkt auf uns zu.
Wie schon bei den Löwen mussten wir uns auch wieder auf den Weg machen, obwohl ich auch hier stundenlang diesen eleganten Tieren hätte zuschauen können. Grandios, sie standen teilweise nur 2-3 Meter von unserem Wagen entfernt 🤪
Nun war Namutoni nicht mehr so weit, jedoch brauten sich einige Wolken zusammen und es begann stellenweise an zu regnen.
Die Regenwand kommt leider auf dem Foto nicht wirklich so rüber, war schon beeindruckend. 😵
Die nächste Zebraherde hatte auch wieder mit ihrem "Kindergarten" alle Hände voll zu tun 😎
Auch bei den Gnus und Springböcken gab es Nachwuchs 😄 - leider auch zu weit weg
In Namutoni
vertraten wir uns nochmals die Füße und wollten tanken - wir wollen nicht lästern 😕 aber nach 20 Minuten gaben wir auf, keine Ahnung, was sie dort machten, es hat gefühlt ewig gedauert, jeder Zentimeter wurde mit Zeitungspapier gewienert, für was, weiß ich bis heute noch nicht - am Ende würden wir immer noch warten 🤪
Eine Gruppe Mangusten war fleißig 😁
Es wurde immer dunkler, schwarze Wolken überall, wir hofften, dass wir die letzten ca. 12 km noch "heile" überstehen würden 😵
Die Impalas waren sichtlich nervös und von einer Sekunde auf die andere hagelte 😈 es, wow, wir hatten nur noch ca. 2-3 Meter Sicht und daher fuhr ich an die Seite. Das Auto war mir irgendwie "egal", es wäre auch völliger Blödsinn weiterzufahren. Und ein Tier anzufahren hätte ich mir nie verziehen!
Es dauerte auch nur wenige Minuten, die Temperatur sank sekündlich - bis wir bei ca. 18° angelangt waren - brrrrrrrrrr 😣
Am Gate waren die zwei "ladies" not amused über das Wetter, der Hagel war zu Regen geworden und es war gefüht eiskalt, was ihr anscheinend die Frage entlockte - da ich sie freundlich angrinste "are you happy?" "Yes!!! Everything is fine". Das wollte sie aber nicht unbedingt hören. Mei, wir haben Urlaub und Regen ist doch toll 🤪
Nach etwa 8 km kommen wir im
an.
Teil 3518. März 2016
Wir haben wirklich gefroren, es sah auch nicht danach aus, dass es sich bessert.
Wir wurden sehr freundlich begrüßt, bezogen unser Zelt und ich freute mich auf eine WARME Dusche, jaja ich bin ein Weichei 🤨
Für ein gemütliches Savanna in unseren Liegestühlen reichte die Zeit bis zum Abendessen noch, sehr süße Gesellschaft hatten wir dabei auch noch 😄
Es waren nur 4 Tische eingedeckt 😛 , es war sehr ruhig und gemütlich. Die Vorspeise war sehr, sehr lecker, an die Hauptspeise kann ich mich leider nicht mehr erinnern - auch leider kein Foto -, aber von der Nachspeise habe ich dann wieder eins. Das Essen war absolut TOP!!!
Dieses kleine Kerlchen war wahnsinnig an Silvias Bier interessiert: 🙄 (kann ich nicht verstehen, Bier geht ja gar nicht 🤢 - sorry an alle Biertrinker 😉 )
Ein langer Tag mit vielen spannenden Erlebnissen geht zu Ende und wir fallen glücklich in unsere saugemütliche Betten. 🙂 🙂
...und in der Ferne hören wir Löwen brüllen... - UNBESCHREIBLICH - Gänsehaut!! 😘
Teil 3622. März 2016
08.02.2016 Mushara Bush Camp
Hier einige Bilder zum Mushara Bush Camp, wir haben uns sehr wohl gefühlt und die Angestellten waren super nett.
In der ersten Nacht waren nur 4 Zelte belegt, am zweiten Tag waren wir sogar nur noch mit einer deutschen Familie alleine im Camp, lag mit Sicherheit an der Jahreszeit, aber wir können es mit besten Gewissen empfehlen, alles sehr unkompliziert, alles da, was man braucht! Kein Wasserloch wie in anderen Camps, aber dafür sieht man auch mal die kleinen Bewohner Namibias, die man dann doch mal gerne vergisst 😕 Das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt hier auf alle Fälle.
Natürlich gab es erstmal wieder lecker Frühstück 😛 Das Staff hat ständig freundlich nachgefragt, ob etwas fehlt, ob wir noch etwas bräuchten, die Auswahl war mehr als reichlich und Eierspeisen konnten auch noch nachbestellt werden. Zeit zum Spielen war auch genug 😉 😉
Zum letzten Mal richtig Zeit zum relaxen, Zeit über vieles Erlebte nachzudenken, Tagebuch zu schreiben und Luft zu für die letzten 2-3 Tage zu holen. Wir haben uns oft überlegt, ob wir irgendwas verpassen, ob wir nochmals hätten rausfahren sollen, aber für uns war es eine super Mischung...nochmal genießen und auch mal auf den eigenen Körper hören 😎
Wir verbrachten noch ca. 1 Stunde am Pool, begaben uns auf die Foto-Jagd nach Schmetterlingen, Libellen und Vögel, aber alle wollten nicht so wirklich ruhig sitzenbleiben 🤨
Einer meiner Lieblingsbilder, die im Camp hängen:
Teil 3722. März 2016
Auf dem Rückweg zu unserem Nest schauten wir an der Rezeption vorbei, um uns über das Diner zu informieren, wir waren gespannt 😗 , war alles so stressig und anstrengend heute, da bekommt man ja Hunger 🤪
Hört sich doch gut an, oder?!
Supi, auf zum Duschen und wieder ein paar Sachen zusammenpacken, morgen geht es zu unserer letzten Station.
Gegen 18.30 Uhr liefen wir dann wieder nach vorne, da wir uns ans Lagerfeuer setzen wollten - hatten wir gestern leider verpasst -. Wir bestellten 2 Drinks und machten es uns gemütlich
Ich habe keine Ahnung, wie es passieren konnte, aber auch heute habe ich wieder vergessen den Hauptgang zu fotografieren, leider wieder nur Vor- und Nachspeise:
Es war wieder sehr lecker und wir waren pappsatt. Heute brauchten wir auf dem Heimweg unsere Stirnlampen, zwar sind die Wege mit Lampen gespickt, aber es waren sehr viele ausgefallen 😊 Schon etwas mulmig mit all den Geräuschen und besonders wenn man panische Angst vor Spinnen hat... ich ja nicht, aber... 🤢 ojeeee
Wir haben aber dann doch trotzdem sehr gut geschlafen 😄
Teil 3824. März 2016
09.02.2016 Mushara Bush Camp – Okonjima
Zum Frühstück um 7.15 Uhr standen wieder alle möglichen Leckereien bereit. Übrigens wurden wir abends beim Diner jeweils gefragt, wann wir frühstücken wollten, was sicherlich am fast leerstehendem Camp lag und das Staff so besser planen – und auch länger schlafen konnte 😄 !!
Das Mushara Bush Camp ist in der „Nebensaison“ sehr zu empfehlen, die Einrichtungen sind sehr gepflegt, das Übernachten im Zelt (eigentlich ist nur die Hülle ein Zelt, darunter befindet sich ein komfortables Zimmer mit großem Bett, Dusche, WC und vielen anderen Annehmlichkeiten) macht - auch dank der Geräusche - richtig Spaß. Service, Essen und Gastfreundschaft waren hier wirklich TOP!
Und weiter geht´s nach Okonjima. Wir fahren über Tsumeb und tanken gleich am Ortseingang. Heute sind einige auf den Beinen und mähen rasen oder sammeln Müll, sehr gepflegt hier, auch noch bis ca. 10 km Richtung Otavi sind die ersten 1-2 Meter des Fahrbahnrandes gemäht. Dies war ansonsten eher selten der Fall, in diesem Teil Namibias hatte es laut unseres Wissens reichlich geregnet und das sah man auch, leider sahen wir natürlich auch dementsprechend wenig Tiere, aber dieses Grün und all die anderen Farben sind schon toll!! Besonders viele Termitenhügel waren zu erkennen, Wahnsinn, wie hoch die kleinen Kerlchen bauen.
In Otjiwarongo machten wir uns auf die Suche nach dem Souvenirladen,
den wir in Okaukuejo empfohlen bekommen haben. Laut der Beschreibung des netten Pärchens haben wir den Laden auch gleich gefunden – schon komisch klingeln zu müssen um eingelassen zu werden -. Innen merkten wir, dass es wohl an den Waffen liegen muss, die hier auch verkauft werden. Jetzt habe ich natürlich wieder sehr gemischte Gefühle, einmal sind die Souvenirs echt schön, andererseits möchte ich den Geschichten der Jäger nicht wirklich folgen (sorry, ich kann es einfach nicht verstehen). Natürlich können wir es nicht lassen und legen nach und nach alles mögliche auf den Tresen und wir fahren zwei Tüten reicher weiter. Mit der Inhaberin hatten wir noch ein nettes Gespräch und sie wünschte uns viel Spaß auf Okonjima, es wäre toll dort, sie hätte mit ihrem Mann vor ein paar Monaten dort den Hochzeitstag verbracht. Es wäre jetzt auch nicht mehr weit, noch ca. 1 Stunde.
Ha, eine Stunde, wäre ja gelacht 😮
Stimmt schon irgendwie, wir waren auch nach ca. 1 Stunde dort bzw. an der ersten Schranke.
Hier wurden wir freundlich begrüßt, unsere Reservierung wurde gecheckt und mittels Telefon durchgegeben, dass wir auf dem Weg wären.
Also erstens soll/darf man hier teilweise nur 30-40 km/h fahren und wer mich kennt…. 😗 ich halte bei jedem Tier. Auch wenn ich in den letzten fast 3 Wochen nun schon viele gesehen habe, aber ja, mich fasziniert es immer noch, wenn in meiner Nähe Paviane, Giraffen, Springböcke, Kudus, Warzenschweine oder was auch immer auftauchen, da bin ich noch immer aufgeregt wie ein Kind!! Es ist toll hier !! Sorry, und so dauerte auch Weiterfahrt – ich glaube es sind auch noch 3 (oder 2?) Gates zu „überwinden“ nochmal eine gute Stunde. Wir wurden mehrmals überholt und ich wunderte mich, ob es für andere so „normal“ geworden ist an all den Tieren vorbei zu brettern. Ich versuchte mich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen 😊
Ok, irgendwann musste ich mich ja loseisen, da ich schon verstanden hatte, dass wir an der Weggabelung zu den Campsites erwartet werden, aber auch hier hätte ich mir wieder viel mehr Zeit nehmen wollen 🤪
David zeigte uns unsere Campsite und hier ist wirklich alles sehr durchdacht, für mich vielleicht etwas zu viel, aber es war schon nahezu für Camping luxuriös. Ein riesiger Platz mit schattenspendenden Bäumen.
Das „Häuschen“ war so konzipiert, dass der vordere und offene Bereich - ca. 25 m² - überdacht war, hier befand sich die Spüle mit durchgehender Ablage auf die gesamte Breite. Informationsschilder über die Stiftung und auch kleinere Flyer über die Wanderwege oder Aktivitäten waren weiterhin zu finden. Auf der Rückseite des Hauses waren die Duschen und Toiletten untergebracht, d.h. jeweils 2 Einzeltoiletten und 2 Duschen. Hihihi, hier kann man synchron pieseln gehen oder was auch immer 🤩
Den Poolbereich oder Aussichtsplatz fand man zwecks bunter Wegweiser.
Den Camper parkte ich noch um nachdem David wieder verschwunden war, da der Platz eine Neigung hatte und wir einigermaßen waagrecht schlafen wollten. Danach spazierten wir los, um unsere Umgebung zu inspizieren. Es war wieder sehr heiß und als wir am Pool angelangt waren, zog ich meine Klamotten aus und sprang einfach so hinein 😮 🤨 😐
Zum Abendessen gab es Nudeln mit Tomatensoße – einkaufen lohnte sich ja nicht mehr und das war unser Rest -, die ersten 3-4 Löffel waren heiß, aber dann legte ich den Löffel für meine Kamera hin, wir waren mucksmäuschenstill, da ein kleiner Dik-Dik oder doch ein Springbock – herrje irgendwie verwechsle ich die immer – auftauchte, ein paar Meter dahinter kam dann noch seine Freundin mit Kind. Herrlich so was erleben/sehen zu dürfen. Wir beobachteten die drei und ich versuchte ihnen zu folgen, um schöne Fotos zu machen. Das dauerte dann wieder und die Nudeln waren kalt. Egal, es hatte sich gelohnt.
Diese Wimpern....!!! 🤩
Unsere letzte Flasche Wein wurde geöffnet und wir verbrachten einen gemütlichen Abend am Lagerfeuer.
Teil 3925. März 2016
10.02.2016 Okonjima
Mit dem Schreiben des Reiseberichts wächst die Sehnsucht wieder loszuziehen.
Wünsche allen einen wunderschönen guten Morgen ! 😄
Heute zieht es mich besonders früh aus den Federn, ich möchte noch jede Sekunde auskosten.
Sonnenaufgang einmal anders....
Es ist herrlich, den morgendlichen Duft, die anstimmenden Vogelgesänge und das Geraschel in den Büschen zu spüren.
Pünktlich zum Frühstück kommt David vorbei, um uns mitzuteilen, dass wir wahrscheinlich gegen Mittag ins Camp "umziehen" könnten, er würde uns aber nochmals genau Bescheid geben.
Die Zeit verbrachten wir mit Packen, kehrten den Camper aus und putzten ein wenig, um dem Ganzen morgen aus dem Weg zu gehen und die restlichen 30 Stunden nur noch zu geniessen. Schon schade, dass dies unser letztes selbst zubereitetes Frühstück unter freiem Himmel war, wir werden das Campen und die Freiheit sehr vermissen, freuen uns aber schon sehr aufs Camp, die Aufregung stieg.
Gegen 11 tauchte David wieder auf, wir schenkten ihm unser letztes Sixpack Bier und ein paar Kleinigkeiten und er strahlte über das ganze Gesicht, er wolle dies mit seinen Jungs teilen.
Nun aber los 🤩
Teil 4025. März 2016
Okonjima Plains Camp
An der Rezeption erfahren wir, dass es noch einen Moment mit dem Zimmer dauern würde, wir könnten uns aber mit unserem Willkommensdrink etwas umschauen, danach bekämen wir alles erklärt.
(ich werde jetzt ein paar Bilder einstellen, damit man eine Vorstellung bekommt) 😗
Der Blick von der Terrasse aus...
Nach etwa einer halben Stunde taucht Tobias auf, der mit uns den Game Drive und den Ablauf klärt und dann noch eine tolle Nachricht für uns hat: wir bekommen ein UPGRADE 🤩 🤩 Gebucht hatten wir ein "normales Zimmer", aber wir dürfen jetzt einen Bungalow der "View Rooms" beziehen, wir können es nicht fassen und freuen uns wie Bolle 😉 🤪 😛 😄 🤪
Teil 4127. März 2016
Sorry, wir bekamen gestern spontan Besuch und so konnte ich leider nicht weiterschreiben...
Hier ein paar Bilder zu unserer Unterkunft, mit der wir ja so gar nicht gerechnet hatten, ein toller Abschluss des Urlaubs:
Wir fanden toll, dass hier auch - wie im Haupthaus - auf "gehbehinderte" Urlauber gedacht wurde!!
Die kleinen und großen Pumpaas liessen sich um unseren Bungalow herum nicht stören, es war wieder ziemlich heiß und sie suchten für sich Schattenplätze.
Wir holten uns noch Getränke aus dem Camper - ein kleiner Kühlschrank befindet sich im Zimmer - und machten es auf der Terrasse gemütlich und genossen den Ausblick.
Auch ohne unterwegs zu sein könnte man hier stundenlang sitzen, immer wieder kommen Tiere vorbei, ob nah oder fern, mit Fernglas, Fotoapparat und einem leckeren kühlen Getränk lässt es sich super aushalten.
Doch bald zogen wir uns um, packten unsere Kameras ein und gingen wieder los, da wir uns zum Gamedrive angemeldet hatten.
Wir aßen noch einen leckeres Stück Kuchen und tranken einen Kaffee auf der Terrasse, am Wasserloch aalten sich wieder die Pumbaas und ab und an kamen Oryxe zum trinken vorbei.
Unser Wagen stand schon bereit 😉
Teil 4227. März 2016
Wir stiegen mit noch zwei anderen Pärchen zu Greg und ääähh ich glaube er hieß Martin in den Land Rover. Super, dass jeder einen Platz außen hatte 😛 und bekamen die ersten Erklärungen, u.a. hatte jeder im Fach vor sich eine Karte des gesamten Areals von Okonjima.
Zuerst ging es zu einem Aussichtspunkt, damit Martin die Signale orten konnte.
"Unser" Pool von oben
"WOW"
Danach ging es los, um die Geparden zu finden, unterwegs lief uns aber eine ganze Menge anderer Tiere über den Weg 🤩
ein echter Prachtkerl
Ich kann es nicht mehr genau sagen, aber ca. 1 km vor "The Villa" wurde das Signal stärker und wir stiegen aus, um uns zu Fuß weiter auf die Suche nach den Geparden zu machen. Wie "bewaffneten" uns jeweils mit einer Flasche Wasser und stiefelten Greg im Gänsemarsch hinterher.
Mei, und wer hat wieder keine Safariklamotten an?? 😐
Die Büsche waren sehr dornig und wir mussten noch ein trockenes Flußbett überqueren und dann sahen wir sie:
Wir waren mucksmäuschenstill und so konnten wir sehr nahe an sie heran. 😄
Zu unserem Glück waren sie satt und sehr müde und außerdem war ihnen viel zu heiß 😉
Da wir noch eine Menge vorhatten, ging es wieder zurück zum Wagen
und wir fuhren weiter, an der Villa vorbei, hier wollte das französische Pärchen unbedingt wissen, ob hier wirklich schon "Brangelina" übernachtet hätten und ob sie sich die Villa auch für 2 Nächte leisten könnten (also wir leider nicht 🤢 - trotzdem sehr schön hier).
Teil 4327. März 2016
Nun begann die Suche nach den Leoparden.
Könnt Ihr Euch noch an die leckeren Pilze von Omandumba erinnern? Wir fanden welche und Greg und Martin freuten sich über die Spezialität sehr - normalerweise finden die Paviane sie früher 😮 -!!
Wir kannten sie ja nur aus dem Kochtopf, aber so konnten wir sehen, wie sie aus den Termitenhügel wachsen. Greg grub ein paar sehr vorsichtig aus und beide freuten sich auf ihr späteres Gourmetessen.
Den ersten Leoparden, den wir fanden, war leider nicht mit der Kamera "gscheid" einzufangen.
Ungefähr in der Mitte des Bildes ist er zu erahnen. Da wir aber wirklich alle Probleme hatten fuhren wir weiter.
Wir suchten und fanden die Leopardin 🤩 - ein wunderschönes Tier
Leider war es schon etwas dämmerig, aber wir waren super happy 🙂 🤪 schade, dass wir jetzt "nur" noch den letzten Sundowner vor uns hatten.
Unser Motto des Urlaubs lautete 😉 :
Teil 4427. März 2016
Greg und Martin fuhren uns zu einem klasse Aussichtspunkt, von dem wir mit einem leckeren Getränk unseren letzten Sonnenuntergang und den Luxus dieser Landschaft genießen konnten.
Nicht nur wir wollten dieses Schauspiel miterleben 😁
Teil 4529. März 2016
11.02.2016 Okonjima - Windhoek
Unser letzter Tag in Namibia, wir sind traurig, aber freuen uns hier gewesen zu sein und schauen vom Bett aus in die wunderschöne Landschaft.
Da die Strecke bis Windhoek nicht allzu weit ist, ziehen wir heute alles ein wenig in die Länge 😉 , ich wollte mich noch gemütlich auf die Terrasse setzen, da bemerke ich, dass ein Sitz schon besetzt ist 😏
Aber nicht nur die Sattelschrecken sagten "good bye"
Jetzt hieß es Taschen packen, duschen und danach wanderten wir zum Camp, um zu frühstücken. Ein Traum in dieser Umgebung sich alles schmecken zu lassen und dabei nochmals die Hartebeest beobachten zu können 🤪
Leider wurde es langsam Zeit aufzubrechen, um noch etwas Luft zu haben, falls doch noch etwas Unvorhergesehenes passiert. 😐 Ich hoffe, ich langweile euch nicht zu sehr, denn die Fahrt zur B1 dauerte natürlich wieder länger als gedacht, das ein oder andere Mal "mussten" wir "leider" anhalten 😊
Ein letzter Blick und es geht auf die B1 in Richtung Windhoek.
Teil 4629. März 2016
Sehr weit kommen wir aber nicht 🤢
..nach ca. 15 Minuten 🙂
Keine Ahnung, wie lange die Arbeiten hier andauern, übernachtet wird am Straßenrand 😵
Wohlbehalten kommen wir in Windhoek an.
An der SHELL tanken wir nochmals voll und zwei Jungs freuen sich über zwei Tüten unserer restlichen Lebensmittel.
Alles ging gut, wir kommen - etwas früh - bei ASCO an und der Camper wird ohne Beanstandungen zurückgenommen. Jetzt bleibt uns noch Zeit etwas zu trinken, wir warten noch auf ein Pärchen, das auch noch zum Flughafen muss, es zieht sich jedoch fast 2 Stunden hin 🤪
Zum Glück kamen wir nicht so zurück von der Reise - schon heftig, wie sich viele überschätzen 😠
Am Flughafen haben wir auch noch fast 3 Stunden Zeit, die wir mit chillen und Einkaufen der letzten Souvenirs verbringen.
Pünktlich landen wir gegen 5.15 Uhr in Frankfurt und frieren uns den A... ab 🤩
Es geht noch zu meinem Pa zum frühstücken und danach fahren wir in die Hundepension, um Gaston abzuholen (da freute sich einer - und wir auch!! 😄 ). Die restlichen fast 4 Stunden - was sonst, wir sind in Deutschland - mit Stau bringen wir auch noch hinter uns und gegen 14 Uhr kommen wir endlich zu Hause in LL an, wo uns schon unsere Stubentiger schmusend erwarten 😘
Unsere Reise war ein TRAUM, wir fühlten uns sauwohl, noch heute zehren wir von unseren Erlebnissen und planen schon unsere nächste Route, wir können einfach nicht anders!! Leider wird es wohl 2018 bis wir wiederkommen können.
Namibia ist ein wunderschönes und gastfreundliches Land, wir sind sehr dankbar, diesen Teil der Welt miterlebt zu haben !
Danke an Euch fürs Mitfahren, fürs "Danke" drücken oder all die netten Kommentare. Ich übe weiter und hoffe Euch irgendwann mit einem neuen Reisebericht erfreuen zu können.